Star ‚DNA‘ Survey Could Reunite the Sun with Its Long-Lost Siblings

Elements in distant stars could reveal whether they originated in the same stellar nursery as our sun. Credit: SDO/NASA
Is the sun due for a cosmic family reunion?
A new survey of 1 million stars in the Milky Way galaxy could help astronomers link our sun to its long-lost siblings.

By Mindy Weisberger | SPACE.com

The survey will identify stellar „DNA“: the amounts of chemical elements — such as iron, aluminum and oxygen — that the stars contain. Astronomers could then use this data to find stars that emerged from the same birth clusters in galaxies‘ stellar nurseries, thereby matching stars to their „birth families,“ according to a statement released by The University of Sydney, one of several institutions participating in the astronomical survey. [What Will Happen to Earth When the Sun Dies?]

When the universe formed after the Big Bang, only two elements were present: hydrogen and helium. Elements that emerged later helped to shape stars and planets, making it possible for life to take hold on Earth. This new survey is measuring elements in more stars than in any previous project and at an unprecedented level of precision, which will help astronomers understand how galaxies form and change over time, university representatives said.

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Silent No More – Nicht länger schweigend

Bild. RDF
In den letzten Jahren ist viel über den Anstieg der „Keine“-Personen geschrieben worden, die bei Umfragen zur Religionszugehörigkeit das Kästchen für „keine“ ankreuzen.

Von Michael Shermer | Richard-Dawkins-Foundation

Eine Harris-Umfrage von 2250 amerikanischen Erwachsenen im Jahr 2013 ergab zum Beispiel, dass 23 Prozent aller Amerikaner die Religion aufgegeben haben. Eine Umfrage des Pew Research Center im Jahr 2015 ergab, dass 34 bis 36 Prozent der Millennials (die nach 1980 geborenen) „Keine“ sind, bestätigte damit die 23 Prozent Darstellung und ergänzte, dass dies ein dramatischer Anstieg seit 2007 war, als nur 16 Prozent der Amerikaner sagten, sie seien mit keiner Religion verbunden. In Rohzahlen bedeutet dies einen Anstieg von 36,6 Millionen auf 55,8 Millionen „Keine“. Obwohl sie weit hinter den 71 Prozent der Amerikaner zurückbleiben, die sich in der Pew-Umfrage als Christen identifizierten, sind sie immer noch ein bedeutende Wählergruppe, weit größer als Juden (4,7 Millionen), Muslime (2,2 Millionen) und Buddhisten (1,7 Millionen) zusammen (8,6 Millionen) und vergleichbar mit politisch mächtigen christlichen Sekten wie der Evangelikalen (25,4 Prozent) und Katholiken (20,8 Prozent).

Diese Verschiebung weg von der Dominanz einer bestimmten Religion ist gut für eine säkulare Gesellschaft, dessen Regierung so aufgebaut ist, dass sie Sammelbecken der Macht davon abhält, größer zu werden und auf das Privatleben der Menschen überzugreifen. Aber es ist wichtig zu beachten, dass diese „Keine“ nicht unbedingt Atheisten sind. Viele haben sich von den Mainstream-Religionen in spirituelle New-Age-Bewegungen verwandelt, wie eine Umfrage von 2017 zeigt, die einen Anstieg von 19 Prozent im Jahr 2012 auf 27 Prozent im Jahr 2017 bei denjenigen, die „spirituell, aber nicht religiös“ angaben, verzeichnet. Von dieser Gruppe bezeichneten nur 37 Prozent ihre religiöse Identität als atheistisch, agnostisch oder „nichts Besonderes“.

