«Die liberale Demokratie hat mehr zum menschlichen Glück beigetragen, als Buddha es je getan hat»

An die Stelle der alten Metaphysik und der reinen Sprachanalyse setzte Richard Rorty eine Art philosophische Gelassenheit. (Bild: Steve Pyke)
Er entzauberte die grossen Metaphysiker und war ein Meister der feinen Ironie: der amerikanische Philosoph Richard Rorty (1931–2007). Die Demokratie verteidigte er ebenso wie den Kapitalismus – weil alle anderen Ordnungen noch schlechter seien. Wir publizieren eines seiner letzten Gespräche erstmals auf Deutsch.

Robert P. Harrison | Neue Zürcher Zeitung

Herr Rorty, was ist das, die analytische Philosophie?

Die analytische Philosophie startete als Reaktion gegen den Versuch, die wahre Natur der Wirklichkeit zu benennen. Das wurde als Metaphysik verurteilt, als unerwünschtes und unmögliches Unternehmen. Die Idee bestand darin, der Metaphysik über die Analyse von Sprache ein Ende zu setzen und der ganzen Philosophie ein Ende zu bereiten. Das passierte zwar nicht, aber diese Idee war es, die der Bewegung ihren Glanz verlieh.

Was geschah stattdessen?

Die Metaphysik erlebte gewissermassen eine Wiedergeburt innerhalb der analytischen Philosophie. Nachdem die Leute über Jahrzehnte Probleme «aufgelöst» und die «Begriffsverwirrung» offengelegt hatten, wurden sie dieses Verfahrens überdrüssig. Sie sagten dann: Nein, eigentlich möchten wir die Natur der Wirklichkeit ergründen, aber die Wissenschaft sagt uns das zum Glück ja schon – es sind Atome und das Leere. Alles besteht aus physikalischen Elementarteilchen. Leute wie ich sagen dagegen: Es gibt keine wahre «Natur der Welt», die Wissenschaft zeigt sie uns nicht, auch nichts anderes zeigt sie uns.

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Intermezzo: Bildung und Individualismus

Bild: Gerd Altmann / Pixabay
Oder: Wie wir uns Tag für Tag selbst an der Nase herumführen

Stephan Schleim | TELEPOLIS

Bildung. Ein großes Wort. Oft wird sie gefordert. Wir haben Bildungspolitiker, Bildungsaufträge, etwas altmodisch anmutend auch Bildungsanstalten, so wie es früher einmal Badeanstalten gab. Aber was heißt Bildung? Wofür brauchen wir sie?

Der eigentliche Wortsinn fiel mir erst auf, nachdem ich merkte, dass im Niederländischen für „Bildung“ das Wort „vorming“ (Formung) verwendet wird, etwa in der Form: „academische vorming“, die meine Kolleginnen und Kollegen mitunter fordern, also akademische Bildung.

Nun ist aber in Diskussionen „academische vorming“ hier in aller Regel so unbestimmt, dass viele Niederländer auf das deutsche Wort „Bildung“ ausweichen. Es steht sogar im Wörterbuch und wird dort als „algemene ontwikkeling“ (allgemeine Entwicklung) erklärt. Das ist für die drei dicken Bände des Grote van Dale, vergleichbar mit unserem Duden, doch eher dünn. Gerade dann, wenn man bedenkt, dass gebildete Menschen dieses Wörterbuch zusammenstellten.

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Gedankenverbrechen und Bestrafung

By LeonV – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34934403
Ein Jahr der Ausgrenzung und Rechtsstreite an einer kanadischen Universität

Von Lindsay Shepherd | RDF

Ende 2017 befand ich mich im Zentrum einer Kontroverse an der Wilfrid Laurier University (Waterloo, Kanada), wo ich als M.A. Student (Master of Arts) und Lehrassistent (TA) im Fachbereich Kommunikationswissenschaften tätig war. In dem Kurs, für den ich als TA arbeitete, spielte ich einen Teil einer Podiumsdiskussion, die im öffentlichen Fernsehen von Ontario ausgestrahlt wurde, vor. Wie viele Leser wissen, beinhaltete dieses Material Jordan Peterson, Professor an der University of Toronto, der gegen die Verwendung alternativer Geschlechterpronomen argumentierte, sowie die Argumente des Sexualdiversitätspädagogen Nicholas Matte, der zu dessen Gebrauch ermutigte.

