Satanismus im Trend: Diese Sekten treiben in Serbien ihr Unwesen

Sekten in Serbien (FOTO: Screenshot/Shizlist)
Die Leichen dreier zu Tode geqäulten Hunde, ein Sack mit verdorbener Haut und ein Pentagram auf einer Wand sind heute eines der Hauptthemen in den serbischen Medien.

Kosmo.at

Nachdem diese unter einer Straßenüberführung im Belgrader Stadtteil Železnik gefunden wurden, beschäftigen sich Experten und Medien wieder mit erschreckenden, gefährlichen satanistischen Organisationen, die in Serbien ihr Unwesen treiben. Da auf einer Wand unmittelbar neben den Leichen der Hunde auch ein satanistisches Pentagram gefunden wurde, vermuten die Ermittler, dass es sich um die Tat einer Sekte handeln könnte.

100 Sekten mit zehntausenden Mitgliedern

In Serbien gibt es etwa 100 Sekten, die zehntausend Mitglieder zählen und seit mehreren Jahrzehnten bestehen. Nicht alle sind gefährlich: Aber diejenigen, die das zweifellos sind, sind Vorgänger satanistischer Sekten, deren Lehren und Praktiken streng totalitäre und destruktive Ziele und Handlungen haben.

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Die esoterische Anastasia-Bewegung: Der Traum der arischen Öko-Gemeinschaft

Bild: belltower.news
Die Anastasia-Bewegung aus Russland breitet sich auch in Deutschland weiter aus. In ihren Reihen finden sich Esoteriker*innen, Ökos und Reichsbürger*innen wieder, aber auch Rechtsextreme können der Bewegung – nicht zuletzt wegen ihrer Blut-und-Boden-Ideologie – etwas abgewinnen. Ihre Anhänger*innen vernetzen sich zunehmend und versuchen, Schulen zu gründen. Ein Ausflug in eine krude und antisemitische Welt.

Von Kira Ayyadi | BellTower

Auf den ersten Blick geht es bei der Anastasia-Bewegung um ökologische und nachhaltige Landwirtschaft und Lebensweisen. Schaut man sich die Ideologie dieser esoterischen Bewegung genauer an, stößt man jedoch schnell auf eine verfassungsfeindliches, rassistisches und antisemitisches Gedankenwelt. Die neu-esoterische Anastasia-Bewegung fungiert als Sammelbecken verschiedener Esoteriker*innen, die in ihren Reihen Mitglieder duldet, die offen rechtsextrem auftreten und den Holocaust leugnen.

„Die klingenden Zedern Russlands“

Die Anastasia-Bewegung beruht auf der Buchreihe „Die klingenden Zedern Russlands“ des russischen Esoterikautors Wladimir Nikolaevich Megre (* 1950). Benannt ist die Bewegung nach dem zweiten Teil der zehnbändigen Reihe, die zwischen 1996 und 2010 erschienen und zwischen 1999 und 2011 auf Deutsch übersetzt wurde. Laut Aussagen des Autors wurden weltweit bereits 11 Millionen Exemplare verkauft.

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Alan Poseners Waldorf-Propaganda im Deutschlandfunk Kultur

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Rudolf Steiner (Bild: public domain)
Der Deutschandfunk Kultur lädt den Journalisten Alan Posener (Die Welt, Axel Springer SE) zum Gespräch ein, um den 100. Geburtstag der Waldorfschule zu feiern. Was dieser dabei sagte, entsetzte hpd-Autor Andreas Lichte.

Von Andreas Lichte | hpd.de

„Hat Posener das wirklich gesagt?“, frage ich mich. Ich kann es nicht fassen und versuche eine Inhaltsangabe – frei, aus dem Gedächtnis –, es geht ja um „Schule“, und das ist doch eine gute Übung, Prüfung …:

  • Bildung sollte privatisiert werden,
  • weil Waldorfschulen besser als öffentliche Schulen sind:
  • Waldorfschulen fördern das Individuum,
  • deswegen waren sie im Nationalsozialismus verboten.

Boah! Was für ein Blödsinn! Aber meine Inhaltsangabe ist korrekt, wie ich beim Vergleich mit Deutschlandfunk Kultur „Der Mensch im Mittelpunkt“ feststelle. Ich höre mir den Beitrag auch noch einmal an: „Dieser Individualismus (der Waldorfschulen) rekurriert auf das humboldtsche Bildungsideal“, schwärmt Posener im O-Ton.

