Archiv der Kategorie: Medien

Religiöse Toleranz im Alten Ägypten

Die Symbole Halbmond, Menora und Kreuz schmücken im Bode-Museum in Berlin eine Wand auf dem Weg zur Ausstellung “Ein Gott – Abrahams Erben am Nil”. (picture-alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Es geht auch friedlich: Die Ausstellung “Ein Gott – Abrahams Erben am Nil” im Berliner Bode-Museum zeigt das alltägliche Miteinander von Juden, Christen und Muslimen. In Ägypten ging es bis zum Mittelalter dabei erstaunlich tolerant zu.


Von Rocco Thiede|Deutschlandradio Kultur

Abraham, der Urvater und Archetypus für den Glauben an den einen Gott ist Titelgeber der Ausstellung “Ein Gott” im Berliner Bode-Museum. Er ist das Bindeglied zwischen Judentum, Christentum und Islam. Friederike Seyfried leitet seit 2009 als Direktorin das Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Ägyptologin ist eine der Kuratorinnen des über fünf Jahre geplanten Ausstellungsvorhabens. Frau Seyfried erläutert, wie es zur Ausstellungsidee “Ein Gott –Abrahams Erben am Nil: Juden, Christen und Muslime in Ägypten von der Antike bis zum Mittelalter kam:

Das Christentum in Ägypten existiert nicht ohne den Islam und beide existieren nicht ohne das Judentum. Da die Geschichte der drei Offenbarungsreligionen am Nil eine der längsten gemeinsamen Geschichten hat, haben wir uns überlegt, wir wollen eine Ausstellung machen, aber zu allen drei Religionen.”

Der Titel der Ausstellung “Ein Gott – Abrahams Erben” ist ganz bewusst gewählt und Programm. Das unterstreicht auch Friederike Seyfried:

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Bullshistic zu Rudolf Steiner

Rudolf Steiner (Bild: public domain)

Rudolf Steiner (Bild: public domain)

Rudolf Steiner (1861 – 1925), der Mann im schwarzen Kaiserrock, der Mann hinter dem Spiegel. Jedem scheint er etwas anderes gewesen zu sein. Seine Anhänger riefen ihn als Lichtgestalt aus, Künstler wie Wassily Kandinsky oder Franz Kafka umschwirrten ihn wie die Motten das Licht. Oder war sein Charisma nichts anderes als das hohle Pathos eines Hochstaplers, wie Erich Mühsam meinte?


Von Manuel Gogos|Deutschlandfunk

An die 5000 Vorträge hat der manische Redner gehalten, überall in Europa. Vor Bauern, die ihn fragen warum die Kartoffeln nicht mehr schmecken; vor Pädagogen, die die Macht der Erziehung fürchten; vor Ärzten, die wieder richtige Heiler sein wollen.

Während Steiners Anthroposophie auch über 150 Jahre nach seiner Geburt weiterhin des Okkultismus verdächtigt wird, werden die “Früchte” ihrer praktischen Anwendung immer mehr in unseren Alltag aufgenommen: in der Bewegung der Waldorf-Schulen, in deren Refugien immer mehr Eltern ihre Kinder in Sicherheit zu bringen suchen; im Bio-Kult, der uns ein Stück “heile Welt” zurückgibt; oder in der Hinwendung zu alternativen Heilverfahren, um den Tatorten der Schulmedizin zu entkommen.

Steiner bleibt zukunftsträchtig. Woher hatte er diese Weitsicht? War er tatsächlich ein Hellseher? Und kann, wie Steiner behauptete, jeder zum Hellseher werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Lange Nacht als kritische  Annäherung an Rudolf Steiner und sein Lebens- und Menschenbild.

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Italien weist Imam wegen islamistischer Propaganda aus

Der italienische Innenminister Angelino Alfano begründete die Ausweisung des Imam APA/EPA/GIUSEPPE LAMI

Der Imam einer Moschee in der toskanischen Stadt Lucca ist wegen fundamentalistischer Propaganda aus Italien ausgewiesen worden. Der Beschluss sei aus Sicherheitsgründen gefasst worden.


religion.ORF.at

Der Marokkaner habe eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dargestellt, teilte der italienische Innenminister Angelino Alfano am Samstag mit.

