Archiv der Kategorie: Katholizismus

Von Wolverine zu Apostel Paulus – Hugh Jackman

Wolverine, Bild: businessinsider.com

Auch Paulus wird demnächst “Star” in einem Hollywood-Film. Dargestellt wird der Völkerapostel vom australischen Hollywood-Star Hugh Jackman ( “Les Misérables”, “Australia”, “X-Men”-Reihe), der damit seinen Schauspielerkollegen und Russell Crowe als Noah Christian Bale als Moses in eine biblische Rolle nachfolgt. In dem Warner-Bros-Drama “Apostle Paul” werde er nicht nur die Titelrolle übernehmen, sondern neben Matt Damon und Ben Affleck auch als Produzent fungieren, kündigte der 46-jährige Jackman nach Angaben der Website Deadline.com an. Über Regisseur und Beginn der Dreharbeiten wurden noch keine Angaben gemacht.


kathweb

Auch in Fernsehproduktionen bleiben Bibelthemen im Trend, wie religion.orf.at berichtet. Zu Ostern wird der Jesus-Film “Killing Jesus” zu sehen sein (5. April, 20.15 Uhr, National Geographic Channel), der das Leben und Wirken von Jesus von Nazareth erstmals im Kontext der intensiven politischen, sozialen und historischen Unruhen nachzeichnet, die letztendlich zu seinem gewaltsamen Tod führten. Bemerkenswert dabei: In “Killing Jesus” spielt der muslimische Schauspieler Haaz Sleiman den Juden, der das Christentum begründete.

weiterlesen

Diözese Limburg überprüft 6.800-Euro-Pension von Bischof Tebartz

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Bild: @Kiwi_Gold/twitter

Die Diözese Limburg will nach dem Dienstantritt ihres ehemaligen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst in Rom mögliche Einkünfte dort mit den Ruhestandsbezügen gegenverrechnen. Diözesansprecher Stephan Schnelle bestätigte am Mittwoch, dass der Apostolische Administrator Weihbischof Manfred Grothe das Thema kommende Woche im Vatikan ansprechen will.


kathweb

Nach Schätzungen erhält Tebartz-van Elst 71 Prozent seines Bischofsgehalts als Ruhestandsgeld, das wären etwa 6.800 Euro. Beobachter gehen davon aus, dass seine Stelle in Rom mit 3.300 Euro dotiert sein könnte.

weiterlesen

 

Erstmals Exorzisten-Kurs für Laien in Rom

jesus-vs-satan,-kampf,-gute-und-bose-149086Zum ersten Mal wird im April in Rom ein Seminar zur Ausbildung von Exorzisten organisiert, an dem nicht nur Geistliche, sondern auch interessierte Laien teilnehmen können.


religion.ORF.at

Der vom 13. bis 18. April am Sitz der Universita Europea in Rom geplante Kurs steht auch Psychologen, Lehrern und Ärzten offen, die sich dem Thema Exorzismus nähern wollen.

„Wahre Fälle“ unterscheiden lernen

Der Kurs, der mit der Unterstützung der vatikanischen Klerusorganisation organisiert wird, solle die Teilnehmer darauf vorbereiten, die wahren Fälle von Teufelsbesessenheit von psychischen Störungen zu unterscheiden, sagte Pater Pedro Barrajon, der den Kurs mitorganisiert. Am Ende des Seminars ist ein Runder Tisch mit einigen erfahrenen Exorzisten wie Cesar Truqui und Francesco Bamonte vorgesehen.

weiterlesen

Intoleranz gegenüber christlichen Überzeugungen in Europa wächst

DerverzweifelteJesusDie Intoleranz gegenüber christlichen Überzeugungen in Europa nimmt zu. Das berichtet die Juristin und katholische Theologin Gudrun Kugler (Wien).


kath.net

Die 38-jährige vierfache Mutter arbeitet unter anderem für das „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“ (www.IntoleranceAgainstChristians.eu). Wie sie am 26. März vor Teilnehmern des Forums „Christ und Politik“ im thüringischen Bad Blankenburg sagte, hat das Archiv gegenwärtig rund 1.400 individuelle Fälle in Westeuropa dokumentiert, in denen Christen diskriminiert worden seien.

