Archiv der Kategorie: Politik

Religiotie: Indonesien will “homosexuelle” Emojis verbieten

Worüber man sich so aufregen kann: Ein Emoji händchenhaltender Männer. (Foto: Quelle: Whatsapp)
“Soziale Medien müssen die Kultur der Länder respektieren, in denen sie viele Nutzer haben”, sagt ein Sprecher des Informationsministeriums.

Süddeutsche.de

Die indonesische Regierung zeigt sich humorlos: Sie will Emojis von gleichgeschlechtlichen Paaren von den Smartphone-Bildschirmen in ihrem Land verbannen. “Soziale Medien müssen die Kultur der Länder respektieren, in denen sie eine große Zahl von Nutzern haben”, sagte ein Sprecher des Informationsministeriums.

Nutzer der Nachrichtenprogramme Whatsapp und Line hätten sich über die bunten Bildchen mit homosexuellen Motiven beschwert. Der Anbieter Line habe sie daraufhin für Indonesien gelöscht, sagte der Sprecher. Die Regierung hat nun andere Anbieter aufgefordert, das Gleiche zu tun.

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Erdogan drohte der EU mit Grenzöffnung

Erdo_Kurden

Nah an der Erpressung: Einem Protokoll zufolge hat der türkische Präsident Erdogan der EU gedroht, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen. Unangenehm ist ihm die Enthüllung nicht. Er legt sogar nach.

DIE WELT

In den Verhandlungen mit der EU über einen Aktionsplan in der Flüchtlingskrise hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit der Öffnung der Grenzen gedroht. “Wir können die Türen nach Griechenland und Bulgarien jederzeit öffnen, und wir können die Flüchtlinge in Busse stecken”, hatte Erdogan laut dem Protokoll eines Gesprächs mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk im November bei Antalya gesagt.

Erdogan bestätigte am Donnerstag erstmals die Echtheit des Dokuments, das die griechische Internetseite “Euro2Day” am Montag veröffentlicht hatte.

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“Toleranzpreis”: Nahost-Konflikt erreicht Bayreuth

Ganz in Pink: “Code Pink”-Aktivisten bei Protesten gegen die NSA. – Foto: Larry Downing/Reuters
Eigentlich sollte die US-Gruppe “Code Pink” in Bayreuth ausgezeichnet werden. Nach Kritik an israelfeindlichen Positionen geht nun sogar die Oberbürgermeisterin auf Distanz.

Von Martin Niewendick|DER TAGESSPIEGEL

“Deutsche Stadt vergibt 10.000 Euro-Preis an US-NGO mit Verbindungen zu Holocaust-Leugnern”, titelt die israelische Tageszeitung Jerusalem Post. Gemeint ist die geplante Vergabe des Bayreuther Toleranzpreises an die amerikanische Bürgerrechtsbewegung “Code Pink” im April. Die Gruppe soll “genozidiale Gesänge” vor einer Konferenz der amerikanischen Lobby-Organisation AIPAC angestimmt haben, zitiert das Blatt Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums (SWZ). Ein Video auf Youtube soll die Vorfälle zeigen.

Das SWZ wirft der Gruppe außerdem vor, den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu mit Adolf Hitler verglichen zu haben. Führende Aktivisten sollen zudem an einer “Holocaust-Leugner-Konferenz” im Iran teilgenommen haben. Der Stadt Bayreuth ist das sichtlich unangenehm, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (Bayreuther Gemeinschaft) will die Preisvergabe am liebsten absagen.

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Jewish groups press Cruz to explain controversial backer

Republican Presidential candidate Ted Cruz speaks at Exeter Town Hall January 20, 2016 in Exeter, New Hampshire. (Darren McCollester/Getty Images/AFP)
Republican hopeful touts endorsement of Mike Bickle, who seeks to convert the Jews and says God sent Hitler to hunt them

By Eric Cortellessa|The Times of Israel

American Jewish groups have demanded that presidential hopeful Ted Cruz clarify his position on his provocative endorsement from an evangelical leader whose views on Jews are highly controversial.

