Archiv der Kategorie: Islam

Mysteriöser Kämpfer im Irak: Der Mann, der den IS “zermalmen” will

Abu Azrael (Mitte) Bild. Facebook
Abu Azrael (Mitte) Bild. Facebook
Abu Azrael wird im Irak gefeiert wie ein Popstar – weil er die Dschihadisten des “Islamischen Staats” erbarmungslos jagt. Seine Opfer hackt der Milizionär vor der Kamera in Stücke. Ist “Iraks Rambo” Teil einer Propagandakampagne?

Von Raniah Salloum|SpON

Für Fotos posiert Abu Azrael gern mit T-Shirts, die seinen enormen Bizeps zur Geltung bringen. Der dichte Bart reicht bis zur Weste mit der Ersatzmunition. Martialisch inszeniert er sich mit Sturmgewehr, Axt oder Schwert in der Hand. Abu Azrael ist sein Kampfname, Vater von Azrael, dem Engel des Todes, der die Seelen der Sterbenden abholt. Man kennt ihn aber auch als “Iraks Rambo”.

“Rambos” Gesicht ziert T-Shirts im Irak. Ebenso seine wohl bekannteste Kampfansage: “illa Tahin”. Es ist eine Drohung, dass er seine Feinde zermalmen werde, bis nichts von ihnen übrig bleibt. Nur Staub. Seine Feinde – das sind die Dschihadisten des “Islamischen Staates” (IS).

weiterlesen

Berlin: Hunderte Moslems konvertieren zum Christentum

Konvertierte und wartet auf seinen Aufenthaltsbescheid: der Iraner Vesam Heydari Foto: AP
Er kam als Mohammed, er ging als Martin: So wie Martin Ali Zonoobi, ein Flüchtling aus dem Iran, konvertieren in der Evangelisch- Lutherischen Vereinigungskirche in Berlin immer mehr muslimische Flüchtlinge zum Christentum. Vorwürfe, sie wollten damit nur ihre Chancen auf Asyl verbessern, weisen sie entrüstet zurück. Und auch Pastor Gottfried Martens bestreitet das: “Das sind maximal zehn Prozent, die danach nicht mehr zu mir in die Kirche kommen.”
 

Kronenzeitung.at

Einer, der den evangelischen Glauben annahm, ist Vesam Heydari: Der Iraner hatte 2009 in Norwegen um Asyl angesucht und war dort auch konvertiert. Die norwegische Einwanderungsbehörde glaubte ihm aber nicht, Heydari flüchtete weiter nach Deutschland hier wartet er, bis sein Aufenthaltsstatus geklärt ist.

Während den christlichen Kirchen die einheimischen Gläubigen davonlaufen, kommt Pastor Martens in Berlin mit der “Arbeit” kaum nach. Waren es vor zwei Jahren insgesamt 150 Moslems, die evangelisch werden wollten, sind es in den letzten Wochen bereits 600, die den Halbmond mit dem Kreuz tauschen wollen. Auch die lutheranische Kirche in Hannover und die im Rheinland melden ähnliche Zahlen. Martens: “Ich habe weitere 80 Gläubige, die auf der Stelle zum Christentum übertreten wollen.”

weiterlesen

Konvertierte Ex-Muslime kritisieren evangelische Mitwirkung in einem Islamzentrum

Dass der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Münchner Islamzentrum mitwirkt, kritisieren ehemalige Muslimen scharf.

idea.de

„Stellvertretend für alle Konvertiten sage ich, dass ein derartiges Anbiedern der Glaubwürdigkeit des Evangeliums schadet und für uns ein Schlag ins Gesicht ist“, erklärte der heutige christliche Missionar Nassim Ben Iman auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er sei „über das Verhalten des Landesbischofs sehr verwundert, enttäuscht und entsetzt“. Bedford-Strohm arbeite mit Vertretern einer Religion zusammen, die die Todesstrafe für den Abfall vom Islam vorsehe. Auch er selbst habe wiederholt Morddrohungen erhalten, berichtet Ben Iman, der seinen wirklichen Namen aus Sicherheitsgründen nicht preisgibt. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, für die das Islamzentrum in seinen Veröffentlichungen werbe, seien in Wirklichkeit mit dem Islam unvereinbar. Muslime dürften aber das „Taqiya“-Prinzip anwenden. Es erlaube ihnen, ihre Absichten zu verschleiern, wenn sie dadurch die Ausbreitung des Islams fördern könnten.

weiterlesen

Gauhar Besmil: Leiterin eines Berliner Flüchtlingsheims – “Religion ist Privatsache”

Die Afghanin Gauhar Besmil leitet ein Heim für Asylbewerber in Berlin. Sie toleriert keine Gewalt und keine Prediger im Haus. Die 61-jährige Muslimin sagt: “Religion ist Privatsache.”

