Archiv der Kategorie: Christentum

Parzany: In Westeuropa herrscht die Geisteskrankheit des Atheismus

„Westeuropa und Nordamerika sind die einzigen Teile der Welt, wo die Geisteskrankheit des Atheismus herrscht.“ Dieser Ansicht ist der frühere ProChrist-Hauptredner, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel).


idea.de

DerverzweifelteJesusEr spricht bis zum 3. Juli bei der Veranstaltungsreihe „ProChrist Live“ im sächsischen Plauen. Nach seinen Worten hat jeder Mensch einen Gott, auch diejenigen, die sich als Atheisten bezeichneten. Die höchste Instanz, die das Leben eines Menschen bestimme, sei sein Gott. Nach Parzanys Beobachtung ist die stärkste religiöse Macht der Gegenwart das Geld. Jesus habe es nicht verurteilt. Nur dürfe aus einem Zahlungs- und Lebensmittel keine Gottesmacht werden.

Wenn das Fundament das Lebenshaus nicht trägt

Parzany zog den Vergleich zu einem Haus: Das Fundament müsse stabil sein, damit das Gebäude nicht einstürzt. Die Innendekoration verschönere ein Heim, könne es aber statisch nicht tragen. Ähnliches gelte für das „Lebenshaus“: Wo nicht Jesus Christus das Fundament sei, sondern stattdessen Dekoration wie Geld zu den tragenden Säulen gemacht werde, drohe das Gebäude einzustürzen. Auch Christen stünden in der Gefahr, das zu verwechseln.

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CSU widerspricht Merkel: ‘Religion Islam ist kein Teil unseres Landes’

Natürlich gehörten Muslime, die hie leben, zu Deutschland, «aber die Religion Islam ist kein Teil unseres Landes.» Deutschland sei vom Christentum und vom Judentum geprägt worden und gerade nicht vom Islam.


kath.net

CSU-Logo Wildbad Kreuth
CSU-Logo Wildbad Kreuth

Aus der Union kommt Widerspruch zur jüngsten Islam-Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie hatte am Dienstagabend betont, der Islam gehöre inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland. «Wer dieser geschichtlichen Interpretation nicht zustimmt, darf nicht in die Nähe von Islamophobie gedrängt werden», sagte Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstag). «Richtig ist: Muslimische Mitbürger gehören seit einer Reihe von Jahren zu Deutschland.»

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US-Erzbischof: Die Zivilehe ist kein Sakrament

Erzbischof von Chicago nennt die Neudefinition der Zivilehe durch den Obersten Gerichtshof „bedeutungslos“ für das „katholische Ehesakrament, in dem die Ehe zwischen Mann und Frau ein Zeichen für die Einheit zwischen Christus und der Kirche ist“.


kath.net

Blase J. Cupich, Bild: http://www.archchicago.org

„Es ist wichtig zu betonen, dass für das katholische Ehesakrament, in dem die Ehe zwischen Mann und Frau ein Zeichen für die Einheit zwischen Christus und der Kirche ist, die Neudefinition der Zivilehe durch den Obersten Gerichtshof bedeutungslos ist. Indem wir unser klassisches Ehekonzept bewahren, unterstützen wir jene, die in diesen geheiligten und liebenden Bund mit Gott und miteinander eingetreten sind.“ Dies stellte der neue Erzbischof von Chicago, Blase J. Cupich, nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA, dass die „Homo-Ehe“ zukünftig in den gesamten USA zugelassen ist, in einem offiziellen Statement auf dem Internetauftritt seines Erzbistums fest.

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Ewiggestrig: Adelsfrauen, die täglich für den Kaiser beten

Vor 250 Jahren verstarb der Gemahl Maria Theresias unerwartet in Innsbruck. Bis heute beten für ihn täglich drei dafür eigens bezahlte Adelsfrauen in einem Stift des Landes Tirol


Von Katharina Mittelstaedt|derStandard.at

foto: günter richard wett Bis vor kurzem wurde in der Kapelle der Innsbrucker Hofburg einmal jährlich die Kaiserhymne gesungen.

