Archiv der Kategorie: Fundamentalismus

Vatikan: Türkei verhindert Messe des Papstes in Armenien

Während des Ersten Weltkriegs starben Hunderttausende armenische Christen im Osmanischen Reich. – EPA

Die Türkei hat laut einem Bericht der türkischen Zeitung Vatan einen Gottesdienst des Papstes in Armenien zum hundertsten Jahrestag der Massaker an den Armeniern im Ersten Weltkrieg verhindert.


Radio Vatikan

Statt des von Armenien vorgeschlagenen Gedenkgottesdienstes in Eriwan am 24. April sei nun eine Messe nach armenischem Ritus im Vatikan am 12. April geplant, meldete die Zeitung am Montag. An der Messe im Petersdom nehmen die zwei obersten Würdenträger der Armenisch-Apostolischen Kirche teil. Es handelt sich um den Patriarchen Karekin II. und Catholicos Aram I.

Das Nein des Heiligen Stuhls zum armenischen Vorschlag sei nach Einsprüchen des türkischen Botschafters beim Vatikan, Mehmet Pacaci, zustande gekommen, berichtet die Zeitung.

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Neue Übersetzung: Luthers Bibel soll weiblicher werden

Themenbild.

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An der Modernisierung der Texte arbeitet ein Team von 70 Experten. Dabei soll möglichst viel von Luthers Sprache erhalten bleiben.


Von Gabriel Kreuzer|Hamburger Abendblatt

Nicht nur in der Wirtschaft ist die Gleichstellung von Frauen ein aktuelles Thema – auch in der evangelischen Kirche. Zwar steht noch keine 30-Prozent-Frauenquote unter kirchlichen Amtsträgern zur Debatte, aber die Durchsicht und Überarbeitung der Lutherbibel inklusive gendergerechter Sprache setzt entsprechende Kreise nicht weniger in Aufruhr. Das ist nicht verwunderlich, denn die Lutherbibel ist eine theologische und kulturhistorische Kostbarkeit, die eine zen­trale Stellung in unserem Kulturkreis einnimmt. In Deutschland wird sie in nahezu allen evangelischen Gemeinden genutzt und ist somit das Wort Gottes der Wahl für die rund 23,4 Millionen Deutsche, die im Zensus 2011 angaben, der evangelischen Kirche anzugehören.

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Birther website says Ted Cruz is the new Reagan because everybody hates him and thinks he’s stupid

Senator Ted Cruz of Texas speaking at the 2013 Conservative Political Action Conference (Gage Skidmore/Flickr)

The conservative World Net Daily website performed a lengthy analysis and determined that Sen. Ted Cruz (R-TX) is not only electable – he’s basically the same as former President Ronald Reagan.


By Traviy Gettys|Raw Story

News editor Garth Kant said both conservatives were considered by “political and media elite” to be ideological extremists who lacked the intelligence, party backing, and apparent compassion to win the GOP nomination or the White House.

“Reaction to (Cruz’s) announcement last week that he is running for president appears to have put the criticism into overdrive,” Kant wrote. “No Republican, arguably, has received such intense condemnation since Reagan.”

He reminded readers that The Nation once warned Reagan was “the most dangerous person ever to come this close to the presidency” and “a menace to the human race.”

Three decades later, The Week warned that Cruz is “so venal and self-obsessed that he’ll use genocide victims as punching bags for a domestic audience.”

Both conservatives have been heavily criticized as lacking intellect, and Kant cites California’s Democratic Gov. Jerry Brown blasting Cruz as shockingly ignorant and “unfit to be running for office,” while Reagan was known as “an amiable dunce.”

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Wahl Dodo des Monats März 2015

Dodo des Monats März  2015

Dodo des Monats März 2015

Im Monat März haben sich allerhand Blödsinn, Obskures und Dreistes angesammelt. Das Spektrum reicht von katholischer Rasterfahndung, bei der Kirchensteuerproblematik, bis hin zum intellektuell unbewaffneten Xavier Naidoo.