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To Seek Out New Life: How the TESS Mission Will Accelerate the Hunt for Livable Alien Worlds (Kavli Roundtable)

NASA’s TESS exoplanet mission launches atop a SpaceX Falcon 9 rocket from Cape Canaveral Air Force Station in Florida on April 18, 2018. Credit: SpaceX
A NEW ERA IN THE SEARCH FOR EXOPLANETS — and the alien life they might host—has begun. Aboard a SpaceX rocket, the Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) launched on April 18, 2018, at 6:51 p.m. EDT. The TESS mission, developed with support from The Kavli Foundation, is led by the Massachusetts Institute of Technology (MIT) and the MIT Kavli Institute for Astrophysics and Space Research.

By Adam Hadhazy | SPACE.com

Over the next two years, TESS will scan the 200,000 or so nearest and brightest stars to Earth for telltale dimming caused when exoplanets cross their stars‘ faces. Among the thousands of new worlds TESS is expected to discover should be hundreds ranging in size from about one to two times Earth. These small, mostly rocky planets will serve as prime targets for detailed follow-up observations by other telescopes in space and on the ground. [NASA’s TESS Exoplanet-Hunting Mission in Pictures]

The goal for those telescopes will be to characterize the newfound exoplanets‘ atmospheres. The particular mixtures of gases in an atmosphere will reveal key clues about a world’s climate, history, and if it might even be hospitable to life.

The Kavli Foundation spoke with two scientists on the TESS mission to get an inside look at its development and revolutionary science aim of finding the first „Earth twin“ in the universe.

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Diamant: Ganz schön elastisch

Sie sind kostbar, schön und hart – als besonders biegsam waren Diamanten dagegen bisher nicht bekannt. © BlackJack3D/ istock
Von wegen hart und unnachgiebig: Forscher haben herausgefunden, dass Diamanten erstaunlich biegsam und flexibel sein können: in der Form von winzigen, nur wenige hundert Nanometer großen Nadelstrukturen. Demnach zeigt das edle Material in der Welt des Winzigkleinen ungeahnte Eigenschaften. Diese Erkenntnis könnte den Weg für neue diamantbasierte Anwendungen ebnen, wie die Autoren im Fachmagazin „Science“ berichten.

scinexx

Diamant ist ein Material der Superlative: Die Modifikation des Kohlenstoffs gilt aufgrund ihrer besonderen Kristallstruktur als kostbarstes aller Minerale und ist die härteste natürliche Substanz der Erde. Einher mit dieser Härte geht allerdings eine weniger „glanzvolle“ Eigenschaft. Diamanten brechen leicht.

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Autonome Waffen mit KI: Auf dem Weg zur „Schlachtfeld-Singularität“

(Bild: Future Army / US Marines (Screenshot YouTube))
Können mit Künstlicher Intelligenz bestückte Torpedos, Drohnen oder Marschflugkörper noch verhindert werden? China habe sich in Genf zumindest gegen eine „Nutzung“ solcher Systeme ausgesprochen, hieß es im „Clausewitz-Strategiegespräch“.

Stefan Krempl | heise online

Autonomie in Waffensystemen gebe es längst etwa im Raketenabwehrsystem Patriot, befand Frank Sauer vom Institut für Politikwissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München am Mittwoch auf dem „12. Clausewitz-Strategiegespräch“ in Berlin. Es müsse nun aber dringend darum gehen, ethische rote Linien in die Technik einzuziehen. Sonst komme die Menschheit mit der zunehmenden Entscheidungsgeschwindigkeit sich selbst steuernder Systeme „in Teufels Küche“. Diese Problematik könnte etwa im Südpazifik besonders virulent werden, wenn sich dort „Wechselwirkungen zwischen zwei Algorithmen“ in Systemen der USA und Chinas ergäben, die sich gegenseitig belauerten.

In einem solchen Horrorszenario in einem Kalten Krieg zwischen Künstlichen Intelligenzen (KI) könne das gesamte politische System destabilisiert werden, meinte Sauer. Der Mensch könnte dann nicht mehr eingreifen. Für den Forscher ist daher klar: „Wir müssen die menschliche Kontrolle über diesen Entscheidungszyklus sicherstellen.“ Nötig sei die „Verfügungsgewalt“ über autonome Waffen, wie sie auch Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag fordere. Es müssten aber Menschen beteiligt werden, die dafür „völkerrechtlich Verantwortung übernehmen“.

