Archiv der Kategorie: Medien

Iran militia chief: Destroying Israel is ‘nonnegotiable’

Mohammad Reza Naqdi, commander of Iran’s Basij force (screen capture: YouTube/PresTVGlobalNews)

Basij commander Mohammad Reza Naqdi also threatens Saudis, saying their fate will be like that of Saddam Hussein


By Lazar Berman|The Times of Israel

The commander of the Basij militia of Iran’s Revolutionary Guards said that “erasing Israel off the map” is “nonnegotiable,” according to an Israel Radio report Tuesday.

Militia chief Mohammad Reza Naqdi also threatened Saudi Arabia, saying that the offensive it is leading in Yemen “will have a fate like the fate of Saddam Hussein.”

Naqdi’s comments were made public as Iran and six world powers prepared Tuesday to issue a general statement agreeing to continue nuclear negotiations in a new phase aimed at reaching a comprehensive accord by the end of June.

In 2014, Naqdi said Iran was stepping up efforts to arm West Bank Palestinians for battle against Israel, adding the move would lead to Israel’s annihilation, Iran’s Fars news agency reported.

“Arming the West Bank has started and weapons will be supplied to the people of this region,” Naqdi said.

“The Zionists should know that the next war won’t be confined to the present borders and the Mujahedeen will push them back,” he added. Naqdi claimed that much of Hamas’s arsenal, training and technical knowhow in the summer conflict with Israel was supplied by Iran.

read more

Istanbul: Akute Bebengefahr bestätigt

Istanbul und die Nordanatolische Verwerfung, rot: das Cinarcik-Segment im Marmara-Meer © Mike Norton / CC-by-sa 3.0

<

Akute Gefahr: Die türkische Millionenstadt Istanbul sitzt auf einer seismischen Zeitbombe. Erneut haben Seismologen Hinweise darauf gefunden, dass sich das nächste Beben entlang der Nordanatolischen Verwerfung direkt vor den Toren der Stadt ereignen könnte. Denn nur wenige Kilometer südlich von Istanbul liegt ein Segment der Störung, an der eine Entladung überfällig ist, wie die Forscher berichten.


scinexx

Istanbul gilt als hochgradig erdbebengefährdet. Denn nur rund 20 Kilometer südlich der Millionenstadt verläuft ein Arm der Nordanatolischen Verwerfung – einer Störung in der Erdkruste, entlang der immer wieder Erdbeben auftreten. Bereits 2013 warnten Seismologen, dass der Abschnitt der Verwerfung, der der Stadt am nächsten liegt, bereits überfällig für ein Beben sein könnte. Einige Forscher erwarten sogar eine Entladung der Spannungen in mehrfachen Beben.

Laureen Drab von der Ecole Normale Superieure in Paris und ihre Kollegen haben nun den Teil der Nordanatolischen Verwerfung näher untersucht, der unmittelbar südlich von Istanbul durch das Marmara-Meer verläuft. Anhand von Sedimentbohrkernen aus dem Meeresgrund ermittelten sie, wann die letzten Erdbeben an diesem sogenannten Cinarcik-Segment auftraten. Erkennen lässt sich dies an charakteristischen Turbulenzen im Sediment.

weiterlesen

5 Thesen zu kulturweit: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen

Auswärtiges Amt © MiG

kulturweit ist ein Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes. Offiziell trägt sie zur Völkerverständigung bei. Tatsächlich werden aber die deutsche Sprache und Kultur verbreitet. Es geht also darum, dass sich die Welt auf deutsch verständigt.


