Archiv der Kategorie: Fundamentalismus

Österreich: Seit 2010 wurden 20 Millionen Euro an 1.400 Missbrauchsopfer ausbezahlt

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Fünf Jahre nach ihrer Einrichtung ist die Opferschutzanwaltschaft für Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche weiterhin tätig: Das hat die Leiterin der Kommission, Waltraud Klasnic, am Mittwoch gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal dargelegt. Weiterhin würden sich Betroffene von Missbrauch in der katholischen Kirche melden – allein 138 im Vorjahr, erklärte die frühere ÖVP-Politikerin, derzufolge die Kommission bisher rund 20 Millionen Euro an Opfer ausgezahlt hat.


kathweb

Die schwersten Missbrauchsfälle dürften bereits in den ersten Jahren bei der Kommission gemeldet worden sein, so Klasnics Einschätzung; sie glaube auch, “dass es Menschen gibt, die sich nie melden werden, weil sie es nicht können, oder weil sie vielleicht nicht mehr leben”. Schließlich habe eine Untersuchung gezeigt, dass es auch zahlreiche Suizide gegeben habe. Ihr sei immer bewusst gewesen, dass manche traumatisierte Menschen ein schweres Schicksal tragen; seit Beginn der Kommissionsarbeit könne sie verstehen, dass dies bis zur Arbeitsunfähigkeit gehen könne.

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Jesus’s House Identified, Except That Whether He Was Born There, Or Ever Lived There, Is “Impossible To Say”

Image. Friendly Atheist

Exciting stuff from FOX News:

Archaeologists working in Nazareth — Jesus’ hometown — in modern-day Israel have identified a house dating to the first century that was regarded as the place where Jesus was brought up by Mary and Joseph.


By Terry Firma|Friendly Atheist

I had to read that confusing, equivocating sentence a few times — in context — to understand what it means. Follow along:

[The house] was first uncovered in the 1880s, by nuns at the Sisters of Nazareth convent, but it wasn’t until 2006 that archaeologists led by Ken Dark, a professor at the University of Reading in the United Kingdom, dated the house to the first century, and identified it as the place where people, who lived centuries after Jesus’ time, believed Jesus was brought up.

Whether Jesus actually lived in the house in real life is unknown, but Dark says that it is possible.

“Was this the house where Jesus grew up? It is impossible to say on archaeological grounds,” Dark wrote in an article published in the magazine Biblical Archaeology Review. “On the other hand, there is no good archaeological reason why such an identification should be discounted.”

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Religionssoziologe: “Nicht einfach weiter machen wie bisher”

Foto:brightsblog

Foto:brightsblog

Eine Studie aus dem Bistum Münster zeigt: Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrer Kirche. Prof. Michael Ebertz, Religionssoziologe der Uni Freiburg, nennt im domradio.de-Interview Möglichkeiten der Kirche, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.


Von Hilde Regeniter|domradio.de

domradio.de: Dass viele Menschen heute unzufrieden mit der katholischen Kirche sind, das ist wirklich keine Überraschung. Laut aktueller Studie sind quer durch alle Altersstufen 20 Prozent unzufrieden mit der Institution – denken Sie, dass die Münsteraner Ergebnisse in etwa übertragbar ist auf die katholische Kirche in Deutschland insgesamt?

Prof. Michael Ebertz (Religionssoziologe Uni Freiburg): Ich bin nicht ganz sicher. Sie wird zwar als repäsentativ bezeichnet, aber es sind Telefoninterviews, und schon bei Telefoninterviews weiß man, nicht jeder hat ein Telefon, jedenfalls nicht einen Festnetzanschluss. Die meisten jungen Leute haben heute Handys. Darum bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese Übertragbarkeit gegeben ist. Das müsste man methodisch nochmal genau klären.

domradio: Hat sie an der Studie etwas besonders überrascht?

