Arabische Christin kritisiert Israels Nationalitätengesetz: „Ungleichheit legalisiert“

Priester vor der Grabeskirche in Jerusalem © Andrea Krogmann (KNA)
Die christlich-arabische Abgeordnete Aida Touma-Suliman hat das israelische Nationalitätengesetz scharf angegriffen. Israel habe damit offiziell einen neuen Apartheid-Staat etabliert, sagte sie bei einem Treffen mit internationalen Bischöfen.

DOMRADIO.DE

Touma-Suliman ist Abgeordnete im israelischen Parlament. Sie traf sich am Dienstag mit einer internationalen Delegation von Bischöfen in Haifa. Zwar werde die arabische Minderheit in Israel bereits seit der Staatsgründung 1948 als Bürger zweiter Klasse behandelt, so Touma-Suliman. Jedoch habe bislang rechtlich die Gleichheit aller Bürger gegolten, so die Politikerin.

Mit dem im Juli verabschiedeten Gesetz würden die bestehenden Praktiken der Abtrennung und Ungleichheit legalisiert. Teile des israelischen Rechts legten klar fest, «dass Juden auf der ganzen Welt in diesem Land höhergestellt sind als Bürger, die hier geboren wurden und aufgewachsen sind», so Touma-Suliman wörtlich.

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»BDS-Stoßrichtung ist antisemitisch«

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: Thomas Lohnes/Zentraltrat der Juden
Josef Schuster zur Diskussion um die Boykottbewegung und die »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost«

Jüdische Allgemeine

Der Zentralrat der Juden hat die Organisation »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« kritisiert. Der Verein unterstütze aktiv Veranstaltungen der BDS‐Bewegung, betonte Zentralratspräsident Josef Schuster am Dienstag. »Und die Stoßrichtung der BDS‐Bewegung ist unzweifelhaft antisemitisch.«

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NRW zahlt über 40 Millionen an Kirchen und Jüdische Gemeinden – Zuschüsse vom Land

Kirche und Geld © Harald Oppitz (KNA)
Das Land Nordrhein-Westfalen wird die beiden großen Kirchen und die Jüdischen Gemeinden in diesem Jahr mit über 40 Millionen Euro bezuschussen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Zahlungen nur leicht um etwa 1,5 Prozent angestiegen

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Das teilte eine Sprecherin der Landesregierung am Montag auf Anfrage in Düsseldorf mit. Danach erhalten die fünf katholischen Bistümer insgesamt 13,6 Millionen Euro und die drei evangelischen Landeskirchen 9,2 Millionen Euro. Für die altkatholische Kirche seien 260.800 Euro vorgesehen. Die Zuschüsse für die Jüdischen Gemeinden beliefen sich auf 17,3 Millionen Euro.

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»Die deutsche Rechtspraxis ist ein Skandal«

Die betreffende Gesetzgebung spielt in der Brexit-Debatte eine besondere Rolle. Foto: dpa
Laut Oppositionspolitikern verhindert eine Gesetzeslücke, dass viele weibliche NS‐Verfolgte und ihre Nachkommen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten können. »Eine solche Ungerechtigkeit, für die niemand mehr Verständnis hat, ist nicht zu rechtfertigen«, sagte FDP‐Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff der Zeitung »taz« (Montag).

Jüdische Allgemeine

Der Bundestag müsse den Betroffenen den Weg in die deutsche Staatsangehörigkeit eröffnen. Derzeit spiele dies in der Brexit‐Debatte eine besondere Rolle.

NACHFAHREN Nach bestehender Gesetzeslage können laut dem Bericht die Nachfahren weiblicher NS‐Verfolgter, die vor Inkrafttreten des Grundgesetzes im Jahr 1949 geboren wurden, die deutsche Staatsbürgerschaft nicht erlangen, weil für sie weiterhin das Reichs‐ und Staatsangehörigkeitsgesetz von 1913 Gültigkeit besitzt. Danach wird die Staatsangehörigkeit ausschließlich durch den Vater weitergegeben.

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Integrationsprojekt „Shalom Rollberg“: Wie sich Juden in Berlin für muslimische Kinder engagieren

Der gebürtige Franzose Gilles Duhem ist Geschäftsführer des Vereins Morus14, wo das Projekt „Shalom Rollberg“ zu Hause ist. Hier auf einem Archivbild als Quartiersmanager mit Jugendlichen in Berlin-Neukölln von 2007. (imago stock&people / Christian Thiel)
Englisch, Kunst oder Kung-Fu: Im Berlin-Neuköllner Integrationsprojekt „Shalom Rollberg“ betreuen Israelis ehrenamtlich vorwiegend muslimische Kinder und Jugendliche. Neben der Förderung der Kids geht es auch darum, Vorurteile abzubauen.

