Vatikan: Papst soll Jesuiten Teilhard rehabilitieren

Pierre Teilhard de Chardin (1955). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 Archives des jésuites de France

Pierre Teilhard de Chardin wollte zwischen Theologie und Naturwissenschaften vermitteln. Doch die Kirche verurteilte seine Werke. Jetzt richtet seine eigene Behörde einen Appell an Papst Franziskus.

katholisch.de

Seine eigene Behörde appelliert an Papst Franziskus, den französischen Jesuiten Pierre Teilhard de Chardin (1881-1955) zu rehabilitieren, vor dessen Schriften der Vatikan 1962 wegen „schwerer Irrtümer“ und Abweichungen von der kirchlichen Lehre gewarnt hatte. Der päpstliche Kulturrat verabschiedete während seiner Vollversammlung in Rom am Samstag eine Petition, die sich für eine Aufhebung dieser Rüge (Monitum) des Heiligen Offiziums ausspricht, wie das Internetportal „Vatican Insider“ am Mittwoch berichtete. Die Petition soll Franziskus in den kommenden Tagen überreicht werden. Dem päpstlichen Kulturrat gehören rund ein Dutzend Kardinäle und Bischöfe aus aller Welt an. Präsident des Rates ist der italienische Kurienkardinal Gianfranco Ravasi.

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Flat Earthers Are Shooting a Guy 2,000 Feet in the Air in a Homemade Rocket

Image: Mad Mike/Facebook
„Mad Mike” Hughes is a former NASCAR crew chief, denier of science, and daredevil. This weekend he will launch himself over a mile in a homemade rocket.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

„Mad Mike” Hughes doesn’t believe in science, but that hasn’t stopped him from building a rocket from scrap metal in his spare time. On Saturday, Hughes will launch himself on his homemade rocket in an attempt to up his cred as a daredevil. But as you can see from the logo on the rocket, it is also a major publicity stunt for a group called Research Flat Earth, which funded almost half the cost of the rocket. Hughes expects to reach an altitude of 1,800 feet while traveling over a mile on land.

This isn’t the first time Hughes, who describes himself as a “walking reality show,” has flown in a homemade rocket. In January of 2014, he successfully launched himself in his first rocket, although he had to be dragged from the fuselage upon landing after the G-forces took a toll on him during flight.

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Insektenschwundleugner gegen Untergangspropheten

Pollensammlerin
Honigbiene (CC-by Christopher Down aka Neurolysis)
Seit Donald Trump vor einem Jahr US-​Präsident geworden ist, haben wir uns fast schon daran gewöhnt: Was einmal in großen Tönen „post-​faktisches Zeitalter“ genannt wurde, ist Alltag geworden. Die USA mögen aus dem Geist der Aufklärung entstanden sein, regiert werden sie aber von einem Mann, dem keine Lüge zu billig und keine falsche Behauptung zu peinlich ist – solange sie der Durchsetzung seiner Interessen dienen.

Von Christian Schwägerl | RiffReporter

Der Aufstieg Trumps war von Veränderungen im öffentlichen Diskurs begleitet, die mit dem Begriff „post-​faktisch“ bezeichnet wurden. Post-​faktisch, das soll heißen, dass wissenschaftliche Evidenz nicht mehr allgemein anerkannt wird, dass Anekdoten, Stimmungen und Interessen dominieren und eben alles so hingebogen wird, bis es das eigene Weltbild bestätigt. Zum Post-​Faktischen gehört auch eine grundsätzliche Feindseligkeit gegenüber dem ergebnisoffenen, empirischen Forschungsprozess und gegenüber dem Expertenwissen, das er hervorbringt. Die Weigerung Trumps, die Erkenntnisse der Klimaforschung ernst zu nehmen, sind das krasseste Beispiel dafür.

Post-​faktisch ist ein zurecht umstrittener Begriff. Ob es mal ein Goldenes Zeitalter des Faktischen gegeben hat und ob das Wort nun wirklich präzise ist, sei dahingestellt. Einen Nerv getroffen hat das „Wort des Jahres 2016“ aber durchaus. Womit wir bei der Krefelder Insektenstudie wären, die in den vergangenen Wochen die deutsche und internationale Öffentlichkeit beschäftigt hat. Einerseits ist es erfreulich, dass die Arbeit von Mitarbeitern des Entomologischen Vereins Krefeld sowie von Wissenschaftlern der Radboud-​Universität im niederländischen Nijmegen und der Universität von Sussex so viel öffentliches Interesse erzeugt hat. Insekten auf der Titelseite der ZEIT und als Gegenstand intensiver Debatten in sozialen Medien – endlich, denn die breite Öffentlichkeit beschäftigt sich viel zu wenig mit ihren Lebensgrundlagen.

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Tibet-Eklat in Regionalliga – Peking reagiert scharf

Foto: brightsblog
Der Eklat während des Freundschaftsspiels zwischen Mainz und der chinesischen U20 hat die politische Ebene erreicht.

