Kommentar: Der liberale Islam ist eine Schimäre

Gelebter Dialog der Religionen: die liberale Moschee zur Miete in den Räumen einer evangelischen Kirche
Die ablehnenden Reaktionen auf die Eröffnung einer „liberalen Moschee“ in Berlin sind keine wirkliche Überraschung. Sie taugen jedoch nicht als Beweis für die generelle Reformunfähigkeit des Islam, meint Loay Mudhoon.

Von Loay Mudhoon | Deutsche Welle

Ein „Weltereignis mitten in Berlin“ soll es gewesen sein. Diese Einschätzung ist berechtigt, jedenfalls gemessen an der überwältigenden Resonanz im In- und Ausland auf die Eröffnung der dezidiert „liberalen Moschee“ in einer evangelischen Kirche in Berlin-Moabit.

Schließlich wollten Medienvertreter aus aller Welt dabei sein, als die deutsch-türkische Juristin und Frauenrechtlerin Seyran Ates ihr Reformprojekt in Gestalt einer integrativen Mosche für alle der Öffentlichkeit vorstellte. Die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee solle nämlich allen Muslimen offen stehen: Konfession und sexuelle Orientierung spielen dabei keine Rolle.

Außerdem wird in diesem in Deutschland einzigartigen Gotteshaus die Geschlechtertrennung beim Gebet ausdrücklich aufgehoben. Männer und Frauen können nebeneinander beten. Das erste Freitagsgebet leiteten ein Mann und eine Frau gemeinsam. Und ganz wichtig für die aufgeregten Islam-Debatten hierzulande: Die „Imamin“ trug kein Kopftuch!

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Alternativer wird’s nicht

Bild: heise.de/tp
Der Journalismus ist am Ende. Das weiß mittlerweile jeder. Die altehrwürdigen Medienhäuser kämpfen um ihre (zahlenden) Leser, allüberall wird nur noch manipuliert und gelogen. Zeit für eine echte Alternative! Oder – Moment mal – ernsthaft?!

Von Selma Mahlknecht | TELEPOLIS

Wenn es um das Lesen von Zeitungsartikeln geht, bin ich Ausdauersportlerin. Als Abonnentin mehrerer Newsletters wühle ich mich täglich durch zahllose Meldungen, Analysen, Kolumnen, Ansichtssachen. Dabei komme ich im Schnitt auf wöchentlich etwa zwanzig bis dreißig gelesene Texte unterschiedlichster Herkunft in drei Sprachen.

Ich dürfte damit zu den intensiveren Mediennutzern gehören. Wichtig ist mir dabei, neben meinen sieben-acht Standardportalen immer wieder auch andere Webseiten zu durchstöbern, und ich kann aus dem Stand sicher an die zwanzig Medienanbieter aufzählen, deren Artikel ich mehr oder weniger regelmäßig lese. Natürlich kann ich dabei nicht von jeder Zeitung sämtliche Artikel lesen – und das ist auch gar nicht nötig. Ich wähle mir meine Schwerpunkte und lasse mich gerne überraschen. Auf diese Weise habe ich ein breites Spektrum an Themen und Standpunkten dazu.

Mir fehlt nichts. Und hier beginnt das Problem. Wie kann mir nichts fehlen, wenn man doch allenthalben hört, der gute Journalismus sei tot? Und nur durch dieses neue, endlich mal völlig andere Start-up zu retten, das ich bitteschön mitfinanzieren soll?

Ständig stranden derartige Meldungen in meiner Timeline: Jetzt neu, verbessert, revolutionär, noch nie dagewesen! Das neue Medium, auf das wir alle gewartet haben! Das alles anders macht! Endlich seriöse Recherche! Endlich Leserbeteiligung! Endlich die Themen, die uns wirklich interessieren! Und mit der wirklich wahren Wahrheit, die uns vom Mainstream nicht erzählt wird! Mit zehn, zwanzig, fünfzig Euro im Monat bist du dabei!

Und dann erklären mir mehr oder weniger prominente Menschen, warum es nun endlich Zeit für einen Paradigmenwechsel ist, wie schön bunt und „diverse“ (sprich: daivöas) das neue Magazin werden wird. Endlich eine echte Alternative! Weg von Fake-News und Beschwichtigungspresse, weg von Populismus und Verzerrung, weg von Clickbait und Seichtigkeit, hin zu Seriosität, Kompetenz, Themendurchdringung und gültiger Welterklärung.

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AfD-Brandenburg möchte deutsche Gebärmütter staatlich pflegen

Bild. Shahak Shapira/Twitter

„Wer nicht unserer Meinungs ist, geht ins Gas.“ So nachzulesen in einem geleakten Chat-Protokoll der AfD. „Deutschland den Deutschen.“ Die Nachfahren zentralasiatischer Horden, die nach Westen fluteten, wollen den Deutschen zu alter Größe verhelfen. Was früher der Versailler Vertrag sind den heutigen Nazis, Rechtspopulisten und SA-Rekruten die Flüchtlinge, die sich daraus ergebenden Überfremdungsgefühle, die „Lügenpresse“, die „BRD-GmbH“, Merkel und ihre Eliten.
Die Fraktion der Alternative für Deutschland des Landes Brandenburg sieht für sie Stammes-Deutschen die Apokalypse am Horizont aufgehen. Die Gebärfreundigkeit brandenburgischer Frauen ist kritikwürdig. So stellt die AfD im Landtag einen Antrag:

Die Geburtenziffer für Brandenburg lag im Jahr 2015 bei 1,53 Geburten. Auch wenn in Brandenburg eine leichte Steigerung der Geburtenrate in den letzten Jahren zu verzeichnen ist, wird in der vom Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg und dem Landesamt für Bauen und Verkehr vorgelegten Bevölkerungsprognose (2011-2030) langfristig gesehen ein Rückgang der Bevölkerung erwartet. So rechnen die Statistiker für 2030 mit einem
signifikanten Geburtendefizit, ausgehend von rund 33.000 erwarteten Gestorbenen und um die 10.000 prognostizierten Lebendgeburten. Antrag AfD-Fraktion/Drucksache6/6819

Das Überleben des Deutschen im Land Brandenburg ist nicht gesichert, daher fabuliert die Fraktion weiter:

Der Landtag möge beschließen:
Die Landesregierung wird aufgefordert, noch in der laufenden Legislaturperiode einen Zukunftsplan zur Steigerung der Geburtenrate in Brandenburg vorzulegen, um für eine Zunahme deutscher Familien mit wenigstens zwei Kindern zu sorgen sowie die Rahmenbedingungen
zu verbessern bzw. zu schaffen. Zu beachten sind insbesondere die strukturschwachen Regionen, die Steigerung des Betreuungsangebots für Kinder sowie Maßnahmen gegen eine weitere Abwanderung junger Brandenburger. Sie sollen ermutigt werden, eine Familie zu gründen, denn Kinder dürfen nie ein Armutsrisiko darstellen.ebenda

Man muss ja nun nicht die Gebärfreudigkeit der Menschen regeln wollen, schon gar nicht expressis verbis deutscher Menschen, um sie zur Familiengründung anzureizen. Bleibt die Frage, wie die AfD  diesen Prozess der Anhebung von Gebärfreudigkeit ausgestalten will. Bekommen die über den Durchschnitt geborenen Jungs ein passendes Tweedjacket von Gauland, die Mädels einen Strampler, entworfen von der Herzogin von Oldenburg? Letztere sollte überhaupt erst einmal anfangen Nachwuchs zu zeugen.

