Archiv der Kategorie: Meinungsbeitrag

DRadio: Angst essen Journalismus auf

Bild: svz.de

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Mit einem herrlich unreflektierten Beitrag beglückte Deutschlandradio Kultur seine Hörer Ende Februar: Über etwas, das es nicht gibt. Weitere Gefahren, die nicht existieren. Von Einem, der sie trotzdem findet. Mit einem Gerät, das knattert. Es geht um so genannten Elektrosmog, die „Unsichtbare Belastung“, wie der Beitrag Angst machend titelt. Als kleinen aargks-Beitragsservice gibt’s hier ein paar Recherchetipps und wie man mit W-Fragen auch Radio machen könnte.


Von aargks|pro Logik

Bei mir läuft entweder Deutschlandfunk oder Deutschlandradio Kultur. Daheim, im Auto und im Büro, wenn ich alleine bin. Zwei saugute Sender. Das vorab, ganz ohne Ironie, und damit auch ausreichend gelobhudelt.

Am 27. Februar funkte Deutschlandradio Kultur den Beitrag „Elektro-Smog, die unsichtbare Belastung“, den jeder Redakteur seinem Praktikanten rechts und links um die Ohren gehauen hätte. Hat er aber nicht, war auch kein Praktikant, sondern eine Absolventin der Deutschen Journalistenschule, und so bzw. dennoch nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Ein Geschwurbel ohnegleichen, schon im zweiten Satz, Zitat: „Rund 17 Prozent der Bevölkerung gelten als elektrosensibel.”

Kleiner Grundkurs Recherche aus der ersten Woche Journalistenschule: Die W-Fragen.

Was ist Elektrosensibilität? Antwort: Gibt’s sehr wahrscheinlich nicht.

Woher kommen denn die behaupteten 17 Prozent? Antwort: Keine seriöse Quelle gefunden, eine 2006 vom Bundesumweltministerium vorgenommene Umfrage geht von 6 Prozent aus. Nota bene, dabei ging’s nicht darum, ob Elektrosensibilität existiert oder nicht, Zitat: “Ausgangspunkt ist vielmehr die subjektive Perspektive, unabhängig  von der Frage, ob EMF-Gefahren oder Elektrosensibilität nachweisbar sind oder nicht. Die Studie hat nicht die Aufgabe, Argumente zu Elektrosensibilität und/oder EMF-Gefahren als wahr oder falsch zu bewerten oder in diesen Debatten Position zu beziehen.”

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Dodo des Monats Februar 2015: Beatrix von Storch

Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015


beatrix_storchDer Landadel hat gewonnen. Frau Beatrix von Storch, Frontfrau der Alternative für Deutschland(AfD), rechts von der CDU/CSU stehend, nach Franz Josef Strauß war dort die Wand, pflegt die geborene Herzogin von Oldenburg ihre konservative, reaktionäre Weltsicht.
Liest man sich durch den Blätterwald der Medien, die Dame betreffend, fällt auf, dass die Journaille meistens Superlative und höchste Steigerungsformen benutzt, um das Wirken der Störchin zu attributieren.

Ihr Neoliberalismus ist signifikant und passt zu Luckes Calvinismus. Beide gut christlich, sie evangelikal, Lucke halt Calvinist. Mussten sich die Chicago-Boys Milton Friedman’s noch Mühe geben, Militärputsche organisieren um ganze Völker Südafrikas zu enteigenen, die Aufmüpfigen gleich zu ermorden, den Rest in Konzentrationslager zu sperren, haben es Storch und Co. einfacher. Man bedient sich funktionierender Demokratie, nutzt diese zum Zwecke des Abschaffens. Hatten wir schon mal in deutschen Gefilden.
Den Christen oftmals anhängende Arroganz, dem Rest der Menschheit die einzig gültige und schlußendliche Wahrheit zu verkünden, die auch für Nichtchristen und Ungläubige gilt bringt der Landadel in folgender Form:
von Storch:

Ich bin schon seit einigen Jahren bei dem Marsch für das Leben dabei und trete für den Lebensschutz ein. Als überzeugter Christ ist es mir ein Bedürfnis, mich gerade auch für die Schwächsten unserer Gesellschaft einzusetzen. Für diejenigen, die noch keine Stimme, aber genau so wie wir ein Recht auf Leben haben. 100.000 Abtreibungen im Jahr! Man könnte verrückt werden bei dem Gedanken, wie viele tolle, einzigartige Menschen nie das Licht der Welt erblicken durften.

Arrogante Ewiggestrigkeit, Frauen wird nicht nur die Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper abgesprochen, man drückt auf die Tränendrüse. Die Sentenz mit dem “verrückt werden” lasse ich jetzt unbeantwortet, es könnte zu weit führen. Mediziner, Soziologen, Politiker, Gewerkschafter, Parteien haben für dieses Recht der Frauen, abtreiben zu können, Jahrhunderte gekämpft. Und damit ist klar, wohin die Reise mit der Herzogin geht.
Calvinist Lucke möchte eh die Frauen zu Hause sehen, Kinder kriegen, Essen kochen und ehrenamtlich für die Kirche tätig sein. Alles andere reguliert der Markt, Staat nur für den Gebrauch von Macht, sollte es den Dummen und Entmündigten in den Sinn kommen anders leben zu wollen.
Weiter im Kontext:

von Storch:

Ich bin gegen Abtreibung, gegen Pränataldiagnostik und auch gegen Sterbehilfe.

Gut christlich, fortschrittsfeindlich und asozial, solche Sätze nach 250 Jahren Aufklärung, wissenschaftlichen und technischen Fortschritt formulieren zu können. Einhergehend mit der intellektuellen Unfähigkeit gesellschaftliche Veränderungen in ihrer Sozialisierung zu erkennen. Die klassische Familie ist kein Monopol mehr, verschiedene Formen menschlichen Zusammenlebens haben sich herausgebildet, diese Vielfalt gilt es zu fördern und vor allem zu erhalten.  Es ist aber diese Vielfalt, die Familien-konservatives Denken ad absurdum führt. Die Störchin wünscht sich alten Zeiten zurück, den Familienvater der den Unterhalt nach Hause bringt, die Frau, die sich um die Blagen kümmern muss und um die gute Laune des Hausherrschers. Und so setzt sich das, nach Vorstellung der Herzogin, bis nach Oben fort. Vielleicht nicht eben ein schnauzbärtiger Krüppel, für den es sich dann lohnt auf dem Felde der Ehre zu sterben, weil die Märkte nicht mehr mitgespielt haben und man ab und an einen kleinen Krieg braucht.

