Nicht atomkraftfreundlich genug: Frankreich blockiert EU-Erklärung


Weil Frankreich durchsetzen will, dass die EU auch die Förderung von AKW in Drittstaaten ermöglicht, gibt es einen Konflikt unter anderem mit Deutschland.

heise online

(Bild: jaroslava V/Shutterstock)

Frankreich hat eine EU-Erklärung zur Klima- und Energiediplomatie blockiert. Wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend bestätigten, bestand die Regierung in Paris darauf, eine atomkraftfreundliche Formulierung in das Dokument einzufügen. Weil das Länder wie Deutschland nicht akzeptieren wollten, konnte die Erklärung bei einem Außenministertreffen am Montag in Brüssel nicht wie geplant angenommen werden.

AKW-Förderung in Drittstaaten

Konkret geht es Frankreich demnach darum, zum Erreichen von Klima- und Energiezielen auch die Förderung von Atomkraftwerken in Drittstaaten zu ermöglichen. Eigentlich sollte es in der EU-Erklärung in diesem Zusammenhang nur um erneuerbare Energien wie Wind- und Wasserkraft gehen. Frankreich hatte jüngst bereits die EU-Kommission dazu gebracht, einen atomkraftfreundlichen Vorschlag für Regeln für die Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff zu machen. So will es die Kommission möglich machen, dass Wasserstoff unter bestimmten Umständen mit Strom aus Atomkraft produziert werden kann. Frankreich setzt bei der Stromerzeugung weiter stark auf Atomreaktoren.

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