SpON

Gauhar Besmil, 61, leitet als Angestellte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) das Awo-Refugium in Berlin-Charlottenburg. Die zweifache Mutter kam vor mehr als 40 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland und besitzt auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

“Ich leite seit März die kleinste Erstaufnahme in Berlin, ein umgebautes Hostel am Kaiserdamm in Charlottenburg. Wir verfügen über 34 Zimmer, in die wir in der Regel höchstens drei Betten stellen. Jeder Raum hat eine Nasszelle, Badewanne, WC, Waschbecken. Es herrscht eine gute Atmosphäre, ich merke das daran, dass viele Menschen entspannt wirken und oft lächeln. Auch wenn sie zum Teil Schreckliches durchgemacht haben.

weiterlesen

Religiotie vs Religiotie: Terror-Miliz IS verurteilt Erdoğan zum Tode(Fatwa)

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich erneut direkt gegen den türkischen Präsideten Recep Tayyip Erdoğan gewandt. Nur wenige Wochen nach einer Video-Drohung, wurde jetzt ein islamisches Rechtsgutachten (Fatwa) erstellt. Darin verurteilt der IS Erdoğan als „Verräter des Islam“ zum Tode.

Deutsch Türkische Nachrichten

Schon im jüngsten Terrorvideo bezeichnete der Islamische Staat Präsident Erdoğan als Satan und warf ihm vor, den Islam verraten zu haben. In einer entsprechenden Fatwa spricht die Terrormiliz ihm und seinen Anhängern dafür nun das Todesurteil aus.

Erdoğan wird in der Botschaft mit Abtrünnigen des siebten Jahrhunderts verglichen, die damals Muslime bekämpft hätten und so zu Ungläubigen wurden. Nach Ansicht der Terroristen verfahre auch der türkische Präsident so. Denn: Er unterstütze sowohl Juden als auch Nicht-Muslime. „Er vergießt muslimisches Blut in islamischen Ländern, und deshalb verurteilen wir ihn zum Tode“, heißt es im Text der Fatwa.

Das Todesurteil könne einzig vom IS zurückgezogen werden. Möglich sei das aber nur unter zwei Bedingungen: Erdoğan müsse sich für die Angriffe auf den IS entschuldigen und Verhandlungen mit dem internationalen Anti-IS-Bündnis abbrechen, so die türkische Zeitung Sabah.

weiterlesen

Dodo Marx fordert “Globalisierung der Solidarität”

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Angesichts wachsender Flüchtlingszahlen mahnt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, eine “Globalisierung der Solidarität” ein. Die Zahl der Flüchtlinge werde nicht zurückgehen, so lange Gewalt, Krieg, Terror, Naturkatastrophen und Hunger nicht zurückgingen, sagte Marx gegenüber dem Bayrischen Rundfunk. Gefragt sei eine Mitverantwortung für soziale und politische Gerechtigkeit. Außerdem müssten der Schutz der Schöpfung und der Einsatz für Menschenwürde verstärkt werden.

kathweb

Es gebe “keine einfachen Lösungen”, räumte der Münchner Erzbischof ein. Die Herausforderungen verlangten einen langen Atem. Die drängendste Aufgabe aber sei es nun, Flüchtlinge und Asylsuchende menschenwürdig aufzunehmen: “Aufnehmen heißt, diese Menschen willkommen zu heißen, sie spüren zu lassen, dass sie nach entbehrungsreicher, oft lebensgefährlicher Flucht angekommen sind an einem Ort, wo ihnen mit Nächstenliebe und unbedingter Achtung ihrer Würde begegnet wird.”

weiterlesen

Pünktlich zum Schulstart: Niedersachsen erlaubt Lehrerinnen das Kopftuch

Themenbild
Themenbild
Das Urteil des Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vom März hat nun auch zu Neuerungen an Niedersachsens Schulen geführt. Pünktlich zum Start ins neue Schuljahr in dieser Woche ermöglicht das Land den Lehrerinnen jetzt das Tragen eines Kopftuchs. Damit wurde auch ein Stolperstein für den anvisierten Staatsvertrag aus dem Weg geräumt.

