Archiv der Kategorie: Esoterik

Hunderte Buddhisten protestieren in England gegen den Dalai Lama

Konflikt mit Shugden-Gemeinde sorgt seit Jahren für Streit


DIE WELT

Statue von Dorje Shugden, Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0/JoeMabel

Mehrere hundert Buddhisten haben am Montag im südenglischen Aldershot gegen den Dalai Lama protestiert. Die Anhänger der Shugden-Gemeinde warfen dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter religiöse Verfolgung vor. “Dalai Lama, hör auf zu lügen!”, riefen sie, als der Tibeter eintraf, um das erste buddhistische Gemeindezentrum in Großbritannien einzuweihen. Die Anhänger des Dalai Lama hielten eine Gegendemonstration ab.

Vorstellung der Wiedergeburt schwächt christlichen Auferstehungsglauben

Image: scholemanfriends.com
Papst Franziskus hat die Christen aufgerufen, fest auf die Auferstehung und das ewige Leben zu vertrauen. “Das ganze Evangelium ist im Licht dieses Glaubens geschrieben: Jesus ist auferstanden, hat den Tod besiegt und durch diesen Sieg werden auch wir auferstehen”, sagte er am Sonntag bei seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz.


kathweb
“Wir alle hier auf dem Platz werden uns im Haus des Herrn wiederbegegnen”, so Franziskus vor mehreren Zehntausend Pilgern und Besuchern. Wer wirklich an Jesus und die Auferstehung glaube, werde von ihm aufgenommen, erlange Vergebung und das ewige Leben. Auferstehung darf nach Franziskus’ Worten aber nicht mit Wiedergeburt verwechselt werden, wie es einige täten. Diese Anschauung trübe und schwäche den christlichen Glauben, betont er.

Der Papst bezog sich mit seinen Ausführungen auf den Bericht im fünften Kapitel des Markusevangeliums. Darin erweckt Jesus ein zwölfjähriges, kurz zuvor verstorbenes Mädchen wieder zum Leben, indem er dessen Hand nimmt. Eine Frau, die wegen dauernder Blutungen als unrein aus der Gesellschaft ausgestoßen wurde, wird durch die Berührung von Jesu Gewand von ihrem Leiden geheilt. In dem Kapitel bezeichnet Jesus den festen Glauben an Gottes Kraft als die Bedingung für die Überwindung von Krankheit und Tod.

Schweiz: Politik nimmt Scientology ins Visier

Die SP und SVP intervenieren mit einem Vorstoss im Parlament. Der Psychosekte soll das Missionieren schwerer gemacht werden, denn die Anwohner leiden bereits darunter.


Von Markus Vogt|Basler Zeitung

Scientology-Kreuz Irreführendes Kreuz: Das Symbol soll von der Fassade der Scientology-Filiale entfernt werden, weil es fälschlicherweise einen Bezug zur Religion suggeriere.
Scientology-Kreuz Irreführendes Kreuz: Das Symbol soll von der Fassade der Scientology-Filiale entfernt werden, weil es fälschlicherweise einen Bezug zur Religion suggeriere.

Die Organisation Scientology kommt mit ihrer im April bezogenen Liegenschaft an der Burgfelderstrasse, der sogenannten Flag Org, ihrer grössten Filiale in der Schweiz, bei verschiedenen Parteien nicht gut an. Schlecht goutiert wird auch, dass das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) den Verein Scientology als «religiöse Gemeinschaft» anerkannt hat.

SVP-Grossrat Michel Rusterholtz und SP-Grossrätin Sarah Wyss fordern in einem Vorstoss, das Übertretungsstrafgesetz so anzupassen, «dass die Polizei restriktiver und nachhaltiger vorgehen kann gegen Anwerbungen von Scientology (oder Dritten)». Für nicht belehrbare Wiederholungstäter sollen nicht nur Ordnungsbussen verhängt werden können – diese sollen vielmehr an die Staatsanwaltschaft verzeigt werden, fordern die beiden Politiker. Für die Staatsanwaltschaft seien die Voraussetzungen für die Aussprache von wirkungsvollen Strafen zu schaffen.

