Bericht über die Arbeit des Sekten-Info NRW

Die hohe Anzahl an Beratungsfällen in den letzten Jahren hat sich auch im Jahr 2016 nicht verändert. Die Arbeit im Konfliktfeld der neuen religiösen und ideologischen Bewegungen und Psychogruppen gestaltet sich fortwährend spannend und arbeitsintensiv. Die Gruppen versprechen Glück, Lebenserfüllung und einfache Antworten auf komplexe Fragen.

Von Sabine Riede | Sekten-Info NRW

Neu ist die steigende Zahl von Menschen, die bereit sind, Verschwörungstheorien Glauben zu schenken. Ob Reichsbürger, Impfgegner, Verschwörungstheoretiker oder Esoteriker, immer mehr Menschen richten sich nicht nach Evidenzen, sondern nach Gefühlen. Neben der konsumorientierten Esoterik, die nach wie vor den größten Zulauf zu verzeichnen hat, bilden sich immer wieder neue kleine Gruppen mit einer hohen Abhängigkeit der Mitglieder. Auch gibt es erschütternde Beispiele von Menschen, die abseits der Schulmedizin nach Heilungsmöglichkeiten suchen oder Menschen, die aus Glaubensgründen einen Kontaktabbruch zu den eigenen Kindern zulassen. Die großen bekannten Gemeinschaften der 80er Jahre haben eher rückläufige Mitgliederzahlen.

Insgesamt wurden im Jahr 2016 963 Anfragen beim Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. registriert. Von den 963 Anfragen erhielten 489 Personen durch ausführliches Informationsmaterial und ein bis zwei klärende Gespräche Hilfestellung von den MitarbeiterInnen des Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V.. In 474 Fällen war ein intensiverer und längerer Beratungsverlauf mit bis zu 27 Fachkontakten notwendig. Um einen besseren Vergleich mit den Vorjahren zu ermöglichen, sind wie jedes Jahr die 489 Informationsanfragen und die 474 Beratungsfälle in zehn Kategorien zusammengefasst worden. Insgesamt sind in den zehn Kategorien Anfragen mit der Bitte um Information und Beratung zu 350 verschiedenen Gruppierungen und Anbietern enthalten (vgl. Diagramm 1).

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Online-Dating: Auf der Suche nach dem Verschwörungstheoretiker fürs Leben

Jarrod und Aine Fidden haben „Awake Dating“ gemeinsam gegründet. (Foto: https://awake.dating/)
Ein Dating-Portal soll einsamen Verschwörungstheoretikern dabei helfen, ihre große Liebe zu finden. Das klingt lustig – ist aber auch gefährlich.

Von Hanna Sellheim | Süddeutsche.de

Lernt man jemanden online kennen, birgt das stets ein gewisses Risiko: Schließlich kann derjenige anders aussehen als auf seinen Fotos, Mundgeruch haben oder aber beim romantischen Abendessen wilde Theorien darüber ausbreiten, dass Angela Merkel ein von Außerirdischen gesteuerter Reptilienmensch ist.

Damit Verschwörungstheoretiker künftig unter sich bleiben und ihre Ansichten diskutieren können, ohne Gefahr zu laufen, dass ihr Date hastig das Restaurant verlässt, gibt es nun „Awake Dating„: eine Dating-Seite, die sich an all jene richtet, die glauben, die Mondlandung sei im Fernsehstudio gedreht, die Terroranschläge am 11. September von der US-Regierung geplant und Barack Obama in Wirklichkeit in Kenia geboren.

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Razzien gegen „Reichsbürger“ – Waffen und Blankodokumente sichergestellt

Auch bei der „Zentralen Verwaltung Bundesstaat Bayern“ in Pliening ist Werbung unerwünscht. (Foto: dpa)
  • Bei Razzien gegen sogenannte Reichsbürger in Bayern und Rheinland-Pfalz durchsuchen Ermittler 36 Objekte.
  • Dabei finden sie zahlreiche Blankopapiere zur Herstellung von Urkunden, aber auch Waffen, Munition und Totschläger.

