Theologe vermisst Erbe Luthers – Antisemitismus?

Der Theologe Benjamin Hasselhorn fordert 500 Jahre nach der Reformation eine Rückbesinnung auf den Kern des Luthertums. „Ich habe den Eindruck, viel von Luther ist nicht mehr übrig in der evangelischen Kirche“, sagte der 30 Jahre alte Theologe am Freitag auf der Leipziger Buchmesse.

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Das Reformationsjubiläum 2017 sei eine Chance zu fragen, was vom Erbe des Reformators Martin Luther (1483-1546) „in die Zukunft trägt“. Hasselhorn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Kurator der Nationalen Sonderausstellung 2017 in Wittenberg und Autor des Buches „Das Ende des Luthertums?“

Seine große Sorge sei, dass die Zahl der Kirchenbesucher weiter sinke, fügte Hasselhorn hinzu: „Ich kenne niemanden in meiner Generation, der ernsthaft in der Kirche engagiert ist.“ Der Grund für diese Krise sei nicht das Versagen einzelner Personen, sondern er liege in der Geschichte des Protestantismus begründet.

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„Allah schickt dich in die Hölle“: Prediger will Muslime bekehren

Die Missionare verteilen Bibeln an Passanten. (Symbolbild) dpa/S. Widmann
In der Stuttgarter Innenstadt sorgt ein selbsternannter christlicher Prediger für Unruhe. Er will Muslime missionieren, indem er Bibeln in arabischer Sprache verteilt und den Islam in seinen Reden verteufelt. Die Aktion schürt Konflikte, Polizei und Kultusministerium sind alarmiert.

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„Allah schickt dich in die Hölle“ – solche und ähnliche Sätze fallen laut einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ in den Predigten des Mannes, der sich „Johannes“ nenne. Seinen richtigen Namen will er nicht preisgeben, auch Fotos dulde er nicht, heißt es weiter.

Seit einer Woche stehen „Johannes“ und einige seiner Glaubensbrüder in der Stuttgarter Innenstadt. Vorher waren sie schon in Duisburg und in Hannover, weitere Großstädte stehen auf dem Plan.

Kirchenasyl: Ermittlungen gegen Pfarrerin eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat die Ermittlungen gegen die evangelische Pfarrerin Doris Otminghaus aus dem fränkischen Haßfurt eingestellt.

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Die Behörde hatte gegen die Theologin wegen „Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt“ in neun Fällen ermittelt, weil sie in ihrer Kirchengemeinde Kirchenasyl gewährt hatte und noch immer gewährt.

Die Staatsanwaltschaft teilte am Freitag mit, dass man nach Prüfung des Falles, „insbesondere der genauen Umstände des Handelns der Pfarrerin und ihrer Motivation“, von einer weiteren Strafverfolgung absehe – „trotz der bestehenden Strafbarkeit des Verhaltens der Pfarrerin“. Die Schuld sei im vorliegenden Fall als gering anzusehen, deswegen bestehe kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung.

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Dutzmann: Kirchliche Stimme wird in der Politik gehört

Der christliche Glaube spielt nach Einschätzung von Prälat Martin Dutzmann eine wichtige Rolle im politischen Alltag in Deutschland. „Was ich wahrnehme ist, dass die kirchliche Stimme gehört wird“, sagte der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der EU am Donnerstagabend in Wuppertal.

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Diese kirchliche Stimme müsse im politischen Alltag aber „anschlussfähig“ sein. Schließlich gehe es bei den Entscheidungen auch um Menschen, die nicht dem christlichen Glauben angehörten.

Auf einer Veranstaltung zum Thema „Gelebte Reformation“ warb Dutzmann dafür, mehr in der Bibel zu lesen: „Es ist ein Schatz, den wir da haben.“ Die zehn Gebote seien für ihn wie ein beständiger „Stachel im Fleisch“, um die eigene Lebensweise zu überdenken. Dazu gehöre auch die Erkenntnis, dass die westliche Lebensweise mitverantwortlich dafür sei, dass Menschen in anderen Teilen der Welt sterben. Die Beschäftigung mit den zehn Geboten sei ein Aufruf dazu, diesen Missstand zu ändern.

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Bundestag beschließt Endlager-Gesetz

Bild: GNS Gorleben
Die Suche nach einem geeigneten Ort für radioaktiven Müll soll bis 2031 abgeschlossen sein. Bereits jetzt ist klar: Das Suchverfahren wird anstrengend und heikel.