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Die Bedeutung des Bösen im Buddhismus und Christentum

Ein hilfreicher Fingerzeig für Christen: Der Schlüssel der Achtsamkeit aus dem Buddhismus (dpa / picture alliance / Gero Breloer)
Während das Christentum einen Dualismus von Gut und Böse kennt, aus dem letztlich nur ein überirdischer Erlöser erretten kann, gibt es eine solche Vorstellung im Buddhismus nicht. Hier kann der Mensch in seinem Ich-Wahn sich selbst durch Achtsamkeit im Kreislauf von Scheitern und Gelingen weiter entwickeln.


Von Burkhard Schäfers|Deutschlandfunk

Wenn ein gehörntes Wesen auftritt und es nach Schwefel riecht, wissen Buddhisten: Mit meiner Religion hat das nichts zu tun. Der Buddhismus kennt den Begriff des Bösen nicht, erklärt der Philosoph Karl-Heinz Brodbeck:

“Die schwächste Übersetzung: akula. Das heißt, das ist das Ungeeignete, das wenig Handhabbare. Also das Böse ist das, was mir oder anderen einen Schaden zufügt. Und um diesen Schaden zu verhindern, sind bestimmte Handlungsweisen und vor allem Denkformen notwendig in der buddhistischen Vorstellung. Und die sind dann heilsam. Das ist dann eher das Gute. Und das, was an negativen Konsequenzen daraus hervorgeht, ist das Unerwünschte. Aber nicht eine Entität: Das Böse, das gibt es nicht.”

Die drei Wurzeln des Bösen im Buddhismus

Nach buddhistischem Verständnis lebt der Mensch in einer bestimmten Situation, die er vorfindet. Er ist von allen möglichen Dingen abhängig. Viele erkennen diese Abhängigkeiten nicht, sie betrachten sich selbst als Mittelpunkt, als unabhängiges Ich. Aus diesem Egozentrismus heraus benennt der Buddhismus drei Wurzeln des Bösen.

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Die Lady mit dem Lampenschirm

Nazi Concentration Camps – Ohrdruf


Von Hans Schmid|TELEPOLIS

Geschichte eines Entlastungsmythos

A sort of walking miracle, my skin
Bright as a Nazi lampshade,
My right foot

A paperweight,
My face a featureless, fine
Jew linen.

(Sylvia Plath, “Lady Lazarus”)

Wer sich für kulturgeschichtliche Zusammenhänge interessiert, hat besser keine Berührungsängste. Ein seltsames Konglomerat liegt hier vor mir: Der Buchenwald-Report; A Foreign Affair von Billy Wilder; Photos von Schrumpfköpfen und tätowierter Menschenhaut; Werke von Jorge Semprùn, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels; Bilder von jungen Frauen in Unterwäsche und Bikini; ein Porno namens Prisoner of Paradise; Eisenhowers Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg; der Film Der Vorleser, für den Kate Winslet einen Oscar bekam; die Urteilsbegründung des Augsburger Landgerichts von 1951; eine von der famosen Bundesprüfstelle indizierte Liebhaberausgabe der Ilsa-Trilogie (streng limitiert und durchnummeriert); Eugen Kogons Der SS-Staat; Joseph Comos “erotischer Roman” The Bitch of Buchenwald, der ursprünglich zwei Dollar gekostet hat und jetzt zu Phantasiepreisen gehandelt wird. Was all das verbindet? Die Antwort: Ilse Koch, die einmal als die schlimmste Frau der Welt galt. Oft geht sie verschlungene Wege, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Versuchen wir, einem davon zu folgen.

Gebaut, um zu bleiben

“Erlauben Sie mir, Ihnen zu erzählen, was Sie gesehen und gehört hätten, wenn Sie mich am Donnerstag begleitet hätten”, sagt die Stimme des Reporters, der noch immer Mühe hat, seine Wut zu unterdrücken, obwohl seitdem drei Tage vergangen sind. “Es wird kein angenehmes Zuhören sein. Wenn Sie beim Mittagessen sitzen, oder wenn Sie kein Verlangen danach haben zu hören, was Deutsche getan haben, dann ist jetzt ein guter Moment, das Radio auszuschalten, denn ich habe vor, Ihnen von Buchenwald zu erzählen. Es liegt auf einem kleinen Berg, ungefähr vier Meilen außerhalb von Weimar, und es war eines der größten Konzentrationslager in Deutschland, und es wurde gebaut, um zu bleiben.”

