Drittes Reich: Audi stellt sich endlich seiner dunklen Historie

Das Logo des Herstellers Auto Union am Kühlergrill eines DKW Meisterklasse F7 von 1938. Das Audi-Vorgängerunternehmen beutete in der NS-Zeit Zwangsarbeiter aus. (Foto: dpa)
  • Nach sieben Jahrzehnten stellt sich der Ingolstädter Autokonzern Audi allmählich seiner Vergangenheit im Dritten Reich.
  • KZ-Häftlinge mussten in den Fabriken während der NS-Zeit Zwangsarbeit leisten. Bei Audi tat man lange so, als ginge einen das Thema nichts an.
  • Nun gerät doch einiges in Bewegung – noch gibt es nämlich Zeitzeugen.

Von Uwe Ritzer | Süddeutsche Zeitung

Eine runde Marke aus grauem Blech, etwas größer als früher ein Fünf-D-Mark-Stück. Darauf ist nur die Zahl 280 eingestanzt. „Ich musste sie vorne am Revers tragen“, sagt Helga Kinsky, 88. Damals hieß sie noch Pollak und war 14 Jahre alt. Ein halbes Kind noch, halb verhungert, in zerlumpten Kleidern. 280 war ihre Arbeitsnummer. „Auf den Rücken malten sie uns mit Ölfarbe groß ‚KL‘, damit man uns schon von Weitem identifizieren konnte.“ KL für Konzentrationslager.

Mehr als siebzig Jahre später erhielt die in Wien lebende Jüdin einen Brief aus Ingolstadt. „Sie gehören zu den Damen, die von 1944 bis 1945 von der Auto Union-Tochter Agricola GmbH unter unwürdigen Umständen ausgebeutet wurden und viel Leid erfahren mussten“, heißt es da. „Hierfür möchten wir Sie aus tiefstem Herzen um Entschuldigung bitten.“ Es ist ein einfühlsam formuliertes Schreiben, in dem Audi verspricht, dieses „dunkelste Kapitel in unserer Historie“ nun aufzuarbeiten und Helga Kinsky um Mithilfe bittet.

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Missing Link: Verschwörungstheorien, Karl Popper und die politische Diskussion

Mittlerweile ein Klassiker der Verschwörungstheorie: Die Aliens, die in der „Area 51“, einem militärischen Sperrgebiet der US AIr Force, untersucht werden. (Bild: mdherren, gemeinfrei )
26.7.1948: der Philosoph Karl Popper führt „conspiracy theory of society“ ein. Start der wissenschaftlichen Karriere eines Begriffs der politischen Diskussion

Ralf Bülow | heise online

Verschwörungen gab es eigentlich schon immer. Die Römer konspirierten, um wahnsinnige Cäsaren loszuwerden, die Schweizer schworen den Rütlischwur gegen den bösen Landvogt Gessler. 1605 gelang es den Schießpulver-Plottern um Guy Fawkes beinahe, das englische Parlament plus König in die Luft zu jagen. Die Verschwörer des 20. Juli versuchten 1944 vergeblich, die Nazi-Herrschaft zu Fall zu bringen.

Der Glaube an imaginäre Verschwörungen ist ebenfalls alt. Finstere Pläne wurden seit dem Mittelalter den Juden zugeschrieben, später traf es Freimaurer und Katholiken. Telegraphie-Pionier Samuel Morse malte 1835 eine „Foreign Conspiracy“ gegen die Freiheiten der USA aus, sprich die Infiltration durch katholische Einwanderer. Sein Vater, der Pastor Jedidiah Morse, hatte schon 1798 über die teuflischen Illuminaten gepredigt.

In den 1890er Jahren stand die politische „conspiracy theory“ in amerikanischen und englischen Zeitschriften, wie der Debunker Mick West herausfand. Eine Suche mit Google Books erbringt weitere Belege für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den akademischen Diskurs drang der Begriff vor 70 Jahren ein, genauer gesagt, am 26. Juli 1948. An diesem Tag sprach Karl Popper auf einer Gelehrtentagung in Oxford über rationale Theorien der Tradition.

