Religiotie – Marsch ins Gestern

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Zur Teilnahme am „Marsch für das Leben“ am 17. September in Berlin hat der Bundesverband Lebensrecht eingeladen. Wie dessen Geschäftsstelle in Berlin dazu mitteilte, will der Marsch darauf aufmerksam machen, dass auch im vergangenen Jahr wieder rund 100.000 ungeborene Kinder in Deutschland abgetrieben wurden und darunter unzählige Mütter und Väter jahrelang litten.

kath.net

Leider würden die Befürworter einer völligen Freigabe der Abtreibung immer offensiver: „Die Tötung eines Kindes hat mit Familienplanung und sexueller Selbstbestimmung nichts zu tun und in einem humanen Rechtsstaat weiterhin nichts zu suchen“, hieß es. So habe sich gegen den „Marsch für das Leben“ in Berlin ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ gewandt. Es lädt zur Gegendemonstration ein. Unterstützer sind Bündnis 90/Die Grünen, die Partei „Die Linke”, einige Abgeordnete von SPD und Piraten sowie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD). Wie es auf der Internetseite des Bündnisses heißt, verträten die Teilnehmer des Marsches „ein rückständiges Weltbild“.

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Die Linken und der General

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, ist in der Linken nicht unumstritten. Foto: imago
Die Linken-Fraktionschefs Wagenknecht und Bartsch laden den ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, zur Klausur nach Hannover ein. Das passt nicht jedem.

Von Markus Decker | Frankfurter Rundschau

In der Linken gibt es massive Kritik an der Entscheidung der Fraktionschefs Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, den ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, zur heute anlaufenden Fraktionsklausur in Hannover einzuladen. Aktueller Anlass ist Kujats Unterstützung für das Eingreifen Russlands in den Syrien-Krieg.

Der außenpolitische Sprecher Jan van Aken sagte: „Ich verstehe nicht, warum man so einen Kriegstreiber einlädt. Er hat die Bomben auf Aleppo bejubelt. Das finde ich total falsch.“ Die Parteivorsitzende Katja Kipping erklärte: „Auch mit Blick auf Syrien gilt: Anti-Militarismus heißt, Nein zu Bomben – ganz gleich, wer sie abwirft!“

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De Maizière: Wir wissen nicht mehr genau, wer wir sind – dann sollte er in Rente gehen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) beklagt ein mangelndes Nationalbewusstsein der Deutschen. Auch die abnehmende Zahl überzeugter Christen in der Bundesrepublik bereitet dem Politiker Sorge.

evangelisch.de

„Obwohl es uns ökonomisch gut geht wie selten zuvor, sind wir uns unserer selbst, unserer Identität nicht sicher genug“, sagte de Maizière in einem Interview mit dem Hamburger Magazin „Stern“: „Wir wissen nicht mehr genau, wer wir sind und wer wir sein wollen. Was uns als Deutsche ausmacht.“

De Maizière äußerte sich zudem besorgt über die abnehmende kirchliche Bindung. „Die Zahl der überzeugten Christen in Deutschland ist kleiner geworden“, sagte der CDU-Politiker, der in der evangelischen Kirche engagiert ist und unter anderem dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages angehört. Es erschwere die Integration von Muslimen, dass sie auf eine Gesellschaft mit einem „verunsicherten christlichen Selbstbewusstsein stoßen“.

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Bewährungsstrafe für versuchte Tötung: US-Richter führt „Hindu-Kultur“ als mildernden Umstand an

Massiv beanstandete Unterhose mit Ganesha-Abbildung (Foto: spreadshirt.de)
Massiv beanstandete Unterhose mit Ganesha-Abbildung (Foto: spreadshirt.de)
Er fand seine Frau zu dick und stach ihr mit einem Messer in den Bauch: Ein US-Gericht hat einen Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil eine Haftstrafe für seine Hindu-Familie eine Ächtung bedeutet hätte.
 

SpON

Am 24. Juni 2015 kam es in einem Motel in Lawrence im US-Bundesstaat Kansas zu einem schweren Übergriff: Eine Frau hatte sich gerade an den Tisch gesetzt, um eine Schale Cerealien zu essen, als ihr Mann sie anschrie, sie sei zu fett und er werde sie töten. Dann stach er ihr mit einem Taschenmesser zweimal in den Bauch. Die Frau lief davon und rief um Hilfe.

