Archiv der Kategorie: Parawissenschaften

Something huge is about to go down with Scientology that could destroy the ‘church’ once and for all

Image: RawStory
A brewing power struggle between Lisa Marie Presley and Scientology leader David Miscavige could inflict crippling harm to the controversial “church.”
The only daughter of rock icon Elvis Presley has been slowly pulling herself away from Scientology, to which she was introduced as a child by her mother, since at least 2008, reported Tony Ortega.

By Travis Gettys | RawStory

Ortega, who served as executive editor of The Raw Story from 2013 until 2015, said Presley has quietly been orchestrating a damaging media campaign against Miscavige as the church slips further into long decline.

Miscavige’s father, Ron Miscavige, will release a “ruthless” memoir May 3 about his own life as the musical director of the hardcore Sea Org sect and his increasingly strained relationship with his son, and he’ll appear April 29 on a “20/20” episode devoted to Scientology.

His 55-year-old son has headed Scientology since founder L. Ron Hubbard’s death in 1986, and he maintains a close — and, according to sources — strange friendship with actor Tom Cruise, probably the most famous member of the church.

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«Schamanismus ist wieder extrem trendy»

Schamanismus boomt in der Schweiz, vor allem Junge fahren darauf ab. Laut Religionswissenschaftler Georg Otto Schmid sehnen sie sich nach der Natur und wollen aus ihrer globalisierten Welt ausbrechen. Bild: epa/how Hwee Young
Junge Schweizer sind auf dem Esoterik-Trip. Sie interessieren sich für geistige Heilung, Tierkommunikation und Wahrsagerei.

Von T. Bircher | 20 minuten

Dass sich die Organisation Ayahuasca International in der Romandie niedergelassen hat und nun öffentlich für Drogenrituale wirbt, alarmiert Suchtexperten. Doch nicht nur die Amazonas-Droge fasziniert die Schweizer. Die Hinwendung zur Spiritualität allgemein erlebt hierzulande ein Revival – vor allem bei den Jungen.

Der Trend funktioniert aber anders als früher, wie Sektenexperte und Religionswissenschaftler Georg Otto Schmid sagt: «Sie interessieren sich im Gegensatz zu den 80er- und 90er-Jahren weniger für die Ideologie oder die Theorie dahinter, sondern greifen nur punktuell auf gewisse Angebote der Esoterik zurück.» Besonders beliebt seien Themen wie Heilung, Alternativmedizin, Wahrsagerei, Tierkommunikation und Jenseitskontakte.

«Esoterik wird heute einfach mit allem verbunden»

Lucius Werthmüller ist Präsident des Basler Psi-Vereins, der Seminare rund um das Thema Spiritualität organisiert. Er sieht an seinen Veranstaltungen immer mehr junge Leute: «Viele finden in den etablierten Religionen keine Antwort mehr auf ihre Fragen und suchen nun woanders.»

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„Homöopathie kann lebensgefährlich sein“

Symbolbild, Bild: brightsblog
Symbolbild, Bild: brightsblog

Kritiker spotten gern, dass in den homöopathischen Globuli kein einziges Wirkstoffmolekül enthalten ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie niemandem schaden

Von Edzard Ernst | GEO.de

Die Homöpathie ist von allen Formen der Alternativmedizin die am wenigsten plausible. Auch wenn nicht alle Ergebnisse einheitlich sind – klinische Studien legen den Schluss nahe, dass homöopathische Heilmittel nicht wirksamer sind als Placebos, also als Scheinmedikamente ohne Wirkstoff. Auch die australische Gesundheitsbehörde erkannte 2014, nach Auswertung der bis dahin umfassendsten unabhängigen Analyse: „Keine Wirksamkeit der Homöopathie bei der Behandlung der untersuchten Krankheitsbilder“.

Aber mehr noch: Im Gegensatz zu dem, was wir so oft zu hören bekommen, gibt es sehr wohl Risiken bei der Homöopathie. Wenn etwa ein Schwerkranker sich für eine unwirksame Behandlung entscheidet, statt eine effektive Therapie zu wählen – dann können scheinbar harmlose Mittel lebensgefährlich sein. Ja, jetzt höre ich wieder den verzweifelten Aufschrei der aufgebrachten Homöopathen.

