Kirchhof sieht Probleme beim islamischen Religionsunterricht

Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Ferdinand Kirchhof.
Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Ferdinand Kirchhof.
Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Ferdinand Kirchhof, sieht ein rechtliches Problem beim islamischen Religionsunterricht. Der Unterricht in staatlichen Schulen benötige zur näheren Ausgestaltung eigentlich Verträge zwischen Staat und Religionsgemeinschaft, sagte Kirchhof im Interview mit den „Badischen Neuesten Nachrichten“ (Samstag).

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Das Staatskirchenrecht baue auf der historischen Vorgabe auf, dass große Kirchen mit körperschaftlicher Verfassung existieren, mit denen der Staat Verträge schließt. Der Islam besitze diese bundes- oder landesweite körperschaftliche Verfassung nicht. Meistens treten rechtlich nur einzelne Moscheevereine auf. Es fehlt also an einem Vertragspartner für landesweite Vereinbarungen. „Es wäre einfacher zu handhaben, wenn die Gespräche mit den verschiedenen Glaubensrichtungen im Islam rechtlich überschaubarer würden.“

Arte-Film „Freistatt“: Sie vernichteten ihre Seelen

© © Zum Goldenen Lamm/Boris Laewen Er ist erst Vierzehn, im Erziehungslager wird ihm seine Jugend genommen: Wolfgang (Louis Hofmann) leistet Widerstand, solange er kann.
© Zum Goldenen Lamm/Boris Laewen Er ist erst Vierzehn, im Erziehungslager wird ihm seine Jugend genommen: Wolfgang (Louis Hofmann) leistet Widerstand, solange er kann.
Der Arte-Film „Freistatt“ handelt vom Horror der Erziehungsheime, in denen Jugendliche in der Bundesrepublik bis in die siebziger Jahre brutal misshandelt wurden: Das Unrecht schreit uns an.

Von Heike Hupertz | Frankfurter Allgemeine

Osnabrück, Juni 1968, in sonnendurchflirrten, mutwillig wackelnden Bildern gefangen: Bei Käseigel und kaltem Hund feiert man Straßenparty. Die Röcke schon kürzer, die Stimmung ausgelassener, scheint selbst in dieser bürgerlichen Gegend mit Backsteinhäusern ein wärmender Hauch von Flower-Power und „Make Love, Not War“ in der Luft zu liegen. Der vierzehnjährige Wolfgang (Louis Hofmann) zeigt seinen Freunden heimlich Pornohefte, die der Stiefvater (Uwe Bohm) im Schlafzimmer versteckt.

Die brutal ausgeteilten Schläge, die er dafür kassiert, ist der Junge gewohnt. Dieses Mal aber macht der Familienvorstand tabula rasa. Der renitente Sprössling stört den Hausfrieden. Die Mutter (Katharina Lorenz) ist nachgiebig. Ein paar Monate Durchgreifen in einem christlichen Erziehungsheim, zum Wohle der Kinder mit harter Hand geführt, werden dem lästigen Stiefsohn die Flausen schon austreiben. Seinen letzten Moment der Freiheit sieht Wolfgang im Vorbeifahren durch Autofensterscheiben. Ein Schimmel galoppiert auf der Koppel.

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Falscher Papst-Gebetsaufruf kursiert in Social Media

© Bild: katholisch.de (Montage)
© Bild: katholisch.de (Montage)
Es klingt dramatisch: Papst Franziskus ruft zum Gebet für von Islamisten bedrohte irakische Christen auf. Über WhatsApp und E-Mail verbreitet sich der Aufruf tausendfach – doch etwas daran ist faul.

katholisch.de

Seit einigen Tagen kursiert vor allem über E-Mail und WhatsApp verstärkt ein gefälschter Gebetsaufruf von Papst Franziskus. Darin wird für „heute Abend um 21:00 Uhr“ zu einem Friedensgebet für Syrien und die Welt aufgerufen. Anlass soll die Eroberung der „größten irakischen christlichen Stadt“ durch „die radikal-islamische Gruppe Quaragosh“ sein, den christlichen Bewohnern der Stadt drohe die Enthauptung.

