Archiv der Kategorie: Medien

Forscherin: “Islamischer Staat” will Terrornetz in Europa ausbauen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

In der deutschen salafistischen Szene kursiert seit kurzem eine Anleitung der Terrormiliz “Islamischer Staat”, wie gezielt Kämpfer in Europa angeworben und für den Dschihad ausgebildet werden können.


evangelisch.de

Unter dem Titel “How to survive in the West” stehe darin genau beschrieben, wie sich die Anhänger des “wahren Islam” verhalten sollten, sagte die Göttinger Religionswissenschaftlerin Nina Käsehage der “Braunschweiger Zeitung” (Samstagsausgabe). Unter anderem würden auch mögliche Anschlagsziele genannt und Anweisungen zum Aufbau sogenannter Schläferzellen gegeben.

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Bern: Protest gegen Udo Ulfkotte

Mina Ahadi und Udo Ulfkotte demonstrieren mit KIK gegen Islamkritik unautorisierter Bürger

Mina Ahadi und Udo Ulfkotte demonstrieren mit KIK gegen Islamkritik unautorisierter Bürger

Ein Buchladen in Bern verkauft Werke eines umstrittenen deutschen Verlags. Linksaktivisten prangern insbesondere den Autoren Udo Ulfkotte an.


20min.ch

Ein Werk des rechtspopulistischen deutschen Autors Udo Ulfkotte liegt in einer Berner Filiale des Buchhändlers Thalia auf. Der ehemalige FAZ-Journalist hatte im Jahr 2011 Schlagzeilen gemacht, als er behauptete, dass «orientalische Erntehelfer» ihre Notdurft in Erdbeerfeldern verrichten und damit Ehec-Bakterien verbreiten würden, um Konsumenten zu schaden. Ulfkotte sprach von einem «Fäkalien-Dschihad».

«Rückwärtsgewandte Ideologien»

Dass Ulfkottes neustes Buch «Gekaufte Journalisten – Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken» nun in Bern verkauft wird, stösst Linksaktivisten der Autonomen Gruppe Bern sauer auf: «Das offene Angebot mitten in Bern suggeriert, das der Konsum des Verlags, des Autors und die Verbreitung der Inhalte bedenkenlos seien.» Man wehre sich gegen die «schleichende Verbreitung» solcher Literatur, da sie sich durch «Hetze und rückwärtsgewandte Ideologien» auszeichne. Die Aktivisten fordern einen Verkaufsstopp.

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Dodo Müller: „Tötung unschuldiger Menschen im Mutter­schoß“

Gerhard L. Müller links im Bild

Gerhard L. Müller links im Bild

Politiker und Geistliche kritisieren die massenhafte Abtreibung von gesunden Embryonen bei Mehrlingsschwangerschaften in Deutschland, den sogenannten Fetozid.


FOCUS ONLINE

Laut FOCUS gehen Experten von mehreren Hundert Fällen im Jahr aus, genaue Zahlen existieren jedoch nicht. CDU-Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe forderte im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS „eine belastbare Meldepflicht“. Es müsse klar sein „dass Fetozide bei Mehrlingsschwangerschaften unter den Paragraphen 218 fallen, damit wenigstens eine Beratung der Frau stattfindet“.

Der Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Leiter der Abteilung für Öffentliche Verantwortung, Friedrich Hauschildt, sagte gegenüber FOCUS, die Reduktion durch Fetozid sei ein „schwerwiegendes ethisches Dilemma“. Wenn die Mehrlingsschwangerschaft durch künstliche Befruchtung zustande komme, werde „dieses Dilemma oft in Kauf genommen“, da in der Regel mehrere befruchtete Eizellen eingepflanzt würden. Hauschildt: „Die EKD steht deshalb und aus weiteren Gründen der künstlichen Befruchtung kritisch gegenüber.“

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Türkei empört über Gaucks Völkermord-Aussage

Joachim_Gauck Die Äußerungen des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck zum “Völkermord” an den Armeniern haben eine diplomatische Krise mit der Türkei ausgelöst. “Das türkische Volk wird dem deutschen Präsidenten Gauck seine Aussagen nicht vergessen und nicht verzeihen”, erklärte das Außenministerium in Ankara am späten Freitagabend.


derStandard.at

Gauck hatte die Massaker an bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg am Donnerstagabend erstmals klar als Völkermord bezeichnet. Das Staatsoberhaupt setzte sich damit über Bedenken hinweg, dass die Einordnung des damaligen Geschehens als Völkermord die Beziehungen zur Türkei beschädigen könnte.