The Texas senator has been touting the backing of Mike Bickle, a man who seeks to convert Jews to Christianity, who predicts there will be another era of concentration camps, and who has said that Hitler was sent by God to hunt Jews.

“It is profoundly troubling that Sen. Ted Cruz proudly trumpeted the endorsement of such a controversial figure who holds such offensive views,” the National Jewish Democratic Council, a lobbying group committed to promoting Jewish values and interests within the Democratic party, said in a statement.

“We call on Sen. Cruz to clarify his position and explain why he chose to highlight someone who is ‘notorious for having said that God sent Hitler to hunt Jews for not accepting Jesus as the messiah.’”

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In den Kellern von Cizre

Berichte von Massakern in Städten mit kurdischer Mehrheit erheben schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte

Von Michael Knapp|TELEPOLIS

Seit Tagen kommen in kurzen Abständen Nachrichten aus der belagerten Stadt Cizre, die das Grauen der jeweils vorherigen Nachricht noch in den Schatten stellen. In den jüngsten Meldungen berichtet ANF-News (Firatnews) von 66 getöteten Menschen, die sich vor der türkischen Polizei und dem Militär in Kellern in Cizre geflüchtet hatten, und weiteren 73 Verletzten, deren Verbleib unklar ist.

Nachrichtensperre, Deutungshoheit und Berichte aus der Kriegszone

Nach Berichten auch der anderen oppositionellen Nachrichtenagentur – DIHA – werden stündlich neue Leichen aus Cizre in die Krankenhäuser gebracht. Im Stadtviertel Cudi spricht man von insgesamt 94 Toten, im Stadtviertel Sur von 45 Toten. Offiziell bestätigt sind laut der kurdischen Nachrichtenagenturen bisher nur die oben genannten Zahlen.

Die Türkei hat eine Nachrichtensperre über die Gebiete verhängt. Wo ihr Militär agiert und Schrecken verbreitet, ist die Informationslage davon geprägt: Die türkische Regierung will die Deutungshoheit über ihre Story, die kurdischen Nachrichten berichten anderes, dem widersprechendes, das auf Augenzeugen-Aussagen beruht und immer wieder auch von außerhalb bestätigt wird.

In Cizre herrscht seit 58 Tagen Ausgangssperre. Die Menschen können ihre Häuser nicht verlassen, da, wie Augenzeugen immer wieder berichten, Scharfschützen des türkischen Militärs das Feuer auf sie eröffnen. Dies stellte auch eine Untersuchungskommission des mittlerweile ebenfalls ermordeten Vorsitzenden der Anwaltskammer von Diyarbakir Tahir Elci schon im September 2015 fest.

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Größenwahn: Erdogan droht Syrien mit direkten Eingreifen

Erdo_IS

Flüchtlinge an der Grenze und die Kurden im Nachbarland auf dem Vormarsch: dem türkischen Präsidenten Erdogan bereitet die Lage in Syrien zunehmend Sorgen. Nun drohte er sogar mit einem direkten Eingreifen.

Frankfurter Allgemeine

Die Türkei hat mit einem Eingreifen in Syrien gedroht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Donnerstag in Istanbul, irgendwann werde das Land die Geduld verlieren. Dann werde die Türkei gezwungen sein, aktiv zu werden. Zugleich warf Erdogan dem Iran vor, an „gnadenlosen Massakern“ beteiligt zu sein. Die Vereinten Nationen müssten mehr tun, um eine „ethnische Säuberung“ in dem Bürgerkriegsland zu verhindern.

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Sex-und Machtspiele: In der “Kloake” Avignon feierten die Päpste Orgien

Johannes XXII.. Bild: wikimedia.org/PD
Mit Johannes XXII. begann 1316 die “Babylonische Gefangenschaft” der Päpste in Avignon. Für mehr als 60 Jahre dämmerte die Kurie in Gelagen und Machtspielen dahin, Auftakt zum Großen Schisma.

