Archiv der Kategorie: Medien

Homo-Ehe: Merkel, Kauder und Co. stärken die Institution Familie

Twitter Screenshot: bb

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Mit einem Gesetzesentwurf, der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zusätzliche Rechte einräumen soll, hat das Bundeskabinett am Mittwoch die gesetzliche Ungleichheit zwischen hetero- und homosexuellen Beziehungen noch mal verfestigt.


Von Mathis van den Berg|The Huffington Post

Dass die prominentesten CDU-Abgeordnete von Volker Kauder bis Erika Steinbach auch dahinter stehen, diese Form der Diskriminierung aufrecht zu erhalten, betonen sie immer wieder gerne.

Die Einführung der Homo-Ehe würde schließlich das traditionelle Familienbild gefährden und eine Gleichstellung im Adoptionsrecht würde potentiell unschuldige Kinder gefährden.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt sich, laut eigener Aussage um das “Kindeswohl”. Wie gut sie und die anderen großen Verfechter der Ungleichheit sich mit damit auskennen, bringt der obige  Tweet sehr schön auf den Punkt.

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Satire darf Alles: “Fuck the Women and Children”

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Beginnen wir mit einem ziemlich guten Witz, um uns für die Wartezeit zwischen Teil Eins und Teil Zwei zu entschädigen:


Von Tom Appleton|TELEPOLIS

Ein Schiffsunglück. Der Dampfer versinkt. Der Kapitän und die Mannschaft drängen in die Rettungsboote.

Ein Pfarrer an Bord fragt den Kapitän:

“What about the women and children?”

Der Kapitän antwortet:

“Fuck the women and children!”

Sagt der Pfarrer:

“Yeah. But will there be time?”

Sie verstehen, der Witz dreht sich um die Doppelbedeutung des Ausdrucks “fuck the women and children”. Einerseits heißt das: “Scheiß’ auf die Frauen und Kinder”. Andererseits: “Fickt die Frauen und Kinder”. Und der Pfarrer — wir vermuten, ein Katholik, aber jeder andere würde die Witzfunktion ebensogut erfüllen — denkt hier natürlich an die päderastische Variante, und deswegen fragt er: “Schön und gut, aber werden wir noch genug Zeit haben dafür?”

Das ist doch ein eminent zeitgenössischer Witz, denn vor zehn oder 20 Jahren gab es bereits weltweit die Tatsache der kinderbetätschelnden Übergriffe in katholischen Werksbetrieben, aber kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, einen Pfarrer routinemäßig als Kinderschänder darzustellen. Das ist heute anders.

Aber wie ist das mit dem versinkenden Schiff — mit den Kindern, die hier ebenso routinemäßig den Wellen des Meeres geopfert werden? Das ist ein Element des Witzes, das soo neu ist, dass man es als zeitgenössische Zutat noch nicht einmal erkennt. Man glaubt, es sei ein Witz aus dem 19ten Jahrhundert. Oder aus dem frühen 20sten. Dampfer, Rettungsboote, Kapitän, Pfarrer. Schon das Personal wirkt veraltet.

Der Witz hat gewissermaßen noch keine moderne Form gefunden, um seinen Inhalt zu transportieren.

Und wenn er so anfinge: Ein afrikanischer Schlepperkahn mit 700 Menschen an Bord versinkt vor Lampedusa …

Dann könnte man den Rest der Geschichte nicht mehr weiter erzählen, weil dann der Witz schon im ersten Teil gestorben wäre.

Man könnte auch keinen Witz erzählen, der mit einer Zugankunft im KZ Theresienstadt beginnt. Das Orchester spielt Wagner. Aber die völlig verschmutzten Reisenden wollen zunächst einmal duschen. — Nein, das verbietet sich.

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Slavoj Žižek und das Trauma des Zusammenpralls

We-Want-Islam»Blasphemische Gedanken«: Slavoj Žižek analysiert den Islamismus – und die Rolle der radikalen Linken. Ihnen wirft er vor, nicht mehr gegen die politisch vereinnahmte religiöse Ideologie zu kämpfen.


