Nora Illi: Dodo des Monats November 2017

Dodo des Monats November 2017 ©HFR

Ein Gespenst geht um. Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz. Eine kleine Splittergruppe von islamischen Fundamentalisten, ohne großen Rückhalt in der islamischen Community der Schweiz. Das Problem kennen wir aus Deutschland auch. Kleine bärbeißige Islamistenvereine die so tun als wenn alle in Deutschland lebenden Muslime hinter ihnen stehen würden. Wenn sie 20% repräsentieren dürfte das ausreichend sein. Konvertitin Illi, wie sehr oft unter Konvertiten zu finden, ist eine Glaubenseiferin, die es versteht mediale Aufmerksamkeit zu erheischen. Der von ihr bevorzugte Niqab tut ein übriges dazu. Der Beduinenkultur, der arabischen Halbinsel entsprungen, sollte der Niqab vor Sand, Sonne und Staub schützen. Praktisch allemal und vor allem notwendig. Es gibt keine religiöse Notwendigkeit im Islam, für Frauen, sich ständig zu verhüllen. Die Burka ist eine paschtunische Stammestracht aus Afghanistan, Tradition wurde im Laufe der Jahrhunderte religiös umgedeutet. Das Kopftuch ist ebenso nicht notwendig und schon gar nicht religiös begründbar. An der al-Azhar-Universität, der höchsten theologischen Instanz des sunnitischen Islam sogar per Fatwa verboten. Wer meint Religionsfreiheit als Begründung für islamischen Mummenschanz bringen zu müssen, liegt völlig falsch. Und seltsamerweise wird diese dann immer von Leuten eingefordert die für die Kennzeichnungspflicht von Polizisten eintreten. Widerspruchsfrei ist das nicht zu denken.

Also, man nimmt sich einen Niqab, Modell „Kinderschreck“ und begibt sich in die Medien. Dort sitzt man vor der Kamera, wie ein aufgeblasener Müllsack und stellt ikonografisch dar, eigentlich nicht kommunizieren zu wollen. Die Hälfte des Publikum schaut sich um, ob nicht Ellen Ripley im Studio ist, die bei Gefahr das verdammte Alien-Ding in ein Wanne mit geschmolzenem Stahl werfen kann.
Und dann geht es los, Diskriminierung, eingeschränkte Religionsfreiheit, nicht ausgelebte religiöse Kulte, Sexismus allein wegen der Verhüllung des weiblichen, islamischen Körpers. Der Körper gehört nur Allah und dem Ehemann, klingt irgendwie sklavisch ist es auch. Das wird dann als Freiheit der Persönlichkeit angeboten. In dem französischen Film „Alibaba und die 40 Räuber“, mit Fernandel, der mit dem Pferdegrinsen, hört sich das anders an. Er begibt sich auf den Basar und bekommt einen Notizzettel überreicht, „Alibaba, bring bitte zwei schöne fette Frauen mit.“ Allah in jener Zeit muss ein völlig anderer gewesen sein.

Wieder Niqab, diesmal Modell „Angst“, ein Bild vor dem Konzentrationslager Dachau, gut sichtbar das Eingangstor des KZs, links daneben Niqab Modell „Angst“. Wir wissen nicht, wer, was sich darunter befindet. Es kann alles sein. Text zum Bild lautet:

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Nicht erst wenn es soweit ist. #Dachau #Neveragain #memoriesNora Illi

Niqab Modell „Angst“ interpretiert den Twitterpost: Sie wollte auf die vielen Gesetze in Europa hinweisen, die Muslime unterdrücken. Wer Verschleierungsverbote in Europa mit dem industriellen Massenmord der Nazis an den Juden vergleicht ist einfach nur blöd, aber medialer Aufmerksamkeit gewiss. Mit dem Begriff Holocaustrelativierung ist dieser Twitterpost vom Niqab Modell „Angst“ Nora Illi hinreichend beschrieben. Darüber hinaus stürzen sich hunderttausende Glaubensbrüder-und schwestern freiwillig in die westliche Unterdrückung. Der Widerspruch wird auch von Illi nicht aufgelöst, dabei könnte sie den unterdrückenden Elementen fliehen. Es gibt genug Länder auf dieser Erde, da können Muslime ungehindert ihr erlittenes Unrecht hinter sich lassen. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache.

Illi benutzt ihren Niqab als Waffe, sie will provozieren, sie will erschrecken, sie will mediale Aufmerksamkeit. Die bekommt sie natürlich, sie instrumentalisiert ein Bekleidungsstück und wundert sich über Reaktionen, die zeigen, dass sie und der von ihr gelebte Glaube als abstoßend empfunden werden. Man muss andere Menschen, mit anderer kultureller und sozialer Prägung nicht überzeugen wollen, man kann aber viel dafür tun den Zustand der gegenseitigen Akzeptanz zu erreichen. Mit Illi wird das nix, sie hat sich schon vorher selbst diskreditiert. Kommunikation ist Senden – Empfangen – Decodieren – Feedback. Mit Gespenstern kann man nicht kommunizieren.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

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„Verhütung mitverantwortlich für ‚Epidemie’ sexueller Übergriffe“

Durch die Verbreitung von Verhütungsmitteln wird Sexualität entwertet. Männer sehen in Frauen leichter Objekte für die Erfüllung ihrer Wünsche, Übergriffe werden als weniger schwerwiegend wahrgenommen.

kath.net

Die „Epidemie“ an sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch, die in diesen Monaten sichtbar werde, sei neben anderen Faktoren auch auf die weite Verbreitung von Verhütungsmitteln zurückzuführen, schreibt die Kolumnistin Peggy Noonan in einem Kommentar für das Wall Street Journal.

Durch die Verwendung von Verhütungsmitteln würde der Geschlechtsakt von der Weitergabe des Lebens getrennt. Eine Konsequenz davon sei, dass Männer Frauen als Objekte für ihre Wünsche sehen würden, was schließlich zu Belästigung und Missbrauch führe, argumentiert Noonan.

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Climate Change Destroyed My Home

A home destroyed by Cyclone Winston in Fiji. Image: Australian Department of Foreign Affairs/Flickr
Now I’ve made it my job to convince people that global warming is real.

By Sivendra Michael | MOTHERBOARD

Just over a year ago, Tropical Cyclone Winston, the worst ever cyclone in the Southern Hemisphere, made landfall in Fiji, affecting around 350,400 people (40 percent of the country’s population). The storm caused 44 deaths and damaged an estimated $1.38 billion of our infrastructure, temporarily crippling our economy.

I was away in New Zealand, attending university and monitoring the news when my own family’s homes were destroyed. I heard of how my three-year-old daughter clung to her grandma and mother while I tried to get on the next flight home, praying to see them all alive. I tried to call but the telecommunication system was down, and the emergency lines at the evacuation centers were always busy. Our island had never seen this level of destruction.