Weil ich entschied, mich nicht von Petersons Ansichten zu distanzieren, bevor ich das Video zeigte, wurde ich in daraufhin vor einen Disziplinarausschuss zitiert. Der Betreuer des betreffenden Kurses, Nathan Rambukkana, sowie der Koordinator meines M.A.-Programms, Herbert Pimlott (manchmal auch bekannt als „Hillary X Plimsoll“), und die Managerin für geschlechtsspezifische Gewalt und Prävention von sexuellen Übergriffen, Adria Joel, beschuldigten mich, gegen das Gesetz zu verstoßen, indem ich ein Video mit Peterson im Klassenzimmer gezeigt, sowie Trans-Personen bedroht und angriffen habe, wodurch eine toxische Umgebung geschaffen wurde. All das ist bekannt, weil ich das ganze Treffen aufgezeichnet habe.

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Uni Jena präsentiert Band zum Briefwechsel von Ernst Haeckel

Eine Büste des Zoologen Ernst Haeckel. Foto: Jan-Peter Kasper/Archiv Quelle: dpa-infocom GmbH
Zum 185. Geburtstag von Ernst Haeckel stellt die Friedrich-Schiller-Universität Jena am Samstag den zweiten Band der Briefwechsel-Edition des Naturforschers vor.

DIE WELT

Der Zoologe Haeckel (1834-1919) baute Ideen von Charles Darwin zu einer speziellen Abstammungslehre aus. Eine Reihe wissenschaftlicher Begriffe wie etwa «Ökologie» gehen auf ihn zurück. In Jena arbeitete er als Professor für Zoologie. Haeckel war aber nicht nur Forscher, sondern auch Künstler – die Zeichnungen seiner Tier- und Pflanzenwelt sind bis heute populär.

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Why Misinformation Is About Who You Trust, Not What You Think

Image: NAUTILUS
Two philosophers of science diagnose our age of fake news.

By Brian Gallagher & Kevin Berger | NAUTILUS

I can’t see them. Therefore they’re not real.” From which century was this quote drawn? Not a medieval one. The utterance emerged on Sunday from Fox & Friends presenter Pete Hegseth, who was referring to … germs. The former Princeton University undergraduate and Afghanistan counterinsurgency instructor said, to the mirth of his co-hosts, that he hadn’t washed his hands in a decade. Naturally this germ of misinformation went viral on social media.

The next day, as serendipity would have it, the authors of The Misinformation Age: How False Beliefs Spread—philosophers of science Cailin O’Connor and James Owen Weatherall—sat down with Nautilus. In their book, O’Connor and Weatherall, both professors at the University of California, Irvine, illustrate mathematical models of how information spreads—and how consensus on truth or falsity manages or fails to take hold—in society, but particularly in social networks of scientists. The coathors argue “we cannot understand changes in our political situation by focusing only on individuals. We also need to understand how our networks of social interaction have changed, and why those changes have affected our ability, as a group, to form reliable beliefs.”

O’Connor and Weatherall, who are married, are deft communicators of complex ideas. Our conversation ranged from the tobacco industry’s wiles to social media’s complicity in bad data. We discussed how science is subtly manipulated and how the public should make sense of contradictory studies. The science philosophers also had a sharp tip or two for science journalists.

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Ein Amerikaner zahlt 110 000 Dollar für den Abschuss einer Ziege einer bedrohten Art – und trägt damit zu deren Schutz bei

Die meisten der noch 5800 freilebenden Schraubenziegen leben in den Bergen von Pakistan und Afghanistan. (Bild: PD)
Pakistans Nationaltier, die Schraubenziege, ist vom Aussterben bedroht. Um die Art zu retten, greifen Tierschützer auf ungewöhnliche Mittel zurück.

Gian Andrea Marti | Neue Zürcher Zeitung

Insgesamt 110 000 Dollar liess sich ein Amerikaner in Pakistan den Abschuss einer seltenen Schraubenziege, auch Markhor genannt, kosten. Auf einem Foto, das in pakistanischen und amerikanischen Medien veröffentlicht wurde, posiert der als Jäger bekannte Mann stolz mit einem toten Exemplar des pakistanischen Nationaltiers. Er soll das Tier am Samstag auf einer Touristenexpedition in der Region Gilgit-Baltistan im Norden des Landes erlegt haben.

Da die Rote Liste der Internationalen Naturschutzunion die Schraubenziege als gefährdet aufführt, brach in den sozialen Netzwerken in kurzer Zeit ein Sturm der Entrüstung aus.

