Archiv der Kategorie: Esoterik

Umstrittene Homöopathie lockt 300 Besucher in die Villinger Neue Tonhalle

Bild: brightsblog

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Buchautoren Irene Schlingensiepen und Mark Alexander Brysch stellen sich den Fragen des Publikums in der neuen Tonhalle in Villingen.


SÜDKURIER

Homöopathie für Skeptiker? Zwei Experten und Buchautoren zum Thema sind anwesend, die Ärztin Irene Schlingensiepen und Mark Alexander Brysch werden referieren. Dass da jedoch nicht viele Skeptiker an diesem Abend in der Neuen Tonhalle sind, zeigt sich schnell. Die erste Frage lautet nämlich, wie viele Skeptiker denn heute im Saal seien? Die lassen sich mit zwei Händen zählen. Und wer hat schon mal Homöopathie genutzt? Von den rund 300 anwesenden Gästen heben mindestens 250 die Hand.

Doch an was glauben all diese Menschen? Wenn man eine Schmerztablette in den Bodensee werfen würde, hätte dieser die Schmerzmittelverdünnung einer durchschnittlichen homöopathischen Dosis. Und eine C 30 Potenz hat eine so geringe Menge der Urtinktur in sich, dass schlicht gar weniger als nichts mehr davon zu finden ist.

Erklärung für die Wirkung ohne vorhandene Substanz? Wasser habe eine Erinnerungsstruktur, versucht sich Irene Schlingensiepen etwas holperig in ihrer Darlegung. Durch das Verschütteln, die Methode der Potenzierung werde „die Drehgeschwindigkeit der Dipole“ geändert, auf „feinster physikalischer Ebene tue sich da was“. Aha. Allerdings nur, wenn die Ursubstanz „ganz speziell verschüttelt“ wird. So so. Da müsste sich Wasser ja an ziemlich viel erinnern nach vielen Jahrmillionen der Verdunstung und Wiederabregnung, völlig reines Wasser ohne Erinnerung an die Urzeiten der Erde dürfte schwerlich zu finden sein.

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In den Händen von Gurus und Sekten

„Die Psychotricks der Gurus: Glauben, Glück, Gehirnwäsche?“ war am Dienstag Thema bei Sandra Maischberger im Ersten Foto: WDR/Max Kohr

Um Sekten, Gurus und wie sie ihre Anhänger manipulieren, ging es in der Talkrunde von „Menschen bei Maischberger“ am Dienstag. Auch nach enttäuschenden Erfahrungen mit Sekten könne der Mensch die Sinnsuche nicht aufgeben, berichten Betroffene.


pro Medienmagazin

Eine der Gäste war das ehemalige Model und Playmate Gitta Saxx. Sie kam über ihren Freundeskreis zu einem Guru, der sich selber als Reiki-Meister ausgab. Mittels Energien durch Handauflegen sollten ihre Schmerzen behandelt werden. Heute sagt sie, dass sie vergleichsweise seltener krank sei als in dem damaligen Zeitraum. Auch verlangte Saxx‘ Guru immer höher werdende „Spenden“, damit er ihr Schutz geben könne und Blockaden löse. Erst als sie ihre Wohnung verlor, wachte sie auf, und ihr wurde klar, dass sie die Verantwortung für sich abgegeben hatte und löste sich vom Guru.

In der Sekte aufgewachsen

Ebenfalls eingeladen waren Judith Mühlmacher und Sascha Erdmann, die beide in einer Sekte aufgewachsen sind. Judith Mühlbacher kam durch ihre Eltern mit zwei Jahren in eine Sekte, die sich die „Neuoffenbarer“ nennt. In dieser wird gelehrt, dass die Bibel über die Jahrhunderte verfälscht wurde. Deswegen ist ein neuer Prophet im 19. Jahrhundert erschienen, der diese Gemeinschaft gründete und die Bibel neuinterpretiert. Jesus wird darin als alleiniger und nicht dreieiniger Gott angesehen. Obwohl Mühlbacher immer wieder gesagt bekam, dass alle außerhalb der Gemeinschaft zu dem Reich Satans gehören und deswegen sterben werden, trat sie mit 22 Jahren aus. „Das ist die erste eigene Entscheidung für mich und meine Bedürfnisse gewesen.“

