Archiv der Kategorie: Islam

Blame Game im Irak

Nach der Einnahme von Ramadi. Bild: IS-Video

Während der Islamische Staat mit seiner Strategie weiter erfolgreich ist, sucht das Pentagon den feigen irakischen Soldaten die Schuld zuzuschieben


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Es klingt etwas ratlos, wenn der US-Verteidigungsminister Carter erklärt, die Einnahme Ramadis durch den Islamischen Staat zeige, dass den irakischen Truppen “offensichtlich” der Wille zum Kämpfen fehle. Zahlenmäßig seien die irakischen Truppen dem IS weit überlegen gewesen sein: “Dennoch scheiterten sie daran zu kämpfen. Sie zogen sich zurück, und heißt für mich, dass wir ein Problem mit dem Willen der Iraker haben, den IS zu bekämpfen und sich selbst zu verteidigen.” Geschätzt wird, dass gerade einmal 200 IS-Kämpfer mehrere Tausend Soldaten, mindestens 2000, in die Flucht geschlagen haben.

Man könne die Iraker mit Waffen und Ausbildung versorgen, aber nicht mit dem Kampfwillen. Die Luftangriffe seien “effektiv”, aber sie können nicht den Kampfwillen bei den Irakern ersetzen, wiederholte Carter ein ums andere Mal. Der irakische Regierungschef al-Abadi, der auch Oberbefehlshaber ist, hatte nach der Flucht der irakischen Truppen angeordnet, die strafrechtliche Vorgehen gegen Soldaten einzustellen, die geflohen oder nicht zum Dienst erschienen sind, die sich selbst verletzt haben oder Straftaten gegen die militärische Ordnung begangen haben. Offenbar wird eine weitere Erosion der Truppenmoral befürchtet.

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Militärseelsorge: Bundeswehr sucht ersten Imam für muslimische Soldaten

Es wird geschätzt, dass es etwa 1600 Muslime in der Bundeswehr gibt. (Foto: Flickr/by ResoluteSupportMedia CC BY 2.0)

Muslimische Soldaten in der Bundeswehr können wohl schon bald auf einen eigenen Imam zurückgreifen. Wie das Verteidigungsministerium gegenüber den Medien bestätigte, suche die Bundeswehr gerade in der Tat einen Militärseelsorger muslimischen Glaubens. Forderungen nach einem solchen Schritt gibt es bereits seit Jahren.


Deutsch Türkische Nachrichten

Bereits seit 2011 existiert das Arbeitspapier des Zentrums für Innere Führung mit dem Titel „Deutsche Staatsbürger muslimischen Glaubens in der Bundeswehr“. Jetzt bestätigte das Verteidigungsministerium auf Anfrage der Bild, dass tatsächlich ein Imam gesucht werde.

Geschuldet sei dieser Schritt der offenbar wachsenden Zahl an Muslimen in Uniform, berichtet hierzu die türkische Zeitung Sabah. „Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sich der Islam in Deutschland inzwischen als drittgrößte Religion etabliert hat, stellt sich die Frage, ob für unsere Soldaten muslimischen Glaubens eine eigene Militärseelsorge möglich ist“, zitiert das Blatt einen Sprecher der Bundeswehr. Auch deshalb sei zum 1. Mai am Zentrum „Innere Führung“ in Koblenz eine „Zentrale Ansprechstelle für Soldatinnen und Soldaten anderer Glaubensrichtungen„ eingerichtet worden.

Bereits seit den 1960er Jahren kümmern sich die katholische und die evangelische Kirche um die deutschen Soldaten. Mittlerweile wird geschätzt, dass jeder fünfte Bundeswehrangehörige einen Migrationshintergrund besitzt. Die Militärseelsorge sei Teil kirchlicher Arbeit und werde im Auftrag und unter Aufsicht der Evangelischen und Katholischen Militärseelsorge ausgeübt, so das Domradio. Gesetzliche Grundlagen seien Artikel 4 des Grundgesetzes, aus dem sich auch für Soldaten das Grundrecht auf freie Religionsausübung ableite, sowie die im Soldatengesetz festgeschriebenen Regelungen.

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Wer fragt und sucht, der glaubt schon

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

7,3 Milliarden Menschen leben auf der Erde. Die meisten von ihnen gehören einer Religion an. Doch auch wer sich als areligiös bezeichnet, glaubt an irgendetwas. Ohne Glaube geht’s nicht.


