Selbst Quallen schlafen

Die Schirmqualle Cassiopeia kann schlafen – als erstes bisher bekanntes Tier ohne Gehirn. © Caltech
Die Fähigkeit zu schlafen ist überraschend alt: Selbst Quallen zeigen nachts die typischen Merkmale des Schlafs – obwohl sie zu den urtümlichsten Tieren gehören und nicht einmal ein Gehirn besitzen. Doch ein Experiment belegt: Schirmquallen sind nachts weniger aktiv, reagieren in Ruhe nur verzögert auf Außenreize und holen bei Schlafentzug diesen tagsüber nach. Die Nesseltiere weisen damit alle drei Merkmale eines echten Schlafs auf, wie Forscher im Fachmagazin „Current Biology“ berichten.

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Schlaf ist für uns lebenswichtig: Diese Ruhepause regeneriert unseren Körper und verschafft unserem Gehirn die Zeit, um Abfälle auszuschwemmen und Nervenverbindungen zu rekalibrieren. Fehlt uns der Schlaf, lernen wir schlechter, werden reizbar und neigen eher zu Stoffwechselkrankheiten und Übergewicht.

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Was verrät unser Gesicht über unsere Sexualität?

Die Gesichtsform kann etwas über unser Verhalten und sogar unseren Sexualtrieb verraten. © vchal/ thinkstock
Die Gesichtsform verrät es: Männer und Frauen mit breiteren Gesichtszügen besitzen häufig eine stärkere Libido – zumindest legt dies eine Studie jetzt nahe. In dieser fanden Forscher einen Zusammenhang zwischen der Gesichtsform und dem Sexualtrieb ihrer Probanden. Bei Männern könnte ein breiteres Gesicht zudem auf eine Neigung zur Untreue hindeuten. Der Hintergrund dafür: Sowohl die Gesichtsform als auch das Sexualverhalten werden durch das Geschlechtshormon Testosteron beeinflusst.

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Das Gesicht eines Menschen spiegelt auch seine Persönlichkeit wider – so glauben wir jedenfalls, Instinktiv halten wir beispielsweise Männer mit breiten, eher maskulinen Gesichtszügen für eher egoistisch und sogar potenziell untreu. Politikerinnen profitieren dagegen davon, wenn sie eher feminine Züge besitzen. Dieser Face-ism geht soweit, dass er sogar Wahlentscheidungen und sogar Gerichtsurteile beeinflussen kann.

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Hunde: „Kuschelhormon“-Gen macht zutraulicher

Dieser Golden Retriever wendet sich hilfesuchend an seine Besitzerin. Bei diesem Verhalten spielt auch das Kuschelhormon Oxytocin eine wichtige Rolle. © Mia Persson
„Hilf mir!“: Ob und wie schnell ein Hund sich hilfesuchend an seinen Besitzer wendet, hängt auch vom „Kuschelhormon“ Oxytocin ab – und von einer Genvariante in seinem Erbgut. Sie bestimmt, ob das Hormon seine Hinwendung zum Menschen verstärkt oder nicht, wie ein Experiment enthüllt. Dies könnte erklären, warum bestimmte Hunderassen zutraulicher sind als andere. Es belegt zudem, dass die Hunde uns auch in diesem Aspekt sehr ähnlich sind.

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Hunde sind echte Menschenkenner – kein anderes Tier hat sich im Laufe der Domestikation so stark auf uns eingestellt. Sie folgen unseren Blicken, erkennen unsere Stimmung an unserer Tonlage und am Lächeln und können sich sogar in uns hineinversetzen.

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Skurril: Spinnen-„Tanten“ opfern sich

Bei der sozialen Spinne Stegodyphus dumicola versorgen auch jungfräuliche Weibchen die Eikokons und Jungspinnen – und opfern dafür sogar ihr Leben. © Anja Junghanns
Tödliche Fürsorge: Einige Spinnenarten sind sozial bis in den Tod. Denn bei ihnen helfen unverpaarte Weibchen nicht nur bei der Aufzucht des Nachwuchses, sie lassen sich ihm sogar fressen. Der Hintergrund dieses selbstlosen Opfers: Die Weibchen sind die Tanten der Spinnenkinder – und damit genetisch eng verwandt. Tragen sie dazu bei, dass der Nachwuchs überlebt, geben sie gleichzeitig damit auch einen Teil ihrer eigenen Gene weiter.