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Kosslicks Volkspädagogik für die AfD endet als traurige Farce

Berlinale-Chef Dieter Kosslick Quelle: REUTERS
Berlinale-Chef Kosslick wollte das Filmfestival und den Holocaust aus Selbstgerechtigkeit missbrauchen: Er lud AfDler ein – die ihrerseits eine Selbstinszenierung planten, aber von Vermummten attackiert wurden. Was für eine unappetitliche Chose.

Von Alan Posener | DIE WELT

Berlinale-Chef Dieter Kosslick lud alle AfD-Mitglieder ein, auf seine Kosten den Film „Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto“ zu besuchen. „Und wenn sie dann noch sagen, das ist ein Fliegenschiss, dann muss ich sagen, sollte vielleicht jemand anderes einschreiten als die Filmemacher.“

„An wen haben Sie da gedacht?“, fragte ich Kosslick. „Und an was für ein ‚Einschreiten‘?“ Seine schriftliche Antwort: „Ist doch klar: Jetzt sind die Staatsanwälte und Strafgerichte zuständig.“ Meint Kosslick, für die Verweigerung politischer Umerziehung sei die Justiz verantwortlich?

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Opinion: Sooner or later, we have to stop economic growth — and we’ll be better for it

Illustration by Kelsey King
Both the U.S. economy and the global economy have expanded dramatically in the past century, as have life expectancies and material progress.

By Richard Heinberg | ensia

Economists raised in this period of plenty assume that growth is good, necessary even, and should continue forever and ever without end, amen. Growth delivers jobs, returns on investment and higher tax revenues. What’s not to like? We’ve gotten so accustomed to growth that governments, corporations and banks now depend on it. It’s no exaggeration to say that we’re collectively addicted to growth.

The trouble is, a bigger economy uses more stuff than a smaller one, and we happen to live on a finite planet. So, an end to growth is inevitable. Ending growth is also desirable if we want to leave some stuff (minerals, forests, biodiversity and stable climate) for our kids and their kids. Further, if growth is meant to have anything to do with increasing quality of life, there is plenty of evidence to suggest it has passed the point of diminishing returns: Even though the U.S. economy is 5.5 times bigger now than it was in 1960 (in terms of real GDP), America is losing ground on its happiness index.

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Genfer Staatsangestellte dürfen kein Kopftuch, keine Kippa und kein Kreuz mehr tragen

Der Kanton Genf präzisiert den Umgang mit den verschiedenen Religionsgemeinschaften. Parlamentariern und staatlichen Mitarbeitern ist das Tragen von religiösen Symbolen nunmehr verboten. Das letzte Wort zum neuen Laizitätsgesetz sprechen aber die Gerichte.

Antonio Fumagalli |Neue Zürcher Zeitung

Der Kanton Genf ist in religiöser Hinsicht schon seit über einem Jahrhundert der radikalste Kanton der Schweiz. Das Prinzip der Laizität – also der Trennung zwischen Kirche und Staat – wurde schon 1907 festgehalten und nur gerade Neuenburg folgte dem Beispiel 1941, wenn auch aus anderen Beweggründen. Die Verfassungsänderung von 2012 bestätigte die Genfer Laizität.

Auf Bestreben von Staatsrat Pierre Maudet (fdp.) präzisierte in der Folge eine Arbeitsgruppe den Verfassungsgrundsatz. Das daraus entstandene Laizitätsgesetz fand im Parlament eine komfortable Mehrheit, nicht weniger als vier verschiedene Gruppierungen ergriffen jedoch das Referendum – vergeblich. Am Sonntag nahmen 55,05 Prozent der Stimmbevölkerung das neue Gesetz an.

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Wer ist wir?

Der französische Philosoph Tristan Garcia fragt nach den Grundlagen eines politischen Subjekts. (Bild: Basso Cannarsa / Opale / Bridgeman)
Philosophie «Wir» ist die politische Kategorie schlechthin. Tristan Garcia geht ihm auf den Grund.

Von Nina Fargahi | NZZamSonntag

Wir sprechen stets im Namen eines «Wir». Egal, worüber wir sprechen – über Rassismus, Sexismus, Feminismus, über Tierrechte oder über «den» Islam. Dieses «Wir» ist die politische Kategorie schlechthin. Doch wer ist «wir»? Was passiert, wenn wir «wir» sagen? Und wie hat sich diese Identitätsbildung in den letzten zwei Jahrhunderten entwickelt?

