Kerry, in stinging rebuke of settlements, doesn’t rule out UN action

Secretary of State John Kerry speaks to Saban Forum on December 4, 2016 (Screenshot)
Secretary of State John Kerry speaks to Saban Forum on December 4, 2016 (Screenshot)
Outgoing US secretary of state excoriates Netanyahu government, slams Naftali Bennett for ‘disturbing’ remarks on two-state solution

By Rebecca Shimoni Stoil | The Times of Israel

Secretary of State John Kerry excoriated the Israeli right, claiming that support for settlement construction stems from a desire to subvert Israeli-Palestinian peace, during a speech before the Brookings Institution’s Saban Forum on Sunday afternoon.

A subdued Kerry, wearing reading glasses and referring to extensive notes, notably refrained from committing to veto any UN resolution intended to establish a Palestinian state, only promising a veto “if it is a biased, unfair resolution calculated to delegitimize Israel.”

US officials last week indicated that US President Barack Obama had nearly ruled out any major last-ditch effort to put pressure on Israel over stalled peace negotiations with the Palestinians, including at the United Nations.

Kerry, who will end his tenure as secretary of state in January, warned the audience that “you can fight about where we are in this process, but I’ll tell you this: There is no status quo. It is getting worse. It is moving in the wrong direction.”

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Das Kreuz als Affront: wie ein deutscher Mönch Jerusalem erlebt

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Pater Nikodemus ist ein deutscher Mönch in Jerusalem. Er erlebt Anfeindungen von national-religiösen Juden – Ausdruck eines manchmal schwierigen Klimas für Christen im Heiligen Land.

Von Stefanie Järkel | Qantara.de

Es ist ein trockenes Geräusch, wie ein Ploppen. «Pöh.» Der Junge mit Kippa, Brille und weißem Hemd spuckt auf die Steinfließen in der Jerusalemer Altstadt hinter Pater Nikodemus Schnabel. Der Benediktinermönch in seinem langen, schwarzen Gewand dreht sich um. Der Junge auch, schaut, kickt gegen eine Getränkedose am Boden und geht weg.

«Das gibt es täglich», sagt der rundliche Mann mit den kurzen braunen Haaren. «Das ist wie ein Grundrauschen.» Manche spuckten ihn sogar an, manchmal würden auch Vater und Sohn zusammen vor oder hinter ihm Ausspucken. «Da ist so viel Gift drin. Das ist ja Erziehung zum Hass.»

Seit 13 Jahren lebt der Mann, der nach seiner Geburt in Stuttgart Claudius Schnabel hieß, in dem Kloster auf dem Zionsberg am Rande der Jerusalemer Altstadt. Seit Sommer leitet der 37-Jährige die Dormitio-Abtei. Doch schon länger hat er verstärkt mit «Christenhass» zu tun, wie er es nennt.

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Vegetariern schmeckt das britische Pfund nicht

Großbritanniens neuer Fünf-Pfund-Schein / Bild: Reuters/ Stefan Wermuth
Großbritanniens neuer Fünf-Pfund-Schein / Bild: Reuters/ Stefan Wermuth
Englands neue Banknoten enthalten Tierfett. Vegetarier und Veganer sind empört.

Die Presse.com

An den neuen 5-Pfund-Noten aus England haftet ein Hauch von totem Tier. Denn in den Geldscheinen, die seit September im Umlauf sind, befindet sich Tierfett.
Das bestätigte nun die Bank of England. „In den Polymer-Pellets, die bei der Herstellung von Fünf-Pfund-Noten verwendet werden, gibt es Spuren von tierischem Talg“, heißt es.

Die neuen Noten sollen sauberer, sichererer und langlebiger sein, als die herkömmlichen Papierscheine, begründet die Zentralbank ihren Entscheid.

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I Had to Take My Dirty Panties to a Rabbi, and So Has Every Orthodox Jewish Woman

Bild: RDF
Image: RDF

Religion brainwashed me into doing irrational and emotionally self-damaging things that I would have easily recognized as primitive and harmful were it not for my indoctrination. Of all the practices I look back on with horror, this was the worst. By removing the veil of secrecy that keeps these practices from public knowledge, my hope is that women suffering within these communities will feel empowered to leave.

