Pfälzische Landeskirche will Austausch von Nazi-Glocken finanzieren

Propaganda der „Deutschen Christen“ in Berlin (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA)
Die Evangelische Kirche der Pfalz stellt 150.000 Euro zur Verfügung, um Glocken mit nationalsozialistischen Inschriften auszutauschen.

evangelisch.de

Insgesamt seien der Landeskirche zehn Glocken bekannt, die während der Zeit des Nationalsozialismus aufgehängt worden seien und heute noch hingen, sagte Oberkirchenrat Michael Gärtner am Dienstag in Speyer. Fünf dieser Glocken hätten eine den Nationalsozialismus mehr oder weniger verherrlichende Inschrift.

Die Landeskirche empfehle den Kirchengemeinde, die Glocken mit Nazi-Inschrift auszutauschen, sofern sie ihr Eigentum seien, sagte Gärtner. Sie sollten danach öffentlich gezeigt und die Inschriften erläutert werden. Nach Gärtners Worten sollen die Glocken nicht in den Kirchengemeinden ausgestellt werden, um keine Pilgerstätten für Neonazis zu schaffen. Eine neue Glocke kostet nach Angaben des Oberkirchenrats je nach Größe zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Wenn die zur Verfügung gestellten 150.000 Euro für den Austausch nicht ausreichten, werde die Landeskirche mehr Geld zur Verfügung stellen.

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TV-Magazin: Ex-Bischof von Como soll Missbrauch vertuscht haben

Vatikan kündigte zuletzt neue Ermittlungen nach Vorwürfen über sexuellen Missbrauch im „Preseminario San Pio X“ an – Aktueller Bischof fordert Ehrlichkeit

kath.net

Im Fall des mutmaßlichen Missbrauchs in einem vatikanischen Seminar für angehende Priester gerät jetzt Diego Coletti, der frühere Bischof von Como (2007-16), ins Visier. Der heute 76-Jährige soll nicht nur über die Vorwürfe informiert gewesen sein, sondern zudem nichts gegen den mutmaßlichen Schuldigen unternommen haben. Das berichtete am Sonntagabend das TV-Magazin „Le Iene“ (Die Hyänen) in einer zweiten Folge zu den Vorkommnissen im „Preseminario San Pio X“ vor etwa zehn Jahren. Coletti wurde darin unter anderem von einem ehemaligen Diözesanrichter belastet.

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Wiederverheiratete und ‚Pathologie schismatischer Zustände‘

Papst Franz während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Der Wiener Dogmatiker Tück verteidigt in einem Beitrag das innerkirchlich umstrittene päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“, trotzdem wünsche er sich ein klärendes Wort von Papst Franziskus. Dieser müsse mit den Kritikern reden

kath.net

Der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück verteidigt in einem Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) das innerkirchlich umstrittene päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ den neuen Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen. Wörtlich schreib der Theologe: „Erst in Anmerkung 351 gesteht Franziskus für komplexe Einzelfälle zu, was seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. noch ausgeschlossen haben: dass nämlich Katholiken, die geschieden sind und in einer zivilen Zweitehe leben, zu den Sakramenten hinzutreten können. Manche fragen: Ist jetzt erlaubt, was vorher verboten war?“ Für Tück sei das Schreiben eine „legitime Fortschreibung der bisherigen Lehre“, aber kein „Traditionsbruch.

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Theologe Dabrock findet Jamaika-Scheitern „besorgniserregend“

Bild: bb
Am Ende müsse es um das Gemeinwohl gehen – das betont der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, angesichts der gescheiterten Jamaika-Koalitionsverhandlungen.

Von Corinna Buschow | evangelisch.de

Der Sozialethiker Peter Dabrock hat das Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition als „besorgniserregend“ bezeichnet. „Leider ist es der politischen Klasse, die einen Verantwortungsauftrag gegenüber dem Land hat, nicht gelungen, deutlich zu machen, dass es am Ende um das Gemeinwohl gehen muss“, sagte Dabrock, der auch Vorsitzender des Deutschen Ethikrats ist, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er warnte die Parteien nun vor einer Blockadehaltung. „Alle, wirklich alle“ müssten nun miteinander reden.