Der Aufruf geht zurück auf einen Kettenbrief, der seit 2014 in englischer und italienischer Sprache in verschiedenen Fassungen kursiert. Sowohl die auf die Aufdeckung von Falschmeldungen spezialisierte Webseite Snopes wie das Informationsportal Catholic Online haben die Informationen bereits 2014 richtiggestellt.

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Rom: Kinderschutzkommission weist Fittipaldi-Vorwürfe zurück

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Deutscher Jesuit Zollner: Papst setzte nach Vorschlägen der Kommission konkrete Maßnahmen – Journalist Fittipaldi behauptet in seinem am Donnerstag in Italien erschienen Buch „Lussuria“ (Wollust), die Kommission habe „wenig oder nichts“ bewegt

kath.net

Der deutsche Jesuit Hans Zollner hat Vorwürfe gegen die päpstliche Kinderschutzkommission zurückgewiesen, die ein neues Enthüllungsbuch erhebt. Die Darstellung der Kommission und ihrer Arbeit „wimmelt von Fehlern, Ungenauigkeiten und Vermutungen“, sagte Zollner im „Kathpress“-Interview am Donnerstag in Rom.

Außerdem sei der Autor Emiliano Fittipaldi offensichtlich nicht auf dem neuesten Stand. Er nehme nur die Entwicklung bis 2014 oder Anfang 2015 zur Kenntnis, so der Leiter des Kinderschutzzentrums der Päpstlichen Universität Gregoriana. Das gelte seinem Eindruck nach auch für weite Teile des gesamten Werks.

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Judenbücherstreit: „Verbrennt nicht, was ihr nicht kennt …“

Reuchlin und Pfefferkorn läuten die Reformation durch einen Kampf um das Schrifttum der Juden ein (Tobias Felber / dpa)
Reuchlin und Pfefferkorn läuten die Reformation durch einen Kampf um das Schrifttum der Juden ein (Tobias Felber / dpa)
Anfang des 16. Jahrhunderts, wenige Jahre vor Luther kam es zu einem Intellektuellen-Disput: der sogenannte Judenbücherstreit. Johannes Pfefferkorn, vom Juden- zum Christentum konvertiert, forderte, jüdische Schriften sollten verbrannt werden. Der Hebraist Johannes Reuchlin konterte. Flugschriften entstanden – und das neue Medium Buchdruck erstmals offensiv genutzt.

Von Kirsten Serup-Bilfeldt | Deutschlandfunk

Ein geselliger Abend unter Freunden. Im Schein unzähliger Kerzen schimmern Pokale mit Wein, tragen Diener Schüsseln mit Braten und Körbe mit Früchten und Gebäck herein. Schließlich will man dem deutschen Gast den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen.

Reuchlins Interesse an der hebräischen Sprache wird geweckt

An diesem Herbstabend des Jahres 1490 hat sich im gastlichen Haus des Philosophen Pico della Mirandola in Florenz eine kleine Schar illustrer Gäste eingefunden. Unter ihnen der Grieche Elia Del Medigo, der in Florenz Philosophie lehrt und ein Deutscher – der Doktor Johannes Reuchlin aus Tübingen. Für den ist diese italienische „Bildungsreise“ die Erfüllung eines langgehegten Wunsches.

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Enthüllungsjournalist sorgt mit Buch für Unruhe im Vatikan

Der italienische Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi in Rom in seiner Redaktion. In Händen hält er sein neues Buch
Der italienische Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi in Rom in seiner Redaktion. In Händen hält er sein neues Buch „Lussuria“, das sich mit Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche beschäftigt. Foto: Stefania Fumo / dpa
Wollust ist in der katholischen Lehre eine der Todsünden. „Wollust“ heißt ein Buch zum Missbrauchsskandal, das den Vatikan angreift.

