Die Affenmenschen vom Balkan – Evolutionstheorie raus aus den Schulbüchern

Jüngste Funde in Griechenland lassen vermuten, dass sich die Abstammungslinien von Schimpansen und Menschen möglicherweise in Südosteuropa und nicht in Afrika trennten. ©dpa
Eine serbische Initiative streitet für die Entfernung der Evolutionstheorie aus den Schulbüchern des Landes.

Von Thomas Roser | Sächsische Zeitung

Ausgerechnet einer oft als rückständig belächelten Region winkt die Aufwertung zur Wiege der Menschheit: Laut den jüngsten Erkenntnissen Tübinger Wissenschaftler könnten die ersten Vormenschen nicht wie bisher angenommen aus Ostafrika, sondern vom Balkan stammen.

Doch Freude und Stolz über die spät entdeckten Affenmenschen vom Balkan kommt in der streitbaren Vielvölkerregion keineswegs bei allen von deren Nachkommen auf. Engagiert streitet in Serbien eine Initiative rechtsklerikaler Intellektueller gegen die weitere Verbreitung der Evolutionstheorie in den heimischen Schulbüchern.

„Globalisten und Atheisten, die heute in der Welt die einflussreichsten Positionen einnehmen, finanzieren die Verbreitung der Evolutionstheorie, klagt eine zu Monatsbeginn veröffentlichte und von 166 Professoren, Wissenschaftlern, Ärzten und Geistliche unterzeichnete Petition, die die Einführung der biblischen Schöpfungsgeschichte im Biologie-Unterricht fordert.

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AfD-Vorsitzender: Käßmann keine „aufrichtige Christin“

Jörg Meuthen als aufrichtige Christin. Bild: bb

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen hat die evangelischen und katholischen Kirche für ihr Verhalten seiner Partei gegenüber scharf angegriffen.

evangelisch.de

Unmittelbar nach dem evangelischen Kirchentag mit der viel beachteten Diskussion mit einer AfD-Vertreterin haben führende Vertreter der Partei die Kirchen erneut scharf angegriffen. Der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen warf evangelischer und katholischer Kirche „Dialogverweigerung“ vor. „Gesprächsangebote lehnen sie kategorisch ab“, sagte er, räumte zugleich aber ein, dass es eine offizielle Anfrage der Parteispitze an die Kirchen für Gespräche, ob öffentlich oder informell, in der Form noch gar nicht gegeben hat.

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Holzspieße mit Tierkadavern auf Bauplatz für Moschee in Erfurt

Auf einem Grundstück, auf dem die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt den Bau einer Moschee plant, haben Unbekannte neun Holzspieße mit Tierkadavern gesteckt.

Frankfurter Rundschau

Auf den Spießen seien unter anderem ein halber Schweinekopf, Schweinepfoten und Innereien angebracht worden, teilte die Polizei in Erfurt mit. Das Schwein ist im Islam ein Tier, dessen Verzehr verboten ist. Der Staatsschutz ermittelt. Gegen den Moscheebau hatte es bereits in der Vergangenheit Proteste gegeben. Moschee-Gegner hatten auf einem Nachbargrundstück große Holzkreuze errichtet.

Zana Ramadani: Viele muslimische Mütter erziehen ihre Söhne zu kleinen Machos

Engagiert beim Interview: Zana Ramadani geht mit dem Islam kritisch ins Gericht. Bild: Leonhard Hamerski
Mit der streitbaren Bestsellerautorin Zana Ramadani sprach unser Reporter Dieter Hintermeier über die Gefahren des politischen Islamismus, den Toleranzwahn der Deutschen und das Frauenbild der Muslime

Von Dieter Hintermeier | Frankfurter Neue Presse

Frau Ramadani, welcher Islam gehört zu Deutschland und welcher nicht?

ZANA RAMADANI: Auf keinen Fall ist es der aktuell politisch-herrschende Islam. Er zeichnet sich aus durch Radikalität und Geschlechterapartheid. Dieser gehört nicht in ein demokratisches Land, in dem Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gilt. Der spirituelle Islam, den es ja auch gibt, gehört natürlich zu Deutschland.

Aber wie kann der politisch-radikale Islam bekämpft werden?

RAMADANI: Der kann nur von innen heraus wirkungsvoll bekämpft werden. Solange sich aber die Mehrheit der Muslime diesen Tatsachen nicht stellt, wird der radikale Islam auch nicht wirklich bekämpft. An dieser Stelle sollte sich der Islam ein Beispiel am Christentum nehmen. Hier geschah die fundamentale Veränderung, damit meine ich die Reformation, auch von innen, also durch die Christen selbst.