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New Look Inside Sun’s Atmosphere Yields Clues About Mysterious Solar Wind

Heavy data cleaning allowed scientists to study the sun’s corona, or outer atmosphere, in stunning detail. Credit: Craig DeForest, SwRI
Our sun is surrounded by a deep, million-degree atmosphere that affects everything in the solar system — but how, precisely, it does so is a mystery.

By Meghan Bartels | SPACE.com

The atmosphere, called the corona, produces the solar wind — a flood of charged particles that stream out of the sun and across the solar system. As the solar wind travels to Earth, it brings threats of radiation and magnetic interference.

Now, in a new study, researchers have finally managed to watch it being born in the sun’s outer corona. The images provide enough detail for researchers to be able to start piecing together why it flows in such complex ways. They have concluded that one likely explanation is that the turbulence is a legacy of where it comes from. [During Eclipses, Astronomers Try to Reveal the Secrets of the Solar Wind]

„Previous images showed the outer corona as a smooth structure, but in deep space, the solar wind is turbulent and gusty,“ co-author Craig DeForest, a solar physicist at the Southwest Research Institute in Texas, said in a university statement. „Using new techniques to improve image fidelity, we realized that the corona is not smooth, but structured and dynamic. Every structure that we thought we understood turns out to be made of smaller ones, and to be more dynamic than we thought.“

The research relied on data from STEREO, a NASA mission that has been orbiting the sun since 2006. It carries an instrument called a coronagraph, which uses a black disk to block out the bright surface of the sun. That lets scientists see what’s happening in the corona, which is much fainter than the surface and would otherwise be washed out by its light.

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Türkei: Der Absturz der Lira wird zum Problem für Erdogan

Finanzmärkte sind alarmiert und Ökonomen warnen, dass die türkische Wirtschaft in den nächsten Wochen zusammenbrechen kann

Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Kapitalflucht, die türkische Lira auf Talfahrt gegenüber Dollar und Euro, schrumpfende Devisenreserven: Mehrere internationale Ökonomen prophezeien den baldigen Zusammenbruch der türkischen Wirtschaft. Die Anhänger Erdogans verbreiten dazu wie üblich Verschwörungstheorien: Angeblich bereiten die westlichen Finanzmärkte einen wirtschaftlichen Putsch vor, nachdem es dem Westen vor zwei Jahren nicht gelungen sei, Erdogan durch den Putschversuch im Juli 2016 zu kippen.

Reflexartig reagieren türkische Politiker auf den herannahenden Exitus der türkischen Wirtschaft mit Schuldzuweisungen in Richtung Europa und USA. Nicht die verfehlte Wirtschafts- und Zinspolitik Erdogans und seines Clans, nicht die selbstverschuldete Immobilienblase sei schuld an der Misere, sondern ausländische Spekulanten und einflussreiche Investoren würden versuchen, die türkische Lira in Grund und Boden zu spekulieren.

Der Wirtschaftswissenschaftler Muratoglu weist diese Verschwörungstheorien zurück: Nicht äußere Mächte, sondern ein schlechtes internes Management sei schuld an der Misere. Die Regierung würde versuchen, die Menschen im Lande Glauben zu lassen, dass, wenn Erdogan gegen „fremde Mächte“ kämpft, es am Ende allen Menschen im Lande besser gehen würde.

Ein äußerer Feind wird geschaffen, gegen den es Krieg zu führen gilt. Dafür sollen die Bürger einige Dinge ertragen, Opfer bringen und die Verarmung akzeptieren. Allerdings ist für die Bevölkerung kaum noch durchschaubar, wer nun der Feind ist, mal ist es Donald Trump, mal Macron, mal Merkel. Merkwürdigerweise schüttelt Erdogan am Ende wieder väterlich staatsmännisch die Hände seiner vermeintlichen Feinde, meint Muratoglu.

