Winter-Beerdigungen: Pfarrer sind Weicheier

Draußen liegt Schnee, das Thermometer steht auf minus fünf Grad. Und nun eine Beerdigung… Während die Trauergemeinde mit warmen Mänteln und Hüten zum Grab stiefelt, steht die Pfarrerin da und friert: Sie hat nur den Talar. Was können Pfarrer tun, um sich im Winter zu wärmen?

Von Anne Kampf | evangelisch.de

Ein dicker Schal, eine warme Pudelmütze, Fausthandschuhe mit Fell, die geringelten Wollsocken von Oma – geht alles nicht. Und sei es noch so kalt in der Kirche oder auf dem Friedhof. Die Kleiderordnungen der Landeskirchen lassen Pfarrerinnen und Pfarrern kaum Spielraum bei der Wahl der Kleidung: Vorgeschrieben sind der schwarze Talar, dazu ein weißes Beffchen, Kragen oder Krause; mancherorts sind je nach Anlass Chorhemden, Alben und Stolen erlaubt. Die Amtstracht soll Kompetenz zum Ausdruck bringen, Pfarrer sollen ihrer Rolle entsprechen auftreten, Haltung bewahren. Absolut ausgeschlossen sind daher auch Jacken und Mäntel über dem liturgischen Gewand. Wer leicht friert, kann einen dickeren Talar auswählen: Die Pfarrer-Tracht besteht fast immer aus Wolle, und die speichert Körperwärme.

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Im Vatikan formiert sich ein Frauenverein

Die Gründerinnen des Frauenvereins im Vatikan am Tag der Unterzeichnung der Statuten, vor dem Governatorat - RV
Die Gründerinnen des Frauenvereins im Vatikan am Tag der Unterzeichnung der Statuten, vor dem Governatorat – RV
Erstmals haben Frauen im Vatikan sich zu einem Verein zusammengeschlossen. D.Va für „Donne in Vaticano“ will ein „Netzwerk der Freundschaft, des Austauschs und der Solidarität“ knüpfen sowie menschliches und berufliches Wachstum ermöglichen, teilte der Verein in einer Aussendung mit, die der vatikanische Pressesaal an diesem Mittwoch verbreitete.

Radio Vatikan

Mehr als 750 Frauen sind derzeit am Heiligen Stuhl und im Vatikanstaat beschäftigt, das entspricht knapp 20 Prozent aller Beschäftigten beim Papst. „Wir meinen, dass Frauen eine wertvolle Ressource an den Arbeitsplätzen und in allen Räumen des Lebens und der Aktivitäten im Vatikan sind“, so die Mitteilung. Geplant sind kulturelle, karitative und geistliche Angebote. Bestärkt fühle man sich vom Lehramt der Päpste, die „zu vielen Gelegenheiten Wertschätzung gegenüber den Frauen“ gezeigt hätten.

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Studie: Gemeinsamer Gottesdienstbesuch mindert das Scheidungsrisiko

Gottes_Fanklub

Ehepaare, die regelmäßig gemeinsam den Gottesdienst besuchen, leben länger und sind seltener depressiv. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie sich scheiden lassen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Harvard-Schule für öffentliches Gesundheitswesen (Cambridge/US-Bundesstaat Massachusetts) mit dem Titel „Religion und Gesundheit: Eine Synthese“.

kath.net

Demnach ist die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung bei verheirateten Paaren, die regelmäßig gemeinsam in die Kirche gehen, bis zu 50 Prozent geringer, die, Depressionen zu bekommen, zu 30 Prozent geringer.

