Herrscher der Ozeane: In Grönland haben Paläontologen die 538 Millionen Jahre alten Fossilien von fleischfressenden Meereswürmern entdeckt – dem Urzeit-Äquivalent moderner Meeresräuber. Die Tiere waren mit einer Körpergröße von bis zu 30 Zentimetern für ihre Zeit riesig und standen wahrscheinlich an der Spitze der Nahrungskette, bevor sie von gepanzerten Gliederfüßern verdrängt wurden. Die „Timorebestia“ getauften Würmer könnten somit zu den ältesten Spitzenprädatoren der Welt zählen, wie die Forschenden berichten.

Vor rund 540 Millionen Jahren legte das Leben auf der Erde auf einmal den Turbo ein. Innerhalb kürzester Zeit entstanden während dieser „Kambrischen Explosion“ die Vorfahren aller heutigen großen Tiergruppen. Auch die Nahrungsketten, wie wir sie heute kennen, haben sich wahrscheinlich zu dieser Zeit entwickelt: mit fleischfressenden Tieren an der Spitze und Pflanzen am unteren Ende.