Von Berthold Seewald|DIE WELT

Jacques Duèse war alles andere als ein begnadeter Theologe. Dafür kannte sich der kränkliche und kleinwüchsige Mann aus dem französischen Midi umso besser in Juristerei und Politik aus, was ihm 1310 den Bischofshut von Avignon eintrug. Sechs Jahre später, vor 700 Jahren, krönten die Kardinäle diese bemerkenswerte Karriere mit der Wahl zum Papst. Da war Duèse 72 Jahre alt. Als Johannes XXII. saß er 18 Jahre auf dem Stuhl Petri, länger als viele seiner Vorgänger und Nachfolger. “Mit ihm kam eine der unwürdigsten Persönlichkeiten auf den päpstlichen Thron”, urteilt der Kirchenhistoriker und Vatikanspezialist Georg Denzler.

Als gewiefter Jurist widerrief Johannes mit seiner Bulle “Quia nonnunquam” die Lehre, dass Jesus und seine Jünger kein Eigentum besessen hätten, und machte sich umgehend daran, als Stellvertreter Christi mit entsprechendem Beispiel voranzugehen. Er unterwarf kirchliche Ämter und Pfründe mit einem raffinierten Steuersystem, das ihn zum reichsten Herrscher des Abendlandes machte, setzte dem Nepotismus neue Maßstäbe, indem er fünf Verwandte zu Kardinälen ernannte, und weigerte sich, Rom zu besuchen. Statt dessen residierte er in seinem Palast in Avignon, das er damit für mehr als 60 Jahre zum Zentrum der abendländischen Christenheit machte.

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Experten? fordern islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen

Bild: Reuters
Bild: Reuters
Experten fordern islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen: Er sei wichtig für die Identität und Integration muslimischer Kinder

Von Claudia Steiner|Magazin Schule online

„Assalamu aleykom“, das sind die ersten Worte von Lehrerin Amina Ben Halima zu Beginn der Stunde. Ein schönes Motto für den Islamunterricht im Modellversuch einer 6. Klasse der bayerischen Mittelschule Ridlerstraße in München – diese Worte bedeuten nämlich „Der Friede Allahs sei mit dir“. „Wa aleikum assalam – Gott sei mit dir“, antworten die Schüler der 6. Klasse ihrer tunesischstämmigen Lehrerin, die nun auf Deutsch antwortet: „Friede sei mit euch.“

Mit diesem festen Ritual beginnt Ben Halima ihren Unterricht. Die Schüler, beziehungsweise deren Eltern, stammen aus der Türkei, Bosnien, Albanien, Afghanistan, Tunesien und anderen muslimisch geprägten Ländern. An der Wand des Klassenzimmers hängen Fahnen und Poster zu islamischen Festen, Feiertagen und Regeln. „Wir haben an unserer Schule einen Migrationsanteil von mehr als 90 Prozent“, erzählt die Münchner Direktorin Eva Gaßner. Der größte Anteil der Schüler der Mittelschule geht in den Ethikunterricht, gefolgt vom Islamunterricht. Erst an dritter Stelle kommt katholische Religion.

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Frauen und Christen flüchten aus den Unterkünften

In Flüchtlingsunterkünften kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen ethnischen oder religiösen Gruppen. In Stuttgart bekommen nun 30 Christen eine eigene Unterkunft. Quelle: Die Welt
In Flüchtlingsheimen kommt es oft zu schweren Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen. Frauen, Christen und Homosexuelle werden besonders oft attackiert – und nun zum Teil gesondert untergebracht.

Von Hannelore Crolly, Marcel Leubecher|DIE WELT

Zerrissene Bibeln und Beschimpfungen, abgerissene Kreuze und sogar Schläge ins Gesicht: Die Klagen über Gewalt in Flüchtlingsheimen reißen nicht ab. Besonders betroffen von der angespannten Stimmung in vielen beengten Massenunterkünften sind Frauen, Homosexuelle und religiöse Minderheiten. Weil sich in Stuttgart die Berichte christlicher Flüchtlinge über Schikanen durch muslimische Mitbewohner häuften, kommt die Stadt nun Forderungen entgegen, einem Teil dieser Migranten eine neue Unterkunft im Stadtteil Neugereut anzubieten.

