Archiv der Kategorie: Ökonomie

New MIT Tool Quickly Roots Out Hidden Web App Security Bugs

Image: MIT News
Image: MIT News
It’s a funny time for software testing. As more and more software is replaced by web applications—the cloud, that is—software bugs have more and more come to mean security holes. That is, interacting with software now so often means exposing data, which means trusting the builders of said software to entirely new degrees. And, as builders, we really need to not fuck that up.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

Software testing—or debugging—is intense, tedious, and imperfect. Hence, software is full of bugs. Hence, software producers offer sometimes very large cash bounties to people that can find those bugs. A funny time.

Computer scientists from MIT have developed a new automated tool that can quickly comb through many thousands of lines of code written using the popular web framework Ruby on Rails looking for security vulnerabilities. In testing 50 popular RoR web applications, the tool, which will be presented at the International Conference on Software Engineering in May and is known simply as Space, was able to come up with 23 previously undiagnosed vulnerabilities. The longest it took to debug any program was 64 seconds.

weiterlesen

Kanada: Suizidserie in Indianerreservat

foto: reuters / chris wattie Bewohner von Attawapiskat nehmen an einer Mahnwache teil. In den vergangenen Monaten kam es dort zu zahlreichen Suizidversuchen.
Der Häuptling in Attawapiskat erklärt den Notstand und wirft so ein Schlaglicht auf die schlechte Lage der Ureinwohner

Von Bernadette Calonego | derStandard.at

Im isolierten kanadischen Indianerreservat Attawapiskat werden die Menschen von Suizidwünschen heimgesucht, als ginge ein tödliches Virus um. Am 11. April entdeckte der Stammesrat einen entsprechenden Pakt zwischen zwanzig Bewohnern des Reservats, darunter dreizehn Kinder. Sie hatten sich auf Facebook abgesprochen. Nur zwei Tage zuvor hatten sich elf Stammesmitglieder in der entlegenen Siedlung im Norden der Provinz Ontario umzubringen versucht. Daraufhin erklärte Häuptling Bruce Shisheesh den Notstand für sein Reservat. “Attawapiskat braucht Hilfe”, sagte er Politikern und Journalisten.

Seit vergangenem September hat es in dem isolierten Dorf Attawapiskat rund hundert Suizidversuche gegeben. Das jüngste Opfer unter den rund 1500 Bewohnern war elf Jahre alt, das älteste 71.

weiterlesen

Aufklärung macht Arbeit

Vor dreißig Jahren erschien in Frankreich der bahnbrechende Essay “Die Niederlage des Denkens”. Darin warnte der Philosoph Alain Finkielkraut vor einer Nationalisierung der Werte und warb für mehr Universalismus. Eine Wiedervorlage zur Flüchtlingskrise

Von Tilman Krause | DIE WELT

Wo einer herkommt, ist natürlich immer interessant. Aber wo einer hingeht, kann auch ganz aufschlussreich sein. Wenn er denn hingeht, weggeht. Wenn er sich aus vorbewussten Prägungen befreit. Wenn er denn das Unwissen oder um mit Kant zu sprechen: die Unmündigkeit hinter sich lässt und zu einem autonomen Individuum wird. Denn das ist ja beileibe nicht selbstverständlich.

Vieles hindert einen heute an dieser Arbeit am eigenen Ich. Die Macht der Religionen oder antidemokratische Regime spielen dabei zumindest in unseren Breiten keine übermäßig große Rolle mehr. Aber auch die Spaßgesellschaft setzt andere Prioritäten und legt vor allem darauf Wert, dass wir konsumieren. Und das turbokapitalistische Zeitalter der Globalisierung, in das wir eingetreten sind, bevorzugt ebenfalls ein Menschenbild, in dem das autonome Individuum, um es vorsichtig zu sagen, nicht geradezu ein Wunschkind darstellt. Mobilität und Verfügbarkeit sind wichtiger.

Gegner des Autonomiepostulats können sich dabei auf allerhand antiaufklärerische Strömungen berufen, die bisweilen weit in die Geschichte zurückgehen. Sie zu kennen, kann daher nicht von Nachteil sein, wenn man Werte wie Freiheit, Vernunft, Gerechtigkeit auf seine Fahnen schreibt.

