England Will Ban Prescriptions for Homeopathy and Other “Low Value” Treatments

Image: Friendly Atheist
Doctors shouldn’t be able to prescribe patients homeopathy, which is “at best a placebo” and a “waste of money,” according to England’s National Health Service.

By David G. McAfee | Friendly Atheist

Homeopathy, a method of diluting medicine (often until there are no measurable active ingredients), is completely unregulated in England and doctors there are sometimes able to prescribe it at no cost to the patient. NHS England now says this is a waste of funds, and I couldn’t agree more.

The NHS hopes to save £200 million per year by ending prescriptions for homeopathy along with a wide range of “treatments” that have never been proven to work. Simon Stevens, the head of NHS England, called homeopathy “at best a placebo and a misuse of scarce NHS funds.”

“The public rightly expects that the NHS will use every pound wisely, and today we’re taking practical action to free up funding to better spend on modern drugs and treatments.”

This is a major move for England, where a large portion of the population believes homeopathy is effective. According to one study, 39% of British people support it despite the British Pharmacological Society saying “there is no condition for which homeopath is convincingly effective.”

read more

Das wütende Plädoyer eines Arztes gegen „Clean Eating“

Anders als von vielen angenommen, ist „Clean Eating“ nicht automatisch gesund. © Oppenheim Bernhard/Getty Images
In sozialen Netzwerken wie Instagram ist „Clean eating“ der große Hype. Der britische Arzt Dr. Max Pemberton warnt nun vor der Trend-Ernährung. Sie sei gar nicht gesund – und könne sogar tödlich sein.

stern.de

Schaut man sich in sozialen Netzwerken um, kommt man um den Hype „Clean Eating“ kaum herum. Vor allem bei Instagram und Youtube widmen sich Tausende Beiträge dem vermeintlich sauberen Essen. Der britische Arzt Dr. Max Pemberton warnt nun in einem Gastbeitrag bei der „Daily Mail“ vor den riesigen Gefahren der Trend-Ernährung.

Mit denen kennt Dr. Pemberton sich aus. Er behandelt als im Auftrag des britischen Gesundheitsdienst NHS junge Menschen, meist Frauen, die sich mit „Clean Eating“ fast zu Tode gehungert haben. „Clean Eating“ bezeichnet den Versuch, auf verarbeitete Nahrung zu verzichten und nur frisch zu essen. Doch hinter dem wohlklingenden Versprechen von der „sauberen Nahrung“ steckt nach Dr. Pembertons Ansicht vor allem eines: Mangelernährung.

weiterlesen

The US Army Funded Astral Projection and Hypnosis Research in the 80s

Image: CIA
This is a real-life X-File.

By Caroline Haskins | MOTHERBOARD

Human consciousness is nothing but an intersection of energy planes that forms a hologram able to travel through spacetime—across the universe, and into the past, present, and future.

I read about this idea in a CIA document about the US Army. Yes, the US Army. The institution that painstakingly crafts an image of commitment to pragmatic and logical objectives. When I was reading through the documents, I was certainly a bit surprised.

According to the declassified CIA documents that I read, the US Army was extremely interested in psychic experimentation. From the late 1970s into the 80s, it even paid for intelligence officers to go on weeklong excursions to an out-of-the-way institute specializing in out-of-body experiences and astral projection.

The documents were declassified as early as 2001, but they caught my eye when they appeared in a /r/conspiracy post earlier this month. The psychic experimentation program, which was called „Project Center Lane,“ interviewed Army intelligence officers in order „to determine attitudes about the possible use of psychoenergetic phenomena in the intelligence field,“ according to the declassified CIA document from 1984.

As a huge fan of The X-Files, I couldn’t resist reading as much as I could about Project Center Lane, which looks like it could have appeared on the show.