Am Freitag schloss sich der Bundestag dieser Bewertung an. “Das, was mitten im Ersten Weltkrieg im Osmanischen Reich stattgefunden hat, unter den Augen der Weltöffentlichkeit, war ein Völkermord”, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Redner aller Fraktionen teilten diese Einschätzung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) meldeten sich nicht selbst zu Wort.

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Plante Al Kaida Anschlag auf Vatikan?

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Vor fünf Jahren haben Mitglieder der Terrororganisation Al Kaida offenbar einen Bombenanschlag auf den Vatikan geplant. Bei einer Razzia entdeckte die italienische Polizei nun einen Stützpunkt der Extremisten auf Sardinien.


tagesschau.de

Ein Ableger der Extremistenorganisation Al Kaida hat nach Angaben der italienischen Behörden offenbar einen Anschlag auf den Vatikan geplant. “Wir haben keine Beweise, aber einen starken Verdacht”, sagte Chef-Ermittler Mario Carta. Es gebe Hinweise, dass die Verdächtigen 2010 einen Bombenanschlag vorgehabt hätten, so die Staatsanwaltschaft auf Sardinien.

In abgehörten Telefonaten hätten die Verdächtigen von einem “großen Dschihad in Italien” gesprochen und den Vatikan als ein Ziel angedeutet.

Die Polizei habe einen möglichen Selbstmordattentäter aufgehalten, der im März 2010 – als Papst Benedikt XVI. im Amt war – am Flughafen Fiumicino gelandet sei. “Wir sprechen von einem Anzeichen, das auf die Vorbereitung eines möglichen Anschlags hindeutet”, so Staatsanwalt Mauro Mura. Ohne die Pläne zu realisieren, habe er aber Italien verlassen. Es sei nicht klar, warum.

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Bullshistic: Die Kraft der Religion

DPA

Die öffentliche Präsenz von Religion in Deutschland bewegt sich in diesen Tagen zwischen Trost und Terror. Soll sie deshalb Privatsache werden – oder ihr Wahrheitspotential offensiver zur Geltung bringen? Eines ist sicher: Mehr denn je brauchen wir in Deutschland wie in Europa Orte und Zeitpunkte der öffentlichen Auseinandersetzung mit Religion.


Dr. Heinrich Bedford-Strohm|Frankfurter Allgemeine

Religion hat Kraft. Wie kraftvoll sie ist, das ist für Christen selten so greifbar wie in den Tagen vor und nach Ostern. Es tut gut, eine religiöse Sprach- und Bildwelt zu haben, um Trauer und Schmerz zu bewältigen. Gerade dann, wenn eigene Worte fehlen. Die zweitausend Jahre alte Botschaft vom Sieg des Lebens über den Tod kann uns Halt schenken, wo alle Hoffnung verloren scheint. Das spüren auch Menschen, die sich sonst eher als religiös unmusikalisch bezeichnen würden.

Die Attentate von Paris, Kopenhagen, Tunis und Sanaa wie auch die massive Polizeipräsenz in deutschen Städten sprechen eine andere Sprache. Ließe man sich ganz von den damit verbundenen Eindrücken leiten, könnte es gar so erscheinen, als sei Religion zum Sicherheitsrisiko geworden. Die öffentliche Präsenz von Religion in Deutschland bewegt sich in diesen Tagen zwischen Trost und Terror. Die medial inszenierte Ikonographie der Gewalt im Namen von Religion hat Spuren hinterlassen und lastet als Hypothek auf uns allen.

