Twitter will Verschwörungstheoretiker nicht sperren

foto: apa/afp/justin tallis Twitter-Chef Jack Dorsey findet, dass eine Sperre zwar kurzfristig Nutzer erfreuen würde, auf Dauer aber nur schädlich ist.
Im Netz wird diskutiert, inwiefern freie Meinungsäußerung erlaubt sein darf

Muzayen Al-Youssef | derStandard.at

Das Pentagon habe Chemikalien, genannt die „Schwulenbombe“, in das US-Wasserversorgungssystem entweichen lassen, sodass nun sogar die „verdammten Frösche schwul sind“. Millionen illegale Migranten hätten an der US-Präsidentschaftswahl 2016 teilgenommen. Und ein Amoklauf in einer Volksschule in Connecticut im Jahr 2012, bei dem 28 Menschen, darunter 20 Kinder, starben, sei eigentlich nur vorgespielt gewesen. Die Opfer seien angeblich Kinderschauspieler, die Intention dahinter sei, das US-Waffenrecht einzuschränken: Es sind Verschwörungstheorien wie diese, die den Radiomoderator Alex Jones und seine Sendung Infowars im Netz berüchtigt machten.

Gewaltverherrlichend

Vor allem in der US-amerikanischen Alt-Right-Szene konnte er sich über die Jahre als eine Ikone etablieren, die ihre Fans regelmäßig mit Videos, Texten und Radiosendungen versorgte. Nun drehten ihm die meisten seiner bevorzugten Distributionskanäle, Youtube, Facebook, Spotify, iTunes und sogar Pornoseiten, den Hahn ab. Jones’ Inhalte seien, so die Begründung, gewaltverherrlichend und menschenverachtend.

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Wo gehts hier zur Erfüllung, bitte?

Die Digitalisierung weckt die Sehnsucht, dass da mehr ist als nur die profane Wirklichkeit: Der Mensch von heute ist empfänglich für ­Übersinnlicheswie selten. Foto: Greg Rakozy
Christentum war gestern. Heute bastelt man sich seine Religion selbst. Etwas Yoga, ab und zu eine Aromatherapie und zur Hochzeit in die Kirche. Wird man so selig?

Lucie Machac | Der Bund.ch

Christina von Dreien ist der neue Stern der spirituellen Szene. Die 17-jährige St. Gallerin hat bereits zwei Bestseller publiziert, ihre Seminare zum Thema «Bewusstsein schafft Frieden» sind bis November ausgebucht. Christina sagt von sich, dass sie «mit einer multi­dimensionalen Wahrnehmung ­gesegnet» sei und dass sie zu «einer neuen Generation von evolutio­nären Denkern» gehöre, die unsere Existenz als «eine ­Komplexität von Quantenphysik, Neuropsychologie und Spiritualität wahrnehmen».

Hoppla. Spirituellsein ist heute offenbar eine Art interdisziplinäre Hochbegabung, die so gar nichts mehr mit dem dubiosen Image von Kartenlegern und Löffelbiegern zu tun haben will. Es wird kein Zufall sein, dass sich Christinas Kurzbeschrieb liest, als wäre sie eine Visionärin aus dem Silicon Valley, die unsere Welt zu einer besseren machen wird.

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Elfenbeauftragte“ will Unfallserie auf der A2 stoppen

Eine „Elfenbeauftragte“ will die Unfallserie auf der A2 mit spirituellen Kräften beenden. Sie habe dort Strecken „energetisch versiegelt“. sagt sie. Unterstützt wurde sie von der Straßenbaubehörde.

Hannoversche Allgemeine

Wenn Melanie Rüter ihr Tätigkeitsfeld beschreibt, braucht sie nicht viele Worte: „Elfenbeauftragte nehmen Kontakt zu Naturgeistern, Elementar- und Erdwesen auf“, sagt sie. Es sei nämlich so, dass wir Menschen mit den Elfen, Zwergen und Trollen durchaus im Einklang leben könnten, wenn wir ihnen nur genug Platz ließen. Die selbsternannte Elfenexpertin, die nach eigenem Bekunden noch feinste Schwingungen wahrnehmen kann, hat sich mit ihren spirituellen Kräften jetzt einem ernsten Problem zugewandt: den zahlreichen Unfällen auf der A2.

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Keine flache Erde mehr: Google Maps wechselt zu Globus-Ansicht

(Bild: Google Maps)
Das wird den Flat-Earthern missfallen: Bei Google Maps ist die Erde nun nicht mehr flach und Grönland nicht mehr so groß wie Afrika.