Mangelnde Problemeinsicht und das Suchen nach äußeren Schuldigen kennen wir vor allem von Kindern und pubertierenden Jugendlichen, die sich egozentrisch im Zentrum des Geschehens wahrnehmen und ihr eigenes Handeln nicht selbstkritisch aus der Distanz betrachten können.

Der im Zenit seiner Macht angelangte türkische Präsident ist ähnlich gestrickt. Psychologen würden ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostizieren. Daran, dass die Ratingagentur Fitch die Türkei in der Bonitätsnote kürzlich auf BB, d.h. auf das Level von Vietnam oder Guatemala herunterstufte, ist nach Erdogans Verständnis der Westen schuld.

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Hamburg: „Unsere eigene historische Verantwortung“

Bürgermeister Peter Tschentscher bei seiner Ansprache im Michel Quelle: dpa
Vor 75 Jahren wurde Hamburg von alliierte Bombern weitgehend zerstört. In einer Gedenkfeier im Hamburger Michel wird daran erinnert – aber auch daran, was diese Katastrophe auslöste.

DIE WELT

Spitzenvertreter von Stadt und Kirchen haben am Sonntag im Hamburger Michel in einer offiziellen Gedenkfeier an den „Hamburger Feuersturm“ vor 75 Jahren erinnert. Bei der „Operation Gomorrha“ vom 24. Juli bis 3. August hatten alliierte Bomber weite Teile der Stadt in Schutt und Asche gelegt. 35.000 Menschen starben, 125.000 wurden verletzt, 900.000 flüchteten aus der Stadt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte, die Erinnerung an die „Operation Gomorrha“ und die nationalsozialistische Zivilisationszerstörung diene immer auch als Mahnung und Aufforderung, sich heute für Demokratie und Menschenrechte sowie für die freiheitlich demokratische Grundordnung stark zu machen. „Das ist unsere eigene historische Verantwortung für den Schrecken des Zweiten Weltkrieges, der sich in den Sommertagen des Jahres 1943 mit der Operation Gomorrha in besonderer Härte gegen die Freie und Hansestadt Hamburg gerichtet hat.“

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Zehntausende Teilnehmer bei #ausgehetzt-Demo in München

Gegen eine „Politik der Angst“ sind am Sonntag bei der Demonstration #ausgehetzt in München nach Veranstalterangaben insgesamt rund 50.000 Menschen auf die Straße gegangen, die Polizei sprach von 20.000 Demonstranten. Zu den rund 130 Unterstützern von #ausgehetzt gehören neben Organisationen wie Pro Asyl, ver.di, Attac und zahlreichen Flüchtlingshelferkreisen auch das Münchner Volkstheater und die Münchner Kammerspiele.

evangelisch.de

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte bei der Abschlusskundgebung, der soziale Frieden in München, Bayern und Deutschland sei durch Verrohung der Sprache, Scheindiskussionen und eine völlig falsche Prioritätensetzung „hochgradig gefährdet“.

Zu einer Plakataktion der CSU, die sich gegen die Demonstration richtete, sagte Reiter: „Es ist sinnvoller, im täglichen politischen Sprechen und Tun den politischen Anstand zu wahren, anstatt ihn nur zu plakatieren.“ In der Nacht zum Sonntag hatte die Partei Plakate mit der Aufschrift „JA zum politischen Anstand, NEIN zu ausgehetzt, Bayern lässt sich nicht verhetzen!“ entlang der Route der Demonstration aufhängen lassen.

