Archiv der Kategorie: Katholizismus

Katholiken wehren sich gegen Verleumdungs-Kampagne

Katholiban "Großstadt-Mission" in elf Städten EuropasIm Bayerischen Rundfunk hat eine Verleumdungskampagne gegen “Kirche in Not” und katholischen Journalisten stattgefunden – Update: Ulrich Lota veröffentlicht Stellungnahme – UDATE 2: Beverfoerde korrigiert Vorwurf an Essener Bistumssprecher


kath.net

Die christliche Initiative „Demo für alle“ wehrt sich gegen einen Verleumdungskampagne durch eine Sendung im Bayerischen Rundfunk (BR), an der neben der üblichen Verdächtigen Christiane Florin auch die Theologin Sonja Angelika Strube und Ulrich Lota, der Pressesprecher von Bischof Overbeck, beteiligt ist.

Hedwig Freifrau von Beverfoerde, die Gründerin der „Initiative Familienschutz“ und CDU-Mitglied, übt auf der Website von „Demo für alle“ scharfe Kritik an dem Radiobeitrag von Veronika Wawatschek von der Redaktion Religion und Kirche des BR. In dem Beitrag werden prominente katholische Gruppierungen wie „Kirche in Not“ und auch katholische Journalisten wie Jürgen Liminski, Birgit Kelle, Matthias Matussek und Alexander Kissler durch den Dreck gezogen. In verleumderischer Manier wird suggeriert, dass diese „hart an der Grenze zum Rechtsradikalismus unterwegs sind“ (O-Ton der Sendung).

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Bitter Lakes – “McJihad” by US and Saudi Arabia

King Abdul Aziz al Saud and Franklin D. Roosevelt in 1945 on board the USS Quincy.

Adam Curties’ documentary “Bitter Lake” documents brilliantly the total failure of the US intervention and the arrogance of its Western stooges in Afghanistan. There are two bitter lakes in “Bitter Lake”:


By Ludwig Watzal|BETWEEN THE LINES

The first one is roughly the midpoint of the Suez Canal, where US President Franklin D. Roosevelt and King Abdul Aziz al Saud of Saudi Arabia forged an alliance in 1945, which becomes slowly but surely an unholy one. The content of the agreement between the two was simple: The US guarantee the survival of the Saudi regime, at any cost. In return, the Saudis facilitate American supremacy in the region.

The second “bitter lake” is situated behind the Kajaki dam on the Helmand river that US companies constructed during the cold war in order to drag the country into the Western sphere of influence. One consequence of the dam was the rise of the water table leading to salinization of the soil. One crop thrived in the saltier earth: opium poppy. The US Empire and its allies have invaded Afghanistan to fight “terror” and to stop the Taliban’s fight against opium cultivation. The US financial oligarchy in New York City had thereby lost every month about 300 million US dollars. Under Western occupation the opium production skyrocket.

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The full movie.

Bischof: In Syrien ereignet sich ein zweiter Genozid

Al-Hasake,Syrien, Innestadt. Bild: wikimedia.org/PD

Vorwurf an westliche Politiker: Untätigkeit angesichts eines Völkermordes in Syrien.


kath.net

Der syrisch-orthodoxe Patriarchalvikar für Jerusalem und Jordanien, Bischof Severios Malke Mourad, hat westlichen Politikern Untätigkeit beim Schutz der syrischen Christen vorgeworfen. 100 Jahre nach dem Genozid an armenischen und assyrischen Christen im ottomanischen Reich werde in Syrien ein zweiter Genozid an syrischen Christen verübt, sagte der aus Nordsyrien stammende Geistliche, dessen Geschwister in der umkämpften Region Al-Hasake leben, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Freitag in Jerusalem.

Nach seinen Informationen seien bei den jüngsten Angriffen der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) auf nordsyrische christliche Dörfer zwischen drei- und vierhundert Christen entführt worden. Insbesondere das christliche Dorf Tell Tamer sei wegen seiner Grenznähe von strategischer Bedeutung für die IS-Terroristen, da es ihnen die Waffenzufuhr über die Türkei ermögliche. Auch im Irak seien die syrischen Christen von der Vertreibung und Verfolgung durch die Islamisten betroffen.

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Nach Betrugsverdacht: Diözese Oslo korrigiert Katholikenstatistik

Bild: tilly

Bild: tilly

Norwegische Diözese soll Einwanderer aus mehrheitlich katholischen Ländern ohne ihr Wissen als Katholiken registriert haben


kathweb

Gegen den katholischen Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig, einen Angestellten und die Diözese ist Anklage wegen Betrugs erhoben worden. In einer Stellungnahme bestätigte die Nordische Bischofskonferenz am Wochenende die Betrugsvorwürfe.