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Von sozialen Insekten wie den Honigbienen, Ameisen oder Termiten kennt man das: Während die Königin für den Nachwuchs sorgt, versorgen die Arbeiterinnen selbstlos sie und den gesamten Stock mit Nahrung und verteidigen ihn auch – ohne dass sie selbst jemals eigene Nachkommen haben. Dieser Altruismus scheint auf den ersten Blick widersinnig, doch er hat für alle Seiten Vorteile – und machte die sozialen Insekten zu einer der erfolgreichsten Tiergruppen überhaupt.

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Mit den Frauen kam das Wissen

Grab einer der Frauen, die aus der Fremde kamen, im Lechtal südlich von Augsburg. Foto: Stadtarchäologie Augsburg
Am Übergang von der Stein- zur Bronzezeit kamen viele Frauen nach Süddeutschland, um dort Familien zu gründen. Mit ihnen kam das Know-how der Metallverarbeitung

Von Andrea Naica-Loebell | TELEPOLIS

Eine neue Studie zeigt, dass über Jahrhunderte hinweg am Übergang zur Bronzezeit im bayerischen Lechtal erwachsene Frauen zuzogen und vor Ort ansässige Männer heirateten. Mit ihnen kam das Wissen aus ihren Herkunftsregionen, sie sorgten für kulturellen Austausch und den Transfer technischer Fähigkeiten.

Naturwissenschaftliche Methoden wie die Genetik und die Isotopenanalyse verhelfen der Frühgeschichte zu ganz neuen Erkenntnissen. In der Wissenschaftszeitschrift PNAS veröffentlicht ein deutsches Forscherteam ihre Studie (Female exogamy and gene pool diversification at the transition from the Final Neolithic to the Early Bronze Age in central Europe) über die Herkunft von 84 Individuen, die zwischen 2500 und 1650 v.Chr. im Lechtal südlich von Augsburg bestattet wurden. Philipp Stockhammer vom Institut für Vor- und Frühgeschichte der LMU München, Corina Knipper vom Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie, Alissa Mittnik und Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte sowie Kollegen untersuchten die Skelette, die in Gräbern in Augsburg, Haunstetten, Königsbrunn und Wehringen lagen (vgl. Was war vor 4000 Jahren an der SGL-Arena?).

Der Lößboden im Lechtal war fruchtbar, in der frühen Bronzezeit lebten hier Ackerbauern und Viehzüchter. Ihre Vorfahren waren etwa 3000 Jahre zuvor über das Karpatenbecken aus Anatolien und Syrien eingewandert (vgl. Die ersten europäischen Bauern waren Migranten). In den letzten Jahrzehnten wurden in der Region mehr als 400 frühgeschichtliche Gräber entdeckt und ausgegraben, viele waren geplündert, einige enthielten aber noch reiche Grabbeigaben, die den Wohlstand der lokalen Bevölkerung in der Kupfer- und Bronzezeit spiegeln.

Aus diesem Pool untersuchten die Forscher für die aktuelle Studie nun 84 Skelette genauer. Die sieben Gräberfelder lassen sich einzelnen Gehöften zuordnen und enthalten Verstorbene der jeweiligen Sippe über mehrere Generationen. „Die Gehöfte reihten sich entlang einem fruchtbaren Lössrücken in der Mitte des Lechtals. Größere Dörfer gab es zu dieser Zeit im Lechtal nicht“, erklärt Philipp Stockhammer.

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Menschenaffen erkennen eigenes Unwissen

Können Schimpansen ihre eigenen geistigen Zustände erkennen und überwachen? © Photomaru/ thinkstock
Sie wissen, wenn sie etwas nicht wissen: Schimpansen und Orang-Utans scheinen ihr eigenes Wissen hinterfragen und beurteilen zu können. Ein Experiment zeigt: Die Menschenaffen erkennen, wenn ihnen wichtige Informationen zum Lösen einer Aufgabe fehlen – und versuchen diese Wissenslücke dann gezielt zu schließen. Für die Forscher ist das ein mögliches Zeichen dafür, dass die Tiere, ähnlich wie wir Menschen, die Fähigkeit zur Metakognition besitzen.