Von Markus Bauer|Stuttgarter Nachrichten.de

„Wir sind eine Gang, eine jesusmäßige Familie. Uns verbindet die erlebte Liebe unseres genialen Gottes. Er demonstriert an einem Haufen völlig unterschiedlicher Freaks, dass er durch Ergänzung Einheit in gigantischer Vielfalt schaffen kann.“ Dieses Glaubensbekenntnis stammt von den Jesus Freaks, einer 1991 in Hamburg gegründeten christlichen Glaubensbewegung mit rund 2000 Mitgliedern. Sie wollen „Freaks, Punks, Hippies und Szeneleuten“ eine spirituelle Heimat bieten, in der sie „sich wohlfühlen“.

Liebe, Friede und Jesus Christus

„Love, Peace and Jesus Christ“ (Liebe, Frieden und Jesus Christus) ist die Botschaft aller christlichen Gemeinschaften. Mit fast 2,3 Milliarden Anhängern ist das Christentum vor dem Islam (1,6 Milliarden) und dem Hinduismus (900 Millionen) die am weitesten verbreitete Religion. Der Glaube an Jesus eint schätzungsweise 30 000 christliche Kirchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kleine Gruppen wie die Kirche der Jünger Christi (700 Mitglieder), die Alt- Katholische­ Kirche der Mariaviten in Polen (29 000) oder die Christliche Kirche von Pasundan (33 000) gehören genauso dazu wie große Bekenntnisgemeinschaften – etwa die Evangelische Kirche in Deutschland (26 Millionen) oder die Römisch-Katholische Kirche (rund 1,2 Milliarden Anhänger).

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BKA-Chef: Polizei kommt bei Islamismus an Kapazitätsgrenzen

Laut BKA-Chef Münch stoßen die Sicherheitskräfte angesichts der islamistischen Bedrohung an personelle Grenzen. Foto: Kay Nietfeld. (Quelle: dpa)

Die Sicherheitsbehörden stoßen angesichts der islamistischen Bedrohung an personelle Grenzen. “Natürlich gibt es einen Ressourcenengpass”, sagte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.


T-Online

Die Zahl der islamistischen Gefährder wachse, mittlerweile gebe es mehr als 500 Ermittlungsverfahren gegen Islamisten. Das BKA bekomme zwar mehr Stellen für den Kampf gegen den islamistischen Terror. Die Mitarbeiter müssten aber erst eingestellt und ausgebildet werden. “Das heißt, wir werden in den nächsten Jahren auch zulasten anderer Bereiche Personal umverteilen müssen, um den Kampf gegen den Islamismus zu verstärken. Wir müssen Prioritäten setzen.” Auch einige Länder seien sehr belastet durch die Bedrohung aus der Islamisten-Szene.

Die Zahl der islamistischen Gefährder in Deutschland liegt inzwischen bei rund 300. Dies sind Mitglieder der Islamisten-Szene, denen Polizei und Geheimdienste zutrauen, dass sie einen Anschlag begehen könnten. Bislang sind rund 680 Islamisten aus Deutschland Richtung Syrien und Irak ausgereist. Etwa ein Drittel davon ist wieder zurückgekehrt. Bundesweit laufen derzeit mehr als 500 Ermittlungsverfahren gegen 800 Beschuldigte aus dem islamistischen Spektrum.

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Niederlande: Burka-Verbot in Schulen, Behörden und ÖPNV

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Das Kabinett aus Rechtsliberalen und Sozialdemokraten in den Niederlanden hat ein Burka-Verbot in in Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Krankenhäusern und Behörden verabschiedet. Es gehe dabei um Sicherheit – und nicht um Religion.


DER TAGESSPIEGEL

In den Niederlanden soll das Tragen der islamischen Vollverschleierung in Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Krankenhäusern und Behörden untersagt werden. Das Kabinett aus Rechtsliberalen und Sozialdemokraten billigte am Freitag in Den Haag einen entsprechenden Vorschlag von Innenminister Ronald Plasterk, wie niederländische Medien berichteten. Bei Verstößen sollen Geldbußen von bis zu 405 Euro drohen. Das Burka-Verbot sei im Interesse der öffentlichen Dienste und der Sicherheit, hieß es zur Begründung.

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Luz von „Charlie Hebdo“:Er lehrt die Mörder das Zeichnen

Selbstporträt des Künstlers unter Personenschutz: Luz, ©VERLAG

Ein Mann zeichnet sich frei: Der Karikaturist Luz hat den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ überlebt. In seinem Buch „Catharsis“ dokumentiert er seine Trauer um die ermordeten Freunde.