Storch und Co. sind der Untergang menschlicher Zivilisation, wie wir sie kennen. Homeschooling, etwas Kreationismus für den dummen Pöbel, die Frau als Gebärmaschine, vielleicht eines Tages für diese Leistungen mit dem Mutterkreuz zu verunzieren. Sind ungezügelter Markt, autoritäre Pfaffen, christliche Moral, Bigotterie und Despotismus.
Und trotzdem wird es Idioten geben, die so etwas wählen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Wahl Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015

Der Monat Januar war reichlich versorgt mit jeder Menge Blödsinn.
Seit Monaten zieht die Thematik Sterbehilfe durch die Medien, Islamismus, Terror und enorme Mengen christlicher Arroganz, verbunden mit dem Anspruch für Alle und Jeden zu reden. Viel Stuss aus Rom, dort wo die römische Spukgestalt schaltet und waltet, Abreibungen sind der Grund für die Wirtschaftskrise, würdevolles Schlagen von Kindern, die Burka aus Fleisch und aus der evangelikalen Ecke kamen die Bibeldeutungen des einzigen und wahren Christen, Olaf Latzel. Nebenbei bemerkt, aus solchen Leuten hatte sich vor Jahren mal die SA rekrutiert.
  1. Gabriele Heinisch-Hosek(SPÖ), tritt für gendergerechte Steinigungen ein. Darf man die an ihr ausprobieren?
  2. Fred Breinersdorfer, fordert die Kirchen zu mehr Subversion auf um an noch mehr öffentliche Gelder zu kommen.
  3. Deutsche Forschungsgemeinschaft, gibt öffentliche Gelder für unwissenschaftliche Protestantismus-Forschung aus.
  4. Thomas de Maizièr, dem der christliche Glaube ein Schatz ist. Erinnert an Gollum.
  5. Olaf Scholz, suhlt sich gern im evangelikalen, rechtkonservativen Christenkreisen.
  6. Stephan Weil, findet das Niedersachsen-Konkordat ganz toll. Andere Ideen hat er nicht.
  7. Frank Ochmann, journalistische Meisterleistung für das Kirchenasyl.
  8. ComECE, zölibatere Altmännerriege gibt sich Gebärmutter-Mitspracherecht.
  9. Manfred Lütz, will Christentum Atheisten-gerecht erläutert haben.
  10. Frauke Petry, paranoide Vorstellungen über Medien-Manipulation.
  11. Deutschlandradio, mit öffentlichen Geldern zur Koranschule.
  12. Hans-Josef Becker, will die Menschen christlich zu Tode quälen.
  13. Norbert Trelle, will unbedingt am Kirchenasyl festhalten.
  14. Rainer Maria Woelki, gegen Fußball-WM zum Advent.
  15. Beatrix von Storch, weniger Staat, mehr Familie, neoliberales Mantra.
  16. Reinhard Marx verteidigt Kirchenasyl.
  17. Bernd Lucke, Bildungspläne sind ihm ein Gräuel.
  18. Heinz Josef Algermissen, generelles Verbot von Sterbehilfe. Pfäffische Arroganz pur.
  19. Angela Merkel, fährt zum römischen Orakel und bezahlt es.
  20. Jens Spahn, verdummbibelter Christdemokrat.
  21. Deutsche Welle, Glaubensangebote im Äther.
  22. Andreas Kern, polit.-christliche Agitprop.
  23. John Lennox, dilettiert über Atheismus.
  24. Matthias Matussek, dauerbeleidigter Verwandlungskünstler

Die Wahl ist bis zum 07. März 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag, hier auf dem Blog, gewürdigt.

Viel Spaß.

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Dodo des Monats Januar 2015: Festkomitee Kölner Karneval

Dodo des Monats Januar 2015

Dodo des Monats Januar 2015


FestkomiteeDem französischen Satiremagazin Charlie Hebdo muss man eines zugutehalten, die Konsequenz in Sachen Religionskritik. Niemand wurde vergessen und niemand verschont. Solche Satire ist ehrlich und wird von den Lesern auch anerkannt. Der Terroranschlag auf die Redaktion, die Opfer;  ließen viele spontan Solidarität bekunden.
Das Festkomitee des Kölner Karnevals ließ es sich nicht nehmen, aus solidarischen Beweggründen heraus einen Charlie Hebdo-Persiflage-Wagen, für den Rosenmontags-Zug, zu organisieren. Entwürfe für den Wagen wurden erstellt und man ließ im Internet abstimmen. Ganz großes Kino.

(Foto: Festkomitee Kölner Karneval)

(Foto: Festkomitee Kölner Karneval)

Keine Mohammed Darstellung, eigentlich nichts, was den Islam satirisch “herabwürdigen” würde. Ein Terrorist, dem die Knarre mittels Zeichenstift aufgespleißt wird.
Nach dem großen Kino, der fragwürdige Rückzug. Vielleicht störten den Kölner Katholizismus die durchaus heftigen Karikaturen, die römische Spukgestalt und seine Kirche betreffend. Wir wissen es nicht und wir werden es wohl auch nicht erfahren.

In der Stellungnahme des Festkomitee-Präsidenten Markus Ritterbach liest sich das wie folgt:

„Als Festkomitee des Kölner Karnevals tragen wir und vor allem ich persönlich die Verantwortung, die Geschicke des Kölner Karnevals und damit auch die grundsätzlichen Entscheidungen zum Kölner Rosenmontagszug umzusetzen. Mit der Entscheidung, den „Charlie-Hebdo-Wagen“ zurückzuziehen, haben wir es uns wirklich nicht leicht gemacht.
Ganz sicher ist in der Vorbereitung des Persiflagewagens zur Meinungsfreiheit von uns nicht alles richtig gemacht worden. Doch die Situation ist sehr komplex. Vielleicht hätten wir auf die absolut öffentliche und transparente Abstimmung des Motivs verzichten sollen. Doch anders als in anderen Regionen legen wir Wert auf die Anregung der Diskussion, die unsere Persiflage-Entwürfe in der Öffentlichkeit auslösen. Diesen Bogen haben wir in der Öffentlichkeit vielleicht überspannt.

Unsere geradlinige Haltung zur Meinungsfreiheit hat sich nicht geändert. Sie ist die Basis der Narrenfreiheit des Karnevalisten. Doch Meinungsfreiheit bedeutet auch, dass sich eine Meinung oder eine Haltung ändern kann, wenn sich Rahmenbedingungen ändern.

Gut katholischer Euphemismus pur. So reden sich Pfaffen aus der Affaire. Die Meinungsfreiheit wird betont, wie dumm muss man sein, solches auch noch zu äußern, und abgeschafft.
Düsseldorfer Alt soll Mundfäule verursachen, Kölsch scheint das Gehirn zu reduzieren, auf alle Fälle aber den Charakter. Es ist einfacher Bunga-Bunga Titten-bandend durch die Straßen zu ziehen als konkret für ein Genre, nämlich die Satire, einzutreten. Statt aller Welt zu zeigen, wir lassen unsere Rechte nicht einschränken, zieht man den karnevalistischen Schwanz ein und steckt tief im Arsch des Islamismus. Dort kann man nicht mehr leuchten, egal welche schönen Worte bemüht werden. Die Unehrlichkeit des Rosenmontagzugs in Köln wird für die Zukunft festgeschrieben und bewiesen, nämlich dann, wenn man sich über religiöse Themen, gut christlich natürlich, auslässt. Unter welchen Prämissen will denn das Festkomitee zukünftig religionskritisch in Erscheinung treten, ohne sich den Vorwurf der Bigotterie, des Arschkriechens und der Charakterlosigkeit auszusetzen?

Nach Aussagen der Polizei gab es keine Hinweise auf eine mögliche Gefährdung. Einzelheiten wollte man nicht bekanntgeben, verständlich. Die Polizei war bereit den Wagen mit getarnten Spezialkräften zu begleiten.

Vorauseilender Gehorsam, grund-und vor allem planlos.

Bild: Heiko Sakurai

Bild: Heiko Sakurai

Zum Abschluss ein kräftiges Kölle Allah, herzlichen Glückwunsch zum Dodo, und die Narrenkappen von anhaftender Scheiße befreien, macht sich besser.

Wahl Dodo des Monats Januar 2015

Dodo des Monats Januar 2015

Dodo des Monats Januar 2015

Das neue Jahr ist mit einer Fülle von obskuren, religiotischen und ewiggestrigen Verlautbarungen gestartet. Der Terroranschlag auf die Redaktion des französischen Satire-Magazins “Charlie Hebdo”, die Pegida-Demonstrationen, die Auspeitschung von Raif Badawi in Saudi-Arabien, verbunden mit dem Abgang des königlichen Monsters Abdullah.

