Strengere Vorgaben für Heilpraktiker gefordert

Idyll mit Schattenseiten. Das Gebäude des „Biologischen Krebs-Zentrum“ in Brüggen-Bracht, Nordrhein-Westfalen).Foto: dpa
Die Kritik an zu laxen Vorschriften für Heilpraktiker wird lauter. Künftig soll nicht mehr alles erlaubt sein, was nicht ausdrücklich verboten ist.
 

DER TAGESSPIEGEL

Nach dem Tod mehrerer Patienten in einer alternativen Krebsklinik am Niederrhein fordern Ärzte-Funktionäre und Patientenschützer strengere Vorschriften für den Beruf des Heilpraktikers.

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die Regelungen des Heilpraktikerwesens müssten völlig neu überdacht werden.

Zweifel an der Wirksamkeit homöopathischer Therapien äußerte der Vorsitzende der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, Josef Hecken: Behandlungen durch Heilpraktiker sollten verboten werden können, wenn deren medizinischer Nutzen nicht erwiesen sei. Krankenkassen dürfen auch freiwillig nicht Dinge finanzieren, für die „es keine Evidenz gibt“. Hecken ist der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte, Kassen und Krankenhäuser. Das Gremium legt fest, welche Leistung die Kassen bezahlen.

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Treffen der Visegrad-Gruppe – Sicherheit an allen Ecken

Merkel, Szydlo, Orban // (cc) P. Tracz / KPRM [Öffentliche Domäne] / Flickr
Beim Treffen der Visegrad-Gruppe in Warschau ging es vor allem um Sicherheit. Viktor Orban überraschte mit dem neuerlichen Vorstoß für eine europäische Armee. Beata Szydlo will die EU stärken, humanitäre Hilfe aber nur im Ausland leisten. Angela Merkel zeigte sich kompromissbereit.

Von Lars Leschewitz | POLEN HEUTE

Am letzten Freitag begrüßte Ministerpräsidentin Beata Szydlo neben Kanzlerin Angela Merkel auch die Ministerpräsidenten Robert Fico (Slowakei), Bohuslav Sobotka (Tschechien) und Viktor Orban (Ungarn) in Warschau. Das Treffen der sogenannten Visegrad-Gruppe in der polnischen Hauptstadt sollte den kommenden EU-Gipfel am 16. September in Bratislava vorbereiten, der sich auch mit dem Brexit befassen wird. Schwerpunkt der Gespräche war erwartungsgemäß die Migrationsthematik und die „Sicherheit“.

Taktgeber des Gespräches war Viktor Orban, der den Journalisten in die Notizblöcke diktierte, dass die EU an einem großen Vertrauensverlust leide – in der Wirtschaftskrise und in Fragen von Migration und Sicherheit. Der Rat der EU solle wieder anfangen die EU zu leiten. Die EU-Kommission solle sich aus der Politik zurückziehen und ihre eigentlichen Aufgaben erledigen. Dies könnte als Seitenhieb gewertet werden für die viele Kritik, die der Premier in den letzten Jahren aus Brüssel für seinen autoritären Führungsstil einstecken musste.

Orban sprach sich zudem für eine sehr restriktive Budgetpolitik der EU aus, die auf Wirtschaftswachstum ausgelegt sein soll. Ansonsten habe die Sicherheit höchste Priorität. Man sollte endlich den Bau einer gemeinsamen europäischen Armee starten, so der Ministerpräsident Ungarns. Weitere Details nannte er jedoch nicht.

Auch Robert Fico sprach viel von Sicherheit, wenn auch in erster Linie von wirtschaftlicher Sicherheit. Der Tscheche Bohuslav Sobotka stimmte der von Orban angedeuteten Zusammenarbeit bei der Verteidigung, etwa einer gemeinsamen Armee, grundlegend zu.

