Archiv der Kategorie: Esoterik

Astrologische Leichenfledderei zum Germanwings-Unglück

Absturzstelle, Bild: gmx.ch

Als Ende März der Absturz eines Germanwings-Fluges tagelang die Medien beschäftigte war klar, dass einige Astrologen eine solche Vorlage zur Leichenfledderei dankbar annehmen würden. Hier eine kleine Auswahl dieser Pietätlosigkeiten …


Wahrsagerchecks Blog

Fangen wir bei Olaf Staudt an, der natürlich wieder irgendetwas vorhergesehen haben will. In seinem März/April Newsletter steht tatsächlich folgendes:

Spannungsreiche Konstellationen sind dann erneut an den Tagen um den 25. März fällig: Mars spiegelt sich mit Saturn, Sonne steht in Saturn/Pluto. Denkbare Entsprechungen sind einmal mehr extreme Wetterbedingungen, Unglücksfälle oder andere krisenhafte Ereignisse.

Die Prognose, dass irgendetwas “um den 25. März” passieren könnte ist schon lächerlich genug, denn bei einer solch allgemeinen Blablaprognose wäre auch das Umfallen eines der sprichwörtlichen chinesischen Reissäcke ja eine “denkbare Entsprechung”. Diese aber auch noch als auf das tragische Flugzeugunglück passend zu erklären ist schon eine ziemliche Frechheit. Und natürlich findet Herr Staudt sowohl im Horoskop des Absturzzeitpunkts, des Flugzeuges (!!!), der Bundesrepublik Deutschland (!!!) und natürlich in dem des Piloten massenhaft irgendwelche Pseudoerklärungen, die in folgender Passage gipfeln:

Die halbe progressive Sonne (SO/WI progressiv) deckte sich mit Saturn progressiv und Uranus Radix (Teiler 6) – Entsprechung für ein plötzliches, gravierendes Ereignis.
SO/WI progressiv in den Achsen SA/NE und UR/NE der Progression (Teiler 3) steht für psychisch belastende Zustände, Krankheit, Ohnmacht. Bereits diese Kombinationen allein hätten ausgereicht, um das Ereignis treffend zu beschreiben.

Nö!

Der Newsletter des Allgeier-Verlags zeigte sich von dem Ereignis überrascht:

Als die Maschine am 24. März um 10:01 in Barcelona abhob, fanden sich keine klassischen Absturzkonstellationen am Himmel. Als wir damals von dem Unglück hörten und noch nicht wussten, dass es die Tat eines Massenmörders war, waren wir zugegebenermaßen irritiert.

Aber nachher findet man natürlich doch noch etwas Passendes:

Das Abflugshoroskop deutet allerdings mit dem Fische-Neptun am Zenit im Quadrat zu Saturn und Aszendent an, dass in diesem Fall die Führung (10. Haus), also ein Pilot, psychisch angeschlagen war. Und Pluto im Todeshaus Haus 8 im Quadrat zu Uranus in Haus 11 kann für den Tod bzw. das Massenschicksal einer Gruppe stehen.

Aha! Und welches Horoskop hatte nun diese Gruppe? Wie bei Herrn Staudt werden nun hemmungslos astrologische Mutmaßungen über den Piloten vom Stapel gelassen, und nicht nur über ihn:

Nicht jeder Mensch, der wie Andreas Lubitz am 18.12.1987 geboren wurde, ist ein Mörder. Aber, wir können durchaus behaupten, dass Menschen an diesem Tag geboren wurden, durchaus schwierige Konstellationen im Horoskop haben.

Natürlich kann der Newsletter das behaupten, aber eine übelste Leichenfledderei bleibt diese bodenlose Frechheit trotzdem!

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Hinduismus: Die Praxis ist keine akademische Mär

Prof. Dr. Annette Wilke. Foto ska

Über die Rezeption hinduistischer Konzepte im Westen und westlicher Konzepte im Hinduismus hat die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Annette Wilke vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in der Ringvorlesung „Transfer zwischen Religionen“ gesprochen.


