Katholische Verbände weisen Kritik an Bundestagsausweisen zurück – Kirchenlobbyismus

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Haben Lobbyisten zu leichten Zugang zum Bundestag? Das legt das Internetportal abgeordnetenwatch nahe, das eine Liste mit Organisationen veröffentlichte, die über Hausausweise des Parlaments verfügen. Betroffene katholische Verbände widersprechen.

Von Steffen Zimmermann | katholisch.de

„Neue Hausausweisliste: Diese Lobbyisten können jederzeit in den Bundestag“ – unter dieser Überschrift veröffentlichte das Internetportal abgeordnetenwatch.de am Montag eine Liste mit 778 Interessenvertretern, die dank eines Hausausweises des Bundestags „weitgehend ungehinderten Zugang“ zu den Büros der Abgeordneten und den Räumen der Fraktionen im Parlament hätten. Die Bundestagsverwaltung habe die Liste mit den Inhabern der Ausweise auf Antrag von abgeordnetenwatch.de herausgegeben, teilte das Internetportal mit.

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Apostel schießt auf Mann – schwer verletzt

Bild: © picture alliance/blickwinkel/F. Bagyi (Symbolbild)
Bischof Vjekoslav Huzjak liebt das Jagen. Jetzt kam es dabei jedoch zu einem tragischen Unfall: Statt das anvisierte Wildschwein traf der kroatische Oberhirte mit seinem Gewehr einen anderen Jäger.

katholisch.de

Der kroatische Bischof Vjekoslav Huzjak hat bei der Jagd versehentlich einen 64-jährigen Mann schwer verletzt. Laut verschiedenen Medienberichten ereignete sich das Unglück bereits am Freitag während eines Jagdausflugs. Demnach verfehlte Huzjak mit seinem Gewehr ein Wildschwein und schoss einem anderen Jäger in den Oberschenkel. Gegen den Oberhirten des Bistums Bjelovar-Krizevci wird ein Strafverfahren eingeleitet, wie die Polizei mitteilte. Das Opfer sei in ein Krankenhaus in Zagreb gebracht worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

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Arabische Christin kritisiert Israels Nationalitätengesetz: „Ungleichheit legalisiert“

Priester vor der Grabeskirche in Jerusalem © Andrea Krogmann (KNA)
Die christlich-arabische Abgeordnete Aida Touma-Suliman hat das israelische Nationalitätengesetz scharf angegriffen. Israel habe damit offiziell einen neuen Apartheid-Staat etabliert, sagte sie bei einem Treffen mit internationalen Bischöfen.

DOMRADIO.DE

Touma-Suliman ist Abgeordnete im israelischen Parlament. Sie traf sich am Dienstag mit einer internationalen Delegation von Bischöfen in Haifa. Zwar werde die arabische Minderheit in Israel bereits seit der Staatsgründung 1948 als Bürger zweiter Klasse behandelt, so Touma-Suliman. Jedoch habe bislang rechtlich die Gleichheit aller Bürger gegolten, so die Politikerin.

Mit dem im Juli verabschiedeten Gesetz würden die bestehenden Praktiken der Abtrennung und Ungleichheit legalisiert. Teile des israelischen Rechts legten klar fest, «dass Juden auf der ganzen Welt in diesem Land höhergestellt sind als Bürger, die hier geboren wurden und aufgewachsen sind», so Touma-Suliman wörtlich.

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Obskur: Papst erkennt Wunder durch Schweizer Ordensfrau an

Bild: © Jean Claude Gadmer/CIRIC/KNA
Die Ordensfrau Marguerite Bays soll 1854 plötzlich von einer Krebskrankheit geheilt worden sein. In der Folge zeigten sich bei ihr die Wundmale Jesu. Auch Wunder werden mit ihr in Verbindung gebracht. Nun ist der Weg für ihre Heiligsprechung frei.

katholisch.de

Papst Franziskus hat ein auf Fürsprache der Seligen Marguerite Bays (1815-1879) erfolgtes Wunder anerkannt. Damit sind die formalen Voraussetzungen für eine Heiligsprechung der Schweizer Franziskanerin erfüllt. Bei einer Audienz mit dem Leiter der Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Becciu, erkannte Franziskus am Dienstag zudem das Martyrium von Maria del Carmen (bürgerlicher Name Isabella Lacaba Andia) und 13 Mitschwestern an, die 1936 im spanischen Bürgerkrieg getötet wurden.

