In first-ever direct challenge, Jewish Agency urges Israel to reinstate Western Wall deal

Jewish worshipers performing the annual priestly blessing at the Western Wall in the Old City of Jerusalem on October 19, 2016. (AFP/Gil Cohen-Magen)
Hours after disinviting Netanyahu from gala dinner in protest at ‘deplorable’ move, board of governors calls on government to reinstate previous compromise that would formalize a pluralistic prayer area

By Raphael Ahren | The Times of Israel

The Jewish Agency on Monday passed a resolution calling on the Israeli government to rescind its decision to halt the creation of a pluralistic prayer pavilion at the Western Wall, saying that the government’s move contradicts the vision of Israel’s founding fathers and the spirit of Zionism.

The resolution, passed unanimously by the agency’s Board of Governors in an emergency meeting in Jerusalem, marked the first time the institution — which predates the existence of the State of Israel — has explicitly called on the Israeli cabinet to walk back a decision.

“We deplore the decision of the [Government of Israel] which contradicts the vision and dream of Herzl, Ben-Gurion and Jabotinsky and the spirit of the Zionist movement and Israel as a national home for the entire Jewish people and the Kotel as a unifying symbol for Jews around the world,” the agency said.

“We declare that we cannot and will not allow this to happen,” the resolution vowed. “We call on the GOI to understand the gravity of its steps and accordingly reverse its course of action.”

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Türkei enteignet massenhaft Kirchen und Klöster

Angesichts eines türkischen Erlasses zur Konfiszierung kirchlicher Besitztümer im Südosten des Landes haben die Aramäer in Deutschland die Bundesregierung um Unterstützung gebeten.

evangelisch.de

Die Türkei beschlagnahme „massenhaft aramäisches Eigentum“, erklärte der Vorsitzende des Bundesverbands der christlichen Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir, am Montag in Heidelberg. Die Aramäer in der türkischen Stadt Mardin und Umgebung verlören mehr als 50 Kirchen, Klöster und Grabanlagen an die türkische Religionsbehörde Diyanet.

Nach Rücksprache mit der Leitung des türkischen Klosters Mor Gabriel, eines der ältesten christlichen Klöster, scheine die Übertragung von bis dato 50 kirchlichen Immobilien „nur die Spitze des Eisberg“ zu sein.

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Seine Vorhaut gehört ihm

Die Beschneidung von Jungen ist ein zentrales jüdisches Ritual. (Bea Kallo / dpa)
In Israel gibt es nichts, was es nicht gibt: Auch jüdische Eltern, die auf eine Beschneidung ihrer Söhne verzichten. Sie finden: Das soll unser Sohn später selbst entscheiden. Das wiederum irritiert die Mehrheit jüdischer Israelis. Denn die meisten sind überzeugt: Beschneidung macht den Juden.

Von Lisa Weiß | Deutschlandfunk

Es ist Nachmittag, auf dem Spielplatz im Osten Tel Avivs wimmelt es von Kindern. Der zweieinhalbjährige Nohav zupft seine Mutter am Ärmel – er will gerade unbedingt aufs Karussell.

Nohav, blonde Locken, grüne Augen, unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von vielen anderen israelischen Jungen, die hier zusammen spielen. Bis sie alle durch den Rasensprenkler laufen und die Mamas ihnen die nassen Hosen ausziehen. Dann fällt auf: Nohav ist der einzige Junge hier, der nicht beschnitten ist. Dabei sind auch seine Eltern jüdische Israelis. Für seine Mutter Mor Cohen war schon in der Schwangerschaft klar: Sie wird ihren Sohn nicht beschneiden lassen.