Gehen Experten davon aus, dass das Land Brandenburg, ohne Zuwanderung, keine Bestandsgröße mehr darstellt bekommt die Stammespartei der Deutschen kalte Füße. Die Erhöhung der Geburtenzahl „arischer“ Kinder gab es in Deutschland schon einmal. Der Lebensborn e.V., ein von der SS getragener, staatlicher Verein hatte sich genau das zum Ziel gesetzt. Grundlage war die nationalsozialistische Rassenhygiene.
War es damals die Rettung der „nordischen Rasse“, wegen angeblicher Geburtendefizite und der drohende Untergang des Deutschtums, so unterliegt der Antrag der AfD-Fraktion des Landes Brandenburg genau dem Duktus nationalsozialistischer Rassenideologie. Die Beantwortung der Frage, was mit Geburten passiert, die nicht „deutsch“ sind, verkneift man sich vorerst. Nur deutsche Familien sind erbbiologisch und rassisch wertvoll.

Bibi-TV

„Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ Screenshot: bb
Selten ist so falsch von einer wahren Sache gesprochen worden wie in der ARD-Dokumentation über Antisemitismus. Bisher ging es in der Debatte um Zensur im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, schlechte Kommunikation und den Einsatz der BILD-Zeitung für Wahrheit und Aufklärung. Die Sache selbst wurde bislang kaum beachtet: der Film und seine Schwächen.

Ein Kommentar von Stefan Buchen | Qantara.de

Der Antisemitismus ist ein altes Phänomen, deutlich älter als der Begriff, der es bezeichnet. Die gleichen stereotypen Darstellungen vom „Juden“ kehren an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten wieder. Die Mehrheitsgesellschaft schiebt den Juden gern die Schuld zu an allen möglichen Unliebsamkeiten, von vergifteten Brunnen bis zu überhöhten Preisen. Die Juden sind der klassische politisch und sozial verwundbare „Andere“, der sich zum Sündenbock eignet. Heute ist die antisemitische, also judenfeindliche Geisteshaltung weltweit anzutreffen.

Begründet wird der Antisemitismus mal religiös, mal ästhetisch, mal rassisch, mal anders. Wichtig ist zu beachten, dass er sich je nach historischem Kontext in unterschiedlich starken Nuancen artikuliert und folglich unterschiedliche Grade der Wirkmächtigkeit entfaltet. Nie waren die Folgen des Antisemitismus furchtbarer als unter der kurzen Herrschaft des Dritten Reiches. Sie waren so furchtbar, dass es schwerfällt, die Judenpolitik Hitler-Deutschlands mit anderen historischen Äußerungen des Antisemitismus zu vergleichen.

Genau das tun aber die Autoren der Fernsehdokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“. Sie ziehen eine direkte Linie von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu Julius Streicher, Hitlers Gauleiter in Franken und Verleger des nationalsozialistischen Hetzblattes „Der Stürmer“ (Streicher wurde bei den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt und gehenkt).

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„Wir befinden uns mitten in der islamischen Inquisitions­zeit“

Foto: Imad KarimDer libanesische Regissuer Imad Karim
Der deutsch-libanesische Regisseur Imad Karim gilt als einer der umstrittensten Islam-Kritiker. Im Interview spricht er über das Versagen der arabischen Gesellschaft, über den politischen Islam, und warum er gegen Einwanderung ist.

Von Stefan Kaltenbrunner | kurier.at

KURIER: Es gibt im Internet ein Video, das den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Nasser zeigt, der vor Parteikollegen eine Rede hält, in der er launig erzählt, dass der Chef der Muslimbrüder tatsächlich von ihm verlangt hätte, dass Frauen dazu verpflichtet werden ein Kopftuch zu tragen. Alle Beteiligten im Saal fanden das sehr lustig.

Karim: Ich kenne das Video, das war Ende der Fünfzigerjahre. Ein Kopftuchzwang war damals völlig illusorisch.

Heute gibt es kaum mehr ein islamisches Land, in dem Frauen kein Kopftuch mehr tragen, was hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der arabischen Welt verändert?

Man hat bis in die Achtzigerjahre in vielen arabischen Ländern geglaubt, dass man mit demokratischen und säkularen Mitteln die Gesellschaft verändern könnte. Aber diese Kräfte haben völlig versagt.

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„Religion lenkt davon ab, die richtigen Dinge zu tun“

Als Kind wollte Martin Wagner Bischof werden. Jetzt ist er hessischer Landessprecher eines Konfessionslosenverbundes. Warum er Religionen für gefährlich hält und gut mit der Erkenntnis leben kann, „ein unbedeutendes Sandkörnchen in der Weltgeschichte“ zu sein, erzählt er im Interview.

hessenschau.de

Über ein Drittel der deutschen Bevölkerung gilt als konfessionslos. Einer von ihnen ist der Frankfurter Martin Wagner. Der 64-Jährige ist Landessprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Hessen. Für ihn ist die organisierte Religion mitverantwortlich für religiöse Gewalt und Intoleranz. Wagner arbeitet als Berater und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe.

hessenschau.de: Herr Wagner, Sie waren früher Mitglied in der katholischen Kirche. Warum lehnen Sie Religion inzwischen ab?

Martin Wagner: Als Kind habe ich immer als Berufswunsch Bischof angegeben und bin auch bis zum Einschreiben in das Theologie-Studium gekommen. Dann habe ich mich in verschiedenen Etappen wegbewegt. Das begann mit politischen Gründen wie dem Aufstand der Jugend in den 68er-Jahren und ging bis hin zur Philosophie. Ich bin dann zum Marxisten geworden und zu einem ziemlich engagierten Atheisten.

