Camel and Christ accept their Burdens Kneeling

Die äußere Haltung des Kniens unterstützt die innere Haltung der Demut gegenüber Gott, betont Bischof Robert Morlino.

kath.net

Robert Morlino, der Bischof der Diözese Madison (US-Bundesstaat Wisconsin), hat alle Angehörigen seines Bistums ersucht, die Kommunion kniend in den Mund zu empfangen. Damit soll die Ehrfurcht vor der realen Gegenwart Christi in der Eucharistie verstärkt zum Ausdruck gebracht werden, sagt Morlino bei der Chrisammesse am 11. April.

Die äußere Haltung des Kniens unterstütze die innere Haltung der Demut gegenüber Gott, ergänzt Brent King, Direktor der Öffentlichkeitsarbeit der Diözese Madison. Die Bitte seines Bischofs sei keine strikte Vorgabe. Niemandem würde die Kommunion verweigert, wenn er sie in die Hand empfangen wolle, fügt er hinzu.

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*Die Überschrift ist ein Zitat von Ambrose Bierce.

Stuttgart: Streit um Kehrgebühren – Evangelische Kirche will nicht bezahlen

Bild: tilly
Die Stadt Stuttgart will von der evangelischen Kirche mehr als 20 000 Euro fürs Kehren im Hospitalviertel. Die Kirchen hält das für überzogen und klagt gegen die Stadt vor dem Verwaltungsgericht.

Von George Stavrakis | Stuttgarter Zeitung.de

Am Mittwoch kommt es vor dem Verwaltungsgericht (VG) zum Schwur: Die evangelische Kirchengemeinde klagt gegen die Stadt. Denn die Verwaltung will von der Kirche für das Jahr 2014 genau 20 419,77 Euro Gehwegreinigungsgebühren. Die Reinigung, auch im Hospital- und Leonhardsviertel, diene dem Allgemeininteresse und könne nicht den Anliegern auferlegt werden, wendet die Kirche ein.

Ein wahrer Proteststurm war losgebrochen, nachdem die Stadt die Satzung für die Gehwegreinigung Ende 2013 geändert hatte. Das Hospital-, Gerber- und Leonhardsviertel wurden neu der Reinigungszone I zugeschlagen. In dieser Zone sollte die Kehrgebühr jährlich 68,95 Euro je laufenden Meter Gehweglänge betragen. Die Stadt begründete die Neufassung unter anderem mit der „zunehmenden Verschmutzung im Innenstadtbereich“.

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Ehemalige Geistliche beichten, warum sie vom Glauben abgefallen sind

Ecce Homo von Antonello da Messina | Wikipedia | gemeinfrei
Es ist nichts Neues, dass der Kirche die Mitglieder weglaufen. Auch wenn der Trend in den letzten Jahren etwas abgeflacht ist, ist die Zahl der Taufen und Trauungen weiterhin niedriger als die der Austritte. Was ist aber, wenn nicht die Schäfchen abhauen, sondern die Hirten?

Von Annie Armstrong | VICE.com

Wie ist ein Austritt, wenn der Glauben dein ganzes Dasein bestimmt hat? Wenn du Jahre dafür studierst und in Seminaren verbracht hast, dein ganzes Leben um den Glauben herum aufgebaut hast? Was machst du, wenn dir dämmert, dass die Verbindung zwischen dir und deiner höhere Macht verschwunden ist?

Für solche Fälle ist das Clergy Project da, eine Online-Plattform für ehemalige Geistliche, die an irgendeinem Punkt in ihrem Leben den Atheismus für sich entdeckt haben. Die 2011 in den USA gegründete Gruppierung möchte den verlorenen Hirten dabei helfen, die ethischen und philosophischen Problemr zu bewältigen, die mit einem Abfall vom Glauben einhergehen, und sie dabei unterstützen, ins weltliche Leben einzutauchen.

Wir haben mit einigen ehemaligen Geistlichen des Clergy Projects darüber gesprochen, wie und warum sie sich von ihrem jeweiligen Glauben losgesagt haben.