Von Genia Bless|MiGAZIN

Spätestens seit 2008 der entwicklungspolitische Freiwilligendienstes weltwärts mit mehreren tausend Plätzen jährlich gestartet ist, gibt es in Deutschland eine größere kritische Debatte über den Sinn und Unsinn von internationalen Freiwilligendiensten: Junge, meist unausgebildete Deutsche reisen für ein Jahr lang in den Globalen Süden um in sogenannten Entwicklungsprojekten mit anzupacken. weltwärts wurde in den Medien, in der Wissenschaft und innerhalb der entwicklungspolitischen Szene selbst immer wieder scharf kritisiert: Als “Egotrip ins Elend” oder als kolonial-rassistisches Programm. Als eine Person, die ich mich kritisch mit deutscher Außenpolitik befasse, überrascht mich in der Debatte die Ruhe um den kleinen Bruder kulturweit.

Der “internationale kulturelle Freiwilligendienstkulturweit ist der Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes und wird von der Deutschen UNESCO Kommission durchgeführt. Jährlich reisen etwa 400 Freiwillige für 6-12 Monate in Länder des Globalen Südens sowie nach Osteuropa um in einer Institution der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, wie z.B. einem Goethe-Institut oder einer deutschen Schule mitzuarbeiten. kulturweit hat im Herbst 2014 seinen fünften Geburtstag gefeiert und bisher gab es ausschließlich positive Kritiken und Berichte. Es ist also durchaus an der Zeit, kulturweit einmal grundsätzlich infrage zu stellen.

weiterlesen

AfD-Veranstaltung: Ulfkotte in der Defensive

Körperverletzung oder nicht? Redner Ulfkotte rangelt am Freitag mit dem 15-jährigen Juso-Mitglied. Foto: Privat

Der Rechtspopulist Udo Ulfkotte bestreitet die Vorwürfe der Körperverletzung und der Nötigung bei einer AfD-Veranstaltung in Dietzenbach. Dort waren auch NPD-Mitglieder anwesend


Von Fabian Scheuermann und Annette Schlegl|Frankfurter Rundschau

Der Rechtspopulist Udo Ulfkotte hat sich am Montag auf Facebook von den Vorwürfen distanziert, am Freitagabend bei einer Veranstaltung der AfD in Dietzenbach einen 15-jährigen Jungsozialisten (Juso) angegriffen und diesem in der Folge im Internet gedroht zu haben. Zugleich schloss Ulfkotte eine weitere Zusammenarbeit mit der AfD aus, da die Partei offensichtlich nicht in der Lage sei, „die Sicherheit von Teilnehmern“ seiner Veranstaltungen zu gewährleisten.

Der 15-Jährige hatte Anzeige gegen Ulfkotte wegen Körperverletzung erstattet, woraufhin dieser auf Facebook geschrieben hatte: „Einfach geil, wenn er mich angezeigt hat, dann habe ich seine Adresse.“ In seiner Stellungnahme ruderte Ulfkotte nun zurück. Er habe sich lediglich darauf gefreut, im Laufe eines Strafverfahrens an die Adresse des 15-Jährigen zu kommen, um den „Störer“ von künftigen Veranstaltungen ausschließen zu können. Zum Vorwurf der Körperverletzung schrieb Ulfkotte: „Mein Körperkontakt mit ihm dauerte weniger als eine Sekunde.“

weiterlesen

Kuveyt Türk Bank AG: Neue Islambank verbietet Prostitution und Zinsen

Ein Passant vor der Niederlassung der Islambank in Istanbul. Mit dem deutschen Hauptsitz in Frankfurt am Main und geplanten Filialen in Berlin und Mannheim will die Kuveyt Türk (KT) Bank AG den deutschen Markt aufrollen. dpa

Die erste Islambank will den deutschen Bankensektor aufmischen. Investitionen in Geschäftsfelder wie Rüstung, Alkohol, Glücksspiel oder Prostitution sind tabu. Dafür gilt das Zinsverbot des Korans.


Von Julia Giertz|DIE WELT

Trotz eines hohen Anteils muslimischer Bevölkerung war Deutschland beim “islamic banking” bislang ein weißer Fleck auf der Landkarte. Muslimische Menschen zwischen Flensburg und Konstanz haben künftig eine religionskonforme Alternative zum westlichen Banking: Die Kuveyt Türk (KT) Bank AG hat fünf Jahre nach der Eröffnung eines Finanzdienstleistungsinstituts in Mannheim Mitte März die Vollbanklizenz für Firmen- und Privatkundengeschäft erhalten.

