Dezernentin: Symposium gegen Ehe-Öffnung ist „diskriminierend“

Themenbild.
Die Frankfurter Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) wendet sich gegen eine für den 20. Januar 2018 geplante wissenschaftliche Tagung des konservativen Bündnisses „Demo für alle“.

evangelisch.de

Das Symposium gegen die Ehe für alle sei eine „diskriminierende Veranstaltung, die sich gegen die Grundwerte des gesellschaftlichen Miteinanders richtet“, erklärte Weber. Zugleich rief sie dazu auf, dem Aufruf der „Aids-Hilfe“ Frankfurt zu folgen und an der Gegenveranstaltung, der „Demo der Vielfalt und Liebe“, teilzunehmen, die um 11 Uhr an der Hauptwache startet. „Das Bündnis macht durch seine homo- und transfeindlichen Aussagen Stimmung gegen alle Menschen, die nicht in das eigene Weltbild passen“, sagte Weber. Das passe nicht zu Frankfurt, denn die hohe Lebensqualität dieser Stadt, ihr sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Erfolg seien gerade eine Folge der gesellschaftlichen Vielfalt und Offenheit. „Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung gehört nicht zum Konsens in unserer Gesellschaft“, betonte die Integrationsdezernentin.

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US-Staaten verbieten „Homo-Heilung“ – absurde Therapie in Deutschland immer noch erlaubt

Homosexualität lässt sich nicht wegtherapieren © Unsplash/Christian Sterk
Es ist ein Skandal: Während sogar in den USA immer mehr Staaten die Therapie gegen Homosexualität verbieten, ist sie in Deutschland erlaubt. Dabei ist die angebliche „Homo-Heilung“ gefährlich.

stern.de

Homosexualität ist keine Krankheit. Dieser einfache Satz sollte eigentlich reichen, um absurde Therapie-Angebote für Nicht-Heteros zu verbieten. Eigentlich. Denn auch in Deutschland ist es immer noch erlaubt, zu versuchen, Schwule und Lesben davon zu überzeugen, dass sie „geheilt“ werden müssen. Das Ganze nennt sich Konversionstherapie oder auch Reparativtherapie – und ist sehr gefährlich.

„Klienten, die gelernt haben, Gefühle zu unterdrücken, stehen unter ständiger Spannung, sie können Essstörungen entwickeln, neigen zu Substanzmissbrauch, wollen sich im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur ‚wegbeamen‘. Auch das Risiko für Depressionen und Suizidalität ist erhöht“, erklärte zum Beispiel die Psychologin Gisela Wolf vor einiger Zeit dem stern. Medizinerverbände warnen seit langem vor den Therapien, trotzdem sind sie auch in Deutschland erlaubt. Dabei ist schon der Versuch absurd. „Aus einem Homosexuellen kann man keinen Heterosexuellen machen – umgekehrt geht das übrigens auch nicht“, so Wolf.

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Gutachten widerspricht Sterbehilfe-Urteil

Themen-Bild: letzte-hilfe.de
Mit seinem Urteil für den Zugang zu todbringenden Medikamenten sorgte das Bundesverwaltungsgericht für Schlagzeilen. Der Verfassungsrechtler Udo Di Fabio hält es für unzulässig und fordert den Gesetzgeber zum Handeln auf.

evangelisch.de

Das aufsehenerregende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Abgabe tödlich wirkender Medikamente an Sterbewillige ist laut einem Gutachten verfassungsrechtlich nicht haltbar. Es gebe keine verfassungsrechtliche Schutzpflicht, Sterbewilligen für den Suizid notwendige Mittel zu verschaffen, heißt es in der am Montag veröffentlichten Expertise des früheren Richters am Bundesverfassungsgericht, Udo Di Fabio.

Die Entscheidung der Leipziger Richter, die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Pflicht sahen, Anträge auf todbringende Mittel zu prüfen, greife in unzulässiger Weise in den Kompetenzbereich des Gesetzgebers ein, heißt es darin. Di Fabio fordert den Gesetzgeber auf, Maßnahmen gegen den Vollzug des Urteils zu ergreifen. Das Bundesinstitut in Bonn hatte den Verfassungsrechtler mit dem Gutachten beauftragt.

