Mehrheit der Deutschen will Religionsunterricht in Schulen abschaffen

Bild. picture alliance/ASSOCIATED PR
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Mehr als zwei Drittel der Deutschen wollen einer aktuellen Umfrage zufolge den Religionsunterricht an Schulen abschaffen.
 

BZ

Mehr als zwei Drittel der Deutschen befürworten eine Abschaffung des Religionsunterrichts an den Schulen. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unterstützten 69 Prozent das Vorgehen Luxemburgs, wo der konfessionelle Religionsunterricht zum neuen Schuljahr durch einen allgemeinen Werteunterricht ersetzt wurde.

Von 39 Prozent der Befragten wird dies voll und ganz, von 30 Prozent zumindest eher befürwortet. Besonders stark ist die Zustimmung in Ostdeutschland, wo die Abschaffung des Religionsunterricht von insgesamt 81 Prozent unterstützt wird.

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Dodo Marx zum C in der CDU „Religion kann kein Kriterium sein“

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Die bayrische CSU will vor allem christliche Flüchtlinge aufnehmen. Kardinal Reinhard Marx über Werte, Hilfe für Notleidende und Populismus.

Interview Philipp Gessler | taz.de

taz: Kardinal Marx, wenn Sie in Bayern eine Partei mit einem C im Namen wählen wollen, dann bleibt Ihnen nur die CSU. Müssen Sie dann in der Wahlkabine ziemlich seufzen?

Reinhard Marx: Christen gibt es in allen Parteien. Wie ich wähle und welche Gefühle ich dabei habe, werde ich der taz nicht mitteilen.

Aber das C ist natürlich eine Verpflichtung.

Absolut. Man kann sich dieses anspruchsvolle Adjektiv wählen, aber was Christentum ist, das bestimmt nicht eine Partei. Das Christliche – darüber kann noch nicht einmal die Deutsche Bischofskonferenz eine letzte Entscheidung fällen – steht im Evangelium. Und da haben wir mit Jesus Christus eine Person, die uns wichtige Hinweise gegeben hat, denen wir nicht ausweichen können.

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Jüdische Gemeinde Berlin: Ermittlungen wegen Wahlfälschungs-Vorwurf

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat wegen der Wahlfälschungs-Vorwürfe bei der Jüdischen Gemeinde in Berlin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es gehe um den Verdacht der Urkundenfälschung, sagte Behördensprecher Martin Steltner am Mittwoch auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht des RBB.

FOCUS Online

Dem Gemeinde-Vorsitzenden Gideon Joffe und seiner Koach-Gruppe wird von der internen Opposition seit längerem vorgeworfen, die vergangenen Gemeindewahlen gefälscht zu haben. Steltner sagte, bei den Ermittlungen müsse zunächst geklärt werden, ob Wahlzettel als Urkunden einzustufen seien.

In den Streit hatte sich zuletzt auch der Zentralrat der Juden eingeschaltet. Er forderte Joffe Anfang September auf, seine Ämter im jüdischen Dachverband bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen. Laut RBB wies der Vorsitzende die Anschuldigungen erneut zurück. Die Ausgabe von Wahlscheinen unterliege bei der Jüdischen Gemeinde strengeren Auflagen als etwa bei der Abgeordnetenhauswahl, erklärte er.

 

Brandenburgs Polizei bekommt Dezernat gegen Islamismus

Bild: rbb|24
Bild: rbb|24
Islamistischer Terrorismus wird nach Ansicht von Polizeipräsident Mörke auch in Brandenburg ein Problem bleiben. Aus diesem Grund wandelt das Land eine Arbeitsgruppe, die sich bislang auf Zeit mit dem Thema befasste, um in eine feste Abteilung. 20 Experten sollen dort arbeiten.

rbb|24

Für den Kampf gegen islamistischen Terror richtet Brandenburgs Polizei ein eigenes Dezernat ein. Der Pressesprecher der Polizei in Potsdam, Mario Heinemann, bestätigte rbb|24 am Dienstag einen entsprechenden Bericht der „Märkischen Allgemeinen Zeitung„. Das Dezernat ist demnach am Landeskriminalamt in Eberswalde angesiedelt und soll am 1. November die Arbeit aufnehmen.

