Archiv der Kategorie: Esoterik

Dodo Käßmann: Luther war ein Fan von Maria

Margot-KässmannDie evangelische Reformationsbotschafterin Margot Käßmann wird Schirmherrin der geplanten Ausstellung “Madonna. Frau – Mutter – Kultfigur” des Niedersächsischen Landesmuseums in Hannover. Maria sei von Luther noch verehrt, später aber als Heilige abgelehnt worden, schreibt sie in einem Grußwort.


evangelisch.de

Die Schau über Maria, die Mutter Jesu, zeichnet mit Leihgaben unter anderem aus London, Wien, Rom und Berlin den Weg von den antiken Muttergöttinnen über den Marienkult im Mittelalter bis zur Darstellung der Madonna in der zeitgenössischen Kunst nach, teilte das Museum am Freitag mit. Sie soll am 16. Oktober beginnen. Maria wird seit Jahrhunderten als “Madonna” verehrt.

“Für Protestanten war Maria lange Zeit eher ein Tabuthema, weil sie sich absetzen wollten von römisch-katholischer Marienverehrung”, schreibt Käßmann in einem Grußwort: “Dabei war der Reformator Martin Luther ein großer – heute würden wir sagen – ‘Fan’ Marias.” Käßmann ist Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Esoterik und Zen im Private Banking

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Führungskräfte in Pferdeställen, Mitarbeiter in Psychoseminaren und Meditieren vor wichtigen Kundengesprächen. Die Esoterik-Welle hat das Private Banking erreicht.


finews.ch

Die Achtsamkeitsmeditation ist als Allzweckwaffe zur Optimierung sämtlicher Lebensbereiche bereits bekannt. Die von Buddhisten-Mönchen angewendete Medidationsform fördert eine besondere Form der Aufmerksamkeit und verhilft zu einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand.

Die «Mindfullness» – den englischen Begriff kann das deutsche Wort Achtsamkeit nur unvollständig wiedergeben – findet als Konzept nun auch Eingang ins Private Banking. Tatsächlich soll es die Kundenberater-Ausbildung ergänzen, wie das Branchenportal «Wealth Management» schreibt.

Achtsamkeit, als eine Kombination von östlicher Philosophie mit westlicher Psychologie und Medizin, sei «fruchtbar für die Berater-Kunden-Beziehung» schreibt die Autorin des Berichts Patricia Angus. Sie leitet ein Beratungsunternehmen für Family Offices. Hier beschreibt sie die Methode und gibt gleich die richtige Anleitung dazu:

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Spirituell: Rechte Esoterik

© Bild: Corbis

Rechte und Rechtsextreme hatten immer ein besonderes Naheverhältnis zur Esoterik


Von Daniel Steinlechner|NEWS.at

Heinz-Christian Strache vertraut einer Mystikerin und einem Schamanen, wie News berichtete. Der FPÖ-Chef ist mit seinem Interesse an Esoterik nicht allein. Sie ist weit verbreitet und ein Milliardengeschäft. Allein in Deutschland werden die Umsätze auf mehr als 25 Milliarden Euro geschätzt. Esoterik ist ursprünglich ein griechisches Wort und bedeutet „dem inneren Bereich zugehörig“. Es bezeichnete philosophische Lehren, die nur einem eingeweihten Kreis an Personen zugänglich sind. Heute versteht man Esoterik hingegen als Sammelbegriff für diverse Lehren, die abseits der anerkannten Religionsgemeinschaften stehen und oft auch miteinander verbunden werden. Vom Geisterglaube über Schutzengel-Talismane bis zum Hellsehen oder dem Kartenlesen umfasst es einen breiten Bereich an spirituellen Angeboten. Politisch war die Esoterik bei den Rechten immer besonders stark verankert.