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Der Bundestag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen das Gesetz zur Suche nach einem Standort für radioaktiven Müll beschlossen. Die Linksfraktion lehnte die Vorlage ab. Die meisten Abgeordneten bekräftigten das Verfahren der „weißen Landkarte“. Dass der umstrittene Standort Gorleben nicht ausgenommen wurde, stieß jedoch auf scharfe Kritik.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte zum Auftakt der Debatte im Bundestag die Bedeutung des Gesetzes betont. „Es ist meine tiefe Überzeugung, dass nur mit festen Regeln und mit absoluter Transparenz eine ergebnisoffene und bundesweite Suche nach einem Endlagerstandort gelingen kann“, sagte Hendricks.

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Sandwich-Frau wirbt mit Red Bull für Evangelikale

«Ein Red Bull für deine Meinung», mit diesem Plakat lief am Samstag eine Frau durch Bern. Bild: Leser-Reporter
Die Plakate waren ihre Rüstung, der Glaube ihr Schwert: Eine Frau in Bern verwickelte Jugendliche in ein Gespräch über Jesus – als Belohnung winkte ein Energydrink.

20min.ch

Zwei Plakate mit der Aufschrift «Ein Red Bull für deine Meinung» sorgten am Samstag in der Berner Altstadt für Ärger. Ein Leser-Reporter traf bei der Neuengasse auf eine Missionarin, die sich als «Sandwichfrau» die Plakate umgehängt hatte. Begleitet wurde sie von zwei Männern. «Die Gruppe hat gezielt junge Menschen angesprochen um sie in ein Gespräch über Jesus zu verwickeln», so der Leser-Reporter.

Zeitweise hätten sie sich mit ganzen Gruppen unterhalten. Die Missionarin mit den Schildern habe auch ihn angesprochen: «Sie wollte etwa wissen, ob und warum ich an die Evolutionstheorie glaube.»

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Rundfunkbeitrag: Staatskirchenrundfunk im Sozialismus

Themenbild
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet umfassend und multimedial vom 36. Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg (24. bis 28. Mai 2017).

Pressemitteilung rbb

Täglich melden sich Reporterinnen und Reporter vom Kirchentag und stellen die wichtigsten Veranstaltungen, Aktionen und Diskussionen vor. Bereits im Vorfeld gibt es Dokumentationen, Hintergrundberichte und Gespräche in Fernsehen, Hörfunk und online, die auf die Veranstaltung hinweisen.

Live und in Farbe: Der Kirchentag im rbb Fernsehen Das rbb Fernsehen zeigt in der Reportage „Betten, Bläser, Biojoghurt“, wie ein Kirchentag entsteht (20. Mai, 18.00 Uhr, aktualisierte Fassung am 25. Mai, 9.00 Uhr). Der Film blickt hinter die Kulissen des 36. Kirchentages, der vor allem eine logistische Herausforderung ist: von der Programmplanung bis zum Einstudieren der Bläserstücke, vom Besuch bei Brandenburger Biobauern bis zur Erstellung des nachhaltigen Caterings und auch bei der groß angelegten Bettenkampagne, die um Berliner Gastgeberinnen und Gastgeber für die rund 140.000 Anreisenden wirbt.

Am 24. Mai überträgt das rbb Fernsehen den Eröffnungsgottesdienst zum Kirchentag vor dem Reichstag live ab 18.00 Uhr. Anschließend sendet „rbb aktuell“ vom Brandenburger Tor live und fängt die Stimmung am „Abend der Begegnung“ ein (21.45 Uhr).

Zum Ende des Kirchentages in Berlin am 27. Mai meldet sich Friederike Sittler, Leiterin der Abteilung Gesellschaft Religion Osteuropa, mit einem „Himmel und Erde extra“ direkt vom Kirchentag (18.00 Uhr).

Die „Abendschau“, „Brandenburg aktuell“, „zibb“ und „rbb aktuell“ berichten von den Veranstaltungen.

Der rbb für Das Erste

Das Feature „Wie viel Religion verträgt Deutschland?“ fragt, ob und inwieweit Religion dem Gemeinwohl und der Demokratie dienen kann (22. Mai, 23.30 Uhr, Das Erste). Denn auch 500 Jahre nach Luther erregt Religion die Gemüter: ob der Islam zu Deutschland gehört, die öffentliche Hand Kirchentage und Reformationsjubiläum mit finanzieren sollte oder die Kirchensteuer rechtens ist. Die Kirchen haben in Deutschland Privilegien wie in kaum einem anderen Land, obwohl ihnen die Mitglieder davonlaufen.