Süddeutsche.de

Polizei und Justiz sind an diesem Dienstag mit weiteren Razzien gegen die sogenannte Reichsbürgerbewegung vorgegangen. Mehr als 300 Ermittler durchsuchten insgesamt 36 Objekte in Bayern und Rheinland-Pfalz, wie das bayerische Innenministerium in München mitteilte.

Die Razzien richtetet sich demnach gegen 45 Beschuldigte. Dabei handle es sich um „Führungsmitglieder“, aber auch um sogenannte Staatsangehörige und „Ausweisbezieher“ des selbsternannten „Bundesstaats Bayern“, teilte das Innenministerium weiter mit.

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„Is Donald Trump a Manchurian Candicate?“

Screenshot Michael Walter/TP
Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Richard Hofstadter attestierte 1963 in seinem zum Klassiker avancierten Vortrag „The Paranoid Style in American Politics“ seinem Land einen geschichtlich tief verwurzelten Hang zum politischen Verschwörungsdenken. Der dominante zeitgenössische „paranoide Stil“, der sich Hofstadter zufolge bis weit ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, wo wahlweise Illuminaten, Freimaurer oder Jesuiten als finstere Konspiranten fungierten, spiegelte sich für ihn vor allem in der antikommunistischen Verschwörungshysterie wider. Diese fand einige Jahre zuvor in der sogenannten McCarthy-Ära ihren Höhepunkt.

Von Michael Walter | TELEPOLIS

Seit einigen Jahren, insbesondere seit der Annexion der Krim durch Russland, scheint dieser Denkstil im politischen und medialen Diskurs des Westens eine Renaissance in Gestalt eines ausgeprägten antirussischen Verschwörungsdenkens zu erfahren. Nicht nur die geopolitischen Vorzeichen haben sich dabei seit Hofstadters Vortrag verändert. Während er den Ort der politischen Paranoia vor allem bei den „radical rights“ sah, hat sich das derzeitige Verschwörungsdenken offenkundig auch auf das linksliberal-progressive Lager ausgedehnt oder gar verlagert.

Augenscheinlichstes Zeugnis davon legt die nun schon mehreren Monaten schwelende Debatte um das konspirative Wirken Russlands im Kontext der US-Wahlen und der Präsidentschaft von Donald Trump ab.

Schon im Wahlkampf wurden angesichts der von Wikileaks veröffentlichten Emails unter anderem von Hillary Clintons Wahlkampfmanager John Podesta Vorwürfe laut, dass russische Hacker hinter den Veröffentlichungen steckten. Die Vorwürfe aus Clintons Wahlkampfteam reichten gar so weit, die Plattform Wikileaks generell als einen „propagandistischen Arm“ Putins zu brandmarken.

Richtig in Schwung kam der Diskurs um eine mögliche russische Intervention allerdings erst, nachdem die Washington Post und die New York Times eine „geheime Einschätzung“ des CIA zitierten, nach der es handfeste Belege für den vermuteten russischen Eingriff in den US-Wahlkampf geben solle. Diese Nachricht führte trotz einer – übrigens bis zum heutigen Tage – relativ vagen Informationslage, rasch zu einer alarmistischen, bisweilen schrillen Debatte in Politik und Medien, die die Einschätzung der CIA seitdem mehr oder weniger als Faktenwissen betrachten. So sprach etwa der Republikaner John Weaver auf Twitter von einer „9/11-Cyberattacke“ oder davon, dass Russland eine „Pearl Harbor-Cyberattacke“ durchgeführt habe, um ihre bevorzugte Person ins Weiße Haus zu bringen. Auch der liberale TV-Moderator Keith Olbermann griff auf eine martialische militärische Rhetorik zurück und sah seine Nation gar als Opfer eines – noch – „unblutigen Coup“.