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Dieser Film liefert Pädophilen eine Onaniervorlage

Nick Cafmeyer (Geert Van Rampelberg) leidet noch immer unter einem schweren Trauma, das er in seiner Kindheit erlitten hat. Quelle: ZDF und NyklyN
Hans Herbots’ „Die Behandlung“ ist die Verfilmung eines Thrillers von Mo Hayder. Darin geht es um Pädophile und Verbrechen an Kindern. Jetzt läuft er im ZDF. Das darf nicht wahr sein.

Von Elmar Krekeler | DIE WELT

Wir müssen an dieser Stelle eine dringende Warnung aussprechen. Wir wissen natürlich, schließlich kennen wir auch die Sagen und die Märchen, die davon erzählen, dass Menschen gern immer genau das tun, vor dem sie – von Göttern, Herzögen, Eltern, Zeitungskommentatoren – ganz besonders gewarnt werden.

Aber bitte, tun Sie sich den Gefallen, und meiden Sie heute Abend das ZDF. Da wird „Die Behandlung“ gezeigt. Die (belgische) Verfilmung eines Thrillers der britischen Bestsellerautorin Mo Hayder.

Die Grenzen dessen, was man zeigen kann

Den anzuschalten, wären Sie natürlich nie auf die Idee gekommen. Weshalb also diese Warnung?

Weil dieser Film – er ist toll gespielt, die Dramaturgie stimmt, er setzt sich fest im optischen Gedächtnis, wie sich „Das Schweigen der Lämmer“ festgesetzt hat, als Film ist an ihm nichts auszusetzen – ganz besonders taugt, sich zu fragen, warum man zeigen muss, was er zeigt, wo die Grenzen dessen sind, was man zeigen darf, was passiert, wenn sie überschritten werden.

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Thousands rally for peace in Tel Aviv amid renewed US efforts


Israelis participate in a pro-peace rally in Tel Aviv, May 27, 2017. Yellow signs read: ’50 years is enough, peace now‘ (AP Photo/Oded Balilty)
Herzog calls for Kulanu, Yesh Atid parties to join ‘one big political bloc’ as left-wing leaders slam government’s diplomatic inaction

By Times of Israel Staff

Thousands of people participated in a pro-peace demonstration in Tel Aviv’s Rabin Square Saturday to mark “50 years of occupation,” under the banner of “Two States — One Hope.”

Estimates of the crowd size varied between 15,000 and 20,000. Organizers claimed around 30,000 demonstrators were present.

At the protest, leaders of the Israeli left lambasted the country’s right-wing government and its policies and called for new, bold leadership that would take steps towards peace.

Opposition leader Isaac Herzog called on the leaders of the Yesh Atid and Kulanu parties to “put ego aside and join together into one big political bloc” that could replace the current government. (Centrist Yesh Atid is in the opposition; center-right Kulanu is in the coalition.)

“Together, only together… can we win, and come to power,” he said. Taking the stage, Herzog, whose leadership of the center-left Zionist Union will be challenged by several candidates in a vote on July 4, was met with audible booing from some in the crowd.

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ANC-Legende Denis Goldberg: „Es ist an der Zeit, den Mund aufzumachen“

Denis Goldberg 2013, Bild. wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0/ Ric Lander
Als einziger Weißer war Denis Goldberg 1964 in Südafrika mit Nelson Mandela zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Jetzt sorgt sich der 84-Jährige um das Erbe ihres Kampfes – und fordert den Rücktritt von Präsident Zuma.

Von Thilo Thielke | SpON-einesTages

Eigentlich sollte er feiern. Denis Goldberg blickt von der Veranda seines Hauses hinab aufs Meer. Eine steife Brise ist aufgekommen. Unruhig schaukeln ein paar Schifferboote in Richtung Hafen. In Hout Bay, dem kleinen Vorort von Kapstadt, hält langsam der Winter Einzug. Der alte Mann bewohnt dort oben auf dem Harbour Heights genannten Hügel ein wunderschönes, mit Kunst vollgestelltes Haus – mitten in jenem Viertel, in dem die „Coloureds“ zu Zeiten der Apartheid einquartiert wurden und zum großen Teil heute noch leben.

