Archiv der Kategorie: Christentum

Deutsche Bischofskonferenz distanziert sich von Gottesdienst bei AfD

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Beim AfD-Parteitag in Stuttgart hatte ein «Bischof Frederick Haas» von der «Anglikanisch-Katholischen Diözese von Christus dem Erlöser» auf der Insel Malta den Gottesdienst geleitet.

kath.net

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat sich von einem ökumenischen Gottesdienst auf dem AfD-Parteitag in Stuttgart distanziert. Dort hatte laut Medienberichten am Sonntag ein «Bischof Frederick Haas» von der «Anglikanisch-Katholischen Diözese von Christus dem Erlöser» auf der Insel Malta den Gottesdienst geleitet.
«Diese Kirche hat nichts mit der römisch-katholischen Kirche zu tun», erklärte der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, am Montag in Bonn. Es bestehe keinerlei Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche mit dieser «Kirche», deren Gründung und Autorisierung unklar sei.

 

Immanente Religion – transzendente Technologie? Das Beispiel Digitalisierung

jesus_app
Bibel-Zitate App, Themenbild

Die Vortragsreihe „Religion und Gesellschaft“ wird am 10. Mai 2016 mit einem Vortrag von Frau Prof. Dr. Sabine Maasen in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften fortgesetzt. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Unterscheidung von Religion und Technologie am Beispiel der Digitalisierung.

Janina Amendt Pressestelle
Bayerische Akademie der Wissenschaften

Zwischen Religion und Technologie wird meist klar unterschieden. Religion ist das Unsichtbare. Technologie und Wissenschaft sind hingegen das Sichtbare, das Präsente. Demnach kann man Religion über Transzendenz und Technologie über Immanenz definieren. Am Beispiel der Digitalisierung wird Prof. Sabine Maasen versuchen, die herkömmlichen Unterscheidungen von Religion und Wissenschaft in Frage zu stellen.

Für die Immanenz von Religion ist zum Beispiel an religiöse Apps zu denken. Die App „Jesus Christ Whisperer“ stellt täglich Briefe von Jesus zu. Religion wird dadurch präsent und nah. Für die Transzendenz von Technologie wird z. B. auf die wachsende Bedeutung von Algorithmen verwiesen, die, wie es scheint, die Stelle Gottes als unbeobachteter Beobachter einzunehmen beginnen.

Prof. Dr. Sabine Maasen hat seit Ende 2013 den Friedrich Schiedel-Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftssoziologie an der Technischen Universität München inne. Sie ist Direktorin des Munich Center for Technology in Society und steht dem Senat der Hochschule für Politik vor. Zuvor war sie Professorin für Wissenschaftsforschung/Wissenschaftssoziologie an der Universität Basel. Ihr Forschungsinteresse richtet sich auf Fragen, die das Leben in technisierten Gesellschaften betreffen.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist die größte und eine der ältesten Akade-mien in Deutschland. Ihren Aufgaben als Gelehrtengesellschaft, außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Ort des lebendigen wissenschaftlichen Dialogs mit Gesellschaft und Politik ist sie seit mehr als 250 Jahren verpflichtet. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und das kulturelle Erbe sichern. Die Akademie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern fördert sie in ihrem Jungen Kolleg.

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Janina Amendt
Alfons-Goppel-Straße 11, 80539 München
Tel.: +49 (0)89 230 31 1141
Tel.: +49 (0)89 230 31 1281
presse@badw.de
http://www.badw.de

„Bei Muslimen verhalten wir uns wie Pubertierende“

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Berlins Ex-Ausländerbeauftragte John attestiert den Deutschen im Umgang mit Muslimen „Reflexe wie in Stammesgesellschaften“. Auch wir müssten uns anpassen. Verweigerter Handschlag? Nicht so wild.

Von Sabine Menkens | DIE WELT

Als Barbara John 1981 das Amt der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats antrat, war die Christdemokratin die erste Politikerin der Republik, die sich hauptamtlich mit Integration beschäftigte. Bis zu ihrer Pensionierung 2003 hatte sie dieses Amt inne – und füllte es so leidenschaftlich aus, dass sie in ihrer Partei nur noch „Türken-Bärbel“ hieß. Mit inzwischen 78 Jahren ist John immer noch im Integrationsgeschäft tätig – als Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin.