By Katia Aryeh | RDF

There are three key tenets of Orthodox Judaism, each associated with an array of laws that must be strictly adhered to. Of the three, people are generally familiar with two: the special dietary laws referred to as Kosher; and the rabbinical laws of the Sabbath, or Shabbat, that govern the do’s and don’ts during the day of rest between sundown Friday and sundown Saturday.

The third pillar of Orthodox Judaism, family purity or niddah, is one very few people outside of that insular world are aware of.  However, if broken, the laws accompanying it carry a far greater penalty in the next world than those related to the Sabbath or keeping Kosher. The laws of family purity apply to all spectrums of orthodoxy, including the modern ones that allow women to wear trousers and uncover their hair, like the sect Ivanka Trump belongs to, for example. Even the slightest deviation from these laws would compromise a couple’s standing as practicing Orthodox Jews in the eyes of a rabbinical court.

What are these laws, you ask?

The laws of family purity revolve around the color of a woman’s vaginal discharge.

You see, beginning on the days when she anticipates her period, a husband and wife are forbidden from having any sexual relations until seven days following the end of her period. Considering orthodox law states that a period’s duration is a minimum of five days, this typically spans about two weeks or longer, depending on whether her post-menstrual discharge cooperates. In short, this means that for about half of every month, all aspects of an orthodox woman’s life, relationship, sexuality, and emotional health, are dictated by her vaginal discharge.

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Endlich eine echte christlich-jüdische Partnerschaft?

 Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beriet im November über die Haltung der evangelischen Kirche zur Mission von Juden (imago stock&people/epd-bildx/xJoernxNeumann)
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beriet im November über die Haltung der evangelischen Kirche zur Mission von Juden (imago stock&people/epd-bildx/xJoernxNeumann)
Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche in Deutschland haben sich inzwischen offiziell von der Judenmission verabschiedet. Was das für das jüdisch-christliche Verhältnis bedeutet, hat Brigitte Jünger Rabbiner und Theologen gefragt.

Von Brigitte Jünger | Deutschlandradio Kultur

„Nach fast zwei Jahrtausenden der Feindseligkeit und Entfremdung, erkennen wir, orthodoxe Rabbiner, Leiter von Gemeinden, Institutionen und Seminaren in Israel, den Vereinigten Staaten und Europa, die sich uns darbietende historische Gelegenheit: Wir möchten den Willen unseres Vaters im Himmel tun, indem wir die Hand unserer christlichen Brüder und Schwestern ergreifen. Juden und Christen müssen zusammenarbeiten, um den moralischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.“

So lautet der Anfang einer Erklärung, die mittlerweile 60 orthodoxe Rabbiner aus Israel, Europa und Nordamerika unterzeichnet haben. Jehoschua Ahrens, Rabbiner in Nürnberg, ist Mitinitiator und einer von zwei deutschen Rabbinern, die das Dokument mittragen. Wie die anderen Unterzeichner engagiert auch er sich schon seit langem im jüdisch-christlichen Dialog.

„Jetzt, glaube ich, sind wir an einem Punkt angekommen, indem wir zumindest mit den Mainstream-Kirchen – also natürlich gibt’s immer noch andere Meinungen auch innerhalb der christlichen Kirchen – aber grundsätzlich mit den Mainstream-Kirchen auf einem Dialog sind auf Augenhöhe, indem eben eine gegenseitige Anerkennung da ist, indem eben auch zum Beispiel die Judenmission, was für uns natürlich ein ganz wichtiges Kapitel ist, auch abgelehnt wird, ganz kategorisch. Und entsprechend jetzt bietet sich eigentlich eine Möglichkeit, wie wir sie noch nie hatten, nämlich eine echte Partnerschaft zwischen Judentum und Christentum.“

„Der Bund Gottes mit seinem Volk gilt uneingeschränkt weiter“

Dass diese Partnerschaft trotz aller gemeinsamen Projekte erst jetzt „echt“ genannt werden kann, liegt aus Sicht der orthodoxen Rabbiner an zwei neuen Dokumenten von christlicher Seite. Beide erteilen der Lehre, dass mit Jesus Christus der Alte Bund Gottes mit dem Volk Israels hinfällig geworden und die Erwählung auf die Kirche übergangen sei, endgültig eine Absage.