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Aiman Mazyek: Dodo des Monats Mai 2017

Dodo des Monats Mai 2017 ©HFR

Der Ramadan ist unwichtig und nur für die Menschen von Bedeutung, die meinen, dass im „heißen Monat“, die erste Auflage des Korans vom Himmel Gottes herab gesandt wurde. Medienberater und Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek sieht Parallelen zum Weihnachtsfest. Der Wunsch, eine Brücke zum überbordenden Weihnachtsfest der Christenheit zu bauen ist verständlich, es ist der Versuch Ungläubige mit dem Gefühl der religiösen Solidarität zu kapern. Das hat was von religiösen Korpsgeist, wir alten Kämpfer Gottes, zumindest des Gottes Abrahams. Die Pfaffen nicken wohlgefällig und denken du armes Schwein, an unsere Geldtöpfe kommst du noch lange nicht.
Das Weihnachtsfest der Christenheit ist ein Sauf-und Fressgelage, Konsum über alles und wenn der Coca-Cola-Weihnachtsmann durchs Dorf fährt war es ein schönes. Verkitscht rieselt der Schnee auf deutsche Tannen, Glöckchen erklingen und die Tochter Zion macht auf das Tor weit. Nach erfolgreicher Besamung Marias durch Gott, bringt sie den Bengel eben in jener Weihnachtsnacht zur Welt. Gott gelingt das schier Unmögliche er wird Sohn und ist Vater zugleich. Wer den Christengott einen tricky dick nennt liegt nicht soweit daneben.
In Abhängigkeit von der Größe der Geldkatze der Eltern werden alle beschenkt. Das Weihnachtsfest in deutschen Stuben hat sich schon lange von seinen religiösen Inhalten verabschiedet, ob das Fest schön war wird im KaDeWe oder bei der Tafel um die Ecke entschieden. Die klingelnden Glöckchen sind denen der Kassen verdammt ähnlich.

Jetzt kommt der Gegensatz, Hunger von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Nach dem Gesetz wird Fasten als Enthaltung von bestimmten Tätigkeiten definiert: Verzehr von irdischen Substanzen und Speisen sowie Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit. Hört sich nicht nur Scheiße an, ist es auch. Mit diesem Wissen ist es leichter Muslime zu verstehen, die über den Fastentag intelligenz-und leistungsgemindert bis zum Sonnenuntergang kommen müssen. Dann ist Fastenbrechen angesagt, damit niemand mit Hungerödemen und halluzinierend göttliche Erscheinungen bekommt.

Mazyek kann sich gar nicht wünschen, dass der Fastenmonat die Bedeutung christlicher Feste erlangt. Jüngst wurden in Tunesien junge Männer zu Haftstrafen verurteilt, weil sie im Ramadan gegessen, getrunken und geraucht hatten. Es ist einfach unvorstellbar in der S-Bahn zu sitzen und die Gerüche der Imbissbuden und Schnellküchen nicht vernehmen zu können. Aber Mazyek schwebt genau das vor. Ramadan als gesetzlicher Feiertagsmonat, kollektives Zwangshungern, staatlich sanktioniert. In der Dunkelheit der Nacht wird aufgeholt was am Tage versäumt wurde. Bigott, der Glaube, die Rituale und Gott, ob nun Allah, Jesus, Shiva oder Thor, Kontrolle ist alles.
Wer sich am nicht-fasten-wollen stört hat Pech. Es gibt keine verbindlichen Gesetze im Lande die das untersagen. Der hungernde, verständnisvolle Muslim geht den Ungläubigen aus dem Weg. Wer Rücksicht auf sein Fasten fordert will kontrollieren, genau das ist freiwillig Hungernden zu versagen.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Immer dann, wenn die Wunder Gottes am größten waren, war es die Dummheit der Menschen auch.

 

Berliner Greise

Bild: Berliner Kreis

Die besonders konservative CDU-Sekte Berliner Kreis in der Union e. V. hat in einer Erklärung Kritik an der Klimapolitik der Bundesregierung geübt. Konkret kritisierte Koordinator Philip Lengsfeld eine Ideologisierung der Wissenschaft, die den Klimawandel dem Treibhauseffekt zuschreibe.

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Anders als etwa US-Präsident Trump, der den Ausstieg aus dem Pariser Abkommen ohne einen Wissenschaftler in seinem Team beschloss, leugnet der Berliner Kreis den Klimawandel nicht, einen solchen habe es jedoch schon immer gegeben. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei marktwirtschaftlich ineffizient, man fordere stattdessen einen europäischen Weg mit europäischen Zielen und damit den Abschied von deutschen Sonderzielen. Stattdessen solle man die Chancen des Klimawandels sehen, etwa eine eisfreie Nordpassage, neue Fischfangmöglichkeiten und Rohstoffabbau.

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Wahl Dodo des Monats Mai 2017

Dodo des Monats Mai 2017 ©HFR

Der evangelische Kirchentag im Monat hatte seine Schatten voraus geworfen. Gebündelte politische Religiotie bis hoch zur Kanzlerin war täglich zu lesen. Drohnen-König Obama, der mit seinen außergerichtlichen Exekutionen Rekorde brach, half ihr beim Wahlkampf. Bedford-Strohm und Käßmann lieferten den religiösen Mob dazu. Besoffen im Luther-Kult äußerte sich fast die gesamte Bundesregierung zum Judenhasser, Sexisten und Obrigkeitsapostel Luther. Egal, der fette Pfaffe hat sich durchaus ins Gedächtnis der Massen gebrannt. Die Diktatoren der jüngsten Vergangenheit hätten Tränen der Rührung in den Augen, vor soviel Kult.
Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07.06. 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt.

Viel Spaß!

  1.  Michael Diener, „Bibel-Fundamentalismus jenseits der Menschenwürde.“
  2.  Uni Siegen, „wer beten will sollte in seinen Tempel gehen und keine Uni damit belästigen.“
  3. Ahmed Mohammad al-Tayyeb, „verwirrte Sinne um Terror und Islam.“
  4.  Christian Schmidt, „Kirchen in der Politik verstecken die eigene Inkompetenz.“
  5.  Aiman Mazyek, „Ramadan ist wie Weihnachten, nur ohne Sättigungsgefühl.“
  6.  Claudia Janssen, „professoraler Unsinn zum Thema Menschenrechte.“
  7.  Angela Merkel, “ Beten in der Shopping-Mall.“
  8.  Heinrich Bedford-Strohm, „weiß nicht was Glaube für Berge versetzen kann.“
  9.  Uwe Junge, „der Vernichtungskrieg der Wehrmacht hat nichts mit Nationalsozialismus zu tun.“
  10.  Sigmar Gabriel, „sucht Frieden in heiligen Büchern.“
  11.  Markus Dröge, „je weniger Jesus-Fans ihm folgen, um so lauter wird er.“
  12.  Rainer Podeswa, „hat schmutzige Träume mit Hexen.“
  13.  Hedwig von Beverfoerde, „Bildungsresitenz im niederen Adel.
  14.  Michael Müller, „wird mutig, wenn er einen Kirchentag feiern kann.“
  15.  Gerhard L. Müller, „hat keine Ahnung von Religionsfreiheit.“
  16. Thomas de Maizière, „der religiöse Kitt hält die Gläubigen schön ruhig.“