Die Welt: In Schweden musste kürzlich ein Grünen-Politiker zurücktreten, weil er einer TV-Journalistin vor laufender Kamera den Handschlag verweigert hatte. Stattdessen hatte er zur Begrüßung die Hand aufs Herz gelegt. Erfolgte sein Rücktritt zu Recht?

Barbara John: Eine persönliche Entscheidung. Aber die Frage, wie wir auf solche Gesten reagieren, ist schon spannend, weil wir damit Aussagen über uns selbst als Nichtmuslime machen. Als mir einmal ein Imam den Handschlag verweigerte, habe ich sanft seinen Arm berührt und gesagt: Mein Glaube erlaubt mir das. Es ist eine Wertschätzung.

weiterlesen

Neapel: Blutwunder besiegelt Ende in Streit um Kirchenfinanzen

Januarius, Bild: wikimedia.org/PD

In Neapel hat sich wieder das traditionelle Blutwunder des heiligen Januarius ereignet. Zum Abschluss einer Prozession mit den Reliquien des Stadtpatrons am frühen Samstagabend durch die Straßen der süditalienischen Stadt teilte Kardinal Crescenzio Sepe mit, dass sich das in einer Glasampulle aufbewahrte eingetrocknete Blut des frühchristlichen Märtyrers verflüssigt habe.

kath.net

Unmittelbar vor der Prozession legten die erzbischöfliche Kurie und ein katholisches Bürgerkomitee laut italienischen Medien einen längeren Streit bei, der die Zuständigkeiten für die Güter- und Finanzverwaltung der Januarius-Kapelle betraf. Zu dem Anlass reiste eigens Innenminister Angelino Alfano nach Neapel. Das Abkommen zwischen der Erzdiözese und der „Deputazione di San Gennaro“ wird nun nach Angaben Alfanos zur Prüfung dem Staatsrat vorgelegt, einem Verfassungsorgan für verwaltungsrechtliche Fragen. Kommentatoren werteten die Verflüssigung der Blutreliquie als Hoffnungszeichen für einen guten Ausgang.

weiterlesen

Missbrauch: Die Täter fühlten sich sicher

missbrauch_kathol

Carlos Ibanez (58) muss sich ziemlich sicher gefühlt haben. So sicher, dass er beim Besuch von Papst Franziskus in Paraguay am 12. Juli 2015 in der ersten Reihe jenes Platzes stand, der für katholische Priester reserviert war. Ein beeindruckter Ibanez verfolgte dabei genau, wie sein Landsmann nur wenige Meter an ihm vorbeischritt. Das zeigen TV-Bilder des Gottesdienstes in Nu Guasu, die die Tageszeitung „La Nacion“ vor wenigen Tagen veröffentlichte.

Von Tobias Käufer | katholisch.de

Seitdem ist die Kirche in Paraguay schockiert und muss einen unappetitlichen Missbrauchsskandal aufklären. Gegen Carlos Ibanez wurde bereits in dessen Heimatland Argentinien wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Das hinderte den flüchtigen Priester allerdings nicht daran, im Nachbarland weiter seiner kirchlichen Tätigkeit nachzugehen.

„Netzwerk des Schweigens“

Insgesamt, so schreibt es „La Nacion“, seien fünf argentinische Priester in Paraguay untergetaucht, die von der Justiz Argentiniens wegen Missbrauchsvorwürfen gesucht würden. Das Blatt vermutet dahinter ein „Netzwerk des Schweigens“. Dieses habe das Untertauchen der Geistlichen erst möglich gemacht.

weiterlesen

Grundsatzprogramm der AfD: »Angriff aufs Judentum«

Zentralratspräsident Josef Schuster ©ZR
Zentralratspräsident Schuster kritisiert das religionsfeindliche Grundsatzprogramm der AfD

