Archiv der Kategorie: Islam

Islamistischer Terror: Polizeischutz für Kirchen

Propstei-Kirche Leipzig. Bild: propstei-leipzig.de

Propstei-Kirche Leipzig. Bild: propstei-leipzig.de

Nach den vereitelten Anschlägen von Paris machen sich auch die Sicherheitsbehörden in Deutschland Gedanken, wie sie darauf reagieren sollen. Man könne aber nicht vor jede Kirche zwei Polizisten stellen, heißt es.


Von Ute Rasche|Frankfurter Allgemeine

In Frankreich hat der Innenminister verstärkten Polizeischutz für Kirchen angeordnet. In Deutschland ist das bisher nicht der Fall. „Nach den vereitelten Anschlägen auf zwei Kirchen in Paris stehen wir aber in engem Kontakt mit den französischen Behörden“, heißt es im Bundesinnenministerium. Dabei geht es um das genaue Anschlags-Szenario und die Kontakte des mutmaßlichen Attentäters in die internationale islamistische Szene.

In Deutschland gibt es 24.200 katholische und 20.600 protestantische Kirchen. „Wir können jetzt nicht vor jede zwei Polizisten stellen“, sagt ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. In dessen Zuständigkeit fällt der Kölner Dom, das zweithöchste Gotteshaus Europas. 20.000 Besucher am Tag betreten den Dom. Die Sicherheitsvorkehrungen seien „auf hohem Niveau“, sagt der Dompropst. Deutlicher will er nicht werden: „Abwehrmaßnahmen, über die man spricht, sind keine.“

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Katrin Göring-Eckardts protestantischer Narzissmus

Bild: blogs.taz.de


Interview: Ghassan Abid|taz.blogs

taz: Wodurch unterscheidet sich der evangelische Glauben vom Islam?

Katrin Göring-Eckardt: Der Islam ist eine Religion, der Protestantismus eine christliche Konfession. Die Unterschiede sind definitiv zahlreicher als nur freier Sonntag oder freier Freitag, aber ich frage ja lieber nach Gemeinsamkeiten.

Dann fragen wir nach den Gemeinsamkeiten.

Gemeinsamkeiten lassen sich bei jeder Gelegenheit feststellen, bei der religiöse Menschen miteinander ins Gespräch kommen und über Demut, Unverfügbarkeit und übrigens auch über Freiheit miteinander sprechen. Glauben heißt, selbst nicht letzte Instanz zu sein – diese Einsicht ist religiös übergreifend.

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“Die schweigende Mehrheit schweigt immer noch”

Bild: Islamiq.de

Das neu gegründete “Muslimische Forum” wirbt damit “humanistisch” und “liberal” zu sein, gleichzeitig wird die Plattform von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt. Wir haben mit dem Journalisten Eren Güvercin über das Forum und über die sogenannte “schweigende Mehrheit” gesprochen.


IslamiQ

IslamiQ: Wie bewerten Sie den Umstand, dass das “Muslimische Forum”, welches die Mehrheit der Muslime vertreten möchte, von der der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt wird?

Eren Güvercin: Dass sich eine Gruppe von Muslimen zusammen tut und ein Muslimisches Forum Deutschland gründet, ist grundsätzlich eine gute Sache. Wenn man sich allerdings die Gründungserklärung genau durchliest, wird man schon stutzig. Sich selber schmückt man sich mit Labels wie “humanistisch”, “liberal” etc., und erweckt bewusst den Eindruck, als ob die etablierten muslimischen Gemeinschaften genau das Gegenteil seien. Das ist schon eine Dreistigkeit.

Dass eine renommierte Stiftung wie die Konrad-Adenauer-Stiftung solch eine Initiative mit dieser Gründungserklärung unterstützt, ist der eigentliche Skandal. Schon der Liberal-Islamische-Bund hatte diese aggressive Rhetorik gegen die “konservativen” Muslime gefahren. Das ist nichts Neues. Die neue Qualität bei diesem Forum ist, dass hier ein politischer Akteur sich einen Ansprechpartner für die so genannte “schweigende Mehrheit” selbst backt. Diese Sprecher der “schweigenden Mehrheit” kann mit einer “Partei der Nichtwähler” vergleichen, die zwar keine Wähler hat, aber für sich beansprucht für die 40% der Bevölerkung zu sprechen, die nicht zur Wahl geht.