Beweise für Propaganda gefunden

Der Marokkaner sei in Lucca festgenommen und nach Rom gebracht worden, wo er in ein Flugzeug in Richtung Marokko eingestiegen sei. „Wir haben unbestreitbare Beweise gefunden, dass der Imam fundamentalistische Propaganda betrieb. In unserem Land darf niemand zum Hass aufhetzen“, berichtete Alfano.

Nach dem Anschlag in Tunis, bei dem 21 Menschen, darunter vier Italiener, ums Leben gekommen sind, hat Italien die Anti-Terrorismusvorkehrungen drastisch verschärft. In den letzten Wochen habe Italien aus Sicherheitsgründen 26 Ausländer aus Italien ausgewiesen.

Herrenmensch: “Unsere Lebensregeln gelten für alle”

Heinz Buschkowsky war fast 15 Jahre lang Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln. (imago/Müller-Stauffenberg)

Der scheidende Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), kritisierte im Deutschlandfunk das Bundesverfassungsgericht, das ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen untersagt hatte. Die Richter hätten keine Ahnung, wie es in vielen Stadtvierteln zugehe. Sie stützen die falsche Botschaft: Die Frau habe zu gehorchen, sie sei das Eigentum ihres Mannes.


Interview mit Christoph Heinemann|Deutschlandfunk

Christoph Heinemann: Herr Buschkowsky, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie in dieser Woche die Nachricht vom Absturz der Germanwings-Maschine hörten und auch die, über die mutmaßliche Ursache?

Heinz Buschkowsky: Ich glaube, im ersten Moment geht vielen Menschen überhaupt nichts durch den Kopf – mir auch nicht. Es entsteht eine gewisse Leere und man fragt sich: ‘Hast du das eben richtig verstanden?’ Dann kommen die ersten schrecklichen Details: Eine Schulklasse ist an Bord gewesen, es wird mit Sicherheit überhaupt keine Überlebenden geben. Und später: Die Maschine ist quasi atomisiert worden, es wird schwer werden, überhaupt irgendwas zu identifizieren. Das sind so Dinge, die man sich ja nicht vorstellen kann. Ich glaube, das ist auch gut so – man will sie sich auch nicht vorstellen. Wenn man dann die Bilder sieht aus der Schule, wenn man dann die Bilder sieht der Angehörigen und dann heute zur Kenntnis nehmen muss, dass alle Anzeichen dafür sprechen, dass es sich um einen gezielten Suizid handelt, bei dem man huckepack nochmal 149 Menschen mit in den Tod reißt, dann bleibt eigentlich nur eine einzige Frage: Was war das denn? Und kann eigentlich das Denken eines Menschen sich so pervertieren, dass es ihm egal ist, dass er junge Menschen, die am Beginn ihres Lebens stehen, einfach in den Tod reißt. Also da muss eine solche Kurzschlusshandlung vorgefallen sein, die einem normalen Menschen völlig verschlossen ist. Also dieses minutenlange Schweigen, obwohl ja ihm klar war, was passiert, deutet darauf hin, dass der Mensch sich völlig aus der Realität verabschiedet hatte.

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Warum Europa einen Dritten Weltkrieg riskiert

Es ist hart so jung zu sterben, wenn man noch viele Träume hat – New Anti-War Movie from David LaChapelle and Sergei Polunin.

Die EU ist ein multinationales Konstrukt aus 28 Gesellschaften und bleibt das größte Friedensprojekt der Geschichte. Sie fungiert als Vorbild für viele andere Länder der Welt, gilt als solider Partner im Wirtschaftsbereich und angesehener Akteur auf dem Parkett der Diplomatie. Doch für einen etwaigen Dritten Weltkrieg ist dieser Kontinent nicht gewappnet.


Von Isabelle-Constance V. Opalinski|Huffington Post

Europa eint, Europa verbindet, Europa fördert. Und doch fehlt eins den Europäern – eine gemeinsame Außen-und Sicherheitspolitik. Dies ist nicht zuletzt einer der Gründe, warum Europa keine Weltmacht ist – zumindest in absehbarer Zeit. Schließlich müsste eine Weltmacht über Nuklearwaffen verfügen und hätte einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Hiervon sind wir allerdings weit entfernt. Was bleibt, ist die historische Erfahrung, die Europa mit sich bringt – ja, an der es gewachsen ist. Die Frage ist nur, ob wir Europäer aus unserer Geschichte wirklich lernen.