Prof. Michael Ebertz: Zum einen muss ich eine kritische Bemerkung machen. Es wird nach der Zufriedenheit gefragt, diese Studie nennt sich auch “Zufriedenheitsstudie”. Sie wird allerdings nur sehr vage abgefragt. Ich hätte schon bei einer Zufriedenheitsstudie erwartet, dass man da genauer hinschaut. Also, dass z.B. gefragt wird, wie erlebe ich die Einflussmöglichkeiten, die Möglichkeit, Anerkennung zu finden, oder wie zufrieden bin ich mit der Freundlichkeit, mit der Hilfbereitschaft, der Empathie. Das alles wird in den verschiedenen Dimensionen, die ganz wichtig sind, bei Zufriedenheitsstudien nicht abgefragt. Es wird sehr allgemein über die Zufriedenheit mit den Pfarrgemeinden und mit der Kirche als Institution gefragt. Von daher halte ich den Erkenntniswert in dieser Hinsicht relativ gering. Was mich aber am meisten überrascht hat, ist die massive Diskrepanz zwischen den Einschätzungen der Mitarbeiter und der befragten Katholikinnen und Katholiken hinsichtlich der karikativen Leistungsfähigkeit der Pfarrgemeinden. Das ist eine unglaubliche Diskrepanz und weist auf ein Krisenproblem hin.

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Judentum: „Erwählung heißt nicht Erhöhung über andere Völker“

Bild:DTN

Am Donnerstag wird der Journalist Dr. Dirk Pilz in der Evangelischen Akademie Berlin eine Abendveranstaltung zum Thema Judentum moderieren. Dabei wird er auch das Projekt „House of One“ noch einmal vorstellen.


Von Süleyman Bağ|Deutsch Türkisches Journal

In Berlin entsteht ein weltweit einzigartiges Haus, das von Juden, Christen und Muslimen gemeinsam finanziert und getragen wird. Noch bevor das Haus steht, setzt sich „House of One“ auch mit kritischen Fragen, die an die monotheistischen Religionen gestellt werden, auseinander. Am morgigen Donnerstag wird in diesem Zusammenhang der Frage nachgegangen, was ein „auserwähltes Volk“ ausmacht und wie dieser Begriff zu verstehen ist.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Journalisten Dirk Pilz. Im DTJ-Interview erzählt Pilz, warum er sich bei dem Projekt engagiert und worüber am Donnerstagabend diskutiert werden wird.

Herr Pilz, was ist ein auserwähltes Volk?

Die Frage nach Auserwählung ist das große Thema der hebräischen Bibel – es gibt darauf keine Antwort, die sich in einfache Formeln packen lässt. Im Buch Exodus steht der Imperativ Gottes: „Ihr sollt mir sein ein priesterliches Reich und ein heilig Volk.“

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Aufschrei der Fundamentalisten: Alles radikale Christen?

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Als auf den Pegida-Demonstrationen in Dresden immer wieder der Ruf „Lügenpresse!“ erschallte, nahm ich meine Kollegen in Schutz. Natürlich gibt es viel Einseitigkeit, ist doch die „große Mehrheit deutscher Medien grün-rot“ (so eine Focus-Analyse). Aber „Lügenpresse“? Doch inzwischen haben wir Verantwortlichen vom Kongress christlicher Führungskräfte unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Was sich der NDR im Internet und in seiner Fernsehsendung Hamburg Journal leistete, war eine böswillige Verleumdung von Christen.


Von Helmut Matthies|kath.net

Christliche Fundamentalisten?

Da fand vom 26. bis 28. Februar in Hamburg die größte Tagung zum Thema „Werte“ in Europa statt: der 9. Kongress christlicher Führungskräfte unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt, Olaf Scholz (SPD). Und wie lautet die Schlagzeile des NDR? „Scholz unterstützt Kongress radikaler Christen.“ Als sich im Internet darüber ein Sturm der Entrüstung erhob, erklärte die Redaktion im Internet: „‚Radikal’ in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Gläubigen zum christlich-fundamentalistischen Spektrum gezählt werden können.“ Damit macht die Redaktion alles noch schlimmer, denn kaum ein Begriff ist durch die islamischen Terrorakte so disqualifiziert wie der, fundamentalistisch zu sein, wird er doch gleichgesetzt mit Gewalt und Fanatismus. Und so etwas sollte Scholz, der grandiose Wahlsieger der Bürgerschaftswahl, unterstützt haben?

