Archiv der Kategorie: Katholizismus

Papst stoppt geplanten Investmentfonds der Vatikanbank

Bild: tilly

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Papst Franziskus hat einem Medienbericht zufolge die geplante Einrichtung eines Investmentfonds der Vatikanbank (IOR) gestoppt. Laut dem italienischen Internetportal “Vatican Insider” untersagte er die vom Aufsichtsrat unter Leitung von Präsident Jean-Baptiste de Franssu gewünschte Institution des Fonds in Luxemburg.


kathweb

Zuvor habe sich auch die Kardinalskommission des IOR, der auch der Wiener Kardinal Christoph Schönborn angehört, gegen das Vorhaben ausgesprochen und den Plan umgehend an Franziskus weitergeleitet, berichtete das Portal am Wochenende. In den Fonds sollten demnach Teile des IOR-Kapitals zu Profitzwecken überführt werden.

Gemäß den Vorgaben des Papstes soll das “Institut für die religiösen Werke” künftig vor allem als Finanzdienstleister für Orden und kirchliche Einrichtungen dienen. Selbstständige Investitionen auf den Finanzmärkten sind nicht vorgesehen. Beobachter gehen davon aus, dass das IOR nach dem zurückliegenden Reformprozess in diesem Jahr seine endgültige Gestalt erhält.

Islamismus: Alice Schwarzer gegen „falsche Toleranz“

Alice Schwarzer Foto: dpa

Gegenüber der konsequent betriebenen „islamistischen Unterwanderung auch des Westens“ dürfe es keine „falsche Toleranz“ geben, sagte die deutsche Feministin Alice Schwarzer am Donnerstag beim „Pfingstdialog“.


religion.ORF.at

Das würde letztlich im Widerspruch zu den hart erkämpften Menschenrechten und Freiheiten Europas stehen, so Schwarzer beim „Pfingstdialog“ im Rahmen der Reihe „Geist & Gegenwart“ im kirchlichen Bildungszentrum Schloss Seggau (Steiermark).

Islamisten „Faschisten“ der Gegenwart

Gewaltbereite muslimische Extremisten und „selbst ernannte Gotteskrieger“ bezeichnete Schwarzer am Donnerstag als „Faschisten“ der Gegenwart. Sie betrieben die Verbindung von Fundamentalismus mit Rassismus und Sexismus. Die Publizistin sagte, sie enthalte sich jeder Bewertung des Islam, wende sich aber gegen den zunehmenden Einfluss des Islamismus in europäischen Medien, auf den Universitäten und auch im Rechtswesen.

Die streitbare Galionsfigur des deutschen Feminismus und Herausgeberin der Zeitschrift „Emma“ referierte bei der Tagung unter dem Titel „Europa.wertvoll“ über ihre seit der iranischen Revolution von 1979 zurückreichenden Erfahrungen und Recherchen über jene Formen des politisch missbrauchten Islam, die westlichen Werten wie Pluralismus und Toleranz feindlich gegenüberstehen. Den Anstoß zu ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Thema gab laut Schwarzer ein Hilferuf von Iranerinnen, die kurz zuvor noch gegen das Schah-Regime gekämpft hätten und bald danach von den Revolutionswächtern Khomeinis systematisch aus dem öffentlichen Leben in die Rechtlosigkeit getrieben worden seien.

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Apostel von Sitten: Unglaubwürdiges Dementi

Jean-Marie Lovey

Der Bischof von Sitten in der Schweiz, Jean-Marie Lovey, hat Interviewäußerungen zu Homosexualität präzisiert. Seine «schlechte Wortwahl» sei zum Teil falsch aufgefasst worden, sagte er der Walliser Zeitung «Le Nouvelliste» (Donnerstag). Homosexualität sei definitiv «keine Krankheit».


kath.net

Die Bezeichnung «Heilung» habe er von einem homosexuellen Freund erhalten, der ihm erklärt habe, er sei «geheilt» worden, so Lovey. Außerhalb dieses Kontextes sei das Wort «sicher ungeschickt gewählt» gewesen. Er sehe aber das Gebet nach wie vor als einen möglichen Weg an, der zu einer «Heilung» führen könne.