Einerseits kritisiert man leidenschaftlich die Auslandsfinanzierung, betreibt aber selber eine Inlandsfinanzierung, die eine ideologisch-politische Einflussnahme in die Belange der muslimischen Community zum Ziel hat.

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Religionskritik: Dröhnendes Schweigen

Screenshot: foxnews.com

Früher war Religionskritik die vornehmste aller marxistischen Tugenden. Doch zum Glaubensterror des islamischen Fundamentalismus hat die westliche Linke nichts zu sagen.


Von Volker Weiß|ZEIT ONLINE

Im November 2014 wagte der amerikanische Filmemacher Ami Horowitz ein Experiment. Eine IS-Fahne schwingend, stellte er sich auf den Campus in Berkeley, dem Initiationsort der US-Linken. Dazu rief er, der IS wolle den Frieden und verteidige sich nur gegen die Aggression des Westens. Von den Studenten kamen freundliches Winken und Zuspruch: “Thumbs up!” Nur einmal wurde Kritik laut – die Bitte, auf dem Campus nicht zu rauchen. Kurz darauf wiederholte er den Versuch mit einer israelischen Flagge, die Parolen entsprechend angepasst: Israel wolle den Frieden und verteidige sich nur gegen Angriffe. Er erntete beeindruckende Aggressionen.

Sicher, Horowitz ist ein profilierter Polemiker, seine Arbeiten laufen auf dem Neocon-Sender Fox News. Als künstlerisches Vorbild hat er sich Michael Moore gewählt, was ihn nicht gerade zur Objektivität verpflichtet. Er wird das Material für seine Zwecke geschnitten haben, dennoch bleiben die Reaktionen der Studenten authentisch. Schlimmer noch: Sie waren zu erwarten.

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Erdoğan zur Armenier-Debatte: Deutschland soll den Mund halten

erdogan-sultanDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf die Völkermord-Vorwürfe aus Deutschland und Frankreich reagiert. Beide Länder hätten angesichts ihrer eigenen Vergangenheiten nicht das Recht, Urteile zu fällen. Deutschland sei das letzte Land, welches sich eine Meinung erlauben dürfe. Im Übrigen solle Frankreich aus seinen Ex-Kolonien verschwinden.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich am Samstag in Istanbul auf einer Veranstaltung des türkischen Unternehmer-Vereins MÜSIAD zur Reaktion Deutschlands zum armenischen „Völkermord“ geäußert. Die Zeitung Takvim zitiert Erdoğan:

„Während wir Friedensbotschaften in die Welt entsenden, gibt es einige Länder wie Russland, Deutschland und Frankreich, die die armenischen Unwahrheiten unterstützen und uns kritisieren. Was vor 100 Jahren passiert ist, ist eine gegenseitige schmerzvolle Erfahrung.

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Forscherin: “Islamischer Staat” will Terrornetz in Europa ausbauen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

In der deutschen salafistischen Szene kursiert seit kurzem eine Anleitung der Terrormiliz “Islamischer Staat”, wie gezielt Kämpfer in Europa angeworben und für den Dschihad ausgebildet werden können.


evangelisch.de

Unter dem Titel “How to survive in the West” stehe darin genau beschrieben, wie sich die Anhänger des “wahren Islam” verhalten sollten, sagte die Göttinger Religionswissenschaftlerin Nina Käsehage der “Braunschweiger Zeitung” (Samstagsausgabe). Unter anderem würden auch mögliche Anschlagsziele genannt und Anweisungen zum Aufbau sogenannter Schläferzellen gegeben.

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Türkei empört über Gaucks Völkermord-Aussage

Joachim_Gauck Die Äußerungen des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck zum “Völkermord” an den Armeniern haben eine diplomatische Krise mit der Türkei ausgelöst. “Das türkische Volk wird dem deutschen Präsidenten Gauck seine Aussagen nicht vergessen und nicht verzeihen”, erklärte das Außenministerium in Ankara am späten Freitagabend.


derStandard.at

Gauck hatte die Massaker an bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg am Donnerstagabend erstmals klar als Völkermord bezeichnet. Das Staatsoberhaupt setzte sich damit über Bedenken hinweg, dass die Einordnung des damaligen Geschehens als Völkermord die Beziehungen zur Türkei beschädigen könnte.