Damit gibt es den Angaben zufolge erstmals in Deutschland und in der Euro-Zone eine islamische Bank. Die Schwerpunkte des “islamic banking” liegen in Europa in London, global in Malaysia und Bahrain.

weiterlesen

Ärzteverbände: Schweigepflicht steht zu Recht unter Schutz

Trotz des Flugzeugunglücks: Mediziner warnen davor, an der ärztlichen Schweigepflicht zu rütteln. Der Hartmannbund regt an, Krankschreibungen ohne Diagnosedetails bei bestimmten Berufen direkt an den Arbeitgeber zu übermitteln.


kath.net

Ärzteverbände mahnen zur Vorsicht angesichts einer geforderten Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht nach dem Flugzeugabsturz. «Die bislang bekannt gewordenen Hintergründe des schrecklichen Flugzeugabsturzes vom vergangenen Dienstag dürfen nicht zu vorschnellen politischen und rechtlichen Entscheidungen verleiten», sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, am Montag in Berlin. Die ärztliche Schweigepflicht und das verfassungsrechtlich geschützte Patientengeheimnis seien «ein hohes Gut» und Menschenrecht, betonte Montgomery.

weiterlesen

Heidegger Antisemitismus: Es denkt ja keiner mehr

Martin Heidegger (1889-1976). Foto: dpa

Fortgesetztes Streiten, und jetzt steht offenbar eine neue Runde bevor: Ist die Philosophie Heideggers noch zu retten?


Von Dirk Pilz|Frankfurter Rundschau

Und noch einmal 500 Seiten Heidegger. Band 97 der Gesamtausgabe, „Anmerkungen I – V (Schwarze Hefte 1942 – 1948)“. Sehr viel über das „Geschwätz“ allerorten und die „heute Stil gewordene Angst vor dem Denken“, über die „machenschaftliche“ Technik, über die Demokratie („Deckname für den planetarischen Schwindel“) – und über den Nationalsozialismus. Das ist nicht überraschend.

Vor einem Jahr erschienen die ersten drei Bände dieser „Schwarzen Hefte“, benannt nach der Farbe des Einbandes: Notizen Heideggers in schwarzen Kladden. Die Gesamtausgabe ist keine historisch-kritische, keine, die Streichungen, Ergänzungen und Änderungen dokumentiert, sondern eine „Ausgabe letzte Hand“. Sie wurde noch vor Heideggers Tod 1976 begonnen, und er wollte gern, dass diese „Schwarzen Hefte“ die Gesamtausgabe abschließen. Sie waren ihm besonders wichtig, um 1970 hat er sie noch einmal genau durchgesehen.

weiterlesen

“Armee der Eroberer” nimmt auch Europa ins Visier

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Radikale Islamistengruppen kämpfen vereint gegen Syriens Präsidenten und erobern die strategisch wichtige Stadt Idlib. Das ist nur eine Zwischenstation – dann wollen sie Istanbul und Rom erobern.


Von Alfred Hackensberger|DIE WELT

Mit dem Vorschlaghammer werden zuerst die Nase und dann die Augen zerstört. Wie wild hämmert ein Mann auf das Gesicht einer überlebensgroßen Statue von Hafis al-Assad ein. Nichts soll mehr an den ehemaligen Diktator Syriens und Vater des jetzigen Präsidenten Baschar al-Assad erinnern. Alle Spuren des Regimes sollen komplett ausgelöscht werden. Es sind symbolträchtige Szenen wie diese, die sich derzeit in Idlib abspielen.