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Tote nach Krebstherapie: Heilpraktiker durfte experimentellen Wirkstoff verwenden

Drei Krebspatienten sind kurz nach einer Behandlung beim Heilpraktiker gestorben. Laut Staatsanwaltschaft ist noch unklar, ob es an einem experimentellen Wirkstoff gelegen hat.

SpON

Die Heilpraktiker-Praxis an der deutsch-niederländischen Grenze war für schwer krebskranke Patienten wohl der letzte Strohhalm: Die meisten galten als austherapiert, sagte Oberstaatsanwalt Axel Stahl in Mönchengladbach. „In einer solchen Situation braucht man nicht sehr viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass man bereit ist, sich auch experimentellen Dingen zu nähern, nach jedem Strohhalm zu greifen, der verspricht, dass man noch ein bisschen länger leben darf.“

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Gutachten: Manipulationen bei Dieselabgasen seit 2010 bekannt

Bild: dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Deutsche Experten erheben schwere Vorwürfe gegen die Politik und die Autoindustrie. Das betreffe „Dieselfahrzeuge aller Hersteller“, so die Gutachter.

Die Presse.com

Manipulationen der Autohersteller bei Dieselabgasen sind laut Experten schon jahrelang bekannt. Ein vom Deutschen Bundestag beauftragter Gutachter sei zu dem Schluss gekommen, dass spätestens eine Studie im Jahr 2010 auf das Problem aufmerksam gemacht habe, berichten „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagsausgabe), NDR und WDR.

Motoren seien so manipuliert worden, dass die Grenzwerte bei Tests gerade noch eingehalten werden. Das betreffe „Dieselfahrzeuge aller Hersteller“.

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Enteignungen wie im Osmanischen Reich

Verwandte und Freunde von Häftlingen vor dem Hochsicherheitsgefängnis von Silivri (80 Kilometer westlich von Istanbul): Bei Razzien in 18 Städten waren zuvor Geschäftsleute festgenommen worden, denen Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen werden. (Foto: AP)
Festnahmen, Pfändungen, Willkür: Die Wut der Regierung von Präsident Erdoğan trifft nun auch Geschäftsleute. Und zwar genau diejenigen, die vor Kurzem noch bejubelt wurden.
 

Von Yavuz Baydar | Süddeutsche.de

„Als mir klar wurde, dass ich auf Anordnung von ganz oben verhaftet werden sollte, war meine Angst wie weggeblasen. In diesem Moment begriff ich, dass ich nichts verbrochen hatte.“ So beschreibt die Schriftstellerin Aslı Erdoğan am fünften Tag ihrer Einzelhaft ihre Gefühle.

Die Zeitung Cumhuriyet hatte ihrem Anwalt Fragen mitgegeben. Diese Antwort gibt jedoch nicht wieder, wie es ihr körperlich geht. Sie hat große Gesundheitsprobleme.

„Fünf Tage lang wurde mir meine Medizin verwehrt. Ich habe Diabetes, muss eine strenge Diät einhalten und kann nur Joghurt essen. Ich durfte nicht an die frische Luft“, so Aslı: „Ich werde so misshandelt, dass ich dauerhafte körperliche Schäden davontragen werde. Mein Bett war voller Urin. Wäre ich nicht aus voller Überzeugung hartnäckig, könnte ich das hier nicht überleben.“

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NASA’s Latest Mission Will Attempt To Land on an Asteroid—And Bring a Piece Home

Image: NASA's Goddard Space Flight Center
Image: NASA’s Goddard Space Flight Center
Earth lives in the middle of a shooting gallery. We are surrounded by thousands of asteroids that whiz close to our planet. While we don’t know of an imminent threat to humanity as of now, history shows that eventually, something big will hit us. Just ask the dinosaurs.

By Elizabeth Howell | MOTHERBOARD

On September 8, if all goes according to plan, an SUV-sized spacecraft will blast off on its mission to a potentially hazardous nearby asteroid called Bennu. One important goal of OSIRIS-REx (Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security, Regolith Explorer) is to help scientists better predict the path of these small, rocky bodies as they careen through the solar system.

