Katholische Kirche untersucht Betrugsverdacht in Kinderheim

Freiburger Erzapostel Stephan Burger. Bild: Archiv/dpa
Krisenmanagement in der Erzdiözese Freiburg: Es geht um einen Betrugsverdacht in einem kirchlichen Kinderheim in Sigmaringen. Parallel läuft die Aufarbeitung einer millionenschweren Finanzaffäre.

Eßlinger Zeitung

Nach dem Betrugsverdacht in einem katholischen Kinderheim in Sigmaringen hat die Kirche Aufklärung angekündigt. Der Fall werde umfassend untersucht, sagte ein Sprecher der Erzdiözese Freiburg am Montag. Dies stehe jedoch erst am Anfang. Um welche Betrugssummen es sich handele, könne noch nicht beziffert werden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hechingen sagte, die Behörde sei von der Kirche informiert worden und prüfe den Fall. Einzelheiten seien noch nicht bekannt. Der Vize-Direktor des erzbischöflichen Kinderheims steht den Angaben zufolge im Verdacht, die Einrichtung betrogen zu haben. Laut Erzbistum Freiburg geht es dabei um Personal- und Finanzthemen. Zuvor hatte die „Schwäbische Zeitung“ berichtet.

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Wegen Grippewelle: Kein Weihwasser, keinen Friedensgruß – ein verdammter Mangel an Gottvertrauen

Wegen der starken Grippewelle in Bayern hat der Pfarrer der Herz-Jesu-Kirche in Weiden (Bistum Regensburg) am vergangenen Wochenende auf das Weihwasser und den Friedensgruß verzichtet.

kath.net

Wegen der starken Grippewelle in Bayern hat Stadtpfarrer Gerhard Pausch in Weiden/Bistum Regensburg am vergangenen Wochenende auf das Weihwasser und den Friedensgruß verzichtet. Das Weihwasserbecken der Herz-Jesu-Kirche blieb leer. Das berichtete der „Merkur“ anhand einer Darstellung der Regionalzeitung „Der neue Tag“.

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Islam im Dritten Reich: Für Führer und Prophet

Muslimische Waffen-SS-Mitglieder lesen ein Heft mit dem Titel: ‚Islam und Judentum‘. (HO / AFP)
Hitler konnte das Christentum nicht ausstehen. Dem Islam konnte er etwas abgewinnen. Das NS-Regime ließ Hunderttausende muslimische Rekruten für Deutschland kämpfen. Dahinter stand „militärisches Kalkül“, sagte der Historiker David Motadel im Dlf. Ideologische Motive waren sekundär.

David Motadel im Gespräch mit Andreas Main | Deutschlandfunk

Andreas Main: Es geht hier und jetzt um eine merkwürdige Allianz: um die Allianz der Nazis mit den Muslimen. Die hat ein junger Historiker erforscht. Er heißt David Motadel. Er ist 1981 in Detmold geboren – als Sohn iranisch-deutscher Eltern mit Wurzeln in viele Religionsgemeinschaften. Er lehrt heute in England als Professor für Internationale Geschichte an der London School of Economics. Sein Buch über die Allianz der Nazis mit den Muslimen ist zuerst in den USA und England erschienen. Jetzt drei Jahre später auch auf Deutsch. Es hat den Titel „Für Prophet und Führer. Die Islamische Welt und das Dritte Reich“.

Ian Kershaw, einer der wichtigsten Forscher zum Nationalsozialismus, hat es als „herausragend“ bezeichnet, womit der Verlag auch – berechtigterweise – Werbung macht. Auch die Kritik in Deutschland ist ausgesprochen positiv ausgefallen. Ich kann nur ergänzen: Das ist ein Buch, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Hochgradig spannend – gerade, weil es so nüchtern und sachlich ist. Ich bin nun verbunden mit David Motadel. Willkommen und hallo, David Motadel.

David Motadel: Hallo Herr Main.