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Papst: Der Einsatz von Exorzisten ist ´unverzichtbar´

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat Großzügigkeit im Beichtstuhl angemahnt und sich für fallweise Exorzismen ausgesprochen.

kath.net

Die katholische Bußpraxis müsse „glaubwürdiger Spiegel der Barmherzigkeit Gottes“ sein, sagte er am Freitag vor Teilnehmern eines Kurses am vatikanischen Gnadengerichtshof, der sogenannten Pönitentiarie. Dabei gelte es, Strenge sowie Mangel an Verständnis zu vermeiden. Ein Beichtvater, der seine Tätigkeit im Gebet reflektiere, wisse gut, „dass er selbst der erste Sünder ist und der erste, dem vergeben wurde“.

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Conspiracy Theories Are the Reason We Still Have Polio

Image: MOTHERBOARD
The Taliban, Boko Haram and antivaxxers have this one thing in common.

By Ankita Rao | MOTHERBOARD

At a train station in Bareilly, a dusty mid-sized city in the Indian state of Uttar Pradesh, teenage health workers wove through crowded platforms armed with small bottles of polio vaccination drops. They were looking for kids tiny enough to be under five years old, kids without the ink stain on their finger indicating they’d already been vaccinated.

Watching the moms in January convinced me that India’s decades-long campaign against polio is working. Moms don’t let strangers, even ones with official-looking bright yellow aprons, give their kids medicine unless they know it’s both important and legitimate. And now that it’s been six years since India’s last reported cases of poliovirus, which can lead to crippling deformities and paralysis, they know that these oral drops are vital without the pro-vaccination pamphlets or Bollywood actors in television ads saying so.

India announced that it had officially eradicated polio back in 2014 after a 20-year campaign that cost at least $200 million every year it was in effect. The Polio Pulse program was an unexpected success given the country’s population of 1.2 billion and rocky public health record. It was carried out by the government, nonprofit groups, and agencies like the World Health Organization and United Nations, with an effective combination of injectable and oral vaccines. India’s results helped the global number of polio cases drop from 350,000 in 1988 to just 74 in 2015.

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Ein Amt in Thüringen hat eine Methode gegen Reichsbürger-Terror gefunden

Bild: VICE.com
Wie gefährlich sogenannte Reichsbürger sein können, wissen wir spätestens seit vergangenem Oktober, als Wolfgang P. das Feuer auf SEK-Beamte eröffnete, die gekommen waren, um ihm seine rund 30 Waffen abzunehmen. Einer der Beamten erlag seinen Verletzungen.

Von Matern Boeselager | VICE.com

Nicht immer ist es aber offene Gewalt, mit der Anhänger der Reichsbürger-Ideologie Staatsangestellte terrorisieren. Manche überziehen die verhassten Behörden mit ausgedachten Geldstrafen-Katalogen, nutzen eine Gesetzeslücke auf Malta, um kleinen Sachbearbeitern Schulden in Milliardenhöhe anzudichten, oder pöbeln Polizisten an. Den ganzen Katalog an Irrsinn, mit dem Reichsbürger versuchen, die Behörden zu terrorisieren, haben wir hier zusammengestellt.

Am beliebtesten ist die Methode, die Behörde, mit der man gerade Stress hat, mit ellenlangen, völlig sinnlosen Anträgen und Deklarationen zu fluten. Und zwar am besten nachts, damit niemand das Fax ausstöpseln kann, wenn gerade wieder ein zweihundertfünfzig Seiten langes Traktat über die Unrechtmäßigkeit von Verkehrsschildern nach dem Gildenrecht der Hanse von 1392 eintrudelt. Weil Behörden grundsätzlich gezwungen sind, auf Anschreiben von Bürgern zu reagieren, machen diese Faxen den Mitarbeitern enorm viel Arbeit – und hindern sie daran, sich um echte Probleme zu kümmern.