Von Kemal Hür | Deutschlandfunk Kultur

Neun Mädchen und zwei Jungen singen Karaoke. Der Gesang ist dabei Mittel zum Zweck. Die Schüler und Schülerinnen sitzen zusammen und lernen spielerisch Englisch. Isra Mansour ist eine von ihnen, ein Kopftuch bedeckt ihre Haare. Sie ist 15 Jahre alt. Beim anschließenden Vokabelspiel meldet sie sich permanent, korrigiert sogar die anderen.

Sie ist die Beste im Kurs. Inzwischen, doch vor zwei Jahren war das ganz anders. Ihre Schulnoten in Englisch waren nicht die besten. Nachhilfe sollte das ändern. Doch als sie erfuhr, dass sie einen jüdischen Nachhilfelehrer bekommt, habe sie zunächst nicht gewusst, was sie erwarte, erzählt die Schülerin mit einem Lächeln:

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Israelischer Ex-Minister gibt Spionage für Iran zu

Israels Sicherheitsbehörden werfen Gonen Segev vor, er habe seit 2012 für den iranischen Geheimdienst spioniert. (Bild: Ronen Zvulun / Reuters)

Der frühere israelische Energieminister Gonen Segev steht nicht zum ersten Mal vor Gericht. Der 63-Jährige war in der Vergangenheit für Vergehen wie das Schmuggeln von Ecstasy-Pillen verurteilt worden und sass eine Haftstrafe ab.

Neue Zürcher Zeitung

Der frühere israelische Energieminister Gonen Segev hat Spionage und Weitergabe von Informationen an den Feind gestanden. Segev steht wegen Spionage für die Islamische Republik Iran vor Gericht. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hätten sich im Gegenzug für das Geständnis auf elf Jahre Haft und weitere Jahre auf Bewährung geeinigt, teilte das Justizministerium am Dienstag mit. Die Einigung sei dem Bezirksgericht in Jerusalem präsentiert worden.

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In Belgien ist religiöses Schlachten jetzt verboten – aber es geht nicht nur ums Tierwohl

Bild: bento,dpa/Emily Wabitsch
Belgien geht gegen das Schächten vor. In der Region Flandern ist die religiöse Form der Tiertötung bereits seit 1. Januar verboten, in der Region Wallonien soll ein Verbot im September folgen.

Marc Röhlig | bento

Beim Schächten wird einem Tier lebendig die Halsschlagader durchtrennt, dann soll es vollständig ausbluten. Nach religiöser Überzeugung entweicht so die Seele aus dem Tier, erst dann darf es verspeist werden. Das Tier erleidet dabei aber minutenlang einen qualvollen Tod. Das Schächten ist im Judentum und im Islam Pflicht.

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Von Sekte entführt: Zwei Kinder aus Händen von Lev Tahor befreit

Die Kinder waren aus den USA nach Mexiko verschleppt worden. Foto: AFP
Die mexikanische Polizei hat zwei in den USA von einer Sekte verschleppte Kinder aus der Hand ihrer Entführer befreit.

Kölner Stadt-Anzeiger

Der 12-jährige Junge und das 14-jährige Mädchen seien in einem Hotel im Bundesstaat México im Zentrum des Landes entdeckt worden, teilte das mexikanische Sicherheitsministerium am Donnerstag mit. Die Entführer wurden festgenommen.

Zwangsheiraten und Kindesmisshandlung

Bei den Verdächtigen soll es sich um Mitglieder der ultraorthodoxen jüdischen Gruppe Lev Tahor handeln. Der Sekte werden immer wieder Zwangsheiraten und Kindesmisshandlung vorgeworfen.

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Belgien: Drastische Schächtbeschränkungen treten in Kraft

Seit dem 1. Januar ist in Teilen Belgiens das koschere Schlachten verboten. Auch das islamische Schächten ist dabei betroffen.

tachles

Am 1. Januar ist in der belgischen Region Flandern das Verbot des koscheren Schlachtens in Kraft getreten. Bereits im Juli 2017 war das Gesetz vom Parlament der Region verabschiedet worden, welches das Schlachten von Tieren ohne vorherige Betäubung untersagt. Auch das Schlachten nach dem islamischen Ritus wird gemäss dem neuen Gesetz verboten sein.

