Archiv der Kategorie: Katholizismus

Papst besucht Camorra-Hochburg in Neapel

Bild: hiphop 'n'more

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Papst Franziskus reist nach Neapel, und das nun veröffentlichte Programm der Reise am 21. März verspricht einen intensiven Tag für das Kirchenoberhaupt. Wie Radio Vatikan bereits berichtete, wird Franziskus die Camorra-Hochburg Scampia im Norden Neapels besuchen.


Radio Vatikan

Das in ganz Italien als sozialer Brennpunkt verrufene Stadtviertel weist eine hohe Kriminalitätsrate auf. Vor den Hochhaussiedlungen des Vororts trifft der Papst am 21. März um 9.30 Uhr die Bevölkerung sowie Vertreter der Behörden und der Arbeitswelt und hält eine Rede.

Papst Franziskus reist mit dem Helikopter an. Sein erster Halt gilt, noch vor Scampia, dem Marienheiligtum in Pompeji nahe der antiken Ausgrabungsstätte.

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Ersetzt die Kirchensteuer durch eine Religionssteuer – Post eines Ahnungslosen

Bild: tilly

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Unser Kirchensteuermodell war rechtlich schon immer fragwürdig. Zeit, daran etwas zu ändern. Wer einen deutschen Islam will, muss dafür auch deutsches Geld ausgeben.


Von Jochen Bittner|ZEIT ONLINE

Einen Islam, der rein faktisch zu Deutschland gehört, gibt es gratis. Entsprechend armselig ist bloß oft die Qualität der Lehre. Wer es zulässt, dass der saudische oder türkische Staat Imame in Deutschland finanziert, die weder Deutsch sprechen noch kritisch-aufgeklärt denken, darf sich nicht wundern, wenn die Glaubenspraxis vieler Muslime mit einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung weiterhin schwer vereinbar bleibt. Ein anderer Islam, einer, der auch normativ zu Deutschland gehörte, würde eine paar Euros kosten. Aber es wäre eine lohnende Investition.

Wie wichtig der Zusammenhang zwischen Geld und zeitgemäßer Religionsinterpretation ist, zeigt sich am Streit um das neue österreichische Islamgesetz. Es sieht eine Menge Rechte für Muslime vor (die staatliche Beachtung islamischer Feiertage und Speisegebote, Anspruch auf Seelsorge in Krankenhäusern oder beim Militär), aber auch eine Reihe von Pflichten und Einschränkungen. Die einschneidendste von ihnen ist das Verbot für islamische Gemeinschaften, künftig Geld aus dem Ausland anzunehmen. Diese Restriktion hat gute Gründe, wie Ednan Aslan hier vor ein paar Tagen darlegte, der Leiter der Islamischen Religionspädagogik und des Instituts für Islamische Studien an der Universität Wien: “Der in Österreich praktizierte Islam ist ein Islam türkischer, arabischer, pakistanischer oder tschetschenischer Prägung, nicht aber einer, der Elemente der Aufklärung auch nur ansatzweise aufgenommen hätte.”

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Todesstrafe: Schwerstmögliche Strafe in Zahlen

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Während die meisten Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben, halten einige weiterhin daran fest. Darunter befindet sich auch ein Land in Europa


Von Michael Bauer|derStandard.at

Die Todesstrafe als schwerstmögliche Strafe war bis Mitte des 19. Jahrhunderts in allen Staaten verbreitet. Als erster Staat schaffte San Marino 1848 die Todesstrafe ab, Österreich zog 1950 nach. 58 Staaten exekutieren sie heute noch, 34 Länder haben de jure noch die Todesstrafe, sie wird aber nicht mehr exekutiert. Als einziges europäisches Land führt Weißrussland die Todesstrafe durch, 2014 wurden mindestens 3 Menschen hingerichtet. Als einziges Mitglied der OECD führte die USA Hinrichtungen durch.