Das mag sich auch Alain Finkielkraut gedacht haben, als er vor dreißig Jahren seinem französischen Publikum mit der Studie “Die Niederlage des Denkens” eine geistesgeschichtliche Spurensuche vorlegte, die sich gewaschen hatte. Gewaschen deshalb, weil sich der Autor, der schon damals zu den bekanntesten “neuen Philosophen” zählte, die seit Ende der Siebzigerjahre die marxistischen Meisterdenker abzulösen begannen, sich mit so ziemlich allen damals in Kurs stehenden publizistischen Lagern anlegte.

weiterlesen

Zensur: Facebook kriecht der türkischen Justiz in den Arsch

facebook-welt-karte

An den konkreten Anlässen für die Sperren zeigt sich, dass sie in Deutschland oder Großbritannien keine strafrechtliche Relevanz haben

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

 “Wir haben etwas entfernt, was Du gepostet hast” oder “Konto gesperrt” – solche Meldungen hat der Referent für Gewerkschaftsfragen bei der Rosa Luxemburg Stiftung,  Florian Wilde immer wieder über seinem  Facebook-Account erhalten. Die Gründe sind beliebig. Allerdings ist auffällig, dass die Anträge von der türkischen Justiz kommen und die von ihr inkriminierten Texte und Bilder in Deutschland  nicht strafrechtlich relevant sind.

So kassierte Wilde eine siebentägige Sperre bei Facebook, weil er Fotos aus einer Dokumentation über eine türkeikritische Demonstration in Hamburg gepostet hat. Dabei habe er nach vorherigen Sperren schon darauf geachtet, dass Symbole der kurdischen Arbeiterpartei PKK oder Forderungen nach der Freilassung von deren Vorsitzenden Öcalan nicht unter dem geposteten Material waren. Das waren schließlich die Gründe für die vorigen Sperren.

Das macht auch deutlich, wie disziplinierend sie wirken. Doch übersehen hatte er, dass für die türkische Justiz neben der kurdischen Nationalbewegung auch diverse linke Parteien und Gruppierungen relevant sind und sie verfolgt werden. Obwohl die im Unterschied zur PKK in Deutschland nicht verboten sind, führt Facebook auf Zuruf von türkischen  Behörden die Internetsperre durch. Für die Nutzer gibt es kaum Möglichkeiten, sich davor zu schützen, betont Wilde.

weiterlesen

Flüchtlinge erhalten Eignungstest für Hochschulen gratis

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) will den Hochschulzugang für Flüchtlinge erleichtern.

evangelisch.de

Studierwillige Asylsuchende sollen künftig kostenfrei einen notwendigen Eignungstest ablegen können, teilten das Bundesforschungsministerium und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit. Der sogenannte “Test für ausländische Studierende” (TestAS) wird von den meisten deutschen Hochschulen als Zugangsvoraussetzung verlangt. Es kostet pro Person etwa 70 Euro. Der DAAD will aus Ministeriumsmitteln diese Gebühr für Flüchtlinge finanzieren.

This VR Film Takes Viewers Inside a Slaughterhouse

So far, VR films have taken viewers everywhere from Ebola-stricken Liberia to Syrian refugee camps.But now, Animal Equality, an international farmed animal advocacy group, want to take you inside the grim and gory heart of a pig slaughterhouse. Their new project “iAnimal” literally plants viewers amidst a bunch of cramped pigs as they either await slaughter or give birth to piglets within tiny cages.

By Emiko Jozuka | MOTHERBOARD

“From our perspective, using VR is the best way to convey to someone what it’s like to be an animal inside a factory farm or a slaughterhouse,” Toni Shephard, the executive director of Animal Equality, told me over the phone.

“When we’re filming inside the metal cages where pigs give birth, as it’s at the pig’s eye-level, viewers see the bars next to them. It feels confining and you get a sense of what it’s like to be locked inside one of these crates,” she added.

The group teamed up with immersive video startup Condition One, and spent 18 months filming the interiors and conditions of cramped pig farms and pig slaughterhouses in several European countries, which included the UK and Spain. Their aim is to raise awareness among the general public and politicians in a bid to improve the conditions for animals, and get people to consume less meat.

read more

Ozeane: Klimawandel macht Sauerstoff knapp

Im Golf von Mexiko herrscht schon jetzt Sauerstoffmangel, der Klimawandel wird dies verstärken. © NASA/GSFC, MODIS
Todeszonen im Ozean: Spätestens ab 2030 droht größeren Meeresgebieten ein klimabedingter Sauerstoffschwund. Die Erwärmung wird dann die Aufnahme des Atemgases ins Meerwasser messbar behindern, wie Forscher anhand von Simulationen ermittelt haben. Knapper wird der Sauerstoff dann vor allem in tropischen Meeresgebieten, hier macht sich der klimabedingte Sauerstoffschwund trotz natürlicher Schwankungen deutlich bemerkbar.