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Wahl Dodo des Monats November 2017

Dodo des Monats November 2017 ©HFR

Das Jubeljahr der Reformationsfeierlichkeiten wurde beendet, was nicht heißt, dass sich religiotischer Unsinn in den Medien niederschlägt. Ob nun der Erzapostel von München, der das BGE als undemokratisch empfindet, bei über 12.500€ Staatsknete monatlich und mietfreiem Wohnen in einem Palais, durchaus verständlich, oder aber das Gerichtsurteil gegen die Ärztin Kristina Hänel, auf der Grundlage eines Paragrafen, der der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik zum Durchbruch verhelfen sollte oder aber das Gerichtsurteil welches der Fluglinie Kuwait Airways den Transport von israelischen Bürgern, von Deutschland aus, zu verweigern. Es ist zum aus der Haut fahren.
Hier sind die Kandidaten für die Wahl.
Die endet am 07.12.2017 um 18:00 Uhr. Der Gewinner wird hier am folgenden Tag gewürdigt
werden. Viel Spaß!

  1.  Islamische Zentrum Freiburg im Breisgau, „fühlt sich als Opfer des Islam-Verleumders Ourghi, fordert des Entlassung.“
  2.  Nora Illi, „Ganzkörper-Kondom verhindert Denken, so dass der Unterschied zwischen Burkaverbot und Holocaust zur Umnachtung führt.“
  3.  Katrin Göring-Eckardt, „sucht neue Freunde unter Bienen, Schmetterlingen und Vögeln.“
  4.  Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), „Islamunterricht für alle, vereinfacht den Unterricht, die Inhalte sind seit über 1000 Jahren die gleichen.“
  5.  Heinrich Bedford-Strohm, „beschwört den Zusammenhalt der Religionen.“
  6.  Joachim Gauck, „Schreckliche Christenverfolgung, falsche Zahlen, evangelikale Statistiken.“
  7.  Stephan Ackermann, „seit Jahren harrt die Aufklärung des Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche ihrer Veröffentlichung.
  8.  Margot Käßmann, „redet sich das Refomationsjubiläum schön.“
  9.  IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin, „es bräuchte einen Beauftragten für Religionsfreiheit.“
  10.  Johannes Huber, „Sex, Promiskuität und Immunsystem, katholisch betrachtet.“
  11.  AfD Berlin, „Reformationstag soll dauerhafter Feiertag in der Stadt werden.“
  12.  Evangelische Landeskirche Württemberg, „gepflegte Homophobie.

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„Eine Alternative zu Deutschland“ – Steht noch dahin

Clemens Henis Bestandaufnahme des Rechtsrucks
Nachdenken über „Eine Alternative ZU Deutschland“ fordert der Politologe Clemens Heni schon im Titel seines gleichnamigen Buches als Resümee. Daß dieses Nachdenken brennend nötig ist, belegt der Direktor des „Berlin International Center for the Study of Antisemitism“ mit jedem seiner 56 Aufsätze aus den vergangenen zehn Jahren. Heni bietet darin eine erschreckende Bestandsaufnahme wie aus rechten Infektionen immer weiter wuchernde Krankheitszustände geworden sind.

Von Wolfgang Brosche | DIE KOLUMNISTEN

Was die „Alternative FÜR Deutschland“, ihre Vor-, Nach- und Mitläufer bereits angerichtet haben, läßt sich verdeutlichen mit zwei Ereignissen der letzten Tage, die inzwischen – so abgebrüht sind wir schon – kaum „unter ferner liefen“ wahrgenommen werden, denn die Injektionen des rechten Rauschgifts kommen in immer höheren Dosen und stets kürzeren Abständen und die Menschenfeindlichkeit hat längst die dünne Grenze zwischen verbalem Marodieren und abgefeimter Tätlichkeit überschritten.

Vor ein paar Tagen wurde ein Post auf Facebook vom Netz genommen. Das war kein Akt der Zensur – wie die Berufsopfer von Rechts sofort krakeelen – sondern einer des mindesten Anstandes, denn der Post, dessen Urheber jetzt die Gerichte beschäftigen wird, ist ein perfides Zeugnis für den ungenierten Rechtsruck: die Photomontage eines Bildes von Anne Frank und einer Pizzapackung von Dr. Oetker mit der Aufschrift „Die Ofenfrische“.

Die Patrioten

Dieser Post kam von einer Facebookgruppe mit dem Bekenner-Titel „Die Patrioten“. Unter den 30.000 Mitgliedern fanden sich Dutzende Landtags- und Bundestagsabgeordnete der AfD; einige sind inzwischen ausgetreten.

Ähnlich abstoßend wie die Photomontage im Stürmer-Stil war der Shit-Storm den Carsten Härle, AfD-Stadtverordneter der hessischen Kleinstadt Heusenstamm, gegen eine fünfzehnjährige Schülerin in den asozialen Netzwerken anzettelte: die politisch wache Teenagerin aus Dresden hatte einen Preis für Zivilcourage gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus gewonnen. Sie hatte, da Diskussionen fruchtlos waren, einige ihrer Mitschüler wegen Volksverhetzung und Präsentieren des Hitlergrußes angezeigt.

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„Ein Populist ist ein Gegner der Demokratie“

Anhänger der populistischen Pegida-Bewegung demonstrieren mit der Parole „Wir sind das Volk“. ©dpa
Populisten nehmen für sich in Anspruch, den wahren Willen des Volkes erkannt zu haben. Es gibt aber weder ein homogenes Volk, noch die absolute Wahrheit. Zwei Wege sind hilfreich als Rezept gegen Populismus. Ein Gastbeitrag.

Von Andreas Vosskuhle | Frankfurter Allgemeine

Populismus ist das politische Schlagwort der Stunde. Allein in diesem Jahr sind bereits an die dreißig Bücher zu diesem Thema erschienen. Auch die Anzahl der Aufsätze und Zeitungsartikel ist längst unüberschaubar geworden. Dabei wird der Populismus nicht nur fleißig analysiert und heftig gegeißelt, er wird auch als notwendiger Weckruf begrüßt, ja gar als Jungbrunnen der partizipativen Demokratie gefeiert. Nicht jeder politischen Rhetorik, die an „Kopf und Herz“ appelliere, hafte auch gleich das Odium des Antidemokratischen und Illiberalen an. Ein durch Institutionen und rechtliche Rahmenbedingungen „gezähmter“ Populismus könne daher einen Ausweg aus der postdemokratischen Erstarrung bieten (Chantal Mouffe). Und der rechtspolitische Kolumnist der „Süddeutschen Zeitung“, Heribert Prantl, hat jüngst sogar eine provokative „Gebrauchsanweisung für Populisten“ geschrieben; für demokratische Populisten wohlgemerkt.

Sollten wir nicht vor diesem Hintergrund den Populismus-Vorwurf als politisches Kampfinstrument entsorgen und uns Ralf Dahrendorf anschließen, dem zufolge „des einen Populismus des anderen Demokratie und umgekehrt“? Ich meine: nein. Der Populist ist bei genauerer Betrachtung nicht „lediglich ein ungeschminkter Demokrat“, wie auch Botho Strauß meint, sondern ein Gegner der Demokratie.