In June 1983, Army Commander Wayne M. McDonnell was asked to give his commander an assessment of the psychic services provided by the Monroe Institute, a non-profit organization focused on treatments designed to expand a person’s consciousness. The Monroe Institute is known for its patented „Hemi-Sync“ technology, which uses audio to synchronize the brainwaves on the left and right sides of the brain. According to the organization’s website, this makes the brain vulnerable to hypnosis. McDonnell himself had completed the seven-day psychic program the month prior at the institute, which is lodged in the middle of Virginia’s Blue Ridge Mountains in a town called Faber, about 30 miles east of Charlottesville.

read more

Sektenexperte: Tausende Angebote für den Umstieg in die Parallelwelten

Bild: Die Tagespost/Symbolbild
Sektenexperte warnt, dass immer mehr Österreicher sich in Parallelwelten zurückziehen. Es entstünden zunehmend mehr kleine sektenartige, fundamentalistische religiöse und politisch radikale Gruppen

Von Walter Müller | derStandard.at

Es sei zuletzt etwas ruhiger geworden um die Sektenszene in Österreich, wohl auch, weil sie sich in „ein wild wucherndes Feld mit tausenden Angeboten“ aufgesplittet habe, sagt der steirische Sektenexperte Roman Schweidlenka. Es entstünden immer mehr kleine Gruppen, die Sektenmerkmale aufwiesen, das gelte für die breit gefächerte Esoterikabteilung ebenso wie für fundamentalistische religiöse, aber auch radikale politische Gruppen.

Schweidlenka ortet ein immer stärkeres Abgleiten in Parallelwelten, „die sich abkapseln und die mit dem Rest der Gesellschaft nichts mehr zu tun haben wollen“, sagte der Sektenfachmann am Donnerstag bei der Präsentation des steirischen „ESO“(Esoterik, Sekten und Okkultismus)-Jahresberichts in Graz.

weiterlesen

Warum Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen

Themenbild: BR24
Viele Eltern lassen ihre Kinder nicht impfen. Und das, obwohl die Masern auch gefährlich verlaufen können. Aktuelle Zahlen zeigen, gerade in Bayern gibt es Regionen, in denen Menschen nicht zum Impfen gehen.

Von Jeanne Turczynski | BR24

Tom heißt im wirklichen Leben anders. Er lebt in München, hat drei Kinder, fünf, sieben und neun Jahre alt. Sie sind weitestgehend nicht geimpft:

„Ich denk, das ist vielleicht ein bisschen naiv, aber dass Kinder durch gute Ernährung und Selbstheilungskräfte des Körpers nicht krank werden. Aber wenn so eine Krankheit kommt, gerade die Kinderkrankheiten, dann stärkt es das Kind auch.“Tom,
Vater von drei Kindern

Tom ist mit seiner Meinung nicht alleine. Der aktuelle Versorgungsatlas Bayern zeigt, dass etwa in den Regionen Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz und Rosenheim nicht einmal die Hälfte aller Kinder beide Impfungen gegen Masern bekommen. Viele Eltern misstrauen den Impfungen, halten sie nicht für sicher – oder haben das Gefühl, nicht wirklich beraten zu werden – so wie Tom:

weiterlesen

Anthroposoph Götz Werner erklärt, warum uns das Grundeinkommen nicht zu Faulpelzen macht

Götz Werner spricht über das Grundeinkommen © picture alliance / dpa
Der Chef der Drogeriekette dm, Götz Werner, ist Verfechter des Grundeinkommens. In einem Interview erklärt er, warum das Geld für alle nicht faul macht – und ungeliebte Jobs wie Toiletten putzen besser bezahlt werden müssten.

stern.de

Über kaum eine gesellschaftliche Theorie wird derzeit so sehr gestritten wie über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE). 1000 Euro pro Monat soll jeder Bürger bekommen, ohne dafür arbeiten gehen zu müssen. Kinder bekommen die Hälfte des Betrags. Finanziert werden soll das System dadurch, das staatliche Leistungen wie Hartz IV oder Kindergeld gestrichen und die Steuern angehoben werden. Ein großer Verfechter dieser Idee ist der dm-Chef Götz Werner. Im Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ erklärt er, warum er so fest ans Grundeinkommen glaubt.

Ein großer Kritikpunkt am BGE ist die Frage, wie es mit miesen, aber notwendigen Jobs weitergehen würde. Wenn jeder genug Geld zum Leben hätte, wären Jobs wie Toiletten reinigen oder körperlich anstrengende Arbeit schwer zu besetzen.

weiterlesen

Die Geschichte von Australiens unheimlicher Sekte „The Family“ – die weibliche Jesus-Reinkarnation

Bild: VICE.com
LSD, Kindesentführungen und Gewalt: Zwei Journalisten zeigen, wie eine Yoga-Lehrerin in den 60ern Hunderte Menschen in ihren Bann zog.