Ein Großteil der Provinzhauptstadt im Nordwesten des Landes wurde am Wochenende von radikal-islamistischen Rebellengruppen unter der Führung der Nusra-Front erobert. Es gab endlose Freudensalven, Kämpfer beteten auf den Straßen. Zwar hatten die Extremisten zuvor bereits die ländlichen Gebiete rund um Idlib unter ihre Kontrolle gebracht, waren aber seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor vier Jahren nie bis in das Stadtzentrum vorgedrungen.

weiterlesen

Endgültiges Aus für Krebstest-Patente

Dave Fayram / Flickr / cc-by-2.0

Myriad Genetics wird andere Biotech-Firmen nicht mehr wegen der Verletzung seiner Gentestpatente verklagen.


Von Veronika Szentpetery|Technology Review

Das US-Gentechnikunternehmen strebt einem Sprecher zufolge an, laufende Prozesse durch Vergleiche beizulegen. Die Entscheidung folgt auf das Urteil eines Berufungsgerichts, das Ende 2014 Myriad Patentansprüche entzogen hat.

Das Unternehmen besaß lange ein lukratives Monopol für Gentests, die Hinweise auf das Risiko für bestimmte Brust- und Eierstocktumore liefern. Darüber hinaus deckten die Patente auch die getesteten Gene selbst ab – also BRCA1 und BRCA2 samt Mutationen.

weiterlesen

Erdogan-Tochter rechtfertigt Benachteiligung von Frauen im Islam

Recep Tayyip Erdogan mit seiner Frau Emne und seine jüngere Tochter Sumeyye. – Foto: dpa

Sümeyye Erdogan, Tochter des türkischen Präsidenten, hat die Diskriminierung von Frauen im Erbrecht des Islam gerechtfertigt. Die 30-Jährige erwägt eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen im Juni


DER TAGESSPIEGEL

Die jüngste Tochter des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Sümeyye Erdogan, hat die Benachteiligung von Frauen im Erbrecht des Islam gerechtfertigt. Angesichts der größeren Verantwortung für Männer als Brotverdiener nach den Regeln des Islam sei es nur gerecht, wenn Söhne einen größeren Erbanteil erhielten als Töchter, sagte Sümeyye Erdogan laut türkischen Medienberichten vom Montag bei einem Vortrag in Brüssel.
Erdogan kritisierte die Feminismus-Bewegung, wandte sich gleichzeitig aber auch gegen die Unterdrückung von Frauen in islamischen Staaten.

weiterlesen

Massenvernichtungswaffen: Studienverbot für verdächtige ausländische Studenten

Milzbrandsporen. Bild: CDC

In Großbritannien wurden seit 2007 fast 1000 Postgraduierte abgewiesen, Abgeordnete wollen nun auch britische Studenten einbeziehen, die “homegrown” Terroristen werden könnten


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Im Vorlauf zum Irak-Krieg, als die US-Regierung mit der Hilfe der britischen Regierung “Beweise” dafür fabrizierten, dass Hussein weiterhin Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen habe, kam auch Rihab Taha ins Spiel. Die auch “Dr Germ” genannte Wissenschaftlerin hat in Großbritannien 1980-1984 Mikrobiologie studiert und sich mit pflanzlichen Toxinen beschäftigt. Sie galt zusammen mit Huda Salih Mahdi Ammash oder “Mrs Anthrax” als der Kopf hinter dem irakischen Programm zur Herstellung von biologischen Waffen. Beide Frauen wurden festgenommen und 2005 wieder von den Amerikanern aufgrund nicht wirklich bekannter Gründe aus der Haft entlassen (Absolution für die Bösen).

