Mysteriöser dunkler Riesenfleck auf Neptun löst sich wieder auf

Foyager 2 aus dem Jahr 1989. Als Hubble 1994 danach suchte, existierte der Wirbelsturm nicht mehr Foto: nasa/hubble
Auf unserem äußersten Nachbarn im Sonnensystem toben gigantische Stürme, die nach einiger Zeit spurlos verschwinden. Forscher rätseln, wie das vor sich geht

Von David Rennert | derStandard.at

Als Voyager 2 Ende der 1980er-Jahre als erste und bisher einzige Raumsonde den äußersten bekannten Planeten unseres Sonnensystems besuchte, erspähte sie in der südlichen Hemisphäre des Neptuns einen riesigen dunklen Fleck. Es stellte sich heraus: Ähnlich wie auf dem Jupiter toben auch auf Neptun gigantische Sturmsysteme, die antizyklonal rotieren. In Analogie zum „großen Roten Fleck“ auf Jupiter nannte man das Phänomen auf Neptun den „großen dunklen Fleck“.

Doch während der gigantische Wirbelsturm auf Jupiter schon seit Jahrhunderten existiert, fand das Hubble-Weltraumteleskop schon wenige Jahre nach der Entdeckung durch Voyager 2 keine Spur mehr vom „großen dunklen Fleck“ auf Neptun. Stattdessen tauchte aber ein anderer riesiger Wirbelsturm auf, diesmal in der nördlichen Hemisphäre. Doch auch dieses System war aus bisher ungeklärten Gründen wenige Jahre später nicht mehr zu sehen, seither wurden noch drei weitere Male solche dunklen Flecken auf Neptun gesichtet.

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Neue Therapie ermöglicht Transfrau das Stillen

Eine Mutter stillt ihre wenige Wochen alte Tochter. (Foto: picture alliance / dpa)
  • Mit einer neuartigen Therapie haben Mediziner in New York einer Transfrau das Stillen ermöglicht.
  • Nach 5 Monaten war die Mutter, die mit männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde, in der Lage, ihr Kind sechs Wochen lang zu stillen.
  • Die Partnerin der Frau hatte das Kind geboren, wollte es aber nicht stillen.

Süddeutsche Zeitung

Medizinern in New York ist es mittels einer Hormontherapie erstmals gelungen, einer Transfrau das Stillen ihres Babys zu ermöglichen. Nach einer fünfmonatigen Therapie mit verschiedenen Hormonpräparaten produzierte die Frau genug Milch, um ihr Kind sechs Wochen lang zu versorgen. Die Partnerin der Frau hatte das Kind geboren, wollte aber nicht stillen.

Die behandelnden Ärztinnen Tamar Reisman und Zil Goldstein sprechen in der Studie, die sie zu dem Fall in dem Fachmagazin Transgender Health veröffentlichten, von einer Premiere in der Transgender-Medizin. Stillen biete viele gesundheitliche und psychosoziale Vorteile für Mutter und Kind. Dem Blog Romper sagte Reisman, das Stillen sei ein Schlüssel zu „glücklichen und gesunden Transgender-Familien“.

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Pilz verleiht Violinen „alten“ Klang

Geigen aus pilzbehandeltem Holz: Ihr Klang könnte dem einer echten Stradivari oder Guarneri nahekommen. © Empa
Klangwunder dank Pilz: Wie können moderne Geigen so klingen wie eine alte Stradivari oder Guarneri? Die Antwort darauf könnten Schweizer Forscher jetzt gefunden haben. Denn wie sie entdeckten, verändert ein Holzpilz die Struktur des Holzes so, dass dieses einen besonderen Klang erhält. Einen Blindtest haben die modernen Pilzgeigen bereits bestanden, jetzt sollen physikalisch-akustische Messungen zeigen, ob die Pilzkur die neuen Violinen tatsächlich den alten Meisterstücken näher bringt.

scinexx

Ob Stradivari, Amati oder Guarneri – die Violinen dieser Geigenbaumeister aus dem 17. Jahrhundert gelten bis heute als wahre Klangwunder. Doch über den Grund dafür rätseln Forscher schon lange. Einige vermuten, dass das Geheimnis in der Form der Schalllöcher oder in einer speziellen Behandlung des Holzes liegt. Andere gehen eher davon aus, dass das sehr dichte, langsam gewachsene Holz dieser Violinen ihnen den besonderen Klang beschwert.