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Apokalypsen und ihre Nebenwirkungen

Ob Fegefeuer, Waldsterben, Zersiedelung, Schadstoffe, Ausgrenzung oder Überalterung – die kollektive Angst trägt viele Gewänder. Meistens endet die Beschwörung von Gefahr und Untergang in neuen Abgaben und Regulierungen. Deshalb ist die Bewirtschaftung von gesellschaftlichen Ängsten politisch höchst attraktiv.

Claudia Wirz | Neue Zürcher Zeitung

Eigentlich ist es eine frohe Botschaft: Noch nie ging es uns so gut wie heute. Noch nie hatte der Schweizer Durchschnittsbürger so viel Freizeit und Wohlstand zugleich, noch nie waren seine individuellen Rechte weitreichender, nie zuvor konnte er sich so viel Wohnfläche leisten. Die soziale Sicherheit ist garantiert, die Arbeitslosigkeit tief, die Lebenserwartung hoch, das Bildungssystem bietet alle Möglichkeiten für Entfaltung und sozialen Aufstieg, so man denn will.

Die Kaufkraft ist gehörig, Konsumgüter gibt es in Hülle und Fülle. Reisen in die grosse weite Welt sind eine Selbstverständlichkeit. Die medizinische Versorgung betreut alle auf allerhöchstem Niveau, nicht nur, wenn wir krank sind; mit einer reichen Palette an Vorsorgeuntersuchungen ist auch für die Beschwerdefreien nur das Beste gut genug. Und wenn wir schon bei der Gesundheit sind, die wir uns alle wünschen: Nie waren Produkte im Allgemeinen und Lebensmittel im Besonderen sicherer. Und was für das Essen gilt, trifft auch auf die Arbeitsplätze zu; noch nie gab es so wenige Berufsunfälle wie heute.

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Integrative Medizin: Homöopathie-Wende in Deutschland?

Mehr als jeder zweite Patient in Deutschland hat bereits Erfahrungen mit Globuli zur Krankheitsbehandlung gemacht.© micha / Fotolia
Patienten öffnen sich immer mehr für die Integration der Homöopathie in die Versorgung im Sinne einer integrativen Medizin, so der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte.

Von Matthias Wallenfels | ÄrzteZeitung

Homöopathisch tätige Ärzte sind davon überzeugt, dass die Homöopathie eine nützliche und hilfreiche Ressource im gegenwärtigen deutschen Gesundheitssystem darstellt.

„In Zeiten, in denen Ökonomisierung, Zeitverdichtung, Polymedikation und zunehmende Antibiotikaresistenz zu großen Herausforderungen werden, ist die Homöopathie insbesondere für viele chronisch kranke Patienten eine Hilfe“, postuliert Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“.

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„Spiegel“-Reporter fälschte jahrelang Geschichten

foto: spiegel.de, screenshot Vom Betrugsfall betroffen ist auch die Geschichte „Jaegers Grenze“ über eine US-Bürgerwehr an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Sie ist im November 2018 erschienen.
Claas Relotius hat Manipulationen zugegeben und das Haus verlassen. Auch andere Medien könnten betroffen sein, der „Spiegel“ richtet eine Kommission ein

derStandard.at

„Spiegel“-Reporter Claas Relotius (33) hat jahrelang Geschichten manipuliert und eingestanden, in mehreren Artikeln „Geschichten erfunden oder Fakten verzerrt zu haben“. Das legte der „Spiegel“ am Mittwoch offen. Relotius habe ein umfassendes Geständnis abgelegt und „mit Vorsatz, methodisch und hoher krimineller Energie“ getäuscht, heißt es aus dem Verlag.

Aufgedeckt wurde der Fall nach internen Hinweisen, eigenen Recherchen und einem umfassenden Geständnis des Redakteurs selbst, so der Verlag. Relotius habe beim „Spiegel“ seit 2011 rund 60 Artikel veröffentlicht und jetzt in mehreren Fällen eingeräumt, Geschichten erfunden oder Fakten verzerrt zu haben. Mindestens 14 „Spiegel“-Geschichten seien betroffen. Er schrieb zunächst als freier Mitarbeiter für den „Spiegel“, seit eineinhalb Jahren war er als Redakteur fest angestellt.