Von Maddison Connaughton | VICE.com

961 klopfte eine Yoga-Lehrerin unangekündigt an der Tür des Rektors des Queens College in Melbourne. Obwohl die beiden sich nicht kannten, konnte die Frau den angesehen Psychologen Raynor Johnson bei einer Tasse Tee davon überzeugen, dass sie ein spirituelles Wesen mit hellseherischen Fähigkeiten sei. In den darauffolgenden drei Jahrzehnten zog Anne Hamilton-Bryne noch viele weitere Menschen in ihren Bann und baute so eine religiöse Sekte um sich herum auf. Für die Mitglieder dieser Sekte, die als „The Family“ bekannt wurde, war Hamilton-Bryne die weibliche Reinkarnation von Jesus.

Über die unheimliche Geschichte von The Family haben Rosie Jones und Chris Johnston nun ein gleichnamiges Buch geschrieben. Die Filmemacherin und der Journalist befassen sich schon seit Jahren getrennt voneinander mit der Sekte – Jones für ihre Dokumentation The Family und Johnston für eine Artikelreihe. Sie versuchen, die Geschichte von Hamilton-Bryne und ihren bis zu 500 Gefolgsleuten zu rekonstruieren.

weiterlesen

Wenn Politiker raten: Kein Sex! Kein Fleisch! – „Hindu Science“

Massiv beanstandete Unterhose mit Ganesha-Abbildung (Foto: spreadshirt.de)
Plastische Chirurgie wurde vor Jahrhunderten von Hindus erfunden, ebenso das Flugzeug. Und werdenden Müttern hilft eine Darmreinigung. In Indien sind bizarre Theorien auch unter Spitzenpolitikern beliebt.

Von Sohini Chattopadhyay | Süddeutsche.de

Das sollte die Ärzte wohl beeindrucken. Schon im antiken Indien habe es plastische Chirurgie gegeben, sagte der indische Premierminister Narendra Modi vor hochrangigen Medizinern kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2014; der Hindu-Gott Ganesha – wegen seines Rüssels bekannt als Elefantengott – sei ein prominentes Beispiel dafür. Und mehr noch: Der Krieger Karna – das uneheliche Kind aus dem indischen Epos Mahabharata – sei ein Beispiel für frühe Stammzelltechnologie.

Das ist in etwa so, als würde man in christlichen Kulturkreisen die Geburt Jesu als Erfolg der Gentechnik darstellen. Seither hat die indische Regierung und ihre Organisationen immer wieder mit dubiosen Wissenschaftsdeutungen für Aufsehen gesorgt. Zwar schätzt auch die aktuelle Regierung Forschung durchaus, ebenso wie medizinischen Fortschritt, doch was sie darunter genau versteht, ist mitunter erstaunlich. Kein Fleisch, kein Sex. Dafür schöne Gedanken – und hübsche Bilder an den Wänden. Solche Ratschläge erteilt ein von der Regierung herausgegebenes Infoheft schwangeren Frauen. Das Büchlein „Mother and Child Care“ rate außerdem zu inspirierender Lektüre über besondere Persönlichkeiten sowie dazu, sich wohlige Gedanken zu machen – berichtete die Hindustan Times, die zweitgrößte englischsprachige Tageszeitung des Landes.

weiterlesen

Kirchlicher Sektenbeauftragter: Nur unsere Esoterik ist ungefährlich, alles andere nicht

Bild: svz.de

Von Bachblüten-Tropfen bis Pendeln: Das Millionengeschäft Esoterik boomt. So die Prognose der aktuellen Folge des WDR-Formats „daheim + unterwegs“. Um über das Thema „Esoterik“ zu diskutieren, wurde auch Andreas Hahn, früherer Pfarrer in Verl und Halle sowie Religionslehrer in Bielefeld, eingeladen. Der Sektenbeauftragte der evangelischen Kirche von Westfalen berät auch Esoterik-Aussteiger.