Vor dem Hintergrund “offenkundiger Fehlregistrierungen” im Mitgliederverzeichnis der Diözese für die Jahre 2010 bis 2014 habe die Diözese bereits begonnen, das Verzeichnis zu korrigieren, so die Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz, Anna Mirijam Kaschner. Der Kirche wird vorgeworfen, Einwanderer aus mehrheitlich katholischen Ländern ohne ihr Wissen als Katholiken registriert zu haben, um auf diese Weise höhere Zuschüsse des Staates zu erhalten.

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Juristin: “Gleichbehandlungsgesetze gehen schon jetzt zu weit”

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Die SPÖ setzt sich erneut für eine Ausweitung des gesetzlichen Diskriminierungsschutzes ein – Expertin warnt: Neue Verbote führten nicht zu mehr Gleichheit in der Gesellschaft – Privatautonomie sowie Religions- und Gewissensfreiheit stünden auf dem Spiel


kathweb

Gegen die von der SPÖ forcierte erneute Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes zur Ausweitung des Diskriminierungsschutzes außerhalb der Arbeitswelt formiert sich Widerstand. “Gleichbehandlungsgesetze gehen schon jetzt zu weit”, warnte die Juristin Gudrun Kugler am Wochenende in einem Gastkommentar in der “Presse” (Samstag-Ausgabe) vor einem drohenden Eingriff in die Freiheit von Menschen. Unter dem Vorwand, ein Problem zu lösen, werde “exzessive Gleichbehandlungspolitik selbst zum problematischen System von Privilegierung und Einschränkung”, kritisierte sie.

“Es geht um neue Verbote: Unternehmen, aber etwa auch private Vermieter sollen bei der Auswahl ihrer Kunden nicht unterscheiden dürfen, zumindest nicht aufgrund von Alter, sexueller Orientierung oder Religion”, schilderte Kugler ihre Sichtweise auf das sogenannte “levelling up”. Es gebe jedoch kein Recht auf Gleichbehandlung zwischen Privatpersonen, unterstrich die Juristin. “Stattdessen stehen echte Menschenrechte auf dem Spiel: die Privatautonomie und die Vertragsfreiheit als Ausfluss des Eigentumsrechtes, ebenso die Religions- und Gewissensfreiheit.”

Schon die geltenden Gleichbehandlungsgesetze führten zu weit, etwa wenn eine Skiregion ihre “Ladies Week” absagen müsse oder männliche Kindergärtner nicht bevorzugt aufgenommen werden dürfen, beschrieb Kugler. Eine “Gleichheitsreligion” würde zudem engagierte Christen in einen Gewissenskonflikt zwischen Beruf und Religion stürzen. “Bäcker, Floristen, Fotografen, Grafiker und Druckereien müssten entgegen ihrer Überzeugung etwa an Verpartnerungsfeiern mitwirken. Privatpensionen und Gästehäuser von Klöstern und Kirchen müssten schließen, wenn sie Doppelzimmer verheirateten Paaren vorbehalten möchten – so passiert in England.” Kugler dazu: “Ja, jeder nach seiner Façon. Aber das sollte auch Christen zugestanden werden.”

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Kardinal Pell wehrt sich gegen Vorwurf der Verschwendung

Bild: tilly

Bild: tilly

Bericht eines italienischen Magazins über Diskussion zwischen Papst Franziskus und Pell wegen der Aufwendungen für das vatikanische Wirtschaftssekretariat “komplett falsch”


kathweb

Der Chef des vatikanischen Wirtschaftssekretariats, Kardinal George Pell, wehrt sich gegen Presseberichte über zu hohe Ausgaben für sich und seine Behörde. “Die Artikel bezüglich einer Diskussion zwischen dem Heiligen Vater und Kardinal Pell wegen der Aufwendungen für das Sekretariat sind komplett falsch”, hieß es am Wochenende in einer Erklärung des Sekretariats.

Der Bericht über ein angebliches Gespräch zwischen Pell und Franziskus sei “pure Fiktion”. Die Kosten zur Ausstattung des Sekretariats, das im März 2014 die Arbeit aufnahm, lägen offen zutage. Demnächst werde die Behörde, bei der derzeit zwölf Menschen arbeiteten, dem vatikanischen Wirtschaftsrat ihre Bilanz für 2014 vorlegen. Unrichtig sei auch die Behauptung, Pell lebe auf großem Fuß.