scinexx

Schon jetzt existieren am Grund einiger Meeresgebiete sauerstoffarme “Todeszonen”, darunter auch in der Ostsee und im Atlantik. Doch durch den Klimawandel könnte sich das Sauerstoffproblem der Ozeane erheblich ausweiten. Zum einen, weil wärmeres Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen kann, zum anderen, weil die Durchmischung der verschiedenen Wasserschichten erschwert wird.

weiterlesen

Big Brother Award für die Datenkrake Change.org

Trommelwirbel und Applaus für die Datenkrake. © Heiko Sakurai
Am 22. April erhielt die Kampagnenplattform Change.org den „Big Brother Award“. Der Negativpreis wird vom Verein Digitalcourage jedes Jahr an Unternehmen, Behörden und Personen für den Missbrauch von Daten vergeben.
 

Von Lea Krug | greenpeace magazine

Petitionen für mehr Fahrradwege, gegen Atomkraft und Massentierhaltung – man könnte meinen auf der Seite einer gemeinnützigen Organisation gelandet zu sein. Doch das täuscht. Denn auf der US-amerikanischen Petitionsplattform Change.org kann jeder seine eigene Petition starten und verbreiten – wenn er dafür mit seinen Daten „bezahlt“.

„Eine eigene Agenda hat change.org im Gegensatz zu anderen Petitionsplattformen nicht“, erklären die Laudatoren des Big Brother Awards, Peter Wedde und Sönke Hilbrans . Sie werfen Change.org vor, Daten zu missbrauchen und gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Die Plattform selbst  sieht sich lieber als „Sozialunternehmen“ auf „Mission“. „Wir sind eine neue Art von Unternehmen – ein soziales Unternehmen, das die eigene wirtschaftliche Kraft dazu nutzt, sich für das Gemeinwohl einzusetzen“, heißt es auf der Website.

weiterlesen

Wieder mehr verdächtige Finanztransaktionen im Vatikan

Vatikanbank
Vatikanbank
Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr ist die Zahl der verdächtigen Finanztransaktionen im Vatikan wieder massiv gestiegen. Insgesamt 544 solcher Geschäfte seien im vergangenen Jahr gemeldet worden, teilte die Vatikan-Finanzaufsicht AIF in ihrem Jahresbericht mit, der am Donnerstag in Rom vorgestellt wurde.

Frankfurter Allgemeine

2014 waren nur 147 verdächtige Transaktionen gemeldet worden. AIF-Direktor Tommaso Di Ruzza betonte, der Anstieg bedeute nicht, dass es mehr illegale Aktivitäten gebe, sondern hänge mit mehreren Faktoren zusammen.

Dazu gehörten etwa das strikte Vorgehen gegen mutmaßliche Steuerbetrüger und eine generelle Stärkung des Meldesystems. 17 verdächtige Transaktionen gab die Aufsicht an die vatikanische Justiz weiter. Im vergangenen Jahr waren es 7 Fälle. Deutlich verstärkt hat der Vatikan die Zusammenarbeit mit den Behörden anderer Länder, 2015 geschah das in insgesamt 380 Fällen. “Der bilaterale Informationsaustausch hat sich bedeutend erhöht”, sagte AIF-Präsident René Brülhart.

weiterlesen

Länger leben durch längeres Arbeiten?

rente
Bild: Perscheid/FB
Arbeit macht langlebig – so scheint es zumindest. US-Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die im Alter länger arbeiten, auch länger leben. Je später die Pensionierung lag, desto später starben die Studienteilnehmer. Jedes Jahr mehr an Arbeit senkte dabei das Risiko vorzeitig zu sterben um immerhin elf Prozent, wie die Forscher berichten. Das bestätige die Annahme, dass ein aktives Leben körperlich und geistig fit halte.

scinexx

Wir werden heute nicht nur immer älter, die meisten von uns sind auch im Alter noch deutlich fitter als noch unserer Vorfahren vor rund 100 Jahren. Bis heute ist jedoch nur in Teilen bekannt, welche Faktoren einige Menschen einen besonders langen, gesunden Lebensabend beschert. Klar scheint, dass neben einer genetischen Veranlagung auch die Lebensweise und Ernährung eine Rolle spielt.

