Archiv der Kategorie: Protestantismus

Theologe Dabrock neuer Vorsitzender des Ethikrats

Bild: Deutscher Ethikrat
Bild: Deutscher Ethikrat
Der evangelische Theologe Peter Dabrock ist am Donnerstag zum neuen Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats gewählt worden.
 

evangelisch.de

Stellvertreter wurden die Neurowissenschaftlerin Katrin Amunts, der Psychologe und Gerontologe Andreas Kruse sowie die Medizinethikerin Claudia Wiesemann, teilte der Ethikrat mit.

Der Ethikrat war in Berlin in neuer Besetzung zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Von den 26 Mitgliedern sind 14 von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) neu berufen worden. Zwölf gehörten dem Gremium bereits in der vergangenen Amtszeit an. Der 2008 gegründete Ethikrat berät die Bundespolitik.

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Bedford-Strohm rät Kirche zur Nutzung sozialer Medien

Religiöser Spam
Religiöser Spam
Für ein stärkeres Engagement der Kirche in den sozialen Netzwerken hat sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ausgesprochen.

evangelisch.de

Es sei wichtig, “dass die Kirche sich vernetzt, nah bei den Menschen ist und eng mit ihnen kommuniziert”, sagte er am Donnerstag im hessischen Dreieich in einer Video-Botschaft vor den Teilnehmern einer Tagung der hessen-nassauischen Kirche. Facebook, Twitter und Co. eigneten sich hervorragend dazu, “all den Segen darzustellen, der aus unserem kirchlichen Handeln erwächst”.

Auch nach Ansicht von Margot Käßmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, sollten die sozialen Netzwerke in der evangelischen Kirche eine zentrale Rolle spielen. “Wir sollten die neue Technologie mutig aufgreifen”, sagte sie in ihrem Video-Grußwort vor rund 200 Tagungsteilnehmern. Denn sie biete eine besondere Chance auch Menschen zu erreichen, die der Kirche fernstehen. “Die Reformation muss weitergehen. Das gilt auch für die Medien und die Kirche”, betonte die frühere EKD-Ratsvorsitzende und hannoversche Landesbischöfin.

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Trump und die Evangelikalen: Im Zweifel für den pragmatischen statt gläubigen Kandidaten

Evangelikale Studenten an der Liberty Universtiy in Lynchburg warten auf Donald Trumps Auftritt (AFP/Nicholas Kamm)
Es scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Die weltliche Biografie des Republikaners Donald Trump und die bibeltreuen-rechtskonservativen Werte der Evangelikalen. Doch in einigen Südstaaten konnte er diese Wählerschichten für sich gewinnen.

Von Marcus Pindur | Deutschlandfunk

“Ich glaube, viele Evangelikale sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns nicht auf den Staat verlassen können, wenn es um die Aufrechterhaltung traditioneller biblischer Werte geht. Also soll der Staat einfach praktische Probleme lösen wie Einwanderung, die Wirtschaft, und nationale Sicherheit. Und wenn wir nur das wollen, dann brauchen wir auch keinen spirituellen Übermenschen im Weißen Haus. Und deswegen sind viele evangelikale Christen offen für einen säkularen Kandidaten wie Donald Trump.”

Der Kandidat hatte sich das Forum mit Bedacht ausgesucht. In Iowa bilden evangelikale Christen 40 Prozent der republikanischen Wähler, sind also für jeden Kandidaten eine enorm wichtige Wählergruppe. Vor den Vorwahlen in Iowa Ende Januar hielt Donald Trump eine Rede in einer der größten evangelikalen Universitäten der USA, der Liberty University in Lynchburg, Virginia.

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Gewalt und Religion: Der Mensch ist schuld

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Ob Religionen zur Gewalt anstacheln, wird derzeit auf vielen Podien erörtert. In der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften traf sich eine besonders illustre Expertenrunde zur Diskussion. Auch die fand zu keiner einfachen Antwort. Aber immerhin erfuhren die Zuhörer, warum das Geld für Sozialprogramme besser in die Spree gekippt werden sollte.

