Archiv der Kategorie: Ökonomie

Kirche: Grundlagenpapier zur Passion Christi

Die EKD legt mit „Für uns gestorben“ einen Grundlagentext zur Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi vor Foto: Pics money|Fotolia

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat am Donnerstag einen Grundlagentext zur Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi vorgelegt. Er ist nicht allein an Christen adressiert. Die Kirche beantwortet darin wichtige Fragen zum Sinn von Jesu Tod.


pro Medienmagazin

Der gefolterte Jesus hängt am Kreuz von Golgatha. Durch seinen Tod am Kreuz sind die Sünden der Menschen vergeben. Diese Bild kennzeichnet die Basis des christlichen Glaubens. Die Kammer für Theologie der EKD hat einen Grundlagentext zur Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi erarbeitet. Sie hat sich mit Fragen auseinander gesetzt wie: „Was heißt es, dass Gott uns liebt?“ oder „Was heißt es, dass er sich in Jesus Christus für uns ans Kreuz schlagen ließ?“

Der Text „Für uns gestorben. Die Bedeutung von Leiden und Sterben Jesu Christi“ soll Zugänge zu diesem Glauben eröffnen. Er sei eine Orientierungshilfe und ganz bewusst für breitere Kreise geschrieben worden, teilt die EKD mit. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm schreibt im Geleitwort: „Dieses Buch ist nicht nur an Christinnen und Christen in der Evangelischen Kirche adressiert, sondern ist ein Gesprächsangebot an alle, die nach Bedeutung und Sinngehalt des christlichen Glaubens fragen, auch dann, wenn sie diesen nicht teilen oder ihm sogar ablehnend gegenüberstehen.“ Ein theologisches Memorandum für Experten möchte die Schrift nicht sein.

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Sekten-Info NRW: «Geistheiler werden immer dreister und gefährlicher»

Bild: svz.de

Bild: svz.de

Sekten-Info NRW bietet Hilfe für Betroffene und Angehörige an, die im Konflikt mit Glaubensgemeinschaften stehen. Falsche Geistheiler beispielsweise hielten Patienten von wichtigen Arztbesuchen ab, warnen die Experten.


Westfälische Nachrichten

Nach den Erfahrungen von Sektenexperten sind in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen Opfer falscher Versprechungen von Geistheilern geworden. Mit dem Erfolg der Esoterikwelle seien auch die Methoden der Wunderheiler dreister geworden, sagte die Leiterin von Sekten-Info NRW in Essen, Sabine Riede. Die Beratungsstelle stellt heute ihren Jahresbericht 2014 mit aktuellen Fällen vor.

Nach den Worten von Riede behaupten beispielsweise Esoterik-Heiler ohne medizinische Ausbildung, bei Krankheiten helfen zu können und halten so Patienten von einem wichtigen Arztbesuch ab. Die Zeugen Jehovas und Scientology seien immer noch gefährlich, warnte die Expertin. Die Anzahl an Beratungsfällen habe sich zwar nicht groß verändert, es gebe es aber inzwischen mehr Menschen, die aus solchen Gruppierungen ausstiegen.

Nach “Beckmann”-Sendung: Online-Petition will “Astro TV” verbieten

Gegen Astro TV liegt eine Online-Petition vor. Foto: Screenshot

Am Montag ging es in der Reportage-Reihe “Beckmann” um Abzocke bei vermeintlichen Heilsbringern und Wahrsagern, wie sie etwa beim TV-Sender “Astro TV” zu sehen sind. Jetzt laufen viele Menschen Sturm gegen den Sender und möchten sogar, dass er aufgelöst wird.


Berliner Kurier

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat bis Donnerstagabend rund 100 Beschwerden über den Sender bekommen. “Die Beschwerden zielen auf eine Überprüfung der Sendelizenz und auf einen möglichen Lizenzentzug für AstroTV ab”, sagt eine Sprecherin der Medienanstalt.

Falschaussagen für den Umsatz

In der Sendung kam unter anderem eine ehemalige AstroTV-“Lebensberaterin” zu Wort, die die verantwortliche Produktionsfirma Adviqo AG kritisiert. Sie habe während ihrer Zeit bei dem Sender den Druck verspürt, immer mehr Umsatz zu generieren, weshalb sie Anrufern Dinge gesagt hätte, nur damit weiterhin bei ihr anrufen würden.