weiterlesen

Bedford-Strohm rät Kirche zur Nutzung sozialer Medien

Religiöser Spam
Religiöser Spam
Für ein stärkeres Engagement der Kirche in den sozialen Netzwerken hat sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ausgesprochen.

evangelisch.de

Es sei wichtig, “dass die Kirche sich vernetzt, nah bei den Menschen ist und eng mit ihnen kommuniziert”, sagte er am Donnerstag im hessischen Dreieich in einer Video-Botschaft vor den Teilnehmern einer Tagung der hessen-nassauischen Kirche. Facebook, Twitter und Co. eigneten sich hervorragend dazu, “all den Segen darzustellen, der aus unserem kirchlichen Handeln erwächst”.

Auch nach Ansicht von Margot Käßmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, sollten die sozialen Netzwerke in der evangelischen Kirche eine zentrale Rolle spielen. “Wir sollten die neue Technologie mutig aufgreifen”, sagte sie in ihrem Video-Grußwort vor rund 200 Tagungsteilnehmern. Denn sie biete eine besondere Chance auch Menschen zu erreichen, die der Kirche fernstehen. “Die Reformation muss weitergehen. Das gilt auch für die Medien und die Kirche”, betonte die frühere EKD-Ratsvorsitzende und hannoversche Landesbischöfin.

weiterlesen

Humanoid Robot Diver Visits an Ancient Shipwreck for Its Maiden Voyage

OceanOne. Image: Frederic Osada and Teddy Seguin/DRASSM
OceanOne. Image: Frederic Osada and Teddy Seguin/DRASSM
In the autumn of 1664, Louis XIV of France, also known as the Sun King, was expecting his flagship vessel La Lune to return to French shores from its latest expedition to North Africa. But the ship was in bad shape when it came to port in Toulon, and despite some slapdash repairs, it collapsed and sunk offshore on November 6, resulting in the deaths of over 700 passengers.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Embarrassed by the debacle, Louis downplayed the tragedy, and eventually La Lune and its victims receded from living memory. But you know what the Sun King didn’t count on? The fact that some 352 years later, a badass humanoid aquanaut robot named OceanOne would dive down to La Lune to shine a light on the long-lost wreckage.

Designed and built by roboticist Oussama Khatib and his team at Stanford University, OceanOne is the first underwater robot capable of bimanual dexterous manipulation, meaning it can grasp and hold stuff with its hands, just like a human. As an added futurist bonus, the robot is piloted by a sophisticated guidance system that allows researchers to virtually guide its motions with their own physical movements, safely above water.

read more

Neandertaler: Wurde ihnen Opportunismus zum Verhängnis?

Schädel eines Homo sapiens und eines Neandertalers im Vergleich © Hairymuseummatt/ CC-by-sa 2.0
Vorsprung durch Technik: Die Ernährung könnte eine entscheidende Rolle für das Verschwinden der Neandertaler gespielt haben. Denn wie Zahnanalysen belegen, waren die Eiszeitmenschen in puncto Speiseplan Opportunisten – sie aßen, was grad da war. Der Homo sapiens dagegen war unabhängiger von den Umweltbedingungen, denn er nutzte vermehrt Werkzeuge, um selbst schwer zugängliche Nahrung zu erbeuten.

scinexx

Die Neandertaler waren mehr als 250.000 Jahre lang die dominierende Menschenart in Europa. Doch vor rund 40.000 Jahren war plötzlich Schluss: Während aus Afrika unsere Vorfahren nach Europa einwanderten, schwand die Population unseres eiszeitlichen Vetters und er starb aus. Warum, ist bis heute rätselhaft.

weiterlesen

Atommüll-Lagerung: Konzerne sollen 23 Milliarden Euro zahlen

Bild: GNS Gorleben
Bild: GNS Gorleben
Die vier großen Energiekonzerne sollen sich mit der Zahlung von 23,3 Milliarden Euro von den künftigen Risiken der Atommüll-Endlagerung freikaufen können. Das ist das Ergebnis der Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs.

evangelisch.de

Die Kommission plädiert dafür, Auswahl, Bau und Betrieb eines Endlagers komplett dem Staat zu übertragen. Die Unternehmen werden von einer Haftung befreit, sobald sie das Geld in einen Fonds eingezahlt haben.