Die Stimme, die man da hören konnte, wenn man am 15. April 1945 den Sender CBS eingeschaltet hatte, war die des Reporters Edward R. Murrow (Held von George Clooneys McCarthyismus-Film Good Night, and Good Luck und Vorbild für die von Joel McCrea gespielte Titelfigur in Hitchcocks Foreign Correspondent), der aus London berichtet hatte, als dort noch deutsche Bomben einschlugen, dann selbst in Bombern (der Alliierten) gesessen hatte und inzwischen mit der U.S. Army in Deutschland unterwegs war, um über den Untergang des Dritten Reichs zu berichten. Am 11. April hatten die Amerikaner das KZ Buchenwald erreicht. Dort hatten sie Not und Elend vorgefunden, tote und halb verhungerte Menschen, Beweise für unsägliche Grausamkeiten, aber auch: 21.000 Häftlinge, die überlebt hatten. Buchenwald wurde damals zum Synonym für die Verbrechen des Nationalsozialismus wie später Auschwitz, das erst in das öffentliche Bewusstsein drang, als es Fritz Bauer gelang, wenigstens einige der Täter doch noch vor Gericht zu bringen (der Frankfurter Auschwitzprozess begann 1963).

Murrow war ein Star unter den Radioreportern, und dies zu einer Zeit, als das Radio für sehr viele Menschen noch die wichtigste Informationsquelle war. Was er sagte, hatte Gewicht und fand große Verbreitung. An diesem Sonntag also, dem 15. April, versuchte er zu beschreiben, was er am Donnerstag davor, dem 12., erlebt hatte. Man hört, dass ihm das nicht leicht fiel. Es klingt nicht nur wegen der schlechten Tonqualität, als sende er Nachrichten aus der Hölle. Ed Murrow berichtet vom unerträglichen Gestank in diesem Lager; von kleinen Kindern (offenbar solchen, die man beim Vorrücken der Roten Armee von Auschwitz nach Buchenwald geschafft hatte), die ihm die eintätowierte Nummer auf ihrem Unterarm gezeigt haben; von “lebenden Toten”, abgemagert zu Skeletten, von denen viele noch an den Folgen der Unterernährung und der menschenunwürdigen Behandlung sterben werden, weil für sie jede Hilfe zu spät kommt; von Leichen, die aufgestapelt sind “wie Holzscheite”; von Kindern, die seine Hand umklammert und ihn nur angestarrt haben.

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Staatlich geförderter Aberglaube

Bild: svz.de
Bild: svz.de
Das Geschäft mit Esoterik und Aberglauben blüht prächtig. Der neue Wirtschaftszweig generiert Hunderte Millionen Franken. Da dieses Geschäftsmodell meist nur wenige Investitionen erfordert, drängen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer mehr Leute in dieses Arbeitsfeld.


Von Hugo Stamm|Tages Anzeiger Blogs

Mit Räucherstäbchen und einem Set Tarotkarten ist man dabei. Wer mit viel Selbstvertrauen gesegnet ist, muss auch keine aufwendige Ausbildung absolvieren. Ein bisschen Lektüre reicht, und schon hat man das esoterische Vokabular drauf. Besonders erfolgreich dürfte der Typ Autoverkäufer oder Hausierer sein. Wer intuitiv die Sehnsüchte und Ängste der Klienten erkennt und sich auf sein geschliffenes Mundwerk verlassen kann, punktet schnell.

Spirituelle Berater wehren sich gegen solche Pauschalkritik. Als Wahrsager, Kartenleger oder persönlicher Berater brauche es spezielle Eignungen und Neigungen, erklären sie. Wer den Lebenslauf dieser Personen liest, stösst denn auch stets auf ein Stereotyp: Er oder sie habe schon als Kind bei sich übersinnliche Fähigkeiten entdeckt. Zum Beispiel die Aura der Mitmenschen gesehen, Engel wahrgenommen oder kosmische Stimmen gehört. Heute seien sie deshalb fähig, in die Zukunft zu schauen oder Jenseitskontakte herzustellen, also mit Verstorbenen zu kommunizieren.