Von Christian Baron|ND

Warum töten islamische Fundamentalisten? Wer Linke fragt, wird meist mit der einfachsten aller Antworten abgespeist: Mit dem Islam hat das alles überhaupt gar nichts zu tun! Der Westen ist an allem schuld! Den sich auf den Islam berufenden Fanatismus von Al- Qaida bis IS erklären sich viele deutsche Linke gerne als Folge des westlichen Imperialismus, der den Nahen Osten militärisch angreift, ökonomisch ausbeutet und moralisch demütigt. Wie es in die Moschee hineinbombt, so ruft der Imam zurück. So berechtigt imperialismuskritische Perspektiven auch sein mögen, in Bezug auf den Islamismus greifen sie zu kurz. Das sagt zumindest Slavoj Žižek. Menschen aus muslimisch geprägten Staaten, so der slowenische Philosoph, sind nicht die Einzigen, die durch den westlichen Kapitalismus systematisch benachteiligt werden: »Schwarze Amerikaner sind all das in viel stärkerem Maße und begehen trotzdem keine Attentate und Morde.«

Wer so etwas schreibt, muss sich hierzulande darauf gefasst machen, von radikal Linken aller Strömungen als »islamophob« abgestempelt zu werden – selbst wenn er so integer sein mag wie Žižek. Das dürfte dem 66-jährigen Stardenker selbst auch klar gewesen sein; betitelte er seinen jüngsten Essay über »Islam und Moderne« doch süffisant »Blasphemische Gedanken«. Vielen westlichen Linken attestiert er darin eine »pathologische Angst davor, sich der Islamphobie schuldig zu machen. Diese falschen Linken brandmarken jede Kritik am Islam als Ausdruck westlicher Islamophobie.« Werden Künstler wie Salman Rushdie oder zuletzt die französischen Satiriker von »Charlie Hebdo« durch islamische Fundamentalisten bedroht oder gar ermordet, dann werde den Opfern von links oft noch hinterhergerufen, selbst (mit-) verantwortlich zu sein, weil Religionskritik nun einmal bestimmte »Gefühle verletze«.

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Dodo Käßmann: Luther war ein Fan von Maria

Margot-KässmannDie evangelische Reformationsbotschafterin Margot Käßmann wird Schirmherrin der geplanten Ausstellung “Madonna. Frau – Mutter – Kultfigur” des Niedersächsischen Landesmuseums in Hannover. Maria sei von Luther noch verehrt, später aber als Heilige abgelehnt worden, schreibt sie in einem Grußwort.


evangelisch.de

Die Schau über Maria, die Mutter Jesu, zeichnet mit Leihgaben unter anderem aus London, Wien, Rom und Berlin den Weg von den antiken Muttergöttinnen über den Marienkult im Mittelalter bis zur Darstellung der Madonna in der zeitgenössischen Kunst nach, teilte das Museum am Freitag mit. Sie soll am 16. Oktober beginnen. Maria wird seit Jahrhunderten als “Madonna” verehrt.

“Für Protestanten war Maria lange Zeit eher ein Tabuthema, weil sie sich absetzen wollten von römisch-katholischer Marienverehrung”, schreibt Käßmann in einem Grußwort: “Dabei war der Reformator Martin Luther ein großer – heute würden wir sagen – ‘Fan’ Marias.” Käßmann ist Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Kirchentags-Generalsekretärin rät Kirchen zu mehr Staatferne

Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Ellen Ueberschär, rät den Kirchen um deren Glaubwürdigkeit willen zu einer größeren Distanz zum Staat.


evangelisch.de

Heute sei zu fragen, “ob die Kirche sich als Gegenüber zum Staat oder als Teil einer lebendigen Zivilgesellschaft versteht”, schreibt Ueberschär in einem Beitrag für das evangelische Monatsmagazin “zeitzeichen”. Auf manchen Dörfern Brandenburgs sei der Einfluss der Christen größer, wenn sie sich als ein gesellschaftlicher Akteur unter mehreren verstünden. “Das mag sich in Hannover und Stuttgart anders anfühlen, aber das staatsförmige Kleid der Kirchen ist mancherorts längst zu weit geworden”, argumentiert die Theologin.