So dürften in Frankreich beispielsweise angehende Mediziner nicht zu Ende studieren, wenn sie sich aus Glaubensgründen weigerten, während des Studiums an einer Abtreibung mitzuwirken. Standesbeamte stünden in der Gefahr, verklagt zu werden, wenn sie aus ihrer christlichen Überzeugung heraus ablehnten, gleichgeschlechtliche Paare zu „verpartnern“. Das komme einer „Art von Berufsverbot“ gleich, so Kugler. Auch Elternrechte würden immer stärker eingeschränkt. So sei in Deutschland, Schweden, Tschechien und Kroatien das Unterrichten der eigenen Kinder zuhause verboten. Damit würden vor allem Christen diskriminiert, weil vor allem sie sich für Hausunterricht entschieden.

weiterlesen

Dodo Lütz kritisiert Sterbehilfe-Debatte

Manfred_Lütz

Der Psychiater und Theologe Manfred Lütz warnt vor einer argumentativen Schieflage in der Sterbehilfe-Debatte. Der oftmals benutzte Begriff der Selbstbestimmung – als Basis für ein Recht auf Selbsttötung im Falle einer schweren und unheilbaren Krankheit – führe in die Irre, schreibt Lütz in einem Gastkommentar für die “Zeit”-Beilage “Christ & Welt” (Mittwoch).


kathweb

Der Chefarzt des Kölner Alexianer-Krankenhauses nennt es “philosophisch eher fraglich, ob man die Entscheidung, sich selbst zu töten oder töten zu lassen, überhaupt als einen Ausdruck von Selbstbestimmung verstehen kann”. Die Voraussetzung für Selbstbestimmung sei, dass dieses Selbst existiere. “Bestimmt man sich selbst, wenn man das Selbst, das da bestimmt, vernichtet?”, fragt Lütz.

Der erste Artikel des Grundgesetzes lege fest, dass die Würde des Menschen unantastbar sei, so der Mediziner. “Bemerkenswerterweise kann dieser Artikel noch nicht einmal einstimmig vom Parlament aufgehoben werden aus der Überzeugung heraus, dass jeder Mensch diese Würde von sich aus hat, dass sie ihm also von niemandem zugesprochen oder abgesprochen werden darf, nicht von einem Parlament, ja noch nicht einmal von sich selbst”.

weiterlesen

 

Erstmals Schwulen- und Lesben-Vertreter im ZDF-Fernsehrat

Im ZDF-Fernsehrat soll ab kommendem Jahr auch ein LSBTI-Vertreter sitzen Foto: Tobo777 / Wikipedia | CC BY-SA 3.0

Ab kommendem Jahr soll im neuen ZDF-Fernsehrat auch ein Vertreter der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LSBTI) sitzen. Der Medienbeauftragte der ebenfalls im Rat vertretenen Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Markus Bräuer, sieht der Entwicklung positiv entgegen.


pro Medienmagazin

Der neue Entwurf des ZDF-Staatsvertrages entspreche der Erwartung, eine größere gesellschaftliche Vielfalt abzubilden, sagte der EKD-Medienbeauftragte Markus Bräuer gegenüber pro. „Auch diejenigen, die zum Kreis der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen gehören, spiegeln die gesellschaftliche Vielfalt unseres Landes“, erklärte er. Da zur evangelischen und katholischen Kirche und den Freikirchen mehr als 47 Millionen Menschen in Deutschland gehörten, verträten die kirchlichen Ratsmitglieder weiterhin mehr Menschen als jede andere Institution. Etwa 60 Prozent der Deutschen gehört damit der Kirche an. Der LSBTI-Vertreter wird für eine wesentlich kleinere Gruppe sprechen. Der Lesben- und Schwulenverbands Deutschland (LSVD) schätzt, dass zwischen 2,7 und 1,1 Prozent der Männer und zwischen 1,3 und 0,4 Prozent der Frauen ausschließlich homosexuell lebt.

weiterlesen

Vatikan: Türkei verhindert Messe des Papstes in Armenien

Während des Ersten Weltkriegs starben Hunderttausende armenische Christen im Osmanischen Reich. – EPA

Die Türkei hat laut einem Bericht der türkischen Zeitung Vatan einen Gottesdienst des Papstes in Armenien zum hundertsten Jahrestag der Massaker an den Armeniern im Ersten Weltkrieg verhindert.


Radio Vatikan

Statt des von Armenien vorgeschlagenen Gedenkgottesdienstes in Eriwan am 24. April sei nun eine Messe nach armenischem Ritus im Vatikan am 12. April geplant, meldete die Zeitung am Montag. An der Messe im Petersdom nehmen die zwei obersten Würdenträger der Armenisch-Apostolischen Kirche teil. Es handelt sich um den Patriarchen Karekin II. und Catholicos Aram I.