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Paragraf 219a: Linke gegen Fraktionszwang

Bild: Wikimedia Commons/JesterWr
Es gebe eine Mehrheit im Bundestag für die Änderung von Paragraf 219a, so die Linken-Vize Cornelia Möhring. Deshalb fordert sie über das Werbeverbot für Abtreibungen eine Abstimmung ohne Fraktionszwang.

katholisch.de

Die Bundestagsfraktion der Linken drängt bei einer Abstimmung über das in Paragraf 219a des Strafgesetzbuchs geregelte Werbeverbot für Abtreibungen auf eine Befreiung der Abgeordneten vom Fraktionszwang. Die SPD dürfe sich da „nicht länger herausreden“, sagte Vizefraktionschefin Cornelia Möhring der Tageszeitung „neues deutschland“ (Montag). Es gebe eine parlamentarische Mehrheit von Linken, Grünen, FDP und SPD im Parlament für die Änderung des Paragrafen, so Möhring weiter. Die SPD habe einen Beschluss gefasst, dass es „entweder im Frühherbst einen Gesetzesentwurf der zuständigen Ministerien gibt oder die Abstimmung im Bundestag freigegeben wird“. Möhring betonte, sie rechne damit, dass dies auf die Befreiung der Abgeordneten vom Fraktionszwang hinauslaufe. Denn dass sich die Ministerien einigen, „kann ich mir kaum vorstellen“.

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Die AfD distanziert sich von ihrer «Swiss Connection»

Bild: nzz.ch
Laut dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hat die AfD ihrem ominösen Unterstützerverein und dessen Schweizer Werber Alexander Segert verboten, in ihrem Namen Wahlkampf zu betreiben. Es geht um den Verdacht illegaler Parteifinanzierung.

Christina Neuhaus | Neue Zürcher Zeitung

Wer finanziert eigentlich den massiven Wahlkampf der AfD? Diese Frage beschäftigt Deutschland seit den Landtagswahlen von 2016. Damals konnte die Partei auf die grosszügige Unterstützung anonymer Gönner zählen. Eine ominöse Vereinigung mit dem Namen Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten startete eine grossangelegte Werbeoffensive, zu der neben Plakataktionen auch eine Gratiszeitung mit dem Namen «Extrablatt» gehörte.

Mittlerweile ist bekannt, wer der Gestalter des Gratisblatts war. Es ist der Inhaber der Schweizer Werbeagentur Goal, Alexander Segert, der sich in der Schweiz einen Namen als Schöpfer der SVP-Schäfchen-Plakate gemacht hat. In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» gab Segert vor einem Jahr an, im Auftrag des Vereins das Sekretariat zu führen. Er sei allerdings nicht Teil eines von den deutschen Medien zusammenphantasierten rechten Netzwerks. Das falle «schwer in den Bereich von Verschwörungstheorien». Die Aufträge, die er für den Verein erledige, gehörten zu den Grundleistungen einer PR-Agentur.

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Muslimbrüder in Bayern: Der Wolf im Schafspelz?

Muslimbrüder sind für den Verfassungsschutz eine Art Wolf im Schafspelz: Nach außen hin dialogbereit, aber in Wirklichkeit versuchten sie, die Gesellschaft zu unterwandern. Eine Spurensuche in Bayern.

Von Josef Röhmel | BR24

Seit vielen Jahren warnen Verfassungsschützer vor den Umtrieben der Muslimbruderschaft. Diese 1928 in Ägypten gegründete Bewegung agiert weltweit. Auch in Deutschland. Muslimbrüder würden sich offen und dialogbereit geben, aber in Wirklichkeit ganz andere Ziele verfolgen, sagt der bayerische Verfassungsschutz.