Tilman Wittenhorst | heise online

Google hat seinen Kartendienst Maps in der Desktop-Version von einer flachen Darstellung der Erdoberfläche auf eine Kugeldarstellung umgestellt. Zoomt man in der Browser-Ansicht weit genug heraus, ändern sich die Proportionen der Landmassen und in der geringsten Zoom-Stufe erscheint die Erde wie ein Globus.

Dabei ist dann auch – anders als in der bisherigen Darstellung, die an die Mercator-Projektion angelehnt war – die Insel Grönland nicht mehr in etwa so groß wie der Kontinent Afrika. Damit ist die Darstellung jener in der Anwendung Google Earth angeglichen, die diesen Modus durchgehend benutzt hat.

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Ministerin Kiechle gefährdet die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft

Marion Kiechle (CSU), Ministerin für Wissenschaft und Kunst in Bayern (Foto: dpa)
Die bayerische Forschungsministerin preist einen Test für Brustkrebs an, bei dem Experten keinerlei Nutzen erkennen. Das ist fatal für das Ansehen der Wissenschaft.

Von Werner Bartens | Süddeutsche Zeitung

Was ist davon zu halten, dass Marion Kiechle, Bayerns neue Ministerin für Wissenschaft, einen Interessenkonflikt verschwiegen hat? Die ehemalige Direktorin der TU-Frauenklinik in München hat im Herbst 2017 in einem mittelmäßigen Fachblatt einen Biomarker-Test auf Brustkrebs angepriesen. Während vier Co-Autoren auf ihren Interessenkonflikt hinwiesen, weil sie für den Hersteller des Tests arbeiten, hat Kiechle ihre Beteiligung an „Therawis Diagnostics“ nicht erwähnt. 2018 gibt sie in einem Artikel zum Thema ebenfalls an, keine Interessenkonflikte zu haben.

Das ist keine Lappalie. Aber aus wissenschaftlicher Sicht wiegt es schwerer, dass der Biomarker-Test, den Kiechle propagiert und eine Firmenbeteiligung eingegangen ist, von fachlicher Seite ein schlechtes Zeugnis ausgestellt bekommt. Das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das im gesetzlichen Auftrag Nutzen und Schaden in der Medizin bewertet, hat 2016 keine Vorteile derartiger Tests gefunden. Zu dem von Kiechle propagierten Test gab es so wenige Belege, dass die IQWiG-Prüfer ihn nicht mal in die Analyse aufnehmen konnten.

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Gesetzliche Krankenkassen: Geld für Globuli, aber nicht für Brillen

Kügelchen fürs Wohlbefinden. Im Wettbewerb erstatten viele Kassen auch Kosten für fragwürdige Medizin.Foto: Frank Rumpenhorst dpa
Die Krankenkassen geben immer mehr Geld für Werbung und medizinisch fragwürdige Leistungen aus. Das Gesundheitsministerium findet Beschränkungen aber „nicht sachgerecht“.

Von Rainer Woratschka | DER TAGESSPIEGEL

Warum dürfen gesetzliche Krankenkassen ihren Kunden medizinisch fragwürdige Leistungen wie Homöopathie oder Säuglings-Osteopathie bezahlen, ihnen aber beim Kauf von Brillen oder Zahnersatz nicht stärker unter die Arme greifen? Weshalb ist es ihnen erlaubt, immer höhere Millionenbeträge für Werbung auszugeben? Ist es in einem solidarischen System hinnehmbar, dass sich die Versicherer mit ihren freiwilligen Leistungen vor allem an den Bedürfnissen von jungen, gutverdienenden Kunden orientieren und fast gar nicht am Bedarf von Älteren und sozial Benachteiligten? Und müssten Versicherte nicht auch besser über Qualitätsunterschiede der Kassen informiert werden?

Mit diesen Fragen hat sich jetzt nicht nur die Linkspartei ans Gesundheitsministerium gewandt. Sie standen bereits im Zentrum einer kritischen Bestandsaufnahme durch das Bundesversicherungsamt (BVA). Beim Wettbewerb der Kassen stehe oft nicht eine bessere Versorgung der Versicherten im Vordergrund, sondern „Marktbehauptung“, schrieb BVA-Präsident Frank Plate im April dieses Jahres.

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Wie Verschwörungs-Skeptiker auf Wikipedia Fake News bekämpfen

Wikipedia-Artikel werden von einer Community von Freiwilligen erstellt – mitunter kommt es auch zu internen Diskussionen. Foto: dpa-Zentralbild/Jens Büttner
Eine Gruppe Freiwilliger hat es sich zum Ziel gemacht, Falschinformationen gezielt zu bekämpfen

derStandard.de

In Zeiten von Fake News sind Verschwörungstheorien im Netz längst Gang und Gäbe. Zugleich wird kaum eine Plattform so aktiv zur Informationsbeschaffung genutzt wie Wikipedia. Plattformen wie Youtube und Facebook haben sich in der Vergangenheit mehrfach zu der Online-Enzyklopädie gewandt, um falsche Informationen und Verschwörungstheorien zu bekämpfen. Während die Website zwar auch zeitweise zum Opfer von falschen Informationen sein kann, hat sie sich in der Vergangenheit immer wieder als besonders resistent bewährt.