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Man kann deutsches Judentum nicht verhipstern

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Junge Juden wollen sich nicht mehr nur über den Holocaust definieren. Das sei „trostlos“. Dabei geht doch beides: An Schoah und Antisemitismus erinnern – und selbstbewusster, lebensfroher Bürger sein.

Von Filipp Piatov | DIE WELT

Wer in Deutschland über Juden schreibt, der sollte zu provozieren wissen. Schließlich möchte man nichts sagen, was nicht schon hundertfach gesagt wurde. Mit diesem Ziel möchte sich nun auch die junge Generation deutscher Juden Gehör verschaffen. In der „Zeit“ beschloss eine junge Autorin, dass es mit dem Holocaust „auch mal gut sein“ sollte.

Zur vorbeugenden Klärung: Natürlich forderte sie kein Vergessen des Holocausts und seiner Opfer. Vielmehr wünscht sie sich den Blick auf ein anderes deutsches Judentum und eine andere jüdische Kultur – also ein Rundumschlag an alle Beteiligten, die Deutschen, die Juden, die Medien und die Politik. Aber der Reihe nach.

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Die jüdischen Freunde des Muezzins

Israel ist voll von Moscheen. Rund 400 Gebetshäuser gibt es (Aufnahme: Jerusalem). (Bild: Imago)
Israel ist voll von Moscheen. Rund 400 Gebetshäuser gibt es (Aufnahme: Jerusalem). (Bild: Imago)

Israelische Rechtsnationale wollen dem Muezzin den Lautsprecher verbieten. Die Muslime wehren sich. Sie erhalten Hilfe von unerwarteter Seite.

Von Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

In Europa sind es die Glocken der Kirchen oder der Kühe, in Israel ist es der Muezzin. Akustische Nachtruhestörung ist auch hier seit ehedem ein Thema, das die Gemüter erhitzt. Was den einen heilig ist, nervt die andern, die einen sind in diesem Fall sehr oft Muslime, die anderen meist Juden. Nun haben rechtsnationale Abgeordnete in der Knesset ein Gesetz aufgegleist, das den Einsatz von Lautsprechern in «Gotteshäusern» generell verböte.

Israel ist voll von Moscheen. Rund 400 Gebetshäuser gibt es, die meisten finden sich in den arabisch besiedelten Gegenden von Nazareth, Umm al-Fahem, Haifa und Akko. Aber auch in Westjerusalem gehört der Gebetsruf des Muezzins zur allnächtlichen Erfahrung.

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Schalldämpfer für Muezzin-Ruf

Verstimmung: Ein Gesetz soll eine maximale Lautstärke für den Gebetsruf festlegen. Ein Minarett in der Altstadt Jerusalems. Bild: AFP
Verstimmung: Ein Gesetz soll eine maximale Lautstärke für den Gebetsruf festlegen. Ein Minarett in der Altstadt Jerusalems. Bild: AFP
In Israel stören sich viele am lauten Gebetsruf für Muslime. Warum ausgerechnet ultraorthodoxe Juden gar nichts mit einem Lärm-Stopp anfangen können.

Von Daniel Estrin | Tages Anzeiger

Der erste Gebetsruf des Tages ertönt um fünf Uhr morgens. Damit ist für alle, die in der Umgebung einer Moschee wohnen, die Nachtruhe beendet. Nun hat ein Ministerausschuss in Israel ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Lautsprecher faktisch verbieten soll. Der prominenteste Unterstützer des sogenannten «Muezzin-Gesetzes» ist Ministerpräsident Benjamin Netanyahu.

