Gekreuzigte Kuh in Kirche – Katholiken empört

Ein Künstler nagelt eine Kuh an ein Kreuz in einer katholischen Kirche. Dabei sei es ihm allerdings nicht um Kritik am Katholizismus gegangen, sagt er. Die Gläubigen sehen das allerdings anders.

katholisch.de

Katholiken in der ostbelgischen Gemeinde Kuttekoven bei Borgloon sind empört über ein Kunstwerk mit dem Namen „Heilige Kuh“. Sie fänden das Kunstwerk „satanisch und geschmacklos“, berichten belgische Medien. Einige protestierten gegen das Objekt, da sie sich gekränkt fühlten. Der Künstler Tom Herck hatte eine 500 Kilo schwere Kuh in Silikon getränkt und in einer Kirche an ein Kreuz genagelt. Außerdem stellte er ein Becken voller Milch darunter auf – wohl alles legal. Er verfügte laut Medienberichten über die nötige Erlaubnis der Behörden.

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Darwin Award kürt dümmste selbstverschuldete Todesfälle

Quelle:Naturkundemuseum Berlin. Bild: bb

„Überleben der Bestangepasstesten“ – Dieser Satz impliziert, dass Arten, die sich nicht anpassen können, aussterben. Menschen, die sich selbst disqualifizieren, „würdigt“ der Darwin-Award.

Von Sophie Hamann | General-Anzeiger

Schnell ein „Selfie“ vor einer Klippe machen? Oder einen Geldautomaten sprengen und dabei so viel Sprengstoff verwenden, dass das ganze Gebäude über einem einstürzt? Diese besonders tragisch-grotesken Selbsttötungen ehrt der „Darwin Award“. Seit 1994 würdigt der sarkastische Preis Menschen, die sich durch ihr eigenes Fehlverhalten quasi selbst aus dem Genpool selektiert haben. Ursprünglich von Biologiestudenten der Stanford Universität in Kalifornien gegründet, erlangte die Webseite schnell Berühmtheit und wird heute täglich ergänzt und im Netz diskutiert.

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Großbritannien: Wenn die hl. Drei Könige einen Hot Dog anbeten

Bild: telegraph.co.uk ©GREGGS
Erhebliche Proteste gab es, nachdem die Bäckereikette Greggs einen Adventskalender herausbrachte, der die Hl. Drei Könige zeigt, wie sie eine Bratwurst in der Krippe anbeten – Greggs hat sich nach Boykottaufruf entschuldigt

kath.net

Nach erheblichen Protesten hat sich die britische Bäckereikette Greggs für ihren Adventskalender entschuldigt. Die Darstellung unter dem Türchen des 24. Dezembers zeigte die Heiligen Drei Könige, wie sie kniend eine Bratwurst im Teigmantel anbeten, die in einer Krippe liegt (siehe Foto), auch bringen sie dieser Bratwurst Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. Christen quer durch die Konfessionen hatten sich über diese Darstellung öffentlich empört und dies auch in den Sozialen Netzwerken bekannt gemacht.

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„Hormonpapst“ Huber für „Goldenes Brett vorm Kopf“ nominiert

Ein Impfgegner, der selbsternannte „König von Deutschland“ und ein an Schutzengel glaubender „Hormonpapst“ sind für das „Goldene Brett vorm Kopf“ nominiert.

Die Presse.com

Das „Goldene Brett vorm Kopf“, ein Negativpreis für den „größten antiwissenschaftlichen Unfug des Jahres“, wird am 23. November von der Skeptiker-Vereinigung GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) in Wien und Hamburg vergeben.

Mit seinen „antiwissenschaftlichen Behauptungen“ begründen die Skeptiker die Nominierung von dem immer wieder als „Hormonpapst“ titulierten Gynäkologen Johannes Huber, Professor an der Medizinischen Universität Wien. Konkret werden seine beiden Bücher „Es existiert: Die Wissenschaft entdeckt das Unsichtbare“ (2016) und „Der holistische Mensch: Wir sind mehr als die Summe unserer Organe“ (2017) genannt, in denen er „eine Vielzahl esoterischer Ideen präsentiert – von Schutzengel über magische Aura bis hin zu übersinnlicher Informationsübertragung und die Bedeutung früherer Leben für unser zukünftiges Schicksal“.

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Ayaan Hirsi Ali on free speech

Ayaan Hirsi Ali. Image: Church and State
When the Cartoon Crisis was at its peak in January and February 2006, I recognized among critical Muslims and ex-Muslims in the West a pattern similar to the one I had seen among Soviet dissidents. I found it striking that so many Muslim dissidents, regardless of where they positioned themselves in the political spectrum, supported the cartoons’ publication.

By Flemming Rose | Church and State

They viewed the drawings as input to the struggle for free speech and free religious exercise against totalitarian regimes and movements. Like the Soviet dissidents, they were speaking out against the fear society and warning of the consequences of bowing down to intimidation.

