Skurril: Seeschlange sieht mit dem Schwanz: Lichtsensoren im Paddelschwanz helfen ihn vor Bissen und Schäden zu schützen

Die Seeschlage (Aipysurus laevis) kann mit ihrer Schwanzhaut Licht wahrnehmen -das hilft ihr, den Paddelschwanz zu schützen. © Chris Mal
Ungewöhnliches Patent der Natur: Eine australische Seeschlange kann mit ihrem Schwanz sehen. Denn in der Haut ihres abgeflachten Paddelschwanzes sitzen lichtempfindliche Pigmente, wie nun Forscher entdeckt haben. Fällt Licht auf den Schwanz, zieht ihn die Schlange ein – und schützt ihn so vor Schäden oder Angriffen von Fressfeinden. Wie genau dieser Sensor funktioniert und ob er auch bei anderen Seeschlangen vorkommt, haben die Wissenschaftler nun erstmals untersucht.

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Schlangen sind eine extrem anpassungsfähige Tiergruppe: Sie kommen von heißen Wüstengebieten über dichte Urwälder bis in die gemäßigten Breiten unserer Region vor. Sogar das Fliegen haben einige baumbewohnende Schlangen perfektioniert. Besonders ungewöhnlich aber ist der Lebensraum der vieler Seeschlangen: Sie verbringen nahezu ihr gesamtes Leben im Meer – oft in Korallenriffen oder Seegraswiesen.

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God Delusion: More Than 1,000 „Scientists“ Worldwide Sign ‘Dissent From Darwinism’

While not necessarily expressing an adherence to biblical creation, more than 1,000 scientists worldwide have signed on to a “Dissent From Darwinism” statement that expresses skepticism over the theory of biological evolution and calls for the “careful examination” of Charles Darwin’s teachings.

By Heather Clark | Christian News

We are skeptical of claims for the ability of random mutation and natural selection to account for the complexity of life. Careful examination of the evidence for Darwinian theory should be encouraged,” the statement reads.

The list was first launched in 2001 by the Discovery Institute’s Center for Science & Culture, and has now grown to 1,000 and counting. The organization has launched a site where other scientists can sign the statement.

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Almost a third of Brits STILL don’t believe Charles Darwin’s theory of evolution

A significant number of Brits do not believe humans evolved from apes as Charles Darwin theorised

By Ruki Sayid | Mirror

If Charles Darwin were still around, it really would make him go ape.

Almost 160 years after he defied the ignorance of his time by publishing the theory of evolution, explaining where humanity comes from, around 31% of us still do not believe it.

A poll to mark Darwin Day today found only 50% are “certain” his theory of natural selection, set out in 1859’s On the Origin of Species, is correct.

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Dinosaurier mit riesigen Stacheln entdeckt

Der argentinische Paläontologe Pablo Gallina neben einem Replik des Skeletts des neu entdeckten Dinosauriers Bajadasaurus pronuspinax in Buenos Aires. (Bild: Agustin Marcarian / Reuters)
In Anlehnung an den Fundort Bajada Colorada nannten die Paläontologen die neue Spezies der Pflanzenfresser Bajadasaurus pronuspinax. Die Funktion der Stacheln ist umstritten. Mit der Entdeckung des Bajadasaurus hoffen die Forscher, offene Fragen dieser Art beantworten zu können.

Neue Zürcher Zeitung

Wesen wie aus einem Star-Wars-Film streiften vor rund 140 Millionen Jahren durch das Gebiet des heutigen Argentinien. Die Dinosaurier hatten enorme Stacheln am Hals, die teils mehr als einen Meter lang waren. Der Paläontologe Pablo Gallina und sein Team fanden Überreste eines Tiers in der Region Patagonien, wie die Forscher im Fachmagazin «Scientific Reports» schreiben. Den neu entdeckten Dino nannten sie Bajadasaurus pronuspinax, in Anlehnung an den Fundort Bajada Colorada in der Provinz Neuquén. Der Dinosaurier gehört zur pflanzenfressenden Familie der Dicraeosauridae.

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Die Rolle der Großmütter

Welche Rolle spielten Großmütter früher für das Überleben ihrer Enkel? (Bild: Universität Turku)
Die Großmutter ist für viele Kinder eine wichtige Bezugsperson. Doch welche Rolle spielt sie aus evolutionsbiologischer Sicht? Der sogenannten Großmutter-Hypothese zufolge können sich Omas positiv auf das Überleben ihrer Enkel auswirken. Was an dieser Behauptung dran ist, haben nun gleich zwei Forscherteams untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen: Tatsächlich scheint es zumindest in der früheren Zeit einen positiven Großmutter-Effekt gegeben zu haben. Dabei kam es jedoch entscheidend auf das Alter und den Wohnort der Oma an.