Gruppe Freiwilliger

Der Grund dafür liegt bei der sehr aktiven Community, die sich aktiv für Recherche und einen wissenschaftlichen Zugang bei Artikeln einsetzt. Ein Beispiel dafür ist die Gruppierung „Guerrilla Skepticism on Wikipedia“, die es sich zum Ziel gemacht hat, pseudo- und parawissenschaftliche Themen kritisch zu beäugen.

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Heilpraktiker angeklagt: 61-Jährige soll gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen haben

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Ein Heilpraktiker aus dem niederrheinischen Brüggen muss sich wegen des Todes von drei Krebspatienten vor dem Landgericht in Krefeld verantworten.

Von Sara Pichireddu | Kölner Stadt-Anzeiger

In seinem „Biologischen Krebszentrum“ hatte er sogenannte alternative Behandlungsmethoden für Krebspatienten angeboten, die sich keiner Chemotherapie unterziehen wollten.

Das Gericht habe die Anklage der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung geprüft und zur Verhandlung zugelassen, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Termine stünden noch nicht fest.

Der 61 Jahre alte Angeklagte muss sich darüber hinaus wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz verantworten. Der Heilpraktiker hatte den schwerkranken Patienten laut Anklage eine erheblich überdosierte Infusionslösung verabreicht, weil er für die Herstellung eine Waage benutzt habe, die für solche Kleinstmengen ungeeignet gewesen sei. Dadurch habe er den Wirkstoff um das Drei- bis Sechsfache zu hoch dosiert. Zwei Frauen und ein Mann starben.

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Missing Link: Verschwörungstheorien, Karl Popper und die politische Diskussion

Mittlerweile ein Klassiker der Verschwörungstheorie: Die Aliens, die in der „Area 51“, einem militärischen Sperrgebiet der US AIr Force, untersucht werden. (Bild: mdherren, gemeinfrei )
26.7.1948: der Philosoph Karl Popper führt „conspiracy theory of society“ ein. Start der wissenschaftlichen Karriere eines Begriffs der politischen Diskussion

Ralf Bülow | heise online

Verschwörungen gab es eigentlich schon immer. Die Römer konspirierten, um wahnsinnige Cäsaren loszuwerden, die Schweizer schworen den Rütlischwur gegen den bösen Landvogt Gessler. 1605 gelang es den Schießpulver-Plottern um Guy Fawkes beinahe, das englische Parlament plus König in die Luft zu jagen. Die Verschwörer des 20. Juli versuchten 1944 vergeblich, die Nazi-Herrschaft zu Fall zu bringen.

Der Glaube an imaginäre Verschwörungen ist ebenfalls alt. Finstere Pläne wurden seit dem Mittelalter den Juden zugeschrieben, später traf es Freimaurer und Katholiken. Telegraphie-Pionier Samuel Morse malte 1835 eine „Foreign Conspiracy“ gegen die Freiheiten der USA aus, sprich die Infiltration durch katholische Einwanderer. Sein Vater, der Pastor Jedidiah Morse, hatte schon 1798 über die teuflischen Illuminaten gepredigt.

In den 1890er Jahren stand die politische „conspiracy theory“ in amerikanischen und englischen Zeitschriften, wie der Debunker Mick West herausfand. Eine Suche mit Google Books erbringt weitere Belege für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den akademischen Diskurs drang der Begriff vor 70 Jahren ein, genauer gesagt, am 26. Juli 1948. An diesem Tag sprach Karl Popper auf einer Gelehrtentagung in Oxford über rationale Theorien der Tradition.

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Meister, Gurus und Heilige – über Autorität und Anleitung im Glauben

Die Evangelische Akademie zu Berlin und das Berliner Forum der Religionen hatten sich für den Abend des 3. Juli einiges vorgenommen. Die Einladung der beiden Veranstalter kündigte an, die Facetten einer Meister-Schüler-Beziehung zu beleuchten und zudem mögliche Machtausübungen oder gar Unterdrückungen in einer Meister-Schüler-Beziehung mit einem interreligiös besetzten Podium zu diskutieren.

Hanna Fülling | EZW

In der Durchführung zeigte sich, dass sich damit ein hoher Anspruch verbindet, der nur teilweise eingelöst werden konnte. So nahm die, in einem solchen Rahmen natürlich grundsätzlich notwendige, Vorstellung und Verständigung über das jeweilige Verständnis der Meister-Schüler-Beziehung so viel Raum ein, dass mögliche Konflikte, die aus einer hierarchisch strukturierten Bindung des Schülers an einen Meister resultieren können, in der Diskussion leider eher zu kurz kamen.