Westfälische Wilhelms-Universität Münster

In ihrem Vortrag behandelte sie die besonders intensiven religiös-kulturellen wechselseitigen Transfers seit Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Indien und der westlichen Welt, darunter auch Deutschland. Unter den westlichen Vermittlern waren Persönlichkeiten wie der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer und der Literat Hermann Hesse. „Im Ergebnis bewirkte die Rezeption hinduistischer Konzepte im Westen und umgekehrt auf beiden Seiten, dass Neues entstand und Überkommenes neu gedacht werden konnte“, so die Religionswissenschaftlerin in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters und des Centrums für religionsbezogene Studien (CRS) der WWU.

Im Zentrum der Ausführungen standen Persönlichkeiten, die „Indien-Wellen“ in Europa mitausgelöst hätten: um die Jahrhundertwende, in der Weimarer Zeit der 1920er Jahre und in den 1960er bis 1970er Jahren. Zu diesen „Vermittlern zwischen den Kulturen“ gehörten der indische Mönch und Reformer Swami Vivekananda (1863-1902), der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860), der Indologe und Schopenhauer-Schüler Paul Deussen (1845-1919), der Theologe und Religionsphänomenologe Rudolf Otto (1869-1937), der Literat und Lebensreformer Hermann Hesse (1877-1962) und der indische Mönch Swami Chinmayananda (1916-1993), der in Indien als zweiter Vivekananda gilt.

Vor allem die indische Tradition der Alleinheitslehre des Vedanta, der Einheit von Göttlichem, Mensch und Welt, – eine Richtung der indischen Philosophie –stand für die „Meinungsmacher“ im Zentrum ihres Hinduismus-Verständnisses, wie die Religionswissenschaftlerin darlegte. Wichtig waren dabei die Grundschriften des Vedanta, „Upanisaden“ und „Bhagavadgita“ in der nicht-dualen Deutung des Philosophen und Wanderaskesen Adi Shankara (etwa 788-820). „Damit schufen sie machtvolle geistige Landkarten, die bis heute weiterwirken, beispielsweise die sprichwörtliche Mystik und Toleranz des Hinduismus.“

Für die westlichen Rezipienten war die vedantische Philosophie den Ausführungen der Wissenschaftlerin zufolge immer wieder ein „Sehnsuchtsort der Einheit und Ganzheit“ und ein „Schlüssel zu wahrer Selbsterkenntnis“. Dies war oft verbunden mit einer Christentums- und Zivilisationskritik, aber auch einer Neuinterpretation christlichen Gedankenguts wie dem Liebesgebot. „Die vedantische Philosophie wurde zum Impulsgeber für eine spirituelle Erneuerung und eine moderne, religionsübergreifende multi- oder transreligiöse Spiritualität, die schon in Hesses Siddharta von 1922 greifbar wird.“ Das Ergebnis seien Glaubensformen gewesen, die nicht mehr nur rein östlich oder westlich waren.

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Umweltbundesamt kapituliert vor Chemtrail-Verschwörern

chemtrailsEin Facebook-Post des Umweltbundesamtes sorgt derzeit über Dessau-Roßlau hinaus für Furore – vor allem bei Chemtrail-Verschwörern, die nicht an Kondensstreifen am Himmel glauben. Die Behörde zieht nun die Reißleine.


Berliner Zeitung

Das Umweltbundesamt in Dessau kapituliert vor Chemtrail-Verschwörern und wird sich auf seiner Facebook-Seite nicht mehr mit deren Theorien und Thesen auseinander setzen. „Als steuerfinanzierte Behörde wäre es unangemessen, sich weiterhin mit dieser Art Fiktion zu befassen. Das wäre gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern mit ernsthaftem Interesse am Umweltschutz und sachlichen Dialog nicht fair und auch nicht vermittelbar“, schrieb die Social-Media-Abteilung der Bundesbehörde am Freitag gegen 23 Uhr. Zuvor war ein Facebook-Beitrag zu „Chemtrails“ mit vielen hundert Beiträgen verschwunden.

„Es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen technischen Defekt“, heißt es in einer Stellungnahme des Umweltbundesamtes. „Durch uns erfolgte keine Löschung des Beitrags, auch wollten wir die kontrovers geführte Diskussion zum Thema nicht beenden. Wir haben bereits Kontakt zu Facebook aufgenommen und hoffen sehr, dass sich die Ursache schnell aufklären wird.“

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Heiligenschein für Palästina

Statue von Marie-Alphonsine in Jerusalem. Foto: AFP

Der Papst spricht erstmals zwei arabische Nonnen heilig. Entsprechend groß ist die Aufregung unter den Christen in Nahost.