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Auf dem Weg zum T-1000

„Formprogrammierung“ – Screenshot aus einem Video zum Nature-Artikel Programming temporal shapeshifting
Arnold Schwarzenegger bekommt in Terminator 2 einen besonders fiesen Gegner: Der T-1000 besteht aus einer speziellen Legierung, die sehr schnell vom festen in den flüssigen Zustand wechseln und so beinahe jede Form annehmen kann. Die genaue Zusammensetzung bleibt das Geheimnis von Skynet. Es gibt durchaus Legierungen, die dafür in Frage kämen – Fieldsches Metall etwa, das aus Indium, Bismut und Zinn besteht, schmilzt schon bei 62 Grad Celsius, Woodsches Metall (Bismut, Blei, Cadmium und Zink) sogar schon bei 60 Grad.

Von Matthias Matting | TELEPOLIS

Von den Fähigkeiten des Terminator-Grundstoffs (dem seine Erfinder auch eine Grundlage aus zellgroßen Nanomaschinen andichteten) sind Forscher aber heute noch weit entfernt. Dabei sind ihre Form verändernde Stoffe in der Technik von großem Interesse, etwa als Biomaschinen für das Körperinnere des Menschen, in der Raumfahrt oder im Katastrophenschutz.

Die einfachste Herangehensweise ist eine geschickte Mechanik, wie wir sie von den Transformer-Spielzeugen kennen. Tatsächlich sind hier dank Mikromechanik überraschende Effekte möglich – quadratmetergroße Solarsegel werden beim Start einer Sonde längst auf kleinstem Raum zusammengefaltet.

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Die offene Gesellschaft sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt

© dpa Überwachungskameras am Alexanderplatz in Berlin
© dpa Überwachungskameras am Alexanderplatz in Berlin
Bundeswehreinsätze im Innern, doppelte Staatsbürgerschaft als Sicherheitsrisiko: Beim Kampf um mehr Sicherheit werden Menschen- und Bürgerrechte zur Disposition gestellt. Die offene Gesellschaft sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt.

Von Gerhart Baum, Konstantin Kuhle | Frankfurter Allgemeine

Ob Flüchtlingskrise, Islam oder Terrorismus – die Art und Weise, wie wichtige Debatten hierzulande geführt werden, verdeutlicht: Westliche Gesellschaften geraten immer mehr in einen Zustand der Verängstigung und Verunsicherung. Grundlegende Menschen- und Bürgerrechte werden zur Disposition gestellt. Statt diesen Prozess zu entschärfen und zu moderieren, wirken Politik und Medien mitunter als Beschleuniger.

Kürzlich aus Kreisen der Union veröffentlichte Pläne enthalten Vorschläge zur automatischen Gesichtserkennung und zur Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung. Hinzu kommen Rufe nach einem Einsatz der Bundeswehr im Innern und nach einer Aufweichung der ärztlichen Schweigepflicht. Parallel dazu werden Zweifel genährt, ob sich türkischstämmige deutsche Staatsbürger auf die Versammlungsfreiheit berufen können. Pauschal werden Inhaber zweier Staatsbürgerschaften zum Sicherheitsrisiko erklärt. In unserem Nachbarland Frankreich wird der Ausnahmezustand in der Verfassung verankert.

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Bekennerschreiben zu Dresdner Anschlägen aufgetaucht

Quelle: Die Welt
Quelle: Die Welt
Auf einer Antifa-Webseite wurde ein Bekennerschreiben zu den Sprengstoffanschlägen in Dresden veröffentlicht.
 

DIE WELT

Nach den beiden Sprengstoffanschlägen in Dresden prüfen die Ermittler ein in der Nacht auf einer Antifa-Internetseite aufgetauchtes Bekennerschreiben. „Die Echtheit wird gerade geprüft“, sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) im ZDF-„Morgenmagazin“.

Das Schreiben sei auf dem Internetportal linksunten.indymedia.org aufgetaucht und von Experten gesichert worden. Inzwischen sei es von der Seite wieder heruntergenommen worden. Wer sich in dem Schreiben zu den Anschlägen bekannt haben soll, sagte der CDU-Politiker nicht.