Der Bischof hatte mit seiner Aussage, Homosexualität sei eine «Schwäche der Natur» heftige Proteste ausgelöst. Äußerungen wie jene des Bischofs stifteten zu Ablehnung und Ausgrenzung an, kritisierte die Lesbenorganisation Schweiz am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Die Erklärung könne nur als «Beleidigung und Provokation» gegen viele Lesben und Schwule verstanden werden, «die in einem Land leben, in dem es von nun an zum guten Ton gehört zu behaupten, dass sie krank seien».

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Italienischer Pfarrer wegen Kinderprostitution festgenommen

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Der katholische Priester soll am römischen Hauptbahnhof Termini regelmäßig Sex mit minderjährigen Prostituierten gehabt haben, zudem hätten Ermittler auf seinem Computer rund 1.700 kinderpornografische Bilder gefunden.


kath.net

Die italienische Polizei hat einen 68-jährigen katholischen Priester unter Pädophilieverdacht festgenommen. Der Mann soll am römischen Hauptbahnhof Termini regelmäßig Sex mit minderjährigen Prostituierten gehabt haben, berichteten italienische Medien am Freitag. Zudem hätten Ermittler auf seinem Computer rund 1.700 kinderpornografische Bilder gefunden.

Der Pfarrer betreut den Angaben zufolge zwei Gemeinden im mittelitalienischen Viterbo. Die Polizei nahm sechs weitere Männer im Alter zwischen 35 und 79 Jahren fest, darunter auch einen Ex-Priester aus der Toskana, der aber in der Vergangenheit bereits wegen anderer krimineller Delikte aus dem Klerikerstand entlassen worden sei, hieß es.

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Österreich: Caritas und Diakonie warnen vor Budgetkürzungen im Sozialbereich

Bild: tilly

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Mit Sorge verfolgen Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz, und Volkshilfe die im jetzt verabschiedeten Budgetrahmengesetz veranschlagten Ermessensausgaben-Kürzungen im Sozialbereich. “Kürzungen bei den sogenannten Ermessensausgaben treffen Beratungsstellen für Menschen in Not, Hilfe für pflegende Angehörige, Demenzberatung und Integrationsmaßnahmen”, warnte Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, einer Aussendung am Freitag: “Das betrifft die Wärmestube, die dem Wohnungslosen bei Minusgraden zur Verfügung steht oder das Lernprogramm, mit dessen Hilfe Jugendliche ihren Pflichtschulabschluss schaffen.” All diese und viele weitere Angebote würden zumindest zum Teil aus öffentlichen Mitteln gefördert, die nicht fix in Budgets verplant, sondern Ermessensausgaben sind.


kathweb

Ermessensausgaben machten oft erst Innovationen in der Sozialpolitik möglich, hielten die Hilfsorganisationen fest. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen seien Spezialisten für kleine Zielgruppen: “Nahe am Menschen, kennen wir seine Bedürfnisse und entwickeln neue, wirksame Lösungen”, so Michael Opriesnig vom Roten Kreuz. Viele dieser Modelle würden dann von der öffentlichen Hand als Standardanbieter für große Zielgruppen übernommen. Auf der Basis dieser Logik seien zahlreiche heute selbstverständliche Dienstleistungen entstanden: etwa die mobile Pflege und Betreuung, neue Wohnformen für pflegebedürftige Menschen oder Hospizangebote.

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Faith Healing Kills Children

Sick children need doctors and medicine, not faith and prayer. Photo by djedzura/Shutterstock

As preventable diseases like measles and whooping cough are reappearing in the United States, many anti-vaxxers are re-evaluating their opposition to immunization, and others are questioning nonmedical exemptions from vaccine requirements. The California state Senate, for instance, just overruled a long-standing law that permitted parents with religious and philosophical reservations to send their children to public and private schools without their shots.


By Jerry A. Coyne|Slate

This is a sound decision: Vaccinations are safe and essential for the health of our society. We cannot allow philosophy or faith to trump public health. But denying children potentially life-saving vaccines is just one part of the problem; I’d like to eliminate even more exemptions: those now enshrined in many laws permitting religious parents to withhold scientific medical care from their children in favor of faith healing.

Forty-eight states—all except West Virginia and Mississippi—allow religious exemptions from vaccination. (California would be the third exception if its bill becomes law.) A similar deference to religion applies to all medical care for children. As the National District Attorneys Association reports, 43 states give some kind of criminal or civil immunity to parents who injure their children by withholding medical care on religious grounds.

