Giant Extinct Sea Cow Found Buried Beneath Siberian Beach

Steller’s sea cow. Image: Biodiversity Heritage Library
The megafauna’s remains tell a grim story about humans and extinction.

By Sarah Emerson | MOTHERBOARD

The massive skeleton of an extinct megafauna, the Steller’s sea cow, was discovered on a Siberian beach this month. This rare find was made even more special, due to the skeleton’s near completeness.

Steller’s sea cows ( Hydrodamalis gigas) once flourished in the arctic waters of Russia’s Commander Islands, a group of 17 barren islands and islets in the Bering Sea. The species was likely extinct by 1768; a victim of overhunting, it was prized for its meat and hide.

This particular skeleton was found in the Komandorsky Nature Reserve, an ecological sanctuary that’s been submitted for inclusion on the World Heritage List. Russian researcher Marina Shitova, who has studied Komandorsky’s northern fur seals, first spotted the animal’s rib cage protruding through the soil.

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Invasion der Quallen

Ohrenqualle (Aurelia aurita). Foto: Julian Fahrbach (CrazyBiker 84) / CC BY-SA 3.0 DE
Überfischung, Klimawandel und Nährstoffeinträge sind nur einige der Ursachen dafür, warum sich Quallen in den Meeren ausbreiten und andere Arten verdrängen

Von Susanne Aigner | TELEPOLIS

In die Schlagzeilen geraten Quallen immer dann, wenn sie zu Tausenden die Zuflüsse von Atom- oder Wasserkraftwerke verstopfen, wenn sie die Netze der Fischer an der Atlantikküste oder am Golf von Mexiko überschwemmen oder ihr massenhaftes Auftreten Urlaubern den Badespaß verdirbt.

Ein großes Problem sind die landwirtschaftlichen Dünger, die in die Meere gespült werden und die küstennahen Gewässer mit Nährstoffen anreichern. Dies fördert die Algen, die den kleinen Krebstierchen, auch Zooplankton genannt, als Nahrung dienen. Zooplankton wiederum ist die Hauptnahrung von Quallen. So werden die Nesseltiere, die sich aktiv nur nach oben oder unten bewegen können, manchmal von Wind und Strömung zusammen geschoben und an bestimmten Küstenabschnitten abgeladen.

Seit einigen Jahren warnen Wissenschaftler vor einer steigenden Anzahl großer Quallenblüten, welche sich in Zyklen herausbilden: Brechen diese nach einigen Wochen plötzlich zusammen, werden große Mengen an organischer Masse freigesetzt, die unter anderem einen Mangel an Sauerstoff erzeugen.

In einer Studie von 2016 untersuchten australische und amerikanische Wissenschaftler die biochemischen und ökologischen Auswirkungen der Zersetzung von Quallen anhand der Art Catostylus mosaicus carrion, die sie einer flachen Küstenlagune in New South Wales/Australien aussetzten.

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Darwin Award kürt dümmste selbstverschuldete Todesfälle

Quelle:Naturkundemuseum Berlin. Bild: bb

„Überleben der Bestangepasstesten“ – Dieser Satz impliziert, dass Arten, die sich nicht anpassen können, aussterben. Menschen, die sich selbst disqualifizieren, „würdigt“ der Darwin-Award.

Von Sophie Hamann | General-Anzeiger

Schnell ein „Selfie“ vor einer Klippe machen? Oder einen Geldautomaten sprengen und dabei so viel Sprengstoff verwenden, dass das ganze Gebäude über einem einstürzt? Diese besonders tragisch-grotesken Selbsttötungen ehrt der „Darwin Award“. Seit 1994 würdigt der sarkastische Preis Menschen, die sich durch ihr eigenes Fehlverhalten quasi selbst aus dem Genpool selektiert haben. Ursprünglich von Biologiestudenten der Stanford Universität in Kalifornien gegründet, erlangte die Webseite schnell Berühmtheit und wird heute täglich ergänzt und im Netz diskutiert.