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Menschenaffen sind unsere nächsten Verwandten – und verblüffen uns immer wieder aufs Neue mit ihren kognitiven Fähigkeiten. Schimpansen, Orang-Utans und Co nutzen nicht nur Werkzeuge und haben ein uns sehr ähnliches Sozialverhalten. Sie verstehen sogar einfache Filmhandlungen, erkennen sich selbst im Video und sind dazu in der Lage, neue Laute zu lernen.

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HUMANEVOLUTION : Genstudie beleuchtet laufende Evolution des Menschen

Bild: merakname.com

Der Durchschnittsmensch der Moderne wird gerade immer älter – und irgendetwas geschieht demnach wohl auch in unseren Genen. Kann man das dingfest machen?

Von Jan Osterkamp | Spektrum.de

Eine der umfangreichsten DNA-Vergleiche von heute lebenden Menschen hat Genvarianten identifiziert, die es in naher Zukunft beim Menschen vielleicht nicht mehr geben wird: So scheinen durch Evolutionsprozesse der Moderne zwei Mutationen verloren zu gehen, die die Lebenszeit verkürzen. Dies legt ein Abgleich der Genome von 215 000 DNA-Spendern aus den USA und Großbritannien nahe, den Hakhamanesh Mostafavi von der Columbia University und Kollegen in „PLoS Biology“ veröffentlicht haben.

Dabei haben die Forscher vor allem versucht, die Entwicklung des Genpools von einer Generation zur nächsten und übernächsten zu dokumentieren. Um diesen dynamischen Prozess zu erkennen, ist es nicht nur nötig, enorm viele Genome aus verschiedenen Generationen zu vergleichen – zudem müssen die Lebensdaten der verschiedenen Personen möglichst fehlerfrei dokumentiert sein, um verlässliche Aussagen möglich zu machen. Die Wissenschaftler um Mostafavi konzentrierten sich daher zunächst auf nur eines, allerdings das am verlässlichsten fehlerfrei erfasste Lebensereignis von Genomspendern: deren Tod, sofern er durch natürliche Umstände eintrat. Dann versuchten sie, ein langes oder kurzes Leben mit bestimmten Genvarianten zu korrelieren. Dies gelang, so Mostafavi und Co: Unter acht Millionen häufig vorkommenden Mutationen, die die Forscher in den Blick genommen hatten, fanden sich zwei auffällige Kandidaten, die bei den besonders alten Lebenden und den erst hochbetagt Verstorbenen besonders selten sind.

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Stechlinsee: Riesenbakterium verblüfft Mikrobiologen

Das Riesenbakterium Achromatium oxaliferum, hier ein Exemplar aus eimem Tümpel in der Nähe des Bodensees. © EOL/ micro*scope, CC-by-nc
Verblüffende Entdeckung: Eine im Stechlinsee vorkommende Mikrobe entpuppt sich als „multiple Persönlichkeit“. Denn sie ist nicht nur 30.000 Mal größer als normale Bakterien, sie trägt auch hunderte verschiedener Genome in sich. Geht man nur nach dem Erbgut, vereint ein einziges dieser Riesenbakterien die Gene mehrere verschiedener Arten in sich. Warum dieses Bakterium diese interne Vielfalt mit sich herumträgt, ist bisher unklar und auch wie sie es schafft, trotzdem als Art sie selbst zu bleiben.

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Eigentlich gilt für Bakterien: je kleiner, desto besser. Denn die Mikroben verlassen sich fürs Fressen und sonstigen Stoffwechsel weitgehend auf die Diffusion. Werden sie zu groß, funktioniert dieses passive Transportsystem nicht mehr. Umso überraschter waren daher Mikrobiologen, als sie vor einigen Jahren die ersten Riesenbakterienentdeckten. Mittlerweile sind schon mehrere solcher bis zu 0,75 Millimeter großen Bakterien bekannt, auch im Süßwasser.