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Künstliches Muttermal warnt vor Krebs

Ein solches Muttermal auf der Haut könnte künftig auf eine mögliche Krebserkrankung hinweisen. © ETH Zurich
Früherkennung 2.0: Um eine Krebserkrankung rechtzeitig zu erkennen, könnte künftig ein Blick auf den Arm genügen. Denn Forscher haben ein Hautimplantat entwickelt, das subtile Anzeichen wachsender Tumore registriert – und als Reaktion darauf das Pigment Melanin produziert. Als Folge entsteht auf der Haut eine Art Muttermal. In Zukunft könnten so viel frühere Diagnosen möglich sein. Bis es soweit ist, werden allerdings wohl noch Jahre vergehen.

scinexx

Jeder zweite Deutsche bekommt im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs. Ob Brust-, Prostata- oder Darmtumor – entscheidend für die Heilungsaussichten ist dabei immer, in welchem Stadium die Erkrankung festgesellt wird. Je früher ein Mediziner den Krebs erkennt, desto besser steht es um die Überlebenschancen.

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Ein Meteorit entpuppt sich als Relikt eines längst zerstörten Protoplaneten

Am Himmel über der Nubischen Wüste hinterlässt der Asteroid im Oktober 2008 deutliche Spuren. (Bild: Muawia H. Shaddad / Univ. Karthoum)
Forscher haben Diamanten in einem 2008 entdeckten Meteoriten unter die Lupe genommen. Was sie dort fanden, verrät eine ganze Menge über die Entstehung der Erde.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Die Vorgänge, die vor 4,6 Milliarden Jahren zur Entstehung der Erde geführt haben, müssen ziemlich dramatisch gewesen sein. Man vermutet, dass sich zunächst mond- bis marsgrosse Protoplaneten bildeten, aus denen dann durch Zusammenstösse die Erde und die anderen Gesteinsplaneten hervorgingen. Diese Hypothese erhält nun durch die Untersuchung eines Meteoriten Auftrieb, der 2008 unter spektakulären Umständen gefunden worden war. In der Fachzeitschrift «Nature Communications» berichten Forscher der ETH Lausanne, dass es sich bei dem Meteoriten vermutlich um ein Überbleibsel eines längst zerstörten Protoplaneten handelt.

Konzertierte Suche

Im Oktober 2008 konnten Astronomen mit verschiedenen Teleskopen beobachten, wie ein etwa vier Meter grosser Asteroid auf die Erde zuraste. Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung befand er sich noch jenseits der Mondumlaufbahn. Etwa 19 Stunden später explodierte er in der Erdatmosphäre.

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Periodensystem verrät potenzielle Supraleiter

Bei der Suche nach neuen Hochtemperatur-Supraleitern könnte künftig ein Blick ins Periodensystem genügen. © Jacob M./ istock
Versteckte Gemeinsamkeiten: Bei der Suche nach neuen Hochtemperatur-Supraleitern könnte künftig ein Blick ins Periodensystem der Elemente genügen. Denn russische Chemiker haben herausgefunden, dass die widerstandslose Leitfähigkeit dieser Materialien auf einer elementaren Gesetzmäßigkeit beruht. Demnach scheinen Verbindungen von Wasserstoff mit Metallen einer bestimmten Elektronen-Konfiguration besonders günstig zu sein – und diese lässt sich am Periodensystem ablesen.

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Supraleiter sind Materialien, die Elektronen ohne jeden Widerstand leiten. Spezielle Elektronen-Zustände im Kristallgitter dieser Materialien ermöglichen diese verlustfreie Leitung. Allerdings: Bei konventionellen Supraleitern tritt dies erst bei Temperaturen knapp über dem absoluten Nullpunkt auf – eher ungünstig für die praktische Anwendung.