DIE WELT

  • Das Außenministerium der Asiaten verurteilte den Vorfall und kritisierte Deutschland für sein Verhalten als Gastgeber.
  • In der ersten Halbzeit hatten Zuschauer tibetische Fahnen aufgehängt. Darauf verließen die Spieler den Platz.

Der Eklat während des Freundschaftsspiels zwischen dem Fußball-Regionalligisten TSV Schott Mainz und der chinesischen U20-Nationalmannschaft (3:0) hat am Montag die politische Ebene erreicht. Das Außenministerium der Asiaten verurteilte den Vorfall und kritisierte Deutschland für sein Verhalten als Gastgeber.

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„Plazentophagie“: „Ich habe meine Plazenta gegessen und rate allen davon ab!“

„Mit der Plazenta könne ich tun, was ich will, sagten meine Ärzte, da es nun mal meine eigene sei.“ © David Brandon Geeting
Die Plazenta nach der Geburt zu verspeisen, ist bei vielen Säugetieren üblich. Aber gibt es auch Menschen, die das ausprobiert haben? Ja! Im Interview erfahren wir, wie sich das anfühlte

Von Refinery29-Autorin Amelia Harnish | stern.de

Die menschliche Plazenta ist ein wundersames Organ. Sie wächst, wenn ein Kind in uns wächst, und verschwindet, wenn das Kleine zur Welt kommt. Ein Organ, das den wachsenden Organismus im eigenen Organismus mit allen Nährstoffen versorgt, die er benötigt. Es ist zur Hälfte Mutter und zur Hälfte Kind. Weshalb der wachsende Trend, die Plazenta nach der Geburt auf unterschiedlichste Arten zu verarbeiten und zu verspeisen, doch etwas merkwürdig erscheint.

Während die meisten Säugetiere nach der Geburt einen Urinstinkt verspüren, die Plazenta zu essen, ist dieser Trieb beim Menschen nicht vorhanden. Ganz im Gegenteil: Die meisten Frauen stößt der Gedanke ab. „Das wird schon seinen Grund haben“, so Dr. Mark Kristal von der Universität Buffalo in den USA. Er forscht zum Phänomen der Plazentophagie, also dem Akt des Verspeisens der Plazenta.

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„Hormonpapst“ Huber für „Goldenes Brett vorm Kopf“ nominiert

Ein Impfgegner, der selbsternannte „König von Deutschland“ und ein an Schutzengel glaubender „Hormonpapst“ sind für das „Goldene Brett vorm Kopf“ nominiert.

Die Presse.com

Das „Goldene Brett vorm Kopf“, ein Negativpreis für den „größten antiwissenschaftlichen Unfug des Jahres“, wird am 23. November von der Skeptiker-Vereinigung GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) in Wien und Hamburg vergeben.

Mit seinen „antiwissenschaftlichen Behauptungen“ begründen die Skeptiker die Nominierung von dem immer wieder als „Hormonpapst“ titulierten Gynäkologen Johannes Huber, Professor an der Medizinischen Universität Wien. Konkret werden seine beiden Bücher „Es existiert: Die Wissenschaft entdeckt das Unsichtbare“ (2016) und „Der holistische Mensch: Wir sind mehr als die Summe unserer Organe“ (2017) genannt, in denen er „eine Vielzahl esoterischer Ideen präsentiert – von Schutzengel über magische Aura bis hin zu übersinnlicher Informationsübertragung und die Bedeutung früherer Leben für unser zukünftiges Schicksal“.

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Stimmen aus dem Jenseits

Stimmen spielen in Religionen seit jeher eine wichtige Rolle. Ein interdisziplinäres Projekt am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster ist diesem Phänomen nachgegangen (imago stock&people/Ikon Images)
Wer Stimmen hört, muss nicht krank sein. So wird es zumindest in vielen religiösen Traditionen gesehen, in denen sich Gott oder höhere Wahrheiten durch Stimmen offenbaren. Dieses Phänomen ist bislang kaum erforscht, deshalb haben Wissenschaftler aus Münster jetzt Stimmen unterschiedlicher Religionen gelauscht.

Von Sandra Stalinski | Deutschlandfunk

Wer die Stimme eines Menschen beschreiben will, dem gehen schnell die Worte aus. Jede Stimme ist individuell und schwer zu fassen. Man hört sie und im gleichen Moment ist sie verflogen. Die Stimme hat keinen fixierbaren Ort. Sie kommt von außen, gleichzeitig hören wir sie innen mit unserem Hörapparat. Die Stimme hat eine Art Zwischenstellung – in vielerlei Hinsicht, sagt die Literaturwissenschaftlerin Martina Wagner-Egelhaaf von der Universität Münster.