The NASA-led mission, which includes participation from the Canadian Space Agency, will stay at Bennu for two years, mapping its shape and size, and scooping a sample from the surface to return to Earth in 2023. For asteroid defense purposes, scientists will watch how solar heating affects the asteroid’s movements through a phenomenon called the Yarkovsky effect. “The asteroid absorbs the heat and it re-radiates that heat, which gives a subtle push to its orbit,” said Lindley Johnson, NASA’s planetary defense officer, in an interview with Motherboard. “Over time, especially for smaller asteroids, it changes the orbit subtly.”

Scientists have tracked Bennu’s Yarkovsky effect since 1999, when the Arecibo Observatory in Puerto Rico took measurements using radio wavelengths. Those measurements were repeated in 2005 and 2011, said mission principal investigator Dante Lauretta at a televised NASA press conference Aug. 17.

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Is Big Pharma Out to Stop—Or Take Over—Marijuana Legalization?

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)
Geoffrey Guy stood out when he began attending conferences of the National Organization for the Reform of Marijuana Laws in Washington, DC, in the mid to late 1990s. The stout British gentleman, dressed in a Brooks Brothers suit, was hard to miss among the other attendees dressed in tie-dye shirts and psychedelic parkas, recalled Allen St. Pierre, then NORML’s deputy national director.

By Joel Warner | MOTHERBOARD

But while he might not have fit in, Guy, a doctor in his early 40s who’d already made millions by founding a UK-based pharmaceutical company, was eager to learn all he could at the events about medical marijuana.

“He was like a dry sponge who desperately wanted to be thrown in a bucket of water,” said St. Pierre, who recently resigned from his 11-year stint as NORML’s executive director to pursue private-sector opportunities.

What Guy absorbed at those conferences and other fact-finding excursions became the basis for GW Pharmaceuticals, a UK drug company he founded with fellow doctor Brian Whittle in 1998 that has now become a major player in the legal marijuana industry by developing Sativex, a groundbreaking marijuana-derived drug sold in more than a dozen countries worldwide, and Epidiolex, a cannabis-based seizure medication that’s on a fast track to become the first cannabis-based drug approved in the United States.

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Pfäffische Gier: Katholische Kirche in NRW gegen schnelle Ablösung der Staatsleistungen

Bild: tilly
Bild: tilly
Die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen wendet sich gegen eine vorschnelle Ablösung der Staatsleistungen an die Glaubensgemeinschaften.

domradio.de

Forderungen der Grünen nach sofortiger Ablösung seien „wohlfeil, aber nicht hilfreich“, sagte der Vertreter der fünf NRW-Bistümer bei Landtag und Landesregierung, Antonius Hamers, der in Gelsenkirchen erscheinenden Wochenzeitung „Neues Ruhr-Wort“ (Samstag).

Die Grünen in NRW hatten angekündigt, im Wahlkampf auf Landes- und Bundesebene für eine Reform des Verhältnisses von Staat und Kirche einzutreten. „Jedes Jahr zahlen die Steuerzahler in Deutschland über 500 Millionen Euro an die beiden großen Kirchen, ohne dass diese dafür eine Leistung erbringen müssen“, sagte der Grünen-Landesvorsitzende Sven Lehmann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Schweiz: Kulturkampf um Kirchen- und Kuhglocken

Läuten mit dem Segen des Bundesgerichts: Die Kirchenglocken von Gossau (ZH). (Bild: Christoph Beutler / NZZ)
Lautstark wird gegenwärtig über die Immissionen von urschweizerischen Traditionen debattiert. Befeuert werden die Kontroversen von einer durch und durch eidgenössischen Institution.