Jüdische Allgemeine

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) hat ihren strikten Anti-Islam-Kurs beschlossen. Die Delegierten des Bundesparteitags in Stuttgart verabschiedeten am Sonntag mit großer Mehrheit das Kapitel »Der Islam gehört nicht zu Deutschland« als Teil ihres Grundsatzprogramms. Darin lehnen sie unter anderem Minarette und Muezzinrufe ab. Sie stehen nach Auffassung der AfD »im Widerspruch zu einem toleranten Nebeneinander der Religionen, das die christlichen Kirchen in der Moderne praktizieren«. Auch sollten islamische Organisationen keinen Körperschaftsstatus öffentlichen Rechts erlangen.

Weiter heißt es in dem Programm, die AfD bekenne sich »uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit«, doch wolle sie der Religionsausübung Schranken setzen durch »die staatlichen Gesetze, die Menschenrechte und unsere Werte«. Unter anderem will die Partei das Schächten verbieten.

weiterlesen

Priester beichtete im Petersdom, Beichtvater spielte dabei Sudoku

DerverzweifelteJesusJunger chilenischer Priester schreibt offenen Brief an Papst Franzikus, nachdem er bei drei Beichten im Petersdom Beichtväter ablenkt fand – Ein beichtehörender Priester las während seines Sündengeständnisses die Tageszeitung.

Von Petra Lorleberg | kath.net

Während er im Petersdom beichtete und seine Sünden bekannte, „sah ich den Priester ‚Sudoku‘ spielen, ein japanisches Zahlenpuzzle. Durch das Beichtgitter sah ich zwei Spielmagazine. Auf höfliche Art drückte ich meinen Wunsch nach einer würdigen Feier des Sakraments aus. Doch der Priester sagte mir, ich solle einen anderen Beichtvater suchen, wenn ich Probleme mit dem ‚Sudoku‘ hätte, im Petersdom gäbe es ja viele. Ich verließ traurig den Beichtstuhl und ging zu einem anderen, wo mich ein Priester brüderlicher begrüßte.“ Dies schilderte Felipe Herrera Espaliat, chilenischer Priester, Journalist, Musiker und derzeit Student in Rom, in seinem offenen Brief, den er zu diesem Problem am 1.5.2015 an Papst Franziskus schrieb. Nach eigenen Worten reagierte er damit auf die Beichtkatechese, die Papst Franziskus einen Tag zuvor bei einer Generalaudienz gegeben hatte.

weiterlesen

CIA twittert Minutenprotokoll von Tötung bin Ladens

Osama Bin Laden (auf einem Foto von 2001)Foto: dpa
Am 2. Mai 2011 tötete eine US-Spezialeinheit Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. Grund für die CIA, den Ablauf auf Twitter online zu stellen. Das ist nicht jedermanns Geschmack.
 

DER TAGESSPIEGEL

Fünf Jahre nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden hat die CIA ein minutengenaues Protokoll der Kommandoaktion online gestellt. Unter dem Hashtag #UBLRaid notierte der US-Geheimdienst im Kurznachrichtendienst Twitter die einzelnen Schritte des Einsatzes – „so, als ob er heute stattfinden würde“. Bin Laden war am 2. Mai 2011 von US-Spezialkräften in seinem Haus in Pakistan erschossen worden.

weiterlesen

Die Kulturkämpfer – AfD will Rache für 68er-Revolution

Frauke Petry und Beatrix von Storch auf dem Parteitag der AfD © Philipp Guelland/AFP
Auf ihrem Parteitag in Stuttgart hat die AfD die Machtfrage gestellt: Sie will Revanche für die Niederlage, die das rechte und national gesinnte Lager einst gegen die 68er erlitten hat.