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„Ich habe mit dem Begriff ‚Glauben‘ ein Problem“

© Bild: privat/katholisch.de
Alexander Waschkau ist Atheist, Eduard Habsburg-Lothringen Katholik – und beide sind gute Freunde. Für das letzte „Glaubensgespräch“ haben sie sich darüber unterhalten, was ihnen im Leben Kraft gibt.

Von Johanna Heckeley | katholisch.de

Für den letzten Teil der Serie „Glaubensgespräche“ diskutieren der Atheist Alexander Waschkau (41) und der Katholik Eduard von Habsburg-Lothringen (50) miteinander. Der Hamburger Psychologe und der Botschafter Ungarns beim Heiligen Stuhl haben sich über den Podcast „Hoaxilla“ von Alexander Waschkau und seiner Frau Alexa kennengelernt, über den sie Diskussionen führten. Seit fast vier Jahren machen sie selbst gemeinsam Podcasts zum Thema „Glaubenssache. Atheismus und Katholizismus im Diskurs“. Das sechste Glaubensgespräch findet, wegen der großen Entfernung, über Skype statt. Schon vor der ersten Frage entspinnt sich eine lebhafte Diskussion.

Eduard Habsburg-Lothringen: Unsere gemeinsame Theorie ist, dass, obwohl der eine glaubt und der andere nicht, Alexander und ich in unseren Grundprinzipien sehr nahe sind.

Frage: Woran glauben Sie denn?

Habsburg-Lothringen: Ich glaube, dass es einen Gott gibt, der nicht nur die ganze Welt, sondern auch mich erschaffen hat, der mich schrecklich gern hat und sehr gut kennt. Ich glaube also an eine persönliche Beziehung zu jemandem, mit dem man sein Leben verbringen kann. Das hat natürlich Konsequenzen für meinen Alltag und mein Verhalten, denn ich muss meinen Glauben leben, sodass es für andere spürbar ist. Ich versuche also, andere Menschen zu lieben, so gut ich kann, weil ich als Christ glaube, dass Gott das von mir möchte.

Alexander Waschkau: Ich habe mit dem Begriff „Glauben“ ein Problem und würde die Frage für mich umformulieren: Ich bin der Überzeugung, dass es keine höhere Macht gibt, die auf irgendeine Weise in einer Beziehung zu mir oder anderen Menschen steht. Zeitgleich bin ich der Überzeugung, dass die Menschheit insgesamt besser funktionieren würde, wenn wir alle humanistische Grundprinzipien annähmen. Wenn ich zu jedem Menschen, dem ich begegne, gut wäre, und er mir gegenüber auch gut wäre, hätten wir das Paradies auf Erden, um diesen religiösen Begriff zu entlehnen. Wenn alle Menschen humanistischen Grundprinzipien anhängen würden, bräuchten wir nicht unbedingt eine Religion. Es gibt Elemente der Religion, die dem Humanismus sehr nahe kommen, wie die Zehn Gebote. Weiter kondensiert wäre das der Kategorische Imperativ von Immanuel Kant, also nur nach der Maxime zu handeln, die jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte. Man muss also nicht gläubig sein, um die Zehn Gebote als gute Vorgaben zu sehen. Wenn sich alle an sie hielten, wären wir auch schon ein Stück weiter.

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Die Geschichte Bayerns ist eine Geschichte des Krieges

Votivbild eines bayerischen Soldaten, in Russland gefallen. (Foto: Bayerisches Armeemuseum)
Alleine in den beiden Weltkriegen sind wohl 700 000 bayerische Soldaten umgekommen. Und auch die Jahrhunderte zuvor waren blutig und grausam. Ein Überblick über die großen Schlachten der vergangenen 500 Jahre.

Von Vinzent-Vitus Leitgeb | Süddeutsche Zeitung

Es ging um Religion, Erbfolgen und Nationalgefühle. Es ging um mehr Rechte für Bauern und einfache Leute, um internationalen Einfluss. In den letzten 500 Jahren ist Bayern nie wirklich lange zur Ruhe gekommen. Kriege und ihre schrecklichen Folgen haben das Land und die Leute oft für Jahrzehnte gezeichnet.

Denn Frieden hieß nicht, dass gerade keine Menschen gewaltsam umkamen oder bayerische Soldaten nicht gerade irgendwo kämpften. Noch vor den Türkenkriegen sind kurfürstliche Hilfstruppen beispielsweise in Österreich im Einsatz. 1777 wurden 2400 Mann an England verkauft. Sie mussten sich kurz darauf am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beteiligen. Später waren bayerische Truppen in Griechenland eingesetzt, in den deutschen Kolonialgebieten, sie kämpften im Boxeraufstand. Zudem gab es Volksaufstände und gerade im frühen 16. Jahrhundert weitere kleine Feldzüge.