Von Melanie Wigger | Neue Westfälische

Der Kult ist im Trend. „Wir leben in einer hochindividualisierten Gesellschaft“ und in dieser könne man sich seine Religion wie an einem Buffet zusammenstellen. „So kann ich Yoga als Entspannungstechnik betreiben, ohne Buddhist zu werden.“

Zudem bieten die esoterischen Angebote Wege zur Selbstoptimierung: „Ich kann wecken, was in mir steckt – das ist natürlich hochattraktiv in unserer Gesellschaft. Es bietet Erlebnisqualitäten, die nur positiv besetzt sind.“

weiterlesen

Warum verbarg der Vatikan die „Prophezeiung Marias“?

„Wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist“: Statue der Maria von Fátima Quelle: picture alliance / Stefano Spazi
Im Jahr 1917 offenbarte sich Maria mehrmals drei portugiesischen Kindern. Eines brachte später die „Geheimnisse“ zu Papier. Mehrere Päpste ließen die Botschaft im Archiv des Vatikans verschwinden.

Von Thomas Jansen | DIE WELT

Die drei Hirtenkinder Lúcia, ihre Cousine Jacinta und ihr Cousin Francisco hüteten am 13. Mai 1917 bei der Stadt Fátima in Portugal die Schafe der Familie Santos. Um die Mittagsstunde sei plötzlich ein merkwürdiges Leuchten über das Land gekommen, und in der Krone einer Steineiche sei eine Frau in Weiß erschienen, berichteten sie am Abend. Die Dame hätte ihre Hände gefaltet, mit ihnen gesprochen und versichert, sie würde die nächsten Monate jeweils am 13. Tag um dieselbe Stunde zurückkehren.

Den kirchlichen Autoritäten war klar, dass es sich nur um Maria handeln konnte. Umgehend wurde Fatima zu einem populären Wallfahrtsort. Jacinta und Francisco wurden ein Opfer der Spanischen Grippe. Lúcia trat in das Kollegium der Dorotheerinnen von Vilar bei Porto ein und wurde Nonne. 1941 brachte sie die ersten Geheimnisse, die ihr die Heilige Jungfrau anvertraut hatte, zu Papier, 1944 folgte der Bericht über Mariae Botschaft vom 13. Juli 1917. Der versiegelte Briefumschlag aus Portugal wurde für zwei Generationen eine der am besten gehüteten Verschlusssachen des Vatikans.

weiterlesen

Vatikan verbietet den glutenfreien Jesuskeks

Jesus-Keks. Themenbild

Angesichts heutzutage überall erhältlicher Produkte für das christliche Abendmahl maßregelt der Vatikan seine Bischöfe. Die sollen zukünftig ganz genau darauf achten, welche Produkte sie den Gläubigen überhaupt anbieten.

n-tv.de

In einem Rundbrief hat der Vatikan weltweit Bischöfe an die Bestimmungen für die Kommunion erinnert. Da Hostien und Wein heutzutage auch im Internet oder in Supermärkten angeboten würden, müssten Bischöfe die Qualität der notwendigen Produkte besonders überwachen, mahnt der Vatikan darin.

Der für das heilige Sakrament zuständige Geistliche Robert Sarah fordert deshalb auch Hersteller von Hostien zu „absolutem Respekt“ vor der Eucharistie auf. Die Produzenten von Hostien, deren Zutaten genetisch verändert wurden, dürfen aber aufatmen. „Die Kongregation hat entschieden, dass eucharistische Materie, die mit genetisch veränderten Organismen zubereitet wurde, als gültige Materie angesehen werden kann“, hieß es in der Erklärung.

weiterlesen

„Wunderheiler“ Hamer ist tot

Ryke Geerd Hamer – (c) Reuters Pool New
In Österreich war Ryke Geerd Hamer 1995 bekannt geworden, als er den Eltern der sechsjährigen krebskranken Olivia von einer schulmedizinischen Behandlung abriet.

Die Presse.com

Der ehemalige deutsche Arzt und selbst ernannte Wunderheiler Ryke Geerd Hamer ist tot. Das berichtete am Dienstagabend die Online-Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“. In Österreich war Hamer 1995 durch den „Fall Olivia“ bekannt geworden.

Hamer riet damals den Eltern der sechsjährigen krebskranken Niederösterreicherin Olivia Pilhar von einer schulmedizinischen Behandlung ihrer Tochter ab. Sie flüchteten mit dem Kind nach Spanien, um die Chemotherapie zu verhindern. Nach der Rückkehr nach Österreich wurde das Mädchen schulmedizinisch mit Operation und Chemotherapie behandelt und letztlich geheilt.

weiterlesen

Wie die Nazis Werwölfe und Astrologie für ihre Propaganda nutzten

Bild: vice.com
Das neue Buch ‚Hitler’s Monsters‘ untersucht, was die Nazis mit dem Übernatürlichen zu tun hatten.