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Militärapostel Overbeck setzt sich für muslimische Soldaten-Seelsorge ein

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Quelle: Bistum Essen/Nicole Cronauge) kmba.de

Zentralrat der Muslime begrüßt den Einsatz des Militärbischofes. Mazyek stieß die Debatte im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz bereits 2014 an

islam.de

Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck setzt sich für eine Seelsorge der etwa 1.500 bekennenden Soldaten muslimischen Glaubens ein. Seiner Meinung nach sollte sichergestellt werden, dass eine entsprechende Seelsorge auch für diese Gläubigen möglich werde, sagte er im Interview dem Bonner „General Anzeiger“. „Ungeachtet dessen möchte ich natürlich auch Menschen anderen Glaubens helfen, dass sie ihren Glauben leben können, ohne dass ich mich ihnen hierbei aufzwängen will“, erklärte der Essener Bischof. Beispielsweise trage er mit dafür Sorge, dass diese Menschen mit einem Vertreter ihrer Religionsgemeinschaft in Kontakt treten könnten.

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Katholischer Dschihad: ‚Die Welt braucht stolze Krieger, die aus ihrem Glauben leben!’

Der Schauspieler James Caviezel rief bei einer Konferenz katholischer Studenten die Katholiken auf, ihr Kreuz anzunehmen und mutig ihren Glauben in ‚die heidnische Welt’ zu tragen.

kath.net

Katholiken müssten bereit sein, ihr Leben und ihren Ruf aufs Spiel zu setzen, um das Böse in der Welt zu besiegen. Dazu rief der Schauspieler James Caviezel („Die Passion Christi“) sein Publikum bei einer katholischen Studentenkonferenz in Chicago Anfang Januar auf.

Die Rettung komme durch die Gnade und Weisheit Gottes, sagte Caviezel. Es brauche aber auch Menschen, die bereit seien zu kämpfen, zu opfern und zu leiden, fügte er hinzu. Die Auferstehung und die Erlösung hätten einen Preis, betonte er. „Es gab viel Schmerz und leiden … vor der Auferstehung“, sagte Caviezel wörtlich. „Euer Weg wird nicht anders sein. Nehmt euer Kreuz an und lauft eurem Ziel entgegen“, forderte er sein Publikum auf.

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Papstwitz: „Arzt? Ich gehe zur Hexe!“

„La Stampa“ berichtet: Journalistin fragt Papst Franziskus, welche Medikamente ihm sein Arzt verschreibe. Papst antwortet scherzend: „Aber ich gehe doch gar nicht zum Arzt, ich gehe zur Hexe!“

kath.net

Papst Franziskus ist inzwischen dafür bekannt, dass nicht alle seine Sätze ideal sind, nicht zuletzt in Interviews. Nun hat das Oberhaupt der katholischen Kirche auf der Flugreise nach Chile vor den anwesenden Journalisten einen Witz gerissen, der manchem Christen sauer aufstoßen mag. Er wurde von Cristiana Caricato vom italienischen Fernsehsender „TV2000“ danach gefragt, welche Medikamente ihm denn sein Arzt verschreibe. Darauf antwortete er scherzend: „Aber ich gehe doch gar nicht zum Arzt, ich gehe zur Hexe!“ Das berichtete „La Stampa“. Die Journalisten haben darauf mit schallendem Gelächter reagiert.