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Experten sehen Esoterik als Gefahr: “Die Religion des 21. Jahrhunderts”

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Von der Channeling-Botschaft aus dem Jenseits bis zum Engelsspray aus der Flasche: Mit neuen, aggressiven Marketingmethoden schwappt die Esoterikwelle nach Österreich.


nachrichten.at

Experte Johannes Fischler schätzt, dass diese Branche in Deutschland jährlich 20 bis 25 Milliarden Euro Umsatz macht: “In Österreich rechnet man mit einem Zehntel davon, vielleicht mehr.”

Während früher die Gurus ihre Anhänger um sich scharten, um sie dann auszubeuten, seien nun die Methoden weitaus raffinierter. “Es gibt fast immer einen stufenweisen Weg, der zum Licht oder zur Erleuchtung führt”, sagt Fischler, der zu diesem Thema das Buch “New Cage – Esoterik 2.0″ schrieb. Via Abonnement bucht man kostspielige Fernlehrgänge im Internet, bevor man selbst zur Lichtperson oder zum Heiler wird. Dieser werbe dann neue Schüler an. Daher sei mittlerweile an jeder Hausecke ein Meister zu finden: “Es ist eine spirituelle Epidemie ausgebrochen.” Fischler spricht von einer “Invasion der Meister”: “Sie verbreiten sich nach dem Schneeballsystem.”

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Sultan Erdogan von den Harkonnen bedroht?

erdogan-sultanTürkeis Staatspräsident Erdogan hat Angst vor Anschlägen. Deshalb lässt er in einem Speziallabor seines Palastes Speisen und Getränke überprüfen – unter anderem auf Radioaktivität.


SpON

Fünf Ärzte kümmern sich rund um die Uhr um die Gesundheit des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan – auch darum, dass der Staatschef kein vergiftetes Essen und Getränke bekommt. Erdogan hat nach einem Bericht der Zeitung “Hürriyet” in seinem Palast in Ankara ein Speziallabor eingerichtet, in dem die Lebensmittel für das Staatsoberhaupt auf Giftstoffe geprüft werden.

Das Blatt zitiert den AKP-Parlamentsabgeordneten Cevdet Erdöl, der als Erdogans Leibarzt fungiert. Er sagte der Zeitung, so sollten Anschläge auf den Präsidenten vereitelt werden. Speisen und Getränke für Erdogan würden auf radioaktive Strahlung, chemische Stoffe, Schwermetalle und Bakterien hin geprüft.

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Olaf Scholz (SPD) war Schirmherr: Zoff um den Christen-Kongress im CCH

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Kreationisten, bibeltreue Evangelikale, die umstrittene „Mission Freedom“: Unter den 180 Ausstellern beim „Kongress christlicher Führungskräfte“ von Donnerstag bis Sonnabend im CCH waren auch einige Fundamentalisten. Dass Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) Schirmherr der Veranstaltung war, empörte homosexuelle Aktivisten.


Von Stephanie Lamprecht|Hamburger Morgenpost

Die Liste der Aussteller: vielfältig. Christliche Unternehmensberater, Reisebüros, Kliniken, Immobilienmanager, die Konrad-Adenauer-Stiftung, das Straßenmagazin „Hinz&Kunzt“, die Junge Union. Viele Besucher tragen Nadelstreifen, die Seminare heißen etwa „Ausgebrannt – ein Führungsproblem?“ Aber: Organisator ist der evangelikale Verlag idea, Plattform etwa für Autoren, die Homosexualität für eine Krankheit halten. Das schwul-lesbische Magazin „queer.de“ wirft dem Bürgermeister vor, „Gast bei Homo-Hassern“ zu sein.