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Conway glaubt an Mikrowellen-Überwachung im Trump Tower

Kellyanne Conway listet auf, mit welchen Geräten Personen abgehört werden können Quelle: AP
Wurde Trump von Obama abgehört? Seine Beraterin hielt nun eine krude Verschwörungstheorie bereit. Merkel stellt das Treffen mit Trump derweil unter ein bestimmtes Motto. Die Präsidentschaft – Tag für Tag.

DIE WELT

Seit Tagen beherrscht ein angeblicher Abhörskandal die politischen Meldungen in den USA. US-Präsident Donald Trump wirft seinem Vorgänger Barack Obama nämlich vor, ihn kurz vor der Präsidentenwahl in seinem Trump Tower abgehört zu haben. „Ein neuer Tiefpunkt“, twitterte er vergangene Woche.

Nun wurde Kellyanne Conway, Trumps Beraterin, darauf angesprochen, wie diese Überwachung denn genau vonstatten ging. Daraufhin suggerierte sie, dass Obama Trump tatsächlich über Fernseher und Mikrowellen-Geräte abgehört haben könnte.

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Furcht vor Gespenstern – Brasiliens Staatschef flieht aus seinem Palast

Lieber nicht im Präsidentenpalast bleiben: Brasiliens Staatschef Michel Temer. (Foto: REUTERS)
  • In einem Interview sagt der brasilianische Präsident Temer, im Präsidentenpalast Alvorada habe er von der ersten Nacht an nicht schlafen können.
  • Er frage sich, ob es dort Geister gebe.
  • Brasilianische Kommentatoren haben einige Ideen, wer dieser Geist sein könnte.

Von Benedikt Peters | Süddeutsche.de

In einer der letzten Nächte Michel Temers im brasilianischen Präsidentenpalast könnte sich Folgendes zugetragen haben: Der Präsident hatte gerade einen Tee getrunken und schlurfte in Pantoffeln in Richtung Badezimmer. Da erschien ihm der Geist. „Wer bist Du? Was willst Du?“, fragte der Präsident. „Ich bin die Demokratie“, antwortete der Geist. „Was machst Du mit mir, Michel?“

Dass auf brasilianischen Internetportalen nun solche fiktiven Szenarien kursieren, hat mit einem Interview zu tun, das Temer unlängst der Wochenzeitung Veja gab. Der Präsident erklärte darin, warum er Anfang März mit seiner Frau Marcela und seinem Sohn Michelzinho („Kleiner Michel“) nach nur wenigen Tagen überraschend wieder aus dem brasilianischen Präsidentenpalast Alvorada ausgezogen ist.

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Glaubenskrieg um die Globuli

© dpa Kleine Pille, große Wirkung? Am Erfolg der Globuli scheiden sich die Geister.
Millionen Deutsche vertrauen auf Homöopathie, obwohl deren Wirkung nicht wissenschaftlich belegt ist. Nun flammt eine alte Debatte neu auf: Wer soll dafür zahlen?

Von Britta Beeger | Frankfurter Allgemeine

Es könnte sich ein bisschen angefühlt haben wie eine Strafarbeit früher in der Schule: An unzählige Nutzer schrieb das Social Media Team der Techniker Krankenkasse in den vergangenen Tagen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter in verschiedenen Varianten eine Nachricht, die dann doch immer gleich klang – „Unser Tweet war unsachlich und tut uns leid.“ So sieht Schadensbegrenzung im 21. Jahrhundert aus.

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Psiram, Ruhrbarone und GWUP enttarnt Teil 2 – Markus Fiedlers neueste Enthüllungen

Markus Fiedlers langerwarteter zweiter Film „Zensur“ ist online. Ja, wir können es kaum abwarten zu erfahren, welche neuen Erkenntnisse wir diesmal wohl wieder erfahren werden *nervös-an-den Fingernägeln-kau*. Ich gehe hier nicht auf die Machtstrukturen innerhalb der Wikipedia ein. Da mag es oder mag es auch nicht Seilschaften, Cliquenbildung etc. geben. Das sollen Leute beurteilen, die sich besser damit auskennen. Mir geht es hier nur um die angeblichen Beziehungen zu anderen Projekten.