Genaue Zahlen zu Hinrichtungen sind schwer zu bekommen. Wissenschaftler und Aktivisten sind hier auf Medienberichte und Angaben von Regierungen angewiesen. Einige Staaten wie China oder Nordkorea behandeln die Todesstrafe als Staatsgeheimnis. So kann, obwohl bekannt ist, dass diese Staaten regelmäßig Menschen hinrichten, keine genaue Zahl ermittelt werden. Aus dem letzten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur Todesstrafe im Jahr 2013 (Zahlen zum Jahr 2014 werden Anfang April bekannt gegeben) geht hervor: 22 Staaten führten Hinrichtungen durch. In 57 Staaten wurden Menschen zur Todesstrafe verurteilt.

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Necla Kelek: “Religiöse Symbole gehören nicht in den öffentlichen Raum”

Themenbild

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Islamkritikerin Necla Kelek fordert ein generelles Burka-Verbot in Deutschland und tritt für mehr Säkularität ein


Von Kathrin Frank|Rhein-Neckar-Zeitung

Necla Kelek (57) wurde in Istanbul geboren und kam im Alter von zehn Jahren nach Deutschland. Die promovierte Soziologin arbeitet als freie Autorin und war bis 2004 Mitglied der Deutschen Islamkonferenz.

Sie bezeichnen sich als Muslimin, tragen aber kein Kopftuch. Wie geht das?

Das geht, weil ich muslimisch sozialisiert bin, aber in einem Land, das die Säkularität sehr hoch gehalten hat – die Türkei. Dort waren Politik und Religion getrennt und es war gesetzlich festgeschrieben, dass die Frauen das Recht haben, ohne Kopftuch auf die Straße zugehen. Ich wurde so erzogen, dass Religion im Privaten gelebt und nicht in die Öffentlichkeit getragen wird. Durch meinen Glauben an die Säkularität bin ich überzeugt, kein Kopftuch tragen zu müssen.

Schreibt der Islam überhaupt das Tragen eines Kopftuchs vor?

Der Islam im Zeitkontext des siebten und achten Jahrhunderts schreibt das schon vor. Aber nur, damit die Frau als ehrbare Frau vor den Blicken der Männer und vor Übergriffen geschützt ist. Ich interpretiere das so, dass wir in unserer heutigen Zeit dank der weltlichen Gesetze inzwischen auf das Kopftuch verzichten können. Denn wir haben ja Gesetze, die die Frau schützen. Sie haben die religiösen Gesetze überholt.

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Polens Kirche im Gestern: «Zusammenleben ohne Trauschein ist Sünde»

kirche_polenKatholische Kirche in Polen startet Plakataktion für Eheschließung


kath.net

Mit einer Werbekampagne will die katholische Kirche in Polen junge Menschen von der Eheschließung überzeugen. Das nationale Zentrum für Familienseelsorge startete in Großstädten eine Plakataktion mit dem Slogan «Zusammenleben ohne Trauschein ist Sünde». Der Leiter des Zentrums, Pfarrer Przemyslaw Drag, kritisierte in der Tageszeitung «Rzeczpospolita» (Mittwoch), dass sich immer mehr Polen aus Angst vor der Verantwortung für ihren Partner gegen eine Hochzeit entschieden.

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Österreich: Seit 2010 wurden 20 Millionen Euro an 1.400 Missbrauchsopfer ausbezahlt

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Fünf Jahre nach ihrer Einrichtung ist die Opferschutzanwaltschaft für Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche weiterhin tätig: Das hat die Leiterin der Kommission, Waltraud Klasnic, am Mittwoch gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal dargelegt. Weiterhin würden sich Betroffene von Missbrauch in der katholischen Kirche melden – allein 138 im Vorjahr, erklärte die frühere ÖVP-Politikerin, derzufolge die Kommission bisher rund 20 Millionen Euro an Opfer ausgezahlt hat.


kathweb

Die schwersten Missbrauchsfälle dürften bereits in den ersten Jahren bei der Kommission gemeldet worden sein, so Klasnics Einschätzung; sie glaube auch, “dass es Menschen gibt, die sich nie melden werden, weil sie es nicht können, oder weil sie vielleicht nicht mehr leben”. Schließlich habe eine Untersuchung gezeigt, dass es auch zahlreiche Suizide gegeben habe. Ihr sei immer bewusst gewesen, dass manche traumatisierte Menschen ein schweres Schicksal tragen; seit Beginn der Kommissionsarbeit könne sie verstehen, dass dies bis zur Arbeitsunfähigkeit gehen könne.