„Meinen 84. Geburtstag hatte ich mir auch anders vorgestellt. Ich sollte heute eigentlich ein zufriedener, alter Mann sein“, sagt Denis Goldberg und lächelt immerhin, „stattdessen habe ich die ganze Nacht nicht schlafen können.“

Goldberg sorgt sich um sein Land: das Südafrika ohne Rassenschranken, für das er sein Leben lang gekämpft und gelitten hat. „Dieser Traum ist in Gefahr“, sagt er und setzt sich an den Küchentisch, auf dem sich Zeitungen und Bücher stapeln. „Was ist nur aus der Regenbogennation geworden?“

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Muslim Security Guards Lodge Complaints Against Amazon for Discrimination

Community members and labor organizations speak out at Amazon’s Annual Meeting of Shareholders on Tuesday May 23, 2017 in Fremont, Seattle. Amazon’s security contractor, Security Industry Specialists, has a history of targeting their Muslim employees who are responsible for safeguarding Amazon’s campus — denying them the right to pray at work, days off for religious holidays, showing videos with Islamophobic sentiments, and more. Image: Wudan Yan.
In early June of last year, Kulani Yacub was just starting her new job as a security officer on Amazon’s campus in Seattle, Washington. Her second day of work just happened to be the day before Ramadan — the holiest month for Muslims, during which they fast from sun up to sundown.

By Wudan Yan | MOTHERBOARD

Yacub’s day started off with a briefing organized by her supervisors. On that particular day, her supervisors played a training video on how to recognize terrorists. One portion of the video depicted a clean-shaven man next to a bearded man wearing a turban.

„A lot of us Muslims in the room felt really emotional about it, so we walked out of the meeting,“ said Yacub. „It was really disrespectful for them to show videos that hinder Muslims in this country, where we already experience so much Islamophobia.“

Yacub is employed by Security Industry Specialists (SIS), a security contractor hired by Amazon to protect its campus. More than 800 security personnel through SIS — a majority of whom are Muslim, according to the workers — patrol the campus and staff the security desks to keep the retail giant’s headquarters secure. (SIS declined to comment on the number of Muslim workers).

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Die Renaissance des evangelischen Nationalismus

Riesengarde unter Friedrich Wilhelm I. Über den Bäumen ist der Glockenturm der Garnisonskirche zu Potsdam sichtbar.
Bild: Richard Knötel, Preussens Heer in Wort und Bild. Glogau Verlag

Am 01. Januar 1722 wurde die Hof-und Garnisonskirche zu Potsdam durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen eingeweiht. Am folgenden Tag gründete er die dazugehörige Pfarrei(Parochie). Während die Hofgemeinde zur reformierten Kirche gehörte war die Militärgemeinde lutherisch. Durch die Vereinigung beider Konfessionen und der Zivil-und Militärgemeinde entstand eine Simultankirche. Die Zivilgemeinde bestand ursprünglich aus den reformierten Mitgliedern des Königshauses, der bisherigen Schlossgemeinde, also sehr zivil.
Potsdam selbst war zu diesem Zeitpunkt Garnisonsstadt. Die Elite-Regimenter des Heeres waren hier stationiert, die Garde, also jene Einheiten die dem König direkt unterstanden bzw. der Monarch ein spezielle Beziehung pflegte. Alles andere war Linie.
Alle Militärgottesdienste fanden nun in der Garnisonskirche statt. Von 1746 bis 1861 war das Amt des Feldpropstes mit dem des Potsdamer Garnisonspredigers verbunden. Der Feldpropst war oberster Militärgeistlicher, dem sämtliche Feldprediger und Militärpfarrer unterstellt waren. In preußischer Tradition ist der heutige hauptamtliche Militärbischof Rink in dieser Position.
Die Garnisonskirche Potsdam war eine Keimzelle der opportunistischen Feigheit und des staatsideologischen Missbrauchs der evangelischen Kirche in Deutschland.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Kirche zum Walhalla des preußischen Absolutismus. Eine Kanonenkugel mit preußischem Adler krönte den Abschluß des Kirchenturms. Zeughaus für gottgefälligen Militarismus. Die Kriege die Preußen focht sind bekannt, später die ganz großen Kriege die zum Kaiserreich und seiner Abschaffung führten. Die Garnisonskirche, das Grabmal der Weimarer Republik.

Die Kanonenkugel könnte man heute durch eine abgereicherte Kernwaffe ersetzen. Die Anbetung erinnert dann an den Film „Planet der Affen.“