Vor genau 100 Jahren herrschte ein furchtbarer Waffenkampf in Europa – niemand konnte damals ahnen, dass aus diesem Konflikt der Erste Weltkrieg wird. Niemand spürte, welch’ unglaubliches Leid ein Feldzug wie jener über die Europäer bringen würde. Jeder war blind, taub und hatte nur die eigenen nationalistischen Motive im Sinne.

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Schönborn: ‚Rücktritt von Franziskus ist denkbar‘

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Wiener Erzbischof zu kommenden Bischofsernennungen in Österreich: „Es sollen Personen mit Gespür für die Menschen sein.“


kath.net

Papst Franziskus hat mit seiner Aussage aufhorchen lassen, sein Pontifikat werde nur kurz dauern. Im großen ÖSTERREICH am SONNTAG-Interview sagt Kardinal Christoph Schönborn nun ganz offen: “Ein Rückstritt von Papst Franziskus ist denkbar”. Ihn, so Schönborn, der sich oft im Vatikan aufhält und von Franziskus als Aufseher für die Vatikanbank eingesetzt wurde, hätten die Ausführungen des Papstes nicht überrascht: “Ich habe ähnliche Aussagen von ihm schon früher gehört. Er ist 79 Jahre alt. Er hat nur einen Lungenflügel. Er spart seine Kräfte nicht. Er gibt sich voll und ganz hin für seinen Dienst. Dass er dieses Empfinden hat und es auch ausspricht, ist typisch für seinen Stil: Er sagt, was er denkt. Papst Franziskus hat in diesem Zusammenhang die Möglichkeit des Rücktritts genannt wie ihn sein Vorgänger Papst Benedikt gewählt hat.

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Indiana erlaubt Dienstleistungsverweigerung aus Gewissensgründen

cartoon-herzKeine Hochzeitstorten einer christlichen Bäckerei mehr an gleichgeschlechtliche Paare.


kath.net

Der Bundesstaat Indiana hat ein Gesetz beschlossen, das es erlaubt, Dienstleistungen aus religiösen Gründen zu verweigern. Medienberichten zufolge unterzeichnete der republikanische Gouverneur von Indiana, Mike Pence, am Donnerstag (Ortszeit) den «Religious Freedom Restoration Act».

Künftig können sich demnach etwa Bäckereien weigern, Hochzeitstorten an gleichgeschlechtliche Paare zu liefern. Die katholische Kirche in Indiana unterstützt das Gesetz, das in ähnlicher Form auch in anderen Bundesstaaten gilt. Die Demokraten hatten im Parlament gegen das Gesetz gestimmt.

Hans-Jürgen Papier: Ex-Verfassungsrichter geißelt Kopftuchurteil

Hans-Jürgen Papier (2014), Bild: wikimedia.org/ Tobias Klenze / CC-BY-SA 3.0

Der frühere Verfassungsgerichtspräsident Papier sieht im Kopftuchurteil aus Karlsruhe eine “Ursache von Problemen”. Die Entscheidung werde zu höchst unerfreulichen Streitigkeiten führen.


Von Jochen Gaugele|DIE WELT

Nur in besonderen Ausnahmefällen geschieht es, dass frühere Verfassungsrichter ihre Nachfolger in die Schranken weisen. Hans-Jürgen Papier war Präsident des Bundesverfassungsgerichts, als die Karlsruher Richter vor zwölf Jahren ein erstes Kopftuchurteil fällten. Auf die richtungsweisende Entscheidung stützten sich die Gesetzgeber in neun Bundesländern – und erließen generelle Kopftuchverbote für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen.

Vor einigen Tagen allerdings vollzog das Gericht eine “Wendung”, wie Papier formuliert, die den Ländern als “große Überraschung” erscheinen müsse. Karlsruhe entsprach der Klage zweier muslimischer Lehrerinnen aus Nordrhein-Westfalen und erklärte ein pauschales Kopftuchverbot für verfassungswidrig. Voraussetzung für ein Verbot, so die neue Haltung des Gerichts, sei eine konkrete Gefährdung oder Störung des Schulfriedens.

