Flucht vor Inzest und Gewalt: Aussteiger aus einer polygamen Sekte erzählen

Optisch scheint sich der Kingston Clan unterschiedlos in die moderne Gesellschaft einzufügen, aber inzestuöse Mehrehen gehören in der Mormonen-Sekte nach wie vor zum Alltag. Wir haben mit ehemaligen Mitgliedern über die Zeit in der Sekte und die Flucht gesprochen.

Von Molly Oswaks | Broadly Vice.com

Als sie 15 Jahre alt war, wurde Julianna Johnson gezwungen, ihren 19 Jahre alten Neffen Jacob Kingston zu heiraten. Sie sollte seine zweite Frau werden.

„Ich fühlte mich wie eine Gefangene“, sagt Julianna, die mittlerweile 34 ist. Sie ist in einer polygamen Splittergruppe der Mormonenkirche aufgewachsen, die sich selbst der Kingston Clan nennt. „Für mich stand schon seit Langem fest, dass ich die Gruppe verlassen wollte.“

Der Kingston Clan ist auch bekannt als der Orden. Die Gruppe hat ihren Hauptsitz im US-Bundesstaat Utah und wird angeführt von Paul Elden Kingston, dem Sohn des verstorbenen Sektenführers John Ortell Kingston, der nicht nur einer der ersten Anführer der Kingstoner Latter Day Church of Christ war, sondern auch Juliannas biologischer Vater. Genau wie ihre ländlichen Vetter von der Fundamentalistische Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (FLDS), die entlang der Grenze zwischen Utah und Arizona leben, ist auch der Orden eine eng verflochtene polygame Gemeinschaft, die in arrangierten Mehrehen zwischen minderjährigen Mädchen und sehr viel älteren Männern leben, die darüber hinaus auch meist nahe Verwandte sind.

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Die offene Gesellschaft sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt

© dpa Überwachungskameras am Alexanderplatz in Berlin
© dpa Überwachungskameras am Alexanderplatz in Berlin
Bundeswehreinsätze im Innern, doppelte Staatsbürgerschaft als Sicherheitsrisiko: Beim Kampf um mehr Sicherheit werden Menschen- und Bürgerrechte zur Disposition gestellt. Die offene Gesellschaft sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt.

Von Gerhart Baum, Konstantin Kuhle | Frankfurter Allgemeine

Ob Flüchtlingskrise, Islam oder Terrorismus – die Art und Weise, wie wichtige Debatten hierzulande geführt werden, verdeutlicht: Westliche Gesellschaften geraten immer mehr in einen Zustand der Verängstigung und Verunsicherung. Grundlegende Menschen- und Bürgerrechte werden zur Disposition gestellt. Statt diesen Prozess zu entschärfen und zu moderieren, wirken Politik und Medien mitunter als Beschleuniger.

Kürzlich aus Kreisen der Union veröffentlichte Pläne enthalten Vorschläge zur automatischen Gesichtserkennung und zur Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung. Hinzu kommen Rufe nach einem Einsatz der Bundeswehr im Innern und nach einer Aufweichung der ärztlichen Schweigepflicht. Parallel dazu werden Zweifel genährt, ob sich türkischstämmige deutsche Staatsbürger auf die Versammlungsfreiheit berufen können. Pauschal werden Inhaber zweier Staatsbürgerschaften zum Sicherheitsrisiko erklärt. In unserem Nachbarland Frankreich wird der Ausnahmezustand in der Verfassung verankert.

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Mit Luther zu einer neuen Wirtschaftsethik

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Die beiden großen Kirchen in Deutschland wollen eine gesellschaftliche Debatte über christliche Werte in der globalisierten Wirtschaft anstoßen.
 

evangelisch.de

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, und der evangelische Sozialethiker Wolfgang Huber kritisierten am Dienstag auf einer Tagung zu „Reformation und die Ethik der Wirtschaft“ in Berlin, die von den Volkswirtschaften entkoppelten Finanzmärkte gingen zu Lasten vieler Menschen. Der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht, Udo di Fabio, sieht in der Weltwirtschaftskrise das Indiz einer falsch verstandenen Wirtschaftsmoral.