Von Erich Aschwanden | Neue Zürcher Zeitung

Die Angelegenheit hat Albert Rösti in derart negative Schwingungen versetzt, dass er sie unbedingt loswerden musste. An der DV in Wettingen berichtete der SVP-Präsident mit grosser Sorge, «der Zerfall unserer Werte wird von hochdekorierten Persönlichkeiten unseres Landes vorangetrieben». Hochdekoriert sind sie tatsächlich die ETH-Forscher, die herausgefunden haben, dass Glockenschläge die Schlafqualität verschlechtern. Wegen dieser Studie dürfen die Glocken der Kirche Worb nachts nur noch die vollen Stunden schlagen – statt jede Viertelstunde. Unter dem Applaus der Delegierten schimpfte Rösti, die gleichen Persönlichkeiten, die unseren Werten nicht mehr Sorge tragen, seien jene, die sich gegenüber anderen Kulturen besonders dem Islam inklusive der Verschleierung übertolerant zeigten.

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Kirchen waren nie tabu

Ein Kirchenturm © H. Füller @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Nach einem gewaltsam beendeten Kirchenasyl konnte eine Asyl-Initiative die drohende Abschiebung eines Flüchtlings stoppen. Neben der Erleichterung über den guten Ausgang nimmt jetzt die Kritik über das Abschiebungsverfahren zu. Landesinnenminister Jäger soll Erklärung abgeben.

MiGAZIN

Der 31-jährige Flüchtling, der gewaltsam aus einem Kirchenasyl in Münster abgeführt wurde, soll im westfälischen Nordkirchen untergebracht werden. Das Verwaltungsgericht Münster hatte im Zuge eines Eilantrages die drohende Abschiebung nach Ungarn ausgesetzt. Asyl-Initiativen kritisieren das Vorgehen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie des Kreises Coesfeld. Sie sehen einen Bruch des Kirchenasyls und fordern Aufklärung.

Der Flüchtling habe eine Bescheinigung des Kreises Coesfeld erhalten, dass er sich bis Donnerstag in Nordkirchen einfinden solle, sagte ein Sprecher der Gemeinde am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst. Bis zum Mittwochnachmittag sei er zwar noch nicht eingetroffen. Der Mann werde aber von ehrenamtlichen Helfern betreut. „Daher gehen wir davon aus, dass das klappt“, sagte der Sprecher. In Nordkirchen habe die Gemeinde Wohnungen für Flüchtlinge angemietet. Der Mann war auch vor seinem Kirchenasyl in Nordkirchen untergebracht.

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Ablehnung von Flüchtlingen wächst weltweit

Bild: heise.de
44 Prozent der Deutschen sind nach einer Umfrage für die Schließung der Grenzen, 51 Prozent glauben nicht an eine erfolgreiche Integration

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Für die internationale Umfrage in 22 Ländern wurden mehr als 16.000 Menschen (16-65 Jahre) zwischen dem 24.Juni und dem 8. Juli befragt, also noch vor den Terroranschlägen in Nizza und Gaziantep oder den Anschlägen in Ansbach und Würzburg. Einwanderung wird zunehmend negativ beurteilt, die in Deutschland kurzzeitig gefeierte Willkommenskultur schwindet hier wie anderswo. Für 49 Prozent gibt es zu viele Flüchtlinge in ihrem Land, 40 Prozent treten für eine Schließung der Grenzen ein, nur 20 Prozent sehen in der Zuwanderung positive Aspekte, 46 Prozent sagen, dass die Einwanderung ihr Land auf eine unerwünschte Weise verändert. Eine Mehrheit in fast allen Ländern, eine Ausnahme ist nur Japan, sagt, dass die Zuwanderung in den letzten 5 Jahren angestiegen sei, allen voran mit 96 Prozent in der Türkei, in Schweden, Deutschland und Südafrika mit über 90 Prozent der Menschen.

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George W. Bush soff auch gerne bis zur Erweckung

Bild.de Redakteur Daniel Böcking hat sich zum Christentum bekehrt (Christian Langbehn)
Daniel Böcking ist stellvertretender Chef von bild.de. Vor einigen Monaten bekannte er sich in einem Artikel zum Christentum. Der Glaube habe sein Leben verändert, sagt er. Er trinkt keinen Alkohol mehr und verbietet sich die üblichen Lästereien unter Kollegen. Vom Boulevardjournalismus will er sich nicht verabschieden, der diene der Wahrheitsfindung, behauptet er.