Die Veranstaltung, zu der sich rund 80 Personen in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt versammelten, wurde durch einen Impulsvortrag von der Religionswissenschaftlerin Almut-Barbara Renger eröffnet. Sie entwickelte Überlegungen zur Begriffs- und Ideengeschichte der Meister-Schüler-Beziehung. Dabei erläuterte sie, dass sich das deutsche Wort „Meister“ vom Lateinischen „magister“ ableitet und über das Adverb „magis“ (mehr, stärker) auf das Adjektiv „magnus“ (groß, weit) zurückgeht. Ein Meister wird von seiner Begriffsgeschichte her somit als jemand verstanden, der mehr und größer ist. Unter Rückgriff auf den Soziologen Max Weber deutete Renger dieses „mehr“ als eine außeralltägliche Befähigung, die Weber als Charisma beschreibt.

Auf Grundlage dieser Definition diskutierten Feride Funda G.- Gençaslan (Vorsitzende bei Der Wahre Mensch e.V., Das Sufi-Zentrum Rabbaniyya), Schwester Hannelore Husemann (Franziskanerin und Leiterin des Hospizdienstes TAUWerk) sowie Gerald Seifert (von der japanisch-buddhistischen Organisation Soka Gakkai International-Deutschland) das Meister-Schüler-Verhältnis mit den Moderatoren Eva Harasta und Michael Bäumer sowie mit Frau Renger und dem Publikum. Als eine Gemeinsamkeit der drei Religionsrepräsentanten kristallisierte sich zu Beginn der Diskussion ihr Selbstverständnis als „Schüler“ heraus. Wesentliche Unterschiede wurden jedoch beim Verständnis des Meisters deutlich.

Schwester Hannelore Husemann erläutert, dass sie Jesus Christus als den einzigen Meister betrachtet und versuche, diesen Glauben in ihrem Alltag lebendig zu machen. Gehorsam versteht sie als das genaue Hinhören, um zu erkennen, wo ihr Einsatz gefragt ist. „Charisma“ möchte Schwester Hannelore Husemann nicht als exklusives Merkmal ihres Meisters verstanden wissen, sondern als eine Eigenschaft in jedem Menschen, die zur Geltung gebracht werden müsse.

Feride Funda G.- Gençaslan hebt hingegen hervor, wie wichtig die physische Präsenz des Meisters für ihre Spiritualität ist, da sie durch Spiegelung zu Selbsterkenntnissen gelangen kann. Theologisch grenzt sie den Meister, von Gott und dem Prophetentum ab und erläutert, dass mit dem Ende des Prophetentums durch Mohammed die Zeit der Meister begonnen habe.

Für Gerald Seifert erweist sich die Nähe zum Meister als bedeutend, weil der Meister nicht zweifle bzw. verstehe, seinen Zweifel produktiv zu nutzen. Der Meister bewege sich vornehmlich in Wahrheit und Mitgefühl und ermutige seine Schüler, ihm auf diesem Weg zu folgen. Seifert betrachtet das Meister-Schüler-Verhältnis nicht als ein hierarchisches, da sich Meister und Schüler auf Augenhöhe begegneten.

Almut-Barbara Renger bilanziert, dass sich im religiösen Feld weniger eine Säkularisierung, sondern vielmehr eine Individualisierung von Religion und Spiritualität ereigne. Diese komme auch dadurch zum Ausdruck, dass Meister immer häufiger als Coach, als Berater und Dienstleister betrachtet würden. Diese religionssoziologische Deutung evoziert unter den Diskutanten die Frage nach dem „Guruhopping“, also dem Wechsel der Meister. Mit diesem Begriff kann sich jedoch keiner der Diskutanten identifizieren. Feride Funda G.- Gençaslan erzählt, dass sie bereits mit 14 Jahren ihren Meister gefunden und seither nie an ihrer Zugehörigkeit zu ihm gezweifelt habe. Gerald Seifert schildert, dass er zunächst große Vorbehalte gehabt habe, sich einem Meister anzuschließen und zwar, weil er fürchtete, dies könne ihn einschränken. Er habe aber für sich erkannt, dass sein Meister darum bemüht sei, seine Schüler fordernd zu schützen und sich in ihren Dienst zu stellen.