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Kakadus schaffen den Hakentest

Geschafft: Mit dem selbst zurechtgebogenen Haken angelt sich dieser Goffini-Kakadu das Körbchen mit der leckeren Nuss. © Bene Croy
Clevere Vögel: Nach den Krähen haben nun auch Goffini-Kakadus den „Hakentest“ bestanden: Mit ein wenig Herumprobieren lernen die Vögel, sich einen Draht so zurechtzubiegen, dass sie mit ihm einen Futterkorb aus einem Rohr angeln können. Allerdings: Diesen komplexen Ablauf bewältigte nur eine Minderheit der Testkakadus – möglicherweise, weil diese Vögel im Unterschied zu Krähen nicht von Natur aus Werkzeuge kennen und nutzen, mutmaßen die Forscher.

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Vor 15 Jahren verblüffte die Krähe Betty die Wissenschaftswelt: Biologen beobachteten, wie das Tier aus einem Draht einen Haken bog, um damit ein kleines Körbchen mit Futter aus einer Röhre zu angeln. Inzwischen ist auch von anderen Vögeln bekannt, dass sie Werkzeuge nutzen und herstellen. Vor allem die Goffini-Kakadus haben sich als erstaunlich clever erwiesen: Sie knacken Tresoreschlussfolgernlogisch und wägen sehr genau ab, ob sich ein Einsatz lohnt.

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Uralte Spuren auf Kreta geben Rätsel auf

foto: gerard gierliński et al., proceedings of the geologists‘ association Diese Fußabdrücke sind fast sechs Millionen Jahre alt.
5,7 Millionen Jahre alte Fußabdrücke könnten von frühen Vormenschen stammen, was Evolution der Homininen umschreiben würde

Von Klaus Taschwer | derStandard.at

Laut der griechischen Mythologie ging die Königstochter Europa, die unserem Kontinent den Namen gab, auf der Insel Kreta an Land – am Rücken eines Stiers, der in Wahrheit kein Geringerer als Zeus war. Heute ist Kreta nicht nur die größte Insel Griechenlands, sondern auch die südlichste Europas.

Die auch wegen dieser besonderen Lage beliebte Urlauberdestination gibt aber auch paläontologisch einiges her und wartet nun mit einem Überraschungsfund auf, der für einige Diskussionen in Fachkreisen sorgen wird: In Trachilos, ganz im Nordwesten der Insel, entdeckten Per Ahlberg (Uni Uppsala) und sein internationales Team gut 50 urzeitliche Fußabdrücke, die sich in einer 5,7 Millionen Jahre alten Gesteinsschicht befinden.

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Thomas Metzinger: „Der Evolution ist ja egal, ob wir glücklich sind“

Der Philosoph Thomas Metzinger ein „Moratorium für synthetische Phänomenologie“.FOTO: FREDRIK VON ERICHSEN DPA/LRS
Werden humanoide Roboter eines Tages Bürgerrechte fordern? Der Neuroethiker Thomas Metzinger sagt: Die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimmt.

Von Moritz Honert | DER TAGESSPIEGEL

Herr Metzinger, in japanischen Hotels werden bereits humanoide Roboter als Concierges eingesetzt, US-Firmen haben kürzlich eine neue Generation von Sexpuppen vorgestellt, die sprechen und auf Berührung reagieren können. Werden Roboter uns immer ähnlicher?

In Bereichen, in denen Menschen mit Maschinen interagieren, werden wir solche humanoid aussehenden Schnittstellen zunehmend erleben. Das ist zwar nur ein kleiner Teil der Robotik, aber was diese anthropomorphen Interfaces angeht, ist die Technik inzwischen sehr weit. Im Labor können wir in 20 Minuten Ihren Kopf vermessen und aus den Daten einen fotorealistischen Avatar erstellen, wir können ihm Blickfolgebewegungen und emotionale Gesichtsausdrücke geben. Wenn wir dazu von Ihrem Handy Audiodaten klauen, kann der sogar sprechen wie Sie. Bei der Videotelefonie wäre Ihr Avatar von Ihnen nicht mehr zu unterscheiden.