Die evangelische Kirche habe sich von der Staats- zur Volkskirche entwickelt, aber auch dieses Modell scheine gerade an sein Ende zu kommen. Auch in Deutschland würden die Kirchen auf einen Markt gedrängt, auf dem sie sich behaupten müssten. Dies stelle die Kirchen auch auf eine Glaubwürdigkeitsprobe. “Glaubwürdigkeit, das eigene Tun zum Maßstab des eigenen Redens zu machen – das ist im zivilgesellschaftlichen Umgang normal, für die Kirchen ist es relativ neu und vor allem existenziell.”

Römisches ‘Geheimtreffen’ – Alles wurde bezahlt

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

“Geheim”-Treffen einiger Bischöfe aus Deutschland, Schweiz und Frankreich in Rom. Statt “Theologie des Leibes” soll jetzt eine “Theologie der Liebe” propagiert werden. Ausgewählten Journalisten wurden alle Reisekosten erstattet.


kath.net

Das “Geheim”-Treffen einiger Bischöfe aus der Deutschland, Schweiz und Frankreich vom vergangenen Montag in Rom sorgt weiter für Diskussionen. Vergangene Woche hatte die französische Zeitung Le Figaro als erstes Medium vom Treffen berichtet. Erst deutlich danach wurden von den verschiedenen Pressestellen Informationen nachgereicht. Inzwischen liegen weitere Details zum Treffen vor. In der kath.net vorliegenden Einladung an die Teilnehmer heißt es, dass es sich um eine “geschlossene Veranstaltung” handle, die für Journalisten “den Charakter eines Hintergrundgespräches” habe. Besonders interessant ist, dass die Bischofskonferenzen die Kosten für die Reise und Übernachtung von allen Teilnehmern (auch der Journalisten) bezahlt haben. Die drei Themen, die behandelt wurden, waren “Jesu Wort zur Ehescheidung. Überlegungen zu einer katholischen Bibelhermeneutik”, “Sexualität als Ausdruck der Liebe. Überlegungen zu einer Theologie der Liebe” und “Geschenk des eigenen Lebens. Überlegungen zu einer Theologie der Biographie.” Bemerkenswerte im vorliegenden Vorbereitungstext ist, dass mit keinem einzigen Wort die kirchliche Theologie des Leibes, die von Johannes Paul II. jahrelang propagiert wurde und Bestandteil der kirchlichen Lehre ist, erwähnt wird. Stattdessen heißt es dann wörtlich: “Erforderlich ist eine neu entwickelte Theologie der Liebe, die an die Tradition der moraltheologischen Unterscheidungsfähigkeit anknüpft und neue Einsichten der Anthropologie wie der Soziologie integriert.

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Südafrika: Die Partei weiß, dass die Stimme des Königs zählt”

Bester Laune: Der Hofstaat um Zulu-König Goowill Zwelithini, der sich nur für besondere Anlässe traditionell kleidet Foto: Getty Images

In Südafrika haben die zehn Könige und die traditionellen Stammesführer noch immer viel Macht. Doch wenn sie gegen Ausländer hetzen, wird es gefährlich. Eine Audienz bei Queen Precious Thabisile Zulu.


Von Christian Putsch|DIE WELT

Heute ist Gerichtstag in Izigodi, die Stammesführerin trägt Lederjacke und thront hinter einem nagelneuen Laptop. Queen Precious Thabisile Zulu, 40, wird später über die Angeklagten zweier Viehdiebstähle und eines Handyraubs richten. Danach soll sie noch rasch über einen Bauantrag am Rande eines Dorfes entscheiden, 300 Kilometer nördlich von Südafrikas Küstenmetropole Durban entfernt.