„Sie wird durch unseren Körper präsentiert, andererseits hat sie gar keinen Körper. Also man hat auch die Stimme als ein Phänomen beschrieben, das wir ohne Körper wahrnehmen können. Zum Beispiel Radiostimmen: Da hören wir Stimmen, aber sehen die Person gar nicht, die dazugehört. Sie ist etwas zwischen Körper und Geist, zwischen Materialität und Immaterialität. Man könnte auch von einer Jenseitigkeit der Stimme sprechen.“

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Orakel, Mystik und Tarot-Karten: Hex, hex als Hipstertrend

Das Okkulte liegt wieder im Trend (picture-alliance / dpa / Heiko Wolfraum)
Einhörner, Hexen und Tarotkarten sind zurück. Sie zieren die Kleider auf den Laufstegen der Haute Couture und sind des Hipsters neuer Liebling. Das Metaphysische hat es aus seiner Esoterik-Ecke heraus geschafft und ist Mode- und Lifestyle-Trend. Ein Rückzug aus der digitalen Welt?

Von Ina Plodroch | Deutschlandfunk

Normcore war gestern. Magie ist heute. Normcore, das sind weiße Turnschuhe, weißes Shirt, unförmige Jeans. Die New Yorker Agentur K-Hole hatte den Unisex Trend vor vier Jahren ausgerufen. Doch damit soll nun Schluss sein. Raus aus dem Straßenbild mit den weißbeschuhten Langweilern. „Magic“ heißt jetzt das Zauberwort der Trendsetter. Und damit scheinen sie wieder recht zu haben.

Auf YouTube teilen junge Mädchen Tipps wie: Hör auf dich selbst, hör auf spirituelle Tipps. Was sich bisher in Yoga-Esoterik-Shops versteckt hat, wird nun beliebt, sagt auch Alexandra Kruse. Sie ist das Einhorn Orakel.

„Es geht darum, dass man Botschaften von den Einhörnern durch Karten empfängt, das ist ähnlich wie Tarot.“

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US-Bischöfe veröffentlichen Gebetbuch gegen Dämonen

Image: Matt Anderson/Friendly Atheist

Kurz vor Halloween hat die US-Bischofskonferenz ein Gebetbuch herausgebracht, das alle Gläubigen in ihrem Kampf ‚gegen die Mächte der Dunkelheit’ unterstützen soll.

kath.net

Die katholische Bischofskonferenz der USA (USCCB) hat kurz vor Halloween ein Buch mit Gebeten „gegen die Mächte der Dunkelheit“ veröffentlicht. Die Gebetstexte sind der englischen Übersetzung des Exorzismusrituals entnommen.

Das vollständige Rituale für den Exorzismus ist nur für Bischöfe erhältlich. Die Bischofskonferenz hat eine Auswahl von Gebeten die für alle Gläubigen getroffen. Sie sollen alle Gläubigen bei ihrem „Kampf gegen den bösen Feind“ unterstützen und begleiten, schreibt die Bischofskonferenz. Das Buch sei ein „Schatz an Dank- und Bittgebeten an den allmächtigen Gott und Gebete um die Fürbitte der Heiligen“, heißt es wörtlich auf der Internetseite der USCCB.

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Dodo Käßmann: Kirche soll sich nicht in private Nischen abschieben lassen

Die evangelische Theologin Margot Käßmann sieht in der großen Resonanz auf das Reformationsjubiläum eine Ermutigung für die Kirche, sich nicht in private Nischen abschieben zu lassen.

ZEIT ONLINE

Vielmehr müsse die Kirche nach Wegen suchen, wie sie auch künftig die Menschen mit ihrer Sehnsucht nach Halt und Lebenssinn ansprechen kann, sagte die ehemalige EKD-Chefin und frühere hannoversche Landesbischöfin der dpa. Das könne aber nicht von oben verordnet werden, sondern müsse von Gemeinden vor Ort mitentwickelt werden.

FRÜHERE CHEMTRAIL-ANHÄNGERIN: Das Muster der Verschwörung

Themenbild.

Die Eliten vergiften uns, Nazis wohnen in der hohlen Erde. Absurde Theorien, die sich aber immer rasanter verbreiten. Warum nur? Eine Aussteigerin aus der Szene erzählt.

Von Leonie Feuerbach | Frankfurter Allgemeine

Wenige Tage nach der Doku über den 11. September 2001 glaubte Stephanie Wittschier schon an Chemtrails. Also daran, dass die Kondensstreifen von Flugzeugen in Wirklichkeit Gifte sind, welche die Menschen gefügig machen sollen. Ihre wilde Reise durch die Welt der Verschwörungstheorien führte Wittschier dann von der Vorstellung, in der hohlen Erde lebten Nazis, bis hin zu Panikattacken und Selbstmordgedanken. Dabei hatte sie bloß einen Film angeschaut, in dem allerlei Ungereimtheiten rund um den Anschlag auf das World Trade Center gezeigt wurden, sich danach an ihren Rechner gesetzt und sich durch Internetseiten geklickt, die ihr rund um den 11. September empfohlen wurden.