Deutsch Türkische Nachrichten

Das bis vor Kurzem aus dem niedersächsischen Schulgesetz hergeleitete Verbot zum Tragen von Kopftüchern (Paragraf 51) ist jetzt Geschichte. Das Bundesland erlaubt seinen weiblichen Lehrkräften ab dem nun begonnenen, neuen Schuljahr das Tragen eines Kopftuchs in jedem Unterrichtsfach. Bisher durften diese das nur im islamischen Religionsunterricht.

«Wie das Kultusministerium in Hannover mitteilte, können Lehrerinnen in öffentlichen Schulen künftig ein Kopftuch tragen, wenn sie sich dazu aus religiösen Gründen verpflichtet sehen», berichtet das Bildungsmagazin News4Teachers.

weiterlesen

Eklat nach Friedenspreis für syrischen Lyriker Adonis

Adonis (2015) Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-4.0

Kermani verweigert Laudatio und selbst der Übersetzer Adonis Werke hält Entscheidung für einseitig

islam.de

Die Vergabe des Osnabrücker Erich-Maria-Remarque- Friedenspreises an den syrisch-libanesischen Dichter Ali Ahmad Said (Adonis) ist teilweise auf Entsetzen und schroffe Ablehnung gestoßen. «Diese Entscheidung spricht dem Friedensgedanken Hohn und beleidigt alle Syrer, die Opfer des Assad-Regimes geworden sind», sagte der Journalist Ahmad Hissou (Deutsche Welle) dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch). Said habe keinerlei Sinn für die politische und humanitäre Tragödie in seinem Land gezeigt, «nichts für den Frieden getan» und den syrischen Machthaber Baschar al-Assad als den legitimen, «gewählten Präsidenten» seines Volkes bezeichnet.

weiterlesen

Syrien-Flüchtlinge: Was machen die reichen Golfstaaten?

Icon “Flüchtlinge”: http://www.lekealderfoundation.org, Lizenz: CC-BY-3.0, Grafik: TP
Saudi-Arabien, Kuweit, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Katar nehmen keine Flüchtlinge auf. Sie könnten mit ihren Kapazitäten allerdings viele aufnehmen

Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Dass sich Saudi-Arabien und Katar – auch wenn dies deren Regierungen offiziell bestreiten mögen – in den syrischen Krieg einmischen, mit Geld und Waffen, ist mehr als ein “offenes Geheimnis”. So unterstützt zum Beispiel Saudi-Arabien dschihadistische Milizen wie Ahrar al-Sham, die Verbindungen zu al-Qaida hat.

Aus dem Ziel, den syrischen Präsidenten Baschar-al-Assad von seiner Position zu entfernen und einen Regime-Change herbeizuführen, haben die Golfstaaten nie ein Hehl gemacht. Wenn es um die Konsequenzen des von ihnen unterstützten Krieges geht, um die geschätzt 4 Millionen Flüchtlinge, die bisher aus Syrien ausgereist sind, halten sich reichen Golfstaaten jedoch bedeckt. Sie geben Geld, wie das UNHCR berichtet.

Flüchtlinge nehmen sie aber nicht auf. Auf der UNHCR-Webseite kann sich der Leser über die Zahl von 133 Refugees und 88 Asylsuchende wundern, die als “statistischer Schnappschuss” für Katar notiert werden. Wie sich die Zahl zusammensetzt, woher die Flüchtlinge stammen, geht aus den erklärenden Anmerkungen nicht hervor.

weiterlesen

Anklage gegen Mitglieder der salafistischen «Scharia-Polizei»

Bild: SAT1.NRW
Bild: SAT1.NRW
Im vergangenen Jahr waren wiederholt Islamisten als «Sittenwächter» durch Wuppertaler Straßen patrouilliert. Diese Auftritte hatten deutschlandweit für Empörung und Entsetzen gesorgt.

kath.net

Gegen Mitglieder der sogenannten Scharia-Polizei um den Hassprediger Sven Lau ist am Amtsgericht Wuppertal Anklage erhoben worden. Wie die Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, werden den neun Angeklagten im Alter zwischen 24 und 34 Jahren Verstöße gegen das Uniformverbot vorgeworfen. Zudem soll einer der Männer das Versammlungsgesetz missachtet haben. Diese Delikte werden nach dem Strafgesetzbuch mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren geahndet.