Wissenschaft.de

Irgendwann steht es jeder Frau bevor: Sie kommt in die Menopause. Damit endet zwar ihre Fortpflanzungsfähigkeit – ihr Leben aber noch lange nicht. Was uns völlig normal erscheint, stellt im Tierreich eine echte Seltenheit dar. Eine ähnlich lange postreproduktive Lebensphase wie beim Menschen ist unter Säugetieren sonst nur noch von Schwert- und Grindelwalen bekannt. Tatsächlich scheint dieses Phänomen aus evolutionärer Sicht nicht besonders sinnvoll zu sein. Schließlich strebt jedes Individuum danach, die eigenen Gene möglichst effizient weiterzugeben – eigene Kinder zu bekommen, ist dafür bekanntlich der beste Weg. Und ist diese Aufgabe erledigt, „lohnt“ sich – aus biologischer Sicht – das Weiterleben nur noch bedingt. Warum also leben Menschenfrauen nach ihren Wechseljahren trotzdem noch so lange weiter?

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Leben ist Evolution

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Drei Evolutionsforscher im Gespräch über Charles Darwin, die Evolution auf anderen Planeten und das Artensterben auf der Erde

Max-Planck-Gesellschaft

Mit dem am 12. Februar begangenen Darwin-Tag wird jedes Jahr dem Geburtstag des großen Naturforschers gedacht. Der britische Wissenschaftler hat im 19. Jahrhundert wesentliche Erkenntnisse über die Evolution gewonnen und damit das traditionelle Verständnis vom Leben auf der Erde und der Stellung des Menschen auf den Kopf gestellt. Für Diethard Tautz und Paul Rainey vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön sowie Ralf Sommer vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen hat Darwin das Fundament für die Erforschung der Evolution gelegt – ein Forschungsgebiet das nicht mehr nur in die Vergangenheit blickt, sondern auch immer mehr in die Zukunft.

Diethard Tautz: „Darwin war ein Revolutionär!“

Was war Ihrer Meinung nach die zentrale Erkenntnis Darwins?

Darwins große Leistung besteht darin, dass er die natürliche Selektion als treibende Kraft hinter der Evolution erkannt hat. Er hat die unglaubliche Vielfalt des Lebens auf der Erde dadurch erklärt, dass Individuen, die sich fortpflanzen und ihre Eigenschaften an Nachkommen weitergeben können, um knappe Ressourcen kämpfen. Dadurch passen sich die Individuen laufend an neue Umweltbedingungen an und bringen so die unterschiedlichsten Formen und Überlebensstrategien hervor. Ein verblüffend einfaches Prinzip für ein so ungeheuer vielfältiges Phänomen wie das Leben!

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Mücken haben „Superohren“ – Blutsauger nehmen noch Geräusche aus zehn Metern Entfernung wahr

Die Stechmücke Aedes aegypti hat ein überraschend gutes Gehör. © CDC/ gemeinfrei
Überraschend gutes Gehör: Mücken können weitaus besser hören als bislang gedacht. Obwohl sie keine Ohren im herkömmlichen Sinne besitzen, reagieren Blutsauger der Art Aedes aegypti sogar noch auf Geräusche aus zehn Metern Entfernung. Damit können sie nicht nur die Flügelschläge potenzieller Partner aus der Ferne wahrnehmen. Ihr Hörspektrum liegt auch im Bereich menschlicher Sprechfrequenzen, wie Forscher im Fachmagazin „Current Biology“ berichten.

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Im Liebesleben der Gelbfiebermücke Aedes aegypti hängt alles von einem guten Gehör ab: Nimmt ein Männchen den summenden Flügelschlag einer Mückendame wahr, beginnt das Paarungsritual. „Es ist schon lange bekannt, dass männliche Moskitos vom Klang der schlagenden Flügel der Weibchen angezogen werden“, sagt Ron Hoy von der Cornell University in Ithaca. Dabei verlassen sich die Mücken auf feine Härchen an ihren Antennen, die Vibrationen der Luft und damit auch Schall wahrnehmen können.