So hatte Maria Theresia sich die Feierlichkeiten gewiss nicht vorgestellt. Vor genau 250 Jahren machte sie sich mit ihrem Gatten Franz Stephan von Lothringen, einigen Verwandten und ihrer Entourage auf den Weg von Wien nach Innsbruck. Einer der Söhne des kaiserlichen Paares, Erzherzog Leopold, sollte dort die spanische Prinzessin Maria Ludovica ehelichen. Ein mehrwöchiges Fest, für das Unsummen ausgegeben wurden, zahlreiche Gäste, der ganze Pomp – und dann die Tragödie.

Es gibt mehrere Erzählungen, wie sich das Unglück genau abgespielt habe, was die Ursache war. Fest steht, Maria Theresias geliebter Gemahl ist während dieser Hochzeit verstorben. Nach einer Theateraufführung soll ihm übel geworden sein, er habe sich gerade noch in die kaiserliche Residenz, die Innsbrucker Hofburg, schleppen können, auf dem Bett eines Dienerzimmers brach er schließlich nieder und war tot.

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The Inside Story of Hobby Lobby’s New Bible Museum on the National Mall

Image: The Slice
Two years ago, I drove through a torrential summer downpour to the Creation Tour at Glen Eyrie, a 19th century English Tudor estate in Colorado Springs, built by the city’s founder, industrialist General William Jackson Palmer, and purchased in 1953 by the evangelical outreach ministry The Navigators.


By Sarah Posner|THE SLICE

As my group of five strolled across the manicured grounds, our awkward, self-taught anti-Darwinist tour guide spun a creationist yarn that the spectacular red rock formations that ring the city’s western edge were not shaped by hundreds of millions of years of geological changes, as a city-owned park down the road explains in helpfully scientific signage. Instead, the Creation Tour teaches that these peaks were shaped just 5,000 years ago by Noah’s flood, after which humans and dinosaurs together roamed what was to become America’s evangelical mecca.

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Papst: «Unwiderrufliches Nein zum Antisemitismus»!

Papst Franz hat ein klares Bekenntnis zum Judentum abgelegt: «Die Christen, alle Christen haben jüdische Wurzeln».


kath.net

Bild bearb. BB
Bild bearb. BB

Papst Franziskus hat ein klares Bekenntnis zum Judentum abgelegt. «Die Christen, alle Christen haben jüdische Wurzeln», sagte er am Dienstag bei einem Treffen mit dem Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ) im Vatikan. Bestandteil der katholischen Lehre sei ein «unwiderrufliches Nein zum Antisemitismus», betonte er unter Verweis auf die vor 50 Jahren verabschiedete Konzilserklärung «Nostra aetate».

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Scharfe Kritik an deutscher Kirche: Kardinal will kein “Christentum light”

Der erzkonservative Kardinal Walter Brandmüller ruft seine deutschen Kollegen zur Ordnung. Nicht allen gesellschaftlichen Strömungen müsse nachgegeben werden. Auch zum Umgang mit Homosexuellen bezieht er klar Stellung.


n-tv.de

Sieht die Kirche als Kontrastprogramm zum Mainstream: Kardinal Walter Brandmüller. (Foto: picture alliance / dpa

Kardinal Walter Brandmüller Kritik hat seine deutsche Amtsbrüder scharf kritisiert. “Es ist absurd: Die Kirchen leeren sich und die Kassen füllen sich. Erhalten wird ein sich selbst genügender teurer Apparat, der mit seinem Klappern die Stimme des Evangeliums übertönt”, sagte der 86 Jahre alte frühere Chefhistoriker des Vatikan der “Rheinischen Post”. Der seit 2009 im Ruhestand lebende Brandmüller zählt zu den Vertretern der Erzkonservativen im katholischen Klerus.

Brandmüller forderte zudem ein entschiedeneres Auftreten der katholischen Kirche. “Wir sollten endlich, anstatt ein ‘Christentum light’ zu predigen, den Mut aufbringen, ein Kontrastprogramm zu dem gesellschaftlichen Mainstream von heute zu fordern und vorzuleben, was die Zehn Gebote und die Ethik des Neuen Testaments zum Inhalt haben.”