Laut Anklage hatten die Beschuldigten aus der Salafisten-Szene am Abend des 3. September 2014 als «Scharia-Polizei» einen Rundgang durch die Innenstadt von Wuppertal-Elberfeld gemacht und die Passanten dabei eindringlich ermahnt, die islamischen Gesetze, wie das Alkohol- und Pornografieverbot, strikt einzuhalten. Dabei hätten die neun Männer gelbe Warnwesten mit der Aufschrift «Shariah Police» getragen.

weiterlesen

Muslimische Familie tötet christlichen Schwiegersohn

Pakistan: Die eigene Tochter wurde lebensgefährlich verletzt, da die frühere Muslimin Christin geworden war

kath.net

In Pakistan hat eine muslimische Familie ihren Schwiegersohn getötet und ihre Tochter lebensgefährlich verletzt, weil diese Christin geworden war. Die Familie beging die Taten, weil sie glaubte, ihre Tochter habe ihr durch den Religionswechsel Schande gebracht. Wie der Informationsdienst Morning Star News berichtet, lauerten Familienmitglieder Ende Juli in der Ortschaft Narang Mandi, 60 Kilometer von Lahore entfernt, dem 28-jährigen Christen Aleem Masih und seiner 23-jährigen Frau Nadia auf. Sie entführten und folterten sie, bevor Nadias Bruder den Mann mit drei Schüssen tötete. Er schoss auch auf seine Schwester, die zwar überlebte, aber mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Angreifer kehrten danach in ihr Dorf zurück und verkündeten, dass sie die Ehre der Muslime durch den Mord wiederhergestellt hätten.

weiterlesen

Religionswechsel in Saudi-Arabien: Eine Bratpfanne für Neumuslime

Geldwerte Vorteile: Wer eine Frage zum Islam hat, bekommt von Jamil Prepaidkarten für das Handy. Foto: Jannis Hagmann
Viele Gastarbeiter in Saudi-Arabien treten zum Islam über. In großen Städten rufen Prediger zur Konversion auf. Mit bisweilen absurden Anreizen.

Von Jannis Hagmann|taz.de

„Aschhadu“, spricht Jamil langsam und deutlich ins Mikrofon, „alla ilaha illa-llah“. Dann wiederholt er die Worte, diesmal schneller: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Gott.“ Das l spricht Jamil kehlig, die Laute zieht er zusammen. Fast klingt der Filipino wie ein arabischer Muttersprachler. Ein Mann aus dem Publikum tritt vor und spricht ihm das Glaubensbekenntnis nach. Und ist damit zum Islam konvertiert. Die Menge jubelt, aus den Geschäften in Dschiddas Altstadt strömen Schaulustige auf den Platz. „Allahu akbar“, rufen einige, „welcome to Islam!“ Jamil drückt dem frischgebackenen Muslim als Geschenk eine brandneue Elektrobratpfanne in die Hand.

weiterlesen

Gazastreifen droht unbewohnbar zu werden

Bild: palästina-portal.eu
Bild: palästina-portal.eu
  • Einem UN-Bericht zufolge könnte der Gazastreifen bis 2020 unbewohnbar werden.
  • Die Arbeitslosenrate liegt bei 44 Prozent. 868 000 Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

Süddeutsche.de

Bevölkerung verarmt zunehmend

Der von Israel mit Krieg und Blockade überzogene Gazastreifen droht nach Einschätzung einer UN-Organisation bis 2020 “unbewohnbar” zu werden. In ihrem am Dienstag in Genf veröffentlichten Jahresbericht schreibt die Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (Unctad), die drei israelischen Militäroffensiven seit dem Jahreswechsel 2008/2009 hätten in dem Palästinensergebiet wirtschaftliche Verluste in fast dreifacher Höhe des Wirtschaftsvolumen im Gazastreifen verursacht.