Bald sah sie überall Gefahren: In den Kondensstreifen am Himmel, in den Wolken – auch die erschienen ihr vergiftet –, den Konservierungsstoffen im Essen. Ihr Gedanke, als sie Selbstmordvorstellungen quälten: Wenn die Elite sie doch ohnehin umbringen wollte, wieso es dann nicht gleich selbst erledigen, ohne unnötig unter all den Giften in Luft und Essen zu leiden?

Verschwörungstheorien sind einerseits nichts Neues. Schon seit Jahrhunderten existieren Erzählungen darüber, dass eine geheim handelnde Gruppe ein Land oder die ganze Welt kontrollieren oder gar zerstören will, Stichwort Illuminati. Stephanie Wittschiers Fall ist außerdem extrem. Nicht jeder, der glaubt, die Anschläge auf das World Trade Center seien von den Amerikanern bewusst nicht verhindert oder gar selbst ausgeführt worden, glaubt irgendwann auch, dass uns Chemtrails vergiften, die Bundesrepublik kein wirklicher Staat oder die Erde hohl ist.

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Wer „Verschwörungstheoretiker“ beschimpft, ist Kartell-Komplize! Es wird Zeit, dass wir unsere Zurückhaltung gegenüber den Systemschwätzern aufgeben, die mit nichts in der Hand gegen Bevölkerung, Tatsachen und besseres Wissen anstänkern wollen. WIR haben die besseren Argumente, WIR bringen Menschen zusammen, WIR stützen kein Ausbeutungssystem, WIR beuten niemanden aus, WIR zetteln keine Kriege oder Morde an! Sind Sie Zuschauer – oder Teil der notwendigen und überfälligen Veränderung? Machen Sie mit – SCHREIBEN SIE MIT UNS GESCHICHTE! http://deutsche-mitte.de/mitgliedschaft/ SPENDEN ERBETEN! IBAN: DE80430609671180443400BIC: GENODEM1GLS

How America’s National Parks Became Hotbeds of Paranormal Activity

Image: Nate Milton
Bigfoot and aliens have come to overshadow the government’s aging database of missing persons cold cases.

By Sarah Emerson | MOTHERBOARD

The disappearance of Stacy Ann Arras has a cultish online following. On dozens of Reddit threads and chat boards, thousands of people—strangers intimately familiar with her life—obsessively dissect her vanishing. The case is mysterious, eerie, and frustratingly unsolved.

Arras went missing from Yosemite National Park more than 30 years ago. She „just seems to have disappeared,“ the park’s then-superintendent, Robert Binnewies, toldthe Fresno Bee.

It was in the afternoon on July 17, 1981, when a group of six, plus Arras and her father, rode into Sunrise High Sierra Camp on horseback. The camp sits 9,400 feet above sea level and is regarded for its historic significance, being the final stop in Yosemite’s „mountain chalet“ loop. It was built in 1961 to make backcountry an alluring destination for tourists, offering stunning wilderness vistas but also creature comforts like showers and reasonably comfy beds.

Arras told her father that she wanted to photograph a nearby lake. It wasn’t terribly far, just over a bluff. He declined to accompany his daughter, 14 at the time, but an elderly man from their group would tag along. At some point, the 77-year-old man grew tired, and sat down to rest. Arras, seemingly determined to reach the water, trekked onward.

Back at the camp, the group’s tour guide remembered noticing her from afar. She was „standing on a rock about 50 yards south of the trail.“ According to a summary of her official cold case file, that was the last time anyone saw Arras—or the last time anyone is known to have seen her. She vanished that day, without a trace, leaving only her camera lens behind.

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„Das Goldene Brett 2017“: Aufruf zur Nominierung

Wer verantwortet die größten unwissenschaftlichen Fake News des Jahres? – Nominierungen ab sofort unter http://www.goldenesbrett.guru möglich

Pressemitteilung

Der größte unwissenschaftliche Unsinn des Jahres wird wieder prämiert: Bereits zum siebten Mal vergibt die Skeptiker-Vereinigung GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) am 23. November 2017 das Goldene Brett vom Kopf. Wer hat sich in diesem Jahr mit besonders wundersamen esoterisch-skurrilen Aussagen hervorgetan? Ab sofort kann jeder online unter www.goldenesbrett.guru geeignete Kandidaten nominieren.

Der Negativpreis geht an Personen oder Institutionen, die mit wissenschaftlich widerlegten oder unsinnigen Behauptungen Medienpräsenz anstreben, Angst machen oder Geld verdienen wollen.

Jeder kann nominieren

Die GWUP sammelt bis 10.11.17 unter www.goldenesbrett.guru online Nominierungen. Aus den eingereichten Vorschlägen wird eine Fachjury anschließend die diesjährigen Preisträger auswählen.  Die öffentliche Verleihungsfeier für „Das Goldene Brett vorm Kopf“ findet am 23. November 2017 um 20:15h (Einlass ab 20h) in der Urania in Wien (Uraniastraße 1) und gleichzeitig bei der Parallelveranstaltung in Hamburg im Schanzenkino73 (Schulterblatt 73) statt.

