Dürftige Antwort auf die Frage, was in Konkurrenz mit KI vom Menschen übrigbleibt. Umfrage: Zweidrittel denken, dass ihre Jobs von KI geleistet werden können.
Florian Rötzer | Overton

Die Umfrage ist alles andere als repräsentativ. Befragt wurden lediglich 1027 erwachsene Amerikaner, die arbeiten, online über die erwarteten Folgen Künstlicher Intelligenz befragt. Generative KI spukt derzeit überall herum als das nächste oder bereits vorhandene größte Ding, das vieles verändern wird. Disruptiv hätte man vor kurzem gesagt, das Wort scheint schon wieder aus der Mode gekommen zu sein.
Oft geht es um die von der KI eingeleitete Menschheitsdämmerung oder um das, was nun alles möglich wird. Robotikforscher Hans Moravec hat vor einiger Zeit schon mal prophezeit, dass die Menschen im postbiologischen Zeitalter mit ihrem Körper als Schweine oder andere Haustiere im Cyberspace enden könnten. Ans Schlachten dachte er nicht, da die intelligenten Agenten ja keine biologischen Körper hätten: „Auf die eine oder andere Weise würde die ungeheuerliche Weite des Cyberspace von unmenschlichen supergeistigen Entitäten wimmeln, die mit Dingen beschäftigt sind, die sich zu menschlichen Angelegenheiten wie unsere zu denen von Bakterien verhalten.“
Gefragt, ob sie mal als Haustiere von KI-Entitäten enden würden, wurden die Amerikaner nicht, aber wohl, ob diese ihre Jobs ausführen könnten. Zweidrittel sagten ja. Das verweist nicht nur auf die Projektion über die Leistungsfähigkeit der KI, die Jobs gewissermaßen durch Verdrängung der menschlichen Arbeiter dehumanisieren wird, sondern vielleicht eher darauf, wie Menschen ihren Job einschätzen. Ist er voll Routinen und körperlich nicht sonderlich raffiniert, könnte eben eine wie auch immer smarte Maschine diesen übernehmen.