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Bankrott der ethischen Abstraktion

Da Vinci stellte mit dem Gemälde aber nicht nur die Szene an sich dar. Er arbeitete laut Salleck seine ganze Weltanschauung in das „Letzte Abendmahl“ mit ein. Die drei zu sehenden Wände des Raumes stehen je für eine Abteilungen der Philosophie: Logik, Ethik und Naturlehre.
PD
Können wir etwa heraus aus unserer Historie, aus unseren Lebensbedingungen? Wenn nicht, dann ist die Ethik Produkt dieser Bedingungen, egal, was wir tun. „Oh holder Professor, wir ehren Sie mit dem Ethik-Siegel“ – weil es absolut sein soll, das Siegel sitzt fest drauf – aber auf einer vordergründigen Schätzung. Auf der Rückseite steht das Verfallsdatum. Geschätzt von unten hinauf, aus der Frosch-Perspektive, wie der Maler sagt.

Föderation des Determinismus

Die Humanisten sagen: „Wir werden den Humanismus niemals aufgeben, wir stehen dazu!“ Ihre Ideologie, teils sogar zwanghaft: Die Freiheit und Unbekümmertheit geht drauf, beim Moralisieren, bei dieser Normgebung selbst des letzten Lebenswinkels. Humanismus als Zivilisationskrankheit: Das Produkt ihrer selbst ohne Überblick. Aber deine Ethik ist auch mein Sollen. Und meine Freiheit ist auch die Freiheit vom Sollen, die Freiheit auch von deiner Ethik! Weil ich nicht unabhängig genug bin, kann das Ich-Konstrukt deines Körpers mir etwas aufschwatzen, mich binden, damit es mir vertrauen kann. Dein Wenn-dann-System fordert Sicherheiten, bevor es Freundschaft vergibt und es verstößt, wenn ich deine Ethik nicht will: Der Schwächere braucht die Tyrannei der Ethik, die den Hund an der kurzen Leine führt und die echte Freundschaft nie kennen wird, nur Gefolgschaft: Die gibt Sicherheiten! Mit Denkverboten belegt und mit Zucker bestreut. Versprechen zu geben und zu halten, das meine ich nicht: Sondern den Intellekt als Opfer zu fordern – so, wie in der Kirche alle „lieb“ sein sollen. Oder die Ethik gleich begründet mit dem Stoffwechsel der Menschheit als Ameisenstaat, also aus sich heraus, wo der gute Mensch auch ein gutes Haustier sein könnte?

Jedes Tun oder Unterlassen ist Ursachenbestandteil der Zukunft. Willst Du die Zukunft so oder anders? Manches willst Du: Und nennst es „Ertrag“, „Gewinn“, „Ziel“ – höher bewertet, je stärker Du es willst – manches musst Du in Kauf nehmen, aufwenden: Gold, Lebenszeit, Leid, Ansehen, Selbstachtung, Arbeit – und nennst es „Preis“. Der Aufwand und Ertrag bestimmen sich nach der Differenz der gewählten Realisierung zur anderen möglichen. Ein Fahrrad mit Klingel kostet mehr als eines ohne: Der Differenzbetrag ist der Preis der Klingel.

Zu kompliziert, diese Differenzrechnung des Lebens? Kennst Du die Kindergeschichte „Fränzi“? Die Freundinnen Fränzi und Lisa spielen mit Lisas Puppengeschirr aus Plastik. Fränzi erzählt, dass sie Geld gespart hat und ein Geschirr aus Porzellan möchte, mit chinesischen Teehaus-Bildern. Jetzt kommt Lisa auf die Idee, sich selbst so ein Porzellangeschirr zu kaufen und schwatzt Fränzi ihr Plastikgeschirr auf, auch noch über dem Neupreis des Porzellangeschirrs. Wie zu erwarten, preist sie ihr Geschirr an: Es zerbricht nicht, da es aus Plastik ist, es ist mit Blümchen verziert und daher „schön“. Überraschenderweise bringt sie aber auch eine globale Aufwands-Ertragsrechnung ins Spiel: Ich kannte ein Mädchen, das hatte ein Porzellangeschirr, alles ging kaputt, jetzt hat es nur noch den Henkel der Teekanne. Und: Ein Mädchen sparte auf ein Geschirr, dann verlor es alles Geld. Für den Rest kaufte es sich Bonbons. Ein Geschirr hat es immer noch nicht – das kann auch Dir passieren! Viele Mädchen bekommen nie ein Teegeschirr. Fränzi argumentiert aber auch global und weist darauf hin, dass Lisa sich dann von dem Erlös eine Puppe kaufen könne und das Geschirr nicht brauche, sie könne dann zu ihr zum „Teetrinken“ kommen.
Fränzi kauft das Geschirr. Als sie merkt, dass sie beim Preis reingelegt wurde, trickst sie ihrerseits Lisa aus und bewirkt damit die Rückabwicklung des Geschäfts. Schließlich vereinbaren beide, sich nicht mehr hereinlegen zu wollen, weil ihnen echte Freundschaft wichtiger ist und sie teilen einen Differenzbetrag, für den sie Süßigkeiten kaufen, die sie gemeinsam essen.

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Why I No Longer Call Myself A Male Feminist

Image via Typical Fae
No, I’m not a men’s rights activist now. In fact, none of my ideals about social justice have changed from a few years ago when I was more frequently writing about feminism on this blog and elsewhere. However, after having a few conversations with women and reflecting on this, there are a few reasons why I no longer want to call myself a feminist.

By Matthew Facciani | According to Matthew

There are many women who feel like men calling themselves a feminist is analogous to someone calling themselves a social justice ally. The “ally” title is one that people outside the marginalized group shouldn’t give themselves. So for me to call myself a feminist seems like I’m giving myself cookies before I’ve done anything. Irmin Carmon writes in this article how there are plenty men who talk loudly about equality, but their actions are not consistent with their words. So by calling myself a “feminist” I’m essentially stating that I’m an ally to women’s rights, but that’s not for me to decide.

However, it’s more than just the label. It’s the behavior that goes along with that label.

As I’ve written about before, I used to be an overzealous, male feminist. When I burst on to the activist scene in my early 20s, I was told to “use my privilege for good by speaking about these issues as a man” and started writing and speaking about feminism fairly regularly. However, I’ve learned that it gets more complicated than that. There is a tricky balance of speaking out against inequality, but not over women. In many liberal communities, a white male talking about feminism honestly just takes up space and takes away attention from women doing much of the work.

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Das verklärte Erbe des Kemalismus

Bild. Qantara.de
Das Narrativ einer „aufgeklärten“ und mehr oder weniger demokratischen Türkei, die von Erdoğan zerstört werde, darf nicht unwidersprochen im Raum stehen bleiben, meint der Islamwissenschaftler Tayfun Guttstadt in seinem Kommentar.

Qantara.de

Die politische Lage in der Türkei ist offensichtlich dramatisch, aber auch ebenso kompliziert. Der türkische Präsident Erdoğan hat es geschafft, eine in der Geschichte der Türkei einmalige Machtfülle in seinen Händen zu konzentrieren. Doch ist dieser Zustand wirklich einmalig? Nein – auch der Staatsgründer Atatürk hat 15 Jahre als Alleinherrscher über die frühe Republik geherrscht, die damals ein Einparteienstaat war. Erst sein frühzeitiger Tod 1938 entriss ihm die Macht.