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Zufallszahlen mittels Quantenphysik

Forscher haben eine Methode entwickelt, um perfekt zufällige Zahlenfolgen von Nullen und Einsen zu generieren. © Irvine/ NIST
„Unknackbar“ dank Quanten-Effekt: Die Quantenphysik könnte künftig Zufallszahlen liefern, die komplett unvorhersehbar und damit besonders sicher sind. Das wäre vor allem für die Kryptografie ein wichtiger Fortschritt. Die von US-Physikern entwickelte Methode nutzt verschränkte Photonen als Lieferanten für zufällige Folgen von Nullen und Einsen. Die Effekte der Quantenphysik machen diese Abfolgen perfekt zufällig und damit nahezu unknackbar, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Zufallszahlen sind wichtige Hilfsmittel für moderne Forschung und vor allen für die Verschlüsselung von Daten. Denn bei vielen gängigen Kryptografie-Methoden, wie beispielsweise die Public-Key-Verschlüsselung, werden lange Abfolgen zufälliger, nicht vorhersehbarer Zahlen verwendet, um den Zugriff auf Inhalte durch Unbefugte zu verhindern. Milliarden solcher Zufallszahlen werden dafür jeden Tag von speziellen Algorithmen erzeugt, den sogenannten Random Number Generators.

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Geheimnis des „Nachdursts“ entschlüsselt

Der berühmte Nachdurst: Haben wir viel Alkohol getrunken, überkommt uns danach häufig das Verlangen nach Wasser. © Laflor/ istock
Warum macht Alkohol durstig? Forscher haben herausgefunden, dass für diesen Effekt ein bestimmtes Leberhormon verantwortlich ist. Dieser als Folge von Alkoholgenuss ausgeschüttete Botenstoff stimuliert das Durstzentrum im Gehirn – das daraufhin Alarm schlägt. Auf diese Weise beugt der Körper einer Dehydration vor, die durch den harntreibenden Effekt von Bier, Wein und Co drohen kann.

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Unser Körper braucht viel Flüssigkeit – kein Wunder, bestehen wir doch zu einem großen Teil aus Wasser. Droht der Flüssigkeitsgehalt aus dem Gleichgewicht zu geraten, erhalten wir deshalb ein unmissverständliches Signal: Durst. Dieses Gefühl motiviert uns zu trinken und stellt auf diese Weise sicher, dass der Organismus funktionsfähig bleibt.

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How NASA’s Planet-Hunting TESS Telescope Will Find Habitable Worlds

NASA’s Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) is compact but mighty, with a body just 5 feet (1.5 meters) wide. This planet hunter may end up discovering more alien worlds than NASA’s famous Kepler space telescope. Credit: NASA/Orbital ATK
NASA’s next planet-hunting telescope will swing its gaze from point to point in the sky, searching for worlds that could be habitable.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

The telescope, known as the Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS), will launch no earlier than Monday (April 16). Its ultimate goal is to provide a catalog of planets all over the sky. Then, even more-advanced missions can gaze at these worlds to learn more about their atmospheres.

„One of the follow-up goals is to understand the atmospheres of the planets,“ mission principal investigator George Ricker, a senior scientist at the Massachusetts Institute of Technology, said in an interview in March. „You can observe the light from the host star trickling through the ring of gas around the planet as it moves across the face of its host star. Then, you can see the spectral signature of the molecules that are in the atmosphere, essentially hydrogen signatures, or other interesting chemical disequilibriums.“ [Inside the Clean Room: NASA’s Exoplanet-Hunter TESS Gets Prepped for Launch]

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Steine fressende Mikroben setzen Treibhausgase frei

Stein-Brunch. Die Taroko-Schlucht im östlichen Teil des Gebirgsmassivs der vulkanischen Insel Taiwan finden Touristen optisch…Foto: imago/AFLO
Mikroorganismen produzieren aus Felsen und Schiefer Kohlendioxid. Für die Klimageschichte der Erde hat das wahrscheinlich eine große Bedeutung.