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Kognitive Dissonanzen: Kretschmann will mit Papst über Wirtschaftswachstum sprechen

kretschmann150Papst Franziskus empfängt am Freitag den grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg.

kath.net

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Foto) besucht am Freitag Papst Franziskus. Bei einer Privataudienz im Vatikan wolle der Grünen-Politiker mit Franziskus über dessen Umwelt-Enzyklika «Laudato si» (2015) sprechen und für ein intelligentes Wirtschaftswachstum eintreten, teilte das Staatsministerium in Stuttgart auf Anfrage am Dienstag mit. Zuvor nimmt der Katholik Kretschmann am Donnerstag an einem Abendgebet mit dem Papst anlässlich des Gebetstages zur Bewahrung der Schöpfung teil. Franziskus hatte diesen Aktionstag vergangenes Jahr für die katholische Kirche eingeführt.
Begleitet wird Kretschmann von Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) sowie Innen- und Migrationsminister Thomas Strobl (CDU). Auf dem Programm der zweitägigen Reise stehen auch Begegnungen mit Roms neuer Bürgermeisterin Virginia Raggi und dem italienischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Carlo Calenda.

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Bundeswehr: Aktive Soldaten als Islamisten enttarnt

Symbolbild.
Symbolbild.
Der Bundeswehr droht Gefahr aus den eigenen Reihen: Mehr als 20 aktive Soldaten wurden als Islamisten enttarnt. Ein Gesetz soll jetzt Extremisten aus der Truppe fernhalten.
 

Frankfurter Rundschau

Die Bundesregierung hat Erkenntnisse über gezielte Versuche islamistischer Gruppierungen, die Bundeswehr für ihre militärische Ausbildung zu nutzen. Das Kabinett will daher an diesem Mittwoch beschließen, dass vom 1. Juli 2017 an alle Bewerber für eine Soldatenlaufbahn vom Militärgeheimdienst MAD durchleuchtet werden.

„Aktuell liegen Hinweise vor, dass islamistische Kreise versuchen, sogenannte ‚Kurzzeitdiener‘ in die Bundeswehr zu bringen, damit sie eine solche Ausbildung erhalten“, heißt es in der Begründung für die geplante Gesetzesänderung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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Island: Elfen-Alarm auf der Baustelle

Island. Bild: ©Alex Akesson.
Island. Bild: ©Alex Akesson.
Der Respekt der Isländer vor überirdischen Wesen ist legendär. Jetzt mussten Straßenarbeiter einen versehentlich zugeschütteten Felsen wieder freilegen, um aufgebrachte Elfen zu besänftigen.
 

SpON

Paranormaler Protest in Island: Elfen sollen eine Reihe unangenehmer Verwicklungen auf einer Baustelle provoziert haben. Der Grund? Bei Straßenarbeiten sei ein „Elfenfels“ zugeschüttet worden. So berichtet es zumindest die Zeitung „Morgunbladit“.

Kaum war der heilige Stein unter der Erde verschwunden, ereigneten sich seltsame Dinge: Ein Angestellter der Straßenbaufirma Bass, Sveinn Zophoniasson, berichtete, dass die Straße überflutet worden sei.

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Brief aus Istanbul: Muslimisch für sich selbst

© AFP Und die neue Bosporusbrücke benennen wir nach dem glühendsten Alevitenhasser der türkischen Geschichte – im Namen des inneren Friedens. So geht Demokratie!
Muslimisch und demokratisch wollte die AKP sein, und vielen galt das immer als unmöglich. Nun zeigt sich, dass die Erdogan-Partei eine sehr eigene Auffassung vom Prinzip Demokratie pflegt.

Von Bülent Mumay | Frankfurter Allgemeine

In der Kultur von uns Türken spricht man jemandes Fehler, Schande oder Schwäche nicht gern offen an. Statt einen Menschen faul zu nennen, ziehen wir es vor, ihn zu umschreiben als „jemanden, der nicht so gern arbeitet“. Auch heißen wir jemanden nicht dumm, sondern murmeln höflich, sein Kopf funktioniere wohl nicht recht. Da wir ebenso ungern einen Menschen als egoistisch diffamieren, tun wir einen solchen Zustand mit einer wunderbaren Redewendung kund: „Muslimisch für sich selbst!“ Diese Wendung verwenden wir sehr schön im Sinne von „denkt nur an sich selbst“, „kümmert sich nicht um die Bedürfnisse anderer“.