Vertreten ist auch „Mission Freedom“, jene Organisation der Neugrabener Pastorenfrau Gaby Wentland, die in ihren Predigten Krankheiten wie Epilepsie als „Fluch“ bezeichnet und behauptet, sie könne durch Handauflegen heilen.

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Impfen aus Solidarität – aber Rücksicht auf Esos

todesspritze“Wir haben eine Mitverantwortung für die Gesellschaft”, sagt Cornelia Coenen-Marx. In der aktuellen Debatte um eine Impfpflicht hält die Referentin der EKD für sozial- und gesellschaftspolitische Fragen gesetzlichen Zwang aber nicht für den richtigen Weg. Bestehende Möglichkeiten zur Beratung und Kontrolle müssten ausgeschöpft werden.


evangelisch.de

Fast 500 Erkrankte seit Oktober – Berlin erlebt gerade die schlimmste Masernwelle seit Einführung der Meldepflicht 2001. Ein anderthalbjähriger Junge ist gestorben. Auch im Jahr 2013 stieg die Zahl der Fälle sprunghaft an. Dabei sollte diese ansteckende Krankheit in Deutschland eigentlich besiegt sein.

Viele fordern jetzt eine Impfpflicht, wie sie auch in anderen Ländern existiert. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagt, eine solche Verpflichtung sei angesichts der aktuellen Entwicklung kein Tabu. Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) und Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery springen ihm bei.

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In West Virginia treibt der Mothman sein Unwesen

Mothman-Monument in Point Pleasant, Bild: wikimedia.org/FAL

Der Mothman wird seit 50 Jahren überall in den USA gesichtet. Es ist ein Gruselmonster mit hypnotisierenden Augen und engelsähnlichen Flügeln. Der Legende nach soll er ein Vorbote für Unglück sein.


FOCUS ONLINE

  • Der Mothman wird zum ersten Mal im Jahr 1966 gesichtet.
  • Das Gruselmonster hat große Flügel, rote Augen und scharfe Krallen.
  • Zuerst ist das Monster ein regionales Phänomen, wird schließlich aber überall in den USA gesichtet.

Fast 50 Jahre ist es her, als der Mothman zum ersten Mal gesichtet wurde. Es war eine kalte Novembernacht im Jahr 1966, ein Auto mit vier Personen fuhr durch eine abgelegene Gegend in West Virginia. Plötzlich erschien ein Wesen, das die Insassen fast zu Tode erschreckte.

Eine Gestalt, menschenähnlich, größer als zwei Meter und mit engelsähnlichen Flügeln. Das Wesen stieg flügelschlagend in die Luft, wirbelte Staubwolken auf. Die Insassen flohen. Im Inneren des Autos hörten sie noch das Schlagen der Flügel. So hat “Travelbook” die Geschichte nachgezeichnet.

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Esoteriker und Impfgegner: Immun gegen die Wissenschaft

So sieht der Impfpass eines Impfgegners aus picture alliance

Die Lehrerin schwingt das Pendel, der Manager rennt zum Guru, der IT-Fachmann liest Bücher über morphologische Felder. Das alles spielt sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts ab, über 250 Jahre nach Beginn der Aufklärung. Und es betrifft zumeist Angehörige bildungsnaher Gesellschaftsgruppen


Von Alexander Grau|Cicero

Kritik ist der Anfang aller Aufklärung. Deshalb sind wir so stolz auf unser kritisches Bewusstsein. Und deshalb schulen wir das kritische Denken unserer Kinder.

Doch Aufklärung ist eben nicht nur Kritik. Aufklärung bedeutet immer auch Bejahung, Bekenntnis und Zustimmung: zur wissenschaftlichen Rationalität etwa, zu den Methoden der Naturwissenschaften, zu einem wissenschaftlich fundierten Weltbild. Eine Aufklärung, die sich in Kritik erschöpfen würde, wäre keine Aufklärung, sondern lediglich eine andere Form von Borniertheit.