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Jesus’s House Identified, Except That Whether He Was Born There, Or Ever Lived There, Is “Impossible To Say”

Image. Friendly Atheist

Exciting stuff from FOX News:

Archaeologists working in Nazareth — Jesus’ hometown — in modern-day Israel have identified a house dating to the first century that was regarded as the place where Jesus was brought up by Mary and Joseph.


By Terry Firma|Friendly Atheist

I had to read that confusing, equivocating sentence a few times — in context — to understand what it means. Follow along:

[The house] was first uncovered in the 1880s, by nuns at the Sisters of Nazareth convent, but it wasn’t until 2006 that archaeologists led by Ken Dark, a professor at the University of Reading in the United Kingdom, dated the house to the first century, and identified it as the place where people, who lived centuries after Jesus’ time, believed Jesus was brought up.

Whether Jesus actually lived in the house in real life is unknown, but Dark says that it is possible.

“Was this the house where Jesus grew up? It is impossible to say on archaeological grounds,” Dark wrote in an article published in the magazine Biblical Archaeology Review. “On the other hand, there is no good archaeological reason why such an identification should be discounted.”

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Religionssoziologe: “Nicht einfach weiter machen wie bisher”

Foto:brightsblog

Foto:brightsblog

Eine Studie aus dem Bistum Münster zeigt: Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrer Kirche. Prof. Michael Ebertz, Religionssoziologe der Uni Freiburg, nennt im domradio.de-Interview Möglichkeiten der Kirche, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.


Von Hilde Regeniter|domradio.de

domradio.de: Dass viele Menschen heute unzufrieden mit der katholischen Kirche sind, das ist wirklich keine Überraschung. Laut aktueller Studie sind quer durch alle Altersstufen 20 Prozent unzufrieden mit der Institution – denken Sie, dass die Münsteraner Ergebnisse in etwa übertragbar ist auf die katholische Kirche in Deutschland insgesamt?

Prof. Michael Ebertz (Religionssoziologe Uni Freiburg): Ich bin nicht ganz sicher. Sie wird zwar als repäsentativ bezeichnet, aber es sind Telefoninterviews, und schon bei Telefoninterviews weiß man, nicht jeder hat ein Telefon, jedenfalls nicht einen Festnetzanschluss. Die meisten jungen Leute haben heute Handys. Darum bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese Übertragbarkeit gegeben ist. Das müsste man methodisch nochmal genau klären.

domradio: Hat sie an der Studie etwas besonders überrascht?

Prof. Michael Ebertz: Zum einen muss ich eine kritische Bemerkung machen. Es wird nach der Zufriedenheit gefragt, diese Studie nennt sich auch “Zufriedenheitsstudie”. Sie wird allerdings nur sehr vage abgefragt. Ich hätte schon bei einer Zufriedenheitsstudie erwartet, dass man da genauer hinschaut. Also, dass z.B. gefragt wird, wie erlebe ich die Einflussmöglichkeiten, die Möglichkeit, Anerkennung zu finden, oder wie zufrieden bin ich mit der Freundlichkeit, mit der Hilfbereitschaft, der Empathie. Das alles wird in den verschiedenen Dimensionen, die ganz wichtig sind, bei Zufriedenheitsstudien nicht abgefragt. Es wird sehr allgemein über die Zufriedenheit mit den Pfarrgemeinden und mit der Kirche als Institution gefragt. Von daher halte ich den Erkenntniswert in dieser Hinsicht relativ gering. Was mich aber am meisten überrascht hat, ist die massive Diskrepanz zwischen den Einschätzungen der Mitarbeiter und der befragten Katholikinnen und Katholiken hinsichtlich der karikativen Leistungsfähigkeit der Pfarrgemeinden. Das ist eine unglaubliche Diskrepanz und weist auf ein Krisenproblem hin.