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Mit Luther zu einer neuen Wirtschaftsethik

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Die beiden großen Kirchen in Deutschland wollen eine gesellschaftliche Debatte über christliche Werte in der globalisierten Wirtschaft anstoßen.
 

evangelisch.de

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, und der evangelische Sozialethiker Wolfgang Huber kritisierten am Dienstag auf einer Tagung zu „Reformation und die Ethik der Wirtschaft“ in Berlin, die von den Volkswirtschaften entkoppelten Finanzmärkte gingen zu Lasten vieler Menschen. Der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht, Udo di Fabio, sieht in der Weltwirtschaftskrise das Indiz einer falsch verstandenen Wirtschaftsmoral.

„Wir reden von Globalisierung, finden aber nicht den Weg, den produktiven Kräften einen Rahmen zu geben“, sagte Marx auf der Tagung des wissenschaftlichen Beirats für das Reformationsjubiläum 2016. Dabei sieht Marx die Kirchen in der Pflicht. Fragen von Ethik und Moral gehörten untrennbar zu einer freiheitlichen Gesellschaft dazu. Hier könnten die Kirchen einen konstruktiven Beitrag leisten, sagte er.

Marx betonte: „Freiheit und Verantwortung beziehen sich auf das gesamte Feld der Gesellschaft.“ Deshalb müssten etwa die Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen auf die nächste Generation oder auf die Lebenssituationen von Menschen in Krisengebieten stärker diskutiert werden. Öko- und Sozialbilanzen müssten eine ebenso große Rolle spielen wie Gewinnbilanzen.

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Bullshistic: Sind Werbekataloge Werkzeuge des Teufels?

Pastor Rick Warren. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0
Pastor Rick Warren. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0

Werbekataloge und Hochglanzmagazine sind Werkzeuge des Teufels, denn sie erzeugen Neid. Dieser Ansicht ist der US-Pastor und Bestsellerautor Rick Warren.

kath.net

Er ist Hauptpastor der evangelikalen Saddleback-Gemeinde in Lake Forest (Bundesstaat Kalifornien). Wie er in einem Vortrag sagte, wird Neid heute als „Marketingwerkzeug“ genutzt. Die gesamte Werbeindustrie sei darauf ausgerichtet, Begehrlichkeiten und Neid zu wecken.

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Mission Rosetta: Letzte Landung auf dem Kometen

© ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA
© ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA
Am 30. September endet der Auftrag der Raumsonde Rosetta mit einem kontrollierten Absturz. Auf der Erde ist die Arbeit aber noch lange nicht vorbei

Von David Rennert | derStandard.at

Als Swetlana Gerassimenko in der Nacht auf den 12. September 1969 in Kasachstan Fotoplatten belichtete, konnte sie nicht ahnen, wie bedeutsam das einmal für die europäische Raumfahrt sein würde. Mit den Aufnahmen, die den seit 1926 bekannten Kometen Comas Solà zeigen sollten, stimmte etwas nicht.

Nähere Untersuchungen durch den ukrainischen Astronomen Klym Tschurjumow zeigten: Auf den Bildern war tatsächlich ein schwaches Abbild von Comas Solà zu sehen, aber viel deutlicher noch ein anderer, unbekannter Komet. Er trägt seither die offizielle Bezeichnung 67P/Tschurjumow-Gerassimenko.

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„Alte Naive für Deutschland“: Carolin Kebekus wird zur „Wahlhelferin“ für Frauke Petry

Bubikopf und Businesskostüm: Kebekus als Petry verkleidet Quelle: WDR
Bubikopf und Businesskostüm: Kebekus als Petry verkleidet Quelle: WDR
Die AfD braucht endlich professionelle Werbung, findet Komikerin Carolin Kebekus. Deshalb textet sie für die Partei einen „Wahlkampf-Hit“. Das Ergebnis wird vor allem Frauke Petry wenig begeistern.

WELT.de

Weil die AfD in Deutschland keine Werbeagentur findet, die ihren Wahlkampf ausrichten will, springt Carolin Kebekus für die Partei in die Bresche. In neuen Folgen ihrer Comedyshow „PussyTerror TV“ tritt Kebekus in der ARD als satirische „Wahlhelferin“ der Partei auf.