Das Nein des Heiligen Stuhls zum armenischen Vorschlag sei nach Einsprüchen des türkischen Botschafters beim Vatikan, Mehmet Pacaci, zustande gekommen, berichtet die Zeitung.

weiterlesen

 

Wahl Dodo des Monats März 2015

Dodo des Monats März  2015

Dodo des Monats März 2015

Im Monat März haben sich allerhand Blödsinn, Obskures und Dreistes angesammelt. Das Spektrum reicht von katholischer Rasterfahndung, bei der Kirchensteuerproblematik, bis hin zum intellektuell unbewaffneten Xavier Naidoo.

Die Wahl ist bis zum 07. April 2015, 18:00 befristet. Der Gewinner wird am 08. April, hier auf dem Blog, gewürdigt werden.

Viel Spaß!

  1. Erzbistum Berlin, “Rasterfahndung für Kirchensteuer bis nach Frankreich.”
  2. Volksinitiative Schleswig-Holstein, “will den Gottesbezug in die Verfassung.”
  3. Olaf Scholz, “Schirmherr beim Kongress christlicher Führungskräfte.”
  4. Christoph Graf, “Schweizer Garde nicht für Frauen und Ausländer.”
  5. Bayrischer Rundfunk, “Jesus-Schmonzetten im Osterei.”
  6. Raymond Burke, “Homosexuelle sind wie nett-tuende Mörder.”
  7. Andreas Laun, “Katholischer Lustgreis ohne Gesprächskultur.”
  8. Manuel Gogos, “schmecken Demeter-Kartoffeln.”
  9. Heinz Buschkowsky, “alles tanzt nach meiner Pfeife, oder fliegt.”
  10. Katrin Albsteiger, “weiß nicht was außerhalb ihres Glaubens als Ideologie zählt.”
  11. Hannelore Kraft, “ NRW zahlt die Christenparties. Armut kann warten.”
  12. Gerhard Ludwig Müller, “unverheirateter spricht über die Unlösbarkeit der Ehe.”
  13. Alexander Görlach, “halbgebildeter Christenmensch, ohne Wissen über Atheismus.”
  14. TMW Kern GbR, “Waldmeisterbrause passt nicht in Schwulen-Bars.
  15. Rainer Maria Woelki, “hofft auf 2 Milliarden Märtyrer.”
  16. Hermann Gröhe, “kann sich als Christ nicht raus halten.”
  17. Wolfgang Huber, “gottverdammter Christenfußball kann nicht zu Weihnachten gespielt werden, ihr Pfeifen.”
  18. Johannes Singhammer, “will Wahlrecht für Nacktaffen von Geburt an.
  19. Annette Beck-Sickinger, “muss Uni vor geilen Inder-Horden schützen.”
  20. Xavier Naidoo, “lebt in der Mannheimer Reichswelt.”
  21. Vorstand Stiftung Garnisonskirche Potsdam, “was interessiert uns der Wille der Bürger.”

Weiterlesen

Ärzteverbände: Schweigepflicht steht zu Recht unter Schutz

Trotz des Flugzeugunglücks: Mediziner warnen davor, an der ärztlichen Schweigepflicht zu rütteln. Der Hartmannbund regt an, Krankschreibungen ohne Diagnosedetails bei bestimmten Berufen direkt an den Arbeitgeber zu übermitteln.


kath.net

Ärzteverbände mahnen zur Vorsicht angesichts einer geforderten Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht nach dem Flugzeugabsturz. «Die bislang bekannt gewordenen Hintergründe des schrecklichen Flugzeugabsturzes vom vergangenen Dienstag dürfen nicht zu vorschnellen politischen und rechtlichen Entscheidungen verleiten», sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, am Montag in Berlin. Die ärztliche Schweigepflicht und das verfassungsrechtlich geschützte Patientengeheimnis seien «ein hohes Gut» und Menschenrecht, betonte Montgomery.