That view was evident in a manifesto published in several European newspapers (including Jyllands-Posten) in February 2006, titled “Together Facing the New Totalitarianism.”[1] That manifesto was a reaction against the violence and threats that had issued from publication of the cartoons. It was signed by prominent former Muslims and secular Muslims, all of whom had grown up in Muslim societies and were now critical of Islam as a political instrument of persecution wielded against freethinkers. All had personally received threats because of their opinions, though they assumed widely different political standpoints—from Iranian-born communist Maryam Namazie and left-wing activist Chahla Chafiq to the liberal Ayaan Hirsi Ali from Somalia; from practicing Muslim Irshad Manji to atheists Ibn Warraq and Salman Rushdie; from professors Antoine Sfeir and Mehdi Mozaffari to author Taslima Nasreen. In addition, the statement was signed by three French intellectuals: Bernard-Henri Lévy, Caroline Fourest, and Philippe Val. The latter two were from the satirical publication Charlie Hebdo, a magazine that was sued in 2007 for reprinting the cartoons, only to be acquitted.

The statement read:

After having overcome fascism, Nazism, and Stalinism, the world now faces a new global totalitarian threat: Islamism. We writers, journalists, intellectuals, call for resistance to religious totalitarianism and for the promotion of freedom, equal opportunity and secular values for all. Recent events, prompted by the publication of drawings of Muhammad in European newspapers, have revealed the necessity of the struggle for these universal values. This struggle will not be won by arms, but in the ideological field.

Islamism is a reactionary ideology that kills equality, freedom, and secularism wherever it is present. Its victory can only lead to a world of injustice and domination: men over women, fundamentalists over others. On the contrary, we must ensure access to universal rights for the oppressed or those discriminated against.

The statement concluded:

We refuse to renounce our critical spirit out of fear of being accused of “Islamophobia,” a wretched concept that confuses criticism of Islam as a religion and stigmatization of those who believe in it. We defend the universality of the freedom of expression, so that a critical spirit can exist in every continent, towards each and every maltreatment and dogma. We appeal to democrats and free spirits in every country that our century may be one of light and not dark.

As a reaction to the debate on the Muhammad cartoons, so-called Councils of Ex-Muslims were established in a number of European countries under the unifying banner “We have renounced religion!” The significance of this movement for people of Muslim background and their rights as individuals to convert, give up, or practice their religion can hardly be exaggerated, but it was also of considerable importance for Europe as a community upholding the freedom and rights of the individual. The Councils of Ex-Muslims began speaking out against the culture of fear in Muslim societies, challenging intimidation of the individual by Islamic movements and governments. Rejecting fear, they openly stepped forward and appeared, with their photographs, on websites and brochures for branches set up in Belgium, Denmark, Germany, Great Britain, Sweden, Switzerland, and other countries. It was a direct challenge to the totalitarian society, which can only exist as long as its people submit to the intimidation that forms the basis of social control.[2]

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Erdogan-Zeichnung mit Karikaturenpreis ausgezeichnet

Türkischer Präsident mit rotem Eimer auf dem Kopf – Jury: „Gnadenlose Wahrheit – fabelhaft treffend“

Die Presse.com

Mit einer Zeichnung, die den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt, hat Frank Hoppmann den Deutschen Karikaturenpreis gewonnen. Dem Zeichner und Illustrator aus Münster wurde am Sonntag in Dresden der „Geflügelte Bleistift in Gold“ überreicht. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert.

Hoppmanns preisgekrönte Karikatur zeigt den türkischen Präsidenten in einer beleidigten Pose. Der Politiker trägt einen roten Eimer auf dem Kopf, der wie ein orientalischer Fes wirkt. Der 1975 geborene Hoppmann arbeitet unter anderem für das Kulturmagazin „Rolling Stone“, die Satirezeitschrift „Eulenspiegel“ und Zeitungen.

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Was wäre, wenn es einen intelligenten Designer gäbe?

Ist der komplexe Kosmos wirklich nur Zufall? Oder hat ein intelligenter Urheber alles vom Paradies bis RTL II geplant? Wissenschaftskabarettist Vince Ebert setzt auf die Evolution.

Von Vince Ebert | spektrum.de

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk. Das menschliche Schienbein beispielsweise ist ein nahezu perfektes Sinnesorgan, um im Dunkeln scharfkantige Möbelstücke zu finden. Kann so etwas Hochkomplexes wie der Mensch nur durch reinen Zufall entstanden sein? Muss da nicht ein geheimnisvoller, schöpferischer Plan dahinterstecken? 2007 ergab eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung die Evolutionstheorie als Erklärung für die Vielfalt des Lebens ablehnen.

Die Befragten waren überzeugt, der langwierige Entwicklungsprozess vom einfachen Einzeller bis hin zu einem komplexen Lebewesen wie David Hasselhoff könne nur durch die zentrale Steuerung einer höheren Macht zu Stande gekommen sein. Die Anhänger dieses Gegenentwurfs zur Evolutionstheorie nennen ihre Idee „Intelligent Design“. Im Gegensatz zu den Kreationisten nehmen sie keinen Bezug auf die Bibel, sondern lassen die Identität des Schöpfers offen. Dadurch postulieren sie einen wissenschaftlichen Ansatz und sind mit allen Gottesvorstellungen kompatibel.