In diesem Spektrum sammelten sich die statements. Es ging um Satire, Meinungsfreiheit, um die Glaubwürdigkeit der Medien und um verletzte religiöse Gefühle.

Hier sind die Kandidaten:

  1. Pastor Olaf Latzel, “findet das urbi et orbi des Pappas als ganz großen Mist.”
  2. Daniel Krause, “ist die Massentierhaltung emotional näher als der Holocaust.”
  3. Gebhard Fürst, “die religiösen Gefühle anderer sind zu achten.”
  4. Festkomitee Kölner Karneval, “zieht “Charlie Hebdo” Karnevalwagen zurück.
  5. ORF, “Geisterstunde am Karfreitag ist rechtens.”
  6. Margot Käßmann, “suhlt sich im Narzissmus.”
  7. Bundessregierung, “im einseitigen Kampf gegen Genitalverstümmelung.”
  8. Christian Hillgruber, “will Paragrafen 166 verschärfen.”
  9. Andreas Laun, “bekannte Nazivergleiche, diesmal sind es Homosexuelle.”
  10. Markus Dröge, “sieht seinen Glauben verzerrt.”
  11. Julia Klöckner, “verharmlost den Hitlergruß.”
  12. Angela Merkel, “findet bei einem Monster Klugheit und Weitsicht.”
  13. Leeor Engländer, “fürchtet sich vor extremen Atheisten.”
  14. Heidi Mund, “PEGIDA und fundamentales Christentum.”
  15. Rüdiger Wulf, “Gefängnisse in Kirchenhand.”
  16. Werner Patzelt, “kennt seinen Forschungsgegenstand nicht.”
  17. Andrea Nahles, “fordert religiöse Agit-Prop-Stunden.”
  18. CDU-Fraktion Berliner Landtag, “gegen Welthumanistentag für Berliner Schüler.”
  19. Urusla von der Leyen, “Militärseelsorge ist fordernde Aufgabe.”
  20. Aldi-Süd, “Moschee-Seife und Gehorsam.”
  21. Bündnis90/DieGrünen, “keine Trennung von Staat und Kirche.”
  22. Micha Brumlik, “will weitere Vergottung des Unterrichts.”
  23. Papst Franz, “hat Probleme mit der Meinungsfreiheit.”

Die Wahl ist bis zum 07. Februar, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt.

Viel Spaß!

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Die katholische Dümmlichkeit eines Dodos

weihbischof-andreas-launAndreas Laun, Hilfsbischof in Salzburg, steht wegen eines NS-Vergleichs in der Kritik.

Laut einem Bericht der Online-Ausgabe des deutschen Schwulen-Magazins “Männer” vom Dienstag soll er  im vergangenen November bei einem Vortrag im deutschen Trappisten-Kloster Mariawald (Nordrhein-Westfalen) das Tolerieren des Engagements Homosexueller gegen Homophobie mit dem Schweigen zu den Verbrechen der NS-Diktatur verglichen haben.

Der im Zölibat lebende Laun hat ein Lieblingsthema. Sex, Sexualität, Ehe, Familie, Kinder. Seine Kompetenz bezieht er aus der Bibel. Und für seine NS-Vergleiche ist er bekannt. Abtreibung ist Euthanasie, wohl wissend dass er sich hier der Diktion national-sozialistischer Ideologie bedient. Moralische Argumente gegen konkrete soziale, gesundheitlich Aspekte beim Thema Abtreibung. Ursächlich kamen solche Vergleiche vom katholischen Taliban Meisner, aus Köln. Meisner ist hinsichtlich reaktionärem Konservatismus ein anderes Kaliber und ein Vergleich mit dem dümmlich-naiven Laun verbietet sich von selbst.
Es ist usus in der katholischen Kirche Wertungen, Vergleiche mit dem Nationalsozialismus vorzunehmen. Das soll die Gegner gut-katholischer Denk-und Verhaltensweisen diskreditieren. Seine bigotte Katholiken-Moral kann er mit der Nazikeule erschlagen, da hat Laun gute Erfahrungen.

Im Internet, auf katholischen Plattformen wird seit Monaten eine Studienreise des Dodos nach Island beworben. Island ist für seine Pflege von mysthischen Gestalten bekannt, Riesen, Trolle, Elfen, Feen und Hexen. Man findet auf der Insel bestimmt einen Stein, Gletscher, Felsen oder einen Bach wo sich der Katholen-Troll Laun häuslich einrichten kann.

 

Blasphemie: Wenn Juristen die Islamisierung vorantreiben

Solange der öffentliche Frieden nicht gestört wird: Gläubige beim Freitagsgebet in der Khadija Moschee in Berlin-Pankow am bundesweiten Tag der offenen Moschee Foto: picture alliance / ZB

In einem Zeitungsbeitrag hat sich ein Bonner Rechtsprofessor dafür ausgesprochen, den Paragrafen 166 zu verschärfen. Gotteslästerung möge wieder härter bestraft werden. Im Sinne der Integration.


Von Henryk M. Broder|DIE WELT

Von wegen: Eine Islamisierung findet nicht statt. Und wie sie stattfindet. Nur eben nicht seitens des Zentralrates der Muslime oder auf Betreiben eines anderen Spitzenverbandes, sondern aus einer ganz anderen Ecke heraus.

Am Montag erschien in der “FAZ” ein ganzseitiger Artikel, geschrieben von Christian Hillgruber, Professor für öffentliches Recht an der Universität Bonn. Die Überschrift: “Ein Integrationshindernis ersten Ranges”.

Gemeint war nicht, wie man auf den ersten Blick annehmen konnte, die deutsche “Willkommenskultur” oder das fehlende Einwanderungsgesetz, nicht die Gettoisierung der Zuwanderer in Vierteln wie Neukölln, auch nicht das Satellitenfernsehen, das arabische und türkische Propaganda verbreitet, gemeint war – nota bene! – der Paragraf 166 des deutschen Strafgesetzbuches. Der sorge dafür, dass die “Diffamierung von Religion im Namen von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit in Deutschland praktisch keine Grenzen” mehr kenne. Denn “die Beschimpfung von Religion” störe “den öffentlichen Frieden”.

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Manfred Lütz: Dodo des Monats Dezember 2014

Dodo des Monats Dezember 2014

Dodo des Monats Dezember 2014


Manfred_LützIn Deutschland, wo fast alles geregelt wird, sollte man die Erkennungspflicht der religiösen Weltsicht für Ärzte einführen. So wie auf Lebensmittelverpackungen der Hinweis zu lesen ist, dass z.B. Nüsse enthalten sind, sollte auf dem Arztschild die religiöse Zugehörigkeit desselben erkennbar sein. Dem Patienten wird so eine Auswahlmöglichkeit gegeben zu entscheiden ob man einen kompetenten Mediziner aussucht oder einen religiösen Scharlatan.

Sterbehilfe in Deutschland. Ein Thema welches die Gemüter anheizt, weniger die Befindlichkeiten der Betroffenen, mehr die Ansichten von Politik, Theologen und anderen Bescheidwissern. Die ganz Schlimmen darunter holen die Nazi-Keule aus dem Sack und versuchen so, jedwede rationale Diskussion zu erschlagen. Manfred Lütz ist so ein gut-katholisches Exemplar, der den Euphemismus der Nazis in die Jetzt-Zeit überträgt. Euthanasie gleich Lizenz zum Töten. Genau das ist Euthanasie eben nicht. Der Begriff wurde von den Nazis verwendet um Massenmorde zu umschreiben, Euphemismus par exellance. Euthanasie im nazistischen Sprachgebrauch war die Umschreibung für das systematische Morden als Teil der nationalsozialistischen Rassenhygiene.