Von Cornelius Wüllenkemper | Deutschlandfunk

Ist Brutalität ein Wesensmerkmal des Monotheismus, und nicht nur eine extremistische Entgleisung fanatischer Glaubensanhänger? Mit dieser These hatte der Heidelberger Ägyptologe und Religionswissenschaftler Jan Assmann für Aufsehen gesorgt. Dem Theologen und Kirchenhistoriker Christoph Markschies, Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, widerspricht: Religion könne grundsätzlich Gewalt ebenso entfachen wie eindämmen. Sie spiegle nur den Umgang mit Gewalt in einer Epoche. Assmanns steile Thesen in der Debatte über “Religion und Gewalt” sind für Markschies einzig der Beweis dafür, wie Religion heute diffamiert werde.

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Eine neue Arche Noah

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Themenbild.
Mit der Arche Noah von Holland nach Brasilien. Noch in diesem Jahr soll dies möglich werden.
 

kath.net

Mit der Arche Noah von Holland nach Brasilien. Noch in diesem Jahr soll dies möglich werden. Die neue Arche wurde vom niederländischen Tischler Johan Huibers gebaut. Bei der Reise soll es Zwischenstopps in Brasilien und entlang der Ostküste geben. Die Idee zum Bau der neuen Arch bekam Huibers, nach dem er geträumt hatte, dass eine massive Flutwelle die Niederlande überfluten werde. Nach diesem Traum begann der Bau von Johan’s Arche, die eine vollständige Replik der biblischen Arche Noah darstellen soll. Es ist bereits Huibers zweite Arche, die der Tischler gebaut hat. Sobald die Arche in Brasilien ankommt, soll die Arche dort für die Vermittlung von biblischen Themen eingesetzt werden.

Evangelischer Militärbischof begrüßt Pläne zur Cyber-Abwehr

Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink begrüßt die Pläne von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für eine “Cyber-Armee”.

evangelisch.de

Die geplante neue Einheit mit 13.500 IT-Spezialisten könne “die Defensivverteidigung stärken und sei damit Teil des friedenspolitischen Engagements Deutschlands”, erklärte Rink am Mittwoch nach Truppenbesuchen in Daun in der Eifel (Rheinland-Pfalz) und in Rheinbach (Nordrhein-Westfalen). Die Schutzfunktion sei auch aus ethischer Sicht wichtig, weil Cyber-Attacken weite Lebensbereiche lahmlegen und erheblichen Schaden im öffentlichen Leben anrichten könnten.

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Religionspolitik: Warum das Zögern der Politik die AfD stark macht

Der Münsteraner Politikwissenschaftler Ulrich Willems (Sarah Batelka)
Der Münsteraner Politikwissenschaftler Ulrich Willems fordert eine neue Religionspolitik. Wegen der bisherigen Versäumnisse habe sich das Misstrauen gegenüber dem Islam einnisten können. Nicht nur Muslime, auch Konfessionslose würden benachteiligt. Über wichtige Themen wie Kirchensteuer, Beschneidung oder das Kopftuch werde nur noch im Krisenmodus diskutiert, sagte er im DLF.

Ulrich Willems im Gespräch mit Monika Dittrich | Deutschlandfunk

Monika Dittrich: Der Politikwissenschaftler Ulrich Willems hat der deutschen Politik auf diesem Feld kürzlich ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Die Parteien hätten die Religionspolitik zu lange vernachlässigt.  Ulrich Willems ist Professor an der Universität Münster, wo er auch dem Exzellenzcluster Religion und Politik angehört. Jetzt ist er uns zugeschaltet – guten Morgen Herr Willems!

Ulrich Willems: Einen schönen guten Morgen, Frau Dittrich, und auch einen schönen guten Morgen Ihren Hörerinnen und Hörern!

Dittrich: Herr Willems, Sie üben scharfe Kritik an der Bundesregierung und den etablierten Parteien. Was haben die versäumt?