«Ich kann nicht mehr zählen, wie oft sich Bürger aus allen Teilen der israelischen Gesellschaft, aller Religionen, bei mir über den Lärm beschwert haben», sagte Netanyahu in dieser Woche im Kabinett. Israel sei ein Land, das die Religionsfreiheit respektiere. «Israel ist aber auch verpflichtet, diejenigen zu schützen, die unter den übermässig lauten Rufen leiden», erklärte der Regierungschef.

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Netanjahus deutsche U-Boot-Affäre

Screengrab Times of Israel
Screengrab Times of Israel
Der Kauf dreier weiterer deutscher U-Boote ist in Israels Militär sehr umstritten. Kam der Deal nur zustande, weil sich das Umfeld des Premiers bereichern wollte? Die Staatsanwaltschaft prüft.

Von Gil Yaron | DIE WELT

Israels Generalstaatsanwalt hat seine Beamten angewiesen, den Entscheidungsprozess zu untersuchen, der im Sommer zum Kauf dreier deutscher U-Boote der Firma Thyssen-Krupp führte. Der 1,5 Milliarden Euro teure Deal war im israelischen Militär hoch umstritten. Nicht nur, weil Israel für die Schiffe möglicherweise viel zu viel zahlt, sondern auch, weil es nach Meinung einiger Militärs so viele Boote gar nicht brauchte.

Der Generalstab und der ehemalige Verteidigungsminister Mosche Jaalon hatten zwei Boote für ausreichend gehalten und dazu geraten, die Gelder anders nutzen. Doch Netanjahu beschloss offenbar im Alleingang die Anschaffung eines dritten Fahrzeugs – nachdem er Jaalon entlassen und damit den wichtigsten Kritiker des Deals aus dem Weg geräumt hatte.

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„Russen“, die Ossis unter den Juden

Jüdisches Leben in der Synagoge in der Berliner Rykestraße.Foto: picture-alliance/ dpa
Jüdisches Leben in der Synagoge in der Berliner Rykestraße.Foto: picture-alliance/ dpa
Wer ist schuld, wenn es in den jüdischen Gemeinden undemokratisch oder islamfeindlich zugeht? Natürlich Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. Liebe Alteingesessene, legt eure Vorurteile ab!

Von Dmitrij Belkin | DER TAGESSPIEGEL

Jüdische Vielfalt ist in Deutschland angesagt, alle preisen sie. Besonders die Berliner Community wird für ihre Internationalität gelobt: Nicht nur Israelis finden sich hier, auch jüdische Amerikaner, Franzosen, Kanadier. Nur über eine jüdische Gruppe hört man selten Gutes: über „die Russen“. Sie gelten nicht als Teil der bunten Vielfalt, sondern als graue Einheitstruppe.

Kommt es bei Wahlen in der zerrissenen Jüdischen Gemeinde Berlins zu Unregelmäßigkeiten, sind sofort „die Russen“ schuld, aus denen einfach keine Demokraten zu machen seien. Kochen unter den in Deutschland lebenden Juden Ängste vor dem angeblichen oder tatsächlichen Antisemitismus muslimischer Flüchtlinge hoch, heißt es schnell, das seien allein die Ängste „der Russen“, denen das Fremdenfeindliche nicht auszutreiben sei. Sie sind so etwas wie Trump, Erdogan und Putin in einem: ein politischer Blitzableiter.

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Wir glauben alle an den gleichen Gott – beim Wahrheitsanspruch ist Schluss

Bild: erf.de
Bild: erf.de
Es ist eine Stammtischparole: „Wir glauben doch alle an den gleichen Gott. Da sind die kleinen Unterschiede nebensächlich.“ Das Problem: Der erste Satz stimmt. Der zweite nicht.