Warum spricht niemand über die in dieser Kirche abgehaltenen Kriegspredigten? Sie waren Mittel zur Teilnahme der evangelischen Kirche an jeden stattfindenden Krieg. Während Könige und Kaiser militärisch mobil machten sorgten die Pfarrer für die „geistliche“ Mobilmachung der Massen. Warum sprechen die Hubers, Dröges, Stolpes und Schwaetzers nicht über die antisemitischen Predigten des Hofpredigers Johannes Vogel, die Fahnenweihen des Kyffhäuserbundes, die Heldengedenkgottesdienste im Zweiten Weltkrieg? Geschichtsrevisionismus zum Preis eines Turms, den man errichten will, wohl wissend dass man einen Grabstein der Demokratie, der Menschenrechte und des Friedens baut. Die Garnisonskirche in Potsdam war ein deutliches Zeichen der Kooperation von Thron und Kirche. Der Thron wurde durch die Politik ersetzt, die aus den gleichen Motiven heraus wilhelmische Prachtbauten restaurieren lässt.
Bedford-Strohm der sich wohlgefällig mit den „Mächtigen“ dieser Zeit ablichten lässt bietet die Militärseelsorger der Bundeswehr als Mediationsgehilfen gegen rechtsextreme Netzwerke an. Ihm ist klar, dass die Militärseelsorger Angestellte des Staates sind, in der Bundeswehr, vom Staat bezahlt werden, bis hin zum Militärbischof Rink, für den man erst eine hauptamtliche Planstelle schaffen musste, mit anderen Worten, seine Bezahlung war abzusichern. Wenn es das Problem des Rechtsextremismus in der Bundeswehr gibt, sind die Militärseelsorger Teil dieses Problems und völlig ungeeignet den Knoten der Tradition, seiner Pflege zu zerschlagen. Bedford-Strohms Hilfestellung ist keine, erstens unterstehen ihm die Militärseelsorger nicht und zweitens hängt er selbst unkritisch in Schlingen seiner Kirche.

Die privilegierte Zivilgemeinde will diese Kirche auch, den Geldgebern  gereicht es zur Ehre den Tempel des Militarismus, Rassismus zu ermöglichen. Der Adel des Königshauses wurde lediglich durch den Geldadel ersetzt.

Wen Markus Dröge gegen den Nationalismus wettert sollte er bei sich anfangen. Der Bau der Garnisonskirche zu Potsdam, die Errichtung des Turmes ist nichts anderes als die Rekonstruktion, die Wiedergeburt des Nationalismus.

Der „Tag von Potsdam“ war kein Ausrutscher. Er war die logische Konsequenz einer Kirche die in ihrer Gründung zu finden ist. Ludendorff stellte bereits 1919 klar, in eben dieser Kirche, wohin die Reise gehen soll.

Am 21. März 1933 predigte der Generalsuperintendent der Kurmark Otto Dibelius in der Garnisonskirche. Göring meinte dazu:“Das war die beste Predigt, die ich in meinem Leben gehört habe!“ Dibelius selbst notierte:

„Als das letzte Wort gesprochen ist, tritt Hitler von dem Pult zurück. Der Reichspräsident tut einen Schritt nach vorn und streckt ihm die Hand entgegen. Hitler ergreift sie und beugt sich tief, wie zum Kuss, über die Hand des greisen Feldmarschalls. Es ist eine Huldigung in Dank und Liebe, die jeden ergriffen hat, der sie mit ansah.“

Mit einem freudigen „Ja“ war die Kirche an diesem unsäglichen Meilenstein deutscher Geschichte beteiligt, mit allem, was noch folgen sollte. „Ja“ zu den Konzentrationslagern, ja zu Terror, Diktatur, zu Mord, Totschlag, Holocaust und Weltkrieg.

Im Kirchenschiff und auf den Emporen sind ausschließlich Braunhemden zu sehen: Fast 3000 Parteigenossen haben sich am 19. August 1933 in der Potsdamer Garnisonkirche versammelt, um der Fahnenweihe der NSDAP beizuwohnen. Das traditionsreiche Gebäude – es ist bis auf den letzten Platz besetzt – verleiht der Veranstaltung einen geschichtsträchtigen Rahmen. Oben, an den Pfeilern des Kirchenschiffes, hängen die Fahnen der alten kaiserlichen Armee. Unten, im Altarraum, stehen die Fahnenträger der NSDAP mit ihren Hakenkreuzflaggen.

Zum Auftakt erklingt das Lied Ich hab mich ergeben, das Nationalisten aller Richtungen schon im 19. Jahrhundert sangen. Es folgt das in der SA beliebte Thüringische Schulgebet  des Nazi-Dichters Arno Kühn. Dann spricht Pfarrer Curt Koblanck. Mit markigen Worten erinnert er daran, wie treu die Gemeinde zu den Fahnen der preußischen Armee gehalten habe. Die gleiche Treue verdiene nun der »Führer«. Hart hallen die Worte Koblancks durch die Kirche: »Wer leben will, der kämpfe, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht!« Zum Schluss deklamiert er: »Niemals hat ein Volk sich seinen Raum erworben ohne Kampf. Das ist das alte Gesetz, das durch die ganze Weltgeschichte hindurchgeht: Kampf!«

Die Veranstaltung ist, wie viele weitere NS-Versammlungen in der Garnisonkirche, gut dokumentiert, allen voran der »Tag von Potsdam« am 21. März 1933, als Adolf Hitler und Paul von Hindenburg das Bündnis zwischen den nationalsozialistischen und den deutschnationalen Kräften besiegelten. Wer in die Akten schaut, wird auch darüber hinaus reichlich fündig. Doch nicht jeder will hinsehen.Der Geist von Potsdam. Christen brauchen keine Garnisonskirche