Bis dahin herrschte Atatürk allein über alle erdenklichen Dimensionen der Innen- und Außenpolitik. Selbst Kleidung und Musik wurden seinen Vorstellungen angepasst. Die Erschaffung einer absolut homogenen Gesellschaft war das Ziel: „ein Volk, eine Sprache, eine Flagge, ein Staat“ – an diesem Ausspruch Atatürks orientierte sich auch seine Politik. Heute ist es eines der Lieblingszitate Erdoğans. Die Säuberung der eigenen Reihen ist ebenfalls keine Erfindung Erdoğans – selbst die engsten Vertrauten mussten mit Entlassung oder sogar Strafe rechnen, sollten sie Atatürk widersprechen.

Das politische Erbe Atatürks

Nicht nur das autoritäre Erbe, inklusive einem hinter religiöser Heiligenverehrung nicht zurückstehenden Führerkult um seine Person, auch sein politisches Vermächtnis ist von den aktuellen Entwicklungen in der Türkei nicht zu trennen. Dieses drückt sich aus in einer oberflächlich sehr strikten Trennung von Religion und Staat bei gleichzeitiger Erhebung des Sunnitentums zur Staatsreligion und tragender Säule des Nationalcharakters.

Das Alevitentum beispielsweise wurde zu Atatürks Zeiten noch nicht einmal namentlich erwähnt. Die allseits sehr beliebten Bilder der Frauen im schicken Minirock aus den 1930ern sollten nicht den Eindruck erwecken, damals habe ein wirklicher Säkularismus geherrscht – geschweige denn Demokratie oder Meinungsfreiheit in irgendeiner Form.

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Margot Käßmann: Dodo des Monats Oktober

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Halloween, alte heidnische Tradition mit einer ganz dünnen Decke des Christentums. Die katholischen Iren brachten das Fest, als Einwanderer, in die USA. Einer der christlichen Fixpunkte der Nacht der Geister und Dämonen ist das Hochfest Allerheiligen der Katholiken. Gedenkt man dort an die armen Seelen die im Fegefeuer schmoren. Irdisches Leid als transportierte Strafe über den Tod hinaus. Die Enzyklopädia Britannica leitet Halloween von den Kelten her ab. Das Ende des Sommers, das Vieh kehrte von den Weiden in die Ställe zurück. Freudenfeuer, Knochenfeuer, genährt aus den Knochen des Schlachtviehs um die Vorräte für den Winter anzulegen. Wahrsagerei war üblich, zumal das Jahr der Kelten im November begann, Halloween ein Freudenfest. Die Kirche war dagegen, obwohl nur im Bereich der katholischen Kirche in Großbritannien gefeiert wurde. Bibelfundamentalisten sehen in Halloween gar den Teufel am Werk. Geblieben sind um die Häuser ziehende Kinder, verkleidet wie zu Karnevalszeiten erbetteln sie sich Süßigkeiten an den Haustüren.
Halloween am Reformationstag, da geht Käßmann jedweder Humor verlustig, bei der Verteilung dessen scheint sie eh etwas zu kurz gekommen sein. Da kommt der Aufschrei: „Kommerz.“ Für sie nur negativ konnotiert, sofern dem von ihr geliebten Luther nicht gehuldigt wird. Diese Kinder kümmern sich einen Dreck um den fetten Pfaffen.
Käßmann, das ist sicher lebt in einer anderen Welt, einer anderen Realität, fast eifersüchtig geht sie gegen Kritik an Luther und an der Party zum 500. Luther-Jubiläum vor. Egal wer, sie beißt sofort. Sie hätte die Worte ihres Meister verinnerlichen sollen:

[…]daß das Weib geschaffen ist zur Haushaltung, der Mann aber zur Policey, zu weltlichem Regiment, zu Kriegen und Gerichtshändeln, die zu verwalten und zu führen.“ zitiert nach Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 42

Kommen wir zur evangelischen Geldgier zum Reformationsjubiläum, die jede Halloween-Party zum lausigen Mineralwasserbesäufnis werden lässt.
Nehmen wir die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen, dort dürften die meisten Luther-Events stattgefunden haben.
In Sachsen-Anhalten gehören 12,7% der Bevölkerung der evangelischen Kirche an. Nebenbei, 80% sind konfessionlos. Das Land gibt zur Käßmannschen Lutherparty 80 Millionen Euro aus. Allein die Sanierung des Wittenberger-Schloßkomplexes hat den Steuerzahler 32,8 Millionen Euro gekostet. Nach Fertigstellung erfolgte die Übergabe an die evangelische Kirche. Wie blöd muss man in Sachsen-Anhalt sein, auch konfessionslos-blöd, CDU zu wählen und parasitäres Pfaffentum zu unterstützen. Wieviel Halloween-Parties könnte man denn allein von den Kosten in Wittenberg durchführen, einschließlich der Restauration der „Judensau“, die nach den Todeslagern der Nazis noch als kultureller Höhepunkt der Stadt gesehen wird.

In Thüringen ist es ähnlich. 68% der Bevölkerung sind konfessionslos, 22,2% evangelischen Glaubens. Das Land hat rd. 60 Millionen Euro in die Luther-Sause investiert.  Der evangelische Christ Bodo Ramelow spricht selbst von Investitionen. Kommerz? Welch garstiges Wort. Luther ist Handelsmarke, jeder will an Luther verdienen, Touristen locken mit Luther-Bier, Luther-Brote, Luther-Playmobil. Es geht ums Geld, verdienen mit Luther.

Kommerz, ursprünglich „Geschäftsleben“ (von lat.: commercium, „Handel“, aus cum „mit(einander)“ und merx „Handelsgut“, über das frz. commerce),[1] wurde teilweise bis ins beginnende 20. Jahrhundert in der ursprünglichen Bedeutung als Synonym für Handel verwendet. Davon abgeleitet war im Deutschen Reich und ist in Österreich der Titel Kommerzienrat. Meyers Konversations-Lexikon erachtete 1888 den Begriff für veraltet.[2]

Heute wird der Ausdruck meist abwertend im Sinne eines allein auf Gewinnerzielung gerichteten Interesses verwendet.[3][4] Im Gegensatz dazu wird „nichtkommerziell“ als „ohne Gewinnerzielungsabsicht“ verwendet und oft als positives Merkmal für ehrenamtliche, uneigennützige oder lediglich kostendeckende Aktivitäten von Privatpersonen, Vereinen und Gruppierungen herausgestellt.Wikipedia

Der zweite Teil ist jener den Käßmann auf Halloween angewendet haben möchte. Sich und ihre Kirche geriert sie als nützlich, als gemeinnützlich. Wir wissen nicht, wieviele kleine Firmen zur Struktur der evangelischen Kirche gehören und sich an der Party satt machen wollten.
Sind eine Milliarde Euro in die Lutherdekade geflossen? Ein Drittel davon von der Kirche, den Rest hat der Steuerzahler in irgendeiner Form beglichen. Der ganze Lutherkommerz der Evangelischen Kirche in Deutschland ist banal, albern und erbärmlich, wie die Botschafterin, die 10 Jahre lang ein Lutherbild in der Welt verbreitete, ohne auch nur etwas vom Glauben nahe zu bringen. Religiös-spirituell war die Party ein Versager. Da im Merkelschen Protestantismus transparente Demokratie unmöglich ist, respektive vor dem Bundesverfassungericht erstritten werden muss, werden wir wohl eine Bilanz, nicht zu sehen bekommen, der Steuerzahler hat ein Recht darauf.