Die Wahl ist bis zum 07. April 2015, 18:00 befristet. Der Gewinner wird am 08. April, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

Viel Spaß!

  1. Erzbistum Berlin, “Rasterfahndung für Kirchensteuer bis nach Frankreich.”
  2. Volksinitiative Schleswig-Holstein, “will den Gottesbezug in die Verfassung.”
  3. Olaf Scholz, “Schirmherr beim Kongress christlicher Führungskräfte.”
  4. Christoph Graf, “Schweizer Garde nicht für Frauen und Ausländer.”
  5. Bayrischer Rundfunk, “Jesus-Schmonzetten im Osterei.”
  6. Raymond Burke, “Homosexuelle sind wie nett-tuende Mörder.”
  7. Andreas Laun, “Katholischer Lustgreis ohne Gesprächskultur.”
  8. Manuel Gogos, “schmecken Demeter-Kartoffeln.”
  9. Heinz Buschkowsky, “alles tanzt nach meiner Pfeife, oder fliegt.”
  10. Katrin Albsteiger, “weiß nicht was außerhalb ihres Glaubens als Ideologie zählt.”
  11. Hannelore Kraft, “ NRW zahlt die Christenparties. Armut kann warten.”
  12. Gerhard Ludwig Müller, “unverheirateter spricht über die Unlösbarkeit der Ehe.”
  13. Alexander Görlach, “halbgebildeter Christenmensch, ohne Wissen über Atheismus.”
  14. TMW Kern GbR, “Waldmeisterbrause passt nicht in Schwulen-Bars.
  15. Rainer Maria Woelki, “hofft auf 2 Milliarden Märtyrer.”
  16. Hermann Gröhe, “kann sich als Christ nicht raus halten.”
  17. Wolfgang Huber, “gottverdammter Christenfußball kann nicht zu Weihnachten gespielt werden, ihr Pfeifen.”
  18. Johannes Singhammer, “will Wahlrecht für Nacktaffen von Geburt an.
  19. Annette Beck-Sickinger, “muss Uni vor geilen Inder-Horden schützen.”
  20. Xavier Naidoo, “lebt in der Mannheimer Reichswelt.”
  21. Vorstand Stiftung Garnisonskirche Potsdam, “was interessiert uns der Wille der Bürger.”

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Iran militia chief: Destroying Israel is ‘nonnegotiable’

Mohammad Reza Naqdi, commander of Iran’s Basij force (screen capture: YouTube/PresTVGlobalNews)

Basij commander Mohammad Reza Naqdi also threatens Saudis, saying their fate will be like that of Saddam Hussein


By Lazar Berman|The Times of Israel

The commander of the Basij militia of Iran’s Revolutionary Guards said that “erasing Israel off the map” is “nonnegotiable,” according to an Israel Radio report Tuesday.

Militia chief Mohammad Reza Naqdi also threatened Saudi Arabia, saying that the offensive it is leading in Yemen “will have a fate like the fate of Saddam Hussein.”

Naqdi’s comments were made public as Iran and six world powers prepared Tuesday to issue a general statement agreeing to continue nuclear negotiations in a new phase aimed at reaching a comprehensive accord by the end of June.

In 2014, Naqdi said Iran was stepping up efforts to arm West Bank Palestinians for battle against Israel, adding the move would lead to Israel’s annihilation, Iran’s Fars news agency reported.

“Arming the West Bank has started and weapons will be supplied to the people of this region,” Naqdi said.

“The Zionists should know that the next war won’t be confined to the present borders and the Mujahedeen will push them back,” he added. Naqdi claimed that much of Hamas’s arsenal, training and technical knowhow in the summer conflict with Israel was supplied by Iran.

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5 Thesen zu kulturweit: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen

Auswärtiges Amt © MiG

kulturweit ist ein Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes. Offiziell trägt sie zur Völkerverständigung bei. Tatsächlich werden aber die deutsche Sprache und Kultur verbreitet. Es geht also darum, dass sich die Welt auf deutsch verständigt.