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Neue Schau im Berliner Dom – “Du sollst dir (k)ein Bild machen”

Bild: rbb,inforadio

Kein neobarocker Prunk mehr im Zentrum des Berliner Doms, sondern glatte Wände und ungewöhnliche Skultpuren. In der gegenwärtigen Ausstellung geht es bis Pfingsten um das Bilderverbot in Religionen und um die Wiederkehr des Phänomens Bildersturms. Die Bandbreite der insgesamt 70 Kunstwerke ist groß.


Von Sigrid Hoff|rbb Kultur

Im Dom, Berlins imposantester Kirche, werden Gottesdienste gefeiert. Orgelmusik erklingt, alles läuft wie gewohnt. Die Tauf- und Traukirche südlich des Hauptraums jedoch bietet einen überraschenden Anblick: Die reich dekorierten Wände sind hinter sechs Meter hohen, grauen Einbauten verschwunden. Gleich gegenüber vom Eingang begrüßt eine lilafarbene Neonskulptur den Besucher: “Du sollst dir kein Bild machen”, das zweite Gebot, steht dort in hebräischer Schrift.

Auf der linken Seite, wo normalerweise der Altar zu sehen ist, zeigt ein kleines Fenster in der dunklen Wand eine aufgeschlagene alte Bibel mit Goldschnitt. Daneben ist ein 30 mal 30 Zentimeter großes Kunstwerk von Luciano Fontana aus dem Jahr 1968 in die Wand eingelassen: ein rosaroter Kunststoff mit einem tiefen Schnitt in der Mitte. Er klafft wie eine Wunde auseinander, aber er weckt auch sexuelle Assoziationen.

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Judentum: „Erwählung heißt nicht Erhöhung über andere Völker“

Bild:DTN

Am Donnerstag wird der Journalist Dr. Dirk Pilz in der Evangelischen Akademie Berlin eine Abendveranstaltung zum Thema Judentum moderieren. Dabei wird er auch das Projekt „House of One“ noch einmal vorstellen.


Von Süleyman Bağ|Deutsch Türkisches Journal

In Berlin entsteht ein weltweit einzigartiges Haus, das von Juden, Christen und Muslimen gemeinsam finanziert und getragen wird. Noch bevor das Haus steht, setzt sich „House of One“ auch mit kritischen Fragen, die an die monotheistischen Religionen gestellt werden, auseinander. Am morgigen Donnerstag wird in diesem Zusammenhang der Frage nachgegangen, was ein „auserwähltes Volk“ ausmacht und wie dieser Begriff zu verstehen ist.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Journalisten Dirk Pilz. Im DTJ-Interview erzählt Pilz, warum er sich bei dem Projekt engagiert und worüber am Donnerstagabend diskutiert werden wird.

Herr Pilz, was ist ein auserwähltes Volk?

Die Frage nach Auserwählung ist das große Thema der hebräischen Bibel – es gibt darauf keine Antwort, die sich in einfache Formeln packen lässt. Im Buch Exodus steht der Imperativ Gottes: „Ihr sollt mir sein ein priesterliches Reich und ein heilig Volk.“

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Aufschrei der Fundamentalisten: Alles radikale Christen?

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Als auf den Pegida-Demonstrationen in Dresden immer wieder der Ruf „Lügenpresse!“ erschallte, nahm ich meine Kollegen in Schutz. Natürlich gibt es viel Einseitigkeit, ist doch die „große Mehrheit deutscher Medien grün-rot“ (so eine Focus-Analyse). Aber „Lügenpresse“? Doch inzwischen haben wir Verantwortlichen vom Kongress christlicher Führungskräfte unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Was sich der NDR im Internet und in seiner Fernsehsendung Hamburg Journal leistete, war eine böswillige Verleumdung von Christen.


Von Helmut Matthies|kath.net

Christliche Fundamentalisten?