Sie beschäftigen sich seit Jahren mit dem Bild, das der Mensch von sich hat und entwirft. Sehen Sie als Neuroethiker Probleme, wenn unsere Fahrkartenautomaten bald aussehen wie Schalterbeamte?

Ich fürchte, dass diese humanoiden Roboter in den allermeisten Fällen der Konsumentenmanipulation dienen werden. Schließlich wird der Roboter ja auch Ihre Mimik analysieren und anfangen zu verstehen: Langweilt sich der Kunde? Was will er eigentlich hören?

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Meeressaurier-Fossil in Niedersachsen entdeckt

So könnte der acht Meter lange Plesiosaurier Lagenanectes richterae zu Lebzeiten ausgesehen haben. © Joschua Knüppe
Spektakulärer Fund: In einer alten Tongrube in Niedersachen haben Fossiliensammler die Relikte eines 130 Millionen Jahre alten Meeressauriers entdeckt. Der acht Meter lange Plesiosaurier besaß einen extrem langen Hals und zu Paddeln umgewandelte Beine. Er lebte wahrscheinlich räuberisch und bewohnte das flache Kreidezeitmeer, dass zu jener Zeit die Region im heutigen Norden Deutschlands bedeckte.

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Wenn es um Fundorte von Saurierfossilien geht, gilt Deutschland landläufig nicht gerade als Eldorado – doch das täuscht. Auch hierzulande lebten vor Millionen von Jahren sowohl Dinos als auch Meeressaurier. So wurden in Münchehagen bei Hannover gleich mehrere Dinosaurierfährten entdeckt, im westfälischen Höxter fanden Paläontologen das fast vollständige Skelett eines vier Meter langen Plesiosauriers.

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A 200-Million-Year Old Display Fossil Turns Out to Be a Rare Pregnant Specimen

Image: MOTHERBOARD
The pregnant ocean predator from the Jurassic is the largest of her kind.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Some 200 million years ago, a pregnant mother and her unborn progeny died in the early Jurassic seas, and became together entombed within the ocean floor. In the 1990s, their remains were recovered along the fossil-rich English Somerset coast, and eventually made their way to the Lower Saxony State Museum in Hannover, Germany, where they were put on display.

In August 2016, paleontologist Sven Sachs of the Bielefeld Natural History Museum came across the skeletal pair during a research visit to Hannover. He recognized that the remains belonged to the Ichthyosaurus genus, which is the namesake of the broader ichthyosaur group of extinct marine reptiles.

Ichthyosaurs were extremely successful predators that thrived in the Mesozoic oceans for over 160 million years during the age of dinosaurs. They died off around 90 million years ago, but left plentiful evidence of their long tenure on the planet in the fossil record.

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Wie Zugvögel das Längengrad-Problem lösen

Der Teichrohrsänger kann seine Längengrad-Position anhand der magnetischen Deklination bestimmen – und das erstaunlich präzise. © Matthias Barby/CC-by-sa 3.0
Geniales Patent der Natur: Zugvögel lösen eines der schwierigsten Navigationsprobleme auf erstaunlich raffinerte Weise, wie ein Experiment mit Teichrohrsängern enthüllt. Denn sie erkennen ihre Ost-West-Position an der magnetischen Deklination – der Abweichung zwischen dem magnetischen und geografischen Nordpol. Möglich wird dies, indem die Vögel die Informationen ihres Magnetkompasses mit Ortsinformationen aus dem Sternenhimmel und Sonnenstand vergleichen.

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Seefahrer brauchten Jahrhunderte, um dieses Problem zu lösen: die Bestimmung des Längengrads. Während der Breitengrad an der Höhe der Gestirne über dem Horizont ablesbar ist, erfordert die Positionsbestimmung in Ost-West-Richtung komplexere Berechnungen – und eine genaue Zeitmessung. Diese wurde für Seefahrer jedoch erst möglich, als der britische Uhrmacher John Harrison im Jahr 1753 das erste ganggenaue Schiffschronometer erfand.