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AfD will Bischöfe nicht mehr aus Steuermitteln bezahlt sehen

Bild: tilly
Auf dem Kölner AfD-Parteitag wurde aber der Antrag, die Abschaffung der Kirchensteuerfinanzierung ins Wahlprogramm aufzunehmen, abgelehnt.

kath.net

In der AfD wurde die Diskussion darüber weitergeführt, inwieweit die Partei die Kirchensteuer weiter unterstützen will. Beim Parteitag am vergangenen Wochenende wurde der Antrag auf Kirchensteuerabschaffung allerdings abgelehnt. Gleichzeitig wurde aber die Forderung ins Wahlprogramm aufgenommen, Kirchenrepräsentanten (etwa Bischöfe) nicht mehr aus Steuermitteln zu bezahlen.

Begründet wurde der Vorschlag zur Abschaffung der Kirchensteuer mit der Behauptung, dass die Repräsentanten der christlichen Kirchen „durch ihre einseitigen, demokratiefeindlichen Stellungnahmen und Handlungen gegen die legitimen Positionen der AfD“ jegliches Anrecht auf Unterstützung durch ein demokratisch organisiertes Gemeinwesen verwirkt hätten. Das berichtete die „Katholische Nachrichtenagentur“ (KNA). Der Antrag zur Abschaffung der Kirchensteuer scheiterte allerdings am Votum der Delegierten.

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AfD übt scharfe Kirchenkritik

Die Kirchen Kölns hatten sich am Samstag unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ an den Protesten gegen den AfD-Parteitag beteiligt. Der Vorsitzende des AfD-Landesverbandes Niedersachsen, Armin-Paul Hampel: „In dem Verein sollte keiner von uns mehr Mitglied sein, das sollten wir durch unseren Austritt dokumentieren.“

evangelisch.de

Die rechtspopulistische Partei AfD hat mit scharfer Kirchenkritik auf den Protest von Kirchen gegen den Bundesparteitag am Wochenende in Köln reagiert. Der Vorsitzende des AfD-Landesverbandes Niedersachsen, Armin-Paul Hampel, rief zum Kirchenaustritt auf: „In dem Verein sollte keiner von uns mehr Mitglied sein, das sollten wir durch unseren Austritt dokumentieren.“ Zuvor hatte die AfD-Parteichefin Frauke Petry „hässliche, abwertende, und polarisierende Bemerkungen“ der Kirchen gegenüber der Partei kritisiert. Fakten seien dabei ausgeblendet worden. Die Kirchen Kölns hatten sich am Samstag unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ an den Protesten gegen den AfD-Parteitag beteiligt.

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Papst: Flüchtlingszentren gleichen Konzentrationslagern

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat die Aufnahmezentren für Migranten in Griechenland mit Konzentrationslagern verglichen.

Frankfurter Rundschau

Mit Blick auf die sogenannten Hotspots, etwa auf der Insel Lesbos, sagte er in Rom: „Viele Flüchtlingslager sind Konzentrationslager – wegen der Menge an Menschen darin.“ Seine Worte fielen bei einer Zeremonie zum Gedenken an moderne christliche Märtyrer. Der Papst stellte den Vergleich zur Nazi-Zeit an, als er von einem Flüchtling berichtete, den er 2016 auf Lesbos getroffen hatte. Dessen Ehefrau sei wegen ihres christlichen Glaubens vor den Augen ihres Manns getötet worden.

Papst: Kirche braucht auch heute Märtyrer – nur Mut liebe Katholiken

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Bei Gottesdienst im Gedenken an Blutzeugen des Glaubens sprach unter anderen Roselyn Hamel, Schwester des 2016 von Islamisten ermordeten französischen Priesters Jacques Hamel

kath.net

Das Christentum braucht nach Worten von Papst Franziskus auch heute Märtyrer. Nötig seien Heilige im Alltag, „aber auch jene, die den Mut haben, die Gnade anzunehmen, Zeuge bis zum Ende, bis zum Tod zu sein“, sagte er am Samstag in Rom. Das lebendige Erbe der Märtyrer gebe den Christen der Gegenwart Frieden und Einheit. Ihr Vorbild lehre, dass man mit der Kraft der Liebe gegen Gewalt und Krieg kämpfen könne, so Franziskus.

