Norwegens katholische Kirche soll Zahlen frisiert haben

Bild: tilly
Bild: tilly
In Norwegen läuft derzeit ein aufsehenerregender Prozess. Die katholische Kirche und das staatliche Kulturamt stehen sich wegen der Forderung nach einer Rückzahlung von 40 Millionen Kronen (4,4 Millionen Euro) vor Gericht gegenüber. Im protestantischen Norwegen erhalten religiöse Minderheiten auf Basis ihrer Mitgliederzahlen Geld vom Staat. Die dafür landesweit verantwortliche Diözese Oslo soll zwischen 2010 und 2014 die Anzahl der Katholiken im Lande deshalb kräftig nach oben frisiert haben.

Von André Anwar | RP ONLINE

In dieser Zeit stieg die Anzahl der Katholiken deutlich von 66.000 auf 140.000 an. Kirchenangestellte sollen die örtlichen Telefonbücher durchgegangen sein, um unter anderem Einwanderer ausfindig zu machen, deren Namen darauf hindeuteten, dass sie aus mehrheitlich katholischen Ländern stammen. Danach soll die Kirche das in Norwegen weitgehend öffentliche Melderegister genutzt haben, um die Geburtsdaten der Auserwählten ordnungsgemäß in das Mitgliederregister einzutragen. Die Betroffenen wurden nicht gefragt.

weiterlesen

Frankreich verbietet Webseiten mit pro-life-Inhalten

Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD
Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe von 30.000 Euro.

Von Mathias von Gersdorff | kath.net

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Eine entsprechende Gesetzvorlage der sozialistischen Regierung fand eine Mehrheit im Parlament.

Das Gesetzesprojekt kommt aus dem Gleichstellungsministerium, welches unter der Leitung der Sozialistin Laurence Rossignol steht. Abtreibung sei ein Recht der Frau, und man dürfe keinen „moralischen Druck“ im Internet ausüben, so die Begründung des Gesetzes.

weiterlesen

Gefährliches Waffenklimpern in der Ägäis

Die Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Nikos Kotzias. Foto: W. Aswestpopoulos/heise.de/tp
Die Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Nikos Kotzias. Foto: W. Aswestpopoulos/heise.de/tp
Provokationen zwischen beiden traditionellen Erzfeinden, Griechenland und Türkei, machen einen bewaffneten Zwischenfall möglich

Von Wassilis Aswestopoulos | TELEPOLIS

Die beiden traditionellen Erzfeinde, Griechenland und Türkei, eint ein gemeinsames Problem. In beiden Staaten sind die Wirtschaftsaussichten düster. Griechenlands Probleme sind chronisch. Die von der Kreditgebertroika obstruierte Lösung des Schuldenproblems, die stetige, durch „Reformen“ genannte Steuererhöhungen in Kombination mit Renten- und Gehaltskürzungen am Leben gehaltene Rezession und die politische Misswirtschaft sind für die Griechen nichts Neues.

Auf der anderen Seite des Bosporus dagegen ist die Situation eher ungewohnt. Beide Regierungen spielen das Spiel gegenseitiger Provokationen in einer Art durch, die einen bewaffneten Zwischenfall möglich machen.

Moralisch können sich die Griechen hierbei in der Rolle des Gerechten fühlen, geht die Aggression doch vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan aus. Ein ums andere Mal provoziert er und beschwört sogar Grenzkorrekturen zu Gunsten der Türkei herbei. Erdogans Expansionsgelüste wurden zum Leidwesen der Griechen lange seitens EU und NATO ignoriert.

weiterlesen

IS-Sympathisant zu 30 Jahren Haft verurteilt

© AFP Verurteilter IS-Sympathisant Christopher Cornell
© AFP Verurteilter IS-Sympathisant Christopher Cornell
Ein 22 Jahre alter Amerikaner muss wegen eines geplanten Anschlags auf Barack Obama für mehrere Jahrzehnte ins Gefängnis. Der Verurteilte spricht nun von einem „dämlichen Fehler“.