If your faith mandates spiritual healing and your child dies because you offer prayer instead of insulin or antibiotics, your chances of being charged with a crime are slim. There are religious exemptions for child neglect and abuse, negligent homicide, involuntary manslaughter. Several states allow parents to use a religious defense against charges of murder of their child—and in some places they can’t be charged with murder at all. And even when parents are prosecuted, acquiescence to religious belief often leads to their being acquitted or given light sentences, including unsupervised parole. None of this, of course, applies to parents who refuse medical care on nonreligious grounds; those individuals get no immunity from prosecution.

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Warum wir einige Koransuren mit Kommentaren versehen sollten

Thinkstock

„Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.”


Von Christ Facius|The Huffington Post

Hoppla, wie war das? Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Artikel 1 (2) GG verpflichtet somit per Edikt die deutsche Nation dazu, Menschenrechte weltweit als universal und nicht verhandelbar zu betrachten. Das ist großartig!

Ja, Menschenrechte müssen auf allen fünf Kontinenten als das Allerheiligste, was Menschen jemals auf den Weg gebracht haben, angesehen werden. Und diese Rechte muss die Bundesrepublik Deutschland gegen den Willen jeglicher Regime, geistlicher Führer sowie Millionen von humanistisch unaufgeklärten und theologisch verblendeten Menschen standhaft einfordern und verteidigen. Weltweit!

Hier ist die Bundesregierung in der Bringschuld, auf sämtlichen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Ebenen dem Herzstück des Grundgesetzes Leben einzuhauchen. Religiös, da in allen 57 islamisch geführten Staaten die unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Der politische Islam als jeden Teil des Alltags umschließendes Regelwerk und legitimierenden Rechtsquell für barbarische Traditionen und Bestrafungen, kennt schließlich keine Trennung zwischen Religion und Staat.

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Gepflegte katholische Homophobie – das christliche Menschenbild ist Scheiße

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Psychologin riet in westfälischem Regionalblatt, Kinder nicht zur Homo-„Hochzeit“ mitzunehmen. Nach Shitstorm gibt Redaktion dem öffentlichen Druck der Anpassung nach. Wo bleiben Meinungs- und Pressefreiheit?


Von Peter Winnemöller|kath.net

Mit der Kampfparole „Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so“ polarisierte Matthias Matussek vor einigen Monaten in einem Essay in der Welt. Abgesehen von der Tatsache, dass knackige Formulierungen immer gut polarisieren, sind sie in der Regel zu grobkörnig für ein klares Bild. Dennoch kann die Polarisierung nötig sein, um einen Sachverhalt ins rechte Licht zu rücken. Die Homophobie, so die Grobthese von Matthias Matussek, hat den Antisemitismus als schlimmste ideologische Sünde abgelöst.

Eine These, die – so sollte man auf den ersten Blick denken – schlicht unhaltbar ist. Homosexuelle Männer und Frauen können in unserem Land Karriere machen, Partnerschaften eingehen, werden weder strafrechtlich verfolgt noch in irgendeiner Weise öffentlich zurückgesetzt. Der Popanz der Diskriminierung von Homosexuellen und sein fieser Bruder, der Popanz der Homophobie, sind also im Grunde nichts als Schattenbilder einer Lobby, die ihr politisches Spiel mit der persönlichen sexuellen Orientierung betreibt.

Wer sich also den öffentlichen Vorwurf der Homophobie zuzieht, ist in der veröffentlichten Meinung ein Vogelfreier, ein Geächteter unserer Tage und er darf beliebig von jedem Freien abgeschossen werden. Ein solcher Abschuss wird von Klaus Kelle hier nüchtern dokumentiert.

Eine Psychologin in der Rolle einer Briefkastentante einer ostwestfälischen Regionalzeitung rät einem Vater, seine kleinen Töchter nicht zu einer „Hochzeit” seines homosexuellen Bruders mitzunehmen. Der Vater legt seine Sorgen dar, dass die Kinder dadurch seelischen Schaden leiden könnten und die Ratgeberin stimmt ihm darin zu.