Von J. W. MCCORMACK | VICE.com

Nazis und Mythologie – diese Themen passen auf den ersten Blick vielleicht nicht so gut zusammen. Aber das Dritte Reich hatte mit Glauben und Aberglauben überraschend viel am Hut. Das erklärt auch das neue Buch Hitler’s Monsters von Eric Kurlander, einem Historiker und Nazi-Experten an der Stetson University in Florida.

Kurlander erklärt, wie die Anführer Nazi-Deutschlands die Naturwissenschaften vernachlässigten und „Randwissenschaften“ vorzogen, um ihre Ideologie zu legitimieren. „Randwisschenschaft“ ist eine Bezeichnung, die von Okkultisten aus den 1930ern stammt und Gebiete wie Parapsychologie, Astrologie und Hellseherei meint. Die völkische Bewegung neigte zu „Fantasien rassischen Glaubens“, wie Hanns Hörbigers Welteislehre, nach der die meisten Himmelskörper aus Eis bestehen. Im Dritten Reich versuchte man, die germanische und „arische“ Geschichte mit dieser Theorie zu verknüpfen. Kurlander zitiert den Dichter Gottfried Benn, der von einer „Bindung rückwärts als mythische und rassische Kontinuität“ sprach.

weiterlesen

Nein, wir betreiben keinen Kindersklaven-Ring auf dem Mars – sagt die Nasa

Kolonien auf dem Mars? Gibt es nicht, sagt die Nasa (Symbolbild) © gremlin/Getty Images
Entführt die Nasa Kinder und schickt sie als Sklaven auf den Mars? Nein, sagt die Raumfahrtbehörde und wehrt sich damit gegen Vorwürfe eines ehemaligen CIA-Spions. Der behauptet das bei einer von Donald Trumps Lieblings-Radiosendungen.

stern.de

Verschwörungstheoretiker haben die Nasa schon lange auf dem Kieker, die US-Behörde soll schließlich die Mondlandung gefälscht haben. Aktuell müssen sich die Weltraum-Forscher gegen einen besonders absurden Vorwurf wehren: Die Behörde entführe Kinder und machte sie auf dem Mars zu Sklaven – das behauptet immerhin ein ehemaliger CIA-Spion. Und konnte dabei auf Donald Trumps Ohr hoffen.

Der Ex-CIA-Mann Robert David Steel erzählte die Geschichte nicht irgendwo, sondern in der größten Verschwörungs-Show der USA: „The Alex Jones Show“. Der gleichnamige Moderator betreibt außerdem das rechte Portal „Infowars“. Und Steeles Auftritt war selbst für die ohnehin schon krude Sendung ziemlich irre.

weiterlesen

Dalai Lama eröffnet neues Tibethaus für Deutschland

Foto: brightsblog
Der Dalai Lama eröffnet am 12. September das neue Tibethaus für Deutschland in Frankfurt am Main. Die ehemalige Villa der Goethe-Universität, einen Steinwurf vom Congress Center der Messe entfernt, wurde für drei Millionen Euro aus Vereinsmitteln, Zustiftungen und Spenden erworben, wie der Geschäftsführende Vorstand Puntsok Tsering am Mittwoch erklärte.

evangelisch.de

Auf 600 Quadratmetern Nutzfläche biete das Tibethaus 300 Veranstaltungen im Jahr zu Kultur, Meditation, Achtsamkeit und Stressbewältigung, dazu Gespräche mit Schulklassen und Wechselausstellungen.