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“Religion kann anstößig sein”

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Der Historiker Thomas Großbölting erforscht das Verhältnis von Staat und Kirche. Ein Gespräch über das Kirchenasyl, laues Christentum und die Herausforderungen des Islam


WELT am Sonntag

Thomas Großbölting, Historiker der Uni Münster, muss nicht lange überlegen, wenn es darum geht, einen Ort für den Fototermin auszuwählen: die Lambertikirche. Dort hängen jene Käfige, in denen im 16. Jahrhundert exekutierte Wiedertäufer zur Schau gestellt wurden – drastische Erinnerung an einen Gottesstaat im Zeichen des Kreuzes.

Welt am Sonntag:

Derzeit befinden sich Kirchengemeinden mit dem Staat im Konflikt, weil sie Menschen Asyl gewähren, die von Rechts wegen abgeschoben werden sollten.

Thomas Großbölting:

Zwar sind es nur wenige Menschen, denen Kirchenasyl gewährt wird. Aber in ihrer symbolischen Dimension ist diese Diskussion hochinteressant. Der Streit um das Kirchenasyl bietet ein Beispiel dafür, dass Religion und Rechtsstaat nicht immer auf einer Linie sind und Religion auf diese Weise anstößig wird. Besonders interessant ist diese Konstellation, weil es hier die Religion der Mehrheitsgesellschaft ist, das Christentum nämlich, die sich mit der Rechtsstaatlichkeit anlegt.

Sie meinen im Unterschied zum Islam als Religion einer Minderheit?

Richtig. Wenn wir über das Burka-Verbot oder das Schächten von Tieren diskutieren, reden wir gerne von der Unvereinbarkeit mit christlich-abendländischer Kultur. Doch der Streit ums Kirchenasyl zeigt, dass es auch zwischen christlicher Religion und unserem Staat knirschen kann. Die Spannung zwischen Staat und Religionsgemeinschaft ist also kein spezifisches Phänomen des Islam.

Sie haben das Verhältnis von Staat und Religion in der Bundesrepublik untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Politik es versäumt habe, die Gesellschaft auf eine religiöse Vielfalt im Land vorzubereiten.

Insbesondere die beiden großen Volksparteien ruhen sich auf dem aus, was man in der Nachkriegszeit als sogenannte “hinkende Trennung” von Staat und Kirche etabliert hat. Beide haben sich darin bequem eingerichtet.

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USA in Afghanistan: 3426 Dollar für ein Menschenleben

Für Kinder, die in Afghanistan bei einer US-Operation sterben, zahlen die Vereinigten Staaten den Hinterbliebenen in der Regel weniger Entschädigung als für einen getöteten Erwachsenen. (Foto: Reuters)

  • Die US-Regierung hat für den Tod von Zivilisten in Afghanistan im Schnitt 3426 Dollar Entschädigung gezahlt. Das zeigt eine Recherche der Website The Intercept.
  • Sachschäden wurden teilweise höher entschädigt als der Verlust von Menschenleben.
  • Wie und auf welcher Grundlage Entschädigungs- und sogenannte “Kondolenzzahlungen” entrichtet wurden, ist kaum erfassbar.
  • Einen Leitfaden für Entschädigungszahlungen hat das US-Verteidigungsministerium bis heute nicht umgesetzt.


Von Matthias Fiedler|Süddeutsche.de

1799 Dollar für acht getötete Schafe

20 000 Dollar für ein abgebranntes Haus; 14 756 Dollar für einen zerstörten Lastwagen; 1799 Dollar für acht getötete Schafe. Aber was ist den USA im Afghanistan-Krieg ein Menschenleben wert? Im Schnitt etwa 3426 Dollar. So viel zahlten die Vereinigten Staaten den Hinterbliebenen, deren Angehörige im Gefecht versehentlich getötet worden. Das geht aus Recherchen der Website The Intercept hervor, die die Daten unter dem sogenannten “Freedom of Information Act” von der US-Regierung verlangt hat.

