Archiv der Kategorie: Medien

Argumente gegen Homo-Ehe sind lachhaft

cartoon-herzDie Iren haben mit ihrer Entscheidung, die Ehe für Homosexuelle zu öffnen, die Diskussion in Deutschland zu dem Thema befeuert. Doch die große Koalition will sich aus der Verantwortung stehlen. Ein Kommentar.


Von Björn Seeling|DER TAGESSPIEGEL

Eigentlich ist das, was hier jetzt folgt, völlig überflüssig. Denn es gibt kein einziges nachvollziehbares Argument, warum die Ehe nicht für Lesben und Schwule zu öffnen ist. Es wird niemandem etwas weggenommen, dafür aber vielen etwas gegeben. Das müssen sich wohl insgeheim auch CDU-Konservative eingestanden haben. Denn sie wehren sich, offenbar verwirrt durch die Entscheidung im katholischen Irland, mit dem lachhaften Argument gegen die Homo-Ehe, dass man sich an den Koalitionsvertrag der großen Koalition im Bund halten müsse: In dem sei nichts dazu vereinbart worden.

Peinlich ist, wie die SPD dagegenhält. Sie barmt, dass mit der CDU bei dem Thema nichts zu machen und bastelt pro forma ein bürokratisches Konstrukt, das die eingetragene Lebenspartnerschaft von einer Homo-Ehe light in eine Homo-Ehe medium wandeln soll, aber im Grunde die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften fortschreibt.

weiterlesen

Bundeskabinett beschließt Vorratsdatenspeicherung trotz Kritik

Bild:heise.de

Das Bundeskabinett hat den höchst umstrittenen Entwurf für eine Vorratsdatenspeicherung 2.0 auf den Weg gebracht.


heise.de

Die Bundesregierung eine Speicherung von Telekommunikationsdaten für maximal zehn Wochen zulassen – nach Aussagen der zuständigen Ministerien “zur Bekämpfung von Terror und schweren Verbrechen” . Nach langen Auseinandersetzungen brachte das Kabinett am Mittwoch die Neuregelung zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung auf den Weg.

Telekommunikationsanbieter sollen IP-Adressen von Computern und Verbindungsdaten zu Telefongesprächen demnach maximal zweieinhalb Monate aufbewahren. Standortdaten bei Handy-Gesprächen sollen höchstens vier Wochen gespeichert werden, Daten zum E-Mail-Verkehr gar nicht. Inhalte der Kommunikation sind ohnehin nicht zur Speicherung vorgesehen.

weiterlesen

Deutsche Fußballerinnen müssen zum Geschlechtstest

Bild: FB

Bild: FB

Es ist eine skurrile Vorgabe: Kurz vor der Weltmeisterschaft in Kanada müssen die DFB-Frauen zuerst noch nachweisen, dass sie auch wirklich Frauen sind. Die Fifa-Vorgaben sehen vor, dass jede Spielerin einen Geschlechts-Test ablegen muss.


FOCUS ONLINE

Während nach den Festnahmen hochrangiger Fifa-Funktionäre derzeit alle Welt nach Zürich schaut, sorgt die Fifa auch an anderer Stelle für Kopfschütteln. Anfang Juni bricht die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zur WM nach Kanada auf – doch zuvor mussten die Spielerinnen noch einen skurrilen Test ablegen, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

Dabei handelt es sich um einen Geschlechts-Test. Nur wer besteht, dürfe auch bei der Weltmeisterschaft spielen. „Es ist richtig, diese Vorgabe gibt es. Die Fifa wird ihre Gründe dafür haben. Wir haben das gelassen zur Kenntnis genommen und sind froh bestätigen zu können: Unsere Spielerinnen sind alle weiblichen Geschlechts“, sagt DFB-Managerin Doris Fitschen zur „Bild“-Zeitung.

weiterlesen

Thüringen will Grundgesetz für Homo-Ehe ändern

Bild: bpb.de

Bild: bpb.de

Thüringen macht sich auf Bundesebene für die Homo-Ehe stark.


evangelisch.de

“Die Ehe muss für alle geöffnet werden”, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) der in Weimar erscheinenden “Thüringischen Landeszeitung” (Mittwochsausgabe). Die rot-rot-grüne Landesregierung werde deshalb eine Bundesratsinitiative zur Grundgesetzänderung erarbeiten. “Wir brauchen keine halben Lösungen, sondern eine klare Regelung im Grundgesetz”, betonte der Ministerpräsident.