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«Johann von Gott(João de Deus)» soll hunderte Frauen sexuell belästigt haben

Der selbsternannte Wunderheiler Joao Teixeira de Faria (Mitte) mit Anhängern. Er hat sich der Polizei gestellt. Über 330 Frauen haben Missbrauchsvorwürfe gegen ihn erhoben. (Bild: Marcelo Camargo / Agencia Brasil via AP)
Das brasilianische Medium «João de Deus» (76) hat sich am Sonntag der Polizei gestellt. Zuvor hatten über 330 Frauen Missbrauchsvorwürfe gegen ihn erhoben, unter ihnen auch Frauen aus der Schweiz, Deutschland und Australien.

Thomas Milz | Neue Zürcher Zeitung

Aus aller Welt waren sie gekommen, Menschen mit Krebs im Endstadium, verzweifelte Eltern mit dem Foto ihrer todkranken Tochter, Jugendliche mit chronischen Kopfschmerzen. Rund 120 000 Menschen pilgerten jährlich in das kleine Städtchen Abadiânia in der zentralbrasilianischen Cerrado-Savanne, um Heilung zu finden. João de Deus, der «Johann von Gott», wie sich der Wunderheiler João Teixeira de Faria selber nennt, sollte das schaffen, was die klassischen Schulmediziner rund um den Globus nicht hinbekamen. Die Fälle heilen, für die nur Gott eine Lösung parat hält.

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Der Mythos Mondholz

Foto: AP/Mike Zacchino
Mondholz kostet rund 30 Prozent mehr als vergleichbares Holz. Eine bessere Qualität erhält man dafür nicht, aber schöne Erklärungen

Christian Kreil | Blog-derStandard.at

Erwin Thoma führt ein florierendes Bauunternehmen, es ist die Nummer Eins im Holzbau, seine Arbeiten in aller Welt sorgen für Aufsehen, er ist Autor zum Thema Holz und Wald, er predigt eine nachhaltige Bauweise und Wirtschaft glaubhaft. So einer kann sich aussuchen, wo er auftritt, spricht und philosophiert: Thoma hat sich im Jahr 2017 die „Anti-Zensur-Konferenz“ des Schweizer Sektengurus Ivo Sasek ausgesucht. Bei der Veranstaltung sprachen vor Thoma: Hagen Grell, ein publizistischer Aktivist, der sich für Angelegenheiten der AfD und rechts der AfD stark macht und Heiko Schrang, der in seinen Publikationen schon mal an der deutschen Kriegsschuld zweifelt und behände von der Verschwörung jüdischer Bankiers und der „Illuminaten“ auf dem Weg zur Weltherrschaft schwadroniert. Dieses Milieu muss man mögen.

Das Mondholz, ein Geheimnis das Thoma mit allen teilt

Thoma mag in erster Linie die Bäume und den Wald. „Die geheime Sprache der Bäume“ lautet das Referat und ein Buch Thomas. Der Unternehmer unterhält das Publikum mit der Attitüde des Naturburschen, die etwas gekünstelt wirkt. Die Photosynthese erklärt er dem Publikum, als würde ein Waldbauernbub Märchen vorlesen: „Diese Luft ist die Nahrung des Baumes.“ Bäume hätten „die größte Lebenserfindung gemacht, die es auf Erden gibt, nämlich: die grüne Farbe.“

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Scientology bestätigt: Neues Zentrum in Düsseldorf geplant

Scientology Headquarter Berlin, Das 2007 eröffnete Scientology-Büro in Berlin.  Bild: Brightsblog
Scientology bestätigt, eine neue Zentrale mit in Düsseldorf zu planen. Der Verfassungsschutz beobachtet die umstrittene Organisation seit 1997.