Am Freitag schloss sich der Bundestag dieser Bewertung an. “Das, was mitten im Ersten Weltkrieg im Osmanischen Reich stattgefunden hat, unter den Augen der Weltöffentlichkeit, war ein Völkermord”, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Redner aller Fraktionen teilten diese Einschätzung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) meldeten sich nicht selbst zu Wort.

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Plante Al Kaida Anschlag auf Vatikan?

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Vor fünf Jahren haben Mitglieder der Terrororganisation Al Kaida offenbar einen Bombenanschlag auf den Vatikan geplant. Bei einer Razzia entdeckte die italienische Polizei nun einen Stützpunkt der Extremisten auf Sardinien.


tagesschau.de

Ein Ableger der Extremistenorganisation Al Kaida hat nach Angaben der italienischen Behörden offenbar einen Anschlag auf den Vatikan geplant. “Wir haben keine Beweise, aber einen starken Verdacht”, sagte Chef-Ermittler Mario Carta. Es gebe Hinweise, dass die Verdächtigen 2010 einen Bombenanschlag vorgehabt hätten, so die Staatsanwaltschaft auf Sardinien.

In abgehörten Telefonaten hätten die Verdächtigen von einem “großen Dschihad in Italien” gesprochen und den Vatikan als ein Ziel angedeutet.

Die Polizei habe einen möglichen Selbstmordattentäter aufgehalten, der im März 2010 – als Papst Benedikt XVI. im Amt war – am Flughafen Fiumicino gelandet sei. “Wir sprechen von einem Anzeichen, das auf die Vorbereitung eines möglichen Anschlags hindeutet”, so Staatsanwalt Mauro Mura. Ohne die Pläne zu realisieren, habe er aber Italien verlassen. Es sei nicht klar, warum.

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Genozid-Vorwurf: Wieso die Türkei nur gegen kleine Gegner zuschlägt

erdogan-sultanAus mehreren Ländern hat die Türkei ihre Botschafter abgezogen, weil die von Völkermord an den Armeniern sprachen. Gegenüber großen Handelspartnern wie Deutschland übt Ankara aber Zurückhaltung.


Von Boris Kálnoky|DIE WELT

Die türkische Regierung brodelt. Und das schon seit Längerem. Immer öfter zieht sie ihre Botschafter aus anderen Ländern ab, denn Ankara ist unzufrieden. Gegenwärtig gibt es in sieben Ländern keinen türkischen Botschafter. Aus Israel zog die Türkei ihren Gesandten bereits 2010 ab, nachdem das Land gewaltsam gegen militante türkische Aktivisten vorgegangen war, die die Gaza-Blockade durchbrechen wollten. Dabei waren neun Türken getötet worden.

Aus Österreich und aus dem Vatikanstaat zog Ankara seine Botschafter ab, weil sie von einem “Genozid an den Armeniern” gesprochen hatten – ein Begriff, den die Türkei vehement ablehnt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gab dazu die wohl verbindliche Parole aus: “Unsere Vorfahren haben keinen Völkermord begangen.” Aus dieser Formulierung klingt zwischen den Worten heraus, dass ein Eingeständnis die “Ehre” der heutigen Türken beschmutzen würde.