Als Ziel der Thüringer Initiative nannte Ramelow eine Beschleunigung der Debatte. “Die Gesellschaft ist längst weiter als die Politik”, stellte er fest. Mit der angestrebten Änderung im Grundgesetz solle eine vollständige Gleichstellung von Lesben und Schwulen bei der Eheschließung erreicht werden. Die Diskussion um dieses Thema ist neu entflammt, nachdem am vergangenen Freitag im katholisch geprägten Irland knapp zwei Drittel der Bevölkerung für die Einführung der Homo-Ehe gestimmt hatten.

Religiotie: Peter Singer, werden Sie ein ‘Prophet des Lebens’!

lebensschutz

Bundesverband Lebensrecht protestierte gegen Preisverleihung an Peter Singer. Statt Menschen mit Behinderungen implizit als „lebensunwertes Leben“ abzutun, soll der bekannte Bioethik-Professor das Lebensrecht uneingeschränkt akzeptieren.


kath.net

Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) protestierte am 26.05.2015 vor der Urania gegen Ethik und Äußerungen von Peter Singer anlässlich der Verleihung des Peter-Singer-Preises an ihn selbst. Für den Bundesverband Lebensrecht hat Gerhard Steier (Berlin) das öffentliche Angebot der Urania an alle Kritiker angenommen, eine Stellungnahme zu Beginn der Veranstaltung abzugeben.

Mit seinem jüngsten Interview in der NZZ vom 24.05.2015 bestätigt der Bioethiker Peter Singer noch einmal die auch von Behindertenverbänden stark kritisierten Positionen zum Lebensrecht für Säuglinge und anderen Menschen, das er im Falle der Bewusstseinseinschränkung oder Behinderung in die Hände Dritter übereignet.

weiterlesen

Das Dach der Welt verliert sein Eis

Blick auf Mount Everest und Co vom Dubh Kosi Becken aus © Patrick Wagnon

Himalaya ohne Schnee? Die Gletscher rund um den höchsten Berg der Welt könnten schon bald drastisch schrumpfen: Bis 2050 droht eine Halbierung des Eisvolumens in der Mount Everest-Region, bis 2100 könnte sogar fast alles Eis verschwinden, wie Forscher im Fachjournal “Cryosphere” berichten. Für die Bewohner Nepals und anderer angrenzender Gebiete wäre dies fatal, denn ihre Wasserversorgung hängt größtenteils von den Himalaya-Gletschern ab.


scinexx

Die Gletscher des Himalaya sind das größte irdische Eisreservoir außerhalb der Polargebiete. Ihr Eis spielt daher für den Wasserhaushalt der Region, aber auch für das Klima Asiens eine wichtige Rolle. Wie sich der Klimawandel auf diese Region auswirkt, ist aber bisher nur in Teilen klar. “Die meisten Regionen zeigen in den letzten Jahren deutliche Gletscherrückgänge”, berichten Joseph Shea vom International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) in Kathmandu und seine Kollegen. Es gibt aber auch Ausnahmen, darunter der Karakorum und das Pamirgebirge.