Von Inge Günther|Frankfurter Rundschau

Sie sei „überglücklich“, hat Hortense Nathleh, eine palästinensische Nonne aus Jerusalem, wenige Stunden vor ihrem Abflug nach Rom gesagt. Aber wie sie sich dort fühlen werde, „das übersteigt meine Vorstellungskraft“. Sie und ihre Glaubensschwestern schweben seit Tagen auf Wolken. Papst Franziskus will am Sonntag die Mutter ihres Rosenkranzordens, Marie-Alphonsine, sowie Schwester Mariam Bawardy aus dem Karmeliterorden in Bethlehem zu Heiligen erklären.

Es ist das erste Mal überhaupt, dass arabische Christen heilig gesprochen werden. Mal abgesehen von den ersten Aposteln und einigen Frühchristen gehört zu den rund 900 von Rom anerkannten Heiligen nicht einer, der aus dem „Heiligen Land“ selber stammt. Entsprechend groß ist die Aufregung unter den Christen in Nahost. In den letzten Jahren sorgte eher ihre Verfolgung und brutale Unterdrückung durch militante Islamisten wie die vom IS für Schlagzeilen. Jetzt haben zumindest die arabischen Katholiken was zu feiern, Franziskus sei Dank. Dazu sind es noch zwei Palästinenserinnen aus dem 19. Jahrhundert, die in heilige Gefilde befördert werden.

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Dalai Lama darf in den Römer

Foto: brightsblog

Foto: brightsblog

Der Dalai Lama, der religiöse Führer der Tibeter, wird zum ersten Mal offiziell im Römer empfangen, dem Allerheiligsten der Stadt. Auf China wird dabei keine Rücksicht genommen.


Von Claus-Jürgen Göpfert|Frankfurter Rundschau

Für den Dalai Lama und die Stadt Frankfurt ist es ein schönes Zusammentreffen. Der religiöse Führer feiert am 6. Juli seinen 80. Geburtstag. Und am 13. Juli wird ihn die Kommune zum ersten Mal offiziell im Römer empfangen, dem Allerheiligsten der Stadt.

Bisher waren die Auftritte des Dalai Lama in Frankfurt eine eher verdruckste Angelegenheit – mit Rücksicht auf die Kontakte zur Volksrepublik China, für die Seine Heiligkeit das Feindbild par excellence ist. Im vergangenen Jahr zum Beispiel, genauer am 15. Mai 2014, wurde der Dalai Lama lediglich in der Paulskirche begrüßt. Und protokollarisch war die Begleitung des Gastes eher niedrigrangig, sie erfolgte nämlich durch Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU).

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Paleo diet ignores basic evolutionary biology: ‘We can eat foods our hunter-gatherer ancestors could not’

Caveman with fork and knife paleo diet (Shutterstock)

Scientists are speaking out against the paleo diet – saying the fad is based on a fundamental misunderstanding of how evolution works.


By Travis Gettys|Raw Story

Marlene Zuk, an evolutionary biologist at the University of Minnesota, will present her findings Thursday at a dieticians conference in Australia.

“The Paleo diet is based on the idea that human genetics have not changed or evolved over the past 10,000 years, since the time before the use of agriculture,” Zuk said.

“Plenty of evidence exists that our genes have changed over the last few thousand years, and these changes mean we can eat foods our hunter-gatherer ancestors could not,” she added. “The ability to digest milk is an example of this.”

Ironically, the paleo diet was popularized as “the optimal diet (for) which we are genetically adapted” by American scientist Loren Cordain.

However, Zuk said – no one knows enough about what early humans ate to effectively mimic their diet.

“Almost all of the foods available today are vastly different from the forms that our Paleolithic ancestors would have eaten,” Zuk said. “This does not just mean ice cream, chips or even flour, but basics such as meats, fruit and vegetables.”