Den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt am 25. Mai überträgt der rbb live für Das Erste von der Bühne am Breitscheidplatz (10.00 Uhr).

Am Sonntag, 28. Mai, findet der große Festgottesdienst in Wittenberg statt (12.00 Uhr im Ersten). „Gott und die Welt“ berichtet vor Ort live für Das Erste (17.30 Uhr, Moderation: Friederike Sittler).

Der Kirchentag im Radio

Die Radioprogramme des rbb beteiligen sich umfangreich mit Live-Schalten, Porträts, Kommentaren und Gesprächen an der Berichterstattung zum Kirchentag.

Im Kulturradio beschäftigt sich der „Kulturtermin Religion und Gesellschaft“ mit dem Kirchentag (26. Mai, 19.04 Uhr). Am 27. Mai überträgt Kulturradio ab 10.00 Uhr den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt live von der Bühne auf dem Breitscheidplatz und sendet ab 17.04 Uhr aus der Westfalenhalle auf dem Berliner Messegelände. In „Gott und die Welt“ geht es nach Wittenberg. Die Sendung fragt, wie sich die Stadt durch die Feierlichkeiten zur Reformation verändert (28. Mai, 9.04 Uhr).

Inforadio fasst den Kirchentag in „Religion und Gesellschaft“ am Sonntag, 28. Mai, zusammen (7.44 Uhr, 17.24 Uhr) und begleitet den Abschlusstag und -gottesdienst aus Wittenberg mit Liveberichten.

Der Kirchentag mulitimedial

Das multimediale Nachrichtenportal rbb|24 begleitet den Kirchentag online und in den sozialen Netzwerken mit Beiträgen, Dossiers und Hintergrundberichten: www.rbb24.de/kirchentag.

Das Radioprogramm Fritz und „hochkant“, der Snapchat-Newskanal vom rbb für funk, berichten beim Kirchentag über besondere Ereignisse für Jugendliche und sprechen mit jungen Teilnehmern der Veranstaltungen.

Pressekontakt:

Anke Fallböhmer
Tel 030 / 97 99 3 - 12 104
anke.fallboehmer@rbb-online.de

Pro und Contra: Müssen Christen Vegetarier sein?

Frei nach Da Vinci, Quelle: BadA$$Mood
Sollten Christen vegetarisch leben? Eine Pro-Contra-Diskussion zum Fleischessen.

Von Sarah Salin, Hanno Terbuyken | evangelisch.de

Pro: Die Liebe gilt der ganzen Schöpfung

Laut Statistik sind Vegetarier in Deutschland deutlich in der Minderheit – auch unter Christen. Die Bibel scheint mir hier als Verbündete zunächst auch nicht weiterzuhelfen: An vielen Stellen wird beschrieben, dass Tiere geopfert werden, einige Jünger waren Fischer und Jesus hat auch Tiere gegessen. Das war in seiner Zeit schließlich üblich. Vegetarismus kommt in der Bibel nicht vor.

Allerdings ist die Bibel auch voller Verweise, die zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit allen Geschöpfen auffordern – sogar Impulse enthalten, die zu einer vegetarischen Lebensweise ermutigen. Zum Beispiel: „Der Gerechte erbarmt sich der Tiere; denn nur das Herz der Gottlosen ist den Tieren gegenüber unbarmherzig“ (Sprüche 12,10). Die Bibel gibt uns darüber hinaus einen Denkanstoß, wenn sie selbst Tiere in der Schöpfungsgeschichte utopisch als Vegetarier zeichnet (Gen 1,30) oder im zukünftigen Friedensreich keine Raubtiere mehr kennt (Jes 65,25).

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Vermarktung Luthers in Berliner Ausstellung zu sehen

Bild: mdr.de

Die kommerzielle Vermarktung und politische Instrumentalisierung des Reformators Martin Luthers (1483-1546) steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung des Berliner Museums Nikolaikirche.

evangelisch.de

Die Exponate zeugten vom Bedeutungs- und Wertewandel einer ganzen Epoche und der glühenden Verehrung, mit der Luther zur Kultfigur verklärt wurde, teilten die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und die Stiftung Stadtmuseum Berlin am Mittwoch mit. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Sankt Luther – Reformator zwischen Inszenierung und Marketing“ und ist vom 1. April bis 28. Mai 2017 im ältesten Kirchenbauwerk Berlins zu sehen.