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“Gott schickt keine Attentäter los”

Screengrab: bb

Screengrab: bb

In einer Diskussionsrunde traf der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde, Yitzhak Hoenig, in der Synagoge auf drei Pfarrer und den muslimischen Vorsitzenden des Integrationsrates. Thema: Was hilft gegen Extremismus und Rassismus?


Von Dirk Richerdt|RP ONLINE

Es war der Vertreter des Islam, der den Blick auf den Kern des Selbstverständnisses der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam lenkte: “Der eine sagt Allah, also ,der Gott’, andere nennen ihn Gott oder Herr. Es ist doch ein und derselbe Gott”, stellte Yilmaz Karaca, der türkische Vorsitzende des Integrationsrates, klar. Wenn man Theologen oder “normale” Bürger fragt, zeigt sich, dass manche dazu noch gern ein seltsames Sackgassen-Denken pflegen: Einerseits sind Gläubige, ob sie nun im Gebet ,Adonai’, ,Allah-u-akbar’ oder ,Herr’ ausrufen, der Überzeugung, es gebe nur einen Gott. Dennoch hängen einige der abstrusen Vorstellung an, der anders genannte Gott sei auf keinen Fall auch der eigene. Wer denn dann?

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Ist Gotteslästerung ein notwendiger Straftatbestand?

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In einem aufgeklärten Staat ist eine Strafnorm zum Schutze bestimmter Weltanschauungen überflüssig und rückständig.


Von Thomas Fischer|ZEIT ONLINE

Bilder

Im Jahr 1982 veröffentlichte der deutsche Dichter und Regisseur Herbert Achternbusch einen Film mit dem Titel: Das Gespenst. Er handelt davon, dass eine am Kreuz befestigte Christus-Figur zu (irdischem) Leben erwacht, vom Kreuz steigt und sich mit einer Nonne (“Oberin”) zusammentut. Der “Herrgott” nennt sich fortan “Ober” und versucht, den Lebensunterhalt für sich und die Oberin als Kellner in bayerischen Wirtshäusern zu verdienen. Einzelheiten seines Leidens an der modernen Welt will ich hier nicht verraten, nur so viel: In einer Szene des Films wird ein Frosch – in ökologisch einwandfreier, nicht tierquälerischer Weise – an ein aus kleinen Ästen gefertigtes Kreuz gebunden, sodass er – sehr, sehr kurz! – die ikonographische Stellung Christus’ einnimmt.

(Verzeihung, Tierfreunde! Es war so! Bitte jetzt keine Kommentare über Frösche und Kreuze! Einige Hunderttausend dieser Geschöpfe werden von Ihnen jährlich auf den Landstraßen zermatscht. Weitere Zehntausende opfern Sie der Wiederansiedlung des Storchs im Feuchtgebiet nahe Ihrem Villenviertel. Vom Sterne-Restaurant will ich hier gar nicht erst sprechen. Begnadigen Sie also, bitte, den Dichter Achternbusch und entsinnen Sie sich des Themas dieser Kolumne!)

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Thomas Fischer ist Bundesrichter in Karlsruhe und schreibt für ZEIT und ZEIT ONLINE über Rechtsfragen. Weitere Artikel seiner Kolumne finden Sie hier – und auf seiner Website.

Libyen: “Islamischer Staat” erobert zwei Ölfelder

Symbolbild: Ölfeld in Libyen / Bild: REUTERS

Die Bewacher der Ölfelder Al-Bahi und Al-Mabruk waren unzureichend bewaffnet. Die Felder sind seit Wochen außer Betrieb.


Die Presse

Militante Islamisten haben in Libyen die Kontrolle über zwei Ölfelder übernommen. Nach Angaben eines Sprechers des Sicherheitsdienstes für die Ölindustrie des Landes eroberten extremistische Gruppen am Dienstag die Felder Al-Bahi und Al-Mabruk im Zentrum des Landes. Sie rückten demnach anschließend auf das Ölfeld Al-Dahra vor.