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Esoterik und Verschwörungstheorien: „Der Markt mit Wunderangeboten boomt“

Dr. Stephanie Dreyfürst, Bild. FNP

Dr. Stephanie Dreyfürst (40) leitet das Schreibzentrum an der Goethe-Universität. Ehrenamtlich engagiert sie sich beim 1987 gegründeten Skeptiker-Verein „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“, kurz: GWUP. Die GWUP hält ihre Jahrestagung „SkepKon“ vom 14. bis 16. Mai auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ab. FNP-Mitarbeiter Thomas J. Schmidt hat sich mit Dreyfürst über Geisterjäger und Geschäftemacher, ihr Engagement und die Tagung unterhalten.


Frankfurter Neue Presse

Frau Dr. Dreyfürst, können Sie mir ein Horoskop legen?

STEPHANIE DREYFÜRST: Auf gar keinen Fall! Außer vielleicht aus Spaß.

Sie glauben nicht an so was?

DREYFÜRST: Nein. Aber bei uns Skeptikern geht es nicht darum, zu glauben oder nicht, sondern die Dinge möglichst unvoreingenommen und mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden zu prüfen. Da kommt Astrologie nicht gut weg.

Wie erfolgreich ist die GWUP in der Bekämpfung von Esoterik, Aberglauben und Unsinn?

DREYFÜRST: Gegenfrage: Wie misst man Erfolg? Wir haben steigende Mitgliederzahlen, und die Sozialen Medien machen es viel einfacher als früher, Menschen mit unseren Themen zu erreichen und auf sie zuzugehen. Allerdings wissen wir auch, dass unser Engagement nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und der Markt mit esoterischen Wunderangeboten boomt. Schon in der Schule sollte kritisches Denken besser geschult werden, damit die jungen Menschen besser gerüstet sind für den Alltag.

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Goethe-Universität: Konferenz der Skeptiker

Bild: svz.de

Bild: svz.de

An der Goethe-Universität Frankfurt stehen Forschungs- und Alltagsphänomene auf dem Prüfstand.


Von Corina Silvia Socaciu|Frankfurter Rundschau

Ufos, das Monster von Loch Ness und magische Kräfte – einen Platz finden diese Themen in der heutigen Zeit höchstens noch im Esoterik-Regal einer Buchhandlung. Völlig verschwunden ist der Glaube an unerklärliche Phänomene aber längst nicht aus dem öffentlichen Leben. Auch heute noch kaufen Verbraucher teure Produkte mit vermeintlicher Wunderwirkung. Da selbst in der Wissenschaft noch Aufklärungsbedarf bestehe, wird an der Frankfurter Goethe-Universität die Konferenz Skepkon vom 14. bis zum 16. Mai stattfinden.

Veranstalter des dreitägigen Programms ist die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), die als vorrangiges Ziel den Verbraucherschutz hat. „Wer gegen esoterische Annahmen vorgehen will, braucht Argumente“, sagt Martin Mahner, GWUP-Mitglied und Mitorganisator der Konferenz. Beim Versuch Esoteriker umzustimmen, müssten skeptisch eingestellten Menschen wissenschaftliche Zusammenhänge kennen, um Fehlannahmen zu entkräften.

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Bayern im “Knotenwahn”

Maria Knotenlöserin Johann Georg Melchior Schmidtner, 1700 Öl auf Leinwand, 182 × 110 cm St. Peter am Perlach (Augsburg), Bild: wikimedia.org/PD

Rund 4.000 Pilger aus dem Bistum Augsburg und ganz Bayern sind vergangenen Samstag nach Augsburg zum Bild der „Maria Knotenlöserin“ gepilgert.


kath.net

Tausende Pilger aus dem Bistum Augsburg und ganz Bayern sind vergangenen Samstag nach Augsburg zum Bild der „Maria Knotenlöserin“ gepilgert. Die Wallfahrt ist Teil der Vorbereitung auf das hundertjährige Jubiläum der Patrona Bavariae. Seit 2011 treffen sich deshalb alle bayerischen Bischöfe und zahlreiche Gläubige jedes Jahr im Mai in einem anderen Bistum. Den Abschluss und Höhepunkt der Wallfahrtsserie wird im Jahr 2017 die Münchner Frauenkirche bilden.

„Mutter Gottes, Patronin Bayerns, bitte für uns!“, erneuerte heute Abend zum Abschluss des Wallfahrstages Bischof Konrad Zdarsa in St. Peter am Perlach vor dem Bild der „Maria Knotenlöserin“ die Weihe des Bistums Augsburg und Bayerns an die Gottesmutter.