Ein Helferkreis, der sich hauptsächlich um assyrische Christen aus Syrien und dem Irak kümmert, hatte diese drastische wie umstrittene Maßnahme gefordert, auch der Zentralrat Orientalischer Christen appellierte in einer von fast 17.000 Personen unterzeichneten Online-Petition an die Stadt: “Bitte ermöglichen Sie die gemeinsame Unterbringung vertriebener Christen in Stuttgart-Neugereut und bewahren Sie diese dadurch vor weiterer Bedrängnis und Verfolgung, der sie bei dezentraler Unterbringung immer wieder ausgesetzt sind.”

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Netanjahu: Mauer um Israel als “Schutz vor den wilden Tieren”

5958b-welcome_to_israelIsrael ist ein Pionier für die Idee der gated nations, also für den Bau von Mauern oder Zäunen möglichst um das ganze Land. Hunderte von Kilometern wurden bereits abgezäunt. Pionier war Israel auch für die wohl höchste Mauer mit bis zu 8 m und für Hightech-Zäune mit Kameras, Radar, Bewegungssensoren, aber auch mit fernsteuerbaren Maschinengewehren und autonomen Kontrollfahrzeugen (Israel mauert sich ein).  

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Eigentlich ist Israel an den Landgrenzen schon weitgehend zur Festung ausgebaut, die nicht nur Terroristen, sondern auch Flüchtlinge abhalten soll. Zuletzt wurde der Grenzzaun im Süden nach Ägypten zwischen Rafah und Eilat über Hunderte von Kilometern geschlossen, der vor allem gegen die Einwanderung von Flüchtlingen aus Afrika gerichtet war. Aber wenn man einmal begonnen hat, sich einzumauern, sind Lücken offenbar ein Ärgernis.

Zäune sollen, wie nun der israelische Ministerpräsident Netanjahu ankündigte, Israel zu einer rundum geschützten Insel machen, geschützt vor unerwünschten Menschen. Das Land soll vollständig mit einem Zaun umgeben werden, “um uns selbst vor den wilden Tieren zu schützen”, die Israel umgeben: “Werden wir den ganzen Staat Israel mit Zäunen und Barrieren umgeben? Die Antwort ist Ja.” Netanjahu kündigte dies am Dienstag an, als er die Grenze zu Jordanien besuchte, wo an einem 30 km langen Zaun entlang der gesamten Grenze gearbeitet wird, der auch den neuen Flugplatz im Timna-Tal schützen soll. Das Westjordanland, der Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel sind bereits abgezäunt.

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Osmanischer Wesir, Pressefreiheit und Deniz Yücel

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr türkischer Amtskollege Ahmet Davutoglu in Ankara am vergangenen Montag Foto: AP
“Arrogant”, “Religionsfeind”, “PKK-Anwalt”: Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der “Welt”, wird aus dem Regierungslager attackiert, weil er beim Besuch der Kanzlerin kritisch nachfragte

DIE WELT

Für Journalisten gibt es kaum etwas Wichtigeres als Nachrichten – sie zu verbreiten und zu interpretieren gehört zu diesem Beruf. Aber manchmal werden Berichterstatter selbst zur Nachricht und das meistens gegen ihren Willen. In der Türkei geschieht das gerade dem “Welt”-Korrespondenten Deniz Yücel, und es ist die Regierung, die ihn zum Thema macht. Eine Regierung wohlgemerkt, die von internationalen Organisationen wiederholt für ihre Beschränkungen der Pressefreiheit kritisiert wird. Bemerkenswerterweise ist es eine kritische Frage unseres Autors, die das Regierungslager für Angriffe und zum Teil persönliche Diffamierungen auf Titelseiten nutzt. Auch diese Angriffe gehören – leider – zu den Nachrichten, die wir mitteilen müssen.