Im antiken Griechenland wurden zwei Arten des Todes unterschieden. Einem Tod, der temporär war, wie etwa der Schlaf, und einem vorzeitigen Tod, der den Menschen aus dem Leben reißt. Der Begriff der Euthanasie bezog sich auf den temporären Tod und tauchte erstmals beim griechischen Dichter Kratinos, der ihn um 500 – 420 v.u.Z. zur Bezeichnung eines „guten Todes“, in Abgrenzung zu einem schweren Sterben gebraucht, auf. Der Tod ohne lange vorhergehende Krankheit, der “gute Tod”. Um nichts anderes geht es.

Es geht nicht um systematisches Morden und es geht nicht um Rassenhygiene. Es geht um den mündigen Bürger. Es geht nicht um Jux und Dallerei, sondern um die schwerwiegende Entscheidung, bei schwerer Erkrankung, zu erkennen, dass das eigene Leben nicht mehr individueller Kontrolle gehorcht. Für areligiöse Menschen eine sehr schwere, wenn nicht die schwerste Entscheidung überhaupt, wissend, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, keine Reinkarnation, keine in den Orkus entschwindende Seele. Rational selbstbestimmt. Ich will nicht leiden, nicht an irgendwelchen Maschinen hängen, künstlich ernährt und entsorgt, sediert, ohne Bewusstsein dahin dämmernd, auf Gedeih und Verderb anderen ausgeliefert. Es gibt keine Institution auf dieser Welt, die die Entscheidung eines Menschen sterben zu wollen in Frage stellen kann. Der imaginäre Freund des Manfred Lütz ohnehin nicht. Lässt er doch genug Leid und Siechtum an seiner unperfekten Schöpfung zu.

Dann kommen diese religiösen Bescheidwisser, die dummschwätzend einer Mehrheit ihre Weltsicht aufs Auge drücken wollen, ob nun Lütz, Gröhe, Marx usw. All diese Vertreter eines imaginären Freundes, den sie Gott nennen versuchen nun den Menschen zu entmündigen. Die Lösung des Problems bieten sie an, Hospiz. Bis der Arsch kalt wird, wird am Kranken verdient. Diesem wird nun ein schlechtes Gewissen eingeredet und obwohl man sonst durchaus den materiellen Wert des Menschen beziffert, sagt man nun, es ginge nicht um die Finanzen. Dreiste Lüge.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, korrekt, auch der Wille in Würde sterben zu wollen, den Zeitpunkt zu bestimmen. Diese Würde können Lütz und Co niemanden nehmen und sie können auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen, gut so.

Dienst am Menschen, dass ist die Rolle der Ärzte, ihre weltanschaulichen Präferenzen interessieren eine Dreck, wenn diese mit dem Menschendienst nicht in Übereinstimmung gebracht werden kann sollten sie den Beruf wechseln. Für Manfred Lütz ließe dich doch bestimmt ein einträgliches Pöstchen in der katholischen Hierarchie finden, schließlich gibt es genug alte Männer im römischen Kreml.

Herzlichen Glückwunsch zum 2. Dodo.

Religionskritik: Es gärt in Deutschland

Bild: reuters Screenshot:brightsblog

Bild: reuters Screenshot:brightsblog

Die emotionalen Ausschläge der Bürgergesellschaft sind unkalkulierbar geworden. Während „Pegida“ in Dresden vor einer Islamisierung warnt, sollte in Potsdam der Auftritt der christlichen Sternsinger verhindert werden.


Von Alexander Kissler|Cicero

Ach, es ist eine seltsame Welt: In Dresden demonstrieren rund 18.000 Menschen abermals wider die „Islamisierung des Abendlandes“ und lassen sich von der vereinigten Deutungselite aus Amts- und Staatskirche beschimpfen. Kanzlerin Merkel gab die Wünschelrutengängerin und ortete „Hass in den Herzen“ der Pegidisten. Die diagnostische Kraft solcher Zeilen ist irgendwo zwischen Vorabendserie – „Ich seh‘ in dein Herz“ heißt es im Titelsong von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – und Dalai Lama angesiedelt: „Be happy!“. Nun, da auch das Tagesblatt für angewandten Populismus, die „Bild“-Zeitung, in den breiten Chor der Anti-Pegidisten einstimmt, müssen die Demonstrierer sich um weiteren Zulauf nicht sorgen. Selten hat eine lokal sehr begrenzte Bewegung derart rasch viel Aufmerksamkeit generiert. Die Panikattacken in den Redaktions- und Amtsstuben deuten auf ein tief sitzendes Problem.

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Dodo des Monats November 2014: Zweiter Senat des Bundesverfassungsgerichts

Dodo des Monats November 2014

Dodo des Monats November 2014

von links nach rechts: Prof. Dr. Huber |  Müller |  Prof. Dr. König |  Präsident Prof. Dr. Voßkuhle Dr. Maidowski |  Hermanns |  Dr. Kessal-Wulf |  Prof. Landau Bild: BVerfG©

von links nach rechts: Prof. Dr. Huber, Peter Müller ,Prof. Dr. König , Präsident Prof. Dr. Voßkuhle
Dr. Maidowski , Hermanns ,Dr. Kessal-Wulf ,Prof. Landau
Bild: BVerfG©


Der Chefarzt einer katholischen Klinik, geschieden, verfällt in die wahnwitzige Idee sich erneut zu verheiraten. Sein Arbeitgeber, die katholische Kirche, kündigt ihm. Nicht Gott, der Allmächtige, nein, das Weihrauch-schnüffelnde Bodenpersonal geriert sich wieder einmal als hartleibig. Ich erspare mir mich an den Bestimmungen des kirchlichen Selbstverwaltungs-und Bestimmungsrecht abzuarbeiten. Die juristischen Eckpfeiler sind bekannt. Kirchliches Arbeitsrecht ist Parallelrecht. Der scheinbar säkulare Staat räumt den Kirchen Befugnisse ein die zur Herausbildung einer Parallelgesellschaft geführt haben, ein Staat im Staate. Ähnliches finden wir bei der Mafia, den fernöstlichen Yakuza oder ganz allgemein bei der organisierten Kriminalität.

Im Chefarzt-Verfahren, alle vorherigen Instanzen haben dem Kläger recht gegeben, schleppt sich die katholische Kirche, in ihrer intriganten Art und Weise, zum Bundesverfassungsgericht. Die Kündigung erfolgt wegen “eines schweren Verstoßes gegen seine Loyalitätspflichten.” Die Wiederheirat. Die katholische Kirche will das ihr innewohnende weltanschauliche Monopol nicht preisgeben. Dafür ist zieht sie auch vor das Bundesverfassungsgericht. Der Zweite Senat selbigen Gerichts entscheidet zu Gunsten der Kirche. Alternativen sind nicht erkennbar. Die Grundrechte des Arztes werden in keiner Weise berücksichtigt. Im Gegenteil, sie werden ad absurdum geführt. Mit anderen Worten, das Verfassungsgericht der Bundesrepublik manifestiert was “katholisch” ist. Das bringen hinsichtlich rückständiger Sexualmoral noch nicht einmal die Pfaffen zustande. In Rom streiten hochqualifizierte Theologen, Bischöfe, Kardinäle eine Woche lang über den Umgang mit solchen “katholischen Menschen” ohne wesentliche Ergebnisse zu erlangen, das Bundesverfassungsgericht ficht das nicht an. Der Deutschen Bischofskonferenz wird  so das weitermachen wie bisher vermittelt. Kurz vor der Entscheidung des Gerichts waren einige Bischöfe zu Kompromissen, hinsichtlich des Arbeitsrechts, bereit, danach nicht mehr.