Von Genia Bless|MiGAZIN

Spätestens seit 2008 der entwicklungspolitische Freiwilligendienstes weltwärts mit mehreren tausend Plätzen jährlich gestartet ist, gibt es in Deutschland eine größere kritische Debatte über den Sinn und Unsinn von internationalen Freiwilligendiensten: Junge, meist unausgebildete Deutsche reisen für ein Jahr lang in den Globalen Süden um in sogenannten Entwicklungsprojekten mit anzupacken. weltwärts wurde in den Medien, in der Wissenschaft und innerhalb der entwicklungspolitischen Szene selbst immer wieder scharf kritisiert: Als “Egotrip ins Elend” oder als kolonial-rassistisches Programm. Als eine Person, die ich mich kritisch mit deutscher Außenpolitik befasse, überrascht mich in der Debatte die Ruhe um den kleinen Bruder kulturweit.

Der “internationale kulturelle Freiwilligendienstkulturweit ist der Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes und wird von der Deutschen UNESCO Kommission durchgeführt. Jährlich reisen etwa 400 Freiwillige für 6-12 Monate in Länder des Globalen Südens sowie nach Osteuropa um in einer Institution der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, wie z.B. einem Goethe-Institut oder einer deutschen Schule mitzuarbeiten. kulturweit hat im Herbst 2014 seinen fünften Geburtstag gefeiert und bisher gab es ausschließlich positive Kritiken und Berichte. Es ist also durchaus an der Zeit, kulturweit einmal grundsätzlich infrage zu stellen.

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Kuveyt Türk Bank AG: Neue Islambank verbietet Prostitution und Zinsen

Ein Passant vor der Niederlassung der Islambank in Istanbul. Mit dem deutschen Hauptsitz in Frankfurt am Main und geplanten Filialen in Berlin und Mannheim will die Kuveyt Türk (KT) Bank AG den deutschen Markt aufrollen. dpa

Die erste Islambank will den deutschen Bankensektor aufmischen. Investitionen in Geschäftsfelder wie Rüstung, Alkohol, Glücksspiel oder Prostitution sind tabu. Dafür gilt das Zinsverbot des Korans.


Von Julia Giertz|DIE WELT

Trotz eines hohen Anteils muslimischer Bevölkerung war Deutschland beim “islamic banking” bislang ein weißer Fleck auf der Landkarte. Muslimische Menschen zwischen Flensburg und Konstanz haben künftig eine religionskonforme Alternative zum westlichen Banking: Die Kuveyt Türk (KT) Bank AG hat fünf Jahre nach der Eröffnung eines Finanzdienstleistungsinstituts in Mannheim Mitte März die Vollbanklizenz für Firmen- und Privatkundengeschäft erhalten.

Damit gibt es den Angaben zufolge erstmals in Deutschland und in der Euro-Zone eine islamische Bank. Die Schwerpunkte des “islamic banking” liegen in Europa in London, global in Malaysia und Bahrain.

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“Armee der Eroberer” nimmt auch Europa ins Visier

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Radikale Islamistengruppen kämpfen vereint gegen Syriens Präsidenten und erobern die strategisch wichtige Stadt Idlib. Das ist nur eine Zwischenstation – dann wollen sie Istanbul und Rom erobern.


Von Alfred Hackensberger|DIE WELT

Mit dem Vorschlaghammer werden zuerst die Nase und dann die Augen zerstört. Wie wild hämmert ein Mann auf das Gesicht einer überlebensgroßen Statue von Hafis al-Assad ein. Nichts soll mehr an den ehemaligen Diktator Syriens und Vater des jetzigen Präsidenten Baschar al-Assad erinnern. Alle Spuren des Regimes sollen komplett ausgelöscht werden. Es sind symbolträchtige Szenen wie diese, die sich derzeit in Idlib abspielen.