Was ist geschehen? Bei ihrem Besuch in Ankara am Montag dieser Woche gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Ministerpräsident Ahmet Davutoglu eine Pressekonferenz. Es geht um die Themen, die den Besuch der deutschen Regierungschefin prägen – den Flüchtlingsstrom aus Syrien und die Vereinbarungen der EU mit der Türkei, ihn zu kanalisieren. Es geht auch um den innen- und außenpolitischen Kontext der türkischen Flüchtlingspolitik. Yücel stellt der Bundeskanzlerin seine Frage auf Deutsch.

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Augsburg: Petry darf wieder mitspielen

AfD-Chefin Frauke Petry darf wieder im Augsburger Rathaus sprechen © Tobias Schwartz/AFP
Seit Tagen schaukelt sich der Streit zwischen dem Augsburger Oberbürgermeister Gribl und der AfD hoch. Nun hat AfD-Chefin Frauke Petry einen juristischen Sieg errungen: Sie darf im Rathaus reden.

stern.de

Das Hausverbot für AfD-Chefin Frauke Petry im Augsburger Rathaus ist nach einer Entscheidung des dortigen Verwaltungsgerichts rechtswidrig. Das Gericht gab am Mittwoch einem Eilantrag der Parteivorsitzenden statt. Petry will am Freitagabend beim Neujahrsempfang der beiden Augsburger AfD-Stadträte im historischen Rathaus sprechen.

Nach Ansicht der Richter ist es üblich, dass die Stadtverwaltung den Fraktionen und Wählergruppen Repräsentationsräume im Rathaus zur Verfügung stellt. Dies gelte “insbesondere auch zur Abhaltung von Neujahrsempfängen unter Teilnahme überörtlicher politischer Prominenz”, begründete Gerichtssprecher Stefan Eiblmaier die Entscheidung.

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Erdogan mit Kontrollverlust: Frontalangriff auf die USA

erdogan-sultan

Die Kooperation der Amerikaner mit den Russen in Syrien bringt den türkischen Präsidenten Erdogan in massive Bedrängnis. Beide Großmächte kooperieren mit den Kurden – was Erdogan nun zu einem Frontal-Angriff gegen die US-Regierung bewegt hat. Denn die Regierung in Ankara bemerkt, dass ihr in Syrien die Felle davonschwimmen.

Deutsch Türkische Nachrichten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die USA wegen ihrer Unterstützung der syrischen Kurdenpartei YPD ungewöhnlich scharf attackiert. Die Unfähigkeit der USA, das wahre Wesen der YPD zu verstehen, habe die Region in ein „Meer des Blutes“ verwandelt, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. „Sind Sie auf unserer Seite oder auf der Seite der terroristischen YPD und der PKK?“

Die YPD gehört zu den wichtigsten US-Verbündeten beim Kampf der radikalislamischen IS-Miliz in Syrien. Die YPD steht aber auch der von den USA und der EU als Terrorvereinigung eingestuften Kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe, gegen die die Regierung in Ankara seit Jahrzehnten in einen gewalttätigen Konflikt um mehr Autonomie für die Kurden im Südosten der Türkei verwickelt ist. Die Regierung ist zuletzt mit äußerster Härte gegen die Kurden vorgegangen. Beobachter sprachen von einem regelrechten Bürgerkrieg.

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Kirchenvertreter kritisieren ‘Alternative für Deutschland’ scharf

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Mitvorsitzender Meuthen weist Vorwürfe zurück: Die Kirche sollte genau zuhören

kath.net

Kirchenvertreter haben die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) scharf kritisiert. Vor allem ein Vorschlag der AfD-Parteivorsitzenden, Frauke Petry (Leipzig), stieß auf Empörung. Petry hatte im „Mannheimer Morgen“ verlangt, es müsse verhindert werden, dass weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen könnten. Die Polizei müsse dafür „notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen“, sagte sie. „Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt.“ Nach der Kritik relativierte Petry ihre Aussage und warf den Medien vor, ihre Worte in einem Interview „verkürzt und völlig sinnentstellt“ wiedergegeben zu haben.
Kardinal Marx: AfD-Äußerungen sind „inakzeptabel und menschenfeindlich“