Gutgläubigkeit und Geschäftemacherei

Von der Astrologie bis zum Handel mit wirkungslosen Wundermittelchen, von der Auramassage bis zur politischen Verschwörungstheorie – auch in einer vermeintlich aufgeklärten und wissenschaftsorientierten Zeit bekommt man es täglich mit Behauptungen zu tun, die einem echten Faktencheck nicht standhalten. Skeptiker auf der ganzen Welt überprüfen derartige Theorien mit wissenschaftlichen Methoden. Doch auch wenn eine Theorie längst widerlegt ist, bleiben ihr viele Anhänger immer noch treu und setzen oft viel Geld oder ihre Gesundheit aufs Spiel.

Die Augen für wissenschaftliche Beweise völlig zu verschließen ist aber gar nicht einfach. Für so viel Widerstandskraft gegen die Realität braucht man schon ein ganz besonderes Brett vorm Kopf: Ein goldenes!

Die GWUP verleiht diesen Preis daher seit 2011 jährlich. Im Vorjahr ging das Goldene Brett an Ryke Geerd Hamer, den Erfinder der „Neuen Germanischen Medizin“. Neben dem jährlichen Gewinner gibt es jeweils auch eine Auszeichnung für das Lebenswerk: 2016 ging es an das „Zentrum für Gesundheit“, einer scheinbar neutralen Webplattform, die pseudomedizinische Texte verbreitet.

Skeptiker für Wissenschaft

In vielen Ländern gibt es mittlerweile Skeptiker-Vereinigungen, die mit wissenschaftlichen Argumenten gegen esoterische Geschäftemacherei und angstmachende Verschwörungstheorien vorgehen. In der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V., GWUP – die Skeptiker) sind 1400 Wissenschaftler/innen und wissenschaftlich Interessierte aus dem deutschsprachigen Raum organisiert. Sie ist mit gleichgesinnten Gruppierungen auf der ganzen Welt vernetzt.

Nominierungen und Informationen zu den Veranstaltungen unter www.goldenesbrett.guru

Rückfragen & Kontakt:

Christina Bisanz
GWUP e. V. (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.)
Tel.: +43 676 94 65 003
E-Mail: christinabisanz@gmail.com
www.gwup.org

Blutsauger-Massenhysterie in Malawi und Mosambik

Blantyre, die zweitgrößte Stadt Malawis. Foto: Brian Dell. Lizenz: Public Domain.
Mindestens neun Tote und 140 Festnahmen

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Das afrikanische Land Malawi wird derzeit von einer Massenhysterie heimgesucht, die seit dem 16. September mindestens neun Menschen das Leben kostete. Dabei geht es um angebliche Blutsauger. Wie ernst die Lage ist, zeigt sich auch daran, dass die Vereinten Nationen am 9. Oktober ihr Personal aus den Gebieten Mulanje und Phalombe abzogen.

Die Blutsauger, die man sich in Südmalawi vorstellt, sind nicht identisch mit den Vampiren in der europäischen Kultur. Es handelt sich dabei um Menschen, die das Blut anderer Menschen trinken sollen, um reich zu werden. Als Beweis dafür genügt es, wenn jemand Nasenbluten hat. Dass man die Blutsauger nicht auf frischer Tat ertappt, erklären sich die Hysterieerfassten dadurch, dass die Blutsauger Zauberkräfte, Zaubertechnologie oder Zauberchemikalien nutzen und mit den Behörden zusammenarbeiten. In den meisten Fällen fiel der Verdacht bisher auf Ortsfremde.

In der 745.400-Einwohner-Stadt Blantyre hielt man unter anderem einen Epileptiker, den ein aufgebrachter Mob am 19. Oktober steinigte, für einen Blutsauger. Ein weiteres Opfer wurde am selben Tag verbrannt. Um die Polizei davon abzuhalten, den Opfern zu Hilfe zu kommen, blockierte der Mob Straßen.

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Asiatische „Heilpflanze“ verursacht Krebs

Schön, aber gefährlich: Pfeifenblumen enthalten krebserregende Aristolochiasäuren. © Hectonichus/ CC-by-sa 3.0
Von wegen sanfte Medizin: In der traditionellen chinesischen Heilkunde gilt die Pfeifenblume als Arzneipflanze. Seit einigen Jahren aber ist bekannt, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Blume Harnwegstumore fördern – und offenbar nicht nur das. Denn jetzt zeigt sich: Die vermeintliche Arznei kann auch Leberkrebs auslösen. Wissenschaftler fordern nun vor allem in Asien noch strengere Reglementierungen für die Verwendung der Pflanze und daraus hergestellten Präparaten.

scinexx

In der traditionellen chinesischen Medizin spielt die Heilkraft von Pflanzen eine besondere Rolle. Ob Gingko, Engelwurz oder Knoblauch: Viele Gewächse werden in Asien seit jeher zur Behandlung diverser Wehwehchen und Erkrankungen eingesetzt. So auch die Pfeifenblume. Die Pflanzen der Gattung Aristolochia sollen etwa Menstruationsbeschwerden lindern, gegen Rheuma und Darmleiden helfen. Zudem fördern sie angeblich die Wundheilung und haben antiparasitäre Eigenschaften.