Da fand vom 26. bis 28. Februar in Hamburg die größte Tagung zum Thema „Werte“ in Europa statt: der 9. Kongress christlicher Führungskräfte unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt, Olaf Scholz (SPD). Und wie lautet die Schlagzeile des NDR? „Scholz unterstützt Kongress radikaler Christen.“ Als sich im Internet darüber ein Sturm der Entrüstung erhob, erklärte die Redaktion im Internet: „‚Radikal’ in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Gläubigen zum christlich-fundamentalistischen Spektrum gezählt werden können.“ Damit macht die Redaktion alles noch schlimmer, denn kaum ein Begriff ist durch die islamischen Terrorakte so disqualifiziert wie der, fundamentalistisch zu sein, wird er doch gleichgesetzt mit Gewalt und Fanatismus. Und so etwas sollte Scholz, der grandiose Wahlsieger der Bürgerschaftswahl, unterstützt haben?

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Meuchelmord an Humanismus und Aufklärung

Eines der Opfer – zwar erstochen, aber schon vorher dem Tode nah. Foto: Pete CC-BY-3.0

Der französische Autor und Profi-Provokateur Michel Houellebecq meinte in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» dass der Humanismus und die Aufklärung tot seien. Im Angesicht von Islamismus und Nationalismus, die immer bestimmender werden, keine absurde Idee. Nur, wer ist der Mörder?


Von Patrick Etschmayer|news.ch

Die Mordopfer wurden gemeuchelt und sie liegen mit mehreren Messerstichen im Rücken auf dem Boden. Die Frage ist – wer war der Täter? Waren es die jubelnden Islamisten, die dort drüben gerade darüber streiten, ob sie von ihnen entführte Christen enthaupten oder verbrennen sollen? Oder waren es die besorgten national gesinnten Bürger dort hinten, von denen sich einige nach dem Marsch zum Schutz des Abendlandes vor dem Islamismus mit Brandsätzen zu einem Flüchtlingsheim aufmachen? Oder sind es jene populistischen Politiker, welche, obwohl selbst mit fetten Bankkontos ausgestattet, das Übel für alles immer ennet der Grenze verorten, egal in welchem Land sie auch sein mögen und dies von jedem erreichbaren Podest, Balkon oder von jeder Bühne in die Welt hinaus krakeelen? Oder sind es gar jene ultra-konservativen, klandestinen und tief-katholischen Vereinigungen, welche die Wiedererrichtung von Monarchien anstreben?

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Vatikan wird künftig von drei Rechnungsprüfern geprüft

Bild: tilly

Bild: tilly

Drei Rechnungsprüfer werden künftig die Finanzen des Vatikan kontrollieren. Die Statuten für den vatikanische Wirtschaftsrat und das Wirtschaftssekretariat sind seit dem 1. März in Kraft.


religion ORF.at

Das ergibt sich aus den neuen Statuten für das Vatikan-Büro des Obersten Rechnungsprüfers, die nun auf der vatikanischen Internetseite veröffentlicht wurden. Insgesamt drei Statuten traten diese Woche in Kraft und sind jetzt im Internet abrufbar. Sie betreffen das Büro des Obersten Rechnungsprüfers sowie das Päpstliche Wirtschaftssekretariat und den Wirtschaftsrat.

Besetzungen stehen noch aus

Die Texte wurden von Papst Franziskus unterzeichnet. Ursprünglich war bei der Einführung der Wirtschaftsprüferstelle des Vatikans nur von einem Obersten Rechnungsprüfer die Rede gewesen. Nach einer Prüfung durch den Päpstlichen Rat für Gesetzestexte kam jedoch der Vorschlag auf, dem Leiter des Rechnungsprüfungshofes noch zwei Mitarbeiter zur Seite zu stellen. Ernennungen sind in diesem Bereich noch keine erfolgt.

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Bill Donohue’s trouble with Atheists

The Catholic League’s Bill Donohue has a new book out today called The Catholic Advantage, all about how great it is to believe as he does.


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

It’s not enough, however, to promote Catholicism. Donohue spends a huge chunk of the book talking about how awful atheism is. In fact, here’s the bulk of the book in a nutshell: Donohue claims that atheists are more likely to have mental health problems, be depressed, and commit suicide. We’re also less charitable and happy than our religious counterparts.