Willems: Spätestens seit 1990, seit der deutschen Wiedervereinigung steht eine Reform der religionspolitischen Ordnung der Bundesrepublik auf der Tagesordnung. Das hat damit zu tun, dass die religionspolitische Ordnung, die man Ende der 40er Jahre, Anfang der 50er Jahre verabschiedet hat, gewisse Asymmetrien aufweist. Sie räumt den Kirchen einen besonderen Status ein. Und zugleich ist spätestens seit 1990 deutlich geworden, dass die größte religiöse Minderheit – die Muslime – im Land bleiben werden. Seitdem warten wir darauf, dass die Politik Vorschläge vorlegt. Wenn Sie sich ansehen, was seitdem passiert ist: Wir haben immer noch nicht in allen Bundesländern islamischen Religionsunterricht, obwohl Religionsgemeinschaften nach Artikel 7, Absatz 3 darauf Anspruch haben; die Frage des Körperschaftsstatus für Religionsgemeinschaften ist noch nicht geregelt; erst seit 2012 – und das auch im Rahmen erst eines Modellversuches – gibt es islamische Fakultäten an vier Universitäten in der Bundesrepublik. Also man sieht, es hat sehr, sehr lange gedauert. Die Fragen sind immer noch nicht durchdiskutiert. Das Problem besteht darin, dass die Muslime – wenn wir über diese Gruppe vornehmlich reden – dementsprechend immer vehementer ihr Recht auf gleiche Religionsfreiheit fordern. Und dann entsteht der Eindruck, da wolle eine Gruppe jetzt in irgendeiner Art und Weise Sonderrechte erlangen. Das ist der Diskussion nicht förderlich.

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U2-Sänger Bono im Gotteswahn

Bono schwadroniert über christliche Nächstenliebe und Flüchtlingskrise. Die Video-Botschaft an die evangelikalen Fundis von Willow-Creek. Auf die Idee, dass sein imaginärer Freund auch diese Krise zu verantworten hätte, kommt er nicht.

Creationist Ken Ham faces wrath of Twitter over rant about ‘secularists’ making fun of his ‘stupid’ ark

Ken Hamm and wife Mally in front of theme park ark — Ken Ham Twitter
After premiering one of  the first commercials promoting his Ark Encounter theme park, creationist Ken Ham took to Twitter to rage at the secularists whom he thinks “want to suppress the wickedness of man” by making fun of his tax-funded religious entertainment center.

By Tom Boggioni | RawStory

Ham,  who heads up Answers in Genesis — a Christian ministry dedicated to disproving evolution by using the Bible to explain that Earth is only 6,000 years old — went off in a Twitter rant Monday morning  complaining about non-believers making “moral judgments” that he believes mocks God’s words.

On Twitter, Ham wrote: “Secularists accuse God of being immoral as He judged at the Flood but ignore the fact they’ve no absolute basis to make any moral judgment,” before later tweeting, “Secularists mock at because they want to suppress the wickedness of man and that we’re all under judgment by a Holy God.”

He continued, “Secularists mock as they don’t want to acknowledge they are in need of the Ark of salvation–Noah’s Ark is a picture of Jesus.”

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Geschichte des deutschen Glaubenskrieges: “Wir Deutsche sind Kinder von Gotteskriegern”

Von: Febriwandy Meala‎. Atheist Nexus/FB
Von: Febriwandy Meala‎. Atheist Nexus/FB
Der Historiker Tillmann Bendikowski hat eine Geschichte des deutschen Glaubenskrieges seit der Reformation geschrieben. Der Streit zwischen Katholiken und Protestanten um den wahren Glauben habe die politische Kultur des Landes dauerhaft verseucht, sagt er. Ein Gespräch über katholische Dickschädel, protestantische Längsschädel und religiösen Rassismus bis heute.