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Frankreichs Bürgermeistervereinigung: „Nein zu Gebet und Kreuzzeichen im Sport“

Es mag sein, daß manches Kreuzzeichen, das bei Wettkämpfen auf dem Sportplatz gemacht wird, mehr ein abergläubischer Gestus als ein wirklicher Glaubensakt zu sein scheint. Die persönliche Frömmigkeit hat jedoch unterschiedlichste Ausprägungen und sollte als solche respektiert werden.


Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Gebet und Glaube im SpitzensportJedenfalls ist es allemal besser, wenn Sportler zum Kreuz Zuflucht nehmen, als zu etwas anderem. Das Kreuzzeichen und jede andere religiöse Ausdrucksform im Sport zu verbieten, ist in jedem Fall ein Akt präpotenter Willkür.

Das aber soll in Frankreich durchgesetzt werden. Die Association des maires de France (AMF), in der die Mehrheit der Bürgermeister Frankreichs organisiert ist, verschickte ein Rundschreiben mit zahlreichen „Empfehlungen“, die den Gemeindeoberhäuptern „helfen“ sollen, die laizistische Staatsdoktrin Frankreichs im täglichen Leben umzusetzen. Diese „Propositions des maires de France en faveur de la laïcité“ betreffen vor allem die Schule einschließlich der Kindergärten und die Sportveranstaltungen.

Kreuzzeichen fällt ausdrücklich unter die Verbotsempfehlungen

Besonders den Sportlern, ob Profis, Dilettanten oder auch nur den Schülern beim Schulsport wird ausdrücklich verboten, bei den Wettkämpfen oder Fußballspielen zu beten oder auf dem Sportplatz religiöse Zeichen zu zeigen. Das Kreuzzeichen fällt explizit auch unter dieses Verbot. Die Bestätigung kam am 24. Juni von Patrick Molinoz, dem stellvertretenden AMF-Vorsitzenden und Co-Präsidenten der Arbeitsgruppe Laizität der Bürgermeistervereinigung. Molinoz nannte als Negativbeispiel einen Fußballer, der vor dem Betreten des Spielfeldes ein Kreuzzeichen macht und verglich ihn mit verschleierten Sportlerinnen, wie sie der Weltfußballverband FIFA erlaubt.

Molinoz wörtlich in einer Presseerklärung: „Eine Gemeinde kann keine Veranstaltung subventionieren, in der ein kultischer Charakter zum Ausdruck kommt, auch dann nicht, wenn es sich um einen traditionellen handelt und dieser im Rahmen von kulturellen Initiativen oder Festen erfolgt“.

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Parlamentarische Beratungen zur Neuregelung der Suizidbeihilfe im Deutschen Bundestag

Stellungnahme von Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm

EKD

In einer gemeinsamen Stellungnahme zu den bevorstehenden Beratungen im Deutschen Bundestag über eine Neuregelung der Suizidbeihilfe sprechen sich die evangelische und katholische Kirche in Deutschland für ein Verbot der organisierten Formen der Beihilfe zur Selbsttötung aus. „Wir müssen verhindern, dass die Suizidbeihilfe in unserem Land zur alltäglichen Selbstverständlichkeit wird“, heißt es in der heute veröffentlichten Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Zugleich betonen beide die Notwendigkeit eines Ausbaus der Palliativ- und Hospizversorgung. „Die Gesellschaft und insbesondere die Politiker unseres Landes sind aufgerufen, jedes Leben in seiner ganzen Gebrechlichkeit und Verletzlichkeit zu schützen und die Rahmenbedingungen für eine angemessene menschliche und medizinische Fürsorge am Lebensende zu schaffen“, so Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx. „In einer humanen Gesellschaft muss es ein wichtiges Anliegen sein, dass Menschen am Lebensende gut versorgt und begleitet in Würde sterben können.“ Ein Verbot für die Beihilfe zur Selbsttötung müsse für alle Vereine, Organisationen sowie Einzelpersonen, aber auch für Ärzte gelten, die den assistierten Suizid als Behandlungsoption in geschäftsmäßiger Form anbieten.