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Meuchelmord an Humanismus und Aufklärung

Eines der Opfer – zwar erstochen, aber schon vorher dem Tode nah. Foto: Pete CC-BY-3.0

Der französische Autor und Profi-Provokateur Michel Houellebecq meinte in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» dass der Humanismus und die Aufklärung tot seien. Im Angesicht von Islamismus und Nationalismus, die immer bestimmender werden, keine absurde Idee. Nur, wer ist der Mörder?


Von Patrick Etschmayer|news.ch

Die Mordopfer wurden gemeuchelt und sie liegen mit mehreren Messerstichen im Rücken auf dem Boden. Die Frage ist – wer war der Täter? Waren es die jubelnden Islamisten, die dort drüben gerade darüber streiten, ob sie von ihnen entführte Christen enthaupten oder verbrennen sollen? Oder waren es die besorgten national gesinnten Bürger dort hinten, von denen sich einige nach dem Marsch zum Schutz des Abendlandes vor dem Islamismus mit Brandsätzen zu einem Flüchtlingsheim aufmachen? Oder sind es jene populistischen Politiker, welche, obwohl selbst mit fetten Bankkontos ausgestattet, das Übel für alles immer ennet der Grenze verorten, egal in welchem Land sie auch sein mögen und dies von jedem erreichbaren Podest, Balkon oder von jeder Bühne in die Welt hinaus krakeelen? Oder sind es gar jene ultra-konservativen, klandestinen und tief-katholischen Vereinigungen, welche die Wiedererrichtung von Monarchien anstreben?

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Vatikan wird künftig von drei Rechnungsprüfern geprüft

Bild: tilly

Bild: tilly

Drei Rechnungsprüfer werden künftig die Finanzen des Vatikan kontrollieren. Die Statuten für den vatikanische Wirtschaftsrat und das Wirtschaftssekretariat sind seit dem 1. März in Kraft.


religion ORF.at

Das ergibt sich aus den neuen Statuten für das Vatikan-Büro des Obersten Rechnungsprüfers, die nun auf der vatikanischen Internetseite veröffentlicht wurden. Insgesamt drei Statuten traten diese Woche in Kraft und sind jetzt im Internet abrufbar. Sie betreffen das Büro des Obersten Rechnungsprüfers sowie das Päpstliche Wirtschaftssekretariat und den Wirtschaftsrat.

Besetzungen stehen noch aus

Die Texte wurden von Papst Franziskus unterzeichnet. Ursprünglich war bei der Einführung der Wirtschaftsprüferstelle des Vatikans nur von einem Obersten Rechnungsprüfer die Rede gewesen. Nach einer Prüfung durch den Päpstlichen Rat für Gesetzestexte kam jedoch der Vorschlag auf, dem Leiter des Rechnungsprüfungshofes noch zwei Mitarbeiter zur Seite zu stellen. Ernennungen sind in diesem Bereich noch keine erfolgt.

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Bremen: Islamisches Kulturzentrum legt Beschwerde gegen Razzia ein

Bei den Durchsuchungen der Bremer Moschee wurden keine Waffen gefunden© Carmen Jaspersen/DPA

Polizisten haben am Wochenende auf der Suche nach Waffen, das islamische Kulturzentrum in Bremen gestürmt. Gefunden wurde nichts. Jetzt beschweren sich die Gläubigen


stern.de

Das Islamische Kulturzentrum Bremen (IKZ) hat gegen eine Razzia in seiner Moschee Beschwerde beim Amtsgericht eingereicht. Die Moschee war am Samstag im Zuge einer allgemeinen Terrorwarnung von einem Sondereinsatzkommando der Polizei auf Waffen durchsucht worden. Der Durchsuchungsbeschluss sei “vollkommen unverhältnismäßig” und verletze die Glaubens- und Religionsfreiheit, heißt es in dem Schreiben, das der Anwalt des IKZ, Hans-Eberhard Schultz, dem Gericht zukommen ließ.