Ein Großteil der Provinzhauptstadt im Nordwesten des Landes wurde am Wochenende von radikal-islamistischen Rebellengruppen unter der Führung der Nusra-Front erobert. Es gab endlose Freudensalven, Kämpfer beteten auf den Straßen. Zwar hatten die Extremisten zuvor bereits die ländlichen Gebiete rund um Idlib unter ihre Kontrolle gebracht, waren aber seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor vier Jahren nie bis in das Stadtzentrum vorgedrungen.

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Erdogan-Tochter rechtfertigt Benachteiligung von Frauen im Islam

Recep Tayyip Erdogan mit seiner Frau Emne und seine jüngere Tochter Sumeyye. – Foto: dpa

Sümeyye Erdogan, Tochter des türkischen Präsidenten, hat die Diskriminierung von Frauen im Erbrecht des Islam gerechtfertigt. Die 30-Jährige erwägt eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen im Juni


DER TAGESSPIEGEL

Die jüngste Tochter des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Sümeyye Erdogan, hat die Benachteiligung von Frauen im Erbrecht des Islam gerechtfertigt. Angesichts der größeren Verantwortung für Männer als Brotverdiener nach den Regeln des Islam sei es nur gerecht, wenn Söhne einen größeren Erbanteil erhielten als Töchter, sagte Sümeyye Erdogan laut türkischen Medienberichten vom Montag bei einem Vortrag in Brüssel.
Erdogan kritisierte die Feminismus-Bewegung, wandte sich gleichzeitig aber auch gegen die Unterdrückung von Frauen in islamischen Staaten.

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Massenvernichtungswaffen: Studienverbot für verdächtige ausländische Studenten

Milzbrandsporen. Bild: CDC

In Großbritannien wurden seit 2007 fast 1000 Postgraduierte abgewiesen, Abgeordnete wollen nun auch britische Studenten einbeziehen, die “homegrown” Terroristen werden könnten


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Im Vorlauf zum Irak-Krieg, als die US-Regierung mit der Hilfe der britischen Regierung “Beweise” dafür fabrizierten, dass Hussein weiterhin Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen habe, kam auch Rihab Taha ins Spiel. Die auch “Dr Germ” genannte Wissenschaftlerin hat in Großbritannien 1980-1984 Mikrobiologie studiert und sich mit pflanzlichen Toxinen beschäftigt. Sie galt zusammen mit Huda Salih Mahdi Ammash oder “Mrs Anthrax” als der Kopf hinter dem irakischen Programm zur Herstellung von biologischen Waffen. Beide Frauen wurden festgenommen und 2005 wieder von den Amerikanern aufgrund nicht wirklich bekannter Gründe aus der Haft entlassen (Absolution für die Bösen).

Vermuten lässt sich nur, dass Taha, die sich den Amerikanern gestellt hatte, bereitwillig über das Waffenprogramm gesprochen haben wird. Nach dem ersten Golfkrieg hatte sie gegenüber UN-Inspektoren zugegeben, Anthrax, Clostridium, Rizin etc. hergestellt zu haben. Vermutlich wurde dabei klar, dass es nach dem ersten Golfkrieg kein solche Programm mehr gab. Dazu kommt, dass die USA dem einstigen Verbündeten gegen den Iran neben chemischen Waffen auch Kulturen von Milzbrand, Botulinum, Clostridium, West-Nil-Virus oder Pest geliefert hatte. Gut möglich also, dass man lieber keinen Prozess wollte, der manches schwarze Kapitel der US-Politik noch einmal hätte aufkommen lassen, nachdem man bereits unter falschen Behauptungen den Krieg legitimiert hatte (Der Irak, die USA und die Massenvernichtungswaffen). Ganz ausgeschlossen ist aber auch nicht, dass sie auf Druck des al-Qaida-Führers al-Sarkawi, auf den der Islamische Staat zurückgeht, freigelassen wurde. Dieser hatte 2004 drei Geiseln genommen (und getötet) und die Freilassung aller gefangenen Frauen verlangt. Die einzig bekannten weiblichen Gefangenen der Amerikaner waren Taha und Ammash.