Von Marie Wildermann | Deutschlandfunk

Der Glaube spielte in seinem Leben lange überhaupt keine Rolle, sagt Daniel Böcking, stellvertretender Chefredakteur von bild.de. Im Leben des heute 39-Jährigen lief alles rund: Journalistenschule, Karriere bei der Bild-Zeitung, glücklich verheiratet, drei Kinder.

„Was mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat, das waren viele Ereignisse im Jahr 2010. Da war ich direkt nach dem Beben in Haiti mit über 300.000 Toten dort vor Ort. Und da gab es natürlich wahnsinnig viel Leid, Trauer, Verzweiflung und trotzdem hat man dort immer wieder sehr viel Glauben gefunden, sehr viele betende Menschen. Wir waren dort mit sehr vielen Hilfsorganisationen, einige davon auch christlich. Es hat mich einfach total fasziniert, wie Menschen in solchen Situationen aus dem Glauben Kraft schöpfen können und das war auch das erste Mal, dass mir der Glaube an Jesus Christus näher gebracht wurde.“

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Flüchtlingsdeal: Bisher 2,2 Mrd. Euro an Türkei geflossen

Flüchtlingslager in der Türkei / Bild: REUTERS
Die EU-Kommission weist den türkischen Vorwurf zurück, die Pflichten aus dem Flüchtlingspakt vom März nicht zu erfüllen.

Die Presse.com

Die Europäische Union hat mittlerweile gut 2,2 Milliarden der zugesagten drei Milliarden Euro Hilfe für Flüchtlinge in der Türkei mobilisiert. Diese Zahl nannte die EU-Kommission am Mittwoch. Sie wies dabei erneut Vorwürfe aus Ankara zurück, die EU erfülle ihre Pflichten aus dem Flüchtlingspakt vom März nicht. Das sei „einfach nicht wahr“, betonte ein Sprecher in Brüssel.

Ende Juli sei eine Sondermaßnahme von 1,4 Milliarden Euro beschlossen worden, um Flüchtlingen und aufnehmenden Städten und Gemeinden in der Türkei zu helfen. Damit steige die mobilisierte Summe auf 2,24 Milliarden Euro. „Da stehen wir, das sind die Fakten“, sagte der Sprecher. Die versprochene Summe von drei Milliarden Euro bezieht sich auf die Jahre 2016 und 2017.

Die türkische Regierung hatte mehrfach bemängelt, dass die zugesagten Gelder nur spärlich flössen. Die Türkei hat rund drei Millionen Menschen aufgenommen, zumeist aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien.

The Global Human Footprint Is Running Out of Globe

Image: Venter et al
The physical, geographical impact of humans on global ecosystems—what’s known as the human footprint—has grown more slowly than Earth’s human population, finds a study published this week in Nature Communications. That is, as more humans are added to the planet, the rate of increase of those humans‘ impact on the planet in terms of land use has not kept pace. The implication is that on a per-person average, humans are leaving a smaller ecological imprint now than they had been previously.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

The human footprint generally refers to land taken up by humans for urbanization and agricultural purposes. It was first measured on a global scale in the 1990s, but has apparently not been updated since then. To this end, ecosystems researcher Oscar Venter and colleagues set about creating an updated footprint measurement using existing data on built surfaces, roads, crop and pasture land, nighttime lights, and human population density.

What they found was a footprint increase of about 9 percent between 1992 and 2009. This is in contrast to an increase in the human population on planet Earth of about 23 percent. That’s a fairly dramatic improvement, but we also don’t have any data to about how this relationship has changed through other periods in history.