Von Tilman Gerwien | stern.de

AfD-Parteitage sind ein besonderes Erlebnis: Hundertschaften von Bereitschaftspolizei, Absperrgitter, Wasserwerfer, dazu das Wummern der Polizei-Hubschrauber, die permanent überm Ort des Geschehens kreisen – eine Atmosphäre von Bürgerkrieg und Straßenkampf liegt über allem. Man mag darin eine Form ausgleichender Gerechtigkeit erkennen: Die Partei, die wie kaum eine andere von der Ausgrenzung lebt und nicht selten auch vom Ressentiment, sie erlebt sich selbst als ausgegrenzt, wenn sie sich versammelt, so wie am Wochenende in einer Messehalle am Stuttgarter Flughafen.

Will diese Partei am Ende vielleicht sogar selbst den Bürgerkrieg? Das wohl (vorerst) nicht, auch wenn ihr rechter Frontkämpfer Björn Höcke gern erklärt, die AfD sei „die letzte Chance“ vor dem Volksaufstand gegen die von ihm so gehassten Eliten in Parteienstaat und Medien.

weiterlesen

Exorzismus: Die Teufelsaustreiber von Kairo

Bild: Marc Röhlig/bento.de
Wie Christen und Muslime in Ägypten durch Exorzismen zusammenfinden.

Von Julia Nikschick, Marc Röhlig | bento

Der Scheich ist zufrieden. Mit seiner linken Hand hält der Muslim einen Dschinn in einem Wasserglas gefangen, die rechte Hand wölbt er an seinem Mund, um Koransuren zu rezitieren. Neben ihm sitzt Magdy, ein Christ, und schaut gleichsam besorgt und belustigt auf das Spektakel. „Woher weiß ich, dass das mein Dämon ist?“, fragt er den Scheich. „Du musst es schon glauben“, grummelt dieser.Magdy, 33, lebt als Schweinezüchter im Armenviertel Manshiat Nasser der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Seine breiten Oberarme spannen den gelben Stoff seines Hemdes, dunkle Locken fallen ihm fast bis auf die Schultern. Er ist ein hübscher Kerl.

„Aber die richtige Frau habe ich trotzdem noch nicht gefunden“, sagt er. „Hier in Ägypten darfst du nicht einfach ein Mädchen kennenlernen. Hier wirst du vermittelt oder gar nicht, das gilt für Muslime wie Christen.“weiterlesen

AfD beschließt Anti-Islam-Kurs

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Nach einer hitzigen Debatte hat die AfD die Ablehnung des Islams in ihrem Grundsatzprogramm verankert. Die Mitglieder stimmten mit großer Mehrheit für die Formulierung „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“.

evangelisch.de

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) hat ihren strikten Anti-Islam-Kurs beschlossen. Die Delegierten des Bundesparteitags in Stuttgarts verabschiedeten am Sonntag mit großer Mehrheit das Kapitel „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ als Teil ihres Grundsatzprogramms. Unter dem Punkt „Kultur, Sprache und Identität“ heißt es weiter, dass „ein orthodoxer Islam, der unsere Rechtsordnung nicht respektiert oder sogar bekämpft und einen Herrschaftsanspruch als allein gültige Religion erhebt“, mit „unserer Rechtsordnung nicht vereinbar“ sei. Dem Beschluss ging eine kontroverse Diskussion voraus.

Die Partei sehe in der „Ausbreitung und Präsenz einer ständig wachsenden Zahl von Muslimen“ eine große Herausforderung, heißt es in dem Programm weiter. Dennoch bekenne sich die AfD „uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit“. Die Partei wolle jedoch der Religionsausübung Schranken setzen, durch „die staatlichen Gesetze, die Menschenrechte und unsere Werte“.

weiterlesen

Kenya: Religious leaders demand deregistration of Atheists society

Congregation at a church in Mombasa.Photo/File/THE STAR
Church leaders have spoken against the registration of the atheist society by the Attorney General.
The Kenya National Congress of Pentecostal Churches and Ministries issued a statement on Friday, saying it was abominable, and unconstitutional to have the society registered and given a certificate.

By RAMADHAN RAJAB | THE STAR

“All people who believe in God, we register our disgust and protestation to AG for the way he has causally and in utter contempt been handling religious issues in our country. He has now touched nerves of every person of faith by registering a society that denies existence of God,” Stephen Ndicho the Congress vice chairperson said during the Friday briefing held at All Saints Cathedral.