Verfassungsschutz: Muslimbrüder wollen Gesellschaft islamisieren

Die Ziele lauten etwa nach dem aktuellsten Verfassungsschutzbericht von 2017: „Islamisierung der Gesellschaft durch Missionierung und soziale Maßnahmen. Umwandlung der Bildungsinstitutionen nach islamischen Kriterien.“

„Letzten Endes läuft die extremistische Ideologie der Muslimbruderschaft hinaus auf die Errichtung islamischer Herrschaftsordnungen auf der Grundlage von Koran und Sunna. Das hieße, keine Trennung mehr von Religion und Staat. Und sowas ist nicht realisierbar auf dem Boden des Grundgesetzes.“ Markus Schäfert, Bayerischer Verfassungsschutz

Moscheebesuch einer Schulklasse wird zum Politikum

In Nürnberg befindet sich mit der Islamischen Gemeinde eine Moschee, die demokratiefeindliche Kräfte unterstützen soll. Diese Kräfte streben nach Überzeugung des bayerischen Verfassungsschutzes eine Zusammenarbeit mit Einrichtungen wie Schulen, Kirchen und wichtigen Institutionen an, um die Gesellschaft im Sinne der Muslimbruderschaft dauerhaft zu unterwandern.

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Dublins Erzbischof hofft auf Papstworte zum Thema Missbrauch

Der irische Erzbischof Diarmuid Martin wünscht sich von Papst Franziskus klare Worte zum Thema Missbrauch. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird am 25. und 26. August Irland besuchen, Anlass ist das Weltfamilientreffen in Dublin.

DOMRADIO.DE

Es sei wichtig, dass der Papst bei seinem bevorstehenden Irlandbesuch das Thema nicht als Teil der Kirchengeschichte anspreche, sondern „als Teil der Gegenwart, denn die Wunden sind da, und es entstehen neue Wunden“, sagte der Erzbischof von Dublin dem Sender RTE am Samstag.

Wenn man ihn vor zwei Jahren gefragt hätte, hätte er wohl von Institutionen und Missbrauch durch Kleriker gesprochen, sagte Martin weiter. Aber heute gebe es den Fall der sogenannten Magdalenen-Wäschereien, der Mutter- und Kindheime und „eine ganze Reihe anderer Orte, an denen Missbrauch als traurige Dimension der Entwicklung der Kirche entsteht“, so der Erzbischof.

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Bundeswehr: Bald offen für Ausländer?

Bundeswehrsoldaten in Bosnien. Foto (2002): U.S. Air Force / gemeinfrei
Personalmangel: Laut Verteidigungsministerium würden alle Optionen geprüft. Budget-Berechnungen ziehen jedoch Grenzen. Die Aufrüstung hat offenbar Vorrang

Thomas Pany | TELEPOLIS

Im Bundesverteidigungsministerium werden wieder einmal Möglichkeiten durchgespielt, wie man die Truppe vergrößern könnte. Das für Laien eigentümlich anmutende Fachwort dafür lautet „Aufwuchs“. In der Managersprache der Verteidigungsministerin lautet das Konzept für stärkeren Aufwuchs „Trendwende Personal“ („Erstmals seit Ende des Kalten Krieges sollen die Streitkräfte wieder wachsen“). Es stammt von Mai 2016 und postuliert als Ziel 198.000 Soldatinnen und Soldaten bis 2024.

Derzeit, Stand 16.Juli 2018, umfasst die Bundeswehr 178.904 „aktive Soldaten und Soldatinnen“.

Geht es nach Informationen der Augsburger Allgemeinen, die heute von vielen Medien aufgegriffen werden, so funktioniert die Rekrutierung (trotz Eigenlob der Bundeswehr über den Erfolg der Werbekampagne „Die Rekruten“) nach wie vor nicht besonders.

Im Artikel ist wörtlich von „Personalnot bei den Streitkräften“ die Rede. Um dem abzuhelfen, würden „Überlegungen immer konkreter, Ausländer in die Bundeswehr aufzunehmen“, berichtet die Zeitung. Und mehr noch: Es werde im Ministerium darüber diskutiert, ob man das Angebot dadurch attraktiver macht, indem man die deutsche Staatsangehörigkeit anbietet.