weiterlesen

Radikale Koranauslegung und islamistisches Gedankengut

IS-Schulbuch. Bild: Ankawa/heise.de

Die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert den von Saudi-Arabien, Katar und der AKP finanzierten Schulunterricht in türkischen Flüchtlingslagern

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

In der Türkei leben derzeit knapp zwei Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien – viele davon in Lagern in der Nähe der Grenze. Die Kinder in solchen Lagern besuchen meistens keine regulären Schulen, sondern einen Unterricht, der zum großen Teil von Gruppen organisiert wird, die das Geld dafür vor allem aus Katar, Saudi-Arabien und von der türkischen AKP erhalten. Das wirkt sich der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zufolge negativ aus, weil die Schüler schon in jungen Jahren mit Intoleranz indoktriniert werden.

GfBV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido, ein syrisch-kurdischer Historiker, der seit 1990 in Deutschland lebt, kritisiert unter anderem eine “radikale Koranauslegung” und ” islamistisches Gedankengut”, das die Kinder “belaste”, weil sie daraus kein “friedliches Miteinander im Umgang mit Nicht-Muslimen und Nicht-Sunniten” lernten. Bei einem Türkeibesuch im Januar und Februar führten besorgte kurdische Flüchtlinge aus Syrien Dr. Sido unter anderem vor, dass ihren Kinder in der Flüchtlingsschule Lieder wie das antisemitische “Khaybar, Khaybar, oh ihr Juden, die Armee Mohammeds wird zurückkommen” beigebracht werden.

weiterlesen

Suhl: Krawallermittlungen auf versuchten Totschlag ausgedehnt

brennender_koranIn der Nacht vom 19. auf den 20. August kam es in der thüringischen Stadt Suhl zu schweren Ausschreitungen, bei denen 17 Menschen verletzt und eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber sowie zahlreiche Autos verwüstet wurden (vgl. Suhl: Verletzte und Sachschäden in Erstaufnahmeeinrichtung). Die Krawalle begannen, als sich ein afghanischer Asylbewerber, der Seiten aus einem Koran gerissen hatte, vor syrischen Asylbewerbern, die ihn attackierten, in die Wachstube des Sicherheitsdiensts flüchtete.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Die Angreifer zogen sich darauf hin nicht zurück, sondern versuchten, die Tür der Wachstube einzutreten, worauf hin der Sicherheitsdienst Tränengas versprühte und die Polizei alarmierte. Als diese eintraf, wurde sie von den Angreifern umzingelt und unter Allahu-Akbar-Rufen mit Steinen beworfen, weshalb der Einsatzleiter Verstärkung aus der Landeshauptstadt Erfurt und sogar aus Bayern anfordern musste. Am Ende waren 125 Beamte, neun Notärzte und 90 Sanitäter im Einsatz. Inzwischen gesperrte Videoaufnahmen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) zeigen, wie der Mob auch andere Asylbewerber und Reporter mit Eisenstangen und Messern attackiert. Mehrere Brandstiftungen konnte die Feuerwehr relativ schnell unter Kontrolle bringen.

Am Freitag nach den Krawallen gab die Landespolizeiinspektion Suhl bekannt, dass die für die Stadt zuständige Staatsanwaltschaft Meiningen (unter anderem anhand privater Videoaufnahmen) “prüft, welche Tatverdächtigen in welchem Umfang die Tatbestände des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und der Sachbeschädigung erfüllt haben”. Der thüringische Integrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) hatte davor anhand der Tatschilderungen nicht von Landfriedensbruch, sondern von “versuchter Lynchjustiz” gesprochen.

weiterlesen

“Scharia ist die schlimmste Form des Rassismus und der Geschlechterungerechtigkeit”

Sabatina James, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de

In ihrem Buch Scharia in Deutschland schildert die unter einem Pseudonym schreibende Ex-Muslima Sabatina James das informelle Fußfassen eines islamischen Rechtssystems in Deutschland, das – obwohl es deutschen Rechtsleitlinien zuwiderläuft – hiesige Politiker auch offiziell einführen wollen.