Unter anderem textete die Komikerin einen AfD-Wahlkampfsong zur Melodie des Nummer-eins-Hits „All About That Bass“ der US-Sängerin Meghan Trainor. In dem dazugehörigen Videoclip schlüpft sie in die Rolle von AfD-Chefin Frauke Petry und räkelt sich in einer Szene im Hosenanzug lasziv auf einem Bett aus Deutschlandfahnen.

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Saudi-Arabien pocht auf Einhaltung von Rüstungsverträgen

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Der Jemenkrieg befeuert die Debatte über Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Riads Militärsprecher Asiri beteuert, dass sich das Königreich an bestehende Vereinbarungen halte – und fordert dasselbe von Deutschland.

Von Matthias Gebauer, Christoph Sydow | SpON

Ahmed al-Asiri ist eines der bekanntesten Gesichter des saudi-arabischen Militärs. Der Brigadegeneral ist seit März 2015 Sprecher der von Riad angeführten Militäroperation im Jemen. Dort tobt seit zwei Jahren ein blutiger Konflikt, Tausende sind gestorben.

Dass sein Land deutsche Waffen im Jemen einsetzt, bestreitet Asiri im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Derzeit hält er sich zu politischen Gesprächen in Berlin auf. Er hat eine klare Botschaft an die Bundesregierung: In der Debatte um Ersatzteile für eine Rüstungsfabrik in Saudi-Arabien pocht er auf Einhaltung bestehender Verträge.

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„In Syrien hat die Frau keine Rechte“

 Hassan Z. in einem Gerichtssaal im Landgericht in Bonn. (Foto: dpa)
Hassan Z. in einem Gerichtssaal im Landgericht in Bonn. (Foto: dpa)
  • Im Prozess gegen Hassan Z. sagte am zweiten Verhandlungstag seine Frau aus. Der Angeklagte musste dafür den Raum verlassen: Er redete dazwischen, weinte und war von seinem Anwalt schwer unter Kontrolle zu bringen.
  • Der 35-Jährige soll seine Frau mehrmals mit einem Topf ins Gesicht geschlagen und ihr anschließend gedroht haben.
  • Hassan Z. ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, im Februar seine drei Kinder aus dem Fenster geworfen zu haben.

Von Bernd Dörries | Süddeutsche.de

„Holt den Strick“ zischt es im Gerichtssaal. „Hängt ihn auf“, sagt ein anderer in der zweiten Reihe. Es tagt am Dienstagvormittag nicht nur die Große Kammer des Landgerichts Bonn. Es tagt auch der vermeintliche Volkswille, der den Tod des Angeklagten fordert. Mitten in einem deutschen Gerichtssaal. Vielleicht hört es der Richter nicht, vielleicht ist es ihm egal. Justizbedienstete werden aus dem Publikum gebeten, die Rufe nach Lynchjustiz zu unterbinden, nichts passiert. „Hängt den Ziegenhirten“, fordert die kleine Gruppe in Reihe zwei. Es ist die Hasssprache aus dem Netz, die mal in der Realität getestet wird.

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„Religionsfreiheit der Muslime gehört zu Deutschland“

2006 begann der Dialog zwischen Staat und Muslimen. Die Bilanz: Luft nach oben. De Maizière fordert Transparenz von Islamverbänden. Schäuble spricht über das Versäumnis deutscher Einwanderungspolitik.

DIE WELT

Es ist eine Erfolgsgeschichte, wenn auch eine verkrampfte: Zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Islamkonferenz haben Vertreter von Staat und muslimischen Verbänden das Gremium als Erfolg gewürdigt.

Angesichts der Zuwanderung und der aufgeheizten Debatte über den Islam sei es heute aber umso wichtiger, dass es das Gesprächsforum gebe, sagte der Gründer, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), bei einem Festakt in Berlin.