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Radikale Imame wollten offenbar NRW-Gefängnis unterwandern

Bild: Reuters

Bild: Reuters

Die Justizvollzugsanstalt Rheinbach bei Bonn habe in kurzen Zeitabständen drei muslimische Geistliche wegen Salafismus-Verdachts als ehrenamtliche Häftlingsbetreuer abgelehnt, erklärte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty.


kath.net

Radikale Imame haben offenbar versucht, die Gefängnisseelsorge in Nordrhein-Westfalen zu unterwandern. Die Justizvollzugsanstalt Rheinbach bei Bonn habe in kurzen Zeitabständen drei muslimische Geistliche wegen Salafismus-Verdachts als ehrenamtliche Häftlingsbetreuer abgelehnt, erklärte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Dienstag in Düsseldorf. Beim Verfassungsschutz seien die drei Imame wegen islamistischer Bestrebungen aufgefallen.

Laut Kutschaty sind derzeit in 30 von 36 Haftanstalten an Rhein und Ruhr annähernd 100 Imame und Hodschas als ehrenamtliche Gefängnisseelsorger tätig. Alle Geistlichen seien vom Verfassungsschutz überprüft worden. Etwa 18 Prozent der landesweit 15.750 Häftlinge bekennen sich zum muslimischen Glauben.

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Berliner Friedhofsverband will Flächen für Flüchtlingsheime freigeben

Themenbild: Die Räumung eines Feldes wird angekündigt. Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0 de/ikar.us

In Berlin könnten auf stillgelegten Friedhofsflächen bald Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte habe bis zu zwölf Standorte ausgewiesen, die entsprechend bebaut werden könnten, sagte Verbandsgeschäftsführer Jürgen Quandt. Voraussetzung wäre, dass mit dem zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales und den Stadtplanungsämtern in den Bezirken ein Konzept erstellt wird.


evangelisch.de

Pfarrer Jürgen Quandt betonte, bei allen zur Verfügung stehenden Friedhofsflächen sei die zehnjährige Pietätsfrist abgelaufen. Die Flächen könnten entwidmet werden, da dort keine Gräber mehr genutzt werden. “Klar ist aber, dass wir keinen Schnellschuss machen”, sagte der Verbandsgeschäftsführer.

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Mumbai: Wer Rindfleisch isst, geht ins Gefängnis

Steak ist im Hinduismus sowieso tabu, ab sofort ist es aber auch illegal. Im Bundesstaat Maharashtra in Indien wurde ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.© colourbox.de

Bedenkenlos ein Steak zu essen, kann im Bundesstaat Maharashtra in Indien zu verherrenden Folgen führen: Dort ist es verboten Rindfleisch zu essen. Wer es dennoch wagt, dem droht Gefängnis.


stern.de

Wer in der indischen Metropole Mumbai künftig in einen Rindfleisch-Burger oder Steak beißt, kann ab sofort mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Das neue Rindfleischverbot im Bundesstaat Maharashtra sei eines der striktesten in ganz Indien, berichteten lokale Medien am Dienstag. Für Hindus nimmt die Kuh einen ganz besonderen Stellenwert ein. Da sie Milch spendet, wird sie oft auch “Mutter” genannt.

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Gericht bestätigt Recht auf jüdische Gebete auf dem Tempelberg

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Das Jerusalemer Amtsgericht hat das Recht auf jüdische Gebete auf dem Tempelberg bestätigt. Wie israelische Medien am Dienstag berichteten, urteilten die Richter am Montag, Juden hätten das Recht, sich auf dem Tempelberg aufzuhalten und dort zu beten. Der bisherige Status Quo am Tempelberg sieht für Gläubige aller Religionen Zugangsrechte zu dem Heiligtum vor, das Recht auf öffentliches Gebet ist Muslimen vorbehalten.


kathweb

Geklagt hatte der radikale jüdische Aktivist Yehuda Glick gegen das von der Polizei gegen ihn verhängte Besuchsverbot auf dem Tempelberg für die Jahre von 2011 bis 2013. Die Polizei hatte die Entscheidung damit begründet, dass Glick an dem Heiligtum gebetet habe.