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Theologe: Loyalität zum Arbeitgeber ist keine Frage des Glaubens

Bild: fis-kirchenrecht.de

Bild: fis-kirchenrecht.de

Die Lockerung des katholischen Arbeitsrechts geht dem evangelischen Theologen und Diakoniemanager Dierk Starnitzke nicht weit genug.


evangelisch.de

Nach einem Beschluss der Bischöfe von Ende April sollen das Bekenntnis zu einer homosexuellen Beziehung oder die Wiederheirat nach einer Scheidung künftig nicht mehr automatisch zu einer Entlassung führen. Kirchliche Arbeitgeber sollen nun stets den Einzelfall prüfen. Starnitzke, der im westfälischen Bad Oeynhausen eine große evangelische Behinderteneinrichtung leitet, hält dies jedoch für kaum praktikabel. Auch der evangelischen Kirche empfiehlt er eine Reform ihrer Loyalitätsrichtlinie, die die Loyalitätsansprüche an die Beschäftigten neu festlegt.

Für Starnitzke ist die von den katholischen Bischöfen beschlossene Liberalisierung des Arbeitsrechts insoweit konsequent, als die Gesellschaft das Abstrafen bestimmter Lebensformen durch katholische Arbeitgeber kaum noch akzeptiere. Hinzu kommt laut Starnitzke, dass “sich daraus für viele der 650.000 Beschäftigten in der katholischen Kirche und ihrer Caritas eine enorme Spannung ergibt, die sowohl für die betroffenen Mitarbeitenden als auch für die zuständigen Leitungen manchmal kaum noch erträglich ist”. Die Mehrzahl der Bischöfe habe deshalb zurecht eine Reform des kirchlichen Arbeitsrechts für überfällig gehalten.

Debatte geht anders

cc bycc by sa “Thinker” von “Martin Fisch” lizensiert unter “CC-BY-SA”

Weil Debatten niemals enden, endet auch diese nicht. Noch einmal zum Thema Orient und Okzident, wer hat wem was zu verdanken?


Von Heiko Heinisch|The European

The European definiert sich schon im Untertitel ausdrücklich als Debattenmagazin, und so ist es zu begrüßen, dass Muhammad Sameer Murtaza auf meinen Einwand gegen seinen Artikel mit einer Erwiderung reagiert. Eine Debatte zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Seiten ihre Argumente vortragen und versuchen, die des Gegners zu widerlegen, um Leserinnen und Leser – eventuell auch den Gegner – von den eigenen Thesen zu überzeugen. Aber anstatt in diesem Sinne auf die vorgetragenen Argumente einzugehen, verlegt sich Murtaza leider darauf, mir Aussagen zu unterstellen und andere sinnentstellend aus dem Zusammenhang zu reißen, nur um diese dann widerlegen zu können. Ganz nebenbei nimmt er seine bereits kritisierte Apologetik von Neuem auf. Debatte geht anders.

Leere Behauptungen sind keine konstruktive Kritik

Schon im ersten Satz unterstellt Murtaza, mein Artikel wolle eine Minderwertigkeit des Islam festschreiben, würde ich doch behaupten, die „seit mehr als 1000 Jahren andauernde Anwesenheit der Muslime in Europa habe überhaupt keine Rolle auf dessen Entwicklung gehabt“. Ewas weiter unten schreibt er, ich würde den Einfluss muslimischer Religionsgelehrter und Philosophen unterschlagen und den Muslimen lediglich den Transfer griechischer Schriften und griechischen Wissens zugestehen. Dass er diese Behauptungen nicht durch entsprechende Zitate untermauern kann, liegt daran, dass sich derlei Ausführungen in meinem Text nicht finden lassen. An keiner Stelle leugne ich die Leistungen arabischer und persischer Denker, Philosophen und Wissenschaftler, und an keiner Stelle schreibe ich, diese hätten nur Wissen transferiert. Im Gegenteil.

Die Rolle ibn Rushds als maßgeblicher Kommentator der Werke Aristoteles’, seinen Einfluss auf die Scholastik und damit auf die Aufklärung hebe ich dezidiert hervor. Man könnte noch präzisieren, dass ibn Rushd von den Scholastikern meist in Anlehnung an die Bezeichnung der Philosoph für Aristoteles schlicht der Kommentator genannt, also mit größter Hochachtung bedacht wurde.