Vermuten lässt sich nur, dass Taha, die sich den Amerikanern gestellt hatte, bereitwillig über das Waffenprogramm gesprochen haben wird. Nach dem ersten Golfkrieg hatte sie gegenüber UN-Inspektoren zugegeben, Anthrax, Clostridium, Rizin etc. hergestellt zu haben. Vermutlich wurde dabei klar, dass es nach dem ersten Golfkrieg kein solche Programm mehr gab. Dazu kommt, dass die USA dem einstigen Verbündeten gegen den Iran neben chemischen Waffen auch Kulturen von Milzbrand, Botulinum, Clostridium, West-Nil-Virus oder Pest geliefert hatte. Gut möglich also, dass man lieber keinen Prozess wollte, der manches schwarze Kapitel der US-Politik noch einmal hätte aufkommen lassen, nachdem man bereits unter falschen Behauptungen den Krieg legitimiert hatte (Der Irak, die USA und die Massenvernichtungswaffen). Ganz ausgeschlossen ist aber auch nicht, dass sie auf Druck des al-Qaida-Führers al-Sarkawi, auf den der Islamische Staat zurückgeht, freigelassen wurde. Dieser hatte 2004 drei Geiseln genommen (und getötet) und die Freilassung aller gefangenen Frauen verlangt. Die einzig bekannten weiblichen Gefangenen der Amerikaner waren Taha und Ammash.

weiterlesen

Ungleiche Verteilung der Geschlechter: Es ist ein Junge!

Geschlechterverteilung bei der Geburt: Hier haben Jungen die Nase vorn© Colourbox

Sie sind schwanger? Dann dürften Sie sich mit höherer Wahrscheinlichkeit auf einen Sohn als auf eine Tochter freuen. Die Gründe dafür untersuchten Wissenschaftler.


stern.de

Weltweit kommen mehr Jungen auf die Welt als Mädchen. Richtig neu ist diese Erkenntnis nicht, allerdings suchen Wissenschaftler noch immer nach Gründen für dieses Phänomen. In Deutschland kamen etwa im Jahr 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 350.000 Jungen zur Welt – und nur knapp 332.000 Mädchen. Das entspricht einem Verhältnis von 51 zu 49 Prozent. Eine Erklärung für die ungleiche Geschlechterverteilung liefern nun Wissenschaftler aus Großbritannien und den USA in den “Proceedings” der US-Nationalen Akademie der Wissenschaft (“PNAS”).

weiterlesen

Mazyek und Seligmann setzen Zeichen für religiöse Toleranz

Foto: dpa/Soeren Stache

Mit der Kippa durch Kreuzberg: Als Zeichen für religiöse Vielfalt sind der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, und der jüdische Publizist Rafael Seligmann gemeinsam durch Berlin spaziert.


evangelisch.de

Seligmann trug bei dem Treffen am Montag im Stadtteil Kreuzberg die traditionelle jüdische Kippa, Mazyek eine muslimische Gebetskappe. Die beiden hatten sich Anfang März bei einem gemeinsamen Auftritt in der “Phoenix”-Talkshow “Unter den Linden” zu der Aktion verabredet.

Mazyek wertete den Spaziergang als Zeichen, dass das Miteinander der Religionen “nicht nur möglich, sondern selbstverständlich” sei. Seligmann sagte, auch wenn er die Kippa privat nur beim Gebet und in der Synagoge trage, wolle er für Glaubensfreiheit und Menschenwürde demonstrieren.

Schweizergarde: Kommandant gegen Öffnung für Frauen und Ausländer

Screengrab youtube

Screengrab youtube

Der Kommandant der Schweizergarde, Christoph Graf, hat sich gegen Frauen und Ausländer in der Schweizergarde ausgesprochen. “Die Zeit für eine Frau in der Garde ist nicht reif”, betonte Graf in einem Interview der “Aargauer Zeitung” (Montag). “Wir haben eine Tradition, die seit 500 Jahren andauert und von der wir leben”, so Graf. Dasselbe gelte für die katholische Kirche. “Wo würde das hinführen, wenn sie jeder Modeströmung hinterherlaufen würde? Am Ende hätten wir plötzlich Bischöfinnen oder sogar eine Päpstin.”