Um diese Fragen zu beantworten, lässt der französische Philosoph Tristan Garcia in seinem neuen Buch «Wir» keinen Stein auf dem anderen. Wie könne es sein, dass «wir Feministinnen», die zeitlebens für die Wahlfreiheit, gegen das Patriarchat und für das Recht, Hosen zu tragen, nun beschuldigt werden, unfreiheitlich zu handeln, weil wir muslimischen Frauen nicht das Recht zugestehen würden, ihr Gesicht zu verschleiern?, fragt er.

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Islam und Islamismus halten Skandinavien in Atem

Der Traum vom Ankommen und Teilhaben bleibt für viele Junge im Rosengård-Viertel von Malmö eine märchenhafte Illusion. (Bild: Robin Hammond / Keystone)
Schweden, Norwegen und Dänemark verfolgten lange eine freizügige Einwanderungspolitik, so dass ihre muslimischen Communitys verhältnismässig gross sind. Heute kämpfen sie mit massiven Integrationsproblemen.

Aldo Keel | Neue Zürcher Zeitung

Mit Reportagen über die Ängste der Norweger startete das norwegische Fernsehen ins neue Jahr. «Schwedische Zustände» hiess die erste Sendung und berichtete über muslimische Einwandererghettos wie Rosengård bei Malmö, von dessen 22 000 Bewohnern fast neunzig Prozent einen Migrationshintergrund haben. Jugendkrawalle, Schiessereien, gewalttätige Banden und brennende Autos jagen den Einheimischen Angst ein. Arbeitslosigkeit und Marginalisierung rauben den Einwanderern jede Zukunftsperspektive.

Und die Jungen? Ihnen fehlen die Vorbilder, vom Fussballer Zlatan Ibrahimovic einmal abgesehen. An einer Mauer prangt sein Spruch: «Du kannst Rosengård verlassen. Aber Rosengård wird dich nie preisgeben.» In Schwedens Vorstädten wurden 2018 dreihundert Schiessereien registriert, 44 mit tödlichem Ausgang: Der 22-jährige Shayan wurde mit 13 Schüssen in den Rücken niedergestreckt. Ein 17-Jähriger betrat am helllichten Tag eine Pizzeria und erschoss einen 25-Jährigen. Die Entwicklung sei «zutiefst beunruhigend», berichtet die Polizei.

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Betrug im Studium: Wird schon keiner merken

In einer Studie gab ein Großteil der befragten Studierenden zu, kürzlich an der Uni in irgendeiner Form betrogen zu haben. (Foto: Steven Houston/Unsplash)
Akademischer Betrug ist an deutschen Unis alltäglich, Lehrende oft dagegen machtlos. Dabei könnten Hochschulen Plagiaten und Co. vorbeugen.

Von Matthias Kohlmaier | Süddeutsche Zeitung

Wieder hat es einen Politiker erwischt. Die Freie Universität Berlin hat beschlossen, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Frank Steffel den Doktorgrad zu entziehen. Der Politiker hat in seiner Dissertation zwar zu diversen Passagen Quellen angegeben, aber diese Angaben seien nicht ausreichend. Nach eingehender Prüfung findet die Hochschule, es sei nicht ersichtlich, „dass er wörtlich oder fast wörtlich Texte anderer Autoren in seine Dissertation eingefügt hat und in welchem Umfang“.

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Berlinale-Film „Grâce à Dieu“: Katholischer Priester will Start eines Missbrauchsfilms verhindern

„Grâce à Dieu“ von François Ozon arbeitet einen Missbrauchsfall auf. Foto: Jean-Claude Moireau
Der Anwalt eines Priesters versucht, François Ozons „Grâce à Dieu“ in Frankreich zu stoppen. An diesem Freitag feiert der Film Weltpremiere bei der Berlinale.

Eberhard Spreng | DER TAGESSPIEGEL

Seit einigen Tagen versucht der französische Anwalt Frédéric Doyez, den für den 20. Februar geplanten Filmstart von François Ozons „Grâce à Dieu“ in Frankreich mit einer einstweiligen Verfügung zu untersagen. Es sei nicht hinzunehmen, dass ein Film zur Vorverurteilung seines Angeklagten führe, der sich demnächst für pädophile Übergriffe in der Vergangenheit zu rechtfertigen hat.

Doyer verteidigt den Lyoneser Priester Bernard Preynat, der sich in der Gemeinde Sainte-Foy-lèsLyon von 1986 bis 1991 in mehr als 70 Fällen sexuelle Übergriffe an von ihm betreuten Pfadfindern schuldig gemacht hat.