Das Tibethaus ist nach den Worten von Tsering das einzige in Deutschland. Nur die Tibethäuser in Frankfurt und New York seien vom Mutterhaus in Neu Delhi anerkannt und stünden unter der Schirmherrschaft des Dalai Lamas. Die zehn in Frankfurt angestellten Mitarbeiter würden von 600 ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt.

weiterlesen

Vatikan-Kommission erkennt Wunder in Medjugorje an

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Der Ort Medjugorje in Bosnien ist einer der beliebtesten katholischen Wallfahrtsorte mit rund 2,5 Millionen Pilgern im Jahr. Seit 1981 soll dort jeden Tag die Jungfrau Maria erscheinen.

evangelisch.de

Eine Untersuchungskommission des Vatikan hat einem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge Vorgänge im bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje mehrheitlich als Wunder anerkannt. Bei einer geheimen Abstimmungen über die „Übernatürlichkeit der Anfänge des Phänomens“ hätten 13 der 17 Kommissionsmitglieder angegeben, die Übernatürlichkeit stehe fest, berichtete die Zeitung, indem sie aus dem internen Abschlussbericht des Gremiums zitiert.

Der Ort Medjugorje in Bosnien ist einer der beliebtesten katholischen Wallfahrtsorte mit rund 2,5 Millionen Pilgern im Jahr. Seit 1981 soll dort jeden Tag die Jungfrau Maria erscheinen. Der Vatikan hat die Erscheinungen bisher nicht anerkannt. Papst Benedikt XVI. richtete 2010 eine Expertenkommission ein, die das Phänomen untersuchen sollte. Ihr Gutachten wurde dem Heiligen Stuhl am 17. Januar 2014 übergeben, blieb seitdem aber unter Verschluss.

weiterlesen

Der Geist Gottes wird im Lärm der vielen Geister nicht mehr gehört

Theologische und säkulare Spiritualität nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sie in ihrer Verschiedenheit aufeinander zu beziehen, ist das Gebot der Stunde.

Von Christian M. Rutishauser | Neue Zürcher Zeitung

Die These gleich vorweg: Das Zusammenspiel von Religionsgemeinschaften mit der säkularen Gesellschaftsordnung scheint nur zu gelingen, wenn es aus einem vertieften Geist, aus Spiritualität getragen ist. Doch was bedeutet Spiritualität? Das Wort hört man nicht nur in der Kirche, sondern auch im säkularen Kontext oft. «Spiritualität», erst vor einem guten halben Jahrhundert über Hans Urs von Balthasar in den theologischen Diskurs im deutschen Sprachraum eingeführt, ist inzwischen zu einem Modewort geworden. Längst vom theologischen Bezugsrahmen gelöst, ist «Spiritualität» heute ein Containerbegriff, bezeichnet also alles Mögliche – Atmosphäre, Haltung und Werte.

Der Geist des Herzens

Spiritualität hat tatsächlich mit dem Geist zu tun, mit dem Spiritus. Dabei steht aber nicht das Geistig-Rationale, sondern das Geistig-Geistliche im Vordergrund, nicht der analytisch-kritische Geist, der die Welt erforscht, sondern der Geist, der sich auf Mitmenschen hin öffnet, ja auf das Göttliche hin. Die Sehnsucht nach Spiritualität in der gegenwärtigen Gesellschaft drückt die Sehnsucht nach einem Geist aus, der nicht im Alltäglichen und Oberflächlichen steckenbleibt. Ein Geist, der verbindet und der Beziehungen tief und echt macht, wird gesucht. Es ist der Geist des Herzens, der auch mit dem Göttlichen verbindet. Spiritualität ist also nicht irrational, nicht das Gegenteil des logischen Denkens. Spiritualität ist vielmehr ergänzend. Sie wirkt einer Verkümmerung des Geistes entgegen, der nur das Materielle, das Technische oder nur den Nutzen sieht.

weiterlesen

Atheismus als „großes Experiment der Neuzeit“ sei gescheitert

Wiener Pastoraltheologin Polak bei Podiumsdiskussion u.a. mit Philosoph Liessmann in Österreichischer Akademie der Wissenschaften: Angriffe von Seiten des Atheismus helfen Religion, „ihre innere Rationalität auszuloten und zu erklären“ Bild. kathpress
Angesichts grassierender religiöser Gewalt zunehmend auch in Europa braucht es ein Mehr an religiöser Bildung: Das hat die Wiener Pastoraltheologin Regina Polak bei einer Podiumsdiskussion am Montagabend in Wien unterstrichen.

kathpress

„Wir müssen lernen, auch mit unüberwindbaren Differenzen zu leben, dazu scheint mir religiöse Bildung ganz wichtig.“ Den Atheismus als „großes Experiment der Neuzeit“ betrachte sie als gescheitert, da er es nicht vermochte, „die Grundfrage des endlichen Menschen nach einer anderen Wirklichkeit“ zu zerstören. Dennoch könne sie auch den atheistischen Versuchen, Religion zu desavouieren, insofern etwas abgewinnen, als sie die Religion herausforderten.