Dach der Welt im Computermodell

Wie sensibel die Himalaya-Region rund um den Mount Everest reagiert, haben Shea und seine Kollegen nun ermittelt. Sie untersuchten das Gebiet des sogenannten Dudh Kosi-Beckens. Dieses umfasst nicht nur die Gipfel des Mount Everest, des Nuptse, Makalu und anderer Gebirgsriesen, es enthält auch gut 400 Quadratkilometer Eisfläche. “Diese Region gilt als potenziell sensibel gegenüber der globalen Erwärmung”, erklären die Forscher. Aber weil 80 Prozent der Gletscher im Dubh Kosi-Becken oberhalb von 5.000 Metern liegen, sind Messdaten rar.

weiterlesen

Amnesty International wirft Hamas “brutale Kampagne” vor

Hamas-Kämpfer hätten mindestens 23 Palästinenser hingerichtet und Dutzende weitere gefoltert, schreibt AI. – Foto: dpa

Während des Gazakrieges töteten vermummte Hamas-Kämpfer zahlreiche Palästinenser, die für Israel spioniert haben sollen. Amnesty International (AI) sieht darin ein System: Die Hamas wollte in Gaza ihre Gegner ausschalten.


DER TAGESSPIEGEL

In den Wirren des Gaza-Kriegs im vergangenen Sommer hat die im Gazastreifen herrschende Hamas nach Angaben von Amnesty International (AI) dutzende Palästinenser hingerichtet oder gefoltert. Die radikalislamische Organisation habe den Konflikt “für eine schamlose Abrechnung” mit ihren Gegnern ausgenutzt, kritisiert die Menschenrechtsorganisation in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die israelische Luftwaffe flog derweil Angriffe auf mehrere Ziele im Gazastreifen.

Die Hamas habe den Krieg mit Israel genutzt, um Gegner zu beseitigen

Die Hamas habe den Konflikt mit Israel genutzt, um sich ihrer Gegner im Gazastreifen zu entledigen, heißt es in dem AI-Bericht. Sie habe mindestens 23 Palästinenser hingerichtet und Dutzende weitere gefoltert. Die Hamas habe “eine brutale Kampagne mit Entführungen, Folter und Verbrechen gegen Palästinenser” geführt, denen Zusammenarbeit mit Israel zur Last gelegt worden sei.

weiterlesen

Wir brauchen neutrale Stellen, an die sich Bevölkerung und Polizisten wenden können

Prof. Rafael Behr, Dekan des Fachhochschulbereichs der Akademie der Polizei Hamburg © Polizei Hamburg

Ein Polizist misshandelt Flüchtlinge. Polizeikollegen wissen davon, aber keiner traut sich etwas zu sagen. Ein Ehrenkodex kann die Ursache sein, aber nicht nur das, erklärt Kriminologie-Professor und Polizeiausbilder Rafael Behr im Gespräch mit dem MiGAZIN.


Von Ananda Rani Bräunig|MiGAZIN

MiGAZIN: Wie kann es überhaupt dazu kommen, dass ein Polizist seine Macht missbraucht und einen Flüchtling derart demütigt?

Prof. Rafael Behr: Es müssen verschiedene Faktoren zusammen kommen. Zum einen die Situation, in der ein starkes Machtgefälle zwischen Polizei und Klient besteht. Zum anderen der Umstand, dass die Polizei oft an der Grenze zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit arbeitet. Die Polizeiforschung macht immer wieder die Erfahrung, dass in bestimmten Situationen und unter bestimmten Umständen die Diskriminierungs-Wahrscheinlichkeit höher ist als sonst. Zum Beispiel, wenn junge Männer, die in der Organisation nicht allzu weit nach oben gekommen sind, einen einsilbigen Arbeitsalltag haben, zum Beispiel Asylbewerber kontrollieren müssen oder illegal Einreisende kontrollieren. Dann ergibt sich ein Handlungsfeld, in dem es wahrscheinlicher ist, dass einer der Polizisten seine Macht missbrauchen kann. Wenn hinzu kommt, dass es innerhalb der Gruppe einen Ehrenkodex gibt, dass also nichts, was in der Gruppe geschieht, nach außen dringen darf, dann hindert das andere daran, Zivilcourage zu zeigen. Das ist eine gefährliche Mischung. Wenn in der Gruppe eine Atmosphäre der Hörigkeit entsteht, und auch eine starke Dominanz von aggressiver Männlichkeit, dann haben wir ein Problem.