Die starke Verbindung zum Meister wurde in der Veranstaltung durch die Frage herausgefordert, wie Schüler mit Fehlern und Verfehlungen ihrer Meister umgehen. Schwester Hannelore Husemann bezieht sich in ihrer Antwort nicht auf Jesus, sondern auf Franziskus, der selbst um seine Zweifel und seien Gebrochenheit gewusst habe und keine Perfektion für sich beanspruche. Er habe in seiner Gebrochenheit versucht, sein Leben in die Liebe Gottes zu stellen. Diesem Vorbild folgt auch die Franziskanerin in dem Bewusstsein, dass jeder Mensch Anteile von einem Heiligen, aber auch von einem Sünder in sich trage.

Diese Auffassung findet sich zudem bei Feride Funda G.- Gençaslan. Sie erläutert, dass auch ein Meister kein perfekter Mensch sei. Heil und Unheil seien jedoch beides Aspekte der einen göttlichen Einheit. Vor diesem Hintergrund können Fehler innerhalb des göttlichen Plans als Wegweiser zu mehr Weisheit interpretiert werden.

Gerald Seifert weist hingegen darauf hin, dass zwar auch ein Meister alle Lebenszustände erfahre, die ein Mensch haben kann, dass er sich aber primär in Mitgefühl und Wahrheit bewege. Bei schweren Fehlern oder gar dem Missbrauch eines Meisters verliere dieser die Meisterschaft. Ein Meister müsse an seinen Handlungen gemessen werden. Allerdings müssten solche Fehler oder Missbräuche eindeutig bewiesen werden.

In der Diskussion über geistliche Autorität und Anleitung in verschiedenen religiösen Traditionen wurde somit versucht, die Komplexität und die Ambivalenzen von Meister-Schüler-Beziehungen interreligiös zu beleuchten und auch die Anfälligkeit für „Machtausübung oder gar Unterdrückung“ zu thematisieren – wie es in der Einladung hieß. Dass dies jedoch nur teilweise gelang und vor allem der letzte Punkt in der Diskussion recht kurz und oberflächlich abgehandelt wurde, kann auf das Veranstaltungsformat selbst zurückgeführt werden. Denn es scheint die Möglichkeiten einer anderthalbstündigen Abendveranstaltung zu überschreiten, ein solch komplexes Phänomen wie die Meister-Schüler-Beziehung sowohl interreligiös vergleichend auszuleuchten als auch kritisch zu erörtern.

Wird eine solche Veranstaltungen aber als Möglichkeit des interreligiösen Austauschs und der Verständigung zwischen Vertretern verschiedener religiöser und spiritueller Traditionen betrachtet, erfüllen sie eine wichtige Funktion für das gesellschaftliche Zusammenleben und zeigen zugleich, dass der interreligiöse Dialog auch in einer Stadt wie Berlin eine wichtige Stimme in der Zivilgesellschaft ist. Eine nächste Gelegenheit diese Stimme zu vernehmen und an dem interreligiösen Austausch zu partizipieren, bietet das zweite Interreligiöse Abendforum, das am 18. September stattfindet und sich Friedensbegriffen aus verschiedenen religiösen Traditionen (Baptismus, Hinduismus, Baha’i) widmet.

World UFO Day: Are We Really Alone? The Question Is Worthy of Serious Study

US F/A footage of a UFO (circled in red). Credit: Parzival191919, CC BY-NC-SA
Are we alone? Unfortunately, neither of the answers feel satisfactory. To be alone in this vast universe is a lonely prospect. On the other hand, if we are not alone and there is someone or something more powerful out there, that too is terrifying.

By Kevin Knuth | SPACE.com

As a NASA research scientist and now a professor of physics, I attended the 2002 NASA Contact Conference, which focused on serious speculation about extraterrestrials. During the meeting a concerned participant said loudly in a sinister tone, „You have absolutely no idea what is out there!“ The silence was palpable as the truth of this statement sunk in. Humans are fearful of extraterrestrials visiting Earth. Perhaps fortunately, the distances between the stars are prohibitively vast. At least this is what we novices, who are just learning to travel into space, tell ourselves.

I have always been interested in UFOs. Of course, there was the excitement that there could be aliens and other living worlds. But more exciting to me was the possibility that interstellar travel was technologically achievable. In 1988, during my second week of graduate school at Montana State University, several students and I were discussing a recent cattle mutilation that was associated with UFOs. A physics professor joined the conversation and told us that he had colleagues working at Malmstrom Air Force Base in Great Falls, Montana, where they were having problems with UFOs shutting down nuclear missiles. At the time I thought this professor was talking nonsense. But 20 years later, I was stunned to see a recording of a press conference featuring several former US Air Force personnel, with a couple from Malmstrom AFB, describing similar occurrences in the 1960s. Clearly there must be something to this.