Main: Herr Motadel, lassen Sie uns mit der Tür ins Haus fallen. Heutige Neonazis hassen alle gleichermaßen: Juden, Gelbe, Braune, Schwarze, auch Muslime. Damit stehen sie im Gegensatz zum Original. Führende Nazis des sogenannten Dritten Reiches bewunderten Muslime offenbar. Verkehrte Welt?

Motadel: Ja, einige führende Nazis, also allen voran Hitler und Himmler, waren vom Islam tatsächlich fasziniert. Und sie haben auch wiederholt ihre Sympathie für den Islam bekundet. Das heißt zum Beispiel: Wann immer Hitler während der Kriegsjahre die katholische Kirche kritisierte, verglich er sie gleichzeitig mit dem Islam als gewissermaßen positives Gegenbeispiel.

Das heißt, während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, lobte er den Islam oft als starke, aggressive Kriegerreligion. Also, da gab es eine gewisse Faszination für den Islam.

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149 Kältetote in diesem Winter in der Bastion des Christentums Ungarn

In diesem Winter sind in Ungarn bis Mitte Februar 149 Menschen erfroren. Das berichtete das Internet-Portal „24.hu“ unter Berufung auf das Ungarische Sozialforum, ein Netzwerk unabhängiger Hilfsorganisationen.

Frankfurter Rundschau

Bei 47 Prozent der Opfer handele es sich um Menschen, die in Armut lebten und in ihren ungeheizten Wohnungen erfroren seien, heißt es in dem Bericht. Die anderen starben an Erfrierungen, die sie im Freien erlitten hatten.

Stiftung gegen ZDF-Werbung für Potsdamer Garnisonkirche

NS-Propagandakarte, Kunstverlag Wentz & Co. 1933

Die Garnisonkirchen-kritische Martin-Niemöller-Stiftung nimmt Anstoß an einem ZDF-Werbespot für den Wiederaufbau des Potsdamer Gotteshauses.

evangelisch.de

Der Stiftungsvorsitzende Michael Karg forderte am Montag in Wiesbaden eine sofortige Einstellung der kostenlosen Werbung und kündigte eine Beschwerde beim Fernsehrat an. Der Film war am Sonntag unmittelbar vor den 19-Uhr-Nachrichten erstmals ausgestrahlt worden.

Karg monierte, das ZDF gebe mit dem Spot seine „bisherige ausgewogene Berichterstattung auf“ und werde „werbend tätig“. Es handele sich dabei um „eine einseitige Parteinahme für ein auch international umstrittenes erinnerungspolitisches Projekt“. Die Martin-Niemöller-Stiftung, die dem Wiederaufbau kritisch gegenübersteht, will nun wissen, ob der ZDF-Fernsehrat über diesen Vorgang informiert war.

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Vatikan-Richter wegen Kinderpornografie verurteilt

Er war Richter an einem der höchsten Gerichte der katholischen Kirche. Jetzt wurde Pietro A. selbst verurteilt – wegen Belästigung und Besitzes von Kinderpornografie. Ins Gefängnis muss er aber nicht.

katholisch.de

Wegen der Belästigung eines 18-Jährigen und des Besitzes kinderpornografischer Bilder ist ein Richter eines hohen vatikanischen Gerichts zu 14 Monaten Haft verurteilt worden. Wie italienische Medien am Montag berichteten, wurde die Strafe eines italienischen Gerichts zur Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte, Pietro A., ist Priester aus Süditalien und Richter am Appellationsgericht der Römischen Rota.

Den Berichten zufolge hatte Amenta Anfang März 2017 in Rom einen 18-jährigen Rumänen verfolgt und belästigt, der sich daraufhin an eine Polizeistreife wandte. Bei den weiteren Ermittlungen fanden Beamte auf Amentas Computer 80 pornografische Bilder von Minderjährigen. Die römische Rota (Rota Romana) ist eines der drei höchsten kirchlichen Gerichte und als letzte Instanz vor allem für die meisten Fälle von Eheannullierungen zuständig.