Von Susanne Haverkamp | katholisch.de

Die erste Antwort auf die Frage: „Glauben wir alle an den gleichen Gott?“ ist ebenso banal wie einsichtig. Ja, wir glauben alle an den gleichen Gott – weil es nur einen gibt. „Wenn Gott lediglich ‚unser Gott‘ wäre“, schreibt der bekannte tschechische Soziologe und Priester Tomas Halik, „wäre er ein Stammesgott mit einer begrenzten Kompetenz und nicht der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Herr der ganzen Welt, der sichtbaren und der unsichtbaren.“ Dass er das aber ist, bekennen alle drei Religionen, um die es hier geht: Judentum, Christentum und Islam.

Ein Stammesgott, der in Konkurrenz zu den Göttern der Nachbarländer stand, so wurde der Gott Israels zunächst gesehen – viele Stellen im Alten Testament machen das deutlich. Das erste Gebot „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ (Exodus 20,2-3) zeigt das beispielhaft. Vor allem in der Zeit des babylonischen Exils (ab 587 v. Chr.) setzte sich dann die Auffassung durch, dass diese Alleinstellung für alle Völker, nicht nur für Israel gilt. „So spricht der Herr: Ich bin der Erste, ich bin der Letzte, außer mir gibt es keinen Gott“ (Jesaja 44,6). Gott wird zum universalen Gott für alle Völker, zum Schöpfer und Herrn der ganzen Welt. Dieser Gott war der Gott Jesu. Barmherzigkeit, Nächstenliebe, selbst die Anrede „Vater“ sind im jüdischen Gottesbild fest verankert.

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EKD weist Kritik eines israelischen Militärsprechers zurück

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
Die EKD hat die Kritik eines israelischen Militärsprechers im Zusammenhang mit einer ökumenischen Pilgerreise im Oktober nach Jerusalem zurückgewiesen. Dabei hatten der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (beide München), bei einem Besuch des Tempelbergs und der Klagemauer ihr Kreuz abgelegt.

kath.net

Laut Bedford-Strohm entsprach er damit sowohl am muslimischen Felsendom als auch an der jüdischen Klagemauer der Bitte von Mitarbeitern der zuständigen Verwaltung. Der israelische Militärsprecher Arye Shalicar forderte die Kirchenvertreter jetzt auf Facebook auf, öffentlich zu machen, welcher Sicherheitsdienst von jüdischer Seite gefordert habe, „aufgrund der angespannten Lage in Jerusalem“ ihre Glaubenssymbole nicht offen zu tragen, um angeblich „eine Provokation zu vermeiden“. Man sei „empört“ über diese Behauptung. Shalicar kritisierte ferner, dass die Kirchenleiter mit dem Entfernen ihrer Kreuze „vor den radikal-arabisch-muslimischen Gastgebern auf dem Felsendom eingeknickt“ seien.

EKD: Die Aufforderung kam nicht von israelischen Sicherheitskräften

Ein Sprecher des EKD-Kirchenamtes in Hannover äußerte sich auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zu der Kritik. Weder Bedford-Strohm noch Marx hätten „jemals geäußert, dass es eine Aufforderung von israelischen Sicherheitskräften an die beiden Vorsitzenden gegeben habe, ihre Glaubenssymbole nicht offen zu tragen oder abzulegen“. Die Bitte, die Kreuze abzunehmen, sei kurz vor dem Betreten des Felsendoms sowie am Ort der Begegnung mit den jüdischen Gastgebern durch dortige Vertreter der jeweiligen Religionsgemeinschaft erfolgt.

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Muslim-Vertreter: Verbände müssen mehr in Seelsorge investieren

Koran

Eine Seelsorge nach christlichem Vorbild gibt es im Islam noch nicht. Erol Pürlü vom Koordinationsrat der Muslime wünscht sich eine theologische Auseinandersetzung innerhalb des Islam, damit muslimische Seelsorge möglich wird.

evangelisch.de

Der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime, Erol Pürlü, hat die islamischen Verbände zu mehr Engagement für die Etablierung muslimischer Seelsorge aufgefordert. „Wir kommen nicht umhin, in hauptamtliches Personal zu investieren und dafür Geld in die Hand zu nehmen“, sagte Pürlü am Montag bei einer Tagung der Deutschen Islamkonferenz in Berlin.