Es geht in keiner Weise um die fachliche Kompetenz des Chefarztes, sondern um Glauben, um die Lehre der katholischen Kirche. Um fragwürdige, nicht zeitgemäße moralische Vorstellungen, die im Loyalitätsgedanken gipfeln.
Der Gedanke, dass ein Arzt nicht wegen seiner Kompetenz in einem Krankenhaus seine Arbeit macht, sondern wegen seiner loyalen Einstellung zum kirchlichen Arbeitgeber muss Angst machen. Dem Patienten ist es völlig egal, ob der ihm behandelte Arzt nach katholischer Lehre lebt, geschieden ist, welche Sexualpraktiken er bevorzugt und vor allem welche weltanschauliche Sicht er hat, der Patient will geheilt werden. An der Kompetenz christlich-katholischer Ärzte darf gezweifelt werden. Die weltanschaulichen Monopole der Kirchen muss man ja nun nicht unbedingt aufsuchen. Ebenso darf an der weltanschaulichen Neutralität der Richter gezweifelt werden.

Das Verhältnis Staat Kirche stimmt nicht mehr. Im Falle des Kölner Chefarztes machen sich die Verfassungshüter zum Büttel der katholischen Kirche. Die Kirche gibt die Norm vor und die Richter springen. Individuelle Grundrechtsabwägungen werden dem Verlangen nach katholischer Deutungshoheit geopfert. Die Verrechtlichung religiöser Konflikte ist eine erbärmliche Methode kirchlicher Fragwürdigkeiten.

Die Macht der Kirchen, die solche Rechtssprechungen erzeugen macht Angst. Der Rechtsstaat bleibt außen vor, er dient lediglich der Zementierung von religiösem Unrecht.

In diesem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Dodo des Monats Oktober 2014: Erhat Toka

Dodo des Monats Oktober 2014

Dodo des Monats Oktober 2014


erhart_tokaDas deutsche Kabarett hat es schwer. Beschäftigen sich die Akteure der Branche mit Politik, USA, Armut, Menschenrechten, klopft sich das Publikum auf die Schenkel und hinterher ist es froh, demonstriert zu haben. Wehe, wenn das Kabarett Religion zum Ziel des Spottes macht. Der Kölner Jürgen Becker schimpfte den Katholiban von Köln, Meisner, einen Hassprediger und wurde mittels Einstweiliger Verfügung domestiziert. Georg Schramm hat sich gefrustet über die Wirkungslosigkeit seiner Bonmots auf seinen Demeter-Hof zurückgezogen und vergräbt dort mit Kuhscheiße gefüllte Kuhhörner um den Boden zu düngen. Wenn Merkel bei Pispers sitzt weiß sie, er spricht nicht von ihr, will sagen die politische Dickhäutigkeit lässt ernstzunehmende Kritik gar nicht durch.

Richtig beißende Satire in Richtung Gott, Rituale und Geistergeschichten kommen eigentlich nur von Carolin Kebekus und Dieter Nuhr. Letzteren nun einen Hassprediger zu nennen ist so dumm wie falsch und lässt einen erheblichen Mangel an Verständnis von Begrifflichkeiten erkennen. Nuhr et al sind die Protagonisten der verbalen, überspitzten und dramatisch überhöhten Realität, als solche sind sie Aufklärer, die die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Freiheit der Kunst, nichts anderes ist Kabarett, für sich in Anspruch nehmen. Diese Freiheiten wurden hart erkämpft und wir lassen sie uns nicht von jedem Trottel nehmen.
Wer ins Kabarett geht erwartet keine theologisch exakte Koran-Exegese und das gilt für alle Märchenbücher. Unterhaltung, Nachdenken, kritisches Auseinandersetzen ja, nicht mehr aber auch nicht weniger. Kabarettisten lästern und wenn er dem Allmächtigen(sic) zu heftig gelästert hat, so kann man die Bestrafung erwarten, ein Blitz und Nuhr ist Vergangenheit, sitzt in der tiefsten Hölle. Jeder würde diese Art der Bestrafung akzeptieren, wer Gott gelästert hat, soll von Gott bestraft werden, aber nicht von unbedeutenden endothermen Schleimbeuteln, die selbst in Pott voller Sünden sitzen.  Um Nuhr wegen gotteslästerlichen Reden zu bestrafen bedarf es keiner weltlichen Staatsanwaltschaft, die vielleicht auch noch christlich kontaminiert ist, wie erbärmlich. Und die Staatsanwaltschaft hat entschieden, keine Verhetzung und keine Herabwürdigung religiöser Handlungen.

Erhat Toka:

„Wenn sich jemand über den Islam lustig macht, habe ich nichts dagegen“[…]dass er unter dem Deckmantel der Satire eine „blöde, dumme Hetze“ gegen eine Minderheit betreibe.

Was für eine ungöttliche Memme. Statt sich inhaltlich mit Nuhr auseinanderzusetzen, auch den Arsch in der Hose zu haben, von Angesicht zu Angesicht, strittige Punkte zu diskutieren, vielleicht um Verständnis zu erlangen, benötigt das Kind des unfähigen Gottes weltliche Macht und jammert die Zeitungen voll. Sein Vorbild Erdogan zieht da aber ganz andere Seiten auf. Islamismus ist die Instrumentalisierung des Glaubens nach den Erfordernissen eines politischen Programms, das gilt für den Katholizismus, den Protestantismus usw., ebenso. Mit der Gründung der Muslim Demokratischen Union, durch Erhat Toka, wurde eine politische Einheit geschaffen, die sich eindeutig den Islam als Grundlage der Politik auf die Fahnen geschrieben hat. Insofern ist Toka ein Islamist, der seine Schwierigkeiten mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung hat. Auf politische Interventionen mittels islamistischer Programmatik verzichte ich sehr gern, die tägliche Verdauung des Christlichen ist völlig ausreichend.

Aus humanistischer Sicht kann man sagen, dass Länder, die die Todesstrafe praktizieren, nicht zivilisiert sind. Was sind dann Auspeitschen, Steinigen, Abhacken von Gliedmaßen? Praktiziert in vornehmlich islamisch geprägten Ländern, von der Meinungsfreiheit ganz zu schweigen. Es ist Barbarentum und ich rede hier nicht vom IS, sondern Pakistan, Saudi-Arabien, Indonesien, Golfstaaten und etlichen anderen mehr.

Die Hofnarren westlicher Freiheit haben ein Recht über alles zu lästern, dass mag unangenehm sein, aber niemand hat behauptet, dass das Leben nur aus Annehmlichkeiten besteht.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

„Baustelle Jugendmedienschutz“ und die Gottesknechte

missbrauch_katholZur 7. Jugendmedienschutztagung unter dem Thema „Baustelle Jugendmedienschutz“ laden die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sowie die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstag, den 27. November 2014, ein.