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Wissenschaft & Blödsinn: Zauberei soll Luxus bleiben

#Esoterik Florian Aigner warnt vor der Gefahr, dass die wirkungslose Alternativmedizin zur gefährlichen Alternative im Gesundheitssystem werden könnte – Foto: Hudelist/vsl/mediacolors
Gesundheitsversorgung für alle, Alternativmedizin als teures Extra – damit kann man leben. Aber was, wenn sich das eines Tages umkehrt?

Von Florian Aigner | futurezone.at

Alternativmedizin ist ein Massenmarkt. Der eine lässt sich für teures Geld Zaubersymbole aufs Gesicht malen, der andere lässt sich durch Räucherstäbchen seine Aura einrenken. Es ist leicht, darüber Witze zu machen, und das sollte man auch tun.

Im Großen und Ganzen kann man solche esoterischen Irrwitzigkeiten aber meistens eher entspannt sehen. Es gibt fanatische Anti-Esoteriker, die mit wütendem Zorn den Untergang des aufgeklärten Abendlandes verkünden, wenn das Leben nicht mit orthodoxer Wissenschaftlichkeit vollzogen wird. Das finde ich manchmal ähnlich anstrengend wie den esoterischen Unfug selbst.

Die moderne Medizin wird nicht beschädigt, nur weil Oma ihren Rheuma mit bunten Heilkristallen bekämpft. Die Ideale der Aufklärung werden nicht in den Dreck gezogen, wenn sich Onkel Harald seine Chakren reinigen lässt. Und wenn Tante Uschi homöopathische Globuli kauft, dann zahlt sie zwar einen abartig hohen Preis für reinen Zucker, aber andere Leute geben hunderte Euro für eine Flasche Whiskey aus, die sie im Blindtest auch nicht vom Billigprodukt unterscheiden könnten. Wozu also die Aufregung?

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Esoterikmesse „Lebensfreunde“: Engel-Energie und planetarische Frequenzen

Die Tarot Karte für Kraft. Legen und lesen aus Tarot-Karten nach Arthur Edward Waite, aufgenommen am 24.08.2005. (picture-alliance / dpa / Heiko Wolfraum)
In Hamburg hat am Wochenende die „Lebensfreude“-Messe stattgefunden. Auf der Esoterik-Schau wurde alles Erdenkliche, aber auch vieles schwer zu Verstehende angeboten: Von Aura-Reinigung über Engel-Energie bis zu Planetenklängen und neurechter Verschwörungsliteratur war alles dabei.

Von Axel Schröder | Deutschlandfunk

Es gab eine Menge zum Staunen: Auf der diesjährigen „Lebensfreude“-Messe im Hamburger Congress-Centrum, im CCH, wurden Steine mit der Kraft der Planeten besungen und geweiht. Präsentiert wurden Aura-Fotografie oder sogenannte „Erlebnisvorträge“ zum Thema „Was hilft mir die Erleuchtung“. Und natürlich können auch Klänge helfen, das innere Gleichgewicht zu finden: „Das sind planetarisch gestimmte Frequenz-Töne. Das ist Titan! Und die richten unser Zellsystem nach der natürlichen Ordnung aus.“

Ein paar Stände weiter zeigt die Lübeckerin Tila ihre „Intuitive Malerei“. Und verkauft daneben auch noch kleine Acrylharz-Pyramiden, gefüllt mit Metallspänen und besonderen Kristallen. Zum Beispiel, Tila zeigt ein Exemplar, mit einem besonders starken Bergkristall. Dieser sogenannte Organit soll – 135 Euro das Stück – gegen die Strahlungen eines Wireless-LANs oder von Handymasten helfen: „Unten wird negativ geladene Energie aufgenommen. Und dann wird die negative Energie wieder umgewandelt in positive Lebensenergie. Und das ist – vereinfacht gesagt – das, was Organits machen.“

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AfD: Die Anti-Wissenschafts-Partei

„Unbelegte Klimaschädlichkeit von CO₂“: Die AfD wirbt gezielt um Klimawandel-Skeptiker (Foto: dpa)
Die AfD macht das Leugnen des Klimawandels zum festen Bestandteil ihrer Politik. Dahinter steckt eine gefährliche Strategie.