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Chef-Ökonom der Citigroup fordert die Abschaffung von Bargeld

Mammonism

Geld-Religion

Weil mit Bargeld die Negativ-Zinsen umgangen werden können, fordert der Chefökonom der Citigroup, Willem Buiter, die Abschaffung von Cash. Bei Straf-Zinsen sei es nur logisch, dass Bank-Kunden ihre Einlagen abziehen. Dies müsse mit dem Verbot verhindert werden.


Deutsch Türkische Nachrichten

Willem Buiter, Chefökonom der Citigroup, fordert die Abschaffung von Bargeld. Denn er ist der Auffassung, dass in schwachen Konjunkturphasen die Notenbanken die Zinsen immer weiter senken würden, berichtet Bloomberg. Unter die Null-Grenze könnten die Zinsen hingegen kaum gedrückt werden, da die Anleger in Bargeld ausweichen würden. Bargeld bietet den Anlegern eine gute Möglichkeit, um Negativ-Zinsen zu umgehen. Dies könnte mit dem Verbot verhindert werden.

Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff schlug schon vergangene Woche die vollständige Abschaffung von Bargeld vor
. „Die Zentralbanken könnten auf diese Weise leichter Negativzinsen durchsetzen, um so die Wirtschaft anzukurbeln“, sagte er bei einer Vorlesung in München. „Außerdem könnten Steuerflucht und Drogenkriminalität besser bekämpft werden“, fügte er hinzu. „Papiergeld ist das entscheidende Hindernis, die Zentralbank-Zinsen weiter zu senken. Seine Beseitigung wäre seine sehr einfache und elegante Lösung für dieses Problem“. Außerdem wären die Bürger dann gezwungen, jeden Cent den Finanzbehörden zu melden.

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So gar nicht koscher

justiz_grossEin Metzger und sein Geschäftsführer verkaufen in 800 Fällen Fleisch als koscher, obwohl es das nicht ist. Das Landgericht verurteilt die beiden wegen Betruges zu Bewährungs- und hohen Geldstrafen.


Von Fabian Scheuermann|Frankfurter Rundschau

Ein im wahrsten Wortsinne blutiger Betrugsprozess fand am Freitag am Frankfurter Landgericht sein Ende: Weil sie an knapp 800 Kunden „normales“ Fleisch verkauft hatten, obwohl die Kunden koscheres Fleisch bestellt hatten, wurden der jüdische Metzger Akiwa H. und sein Geschäftsführer Leslie W. zu Bewährungsstrafen zwischen 22 und 24 Monaten verurteilt. Dazu kamen Geldstrafen zwischen 7200 und 9000 Euro. Außerdem müssen die beiden 56- und 48-Jährigen als Bestandteil ihrer Bewährungsauflagen je 30.000 Euro an den Sportverein TuS Makkabi überweisen.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten 2010 und 2011 in ihrem finanziell strauchelnden Geschäft an der Hanauer Landstraße systematisch Kunden betrogen haben. Mindestens 10.000 Kilogramm Fleisch wurden nicht, wie vorgegeben, koscher in Belgien oder Frankreich gekauft, sondern beim herkömmlichen Schlachter.

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Virologe warnt vor gefährlichen tropischen Stechmücken

Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopictus). Bild. wikimedia.org/CC-BY-2.5

Die Tigermücke überträgt das Dengue-Fieber, der japanische Buschmoskito das West-Nil-Virus. Beide breiten sich derzeit in Deutschland aus. Tropenmediziner sind alarmiert.


DIE WELT

Insekten aus tropischen Regionen breiten sich nach Beobachtung von Forschern auch in Deutschland aus. “Die zwei wichtigsten invasiven Stechmückenarten, die uns Sorge bereiten, sind die Tigermücke und der Japanische Buschmoskito”, sagte der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Die Tigermücke, die das Dengue-Fieber übertragen kann, sei bereits in Bayern und Baden-Württemberg zu finden.

Der Japanische Buschmoskito habe sich noch sehr viel weiter ausgebreitet, so im Raum Köln/Bonn und sogar bis nach Hannover. Diese Mücke könne das West-Nil-Virus oder auch den Erreger für die Japanische Enzephalitis, eine Gehirnentzündung, übertragen.