weiterlesen

Undemokratische Idioten wollen für die Menschheit sprechen

Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin: Man müsse alles dafür tun, die Familie zu verteidigen, sagt der Kirchenmann.© Rafal Guz Poland/EPA

Was denkt der Papst über die Homo-Ehe? Nach dem Referendum in Irland hat Franziskus’ rechte Hand, Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin, das Abstimmungsergebnis mit harschen Worten verurteilt.


stern.de

Der Vatikan hat das irische Ja zur Ehe für homosexuelle Paare als “Niederlage für die Menschheit” bezeichnet. “Ich bin sehr traurig über dieses Ergebnis, die Kirche muss diese Realität berücksichtigen, aber in dem Sinne, ihre Verpflichtung zur Evangelisierung zu stärken”, sagte Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin bei einer Veranstaltung in Rom. “Ich glaube, man kann nicht nur von einer Niederlage der christlichen Prinzipien sondern von einer Niederlage für die Menschheit sprechen”, zitierte ihn Radio Vatikan weiter.

Das katholische Irland hatte in einem Referendum am Wochenende für die Ehe für homosexuelle Paare gestimmt. Man müsse alles dafür tun, die Familie zu verteidigen, weil sie die Zukunft der Menschheit und der Kirche bleibe, sagte der Kardinal-Staatssekretär – der so etwas wie die rechte Hand des Papstes ist – weiter.

weiterlesen

W00t: Deutsche Bischofskonferenz gegen Einführung der «Homo-Ehe»

Logo Deutsche Bischofskonferenz

Logo Deutsche Bischofskonferenz

DBK-Sprecher Kopp: Der Verzicht auf das Merkmal der «Verschiedengeschlechtlichkeit der Ehepartner» könne dazu beitragen, das «bisherige Eheverständnis um eine wesentliche Dimension zu verkürzen».


kath.net

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben Forderungen nach einer Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften zurückgewiesen. Der Pressesprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, sagte am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn, die Forderung nach einer Gleichstellung von Ehe und Lebenspartnerschaften gehe zu weit. Das Rechtsinstitut der Ehe umfasse nicht nur die Partnerschaft zwischen Frau und Mann allein, sondern auch das Elternpaar, das Sorge und Verantwortung für Kinder trägt. «Daher gehört es auch zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen wird. Denn Ehe und Familie sind wesenhaft miteinander verknüpft.» Der Verzicht auf das Merkmal der «Verschiedengeschlechtlichkeit der Ehepartner» könne dazu beitragen, das «bisherige Eheverständnis um eine wesentliche Dimension zu verkürzen».

weiterlesen

Pietistische Mission nannte Juden zur NS-Zeit einen “Fluch”

Bild: wikimedia.org

Die evangelikale Liebenzeller Mission hatte laut neuen Forschungsergebnissen während des Nationalsozialismus einen rassistischen Umgang mit Juden, selbst wenn sie zum Christentum übergetreten waren.


evangelisch.de

So heißt es in einer 1934 veröffentlichten Stellungnahme der Missionsleitung, die Juden seien “für die anderen Völker der Erde ein Fluch”. Der evangelische Pfarrer und Dozent Helmuth Egelkraut legte am Dienstag im baden-württembergischen Bad Liebenzell das Ergebnis seiner Recherchen vor, die er im Auftrag der Liebenzeller Mission in den vergangenen zweieinhalb Jahren über die Geschichte des Werks unternommen hatte.

Egelkraut zufolge war die Mission stark einem preußischen und patriotischen Denken verhaftet. Deshalb habe sie die Machtübernahme Hitlers begrüßt. Gleichzeitig heißt es in der Stellungnahme der damaligen Leitung, man habe “Mäckerer” und “kritische Stimmen in unseren Versammlungen” gegen die Hitler-Regierung nicht geduldet.

weiterlesen

Jeb Bush’s Favorite Author Rejects Democracy, Says The Hyper-Rich Should Seize Power

Pre-Revolutionary kings would find a lot to like in Charles Murray’s new book against democracy CREDIT: public domain via Wikipedia

At the height of 2011’s debt ceiling crisis, then-Senate Minority Leader Mitch McConnell (R-KY) offered a candid explanation of why his party was willing to threaten permanent harm to the U.S. economy unless Congress agreed to change our founding document. “The Constitution must be amended to keep the government in check,” McConnell alleged. “We’ve tried persuasion. We’ve tried negotiations. We’ve tried elections. Nothing has worked.”