Von Christoph Behrens | Süddeutsche.de

„Mut zur Wahrheit“, hieß der Slogan der AfD, als Bernd Lucke Vorsitzender der Partei war. Seine Politik richte sich an der Wissenschaft aus, betonte der Hamburger Professor, mit Sätzen wie „Das ist der neueste Stand der Forschung“. Dass die AfD diesem Anspruch schon zu Luckes Zeit gerecht wurde, darf bezweifelt werden – mittlerweile hat sich die Beziehung der AfD zu Wissenschaft und Wahrheit aber vollständig ins Gegenteil verkehrt.

So erklärt die Partei in ihrem Bundesprogrammentwurf, der im Internet auftauchte, den durch Menschen verursachten Klimawandel für nicht vorhanden. Klimaforscher und Bundesregierung würden die positive Wirkung von Kohlendioxid für die Welternährung unterschlagen, in den letzten zwei Jahrzehnten habe es auch keinen Temperaturanstieg gegeben. Eine Behauptung, die etwa durch Messungen der UN-Meteorologiebehörde WMO und Atmosphärenforschern längst widerlegt ist: 15 der 16 wärmsten Jahre seit Beginn der Klimaaufzeichnungen liegen im 21. Jahrhundert – so viel zum „Stand der Forschung“.

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Pünktlich zum Frühling: Die Sektenlandschaft blüht

Bild: watson.ch/shutterstock
Der neue Religionsmarkt ist ein Puzzle aus Meditations- und Yogalehrern, spirituellen Meistern, Geistheilern, esoterischen Heilsverkündern und Anbietern der Alternativmedizin.

Von Hugo Stamm|watson.ch

Ich und Sekten? Nie und nimmer, denkst du. Wie auch die meisten Menschen. Dann gehst du an die Züspa und lässt dich an einem Verkaufsstand von einem Aussteller blenden, der dich mit seinem Redeschwall schwindlig quasselt.

Und ehe du dich versiehst, trottest du mit einem supergenialen Staubsauger heim, der auch Fusel aufsaugt, die Lichtjahre von deinem Stubenteppich entfernt vor sich hinlümmeln. Auf dem Heimweg kommt dir dann in den Sinn, dass du vor drei Monaten schon einen neuen Staubsauger gekauft hast.

Sekten sind immer für die Anderen

Ja, Sekten sind etwas für andere, glaubst du. Und überhaupt: Gibt es heute noch Sekten? Man liest ja kaum mehr von diesen überspannten religiösen Bewegungen und Kulten (ausser natürlich an dieser Stelle). Wir sind inzwischen doch aufgeklärt, geistig unabhängig, und die Welt säkularisiert sich laufend. Dabei vergisst du, dass du mit einem neuen Staubsauger heimwärts trottest.

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Von der Esoterik und New Age in die katholische Kirche

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Was sind Esoterik und New Age, wo haben sie ihren Ursprung, welche Weltanschauungen stehen dahinter? Gastbeitrag von Diakon Markus Michael Riccabona, bekehrter „Esoterik-Guru“, heute Leiter des Referats für Kommunikation der Diözese St. Pölten

Von Markus Michael Riccabona|kath.net

Der zum Alltagsvokabel gewordene Begriff „Esoterik“ kommt vom griechischen esôterikós, was so viel wie „innerlich“ oder „nach innen gerichtet“ bedeutet. Im Gegensatz zum „exoterischen Wissen“, das „nach außen“ allgemein zugänglich ist, bezeichnet die Esoterik eine geheime Lehre oder Wissenschaft. Durch dieses Attribut ist eine Lehre oder auch Gemeinschaft für viele Menschen schon interessant, weil es das Ego aufwertet, zu einer besonderen Gruppe zu gehören, Zugang zu „geheimem“ Wissen zu haben. Der Esoteriker ist etwas „Besonderes“, ein „Auserwählter“, der – so glaubt die Esoterik – durch „gutes Karma“, also durch eigene (!) Verdienste, das Recht erworben hat, okkulte (= verborgene) Geheimnisse des Lebens zu erfahren.

Esoterik ist nicht vom Zwillings-Begriff New Age zu trennen. Oft werden die beiden Begriffe synonym verwendet, obwohl New Age etwas anderes bedeutet, das jedoch mit den Lehren der Esoterik in engem Zusammenhang steht. Immer schon träumten die Menschen von einem „Neuen Zeitalter“, in dem auf Erden himmlische Zustände verwirklicht werden. Es ist vielleicht eine Art Echo aus dem Garten Eden, die ewige Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Für die New-Age-Ideologie ist dieser „Himmel“ jedoch vom Menschen selbst erreichbar, aus eigener Kraft. Genau darin liegen die großen Versuchungen und Gefahren von Esoterik- und New-Age-Angeboten.