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Mazyek und Seligmann setzen Zeichen für religiöse Toleranz

Foto: dpa/Soeren Stache

Mit der Kippa durch Kreuzberg: Als Zeichen für religiöse Vielfalt sind der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, und der jüdische Publizist Rafael Seligmann gemeinsam durch Berlin spaziert.


evangelisch.de

Seligmann trug bei dem Treffen am Montag im Stadtteil Kreuzberg die traditionelle jüdische Kippa, Mazyek eine muslimische Gebetskappe. Die beiden hatten sich Anfang März bei einem gemeinsamen Auftritt in der “Phoenix”-Talkshow “Unter den Linden” zu der Aktion verabredet.

Mazyek wertete den Spaziergang als Zeichen, dass das Miteinander der Religionen “nicht nur möglich, sondern selbstverständlich” sei. Seligmann sagte, auch wenn er die Kippa privat nur beim Gebet und in der Synagoge trage, wolle er für Glaubensfreiheit und Menschenwürde demonstrieren.

Schweizergarde: Kommandant gegen Öffnung für Frauen und Ausländer

Screengrab youtube

Screengrab youtube

Der Kommandant der Schweizergarde, Christoph Graf, hat sich gegen Frauen und Ausländer in der Schweizergarde ausgesprochen. “Die Zeit für eine Frau in der Garde ist nicht reif”, betonte Graf in einem Interview der “Aargauer Zeitung” (Montag). “Wir haben eine Tradition, die seit 500 Jahren andauert und von der wir leben”, so Graf. Dasselbe gelte für die katholische Kirche. “Wo würde das hinführen, wenn sie jeder Modeströmung hinterherlaufen würde? Am Ende hätten wir plötzlich Bischöfinnen oder sogar eine Päpstin.”


kathweb

Mit Blick auf eine mögliche Öffnung der Schweizergarde für andere Staatsangehörige betonte Graf, die Mitgliedschaft werde ein “Privileg” für Schweizer bleiben: “Die Garde wird eher aufgelöst, als dass sie Ausländer aufnimmt. Dazu ist sie zu stolz.” Derzeit habe die Garde genügend Nachwuchs, da es nach der Wahl von Papst Franziskus einen regelrechten Schub gegeben habe. Schwierig sei, dass die heutige Jugend “keine große Beziehung mehr zur Kirche und zum Glauben” habe. Beides sei für den Eintritt in die Schweizergarde jedoch unabdingbar.

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Jesus-Bücher von BXVI. kommen ins Fernsehen

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Das Bayerische Fernsehen zeigt an Ostersonntag und Ostermontag (5. und 6. April) jeweils um 20.15 Uhr eine zweiteilige “stationen.Dokumentation” zur Jesus-Trilogie des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Unter dem Titel “Das Antlitz Christi” machte sich Autor und Regisseur Ingo Langner auf die Suche nach dem Angesicht Jesu, wie die Filmproduktionsgesellschaft Tellux erklärte. Dies könne in der Bibel, im Nächsten, in der Welt oder in Bildern und im Gebet geschehen. Die Dokumentation soll eine filmische Annäherung an die 2006, 2010 und 2010 publizierten Bücher der Reihe “Jesus von Nazareth” sein.


kathweb

Langner trifft auf seiner Reise die Kurienkardinäle Kurt Koch und Gerhard Ludwig Müller, Erzbischof Georg Gänswein, die Theologin Petra Heldt in Jerusalem oder den Missionsbenediktiner Gerhard Lagleder in Südafrika. Auch der Leipziger Papst-Maler Michael Triegel kommt in der Dokumentation vor. Dessen Gemälde werden dabei aus ungewöhnlicher Perspektive gezeigt, so die Tellux.

