Archiv der Kategorie: Christentum

Vorarlberger FPÖ-Chef entschuldigt sich für “Exiljuden”-Sager

Dieter Egger / Bild: (c) Die Presse/Clemens Fabry

Die Äußerung sei “missverständlich” und “unangebracht” gewesen, sagt Dieter Egger. Er entschuldigt sich beim Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno Loewy.


Die Presse

Der Chef der Vorarlberger Freiheitlichen, Dieter Egger, entschuldigt sich sechs Jahre nach dem “Exiljuden”-Sager beim Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno Loewy. Die Äußerung, in der er Loewy als “Exiljuden aus Amerika” bezeichnete, den die Innenpolitik nichts angehe, sei “missverständlich” und “unangebracht” gewesen, betonte er am Samstag in einer Erklärung, die er dem ORF Vorarlberg zukommen ließ.

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Catholic leaders write to Pope Francis seeking replacement of SF archbishop

In this Nov. 12, 2012 file photo, Archbishop Salvatore Cordileone, of San Francisco, center, and Archbishop William Lori, of Baltimore, listen to a speaker during the United States Conference of Catholic Bishops’ annual fall meeting in Baltimore. Local Catholics have gone public with their complaints about the San Francisco archbishop. On Thursday, April 16, 2015, an advertisement in the San Francisco Chronicle shows more than 100 Catholics have signed a full-page newspaper advertisement asking Pope Francis to remove Cordileone. AP Photo/Patrick Semansky

Dozens of prominent Bay Area Catholic residents have signed a letter to Pope Francis asking for the removal of the San Francisco archbishop.
The letter appeared in a full page ad in San Francisco Chronicle on Thursday, two months after Archbishop Salvatore Cordileone proposed teachers at the four Bay Area archdiocesan high schools sign morality clauses promising to adhere to the Catholic teachings in their professional and public lives.


By Laura Dudnick|The Examiner

Teachers and their supporters have long expressed privacy concerns with the morality clauses, as well as fear that the labeling of teachers as “ministers” when the contract was first proposed in February could strip them of their legal rights.

Though Cordileone has since removed the term “minister” from the contract, officials with the San Francisco Archdiocesan Federation of Teachers Local 2240 union said last month that other language still in the contract remains a concern. The Catholic leaders who signed Thursday’s letter echoed such concerns and highlighted that Cordileone does not appear to align with the Pope’s mission. Prominent leaders who signed the letter include Catholic school teachers and alumni, attorneys, and school and business leaders, including the father of New England Patriots quarterback Tom Brady, who attended Serra High, one of the four archdiocesan high schools.

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Mitteldeutsche Kirche stellt sich auf geringere Einnahmen ein

Bild: tilly

Bild: tilly

Mit einem Gottesdienst ist am Samstag die konstituierende Sitzung der zweiten Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Drübeck bei Wernigerode zu Ende gegangen. Das Kirchenparlament stellt sich auf weniger Steuereinnahmen ein und will 75 Pfarrstellen abbauen.


evangelisch.de

Zum Präses wählten die 80 Kirchenparlamentarier den Juristen Dieter Lomberg. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland mit rund 800.000 Mitgliedern war 2009 durch den Zusammenschluss der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen entstanden.

Auf der Tagesordnung der dreitägigen Sitzung des Kirchenparlaments stand neben Wahlen zur Besetzung verschiedener Gremien unter anderem auch eine Novellierung des Gesetzes zur Finanzierung der kirchlichen Arbeit. Dabei ging es vor allem um eine leichte Erhöhung der Gemeindemitgliederzahl je Pfarrstelle ab 2018 von 1.200 auf 1.375. Dies entspricht einem zusätzlichen Abbau von 75 Pfarrstellen gegenüber dem seit 2012 geltenden Gesetz.