Das „Wassermannzeitalter“

Anhand des New-Age-Begriffes wird auch eine weitere Eigenheit dieses Irrglaubens sichtbar: die Verknüpfung von wissenschaftlichen Tatsachen mit esoterischen Heilsversprechen. So wird den – für sich gesehen oft abstrusen – Lehren der Anstrich von Wissenschaftlichkeit und damit von Seriosität gegeben. Deswegen soll der Ursprung von New Age genauer untersucht werden:

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Fürstenried: Vermeintliche Bombe sollte vor Chemtrails schützen

Für die einen Kondesstreifen, für die anderen Chemtrails: Orgoniten wie die vermeintliche Bombe (kleines Bild) sollen die angeblich verschmutzte Luft reinigen. Foto: Prashanta/Polizei München (cc-by-sa)
Bei Bauarbeiten entdeckte ein Arbeiter am Dienstag ein zylinderförmiges Objekt mit einer Lunte. Die Polizei riegelte das Gelände daraufhin weiträumig ab. Schließlich stellte sich der Vorfall als kurioser Fehlalarm heraus.

Abendzeitung

Am 08.03.2016 gegen 09.15 Uhr bemerkte der Bauarbeiter auf der Baustelle in der Forstenrieder Allee einen etwa 12 Zentimeter hohen und rund drei bis vier Zentimeter breiten Gegenstand. Das Objekt war durchsichtig und im Inneren ließen sich Metallspäne deutlich erkennen. Zudem ragte aus dem Zylinder ein Gegenstand heraus, den der Bauarbeiter für eine Lunte hielt.

Er rief deshalb die Polizei hinzu, doch auch die Beamten waren sich nicht sicher, ob das Objekt gefährlich oder harmlos ist. Man entschied sich daher dazu, den Gegenstand zunächst einmal mit einer Baggerschaufel abzudecken, um so im Falle einer Explosion das Herumfliegen der Metallsplitter zu verhindern.

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Das Geschäft mit dem Heilen

Die Schamanin Heike Jakob (links) zeigt Heike Wangler gerade die Räucherfächer aus Tierfedern. Jeder Fächer hat laut Jakob unterschiedliche Fähigkeiten. Ihr Stand war einer von 67 bei der Esoterik-Messe „Augusta Spirit“ in der Neusässer Stadthalle. Foto: Marcus Merk
Bei der „Augusta Spirit“ in der Neusässer Stadthalle präsentieren 67 Aussteller ihre Methoden – von Staubsaugern bis Schamanenkunst. Hausärzte sehen deren Kunst kritisch.

Von Florian Eisele|Augsburger Allgemeine

Der Stand von Marion Losert dürfte gestern der sicherste in der Neusässer Stadthalle sein. Wenn es um Strahlenbelastung geht. Sagt Marion Losert. Der Grund ist die Engelsfigur, die sich in zigfacher Ausführung auf Kerzen, Ölen und Amuletten wieder findert, Losert nennt ihn den Herzshakra-Engel. Nicht sie habe ihn gefunden, sondern er sie. Wer sich einen Schutzstein mit ihm kauft, könne darauf vertrauen, von Strahlung jeglicher Art geschützt zu werden, mit sofortiger Wirkung. Je größer der Engel ist, desto weiter ist sein Wirkungskreis. Zwischen 30 und 50 Euro kostet eine der selbst gefertigten Steine, die Losert auf der Esoterikmesse „Augusta Spirit“ anbietet.

Der Hochbegabungswahn

Wunderkinder haben es nicht immer leicht – Foto: Aigner
Indigokinder, Kristallkinder und feinstoffliche Genies: Esoterische Wunderkinder sind in Mode.
 

Von Florian Aigner|futurezone.at

Manche Kinder können sich nicht an Regeln halten. Sie sind rebellisch, dickköpfig und hyperaktiv. Sie schaffen es kaum, sich für längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren, wollen immer im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen und haben oft Probleme in der Schule. Früher hätte man gesagt, solche Kinder sind schwierig. Heute wissen wir es besser: Diese Kinder sind feinstofflich hochbegabt.