Die gemeinsame Stellungnahme im Wortlaut:

„In den vergangenen Wochen hat die gesellschaftliche und politische Diskussion über ein Sterben in Würde eine neue Dynamik erfahren. Zum einen hat sich der Deutsche Bundestag bereits in erster Lesung mit einem Gesetzentwurf befasst, der die Verbesserung der palliativen und hospizlichen Versorgung in Deutschland zum Ziel hat. Das begrüßen wir sehr. In einer humanen Gesellschaft muss es ein wichtiges Anliegen sein, dass Menschen am Lebensende gut versorgt und begleitet in Würde sterben können. Zum anderen sind verschiedene Gesetzesentwürfe zur Neuregelung der Suizidbeihilfe vorgestellt worden, die in den kommenden Tagen erstmals im Plenum des Deutschen Bundestages erörtert werden.

Wir sind sehr dankbar, dass die Fragen der Begleitung und Unterstützung schwerstkranker und sterbender Menschen mittlerweile eine so breite Aufmerksamkeit erfahren. In vielen Veranstaltungen, in den Medien, in den Landesparlamenten und nicht zuletzt im Deutschen Bundestag erleben wir eine fundierte und ernsthafte gesellschaftliche Auseinandersetzung, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Die Bandbreite des möglichen Umgangs mit dem Sterben ist groß und wird die Abgeordneten vor eine schwerwiegende Gewissensentscheidung stellen. Wir sind erleichtert, dass dabei nicht die extreme Forderung nach der Tötung auf Verlangen zur Wahl gestellt wird.

Anlässlich der anstehenden Beratungen sprechen wir uns nochmals dafür aus, jeglicher Normalisierung der Beihilfe zum Suizid entgegenzuwirken. Wir betonen mit Nachdruck, dass sich an der Frage des Umgangs mit Krankheit und Tod grundlegende Fragen unseres Menschseins und unseres gesellschaftlichen Selbstverständnisses entscheiden. Die Gesellschaft und insbesondere die Politiker unseres Landes sind aufgerufen, jedes Leben in seiner ganzen Gebrechlichkeit und Verletzlichkeit zu schützen und die Rahmenbedingungen für eine angemessene menschliche und medizinische Fürsorge am Lebensende zu schaffen.

Wir fordern gemeinsam den konsequenten Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung sowie ein Verbot der organisierten Formen der Beihilfe zur Selbsttötung. Diese gesetzliche Regelung sollte für Vereine, sonstige Organisationen und Einzelpersonen, aber auch für Ärzte gelten, die den assistierten Suizid als Behandlungsoption am Ende des Lebens in geschäftsmäßiger Form anbieten.

Ohne ein klares gesetzliches Zeichen gegen geschäftsmäßig angebotene Beihilfe zum Suizid befürchten wir eine zunehmende Aufweichung des Tötungstabus in unserer Gesellschaft. Gerade Menschen, die sich auf Grund ihres Alters, von Gebrechlichkeit oder schwerer Krankheit ohnehin in einer schwierigen Lebenssituation befinden und oft Angst davor haben, anderen zur Last zu fallen, würden hierdurch unter einen subtilen sozialen Druck geraten. Darin sehen wir eine erhebliche Gefahr für die Würde des menschlichen Lebens. Wir müssen verhindern, dass die Suizidbeihilfe in unserem Land zur alltäglichen Selbstverständlichkeit wird.

Die Kirchen treten deshalb aus christlicher Überzeugung für eine Kultur der Lebensbejahung und -förderung ein. Dazu ist es notwendig, dass die Bürgerinnen und Bürger noch besser als bisher über die bereits bestehenden vielfältigen Möglichkeiten der palliativen und hospizlichen Begleitung und Unterstützung aufgeklärt werden. Nur so werden sie befähigt, in wirklicher Verantwortung und Freiheit ihr Lebensende zu gestalten.“

Hannover, 1. Juli 2015

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt

Angela Merkel: „Islam gehört unzweifelhaft zu Deutschland“

Muslime unter Generalverdacht? Nicht mit der Kanzlerin. Angela Merkel stellt anlässlich des Ramadan klar, wo der Islam in Deutschland steht. Die Integrationsbeauftragte hat unterdessen Neuigkeiten für Pegida.