By Ian Millhiser|Think Progress

The amendment McConnell and his fellow Republicans sought was misleadingly named the “Balanced Budget Amendment” — a name that was misleading not because it was inaccurate, but because it was incomplete. The amendment wouldn’t have simply forced a balanced budget at the federal level, it would have forced spending cuts that were so severe that they would have cost 15 million people their jobs and caused “the economy to shrink by about 17 percent instead of growing by an expected 2 percent,” according to the Center for Budget and Policy Priorities. It was, in essence, an effort to permanently impose Tea Party economics on the nation, and to use a manufactured crisis to do so.

Few politicians are willing to admit what McConnell admitted when he confessed that elections have not “worked” to bring about the policy Republicans tried to impose on the nation in 2011. Elected officials, after all, only hold their jobs at the sufferance of the voters, and a politician who openly admits that they only believe in democracy insofar as it achieves their desired ends gives the middle finger to those voters and to the very process that allows those voters to have a say in how they are governed.

Charles Murray, an author who GOP presidential candidate Jeb Bush recently named first when he was asked which books have had a big impact upon him, is not an elected official, so he is free to rail against democracy to his heart’s content. And that is exactly what he does in his new book, By The People: Rebuilding Liberty Without Permission.

Pay no attention to the title. Government “by the people” is the last thing Murray cares to see. Murray admits that the kind of government he seeks, a libertarian fantasy where much of our nation’s regulatory and welfare state has been dismantled, is “beyond the reach of the electoral process and the legislative process.” He also thinks it beyond the branch of government that is appointed by elected officials. The Supreme Court, Murray claims, “destroyed” constitutional “limits on the federal government’s spending authority” when it upheld Social Security in 1937. Since then, the federal government has violated a “tacit compact” establishing that it would not “unilaterally impose a position on the moral disputes that divided America” (Murray traces the voiding of this compact to 1964, the year that Congress banned whites-only lunch counters).

read more

Dänemark: Moderator tötet Kaninchen während Radiosendung

Das Kaninchen Allan wurde während der Live-Sendung getötet. / Bild: (c) Screenshot/Facebook-Seite von Radio24syv

Der Sender wollte mit der Aktion auf die grausamen Methoden der Agrarwirtschaft aufmerksam machen. Im Studio kam es zu einem Tumult.


Die Presse

Die Tötung eines Kaninchens während einer Radio-Sendung hat in Dänemark für Aufsehen gesorgt. Der Sender Radio24syv rechtfertigte die Aktion am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter: “Wir haben es nicht um der Unterhaltung willen getan.” Tausende Tiere würden täglich getötet, damit Menschen sie essen könnten. Es gehe darum, auf die grausamen Methoden der Agrarwirtschaft aufmerksam zu machen.

Moderator Asger Juhl, hatte das junge Kaninchen namens Allan am Montag während der Sendung mit mehreren Schlägen mit einer Luftpumpe auf den Kopf getötet. Damit habe die “Heuchelei” der Dänen beim Tierschutz entlarvt werden sollen, twitterte der Sender.