„Ich hatte Glück, dass mein Partner sofort verstanden hat, was ich meinte, als wir darüber gesprochen haben. Er hatte davor nie darüber nachgedacht, aber sobald wir wussten, dass es ein Junge wird, habe ich ihm gesagt, dass wir das nicht tun sollten. Und im Gegensatz zu meinen Freunden habe ich nicht lang gebraucht, um ihn davon zu überzeugen.“

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Patrick Sensburg wird Landesverräter wider Willen

NSA headquarters in Fort Meade (credit: Trevor Paglen)The//INTERCEPT
NSA-Untersuchungsausschussvorsitzender versagt beim Schwärzen von PDF

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

„Hochmut kommt vor dem Fall“ – und der gerät für den arroganten Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschuss denkbar tief. Hatte Patrick Sensburg (CDU) sich letzte Woche noch mit erheblichen Geheimhaltungswünschen durchgesetzt und auch das Sondervotum der Oppositionsmitglieder schwärzen lassen, ist es ausgerechnet Sensburg zu verdanken, dass nun nahezu der gesamte Abschlussbericht mit etlichen Staatsgeheimnissen öffentlich ist – unfreiwillig.

Geheimdienstuntersucher Sensburg hatte zum Schwärzen unerwünschter Zeilen im entsprechenden PFD ein unsicheres Verfahren verwenden lassen, das von den Hackern von netzpolitik.org offenbar ohne größere Mühen rückgängig gemacht werden konnte. Die Binsenweisheit, dass schwarze Balken in PDFs keineswegs die Löschung der verdeckten Information garantieren, hatte einst das Pentagon 2005 auf die harte Tour lernen müssen – und sollte einem „Geheimdienstexperten“ wie Sensburg eigentlich bekannt sein.

Inkompetent bis lächerlich wirkt auch die Chiffrierung der Operationen GLOXXXXund MXXXXXSXXXXXXX, denn die Klarnamen GLOTAIC und MONKEYSHOULDER waren sogar in der Tagespresse. Der unprofessionelle Umgang mit Staatsgeheimnissen, die immerhin auch Partnerländer betreffen, erinnert an eine Agentenklamotte.

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EU zahlt Millionen an Flüchtlingshilfe an den türkischen Staat

© REUTERS Syrische Flüchtlinge in der türkischen Provinz Hatay
Rund 3 Milliarden Euro zahlt Brüssel an die Türkei. Die sind eigentlich für Hilfsorganisationen gedacht. Doch ein beträchtlicher Teil fließt an den Staat selbst. Und auch für einen möglichen EU-Beitritt bekommt die Türkei immer noch Geld.

Von Christian Geinitz | Frankfurter Allgemeine

Anders als geplant, kommt die Europäische Union bei der Flüchtlingsbetreuung in der Türkei um die Regierung in Ankara nicht herum. Für die Versorgung der mehr als 2,8 Millionen Syrer im Land stellt die Gemeinschaft 2016 und 2017 rund 3 Milliarden Euro bereit. Eigentlich sollte das Geld nicht an die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan gehen, die zunehmend autoritäre Züge zeigt. Sondern nur an internationale Hilfseinrichtungen wie Unicef oder das Rote Kreuz oder an die Entwicklungsorganisationen der EU-Staaten.

Jetzt stellt sich heraus, dass von den bisher eingesetzten 811 Millionen Euro mehr als ein Viertel doch dem türkischen Staat zukommt. Das Büro von Erweiterungskommissar Johannes Hahn bestätigte der F.A.Z., dass 120 Millionen Euro an das Gesundheits- und 90 Millionen Euro an das Erziehungsministerium in Ankara gegangen seien. Das sind die mit Abstand größten Posten nach dem Welternährungsprogramm. Weitere 12 Millionen Euro kamen der türkischen Generaldirektion für Migrations-Management zugute, die zum Innenministerium gehört. Zum Vergleich: Unicef hat 34 Millionen Euro erhalten, das Rote Kreuz 6,4 Millionen. „Bild“ hatte zuerst darauf aufmerksam gemacht, dass die Mittel anders eingesetzt werden als beabsichtigt.