Frankfurter Allgemeine

Mit Rohrbomben und Gewehren wollte er das amerikanische Kapitol angreifen und Präsident Barack Obama während einer Rede töten – dafür muss ein Amerikaner nun 30 Jahre lang in Haft. Ein Bundesgericht in Cincinnati erklärte bei der Urteilsverkündung am Montag, nach Verbüßen der Haftstrafe bleibe der heute 22-Jährige bis zu seinem Lebensende unter Bewährung. Der Mann sympathisiere mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Er war am im Januar 2015 nach mehrmonatiger Beobachtung durch die Bundespolizei FBI festgenommen worden.

weiterlesen

Kirchenrechtler Schüller attackiert Kardinal Meisner

meisner_400q

Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor

kath.net

Der Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert den früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor. „Der öffentliche Versuch Meisners und dreier weiterer Kardinäle, den Papst mit Brandbriefen unter Druck zu setzen, ist ein Akt der Illoyalität. So etwas gehört sich für keinen katholischen Christen, geschweige denn für Kardinäle, die dem Papst Gehorsam ‚bis aufs Blut‘ versprochen haben“, meint Schüller gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ Trotzdem könne der 82-Jährige „ruhig schlafen“. Nicht jeder Dissens mit dem Papst führe zur Degradierung, obwohl sie kirchenrechtlich ohne weiteres möglich wäre, so Schüller. „Der Papst ist frei, Kardinäle zu ernennen und abzuberufen.“

weiterlesen

Statt Korane verteilt Pierre Vogel nun ein anderes Buch

Themenbild
Themenbild
Nach den Koran-Verteilaktionen wurde das Salafisten-Netzwerk „Die wahre Religion“ im November verboten. Nun wurde Pierre Vogel beim Verteilen eines anderen Buches gesichtet.

DIE WELT

In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens und Hessens haben Salafisten in den vergangenen Tagen Bücher in Fußgängerzonen verteilt. Ein Sprecher des Verfassungsschutzes hatte bereits bestätigt, dass der Verein „We love Muhammad“ in Münster, Köln und Iserlohn Mohammed Biografien verteilt hat. Zuvor soll es auch in der Frankfurter Innenstadt zu Verteilaktionen gekommen sein.

Interessant daran ist, dass die Personen, die die Bücher verteilt haben, zum Teil dieselben waren, die zuvor Koran-Bücher für das Salafisten-Netzwerk „Die wahre Religion“ verteilt haben – sowohl in NRW als auch in Hessen.

weiterlesen

Aleppo: USA und Russland verhandeln über Abzug der Milizen

Al-Nusra, Foto ohne Datum aus Ost-Aleppo, Propagandaaufnahme
Al-Nusra, Foto ohne Datum aus Ost-Aleppo, Propagandaaufnahme
Deren Niederlage steht fest. Die Frage ist, wer freiwillig abzieht. Der Türkei könnte ein „beängstigendes Szenario“ bevorstehen

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

US-Außenminister Kerry und sein russischer Amtskollege Lawrow arbeiten das nächste Abkommen zu Aleppo aus. Wieder ist die Trennung bewaffneter Milizen von den dschihadistischen Gruppierungen der heikle Punkt.

Kerry hatte am vergangenen Freitag in Rom angekündigt, dass in dieser Woche eine Reihe von „Ideen“ in Gesprächen zwischen amerikanischen und russischen Diplomaten in Genf getestet werde. Es sei wichtig, dass man auf dem diplomatischen Weg weiterkomme.