Die Fachkonferenz widmete sich der Frage, wie in Militär, Gefängnissen und Krankenhäusern eine muslimische Seelsorge nach dem Vorbild des Angebots der christlichen Kirchen aufgebaut werden kann. Pürlü sagte, die Muslime müssten sich zunächst mit dem Begriff „Seelsorge“ theologisch auseinandersetzen, da es ihn im Islam so nicht gebe. Zudem müsse über die Ausbildung von Seelsorgern gesprochen werden. Die Ausbildung von Imamen an Universitäten steht in Deutschland noch am Anfang.

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Bis zu 1000 Konversionen zum Judentum pro Jahr

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb
In Deutschland konvertieren bis zu 1000 Menschen im Jahr zum Judentum. Das sagte die Judaistin Barbara Steiner am Dienstagabend.

RP ONLINE

Die Orthodoxe und die Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschlands gehen demnach zusammen von etwa 500 Konversionen pro Jahr aus. Daneben gebe es aber noch zahlreiche andere Strömungen im Judentum, etwa die Bewegung Chabad Lubawitsch, bei denen Konversionen möglich seien.

Expertin promovierte über Konversion

Steiner hatte im Juli 2014 am Moses-Mendelssohn-Zentrum der Universität Potsdam zum Thema „Konversion nichtjüdischer Deutscher zum Judentum in Deutschland nach 1945 – Motive, biographische Konstruktionen und Konfliktfelder“ promoviert. Für diese Arbeit erhielt sie den Nachwuchswissenschaftler-Preis der Stadt Potsdam.

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Wien: Theologische Fakultät protestiert gegen UNESCO-Resolution

Protestschreiben katholischer Theologen: Resolution zeugt von
Protestschreiben katholischer Theologen: Resolution zeugt von „fahrlässiger Geschichtsvergessenheit“ – „Eine christliche Theologie, welche Auschwitz als Zeitindex ernst nimmt, kann nicht gleichgültig bleiben, wenn Juden in ihrem Selbstverständnis irritiert oder verletzt werden“
Scharfer Protest an der jüngsten UNSECO-Resolution über den Jerusalemer Tempelberg kommt auch von der Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät. Die Resolution, die die historische Stätte nur mit ihrer muslimischen Bezeichnung „Haram-esch-Scharif“ (edles Heiligtum) bezeichnet und jede Beziehung zum Judentum ausklammert, müsse als „hochproblematisch, ja inakzeptabel zurückgewiesen werden“, heißt es in der Stellungnahme, die „Kathpress“ vorliegt.

kathpress

Die Ausblendung der engen Beziehungen zwischen Jerusalem und dem Judentum sei ein „Akt fahrlässiger Geschichtsvergessenheit“. Unterzeichnet ist die Stellungnahme von der Dekanin Prof. Siegrid Müller und den beiden Vize-Dekanen Prof. Jan-Heiner Tück und Prof. Johann Pock.

Eine christliche Theologie, die „Auschwitz als Zeitindex ernst nimmt“ und auf der „Erinnerung an die dunkle Nacht der Shoah“ beharre, müsse mit „gesteigerter Wachsamkeit“ alle „judenfeindlichen Tendenzen der Gegenwart“ im Blick haben. So könne christliche Theologie auch „nicht gleichgültig bleiben, wenn Juden in ihrem Selbstverständnis irritiert oder verletzt werden“, wie dies durch die UNESCO-Resolution geschehe. Die Resolution provoziere „Irritationen“ und schüre Konflikte „anstatt dazu beizutragen, dass Jerusalem als ‚Stadt des Friedens‘ ein Ort sein kann, an dem Juden, Christen und Muslime friedlich miteinander leben und die heiligen Stätten aufsuchen können.“

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Archaeologists find battle site where Romans breached Jerusalem walls

The Siege and Destruction of Jerusalem, by David Roberts, 1850. (Wikipedia/ Creative Commons)
The Siege and Destruction of Jerusalem, by David Roberts, 1850. (Wikipedia/ Creative Commons)
Discovery confirms Josephus’s account of the conflict that saw destruction of Second Temple nearly 2,000 years ago, says Israeli Antiquities Authority

By Gavin Rabinowitz | The Times of Israel

Israeli archaeologists found the site of a fierce battle where the Roman army bombarded and breached the walls of Jerusalem before conquering the city and destroying the Second Temple almost 2,000 years ago, officials said Thursday.

