Die BDS-Bewegung will Israel politisch, kulturell und wirtschaftlich komplett isolieren. Der Bundestag hat sie bereits als antisemitisch verurteilt, nun beobachtet sie auch der Verfassungsschutz.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die gegen Israel gerichtete Boykottbewegung BDS als extremistischen Verdachtsfall eingestuft. Die Bewegung weise „Bezüge zum säkularen palästinensischen Extremismus“ auf, heißt es im am Dienstag veröffentlichten Verfassungsschutzbericht 2023. Demnach „liegen hinreichend gewichtige tatsächliche Anhaltspunkte“ dafür vor, dass BDS unter anderem „gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstößt“.
Die international aktive Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions (BDS – deutsch: Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) war 2005 ins Leben gerufen worden. Sie fordert eine wirtschaftliche, kulturelle, diplomatische und politische Isolation Israels. Propagiert werden unter anderem ein Stopp der Zusammenarbeit mit israelischen Künstlern und Akademikern, der Abzug von Investitionskapital sowie Sanktionen gegen den jüdischen Staat.
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