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Dodo: So lebte der sagenumwobene Riesenvogel wirklich

Rekonstruktion eines Dodos im Museum für Naturkunde Berlin ©Brightsblog

Der Vogel Dodo wurde vor 300 Jahren ausgerottet. Alles, was man über ihn weiß, beruht auf historischen Berichten und merkwürdigen Zeichnungen. Nun aber haben Biologen Details über sein Leben rekonstruiert.

Von Pia Heinemann | DIE WELT

Ende des 17. Jahrhunderts war es vorbei. Damals starb eine Vogelart aus, deren Geschichte zum Tragischsten gehört, was die Naturgeschichte zu bieten hat. Der Dodo verschwand vom Globus. Dabei war er eigentlich ein imposantes Wesen, über einen Meter groß, mehr als 20 Kilogramm schwer und mit einem Schnabel im Gesicht, der so groß war wie ein Schuh.

Zum Verhängnis wurde dem Tier allerdings – so zumindest deuten Historiker die Lage – dass er möglicherweise wenig intelligent war. In der Evolution hatte er irgendwann das Fliegen verlernt – aber vergessen, sich wie Strauße oder Kasuare eine andere Art der Verteidigung zuzulegen. Stattdessen war der Dodo so zutraulich, dass er den Seefahrern, die im 17. Jahrhundert auf Mauritius Station machten, RattenKatzen und Affen offenbar ohne jede Gegenwehr seine Gelege überließt. Das war sein Ende.

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Was wäre die Folge einer unfehlbaren DNA?

Richard Dawkins beantwortet Fragen zum „Darwin-Tag 2015“. Mit optionalen deutschen Untertiteln.

Richard-Dawkins-Foundation

Der Darwin-Tag ist ein internationaler Gedenktag zu Ehren Charles Darwins und wird jährlich am 12. Februar, seinem Geburtstag, begangen. In dieser Serie zum „​Darwin-Tag 2015“ beantwortet Richard Dawkins eine Reihe von Fragen zum Thema Evolution.

Frage Nr. 3: Was wäre die Folge einer unfehlbaren DNA?

Wir präsentieren diese Videos mit optionalen deutschen Untertiteln. Für das Erstellen der Untertitel und die Bearbeitung der Originalvideos bedankt sich die RDF beim Youtube Kanal Blossoming Reason.

Rolle der Gene bislang unterschätzt

Bei eineiigen Zwillingen bleiben die Intelligenzdaten von der frühen Kindheit bis hin ins hohe Erwachsenenalter ähnlich. Bei zweieiigen „trägt sie das Leben auseinander“, sagen Forscher. (imago / McPhoto)
Zwölf Jahre untersuchten Forscher das Verhalten ein- oder auch zweieiiger Zwillinge aus 4.000 Familien, um der Entwicklung sozialer Ungleichheit auf den Grund zu gehen. Dabei kam heraus, dass die Lebenschancen eines Menschen ein ganzes Stück weit biologisches Schicksal sind – und damit nur begrenzt veränderbar.

Von Ingeborg Breuer | Deutschlandfunk

„Es geht ja so weit, dass wir im selben Moment dasselbe sagen und dann schallend lachen und unsere Sätze sogar vervollständigen können.“

„Ja, ich finde auch erschreckend, wie ähnlich es heute noch ist, trotz aller Bemühungen, nicht mehr gleich zu sein.“

Noch heute, im Erwachsenenalter, wundern sich Katja und Ulrike, wie ähnlich sie sich sind. Die beiden Frauen sind eineiige Zwillinge. Sie sind sozusagen genetische Klone und zur selben Zeit in derselben Familie aufgewachsen. Im Gegensatz etwa zu zweieiigen Zwillingen, deren Lebensumwelt zwar auch ähnlich ist, die aber nur circa fünfzig Prozent ihrer Gene teilen. Solche Tatsachen machen sich die Forscher der großen „Twinlife“-Studie zunutze. Professor Martin Diewald, Soziologe an der Uni Bielefeld, und einer der Leiter des Projekts:

„Über den Vergleich zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen können wir abschätzen, inwieweit Dinge, die uns interessieren, zum Beispiel kognitive Fähigkeiten, Persönlichkeitsmerkmale, Schulerfolg, Einkommen, durch die Gene geprägt sind oder durch die Umwelt.“

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Pinguine beim Tauchen ausspioniert

Geheimes Unterwasserleben: Biologen haben erstmals Eselspinguine beim Tauchen belauscht und beobachtet. Auf Kopf und Rücken der Vögel montierte Miniatur-Kameras dienten ihnen dabei als Spionage-Werkzeug. Sie enthüllten, wie Pinguingruppen unter Wasser kommunizieren und gemeinsam nach Futter suchen. Warum die Vögel jedoch gruppenweise jagen, ist bisher rätselhaft. Und über die Bedeutung der Tauchrufe können die Biologen bisher ebenfalls nur spekulieren.

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Eselspinguine sind gesellig und ziemlich kommunikativ – zumindest an Land. Während der Paarungszeit lassen die bis zu 90 Zentimeter großen Vögel fast ständig ihre lauten, trompetenartigen Balzrufe ertönen. Zum Repertoire gehören aber auch grunzende Warnlaute, kurze Kontaktrufe und das helle Piepen der Küken. In den großen Kolonien, die die Eselspinguine zur Brutzeit an den Küsten des Südpolarmeeres bilden, sind ihre lautstarken Rufe kaum zu überhören.

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Missing-Link im Dino-Stammbaum

Rekonstruktion des Chilesaurus-Skeletts: Er sah aus wie ein Raubdinosaurier,war aber ein Pflanzenfresser. © Machairo/ CC-by-sa 4.0
Spannender Fund: Ein in Chile entdecktes Fossil könnte sich als entscheidendes Bindeglied der Dinosaurier-Evolution erweisen. Denn der Chilesaurus besitzt sowohl Merkmale der zweibeinig laufenden Raubdinosaurier als auch der pflanzenfressenden Vogelbecken-Dinosaurier. Diese bizarre Mischung spricht dafür, dass dieser Dinosaurier eine Übergangs-Art zwischen beiden Gruppen war – ein Missing-Link. Das Fossil könnte damit einen revolutionären, erst vor kurzem vorgestellten Stammbaum-Entwurf stützen.

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Lange Zeit teilten die Paläontologen die Dinosaurier in zwei Großgruppen ein: Eine bilden die Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia) mit Pflanzenfressern wie dem Triceratops oder Stegosaurus. Diesen gegenüber stehen die Echsenbecken-Dinosaurier (Saurischia). Zu dieser Gruppe gehören die langhalsigen, pflanzenfressenden Sauropoden und die zweibeinig laufenden Theropoden, die Gruppe von Raubdinosauriern, zu der auch der berühmte Tyrannosaurus rex gehörte.

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Hilfe für die Bibelausleger

©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
Die Wissenschaft muss Charles Darwins Erkenntnisse immer mehr verteidigen, weil immer mehr Menschen seine Evolutionslehre ablehnen.

Von Jean-Martin Büttner | Der Bund

Klimawandel? Der amerikanische Präsident hat ihn abgeschafft. Umweltschutz? Sein Umweltminister hält nichts von Umweltpolitik. Wahrheit, Echtheit, Transparenz? Sind bei Donald Trump nicht zu haben. Es passt zu seiner Vorstellung von Wissenschaft, dass eine grosse Mehrheit der Amerikanerinnen und Amerikaner die Evolutionslehre von Charles Darwin zurückweist oder stark relativiert. Vierzig Prozent glauben nicht daran, dass der Mensch sich aus dem Affen und ohne Gottes Hilfe entwickelt hat. Vierzig weitere Prozent akzeptieren die Evolutionslehre, sehen diese aber göttlich gelenkt und sprechen von einem «intelligent design».

Das ergab eine Umfrage des Gallup-Instituts von 2014. Zudem zeigte sie auf, dass nur einer von hundert Kirchgängern der Evolutionstheorie vertraut. Dafür breiten sich die Kreationisten aus mit ihrer Behauptung, Gott habe die Erde vor ungefähr 10’000 Jahren geschaffen, und sowieso habe die Bibel in allem recht.

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