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Data from Weather-Tracking Satellite Helps Scientists Predict Cholera Outbreak

Extra-Tropical Cyclone Off the Coast of Japan, March 10, 2014 Credit: NASA/JAXA
Hurricanes are devastating for the populations they hit, not only because of the damage caused by winds but also because of the increased risk of diseases after the storm passes. To help people affected by these storms, researchers used data from NASA’s Global Precipitation Measurement (GPM) satellite to make predictions about cholera outbreaks.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

Cholera, according to the Mayo Clinic, is a bacterial disease that spreads through contaminated water or food. Symptoms of cholera can include nausea, vomiting, severe diarrhea, dehydration and even death if left untreated. There were more than 130,000 reported cases of cholera worldwide in 2016, according to the World Health Organization, but estimates of the true number of cholera cases are much higher – between 1.4 million to 4 million cases annually.

„In the countries less developed with infrastructure that is not the equivalent, let’s say, of Europe or the United States or Canada, then, the population that has to rely on river water or pond water is at risk for cholera,“ microbiologist Rita Colwell said in a new video from NASA’s Goddard Space Flight Center. She is a microbiologist and professor at the University of Maryland, College Park, and at Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health. [Photos: NASA’s Rain-Tracking GPM Satellite Mission in Pictures]

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Steve Bannon plant „rechtspopulistische Revolte“ in Europa

Steve Bannon will offenbar in Europa aktiv werden Quelle: Getty Images/Sean Gallup
Laut Medienberichten plant Steve Bannon, umstrittener Ex-Berater von Donald Trump, eine Bewegung in Europa zu gründen. Und damit eine rechtspopulistische Revolte auszulösen. Es soll sogar schon einen konkreten Anlass geben.

DIE WELT

Steve Bannon, umstrittener Ex-Berater von Präsident Donald Trump und Galionsfigur der radikalen Rechten in den USA, konzentriert sich einem Medienbericht zufolge jetzt auf Europa.

Er wolle eine Bewegung (The Movement) gründen und damit eine rechtspopulistische Revolte vor den Wahlen zum Europaparlament im Frühjahr 2019 auslösen, berichtete das Nachrichtenportal „Daily Beast“ am Freitag (Ortszeit). Der 64-Jährige plane, nach den Zwischenwahlen in den USA Anfang November die Hälfte seiner Zeit in Europa zu verbringen.

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Gott geht online: Kirchen in Deutschland wollen Glauben wieder modern machen

Gottes Wort auf dem Smartphone: In der „AndachtsApp“ gibt es täglich ein Gebet im Audio oder Videoformat. Foto: dpa
„Mein Haar liegt noch?“, fragt Jana. Hinter der Kamera nickt jemand. Jana, graues Shirt, silberne Kreuz-Ohrstecker, einen Jutebeutel mit Christusmonogramm neben sich, schaut sich kurz um. Ein Studio in einem Kölner Bürogebäude. Vielleicht zehn Quadratmeter. Gelbes Sofa, hellblauer Sessel, Laminat, Holzkommode – mehr passt nicht rein.

Von Jonah Lemm | Kölner Stadt-Anzeiger

„Die Bibel steht da ein bisschen zu offensichtlich, oder?“ fragt Jana und zeigt auf die Regale hinter sich. Erneutes Nicken. Die Bibel also wird hingelegt. Dann Klappe, die Zweite. Gerade hatte sich Jana noch verhaspelt. Jetzt läuft’s. Sie spricht über den Wert der eigenen Meinung, über Kompromisse – und darüber, wie Christen in Diskussionen oft unfair behandelt werden. Ohne Stocken, sieben Minuten lang.

Kirchliche Influencerin

Jana Highholder, 20, Medizinstudentin aus Münster, ist das, was die evangelische Kirche jetzt braucht. Sie ist schön, sie ist klug, sie ist eloquent. Und gläubige Christin seit ihrer Kindheit, ihr Vater arbeitet bei der Landeskirche.