„Wir reden von Globalisierung, finden aber nicht den Weg, den produktiven Kräften einen Rahmen zu geben“, sagte Marx auf der Tagung des wissenschaftlichen Beirats für das Reformationsjubiläum 2016. Dabei sieht Marx die Kirchen in der Pflicht. Fragen von Ethik und Moral gehörten untrennbar zu einer freiheitlichen Gesellschaft dazu. Hier könnten die Kirchen einen konstruktiven Beitrag leisten, sagte er.

Marx betonte: „Freiheit und Verantwortung beziehen sich auf das gesamte Feld der Gesellschaft.“ Deshalb müssten etwa die Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen auf die nächste Generation oder auf die Lebenssituationen von Menschen in Krisengebieten stärker diskutiert werden. Öko- und Sozialbilanzen müssten eine ebenso große Rolle spielen wie Gewinnbilanzen.

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Bullshistic: Sind Werbekataloge Werkzeuge des Teufels?

Pastor Rick Warren. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0
Pastor Rick Warren. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0

Werbekataloge und Hochglanzmagazine sind Werkzeuge des Teufels, denn sie erzeugen Neid. Dieser Ansicht ist der US-Pastor und Bestsellerautor Rick Warren.

kath.net

Er ist Hauptpastor der evangelikalen Saddleback-Gemeinde in Lake Forest (Bundesstaat Kalifornien). Wie er in einem Vortrag sagte, wird Neid heute als „Marketingwerkzeug“ genutzt. Die gesamte Werbeindustrie sei darauf ausgerichtet, Begehrlichkeiten und Neid zu wecken.

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Saudi-Arabien pocht auf Einhaltung von Rüstungsverträgen

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Der Jemenkrieg befeuert die Debatte über Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Riads Militärsprecher Asiri beteuert, dass sich das Königreich an bestehende Vereinbarungen halte – und fordert dasselbe von Deutschland.

Von Matthias Gebauer, Christoph Sydow | SpON

Ahmed al-Asiri ist eines der bekanntesten Gesichter des saudi-arabischen Militärs. Der Brigadegeneral ist seit März 2015 Sprecher der von Riad angeführten Militäroperation im Jemen. Dort tobt seit zwei Jahren ein blutiger Konflikt, Tausende sind gestorben.

Dass sein Land deutsche Waffen im Jemen einsetzt, bestreitet Asiri im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Derzeit hält er sich zu politischen Gesprächen in Berlin auf. Er hat eine klare Botschaft an die Bundesregierung: In der Debatte um Ersatzteile für eine Rüstungsfabrik in Saudi-Arabien pocht er auf Einhaltung bestehender Verträge.

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„Religionsfreiheit der Muslime gehört zu Deutschland“

2006 begann der Dialog zwischen Staat und Muslimen. Die Bilanz: Luft nach oben. De Maizière fordert Transparenz von Islamverbänden. Schäuble spricht über das Versäumnis deutscher Einwanderungspolitik.

DIE WELT

Es ist eine Erfolgsgeschichte, wenn auch eine verkrampfte: Zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Islamkonferenz haben Vertreter von Staat und muslimischen Verbänden das Gremium als Erfolg gewürdigt.

Angesichts der Zuwanderung und der aufgeheizten Debatte über den Islam sei es heute aber umso wichtiger, dass es das Gesprächsforum gebe, sagte der Gründer, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), bei einem Festakt in Berlin.

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Sexuelle Vielfalt darf kein Lernziel des Unterrichts sein

Gutachten kritisiert schleswig-holsteinische Schulpolitik: Förderung von „Akzeptanz“ vielfältiger sexueller Verhaltensweisen statt „Toleranz“ ist verfassungswidrig und mit dem geltenden Schulgesetz in Schleswig-Holstein unvereinbar