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Reichsbürger scheitern beim Sturm auf den Reichstag

Bild: heise.de

Der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus ist ein Tag, der an die grausamen Folgen von Nationalismus und Faschismus erinnern soll. Doch in Berlin nutzen Rechtsextreme, Reichsbürger und braune Esoteriker das Datum für ihre eigenen Zwecke. Auf zahlreichen Demonstrationen stellen sie ihr völkisches Weltbild zur Schau – welches sie selbst als antifaschistisch verbrämen. Unterstützung erhalten die Extremisten von den Nachtwölfen aus Russland.


Von Silvio Duwe|TELEPOLIS

Seit Wochen trommelten die Extremisten in den sozialen Netzwerken für ihre Demonstrationen. Allein die Facebookseite “Kundgebungen” rief für den 9. Mai parallel zu vier Demonstrationen auf, wobei drei davon vor dem Reichstag stattfinden sollen. Die Demonstrationen tragen dabei klingende Namen wie “Wir sind das Volk”, “Merkel Regime und die Bundesregierung müssen weg…” und “Sturm auf den Reichstag”.

Bild: heise.de

Allein für diese Veranstaltungen haben knapp 2.000 Personen auf Facebook ihr Kommen zugesagt. Die Initiatoren ließen keinen Zweifel daran, dass ihr Ziel ein gewaltsamer Umsturz ist. Die Mobilisierung dafür läuft schon seit dem Winter. So schrieb “Kundgebungen” am 27. Februar auf Facebook:

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Vatikan: Es gibt kein viertes Geheimnis von Fatima

fatima

Der Vatikan hat Spekulationen um ein angebliches viertes «Geheimnis von Fatima» zurückgewiesen. «Es gibt kein viertes Geheimnis, und es gibt keine anderen noch verborgenen Geheimnisse»,


kath.net

Der Vatikan hat Spekulationen um ein angebliches viertes «Geheimnis von Fatima» zurückgewiesen. «Es gibt kein viertes Geheimnis, und es gibt keine anderen noch verborgenen Geheimnisse», schrieb der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, in der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» (Freitag). Die Botschaften von Fatima handelten vom Kampf zwischen Gut und Böse und blieben daher zeitlos gültig.

Die ersten beiden Botschaften, die die Gottesmutter den drei portugiesischen Seherkindern in mehreren Visionen im Jahre 1917 zukommen ließ, wurden bereits 1941 veröffentlicht. Der dritte Teil, der zunächst geheimblieb und dem Papst persönlich zugeleitet wurde, war Jahr 2000 publiziert worden. Er enthielt Visionen, die mit dem Papstattentat von 1981 und den kommunistischen Diktaturen in Osteuropa in Verbindung gebracht wurden.

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Jesus-Keks in Frankreich verstreut

Themenbild.

Die Serie von Vandalismus an katholischen Kirchen und Friedhöfen in Frankreich reißt nicht ab: Im nordfranzösischen Valenciennes wurden konsekrierte Hostien auf dem Kirchenboden verstreut, das Altartuch wies Brandspuren auf.


kath.net

Im nordfranzösischen Valenciennes haben Unbekannte die Pfarrkirche „Sacré-Coeur“ verwüstet. Wie die Tageszeitung «La Voix du Nord» (Onlineausgabe Dienstag) berichtet, wurde dabei ein Tabernakel umgestoßen und ein zweiter gewaltsam geöffnet. Konsekrierte Hostien seien im Kirchengang verstreut gewesen. Das Altartuch habe Brandspuren aufgewiesen. Die Eucharistie „ist der lebendige Christus“, erläuterte Pfarrer Jean-Marie Launay und sprach von „Entweihung“. Die Pfarrgemeinde habe für die Täter gebetet und werde zur Sühne eucharistische Anbetung halten, um Vergebung für die Täter zu erlangen.

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Sollten evangelische Pfarrer Tiere segnen?

Bild: keystone

Pro und Kontra zweier evangelischer Theologen – Tiere zu segnen ist in der katholischen Kirche normal. Doch auch in den evangelischen Landeskirchen nehmen Segnungsgottesdienste für Tiere zu. Gilt Gottes Segen nur für Menschen?


kath.net

Tiere zu segnen ist in der katholischen Kirche normal. Doch auch in den evangelischen Landeskirchen nehmen Segnungsgottesdienste für Tiere zu. So segnete beispielsweise der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm Ende März einen Ochsen, drei Kälber, fünf Schafe, zwei Esel und mehrere Hühner. Doch gilt Gottes Segen nicht eigentlich nur den Menschen?