Ursache der Entwicklung sei in erster Linie der interkontinentale Waren- und Reiseverkehr, nicht der Klimawandel, betonte Schmidt-Chanasit.

Exorzisten: Vampir-Filme lassen das Böse ‘sexy’ erscheinen

Underworld Evolution, Bild: lemanoirdessecrets.centerblog.net

Exorzisten warnen vor dämonischer Verführung durch Medien – Nach Einschätzung der Exorzismus-Experten sind Filme, die das Okkulte positiv darstellen, mitverantwortlich dafür, dass die Nachfrage nach Teufelsaustreibungen steigt.


kath.net

Vor den Gefahren von Filmen, die das Okkulte positiv darstellen, haben Exorzisten bei einem katholischen Kongress in Rom gewarnt. Diese Medienproduktionen könnten besonders Jugendliche verführen, sich mit dämonischen Mächten einzulassen. Zu den fragwürdigen Produktionen zählten etwa der Vampir-Film „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ oder die US-Fernsehserie „True Blood“ (Wahres Blut). Nach Einschätzung der Exorzismus-Experten sind solche Filme mitverantwortlich dafür, dass die Nachfrage nach Teufelsaustreibungen steigt. An dem sechstägigen Schulungskongress an der katholischen Universität Regina Apostolorum nahmen Mitte April etwa 170 Fachleute aus über 30 Ländern teil. Spielfilme über Teufelsaustreibungen verzeichnen nach ihrer Ansicht das Phänomen dämonischer Besessenheit; sie könnten besonders für junge Zuschauer das Böse als „sexy“ darstellen. Jugendliche würden auch durch Musikstile wie Hardrock oder Heavy Metal, die satanische Botschaften verbreiten, zum Okkultismus verführt, so der italienische Religionssoziologe Prof. Guiseppe Ferrari. Nach seinen Erkenntnissen wächst die Zahl der Vampir-Gruppen, die Menschenblut trinken. Diese Gemeinschaften verleiteten auch zu speziellen sexuellen Praktiken, um dadurch besondere Kräfte zu erlangen.

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TV-Pastor über Absturz-Opfer: “Menschen sterben, weil sie schuldig sind”

Bergungskräfte haben in den französischen Alpen den gesuchten Flugschreiber von Germanwings-Flug 4U9525 gefunden. Nun erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise auf die Absturzursache dpa/Yves Malenfer/Dicom/Ministere Interieur/HO

Ein TV-Pastor hat mit einer Predigt für Aufregung gesorgt. In dieser verhöhnt er vermeintlich die Opfer der Germanwings-Katastrophe. Menschen sterben, weil sie schuldig sind – so seine Aussage. Seine Gemeinde äußerte sich zu seinen umstrittenen Worten.


FOCUS ONLINE

“Wenn Menschen sterben, ob in einem Altersheim oder bei einem Flugzeugabsturz, sterben sie, weil sie schuldig sind.“ Mit diesem Satz hat der Hamburger TV-Pastor Wolfgang Wegert rund einen Monat nach dem tragischen Absturz der Germanwings-Maschine für Aufregung gesorgt.

Seine Predigt mit dem Titel „Wenn es Gott gereut“ hielt der Pfarrer vor laufenden Kameras. Viele verstanden seine Äußerung vor dem Hintergrund der Tragödie um Flug 4U9525 als unpassende Anspielung. 150 Menschen waren an Bord der Germanwings-Maschine ums Leben gekommen. Darunter auch mehrere Babys und Kinder.

„Es tut Pastor W. Wegert sehr leid”

Auf der Homepage der reformierten Freikirche „Arche“ bezieht die Gemeinde zu der Predigt Stellung: „Leider wurde die Erwähnung ‚Flugzeugabsturz‘ von Medienvertretern so gedeutet, als ob Pastor W. Wegert sich speziell auf die Germanwings Katastrophe fokussiert und gesagt hätte, die Absturzopfer seien an ihrem Tod selbst Schuld und dass er sie und ihre Angehörigen auf diese Weise hätte verhöhnen wollen“, heißt es dort.