Die kognitiven Dissonanzen der Margot Käßmann gipfeln in dem Satz:

„Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien.“Margot Käßmann, stern.de

Luther höchstselbst hat die beste Antwort darauf

„Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie richten viel Schaden an.“
Predigt von 1526, Weimarer Ausgabe 16, S. 551

Hexenwahn, Ketzervertilgung, Luther war ein Meister darin.

„Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation.“ (Karlheinz Deschner)

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Wenn der Bischof einen auf Klima macht

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Das Jubeljahr der Lutheraner ist mir ein Rätsel. Besonders seine Lage im Kalender. Es startete ein knappes Jahr vor dem Ereignis, das eigentlich gefeiert werden soll mit dem Sonnengruß von Margot Käßmann zum Jahreswechsel 2016/17 an der Datumsgrenze. Die Zeit lief also gewissermaßen rückwärts und war nach den fulminanten Feierlichkeiten am 31.Oktober 2017 eigentlich schon wieder vorbei. 

Von Roger Letsch | Achgut.com

Das kann man bedauern, besonders deshalb, weil es in den zehn Monaten die das Jubeljahr dauerte, niemand fertig gebracht hat, eine zeitgenössische Interpretation des konstituierenden Aktes in die Wege zu leiten. Zum Beispiel indem man die 146 Artikel des Grundgesetzes an die Tür des Kanzleramtes nagelt. Doch in alter Luther-Manier wollte man es sich nicht mit den Fürsten verderben, die noch dazu großzügig die Steuerzahler des Sprengels Deutschland für die Festivitäten zur Kasse gebeten haben, um bei der Finanzierung der Gaudi mitzuhelfen.

Und wir bekommen ja auch was für’s Geld! Die Leser der „Neuen Presse“ Hannover zum Beispiel erhielten das evangelische Magazin „chrismon spezial“ als kostenlose Sonderbeilage zum Reformationstag. Aber was heißt schon kostenlos! Bereits eine ganzseitige Anzeige des ZDF auf Seite sieben sagt mir, dass neben dem Steuerzahler und dem Kirchensteuerzahler auch der Zahler des „Rundfunkbeitrags“ sein Scherflein beigetragen hat.

Doch lassen wir die finanzielle Haarspalterei, denn ich las das Heftchen nicht, um die Verwendung meiner Fernsehgebühren zu überprüfen, sondern weil es mir von jemandem, der im Unterschied zu mir sogar Kirchensteuer zahlt, mit den Worten „Lies das mal, ich bin kurz vor’m Platzen! Die woll’n mich wohl verarschen!“ in die Hand gedrückt wurde. Aufgeschlagen war die Seite mit dem Leitartikel und es lächelten mir der EKD Ratsvorsitzende Bischof Heinrich Bedford-Strohm, Studentin der Literaturwissenschaft Sofie Mörchen und Theologe Julian-Christopher Marx entgegen, die dem Blatt ein gemeinsames Interview mit dem Titel „Wir wollen Visionen, kein ewiges Hin und Her“ gaben.

Schon der Titel ist unglücklich gewählt, wollen doch gerade Studenten und junge Sozialwissenschaftler oft beides: Visionen und ewiges Hin und Her. Aber in dem Artikel ging es nicht um die Legalisierung von Cannabis oder freie Liebe. Um Glaube, evangelische Kirche, die Lebenswirklichkeit der Gemeindemitglieder, Kirchenaustritte, Luther, Reformation oder deren Jubiläum ging es aber auch nicht. Es ging, sie werden es kaum glauben, vor allem um den Klimawandel.

Sag mir, was gewesen sein wird

„Chrismon“ möchte gleich zu Anfang von den Interviewpartnern wissen, wie denn die Zukunft in 20 Jahren aussehen werde. Eine Frage, an der selbst Zukunftsforscher immer wieder so kläglich scheitern wie Meteorologen am Wetter der nächsten Woche. Doch Sofie Mörchen kennt die Antwort: „Es ist endlich etwas gegen die Klima­erwärmung passiert!“. Ich frage zurück: „Und, wird’s was genützt haben?“, aber da das Interview ja schon gedruckt ist, erhalte ich keine Antwort. Die kann ich jedoch ahnen und erfahre gleich zu Beginn, was Richtung und Zweck dieses mehrseitigen Interviews sein wird: Kirche ist Politik, Politik ist alles, alle müssen Partei ergreifen – Kirche ist Partei! Klimapartei.

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Ab zur Arbeit, Atheisten!

Feiertage dienen heute mehr zum Autowaschen als der seelischen Erhebung. Der Ausweg: Christliche Festtage sollten nur noch für Christen gelten. Ein Rant.

Von Thomas Loy | DER TAGESSPIEGEL

Die Läden sind dicht, was kann man sonst noch machen an einem Reformationstag-Sonderurlaub 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers und der Epochenwende vom abergläubischen Mittelalter in die aufgeklärte Neuzeit? Das Auto waschen.
Die Generalreinigung der wetterfesten Mobilitätshilfe gehört zu den beliebtesten Feiertagsbeschäftigungen der Deutschen. Sagt keine Umfrage, sage ich. So erlebt am Reformationstag. Volltanken ist auch sehr beliebt. Nach dem brückentagsverlängerten Wochenendausflug an die verregnete Ostsee.

Artikel 140: Feiertage dienen der „Arbeitsruhe und seelischen Erhebung“

Christliche Feiertage wurden mal erfunden, um Christen Zeit zu geben, ihren Glauben zu verinnerlichen. Sogar im Grundgesetz ist festgehalten, Feiertage dienten der „Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“, Artikel 140. Inzwischen haben immer weniger Kirchensteuerzahler das Bedürfnis, sich seelisch zu erheben, Pfingsten dem heiligen Geist zu öffnen oder Himmelfahrt einer Bittprozession anzuschließen. Da zumindest in Berlin und Ostdeutschland Atheisten und Nicht-Christen in der absoluten Mehrheit sind, muss man diese Glaubensleere auch gar nicht weiter bedauern. Bleibt die Frage: Was macht das olle Feiertags-Gedöns dann noch für einen Sinn?

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Wahl Dodo des Monats Oktober 2017

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Übersättigung gebiert Ekel. Damit lässt sich der Zustand beschreiben, der durch die Luther-Parties landauf-und ab erzeugt wurde. Man möchte Luther ins Grab kotzen. Kaum einer hat wie er die Medien im Monat Oktober befüllt. Kirche und Politik in wahrer Besoffenheit wenn es um die Darstellung des fetten Pfaffen aus Wittenberg ging. Der Eindruck, dass die Luthers Apologeten nicht nüchtern waren, ist nicht von der Hand zu weisen. Und so wurde der protofaschistische Puritaner Luther in den Himmeln gehoben, es steht zu befürchten, dass er zum tausendjährigen Jubiläum seiner Thesen Jesus ersetzt hat. Dann waren es nicht die Thesen, sondern Luther, welcher an das Portal seiner Kirche genagelt wurde. Der Personenkult um ihn erzeugt Brechreiz. In der Lutherdekade wurde reichlich mit Steuergeldern um sich geworfen. Die ersten Apologeten haben schon angefangen sich zu rechtfertigen, es ging nicht um Glauben, es ging um Denkmalschutz, Infrastruktur, Tourismus und Ökonomie. Luther lieferte das Deckblatt für staatliche Subventionen an die evangelische Kirche.