weiterlesen

Schweizergarde: Kommandant gegen Öffnung für Frauen und Ausländer

Screengrab youtube

Screengrab youtube

Der Kommandant der Schweizergarde, Christoph Graf, hat sich gegen Frauen und Ausländer in der Schweizergarde ausgesprochen. “Die Zeit für eine Frau in der Garde ist nicht reif”, betonte Graf in einem Interview der “Aargauer Zeitung” (Montag). “Wir haben eine Tradition, die seit 500 Jahren andauert und von der wir leben”, so Graf. Dasselbe gelte für die katholische Kirche. “Wo würde das hinführen, wenn sie jeder Modeströmung hinterherlaufen würde? Am Ende hätten wir plötzlich Bischöfinnen oder sogar eine Päpstin.”


kathweb

Mit Blick auf eine mögliche Öffnung der Schweizergarde für andere Staatsangehörige betonte Graf, die Mitgliedschaft werde ein “Privileg” für Schweizer bleiben: “Die Garde wird eher aufgelöst, als dass sie Ausländer aufnimmt. Dazu ist sie zu stolz.” Derzeit habe die Garde genügend Nachwuchs, da es nach der Wahl von Papst Franziskus einen regelrechten Schub gegeben habe. Schwierig sei, dass die heutige Jugend “keine große Beziehung mehr zur Kirche und zum Glauben” habe. Beides sei für den Eintritt in die Schweizergarde jedoch unabdingbar.

weiterlesen

Jesus-Bücher von BXVI. kommen ins Fernsehen

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Das Bayerische Fernsehen zeigt an Ostersonntag und Ostermontag (5. und 6. April) jeweils um 20.15 Uhr eine zweiteilige “stationen.Dokumentation” zur Jesus-Trilogie des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Unter dem Titel “Das Antlitz Christi” machte sich Autor und Regisseur Ingo Langner auf die Suche nach dem Angesicht Jesu, wie die Filmproduktionsgesellschaft Tellux erklärte. Dies könne in der Bibel, im Nächsten, in der Welt oder in Bildern und im Gebet geschehen. Die Dokumentation soll eine filmische Annäherung an die 2006, 2010 und 2010 publizierten Bücher der Reihe “Jesus von Nazareth” sein.


kathweb

Langner trifft auf seiner Reise die Kurienkardinäle Kurt Koch und Gerhard Ludwig Müller, Erzbischof Georg Gänswein, die Theologin Petra Heldt in Jerusalem oder den Missionsbenediktiner Gerhard Lagleder in Südafrika. Auch der Leipziger Papst-Maler Michael Triegel kommt in der Dokumentation vor. Dessen Gemälde werden dabei aus ungewöhnlicher Perspektive gezeigt, so die Tellux.

Wann entstand Ostern?

frohe_osternTheologisch gesehen entstand das Christentum erst wegen der Ereignisse in der Karwoche. Sie beendet die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat, erinnert an Leid und Schmerz der letzten Tage Jesu und führt zur Erlösung aus dem irdischen Menschsein und zum ewigen Leben – die Basis der größten Weltreligion.


kurier.at

Anfangs wurde die Ostergeschichte an nur einem Tag gefeiert. Erst im dritten Jahrhundert entstand die Idee einer einwöchigen Vorbereitung, bald darauf wurden drei heilige Tage (triduum paschale) eingeführt: Gründonnerstag bis Ostersonntag bilden seitdem den Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres. In der Messfeier zum Letzten Abendmahl am Gründonnerstag Abend wird kein Schlusssegen gesprochen, Karfreitag und Karsamstag sind die einzigen Tage im Jahr, an denen keine Messe gelesen wird. Die Glocken fliegen symbolisch nach Rom, statt des Läutens setzte sich der Brauch des Ratschens durch. Erst in der Osternacht endet der Gottesdienst wieder mit Schlusssegen und ordentlicher Entlassung.

weiterlesen

Kurienkardinal: Ehenichtigkeitsprozesse künftig rascher

Themenbild

Themenbild

Im Vatikan kommt die Prüfung der Möglichkeiten, Ehenichtigkeitsverfahren zu beschleunigen, zügig voran: Voraussichtlich bis Juni werden die beiden dafür eingesetzten Kommissionen ihre Ergebnisse dem Papst vorlegen, hat Kardinal Francesco Coccopalmerio, Präsident des vatikanischen Rates für Gesetzestexte, in Wien gegenüber “Kathpress” erklärt. “Die Vorschläge werden der Bischofssynode zu Ehe und Familie im Herbst zur Verfügung stehen.” Dass dann bereits eine Entscheidung folge, sei “sehr wahrscheinlich und auch notwendig”, so der Kardinal am Rande eines Vortrags über das Kirchenrecht, den er kürzlich im Wiener Theater- und kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum Don Juan Archiv hielt.