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Margot Käßmann: Dodo des Monats Oktober

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Halloween, alte heidnische Tradition mit einer ganz dünnen Decke des Christentums. Die katholischen Iren brachten das Fest, als Einwanderer, in die USA. Einer der christlichen Fixpunkte der Nacht der Geister und Dämonen ist das Hochfest Allerheiligen der Katholiken. Gedenkt man dort an die armen Seelen die im Fegefeuer schmoren. Irdisches Leid als transportierte Strafe über den Tod hinaus. Die Enzyklopädia Britannica leitet Halloween von den Kelten her ab. Das Ende des Sommers, das Vieh kehrte von den Weiden in die Ställe zurück. Freudenfeuer, Knochenfeuer, genährt aus den Knochen des Schlachtviehs um die Vorräte für den Winter anzulegen. Wahrsagerei war üblich, zumal das Jahr der Kelten im November begann, Halloween ein Freudenfest. Die Kirche war dagegen, obwohl nur im Bereich der katholischen Kirche in Großbritannien gefeiert wurde. Bibelfundamentalisten sehen in Halloween gar den Teufel am Werk. Geblieben sind um die Häuser ziehende Kinder, verkleidet wie zu Karnevalszeiten erbetteln sie sich Süßigkeiten an den Haustüren.
Halloween am Reformationstag, da geht Käßmann jedweder Humor verlustig, bei der Verteilung dessen scheint sie eh etwas zu kurz gekommen sein. Da kommt der Aufschrei: „Kommerz.“ Für sie nur negativ konnotiert, sofern dem von ihr geliebten Luther nicht gehuldigt wird. Diese Kinder kümmern sich einen Dreck um den fetten Pfaffen.
Käßmann, das ist sicher lebt in einer anderen Welt, einer anderen Realität, fast eifersüchtig geht sie gegen Kritik an Luther und an der Party zum 500. Luther-Jubiläum vor. Egal wer, sie beißt sofort. Sie hätte die Worte ihres Meister verinnerlichen sollen:

[…]daß das Weib geschaffen ist zur Haushaltung, der Mann aber zur Policey, zu weltlichem Regiment, zu Kriegen und Gerichtshändeln, die zu verwalten und zu führen.“ zitiert nach Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 42

Kommen wir zur evangelischen Geldgier zum Reformationsjubiläum, die jede Halloween-Party zum lausigen Mineralwasserbesäufnis werden lässt.
Nehmen wir die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen, dort dürften die meisten Luther-Events stattgefunden haben.
In Sachsen-Anhalten gehören 12,7% der Bevölkerung der evangelischen Kirche an. Nebenbei, 80% sind konfessionlos. Das Land gibt zur Käßmannschen Lutherparty 80 Millionen Euro aus. Allein die Sanierung des Wittenberger-Schloßkomplexes hat den Steuerzahler 32,8 Millionen Euro gekostet. Nach Fertigstellung erfolgte die Übergabe an die evangelische Kirche. Wie blöd muss man in Sachsen-Anhalt sein, auch konfessionslos-blöd, CDU zu wählen und parasitäres Pfaffentum zu unterstützen. Wieviel Halloween-Parties könnte man denn allein von den Kosten in Wittenberg durchführen, einschließlich der Restauration der „Judensau“, die nach den Todeslagern der Nazis noch als kultureller Höhepunkt der Stadt gesehen wird.

In Thüringen ist es ähnlich. 68% der Bevölkerung sind konfessionslos, 22,2% evangelischen Glaubens. Das Land hat rd. 60 Millionen Euro in die Luther-Sause investiert.  Der evangelische Christ Bodo Ramelow spricht selbst von Investitionen. Kommerz? Welch garstiges Wort. Luther ist Handelsmarke, jeder will an Luther verdienen, Touristen locken mit Luther-Bier, Luther-Brote, Luther-Playmobil. Es geht ums Geld, verdienen mit Luther.

Kommerz, ursprünglich „Geschäftsleben“ (von lat.: commercium, „Handel“, aus cum „mit(einander)“ und merx „Handelsgut“, über das frz. commerce),[1] wurde teilweise bis ins beginnende 20. Jahrhundert in der ursprünglichen Bedeutung als Synonym für Handel verwendet. Davon abgeleitet war im Deutschen Reich und ist in Österreich der Titel Kommerzienrat. Meyers Konversations-Lexikon erachtete 1888 den Begriff für veraltet.[2]

Heute wird der Ausdruck meist abwertend im Sinne eines allein auf Gewinnerzielung gerichteten Interesses verwendet.[3][4] Im Gegensatz dazu wird „nichtkommerziell“ als „ohne Gewinnerzielungsabsicht“ verwendet und oft als positives Merkmal für ehrenamtliche, uneigennützige oder lediglich kostendeckende Aktivitäten von Privatpersonen, Vereinen und Gruppierungen herausgestellt.Wikipedia