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Sexuelle Vielfalt darf kein Lernziel des Unterrichts sein

Gutachten kritisiert schleswig-holsteinische Schulpolitik: Förderung von „Akzeptanz“ vielfältiger sexueller Verhaltensweisen statt „Toleranz“ ist verfassungswidrig und mit dem geltenden Schulgesetz in Schleswig-Holstein unvereinbar

kath.net

Der Staat ist im Bereich der Sexualerziehung zu Zurückhaltung und Toleranz verpflichtet. Die Förderung der Akzeptanz vielfältiger sexueller Verhaltensweisen ist verfassungswidrig und mit dem geltenden Schulgesetz in Schleswig-Holstein unvereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten des Verfassungsrechtlers Christian Winterhoff (Hamburg), das der Verein „Echte Toleranz“ (Aumühle) in Auftrag gegeben hat. In dem 100-seitigen Dokument schreibt Winterhoff, die Schule müsse jeden Versuch unterlassen, ein bestimmtes Sexualverhalten zu befürworten oder abzulehnen: „Sie hat das natürliche Schamgefühl der Kinder zu achten und muss allgemein Rücksicht nehmen auf die religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen der Eltern, soweit sie sich auf dem Gebiet der Sexualität auswirken.“ Staatliche Vorgaben für die schulische Sexualerziehung, die Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität als „gleichwertige Ausdrucksformen von Sexualität vorgeben, verstoßen gegen das verfassungsrechtliche Indoktrinationsverbot“, so Winterhoff. Im Falle eines unzulässigen Sexualerziehungskonzepts bestehe für Kinder ein Anspruch auf Befreiung vom Unterricht.

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Time might only exist in your head, say physicists

Pete LinForth/Pixabay
Pete LinForth/Pixabay
Out of all the pressures we face in our everyday lives, there’s no denying that the nature of time has the most profound effect. As our days, weeks, months, and years go by, time moves from past to present to future, and never the other way around.

science alert

But according to the physics that govern our Universe, the same things will occur regardless of what direction time is travelling in. And now physicists suggest that gravity isn’t strong enough to force every object in the Universe into a forward-moving direction anyway.

So does time as we know it actually exist, or is it all in our heads? First off, let’s run through a little refresher about the so-called arrow of time.

Thanks to the forward-facing arrow of time, young becomes old, and the past becomes the present, which was once the future. You can’t unscramble your eggs, and you can’t Control Z a broken leg.

But if we forget our own perspective for a second, zoom right out, and look at the Universe as a whole, as far as we can tell, the only thing that governs the behaviour of the Universe are the laws of physics.

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Ostdeutschland: Der Ossi macht einfach alles falsch

Wegen der Bilder aus Heidenau würden sich Investoren nicht mehr in den Osten trauen, sagt die Bundesregierung. So kann man einen Landesteil auch verdammen, da braucht man gar keine Reisewarnungen mehr. Foto: afp
Wegen der Bilder aus Heidenau würden sich Investoren nicht mehr in den Osten trauen, sagt die Bundesregierung. So kann man einen Landesteil auch verdammen, da braucht man gar keine Reisewarnungen mehr. Foto: afp
Ostdeutsche werden verspottet in einer Härte, wie es eigentlich mehr als 25 Jahre nach der deutschen Einheit nicht mehr denkbar schien. Waren wir da nicht schon weiter?
 

Von Sabine Rennefanz | Frankfurter Rundschau

Am nächsten Montag jährt sich die deutsche Einheit, 26 Jahre ist das jetzt her. Es gibt Ausländer, die einem zum Einheitstag gratulieren. Und die Deutschen? Freuen sich über den freien Tag. Aber feiern, so mit Sekt?

Von Anfang an war der 3. Oktober ein unemotionaler, künstlicher Feiertag – und in diesen Tagen ist die Stimmung so mies wie seit Jahren nicht. In den vergangenen zwölf Monaten sind die Gräben zwischen Ost und West gewachsen. Die Bundesregierung erklärte gar im Bericht zum Stand der Einheit ganz Ostdeutschland zum Gefahrengebiet, als gebe es nicht große Unterschiede zwischen verlassenen ländlichen Regionen und Boom-Städten wie Leipzig.

Fremdenhass würde die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland bedrohen. Wegen der Bilder aus Freital, Heidenau, Bautzen würden sich Investoren nicht mehr in den Osten trauen, sagt die Bundesregierung. So kann man einen Landesteil auch verdammen, da braucht man gar keine Reisewarnungen mehr.