Richterin Malka Aviv urteilte laut Bericht, der Bann Glicks sei ungerechtfertigt. Sie sprach dem Kläger einen Schadenersatz von umgerechnet rund 112.000 Euro und eine Erstattung der Prozesskosten von rund 33.500 Euro zu. Aufgabe der Polizei sei es, Juden das Gebet auf dem Tempelberg zu ermöglichen und nicht, dies zu verhindern, so Aviv.

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Bill Donohue’s trouble with Atheists

The Catholic League’s Bill Donohue has a new book out today called The Catholic Advantage, all about how great it is to believe as he does.


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

It’s not enough, however, to promote Catholicism. Donohue spends a huge chunk of the book talking about how awful atheism is. In fact, here’s the bulk of the book in a nutshell: Donohue claims that atheists are more likely to have mental health problems, be depressed, and commit suicide. We’re also less charitable and happy than our religious counterparts.

He more or less ignores the fact that religious people have very strong built-in communities and social networks (not to mention ways to donate your time and money), all of which contribute to one’s well-being. Very few atheist communities have the numbers that churches do, though there have been more attempts in recent years to build these up. No doubt we have a long way to go, but there’s nothing inherently bad about atheism — unless you think a lack of false hope is a problem — and Donohue never bothers to explain why Catholicism (as opposed to any other belief system) makes any sense.

I’ll give you an example of the kind of argument Donohue makes. Right in the introduction, he claims that people like us are atheists because we have bad relationships with our father:

In one way or another, [psychologist Paul] Vitz found, the relationship these [“prominent atheist intellectuals”] had with their father was deformed. In some cases, their father died when they were young; often their father abandoned them; for those whose father was present, he was “obviously weak, cowardly, and unworthy of respect”; or he was abusive, psychologically, sexually, or physically. In all cases, the father’s authority was missing or severely compromised. (p. xviii)

Vitz’s whole theory, as we’ve discussed on this site before, is full of holes — it’s a lot of cherry-picking minus all the peer review.

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Gleichstellungsatlas für evangelische Kirche erschienen

Bild: FB

Bild: FB

Bei der Gleichstellung von Frauen und Männern hat die evangelischen Kirche noch Nachholbedarf. Dies ergibt sich aus dem Gleichstellungsatlas, der zum internationalen Frauentag (8. März) erscheint. Danach sind Frauen in den Ehrenämtern von Kirche und Diakonie überrepräsentiert, hingegen in der mittleren Leitungsebene kaum vertreten. Bei Dekanen und Superintendenten beträgt der Frauenanteil 21 Prozent, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag in Hannover mitteilte. Für 2016 wurde eine Studie angekündigt, die Ursachen für die geringe Repräsentanz von Frauen in kirchlichen Leitungspositionen auf der Ebene von Kirchenkreisen und -bezirken nachgeht.


evangelisch.de

Korrigiert werde in dem Atlas der “gefühlte Eindruck”, dass es in der evangelischen Kirche mittlerweile mehr Pfarrerinnen als Pfarrer gebe, sagte Synodenpräses Irmgard Schwaetzer. Realität sei hingegen, dass von den aktiven Pfarrern 33 Prozent Frauen sind. Dass zunehmend Frauen ins Pfarramt streben, war etwa von dem evangelischen Theologieprofessor Friedrich Wilhelm Graf als “Feminisierung” des Pfarrberufs charakterisiert worden. Von den Pfarrerinnen waren rund 43 Prozent in Teilzeit beschäftigt.

