Glaubenssache

Crosses on Hillside © Getty Images
Was kommt dabei heraus, wenn sich Kant, Feuerbach und Marx über Gott unterhalten? Ein fiktives Gespräch über Religion, die Verherrlichung des Leidens und das österliche Versprechen der Erlösung.

Von Markus Tiedemann | Frankfurter Rundschau

Kant zitiert Goethes Osterspaziergang, Feuerbach begeistert sich für den Begriff der „religiösen Arschkriecherei“ und Marx beklagt die Betäubung der Massen – ein philosophischer Chat über Gott und die Welt: Die folgende Unterhaltung wurde in dieser Woche von den Smartphone-Providern der genannten Herren mitgeschnitten.

Kant: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick. . .“

Feuerbach: Lieber Freund, dass gerade Sie den Osterspaziergang zitieren. Immerhin waren Sie bereits vier Jahre tot, als Goethe seinen Faust veröffentlichte. Zudem hat der große Dichter behauptet, kein Organ für die Philosophie zu haben.

Kant: Und wenn schon. Es steckt einiges in seinen Texten, das uns Philosophen gefallen sollte. Dies gilt auch für den Osterspaziergang. Ich darf erneut zitieren: „Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht/Sind sie alle ans Licht gebracht.“ Wenn das nicht nach Aufklärung klingt!

Marx: Schon möglich, aber zu wenig ist seit damals erreicht worden. Heute, über zweihundert Jahre später, prägen die Religionen noch immer den Alltag. An diesem Wochenende läuft die Propagandamaschine mal wieder auf Hochtouren. Von der einen Kanzel wird die Selbstaufopferung verherrlicht, von der nächsten wird zum Warten auf ein himmlisches Jenseits gepredigt.

Kant: Das ist wahr, verehrter Kollege. Noch immer leben wir nicht in einem aufgeklärten Zeitalter, sondern bestenfalls in einem Zeitalter der Aufklärung. Allerdings sollten wir die Fortschritte nicht übersehen. Heute werden keine Hexen mehr verbrannt und das geistig verwirrte Gretchen würde nicht hingerichtet werden, sondern käme in eine psychiatrische Einrichtung. Rettung kommt nicht aus dem Jenseits, sondern aus der Medizin.

weiterlesen

Sexismus in der Esoterik: Der kollektive Schmerzkörper

Wenn frau will, ist die Periode eine Party, ein mehrtägiger Orgasmus! Achja? Foto: dpa
In der Esoterik finden Frauen Rat zu schöpferischer Kraft, Menstruationspartys und anderen Traumvorstellungen. Sexismus ist dabei stark verbreitet.

Aylin Braunewell | taz.de

„Sie [die Frau] sammelt und vermehrt ihre weibliche Energie am besten in ihrem Zuhause. Hier sollte das Verhältnis 80 Prozent Familie und Zuhause und 20 Prozent im Außen, zum Beispiel Arbeit, sein.“ Als ich das zum ersten Mal las, dachte ich mir: Die Autorin hat wohl ein bisschen zu viel Lichtnahrung genascht. „Lebe deine weibliche Kraft“ heißt ihr Ratgeber, dem dieses Zitat entstammt. Ein Titel, der wohl empowernd wirken soll. Doch schon der Untertitel lässt vermuten, dass hier nach Empowerment im feministischen Sinne lange gesucht werden kann: „Das große Praxisbuch für Schönheit, Heilung und Sinnlichkeit“.

Die Autorin Ludmilla Weidner (Seelenname: Lumira) bezeichnet sich selbst als Schamanin und hellsichtig. Vor Kurzem las ich einige ihrer Texte und habe es bis heute nicht verkraftet. Geschockt von so viel mehr schlecht als recht getarntem Sexismus machte ich mich auf die masochistische Suche nach mehr und wurde im alles verschlingenden Paralleluniversum der Esoterik fündig. Mal mehr und mal weniger subtil wird dort immer wieder das Bild der Frau als Heilerin gezeigt, als diejenige, die durch ihre viel gelobte weibliche Intuition Probleme sieht, bevor sie entstehen, und so harmonisch handelt, dass das Fass gar nicht erst überläuft.

weiterlesen

 

Noch 11.519 Mängel, aber die Entrauchungsanlage funktioniert

BER-Flughafengebäude. Foto: Colin Smith. Lizenz: CC BY-SA 2.0
Nach einem geleakten Statusbericht des TÜVs Rheinland erreicht der Streit um die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens die Pressekammer des Hamburger Landgerichts

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

2006 wurde mit dem Bau eines neuen Berliner Flughafens begonnen, der eigentlich schon seit 2011 fertig sein sollte. So weit ist man aber auch 2019 noch nicht. Dafür hat Flughafen-Geschäftsführer Lütke Daldrup dem RBB zufolge jetzt die Abnahme der Entrauchungssteuerung durch den TÜV als „ganz wichtigen Meilenstein für die planmäßige Inbetriebnahme“ vermeldet. Zu dieser Entrauchungssteuerung gehört unter anderem das automatische Öffnen von Türen, das noch 2017 zu mindestens zwei Dritteln nicht wie geplant funktionierte. Bei der Suche nach der Ursache dafür war Telepolis damals an Mauern aus Unzuständigkeit gestoßen (vgl. Technische Probleme lassen BER-Flughafen Baustelle bleiben).