Irrsinn im Namen der Aufklärung

Aufklärung pendelt daher immer zwischen zwei Polen. Einerseits muss sie an dem Erklärungsanspruch wissenschaftlicher Rationalität festhalten, ohne dabei in Dogmatismus zu verfallen. Zugleich muss sie kritische Distanz wahren, ohne dabei zu einem blinden Kritizismus zu verkommen. Aufklärung ist ein kompliziertes Geschäft.

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The Misguided Scientific Basis for the Anti-Vaccination Movement

In light of the recent ​outbreak of measles at Disneyland and other states, there’s been a lot of talk about vaccinations.


By Jordan Valinsky|MOTHERBOARD

The discussion is firmly planted into two sides: the antivaxxers and the rest of us. The former group’s rallying cry is that vaccines are believed to be linked to long-term health issues, such as autism, even though there is no scientific evidence of that.

And then there’s everyone else. You know, those who would like to see that infectious diseases remain eradicated here in America so we can be healthy and relatively happy.

However, unlike us, YouTube personality Hank Green isn’t so judgey and is here to explain that there’s actually a methodology behind the antivaxxers’ beliefs.

In this edition of “SciShow,” Green says while it’s proven that vaccinations save millions of lives each year, he sees the anti-vaccination movement “to be a phenomenon to be understood” that’s rooted in science.

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Wie der Aberglaube zum Terrorhelfer wird

Themenbild

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Zu den dunklen Seiten radikaler Islamisten gehört auch ihre Vorliebe für Dämonenglauben. Mit Esoterik und Teufelsaustreibung werden labile Jugendliche geködert. Der Fall Mustafa T.


Von Stefanie Heckel|Augsburger Allgemeine

Die Erlösung lässt sich in Plastikflaschen füllen, bereit für alle Anlässe. Wenn der böse Blick trifft, die Wohnung von Teufeln und Dämonen heimgesucht wird, ein Fluch auf der Familie lastet. Der Mann im Internetvideo zeigt, was dann zu tun ist: den Körper großzügig mit dem Wasser aus der Plastikflasche einreiben. Denn das Wasser ist „belesen“, mit Koransuren – Geistesheilung made in deutschen Islamistenkreisen. Ausgerechnet Fundamentalisten schwören auf Esoterik und alternative Medizin. Mitten in Deutschland betreiben sie ein radikales „Gesundheitswesen“, dessen Ausläufer bis in die Mitte der Gesellschaft reichen. Doch diese Spur führt in den Terror. Vom Allgäu über Nordrhein-Westfalen in die Türkei und bis in den Krieg: Wir zeichnen die Wege islamistischer Esoterik nach.

Dinslaken: Mustafa T. gehört zu einer Extremistengruppe

Der Mann im Video gilt Ermittlern als Schlüsselfigur – und mit ihm soll diese Geschichte auch beginnen. Er sieht unauffällig aus, wenn er darüber spricht, wie wohltuend Lavendel und Honig wirken können. In einem seiner Videos trägt er einen Ringelpullover, das Haar ist kurz geschnitten, der Bart gestutzt. Er ist 35, vermutlich verheiratet, und in seiner Heimatstadt Dinslaken im Ruhrgebiet saß er vor ein paar Jahren im Schulausschuss. Der Fußballklub listet ihn bis heute als Fan, auch an Universitäten hat er gesprochen – 2012 etwa an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Mustafa T. nennt sich „Seelsorger“, und wer mit ihm darüber reden will, bekommt über soziale Netzwerke schnell Auskunft, eloquent und verbindlich. Er habe nie auch nur einen Cent genommen, ihm gehe es ums Helfen, teilt er mit.
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Yoga, Gurus & Co.: Die neue deutsche Art der Sinnsuche

Zwischen Shiva, Yoga und Madonna – die Glaubensformen in Deutschland werden immer vielfältiger Foto: Getty Images, Infografik Die Welt

In Deutschland ist Spiritualität vielfältiger denn je: Evangelikaler Glauben gehört ebenso dazu wie Astralreligion und Schamamismus. Die Amtskirchen hinken der Entwicklung hilflos hinterher.