„The primary aims of this study are to update the original human footprint map to provide a contemporary view of human pressures, and to create the first temporally consistent maps of the human footprint, such that patterns of change over time can be analysed,“ Venter and co. write.

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15.000 Norweger verlassen innerhalb von vier Tagen die Kirche

Foto: look/ORIGINAL zu : O:\\BILDER\\B_FERT Eine einsam gelegene Kirche im norwegischen Duoddar Sion nördlich von Alta. 15.000 Menschen weniger finden seit dem 15. August in die lutherische Volkskirche
Es scheint, als hätten 15.000 Mitglieder der lutherischen Volkskirche nur auf den richtigen Anlass gewartet, selbige zu verlassen. Der Grund für den Verlust ist eine technische Neuerung.

DIE WELT

Norwegens lutherische Volkskirche hat nach eigenen Angaben innerhalb von vier Tagen mehr als 15.000 Kirchenmitglieder durch Austritt verloren. Grund ist ein neues Onlineportal der Kirche, mit dem man vom heimischen Computer aus die Kirche verlassen oder sich als Mitglied registrieren lassen konnte.

Als das System am 15. August gestartet sei, hätten gleich am ersten Tag mehr als 10.000 Menschen die Kirche verlassen, teilte die Volkskirche in Oslo mit. Zugleich seien innerhalb von vier Tagen aber auch 549 Menschen aus anderen Kirchen dazugekommen oder in die Volkskirche zurückgekehrt.

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Streit um „Spaghettimonster“-Kirche geht in nächste Runde

Screenshot: http://www.pastafari.eu/
Screenshot: http://www.pastafari.eu/
Die „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ kämpft weiter dafür, Schilder mit Hinweisen auf die „Nudelmesse“ aufstellen zu dürfen.
 

Berliner Morgenpost

Neue Volte im Streit um die Schilder der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“. Weil die Gemeinschaft gern – wie die anderen Kirchen – im Ort Templin Hinweisschilder auf ihre Messe aufstellen will, hat deren Vorsitzender Rüdiger Weida Strafanzeige und einen Strafantrag gestellt. Und er geht gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt (Oder) in Berufung, wie der Sender „RBB“ berichtet.

Das hatte im April nämlich entschieden, es sei in Ordnung, dass der Brandenburger Landesbetrieb Straßenwesen das Aufstellen der Schilder verbiete. Auf den Schildern wurde die „Nudelmesse“ angekündigt – samt Angabe, wann diese in Templin stattfinde. Es handelt sich also um genau solche Schilder, wie es sie für evangelische und katholische Gottesdienste auch gibt.

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Ist der Ruf erst ruiniert, regiert sich’s völlig ungeniert

Im Gespräch: CDU-Landeschef Thomas Strobl (l.) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).Foto: dpa
Geheime Nebenabsprachen von Grün-Schwarz in Baden-Württemberg: Man könnte das einen Skandal nennen – früher zumindest hätten die Grünen das getan.

Von Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Mauschelei, die Zweite. Grün-Schwarz in Baden-Württemberg und die Nebenabreden zum Koalitionsvertrag, diesmal: Einsparungen. In den kommenden Jahren sollen tausende Stellen abgebaut werden, für hunderte Millionen Euro im Jahr. Dazu ist an Einschnitte für Beamte und Kommunen gedacht. Und die Grunderwerbssteuer könnte außerdem angehoben werden.

Das alles ist bisher geheim gehalten worden. Jetzt ist die Empörung groß. Man kann das einen Skandal nennen. Hätten die Grünen auch früher so genannt. Heute ist es anders. Wer Böses dabei denkt – den ereilt ein langer Verteidigungsbrief. Der kann auch gar nicht lang genug sein, um den Ruf der beiden Koalitionäre zu retten. Allerdings: Ist der Ruf erst ruiniert, regiert sich’s völlig ungeniert.