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Die Renaissance des evangelischen Nationalismus

Riesengarde unter Friedrich Wilhelm I. Über den Bäumen ist der Glockenturm der Garnisonskirche zu Potsdam sichtbar.
Bild: Richard Knötel, Preussens Heer in Wort und Bild. Glogau Verlag

Am 01. Januar 1722 wurde die Hof-und Garnisonskirche zu Potsdam durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen eingeweiht. Am folgenden Tag gründete er die dazugehörige Pfarrei(Parochie). Während die Hofgemeinde zur reformierten Kirche gehörte war die Militärgemeinde lutherisch. Durch die Vereinigung beider Konfessionen und der Zivil-und Militärgemeinde entstand eine Simultankirche. Die Zivilgemeinde bestand ursprünglich aus den reformierten Mitgliedern des Königshauses, der bisherigen Schlossgemeinde, also sehr zivil.
Potsdam selbst war zu diesem Zeitpunkt Garnisonsstadt. Die Elite-Regimenter des Heeres waren hier stationiert, die Garde, also jene Einheiten die dem König direkt unterstanden bzw. der Monarch ein spezielle Beziehung pflegte. Alles andere war Linie.
Alle Militärgottesdienste fanden nun in der Garnisonskirche statt. Von 1746 bis 1861 war das Amt des Feldpropstes mit dem des Potsdamer Garnisonspredigers verbunden. Der Feldpropst war oberster Militärgeistlicher, dem sämtliche Feldprediger und Militärpfarrer unterstellt waren. In preußischer Tradition ist der heutige hauptamtliche Militärbischof Rink in dieser Position.
Die Garnisonskirche Potsdam war eine Keimzelle der opportunistischen Feigheit und des staatsideologischen Missbrauchs der evangelischen Kirche in Deutschland.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Kirche zum Walhalla des preußischen Absolutismus. Eine Kanonenkugel mit preußischem Adler krönte den Abschluß des Kirchenturms. Zeughaus für gottgefälligen Militarismus. Die Kriege die Preußen focht sind bekannt, später die ganz großen Kriege die zum Kaiserreich und seiner Abschaffung führten. Die Garnisonskirche, das Grabmal der Weimarer Republik.

Die Kanonenkugel könnte man heute durch eine abgereicherte Kernwaffe ersetzen. Die Anbetung erinnert dann an den Film „Planet der Affen.“

Warum spricht niemand über die in dieser Kirche abgehaltenen Kriegspredigten? Sie waren Mittel zur Teilnahme der evangelischen Kirche an jeden stattfindenden Krieg. Während Könige und Kaiser militärisch mobil machten sorgten die Pfarrer für die „geistliche“ Mobilmachung der Massen. Warum sprechen die Hubers, Dröges, Stolpes und Schwaetzers nicht über die antisemitischen Predigten des Hofpredigers Johannes Vogel, die Fahnenweihen des Kyffhäuserbundes, die Heldengedenkgottesdienste im Zweiten Weltkrieg? Geschichtsrevisionismus zum Preis eines Turms, den man errichten will, wohl wissend dass man einen Grabstein der Demokratie, der Menschenrechte und des Friedens baut. Die Garnisonskirche in Potsdam war ein deutliches Zeichen der Kooperation von Thron und Kirche. Der Thron wurde durch die Politik ersetzt, die aus den gleichen Motiven heraus wilhelmische Prachtbauten restaurieren lässt.
Bedford-Strohm der sich wohlgefällig mit den „Mächtigen“ dieser Zeit ablichten lässt bietet die Militärseelsorger der Bundeswehr als Mediationsgehilfen gegen rechtsextreme Netzwerke an. Ihm ist klar, dass die Militärseelsorger Angestellte des Staates sind, in der Bundeswehr, vom Staat bezahlt werden, bis hin zum Militärbischof Rink, für den man erst eine hauptamtliche Planstelle schaffen musste, mit anderen Worten, seine Bezahlung war abzusichern. Wenn es das Problem des Rechtsextremismus in der Bundeswehr gibt, sind die Militärseelsorger Teil dieses Problems und völlig ungeeignet den Knoten der Tradition, seiner Pflege zu zerschlagen. Bedford-Strohms Hilfestellung ist keine, erstens unterstehen ihm die Militärseelsorger nicht und zweitens hängt er selbst unkritisch in Schlingen seiner Kirche.

Die privilegierte Zivilgemeinde will diese Kirche auch, den Geldgebern  gereicht es zur Ehre den Tempel des Militarismus, Rassismus zu ermöglichen. Der Adel des Königshauses wurde lediglich durch den Geldadel ersetzt.

Wen Markus Dröge gegen den Nationalismus wettert sollte er bei sich anfangen. Der Bau der Garnisonskirche zu Potsdam, die Errichtung des Turmes ist nichts anderes als die Rekonstruktion, die Wiedergeburt des Nationalismus.

Der „Tag von Potsdam“ war kein Ausrutscher. Er war die logische Konsequenz einer Kirche die in ihrer Gründung zu finden ist. Ludendorff stellte bereits 1919 klar, in eben dieser Kirche, wohin die Reise gehen soll.

Am 21. März 1933 predigte der Generalsuperintendent der Kurmark Otto Dibelius in der Garnisonskirche. Göring meinte dazu:“Das war die beste Predigt, die ich in meinem Leben gehört habe!“ Dibelius selbst notierte:

„Als das letzte Wort gesprochen ist, tritt Hitler von dem Pult zurück. Der Reichspräsident tut einen Schritt nach vorn und streckt ihm die Hand entgegen. Hitler ergreift sie und beugt sich tief, wie zum Kuss, über die Hand des greisen Feldmarschalls. Es ist eine Huldigung in Dank und Liebe, die jeden ergriffen hat, der sie mit ansah.“

Mit einem freudigen „Ja“ war die Kirche an diesem unsäglichen Meilenstein deutscher Geschichte beteiligt, mit allem, was noch folgen sollte. „Ja“ zu den Konzentrationslagern, ja zu Terror, Diktatur, zu Mord, Totschlag, Holocaust und Weltkrieg.

Im Kirchenschiff und auf den Emporen sind ausschließlich Braunhemden zu sehen: Fast 3000 Parteigenossen haben sich am 19. August 1933 in der Potsdamer Garnisonkirche versammelt, um der Fahnenweihe der NSDAP beizuwohnen. Das traditionsreiche Gebäude – es ist bis auf den letzten Platz besetzt – verleiht der Veranstaltung einen geschichtsträchtigen Rahmen. Oben, an den Pfeilern des Kirchenschiffes, hängen die Fahnen der alten kaiserlichen Armee. Unten, im Altarraum, stehen die Fahnenträger der NSDAP mit ihren Hakenkreuzflaggen.