„Bei Religion geht es natürlich nicht in erster Linie um die Förderung der körperlichen Gesundheit oder darum, die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung herabzusetzen“, sagte Studienleiter Prof. Tyler J. VanderWeele. „Es geht um die Gemeinschaft mit Gott.“

Ein Beschluss gegen Merkels Willen – und die Türkei

Die Parteiführung wehrte sich gegen den Antrag C28, konnte sich aber nicht durchsetzen.Foto: dpa
Die Parteiführung wehrte sich gegen den Antrag C28, konnte sich aber nicht durchsetzen.Foto: dpa
Die CDU will die erst seit 2014 geltende Regelung zum Doppelpass wieder abschaffen. Das sagt auch viel über den Seelenzustand der Partei aus.

Von Robert Birnbaum | DER TAGESSPIEGEL

Thomas de Maizière hat die Lage richtig erkannt. „In Wahrheit ist es natürlich eine verkappte Türkei-Diskussion, wenn wir ehrlich sind“, sagt der Bundesinnenminister. Das stimmt, macht die Sache für die Parteiführung aber nur noch schwieriger. Diese Sache, die den CDU- Parteitag leise vibrieren lässt, steht in Antrag C28. Die Junge Union will die Optionspflicht im Staatsbürgerrecht wieder eingeführt sehen. Sie würde hier geborene Ausländerkinder zwingen, sich mit der Volljährigkeit zwischen dem deutschen und dem Pass ihrer Vorfahren zu entscheiden. Dass dafür in keiner seriös vorstellbaren Regierungskoalition auch nur die kleinste Chance auf eine Mehrheit bestünde, stört die Antragsteller nicht. Es geht jetzt ums Prinzip.

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Agaplesion gAG: Dodo des Monats November 2016

Dodo des Monats November 2016 ©HFR
Dodo des Monats November 2016 ©HFR

agaplesion_unternehmen_logoMan kann es die Konfessionalisierung des Gesundheitswesen nennen. Der Staat, die Kommunen ziehen sich in der Fläche aus der gesundheitlich-medizinischen Sorge zurück. Diese Zurückziehen geht mit der Übertragung des Sorge-und Vorsorge-Prinzips an konfessionelle Träger einher. Sofern der Bürger Mitglied des Klubs der konfessionell tätigen Gesundheitseinrichtungen ist dürfte kein Widerspruch entstehen. So ist es aber nicht. Die Regel, der Gesetzgeber überträgt vormundschaftliche Rechte an religiös gebundene Institutionen. Im Falle des Selbstbestimmungsrecht der Frauen, über sich selbst, über ihren Körper tritt die gesetzlich fixierte Entmündigung. Frauen wird das Recht abgesprochen, selbstbetreffende Entscheidungen zu verwirklichen. Menschenrechte, einschließlich das Selbstbestimmungsrecht des Menschen, geregelt im Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz trifft für Frauen nicht zu. Man spricht ihnen den verantwortungsvollen Umgang mit Schwangerschaft ab.
Einhergehend mit der Tatsache, dass der Staat Funktionen seiner selbst an religiöse Einrichtungen des Sozial-und Gesundheitswesens abgibt tritt die Situation ein, dass pfäffische Entscheidungsträger zum Vormund von Frauen gekürt werden. Völlig außer acht lassend, dass kirchliche Institutionen nur im Rahmen ihren religiösen Auftrags tätig werden können. Mit anderen Worten, sie haben außer sich selbst, niemanden moralische, ethische und legale Vorschriften zu machen.

Nichts anderes ist im Landkreis Schaumburg passiert. Ein neues Krankenhaus wird gebaut, es gibt reichlich Steuergelder für den konfessionellen Träger der Einrichtung, hier also die Agaplesion gAG. Gemeinnützige Aktiengesellschaft

Die gemeinnützige Aktiengesellschaft (Abkürzung gAG) ist

  • eine Kapitalgesellschaft in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft,
  • ein Unternehmen, dessen Erträge für gemeinnützige Zwecke verwendet werden (§ 55 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 AO),
  • ein Unternehmen, das in Teilen von der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer befreit ist.