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Katholische US-Historiker analysieren Missbrauchskrise

Sonnenstrahlen brechen sich an einem Kreuz, in der Hand einer bronzenen Jesusfigur © Bradley Birkholz (KNA)
Geschichtswissenschaftler suchen nach historischem Kontext für die Missbrauchskrise der US-Kirche. Die „American Catholic Historical Association“ will nun den Ursachen und Wurzeln des Skandals nachspüren.

DOMRADIO.DE

Einkehr und Gebet hatte Papst Franziskus den US-Bischöfen zu Jahresbeginn auferlegt, um die Untiefen der Missbrauchskrise in ihrer Kirche zu ergründen. Wie der Zufall es wollte, versammelten sich nur wenige Kilometer von den Einkehrtagen im Mundelein-Seminar nördlich von Chicago katholische Historiker, um die Wurzeln des Skandals aufzuarbeiten. Während sich die Bischöfe der Gegenwart und Zukunft der größten Kirchenkrise der USA stellen müssen, befasste sich der Historikerverband mit der Frage, wie es dazu kommen konnte.

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Missbrauch durch Erzbischof: Klage gegen Vatikan eingereicht

Bild ©KNA
Noch läuft das Berufungsverfahren des ehemaligen Erzbischofs von Agaña – nun gibt es neue Vorwürfe: Der Kapuziner soll in den 1980er Jahren seinen Neffen missbraucht haben. Vor Gericht soll nach Willen des Neffen nun auch der Vatikan geradestehen.

katholisch.de

Der Heilige Stuhl und der Vatikan werden in einem neuen Prozess gegen den ehemaligen Erzbischof von Agaña als Beklagte benannt. Den am Montag eingereichten Gerichtsdokumenten zufolge, die den Pacific Daily News vorliegen, erhebt der Neffe des vormaligen Erzbischofs wegen eines Missbrauchs in den Amtsräumen des Erzbistums Klage. Ex-Erzbischof Anthony Apuron habe den damals Jugendlichen Ende der 1980er Jahre in einem Badezimmer vergewaltigt.

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NRW zahlt über 40 Millionen an Kirchen und Jüdische Gemeinden – Zuschüsse vom Land

Kirche und Geld © Harald Oppitz (KNA)
Das Land Nordrhein-Westfalen wird die beiden großen Kirchen und die Jüdischen Gemeinden in diesem Jahr mit über 40 Millionen Euro bezuschussen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Zahlungen nur leicht um etwa 1,5 Prozent angestiegen

DOMRADIO.DE

Das teilte eine Sprecherin der Landesregierung am Montag auf Anfrage in Düsseldorf mit. Danach erhalten die fünf katholischen Bistümer insgesamt 13,6 Millionen Euro und die drei evangelischen Landeskirchen 9,2 Millionen Euro. Für die altkatholische Kirche seien 260.800 Euro vorgesehen. Die Zuschüsse für die Jüdischen Gemeinden beliefen sich auf 17,3 Millionen Euro.

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US-Journalist Steinfels übt scharfe Kritik an Missbrauchsbericht

Bild: © KNA/Harald Oppitz
Im August hatte der Pennsylvania-Bericht über Missbrauch in der US-Kirche für Fassungslosigkeit gesorgt. Jetzt schreibt der renommierte Journalist Peter Steinfels, dass der Bericht „grob irreführend, unverantwortlich, ungenau und ungerecht“ sei. Ein Einwurf in aufgeheizter Stimmung.

Von Bernd Tenhage | katholisch.de

Der Grand-Jury-Bericht aus dem Bundesstaat Pennsylvania vom August 2018 zum Thema sexueller Missbrauch war ein Dokument des Grauens für die katholische Kirche in den USA. Nun greift ein langjähriger Reporter der „New York Times“ zentrale Aussagen des Untersuchungsberichts in den sechs Diözesen Pennsylvanias an. Teile des Berichts, der eine Vielzahl von Missbrauchsfällen durch Priester belegt, seien „grob irreführend, unverantwortlich, ungenau und ungerecht“, schreibt Peter Steinfels in einem investigativen Artikel für das Magazin „Commonweal“.