kathweb

Mit Blick auf eine mögliche Öffnung der Schweizergarde für andere Staatsangehörige betonte Graf, die Mitgliedschaft werde ein “Privileg” für Schweizer bleiben: “Die Garde wird eher aufgelöst, als dass sie Ausländer aufnimmt. Dazu ist sie zu stolz.” Derzeit habe die Garde genügend Nachwuchs, da es nach der Wahl von Papst Franziskus einen regelrechten Schub gegeben habe. Schwierig sei, dass die heutige Jugend “keine große Beziehung mehr zur Kirche und zum Glauben” habe. Beides sei für den Eintritt in die Schweizergarde jedoch unabdingbar.

weiterlesen

Kometen haben Merkur völlig eingerußt

MESSENGER image of Mercury. Credit: NASA/JHU/AP​L/CIW

MESSENGER image of Mercury. Credit: NASA/JHU/AP​L/CIW

Merkur ist dunkler als der Erdmond – doch keiner weiß warum. Jetzt zeigt sich: Schuld ist wohl Kohlenstoff.


Von Lars Fischer|Spektrum.de

Merkurs Oberfläche reflektiert weit weniger Licht als die des Erdmondes, doch niemand weiß warum P;- dem innersten Planeten fehlen jene Eisenminerale, die viele andere Himmelskörper eindunkeln. Dieses lange ungelöste Rätsel hat nun ein Team um Megan Bruck Syal vom Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien vermutlich gelöst. Nach den Ergebnissen der Forscherin sind Mikrometeoriten verantwortlich – kleine Bruchstücke von Kometen, die in großen Mengen auf Merkur niederrieseln und dabei sehr viel dunklen Kohlenstoff auf die Oberfläche bringen. Laut Bruck Syal macht dieser Ruß bis zu sechs Prozent des Oberflächenmaterials aus.

weiterlesen

Experiments show that impact material is significantly darkened when impacts occur in the presence of complex organics. Credit: NASA/Ames/Brown Univers​ity

Worauf Mitarbeiter der US-Flugsicherheit achten

TSA-Mitarbeiter beim Gepäckscannen. Foto: TSA

The Intercept hat eine geleakte Liste mit Kriterien veröffentlicht, nach denen Mitarbeiter der US-Luftsicherheitsbehörde TSA entscheiden sollen, welche der wartenden Passagiere sie für eine intensivere Durchsuchung und Überprüfung herauswinken sollen und welche nicht.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Die Kriterien sind mit Punkten versehen, durch deren Addition und Subtraktion TSA-Angestellte errechnen können, wer auf der Herauswinkliste wie weit oben steht. Einen Punkt bringt es zum Beispiel, wenn der Passagier ein auffällig blasses Gesicht hat, das aus einem unlängst abrasierten Salafistenbart resultieren könnte. Auch Schweißgeruch zählt – wegen der verstärkten Transpiration bei Stress – zu den Eigenschaften, die die Chancen auf eine intensive TSA-Überprüfung um einen Punkt erhöhen. Zuspätkommen oder das Vermeiden von Augenkontakt können dem Passagier ebenfalls einen Punkt einbringen.

Wenn der Fluggast keines dieser Stresssymptome zeigt, sondern dem TSA-Mitarbeiter grimmig ins Gesicht blickt, erhöht sich das Verdachtskonto nicht nur um einen, sondern gleich um zwei Punkte. Die erhält auch jemand, der “arrogant” wirkt, zögert, bevor er sich in die Kontrollschlange einreiht, oder seine Tasche besonders fest hält. Noch verdächtiger (drei Punkte) macht er sich, wenn er dem Kontrollpersonal Fragen zu den Kontrollen stellt, “verwirrt” wirkt oder “verkleidet” beziehungsweise “vermummt” aussieht.