 

Von Reinhard Jellen|TELEPOLIS

Frau James, Sie schreiben in Ihrem Buch, dass das Leben eines Großteils der 4,3 Millionen in Deutschland gemeldeten Muslime eher durch ihr Herkunftsland als ihr Leben in Deutschland bestimmt werde. Woran machen Sie dies fest und wie erklären Sie sich das?

Sabatina James: Die meisten Muslime kommen aus Ländern, in denen die Scharia als Gottesgesetz gesellschaftlich anerkannt ist. Anders als in Deutschland, entscheidet dort die Religion darüber, was man isst, was man trinkt, wen man heiratet, wie man Frauen und Minderheiten behandelt und welchen Gesetzen man folgt. Der Islam ist dort nicht nur rituelle Religionsausübung, sondern ein soziopolitisches System.

Welcher Muslim verwirft nun die antidemokratischen Aspekte der Scharia bei der Einreise nach Europa? Die Denkweise der Muslime, ihre Handlungen, ihre Sicht auf Andersdenkende, Andersglaubende und Frauen sind weiterhin vom Islam geprägt. Hinzu kommt, dass der Koran die Integration seiner Anhänger in eine westliche Gesellschaft nicht als besonders erstrebenswert darstellt. Er untersagt zum Beispiel in Sure 5:51 Muslimen die Freundschaft zu Juden und Christen.

So leben viele Anhänger des Islam in Deutschland in Parallelgesellschaften. Sie finden in ihren zum Großteil von Migranten bewohnten Wohnvierteln sowieso alles, was sie zum Leben benötigen: Also arabische Ärzte, “Halal- Supermärkte”, Moscheen und Rechtsanwälte. Vor allem Frauen kommen so kaum in Kontakt mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft und müssen sich oft an demselben Ehrenkodex halten wie im Herkunftsland.

Sie sind unfrei in einem freien Land. Selbst die Entscheidung ihres Herzens, nämlich den Mann zu heiraten, den sie lieben, wird ihnen oft nicht gewährt, wenn er der Zukünftige Nichtmuslim ist. Auch wenn diese Unterdrückung nicht alle muslimische Frauen betrifft, darf man sich durchaus fragen, warum es kaum muslimische Frauen gibt, die einen Deutschen als Lebenspartner haben.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats August 2015

Dodo des Monats August 2015
Dodo des Monats August 2015

Es ist wieder soweit. Obskures, Religiotische, politische Dreistigkeiten stehen zur Auswahl. Bestimmte die Landesverratsaffaire gegen die Internetplattform netzpolitik.org Anfang des Monats die Inhalte der Debatte, folgte stramm und voller Eile Vitus Huonder hinterher. Nichts bestimmt die Diskurse der Kirchen so sehr wie Sexualität, Ehe, Familie. Es gibt Würdenträger welche sich nicht entblöden den Plan Gottes aufzurufen und den Eindruck erwecken zu lassen, sie würden selbigen kennen. Die Auseinandersetzungen mit dem Zustrom der Flüchtlinge, christliche Kontingente einfordernd, gibt sich Politik im Spektrum des Rechtsextremismus banal. Das Versagen von Sozial-und Kommunalpolitik wird nicht einmal angedacht.
Die Wahl ist bis zum 07.September 2015, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird hier, am folgenden Tag, in entsprechender Form gewürdigt werden. Mehrfachabstimmungen sind möglich.

Viel Spaß!