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Ayaan Hirsi Ali über Kampf der Ideen

ayaan-hirsi-aliMit Luftschlägen, Drohnen oder Bodentruppen allein lässt sich der Islamismus nicht besiegen. Wie im Kalten Krieg müssen wir ihm eine alternative Vision entgegenstellen


Von Ayaan Hirsi Ali|DIE WELT

Jedes Mal, wenn ich für eine Reform der islamischen Welt plädiere, bekomme ich das Gleiche zu hören: “Das ist nicht unsere Aufgabe, sondern allein die der Muslime. Wir sollten uns da heraushalten.” Dabei rede ich nicht von Militärinterventionen, wie sie dem Westen in den letzten Jahren so viele Probleme beschert haben. Jahrelang haben wir für Kriege gegen “Terror” und “Extremismus” Billionen ausgegeben. Diese wären weitaus besser investiert worden, um muslimische Dissidenten zu schützen und ihnen die Plattformen und Ressourcen zu bieten, um dem gewaltigen Netzwerk der islamischen Zentren, Koranschulen und Moscheen, den Hauptverantwortlichen für die Ausbreitung der gefährlichsten Formen des Islamismus, etwas entgegenzusetzen.

Jahrelang haben wir die Finanziers dieses Netzwerks – Saudi-Arabien, Katar und die inzwischen reuigen Vereinigten Arabischen Emirate – als Verbündete behandelt. Während wir die Szenen beobachteten, überwachten und sogar Militäraktionen durchführten, kam es uns nicht in den Sinn, eine wirkungsvolle Aufklärungsstrategie zu entwickeln: Weil wir anfangs nicht wahrhaben wollten, dass islamischer Extremismus auch etwas mit dem Islam zu tun hat. Noch immer fixieren wir uns auf die Gewaltausbrüche, aber nicht auf die Anschauungen, die sie hervorrufen.

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Gottesknechte zocken um einen Radweg – Gier in Torgelow

Von der B 109 bis Hammer ist der neue Radweg schon fertig, weiter geht es erst einmal nicht. Die Kirche will ihr Grundstück nicht so einfach verkaufen. Bild. Thomas Krause

Der Radwegebau von der B 109 bis nach Torgelow stockt. Ungeklärte Grundstücksangelegenheiten sind der Grund. Die Stadt Torgelow soll jetzt vermitteln und sieht sich auf einem guten Weg. Spätestens im Mai sollen die Bauarbeiter weitermachen können.


Uckermark Kurier

Normalerweise sollten Radfahrer schon auf der neuen Piste von der B 109 am Abzweig Torgelow bis in die Ueckerstadt entlang rollen können. Das können sie auch, allerdings ist hinter Hammer erst einmal Schluss mit der Tour auf dem fein asphaltierten Radweg.

Hinter einem Stoppschild endet der neue Radweg, die Bauarbeiten im Auftrag des Landestraßenbauamtes Neustrelitz ruhen seit einigen Wochen. Grund: Die Grundstücksfrage, die schon Anfang Dezember für das Einstellen der Bautätigkeit gesorgt hatte (der Nordkurier berichtete), ist noch immer nicht geklärt. Die Kirche weigert sich derzeit, ein Grundstück, das genau im Bereich des neuen, gut 550 000 Euro teuren Radweges liegt, einfach so zu verkaufen. Es geht um etwa 7000 Quadratmeter, die der Kirche gehören.

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Burkaverbot abgelehnt

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Die Mehrheit im Römer lehnt einen Antrag der Freien Wähler nach einem Verbot der Burka ab. Die Freien Wähler hatten ihre Forderung damit begründet, dass die Burka ein „massives Integrationshemmnis“ sowohl für die Trägerinnen als auch für Bürger darstelle.


Von Friederike Tinnappel|Frankfurter Rundschau

Nach der Debatte über die Ausschreitungen bei den Blockupy-Protesten gegen die EZB ließ die Diskussionsfreudigkeit am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung abrupt nach. Während sonst die Ganzkörperverhüllung von Frauen mit einer Burka schnell zu einem Aufregerthema wird, lehnte die Mehrheit im Römer einen Antrag der Freien Wähler ohne Meinungsaustausch ab.