Der zweite Teil ist jener den Käßmann auf Halloween angewendet haben möchte. Sich und ihre Kirche geriert sie als nützlich, als gemeinnützlich. Wir wissen nicht, wieviele kleine Firmen zur Struktur der evangelischen Kirche gehören und sich an der Party satt machen wollten.
Sind eine Milliarde Euro in die Lutherdekade geflossen? Ein Drittel davon von der Kirche, den Rest hat der Steuerzahler in irgendeiner Form beglichen. Der ganze Lutherkommerz der Evangelischen Kirche in Deutschland ist banal, albern und erbärmlich, wie die Botschafterin, die 10 Jahre lang ein Lutherbild in der Welt verbreitete, ohne auch nur etwas vom Glauben nahe zu bringen. Religiös-spirituell war die Party ein Versager. Da im Merkelschen Protestantismus transparente Demokratie unmöglich ist, respektive vor dem Bundesverfassungericht erstritten werden muss, werden wir wohl eine Bilanz, nicht zu sehen bekommen, der Steuerzahler hat ein Recht darauf.

Die kognitiven Dissonanzen der Margot Käßmann gipfeln in dem Satz:

„Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien.“Margot Käßmann, stern.de

Luther höchstselbst hat die beste Antwort darauf

„Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie richten viel Schaden an.“
Predigt von 1526, Weimarer Ausgabe 16, S. 551

Hexenwahn, Ketzervertilgung, Luther war ein Meister darin.

„Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation.“ (Karlheinz Deschner)

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Untersuchung nach Todesdrohungen gegen „Charlie Hebdo“

Ausgabe vom 01.11.2017. Bild: ©Charlie Hebdo
Provokante Karikatur zum Fall des Islamwissenschaftlers Tariq Ramadan

derStandard.at

Das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat wegen Todesdrohungen die Justiz eingeschaltet. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete nach einer Anzeige Vorermittlungen wegen Todesdrohungen und Rechtfertigung eines Terroraktes ein, wie am Montagabend aus Justizkreisen bestätigt wurde.

Islamisten hatten im Jänner 2015 einen Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ verübt und zwölf Menschen ermordet. Laut französischen Medien hatten manche Nutzer sozialer Netzwerke mit Drohungen auf die jüngste Titelseite des Magazins reagiert.

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Was Bayern und Katalanen gemeinsam haben

Wahlplakat der Bayernpartei in München, 2014. (Foto: Stephan Rumpf)
Nicht nur in Katalonien, auch in Bayern gibt es Forderungen nach Unabhängigkeit. Sie sind die zweitgrößte politische Dummheit seit 200 Jahren.

Von Sebastian Beck | Süddeutsche Zeitung

Außer dem Klimawandel und dem Atomkonflikt um Nordkorea gibt es derzeit wahrscheinlich keine drängendere Frage als die, wann Bayern endlich ein eigener Staat wird. Immerhin haben die Katalanen nicht nur eine Unabhängigkeitserklärung hingelegt, neuerdings können sie sogar eine Exilregierung in Brüssel vorweisen und daheim ein paar Minister in U-Haft. Das ist doch was. Übertragen auf Bayern ließen sich jetzt böswillige Witze reißen, aber Schluss mit der Ironie.

Schließlich gibt es gerade in Bayern ernsthafte Verfechter einer Unabhängigkeit, allen voran die Bayernpartei. Sie hat ihren Gesinnungsgenossen in Barcelona schon mal gratuliert und wünscht ihnen „von Herzen viel Kraft bei den großen Herausforderungen der Zukunft“. In der Sezessionsfrage kann sich die weißblaue Mikropartei immerhin auf etwa ein Drittel der bayerischen Bevölkerung berufen. Zuletzt haben im Juni in einer Bild-Umfrage 32 Prozent dem Satz zugestimmt: „Mein Bundesland sollte unabhängig von Deutschland sein.“

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Wenn der Bischof einen auf Klima macht

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Das Jubeljahr der Lutheraner ist mir ein Rätsel. Besonders seine Lage im Kalender. Es startete ein knappes Jahr vor dem Ereignis, das eigentlich gefeiert werden soll mit dem Sonnengruß von Margot Käßmann zum Jahreswechsel 2016/17 an der Datumsgrenze. Die Zeit lief also gewissermaßen rückwärts und war nach den fulminanten Feierlichkeiten am 31.Oktober 2017 eigentlich schon wieder vorbei. 

Von Roger Letsch | Achgut.com

Das kann man bedauern, besonders deshalb, weil es in den zehn Monaten die das Jubeljahr dauerte, niemand fertig gebracht hat, eine zeitgenössische Interpretation des konstituierenden Aktes in die Wege zu leiten. Zum Beispiel indem man die 146 Artikel des Grundgesetzes an die Tür des Kanzleramtes nagelt. Doch in alter Luther-Manier wollte man es sich nicht mit den Fürsten verderben, die noch dazu großzügig die Steuerzahler des Sprengels Deutschland für die Festivitäten zur Kasse gebeten haben, um bei der Finanzierung der Gaudi mitzuhelfen.