Westfalenpost

Scientology will seine Präsenz in Nordrhein-Westfalen ausbauen und dafür eine neue Zentrale in Düsseldorf bauen. „Das ist zeitnah geplant“, bestätigte eine Scientology-Sprecherin auf Anfrage. Bei dieser Einrichtung handelt es sich um eine sogenannte „Ideale Org“. Das ist ein Scientology-Zentrum mit überregionaler Bedeutung. In Deutschland gibt es davon bislang drei Stück: in Berlin, Hamburg und Stuttgart. Wann und wo das Pendant in Düsseldorf entstehen soll, sagte die Organisation allerdings nicht. Bis zum Bau könne es aber noch ein, zwei Jahre dauern, erklärte die Sprecherin. „Wir sind in den ersten Planungen.“

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Christina von Dreien, Lolita der Eso-Szene

Screenshot: Youtube Christina von Dreien, der junge Shootingstar der Eso-Szene.
Damit ihre Mutter Bücher verkauft, muss die 17-jährige bei alten Männern auf der Couch sitzen und Banalitäten wiederkäuen

Christian Kreil | Blog – derStandard.at

Wo ist die Fürsorge, wenn man sie braucht? Die muss es doch auch in der Schweiz geben? Das ist man versucht zu fragen, wenn man die Auftritte von Christina Meier aka Christina von Dreien erlebt. Die 17-jährige Schweizerin mimt seit gut einem Jahr den Jungstar der Spiritualität. Die interessierte Szene ist hin und weg von der Weisheit des Mädchens, den seherischen Fähigkeiten, dem Kontakt zum Jenseits. Wer genauer hinsieht, erlebt einen Teenager, der knallhart zu einer Lolita der Schwurbelei getrimmt wurde.

Auf dem Sofa in einer esoterischen TV-Sendung

Der Teenager verbringt ihre Freizeit seit gut einem Jahr auf einem Sofa im Studios des privaten Senders „Schweiz 5“ und lässt sich vom 62-jährigen Deutschen Norbert Brakenwagen in der Esoterikschiene „time to be“ interviewen. Das ergibt kein schönes Bild. Ein Schweizer Blatt beschreibt Brakenwagen als „eine Mischung aus Verpackungskünstler, billigem Jakob und Phrasendrescher.“

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Here’s the Truth Behind a NASA Document on Aliens Visiting Earth

NO REUSE – UFO – Flying Saucer Credit: Corbis via Getty Images
Fox News published a startling article Monday (Dec. 3) with the headline „NASA scientist says Earth may have been visited by aliens.“

By Rafi Letzter | SPACE.com

Unsurprisingly, that news rocketed around the web, with similar articles soon turning up in the New York Post, Russia Today and The Daily Wire. (Fox appears to have been the first major U.S. news source to run with the story.)

These articles are based ona document on NASA’s website by Silvano Colombano, a researcher at NASA’s Ames Research Center in Mountain View, California. It really does argue that scientists should at least take seriously the notion that aliens may have visited planet Earth. But Colombano told Live Science that the coverage on Fox News and elsewhere misrepresented what he was trying to say when he wrote it.

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Nibiru: The Nonexistent Planet

Artist’s conception of the fictional rogue planet Nibiru, or Planet X. Nibiru does not exist, so don’t be fooled. Credit: gilderm sxc.hu.
Linked to the close of the Mayan calendar, a variety of rumors spread regarding ways the world could end back in 2012.

By Nola Taylor Redd | SPACE.com

One popular contender was Nibiru, a supposed planet that some claimed would collide with Earth at the end of that year. But despite the buzz, there’s no scientific evidence supporting the alleged planet’s existence — and, of course, our planet survived 2012 without absorbing a massive impact.

Nibiru has been linked to NASA by various bloggers. Because of this claimed connection, space agency officials put out a statement saying that no big planet was coming to destroy Earth in 2012. What follows below is the true science and history of this supposed rogue planet, with reference to a real object, Comet Elenin, that somehow got mixed up in the whole mess.

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Kreuz, Glaubuli und Mistelbullshistic

Weißbeerige Mistel (Viscum album) Bild: Wikipedia.org
Der Spaichinger Heilpraktiker Helmuth Gruner gibt unseren Lesern jede Woche Tipps für Wohlbefinden: Diesmal: die Mistel, Teil eins.

Schwäbische

Die Mistel ist bei uns unter den Namen Mistelstängel, Donnerbesen, Hexenbesen, Leimmistel oder Drudenfuß bekannt. Schon die alten Germanen sprachen ihr mystische und heilende Wirkungen zu. Sie meinten, ein Mistelzweig öffnet die Pforten zur Unterwelt und schützt vor Zauberei und Krankheit. Den Kelten war die Mistel, welche auf einer Eiche wuchs, heilig. Sie sollte unfruchtbare Tiere fruchtbar machen und Allheilmittel gegen jedes Gift sein. Auch heute hört man wieder von ähnlichen Sammel-Ritualen.