Die Region von Wallonien in Süd-Belgien verabschiedete bereits im Mai 2017 eine Gesetzgebung, die das koschere Schlachten verbietet. Das Gesetz wird im September 2019 in Kraft treten. «Dass Provinzen in Belgien diese Art von anti-religiöser Massnahme verabschiedet haben, ist ein Affront gegenüber den europäischen Werten, die wir alle so hoch halten», sagte Rabbi Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz und Oberrabbiner von Moskau.

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Die unheilige Allianz von Politik und Religion: Netanyahu verstört mit seiner Kritik am Jüdischen Museum in Berlin

Im Fluchtpunkt der Politik: Jüdisches Museum Berlin. (Bild: Jens Ziehe)

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu greift das Jüdische Museum in Berlin an. Seine Kritik kommt zur rechten Zeit. Aber ist «Welcome to Jerusalem» wirklich eine Schau für Islam-Versteher?

Daniel Haas | Neue Zürcher Zeitung

Ausstellungsbesuch? Gerne doch. Hauptsache, es dauert nicht zu lang und das Café serviert guten Espresso. Mit dieser Haltung konnte man bis anhin auch ins Jüdische Museum in Berlin gehen, aber damit ist jetzt Schluss: Benjamin Netanyahu hat das Haus scharf kritisiert und damit den Deutschen einen Gefallen getan. Der kulturell indifferente Konsum funktioniert hier nicht mehr. Es heisst jetzt: Aufwachen. Stellung beziehen. Denn die Institution wird zum Anlass einer Debatte, die weit über kulturhistorische Aspekte hinausgeht. Im Zentrum steht eine Frage, die alle betrifft: Wie bekämpfen wir Intoleranz?

Konkret geht es um die Ausstellung «Welcome to Jerusalem». Sie läuft bereits seit einem Jahr und wurde von allen möglichen Lagern kritisiert: israelischen Intellektuellen, deutschen Politikern, deutschen Journalisten. Der Tenor der Vorwürfe: Die Schau präsentiere zwar Jerusalem als Ort, an dem «die drei grossen monotheistischen Religionen tief verwurzelt sind», wie Museumsdirektor Peter Schäfer in seinem Grusswort zur Eröffnung schrieb. Sie praktiziere aber eine ideologische Bevormundung des Betrachters zugunsten der Palästinenser. Diese würden tendenziell als Opfer der israelischen Besatzer gesehen, während die Juden streckenweise als extremistische Sektierer erschienen.

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Jesus war Jude. Und es wäre ein starkes Zeichen gegen den Antisemitismus, wenn die katholische Kirche wieder daran erinnern würde

Jesus trug das jüdische Zeichen des Bundes: Beschneidung Christi. Meister des Wiener Schottenaltars, um 1470. (Bild: Institut für Realienkund)
Als Sohn einer jüdischen Mutter wurde Jesus beschnitten. Jahrhundertelang hat ein Fest im katholischen Kalender daran erinnert. Die Kirche sollte es wiederbeleben.

Jan-Heiner Tück |Neue Zürcher Zeitung

Der Antisemitismus nimmt wieder zu. Gewiss, in den Hinterzimmern der extremen Rechten waren judenfeindliche Überzeugungen nie ganz verstummt. Aber seit kurzem werden auch in der politischen Linken Stimmen lauter, die unter dem Mantel des Antizionismus und der Kritik am Staat Israel antisemitische Ideen verbreiten. Hinzu kommen neue Formen eines islamischen Antisemitismus – ein Problem, das durch Migranten aus dem arabischen Raum nicht geringer geworden ist.

Die katholische Kirche, die jahrhundertelang selbst antijüdische Denkweisen gefördert hat, sollte dazu nicht schweigen. Sie hat aus dem Schrecken der Shoah gelernt und ihr Verhältnis zum Judentum nach dem II. Vatikanischen Konzil auf eine neue Grundlage gestellt.

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Religionen machen die Menschen nicht besser

© dpa, FR Göttin mit ungewöhnlicher Biografie: Guanyin aka Bodhisattva Avalokiteshvara.
Worüber sprechen wir, wenn wir über Religion sprechen? Jedenfalls ist es nicht unbedingt das, was uns viele Fromme glauben machen wollen.

Von Arno Widmann |Frankfurter Rundschau

Es ist Weihnachten. Reden wir also von der Religion. Was ist Religion? Ist sie die Gewissheit, „dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre“? Oder ist Religion das Gefühl, eingebettet zu sein in ein Ganzes, das mich, Kosmos und All umfasst? Also nicht notwendig ein Gegensatz?

