Ins Essen verbissen – was eine gesunde Ernährung ist, darüber lässt sich genüsslich streiten

Bild: Flickr/Kim Scarborough (CC-BY-SA 2.0)
Woran liegt es, dass die Menschen immer dicker werden? Und wie ernähre ich mich am besten? Auf diese Fragen gibt es teilweise abenteuerliche Antworten, wie unsere Kolumnistin an einem Kongress lernen musste.

Nicola von Lutterotti | Neue Zürcher Zeitung

Wer sich wundert, weshalb dasselbe Nahrungsmittel heute gesund und morgen wieder bedrohlich sein kann, sollte einmal einen ernährungswissenschaftlichen Kongress besuchen. So viel Uneinigkeit sieht man selten! Das zeigte sich unlängst auch an einer vom Swiss-Re-Institut und vom «British Medical Journal» ausgerichteten Tagung in Rüschlikon, Zürich. Hochkarätig besetzt, war die Veranstaltung angetreten, das undurchdringbare Ernährungsdickicht zu entflechten. Die zum Teil kriegerischen Debatten, denen ein gewisser Unterhaltungswert nicht abzusprechen war, sorgten allerdings für noch mehr Verwirrung.

Buchstäblich festgebissen hatten sich die Diskussionsteilnehmer etwa in der Frage, welche Ernährungsart den lebensstilbedingten Diabetes («Alterszucker») bessern oder gar heilen kann. Mit jeweils passenden Studiendaten hantierend, sprachen sich die einen für eine kohlenhydratarme und zugleich fettreiche Diät aus, während andere vor einer solchen Ernährung explizit warnten. Wieder andere vertraten die Ansicht, solange Diabetiker genügend abspeckten, könnten sie essen, was sie wollten.

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How Your Brain Decides Without You

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
In a world full of ambiguity, we see what we want to see.

By Tom Vanderbilt | NAUTILUS

Princeton’s Palmer Field, 1951. An autumn classic matching the unbeaten Tigers, with star tailback Dick Kazmaier—a gifted passer, runner, and punter who would capture a record number of votes to win the Heisman Trophy—against rival Dartmouth. Princeton prevailed over Big Green in the penalty-plagued game, but not without cost:  Nearly a dozen players were injured, and Kazmaier himself sustained a broken nose and a concussion (yet still played a “token part”). It was a “rough game,” The New York Times described, somewhat mildly, “that led to some recrimination from both camps.”  Each said the other played dirty.

The game not only made the sports pages, it made the Journal of Abnormal and Social Psychology. Shortly after the game, the psychologists Albert Hastorf and Hadley Cantril interviewed students and showed them film of the game. They wanted to know things like: “Which team do you feel started the rough play?” Responses were so biased in favor of each team that the researchers came to a rather startling conclusion: “The data here indicate there is no such ‘thing’ as a ‘game’ existing ‘out there’ in its own right which people merely ‘observe.’ ” Everyone was seeing the game they wanted to see. But how were they doing this? They were, perhaps, an example of what Leon Festinger, the father of “cognitive dissonance,” meant when he observed “that people cognize and interpret information to fit what they already believe.”

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Ruhrtriennale: Die wahren Fehler der Intendantin im Streit über Israel

Die Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp bei der Auftakt-Pressekonferenz Quelle: dpa
Intendantin Stefanie Carp wollte eine Band einladen, die die antiisraelische Boykottbewegung BDS unterstützt. Nun kommt der Ministerpräsident nicht zum Festival. Analyse eines Kommunikationsdesasters.

Von Stefan Keim | DIE WELT

Unangenehmer kann ein Festival nicht starten. Schon bevor sie am Donnerstagabend begonnen hat, steht die Ruhrtriennale im Verdacht, der antiisraelischen Bewegung BDS ein Forum bieten zu wollen. Die Abkürzung bedeutet Boykott, Divestment, Sanctions. Ihre Anhänger boykottieren Kulturveranstaltungen, in denen der Staat Israel eine Rolle spielt und sei sie noch so gering.

„Wie vor dem Ersten Weltkrieg“

Bei der Ruhrtriennale sollte die schottische Band Young Fathers spielen, die sich zum BDS bekennt. Intendantin Stefanie Carp wurde vor den Kulturausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags geladen und scheint sich dort sehr unklar geäußert zu haben. Danach waren Politiker von CDU, SPD und FDP erbost. Die Kulturministerin kritisierte die Haltungslosigkeit der Intendantin. Erstmals wird der Ministerpräsident keine Veranstaltung der Ruhrtriennale besuchen. Das Land bezahlt einen großen Teil des Etats.