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Homöopathie: Der Glaubenskampf um Globuli

Karl-Josef Hildenbrand / dpa / picturedesk.com
Das Ende des Wahlfachs Homöopathie im Medizinstudium hat den Streit um die Wirkung der 200 Jahre alten alternativen Heilmethode erneut entfacht. Warum die kleinen Kügelchen so polarisieren.

Köksal Baltaci | Die Presse.com

Und wieder einmal sind sie in aller Munde – buchstäblich und im übertragenen Sinn: die winzigen Kügelchen (Globuli), die gegen harmlose Erkältungen ebenso helfen sollen wie gegen tödliche Krebserkrankungen. Neben dem Impfen gibt es in der Medizin kein Thema, das derart emotional wie die Homöopathie diskutiert wird. Vor mehr als 200 Jahren entwickelt, ist die alternativmedizinische Behandlungsmethode – nicht zum ersten Mal – zum Politikum geworden.

Kürzlich wurde bekannt, dass die die Medizinische Universität Wien Homöopathie nach Beschwerden von Studierenden als Wahlfach gestrichen hat. Am Mittwoch legte die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz nach und forderte ein Verkaufsverbot von homöopathischen Arzneimitteln in Apotheken. Die Kritik der Interessenvertretung der Pharmaindustrie ließ nicht lang auf sich warten – Patienten sollten selbst entscheiden, welche Produkte sie kaufen.

Warum polarisiert Homöopathie so stark? Und kann sie helfen oder nicht? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

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Kreationismus: «Die Theorie der Schöpfung ist wahrscheinlicher»

Im Darwin-Jahr 2009 organisierte Wissenschaftler Günter Bechly die grösste Evolutionsausstellung Deutschlands. Doch im Zuge der Recherchen entdeckte er: Viel wahrscheinlicher ist, dass es einen Schöpfer gegeben hat.

jesus.ch

Ich war schon immer absoluter Atheist und grosser Fan des Evolutionsbiologen Richard Dawkins. An Übernatürliches glaubte ich nicht und hatte auch kein Interesse an philosophischen oder metaphysischen Fragen. Ich wurde Paläontologe und Entomologe. 17 Jahre lang war ich Kurator für Bernstein und Insekten am Naturkundemuseum Stuttgart. Ich kümmerte mich dort um die Sammlung, war in der Forschung aktiv und schliesslich wurde ich im Darwin-Jahr 2009 der Projektleiter für die Sonderausstellung «Evolution – Der Fluss des Lebens». In Deutschland eines der grössten Ereignisse zum Darwin-Jahr.

Ich hatte die Idee, in der Ausstellung die Evolutionstheorie der Schöpfungstheorie gegenüberzustellen und wollte damit zeigen: Die Lehre Darwins wiegt schwerer als sämtliche Kritik von Kreationisten und Intelligent-Design-Anhängern. So begann ich mich mit evolutionskritischen Büchern zu beschäftigen. Doch zu meiner Überraschung waren darin keine hanebüchenen, religiös verbrämten und pseudowissenschaftlichen Argumente zu finden. Alles war derart wissenschaftlich fundiert begründet, dass ich anfangen musste, nach Gegenargumenten zu recherchieren. Doch selbst bei hochgeschulten Evolutionsbiologen aus aller Welt fand ich keine plausiblen Antworten auf meine Grundfragen.

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Gefährliche Renaissance des Wunderglaubens – Jesusglaube gehört dazu

Immer mehr Menschen glauben an Wunder. Matthias Pöhlmann, Beauftragter für Sekten und Weltanschauungsfragen der evangelischen Kirche in Bayern, warnt vor den Gefahren: Manche würden sich eher Geistheilern als einem Arzt anvertrauen. Ein Ausstieg aus der Verteufelung ist möglich.

evangelisch.de

„Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben.“ So formulierte es der evangelische Theologe Rudolf Bultmann noch im letzten Jahrhundert. Heutzutage ist dies, so scheint es, überhaupt kein Problem mehr, moderne Technik nutzen und gleichzeitig offen sein für die Geister- und Wunderwelt nicht nur des Neuen Testaments. Der Wunderglauben hat in den letzten Jahrzehnten sogar zugenommen: 2006 bekannte laut Allensbach-Umfrage über die Hälfte der deutschen Bevölkerung, 56 Prozent, an Wunder zu glauben. Im Jahr 2000 waren es lediglich 29 Prozent. In der gegenwärtigen Religionskultur spielt der Wunderglaube also eine immer größer werdende Rolle, besonders im pfingstlich-charismatischen Bereich.

