Eigentlich sinkt die Oberflächentemperatur der Weltmeere etwa ab Mitte März. In diesem Jahr steigt sie aber immer weiter. Die Warnungen werden immer lauter.
Martin Holland | heise online

Die weiterhin viel zu hohe globale Meeresoberflächentemperatur sorgt unter Forschern für wachsende Besorgnis und immer dramatischere Warnungen. Seit Ende März liegt dieser Wert immer deutlicher über allen bisherigen Höchstständen seit 1981 und während diese Temperatur bislang etwa ab April gesunken ist, ist sie diesmal sogar mehrfach angestiegen. Der BBC zufolge verstehen auch Experten und Expertinnen die Hintergründe nicht ganz. Sie befürchteten aber, dass die viel zu hohe Temperatur in Verbindung mit anderen Wetterphänomenen dafür sorgen könnte, dass die globalen Temperaturen Ende des kommenden Jahres einen wirklich besorgniserregenden Stand erreichen könnten. Ein ungenannter Experte zeigte sich demnach „extrem besorgt und völlig gestresst“.
Vorhersagen nur schwer möglich
Die Meeresoberflächentemperatur (SST) ist laut dem Deutschen Wetterdienst jene Temperatur, die in einem Meter unter der Oberfläche vorherrscht. Ermittelt wird sie weltweit und kontinuierlich von Satelliten und Bojen. Einen aktuellen Überblick gibt es etwa beim Climate Change Institute der Universität Maine in den USA. Auf dessen Diagramm wird auch die außergewöhnliche aktuelle Situation deutlich.