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Quantencomputer: Sensible Qubits kommunizieren per Lichtstrahl

Intel hat eine Produktionslinie für Spin-Qubits entwickelt, die die vorhandene 300-mm-Wafertechnik nutzt. (Bild: Intel)
Quantenbits in Form sogenannter Spin-Qubits, Grundrecheneinheiten zukünftiger Quantencomputer, können Daten per Mikrowelle austauschen, wie Physiker jetzt gezeigt haben. Parallel hat auch Chip-Riese Intel angekündigt, auf Spin-Qubits zu setzen.

Von Arne Grävemeyer | heise online

In Silizium-Fehlstellen eingebettete Elektronen, beziehungsweise ihr Spin, entpuppen sich mehr und mehr als vielversprechende Grundeinheiten für Quantencomputer. Die sogenannten Spin-Qubits können mit dem elektromagnetischen Feld von Mikrowellen gekoppelt werden. So lassen sich deren hochempfindliche Quantenzustände störungsfrei auslesen und übertragen, wie eine Forschungsgemeinschaft der Princeton University, der Universität Konstanz und des Joint Quantum Institute in Maryland im Versuch jetz in der Fachzeitschrift Nature berichtete (Preprint: A coherent Spin-Photon Interfacein Silicon).

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Physiker erzeugen neuen Zustand des Lichts

Das Licht der fiktiven Laserschwerter interagiert: Sie blockieren sich. Doch solche Wechselwirkungen von Photonen untereinander galten lange als unmöglich… © Oleksiy Mark/ thinkstock
Moleküle aus Licht: Forscher haben erstmals Photonen dazu gebracht, sich zu molekülähnlichen Dreiergruppen zusammenzuschließen. In diesem völlig neuen Zustand des Lichts verhalten sich die Photonen, als hätten sie eine geringe Masse und fliegen 10.000 Mal langsamer als normal, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Das gängige Bild von Photonen als nie miteinander interagierenden Einzelgängern ist damit wohl endgültig widerlegt.

scinexx

Wenn zwei Lichtstrahlen sich kreuzen, geschieht normalerweise – nichts. Beide Strahlen lenken sich weder ab noch werden sie abgedimmt oder auf andere Weise beeinflusst. Der Grund: Im Gegensatz zu Materieteilchen wechselwirken die masselosen Photonen nicht miteinander. Sie sind sozusagen notorische Einzelgänger – so jedenfalls die gängige Theorie.

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Tiere beobachten aus dem All

Forscher untersuchen künftig von der Raumstation ISS aus globale Wanderungsbewegungen von Tieren. © DLR/ MPG
Tierische Bewegungen im Blick: Eine Antenne auf der Internationalen Raumstation ISS soll künftig dabei helfen, weltweite Wanderungsbewegungen von Tieren zu erforschen. An Vögeln, Fledermäusen und Co angebrachte Sender funken dafür unter anderem GPS-Daten an die ISS, die an einem einzigen Tag bis zu 80 Prozent der Erdoberfläche im Blick hat. Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Lebensweise der Tiere – aber auch über das Klima oder die Ausbreitung von Krankheiten.

scinexx

Tiere sind immer in Bewegung: Egal ob sie riesige Reviere durchstreifen, tausende Kilometer auf dem Weg in ihre Winterquartier zurücklegen oder ihrer Beute nachwandern – würde man all die Routen, die die Lebewesen auf unserem Planeten zurücklegen, nachzeichnen, ergäbe sich ein dichtes, unübersichtliches Wegenetz. Genau dieses Netz wollen Forscher künftig aus dem All kartieren.