Von Roland Knauer | DER TAGESSPIEGEL

Erosion ist eines der größten Probleme der Gegenwart – nicht nur, weil sie an Ferieninseln wie Sylt nagt. Vor allem spült sie fruchtbare Böden in Flüsse und Meere. Darüber hinaus setzt Erosion aber auch Treibhausgase frei, berichtet jetzt eine internationale Gruppe von Geologen im Magazin „Science“.

Mikroben essen Felsen auf

Die Forscher um Jordon Hemingway untersuchten Prozesse, die im vulkanischen Zentralgebirge Taiwans ablaufen. Dort lösen sich nach starken Regenfällen und befördert von häufigen Erdbeben oft Geröll-Lawinen. Dabei rutschen auch Teile von Berghängen zu Tal und entblößen so das darunterliegende Schiefergestein. Dieses beginnt daraufhin zu verwittern. Mikroorganismen, so fanden die Wissenschaftler jetzt, spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie zersetzen die im Gestein enthaltenen organischen Kohlenstoffverbindungen und produzieren dabei das Treibhausgas Kohlendioxid.

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Rätsel des Giant’s Causeway gelöst

Am Giant’s Causeway in NOrdirland stehen zehntausende sechseckiger Basaltsäulen. Bei welchen Temperaturen sie entstanden, haben Forscher nun aufgeklärt. © pkphotography/ iStock
Wie von Menschenhand gemacht: Wenn Basaltlava erstarrt, bilden sich manchmal Ansammlungen sechseckiger Säulen, wie beim Giant’s Causeway in Nordirland oder einigen Vulkangebieten Deutschlands. Unter welchen Bedingungen diese verblüffend geometrischen Formen entstehen, haben nun Forscher in einem Experiment aufgeklärt. Demnach begintn der Prozess bei einer bestimmten Temperatur – und das erst deutlich nach Erstarren der Lava.

scinexx

Basaltsäulen gehören zu den faszinierendsten geologischen Phänomenen der Erde. An vielen Orten bilden diese sechseckigen Steingebilde ganze Formationen aus verblüffend regelmäßig angeordneten, nahezu gleichgroßen Säulen. Diese Ordnung erstaunte schon früher Menschen so sehr, dass sie diese Säulen für das Werk von Riesen oder anderen Fabelwesen hielten – beispielsweise beim Giant’s Causeway in Nordirland.

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«LSD schüttelt das Gehirn einmal durch»

Unter dem Einfluss von LSD sieht man Muster, die sich mit der Musik verändern. (Bild: pd)
Seit 75 Jahren ist die psychoaktive Wirkung von LSD bekannt. Die Erforschung und medizinische Verwendung war lange ein Tabu. Langsam nehmen Forscher den Faden wieder auf. Matthias Liechti vom Unispital Basel ist an vorderster Front dabei.

Lena Stallmach | Neue Zürcher Zeitung

In der Schweiz war die Forschung mit LSD nie so stark reglementiert, wie in anderen Ländern. Trotzdem hat man bis vor wenigen Jahren keine Studien gemacht. Warum nicht?

Ich glaube, dass man sich an diese Substanz, die gesellschaftlich und politisch so ein Tabu war, nicht herangewagt hat. Keiner wollte sich daran die Finger verbrennen. Es hätte die berufliche Laufbahn schädigen können. Franz Vollenweider hat in Zürich seit den 1990er Jahren Ketamin und Psilocybin (den Wirkstoff aus Magic Mushrooms, der dem LSD in der Wirkung sehr ähnlich ist, aber historisch weniger belastet) erforscht und damit bei gesunden Probanden eine Art Modell-Psychose ausgelöst. So konnte er untersuchen, was sich in diesem Zustand in der Wahrnehmung und in Denkprozessen verändert. In dieser Zeit hat man für die Erforschung von Drogen nur Geld bekommen, wenn man ihre negativen Folgen untersucht hat.