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Laizismus: Der Islam gehört zu Frankreich

In ganz Frankreich gibt es nur einen einzigen staatlichen muslimischen Friedhof. Wieso nur? Und was hat das mit der Präsidentenwahl zu tun?

Von Fabian Federl | ZEIT ONLINE

Vor dem Sitz des Erzbistums Straßburg sitzen Touristen und Einheimische im einzig offenen Café, es ist Karfreitag. Im Hintergrund läuft ein Radio, eine Talkshow, die von der Moderatorin unterbrochen wird: „Es folgen die offiziellen Wahlkampfspots der Kandidaten.“ Sie sprechen von Wirtschaft, Arbeit, Europa. Und zwischendrin immer wieder dieses Wort: Laïcité.

Marine Le Pen spricht, rau und laut, von der „Rückkehr zur Laïcité„. Benoît Hamon sagt, er kämpfe „für das Gesetz von 1905, das ganze Gesetz von 1905 und nichts als das Gesetz von 1905“. Emmanuel Macron verteidigt „strikt das Prinzip der Laïcité„, François Fillon ist zwar bekennender Katholik, aber trotzdem „flammender Verteidiger der Laïcité„, und Jean-Luc Mélenchon sieht die Laïcité „von den Staatsoberen mit Füßen getreten.“

Laïcité, der Laizismus, das ist mehr als die Trennung von Kirche und Staat. Es ist auch die Trennung von Religion und Öffentlichkeit, der Schutz aller Religionen vor dem Staat und des Staates vor allen Religionen. Sie gehört zum französischen Selbstverständnis wie Liberté, Égalité und Fraternité, für 84 Prozent der Franzosen ist Laïcité ein grundlegender Wert der Republik, für 46 Prozent sogar der grundlegende. Und 81 Prozent der Franzosen sagen: Die Laïcité ist in Gefahr, und zwar wie nie zuvor.

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Gott und das Gesetz: Ex-Verfassungsrichter Landau: Wie weit darf christlicher Einfluss gehen?

Herbert Landau, ehemaliger Richter am Bundesverfassunggericht und Leiter der Untersuchungskommission „Al Bakr“, im Gespräch mit Pfarrer Moritz Mittag (rechts) und Moderator Philipp Heinz (links). Bild: Hans Nietner
Umgangssprachlich redet man eher gering schätzend über „Gott und die Welt“: Der Phrase wird sich in der Regel bedient, wenn über dies und das gesprochen wird, es aber im Grunde kein bestimmtes Thema gibt. Ganz anders verhält es sich bei der langjährigen Vortragsreihe „Über Gott und die Welt“ der evangelischen Emmausgemeinde, die regelmäßig relevante Themen behandelt und dafür kompetente Referenten gewinnen kann.

kreisblatt.de

Jetzt konnten die knapp 80 Gäste des Gemeindezentrum Emmaus Einblicke in das Thema „Gottesbezug in der Verfassung und säkularer Staat“ gewinnen. Eine Thematik mit aktuellem Bezug, steht doch eine Überarbeitung der Hessischen Verfassung momentan zur Debatte. Für das nötige „Know how“ sorgte Redner Herbert Landau.

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Warum Exorzisten Dämonen nach ihren Namen fragen

Nur wenige Menschen, die ihn um Hilfe bitten, sind von einem Dämon besessen. Die Gefahr ist aber nicht zu unterschätzen. Jeder Kontakt mit Magie, Okkultismus und ähnlichem bringe den Menschen näher zum Bösen, sagt der Exorzist César Truqui.

kath.net

Wer den Namen kennt, hat Macht über eine Sache. Deshalb sieht das Exorzismusritual vor, dass der Priester den Namen des Dämons erfragt, den er austreiben will. Sagt der Dämon seinen Namen, ist das ein Zeichen dafür, dass er bereits geschwächt ist, sagt César Truqui, Exorzist des Bistums Chur (Schweiz), in einem Interview mit dem Portal Aleteia.