Polak äußerte sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Reihe „Science Talk“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. An dem Gespräch, das diesmal der Frage „Was ist Religion?“ gewidmet war, nahm weiters der Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker, die Religionswissenschaftlerin Birgit Heller und der Philosoph Konrad Paul Liessmann teil.

weiterlesen

Das Grundgesetz lässt grüßen

© F.A.Z. Der „deutsche Gruß“ verlieh Hitler die Wirkungsmacht einer göttlichen Instanz. Davon war auch die Symbolik des Sports betroffen – hier sind die Sieger im Großen Preis von Deutschland 1939 zu sehen.
Der Hitlergruß war keineswegs ein Gruß, sondern ein Angriff auf die Menschenwürde. Er militarisierte die Selbstdarstellung der Individuen und erzeugte eine magische Illusion.

Von Boris Holzer | Frankfurter Allgemeine

Die Eigenheiten einer Epoche lassen sich an großen Ereignissen und Personen ablesen, aber auch an Veränderungen des Alltags. In seinem nun in einer erweiterten Neuauflage erschienenen Buch über den „deutschen Gruß“ zeigt der Soziologe Tilman Allert eindrucksvoll, wie gesellschaftliche Zäsuren sich in unscheinbaren Alltagshandlungen niederschlagen. Gegenstand der Studie ist der Hitlergruß, der sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ebenso schnell verbreitete, wie er mit dem Ende ihres Regimes verschwand.

Die alltägliche Begrüßung wird kaum mehr als bewusst ausgeführte Handlung erfahren und daher in ihrer sozialen Bedeutung oft unterschätzt. In der Reduktion sozialer Wechselwirkung auf ein kommunikatives Angebot und dessen Erwiderung ist sie „das kürzeste Stück Gesellschaft“ und Anfang für weiteren Austausch. Der Gruß fungiert, so Allert, als „Türöffner der Kommunikation“. Er stiftet eine gemeinsame Gegenwart der Beteiligten, etabliert eine Verpflichtung zur Wechselseitigkeit und leitet eine mögliche gemeinsame soziale Beziehung ein.

weiterlesen

Verführer, Einflüsterer und Urväter der Fake-News

foto: picturedesk.com / interfoto / friedrich Ob „Bezaubernde Jeannie“, Geist aus der Flasche, islamische Website oder Volksmärchen: Dschinn beschäftigen die Menschen bis heute – besonders oft auf dem Balkan. Mitunter wird sogar der Imam bemüht, um den vermeintlichen Dämon (oder den Ehepartner) zu besiegen.

Auf dem Balkan ist der Glaube an Dschinn verbreitet. Die Dämonen, die versuchen, die Menschen auf Irrwege zu bringen, werden auch im Koran erwähnt

Von Adelheid Wölfl | derStandard.at

Edo stand von Beginn an unter Mirjanas Schlapfen. Sie diktierte, was er zu tun hatte, sie verlangte Geld für eine neue Küche, für ein neues Sofa, für ihre Maniküre. Edo getraute sich nie, nein zu sagen, er verschuldete sich, er wurde zappelig. Aber er war Mirjana voll und ganz verfallen. Edos Eltern schauten eine Weile zu, dann rückten sie mit ihrer Diagnose heraus: „Edo, du bist von einem Dschinn besessen!“, sagten die Bosnier. Und der arme Edo suchte nach einem Imam, der ihm den Dschinn austreiben sollte.

Der Glaube an die Dschinn ist nicht nur unter Muslimen auf dem Balkan verbreitet. Wenn jemand ungewöhnliches Verhalten zeigt, wird ein Dschinn dahinter vermutet. Vielen Schwulen, die sich trotz stetiger Ermahnungen nicht für Frauen interessieren, wird etwa ernsthaft geraten, sich den „Dschinn“ austreiben zu lassen. In diesen vormodernen Vorstellungswelten werden Phänomene, die nicht ins eigene Weltbild passen oder Angst machen, nach außen ausgelagert.

weiterlesen