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Bundesgartenschau: Buddha in evangelischer Kirche sorgt für Kritik

Bild: ariva.de
Bild: ariva.de
Kirchensprecherin: „Aufstellung der Buddha-Figur ist für die Kirchengemeinde und die Landeskirche nicht akzeptabel“


kath.net

Auf scharfe Kritik ist die Aufstellung einer Buddha-Figur in einer Kirche in Havelberg (Sachsen-Anhalt) gestoßen. Während der Bundesgartenschau werden in der Stadtkirche St. Laurentius wechselnde Pflanzenausstellungen gezeigt. Dafür hatte die Kirchengemeinde einen Vertrag mit dem „Zweckverband Bundesgartenschau Havelregion 2015“ geschlossen. Anfang des Monats war eine Schau zum Thema „Japanischer Garten“ zu sehen. Dafür hatte der verantwortliche Gartengestalter Marco Seidl (Ober-Wöllstadt bei Frankfurt am Main) unter anderem eine etwa zwei Meter hohe Buddha-Figur vor den Altar in den Chorraum gesetzt. Auf die Frage, ob die Figur nicht manchen Besucher einer evangelischen Kirche stören könnte, hatte Seidl erklärt, es habe zwar „ein Geschmäckle“; er sehe darin aber kein Problem: „Ich verstehe das als Kulturen verbindend, wir sind doch heute multikulturell.“

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Umstritten: Lasagne mit Mutterkuchen

foto: ap photo/francisco kjolseth Aus dieser Plazenta soll keine Lasagne, dafür Globuli werden.
Der Verzehr der Plazenta ist gut für die Mutter, glauben manche. Experten warnen: Auch Viren, Bakterien und Schwermetalle stecken drin


Von Franziska Zoidl|derStandard.at

Im Internet finden sich manch ungewöhnliche Rezepte: Eine Lasagne zum Beispiel, die aus einer gehackten menschlichen Plazenta, zwei Knoblauchzehen, ein wenig Oregano, einer halben Zwiebel und Tomatensauce zubereitet wird. Auch Globuli für Mutter und Kind können aus dem Mutterkuchen hergestellt werden.

Was dahinter steckt: Jenem Organ, das aus Gewebe von Mutter und Kind besteht und das den Embryo im Bauch der Mutter mit Nährstoffen versorgt, wird viel Positives zugeschrieben. Der Verzehr des 500 bis 600 Gramm schweren Mutterkuchens soll beispielsweise Wochenbettdepressionen vorbeugen, die Milchproduktion der Mutter ankurbeln und zu einer stärkeren Beziehung von Mutter und Kind führen. Auch körpereigene schmerzhemmende Substanzen sollen durch den Verzehr verstärkt werden. Den darin enthaltenen Nährstoffen und Hormonen sei Dank.

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Erstmals Exorzismus über ganz Mexiko

Bild: Bill Flavell, FB
Bild: Bill Flavell, FB
Zwei Erzbischöfe, ein Exorzist und weitere Priester haben über ganz Mexiko einen großen Exorzismus gebetet. Gewaltverbrechen, Drogenkartelle, Prostitution und Abtreibung machen es den Dämonen leicht Menschen zu verführen.


kath.net

Zwei Erzbischöfe, ein Exorzist und etliche weitere Priester haben über Mexiko einen „Exorcismo Magno“, einen „großen Exorzismus“, durchgeführt. Das Ritual wurde am 20. Mai 2015 in der Kathedrale von San Luis Potosi zelebriert, berichtet die Catholic News Agency (CNA).

Die hohe Zahl an Gewaltverbrechen, die Präsenz von Drogenkartellen, Prostitution und Abtreibung im Land seien die wichtigsten Motive für den „Exorcismo Magno“ gewesen. Je mehr Sünden in einem Land begangen würden desto leichter sei es für die Dämonen, die Menschen in Versuchung zu führen, sagt P. José Antonio Fortea, der an dem Exorzismus mitgewirkt hat.

Das erstmals für das ganze Land abgehaltene Ritual werde Mexiko nicht über Nacht von seinen vielfältigen Problemen befreien, ergänzt er. Er erwartet sich aber positive Auswirkungen. Mit einem Exorzismus könnten nicht alle Dämonen aus dem Land vertrieben werden, erläutert er.

Aus der Esoterik in den Gotteswahn

Bild: svz.de
Bild: svz.de
Wiederum hatte das Männervesper zu einem aktuellen Thema eingeladen. “Esoterik und christlicher Glaube” stand auf dem Programm. Referent war Horst Mokosch aus Oberndorf, ehemaliger Reikilehrer und Schamane, der über seine Erfahrungen mit der Esoterik berichtete.