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Luba-Rebellen glauben an Unbesiegbarkeitszauber durch Bluttrinken

Bild: heise.de
Die „Schwarzen Ameisen“ sind nicht nur eine ethnische Miliz, sondern ein Krisenkult

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Im ehemals belgischen Kongo hat sich dem UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR nach die Zahl der Binnenflüchtlinge 2017 auf 3,8 Millionen Menschen verdoppelt. Wichtigste Ursache dafür ist der Krieg in der Region Kasai im Süden des Landes, wo etwa 1,4 Millionen Menschen ihre Dörfer und Felder verließen.

Hier kämpft die örtliche Luba-Rebellengruppe Kamwina Nsapu („Schwarze Ameise“) gegen Sicherheitskräfte der Zentralregierung. Der Konflikt begann im April 2016, als sich der damalige kongolesische Innenminister Évariste Boshab weigerte, Jean-Pierre Mpandi als „Schwarze Ameise“ anzuerkennen – als traditionelles Oberhaupt des Bajila-Kasanga-Stammesfürstentums, das auch über Verwaltungs- und Regionalregierungsmacht verfügt. Boshabs Motiv dafür war eine zu feindliche Haltung Mpandis gegenüber der Zentralregierung. Diese Haltung wurde mit der Titelverweigerung jedoch noch deutlich feindseliger: Mpandi verbündete sich mit Luba-Fürsten aus Kayasampi, Mindula, Kabundi und anderen Ortschaften, rekrutierte in den Dörfern Milizionäre und begann einen offenen Aufstand.

Daraufhin schickte die Zentralregierung Truppen, die ihn am 12 August 2016 erschossen. Das führte jedoch nicht dazu, dass der Aufstand erlosch. Stattdessen nahm die nun mit einer Märtyrerfigur und dem Namen Kamwina Nsapu ausgestattete Bewegung unter seinem Nachfolger Jacques Kabeya Ntumbaan Fahrt auf und expandierte in andere Gebiete, in denen Luba leben. In Lupemba, Mayanda, Mwaango und zahlreichen weiteren Ortschaften töteten oder vertrieben die Kamwina-Nsapu-Kämpfer alle, die kein Tschiluba sprechen. Dabei kamen auch ein Schwede und ein Amerikaner ums Leben.

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Halluzinierte Selbstheilung

Ausgekocht. Bis zu drei Tage werden die Blätter des Kaffeestrauchs zusammen mit der Rinde der Ayahuasca-Liane zu einem…FOTO: ALAMY STOCK PHOTO/MAURITIUS IMAGES
Eine Liane, ein Sud und die Ängste schwinden? Noch wird erforscht, ob die Droge Ayahuasca mehr hilft als schadet.

Von Florian Schumann | DER TAGESSPIEGEL

Der Schamane hat nach Brandenburg gerufen. All jene, die sich von einem Wochenende auf Droge „Heilung, innere Entwicklung und persönliches Wachstum“ versprechen. Einer nach dem anderen wird mit Isomatte und Schlafsack anreisen. Und einem Eimer. Den werden sie auch brauchen. Der Sud aus südamerikanischen Pflanzen, den ihnen der Schamane einflößen wird, wird ihnen nicht nur Halluzinationen bescheren. Immer wieder werden sie würgend ihren Eimer füllen – eine Nebenwirkung der psychedelischen Droge Ayahuasca. Für den Schamanen hingegen ist es ein wichtiger Bestandteil des uralten Rituals zur „inneren Reinigung“, für die jeder der Pilger bis zu 1000 Euro zahlt.

Heilung durch Drogen? Die Idee klingt abwegig. Aber Forscher sehen in einigen psychedelischen Substanzen durchaus medizinisches Potenzial, um damit etwa Depressionen, Angstzustände oder Alkoholabhängigkeit zu behandeln.