Von Susanne Gaschke|DIE WELT

Auf der Messe “Spiritualität & Heilen 2015″ im Logenhaus der Freimaurer in Berlin-Wilmersdorf. “Das Denken”, sagt der sportliche Heiler mit dem Pferdeschwanz, “ist das größte Handicap beim feinstofflichen Sehen.” 70 Menschen hören ihm zu, in unterschiedlichen Stimmungen, manche hingerissen, andere skeptisch, während er über den Konformismus spricht, zu dem unsere Umwelt uns zwinge. Über die “Aura”, das “Energiefeld”, dem er ansehe, was sein Träger in vergangenen Leben erlitten hat. Er, der Heiler, könne Frequenzen in dieses Energiefeld einspielen, die Störungen, zum Beispiel Schmerzen, beheben. Das gehe auch über Hunderte von Kilometern Entfernung. Und das könne man übrigens in seinen Seminaren lernen. “Das kannst du auch.”

Sonntagmorgen, elf Uhr im Kino “Babylon”, Berlin-Mitte: Gottesdienst von und mit Freikirchlern sowie evangelischen Kirchenmitgliedern. Französische Chansons von “B&B Musique”. Das gemeinsame Lied “Gott ist gegenwärtig” von Gerhard Tersteegen (1697 bis 1769), professionell instrumental unterstützt. Rund 200 überwiegend junge, hübsche Menschen, laut Statistik der Veranstalter mehrheitlich Singles und Kinderlose, nach Anschauung auch viele junge Familien, lauschen der Predigt einer langhaarigen Blondine.

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Selbstmumifizierung: Mysteriöses Skelett sitzt in 1000 Jahre alter Statue

Das Röntgenbild gibt Gewissheit: In der mehr als 1000 Jahre alten Statue steckt tatsächlich ein Skelett Foto: Drents Museum

Legenden gab es schon lange, doch nun gibt es Gewissheit: Forscher haben in einer fast 1000 Jahre alten Buddha-Statue eine Mumie entdeckt. Sie können sogar sagen, um wen es sich bei dem Toten handelt.


DIE WELT

Ein mildes Lächeln umspielt die Lippen des Buddhas im Lotussitz. Sein Körper, sein Gesicht und auch die Hände in der Meditationshaltung wurden mit roter und goldener Farbe bemalt. Es wirkt dadurch ein wenig, als würde der Buddha leuchten. Die Figur könnte aus Ton bestehen oder aus Holz – jedes Material wäre denkbar. Nur nicht, dass es sich bei der Statue eigentlich um einen Toten handelt. Und zwar nicht um irgendeinen, sondern um die Mumie eines Meisters.

Die Entdeckung, die Forscher gemacht haben, kommt einer Sensation gleich: Erik Bruijn, ein Buddhismus-Experte, leitet die Untersuchung der Statue, die der Chinese Meditation School gehört. Sie stammt aus dem 11. oder 12. Jahrhundert und war während einer Wanderausstellung in den Niederlanden im Drents Museum zu sehen. Für gläubige Buddhisten handelte es sich allerdings nicht bloß um ein religiöses Kunstwerk, sie verehrten mit ihr vielmehr Meister Liuquan, der vor 1100 Jahren lebte. Legenden rankten sich um die Statue. War sie noch lebendig? Ist es bloß eine Statue oder doch mehr?

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Verschwörungstheorien: Die Mondlüge und Hitlers Unterkiefer

Die Mondlandung – nur inszeniert? (Imago Stock & People)

Hinter den Anschlägen von Paris stecken in Wirklichkeit die Amerikaner – oder: Der französische Staat wusste Bescheid und hat weggesehen. Die meisten Verschwörungstheorien gehen davon aus, dass eine Weltmacht hinter dem jeweiligen Unheil steckt.