Wann entstand Ostern?

frohe_osternTheologisch gesehen entstand das Christentum erst wegen der Ereignisse in der Karwoche. Sie beendet die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat, erinnert an Leid und Schmerz der letzten Tage Jesu und führt zur Erlösung aus dem irdischen Menschsein und zum ewigen Leben – die Basis der größten Weltreligion.


kurier.at

Anfangs wurde die Ostergeschichte an nur einem Tag gefeiert. Erst im dritten Jahrhundert entstand die Idee einer einwöchigen Vorbereitung, bald darauf wurden drei heilige Tage (triduum paschale) eingeführt: Gründonnerstag bis Ostersonntag bilden seitdem den Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres. In der Messfeier zum Letzten Abendmahl am Gründonnerstag Abend wird kein Schlusssegen gesprochen, Karfreitag und Karsamstag sind die einzigen Tage im Jahr, an denen keine Messe gelesen wird. Die Glocken fliegen symbolisch nach Rom, statt des Läutens setzte sich der Brauch des Ratschens durch. Erst in der Osternacht endet der Gottesdienst wieder mit Schlusssegen und ordentlicher Entlassung.

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Kurienkardinal: Ehenichtigkeitsprozesse künftig rascher

Themenbild

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Im Vatikan kommt die Prüfung der Möglichkeiten, Ehenichtigkeitsverfahren zu beschleunigen, zügig voran: Voraussichtlich bis Juni werden die beiden dafür eingesetzten Kommissionen ihre Ergebnisse dem Papst vorlegen, hat Kardinal Francesco Coccopalmerio, Präsident des vatikanischen Rates für Gesetzestexte, in Wien gegenüber “Kathpress” erklärt. “Die Vorschläge werden der Bischofssynode zu Ehe und Familie im Herbst zur Verfügung stehen.” Dass dann bereits eine Entscheidung folge, sei “sehr wahrscheinlich und auch notwendig”, so der Kardinal am Rande eines Vortrags über das Kirchenrecht, den er kürzlich im Wiener Theater- und kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum Don Juan Archiv hielt.


kathweb

Für ein schnelleres Verfahren sei es etwa möglich, dass künftig nur noch eine Gerichtsinstanz ein Urteil treffen muss, stellte Coccopalmerio in Aussicht. Bislang muss jeder Fall mindestens zwei Instanzen durchlaufen – nämlich Diözesan und Metropolitangericht – und bedarf unter Umständen noch einer dritten Instanz – in der Regel der Rota Romana -, damit zwei gleichlautende Urteile vorliegen. Dass Nichtigkeitsprozesse bald einfacher werden, hat Papst Franziskus bereits mehrmals angekündigt. Die dabei häufige Bezeichnung als “Annullierung” sei falsch, wie der Kardinal betonte: “Die Kirche kann eine geschlossene Ehe nicht lösen, sondern nur feststellen, dass sie ungültig ist und nie bestanden hat, wenn die Voraussetzungen dafür fehlten.”

Um bei den Voraussetzungen anzusetzen, bezeichnete es der Kurienkardinal als entscheidend, dass parallel auch mehr Augenmerk auf die Ehevorbereitung sowie auch die ständige Begleitung in den ersten Ehejahre gelegt werde; eine Intensivierung auf diesem Gebiet hatte bereits die außerordentliche Bischofssynode vergangenen Herbst gefordert. Coccopalmerio verwies darauf, dass in der konkreten Durchführung neben der Erstellung von Büchern und Unterlagen für die Katechese auch die vermehrte Einbindung von Laien sinnvoll sei: “Ältere Ehepaare können die Jüngeren begleiten.”

Lösung bei Wiederverheirateten “sicher möglich”

Für die im Herbst 2015 angesetzte Bischofssynode wünsche er, dass eine Möglichkeit für den Sakramentenempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen gefunden werde, erklärte der Kardinal. Er selbst sei “hoffnungsvoll”, dass hier eine Lösung zustande komme, auch da diese aus Sicht des Kirchenrechtes “sicherlich möglich” sei. Zum Bewahren von Ruhe mahnte er angesichts der verschiedenen Positionen unter den Synodalen und der schwierigen Konsensfindung. Die Bischofsversammlung sei doch vor allem ein geistiger Prozess: “Wir müssen um den Heiligen Geist beten.”