Esoterik bietet einen Halt in einer Welt die raschen Veränderungen ausgesetzt ist. Lösungsmöglichkeiten die bei der Persönlichkeit ansetzen und durch einfach zu befolgende Rituale, Magie oder Kuren Heilung und Glück versprechen. Seit Beginn der modernen Wissenschaft gibt es eine esoterische Gegenwissenschaft. Die Esoterik bietet Antworten auf Fragen die die Wissenschaft stellt und scheinbar nicht beantworten kann. Einfache Antworten auf komplizierte und unsichere Lebenslagen. In diesen befinden sich Politiker besonders häufig. Wenig verwunderlich, dass seit der Antike Politiker aller politischen Fraktionen Halt in der Esoterik fanden. So unterschiedliche Politiker wie Stalin und der ehemalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt sollen beispielsweise die Dienste von Wahrsager in Anspruch genommen haben.

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Wer fragt und sucht, der glaubt schon

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

7,3 Milliarden Menschen leben auf der Erde. Die meisten von ihnen gehören einer Religion an. Doch auch wer sich als areligiös bezeichnet, glaubt an irgendetwas. Ohne Glaube geht’s nicht.


Von Markus Bauer|Stuttgarter Nachrichten.de

„Wir sind eine Gang, eine jesusmäßige Familie. Uns verbindet die erlebte Liebe unseres genialen Gottes. Er demonstriert an einem Haufen völlig unterschiedlicher Freaks, dass er durch Ergänzung Einheit in gigantischer Vielfalt schaffen kann.“ Dieses Glaubensbekenntnis stammt von den Jesus Freaks, einer 1991 in Hamburg gegründeten christlichen Glaubensbewegung mit rund 2000 Mitgliedern. Sie wollen „Freaks, Punks, Hippies und Szeneleuten“ eine spirituelle Heimat bieten, in der sie „sich wohlfühlen“.

Liebe, Friede und Jesus Christus

„Love, Peace and Jesus Christ“ (Liebe, Frieden und Jesus Christus) ist die Botschaft aller christlichen Gemeinschaften. Mit fast 2,3 Milliarden Anhängern ist das Christentum vor dem Islam (1,6 Milliarden) und dem Hinduismus (900 Millionen) die am weitesten verbreitete Religion. Der Glaube an Jesus eint schätzungsweise 30 000 christliche Kirchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kleine Gruppen wie die Kirche der Jünger Christi (700 Mitglieder), die Alt- Katholische­ Kirche der Mariaviten in Polen (29 000) oder die Christliche Kirche von Pasundan (33 000) gehören genauso dazu wie große Bekenntnisgemeinschaften – etwa die Evangelische Kirche in Deutschland (26 Millionen) oder die Römisch-Katholische Kirche (rund 1,2 Milliarden Anhänger).

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Erzapostel Schick: Pfingsten ist “Stiefkind” unter Feiertagen

FB-Seite des  Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB

FB-Seite des Bamberger Bishcofs Schick. Screenshot: BB

Pfingsten ist nach Einschätzung des katholischen Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick ein “Stiefkind” unter den christlichen Feiertagen.


evangelisch.de

Während Sinn und Bedeutung von Weihnachten und Ostern bekannt sind und die Feste selbst von Nichtchristen begangen würden, sei das bei Pfingsten anders, sagte Schick am Samstag: “Mit Pfingsten können viele Menschen nichts anfangen. Der Heilige Geist ist das unbekannte Wesen.” Dabei sei der Geist aber wichtig, und es müsse mehr von ihm geredet werden. Der Geist gebe den Menschen Würde und Rechte und verbinde sie in ihrer Verschiedenheit.

“Ohne diesen verbindenden Heiligen Geist gibt es auch keine globale Menschheitsfamilie”, sagte der Erzbischof, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist. Ohne den Heiligen Geist gäbe es “nur Globalisierung des Kapitals, der Technik und der Informationen, die oft den Menschen nur bewerten und verwerten”, sagte Schick. Der Geist sei es auch, der die Wahrheit suche und erkenne, “dass jeder Mensch nicht Zufallsprodukt der Natur ist, sondern in Gottes Plan und Willen seinen unverwechselbaren Platz hat”.

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Eidgenössisch diplomierte Esoteriker

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Meilenstein für die Naturheilpraktiker: Homöopathen und Ayurveda-Therapeuten können in Zukunft ein eidgenössisches Berufsdiplom erlangen.