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Religiotie: Eine Liebesbotschaft für islamische Terroristen

Ein Video, das Kämpfern der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Gottes Vergebung anbietet, sorgt im Internet für Furore.


kath.net

Ein Video, das Kämpfern der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Gottes Vergebung anbietet, sorgt im Internet für Furore. Das christliche Hilfswerk „International Christian Concern“ (Washington) veröffentlichte den fast vierminütigen englischsprachigen Kurzfilm mit dem Titel „Ein Brief vom Volk des Kreuzes“ auf seiner Facebook-Seite. Die Macher wenden sich darin direkt an IS-Anhänger: „Eure apokalyptischen Träume und spektakuläre Sünden erschüttern derzeit den Nahen Osten. Aber das Volk des Kreuzes versammelt sich an euren Toren mit einer Botschaft: Die Liebe wird euch nachgehen. Eine Armee wird kommen, ohne Panzer und Soldaten. Es wird eine Armee von Märtyrern sein, die treu bis in den Tod sind und eine Botschaft des Lebens mit sich tragen.“

„Ihr sterbt für Euren Gott, unser Gott starb für uns“

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US-Denkfabrik: Die Türkei hat sich erfolgreich von EU gelöst

Nach Ansicht des Experten solle die Türkei ihre Beziehungen zur USA stärken. (Foto: Flickr/ Istanbul by Moyan Brenn CC BY 2.0)

Der Chef-Stratege der US-Denkfabrik Stratfor ist erfreut über die Veränderungen zwischen der Türkei und der EU. Die Türkei gehöre nach Europa aber nicht in die EU. Das Land müsse seinen eigenen Weg gehen.


Deutsch Türkische Nachrichten

Die Türkei hat sich aus der „Falle“ einer EU-Vollmitgliedschaft gerettet. Das eröffnet dem Land ungeahnte Möglichkeiten im Nahen Osten, im Kaukasus und auf dem Balkan. Diese Ansicht vertritt zumindest der Chef des privaten US-Geheimdiensts Stratfor, George Friedman. Auch die jüngst überwundene EU-Krise komme der Türkei zugute. Denn sie sei schlichtweg kein Teil der EU und befinde sich außerhalb der Euro-Zone. Doch das Land gehöre zu Europa.

Türkei unverzichtbarer Partner der USA

Friedman war vor einigen Monaten in der Türkei und sprach auf einer Veranstaltung des Unternehmer-Vereins Anatolische Löwen (ASKON). „Ein türkischer EU-Beitritt wäre eine große Überraschung gewesen – doch keine positive“, zitiert Bloomberg HT den Stratfor-Chef. Die Türkei sei ein unverzichtbarer Partner der USA.

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Sure 29 Vers 46: “Schöne” Streitgespräche sind Pflicht

(Deutschlandradio Grafik)

Die Selbstständigkeit des Islam als Weltreligion ist ohne den Bezug auf Christentum und Judentum kaum zu verstehen. Die jüdisch-christlich-islamische Tradition ist unter anderem auch dadurch in sich verflochten, dass sie insgesamt auf die hellenistisch-antike Tradition zurückgreift. Gerade deshalb ist Streit geboten.


Erläutert von Dr. Milad Karimi|Deutschlandfunk

“Und streitet mit den Leuten der Schrift auf die schönste Weise nur, außer mit denen, die Übles tun!”

Die Religion verspricht die Rückkehr des Menschen zu sich selbst aus dem schlechthin Unverfügbaren. Daraus ergibt sich die Frage, ob Religiosität im gegenwärtigen Leben überhaupt noch einen rechten Ort finden kann. Und daraus ergibt sich eine weitere Frage, nämlich in welchem Verhältnis die Religionen zueinander stehen. Öffentliche Religionsgespräche zwischen Muslimen, Christen und Juden haben eine lange und reiche Tradition.

Ein Streitgespräch zu entfachen, welches das Prädikat “schön” trägt, ist – nimmt man den Imperativ “Streitet!” im zitierten Vers ernst – die Pflicht der Muslime. Aus dieser Tradition sind zahlreiche Schriften islamischer Autoren entstanden. So erklärt sich der Umstand, dass eine Reihe dieser Streitschriften in der islamischen Tradition das Prädikat „schön” ernst nehmen. So lautet beispielsweise der Titel einer dem Theologen Abu Hamid Muhammad Al-Ghazzali aus dem 12. Jahrhundert zugeschriebenen Streitschrift “Die schöne Widerlegung der Gottheit Jesu”.