Reuelos schreibt Dibelius in seinen Memoiren 1961: Auch wenn Hitler »das nicht war, was wir uns gewünscht hätten – er war zum mindesten ein energischer Mann, der mit den Kommunisten wohl fertig werden konnte«

Und alle, die sich heute so vehement für den Bau des Kriegstempels einsetzen, Markus Dröge, Wolfgang Huber, Irmgard Schwaetzer und Manfred Stolpe, die bekannten und unbekannten Geldgeber befinden sich in dieser Tradition. Nicht verwunderlich wäre, wenn bei der Einweihung des Turmes ein Musikkorps der Bundeswehr die Preußen-Märsche zünftig aufspielen würde.
Wer meint diesen Turm in der Mitte der Gesellschaft platzieren zu können irrt, Symbolkirche war sie immer, eine Begegnungsstätte für den Frieden verbietet schon der Name, wer meint, eine Garnison sei friedlich umzudeuten, glaubt auch dass man für die Jungfräulichkeit vögeln kann.

Wer eine Friedenskirche will baut eine Friedenskirche, wer eine Versöhnungsstätte will baut eben diese. Wer eine Garnisonskirche will baut sie aus den o.g. Gründen.

Vergifteter Diskurs über den Osten

Thügida in Dresden: Wie rechts ist der Osten? Foto: Arno Burgi (dpa-Zentralbild)
Iris Gleicke wird als Ost-Beauftragte im Gedächtnis bleiben, weil sie eine umstrittene Studie zu verantworten hat. Sie verteidigt die Studie trotz handwerklicher Fehler. Die Kolumne.

Von Sabine Rennefanz | Frankfurter Rundschau

Wozu gibt es eine Ost-Beauftragte? Sie soll die Anwältin des Ostens in der Regierung sein, Probleme benennen, Diskussionen anregen. Es ist ein undankbarer Job, man hat kein eigenes Ministerium, sondern hängt an einem anderen Haus dran, derzeit am Wirtschaftsministerium. Es fehlt an finanzieller Schlagkraft, an Einfluss. An viele frühere Amtsinhaber erinnert sich niemand.

An Iris Gleicke, die amtierende Ost-Beauftragte, wird man sich erinnern, und zwar als diejenige, die es geschafft hat, den Diskurs über den Osten auf lange Zeit zu vergiften. Dabei hatte die Sozialdemokratin eine gute, mutige Intention. Sie wollte die Diskussion über den Rechtsextremismus im Osten vertiefen, darüber, ob die Hälfte des Landes für die Demokratie verloren ist. Doch seitdem sie eine umstrittene Studie veröffentlicht hat, ist das Sprechen über den Osten schwieriger geworden.

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Heiner Bielefeldt: Religionsfeindlichkeit nimmt zu

Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog
Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, Heiner Bielefeldt, hat eine zunehmende Religionsfeindlichkeit in Deutschland beklagt. Sie äußere sich in aggressivem Tonfall bei genereller Religionskritik, aber auch in zunehmender Islamfeindlichkeit.

domradio.de

Das sagte Bielefeldt am Freitag auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Die Religionsfeindlichkeit äußere sich im Gestus der Aufklärung, aber ohne Substanz und „mit erhobenem Zeigefinger“. Im Zusammenhang mit der Debatte über rituelle Beschneidungen, ausgelöst durch ein Gerichtsurteil vor fünf Jahren, sei die Religionskritik aggressiver und verächtlicher worden, sagte der Erlanger Professor für Menschenrechte. Religionen dürften kritisiert werden, aber mit Respekt vor den Menschen, fügte Bielefeld hinzu. Religionsfreiheit sei Teil der Menschenrechte und nicht „Einflugschneise für die Gegenaufklärung“.

Glaubensfrage

Bielefeldt war von 2010 bis 2016 Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats für Religionsfreiheit. Die Kirchentagsveranstaltung zu Religion- und Islamfeindlichkeit in Deutschland stand unter der Überschrift „Wie hältst du es mit der Religion?“.

Der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge rief bei der Veranstaltung die Religionsgemeinschaften auf, auch gemeinsam in der Gesellschaft öffentlich aufzutreten und Zeichen zu setzen. Als Beispiel nannte er das in Berlin geplante „House of One“ der drei abrahamitischen Religionen und Überlegungen zu einem Campus der Religionen an der Humboldt Universität. Zugleich dürften Probleme innerhalb von Religionsgemeinschaften aber nicht klein geredet werden, sagte Dröge.