Von Hugo Stamm|Tages Anzeiger

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat am 28. April 2015 die Höhere Fachprüfung für Naturheilpraktiker genehmigt. Somit dürfen Globuli neu mit dem Segen der staatlichen Behörden verabreicht werden. Das ist ein Durchbruch für die Alternativmedizin. Ihre Vertreter können nun nicht nur mit den Krankenkassen abrechnen, sie werden auch noch mit einem eidgenössischen Diplom geschmückt.

Die «Organisation der Arbeitswelt Alternativmedizin Schweiz OdA AM», die die Anerkennung anstrebte, jubiliert: «Diese Berufsreglementierung ist ein wichtiger Meilenstein im schweizerischen Gesundheitssystem. Europaweit hat ein anerkannter Abschluss Pilotcharakter und bewirkt eine Verankerung der Alternativmedizin in der Gesellschaft

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Faith Healing Kills Children

Sick children need doctors and medicine, not faith and prayer. Photo by djedzura/Shutterstock

As preventable diseases like measles and whooping cough are reappearing in the United States, many anti-vaxxers are re-evaluating their opposition to immunization, and others are questioning nonmedical exemptions from vaccine requirements. The California state Senate, for instance, just overruled a long-standing law that permitted parents with religious and philosophical reservations to send their children to public and private schools without their shots.


By Jerry A. Coyne|Slate

This is a sound decision: Vaccinations are safe and essential for the health of our society. We cannot allow philosophy or faith to trump public health. But denying children potentially life-saving vaccines is just one part of the problem; I’d like to eliminate even more exemptions: those now enshrined in many laws permitting religious parents to withhold scientific medical care from their children in favor of faith healing.

Forty-eight states—all except West Virginia and Mississippi—allow religious exemptions from vaccination. (California would be the third exception if its bill becomes law.) A similar deference to religion applies to all medical care for children. As the National District Attorneys Association reports, 43 states give some kind of criminal or civil immunity to parents who injure their children by withholding medical care on religious grounds.

If your faith mandates spiritual healing and your child dies because you offer prayer instead of insulin or antibiotics, your chances of being charged with a crime are slim. There are religious exemptions for child neglect and abuse, negligent homicide, involuntary manslaughter. Several states allow parents to use a religious defense against charges of murder of their child—and in some places they can’t be charged with murder at all. And even when parents are prosecuted, acquiescence to religious belief often leads to their being acquitted or given light sentences, including unsupervised parole. None of this, of course, applies to parents who refuse medical care on nonreligious grounds; those individuals get no immunity from prosecution.

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Astrologische Leichenfledderei zum Germanwings-Unglück

Absturzstelle, Bild: gmx.ch

Als Ende März der Absturz eines Germanwings-Fluges tagelang die Medien beschäftigte war klar, dass einige Astrologen eine solche Vorlage zur Leichenfledderei dankbar annehmen würden. Hier eine kleine Auswahl dieser Pietätlosigkeiten …


Wahrsagerchecks Blog

Fangen wir bei Olaf Staudt an, der natürlich wieder irgendetwas vorhergesehen haben will. In seinem März/April Newsletter steht tatsächlich folgendes:

Spannungsreiche Konstellationen sind dann erneut an den Tagen um den 25. März fällig: Mars spiegelt sich mit Saturn, Sonne steht in Saturn/Pluto. Denkbare Entsprechungen sind einmal mehr extreme Wetterbedingungen, Unglücksfälle oder andere krisenhafte Ereignisse.

Die Prognose, dass irgendetwas “um den 25. März” passieren könnte ist schon lächerlich genug, denn bei einer solch allgemeinen Blablaprognose wäre auch das Umfallen eines der sprichwörtlichen chinesischen Reissäcke ja eine “denkbare Entsprechung”. Diese aber auch noch als auf das tragische Flugzeugunglück passend zu erklären ist schon eine ziemliche Frechheit. Und natürlich findet Herr Staudt sowohl im Horoskop des Absturzzeitpunkts, des Flugzeuges (!!!), der Bundesrepublik Deutschland (!!!) und natürlich in dem des Piloten massenhaft irgendwelche Pseudoerklärungen, die in folgender Passage gipfeln:

Die halbe progressive Sonne (SO/WI progressiv) deckte sich mit Saturn progressiv und Uranus Radix (Teiler 6) – Entsprechung für ein plötzliches, gravierendes Ereignis.
SO/WI progressiv in den Achsen SA/NE und UR/NE der Progression (Teiler 3) steht für psychisch belastende Zustände, Krankheit, Ohnmacht. Bereits diese Kombinationen allein hätten ausgereicht, um das Ereignis treffend zu beschreiben.