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Steinmeier: Ramadan ein selbstverständlichen Teil unseres gemeinsamen Lebens

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Bild. ZDF heute-Show/Twitter
„Es ist schön, zu sehen, dass der Ramadan in Deutschland inzwischen zu einem selbstverständlichen Teil unseres gemeinsamen Lebens geworden ist“, erklärte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan.

MiGAZIN

Zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem friedlichen Miteinander der Religionen aufgerufen. Die Freude über das Teilen eines Festmahls sollte über die Grenzen der Religionen hinweg noch stärker verbinden, erklärte Steinmeier am Freitag in einer Grußbotschaft an die Muslime zum Iftar-Fest des Fastenbrechens.

Muslime, Juden und Christen teilten nicht nur die Freude an der Gemeinschaft, „sie teilen auch den Glauben an einen barmherzigen Gott“, betonte das Staatsoberhaupt. „Wir können uns zusammen freuen, miteinander leben und uns mit Respekt und Fürsorge begegnen“, erklärte Steinmeier. Es sei schön, zu sehen, dass der Ramadan in Deutschland „inzwischen zu einem selbstverständlichen Teil unseres gemeinsamen Lebens geworden ist“, so der Bundespräsident.

Der Bundespräsident nahm Anfang Juni selbst an einem Iftar-Essen teil. Joachim Gauck war im vergangenen Jahr der erste, der als Bundespräsident Gast bei dem traditionellen Fastenbrechen der Muslime war.

Berlins Erzapostel Koch erneuert DBK-Nein zur ‚Ehe für alle‘

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Heiner Koch. Bild: wikimedia.org. CC-BY-SA 4.0 – Martin Rulsch

Für die Deutsche Bischofkonferenz (DBK) bestätigt Koch, dass die deutschen Bischöfe Ehe als lebenslange Verbindung von einem Mann und einer Frau mit prinzipieller Offenheit für die Weitergabe von Leben betrachten.

kath.net

Berlins Erzbischof und DBK-Familienbischof Heiner Koch weist darauf hin, dass die deutschen Bischöfe die Ehe als lebenslange Verbindung von einem Mann und einer Frau mit prinzipieller Offenheit für die Weitergabe von Leben betrachten. Dies sei ganz die Sicht der Väter und Mütter des Grundgesetzes. Das berichtete der RBB. Koch hatte weiter vertreten, dass die auf Treue beruhende, dauerhafte Verbundenheit von Mann und Frau einen „höchst wertvollen Raum für die Erziehung ihrer Kinder“ darstelle und auch durch das Grundgesetz geschützt sei.

Außerdem erinnerte Koch nach Angaben des RBB daran, dass es keine Diskriminierung sei, wenn zwischen den Ehen heterosexueller Paare und den Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtlicher Paare unterschieden werde. Dies sei nicht etwa „homophob motiviert“, sondern trage nur „der Unterschiedlichkeit der Lebensformen adäquat Rechnung“.

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Geistliche Ohrfeige für Mays Brexit-Kurs

foto: ap photo/alastair grant Justin Welby, das Oberhaupt der anglikanischen Staatskirche, hatte für Mays Brexit-Kurs erstaunlich kritische Worte übrig.
Der anglikanische Erzbischof Justin Welby mahnt Theresa May in der Brexit-Debatte zu konsensualem Vorgehen

Von Sebastian Borger | derStandard.at

Mit einer ungewöhnlich regierungskritischen Äußerung hat sich das Oberhaupt der anglikanischen Staatskirche in die britische Diskussion über den EU-Austritt eingemischt. Premierministerin Theresa May müsse „das Gift aus der Debatte nehmen“, glaubt der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, und redet einer parteiübergreifenden Brexit-Kommission das Wort. Diese solle Parlament und Regierung beraten, aber nicht binden, und auf diese Weise das Land zusammenführen. Großbritannien müsse seinen „Ort in der Welt neu bestimmen“.