Niemand warte auf die nächste amerikanische Regierung, sagte Kerry nach einem Treffen von Lawrow: „Wir beide haben das Gefühl, dass die Situation dringend ist.“

Heute übermittelt die russische Nachrichtenagentur Tass ein paar Details zu den Ideen und die Haltung Lawrows. Demnach habe Kerry dem russischen Außenminister in Rom Vorschläge übergeben, die einen Wegeplan und Termine für den Abzug von „allen Milizen ohne Ausnahme aus Ost-Aleppo“ betreffen. Der Abzugsplan solle miteinander koordiniert werden.

weiterlesen

Sex-Vorwurf gegen Kirchenmann: Bischof soll Zweijährige vergewaltigt haben

missbrauch

Ein Flüchtlingslager im niedersächsischen Friedland. Hunderte Familien haben hier Unterschlupf gefunden. An einem Tag im Juli begrüßt die Lagerleitung wieder Neuankömmlinge, die vielen Kinder werden in eine Spielgruppe gebracht. Ein zweijähriges Mädchen wird in ein Hinterzimmer gezerrt. Dort wird sie von einem Bischof vergewaltigt.

Von Malte Arnsperger | FOCUS ONLINE

Danach wird das Mädchen zurück in den Hort gebracht. Dort nimmt die Mutter ihr völlig verstörtes und schreiendes Kind wieder in Empfang.

Dieser Fall soll sich am 20. Juli 1957 in dem Lager für Spätaussiedler aus Pommern abgespielt haben. Das Mädchen ist mittlerweile 61 Jahre alt. Maria S. (Name geändert) meldete sich vor einigen Tagen bei FOCUS Online und berichtete über das, was ihr vor 59 Jahren widerfahren sei. Ob die Erzählungen stimmen, ist unklar.

Klar ist nur: Ihr Bericht birgt Sprengstoff. Denn der Mann, den sie so schwer belastet, heißt Heinrich Maria Janssen. Er war von 1957 bis 1982 Bischof in Hildesheim, er starb 1988. Er ist Ehrenbürger der Stadt. Im Herbst 2015 wurde bekannt, dass der damalige Bischof in den 60er-Jahren einen Messdiener jahrelang sexuell missbraucht haben soll.

weiterlesen

Evangelikale streiten über Familienbild

Logo DEA
Logo DEA

Eine Musikempfehlung des Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Hartmut Steeb, sorgt für eine Kontroverse über das Familienbild innerhalb des Verbands evangelikaler Christen. Widerspruch kommt vom Allianz-Vorsitzenden Michael Diener.

evangelisch.de

Der Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb wurde mit einer Empfehlung für die neue Musikproduktion des Liedermachers und Pastors Jörg Swoboda auf der Online-Präsenz der Deutschen Evangelischen Allianz zitiert. Die CD trägt den Titel „Von Mann, Frau und Kind“. Steeb lobt den Interpreten unter anderem mit den Worten: „Er getraut sich, den Genderismus respektlos aufs Korn zu nehmen und das ins Auge fallende und trotzdem ignorierte Absurdistan der Gegenwart beim Namen zu nennen. Mit seinen Liedern setzt er der Befindlichkeitsduselei Fakten, biblische Lehre und Positionslichter entgegen.“

weiterlesen

Kerry, in stinging rebuke of settlements, doesn’t rule out UN action

Secretary of State John Kerry speaks to Saban Forum on December 4, 2016 (Screenshot)
Secretary of State John Kerry speaks to Saban Forum on December 4, 2016 (Screenshot)
Outgoing US secretary of state excoriates Netanyahu government, slams Naftali Bennett for ‘disturbing’ remarks on two-state solution

By Rebecca Shimoni Stoil | The Times of Israel

Secretary of State John Kerry excoriated the Israeli right, claiming that support for settlement construction stems from a desire to subvert Israeli-Palestinian peace, during a speech before the Brookings Institution’s Saban Forum on Sunday afternoon.

A subdued Kerry, wearing reading glasses and referring to extensive notes, notably refrained from committing to veto any UN resolution intended to establish a Palestinian state, only promising a veto “if it is a biased, unfair resolution calculated to delegitimize Israel.”

US officials last week indicated that US President Barack Obama had nearly ruled out any major last-ditch effort to put pressure on Israel over stalled peace negotiations with the Palestinians, including at the United Nations.