Geräte, die gefälschte Pässe erkennen, gibt es in den meisten Berliner Bürgerämtern nicht

Foto: pa/dpa Geräte, die gefälschte Pässe erkennen, gibt es in den meisten Berliner Bürgerämtern nicht
Pass gefälscht? In Berlin fehlen dafür die Prüfgeräte. Ein Bericht zeigte auf, dass sich ein Islamist legal anmelden konnte. Behördenmitarbeiter seien zudem machtlos gegen aggressive Antragsteller.
 

DIE WELT

In Berliner Behörden fehlen Geräte, mit denen gefälschte Pässe und Führerscheine erkannt werden können.

Bislang habe nur der Bezirk Neukölln die entsprechende Technik, in den anderen elf Bezirken werde die Einführung vorbereitet, teilte die Innenverwaltung mit. Die Bezirke seien aber selbst verantwortlich. Sie seien seit 2012 bereits zweimal zur Einführung aufgefordert worden.

In diesem sowie im kommenden Jahr sind im Landeshaushalt demnach jeweils 400.000 Euro für die Anschaffung der Dokumenten-Prüfgeräte vorgesehen. Im September solle dazu eine europaweite Ausschreibung starten.

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Schwäbische Politiker bremsen Salafisten aus

Dank der Raffinesse schwäbischer Kommunalpolitiker dürfen sich Salafisten in Fellbach nicht niederlassen. Der Gemeinderat änderte den Bebauungsplan und schob der Missionierung einen Riegel vor.

DIE WELT

Salafisten sind in Fellbach bei Stuttgart daran gehindert worden, ein Missionierungszentrum aufzubauen. Nach einer Warnung des Landeskriminalamts (LKA) blockierte die Stadt die Ansiedlung des Zentrums im Fellbacher Ortsteil Oeffingen vor eineinhalb Jahren mit der Änderung des Bebauungsplans. Das sagte ein Sprecher der Stadt. Das Landeskriminalamt wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern.

„Der Gemeinderat ist eingeschritten und hat durch eine Änderung des Bebauungsplans religiöse Versammlungen in dem betroffenen Teil des Gewerbegebiets untersagt und so die Ansiedlung verhindert“, sagte Sprecher Arnold Marhoffer. Der „Spiegel“ hatte am Wochenende zuerst über den Fall berichtet.

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Dummenfang mit christlichen Fußball-Profis

jesus_schaukel

Regisseur Kadel gegenüber dem Kölner „Express“: Er sei von „katholisch.de“ gefragt worden, „wer von den sieben Spielern des Films denn katholisch wäre“. Als er keine Katholiken nannte, kam „die trockene Absage“ – „katholisch.de“ vermutet PR-Aktion

kath.net

„Und vorne hilft der liebe Gott“. So heißt der neueste Film David Kadels über christliche Fußballpromis in Deutschland. Der Christ ist TV-Moderator, Kabarettist, Autor („Fußball-Bibel“), Journalist und – last not least – Motivationscoach u.a. für Fußball-Profis und die Deutsche Leichtathletik-Nationalmannschaft. Kadel erhielt von Internetportal „katholisch.de“ erst eine Anfrage und dann eine Ablehnung, er machte dies gegenüber der Kölner Tageszeitung „Express“ öffentlich. „Ich habe mich gefreut, als ich per email die Anfrage erhielt, über meinen Film zu berichten“, sagte Kadel, „doch sofort kam die Frage, wer von den sieben Spielern des Films denn katholisch wäre. Als ich antwortete, dass es allesamt Christen seien, aber keiner katholisch ist, kam die Frage zu meiner Person. Ich bin evangelisch und erhielt schließlich die trockene Absage, dass es dadurch leider unmöglich sei über diesen christlichen Film zu berichten!“
Mit einem letzten Vorstoß, so berichtete der „Express“ weiter, habe Kadel „die Macher des Portals zu überzeugen“ versucht, „dass viele katholische Fußball-Fans sicher Freude an den Bekenntnissen von Kloppo und Co. hätten“ doch er habe als Antwort nur erhalten: „Kein Interesse“.

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