Es gebe vier Kennzeichen für Besessenheit: Aversion gegen sakrale Gegenstände, das Sprechen in unbekannten oder toten Sprachen, außergewöhnliche Körperkraft und Wissen um verborgene Dinge, sagt Truqui.

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Kirchentag verteidigt Wahlkampfhilfe für Merkel mit Obama

Der evangelische Kirchentag verteidigt den geplanten Auftritt des früheren US-Präsidenten Barack Obama mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin gegen die Kritik, damit Wahlkampfhilfe für die CDU-Vorsitzende zu leisten.

evangelisch.de

Es geht nicht um parteipolitische Etikettierungen“, sagte Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au dem Evangelischen Pressedienst (epd). Beabsichtigt sei eine Debatte „mit meinungsbildenden Persönlichkeiten“ über die Verantwortung von Christen für die Welt.

Bei der Veranstaltung am Himmelfahrtstag würden Obama und Merkel auch kritische Fragen gestellt, sagte Aus der Au, die das Gespräch vor dem Brandenburger Tor gemeinsam mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, moderiert. „Wir engagieren uns, und wir wollen zum Besseren verändern“, sagte die Schweizer Theologin. Das gründe in christlicher Glaubensüberzeugung und sei kein Wahlkampf.

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Papst spricht im Oktober Opfer protestantischer Verfolgung heilig

Ob ein Zusammenhang zwischen der Heiligsprechung und dem ökumenischen Reformationsgedenken steht, das in diesem Jahr begangen wird, blieb offen.

kath.net

Papst Franziskus spricht dreißig Katholiken heilig, die im 17. Jahrhundert von Protestanten ermordet wurden. Das gab er bei dem am Donnerstag im Vatikan abgehaltenen Konsistorium der Kardinäle bekannt. Am 15. Oktober kanonisiert das Kirchenoberhaupt demnach in Rom eine Gruppe von 30 Märtyrern um den Jesuiten Andre de Soveral (1572-1645), die 1645 in Brasilien während eines Gottesdienstes von calvinistischen Söldnern der niederländischen Kolonialherren getötet wurden. Heiliggesprochen werden neben dem Brasilianer de Soveral auch der in Portugal geborene Priester Ambrosio Francisco Ferro sowie 28 Laien.

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Anti-AfD-Protest: Meuthen legt sich mit der Kirche an

Bild: Merkur.de
Schon einen Tag vor dem AfD-Bundesparteitag in Köln wird gegen die Rechtspopulisten demonstriert. Auch die Kirchen wollen am Wochenende dabei sein. Eine politische Einmischung, findet der Parteivorsitzende.

Merkur.de

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat den Kirchen vorgeworfen, sich auf unlautere Weise in die Politik einzumischen. Meuthen kritisierte am Freitag auf seiner Facebook-Seite „den politischen Kampf von sich moralisch überlegen fühlenden Kirchenfürsten, denen augenscheinlich die in Deutschland übliche Trennung von Staat und Kirche nicht mehr ganz geläufig ist“.

Er selbst sei zwar gläubiger Christ, denke jedoch „in Anbetracht dieses vollkommen fehlgeleiteten klerikalen Klamauks“ erstmals darüber nach, aus der Kirche auszutreten. Seinen Post versah Meuthen mit einem Spruchbild, auf dem „Bei den Kirchen ist ein Schräubchen locker – Beten gegen die AfD: Oh Herr, gib Hirn!“ zu lesen war.

Damit bezog sich Meuthen auf das bereits am Freitagabend in einer Kirche in der Nähe des AfD-Tagungshotels geplante „Politische Nachtgebet“. Meuthen sprach in dem Zusammenhang von „Geiselhaft, in welche gläubige Christen genommen werden, die jetzt am Sonntag in eine Kölner Kirche gehen“.