Als 2001 die AKP, die nun seit mittlerweile vierzehn Jahren ununterbrochen die Türkei regiert, gegründet wurde, legte sie sich als Selbstdarstellung dem Westen gegenüber eine Definition zu, in der das Wort „muslimisch“ vorkommt. Inspiriert von der christdemokratischen Tradition in Europa, definierte sie sich selbst als „muslimdemokratisch“. Manchen galt das als historisch unmögliche Konstruktion. Doch die AKP bestand darauf, sowohl muslimisch als auch demokratisch zu sein. Noch bevor sich herausstellen konnte, ob eine islamische Demokratie überhaupt möglich ist, entpuppte sich die AKP allerdings nicht nur als „muslimisch für sich selbst“, sondern zugleich als „demokratisch für sich selbst“.

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Er rief das „Kalifat“ aus: IS-Propagandachef bei Angriff getötet

IS-Sprachrohr Abu Mohammed al-Adnani: Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf den Iraker ausgesetzt. © Youtube/AFP
Die IS-Terroristen haben in diesem Jahr viele Niederlagen erlitten. Zugleich wurden mehrere ihrer höchsten Anführer getötet. Jetzt hat es den durch Audiobotschaften bekannten Abu Mohammed Al-Adnani getroffen.

stern.de

Der sogenannte Islamische Staat hat einen weiteren seiner höchsten Anführer verloren: IS-Sprecher und Propagandachef Abu Mohammed al-Adnani sei in der nordsyrischen Provinz Aleppo als „Märtyrer“ ums Leben gekommen, als er Militäroperationen inspiziert habe, teilte die Terrormiliz am Dienstagabend im Internet mit. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, Kräfte der US-geführten Koalition hätten am Dienstag einen „Präzisionsschlag“ gegen al-Adnani verübt.

„Wir bewerten noch die Folgen des Angriffs, aber al-Adnanis Beseitigung vom Schlachtfeld würde einen weiteren erheblichen Schlag gegen Isil bedeuten“, sagte demnach Pentagon-Sprecher Peter Cook, der die bei der US-Regierung übliche Bezeichnung für den IS benutzte.

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Merkel: Deutschland hat Flüchtlingskrise lange verdrängt

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Die Kanzlerin hat Fehler aus der Vergangenheit in der deutschen Flüchtlingspolitik eingeräumt.

evangelisch.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eingeräumt, dass Deutschland zu Beginn ihrer Kanzlerschaft nicht angemessen auf die weltweite Flüchtlingskrise reagiert hat. Schon 2004 und 2005 seien viele Flüchtlinge nach Europa gekommen, „und wir haben es Spanien und anderen an den Außengrenzen überlassen, damit umzugehen“, sagte Merkel der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe): „Und ja, auch wir haben uns damals gegen eine proportionale Verteilung der Flüchtlinge gewehrt.“

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Meuthen: AfD würde im Schweriner Landtag auch die NPD unterstützen

AfD-Bundeschef Jörg Meuthen will sich nicht am Schweriner Weg beteiligen: Dieser sieht vor, dass alle anderen Fraktionen die NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern blockieren. (Foto: dpa)
Man müsse in einem Parlament „in der Sache“ abstimmen, sagt der Partei-Chef der AfD.

Süddeutsche.de

Die AfD kann sich bei einem Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern auch eine Unterstützung der rechtsextremen NPD im Landtag vorstellen. Sollte die AfD bei der Wahl am Sonntag in den Landtag kommen, würde sie dort „in der Sache abstimmen“, sagte der Bundesvorsitzende der rechtspopulistischen Partei, Jörg Meuthen, dem Mannheimer Morgen. „Wenn die NPD vernünftige Vorschläge macht, würden wir genauso wenig gegen sie stimmen, wie wenn das bei den Linken der Fall wäre.“

Damit unterstützt Bundeschef Meuthen die Ankündigung von Mecklenburg-Vorpommerns AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm, der sich nicht am so genannten Schweriner Weg beteiligen will. Dieser sieht vor, dass alle Fraktionen im Landtag konsequent gegen NPD-Anträge votieren.