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Wie der Glaube Intoleranz, Rassismus und Homophobie fördert

Die metaphysische und spirituelle Welt ist die Domäne von Religionen. Im Zentrum stehen geistige Werte. Woher kommen wir, was passiert nach dem Tod, was ist der Sinn des Lebens?

Hugo Stamm | watson.ch

Bei all diesen Phänomenen gibt es keine eindeutigen Antworten. Jede Religion, jeder Glaube, jede Heilslehre setzt andere Schwerpunkte. Noch mehr: Sogar Gläubige der gleichen Religion entwickeln individuelle religiöse oder spirituelle Vorstellungen. Deshalb herrscht ein einziges globales religiöses Babylon. Dies vor allem auch, weil die spirituellen Weltbilder von Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten geprägt sind.

So viele «Wahrheiten» wie Religionen

Alle Religionen und Heilslehren haben aber eine Gemeinsamkeit: Sie erheben einen Absolutheitsanspruch. Die Geistlichen der Zehntausenden von Religionen und Sekten behaupten, Vertreter der einen und wahren religiösen Lehre zu sein. Deshalb sind unzählige «Wahrheiten» miteinander im Wettstreit.

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Warum viele Amerikaner an den Antichrist glauben

Bild: SRF
Hexen, UFOs und Verschwörungstheorien haben in den USA einen fruchtbaren Nährboden. Ein neues Buch erklärt, wieso.

Gabriele Riedle | SRF

Womöglich ist Amerika in gewisser Weise «haywired», übergeschnappt. Das jedenfalls diagnostiziert Kurt Andersen in seinem neuesten Buch.

Andersen, Romanautor, Kolumnist und einer der einflussreichsten amerikanischen Kulturkritiker, beschreibt, wie stark die Unvernunft die USA durchdringt. Zwei Drittel der Amerikaner, schreibt er, seien sicher, dass Engel und Dämonen aktiv in unser Leben eingreifen.

Ein Drittel glaubt an den Antichrist

Ein Drittel der Amerikaner glaubt an Hexen. Oder, dass es Naturheilmittel gegen Krebs gibt, die die Regierung zusammen mit der Pharmaindustrie geheim hält. Oder, dass wahlweise Hillary Clinton oder Barack Obama der Antichrist seien.

Um das zu verstehen, geht Andersen zurück bis ins frühe 17. Jahrhundert: «Schon die ersten weissen Amerikaner», sagt er im Gespräch, «haben inbrünstig an das Wundersame und aufregend Unwahre geglaubt. Dieses Land wurde aus dem Nichts zurechtgemacht wie ein Stück Fiktion.»

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Schweizer Sektenprediger vergleicht Jesus mit Hitler – die unsägliche Story des Ivo Sasek

IVO SASEK Bild: Screenshot
Ein Dokumentarfilm entlarvt den Gründer der Organischen Christusgeneration als Verschwörungstheoretiker.

Von Hugo Stamm | Aargauer Zeitung

«Welches ist die gefährlichste Sekte?» Diese Frage wird mir bei Vorträgen oft gestellt. Die Sache sei zu komplex, um ein Ranking zu erstellen, antworte ich jeweils. Aber Scientology müsse weit oben angesiedelt werden, weil der Psychokult ein sehr ausgeklügeltes Indoktrinationssystem aufweise.

Die wohl zweithäufigste Frage lautet: «Sind Freikirchen Sekten?» Auch diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Die moderaten Freikirchen seien sicher keine Sekten im engeren Sinn, doch praktisch alle würden mehr oder weniger ausgeprägte sektenhafte Züge aufweisen, antworte ich jeweils.

Doch eine Glaubensgemeinschaft, die im weitesten Sinn zu den Freikirchen gehört, zähle ich zu den eigentlichen Sekten. Und ich reihe sie im Ranking weit oben ein: die Organische Christusgeneration OCG des Sektengründers Ivo Sasek.

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