Kerry, who will end his tenure as secretary of state in January, warned the audience that “you can fight about where we are in this process, but I’ll tell you this: There is no status quo. It is getting worse. It is moving in the wrong direction.”

weiterlesen

Griechische Justiz liefert türkische Militärs nicht aus

© AFP Zwei der acht aus der Türkei geflüchteten, mutmaßlichen Putschisten verlassen in Polizeibegleitung am 17. Juli 2016 das Gericht in Alexandroupoli.
© AFP Zwei der acht aus der Türkei geflüchteten, mutmaßlichen Putschisten verlassen in Polizeibegleitung am 17. Juli 2016 das Gericht in Alexandroupoli.
Griechenland wird die drei türkischen Militärs und mutmaßlichen Putschisten nicht an Ankara ausliefern. Es wird erwartet, dass das Gericht im Falle der restlichen fünf Geflüchteten genauso entscheidet.

Frankfurter Allgemeine

Ein Gericht in Athen hat einen Antrag der türkischen Justiz zur Auslieferung von drei mutmaßlichen Putschisten abgelehnt. Dies berichteten das Staatsradio (ERA) und der Nachrichtensender Skai am Montag. Die Entscheidung über fünf weitere türkische Militärs solle in den kommenden Tagen fallen, berichtete der Nachrichtensender Skai weiter. Griechische Rechtsanwälte rechneten damit, dass die Justiz auch sie nicht in die Türkei ausliefern werde.

Die Militärs – zwei Majore, vier Hauptmänner und zwei Unteroffiziere – waren nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei Mitte Juli mit einem Militärhubschrauber in Alexandroupoli nahe der türkischen Grenze gelandet und hatten Asyl beantragt. Die türkische Regierung verlangt, dass Griechenland die Männer sofort ausliefert.

weiterlesen

Gysi will zu einer Luther-These predigen

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Prominente predigen von Januar bis Oktober 2017 in Speyer über reformatorische Grundfragen und ihre heutige Bedeutung.

evangelisch.de

Bei der Reihe „9,5 Thesen“ werde jeweils am zweiten Sonntag im Monat eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens im Gottesdienst der protestantischen Gedächtniskirche über Glaubens- und Gewissensfragen sowie das Verhältnis zu Freiheit, Leistung, Geld und Gott sprechen, teilte die pfälzische Landeskirche am Montag mit. Darunter sind der Linken-Politiker Gregor Gysi (7. Mai) zur These „Ich muss immer besser werden!?“ und die Kabarettistin Alice Hoffmann alias Vanessa Backes (9. Juli) zu „Nicht ohne Bibel!?“.

weiterlesen

Französische Kleinstadt muss sich ihrer Marienstatue entledigen

Die Statue der Heiligen Jungfrau Maria sorgt in Publier für Diskussionen (Symbolbild) Colorbox.de
Die Statue der Heiligen Jungfrau Maria sorgt in Publier für Diskussionen (Symbolbild) Colorbox.de
Das kleine französische Städtchen Publier muss eine Statue der Heiligen Jungfrau Maria beseitigen, sonst droht der Gemeinde eine saftige Geldstrafe. Obwohl die Mehrzahl Franzosen katholisch ist, wird extrem viel Wert auf die strikte Trennung von Kirche und Staat gelegt.

FOCUS ONLINE

So ist das Zeigen religiöser Symbole in der Öffentlichkeit verboten und das bedeutet keine Kreuze in öffentlichen Gebäuden, Lehrer, Schüler und Studenten dürfen keine „auffälligen religiösen Symbole“ wie Kippa, Kopftuch oder gar Habit im Unterricht tragen und in einem öffentlichen Park darf auch keine Heiligenstatue stehen. Wie die britische Nachrichtenseite „Independent“ berichtet, war die umstrittene Figur 2011 nach einigen Kontroversen in einem öffentlichen Park der französischen Gemeinde Publier aufgestellt worden. Später wurde sie von einer religiösen Gruppe gekauft, blieb jedoch an ihrem Platz.

weiterlesen

UN brauchen 2017 Rekordsumme für humanitäre Hilfe

Die Vereinten Nationen brauchen 2017 die Rekordsumme von 22,2 Milliarden US-Dollar, um Opfern von Konflikten und Naturkatastrophen zu helfen.

evangelisch.de

Mit dem Geld sollen dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente, Unterkünfte und andere Hilfsgüter für knapp 93 Millionen Menschen in 33 Ländern wie Syrien finanziert werden, wie der UN-Nothilfekoordinator, Stephen O’Brien, am Montag in Genf erklärte.