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Seehofer wehrt sich gegen Kritik der Kirchen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) setzt sich gegen Kritik der Kirchen an der Flüchtlingspolitik seiner Partei zur Wehr.

evangelisch.de

Es werde immer ein Gegensatz zwischen Humanität und Sicherheit hergestellt, sagte der CSU-Chef dem „Münchner Merkur“ (Samstag). „Ist es unchristlich, Gefährder und Straftäter außer Landes zu bringen?“ Ohne Ordnung im Land und den Schutz der einheimischen Bevölkerung werde es auf Dauer keine Humanität geben.

Seehofer kündigte an, dass er mit beiden großen christlichen Kirchen das Gespräch suchen werde, um ihnen die Beweggründe seiner Politik zu erläutern. Der Vorsitzende katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hatte die Wortwahl der CSU in der Flüchtlingspolitik als „höchst unangemessen“ kritisiert.

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Priesterrat: Papst soll Erzbischof Wilson entlassen

© Bild: picture alliance/chromorange/Antonio Gravante
Nach Australiens Premierminister Malcolm Turnbull unterstützt auch der Priesterrat des Landes Appelle an Papst Franziskus, den verurteilten Erzbischof von Adelaide, Philip Wilson, zu entlassen.

katholisch.de

Australiens Nationaler Priesterrat unterstützt aus „ganzem Herzen“ Appelle an Papst Franziskus, den verurteilten Erzbischof Philip Wilson zu entlassen. Dies würde „dem Wohl der Kirche in Australien und dem Wohl des Volkes Gottes in der Erzdiözese Adelaide“ dienen, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Presseerklärung des National Council of Priests (NCP). Der Erzbischof von Adelaide war wegen Vertuschung von Missbrauchsfällen zu einer Haftstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Bereits am Donnerstag hatte Australiens Premierminister John Turnbull an Franziskus appelliert, Wilson zu entlassen. Dem 1970 gegründeten und von der Australischen Bischofskonferenz anerkannten Nationalen Priesterrat gehören rund 1.700 Geistliche an.

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Was darf ich eigentlich anziehen, wenn ich tot bin?

Julia Friese wundert sich oft, wie abseitig das Leben sein kann Quelle: Infografik WELT, Foto: CHRISTIAN WERNER
Darf man nackt beerdigt werden? Oder seinen liebsten PVC-Regenmantel mit ins Grab nehmen? Julia Friese hat bei einem Bestatter nachgefragt – und sich gewundert. Es scheint, auch im Tod werden wir dieses zivilisatorische Leben einfach nicht los.

Von Julia Friese | DIE WELT

Mit anderen leben heißt, sich vor ihnen zu verstecken. Denn Zivilisation bedeutet Kleidung. Nackt zu sein kommt im öffentlichen Raum meist nicht besonders gut an. Aber sterben tun wir ja alleine, sagte ich, als ich letztens mal nicht alleine war, und erzählte, dass ich gerne nackt beerdigt werden würde.

Die Augenbrauenpaare am Tisch hoben sich. Ich glaube, das geht nicht, Julia, sagte mir eine Freundin mit diesem Unterton, der mir signalisieren sollte, dass sie mich grundsätzlich – und meine Aussage im Speziellen – wohl so ein bisschen irre findet.

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Führt weniger Religion zu mehr Wohlstand?

Foto: apa
Es ist eine Henne-Ei-Frage: Führt mehr Wohlstand zu einer geringeren Glaubensfestigkeit? Oder sorgt erst Säkularisierung für breiter verteilten Reichtum?