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Londoner Restaurant bietet Eichhörnchen-Lasagne an

Graue Eichhörnchen gelten als Plage in Großbritannien – (c) Getty Images (Matt Cardy)
Ein Restaurant in London bietet Speisen mit Eichhörnchenfleisch an. Dem Restaurant-Besitzer nach, „schmeckt es fast wie Kaninchen“.

Die Presse

Niedlich und wohlschmeckend? In einem Restaurant im Londoner Viertel Borough Market steht seit einiger Zeit immer wieder Eichhörnchenfleisch auf der Speisekarte. Das Restaurant „Native“ servierte seinen Kunden dort kürzlich neben anderen lokalen Speisen auch Lasagne mit Eichhörnchen-Ragout.

Verspeist werden ausschließlich Grauhörnchen. Die Tiere wurden Ende des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika importiert und werden in Großbritannien als Plage wahrgenommen, weil sie die Population der roten Eichhörnchen gefährden. Grauhörnchenfleisch gilt als besonders nachhaltig, weil sie ohnehin gejagt und getötet werden.

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At an Islamic School in the UK, Girls May Eat When the Boys Have Had Their Fill

An Islamic school in Birmingham, England has come under fire for a remarkable act of gender segregation.

By Terry Firma | Friendly Atheist

A Muslim school will not allow girls to eat lunch until after boys have finished, an Ofsted chief has told MPs.

Ofsted is the U.K. Office of Standards in Education.

Al-Hijrah school in Birmingham is still segregating boys and girls despite a Court of Appeal ruling in 2017 that found it was unlawful, according to Luke Tryl, director of corporate strategy at Ofsted. … He said that Al-Hijrah school was enforcing a “very strict gender segregation” which included “denying the girls to have their lunch until the boys had had theirs.”

In addition,

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„Europa ist voll von Ausländern!“

Martin Sonneborn und Parlamentspräsident Tajani. Bild: Samuel Groesch
Winter-Interview mit PARTEI-Chef Martin Sonneborn

Markus Kompa | TELEPOLIS

Der Wiedereinzug der PARTEI in das künftige EU-Parlament gilt als gesichert: Demoskopen sehen Die PARTEI derzeit bei 2%. Zum traditionellen Winter-Interview steht der PARTEI-Chef selbstbewusst Rede und Antwort.

Altkanzler Schröder tadelte Ihre ordinäre Amtskollegin Andrea Nahles, die mit präsidentiellem Vokabular überfordert sei. Sind solch bourgeoisen Verhaltenskodici in der Epoche der Trump-Administration noch modern?

Martin Sonneborn: Auf jeden Fall! Selbst mir ist es peinlich, dass ich kürzlich vor der Bauern-, Pardon: Bayern-Wahl im Interview auf eine der zahlreichen Dummheiten Seehofers gesagt habe, die CSU solle jetzt endlich mal das Maul halten. Führungspersönlichkeiten sollte so etwas nicht unterlaufen. Obwohl… im Falle des Pillermanns Seehofer…

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Bonner Oberbürgermeister: Vollverschleierung entspricht nicht unserer Lebensart: „Mehr Respekt für unsere Gepflogenheiten“

Vollverschleierte Frauen © Boris Roessler (dpa)

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan, einer der neuen Experten der Bundesregierung für Integration, wünscht sich von vollverschleierten Musliminnen mehr Respekt vor der Tradition in Deutschland.

DOMRADIO.DE

Klar sei, „dass eine Vollverschleierung nicht unserer Lebensart entspricht“, sagte er der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstag). „Hier würde ich mir von den Zugezogenen mehr Respekt für unsere Gepflogenheiten erhoffen.“ Sridharan ist Ko-Vorsitzender der vorige Woche berufenen Fachkommission der Bundesregierung für Integration.

Als Oberbürgermeister seien ihm beim Thema Vollverschleierung die Hände gebunden, sagte Sridharan. „Ich kann mich nicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik hinwegsetzen.“

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Liedermacher der Meere

Alle Buckelwalmännchen einer Population singen exakt das gleiche Lied. (Foto: mauritius images)
  • Manche Wale stimmen eine Art Gesang an, der Melodie und Rhythmus hat und in dem Strophen wiederkehren.
  • Dass lediglich die männlichen Tiere singen, und das am häufigsten zur Paarungszeit, deutet darauf hin, dass die Gesänge mit der Partnersuche zu tun haben.
  • Doch wahrscheinlich haben die Lieder noch andere Funktionen.