Angesichts der nicht aufgearbeiteten Missbrauchsfälle in der katholischen, wie in der evangelischen Kirche steht die Frage im Raum, was haben die Händefalter in unserer Medienpolitik zu suchen. Geradezu beängstigend die Vorstellung, dass eine Altmännerriege der katholischen Kirche sich als moralisches Standardmaß geriert, die Vertreter der evangelischen Kirche sind da nicht besser. Entsteht doch auch die Frage, wenn Vertreter christlicher Kinderfickersekten medial derartigen Einfluss ausüben dürfen, wo sind die Muslime und all die anderen Vertreter die sich in Gottes bunten Zoo so tummeln.

Für Jugendschutz, in den Medien, bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten braucht es keine religiotische Einflussnahme. Wir brauchen keine vertraglichen Regelungen die auf der Grundlage von moralischen Werten bestimmt werden, die ihren Ursprung in der Antike haben. Statt christliche Verblödung säkulare Moderne, die den Anforderungen an klassische und neue Medien entsprechen.

Quelle

Das Gebimmel von Kirchenglocken nervt!

Themenbild.

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Während christliche Lautsprecher wie Margot Käßmann Halloween als “Humbug” verteufeln, dürfen Kirchen trotz größtenteils atheistischer Bevölkerung weithin unhinterfragt die Städte vollbimmeln. Fair ist das nicht – auch aus anderen Gründen.

Von Tiemo RinkDER TAGESSPIEGEL

Vor ein paar Tagen ist mir Margot Käßmann im Traum erschienen und ich habe keine große Hoffnung, dass das nächstes Jahr kurz vor Halloween anders sein wird. Sie schwebte herab auf dem Dach eines VW Phaeton, war übel gelaunt und erklärte, was sie in ähnlicher Form bereits vergangenes Jahr erklärt hatte: Dass sie Halloween nicht leiden könne, das sei doch „Humbug“, „Blödsinn“ und als drittwichtigstes Fest der Süßwarenindustrie hinter Weihnachten und Ostern „Kommerz pur“.

„Lasst euch nicht verführen“, schrie sie noch und flog davon. Du liebe Güte, dachte ich.

Da scheint sich etwas festgesetzt zu haben. Tatsächlich: Es ist eine seltsame Sache mit den Religionen. Statt sich zu freuen, wenn am inzwischen wieder weidlich entchristianisierten „All Hallows’ Eve“ verstärkt Menschen zwecks Unheilvermeidung leuchtende Kürbisse vor die Tür stellen, reagieren ihre Wortführer neidisch.

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Wahl Dodo des Monats Oktober 2014

Dodo des Monats Oktober 2014

Dodo des Monats Oktober 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und mit den kürzer werdenden Tagen steigt die Anzahl religiöser Aktivitäten aller möglichen Konfessionen. Die Politik will dem nicht nachstehen. War es früher der Feudaladel, der die Untertanen den Verführeren der Kirchen zutrieb, sind es heute die Politiker, die weltfremd die schwindenden Einflusssphären religiöser Besitznahme hektisch übertönen. Hier sind die Kandidaten für den Monat Oktober:
  1. Hape Kerkeling, “Religiotie…
  2. Bernd Saur, “…mit philologischer Pornografie gegen den Bildungsplan.”
  3. Norbert Lammert, “lässt die “heute-Show” nicht im Bundestag drehen.”
  4. TU München, “UFO-Alarm im Hörsaal 200.”
  5. Erzbistum Hamburg, “katholischer Feudalismus plant Volksinitiative.”
  6. Peter Gauweiler, “Verkauf des säkularen Staates.”
  7. Reinhard Marx, “tagträumerisch über katholische Menschlichkeit.”
  8. Papst Franz, “päpstlicher Kreationisten-Müll.”
  9. Hannelore Kraft, “falscher Posten für die Gottesmagd.”
  10. Karl-Hinrich-Manzke,”verwechselt Grundgesetz mit Bibel.”
  11. König Abdullah-Zentrum Wien, “Islamistischer Extremismus im Kaffeehaus-Flair.”
  12. Winfried Kretschmann, “schwer leidend an ecclesiogener Neurose.”
  13. Wolfgang Thierse, “Der letzte Kreuzzügler der SPD.”
  14. Erhat Toka, “Humorloser Angehöriger von Allahs Bodenpersonal.”
  15. Margot Käßmann, “im Reformationswahn.”
  16. Thomas de Maizière, “besitzt Moscheen und hat zum Islam konvertierte Kinder.”
  17. Aydan Özoguz, “macht das Pimmelschnippeln bei kleinen Jungs politisch sakrosankt.
  18. Nikolaus Schneider, “braucht einen Freund, sollte sich einen Hund kaufen, nicht Gott.
  19. Tatjana Festerling, “zieht den Hut vor den Hools.”
  20. Frank-Walter Steinmeier, ” assistiert evangelischen Bischof in Asien, auf Staatskosten.”
  21. Ludwig Schick, “sinnfreies vom Erz-Apostel.”

 

Die Wahl ist bis zum 07. November, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wird am 08. November, hier auf dem Blog, gewürdigt werden. Mehrfachauswahl ist möglich.

Viel Spaß.

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Der Metzger Allahs in Wien

König Abdullah, Bild: BB

König Abdullah, Bild: BB

Bei Spiegel-Online lesen wir heute, dass in Saudi-Arabien fünf Anwälte zu hohen Haftstrafen verurteilt wurden. Ihr Vergehen, kritische Kommentare zur Situation im Land auf der Kurznachrichtenplattform Twitter. Sie können von Glück sagen, dass ihnen im saudi-arabischen Barbarentum nicht der Kopf von den Schultern gehauen wird.

Doch zum Thema. Das “König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog” (KAICIID), in Wien, wurde im Herbst 2012 eröffnet und wird größtenteils von Saudi-Arabien finanziert. Man könnte schallend lachen über soviel Idiotie in den Begrifflichkeiten, interreligiöser und interkultureller Dialog. Dialog beruht auf Austausch durchaus gegensätzlicher Meinungen und da wo notwendig den Versuch eines Kompromisses, wenn denn die Positionen zu konträr scheinen. Dialog kann man in Saudi-Arabien nicht, wer nicht der Auffassung des bigotten, extremistischen Herrschers und seiner Prediger ist wird massakriert, gefoltert, ausgepeitscht, weggesperrt oder eben exekutiert. Ende des Dialogs.
Es war der politische Wille Österreichs, dem Menschenrechtsverletzer Saudi-Arabien eine Plattform zu bieten und sich selbst als Alibi für diese Menschenrechtsverletzungen anzudienen.
Vollgestopft mit Petrol-Dollars, kaufte der absolutistische Monarch aus der Wüste das Wiener Palais Sturany, dort sollen also Dialoge stattfinden. Da die Immobilie exterritorialen Status besitzt wollen wir nicht hoffen, dass im Hof gleich eine Exekutionsstätte für Andersmeinende eingerichtet wurde, denen man als Gnadenbeweis nur die Zunge abschneidet.

Zur dummen Äußerung der ehemaligen Justizministerin Österreichs, Claudia Bandion-Ortner, dass nicht jeden Freitag in Saudi-Arabien eine Hinrichtung stattfinden würde, muss man nichts weiter sagen, unter Preisgabe rechtsstaatlicher, humanistischer Positionen ist sie als Vizegeneralsekretärin des Abdullah-Zentrums dem Herrscher tief ins Rektum gekrochen.

Dialog ist Rede und Gegenrede, vielleicht sollte sich das Wüsenzentrum in Wien umbenennen, in Zentrum für interkulturelle und interreligiöse Monologe.