Die von Papst Franziskus im Umfeld der Synode immer wieder eingeforderte Barmherzigkeit sei kein Gegensatz zur Gerechtigkeit, so der Präsident des Rates für Gesetzestexte: Recht und Barmherzigkeit gehörten zusammen und seien nicht voneinander zu trennen. Barmherzigkeit rechtfertige ein fehlerhaftes Verhalten eines Menschen nicht, ermögliche jedoch, ihn anzunehmen. “Wahre Gerechtigkeit ist Liebe zu jenen, die etwas brauchen – also Barmherzigkeit”, erklärte der Kardinal. Allgemein enthalte jedes Gesetz eine Pflicht gegenüber anderen, welche ein Ausdruck der Liebe sein solle. Coccopalmerio: “Für das Kirchenrecht gilt das besonders.”

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Gröhe, Joost und Schwaetzer in neuer EKD-Synode

Foto: epd-bild/Norbert Neetz /Steffen Schellhorn

Der neuen Synode der Evangelische Kirchen in Deutschland (EKD) gehören erneut etliche Spitzenpolitiker und bekannte Wissenschaftler an. Neben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der SPD-Sozialpolitikerin Kerstin Griese wird auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, wieder im Kirchenparlament mitarbeiten, wie die EKD am Montag in Hannover mitteilte.


evangelisch.de

Neu in der 12. Synode, die vom 1. bis 3. Mai zu ihrer konstituierenden Sitzung in Würzburg zusammenkommt, sind die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost, sowie die frühere sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos).

Die Synode ist das gesetzgebende Leitungsorgan der EKD. Sie berät auf ihren Tagungen, die gewöhnlich einmal im Jahr stattfinden, neben kirchlichen Angelegenheiten auch gesellschaftliche Schwerpunktthemen. In die Amtszeit der neuen Synodalen, die für sechs Jahre bestimmt worden sind, fällt unter anderem das Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Dem Kirchenparlament gehören 120 Mitglieder an. 100 Synodale werden von den 20 Landeskirchen gewählt. Darüber hinaus beruft der Rat der EKD 20 Vertreter aus Politik, wichtigen Gesellschaftsgruppen sowie von Universitäten. Unter anderen gehören der Berliner Historiker Paul Nolte, die Göttinger Dogmatik-Professorin Christine Axt-Piscalar und der Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden, Matthias Rogg, der Synode an.

Dantschke: Früher war ich gegen Religionsunterricht

Bild: dtj-online.de

Die Extremismus-Expertin Claudia Dantschke referierte in Berlin bei der Stiftung für Dialog und Bildung. Nach ihrem Vortrag wird klar: Das Extremismus-Problem betrifft nicht nur die Muslime, bei der Gegenwehr müssen alle anpacken.


Von İsmail Kul|Deutsch Türkisches Journal

Die jüngste Syrien-Ausreisende stammt aus Bayern. Sie heißt Elif, ist 16 Jahre alt und in München aufgewachsen. Sie lebte weltlich, trug ein Zungen-Piercing, die Eltern waren nicht religiös. Doch jetzt ist sie wahrscheinlich in Syrien. Vater Atila sucht verzweifelt nach seiner Tochter.

Wie kommt es, dass ein in Bayern aufgewachsenes Mädchen sich für Salafisten begeistert, ins Kriegsgebiet nach Syrien ausreist? Hat uns der Geschichtsunterricht in der Schule die Gräuel des Krieges nicht genügend nahegebracht? Wenn Elif in einer streng religiösen Familie aufgewachsen wäre, hätten die Leitmedien ihren Schritt als Konsequenz ihrer religiösen Erziehung interpretiert. Warum aber geraten gerade „moderne“ junge Mädchen in die Fänge der Salafisten?

Für Claudia Dantschke, Extremismus-Expertin vom Zentrum für Demokratische Kultur in Berlin, sind diese Fälle nichts Ungewöhnliches. Sie hat bei der Stiftung für Dialog und Bildung in Berlin genau zu diesem Thema referiert. Vor einem kleinen Hörer-Kreis beleuchtete sie die Salafisten-Szene in Deutschland.