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Haken mit Kreuz

Bild: Leipziger Blatt
Für billigen Protest gegen die AfD sind die Kirchen leicht zu haben. Über den militanten Islam wollen sie lieber nicht sprechen – obwohl das nötig wäre.

Von Reinhard Müller | Frankfurter Allgemeine

Dieses Mal wollen die Kirchen alles richtig machen, also: sich einmischen, Widerstand leisten. Unter dem Banner „Unser Kreuz hat keine Haken“ wollen katholische und evangelische Funktionäre durch Köln marschieren. Nicht, um gegen einen Parteitag von Nationalsozialisten zu demonstrieren, sondern einen der AfD. Oder ist das aus Sicht der wohlmeinenden Christen schon dasselbe?

Ja, zu Hass und Gewalt sollte auch der Kirche etwas einfallen. Und es gibt unsägliche Äußerungen von Funktionären der AfD. Die Kirchen sind aber weder der Verfassungsschutz, der auch AfD-Politiker im Visier hat, noch politische Parteien noch öffentliche Hygieneanstalten.

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Kölner Superintendent verurteilt Missbrauch christlicher Symbole

Das Kreuz mit den Religionen
Vor dem AfD-Bundesparteitag in Köln hat der evangelische Stadtsuperintendent Rolf Domning den Missbrauch christlicher Symbolik durch Rechtspopulisten kritisiert.

evangelisch.de

Rechtspopulisten instrumentalisierten christliche Symbole und das Reden vom christlichen Abendland, um Flüchtlinge auszugrenzen und gegen den Islam zu polemisieren, sagte Domning dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Das empört uns sehr, auch weil hier in Köln viele Gemeindemitglieder in der Flüchtlingsarbeit engagiert sind.“

Die Kirchen in Köln beteiligen sich am Samstag an der Kundgebung des Bündnisses „Köln stellt sich quer“ gegen den AfD-Parteitag, der am Samstag und Sonntag in Köln stattfindet. Unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ ruft die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Köln, zu der neben dem evangelischen Kirchenverband auch die katholische Kirche und freie evangelische Gemeinden gehören, zum friedlichen Protest auf. Die Kölner Polizei erwartet zu den Protestaktionen mehrerer Gruppen gegen den AfD-Parteitag insgesamt rund 50.000 Demonstranten.

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Pakistanischer Mufti: Hinrichtung Asia Bibis würde Lage beruhigen

Bild. mangobaaz.com
Pakistanische Bischofskonferenz widerspricht: Aufgabe der Moscheen wäre, provokativen Ankündigungen Einhalt gebieten

kath.net

Pakistanische Imame fordern nach einem Bericht des römischen Missionspressedienstes „AsiaNews“ (18. April) jetzt eine sofortige „exemplarische“ Hinrichtung der seit sieben Jahren in einer Todeszelle wegen angeblicher „Blasphemie“ inhaftierten Christin Asia Bibi. Dies würde die justizkritischen Stimmen im Land „beruhigen“, so die Argumentation. Denn nach Meinung mehrerer landesweit bekannter islamischer Prediger sei der in der Vorwoche wegen „Blasphemie“ gelynchte 23-jährige Student Mashal Khan aufgrund eines seit langem aufgestauten „Volkszorns“ getötet worden. Die Menschen seien erzürnt, weil Hinrichtungen nach dem 1986 eingeführten Blasphemie-Paragraphen nicht vollzogen würden, so die Imame.

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Zwangsmissionierung: Berlin bekommt Titel „Reformationsstadt“ verliehen

Berlin wird „Reformationsstadt Europas“. Bei einem Festakt am Donnerstag nächster Woche verleiht der Schweizer Kirchenpräsident und Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), Gottfried Locher, der Stadt den Titel, wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mitteilte.

evangelisch.de

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) werde die Auszeichnung im Museum Nikolaikirche entgegennehmen. Bischof Markus Dröge werde ein Grußwort sprechen.