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„Vergewaltigung der Zehn Gebote“ – ein Geschäft in Tschechien

Bild: Ekem/public domain
Eines der katholischsten Länder Europas (Polen) Europas grenzt an eines der religionsfreiesten (Tschechien) – mit Folgen

Von Jens Mattern | TELEPOLIS

Die Folge: Eingriffe, die den polnischen weiblichen Unterleib betreffen und dem Klerus sowie einer traditionellen Gesellschaft nicht gefallen, finden im säkulären Nachbarland statt. Lange war Tschechien ein wichtiges Reiseziel vor allem für Polinnen mit ungewollter Schwangerschaft, mittlerweile hat man sich dort auch auf die nördlichen Nachbarn mit dem unerfüllten Kinderwunsch eingestellt. In den Kliniken wird Polnisch gesprochen, aber auch andere Sprachen: Das traditionell kirchenskeptische Land ist eine Art Anlaufstelle für die Befruchtung im Reagenzglas für viele Ausländer geworden. Die in den 1970er Jahren entwickelte Methode wird an der Moldau als Errungenschaft der Technik gepriesen, die In-Vitro-Kinder und ihre Eltern feiern sich selbst in Massenevents. Schon 60 Prozent der Frauen über 35 Jahren in Tschechien nutzen diese Methode der künstlichen Befruchtung.

Die tschechischen Kliniken wiederum halten jedoch bewusst keinen Kontakt zu polnischen Krankenhäusern, um ihre Patienten vor einem möglichen schlechten Ruf zu schützen. Vom rechtskatholischen Milieu werden solche Kinder teils als „Monster“ geschmäht. In Polen kostet zudem ein Versuch der Befruchtung im Reagenzglas mit rund 8000 bis 12.000 Zloty (2000 bis 3000 Euro) zu Buche, dies ist im Schnitt in Tschechien etwas billiger.

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Apostel Burger und Fürst widersprechen Marx: Keine Segnung für Homopaare!

SWR: Die Bischöfe der beiden katholischen Bistümer Baden-Württembergs widersprechen Überlegungen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, Homopaare im Einzelfall kirchlich zu segnen.

kath.net

Die Bischöfe der beiden katholischen Bistümer Baden-Württembergs widersprechen Überlegungen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, Homopaare im Einzelfall kirchlich zu segnen. Nach Angaben des SWR erläuterte Bischof Gebhard Fürst/Rottenburg-Stuttgart, dass die Spendung des Ehesakramentes der Ehe vorbehalten bleibe, er verwies auf die natürliche Offenheit für Kinder. Ein Sprecher des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger erläuterte ebenfalls gegenüber dem SWR, dass die katholische Kirche eine Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ablehne, deshalb könne sie hier auch keinen Segen geben.

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Mit kreationistischen «Fakten» wider das «Spinner-Image»

In seinem «Faktencheck» versucht Hans Peter Homberger aufzuzeigen, dass man die Schöpfungstheorie nicht per se ausschliessen sollte. Bild: Madleine Schoder
Peter Homberger ist als promovierter Mikrobiologe und gläubiger Christ davon überzeugt, dass Gott die Welt erschaffen hat. In seinem Buch schreibt er gegen das Spinner-Image der Schöpfungs-Theoretiker an.

Der Landbote.ch

Nur zwei von drei Winterthurer Gemeinderäten glauben an die Evolutionstheorie, fast jeder fünfte ist sich nicht sicher und jeder zehnte lehnt sie gar ab. Das hat eine publizierte Umfrage des «Landboten» kürzlich ergeben. Evolution oder nicht? So einfach sei es eben nicht, begründeten einige ihre Antwort, Gläubige und Nicht-Gläubige. «Ich halte die biologische Evolution für nachvollziehbar. Aber erklärt das, wie das Leben entstanden ist?», fragte etwa eine Politikerin rhetorisch zurück.