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Protest in Hamm gegen „Krankes System Kirche“

Licht ins Dunkel zu bringen forderten die Teilnehmer der Aktion von der Katholischen Kirche. © Astrid Zill
Es war ein deutliches Zeichen, dass man die Situation in der katholischen Kirche im Zuge des Missbrauchsskandals nicht hinnimmt, als sich am Freitagabend rund 100 Hammer der Aktion „#MachtLichtAn“ vor der St.-Agnes-Kirche anschlossen. „Wir klagen, wir klagen an und wir beten“, sagte Maria Hagenschneider zu Beginn, als sich die Teilnehmer vor der Kirche versammelten.

Rabea Wortmann | wa.de

„Viele von uns fragen sich: Wollen wir in die Kirche noch hineingehen“, erklärte Heike Frankenberg. Und die Symbolik mit einer Taschenlampenaktion wurde schließlich noch deutlicher: „Wir wollen die vielen Ecken und Kanten der Kirche an- und ausleuchten und wir rufen die Bischöfe auf, Licht ins Dunkel zu bringen“, sagte Ricarda Hemshorn, ehe die Teilnehmer mit Taschenlampen und ihren Handys auf den Eingangsbereich der St. Agnes-Kirche leuchteten.

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Vatikan prägt neue Latein-Vokabeln: Von E-Mail bis Präservativ

Moderne Ansprache: Technische Neuerungen machen auch vor dem Vatikan nicht Halt. (picture alliance / dpa / Maxppp / Riccardo De Luca)
O tempora o mores! Wer spricht in Rom eigentlich noch Latein? Selbst der Papst und die Kardinäle verwenden die Sprache der Weltkirche kaum noch. Um sie lebendig zu halten, erfindet eine vatikanische Kommission neue Vokabeln für das 21. Jahrhundert.

Von Thomas Migge | Deutschlandfunk Kultur

Wenn es darauf ankommt, versteht Roberto Spataro sich auszudrücken wie ein antiker Rhetor: wortreich und in einer Art und Weise, wie höchstwahrscheinlich auch Cicero und Seneca gesprochen haben. Der katholische Geistliche lehrt als Professor am Pontificium Institutum Altioris Latinitatis, einer Salesianerhochschule im Norden Roms. In der italienischen Kirche eilt dem Altphilologen ein Ruf als Latein-Koryphäe voraus. Spataro ist fest davon überzeugt, dass die Sprache der alten Römer sehr wichtig ist, auch heute noch.

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Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung wirft Fragen auf: Stammkundschaft auf der Arabischen Halbinsel

Themenbild
Deutschland liefert wohl auch in Zukunft weiter Waffen in Krisen- und Konfliktregionen. Die Kritik daran wächst. Ein echter Kurswechsel der Bundesregierung ist bisher nicht erkennbar.

DOMRADIO.DE

„Die Bundesregierung verfolgt eine restriktive und verantwortungsvolle Rüstungsexportpolitik.“ So formuliert es ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Tatsache ist: Der Wert der von der Bundesregierung erteilten Einzelausfuhrgenehmigungen ging in den vergangenen drei Jahren zurück, 2018 betrug er 4,82 Milliarden Euro. Tatsache ist aber auch: Etwas mehr als die Hälfte davon bezog sich auf Rüstungsgeschäfte mit sogenannten Drittstaaten. Darunter fallen alle Länder außerhalb von EU, Nato sowie von Staaten, die der Nato gleichgestellt werden.

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Kommunen sind die großen Gewinner: „Katholische Kirche kritisiert Kita-Reform in NRW“- wer denn sonst

Bild: © Serhiy Kobyakov/Fotolia.com
Die Kirche ist der größte freie Träger von Kitas im Land. Ursprünglich sollten genau diese Träger durch Reformen der Landesregierung entlastet werden. Doch passiert ist etwas anderes. Und das sorgt für Verwirrung.

katholisch.de

Trotz Kita-Reform in Nordrhein-Westfalen befürchtet die katholische Kirche einen Rückgang von Kindertagesstätten in freier Trägerschaft. „Ursprünglich hatten die freien Träger entlastet werden sollen – jetzt sind die Kommunen die großen Gewinner“, sagte der Leiter des Katholischen Büros bei Landtag und Landesregierung, Antonius Hamers, am Sonntag dem Internetportal http://www.Kirche-und-Leben.de aus Münster.