Die indigoblaue Aura

Die amerikanische Esoterik-Autorin Nancy Ann Tappe fand nämlich heraus, dass es sich bei diesen zappeligen Jungdespoten um „Indigo-Kinder“ handelt. Sie haben telepathische Fähigkeiten, können mit Feen reden und Engelsenergien empfangen. Wer die feinstoffliche Aura erkennen kann, die aus allen Lebewesen hervorleuchtet, der sieht die Aura dieser Kinder in wunderschönem Indigoblau erstrahlen. Dummerweise sind die meisten Lehrer ziemlich schlecht im Aurasehen. Daher erkennen sie nicht, dass der Zappelkasper in der zweiten Reihe, der schon wieder auf dem Sessel herumtanzt, in Wirklichkeit eine große kosmische Aufgabe zu erfüllen hat.

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Das Roswell-Mysterium

Aliens

1947 soll in New Mexico ein Raumschiff mit Außerirdischen an Bord abgestürzt sein. Doch die amerikanische Armee und die Regierung, so glauben zumindest Verschwörungstheoretiker bis heute, haben alles vertuscht.

Von Nicolas Freund|Süddeutsche.de

Am 8. Juli 1947 titelte die Regionalzeitung Roswell Daily Record „Luftwaffe sichert fliegende Untertasse auf Ranch in der Roswell-Region“. Am selben Tag soll auch die lokale Air Force Base eine Pressemitteilung veröffentlicht haben, in der sie zu den Gerüchten Stellung nahm, die seit Tagen kursierten. Das Militär bestätigte, eine fliegenden Untertasse geborgen zu haben, wie man Ufos damals noch gerne nannte. Was war geschehen?

Bereits einige Wochen zuvor war der Vorarbeiter William Brazel nördlich der Kleinstadt Roswell in New Mexico zufällig auf ein Trümmerfeld gestoßen: Gummiteile, Pappe, Klebeband und folienartiges Material lagen in der Gegend verstreut. Brazel maß dem erst keine große Bedeutung bei, änderte dann aber seine Meinung. Einige Tage später kehrte er mit seiner Familie zu der Stelle zurück, sammelte so viele Trümmer ein, wie er finden konnte, und berichtete dem Sheriff von dem Fund. Kurz vor dem Erscheinen des Zeitungsartikels am 8. Juli raunten die ersten im Ort, dass Brazel möglicherweise das Wrack einer fliegenden Untertasse gefunden habe.

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Mein Deutschland: Von Deutschland lernen, heißt Waldorfschule besuchen

Die Waldorfschule in Stuttgart – die erste weltweit
Das hohe Ansehen Deutschlands in China treibt mitunter seltsame Blüten. Eine davon ist der Hype um die Waldorfschule. Über 200 soll es inzwischen geben. Dafür hat unsere Kolumnistin Zhang Danhong nur bedingt Verständnis.

Von Zhang Danhong|Deutsche Welle

Eins muss man dem Übersetzer lassen, der das Wort „Waldorf“ ins Chinesische transferiert hat. Die drei Zeichen 华德福 (hua de fu) haben zwar phonetisch nicht viel mit „Waldorf“ zu tun, semantisch ergeben sie aber einen tieferen Sinn. „China, Deutschland, Glück“, so die Bedeutung der Zeichen. Dem Muttersprachler wird suggeriert, dass China sich glücklich schätzen kann, wenn es das deutsche Modell übernimmt – in diesem Fall das Modell der Waldorfschule.

Genial, oder? Dabei war Rudolf Steiner, Gründer der Waldorfschule, gar kein Deutscher. Nun war er (leider) nicht der einzige Österreicher, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland den idealen Ort für die Verbreitung seiner Ideologie sah. Wer jetzt an Adolf Hitler denkt, liegt gar nicht so verkehrt. Was die steinersche Anthroposophie und den Nationalsozialismus verbinde, sei der Rassismus, sagt Stefan Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien: „Sie schöpfen aus dem selben Fundus. Steiner hatte völlig skurrile Auffassungen über die Schwarzen, die Roten und die Gelben. Der Unterschied zu Hitler ist: Steiner war kein Faschist.“

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Wie sich der älteste Geheimbund der Welt um mehr Transparenz bemüht

Eine Deckenmalerei in der United Grand Lodge of England | Alle Fotos vom Autor
Das Freimaurertum wird 2017 seinen 300. Geburtstag feiern. Der genaue Ursprung des berüchtigten Geheimbunds ist noch immer unbekannt. Während die erste Großloge 1717 in England gegründet wurde, gibt es Beweise, die darauf hindeuten, dass die Freimaurerei bereits viel früher ihren Anfang nahm.