weiterlesen

Jesus-Bücher von BXVI. kommen ins Fernsehen

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Das Bayerische Fernsehen zeigt an Ostersonntag und Ostermontag (5. und 6. April) jeweils um 20.15 Uhr eine zweiteilige “stationen.Dokumentation” zur Jesus-Trilogie des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Unter dem Titel “Das Antlitz Christi” machte sich Autor und Regisseur Ingo Langner auf die Suche nach dem Angesicht Jesu, wie die Filmproduktionsgesellschaft Tellux erklärte. Dies könne in der Bibel, im Nächsten, in der Welt oder in Bildern und im Gebet geschehen. Die Dokumentation soll eine filmische Annäherung an die 2006, 2010 und 2010 publizierten Bücher der Reihe “Jesus von Nazareth” sein.


kathweb

Langner trifft auf seiner Reise die Kurienkardinäle Kurt Koch und Gerhard Ludwig Müller, Erzbischof Georg Gänswein, die Theologin Petra Heldt in Jerusalem oder den Missionsbenediktiner Gerhard Lagleder in Südafrika. Auch der Leipziger Papst-Maler Michael Triegel kommt in der Dokumentation vor. Dessen Gemälde werden dabei aus ungewöhnlicher Perspektive gezeigt, so die Tellux.

Wann entstand Ostern?

frohe_osternTheologisch gesehen entstand das Christentum erst wegen der Ereignisse in der Karwoche. Sie beendet die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat, erinnert an Leid und Schmerz der letzten Tage Jesu und führt zur Erlösung aus dem irdischen Menschsein und zum ewigen Leben – die Basis der größten Weltreligion.


kurier.at

Anfangs wurde die Ostergeschichte an nur einem Tag gefeiert. Erst im dritten Jahrhundert entstand die Idee einer einwöchigen Vorbereitung, bald darauf wurden drei heilige Tage (triduum paschale) eingeführt: Gründonnerstag bis Ostersonntag bilden seitdem den Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres. In der Messfeier zum Letzten Abendmahl am Gründonnerstag Abend wird kein Schlusssegen gesprochen, Karfreitag und Karsamstag sind die einzigen Tage im Jahr, an denen keine Messe gelesen wird. Die Glocken fliegen symbolisch nach Rom, statt des Läutens setzte sich der Brauch des Ratschens durch. Erst in der Osternacht endet der Gottesdienst wieder mit Schlusssegen und ordentlicher Entlassung.

weiterlesen

Kurienkardinal: Ehenichtigkeitsprozesse künftig rascher

Themenbild

Themenbild

Im Vatikan kommt die Prüfung der Möglichkeiten, Ehenichtigkeitsverfahren zu beschleunigen, zügig voran: Voraussichtlich bis Juni werden die beiden dafür eingesetzten Kommissionen ihre Ergebnisse dem Papst vorlegen, hat Kardinal Francesco Coccopalmerio, Präsident des vatikanischen Rates für Gesetzestexte, in Wien gegenüber “Kathpress” erklärt. “Die Vorschläge werden der Bischofssynode zu Ehe und Familie im Herbst zur Verfügung stehen.” Dass dann bereits eine Entscheidung folge, sei “sehr wahrscheinlich und auch notwendig”, so der Kardinal am Rande eines Vortrags über das Kirchenrecht, den er kürzlich im Wiener Theater- und kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum Don Juan Archiv hielt.


kathweb

Für ein schnelleres Verfahren sei es etwa möglich, dass künftig nur noch eine Gerichtsinstanz ein Urteil treffen muss, stellte Coccopalmerio in Aussicht. Bislang muss jeder Fall mindestens zwei Instanzen durchlaufen – nämlich Diözesan und Metropolitangericht – und bedarf unter Umständen noch einer dritten Instanz – in der Regel der Rota Romana -, damit zwei gleichlautende Urteile vorliegen. Dass Nichtigkeitsprozesse bald einfacher werden, hat Papst Franziskus bereits mehrmals angekündigt. Die dabei häufige Bezeichnung als “Annullierung” sei falsch, wie der Kardinal betonte: “Die Kirche kann eine geschlossene Ehe nicht lösen, sondern nur feststellen, dass sie ungültig ist und nie bestanden hat, wenn die Voraussetzungen dafür fehlten.”