Einen dem Tagesspiegel zugespielten einundsechzigseitigen internen Statusbericht des TÜV Rheinland zum Zustand der Anlagentechnik im Fluggastterminal nach existierten am 8. März 2019 alleine „bei den Kabeln für die Sicherheitsbeleuchtung und die Sicherheitsstromversorgung“ noch 11.519 Mängel. Gegenüber der Öffentlichkeit hatte man vorher verlautbart, es gebe weniger als 3000 Mängel. Die Diskrepanz zwischen den beiden Zahlen erklärte Flughafensprecher Hannes Hönemann damit, dass man nun „Mängel in jeden einzelnen kleinteiligen Arbeitsschritt unterteilt“ habe, „damit die Firmen bei der Abarbeitung keine Ausreden mehr haben“.

Die aufgrund der Diskrepanz der Zahlen erfolgte Einstufung als „notorischer Lügner“ durch den Berliner FDP-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Czaja versucht Daldrup durch die einschlägig bekannte Pressekammer des Landgerichts Hamburg als „unzutreffende Tatsachenbehauptung mit beleidigendem Charakter“ verbieten zu lassen (vgl. Der Gerichtsreporter und die Kammer des Schreckens). Czaja Meinung nach zeigt diese Reaktion, „wie es um den Flughafen wirklich steht“.

weiterlesen

Digitalisierung – (vorläufiger) Höhepunkt menschlicher Trickserei

Der Mensch ist Mittelmaß. In seiner stammesgeschichtlichen Entwicklung haben sich seine Fähigkeiten, die Wirklichkeit abzubilden, zu erkennen nur teilweise angepasst. Unsere Aufnahmefähigkeit liegt im mittleren Spektrum.
Sehr großes, wie etwa die Entfernungen im Universum, sehr kleines, wie Atome, Moleküle, Zellen usw. sind uns kognitiv nicht zugänglich. Makro-und Mikrokosmos erschließen sich uns nur mittels technischer Hilfsmittel. Unser erkennbarer Mesokosmos(Vollmer) ist eingebettet in die unvorstellbaren Dimensionen des Universums und in die sehr kleinen Partikel des Mikrokosmos. Trotz dieser Mängel in der Erkenntnisfähigkeit menschlichen Seins, erschließt sich der Mensch fragmentarisch, diese ihm nicht zugänglichen Teile seiner Umwelt. Er trickst.

Hier kommen nun die Maschinen, oder letztlich nur eine allgemeine Megamaschine zum tragen.
Der kulturphilosophische Nerd Martin Burckhardt hat sich in seinem Buch Die Philosophie der Maschine mit der Genese derselben auseinander gesetzt.
Zur besseren Übersicht beginnt seine Retrospektive der Maschine in der Zeit der griechischen Antike.
Wenn die alten Griechen von Maschinen(mechane) sprachen, zielte die Begrifflichkeit nicht auf ein Gerät, sondern auf eine List, den Betrug an der Natur, ab. Beginnend in der Geburtshöhle des Zeus, Götter als die Projektionsflächen menschlichen Möchtegern-Seins, entwickelt der Autor das Handbuch einer jedweden Maschine, menschlicher Kultur und Geschichte. Wenn die Göttin am Haken des Theaterkrans auf die Bühne herabschwebt setzt der Prozess unmittelbarer Verweltlichung ein. Das ist der Preis der Maschine, in welchem Maße die Menschen bereit sind, sich der neuen Rationalität zu opfern.
Aus dem ideellen Konstrukt der Maschine entwickelt sich ihre Dinglichkeit. Sie sichert Macht, geheimnisvoll, komplex nur Eingeweihten verständlich, dient sie göttlicher Darstellung. Die Architektur der Antike bis hin zu den pyramidalen Grabsteinen menschlicher Vergottung, im alten Ägypten, sind Zeugnis der Religionisierung menschlichen Tuns.
Der Autor verfolgt den Weg der Maschine durch die Zeit, ihre Funktion, ihre Rolle in den vergangenen und entstehenden Kulturen menschlicher Gesellschaft. Die Verhüttung von Erzen, die Produktion von Metallen, das Prägen von Münzen erfordern maschinellen Einsatz. Das Münzgeld der Antike löst das animalische Gottesopfer ab. Religiöse Institutionen finden wir seit dem immer in der Nähe des Geldes, selbst Jesus ging in den Tempel und trieb aus die da kauften und verkauften, warum wohl. Mit anderen Worten, die heutige Kirchensteuer als maschinelle Opfergabe. Welch ein Fortschritt.
Burckhardt analysiert die Buchgesellschaft, Gutenberg, die handgreifliche Identität der Buchstaben, das Alphabet selbst, wohl eine der ältesten Maschinen menschlicher Kultur überhaupt. Und so geht es Schlag auf Schlag. Programmierbare Webstühle, protokapitalistische Produktionsweisen bis hin zur Hollerith-Karte. Die Maschinen-Zyklen beschleunigen sich.
Die Anwendbarkeit der Elektrizität wurde ein weiterer Meilenstein in der Anwendung der Maschine. Unsichtbares konnte für die Erbringung von Arbeit genutzt werden.
Die Janusköpfigkeit der Maschine ist dem Autor bekannt, nicht zuletzt führte eine Volkszählung zur Kenntnis des Judentums in der deutschen Gesellschaft, Daten, gespeichert mittels Hollerith-Karte. So waren später den Nazis die Juden bekannt, der Holocaust sah seiner Vollendung entgegen.
Wie alles menschgemachte, so ist auch die Maschine zu missbrauchen. Die Aufklärung brachte nicht nur Positives für die Menschen.
Der Computer ist nicht nur ein Werkzeug, er ist:

„…eine Werkstatt. Begeben wir uns in diese Gedankenwerkstatt, verfügen wir über all die Werkzeuge, die auf unserem Desktop parat liegen. Fehlt etwas, erlaubt die Öffnung zur Welt, dass man das fehlende Teil in die eigene Arbeitsumgebung teleportiert. Insofern verkörpert die Maschine nicht nur diesen oder jenen Raum, sondern enthält, als prinzipiell offener Möglichkeitsraum, Platz für all jene Werkzeuge, die virtuell möglich, noch nicht realisiert, oder derzeit noch nicht in das eigene Arbeitsumfeld eingebunden sind.“(S.31)

Der Computer, die langsam an Fahrt gewinnende Digitalisierung eröffnet uns einen neuen Kontinent der Erkenntnis. Es bedarf nicht vielen Mutes diesen Kontinent zu entdecken, uns zu erschließen. Wir sind Ausgangspunkt, Teil und Ziel der Digitalisierung. Wir, Menschen aus Fleisch und Blut, sind die Maschine. Seit Jahrtausenden irren wir uns empor, aus der Natur gefallen, ertricksen wir uns den Zugang zu neuer Erkenntnis.

Die Computer, das Netz existieren ohne uns nicht, wenn wir also Bestandteil, Ursache und Erscheinung der Digitalisierung sind, offenbaren Begrifflichkeiten wie Multi-, Hyper- und Transmedialität, der Medienwissenschaften, nichts anderes als das Unverständnis der Maschine selbst. Kryptologie um Unwissenheit zu kaschieren.
Digitalisierung ist als universale Maschine, die allen Lebensbereich durchdringt, zu verstehen. Gängige Konzepte in der Politik, Wirtschaft erodieren schrittweise. Ein Höhepunkt politischer Erosion ist der Kanzlerinnen-Begriff des Neulands. Der Staat, Leviathan, zeigt immer offener seine Inkompetenz. Als Maschine versagt der Staat in immer stärkeren Maße. Populistische, postdemokratische Erscheinungsformen transportieren sich in die freiwerdenden Lücken der Erosionsprozesse.

Martin Burckhardt hat ein exzellentes Buch zur Philosophie der Maschine geschrieben. Die Grenzen zwischen analoger und digitaler Welt sind keine, die Grenzziehung eine künstliche.
Verblüffende Rückschlüsse, historische Retrospektiven bringt der Autor stets in anschaulicher Art und Weise auf den Punkt. Er produziert Aphorismen, wie selten in einer derartigen Konzentration zu lesen. Manches liest sich wie eine Übung in kreativer Semantik, feinsinniger Humor mit schon fast subversiv zu nennender Gedankenschärfe. Wer sich zum Thema Digitalisierung schlau machen, informieren will, wird mit diesem Buch fündig.

Ein Kritikpunkt wäre anzuführen, im Kapitel 18 – Der Abgesang der Philosophie, Fußnote 9, schreibt der Autor „[…] Daniel Dennett hat in diesem Kontext einen sehr merkwürdigen Gottesbeweis abgeliefert: Alles, was man zu denken imstande, werde, insofern es im Hirn abgespeichert werde, real. In dem man Gott denke, sei er existent.(Aus einem Gespräch mit dem Autor).“
Dieser Gedanke ist nicht von Dennett, es handelt sich dabei um den ontologischen Gottesbeweis des Anselm von Canterbury, der aus dem bloßen Gedanken oder Begriff „Gott“ d. h. A priori, auf die Existenz Gottes schließt und schlussfolgert.