Handelsblatt

Bild: bundesregierung.de
Bild: bundesregierung.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan zu gegenseitiger Wertschätzung der Religionen aufgerufen. Bei einem Empfang am Dienstagabend in Berlin bekräftigte sie zudem: „Es ist offenkundig, dass der Islam inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland gehört.“

Die Kanzlerin verwies vor Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen auf die weltweiten Gewalttaten im Namen einer Religion – zu oft leider im Namen des Islams. Doch jede Ausgrenzung von Muslimen in Deutschland, jeder Generalverdacht verbiete sich, sagte Merkel. Die allermeisten Muslime seien rechtschaffene und verfassungstreue Bürgerinnen und Bürger.

Erneut Programmbeschwerdeverfahren gegen Wawatschek-Beitrag(Bayrischer Rundfunk)

Thomas Schührer von FaireMedien: „Fehler können passieren, aber hier wurden wiederholt und anscheinend bewusst Recht und Gesetz missachtet… Mittlerweile steht die Glaubwürdigkeit des Bayrischen Rundfunks auf dem Spiel.“


kath.net
br

Der Bayerische Rundfunk (BR) eröffnet ein weiteres Programmbeschwerdeverfahren wegen eines Beitrages von Veronika Wawatschek. Dies teilte der Vorsitzende des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks, Lorenz Wolf, am 30. Juni 2015 mit.

Das Verfahren untersucht den Beitrag “Angstmacher vom rechten Rand der Kirche” von Veronika Wawatschek, der am 14. Juni 2015 in der Sendereihe “Der Funkstreifzug” ausgestrahlt wurde. Mit dem Verfahren reagiert der BR auf zahlreiche Programmbeschwerden, die nach der Sendung eingingen.

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Der Tod ist ein Geschäft

Völlige Straffreiheit oder absolutes Verbot? Vier Gesetzesanträge zur Sterbehilfe, genauer gesagt zur Suizidbeihilfe, werden am 2. Juli im Bundestag zum ersten Mal diskutiert. So unterschiedlich die Anträge sind, haben sie doch eines gemeinsam: Eine gewerbsmäßige Sterbehilfe soll es auch in Zukunft nicht in Deutschland geben.


Von Franziska Fink|evangelisch.de

todesspritzeNach geltender Rechtslage sind Suizid und Beihilfe zum Suizid in Deutschland nicht strafbar. Es wird also auch niemand dafür bestraft, dass er anderen hilft, sich das Leben zu nehmen, also etwa ein tödliches Medikament besorgt. Aktive Sterbehilfe, also die Tötung auf Verlangen, ist hingegen verboten.

Doch es gibt Grauzonen: Ausgelöst wurde die aktuelle Debatte über Beihilfe zum Suizid durch Sterbehilfevereine wie dem des Hamburger Exjustizsenators Roger Kusch. Diese Vereine bieten ihren Mitgliedern Unterstützung bei der Selbsttötung an. Deswegen haben Bundestagsabgeordnete vier neue Gesetzesanträge zum Thema formuliert. Die erste Lesung der Anträge findet am 2. Juli statt.

Im Herbst will der Bundestag dann über eine neue Regelung entscheiden. Zeitgleich soll eine bessere Versorgung von sterbenden in der Palliativ- und Hospizmedizin ermöglicht werden. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat dafür ebenfalls ein neues Gesetz dem Bundestag vorgelegt. Danach soll die ambulante wie stationäre Palliativ- und Hospizversorgung flächendeckend ausgebaut werden. Dafür sind zusätzliche 200 Millionen Euro vorgesehen.