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TV-Doku zum Islamismus: Der Horror beginnt erst

foto: ap/militant video Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe "Islamischer Staat"
foto: ap/militant video
Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe „Islamischer Staat“
Wer wissen will, welche Fehler des Westens den islamistischen Terror groß machten, muss den Film „Von 9/11 zum Kalifat“ sehen. Er belegt die kriminell zu nennende Dummheit der Regierung Bush.
 

Von Michael Hanfeld | Frankfurter Allgemeine

Wer die frühere CIA-Terroranalystin Nada Bakos sprechen hört, möchte nur noch verzweifeln. Denn sie kann einem sagen, wie es dazu kam, dass der islamistische Terrorismus zur Geißel der Menschheit wurde und heute die ganze Welt bedroht. Dahinter steht der Vernichtungswille von pathologisch grausamen Schwerverbrechern, die sich als religiöse Führer tarnen und erst zufrieden sind, wenn sie die größtmöglichen Massaker verübt und ein Kalifat errichtet haben, wie sie ihren Terrorstaat nennen. Dahinter steht allerdings auch die kriminell zu nennende Dummheit der Regierungen des Westens und des Ostens, der Vereinigten Staaten und Russlands, die immer wieder auf die Falschen setzen und immer wieder dieselben Fehler begehen, weil sie die Gefahr nicht erkennen, weil sie kurzfristig denken und stets aufs Neue das Monster füttern, das immer mehr Menschen verschlingt.

Anfang 2014 tauchte die Terrormiliz „Islamischer Staat“, die man besser mit dem abwertenden, aus dem Arabischen stammenden Begriff „Daesh“ belegt, scheinbar aus dem Nichts auf, heißt es zu Beginn der Dokumentation „Von 9/11 zum Kalifat“ von Michael Kirk und Mike Wiser. Aus dem Nichts kam die Terrormiliz selbstverständlich nicht, sie stand nur nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit im Westen.

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Satirestreit: Böhmermann-Gutachten bleibt geheim

Nicht grinsen. Böhmermann hat sich strafbar gemacht, meint die Regierung.Foto: dpa
Das Berliner Verwaltungsgericht sieht eine Stellungnahme der Regierung zur Strafbarkeit des TV-Spaßmachers als Verstoß gegen die Unschuldsvermutung.

Von Jost Müller-Neuhof | DER TAGESSPIEGEL

Die interne juristische Einschätzung der Bundesregierung zum Fall des TV-Satirikers Jan Böhmermann darf nicht veröffentlicht werden. Das Verwaltungsgericht Berlin stuft den Inhalt des Dokuments als Verstoß gegen die in der Europäischen Menschenrechtskonvention garantierte Unschuldsvermutung ein, falls er bekannt würde. Damit wiesen die Richter einen Eilantrag des Tagesspiegels in Teilen ab, wonach weitere Einzelheiten zu dem Vermerk mitgeteilt werden sollten (Az.: VG 27 L 324.16).

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Unter der Haube

Burka in Afghanistan. Bild: Marius Arnesen/CC BY-SA 2.0
Man kann es schon bald nicht mehr hören: Burka hier, Burka da. Die gelassenen Metropolenbürger waren von Anfang an der Meinung, dass es sich um ein klassisches Sommerlochthema handele; wegen so weniger Niqab- und Burkaträgerinnen in Deutschland solle man doch bitte die Kirche im Dorf lassen. Nichts könnte Wahrheit und Vernunft ferner sein.

Von Marcus Hammerschmitt | TELEPOLIS

Denn wer glaubt, dass es hier tatsächlich nur um erweiterte Fragen der textilen Angemessenheit im öffentlichen Raum geht, oder, in ganz schlechtem Sinn, um die Freiheit, „das zu tragen, was man will“, hat nicht begriffen – oder möchte nicht begreifen – dass die Burka nur die äußerste, im Moment deutlich sichtbare Spitze eines massiven Eisbergs ist.