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Islam-Experte: Dschihadisten wollen ganze Welt unterwerfen – Blitzmerker

brennender_koranTroll über eine „vormoderne“ Koraninterpretation, wonach der „Heilige Krieg“ gegen „Ungläubige“ ein “zum Wohl der ganzen Welt gebotener revolutionärer Befreiungsprozess“ sei.


kath.net

Die ganze Welt unterwerfen wollen radikale Islamisten nach Ansicht des katholischen Islam-Experten Christian Troll. “Der Dschihad stellt einen im Koran und im Leben des Propheten unübersehbaren Auftrag dar“, betont der Jesuitenpater, der bis 2005 der Päpstlichen Kommission für die religiösen Beziehungen zu den Muslimen angehört hat, im Interview mit der im Augsburger Sankt Ulrich Verlag erscheinenden Neuen Bildpost und der Katholischen SonntagsZeitung. Terrororganisationen wie der „Islamische Staat“ oder Boko Haram stünden ganz in der Tradition einer „vormodernen“ Koraninterpretation, wonach der „Heilige Krieg“ gegen „Ungläubige“ ein “zum Wohl der ganzen Welt gebotener revolutionärer Befreiungsprozess“ sei.

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Wahl Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015

Der Monat Januar war reichlich versorgt mit jeder Menge Blödsinn.
Seit Monaten zieht die Thematik Sterbehilfe durch die Medien, Islamismus, Terror und enorme Mengen christlicher Arroganz, verbunden mit dem Anspruch für Alle und Jeden zu reden. Viel Stuss aus Rom, dort wo die römische Spukgestalt schaltet und waltet, Abreibungen sind der Grund für die Wirtschaftskrise, würdevolles Schlagen von Kindern, die Burka aus Fleisch und aus der evangelikalen Ecke kamen die Bibeldeutungen des einzigen und wahren Christen, Olaf Latzel. Nebenbei bemerkt, aus solchen Leuten hatte sich vor Jahren mal die SA rekrutiert.
  1. Gabriele Heinisch-Hosek(SPÖ), tritt für gendergerechte Steinigungen ein. Darf man die an ihr ausprobieren?
  2. Fred Breinersdorfer, fordert die Kirchen zu mehr Subversion auf um an noch mehr öffentliche Gelder zu kommen.
  3. Deutsche Forschungsgemeinschaft, gibt öffentliche Gelder für unwissenschaftliche Protestantismus-Forschung aus.
  4. Thomas de Maizièr, dem der christliche Glaube ein Schatz ist. Erinnert an Gollum.
  5. Olaf Scholz, suhlt sich gern im evangelikalen, rechtkonservativen Christenkreisen.
  6. Stephan Weil, findet das Niedersachsen-Konkordat ganz toll. Andere Ideen hat er nicht.
  7. Frank Ochmann, journalistische Meisterleistung für das Kirchenasyl.
  8. ComECE, zölibatere Altmännerriege gibt sich Gebärmutter-Mitspracherecht.
  9. Manfred Lütz, will Christentum Atheisten-gerecht erläutert haben.
  10. Frauke Petry, paranoide Vorstellungen über Medien-Manipulation.
  11. Deutschlandradio, mit öffentlichen Geldern zur Koranschule.
  12. Hans-Josef Becker, will die Menschen christlich zu Tode quälen.
  13. Norbert Trelle, will unbedingt am Kirchenasyl festhalten.
  14. Rainer Maria Woelki, gegen Fußball-WM zum Advent.
  15. Beatrix von Storch, weniger Staat, mehr Familie, neoliberales Mantra.
  16. Reinhard Marx verteidigt Kirchenasyl.
  17. Bernd Lucke, Bildungspläne sind ihm ein Gräuel.
  18. Heinz Josef Algermissen, generelles Verbot von Sterbehilfe. Pfäffische Arroganz pur.
  19. Angela Merkel, fährt zum römischen Orakel und bezahlt es.
  20. Jens Spahn, verdummbibelter Christdemokrat.
  21. Deutsche Welle, Glaubensangebote im Äther.
  22. Andreas Kern, polit.-christliche Agitprop.
  23. John Lennox, dilettiert über Atheismus.
  24. Matthias Matussek, dauerbeleidigter Verwandlungskünstler

Die Wahl ist bis zum 07. März 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag, hier auf dem Blog, gewürdigt.

Viel Spaß.

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Düsseldorf: Unbekannter pinkelt ins Weihwasser

as Weihwasser-Becken in der Sankt-Maria-Rosenkranz-Kirche in Wersten – diese ist unter der Woche tagsüber geöffnet. FOTO: Bretz, Andreas

In der Sankt-Maria-Rosenkranz-Kirche in Wersten gab es einen unappetitlichen Fall von Vandalismus: Ein Mann pinkelte in einem unbeobachteten Moment ins Weihwasser. Pastoralreferent Martin Kürble beklagt mangelnden Respekt.