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Beauftragter Wolosky soll Guantanamo-Schließung vorantreiben

Das umstrittene US-Gefangenenlager Guantánamo © Shane T. McCoy/US Navy/DPA
2009 versprach US-Präsident Barack Obama das Ende des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba. Noch aber sitzen 116 Terrrorverdächtige dort fest. Nun soll Jurist Lee Wolosky die Schließung in die Tat umsetzen.


stern.de

Nach anderthalbjähriger Vakanz hat die US-Regierung einen neuen Guantanamo-Beauftragten ernannt, der sich um die Schließung des umstrittenen US-Gefangenenlagers auf Kuba kümmern soll. Wie Außenminister John Kerry am Dienstag in Washington mitteilte, betraute er mit der Aufgabe den Juristen Lee Wolosky, der den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush als Leiter der Abteilung Grenzüberschreitende Bedrohungen diente. “Lee wird unsere laufenden diplomatischen Bemühungen leiten, die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo in einem angemessenen Zeitraum zu ermöglichen”, erklärte Kerry.

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Bibel: Wozu gibt es das Alte Testament?

Gott ist auf diesem Deckenbild aus der Kirche “Unser lieben Frauen auf dem Berge” in Penig, Sachsen, fleißig mit der Erschaffung der Welt befasst. Foto: © epd-bild / Rainer Oettel
Sollte das Alte Testament aus dem biblischen Kanon verschwinden? Der Berliner Theologe Notger Slenczka hat einen heftigen Bibel-Streit in Gang gesetzt. Seine Thesen, nicht neu, aber neu diskutiert, sind eine Provokation.


Von Dirk Pilz|Frankfurter Rundschau

Es gibt in den Wissenschaften Fragen, die immer wieder diskutiert werden, obwohl sie als längst entschieden gelten. Sie sind es offenbar nicht. Eine der heikelsten dieser Fragen lautet: Wozu braucht das Christentum ein Altes Testament? Bereits Marcion von Sinope hat in der Mitte des zweiten Jahrhunderts darauf gedrungen, dieses Alte Testament aus der christlichen Bibel zu verbannen. Er trennte dabei scharf zwischen einem angeblich dunklen, zürnenden Gott des Alten und einem Erlösergott im Neuen Testament.

Diese grob dualistische Lehre wurde von der Alten Kirche jedoch abgelehnt und Marcion aus der Gemeinde von Rom ausgeschlossen. Er gründete eine Gegenkirche, die bis ins 5. Jahrhundert Anhänger fand.

In der Kirche setzte sich dagegen die Lehre durch, dass der heilsgeschichtliche Zusammenhang zwischen Altem und Neuem Testament, Judentum und Christentum nicht zerschnitten werden dürfe; andernfalls verliere das Christentum seine Wurzel.

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Homo-Ehe spaltet Berliner CDU

In der Berliner CDU hingegen liegen Befürworter und Gegner der Homo-Ehe im ernsthaften Streit über das, was viele Mitglieder für einen Grundwert im Selbstverständnis der Partei… – Foto: imago/IPON
In der Berliner CDU werben einflussreiche Gegner der Ehe für alle unter den Mitgliedern für ihre Position – die USA oder Irland seien kein Vorbild, schreiben sie in einem offenen Brief. Die Befürworter wollen dagegenhalten.


Von Werner van Bebber, Sabine Beikler|DER TAGESSPIEGEL

In der Berliner CDU artikuliert sich deutliche Ablehnung gegenüber der Homo-Ehe. 17 Mitglieder des Abgeordnetenhauses – fast die halbe Fraktion – wenden sich in einem offenen Brief unter der Überschrift „Nein zur Ehe für Alle“ an die 12 500 Mitglieder der Berliner Union. Diese können bis zum 24. Juli darüber abstimmen, ob sie für oder gegen die „Ehe für alle“ sind – allerdings auf einer fünfteiligen abgestuften Skala. Bei einer Bundesratsabstimmung zur sogenannten Öffnung der Ehe hat sich das Land Berlin enthalten, weil sich SPD und CDU nicht einig waren. Das hatte zum Streit zwischen den beiden Koalitionspartnern geführt.