Zunächst aber gewährt sie eine seltene Audienz. Queen Thabisiles kühler Blick weicht einem Lächeln, als sie die korrekte Begrüßung hört. “Ndabezitha, Queen Thabisile”, ihre königliche Hoheit registriert erfreut die Einhaltung des Protokolls. Dabei hatte man sich schon zuvor auf dem Parkplatz gesehen. Aber Blickkontakt war unerwünscht, als die Königin in ihrem Toyota-Kleinwagen vorfuhr und direkt neben dem Auto der Besucher parkte. Nachdem sie in das Gebäude gegangen war, mussten die Besucher noch 15 Minuten warten, bis sie aussteigen durften. Es gehe um Respekt, erklärte eine ihrer Mitarbeiterinnen.

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“Schaumigkeit” der Raumzeit begrenzt

Wie “schaummig” ist die Raumzeit? © NASA/CXC/ M.Weiss

Weniger schaumig als gedacht: Sollte die Raumzeit im Universum tatsächlich auf kleinster Ebene gequantelt sein, dann ist dieser Quantenschaum feiner als es einige Modelle annehmen. Mit Hilfe von Beobachtungen ferner Objekte im Röntgen- und Gammastrahlenbereich haben Astrophysiker zwei Modelle der Raumzeit-Quantelung ausgeschlossen. Denn die Störeinflüsse des Quantenschaums auf das Licht sind deutlich geringer als von diesen vorhergesagt.


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Einigen Theorien nach ist die Raumzeit des Universums nicht kontinuierlich, sondern besteht aus winzigen, diskreten Grundeinheiten, dem sogenannten Quantenschaum. “Wenn man mit dem Flugzeug über den Ozean fliegt, sieht seine Oberfläche auch völlig glatt aus”, erklärt Studienleiter Eric Perlman vom Florida Institute of Technology in Melbourne. “Wenn man aber nahe genug heruntergeht, sieht man die Wellen und noch näher dran auch Schaum mit kleinen Bläschen, die kontinuierlich umherwabern.”

So könnte es auch mit der Raumzeit sein. Doch wenn es sie gibt, ist diese Quantelung des Raums viel zu winzig, um sich direkt nachweisen zu lassen, ihre Einheiten entsprechen gerade einmal der Plancklänge von 10 hoch minus 35 Metern. Wie dieser Quantenschaum daher aussieht und wie er sich verhält, ist bisher noch völlig unklar. Einige Modelle vergleichen ihn mit einer superfluiden Flüssigkeit, andere sehen in unserem Universum nur eine Art holografischer Projektion von winzigen zweidimensionalen Grundbausteinen.

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We Need More Liberals Willing to Critique Islam, Says Ex-Muslim Leader

Image: Friendly Atheist

The American Humanist Association just uploaded several videos from its recent conference in Denver. I’ll post a few of them over the next day or so, but the crown jewel so far has to be Sarah Haider‘s speech about the necessity of liberal critiques of Islam.

By Hemant Mehta|Fiendly Atheist

Haider, who works with Ex-Muslims of North America, wrote a guest post for this site last year rebutting arguments made by Reza Aslan that I thought was just fantastic.