Um bei den Voraussetzungen anzusetzen, bezeichnete es der Kurienkardinal als entscheidend, dass parallel auch mehr Augenmerk auf die Ehevorbereitung sowie auch die ständige Begleitung in den ersten Ehejahre gelegt werde; eine Intensivierung auf diesem Gebiet hatte bereits die außerordentliche Bischofssynode vergangenen Herbst gefordert. Coccopalmerio verwies darauf, dass in der konkreten Durchführung neben der Erstellung von Büchern und Unterlagen für die Katechese auch die vermehrte Einbindung von Laien sinnvoll sei: “Ältere Ehepaare können die Jüngeren begleiten.”

Lösung bei Wiederverheirateten “sicher möglich”

Für die im Herbst 2015 angesetzte Bischofssynode wünsche er, dass eine Möglichkeit für den Sakramentenempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen gefunden werde, erklärte der Kardinal. Er selbst sei “hoffnungsvoll”, dass hier eine Lösung zustande komme, auch da diese aus Sicht des Kirchenrechtes “sicherlich möglich” sei. Zum Bewahren von Ruhe mahnte er angesichts der verschiedenen Positionen unter den Synodalen und der schwierigen Konsensfindung. Die Bischofsversammlung sei doch vor allem ein geistiger Prozess: “Wir müssen um den Heiligen Geist beten.”

Die von Papst Franziskus im Umfeld der Synode immer wieder eingeforderte Barmherzigkeit sei kein Gegensatz zur Gerechtigkeit, so der Präsident des Rates für Gesetzestexte: Recht und Barmherzigkeit gehörten zusammen und seien nicht voneinander zu trennen. Barmherzigkeit rechtfertige ein fehlerhaftes Verhalten eines Menschen nicht, ermögliche jedoch, ihn anzunehmen. “Wahre Gerechtigkeit ist Liebe zu jenen, die etwas brauchen – also Barmherzigkeit”, erklärte der Kardinal. Allgemein enthalte jedes Gesetz eine Pflicht gegenüber anderen, welche ein Ausdruck der Liebe sein solle. Coccopalmerio: “Für das Kirchenrecht gilt das besonders.”

weiterlesen

Gröhe, Joost und Schwaetzer in neuer EKD-Synode

Foto: epd-bild/Norbert Neetz /Steffen Schellhorn

Der neuen Synode der Evangelische Kirchen in Deutschland (EKD) gehören erneut etliche Spitzenpolitiker und bekannte Wissenschaftler an. Neben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der SPD-Sozialpolitikerin Kerstin Griese wird auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, wieder im Kirchenparlament mitarbeiten, wie die EKD am Montag in Hannover mitteilte.


evangelisch.de

Neu in der 12. Synode, die vom 1. bis 3. Mai zu ihrer konstituierenden Sitzung in Würzburg zusammenkommt, sind die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost, sowie die frühere sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos).

Die Synode ist das gesetzgebende Leitungsorgan der EKD. Sie berät auf ihren Tagungen, die gewöhnlich einmal im Jahr stattfinden, neben kirchlichen Angelegenheiten auch gesellschaftliche Schwerpunktthemen. In die Amtszeit der neuen Synodalen, die für sechs Jahre bestimmt worden sind, fällt unter anderem das Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Dem Kirchenparlament gehören 120 Mitglieder an. 100 Synodale werden von den 20 Landeskirchen gewählt. Darüber hinaus beruft der Rat der EKD 20 Vertreter aus Politik, wichtigen Gesellschaftsgruppen sowie von Universitäten. Unter anderen gehören der Berliner Historiker Paul Nolte, die Göttinger Dogmatik-Professorin Christine Axt-Piscalar und der Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden, Matthias Rogg, der Synode an.