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Gotteswahn: ‚Satan lässt nichts unversucht, um den Menschen von Gott zu trennen’

Image: Matt Anderson/Friendly Atheist

Der Teufel ist eine Person, die ähnlich wie wir denken, entscheiden und handeln kann. Hilfe gegen die Versuchungen des Bösen gibt es nur bei Gott, schreibt der evangelikale Prediger Billy Graham.

kath.net

Der Teufel existiert. Er ist die Wurzel allen Übels und er lässt nichts unversucht, um die Menschen von Gott zu trennen. Das schreibt der bekannte evangelikale Prediger Billy Graham in einer Kolumne für die Internetseite der „Billy Graham Evangelistic Association“.

Der Teufel sei nicht nur eine vage, unpersönliche Kraft, sondern eine Person. Er könne daher denken, entscheiden und handeln, ähnlich wie die Menschen. Ein wesentlicher Unterschied bestehe darin, dass alles Tun des Teufels auf das Böse ausgerichtet sei.

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500 Jahre Reformation – Ach, Martin!

Bild: mdr.de

Die Evangelische Kirche fragt sich: Welchen Luther soll man feiern, und wie? Und was machen wir mit den wissenschaftlichen Spaßbremsen?

Von Jürgen Kaube | Frankfurter Allgemeine

Wir wollen ein großes Fest feiern. Was wollt ihr denn feiern? Wir wollen Martin Luther feiern. Wie, den alten Grobian, den Kirchenspalter und Bauernverächter, den Judenbeschimpfer und Weltuntergangsdenker, den wollt ihr ernsthaft feiern? Nein, den doch nicht, feiern wollen wir den Bibelübersetzer und Hochdeutschbringer, den Kämpfer für das Selberlesen und für Heiratendürfen der Gottesleute, den Kämpfer gegen das römische Autoritätsgetue und gegen die Korruption des Glaubens.

Schön, aber das war doch derselbe, oder? Na ja, dann erwähnen wir bei der Feier eben immer mit, was wir nicht an ihm feiern wollen. Das wirkt bestimmt sehr spontan. Halt, viel besser noch, wir feiern gar nicht ihn, sondern: die Reformation. Gut, aber ihr wisst schon, dass „die Reformation“ wie eine Schulstunde klingt und nicht wie eine Feier? Gott bewahre, eine Schulstunde soll es auf keinen Fall werden, die Leute sollen sich doch freuen. Hab ich „freuen“ gehört, freuen über die Heilsweitentfernung, die Gottunerforschlichmachung, die alle Ungewissheit eurer Seele aufgebürdet hat, und selbst deren Frömmigkeit werde euch nichts nützen, wenn Gott euch nicht will, nur weil er euch einfach nicht will, und das sollt ihr auch noch gerecht finden – wer soll sich denn darüber freuen?

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Weltkirchenrat fordert multireligiösen Irak

Der Weltkirchenrat hat dazu aufgerufen, den Irak wieder zur Heimat vieler Religionen zu machen. Nach einem Sieg über die Terrormilz „Islamischer Staat“ müssten die Regierung und die Weltgemeinschaft dafür sorgen, dass Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen sicher und frei im Irak leben könnten, verlangte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Olav Fykse Tveit, am Dienstag in Genf.

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Tveit betonte, dass Christen und andere religiöse Minderheiten im Irak Opfer von Verfolgung geworden seien. Nach ÖRK-Angaben wurden in den vergangenen Jahren Hunderttausende Christen aus dem Land vertrieben, viele seien von der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ und anderen Extremisten getötet worden. Tveit hatte auf einer Podiumsdiskussion am Rande der 34. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates gesprochen.

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Wie umgehen mit Luthers Judenhass?