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Nordkirche hat zu wenig Frauen in Leitungsämtern

Bild: zdf
In der evangelischen Nordkirche haben immer noch die Männer das Sagen. Das Landeskirchenamt habe nur eine einzige Dezernentin, beklagte die Gleichstellungsbeauftragte Stephanie Meins vor der Landessynode (Kirchenparlament) in Lübeck-Travemünde. An der Spitze der Kirchenkreise gebe es 24 Pröpste, aber nur zehn Pröpstinnen.

evangelisch.de

Nur ein Drittel der Synodalen seien Frauen. Mit dem Gleichstellungsbericht und neuen Gesetzen ist am Sonnabend die dreitägige Landessynode zu Ende gegangen.

Dabei ist die Nordkirche weiblich geprägt. Unter den kirchlichen Beschäftigten stellten Frauen mit 74 Prozent die Mehrheit, so Meins. Rund 70 Prozent der Ehrenamtlichen seien Frauen. In den Kirchenvorständen arbeiteten 53 Prozent Frauen.

Auch die Pastorenschaft werde weiblicher: Derzeit hätten Männer mit 58 Prozent noch die Mehrheit, sagte Meins. In der Altersgruppe zwischen 52 und 57 Jahren seien Männer stark vertreten, während unter Jüngeren Frauen die Mehrheit hätten. Etwa ab 2030 würden Frauen in den Pfarrämtern spürbar die Mehrheit stellen.

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Papst: Hilfe für Arme als „Reisepass für das Paradies“

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat Christen in aller Welt aufgerufen, mehr für die Armen zu tun.

Frankfurter Rundschau

„Auch wenn sie in den Augen der Welt wenig Ansehen genießen, so sind sie doch die, die uns den Weg zum Himmel öffnen, sie sind unser „Reisepass für das Paradies““, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einer Messe zum ersten Welttag der Armen auf dem Petersplatz in Rom. Er warnte die Gläubigen vor Gleichgültigkeit. Es sei „traurig“, wenn diese sich alleine darauf beschränkten, die Regeln zu respektieren und die Gebote zu erfüllen.

Kirchensteuern in Sachsen erstmals seit 2005 zurückgegangen

Bild: tilly
Die sächsische Landeskirche schreibt rote Zahlen: Erstmals seit 2005 werden die erwarteten Kirchensteuereinnahmen nicht erreicht.

evangelisch.de

Wie der Finanzdezernent der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Michael Klatt, am Samstag auf der Tagung der sächsischen Synode sagte, schließe der laufende Haushalt voraussichtlich mit einem Defizit von 1,5 Millionen Euro ab.

Für 2018 werden 115,4 Millionen Euro an Kirchensteuern erwartet, 2017 waren es 113,6 Millionen Euro und 2016 noch 116,8 Millionen Euro. Auch für die folgenden Jahre werde mit einem geringeren Kirchensteueraufkommen gerechnet. Sinkende Mitgliederzahlen würden derzeit allerdings mit der optimalen Konjunktur, der günstigen Tarifpolitik und der bisherigen Steuerpolitik aufgefangen.

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Vatikan geht Berichten über Missbrauch in Jugendseminar nach

Der Vatikan hat nach jüngsten Berichten über sexuelle Handlungen in einem Jugendseminar eine Untersuchung eingeleitet.

Frankfurter Rundschau

Das teilte der Heilige Stuhl mit. Hintergrund ist erschienenes Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi über Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche. In dem Buch mit dem Titel „Peccato originale“ schreibt Nuzzi, ein früherer Seminarist und heutiger Priester habe in dem Präseminar St. Pius X. einen Priester beim Oralsex mit einem Mitbewohner gesehen. In dem Seminar werden Jungen im Alter von 11 bis 14 Jahren auf eine Priesterausbildung vorbereitet.

Judaism is the star at a Bible museum built by Hobby Lobby

Kids can be Samson bringing down the walls at Courageous Pages, the play area at the new Museum of the Bible in Washington, DC (Ron Kampeas)
Newest DC institution celebrates Jewish origins; Israel’s ambassador to US and host of Israeli dignitaries attend opening ceremony

By Ron Kampeas | The Times of Israel

As the Burning Bush crackles, God is heard.