Vergessen wir nicht, der alte wahhabitische Stammeshäuptling hat in diesem Jahr alle anders-und un-Gläubigen, einschließlich der Atheisten und Agnostiker zu Terroristen erklärt. Mit solchen Individuen, derartig vom Gotteswahn besessen, diskutiert man nicht.

Denken wir an Hamza Kashgari, Raif Badawi und Mohammad Salama, die für ihre Meinung gemaßregelt wurden, denken wir an all jene, die den unmenschlichen Rechtssystem eines senilen Herrschers zum Opfer fielen.

Wahl Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Der Monat September ist Geschichte und eine Füllen von obskuren, irrationalen, fundamentalistischen Aussagen, Meinungen, aus Politik und Religion, haben sich angesammelt. Die Kandidaten sind letztlich eine Auswahl aus dem ganzen Müll, der  im Laufe eines Monats produziert wird. Hier sind die Kandidaten:
  1. Reinhard Marx, “will Gesundheitspolitik mit dem Strafgesetzbuch regeln.”
  2. WDR, “manipuliert Ukraine-Konflikt mit altem Panzerbild.”
  3. Volker Kauder, “…christlich-völkisches Geburtsrecht.”
  4. Christine Lieberknecht, “mit Bibelversen gegen die AfD.”
  5. Yasmin Fahimi, “erklärt den Islam.”
  6. Karin Bertholdes-Sandrock, “warnt vor Homosexuellen an Schulen.”
  7. Jean-Claude Hollerich, “droht mit Kulturkampf in Luxemburg.”
  8. Malu Dreyer, “wünscht sich gemeinsames Abendmahl.”
  9. Günther Jauch, “gerät der Dschihad-Talk aus dem Ruder.”
  10. Papst Franz, “beschwört den Teufel.”
  11. Peter Frey, “Eklat im ZDF-Fernsehrat.”
  12. Deutsche Bischofskonferenz, “Aufklärung der Missbrauchsfälle kommt nicht voran.
  13. Aiman Mazyek, “Kopftuchurteil ist Rückschlag für Integration.”
  14. Wolfgang Thierse, “Kirche ist Anwalt der Ausgegrenzten.”
  15. Bundesarbeitsgericht, “Kirchliche Einrichtungen dürfen Kopftuch verbieten.”
  16. “Marsch für das Leben”, “Gott macht Müll.”
  17. Martin Walser, “im Gotteswahn.”
  18. Volkshochschule Mainz, “Esoterische Angebote im Programm.”
  19. Stadtrat Leipzig, ” 700 Millionen € Schulden, 1 Million für die Katholen.”

Die Wahl ist bis zum 07. Oktober 2014, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.10., hier auf dem Blog, gewürdigt. Viel Spaß!

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Das Schweigen der Lämmer

Bild: DW, bearb.:BB

Bild: DW, bearb.:BB

In der Süddeutschen Zeitung vom 11.09. gab es einen interessanten Beitrag von David Ranan mit dem Titel ´Das Schweigen der Diaspora`. Ranan schrieb: „Ist es also Sache des Zentralrats der Juden in Deutschland, Israels Politik, deren Handlungen und Feldzüge zu verteidigen? Oder sollte er nicht vielmehr deutlich machen, dass die Vertretung der deutschen Juden eben kein Ansprechpartner sein kann in Fragen, die Israel betreffen“?

Von Abi MelzerDER SEMIT

Selbst diese harmlose Bemerkung, die man nicht einmal als Kritik verstehen kann, rief Henryk M. Broder auf die Barrikaden. Man fragt sich verwundert, was ihn dazu bewegt hat, jemanden, den er offensichtlich nicht kennt, wegen seiner von Broders Ideologie abweichenden Meinung, so zu beleidigen. Er beeilte sich auch der “Achse des Guten”, das wie folgt zu kommentieren: “Wo findet die SZ nur immer wieder ihre nützlichen Idioten?” Er muss aber aufpassen, dass nicht er selbst zum nützlichen Idioten der israelischen Propaganda wird. Solche zynischen und hämischen Kommentare sind zwar sein Markenzeichen, es wird aber der Tag kommen, an dem sie wie ein Bumerang auf ihn zurückfallen werden. Ich warte darauf und hoffe es, dies noch zu erleben, dass die führenden deutschen Zeitungen und Zeitschriften nichts mehr von diesem zionistischen Zyniker und, nach eigenen Worten, “reaktionären” annehmen.

Ich bin jederzeit bereit, die Meinungsfreiheit meines Gegners zu verteidigen, aber einen anderen Journalisten als „nützlichen Idioten“ zu bezeichnen, hat mit Meinungsfreiheit nichts mehr zu tun. Es ist eine Herabwürdigung und Diffamierung Andersdenkender und wenn diesem Treiben per Gesetz keine Grenzen gesetzt werden, dann sollten wir es tun, und Broder ignorieren und isolieren und ihm vor allem keine Bühne für seine Giftpfeile mehr geben. Broder jedenfalls handelt seit Jahren nach seinem Motto: Warum sachlich, wenn es auch persönlich geht. Er zieht es vor, so oft es geht, persönlich zu antworten und die Kritiker israelischer Politik, die er immer auch als persönliche Feinde betrachtet, unter der Gürtellinie zu treffen. Broder, so verstehe ich seine Rolle, die er seit mehr als zehn Jahren in diesem Land spielt, ist die ebenfalls eines „nützlichen Idioten“. Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Cui bono?

Broder ist schon lange ein einzigartiges Phänomen in der deutschen Presselandschaft. Kein anderer Journalist kann und darf sich das leisten, was Broder sich leistet. Er genießt Narrenfreiheit.

Er hat nach seinem Schulabschluss 1966 versucht, Rechtswissenschaften, Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Erziehungswissenschaften, Statistik und Sozialpsychologie zu studieren, hat aber überall vorzeitig abgebrochen. Im Durchschnitt hat er also jedes Fach vier Monate studiert, inklusiv Semesterferien.

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Dodo des Monats August 2014: Michael Blume

Dodo des Monats August 2014

Dodo des Monats August 2014


michael-blume“Atheistische Populationen verebben”, so dumm wie falsch.
Es gab mal eine Zeit, um nicht zu sagen es war einmal, da waren Kinder Reichtum und die Ursachen sind damals wie heute sozial und wirtschaftlich begründet. Man möchte meinen das Michael Blume noch in dieser alten Zeit hängt, die heutige Realität als eine Art holistische Wellenfront abtut.

Unbenommen sein Glaube an den imaginären Freund, richtig auch die Tatsache, dass säkulare Gesellschaften momentan einen Prozess der Stagnation durchlaufen, während religiöser Mainstream, der auch den Fundamentalismus ermöglicht und bedingt, auf dem Vormarsch ist. Genau das macht dummes Geschwätz zu dem noch gefährlich.
Religionswissenschaftler Blume hat sich mit allen möglichen beschäftigt, von Engelkunde, Wirkung und Wissenschaft, über die Illuminaten, Baptisten, Quäker, Freimaurer, Rosenkreuzer und dem menschlichen Hunger nach Göttern. Sein Lieblingswort “Evolution.” Und Darwin ist sein Lieblingsfeind, die “Darwinisten”, welch ein Wort, sind diejenigen an denen er seinen göttlichen Unfug abarbeitet. In all seinen “Werken” lässt Blume etwas vermissen, die Distanz des Wissenschaftlers zum Objekt der Forschung, das kritische Hinterfragen der eigenen Position in der Sichtweite der Forschungsergebnisse. Statistiken, Studien, Analysen werden durch ihn regelrecht vergottet. Und so sind all seine “Sachbücher” religiös verbrämte, subjektiv eingefärbte persönliche Meinungen. Das Wort Wissenschaftstheorie möchte man gar nicht in den Mund nehmen.
Blume ist  Kreationist, das Wirken des imaginären Freundes, der himmlischen Spukgestalt, zieht sich wie ein roter Faden durch seine Argumentation, Gott in den Knochen, im Gehirn und in den Genen, bleibt die Frage ob Gott auch im Rectum steckt.