Von Ingrid Vögele|schwarzwaelder-bote.de

Hans Schanz konnte eine ganze Reihe Interessierter begrüßen, die der Einladung ins Tennisheim in Wittershausen gefolgt waren. Er gab auch gleich mit dem 23. Oktober den nächsten Termin bekannt. An dem Tag findet ein Ausflug mit der Bahn nach Stuttgart zum Flughafen statt, wo eine Führung durch Dieter Kleinmann stattfindet.

Und nun nahm Mokosch die Anwesenden mit auf seine ganz persönliche Wegfindungsreise. Er zeigte auf, wie sich die Gesellschaft gegenwärtig immer mehr der Welt der Esoterik, des New Ages und der fernöstlichen Spiritualität öffnet. Zum Beispiel seien Feng-Shui-Gärten, Yin-Yan- Symbole, Reiki-Handauflegung, Pendeln und andere Praktiken, Gurus und Geistheiler nichts Fremdes mehr und würden toleriert. Er beleuchtete zunächst die Lebensanschauung des Esoterikers mit dessen Gedankengut und grenzte es deutlich gegen die christlichen Auffassungen ab. Er warnte eindringlich davor, die fernöstlichen Praktiken zu unterschätzen und verwies auf die erschütternden Lebensberichte von Aussteigern.

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Sunday Assembly in Berlin: Ein Gottesdienst für Ungläubige

sundayassembly1Seit einem Jahr trifft sich in Berlin die sogenannte Sunday Assembly – eine Versammlung nichtreligiöser Menschen. Missionieren möchte sie nicht. Immer nur als Trend dargestellt werden auch nicht. Doch ernst genommen werden möchte sie schon.


Von Philipp Fritz|Berliner Zeitung

Religion spielt keine Rolle“, sagt Sue Schwerin von Krosigk. „Dafür aber die Frage nach dem Sinn des Lebens.“ Schwerin von Krosigk, Mitte 50, hauptberuflich Autorin, ist eine der ehrenamtlichen Organisatorinnen der Berliner Sunday Assembly, der so genannten Sonntagsversammlung.

Es ist Sonntag, 14 Uhr. Der Akademische Verein Hütte unweit des Savignyplatzes in Berlins altem Westen ist gut besucht. Im Saal im ersten Stock haben sich etwa 60 Ungläubige versammelt. Das Parkett und die Dielen knartschen, alles ist etwas eingestaubt, das Vereinsgebäude atmet den Muff der frühen Sechziger. Eigentlich trifft sich hier eine nicht-schlagende Verbindung, also eine Studentenverbindung, die nicht die Tradition des akademischen Fechtens, die Mensur, pflegt, manchmal probt eine Band. Hier trifft sich die „Kirche ohne Gott“ monatlich seit September 2014.

Organisatorin Schwerin von Krosigk klatscht in die Hände und singt lauthals mit. Andere Gemeindemitglieder hingegen wirken steif und weniger textsicher. Zum Glück gibt es eine Vorsängerin, mit deren Hilfe „Here Comes the Sun“ doch noch zu einer verbindenden Einstimmung wird.

Der Vergleich mit einem Kantor, wie es ihn in katholischen, evangelischen und jüdischen Gemeinden gibt, liegt nah. „Jede Assembly spiegelt ihren Kulturkreis wider“, erklärt Schwerin von Krosigk. „In Berlin geht es wahrscheinlich etwas anders zu als in London, wo das Konzept herkommt.“ Dort gibt es eine gospelartige Stimmung, weniger Vorsicht und mehr Leidenschaft.

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Vierjähriger Sohn spricht mit Toten und sagt Zukunft voraus

Stiftung fördert Studie über Unsterblichkeit der Seele mit 5 Millionen Dollar Er spricht mit seiner toten Großmutter und sagt die Zukunft voraus: Die Geschichte des kleinen Elijah klingt unglaublich. Doch seine Eltern sind überzeugt von den übersinnlichen Fähigkeiten des Vierjährigen. Der Junge wusste sogar schon vorher, dass er bald zwei neue Brüder auf einmal bekommen wird.