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Schöpfungsbullshistic oder wie alt ist der Dinosaurierzahn

Image: FB/CW Brown/Godless Utopia
Ein Gespräch über Wissenschaft und Evolution im Jüdischen Museum

Von Konstantin Schuchardt |Jüdische Allgemeine

Obgleich im 21. Jahrhundert kein ernsthafter Wissenschaftler mehr die Evolutionstheorie bezweifelt, wird in manchen Kreisen innerhalb aller abrahamitischen Religionen die Schöpfungsgeschichte weiterhin als Tatsachenbericht interpretiert und die Evolutionstheorie als Häresie zurückgewiesen.

Natan Slifkin, orthodoxer Rabbiner und Direktor des Biblischen Museums für Naturgeschichte in Beit Schemesch (Israel), und Fatimah Jackson, Biologin und Anthropologin an der Howard University in Washington, D.C., waren am vergangenen Donnerstag im Jüdischen Museum Berlin zu Gast.

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Bienen können rechnen – Honigbienen lernen Addition und Subtraktion schon nach kurzem Training

Honigbienen können einfache Matheaufgaben wie diese lösen. © USGS Bee Inventory
Summende Rechenkünstler: Honigbienen können lernen, einfache Matheaufgaben zu lösen. Schon nach kurzem Training begreifen sie, dass Blau für Addition und Gelb für Subtraktion steht und fliegen dann zielsicher die richtige Lösung der Aufgabe an. Das Erstaunliche daran: Solche Rechenoperationen beruhen auf komplexen mentalen Prozessen, die man Insekten bisher nicht zugetraut hätte. Nur von einigen Wirbeltieren sind solche Mathefähigkeiten bisher bekannt.

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Honigbienen sind echte „Schlaumeier“ unter den Insekten: Sie merken sich den Weg zu besonders nektarreichen Blüten, kommunizieren auf komplexe Weise mit ihren Artgenossen und verfügen sogar über einen Sinn für Mathematik. Denn die Bienen können auf Anhieb Mengenunterschiede erkennen und begreifen sogar das abstrakte Konzept der Zahl „Null“ als leerer Menge – eine Fähigkeit, die menschliche Kinder erst mit vier Jahren entwickeln.

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Skurril: Gleithörnchen leuchtet rosa: UV-Licht enthüllt zuvor unerkannte Fluoreszenz bei Neuwelt-Hörnchen

Unter UV-Licht (unten) fluoreszieren Neuwelt-Gleithörnchen in knalligem Rosa. © Kohler et al
Überraschender Leuchteffekt: Nordamerikanische Gleithörnchen sind normalerweise eher unscheinbar graubraun, doch unter UV-Licht fluoresziert ihr Fell knallig pink. Dieses verblüffend bunte Leuchten haben US-Biologen erst jetzt durch Zufall entdeckt – und dies gleich bei allen bekannten Arten dieser Gleithörnchen. Welchen biologischen Zweck diese auffallende Farbe erfüllt, ist bisher allerdings unklar, wie die Forscher berichten.

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Wir Menschen sehen nur einen verhältnismäßig kleinen Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums – das sichtbare Licht. Doch im Tierreich geht das Spektrum des Sichtbaren oft weit darüber hinaus. So können Bienen und andere Insekten UV-Licht und die Polarisation des Lichts wahrnehmen, Fangschreckenkrebse besitzen sogar sechs verschiedene Sehkanäle allein für den ultravioletten Bereich.

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Liedermacher der Meere

Alle Buckelwalmännchen einer Population singen exakt das gleiche Lied. (Foto: mauritius images)
  • Manche Wale stimmen eine Art Gesang an, der Melodie und Rhythmus hat und in dem Strophen wiederkehren.
  • Dass lediglich die männlichen Tiere singen, und das am häufigsten zur Paarungszeit, deutet darauf hin, dass die Gesänge mit der Partnersuche zu tun haben.
  • Doch wahrscheinlich haben die Lieder noch andere Funktionen.