kathweb

Für ein schnelleres Verfahren sei es etwa möglich, dass künftig nur noch eine Gerichtsinstanz ein Urteil treffen muss, stellte Coccopalmerio in Aussicht. Bislang muss jeder Fall mindestens zwei Instanzen durchlaufen – nämlich Diözesan und Metropolitangericht – und bedarf unter Umständen noch einer dritten Instanz – in der Regel der Rota Romana -, damit zwei gleichlautende Urteile vorliegen. Dass Nichtigkeitsprozesse bald einfacher werden, hat Papst Franziskus bereits mehrmals angekündigt. Die dabei häufige Bezeichnung als “Annullierung” sei falsch, wie der Kardinal betonte: “Die Kirche kann eine geschlossene Ehe nicht lösen, sondern nur feststellen, dass sie ungültig ist und nie bestanden hat, wenn die Voraussetzungen dafür fehlten.”

Um bei den Voraussetzungen anzusetzen, bezeichnete es der Kurienkardinal als entscheidend, dass parallel auch mehr Augenmerk auf die Ehevorbereitung sowie auch die ständige Begleitung in den ersten Ehejahre gelegt werde; eine Intensivierung auf diesem Gebiet hatte bereits die außerordentliche Bischofssynode vergangenen Herbst gefordert. Coccopalmerio verwies darauf, dass in der konkreten Durchführung neben der Erstellung von Büchern und Unterlagen für die Katechese auch die vermehrte Einbindung von Laien sinnvoll sei: “Ältere Ehepaare können die Jüngeren begleiten.”

Lösung bei Wiederverheirateten “sicher möglich”

Für die im Herbst 2015 angesetzte Bischofssynode wünsche er, dass eine Möglichkeit für den Sakramentenempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen gefunden werde, erklärte der Kardinal. Er selbst sei “hoffnungsvoll”, dass hier eine Lösung zustande komme, auch da diese aus Sicht des Kirchenrechtes “sicherlich möglich” sei. Zum Bewahren von Ruhe mahnte er angesichts der verschiedenen Positionen unter den Synodalen und der schwierigen Konsensfindung. Die Bischofsversammlung sei doch vor allem ein geistiger Prozess: “Wir müssen um den Heiligen Geist beten.”

Die von Papst Franziskus im Umfeld der Synode immer wieder eingeforderte Barmherzigkeit sei kein Gegensatz zur Gerechtigkeit, so der Präsident des Rates für Gesetzestexte: Recht und Barmherzigkeit gehörten zusammen und seien nicht voneinander zu trennen. Barmherzigkeit rechtfertige ein fehlerhaftes Verhalten eines Menschen nicht, ermögliche jedoch, ihn anzunehmen. “Wahre Gerechtigkeit ist Liebe zu jenen, die etwas brauchen – also Barmherzigkeit”, erklärte der Kardinal. Allgemein enthalte jedes Gesetz eine Pflicht gegenüber anderen, welche ein Ausdruck der Liebe sein solle. Coccopalmerio: “Für das Kirchenrecht gilt das besonders.”

weiterlesen

“Luther regiert” – Gottesstaat Deutschland

merkel_ratze

Fast alle CDU-Spitzenpolitiker sind Protestanten. Entsprechend finden sich Gemeinsamkeiten zwischen der Unionspolitik und dem Ablauf einer EKD-Synode, stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fest.


pro Medienmagazin

Bundesinnenminister Thomas de Maizière gehört zum Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Gesunheitsminister Hermann Gröhe ist Mitglied der EKD-Synode. Bundeskanzlerin Angela Merkel stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus, und auch ihre Kollegen Volker Kauder, Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble haben protestantische Wurzeln. Der einzige katholische CDU-Minister ist derzeit Kanzleramtschef Peter Altmaier.

„Luther regiert“ schreibt deswegen der Journalist Markus Wehner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und versucht zu deuten, woran das liegt. So erklärt der Autor, der Protestantismus passe besser in die säkularisierte Gesellschaft: „Er ist moderner und individualistischer, offener und unbestimmter als das Katholische.“ Während der Katholizismus klare moralische Forderungen stelle, gehe es im Protestantismus mehr um die Beziehung des Einzelnen zu Gott.

weiterlesen

Slavoj Žižek „Blasphemische Gedanken“

Der gebürtige Slowene Slavoj Žižek vor der Frankfurter Skyline (Archivbild).