Der Wortbeitrag des höchsten Geistlichen der Kirche von England für die Mail on Sunday stellt eine Ohrfeige für die treue Anglikanerin May dar und offenbart die zunehmende Alarmiertheit des gesellschaftlichen Zentrums über die anhaltende Brexit-Spaltung im Land. Politische Meinungsäußerungen des obersten Anglikaners, dessen weltliches Oberhaupt die Königin selbst ist, sind sehr ungewöhnlich.

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Die sieben Söhne der Terror-Matriarchin

Die Planung des Überfalls: Abdullah Maute steht am Kartentisch der Terroristen, im Hintergrund sitzt Isnilon Hapilon (Zweiter von links). Foto. apa/afp
Nach einem Monat Kriegsrecht steht die besetzte Stadt Marawi kurz vor der Befreiung – Die Familie Maute will im Süden der Philippinen eine IS-Provinz errichten

Von Michael Vosatka | derStandard.at

Einen Monat nach Verhängung des Kriegsrechts auf der südphilippinischen Insel Mindanao sind die islamistischen Rebellen in der besetzten Stadt Marawi offenbar in erheblicher Bedrängnis. Am 23. Mai hatten rund fünfhundert Islamisten der mit der IS-Miliz verbündeten Maute-Brüder und Abu Sayyaf die Stadt gestürmt. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte verhängte umgehend das Kriegsrecht für sechzig Tage in der gesamten Region.

Mindestens 280 Terroristen sollen seit Ausbruch der Kämpfe getötet worden sein. Darunter sind auch Islamisten aus Malaysia und Indonesien, aber auch Kämpfer aus Tschetschenien und Jemen. Die Verluste der Regierungstruppen umfassen 69 Mann. Die Zahl der getöteten Zivilisten wird mit 26 angegeben, wobei noch hunderte Menschen in der umkämpften Zone im Zentrum Marawis als Geiseln festgehalten werden. Bei der Besetzung der Stadt brannten die Angreifer Kirchen und Schulen nieder und befreiten Anhänger aus einem Gefängnis.

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Der Jude, der früher ein Nazi war

Yonatan Langer, 33, betrachtet sich in seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg im Spiegel. (Foto: Lene Muench/Agentur Focus)
Er hat jahrelang gegen Ausländer gehetzt, in SS-Männern sah er Helden. Dann stieg Yonatan Langer aus der Neonazi-Szene aus – und wurde Jude. Was trieb ihn an?

Von Thorsten Schmitz | Süddeutsche.de

Es ist ein Freitagabend in Berlin-Schöneberg, Yonatan Langer sitzt zum Schabbatessen im Kabbalazentrum. Es gibt koschere Reisgerichte, Salate, Hühnchencurry, der Rotwein kommt aus Israel. Am Tisch sitzen Kabbalalehrer und Schüler und Besucher aus anderen Ecken Deutschlands, manche begegnen sich zum ersten Mal. Sie reden über Trump, über das Wetter in Miami, und jeder möchte vom anderen wissen, wie er Kabbala entdeckt hat. Eine Siemensmanagerin aus München sitzt Yonatan Langer gegenüber. Sie schaut ihn an, sagt: „Und Du, was hast Du gemacht, bevor Du Kabbala für dich entdeckt hast?“

Er hält kurz inne, wägt ab, dann sagt er die Wahrheit. „Ich war die meiste Zeit in meinem Leben Nazi.“ Stille am Tisch, alle Blicke sind auf Yonatan Langer gerichtet. Die Managerin gewinnt als erste ihre Fassung wieder: „Wie kommt man denn dazu – Nazi zu sein und dann Jude zu werden?“

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Keine „gemischte Zone“ an Klagemauer in Israel

EPA
Männer und Frauen sollen weiterhin nur in getrennten Abschnitten beten. Das von Benjamin Netanyahu gebilligte Projekt wird nach Protesten eingefroren.

