Mutmaßlicher „Reichsbürger“ in Hunger- und Durststreik


Der frühere Bundeswehr-Oberst Maximilian E., der wegen Terrorverdachts in U-Haft sitzt, hat nach Angaben seiner Verteidiger aufgehört zu essen und zu trinken. Er wolle auf diese Weise aus dem Leben scheiden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Razzia gegen Reichsbürger: Einsatzkräfte der Polizei am 7. Dezember 2022 in Saaldorf in Thüringen Bild: dpa

Der wegen Terrorverdachts inhaftierte ehemalige Bundeswehr-Oberst Maximilian E. ist nach Angaben seiner Strafverteidiger in einen Hunger- und Durststreik getreten. Sein Mandant habe am Vormittag des 12. April in der Justizvollzugsanstalt Landshut ein „Todesfasten“ begonnen, sagte Rechtsanwalt Alois Fuggenthaler zu „Zeit Online“. Er nehme keine Nahrung und keine Flüssigkeit mehr zu sich und wolle auf diese Weise aus dem Leben scheiden.

E. war im Dezember auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls in Italien festgenommen worden. Er sitzt in der Justizvollzugsanstalt Landshut in Untersuchungshaft. E. soll zu der „Reichsbürger“-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß gehören, die bei einer Razzia im Dezember aufgeflogen war. Der Generalbundesanwalt wirft der Gruppe vor, sie habe vorgehabt „die bestehende staatliche Ordnung in Deutschland zu überwinden“.

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