Zum Auftakt erklingt das Lied Ich hab mich ergeben, das Nationalisten aller Richtungen schon im 19. Jahrhundert sangen. Es folgt das in der SA beliebte Thüringische Schulgebet  des Nazi-Dichters Arno Kühn. Dann spricht Pfarrer Curt Koblanck. Mit markigen Worten erinnert er daran, wie treu die Gemeinde zu den Fahnen der preußischen Armee gehalten habe. Die gleiche Treue verdiene nun der »Führer«. Hart hallen die Worte Koblancks durch die Kirche: »Wer leben will, der kämpfe, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht!« Zum Schluss deklamiert er: »Niemals hat ein Volk sich seinen Raum erworben ohne Kampf. Das ist das alte Gesetz, das durch die ganze Weltgeschichte hindurchgeht: Kampf!«

Die Veranstaltung ist, wie viele weitere NS-Versammlungen in der Garnisonkirche, gut dokumentiert, allen voran der »Tag von Potsdam« am 21. März 1933, als Adolf Hitler und Paul von Hindenburg das Bündnis zwischen den nationalsozialistischen und den deutschnationalen Kräften besiegelten. Wer in die Akten schaut, wird auch darüber hinaus reichlich fündig. Doch nicht jeder will hinsehen.Der Geist von Potsdam. Christen brauchen keine Garnisonskirche

Reuelos schreibt Dibelius in seinen Memoiren 1961: Auch wenn Hitler »das nicht war, was wir uns gewünscht hätten – er war zum mindesten ein energischer Mann, der mit den Kommunisten wohl fertig werden konnte«

Und alle, die sich heute so vehement für den Bau des Kriegstempels einsetzen, Markus Dröge, Wolfgang Huber, Irmgard Schwaetzer und Manfred Stolpe, die bekannten und unbekannten Geldgeber befinden sich in dieser Tradition. Nicht verwunderlich wäre, wenn bei der Einweihung des Turmes ein Musikkorps der Bundeswehr die Preußen-Märsche zünftig aufspielen würde.
Wer meint diesen Turm in der Mitte der Gesellschaft platzieren zu können irrt, Symbolkirche war sie immer, eine Begegnungsstätte für den Frieden verbietet schon der Name, wer meint, eine Garnison sei friedlich umzudeuten, glaubt auch dass man für die Jungfräulichkeit vögeln kann.

Wer eine Friedenskirche will baut eine Friedenskirche, wer eine Versöhnungsstätte will baut eben diese. Wer eine Garnisonskirche will baut sie aus den o.g. Gründen.

Kara Cahil

Aydan Özoğuz. Bild: RDF
Über Aydan Özoğuz und die deutsche Kultur

Von Giordano Brunello | Richard-Dawkins-Foundation

Die deutsche Sprache ist eine wunderbare Sprache, reich an Ausdrücken, die manchmal so perfekt sind, um gewisse Dinge zu umschreiben, dass andere Sprachen Begriffe aus ihr eins zu eins übernommen haben. Der französische Ausdruck le leitmotiv ist ein solches Beispiel, oder le kitsch, oder le glockenspiel. Das Französisch steht aber nicht alleine da, wenn es darum geht, der deutschen Sprache Wörter zu entnehmen. Auch das Englische hat sich mehrfach aus dem deutschen Sprachschatz bedient. So gibt es im Englischen Begriffe wie the bildungsroman, the doppelganger, the rucksack oder the wunderkind.

Die türkische Sprache ist gewiss nicht so reich an Ausdrücken wie die deutsche. Nichtsdestotrotz konnte sie die deutsche Sprache beispielsweise mit den Begriffen Kiosk (köşk für Villa oder Pavillion) oder Joghurt (yoğurt) bereichern, die aus dem Türkischen stammen. Es gebe noch weitere Wörter im Türkischen, welche Aufnahme in andere Sprachen – unter anderem auch ins Deutsche – finden könnten, weil sie Dinge beschreiben, für die es in anderen Sprachen keine befriedigende Übersetzung gibt, so wie der deutsche Begriff Leitmotiv, den ich oben erwähnt habe. Yakamoz ist ein solches Beispiel. Yakamoz beschreibt das Leuchten im Meer, das insbesondere in Mondnächten entsteht, wenn sich Fische im Wasser bewegen, oder wenn sich die Ruder von Booten, die sich im Wasser befinden, bewegen. Gemäss Spiegel-Bericht sei yakamoz übrigens im Jahr 2007 zum schönsten Wort der Welt ernannt worden, wobei der Artikel den Begriff fälschlicherweise und damit etwas unglücklich mit „Widerspiegelung des Mondes im Wasser“ übersetzt. Phosphoreszenz wäre als Übersetzung sicherlich treffender, wobei yakamoz eben nicht jede Phosphoreszenz umschreibt, sondern nur jene in der vorerwähnten Konstellation.

Es gibt einen weiteren wunderbaren türkischen Ausdruck, der sich ähnlich wie yakamoz auch nicht so ohne weiteres ins Deutsche übersetzen lässt: Kara cahil. Mir ist es wichtig, dass die Leser kara cahil richtig aussprechen: Kara Dschaahill. Nur so gibt es wenn auch nur eine äußerst kleine Chance, dass der Ausdruck wenigstens in der deutschen Umgangssprache Gebrauch findet, insbesondere wenn von Aydan Özoğuz die Rede ist. Und jetzt alle zusammen: Kara cahil! Und nochmals: Kara cahil!

Genau diese beiden Wörter sprach ich ganz spontan und laut aus, als ich gestern die nachfolgenden zwei Sätze der Integrationsbeauftragten des Bundes Aydan Özoğuz in einem von ihr verfassten Artikel im Tagesspiegel las:

„Kein Wunder, denn eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar. Schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unsere Geschichte geprägt.“

Da ich meistens in deutscher Sprache denke, erst recht, wenn ich Deutsch spreche oder einen deutschen Text lese, war ich selbst ein wenig überrascht, als ich ausgerechnet auf Türkisch spontan und laut (keine Angst, liebe Leser, ich war in meinem Wohnzimmer) „Kara cahil!“ rief. „Kara cahil Aydan Özoğuz!“ sprach ich weiter. Dann sagte ich noch einige weitere Dinge auf Türkisch, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

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Julian Assange fordert bedingungslose Transparenz – aber nur von anderen

Julian Assange steht am Freitag auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London. (Foto: dpa)
Der Erfinder von Wikileaks stellt die Geheimnisse von Staaten ins Netz. Sich selbst und seine Motive aber hält er lieber versteckt. Damit schadet er der guten Sache, für die er eigentlich kämpft.