He more or less ignores the fact that religious people have very strong built-in communities and social networks (not to mention ways to donate your time and money), all of which contribute to one’s well-being. Very few atheist communities have the numbers that churches do, though there have been more attempts in recent years to build these up. No doubt we have a long way to go, but there’s nothing inherently bad about atheism — unless you think a lack of false hope is a problem — and Donohue never bothers to explain why Catholicism (as opposed to any other belief system) makes any sense.

I’ll give you an example of the kind of argument Donohue makes. Right in the introduction, he claims that people like us are atheists because we have bad relationships with our father:

In one way or another, [psychologist Paul] Vitz found, the relationship these [“prominent atheist intellectuals”] had with their father was deformed. In some cases, their father died when they were young; often their father abandoned them; for those whose father was present, he was “obviously weak, cowardly, and unworthy of respect”; or he was abusive, psychologically, sexually, or physically. In all cases, the father’s authority was missing or severely compromised. (p. xviii)

Vitz’s whole theory, as we’ve discussed on this site before, is full of holes — it’s a lot of cherry-picking minus all the peer review.

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5 Antworten auf die homphoben Sprüche von Birgit Kelle

Bild: Imago/Huffington Post

Homophobie bei “Hart aber Fair”.Brigit Kelle ist Autorin (u. a. für das katholische Online-Portal www.kath.net), Frauenrechtlerin und vor allem: Demagogin. Zusammen mit Beatrix von Storch (AfD) heizt sie die Demonstrationen gegen Sexuelle Vielfalt im Bildungsplan an.

Jetzt war sie mal wieder zu Gast bei “Hart aber Fair” zum Thema “Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn?” Wie immer schwer verdaulich, denn Birgit Kelle arbeitet bei ihrem Kreuzzug gegen neue Bildungspläne vor allem mit Polemik und wirft gerne Fragen auf, die sie selber zu beantworten offenbar nicht imstande ist. Oder sie will Dinge nicht zu Ende denken. MÄNNER-Chefredakteur Kriss Rudolph ist gerne behiflich.

Huffington Post/Männer

1. „Soll mein kleiner Kerl überlegen, ob er wohl schwul ist, weil er seinen besten Freund echt gern hat und sie sogar im gleichen Bett am Wochenende übernachten?”

Abgesehen davon, dass wir die Wendung „mein kleiner Kerl” für Ihren Sohn merkwürdig finden: Ja, liebe Frau Kelle, genau das soll er. Überlegen hat noch niemandem geschadet, speziell über diese Frage. Es wird ihn sicher nicht in eine Lebenskrise stürzen, sondern zu einem offenen, empathischen Menschen machen (womit er sich von seiner Mutter unterscheiden wird). Finden Sie das eine so schlimme Vorstellung?

2. „[Was ist schwul?] Ich habe [meinem Sohn] erklärt […] Dass es Männer gibt, die nicht nur andere Männer lieben – das tut er auch, er hat einen Vater und Brüder und Freunde -, sondern so sehr lieben, dass sie den anderen Mann auch heiraten wollen. Da hat er den Unterschied verstanden. Es ließ ihn staunend mit offenem Mund zurück.”

Wir wollen hoffen, dass Ihr kleiner Kerl den Mund inzwischen wieder zumachen kann. Wenn es für ein Kind eine solche Sensation ist, dass sich zwei Menschen lieben – da möchte man nicht wissen, in was für einer kalten und lieblosen Atmosphäre der arme Junge aufwächst.

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Kirche in Norwegen droht Millionenschaden

Bild: tilly

Bild: tilly

Es könnte ein richtig großer Betrugsskandal werden: In Norwegen sind der Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig, sein Bistum und mehrere Mitarbeiter angeklagt worden. Der Vorwurf: Einwanderer aus mehrheitlich katholischen Ländern seien ohne ihr Wissen als Katholiken registriert worden, um auf diese Weise höhere Zuschüsse des Staates zu erhalten.


Von Benjamin Lassiwe|kath.net

In Norwegen gibt es keine Kirchensteuer – stattdessen erhalten Kirchen- und Weltanschauungsgemeinschaften Unterstützung vom Staat, deren Höhe sich an der Zahl der Mitglieder der jeweiligen Gemeinschaft bemisst.