Die Presse.com

Israel hat einen Plan zur Einrichtung einer „gemischten Zone“ für Männer und Frauen an der Klagemauer in Jerusalems Altstadt wieder aufgegeben. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu habe das Anfang 2016 gebilligte Vorhaben eingefroren, berichteten israelische Medien am Sonntag.

Männer und Frauen dürfen an der Klagemauer nur in getrennten Abschnitten beten. Für liberalere Strömungen sollte eine dritte Zone eingerichtet werden, damit beide Geschlechter dort gemeinsam beten können. Die Gruppe „Frauen der Mauer“ (Neshot Hakotel) kämpft seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung an der Klagemauer.

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Pegida und der angebliche Bischof

Bild: BR24
Ein vermeintlich katholischer Priester segnet bei einer Pegida-Demo ein Kreuz – der rechtsextreme Münchner Stadtrat Karl Richter schwärmt von einem „Zeichen gegen die Islamisierung“. Was er verschweigt: Die Kirche warnte schon vor Jahren vor dem Mann. Er gilt als exkommuniziert.

Von Petr Jerabek | BR24

Ein Bild ganz nach dem Geschmack der selbsternannten Verteidiger des christlichen Abendlands: In liturgisches Gewand gehüllt steht ein vermeintlich katholischer Geistlicher neben dem Münchner Pegida-Chef Heinz Meyer auf dem Marienplatz, später greift er selbst zum Mikrofon und wettert gegen den Islam, „diese satanistische, blutrünstige, falsche Religion“.

Gleich mehrere Videos kursieren im Internet von der Münchner Pegida-Kundgebung vom Freitag. In einem davon schimpft der Geistliche auf die Religionsfreiheit und die „Flut des Islam“, die über das christliche Bayern hinwegziehe. Und er prophezeit, das „Zeichen des Kreuzes“ werde siegen über „die Machenschaften des Islam“. Gott möge alle Irrtümer ausrotten „aus unserem Heiligen Vaterland“. Es folgt ein Segen in lateinischer Sprache.

Linke Aktivisten verlangten vom Erzbistum München und Freising umgehend Aufklärung. Das Informationsportal „Endstation Rechts“ fragte auf Twitter: „Ist das einer ihrer Priester, der heute bei Pegida München gepredigt hat?“

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Kommentar: Der liberale Islam ist eine Schimäre

Gelebter Dialog der Religionen: die liberale Moschee zur Miete in den Räumen einer evangelischen Kirche
Die ablehnenden Reaktionen auf die Eröffnung einer „liberalen Moschee“ in Berlin sind keine wirkliche Überraschung. Sie taugen jedoch nicht als Beweis für die generelle Reformunfähigkeit des Islam, meint Loay Mudhoon.

Von Loay Mudhoon | Deutsche Welle

Ein „Weltereignis mitten in Berlin“ soll es gewesen sein. Diese Einschätzung ist berechtigt, jedenfalls gemessen an der überwältigenden Resonanz im In- und Ausland auf die Eröffnung der dezidiert „liberalen Moschee“ in einer evangelischen Kirche in Berlin-Moabit.

Schließlich wollten Medienvertreter aus aller Welt dabei sein, als die deutsch-türkische Juristin und Frauenrechtlerin Seyran Ates ihr Reformprojekt in Gestalt einer integrativen Mosche für alle der Öffentlichkeit vorstellte. Die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee solle nämlich allen Muslimen offen stehen: Konfession und sexuelle Orientierung spielen dabei keine Rolle.

Außerdem wird in diesem in Deutschland einzigartigen Gotteshaus die Geschlechtertrennung beim Gebet ausdrücklich aufgehoben. Männer und Frauen können nebeneinander beten. Das erste Freitagsgebet leiteten ein Mann und eine Frau gemeinsam. Und ganz wichtig für die aufgeregten Islam-Debatten hierzulande: Die „Imamin“ trug kein Kopftuch!