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“Emma”: Amoktrips sind Männersache, Frauenquote fürs Cockpit

Themenbild.

Themenbild.

Das feministische Magazin “Emma” nutzt die Germanwings-Katastrophe, um eine Frauenquote in Cockpits zu fordern. Das sorgt für Empörung.


SpON

Auch die feministische Zeitschrift “Emma” befasst sich mit der Katastrophe von Flug 4U9525. Unter dem Bild eines abhebenden Germanwings-Fliegers heißt es dort gleich in der Einleitung: “Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten.” Sowie: “Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.”

Das Magazin nutzt das Unglück für einen Text, in dem, so lautet auch die Überschrift, eine “Frauenquote fürs Cockpit!” gefordert wird. Die Autorin verweist darin auf die “bei Männern viermal so hohe” Suizidquote. Daraus folgt dieser Satz:

“Die Lufthansa könnte also das Risiko, dass ihre Piloten das Flugzeug zu Selbstmord und vielfachem Mord missbrauchen, mit jeder Frau, die sie zur Pilotin ausbilden, ganz erheblich reduzieren.”

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Kelly Clark: Profi-Snowboarderin im Gotteswahn

In einem Jahr entscheidet Kelly Clark, ob sie 2018 erneut zu den Olympischen Winterspielen antritt. Das wäre ihr fünftes Mal Foto: Burton Snowboards

Kelly Clark ist amerikanische Profi-Snowboarderin und Olympia-Goldmedaillen-Gewinnerin. Vor rund zehn Jahren ist sie zum Glauben an Jesus gekommen. Auf ihrem Snowboard klebt der Sticker „Jesus, ich kann meine Liebe nicht verbergen“.


pro Medienmagazin

Die Snowboard-Kultur ist eine Performance-Kultur. Kelly Clark ist ein Teil davon. Mit 14 Jahren sah sie im Fernsehen, wie die Deutsche Nicola Thost die erste Goldmedaille im Snowboarden überhaupt gewann. Den Wettbewerb der Olympischen Spiele 1998 hatte Kelly extra auf Video aufgenommen. Zu dem Zeitpunkt entschloss sie sich: „Das ist das, was ich tun möchte.“ Vier Jahre später gewann die junge Frau auf ihrem Snowboard bei der Winterolympiade in Salt Lake City die Goldmedaille in der Halfpipe.

„Gott liebt dich trotzdem.“

Mit 18 Jahren war Clark bereits auf dem Zenit ihrer Karriere. Sie galt als Pionierin und Star der Szene. Der Erfolg war riesig, er erfüllte sie aber nicht. Im Inneren fühlte sie sich einsam. Sie suchte nach Liebe: „Ich habe viel mehr erreicht, als die meisten Menschen jemals in ihrem Leben die Möglichkeit haben. Das war aber wertlos. Das war nicht das, was ich gesucht habe. Ich konnte keine Bedeutung im Erfolg finden.“ Die erfolgsverwöhnte Sportlerin hatte keine Ziele mehr, hatte sogar Suizid-Gedanken: „Wenn das alles ist, möchte ich das nicht mehr machen.“ Aber sie fuhr weiter, von Wettbewerbssaison zu Wettbewerbssaison.

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„Wir sind Kirche“: Deutsche Bischöfe verhindern Reformen

DBK, Screenshot: BB

DBK, Screenshot: BB

Die katholische Laienorganisation „Wir sind Kirche“ vermisst bei den deutschen Bischöfen die Bereitschaft zu Reformen.


FOCUS ONLINE

Papst Franziskus stoße wichtige Veränderungen an, teilte die Reforminitiative zum Auftakt ihrer Bundesversammlung am Freitag in Freiburg an. Die Führung der Kirche in Deutschland greife diese aber zu wenig auf. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, habe es bislang versäumt, seine Kollegen auf den Reformkurs einzustimmen. Dies müsse sich ändern. Sonst drohe der katholischen Kirche ein weiterer Vertrauensverlust. „Der Mentalitätswandel, den Papst Franziskus eingeführt hat, ist bei den Bischöfen in Deutschland noch nicht angekommen“, sagte der Bundessprecher von „Wir sind Kirche“, Christian Weisner. „Und es gibt derzeit auch keine Zeichen, dass sich dies bald ändert.“ Deutschlands Bischöfe verhinderten neue Strukturen und lähmten den Dialog. Marx als Chef der Bischöfe müsse bei diesen den von Papst Franziskus initiierten Wandel einfordern.