Von Jürg Altwegg|Frankfurter Allgemeine

Eines Tages ist mir das Zeichnen abhandengekommen, zusammen mit einer Handvoll lieber Freunde“: Es ist der erste Satz des neuen Buchs von Luz, „Catharsis“ ist sein Titel. Der Autor erzählt vom Attentat des 7. Januar, der sein Geburtstag ist, dem er sein Überleben verdankt. Er kam zu spät in die Redaktionskonferenz.

Am Abend dieses Tages, 18 Uhr, befindet er sich im berühmten Pariser Kommissariat am Quai des Orfèvres. Hier beginnt „Catharsis“. Luz soll schildern, was er gesehen hat. Es fehlen ihm die Worte, er leiht sich vom Polizisten ein Blatt Papier. Und zeichnet – einen Kreis, zwei Kreise. Immer wieder. Daraus werden Augen. Ein Augenpaar. Am Schluss bevölkern viele Strichmännchen mit übergroßen Augen die Seite: „Um ehrlich zu sein, ich habe nicht viel gesehen.“

Das Männchen mit den großen Augen

Das Strichmännchen ist auf dem Umschlag, der Titel verweist auf die Psychoanalyse und die griechische Tragödie. Es ist keine Abrechnung mit dem religiösen Fanatismus. Luz erzählt von der Polizei, die ihn auch noch auf der Toilette und im Bett schützt. Von seinen Albträumen. Den Anspruch, den nun die ganze Welt an ihn richtet, zeichnet er als Vampir. Seinen Angstgefühlen gibt er den Namen Ginette. Mit Anspielungen auf Marilyn Monroe im Bett mit Mister President variiert er seinen Geburtstag. Wie wird er sein verspätetes Erscheinen entschuldigen? Mit einer Magenverstimmung nach einem Essen im indischen Restaurant. In früheren Jahren musste der Chinese herhalten.

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Obama: Palestinians have right to be free in their land

U.S. President Barack Obama delivers remarks in celebration of Jewish American Heritage Month at Adas Israel Congregation, May 22, 2015 in Washington, DC. (Chip Somodevilla/Getty Images/AFP)

Jewish values compel two-state solution, president says, hailing contribution of American Jews, denouncing rise of anti-Semitism, defending Iran nuke deal


By Ilan Ben Zion and Rebecca Shimoni Stoil|The Times of Israel

President Barack Obama on Friday called for the establishment of a free Palestinian state alongside Israel, saying it was necessary for the preservation of Israeli democracy and security, and integral to Jewish values.

Wearing a white kippah, Obama spoke to a crowd of about 1,000 at Washington DC’s Adas Israel Congregation, one of the largest in the capital, marking Jewish American Heritage Month.

He touted his pro-Israel policies and close ties with Jewish advisors, wishing the audience a “slightly early Shabbat Shalom” and peppering his speech with Hebrew terms such as “tikkun olam” — repairing the world. He said his personal philosophy was inspired by Jewish values and the Israeli pioneer spirit, and “forcefully” objected to claims that his disagreements with the Israeli government over some policies belied a lack of support for the Jewish state.

Obama was greeted by ringing applause when he affirmed a vision of “Israel and Palestine living side by side in peace and security.”

“Just as Israelis built a state in their homeland, Palestinians have a right to be a free people in their land as well,” he said.

“That’s not easy,” he went on. “The Palestinians are not the easiest of partners. The neighborhood is dangerous and we cannot expect Israel to take existential risks with their security, and so any deal that takes place has to take into account the genuine dangers of terrorism and hostility.”

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Terror-Brüder aus Hessen: IS feiert deutsche Zwillinge als Märtyrer

In ihrem Propaganda-Magazin hat die Terrorgruppe Islamischer Staat ein Foto der vermeintlichen deutschen Dschihad-Zwillinge veröffentlicht© Screenshot/”Dabiq”/IS-Propaganda

Zwei Brüder aus Kassel sollen sich dem IS angeschlossen und für die Terroristen gestorben sein – einer von ihnen bei einem Selbstmordattentat. Er sei zuvor Soldat der Bundeswehr gewesen, heißt es.


stern.de

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) feiert einen deutschen Selbstmordattentäter in ihrem Propaganda-Magazin als Märtyrer. In der neunten Ausgabe des IS-Magazins “Dabiq” loben die Dschihadisten den Angriff des Konvertiten Abu Musab al Almani als “Höhepunkt der Schlacht”. Demnach hat er sich im Kampf gegen das vierte Regiment der irakischen Armee nahe Baghdad im April selbst in die Luft gesprengt.