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Seenotrettung: Es fehlt am politischen Willen

Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus "Report Mainz"

Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus “Report Mainz”

Schiffe und Experten sind im Mittelmeer genug vorhanden – doch auf dem EU-Gipfel fehlt der politische Wille, die Seenotretter einzusetzen


Von Dr. Hermannus Pfeiffer|evangelisch.de

Die EU verdreifacht ihre Gelder zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Das beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Sondergipfel in Brüssel. “Wenn das Geld nicht ausreichen sollte, müssen wir eben noch einmal darüber reden”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dabei fehlt es weniger am Geld, als am politischen Willen, die vorhandenen Rettungsmittel einzusetzen.

UN-Organisationen kritisierten den Zehn-Punkte-Plan der EU als unzureichend; Amnesty International sprach von einer Mission, “die das Gesicht wahrt, aber nicht Menschenleben rettet”. Auch der Reederverband VDR zweifelt: Die angekündigten Maßnahmen für die Seenotrettung “können nur ein Anfang sein”.

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Genozid-Vorwurf: Wieso die Türkei nur gegen kleine Gegner zuschlägt

erdogan-sultanAus mehreren Ländern hat die Türkei ihre Botschafter abgezogen, weil die von Völkermord an den Armeniern sprachen. Gegenüber großen Handelspartnern wie Deutschland übt Ankara aber Zurückhaltung.


Von Boris Kálnoky|DIE WELT

Die türkische Regierung brodelt. Und das schon seit Längerem. Immer öfter zieht sie ihre Botschafter aus anderen Ländern ab, denn Ankara ist unzufrieden. Gegenwärtig gibt es in sieben Ländern keinen türkischen Botschafter. Aus Israel zog die Türkei ihren Gesandten bereits 2010 ab, nachdem das Land gewaltsam gegen militante türkische Aktivisten vorgegangen war, die die Gaza-Blockade durchbrechen wollten. Dabei waren neun Türken getötet worden.

Aus Österreich und aus dem Vatikanstaat zog Ankara seine Botschafter ab, weil sie von einem “Genozid an den Armeniern” gesprochen hatten – ein Begriff, den die Türkei vehement ablehnt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gab dazu die wohl verbindliche Parole aus: “Unsere Vorfahren haben keinen Völkermord begangen.” Aus dieser Formulierung klingt zwischen den Worten heraus, dass ein Eingeständnis die “Ehre” der heutigen Türken beschmutzen würde.

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Austria: Kirche sieht Selbstständige als Steuersünder

Bild: tilly

Bild: tilly

Vor Gott sind alle Menschen gleich, lehrt die Bibel. Geht es ums Geld, gelten andere Regeln. Und diese trennen gleich einmal Selbstständige von Unselbstständigen. Die Erzdiözese Wien fordert von angestellten Arbeitnehmern 21 Euro an Mindest-Kirchenbeitrag ein. Selbstständige zahlen mit zumindest 96 Euro das mehr als Vierfache.


Von Verena Kainrath|derStandard.at

Was manchen Freiberufler dann doch etwas überraschte. Die Kirchenbeitragsstelle ließ daraufhin wissen, dass die in Einkommenssteuerbescheiden enthaltenen Zahlen “die tatsächlichen Einkommensverhältnisse nicht immer widerspiegeln”. Denn Unternehmer hätten “eine größere Vielfalt von Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Höhe des zu versteuernden Einkommens”.

Zweifel an der Moral

Kurzum: Die Diözese zweifelt an der Moral selbstständiger Schäfchen, unterstellt pauschal Steuerbetrug und setzt den Pflichtbeitrag vorsorglich höher an. Er sei kein Antiklerikaler, aber hier werde eine ganze Berufsgruppe als Steuerhinterzieher diskreditiert, sagt Christian Fiala, der als Gynäkologe die Initiative gegen Kirchenprivilegien mitträgt, die sich unter anderem an zahlreichen Steuerbefreiungen der Kirche stößt. Ihr Chef möge hohe moralische Ansprüche haben, das Bodenpersonal hat es aus seiner Sicht nicht.