Die Wahl ist bis zum 07. November 2017, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachabstimmungen sind möglich.  Der Gewinner wird am Tag darauf hier gewürdigt werden.

  1.  Margot Käßmann, „280 Millionen € für Luther sind kein Kommerz.“
  2.  Markus Dröge, „träumt den Traum der Staatskirche.“
  3.  Heinrich Bedford-Strohm, „wünscht sich die Globalisierung seiner EKD.“
  4.  Gregor Gysi, „hat Angst im gottlosen Dunkel.
  5.  Winfried Kretschmann, „sieht Toleranz u. Offenheit, es ist aber nicht klar, worüber er spricht.“
  6.  Angela Merkel, „kennt den Unterschied von Religionsfreiheit u. Laizismus nicht.“
  7.  Ilse Junkermann, „verteidigt die Wittenberger „Judensau.“
  8.  Andreas Germeshausen, „nicht integrierter Integrationsbeauftragter.
  9.  Bodo Ramelow, „Millionen für Luther, also Infrastruktur und Denkmalschutz.“
  10.  CDU-Fraktion Berlin, „wir weichen das Neutralitätsgesetz auf, hinten herum.“
  11.  Frank-Walter Steinmeier, „außenpolitische Erpressung Russlands, wegen einer Kirche.
  12.  Sandra Maischberger, „nicht der hellste Spot im Studio.“
  13.  Horst Seehofer, „will zurück ins 19. Jahrhundert.“
  14.  Stephan Ackermann, „mit dem Missbrauchsskandal seiner Kirche überfordert.
  15.  Martin Dutzmann, „bietet die Lösung für verängstigte, verzweifelte Wähler, Kirche.“
  16.  Johann Hinrich Claussen, „Lesen sei eine fast religiöse Tätigkeit.“
  17.  Robert Spaemann, „hatte es als Christ bei den Nazis besser.

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats Oktober 2017“

Das Kopftuch, regressive Beißreflexe oder die Rückkehr der Wahnsinnigen

 Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“Karl Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Schreckliches ist passiert. Eine Professorin der Julius-Maximilians-Universität Würzburg diskutiert über die Respektlosigkeit von Kopfbedeckungen in Hörsälen. Konkret wird eine Studentin angesprochen, die auf Grund ihrer religiösen Weltsicht ein Kopftuch trägt. Auch diese Art von Kopfbedeckung sei respektlos.
Schon gehen regressive Linke auf die Barrikade, sprich eintrainierte Beißreflexe, die sozialen Medien des Internets dazu und die Sau wird virtuell durchs Dorf getrieben. Liest man die Kommentare und Artikel in den verschiedensten Medien bleibt nur noch zu sagen, wenn sich die Professorin nicht selbst tötet wird sie von der aufgebrachten Meute der Bescheidwisser gesteinigt.
Islamophobie, Herabwürdigung der Menschenwürde, Grundrechte mit den Füßen getreten, Diskriminierung.
Seid ihr noch normal? Seit wann ist Religionsfreiheit grenzenlos? Wo steht geschrieben, dass man in einer Vorlesung, an einer Universität und damit im säkularen Raum, der weltanschaulich neutral seien soll, dauerhaft ein Religionsbekenntnis demonstriert werden darf?
Wer erlaubt euch die Integrität einer säkularen Person anzugreifen und all das was ihr der Studentin zubilligt abzusprechen. Hat die Professorin keine Rechte, muss sie die kontinuierliche religöse Darstellung in ihrer Vorlesung dulden? Nein.

An der al-Azhar-Universität in Kairo, der höchsten theologischen Autorität des sunnitischen Islam sind Kopfbedeckungen für Studentinnen verboten. Der Dekan, welcher gleichzeitig Großmufti von Ägypten ist, hat mal einer Studentin auf dem Campus das Kopftuch heruntergerissen. Kurze Zeit später wurde das Tragen jedweder Kopfbedeckungen per Fatwa verboten. Und hier erklären „progressive“ Linke was Religionsfreiheit ist. Mit anderen Worten für das Tragen eines Kopftuches gibt es keine religiöse Begründung. In diesem Zusammenhang ist auch unverständlich, warum sich Gerichte, Juristen und Politiker in Deutschland nicht an der Rechtsprechung einer theologischen Autorität, wie sie nun mal die al-Azhar ist, orientieren. Ist das Kopftuch religiös nicht begründbar, kann man sich nicht hinter dem Recht auf Religionsfreiheit verstecken.

Der weitaus schlimmere Aspekt dieser Diskussion liegt noch in anderer Hinsicht begründet. Stichtwort. Reformation des Islam. Wir kommen wieder zu Seyran Ateş, Abdel-Hakim Ourghi und Ahmad Mansour. Diese Muslime wollen eine Reform des islamischen Glaubens, auf der Grundlage von Humanismus und Liberalismus, nennen wir es vereinfacht säkularer Islam. Genau diesen Muslimen fallen die regressiven Linken in den Rücken. Seyran Ateş, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin hat weit über 100 Morddrohungen erhalten. Als Rechtsanwältin vertritt sie die Stadt Berlin in der Thematik Kopftuch zur Durchsetzung des Neutralitätsgesetzes. In der Auseinandersetzung mit den Religionen haben die regressiven Linken ihr Kriegsbeil im Rücken fortschrittlicher Muslime begraben.

Hüten wir uns vor den uneingeschränkt Toleranten, sie machen die Intoleranz gesellschaftsfähig.

Leben wir in Zeiten des Hypermoralismus?

Ein Politiker schwingt bei einer Rede den Zeigefinger (imago stock&people)
Moralisch soll man handeln, das wird uns von klein auf beigebracht. Aber was ist, wenn daraus eine „Hypermoral“ wird? Der Publizist und Philosoph Alexander Grau nennt diese Hypermoral die „Leitideologie unserer Zeit“, die die gesellschaftliche Spaltung befördere.

Moderation: Joachim Scholl | Deutschlandfunk Kultur

Nach dem Niedergang der traditionellen Religionen und Weltanschauungen werde heute die Moral selbst zur „Leitideologie“ und dominiere den gesellschaftlichen Diskurs. Diese These entwickelt der Münchner Publizist und Philosoph Alexander Grau in seinem Essay „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“.

Selbstreferentielle Moral

Immer mehr Lebensbereiche, die früher nicht ins Gebiet der Moral gefallen seien, würden heute von moralischen Erwägungen bestimmt. Ein augenfälliges Beispiel sei die Moralisierung des Konsums.

Aber auch die Zusammenstöße zwischen Linken und Rechten auf der Frankfurter Buchmesse sind für Grau ein Symptom der „Hypermoral“, insofern die Veranstalter selbst dazu aufgerufen hätten, ein „Zeichen gegen rechts“ zu setzen und sich so als „empörter Bürger“ geriert hätten. Dabei bestehe die Gefahr, dass im Namen von Pluralismus und Meinungsfreiheit ebendiese eingeschränkt würden.