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“Boko Haram zeigt Scheitern des postkolonialen Staats”

boko_haram

Islamwissenschafter Lohlker ortet ein massives Versäumnis der nigerianischen Regierung im Kampf gegen die Islamisten


Interview Judith Moser|derStandard.at

Der Feldzug der IS-Terrormiliz im Irak und in Syrien steht medial im Mittelpunkt. Islamistische Strömungen in Afrika sind hingegen meist nur Randthema. derStandard.at sprach anlässlich der Wahlen in Nigeria mit dem Islamwissenschafter Rüdiger Lohlker über die Ursprünge und Rolle der radikalislamischen Organisation Boko Haram.

derStandard.at: Boko Haram erlangte in Europa spätestens mit der Massenentführung von rund 300 Schülerinnen in Chibok im April 2014 traurige Bekanntheit. Zuletzt sollen diese Woche wieder rund 500 Frauen und Mädchen entführt worden sein. Die Gruppierung existiert jedoch schon bedeutend länger. Welche Faktoren haben zur Entstehung Boko Harams beigetragen?

Lohlker: Letztendlich geht Boko Haram auf die Kolonialzeit zurück, die die Bedingungen für die Attraktivität einer solchen Gruppierung geschaffen hat. Die Briten haben gewisse Regionen wie Nordkamerun oder den Nordosten von Nigeria vernachlässigt. In diesen Regionen gibt es nach wie vor großen Nachholbedarf in der Entwicklung, was in Perspektivlosigkeit resultiert. Natürlich kann man sagen, dass bereits in den 1960er-Jahren Radikalisierungstendenzen unter nigerianischen Muslimen festzustellen waren. Ich bin jedoch etwas bescheidener und sage, dass diese Tendenzen in Nigeria erst in den 1980ern durch transnationale Entwicklungen und das Scheitern der nationalen nigerianischen Politik verstärkt worden sind. Ohne massive Fehler der nigerianischen Regierung wäre Boko Haram vielleicht eine Sekte geblieben und nicht zu dem geworden, was es heute ist. Boko Haram ist für mich Ausdruck des Scheiterns des postkolonialen Staates.

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Ukraine: als Kampffeld erwünscht

Der ukrainische Präsident Poroschenko am Mittwoch beim Empfang der ersten Lieferung von Humvees, also noch von so genannten “nichttödlichen” Waffen. Bild: president.gov.ua

Mit satter Mehrheit von Demokraten wie Republikanern hat das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten dazu aufgerufen, an die ukrainische Regierung auch “tödliche Waffen” zu liefern. Die US-amerikanischen Oberkommandierenden der NATO verlangen längst danach; im Terrain der westlichen Nachbarn der Ukraine und Russlands baut das transatlantische Bündnis eine zweite Front auf. Das Minsker Abkommen Nr. 2 wird dabei kaum ernst genommen.


Von Arno Klönne|TELEPOLIS

In der US-amerikanischen politischen Klasse dominiert der Drang, beim “hybriden” Krieg um die Ukraine die militärische Komponente zu stärken und so auch die geopolitische Konfrontation mit Russland zu verschärfen. Mit einem “großen” oder gar atomaren militärischen Konflikt zwischen Moskau und Washington wird offenbar nicht kalkuliert, wohl aber mit einer Fortdauer der Gewalt in der Ukraine und weiteren Sanktionen gegen die russische Ökonomie. Dass so Differenzen zwischen der US-amerikanischen Russlandpolitik und der etlicher EU-Staaten, vor allem auch der Bundesrepublik, sich verfestigen, beunruhigt die Supermacht nicht; einen Dämpfer für europäische Eigenwilligkeiten hat sie offenbar einkalkuliert. Weshalb denken US-Politiker so?

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Stadt Münster gibt keinen Zuschuss zum Katholikentag

Bild: tilly

Bild: tilly

Die Gesamtkosten für den Katholikentag belaufen sich nach aktuellen Planungen auf 9,3 Millionen Euro.


kath.net

Die Stadt Münster wird keinen Zuschuss zum dortigen Katholikentag im Jahr 2018 geben. Der Stadtrat lehnte am Mittwochabend eine Vorlage von Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) ab, die einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro vorsieht. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linkspartei wurde beschlossen, den Katholikentag nur durch Sachleistungen zu unterstützen.