Papst: „Habe Angst vor einem Atomkrieg“

Bild: youtube

Papst Franziskus hat sich zutiefst besorgt über den möglichen Einsatz von nuklearen Waffen geäußert. „Ich habe Angst vor einem Atomkrieg“, sagte er dem italienischen Fernsehen zufolge am Montag auf einem Flug nach Chile.

evangelisch.de

Die Menschen befänden sich an der Schwelle zu einem nuklearen Krieg, erklärte der Papst zu Beginn seiner einwöchigen Lateinamerika-Reise, die ihn auch nach Peru führen wird. Mitreisenden Journalisten ließ das Kirchenoberhaupt das Foto eines Jungen überreichen, der 1945 nach dem Atomangriff auf Nagasaki mit seinem toten Bruder auf den Rücken geschnallt vor einem Krematorium steht, um dessen Leiche verbrennen zu lassen. Auf die Rückseite schrieb der Papst: „die Frucht des Krieges“. Er habe das Bild zufällig gefunden, erklärte Franziskus nach dem Abflug von Rom nach Santiago de Chile. Er habe es drucken und verteilen lassen, da es mehr als 1.000 Worte aussage.

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Ursprünge des muslimischen Antisemitismus: Revitalisierter Rassenwahn

Kampfparole. Eine antiisraelische Demonstration in Berlin. Proteste wie dieser zeugen auch von einem verbreiteten Antisemitismus…Foto: dpa/preview production
Wer muslimischem Antisemitismus entgegentreten will, muss seine historischen Wurzeln in der europäischen Judenfeindschaft und im arabischen Nationalismus kennen.

Von Wolfgang Benz | DER TAGESSPIEGEL

Jedem Taxifahrer in Kairo seien die „Protokolle der Weisen von Zion“ geläufig und sie unterhielten sich, von deren Wahrheitsgehalt überzeugt, gerne darüber mit westlichen Fahrgästen. Gerne ist auch die Rede davon, dass arabische und iranische Sender im psychologischen Krieg gegen den Feindstaat Israel besonders im Ramadan gerne Hasspredigten und TV-Serien wie „Al Shatat“ und „Reiter ohne Pferd“ ausstrahlen. Dabei handelt es sich um Horrorszenarien, die antisemitische Topoi wie die Legenden vom Brunnenvergiften oder vom Ritualmord illustrieren, oder die Mär vom jüdischen Streben nach Weltherrschaft gegen Israel instrumentalisieren.

Dies sind nur zwei weithin geläufige Erzählungen über „den“ muslimischen Antisemitismus. Doch was beweisen diese Beobachtungen? Sie sind ebenso wahr und verdammenswert wie Berichte über Berliner Schüler mit arabischen Wurzeln, die einen jüdische Mitschüler umringen, um ihm zu sagen: „Wallah, Hitler war ein guter Mann, denn er hat die Juden getötet“. Das gilt auch für pro-palästinensische Demonstranten, die am Brandenburger Tor israelische Fahnen verbrennen.

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Du sollst nicht töten: Abtreibungsverbote und christliche Ethik

Kirche raus aus der Gebärmutter
Journalistin Antje Schrupp spricht sich dafür aus, dass die Radikalität des christlichen Tötungsverbots nur ernstzunehmen sei, wenn die Kirche darauf verzichte, es mit Hilfe staatlicher Gewalt durchzusetzen.

Von Antje Schrupp | evangelisch.de

Das Christentum gilt vielen als frauenfeindliche Religion, und diesem Ruf scheint auch die evangelische Kirche in diesen Tagen wieder gerecht werden zu wollen. Aus Anlass der Debatten über den § 219, der Ärztinnen nicht nur Werbung für Abtreibung verbietet, sondern ganz generell Informationen über den Eingriff, beziehen Bischöfe ebenso wie der evangelikal-konservative Flügel lautstark Position: Diese Gesetze müssen bleiben!

Woher kommt diese „fundamentalistische“ Haltung des Christentums bei diesem Thema?  Es ist, auch wenn viele Feministinnen das glauben, nicht in erster Linie Frauenfeindlichkeit, die dahinter steckt. Dass sich die Kirche hier – ebenso wie übrigens auch bei Themen wie Sterbehilfe oder Pränataldiagnostik – besonders stark gegen den gesellschaftlichen Mainstream stellt, liegt vielmehr daran, dass das Thema einen zentralen Aspekt der christlichen Ethik berührt: das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“.