Berliner Morgenpost

Ein neues Buch zeigt, dass Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche immer noch ein Problem ist. Viel Gerede, wenig Taten und ein hilfloser Papst: Das sind die Vorwürfe gegen den Vatikan. Beschuldigte vermuten dahinter andere Motive.

Autor Emiliano Fittipaldi ist kein gerngesehener Mann im Vatikan. Der italienische Journalist kennt die Anklagebank des Kirchenstaates gut. Als er 2015 ein Buch über Geldverschwendung im Vatikan veröffentlicht hatte, saß er wenig später vor Gericht. Das als „Vatileaks 2“ bekannt gewordene Verfahren hielt ihn jedoch nicht davon ab, sondern bestärkte ihn, ein neues Buch über den Vatikan zu schreiben. „Lussuria“ (Wollust) erscheint diesen Donnerstag und beleuchtet ein dunkles Kapitel: Kindesmissbrauch, pädophile Priester und das Versagen des Vatikans, dagegen entschieden vorzugehen.

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Wer sich verpartnert, muss bei der Caritas mit Kündigung rechnen

Allein die Liebe zählt. Erst gleichgeschlechtliche Trauung am 12. August 2016 in der Berliner Landeskirche.Foto: Wolfram Kastl/dpa/p-a
Allein die Liebe zählt. Erst gleichgeschlechtliche Trauung am 12. August 2016 in der Berliner Landeskirche.Foto: Wolfram Kastl/dpa/p-a
Eine neue Folge unserer Kolumne Heteros fragen, Homos antworten. Diesmal geht es um Glaube und Homosexualität.

Von Anja Kühne | DER TAGESSPIEGEL

Für die meisten Glaubensgemeinschaften gilt Homosexualität als Sünde. Wie haltet ihr es also mit der Religion? – Hartmut, Falkensee

Es stimmt, die großen Religionen, jedenfalls das Christentum, das Judentum und der Islam, haben generell ein angespanntes Verhältnis zur Sexualität, wenn sie nicht bloß der Fortpflanzung dient. Entsprechend verurteilen die heiligen Schriften nach konventioneller Auslegung Homosexualität. Darauf berufen sich religiöse Menschen, wenn sie Homosexuelle herabsetzen, ausgrenzen oder – im Fall von Fanatikern – sogar physisch attackieren. Weltweit gibt es Prediger aller Richtungen, die regelmäßig dazu beitragen, die gesellschaftliche Atmosphäre zu vergiften.

Leider hat auch Papst Franziskus, für liberale Christen ein Hoffnungsträger, gerade erst den katholischen Katechismus bestätigt. Demnach verstoßen homosexuelle Handlungen „gegen das natürliche Gesetz“. Allerdings solle Homos „mit Achtung, Mitleid und Takt“ begegnet werden.

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Jesus‘ Schmuddelkinder

 

„Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“
Albert Schweitzer

Die christlichen Amtskirchen in deutschen Landen bemühen sich Distanz zum neo-nazistischen, christlichen Schmuddelkind AfD(Alternative für Deutschland) zu schaffen. Sie bestimmen wer Christ ist. Genau das steht ihnen nicht zu. Taufe, Konfirmation/Kommunion, kirchliche Trauung und Beerdigung sichern den Bestand des Fanklubs Jesus Christus. Ganz wichtig in dieser Hinsicht ist die personale Beziehung der Betroffenen zum untoten Jesus. Zwiegespräche mit ihm sichern diese Beziehung und sind wichtig für das Werden des Christen. Leicht erkennbar, Amtskirche kann einem Christen das Christsein nicht absprechen, das ist Sache Gottes. Katholik Adolf Hitler wurde nie exkommuniziert, das Jüngste Gericht soll über ihn entscheiden. Und so wird es mit all jenen passieren, deren sich die Kirchen heute so schämen, den Rassisten, Rechtspopulisten, Fremdenfeinden und radikalen Extremisten. Der christliche Alleinvertretungsanspruch der Kirchen lässt diese Leute wie die fette Krätze am Bein kleben.
Hoher christlicher Schöpfungsgrad sichert die Pfründe der Kirchen, die Allgemeinheit bezahlt. Auch für den Judenhass eines Martin Luthers. Selbiger ist der Kulminationspunkt christlicher Entwicklung, praktisch umgesetzt durch den Katholiken Adolf Hitler und seiner Verbrecherbande. Es wird ein Mann gefeiert, der in seiner Weltsicht viel extremer daher kommt als die Raubritter des „christlichen Abendlandes“ der AfD. Luther war Extremist. Sein Frauenbild barbarisch. Frauen haben die Pflicht zum Gebären.

„Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.“Martin Luther

Bei solchen Sprüchen, und es gibt weitaus schlimmere, fragt man sich, wie Feministinnen den Reformator hochleben lassen können.

Das Bemühen der Kirchen um Distanz zur Alternative für Deutschland ist bigott. Man feiert auf der einen Seite Luthers Reformation des Glaubens, versucht Positives zu okkupieren und vermeint das Negative auf den Müll der Geschichte entsorgen zu können. Scheibenweise Vereinnahmung eines Mannes der heute im Knast sitzen würde.

„Darum ehrt auch Gott das Schwert mit so hohen Worten, dass er es seine eigene Ordnung nennt (Römer 13, 1) und nicht will, dass man sage oder denke, die Menschen hatten es erfunden und eingesetzt. Denn die Hand, die das Schwert führt und tötet, ist dann auch nicht mehr eines Menschen Hand, sondern Gottes Hand, und nicht der Mensch, sondern Gott henkt, rädert, enthauptet, tötet und führt den Krieg. Das alles sind seine Werke und sein Gericht.“ Martin Luther: Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können, 1526

Und so segnete er den Krieg.

Katholisches Bistum Oslo scheitert gegen Staat Norwegen

Bild: tilly
Bild: tilly
Das Urteil in der Rechtsstreitigkeit bzgl. der sogenannten „Mitgliederregistrierungssache“ im Bistum Oslo ist am Dienstag gefällt worden. Danach wurde die Klage der Katholischen Kirche gegen den Staat abgewiesen.

kath.net

Das Urteil in der Rechtsstreitigkeit bzgl. der sogenannten „Mitgliederregistrierungssache“ im Bistum Oslo ist am Dienstag gefällt worden. Die Klage der Katholischen Kirche gegen den Staat wurde abgewiesen. „Wir sind enttäuscht über das Urteil, aber wir werden es in den kommenden Tagen gründlich studieren“, sagte Lisa Wade, die administrative Leiterin im Bistum Oslo. Sie weist in einer ersten Stellungnahme darauf hin, dass das Bistum nicht gegen den Staat geklagt habe, um die sogenannte „Telefonbuch-Methode“ zu rechtfertigen, die eine Zeitlang gebraucht wurde, um Katholiken zu registrieren und die das Bistum verschiedene Male beklagt hatte.

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Warum Dschihadisten keine religiösen Analphabeten sind

Bild: nationalreview.com
Bild: nationalreview.com
Lässt sich islamistischer Fundamentalismus mit dem Koran begründen? Die Ethnologin Susanne Schröter schließt nicht aus, dass sich Dschihadisten auf islamische Quellen berufen. Im Gespräch erklärt sie, dass es aber auch progressive Kräfte im Islam gebe.

Susanne Schröter im Gespräch mit Nana Brink | Deutschlandradio Kultur

Nana Brink: „Großerzählungen des Extremen“ heißt eine sehr ambitionierte Veranstaltungsreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen. Ende letzten Jahres ging es da um die Strategien der Rechten, die Narrative der Populisten in Europa. Und heute Abend steht der islamische Fundamentalismus im Vordergrund. Mit dabei ist auch die Ethnologin Susanne Schröter, sie ist Leiterin des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam. Schönen guten Morgen, Frau Schröter!