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„Nicht nur Christen kennen eine Heilige Nacht“

© AFP, FR Christen in der Geburtskirche in Bethlehem.
Im Gespräch erzählt Theologe Karl-Josef Kuschel, dass die „Heilige Nacht“ kein Privileg der Christen ist.

Von Simon Berninger | Frankfurter Rundschau

Herr Kuschel, Sie beschreiben in Ihrem aktuellen Buch ein besonderes Erlebnis zwischen Alt-Kanzler Helmut Schmidt und Ägyptens ehemaligem Präsidenten Anwar as-Sadat. Worum ging es?
Der Bundeskanzler wurde anlässlich eines Staatsbesuchs im Dezember 1977 vom damaligen ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat zu einer Fahrt auf dem Nil von Luxor nach Assuan eingeladen. Sie dauerte einen Tag und eine Nacht. Und während die beiden in der Nacht die Sterne am Himmel über Ägypten betrachteten, erklärte Sadat dem ahnungslosen Deutschen, dass die drei großen monotheistischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam, gemeinsame Wurzeln haben. Das Christentum kann nicht ohne das Judentum, und der Islam kann nicht ohne Judentum und Christentum verstanden werden. Davon hatte der Protestant Helmut Schmidt bis dahin keine Ahnung.

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‘Wo Religionsfreiheit eingeschränkt ist, werden auch andere Rechte unterdrückt

„Kirche in Not“ hat Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2018“ vorgestellt.

kath.net

61 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit nicht respektiert wird. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Religionsfreiheit weltweit 2018“, die das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ Deutschland am 28. November bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main vorgestellt hat.

196 Länder im Hinblick auf Religionsfreiheit untersucht

Der Bericht, an dem über 40 internationale Autoren mitgewirkt haben und der zum 14. Mail erscheint, nimmt die Situation in 196 Ländern in den Blick, analysiert die Rechtslage und dokumentiert Verstöße gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit – für Christen wie für alle anderen Religionen. Die Ergebnisse seien ernüchternd, erklärte Maria Lozano, Pressebeauftragte von „Kirche in Not“ International und Mitglied im Redaktionsteam des Berichts: „In 38 Ländern kommt es zu schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit und in 18 dieser Länder hat sich die Lage seit 2016 nochmals verschlechtert.“

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Umfrage unter Juden – Angst vor wachsendem Antisemitismus

Bild: bb
89 Prozent der Juden in Europa haben laut einer Umfrage den Eindruck, dass Antisemitismus seit 2013 zugenommen hat. Viele berichten von Belästigungen oder Übergriffen. Die EU will nun Maßnahmen ergreifen.

tagesschau.de

Ein Großteil der Juden in Europa ist einem Medienbericht zufolge besorgt über einen wachsenden Antisemitismus. Die „Bild“-Zeitung berichtet über eine neue Umfrage der Europäischen Grundrechte-Agentur FRA, in der 89 Prozent der befragten Juden aus zwölf EU-Ländern erklärt hätten, dass der Antisemitismus in ihrem Land seit 2013 zugenommen habe.

85 Prozent der Befragten sehen Antisemitismus demnach als derzeit größtes Problem in ihren Ländern an. 38 Prozent trügen sich mit dem Gedanken, auszuwandern. 28 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr antisemitisch belästigt oder angegriffen worden zu sein. An der Umfrage nahmen 16.395 Menschen aus zwölf EU-Ländern teil, die insgesamt 96 Prozent der jüdischen Bevölkerung in der Europäischen Union abdeckten. Eine erste FRA-Studie zum Antisemitismus in Europa war 2013 veröffentlicht worden.

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Trotz Khashoggi-Tod: Kopten-Papst lobt saudischen Kronprinzen

Bild: ©KNA
Seit dem Mord am Journalisten Jamal Khashoggi ist der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman ins Visier der Weltöffentlichkeit geraten. Kopten-Papst Tawadros II. hält ihn jedoch für eine „aufgeschlossene Person“ mit „modernen Visionen“.

katholisch.de

Das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Papst Tawadros II., hat sich lobend über den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman geäußert. Dieser sei „eine aufgeschlossene Person, die eine moderne Vision bezüglich des Lebens hat“, sagte Tawadros der englischsprachigen saudi-arabischen Tageszeitung „Arab News“ (Mittwoch).

„Ich persönlich verfolge alle positiven Entwicklungen, die unter König Salman, seinem Kronprinzen und allen saudischen Regierungsbeamten stattfanden“, so der Kopten-Papst weiter. Saudi-Arabien sei sowohl in der arabischen Welt als auch auf internationaler Ebene ein „Hauptpfeiler“.