Raumschiffe, Saurier und Nazis: die Effekte in „Iron Sky: The Coming Race“

Pixomondo erweckte für den FIlm „Iron Sky: The Coming Race“ in Stuttgart und Frankfurt unter anderem Dinosaurier zum Leben.
Der Nazi-Klamaukfilm „Iron Sky: The Coming Race“ läuft in den Kinos. Wir sprachen mit dem Effektstudio Pixomondo über die Effekte des Crowdfunding-Projekts.

Von André Kramer | heise online

Seit die Science-Fiction-Komödie „Iron Sky“ 2012 ins Kino kam, steht der Titel für klamaukige Nazi-Satire mit Kultfaktor und erstklassigen visuellen Effekten. Nun ist der zweite Teil in den Kinos zu sehen. c’t sprach mit VFX-Supervisor Adam Figielski vom Effektstudio Pixomondo, das für den Film Dinosaurier, Mondbasen und Raumschiffe zum Leben erweckte.

heise online: Um kurz die Brücke zum ersten Film zu schlagen: Worum geht es in der Fortsetzung „Iron Sky: The Coming Race“?

Adam Figielski: Über zwanzig Jahre ist es her, seit die Mond-Nazis im ersten Teil angegriffen haben. Die Erde ist mittlerweile ein unbewohnbarer Ort, von einem Atomkrieg verwüstet. Die letzten Überlebenden der Menschheit flüchteten auf die ehemalige Mondbasis der Nazis, doch der Mond droht auseinanderzubrechen. Dies ist der Beginn eines verrückt-absurden Abenteuers, in dem es darum geht, die Menschheit zu retten.

heise online: Und Sie arbeiteten an den visuellen Effekten. Vor welchen kreativen Herausforderungen standen Sie dabei?

Figielski: Wie immer war – trotz Crowdfunding, langer Finanzierungsphase und langer Produktionszeit – der Anspruch enorm hoch. Wir mussten tief in die VFX-Trickkiste greifen. Wir ließen Atombomben auf Washington fallen, Alien-Raumschiffe in den Mond krachen, eine Verfolgungsjagd mit Dinosauriern und Schlachten im Weltall entstehen. Trotzdem war es ein Riesenspaß, denn wir waren schon bei der Preproduction dabei und entwickelten zum Teil die Geschichte mit. Das ist eher ungewöhnlich und war nicht nur kreativ und technisch hilfreich, sondern auch emotional wichtig.

weiterlesen

Gute Laune ist etwas für Charakterschwache

Abendblatt-Kolumnist Hajo Schumacher Foto: Reto Klar
Skepsis zeugt laut Forgas von mentaler Stärke, womit wir bei den Klimaprotesten unserer Kinder wären.

Hajo Schumacher | Hamburger Abendblatt

Na, auch schlechte Laune? Der Kaffee wieder zu heiß oder zu kalt? In der Zeitung nichts als Apokalypse? Und der Lebensgefährte war auch schon mal frischer?

Herrlich, dieser Grummelreflex. Tut doch gut, nach Herzenslust so richtig zu pesten. Und Gründe gibt es immer. Hat der liebe Gott das Wetter nicht erfunden, damit sich der Mensch darüber aufregen kann?

Gute Laune ist für Charakterschwache, denen es an Sensibilität für Probleme mangelt. Wer jeden Quatsch glaubt und halb leere Gläser für fast voll hält, ist oft nur zu bequem, nach dem Haken zu fahnden. Optimisten lassen sich jeden Quatsch erzählen, Skeptiker dagegen brauchen Kraft und Ausdauer fürs Mäkeln, findet der australische Psychologe Joseph Forgas, ein Mephisto seiner Branche, der dem Diktat vom positiven Denken die Segnungen gelegentlicher Traurigkeit entgegenhält.

weiterlesen

Brian bittet an Karfreitag, behördlich genehmigt, zum Tanz im Revier

Steht ganz Oben auf der Liste. Jeder ein Kreuz. Screenshot: Youtube
Der Karfreitag ist in Deutschland ein „stiller“ Feiertag – Feiern und Tanzen verboten. Auch „nicht feiertagsfreie“ Filme wie „Das Leben des Brian“ dürfen nicht gezeigt werden. Eigentlich. Mit Ausnahmegenehmigung ist all das aber doch möglich.

evangelisch.de

In Bochum dürfen Religionskritiker in diesem Jahr an Karfreitag den Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ zeigen und zu einem Tanz einladen. Wie die Initiative „Religionsfrei im Revier“ am Dienstag mitteilte, genehmigte die Bezirksregierung Arnsberg die „unterhaltsame öffentliche Veranstaltung einschließlich Tanz“ am 19. April. An Karfreitag gilt in Deutschland als stiller Feiertag ein Verbot öffentlicher Veranstaltungen, auch Feiern mit Tanz sind nicht erlaubt. In Nordrhein-Westfalen kann jedoch eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden.

weiterlesen

Empathy, Morality, Community, Culture—Apes Have It All

Image: Illustration by John Hendrix/NAUTILUS
Primatologist Frans de Waal takes exception with human exceptionalism.