Nö!

Der Newsletter des Allgeier-Verlags zeigte sich von dem Ereignis überrascht:

Als die Maschine am 24. März um 10:01 in Barcelona abhob, fanden sich keine klassischen Absturzkonstellationen am Himmel. Als wir damals von dem Unglück hörten und noch nicht wussten, dass es die Tat eines Massenmörders war, waren wir zugegebenermaßen irritiert.

Aber nachher findet man natürlich doch noch etwas Passendes:

Das Abflugshoroskop deutet allerdings mit dem Fische-Neptun am Zenit im Quadrat zu Saturn und Aszendent an, dass in diesem Fall die Führung (10. Haus), also ein Pilot, psychisch angeschlagen war. Und Pluto im Todeshaus Haus 8 im Quadrat zu Uranus in Haus 11 kann für den Tod bzw. das Massenschicksal einer Gruppe stehen.

Aha! Und welches Horoskop hatte nun diese Gruppe? Wie bei Herrn Staudt werden nun hemmungslos astrologische Mutmaßungen über den Piloten vom Stapel gelassen, und nicht nur über ihn:

Nicht jeder Mensch, der wie Andreas Lubitz am 18.12.1987 geboren wurde, ist ein Mörder. Aber, wir können durchaus behaupten, dass Menschen an diesem Tag geboren wurden, durchaus schwierige Konstellationen im Horoskop haben.

Natürlich kann der Newsletter das behaupten, aber eine übelste Leichenfledderei bleibt diese bodenlose Frechheit trotzdem!

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Hinduismus: Die Praxis ist keine akademische Mär

Prof. Dr. Annette Wilke. Foto ska

Über die Rezeption hinduistischer Konzepte im Westen und westlicher Konzepte im Hinduismus hat die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Annette Wilke vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in der Ringvorlesung „Transfer zwischen Religionen“ gesprochen.


Westfälische Wilhelms-Universität Münster

In ihrem Vortrag behandelte sie die besonders intensiven religiös-kulturellen wechselseitigen Transfers seit Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Indien und der westlichen Welt, darunter auch Deutschland. Unter den westlichen Vermittlern waren Persönlichkeiten wie der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer und der Literat Hermann Hesse. „Im Ergebnis bewirkte die Rezeption hinduistischer Konzepte im Westen und umgekehrt auf beiden Seiten, dass Neues entstand und Überkommenes neu gedacht werden konnte“, so die Religionswissenschaftlerin in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters und des Centrums für religionsbezogene Studien (CRS) der WWU.

Im Zentrum der Ausführungen standen Persönlichkeiten, die „Indien-Wellen“ in Europa mitausgelöst hätten: um die Jahrhundertwende, in der Weimarer Zeit der 1920er Jahre und in den 1960er bis 1970er Jahren. Zu diesen „Vermittlern zwischen den Kulturen“ gehörten der indische Mönch und Reformer Swami Vivekananda (1863-1902), der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860), der Indologe und Schopenhauer-Schüler Paul Deussen (1845-1919), der Theologe und Religionsphänomenologe Rudolf Otto (1869-1937), der Literat und Lebensreformer Hermann Hesse (1877-1962) und der indische Mönch Swami Chinmayananda (1916-1993), der in Indien als zweiter Vivekananda gilt.