FOCUS ONLINE

Elijah war schon immer ein ungewöhnliches Kind. Im Alter von nur zehn Monaten konnte er bereits ganze Sätze sprechen. Doch die Inhalte seiner Sätze bereiteten seinen Eltern Heather und Greg Howell schnell Kopfzerbrechen.

Denn der kleine Junge aus Florida behauptet, dass er mit seiner verstorbenen Großmutter spricht. Elijahs Eltern haben der britischen „Huffington Post“ nun die unglaubliche Geschichte von ihrem Sohn erzählt.

Vorhersage tritt ein

Zunächst glaubten die Eltern, dass Elijah einfach eine blühende Fantasie hat. Dass sich Kinder imaginäre Freunde oder Spielpartner ausdenken, ist ja auch keine Seltenheit.

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Schweiz: Behörde anerkennt Scientology als Religion

ScientologyDas Amt für Wirtschaft und Arbeit bezeichnet Scientology als religiöse Gemeinschaft – Bern segnet das ab. Somit werden Scientologen vom Arbeitsgesetz enthoben.


Von Serkan Abrecht|Basler Zeitung

Die sich als Kirche definierende Organisation Scientology sorgt seit der Eröffnung ihrer «Ideal Org» (die BaZ berichtete) an der Burgfelderstrasse für erhitzte Gemüter bei den Anwohnern des Iselin-­Quartiers. Die Anwohner beschweren sich über die zunehmenden Missionierungsarbeit in ihrem Quartier und in der Innenstadt. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) in Basel kommt Scientology sogar entgegen und erlaubt es, den Tempel auch sonntags geöffnet zu haben, um ihre Produkte zu verkaufen. Auch das Missionieren am Wochenende ist erlaubt.

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Niederlande: Arbeitsamt zahlt Umschulung zum Hellseher

Bild: svz.de
Bild: svz.de
Die boomende Esoterik-Branche bietet neue Job-Möglichkeiten. Das hat auch das niederländische Arbeitsamt erkannt – und finanziert Langzeitarbeitslosen jetzt die Ausbildung zum Wahrsager.

KARRIERESpiegel

Um zu wissen, was die Zukunft bringt, greifen manche gern etwas tiefer in die Tasche. Man mag Hellseherei für Mumpitz halten, wie auch andere skurrile Angebote aus der Esoterik-Szene. Aber davon leben inzwischen nicht wenige Menschen.

Das niederländische Arbeitsamt zahlt Arbeitssuchenden nun eine Umschulung zum “spirituellen Telefonratgeber”. Sieben Arbeitslose über 50 Jahre hätten das Angebot bisher angenommen, sagte ein Sprecher des Amtes im niederländischen Radio.

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Dalai Lama: Ethik wichtiger als Religion

Der Dalai Lama mit Herausgeber Franz Alt. Bild:orf.at
„Ethik ist wichtiger als Religion“: Das ist die Kernbotschaft eines neuen Buches mit Aussagen des Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter äußert darin revolutionär anmutende Thesen.


Von Johanna Grillmayer|religion.ORF.at

„Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten“: Mit diesen Worten kommentierte der Dalai Lama, der mit weltlichem Namen Tenzin Gyatso heißt, im Jänner dieses Jahres die islamistischen Terroranschläge auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt in Paris.

„Gewaltpotenzial“ aller Religionen

In dem von dem deutschen Journalisten Franz Alt zusammengestellten, Anfang Juni publizierten Buch „Der Appell des Dalai Lama an die Welt. Ethik ist wichtiger als Religion“ vertritt der Dalai Lama nun die Ansicht, dass „alle Religionen und alle Heiligen Schriften ein Gewaltpotenzial“ in sich bergen.

Der schmale Band besteht im Wesentlichen aus einem langen Interview des ehemaligen deutschen TV-Journalisten Alt mit dem Dalai Lama sowie einem „Appell“ des geistlichen Oberhaupts der Tibeter. Religion werde – auch von religiösen Führern – oft “missbraucht und instrumentalisiert, um politische oder wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, argumentiert der Dalai Lama in seinem Aufruf „für eine säkulare Ethik und Frieden“.