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Untersuchungen gegen Kurienerzbischof Paglia

Bild: tilly

Bild: tilly

Gegen den Präsidenten des Päpstlichen Familienrates laufen Untersuchungen in einem möglichen Betrugsfall. In Auktion sei der Kaufpreis für eine Immobilie auf 1,7 Millionen Euro manipuliert worden, trotz ihres Schätzwertes von 5,6 Millionen Euro.


kath.net

Gegen den Präsidenten des Päpstlichen Familienrates, Kurienerzbischof Vincenzo Paglia, laufen Untersuchungen in einem möglichen Betrugsfall. Laut italienischen Medienberichten (Donnerstag) geht es um den Kauf eines Renaissance-Kastells 2011 in der damals von Paglia geleiteten umbrischen Diözese Terni-Narni-Amelia. In einer manipulierten Auktion sollen Bistumsmitarbeiter mittels einer Gesellschaft und mit Bistumsgeld die Immobilie in der Stadt Narni erworben haben. Der Kaufpreis habe rund 1,7 Millionen Euro betragen, obwohl der Wert auf rund 5,6 Millionen Euro geschätzt werde.

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Mann stürmt Kirche wegen Glockenläuten

Symbolfoto: © Helga Gross / pixelio.de

Während der Messe die Kirchtüren zusperren? Das ist neuerdings Usus beim sonntäglichen Gottesdienst in der evangelischen Pfarrgemeinde in Reutte. Die Kirchgänger wollen sich vor ungebetenem Besuch schützen.


unserTirol.com

Grund dafür ist ein Mann aus der Nachbarschaft, der schon zweimal während der Messfeier in die Kirche eindrang und dort laut um sich schrie. Der Mann verlangte lautstark, dass das Läuten der Glocken aufzuhören habe.

Pfarrer Mathias Stieger erklärte gegenüber der Tiroler Tageszeitung: „Wir haben Kinder und ältere Personen im Gottesdienst. Und müssen uns irgendwie schützen.“ Beim letzten Mal wurde er erst durch vier junge Männer dazu bewogen, aus der Kirche zu verschwinden.

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Dodo Mixa findet neue Aufgabe im Kloster Altomünster

Quelle: HFR

Quelle: HFR

Vor fünf Jahren trat Walter Mixa als Bischof von Augsburg zurück, weil ihm Kindesmisshandlung vorgeworfen wurde. Jetzt soll er Referent eines neuen “Burnout Centrums” werden


Von Helmut Zeller|Süddeutsche.de

Sein schlechter Ruf eilt ihm im Landkreis Dachau voraus: Der frühere Augsburger Oberhirte Walter Mixa ist zurück und könnte schon bald häufiger Gast im Kloster Altomünster sein. In den Pfarrgemeinden im Landkreis ist der Skandal um den Geistlichen noch in frischer Erinnerung. Vor fünf Jahren resignierte der Bischof, nachdem bekannt geworden war, dass er als Stadtpfarrer Heimkinder misshandelt haben soll. Jetzt wird er als Referent eines “Burnout Centrums” wirken, das von 1. Juni an im Kloster Altomünster Kurse anbietet. Schwester Apollonia, Priorin des Birgitten-Klosters, sagte dazu: “Vielleicht, Bischof Mixa hält ja viele Vorträge, aber es ist nicht so, dass er den Fuß in der Tür hat.”

Der 74-jährige Mixa bewohnt in Gunzenheim im Bistum Eichstätt ein Jugendstilhaus. Walter Mixa war von 1996 bis 2005 Oberhirte von Eichstätt und wurde dann von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Augsburg ernannt. Fünf Jahre später trat Mixa, der auch Militärbischof war, zurück: Als Schrobenhausener Stadtpfarrer soll er Heimkinder geohrfeigt oder geprügelt haben. Mixa wies die Vorwürfe zunächst zurück, räumte aber nach zwei Wochen ein: “Die eine oder andere Watschn kann ich nicht ausschließen”. Mit seinem Rücktritt hadert er bis heute.

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Philosophie-Festival phil.Cologne: Peter Singer empört über Ausladung

Peter Singer im März 2009, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Die diesjährige phil.Cologne hat ihren ersten Skandal: Der Veranstalter hat den Bioethiker Peter Singer wegen seiner radikalen Thesen wieder ausgeladen. Der Australier ist fassungslos. Die Festival-Leitung ringt um Erklärungen.