  1. Peter Hahne, “zwangsneurotisches Missionieren als Allheilmittel.”
  2. Reiner Haseloff, “beschwört die jüdisch-christliche Tradition.”
  3. Lutz Marmor, “ab 2017 braucht die ARD 400 Millionen Euro mehr.”
  4. Marlene Mortler, “kein Alkoholverkauf an Jugendlich ab 22:00 Uhr.”
  5. Andreas Laun, “will Lebensrecht um jeden Preis.”
  6. Rudolf Langthaler, “hat den Naturalismus von Richard Dawkins theologisch nicht verstanden.”
  7. Bistum Limburg, “feuert Kita-Leiterin, weil keine kirchliche Heirat.”
  8. Christoph Markschies, “Theologe ohne Bibelkenntnisse.”
  9. Sigmar Gabriel, “Nazi-Rethorik.”
  10. König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum-Wien, “Feigenblatt des Wahhabismus in Europa.”
  11. WDR, “löscht Plasberg-Talk in der Mediathek.”
  12. Robert Zwick, “Gehirnerweichung durch Granderwasser.”
  13. Carsten Rentzing, “Homophob, kennt aber Gottes Plan.”
  14. Waleed Ahmed, “ findet die Scharia so toll, braucht aber niemand.”
  15. Annette Schavan, “religiotisches zu Bildung und Wiedervereinigung.”
  16. Heinrich Bedford-Strohm, “Luther-besoffen und Staatsknete.”
  17. Günther Beckstein, “möchte christliche Flüchtlinge bevorzugt behandeln.”
  18. Vitus Huonder, “fundamentale Bibel-Exegese in Sachen Homosexualität.”

Continue reading Wahl Dodo des Monats August 2015

Carbon dating suggests ‘world’s oldest’ Koran is even older than the Prophet Muhammad

A Mongol prince studying the Koran (Wikimedia Commons)
Scholars believe a copy of the Koran held in England may be even older than the Prophet Muhammad.

By Travis Gettys|RawStory

Carbon dating of a fragment from a Koran stored at a Birmingham library suggests that the book was produced between 568 and 545 A.D., said scientists at the University of Oxford, but Islamic scholars generally believe Muhammad lived between 570 and 632 A.D.

If the carbon dating is accurate, the Koran was made before the first formal text was assembled on orders from the caliph Uthman in 653 — and it could date from Muhammad’s childhood or even before his birth, reported The Times of London.

That’s comparable to the discovery of gospel sayings dating from Jesus Christ’s infancy, academics say.

Muslim scholars strongly dispute the findings, which contradict most accounts of the prophet’s life, but some historians say evidence was mounting that traditional accounts of Islam’s origins are unreliable.

read more

VICE News-Journalisten in der Türkei inhaftiert, NGOs verlangen Freilassung

erdogan-sultan

Globale Menschenrechtsorganisationen haben die Türkei dazu aufgerufen, vier Journalisten freizulassen, die für VICE News arbeiten und die seit dem 28.08.2015 ohne offizielle Anklage festgehalten werden.

Vice.com News

Die türkischen Behörden nahmen die britischen Journalisten Jake Hanrahan und Philip Pendlebury in Gewahrsam, während sie mit zwei anderen Kollegen—einem Producer und einem Fahrer—aus der Stadt Diyarbakır im Südosten der Türkei berichteten.

Sicherheitskräfte gaben zunächst an, die Journalisten würden festgehalten, weil sie ohne behördliche Genehmigung gefilmt hätten, doch inzwischen hat man ihnen vorgeworfen, sie würden den Islamischen Staat (IS) unterstützen. Es wird erwartet, dass die Journalisten heute vor Gericht erscheinen.

Türkische Behörden beschlagnahmten außerdem Filmausrüstung, die den Journalisten gehörte, und durchsuchten ihre Hotelzimmer.

weiterlesen

Fußball in Berlin: “Scheiß Jude”, “Scheiß Araber” – Prügelei

dpa
„Scheiß Jude“ war das Stichwort. Dann ging es auf dem Sportplatz Harbigstraße in Charlottenburg handfest zu. Statt zu einem Fußballspiel zwischen dem jüdischen Sportverein TuS Makkabi III und Meteor 06 III kam es am Sonntag-Nachmittag zu einer Massenschlägerei. 21 Spieler und Zuschauer prügelten sich, was das Zeug hielt.

Von Claudia Wilms|Berliner Kurier

Ein Zuschauer soll den Streit vom Zaun gebrochen haben. Er schrie einen Makkabi-Spieler mit „Scheiß Jude“ an. Dieser ließ sich die fiese Beschimpfung nicht bieten, brüllte zurück: „Scheiß Araber.“ Schon war es passiert. Die Polizei mischte mit – es gab zwei Verletzte. Das Spiel in der untersten Kreisklasse wurde abgebrochen. Es werde angesichts antisemitischer Beleidigungen der Spieler geprüft, ob der Staatsschutz die Ermittlungen aufnehmen soll.

weiterlesen