Bei dem deutschen Islamisten soll es sich nach Angaben der Terrormiliz um einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten handeln, der im Einsatz in Afghanistan gekämpft habe. Mit dem Artikel bestätigen die Dschihadisten vorherige Berichte über den Selbstmordattentäter Abu Musab al Almani.

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Proteste für Raif Badawi vor Saudi-Arabischer Botschaft in Berlin

Ensaf Haidar, Menschenrechtsaktivistin und Ehefrau des Bloggers Raif Badawi und Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland (Bild von Yusuf Beyazit)

Am Freitag protestierten vor der Saudi-Arabischen Botschaft in Berlin Ensaf Haidar, Menschenrechtsaktivistin und Ehefrau des Bloggers Raif Badawi, und Amnesty International gegen Folter und für Meinungsfreiheit.


pressenza.com

Weil er sein Recht auf Meinungsfreiheit wahrnahm, wurde der junge Blogger Raif Badawi aus Saudi-Arabien vor gut einem Jahr, im Mai 2014, zu einer drakonischen Strafe verurteilt: zehn Jahre Haft, 1.000 Stockschläge, eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 195.000 Euro und einem anschließenden Reiseverbot von zehn Jahren.

Über einen Zeitraum von 20 Wochen sollten ihm immer nach dem Freitagsgebet jeweils 50 Stockhiebe verabreicht werden. Die ersten 50 Schläge erhielt der Vater von drei kleinen Kindern am 9. Januar 2015 in aller Öffentlichkeit vor einer Moschee in Dschiddah.
Sein Verbrechen: Er gründete die Internetseite “Saudi-arabische Liberale”, auf der Themen wie Menschenrechte, Meinungs- und Religionsfreiheit und die Trennung von Religion und Staat als Schlüssel zu mehr Freiheit diskutiert wurden.

Saudi-Arabien ist das Land mit den wohl schärfsten Einschränkungen des Menschenrechts auf Religionsfreiheit. Die strenge, ultrakonservative Form des wahabitischen Islam ist Staatsreligion, der Koran die Verfassung des Landes und die Scharia Gesetz. Die Ausübung aller anderen Religionen ist bei Strafe verboten.

Obwohl Saudi-Arabien Vertragspartei der UN-Antifolterkonvention ist, hält sich das Land in vielen Punkten nicht an seine Verpflichtungen. Körperstrafen wie Stock- und Peitschenhiebe verstoßen gegen das absolute Folterverbot der UN, weil sie mindestens unmenschliche Behandlung und oft Folter sind. In Saudi-Arabien gehören diese drastischen Körperstrafen jedoch zur gängigen Praxis.

Weiter auf der Webseite von Amnesty International

Islamismus: Alice Schwarzer gegen „falsche Toleranz“

Alice Schwarzer Foto: dpa

Gegenüber der konsequent betriebenen „islamistischen Unterwanderung auch des Westens“ dürfe es keine „falsche Toleranz“ geben, sagte die deutsche Feministin Alice Schwarzer am Donnerstag beim „Pfingstdialog“.


religion.ORF.at

Das würde letztlich im Widerspruch zu den hart erkämpften Menschenrechten und Freiheiten Europas stehen, so Schwarzer beim „Pfingstdialog“ im Rahmen der Reihe „Geist & Gegenwart“ im kirchlichen Bildungszentrum Schloss Seggau (Steiermark).

Islamisten „Faschisten“ der Gegenwart

Gewaltbereite muslimische Extremisten und „selbst ernannte Gotteskrieger“ bezeichnete Schwarzer am Donnerstag als „Faschisten“ der Gegenwart. Sie betrieben die Verbindung von Fundamentalismus mit Rassismus und Sexismus. Die Publizistin sagte, sie enthalte sich jeder Bewertung des Islam, wende sich aber gegen den zunehmenden Einfluss des Islamismus in europäischen Medien, auf den Universitäten und auch im Rechtswesen.

Die streitbare Galionsfigur des deutschen Feminismus und Herausgeberin der Zeitschrift „Emma“ referierte bei der Tagung unter dem Titel „Europa.wertvoll“ über ihre seit der iranischen Revolution von 1979 zurückreichenden Erfahrungen und Recherchen über jene Formen des politisch missbrauchten Islam, die westlichen Werten wie Pluralismus und Toleranz feindlich gegenüberstehen. Den Anstoß zu ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Thema gab laut Schwarzer ein Hilferuf von Iranerinnen, die kurz zuvor noch gegen das Schah-Regime gekämpft hätten und bald danach von den Revolutionswächtern Khomeinis systematisch aus dem öffentlichen Leben in die Rechtlosigkeit getrieben worden seien.