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Kabarettist lobt Einsatz der Kirchen für Flüchtlinge: „Kirche hat sich mutig angreifbar gemacht“

Flüchtlinge – Kirche hat „klare Haltung gezeigt“ © Harald Oppitz (KNA)
Frank-Markus Barwasser, Kabarettist und Schöpfer der Kunstfigur „Erwin Pelzig“, lobt den Einsatz der Kirchen in Deutschland für Flüchtlinge. Beide christlichen Kirchen in Deutschland hätten in dieser Sache „eine gute Figur gemacht“.

DOMRADIO.DE

Da war eine sehr klare Haltung zu erkennen, mit der sie sich durchaus mutig angreifbar gemacht haben bei den eigenen Anhängern und in der Politik sowieso“, sagte Barwasser der Wochenzeitung „Evangelisches Sonntagsblatt“ für Bayern:

„Wohltuende Distanz“

Zugleich kritisierte er den Kreuzerlass der bayerischen Staatsregierung. Die Vorschrift, wonach in den Eingangsbereichen aller Landesbehörden ein Kreuz aufgehängt werden soll, sei „öffentlichkeitsheischend im Wahlkampf positioniert“ worden.

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Theologe Bauer: Religiöses ist säkular – und umgekehrt

Innsbrucker Theologe bei Pastoraltagung: Es braucht auch Ökumene mit Säkularen – Plädoyer für einen „Glauben, der sich weigert, das Fehlen religiöser Zeichen auch für das Fehlen Gottes zu halten“ – Theologin Schweighofer über wachsenden „Ritualmarkt“: Menschen sind Subjekte ihrer eigenen Gottesbeziehung

kathpress

Religiöses und Säkulares vermengen sich, und das nicht erst in der heutigen pluralen, „postsäkularen“ Gesellschaft, sondern bereits in den Grundsätzen des Christentums: Wie der Innsbrucker Pastoraltheologe Christian Bauer bei der Pastoraltagung in Salzburg erklärte, bekennen sich Christen ja zu einem Gott, der „nicht eine Religion schuf, sondern die Welt“, und dessen Heilswille sich eben auf diese ganze Welt erstreckt. Schon allein deshalb empfiehlt Bauer neben der innerchristlichen und interreligiösen Ökumene auch eine Ökumene mit säkularen, „religiös unmusikalischen“ Zeitgenossen, z.B. in Form von Gesprächen am „Kneipentresen“, wie es der aus Deutschland stammende Theologe nannte.

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Driftet die Schweiz wirklich in Richtung eines Gottesstaates ab, Herr Pfister?

Gerhard Pfister im Saal des Nationalrates. Bild: keystone
Der Präsident der CVP will mit einem Thinktank den Geistlichen einen Maulkorb umhängen. Sie sollen sich nicht mehr zu politischen Fragen äussern.

Hugo Stamm | watson.ch

Die beiden grossen Landeskirchen stecken seit Jahren in einem Formtief. Die aktiven Gläubigen sind mehrheitlich im Seniorenalter, die jungen «Passivmitglieder».

Obwohl die beiden Kirchen alles versuchen, um die Indifferenten in die Kirche zu locken und den Exodus zu stoppen, ist der Erfolg bescheiden. Kurz: Der Einfluss der beiden Kirchen sinkt weiter. Und nun fällt ausgerechnet Gerhard Pfister, seines Zeichens Präsident der Christlichen Volkspartei CVP, den ohnehin gebeutelten Kirchen und manchen Geistlichen in den Rücken.

Man reibt sich als Beobachter verwundert die Augen und fragt sich, was um Himmels Willen in den guten Gerhard Pfister gefahren ist, dass er die Kirchen im Wahlkampfjahr an die Kandare nehmen will. Ist es politisches Kalkül? Oder doch eher Panik?

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Streit um Kunstwerk im israelischen Haifa – Bischöfe empört Ronald McDonald am Kreuz, Religiotie

Bild: The Times of Israel

Im israelischen Haifa gibt es handfesten Streit um ein Kunstwerk mit einem gekreuzigten Ronald McDonald. Die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes forderten die Stadt auf, die Christusdarstellung aus einer Kunstausstellung zu entfernen.

DOMRADIO.DE

Die Bischöfe betonten zwar am Freitagabend das Recht auf Meinungsfreiheit. Auch teile man das Ziel der Ausstellung, die Konsumgesellschaft zu kritisieren. Es sei aber nicht hinnehmbar, dazu „das bedeutendste Symbol der christlichen Religion“ zu missbrauchen, so die Bischöfe.