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‘X-Files’ stars talk about bisexuality, show’s upcoming revival and how Mulder is ‘worst FBI agent of all time’

David Duchovny and Gillian Anderson (Shutterstock.com)

Gillian Anderson and David Duchovny have been making headlines ahead of the Fox Network’s decision to revive The X-Files for a six-episode mini-season this year. The two stars from the classic series have talked to interviewers about the new episodes, about Anderson’s feminism and bisexuality and how Duchovny believes that Agent Fox Mulder is “the worst FBI agent of all time.” 


By David Ferguson|Raw Story

On Saturday, the Hollywood Reporter quoted Duchovny about some of his hopes and expectations for the new version of the show, which ran for nine seasons and spawned two feature films.

Duchovny — who played the lead in the Showtime series Californication — said that both he and Anderson have grown as actors since the X-Files.

“If I were to look back at the first or second year of the show, I wouldn’t try to act like that guy,” Duchovny told the Reporter. “I’m capable of doing more. She’s capable of doing more. It’ll be interesting to see how we keep the characters the same but also the actors are better.”

He went on to say that the show’s writers and producers are hoping to make the new episodes work both as a stand-alone series for newcomers and as a continuation of the original program for returning fans.

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Harald Martenstein: “Dann schreibe ich ‘Nazi-Mörderinnen’ “

Harald Martenstein / Bild: Die Presse

Der Journalist und Romancier Harald Martenstein will sich nicht zum Binnen-I zwingen lassen, eher wechselte er den Beruf. Ein Gespräch über die Aggressivität der “Lordsiegelbewahrer der politischen Korrektheit”.


Von Norbert Mayer|Die Presse

Die österreichische Bundeshymne ist unlängst umgeschrieben worden, wegen der Gleichberechtigung. Statt „Heimat bist du großer Söhne“ heißt es nun „Heimat großer Töchter und Söhne“. Was halten Sie davon?

Harald Martenstein: Das klingt nicht. Vielleicht sollte man einen ganz neuen Text schreiben. Ich bin immer skeptisch, wenn die Geschichte im Nachhinein umgeschrieben werden soll. Kürzlich habe ich über einen ähnlichen Streit in Berlin geschrieben. Die Mohrenstraße sollte umbenannt werden, „Mohr“ sei ein herabsetzender Begriff für schwarze Menschen. Da kenne ich aber noch schlimmere Straßennamen.

Nennen Sie ein konkretes Beispiel.

Karl-Marx-Straße. Es gibt von Marx extrem antisemitische Aussagen. Seinen Konkurrenten Ferdinand Lassalle hat er einen „jüdischen Nigger“ genannt. Ich glaube nicht, dass man das in puncto Rassismus toppen kann. Niemand hat bis jetzt aber die Umbenennung der Karl-Marx-Straße gefordert, vor allem nicht die Linkspartei, die eigentlich im antifaschistischen Kampf ganz vorn steht. Antisemitismus war zu den Zeiten von Marx Mainstream. Bis auf ein paar tapfere Außenseiter haben alle so gedacht. Ich glaube nicht, dass man an die Menschen des 19. die Maßstäbe des 21. Jahrhunderts anlegen kann.

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Dark Matter Is Dark Even to Other Dark Matter

Image: NASA

Dark matter’s claim to fame is that it doesn’t interact very well with regular matter. Thanks to the electromagnetic force, we here in the world of normal matter get to experience photons and electrons as light and electricity, but dark matter misses out. This is the whole problem with directly detecting the stuff, which would seem to mostly just interact via gravity. As such, dark matter might be viewed as a ghost universe unto itself, mingling but never “touching.”


By Michael Byrne|MOTHERBOARD

New observations courtesy of NASA’s Hubble Space Telescope and Chandra X-ray Observatory offer an interesting twist to our (typical) conceptualization of dark matter. It seems that it doesn’t even interact with itself, at least in terms of exchanging momentum. This is to say that if you fire a dark matter cannonball at a dark matter wall, the ball will just sail on through. It’s not the most unexpected thing, but it allows physicists to now add new additional constraints to dark matter models, offering a clearer picture of what the stuff even is (or should be).