Es ist nicht „der Islam“ als ganzer und es sind schon gar nicht alle Muslime, aber bestimmte islamische Strömungen, die sich selbst geschickt als die Speerspitze der Rechtschaffenen in Szene setzen, wollen wirklich wissen, ob sie in der Lage sind, weltweit ihre Normen durchzusetzen – zunächst für ihre Anhänger und Anhängerinnen, dann für alle anderen.

Moralischer Imperialismus und Toleranz

Dieser moralische Imperialismus will sich mit allen behaupteten oder tatsächlich gelebten Wertvorstellungen messen, die von der westlichen Welt je ausgegangen sind und ist bereit, für seine Idee der Rechtschaffenheit einen Konflikt einzugehen, der der Bedeutung und Intensität z.B. des Investiturstreits im Mittelalter oder des Kulturkampfs zu Zeiten Bismarcks in nichts nachsteht. Die globale islamistische Offensive erzwingt einen Kulturkampf, ob die Nichtmuslime das wollen oder nicht.

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Splatterkult: Neue Blutreliquie von Johannes Paul II. für Kölner Dom

Blutreliquie. Themenbild
Blutreliquie. Themenbild
Kardinal Woelki wird eine ihm zum 60. Geburtstag vom Krakauer Kardinal Dziwisz geschenkte Blutreliquie des Heiligen der Kathedrale überlassen.
 

kath.net

Der Kölner Dom erhält eine neue Reliquie von Papst Johannes Paul II. Kardinal Rainer Maria Woelki wolle eine ihm zum 60. Geburtstag vom Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz geschenkte Blutreliquie des Heiligen der Kathedrale überlassen, teilte das Erzbistum Köln am Dienstag mit. Die erste Reliquie, ebenfalls Blutstropfen des Papstes aus Polen, war Anfang Juni aus dem Dom gestohlen worden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.
Vor drei Jahren hatte Dziwisz bereits die erste Reliquie an den damaligen Kölner Kardinal Joachim Meisner überreicht. Der polnische Erzbischof hatte Papst Johannes Paul II. während dessen Amtszeit als Privatsekretär gedient. Er war einer der wenigen, die beim Tod des Papstes am 2. April 2005 in seinen Gemächern anwesend waren.

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Christen-Schmonzette Ben Hur braucht christlichen Leitfaden

Bild: benhurmovie.com
Zum Start des Kinofilms „Ben Hur“ Anfang September ist ein christlicher Gesprächsleitfaden erschienen.

evangelisch.de

Die Neuverfilmung des Klassikers biete „beste Möglichkeiten, um über den Glauben ins Gespräch zu kommen“, teilte der Christliche Medienverbund KEP am Dienstag in Wetzlar mit. Nicht nur das legendärste Wagenrennen der Filmgeschichte kehre in dem Monumental-Spektakel in 3D auf die große Leinwand zurück. Durch die bewegende Begegnung mit Jesus von Nazareth am Kreuz werde Judah Ben Hurs Leben auf den Kopf gestellt.

Die Geschichte von Ben Hur sei nicht nur große Weltliteratur, sie greife auch wichtige Fragen auf, „die heute nicht aktueller sein könnten: Versöhnung statt Hass, Friede statt Gewalt. Zentrale Figur dabei: Jesus Christus“, heißt es in dem kostenlosen Leitfaden weiter.

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Teresa – der Todesengel von Kalkutta

Bild: theaustralian.com.au
Bild: theaustralian.com.au
Indien feiert die bevorstehende Heiligsprechung von Mutter Teresa. Die Ordensfrau wirkt in diesen Tagen wie eine Integrationsfigur der Nation – doch es gibt auch Kritik.

Von Martin Kämpchen | Frankfurter Allgemeine

Indien, vor allem Kalkutta, fiebert einem Großereignis entgegen, das sich in weiter Ferne abspielen wird: der Kanonisierung von Mutter Teresa in Rom. Indische Katholiken haben in den letzten Jahrzehnten mehrere Heiligsprechungen erlebt, die das Selbstbewusstsein der kleinen Minderheit von rund zwei Prozent gehoben haben. Aber keine wird ihr so wichtig wie jene am 4. September. Denn es handelt sich um eine Frau, die weltberühmt vor erst neunzehn Jahren gestorben ist, deren Wirken also noch zahllose Menschen erlebt haben, um die sich Geschichten und Ereignisse ranken, die die Probleme und Themen unseres heutigen Lebens widerspiegeln. Für Indien ist Mutter Teresa eine total Heutige.