kath.net

Der Staat ist im Bereich der Sexualerziehung zu Zurückhaltung und Toleranz verpflichtet. Die Förderung der Akzeptanz vielfältiger sexueller Verhaltensweisen ist verfassungswidrig und mit dem geltenden Schulgesetz in Schleswig-Holstein unvereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten des Verfassungsrechtlers Christian Winterhoff (Hamburg), das der Verein „Echte Toleranz“ (Aumühle) in Auftrag gegeben hat. In dem 100-seitigen Dokument schreibt Winterhoff, die Schule müsse jeden Versuch unterlassen, ein bestimmtes Sexualverhalten zu befürworten oder abzulehnen: „Sie hat das natürliche Schamgefühl der Kinder zu achten und muss allgemein Rücksicht nehmen auf die religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen der Eltern, soweit sie sich auf dem Gebiet der Sexualität auswirken.“ Staatliche Vorgaben für die schulische Sexualerziehung, die Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität als „gleichwertige Ausdrucksformen von Sexualität vorgeben, verstoßen gegen das verfassungsrechtliche Indoktrinationsverbot“, so Winterhoff. Im Falle eines unzulässigen Sexualerziehungskonzepts bestehe für Kinder ein Anspruch auf Befreiung vom Unterricht.

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„Selbst schuld, Schlampe!“

Jenna Behrends erhebt Vorwürfe – und wird nun vom Opfer zur Täterin gemacht Foto:dpa
Jenna Behrends erhebt Vorwürfe – und wird nun vom Opfer zur Täterin gemacht Foto:dpa
Sicherlich ist die Frauen-Union keine Speerspitze des Feminismus. Dass sie mit Opfer-Täter-Verdrehungen reagiert, schockiert trotzdem.
 

Von Marlene Gürgen | taz.de

Vielleicht ist Jenna Behrends ein unangenehmer Mensch. Vielleicht ist sie sehr stark auf ihre eigene Karriere bedacht. Vielleicht war sie mit dem CDU-Generalsekretär Peter Tauber im Bett. Für all diese Behauptungen gibt es mehr gegenläufige Indizien als Beweise, aber selbst wenn sie stimmen sollten: Die Sexismus-Vorwürfe, die die CDU-Politikerin gegen ihre Partei erhoben hat, werden dadurch keinen Millimeter kleiner, und ihre Legitimation, diese Vorwürfe zu erheben, kein bisschen schwächer.

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Sexueller Missbrauch: Bistum schließt Untersuchung ab – jetzt entscheidet der Vatikan

missbrauch

Abgeschlossen ist die Voruntersuchung des Bistums Münster gegen einen zuletzt in Horstmar tätigen Priester wegen der sexuell intendierte Handlungen an einem Kind. Die Glaubenskongregation im Vatikan wird entscheiden, welche Konsequenzen der Fall für den Geistlichen hat.

Westfälische Nachrichten

Abgeschlossen ist jetzt die kirchenrechtliche Voruntersuchung des Bistums Münster gegen einen zuletzt in Horstmar tätigen Priester, der sexuell intendierte Handlungen an einem Kind vorgenommen haben soll. Das Ergebnis der Voruntersuchung geht nun an die Glaubenskongregation im Vatikan. Sie wird entscheiden, welche kirchenrechtlichen Konsequenzen der Fall für den Geistlichen hat.

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Entwicklungsminister: Religion ist starke gesellschaftliche Gestaltungskraft

Gerd Müller (2009), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ConradNutschan
Gerd Müller (2009), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ConradNutschan

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die gesellschaftliche Kraft der Religion unterstrichen. Religion sei „eine der stärksten gesellschaftlichen Gestaltungskräfte“, sagte Müller am Montag in Berlin.

evangelisch.de

Anlass war die Eröffnung einer Dialogveranstaltung zur Rolle der Religionen in Ägypten, zu der der Präsident der Protestantischen Kirchen Ägyptens, Andrea Zaki Stephanous, sowie der Scheich und Berater des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi und des Großmuftis, Usama al-Sayyid Al-Azhari, eingeladen waren.

Müller sagte, Religion könne Konflikte entfachen und dürfe nicht den Extremisten überlassen werden. „Religion kann und muss Frieden schaffen“, sagte der CSU-Politiker. 80 Prozent der Weltbevölkerung gehörten einer Religion an, auch wenn in Deutschland die offizielle Bedeutung abnehme. Die religiöse Vielfalt weltweit sei das Erbe der Menschheit, das es zu schützen gelte, betonte der Entwicklungsminister.