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Schimpansen versetzen sich in andere hinein

Schimpansen haben erstaunliche kognitive Fähigkeiten. © Photomaru/ thinkstock
Wer weiß was? Schimpansen scheinen sich erstaunlich gut in andere hineinversetzen zu können: Die Menschenaffen erkennen, ob sich Artgenossen einer Gefahr bewusst sind oder nicht – und passen daran ihr Kommunikationsverhalten an. So warnen sie vehementer vor einer Bedrohung, wenn sie es mit vermeintlich Unwissenden zu tun haben, wie Experimente zeigen. Damit besitzen sie eine Fähigkeit, die lange Zeit als typisch menschlich galt.

scinexx

Menschenaffen sind unsere nächsten Verwandten – und verblüffen uns immer wieder mit ihren kognitiven Fähigkeiten: Schimpansen, Orang-Utans und Co benutzen nicht nur Werkzeuge und haben ein uns sehr ähnliches Sozialverhalten. Sie erkennen sich auch selbst im Video und sind offenbar sogar dazu in der Lage, ihr eigenes Wissen zu hinterfragen und zu beurteilen, wie Experimente zeigen.

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These Technicolor Sea Slugs Use Other Creatures as Bait to Catch Their Dinner

Image: Gabriella Luongo
We’ve always known that nudibranchs eat hydroids, but upon closer inspection, scientists have found they’re getting more than they pay for.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

Trevor Willis couldn’t stop thinking about the sea slugs. Ever since the marine biologist learned that nudibranchs (a type of sea slug) feed on the same formations where they live, he wondered about their unique relationship.

„It seemed odd to me that an animal would chose a strategy whereby it eats its own habitat, and can destroy it,“ Willis, a lecturer at the University of Portsmouth, told me over the phone. „It didn’t seem very intuitive from an evolutionary point of view.“

Luckily, he wasn’t the only one. Years later he teamed up with another equally-fascinated biologist, Fabio Badalamenti, to uncover the mystery of this odd behavior. They discovered a never-before-seen feeding strategy, detailed in a study publishedin Biology Letters, that surprised even them. The sea slug use the hydroids they live on as bait to catch plankton, and then eat both.

Here’s how it works: the nudibranchs live on communities of hydroids, a type of animal that forms colonies and doesn’t move—kind of like coral. Though they’ll sometimes snack on the hydroids alone, these sea slugs prefer to bide their time until the hydroids have caught plankton and then scarf them both down.

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Delfine geben sich Namen

Das Titelthema der aktuellen Ausgabe: Talk im Tierreich. Große Tümmler stellen sich ihren Artgenossen mit Namen vor. Der Biologe Mario Ludwig erläutert, wie sich Tiere verständigen. Foto: imago
Große Tümmler geben sich selbst einen Namen, manche Papageien wissen, was sie sagen. Biologe Mario Ludwig berichtet Erstaunliches über die Kommunikation von Tieren.

Von Pamela Dörhöfer | Frankfurter Rundschau

Wir Menschen haben leider keinen Einfluss auf unseren Namen, den wir ein Leben lang mit uns herumtragen müssen. Und bestimmt gibt es nicht wenige, die hadern mit dem, was sich die Eltern für sie ausgedacht haben.

Einem Großen Tümmler kann das nicht passieren. Diese Delfine geben sich selbst einen Namen (es sei denn, man wird als Hauptdarsteller einer Fernsehserie auserkoren und „Flipper“ genannt). Herausgefunden haben diese erstaunliche Tatsache schottische Wissenschaftler, der Biologe Mario Ludwig hat sie für sein Buch „Gut gebrüllt! Die Sprache der Tiere“ aufgeschrieben. Darin stellt er die verschiedenen Kommunikationsformen im Tierreich vor und versetzt die Leser ein ums andere Mal in Erstaunen. Dem Naturbuchautor gelingt das ganz leichtfüßig auf eine unterhaltsame Weise, ohne akademischen Jargon und mit einer bilderreichen, leicht verständlichen Sprache.