Die Bezeichnung „gemeinnützige“ AG ist eine steuerrechtliche Besonderheit, mit der auf eine gemeinnützige Ausrichtung der AG hingewiesen werden soll. Entsprechen Satzung und tatsächliche Geschäftsführung den Anforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts der Abgabenordnung, wird die Gesellschaft von bestimmten Steuern ganz oder zum Teil befreit.
Wikipedia

20 Aktionäre, Stiftungen, diakonische Rechtssubjekte, alle gut evangelisch, kein säkularer, weltanschaulich neutraler Aktionär involviert. Umsatz 2015 1,1Mrd. Euro, 6.300 Krankenhausbetten. Bezahlt aus den Kranken-und Pflegekassenbeiträgen der Patienten. Im Aufsichtsrat der gAG 18 Personen, davon zwei Frauen. Die Männer, Pfarrer, Pastoren, Staatsminister a.D.
Gesellschaftliche Kompetenz wurde in die Hände von Menschen gelegt, die ihren religiösen Obskurantismus ganz im Sinne Luthers, sola scriptura, allein durch die Schrift, auf die Allgemeinheit übertragen und im Landkreis Schaumburg gibt es keine Wahlfreiheit mehr. Das macht Angst, solcher Einrichtung möchte man nicht seine Gesundheit anvertrauen. Salafistische Christen, die über eine Milliarde Euro, im Jahr, umsetzen. Dort praktizierenden Ärzten, die ihre bigotte Moral an Abtreibungen festmachen kann man eigentlich nur mit tiefsten Misstrauen begegnen. Ein Vertrauensverhältnis von Patient – Arzt ist etwas anderes.
Beschäftigt man sich mit den Zahlen fallen andere Strukturen ins Auge. Die Sterbehilfe wurde in Deutschland vehement gegen Privatisierung verteidigt. Es war und ist schlicht ein Totschlag-Argument, dass Sterbehilfe-Vereine nicht im Sinne ihres Statuts wirksam werden können. Hochgerüstete Palliativ-Medizin, Hospize in Einrichtungen der Kirche müssen Umsatz erwirtschaften, also, genau das, was man den Sterbehilfe-Vereinen vorwirft wird praktisch realisiert. Sterbehilfe-Vereine stören das Geschäft. Unter dem Deckmantel Lebensschutz, der Bewahrung der Schöpfung werden Wettbewerber staatlich aus dem Markt geschmissen und die Monopolstellung der Krankenhauskonzerne gesichert. Politik bringt dann den Satz, dass Subsidiaritätsprinzip habe sich bewährt.
Die Würde des Menschen, sein Selbstbestimmungsrecht, formuliert und legalisiert im Zuge der Aufklärung, werden durch Staat und Kirche unterminiert.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

 

Dienstwagen mit katholischer- und evangelischer Kohlendioxid-Emission

Bild: energiedialog-wasserburg.de
Bild: energiedialog-wasserburg.de

Fahrzeuge bei Protestanten haben insgesamt einen geringeren CO2-Ausstoß als bei Katholiken – Besonders klimaverträglich fahren Bischof Oster/Passau, die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, Bosse und Erzbischof Schick/Bamberg

kath.net

Die deutschen Kirchenleiter sind umwelt- und klimafreundlicher unterwegs als in den vergangenen Jahren. Das ergab die sechste Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Wie sie am 6. Dezember in Berlin mitteilte, hat sich der durchschnittliche Kohlendioxidausstoß der Dienstwagen bei Protestanten seit 2011 von 169 auf 123 Gramm pro Kilometer und bei den Katholiken von 174 auf 129 Gramm pro Kilometer verringert. Im Vergleich zu 2015 habe es aber nur eine geringe Verbesserung gegeben, erklärte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Seine Organisation empfahl deswegen verstärkte Anstrengungen, sowohl den Ausstoß an Klimagasen deutlich zu senken als auch auf Dieselantriebe zu verzichten.