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Islamismus: Die Liste der 84

Ein Aktivist aus Bangladesch erweist dem Blogger Avijit Roy die letzte Ehre. | © Munir uz Zaman/AFP/ Getty Images

In Bangladesch starben drei Männer in drei Monaten, weil ihr Name auf einer Liste von Islamkritikern stand.


Von Laura Backes|ZEIT ONLINE

Am Dienstag vergangener Woche verlässt der Bankangestellte Ananta Bijoy Das sein Haus im Nordosten Bangladeschs, um zur Arbeit zu gehen. Auf dem Weg dorthin lauern ihm vier maskierte Männer auf. Mit Macheten und Beilen hacken sie auf ihn ein, dann lassen sie ihn auf der Straße verbluten.

Im Februar reist der in Amerika lebende Schriftsteller Avijit Roy nach Dhaka, um sein islamkritisches Buch Biswasher Virus (Das Virus des Glaubens) bei der größten Buchmesse des Landes vorzustellen. Auf dem Heimweg nach der Lesung stechen Unbekannte mit Macheten und Fleischermessern auf ihn ein, er stirbt an Ort und Stelle an seinen Kopfverletzungen.

Washiqur Rahman, Mitarbeiter in einem Reisebüro, ändert daraufhin sein Profilfoto auf Facebook zu “Ich bin Avijit” und schreibt: “Zerstört den Islam, zerstört den Islam, zerstört den Islam!” Sechs Wochen später wird er von Koranschülern getötet, die jugendlichen Täter zerhacken sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit.

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Spionage für die Türkei: Bundesanwaltschaft klagt drei Männer an

Zwei Männer sollen einen Dritten wiederholt über die Kritik türkischer Landsleute an dem heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan informiert haben. (Foto: Flickr/ memory by Zuerichs Strassen CC BY 2.0)

Weil sie in Deutschland für einen türkischen Nachrichtendienst Kritiker ausspioniert haben sollen, hat die Bundesanwaltschaft drei Männer wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit angeklagt. Die Anklage richte sich gegen zwei Türken und einen Deutsch-Türken.


Deutsch Türkische Nachrichten

Nach den Erkenntnissen der Ermittler haben ein 34-jähriger Deutsch-Türke und ein 59-jähriger Türke fast eineinhalb Jahre lang im Auftrag des dritten Angeschuldigten gearbeitet, berichtet die dpa.

Die beiden sollen diesem wiederholt von Kundgebungen kurdischer Aktivisten berichtet oder ihn über die Kritik türkischer Landsleute an dem heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan informiert haben. Während die beiden Informanten auf freiem Fuß sind, befindet sich der dritte Mann (58) seit Dezember in Untersuchungshaft.

Ein 58-Jähriger und ein 33-Jähriger wurden Mitte Dezember am Frankfurter Flughafen von Beamten des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz festgenommen. Der dritte Verdächtige, ein damals ebenfalls 58-Jähriger, wurde an seinem Wohnort in Nordrhein-Westfalen gefasst (mehr hier).

Alle drei Männer besaßen nach Auskunft der Bundesanwaltschaft die türkische Staatsangehörigkeit. Gegen das Trio lagen Haftbefehle des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 11. November 2014 vor. Gegen sie bestehe der dringende Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit (§ 99 Abs. 1 Nr. 1 StGB). Hierzu heißt es:

„Die Beschuldigten sind dringend verdächtig, für einen türkischen Nachrichtendienst gearbeitet zu haben. Der Beschuldigte Muhammed Taha G. soll die Beschuldigten Ahmet Duran Y. und Göksel G. bei ihrer nachrichtendienstlichen Tätigkeit angeleitet haben. In seinem Auftrag sollen die Beschuldigten Ahmet Duran Y. und Göksel G. Informationen über in der Bundesrepublik Deutschland lebende Landsleute und hiesige Organisationsstrukturen gesammelt und an diesen weitergegeben haben. “

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Warum wir einige Koransuren mit Kommentaren versehen sollten

Thinkstock

„Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.”


Von Christ Facius|The Huffington Post

Hoppla, wie war das? Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Artikel 1 (2) GG verpflichtet somit per Edikt die deutsche Nation dazu, Menschenrechte weltweit als universal und nicht verhandelbar zu betrachten. Das ist großartig!