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Andromedagalaxie ist leichter als gedacht

Andromeda Galaxie(M31) Bild: nasa/PD
Von wegen größerer Nachbar: Die Andromedagalaxie ist leichter als bisher angenommen. Statt zwei bis dreimal so massereich zu sein wie unsere Milchstraße, ist unsere Nachbargalaxie fast gleich groß und schwer. Das haben Astronomen anhand der Bewegungen schneller Sterne in der Andromedagalaxie herausgefunden. Unsere Lokale Gruppe im Kosmos hat damit keinen eindeutigen „galaktischen Anführer“ mehr, sondern eher eine Doppelspitze.

scinexx

Milchstraße und Andromedagalaxie liegen nur rund zweieinhalb Millionen Lichtjahre weit auseinander und sind damit enge Nachbarn. Beide Spiralgalaxien sehen sich zudem recht ähnlich und scheinen etwa gleich groß. Doch sind sie auch gleich schwer? Genau diese Frage ist seit langem strittig. Sowohl bei der Milchstraße als auch bei der Andromedagalaxie kommen Astronomen je nach Methode auf teilweise weit auseinanderliegende Werte.

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Impfung gegen Heroin rückt näher

Gibt es bald einen Impfstoff gegen Heroin? © Don Stevenson/ thinkstock
Immun gegen das Rauschgift: Beim Entzug könnte Heroinsüchtigen künftig ein Impfstoff helfen. Eine optimierte Formel des bereits seit Längerem erprobten Mittels hat sich in Tests mit Nagern nun nicht nur als wirksam und sicher erwiesen. Die Wirkstoffkombination bleibt auch bei Raumtemperatur stabil und kann daher ohne Probleme transportiert und gelagert werden – ein wichtiger Schritt hin zu einer möglichen Zulassung des Vakzins.

scinexx

Heroin ist eine tückische Droge: Das Opiumderivat führt schnell in die körperliche und psychische Abhängigkeit und macht es Süchtigen schwer, von dem Rauschgift loszukommen. Schon länger suchen Forscher daher nach Mitteln, die den Entzug und vor allem das „Cleanbleiben“ erleichtern könnten. Erste Erfolge haben sie dabei mit einem Impfstoff gegen Heroin erzielt.

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Ketone gegen Diabetes?

Ein Schluck Ketone für einen stabilen Blutzuckerspiegel – einer Studie zufolge könnte das tatsächlich funktionieren. © Monkeybusinessimages/ istock
Hilfe für Diabetes-Patienten: Ein spezielles Getränk könnte Zuckerkranken künftig dabei helfen, die Glucose-Konzentration in ihrem Blut unter Kontrolle zu behalten. Die entscheidenden Inhaltsstoffe: Ketone. Wer den Drink zu sich nimmt, bei dem schnellt der Blutzuckerspiegel nach einem zuckerreichen Snack weniger stark in die Höhe, wie eine Studie zeigt. Ketonhaltige Getränke könnten sich daher womöglich als Nahrungsergänzungsmittel für Menschen mit Diabetes oder einem erhöhten Risiko für die Erkrankung eignen.

scinexx

Normalerweise verbrennt unser Organismus überwiegend Zucker und Kohlenhydrate, um Energie zu gewinnen. Doch in Hungerphasen stellt der Körper seinen Stoffwechsel um: Er verbrennt nun Fett. Dabei produziert die Leber sogenannte Ketonkörper – chemische Verbindungen, die in den Organen und im Gehirn durch bestimmte Enzyme wieder in den Energieträger Acetyl-CoA zerlegt werden können. Dieser Effekt tritt nicht nur beim Fasten, sondern auch bei der Low Carb-Ernährung auf. Sie wird aus diesem Grund oft als ketogene Diät bezeichnet.