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Bishop claims to make men’s penises larger by massaging them with his hands

He was filmed grabbing men’s groins. (Picture: CEN)
He was filmed grabbing men’s groins. (Picture: CEN)
Ghanaian preacher Daniel Obinim has been filmed performing a ritual where he moves around a room full of men, grabbing them each by the crotch.

By Ashitha Nagesh | Church and State

In some cases, he will keep hold of their penises and give them a little shake.

Graciously, he also offers to massage women’s breasts in order to enlarge them too.

In a scene broadcast on his own channel, Obinim TV, the bishop says: ‘If you do not like the looks of any part of your body, come to me.

‘What do you want that I can’t offer? If you want big buttocks I can do it for you. If you want big breasts, I can help. If you have a small manhood, I can change them all when I come to the spiritual realm.’

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Israel weist hohe Vertreterin des Weltkirchenrates aus

Die Spannungen zwischen Israel und dem Weltkirchenrat haben sich verschärft. Die israelischen Sicherheitskräfte verweigerten der beigeordneten Generalsekretärin des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Isabel Apawo Phiri, am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv die Einreise.

evangelisch.de

Isabel Apawo Phiri sei festgenommen, verhört und schließlich ausgewiesen worden, teilte der ÖRK am Dienstag in Genf mit.

Es handele sich um eine beispiellose und antagonistische Aktion  Israels, erklärte ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit. Die Israelis diskriminierten die Theologin aus Malawi, die beim ÖRK das Gebiet Diakonie betreut. Die beigeordnete Generalsekretärin war zusammen mit einer ÖRK-Delegation angereist, um in Jerusalem an Beratungen eines ökumenischen Friedensprogramms teilzunehmen.

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Trotz „rechter Kampagne“: Weiter Staatsgeld für Amadeu-Antonio-Stiftung

Die Amadeu-Antonio-Stiftung engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus - in der rechten Szene eckt sie...Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa/picture alliance
Die Amadeu-Antonio-Stiftung engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus – in der rechten Szene eckt sie…Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa/picture alliance
Die Junge Union fordert, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung vom Verfassungsschutz überprüft wird. Das Bundesinnenministerium aber steht zu deren Förderung.

Von Matthias Meisner | DER TAGESSPIEGEL

Der Antrag C 32 auf dem Essener Bundesparteitag der CDU birgt Zündstoff – auch wenn wohl nicht über ihn abgestimmt wird: Der Bundesvorstand der Jungen Union (JU) fordert darin, die staatliche Förderung der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) zu stoppen und sie „auf Basis der getätigten Aussagen ihrer Vertreter und öffentlichen Kundgaben“ vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen. Seit Jahren engagiert sich die Stiftung gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Mit Blick auf den Einsatz von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) und auch der Amadeu-Antonio-Stiftung gegen Hass im Internet (Hatespeech) fordert der CDU-Nachwuchs: „Die Kundgabe von Äußerungen, welche durch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt sind, darf nicht von staatlichen Stellen oder im Auftrag staatlicher Stellen ohne juristische Überprüfung zensiert werden“.

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Norwegens katholische Kirche soll Zahlen frisiert haben

Bild: tilly
Bild: tilly
In Norwegen läuft derzeit ein aufsehenerregender Prozess. Die katholische Kirche und das staatliche Kulturamt stehen sich wegen der Forderung nach einer Rückzahlung von 40 Millionen Kronen (4,4 Millionen Euro) vor Gericht gegenüber. Im protestantischen Norwegen erhalten religiöse Minderheiten auf Basis ihrer Mitgliederzahlen Geld vom Staat. Die dafür landesweit verantwortliche Diözese Oslo soll zwischen 2010 und 2014 die Anzahl der Katholiken im Lande deshalb kräftig nach oben frisiert haben.