Von Michael Hesse|Kölner Stadt-Anzeiger

Der australische Philosoph Peter Singer hat verärgert auf die Ausladung von dem Philosophie-Festival phil.Cologne reagiert. „Wie können sie sich als Philosophie-Festival bezeichnen, wenn sie zu ängstlich sind, Fragen zu diskutieren, die einige Menschen stören?“, sagte Singer in einem Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „War das nicht immer die Rolle von Philosophen seit den Zeiten von Sokrates?“, fragte er. Der australische Denker hatte erst vor wenigen Tagen in der Berliner Urania einen Preis erhalten, den nach ihm benannten “Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung” eines neu gegründeten gleichnamigen Fördervereins.

Er verwies  darauf, dass er  innerhalb einer Woche eine Reihe von Ehrungen erhalten habe, unter anderem wurde ihm die Ehrendoktorwürde an der Universität in Athen und der Universität von Bukarest verliehen. Auch die New York Times hatte erst vor zwei Tagen ein Interview mit ihm veröffentlicht. „Sie sind weniger ängstlich, kontroverse Themen zu diskutieren als das internationale Philosophie-Festival in Köln“, sagte Singer dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Bischofsbier “Urbi et Ortie”: Saufen ist gottgefällig

la-croix.com

“Urbi et Ortie”: Unter diesem Namen wird im westschweizerischen Fribourg ab Montag ein sogenanntes Bischofsbier angeboten.


evangelisch.de

Zunächst stehen 500 Flaschen zum Verkauf, wie Bistums-Sprecherin Laure-Christine Grandjean am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. “Aber falls es funktioniert, werden wir sofort mehr bestellen”, versicherte sie. Die Einnahmen sollen an zwei Flüchtlingshilfswerke gehen.

Angestoßen hat die Aktion der Bischof der Diözese von Lausanne, Genf und Fribourg, Charles Morerod. Anlass ist die Beteiligung des Bischofshauses von Fribourg an der Nacht der Museen am Samstag. Zudem soll Morerod wenig erfreut gewesen sein, als die Brauerei “Cardinal” vor vier Jahren ihre Produktion in Fribourg einstellte. In Bistum Lausanne, Genf und Fribourg leben rund 700.000 Katholiken.

Das neue Bischofsbier wurde den Angaben zufolge von einer Brauerei in Fribourg gebraut und schmeckt leicht nach Brennnesseln. Dies erklärt – neben der Anspielung auf den päpstlichen Segen “Urbi et Orbi” – auch den Namen des Gerstensaftes: Im Französischen steht “Ortie” für Brennnessel.

Genf verbietet Schülern Auftritt in religiöser Oper

religion_dark_agesGrundschüler aus Genf dürfen nicht bei der Kinderoper «Noahs Sintflut» von Benjamin Britten mitsingen, lediglich das Zuhören sei erlaubt. Es gehe um die vorgeschriebene Laizität.


kath.net

Grundschüler aus Genf dürfen nicht bei der Kinderoper «Noahs Sintflut» von Benjamin Britten (1913-1976) mitsingen. Lediglich anhören sei für Primarschüler erlaubt, entschied die zuständige Bildungsbehörde des Kantons Genf unter Berufung auf die vorgeschriebene Laizität, wie das Portal «kath.ch» (Mittwoch) berichtet. Das Genfer Kammerorchester wollte das religiöse Werk aufführen.

Das Genfer Bildungsdepartement beruft sich bei seinem Verbot unter anderem auf Artikel 15 der Bundesverfassung, der Glaubens- und Gewissensfreiheit gewährleistet. Niemand darf demnach gezwungen werden, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.

Aus Sicht der Behörde ist das «Singen eines biblischen Werkes, insbesondere von Texten mit starker religiöser Konnotation» vergleichbar mit dem «Vollzug einer religiösen Handlung», erklärte die stellvertretende Generalsekretärin Teresa Skibinska auf Anfrage. Das Singen der besagten Oper sei darum nicht vereinbar mit der Bundesverfassung. Die Beteiligung der Primarschüler an der Oper widerspreche der «religiösen Neutralität», die für die Schulen im Kanton gelte. Primarschüler seien zudem in Fragen des Glaubens nicht gefestigt.