Ja, Menschenrechte müssen auf allen fünf Kontinenten als das Allerheiligste, was Menschen jemals auf den Weg gebracht haben, angesehen werden. Und diese Rechte muss die Bundesrepublik Deutschland gegen den Willen jeglicher Regime, geistlicher Führer sowie Millionen von humanistisch unaufgeklärten und theologisch verblendeten Menschen standhaft einfordern und verteidigen. Weltweit!

Hier ist die Bundesregierung in der Bringschuld, auf sämtlichen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Ebenen dem Herzstück des Grundgesetzes Leben einzuhauchen. Religiös, da in allen 57 islamisch geführten Staaten die unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Der politische Islam als jeden Teil des Alltags umschließendes Regelwerk und legitimierenden Rechtsquell für barbarische Traditionen und Bestrafungen, kennt schließlich keine Trennung zwischen Religion und Staat.

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Debatte geht anders

cc bycc by sa “Thinker” von “Martin Fisch” lizensiert unter “CC-BY-SA”

Weil Debatten niemals enden, endet auch diese nicht. Noch einmal zum Thema Orient und Okzident, wer hat wem was zu verdanken?


Von Heiko Heinisch|The European

The European definiert sich schon im Untertitel ausdrücklich als Debattenmagazin, und so ist es zu begrüßen, dass Muhammad Sameer Murtaza auf meinen Einwand gegen seinen Artikel mit einer Erwiderung reagiert. Eine Debatte zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Seiten ihre Argumente vortragen und versuchen, die des Gegners zu widerlegen, um Leserinnen und Leser – eventuell auch den Gegner – von den eigenen Thesen zu überzeugen. Aber anstatt in diesem Sinne auf die vorgetragenen Argumente einzugehen, verlegt sich Murtaza leider darauf, mir Aussagen zu unterstellen und andere sinnentstellend aus dem Zusammenhang zu reißen, nur um diese dann widerlegen zu können. Ganz nebenbei nimmt er seine bereits kritisierte Apologetik von Neuem auf. Debatte geht anders.

Leere Behauptungen sind keine konstruktive Kritik

Schon im ersten Satz unterstellt Murtaza, mein Artikel wolle eine Minderwertigkeit des Islam festschreiben, würde ich doch behaupten, die „seit mehr als 1000 Jahren andauernde Anwesenheit der Muslime in Europa habe überhaupt keine Rolle auf dessen Entwicklung gehabt“. Ewas weiter unten schreibt er, ich würde den Einfluss muslimischer Religionsgelehrter und Philosophen unterschlagen und den Muslimen lediglich den Transfer griechischer Schriften und griechischen Wissens zugestehen. Dass er diese Behauptungen nicht durch entsprechende Zitate untermauern kann, liegt daran, dass sich derlei Ausführungen in meinem Text nicht finden lassen. An keiner Stelle leugne ich die Leistungen arabischer und persischer Denker, Philosophen und Wissenschaftler, und an keiner Stelle schreibe ich, diese hätten nur Wissen transferiert. Im Gegenteil.

Die Rolle ibn Rushds als maßgeblicher Kommentator der Werke Aristoteles’, seinen Einfluss auf die Scholastik und damit auf die Aufklärung hebe ich dezidiert hervor. Man könnte noch präzisieren, dass ibn Rushd von den Scholastikern meist in Anlehnung an die Bezeichnung der Philosoph für Aristoteles schlicht der Kommentator genannt, also mit größter Hochachtung bedacht wurde.

Murtaza weiß auch, dass die muslimischen Eroberungen von mir nicht erwähnt wurden, um von den Kreuzzügen abzulenken, sondern einzig, weil er die Kreuzzüge zum ersten „weniger friedlichen Wissenstransfer“ zwischen Christen und Muslimen erklärt – womit er die Jahrhunderte islamischer Eroberungen, die ihnen vorausgingen, einfach unterschlägt.

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Lieber Fanatiker: Erzieht Religion zum blinden Gehorsam?

Bild: Frankfurter Rundschau

Diese Gefahr ist wohl kaum von der Hand zu weisen, wenn es als vorbildlich gilt, eine grausame Handlung zu begehen, nur weil sie von einer Autorität gefordert wird.


Von Markus Tiedemann|Frankfurter Rundschau

Lieber Fanatiker!

In den heiligen Schriften finden sich viele schlimme Geschichten über blinden Gehorsam. Besonders erschreckend ist die Erzählung von Abraham und Isaak (Ibraim und Ismael), die für Juden, Christen und Muslime eine große Rolle spielt: Gott fordert von Abraham, seinen eigenen Sohn zu opfern. Traurig, aber ohne ein Widerwort, ohne Bitten oder Flehen bricht Abraham auf, um in den Bergen seinen Sohn zu töten und zu verbrennen.