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Blinddarm: Lieber Antibiotika statt Operation

Blinddarmentzündung: Viele Mediziner greifen eher zu Antibiotika als zum Skalpell © Kittisak Jirasittichai/ iSTock
Operation unnötig: Bei einem entzündeten Blinddarm muss nicht immer gleich operiert werden – gerade bei Kindern reichen oft auch Antibiotika, wie Mediziner auf einem Kongress berichten. Den Kindern bleiben dadurch oft Narkose und Operation erspart, sie werden erst dann nötig, wenn die Medikamente nicht wirken. Ein weiterer Vorteil: Unnötige OPs durch Fehldiagnosen gehen auf ein Minimum zurück.

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Etwa jeder zehnte Deutsche hat seit seiner Kindheit eine kleine Narbe über der rechten Hüfte – eine Blinddarmnarbe. Die Appendektomie gehört zu den häufigsten Operationen überhaupt, in Deutschland wird sie jedes Jahr über 100.000 Mal durchgeführt. Wenn der Wurmfortsatz anschwillt, kann sich die Entzündung auf die gesamte Bauchhöhle ausbreiten, was auch heute noch ein lebensgefährliches Risiko darstellt. Lange Zeit rieten die Chirurgen deshalb beim kleinsten Verdacht auf eine Blinddarmentzündung auch bei Kindern unmittelbar zur Operation.

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‚Superflares‘ May Make It Hard for Life to Thrive on Earth’s Nearest Exoplanet

Artist’s illustration of a powerful flare erupting from the red dwarf star Proxima Centauri. Credit: Roberto Molar Candanosa/Carnegie Institution for Science, NASA/SDO, NASA/JPL
The nearest exoplanet to Earth may get hit hard by damaging ultraviolet radiation, making it tough for life to survive there, a new study suggests.

By Mike Wall | SPACE.com

That planet, the roughly Earth-mass Proxima b, circles the small, dim star Proxima Centauri, which lies just 4.2 light-years from Earth. And Proxima b orbits in its host’s star „habitable zone“ — the just-right range of distances where liquid water could theoretically exist on a world’s surface.

But there’s a lot more to habitability than just being in the habitable zone, as the new study indicates. In it, a team of researchers analyzing observations by the Evryscope, an array of small telescopes at the Cerro Tololo Inter-American Observatory in the Chilean Andes, report that Proxima Centauri fired off a powerful „superflare“ whose light made it to Earth’s neighborhood in March 2016. [Proxima b: Closest Earth-Like Planet Discovery in Pictures]

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Fahndung nach dem Axion beginnt

Das Universum ist voller Dunkler Materie, doch woraus sie besteht ist unbekannt. Der ADMX-Detektor könnte dies nun klären. © NASA, ESA, CFHT, CXO, M.J. Jee (University of California, Davis), and A. Mahdavi (San Francisco State University)
„Radio“ für Dunkle Materie: Ein neuer Detektor in den USA könnte schon innerhalb der nächsten Jahre die Teilchen der Dunklen Materie aufspüren – wenn es sich dabei um Axionen handelt. Diese extrem leichten Partikel gelten als ein möglicher Kandidat für die Teilchen der Dunklen Materie. Das jetzt in Betrieb gehende ADMX-Experiment ist der erste Detektor, der diese Teilchen nachweisen könnte. Findet er nichts, müssen die Physiker neue Hypothesen entwickeln.

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Es ist wie verhext: Obwohl die Dunkle Materie einen Großteil der Masse in unserem Universum ausmacht, ist noch immer unbekannt, aus welchen Teilchen sie besteht. Denn diese sind unsichtbar und interagieren gängiger Annahme nach nur über ihre Schwerkraft mit normaler Materie. Entsprechend schwer ist es, diese exotischen Partikel aufzuspüren. Ein weiteres Problem: Physiker sind sich noch nicht einmal darin einig, in welchem Massebereich sie nach den Teilchen suchen sollen.