Vor allem die indische Tradition der Alleinheitslehre des Vedanta, der Einheit von Göttlichem, Mensch und Welt, – eine Richtung der indischen Philosophie –stand für die „Meinungsmacher“ im Zentrum ihres Hinduismus-Verständnisses, wie die Religionswissenschaftlerin darlegte. Wichtig waren dabei die Grundschriften des Vedanta, „Upanisaden“ und „Bhagavadgita“ in der nicht-dualen Deutung des Philosophen und Wanderaskesen Adi Shankara (etwa 788-820). „Damit schufen sie machtvolle geistige Landkarten, die bis heute weiterwirken, beispielsweise die sprichwörtliche Mystik und Toleranz des Hinduismus.“

Für die westlichen Rezipienten war die vedantische Philosophie den Ausführungen der Wissenschaftlerin zufolge immer wieder ein „Sehnsuchtsort der Einheit und Ganzheit“ und ein „Schlüssel zu wahrer Selbsterkenntnis“. Dies war oft verbunden mit einer Christentums- und Zivilisationskritik, aber auch einer Neuinterpretation christlichen Gedankenguts wie dem Liebesgebot. „Die vedantische Philosophie wurde zum Impulsgeber für eine spirituelle Erneuerung und eine moderne, religionsübergreifende multi- oder transreligiöse Spiritualität, die schon in Hesses Siddharta von 1922 greifbar wird.“ Das Ergebnis seien Glaubensformen gewesen, die nicht mehr nur rein östlich oder westlich waren.

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Umweltbundesamt kapituliert vor Chemtrail-Verschwörern

chemtrailsEin Facebook-Post des Umweltbundesamtes sorgt derzeit über Dessau-Roßlau hinaus für Furore – vor allem bei Chemtrail-Verschwörern, die nicht an Kondensstreifen am Himmel glauben. Die Behörde zieht nun die Reißleine.


Berliner Zeitung

Das Umweltbundesamt in Dessau kapituliert vor Chemtrail-Verschwörern und wird sich auf seiner Facebook-Seite nicht mehr mit deren Theorien und Thesen auseinander setzen. „Als steuerfinanzierte Behörde wäre es unangemessen, sich weiterhin mit dieser Art Fiktion zu befassen. Das wäre gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern mit ernsthaftem Interesse am Umweltschutz und sachlichen Dialog nicht fair und auch nicht vermittelbar“, schrieb die Social-Media-Abteilung der Bundesbehörde am Freitag gegen 23 Uhr. Zuvor war ein Facebook-Beitrag zu „Chemtrails“ mit vielen hundert Beiträgen verschwunden.

„Es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen technischen Defekt“, heißt es in einer Stellungnahme des Umweltbundesamtes. „Durch uns erfolgte keine Löschung des Beitrags, auch wollten wir die kontrovers geführte Diskussion zum Thema nicht beenden. Wir haben bereits Kontakt zu Facebook aufgenommen und hoffen sehr, dass sich die Ursache schnell aufklären wird.“

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Heiligenschein für Palästina

Statue von Marie-Alphonsine in Jerusalem. Foto: AFP

Der Papst spricht erstmals zwei arabische Nonnen heilig. Entsprechend groß ist die Aufregung unter den Christen in Nahost.


Von Inge Günther|Frankfurter Rundschau

Sie sei „überglücklich“, hat Hortense Nathleh, eine palästinensische Nonne aus Jerusalem, wenige Stunden vor ihrem Abflug nach Rom gesagt. Aber wie sie sich dort fühlen werde, „das übersteigt meine Vorstellungskraft“. Sie und ihre Glaubensschwestern schweben seit Tagen auf Wolken. Papst Franziskus will am Sonntag die Mutter ihres Rosenkranzordens, Marie-Alphonsine, sowie Schwester Mariam Bawardy aus dem Karmeliterorden in Bethlehem zu Heiligen erklären.

Es ist das erste Mal überhaupt, dass arabische Christen heilig gesprochen werden. Mal abgesehen von den ersten Aposteln und einigen Frühchristen gehört zu den rund 900 von Rom anerkannten Heiligen nicht einer, der aus dem „Heiligen Land“ selber stammt. Entsprechend groß ist die Aufregung unter den Christen in Nahost. In den letzten Jahren sorgte eher ihre Verfolgung und brutale Unterdrückung durch militante Islamisten wie die vom IS für Schlagzeilen. Jetzt haben zumindest die arabischen Katholiken was zu feiern, Franziskus sei Dank. Dazu sind es noch zwei Palästinenserinnen aus dem 19. Jahrhundert, die in heilige Gefilde befördert werden.