In einer teils sehr kontroversen Debatte betonten die Kritiker einer Bezuschussung, die Kassenlage der Stadt lasse keine Zahlungen für das Laientreffen zu. Es sei nicht einzusehen, dass die Stadt dafür Schulden aufnehme. Dagegen hob Lewe hervor, der beantragte Zuschuss umfasse lediglich ein Promille des Haushaltes.

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Pat Robertson: ‘Was the co-pilot a Muslim? Why did he want to kill all those people?’

pat-robertson-prophetChristian televangelist Pat Robertson suggested on Thursday that the co-pilot’s decision to crash Germanwings Flight 9525 could be explained if he was a Muslim.


By Dave Edwards|Raw Story

French prosecutors concluded on Thursday that co-pilot Andreas Lubitz had locked the pilot out of the cockpit, and then deliberately crashed the plane into the French Alps, killing 150 people.

“What happened to that plane that crashed into the French Alps?” Robertson asked on Thursday’s edition of The 700 Club. “Well, they’ve begun to find out. The pilot went to the lavatory and was soon locked out of the cockpit. He pounded on the door, begging to come in. But the door was not opened.”

“The co-pilot then takes the plane, pushes it into a dive and crashes it. The passengers are screaming as the plane went down. The pilot is yelling.”

“What a terrible tragedy,” the TV preacher continued. “Was that co-pilot a Muslim? Was he suicidal? What was it about him?”

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Dodo Müller bekräftigt Unauflöslichkeit der Ehe

Gerhard L. Müller links im Bild

Gerhard L. Müller links im Bild

Eine Scheidung sei nach katholischem Verständnis wie eine Amputation, sagte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation. «Ich glaube, dass gewisse Theologen und Bischöfe sich dieser Worte wieder bewusstwerden müssen.»


kath.net

Mit Blick auf die Weltbischofssynode zu Ehe und Familie im Herbst hat Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller die Unauflöslichkeit des Ehesakraments bekräftigt. Eine Scheidung sei nach katholischem Verständnis wie eine Amputation, sagte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation dem französischen Magazin «Famille Chretienne» (Samstag).

Angesichts der aktuellen Debatten gelte es, das bereits von dem Kirchenlehrer Johannes Chrysostomos (um 345 – 407) geprägte Bild in Erinnerung zu rufen, so Müller. «Ich glaube, dass gewisse Theologen und Bischöfe sich dieser Worte wieder bewusstwerden müssen.» Als Bezugspunkte für die katholische Ehelehre nannte der Präfekt der Glaubenskongregation Papst Pius XI. (1922 – 1939) und seine Ehe-Enzyklika «Casti Connubii» von 1930. Hinzu kämen die entsprechenden Schriften der Päpste Johannes Paul II. sowie Benedikt XVI. «Nicht zu vergessen das Zweite Vatikanische Konzil.»

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Pestizid Glyphosat: krebserregend oder nicht?

Glyphosat wird auch auf rund einem Drittel der deutschen Äcker eingesetzt © thinkstock

Besorgniserregend oder übertrieben? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Herbizid Glyphosat als “krebserregend bei Menschen” eingestuft. Das aber würde bedeuten, dass das weltweit am häufigsten eingesetzt Pestizid gesundheitsschädlich ist. Ob die WHO damit zu weit vorgeprescht ist oder ob Grund zur Sorge besteht, darüber wird nun heftig diskutiert. Auch Forscher sind geteilter Meinung.


scinexx

Dass wir unsere intensive, durch Spritzmittel auf Ertrag getrimmte Landwirtschaft mit Risiken für Umwelt und Gesundheit erkaufen, ist nicht neu: So dürfen drei Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide in der EU nur noch sehr eingeschränkt verwendet werden, weil sie Bienen schädigen und Mitschuld am Bienensterben haben könnten. Auch der Rückgang vieler Vogelarten könnte laut Studien auf die Neonicotinoide zurückzuführen sein. Bei dem Pestizid Methoxychlor gibt es zudem Hinweise auf generationsübergreifende Gesundheitsschäden.

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Die NSA als Religion

NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT

NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT

Die Abhörbehörde NSA strebt mit ihrem Datensammeln danach, das Verhalten der Menschen vorwegnehmen zu können. Aber ist eine solche «observierte Freiheit» noch eine Freiheit?