Tatsächlich ist der Ursprung des Lebens wissenschaftlich ein nach wie vor ein ungelöstes Rätsel. Den sogenannten Missing Link zwischen Chemie und Biologie hat die Wissenschaft noch nicht gefunden, die Urknall – und Ursuppen-Theorien bleiben lückenhaft. Deswegen an die biblische Schöpfungsgeschichte zu glauben, die Entstehung der Erde in sieben Tagen, ist aber selbst für viele Gläubige keine Option mehr, für die meisten Wissenschaftler erst recht nicht.

Der gebürtige Winterthurer Hans Peter Homberger (63) hat am Institut für Zellbiologe an der ETH Zürich promoviert. Sein Fachgebiet war die Mikrobiologie: Die Organisation von Chromatin in Chromosomen bei der Zellteilung. Doch Homberger glaubt fest daran, dass Gott die Welt erschaffen hat. «Warum doch?» würde er fragen. Er, der Baptist ist und regelmässig zum Gottesdienst geht, sieht darin keinen Widerspruch. Die teilweise Arroganz von Wissenschaftlern und der Hass, mit dem Gläubige in Online-Foren als «weltfremde Spinner» abgekanzelt würde, habe ihn letztes Jahr dazu bewogen, ein Buch zu schreiben, kompakt auf 110 Seiten: «Schöpfung oder Evolution – ein Faktencheck».

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Katholische Kirche „Wir müssen Stellung gegen alle ausländerfeindlichen Positionen beziehen“

Gläubige sitzen im Dom St. Petri im sächsischen Bautzen während eines Ökumenischen Festgottesdiensts auf ihren Plätzen. (Foto: dpa)
Das fordert Christian Weisner von der Reformbewegung „Wir sind Kirche“. Auch bei anderen Themen sollten sich die konservativen deutschen Bischöfe am liberalen Papst orientieren.

Interview von Lars Langenau | Süddeutsche Zeitung

SZ: Herr Weisner, an diesem Montag beginnt die Frühjahrskonferenz der deutschen Bischöfe in Ingolstadt. Was erwartet ihre Bewegung​Wir sind Kirche“ von dieser Zusammenkunft?

Christian Weisner: Natürlich ist es notwendig, dass sich die Bischöfe regelmäßig treffen, aber es reicht nicht aus, dass dies immer nur hinter verschlossenen Türen wie beim Konklave zur Papstwahl geschieht. Das Kirchenvolk, dessen Hirten die Bischöfe sein wollen, ist in keiner Weise beteiligt, nicht einmal das Zentralkomitee der deutschen Katholiken als offizielle Vertretung aller Katholikinnen und Katholiken. Wir kritisieren das seit Jahren. Das Ergebnis dieser Verschlossenheit ist dann, dass die Bischöfe nicht zu Lösungen für viele aktuelle Probleme kommen.

Sprechen Sie die Finanzprobleme des Bistums Eichstätt an, über die die SZ kürzlich berichtete?

Natürlich, aber das ja nicht der einzige Fall. Die Finanzkontrolle hat ja kürzlich auch bei den Hamburger Schulen oder bei den Sozialabgaben in Freiburg nicht funktioniert. Völlig versagt hatte sie beim Bischofshaus des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst in Limburg. Die Kirche sollte ein Vorbild in ethischer Geldanlage sein und nicht nur auf hohe Rendite schielen. Außerdem braucht es effektive Kontrollen und auch Mitentscheidung. Denn das sind ja nicht Privatgelder des Bischofs, es handelt sich um das Vermögen von uns allen. Dieses Umdenken und vor allem die Umsetzung sehe ich in meiner Kirche noch lange nicht gewährleistet.

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Ist Religiosität für den Kindergartenplatz vortäuschen klug?