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Burka-Äußerungen : Druck steigt auf Boris Johnson

Provoziert: Boris Johnson Bild: Reuters
In einer Kolumne hat der ehemalige britische Außenminister vollverschleierte Frauen mit Briefkästen und Bankräubern verglichen. Selbst seine Parteikollegen fordern nun Konsequenzen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Druck auf den ehemaligen britischen Außenminister Boris Johnson wegen umstrittener Burka-Äußerungen wird größer. Am Dienstagabend hatte sich selbst Premierministerin Theresa May den Forderungen nach einer Entschuldigung angeschlossen. Johnson hatte Frauen mit Vollverschleierung in seiner wöchentlichen Kolumne im „Telegraph“ am Montag mit „Bankräubern“ und „Briefkästen“ verglichen.

„Ich glaube, wir sollten alle mit der Sprache und den Begriffen, die wir verwenden, sehr umsichtig sein“, sagte May. Auch weitere konservative Parteikollegen Johnsons kritisierten seine Wortwahl. Vereinzelt gab es Forderungen, den früheren Außenminister von der Regierungsfraktion auszuschließen. Dass es dazu kommt, gilt aber als nahezu ausgeschlossen. Johnson lehnte Berichten zufolge eine Entschuldigung ab.

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Bäume leiden unter der Hitzewelle

Auch viele Bäume leiden unter der aktuellen Hitzewelle. © Ugurhan/ iStock
Bäume unter Stress: Die Hitzeperiode macht vielen in Deutschland heimischen Bäumen schwer zu schaffen. Vor allem empfindliche großblättrige Arten sowie junge Stadtbäume sind momentan akut gefährdet, wie Forscher berichten. Sie fordern: Weil hohe Temperaturen und Wassermangel mit dem Klimawandel in Zukunft häufiger werden, müssen hitzeresistentere Alternativen her – zum Beispiel der chinesische Ginkgo.

scinexx

Gelbes Laub, kahle Äste, herabfallende Blätter: Wer derzeit in die Baumwipfel schaut, könnte meinen, es sei schon Herbst. Die aktuelle Hitzeperiode macht den Bäumen im Wald und in der Stadt zunehmend zu schaffen. Sie leiden unter Trockenstress, der intensiven Sonneneinstrahlung und den hohen Ozonwerten – mit sichtbaren Folgen.

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Vegan Religion?

Colin Goldner, ©brightsblog
Seit geraumer Zeit überzieht Spiegel Online seine Leserschaft mit einer Reihe an Artikeln und Kommentaren, die sich kritisch mit dem Thema Veganismus befassen. Tenor der Beiträge ist durchgängig, dass es sich bei Veganismus um einen „Irrglauben“ handle, eine „Religion“, die von ihren Anhängern mit „missionarischem Eifer“ vertreten werde: schließlich sei kaum jemand nerviger, von halal oder kosher lebenden Menschen einmal abgesehen, als ein Veganer beim Grillabend. Die Rede ist von „Extremisten“, die ihre „schrulligen Ernährungsgewohnheiten zur Identität hochgejazzt haben“. Wortreich wird gewarnt vor den Mangelerscheinungen, denen Veganerinnen und Veganer unterlägen, sollten sie ihre Versorgung mit Nährstoffen nicht regelmäßig ärztlich untersuchen lassen: es drohe das Risiko „schwerer neurologischer Störungen“ und zahlloser anderer Schäden. Eltern, die ihre Kinder vegan ernähren, werden mit Salafisteneltern ineinsgesetzt, die ohne Rücksicht auf Verluste ihre radikale Ideologie verfolgten; oder auch mit der Sekte „Zwölf Stämme“, die ihre „Kinder dem staatlichen Schulsystem entzogen und auf Prügelstrafe und Demütigung gesetzt haben“.

Claudia Goldner | hpd.de

gbs-Beirat Colin Goldner lebt seit gut 25 Jahren vegan. Seit je befasst er sich auch mit der Forschung zum Thema Veganismus. Hier ein Auszug aus einem Studiogespräch, das er mit Dr.med. Peter Pommer im „Gesundheitsmagazin“ von Radio LORA 924 geführt hat.

Was bedeutet der Begriff „Veganismus“?

Der Begriff „vegan“ bzw. „Veganismus“ geht zurück auf den Engländer Donald Watson, einen überzeugten Antimilitaristen, der im Jahre 1944 in England die Vegan Society gründete

Die heutige Definition des Begriffes „vegan“ bezeichnet Menschen, die die Nutzung tierlicher Produkte nach bestem Vermögen meiden, sprich: sich rein pflanzlich ernähren. Also: kein Fleisch, kein Fisch, keine Milch, keine Milchprodukte wie Joghurt oder Käse, keine Eier.