Die Konzerne haben bislang Rückstellungen von 17,2 Milliarden Euro für die Endlagerung des radioaktiven Abfalls gebildet. Die Kommission veranschlagt zusätzlich dazu nun einen Risikoaufschlag von 35 Prozent. Das Geld soll spätestens bis 2022 in den öffentlich-rechtlichen Fonds überführt werden.

weiterlesen

Klima: Kalt und heiß

Bild: Climate Change Institute / University of Maine/heise.de
Es ist ziemlich kalt derzeit in West- und Mitteleuropa. Eisige Winde wehen seit Tagen aus der Grönlandsee herab und für Schleswig-Holstein warnt der Deutsche Wetterdienst vor Schnee und Glätte. Dort hatte es bereits am Dienstag zum Teil kräftig geschneit.

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Für alle, bei denen dadurch Zweifel aufkommen, die globale Mitteltemperatur der Erde habe sich vielleicht doch nicht erhöht, zum einen der Verweis auf die Grafik für die globale Märztemperatur, die wir kürzlich hier veröffentlicht haben. Zum anderen zwei weitere Bildchen.

Bild: Deutscher Wetterdienst

weiterlesen

 

Religionspolitik: Warum das Zögern der Politik die AfD stark macht

Der Münsteraner Politikwissenschaftler Ulrich Willems (Sarah Batelka)
Der Münsteraner Politikwissenschaftler Ulrich Willems fordert eine neue Religionspolitik. Wegen der bisherigen Versäumnisse habe sich das Misstrauen gegenüber dem Islam einnisten können. Nicht nur Muslime, auch Konfessionslose würden benachteiligt. Über wichtige Themen wie Kirchensteuer, Beschneidung oder das Kopftuch werde nur noch im Krisenmodus diskutiert, sagte er im DLF.

Ulrich Willems im Gespräch mit Monika Dittrich | Deutschlandfunk

Monika Dittrich: Der Politikwissenschaftler Ulrich Willems hat der deutschen Politik auf diesem Feld kürzlich ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Die Parteien hätten die Religionspolitik zu lange vernachlässigt.  Ulrich Willems ist Professor an der Universität Münster, wo er auch dem Exzellenzcluster Religion und Politik angehört. Jetzt ist er uns zugeschaltet – guten Morgen Herr Willems!

Ulrich Willems: Einen schönen guten Morgen, Frau Dittrich, und auch einen schönen guten Morgen Ihren Hörerinnen und Hörern!

Dittrich: Herr Willems, Sie üben scharfe Kritik an der Bundesregierung und den etablierten Parteien. Was haben die versäumt?

Willems: Spätestens seit 1990, seit der deutschen Wiedervereinigung steht eine Reform der religionspolitischen Ordnung der Bundesrepublik auf der Tagesordnung. Das hat damit zu tun, dass die religionspolitische Ordnung, die man Ende der 40er Jahre, Anfang der 50er Jahre verabschiedet hat, gewisse Asymmetrien aufweist. Sie räumt den Kirchen einen besonderen Status ein. Und zugleich ist spätestens seit 1990 deutlich geworden, dass die größte religiöse Minderheit – die Muslime – im Land bleiben werden. Seitdem warten wir darauf, dass die Politik Vorschläge vorlegt. Wenn Sie sich ansehen, was seitdem passiert ist: Wir haben immer noch nicht in allen Bundesländern islamischen Religionsunterricht, obwohl Religionsgemeinschaften nach Artikel 7, Absatz 3 darauf Anspruch haben; die Frage des Körperschaftsstatus für Religionsgemeinschaften ist noch nicht geregelt; erst seit 2012 – und das auch im Rahmen erst eines Modellversuches – gibt es islamische Fakultäten an vier Universitäten in der Bundesrepublik. Also man sieht, es hat sehr, sehr lange gedauert. Die Fragen sind immer noch nicht durchdiskutiert. Das Problem besteht darin, dass die Muslime – wenn wir über diese Gruppe vornehmlich reden – dementsprechend immer vehementer ihr Recht auf gleiche Religionsfreiheit fordern. Und dann entsteht der Eindruck, da wolle eine Gruppe jetzt in irgendeiner Art und Weise Sonderrechte erlangen. Das ist der Diskussion nicht förderlich.

weiterlesen

Studie: Religion spielt für Integration geringere Rolle als angenommen

Gehört der Islam zu Deutschland? Die Deutschen sind in dieser Frage zwiegespalten. (Foto: Carsten Koall/Getty)
Das fanden Forscher in einem Gutachten heraus. Entscheidend für den Erfolg in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt sei der soziale Hintergrund.
 