Erstmals hatten norwegische Medien im Herbst 2014 über den Verdacht berichtet: Es war die Pressesprecherin des Humanistischen Verbands Norwegen, die aus Polen stammende Agnieszka Bryn, die zufällig herausfand, dass sie von der katholischen Kirche als Mitglied angegeben worden war. Seitdem kamen immer mehr Fälle ans Tageslicht. Zuletzt sagte die Leiterin einer Buddhisten-Gemeinde in Oslo der Boulevardzeitung «VG», mehrere ihrer Gemeindeglieder, die teils schon seit vielen Jahren praktizierende Buddhisten seien, würden von der katholischen Kirche als Mitglieder geführt.

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Zusätzliches Kirchen-Personal: Manager im Auftrag des Herrn

Selbstdarstellung der Erzdiözese München/Freising. Bild: bb

Selbstdarstellung der Erzdiözese München/Freising. Bild: bb

  • Viele Pfarrer klagen über Arbeitsüberlastung und Stress. Jetzt reagiert das Erzbistum München und Freising: Es stellt Verwaltungsleiter für die Pfarreien und Pfarrverbände ein.
  • Seelsorger sollen sich wieder mehr um die Menschen kümmern können und bei Verwaltungsarbeiten entlastet werden.
  • Bis zu 100 neue Stellen sind vorgesehen.


Von Jacob Wetzel|Süddeutsche.de

Die katholische Kirche steuert um: Das Erzbistum München und Freising will künftig seinen Seelsorgern hauptamtliche Verwaltungsleiter zur Seite stellen. Denn immer mehr Pfarreien werden zu Pfarrverbänden zusammengelegt, die Pfarrer müssen deshalb zunehmend Management-Aufgaben erledigen, statt sich um die Gläubigen kümmern zu können.

Das soll sich nun ändern. Die Kirchenleitung will demnach mindestens 67 Fachkräfte einstellen, um Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiter zu entlasten. Das bestätigte ein Kirchensprecher am Montag auf Anfrage. Die ersten Verwalter sollen im September die Arbeit aufnehmen. Die Kirche rechnet mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro im Jahr.

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Ein Islamgesetz nach österreichischem Vorbild?

Islamisches Forum Penzberg, Bayern. Bild: Akif Sahin/CC BY 2.0

So funktioniert Agenda-Setzung. Am Wochenende, nachdem in Österreich ein neues Islamgesetz verabschiedet wurde, melden sich konservative deutsche Politiker zu Wort. Von dem Gesetz in Österreich könne “man viel lernen”, so CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn in der Bild-Zeitung. Ebenfalls im Boulevard erklärte Parteikollege Günter Krings, dass die Konflikte zwischen dem Islam und unserer freiheitlichen Gesellschaft nicht kleiner würden, “solange ihre Prediger (der muslimischen Mitbürger, Einf. d. A.) in der Türkei ausgebildet oder gar mit arabischem Geld bezahlt werden, werden die Konflikte zwischen dem Islam und unserer freiheitlichen Gesellschaft nicht kleiner werden.”


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Krings, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, fordert, dass neben den Religionslehrern auch islamische Seelsorger an deutschen Hochschulen ausgebildet werden, “in deutscher Sprache und nach einem deutschen Studienplan”. Beide Unionspolitiker gehören zu den Unterzeichnern des Manifests “CDU 2017″. Auf der dazu gehörigen Webseite findet sich dann auch ein Beitrag zum Thema vom 26. Februar, überschrieben: Für einen Islam mitteleuropäischer Prägung. Das österreichische Parlament hatte das Islamgesetz am 25. Februar verabschiedet. Der Integrationsminister des Nachbarlandes Sebastian Kurz verspricht sich davon, dass es “einen Islam europäischer Prägung” ermöglicht.