Von Henning Rasche|RP ONLINE

Es muss ein Moment gewesen sein, in dem es still war. Vor allem aber wohl: (fast) menschenleer. Der bis heute Unbekannte schleicht sich an einem Tag Ende vorigen Jahres in die Werstener Sankt-Maria-Rosenkranz-Kirche. Er (man darf aufgrund der Umstände sicher von einem männlichen Täter ausgehen) stellt sich an das Becken mit dem Weihwasser, vielleicht vergewissert er sich noch einmal, dass er tatsächlich allein ist – und dann pinkelt er ins Weihwasser. Eine ziemlich ekelhafte Vorstellung.

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Lobbyisten für den Atheismus

Haben der Kirche im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt: Kerstin und David Lohmer. Foto: Andreas Dyck

Wenn Kerstin Lohmer über ihre Zeit in der Kirche nachdenkt, dann sind es keineswegs nur negative Gedanken, die ihr durch den Kopf gehen. Ihre Kommunion, die Firmung, jahrelang war sie Messdienerin, ihre Mutter Organistin und Chorleiterin.


Von Celina de Cuveland und Bernd Eyermann|Generalanzeiger Bonn

“Ich bin eng mit der Kirche aufgewachsen und habe die schöne Seite des Gemeindelebens erlebt”, sagt die 30-Jährige aus Siegburg. Auch ihr Mann David erinnert sich “an das volle Programm Kirche”. Als Kind habe er all das “gern mitgemacht und nicht hinterfragt”. Doch das ist lange her. Vor gut einem Jahr sind die Lohmers aus der katholischen Kirche ausgetreten.

Warum? Zum einen seien sie nicht gläubig, zum anderen habe es “mehrere Vorfälle im privaten Bereich gegeben”, bei denen sich die Kirche sehr unchristlich verhalten habe, sagt der 33-Jährige. “Das war sehr erschreckend, von der Kirche hätte ich da etwas anderes erwartet.” So sei zum Beispiel eine Erzieherin in einem kirchlichen Kindergarten schwer krank geworden, doch statt sie zu unterstützen, hätte der Träger gewollt, dass sie nicht länger in der Einrichtung arbeite.

Seine Frau Kerstin berichtet, dass selbst ihre Mutter in der Heimatpfarrei bei Krefeld “Unannehmlichkeiten” bekommen habe, nachdem ihr Kirchenaustritt bekannt geworden sei. Die Lohmers haben sich inzwischen dem Bund der Konfessionslosen und Atheisten angeschlossen. Ihr Ziel: eine Lobby für den Atheismus zu schaffen. Noch immer hätten Menschen in der Gesellschaft Nachteile, wenn sie nicht Mitglied einer Kirche seien. So etwa könnten deren Kinder nicht alle Tagesstätten besuchen.

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Religion und Krieg: “Kriegstreibende Aussagen verurteilen”

religion_warDer Religionswissenschaftler Hartmut Zinser untersucht in seiner neuen Studie die Kriegspotenziale der Religionen. Er fordert eine Entpolitisierung der Religion und spricht sich dafür aus, dass die Glaubensrichtungen mit ihrer Geschichte selbst ins Gericht gehen und kriegstreibende Aussagen verurteilen.


Hartmund Zinser im Gespräch mit Andreas Main|Deutschlandradio Kultur

Andreas Main: Hartmut Zinser, Sie sprechen von einem “Kriegspotenzial der Religionen”. Was macht Religionen potenziell zu Kriegstreibern?

Hartmut Zinser: Religionen geben Antwort auf die Frage, wie soll sich leben, was darf ich tun, was darf ich nicht tun und was kann ich erhoffen. Die Antworten unterscheiden sich. Damit entstehen Differenzen. Ferner – Religionen bilden moralische und solidarische Gemeinschaften mit bestimmten Regeln wie etwa: “Du sollst nicht töten!”, “Du sollst nicht lügen!”, “Du sollst nicht rauben und stehlen!”. Aber diese Regeln gelten in der Regel nur für die Religionsgemeinschaft selbst. Nur wenige Religionen haben daraus universale Lehren gemacht. Dadurch wird ein Innen und Außen bestimmt – nämlich die, die zur Religion dazugehören und solche, die nicht dazugehören. Für die, die nicht dazugehören, gelten die moralischen Einschränkungen nicht, so dass man über auch durchaus mal herfallen kann, einen Kopf kürzer schlagen kann oder sie ausrauben kann. Und das haben leider auch alle Religionen gemacht. Oder genauer sollte ich sagen: Das haben Kriegsführer mit allen Religionen gemacht und mit Unterstützung aller Religionen.