Die Feststellung, dass es “ohne Religion an Kindern fehlen” würde ist sozialdarwinistisch und passt zu ihm. Nur religiöse Menschen handeln moralisch, setzen Blagen in die Welt und sorgen dafür das die Menschheit nicht ausstirbt. Soweit der krude Stuss.
Hier überträgt er die Theorie der Auslese(Darwin) auf soziale, wirtschaftliche und moralische Verhältnisse der menschlichen Gesellschaft. Religiöse Menschen sind sozial, weil sie mehr Kinder in die Welt setzen.

Blume will es den Darwinisten, den Evolutionsbiologen, Genetikern uvam. zeigen, nämlich, ihr entzaubert Gottes Schöpfung in erbärmlicher Art und Weise und ich der Religionswissenschaftler Blume entzaubere euch.

Er stellt sich auf das statistische Mittel seiner eigenen Hypothesen und erklärt dem Rest der Welt, dass sie alle Unrecht haben.

Michael Blume

Ein Beispiel: Wenn ich glaube, dass es zu Gottes ersten Worten in der Bibel gehört, wenn er sagt: “Seid fruchtbar und mehret euch”, dann spielt es für religiöse Menschen eine Rolle, dass wir den Auftrag haben, eine Familie zu gründen und kinderreich zu sein. Zum anderen ist da die Motivation. Wenn wir als Menschen nicht nur vor uns hinleben, sondern uns wirklich einer Sache verschreiben wollen, brauchen wir tiefe religiöse Überzeugungen. Und das beides zusammen bewirkt diesen ganz starken Effekt.

So ein Blödsinn, wir brauchen eben keine tiefen religiösen Überzeugungen um ein gutes Leben zu leben. Blume betreibt hier Afterdienst Gottes, ganz im Kantschen Sinne.

Grundlegend und abschließend, die Aufklärung ist an Herrn Blume vorbei gegangen, getreu dem Motto, die Intelligenz verfolgt dich, du bist schneller.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo, ich bin der festen Überzeugung, dass weitere folgen werden.

Wahl Dodo des Monats August 2014

Dodo des Monats August 2014

Dodo des Monats August 2014

Der Monat August hatte es, hinsichtlich Religiotie, Sozialdarwinismus und jede Menge obskuren Äußerungen, in sich. Thematisch bestimmend, Sterbehilfe und natürlich die IS-Barbaren in Syrien und dem Irak. Erstmals eine Doppelnominierung, ließ sich inhaltlich und sachlich nicht vermeiden.

Die Wahl ist bis zum 07. September 2014, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.September, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

  1. Anton Losinger,”Pädo-Sekte im Ethikrat.”
  2. Frank Ulrich Montgomery, “Ärzte sind keine Tötungsmedikamentebeschaffer.”
  3. Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.,” Mit Bibel gegen Multikultigedöns.”
  4. Michael Blume(1), “Gottesspuren in Genen und Gehirn.”
  5. Pierre Vogel,”…fodert Jesiden auf zu konvertieren.”
  6. Volker Kauder, “Verantwortung vor Gott.”
  7. Marian Wendt, “Homos sind Vögel, Heteros Fische.”
  8. Andreas Laun, “Antisemitsimus, kognitive Dissonanzen und Geschichtsklitterung.”
  9. James Kirchik, “Islamophobie und Antisemitismus: Die neuen alten Juden.”
  10. Franz Josef Jung, “Lebensschutz ist Gebot des Christentums.”
  11. Nikolaus Schneider, “Frieden schaffen, mit mehr Waffen.”
  12. Silvia Löhrmann, “Jesus wertet nicht.”
  13. Katrin Göring-Eckardt, “ für Militäreinsatz gegen IS.”
  14. Norbert Lammert, “Kirchen sollen Öffentlichkeit verdummbibeln.”
  15. Wolfgang Huber, “Einen Stahlhelm für Sozialethiker Huber.”
  16. Klaus Krämer, “Menschen haben Recht auf christliche Botschaft.”
  17. Norbert Rosenboom, “Regelschule mit ein bisschen Waldorf-Pädagogik.”
  18. Caritas Köln, “Baby zu laut, Familie fliegt aus der Wohnung.
  19. Michael Blume(2), “Atheistische Populationen verebben”:Ohne Religion fehlt es an Kindern.”

Viel Spaß!

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Kirchen, Kapital und Misstrauen

Bild: tilly

Bild: tilly

Die Evangelische Kirche in Deutschland(EKD) bedauert Irritationen bei der Neuregelung zur Kapitalertragssteuer, die offensichtlich zu mehr Kirchenaustritten führt.
Es geht nicht um die Deutlichkeit einer Sache, die keine neue Steuer ist. Der christliche Steuerbürger ist nicht so blöde um die Unterschiede nicht zu sehen und zu erkennen. Er erkennt, dass die Kirche mit ihren Milliarden-Einnahmen, ihrem Immobilienbsitz und ihren Verwaltungsstrukturen ein normaler Konzern ist. Dort, wo eigentlich Spiritualität und das Wort Gottes verkündet werden sollen, geht es in erster Linie ums Geld. Die Pfaffen und ihre kirchlichen Strukturen wollen leben, gut leben. Die Verkündung Gottes ist ans Kapital gebunden und so stellen die Kirchen eine gesellschaftliche Struktur dar, die sie nicht von anderen wirtschaftlichen Einheiten unterscheidet.

Die Steuerdaten der Bürger werden zukünftig von den Kirchen abgefragt. Die Banken ziehen automatisch Kirchensteuer, die aus Kapitalsteuererträgen fällig wird, ab. Gesetzgeber und religiöser Klüngel quetschen den Bürger aus. Auch klar, Kirchen lassen sich nicht mit ein paar Ave Marias leiten und verwalten. Der Bürger spürt, seine Kirche misstraaut ihm, Generalverdacht im Gotteshaus. Glücklich und gelassen können die sein, die nicht auf den Zahllisten der Götzendiener stehen. Vertrauen ist keine Einbahnstraße, warum also sollte der religiöse Steuerbürger, der unter Generalverdacht gestellt wird, noch seiner Kirche vertrauen? Es gibt keinen Grund. Also tritt er aus. Behördlicher Datenabgleich mit Gottes Segen um die Pfründe der Kirchenbonzen zu sichern.
Die größten Arbeitgeber im Lande, deren soziale Einrichtungen zum großen Teil eh vom Steuerbürger bezahlt wird. Medizinische Einrichtungen die von den Krankenkassen und den gesellschaftlichen Sozialsystemen bezahlt werden.
Die Gier der Pfaffen ist unendlich, jedes Mittel recht. Wenn es ums Geld geht grenzenloser Pragmatismus. Diese Gier geht einher mit der Unterstützung der Politik.
Den Pfaffen geht es nicht um Steuergerechtigkeit oder gar um eine einfache Verfahrenslösung, Seligkeit hat ihren Preis. Und so lügen sich die Pfaffen wieder in die Taschen, meinen, dass man den neuen Kirchensteuereinzug zu wenige mit den Menschen kommuniziert habe. Quatsch. Es geht ums Geld, um nichts anderes.