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Dodo Mazyek: Muslimischer Extremismus befindet sich im Niedergang

Aiman Mazyek (Bild: Wikimedia Commons/Jakub Szypulka)
Der Zentralratsvorsitzende zeigte sich enttäuscht über die relativ geringe Beteiligung an einem von Muslimen organisierten Friedensmarsch vergangene Woche in Berlin.

evangelisch.de

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sieht Islamisten auf dem Rückzug. „Der muslimische Extremismus befinde sich im Niedergang, sagte er der „Bild am Sonntag“. Das mache ihn aber nicht weniger gefährlich. Mazyek rief die Muslime auf, sich an Demonstrationen gegen den Terror zu beteiligen. Gerade jetzt gelte es, öffentlich Gesicht zu zeigen.

Der Zentralratsvorsitzende zeigte sich enttäuscht über die relativ geringe Beteiligung an einem von Muslimen organisierten Friedensmarsch vergangene Woche in Berlin. Er hätte sich mehr Teilnehmer erhofft, sagte er. Behauptungen des türkischen Moschee-Verbands Ditib, den Gläubigen könnten Demonstrationen während der Fastenzeit nicht zugemutet werden, wies er zurück: „Im Ramadan wurden entscheidende Wegmarken der muslimischen Geschichte gesetzt. Das war oft auch mit großer körperlicher Anstrengung verbunden.“

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Erdogan erleidet Kollaps beim Gebet – Glaubensschwäche?

Bild: Magazin „The Economist“
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat beim Gebet zum Fest Eid al-Fitr einen Schwächeanfall erlitten. Laut türkischen Medienberichten kollabierte er am Sonntagmorgen in einer Moschee in Istanbul und musste auf eine Trage gelegt werden. Er erholte sich jedoch rasch wieder.

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Anschließend sagte Erdogan, der Schwächeanfall sei auf Blutdruckprobleme in Zusammenhang mit seiner Diabetes-Erkrankung zurückzuführen.

Mit dem mehrtägigen Eid al-Fitr, auf Türkisch Bairam oder Zuckerfest genannt, endet der muslimische Fastenmonat Ramadan. Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und dem Almosengeben. Durch das Fasten soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben. Der Ramadan ist auch der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten.

Vatikan schließt pädophilen Kapuziner aus Orden aus

Mit der Maßnahme des Vatikan ist der 77-Jährige kein Mitglied des Ordens und kein Priester mehr. Er hatte sich zahlreicher sexueller Übergriffe an Dutzenden Kindern schuldig gemacht.

katholisch.de

Wegen Kindesmissbrauchs hat die vatikanische Glaubenskongregation den Kapuziner Joel A. von seinen Ordensgelübden entbunden und aus dem Klerikerstand entlassen. Das teilte die Schweizer Kapuzinerprovinz am Freitag mit. A., der sich zahlreicher sexueller Übergriffe an Dutzenden Kindern schuldig gemacht hat, ist damit nicht mehr Mitglied des Kapuzinerordens und kein Priester mehr.

Der Orden wolle den 77-Jährigen, der inzwischen krank und gebrechlich sei, aber „nicht einfach auf die Straße stellen“, hieß es. Gemäß den Anforderungen des Evangeliums nach Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gewähre man ihm weiter Unterkunft in einem seiner Häuser.

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Erdogans Schläger sollen nicht nach Hamburg kommen

Trump-Gegner, PKK-Anhänger, Linksextremisten: Vor dem G-20-Gipfel warnen Verfassungsschützer vor Straßenschlachten zwischen radikalen Gruppierungen. Auch türkische Security-Leute könnten gefährlich werden.

Von Manuel Bewarder, Florian Flade, Martin Lutz | DIE WELT

Die Gegner des G-20-Gipfels am 7. und 8. Juli in Hamburg machen seit Wochen mobil. Mit Brandanschlägen auf Bahnanlagen haben sie erklärtermaßen die heiße Phase gestartet. Für die altehrwürdige Handelsstadt kündigen sie „anarchistische Tage“ an.