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Religionsstreit an bayerischer Schule: “Atheisten sind dumm”

Foto: brightsblog

Foto: brightsblog

Ein Schulleiter will eine staatliche Realschule bei München auf streng christlichen Kurs bringen: Er hängt Kreuze in die Klassen und möchte tägliche Gebete einführen. Laut Gesetz darf er das – doch Eltern und Schüler wehren sich.


Von Bernd Kramer|SpON

Die Aussage soll in einer Vertretungsstunde in der 10e gefallen sein. Der Schulleiter der Realschule Geretsried betrat die Klasse. Es sollte, so schildert es ein Lehrer der Schule, ein Gebet gesprochen werden, einige Schüler wollten aber offenbar nicht. Eine Diskussion entspann sich. Am Ende sagte der Schulleiter den Satz, der Lehrer, Eltern, Schüler aufregt: “Atheisten sind dumm.”

Nicht alle Schüler der Schule sind getauft. Einige Lehrer glauben nicht an Gott, etwa der Biologielehrer der 10e; die Schüler wissen davon. Sagt der Rektor also, dass an der Schule dumme Lehrer unterrichten? Dass man glauben muss, um an dieser bayerischen Schule klug zu werden?

In Geretsried geht es längst um Grundsätzliches: Wie viel Religion darf es an einer staatlichen Schule geben?

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DIA-Dokument: Das Märchen vom US-Masterplan für den “Islamischen Staat”

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Haben die USA den Aufstieg des “Islamischen Staats” gefördert? Ein Papier des US-Militärgeheimdienstes DIA soll das beweisen. Doch das Dokument belegt vor allem Heuchelei und Versagen der US-Regierung.


Von Christoph Sydow|SpON

Das Geheimdokument ist nur sieben Seiten lang, davon sind drei Blätter fast völlig weiß, weil zensiert. Doch die übrigen Zeilen sollen dafür sorgen, dass der Aufstieg der Terrororganisation “Islamischer Staat” (IS) in einem neuen Licht erscheint. Das Dokument aus dem Jahr 2012 belegt angeblich, dass die USA den Aufstieg der Dschihadisten förderten. Davon sind zumindest Kritiker der US-Regierung überzeugt. Doch bei genauerer Betrachtung lässt sich diese Schlussfolgerung nicht halten.

Das Papier, um das es geht, wurde in der vergangenen Woche von der konservativen Organisation Judicial Watch veröffentlicht. Die Gruppe steht den Republikanern nahe und hatte erfolgreich auf die Herausgabe von Regierungsunterlagen zum tödlichen Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi 2012 geklagt. Unter den Dokumenten, die daraufhin von der Regierung herausgegeben wurden, ist auch ein Bericht der Defense Intelligence Agency (DIA). Die DIA ist die Dachorganisation der Nachrichtendienste der vier Teilstreitkräfte im US-Militär.

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Die ‘Festung Europa’ und der Tod im Meer

Prof. Dr. Klaus J. Bade, ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration © David Ausserhofer, MiG

Flucht und Asyl werden seit den Schiffsunglücken mit Hunderten Toten auf dem Mittelmeer kontrovers diskutiert. Aus humanitärer Perspektive erscheint dabei die EU-Migrationsagenda als Reform und Fiasko zugleich.


Von Prof. Klaus J. Bade|MiGAZIN

Am Ende seiner Amtszeit (1998-2005) meldete sich Bundesinnenminister Otto Schily im Zusammenhang der Diskussion um Flucht und Asyl mit dem Vorschlag zu Wort, nach Europa strebende Flüchtlinge und Asylsuchende weit vor den europäischen Grenzen in Aufnahmeeinrichtungen genannten Auffanglagern aufzuhalten und damit auch die steigende Zahl der Opfer bei der illegalen Zuwanderung über das Mittelmeer zu begrenzen. Das weckte in humanitär engagierten Kreisen die nicht unbegründete Vorstellung, dass es hier mehr um defensive Sicherheitspolitik als um humanitäre Erwägungen gehe.