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Papst fordert Migranten auf, Ängste in Aufnahmeländern zu verstehen

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat in einer Messe Feindseligkeit gegenüber Zuwanderern kritisiert. Zugleich appellierte er an die Migranten, sich in fremden Ländern einzuleben und den Ängste der Menschen offen zu begegnen.

DIE WELT

Papst Franziskus hat Migranten aufgerufen, sich zu integrieren und Vorbehalten in den Aufnahmeländern mit Verständnis zu begegnen. Zudem verurteilte das Oberhaupt der katholischen Kirche die Feindseligkeit gegenüber Zuwanderern.

„In der Welt von heute bedeutet aufnehmen, kennenlernen und anerkennen für die Neuangekommenen, die Gesetze, die Kultur und die Traditionen der Aufnahmeländer kennenzulernen und zu achten. Dies bedeutet ebenso, ihre Ängste und Sorgen hinsichtlich der Zukunft zu verstehen“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag in einer Messe im Petersdom zum Welttag des Flüchtlings, an dem laut Vatikan Migranten aus 49 Ländern teilnahmen.

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Im Norden Irlands spaltet die Religion noch immer

Höhepunkt der sommerlichen Paraden des Oranier-Orden ist der 12. Juli im Gedenken an die Schlacht am Boyne. Getty Images
Katholiken gegen Protestanten: Der Nordirlandkonflikt ist ein Streit zwischen zwei Konfessionen. Doch eigentlich geht es gar nicht um Religion im engeren Sinne.

Von Martin Alioth | SRF

Wenn die Bewohner der Insel Irland eine andere Hautfarbe hätten als die Engländer, wäre niemand auf den Gedanken gekommen, die Konfession als Unterscheidungsmerkmal zwischen Herrschern und Beherrschten auszuwählen. Dass es so kam, liegt an einer Entscheidung, die vor gut 400 Jahren getroffen wurde.

Damals begann Jakob I., der König von England, mit einer umfassenden Besiedlung Nordirlands durch englische und schottische Untertanen. Auch wollte er der katholischen Bevölkerung den Protestantismus aufzwingen. Katholiken auf der ganzen Insel wurden systematisch diskriminiert.

Konfession als Merkmal der Stammeszugehörigkeit

So ist die Konfession zum Etikett geworden, um die Kontrahenten eines uralten Zwistes zu unterscheiden. Mit Ausnahme von ausgeprägt evangelischen Hitzköpfen führt kaum jemand in Nordirland die Spaltung in Katholiken und Protestanten auf das unterschiedliche Verständnis des Abendmahls oder auf die Verehrung der heiligen Jungfrau zurück.

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Mutter von verschwundener Vatikan-Bürgerin will Wahrheit

AFP (FILIPPO MONTEFORTE)
Am 22. Juni 1983 kam das Mädchen nach der Musikschule nicht nach Hause zurück.. Der „Fall Orlandi“ gehört zu den spektakulärsten italienischen Kriminalfällen.

Die Presse.com

Erpressung, Mafia-Verwicklungen oder ein Zusammenhang mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. – um das rätselhafte Verschwinden der damals 15-jährigen Emanuela Orlandi aus dem Vatikan ranken sich viele Gerüchte. Am 22. Juni 1983 kam das Mädchen nach der Musikschule nicht nach Hause zurück. Am heutigen Sonntag wäre Orlandi 50 Jahre alt geworden.

Emanuela Orlandi war die damals jüngste Bürgerin des Vatikan, ihr Vater Ercole Orlandi Hofdiener des Papstes, weshalb ihr Verschwinden großes Aufsehen erregte. An Orlandis 50. Geburtstag veröffentlichte ihre Mutter Maria Pezzano in der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ einen Brief mit einem eindringlichen Appell für Klarheit über die Hintergründe des Verschwindens ihrer Tochter.