Slavoj Žižek sorgt mit seinem neuen Buch erneut bewusst für Verwirrung. „Blasphemische Gedanken“ heißt es, aber schon der Titel stimmt und stimmt doch nicht.


Von Arno Widmann|Frankfurter Rundschau

Der Titel stimmt und stimmt nicht. „Blasphemische Gedanken“ mögen es in den Augen der Gläubigen sein. Der gläubigen Muslime und derer, die an die Werte des Westens glauben.

Für Slavoj Žižek sind es einfach Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, wenn er etwa an den Schleier und das Schleierverbot denkt. Es sind Gedanken. Keine Argumentation. Žižek stellt sich nicht vor seine Leser und erklärt ihnen etwas. Er setzt sich hin und schreibt. Dabei fallen ihm Dinge ein, Lesefrüchte, Erinnerungen fliegen ihm zu. Wir Leser sind dabei. Wir kommen mit seinem Tempo nicht mit. Wir stolpern, finden übertrieben, was er da tut, lachen über unsinnig Erscheinendes und werden dann wieder gepackt von einer Assoziation. Wer etwas beigebracht bekommen möchte, der ist falsch bei Žižek. Wer dabei sein möchte, wie einer in Stemmschwüngen denkt, der hat seinen Spaß an dem slowenischen Philosophen.

weiterlesen

Kardinal vergleicht Homosexuelle mit Mördern, die nur nett tun

Raymond Leo Kardinal Burke , Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

In einem Interview vergleicht Kardinal Raymond Burke gläubige Homosexuelle mit Mördern, die nett tun, um die anderen Gläubigen hinters Licht zu führen. Und so die Todsünde hoffähig machen.


Von Dr. David Berger|Huffington Post

Der US-amerikanische Cardinal Raymond Burke gilt derzeit als die große Hoffnungsfigur der extrem konservativen und traditionalistischen Katholiken weltweit. Bezüglich moralischer und auch liturgischer Fragen ist er der entscheidende Gegenspieler von Papst Franziskus. Vergangenen November wurde der Kardinal daher wohl vom Papst zum Kardinalpatron des Malteserordens ernannt und so von Rom weg-befördert.

Sein neuer Job in dem kleinen europäischen Staat hat ihn jedoch nicht zum Schweigen gebracht, sondern führt dazu, dass er jetzt seine teilweise menschenverachtenden Thesen umso offener und radikaler ausspricht.

Homosexuelle tolerieren? Auf keinen Fall!

In einem Interview mit der konservativen Internetseite LifeSiteNews hat er sich nun zu den Versuchen, die kirchliche Sexualmoral zu modernisieren, geäußert. Auf die Frage des Journalisten, ob man nicht Homosexuelle, die als gläubige Katholiken und gute Christen leben, akzeptieren könne, antwortete Burke:

weiterlesen

«Pille danach»: Rasantes Ansteigen des Verkaufs nach Rezeptfreigabe

pille_danachDer Hersteller HRA Pharma sieht laut Branchendienst in Deutschland ein hohes Wachstumspotenzial von bis zu 2,4 Millionen Packungen pro Jahr. Davon sei man mit zuletzt 400.000 Packungen im Jahr noch sehr weit entfernt, so HRA-Deutschlandchef Czort.


kath.net

Nach der Entlassung aus der Rezeptpflicht verzeichnet der Verkauf der «Pille danach» ein rasantes Wachstum. Wie der Branchendienst «Apotheke adhoc» am Samstag in Berlin unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen IMS Health berichtete, wurden allein in den ersten zwei Wochen fast ein Drittel mehr Packungen als im Vorjahreszeitraum abgegeben.

Demnach wurden in der 12. Kalenderwoche 13.500 Packungen der «Pille danach» in den Apotheken verkauft. Hochgerechnet auf den ganzen Monat entspricht das 54.000 Packungen.

weiterlesen

Dodo Laun wünscht “bessere Gesprächskultur”

weihbischof-andreas-laun

Gegen Kritik an seiner Person hat sich der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (72) in einem Interview mit der Tageszeitung “Kurier” (Sonntag) gewandt. Er vermisse die gute Gesprächskultur, wenn er den Eindruck habe, oft nur deshalb gefragt zu werden, “weil man Streit sucht”, erklärte Laun, der vor 20 Jahren zum Bischof geweiht wurde. Auch bei den polarisierenden Themen vertrete er statt seiner Privatmeinung “das, was die Kirche sagt. Und die Kirche ist nicht politisch korrekt”, so Laun.