Separately, the Muslims’ Shuura Council chairperson Abdullahi Abdi faulted the registration of the society saying that it not only goes against the constitution of Kenya; it mocks Kenya’s cultural and social norms.

“We are a people of faith, therefore registering any party that believes that there is no God is a mockery to people of Kenya. The danger is that we are now opening up to ideas that are out to promote immorality through erosion of our values, which are anchored on religion,” he said.

The Atheist Society of Kenya was registered early this year and has following of over 5000 members. The organisation embarked on a countrywide recruitment and is currently advocating for the scrapping off of religious studies from the syllabus.

read more

„Religionsfreiheit ist hohes Gut“

coexist

Unter dem Protest von Gegendemonstranten hat die AfD ihren Parteitag begonnen. Die rechtspopulistische Partei berät in Stuttgart über ihr Grundsatzprogramm.

evangelisch.de

Der Bundesvorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Jörg Meuthen, hat die Religionsfreiheit als hohes Gut und Bestandteil der deutschen Kultur bezeichnet. Muslime hätten wie Christen in Deutschland das Recht, ihren Glauben zu leben – unter vollständiger Einhaltung der Gesetze, sagte Meuthen beim AfD-Bundesparteitag am Samstag in Stuttgart. Deutsche Leitkultur sei allerdings nicht der Islam, sondern die christlich-abendländische Kultur. Daher könnten die Rufe des Muezzin nicht denselben Stellenwert in Deutschland bekommen wie das Läuten von Kirchenglocken.

Meuthen, der zugleich AfD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg ist, betonte den Anspruch der AfD, eine Volkspartei zu sein, die die „Geschicke Deutschlands“ lenken wolle. Als neue konservative Größe werde sie Traditionen erhalten. Dies bedeute jedoch nicht, rückständig zu sein. Er sprach sich gegen eine „massenhafte und unkontrollierte Zuwanderung“ aus. Man wehre sich nicht gegen Menschen, die nach Deutschland kämen.“ Es sei eine „schiere Lüge“, der AfD Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen. Allerdings wehre sich die Partei dagegen, dass „wir unser eigenes Land in ein paar Jahren nicht mehr wiedererkennen“.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats April 2016

Dodo des Monats April 2016 ©HFR
Dodo des Monats April 2016
©HFR

Die Mediale Aufmerksamkeit im Monat April konzentrierte sich in aller Gänze auf Jan Böhmermann, der nun mit der Ermächtigung durch die Bundesregierung, strafrechtlich wegen Majestätsbeleidigung zur Verantwortung gezogen werden kann. Der „Irre vom Bosporus“ darf nun ganz öffentlich in Deutschland seinen paranoiden Gelüsten nachgehen. Aber auch Kirchtürme, Minarette, MIssion unter Muslimen und religiöse Parallelwelten spielten im Zirkus der öffentliche Meinung eine Rolle. Von extrem bis banal ist alles vertreten.
Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2016, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden.
Viel Spaß!

Hier sind die Kandidaten:

  1.  Frauke Petry, „weiß die Architektur von Minaretten nicht zu schätzen.“
  2.  Volker Kauder, „will Moscheen überwachen lassen, seine christlichen Extremisten spart er aus.“
  3. Bono, „singt weniger, dafür mehr Religiotie.“
  4. Rainer Maria Woelki, „mag spitze Phallussymbole.“
  5. Aiman Mazyek, „braucht Fremd-Imame für seinen Glauben.“
  6. Christian Troll, „möchte unter Flüchtlingen christlich trollen.“
  7. Joachim Gauck, „möchte gekrönt werden.“
  8. Alexander Kissler, „katholisch demagogische Weltsichten.“
  9. Eckart von Hirschhausen, „die Einfachheit der Bibel im Medizin-Studium vermisst.“
  10. Bernd Lucke, „mit Vulgärsprache mediale Aufmerksamkeit.“
  11. Wolfgang Thierse, „beschwört den Religionsfrieden.“
  12. Dr. Georg Rüter, „mag dezente Hinrichtungswerkzeuge.“
  13. Andreas Kersten, „Kondome vom Bibel-Apotheker.“
  14. Ulrich Parzany, “ weiß dass die Apostel nicht schwul waren.“
  15. Gert Pickel, „Religionsphobie unter den neuen Atheisten.“
  16. Nabil Arab, „mit dem Islam kam die Befreiung der Frauen.
  17. Recep Tayyip Erdoğan, „gelebte Paranoia.“