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Ulrich Kutschera: Drittes Geschlecht? Biologische Fakten und postfaktische Fiktionen

„Mit Verwunderung konnte man vor einigen Tagen in den Leitmedien lesen, es gäbe demnächst ein ‚Drittes Geschlecht‘, welches im Geburtenregister eingetragen werden darf.“

Gastkommentar von Ulrich Kutschera | kath.net

Mit Verwunderung konnte man vor einigen Tagen in den Leitmedien, wie der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, Der Spiegel usw. lesen, es gäbe demnächst ein „Drittes Geschlecht“, welches im Geburtenregister eingetragen werden darf. Diese Schlagzeilen vermitteln der Allgemeinbevölkerung den irrigen Eindruck, man hätte jetzt endlich die schon lange von Vertretern der Gender-Ideologie geforderte „Überwindung“ des binären „Mann-Frau-Denkens“ vollzogen – die sowieso nur sozial konstruierte Zweigeschlechtlichkeit sei jetzt um eine dritte Option erweitert, könnte man annehmen. In verschiedenen Kommentaren wurde bereits auf die Widersinnigkeit dieser Begriffsbildung und deren Implikationen hingewiesen. Nachfolgend möchte ich auf biologische Hintergründe eingehen, die leider in den o. g. Medien falsch dargestellt sind. Worum geht es hierbei?

Der Fall Vanja – weder Mann noch Frau?

Eine Person, genannt Vanja, die korrekt als „Intersexuelle“ gekennzeichnet ist, hat gefordert, eine positiv besetzte Bezeichnung ihrer subjektiv gefühlten Geschlechtsidentität, neben männlich-weiblich, eintragen lassen zu können – sie fühle sich weder als Mann noch als Frau. Wie die SZ berichtet, hat Vanja über eine Chromosomenanalyse erfahren, dass sie den Karyotyp 45 X0 trägt – korrekt dargestellt – sie verfügt über 44 Autosomen (A) und nur ein Geschlechtschromosom, somit 44 A X0, pro Körperzelle. Jeder Mensch trägt das Erbgut seiner Mutter und des Vaters im Genom (22 Autosomen, X von der Mutter, und 22 A, X oder Y vom Vater; doppelter Chromosomensatz pro Zelle). Fertile, ausgereifte Männer sind 44 A XY-, Frauen demgegenüber 44 A XX-Menschentypen, definiert als Spermien- bzw. Eizellen-Produzenten. Das ist der im Verlaufe der Evolution herausgebildete Sexual-Dimorphismus unserer Spezies, eine belegte Tatsache. Da etwa 99 % aller neugeborenen Babys eindeutig männlich oder weiblich sind, erkenntlich an den noch unreifen Kopulationsorganen Penis bzw. Vagina plus den o. g. Chromosomensätzen, funktioniert die zweigeschlechtliche Reproduktion, genannt sexuelle Fortpflanzung (Kurzform Sex), seit Jahrmillionen recht gut. Wir existieren, weil sich unsere heteronormalen Eltern sexuell fortgepflanzt haben: Innere Befruchtung, Spermien-Eizellen-Fusion, Zygote, Baby, Kind.

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Was wäre, wenn es einen intelligenten Designer gäbe?

Ist der komplexe Kosmos wirklich nur Zufall? Oder hat ein intelligenter Urheber alles vom Paradies bis RTL II geplant? Wissenschaftskabarettist Vince Ebert setzt auf die Evolution.

Von Vince Ebert | spektrum.de

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk. Das menschliche Schienbein beispielsweise ist ein nahezu perfektes Sinnesorgan, um im Dunkeln scharfkantige Möbelstücke zu finden. Kann so etwas Hochkomplexes wie der Mensch nur durch reinen Zufall entstanden sein? Muss da nicht ein geheimnisvoller, schöpferischer Plan dahinterstecken? 2007 ergab eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung die Evolutionstheorie als Erklärung für die Vielfalt des Lebens ablehnen.

Die Befragten waren überzeugt, der langwierige Entwicklungsprozess vom einfachen Einzeller bis hin zu einem komplexen Lebewesen wie David Hasselhoff könne nur durch die zentrale Steuerung einer höheren Macht zu Stande gekommen sein. Die Anhänger dieses Gegenentwurfs zur Evolutionstheorie nennen ihre Idee „Intelligent Design“. Im Gegensatz zu den Kreationisten nehmen sie keinen Bezug auf die Bibel, sondern lassen die Identität des Schöpfers offen. Dadurch postulieren sie einen wissenschaftlichen Ansatz und sind mit allen Gottesvorstellungen kompatibel.