The new NASA results are published in the current issue of Science. They’re based on observations of colliding galactic clusters, where enormous amounts of dark matter are found mingling with individual galaxies, stars, and huge clouds of gas. These clusters offer a natural laboratory for astronomers to study interactions between dark matter and regular matter via gravitational lensing, which is the main way that dark matter makes itself visible.

“Specifically, what these collisions reveal is dark matter’s interaction “cross-section,” which is a measurement of attenuation, or how much resistance a material puts up against another material (how easily the cannonball travels through the wall). The astronomers were able to come up with a self-interaction cross-section for galactic dark matter by tracing the behavior of 72 different galactic clusters, which are visible to Hubble and Chandra from many different angles and at different times.

The basic idea is that as a galaxy cluster collides with another galaxy cluster, their respective constituent stars shouldn’t slow down very much as gas clouds offer low resistance to stars, while the stars themselves are spaced so far apart that collisions would be rare enough to not offer much of a barrier. (The star component of galactic clusters would have a very small interaction cross-section.) Meanwhile, dueling colliding gas clouds would interact, basically grinding to a halt (a very large interaction cross-section).

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​Read more: “Does the Sun Have a Heart of Dark Matter?

Gewehre aus dem 3D-Drucker werden noch tödlicher

foto: screenshot/printed firearms Das ausgedruckte CM 901 soll laut den Bastlern problemlos funktionieren

Gruppe schafft es, eine Colt CM901 herzustellen – mit 500 Dollar-Drucker


derStandard.at

Im Jahrestakt schaffen es Bastler, noch gefährlichere Waffen mit 3D-Druckern herzustellen: 2013 wurde die erste Handfeuerwaffe produziert, letztes Jahr mit der berühmten AR-15 ein gängiges Gewehr. Jetzt behauptet eine Gruppe namens “Printed Firearm”, eine Colt CM901 mit ausgedruckten Komponenten produziert zu haben. Dabei handelt es sich laut Engadget um den “tödlicheren Bruder der AR-15″. Denn die CM901 kann größere Projektile abfeuern, unter anderem 7.62×51 mm NATO.

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IIi Pfeifhase: Der Teddybär-Hase lebt noch

© Li Weidong/Spektrum.de

© Li Weidong/Spektrum.de

Ihre Heimat sind die rauen und entlegenen Berge des Tian Shan im Westen Chinas. Dort haben nur etwa 1000 Ili-Pfeifhasen überlebt, wie Biologen nun warnen.


Von Daniel Lingenhöhl|Spektrum.de

Sie sind klein, gelten aktuell als das „süßeste“ Tier der Erde und sind sehr selten – kein Wunder, dass sich die Ili-Pfeifhasen (Ochotona iliensis) fast 20 Jahre den Nachforschungen der Menschen entziehen konnten. Die gute Nachricht: Sie leben noch und konnten nun erstmals auch wieder durch ihren ursprünglichen Entdecker Li Weidong vom Xinjiang Institute for Ecology and Geography in freier Natur beobachtet werden. Der Biologe hatte die Art erst 1983 entdeckt und beschrieben; seitdem gelang nur die Sichtung von insgesamt 29 Tieren – die letzte davon Mitte der 1990er Jahre.

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Self/less: New Sci-Fi Thriller Looks To Indefinite Life Extension via Mind Uploading

What if you could upload your mind into a new brain, connected to a brand new body? Would you do it? In a new upcoming sci-fi film, Self/less, starring Ben Kingsley and Ryan Reynolds, one man sets himself to defeat his own inevitable death due to cancer by partaking in a mind uploading procedure.


By B.J. Murphy|SERIOUS WONDER

The only problem is that, with his new mind comes new memories, of which places him in a dangerous situation that is spinning out of control.

I, for one, wished a sci-fi film going into both indefinite life extension and mind uploading would carry on a more optimistic viewpoint, but in terms of dystopian sci-fi thrillers, Self/less looks very interesting and will definitely be entertaining to watch. It’s clear that topics like indefinite life extension and mind uploading are growing in acceptance, due to a growing interest in them among mainstream film producers.