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Justizminister Austria: Schutz religiöser Lehren “muss unbedingt bleiben”

Wolfgang Brandstetter , © APA/Hans Klaus Techt

Justizminister Wolfgang Brandstetter hat sich am Freitag “absolut gegen die ersatzlose Streichung” des Gesetzes gegen die Herabwürdigung religiöser Lehren gewandt. Anlass war eine Veranstaltung der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten über Blasphemie. Sie fand unter starkem Polizeischutz im Bischöflichen Sommerrefektorium der Landeshauptstadt statt.


kathweb

Zuletzt lösten die Ereignisse um die französische Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo” eine hitzige Debatte aus. In Österreich wird derzeit über die Berechtigung des Paragrafen 188 StGB (Strafgesetzbuch), der den Tatbestand der Herabwürdigung religiöser Lehren zum Inhalt hat, debattiert.

Brandstetter, der per Videoschaltung zu Wort kam, betonte, das Thema sei hochaktuell und brisant. Einer ersatzlosen Streichung des Paragrafen 188 könne er “absolut nichts abgewinnen”. Das Grundrecht auf Freiheit der Kunst verbiete zwar einen Eingriff in den Kunstbereich, sei aber kein Freibrief für Straftaten und das Hinwegsetzen über einfache Gesetze.

Der Minister appellierte, dass es ein Mindestmaß an Toleranz brauche. Darauf würden ja auch Künstler pochen. Wenn religiöse Gefühle verletzt werden, könne das nicht so einfach hingenommen werden.

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Oklahoma erlaubt Hinrichtungen mit Stickstoff

3c94d-hinrichtung-todesstrafe-todesspritze“Schnell, schmerzlos, idiotensicher” sei die Stickstoffmethode, meint der Republikaner, der die neue Tötungsmethode auf den Weg gebracht hat. Der US-Bundesstaat sucht eine Alternative zur Todesspritze.


Die Presse

Oklahoma hat als erster Staat der USA die Hinrichtung von Todeskandidaten mit Stickstoff erlaubt. Die republikanische Gouverneurin Mary Fallin unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das den Einsatz des Gases als Alternative zur Giftspritze erlaubt, wie “Spiegel Online” unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Associated Press am Samstag berichtete.

Allerdings ist die neue Hinrichtungsmethode an eine Bedingung geknüpft: Die bevorzugte Methode bleibt die Todesspritze, Gas darf nur zum Einsatz kommen, wenn eine tödliche Injektion nicht möglich ist – entweder aus Mangel an Giftstoff oder wegen einer anderslautenden Gerichtsentscheidung.

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Stickstoff

Stickstoff (chemisches Zeichen: N) ist selbst nicht giftig, die Umgebungsluft besteht zu 80 Prozent daraus. In geschlossenen Räumen besteht allerdings Erstickungsgefahr durch Atemluftverdrängung, wobei es keine Reiz- oder Warnwirkung gibt. Durch den Sauerstoffmangel verliere der Todeskandidat binnen acht bis zehn Sekunden das Bewusstsein und sterbe einige Minuten später, sagte Christian.

Das Wort zum Sonntag: Recycling-Tipps am Samstagabend – Bullshistic

Ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung hat sich über mehrere Wochen samstagabends das Wort zum Sonntag angesehen Foto: ARD

Seit 60 Jahren läuft jeden Samstagabend das „Wort zum Sonntag“ im Ersten. Matthias Drobinski von der Süddeutschen Zeitung hat sich die Sendungen über mehrere Wochen hinweg kritisch angesehen und kommt zu einem wohlwollenden Ergebnis.


pro Medienmagazin

Am Anfang klingt es wie ein klassischer Verriss. Matthias Drobinski beschreibt in der Süddeutschen Zeitung eine typische Samstagabend-Ansprache der Wort zum Sonntag-Sprecherin Nora Steen. Sie ziehe Vergleiche zwischen der Zeit Jesu und dem Medienzeitalter von heute, und Drobinski möchte der Pastorin zurufen: „Halt! Tun Sie das bitte nicht! Man möchte nicht wissen, ob Jesus heute Golf fahren würde, ob er bei den Grünen wäre oder bei der CSU.“ Sehr überrascht habe ihn die Ansprache Steens dann nicht.

„So ist es, das Wort zum Sonntag“, resümiert Drobinski. „Wenn einer sagen will, dass etwas hohl pathetisch ist, onkelhaft oder tantig, ins Leere gesprochen, dann sagt er: Wie beim Wort zum Sonntag.“ Die Sprecher der Sendung trügen „biedere Blusen oder Cordjacketts“. „Der Wasserverbrauch steigt, wenn das Wort zum Sonntag beginnt. Dann geht das Volk pinkeln.