Niederrheiners Blog

Was Heiteres zum Einstieg: Irgend ein Käseblatt hat in einem Artikel den Titel von Fiedlers erstem Film „Die dunkle Seite der Wikipedia“ wohl aus Schusseligkeit falsch wiedergegeben als „Gut informiert durch Wikipedia“, was natürlich den ganzen Sinn des Films auf den Kopf stellt. Fiedler brezelt sich darüber auf [0:30:50] 😉

Fiedler entdeckt Psiram

Fiedler hat 3 Zeitungsartikel über eine Ausladung von Daniele Ganser als Redner auf einer Veranstaltung der „Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung“ (KAB) verglichen. Er vermutet aufgrund ähnlichen Inhalts eine gemeinsame Quelle. Der Wikipedia-Eintrag von Ganser enthält nicht alle wichtigen Inhalte dieser Texte. Googelt man aber nach diesen Punkten, kommt man auf den entsprechenden Psiram-Eintrag zu Ganser.

Sehr schön im Video ist die Dramahörnchen-Musik im Hintergrund, welche während der Enthüllung gespielt wird [0:33:39]! Wobei mir jetzt nicht klar ist, was daran dramatisch sein soll: Wahrscheinlich hat sich in der Presse schon herumgesprochen, dass bei Verschwörungstheoretikern Psiram eine gute Quelle ist. Der einzige Mensch auf der Welt, dem diese Erkenntnis besonders bemerkenswert oder neu vorkommt, scheint Herr Fiedler selbst zu sein 😉

Fiedler „entdeckt“ einen Zusammenhang zwischen Psiram und der Antifa

Auf der Facebook-Seite der Veranstaltung verlinkt ein User „Antifa e.V. Oberbayern“ den Psiram-Artikel zu Ganser, woraus Fiedler auf eine Verbindung zwischen 2 Gruppen der Antifa und Psiram schließt [0:35:26]. Fragt nicht, wie er auf 2 Gruppen kommt, das bleibt im Dunkeln. Aber alleine wegen einer einzigen Verlinkung von einer „offensichtlichen Verbindung“ zu reden, ist schlicht lächerlich.

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TK twittert sich bei Homöopathie um Kopf und Kragen

Homöopathie wird von der Techniker Krankenkasse bezahlt. Das gefällt vielen Mitglieder nicht Quelle: Getty Images/Onoky
Die TK bezahlt homöopathische Behandlungen. Die Kosten tragen alle Mitglieder bei Deutschlands größter Krankenkasse. Auf Twitter entstand eine Kontroverse über Zahnersatz und Zauberzucker.

Von Cornelia Karin Hendrich | DIE WELT

Deutschlands größte Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse (TK), hat am Montagabend auf Twitter einem Sturm der Entrüstung entfacht. Der Grund: Sie bezahlt homöopathische Behandlungen. Diese sind nicht ganz billig und tragen müssen sie alle ihre Mitglieder. Ein Aufreger in dem sozialen Netzwerk.

Die Diskussion begann mit einem Tweet des HNO-Arztes Christian Lübbers. Er teilte eine Studie, die im Wissenschaftsmagazin „Plos one“ veröffentlicht wurde, und 44.550 Patienten der TK untersuchte. Laut der Studie lagen die Therapiekosten von Patienten in einer Homöopathiegruppe nach 18 Monaten bei 7200 Euro, in der Vergleichsgruppe bei 5900 Euro. Eine Behandlung mit Homöopathie ist also deutlich teurer als eine normale Therapie.

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The Future of the Dalai Lama, As Explained by John Oliver

For those of you who pride yourself on understanding the various religions of the world, how much do you really know about the Dalai Lama and Tibetan Buddhism?

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

More importantly, how much do you know about what will happen after the current Dalai Lama dies? John Oliver explained the controversy on Last Week Tonight. 