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Bonobos helfen auch Fremden

Bonobos gucken nicht nur freundlich – sie sind es auch. Sogar zu Fremden. © Lola ya Bonobo Sanctuary
Ganz schön sozial: Dass Bonobos Freunden und Familienmitgliedern helfen und sich in der Gruppe gegenseitig unterstützen, ist bekannt. Dieses Verhalten fördert die Kooperation und sorgt für Schmierstoff im sozialen Getriebe. Doch nun enthüllt ein Experiment: Die Kooperationsbereitschaft der Menschenaffen geht weiter als gedacht. Denn sie unterstützen bereitwillig auch völlig Fremde – und zwar ohne Aussicht auf eine unmittelbare Gegenleistung.

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Schimpansen und Bonobos sind soziale Tiere, die uns in vielem durchaus ähnlich sind: Sie teilen ihr Futter mit Freunden, belohnen Gefälligkeiten, helfen sich gegenseitig und behalten sehr genau im Auge, wer in der Gruppe zu wem hält. Solche Formen der Kooperation sind für die Menschenaffen wichtig – denn sie sichern ihr Überleben.

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Nächtliche Wunden heilen langsamer

Wie schnell Wunden heilen, hängt vom Verletzungszeitpunkt ab – denn auch hier ist unsere innere Uhr im Spiel. © HG: narith/ thinkstock
Auf die Tageszeit kommt es an: Wie schnell eine Verletzung heilt, hängt auch davon ab, wann wir sie uns zuziehen. Verletzen wir uns tagsüber, benötigt die Wundheilung rund 60 Prozent weniger Zeit als bei nächtlichen Wunden, wie Forscher herausgefunden haben. Der Grund dafür: Auch die für die Wundheilung entscheidenden Zellen, die Fibroblasten, folgen dem Takt unserer inneren Uhr. Sie sind nachts weniger aktiv, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science Translational Medicine“ berichten.

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Unsere innere Uhr prägt nicht nur unsere Wach- und Schlafenszeiten, sie beeinflusst auch viele unserer Körperfunktionen. Unsere Körpertemperatur, der Blutdruck, die Hormonausschüttung und auch das Immunsystem verändern sich im Tag-Nacht-Rhythmus. Als interne Taktgeber dienen dabei spezielle Uhrengene in unseren Zellen, die mit einem zentralen Taktgeber im Gehirn synchronisiert sind – wie die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin herausfanden.

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Kakadus finden den Schlüssel zur Nuss

Zu Recht im Rampenlicht: Kakadus verblüffen immer wieder durch ihre erstaunlichen Fähigkeiten. © Bene Croy
Clevere Vögel: Wieder einmal haben Goffini-Kakadus ihrem Ruf als Werkzeug-Profis alle Ehre gemacht. Ein Experiment zeigt: Den Vögeln gelingt es, aus unterschiedlichen Objekten gezielt jenes herauszusuchen, das zu einem speziell geformten Loch in einer Box passt – und sich dadurch Zugang zu einer Nuss zu verschaffen. Besonders bemerkenswert: Die Kakadus kommen dabei sogar schneller zum Erfolg als Primaten. Vermutlich verlassen sie sich mehr auf ihren Sehsinn anstatt einfach „drauf los“ zu probieren.

scinexx

Die in Indonesien heimischen Goffini-Kakadus erweisen sich immer wieder als erstaunlich clever: Sie schlussfolgern logisch, knacken Tresore und wägen sehr genau ab, ob sich ein Einsatz lohnt. Zudem verfügen die Vögel über ein außerordentliches Talent beim Werkzeuggebrauch. Denn obwohl sie in ihrem natürlichen Lebensraum keine Werkzeuge benutzen, werden sie in Volieren zu Handwerkern und Bastlern. Dabei setzen sie ihnen dargebotene Hilfsmittel nicht nur geschickt ein. Sie stellen sich sogar selbst welche her und verbiegen zu diesem Zweck zum Beispiel Drähte oder knabbernsich Holzstückchen zurecht.