Von André Anwar | RP ONLINE

In dieser Zeit stieg die Anzahl der Katholiken deutlich von 66.000 auf 140.000 an. Kirchenangestellte sollen die örtlichen Telefonbücher durchgegangen sein, um unter anderem Einwanderer ausfindig zu machen, deren Namen darauf hindeuteten, dass sie aus mehrheitlich katholischen Ländern stammen. Danach soll die Kirche das in Norwegen weitgehend öffentliche Melderegister genutzt haben, um die Geburtsdaten der Auserwählten ordnungsgemäß in das Mitgliederregister einzutragen. Die Betroffenen wurden nicht gefragt.

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Frankreich verbietet Webseiten mit pro-life-Inhalten

Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD
Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe von 30.000 Euro.

Von Mathias von Gersdorff | kath.net

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Eine entsprechende Gesetzvorlage der sozialistischen Regierung fand eine Mehrheit im Parlament.

Das Gesetzesprojekt kommt aus dem Gleichstellungsministerium, welches unter der Leitung der Sozialistin Laurence Rossignol steht. Abtreibung sei ein Recht der Frau, und man dürfe keinen „moralischen Druck“ im Internet ausüben, so die Begründung des Gesetzes.

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Kirchenrechtler Schüller attackiert Kardinal Meisner

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Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor

kath.net

Der Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert den früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor. „Der öffentliche Versuch Meisners und dreier weiterer Kardinäle, den Papst mit Brandbriefen unter Druck zu setzen, ist ein Akt der Illoyalität. So etwas gehört sich für keinen katholischen Christen, geschweige denn für Kardinäle, die dem Papst Gehorsam ‚bis aufs Blut‘ versprochen haben“, meint Schüller gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Trotzdem könne der 82-Jährige „ruhig schlafen“. Nicht jeder Dissens mit dem Papst führe zur Degradierung, obwohl sie kirchenrechtlich ohne weiteres möglich wäre, so Schüller. „Der Papst ist frei, Kardinäle zu ernennen und abzuberufen.“

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Sex-Vorwurf gegen Kirchenmann: Bischof soll Zweijährige vergewaltigt haben

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Ein Flüchtlingslager im niedersächsischen Friedland. Hunderte Familien haben hier Unterschlupf gefunden. An einem Tag im Juli begrüßt die Lagerleitung wieder Neuankömmlinge, die vielen Kinder werden in eine Spielgruppe gebracht. Ein zweijähriges Mädchen wird in ein Hinterzimmer gezerrt. Dort wird sie von einem Bischof vergewaltigt.

Von Malte Arnsperger | FOCUS ONLINE

Danach wird das Mädchen zurück in den Hort gebracht. Dort nimmt die Mutter ihr völlig verstörtes und schreiendes Kind wieder in Empfang.

Dieser Fall soll sich am 20. Juli 1957 in dem Lager für Spätaussiedler aus Pommern abgespielt haben. Das Mädchen ist mittlerweile 61 Jahre alt. Maria S. (Name geändert) meldete sich vor einigen Tagen bei FOCUS Online und berichtete über das, was ihr vor 59 Jahren widerfahren sei. Ob die Erzählungen stimmen, ist unklar.

Klar ist nur: Ihr Bericht birgt Sprengstoff. Denn der Mann, den sie so schwer belastet, heißt Heinrich Maria Janssen. Er war von 1957 bis 1982 Bischof in Hildesheim, er starb 1988. Er ist Ehrenbürger der Stadt. Im Herbst 2015 wurde bekannt, dass der damalige Bischof in den 60er-Jahren einen Messdiener jahrelang sexuell missbraucht haben soll.

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Die Wahrheit jagt den Weihnachtsmann

Freigiebiger Bischof. Die Legende vom Nikolaus basiert auf einer historischen Begebenheit.Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa
Freigiebiger Bischof. Die Legende vom Nikolaus basiert auf einer historischen Begebenheit.Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa
Kinder haben ein Recht auf den Mann mit dem roten Mantel – egal ob Weihnachtsmann oder Nikolaus. Ein Kommentar.