Susanne Schröter: Guten Morgen!

Brink: Der Titel der Veranstaltung heißt, den lese ich wirklich mal vor: „‚Manche glauben das, aber der Koran sagt‘. Die Erzählung des aktuellen Islamismus als unhistorische Buchgläubigkeit“. Im Allgemeinen, könnte man sagen, gilt der Islam ja im Vergleich zu anderen Religionen als besonders buchgläubig. Stimmt das?

Schröter: Es stimmt in weiten Teilen, aber nicht vollständig natürlich. Der Islam ist ja genauso eine Weltreligion wie andere auch und die heiligen Texte müssen interpretiert werden in der einen oder anderen Weise. Und dann versucht man entweder, sie in einem historischen Kontext zu deuten, oder man sagt, wir schauen jetzt mal, was steht denn da, und das nehmen wir alles für bare Münze. Und das wäre eben diese Buchstabengläubigkeit, die man auch in anderen Religionen natürlich findet, auch im Christentum beispielsweise, der Skripturalismus, der sogenannte. Und wenn man das tut, dann bekommt man natürlich Probleme, weil diese Texte allesamt, und auch der Koran, natürlich aus einer Zeit kommen, in der ganz andere Werte und Normen galten, als es heute der Fall ist. Und wenn man sich dann eben ganz genau an so einen Text hält und sagt, da sind aber bestimmte Dinge gerechtfertigt, und das betrifft dann beispielsweise den Umgang mit Nichtmuslimen oder das betrifft auch das Verhältnis der Geschlechter, wenn man sich da eben ganz buchstabengläubig an den Korantext hält oder auch an das Vorbild des Propheten Mohammed, wie es in den Überlieferungen niedergeschrieben ist, dann hat man natürlich ein Problem mit der aktuellen Gesellschaft.

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Ex-Muslima Sabatina James: Weil Jesus die Wahrheit ist – Religiotie

„Sollte es je etwas geben, auf das ich mein Leben setze, dann ist es Wahrheit! Jesus hat nie Gewalt gelehrt oder praktiziert. Mohammed hat Gewalt gelehrt und praktiziert“

kath.net

„Das Kopftuch ist das Symbol der Unterwerfung der Frau, ihrer Sexualität und ihrer Selbstbestimmung unter die Herrschaft des Mannes.“ Dies erklärt Ex-Muslima und Islamkritikerin Sabatina James in einem aktuellen Interview mit dem „Kurier“. James, die seit Jahren aufgrund Morddrohungen durch Islamisten in einem Opferschutzprogramm lebt, erinnert daran, dass die islamische Staatengemeinschaft OIC in ihrer islamischen Menschenrechtserklärung EMRI einstimmig die rechtliche Gleichstellung von Frauen verweigert habe. Mohammed habe außerdem das Töten von Andersgläubigen bei Abfall vom Islam oder das Töten von Anderslebenden bei Homosexualität und das Töten von Andersdenkenden bei Kritik an diesem Scharia-System, befohlen. Dies gelte laut James auch für die Unterwerfung der Frau und für das Schlagen der Frau.

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Liegestütze auf katholischem Altar – Geldstrafe

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Künstler: „Ich wollte mich nicht über die katholische Kirche lustig machen oder Gefühle von Gläubigen verletzen.“ – Mit VIDEO der umstrittenen Aktion in Saarbrücker Barock-Basilika.

kath.net

„Ich wollte mich nicht über die katholische Kirche lustig machen oder Gefühle von Gläubigen verletzen.“ Dies beteuerte nach Angaben der „Saarbrücker Zeitung“ der 38-jährige Alexander Karle, der sich heute vor dem Amtsgericht Saarbrücken verantworten muss. Er hatte in der katholischen Barock-Basilika St. Johann in Saarbrücken (Bistum Trier) unerlaubt den Altarraum betreten und etwa 30 Liegestütze auf dem Altar gemacht. Laut Staatsanwaltschaft sei dies eine „grob ungehörige, eine rohe Gesinnung aufweisende Handlung“ gewesen. Die Tat, die sich ungefähr zwischen Heiligabend 2015 und 10.1.2016 ereignet hat, war von Karle mit einem Video aufgenommen worden und in einem Saarbrücker Schaufenster und via Youtube verbreitet worden. Karle hatte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar studiert und versteht seine Aktion als Kunst, wie andere Medien berichteten. Das Video mit dem Titel „Pressure to Perform“ [Leistungsdruck] wolle der Frage nachgehen, inwieweit Religion und Leistungsdruck zusammenhingen.