Von Dylan Brethour|VICE.com

Die romantischste Ursprungsgeschichte, so erzählt mir der Pressesprecher Mike Baker, deutet auf die Tempelritter hin. Realistischer betrachtet ist sie vermutlich aus einer Kombination des mittelalterlichen Gildensystems und Elementen des Rosenkreuzertums entstanden. Ich bin in der United Grand Lodge of England (UGLE) im Londoner Bezirk Covent Garden. Das imposante Steingebäude ist mit esoterischen Symbolen verziert. Der Ruf der Freimaurer als mystischer Bund hat sie zu einem Magneten für Verschwörungstheorien gemacht; es kursieren Gerüchte über Verbindungen zu den Anschlägen des 11. September über die Illuminati bis hin zur Neuen Weltordnung. Jetzt wo das 300. Jubiläum bevorsteht, versuchen die Maurer, sich um das jahrhundertealte PR-Problem zu kümmern. Die Frage ist nur: Was passiert, wenn der älteste Geheimbund der Welt versucht, seine Türen der Allgemeinheit zu öffnen?

Zum neuen Gesicht der Freimaurer gehört dazu, die hartnäckigsten Mythen anzusprechen. „Bei dem, was wir tun, sind Politik und Religion sogar verboten“, sagt Mike mir gegenüber. Selbst öffentliche Mitteilungen machen sie ungern, „aufgrund unserer Geschichte und weil wir nicht politisch motiviert wirken wollen. Immerhin gibt es diese ganzen Verschwörungstheorien, mit den Bilderbergen und so weiter“. Warum treten Menschen also den Freimaurern bei, wenn ihnen das gar keine Gelegenheiten zur politischen Einflussnahme eröffnet? Mike sagt, es ginge dabei nur um die Werte. Die Freimaurer spenden zum Beispiel als Teil ihres gesellschaftlichen Engagements an wohltätigte Organisationen. Soeben haben sie den zweiten Sanitätshubschrauber der Stadt London zur Hälfte finanziert. „Man stelle sich vor: Das nächste Mal, wenn jemand in London einen schlimmen Unfall hat und der Sanitätshubschrauber kommt, dann werden an der Unterseite ein Winkel und ein Zirkel zu sehen sein.“

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Impfgegner verliert 100.000-Euro-Wette – muss aber nicht zahlen

© dpa Masern wegen Trennungstraumata? Der Impfgegner Lanka bei seinem ersten Prozess um die verlorene Wette im März 2015.
Im Internet hat ein Impfgegner die Existenz von Masernviren bestritten und demjenigen viel Geld versprochen, der sie nachweisen könne. Als das passierte, wollte er nicht zahlen. Ein Gericht gab ihm nun recht. Warum?

Frankfurter Allgemeine

In einem skurrilen Wettstreit um die Existenz von Masernviren hat es eine überraschende Wende gegeben: Ein Impfgegner vom Bodensee ist nicht dazu verpflichtet, einem Mediziner aus dem Saarland eine von ihm ausgelobte Prämie über 100.000 Euro für den Nachweis des Masernvirus zu zahlen. Das Oberlandesgericht Stuttgart gab der Berufung des 52 Jahre alten Impfgegners am Dienstag statt. Das Landgericht Ravensburg hatte ihn vor einem Jahr noch zur Zahlung der Wettschuld an den Arzt verpflichtet.

Es habe sich bei der Ankündigung des Impfgegners nicht um eine Wette oder ein Preisausschreiben gehandelt, auf die der heute 32 Jahre alte Mediziner aus dem Saarland reagiert hatte, sondern um eine Auslobung. So begründet es jedenfalls das Oberlandesgericht in seinem Urteil. Und dabei bestimme alleine derjenige, der auslobt, die Regeln und wofür er bezahlt.