Von Wolfgang Taus|Neue Zürcher Zeitung

Sir Isaac Newton meinte zu Beginn des 18. Jahrhunderts, er spiele lediglich am Rande des «grossen Ozeans der Wahrheit», der «unentdeckt» bleibe. Die amerikanische Abhörbehörde (National Security Agency – NSA) hingegen greift auf diesen Ozean zu. Sie ist dabei, zu erreichen, was an sich unerreichbar ist, und nennt dies «Getting the ungettable». Der deutsche Philosoph Bernhard H. F. Taureck versucht den Leser in seinem hochbrisanten Buch auf die quasitheologischen Begründungen und Rechtfertigungen der NSA hinzuweisen. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden insbesondere auch in der Zivilgesellschaft massiv in die Kritik geraten, sucht die NSA nach Argumenten für ihren Daseinszweck.

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Vatikan: 5,9 Milliarden Euro Vermögenswerte für die Vatikanbank

Vatikanbank

Vatikanbank

Die Vermögenswerte der Vatikanbank beliefen sich im Jahr 2014 auf 5,9 Milliarden Euro. Diese Zahl wurde in einer Broschüre mit dem Titel „Porträt des IOR“ des Heiligen Stuhls veröffentlicht. Das Institut für die Religionswerke informiert auch welche Kunden und Einrichtungen die Vermögenswerte der Bank darstellen. In dieser Broschüre versichert die Vatikanbank außerdem, keine anonymen Konten zu besitzen.


Radio Vatikan

Anfang des Monats wurde ein neuer Vizedirektor des Geldinstituts ernannt. Der 59-jährige Italiener Gianfranco Mammi wurde in seinem neuen Amt von zwei maßgeblichen Stellen gebilligt, zum einen von der vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde AIF, zum anderen von der Kardinalskommission, die für die Prüfung des IOR – wie die Vatikanbank offiziell heißt – zuständig ist. Im Juli 2014 löste der Franzose Jean-Baptiste de Franssu den deutschen Ernst van Freyberg an der Spitze des vatikanischen Finanzinstituts IOR ab. Er sollte eine zweite Reformrunde des Instituts einläuten, hieß es damals dazu aus dem Vatikan.

Tebartz-van Elst droht Verfahren im Vatikan

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Dem früheren Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst droht ein kirchenstrafrechtliches Verfahren. Darüber werde mit dem Vatikan nach Ostern gesprochen, kündigte der Apostolische Administrator Manfred Grothe an, der die Diözese Limburg verwaltet, bis ein neuer Bischof ernannt ist.


Von Christoph Cuntz|MAIN-SPITZE

Tebartz hatte eine umstrittene Bischofsresidenz bauen lassen, die am Ende 31 Millionen Euro gekostet hatte. Der Bau sei „natürlich weniger wert“, sagte Grothe. Genauere Angaben wollte er nicht machen. Doch war eine Kommission im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz vor gut einem Jahr zum Ergebnis gekommen, dass die Baunebenkosten durch Mehrfachbeauftragungen und Doppelvergütungen um 8,3 Millionen Euro gestiegen waren.

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Saudi-Arabien: 60 Prozent der geplanten Ehen werden aufgrund “genetischer Inkompatibilität” abgebrochen

King Fahd Road in Riad. Bild: BroiadArrow/CC-BY-3.0

Seit 2004 ist ein vorehelicher Gen- und Gesundheitstest in der fundamentalistischen Monarchie verpflichtend


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Saudi-Arabien hat ein doppeltes Gesicht. Die autoritäre Monarchie mit einer extrem fundamentalistischen, patriarchalischen Religion, die archaische Verhaltensweisen vorschreibt und sanktioniert, rüstet gleichzeitig mit moderner Technik auf. Dass die Benutzung von Hightech aus dem Westen mit dem radikalen Islamismus harmoniert, führt auch der Islamische Staat vor, dessen Ideologie dem wahabitischen Islam Saudi-Arabiens gleicht.

In Saudi-Arabien wurden 2004 verpflichtende Gen- und Gesundheitstests vor der Heirat eingeführt. Jährlich nehmen an dem Programm “Gesunde Heirat” 270.000 bis 300.000 Menschen teil. 2014 trennten sich aufgrund festgestellter “genetischer Inkompatibilitäten” 165.000 heiratswillige Menschen nach Angaben von Medien. 60 Prozent der Teilnehmer trennen sich nach dem Test durchschnittlich von ihrem Heiratspartner, weil angeblich großes Risiko für Erbkrankheiten bei möglichen Kindern besteht.