Und wir bekommen ja auch was für’s Geld! Die Leser der „Neuen Presse“ Hannover zum Beispiel erhielten das evangelische Magazin „chrismon spezial“ als kostenlose Sonderbeilage zum Reformationstag. Aber was heißt schon kostenlos! Bereits eine ganzseitige Anzeige des ZDF auf Seite sieben sagt mir, dass neben dem Steuerzahler und dem Kirchensteuerzahler auch der Zahler des „Rundfunkbeitrags“ sein Scherflein beigetragen hat.

Doch lassen wir die finanzielle Haarspalterei, denn ich las das Heftchen nicht, um die Verwendung meiner Fernsehgebühren zu überprüfen, sondern weil es mir von jemandem, der im Unterschied zu mir sogar Kirchensteuer zahlt, mit den Worten „Lies das mal, ich bin kurz vor’m Platzen! Die woll’n mich wohl verarschen!“ in die Hand gedrückt wurde. Aufgeschlagen war die Seite mit dem Leitartikel und es lächelten mir der EKD Ratsvorsitzende Bischof Heinrich Bedford-Strohm, Studentin der Literaturwissenschaft Sofie Mörchen und Theologe Julian-Christopher Marx entgegen, die dem Blatt ein gemeinsames Interview mit dem Titel „Wir wollen Visionen, kein ewiges Hin und Her“ gaben.

Schon der Titel ist unglücklich gewählt, wollen doch gerade Studenten und junge Sozialwissenschaftler oft beides: Visionen und ewiges Hin und Her. Aber in dem Artikel ging es nicht um die Legalisierung von Cannabis oder freie Liebe. Um Glaube, evangelische Kirche, die Lebenswirklichkeit der Gemeindemitglieder, Kirchenaustritte, Luther, Reformation oder deren Jubiläum ging es aber auch nicht. Es ging, sie werden es kaum glauben, vor allem um den Klimawandel.

Sag mir, was gewesen sein wird

„Chrismon“ möchte gleich zu Anfang von den Interviewpartnern wissen, wie denn die Zukunft in 20 Jahren aussehen werde. Eine Frage, an der selbst Zukunftsforscher immer wieder so kläglich scheitern wie Meteorologen am Wetter der nächsten Woche. Doch Sofie Mörchen kennt die Antwort: „Es ist endlich etwas gegen die Klima­erwärmung passiert!“. Ich frage zurück: „Und, wird’s was genützt haben?“, aber da das Interview ja schon gedruckt ist, erhalte ich keine Antwort. Die kann ich jedoch ahnen und erfahre gleich zu Beginn, was Richtung und Zweck dieses mehrseitigen Interviews sein wird: Kirche ist Politik, Politik ist alles, alle müssen Partei ergreifen – Kirche ist Partei! Klimapartei.

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Wahl Dodo des Monats Oktober 2017

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Übersättigung gebiert Ekel. Damit lässt sich der Zustand beschreiben, der durch die Luther-Parties landauf-und ab erzeugt wurde. Man möchte Luther ins Grab kotzen. Kaum einer hat wie er die Medien im Monat Oktober befüllt. Kirche und Politik in wahrer Besoffenheit wenn es um die Darstellung des fetten Pfaffen aus Wittenberg ging. Der Eindruck, dass die Luthers Apologeten nicht nüchtern waren, ist nicht von der Hand zu weisen. Und so wurde der protofaschistische Puritaner Luther in den Himmeln gehoben, es steht zu befürchten, dass er zum tausendjährigen Jubiläum seiner Thesen Jesus ersetzt hat. Dann waren es nicht die Thesen, sondern Luther, welcher an das Portal seiner Kirche genagelt wurde. Der Personenkult um ihn erzeugt Brechreiz. In der Lutherdekade wurde reichlich mit Steuergeldern um sich geworfen. Die ersten Apologeten haben schon angefangen sich zu rechtfertigen, es ging nicht um Glauben, es ging um Denkmalschutz, Infrastruktur, Tourismus und Ökonomie. Luther lieferte das Deckblatt für staatliche Subventionen an die evangelische Kirche.

Die Wahl ist bis zum 07. November 2017, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachabstimmungen sind möglich.  Der Gewinner wird am Tag darauf hier gewürdigt werden.

  1.  Margot Käßmann, „280 Millionen € für Luther sind kein Kommerz.“
  2.  Markus Dröge, „träumt den Traum der Staatskirche.“
  3.  Heinrich Bedford-Strohm, „wünscht sich die Globalisierung seiner EKD.“
  4.  Gregor Gysi, „hat Angst im gottlosen Dunkel.
  5.  Winfried Kretschmann, „sieht Toleranz u. Offenheit, es ist aber nicht klar, worüber er spricht.“
  6.  Angela Merkel, „kennt den Unterschied von Religionsfreiheit u. Laizismus nicht.“
  7.  Ilse Junkermann, „verteidigt die Wittenberger „Judensau.“
  8.  Andreas Germeshausen, „nicht integrierter Integrationsbeauftragter.
  9.  Bodo Ramelow, „Millionen für Luther, also Infrastruktur und Denkmalschutz.“
  10.  CDU-Fraktion Berlin, „wir weichen das Neutralitätsgesetz auf, hinten herum.“
  11.  Frank-Walter Steinmeier, „außenpolitische Erpressung Russlands, wegen einer Kirche.
  12.  Sandra Maischberger, „nicht der hellste Spot im Studio.“
  13.  Horst Seehofer, „will zurück ins 19. Jahrhundert.“
  14.  Stephan Ackermann, „mit dem Missbrauchsskandal seiner Kirche überfordert.
  15.  Martin Dutzmann, „bietet die Lösung für verängstigte, verzweifelte Wähler, Kirche.“
  16.  Johann Hinrich Claussen, „Lesen sei eine fast religiöse Tätigkeit.“
  17.  Robert Spaemann, „hatte es als Christ bei den Nazis besser.