Ursula Rudnick, Kirchenbeauftragte für das Judentum und Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann verbinden der Luther-Statue in Hannover die Augen. Die Aktion am 9.11.2016 sollte die „Blindheit“ Martin Luthers gegenüber dem Judentum symbolisieren. (picture-alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
Der junge Martin Luther wollte die Integration von Juden. Der alte Luther wollte Juden vertreiben und Synagogen niederbrennen. Wie sollen Protestanten heute mit diesem Erbe umgehen? Wie zentral ist die Judenfeindschaft in Luthers Lehre? Fragen, die im Reformationsjubiläum gestellt werden. Auch von Juden, die Luther – trotz allem – Positives abgewinnen können.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

Am Hauptsitz der Evangelischen Kirche in Deutschland wehen die Luther-Fahnen. In dreifacher Ausführung blickt der Reformator auf Herrenhausen herab, einen Stadtteil von Hannover. „Luther 2017“ steht groß auf den Fahnen – und etwas kleiner: „500 Jahre Reformation“. Martin Luther ist das Gesicht der EKD-Kampagne zum Reformationsjubiläum. Der Mann, der die Bibel ins Deutsche übersetzt hat, der die Reformation ins Rollen brachte – und der Juden vertreiben wollte und Synagogen niederbrennen.

„Dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke und das, was nicht verbrennen will, mit Erden überhäufe und beschütte, dass kein Mensch ein Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserm Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien.“

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Unterschiedlicher Umgang mit sexuellem Missbrauch in Religionsgemeinschaften

Nach den Missbrauchs-Skandalen in der Katholischen Kirche in Irland und den USA wurden seit 2010 auch in Deutschland Sexualdelikte in katholischen Einrichtungen in größerem Umfang bekannt. Im Unterschied zu den Vereinigten Staaten oder Irland ging der Anstoß für eine gesamtgesellschaftliche Debatte über Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland jedoch von dem Leiter einer kirchlichen Institution aus, dem Jesuiten Klaus Mertes, bis 2011 Rektor des Berliner Canisius-Kollegs.

Von Dr. Michael Utsch | EZW

Als eine Folge der Aufarbeitung dunkler Seiten ihrer Geschichte hat die Deutsche Bischofskonferenz 2015 eine Arbeitsgruppe für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes eingerichtet. Zudem wurde eine externe Experten-Kommission mit der wissenschaftlichen Erforschung dieser Verbrechen beauftragt. In Einzelgesprächen mit 150 Opfern und 70 Tätern sowie durch die Sichtung ausgewählter kirchlicher Personalakten wollen die Forscher herausfinden, wie es zu Missbrauchsfällen durch Geistliche und andere kirchliche Mitarbeiter kommen konnte. Das Projekt kostet die Bischofskonferenz knapp eine Million Euro, die Ergebnisse sollen Ende dieses Jahres vorliegen.

2016 wurde darüber hinaus eine Vereinbarung mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung geschlossen, um Opfer angemessen zu entschädigen und Kinder und Jugendliche in der Kirche wirksamer vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Dazu wurden in den Diözesen Stabsstellen für Prävention eingerichtet und die kirchlichen Richtlinien gegen Missbrauch und Gewalt überarbeitet. Künftig müssen alle Mitarbeiter eine Verpflichtungserklärung unterschreiben, mit der sie ihre Mitverantwortung für ein gewaltfreies Miteinander in der Kirche dokumentieren. Auch die Priesterausbildung wird weltweit überarbeitet. Schon seit einigen Jahren durchläuft jeder Priesteramtsanwärter ein psychologisches Auswahlverfahren, bei dem seine Eignung für ein zölibatäres Leben überprüft wird.

Bisherige Studien über sexuellen Missbrauch in Religionsgemeinschaften zeigen, dass streng hierarchische Machtstrukturen das Ausleben von Machtgefühlen von Tätern begünstigen. Die Strukturen und Dynamiken einer geschlossenen Gruppe bieten darüber hinaus einen Schutzraum, der relativ leicht auszunutzen ist. Die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen hat seit Jahren mit Vorwürfen zu kämpfen, Missbrauchsvorfälle in ihren Reihen zu vertuschen. Besonders gravierend scheinen lange zurück liegende Ereignisse bei Jehovas Zeugen in Australien zu sein.

Auch dort arbeiten staatliche Behörden seit einigen Jahren an der Aufarbeitung der Missbrauchsskandale in Religionsgemeinschaften. Vor dem staatlichen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Umgangs mit Missbrauchsfällen hat ein Vertreter der Zeugen Jehovas in Australien die systematische Vernichtung von Dokumenten über den sexuellen Missbrauch Minderjähriger eingeräumt. Andere Fälle sind nur intern behandelt worden, ohne die mutmaßlichen Täter bei der Polizei anzuzeigen.

Durch die Kommission sind viele Skandale innerhalb dieser und anderer Religionsgemeinschaften aus früheren Zeiten ans Licht gekommen. Die katholischen Bischöfe Australiens räumten dabei ein katastrophales Versagen im Umgang mit Verdachtsfällen ein und haben ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Verbesserung auf den Weg gebracht.