Von Tina Baier | Süddeutsche Zeitung

Tief in den Ozeanen ist es, anders als die meisten Menschen glauben, nicht viel stiller als an Land. Hält man ein Unterwasser-Mikrofon etwa in eine Schule von Delfinen, ertönt ein Wirrwarr von Pfiffen und Klicklauten, das an die Geräuschkulisse eines Spielplatzes erinnert. „Fast alle Meeresbewohner machen irgendeine Art von Geräusch“, sagt Fabian Ritter, Meeresbiologe bei der Walschutzorganisation WDC. Insbesondere die Wale sind sehr gesprächig. Doch während sich Zahnwale wie Delfine, Pott- und Schweinswale vor allem über einzelne Laute verständigen, stimmen viele Bartenwale eine Art Gesang an, der Melodie und Rhythmus hat und in dem sich wiederkehrende Strophen unterscheiden lassen – so wie in den Liedern der Menschen.

Warum die Tiere singen und was die Gesänge bedeuten, kann noch niemand so genau erklären. Doch je länger Biologen der Unterwassermusik lauschen, umso deutlicher zeichnet sich ab: Walgesänge sind eine Form der Kommunikation, die sich ähnlich wie die menschliche Sprache kontinuierlich weiterentwickelt.

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Schöninger Speere: So tödlich waren die Fernwaffen des Neandertalers

Neandertaler bei der Jagd auf ein Mammut (Rekonstruktion) Quelle: picture alliance / WILDLIFE
Mit 300.000 Jahren gelten die Schöninger Speere als älteste Wurfwaffen der Menschheit. Wie effektiv ihre Schöpfer damit auf die Jagd gingen, haben britische Forscher jetzt im Experiment bewiesen.

Von Berthold Seewald | DIE WELT

Als die ersten Menschen vor 600.000 Jahren nach Mitteleuropa vordrangen, führten sie bereits das Feuer mit sich. Denn ohne dieses hätten sie dem kalten Klima kaum trotzen können. Doch der Homo heidelbergensis, wie er nach einem Fundort in Mauer bei Heidelberg genannt wird, entwickelte als erfahrener Jäger bald weitere Innovationen. Die berühmtesten kamen seit 1994 im Braunkohletagebau Schöningen bei Helmstedt ans Licht: neun Speere und ein beidseitig angespitztes Wurfholz, die ältesten Wurfwaffen der Menschheit.

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Antarktis: Ungewöhnliches Ur-Saurierfossil entdeckt: Fossilfund belegt Einzigartigkeit der antarktischen Lebenswelt vor 250 Millionen Jahren

Der Archosaurier Antarctanax shackletoni (vorne) lauerte vor 250 Millionen Jahren in der Antarktis auf seine Beute.© Adrienne Stroup, Field Museum
Verlorene Welt: Vor 250 Millionen Jahren beherbergte die Antarktis eine einzigartige Tierwelt – darunter eine ungewöhnliche Urzeit-Echse. Das Eidechsen-ähnliche Tier ist einer der ältesten Vertreter der Archosaurier, der gemeinsamen Vorfahren der Krokodilartigen und der Dinosaurier. Der Fund dieser Echse bestätigt erneut, dass in der Antarktis damals Lebewesen vorkamen, die anderswo längst ausgestorben oder aber nirgendwo sonst entstanden waren.

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Die Antarktis ist neben der Tiefsee eines der letzten noch kaum erforschten Gebiete unseres Planeten. Denn ein kilometerdicker Eispanzer versperrt den Zugang zu einem Großteil der antarktischen Landmasse. Zwar ist schon länger bekannt, dass dieser Kontinent einst viel wärmer und lebensfreundlicher war als heute. Doch wie die Lebenswelt der urzeitlichen Antarktis einst aussah, ist bisher kaum bekannt.

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The Rise and Fall of the Living Fossil

Labrador of the dinosaur world: An artist’s rendering of Simosuchus clarki, a small burrowing herbivore and early cousin of the crocodile.Wikipedia
The idea that some species are relics that have stopped evolving is finally going extinct.

By Ferris Jabr | NAUTILUS

In May 1997, the same month that The Lost World: Jurassic Park debuted in the United States, the U.S. Postal Service released 15 gorgeous stamps depicting various dinosaurs and extinct reptiles. The stamps caused a sensation among dino enthusiasts and paleontologists alike. “We all rushed out to get them,” remembers Christopher Brochu, a paleontologist at the University of Iowa. As an expert on crocodiles and their ancestors (known collectively as crocodilians and crocodyliforms), Brochu was particularly ecstatic to see that one stamp featured Goniopholis, a crocodyliform from the late Jurassic. When he looked closer, however, he noticed a few oddities: The checkers on its tail, the shape of its scales, and the arrangement of its teeth were not quite right. This drawing, Brochu realized, was not based on fossils of Goniopholis, but rather on the contemporary Nile crocodile.