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Wenn Menschen Stimmen aus dem Jenseits hören – Bullshistic

Neuartiges Forschungsprojekt entdeckt in vielen Religionen und Kulturen Berichte von Stimmen „aus dem Jenseits“ – Neuer multimedialer Band mit Texten, Bildern, Hörspielen und Videos – Interdisziplinäre Forschung am Exzellenzcluster zum Medium „Stimme“
Viola van Melis Zentrum für Wissenschaftskommunikation
Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Nicht nur Stoff für Fantasy-Filme: Mit „Stimmen aus dem Jenseits“ haben sich nach wissenschaftlicher Erkenntnis Menschen seit der Antike bis heute in verschiedensten Kunstwerken befasst. „Ob Texte oder Bilder, Radio oder Filme: Viele Werke lassen erkennen, dass Menschen verschiedener Epochen und Religionen Stimmen hören, die sie als göttlich auffassen. Sie sprechen auch zu Geistwesen, etwa beim Austreiben von Dämonen. So verbinden sich Diesseits und Jenseits“, sagt die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. In einem neuartigen Forschungsprojekt hat sie mit Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen das Medium „Stimme“ in Hinduismus, Christentum, Islam und weiteren Religionen untersucht. Die Ergebnisse der Gruppe sind jüngst unter dem Titel „Stimmen aus dem Jenseits / Voices from Beyond“ in einem multimedialen Werk im Ergon-Verlag in der Reihe „Religion und Politik“ erschienen, die der Exzellenzcluster herausgibt.

Der Band enthält neben den deutsch- und englischsprachigen Beiträgen der Projektbeteiligten auch die Quellen, die sie untersuchen: Texte und Bilder sowie Audios und Videos auf einer beigelegten DVD. „Denn ein Buch über die Stimme muss auch sprechen können“, sagt Martina Wagner-Egelhaaf. „Das Buch ist vielstimmig: Die Beiträge sind aus der Sicht unterschiedlicher Fächer geschrieben und werden aus der Perspektive anderer Fächer kommentiert.“ Die Quellen reichen vom Konversionsbericht des Augustinus über historische Trauerrituale australischer Aborigines bis zum Hörspiel „Die Zikaden“ von Ingeborg Bachmann, das nun mit NDR-Genehmigung nach Jahren wieder zugänglich ist.

Menschliche und körperlose Stimmen

„Die Stimme ist ein besonders komplexes Medium: Wegen ihrer flüchtigen Materialität und Ortlosigkeit lässt sie sich kaum dingfest machen“, erläutert Prof. Wagner-Egelhaaf, „sie scheint sich dem diskursiven Zugriff zu entziehen.“ Die Forscherin hat an dem interdisziplinären Projekt mit einer Gruppe aus Religions- und Literaturwissenschaftlern, Ethnologen, Theologen, Historikern und Soziologen zusammengearbeitet. Die Gruppe fand in den zahlreichen Quellen sowohl menschliche Stimmen, die sich während religiöser Vollzüge erheben, als auch körperlose, nur gehörte Stimmen, die von außen auf den Hörer zukommen und oft Göttern oder Geistern zugesprochen werden. Dazu gehört die Stimme, die Augustinus in seinem Konversionsbericht zur Bibellektüre auffordert. Auch die Idee, dass heilige Texte göttlich offenbart werden, basiert auf der Vorstellung einer Stimme, die der Schreiber hört: Die christliche Kunstgeschichte stellt das etwa als Szene zwischen Engel und Evangelist dar. Martina Wagner-Egelhaaf: „Aber auch ‚innere Stimmen‘ werden als Verbindung des Menschen zu einer göttlichen Sphäre angesehen, wie in der Vorstellung einer ‚voice of the inner light‘, die die Gruppe der Quäker im 17. Jahrhundert in England entwickelte.“

Religiöse Klanglandschaft

Wie menschliche Stimmen in religiösen Ritualen wirken, zeigt der Band anhand von Videoaufnahmen aus dem muslimischen Sufi-Heiligtum Bava Gor in Indien: Pilger, die an Formen von Besessenheit leiden, bringen die quälenden dämonischen Geister in Dialog mit den Geistern von Heiligen – mit Hilfe ihrer eigenen menschlichen Stimme. Die Macht der Geister soll so die Dämonen besiegen, wie die Ethnologin Prof. Dr. Helene Basu erläutert. Predigtveranstaltungen des hinduistischen Gurus Morari Bapu stellen die Forscher als „religiöse Klanglandschaft“ („soundscape“) vor, in der das religiöse Gemeinschaftsgefühl und das Erleben des Einzelnen nicht durch Augen-, sondern Ohren-Kontakt („ear-based social relation“) entstehen.

In verschiedenen Religionen verschränken sich bisweilen menschliche Stimmen mit jenen aus dem Jenseits. „Lehrgespräche zwischen einem hinduistischen Guru und seinen Schülern stellen eine Verbindung von Mensch zu Mensch her, zugleich gilt das Gelehrte als ursprünglich göttlich“, sagt die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Annette Wilke. „Die religiöse Gruppe der ‚Chinmaya Mission‘ sieht diese stete Wissensweitergabe als Abbild der Flussgöttin Gaṅgā, als einen fließenden Strom von Stimmen erleuchteter Meister.“ Eine Verschränkung jenseitiger und diesseitiger Stimmen zeigt sich auch in einem Bekehrungsbericht des 19. Jahrhunderts: Worte, die ein sächsischer Schulmeister, der durch die USA reiste, zunächst innerlich vernahm, brachten ihn erst zur Konversion zum Mormonentum, als später ein Missionar eben diese Worte aussprach.