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Splatter-Kult: Genueser Kardinal löst ‘Blutwunder’ in Neapel aus

Frei nach Da Vinci, Quelle: BadA$$Mood
Während eines Gottesdienstes verflüssigte sich laut Zeitungsbericht das in einer Glasampulle aufbewahrte eingetrocknete Blut des frühchristlichen Märtyrers Januarius.

kath.net

In Neapel hat sich wieder das „Blutwunder“ des Stadtheiligen Januarius ereignet. Während eines Gottesdienstes mit Genuas Kardinal Angelo Bagnasco am Freitag verflüssigte sich das in einer Glasampulle aufbewahrte eingetrocknete Blut des frühchristlichen Märtyrers, wie lokale Medien berichteten. Bagnasco, der auch Vorsitzender des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) ist, hält sich den Angaben zufolge derzeit gemeinsam mit Priestern seiner Erzdiözese zu Einkehrtagen in Neapel auf.

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Österreich: Hunderte Muslime bekennen sich zum Christentum

Die 42-jährige Alexandra , so ihr neuer Taufname, aus Teheran ist vom Islam zum Christentum übergetreten Quelle: dpa/Matthias Röder
Rekord in Österreich: Hunderte Muslime konvertierten 2017 zum christlichen Glauben. Es sei allerdings ein Vorurteil, dass sich Flüchtlinge taufen ließen, um ihre Chancen auf Asyl zu verbessern, sagte eine Sprecherin der Kirche.

DIE WELT

Die Flüchtlingskrise beschert der katholischen Kirche in Österreich eine Rekordzahl an Menschen, die vom Islam zum Christentum wechseln. 2017 habe es rund 750 Erwachsenentaufen gegeben, etwa 75 Prozent davon seien Konvertiten mit muslimischem Hintergrund, sagte ein Sprecher der Erzdiözese Wien. Allein in Wien haben sich 260 Menschen aus 15 Nationen taufen lassen.

Dass sich Asylbewerber taufen ließen, um ihre Chancen auf Asyl zu verbessern, sei ein Vorurteil, meint Friederike Dostal, die für Erwachsenentaufen in der Erzdiözese Wien zuständig ist. Denn der Weg zur Taufe ist durchaus steinig.

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Angst, zu beleidigen, hat zu viele unschuldige Leben gekostet

Bild: RDF
Femens Inna Schewtschenko über die Verteidigung der Freiheit und den Kulturrelativismus der regressiven Linken

Von Jeffrey Tayler | Richard-Dawkins-Foundation

Anmerkung des Herausgebers: Während wir in das Jahr 2018 starten, demonstrieren mutige Frauen gegen die islamische Sittenkultur und Sittengesetze im Iran. Jeffrey Tayler hat die Frauenproteste gegen die Sittenkultur in Europa jahrelang dokumentiert. Nachfolgend ein Interview, welches Tayler mit der Femen-Anführerin Inna Schewtschenko 2017 geführt hat.

Eine weibliche Aktivistin hat gerade ein großes christliches Kreuz auf dem zentralen Platz der Ukraine abgesägt, um damit gegen die Strafe zu protestieren, die die Mitglieder der Band Pussy Riot erhalten hatten, weil sie zuvor ein „Punkgebet“, in einer Moskauer Kathedrale abgehalten hatten. Welches Schicksal erwartet sie, wenn sie, die vom Präsidenten ihres Landes für ihre mutige Tat bedroht wurde, nach Frankreich flieht, der selbsternannten Heimat der Menschenrechte? Wird sie bei ihrer Ankunft von einem Orchester mit einer mitreißen Aufführung der Marseillaise begrüßt? Werden sie die französischen Medien mit Lob überschütten? Wird sie sich endlich in einer sicheren Umgebung niederlassen, gewiss der Tatsache, dass sie sich das erste Mal in ihrem jungen, aber politisch aktiven Leben, ganz dem feministischen Kampf für Menschenrechte und der Verbreitung des Atheismus hingeben darf? Und wird sie in dem Land, dass die Laizität (Säkularismus) in Artikel 1 seiner Verfassung verankert hat für ihre gottlosen Ansichten gelobt werden?