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Blick in eine Erdbeben-„Fabrik“

3D-Modell der Megathrust-Verwerfung vor Costa Rica. Die flach abfallende Plattengrenze ist von langen Furchen durchzogen. © Edwards et al./ Nature Geoscience, Feb-2018
Gefährliche Plattengrenze: Forscher haben erstmals dreidimensionale Einblicke in eine der großen Erdbeben-„Fabriken“ der Erde gewonnen – die Megathrust-Verwerfung vor der Küste von Costa Rica. Ihre akustischen Messungen enthüllten, dass die Plattengrenze entlang dieser Subduktionszone von breiten, tiefen Furchen gezeichnet ist. Dies ist das erste Mal, dass solche Furchen an einer Plattengrenze im Ozean nachgewiesen wurden, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“.

scinexx

Ob der Sumatra-Tsunami im Jahr 2004 oder das Tohoku-Erdbeben im März 2011 vor Japan: Viele der schwersten Starkbeben ereignen sich an sogenannten Megathrust-Verwerfungen entlang von Subduktionszonen. Dort wird eine Erdplatte unter die andere gedrückt und die im Untergrund schräg verlaufende Plattengrenze kann bei einem Erdbeben besonders stark nach oben und zur Seite rutschen.

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Neues Antibiotikum entdeckt

Der methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) ist einer von vielen gegen Antibiotika resistenten Keimen. © CDC
Neue Waffe gegen Krankheitserreger: Forscher haben eine neuartige Klasse von Antibiotika entdeckt. Die Wirkstoffe stammen aus einem Bodenbakterium und sind hochwirksam gegen viele resistente Keime – darunter sogar der berüchtigte Krankenhauskeim MRSA. Zudem scheinen die Substanzen nur wenig anfällig gegenüber einer schnellen Resistenzbildung zu sein, wie das Team im Fachmagazin „Nature Microbiology“ berichtet.

scinexx

Die einst besten Waffen der Medizin gegen bakterielle Erreger werden zunehmend stumpf: Das Problem der Antibiotika-Resistenzen greift immer weiter um sich. Viele Bakterien, darunter der Krankenhauskeim MRSA, sind inzwischen sogar schon gegen mehrere Wirkstoffklassen immun. Angesichts dieser Entwicklung rief die Weltgesundheitsorganisation im vergangenen Jahr noch einmal eindringlich zur Erforschung von Alternativen auf.

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Das Alter des Universums

Himmelsbewegungen nach Isaac Newton – Hier in der Planetenmaschine von James Ferguson (zwischen 1710 und 1776). Bild: Public Domain
Über Jahrhunderte hinweg war die Bestimmung des Alters des Universums kein Thema für die Wissenschaft, sondern eher Gegenstand metaphysischer Spekulationen. Erst mit der Entwicklung der modernen Kosmologie konnten fundierte Antworten geliefert werden

Von Raúl Rojas | TELEPOLIS

Seit jeher hat sich die Menschheit an allen Winkeln der Erde die Frage nach dem Ursprung der Welt gestellt. Fast alle Religionen greifen auf den Schöpfungsmythos der von Göttern gezeugten Welt zurück. Das Alter der Welt zu bestimmen, erschien allein deswegen zwecklos, weil die Entstehung der Welt jenseits aller menschlichen Erfahrung lag. Die lange Zählung des Maya-Kalenders besaß beispielsweise Zeiteinheiten für Milliarden von Tagen!

In Europa, bei den Griechen, gab es Philosophen, die den Anfang der menschlichen Geschichte auf eine nicht datierbare „dunkle“ Periode zurückführten. Aristoteles argumentierte dagegen, dass jeder Körper ein materielles Substrat hat, das nur von anderen Körpern stammen könne. Materie verwandelt sich ständig, bleibt aber erhalten, und deswegen muss das Universum seit jeher bestehen und ewig sein. Materie könne nicht einfach aus dem Nichts entstehen oder sich in Nichts verwandeln.

Das ist aber nicht die Geschichte, die im Ersten Buch Mose bzw. dem Buch Genesis erzählt wird. In nur sieben Tagen wird die Welt erschaffen und ab dem sechsten fängt die menschliche Geschichte mit Adam und Eva an. Da das Neue Testament dann die Ereignisse um ihre Nachkommen über Generationen verfolgt, war die Versuchung groß, einfach diese Generationen zu zählen, dazu Lücken mit astronomischen Beobachtungen zu überbrücken, um so auf das Datum der Entstehung der Welt zu schließen.