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats Oktober 2017“

„Das Goldene Brett 2017“: Aufruf zur Nominierung

Wer verantwortet die größten unwissenschaftlichen Fake News des Jahres? – Nominierungen ab sofort unter http://www.goldenesbrett.guru möglich

Pressemitteilung

Der größte unwissenschaftliche Unsinn des Jahres wird wieder prämiert: Bereits zum siebten Mal vergibt die Skeptiker-Vereinigung GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) am 23. November 2017 das Goldene Brett vom Kopf. Wer hat sich in diesem Jahr mit besonders wundersamen esoterisch-skurrilen Aussagen hervorgetan? Ab sofort kann jeder online unter www.goldenesbrett.guru geeignete Kandidaten nominieren.

Der Negativpreis geht an Personen oder Institutionen, die mit wissenschaftlich widerlegten oder unsinnigen Behauptungen Medienpräsenz anstreben, Angst machen oder Geld verdienen wollen.

Jeder kann nominieren

Die GWUP sammelt bis 10.11.17 unter www.goldenesbrett.guru online Nominierungen. Aus den eingereichten Vorschlägen wird eine Fachjury anschließend die diesjährigen Preisträger auswählen.  Die öffentliche Verleihungsfeier für „Das Goldene Brett vorm Kopf“ findet am 23. November 2017 um 20:15h (Einlass ab 20h) in der Urania in Wien (Uraniastraße 1) und gleichzeitig bei der Parallelveranstaltung in Hamburg im Schanzenkino73 (Schulterblatt 73) statt.

Gutgläubigkeit und Geschäftemacherei

Von der Astrologie bis zum Handel mit wirkungslosen Wundermittelchen, von der Auramassage bis zur politischen Verschwörungstheorie – auch in einer vermeintlich aufgeklärten und wissenschaftsorientierten Zeit bekommt man es täglich mit Behauptungen zu tun, die einem echten Faktencheck nicht standhalten. Skeptiker auf der ganzen Welt überprüfen derartige Theorien mit wissenschaftlichen Methoden. Doch auch wenn eine Theorie längst widerlegt ist, bleiben ihr viele Anhänger immer noch treu und setzen oft viel Geld oder ihre Gesundheit aufs Spiel.

Die Augen für wissenschaftliche Beweise völlig zu verschließen ist aber gar nicht einfach. Für so viel Widerstandskraft gegen die Realität braucht man schon ein ganz besonderes Brett vorm Kopf: Ein goldenes!

Die GWUP verleiht diesen Preis daher seit 2011 jährlich. Im Vorjahr ging das Goldene Brett an Ryke Geerd Hamer, den Erfinder der „Neuen Germanischen Medizin“. Neben dem jährlichen Gewinner gibt es jeweils auch eine Auszeichnung für das Lebenswerk: 2016 ging es an das „Zentrum für Gesundheit“, einer scheinbar neutralen Webplattform, die pseudomedizinische Texte verbreitet.

Skeptiker für Wissenschaft

In vielen Ländern gibt es mittlerweile Skeptiker-Vereinigungen, die mit wissenschaftlichen Argumenten gegen esoterische Geschäftemacherei und angstmachende Verschwörungstheorien vorgehen. In der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V., GWUP – die Skeptiker) sind 1400 Wissenschaftler/innen und wissenschaftlich Interessierte aus dem deutschsprachigen Raum organisiert. Sie ist mit gleichgesinnten Gruppierungen auf der ganzen Welt vernetzt.

Nominierungen und Informationen zu den Veranstaltungen unter www.goldenesbrett.guru

Rückfragen & Kontakt:

Christina Bisanz
GWUP e. V. (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.)
Tel.: +43 676 94 65 003
E-Mail: christinabisanz@gmail.com
www.gwup.org

„Sinn des Lebens“

„Also, nun kommt der Sinn des Lebens. Nun, es ist wirklich nichts besonderes. Versuch einfach, nett zu den Leuten zu sein, vermeide fettes Essen, lese ab und zu ein gutes Buch, lass Dich mal besuchen und versuch mit allen Rassen und Nationen in Frieden und Harmonie zu leben.“ Monty Python, Der Sinn des Lebens

Föderation des Determinismus

Was ist Sinn?
I. Da gibt es die einen, die sagen, Sinn ist immer Zweck. Es geht um die Erfüllung eines Ziels, möglichst global, übergeordnet.