“Mow-zes,” God says in the mysterious mid-Atlantic accent that Hollywood once trained its actors to use — the one Anne Baxter as Nefertiti used to summon Charlton Heston’s Moses in the 1956 blockbuster “The Ten Commandments.” “Mow-zes, Mow-zes.”

That epic, earnest and seemingly endless film has much in common with the Museum of the Bible, the $500 million extravaganza gifted to the National Mall by one of America’s leading evangelical families, the founders of the Hobby Lobby chain.

The museum celebrates Jews and Judaism as the noble, beloved and even feared antecedents to Christianity, and argues that its best modern expression is in the State of Israel. And it makes the case that the Bible is not merely to be studied but to be believed.

Speaking at the dedication Friday, Steven Green, the president of Hobby Lobby and the museum’s chairman of the board, said museum-goers should come away realizing that the Bible “has had a positive impact on their lives in so many different ways and when they leave they will be inspired to open it.”

It especially celebrates the Bible’s Jewish origins, notably those made manifest in modern Israel. The dedication included a rabbi, Israel’s ambassador to the United States, the Israeli minister of tourism and the director of the Israel Antiquities Authority.

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ISIS droht Vatikan mit Weihnachts-Attacke

The propaganda poster shows pro-ISIS terrorists attacking the Vatican. via SITE Intel Group
Auf einer entsprechenden IS-Website wurde dazu ein Propaganda-Foto veröffentlicht, bei dem ein Islamist in einem Auto mit Höchstgeschwindigkeit auf den Petersdom zurast.

kath.net

Eine ISIS-Gruppe droht dem Vatikan mit einer terroristischen Weihnachtsattacke. Auf einer entsprechenden IS-Website wurde dazu ein Propaganda-Foto veröffentlicht, bei dem ein Islamist in einem Auto mit Höchstgeschwindigkeit auf den Petersdom zurast.

Auf die Terrorgefahr hat am vergangenen Dienstag die SITE Intelligence Group hingewiesen. Die in USA im Bundesstaat Maryland befindliche Firma überwacht weltweit die Aktivitäten islamistischer Organisationen.

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Die Union stellt sich geschlossen gegen den Familiennachzug

Geht es nach der Union und der FDP, finden ihre Forderungen kein Gehör: Flüchtlinge demonstrierten Anfang November vor dem…Foto: Silas Stein/dpa
Streitthema Flüchtlinge: Die Union zeigt nach langen Verhandlungen eine klare Haltung. Die FDP glaubt nicht an eine Einigung „ohne Bewegung der Grünen“.

DER TAGESSPIEGEL

Angesichts der verhärteten Fronten zwischen Grünen und CSU beim Streitthema Familiennachzug für Flüchtlinge hat der Parlamentarischer Geschäftsführer der Unions-Fraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), die geschlossenen Haltung von CDU und CSU bei dem Thema in den Jamaika-Sondierungen hervorgehoben. „Wir wollen eine Begrenzung der Zuwanderung“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe). „Wir haben lange genug gebraucht, um diese gemeinsame Position zu erarbeiten. Nun haben wir sie. Jetzt setzen wir sie natürlich auch durch.“

„Familiennachzug an sich findet ja statt in Deutschland“, sagte Grosse-Brömer. „Es ist ja nicht so, dass wir keinen Familiennachzug haben.“ Daher stelle sich die Union „berechtigt die Frage“, warum die Familie erst noch kommen müsse, wenn ein Flüchtling mit sogenanntem subsidiärem Schutzstatus möglicherweise „sowieso in wenigen Wochen und Monaten wieder in sein Heimatland zurückkehren kann?“

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US-Christen nach dem Massaker von Texas: Mit Bibel und Colt

Der Massenmord in der texanischen Baptisten-Gemeinde von Sutherland Springs hat eine heftige Debatte über Waffen im Gottesdienst ausgelöst. Nicht wenige Pfarrer ermutigen Kirchgänger, ihre Schießeisen zur Selbstverteidigung mitbringen.

domradio.de

Den Auftakt der Debatte machte der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton. „Wir brauchen professionelle Sicherheitskräfte in den Kirchen oder wir müssen unsere Gemeindemitglieder bewaffnen, damit sie reagieren können“, forderte der Republikaner unmittelbar nach dem schockierenden Attentat von Sutherland Springs, bei dem am 5. November 26 Menschen ums Leben kamen.