Von Ulrich Gineiger|Deutschlandfunk

Je größer eine Lüge ist, desto leichter wird sie geglaubt – befand bereits Adolf Hitler, um den sich ebenfalls Verschwörungstheorien ranken. Er soll noch vor wenigen Jahren in einem U-Boot vor Südamerika gelebt haben. Wenn das stimmt (so erklärt uns der Rechtsmediziner Mark Bennecke), dann lief Hitler in seinem U-Boot ohne Unterkiefer herum. Den hat Bennecke persönlich in Moskau identifiziert – und die Verschwörungstheorie widerlegt.

Wir reden mit einem Professor, der sich seit Jahren mit diesen Theorien befasst, erfahren im Kölner Stadtteil Deutz, warum die Kondensstreifen der Flugzeuge angeblich dazu da sind, das Wetter zu manipulieren. Ein Filmemacher befasst sich mit Lichteffekten auf den Fotos der Mondlandung und widerlegt die Gemeinde derer, welche die Mondlandung für gefälscht hält. Ein Buchautor hat die gewagtesten Ursprünge der Verschwörungstheorien aufgelistet und sie erklärt.

Und schließlich gibt es eine Reportage aus Bielefeld, wo sich vor 20 Jahren Studenten einen Scherz erlaubten, indem sie Verschwörungstheoretiker auf den Arm nahmen: Bielefeld, erklärten sie, gebe es in Wirklichkeit nicht. Ihre Rechnung ging auf: Bis heute gibt es eine wachsende Gruppe von Zeitgenossen, die immer mehr “Beweise” konstruieren, nach denen Bielefeld eine reine Kulissenstadt ist.

Masernausbruch: Koalitionspolitiker erwägen Impfpflicht

Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain - USGov)

Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain – USGov)

Nach dem schweren Masernausbruch in Berlin mit bisher rund 450 Fällen erwägen Koalitionspolitiker die Einführung einer gesetzlichen Impfpflicht.


evangelisch.de

“Wenn wir es nicht schaffen, mit verstärkter Aufklärung und Beratung die Impfraten bald zu steigern, sollten wir über eine Impfpflicht in Kindergärten und Schulen nachdenken”, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn der “Welt am Sonntag”.

Spahn warnte vor Panikmache durch Impfverweigerer, die eine Impfung für gefährlicher halten als eine natürliche Maserninfektion. Dass Masern von vielen Eltern und Ärzten immer noch als sogenannte Kinderkrankheit abgetan würden, erwecke den falschen Eindruck, die hoch ansteckende Krankheit wäre harmlos. Impfverweigerer handelten egoistisch, weil sie sich darauf verließen, dass die anderen zur Impfung gingen und dann schon nichts passieren werde, erklärte Spahn.

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Dürnstein: Experten diskutierten Frage nach Zukunft der Religion

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Wie steht es um die Zukunft der Religion? Und was macht Religionen zukunftsfähig? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion am Freitagabend zum Ende des heurigen “Symposion Dürnstein”.


kathweb

Auf die Aktualität dieses Themas verwies der in Münster lehrende islamische Theologe Mouhanad Khorchide. So drängten nicht zuletzt mit dem Islam in Verbindung gebrachte Gewaltexzesse im Nahen Osten die Muslime zu einer Klärung: “Unter den Muslimen fragen sich immer mehr: Welchen Islam brauchen wir? Welcher Islam hat Zukunft?” Der Dschihadismus sei ein Minderheitenphänomen, so Khorchide. Dagegen sei die überwiegende Mehrheit der Muslime auf der “Suche nach sich selbst und nach Anerkennung”. Zukunft habe nur eine Religion, die Antworten auf Sinnfragen “jenseits von Leistungswerten” biete.