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Religiotie: Eine Liebesbotschaft für islamische Terroristen

Ein Video, das Kämpfern der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Gottes Vergebung anbietet, sorgt im Internet für Furore.


kath.net

Ein Video, das Kämpfern der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Gottes Vergebung anbietet, sorgt im Internet für Furore. Das christliche Hilfswerk „International Christian Concern“ (Washington) veröffentlichte den fast vierminütigen englischsprachigen Kurzfilm mit dem Titel „Ein Brief vom Volk des Kreuzes“ auf seiner Facebook-Seite. Die Macher wenden sich darin direkt an IS-Anhänger: „Eure apokalyptischen Träume und spektakuläre Sünden erschüttern derzeit den Nahen Osten. Aber das Volk des Kreuzes versammelt sich an euren Toren mit einer Botschaft: Die Liebe wird euch nachgehen. Eine Armee wird kommen, ohne Panzer und Soldaten. Es wird eine Armee von Märtyrern sein, die treu bis in den Tod sind und eine Botschaft des Lebens mit sich tragen.“

„Ihr sterbt für Euren Gott, unser Gott starb für uns“

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Joss Whedon: Politicians Who Deny Climate Change ‘Deny Basic Scientific Truth’

Avengers’ writer and director Joss Whedon is quite familiar with dystopian futures. CREDIT: Photo by Jordan Strauss/Invision/AP

If there’s anything to be gleaned about Joss Whedon’s worldview from his hit show Firefly, it might be that he’s pessimistic about the future of politics.


By Emily Atkin|CLIMATEPROGRESS

“Nothing will change in the future,” Whedon, who also wrote and directed the enormously successful Avengers movie, once said about the dystopian universe depicted in Firefly. “Technology will advance, but we will still have the same political, moral, and ethical problems as today.”

On Wednesday — Earth Day — Whedon revealed that he thinks one of those political problems of today is climate change. In a series of tweets, the Buffy the Vampire Slayer creator chastised U.S. politicians who don’t accept climate science, saying they are denying “basic scientific truth.”

“The climate IS changing — if we can’t, that makes us dumber than weather #ClimateChangeIsReal,” he tweeted. “Policy makers who deny basic scientific truth should also be denied penicillin, horseless carriages, [and] air time on the magic box of shadows,” read a subsequent tweet.

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US-Denkfabrik: Die Türkei hat sich erfolgreich von EU gelöst

Nach Ansicht des Experten solle die Türkei ihre Beziehungen zur USA stärken. (Foto: Flickr/ Istanbul by Moyan Brenn CC BY 2.0)

Der Chef-Stratege der US-Denkfabrik Stratfor ist erfreut über die Veränderungen zwischen der Türkei und der EU. Die Türkei gehöre nach Europa aber nicht in die EU. Das Land müsse seinen eigenen Weg gehen.


Deutsch Türkische Nachrichten

Die Türkei hat sich aus der „Falle“ einer EU-Vollmitgliedschaft gerettet. Das eröffnet dem Land ungeahnte Möglichkeiten im Nahen Osten, im Kaukasus und auf dem Balkan. Diese Ansicht vertritt zumindest der Chef des privaten US-Geheimdiensts Stratfor, George Friedman. Auch die jüngst überwundene EU-Krise komme der Türkei zugute. Denn sie sei schlichtweg kein Teil der EU und befinde sich außerhalb der Euro-Zone. Doch das Land gehöre zu Europa.

Türkei unverzichtbarer Partner der USA

Friedman war vor einigen Monaten in der Türkei und sprach auf einer Veranstaltung des Unternehmer-Vereins Anatolische Löwen (ASKON). „Ein türkischer EU-Beitritt wäre eine große Überraschung gewesen – doch keine positive“, zitiert Bloomberg HT den Stratfor-Chef. Die Türkei sei ein unverzichtbarer Partner der USA.

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Superstition Is Making Beijing’s Air Pollution Even Worse

Chart: Nan Zhong

There are a lot of things contributing to the record-level air pol​lution suffocating the capital of China, but there’s one factor making an impact that you might not have considered: good, old-fashioned superstition.