Murtaza weiß auch, dass die muslimischen Eroberungen von mir nicht erwähnt wurden, um von den Kreuzzügen abzulenken, sondern einzig, weil er die Kreuzzüge zum ersten „weniger friedlichen Wissenstransfer“ zwischen Christen und Muslimen erklärt – womit er die Jahrhunderte islamischer Eroberungen, die ihnen vorausgingen, einfach unterschlägt.

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Katholische Kirche will Religionsunterricht im Internet

Will beim Religionsunterricht neue Wege gehen: Bischof Neymeyr

Die Katholische Kirche will den Religionsunterricht in Thüringen künftig via Internet und als Fernstudium anbieten. Erfurts Bischof Ulrich Neymeyr stellte das bundesweit einmalige Konzept am Freitag bei einem Treffen von katholischen und evangelischen Bischöfen mit der Landesregierung in der Erfurter Staatskanzlei vor.


MDR Thüringen

Online-Fernstudium statt Unterricht in Klassen

Die Katholische Kirche reagiert damit auf Probleme vor allem im Süden und Osten des Landes genügend Schüler für Lerngruppen zusammenzubekommen. Vorgesehen sei, zunächst Gymnasiasten der Oberstufe nach dem Modell zu unterrichten. Über eine Online-Plattform erhalten sie Lehrmaterial und Arbeitsaufträge, die sie wie bei einem Fernstudium selbstständig abarbeiten. Zudem sind regelmäßige gemeinsame Tagesveranstaltungen mit Präsenzpflicht vorgesehen. Das Land muss dem Modell noch zustimmen, damit es als ordentlicher Unterricht anerkannt ist und die Note auf dem Zeugnis erscheinen kann. Wie der Leiter des Katholischen Büros Erfurt, Winfried Weinrich, erklärte, bewertete die Landesregierung das Modell aber bereits als “zukunftsweisend”. Nun wollten Bistum und Bildungsministerium die Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung prüfen.

Kirchen drängen auf stetig steigende Finanzierung Freier Schulen

Weiteres Thema auf dem jährlichen Treffen war die künftige staatliche Förderung Freier Schulen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erklärte dabei nach Weinrichs Angaben seine Bereitschaft, ein neues Finanzierungssystem zu vereinbaren. Die Kirchen forderten, die Zuschüsse an die Tarifentwicklung bei den staatlichen Lehrern zu binden, statt sie jährlich neu zu verhandeln.

Ramelow verteidigt Kirchen-Asyl

Außerdem debattierten die Teilnehmer über Flüchtlingshilfe. Ramelow dankte den Kirchen, die “helfen, Asylbewerbern zu helfen” und verteidigte noch einmal das Kirchenasyl. Diese stehe nicht zur Disposition. Um das Kirchenasyl hatte es in diesem Jahr Streit mit Bundesinnenminister de Maizière gegeben, der den Kirchen vorgeworfen hatte, geltendes Recht zu unterlaufen.

An dem Treffen nahmen neben Ramelow und Neymeyr der stellvertretende Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Diethard Kamm, der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, und der Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen, Andreas Kutschke, teil.

Lieber Fanatiker: Erzieht Religion zum blinden Gehorsam?

Bild: Frankfurter Rundschau

Diese Gefahr ist wohl kaum von der Hand zu weisen, wenn es als vorbildlich gilt, eine grausame Handlung zu begehen, nur weil sie von einer Autorität gefordert wird.


Von Markus Tiedemann|Frankfurter Rundschau

Lieber Fanatiker!

In den heiligen Schriften finden sich viele schlimme Geschichten über blinden Gehorsam. Besonders erschreckend ist die Erzählung von Abraham und Isaak (Ibraim und Ismael), die für Juden, Christen und Muslime eine große Rolle spielt: Gott fordert von Abraham, seinen eigenen Sohn zu opfern. Traurig, aber ohne ein Widerwort, ohne Bitten oder Flehen bricht Abraham auf, um in den Bergen seinen Sohn zu töten und zu verbrennen.

Erst im letzten Moment wird das Schlimmste verhindert: Ein Engel erklärt, dass alles nur ein Test war. Isaak darf weiter leben und statt seiner wird ein Schafbock geopfert. Ob damit wirklich alles wieder gut ist, darf allerdings bezweifelt werden.