Die Frage erscheint Atheisten schon etwas absurd. Welchen Zweck soll ein bestimmter Mensch haben? Aus wessen Sicht? Denn unter „Zweckrichtung“ ist doch letztendlich immer eine von außen kommende Verzweckung gemeint. Das Kind dient den Eltern zu deren Selbstverwirklichung ihres Lebenskonzepts. Der Christ dient der Gottheit zum Spielen in dessen Sandkiste und der Hund dient dem Herrn bei der Bewachung des Hofes.

Wenn ein Mensch sich als selbstbestimmtes Wesen versteht, wie könnte er eine von außen kommende Verzweckung je innerlich akzeptieren? Wohl könnte er es, aber er ein selbstbestimmter Mensch müsste sich dafür entscheiden. Also hinge ein solcher Sinn doch wieder vom Menschen ab.

Und letztendlich geht es bei der Sinngebung doch auch darum, dass ein übergeordneter Sinn einen untergeordneten schlägt. Wie im Kartenspiel, die zehn schlägt die neun: Wenn die Christen den Sinn ihres Lebens von einer Gottheit abhängig machen, dann auch deshalb, weil ihnen die Vorstellung anhaftet, dass das Leben in einem sinnlosen Universum, die globale Sinnlosigkeit, nicht gut sei, nicht schön sei – genau das haben sie dann aber, denn die vorgestellte Gottheit lebt doch selbst gottlos in einem sinnlosen Universum. Diese Vorstellung ist also völlig undurchdacht.

Für uns Atheisten lautet die Antwort: Einen von oben nach unten von einer abgeleiteten Sinn kann es rein logisch gar nicht geben – dann brauchen wir ihn aber auch nicht.

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Comic-Fabel „Affendämmerung“ – Prophet der Affen

Pfiffige Religionskritik: Eine Seite aus „Affendämmerung“.FOTO: SCHREIBER & LESER
In der Tradition von Äsop und Orwell: Jean-Paul Krassinskys „Affendämmerung“ ist eine religionskritische Fabel, die auch künstlerisch beeindruckt.

Von Christian Endres | DER TAGESSPIEGEL

In seinem Comic-Roman „Affendämmerung“, der jetzt auf Deutsch im Verlag Schreiber & Leser erschienen ist, widmet sich der französische Autor und Zeichner Jean-Paul Krassinsky einem Stamm rotgesichtiger Schneemakaken in den verschneiten Bergen Japans. Seine sprechenden Affen sind tierisch menschlich in ihrer Bereitschaft zur Manipulation und zur Intrige, aber immer noch animalisch wild. Die Hackordnung, die über den Anspruch auf die heiße Quelle und das heißeste Weibchen entscheidet, ist das Wichtigste für die Affen – bis eines Tages eine Raumkapsel in ihrem Territorium abstürzt. Dieser entsteigt ein Rhesusaffe, der fortan das Wort eines neuen Gottes predigt.

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Zum ersten Mal – seit 1492!

Inzwischen auf Distanz: Türkische und amerikanische Fahnen auf dem Time Square im Gedenken an den gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016.© LEV RADIN/PACIFIC PRESS VIA ZUMA WIRE/DPA
Die Amerikaner geben Türken keine Visa mehr. Das trifft viele Menschen hart und hat auch für Erdogans Regierung Konsequenzen. Die sind schwer zu kaschieren.

Von Bülent Mumay | Frankfurter Allgemeine

Liebe Leser, ich will Ihnen heute vom „Visumelend“ erzählen. Da schauen Sie mich vermutlich an, als würde ich etwas Unsinniges sagen oder Japanisch sprechen. Nicht ganz zu Unrecht. Sie haben ja das Elend mit dem Visum nicht. Soeben wurde der Passport Index 2017 veröffentlich, da steht Ihr Land, wie bereits in den vergangenen fünf Jahren, unter 195 Ländern auf Platz eins. Sie können reisen, wohin und wann Sie wollen.

Unser Land hat hingegen keinen so guten Stand auf dem Index. In der Liste, aufgestellt nach der Anzahl an Visumanträgen, steht die Türkei auf Platz achtzig. Dorthin gelangten wir dank einiger Dritte-Welt-Länder, die kein Visum von uns wollen. Ansonsten verlangt man in fast jedem Land, in dem wir Urlaub machen, uns behandeln lassen oder investieren wollen oder in das wir zu Ausbildung oder Studium reisen möchten, ein Visum von uns. Last-Minute-Ticket ist ein Fremdwort für uns. Wir können nicht mal eben eine Karte für ein Konzert irgendwo in Europa buchen. Unsere Freunde im Ausland können wir nicht bei jedem Sehnsuchtsanfall besuchen. Zuerst brauchen wir ein Visum. Vorausgesetzt, der Staat hat nicht ohnehin unseren Pass aus politischen Gründen für ungültig erklärt.