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Malta-Entscheidung: Faktisches Schisma

Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.

Katholische Zeitung zur Entscheidung der Bischöfe von Malta: „Der Graben wird tiefer. Florenz gegen Rom, Polen gegen Argentinien, Malta gegen Mailand. Das nennt man ein faktisches Schisma.“

kath.net

„Der Graben wird tiefer. Florenz gegen Rom, Polen gegen Argentinien, Malta gegen Mailand. Das nennt man ein faktisches Schisma.“ Mit klaren Worten hat am Montag die „Tagespost“ die Entscheidung der Bischöfe von Malta, wiederverheiratete Geschiedene de facto ohne Auflage zur Eucharistie Zugang zu gewähren, kommentiert. Guido Horst, der Romkorrespondent der Zeitung, kritisiert in dem Beitrag, dass Rom jetzt nicht mehr als „klärende Instanz“ agiere sondern als stiller Betrachter zuschaue, wie die „Einheit des seelsorglichen Handelns der Kirche“ zerbreche.

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Kirchen und Rechtspopulismus: „Die AfD verstreut ein süßes Gift“

Volker Resing ist Chefredakteur der
Volker Resing ist Chefredakteur der „Herder Korrespondenz“ und Mitherausgeber eines Sammelbandes, in dem sich Politikwissenschaftler und Theologen mit dem Rechtspopulisten in Deutschland auseinandersetzen. (Deutschlandfunk / Chaperon)
Beschädigt der Rechtspopulismus mit seiner Forderung nach einem „christlichen Abendland“ die Religion? Diesen und anderen Fragen geht ein Aufsatzband nach, der morgen erscheint. Der Mitherausgeber Volker Resing sagte im DLF, Parteien wie die AfD bedienten eine diffuse Sehnsucht nach einem Kulturchristentum.

Volker Resing im Gespräch mit Christiane Florin | Deutschlandfunk

Christiane Florin: 2017 ist ein Superwahljahr. Die Zeiten sind vorbei, da von den Kanzeln befohlen wurde, wo brave Christen ihr Kreuz zu setzen haben. Aber die Kirchen mischen sich mehr denn je politisch – auch parteipolitisch – ein. Das wiederum empört die AfD.

Ich bin nun in Berlin verbunden mit dem Journalisten Volker Resing. Er ist Chefredakteur der theologischen Zeitschrift Herder Korrespondenz und Herausgeber eines Buches, das morgen erscheint. Es heißt „AfD, Pegida und Co. Angriff auf die Religion?“. Inwiefern greift die AfD die Religion an sich an – also nicht nur den Islam, sondern auch das Christentum?

Volker Resing: Wenn man christliches Engagement in der Flüchtlingshilfe dermaßen kritisiert, ist das auch schon ein Angriff auf die Religion. Aber es findet auch Angriff auf Kirchenstrukturen, auf Kirchenvertreter statt. In der Tat ist diese Kritik an einer Entchristlichung der Gesellschaft, die man dem Islam zuschreibt, ein Angriff insgesamt auf die Religion, weil das religiöse Grundgefüge damit in Frage gestellt wird. Deswegen ist interessanterweise Religion und AfD ein virulentes Thema.

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‚Säkularer Untergangsprophet’ spricht bei Vatikankonferenz

Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.