Unter den 17 Unterzeichnern des offenen Briefs sind einflussreiche Abgeordnete wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Cornelia Seibeld und der parlamentarische Geschäftsführer Sven Rissmann. Der ehemalige Regierende Bürgermeister und CDU-Ehrenvorsitzende Eberhard Diepgen unterstützt die Verfasser des Briefes ebenso wie der Landesvorsitzende der Jungen Union, Christoph Brzezinski, der Bundestagsabgeordnete Philipp Lengsfeld und der Europa-Abgeordnete Joachim Zeller.

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Papst will in Südamerika Aufarbeitung der Diktaturen fördern

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Vatikan-Sprecher Lombardi: Reise nach Ecuador, Bolivien und Paraguay soll zur demokratischen Teilhabe ermutigen – Koka-Kauen gegen Höhenluft möglich und auch “nicht überraschend” – Verschiedene Themenschwerpunkte in jedem Besuchsland


kathweb

Papst Franziskus will mit seiner Südamerika-Reise nach Aussage von Vatikansprecher Federico Lombardi auch die Aufarbeitung der Militärdiktaturen und autoritären Regime in Ecuador, Bolivien und Paraguay fördern. Der Papst wolle zu einer “Erneuerung des sozialen und politischen Lebens” und zur “demokratischen Teilhabe” in den drei Ländern ermutigen, sagte Lombardi am Dienstag vor Journalisten im Vatikan. Franziskus besucht vom 5. bis zum 13. Juli Ecuador, Bolivien und Paraguay. Erste Station seiner neunten Auslandsreise ist am Sonntag die ecuadorianische Hauptstadt Quito.

Die bekannteste Militärdiktatur war die des deutschstämmigen Generals Alfredo Stroessner, der von 1954 bis 1989 in Paraguay mit brutaler Hand regierte. In Bolivien war von 1971 bis 1978 der ebenfalls deutschstämmige General Hugo Banzer an der Macht. In Ecuador herrschte von 1972 bis 1976 General Guillermo Rodriguez Lara. Diese Vergangenheit ist bislang kaum aufgearbeitet.

Franziskus hat Opfern und Angehörigen der Militärdiktatur in seinem Heimatland Argentinien wiederholt seine Hilfe bei der Aufarbeitung der Vergangenheit in Aussicht gestellt. Derzeit lässt er dazu eine Freigabe der Akten über die Militärdiktatur in den Vatikanischen Archiven prüfen.

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B16 in Latex: Papst-Bild aus Kondomen erregt die Gemüter

© Niki Johnson/DPA
Zweck erfüllt: Ein Porträt des früheren Papstes Benedikt, das aus Kondomen gefertigt wurde, hat in den USA heftige Kritik der katholischen Kirche provoziert – es sei eine Beleidigung.


stern.de

Das Werk besteht aus 17.000 Kondomen und es stellt ein Porträt des früheren deutschen Papstes Benedikt XVI. dar. Die Künstlerin Niki Johnson schenkte es dem dem Milwaukee Art Museum im US-Bundesstaat Wisconsin – und die katholische Kirche reagierte prompt: Es sei eine Beleidigung des früheren Papstes aus Deutschland, kritisierte das Erzbistum Milwaukee. Es als Geschenk anzunehmen, sei “herzlos” von dem Museum gewesen.

Das Museum ließ über eine Sprecherin mitteilen, dass es die Kritik zurückweise. Die Künstlerin habe mit dem Werk auf kondomfeindliche Kommentare von Benedikt reagiert und zur Diskussion anregen wollen.

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Deutschland und Bayern(sic) sind für die katholische Kirche wichtig

Das Datum und ein konkretes Programm stünden allerdings noch nicht fest, sagte der Apostolische Nuntius am Dienstag in Regensburg – Nuntius lobte die Großzügigkeit der katholischen Christen, sie bringen rund 550 Millionen Euro jährlich auf


kath.net

Bild: tilly
Bild: tilly

Papst Franziskus möchte nach den Worten von Vatikanbotschafter Erzbischof Nikola Eterovic Deutschland besuchen. Das Datum und ein konkretes Programm stünden allerdings noch nicht fest, sagte der Apostolische Nuntius am Dienstag in Regensburg. «Aber Deutschland ist ja nicht weit von Rom.» – Eterovic äußerte sich zum Abschluss seines fünftägigen Besuchs der Diözese Regensburg.