Die Ambivalenz der Frage nach der Zukunft der Religion unterstrich hingegen die Wiener Religionssoziologin Regina Polak. Die Frage “spaltet die Menschen”, so Polak. So habe bereits die Wertestudie im Jahr 2008 dieses ambivalente Potenzial von Religion aufgezeigt: Zum einen wurzeln alle Grundthemen des Lebens in der Religion, so Polak, die Studie habe aber ebenso gezeigt, dass religiöse Menschen autoritärer, fremdenfeindlicher und weniger tolerant sind als nicht-religiös geprägte Menschen”. Religion brauche daher eine “Kontextualisierung” und müsse sich in einer “Mystik im Alltag” bewähren, um so ihre positiven Seiten zu entfalten. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass Religion zu einem Götzendienst mutiert.

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Holocaust als karmischer Ausgleich

SS führt Juden ab. Bild: grossmanproject.net

Die Reinkarnationsvorstellung, oft gekoppelt an die Karmatheorie, hat ihre Wurzeln primär in den fernöstlichen Glaubensvorstellungen. Diese religiöse Idee, vor allem im Hinduismus und Buddhismus zu finden, ist sehr alt, hat eine fatalistische Komponente und passt schlecht in ein modernes Weltbild.


Von Hugo Stamm|Tages Anzeiger

Heute bauen wir das Zusammenleben, die gesellschaftlichen Ordnungen und Gesetze darauf auf, dass der Einzelne ein autonomes Wesen ist, das für sein Tun die Verantwortung trägt.

Das Konzept von der Wiedergeburt geht hingegen davon aus, dass Menschen Einflüssen ausgesetzt sind, die angeblich mit früheren Leben zu tun haben oder auf kommende ausstrahlen. Zwei Beispiele: Gute Taten im aktuellen Leben können zu einer Belohnung im nächsten führen. Fromme Hindus denken dabei gern an einen Aufstieg im Kastensystem. Oder: Wer in einem früheren Leben jemanden umgebracht hat, muss damit rechnen, dass er später selbst Opfer eines Verbrechens wird, auch wenn er ein vorbildliches Leben führt. Ein solch fatalistisches Weltbild lässt sich schlecht mit modernen psychologischen, sozialen oder pädagogischen Erkenntnissen oder Grundsätzen vereinbaren.

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Vandalismus in Friedrichshafener Kirche

Graz: Marienstatue – Eisernes Tor, Bild: wikimedia.org/CC-Attribution 3.0 Unported license.

Kopf einer Heiligenfigur und Hand einer Mariendarstellung wurden abgeschlagen – Diakon Rzesny: „Für gläubige Christen ist es ein Sakrileg, wenn man eine geweihte Statue zerstört“, als Motiv könne er sich nur eine große Wut auf die Kirche vorstellen.


kath.net

Die Kirchengemeinde ist fassungslos: Am Rosenmontag wurden in der St.-Petrus-Canisius-Kirche in Friedrichshafen (Diözese Rottenburg-Stuttgart) zwei Heiligenfiguren schwer beschädigt. Darüber berichtete der „Südkurier“. Der Figur des hl. Judas Thaddäus wurde der Kopf abgeschlagen und der Mantel beschädigt. Einer Marienfigur fehlte eine Hand, an der anderen Hand fehlte ein Finger, der nicht einmal mehr auffindbar war. Die Polizei ermittelt. Nach Angaben von Markus Emele, dem stellvertretenden Revierleiter, könnten die Beamten in diesem konkreten Fall allerdings nicht viel tun, man sei darauf angewiesen, dass sich Zeugen melden.

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Heilpraktiker: Mit Weißbrot gegen Krebs – da wird es gefährlich

So wie Homöopathen und Naturheilkundler werben auch Heilpraktiker mit einer angeblich sanften und ganzheitlichen Medizin. Doch manches ist gefährlich. Illustration: Lisa Bucher

Sie wähnen sich im Besitz exklusiven Wissens und überschreiten oft selbstbewusst ihre Befugnisse: Dabei kann man in Deutschland Heilpraktiker werden, ohne je einen Patienten gesehen zu haben. Erfahrungsbericht aus einer Heilpraktiker-Ausbildung.