Im Gegenteil! Die mittlerweile 27-jährige Inna Schewtschenko, die Anführerin der internationalen Oben-Ohne-Protestbewegung Femen, hatte im August 2012 gerade erst Quartier auf dem Dachboden des historischen französischen Théâtre du Lavoir (das zum Zentrum von Femen werden sollte) bezogen, als sie und ihre Mitstreiter bedroht wurden. Sicher, sie hatten Femens Ankunft mit einem Oben-Ohne-Marsch in der mehrheitlich muslimischen Umgebung des Lavoir-Theaters zelebriert. (Ihr Slogan: Nacktkein ist Freiheit! War dies „kulturell unsensibel“ gegenüber Muslimen?) Sicher, die Aktivisten hatten oben ohne vor dem Eiffelturm gegen die Burka demonstriert. (Sloagens: Lieber nackt als Burka! Und: Muslimische Frauen, zieht euch aus! War dies „islamophob“?)

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Pierre Teilhard de Chardin und der kosmische Christus

Virtuose der Frömmigkeit: Teilhard de Chardin verband eine rationale, naturwissenschaftliche Weltsicht mit mystischem Denken. (Bild: PD)
Ist der christliche Glaube mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild vereinbar? Der Jesuit und Naturwissenschafter Pierre Teilhard de Chardin sagte Ja – und war deshalb in der Kirche umstritten. Nun soll er rehabilitiert werden.

Von Jan-Heiner Tück | Neue Zürcher Zeitung

Die Überzeugung, dass der Mensch die «Krone der Schöpfung» sei, hat im Denken der Neuzeit einige Kränkungen erlitten. Die erste erfolgte durch Kopernikus, der mit der Vorstellung brach, dass der Mensch in der Mitte des Universums wohne. Die zweite verursachte Darwin durch die These, dass der Mensch evolutionsgeschichtlich mit Affen gemeinsame Vorfahren habe. Und die dritte Kränkung lancierte Freud durch den Verdacht, dass der Mensch nicht Herr im eigenen Hause sei und mehr durch Triebe gesteuert werde, als ihm bewusst sei.

Nicht nur die katholische Kirche hat sich mit dieser Entthronung des Menschen schwergetan. Die These des Kopernikus wurde von Calvin und Luther als schriftwidrig verdammt. Die Auseinandersetzung mit Darwins Evolutionslehre und Freuds Psychoanalyse hält bis heute an. Die Entstehung der Arten durch Mutation und Selektion kommt bekanntlich ohne den Rückgriff auf einen planenden Gott aus.

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Reparationsforderungen an Deutschland – Polen erwägt US-Klage

Polens Botschafter Andrzej Przylebski Quelle: pa/Christophe Ga/dpa/cul
Seit Monaten stellt Polen wegen des Zweiten Weltkriegs immer wieder öffentlich Reparationsforderungen an Deutschland. Botschafter Andrzej Przylebski erklärt nun, dass auch eine Klage vor US-Gerichten denkbar ist.

WELT

Polen erwägt nach Angaben seines Botschafters in Berlin den Gang vor US-Gerichte, um von Deutschland Reparationszahlungen wegen Schäden im Zweiten Weltkrieg zu erzwingen. Aus Archiven werde gegenwärtig Material zusammengetragen, das das Ausmaß der damaligen Verwüstungen belege, sagte Botschafter Andrzej Przylebski in einem am Freitag vorab veröffentlichten Interview des Deutschlandfunks. Außerdem konsultiere man Länder mit ähnlichen Ansprüchen, sagte der Botschafter.

Mit einer Klage vor einem US-Gericht könnte sich Polen an Forderungen ehemaliger Zwangsarbeiter anlehnen, die erstmals vor 20 Jahren vor US-Gerichten mit Sammelklagen Entschädigung für erlittenes Unrecht während der NS-Diktatur verlangt hatten. Im Jahr 2000 beschloss Deutschland die Einrichtung eines Entschädigungsfonds, in den Staat und Wirtschaft je fünf Milliarden Mark einzahlten. Weitere Klagen in den USA wurden daraufhin abgewiesen.