Mit ähnlichen, allerdings differenzierteren und weitgreifenderen Überlegungen zu nunmehr ‘Transitzentren’ genannten Aufnahmeeinrichtungen trat zuletzt der amtierende Bundesinnenminister Thomas de Maizière hervor. Hintergrund waren die dramatisch steigenden Zahlen von illegal über das Mittelmeer zuwandernden Flüchtlingen und Asylsuchenden sowie die Katastrophen auf See.

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Glaube und Moderne: Religion lässt sich nicht komplett abschreiben

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Mit Beginn der 1960er-Jahre flaute das Interesse an Kirche und Religion in Deutschland ab. Ein Vorgang, der bis heute anhält. Warum ist das so? Detlef Pollak und Gergely Rosta haben in ihrem Buch “Religion in der Moderne – Ein internationaler Vergleich” den aktuellen Stand von Religion in säkularen Zeiten analysiert.


Von Mirko Smiljanic|Deutschlandfunk

Deutschlands christliche Kirchen hatten ihre beste Zeit in den 1940er- und 1950er-Jahren. Städte lagen in Schutt und Asche, die Zahl der Opfer des mörderischen Krieges ging in die Millionen, traumatisiert suchten Überlebende Hilfe und Orientierung bei den großen Konfessionen. Und fanden sie auch. Die Gotteshäuser waren voll, was Pfarrer sagten, hatte Gewicht. Ein Einfluss, den die Kirchen nutzten: Geschickt verbanden sie religiöse Werte mit politischen, wirtschaftlichen und nationalen Interessen. “Funktionale Diffusion” nennen Religionssoziologen diesen Prozess. Doch nach dem Aufstieg folgte der Fall, den Soziologen mit dem Begriff “Funktionale Differenzierung” umschreiben. Sobald die Ziele erreicht waren – also mit Beginn der 1960-Jahre – flaut das Interesse für Religion und Kirche ab. Ein Vorgang der bis heute anhält, so Detlef Pollak, Professor für Religionssoziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Autor der Studie “Religion in der Moderne – Ein internationaler Vergleich”.

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Katholischer CDU-Arbeitskreis Sachsen: Nein zur Homo-‘Ehe’

HP,Screenshot: bb

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„Ehe im Sinne des Grundgesetzes ist die Verbindung von Mann und Frau. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Verbindungen lehnen wir ab.“ Dies stellte für den Katholischen Arbeitskreis Sachsen der Vorsitzende Mathias Kretschmer auf Anfrage von kath.net fest.


kath.net

Landesvorsitzender Kretschmer erläuterte wörtlich gegenüber kath.net:

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind nicht auf die Weitergabe des menschlichen Lebens ausgerichtet und sind deshalb für eine Gesellschaft nicht grundlegend. Sie können schon auch aus diesem Grund nicht Maßstab politischen Handelns sein.

Wir denken, dass die Ehe im Sinne des Grundgesetzes die Verbindung von Mann und Frau ist. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Verbindungen lehnen wir ab. Beispielsweise sind bei vollem Adoptionsrecht die Konsequenzen überhaupt nicht absehbar. Das adoptierte Kind steht im täglichen absoluten Focus der Gesellschaft, es hat massiven Leistungsdruck sich zu behaupten und es bekommt eine einseitige Erziehung, die der Zukunft nicht dienlich ist. Die gleichgeschlechtlichen „Eheleute“ werden definitiv nicht ihre errungenen Werte aufgeben. Und dabei haben wir hier noch nicht die Rechte der Kinder berücksichtigt.

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