As far as religious controversies go, this one seems unique… until you realize that mixing the spiritual with the political is hardly new. But at least the Dalai Lama’s laugh leaves me feeling a hell of a lot better than the cackles we typically hear from the Religious Right.

Katholische Exorzisten warnen vor Trump-Verfluchungen durch Hexen

Image: Matt Anderson/Friendly Atheist
Image: Matt Anderson/Friendly Atheist

Exorzisten aus der katholischen Kirche haben davor gewarnt, US-Präsidenten Donald Trump zu verhexen und zu verfluchen

kath.net

Exorzisten aus der katholischen Kirche haben davor gewarnt, US-Präsidenten Donald Trump zu verhexen und zu verfluchen. Genau das ist vor wenigen Tagen auf Facebook durch verschiedene Hexen und Magier passiert. Pater Vincent Lampert, Priester und Exorzist aus dem US- Bundesstaat Indiana, warnt gegenüber CNA davor, den neuen US- Präsidenten mit einem Bann zu belegen wie die „Krone“ berichtet. Man sollte sich von derartigem Hokuspokus fernhalten: „Flüche können eine große Macht bekommen, aber diese Macht kommt nicht von Gott!“ Wer eine andere Macht als die des Herrn erbitte, der begebe sich zwangsläufig auf die Seite des Bösen.

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SVP-Politiker zu Gast bei Sektenguru Ivo Sasek

Ivo Sasek. bild: kla.tv
Ivo Sasek. bild: kla.tv
Enthüllungen des Politmagazins «Rundschau» zeigen die Geisteshaltung von SVP-Politikern.

Von Hugo Stamm | Sektenblog – watson.ch

SVP-Politiker waren sich nie zu schade, politische Allianzen mit Sekten einzugehen. Der gelegentliche Gleichschritt hat ideologische Wurzeln und ist leicht zu erklären. Sekten sind autoritäre Gebilde, politisch meist am rechten Rand zu Hause, sie rekrutieren autoritätsgläubige Menschen und sind auf Führerfiguren konzentriert. Attribute, die ansatzweise auch bei einzelnen SVP-Exponenten zu beobachten sind.

Als hätte es noch eines Beweises für die These bedurft, dass SVP-Politiker keine Berührungsängste mit Sekten haben: Die Rundschau des Schweizer Fernsehens lieferte ihn am Mittwoch in Form eines eindrücklichen Beispiels. Wie das Politmagazin enthüllte, traten in letzter Zeit die drei hochrangigen SVP-Exponenten Luzi Stamm, Ulrich Schlüer und Oliver Kessler bei den Grossveranstaltungen von Ivo Sasek auf, einem der radikalsten Sektengurus der Schweiz.

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„Hinweise, dass es sogar deutlich mehr Scientologen im Haus der Kunst gibt“

 Hinter der Fassade: Im Haus der Kunst sollen weit mehr Scientologen arbeiten als bisher angenommen. (Foto: Lukas Barth)
Hinter der Fassade: Im Haus der Kunst sollen weit mehr Scientologen arbeiten als bisher angenommen. (Foto: Lukas Barth)
  • Unter den Mitarbeitern des Hauses der Kunst soll eine Gruppe Scientology-Anhänger sein – mehr als bisher vermutet.
  • Die SPD-Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias fordert, dass das gesamte Management des Hauses geprüft wird, auch die Vorgänger.
  • Der Verfassungsschutz ermittelt. Vom Personalverwalter hat sich das Haus bereits getrennt.
  • Ein Beschäftiger berichtet: Die Scientology-Ideologie soll seine Arbeit direkt beeinflusst haben.

Von Susanne Hermanski | Süddeutsche.de

Im Haus der Kunst verdichten sich die Anzeichen, dass sich im Kreis der Mitarbeiter eine Gruppe von Scientology-Anhängern befindet – deutlich mehr als bisher vermutet. Dies erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus mehreren Quellen.