Paxtons Vorstoß stieß auf Resonanz. Viele einflussreiche Pastoren, wie Robert Jeffres von der First Baptist Megachurch in Dallas, ermutigen ihre Gemeindemitglieder, neben Gesangbuch und Bibel auch ihre Colts mitzubringen.

Bewaffnete Gottesdienstteilnehmer

Im TV-Programm „Fox & Friends“ sagte der Pastor, der während der Amtseinführung auf den Stufen des Capitols mit Donald Trump betete, Angreifer hätten in seiner Kirche keine Chance. Vielleicht könnten diese ein oder zwei Schüsse abfeuern. „Aber das wird das Letzte sein, das sie in ihrem Leben getan haben“, meinte Jeffres. Er schätzt, dass bis zu 50 Prozent der 6.000 Gottesdienstteilnehmer schon heute bewaffnet sei.

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Kirche und Diakonie setzen sich für Familiennachzug ein

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Diakonie Hessen setzen sich dafür ein, dass alle schutzberechtigten Flüchtlinge ihre Angehörigen nachholen können.

evangelisch.de

Außerdem solle Familienmitgliedern, die in anderen europäischen Ländern gestrandet sind, die Einreise zeitnah ermöglicht werden, forderten Kirche und Diakonie am Freitag in Darmstadt und Frankfurt am Main.

Im Zentrum der Aktion „Familien gehören zusammen!“, die Ende November anläuft, steht eine Serie mit Postkarten, die von dem Heidesheimer Grafiker Tobias Boos gestaltet wurden. Sie zeigen traditionelle Krippenmotive, bei denen aber einzelne Figuren der „Heiligen Familie“ fehlen. Daneben findet sich ein erläuternder Text, der auf die dramatische Situation vieler Geflüchteter hinweist, die teilweise über Jahre von ihren Angehörigen getrennt leben müssen.

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Großbritannien: Wenn die hl. Drei Könige einen Hot Dog anbeten

Bild: telegraph.co.uk ©GREGGS
Erhebliche Proteste gab es, nachdem die Bäckereikette Greggs einen Adventskalender herausbrachte, der die Hl. Drei Könige zeigt, wie sie eine Bratwurst in der Krippe anbeten – Greggs hat sich nach Boykottaufruf entschuldigt

kath.net

Nach erheblichen Protesten hat sich die britische Bäckereikette Greggs für ihren Adventskalender entschuldigt. Die Darstellung unter dem Türchen des 24. Dezembers zeigte die Heiligen Drei Könige, wie sie kniend eine Bratwurst im Teigmantel anbeten, die in einer Krippe liegt (siehe Foto), auch bringen sie dieser Bratwurst Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. Christen quer durch die Konfessionen hatten sich über diese Darstellung öffentlich empört und dies auch in den Sozialen Netzwerken bekannt gemacht.

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Kinderfickersekte: Regierung soll weiter gegen Missbrauch kämpfen

Die deutschen Bischöfe richten einen Appell an die kommende Bundesregierung: Sie soll ihr Engagement gegen sexuellen Missbrauch fortsetzen. Aber auch die Bischöfe selbst wollen aufmerksam bleiben.

katholisch.de

Die deutschen Bischöfe appellieren an die kommende Bundesregierung, das Engagement gegen sexuelle Gewalt und Missbrauch fortzusetzen. Die Arbeit des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und der unabhängigen Aufarbeitungskommission sollten fortgesetzt werden, erklärte der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, am Donnerstag in Köln. Er äußerte sich nach einer Fachtagung der Bischofskonferenz zu Fragen sexuellen Missbrauchs.

„Es ist unverzichtbar, auf nationaler Ebene dauerhaft eine unabhängige Stelle im Kampf gegen sexuelle Gewalt zu haben“, so Ackermann. Sie könne dazu beitragen, die „öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema fortzuführen und die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Bemühen um Aufarbeitung und Prävention in die Pflicht zu nehmen.“ Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs ist seit Ende 2011 der Jurist Johannes-Wilhelm Rörig.