“People think that to make a landscape look primeval, all you need to do is throw a crocodile into the mix—even a modern one,” Brochu says. “There’s this idea that crocodiles haven’t changed at all since the time of the dinosaurs, that they are so-called ‘living fossils.’ ” It’s a notion that’s often repeated in magazines, museums, and nature documentaries. But it’s completely wrong. In fact, the whole concept of a “living fossil” has fallen apart.

Charles Darwin coined the term “living fossil” in The Origin of Species to describe some of the planet’s more ambiguous creatures—such as the lungfish and platypus—that evolved relatively early and “endured to the present day.” He saw these animals as living proof of the evolutionary transitions between, say, ocean-dwellers and amphibians. Darwin was careful to point out that this phrase was “fanciful,” but it was also poetic and memorable. It quickly multiplied in both academic writing and the popular press. Eventually, it came to signify creatures that had emerged long ago and had not changed for eons, preserving a primitive appearance unlike any other living thing. “Living fossil” was no longer a passing phrase; it had become a powerful concept shaping scientists’ attitudes toward modern species. If certain creatures were frozen in evolutionary time, the reasoning went, then they could be our windows to ancient epochs of life.

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Biologen entdecken winzige Tiere 1000 Meter unter dem Eis

Unter dem Eispanzer der Antarktis gibt es auch flüssige Gewässer (Foto: Mario Tama)
  • Unter dem kilometerdicken Eisschild der Antarktis liegen verborgene Seen und Flüsse.
  • Sie entstehen durch die Wärme und Reibung der Erdkruste.
  • Forscher haben in einer Wasserprobe vom unterirdischen See Lake Mercer Überreste von Krebsen, Bärtierchen, Algen und Pilzen entdeckt.

Von Johanna Kuroczik | Süddeutsche Zeitung

Unter dem ewigen Eis der Antarktis verbirgt sich eine Welt, die vom Fachjournal Nature als „das größte unerforschte Ökosystem des Planeten“ bezeichnet wird. Zwischen Erdkruste und Eisschicht haben Forscher in den Neunzigerjahren per Radar Seen und Flüsse entdeckt, von denen manche seit 120 000 Jahren von der Außenwelt abgeschnitten sind. Bisher weiß man über diese Landschaft kaum etwas. Nun ist es US-amerikanischen Forschern nach tagelangen Heißwasser-Bohrungen gelungen, einen 1000 Meter tiefen Schacht ins Eis zu schmelzen und dem Lake Mercer im Süden der Antarktis eine Wasserprobe zu entnehmen.

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Dr. Michael Schmidt-Salomons Grußwort zur Eröffnung des „Evolutionsweges“

Bild: leimenblog.de
Ich freue mich sehr, ein Grußwort zur heutigen Eröffnung des Evolutionsweges in Leimen sprechen zu dürfen. Denn die Evolutionstheorie ist nicht nur der wichtigste Baustein des modernen Weltbildes, sie hilft uns auch zu begreifen, wer wir sind und woher wir stammen. Nicht zuletzt schärft sie unseren Blick für das, was wesentlich und was unwesentlich ist. Denn wer die Evolution wirklich verstanden hat, der begreift auch, dass Religionen, Nationen, Völker bloß vorrübergehende Konstrukte sind, die eine fundamentale Tatsache des Lebens tragischerweise oft verdecken, nämlich dass uns Menschen untereinander sehr viel mehr verbindet als trennt.

leimenblog.de

Zusammen mit allen anderen Lebensformen auf der Erde bilden wir eine einzigartige große Familie, deren Ursprünge in winzig kleinen Zellen liegen, welche vor Urzeiten auf der Erde entstanden sind. Und wer diese große Geschichte des Lebens erst einmal im Kopf hat, der wird sich von den kleinen hinterwäldlerischen Erzählungen religiöser Fundamentalisten oder chauvinistischer Nationalisten, die momentan leider weltweit auf dem Vormarsch sind, so schnell nicht mehr hinters Licht führen lassen.

Tatsächlich gibt es einen bemerkenswerten statistischen Zusammenhang zwischen der Evolutionsverleugnung auf der einen Seite und fundamentalistischen, nationalistischen, autoritären, antidemokratischen, patriarchalen Werten auf der anderen Seite. Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, dass diejenigen, die in ihrem Weltbild von festen, unverrückbaren, ewig gültigen Fundamenten ausgehen, sich mit der zentralen Aussage der Evolutionstheorie kaum anfreunden können, nämlich dass das einzig Beständige in dieser Welt der Wandel ist.