By Steve Paulson | NAUTILUS

Frans de Waal calls his new book Mama’s Last Hug in reference to an emotional encounter between Mama, a 58-year-old chimpanzee, and Jan van Hooff, an 80-year-old biology professor. Mama is frail and near death when Van Hooff, who had overseen her care for decades, enters her cage at Burgers Zoo in the Netherlands. Mama smiles and Van Hooff bends toward her. She strokes his white hair and drapes one of her arms around his neck, patting the back of his head with her long fingers. “This was typical Mama,” writes De Waal, who had long observed the chimpanzee. De Waal gave her the name Mama because of her matriarchal position. “She had the air of a grandmother who had seen it all and didn’t take nonsense from anybody,” De Waal writes. “I had never sensed such wisdom and poise in any other species but my own.” When Van Hooff entered Mama’s cage, “she must have sensed Jan’s trepidation about invading her domain, and she was letting him know not to worry. She was happy to see him.”

The touching scene between Mama and Van Hooff has been viewed over 10 million times on YouTube. Clearly it has struck a deep emotional chord in people, no doubt because of the joy and tenderness that the chimpanzee displays at the end of her long life. De Waal, who runs Living Links Center at the Yerkes National Primate Research Center in Atlanta, uses the scene to open his investigation into the emotions of animals, from primates to dogs to rats. “Let me start off with a radical proposal: emotions are like organs,” he writes. “They are all needed, and we share them with all with other mammals.” Those who are familiar with De Waal’s research know the proposal is not so radical, as the primatologist has for decades been showing humans that we are not as special as many of our species seem to think we are. The title of his previous book offers a keen summary of his outlook: Are We Smart Enough to Know How Smart Animals Are?

read more

Religion im Netz: Zu viel Blut, zu viel Sünde

Videos, Podcasts und eine Sammlung von Texten haben Rolf Gröschner und Wolfgang Mölkner auf ihrer Website zusammengetragen (Screenshot der Website Freiheitsdialog.de)
Die beiden Gelehrten Rolf Gröschner und Wolfgang Mölkner führen auf ihrer Homepage einen „Freiheitsdialog“ nach dem Vorbild der platonischen Dialoge. Auch die Themen Sünde, Erbsünde und göttliche Gnade verhandeln sie. Ihr Fazit: Es fehlt noch viel zur Freiheit des Christenmenschen.

Rolf Gröschner und Wolfgang Mölkner im Gespräch mit Christiane Florin | Deutschlandfunk

„Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten“. Dieser Satz des Philosophen Jean-Jacques Rousseau ist der Ausgangspunkt der Homepage „Freiheitsdialog“.

Die Macher dahinter sind der Jurist Rolf Gröschner, ehemaliger Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie in Jena, und Wolfgang Mölkner, promovierter Philosoph und Religionslehrer. Die beiden bieten Denken zum Zuhören, Zusehen und Nachlesen, die Dialoge werden von zwei Schauspielern und einer Schauspielerin gesprochen.

Wesentliche Fragen sind: Wer sind die Freunde der Freiheit und wer ihre Feinde? Warum legen wir uns heute – in einer freien Gesellschaft – freiwillig Ketten an? Und: Wirkt Religion eher befreiend oder fesselnd?

Als falsche Freunde der Freiheit machen Gröschner und Mölkner Moralapostel aus, also Menschen und Institutionen, die ihre eigenen Werte absolut setzen. Als regelrechte Feinde der Freiheit gelten ihnen die Sündenprediger in den Religionen. Auch Martin Luther, gern als Held der Gewissensfreiheit gefeiert, gilt ihnen als Problemfall. Luthers Schrift über die Freiheit des Christenmenschen sei befangen in einer mittelalterlichen, augustinischen Theologie von Sünde, Erbsünde und Erlösung, lautet der Vorwurf.

weiterlesen

Ist das Schicksal der Nonkonformisten nur ein neuer Konformismus?

Hipster?Bild: pxher.com/CC0
Ein mathematisches Modell über den „Hipster-Effekt“ scheint darauf hinzudeuten, dass sich die bemühten Individualisten einander angleichen und alle genauso aussehen oder sich verhalten

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Dass der Mainstream konform ist, also sich die Menschen beispielsweise ähnliche kleiden und ähnliche Frisuren haben, muss so sein. Aber es fällt auch immer wieder auf, dass Menschen, die sich vom Mainstream unterscheiden und ihren Nonkonformismus zeigen wollen, bald auch wieder alle gleich aussehen, bis die nächste Welle kommt. Was man als Modetrends beobachten kann, hat der Mathematiker Jonathan Touboul von der Brandeis University, der das als „Hipster-Effekt“ bezeichnet, versucht, in eine Formel für kollektives Verhalten zu fassen.