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Gesichtssensoren ermöglichen sprachlose Rechnerkommunikation

Was sagt dieser Mann? (Bild: MIT Media Lab)
US-Forscher arbeiten an einer neuen Form von nichtinvasiven Gehirn-Computer-Schnittstelle.

Ben Schwan | heise online

Mit einer um die Mundwinkel angebrachten Sensorik wollen MIT-Wissenschaftler neuartige Computer-Gehirn-Schnittstellen schaffen, bei dem eine sprachlose Kommunikation mit Rechnern möglich ist. Das Verfahren namens AlterEgo basiert auf der Tatsache, dass das Gehirn an die Muskeln im Mundbereich auch dann elektrische Signale sendet, wenn die Person einen inneren Monolog führt oder etwas liest, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe („Rechner erkennt Unausgesprochenes“).

Direkte Computer-Hirn-Schnittstellen arbeiten bislang mehr schlecht als recht: Die Genauigkeit insbesondere von noninvasiven Verfahren wie etwa der Elektroenzephalografie (EEG), bei der Gehirnströme gemessen werden, ist noch reichlich ungenau. Die von außen erfassbaren Körperdaten reichen nicht aus, um ein echtes „Gedankenlesen“ durch den Rechner zu ermöglichen. Im Gehirn implantierte Elektroden erfassen zwar genauere Daten, sind für normale Nutzer aber ungeeignet.

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Hubble Telescope Discovers a Light-Bending ‚Einstein Ring‘ in Space

The graceful arcs at the center of this image from the Hubble Space Telescope are actually the distorted light of distant galaxies, twisted to form an „Einstein ring“ by the gravitational influence of the closer galaxy cluster SDSS J0146-0929. Credit: ESA/Hubble & NASA; Acknowledgment: Judy Schmidt
The perfect circle surrounding a galaxy cluster in a new Hubble Space Telescope image is a visual indicator of the huge masses that are bending time and space in that region.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

The galaxy cluster, called SDSS J0146-0929, features hundreds of individual galaxies all bound together by gravity. There’s so much mass in this region that the cluster is distorting light from objects behind it. This phenomenon is called an Einstein ring.

The ring is created as the light that comes from distant objects, like galaxies, passes by „an extremely large mass, like this galaxy cluster,“ NASA said in a statement. „In this image, the light from a background galaxy is diverted and distorted around the massive intervening cluster and forced to travel along many different light paths toward Earth, making it seem as though the galaxy is in several places at once.“ [Hubble’s Most Amazing Discoveries]

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Hochleistungsmikroskop hängt von Bungee-Seilen

Das Hochleistungsmikroskop wird an Bungee-Seilen aufgehängt. © TU Wien
Mikroskop in der Schwebe: Forscher haben eine ungewöhnliches Dämpfungssystem entwickelt, um die Bildqualität von Hochleistungsmikroskopen zu verbessern. Dafür steht das Mikroskop nicht mehr auf dem Boden, sondern hängt – gehalten von Bungee-Seilen – von der Decke. Die Hängekonstruktion neutralisiert die ständigen Vibrationen durch Wind, Verkehr und andere Störfaktoren und ermöglicht es einzelne Atome exakter abzubilden.

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An der Technischen Universität Wien steht eines der präzisesten Messgeräten der Welt: Mit einer Kombination aus Rastertunnel- und Rasterkraftmikroskop können Forscher Bilder einzelner Atome erzeugen oder Molekülen bei ihrer Reaktion zuschauen. Um eine derartig hohe Auflösung zu erreichen, scannt eine extrem feine Nadel über eine Oberfläche. Kleinste, atomgroße Erhebungen werden so sichtbar.

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