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“Die Demonstranten fabulieren über Sexualpraktiken”

Themenbild.

Themenbild.

Der Streit um die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” im baden-württembergischen Bildungsplan tobt weiter. Inzwischen sorgt zusätzlich ein “Aktionsplan für Akzeptanz” für Aufregung, der teilweise drastische Schritte vorsieht, um die Gesellschaft für die Anliegen Homosexueller und Transsexueller zu gewinnen. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) wirbt im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) dafür, jeden Menschen zu akzeptieren, der eine andere sexuelle Orientierung hat.


evangelisch.de

Herr Minister, fünf Demonstrationen hat es in Stuttgart gegen den Bildungsplan Ihres Ministeriums mit seiner Werbung für die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” gegeben. Sie fühlen sich von den Kritikern missverstanden. Warum?

Andreas Stoch: Die Kritiker beziehen sich immer noch auf ein altes internes Arbeitspapier, das noch nicht einmal den Status eines Bildungsplanentwurfs hatte. Dieses Papier hat den irrtümlichen Eindruck erweckt, es überakzentuiere das Thema sexuelle Vielfalt. Das bedauere ich im Nachhinein. Das Vorhaben an sich halte ich aber für richtig.

Warum ist dann die Kritik daran falsch?

Stoch: Weil auf den Demonstrationen immer von einer Übersexualisierung geredet und über Pornografie und Sexualpraktiken fabuliert wird. Bei Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt geht es aber gar nicht um den Sexualkundeunterricht. Schüler sollen lernen, dass in unserer Gesellschaft kein Platz ist für Ausgrenzung und Diskriminierung – weder aufgrund ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit noch aufgrund der sexuellen Orientierung eines Menschen. Das hat nichts damit zu tun, ob und wie Menschen ihre Sexualität dann ausleben.

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Gottlose Schweizer? «Glaube muss nichts mit Religion zu tun haben»

Bild: 20min.ch/infografiken

Zwei Drittel der Schweizer – und damit mehr denn je – bezeichnen sich als nicht religiös. Die Umfrageergebnisse lösten unter den Lesern eine rege Debatte aus.


20minuten.ch

Gemäss einer Erhebung des internationalen Meinungsumfrageinstituts WIN/Gallup geben nur noch 38 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer an, religiös zu sein. Die restliche Bevölkerung bezeichnet sich entweder als nicht religiös (46 Prozent), als atheistisch (12 Prozent) oder macht keine Angaben (4 Prozent).

Drei Jahre zuvor waren noch 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung religiös. Im Jahr 2005 gar 71 Prozent. Die deutliche Abnahme löste unter den Leserinnen und Lesern eine rege Debatte aus. In über 500 Kommentaren tauschten sie sich über die Vor- und Nachteile einer Abwendung von der Religion aus und diskutierten die Gründe für den Rückgang.

«Ein Grund ist die Faulheit der Priester»

Viele Kommentierende möchten klarstellen, dass sie sich zwar als nicht religiös, aber dennoch als gläubig bezeichnen. So auch Leser «Religionslos»: «Glaube hat nicht zwangsweise mit Religion zu tun. Man kann auch gläubig sein, ohne in die Kirche zu gehen.»

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Christlich geprägte Kultur des Sterbens entwickeln – Igitt

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen haben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, am Samstag die Woche für das Leben eröffnet, die bundesweit vom 18. bis zum 25. April 2015 stattfindet. Unter dem Jahresthema „Sterben in Würde“ befasst sich die Aktion mit der gesellschaftlichen und politischen Debatte um assistierten Suizid sowie dem Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen.


EKD

„In Würde sterben zu dürfen, heißt eben nicht, alle Optionen zu haben, um sich jederzeit selbst töten zu können, betonte der Ratsvorsitzende der EKD in seiner Predigt. „In Würde zu sterben heißt, nie aus der Beziehung zu Gott und den Menschen herauszufallen“. Das Hauptaugenmerk in der Woche für das Leben sei darauf gerichtet, „dass wir eine Kultur des Sterbens entwickeln, die nicht länger von der Angst geleitet ist, sondern in der die Liebe Raum gewinnt.“ Notwendig sei eine Kultur, „in der über dem Schmerz und der Trauer, über den Abschied nie die Ahnung von offener Zukunft und neuem Leben verloren geht“, sagte Bedford-Strohm.