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Halal Sex-Shop für Mekka

Bild: HUFFPO Religion

Bild: HUFFPO Religion

Es ist wohl so ziemlich der letzte Ort, an dem man das für möglich gehalten hätte: Doch jetzt soll in der heiligen Stadt Mekka offenbar schon bald ein Sex-Shop eröffnet werden. Dabei ist Saudi Arabien eigentlich für seine besonders strenge Auslegung des Islam bekannt.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der halal Sex-Shop ist die Idee von Abdelaziz Aouragh. Dieser soll sein Konzept bereits im vergangenen Jahr verkündet haben. Mittlerweile sind seine Pläne wohl so weit ausgereift, dass der Laden kurz vor der Eröffnung steht.

Der künftige Sex-Shop-Besitzer will für sein Vorhaben sogar den Segen eines saudischen Klerikers haben, berichtet Russia Today. Dieser soll ihm nämlich erklärt haben, dass seine Idee „zur Verbesserung der sexuellen Beziehung zwischen Mann und Frau“ führen könnte.

Zunächst soll der Laden 18 als hala bezeichnete Spielzeuge führen, heißt es weiter. Insgesamt wolle man sich ganz auf die Bedürfnisse der besonders strengen Muslime ausrichten und auch nur diese bedienen. Ergo: Vibratoren wird es dort wohl nicht zu kaufen geben. „Unsere Produkte sollen das Empfindungen von Sinnlichkeit und die Atmosphäre zwischen dem Paar in der sexuellen Beziehung verbessern“, erklärt der Ideengeber.

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Das Recht zur Beleidigung verteidigen

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Es ist fast zehn Jahre her, dass eine dänische Zeitung Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlichte und damit eine Welle von muslimischen Protesten auf der ganzen Welt auslöste.


Von Ayaan Hirsi Ali|The Huffington Post

Ebenso wurde die Kluft in Europa sichtbar zwischen jenen, die an freie Meinungsäußerung glauben und jenen, die um des lieben Friedens Willen religiöse Fanatiker beschwichtigen. Ziemlich genau zu dieser Zeit kam ich nach Berlin, um das Recht zur Beleidigung zu verteidigen. Leider ist dieses Recht heute weniger sicher als 2005.

Man denke nur an das Massaker an den Charlie Hebdo-Mitarbeitern in Paris am 7. Januar und die brutale Erschießung von Menschen im jüdischen Feinkostgeschäft am selben Tag. Und dann sind da die befremdlichen Kommentare des amerikanischen Karikaturisten Garry Trudeau in einer Rede vor zehn Tagen, in welcher er „die Absolutisten der Redefreiheit” dafür verdammte, dass sie nicht „Urteilsvermögen und gesunden Menschenverstand” benutzten.

Durch das Veröffentlichen von „geschmacklosen und vulgären Zeichnungen, die eher an Graffiti als Karikaturen erinnern”, so Traudeau, „sei Charlie im Bereich der Volksverhetzung gelandet”. Er kritisierte sogar die französischen Behörden dafür, dass sie Muslime verhaftet hätten, die „unüberlegterweise von der Redefreiheit Gebrauch gemacht und die Attacken gutgeheißen hätten”. Hätte er lieber gesehen, dass Stéphane Charbonnier, der Herausgeber von Charlie Hebdo, verhaftet wird?

Rufmord mit System

Ich bin ein Absolutist der Redefreiheit. Es ist vielleicht die größte Tragödie der westlichen Zivilisation heute, dass Redefreiheit nicht mehr selbstverständlich ist. Sie ist ein Privileg jener mit bewaffnetem Sicherheitspersonal.

Jenen, die die Debatte über den Islam – jene Dinge, die explizit im Namen Mohammeds und gemäß den Anweisungen des Korans geschehen – verstummen lassen wollen, wird nicht nur körperlicher Mord angedroht, sondern auch Rufmord mit System.

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Erdoğan warnt Obama: US-Präsident sollte den Begriff „Genozid“ nicht benutzen

erdogan-sultanDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gibt in der Armenier-Debatte nun offenbar auch Anweisungen gen USA: Er erwarte von Präsident Barack Obama, dass dieser in einer Erklärung zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich den Begriff Genozid tatsächlich nicht verwende. Bislang hat die US-Regierung eine solche Einordnung vermieden – aus Rücksicht auf ihre türkischen Freunde.