Von Anousch Mueller|Süddeutsche.de

Die Kanüle ist 20 Zentimeter lang. Eine junge Frau liegt auf einer Untersuchungsliege, sie hat den Unterbauch frei gemacht. Neben ihr sitzt ein Heilpraktiker. Er setzt die Kanüle auf der Bauchdecke der Patientin an und sticht Stück für Stück durch Haut- und Muskelschichten hindurch, bis er im sogenannten Douglas-Raum, einer Aussackung zwischen Uterus und Rektum, angelangt ist. Dort injiziert er ein Lokalanästhetikum. Die Patientin krallt sich während dieser Prozedur an der Liege fest und jammert kläglich. Aber sie nimmt diese Behandlung auf sich, schließlich erhofft sie sich davon Linderung ihrer Menstruationsbeschwerden.

Um die Untersuchungsliege stehen zehn Menschen unterschiedlichen Alters herum. Es sind Heilpraktiker-Anwärter, denen an diesem Tag eine Technik der Neuraltherapie demonstriert wird. Bei diesem wissenschaftlich nicht anerkannten Verfahren wird ein Lokalanästhetikum zur Beseitigung eines vermeintlichen Störfeldes gespritzt. Diese Szene spielte sich 2010 an einer Berliner Heilpraktikerschule ab. Sie war ein illegaler Akt.

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Cadenzza/Swarovski: Gegen den bösen Blick – religiös-esoterisch

Hand von Fatima, Symbolbild, wikimedia.org/CC BY 3.0

Fiona Pacifico Griffini-Grasser hat eine Schmuckkollektion, die von ihrem Glauben inspiriert ist, lanciert.


Die Presse.com

Fiona Pacifico Griffini-Grasser hat für das Label Cadenzza der Firma Swarovski Schmuck designt. Die Urenkelin des Unternehmensgründers Daniel Swarovski und Ehefrau von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat sich bei ihren Entwürfen von höheren Mächten leiten lassen, namentlich Buddha und der Hand von Fatima. Die ersten Stücke der Kollektion “by fiona” sind ab März erhältlich.

Für die “Buddha-Kollektion”, das Cadenzza-Debüt der Jetset-Lady, habe sie auch die beiden verwendeten Kristallschliffe selbst kreiert. Seit dem vergangenen Jahr bringe sie “ihre mehr als 20 Jahre Erfahrung in Design und Kunst” bei der Modeschmuckmarke als “Design Director” ein und spüre Trends und Talente auf.

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Hellseher, die die Zukunft nicht sehen

“Esoterik-Clown” Pjotr Wasabi führte Astro TV vor. – Foto: Screenshot Twitter

Mit einem skurrilen Auftritt protestierte das “Peng Collective” gegen den “Lebensberatungs”-Sender.


Kurier.at

Eigentlich steht der Sender Astro TV ja für so etwas wie Wahrsagerei – zumindest wenn der Anrufer fünf Euro in der Minute zahlt. Geht es um die eigene Zukunft, scheinen die Damen und Herren des “Lebensberatungs”-Senders allerdings keinen allzu großen Weitblick zu haben. Weder das schwingende Pendel, die gelegten Tarot-Karten noch der Tratsch mit den Engeln haben Astro TV vor der Berliner Protestgruppe “Peng Collective” gewarnt, geschweige denn geschützt, berichtet unter anderem stern.de.

Der Gruppe war es gelungen, ihren “Esoterik-Clown” Pjotr Wasabi in die Live-Sendung “Besser leben – Zeit für mich” am Donnerstagnachmittag einzuschleusen. Beim Gespräch mit Moderator Jens Garling philosophierte Wasabi zuerst in bester Astro-TV-Manier von dunklen Ecken und hellen Plätzen, bevor er Garling zu einem Experiment bat.

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