Vom externen Personalverwalter, der bisher im Fokus des Interesses stand, hat sich das Museum am Mittwoch getrennt. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die Okwui Enwezor, der Leiter des Hauses der Kunst, an seine Belegschaft verschickt hat. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bestätigte dies.

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«Verschwörungstheorien sind ein Riesenbusiness – und gehören zur modernen Gesellschaft»

 9/11-Truth-Bewegung: Fest überzeugt, dass der Anschlag auf das World Trade Center 2001 eine Operation unter falscher Flagge war. bild: wikimedia/damond'amato
9/11-Truth-Bewegung: Fest überzeugt, dass der Anschlag auf das World Trade Center 2001 eine Operation unter falscher Flagge war. bild: wikimedia/damond’amato
Giftige Chemtrails, die Rothschild-Connection, Inside-Job 9/11: Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur. Ein Gespräch mit dem Kulturwissenschafter Michael Butter über den Reiz von Verschwörungstheorien, die Gefahr von Filterbubbles im Netz und warum die Verbreitung von Spekulationen im Netz ein Riesenbusiness ist.

Von William Stern | watson.ch

Wie definieren Sie Verschwörungstheorien?
Michael Butter: Die Wissenschaft unterscheidet zwei Komponenten: Erstens ist eine Verschwörungstheorie eine irrige Annahme, dass eine Gruppe von im Geheimen operierenden Akteuren einen Plan verfolgt, um Staaten oder Institutionen zu unterwandern. Drei Faktoren sind dabei entscheidend: Erstens steckt ein Plan dahinter, zweitens wird dieser Plan von einer Gruppe und nicht nur von einem Individuum ausgeheckt, und drittens schliesslich erfolgt eben alles im Geheimen.

Und die zweite Komponente?
Gleichzeitig ist der Wissenschaft völlig klar, dass der Begriff Verschwörungstheorie nicht neutral ist, sondern als Kampfbegriff dienen kann, um missliebige Gedankengebäude zu delegitimieren. Dann werden Ereignisse mit dem Label Verschwörungstheorie versehen, obwohl sie auf unbestrittenen Fakten basieren.

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Wie Scientology die Mitglieder davonlaufen

© action press Nie unbeobachtet: Celebrity Centre der sogenannten Church of Scientology
© action press Nie unbeobachtet: Celebrity Centre der sogenannten Church of Scientology
In den Fünfzigern eröffnete L. Ron Hubbard die Jagd auf Hollywood-Prominente. Doch die guten Zeiten sind vorbei. Inzwischen hat der große Exodus eingesetzt. Über den Niedergang der selbsternannten „Kirche“.

Von Christiane Heil | Frankfurter Allgemeine

Wer dieser Tage das Celebrity Centre der Scientologen in Hollywood betritt, steht unter ständiger Beobachtung. Der uniformierte Wachmann, der die Schwingtür zu dem früheren Château Élysée öffnet, einem Gebäude im Stil eines französischen Schlosses aus dem 17. Jahrhundert, fragt wie beiläufig nach dem Wohnort und dem Namen. An der holzgetäfelten Rezeption übergibt er den Gast an die Empfangsdame.

„Sind Sie zum ersten Mal hier? Möchten Sie eine Führung?“, fragt die Mittzwanzigerin. Die Antwort, nur im Café am Rosengarten der Anlage einen Cappuccino trinken zu wollen, stößt auf taube Ohren. Nach dem ersten Schluck aus dem Pappbecher steht schon Luke am Tisch.

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Verfassungsschutz ermittelt im Münchner Haus der Kunst

„Grobe Missstände“ und „Verletzung der menschlichen Würde“: Der Betriebsrat erhebt schwere Vorwürfe gegen die Leitung des Hauses der Kunst. (Foto: Johannes Simon)
  • Schon seit 1995 arbeitet für das Haus der Kunst ein Mann, der Scientologe sein soll.
  • Der bayerische Verfassungsschutz untersucht nun, ob die Sekte das Museum unterwandert hat.
  • Es ist nicht das einzige Problem des Hauses, bei dem angesichts seiner Geschichte besondere Sensibilität zu erwarten wäre.