Im Studio kam es zu einem Tumult, als Reality-Showstar und Tierrechteaktivistin Linse Kessler versuchte, das Kaninchen zu retten und Juhl durch das Studio jagte, bevor sie es verlassen musste. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb Kessler, sie hätte das Tier fassen und Juhl entwinden können, habe aber gefürchtet, dass es dadurch noch größeren Schaden erlitten hätte.

weiterlesen

Bericht: Islamophobie behindert Gleichstellung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung wünscht sich mehr Rechte für Muslime in Deutschland Foto: Weinstein/Fotolia

In einem Gutachten zur Lage des Islam in Deutschland stellt die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung fest: Vorbehalte gegenüber Muslimen erschweren eine gleichberechtigte Religionsausübung, wie sie das Grundgesetz fordert.


pro Medienmagazin

Die Stiftung beklagt in ihrem Papier, das am Dienstag in Berlin vorgstellt wurde, eine „auf hohem Niveau stagnierende Islamfeindlichkeit sowie eine weit verbreitete Islamskepsis in der Bevölkerung“. Das Gutachten warnt vor einer „politischen Instrumentalisierung der Islamdebatte wie in anderen europäischen Ländern“. Wer den Islam in Deutschland mit anderen Religionen gleichstellen wolle, wie es das Grundgesetz verlange, müsse sich mit diesen neuen Bewegungen auseinandersetzen. Gemeint ist hier offenbar unter anderem die Entstehung der Alternative für Deutschland (AfD).

Das Gutachten will zeigen, wo religionspolitischer Handlungsbedarf besteht, um den Islam in Deutschland etwa mit dem Christentum gleichzustellen.

weiterlesen

Überraschende Polarlichter auf dem Mars

So grünlich könnten die Polarlichter auch auf dem Mars leuchten © NASA/ James Spann

Grünliche Schleier am Marshimmel: Die NASA-Sonde MAVEN hat erstmals auch auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten Polarlichter entdeckt. Das Überraschende daran: Sie treten damit auch dort auf, wo der Mars gar kein Magnetfeld besitzt und sind damit viel weiter verbreitet als bisher angenommen. Das bisher im UV-Bereich nachgewiesene Himmelsphänomen würde Astronauten auf dem Mars vermutlich als grünliches Leuchten erscheinen, so die Forscher.


scinexx

Polarlichter auf der Erde entstehen überall dort, wo die energiereichen Partikel des Sonnenwinds auf die geladenen Teilchen der oberen Atmosphäre treffen. Dies geschieht vor allem in den Polarregionen, wo die Feldlinien des schützenden Magnetfelds nahezu senkrecht zur Erde stehen. Die Sonnenwindteilchen werden entlang dieser Linien in Richtung Erdoberfläche geleitet.

Auroren außerhalb der “Magnetpilze”

Auf dem Mars gibt es aber kein planetares Magnetfeld, der “Schutzkäfig” fehlt daher. Stattdessen gibt es vor allem auf der Südhalbkugel einige lokale Magnetfelder, die pilzförmig aus dem Untergrund in die Höhe ragen. Sie sind die Relikte eines einst vollständigeren Felds, das schon vor Milliarden Jahren verschwand. Vor rund zehn Jahren entdeckte die ESA-Raumsonde Mars Express an diesen “Magnetpilzen” die ersten marsianischen Polarlichter.

weiterlesen

Jüdische Theologie an einer staatlichen Universität

Der Rabbiner und Professor für jüdische Religionsphilosophie, Walter Homolka (Martin Schutt, dpa)

Bisher gab es an deutschen Universitäten nur die kulturwissenschaftlich ausgerichtete Judaistik oder die außeruniversitären Rabbinerseminare. Erst seit etwas mehr als einem Jahr bietet die Universität Potsdam auch das Studienfach Jüdische Theologie an, das gleichberechtigt neben der evangelischen und katholischen Theologie steht.


Von Michael Hollenbach|Deutschlandfunk

Die treibende Kraft hinter der Gründung der “Jüdischen Theologie, der School of Jewish Theology”, ist der Rabbiner und Professor für jüdische Religionsphilosophie, Walter Homolka. Für ihn war es ein Kampf um die Gleichberechtigung der jüdischen mit der christlichen Theologie an den Universitäten:

“Das hat einen geschichtlichen Hintergrund. Diese Gleichberechtigung hat Abraham Geiger schon 1836 eingefordert […] und daraus ergab sich das Bild, dass sich durch die Gleichberechtigung der geistlichen Ausbildung eine tiefe Wunde, die es seit 200 Jahren gab in der Emanzipationsgeschichte des Judentums in Deutschland, geschlossen werden konnte.”