Touboul geht davon aus, dass sich öfter Menschen, die sich von der Mehrheit unterscheiden sollen, selbst wieder ein Gruppe mit konformistischem Verhalten bilden. Das aber würde der Intention entgegenlaufen, sich von der Mehrheit als Individuen zu unterscheiden und somit ein Paradox darstellen. Das geht für den Mathematiker weit über Moden hinaus und ist ein kollektives Verhalten, dass man etwa auch in der Wirtschaft oder an der Börse finden könne, beispielsweise wenn gegen den Strom Aktien verkauft werden, oder auch in der Synchronisierung von Nervenzellen.

Hipsters schauen sich so ähnlich, dass sie sich nicht einmal voneinander unterscheiden können“

Der Mathematiker beschäftigt sich mit dem Thema schon seit Jahren. Kürzlich machte er ein Update seiner Theorie, was Anlass für einen Artikel der Zeitschrift Technology Review über den Hipster-Effekt war.

weiterlesen

Wen der Affe laust

Foto: ORF/Günther Pichlkostner
Rassismusvorwurf bei ,Dancing Stars'“, Trost vom Jeannée für Gottschalk: Nur der gut genährten Regierungsboulevard kann uns Wege aus diesen Dickichten weisen

Günter Traxler | derStandard.de

Wir leben in schweren Zeiten. Rassismusvorwurf bei „Dancing Stars“. Petzner-Fans attackieren Gerald Grosz. Gottschalk: Ehe-Aus nach 42 Jahren. Haider: „Bohlen ist ein A****!“ Und dabei blieb noch die Frage unbeantwortet: Ist es das Ende des Promi-Kriegs zwischen den Medien-Profis – gemeint waren Christian W. Mucha und Dominic Heinzl – oder nur eine Pause? Hätten wir nicht den mit Regierungsinseraten gut genährten Regierungsboulevard – wer sonst könnte uns Wege aus diesen Dickichten weisen?

Allen voran natürlich macht sich da Michael Jeannée an sein schweres Geschäft, dem lieben Thomas Gottschalk, aber nicht dessen Frau, einen rührenden Trostbrief unter Society-Männern hinweg über die Grenzen des Landes und den Wandel der Zeiten zu senden. Thomas und Thea – das war sakrosankt! Da traute sich kein schnüffelnder Schreiberling drüber, da gab es nichts aufzudecken. Das ist jetzt natürlich anders. Jetzt sind die besten, die härtesten Society-Enthüller der Branche am Zug, die niemals Pardon geben. Ihre Jagd ist eröffnet. Aber wem sag ich das?

weiterlesen

Achtbeinige Genies

Nicht identifizierte Springspinnenart (Eventuell eine nicht ausgewachsene Thiodina sylvana). Bild: USGS / CC-BY-2.0
Oktopoden und Spinnen faszinieren mit hoher Intelligenz, die aus völlig andersartigen Gehirnen entsteht

Konrad Lehmann | TELEPOLIS

Ob es an den Beinen liegt? Vermutlich nicht. Aber ein unbefangener Beobachter – etwa von einem fremden Planeten -, der ergründen wollte, welche Tiere besonders intelligent sind und warum, könnte allerlei Korrelationen aufstellen und zum Ergebnis kommen, dass, sobald man das Reich der Wirbeltiere verlässt, die Intelligenz ihr Maximum bei acht Beinen erreicht: Oktopoden und Spinnen.

Tatsächlich wird das wohl Zufall sein. Ein anderer Zusammenhang ist schlüssiger. Vegetarier müssen jetzt ganz tapfer sein, aber es ist so: Schaut man sich im Tierreich um, dann sind die Jäger meist heller als die Pflanzen- (und Plankton-)fresser. Zahnwale übertreffen die Bartenwale (von Seekühen ganz zu schweigen), Wölfe die Schafe, Würfelquallen die Ohrenquallen, Raben die Hühner. Das liegt einfach an den unterschiedlichen Anforderungen der Nahrungsgewinnung. Eine grüne Weide braucht man nicht zu umzingeln, Krill muss man nicht austricksen, an einen reifen Apfel muss man sich nicht anpirschen, und es ist auch nicht nötig, aufzupassen, dass der Grünkohl einen nicht sieht. Es ist die Jagd, die Strategiebildung, Vorausschau und Perspektivwechsel fordert.

Doch es sind die Achtbeiner unter den Jägern, die am meisten faszinieren. Sie gleichen Aliens, die mitten unter uns leben; unabhängig evolvierte Intelligenzen, deren letzter gemeinsamer Vorfahr mit uns vor rund 560 Millionen Jahren lebte – oder noch früher – und so einfach strukturiert war, dass ein Regenwurm im Vergleich dazu wie Einstein wirkt. Aus ein paar über den Körper verteilten Nervenbahnen und einem Augenfleck entstand mehrfach ein leistungsstarkes Gehirn, das seine Umwelt mit mehreren Sinnen erfassen, lernen, Pläne schmieden und erinnern kann.

weiterlesen

Das sind 10 Restposten der Evolution – hast du alle?