Von Adelheid Müller-Lissner | DER TAGESSPIEGEL

Wenn ausgerechnet in einer Familiensendung zur Adventszeit der Weihnachtsmann madiggemacht wird, dann ist der Ärger groß. Solches geschah am ersten Advent beim beliebten „Märchenrätsel“ des RBB. Die Moderatorin fragte Kinder im Studio, ob sie in den Schränken nach von ihren Eltern versteckten Weihnachtsgeschenken suchen würden, enttarnte damit den Weihnachtsmann als Schwindel – und erntete prompt heftige Proteste erzürnter Erziehungsberechtigter.

Mit ihrem Hang zu Entzauberung und Ehrlichkeit steht die RBB-Moderatorin nicht allein. In der britischen Medizinerzeitschrift „Lancet Psychiatry“ erörtern die Psychologen Christopher Boyle und Kathy McKay die Frage, ob Eltern ihre Kinder anlügen dürfen. Aufgehängt ist das Ganze an der Geschichte vom Weihnachtsmann. Denn werden nicht ausgerechnet kurz vor dem Fest der Liebe die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft systematisch mit zweifelhaften Informationen gefüttert? Boyle und McKay sorgen sich um das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern. „Alle Kinder werden herausfinden, dass sie jahrelang systematisch angelogen wurden, und das könnte sie auf die Frage bringen, welche anderen Lügen ihnen aufgetischt wurden“, schreiben sie.

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Evangelikale streiten über Familienbild

Logo DEA
Logo DEA

Eine Musikempfehlung des Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Hartmut Steeb, sorgt für eine Kontroverse über das Familienbild innerhalb des Verbands evangelikaler Christen. Widerspruch kommt vom Allianz-Vorsitzenden Michael Diener.

evangelisch.de

Der Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb wurde mit einer Empfehlung für die neue Musikproduktion des Liedermachers und Pastors Jörg Swoboda auf der Online-Präsenz der Deutschen Evangelischen Allianz zitiert. Die CD trägt den Titel „Von Mann, Frau und Kind“. Steeb lobt den Interpreten unter anderem mit den Worten: „Er getraut sich, den Genderismus respektlos aufs Korn zu nehmen und das ins Auge fallende und trotzdem ignorierte Absurdistan der Gegenwart beim Namen zu nennen. Mit seinen Liedern setzt er der Befindlichkeitsduselei Fakten, biblische Lehre und Positionslichter entgegen.“

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Gysi will zu einer Luther-These predigen

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Prominente predigen von Januar bis Oktober 2017 in Speyer über reformatorische Grundfragen und ihre heutige Bedeutung.

evangelisch.de

Bei der Reihe „9,5 Thesen“ werde jeweils am zweiten Sonntag im Monat eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens im Gottesdienst der protestantischen Gedächtniskirche über Glaubens- und Gewissensfragen sowie das Verhältnis zu Freiheit, Leistung, Geld und Gott sprechen, teilte die pfälzische Landeskirche am Montag mit. Darunter sind der Linken-Politiker Gregor Gysi (7. Mai) zur These „Ich muss immer besser werden!?“ und die Kabarettistin Alice Hoffmann alias Vanessa Backes (9. Juli) zu „Nicht ohne Bibel!?“.

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Hessen: Apostel Algermissen verbietet Lehrplan an katholischen Schulen

Kultusminister Lorz will mit Handreichung Missverständnisse ausräumen – Fuldaer Bischof Algermissen verbietet die Umsetzung des Lehrplans an katholischen Schulen

kath.net

Hessens Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) will den umstrittenen Bildungsplan Sexualerziehung für allgemeinbildende und berufliche Schule nicht überarbeiten. Missverständliche Formulierungen, an denen sich Kritik entzündet, sollen aber in einer Handreichung erläutert werden. Das kündigte Lorz bei einer Informationsveranstaltung des CDU-Kreisverbandes Fulda am 2. Dezember in der Domstadt an. Lorz hatte den Lehrplan im September durch Ministererlass in Kraft gesetzt. Er sieht vor, dass Schüler unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Familiensituationen kennenlernen und akzeptieren sollen. Kritik am Lehrplan hatten zuvor der Landeselternbeirat und die katholischen Bischöfe in Hessen geäußert. Zustimmung gab es von den evangelischen Landeskirchen. Ende Oktober demonstrierten jeweils rund 2.000 Menschen in Wiesbaden für und gegen den Lehrplan.