Der Vordenker des Reformjudentums, Abraham Geiger, notierte schon 1830:

“Wenn doch einst ein jüdisches Seminar an einer Universität errichtet würde, wo Exegese, Homiletik und noch Talmud und jüdische Geschichte in echt religiösem Geiste vorgetragen würden; es wäre die fruchtbarste und belehrendste Anstalt!”

Die Wissenschaft vom Judentum

Fast 200 Jahre hat es gedauert, bis Abraham Geigers Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Sein Wunsch, dass jüdische Theologie in Eigenverantwortung der Religion wissenschaftlich an einer staatlichen Hochschule gelehrt und geforscht wird – so wie es für die katholische und evangelische Theologie seit Jahrhunderten der Fall ist. Lange Zeit wurde die Wissenschaft vom Judentum nur aus nicht-jüdischer Perspektive unterrichtet, erläutert Walter Homolka:

weiterlesen

Islam-Kritiker spricht vor vollem Haus

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Warum der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad zwischen Moslems und Islam unterscheidet und welche interessanten Thesen er bei seinem Vortrag im Überlinger Augustinum ausführte.


Von Sylvia Floetemeyer|Südkurier

Islamismus habe mit dem Islam sehr wohl etwas zu tun. Das führte der Politologe und Auto r Hamed Abdel-Samad in einem Vortrag aus, den er im Wohnstift Augustinum in Überlingen hielt. „Ich bin dafür, dass man zwischen Islam und Muslimen unterscheidet“, sagte Abdel-Samad im ausverkauften Theatersaal. „Muslime sind Teil Deutschlands und jeder, der sich auf dem Boden des Grundgesetzes bewegt, verdient Respekt und hat Rechte und Pflichten wie jeder andere.“ Hingegen hatte Abdel-Samad Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf kritisierte, als sie nach den Pariser Anschlägen bekräftigte, der Islam gehöre zu Deutschland. Von solchen Aussagen profitierten nur Islamisten, denn sie sie seien ein Freibrief dafür, dass man weiter „unkritisch mit dem Koran umgehen“ könne. Dieser beinhalte Dinge wie Körperstrafen und mangelnde Frauenrechte, die zum Islam, aber nicht zu Deutschland gehörten. Auch die Todesstrafe für Abtrünnige gehört dazu, was Abdel-Samad selbst erlebt: Nach einem Vortrag in Ägypten, wo Abdel-Samad 1972 als Sohn eines Imams auf die Welt kam, riefen Islam-Gelehrte 2013 zu seiner Ermordung auf. Abdel-Samad hatte Islamismus mit Faschismus verglichen. Anhänger dieser Gelehrten verfolgen Abdel-Samad auch in Deutschland. Derzeit wohnt er im Ausland. Im Augustinum saßen zu seinem Schutz zwei Polizeibeamte in Zivil. Eigentlich hatte Augustinum-Kulturreferentin Olivia Schnepf, die den Auftritt gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bodensee organisierte, auch die Autorin und SPD-Politikerin Lale Akgün eingeladen, die aber aufgrund des Bahnstreiks nicht anreisen konnte.

weiterlesen

Medizindaten: Von elektronischer Patientenkarte bis zur digitalen Selbstvermessung

Immer mehr Patienten betreiben Selbstvermessung. (Deutschlandradio Kultur)

Das digitale Datenvolumen verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. Auch immer mehr Ärzte, Forscher und Firmen im Gesundheitsbereich arbeiten mit großen Datenmengen, die Patienten teilweise selbst generieren. Über die ethischen und rechtlichen Herausforderungen von Big Data haben Experten nun bei der Jahrestagung des Ethikrates diskutiert.