Der Vorsitzende der (katholischen) Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (München), nannte Petrys Äußerungen „inakzeptabel und menschenfeindlich“. Marx wörtlich: „Parteien, die so etwas äußern, sind keine Alternative für Deutschland.“ Ähnlich äußerte sich der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung (Darmstadt). Gegenüber der „Allgemeinen Zeitung Mainz“ sagte er im Blick auf die Partei: „Was von der AfD kommt und von Pegida, ist katastrophal, menschenverachtend.“ Pegida steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“.

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Ex-Nazis in Behörden: Innenministerium – brauner als gedacht

Bundesinnenministerium in Berlin Zwei Drittel der Führungskräfte sollen 1961 frühere Nazis gewesen sein. (Foto: dpa)
Unter den leitenden Mitarbeitern im Bundesinnenministerium waren bis in die siebziger Jahre hinein weit mehr Nazis als bisher angenommen. Das ergibt eine neue Studie. Andere Behörden waren noch brauner.

Von Barbara Gillmann|Handelsblatt

2010 gab es großen Wirbel um eine Studie zum Einfluss der Nazis im Außenministerium – während und nach der Nazizeit. In der Folge verlor das Auswärtige Amt den Nimbus, ein Hort des Widerstandes gewesen zu sein. Nun rückt ein weiteres bedeutendes Bundesministerium in den Fokus der Forschung: Im Bundesinnenministerium (BMI) war die Quote der Ex-Nazis nach dem Krieg besonders hoch, wie eine Studie der beiden zeitgeschichtlichen Leibniz-Institute ZZF Potsdam und IfZ München-Berlin zeigt.

1950 war demnach jede zweite Führungskraft im Innenministerium ein ehemaliges NSDAP-Mitglied. Der Anteil stieg bis Ende der 1950er-Jahre, 1961 lag die Quote der Ex-Nazis daher sogar bei zwei Drittel. Die Sensibilität, was persönliche Verstrickungen im Nationalsozialismus betrifft, sank und spielte bei der Personalpolitik eine noch geringere Rolle als nach dem Zweiten Weltkrieg. Das sei ein „allgemeiner gesellschaftlicher Trend“ gewesen, der auch in anderen Bundesbehörden zu beobachten gewesen sei, heißt es in der Studie. Im Schnitt der Jahre 1949 – 70 ergab sich eine Quote von 54 Prozent im Innenministerium.

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Israel: Knesset verbannt arabische Abgeordnete

Die drei Ausgeschlossenen (v.li.): Hanin Zoabi, Jamal Zahalka und Basel Ghattas. Foto: dpa
Der israelische Ethikausschuss schließt drei Parlamentarier für Debatten aus, weil sie zwischen Polizei und Familien von palästinensischen Messerstechern vermitteln wollten. Das Misstrauen zwischen Juden und Arabern hat unter Netanjahu Überhand gewonnen.

Von Inge Günther|Frankfurter Rundschau

Aiman Odeh, Fraktionschef der Vereinten Liste, ein Bündnis arabisch-israelischer Parteien in der Knesset, war bei dem Treffen nicht dabei, das unter jüdischen Parlamentskollegen einen empörten Aufschrei ausgelöst hat. „Ich war nicht eingeladen“, sagt er, was klingt, als ob er darüber nicht ganz unglücklich ist. Aber die drei Abgeordneten seiner Fraktion, denen jetzt das Rederecht in Plenar- und Ausschusssitzungen abgesprochen wurde, weil sie vorige Woche Familien von palästinensischen Messerstechern besucht haben, nimmt Odeh ausdrücklich in Schutz. „Das Treffen hatte einen moralischen Grund, den ich akzeptiere“, betont der Anwalt aus Haifa. Schließlich sei es darum gegangen, zwischen israelischer Polizei, die monatelang die Leichen von Attentätern festgehalten hatte, und palästinensischen Angehörigen zu vermitteln.