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„Der Status quo ist der ideale Zustand für die 0,1 Prozent der Eliten“

UN-Generalversammlung. Bild: Patzrick Gruban/CC BY-SA-2.0
Ist ein demokratisches Weltparlament der Ausweg aus der Krise der globalen Politik? Ein Gespräch mit Andreas Bummel

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Die Weltpolitik steckt in einer tiefen Krise. Ob Trump, Erdogan, Le Pen oder AfD: Immer mehr Wähler auch in westlichen Demokratien entscheiden sich für Nationalismus und Abschottung, untermauert von plumpem Populismus. An vielen Ecken flammen alte Krisenherde und überwunden geglaubte Ost-West-Konflikte wieder auf. Und während die ganze Welt längst globalisiert ist – von der Kommunikation, über Kultur und Wirtschaft -, bleibt die Demokratie eine nationalstaatliche Angelegenheit. Die überstaatlichen Institutionen erscheinen als elitäre Gremien ohne Bürgerkontakt, eine anachronistische Einrichtung wie der UN-Sicherheitsrat mit seinem kontraproduktiven Vetorecht ist jeder demokratischen Kontrolle entzogen.

Die Lösung sehen Andreas Bummel, Gründer der NGO Democracy Without Borders, und der EU-Parlamentarier Jo Leinen in einem demokratischen Weltparlament. Seit mehr als zehn Jahren leistet Bummel mühsame Überzeugungsarbeit. Als ersten Schritt schlägt er die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen (UNPA) vor. Bummel und Leinen haben nun ein Buch über ihre Idee geschrieben: „Das demokratische Weltparlament. Eine kosmopolitische Vision“ (Dietz Verlag, Bonn 2017).

Sie zeichnen darin kenntnisreich und detailgenau die Entwicklung demokratischer Ideen von den Anfängen bei antiken Philosophen bis heute nach – über die französische und amerikanische Revolution, den Völkerbund, die Zäsur der Weltkriege, das Ende des Kalten Krieges, die Schatten der Globalisierung. Sie machen die Begrenztheit der nationalstaatlichen Souveränität in Zeiten des globalen Kapitalismus deutlich und sprechen die großen Probleme der Menschheit an: Kriege, Fluchtbewegungen, Hunger, Armut, Ungleichheit, Klimawandel, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und sie skizzieren, wie all diese Probleme durch eine Weltregierung unter demokratischer Kontrolle, gekoppelt an ein Weltrechtssystem und ein Weltsteuersystem, besser und effizienter angegangen werden könnten.

Trotz aller überzeugenden Argumente ist die Skepsis gegenüber einem solchen Ansatz ungebrochen hoch. Woran das liegt, und was von den Gegenargumenten zu halten ist, erklärt Andreas Bummel im Gespräch mit Telepolis.

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Kirchentag erlebt Twitter-Sturm wegen AfD-Tweet

Die Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au schätzt die besondere Gesprächskultur auf evangelischen Kirchentagen. Trotzdem erlebte der Kirchentag auf Twitter einen veritablen Sturm wegen eines AfD-Tweets.

evangelisch.de

Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au hat die besondere Gesprächskultur auf evangelischen Kirchentagen hervorgehoben. Sie schätze an den Debatten auf den Kirchentagen, „dass sie ein Ringen deutlich machen, dass man die kleinen Schritte nimmt“, sagte die Schweizer Theologin und Philosophin am Donnerstag auf dem Alexanderplatz in Berlin. Dafür stehe auch das diesjährige Kirchentagsmotto „Du siehst mich“.

Sie habe gehört, dass auf früheren Kirchentagen auch mal Podien gestürmt und Lautsprecherkabel durchgeschnitten wurden. „Aber sind das die Debatten, wo man einander zuhört?“, fragte sie im Interview auf dem „Roten Sofa“ der Kirchenpresse beim 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg, der noch bis Sonntag läuft. Das machten zum Beispiel auch die beiden prominentesten Gespräche am Donnerstagvormittag deutlich, das Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und zwischen dem Berliner Bischof Markus Dröge und der AfD-Vertreterin Anette Schultner, sagte Aus der Au.

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Die Falle der Identitätspolitik

Clichy-sous-Bois. Foto: Marianna / CC BY-SA 3
In Berlin wurde über „Riots“, Gewalt und Politik gesprochen – auch von Aktivisten aus den französischen Banlieues. Deutlich wurde, dass eine Absage an den Universalismus keine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung bewirkt

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

Der etwas missverständliche Titel „Riots. Violence as Politics“ hatte am vergangenen Wochenende auch manche außerparlamentarische Linke zum Besuch einer Konferenz im Institut für Protest- und Bewegungsforschung in Berlin motiviert. Manche hatten sich wohl angesichts des Titels eine stärkere Konzentration auf die Straßenunruhen gewünscht.