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Dalai Lama darf in den Römer

Foto: brightsblog

Foto: brightsblog

Der Dalai Lama, der religiöse Führer der Tibeter, wird zum ersten Mal offiziell im Römer empfangen, dem Allerheiligsten der Stadt. Auf China wird dabei keine Rücksicht genommen.


Von Claus-Jürgen Göpfert|Frankfurter Rundschau

Für den Dalai Lama und die Stadt Frankfurt ist es ein schönes Zusammentreffen. Der religiöse Führer feiert am 6. Juli seinen 80. Geburtstag. Und am 13. Juli wird ihn die Kommune zum ersten Mal offiziell im Römer empfangen, dem Allerheiligsten der Stadt.

Bisher waren die Auftritte des Dalai Lama in Frankfurt eine eher verdruckste Angelegenheit – mit Rücksicht auf die Kontakte zur Volksrepublik China, für die Seine Heiligkeit das Feindbild par excellence ist. Im vergangenen Jahr zum Beispiel, genauer am 15. Mai 2014, wurde der Dalai Lama lediglich in der Paulskirche begrüßt. Und protokollarisch war die Begleitung des Gastes eher niedrigrangig, sie erfolgte nämlich durch Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU).

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Paleo diet ignores basic evolutionary biology: ‘We can eat foods our hunter-gatherer ancestors could not’

Caveman with fork and knife paleo diet (Shutterstock)

Scientists are speaking out against the paleo diet – saying the fad is based on a fundamental misunderstanding of how evolution works.


By Travis Gettys|Raw Story

Marlene Zuk, an evolutionary biologist at the University of Minnesota, will present her findings Thursday at a dieticians conference in Australia.

“The Paleo diet is based on the idea that human genetics have not changed or evolved over the past 10,000 years, since the time before the use of agriculture,” Zuk said.

“Plenty of evidence exists that our genes have changed over the last few thousand years, and these changes mean we can eat foods our hunter-gatherer ancestors could not,” she added. “The ability to digest milk is an example of this.”

Ironically, the paleo diet was popularized as “the optimal diet (for) which we are genetically adapted” by American scientist Loren Cordain.

However, Zuk said – no one knows enough about what early humans ate to effectively mimic their diet.

“Almost all of the foods available today are vastly different from the forms that our Paleolithic ancestors would have eaten,” Zuk said. “This does not just mean ice cream, chips or even flour, but basics such as meats, fruit and vegetables.”

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Esoterik und Verschwörungstheorien: „Der Markt mit Wunderangeboten boomt“

Dr. Stephanie Dreyfürst, Bild. FNP

Dr. Stephanie Dreyfürst (40) leitet das Schreibzentrum an der Goethe-Universität. Ehrenamtlich engagiert sie sich beim 1987 gegründeten Skeptiker-Verein „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“, kurz: GWUP. Die GWUP hält ihre Jahrestagung „SkepKon“ vom 14. bis 16. Mai auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ab. FNP-Mitarbeiter Thomas J. Schmidt hat sich mit Dreyfürst über Geisterjäger und Geschäftemacher, ihr Engagement und die Tagung unterhalten.


Frankfurter Neue Presse

Frau Dr. Dreyfürst, können Sie mir ein Horoskop legen?

STEPHANIE DREYFÜRST: Auf gar keinen Fall! Außer vielleicht aus Spaß.

Sie glauben nicht an so was?

DREYFÜRST: Nein. Aber bei uns Skeptikern geht es nicht darum, zu glauben oder nicht, sondern die Dinge möglichst unvoreingenommen und mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden zu prüfen. Da kommt Astrologie nicht gut weg.

Wie erfolgreich ist die GWUP in der Bekämpfung von Esoterik, Aberglauben und Unsinn?