Erst im letzten Moment wird das Schlimmste verhindert: Ein Engel erklärt, dass alles nur ein Test war. Isaak darf weiter leben und statt seiner wird ein Schafbock geopfert. Ob damit wirklich alles wieder gut ist, darf allerdings bezweifelt werden.

Es stellen sich einige unangenehme Fragen: Was ist das für ein Vater, der nicht einmal eine Erklärung verlangt, wenn er ein unschuldiges Kind töten soll? In dem Film von Fatih Akin „Auf der anderen Seite“, erklärt ein Vater, dass er sich lieber Gott selbst zum Feind gemacht hätte, als diesen Befehl auszuführen. Ist diese Haltung nicht ebenso mutig wie sympathisch? Was ist das für ein Gott, der solche Forderungen stellt?

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USA bestätigen Tod von Kindern bei Luftangriff

Foto: dpa US-Kampfjets über dem nördlichen Irak: Bei Angriffen der USA in Syrien kamen im vergangenen November zwei Kinder ums Leben, wie das Pentagon nun einräumte

Die USA haben zugegeben, in Syrien für den Tod von Zivilisten verantwortlich zu sein. Der IS nimmt auch den letzten Grenzübergang zwischen Syrien und Irak ein. Obama bleibt trotzdem optimistisch.


DIE WELT

Bei einem US-Luftangriff auf Extremisten in Syrien sind womöglich zwei Kinder getötet worden. Das geht aus einem am Donnerstag vom Pentagon veröffentlichten Untersuchungsbericht hervor.

Demnach wurden zudem zwei erwachsene Zivilisten bei den Attacken vom 4. und 5. November 2014 verletzt. Das US-Zentralkommando drückte sein Bedauern über die mutmaßlichen Todesfälle auf, betonte aber zugleich, dass bei dem militärischen Vorgehen alle Regeln befolgt worden seien.

Es handelte sich um die erste von vier laufenden Militärermittlungen zu zivilen Opfern durch US-geführte Luftschläge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und andere Extremistengruppen im Irak und Syrien. Anlass sind Vorwürfe von Menschenrechtlern, wonach weitaus mehr unschuldige Bürger durch die Offensiven ums Leben kamen als bisher bekannt. Gegen den IS im Irak gehen die USA seit August vergangenen Jahres militärisch, seit September auch in Syrien.

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Theologische Spitzfindigkeiten: Es ist nicht nur der Koran

Ein Kämpfer des “Islamischen Staates” streckt den rechten Zeigefinger in die Höhe. Eine harmlose Geste als Symbol des Monotheismus im Islam. Dschihadisten aber haben daraus ein Pendant zum westlichen Mittelfinger gemacht. | © Reuters

Terror-Chef Al-Bagdadi hat Muslime aller Welt zu den Waffen gerufen. Nicht nur der gesunde Menschenverstand hält davon ab, ihm zu folgen, sondern auch islamische Quellen.


Von Tahir Chaudhry|ZEIT ONLINE

Der selbst ernannte Kalif des “Islamischen Staates” hat Muslime aus aller Welt erneut  aufgefordert, seinen Terror-Feldzug zu unterstützen. “Es gibt keine Entschuldigung für Muslime, nicht dem Islamischen Staat beizutreten”, betonte der IS-Chef Al-Bagdadi nun in einer Audio-Botschaft. Die meisten Muslime werden diesen Appell natürlich weit von sich weisen. Aus gesundem Menschenverstand, aber auch, weil hier Terroristen das Label “Muslim” missbrauchen – in völliger Verkennung der islamischen Frühgeschichte und der religiösen Prinzipien des Islam.

Islamisten ziehen sich aus 6.000 Versen sechs heraus, um ihre menschenverachtende Ideologie zu rechtfertigen. Sie behaupten zu wissen, was der “wahre” Islam sei. Die westlichen Islamkritiker sind bereit, diese Interpretation der Extremisten zu akzeptieren, um ein Terrorpotenzial in seinen Quellen ausmachen zu können. Warum aber kommen sie nicht auf den Gedanken, dass nicht eine bestimmte Lesart des Koran zur Gewalt führen muss – sondern die Lust an der Gewalt zur entsprechenden Lesart?

Der Koran ist kein Nachschlagewerk, wie viele Menschen im Westen – und auch viele ungebildete Muslime – glauben. Es ist ein Buch, das als Gesamtwerk im historischen und textuellen Kontext verstanden werden muss.