By Kaleigh Rogers|MOTHERBOARD

After the Olympics in 2008 (during which Beijing cut its traf​fic in half by alternately banning odd-number-ending license plates and even-number-ending plates) the city introduced a longer term traffic ban based on the last number of each license plate. Every plate in the city ends with a number between 0 and 9, so each day during the workweek, two ending digits are banned from the road between 7 AM and 8 PM (on Monday, license plates ending in 1 and 6 are banned, for instance).

Here’s the problem: on one day of the week, the number 4 is banned. In Chinese numerology, the number 4 is very unlucky (it sounds a lot like the word death, so, understandably people avoid it). Because of this superstition, a lot of people reject license plates ending in 4.

So since there aren’t as many “4” cars registered in Beijing, the ban doesn’t take as many cars off the road as it does for other numbers. Nan Zhong, a PhD student in the sustainable development program at Columbia University, wanted to find out whether this makes a noticeable impact on the air quality, traffic congestion, and public health. Though her research has not been published in a peer-reviewed journal (Zhong told me she’s in the process of submitting it at a few publications), she presented her findings Thursday at the school’s symposium on sustainable development.

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„Es gibt eine moralische Mitschuld“

Flüchtlinge, die am 12. April mit ihrem Boot auf dem Mittelmeer gekentert sind. Foto: dpa

Der Philosoph Oliviero Angeli über die Flüchtlingstragödie, Einwanderung und Pegida


Saarbrücker Zeitung

Europa ringt um Antworten auf die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer, in Deutschland tobt eine zunehmend schärfer geführte Einwanderungsdebatte. Jenseits von TV-Talkshows beschäftigen sich auch Philosophen mit dem Thema. Was kann die Philosophie zur Debatte beitragen? Eine Menge, sagt Oliviero Angeli. Im Gespräch mit SZ-Redakteur Johannes Kloth spricht der gebürtige Italiener, der nach einer Station in Saarbrücken nun in Dresden Politische Philosophie lehrt, vom „Recht auf Einwanderung“.

Die Debatte um die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer läuft meist auf die Frage nach der moralischen Verantwortung Europas hinaus. Trägt die EU (Mit-)Schuld am Tod der Flüchtlinge?

Der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung wiegt schwer, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Tatsächlich könnte Europa mehr für die Rettung von Bootsflüchtlingen tun. Wer seine Mittel hier nicht ausschöpft, trägt eine moralische Mitschuld.

Sie haben sich mit dem Thema Migration aus rechtsphilosophischer Perspektive beschäftigt. Was kann die Philosophie überhaupt beitragen zu der Debatte?

Angeli: Eine Menge. Dass das bislang nur zögerlich geschah, hat einen einfachen Grund: Häufig endet die Debatte in pauschalen Vorwürfen. Wer sich für eine Beschränkung von Zuwanderung ausspricht, gilt als kaltherzig; ein Plädoyer für offene Grenzen hingegen wird schnell als realitätsfern abgetan. Daher sind Philosophen oft der Frage nach einem Recht auf Einwanderung ausgewichen. Dabei können wir die Debatte bereichern. Wir können die grundsätzlichen Interessen beider Seiten, der Aufnahmegesellschaft und der Einwanderer, deutlicher rausarbeiten, als es bisher geschah.

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Wie es sich anfühlt, unsichtbar zu sein

© Screenshot: YouTube / University of Rochester oe24.at

Unsichtbar sein klingt in manchen Situationen sehr verlockend. Aber hätte das auch tatsächlich Vorteile? Schwedische Forscher haben jetzt den Test gemacht.


Von Daniela Zeibig|Spektrum.de

Auch, wenn Forscher auf dem Gebiet der Tarnkappentechnik immer weiter Fortschritte machen: Bis es einen Unsichtbarkeitsumhang gibt, mit auch Menschen verschwinden können, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen. Wissenschaftler um Arvid Guterstam vom Karolinska-Institut in Stockholm hat das aber nicht davon abgehalten, schon mal zu testen, wie man sich als unsichtbarerer Mensch denn so fühlt. Dabei zeigte sich: Vor allem jene, die nicht gerne vor großem Publikum stehen, könnten davon profitieren.

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