„Tod und Sterben gehören für die meisten von uns nicht mehr zur Erfahrungswelt. Sie sind die Angelegenheit von Spezialisten geworden“, betonte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, in seiner thematischen Einführung. Die Angst, am Lebensende nicht mehr über sich selbst bestimmen zu können, ein Leben in Schmerzen zu führen und den Angehörigen zur Last zu fallen, nehme zu und führe dazu, dass die Attraktivität von Sterbehilfevereinen steige. „Doch was ist das für ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, in der die Möglichkeit zur Selbsttötung bloß zu einer weiteren Option unter vielen wird: Pflegeheim, Krankenhaus, Suizid“, so Kardinal Marx weiter. „Die Humanität einer Gesellschaft misst sich doch gerade daran, wie man mit alten, kranken, schwachen und schwerkranken Menschen umgeht. … Sie verdienen in besonderer Weise unsere Zuwendung – und nicht den Giftbecher.“

An dem Ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in Hamburg, mit mehreren Hundert Teilnehmern aus Politik, Gesellschaft und Religionsgemeinschaften, wirkten außerdem die Hamburger und Lübecker Bischöfin Kirsten Fehrs, (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland) sowie Erzbischof Stefan Heße (Erzbistum Hamburg) mit.
Im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst diskutierten Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx in der Katholischen Akademie beim Podiumsgespräch „Sterben in Würde“ mit Dr. Michael de Ridder (Notfallmediziner und Geschäftsführer a. D. Vivantes Hospiz Berlin) und Prof. Dr. Armin Nassehi (Professor für Soziologie an der Universität München) unter anderem über die Frage, warum Sterben vielfach mit „Autonomieverlust“ gleichgesetzt wird. „Wenn man die Selbstbestimmung auf die Frage nach gesetzlichen Rahmenbedingungen reduzieren würde, die eine Selbsttötung möglichst leicht machen, wäre das eine völlige Verarmung einer Vorstellung von Autonomie und Freiheit“, so der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

Kardinal Reinhard Marx unterstrich, dass die Kirchen nie eine Verpflichtung betont hätten, Menschen unter allen Umständen am Leben zu erhalten. Zudem ist „die Palliativversorgung bereits heute eine hervorragende Möglichkeit, schwerstkranke Menschen auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten“, so Kardinal Marx. Sie kümmere sich nicht nur um körperliche Schmerzen, sondern auch um die Psyche und spirituelle Bedürfnisse.

Die Woche für das Leben ist seit mehr als 20 Jahren die ökumenische Aktion der evangelischen und katholischen Kirche für den Schutz und die Würde des Menschen vom Lebensanfang bis zum Lebensende. Themenheft, Info-Flyer und weitere Informationen zur Woche für das Leben stehen unter http://www.woche-fuer-das-leben.de zur Verfügung.

Hannover, 18. April 2015

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt

 

Big Brother Award 2015: Die schlimmsten Saboteure des Datenschutzes

matrix_2_1Der Big Brother Award 2015 geht unter anderem an Innenminister Thomas de Maizière und Gesundheitsminister Hermann Gröhe.


Von Christian Bommarius|Frankfurter Rundschau

Die Frage, wer die größten Verdienste um die nachhaltigste Verletzung der Privatsphäre und um die souveränste Missachtung des Datenschutzes in Deutschland erworben hat, wird Jahr für Jahr auf höfliche Weise beantwortet. Eine Jury tritt zusammen, berät die einschlägigen Leistungen und gibt schließlich die Gewinner der „Big Brother Awards“ bekannt. Der Name des Preises – er wurde dem Überwachungsstaats-Roman „1984“ George Orwells entnommen – ist Programm, und Absicht der Jury ist es wohl, die Gewinner spüren zu lassen, was die unerwünschte Herstellung von Öffentlichkeit bedeutet. Stifter und Verleiher des Preises ist der Verein digitalcourage.