Vom 26. bis 30. Juni hatte der Vertreter des Heiligen Stuhls das Bistum bereist. Auf dem Programm stand auch eine Begegnung mit
Flüchtlingen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Regensburg. Er sei beeindruckt, wie sehr sich die Menschen hier für die Flüchtlinge einsetzten, sagte Eterovic.

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More than 25% of the 461 people killed by American police so far in 2015 were mentally disturbed

Police get little training in common-sense approaches to dealing with mentally ill people. attribution: mattthrono-CC
Reporters at The Washington Post are keeping a running tally of people shot and killed by police in 2015. It’s something the FBI also does, but the bureau itself concedes that its total count is incomplete. In fact, according to the Post, the FBI has never counted more than 460 fatal police shootings in a single year.


By Meteor Blades|DAILY KOS

In its own count, however, the newspaper found such shootings added up to one more than that in just the first six months of this year. More than a fourth of those slain, the reporters say, were “in the throes of mental or emotional crisis”:

The vast majority were armed, but in most cases, the police officers who shot them were not responding to reports of a crime. More often, the police officers were called by relatives, neighbors or other bystanders worried that a mentally fragile person was behaving erratically, reports show. More than 50 people were explicitly suicidal.More than half the killings involved police agencies that have not provided their officers with state-of-the-art training to deal with the mentally ill. And in many cases, officers responded with tactics that quickly made a volatile situation even more dangerous. […]

The Post summarizes several of these killings. The dead range in age from 15 to 86. On average, police killed a mentally disturbed person every 36 hours in the first six months of the year.

Police departments concede that they are not well equipped to deal with the mentally ill. But given the inadequacy of state and local budgets for mental health services, needlessly violent police responses are likely to continue.

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Piusbruderschaft: „Weiter in Kontakt mit Rom“

Die schismatisch orientierte Piusbruderschaft ist weiterhin in Kontakt mit dem Vatikan. Das sagte ihr Generalsuperior Bernard Fellay in einem Gespräch mit der Zeitung „Présent“. Nach seinem Eindruck sehe Papst Franziskus die Piusbruderschaft durchaus als katholisch an, erklärte Bischof Fellay. Die Kontakte zum Vatikan seien allerdings heikel und die Arbeit laufe diskret.


Radio Vatikan

logo_fsspxDie schismatisch orientierte Piusbruderschaft ist weiterhin in Kontakt mit dem Vatikan. Das sagte ihr Generalsuperior Bernard Fellay in einem Gespräch mit der Zeitung „Présent“. Nach seinem Eindruck sehe Papst Franziskus die Piusbruderschaft durchaus als katholisch an, erklärte Bischof Fellay. Die Kontakte zum Vatikan seien allerdings heikel und die Arbeit laufe diskret.

Der heutige Papst habe in seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires „versprochen, der Bruderschaft zu helfen, dass sie vom argentinischen Staat als katholisch anerkannt wird“. Zu dieser Anerkennung sei es jetzt in Argentinien tatsächlich gekommen. Bergoglio-Franziskus habe also „sein Versprechen gehalten“, das gebe doch Grund zur Vermutung, „dass er uns als katholisch ansieht“, so Fellay.

Der Leiter der Priesterbruderschaft St. Pius X. beklagt, seine Gemeinschaft werde von verschiedenen vatikanischen Behörden sehr unterschiedlich behandelt. Die Ordenskongregation etwa sehe die Angehörigen der Gruppe „weiterhin als Schismatiker an“, „andere Kongregationen oder der Papst selbst hingegen nicht“. 2011 habe die Ordenskongregation einen Priester, der der Piusbruderschaft beitrat, für exkommuniziert erklärt.

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