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Scientology unterwandert Wirtschaft – „Verdecktes Marketing“

Scientology in Los Angeles (Bild: PictorialEvidence, CC-BY-Sa 3.0)
Sie ist umstritten und versucht laut nordrhein-westfälischem Verfassungsschutz, die Wirtschaft zu unterwandern und so ihre Einflussmöglichkeiten zu vergrößern. Die Rede ist von der Organisation Scientology.

DOMRADIO.DE

Scientology nähere sich durch „geschicktes und verdecktes Marketing“ besonders kleineren und mittleren Unternehmen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten aktuellen NRW-Verfassungsschutzbericht. Zur Unterwanderung der Wirtschaft habe die Scientology-Organisation (SO) den eigenen Wirtschaftsverband „World Institute of Scientology Enterprises“ (WISE) gegründet. Dort würden Organisations- und Managementstrategien entwickelt, um „sukzessive bei der Infiltration der Wirtschaft voranzuschreiten“.

Als Gefahr für die Demokratie eingestuft

Bundesweit zählt die SO nach den Abgaben 3.500 Mitglieder, davon etwa 420 in NRW. Die Organisation finanziere sich über die Veranstaltung kostenpflichtiger Kurse und den Vertrieb von Kursmaterialien mit Scientology-Ideologie. Zudem wird den Sicherheitsbehörden zufolge „Druck auf Mitglieder ausgeübt“, aus ihrem Privatvermögen an Scientology zu spenden.

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Verschwörungstheorien? Nein danke!

Chemtrail-Alarm und Deutschland in den Grenzen von 1937: Das Wetter im „Wahre Welle“-Politmagazin „Frontal 23″Screenshot: Matthias Meisner/Tagesspiegel
Der Online-TV-Sender „Wahre Welle“ wirkte tagelang wie ein Projekt der Rechten. In Wahrheit will die Bundeszentrale für politische Bildung aufklären.

Von Matthias Meisner | DER TAGESSPIEGEL

Die Inszenierung war perfekt – beinahe jedenfalls: Auf wahrewelle.tv wurde seit Mitte vergangener Woche für ein Online-TV-Angebot getrommelt, das sich fast allen gängigen Verschwörungstheorien widmet und gut und gern auch vom „Compact“-Magazin, dem Kopp-Verlag, Breitbart oder dem rechten Portal „jouwatch“ hätte kommen können. „Garantiert unzensiert und zwangsgebührenfrei“ sei der Online-Sender, hieß es, „unabhängig, schonungslos, kritisch.“ Ein Trailer war zu sehen, der Reichstag in Flammen – dazu der Ton: „Es kommt die Zeit, in der das Kartenhaus der Lügen zusammenbricht.“

„Das Erwachen hat begonnen“, versprach die Internetseite. Angekündigt wurde, den „offenen Fragen bei 9/11“ ebenso nachzugehen und sich den Gefahren der Islamisierung zu widmen. Und dann wurde beinahe doch das Geheimnis, wer hinter dem Angebot steckt, für das breite Publikum gelüftet. Denn ein paar Stunden lang war am vergangenen Donnerstag im Quellcode der Seite zu lesen: „Wahrewelle.tv ist ein Satireprojekt der Bundeszentrale für politische Bildung 2018.“

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So verbiegt die AfD die Polizeiliche Kriminalstatistik

Die AfD-Politiker Beatrix von Storch (links), Martin Hess und Gottfried Curio (rechts) sitzen am 29. Mai bei der Sondersitzung des Bundestags-Innenausschusses zur Bamf-Affäre Bild: dpa
„Schluss mit Augenwäscherei“ fordert Martin Hess. Doch um Flüchtlinge zu diskreditieren, präsentiert der AfD-Innenpolitiker eine falsche Rechnung.

Von Justus Bender | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Flüchtlinge sind krimineller als Deutsche. Dieser Satz ist für den AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess über jeden Zweifel erhaben. „Wer dies immer noch leugnet, der hat entweder keine Ahnung oder lügt bewusst die deutsche Bevölkerung an. Schluss mit Schönrederei und Augenwäscherei (sic)!“, schrieb Hess mit großem Selbstbewusstsein am Montag auf seiner Twitterseite. Dazu stellte Hess ein Diagramm, in dem zwei farbige Balken miteinander verglichen wurden. Ein gelber Balken für die Deutschen und ein roter Balken für die Flüchtlinge. Gerechnet wurde in „Tatverdächtige pro 100.000 Personen“.

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Homöopathie: Auch nett erzählter Blödsinn bleibt Blödsinn

Homöopathische Globuli darf man auch kombinieren. Getty Images/iStockphoto
Gelassener und ausgeglichener bei körperlichen und seelischen Problemen – und das auf sanfte, natürliche Art. Vielen Menschen gefällt, was die Homöopathie verspricht, auch wenn Schulmediziner von reinem Placebo-Effekt ausgehen. Hier erklärt ein Mediziner und Experte für Homöopathie, wie Globuli der Seele helfen sollen.