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Zähne der wohl frühesten Vorfahren des Menschen entdeckt

Verwandte des Menschen? Bei solchen rattenähnlichen Säugetieren haben Wissenschaftler Fossilien der wohl frühesten bekannten Vorfahren der Menschheit entdeckt. Foto: Mark Witton/University of Portsmouth © dpa-infocom GmbH
Wissenschaftler haben in Großbritannien nach eigenen Angaben Fossilien der wohl frühesten bekannten Säugetier-Vorfahren der Menschheit entdeckt. Sie fanden Zähnchen von zwei kleinen rattenähnlichen Säugetieren in der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands.

stern.de

Wissenschaftler haben in Großbritannien nach eigenen Angaben Fossiliender wohl frühesten bekannten Säugetier-Vorfahren der Menschheit entdeckt. Sie fanden Zähnchen von zwei kleinen rattenähnlichen Säugetieren in der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands.

Die Tiere lebten vor 145 Millionen Jahren im Zeitalter der Dinosaurier, wie die Forscher der Universität Portsmouth mitteilten.

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Krokodilsbisse statt Vormenschenspuren?

Vermeintliche Schnittspuren auf einem 2,5 Millionen Jahre alten Huftierknochen aus Äthiopien. © PNAS
Kannten die Vormenschen doch noch keine Steinwerkzeuge? Eine neue Studie weckt erhebliche Zweifel an den vermeintlich frühesten Werkzeugspuren unserer Vorfahren. Denn die gut drei Millionen Jahre alten Knochenkerben könnten auch von Krokodilsbissen stammen, wie die Forscher belegen. Dafür spreche sowohl die Form der Bisspuren an den Knochen als auch der Fund von Krokodilsknochen in unmittelbarer Nähe der Vormenschenrelikte.

scinexx

Wann begannen unsere Vorfahren erstmals, Werkzeuge zu nutzen? Diese Frage scheint heute strittiger denn je. Zwar galt der vor rund 2,5 Millionen Jahren lebende Homo habilis lange als der erste Werkzeugmacher unter den Hominiden. Doch inzwischen haben Forscher sowohl am Turkanasee in Kenia als auch in Dikika in Äthiopien mehr als drei Millionen Jahre alte Schnittspuren an Knochen entdeckt, die auf eine Werkzeugnutzung schon bei Vormenschen wie dem Australopithecus hinzudeuten schienen.

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Auch unter Bienen gibt es Linkshänder

Rechts oder links herum? Auf ihrem Weg von Blüte zu Blüte bevorzugen manche Bienen eine ganz bestimmte Seite. © Pexels/ pixabay
Links- oder Rechtshänder? Viele Bienen haben eine ausgeprägte Vorliebe für die linke oder die rechte Seite. In Experimenten fliegen manche Exemplare fast ausschließlich rechts, andere hingegen links herum. Diese Händigkeit ist bei ihnen jedoch weitaus weniger einseitig verteilt als bei uns. Während Menschen überwiegend rechtshändig sind, scheint die Präferenz für eine Seite bei den Insekten gleichmäßiger verteilt und eher individuell zu sein. Dies könnte ihren Flug im Schwarm effizienter machen.

scinexx

Der Mensch ist bei weitem nicht das einzige Lebewesen, das für bestimmte Aktionen bevorzugt eine Hand, ein Auge oder einen Fuß benutzt. Ganz im Gegenteil: Das Phänomen der Händigkeit zieht sich quer durch das Tierreich – allerdings in ganz unterschiedlicher Weise. Während bei uns Menschen die Rechtshänder klar in der Überzahl sind, präferieren zum Beispiel Kängurus mehrheitlich die linke Seite.

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Menschheitsgeschichte ist Migrationsgeschichte

Bei den Steinreihen von Carnac handelt es sich um ursprünglich über 3.000 Menhire aus Granitgestein der Bretagne. Foto: Arte/Toni Nemeth
Arte zeichnet mit einem zweiteiligen Dokumentarfilm eine wichtige Epoche bei der Entwicklung unserer Gattung nach.

Von Hans-Jürgen Linke | Frankfurter Rundschau

Die so genannte neolithische Revolution war ein prähistorischer Vorgang, der sich über Jahrtausende hin zog, der an weit auseinander liegenden Orten parallel oder höchst ungleichzeitig geschah und überall unterschiedliche Ergebnisse zeitigte. Was da alles geschah und was für Zeiträume dafür nötig waren, gehört zum riesigen Komplex der Rätsel der Steinzeit, mit denen sich Barbara Fally-Puskás in ihrer zweiteiligen Dokumentation beschäftigt.