wikimedia
Wir sind einen weiten Weg gegangen, seit vor mehr als 50 Millionen Jahren die Primaten entstanden. Aus den kleinen, vermutlich baumbewohnenden Säugern entstanden im Zuge der Evolution die heutigen Affen und damit auch wir Menschen (wir gehören zur Unterordnung der Trockennasenaffen).

watson.ch

Einige körperliche Merkmale unserer Vorfahren haben wir allerdings beibehalten – obwohl wir sie gar nicht mehr gebrauchen. Hier sind zehn dieser biologischen Rudimente:

Manche Menschen haben am Aussenrand ihrer Ohrmuscheln einen Knorpelfortsatz, der – benannt nach Charles Darwin – Darwin-Ohrhöcker heisst. Darwin erkannte darin ein evolutionäres Überbleibsel einer früher spitzen Ohrform, wie sie viele Säugetiere aufweisen.

weiterlesen

„Things did take a weird-ass turn around 2016“

Iron Sky 2: The Coming Race. Bild: © Splendid Film / Tomi Tuuliranta
Timo Vuorensola, film director of „Iron Sky“, about his new film „The Coming Race“, Donald Trump and reptiloids

Markus Kompa | TELEPOLIS

Mr Vuorensola, in your movie Iron Sky you had offered the grotesque dystopia that Americans had made a kind of Sarah Palin president. Now Earth has an even more unusual POTUS. How reliable is your information about Nazis on the moon?

Timo Vuorensola: Things did take a weird-ass turn around 2016 and we felt that the real world upped the ante in regards of crazyness. After 2016, it’s been more challenging to write films like Iron Sky, because nearly every day the real world over-Iron Skyifies itself and things become weirder and weirder.

Thus, with „Iron Sky: The Coming Race“ we wanted to take a big enough leap forward to make sure our film still has some ammunition left when it hits the theatres. Thus, we have hollow Earth, dinosaurs and lizard Hitler among many other things. Those, we hope, won’t start coming true in the following 6-7 years from now, like it did actually happen with the first Iron Sky. Every morning you wake up and read of yet another thing that we already had in our movie back in 2012, now coming true.

Current President Donald J. Trump has plagiarized parts of Iron Sky’s material during the election campaign and has now even launched a Space Force, also sketched by you. Will you defend yourself legally against this unfriendly act?

Timo Vuorensola: I think Trump has already enough legal troubles, we don’t want to add any more to his plate. I mean, he is, in the end, our best marketing strategy.

read more

Dodo Käßmanns evangelisches Badesalz

Bekommt jetzt eine eigene Zeitschrift: Margot Käßmann, hier auf einem Adventskalender neben dem Reformator Martin Luther (dpa/ Holger Hollemann)
Die evangelische Theologin Margot Käßmann bringt ab April eine eigene Zeitschrift heraus, in der sie über Persönliches und Politisches schreiben möchte. Der Titel: „Mitten im Leben“. Arno Orzessek erwartet in seiner Glosse allerdings nur laufendes Posting auf Papier.

Von Arno Orzessek | Deutschlandfunk

Die evangelische Theologin Margot Käßmann bringt ab April eine eigene Zeitschrift heraus, in der sie über Persönliches und Politisches schreiben möchte. Der Titel: „Mitten im Leben“. Arno Orzessek erwartet in seiner Glosse allerdings nur laufendes Posting auf Papier.

Eine Info vorab… Und zwar für diejenigen, die im Religiösen nicht so sattelfest sind und von Margot Käßmann vielleicht nur wissen, dass sie anno dunnemals mit 1,5 Promille über Rot gebrettert ist: Käßmann hat sich zwar im letzten Sommer bei verminderten Bezügen frühzeitig pensionieren lassen, aber die gläubige Christin ist natürlich weiterhin im Auftrag des Herrn unterwegs – echter Ruhestand folgt erst im Himmel.

Weiterlesen

Der Toaster ist Gift, die Erde eine Scheibe

Dieses Bild wurde am 24. Dezember 1968 aufgenommen. Es zeigt die Erde, wie sie am Horizont des Mondes aufgeht. Bild: NASA / Bill Anders
Was wir aus dem Dieselstreit lernen? Wie schnell Wahrheiten wackeln. Geht’s noch schlimmer? Es geht! Wenn Weltbilder wanken. Eine Glosse.

Von Joachim Müller-Jung | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Zahl der Menschen, die davon überzeugt sind, dass die Erde eine Scheibe ist, nimmt stetig zu. Das klingt beunruhigend, gefährlich ist es noch nicht. Asheley Landrum von der University of Texas hat darüber vor wenigen Tagen in Washington berichtet, kein ganz unpassender Ort, auch wenn der Anlass, die Jahrestagung der weltweit mitgliederstärksten Wissenschaftlerorganisation, der American Association for the Advancement of Science, schon überrascht. Wie umgehen mit Verschwörungstheoretikern, war das Thema Landrums, und man kann ohne Übertreibung sagen: Aktueller geht es kaum.