DREYFÜRST: Gegenfrage: Wie misst man Erfolg? Wir haben steigende Mitgliederzahlen, und die Sozialen Medien machen es viel einfacher als früher, Menschen mit unseren Themen zu erreichen und auf sie zuzugehen. Allerdings wissen wir auch, dass unser Engagement nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und der Markt mit esoterischen Wunderangeboten boomt. Schon in der Schule sollte kritisches Denken besser geschult werden, damit die jungen Menschen besser gerüstet sind für den Alltag.

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Goethe-Universität: Konferenz der Skeptiker

Bild: svz.de

Bild: svz.de

An der Goethe-Universität Frankfurt stehen Forschungs- und Alltagsphänomene auf dem Prüfstand.


Von Corina Silvia Socaciu|Frankfurter Rundschau

Ufos, das Monster von Loch Ness und magische Kräfte – einen Platz finden diese Themen in der heutigen Zeit höchstens noch im Esoterik-Regal einer Buchhandlung. Völlig verschwunden ist der Glaube an unerklärliche Phänomene aber längst nicht aus dem öffentlichen Leben. Auch heute noch kaufen Verbraucher teure Produkte mit vermeintlicher Wunderwirkung. Da selbst in der Wissenschaft noch Aufklärungsbedarf bestehe, wird an der Frankfurter Goethe-Universität die Konferenz Skepkon vom 14. bis zum 16. Mai stattfinden.

Veranstalter des dreitägigen Programms ist die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), die als vorrangiges Ziel den Verbraucherschutz hat. „Wer gegen esoterische Annahmen vorgehen will, braucht Argumente“, sagt Martin Mahner, GWUP-Mitglied und Mitorganisator der Konferenz. Beim Versuch Esoteriker umzustimmen, müssten skeptisch eingestellten Menschen wissenschaftliche Zusammenhänge kennen, um Fehlannahmen zu entkräften.

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Bayern im “Knotenwahn”

Maria Knotenlöserin Johann Georg Melchior Schmidtner, 1700 Öl auf Leinwand, 182 × 110 cm St. Peter am Perlach (Augsburg), Bild: wikimedia.org/PD

Rund 4.000 Pilger aus dem Bistum Augsburg und ganz Bayern sind vergangenen Samstag nach Augsburg zum Bild der „Maria Knotenlöserin“ gepilgert.


kath.net

Tausende Pilger aus dem Bistum Augsburg und ganz Bayern sind vergangenen Samstag nach Augsburg zum Bild der „Maria Knotenlöserin“ gepilgert. Die Wallfahrt ist Teil der Vorbereitung auf das hundertjährige Jubiläum der Patrona Bavariae. Seit 2011 treffen sich deshalb alle bayerischen Bischöfe und zahlreiche Gläubige jedes Jahr im Mai in einem anderen Bistum. Den Abschluss und Höhepunkt der Wallfahrtsserie wird im Jahr 2017 die Münchner Frauenkirche bilden.

„Mutter Gottes, Patronin Bayerns, bitte für uns!“, erneuerte heute Abend zum Abschluss des Wallfahrstages Bischof Konrad Zdarsa in St. Peter am Perlach vor dem Bild der „Maria Knotenlöserin“ die Weihe des Bistums Augsburg und Bayerns an die Gottesmutter.

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Reichsbürger scheitern beim Sturm auf den Reichstag

Bild: heise.de

Der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus ist ein Tag, der an die grausamen Folgen von Nationalismus und Faschismus erinnern soll. Doch in Berlin nutzen Rechtsextreme, Reichsbürger und braune Esoteriker das Datum für ihre eigenen Zwecke. Auf zahlreichen Demonstrationen stellen sie ihr völkisches Weltbild zur Schau – welches sie selbst als antifaschistisch verbrämen. Unterstützung erhalten die Extremisten von den Nachtwölfen aus Russland.


Von Silvio Duwe|TELEPOLIS

Seit Wochen trommelten die Extremisten in den sozialen Netzwerken für ihre Demonstrationen. Allein die Facebookseite “Kundgebungen” rief für den 9. Mai parallel zu vier Demonstrationen auf, wobei drei davon vor dem Reichstag stattfinden sollen. Die Demonstrationen tragen dabei klingende Namen wie “Wir sind das Volk”, “Merkel Regime und die Bundesregierung müssen weg…” und “Sturm auf den Reichstag”.