Deutsch Türkische Nachrichten

Kurz vor den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gräueltaten an den Armeniern stellt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan noch einmal deutlich den vermeintlichen Alleinanspruch seiner Position heraus. Nach einem verbalen Schlagabtausch mit Papst Franziskus sendet er nun vorsorglich noch einmal warnende Worte gen Weißes Haus.

„Ich möchte von Obama so etwas nicht hören. Und ich erwarte auch nicht, dass er so etwas sagt“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet Erdoğan anlässlich eines Pressegesprächs zum Besuch der irakischen Präsidenten Fuad Masum in Ankara. Zuvor war in den Medien kursiert, dass Obama den Begriff Völkermord anlässlich des Gedenktags wohl erneut vermeiden würde. „Die Einschätzung der Rolle der Türkei und die Haltung der USA in dieser Sache liegen damit auf der Hand“, so der türkische Präsident weiter.

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Kampf gegen Terror: Bundestag stimmt Änderungen im Passgesetz zu

reisepassKünftig soll gewaltbereiten Islamisten der Personalausweis entzogen werden können, um sie an einer Ausreise in Kampfgebiete zu hindern.


evangelisch.de

Mit den Stimmen von Union und SPD verabschiedete der Bundestag am Donnerstagabend in Berlin ein entsprechendes Gesetz.

Bislang durften Behörden lediglich den Reisepass abnehmen, wenn Personen verdächtigt wurden, sich im Ausland einer terroristischen Vereinigung anschließen zu wollen. Nun sollen verdächtige Terroranhänger einen Ersatz-Personalausweis für bis zu drei Jahre erhalten, der nicht zu einer Ausreise berechtigt. Den Ersatz-Ausweis müssen sie selbst bezahlen.

Kein türkischer Honig mehr für Österreich?

erdogan-sultanAnkara erwägt wirtschaftliche Strafmaßnahmen als Reaktion auf Nationalratserklärung. Außenamt versucht, die Wogen zu glätten. Minister Kurz telefonierte mit türkischem Amtskollegen.


Die Presse

Der Streit zwischen der Türkei und Österreich über die Anerkennung des Genozids an den Armeniern eskaliert weiter. Wie „Die Presse“ erfahren hat, sondiert die türkische Regierung wirtschaftliche und andere Strafmaßnahmen. Das Außenministerium in Wien stellt sich bereits auf Sanktionen ein. 650 österreichische Unternehmen sind derzeit in der Türkei aktiv. Betroffen sein könnten auch Ausgrabungen in der antiken Stadt Ephesos im Westen des Landes, die durch die türkische Antikenverwaltung jedes Jahr neu genehmigt werden müssen.

Da der Nationalrat die Massenmorde von 1915 als Völkermord eingestuft hatte, berief Ankara am Mittwoch seinen Botschafter in Wien, Mehmet Hasan Gögüs, zu Gesprächen ein. In einer Stellungnahme der türkischen Regierung hieß es zudem, die Erklärung des Parlaments werde die Beziehungen „dauerhaft beschädigen“. Die Ereignisse so zu verdrehen sei „nichts weniger als ein Massaker des Rechts“.

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Ärger um Islamisten-Kongress in Berlin

Anhänger der Hamas treffen sich am Samstag in Berlin (Symbolbild) Foto: rainwiz / flickr | CC BY-NC-SA 2.0

In Berlin treffen sich am Samstag Tausende Islamisten zur „13. Konferenz der Palästinenser in Europa“. Bürger und Politiker wollen Widerstand leisten. pro beantwortet die wichtigsten Fragen zu der anti-israelischen Veranstaltung.


pro Medienmagazin

Wer veranstaltet die Konferenz?

Laut dem Berliner Tagesspiegel sind die „Palästinensische Gemeinschaft Deutschlands“ (PGD) und das in London ansässige „Palestinian Return Centre“ (PRC) die Veranstalter. Erstere gilt laut Aussage der Berliner Senatsverwaltung vom Herbst 2014 als Organisation von Hamas-Anhängern. Das PRC, in Israel verboten, wird vom Verfassungsschutz ebenfalls als Tarnorganisation der Hamas eingestuft.

Wer oder was ist die Hamas?