Landrum hat die Videoplattform Youtube als Infektionsherd für konspirative Gedanken ausgemacht. Der Zweistundenstreifen „200 proofs Earth is not a spinning ball“ hat bald schon eine Dreiviertelmillion Zugriffe. Die wissenschaftliche Mimese dieses Machwerks jagt einem förmlich den Schrecken in die Glieder. Kein Zweifel, die Wissenschaft wird durch Wissenschaftsgläubige unterwandert, und der Irrglaube kapert sukzessive den Verstand. Solche Rückfälle in die Realitätsverweigerung gibt es mittlerweile leider immer öfter zu beklagen, und nicht immer gibt Youtube den Anstoß.

weiterlesen

Rätsel der funkensprühenden Weintrauben gelöst – Forscher klären die Physik hinter dem beliebten Mikrowellen-Experiment

Dieses Phänomen ist in Dutzenden von Videos verewigt: Traubenhälften erzeugen in der Mikrowelle ein glühendes Plasma. © Khattak et al./ PNAS
Plasma in der Mikrowelle: Forscher haben geklärt, warum Weintraubenhälften in der Mikrowelle erst Funken sprühen und dann ein leuchtendes Plasma bilden. Demnach ist nicht die elektrische Verbindung zwischen den Traubenhälften der Auslöser, sondern ein Resonanzeffekt der Mikrowellenstrahlung: Am Kontaktpunkt der Traubenhälften entsteht dadurch ein Hotspot, der die elektromagnetischen Felder so stark konzentriert, dass ein Plasma entsteht.

scinexx

Es ist ein beliebtes Spaßexperiment – und das Motiv unzähliger YouTube-Videoclips: Man schneidet eine Weintraube so durch, dass noch ein dünnes Häutchen beide Hälften verbindet. Dann legt man beide Hälften nebeneinander in die Mikrowelle und schaltet das Gerät an. Wenige Sekunden später sieht man Funken aus der Hautbrücke schlagen und es bildet sich ein leuchtendes Plasma über den bestrahlten Weintrauben.

Weiterlesen

Russland macht zu

Grafik: TP
Russland hat ihn jetzt endlich, den Ausschalter für das Internet

Harald Taglinger | TELEPOLIS

Die olle Kamelle mit „der Letzte macht dann das Licht aus“ ging in Russland auch schon mal leichter. Zumindest noch zu Zeiten der kommunistischen Herrschaft. Aber seitdem will der Witz nicht mehr so leicht von der Lippe. Und und unter Putin kriegt man irgendwie das Gefühl nicht so lost, dass in den Weiten Sibiriens und knapp vor dem Ural doch mehr abgeht als man schlechthin vermuten würde.

Zumal man neben diversen Andeutungen, dass der russische Staat nicht nur Wahlen beeinflussen kann, sondern auch ganze Stromnetze in den USA abzuschalten in der Lage wäre, auch schon noch andere Nachrichten mitbekommt, die eher ein wenig irritieren. So zum Beispiel der Plan, testweise das gesamte Land vom Internetanschluss abzuknipsen. Klar kann man da sagen: Das geht doch gar nicht. Kann man sagen, geht aber schon, denn abseits von diesem Test ist das Land eh schon bis 2020 so weit, 95 Prozent des Online-Traffics innerhalb des Landes zu routen. Da muss dann nichts mehr über irgendwelche Transatlantik-Kabel nach San Francisco gehen, damit Vladimir seiner Ilona eine Liebesmail schreiben kann. Vermutlich stehen inzwischen schon Quadratkilometer groß diverse Serverzentren in der Tundra und regeln das locker als innerstaatliche Angelegenheiten.

weiterlesen

„Europa ist voll von Ausländern!“

Martin Sonneborn und Parlamentspräsident Tajani. Bild: Samuel Groesch
Winter-Interview mit PARTEI-Chef Martin Sonneborn

Markus Kompa | TELEPOLIS

Der Wiedereinzug der PARTEI in das künftige EU-Parlament gilt als gesichert: Demoskopen sehen Die PARTEI derzeit bei 2%. Zum traditionellen Winter-Interview steht der PARTEI-Chef selbstbewusst Rede und Antwort.

Altkanzler Schröder tadelte Ihre ordinäre Amtskollegin Andrea Nahles, die mit präsidentiellem Vokabular überfordert sei. Sind solch bourgeoisen Verhaltenskodici in der Epoche der Trump-Administration noch modern?

Martin Sonneborn: Auf jeden Fall! Selbst mir ist es peinlich, dass ich kürzlich vor der Bauern-, Pardon: Bayern-Wahl im Interview auf eine der zahlreichen Dummheiten Seehofers gesagt habe, die CSU solle jetzt endlich mal das Maul halten. Führungspersönlichkeiten sollte so etwas nicht unterlaufen. Obwohl… im Falle des Pillermanns Seehofer…

weiterlesen