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Zur türkischen Fassung der Kolumne
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Unterwegs mit einer Hassfigur

Ins Gespräch vertieft: Seyran Ateş in ihrer Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin-Moabit. Bild: Alexander Gehring/ SZ-Magazin.de
Für ihre Vision eines weltoffenen Islam wird Seyran Ateş von konservativen Muslimen angefeindet. Statt zurückzustecken, schießt sie ebenso scharf zurück.

SZ-Magazin.de

Am Ende des Interviews will man von Seyran Ateş wissen, ob sie die scharfe, verletzende Formulierung, die sie eben ausgesprochen hat, autorisieren werde? Es ist im deutschen Journalismus üblich, Gesprächspartnern dieses Recht einzuräumen, ihr gesprochenes Wort noch einmal korrigieren zu dürfen. Oft werden die provokantesten Formulierungen so verändert, dass sie nicht mehr provokant wirken. Nicht so bei Seyran Ateş, einer türkischstämmigen Anwältin, die in Berlin gerade eine Moschee gegründet hat. Im Interview hatte sie die Männer, die den Islamverbänden in Deutschland vorsitzen, »Bauerntrottel« genannt. Nun überlegt sie kurz und sagt, dass man diese Formulierung ruhig so aufschreiben dürfe.

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Was Gallier und Katalanen gemein haben

Das Cover des neuen Asterix-Bandes zeigt ein wildes Wagenrennen. © HANDOUT/EPA-EFE/REX/SHUTTERSTOCK
Eine fiese Zentralmacht und ein Volk, das mehr Unabhängigkeit will: Die Autoren des neuen Asterix-Bandes sehen erstaunliche Parallelen zwischen Comic und Wirklichkeit.

Frankfurter Allgemeine

Die Macher des neuen „Asterix“ sehen in ihrem Comic überraschende Parallelen zur aktuellen Lage in Katalonien. Autor Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad sagten der Nachrichtenagentur AFP, ihr neues Buch „Asterix in Italien“ sei ungewollt „ein Gleichnis über die europäische Einigung“ geworden sowie über die aktuellen Zerfallserscheinungen in Europa. In dem Band geht es um ein Pferderennen zwischen verschiedenen Völkern der antiken Welt, das Julius Cäsar ausrichten lässt.

„Die Frage, ob man sich in diesem Wettbewerb solidarisch verhält oder nicht, ob man Gewalt gegen die Gegner ausübt oder das ablehnt, das erinnert mich an die Situation in den verschiedenen Regionen, die nach Autonomie streben, insbesondere in Katalonien“, sagt Ferri. Das sei allerdings nicht seine Absicht gewesen, als er vor zwei Jahren mit den Planungen für die neue Geschichte begann, sagt der Autor.

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Holyge Bimbel – Storys vong Gott u s1 Crew

Die Heilige Schrift in Internetdeutsch – Shahak Shapira erzählt die schrillsten ‚Storys vong Gott u s1 crew Bild: Verlag
Einige Medien bezeichnen ihn als den „neuen Luther“. Der Berliner Satiriker Shahak Shapira hat Teile der Bibel neu übersetzt – in die im Internet bekannt gewordene „Vong-Sprache“. Aber warum eigentlich? Und was halten Bibel-Experten davon?

Von Leonore Kratz | evangelisch.de

Wenn Shahak Shapira die Schöpfungsgeschichte erzählt, klingt das so: „Im Anfang war die Universe leer u schwarz wie 1 coke zero am bimsen, also buildete Gott 1 Earth u 1 Heaven. Aber die Earth war dark wie 1 Berghain u needete 1 Boss-Transformation…“ „Gangesis“ nennt der in Berlin lebende Satiriker das erste Kapitel seiner „Holygen Bimbel“. Darin übersetzt der 29-jährige Israeli Teile des Alten und Neuen Testaments in die sogenannte Vong-Sprache, die sich seit etwa einem Jahr im Internet großer Beliebtheit erfreut. Wichtigste Merkmale: Mengen in Ziffern angeben, möglichst viele englische Wörter einstreuen und natürlich Sätze mit der Konstruktion „vong…her“ bilden.

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Salman Rushdie chortles over Larry David’s ‘fatwa’

Larry David speaks onstage during Vanity Fair New Establishment Summit at Wallis Annenberg Center for the Performing Arts on October 4, 2017 in Beverly Hills, California. (Matt Winkelmeyer/Getty Images/AFP)
Author says ‚Curb Your Enthusiasm‘ is helping remove stigma from ‚Satanic Verses‘ by making fun of Iranian death sentence

The Times of Israel Staff

Author Salman Rushdie thinks it’s pretty, pretty funny that the long-awaited premier of HBO’s “Curb Your Enthusiasm” has a plot modeled on his own experience of being targeted by the Iranian regime with a fatwa.

In the first episode of the 9th season, which aired October 1, Larry David’s eponymous character talks about a musical he has been at work on, based on Rushdie, called — what else — “Fatwa!”

After a fictional Iranian ayatollah issues his own fatwa — or religious decree — ordering the death of the Seinfeld creator, the very Jewy David panics, offering to repent or even become Muslim, though the cleric declares that “even if he converts, he should still be sent to hell.”

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