In der Kategorie Politik werden in diesem Jahr Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und seinem Amtsvorgänger Hans-Peter Friedrich (CSU) geehrt. Sie werden, sagt die Jury, ausgezeichnet „für die systematische und grundlegende Sabotage der geplanten Europäischen Datenschutzgrundverordnung“. Statt – wie öffentlich behauptet – Deutschlands hohes Datenschutzniveau nach Europa zu tragen, hätten beide Innenminister ihre Beamten in enger Kooperation mit Lobby-Verbänden den europäischen Datenschutz ins Gegenteil verkehren lassen.

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Schönborn: Keine Vermischung von Politik und Religion

Christoph Schönborn. Bild: radio.vaticana.va

Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat bei einem Festgottesdienst zum 70. Jahrestag der ÖVP-Gründung 1945 „ein klares Nein zur Vermischung” von Religion und Politik gesagt.


Radio Vatikan

Gleichzeitig rief er Politiker allgemein dazu auf, ihre Möglichkeiten zur Gestaltung des Landes zu nutzen und ihre politische Verantwortung wahrzunehmen. An dem Gottesdienst nahmen neben Bundesparteiobmann Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ÖVP-Spitzenpolitiker aus ganz Österreich teil. Explizit erwähnte Schönborn in seiner Predigt Außenminister Sebastian Kurz. Ihm dankte der Kardinal für sein wiederholtes öffentliches Eintreten für verfolgte Christen, u.a. in einer Rede vor dem UNO-Sicherheitsrat.

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Exorzist Amorth: ‚ISIS ist der Satan’

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Das Böse verberge sich hinter politischen, religiösen und kulturellen Entwicklungen, doch habe es nur eine Quelle: den Satan. Es gebe nur zwei geistige Reiche: das des Heiligen Geistes und das des Satans, schreibt Gabriele Amorth.


kath.net

„ISIS ist der Satan.“ Das schreibt der bekannte italienische Priester und Exorzist Gabriele Amorth in einem Eintrag auf seiner Facebook-Seite über die radikalislamistische Gruppe „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“. Die Organisation bezeichnet sich heute als „IS“ – Islamischer Staat.

„Die Dinge geschehen zuerst in den geistigen Reichen, dann werden sie auf dieser Erde konkret“, schreibt er am 8. April. Es gibt „nur zwei geistige Reiche: Das des heiligen Geist und das der dämonischen Geister“. Das Böse verberge sich auf verschiedene Weisen: politisch, religiös, kulturell, doch es habe nur eine Inspirationsquelle: den Teufel, schreibt Amorth weiter.

Die Politik werde sich dem Kampf gegen ISIS stellen müssen. Wenn sich die Organisation weiter so ausbreiten könne, würde sich die Frage stellen, was der Westen in den letzten Jahrzehnten getan habe, fährt Amorth fort.

Pastor entschuldigt sich nach NDR-Film “Die Schwulenheiler”

Schwul-nicht-schwul-470Mit ihrem Einsatz für ihre schwulen Enkel sorgt eine Seniorin für viel Aufmerksamkeit in Internet. Weil sie sich über Aussagen eines Pastors über Homosexualität geärgert hatte, trat sie demonstrativ aus der Kirche aus. Jetzt rudert der Pastor zurück.


evangelisch.de

Pastor Gero Cochlovius aus Hohnhorst bei Hannover hat seine Aussagen in dem NDR-Film “Die Schwulenheiler” bedauert. Mit seinem Statement in der Dokumentation hatte er eine Frau aus einem Nachbarort, Großmutter zweier schwuler Enkel, zum Kirchenaustritt bewegt. “Es war nie meine Absicht, homosexuelle Menschen zu verurteilen”, sagte Cochlovius einer am Freitag verbreiteten Erklärung des Kirchenvorstandes von Hohnhorst zufolge. “Wo dieser Eindruck dennoch entstanden ist, bitte ich um Entschuldigung.”