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Erz-Apostel Koch: Atheistische Weltsicht darf keinen Vorrang haben

Heiner Koch. Bild: wikimedia.org. CC-BY-SA 4.0 – Martin Rulsch

Das Berliner Neutralitätsgesetz ist umstritten. Man dürfe es aber nicht als Vorrang des Atheismus deuten, sagt Erzbischof Heiner Koch. Dennoch spricht er eine Warnung aus – allerdings an die Christen.

katholisch.de

Erzbischof Heiner Koch sieht die Kirchen in diesem Jahr durch das umstrittene Berliner Neutralitätsgesetz besonders herausgefordert. Sie müssten in der Debatte darüber darauf drängen, dass die Neutralität des Staates in religiösen und weltanschaulichen Fragen nicht als Vorrang einer atheistischen Weltsicht verstanden werde, sagte Koch am Mittwoch in Berlin. Bei einem Neujahrsempfang des Erzbistums Berlin rief er die Christen auf, sich verstärkt politisch zu engagieren.

Nach dem Neutralitätsgesetz dürfen bestimmte staatliche Bedienstete keine Kleidungs- und Schmuckstücke tragen, die demonstrativ für eine religiöse oder politische Position stehen. Der rot-rot-grüne Senat ist in der Frage gespalten.

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Noch schneller als die Zahl der Gläubigen sinkt in Deutschland die der Priesteramtskandidaten

2017 wurden gerade noch 76 Männer geweiht. Das Tragische: Eine Trendwende scheint nahezu unmöglich. Denn an den sechs wichtigsten Ursachen für den Priestermangel lässt sich kaum etwas ändern.

Von Thomas Jansen | katholisch.de

„Schlaflose Nächte“ bereite ihm der Priestermangel in Deutschland, verriet Hartmut Niehues am Mittwoch im „Deutschlandfunk“. Die Zahlen, die dem Regens des Priesterseminars im Bistum Münster den Schlaf rauben, sollten jeden, dem die Zukunft der Kirche am Herzen liegt, aufrütteln: 2017 wurden in Deutschland insgesamt nur noch 76 Priester geweiht, 2000 waren es noch etwa doppelt so viele, nämlich 154; Als die Deutsche Bischofskonferenz diese Zahl 1962 erstmals bundesweit erhob, gab es sogar noch 557 Priesterweihen.

In Niehues Heimatbistum Münster wurden 2017 immerhin noch drei neue Priester geweiht. Im Nachbarbistum Osnabrück war es hingegen erstmals seit 1900 kein einziger; auch das Bistum Mainz ging 2017 leer aus. Spitzenreiter war das Erzbistum Köln mit 9 neuen Priestern.

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Streit zwischen koreanischer Freikirche und Bistum Mainz vor Gericht

Das Mainzer Verwaltungsgericht hat am Donnerstag über eine Unterlassungsklage der evangelikalen koreanischen Jugendorganisation International Youth Fellowship (IYF) gegen das Bistum Mainz verhandelt.

evangelisch.de

Bei dem Verfahren geht es um kritische Äußerungen des katholischen Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten Eckhard Türk, der vor einer Großveranstaltung des Vereins in Mainz im April 2016 zwei Interviews gegeben hatte. Das International Youth Fellowship (IYF) fühlte sich durch die Berichte im SWR-Fernsehen und in der „Mainzer Allgemeinen Zeitung“ in die Nähe gefährlicher Sekten gerückt und dadurch diskriminiert (AZ: 1 K 577/17.MZ).

Die Jugendorganisation der Bewegung „Good News Mission“ des südkoreanischen Pastors Ock Soo Park will Türk jegliche Äußerungen verbieten, die den Eindruck erwecken, von IYF gehe eine Gefahr aus, Besucher würden bei Veranstaltungen indoktriniert und IYF-Konzerte dienten lediglich als „Türöffner“ für eine darauf folgende Bewusstseinserziehung. In den vergangenen Monaten habe IYF mancherorts Probleme bekommen, Hallen für ihre Muical-Aufführungen anzumieten, sagte die Anwältin der Organisation, Valentina Springer. In einem Fall sei die Absage ausdrücklich mit den Negativberichten aus Mainz begründet worden.

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