Die Religiosität eines Kindes ist kein entscheidender Faktor, wenn es um den Platz in einer konfessionellen Kita geht. Foto: Monika Skolimowska
Gerade in Ballungszentren sind Kitaplätze oft stark umkämpft. Viele Eltern versuchen dann auch, ihr Kind in einer kirchlichen Kita unterzubringen. Doch sollten sie dafür Religiosität vortäuschen?

Frankfurter Rundschau

Manche Frage traut man kaum zu stellen – nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Das Thema ist unangenehm, der Einblick in die persönlichen Lebensumstände könnte peinlich und tief werden, vielleicht drohen sogar rechtliche Konsequenzen.

Doch wie gut, dass einen Freund gerade ganz genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also doch mal für ihn… Die Frage heute: Mein Freund ist nicht religiös, würde sich aber gerne dafür ausgeben, um sich einen Kita-Platz zu sichern – heiligt der gute Zweck die Mittel?

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Ewiggestrige Christdemokraten: § 219a StGB muss bleiben

CDL fordert: Wir brauchen nicht mehr Werbung für Abtreibung, sondern mehr politischen Einsatz für das Lebensrecht – „Wer wie Stapf verkündet, mehr als 100.000 Abtreibungen durchgeführt zu haben, ist ein brutaler Tötungsspezialist“

kath.net

Zu der nächsten Woche beginnenden Parlamentsdebatte über die Streichung des § 219a StGB nimmt die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben, Mechthild Löhr, Stellung:

Der politische Aktionismus, der in dieser Berliner „Interregnumszeit“ insbesondere von den Parteien der Grünen, Linken, SPD und der FDP unter Beweis gestellt wird, zielt erstaunlicherweise schwerpunktmäßig auf ein Thema: „Kein Werbeverbot für Abtreibungen“ und „Weg mit dem § 219a StGB“.

Was hierzu derzeitig bundesweit medial und politisch inszeniert und veranstaltet wird, ist in seiner Verve nahezu beispiellos und wäre für viele andere wichtige Fragen der Familienförderung mehr als wünschenswert. In den nächsten Wochen hagelt es Aktionen vor und im Parlament, die sich mit der für unser Land wenig hilfreichen Frage befassen, wie der Gesetzgebern „endlich“ Abtreibungsärzten in Deutschland öffentliche Werbung für ihr Abtreibungsangebot ermöglichen oder erleichtern kann.

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Religiotie: Orbán warnt vor Islamisierung – „Christentum ist Europas letzte Hoffnung“

Ungarns Regierungschef Viktor Orban. – (c) APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK (ATTILA KISBENEDEK)
Berlin, Brüssel und Paris beabsichtigten, Ungarn zum „Einwanderungsland“ zu machen, polterte Ungarns Premier zum Wahlkampfauftakt. Die Fidesz-Partei hat gute Chancen, am 8. April die Verfassungsmehrheit zu holen.

Die Presse.com

Victor Orbán rüstet sich für den Wahlkampf: Am 8. April finden in Ungarn Parlamentswahlen statt. In seiner Rede zur Nation wählte Ungarns Premier einmal mehr scharfe Worte gegen Zuwanderer.

„Das Christentum ist Europas letzte Hoffnung“, sagte Orbán, dessen Fidesz-Partei gute Aussichten auf eine dritte Amtszeit hat. Mit der Massen-Eineinwanderung, hauptsächlich aus Afrika, „könnten unsere schlimmsten Albträume wahr werden. Der Westen wird fallen, während Europa nicht einmal bemerkt, dass es überrannt wird“, sagte er in seiner Ansprache vor treuen Parteigängern.