Jedenfalls verließ ein Teil der Besucher die Konferenz relativ schnell. Wer geblieben ist, konnte einen Eindruck von den politischen Verhältnissen in Frankreich bekommen, die sich gravierend von der hiesigen Frankreich-Berichterstattung der letzten Monate unterschied. Schon Monate vor dem Präsidentschaftswahlkampf fokussierte sich die Auseinandersetzung auf die Namen Le Pen versus Macron bzw. den Kampf zwischen Nationalismus und EU-Liberalismus. Unter dieser Perspektive wurden die Alltagskämpfe von vielen Menschen in Frankreich zum Verschwinden gebracht.

Wer sich weder hinter Le Pen noch hinter Macron stellen wollte, wurde sogar von Medien, die sich links bzw. linksliberal nennen, verbal angegriffen. Der Vorwurf, Steigbügelhalter des Nationalismus zu sein, war häufig zu hören. Das Recht, sich der Stimmabgabe zu verweigern, nicht zur Wahl zu gehen bzw. ungültig zu wählen, wurde im Falle Frankreichs auch in linksliberalen Medien vehement infrage gestellt.

Vergessen war, dass noch 2004 der Publizist und Sozialpsychologe Harald Welzer die Diskussion über den Wahlboykott auch wieder in liberalen Kreisen populär machte. Auf der Konferenz in Berlin wurde nun schnell deutlich, dass es sehr viele Menschen, ja ganze Milieus, in Frankreich gab, für die weder Le Pen noch Macron eine Alternative waren.

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Die AfD und das Kreuz mit der Kirche

Christ sein und Mitglied einer rechtspopulistischen Partei: Aus Sicht von Anette Schultner (AfD) ist das kein Widerspruch. (Foto: dpa)
Christ sein und gleichzeitig AfD-Mitglied, geht das? Eine Anhängerin der Rechtspopulisten sagt auf dem Evangelischen Kirchentag: natürlich. Dafür muss sie sich christliche Werte gewaltig zurechtbiegen.

Von Markus Mayr, Antonie Rietzschel | Süddeutsche.de

Sie haben sich unter dem Kreuz versammelt, um eine wichtige Frage zu diskutieren: Passt er zusammen, der Glaube an Jesus Christus, der an diesem Kreuz gestorben ist, und der Glaube an eine Partei, die Thesen vertritt, die mit christlichen Werten kaum vereinbar ist? Eine Partei, die Ängste vor Flüchtlingen schürt, eine Partei, in deren Programm die Nächstenliebe kaum eine Rolle spielt. Beim Evangelischen Kirchentag in Berlin geht es auch um diese Frage: Wäre Jesus einverstanden mit der selbsternannten Alternative für Deutschland?

Darüber soll nun in der Berliner Sophienkirche gesprochen werden: Vor dem Altar sitzt an diesem Donnerstag Anette Schultner. Sie ist die Bundesvorsitzende der Vereinigung „Christen in der AfD“, einer nicht besonders einflussreichen Gruppe innerhalb der Partei. Sie will diskutieren mit der Rechtspopulismus-Expertin Liane Bednarz sowie mit Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin und Brandenburg.

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Griechische Küstenwache stoppt Frachter mit Sprengstoff

Die griechischen Sicherheitsbehörden haben in der Ägäis einen Frachter entdeckt, der große Mengen Sprengstoff geladen hatte und auf dem Weg von der Türkei in den Sudan war.

Frankfurter Rundschau

Der Frachter sei gestoppt worden, weil die Vereinten Nationen und die EU über den Sudan ein Embargo für Waffen- und Sprengstofflieferungen verhängt haben. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Küstenwache erfuhr, wurde der Frachter zunächst in einer Bucht der Insel Kos untersucht. Anschließend wurde dem Kapitän der Befehl gegeben, zu einem großen Marinestützpunkt nach Westkreta zu fahren.

Leah Remini: Aus den Fängen von Scientology

foto: pr/a&e/getty/archuleta In „King of Queens“ spielte Leah Remini die toughe Ehefrau Carrie. Für Scientology war sie viele Jahre willkommenes Aushängeschild.
„King of Queens“-Schauspielerin verarbeitet ihren Ausstieg aus der Organisation – Doku-Reihe ab Donnerstag auf A&E

Von Oliver Mark | derStandard.at

Im Jahr 1999 waren Scientologen Leah Reminis Ansicht nach noch die „moralischsten Menschen auf der Welt“, rund 17 Jahre später sagt die Schauspielerin: „Was zutage trat, war viel schlimmer, als ich jemals dachte.“ Der Star der erfolgreichen USSitcom King of Queens rechnet in der Doku-Reihe Leah Remini: Ein Leben nach Scientology mit jener Organisation ab, die sie viele Jahre mit ihren Schauspielmillionen fütterte – der Bezahlsender A&E bringt die sieben Episoden ab heute, immer donnerstags um 21.50 Uhr, erstmals in den deutschsprachigen Raum. Zu Wort kommen hochrangige Aussteiger der Sekte, die in den USA als Church of Scientology firmiert und den Status einer Religionsgemeinschaft genießt. Ex-Mitglieder erzählen, wie sie jahrelang indoktriniert und Opfer von physischer und psychischer Gewalt wurden.