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Obama hat “ernsthafte Differenzen” mit Netanjahu

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90) bearb.:BB

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
bearb.:BB

US-Präsident Barack Obama sieht weiter tiefgreifende Meinungsunterschiede mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Es gebe “ernsthafte Differenzen” hinsichtlich der Gründung eines Palästinenserstaats, sagte Obama am Dienstag bei einer Pressekonferenz.


derStandard.at

“Wir glauben, dass zwei Staaten der beste Weg für Israels Sicherheit, für die palästinensischen Ansprüche und für die regionale Stabilität sind.” Netanjahu verfolge dagegen einen anderen Ansatz.

Obama bestritt, dass ein gestörtes persönliches Verhältnis zu Netanjahu der Grund für die jüngsten Verstimmungen sei. “In dieser Frage geht es nicht um die Beziehungen zwischen Spitzenpolitikern”, sagte er, sein Umgang mit Netanjahu sei “sachlich”. Das Problem könne nicht gelöst werden, indem er und Netanjahu sich “zusammensetzen und ‘Kumbaya’ singen”.

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Kirchenvertreter unterstützen Pläne zur Klimaabgabe

klimawandelKirchenvertreter haben Union und SPD aufgefordert, den geplanten Klimabeitrag für Kohlekraftwerke nicht zu blockieren.


evangelisch.de

Ohne ein wirksames und ambitioniertes Klimaschutzinstrument zur Minderung der CO2-Emissionen im Stromsektor werde die Energiewende scheitern, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme kirchlicher Organisationen der Klima-Allianz Deutschland.

Der Appell bezieht sich auf ein vom Bundeswirtschaftsministerium erstelltes Eckpunktepapier zum Strommarkt. Demnach sollen die ältesten und ineffizientesten Kohlekraftwerke künftig einen Klimaschutzbeitrag zahlen. Ihr Betrieb wird schrittweise verteuert, um die Überkapazitäten und Klimagase aus der Verstromung von Kohle zu senken. Gegner des Papiers aus der Union rechnen mit hohen wirtschaftlichen Einbußen für die Betreiber und Arbeitsplatzverlusten. Klimaschützern zufolge wird Deutschland sein Ziel von 40 Prozent CO2-Reduktion bis 2020 ohne weitere Maßnahmen verfehlen.

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Limburg und kein Ende

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bild: Wikimedia Commons/Medienmagazin pro)

Der Limburger Ex-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bild: Wikimedia Commons/Medienmagazin pro)

Die Limburger Rebellion nimmt auch nach erfolgreichem Wegmobben des Bischofs kein Ende. Jetzt stehen der Diözesanadministrator und sein Stellvertreter im Visier.


Von Peter Winnemöller|kath.net

Die Limburger Rebellion nimmt auch nach erfolgreichem Wegmobben des Bischofs kein Ende. Jetzt stehen der Diözesanadministrator und sein Stellvertreter im Visier.

Die Durchstechereien nehmen ebenfalls kein Ende. So berichtet der Spiegel in seiner Printausgabe unter Berufung auf “interne Protokolle, die Versammlungen in der Bistumszentrale wieder geben und dem Spiegel vorliegen” (DER SPIEGEL 13/2015) von Dissens zwischen kirchlichen Mitarbeitern und ihren neuen Chefs.

in Schelm, wer Arges dabei denkt. Die Forderungen sind die ewig alten nach Transparenz und Zurückgewinnung von Vertrauen. Wann denn jemals so ein Vertrauen vorgelegen haben mag, wird nicht so ganz ersichtlich. Deutlich sichtbar wird jedoch, welch schwierige, vielleicht sogar unlösbare Aufgabe dem Paderborner Weihbischof Manfred Grothe übertragen wurde. Es geht darum, wer in einem Bistum “das Sagen” hat, der Bischof oder die Funktionäre. Da nun allerdings der Diözesanadministrator keinesfalls die Revolution von oben umsetzen wird und man durchaus auch in Limburg kapiert haben wird, dass ein Bistum nicht mal eben seinen Bischof davon jagen kann und dann sofort einen neuen nach eigenem Gutdünken bekommen kann, geht nun das Hauen und Stechen wieder aus der Verborgenheit an die Öffentlichkeit.

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Tebartz-van-Elst zieht um

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Neue Aufgabe für Franz-Peter Tebartz-van-Elst: Allem Anschein nach soll der frühere Limburger Bischof in Rom im Rat für die Neu-Evangelisierung arbeiten. Die Beteiligten äußern sich nur verhalten – doch der Umzugswagen steht schon bereit.