Von Daniel Lingenhöhl | Spektrum.de

Einige der reichsten Nationen der Welt sind gleichzeitig auch die am wenigsten religiösen – allen voran Deutschland. Umgekehrt sind gerade Menschen in sehr armen Staaten laut den Statistiken besonders gläubig. Die Ölstaaten am Golf sind hiervon wohl jeweils eine Ausnahme, ebenso wie vielleicht die USA, die unter den westlichen Industriestaaten wahrscheinlich die höchste Zahl an bekennenden Gläubigen aufweisen. Für einige Wissenschaftler liegt es dennoch nahe, einen Zusammenhang zwischen beiden Aspekten zu sehen. Nur: welchen? Führt wachsender Wohlstand zu einem Rückgang an Religiosität? Davon gingen viele Sozialwissenschaftler in der Vergangenheit aus. Wissenschaftler um Damian Ruck von der University of Bristol drehen dies nun mit einer neuen statistischen Analyse in »Science Advances« um: Ihre Daten legen nahe, dass die Säkularisierung dem Wohlstandsgewinn vorausgegangen ist – und womöglich sogar die Voraussetzung dafür war.

Sie werteten dazu verschiedene Messwerte zur Säkularisierung aus 109 Ländern und einem Zeitraum von 1910 bis 2014 mit Hilfe einer Regressionsanalyse aus und kamen damit zu einem eindeutigen Ergebnis. »Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich Gesellschaften zuerst säkularisierten und danach wohlhabender wurden – und nicht andersherum«, so Ruck. Je mehr die Werte für Säkularisierung anstiegen, desto stärker schlug sich das im Bruttosozialprodukt nieder.

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Die Jesus-Lüge: Untersuchung von Turiner Grabtuch bestätigt lang gehegten Verdacht

Das Turiner Grabtuch wird als Totentuch von Jesus Christus verehrt. Doch die Untersuchung eines Forensikers und eines Chemikers ergab nun Unstimmigkeiten in den Blutspuren auf dem Leintuch.

FOCUS ONLINE

Ihre Studie, die vergangene Woche im „Journal of Forensic Siences“ veröffentlicht wurde, zeigte deutlich: Ein Blutfleck, der von einem Lanzenstich in die Seite des Gekreuzigten herrühren soll, sei „völlig unrealistisch“. Sie entdeckten noch weitere Unstimmigkeiten.

Die Forscher begründeten ihre Zweifel anhand von Experimenten. Mit einem Freiwilligen und einer Puppe wurde der Verlauf der Blutspuren auf dem Grabtuch simuliert. Sie stellten den Speerstich mit einem Holzbrett nach, in dem ein mit Kunstblut vollgesogener Schwamm steckte. Das Brett rammten die Wissenschaftler dann in die Puppe. Auf diese Weise wurde deutlich, wie sich das Blut der Speerwunde über den Körper verteilt haben musste. Das Fazit: Jesus lag wohl nie im Turiner Grabtuch.

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Schadet Handystrahlung dem Gedächtnis?

Die erhöhte Strahlenbelastung durchs drahtlose Telefonierern könnte zumindest bei Jungendlichen doch negative Effekte haben. © OJO image/ iStock
Doch schädlich? Wenn Jugendliche viel mit dem Handy telefonieren, könnte dies negative Auswirkungen auf ihre Gedächtnisentwicklung haben. Wie eine Schweizer Studie mit 700 Jugendlichen ergab, beeinträchtigt die erhöhte Strahlenbelastung vor allem das visuell-gegenständliche Gedächtnis. Halten die Vieltelefonierer ihr Handy vorwiegend an die linke Kopfseite, ist dagegen das verbale Gedächtnis stärker betroffen, wie die Forscher berichten.

scinexx

Die Frage, ob und wie Handystrahlung der Gesundheit schadet, ist nach wie vor hoch umstritten. Studien zu den Folgen erhöhter Strahlenbelastung durch die hochfrequenten elektromagnetischen Felder kamen bisher zu widersprüchlichen Ergebnissen. So gibt es Hinweise auf eine lokale Erhöhung der Hirnaktivitätund Veränderungen des Ionenhaushalts im Gehirn. Während jedoch die Weltgesundheitsorganisation WHO Mobilfunkstrahlung als potenziell krebserregend einstuft, gab eine der bisher größten Studien dazu eher Entwarnung.

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