Bild: heise.de

Allein für diese Veranstaltungen haben knapp 2.000 Personen auf Facebook ihr Kommen zugesagt. Die Initiatoren ließen keinen Zweifel daran, dass ihr Ziel ein gewaltsamer Umsturz ist. Die Mobilisierung dafür läuft schon seit dem Winter. So schrieb “Kundgebungen” am 27. Februar auf Facebook:

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Vatikan: Es gibt kein viertes Geheimnis von Fatima

fatima

Der Vatikan hat Spekulationen um ein angebliches viertes «Geheimnis von Fatima» zurückgewiesen. «Es gibt kein viertes Geheimnis, und es gibt keine anderen noch verborgenen Geheimnisse»,


kath.net

Der Vatikan hat Spekulationen um ein angebliches viertes «Geheimnis von Fatima» zurückgewiesen. «Es gibt kein viertes Geheimnis, und es gibt keine anderen noch verborgenen Geheimnisse», schrieb der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, in der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» (Freitag). Die Botschaften von Fatima handelten vom Kampf zwischen Gut und Böse und blieben daher zeitlos gültig.

Die ersten beiden Botschaften, die die Gottesmutter den drei portugiesischen Seherkindern in mehreren Visionen im Jahre 1917 zukommen ließ, wurden bereits 1941 veröffentlicht. Der dritte Teil, der zunächst geheimblieb und dem Papst persönlich zugeleitet wurde, war Jahr 2000 publiziert worden. Er enthielt Visionen, die mit dem Papstattentat von 1981 und den kommunistischen Diktaturen in Osteuropa in Verbindung gebracht wurden.

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Jesus-Keks in Frankreich verstreut

Themenbild.

Die Serie von Vandalismus an katholischen Kirchen und Friedhöfen in Frankreich reißt nicht ab: Im nordfranzösischen Valenciennes wurden konsekrierte Hostien auf dem Kirchenboden verstreut, das Altartuch wies Brandspuren auf.


kath.net

Im nordfranzösischen Valenciennes haben Unbekannte die Pfarrkirche „Sacré-Coeur“ verwüstet. Wie die Tageszeitung «La Voix du Nord» (Onlineausgabe Dienstag) berichtet, wurde dabei ein Tabernakel umgestoßen und ein zweiter gewaltsam geöffnet. Konsekrierte Hostien seien im Kirchengang verstreut gewesen. Das Altartuch habe Brandspuren aufgewiesen. Die Eucharistie „ist der lebendige Christus“, erläuterte Pfarrer Jean-Marie Launay und sprach von „Entweihung“. Die Pfarrgemeinde habe für die Täter gebetet und werde zur Sühne eucharistische Anbetung halten, um Vergebung für die Täter zu erlangen.

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Sollten evangelische Pfarrer Tiere segnen?

Bild: keystone

Pro und Kontra zweier evangelischer Theologen – Tiere zu segnen ist in der katholischen Kirche normal. Doch auch in den evangelischen Landeskirchen nehmen Segnungsgottesdienste für Tiere zu. Gilt Gottes Segen nur für Menschen?


kath.net

Tiere zu segnen ist in der katholischen Kirche normal. Doch auch in den evangelischen Landeskirchen nehmen Segnungsgottesdienste für Tiere zu. So segnete beispielsweise der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm Ende März einen Ochsen, drei Kälber, fünf Schafe, zwei Esel und mehrere Hühner. Doch gilt Gottes Segen nicht eigentlich nur den Menschen?

PRO
Diese Frage war für mich so lange nicht relevant, wie ich damit nicht in Berührung kam. Seit meinem Studium galten für mich zwei Prämissen: Gesegnet werden kann nur, wer „ Amen“ sagen kann, und Segen ist keine Zauberformel, sondern eine Bitte, die Menschen zugesprochen wird, die um Gottes Beistand und Wegbegleitung in bestimmten Lebenslagen bitten.

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