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Homöopathie-Kritik: „Es ist Pseudomedizin“

Symbolbild, Bild: brightsblog
Symbolbild, Bild: brightsblog

Eine Initiative sagt der Homöopathie den Kampf an. Initiator Norbert Aust erklärt die Ziele und weshalb die Heilslehre ihren Sonderstatus im Arzneimittelrecht verlieren soll.

Interview von Hanno Charisius|Süddeutsche.de

Anfang Februar trafen sich in Freiburg 30 Fachleute, um das „Netzwerk Homöopathie“ zu gründen, einen Verbund, der über Homöopathie aufklären möchte. Zu der Gruppe gehören auch die ehemalige Homöopathin Natalie Grams, der Vorsitzende des Wissenschaftsrats der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP Wolfgang Hell, Edmund Berndt von der Initiative für wissenschaftliche Medizin und der Verbraucherschützer Guido Bockamp vom Deutschen Konsumentenbund. Die Aktivisten wollen unter anderem dafür sorgen, dass homöopathische Mittel ihren Sonderstatus im Gesundheitswesen verlieren. Norbert Aust, der sich seit Jahren kritisch mit der „Pseudomedizin“, wie er es nennt, auseinandersetzt, lud zu dem Treffen ein.

SZ: Herr Aust, es gibt schon reichlich Homöopathie-Kritik in Büchern, Weblogs, Fernsehen. Was wollen Sie und Ihre Mitstreiter noch hinzufügen?

Norbert Aust: Wir glauben, dass die meisten Leute trotzdem nicht wissen, was Homöopathie überhaupt ist. Deshalb wollen wir auf einer neuen Webseite vor allem über die Heilslehre mit ihren merkwürdigen Auffassungen aufklären und klarstellen, dass es sich dabei um Pseudomedizin handelt und eben nicht um eine „Alternative zur Medizin“, wie sie ja oft genannt wird.

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„Esoterisches Wasser wird zum Lifestyleprodukt“

Viel schmucker als jeder Wasserfilter: Die Wasserweihe von Boris Michailowitsch Kustodijew (1921).
Obwohl der Sinn von Versuchen, im eigenen Haushalt die Qualität des heimischen Leitungswassers zu verbessern wissenschaftlich umstritten ist, verzeichnet die Esoterik-Branche auch in diesem Bereich Rekord-Umsätze. Warum eigentlich? Ein Gespräch mit dem Diplom-Chemiker Helge Bergmann, Autor des Buches Trübes Wassser.

Von Reinhard Jellen|TELEPOLIS

Herr Bergmann, Sie haben in Ihrem Buch rechts- und linksdrehende Wasser, Edelsteinwasser, magnetisiertes Wasser etcetera untersucht. Wie verhält sich die Realität mit der unterstellten Wirkung?

Helge Bergmann: Ein typisches Merkmal für esoterisches Wasser sind die vielen zweifelhaften Informationen. Sie werden aufgestellt, um Herstellung, Eigenschaften und Wirkung der Wässer zu beschreiben. Diese Informationen können alles enthalten: Richtige und falsche Behauptungen, Wissenschaft und Scheinwissenschaft, Irreführung, Täuschung bis hin zur Werbelüge. Der Übergang ist oft fließend und nicht erkennbar.

Was ist für diese Art Wasser charakteristisch?

Helge Bergmann: Es werden zu diesen Behauptungen praktisch keine stichhaltigen Nachweise geliefert. Die Herstellung ist unklar oder nach den Naturgesetzen gar nicht möglich, die Wirkung nicht durch Untersuchungen belegt. Der größte Teil der Werbung enthält gesundheitsbezogene Versprechen. Egal, ob belebtes, energetisiertes, informiertes oder ähnliches Wasser: Es soll getrunken werden, um angeblich die Gesundheit zu fördern. Realität ist: Keine dieser angeblich heilsamen Wirkungen wurde jemals von den Anbietern stichhaltig nachgewiesen.

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Warum das Internet voll von Verschwörungstheorien ist

In sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter verbreiten sich Verschwörungstheorien besonders leicht. (Foto: REUTERS)
Steckt die CIA hinter 9/11? Haben Flüchtlinge ein Mädchen vergewaltigt? Solche Gerüchte halten sich hartnäckig – weil es im Internet so leicht fällt, sie zu glauben.