PRO
Diese Frage war für mich so lange nicht relevant, wie ich damit nicht in Berührung kam. Seit meinem Studium galten für mich zwei Prämissen: Gesegnet werden kann nur, wer „ Amen“ sagen kann, und Segen ist keine Zauberformel, sondern eine Bitte, die Menschen zugesprochen wird, die um Gottes Beistand und Wegbegleitung in bestimmten Lebenslagen bitten.

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Apostel bittet Jesus-Keks Räuber um Rückgabe der Beute

Jesus-Keks

Jesus-Keks

Bischof von Bayonne: Der Diebstahl von kirchlichen Kultobjekten, Vandalismus in Kirchen und auf Friedhöfen im Land wachse ständig, doch „um wieviel mehr verletzt die Entweihung der konsekrierten Hostie, der Essenz unseres Glaubens, unser Herz!“


kath.net

Nach einem Diebstahl der Hl. Eucharistie Ende vergangener Woche wandte sich Bischof Marc Aillet von Bayonne an den oder die Täter und bat dringend um die Rückgabe der konsekrierten Hostien. Der Bischof, der sich derzeit in Rom aufhält, schrieb am Dienstag: „Im Namen unserer gesamten katholischen Gemeinschaft, besonders der Katholiken aus Hendaye, bitte ich den oder die Täter… die im gestohlenen Ziborium und in der Lunette liegenden Hostien so schnell wie möglich zurückzugeben.“ Der Diebstahl von kirchlichen Kultobjekten, Vandalismus in Kirchen und auf Friedhöfen im Land wachse ständig, stellte er ausdrücklich fest, doch „um wieviel mehr verletzt die Entweihung der konsekrierten Hostie, der Essenz unseres Glaubens, unser Herz!“

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Esoterik in Wien: Von Selbstheilung und Wunderwasser

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Besonders Frauen mittleren Alters interessieren sich für Esoterik. Alternative Gesundheitsthemen liegen im Trend


Von Franziska Stoidl|derStandard.at

Noch nie waren sich Esoterik und Songcontest näher, als vergangenes Wochenende: Wer zu den Esoteriktagen in der Halle E der Wiener Stadthalle wollte, musste sich erst durch Staubwolken und Absperrungen kämpfen. Denn die Arbeiten für den Songcontest, der hier im Mai stattfindet, sind in der Zielgeraden.

In der Halle E, einem überschaubaren Teil der Stadthalle, ist von dieser regen Betriebsamkeit am Freitag Nachmittag noch wenig zu spüren. Insgesamt 70 Unternehmer, die sich dem esoterischen Bereich zugehörig fühlen, stellen hier aus. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen: Hier wird aus Karten gelesen, Aura interpretiert und für diverse Weltanschauungen geworben. Über der Halle schwebt der schwere Duft von Räucherstäbchen.

Franz Prohaska organisiert mit seiner Münchener Eso-Team Gmbh Messen in Deutschland und Österreich. “Alternative Gesundheitsthemen greifen immer mehr”, beobachtet er. “Denn wenn Sie heute im Krankenhaus liegen, wird der Arzt betonen, was für einen großen Anteil an der Heilung der Mensch selbst mit seinen positiven Gedanken hat.”

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China soll verschleppten Panchen Lama nach 20 Jahren freilassen

Panchen Lama. Image: David Chao/flckr. non-commercial

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Regierung der Volksrepublik China aufgefordert, den vor 20 Jahren verschleppten tibetischen Panchen Lama endlich freizulassen.


China Observer

Seit seiner Entführung am 17. Mai 1995 fehlt jedes Lebenszeichen von einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im tibetischen Buddhismus. „Die willkürliche Entführung des Panchen Lama ist ein massiver Eingriff der chinesischen Behörden in die Glaubensfreiheit der Tibeter“, erklärte der GfbV-China-Experte Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. Lange Zeit war der im Alter von sechs Jahren entführte Gedhun Choekyi Nyima der jüngste politische Gefangene der Welt. Am morgigen Samstag wird der verschleppte Panchen Lama 26 Jahre alt.