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Staatlicher Kirchensender ZDF mit Schwerpunkt zum Reformationsjubiläum

ZDF

Das ZDF hat einen Programmschwerpunkt zum 500. Reformationsjubiläum 2017 vorgestellt.

evangelisch.de

Ein dokumentarischer Dreiteiler werde das Ereignis historisch einordnen, teilte der Sender am Montag in Mainz mit. Ein fiktionaler Zweiteiler erzähle davon, wie aus den einstigen Weggefährten Martin Luther und Thomas Müntzer erbitterte Feinde geworden seien. Den musikalischen Höhepunkt bildet die Übertragung des Pop-Oratoriums „Luther – Das Projekt der tausend Stimmen“ mit Chören aus ganz Deutschland.

Zum Auftakt der Feierlichkeiten zeigt das ZDF am 31. Oktober dieses Jahres ab 17.10 Uhr den Festakt mit Bundespräsident Joachim Gauck im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt. „Die Reformation vor 500 Jahren hat eine zentrale Bedeutung für die europäische Freiheitsgeschichte. Sie ist nicht nur als historisches Ereignis zu bewerten, ihre Impulse für den Glauben und das Leben vieler Menschen reichen bis in die Gegenwart“, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut: „Zum Jubiläum bieten wir neue Perspektiven auf die Geschichte und moderne Zugänge zum Thema Reformation.“

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Amnesty: Flüchtlinge werden in Ungarn misshandelt

Kurz vor dem ungarischen Referendum über verpflichtende Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen am 2. Oktober erhebt Amnesty International schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban.

derStandard.at

Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation zufolge werden Flüchtlinge in Ungarn regelmäßig Opfer von Misshandlungen oder grundlos monatelang eingesperrt.

Für den Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde, hat Amnesty 143 Zeugen, hauptsächlich Flüchtlinge und Migranten befragt, sowie Untersuchungen in Serbien, Ungarn und Österreich durchgeführt.

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Muslimischer Schlepper warf Christen ins Meer

Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Im spanischen Almeria steht derzeit ein muslimischer Kapitän eines Flüchtlingsbootes vor Gericht. Dieser hat 2014 Christen, darunter einen katholischen Priester, ins Meer werfen lassen, weil diese auf dem Schiff gebetet hatten.

kath.net

Im spanischen Almeria steht derzeit ein muslimischer Kapitän eines Flüchtlingsbootes vor Gericht. Dies berichtet die „Krone“ am Montag. Der Mann soll während der Fahrt über das Mittelmeer sechs Christen über Bord werfen lassen haben. Zuvor wurden die Gläubigen geschlagen und alle nach christlichen Symbolen wie Kreuze durchsucht. Das „Verbrechen“ der Christen: Diese hatten für besseres Wetter gebetet. Unter den Christen soll sich auch ein katholischer Pfarrer aus Nigeria befunden haben. Die sechs Männer sind im Mittelmeer ertrunken. Vier Überlebende der Schiffsfahrt haben jetzt gegen die Schlepper ausgesagt. „Sie glaubten, dass die Wellen höher würden, je mehr er betete.“ Der Vorfall hat sich bereits im Jahr 2014 ereignet. Auf der Fahrt starben übrigens weitere Migranten, darunter sieben Babys. Der spanische Staatsanwalt plädiert wegen religiös motivierten Mordes auf sechs Mal 15 Jahre Gefängnis.

Theologe Huber dilettiert über Gentechnik

Quelle:dradio.de
Quelle:dradio.de
Für mehr „Weisheit“ bei der Anwendung der neuesten Gentechnik plädiert der evangelische Sozialethiker Wolfgang Huber

evangelisch.de

Die Rasanz ihrer eigenen Entdeckungen dürfe Wissenschaftler nicht davon abhalten, „nach dem Bild vom Menschen zu fragen, an dem sie sich orientieren“, heißt es in einem Beitrag des früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe) zu den Chancen und Risiken der sogenannten Gen-Schere Crispr-Cas9.