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Netanyahu’s war must be stopped now: The real story behind his speech to Congress

Benjamin Netanyahu (Credit: Reuters/Nir Elias)

While the media covers politics and personalities, a much more dangerous game around Iran unfolds off-stage


By Michael Lerner|Salon

The media has focused attention on the rude way that Israeli Prime Minister Netanyahu made his appearance in the U.S. this week, as though the real issue is hurt feelings between him and President Obama. This is a mistake that misleads many into thinking that the problem is about respect for our president or concern that Netanyahu is using this trip to promote his election chances in Israel, where “standing up to Obama” might enhance his electoral chances when the Israeli public chooses a new Knesset in two weeks. Watch as the media’s next angle becomes a sigh of relief when Netanyahu makes apologetic sounds about that rift.

The real story is far more worrisome.  Netanyahu is here to push the U.S. toward another Middle East war in which the U.S. would be the proxy for what Netanyahu (mistakenly) thinks is Israeli interests. And Americans are going to have to stand up and say “NO” both to Netanyahu and to the militarists in both parties who are all too happy to generate another war, this time against Iran.  If Netanyahu succeeds, it will be a disaster for all Americans, and an even greater disaster for American Jews.

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NDR findet in Hamburg „radikale Christen“

Der NDR macht den „Kongress christlicher Führungskräfte“ in seiner Berichterstattung zum „Kongress radikaler Christen“ Foto: NDR/Gita Mundry

Der Norddeutsche Rundfunk hat den „Kongress christlicher Führungskräfte“ heftig kritisiert. An ausgewählten Beispielen will der NDR-Autor Christian Baars zeigen, was „radikale Christen“ eigentlich sind – und scheitert.


pro Medienmagazin

„Scholz unterstützt Kongress radikaler Christen“, lautet die Überschrift des Beitrags von NDR-Journalist Baars. Der Erste Bürgermeister Hamburgs Olaf Scholz hat die Schirmherrschaft des diesjährigen Kongresses inne, der unter anderem von der Nachrichtenagentur idea e.V. veranstaltet wird. „Herzlich Willkommen in Hamburg! Ich finde, die Stadt der ehrbaren Kaufleute an der Wasserkante ist genau der richtige Ort für den diesjährigen Kongress christlicher Führungskräfte“, begrüßte Scholz die Teilnehmer in seiner Heimatstadt mit einer Rede.

Wie „radikal“ die Kongressteilnehmer sind, will Baars unter anderem mit einem Foto darstellen. Auf dem Bild ist der Stand des Christlichen Hilfswerks „Open Doors“ im Ausstellungsraum zum Führungskräfte-Kongress zu sehen. Ein Militärfahrzeug mit Maschinengewehr und iranischer Flagge sind dort als Symbol für die Christenverfolgung platziert. Die Bild-Unterschrift des NDR-Journalisten lautet: „Eine Organisation widmet sich auf der Ausstellung dem Thema Christenverfolgung – mit einem Maschinengewehr.“ Radikal seien mehrere Aussteller auch deswegen, weil sich laut Baars einige Missionsgesellschaften in Afrika dafür einsetzen, Dämonen zu vertreiben. Der Dämonen-Glaube spielt in afrikanischen Volksreligionen häufig eine Rolle.

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Bayerische Landeskirche will Opfer sexueller Gewalt entschädigen

Bild: WAZ

Bild: WAZ

Die bayerische evangelische Landeskirche will künftig Opfer sexueller Gewalt in kirchlichen Einrichtungen entschädigen. Finanzielle Leistungen erhielten Menschen, “die glaubhaft machen, dass sie als Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende sexuelle Übergriffe durch kirchliche oder diakonische Mitarbeitende erlitten haben und deren Ansprüche gegenüber den Tätern und den Institutionen inzwischen verjährt sind”, teilte die Landeskirche München mit.


evangelisch.de

Über die Höhe der Entschädigungsleistung entscheide eine eigene Kommission, der unter anderem die frühere Präsidentin der bayerischen Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, und der frühere Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, Ludwig Markert, angehören. Die bayerische Landeskirche setzt damit die Empfehlungen aus den Beratungen des Runden Tisches “Sexueller Kindesmissbrauch” um, der auf Initiative des Bundesjustizministeriums 2010 eingesetzt worden war.

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