Klitschko-Villa und „Monaco-Batallion“: Sind im Ukraine-Krieg wirklich alle gleich?


David Goeßmann | TELEPOLIS

Jachthafen von Monaco, wo sich die Reichen und Mächtigen aus der Ukraine tummeln, um dem Armeedienst zu entgehen. Bild: Ronny Larson / CCO

Wie die Berliner Zeitung am Montag meldet, hat der Kiewer Bürgermeister und Ex-Boxprofi Vitali Klitschko eine Villa im gut betuchten Elbvorort Hamburg-Othmarschen erhalten. Das Anwesen mit einer Fläche von 750 Quadratmetern soll umgerechnet 5,5 Millionen Euro wert sein.

Das jedenfalls berichtet die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf das ukrainische Melderegister. Es soll sich bei dem Anwesen um eine nicht-monetäre Schuldenbegleichung handeln, die im Rahmen von Klitschkos in den USA registriertem Unternehmen Maximum I LLC stattgefunden hat.

Die Villa überschrieb Klitschko seiner ehemaligen Frau Natalia Jegorowa im Zuge einer Vermögensteilung. Die wiederum gab ihm dafür ein Haus in Ljutisch nahe Kiew und einen Land Rover Discovery 3.0. Zudem soll Vitali von seinem Bruder Wladimir Klitschko umgerechnet 160.000 Euro erhalten haben.

Unmut über Ungleichheit

Die Berliner Zeitung stellt fest, dass das „Klitschko-Anwesen in keinerlei Konflikt mit dem ukrainischen Gesetz“ stehe, also nicht zurückzuführen ist auf die in der Ukraine weiter grassierende Korruption und Bereicherung. Aber in den Kommentaren unter dem Bericht würden User sich darüber beschweren, dass, während Klitschko sich eine Villa im wohlbehüteten Deutschland sichert, „Soldaten an der Front sterben“ und bei der Armee das Geld fehlt.

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