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Annegret Kramp-Karrenbauer: Dodo des Monats Juni 2015

Dodo des Monats Juni 2015
Dodo des Monats Juni 2015


kramp_karrenbauerDas Dilemma begann mit Adam und Eva.  Die schriftlich fixierte Paarbindung von Mann und Frau.  Aus purer Langeweile schuf Gott Adam. Er, der zuvor den Kosmos, das Universum aus dem Nichts erzeugte, mit all seinen Planeten, Sonnen, Galaxien, Schwarzen Löchern, Quasaren und Zwergen in jedweder Form, brauchte Stoff um ein Wesen nach seinem Ebenbild zu formen. Er hätte ja Materie von einem Neutronenstern nehmen können, nein es war Dreck und diesem Dreck haucht er seinen göttlichen Atem ein und siehe aus dem Dreck wurde Adam, der aussah wie Gott und sich langweilte wie er. Jetzt wurde es kompliziert es musste eine Rippe sein, so die Legende der Bibel, um eine Frau zu kreieren, quasi die Urmutter allen Seins. Die Göttlichkeit der Ehe ist damit erwiesen, jedenfalls für die an derartig obskure Geschichten Glaubenden. Und in der gesamten Schöpfung unterlief dem alten Zauselbart ein Fehler, die Eigenschaft des Schwulsein wurde ebenso kreiert, er sah, dass es gut war und ließ es dabei. Aus dieser im Dunkel liegenden Vorgeschichte der Menschheit erfuhr selbige durch das Buch der Bücher, ansonsten ward keine Botschaft vom Langweiler zu hören.

Die Ehe entwickelte sich zum ökonomischen Zweckverhältnis, Fortpflanzung, die Zucht der Brut und die Frau der Brutschrank. Durch die Jahrhunderte wurden Verhältnisse, Abhängigkeiten, notwendige Begründungen dem dummen Pöbel als Notwendigkeit  eingeredet.  Das heilige Sakrament der Ehe war geboren. Die Zucht sicherte doch immer neue Mitglieder der göttlichen WG auf Erden.

Schwule waren Außenseiter, aber erst mit dem Christentum. Sie stellen eine Bedrohung des Pfaffentums dar. Männerliebe bringt keinen Nachwuchs, Frauenliebe dito.

Die Zeiten haben sich geändert, den Pfaffen wurde die Möglichkeit genommen Kriege zu führen, was sie nicht daran hinderte diese zu Segnen und für sie zu beten. Die göttliche Gemeinde wuchs und es waren immer ausreichend Soldaten vorhanden, die sich für den gleichen Gott des Gegners umbringen ließen. Die Ehe war die eierlegende Wollmilchsau für Klerus und Adel. Schwule sperrte man ein, folterte man, brachte  um. Der Gedanke, dass Homosexualität genau solche Gefühle erlaubt, auslebt, wie Heterosexualität ist für gewisse religiöse Gruppen unvorstellbar.  Die schwule Schöpfung ihres Herrn nicht akzeptabel.

Kramp-Karrenbauer, katholisch konservativ, bildet da keine Ausnahme. Selbst die Tatsache, dass heute 35% aller Ehen geschieden werden, lässt sie an der Institution Ehe nicht zweifeln. Die Frage, ob Gesellschaft, Staat, überhaupt zwischenmenschliche Beziehungen regeln müssen, per Gesetz, per göttlichem Ritterschlag, kommt ihr nicht in den Sinn. Wer an der Göttlichkeit der Ehe rüttelt, schafft Möglichkeiten für Inzest-Ehe oder gar Polygamie, muss sich damit auseinandersetzen. Das ist nicht nur Katholen-Blödsinn, dass verkünden auch Evangelikale und so manch gestandener Theologe.

Menschen sind Menschen, Unterscheidungen der sexuellen Identität grenzen aus. Politik, Staat und Gesellschaft haben sich nicht in die persönlichen Belange der Sexualität einzumischen. Das geht nur die Betroffenen etwas an. Bigottes Christentum, welches unter dem Deckmantel der Fürsorge und Liebe Sexualität kontrollieren will ist obsolet. Weil schwule katholische Pfaffen im Pseudo-Zölibat leben,  können die weltlichen Schwulen und Lesben ihre eigene, ganz persönliche, sexuelle Identität ausleben.
Signifikantes Beispiel der Ewiggestrigkeit katholischer Sexuallehre sind die Fragebögen, welche der Vatikan an seine Schafherde verschickt hat.  Die Vorstellungen, die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Präferenzen der Menschen sind andere.
Niemand will wissen ob Kramp-Karrenbauer mit der Knaus-Ogino-Verhütungsmethode Schwangerschaften verhindert hat, alles andere wäre katholisch nicht zulässig.  Aber als gute Katholikin geht sie halt beichten, der Herr vergibt ihr. Auch dummes Geschwätz.

In dem Sinne, wer Menschen vordergründig als Sexobjekte sieht, und die gesellschaftliche Vermarktung von Sexualität ehelich kontrolliert ablaufen lassen will, andere Menschen ausgrenzt, sie damit diskriminiert, braucht einen Therapeuten, vielleicht empfiehlt sich ein Stuhlkreis, die CDU ist voll von Dummschwätzern.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

In Tanzania, Where Albino Children Are Targeted by Witch Doctors, One School is Keeping Them Safe

Image. Friendly Atheist
In an overcrowded school in northern Tanzania, hundreds of albino children have found a safe haven from a culture that perceives them as demons or ghosts.


By Sarah Rasher|Friendly Atheist

Albinism is a genetic condition that affects only one in 20,000 people worldwide, but it is far more common in Tanzania, where the rate rises to about 1 in 1,400. People with albinism do not produce pigment in their skin, hair, or eyes, which gives them a distinctive physical appearance, makes them sensitive to the sun, and in some cases results in visual impairment. Martin Haule, the head of educational projects at Under the Same Sun, a Canadian charity that aids albinos, explains that their marginalization runs deep in Tanzanian culture:

Even people who have albinism do not understand that it’s just about the skin. They too believe they are somehow not fully human.

According to a feature in The Telegraph, parents of albinos often abandon their children, fearing for their kids’ lives as well as their own. Practitioners of traditional medicine — which other Tanzanians refer to derisively as “witch doctors” — believe that albinos’ bodies have magical powers. A full set of albino body parts can fetch $75,000 on the black market.

Murders and maimings of albinos are so frequent in Tanzania that administrators at facilities like Buhangija, the school spotlighted in the Telegraph article, worry about the immense street value of the children who live there. Buhangija, which was originally designed as a school for blind and deaf children, now houses almost 300 albino children and young adults.

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NSU-Geisterbeschwörer wissen von 12 vereitelten islamistischen Anschlägen

Bild: BMI/FB
Bild: BMI/FB
Vor dem Verfassungsgericht geht es um die Frage, wie umfassend das BKA Bürger bespitzeln darf. Das bestehende Gesetz hilft laut Innenminister de Maizière bei der Terrorabwehr – Deutschland sei mehrfach direkt bedroht gewesen.


SpON

Deutschland ist nach Angaben der Sicherheitsbehörden seit 2000 insgesamt zwölf islamistischen Anschlägen entgangen. Die geplanten Terrorakte seien “entweder misslungen oder konnten vereitelt werden”, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, sprach von “zwölf konkreten Anschlagsplanungen”.

Nach dem seit 2009 geltenden Gesetz darf das BKA zur Terrorabwehr vorbeugend Wohnungen abhören oder dort heimliche Filmaufnahmen machen. Auch dürfen die Computer von Verdächtigen online durchsucht und Telefongespräche abgehört werden.

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GREECE’D: We Voted ‘No’ to slavery, but ‘Yes’ to our chains

Image: GregPalast.com
Image: GregPalast.com
Greek journalist Michael Nevradakis and US investigative journalist Greg Palast have a different take on the Greek ‘No’ vote against Europe’s cruel austerity demands.


By Michael Nevradakis in Athens with Greg Palast in New York | Op-Ed News

We Greeks have voted ‘No’ to slavery – but ‘Yes’ to our chains.

Not surprisingly, by nearly two-to-one, Greeks have overwhelmingly rejected the cruel, economically bonkers “austerity” program required by the European Central Bank in return for an ECB loan to pay Greece’s creditors. In doing so, the Greek people overcame an unprecedented campaign of fear from the Greek and international media, the European Union (EU), and most of our political parties.

What’s simply whack-o is that, while voting “No” to austerity, many Greeks wish to remain shackled to the euro, the very cause of our miseries.

Resistance, not Crisis
Before we explain how the euro is the cause of this horror show, let’s clear up one thing right away. All week, worldwide media was filled with news of the Greek “crisis.” Yes, the economy stinks, with one in four Greeks unemployed. But two other euro nations, Spain and Cyprus, also are suffering this depression level of unemployment. Indeed, more than 11% of workers in seven euro nations, including Portugal and Italy, are out of work.

But unlike Greece, these other suffering nations have quietly acquiesced to their “austerity” punishments. Spaniards now accept that they are fated forevermore to be low-paid servants to beer-barfing British tourists. Spanish prime minister Mariano Rajoy, who has enacted a draconian protest ban at home to keep his own suffering masses at bay, has joined in the jackal-pack rejecting anything but the harshest of austerity terms for Greece.

The difference between these quiescent nations and Greece is that the Greeks won’t take it anymore.

What the media call the Greek “crisis” is, in fact, resistance.

Resistance to nowhere
But it’s a resistance whose leaders are leading them nowhere.

For decades, Greeks have suffered governments that are both corrupt and dishonest.

The election of SYRIZA changed all that: the government is now merely dishonest. Our new SYRIZA Prime Minister, Alexis Tsipras, correctly called the austerity plan “blackmail.” However, before Sunday’s vote, Tsipras told the nation a big fat fib. He said we could vote down the European Bank’s plan but keep the European Bank’s coin, the euro. How? Tsipras won’t say; it’s part of a policy ploy his outgoing finance minister Yanis Varoufakis calls “creative ambiguity.” To translate: Creative ambiguity is Greek for “bullshit.”

Sorry, Alexis, if you want to use the Reich’s coin you have to accept the Reichsdiktat.

Not a coin, a virus
Tsipras’ claim that Greece can keep the euro while rejecting austerity is crazy-talk. The fact is that German Chancellor Angela Merkel, the Cruella De Vil of the Eurozone, will ignore the cries of the bleeding Greeks and demand we swallow austerity––or lose the euro.

But, so what if we lose the euro? The best thing that can happen to Greece, and should have happened long, long ago, is that Greece flee the Eurozone.

That’s because it is the euro itself that is the virus responsible for Greece’s economic ills.

Indeed, the sadistic commitment to “austerity” was minted into the coin’s very metal. We’re not guessing. One of us (Palast, an economist by training) has had long talks with the acknowledged “father” of the euro, Professor Robert Mundell. It’s important to mention the other little bastard spawned by the late Prof. Mundell: “supply-side” economics, otherwise known as “Reaganomics,” “Thatcherism” – or, simply “voodoo” economics.

The imposition of the euro had one true goal: To end the European welfare state.

For Mundell and the politicians who seized on his currency concept, the euro itself would be the vector infecting the European body politic with supply-side Reaganomics. Mundell saw a euro’d Europe as free of trade unions and government regulations; a Europe in which the votes of parliaments were meaningless. Each Eurozone nation, unable to control neither the value of its own currency, nor its own budget, nor its own fiscal policy, could only compete for business by slashing regulations and taxes. Mundell said, “[The euro] puts monetary policy out of the reach of politicians… Without fiscal policy, the only way nations can keep jobs is by the competitive reduction of rules on business.”

Here’s how it works. To join the Eurozone, nations must agree to keep their deficits to no more than 3% of GDP and total debt to no more than 60% of GDP. In a recession, that’s plain insane. By contrast, President Obama pulled the USA out of recession by increasing deficit spending to a staggering 9.8% of GDP, and he raised the nation’s debt to 101% from a pre-recession 62%. Republicans screamed, but it worked. The US has lower unemployment than any Eurozone nation.

As Obama scolded the European tormentors of Greece: “You cannot keep on squeezing countries that are in the midst of depression.” Cutting spending power only leads to less spending which leads to further cuts in spending power – a death spiral we see today in the Eurozone from Greece to Italy to Spain—but not in Germany.

“Not in Germany.” There’s the rub. Normally, a nation such as Greece can quickly recover from debt-induced recession by devaluing its currency. Greece would become a dirt cheap tourist destination once more and its lower-cost exports would zoom, instantly increasing competitiveness. And that’s what Germany can’t allow. Germany lured other European nations into the euro in order to keep them from undercutting Germany’s prices in export markets.

Restricted by the 3% deficit rule, the only recourse left for Eurozone debtors: pay the piper with “austerity” measures.

Tsipras in Wonderland
So therein lies the lie. Tsipras tells his fellow Greeks that we can live in a Looking Glass world, where we can have our euro and eat it too; that we can stay handcuffed to the euro but run free without austerity.

  •  *  *  *  *  *
    I know that many Greeks, Cypriots, Italians and Portuguese all express a visceral fear of leaving the euro.
    From the hysterical statements I heard from some Greeks that, “We cannot leave Europe!”, you’d think that dropping the euro will cause Greece to break off at the Albanian border and crash into Africa.”

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China lässt Kreuze von Kirchen entfernen

Regierung fordert von ethnischen und religiösen Minderheiten, chinesische Sitten, Gebräuche und Symbole zu übernehmen


kathweb

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog

Chinesische Behörden lassen derzeit offenbar Kreuze von katholischen Kirchen entfernen. Das berichtet der Bangkoker katholische Pressedienst “UCA News” am Dienstag. Demnach seien in den vergangenen Tagen Kreuze von jeweils vier Kirchen in den Diözesen Taizhou und Hangzhou in der Provinz Zhejiang entfernt worden. Zuvor hätten die Behörden bereits Kreuze von Kirchen in der Diözese Wenzhou abnehmen lassen.

Das Vorgehen sei Teil der Politik der kommunistischen Führung in Bejing, berichtet “UCA News” unter Berufung auf Quellen aus der Provinz. Die Regierung fordere von ethnischen und religiösen Minderheiten, chinesische Sitten, Gebräuche und Symbole zu übernehmen, hieß es. Betroffen seien neben Christen auch Muslime und Tibeter.

Die Entfernung von Kreuzen an Kirchen in China hat laut “UCA News” bereits 2013 begonnen. Betroffen seien zunächst rund 1.100 protestantische Kirchen gewesen. Die Gemeindepriester würden durch die Drohung, die ganze Kirche abzureißen, genötigt, der Entfernung der Kreuze zuzustimmen.

Belgien wegen “unmenschlicher Behandlung” von Roma verurteilt

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Belgien wegen “unmenschlicher Behandlung” einer Roma-Familie aus Serbien verurteilt.


evangelisch.de

justiz_grossDie Straßburger Richter gaben am Dienstag einem Ehepaar und seinen fünf Kindern recht, die 2011 in Belgien erfolglos einen Asylantrag gestellt hatten. Vor ihrer Abschiebung war die Familie vier Wochen lang obdachlos, obwohl eines ihrer Kinder schwerbehindert und ein anderes noch ein Säugling war. Die Roma lebten eine Woche lang auf einem öffentlichen Platz und drei Wochen lang im Nordbahnhof von Brüssel. (AZ: 60125/11)

Das Dilemma der assimilierten Juden

Die Stärke der Juden liegt in ihrer Schwäche. Zumindest was die Schwäche der Menge betrifft. Auf der ganzen Welt leben nach offiziellen Statistiken rund 13,2 Millionen Juden; davon knapp 5 Millionen in Israel und über 8 Millionen in der Diaspora; vorwiegend in Nordamerika und im europäischen Osten. In Wien leben ca. 14.000 Juden, davon sind nur die Hälfte Mitglieder der Kultusgemeinde. In Deutschland beträgt die Zahl der Juden rund 100.000.


Von Peter Stiegnitz|haGalil.com

Bild: bb
Bild: bb

Die Stärke der Juden liegt in ihrer Schwäche. Zumindest was die Schwäche der Menge betrifft. Auf der ganzen Welt leben nach offiziellen Statistiken rund 13,2 Millionen Juden; davon knapp 5 Millionen in Israel und über 8 Millionen in der Diaspora; vorwiegend in Nordamerika und im europäischen Osten. In Wien leben ca. 14.000 Juden, davon sind nur die Hälfte Mitglieder der Kultusgemeinde. In Deutschland beträgt die Zahl der Juden rund 100.000.

Im Gegensatz zu diesem geringen Anteil der Juden in Österreich und in der Welt scheint ihre Bedeutung groß zu sein. Das vor allem im Spiegel des Antisemitismus, aber auch – wenn auch bedeutend minimaler – in philosemitischen Kreisen. Dass rechtsgerichtete Medien, vor allem in den ehemaligen kommunistischen Ländern, ständig von der „zunehmenden Gefahr des internationalen Judentums“ faseln, ist bekannt und nicht mehr nennenswert. Leider lassen auch linke und liberale Medien keine Gelegenheit aus, um – völlig unsicherer Weise – von „jüdischen Künstlern“ oder von „jüdischen Wissenschaftlern“ zu berichten.

Die so genannte „jüdische Szene“ – und dazu zähle ich jetzt alle religiösen oder nicht-religiösen Juden, die sich dazu bekennen – teilt sich vor allem in Österreich und in Deutschland in drei Kategorien:
• Die „Richter“ unter den Diasporajuden nehmen sich das Recht, „im Namen der Opfer“ des Holocaust über Antisemitismus-Ja oder Antisemitismus-Nein zu urteilen, wobei der Freispruch des „Nein“ Seltenheitswert besitzt.
• Die „Rächer“ bilden sich ein, die „Exekutivorgane“ der „Richter“ zu sein; sie lieben die Tat und verabscheuen die Analyse der jeweiligen Situation, die unter Umständen auch zu anderen Schlüssen als denen der „Richter“ führen könnte. Sie wollen es auch nicht verstehen, dass 1933 in Deutschland und 1938 in Österreich die Menschen anders denken und handeln mussten, als man es heute von ihnen verlangt.
• Die wohl undankbarste Rolle unter den Diasporajuden haben die so genannten „Renegaten“ übernommen. Ohne die Taten der NS-Mörder und ihrer Helfershelfer zu entschuldigen, bemühen sich die „Renegaten“ um ein historisches Verständnis. Ihre Aufgabe ist keineswegs das Verzeihen, sondern das Verständnis. Sie sind die eigentlichen Träger der Idee von Franz Vranitzky, der als erster Regierungschef von Schuld und Verantwortung der Österreicher in der NS-Mordmaschinerie sprach, aber auch jedwede Kollektivschuld verurteilte.
Diese „Renegaten“ bilden – auch hier wartet auf sie eine undankbare Rolle – die Untergruppe der assimilierten Juden, die ihr „Judentum“ nicht religiös bindet, sondern die sich als Angehörige einer überwiegend negativ determinierten „Schicksalsgemeinschaft“ betrachten.

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Luxemburg:Einschreibequote liegt bei 70 Prozent – Religionsunterricht

Erzbischof Jean-Claude Hollerich nahm im April 2012 an einem Religionsunterricht in der Mamer Grundschule teil. Bild: Luxemburger Wort
Trotz der geplanten Abschaffung des Religion- und Moralunterrichts in der Grundschule zugunsten eines gemeinsamen Werteunterrichts, haben Eltern und Schüler in diesem Schuljahr erneut ihre Wahl bewusst getroffen, heißt es in einem Schreiben der “Association Luxembourgeoise d’Enseignants d’Education Religieuse et Morale dans l’Enseignement Fondamental” (Alerf).


Luxemburger Wort

Die Einschreibungsquote für den Religionsunterricht liege erneut bei 70 Prozent. Diese Zahl verdeutliche, dass der Religionsunterricht ein “beliebtes Schulfach an unseren Schulen” bleibe. Auch künftig würden zahlreiche Eltern gerne die Wahlfreiheit zwischen Religions- und Moralunterricht beibehalten.

Anfang des Jahres zeigten sich die Religionslehrer der Grundschule “unzufrieden und enttäuscht” über die Konvention zur Trennung von Kirchen und Staat. Der Beruf der Religionslehrer werde bald der Vergangenheit angehören, sagte damals Alef-Präsident Yves Brosius. Bildungsminister Claude Meisch wurde vorgeworfen, die Alerf nicht ausreichend in die Diskussionen eingebunden zu haben. Bedenken wurden auch hinsichtlich der Umschuldung der Religionslehrer geäußert.

NRW: Jeder dritte Christ hat die Kirche verlassen

Die Volkskirchen verlieren weiterhin dramatisch an Mitgliedern. Obwohl die offiziellen Gesamtzahlen für 2014 erst im Laufe der nächsten Wochen veröffentlicht werden, lässt sich bereits jetzt feststellen, dass die Austrittswelle im Vergleich zum Vorjahr noch weiter angestiegen ist.


Von Andreas Thieman|WAZ

Bild: tilly
Bild: tilly

13 092 Gläubige hat die Evangelische Kirche von Westfalen in 2013 verloren, im Bereich des Erzbistums Paderborn verabschiedeten sich 8356 Katholiken von ihrer Kirche.

Der Mitgliederschwund ist in der Region wie auch auf Bundesebene bei beiden Konfessionen prozentual gesehen annähernd gleich: Im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte verloren die Kirchen jeweils mehr als 30 Prozent ihrer Mitglieder.

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‘Ehe für alle': Jetzt wollen auch die Polygamisten

Polygamisten aus den USA wollen jetzt ebenfalls einen Fall vor das US-Höchstgericht bringen und “Ehe für alle” auch für Polygamisten durchsetzen.


kath.net

Das umstrittene Gerichtsurteil zur Freigabe der “Homo-Ehe” in allen US-Bundesstaaten könnte jetzt weitere Folgen mit sich ziehen. Jetzt wollen auch die Polygamisten eine “Ehe für alle”. Auf genau das Problem hatte Höchstrichter Clarence Thomas, der dem Urteil des US-Höchstgericht nicht zugestimmt hat, verwiesen. Thomas hatte in seiner Ablehnung darauf hingewiesen, dass Menschen in polygamen Beziehungen genau die gleichen Argumente anführen könnten, die Homosexuelle für die Legalisierung der Homo-Ehe vorbrächten. Derzeit ist es in den USA verboten, Ehen parallel einzugehen. In manchen Bundesstaaten werden aber Ausnahmen aus religiösen Gründen erlaubt.

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Hilfe, existiert das Deutsche Reich etwa noch?

“Königreich Deutschland” steht auf einem Briefkopf des selbst ernannten “Königs von Deutschland” Peter Fitzek. Ähnliche Amtsanmaßungen, die sogar ernst gemeint sind, begehen auch manche Anhänger der “Reichsbürgerbewegung” Foto: picture alliance / dpa
“Völkerrechtssubjekt ,Deutsches Reich'”: Diese Mitteilung der Bundestagsverwaltung sorgt für Aufregung in den sozialen Netzwerken. Dabei ist die staatsrechtliche Lage der Bundesrepublik ganz klar.


Von Antonia Kleikamp|DIE WELT

Niemand ist gefeit davor, vorsätzlich missverstanden zu werden. Insofern ist weder dem Deutschen Bundestag noch der Bundesregierung und auch nicht dem Auswärtigen Amt ein Vorwurf zu machen. Obwohl doch eine an sich unverdächtige Pflichtmitteilung von gerade einmal hundert Wörtern plötzlich zum Aufreger geworden ist.

Dabei handelt es sich eigentlich nur um eine Kleine Anfrage der Linkspartei, wie sie die Sozialisten ähnlich dutzendfach jedes Jahr stellen. Die Fragen sind offenbar vorsätzlich so formuliert, dass die Regierung sie weder beantworten kann noch muss.

Wie soll etwa ein Regierungsmitglied ernsthaft Ansichten kommentieren, die vor 18 Jahren ein inzwischen emeritierter Saarbrücker Staatsrechtler zum Potsdamer Abkommen 1945 geäußert hat? Derlei steht in einer freien Gesellschaft mit freier Forschung keiner Regierungsstelle zu.

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Britische Bank entlässt Angestellte wegen Nachahmung von Hinrichtung

Mitarbeiter der britischen Bank HSBC stellen während eines Betriebsausflugs eine Hinrichtungsszene nach – und wurden später deswegen entlassen. – Screenshot The Sun
Bei einem Belegschaftsausflug von Angestellten der britischen Bank HSBC haben Mitarbeiter eine dschihadistische Exekutionszene nachgestellt. Sechs Angestellte wurden daraufhin entlassen.


DER TAGESSPIEGEL

Weil sie bei einem Belegschaftsausflug eine Hinrichtung nach dem Vorbild der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat nachstellten und ein Video davon im Internet veröffentlichten, hat die britische Großbank HSBC sechs Mitarbeiter entlassen. Die Aufnahme, in der mehrere Mitarbeiter in Sturmhauben einen am Boden knienden Mann in einem orangefarbenen Overall mit einer Messerattrappe bedrohen, sei “abscheulich”, sagte ein HSBC-Sprecher am Dienstag. Die Mitarbeiter seien entlassen worden, die Bank bitte um Entschuldigung, fügte er hinzu.

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DBK und ZDK: Wo man kein Geld anlegen sollte

Nicht durch Geldanlage unterstützen: Abtreibung, Embryonale Stammzellforschung, Menschenrechtsverletzungen, ausbeuterisches Umweltverhalten etc. – Marx: Kirchlichen Einrichtungen sollten ihre Investments an kirchlichen Wertvorstellungen orientieren


kath.net

Bild: tilly
Bild: tilly

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben die Orientierungshilfe „Ethisch-nachhaltig investieren“ herausgebracht. Sie soll Finanzverantwortliche in kirchlichen Einrichtungen unterstützen, ihre Gelder nach ethischen Maßstäben anzulegen. So soll nicht in Unternehmen investiert werden, die etwa Abtreibung und Embryonale Stammzellforschung unterstützen, das Arbeitsrecht verletzen oder Tierversuche durchführen, die über medizinisch-wissenschaftliche Anforderungen hinausgehen. Korruption, Menschenrechtsverletzungen oder ein ausbeuterisches Umweltverhalten könnten Gründe sein, das Geld nicht in manchen Entwicklungs- und Schwellenländern anzulegen.

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Terrorverdacht: Israelische Lehrer sollen für den IS geworben haben

Die Terrororganisation “Islamischer Staat” hat auch unter Arabern in Israel Unterstützer. Der Inlandsgeheimdienst hat mehrere Lehrer festgenommen, die offenbar ihre Schüler für die Ideologie der Dschihadisten gewinnen wollten.


SpON

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com

Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat sechs Männer festgenommen. Die Beduinen sollen die Terrororganisation “Islamischer Staat” (IS) unterstützt und für die Dschihadisten geworben haben. Vier der Festgenommenen sind Lehrer an Schulen in Hura, einer mehrheitlich von Beduinen bewohnten Siedlung am Rande der Negevwüste.

“Der harte Kern ist an Schulen im Negev beschäftigt. Einige haben ihre Position ausgenutzt und versucht, bei Schülern und Lehrern für den IS zu werben”, teilte der Schin Bet mit. Ein Schuldirektor soll die illegalen Aktivitäten bemerkt und geduldet haben. Er bestreitet eine Mitwisserschaft und ist weiter auf freiem Fuß.

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Rundfunkrat des BR berät über Programmbeschwerde

Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR/München) befasst sich mit einer Programmbeschwerde zu einer Radiosendung, die vor konservativen Christen.


kath.net

Das bestätigte die Geschäftsstelle des BR-Rundfunk- und Verwaltungsrates auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Es geht um den am 14. Juni auf Bayern 5 ausgestrahlten Beitrag „Angstmacher vom rechten Rand der Kirche“. Die Autorin Veronika Wawatschek hatte schon im Februar auf Bayern 2 einen ähnlichen Beitrag verfasst. Er hatte den Titel „APO von christlich-rechts? Wie sich unter dem Deckmantel der Kirchen eine wertkonservative und demokratiefeindliche Opposition zusammenfindet – und die Gesellschaft beeinflusst“. Der Hörfunkausschuss des BR-Rundfunkrates war damals zu dem Schluss gekommen, dass die Sendung „handwerkliche Fehler“ enthält.

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Freital: Asylgegner brüllen auf Versammlung Kritiker nieder

Seit Wochen gibt es in Freital bei Dresden Proteste gegen eine Flüchtlingsunterkunft. In einer Bürgerversammlung sollte die Stimmung beruhigt werden. Der Versuch scheiterte. Quelle: N24
Bei einer Bürgerversammlung zum Thema Asyl im sächsischen Freital ist es zu Tumulten gekommen. Kritikern wurde das Mikrofon weggenommen, Reden niedergebrüllt. Sachsens Innnenminister wurde ausgebuht.


DIE WELT

Tumultartige Szenen und heftige Anfeindungen haben eine Bürgerversammlung zum Thema Asyl im sächsischen Freital überlagert. Die Stadt vor den Toren Dresdens hatte in den vergangenen Wochen mit teils rassistischen Protesten vor einer Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Hotel Schlagzeilen gemacht. Bei der Versammlung am Montagabend wurden erneut pauschale Vorurteile und Hetze gegen Asylbewerber laut. Versammlungsteilnehmer, die sich für Flüchtlinge einsetzten, wurden von anderen niedergebrüllt.

Die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates und der künftige Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) forderten ein Ende von Fremdenfeindlichkeit und Hass. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU), der sich den Fragen der Bürger stellte, zeigte sich von den Störern enttäuscht. Mit denen sei ein Gespräch unmöglich. “Erfolg sieht anders aus, aber wichtig war sie, die Veranstaltung.” Es sei darum gegangen, Sorgen und Themen der Bürger aufzunehmen.

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Anklage fordert lange Haft für Syrienkämpfer

Der 27 Jahre alte Deutsche Harun P. soll als Mitglied der Gruppe ‘Junud Al-Sham’ am Terror in Syrien beteiligt gewesen zu sein. (Foto: dpa)
Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft dem Syrien-Rückkehrer Harun P. Mord vor. Das Gericht hatte einen Deal vereinbart – durch den der 27-Jährige einer lebenslangen Haftstrafe entrinnt.


Von Annette Ramelsberger|Süddeutsche.de

Der Mann ist in München geboren und hier aufgewachsen. Doch dann brach er drei Lehren ab, trennte sich von seiner langjährigen Freundin und schloss sich dem radikalen Islamismus an. Am Ende ging er nach Syrien in den Dschihad. Harun P. ist der erste Syrienkämpfer, dem nach seiner Rückkehr wegen eines Mordvorwurfs in Deutschland der Prozess gemacht wird.

Seit Frühjahr wird vor dem Oberlandesgericht München verhandelt, nun hat die Bundesanwaltschaft 13 Jahre und sechs Monate Haft für den 27 Jahre alten Mann gefordert – es ist auch ein Zeichen dafür, was rückkehrwillige Dschihadisten zu erwarten haben. Die Verteidigung plädierte auf zehn Jahre.

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Im Namen des Rausches und des heiligen Cannabis

In Indianapolis hat ein selbst ernannter Pfarrer eine “Cannabis-Kirche” gegründet. Vor wenigen Tagen feierte er seinen ersten “Gottesdienst”. Doch statt Haschisch wurde nur eine Zigarre geraucht.


Von Michael Remke|DIE WELT

Bild. First Church of Cannabis/FB
Bild. First Church of Cannabis/FB

Es gibt Kirchen in den USA, die haben mit der traditionellen Vorstellung eines Gotteshauses nur noch wenig zu tun. Eine unter ihnen hat in dieser Woche in Indianapolis ihre Eröffnung zelebriert. Sie nennt sich “First Church of Cannabis” und betet weniger Gott und Jesus an als die “heilenden Kräfte von Marihuana”.

Das mag zunächst wie Blasphemie oder ein schlechter Scherz klingen – doch der Staat hat sie schon offiziell als gemeinnützig anerkannt und damit, wie die evangelische und katholische Kirche, zum größten Teil von der Last des Steuerzahlens befreit. Ihre Mitglieder dürfen zusätzlich ihre Spenden beim Finanzamt absetzen.

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Rassismus? Es gibt keinen bei den Behörden

Kontrollen nach Hautfarbe Gegen die Bundespolizei laufen deswegen mehrere Gerichtsverfahren. – Foto: Nicolas Armer/dpa
Die Bundesregierung sieht keinen Grund, gegen Rassismus in Ämtern und der Polizei vorzugehen. Es gibt ihn nämlich nicht, findet sie – es scheine den Betroffenen nur so.


Von Andrea Dernbach|DER TAGESSPIEGEL

Rassismus gibt es nach Auffassung der Bundesregierung nicht in deutschen Behörden und staatlichen Institutionen. Die bisher bekannten Fälle enthielten bisher „keinen Ansatz für die Feststellung eines Strukturproblems“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken. Sie bezögen sich alle „auf subjektiv als unberechtigt empfundene polizeiliche Maßnahmen“, bei denen bei den Betroffenen „im Einzelfall fälschlicherweise der Eindruck“ entstehen konnte, sie seien wegen ihrer Hautfarbe oder anderer äußerer Merkmale in den Fokus der Polizei geraten.

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Griff ins Klo: Neuer Ärger um CDU-Brief gegen Ehe für alle

Eberhard Diepgen (CDU ) ehemaliger Regierender Bürgermeister gehört zu den Unterzeichnern des Briefs gegen die Ehe für alle. – Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Auf dem Brief der “Ehe für alle”-Gegner in der Berliner CDU liegt kein Segen: Nachdem sich einer der 17 Unterzeichner zuvor für ein Pro ausgesprochen hatte, enthält das Schreiben nun auch eine falsche Information.


Von Sabine Beikler|DER TAGESSPIEGEL

Falschinformation im offenen Brief der CDU-Gegner der Ehe für alle an 12.500 Parteimitglieder: 17 Fraktionsmitglieder und der frühere Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen schrieben, vor dem Referendum in Irland und der Entscheidung des amerikanischen Supreme Court für die Öffnung der Ehe habe es in beiden Ländern keine mit der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ in Deutschland vergleichbare Regelungen gegeben.

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