Immerhin gibt es einige Dinge, die fest stehen und die als allgemeine Daten Aussagekraft für die erstaunliche Entwicklung unserer Gattung haben.

Zunächst aber müssen alle Identitären jetzt mal kurz ganz stark und tolerant sein, denn die erste und allgemeinste Erkenntnis einer multidisziplinären Erforschung ferner, also prähistorischer Vergangenheiten ist:  Menschheitsgeschichte ist Migrationsgeschichte. Nie ist es über einen nennenswerten Zeitraum hinweg geschehen, dass Menschengruppen am gleichen Ort verharrten. Und die einschneidendsten kulturellen und technischen Entwicklungen kamen in der Regel von außerhalb, als Anregung aus der Fremde, in Form von Übernahme und Aneignung anderswo entstandener Fähigkeiten.

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Wie Städte die Evolution von Tieren beeinflussen

Die Lebensräume der Tiere sind in der Stadt kleinteiliger. Foto: Frank Rumpenhorst © dpa-infocom GmbH
Das Leben in der Stadt macht etwas mit Wildtieren. Ob Tauben oder Füchse, Eidechsen oder Bettwanzen: Ein urbanes Umfeld beeinflusst ihre Evolution.

stern.de

Das Leben in der Stadt macht etwas mit Wildtieren. Ob Tauben oder Füchse, Eidechsen oder Bettwanzen: Ein urbanes Umfeld beeinflusst ihre Evolution.

Forscher aus Kanada und den USA haben zu dem Thema nun 192 Einzelstudien gesichtet und im Fachjournal «Science» viele Beispiele herausgesucht. Zudem wollten sie wissen: Wie genau läuft die Evolution in der Stadt ab?

Schon die ersten frühen Bauern zogen vor rund 12 000 Jahren Mäuse und Ratten an. Heute leben 55 Prozent aller Menschen in Städten, Tendenz steigend. Die Tiere, die den Menschen dorthin folgen, leben anders als ihre Artgenossen in freier Natur: Es gibt versiegelte Böden, isolierte Grünflächen, höhere Temperaturen, mehr Luft-, Licht- und Lärmverschmutzung. Daran passen sich viele Arten an.

Die Lebensräume der Tiere sind in der Stadt kleinteiliger, die Vielfalt einheimischer Arten geht zurück, invasive Arten nehmen zu, wie Marc Johnson (University of Toronto Mississauga, Kanada) und sein Kollege Jason Munshi-South bilanzieren.

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Biologen entdecken neue Menschenaffen-Art

Pongo tapanuliensis ist die insgesamt dritte bekannte Orang-Utan-Art (Foto: Andrew Walmsley)
Der bislang unbekannte Orang-Utan ist die wohl älteste Menschenaffen-Spezies – und bereits akut vom Aussterben bedroht.

Von Katrin Blawat | Süddeutsche Zeitung

Wenn es unter den Tiergruppen eine gut erforschte gibt, dann sind das die Menschenaffen – sollte man meinen. Und gerade ausgewachsene Orang-Utans sind eigentlich so groß, dass man sie nur schwer übersehen kann. Umso erstaunlicher klingt daher, was Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Current Biology verkünden: Sie haben eine neue Menschenaffen-Art entdeckt, eine dritte Spezies der Gattung Orang-Utan.

Insgesamt kennen Taxonomen damit nun sieben Menschaffen-Arten: Schimpanse und Bonobo, Östlicher und Westlicher Gorilla, Borneo-Orang-Utan, Sumatra-Orang-Utan und neuerdings den Tapanuli-Orang-Utan, Pongo tapanuliensis. Letzterer ist nicht nur die evolutionär älteste und damit am weitesten von Menschen entfernte Menschenaffen-Art, sondern auch mit am stärksten vom Aussterben bedroht.