Hamas bedeutet „Begeisterung“, „Kampfgeist“ oder „Eifer“. Die radikal-islamische Organisation wurde 1987 im Gazastreifen zugelassen, wo die Mitglieder unter dem Namen Al-Mudschamma al-Islami zunächst Sozialarbeit unter muslimischen Fundamentalisten machten. Sie ist eine Tochterorganisation der in Ägypten inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft und wird unter anderem von der Europäischen Union als terroristische Vereinigung definiert.

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“Let’s Kick Islam and Christianity out of Africa” — interview with activist Jd Otit

Image: brighterbrains.org

Brighter Brains Institute is interested in secularizing Africa because we believe this would tremendously benefit the continent intellectually, socially, and economically. BBI has two African atheists on our Active Fellow / Board (Leo Igwe and Bwambale Robert Musubaho) and we’ve launched BiZoHa – the world’s first atheist orphanage.


Brighter Brains Institute

We recently discovered an activist who shares our POV on Facebook. The administrator of World Atheists: Lets Kick Islam and Christianity out of Africa agreed to an interview that we’ve posted below:

BBI: What is your background?

Jd Otit: I am originally from Nigeria. I now live in Manchester, United Kingdom. I am a legal practitioner. Besides Nigeria, I have also been to Benin, Ghana, Libya, Tunisia and Morocco.

BBI: Why do you think it is important to kick Christianity and Islam out of Africa?

Jd Otit: Africa definitely would be a great place without foreign religion. We might not be able to eradicate the worship of African deities by Africans, however, the worship of African Gods is less problematic than the evils and atrocities associated with these two foreign doctrines Islam and Christianity.

Africa will fare better as one people. Islam and Christianity has divided us; it has torn the fabric of brotherhood that held us together; we see ourselves as Muslims or Christians; we do not recognize what bound us together anymore – our color, our Africaness, our common adversities as a people – we rejoice at the peril of Muslims or Christians because we do not think any more as “African” but rather we label ourselves according to some Middle Eastern idiocy introduced to us through slavery.

My experience of religious Africa is of people who are stupidly passive and numb due to faith and expectations of a greater reward in some paradise. African people have left the fight to “god” – Jewish and Arab Gods are now their escape route, due to fear and cowardice.

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Tabakunternehmen: Muslime sollten zum Rauchen verleitet werden

Nicht rauchen aus religiösen Gründen: Für die Tabakindustrie ein No Go. (Foto: Flickr/ no smoking by machechyp CC BY 2.0)

„Big Tobacco“ soll einen theologischen Krieg geführt haben, um das Rauchen in der muslimischen Welt zu fördern. Im Visier sollen die großen US-amerikanischen Tabakhersteller vor allem Frauen gehabt haben. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie.


Deutsch Türkische Nachrichten

Eine Überprüfung interner Dokumente der Tabakindustrie über mehrere zurückliegende Jahrzehnte hat ergeben, dass „Big Tobacco“ offenbar eine ganz gezielte Kampagne geführt hat. Nach Ansicht eines internationalen Forscherteams gab es eine perfide Botschaft: Nichtrauchen steht in Verbindung mit Extremismus.

Die Kampagne sei so weit gegangen, dass man eigene Anwälte anheuerte, um seine Propaganda gezielt zu verbreiten. Ihr Job sei es gewesen, theologische Argumente gegen islamische Führungspersönlichkeiten zu sammeln, die sich gegen den Tabakkonsum ausgesprochen hätten.

„Das Papier zeigt, wie die Industrie sich bemüht hat, die kulturellen Überzeugungen dieser Gemeinschaften zu verzerren und falsch zu interpretieren“, zitiert das Nachrichtenportal Daily Brew Kelley Lee, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Simon Fraser University und Co-Autorin der Studie. „Und das alles, um ein Produkt zu verkaufen, das die Hälfte seiner Konsumenten tötet.“

Gesundheitskampagnen gegen das Rauchen waren in den westlichen Ländern sehr erfolgreich. Doch mit dem Rückgang der Raucher in Nord-Amerika und Europa hätten sich die Zigarettenhersteller zunehmend den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugewandt, heißt es weiter.

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