Von Jörg Bremer|Frankfurter Allgemeine

Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zieht um. Seit Dienstagmittag steht ein gelber LKW mit Regensburger Kennzeichen direkt neben dem Eingang der Nummer 64 in der Via di Santa Maria dell’Anima 64 bei der Kirche der deutschsprachig-katholischen Gemeinde in Roms Altstadt, und zwei Packer tragen seine Möbel in den obersten Stock. Sie seien angehalten nichts zu sagen, sagen die beiden Männer bei einer Vesperpause auf der Gasse, bestätigen aber, dass sie für einen Geistlichen arbeiten. Es gebe noch viel zu tun, auch an diesem Mittwoch. Dann erst könne an Rückfahrt gedacht werden.

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Ken Ham: Climate Change Would Be “Startling” if Earth Were Millions of Years Old, But It’s Not, So Don’t Worry!

God did it.

It’s always unnerving to hear Ken Ham admit the reality of climate change. But then he keeps talking and everything goes back to normal.


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

In his latest brain dropping, he goes after his critics:

creationists do not deny climate change! And at Answers in Genesis we don’t shy away from using the term “climate change.” Climate change is an observable process that we see happening around us. We can measure the temperature in the present and see that it changes from year to year (this is observational science). So we don’t reject the fact that climates do indeed change. What we do reject are the worldview-based assumptions behind the radical claims of climate change alarmists. You see, what you believe about the severity and causes of climate change has a lot to do with what you believe about the history of Earth.

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Türkische Regierung und Präsident im Streit: Palastrevolte gegen Erdogan

erdogan-sultanSo etwas ist der türkische Präsident Erdogan nicht gewohnt: Widerworte aus der eigenen Partei! Und das auch noch kurz vor der Wahl.


Von Hasnain Kazim|SpON

Dass sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in die Tagespolitik einmischt, ist nicht ungewöhnlich. Im Januar saß er erstmals einer Kabinettssitzung vor. Schon während seines Wahlkampfs um das Präsidentenamt ließ er, der frühere Premierminister, keine Zweifel an seinem Machtanspruch. Daran, dass er auch in seiner künftigen Funktion die aktuelle Politik beeinflussen würde. Neu ist jedoch, dass ihm jemand aus der Regierung offen widerspricht.

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150 Parlamentarier sorgen sich um Bluttest auf Down-Syndrom

Schema des Genoms bei freier Trisomie 21. Bild: wikimedia.org/PD

Parlamentarier aus allen Fraktion befürchten steigenden Druck, Trisomie 21-Kinder abzutreiben – Hüppe: „Die Praxis, dass Kinder mit Behinderung unter der medizinischen Indikation bis zur Geburt abgetrieben werden, hat mit Inklusion nichts zu tun.“


kath.net

Der Bluttest zur vorgeburtlichen Feststellung des Down-Syndroms (Trisomie 21) bereitet 150 Abgeordneten aus allen vier Fraktionen im Deutschen Bundestag Sorgen: Sie haben eine 18 Fragen umfassende „Kleine Anfrage“ an die Bundesregierung gestellt. Hintergrund sind die Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über eine Erprobung des Bluttests. Ergebnis könnte seine Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen sein. Dann würden sie die Kosten erstatten. Aktuell wird diese Blutuntersuchung auf freiwilliger Basis durchgeführt. Der Preis liegt bei mindestens 485 Euro. Die Abgeordneten befürchten, dass die Möglichkeit, sehr früh und „risikoarm“ zu testen, auch die gesellschaftliche Erwartung erzeugen könnte, dieses Angebot zu nutzen. Damit erhöhe sich der Druck, ein „perfektes“ Kind zu gebären. Eltern könnten bei einer Entscheidung für ein behindertes Kind künftig immer mehr in Erklärungsnot geraten. Verwiesen wird auf Dänemark. Dort werde der Bluttest seit 2005 allen Schwangeren angeboten. Seitdem habe sich die Zahl der mit Down-Syndrom geborenen Kinder halbiert. Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, wie sich die Zahl der mit Trisomie 21 lebend geborenen Kinder in Deutschland während der vergangenen 15 Jahre entwickelt hat und worin der medizinische Zweck der Blutuntersuchung bestehe. Nach eigenen Angaben handelt es sich seit der Deutschen Einheit 1990 um die erste Kleine Anfrage, die von allen Bundestagsfraktionen getragen wird.

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