„Auch in Zukunft werden Menschen lernen müssen, mit ihrer Verletzlichkeit umzugehen und ihre Schwäche einzugestehen. Demut bleibt nötig, allen ‚Zauberscheren‘ zum Trotz“, fügte das frühere Ethikrat-Mitglied an.

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Guam Law Ending Statute of Limitations on Sex Abuse Cases Could Force Church Into Bankruptcy

Image: Friendly Atheist
Image: Friendly Atheist
On Friday, the Governor of Guam, Eddie Calvo, signed a bill removing the statute of limitations on child sex abuse charges for civil cases (but not criminal ones). That means many people who were molested by their priests decades ago can now sue the Church even if it was “too late” before.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

Church leaders are freaking out because — wait for it — this could lead to bankruptcy.

Cue the sad trombone.

Church leaders say lifting the statute of limitations would subject the church to unlimited financial liability, forcing the closure of parish churches and schools on the island where more than three quarters of Guam’s 162,000 residents are Roman Catholics.

In the [open letter to the people of Guam], Calvo said he was “saddened that even a single injustice had to happen in order to make this law necessary. There are no winners. Justice is the only victory.”

He added that he was resolute in his decision, saying the legislation opens “the doors of justice to those who suffered a terrible harm as children.”

See those tears of sympathy streaming down everyone’s faces? Me neither.

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Soziologe Rosa: Ruf nach Mauern zeigt gestörte Weltbeziehung

„Tractatus“-Preisträger bei Philosophicum Lech: Sichtweise von Kindern bietet Ausweg aus verdrehtem Verhältnis der Gesellschaft zum „Anderen“
In der heutigen Beziehung zur Welt „stimmt etwas nicht, und zwar fundamental“: So lautet die Gegenwartsdiagnose des Soziologen und Sozialphilosophen Hartmut Rosa, der am Freitagabend beim Philosophicum Lech eine Dankesrede für den ihm verliehenen Essaypreis „Tractatus“ gehalten hat.

kathpress

„Die Welt läuft uns in fast allen Perspektiven aus dem Ruder“, so der Preisträger in seiner Ansprache, in der er auch aus dem Evangelium zitierte. Ausgezeichnet wurde er für sein jüngstes Werk „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“.

Rosa, Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt, ist der achte Träger der mit 25.000 Euro hochdotierten Auszeichnung für Wissenschaftsprosa und philosophische Essayistik. Als Laudator würdigte der deutsche Schriftsteller Michael Krüger, Mitglied der dreiköpfigen Jury, Rosas Werk und nannte den Preisträger einen „unverbesserlichen Optimisten“. Ob er dies tatsächlich sei, stellte Rosa gleich daraufhin allerdings in Frage.

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Studie: Europäer nehmen lieber christliche Asylwerber auf

Studie in 15 EU-Ländern: Abneigung gegenüber Muslimen sei in allen untersuchten Ländern deutlich erkennbar – Verfolgte sind eher willkommen als reine Wirtschaftsflüchtlinge

kath.net

Die Europäer wollen eher qualifizierte, politisch verfolgte und christliche Asylsuchende aufnehmen. Dies geht aus einer internationale Studie hervor, in 15 europäischen Staaten durchgeführt wurde, wie die Tageszeitung „Die Presse“ berichtet. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass in den Augen der europäischen Öffentlichkeit nicht alle Flüchtlinge gleich sind“, sagt einer der Studienautoren, Dominik Hangartner. Die Befragten ziehen jüngere Asylsuchende mit besseren beruflichen Qualifikationen und besseren Kenntnissen der Landessprache vor.

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CDU-Politikerin muss trotz Nazi-Parole keine Konsequenzen fürchten

 Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla, 54, sitzt für den Wahlkreis Leipzig I im Bundestag. Sie ist gebürtige Münchnerin, war Kämmerin in Rosenheim. (Foto: Laurence Chaperon/dpa)
Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla, 54, sitzt für den Wahlkreis Leipzig I im Bundestag. Sie ist gebürtige Münchnerin, war Kämmerin in Rosenheim. (Foto: Laurence Chaperon/dpa)
Bettina Kudla warnt vor der „Umvolkung Deutschlands“. Partei und Bundestagsfraktion lassen sich Zeit, bis sie die Äußerung kommentieren. Ungemach droht Kudla in ihrem Wahlkreis.