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Berlinale: Kirchen mit Fokus auf Digitalisierung

Im Rahmen der Berlinale haben Kirchenvertreter die Folgen der Digitalisierung für die Filmbranche in den Fokus gerückt. „Das Kino hat im Zuge der Digitalisierung seine Möglichkeiten, die Bilder zu perfektionieren und für den Zuschauer ein immersives Erlebnis zu schaffen, beträchtlich erweitert“, sagte der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, am Sonntag beim traditionellen Ökumenischen Empfang auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin.

evangelisch.de

Das Gemeinschaftserlebnis sei im magischen Dunkel des Kinosaals durch nichts zu ersetzen, sagte Fürst. Zudem gebe es in der „Bildindustrie“ die Tendenz zu immer perfekter gestalteten Bildern. Durch die digitale Bearbeitung entferne sich das Bild immer mehr von der Realität. „Die Bilder triumphieren über die Realität“, erklärte der Bischof.

Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, würdigte zudem den Film- und Theaterregisseur Andres Veiel als einen der profiliertesten deutschen Vertreter einer politisch engagierten Kunst.

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Überlebende attackieren die amerikanische Waffenlobby und den Präsidenten

Emma Gonzales sprach in ihrer bewegenden Rede den amerikanischen Präsidenten direkt an.Foto: Rhona Wise/AFP
Zu jung fürs Bier, aber nicht fürs Gewehr: Nach dem Massaker von Parkland fordern US-Schüler strengere Waffengesetze.

Von Thomas Seibert | DER TAGESSPIEGEL

Sie haben Mitschüler sterben sehen, sie haben Todesangst durchgemacht – und sie wollen, dass sich etwas ändert. Nach dem Tod von 17 Menschen beim Massenmord an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida fordern die Überlebenden strengere Waffengesetze und machen Druck auf die Politiker in Washington. Der 19-jährige Ex-Schüler Nikolas Cruz hatte am Mittwoch an seiner ehemaligen Schule in der Stadt Parkland mit einem Sturmgewehr des Typs AR-15 auf Kinder und Lehrer geschossen. „Wie kam Nikolas Cruz an eine AR-15?“ fragt Ashley Laurent, die kürzlich an der Schule ihr Abitur machte. Sie ist nicht die einzige, die auf Reformen dringt.

Am Samstag versammelten sich mehrere tausend Menschen, darunter Schüler und Lehrer von Douglas High, in Fort Lauderdale in der Nähe von Parkland, um für schärfere Waffengesetze zu demonstrieren. Die Oberschülerin Emma Gonzalez, die sich bei dem Massaker in der Schule verschanzt hatte, sagte in einer Rede, wenn alles beim Alten bleibe mit den Waffengesetzen, „dann werden weiter Menschen sterben“.

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Ade, Maria!: Wieso sich mein Kirchenaustritt wie eine Trennung anfühlte

Unser Autor ist mit der Kirche aufgewachsen, sie hat ihn ein Leben lang begleitet. Doch passt sie wirklich noch zu ihm? © Mario Wezel
Unser Autor glaubt an Gott, irgendwie. Doch mit den Jahren hat er sich zunehmend von der katholischen Kirche entfremdet. Jetzt will er es wissen: Hält ihn noch irgendetwas in der Kirche?

Von Christopher Piltz | stern.de

Und nun sitze ich also da, in einem weißen Ledersessel, und fühle mich wie vor einem Trennungsgespräch. Ein wenig nervös, ein wenig schuldig, ein wenig hoffend, dass alles doch noch gut ausgeht. Wenn ich mich nach diesem Gespräch trenne, dann nicht von einer Frau, sondern von einem wichtigen Teil meiner Vergangenheit, die nun in Form von Markus Grabowski vor mir sitzt. Gebetsbücher umgeben mich und Kreuze und Bibeln und ein Bild der Heiligen Mutter Maria. An einer Wand hängt ein Poster, „Der Herr ist mein Hirte“, Psalm 23. Grabowski, schwarzes Hemd, schwarze Hose, weißer Kragen. Grabowski, 41, war früher mein Pfarrer.

Als ich Grabowski kennenlernte, war ich 16 und er 28. Er kümmerte sich damals bei uns in der Gemeinde viel um die Jugend, organisierte Fußballturniere und Grillfeste. Er wollte uns Jugendliche für den Glauben begeistern, und bei mir hat es funktioniert.