Von Jan Bielicki | Süddeutsche.de

Alle reden vom Islam – doch nach Ansicht führender deutscher Migrationsforscher wird die Rolle, die Religion für die Integration von Einwanderern spielt, “allgemein überschätzt”. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen sehen die Wissenschaftler keine belastbaren Belege dafür, dass die Religion oder die Religiosität eines Migranten dessen Teilhabe an Bildung oder Arbeitsmarkt grundsätzlich erschwert. Zum anderen lassen sich für sie Unterschiede, die es bei der Integration verschiedener religiöser Gruppen gibt, auch “nicht in erster Linie” auf die Religionszugehörigkeit zurückführen.

Zentraler Erklärungsfaktor für Erfolg und Misserfolg in der Schule und am Arbeitsmarkt “ist und bleibt der soziale Hintergrund”, heißt es in dem Jahresgutachten, das der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) am Dienstag in Berlin vorstellte.

weiterlesen

Täterorganisation Kirche: Missbrauchsopfer wurden nicht unter Druck gesetzt

missbrauch_kathol

Das Erzbistum Freiburg wendet sich gegen den Vorwurf des ARD-Magazins «Report Mainz», Missbrauchsopfer bei Verhandlungen über Entschädigungszahlungen unter Druck gesetzt zu haben.

kath.net

Das Erzbistum Freiburg wendet sich gegen den Vorwurf des ARD-Magazins «Report Mainz», Missbrauchsopfer bei Verhandlungen über Entschädigungszahlungen unter Druck gesetzt zu haben. Bei den Gesprächen mit Missbrauchsopfern aus dem südbadischen Ort Oberharmersbach habe es keine Drohungen oder vergleichbare Äußerungen gegeben, sagte ein Bistumssprecher am Dienstag auf Anfrage. «Report Mainz» zitiert einen Betroffenen mit den Worten: «Es hieß damals, entweder geben wir uns mit 20.000 Euro zufrieden oder wir bekommen halt nichts.» Ein anderer Mann warf der Kirche laut «Report» vor, ihn nach der Geldzahlung im Stich gelassen zu haben.

weiterlesen

Käse: Milben als Aromabringer

Ein Laib Milbenkäse – er sieht auf den ersten Blick ganz harmlos aus. © Dundak (Ivo Bauer), wikipedia / CC-by-sa 3.0
Wimmelndes Leben im Käse: Der Würchwitzer Milbenkäse ist berühmt – nicht nur für seine winzigen tierischen Produzenten, sondern vor allem wegen seines ungewöhnlichen Zitrusaromas. Jetzt haben Forscher herausgefunden, was dem Käse diesen Geschmack verleiht: Es ist ein Abwehrsekret der Milben, das sie versprühen, wenn der Käse zerteilt oder angeschnitten wird.

scinexx

Wenn Milben einen Käse befallen, gilt er normalerweise als verdorben. Nicht so beim Würchwitzer Milbenkäs“: Dieser wird bei der Herstellung absichtlich mit tausenden dieser winzigen Spinnentiere versetzt. Die Milben leben dann mehrere Monate auf dem Käse und verzehren neben dem für sie als Futter zugesetzten Roggenmehl auch kleine Käseanteile. Ihr Speichel wiederum regt die Fermentation des Käses an und unterstützt so dessen Reifung.

weiterlesen

This VR Tour of Chernobyl Eerily Compares Scenes Before and After the Fallout

This Tuesday marks the 30th anniversary of the Chernobyl disaster, which remains the worst nuclear accident in history. On April 26, 1986, the plant’s infamous reactor four experienced a spike in power that sparked a catastrophic meltdown. Thirty-one people were killed during the event itself, and radiation poisoning has since affected millions of people within the massive fallout zone.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

In the decades since, the power plant has been abandoned to ruin and reclamation by the surrounding wilderness, as has its host city of Pripyat, which has made the region a popular destination for adventurous tourists. But soon, anyone with a VR headset will be able to explore the eerie landscape thanks to the Chernobyl VR Project, an immersive virtual tour currently being developed by Polish game development company The Farm 51.

The development team acquired scientific permits to explore and film areas off limits to the public

The game is set for release this June on Oculus Rift, but the team released a sneak peek of the graphics and design for the 30th anniversary. With 360-degree views and ghostly apparitions of life before the fallout, the new trailer offers a chilling look at Chernobyl, past and present.

read more