Von Jennifer Rieger|Deutschlandfunk

Auch im medizinischen Bereich hält die Digitalisierung Einzug, sagt Klaus Mainzer, Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Technischen Universität München:

“Wir kennen das alle aus der ärztlichen Praxis, der Mediziner oder die Medizinerin sitzen dann in der Regel am Computer, während sie mit uns Patienten sprechen und halten die Daten fest und dann kommen noch die Krankenhausdaten dazu und, und, und, das heißt es entsteht im Laufe der Zeit ein Profil von uns, das natürlich sehr hilfreich ist, die Daten können auch sofort zur Verfügung stehen, wenn uns irgendwas passiert.”

Doch nicht nur die Behandlungsdaten einzelner Patienten und die Ergebnisse klinischer Studien tragen bei zur Datenflut – inzwischen generieren Patienten auch selbst gesundheitliche Daten. Mit der Hilfe mobiler Apps oder sogenannter Wearables – digitalen Geräten, die die Nutzer am Körper tragen – können sie genau aufzeichnen, wie sie sich verhalten, was sie essen, wie viel Sport sie treiben und wie tief sie schlafen. Und auch wer seine Grippesymptome googelt, hinterlässt Hinweise auf seinen gesundheitlichen Zustand im Netz.

Enormes Potenzial für die Wissenschaft

Big Data, das steht für diese riesigen heterogenen Datenmengen – und den Umgang mit ihnen. Für die medizinische Forschung birgt Big Data enormes Potenzial, erläutert Epidemiologe Henry Völzke von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

weiterlesen

Berlin: Imame mit dem Segen des Senats

Geistlicher Beistand. Im Berliner Islamforum hat der Senat das geplante Zentrum bereits vorgestellt und erfahren, dass Verbände und Gemeinden Interesse an „Berliner“ Seelsorgern… – Foto: picture alliance / dpa

Jetzt sollen auch Berliner Universitäten islamische Seelsorger ausbilden. Wie schwierig die Gründung eines Instituts für islamische Theologie werden könnte, zeigen Erfahrungen anderer Bundesländer.


Von Claudia Keller|DER TAGESSPIEGEL

Sie suchen neue Zugänge zum Koran, erproben feministische Perspektiven, erforschen vergessene Auslegungen der heiligen Schriften. Bei alldem sind die gut 1500 Studenten der islamischen Theologie in Deutschland Pioniere. Erst seit gut drei Jahren reifen an den Universitäten Münster/Osnabrück, Frankfurt/Gießen, Tübingen, Erlangen-Nürnberg, Hamburg und Paderborn Islamgelehrte heran, die Muslime in Deutschland begleiten sollen: als Religionslehrer in den Schulen, als Imame und Seelsorger in Moscheen und Krankenhäusern, in Jugend- und Seniorenzentren.

Auch der Berliner Senat will das Fach in der Berliner Hochschullandschaft etablieren. Obwohl es hier keinen regulären Religionsunterricht gibt, wachse der Bedarf an qualifizierten muslimischen Religionslehrern, Seelsorgern und wissenschaftlichem Nachwuchs, sagt der Berliner Staatssekretär für Wissenschaft, Steffen Krach. Das geplante Zentrum soll mit drei bis vier Professoren für die unterschiedlichen Ausbildungsprofile beginnen, womöglich bereits zum Wintersemester 2017/18.

weiterlesen

Katholische Bischöfe: Sexualität ist Gabe Gottes

agorio_sex_ritesIn der Debatte um Ehe und Sexualität befürworten Bischöfe aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz eine Weiterentwicklung der katholischen Lehre.


evangelisch.de

“In einer sozial hoch komplexen und pluralen Gesellschaft kommt dem Einzelnen eine größere Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung zu”, teilte die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn mit. Oftmals folge sie nicht mehr den tradierten Mustern.

Bei einem Studientag in Rom hatten die drei nationalen Bischofskonferenzen am Montag über das Thema der vatikanische Bischofssynode im Herbst beraten. Vom 4. bis 25. Oktober will sich die katholische Kirche mit Fragen der Ehe, Familie und Sexualität befassen. Dann sollen konkrete Beschlüsse zum katholischen Ehe- und Familienverständnis sowie zur Sexuallehre gefasst werden.

weiterlesen