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Der unheimliche Machtgewinn des Islamischen Staats

Foto: Infografik Die Welt

Die USA erklärten den Vormarsch der Terrormiliz für gestoppt. Doch jetzt haben die Islamisten die antike Stadt Palmyra besetzt und kontrollieren halb Syrien. Warum der IS stark ist wie lange nicht.


Von Alfred Hackensberger|DIE WELT

Es war eine kleine Nachricht mit großer Wirkung: “Wir haben die Kontrolle über Palmyra übernommen”, gab die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf Twitter bekannt. Auch nach tagelangen Kämpfen konnte sie von der syrischen Armee trotz Luftunterstützung nicht mehr aufgehalten werden.

Die Regierungstruppen hätten sich von allen Positionen in der Stadt und ihrer Umgebung zurückgezogen, erklärten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Sohr) und andere Aktivisten am Donnerstag. Experten befürchten nun eine Zerstörung der in Palmyra befindlichen antiken Stätten, die zum Weltkulturerbe zählen.

Sohr teilte mit, der IS habe in Palmyra mindestens 17 Menschen ermordet, unter ihnen syrische Sicherheitskräfte und Bürger, die die Regierung des Landes unterstützten. Einige der Opfer seien geköpft worden. Vor Einnahme der Stadt hätten die Terroristen in der Gegend um Palmyra mindestens 49 Menschen umgebracht.

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»Wir kritisieren den christlichen Glauben, das Judentum und den Islam«

Rainer Ponitka ist Sprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Foto: Doris Ponitka

Am Freitag beginnt in Köln die »Atheistische Convention« unter dem Titel »Give Peace A Chance – Säkularisierung und globale Konflikte«. Wie begründen Sie, dass aus Ihrer Sicht tatsächlicher Friede nur in säkularen Staatsordnungen möglich ist?


Von Gitta Düperthal|jW

Wir vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) finden es entscheidend, die Ausrichtung einer Gesellschaft und ihre Ethik unter allen Beteiligten auszuhandeln. Es kann nicht sein, dass dies eine Religion bestimmt. Beim Ausbruch von gewalttätigen Konflikten und Kriegen wirkt jede Religion wie Öl im Feuer – denn sie alle gehen jeweils davon aus, den einzig wahren Glauben zu vertreten und sich zum Moralwächter über andere aufspielen zu können. Aus säkularer Sicht ist Friede in einer Gesellschaft nur zu wahren, wenn Religion und Glaube rein private Angelegenheiten sind.

Gibt es Belege dafür, dass Staaten unter religiösem Einfluss eher Kriege entfachen als andere?

Unsere Referentin aus Bosnien und Herzegowina, die Juristin Nada Peratovi?, wird bei der Konferenz den Wandel Kroatiens erläutern: Von einer Republik des ehemals sozialistischen Jugoslawien, in der Religion nicht staatlich unterstützt wurde, zu einer Region, in der Katholiken das Sagen haben. Wer seit den 90er Jahren dem Normativ des Katholizismus nicht entsprach, hatte es dort nicht leicht. Es folgte der Krieg.

Neuerlich erheben dort atheistische, wissenschaftliche Bewegungen ihre Stimme. Sie haben die Nötigung durch die Kirche satt; ihnen missfällt, dass sie sich überall einmischt. Peratovi? ist Repräsentantin der Atheist Alliance International (AAI) im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) und Mitbegründerin des »Zentrum für Zivilcourage« in Zürich.

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Rat der Religionen: Verhärtete Fronten

Das jüdische Gemeindezentrum in der Westendstraße. Foto: Christoph Boeckheler

Die Jüdische Gemeinde bleibt dem Rat der Religionen weiter fern. Sie hatte das Gremium im vergangenen Sommer nach scharfer Kritik von zwei Ratsmitgliedern an Israel verlassen. Die Stadt will im Konflikt vermitteln.


Von Hanning Voigts|Frankfurter Rundschau

Im Streit zwischen dem Frankfurter Rat der Religionen und der Jüdischen Gemeinde wird eine Lösung immer unwahrscheinlicher. Leo Latasch, Sozialdezernent der Gemeinde, sagte der Frankfurter Rundschau am Dienstag, er sehe auch nach einem erneuten Briefwechsel keine Grundlage für eine weitere Mitarbeit in dem Gremium, dem Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften angehören.

Anfang Juni werde sich der Vorstand der Jüdischen Gemeinde treffen und das Thema noch einmal besprechen, so Latasch. Dass die Entscheidung der Gemeinde, den Rat der Religionen zu verlassen, zurückgenommen werde, glaube er aber nicht.

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