Dagegen haben Jehovas Zeugen zwar einige Empfehlungen angenommen, um eine größere Transparenz zu gewährleisten. An der sog. „Zwei-Zeugen-Regel“ wollen sie allerdings weiter festhalten, wie ein Sprecher der Gemeinschaft kürzlich vor der Kommission bestätigte. Diese Regel stammt aus der internen Ethikrichtlinie und sieht vor, dass einem Fehlverhalten, das den Ältesten der Gemeinschaft angezeigt wird, nur dann nachgegangen wird, wenn zwei Zeugen dies belegen können. Auch ein Missbrauchsvorwurf wird also nur dann überprüft, wenn zwei Zeugen dabei waren und dies bestätigen.

Die australischen Richter sind erschüttert darüber, dass die Organisation realitätsfremd an ihren Richtlinien festhält, auch wenn es um Kindesmissbrauch geht, der in der Regel versteckt verübt werde. Sie halten die Richtlinien der Zeugen Jehovas für den Umgang mit sexuellem Missbrauch für völlig unangemessen und unpassend. Die Beibehaltung überholter Richtlinien zeigt, wie wenig Verständnis und Sensibilität bei Jehovas Zeugen für das Wesen dieser zerstörerischen Straftat besteht.

Der „Bund für Geistesfreiheit“ will an Karfreitag feiern

Auch andere Gruppen demonstrieren seit Jahren gegen das Tanzverbot am Karfreitag, im Bild etwa Jugendliche, die im Jahr 2012 einem Aufruf der Münchner Grünen gefolgt waren. (Foto: Alessandra Schellnegger)
  • Der Münchner Ableger des „Bundes für Geistesfreiheit“ lädt am Karfreitag zur „Heidenspaß-Party“.
  • 2016 hat das Bundesverfassungsgericht das generelle Tanzverbot in Bayern an Karfreitag für verfassungswidrig erklärt. Seitdem müssen an den „stillen Tagen“ Ausnahmen möglich sein.
  • Das Kreisverwaltungsreferat will nun prüfen, ob die geplante Party mit den Vorgaben des Feiertagsgesetzes in Einklang steht.

Von Jakob Wetzel | Süddeutsche.de

Vor zehn Jahren ist er untersagt worden, jetzt aber soll dem Tanz am Karfreitag nichts mehr im Wege stehen: Nachdem das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass ein entscheidender Halbsatz im bayerischen Feiertagsgesetz verfassungswidrig ist, hat der Münchner Ableger des „Bundes für Geistesfreiheit“ (BfG) erneut zur „Heidenspaß-Party“ geladen.

Unter dem Motto „10 Jahre verboten – jetzt erlaubt!“ sind im Oberangertheater in der Altstadt unter anderem eine Comic-Lesung, eine Filmvorführung, eine Tanz-Einlage und ein Kabarettprogramm vorgesehen. Ob die Party wie angekündigt stattfindet, ist allerdings auch nach der neuen Rechtslage noch unklar.

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Reformation avanciert zum Top-Thema der Leipziger Buchmesse

Bücher zum 500. Reformationsjubiläum dominieren laut Renate Nolte von der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger die diesjährige Leipziger Buchmesse.

evangelisch.de

„Es gibt sicher kein Thema, das in diesem Jahr stärker vertreten ist“, sagte die Geschäftsführerin der Vereinigung dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zur Leipziger Buchmesse werden von Donnerstag bis Sonntag Zehntausende Besucher erwartet. Literatur zum Reformator Martin Luther und zum Jubiläumsjahr gebe es in allen Gattungen, sagte Nolte weiter. Neben theologischen Fachbüchern fänden sich Inhalte zur Reformation auch in Kinder- und Hörbüchern, Graphic Novels, humoristischen Publikationen und in der Belletristik.

„Mir fällt fast kein Lebensbereich ein, der nicht mit Luther konfrontiert ist“, resümierte Nolte: „Das ist schon ein sehr breites Spektrum.“ Auch Fernsehsender wie 3sat und Arte oder die ARD hätten bereits angekündigt, Luther und das Reformationsjubiläum als wichtiges Thema der Buchmesse aufzugreifen.