Es stellen sich einige unangenehme Fragen: Was ist das für ein Vater, der nicht einmal eine Erklärung verlangt, wenn er ein unschuldiges Kind töten soll? In dem Film von Fatih Akin „Auf der anderen Seite“, erklärt ein Vater, dass er sich lieber Gott selbst zum Feind gemacht hätte, als diesen Befehl auszuführen. Ist diese Haltung nicht ebenso mutig wie sympathisch? Was ist das für ein Gott, der solche Forderungen stellt?

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‘Kölner Kirchenzeitung': ‘Ist das ZdK verzichtbar?’

zdkDas ZdK erzeuge „einen gewaltigen Nebel mit wohlfeilen und den Ohren schmeichelnden Formulierungen“, „um zu verschleiern, dass man anscheinend eine andere Kirche will“ – Es gehe dem ZdK nicht um Glaubensweitergabe


kath.net

„Auffallend ist, dass das ZdK für seine Forderungen immer wieder Papst Franziskus als Zeuge bemüht. Doch wer genau liest, stellt schnell fest, dass das ZdK einen gewaltigen Nebel mit wohlfeilen und den Ohren schmeichelnden Formulierungen erzeugt, um zu verschleiern, dass man anscheinend eine andere Kirche will. Es geht dem ZdK nicht darum, den Glauben weiterzugeben oder gar aus dem Glauben zu leben, um damit Politik und Gesellschaft zu gestalten. Geschickt wird auch die Lehre der Kirche gegen das Lehramt des Papstes ausgespielt“. Dies schreibt Siegbert Klein in seinem Kommentar „Ist da ZdK verzichtbar“ in der „Kölner Kirchenzeitung“ (KiZ). Die „Kölner Kirchenzeitung“ ist die offizielle Kirchenzeitung des Erzbistums Köln.

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Homophobie-Vorwurf: Wirbel um Westfalenblatt

Im Westfalenblatt riet eine Kolumnistin, Kinder nicht an einer Hochzeit Homosexueller teilnehmen zu lassen. Das hatte Folgen Foto: Amy Walters/Fotolia

Eine Kolumnistin hat am Sonntag im Westfalenblatt dazu geraten, Kinder nicht an der Hochzeit zweier Homosexueller teilnehmen zu lassen. Es folgte ein Shitstorm gegen die Psychologin. Das Westfalenblatt gab heute die Entlassung der Frau bekannt.


pro Medienmagazin

Bernhard, 43 Jahre alt, wandte sich mit der Frage an die Kolumnistin Barnara Eggert, wie er mit der Hochzeit seines Bruders und dessen Lebensgefährten umgehen soll. Bernhards Töchter, sechs und acht Jahre alt, seien als Blumenmädchen eingeladen. Obwohl er seinen Bruder und dessen Partner sehr schätze, halte er eine Ehe für unangemessen. Seinen Kindern habe er zudem beigebracht, die Ehe sei „eine ernste Entscheidung zwischen Mann und Frau“ und er wolle nicht, dass sie sich in ihrem Alter mit dem Thema „sexuelle Orientierung“ befassten.

Die Psychologin Eggert beschäftigt sich in ihrer Kolumne „Guter Rat am Sonntag“, die in der Zeitung „OWL am Sonntag“ erscheint und zum Westfalenblatt gehört, regelmäßig mit Leserfragen. Sie antwortete dem Mann in einer Weise, die viele als Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften empfanden. Es müsse nicht sein, dass sechs- und achtjährige Kinder zu solch einer Hochzeitsfeier eingeladen würden. Sie schrieb: „Ich gebe Ihnen Recht, Ihre Töchter würden durcheinandergebracht und können die Situation Erwachsener nicht richtig einschätzen. Sagen Sie Ihrem Bruder, dass Ihre Kinder an der Feier nicht teilnehmen, weil Sie nicht möchten, dass die Kinder verwirrt werden.“

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Religiotie: “Christlicher Bildungsnotstand” – Staat soll christliche Bildung vermitteln

Michelangelos “Jüngstes Gericht”. Der Christensoftporno ist auch ohne weitere Kenntnisse zu verstehen. Foto: Michelangelo | gemeinfrei