Todkranker Mann in Italien zum Priester geweiht

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Bild:kathtube/Screenshot: bb

In Italien ist ein unheilbar kranker Mann angesichts seines bevorstehenden Todes vorzeitig zum katholischen Priester geweiht worden. Wie italienische Medien am Freitag berichteten, wurde dem 38 Jahre alten Salvatore Mellone am Vortag im süditalienischen Barletta vom örtlichen Erzbischof das Sakrament der Weihe gespendet.


kath.net

Am Dienstag hatte Papst Franziskus den Mann mit Krebs im Endstadium angerufen. Er bat ihn laut den Berichten um seinen ersten Segen als Priester. Diesen Wunsch erfüllte ihm am Donnerstag der soeben geweihte Priester.

“Auch nur ein Tag Priester zu sein, wäre für ihn die Verwirklichung von Gottes Projekt mit seiner Person”, heißt es in einer Mitteilung des Erzbischofs von Trani, Giovanni Battista Pichierri. Mellone habe seine Ausbildung zum Priester ungeachtet seiner Krankheit fortgesetzt. Der Erzbischof hatte die nötige Ausbildung für Mellone von sechs auf vier Jahre verkürzt, um ihn vorzeitig zum Priester weihen zu können. Dieser war 2011 ins Priesterseminar eingetreten und erkrankte im folgenden Jahr an Krebs.

Dodo Käßmann: „Die Reformation ist eine wichtige Wurzel der Aufklärung!“

Margot-KässmannDie Bedeutung der Reformation für die Aufklärung war das Thema eines Besuches der EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, in Kaliningrad (ehemals Königsberg).


EKD

Auf Einladung des deutschen Generalkonsulats informierte sich Margot Käßmann am vergangenen Montag und Dienstag über die Situation lutherischer Christen in Russland und berichtete über die Vorbereitungen des Reformationsjubiläums. In diesem Zusammenhang bestehe großes Interesse an Martin Luthers sprachschöpferischer Kraft. „Das reformatorische Thema ,Freiheit und Verantwortung’ ist in Kaliningrad hochaktuell“, sagte Käßmann.

Auf einer Podiumsdiskussion über „Die geistige Freiheit des Individuums“ diskutierte Käßmann mit dem Historiker Solomon Ginsburg, dem Germanisten Wladimir Gilmanow und dem Philosophen Andrej Silber. Sie alle betonten den engen Zusammenhang zwischen der Reformation und der Aufklärung. Das Erbe Martin Luthers sei prägend für den in Königsberg wirkenden Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) gewesen. „Das Wagnis der Freiheit, das Luther gezeigt hat, das Erleben der zugesagten Freiheit und Freiheit als Bindung und Verantwortung sind Antriebsfedern für das aufgeklärte Denken“, erklärte Margot Käßmann.

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Özoguz und Griese machen sich für religiöse Bildung stark

Kerstin Griese (2014), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de/SvenTeschke

Die Religions- und Kirchenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, hat sich der Forderung des Berliner Bischofs Markus Dröge nach einer neuen Bildungsoffensive in Sachen Religion und des interreligiösen Dialogs angeschlossen.


evangelisch.de

Sie sagte am Freitag in Berlin auf einer Tagung der SPD-Fraktion, Toleranz und Vielfalt könne nur leben, wer die eigene Religion kenne und die des anderen verstehen wolle.

Auf einer Tagung der SPD-Fraktion mit dem Titel “Wir alle sind Deutschland” über das Miteinander von Menschen verschiedener Religionen und Kulturen zeigte sich Griese besorgt, dass 60 Prozent der Bundesbürger glauben, der Islam passe nicht in die westliche Welt, während zugleich die deutschen Muslime sich mehrheitlich zur pluralistischen deutschen Demokratie bekennen.

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Tebartz-van Elst missioniert jetzt Abtrünnige

Tebartz van Elst in Rom. Bild; DIE WELT|Screenshot: bb

Tebartz van Elst in Rom.
Bild; DIE WELT|Screenshot: bb

Der einstige Skandal-Bischof aus Limburg ist nun im Päpstlichem Rat für Katechese. Zum Neustart im Vatikan hat er sich modisch verändert. Zudem bekommt er doppelte Bezüge – zumindest vorläufig.


Von Constanze Reuscher|DIE WELT

Passend zum neuen Job hat Franz-Peter Tebartz-van Elst seinen Look modisch verändert: Schon zu Ostern zeigte der einstige Skandalbischof im Petersdom eine neue Brille mit dunklem Horngestell und einen fülligen Bart, unter der violetten Bischofskappe ragte eine längere Haartolle hervor.