Auf die Frage, ob „Hypermoralismus“ eher im linken oder rechten Spektrum zu finden sei, gibt Grau keine eindeutige Antwort: „Hypermoral“ sei mehr als bloß eine „starke Moral“ zu haben. Es gehe vielmehr darum, dass die Moral selbst eine andere Bedeutung im gesellschaftlichen Diskurs erhalte. Während klassischerweise die Moral aus traditionellen Systemen abgeleitet worden sei – etwa der Religion –, habe sich heute eine sich selbstbegründende Moral durchgesetzt, die sich ideologiefrei gebe und einen „objektivistischen Anspruch“ vertrete. Moral könne aber niemals ideologiefrei sein.

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Blasphemie und andere „Hassrede“

Foto: pixabay.com
Ihr habt doch wohl nicht den Internationalen Tag des Rechts auf Blasphemie (International Blasphemy Rights Day – IBRD) vergessen, oder?

Von Ronald A. Lindsay | Richard-Dawkins-Foundation

Er ist in ein paar Tagen – am 30. September (Anmerk. d. Red.: Der Originalartikel erschien am 28. September 2017) – nur für den Fall, dass ihr diesen Tag bizarrerweise vergessen haben sollten.

Das Center for Inquiry (CFI), eine Nonprofit-Organisation, der ich früher vorsaß, hat den IBRD 2009 ins Leben gerufen, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Kritik an religiösen Glaubensinhalten an vielen Orten auf der Welt durch gesetzliche Maßnahmen oder gesellschaftlichen Druck unterbunden wird. Unglücklicherweise gibt es viele Länder, insbesondere solche mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, die an Gesetzen festhalten, die harte Strafen für Blasphemie fordern – obwohl es mittlerweile eine formale Kampagne gibt, diese Blasphemiegesetze abzuschaffen, die auch erste Erfolge zeigte – so hat Dänemark im Juni sein jahrhundertealtes Blasphemiegesetz abgeschafft. Pakistan, um nur ein Beispiel zu nennen, verhandelt jährlich über mehrere Fälle von Blasphemie, die oft religiöse Minderheiten betreffen und manchmal mit Todesurteilen enden.

Selbst wenn keine Blasphemiegesetze durch den Staat verhängt werden, führt die zugrundeliegende Mentalität hinter diesen Gesetzen oft zu einem sozialen Druck, der davon abhält, die Ansichten der zugrundeliegenden Religion zu hinterfragen. Dieser Druck reicht bis hin zu tödlicher Gewalt derer, die durch das Infragestellen ihres Glaubens aufgebracht sind. Denken wir nur an die vielen Blogger in Bangladesch, die in den vergangenen Jahren von religiösen Extremisten zerhackt wurden.

Der Zweck der Blasphemiegesetze ist klar: Sie schüchtern religiöse Minderheiten ein, stillzuhalten und sie helfen der Mehrheitsreligion sich vor Kritik zu immunisieren. Was als heilig gilt, darf nicht infrage gestellt werden.

Natürlich formulieren die Länder, mit Gesetzen, die religiösen Widerspruch kriminalisieren, ihre Gesetze üblicherweise nicht so. Sie verbieten religiösen Widerspruch nicht ausdrücklich. Stattdessen verbieten sie Verhalten, das „Verachtung“ für religiösen Glauben erkennen lässt oder Worte, die Religion herabwürdigen. Aber Gesetze mit dem Ziel zu erlassen, religiöse Gefühle zu schützen, kann die Tatsache nicht verschleiern, dass die Gesetze die freien Äußerungen von Meinungen, die der Mehrheitsreligion widersprechen, unterdrücken. Außerdem ist die angebliche Begründung für diese Gesetze moralisch unhaltbar: Es gibt kein Recht, dass die eigenen religiösen Glaubenssätze – ebenso wie politische oder philosophische – vor Fragen oder Kritik schützt, egal wie sehr man sich von solchen Fragen oder Kritik beleidigt fühlt.

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Was glaubt jemand, der nicht glaubt?

Vernunft als Leitfaden, der Mensch im Mittelpunkt: Wie ein Weltbild jenseits der Religionen aussehen kann.

Von Uwe Lehnert | DER TAGESSPIEGEL

Was Christen oder Muslime glauben, das ist in groben Zügen so ziemlich jedem geläufig. Dagegen ist in der Öffentlichkeit so gut wie nichts darüber bekannt, was konfessionsfreie Menschen denken und für „glaubwürdig“ halten. Das ist eigentlich erstaunlich, bilden sie doch in Deutschland mehr als ein Drittel der Bevölkerung, in Berlin zum Beispiel stellen sie die übergroße Mehrheit dar. Eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Frühjahr 2016 ergab für Berlin, dass sich 61 Prozent der Berliner als konfessionsfrei, 21 Prozent als evangelisch und neun Prozent als Mitglied der katholischen Kirche bezeichneten. In den restlichen neun Prozent sind Muslime, Juden und rund 50 weitere Religionsgemeinschaften enthalten.

Konfessionsfreie vertreten mehrheitlich eine Weltanschauung, die sich bewusst von Religion und einem über allem stehenden Gott abgrenzt. Eine Minderheit unter ihnen ist zwar aus der Kirche ausgetreten, betrachtet sich aber oft noch in irgendeiner Weise als religiös.

Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen halten sich vornehm zurück, wenn es um die Darstellung des Denkens und Handelns nichtreligiöser Menschen in Deutschland geht. Dabei ist in allen Staatsverträgen, die zwischen jedem Bundesland und den jeweiligen Rundfunk- und Fernsehanstalten geschlossen wurden, ausdrücklich festgeschrieben, dass diese über alle relevanten gesellschaftlichen Gruppierungen und über alle relevanten gesellschaftlichen Ansichten und Meinungen angemessen zu berichten hätten. Aber lediglich die „staatstragenden“ Religionen haben Vertreter in den Medienräten. Und von denen verfügen fast nur die christlichen Kirchen über eigene Redaktionen und feste Sendezeiten. Diese besitzen somit trotz aller behaupteten Trennung von Staat und Religion ein staatlich gewährtes Privileg. Daher ist es verständlich, dass in oben erwähnter Emnid-Befragung 54 Prozent der interviewten Berliner sich durch die Medien und die Politik nicht ausreichend über die große Gruppe der Konfessionsfreien informiert fühlen.

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Wie der Individualismus das Parteiensystem zerstört

Demokratie in Zeiten der Ausdifferenzierung: jeder Sub-Gruppe ihre Partei / picture alliance
Demokratie basiert auf einem Grundkonsens und der Fähigkeit, Kompromisse einzugehen. Doch das Kennzeichen der Moderne ist der Individualismus. Wie lange können sich die klassischen Parteien noch halten?

Von Alexander Grau | Cicero

Der Individualismus ist das Kennzeichen der Moderne. Darin sind sich die meisten Beobachter einig. Und auch die Alltagserfahrung bestätigt das. Schließlich wollen wir alle ja ganz und gar einzigartig sein, autonom und unverwechselbar. Und so versorgt uns die Massengüterindustrie mit den Insignien eines echten individuellen Lebensstils: dem ganz persönlichen Outfit, der neuesten Extremsportart, und der Individualurlaub ist ohnehin gebucht.