Von Stefan Braun | Süddeutsche.de

Die sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla hat mit einem Tweet gegen die Flüchtlingspolitik Angela Merkels zwar heftige Kritik geerntet, muss offenbar aber bis auf Weiteres nicht mit Konsequenzen in Partei und Fraktion rechnen.

Kudla hatte am Wochenende auf dem Nachrichtendienst Twitter geschrieben: „BK Merkel streitet es ab, Tauber träumt. Die Umvolkung Deutschlands hat längst begonnen. Handlungsbedarf besteht!“ Mit dem Begriff „Umvolkung“ umschrieben die Nationalsozialisten ihr aggressives Vorgehen gegen slawische Bewohner eroberter Gebiete im europäischen Osten, die sie vertrieben oder ermordeten, um dort Deutsche anzusiedeln. Heute nutzen Rechtsextremisten das Wort, um Angst vor Flüchtlingen zu schüren.

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Evangelikale und ihre Positionen in der Politik

©heise.de
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Kann das funktionieren: evangelikal sein in der Politik? Oder auch „nur“ christlich sein, als Politiker? Was bedeutet es für eine Demokratie, wenn sich Evangelikale engagieren?

Von Ulrike Heitmüller | TELEPOLIS

Der Einfluss konservativer Christen in den USA wird in Deutschland oft als wahres Schreckensbild gezeichnet. Eine empirische Analyse zeigt ein etwas anderes Bild. Esther Hornung hat in ihrer Dissertation1 gefragt: „Welchen Einfluss hatte protestantischer Fundamentalismus wirklich auf die nationale Innenpolitik der USA zwischen 1980 und 1996? Wie gestaltete und gestaltet sich dessen Verhältnis zum politischen System?“2 Letztlich ist es auch eine sozialethische Frage, nämlich nach der Bedeutung von Fundamentalismen für die Kirche in der modernen Gesellschaft.3 Sie hat aus einer Untersuchung von sieben Gemeinden im Mississippi Delta, Arkansas, geschlossen, dass „sich mittels der Entstehung der NCR [New Christian Right / Neue Christliche Rechte] seit den siebziger Jahren fundamentalistische Kirchen in wachsendem Maße an der Regierung der USA beteiligen konnten […] Fundamentalismus kommt dort zum Ausbruch, wo traditionelle ländliche Kultur und moderne Stadtkultur aufeinanderprallen.“

Aber, salopp gesagt, kein Grund zur Aufregung: Die NCR hat zwar seit Mitte der 1970er Jahre teil am politischen Geschehen der USA. Und das Wahljahr von 1996 bezeichnet, so Hornung, „einen Wendepunkt in der Entwicklung der NCR. Sie hatte sich zwar als feste politische Kraft etabliert, war allerdings gleichzeitig an ihre Grenzen gekommen. Die republikanische Partei hatte gezeigt, daß sie nicht bereit war, sich von ihren durch die NCR gewonnenen Mitgliedern beherrschen zu lassen.“4 Das amerikanische System ist von „checks and balances“ geprägt und von Pragmatismus beherrscht.

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Papst beklagt Verdrängung von Religion aus Krankenhäusern – er kann ja dagegen beten

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Franziskus an Schwestern eines Krankenpflegeordens: Beistand, Trost und Freundschaft für Leidende sind Pflicht und Verantwortung der Kirche – Ordensleute sollen sich in Spitälern nicht von „laizistischer Kultur“ abhalten lassen

kath.net

Papst Franziskus beklagt eine Verdrängung des Christlichen aus den Krankenhäusern. Bisweilen lege eine laizistische Kultur es darauf an, „auch aus den Hospitälern jeden religiösen Bezug zu entfernen, angefangen mit der Präsenz von Ordensschwestern“, sagte er am Samstag im Vatikan. Damit einher gehe nicht selten ein „schmerzlicher Mangel an Menschlichkeit“ in krassem Gegensatz zu den „Orten des Leidens“, so der Papst weiter.

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