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Israel, die Orthodoxie oder das Nichts: Gibt es für die jüdische Diaspora nur noch diese Alternativen?

Die orthodoxe Lubawitsch-Bewegung an der Rue des Rosiers Synagoge betet gemeinsam zum Auftakt von Rosh Hashana. (Bild: A. Abbas / Magnum)
Die innerjüdische Spaltung führt zur Distanzierung von Israel; ein weltweit zunehmender Antizionismus hingegen befördert den jüdischen Exodus. Hinzu kommt die allgemeine Verweltlichung moderner Gesellschaften. Jüdische Identität könne in diesem Kontext nur im kulturell-historischen Versuch überleben, meint der Historiker Michael Wolffsohn.

Michael Wolffsohn | Neue Zürcher Zeitung

Warum «die» Juden? Warum sind sie weltweit ein Dauerthema? Es sind heute doch nur rund 14,5 Millionen beziehungsweise 0,2 Prozent der Menschheit. Ich sehe vor allem zwei Gründe: Der erste ist religiös, der zweite wegen Israel weltpolitisch und weltwirtschaftlich.

Solange und wenn Christen und Muslime religiös oder gar fundamentalistisch sind, können sie Juden gegenüber zumindest nicht indifferent sein. Christentum und Islam sind ohne theologische und geografische Bezüge zum Judentum undenkbar. Knapp die Hälfte der Menschheit sind Christen und Muslime. Ergo beschäftigt sie Jüdisches auf die eine oder andere Weise.

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Die Hydra hebt ihr Haupt – der neue Judenhass

Video: NZZ/Screengrab: BB
Mit der muslimischen Zuwanderung und dem Aufstieg des Rechtspopulismus hat der Antisemitismus in Europa eine neue gefährliche Virulenz erhalten. Der deutsch-jüdische Historiker Michael Wolffsohn gibt Auskunft in «NZZ Standpunkte».

Neue Zürcher Zeitung

In den Medien häufen sich Meldungen von antisemitischen Ausfällen und Übergriffen in Europa. Dabei schien der Judenhass weitgehend besiegt zu sein. Echoraum der neuen Aggression ist das Internet: Auf Social Media wird plötzlich sagbar, was lange gesellschaftlich geächtet war. Als enthemmte Akteure in Szene treten Linksradikale und Rechtsextremisten, aber auch muslimische Einwanderer, bei denen sich der Hass auf Israel mit einer tradierten Verachtung des Judentums mischt.

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„Häresie-App“ in Indonesien: „Gefährlicher Schritt zur Diskriminierung religiöser Minderheiten“

ADEK BERRY/AFP/Getty Images
Eine neue „Häresie-App“ der indonesischen Regierung stößt auf Kritik von Menschenrechtlern. „Es wird immer schlimmer. Das ist ein weiterer gefährlicher Schritt zur Diskriminierung religiöser Minderheiten in Indonesien“.

DOMRADIO.DE

Das sagte Andreas Harsono, Religionsexperte von Human Rights Watch in Jakarta, am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die App „Smart Pakem“ wurde von der Staatsanwaltschaft in Jakarta entwickelt und kann von Android-Nutzern kostenlos bei Google Play heruntergeladen werden. Über „Smart Pakem“ können User den Behörden „unorthodoxe Interpretationen“ der offiziell anerkannten Religionen melden – Islam, Christentum, Hinduismus und Buddhismus. Darüber hinaus sind in der App auch religiöse Erlasse sowie Listen verbotener Glaubensgemeinschaften enthalten.

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Bund unterstützt Berliner „House of One“ mit zehn Millionen Euro

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Der Bau des in Berlin geplanten interreligiösen „House of One“ wird vom Bund mit zehn Millionen Euro unterstützt. Das habe der Bundestag bei seinen Haushaltsberatungen entschieden, teilte die Stiftung House of One – Bet- und Lehrhaus am Freitag in Berlin mit. Der Stiftungsvorsitzende Roland Stolte sprach von einem wichtigen Schritt zur Realisierung „dieses außergewöhnlichen Friedensprojekts im Herzen Berlins“.

evangelisch.de

Die Mittel verteilen sich auf 500.000 Euro, die 2019 bereitgestellt werden, und Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 9,5 Millionen Euro in den Folgejahren. Die Mitfinanzierung des Baus durch den Bund erfolge allerdings erst, wenn das Land Berlin sich ebenfalls mit mindestens zehn Millionen beteiligt und Privatspenden in derselben Höhe vorgewiesen werden können, hieß es.

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