Von Susanne Hermanski, Christian Krügel | Süddeutsche.de

Der bayerische Verfassungsschutz untersucht derzeit, ob beziehungsweise inwieweit das Haus der Kunst von Scientology unterwandert ist. Konkret geht es um die Arbeit eines führenden Mitarbeiters, der für die Personalverwaltung zuständig ist, obwohl er bei dem Museum noch nicht einmal fest angestellt ist. Der Mann soll bekennendes Mitglied bei Scientology sein.

Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU), der Aufsichtsratsvorsitzender des Hauses der Kunst ist, bestätigte der Süddeutschen Zeitung, dass der Verfassungsschutz eingeschaltet worden ist. Ein abschließender Bericht liege noch nicht vor. Zugleich sei eine externe Personalberatung damit beauftragt, die Verwaltung des Museums zu untersuchen und Empfehlungen für eine Neuorganisation zu geben. „Uns ist mehr als bewusst, wie ernst die Lage ist“, sagte Spaenle.

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Haus der Kunst München: Wussten Spaenle, Heubisch von Scientology-Umtrieben?

Scientology in Los Angeles (Bild: PictorialEvidence, CC-BY-Sa 3.0)
Scientology in Los Angeles (Bild: PictorialEvidence, CC-BY-Sa 3.0)

SPD-Kulturpolitikerin verlangt offiziellen Bericht im Kulturausschuss des Landtags. Der Skandal um Scientology-Umtriebe im staatlich finanzierten Haus der Kunst in München wird immer größer. Wie die SPD-Kulturpolitikerin Isabell Zacharias durch interne Dokumente belegen kann, wussten Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) und der frühere Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) bereits seit längerer Zeit von den Scientology-Vorwürfen gegen Mitarbeiter der renommierten Kulturinstitution. Zacharias betont: „Der Betriebsrat des Hauses der Kunst hat im Juli 2016 den Aufsichtsrat offiziell über die Vorwürfe informiert. Dieses Gremium wird von Minister Spaenle geleitet und Herr Heubisch ist ebenfalls Mitglied. Da stellt sich doch die Frage: Warum haben die Herren nichts unternommen? Es ist völlig unglaubwürdig, dass Herr Heubisch nun versucht, sich als Aufklärer zu gerieren. Ohne meine Veröffentlichung der Vorwürfe in der vergangenen Woche wäre von offizieller Seite weiterhin gar nichts passiert.“

Von Isabell Zacharias | BUNDESPRESSEPORTAL

Die Münchner Landtagsabgeordnete Zacharias verlangt nun einen offiziellen Bericht des Ministers Spaenle und seines Vorgängers Heubisch vor dem Kulturausschuss des Bayerischen Landtags. „Das Haus der Kunst ist, auch wegen seiner schwierigen Vergangenheit, von herausragender Bedeutung für die bayerische Kulturpolitik. Es tut mir in der Seele weh, dass es durch diese jahrelang geduldeten Scientology-Umtriebe nun in einen solchen Skandal gerät. Doch derart totalitäre Gruppierungen dürfen in Bayern keinen Einfluss gewinnen. Hier müssen wir mit aller Kraft dagegen halten.“

Zacharias zeigt sich unzufrieden mit der offiziellen Antwort des Kultusministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von ihr. „Das Ministerium versucht weiter, den Skandal zu vertuschen. Ich weiß zum Beispiel, dass sich der Bayerische Verfassungsschutz bereits mit dem Fall befasst hat. Doch die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit vorenthalten. Das Argument, wonach die Persönlichkeitsrechte des mutmaßlichen Scientologen geschützt werden müssten, kann ich nicht nachvollziehen. Immerhin hat das Haus der Kunst auch keine Rücksicht genommen auf die persönlichen Umstände der annähernd 100 Beschäftigten, die von diesem Mann personalrechtlich betreut wurden.“