Kommentar von Nicolas Richter | Süddeutsche.de

Julian Assange ist keine Lichtgestalt, er ist eher ein Beleuchter. Er steht mit einem Theaterscheinwerfer auf dunkler Bühne, leuchtet die Ecken aus; das Publikum staunt über Peinliches und Ungeheuerliches. Assange selbst aber steht im Dunkeln: Das Licht geht von ihm aus, es fällt nicht auf ihn.

Vor einem Jahrzehnt hat er die Enthüllungsplattform Wikileaks erfunden, als moderne Waffe gegen Machtversessenheit und -missbrauch. Er selbst aber blieb oft unsichtbar, vor allem in den vergangenen Jahren: Die schwedische Justiz suchte ihn per Haftbefehl, um ihn zu Vergewaltigungsvorwürfen zu befragen; Assange aber entzog sich, indem er sich in der Londoner Botschaft Ecuadors Asyl gewähren ließ. Nun hat die Staatsanwaltschaft in Schweden die Ermittlungen vorerst eingestellt. Weder aber ist Assange frei, noch weiß die Öffentlichkeit besser als vorher, was sie von ihm zu halten hat.

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„Alien: Covenant“: Der Lockruf der Schöpfung

foto: twentieth century fox Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen: In Ridley Scotts Sequel „Alien: Covenant“ stürzen sich Natur und Technik aufeinander.
Regisseur Ridley Scott fügt der von ihm entwickelten „Alien“-Saga einen fulminanten Baustein hinzu. Das Sequel zu „Prometheus“ knüpft an die alten Tugenden der Serie an

Von Michael Pekler | derStandard.at

„There’s only death here now, and I’m leaving it behind.“ So die Warnung der einzigen Überlebenden in Prometheus an die Menschheit, damit zukünftig niemand mehr auf diesem Planeten landen dürfe. Doch nach ihrem langem Überlebenskampf ließ die junge Frau nicht nur den Tod zurück, wie Regisseur Ridley Scott erst mit der letzten Einstellung das Geheimnis preisgab – auch neues Leben war im Begriff zu entstehen. Es war das erste in diesem Film sichtbare Alien.

Es war zugleich eine Wiedergeburt. Als Prometheus vor fünf Jahren in die Kinos kam, waren Erwartungshaltung und Enttäuschung groß. Letztere aber nur bei jenen, die sich von diesem Prequel zu der 1979 von Scott selbst entwickelten, populären Alien-Saga ein weiteres Monsterspektakel im Weltraum erhofften – eine Aufgabe, die dieser Film aber nicht zu erfüllen gedachte und die stattdessen erst vor wenigen Wochen der Sciencefiction-Horror Life routiniert erledigte.

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Naidoo und Gerüchte über das System

Screenshot aus einem YouTube-Video
Xavier Naidoo ist kein „Systemkritiker“. Wer das Unverzeihliche an seinen Texten verteidigt, läuft Gefahr, zur Marionette seiner Medienstrategie zu werden

Von Marcus Hammerschmitt | TELEPOLIS

Mit einer geschickten Provokation hat der Troubadour von Mannheim wieder einmal eine Empörungswelle in den Medien losgetreten. Das uhrwerkartig ablaufende Spiel führt zu glänzenden Chartplatzierungen und klingelnden Kassen; außerdem schließt es selbstverständlich ein, dass manche sich schützend vor die hehren Ideale des Künstlers werfen und die schnöde Kritik der Medienmeute abwehren wollen. Für Telepolis hat diese Rolle jüngst Marcus Klöckner übernommen, indem er mit viel rhetorischem Aufwand Naidoo zu einem Opfer stilisiert hat (siehe Medienhetze gegen Systemkritik).

Dem muss widersprochen werden.

„Medienhetze“, „Rudeljournalismus“, „mediales Standgericht“ – das sind einige der Beschreibungen, die Marcus Klöckner für die Pressereaktionen auf Xavier Naidoos jüngste Produkte übrig hat. Es sei einmal dahingestellt, ob es in diesem Fall eine irgendwie geartete Formierung „des“ Journalismus gegeben hat; viel wahrscheinlicher ist, dass Medienakteure, wie so oft, zu einem auflagerelevanten Remmidemmi einfach voneinander abgeschrieben haben, weil das – wie damals in der Schule – halt einfach ökonomischer ist.

Für den Moment sei nur festgehalten, dass Marcus Klöckner aus meiner Sicht in seinem Artikel haarscharf an der Unterstellung vorbeischrammt, hinter den Kulissen säßen einige, die auf Knopfdruck die Puppen tanzen lassen, um Naidoo zu schaden – Rudel ohne Anführer und Standgerichte ohne militärische Befehlskette sind nunmal recht selten. Das wäre dann an sich schon sehr naidoonistisch gewesen.

Klöckner bezeichnet Naidoo als einen Künstler. Das ist sein gutes Recht, obwohl man angesichts der textlichen Qualität des Liedes, um das es hier geht an dieser Aussage zweifeln kann. Ganz sicher irrt sich Klöckner meiner Auffassung nach aber mit der Behauptung, Naidoo sei ein „Systemkritiker“.

Wenn das kapitalistische System, also das Verhältnis zwischen den Besitzern von Kapital und Produktionsmitteln auf der einen und den Lohnabhängigen auf der anderen Seite je das Thema von Xavier Naidoos Schaffen war, dann hat er es bisher gut verborgen.

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Katrin Göring-Eckardt: Dodo des Monats April 2017

Dodo des Monats April 2017 ©HFR

KGE macht Marmelade, Erdbeeren und Rhabarber gemischt, letzterer verschwindet, ist also nicht mehr sichtbar, so wie der von ihr geliebte Gott. Kochen und etwas Farbe lassen den Göttlichen im Dampf unsichtbar werden. Dumme Erläuterungen für ein Kind. Indoktrination nennt man das wohl.
Mit KGE begibt man sich in die Niederungen spiritueller Rauschzustände die wir eigentlich nur von Frau Käßmann kennen. Beiden gemeinsam, die Liebe zu Martin Luther, dem Helden freiheitlichen Denkens. Und schon sind wir beim Lug und Trug mit dem das geschichtliche Abbild Luthers geschmiert wird. Aus einem Brief, mit den Thesen, an seinen Bischof, wird der Thesenanschlag, aus dem Mönch ein judenhassender Theologe, ein Frauenverächter gewürzt mit blanken Sexismus, was Pseudo-Feministinnen wie KGE nicht davon abhält ihren kruden Thesen von Luther und den Frauen im Kitsch einer Tschibo-Werbung anzupreisen.