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Heilungsgebete – christlich, moralisierender Schwachsinn

Der neue Vorsitzende der Evangelischen Allianz und Pastor der freikirchlichen Christus-Gemeinde in Mülheim/Ruhr, Ekkehart Vetter. (imago / epd)
Mit Ekkehart Vetter wurde erstmals ein Pfingstler zum Vorsitzenden der Evangelischen Allianz gewählt. Wir sprachen mit ihm über Heilungsgebete, die Haltung der Allianz zur Homosexualität und das Verhältnis der Evangelikalen zum Rechtspopulismus.

Moderation: Anne Françoise Weber | Deutschlandradio Kultur

Anne Françoise Weber: Rund 1,3 Millionen theologisch konservative Protestanten sind im Dachverband der Deutschen Evangelischen Allianz vertreten. Sie alle eint, trotz großer Unterschiede, ihre Bibeltreue, ihre Betonung der eigenen Bekehrung und des persönlichen Einsatzes für den Glauben. Seit dem 1. Januar hat diese Evangelische Allianz einen neuen Vorsitzenden, und in der vergangenen Woche wurde er nun auch in sein Amt eingeführt, es ist der 60-jährige Ekkehart Vetter. Er folgt auf Michael Diener, der sein Amt vorzeitig niedergelegt hat, offiziell aufgrund der hohen Arbeitsbelastung, denn Diener ist seit November 2015 auch Mitglied im Rat der EKD.

Das Besondere an Vetters Wahl ist nun, dass erstmals ein Vertreter einer Pfingstgemeinde an der Spitze der Allianz steht. Die ist ein heterogenes Gebilde, rund die Hälfte der Mitglieder gehört zu den evangelischen Landeskirchen und damit zur EKD, die andere ist in Freikirchen organisiert und da gibt es eben evangelikale, pietistische und charismatische Christen, die sich da zusammenfinden. Was diese Vielfalt bedeutet und wo sich der neue Vorsitzende selbst und wo er die Evangelische Allianz verortet, darüber habe ich vor der Sendung mit Ekkehart Vetter gesprochen. Meine erste Frage war: Definieren Sie sich eigentlich als evangelikaler Christ, als Pfingstler oder als Charismatiker?

Ekkehart Vetter: Nette Differenzierung! Also, wenn Sie mich als evangelikal bezeichnen, dann frage ich erst mal zurück: Was meinen Sie denn mit evangelikal? Wenn Sie einen stockkonservativen, politisch stockkonservativen Menschen meinen, dann würde ich sagen, nein, ich bin nicht evangelikal. Wenn Sie jemanden meinen, der sagt, ich nehme die Bibel als geschriebenes Wort Gottes ernst, dann bin ich gerne evangelikal.

Ansonsten kommt dazu, dass ich sicher aus einer charismatisch-pfingstlichen Tradition komme, das ist aber auch nicht an Kirchen gebunden, sondern hier ist schlicht und ergreifend der Heilige Geist in der Betonung, dass er eben für das Werden der Kirche und das Leben des Gläubigen von großer Bedeutung ist. Also, insofern: Ja, charismatisch-pfingstlich, aber das lässt sich alles nicht so eindeutig differenzieren, wie diese Schubladenbegriffe es zu erkennen meinen.

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17 Ermittlungsverfahren wegen Kirchenasyls für Flüchtlinge

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Weil die evangelische Pfarrerin von Haßfurt vier afghanischen Flüchtlingen Kirchenasyl gewährt, ermittelt die Staatsanwaltschaft Bamberg gegen sie wegen möglicher „Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt in Deutschland“ in neun Fällen.

kath.net

Das berichtete der „Bayrische Rundfunk“. Pfarrerin Doris Otminghaus zeigte sich erstaunt über diese Ermittlungen, denn die Regeln für das von ihr und anderen Pfarreien gewährte Kirchenasyl seien mit dem Bundesinnenministerium, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der evangelischen und katholischen Kirche ausgehandelt worden. Sie versteht die Ermittlungen als „eine Einschüchterungsmaßnahme“, durch die Ermittlungen werde sie „kriminalisiert“. Zwei evangelische Kirchengemeinden veranstalteten ein Protestläuten. Derzeit gewähren in Bayern evangelische Pfarrgemeinden 53 Menschen Kirchenasyl.

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, sagte dazu laut Angaben des „Bayrischen Rundfunks“, dass es derzeit 17 Ermittlungsverfahren gegen Pfarrer gebe, die betroffenen Pfarrer werden Rechtsbeistand erhalten.