Wie sehr die Ideologie des Individualismus unsere Gesellschaft bestimmt, sieht man auch daran, dass es kaum bekennende Antiindividualisten gibt. Zwar gibt es das übliche kulturkritische Dauerlamento über die Atomisierung und Individualisierung unserer Gesellschaft, über schwindenden Zusammenhalt und die allgegenwärtige Selbstsucht. Doch auf seinen persönlichen individualistischen Lebensstil verzichtet deshalb natürlich niemand. Denn der böse Individualist ist im Zweifelsfall immer der andere.

Doch in individualistischen Gesellschaften schwindet zunehmend der normative Konsens. Das liegt in ihrer Logik. Denn wenn jeder ganz individuell und einzigartig sein will, nimmt die Schnittmenge allgemein verbindlicher Ideale ab.

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Ursula von der Leyen: Dodo des Monats September 2017

Dodo des Monats September 2017 ©HFR

In keinem Bereich wird die Janusköpfigkeit des Christentums so deutlich wie in der Militärseelsorge. Auf der einen Seite propagiert man den Frieden und die Liebe Gottes, auf der anderen wie man feindliche Kinder Gottes am besten ins Jeseits befördert, ohne dabei in Sünde zu verfallen. Gläubige Soldaten sind gute Soldaten. So erklärte Hitler, am 26.04.1933 auf einer Diözesankonferenz den katholischen Bischöfen:

„Es droht eine schwarze Wolke mit Polen. Wir haben Soldaten notwendig, gläubige Soldaten. Gläubige Soldaten sind die wertvollsten. Die setzen alles ein. Darum werden wir die konfessionelle Schule erhalten, um gläubige Menschen durch die Schule zu erziehen.“A.Hitler

Die Bundesministerin meinte, dass die Bindung an eine sittliche Ordnung und das eigene Gewissen mache das Soldat-Sein in der Bundeswehr,„Um dies kritisch zu entwickeln brauchen wir Partner wie die Militärseelsorge.“
Die Zeiten ändern sich, gewisse Inhalte überhaupt nicht.

Artikel 141 der Weimarer Reichsverfassung in den Artikel 140 des Grundgesetzes übernommen:
„Soweit das Bedürfnis nach Gottesdienst und Seelsorge im Heer, in Krankenhäusern, Strafanstalten oder sonstigen öffentlichen Anstalten besteht, sind die Religionsgemeinschaften zur Vornahme religiöser Handlungen zuzulassen, wobei jeder Zwang fernzuhalten ist.“ Damit ist Militärseelsorge Anstaltsseelsorge.

Nichts davon steht in der Weimarer Reichsverfassung institutionelle Verbindungen von Staat und Kirche herzustellen, schon gar nichts davon Militärgeistliche als Staatsbeamte auf Zeit einzusetzen oder die ganze christliche Geisterbeschwörung staatlich zu finanzieren. Genau das ist der Fall.

Militärpfarrer werden von ihrer Heimatkirche für circa 6 Jahre freigestellt. Sie werden vom Militärischen Abschirmdienst überprüft, sie werden Bundesbeamte auf Zeit, sie leisten einen Beamten-Eid, sie haben ihr Büro in der Kaserne, sie fahren Dienstwagen der Bundeswehr, sie werden direkt vom Bundesministerium für Verteidigung bezahlt, sie tragen im Auslandseinsatz und auf Kriegsschiffen militärische Kleidung, und sie haben eine Bundeswehr-Mail-Adresse. Jedes Militärpfarramt ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Verteidigung. Offiziell sind die Militärpfarrer exemt, das ist lateinisch und heißt enthoben. Es bedeutet: Militärpfarrer haben keinen militärischen Dienstgrad. Aber in der Praxis wird ein Militärpfarrer von den Soldaten entsprechend seiner Bezahlung (A14/15) wie ein Oberstleutnant angesehen und angesprochen.

Das Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr ist keine Einrichtung der Kirche, es ist eine Behörde des  Bundesministeriums für Verteidigung. Wenn also die Evangelische Militärseelsorge der Bundeswehr ein Festkonzert im Berliner Dom gibt handelt es sich um eine Party des Bundesverteidigungsministeriums, die Kosten der Sause werden vom Steuerzahler bezahlt.

Von der Leyen ist für das großzügige Interpretieren von politischen Sachverhalten bekannt. Gläubige Soldaten sind sittlich und ordentlich. Ungläubige und Andersgläubige sind es nicht. Ohne das Gott-sei-bei-uns geht es nicht, wie wir oben gesehen haben, gläubige Soldaten setzen alles ein.

Kommen Militärpfarrer in etwas rauhere Gegenden, wo Andersgläubige andere Auffassungen haben, entfernen sie ganz einfach das Christenkreuz vom Schulterstück. Wer will schon so schnell und abrupt seinem Schöpfer gegenübertreten. Man will sittlich weiterleben.  Die Christen im römischen Kolosseum starben fest im Glauben an ihren Gott. Den Pfarrer-Weicheiern heutzutage liegt das nicht, ihre großen Meister verstecken ihre Kreuze ja schon in der Zivilisation des Tempelberges.

In dem Sinne: „Helm ab zum Gebet.“

Weder Adam noch Noah, Weder Abraham noch Mose, weder David noch Jesus waren Moslems


Bild: Lucas Cranach d. Ä. 1530 (public domain)
Der absurde Versuch des Islams die alten Gestalten der Bibel für sich zu beanspruchen

Von Laila Mirzo | Jüdische Rundschau

Jeder Mensch kommt als Moslem auf die Welt. Sie, ich, ja sogar der Papst und natürlich auch alle Rabbiner. Jeder ist von Geburt an Moslem, bis es die Eltern gründlich vermasseln, indem sie uns jüdisch erziehen, uns taufen lassen oder noch schlimmer, uns erzählen, dass es keinen Gott gibt. Der Islam ist die einzige legitime Ordnung, alle anderen Religionen sind Abweichungen und von Menschen konzipierte Irrlehren – so das gängige Narrativ in der islamischen Welt.

Mit Adam, dem Menschenvater und erstem Propheten des Islam, begann die Kette der Gesandten Allahs. Nach islamischer Vorstellung war jeder einzelne von ihnen – Abraham, Noah, Mose und Jesus – Muslime. Doch die Menschen verdrehten die Lehre von dem einen Gott, brachen seine Gesetze oder stellten ihm einen Sohn und einen Heiligen Geist zur Seite. Aus diesem Grund entsandte Gott letztendlich Mohammed, um die korrumpierten Lehren der Christen und Juden zu „korrigieren“.

Jeder wird nach islamischer Vorstellung „als Moslem geboren“
Wenn also ausnahmslos jeder Mensch als Moslem geboren wird, während das Judentum und das Christentum Initiationsriten haben, wie die Beschneidung und die Taufe, hat der Islam durch seinen Besitzanspruch einen erheblichen „Wettbewerbsvorteil“ gegenüber den anderen Schriftreligionen.

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