Ethisch motivierte Veganer achten zudem auch bei ihrer Kleidung oder ihren Schuhen darauf, dass sie frei von Tierprodukten sind – also kein Leder, keine Wolle, keine Seide, keine Daunen –, und dass die verwendeten Konsum- oder Gebrauchsgüter, auch Kosmetika, ohne Tierversuche hergestellt wurden.

Tierethisch motivierter Veganismus ist also weit mehr als nur eine bloße Ernährungsvariante, er ist eine Philosophie oder Lebensart, die versucht, so weit als möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Unterdrückung und Ausbeutung von Tieren für Nahrung, Kleidung oder für andere Zwecke zu vermeiden und zugleich tierleidfreie Optionen und Alternativen zu entwickeln. Ethisch motivierte Veganer wenden sich natürlich auch gegen Jagd und Fischerei oder gegen die Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken wie im Zirkus oder im Zoo; selbstredend auch gegen Tierversuche in der Pharmaindustrie.

Allerdings gibt es auch Veganerinnen und Veganer, denen tierethische Fragen oder auch Fragen des Umwelt- oder Klimaschutzes nicht so wichtig oder auch völlig egal sind, die vielmehr in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen vegan leben. Und nicht zuletzt gibt es auch sogenannte Lifestyleveganer, denen es vor allem um Fitness geht oder die einfach auf einem Trend mitsurfen und gut aussehen wollen. Letztlich aber profitieren alle von einer veganen Lebensweise: die Tiere, die nicht qualgehalten, geschlachtet und zu Wurst verarbeitet werden, Umwelt und Klima, die weit weniger belastet werden, und auch der Mensch selbst, der gesünder bleibt oder wird.

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There Is No Such Thing as Unconscious Thought

Image Credit nautilus
A behavioral scientist unravels one of our most cherished conceptions.

By Nick Chater | NAUTILUS

The great French mathematician and physicist Henri Poincaré (1854–1912) took a particular interest in the origins of his own astonishing creativity. His achievements were impressive: His work profoundly reshaped mathematics and physics—including laying crucial foundations for Einstein’s theory of relativity and the modern mathematical analysis of chaos. But he also had some influential speculations about where many of his brilliant ideas came from: unconscious thought.

Poincaré found that he would often struggle unsuccessfully with some mathematical problem, perhaps over days or weeks (to be fair, the problems he got stuck on were difficult, to say the least). Then, while not actually working on the problem at all, a possible solution would pop into his mind. And when he later checked carefully, the solution would almost always turn out to be correct.

How was this possible? Poincaré’s own suspicion was that his unconscious mind was churning through possible approaches to the problem “in the background”—and when an approach seemed aesthetically “right,” it might burst through into consciousness. Poincaré believed that this “unconscious thought” process was carried out by what might almost be a second self, prepared and energized by periods of conscious work, yet able to work away on the problem in hand entirely below the level of conscious awareness.

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Endlich wird Rassismus auch Rassismus genannt

Nicht nur heiße Luft. In der Debattenkultur um Rassismus könnten wir wirklich weitergekommen sein.Foto: Paul Zinken/dpa
Eine Wende in der Debattenkultur: Der Begriff Rassismus wird nun offensiv benutzt. Und Betroffene bestimmen selbst, worüber geredet wird. Eine Kolumne.

Von Deniz Utlu | DER TAGESSPIEGEL

Führen wir jetzt wirklich eine Rassismusdebatte? Lange Zeit war das Wort „Rassismus“ in Deutschland tabuisiert. Wer es aussprach, eröffnete keine Debatte, sondern riskierte, von ihr ausgeschlossen zu werden. Noch immer höre und lese ich hin und wieder das Wort „Fremdenfeindlichkeit“, ein Ersatzwort für den „Rassismus“, der nicht angesprochen werden durfte. Ein problematischer Begriff allerdings, durch den die Betroffenen in der Beschreibung des Unrechts, das ihnen angetan wurde, ein weiteres Mal zu „Fremden“ gemacht, also von ihrer Zugehörigkeit suspendiert werden.

In den Debatten der vergangenen Jahre ging es meistens darum, ob „Migranten“ anpassungsfähig seien. Mit „Migranten“ waren oft keine „Migranten“ gemeint, sondern Menschen, die in Deutschland sozialisiert waren, aber deren Eltern oder Großeltern aus einem anderen Land kamen. Dieses andere Land war lange Zeit hauptsächlich die Türkei, dann waren es muslimische Länder im Allgemeinen, jedenfalls meinte niemand Schweden.

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Stonehenge: Kamen die Erbauer aus Wales?

Blick auf Stonehenge. Die Blausteine sind die einzelnen Monolithen im Steinkreis. © gemeinfrei
Weitgereiste Tote: Zumindest einige der Erbauer von Stonehenge waren keine Einheimischen, sondern kamen aus Wales. Das enthüllen eingeäscherte Überreste von 25 Toten, die vor rund 5.000 Jahren in Stonehenge bestattet worden waren. Zehn von ihnen stammten aus der gleichen walisischen Gegend wie die Blausteine des Steinkreises – sie könnten die Megalithen demnach auf ihrer Reise zum Steinzeit-Heiligtum begleitet haben, wie die Forscher im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten.

scinexx

Stonehenge in Südwesten Englands ist das berühmteste und besterforschte Megalith-Bauwerk Europas. So weiß man heute, dass die 80 Tonnen schweren Blausteine des äußeren Megalith-Rings aus dem Westen von Wales herangeschafft wurden. Erst vor kurzem haben Archäologen in der Umgebung des Steinkreises zudem weitere Monumente und eine zweite, noch größere Kreisanlage entdeckt.

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Die Bibel auf eine Kabeltrommel spannen?

Das Buch der Bücher: Bibel mit handkolorierten Bildern aus dem Jahr 1569. Bild: dpa
Die evangelische Kirche in der Pfalz streitet um ein Projekt der Künstlerin Silvia Meinke, für das sie Seiten aus der Bibel heraustrennt. Die Landeskirche Speyer findet das gut, die Bezirkssynode Kaiserslautern überhaupt nicht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Es ist das am häufigsten gedruckte Schriftwerk der Welt. Präsidenten legen beim Amtseid ihre Hand darauf, Glaubensgemeinschaften deponieren sie in Hotelzimmern, den Gläubigen gilt sie als Heilige Schrift: die Bibel. In der Pfalz ist um die Bibel nun ein Streit entbrannt. Eignet sie sich für ein ungewöhnliches Kunstprojekt? Ja, sagt die Landeskirche in Speyer. Nein, sagt die Bezirkssynode Kaiserslautern. Beide schätzen die Bibel – aber aus diesem Respekt ziehen sie völlig unterschiedliche Schlüsse.

Der Konflikt dreht sich um ein Projekt von Silvia Mielke. Die Künstlerin aus Jockgrim (Kreis Germersheim) entwickelte im Auftrag der Evangelischen Landeskirche die Idee, einzelne Seiten aus alten Bibeln herauszutrennen und zu falten. Die Blätter werden zu einem Band gefügt und auf mächtige Kabeltrommeln gerollt. So entstehe ein gemeinsames Band der Kirchengemeinden. „Die Kabelrollen symbolisieren Kommunikation“, sagt Pfarrerin Mechthild Werner, Initiatorin des Projekts „Vielfalten“. Da 2017 für die Gemeinden neue Luther-Bibeln angeschafft wurden, konnte man aus den alten von 1984 Kunst machen.

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Philosophie: Radikal pluralistisch

Giovanni Pico della Mirandola. Ölgemälde eines unbekannten Malers in den Uffizien Bild. wikipedia.org/PD

Mit „Neunhundert Thesen“ lud Giovanni Pico della Mirandola die Gelehrten Europas nach Rom. Aus dem Treffen wurde nichts, der Text vom Papst verboten. Eine neue Ausgabe erschließt das Plädoyer für Vielfalt.

Von Daniel-Pascal Zorn | Süddeutsche Zeitung

Im Winter des Jahres 1486 plant ein italienischer Graf aus Mirandola, einem beschaulichen Städtchen zwischen Mantua, Ferrara und Modena, eine wissenschaftliche Tagung. Nicht irgendeine Tagung – geplant ist, Gelehrte aus ganz Europa einzuladen, um mit dem Grafen die von ihm vorgelegten Thesen zu diskutieren. Die Reisekosten sollen ihnen selbstverständlich vergütet werden.

Der italienische Graf ist der Philosoph Giovanni Pico della Mirandola, von seinen Zeitgenossen wegen seines guten Aussehens und seines scharfen Verstandes als „Naturwunder“ gerühmt, „ein sozusagen göttlicher Geist“, wie der sechs Jahre jüngere Niccolò Machiavelli in seiner Geschichte der Stadt Florenz bewundernd schreibt.

Der Lobgesang ist nicht übertrieben: Pico della Mirandola ist eine echte Ausnahmegestalt in dieser Zeit von Ausnahmegestalten wie Leon Battista Alberti oder Leonardo da Vinci. Aufgewachsen als Spross einer aufstrebenden italienischen Adelsfamilie, studiert er Recht und dann sehr bald Rhetorik und Philosophie in Bologna, Ferrara und Padua. Noch als Student lernt er in Florenz Marsilio Ficino kennen, den Übersetzer Platons und Plotins.

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„Wer die Ängste kontrolliert, kontrolliert auch die Menschen“

Der Historiker Philipp Blom (dpa / picture-alliance / Arno Burgi)
Angst ist das vorherrschende Gefühl unserer Zeit, weswegen viele Menschen nicht mehr mutig und freiheitlich denken können, glaubt der Historiker Philipp Blom und fordert in seiner Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele eine neue Aufklärung.

Von Philipp Blom | Deutschlandfunk

Der Mut der aufklärerischen Denker wie Kant und Diderot hat den Historiker Philipp Blom schon als Jugendlicher fasziniert. Von ihnen erhoffte er sich eine Orientierung, eine Leitlinie für die Bewertung der Phänomene der ihn umgebenen Welt.

„Aus der ersten intellektuellen Liebe ist eine lebenslange, nicht immer reibungslose Beziehung mit dem methodischen Denken geworden, eine seltsame Fernbeziehung mit den leuchtenden Ideen von Leuten, die längst nicht mehr am Leben sind. Diderot und die anderen Autoren des 17. und 18. Jahrhunderts lebten zu einer Zeit, in der die hellsten Köpfe gerade begannen, die ersten Atemzüge der Moderne zu spüren. Bei ihnen lernte ich, dass weder die Aufklärung noch die Philosophie überhaupt aus einem Katalog von Lehrsätzen und dicken Büchern besteht, sondern aus einer Landschaft von Debatten, Provokationen, Entwürfen und Experimenten. Philosophie ist, wie die Schweizer Philosophin Barbara Bleisch es formuliert, ‚riskantes‘ Denken.“

Doch das Prinzip Aufklärung, als der Versuch, das kritische Denken und den Respekt vor Fakten höher zu achten, als Meinungen, Vorurteile, Gefühle, Traditionen oder Dogmen, sei in der heutigen Zeit in die Defensive geraten, meint Blom.

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Religion, das Böse und der Tod bei Harry Potter

© Bild: Carlsen; Montage:katholisch.de
Zunächst wurde die Buchreihe von fundamentalistischen Christen kritisiert, dann von Theologen geradezu gefeiert: Vor 20 Jahren erschien das erste Harry-Potter-Buch auf Deutsch. Katholisch.de blickt zum Jubiläum auf den theologischen Gehalt und die Lücken in der Erfolgsserie rund um den Zauberer.

Agathe Lukassek | katholisch.de

Vor 20 Jahren erschien hierzulande das Buch, das bald alle Rekorde brach, Kinder wieder zu Leseratten machte und ganze Generationen prägte: Am 28. Juli 1998 kam „Harry Potter und der Stein der Weisen“ in die Buchläden. Autorin Joanne K. Rowling schreibt darin über einen von seiner Pflegefamilie misshandelten Waisenjungen, der an seinem 11. Geburtstag erfährt, dass er ein Zauberer ist. Im Zauberinternat Hogwarts lernt Harry seine Talente und erstmals auch Freunde kennen – und er muss sich der Bedrohung durch Lord Voldemort, dem Mörder seiner Eltern, und dessen wiedererstarkendem Regime entgegenstellen.

Die deutsche Übersetzung erschien gut ein Jahr nachdem „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ mit einer Erstauflage von nur 500 Exemplaren in Großbritannien veröffentlicht wurde. Doch schon damals konnte man ahnen, dass das Buch erfolgsversprechend ist. Was damals noch nicht absehbar war: dass die Reihe sich immer mehr vom Kinder- zum Jugendbuch entwickeln wird, in dem existenzielle Fragen nach Verantwortung, der genauen Unterscheidung von Gut und Böse, Schuld und Vergebung eine große Rolle spielen würden.

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Steinzeit-Fund gibt Rätsel auf

Diese Reihen von Ritzspuren auf einer 35.000 bis 30.000 Jahre alten Mammutrippe könnten steinzeitliche Zählmarken sein – aber wofür? © Hilde Jensen/ Universität Tübingen
Kalender, Spielstände oder rituelles Muster? In einer Höhle der Schwäbischen Alb haben Forscher eine Mammutrippe entdeckt, die ihnen Rätsel aufgibt. Denn der gut 30.000 Jahre alte Fund trägt Reihen von Ritzungen, die von Steinzeitmenschen stammen müssen. Das Muster der Ritzmarken spricht dafür, dass mit ihnen etwas gezählt wurde – aber was? Noch ist unklar, ob es sich bei diesem Fund um einen Steinzeit-Kalender, um Spielstände oder Notizen zu bestimmten Tätigkeiten handelte.

scinexx

Die Höhlen der Schwäbischen Alb waren bereits vor 40.000 Jahren wichtige Rückzugsorte für unsere Vorfahren. Davon zeugen einzigartige Funde aus der Altsteinzeit, darunter die Venus vom Hohle Fels, die älteste Menschenfigur der Welt. Aber auch kunstvolle Tierfiguren und FlötenVogelknochen wurden in den inzwischen zum UNESCO-Welterbe erklärten Höhlen entdeckt.

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Unter der Nordsee liegt Doggerland, das Atlantis von Jägern und Sammlern

Das Bild zeigt die rekonstruierte Ausdehnung von Doggerland (a) in der Weichsel-Kaltzeit, vor etwa 115 000 Jahren bis vor etwa 11 600 Jahren; (b) im Alleröd-Interstadial, etwa 11 400 bis 10 730 v. Chr.; (c) im frühen Holozän, ab etwa 9700 v. Chr.; (d) ebenfalls im frühen Holozän, aber bereits mit überschwemmter Landbrücke zwischen Grossbritannien und Kontinentaleuropa und mit Dogger Island als Insel in der Nordsee. (Bild: Europe’s Lost Frontiers, Henry Buglass)
Erst vor gut 8000 Jahren überspülte ein Tsunami endgültig die Landbrücke zwischen Skandinavien und Grossbritannien. Archäologen sind mit einem Spezialschiff unterwegs, um Spuren der ehemaligen Besiedlung zu finden.

Esther Widmann | Neue Zürcher Zeitung

Vorschlag für den Plot eines Katastrophenfilms: Die Menschen sehen, wie das Meer immer näher kommt, mehr von ihrer Umgebung frisst. Manche ziehen weg, weiter weg vom Wasser, und arrangieren sich so gut es geht mit den dort bereits Ansässigen. Andere harren aus, sie hoffen, es werde nicht zum Äussersten kommen. Vielleicht ist da auch ein süsses kleines Mädchen, das immer ein Hütchen trägt. Und dann kommt die Welle. Zehn Meter hoch und schneller, als ein Mensch laufen kann. Das letzte Bild des Films wäre eine gespenstisch glatte Wasseroberfläche, auf der ein Hütchen schwimmt …

Filme über den Klimawandel interessieren Sie nicht? Den Plot finden Sie nicht originell, alles schon da gewesen? Sie haben Recht: Es ist alles schon da gewesen, so ungefähr um 6100 vor Christus. Der Meeresspiegel war zuvor nach dem Ende der Eiszeit 11 000 Jahre lang um ein bis zwei Meter pro Jahrhundert gestiegen, dann recht plötzlich um etwa 60 Zentimeter, und dann überspülte ein riesiger Tsunami die Landbrücke zwischen Grossbritannien und dem, was die Briten gerne als «der Kontinent» bezeichnen, bis hinauf nach Skandinavien.

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Die Wirklichkeit des Sterbens in unserer Gesellschaft

Wer seine letzten Lebenstage in einem Hospiz verbringt, wird dort häufig von Ehrenamtlichen betreut. Dabei sammeln die Sterbebegleiterinnen und -begleiter bedeutsame Lebenserfahrungen und Wissen über die Wirklichkeit des Sterbens und Trauerns.

Caroline Link Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

Dieses Wissen hat in der Forschung zum Ehrenamt bislang kaum Aufmerksamkeit erfahren. In einer internationalen Studie unter Beteiligung von Prof. Reimer Gronemeyer und Dr. Michaela Fink vom Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) kamen ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen und -begleiter zu Wort. Sie erzählen drastische, dramatische und erfahrungsreiche Geschichten, die wichtige – und bisher wenig beachtete – Rückschlüsse über den Tod und das Sterben in unserer Gesellschaft erlauben.

Die Verbundforschung zum Thema „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ wurde vom Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband initiiert und mit 180.000 Euro gefördert. Die ersten Ergebnisse der Studie sind nun in einem Buch mit dem Titel „Die Kunst der Begleitung. Was die Gesellschaft von der ehrenamtlichen Hospizarbeit wissen sollte“ veröffentlicht worden.

Das Bild von einem friedlichen Sterben sei der rote Faden, der sich durch die Erzählungen der Hospizbegleiterinnen und -begleiter zieht, so die Forscherinnen und Forscher. Je mehr religiöse Hoffnungen bei Begleiteten und Begleitenden schwinden, desto deutlicher würde das „friedliche Sterben“ zum wichtigsten Ziel. Viele Ehrenamtliche verfügten über eine bemerkenswerte situative Geistesgegenwart, die aus der Beziehung zwischen Begleitenden und Betroffenen erwachse. „Es ist bemerkenswert, dass die Wiederkehr wärmender Zuwendung und gelebter Empathie so deutlich möglich wird“, sagt Prof. Gronemeyer. „In der Konfrontation mit der letzten Lebenskrise kann jenes Einfühlungsvermögen aufblühen, dessen Fehlen im Zentrum der Gesellschaft beklagt wird. Ehrenamtliche sind die Wächterinnen und Wächter der Einfühlsamkeit am Rande des Lebens. Sie machen das Lebensende zu einer menschlichen Erfahrung von Angesicht zu Angesicht.“

Die größte Stärke vieler Ehrenamtlicher bestünde in ihrer Offenheit für das, was offen ist: Die Beziehung zu den Angehörigen, die Frage nach Hoffnung, die Frage, ob etwas über den Tod hinausweist, das Gespräch über Ängste, Wünsche, Sehnsüchte. „Damit sind sie in gewisser Weise die Zuständigen für das Unbestimmte und Unvorhersehbare“, so Prof. Gronemeyer. „Oft können sie nur zurückgreifen auf Intuition, auf Ungeübtes, auf das Jetzt.“

Der medizinische Kontext kommt in den Erfahrungsberichten der Ehrenamtlichen kaum vor. „Ehrenamtliche sind zuständig für das, was im medizinischen oder pflegerischen Handeln eher nicht zur Sprache kommt: Der Seelenschmerz, die Hoffnung oder die Hoffnungslosigkeit, Vergebung und Versöhnung oder auch die Angst um die Menschen, die man zurücklässt“, sagt Dr. Michaela Fink. „Damit sind sie mehr denn je unverzichtbar in der Versorgung am Lebensende.“ Bisweilen würden in der Begleitung die Grenzen immanenter Erfahrung gesprengt. Diese „transzendierenden Erfahrungen“ würden in den Berichten der Ehrenamtlichen großenteils weltanschaulich neutral beschrieben, unabhängig von einer bestimmten Konfession oder Religion.

Die Forscherinnen und Forscher betonen auch die gesellschaftliche Bedeutung der ehrenamtlichen Hospizbegleitung. Das überwiegend von älteren Frauen getragene Engagement leiste einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Aktuell sind ca. 100.000 Menschen, die meisten davon ehrenamtlich, unter dem Dach des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands e.V. in der Hospizarbeit und der Palliativversorgung tätig. Die meisten der Befragten haben ihr Engagement als überaus sinnstiftend und bereichernd beschrieben.

Die Teilstudie an der JLU wurde in Kooperation mit der Universität Graz (Prof. Dr. Andreas Heller) und der Universität Klagenfurt in Wien (Dr. Patrick Schuchter) durchgeführt. Sie ist Teil eines größeren Verbundprojekts, an der auch das Institut für Soziologie der Universität Augsburg (Prof. Dr. Werner Schneider) und das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung an der EFH Freiburg (Prof. Dr. Thomas Klie) beteiligt sind.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Reimer Gronemeyer
Dr. Michaela Fink
Institut für Soziologie
Karl-Glöckner-Str. 21 E, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-23204

Was darf ich eigentlich anziehen, wenn ich tot bin?

Julia Friese wundert sich oft, wie abseitig das Leben sein kann Quelle: Infografik WELT, Foto: CHRISTIAN WERNER
Darf man nackt beerdigt werden? Oder seinen liebsten PVC-Regenmantel mit ins Grab nehmen? Julia Friese hat bei einem Bestatter nachgefragt – und sich gewundert. Es scheint, auch im Tod werden wir dieses zivilisatorische Leben einfach nicht los.

Von Julia Friese | DIE WELT

Mit anderen leben heißt, sich vor ihnen zu verstecken. Denn Zivilisation bedeutet Kleidung. Nackt zu sein kommt im öffentlichen Raum meist nicht besonders gut an. Aber sterben tun wir ja alleine, sagte ich, als ich letztens mal nicht alleine war, und erzählte, dass ich gerne nackt beerdigt werden würde.

Die Augenbrauenpaare am Tisch hoben sich. Ich glaube, das geht nicht, Julia, sagte mir eine Freundin mit diesem Unterton, der mir signalisieren sollte, dass sie mich grundsätzlich – und meine Aussage im Speziellen – wohl so ein bisschen irre findet.

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Vom Opferdiskurs der Frau

Foto: Pixabay.com / miawicks9
Ursprünglich sollte PC und Gender-Unsinn supportiv für Frauen wirken. Mittlerweile haben wir allerdings einen Punkt erreicht, an welchem genau das Gegenteil der Fall ist und Genderisierung Frauen deutlich schadet. Ich gehe so weit zu sagen, dass der moderne Genderismus extrem frauenverachtend ist und begründe das folgendermaßen:

Von Raya la Ratha | Richard-Dawkins-Foundation

Genderisierung sieht eine Sonderbehandlung von Frauen vor, meist zu ihrem Nachteil. Wesentliche Bestandteile der Sonderbehandlung sind Studiengänge nur für Frauen, Girl’s Day, Frauenquoten, „Frauenbeauftragte“, an welche man sich als Frau wenden kann, weil man sich im Meeting unterdrückt fühlt.

Was hierbei jedoch übersehen wird, ist, dass all diese Dinge, welche eine Sonderbehandlung von Frauen beinhalten, Frauen Freiheiten von Verantwortung einräumen und diese immer mehr in die Rolle eines Kindes drängen, welches besonderen Schutz benötigt.

Wo vorher der Feminismus dafür kämpfte, dass Frauen gleichberechtigt sind und gleiche Verantwortungen übertragen bekommen, möchten wir Frauen immer mehr zu Schutzbedürftigen, also Kindern, degradieren.

Es ist nur selbstverständlich, dass ein Kind, welches von Verantwortung befreit ist, nicht dieselben Rechte erhält.

Des Weiteren ist Genderisierung nicht tatsächlich, wie behauptet, den Frauen, sondern der PC-Agenda zugewandt. Dem Genderisten geht es nicht etwa darum, dass hässliche Gewalt oder Vergewaltigung – besonders in nichtwestlichen Ländern – eingedämmt wird. Zumindest nicht, solange du 3 berühmte schwarz-lesbisch-nichtgenderkonforme Queer-Personen jüdisch-islamischen Glaubens mit Behinderung benennen kannst.

Ich zeige bewusst die Absurdität des modernen PC und Genderismus auf.

Zuletzt sollten wir uns über die Ursprünge des modernen Genderismus klar werden. Auch wenn es Drittwellenfeministen ungern zugeben mögen, konnten Frauenrechtsbewegungen nur deshalb erfolgreich sein, weil jene Männer, welche wir als Unterdrücker und Vergewaltiger bezeichnen, diese einst unterstützten, was auf meinen folgenden Punkt hinausläuft: Eine Gesellschaft basiert auf Männern und Frauen. Gemeinsam.

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Neandertaler waren doch Feuermacher

Feuerschlagen mit Feuerstein und Stahl. Unsere Vorfahren nutzten statt Stahl das eisenhaltige Mineral Pyrit. © DGerrie Photography/ iStock
Von wegen rückständig: Entgegen bisherigen Annahmen beherrschten schon die Neandertaler das Feuermachen. Sie nutzten ihre Faustkeile als Steinzeit-Feuerzeug, wie Analysen von 50.000 Jahren alten Steinwerkzeugen enthüllen. Forscher haben darauf Nutzungsspuren gefunden, die nur beim Feuerschlagen entstehen, wie sie im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten. Unsere eiszeitlichen Vettern standen demnach auch in dieser Technologie unseren Vorfahren in nichts nach.

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Schon vor mehr als 700.000 Jahren, vielleicht sogar schon vor einer Million Jahren könnten Frühmenschen das Feuer natürlicher Brände für ihre Zwecke genutzt haben. Archäologische Funde belegen zudem, dass die Neandertaler schon vor 170.000 Jahren Holzwerkzeuge im Feuer härteten.

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Ägypten: Vergoldete Mumienmaske entdeckt

Gesicht aus Silber und Gold, Augen aus Onyx: Ausschnitt der in Sakkara entdeckten Totenmaske © Universität Tübingen / Ramadan B. Hussein
Spektakulärer Fund: Bei Ausgrabungen südlich von Kairo haben Archäologen eine Mumienmaske aus Silber, Gold und Edelsteinen entdeckt – eine absolute Rarität. Der Fund stammt aus der Zeit um 664 bis 604 vor Christus und wurde in der Nekropole von Sakkara entdeckt, wie die Forscher berichten. Die wertvolle Totenmaske lag in einem Holzsarg auf dem Gesicht einer Priestermumie, die in dieser Anlage gefunden worden war.

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Die Nekropole von Sakkara liegt rund 20 Kilometer südlich von Kairo am westlichen Nilufer. Die Totenstadt gehört zu den größten und am längsten genutzten des alten Ägypten: Schon vor rund 5.000 Jahren wurden hier Tote in speziellen Grabbauten, den sogenannte Mastabas, bestattet. Später diente die Anlage auch als Ruhestätte für mehrere Pharaonen, darunter Haremhab und Djoser. Im Neuen Reich unter Amenophis III begrub man hier viele hohe Beamte und Würdenträger.

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