Die Verleihung des Ehrentitels gehört zum Programm des Europäischen Stationenwegs, auf dessen Spuren ein Multimedia-Truck mit Geschichten der Reformation aus 67 Städten in 19 Ländern seit November 2016 durch Europa fährt. Ab 26. 2017 April stoppt der Truck in Berlin.

Warum Nationalismus Sünde ist

Heinrich Bedford-Strohm (2011) Bild: wikimedia.org/ CC-BY-SA 3.0/ Michael Lucan

Ein Gespenst geht um in Europa – mit ­diesen Worten begann das 1848 veröffent­lichte Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels. Mit dem Gespenst war der Kommunismus gemeint. 169 Jahre und zahlreiche kommunistische Unrechtsregime später ist von dem „Gespenst“ nicht viel mehr übriggeblieben als zerstobene Visionen.

EKD

Das Gespenst, das heute in Europa umgeht, ist der Rechtspopulismus. Jedenfalls beschäftigt er Medien und Politik in Europa in einem Maße wie kaum ein anderes Phänomen in Politik und Gesellschaft. Insbesondere im Hinblick auf die Themen Flüchtlingspolitik und Islam ­haben sich unter diesem Stichwort Parteien gesammelt, die den bisherigen Konsens über die grundlegenden Werte, die Europa ausmachen, lautstark infrage stellen.
Superwahljahr 2017. Am 23. April ist Präsidentschaftswahl in Frankreich, im Juni Parlamentswahl. In Deutschland gibt es in diesem Jahr drei Landtagswahlen und dann im September die Wahl zum Deutschen Bundestag. Bul­garien, Türkei, Serbien, Tschechien: Überall werden Wahlurnen aufgestellt.

Ein gefährlicher Ton schleicht sich in die Wahlkämpfe ein

In Koblenz haben sich kürzlich führende Vertreter des Rechtspopulismus getroffen. Nach der britischen Brexit-­Entscheidung und der Wahl von Donald Trump zum ­amerikanischen Präsidenten – so hieß es da – wolle man 2017 zum „Jahr des Erwachens der Völker von Zentral­europa“ machen.

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Die Inflation des Heiligen

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Nun ist es offiziell: Papst Franziskus wird anlässlich seiner Fatima-Reise die beiden Seherkinder Jacinta und Francisco heiligsprechen. Daneben will er 35 weitere Menschen ins Heiligenbuch einschreiben. Katholisch.de stellt die neuen Heiligen vor.

katholisch.de

Papst Franziskus hat bereits mehr Menschen heiliggesprochen als jeder einzelne seiner Vorgänger. Und nun will er 37 neue Glaubenszeugen ins Heiligenbuch der Kirche eintragen. Am Donnerstag hatte er sich dazu im Konsistorium mit seinen Kardinälen beraten und ihre Zustimmung eingeholt. Zugleich wurden auch die beiden Termine für die Kanonisierungsfeiern bekannt gegeben. Das sind die neuen Heiligen.

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Mormonen: 2 Männer, 31 Ehefrauen, 146 Kinder

Winston Blackmore steht seit dem 18. April 2017 in Cranbrook in der kanadischen Provinz British Columbia vor Gericht. Bild: Twitter
In Kanada ist Polygamie verboten. Zwei Mitglieder einer Mormonensekte meinten, dem Gesetz entkommen zu können. Jetzt stehen sie vor Gericht.

20min.ch

Am Dienstag hat in Cranbrook in der kanadischen Provinz British Columbia der Prozess gegen Winston Blackmore und James Marion Oler begonnen. Die beiden Männer sind wegen Polygamie angeklagt. Blackmore hat 27 Ehefrauen, Oler 4 – beide zusammen haben 146 Kinder gezeugt.

Die Angeklagten sind selbsternannte Bischöfe einer radikalen Mormonensekte in der Ortschaft Bountiful, 700 Kilometer östlich von Vancouver. Sie folgen der Lehre von Joseph Smith, dem Gründer der Fundamentalist Church of Jesus Christ of Latterday Saints (kurz FLDS), die an der Vielehe festhält. Nur: In Kanada ist Polygamie seit über 127 Jahren verboten.

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