They said that the discovery, made last winter during an excavation of a construction site for the new campus of the Bezalel Academy of Arts and Design outside the Old City, also finally confirmed the description of the wall that was breached provided by the historian Josephus Flavius.

During the dig, the archaeologists found the remains of a tower surrounded by scores of stones and boulders fired by Roman catapults at the Jewish forces guarding the wall, the Israel Antiquities Authority said in a statement.

“This is a fascinating testimony of the intensive bombardment by the Roman army, led by Titus, on their way to conquering the city and destroying the Second Temple,” the statement said.

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For Jews in post-Brexit Britain, German citizenship is no longer verboten

n this Wednesday, Oct. 5, 2016 photo, author Thomas Harding shows passports of his grandparents in London. Harding is doing what other descendants of Holocaust victims would find unimaginable: applying for a German passport. (AP Photo/Frank Augstein)
On this Wednesday, Oct. 5, 2016 photo, author Thomas Harding shows passports of his grandparents in London. Harding is doing what other descendants of Holocaust victims would find unimaginable: applying for a German passport. (AP Photo/Frank Augstein)
Thomas Harding is doing what other descendants of Holocaust victims would find unimaginable: applying for a German passport.

By Danica Kirka | The Times of Israel

When Britain voted to leave the European Union in June, the 48-year-old author had to make a decision that was never necessary in a borderless Europe — should he request the restoration of German citizenship stripped from his family by the Third Reich? He needed only a few hours to make up his mind.

“This is more than the practical. This is also about something for us, or for me. It’s about something spiritual, it’s about reconciliation,” he said. “It’s about acknowledging the truth of the horrors of the past but also about trying to build a better future together, and as a European, that’s what I hope to do.”

One of the complicated realities of the UK’s pending divorce from the 28-nation EU is that many Britons whose ancestors came from other parts of Europe are claiming citizenship in other member states so they can retain ties to the continent. Inquiries about passports are up at the German, Austrian and Polish embassies in London.

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Richard David Precht: „Unvereinbar mit unserer Moral“

Publizist und Philosoph Richard David Precht beschäftigt sich seit einem Vierteljahrhundert mit tierethischen Fragen. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Publizist und Philosoph Richard David Precht beschäftigt sich seit einem Vierteljahrhundert mit tierethischen Fragen. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Der Philosoph Richard David Precht ist „sehr optimistisch“, dass es Fortschritte im Tierschutz geben wird. Die Gesellschaft müsse die „Reichweite des Mitgefühls stärker auf Tiere ausweiten“, forderte Precht im Deutschlandfunk. Der heutige Umgang mit Tieren sei „nicht mit unseren Vorstellungen von Moral, Liberalität und Sensibilität vereinbar.“