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Sachsen: Linke fordern Abschaffung der Sargpflicht

Gelassen hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens auf die Ankündigung der Partei Die Linke reagiert, sich für eine Abschaffung der Sargpflicht im Freistaat stark zu machen.

kath.net

Auf den kirchlichen Friedhöfen der sächsischen Landeskirche habe die Bestattung im Sarg ohnehin nur noch einen Anteil von durchschnittlich 15 Prozent, sagte Holger Enke vom Landeskirchenamt auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er ist zuständig für das Friedhofswesen. Allerdings sei die Erhaltung eines Luftraumes, wie sie ein Sarg biete, eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die sterblichen Überreste zu Erde würden. Deshalb wäre bei einer tatsächlichen Abschaffung der Sargpflicht gegebenenfalls sicherlich das Gesundheitsamt einzubeziehen, so Enke. Konkrete Auswirkungen für kirchliche Friedhöfe erwarte er jedoch nicht.

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Donald Trump’s Secretary of Education Pick Said the Goal of Reform Was to “Advance God’s Kingdom”

Image: screengrab Youtube/Friendly Atheist
Image: screengrab Youtube/Friendly Atheist
We already know Donald Trump‘s nominee for the Secretary of Education, Betsy DeVos is a disaster for church/state separation. Her support for vouchers decimates public school systems while giving taxpayer money to private, often religious, schools.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

And that’s just the beginning of her allegiance to the Christian Right.

We already know her family has given a lot of money to Religious Right organizations like Focus on the Family and the Family Research Council. We’re now learning that her goal in the world of education is to “advance God’s Kingdom,” according to comments she made several years ago at a gathering of Christian leaders.

In the interview, an audio recording, which was obtained by POLITICO, the couple is candid about how their Christian faith drives their efforts to reform American education.

School choice, they say, leads to “greater Kingdom gain.” The two also lament that public schools have “displaced” the Church as the center of communities, and they cite school choice as a way to reverse that troubling trend.

“Our desire is to be in that Shephelah, and to confront the culture in which we all live today in ways that will continue to help advance God’s Kingdom, but not to stay in our own faith territory,” she said.

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McKinsey für Einrichtung von Abschiebungshaft- und Gewahrsamsanstalten

Bild: geralt/gemeinfre
Bild: geralt/gemeinfre
Die Regierung hat die Unternehmensberatung mit Lösungsvorschlägen für ein „besseres Rückführungsmanagement“ beauftragt. Sie liegen ganz auf der anvisierten Linie der Verschärfung

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Schon einmal hatte die Bundesregierung auf auswärtige Berater zurückgegriffen, um sich Anregungen für die Flüchtlingspolitik zu holen. So wurde der EU-Pakt mit der Türkei maßgeblich, wie es mehrere Seiten verstehen ließen, vom Think Tank European Stability Initiative (ESI) konzeptionell vorbereitet (vgl. Merkels Plan, Samsoms Plan, türkische Pläne oder alles ESI?).

Nun hat die Regierung Merkel viel Geld für den Rat von McKinsey ausgegeben. Die Unternehmensberatung sollte „Ausreisetipps“ (Die Welt) liefern und damit das ausgerufene Wahlkampf-Top-Thema der Kanzlerin – „Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung“ – untermauern. 14 Maßnahmen für eine „konsequentere Rückführung“ präsentiert das vertrauliche Papier von McKinsey, das im Auftrag des BAMF erstellt wurde.

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