Gleich zu Beginn könnten sie am Airport in Fuhlsbüttel Hunderte mit Helium gefüllte Ballons und auch Drohnen aufsteigen lassen, um die Anreise von Staatsgästen zu blockieren – damit rechnet die Polizei.

„Das ist wahrscheinlich, um möglicherweise die Ankunft von Delegationen auf dem Flughafen zu stören“, warnt eine interne Lagebeurteilung. Staats- und Regierungschefs wie Merkel, Erdogan, Trump und Putin kommen zum Treffen der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Hamburg wird zum Magneten für die militante Szene aus ganz Europa.

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Das «Kalifat» ist am Ende, der IS nicht

Mosul, die irakische Hauptstadt des IS, steht kurz vor dem Fall. (Bild: Maya Alleruzzo / Keystone)
Das vor drei Jahren ausgerufene islamistische «Kalifat» steht mit den Schlachten um Mosul und Rakka vor dem Zusammenbruch. Als ordinäre Terrororganisation kann der IS aber noch lange überleben.

Von Daniel Steinvorth | Neue Zürcher Zeitung

Es ist ein Eingeständnis des Scheiterns. Wenn der Islamische Staat mit der Al-Nuri-Moschee in Mosul eines seiner wichtigsten Machtsymbole in die Luft sprengt, hat er nicht mehr viel zu verlieren. Es ist jener Ort, an dem das «Kalifat» seinen Anfang nahm: Hier stieg der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi im Sommer 2014 auf die Kanzel und phantasierte von der jihadistischen Weltherrschaft. Es ist, genau drei Jahre später, aber auch der Ort des Niedergangs des IS. Die noch verbliebenen Kämpfer der Terrormiliz wollten ihren Gegnern den Triumph nicht gönnen und zerstörten das mehr als 800 Jahre alte Gebäude. Lieber sollte das geschichtsträchtige Minarett brennen, als dass die irakische Flagge darüber wehen würde. Heilig war den Barbaren ohnehin nie etwas, höchstens der Akt der angeblich gottgefälligen Zerstörung selber.

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Gay-Pride-Parade wegen „Gefährdung öffentlicher Ordnung“ verboten

APA/AFP/OZAN KOSE
Die für Sonntag geplante Demonstration für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) wäre der Istanbuler Provinzbehörde zufolge auch nicht angemeldet gewesen.

Die Presse.com

Die Istanbuler Provinzbehörde hat die für Sonntag am berühmten Taksim-Platz angekündigte Gay-Pride-Parade verboten. Die Verwaltung teilte am Samstag auf ihrer Internetseite mit, die Demonstration für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) könne nicht stattfinden, weil sie „die Sicherheit von Touristen und die öffentliche Ordnung“ gefährde.

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Creationist Ken Ham blames atheists and ‘fake news’ for failing Ark Encounter theme park

The Kentucky Tourism Development Finance Authority gave $18 million in tax breaks to fund a $92 million Noah’s Ark theme park
The organization behind a tax-payer subsidized “replica” of Noah’s Ark in Kentucky is blaming atheists for tax-payers getting fleeced by the project.

By Bob Brigham | RawStory

Creationist Ken Ham built the $92 million Ark Encounter project in Williamstown, Kentucky. The “dismal failure” of the project has backers lashing out at “intolerant atheists” for mocking the return on investment taxpayers have received.

“Sadly, they are influencing business investors and others in such a negative way that they may prevent Grant County, Kentucky, from achieving the economic recovery that its officials and residents have been seeking,” complained Ken Ham, president of Answers in Genesis.

“Why so many lies and misinformation? Simply because we are in a spiritual battle, and the intolerant secularists are so upset with such world-class attraction like the Ark (and Creation Museum) that publicly proclaim a Christian message,” Ham claimed. “They will resort to whatever tactics they deem necessary to try to malign the attractions.”

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