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ZDF warnt Hessen vor Islam-Streit

Der hessische Rundfunk in Frankfurt. Bild. Frankfurter Rundschau
Der hessische Landtag berät, wie künftig ein muslimisches Rundfunksrat-Mitglied für den Hessischen Rundfunk bestimmt werden soll. Das ZDF berichtet von ersten Problemen.

Von Pitt von Bebenburg | Frankfurter Rundschau

In den Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks (hr) soll eine Vertreterin oder ein Vertreter der muslimischen Glaubensgemeinschaften einziehen. Der Landtag in Wiesbaden beschäftigt sich nun mit der Frage, wie diese Person ausgewählt werden soll. Ein Kriterium könne etwa sein, dass die vertretenen Glaubensgemeinschaften die „Presse- und Rundfunkfreiheit respektieren und für diese eintreten“ müsse, schlägt der stellvertretende hr-Intendant Berthold Tritschler vor.

Seine Idee stammt aus einer Stellungnahme für den Hauptausschuss des Landtags. Der hört am Mittwoch Experten zum schwarz-grünen Entwurf für ein Rundfunkgesetz an. Ihre wichtigsten Anregungen haben sie schon vorab zu Papier gebracht.

Die schwarz-grüne Koalition will per Verordnung bestimmen, wie die Auswahl eines Vertreters der muslimischen Glaubensgemeinschaften vonstatten gehen soll. Der Hessische Rundfunk schlägt vor, die Kriterien schon im Gesetz vorzugeben. Sonst könne eine solche Rechtsverordnung „rechtlich zweifelhaft“ sein, schreibt Tritschler.

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Porn Addiction: The Christian Right’s Latest Quack Crusade

Photo Credit: View Apart / Shutterstock
There’s no evidence that millions of men are addicted to porn, whatever the desperate Christian right claims.

By Amanda Marcotte | Alternet

Until late last year, Christian Hine was primarily known as a ferocious Tea Party activist and prominent volunteer for North Carolina Lt. Gov. Dan Forest’s 2012 campaign. But in November 2015, Hine was arrested and hit with over 20 charges of sexual exploitation of minors for the cache of child pornography that South Carolina officials found on his computer. Last week, he pled guilty to 10 felony charges.

To make this strange story even stranger, Hine’s lawyers floated a relatively novel argument in an effort to get the sentence reduced: They claimed Hine is a porn addict, and that his alleged disease led him to keep seeking harder stuff to get his fix, which is why he ended up trading child porn on the internet for what the police say was more than a decade.

“His descent into depression and pornography abuse was as swift as it was tragic,” Hine’s lawyer, Johnny Gasser, wrote, while emphasizing Hine’s history of conservative political activism and his youthful religious participation.

Blaming Hine’s depression and lack of romantic prospects, Gasser argued that Hines “became addicted to pornography,” and that he has “no intention of ever returning to pornography.”

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Katholische Kirche: Das Kreuz mit der Keuschheit

In Westeuropa wollen immer weniger junge Männer Priester werden. Foto: AP
Es zeichnet sich eine wachsende Tendenz zur Wahlfreiheit für katholische Priester zwischen einem gottgefälligen Leben als lediger oder verheirateter Mann ab. Das erscheint nachvollziehbar, aber Rom hält sich bedeckt.
 

Von Reinhold Michels | RP ONLINE

Es gibt Menschen, die es nicht allesamt gut meinen mit der Römischen Weltkirche und die dennoch auffallend engagiert so tun, als wende sich erst dann alles zum Besten, wenn sich die Papst-Kirche nach weltlich-demokratischem Vorbild reformiert. Aus dieser Perspektive hieße das: Bischöfe sollten vom Kirchenvolk gewählt werden, die Pflicht zur Ehelosigkeit katholischer Priester (Zölibat) gehöre abgeschafft, auch Priesterinnen müssten wegen des Gleichheitsgrundsatzes an die Altäre. Es fehlt nicht viel, und bestimmte kirchenkritische Kreise rufen nach einer Gleichstellungsbeauftragten im Vatikan.

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