Main: Es gibt also das Wir – und es gibt die anderen. Welche Religionen haben das größte Kriegspotenzial, welche sind am wenigsten bellizistisch?

Zinser: Das ist eine sehr schwierige Frage, die ich eigentlich auch gar nicht richtig beantworten kann. Christentum und Buddhismus lehren grundsätzlich Gewaltlosigkeit und Friedfertigkeit, haben aber im langen Verlauf ihrer Geschichte Kriege nicht vermeiden können – und zwar in unterschiedlicher Form. Zunächst, sie behaupten immer, sie verteidigen sich. Dann gab es Missionskriege – nicht so selten, wie man das sich wünschen würde. Zumindest wurde von den staatlichen Instanzen, den Königen, verlangt, dass sie die Mission schützen sollten. Denn die Menschen sollten erdulden müssen, dass sie missioniert werden. Dann gab es aber auch – und da wird es nun richtig verheerend – die Kreuzzüge, die Sie schon genannt haben, in denen die Beteiligung am Krieg, das Morden und Töten – und ich sage es ganz bestimmt und so prononciert – zu einer religiösen Handlung wurde, mit der man Ablass und das ewige Leben und Himmelreich erwirbt. Andere Religionen, wie zum Beispiel die antiken römischen und griechischen Religionen kannten Kriegsgötter, unter deren Schutz der Krieg gestellt war. Athene in Griechenland und Mars in Rom und viele andere mehr, oder Murugan in Indien. Und sie haben also kein ausgebildetes Kriegsrecht entfaltet, sondern Kriege wurden als Normalität betrachtet. Er gehörte einfach zum Leben dazu, und man musste sich damit einrichten und hat sich damit eingerichtet. Dann gibt es noch Religionen, die durchaus Beschränkungen haben für das Kriegführen – wie der Islam, zugleich aber doch eine umfangreiche Lehre über das Töten im Krieg entfaltet und entwickelt haben. Jetzt kommt der entscheidende Punkt. Wenn es durch die Geschichte geht, sind diese Lehren auch immer wieder in allen Religionen angewandt worden. Es ist dann nur eine Frage der Situation und der Zeit, wann und ob eine Gruppe meint, jetzt zu den Waffen greifen zu müssen und religiös rechtfertigt, dass sie Krieg führen darf und kann.

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Kampf um Vatikan-Vermögen

Vati-Leaks-logo

Der Finanzreformer des Papstes soll selbst Geld verschwendet haben.


Kurier.at

Machtkämpfe, Finanzeinfluss, Verschwendungssucht und Luxusausgaben: Das sind die Zutaten des neuen “Vatileaks”-Skandals, der in Rom für Aufregung sorgt. Das Wochenmagazin L’Espresso hat geheime Dokumente veröffentlicht, die von einem erbitterten Machtkampf unter Kardinälen über den Einfluss auf die Finanzen des Kirchenstaats zeugen. Dabei geht es um lukrative Geschäfte in Millionen-Euro-Höhe.

Zwei Lager

Der Unmut der Purpurträger richtet sich dabei vor allem gegen eine Person: Kardinal George Pell. Der 73-jährige Australier wurde vor rund einem Jahr von Papst Franziskus mit der Leitung des neuen Wirtschaftssekretariats, das die vatikanischen Finanzen kontrolliert, beauftragt. Auch bei der umfassenden Kurienreform des Pontifex, die auf Widerstand stößt, spielt George Pell eine tragende Rolle. Er ist Mitglied des Kardinalrats, einer achtköpfigen Gruppe, die dem Papst bei der Kurienreform zur Seite stehen.

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Einbildung der Dauerbeleidigten: Medien kämpfen mit harten Bandagen gegen Christen

Bild: SpON

Bild: SpON

Matussek: „Art von Zensur“ bei Lebensschutzthemen oder Homosexualität.


kath.net

In den Medien wird oft mit harten Bandagen gegen Christen gekämpft. Diese Meinung vertrat der Publizist Matthias Matussek (Berlin) am 26. Februar in Hamburg auf dem Kongress christlicher Führungskräfte. Die Entwicklung sei ernst. In vielen Talkshows würden Christen oft negativ dargestellt. Christliche Abtreibungsgegner würden in die rechte Ecke gedrängt. Matussek: „Es geht um den Schutz von Leben. Was hat das mit links oder rechts zu tun?“ Eine Gefahr für die Meinungsfreiheit drohe in Deutschland nicht vom Islamismus oder Terrorismus, sondern „aus der Mitte der Redaktionen“. Es gebe „eine Art von Zensur“ bei Themen wie Lebensschutz oder Homosexualität.