Die Welt sehe sich mit der größten humanitären Krise seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert, sagte O’Brien. Insgesamt erfassten die UN mehr als 128 Millionen Menschen, die von Kriegen, Konflikten, Vertreibungen und Naturkatastrophen betroffen sind. Die größte einzelne humanitäre Hilfsaktion für 2017 hätten die UN und ihre Partnerorganisationen für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien geplant.

weiterlesen

Wie Imame im Revier den radikalen Salafismus bekämpfen wollen

 Die Botschaft: Du kannst zur Elite gehören. Dafür musst du nichts tun - du musst nur ein „guter“ Moslem sein. Bild: DERWESTEN
Die Botschaft: Du kannst zur Elite gehören. Dafür musst du nichts tun – du musst nur ein „guter“ Moslem sein. Bild: DERWESTEN
  • Immer mehr Jugendliche werden zu radikalen Salafisten
  • Viele Moscheen ignorierten das Problem lange
  • Das Bochumer Projekt #Selam will das ändern

Von Peter Sieben | DERWESTEN

Tuncay Nazik kennt seine Suren. Er kann stundenlang über religiöse Fragen diskutieren. Wenn es früher Probleme in der Gemeinde gab, fand er schon eine Antwort: im Koran.

Doch dann fingen ein paar Jugendliche an, von Ungläubigen zu schwadronieren. Von den „Kuffar“. Sie wollten ihm, dem Imam, erzählen, wie man den Islam richtig lebt. Dass Muslime sich wehren müssen gegen die Ungläubigen.

„Diese Jugendlichen sind religiöse Analphabeten“

Und zum ersten Mal war Tuncay Nazik, der stellvertretende Imam der muslimischen Gemeinde in Herne-Röhlinghausen, mit seinen Suren am Ende.

weiterlesen

Hessen: Apostel Algermissen verbietet Lehrplan an katholischen Schulen

Kultusminister Lorz will mit Handreichung Missverständnisse ausräumen – Fuldaer Bischof Algermissen verbietet die Umsetzung des Lehrplans an katholischen Schulen

kath.net

Hessens Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) will den umstrittenen Bildungsplan Sexualerziehung für allgemeinbildende und berufliche Schule nicht überarbeiten. Missverständliche Formulierungen, an denen sich Kritik entzündet, sollen aber in einer Handreichung erläutert werden. Das kündigte Lorz bei einer Informationsveranstaltung des CDU-Kreisverbandes Fulda am 2. Dezember in der Domstadt an. Lorz hatte den Lehrplan im September durch Ministererlass in Kraft gesetzt. Er sieht vor, dass Schüler unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Familiensituationen kennenlernen und akzeptieren sollen. Kritik am Lehrplan hatten zuvor der Landeselternbeirat und die katholischen Bischöfe in Hessen geäußert. Zustimmung gab es von den evangelischen Landeskirchen. Ende Oktober demonstrierten jeweils rund 2.000 Menschen in Wiesbaden für und gegen den Lehrplan.

weiterlesen

Die Wirtschaft der Türkei leidet unter dem Streit mit der EU

Blick in den Handelssaal der Istanbuler Börse.Foto: Kevin P. Hoffmann
Blick in den Handelssaal der Istanbuler Börse.Foto: Kevin P. Hoffmann
In der türkischen Wirtschaft schlummern gewaltige Kräfte und große Risiken. Seit dem Putschversuch sind Investoren verunsichert. Ein Streifzug durch Istanbul

Von Kevin P. Hoffmann | DER TAGESSPIEGEL

Die kurvige Zufahrt zur Börse von Istanbul ist von Metallzäunen mit Stacheldraht gesäumt. Das Gebäude hat viele Winkel, schlecht einsehbare Ecken. Das war wohl schick bei der Einweihung 1985 – machte die Lage aber noch unübersichtlicher am späten Freitagabend des 15. Juli 2016: Panzer röhrten sich den Hang mit Blick auf den Bosporus hinauf, Putschisten eröffneten das Feuer. Sie wollten den Handelssaal kapern, um beim Börsenstart am Montagmorgen das Marktgeschehen kontrollieren zu können. Wie den gesamten türkischen Staat.