„Darum hat die Maid ihr Punzlein, daß es dem Mann ein Heilmittel bringe.“ zitiert nach: „Luther heute: Ein trefflich Wort“, Verlag Neues Leben, S. 33

Wenn Gott wie Rhabarber ist spielen solche frauenfeindlichen Sprüche natürlich keine Rolle. Kritik darf nicht formuliert werden, sie und ihre Luther-Paladine von der Hauptabteilung Kirche im Bundeskanzleramt  sofort in Abwehrhysterie verfallen. Die von Luther geforderte Freiheit des Glaubens wird ganz dreist sozial transformiert und religiös okkupiert.

„Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen.“ zitiert nach Arnulf Zitelmann, 1997, „Widerrufen kann ich nicht. Die Lebensgeschichte des Marthin Luther“, Beltz&Gelberg, S. 111

Der göttliche Rhabarber bedarf der Pflege, er kann verunkrauten und von Parasiten befallen werden. Im alten China nutzte man die Pflanze als sanftes Abführmittel. Gott garantiert seiner geschöpften Kreatur die Darmentleerung. Unstrittig ist, das diese durchaus göttlichen Charakters sein kann. Die Erleichterung ist menschlich spürbar, dank KGE göttlich. Luther lästerte seinerzeit über Äußerungen des Papstes „er habe gepforzet.“ Unbekannt ist ob der Papst dies mittels Rhabarber erreichte.

Dank Luther wissen wir auch dass Frauen unter einem Mangel an Verstand leiden

der Weiber Regiment von Anfang der Welt nie nichts Guts ausgerichtet hat, wie man pflegt zu sagen: Weiber Regiment nimmt selten ein gut End! Da Gott Adam zum Herrn über alle Kreaturen gesetzt hatte, da stund es Alles noch wohl und recht, und Alles ward auf das Beste regieret; aber da das Weib kam und wollte die Hand auch mit im Sode haben und klug sein, da fiel es Alles dahin und ward eine wüste Unordnung. … Wenn Weiber beredt sind, ist das an ihnen nicht zu loben, es paßt besser zu ihnen, daß sie stammeln und gut reden können. Das ziert sie viel besser.“ zitiert nach Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 45f

Luther forderte darüber hinaus die Todesstrafe für Ehebruch, ist die Frau zickig und verweigert den ehelichen Beischlaf, so kann sich der Herr der Schöpfung eines anderen Weybes bedienen.

Wo nun eyns sich sperret und nicht wil, da nympt und raubet es seynen leyb, den es geben hatt dem andern, das ist den eygentlich widder die ehe unnd die die ehe zuryssen. Darumb muß die weltliche ubirkeyt das weyb zwingen oder umb bringen. Wo sie das nicht thutt, muß der man dencken, seyn weyb sey yhm genomen von raubern und umb bracht und nach eyner andern trachten.“ zitiert in Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 56

Soviel zur Freiheit der Christenfrau ala Martin Luther. Vielleicht sind ja in den süß-sauren Lutherbonbons, die man gut marktwirtschaftlich zum Kirchentag unter die Jecken werfen will, durchaus mit göttlichen Rhabarber gefüllt. In diesem Falle sollte die Stadt Berlin noch ein paar zusätzliche Dixie-Klos anmieten.

In dem Sinne, jederzeit eine gute Verrichtung, dank göttlichen Rhabarbers. Die Zeit sollte KGE für eine Lutherlektüre nutzen.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

 

„Keine Muslima muss Herrn de Maizière die Hand geben“

Jürgen Habermas (Archivbild). FOTO: Endermann Andreas
Jürgen Habermas hält eine deutsche Leitkultur für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Der Vorschlag des Innenministers irritiert ihn. Ein Gastbeitrag.

Von Jürgen Habermas | RP ONLINE

Der juristisch gebildete Innenminister erstaunt mich. Eine liberale Auslegung des Grundgesetzes ist mit der Propagierung einer deutschen Leitkultur unvereinbar. Eine liberale Verfassung verlangt nämlich die Differenzierung der im Lande tradierten Mehrheitskultur von einer allen Bürgern gleichermaßen zugänglichen und zugemuteten politischen Kultur. Deren Kern ist die Verfassung selbst. Erforderlichenfalls können Minderheiten sogar kulturelle Rechte einklagen, die ihnen erlauben, die Integrität ihrer Lebensform im Rahmen der gemeinsamen politischen Kultur zu wahren. Keine Muslima darf dazu genötigt werden, beispielsweise Herrn de Mazière die Hand zu geben.

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Wahl Dodo des Monats April 2017

Dodo des Monats April 2017 ©HFR

Bestimmend im Monat April, Tod und Auferstehung der Spukgestalt namens Jesus. Des menschgewordenen Gottes, der einst sein Ebenbild aus Staub formte um dann später, bei seiner Selbsterzeigung eine Jungfrau benötigte. Also, er hat diese Frau befruchtet, dazu benötigte er einen engelhaften Besamer, um dann selbst völlig ungöttlich geboren zu werden. Jahre später lässt er sich vom weltlichen Pöbel umbringen, als Sohn eines Gottes der er selbst ist, unter Mitnahme aller Sünden und dem Müll seines Leibes verschwindet er wieder gen Himmel und stellt sein Bodenpersonal sündenfrei.

Die Todesstunde wird gefeiert, still unter Zwang, es ist die karfreitägliche Geisterstunde, von 24:00 auf 15:00 vor verlegt. Diesem Stuss muss sich weltlich alles unterordnen. Die Apologeten gehören ausgelacht und in ihren Tempeln für die Dauer der Todesfeier eingeschlossen. Krudes Zeug im Monat gab es reichlich. seht selbst.

Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2017 18:00 Uhr befristet. Viel Spaß!

  1.  Willi Steul, „katholischer Erklärer des Korans.“
  2.  Alexander Van der Bellen, „demnächst mit Kopftuch?“
  3.  Monika Grütters, „Steuergelder für fragwürdige Party.“
  4.  Papst Franz, „liebt Blutzeugen, also tote Katholiken.“
  5.  Stefan Theo Reichel, „Widerstand gegen staatliche Maßnahmen.
  6.  Christina Aus der Au, „Mit Obama Kirchentagswahlkampf für Merkel.“
  7.  Gottfried Locher, „Zwangsmission in Berlin.“
  8.  Margot Käßmann, „Luther-hörige Theologin.“
  9.  Markus Dröge, „Bigottes zum völkischen Denken.“
  10.  Heinrich Bedford-Strohm, „karfreitäglicher Geisterbeschwörer.“
  11.  Bernd Althusmann, „fordert Respekt für seinen Geist.“
  12.  Gregor Gysi, „Welt ohne kirchliche -Moralinstanzen unvorstellbar.“
  13.  Uwe Köster, „Polizeiseelsorger sieht Fußball zu Ostern als Gefahr.“
  14.  Reinhard Marx, „Skrupelloser Erzapostel in Sachen Geld, Steuern, Soziales.“
  15.  Ralf Meister, „mag Kontrolle für anders Denkende.“
  16.  Rauf Ceylan, „Staatsknete für Moschee-Imame.“
  17.  Katrin Göring-Eckardt, „Gott ist wie ein Abführmittel.“

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De Maizière legt 10-Punkte-Katalog für deutsche Leitkultur vor

„Wer sich seiner Leitkultur sicher ist, ist stark“, schreibt der Innenminister. (Foto: dpa)
  • Bundesinnenminister de Maizière hat in der Bild am Sonntag zehn Punkte für eine deutsche Leitkultur aufgestellt.
  • De Maizière sieht seinen Gastbeitrag in der Boulevard-Zeitung als Einladung zur Dikussion.
  • Kritik am Begriff Leitkultur weist er zurück.