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Erbgut gewaltiger Baumkiller entschlüsselt

Die Fruchtkörper der Hallimasche sind um befallene Bäume herum zu sehen. Unterirdisch bilden sie riesige Netzwerke. | Eidg. Forschungsanstalt WSL
544 Tonnen wiegt eines der grössten Lebewesen der Welt: Ein Pilz der Gattung Armillaria (Hallimasche). Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Forschungsanstalt WSL hat nun das Erbgut von vier Arten dieser Pflanzenschädlinge entschlüsselt.

Luzerner Zeitung

Weltweit befallen Hallimasche mehr als 500 Pflanzenarten in Wäldern und Parks und lösen Wurzelfäule aus. Ihr unterirdisches Netzwerk aus Pilzfadensträngen (Rhizomorphen), mit denen sie nach neuen Wurzeln suchen, kann gewaltig werden: So ist beispielsweise das grösste Lebewesen der Schweiz ein Riesen-Hallimasch, der 2004 im Schweizer Nationalpark entdeckt wurde und eine Grösse von 50 Fussballfeldern hat. Die sichtbaren Fruchtkörper sind dagegen geradezu unscheinbar.

Ein Individuum in den USA mit dem Spitznamen „humongous fungus“ („gigantischer Pilz“) besitzt sogar ein Netzwerk mit einer Fläche von fast 1000 Hektaren und einem Gewicht von 544 Tonnen. Damit gehört es zu den grössten Lebewesen der Erde, wird allerdings beispielsweise von Riesenmammutbäumen übertroffen.

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Die verborgene Natur der Liebe

Ein Vortrag von Thomas Junker am 24. Oktober 2017 im Haus der Wissenschaft in Bremen

Richard-Dawkins-Foundation

 

„Die verborgene Natur der Liebe“ erklärt, warum wir Sex haben. Und zwar sehr viel häufiger und sehr viel spielerischer, als es zur Fortpflanzung nötig ist. Sie beschreibt die Vielfalt der Beziehungsformen. Und sie gibt Regeln an für die Suche nach dem richtigen Partner oder der richtigen Partnerin. Die in den Genen gespeicherten evolutionären Erfahrungen verraten uns, welches Verhalten erfolgversprechend ist und welches nicht, warum wir so fühlen, wie wir fühlen. Warum beispielsweise das Leben in einer Zweierbeziehung so erstrebenswert ist, und warum gleichzeitig das Fremdgehen, angefangen mit einem harmlosen Flirt, so unwiderstehlich sein kann.

Thomas Junker zeigt, dass das, was wir Liebe nennen, nichts Selbstverständliches ist, sondern dass alles auch ganz anders sein könnte. Sein so unaufgeregtes wie aufregendes Buch gibt einen Eindruck davon, wie sehr wir im Grunde unseres Herzens Naturwesen geblieben sind, denen der kulturelle Zuckerguss von Moral und Erziehung nur wenig anhaben konnte.

http://www.thomas-junker-evolution.de/

Urzeitlicher „Vampirhirsch“ in Süddeutschland entdeckt

So könnte der im Steinheimer Becken entdeckte Moschushirsch vor 15 Millionen Jahren ausgesehen haben. © Staatliches Museum für Naturkunde
Kleiner Hirsch mit langen Hauern: Im Meteoritenkrater von Steinheim haben Paläontologen ein besonderes Fossil entdeckt. Denn es stammt von einer bisher unbekannten Art von Moschushirschen – kleinen Huftieren, deren Männchen lange, spitze Eckzähne tragen. Das 15 Millionen Jahre alte Fossil belegt erstmals, dass damals in Mitteleuropa mindestens zwei Arten dieser auch als „Vampirhirsche“ bezeichneten Tierart gemeinsam lebten.

scinexx

Die heute nur noch in den Bergregionen Asiens vorkommenden Moschushirsche (Moschidae) ähneln auf den ersten Blick kleinen, geduckt laufenden Rehen. Doch schaut man näher hin, erkennt man bei den Männchen eine sonst nur von Fleischfressern wie den Säbelzahnkatzen bekannte Besonderheit: Ihre oberen Eckzähne sind stark verlängert und ragen weit aus dem Mund heraus. Sie dienen dem Imponieren von Rivalen und Weibchen und werden auch bei Konkurrenzkämpfen der Männchen eingesetzt.

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