Der neue Arbeitsplatz des ehemaligen Limburger Oberhirten ist jetzt auch offiziell. Im neuen Päpstlichen Jahrbuch ist Tebartz-van Elst im Kapitel “Internationaler Rat für Katechese” an zweiter Stelle hinter dem Sekretär dieses Päpstlichen “Ministeriums” eingetragen, dem der italienische Erzbischof Rino Fisichella vorsteht.

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Apostel Denunzianten

A. Paul Weber – Der Denunziant; Quelle: privat

Bischof Mogavero war von Benedikt XVI. nach finanziellen Unregelmäßigkeiten seines Amtes enthoben worden. Mogavero macht aber seinen Ökonomen für die Unregelmäßigkeiten verantwortlich und fühlt sich von bischöflichem Amtsbruder diffamiert.


kath.net

In Italien sorgt ein Streit zwischen zwei sizilianischen Bischöfen für Aufsehen. Nach Informationen der Zeitschrift «Panorama» soll der frühere Bischof von Trapani, Francesco Micciche (71), einen Amtsbruder wegen «Diffamierung» bei Papst Franziskus angezeigt haben.

Wie «Panorama» berichtet, handelt es sich um den Bischof von Mazara del Vallo, Domenico Mogavero (68), der 2011 eine vom Vatikan angeordnete Untersuchung des Finanzgebarens der Diözese Trapani leitete. Dabei wurden finanzielle Unregelmäßigkeiten in Millionenhöhe festgestellt. Benedikt XVI. (2005-2013) enthob Micciche daraufhin im Mai 2012 seines Amtes. Dieser wies die Vorwürfe zurück und machte seinen Ökonomen für die Unregelmäßigkeiten verantwortlich.

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US-Amerikaner weiter für Todesstrafe, besonders Christen

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Die Mehrheit der US-Amerikaner steht weiter hinter der Todesstrafe, allerdings mit 56 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 40 Jahren. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Washingtoner Pew Research Centers hervor. Demnach ging die Unterstützung für die Todesstrafe seit 2011 um sechs Prozentpunkte zurück. 1996 betrug der Anteil der Befürworter noch 78 Prozent.


kathweb

Während die Haltung zur Todesstrafe seitens männlicher Befragter seit 2011 praktisch unverändert bei 64 Prozent blieb, sank die Zustimmung unter Frauen von 59 auf 49 Prozent. Überdurchschnittlich großen Rückhalt finden Hinrichtungen bei Protestanten und Katholiken weißer Hautfarbe. Trotz leichter Einbußen finden noch 71 Prozent der Evangelikalen und 66 Prozent von Mitgliedern der protestantischen Hauptkirchen die Tötung von Straftätern in Ordnung. Unter weißen Katholiken stieg die Zustimmung sogar von 61 Prozent im Jahr 2011 auf jetzt 63 Prozent.

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Bistum Limburg: Was die Kirche mit 1 Milliarde Euro macht

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Der frühere Limburger Bischof Tebartz-van Elst und sein mehr mehr als 30 Millionen Euro teurer Bischofssitz beschäftigen heute noch die Gemüter. Eine Ausstellung soll nun Transparenz schaffen und über das Vermögen der Kirche aufklären.


Von Peter Hanack|Frankfurter Rundschau

Die ersten Christen hatten – so steht zu vermuten – noch kein Problem mit Geld. Sie hatten einfach nicht viel davon, und das wenige teilten sie dann christlich. So ist es nicht geblieben. Das Bistum Limburg etwa besitzt heute rund tausend Millionen Euro. Viel Geld. Oder doch nicht? Und woher kommt eigentlich dieses Vermögen? Für was ist es gut? Und wer bestimmt darüber, wofür es ausgegeben wird? Fragen wie diese sind es, um die es in einer Ausstellung geht, die die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) des Bistums erstellt hat. Seit Donnerstag ist sie im Kreuzgang des Bischöflichen Ordinariats in Limburg zu sehen, und zwar bis 30. April. Danach soll die Ausstellung mit ihren 17 Schautafeln durch die Pfarrgemeinden wandern.

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