Metaphysischer Stellenwert von Radiostimmen

Einige Beiträge des Buches blicken über die Weltreligionen hinaus. Am Beispiel von Radiostimmen und dem Hörspiel „Die Zikaden“ von Ingeborg Bachmann wird dargestellt, wie Stimmen, deren Ursprung nicht erkennbar ist, auch außerhalb der Weltreligionen mitunter ein metaphysischer Stellenwert und eine besondere Autorität zugeschrieben werden. Medienwissenschaftler sehen so eine „besondere Affinität des Radios zu metaphysischen Stoffen“.

Das Buch-Projekt ist am Exzellenzcluster aus der Arbeitsgruppe „Säkularisierung und Sakralisierung der Medien“ im Rahmen des Forschungsfeldes „Medialität“ hervorgegangen. Autorinnen und Autoren sind die Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf und PD Dr. Christian Sieg, die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Annette Wilke, der katholische Theologe Prof. Dr. Reinhard Hoeps, die Ethnologinnen Prof. Dr. Helene Basu und Mrinal Pande, die Historiker PD Dr. Klaus Große Kracht, Dr. Felicity Jensz und Simon Rapple sowie die Soziologin Silke Müller. Sie reflektieren in dem Band auch die Chancen und Grenzen interdisziplinärer Zusammenarbeit. (ill/vvm)

Hinweis:
Wagner-Egelhaaf, Martina (Hg.): Stimmen aus dem Jenseits / Voices from Beyond. Ein interdisziplinäres Projekt / An Interdisciplinary Project (Religion und Politik, Bd. 14), Würzburg: Ergon-Verlag 2017, 318 S., 27 Abb., DVD, ISBN 978-3-95650-262-0, 58,00 Euro.

Die Parallelwelt des „Reichsbürgers“

„Regierungsbezirk Wolfsgang“: Briefkasten des Reichsbürgers Wolfgang P. Foto: dpa
Heute wird der Prozess gegen den mutmaßlichen Todesschützen von Georgensgmünd fortgesetzt. Nachbarn und Bekannte hielten ihn für einen Freak – verrückt, aber harmlos.

Von Harald Biskup | Frankfurter Rundschau

Bloß die Fahne weht nicht mehr, ein Stofffetzen mit zwei Löwen auf weißem Untergrund. Sonst hat sich kaum etwas verändert an dem kleinen Anwesen am Ende der bergan führenden Stichstraße, seit hier am 19. Oktober vorigen Jahres Gewehrsalven die frühmorgendliche Stille zerrissen. Aus dem ersten Stock richtete Wolfgang P. Schüsse auf Beamte eines Sondereinsatzkommandos, das das Gebäude stürmen wollte, um Waffen sicherzustellen.

Elfmal drückte P. mit einer Pistole vom Kaliber neun Millimeter ab. P. setzte sich nicht nur als Hausherr zur Wehr gegen die Eindringlinge, sondern als Gebieter über ein selbst geschaffenes Pseudo-Reich, das außerhalb des Territoriums der Bundesrepublik liegt und wo deren Regeln außer Kraft gesetzt sind.

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Veterans Are Turning to Ayahuasca for PTSD Relief

Matthew, a 33-year-old veteran, prepares for his first ceremony. Image: Josh Adler
At Soul Quest, a psychedelic church in Orlando, I met war veterans looking for peace of mind.

By Josh Adler | MOTHERBOARD

Like congregations throughout America’s expansive and eccentric religious history, the members of Soul Quest—a church offering psychedelics in Orlando, Florida—are looking for the light. For some like Jimmy, a young war veteran wearing a ‚Hakuna Matata‘ t-shirt, that light comes from spending two years Googling on his laptop.

Jimmy was a squadron leader and drill sergeant in the US Marines for 13 years, with numerous deployments on the front lines in Iraq and Afghanistan. When he completed service, he couldn’t go to a movie or walk in public without feeling accountable for securing everyone’s safety. His mind wouldn’t stop playing war games.

Diagnosed as suicidal, he spent time in a clinical psychiatric ward where they took away even his shoes so he wouldn’t harm himself. Then he discovered Veterans for Entheogenic Therapy, a group of over 200 people led by former Marine Ryan LeCompte, which provides funding and therapy for veterans to do ayahuasca ceremonies in Peru, and now Soul Quest.

Ayahuasca has been used for centuries in South America as a healing ritual. In the correct setting, the hallucinogenic brew is said to induce visions and realizations that can help people see their own lives more clearly. There is also preliminary evidence that the psychedelic can help people with Post Traumatic Stress Disorder (PTSD) and addiction, two mental health issues that often plague US veterans, so it has gained increasing popularity as treatment.

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