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Merkel rief Papst nicht an

Papst Franziskus und Angela Merkel bei ihrem Besuch im Vatikan im Februar 2015 – REUTERS
Das angebliche Telefonat zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Papst Franziskus über den Zustand Europas hat es nicht gegeben.

Radio Vatikan

Sowohl Regierungssprecher Steffen Seibert als auch Vatikansprecher Federico Lombardi dementieren diese Meldung. Seibert sagte wörtlich: „Die Bundeskanzlerin kann sich an einen Anruf beim Papst nicht erinnern. Ansonsten schätzt sie jede Begegnung mit ihm außerordentlich.“ Die Mailänder Zeitung „Corriere della Sera“ hatte unter Berufung auf den Papst berichtet, die deutsche Bundeskanzlerin habe diesen angerufen, weil sie sich über Äußerungen von ihm über Europa geärgert haben soll.

Was der Wiener Kindergarten-Krimi mit Gender Mainstreaming zu tun hat

Weit mehr als die Hälfte der Kindergruppen sind islamisch geführt. Der Bildungsplan verpflichtet die Kindergruppen zur deutschen Sprache, zu demokratischen und österreichischen Werten.

Von Gudrun Kugler|kath.net

Mit der Einführung des Gratiskindergarten 2009 und dem dafür nötigen massiven Kapazitätsausbau wurde Betrügern und fundamentalistischen Strömungen Tür und Tor geöffnet und Steuergelder verschleudert. Der weit über Wien hinaus bekannt gewordene Bericht von Prof. Ednan Aslan warf muslimischen Kinderbetreuungseinrichtungen vor, Parallelgesellschaften aufzubauen. Private Kindergärtenbetreiber konnten außerdem anscheinend Millionen an Steuergeldern illegal abzweigen. Der Stadtrechnungshof beklagt die fehlende Kontrolle. Die Leitern der MA 10 (Wiener Kindergärten) erklärte, dass insgesamt 482 Trägerorganisationen an 1.600 Standorten gefördert werden. Bis dato besteht bei 52 Trägerorganisationen der Verdacht, dass Fördermittel zweckwidrig verwendet wurden:
Bei 37 Trägerorganisationen wurde die Anstoßfinanzierung zurückgefordert, bei 4 die laufende Förderung gestoppt, bei 11 Trägerorganisationen wurde der Fördervertrag gekündigt.
Neben 1600 Kindergartenstandorten gibt es auch noch 620 Kindergruppen, von denen mehr als Hälfte erst in den letzten sechs Jahren entstanden. 450 davon haben islamischen Hintergrund. Eine Kindergruppe unterscheidet sich von einem Kindergarten in der Höchstzahl der betreuten Kinder (14 vs. 25), in der Ausbildung der Pädagoginnen (90(!) Einheiten vs. vollwertige Ausbildung) und in der Beschränkung der Gruppenanzahl an einem Standort auf zwei.

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Hilfsorganisation: Zahl der Bootsflüchtlinge steigt stark an

Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus "Report Mainz"
Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus “Report Mainz”

Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, steigt nach Angaben einer Hilfsorganisation weiter.

evangelisch.de

Die Zahl von durchschnittlich 2.000 Flüchtlingen pro Tag in den ersten Wochen des laufenden Jahres übersteige die durchschnittliche Zahl der Angekommen pro Tag im Vorjahreszeitraum um fast das Zehnfache, teilte die Internationale Organisation für Migration am Dienstag in Genf mit.

Aus Syrien kommen die meisten Menschen

Mehr als 76.000 Männer, Frauen und Kinder hätten seit Anfang Januar 2016 die Küsten Europas erreicht. Im gesamten Januar 2015 seien gut 5.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet, teilte die IOM mit.

Mehr als 70.000 Flüchtlinge seien seit Jahresbeginn in Griechenland an Land gegangen, knapp 6.000 in Italien. Das Konfliktland Syrien ist das größte Herkunftsland.

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