Symbolpolitik: “Wir brauchen so eine Richtung in Deutschland”

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, nahm den Spielball auf. Er erklärte, dass ein solches Gesetz dazu beitragen könne zu zeigen, dass der Islam zu Deutschland gehört. “Wir brauchen so eine Richtung in Deutschland, um wieder Normalität und Selbstverständlichkeit in der muslimischen Community herzustellen”, wurde Mazyek vorab aus einem Interview mit dem Fernsehsender Phoenix, das gestern ausgestrahlt wurde, zitiert. Beim katholischen Domradio wurde Mazyeks Zitat noch mit Aussagen des Unionspolitikers Lammert umrahmt, der sich ebenfalls zu einem “möglichen deutschen Islamgesetz” äußerte: Imame sollten seiner Auffassung nach hierzulande Deutsch sprechen.

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Ewiggestrige Schleswig-Holsteiner kämpfen für Gottesbezug

Die Abgeordneten stimmten im vergangenen Oktober für eine Verfassung ohne Gottesbezug. Eine Volksinitiative will das nicht hinnehmen (Archivbild) Foto: BJOERN WILKE

Eine Volksinitiative in Schleswig-Holstein will den Gottesbezug in der Landesverfassung sehen. Zu den Initiatoren gehören die früheren Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU) und Björn Engholm (SPD). Im vergangenen Jahr hatte der Landtag eine neue Verfassung ohne Gottesbezug beschlossen.


pro Medienmagazin

Mindestens 20.000 Unterschriften will die Initiative sammeln, berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Wenn das gelingt, muss sich der schleswig-holsteinische Landtag erneut mit dem Thema Gottesbezug befassen. Im vergangenen Oktober hatte er eine reformierte Landesverfassung beschlossen, die ein Sonderausschuss ein Jahr lang erarbeitet hatte. Zur Debatte stand auch die Formulierung „in Verantwortung vor Gott und den Menschen“. Zwei Drittel der Abgeordneten hatten für den neuen Verfassungstext gestimmt, der diese Formulierung nicht beinhaltete. Den Gottesbezug hatten nach Angaben des NDR vor allem die CDU-Fraktion und Ministerpräsident Thorsten Albig (SPD) gefordert. Albig begründete seine Forderung damit, die große Mehrheit der Menschen in diesem Land führe ihre Existenz auf etwas Höheres zurück. FDP-Fraktionschef Wolgang Kubicki bekannte sich damals zwar als gläubiger Christ, erklärte aber, Gott gehöre nicht in die Verfassung, sondern in das tägliche Leben.

Die nun entstandene Volksinitiative unterstützen auch die Nordkirche, das Erzbistum Hamburg, die islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein und der Landesverband der jüdischen Gemeinden.

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“Wir sind Kirche” macht Druck auf Bischöfe

Bild: wir-sind-kirche.at

Vor der Frühjahrskonferenz drängt die kritische Plattform “Wir sind Kirche” die heimischen Bischöfe zu “kühnen Vorschlägen” in der Familienpolitik.


Die Presse

Die kritische Plattform “Wir sind Kirche” drängt die Bischöfe zum Auftakt von deren Frühjahrskonferenz zu “kühnen Vorschlägen” etwa in der Familienpolitik. Schließlich habe auch der Papst dazu aufgefordert. Da solche Vorschläge bisher aber ausgeblieben seien, gebe es weiter ungebremste Austrittszahlen und Resignation.

Die österreichischen Bischöfe sollten sich nach Vorstellung von “Wir sind Kirche” entschieden dafür einsetzen, dass bei der Ordentlichen Bischofssynode im Herbst 2015 noch sehr viel mehr “Laien”, die über sehr unterschiedliche Familienerfahrungen verfügten, rede- und stimmberechtigt teilnehmen könnten.

Gefordert sei jedenfalls ein neues Verständnis der Sexualität sowie eine Anerkennung der verantworteten Gewissensentscheidung in Fragen der Empfängnisregelung. Zudem dürften geschiedene Wiederverheiratete nicht weiter von den Sakramenten ausgeschlossen bleiben. Nötig sei überdies ein Ende jeglicher Diskriminierung von Frauen inner- und außerhalb der Kirche. Priestern müsse endlich das Recht auf Familienleben eingeräumt werden. Schließlich will “Wir sind Kirche” eine Entdiskriminierung von Homosexuellen.

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