Wahl Dodo des Monats April 2016 weiterlesen

Verfassungsschutz: 620 gewaltbereite Salafisten in NRW

Bild: WDR.de
Von bundesweit rund 8.500 Salafisten hat der Verfassungsschutz in NRW 2.700 unter Beobachtung. Das sind rund 700 mehr als im vergangenen Juni. Besonders hoch ist die Anteil der gewaltbereiten Salafisten.

WDR

Nach Angaben von Landesverfassungsschutzchef Burkhard Freier vom Freitag (29.04.2016) gelten in Deutschland rund 1.200 Salafisten als gewaltbereit, davon 620 in NRW. Etwa ein Drittel von ihnen wird als Gefährder eingestuft, denen zugetraut wird, dass sie eine schwere Straftat begehen.

Nur selten verläuft die Radikalisierung über Moscheevereine. Von rund 850 Moscheevereinen in NRW gelten maximal 30 als salafistisch.

weiterlesen

Religiotie: Hindus stürmen christliche Hochzeit in Indien

Nadrenda Modi.
Nadrenda Modi.

In Indien reißt die Serie von Übergriffen radikaler Hindus auf Christen nicht ab. Wie indische Medien am Donnerstag berichteten, stürmte die militante Hinduorganisation Bajrang Dal eine christliche Hochzeit in einer Kirche im Bundesstaat Madhya Pradesh. Auch die Polizei sei an der Aktion beteiligt gewesen, bei der das Brautpaar und der Pastor festgenommen worden seien.

 

kath.net

Die Razzia sei damit begründet worden, dass der Pastor die Braut gegen ihren Willen zum Christentum bekehrt habe. Den Medienberichten zufolge waren jedoch sowohl der Bräutigam als auch die Braut bereits vor vier Jahren zum Christentum übergetreten. Sie hätten es aber versäumt, die Behörden über ihren Religionswechsel zu informieren, wie dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

Als weiterer Grund sei die Minderjährigkeit der Braut angegeben worden. Die junge Frau sei 17 Jahre alt. Sie wäre wenige Tage nach der Hochzeit 18 Jahre alt und damit volljährig geworden.

weiterlesen

Konservative Bildung: Kein Sport in der Bibel

Gebet und Glaube im Spitzensport

Die Pfingstlergemeinde im Landkreis Cloppenburg hat eine Schule ohne Sexualkunde und Sport beantragt. Manche deuten das als Abschottungsversuch

Von Petra Schellen | taz.de

Molbergens Stadtväter sind müde. Sie wollen weder zitiert noch mit Namen genannt werden, wenn die Rede auf diese neue Schule kommt. Schlechte Erfahrungen hätten sie gemacht, sagen sie verhuscht am Telefon, die Presse sehe immer nur das Negative, wolle den Landkreis Cloppenburg, zu dem Molbergen gehört, schlecht machen. Kein Mensch wisse, warum.

Schlecht machen? Eigentlich geht es um eine formaljuristisch unscheinbare, fast unspektakuläre Geschichte: Die evangelikale Freie Evangeliums-Christengemeinde Molbergen hat im September 2015 bei der niedersächsischen Landesschulbehörde einen Antrag auf Genehmigung einer Grundschule in freier Trägerschaft eingereicht. Träger sollte ein eigens gegründeter Verein sein, Start zum Schuljahr 2016/17.

weiterlesen

Die Parallelwelt der Moscheen gehört ausgeleuchtet

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Spät, vielleicht zu spät gerät die ferngesteuerte Welt der islamischen Gebetshäuser in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit. Musste dafür erst die AfD sorgen? Der deutsche Staat ist wehrhaft genug.