In Europa gerät eine der wichtigsten kulturellen Quellen in Vergessenheit: das Christentum. Das hat der ehemalige Leiter von Radio Vatican, Eberhard von Gemmingen, erklärt. Wo die Kirchen scheitern, könnte der Staat christliche Bildung vermitteln, schlägt er vor.


pro Medienmagazin

Die Zehn Gebote, die Bergpredigt sowie die Berichte des Alten und Neuen Testamentes sind als „wesentliche Quellen“ der europäischen Kultur in Vergessenheit geraten. Das stellt der Jesuit Eberhard von Gemmingen in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit fest. Dabei habe „der gekreuzigte Mann aus Nazareth durch sein Leben und seine Lehre eine neue Generation von Menschen und eine neue Art des Denkens hervorgebracht“, schreibt er.

Seiner Auffassung nach ist Jesus von Nazareth die „kulturell wichtigste Persönlichkeit der europäischen Geschichte“. „Wir haben einen christlichen Bildungsnotstand“, erklärt er. Europa sei kulturell „keineswegs religionsneutral“, zu seinen Quellen gehörten das Alte und das Neue Testament. Ohne Kenntnisse über das Christentum seien Kulturwerke von Bach, Michelangelo, Dürer und Thomas Mann nicht zu verstehen. Deshalb fordert er vom Staat, „Grundinformationen über das Christentum als Kulturgut zu vermitteln“. Den Kirchen gelinge dies nicht mehr.

Christlicher Glaube ist heilbar

Bischof Jean-Marie Lovey beim Händeschütteln im Schweizer Kanton Wallis Bild: Diocèse de Sion

Für Jean-Marie Lovey, katholischer Bischof von Sitten, ist Homosexualität eine “Schwäche der Natur”.


QUEER.DE

Erst vor wenigen Wochen hatte Jean-Marie Lovey, der katholische Bischof von Sitten in der französischsprachigen Schweiz, es als “teuflisch” bezeichnet, wenn Lesben und Schwule für ihre Rechte zum CSD auf die Straße gehen (queer.de berichtete). Nun legte er in einem Interview mit der Walliser Zeitung “Nouvelliste” noch einmal nach.

Homosexualität sei “heilbar”, erklärte der Bischof in dem am Dienstag veröffentlichten Gespräch. Der 64-Jährige sprach konkret von “psychologischen Heilmethoden”. Seine Begründung: “Von Natur aus ist der Mensch männlich oder weiblich sexuell differenziert. Und er ist nur dann ganz Mensch, wenn er diese gegenseitige Ergänzung lebt.” Auf die Rückfrage der Zeitung, ob er Homosexualität als Krankheit bezeichne, meinte Lovey: “Nein, es ist eine Schwäche der Natur.”

Als “Beweis” für seine These führte der Bischof aus, dass eine Personen, die in Homosexualität lebe, darunter “leiden” würde, ebenso wie ihr Umfeld. Aber auch eine homosexuelle Person habe Würde, schob Lovey nach.

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»Wir kritisieren den christlichen Glauben, das Judentum und den Islam«

Rainer Ponitka ist Sprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Foto: Doris Ponitka

Am Freitag beginnt in Köln die »Atheistische Convention« unter dem Titel »Give Peace A Chance – Säkularisierung und globale Konflikte«. Wie begründen Sie, dass aus Ihrer Sicht tatsächlicher Friede nur in säkularen Staatsordnungen möglich ist?


Von Gitta Düperthal|jW

Wir vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) finden es entscheidend, die Ausrichtung einer Gesellschaft und ihre Ethik unter allen Beteiligten auszuhandeln. Es kann nicht sein, dass dies eine Religion bestimmt. Beim Ausbruch von gewalttätigen Konflikten und Kriegen wirkt jede Religion wie Öl im Feuer – denn sie alle gehen jeweils davon aus, den einzig wahren Glauben zu vertreten und sich zum Moralwächter über andere aufspielen zu können. Aus säkularer Sicht ist Friede in einer Gesellschaft nur zu wahren, wenn Religion und Glaube rein private Angelegenheiten sind.

Gibt es Belege dafür, dass Staaten unter religiösem Einfluss eher Kriege entfachen als andere?