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Cornelia Funke: Der Tod ist ein “großes Abenteuer”

Der Tod. Bild: Final destination.de
“Wahrscheinlich haben wir ihn schon mehrere Male hinter uns – ja, ganz sicher sogar.”

evangelisch.de

Schriftstellerin Cornelia Funke hat keine Angst vor dem Tod. “Er ist ein großes Abenteuer”, sagte die 56-jährige Kinderbuchautorin dem evangelischen Monatsmagazin “chrismon”.

Funke sagte, sie wolle nicht plötzlich sterben: “Ich würde das schon gern erleben – es ist ja eine große Sache.” Als vor neun Jahren ihr Mann an Krebs gestorben sei, habe sie bei ihm keine Angst gesehen: “Am Ende hatte ich dieses Gefühl, dass Rolf richtig froh war, wegzukönnen aus diesem Körper, der nicht mehr wirklich funktionierte.”

Glaubenskongregation berät über Medjugorje

Bild bearb. BB
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Papst Franziskus hat bestätigt, dass die vatikanische Glaubenskongregation derzeit über die angeblichen Marienerscheinungen und den Wallfahrtsbetrieb im herzegowinischen Medjugorje berät. Die von Papst Benedikt XVI. dazu eingerichtete Kommission unter dem früheren römischen Kardinalvikar Camillo Ruini habe ihren Bericht abgeliefert, sagte Papst Franziskus am Samstagabend bei seinem Rückflug von Sarajevo nach Rom. Der Bericht sei dann an die Glaubensbehörde unter Kardinal Gerhard Ludwig Müller und deren Kardinalsversammlung, der “feria quarta” gegangen. “Wir sind dabei eine Entscheidung zu fällen und sie dann zu publizieren”, sagte der Papst vor den mitreisenden Journalisten.

kathweb

Nach der Bekanntgabe der Bosnienreise im Frühjahr war darüber spekuliert worden, ob der Papst dabei auch Medjugorje besuchen werde. Der Erzbischof von Sarajevo, Kardinal Vinko Puljic, stellte aber bald klar, dass Franziskus im Rahmen der Reise Medjugorje weder besuchen noch sich dazu äußern werde.

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Ausstellung “Gehorsam”: Das grausame Opfer des Abraham

Der britische Regisseur Peter Greenaway und die niederländische Regisseurin Saskia Boddeke im Jüdischen Museum im Engelsraum der Ausstellung “Gehorsam. Eine Installation in 15 Räumen” (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)
In der Bibel fordert Gott von Abraham, dessen einzigen Sohn als Beweis für seinen Gehorsam zu opfern. Der Künstler Peter Greenaway und seine Frau haben die Geschichte im Jüdischen Museum Berlin in eine spektakuläre Rauminstallation übersetzt.

Von Carsten Dippel|Deutschlandradio Kultur

Es ist eine düstere, ja verstörende Szenerie, die sich im ersten Buch Moses auf dem Berg Morija abspielt. Gott fordert von Abraham Ungeheuerliches: Er soll Isaak, den einzigen Sohn als Beweis für seinen unbedingten Gehorsam opfern. Abraham gehorcht tatsächlich, doch in letzter Sekunde hält ihn ein Engel zurück. An die Stelle des Menschenopfers tritt ein Widder. Gott verspricht Abraham daraufhin seinen Segen und eine große Nachkommenschaft.

“Im Kern dieser Geschichte geht es um die fürchterliche Idee, dass ein Mann seinen Sohn opfern, seinen eigenen Sohn töten soll.”

Peter Greenaway ist bekannt für die visuelle Opulenz, mit der er sich in seinen Filmen und Kunst existenziellen Stoffen zuwendet. Für das Jüdische Museum Berlin hat der exzentrische Regisseur nun gemeinsam mit seiner Frau, der Multimediakünstlerin Saskia Boddeke, die mythische Geschichte um Abraham, Isaak und Ismael in eine bildgewaltige, kraftvolle, ja spektakuläre Rauminstallation übersetzt.

“Wir haben versucht, eine Ausstellung zu kreieren, die ein Gefühl gibt für Manipulation, Interpretation, Subjektivität. Es ist nicht nur eine Ausstellung mit Artefakten, sondern der Atmosphären, der Gerüche, Choreografie, Musik. So eine Art Gesamtkunstwerk.”