Das Kunstwerk „McJesus“ des finnischen Künstlers Jani Leinonen zeigt das gekreuzigte Maskottchen der Fastfoodkette McDonalds.

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Apostel Mixa sprach bei AfD-Empfang in Stuttgart

Bild: ©KNA
2010 wurde Bischof Walter Mixa zum Rücktritt gedrängt. Seitdem lebt er zurückgezogen im Bistum Eichstätt. Doch nun folgte er der Einladung eines Stuttgarter AfD-Stadtrats. Das Thema seiner Rede: der Islam.

katholisch.de

Der frühere Bischof von Eichstätt und Augsburg, Walter Mixa (77), hat beim Neujahrsempfang eines AfD-Stadtrats im Stuttgarter Rathaus über Islam und Moscheebau gesprochen. Wie „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag) berichten, referierte der 2010 zurückgetretene Kirchenmann am Donnerstagabend vor rund 35 Zuhörern auf Einladung von AfD-Stadtrat Eberhard Brett. Laut Veranstalter sei bis zuletzt nicht klar gewesen, ob der Bischof der Einladung folge. Mixa und Brett sollen sich schon zuvor gekannt haben und befreundet sein.

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„SDF als Teil der syrischen Armee“

Bild: Tasnimnews/CC BY-SA-4.0
Verhandlungen zwischen Damaskus und Vertretern der Kurden verhindern die angekündigte Intervention der Türkei. Russische Sicherheitskräfte patrouillieren bei Manbidsch

Thomas Pany | TELEPOLIS

Der Abzug aus Syrien hat begonnen, wird der Sprecher der Anti-IS-Koalition, Colonel Sean Ryan, in Medienberichten zitiert. Angaben über Zeit, Orte und Truppenbewegungen würden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gemacht.

Es werde nur Material abgezogen, was das Personal angeht, so könne es zwischenzeitlich auch zu Verstärkungen kommen, ist auch zu erfahren. Der „Abzug der USA aus Syrien“ bleibt ein kompliziertes Manöver, das mit unterschiedlichen Interessen allein schon innerhalb der US-Administration verbunden ist.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Sohr), deren Mitteilungen mit großer Vorsicht zu behandeln sind, wenn es um politische Einschätzungen von Geschehnissen in Syrien geht, das andererseits dank eines Netzwerk von Informanten auch interessante Meldungen beisteuern kann, berichtet von auffälligen Militärkonvois mit amerikanischem Material, die in Syrien zwischen unterschiedlichen Standorten der USA unterwegs sind – und Richtung Irak.

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Dodo Marx kritisiert Begriff „christliches Abendland“: „Friedliches Europa kein Selbstläufer“

Gegen den Begriff „christliches Abendland“ wendet sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Er hält ihn für ausgrenzend und hofft auf Gläubige, die ihren Glauben an einen Gott nicht missbrauchen lassen.

DOMRADIO.DE

Kardinal Reinhard Marx hat sich gegen die Rede vom „christlichen Abendland“ gewandt.

„Davon halte ich nicht viel, weil der Begriff vor allem ausgrenzend ist“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstagabend in Berlin.

Friedliches Europa mit verschiedenen Religionen

Dies verkenne die „große Herausforderung, in Europa dafür zu sorgen, dass verschiedene Religionen mit jeweils eigenen Wahrheitsansprüchen friedlich zusammenleben“, so Marx bei einer Diskussion mit dem Publizisten Michel Friedman im Theater „Berliner Ensemble“. Er betonte: „Ein friedliches Europa ist kein Selbstläufer.“

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Vatikan: Mediale Erwartungen an Missbrauchstreffen überzogen

Tornielli: Übersteigerte Erwartungshaltung © Harald Oppitz (KNA)
Der Intendant der vatikanischen Medien hält die Berichterstattung über das Bischofstreffen zum Thema Missbrauch im Februar für überzogen. Es gebe „eine übersteigerte Erwartungshaltung“ an das von Papst Franziskus einberufene Treffen.

DOMRADIO.DE

Es sei „fast als handele es sich um ein Ereignis zwischen einem Konzil und einem Konklave“, schreibt Andrea Tornielli in einem Leitartikel für die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“, der auch auf dem Portal „Vatican News“ (Donnerstag) veröffentlicht wurde.

Papst Franziskus hat die Spitzen der Bischofskonferenzen weltweit für 21. bis 24. Februar in den Vatikan einberufen, um über Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal zu beraten.

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