Paul R. Ehrlich gilt als einer der Begründer der Bevölkerungspolitik und hat teils drastische Maßnahmen zur Eindämmung der ‚Bevölkerungsexplosion’ verlangt. Sein geplanter Auftritt bei einer Konferenz im Vatikan stößt auf Kritik.

kath.net

Der US-amerikanische Biologe und Bevölkerungsforscher Paul R. Ehrlich wird bei einer Veranstaltung der Päpstlichen Akademie für die Wissenschaften und der Päpstlichen Akademie für die Sozialwissenschaften auftreten. Ehrlich gilt als einer der Väter der Bevölkerungspolitik und hat sich unter anderem für Zwangsabtreibungen und Massensterilisationen ausgesprochen, wenn es durch Überbevölkerung zu Krisen kommen sollte, welche die Gesellschaft in ihrer Existenz bedrohen.

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Luther als Vorbild einer muslimischen Reformation?

Lutherjahr

Die Christen mögen sehen, was für ein verfluchtes, schändliches Buch der Koran ist, voller Lügen, Fabeln und allerlei Gräuel.
Martin Luther

mdr.de

Martin Luther war nicht gut auf die Muslime zu sprechen. Für ihn waren Muslime vor allem die Türken, die 1529 vor Wien standen und beim Reformator apokalyptische Visionen hervorriefen. Dennoch meinen Protestanten heutzutage immer wieder, Muslime sollten sich an Luther orientieren – auch der Islam benötige eine Art Reformation. MDR KULTUR-Autor Michael Hollenbach hat bei Theologen und Islamwissenschaftlern nachgefragt.

1529 war die Angst vor einem türkischen Überfall auf Mitteleuropa groß. Martin Luther sah die Bedrohung vor allem als Chance der Christenheit zur Buße, zur Abkehr von den sogenannten Papisten. Luther setzte sich mit den „Muselmanen“, wie er die Muslime nennt, auseinander, ohne je einen Muslim gekannt zu haben. Erst später – gegen Ende seines Lebens – regte er an, den Koran ins Deutsche zu übersetzen.

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Journalist prangert Vatikan wegen Missbrauchsskandalen an

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Der Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi wirft dem Vatikan in seinem am Donnerstag erscheinenden Buch „Lussuria“ (Unzucht) vor, unzählige Missbrauchsskandale in der italienischen Kirche gedeckt zu haben. Die Skandale seien auch von hohen Prälaten an der Seite von Papst Franziskus verheimlicht worden, kritisierte Fittipaldi.

Salzburger Nachrichten

Der italienische Journalist berichtete, dass zwischen 2013 und 2015 aus den verschiedenen Weltdiözesen 1.200 Anzeigen wegen Kindesmissbrauchs durch Geistliche bei der Glaubenskongregation im Vatikan eingetroffen seien. Die Zahl habe sich gegenüber dem Zeitraum 2005 bis 2009 verdoppelt. „Dieser Trend zeigt, dass das Geschwür der Pädophilie in der Kirche nicht ausgemerzt worden ist“, schreibt Fittipaldi in seinem Buch, das in Auszügen von der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ und vom Wochenmagazin „L’Espresso“ am Montag veröffentlicht wurde. Die italienische Kirche sei in den vergangenen 20 Jahren mit den Fällen von 200 pädophilen Priestern konfrontiert gewesen.

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EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm trifft Antichrist im Vatikan

Bild: mdr.de
Bild: mdr.de

Die Spitzen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) treffen im Jahr des 500. Reformationsjubiläums Papst Franziskus in Rom. Am 6. Februar werde der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, zusammen mit weiteren EKD-Vertretern vom Papst in Privataudienz empfangen, teilte die EKD am Montag mit.

evangelisch.de

Auch der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, werde an der Audienz teilnehmen. Man wolle unterstreichen, dass die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland eine besondere Verantwortung für den weiteren Weg der Ökumene wahrnehmen wollten, erklärte Bedford-Strohm laut Pressemitteilung.