Richard David Precht im Gespräch mit Susanne Fritz | Deutschlandfunk

Susanne Fritz: In Deutschland leben rund 7,8 Million Vegetarier und etwa 900.000 Veganer. Neben allen gesundheitlichen Motiven spielt dabei auch nach wie vor eine ethische Verpflichtung gegenüber Tieren eine große Rolle. Die überwiegende Mehrheit der Menschen in den westlichen Ländern verzehrt mehr Fleisch denn je. Das funktioniert, weil viele das Elend in den Tierfabriken verdrängen und noch nie einen Schlachthof von innen gesehen haben. Aber auch, weil unser Verhältnis zu Tieren auf einer Ethik basiert, die Tiere nicht zu Mitgeschöpfen macht, sondern zu Sachen. Wie konnte es dazu kommen? Die Philosophie und die Religionen haben die Haltung der Menschen gegenüber den Tieren geprägt. Darüber habe ich mich mit dem Philosophen Richard David Precht unterhalten. Er hat ein Buch über Tierethik geschrieben, das heute unter dem Titel „Tiere denken – vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ erschienen ist. Herr Precht, das Verhältnis des Menschen zum Tier ist grotesk widersprüchlich: Einerseits verhätscheln wir unsere Haustiere – ob Hund, Katze oder Meerschweinchen –, andererseits beuten wir Tiere gnadenlos aus. Doch das ist ja alles seit langem bekannt. Was hat Sie gerade jetzt dazu veranlasst, das Thema wieder aufzugreifen und ein Buch über unseren Umgang mit Tieren zu schreiben?

Richard David Precht: Ich glaube, das Thema liegt heute noch sehr viel dringlicher in der Luft als früher – und zwar aus folgendem Grund: Auf der einen Seite ist die Zahl der Vegetarier und der Veganer in Deutschland rasant angestiegen. Ganz viele junge Leute wollen kein Fleisch mehr essen. Und auf der anderen Seite ist die Massentierhaltung heute noch grotesker, als sie vor 20, vor 50 oder vor 100 Jahren war.

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Israelis believe Clinton will push them harder on peace, back her anyway — poll

Prime Minister Benjamin Netanyahu meets with Democratic nominee Hillary Clinton in New York, September 25, 2016 (Kobi Gideon/GPO)
Prime Minister Benjamin Netanyahu meets with Democratic nominee Hillary Clinton in New York, September 25, 2016 (Kobi Gideon/GPO)
Survey shows Israelis may have given up for now on peace, but not peace talks; Arab Israelis more optimistic than Jewish counterparts about state’s future

By Marissa Newman | The Times of Israel

Last month, Republican presidential nominee Donald Trump’s Israel adviser took to local television to reassure Israelis that, if elected, the GOP candidate would not seek to impose a two-state solution and would back the Jewish state in “any path it chooses.”

But according to a survey released on Sunday, the bid to drum up Israeli support for Trump with promises of eschewing a peace push has largely failed to make a dent.

The monthly Peace Index, conducted by the Israel Democracy Institute and Tel Aviv University, shows that most Israelis — of all political persuasions — believe Democratic candidate Hillary Clinton will apply greater pressure on Israel to negotiate with the Palestinians than her rival Trump. But they support her over the Republican candidate anyway.

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Israel stoppt aus Protest gegen UNESCO-Beschluss Kooperation

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
Israel hat aus Protest gegen eine Entscheidung der UNESCO zum Thema Jerusalem teilweise die Zusammenarbeit mit der UNO-Kulturorganisation gestoppt. Die Kooperation mit der UNESCO in den Bereichen Bildung und Forschung werde eingestellt, sagte ein Sprecher des israelischen Bildungsministeriums am Freitag.

Salzburg24

“Das Außenministerium wird seine diplomatische Arbeit fortsetzen.” Die UNESCO betonte nach dem Beschluss die Bedeutung Jerusalems für alle drei monotheistischen Weltreligionen.

Die Programm-Kommission des UNESCO-Exekutivrats hatte am Donnerstag eine von mehreren arabischen Ländern vorgelegte Resolution zu den israelisch besetzten Palästinensergebieten angenommen. Ein auf Mittwoch datierter Textentwurf verwendete für den sowohl für das Judentum als auch für den Islam wichtigen Jerusalemer Tempelberg nur den arabischen Namen “Haram al-Sharif”. Israel sieht darin eine Verneinung der jüdischen Wurzeln in Jerusalem.

Bildungsminister Naftali Bennett schrieb in einem Brief an die UNESCO: “Die Entscheidung von Donnerstag bietet direkte Unterstützung für islamistischen Terror.” Sein Sprecher erklärte, die langfristigen Auswirkungen der Entscheidung sollten in den kommenden Wochen diskutiert werden.

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