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Wachowski-Serie „Sense8“ auf Netflix: Esoterik und Suspense

Wachowski-Serie auf Netflix: Daryl Hannah in der Mystery-Geschichte „Sense8“. Foto: Netflix
In der neuen Netflix-Serie „Sense8“ erzählen die Wachowskis und Tom Tykwer von telepathischen Superhelden der Globalisierung.

Von Daniel Benedict|Neue Osnabrücker Zeitung

Acht Menschen auf vier Kontinenten sind telepathisch miteinander verbunden. Im Kampf gegen dunkle Mächte kann jeder von ihnen auf die Fähigkeiten der anderen sieben zurückgreifen. Aus dieser Geschichte machen die Wachowskis ihre erste Serie „Sense8“. Ab sofort ist Staffel 1 bei Netflix zu sehen.

Ein mexikanischer Filmstar vergisst seinen Text, weil er mitten im Dreh Erscheinungen hat. Ein amerikanischer Polizist guckt in den Spiegel und blickt in die drogenverhangenen Augen einer isländischen DJane. Ein Berliner Tresorknacker hört Polizeisirenen, die in Chicago aufjaulen. Acht Endzwanziger erleben an den verschiedensten Orten in Afrika, Asien, Europa und Amerika gemeinsame Visionen. Nur Halluzinationen?

Der Zuschauer weiß schon in der ersten Folge, dass die Verbindung zwischen den acht Protagonisten real ist. Sie alle machen ihre paranormalen Erfahrungen erst, nachdem eine weißblonde Frau sie in einer telepathischen „Geburtsszene“ zu sogenannten Sensates gemacht hat. Viel mehr als dies erfährt man in der neuen Netflix-Serie „Sense8“ über die mysteriösen Hintergründe des Geschehens dann allerdings lange nicht.

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Ohne Sünde braucht es kein Kreuz

Rob Bell vermarket seine sehr persönliche und recht eigenwillige Sicht auf Gott. Auch sein neues Buch bietet Anlass zum Stirnrunzeln Foto: Gerth Medien / David Shankbone, Wikipedia | CC BY 3.0
In seinem Buch „Mit dir. Für dich. Vor dir.“ will der umstrittene Ex-Pastor Rob Bell erklären, was Gott ist – und was nicht. Statt christlicher Theologie bietet er eine Mischung aus Physik und Poesie, verpackt in esoterische Rhetorik.


Von Moritz Breckner|pro Medienmagazin

Ein neues Buch von Rob Bell – das verspricht Zündstoff. Der amerikanische Theologe gilt als Liebling der Emerging-Church-Bewegung, stellt die Existenz der Hölle in Frage und propagiert nach Leseart vieler Kritiker die Allversöhnung. Praktizierte Homosexualität findet er in Ordnung, seine simple Begründung: „Ich denke, der Zug ist abgefahren. Das ist die Welt, in der wir leben, und wir müssen die Menschen bejahen, wo auch immer sie sind.“ Der konservative Theologe Matt Walsh schrieb einst über Bell: „Sein Gottesbild entspricht dem eines rückgratlosen und unsicheren Elternteils, das Regeln aufstellt, und diese widerruft, sobald die verwöhnte Brut mit dem Fuß aufstampft und rumheult.“ Und dieser Rob Bell will nun laut Buchtitel erklären, was Gott ist und was nicht?

Der Inhalt des Buches ist nicht schnell zu erklären. Bell vergleicht Gott zunächst mit einem Oldtimer, der heute nur noch als Überbleibsel aus einer vergangenen Ära existiert. „Er konnte nicht mit der Zeit Schritt halten und wurde allmählich zu etwas Vergangenem“, attestiert Bell. Als Beleg nennt er Menschen aus seinem Bekanntenkreis, die das Christentum komisch finden – so etwa eine Akademikerin, die in einer Predigt gehört hat, dass Frauen in der Gemeinde nicht lehren sollten. Über das erste Drittel des Buches erklärt er dann physikalische Fakten über das Universum und die Erde, über Atome und Photonen. Ziel dieser Ausführungen ist es offenbar, nicht-gläubigen Lesern zu zeigen, dass auch die moderne Wissenschaft nicht alles erklären kann und es so eben doch einen intellektuellen Raum für die Existenz Gottes gibt. So weit, so gut – und darüber, dass Bell wie selbstverständlich die evolutionistische Entstehung des Lebens adaptiert, sei in diesem Kontext einmal großzügig hinweggesehen.

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