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Astronautenveteran Bill Anders: „Musks Mars-Pläne sind lächerlich.“

(Bild: Screenshot/SpaceX)
Statt Autos zum Mars zu schießen solle die Raumfahrt sich lieber auf die Klimaforschung konzentrieren, erklärte der 84-jährige Weltraumpioneer der Apollo 8.

heise online

William „Bill“ Anders (84), früherer US-Astronaut, hält die Mars-Pläne des Tech-Unternehmers Elon Musk für „lächerlich“. „Ein Flug zum Mars ist schwieriger, als Musk oder die Nasa zugeben“, sagte Anders der Zeitung „Welt am Sonntag“. Das größte Problem bei langen Raumfahrten sei die Strahlung. „Auf der Reise zum Mars werden Sie gebraten“, sagte Anders, der 1968 mit der Mission Apollo 8 den Mond umrundet hatte. Aber auch die lange Zeit in der Schwerelosigkeit sei schwierig. „Die Menschen, die auf dem Mars landen, werden nicht laufen können.“ Ihre Muskeln seien zu geschwächt.

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Forscher lassen menschliche Eizellen im Labor reifen

Künstlich herangereifte Zellen könnten einst krebskranken Frauen mit Kinderwunsch helfen. (Foto: picture alliance / Rainer Jensen)
  • Biologen haben erstmals menschliche Eizellen im Labor zur Reife gebracht.
  • Noch ist nicht sicher, ob die Zellen befruchtet werden können.
  • Andere Forscher warnen daher vor zu hohen Erwartungen.

Von Hanno Charisius | Süddeutsche Zeitung

In nur vier Arbeitsschritten haben Biologen Gewebe aus Eierstöcken in reife Eizellen verwandelt. Mit dem Experiment ist es den Wissenschaftlern erstmals gelungen, menschliche Eizellen im Labor zur Reife zu bringen. Das war zuvor nur mit Zellen aus Mäusen gelungen, nicht jedoch mit menschlichem Gewebe.

Sollten sich die so gewonnenen Eizellen auch bei genauerer Untersuchung nicht von jenen unterscheiden, die der weibliche Körper etwa einmal im Monat produziert, wäre die neue Methode vor allem für jene Frauen mit Kinderwunsch eine gute Nachricht, die an Krebs erkranken. Mitunter wird das Eierstockgewebe durch die Tumorbehandlung zerstört. In dem Fall könnten Mediziner unreife Zellen einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftauen und zu Eizellen heranzüchten.

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Licht bremst Elektronen

Licht kann seine Energie an Materie übertragen, doch unter extremen Bedingungen kann es auch umgekehrt sein. © fotojog/ thinsktock
Exotischer Effekt: Physiker haben erstmals einen physikalischen Effekt experimentell nachgewiesen, der sonst nur bei Schwarzen Löchern und anderen extremen Phänomen des Kosmos auftritt – die Strahlungs-Rückwirkung. Durch die Kollision intensiver Laserpulse mit einem extrem beschleunigten Elektronenstrahl kehrten sie die typische Richtung der Energieübertragung von Licht und Materie um: Die Photonen wurden energiereicher, die Elektronen dagegen abgebremst.

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Wenn Licht auf Materie trifft, wird normalerweise ein Teil seiner Energie absorbiert, der Rest reflektiert und gestreut. Durch diese Wechselwirkung können beispielsweise Atome durch elektromagnetische Strahlung in einen angeregten Zustand versetzt werden – Phänomene wie Polarlichter und die Fluoreszenz beruhen darauf.

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Check Out These Weird-Ass Ancient Proto-Spiders Trapped in Amber

Huang et al
A list of things creepier than spiders: parasitic worms, ticks, ancient proto-spiders.

Michael Byrne | MOTHERBOARD

What, you may ask, is a proto-spider? It’s the thing that preceded spiders in evolution—the first attempt, the dry run. Thanks to two international teams of paleobiologists, we now have a collection of four proto-spider specimens preserved in amber and dating back some 100 million years. Their work is published this week in two papers in Nature Ecology and Evolution.