Remini musste Scientology bereits als Kind beitreten. Nach der Scheidung ihrer Eltern trieb ihr Stiefvater sie und ihre Mutter in die Hände der von L. Ron Hubbard gegründeten Organisation, der sie 35 Jahre treu bleiben sollte. Die heute 46-Jährige wollte lange nicht wahrhaben, dass ihr gesamtes Leben auf einer Lüge basiere, das habe den Ausstieg so schwer gemacht.

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Berliner AfD-Funktionär tritt nach Haftbefehl gegen ihn von Amt zurück

Polizisten hindern Mitglieder der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ am Freitagnachmittag am Eindringen ins Justizministerium.Foto: stoerungsmelder.org
Nach der missglückten Besetzung des Justizministeriums durch die Identitäre Bewegung fahndet die Polizei nach dem Schatzmeister der Berliner AfD-Parteijugend. Dieser tritt daraufhin von seinem Amt zurück.

Von Astrid Geisler, Tilman Steffen | DER TAGESSPIEGEL

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat einen Haftbefehl gegen den Schatzmeister der Berliner AfD-Parteijugend, Jannik Brämer, erlassen. Er wird der gefährlichen Körperverletzung verdächtigt. Das berichtete „Zeit Online“ unter Berufung auf die Berliner Staatsanwaltschaft. Es bestehe Fluchtgefahr. Brämer werde von der Polizei gesucht.

Als Reaktion auf die Medienberichte über den Haftbefehl gab Brämer am Mittwochabend sein Amt auf. Über den Pressesprecher der Jungen Alternative ließ er per E-Mail verlauten: „Um weiteren Schaden von der Jungen Alternative, aufgrund des gegen mich laufenden Ermittlungsverfahren, abzuwenden, trete ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Schatzmeister der Jungen Alternative Berlin zurück.

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US-Demokraten löchern Deutsche Bank wegen Trump-Konten

Image: NBCNews/YouTube
Die Deutsche Bank gehört zu den größten Gläubigern von Donald Trump. Die US-Demokraten fordern eine Offenlegung der Geschäftsbeziehung. Ihr Verdacht: Womöglich ist Russland in die Geldgeschäfte mit dem Präsidenten involviert.

SpON

Demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus fordern von der Deutschen Bank Auskunft über angebliche Verbindungen ihres Kunden Donald Trump nach Russland. „Der Kongress wird darüber im Unklaren gelassen, ob Kredite der Deutschen Bank an Präsident Trump von der russischen Regierung garantiert wurden oder anderweitig in Verbindung zu Russland standen“, heißt es Brief der Demokraten im Finanzausschuss an Deutsche-Bank-Chef John Cryan.

Nur wenn die Deutsche Bank darüber aufkläre, könne die Öffentlichkeit in den USA abschätzen, welcher Art Trumps Verbindungen nach Russland seien und wie sich diese auf seine politischen Entscheidungen auswirke.

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Bundeswehrkaserne Pfullendorf: Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungsverfahren ab

Symbolbild.
Die sexualisierten und erniedrigenden Praktiken bei der Sanitäter-Ausbildung in Pfullendorf haben keine juristischen Konsequenzen. Nach SPIEGEL-Informationen eröffnet die Staatsanwaltschaft Hechingen kein Ermittlungsverfahren.

Von Matthias Gebauer | SpON

Vier Monate nach den Enthüllungen über sexuell-sadistischen Praktiken bei der Sanitäterausbildung am Bundeswehrstandort Pfullendorf hat die Staatsanwaltschaft Hechingen die Akte geschlossen. Justizsprecher Markus Engel sagte dem SPIEGEL, seine Behörde sehe nach umfangreicher Prüfung „keinen ausreichenden Anfangsverdacht“ für Sexualstraftaten, Vorwürfe der Nötigung und Beleidigung oder Wehrstraftaten am Ausbildungszentrum Pfullendorf.

Das Verteidigungsministerium ist schon seit fast zwei Wochen über die Entscheidung informiert. Laut Engel fiel das Votum zur Einstellung des Falls bereits am 15. Mai und „wurde dem Bundesministerium der Verteidigung unmittelbar danach zur Kenntnis gebracht“.

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