Von Sebastian Herrmann|Süddeutsche.de

In der Flüchtlingsdebatte schwirren gewaltig viele wilde Gerüchte durch die Gegend. Die erfundenen Geschichten handeln von demolierten Supermärkten, von einem Schweige- und Vertuschungsgebot für die Medien oder wirklich ganz wilden Geschichten, die besser nicht wiederholt werden sollen.

Bei vielen dieser Räuberpistolen fragt man sich: Warum glauben Menschen so etwas? Und weshalb sind zum Beispiel deprimierend viele überzeugt, dass die Nasa die Mondlandung nur inszeniert habe, die CIA hinter den Anschlägen vom 11. September stecke oder ein Pharmakomplott das gerade in Südamerika grassierenden Zika-Virus steuere?

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Homöopathiekritiker starten Informations-Netzwerk

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Bild: DAZ.de
Eine Initiative will in den nächsten Monaten ein Homöopathie-Netzwerk gründen und eine Informationskampagne starten, um kritische Einordnungen der Homöopathie zu bündeln. Geleitet wird es von der ehemaligen Alternativmedizinerin Natalie Grams. Sie will auch den Begriff „Pseudomedizin“ prägen – und sich für eine Änderung des Arzneimittelgesetzes einsetzen.

Von Hinnerk Feldwisch-Drentrup|DAZ.de

Als eine Gruppe von gut 30 Homöopathiekritikern am Sonntag zur Pressekonferenz nach Freiburg geladen hat, warteten auf die Journalisten weder Kulis, Imagebroschüren noch ein Buffet – sondern eine Packung  „Dubium C30 – enthält nur Zucker, kein Arzneimittel“. Bernd Harder, Pressesprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), zerstreute mögliche Hoffnungen auf Geschenke direkt und nutzte die Gelegenheit, auf das rein ehrenamtliche und pharmafreie Engagement hinzuweisen. Zwei Tage lang hatten sich Interessierte zuvor getroffen, um eine Strategie zum Umgang mit Globuli und Co zu entwickeln. Da die Alternativmedizin laut Harder bisher weitestgehend unbeobachtet vor sich hin arbeite, will die Gruppe der Homöopathiekritiker Widersprüche und leere Versprechen öffentlich machen. Und – als ein Ergebnis des Treffens – zukünftig nur noch von Pseudomedizin sprechen.

„Wir wissen natürlich ganz genau, dass auch in der evidenzbasierten Medizin und in unserem Gesundheitssystem vieles im Argen liegt“, sagte er, „aber das macht Homöopathie nicht wirksamer“. Die Alternative könne nur bessere Medizin sein, keine Pseudomedizin. Die Gruppe will nun Informationen für Patienten aufbereiten, damit jeder die Möglichkeit hat, sich aufgeklärt selbst zu entscheiden. Und es soll ein Homöopathie-Netzwerk gegründet werden, welches die Aktivitäten koordiniert.

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Mormonen wollen Münchner Melderegister digitalisieren

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  • Die Meldedaten im Stadtarchiv sind abgegriffen und teilweise fast unleserlich. Deshalb sollen sie nun digitalisiert werden.
  • Zwei Firmen haben bereits Angebote für eine Digitalisierung gemacht. Beide haben sich nicht ohne Hintergedanken gemeldet.
  • Der Datenschutz sei „absolut vorrangig“, versichert Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Von Dominik Hutter|Süddeutsche.de

Alle Bestände aneinandergereiht wäre das Regal fast 1,2 Kilometer lang. 4082 Aktenbündel mit Polizeimeldebögen, dazu 8196 Personenstandsregister und Sammelakten aus den Standesämtern München und Pasing – Geburten, Sterbefälle, Hochzeiten.

Trockene Kost also, sollte man meinen, und trotzdem heiß begehrt: Etwa ein Drittel aller Anfragen für den Lesesaal des Stadtarchivs betrifft die seit dem frühen 19. Jahrhundert erhobenen Meldedaten. Die sind deshalb inzwischen reichlich abgegriffen, manchmal angeschimmelt und teilweise fast unleserlich. Zeit für eine Digitalisierung also.

Bis zu 2,5 Millionen Euro würde es nach Schätzung des städtischen Direktoriums kosten, die etwa 4,75 Millionen Seiten einzuscannen und einen Index zu erstellen. Mehr als das Stadtarchiv aufbringen kann. Da ist es praktisch, wenn jemand diese Aufgabe kostenlos übernehmen will.

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