The spiders are of the type Chimerachne yingi, a name that translates from Latin to “chimera spider.” This is meant to reflect its evolutionary „in-betweenness.“

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Holz – so hart wie Stahl

Durch ein zweischrittiges Verfahren haben Forscher Holz verdichtet und so fest wie Stahl gemacht. © Maksym Golovinov / thinkstock
Natur zu Hightech: Holz lässt sich durch ein erstaunlich simples Verfahren in ein echtes Hightech-Material verwandeln. Forscher haben einen zweischrittigen Prozess entwickelt, der das Holz extrem verdichtet und es gut zehnmal fester und stabiler und um das Dreifache dichter macht. Dadurch übertrifft das Holz viele Metalle und Legierungen an Festigkeit – und ist dabei deutlich leichter, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Wir Menschen nutzen Holz schon seit Jahrtausenden – als Brennstoff und Baumaterial, als Werkzeug und für Gebrauchsgegenstände aller Art. Kein Wunder: Der natürliche Rohstoff ist in vielen Gegenden reichlich vorhanden, er wächst nach und hat zudem günstige mechanische Eigenschaften: Holz ist relativ leicht und trotzdem elastisch und stabil. Für viele moderne Konstruktionen und Anforderungen aber reicht dies noch nicht aus. Deshalb arbeiten Forscher schon länger daran, Holz zu einem echten Hightech-Material zu machen.

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Element 118 ist ein Exot

Oganesson, das schwerste Element des Periodensystems, hat eine ungewöhnliche Struktur. © HG: welcomia/ thinkstock
Verblüffend anders: Forscher haben erstmals Einblick in die innere Struktur des schwersten Elements im Periodensystem bekommen – und Überraschendes festgestellt. Demnach bilden die äußeren Elektronen von Oganesson ein diffuses, homogenes Gas statt säuberlicher Schalen. Und auch der Kern könnte in einem solchen gasartig-diffusen Zustand übergehen, wie die Kernphysiker berichten. Spannend auch: Das schwerste aller Edelgase könnte bei Raumtemperatur fest sein.

scinexx

Das Periodensystem der Elemente ist quasi der Wegweiser zu allen uns bekannten Atomsorten – eine Bestandstabelle, die gerade in den letzten Jahren durch neuentdeckte Elemente weiter gewachsen ist. Diese kurzlebigen Neuzugänge liefern wertvolle Einblicke in die Grundeigenschaften der Materie, werfen aber auch die Frage auf, wo die Obergrenze für die Größe eines Atoms liegt.

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Alle wollen ins All

Space-X-Gründer Elon Musk hat mit dem Testflug seiner Falcon Heavy gezeigt, dass sich die private Raumfahrt nicht nur schnell entwickelt, sondern auch die Technik im Griff hat. (Foto: REUTERS)
  • Der Start der Schwerlastrakete Falcon Heavy macht deutlich, dass die private Raumfahrt derzeit ihrem staatlichen Pendant in vielen Bereichen den Rang abläuft.
  • Die Erfolge der privaten Anbieter rufen nun wiederum die Politik auf den Plan: Sie will vom neuen Glanz der Raumfahrt profitieren.

Von Hans von der Hagen, Dieter Sürig | Süddeutsche Zeitung

Vor Jahren war Elon Musk auf der Webseite der Nasa unterwegs. Er suchte nach Informationen zu geplanten Missionen zum Mars. Erfolglos. „Erst dachte ich, Jesus, ich schaue vielleicht nur an der falschen Stelle!“ Aber es sei wie verrückt gewesen. „Da war nichts.“ So erzählte er es einmal dem Magazin Wired.

Schaute Musk heute wieder auf die Webseite, fände er dort nun zwar manches über den Mars, doch Daten über bemannte Missionen zum Roten Planeten würde er noch immer vergeblich suchen. Musk selbst will Mitte des nächsten Jahrzehnts Menschen dorthin schicken. Insofern war der Frust beim Besuch der Seite im Jahr 2002 vielleicht einer der Schlüsselmomente, die erklären, warum private Unternehmen wie Space-X der staatlichen Raumfahrt mittlerweile in vielen Bereichen den Rang ablaufen. Mit der Chance, dass sie die Raumfahrt billiger und flexibler machen können.

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