Neue Aufgabe: Einordnen und kommentieren

Ferner sagte Matussek, dass sinkende Auflagezahlen das „große Jammertal“ der Redaktionen seien. Keiner wisse, ob Zeitungen überleben werden. Ein Beispiel sei die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Da kann man zusehen beim Schrumpfen.“ Gut gemachter Journalismus habe aber auch in Zukunft Chancen. Die Medien hätten allerdings eine neue Rolle. Es gehe nicht mehr darum, Nachrichten zu verbreiten, sondern sie zu sortieren, einzuordnen und zu kommentieren. Ein weiterer Trend sei, dass bei vielen Medien der Onlineauftritt Vorrang habe. Um dort Klicks zu bekommen, würden viele Themen in den Überschriften zugespitzt und angeschärft.

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Christliche Gesundheitsfeindlichkeit – bete doch!

1000plusSeit 2012 kann ein einfacher Bluttest („Praenatest“) Auskunft über mögliche Behinderungen eines ungeborenen Kindes geben. Soll der Test in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden?


Von Kristijan Aufiero(1000plus)|kath.net

Seit 2012 kann ein einfacher Bluttest („Praenatest“) Auskunft über mögliche Behinderungen eines ungeborenen Kindes geben. Nun soll der Test in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) steht laut verschiedenen Zeitungsberichten unmittelbar bevor.

In den USA finden derartige Tests schon heute reißenden Absatz. Für Europa rechnen Experten mit einem enormen Marktpotential. Die weit überwiegende Zahl der Eltern wählt nach der Diagnose einer voraussichtlichen Behinderung die Abtreibung ihres ungeborenen Kindes. Entscheiden sie sich nach einem solchen Test für ihr (aller Voraussicht nach) behindertes Baby, müssen sich Eltern mittlerweile rechtfertigen – vor den Ärzten, vor Freunden, Kollegen, der Gesellschaft.

Wir eilen schnellen Schrittes in Richtung einer Gesellschaft, in der es über kurz oder lang so gut wie keine Menschen mit angeborener Behinderung mehr geben wird.

Nicht wenige Stimmen halten eine Welt ohne Menschen mit Behinderung für geradezu wünschenswert. So schrieb beispielsweise der Humanistische Pressedienst (hpd) am 28.01.2015 im Artikel „Wer darf leben? Neuer Gentest sorgt für emotionale Aufregung und intellektuelle Verwirrung“: „Was wäre so schrecklich an einer Welt ohne Krankheit und Behinderung? So wenig wir uns über das Verschwinden der Diphterie, Hämophilie oder Leukämie grämen würden, so wenig müssten wir das Verschwinden der Trisomie bedauern.“

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Vorläufige Einigung bei Kirchenasyl

Kirchen dürfen Flüchtlingen und Asylsuchenden wie bislang Zuflucht gewähren Foto: flickr | Noborder network/Sara Prestianni | CC BY 2.0

Vertreter von Kirche und Politik haben sich am Freitag in der Frage des Kirchenasyls verständigt. Demnach dürfen Kirchen vorerst bis zum Herbst Asylsuchenden wie bislang Zuflucht gewähren.


pro Medienmagazin

Kirchen dürfen nun bis Herbst 2015 wie bislang Flüchtlinge und Asylsuchende aufnehmen, wenn sie befürchten, dass diesen Menschen bei einer Abschiebung Menschenrechtsverletzungen drohen. Darauf haben sich die beiden großen Kirchen in Deutschland und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach einem Spitzentreffen geeinigt. Die Tradition des Kirchenasyls „an sich“ wird seitens der Politik nicht in Frage gestellt.

In der Zeit bis zum Herbst wollen die Kirchen und das BAMF nun eine neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen erproben, teilten beide Kirchen mit. Dabei sollen Kirchenvertreter die Möglichkeit bekommen, Einzelfälle erneut vom Bundesamt überprüfen zu lassen, vorzugsweise noch bevor die betroffenen Personen in das Kirchenasyl aufgenommen werden. Für die Kommunikation sollen zentrale Ansprechpartner sowohl auf Seiten der Kirchen wie auch des BAMF benannt werden.