Bedford-Strohm stellte den geplanten Besuch in Rom in eine Reihe mit dem Treffen des Papstes mit dem Lutherischen Weltbund am 31. Oktober 2016 im schwedischen Lund. Nach Lund sei die deutsche Begegnung mit Papst Franziskus „ein weiterer Meilenstein“ auf dem Weg zu einem ökumenisch gestalteten Reformationsjubiläum 2017, teilte er mit: „Wir erleben in dem Land, aus dem die Trennungen der Reformationszeit hervorgegangen sind, heute eine Ökumene herzlicher gegenseitiger Wertschätzung. Diesen Geist bringen wir mit nach Rom.“

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Jaroslaw Kaczynski: „Werde Merkel sagen, dass sie sich entscheiden muss“

kirche_polenDer Chef der polnischen Regierungspartei Kaczynski hat Angela Merkels Besuch deutliche Worte vorausgeschickt. Er will die Kanzlerin vor eine Entscheidung stellen, wenn sie die Beziehungen zu Polen retten will.

DIE WELT

Der Chef der polnischen rechtskonservativen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, will beim anstehenden Polen-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel kein Blatt vor den Mund nehmen. Die Reise der CDU-Politikerin ist für Anfang Februar vorgesehen. In einem Interview mit „Radio Szczecin“ kündigte Kaczynski aber bereits an, er werde mit Merkel über die polnisch-deutschen Beziehungen und über die Zukunft der Europäischen Union sprechen.

Kaczynski, der als Strippenzieher hinter der Regierung gilt, fügte hinzu: „Ich werde gezwungen sein, der Kanzlerin zu sagen, dass Deutschland entscheiden muss, welche Art von Beziehungen es mit Polen haben will. Denn es ist nicht möglich, Polen anzuprangern und es sämtlicher Übel zu beschuldigen und gleichzeitig auf gute Beziehungen zu hoffen.“

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Gysi hält Kanzelrede in Leipzig: „Keine Moral ohne die Kirchen“

Gregor Gysi. Bild: FB
Gregor Gysi. Bild: FB

„Krieg und Frieden“ im Zeichen des Reformationsjubiläum: Zu dem Thema hat der Politiker Gregor Gysi am Sonntag in der Michaeliskirche in Leipzig referiert. Im domradio.de-Interview erklärt der Atheist, warum Religion für uns so wichtig ist.

domradio.de

domradio.de: Ihr Thema in der Michaeliskirche war „Krieg und Frieden“. Da denkt man im Moment schnell an islamistischen Terrorismus. Wo sehen Sie in dem Zusammenhang die Rolle von Religion?

Gregor Gysi (Mitglied des Bundestags, Die Linke, Vorsitzender der Europäischen Linken): Ich habe versucht zu erklären, weshalb Religion und Kirchen in unserer Gesellschaft so wichtig sind. Ich habe – obwohl ich selbst nicht an Gott glaube – versucht, der Gemeinde zu erklären, dass ich eine gottlose Gesellschaft ganz furchtbar fände. Und zwar schon aus folgenden Gründen: Erstens sind die Religions- und Kirchengemeinschaft Bestandteil unserer Kultur, und zweitens sind zurzeit nur die Kirchen- und Religionsgemeinschaften in der Lage, allgemeinverbindliche Moralnormen aufzustellen. Die Linke konnte das mal, aber seit dem Scheitern des Staatssozialismus kann sie zwar Moralnormen aufstellen, die sind dann nur nicht allgemeinverbindlich. Der Kapitalismus ist auf Konkurrenz aus, das heißt, für den einen ist es besser, wenn der andere pleitegeht; auch das hat alles wenig mit Moral zu tun. Wenn wir also die Kirchen und die Religionsgemeinschaften nicht hätten, gäbe es keine verbindliche Moral. Über dieses Bild kann man sich dann auch dem Thema „Frieden und Krieg“ nähern. Dazu habe ich den Römerbrief aus Kapitel 12 ausgesucht und die Verse 17 bis 21 vorgelesen.

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