Von Tina Baier | Süddeutsche Zeitung

Tief in den Ozeanen ist es, anders als die meisten Menschen glauben, nicht viel stiller als an Land. Hält man ein Unterwasser-Mikrofon etwa in eine Schule von Delfinen, ertönt ein Wirrwarr von Pfiffen und Klicklauten, das an die Geräuschkulisse eines Spielplatzes erinnert. „Fast alle Meeresbewohner machen irgendeine Art von Geräusch“, sagt Fabian Ritter, Meeresbiologe bei der Walschutzorganisation WDC. Insbesondere die Wale sind sehr gesprächig. Doch während sich Zahnwale wie Delfine, Pott- und Schweinswale vor allem über einzelne Laute verständigen, stimmen viele Bartenwale eine Art Gesang an, der Melodie und Rhythmus hat und in dem sich wiederkehrende Strophen unterscheiden lassen – so wie in den Liedern der Menschen.

Warum die Tiere singen und was die Gesänge bedeuten, kann noch niemand so genau erklären. Doch je länger Biologen der Unterwassermusik lauschen, umso deutlicher zeichnet sich ab: Walgesänge sind eine Form der Kommunikation, die sich ähnlich wie die menschliche Sprache kontinuierlich weiterentwickelt.

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Carl Schmitt: Philosoph, Provokateur, Verräter des Rechts

Meisterdenker und Nazifreund: Carl Schmitt (1888-1985). (Foto: Sammlung Megele/SZ Photo)
Reinhard Mehring erklärt, warum Carl Schmitt trotz seiner Dienste für den NS-Staat, auch nach 1945 noch Intellektuelle faszinierte. Unter ihnen sind durchaus angesehene Juristen und Prominente.

Von Rolf Lamprecht | Süddeutsche Zeitung

Er war eine Autorität: Professor der Rechte an der Humboldt-Universität zu Berlin, ein rühriger, vielseitiger Publizist, für seine Verehrer ein Philosoph, für seine Gegner ein Hassprediger. Am 31. Mai 1933 zeigte er sich im Westdeutschen Beobachter von einer neuen Seite. Er verfluchte „die deutschen Intellektuellen“, die vor dem beginnenden Terror geflüchtet waren: „Aus Deutschland sind sie ausgespien für alle Zeiten.“

Die Rede ist von Carl Schmitt (1888 – 1985). Er galt und gefiel sich als „Kronjurist“ Hitlers, Göring verlieh ihm den Titel „Preußischer Staatsrat“. In der Weimarer Republik faszinierte er durch intellektuelle Höhenflüge, im Dritten Reich rechtfertigte er die Perversionen des Willkürstaates. Der Heidelberger Politikwissenschaftler Reinhard Mehring hat die schillernde Figur 2009 in einer beeindruckenden Biografie („Aufstieg und Fall“) zu ergründen versucht. Nun legt er nach. In „Vom Umgang mit Carl Schmitt“ analysiert er das Echo im Schrifttum.

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Here are 9 things Americans just don’t understand — compared to the rest of the world

Image: RawStory
To hear the far-right ideologues of Fox News and AM talk radio tell it, life in Europe is hell on Earth. Taxes are high, sexual promiscuity prevails, universal healthcare doesn’t work, and millions of people don’t even speak English as their primary language!

Alex Henderson | RawStory

Those who run around screaming about “American exceptionalism” often condemn countries like France, Norway and Switzerland to justify their jingoism. Sadly, the U.S.’ economic deterioration means that many Americans simply cannot afford a trip abroad to see how those countries function for themselves. And often, lack of foreign travel means accepting clichés about the rest of the world over the reality. And that lack of worldliness clouds many Americans’ views on everything from economics to sex to religion.

Here are nine things Americans can learn from the rest of the world.

1. Universal Healthcare Is Great for Free Enterprise and Great for Small Businesses

The modern-day Republican Party would have us believe that those who promote universal healthcare are anti-free enterprise or hostile to small businesses. But truth be told, universal healthcare is great for entrepreneurs, small businesses and the self-employed in France, Germany and other developed countries where healthcare is considered a right. The U.S.’ troubled healthcare system has a long history of punishing entrepreneurs with sky-high premiums when they start their own businesses. Prior to the Affordable Care Act of 2010, a.k.a. Obamacare, many small business owners couldn’t even obtain individual health insurance plans if they had a preexisting condition such as heart disease or diabetes—and even with the ACA’s reforms, the high cost of health insurance is still daunting to small business owners. But many Americans fail to realize that healthcare reform is not only a humanitarian issue, it is also vitally important to small businesses and the self-employed.

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