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Jerusalem-Frage: Palästinenser bitten Vatikan um Konferenz

Jerusalem. Bild: Andrew Shiva / CC BY-SA 4.0
Welchen Status hat Jerusalem? Zur Beantwortung dieser Frage aus Kirchensicht wünscht sich die palästinensische Regierung eine Konferenz aller christlichen Kirchen. Ob ein solches statfinden kann, ist aber noch unklar.

domradio.de

Die palästinensische Regierung hat den Vatikan gebeten, eine Konferenz aller christlicher Kirchen zum Status von Jerusalem auszurichten. Bei einem solchen Treffen könnten die Repräsentanten aller Kirchen und getauften Gemeinschaften deutlich machen, dass die Christen nicht auf ihre Interessen verzichten würden, die immer mit der Stadt, wo Jesus gekreuzigt wurde und auferstand, verbunden blieben, sagte der palästinensische Außenminister Riyad al-Maliki laut der italienischen Tageszeitung „Il Messaggero“ (Samstag).

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Vatikan geht gegen illegale Papst-Souvenirs vor

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Finanzpolizei führt Razzien in Souvenirgeschäften Roms durch – Erster Ladenbesitzer zu Haft und Geldstrafe verurteilt.

kath.net

Papst Franziskus auf T-Shirts, Kaffeebechern und Magneten gibt es in Rom, so weit das Auge reicht. Oft jedoch fehlt es den Verkäufern an den nötigen Bildrechten. Um dem Einhalt zu gebieten, hat der Vatikan einen Rechtsanwalt beauftragt, der nun von ersten Erfolgen berichten konnte: Laut italienischen Medien wurden die Inhaber eines Souvenirgeschäftes am römischen Hauptbahnhof Termini zu vier Monaten Haft und einer Geldstrafe verurteilt, weil sie ohne Genehmigung Vatikan-Souvenirs verkauften.

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Vatikan-Ermittler trifft chilenisches Missbrauchsopfer

Ein früherer Vatikan-Strafverfolger geht dem Verdacht nach, dass Bischof Barros Kinderschänder in den Reihen der katholischen Kirche gedeckt hat.

Die Presse.com

In der Affäre um den chilenischen Bischof Juan Barros hat sich ein Papst-Gesandter mit einem der Missbrauchsopfer getroffen. „Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass sie uns zuhören“, sagte der Chilene Juan Carlos Cruz am Samstag nach dem Gespräch mit dem maltesischen Erzbischof Charles Scicluna in New York.

Der frühere Vatikan-Strafverfolger geht dem Verdacht nach, dass Barros Kinderschänder in den Reihen der katholischen Kirche gedeckt hat. Dabei geht es um den früheren Priesterausbilder Fernando Karadima, der 2010 von der Vatikanjustiz wegen sexuellen Missbrauchs Minderjährger schuldig gesprochen wurde.

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Netanjahu empört über Polens Regierungschef

Tritt erstmals auf der Münchner Bühne auf: Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. Foto: Ronen Zvulun, Reuters/AP/Archiv
Sei dem neuen polnischen Holocaust-Gesetz ist die Beziehung zwischen Israel und Polen eisig. Jetzt spitzt sich der Streit durch eine Rede des polnischen Ministerpräsidenten Morawiecki zu.

Frankfurter Rundschau

Zwischen Israel und Polen droht weiterer Streit über das neue polnische Holocaust-Gesetz und eine Erklärung von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki dazu am Rande der Sicherheitskonferenz in Müchen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte die Erklärung Morawieckis, dass es auch „jüdische Täter“ gegeben habe, „empörend“. „Hier haben wir ein Problem der Unfähigkeit, Geschichte zu verstehen, sowie fehlendes Gefühl für die Tragödie unseres Volkes“ twitterte Netanjahu in der Nacht zum Sonntag. Er sehe dringenden Redebedarf mit Morawiecki.

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