Wenige Tage vor seiner Verschleppung war der Junge vom Dalai Lama, dem bedeutendsten religiösen Würdenträger des tibetischen Buddhismus, als Reinkarnation und 11. Panchen Lama erkannt worden. Eine Suchkommission führender tibetischer Mönche hatte dem Dalai Lama eine Liste möglicher Kandidaten für die Nachfolge des 1989 verstorbenen 10. Panchen Lama zugeleitet. Chinas atheistische Behörden mischten sich jedoch in elementare Fragen des tibetischen Buddhismus ein und bestritten die Kompetenz des Dalai Lamas bei der Erkennung der Reinkarnation. Stattdessen bestanden sie auf einem eigenen Auswahlrecht, um mehr Kontrolle über den tibetischen Buddhismus zu bekommen. Nur kurze Zeit nach der Verschleppung von Gedhun Choekyi Nyima präsentierten die chinesischen Behörden ihren eigenen Panchen Lama. Der fünf Jahre alte Gyaltsen Norbu stammte aus einer Familie von tibetischen Mitgliedern der Kommunistischen Partei, um sicherzustellen, das er als willfähriges Werkzeug von Chinas Behörden agieren würde.

Chinas Behörden ließen nicht nur den 11. Panchen Lama und seine Familie entführen, sondern nahmen auch die 30 Mönche fest, die dem Auswahlkomitee für den Panchen Lama angehört hatten. Der Vorsitzende des Komitees, der Abt Chadrel Rinpoche wurde später zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Die „Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen über unfreiwilliges oder erzwungenes Verschwinden“ hat sich mehrfach mit dem Schicksal des Entführten beschäftigt und China aufgefordert, seinen Verbleib bekannt zu machen. Auch die Staaten der Europäischen Union und die USA haben immer wieder an China appelliert, das Schicksal des Panchen Lama zu klären. In einem Schreiben vom 4. September 2009 versichert Chinas Regierung der UN-Arbeitsgruppe, Gedhun lebe mit seiner Familie in Tibet, stehe nicht unter Hausarrest und erhalte eine gute kulturelle Bildung. Doch nähere Informationen über seinen Verbleib blieb China schuldig. Stattdessen versuchen die Behörden den von ihnen eingesetzten 11. Panchen Lama mit öffentlichen Auftritten in Tibet und Peking hoffähig zu machen. Doch die Tibeter lehnen ihn ab und verlangen die Wiedereinsetzung des Verschleppten.

Pressemitteilung der:
Gesellschaft für bedrohte Völker
Geiststraße 7
37073 Göttingen

Bern: Protest gegen Udo Ulfkotte

Mina Ahadi und Udo Ulfkotte demonstrieren mit KIK gegen Islamkritik unautorisierter Bürger

Mina Ahadi und Udo Ulfkotte demonstrieren mit KIK gegen Islamkritik unautorisierter Bürger

Ein Buchladen in Bern verkauft Werke eines umstrittenen deutschen Verlags. Linksaktivisten prangern insbesondere den Autoren Udo Ulfkotte an.


20min.ch

Ein Werk des rechtspopulistischen deutschen Autors Udo Ulfkotte liegt in einer Berner Filiale des Buchhändlers Thalia auf. Der ehemalige FAZ-Journalist hatte im Jahr 2011 Schlagzeilen gemacht, als er behauptete, dass «orientalische Erntehelfer» ihre Notdurft in Erdbeerfeldern verrichten und damit Ehec-Bakterien verbreiten würden, um Konsumenten zu schaden. Ulfkotte sprach von einem «Fäkalien-Dschihad».

«Rückwärtsgewandte Ideologien»

Dass Ulfkottes neustes Buch «Gekaufte Journalisten – Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken» nun in Bern verkauft wird, stösst Linksaktivisten der Autonomen Gruppe Bern sauer auf: «Das offene Angebot mitten in Bern suggeriert, das der Konsum des Verlags, des Autors und die Verbreitung der Inhalte bedenkenlos seien.» Man wehre sich gegen die «schleichende Verbreitung» solcher Literatur, da sie sich durch «Hetze und rückwärtsgewandte Ideologien» auszeichne. Die Aktivisten fordern einen Verkaufsstopp.