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Christen-Klüngel streitet um „gotteslästerliche Bude“ in Potsdam – Christen-Populismus

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Evangelische Christen streiten sich um den Wiederaufbau der Garnisonkirche. Dabei fielen bei einer Tagung der Martin-Niemöller-Stiftung scharfe Worte.

Von Holger Catenhusen, Peer Straube | DER TAGESSPIEGEL

Im Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche verschärft sich jetzt auch der Ton zwischen Befürwortern und Gegnern innerhalb der evangelischen Kirche. Anlass ist eine Tagung am vergangenen Wochenende in Potsdam, die die kirchennahe Martin-Niemöller-Stiftung gemeinsam mit der Initiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“ und der Französisch-Reformierten Gemeinde organisiert hatte. Bei diesem Treffen wurde das Wiederaufbauprojekt in teils polemischer Form kritisiert. Die Initiatoren der Garnisonkirchen-Stiftung waren nicht eingeladen, was wiederum dort für starke Verstimmung sorgte.

Es sei ihm unbegreiflich, wie man sich mit der Garnisonkirche beschäftigen und dazu eigens nach Potsdam reisen könne, ohne sich das Projekt von jenen erklären zu lassen, die es vorantreiben, kritisierte Alt-Bischof Wolfgang Huber, der Kuratoriumsvorsitzende der Garnisonkirchen-Stiftung. Und Wieland Eschenburg vom Vorstand der Garnisonkirchen-Stiftung rügte, das Vorgehen sei „demokratietechnisch stark zu hinterfragen“.

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Das Schönste an der Heterosexualität… sind die Schwul

Anfang März starb 70jährig der amerikanische Psychologe und Autor Joseph Nicolosi, der behauptete, man könne mit seiner „Reparativtherapie“ Homosexuelle heilen. Sein Leben lang hat er sich manisch damit beschäftigt, Homosexuelle als nicht von Gott so vorgesehen zu erklären und deren Lieben und Begehren als unmännlich, unnatürlich und krankhaft zu definieren.

Von Wolfgang Brosche | DIE KOLUMNISTEN

Anfang März starb 70jährig der amerikanische Psychologe und Autor Joseph Nicolosi, der behauptete, man könne mit seiner „Reparativtherapie“ Homosexuelle heilen. Sein Leben lang hat er sich manisch damit beschäftigt, Homosexuelle als nicht von Gott so vorgesehen zu erklären und deren Lieben und Begehren als unmännlich, unnatürlich und krankhaft zu definieren – daraus leitete er folgerichtig die Berechtigung, ja die Notwendigkeit ab, sie „heilen“ zu müssen. Er stürzte sich schon auf Kinder (sein jüngster Patient war sieben Jahren alt), um sie auf seinen rechten Weg zu bringen. Seine scharlatanischen Pseudoforschungen werden weltweit von seriösen Wissenschaftlern abgelehnt. Damit er sie ungeschoren führen und verbreiten konnte, sie haben keine wissenschaftliche Grundlage, gründete er sogar seine eigene Klinik: was übrigens David Berger freuen wird, der ja über Thomas von Aquin promoviert hat, die ST. Thomas Aquinas Psychological Clinic in Kalifornien.
Auf Nicolosi berufen sich weltweit alle Feinde der Homosexuellen bei den Evangelikalen wie den Fundamentalkatholiken. Auch die deutschen Homosexuellengegner von der „Demo für Alle“ führen ihn immer wieder im (Kampf-)Schilde.
Dieser Text war eigentlich entstanden, um darzulegen, warum noch heute soviele Fanatiker Homosexuelle für krank, verfehlt und als Menschen zweiter Klasse bezeichnen – und meinte damit natürlich die deutsche Kampforganisation gegen Gleichberechtigung und Gleichstellung. Die „Demo für Alle“.
Der Tod Nicolosis läßt die Frage nach den wirklichen Motivationen der Homosexuellenfeinde noch einmal ganz virulent werden: denn gleichzeitig mit der Todesnachricht wurde auch bekannt, daß es allein in den USA rund 2000 christliche Zentren und Organisationen gibt, in denen die menschenverachtende Reparativtherapie und ähnliches zur Anwendung kommen. In Deutschland scheiterte dieser Tage im Bundestag erneut der Versuch, „Homo-Heilung“ zu verbieten.
Warum müssen Homosexuelle in der ganzen Welt noch immer um die menschliche Gleichberechtigung kämpfen?

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