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Deutschland: Gülen-Anhänger – Türkei fordert Auslieferung

Während des Putschversuchs wandte sich Präsident Erdogan per Videoanruf an das türkische Volk. Jetzt sollen die vermeintlichen Hintermänner des Putsches verhaftet werden. Foto: REUTERS
Während des Putschversuchs wandte sich Präsident Erdogan per Videoanruf an das türkische Volk. Jetzt sollen die vermeintlichen Hintermänner des Putsches verhaftet werden. Foto: REUTERS
Der Putschversuch ist vereitelt, nun macht sich die Erdogan-Regierung daran, die vermeintlichen Drahtzieher dingfest zu machen. Dabei fordern sie die Hilfe von deutschen Behörden an.

Frankfurter Rundschau

Die türkische Regierung hat einem Medienbericht zufolge einen erneuten Vorstoß zur Auslieferung von zwei prominenten mutmaßlichen Gülen-Anhängern aus Deutschland unternommen. Die türkische Botschaft in Berlin habe das Auswärtige Amt aufgefordert, den Aufenthaltsort der früheren Staatsanwälte Zekeriya Öz und Celal Kara zu ermitteln, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montagabend unter Berufung auf Diplomatenkreise.

Grundlage seien Medienberichte, wonach sich Öz und Kara derzeit in Freiburg aufhielten. Sollte sich das bewahrheiten, fordere die Türkei die sofortige Festnahme und Auslieferung der Verdächtigen.

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Mercury Is More Earth-Like Than We Thought

Topography of Mercury’s northern hemisphere. Image: NASA/JHUAPL/Carnegie Institution of Washington/USGS/Arizona State University
Topography of Mercury’s northern hemisphere. Image: NASA/JHUAPL/Carnegie Institution of Washington/USGS/Arizona State University
Mercury has been hiding an exciting secret: the closest planet to our Sun is perpetually shrinking, according to new data from NASA, which shows the appearance of new, tiny cracks on Mercury’s surface called “fault scarps”. This means that out of all the planets in our solar system, only Mercury and the Earth are tectonically active, with crusts that change their shapes from the inside out.

By Madison Margolin | MOTHERBOARD

The findings come from images collected by NASA’s MESSENGER (MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging) spacecraft, and are scheduled to be published in the October issue of Nature Geoscience. The uncrewed MESSENGER orbited Mercury at an extremely low-altitude for part of its mission, allowing it to capture details of the planet’s surface from closer than ever before. The images were obtained in the last 18 months of the MESSENGER’s orbit, before the spacecraft crashed on Mercury on April 30, 2015.

„Mercury is not a body where most of the activity has occurred in the distant past,“ lead author and Smithsonian senior scientist Thomas Watters told Motherboard. „These faults are so small, they’ve got to have formed very recently.“ Because Mercury, like Earth, is tectonically active, the planet’s contractions caused the faults to form.

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„Selbst schuld, Schlampe!“

Jenna Behrends erhebt Vorwürfe – und wird nun vom Opfer zur Täterin gemacht Foto:dpa
Jenna Behrends erhebt Vorwürfe – und wird nun vom Opfer zur Täterin gemacht Foto:dpa
Sicherlich ist die Frauen-Union keine Speerspitze des Feminismus. Dass sie mit Opfer-Täter-Verdrehungen reagiert, schockiert trotzdem.
 

Von Marlene Gürgen | taz.de

Vielleicht ist Jenna Behrends ein unangenehmer Mensch. Vielleicht ist sie sehr stark auf ihre eigene Karriere bedacht. Vielleicht war sie mit dem CDU-Generalsekretär Peter Tauber im Bett. Für all diese Behauptungen gibt es mehr gegenläufige Indizien als Beweise, aber selbst wenn sie stimmen sollten: Die Sexismus-Vorwürfe, die die CDU-Politikerin gegen ihre Partei erhoben hat, werden dadurch keinen Millimeter kleiner, und ihre Legitimation, diese Vorwürfe zu erheben, kein bisschen schwächer.

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