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Exorzisten: Vampir-Filme lassen das Böse ‘sexy’ erscheinen

Underworld Evolution, Bild: lemanoirdessecrets.centerblog.net

Exorzisten warnen vor dämonischer Verführung durch Medien – Nach Einschätzung der Exorzismus-Experten sind Filme, die das Okkulte positiv darstellen, mitverantwortlich dafür, dass die Nachfrage nach Teufelsaustreibungen steigt.


kath.net

Vor den Gefahren von Filmen, die das Okkulte positiv darstellen, haben Exorzisten bei einem katholischen Kongress in Rom gewarnt. Diese Medienproduktionen könnten besonders Jugendliche verführen, sich mit dämonischen Mächten einzulassen. Zu den fragwürdigen Produktionen zählten etwa der Vampir-Film „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ oder die US-Fernsehserie „True Blood“ (Wahres Blut). Nach Einschätzung der Exorzismus-Experten sind solche Filme mitverantwortlich dafür, dass die Nachfrage nach Teufelsaustreibungen steigt. An dem sechstägigen Schulungskongress an der katholischen Universität Regina Apostolorum nahmen Mitte April etwa 170 Fachleute aus über 30 Ländern teil. Spielfilme über Teufelsaustreibungen verzeichnen nach ihrer Ansicht das Phänomen dämonischer Besessenheit; sie könnten besonders für junge Zuschauer das Böse als „sexy“ darstellen. Jugendliche würden auch durch Musikstile wie Hardrock oder Heavy Metal, die satanische Botschaften verbreiten, zum Okkultismus verführt, so der italienische Religionssoziologe Prof. Guiseppe Ferrari. Nach seinen Erkenntnissen wächst die Zahl der Vampir-Gruppen, die Menschenblut trinken. Diese Gemeinschaften verleiteten auch zu speziellen sexuellen Praktiken, um dadurch besondere Kräfte zu erlangen.

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Superstition Is Making Beijing’s Air Pollution Even Worse

Chart: Nan Zhong

There are a lot of things contributing to the record-level air pol​lution suffocating the capital of China, but there’s one factor making an impact that you might not have considered: good, old-fashioned superstition.


By Kaleigh Rogers|MOTHERBOARD

After the Olympics in 2008 (during which Beijing cut its traf​fic in half by alternately banning odd-number-ending license plates and even-number-ending plates) the city introduced a longer term traffic ban based on the last number of each license plate. Every plate in the city ends with a number between 0 and 9, so each day during the workweek, two ending digits are banned from the road between 7 AM and 8 PM (on Monday, license plates ending in 1 and 6 are banned, for instance).

Here’s the problem: on one day of the week, the number 4 is banned. In Chinese numerology, the number 4 is very unlucky (it sounds a lot like the word death, so, understandably people avoid it). Because of this superstition, a lot of people reject license plates ending in 4.

So since there aren’t as many “4” cars registered in Beijing, the ban doesn’t take as many cars off the road as it does for other numbers. Nan Zhong, a PhD student in the sustainable development program at Columbia University, wanted to find out whether this makes a noticeable impact on the air quality, traffic congestion, and public health. Though her research has not been published in a peer-reviewed journal (Zhong told me she’s in the process of submitting it at a few publications), she presented her findings Thursday at the school’s symposium on sustainable development.

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Scientology, Netzfrauen, Spirit of Health: Wenn Blödmannsgehilfen aktiv werden

Aus aktuellem Anlass stellen wir heute mal die Doku

Die Spitzel von Scientology: Der Sektengeheimdienst OSA”

vor, die im Februar bei Phoenix wiederholt worden ist.

Darin sieht man so schön, wie Sekten-Honks sich breitbrüstig und schmalhirnig vor Kritikern aufpumpen, diese fotografieren oder in absurde Diskussionen verwickeln.

Von Bernd Harder|GWUP–Die Skeptiker

Ach so – was genau ist der aktuelle Anlass?

Das überlassen wir der Phantasie von diversen “Netzfrauen” und MMS-Fans, die zurzeit um Psiram und den Deutschen Konsumentenbund herumschleichen.

Macht Euch doch nicht lächerlich, oder wollt Ihr ausgelacht werden, so wie diese Scientologen-Blödmannsgehilfen?

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