Von Torsten Krauel | DIE WELT

Die Moscheen überwachen? Volker Kauder möchte mit seinem Vorschlag sicherstellen, dass manche islamische Staaten, manche islamische Bewegungen begreifen: Diese Republik lässt nicht alles mit sich machen. Extremistisch verrufene, überwachte Moscheen gibt es überall in Deutschland, gerade auch in Berlin. Sie stehen deshalb im Visier der Sicherheitsbehörden. Der Staat ist keineswegs ahnungslos, was an manchen Orten gepredigt wird.

Aber der Fraktionschef der Unionsparteien hat mit seinem Vorschlag nicht nur die Gefahrenabwehr terroristischer Umtriebe im Sinn. Gemeint sind auch Moscheen, in denen türkische Imame predigen; Moscheen, die von der Türkei oder auch Saudi-Arabien finanziert werden. Überwacht werden soll, ob die Prediger zur Abkehr von der Republik aufrufen und in ihrem Weltbild das Grundgesetz hintanstellen.

weiterlesen

Wenn der Kölner Kardinal den Unterschied zwischen Kirchturm und Minarett nicht kennt

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Wenn Bischöfe den Islam hofieren, der Kölner Kardinal den Unterschied zwischen Kirchturm und Minarett nicht mehr erkennt und der EKD-Ratsvorsitzende Mitglied eines Moscheenbauvereins ist, ist das dramatisch.

Von Hubert Windisch | kath.net

Im Augenblick wird eine erregte Debatte über den Islam in Deutschland geführt. Auf den ersten Blick mag die Äußerung des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Dieter Grimm in der FAZ vom 22. April 2016 (kath.net berichtete), wonach die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, grundgesetzlich irrelevant sei, beruhigend wirken. Jedoch nur auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen erkennt man in dieser Aussage einen einseitig rechtspositivistischen Ansatz, der rein formal von der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit schon auf das Recht des Islams, in Deutschland Religion zu sein, schließt. Der Islam gehöre demnach zu Deutschland. Man müsse sich nur jeweils gegen extremistische Verformungen des Islams zur Wehr setzen. Denn nicht nur Islam und Islamismus seien zu trennen, sondern auch der Islam und die private Praxis dieser Religion seien zwei paar Stiefel.
Doch so einfach geht diese Gleichung nicht auf. Abgesehen davon, dass man mit Sorge beobachten muss, wie mit steigendem muslimischen Anteil in der Bevölkerung auch immer mehr grundgesetzliche Achtsamkeit gefordert ist, vergisst man dabei, grundsätzlich danach zu fragen, welche theoretischen bzw. ideologischen Grundlagen den Islam als Religion bestimmen. Jede religiöse Praxis hat ja eine theoretische Grundlage. Jede Religion hat Inhalte.

weiterlesen

‚Jesus hat mich aus der Homosexualität befreit’

DerverzweifelteJesusDer US-amerikanische Internet-Missionar Michael Voris hat bekannt gegeben, vor seiner Bekehrung zum katholischen Glauben viele Jahre aktiv homosexuell gewesen zu sein. Jesus habe ihn davon befreit, wie er viele Menschen vor ihm aus der Sünde geholt habe. Er erwähnt auch die Gebete seiner Mutter, die ihre schwere Krankheit für seine Bekehrung aufgeopfert hat.

kath.net

Michael Voris betreibt die Internetseite „Church Militant“, die sich „gegen die Erosion des katholischen Glaubens während der letzten 50 Jahre“ einsetzt.

Er habe sich immer dazu bekannt, früher im Stand der schweren Sünde gelebt zu haben. Wäre er damals gestorben wäre er verdammt gewesen. Er habe nie verschwiegen, dass es sich um Verstöße gegen das Gebot der Keuschheit gehandelt habe, sei aber nicht näher auf deren Natur eingegangen, weil er es nicht für notwendig gehalten habe, sagt Voris in einem Video.

weiterlesen

de omnibus dubitandum

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 10.970 Followern an

%d Bloggern gefällt das: