Archiv der Kategorie: Medien

Tabak-Studie: Raucher sind billiger

Rauchen kostet Frauen im Schnitt sieben Lebensjahre. Foto: REUTERS
Rein finanziell betrachtet profitiert die Gesellschaft vom Rauchen – zu diesem Schluss kommen zwei Wissenschafter. Die Mehrausgaben wegen des Rauchens seien deutlich kleiner als die „Einsparungen“ durch verkürzte Leben.

Von Timot Szent-Ivanyi|Frankfurter Rundschau

Raucher sind bedauernswerte Zeitgenossen. Sie sind Gefangene ihrer Sucht, haben gelbe Zähne, sind häufiger krank und sterben früher. Zudem wird ihnen – untermauert durch zahlreiche Studien – immer wieder der Vorwurf gemacht, durch ihre ungesunde Lebensweise die Sozialsysteme zu schädigen. Aber stimmt das überhaupt? Zwei Wissenschaftler haben für Deutschland alle Be- und Entlastungen bestimmt und zusammengerechnet, die durch Raucher entstehen. Das Ergebnis: Rein finanziell betrachtet profitiere die Gesellschaft enorm vom Rauchen.

Ausgangspunkt der Untersuchung von Florian Steidl und Berthold Wigger vom Karlsruher Institut für Technologie war die Frage, ob die Tabaksteuer mit Einnahmen von rund 14 Milliarden Euro jährlich die Kosten, die durch Raucher entstehen, tatsächlich deckt. Ausgehend von dem Basisjahr 2011 bestimmten die Autoren die bis zum Tode aller Altersgruppen entstehenden Kostenunterschiede zwischen der rauchenden und der nichtrauchenden Bevölkerung.

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Europa auf dem Weg zum Überwachungsstaat

Foto: Etienne Laurent/dpa Frankreich drängt auf mehr Überwachung in der Europäischen Union – auch an Bahnhöfen. In Frankreich herrscht zurzeit die höchste Terrorwarnstufe. Hier patrouillieren Soldaten am Gare du Nord in Paris.
Nach dem versuchten Thalys-Attentat drängen einige Länder auf mehr Überwachung. Europas Freiheit ist in Gefahr, meint unsere Brüssel-Korrespondentin.
 

Von Mirjam Moll|DER TAGESSPIEGEL

Das höchste Gut Europas ist bedroht. Wann immer ein mutmaßlicher Terrorist, wie im Falle des vereitelten Attentats in einem Thalys-Schnellzug am vergangenen Wochenende, uns aus dem Gefühl der Sicherheit reißt, bringt er auch unsere Freiheit in Gefahr.

Das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt in Paris hat zu neuen Abhörgesetzen in Frankreich geführt. An diesem Wochenende berieten die Innen- und Verkehrsminister einiger EU-Staaten, die EU-Kommission sowie die Schweiz über verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in internationalen Zügen. Und obwohl sie sich über das Ausmaß nötiger Überwachung nicht einig wurden, wird sich das Netz weiterer Kontrollen und Datenerhebungen wohl weiter verdichten.

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Anschlag auf Flüchtlingsheim: Haftbefehle wegen versuchten Mordes

justiz_grossNach dem Brandanschlag auf ein Asylbewerberwohnheim in Salzhemmendorf in Niedersachsen hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen zwei Männer und eine Frau erlassen.

evangelisch.de

Den drei mutmaßlichen Tätern werde gemeinschaftlich versuchter Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung vorgeworfen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Kathrin Söfker, am Samstagabend.

In der Nacht zum Freitag war ein brennender Molotow-Cocktail durch ein geschlossenes Fenster in ein früheres Schulgebäude in Salzhemmendorf geworfen worden, das als Flüchtlingsunterkunft dient. Eine Frau aus Simbabwe und ihre drei Kinder, die in der Wohnung lebten, hielten sich in einem Nebenraum auf und blieben unverletzt. Salzhemmendorf hat knapp 9.400 Einwohner und liegt zwischen Hildesheim und Hameln.

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Protest gegen Sperrmauer: Soldaten schießen mit Tränengas

Einwohner von Beit Jala und umliegenden Dörfern protestieren gegen den Bau der Mauer im Cremisan-Tal am 23.08.2015. Bild: cremisan.de
Bei Protesten gegen den Bau der Sperrmauer in Israel ist es zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften zu Ausschreitungen gekommen. Die Soldaten hätten ohne Vorwarnung Tränengas in die Menge geschossen, berichteten Augenzeugen am Sonntag. Katholiken aus Beit Dschalla unweit von Bethlehem hatten zu einem Gebet für Frieden und gegen den von Israel geplanten Mauerbau im Cremisan-Tal aufgerufen.

kathweb

Anfang Juli hatte Israels Oberstes Gericht den Bau der Sperrmauer auf privatem Land bei Beit Dschalla gestattet. Damit korrigierte das Gericht ein eigenes Urteil vom April, das die geplante Mauerführung als unzulässig bewertet hatte. Eine weiteres Urteil steht aus. Von der Sperranlage betroffen sind neben 58 christlichen Familien zwei Klöster und eine Schule des Salesianerordens.

Jerusalems katholischer Alt-Patriarch Michel Sabbah rief laut Augenzeugenberichten die palästinensische Führung vor den Protesten zu einer gewaltfreien “Intifada des Geistes” auf. Die Demonstranten forderte der Palästinenser zu einem “Friedensmarsch ohne Kugeln und Steine” auf.

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Ted Cruz instructs thousands of pastors to violate federal law by reading Sunday sermon he wrote

Sen. Ted Cruz (R-TX). Photo by Gage Skidmore via Flickr Creative Commons.
Struggling to get some traction in a GOP primary season dominated by the upstart candidacy of Donald Trump, the campaign of Texas Senator Ted Cruz has distributed a sermon for preachers to use on Sunday urging the defunding of Planned Parenthood.

By Tom Boggioni|RawStory

According to Ring of Fire, the Cruz sermon was sent to thousands of pastors urging them to read it during Sunday’s services despite the fact that it against the law for churches to engage in political speech.

Calling for the defunding of Planned Parenthood, Cruz writes, “When an individual or a nation stiff arms the character of God and embraces an abomination as the law of the land, it ends in disaster. When rebellious people disregard the compass of the most powerful, it is a very short step to dismembering the bodies of the most vulnerable. Like other nations, America has taken that step. It is time for a turnaround.”

The accusations of  “dismembering” fetuses are related to the recent Planned Parenthood “sting” videos that have been debunked by both outside investigators and states that have reviewed their procedures.

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Barockkirche in Berlin-Mitte: Die Parochialkirche bekommt neue Glocken und einen Turm

Pachorialkirche Berlin, Bild: yelp.de

Die Parochialkirche im Klosterviertel erhält jetzt ihren Turm zurück. Der war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Die Barockkirche ist mittlerweile mehr als 300 Jahre alt, doch berühmt ist sie wegen etwas anderem.

Von Uwe Aulich|Berliner Zeitung

Das Holzpodest sieht massiv aus, es ist fast einen halben Meter hoch. Gezimmert wurde es jetzt auf der Klosterstraße in Mitte direkt vor der Parochialkirche. Und es soll einem ganz speziellen Zweck dienen: Auf der Holzplattform wird in den nächsten Monaten die Stahlkonstruktion für den neuen Turm der Parochialkirche montiert. „Es ist traumhaft, dass der Turm mit seinem einzigartigen Glockenspiel über 70 Jahre nach der Zerstörung jetzt neu errichtet werden kann“, sagt der Architekt Jochen Langeheinecke aus Werneuchen (Barnim).

Schon seit 1991 begleitet der Architekt die Rekonstruktion der über 300 Jahre alten Barockkirche. Der Turmstumpf ist wiederhergestellt, ebenso das Kirchenschiff und die helle Putzfassade. Auch für den Turm hat der Architekt die Planung erarbeitet, doch trotz vieler privater Spenden fehlte lange das Geld. „Ich verfolge über 20 Jahre die Idee für den Turm. Von Tag zu Tag wird nun alles klarer“, so Langeheinecke.

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Frau lebte bis zum 25. Geburtstag in einer Sekte – jetzt packt sie aus

Homepage der Plymouth Brethren Christian Church. Screenshot: bb
Homepage der Plymouth Brethren Christian Church. Screenshot: bb
Joy Nason wurde bei den Raven-Brüdern geboren, einer strengen religiösen Gemeinschaft. 25 Jahre lebte sie ohne Fernseher, Spielzeug und Kontakt zur Außenwelt. Nun packt sie über ihr Leben in der Sekte aus.

Von Christoph Fröhlich|stern.de

Joy Nason hate keine schöne Kindheit: Sie hatte kein Fernsehen, kein Spielzeug und keine Haustiere. Sie sang weder im Chor noch durfte sie ins Ferienlager. Sie durfte nicht einmal ihren oder den Geburtstag ihrer sieben Geschwister feiern. Ein trauriges Schicksal, doch es war Gottes Wille – so glaubte es Nason jahrelang. Denn sie wuchs inmitten einer Sekte auf, den sogenannten Raven-Brüdern. Dabei handelt es sich um eine der strengsten Religionsgemeinschaften der Welt.

International heißt die Gruppierung “Plymouth Brethren Christian Church” oder “Exclusive Brethren”, weltweit gibt es knapp 300 Gemeinden mit 43.000 Mitgliedern, vor allem im englischsprachigen Raum.

Joy Nason wurde im englischen Bristol geboren, 1953 wanderte ihre Familie nach Sydney aus. Danach war ihr Leben nicht mehr wie vorher: Obwohl sie in einem normalen Haus lebten, mussten sie täglich an Treffen mit anderen Raven-Mitgliedern teilnehmen. Ein Kontakt zu anderen Menschen war verboten, es galten einzig und allein die Gesetze der Sekte. Zudem herrschte ständig ein Klima der Angst, in dem man stets alle Sünden gestehen sollte.

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Prominente gegen Fremdenhass: “Rassismus hat hier keinen Platz”

In einer Solidaritätsaktion haben sich 100 prominente Deutsche aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kirchen, Kultur und Sport gegen Flüchtlingshass gewandt.

evangelisch.de

Daran beteiligten sich auf Initiative der Zeitung “Bild am Sonntag” alle Minister der Bundesregierung, Unternehmenschefs, Gewerkschaftsführer und Schriftsteller.

SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel sagte: “Deutschland ist ein starkes und mitfühlendes Land. Nicht die Hetzer sind Deutschland, sondern all die Menschen, die mit Herz und Verstand helfen.” Auch Bundestagspräsident Norbert Lammert nannte Deutschland ein weltoffenes Land: “Ich komme aus dem Ruhrgebiet, einer Region, die durch Zuwanderung entstanden und gewachsen ist.”

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Die Bezwinger eines Attentäters sind Christen – Gott sei Dank

Bild: gentside.com
Im Zug stoppten drei US-Amerikaner einen bewaffneten Angreifer.

kath.net

Die US-Amerikaner, die einen Attentäter in einem französischen Hochgeschwindigkeitszug überwältigt haben, sind Christen. Alek Skarlatos (22), Spencer Stone (23) und Anthony Sadler (23) waren am 21. August von Brüssel nach Paris unterwegs, als der Marrokaner Ayoub al-Khazzani (25) mit einem Sturmgewehr das Feuer auf Fahrgäste eröffnete.

Die drei Männer stürzten sich auf den Schützen und entrissen ihm das Gewehr, nachdem er einen Mitreisenden verletzt hatte. Dem Marrokaner gelang es, eine Handfeuerwaffe zu ziehen und auf Stone zu richten, aber als er abdrücken wollte, klemmte der Abzug. Im folgenden Handgemenge verletzte der Attentäter Stone mit einem Teppichmesser. Schließlich bezwangen die US-Amerikaner den Angreifer und hielten ihn mit Hilfe eines 62-jährigen Briten in Gewahrsam, bis er im französischen Arras festgenommen wurde.

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Spitzbergen: Die nördlichste Kirche der Welt

Die Svalbard Kirke am Rande von Longyearbyen auf Spitzbergen (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
In Longyearbyen auf Spitzbergen hat sich eine verschworene Gemeinschaft aus Seeleuten, Wissenschaftlern, Minenarbeitern, Verwaltungsangestellten und Künstlern aus aller Herren Länder zusammengefunden. Hier steht auch die nördlichste Kirche der Welt, sie ist offen für alle christlichen Konfessionen.
 

Von Harald Brandt|Deutschlandfunk

78°13’32” Nord. Longyearbyen, Spitzbergen. Die Norweger nennen die Inselgruppe in der nördlichen Barentssee Svalbard, “kühle Küste”.

In der kleinen Kirche im ältesten Ortsteil von Longyearbyen hat Pfarrer Leif Magne Helgesen gerade ein Kind getauft und zum Abschluss des Gottesdiensts singt er mit den beiden anderen Mitgliedern des Svalbard Kirkes Trio ein Lied. Danach gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal, der sich wie ein gemütliches Wohnzimmer direkt an den Kirchenraum anschließt. Die Kirche ist immer offen, auch wer um drei Uhr morgens hier beten, meditieren oder einfach nur in Ruhe am Kamin sitzen und ein Buch lesen will, kann das tun.

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Kirchen weiten Hilfe für Flüchtlinge aus

Matratzen für junge Asylbewerber liegen in der Pfarrei St. Otto in Cadolzburg (Bayern). /Illustration Foto: Daniel Karmann
Die Kirchen in Deutschland haben ihre Hilfe für Flüchtlinge deutlich ausgebaut. Viele katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen haben – zum Teil millionenschwere – Sonderetats für die Betreuung der Asylsuchenden eingerichtet.

shz.de

Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Hunderte Unterkünfte wurden zusätzlich bereitgestellt, etwa in Pfarrhäusern, Klöstern, Priesterseminaren, Kinder- und Jugendheimen. Allein in und um Köln sind mehr als 130 Immobilien der katholischen Kirche von Asylbewerbern bewohnt. Der evangelische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, stellt einen Teil seiner Dienstwohnung für Flüchtlinge zur Verfügung.

Zehntausende Ehrenamtliche in den Gemeinden kümmern sich um die Neuankömmlinge. Die Palette der Angebote ist groß: Deutschkurse, Begegnungs-Cafés, gemeinsames Kochen, Musikprojekte, Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung, psychologische Hilfen, Geld für den Besuch einer Fahrschule, Einführungen ins Fahren mit Bus und Bahn. Ehrenamtliche begleiten die Flüchtlinge bei Behördengängen, zum Arzt, in Schützenvereine und Chöre. Einige Bistümer wie Paderborn übernehmen Kosten für Rechtsanwälte und Dolmetscher. Andere wie Magdeburg beteiligen sich an Flugkosten für das Zusammenführen von Familien. Auch die Ehrenamtlichen selbst erhalten Schulungsangebote.

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Schlangenbändigung als Glaubensbeweis

Schlangenbeschwörung auf Amerikanisch: Religiöses Ritual in einer Pfingstgemeinde in Kentucky (1946). Foto: Wikipedia

Für radikale Christen ist die Bibel von Gott inspiriert und somit die unumstössliche und ewig gültige Wahrheit. Selbst extreme Geschichten aus dem Alten Testament verstehen sie nicht als Gleichnis oder Metapher, sondern als Glaubensrealität oder gar Handlungsanweisung von Gott.

Von Hugo Stamm|Tages Anzeiger Blogs

Vor allem charismatische Freikirchen versuchen immer wieder, übernatürliche Heilungen und Wunder zu reproduzieren, wie sie in der Bibel beschrieben sind. Viele Pastoren und Gläubige üben sich in der Geistgabe oder in Prophezeiungen, vor allem in Bezug auf die Endzeit. Besonders beliebt sind Wunderheilungen, die in Heilungsgottesdiensten geprobt werden.

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Peitschenhiebe für Sudanesin wegen „anstößiger Kleidung“

Die Vereinten Nationen haben den Sudan wegen eines „abscheulichen Urteils“ gegen eine Studentin scharf kritisiert. Eine 19-Jährige sei zu 20 Peitschenhieben verurteilt worden, weil sie gegen die strengen Kleidervorschriften des Landes verstoßen habe, teilten UN-Menschenrechtsexperten am Freitag mit.

Radio Vatikan

Die Verurteilte sei gemeinsam mit anderen Studentinnen in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum festgenommen worden, weil die Frauen – so der Vorwurf – „anstößige Kleidung“ getragen hätten. Nach Darstellung der UN waren einige der Betroffenen mit Hosen, andere mit
Röcken unterwegs.

„Immer wieder kommt es im Sudan zur öffentlichen Auspeitschung von Frauen“, so die UN-Experten. Das jüngste Urteil müsse aufgehoben und die übrigen inhaftierten Studentinnen freigelassen werden, forderten sie. Die UN appellierten zudem an die sudanesische Regierung, die Strafgesetze des Landes zu ändern.

 

Gelée Royale: Was Bienen zu Königinnen macht

Herrscherin. Eine Brutwabe mit mehreren Bienen und ihrer Königin, die mit einem roten Punkt markiert ist. – Foto: dpa
Arbeiterin oder Königin? Darüber entscheidet das Futter. Eine Spezialdiät verhindert die “chemische Kastration”, haben Biologen festgestellt.

Von Sascha Karberg|DER TAGESSPIEGEL

Ob aus einer Bienenlarve eine gewöhnliche Arbeiterin oder eine Königin wird, entscheidet das Futter: Königinnen werden mit einem Sekret namens „Gelee Royal“, Arbeiterinnen hingegen zusätzlich mit Honig und Pollen aufgezogen. Forscher der Universität von Illinois in Urbana-Champaign haben nun den Stoff gefunden, der den entscheidenden Unterschied in den Diäten macht: p-Coumarsäure. Diesen pflanzlichen Sekundarstoff fand das Team um Wenfu Mao in großen Mengen im Pollen, jedoch nicht im Gelée Royale. Larven, die für eine Karriere als Königin vorgesehen sind, werden offenbar gezielt vor dieser Säure geschützt.

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Afrikas Elite ignoriert Flüchtlingsproblem

Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus "Report Mainz"
Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus “Report Mainz”

Experte aus Senegal: Eigeninteressen seien wichtiger als Interessen des Landes und dessen Entwicklung.

kath.net

In der Debatte über die Ursachen der Flüchtlingskrise nimmt der senegalesische Priester und Sozialexperte Ambroise Tine die afrikanischen Eliten in die Pflicht. «Den Regierenden kommt die Migration gelegen», sagte der Botschafter der Stiftung pro missio am Freitag bei einem Besuch des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in Aachen.

«Die Beträge, die gut ausgebildete Senegalesen in ihre Heimat überweisen, übersteigen die Entwicklungshilfe um ein Vielfaches», so Tine weiter. «Wer qualifiziert ist, ist auch kritisch und gefährlich für die Mächtigen», sagte der 64-Jährige. «Diese Leute wollen sie nicht. Sie brauchen ein Volk, das applaudiert.» Den Politikern in seinem Land warf er vor, nicht den Menschen zu dienen, sondern kurzfristige Eigeninteressen zu verfolgen.

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Autopsie an Wesolowski: Herzstillstand als Todesursache

Józef Wesolowki+ – AP
Die Autopsie an den verstorbenen ehemaligen Nuntius Józef Wesolowski hat ergeben, dass er wegen einem Herzstillstand gestorben ist.

Radio Vatikan

Das teilte der Vatikan an diesem Samstag mit. Die vatikanische Justizbehörde hatte kurz nach dem Tod des wegen Kindesmissbrauch beschuldigten ehemaligen Vatikandiplomaten eine Untersuchung verordnet. Die Autopsie wurde von drei Experten durchgeführt unter der Leitung eines Experten der römischen Universität Tor Vergata. Die Untersuchung fand am Freitagnachmittag statt, so die Vatikannote. Wesolowski war am Donnerstagabend im Vatikan verstorben. Die Autopsie hat ergeben, dass es sich um „einen natürlichen Tod“ handelte. In den kommenden Tagen werde die vatikanische Justizbehörde weitere Resultate, die von einem Labor getätigt werden, in Betracht ziehen.

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Neue Belege für das NPD-Verbot

Screenshot von der Seite der NPD Aachen heise.de
Bundesländer haben weitere Belege für das NPD-Verbot eingereicht. Angesichts des Kampfes gegen die “Asylflut” zeigen sich Partei und Anhängerschaft wieder radikaler
 

Von Michael Klarmann|TELEPOLIS

Die NPD steckt in einer Zwickmühle: Angesichts der Lage in Deutschland und der “Asylflut” wittern die rechtsextreme Szene und die NPD als deren wichtigster parlamentarischer Arm Morgenluft, dank der Radikalisierung rückt zudem der heiß ersehnte Straßenkampf im Stile der SA gegen das “Scheißsystem” und dem “Multikultiwahn” der Demokraten näher; zugleich schwebt das Damoklesschwert des Verbotsverfahrens über der rechtsextremistischen Partei und die neuerlichen Entwicklungen liefern den Verbotsbefürwortern viele neue Belege. Solche wurden nun nachgereicht.

Der Bundesrat hat beim Bundesverfassungsgericht diese vor Monaten nachgeforderten, neuen Beweisunterlagen im NPD-Verbotsverfahren eingereicht. Mit dem 140 Seiten umfassenden Schriftsatz solle unter anderem belegt werden, dass die NPD seit der ersten Materialsammlung für das nunmehr zweite Verbotsverfahren sich weiter radikalisiert hat. Angesichts der aktuellen, sehr aggressiven Stimmung wird dargelegt, dass auch die NPD oder deren Anhänger hetzerisch, aggressiv und radikal gegen Asylbewerber vorgehen. So spreche die NPD Flüchtlingen die Menschenwürde ab, schüchtere sie ein und wende Gewalt an, heißt es.

Beispiele sind nach den neuen Unterlagen auch die Vorfälle in Dresden im Juli und im sächsischen Heidenau im August. Anschläge auf Asylbewerberheime seien eine konsequente Umsetzung der NPD-Ideologie, “eine ausschließlich rassisch definierte Volksgemeinschaft” zu verwirklichen. In bestimmten Gegenden im Osten Deutschlands beeinträchtige die NPD demokratische Prozesse. Die Partei schaffe eine Atmosphäre der Angst und halte politisch Andersdenkende durch Drohungen davon ab, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Außerdem schüchtere sie ethnische und religiöse Minderheiten ein, heißt es in dem Schriftsatz.

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Im Osten rangiert der Glaube unter ‚ferner liefen‘

Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, sorge dich nicht, erfreu dich an deinem Leben
Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, sorge dich nicht, erfreu dich an deinem Leben
Soziologin: Die meisten Konfessionslosen sind „voll distanzierte Atheisten“.

kath.net

Das östliche Bundesgebiet gilt als eines der am stärksten verweltlichten Gebiete der Welt. Der Anteil der Konfessionslosen an den rund 14 Millionen Einwohnern nähert sich der 80-Prozent-Marke. Die meisten sind bereits in der zweiten Generation konfessionslos.

Etwa 58 Prozent von ihnen können als „voll distanzierte Atheisten“ gekennzeichnet werden; sie lehnen jegliche Religion als irrational ab. Etwa ein Viertel (23 Prozent) gelten als „normale Konfessionslose“. Ihnen ist jede Form von Religion fremd; sie halten die Beschäftigung mit Glaubensfragen für überflüssig. Das berichtet die Referentin für empirische Kirchen- und Religionssoziologie im Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD, Oberkirchenrätin Petra-Angela Ahrens (Hannover).

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Weniger Schüler in Polens Religionsunterricht

kirche_polenSäkularisierung schreitet auch in Polen voran.

kath.net

In Polen nehmen weniger Schüler am katholischen Religionsunterricht teil als vor zehn Jahren. Wie die Bischofskonferenz am Freitag mitteilte, entschieden sich im vergangenen Schuljahr rund 90 Prozent für das Fach; 2005 waren es noch etwa 95 Prozent. In Polen können sich Schüler vom Religionsunterricht befreien lassen. An manchen Schulen wird alternativ Ethikunterricht angeboten.

Der Zuspruch zum katholischen Religionsunterricht hängt den neuesten Zahlen zufolge vom Alter der Schüler ab. Während in der Grundschule 92 Prozent das Fach belegen, sind es in der Oberstufe nur noch 85 Prozent. Der Warschauer Theologe Piotr Tomasik erklärte die Entwicklung mit einer zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft. Dieser Prozess schreite in Polen allerdings vergleichsweise langsam voran.

Voreingenommen, ohne es zu merken

Mahzarin Banaji, Anthony Greenwald Vor-Urteile Aus dem Englischen von Enrico Heinemann Verlag: dtv, München 2015 ISBN: 9783423260718 16,90 €
Mahzarin Banaji, Anthony Greenwald
Vor-Urteile
Aus dem Englischen von Enrico Heinemann
Verlag: dtv, München 2015
ISBN: 9783423260718
16,90 €

Vorurteile sind eben Vor-Urteile. Ohne eine Person zu kennen, fällen wir in Sekundenbruchteilen ein Urteil über sie. Das kann dazu führen, dass wir bestimmte Menschen bevorzugen, obwohl wir so gut wie nichts über sie wissen.

Von Nicole Paschek|Spektrum.de

So zeigen bei Untersuchungen drei von vier Menschen eine Vorliebe für Weiße gegenüber Schwarzen – ganz unbewusst. Bedeutet das, dass sie Rassisten sind? Die Autoren des vorliegenden Buchs meinen entschieden: Nein! Trotzdem entstehe aus dieser Voreingenommenheit heraus eine Tendenz zu diskriminierendem Verhalten.

Ermittelt wurde dieses Ergebnis mit Hilfe des impliziten Assoziationstests (IAT), den die Autoren, beide Professoren für Psychologie, entwickelt haben. Dieser Test soll unbewusste Präferenzen messen. Zahlreiche US-Bürger (Banaji und Greenwald schreiben nicht genau, wie viele) haben an dem so genannten Rassen-IAT der Autoren teilgenommen, unter ihnen viele Schwarze. Dabei ergab sich unterm Strich die oben genannte Quote von 75 Prozent.

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