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Museum of the Bible eröffnet in Washington

„Die Welt des Jesus von Nazareth“ im Museum of the Bible in Washington DC. APA/AFP/Saul Loeb
An Freitag wird in Washington DC ein riesiges Bibelmuseum, das Museum of the Bible, eröffnet. Dahinter steht eine konservative christliche Familie, die damit ihren Einfluss auf die US-amerikanische religiöse Landschaft verstärkt.

religion.ORF.at

Das Museum hat drei Hauptausstellungsetagen, Lesungs- und Sitzungsräume, Restaurants und einen Dachgarten. Außerdem verfügt das Gebäude über einen Ballsaal und ein 472-sitzigen Vorführungsraum mit Projektionsflächen. Das Museum, das nur drei Häuserblocks vom Kapitol entfernt liegt, wurde hauptsächlich von den Eigentümern der Kunst- und Handarbeitskette Hobby Lobby finanziert. Es soll rund 500 Millionen Dollar gekostet haben, wie die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag berichtete.

Der Geschäftsführer von Hobby Lobby, Steve Green, bezeichnete das Museum als nicht konfessionsgebunden. Familie und Konzern vertreten christliche, sehr konservative Positionen: So halten ihre Geschäfte, in denen man unter anderem Dekorations- und Einrichtungsgegenstände bekommt, an Sonntagen geschlossen, was in den USA keine Selbstverständlichkeit ist, die Familie spendete religiösen Gruppierungen Millionen Dollar.

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Feminismus, Freiheit, Frömmigkeit

Ulrich L.Lehner: Die Katholische Aufklärung. Weltgeschichte einer Reformbewegung. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2017. 271 Seiten, 39,90 Euro. (Foto: Verlag)

Ulrich R. Lehner erzählt die Geschichte reformfreudiger Katholiken vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart – leider zu Lasten der säkularen Aufklärung.

Von Steffen Martus | Süddeutsche Zeitung

Die katholische Kirche erträgt viele Reformvorschläge. Verheiratete Priester? Scheidung und Wiederverheiratung? Engagement für die Armen statt für die Kurie? Aktive Teilnahme der Laien an der Eucharistie? Ökumene? Alles schon einmal dagewesen: Bereits in der Frühen Neuzeit wurden diese Themen diskutiert, im 18. Jahrhundert insbesondere von Vertretern der katholischen Aufklärung.

Ulrich L. Lehner, Professor für Religionsgeschichte in Milwaukee, hat dazu 2016 ein Standardwerk vorgelegt, das nun auf Deutsch erschienen ist. Ausgehend vom Tridentinischen Konzil im 16. Jahrhundert zieht er eine lange historische Linie, die ins Zweite Vatikanische Konzil mündet. Die Suchbewegung richtet sich auf einen Katholizismus, der die Moderne nicht als Feind des Glaubens, sondern als Chance für die Vertiefung von Frömmigkeit und Spiritualität auffasst. Vertreter dieser Richtung akzeptieren die Erkenntnisse der empirischen Wissenschaften, sie nehmen Sinnlichkeit ernst, bemühen sich um eine vernünftige Begründung dogmatischer Positionen und plädieren für Toleranz. Reformbereitschaft resultierte für die katholische Aufklärung aus der Einsicht in die Geschichtlichkeit der Kirche einschließlich der biblischen Offenbarung. Was geworden ist, kann sich auch zum Besseren verändern.

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US-Kongress billigt Verteidigungsbudget von fast 700 Mrd. Dollar

Symbolbild F-35 – REUTERS
Mit dem Budget soll unter anderem die Anschaffung von neuen F-35-Kampfjets, Schiffen und Panzern finanziert werden.

Die Presse.com

Der US-Kongress hat eine deutliche Anhebung des Verteidigungsbudgets auf 700 Milliarden Dollar (586 Milliarden Euro) genehmigt. Der Senat billigte am Donnerstag einstimmig und abschließend ein entsprechendes Gesetz, das am Dienstag das Repräsentantenhaus passiert hatte.

Das Gesetz muss nun noch von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden, dessen Forderungen nach einer deutlichen Aufstockung von den Kongressabgeordneten noch übertroffen wurden. Die Rüstungsausgaben liegen nunmehr um rund 15 Prozent höher als im Haushaltsjahr 2016 unter Präsident Barack Obama und um 26 Milliarden Dollar (fast vier Prozent) höher als von Trump gefordert.

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