Süddeutsche.de

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat einen zehn Punkte umfassenden Katalog zur Skizzierung einer deutschen Leitkultur vorgelegt. „Ich will mit diesen Thesen zu einer Diskussion einladen“ schrieb der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag, den das Blatt vorab veröffentlichte. Es gehe dabei um eine Richtschnur für das Zusammenleben in Deutschland. „Wer sich seiner Leitkultur sicher ist, ist stark.“ Es gebe über Sprache, Verfassung und Achtung der Grundrechte hinaus Dinge, die uns im Innersten zusammenhielten, uns ausmachten und uns von anderen unterschieden.

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Ein Ausflug in die Sprachwelt der Islamverteidiger

Islam-Apologeten-Deutsch oder „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“

Von Giordano Brunello | Richard-Dawkins-Foundation

Insbesondere nach islamistisch motivierten Terroranschlägen werden in Fernsehsendungen oder Zeitungsinterviews Musliminnen und Muslime immer wieder mit dem Gewaltpotenzial des Islam konfrontiert. Häufig werden dabei vom Moderator respektive vom Interviewer Gewaltpassagen aus dem Koran zitiert und der muslimische Studiogast respektive Interviewpartner haben dann zum Ganzen Stellung zu nehmen. Ich persönlich habe Mühe mit solchen Konfrontationen, weil sie für mich Ausdruck einer Art von Sippenhaft darstellen. Aus meiner Sicht besteht nämlich kein besonderer Grund dafür, weshalb ein Muslim aufgrund solcher Taten persönlich herausgefordert werden und sich erklären müsste. Wenn ein muslimischer Studiogast sich über eine solche Frage angegriffen fühlt, bin ich auch auf seiner Seite, insbesondere dann, wenn er sich dahingehend äußert, dass solche Taten mit dem individuellen Islam, den er, seine Familie, seine Bekannten und Freunde praktizieren, nichts zu tun hätten. Wenn ein Muslim Gewalt ablehnt und dies auch im Zusammenhang mit dem Islam, den er offenbar anders erlebt, ist dies meines Erachtens völlig zulässig. Es wäre absurd und vor allem extrem kontraproduktiv von ihm zu erwarten, dass er aufgrund der Gewaltpassagen im Koran ebenfalls gewalttätig sein sollte, insbesondere wenn er es offenbar nicht ist.

Leider ist es jedoch so, dass die allermeisten Muslime, die in Interviews oder Talkshows mit solchen Fragen konfrontiert werden, nicht sich selbst respektive ihre individuelle Sicht des Islam verteidigen, sondern vielmehr den Islam selbst, den sie dann als den „wahren Islam“ bezeichnen und dabei Positionen einnehmen, die nicht haltbar sind. Genau in solchen Augenblicken verwandeln sich diese Muslime von bloßen Gläubigen zu Islamapologeten, d.h. zu Verteidigern des Islam, wobei sie immer wieder Dinge aussprechen, die sich in etwa wie folgt anhören:

„Sie verstehen das ganz falsch! Zum einen kann man den Koran nur auf Arabisch wirklich verstehen! Zum anderen reißen Sie den Koran völlig aus dem Zusammenhang! Im wahren Islam ist so etwas verboten! Im Koran heißt es nämlich „Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Menschheit“. Der Islam ist eine Religion des Friedens!“

Damit keine Missverständnisse aufkommen, möchte ich mich an dieser Stelle wiederholen: Ich habe soeben nicht etwa ein real existierendes Zitat einer bestimmten Person wiedergegeben, wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass genau diese Worte exakt in dieser Reihenfolge auch schon ausgesprochen wurden. Möglich ist dies durchaus. Das Zitat ist nämlich eine willkürliche Collage von Sätzen aus dem Vokabular der Islamapologeten, die ich schon unzählige Male gehört habe. Mich würde es jedenfalls erstaunen, wenn die Leser noch nie solche Sätze vernommen hätten. Im Nachfolgenden werde ich diese – so wie ich annehme – allseits bekannten apologetischen Floskeln Stück für Stück auseinandernehmen und kritisch interpretieren, wobei ich annehme, dass vieles, was der Leser dabei erfahren wird, ihm bisher in dieser Form unbekannt sein wird.

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Veganer glauben, moralisch überlegen zu sein. Sind sie das auch?

Fleisch, unverpackt: der Schlachthof in Oensingen. (Bild: Simon Tanner / NZZ)
Es gibt viele gute Gründe, kein Fleisch zu essen. Veganer glauben sie zu kennen und erklären sie zu moralischen Prinzipien. Schaut man genauer hin, entdeckt man lediglich Widersprüche und Paradoxien in ihrer Haltung.

Von Damiano Cantone | Neue Zürcher Zeitung

Im Jahre 1924 hörte der vierzehnjährige Donald Watson von einem Augenblick auf den anderen damit auf, Fleisch zu verzehren. Angeekelt von der Gewalt, die Tieren in jener Fabrik angetan wurde, in der er aufgewachsen war, machte er aus seinem Entschluss seinen Lebenssinn. So wurde Watson zu einem Aktivisten für die Tierrechte und prägte 1944 den Begriff «vegan» (indem er die ersten und die letzten Buchstaben von «vegetarian» zusammenzog). Damit beschrieb er einen Lebensstil, der konsequent jede Form der Ausbeutung von Tieren ablehnt.

Die Veganer übertrumpfen in der Tat die Vegetarier in der Konsequenz ihrer Haltung. Sie verzichten auf jedes Nahrungsmittel tierischen Ursprungs (also auch auf Milch, Honig und Eier) und ebenso auf jede andere Nutzniessung von Tieren. Der Veganismus hat eine stetige Verbreitung in unseren Gesellschaften erlebt, in den letzten zehn Jahren besonders akzentuiert. Die Regale der Supermärkte füllen sich mit veganen Produkten, vegane Restaurants spriessen wie Pilze aus dem Boden, und längst wird darüber diskutiert, ob Mensen zwingend ein veganes Menu anbieten müssen.

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