Sabine Knapp | FOCUS ONLINE

Jeder zweite Deutsche hat schon einmal versucht, ein gesundheitliches Problem mit den Mitteln der Homöopathie zu bekämpfen. Die typischen Arzneikügelchen gelten als sanfte Alternative zu Medikamenten aus einem Pharmalabor. Vielen Homöopathie-Anhängern gefällt auch, dass Globuli und Tropfen nicht nur einzelne Symptome bekämpfen wollen, sondern den ganzen Menschen im Blick haben.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Homöopathie auch bei psychischen Problemen entsprechende Mittel bereit hält. Gerade bei seelischen Nöten und Beschwerden stelle die Homöopathie einen guten Lösungsansatz dar, sagt der Allgemeinmediziner und Experte für Naturheilkunde Markus Wiesenauer.

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Skeptizismus im Verdacht

(Bild: Karin Hofer / NZZ)
Verschwörungstheorien lauern heute angeblich überall. Doch ihre derzeitige Bekämpfung birgt die Gefahr von gewaltigen Kollateralschäden.

Milosz Matuschek | Neue Zürcher Zeitung

In einer Galaxie, nicht weit von uns entfernt: Die amerikanische Mittelschicht transformiert sich seit Jahrzehnten in die Kaste der «working poor»; der Einkommensverlust wird nicht selten durch billige, aber ungesunde Ernährung kompensiert – die Fast-Food-Kette Wend’s verkauft Burger für 25 Cents das Stück und eine «Mahlzeit» für 99 Cents. Die Folge davon ist, dass Amerikaner nicht nur zu zwei Dritteln übergewichtig, sondern auch kränker sind als je zuvor. Die Werbung unterstützt die Entwicklung mit Kampagnen zu «big is beautiful», und wer am meisten Hotdogs in sich hineinstopfen kann, wird als Held gefeiert. Das Ganze freut die Pharmabranche (450 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2017) sowie das «big business» der Abnehmindustrie.

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Die Schweiz als Eldorado für deutsche Globuli-Fans

Ob homöopathische Mittel eine Wirkung erzielen, die über den Placebo-Effekt hinausgeht, ist hoch umstritten. (Bild: Keystone / Gaëtan Bally)
Dass die Krankenkassen hierzulande alternative Behandlungen bezahlen müssen, ist für deutsche Homöopathie-Anhänger der Beweis für die Wirksamkeit der Methode. Doch das ist eine Verdrehung der Tatsachen.

Simon Hehli | Neue Zürcher Zeitung

Ist Homöopathie mehr als Hokuspokus? Fans der kleinen weissen Kügelchen schwören darauf, dass diese helfen. Verfechter wissenschaftlicher Methoden halten dagegen, dass Stoffe, die so stark verdünnt werden, dass sie sich nicht mehr nachweisen lassen, keine heilende Wirkung erzielen können. Auch in Deutschland wird die Debatte in aller Schärfe ausgetragen – und die Anhänger der Homöopathie verweisen dabei immer wieder auf die Schweiz als Land, das für den Umgang mit der alternativen Heilmethode Vorbildcharakter habe.

In einem Artikel für die deutsche «Ärztezeitung» schrieben die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), Cornelia Bajic, und ihr Kollege Michael Frass vor kurzem, in der Schweiz sei Mitte 2017 bestätigt worden, dass «die Homöopathie die Kriterien der wissenschaftlich belegten Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllt». Das sei die gesetzliche Voraussetzung, um in den Leistungskatalog der obligatorischen Grundversicherung aufgenommen zu werden – anders als in Deutschland, wo die Kassen homöopathische Behandlungen zahlen dürfen, aber nicht müssen.

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Wurde in der Tschechischen Republik Nowitschok hergestellt?

Grafik: TP
Präsident Zeman sagt ja, die Regierung nein, der Leiter des Militärforschungsinstituts musste zurücktreten

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Bei dem offenen Konflikt zwischen der OPCW mit ihrem Direktor Ahmet Üzümcü, über die Menge des beim Anschlag auf die beiden Skripals verwendeten Nervengifts, ging es vor allem darum, ob das Nowitschok in militärischen Mengen oder nur zu Forschungszwecken hergestellt wurde. Der aus der Türkei stammende Direktor hatte erklärt, es habe sich um 50-100 Gramm gehandelt, was auf einen militärischen Hintergrund – und damit auf Russland – hinweise, da man zu Forschungszwecken nicht so viel brauche. Ein OPCW-Sprecher korrigierte den Direktor scharf. Man könne die Menge nicht genau bestimmen, es handele sich wahrscheinlich nur um einige Milligramm (OPCW kritisiert den Direktor).