Unsere Referentin aus Bosnien und Herzegowina, die Juristin Nada Peratovi?, wird bei der Konferenz den Wandel Kroatiens erläutern: Von einer Republik des ehemals sozialistischen Jugoslawien, in der Religion nicht staatlich unterstützt wurde, zu einer Region, in der Katholiken das Sagen haben. Wer seit den 90er Jahren dem Normativ des Katholizismus nicht entsprach, hatte es dort nicht leicht. Es folgte der Krieg.

Neuerlich erheben dort atheistische, wissenschaftliche Bewegungen ihre Stimme. Sie haben die Nötigung durch die Kirche satt; ihnen missfällt, dass sie sich überall einmischt. Peratovi? ist Repräsentantin der Atheist Alliance International (AAI) im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) und Mitbegründerin des »Zentrum für Zivilcourage« in Zürich.

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Laute Linzer Kirchenglocken: Kläger lehnt Kompromiss ab

Symbolbild / Bild: APA/RUBRA

Der Prozess um die Glockenschläge des Linzer Mariendoms geht weiter. Dem Anrainer, der die Diözese verklagt hat, ist der im Februar geschlossene Kompromiss zu wenig.


Die Presse

Der Prozess um die nächtlichen Glockenschläge des Linzer Mariendoms geht nun doch weiter. Einem Anrainer, dem das Läuten zu laut war und der deswegen das Gericht angerufen hatte, ist ein Ende Februar geschlossener Kompromiss zu wenig. Er strebt ein Abschalten aller Glocken in der Nacht und dazu eine Entscheidung im Namen der Republik an, wie sein Anwalt Mittwochnachmittag bekannt gab.

Der außergerichtlich vereinbarte Kompromiss zwischen Kläger und Dompfarre sah vor, dass in einer dreimonatigen “Versuchsphase” die Uhr weiter läuten solle, jedoch von 23 bis 5 Uhr ohne den sogenannten Stundennachschlag. Es habe sich aber gezeigt, dass die Glocken in der Nacht immer noch zu laut seien und die Nachtruhe stören, begründet der Kläger die von ihm gewünschte Fortsetzung des Prozesses.

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Religiotie: ‚Homo-Ehe’ könnte Religionsfreiheit zerstören

cartoon-herzDie Einführung der ‚Homo-Ehe’ in Irland würde die Definition von Ehe verändern. Müssten Anhänger des kirchlichen Eheverständnisses mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, fragt Erzbischof Martin.


kath.net

Ein „Ja“ der Iren bei der kommenden Volksabstimmung über die „Homo-Ehe“ werde die Bedeutung von Ehe in der irischen Verfassung ändern und die religiöse Freiheit zerstören. Davon ist Eamon Martin, der Erzbischof von Armagh und Primas von Irland, überzeugt.

Wenn die irische Gesellschaft „eine ‚neue Orthodoxie’ der ‚geschlechts-neutralen’ Ehe“ einführen wolle, werde es zunehmend schwierig, die kirchliche Lehre von der Ehe als Verbindung eines Mannes mit einer Frau öffentlich zu vertreten, schreibt der Erzbischof in einer Erklärung, die auf der Internetseite der Irischen Katholischen Bischofskonferenz veröffentlicht worden ist.
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Rat der Religionen: Verhärtete Fronten

Das jüdische Gemeindezentrum in der Westendstraße. Foto: Christoph Boeckheler

Die Jüdische Gemeinde bleibt dem Rat der Religionen weiter fern. Sie hatte das Gremium im vergangenen Sommer nach scharfer Kritik von zwei Ratsmitgliedern an Israel verlassen. Die Stadt will im Konflikt vermitteln.


Von Hanning Voigts|Frankfurter Rundschau

Im Streit zwischen dem Frankfurter Rat der Religionen und der Jüdischen Gemeinde wird eine Lösung immer unwahrscheinlicher. Leo Latasch, Sozialdezernent der Gemeinde, sagte der Frankfurter Rundschau am Dienstag, er sehe auch nach einem erneuten Briefwechsel keine Grundlage für eine weitere Mitarbeit in dem Gremium, dem Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften angehören.

Anfang Juni werde sich der Vorstand der Jüdischen Gemeinde treffen und das Thema noch einmal besprechen, so Latasch. Dass die Entscheidung der Gemeinde, den Rat der Religionen zu verlassen, zurückgenommen werde, glaube er aber nicht.

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