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“Luther regiert” – Gottesstaat Deutschland

merkel_ratze

Fast alle CDU-Spitzenpolitiker sind Protestanten. Entsprechend finden sich Gemeinsamkeiten zwischen der Unionspolitik und dem Ablauf einer EKD-Synode, stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fest.


pro Medienmagazin

Bundesinnenminister Thomas de Maizière gehört zum Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Gesunheitsminister Hermann Gröhe ist Mitglied der EKD-Synode. Bundeskanzlerin Angela Merkel stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus, und auch ihre Kollegen Volker Kauder, Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble haben protestantische Wurzeln. Der einzige katholische CDU-Minister ist derzeit Kanzleramtschef Peter Altmaier.

„Luther regiert“ schreibt deswegen der Journalist Markus Wehner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und versucht zu deuten, woran das liegt. So erklärt der Autor, der Protestantismus passe besser in die säkularisierte Gesellschaft: „Er ist moderner und individualistischer, offener und unbestimmter als das Katholische.“ Während der Katholizismus klare moralische Forderungen stelle, gehe es im Protestantismus mehr um die Beziehung des Einzelnen zu Gott.

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Protestantischer Preußenprinz entschuldigt sich für Völkermord an Armeniern

Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers in Döttingen: Philip Kiril Prinz von Preußen ist evangelischer Pfarrer und Vater von sechs Kindern. Foto: Ufuk Arslan

Mit einem ökumenischen Bußgottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist am Sonntagabend des Völkermords an den Armeniern gedacht worden. Bei dem Genozid an der christlichen Minderheit in der Türkei waren im Jahr 1915 bis zu eineinhalb Millionen Armenier, Chaldäer und Assyrer ums Leben gekommen. Den Gottesdienst feierten der armenisch-orthodoxe Erzbischof Karekin Bekdjian und der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., Pfarrer Philip Kiril Prinz von Preußen, mit mehreren hundert Christen aus Berlin und Brandenburg.


kathweb

“Seit dem Flugzeugabsturz vom 24. März wird uns grauenvoll vor Augen geführt, wozu ein einzelner Mensch fähig ist, sofern er sich nicht von tiefstem Herzen an Jesus Christus bindet”, sagte von Preußen in seiner Predigt. Der Mensch, der sich nicht von Gottes Hand helfen lasse, sei zu den schlimmsten Dingen fähig, “sei er Copilot, Krankenpfleger, Beamter oder Reichskanzler”.

Zwischen 1915 und 1918 wurden im damaligen Osmanischen Reich zwischen 300.000 und 1,5 Millionen Armenier ermordet. Historiker sprechen vom “ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts”. Das Deutsche Kaiserreich war im Ersten Weltkrieg mit dem Osmanischen Reich verbündet und wusste auch über die Massaker und Vertreibungen Bescheid, ohne dagegen einzuschreiten.

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Amnesty wirft Hamas Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg vor

Spendenaufruf durch Erhat Toka auf Facebook. Screenshot:BB

Spendenaufruf durch Erhat Toka auf Facebook. Screenshot:BB

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft bewaffneten Palästinensergruppen wie der Hamas Kriegsverbrechen im jüngsten Gaza-Krieg vor. In dem 50-tägigen Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas im Juli und August 2014 seien Tausende Raketen und Granaten auf Wohngebiete in Israel abgefeuert worden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.


derStandard.at

Dabei seien insgesamt sechs Zivilisten in Israel getötet worden, unter ihnen ein Vierjähriger. Auch auf palästinensischer Seite habe es durch den wahllosen Beschuss mit Raketen und Granatwerfern durch bewaffnete Gruppen zivile Opfer gegeben.

In einem Bericht aus dem Dezember hatte Amnesty auch Israel mögliche Kriegsverbrechen in den letzten Tagen des Gaza-Kriegs vorgeworfen. Der Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty, Philip Luther, betonte, die Tatsache, dass auch von palästinensischer Seite Kriegsverbrechen verübt worden seien, entbinde Israel nicht von den Verpflichtungen des humanitären Völkerrechts.

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