Hintergrund des Konflikts innerhalb der OPCW, der politische Interessen vermutlich beim Direktor offenbart, dürfte eine Äußerung des tschechischen Präsidenten Zeman kurz davor gewesen sein, dass in seinem Land erst im November 2017 zu Forschungszwecken ebenfalls Nowitschok hergestellt, wenn auch gleich wieder vernichtet worden sei. Er habe die Information vom Militärgeheimdienst, nach dem kleine Mengen von A230 zu Testzwecken im Militärforschungsinstitut in Brno hergestellt wurden – vielleicht sei es auch A234 gewesen.

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Chia, Goji-Beeren: Zehn Ernährungsmythen im Faktencheck

foto: heidi seywald
Was bringen Detox-Food, Chia-Samen und Goji-Beeren wirklich? Eine Nachforschung in der Fachliteratur

Robert Czepel | derStandard.at

Braucht man Detox-Nahrung zum Entgiften? Hilft Schnaps bei der Verdauung? Und: Macht Schokolade glücklich? Wissenschaftliche Studien liefern auf althergebrachte Empfehlungen wie auf aktuelle Marketingstrategien eindeutige Antworten – die so manches vermeintliche Wundermittel entzaubern. Zehn Ernährungsmythen im wissenschaftlichen Faktencheck.

Detox-Nahrung: Entschlackung für die Geldbörse

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Lebensweise des westlichen Büromenschen ein Problem. Zu viel, zu fettes und zu salziges Essen, dazu Bewegungsarmut – diese Kombination ist ein, im Wortsinn, veritabler Nährboden für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kein Wunder also, dass wir bisweilen das Bedürfnis haben, den Körper reinigen zu wollen vom täglichen Übermaß an falschen Kalorien.

Wo ein Bedürfnis ist, lässt das Angebot nicht lange auf sich warten. Abhilfe versprechen Detox-Kuren, sie bieten käufliche Erleichterung für das schlechte Gewissen und Körperheil in Form von „Entschlackung“: Letztere soll all die Rückstände aus dem Darm entfernen, die sich, wie es heißt, kiloweise im Darm ansammeln.

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Die Verschwörungs-Nervensägen

Themenbild.
Als ich zur Uni ging, liefen sie in jeder Kiffer-WG. Die Rede ist von den „Zeitgeist“-Filmen. Wie Dan-Brown-Romane galoppieren die auf Dokumentation getrimmten YouTube-Videos durch die Weltgeschichte. Wir erfahren, wie eine kleine Elite seit den Anfängen der menschlichen Zivilisation die Geschicke der Welt lenkt. Nur der Übergang zu einer computergesteuerten „ressourcenbasierten Wirtschaft“ kann unser Schicksal (als mit Mikrochips versehene Sklaven einer neuen „Weltregierung“) noch abwenden.

Kolja Zydatiss | Achgut.com

Der erste der drei abendfüllenden Filme erschien 2007, der letzte 2011. In einer Welt, die von der globalen Finanzkrise verunsichert war, trafen die obskuren Machwerke des Amerikaners Peter Joseph Merola einen Nerv. Hunderte Millionen Menschen schauten sie sich im Netz an. Es entstand sogar eine „Zeitgeist-Bewegung“, die zeitweise über 400.000 Anhänger hatte.

Die „Zeitgeist“-Filme verbreiten Verschwörungstheorien. Die Definition dieses Begriffs ist nicht ganz einfach, denn selbstverständlich gibt es unzählige echte Verschwörungen und Komplotte, mit denen sich zum Beispiel der investigative Journalismus auseinandersetzt. Für den britischen Soziologen Frank Furedi unterscheiden sich Verschwörungstheorien von solcherlei legitimen Untersuchungen durch ihren umfassenden Versuch der Weltdeutung. Alles hängt demnach mit allem zusammen. Grundlegend für Verschwörungstheorien ist eine „Ideologie des Bösen“, die unerwartete Ereignisse und Unglücke als Produkt des Wirkens böswilliger Mächte präsentiert, die hinter den Kulissen des Sichtbaren die Fäden ziehen.

Conspirituality

Traditionelle Protestformen haben laut „Zeitgeist“-Macher Merola keinen Effekt auf die globale Elite. Anstatt das „System“ politisch zu bekämpfen, sollten sich seine Anhänger für Wissen, Frieden, Einheit und Mitgefühl einsetzen. Die Forderung eines „neuen Bewusstseins“ oder „spirituellen Erwachens“ ist ein zentraler Topos esoterischen Denkens. Sie weist die „Zeitgeist“-Filme als ein Beispiel von „Conspirituality“ aus.

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