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Vatileaks: Kampagne gegen Kardinal Pell gestartet

Vati-Leaks-logoIm Vatikan wird eine Kampagne gegen Kardinal Pell, einem klaren Verteidiger der Lehre der Kirche, angezettelt. Das Spiel wird über die Medien ausgetragen. Im Hintergrund geht es um die Familiensynode – P. Lombardi verteidigt Pell.


kath.net

Gegen den Chef des vatikanischen Wirtschaftssekretariates, Kardinal George Pell, regt sich laut einem Pressebericht angeblich starker Widerstand in der Kurie. Laut dem italienischen Nachrichtenmagazin «L’Espresso» (Freitag) wehrt sich das Kardinalsgremium der vatikanischen Güterverwaltung APSA gegen die Beschneidung ihrer Kompetenzen durch die von Papst Franziskus geschaffene Behörde.

Die Kardinäle werfen dem 73-jährigen Pell demnach vor, er versuche, immer weitere Verwaltungsbereiche unter seine Kontrolle zu bringen, und stoße dabei die Mitarbeiter anderer Dikasterien vor den Kopf. Das Wirtschaftssekretariat soll gemeinsam mit dem Wirtschaftsrat die Finanz- und Immobilienbestände des Vatikan erfassen und in eine gemeinsame Bilanz bringen.

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9 things you think you know about Jesus that are probably wrong

Jesus illustration gst / Shutterstock.com

Jesus has been described as the best known figure in history, and also the least known. If you mentioned the name “Jesus” and someone asked Jesus who, you might blink. Or laugh. Even people who don’t think Jesus was God mostly believe they know a fair bit about him. You might be surprised that some of your most basic assumptions about Jesus are probably wrong.


By Valerie Tarico|Alternet/Raw Story

We have no record of anything that was written about Jesus by eyewitnesses or other contemporaries during the time he would have lived, or for decades thereafter. Nonetheless, based on archeological digs and artifacts, ancient texts and art, and even forensic science, we know a good deal about the time and culture in which the New Testament is set. This evidence points to some startling conclusions about who Jesus likely was—and wasn’t.

1. Married, not single. When an ancient papyrus scrap was found in 2014 referring to the wife of Jesus, some Catholics and Evangelicals were scandalized. But unlike the Catholic Church, Jews have no tradition of celibacy among religious leaders. Jesus and his disciples would have been practicing Jews, and all great rabbis we know of were married. A rabbi being celibate would have been so unusual that some modern writers have argued Jesus must have been gay. But a number of ancient texts, including the canonical New Testament, point to a special relationship between Mary Magdalene and Jesus. The Gospel of Phillip says, “[Jesus] loved her more than all the disciples, and used to kiss her often on her mouth.”

2. Cropped hair, not long. Jewish men at the time of Christ did not wear their hair long. A Roman triumphal arch of the time period depicts Jewish slaves with short hair. In the Apostle Paul’s first letter to the Corinthians, he addresses male hair length. “Does not nature itself teach you that if a man wears long hair, it is degrading to him?” (1 Corinthians 11:14 NRSV). During the 1960s, conservative Christians quoted this verse to express their disgust against the hippy movement and to label it anti-Christian.

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Homosexuelle haben „kein Recht auf ein Kind“

Ratzinger_Homo

In einer emotionalen Debatte hat der Bundestag am Donnerstag einen Gesetzentwurf zur so genannten Homo-Ehe diskutiert. Darin fordern die Grünen die vollständige rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft und Ehe. Heftig umstritten: das Adoptionsrecht.


pro Medienmagazin

Grünen-Politiker Volker Beck sagte, Lebenspartnerschaften von Schwulen und Lesben hätten zwar die gleichen Pflichten wie Eheleute, aber nicht die gleichen Rechte. Er rief Union und SPD auf, die im Koalitionsvertrag versprochene Beseitigung der bestehenden Ungleichbehandlung umzusetzen. Gleichgeschlechtliche Paare seien in etwa 150 Regelungen in 54 Gesetzen und Verordnungen gegenüber Ehepaaren benachteiligt. Mit der am Donnerstag im Bundestag diskutierten Gesetzesvorlage soll diese „verfassungswidrige Diskriminierung“ beendet werden.

Die Union nannte Beck „denkfaul“ und „reaktionär“. Unterstützung erhielten die Grünen von den Linken: „Das mittelalterliche Weltbild mit Mann-Frau-Kind-Ehe passt nicht mehr in die heutige Zeit“, sagte Ulla Jelpke. Die Linke fordert daher ebenso die Öffnung der Ehe für Homosexuelle: „Wer heiraten will, sollte heiraten dürfen – eine Institution für alle“.

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