kathweb

Viele würden eine “katholische Antwort” nicht hören wollen, doch betrachte er es als “Sünde”, würde er zu manchen Zeitströmungen schweigen, betonte Laun. Er verwies hier etwa auf die “Sexualisierung von Kindern in den Schulen” sowie auf die Abtreibung, die “für die Kirche Mord, in der EU ein Menschenrecht” sei. Er selbst wäre heute “wahrscheinlich abgetrieben” worden, bemerkte der Bischof – “weil ich mit einer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren bin”.

weiterlesen

Bananenrepublik Bavaria

bayern_fahne

Ein Bericht des Rechnungshofes von 2013 zeigt das subtile Zusammenspiel zwischen dem Finanzminister und einem damals noch einflussreichen CSU-Abgeordneten: Bei der Verlagerung zweier Behörden von München an die Donau wurden alle Regeln des Haushaltsrechts grob missachtet.


Von Stefan Mayr|Süddeutsche.de

Auf den ersten Blick klingt alles wunderbar. 57 Arbeitsplätze will der Freistaat Bayern von München nach Höchstädt an der Donau verlagern. Die Bewertungsstellen der Finanzämter München-Stadt und München-Land sollen künftig in der schwäbische Kleinstadt untergebracht werden. Hierfür hat der Freistaat ein Gebäude des ehemaligen Krankenhauses für exakt zwei Euro erworben. Dieses soll für etwa 18 Millionen Euro saniert werden – und hier beginnt der große Ärger. Der Oberste Rechnungshof (ORH) hat den Kauf der Immobilie geprüft und eine umfassende Liste an Beschwerden zusammengetragen. Der Süddeutschen Zeitung liegt der Prüfbericht des ORH vor – er fällt vernichtend aus: “Die Planungen gehen am tatsächlichen Bedarf vorbei”, stellt der ORH fest, das Finanzministerium habe “die haushaltsrechtlichen Vorgaben ignoriert.”

Der ORH hat seinen Prüfbericht dem Finanzministerium bereits Ende 2013 vorgelegt – mit der Bitte um Stellungnahme. Heute sind 15 Monate vergangen, doch Söders Haus hat bis heute noch nicht geantwortet. Warum? Finanzminister Markus Söder (CSU) will sich auf Anfrage der SZ jedenfalls nicht zu diesem Thema äußern.

weiterlesen

Die Botschaft vom Kreuz: Keine Wellness-Religion

Nein Danke. Brauchen wir nicht.  Image. Godless Atheists/FB

Nein Danke. Brauchen wir nicht.
Image. Godless Atheists/FB

Das Kreuz Christi ist Provokation und spaltet die Christen in zwei Lager, schreibt FAS-Autor Christian Feldmann. Dabei werde das wichtigste allzu oft vergessen: Jesu Auferstehung. „Er lebt bis heute“, ist Feldmann überzeugt.


pro Medienmagazin

Die Hinrichtung Jesu sei unfassbar grausam gewesen, erklärt der Autor in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Ausführlich beschreibt Feldmann, wie sich der Tod Jesu vollzogen hat und welche Qualen dieser am Kreuz ausstand. Als „teuflische Quälerei“ bezeichnet er den Kreuzestod. Es gebe kaum eine Art, qualvoller zu sterben. Der Tod durch Kreuzigung habe in der Antike als erniedrigendste aller Todesstrafen gegolten. Unzählige Verbrecher starben auf die gleiche Weise wie Jesus. „Warum hat man diesen Gekreuzigten nicht vergessen – und mit ihm das Kreuz, das nicht nur Höhepunkt grausamer Strafjustiz markiert, sondern zu den Ursymbolen der Menschheitskultur gehört?“, fragt Feldmann.

Der Autor findet eine Antwort in der „ambivalenten Botschaft“, die Jesu Tod vermittle und die bis heute provoziere. Einerseits drücke Jesu Opfer eine „menschenfreundliche Tradition von Solidarität zwischen Schöpfer und Geschöpf und von stellvertretendem Leiden“ aus. Andererseits lasse der Kreuzestod auch „das fragwürdige Bild eines rachsüchtigen, unbarmherzigen, auf Sühne und Strafe sinnenden Gottes“ aufkommen.

weiterlesen