Der Versuch scheiterte blutig. Zwei Menschen, ein Sicherheitsmann und ein ziviler Angestellter der Börse, starben bei den Gefechten. 40 wurden verletzt. An die „Märtyrer“ erinnert ein tischgroßer Gedenkstein aus Marmor mit Inschrift und Fotos der Opfer am Fuße zweier haushoher türkischer Flaggen. In ihrem Schatten steht die Skulptur „Bulle und Bär“, das Symbol für steigende und fallende Kurse.

weiterlesen

Sachsen: Linke fordern Abschaffung der Sargpflicht

Gelassen hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens auf die Ankündigung der Partei Die Linke reagiert, sich für eine Abschaffung der Sargpflicht im Freistaat stark zu machen.

kath.net

Auf den kirchlichen Friedhöfen der sächsischen Landeskirche habe die Bestattung im Sarg ohnehin nur noch einen Anteil von durchschnittlich 15 Prozent, sagte Holger Enke vom Landeskirchenamt auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er ist zuständig für das Friedhofswesen. Allerdings sei die Erhaltung eines Luftraumes, wie sie ein Sarg biete, eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die sterblichen Überreste zu Erde würden. Deshalb wäre bei einer tatsächlichen Abschaffung der Sargpflicht gegebenenfalls sicherlich das Gesundheitsamt einzubeziehen, so Enke. Konkrete Auswirkungen für kirchliche Friedhöfe erwarte er jedoch nicht.

weiterlesen

Türkei will Russland-Handel nicht mehr in Dollar abwickeln

Bild: Magazin "The Economist"
Bild: Magazin „The Economist“
Türkei will Russland-Handel nicht mehr in Dollar abwickeln

Frankfurter Allgemeine

Die Türkei will angesichts des gesunkenen Außenwertes der Lira den Handel mit China, Russland oder dem Iran künftig in lokalen Währungen abwickeln. Er werde Schritte vorbereiten, um dies möglich zu machen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan an diesem Sonntag während einer Kundgebung in Kayseri in der Provinz Kappadokien.

Bislang wird der internationale Handel in erster Linie in Dollar abgewickelt. Dies ist besonders für die Türkei momentan ungünstig, da die türkische Lira gegenüber der amerikanischen Währung seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli deutlich an Wert verloren hat.

weiterlesen

Donald Trump’s Secretary of Education Pick Said the Goal of Reform Was to “Advance God’s Kingdom”

Image: screengrab Youtube/Friendly Atheist
Image: screengrab Youtube/Friendly Atheist
We already know Donald Trump‘s nominee for the Secretary of Education, Betsy DeVos is a disaster for church/state separation. Her support for vouchers decimates public school systems while giving taxpayer money to private, often religious, schools.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

And that’s just the beginning of her allegiance to the Christian Right.

We already know her family has given a lot of money to Religious Right organizations like Focus on the Family and the Family Research Council. We’re now learning that her goal in the world of education is to “advance God’s Kingdom,” according to comments she made several years ago at a gathering of Christian leaders.

In the interview, an audio recording, which was obtained by POLITICO, the couple is candid about how their Christian faith drives their efforts to reform American education.

School choice, they say, leads to “greater Kingdom gain.” The two also lament that public schools have “displaced” the Church as the center of communities, and they cite school choice as a way to reverse that troubling trend.

“Our desire is to be in that Shephelah, and to confront the culture in which we all live today in ways that will continue to help advance God’s Kingdom, but not to stay in our own faith territory,” she said.

read more