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Parasites Are Us

Illustrations by Jason Holley
How biological invaders challenge our idea of self and other.

By Robert V. Levine | NAUTILUS

Jerry Coyne is an evolutionary biologist at the University of Chicago. His research on population and evolutionary genetics has been widely published in professional and trade journals and his 2009 book, Why Evolution Is True, established him as a leading force in the study of evolution. Jerry is also an internationally famous defender of evolution against proponents of creationism and intelligent design. He is a highly respected scientist.

This, however, is a more personal story about Coyne. It goes back to 1973, when he was a mere 24-year-old graduate student at Harvard. As he moved through the program, Coyne was becoming well versed in the intellectual tools of his trade—genetics, evolutionary logic, research methods, and the like. But when it came to real-life contact with nature, his experience was pretty much “limited to unexciting fruit flies crawling feebly around food-filled glass tubes.”1 He was even more frustrated working at Harvard’s Museum of Comparative Zoology. This was the same museum that was founded by the great Swiss naturalist Louis Agassiz, under the guiding philosophy to “study nature, not books.” But, aside from fruit flies in a sterile lab, the only nature Coyne was seeing were stuffed mammals in a display case on his way to the Pepsi machine. When given the opportunity to take a summer field course in tropical ecology in Costa Rica, Coyne didn’t hesitate. He never imagined how close to nature he would get.

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Flechten: Vier Partner statt zwei – Symbiose mit drei Pilzen bei Wolfsflechten torpediert gängige Vorstellungen

Von wegen Zweierbeziehung: Die meisten Wolfsflechten (Letharia) bilden eine Symbiose aus gleich vier Partnern. © Jason Hollinger/ CC-by-sa 3.0
Verblüffende Entdeckung: Einige Flechten bestehen nicht nur aus zwei symbiotischen Partnern, sondern gleich aus vier – entgegen der seit 150 Jahren etablierten Lehrmeinung. In Wolfsflechten aus aller Welt haben Forscher neben einer Algenart und dem Hauptpilz noch einen Hefepilz und einen Gallpilz in enger Gemeinschaft entdeckt. Diese verborgenen Partner werfen ein ganz neues Licht auf die Biologie der Flechten und ihre komplexe Symbiose, so die Forscher im Fachmagazin „Current Biology“.

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Flechten sind das klassische Beispiel für eine erfolgreiche Symbiose: Das Leben im Inneren der Pilzfäden schützen die symbiontischen Algen oder Cyanobakterien vor dem Austrocknen, dafür liefern sie dem Pilz über ihre Photosynthese überlebenswichtige Nährstoffe. Diese Zweckgemeinschaft ermöglicht es den Flechten, selbst die unwirtlichsten Lebensräume zu besiedeln und sich an Klimawechsel anzupassen. Möglicherweise könnten Flechten sogar auf dem Mars überleben.

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Die Gesichter des Bösen

Sie stellen ihre Ziele über das Wohl anderer, nehmen Schäden für Mitmenschen bewusst in Kauf: Laut einer Studie haben Narzissten, Psychopathen und Sadisten einen gemeinsamen Persönlichkeitsfaktor, den „dark factor“. Theologe Utsch hält dagegen.

Ulrike Roll | evangelisch.de

Die Bosheit hat viele Gesichter. Menschen können maßlos egoistisch, gehässig, narzisstisch oder sadistisch sein. Manche haben übertriebene Ansprüche, das Beste ist gerade gut genug. Andere denken, Moral gelte nicht für sie selbst. Es gibt Psychopathen und Machiavellisten. Bei Letzteren heiligt der Zweck die Mittel, und sie manipulieren andere ohne Mitgefühl. So verschieden diese zerstörerischen Neigungen sind – sie beruhten alle auf einem dunklen Persönlichkeitskern, erklärten Psychologen in einer im vergangenen Herbst veröffentlichten Studie.

„Es gibt Dutzende dunkle Eigenschaften, doch alle lassen sich auf das gleiche Prinzip zurückführen: Menschen verfolgen ihre Ziele rücksichtslos, auch wenn sie andere schädigen“, erklärt Morten Moshagen, Professor an der Universität Ulm. Das bezeichnen die Wissenschaftler als den „dunklen Faktor“ oder D-Faktor.

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