Tillmann Bendikowski im Gespräch mit Christiane Florin | Deutschlandfunk

Christiane Florin: 1517 war der Thesenanschlag Luthers, sieben Jahre später begannen die Bauernkriege. Was hatte dieser Krieg mit dem Christentum zu tun?

Tillmann Bendikowski: Eine gute Frage. Aus heutiger Sicht wenig. Viel interessanter ist: Für Martin Luther war das Ganze ein ziemliches Missverständnis, was die Bauern dort auf die Schlachtfelder trieb. Das hatte er nicht gewollt. Tatsächlich hatte der Krieg etwas mit dem Christentum und mit Luther zu tun. Man hatte das neue Evangelium genommen, um den sozialen Problemen der Zeit mit Gewalt zu begegnen. Da ist Religion aus Luthers Sicht schlicht falsch verstanden worden.

Florin: Das ist eine ähnliche Argumentation wie heute, wenn gesagt wird: Der Krieg des IS hat nichts mit dem Islam zu tun.

Bendikowski: Ja, und die Frage ist immer: Wer ist schuld? Ist es der Glaube, die Religion, das Konzept von Religion, oder sind es die Menschen, die verstehen wollen oder vielleicht auch missverstehen? Eine alte Streitfrage, die wir so nicht lösen können.

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„Die Kirchen wetteifern darum, biblische Positionen zu relativieren“

DerverzweifelteJesusEvangelischer Pfarrer Parzany: Stattdessen suchen sie Anerkennung durch soziale Angebote

kath.net

„Die Kirchen in Deutschland wetteifern darum, biblische Positionen zu relativieren. Besonders die evangelische Kirche überschlägt sich geradezu darin, die Wahrheitsfrage in Liebeslyrik aufzulösen, nach der Gott auch Unbiblisches gutheißt“. Dies beklagte der Pfarrer und Prediger Ulrich Parzany (Kassel) vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Zeltmission am 23. April in Wilgersdorf bei Siegen. Auch viele Christen trauten sich nicht mehr, öffentlich anstößige Wahrheiten des Neuen Testamentes zu verbreiten. So werde in Landes- und vielfach auch in Freikirchen nicht mehr gesprochen von Bekehrung, der Verdammnis für alle, die Christus ablehnten, oder dem Jüngsten Gericht, vor dem sich einmal alle Menschen verantworten müssten. Manche verzichteten darauf aus Angst, verspottet zu werden, andere meinten, sich anpassen zu müssen, weil man nur so den modernen Menschen erreiche. Doch – so Parzany – das Evangelium muss in allen Aspekten jedem Menschen verkündigt werden.

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Bibelfundis berufen Jesus-Lobbyisten beim Bundestag

Der 51-jährige Theologe Uwe Heimowski wird neuer Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz in der Bundeshauptstadt.

evangelisch.de

Das habe der Geschäftsführende Vorstand beschlossen, erklärte das evangelikale Netzwerk am Montag im thüringischen Bad Blankenburg mit. Heimowski kommt aus Gera und ist Gemeindereferent im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.

Zum 1. Oktober 2016 folgt Heimowski dem in den Ruhestand tretenden Wolfgang Baake, der seit der Akkreditierung der Deutschen Evangelischen Allianz beim Deutschen Bundestag im Jahr 1999 das Amt zunächst ehren- und ab 2014 hauptamtlich ausgeübt hatte. Baake habe mit sehr großem Engagement und leidenschaftlich dafür gearbeitet, dass die “gesellschaftspolitische Dimension dieser Bewegung in unsere Zeit hinein aktualisiert” worden sei, teilte Generalsekretär Hartmut Steeb mit.

Vielfältige Menschen zählen, nicht vielfältige Religionen

HumanismMitte April berichtete der Deutschlandfunk in seiner Sendung „Tag für Tag“ von einem französischen Projekt namens „Slam unterm Halbmond“, bei dem muslimische Jugendliche der Pariser Banlieues zu Rappern und Dichtern werden sollen. „Mit diesem Workshop reagieren wir auf ein Problem, das wir in den meisten Banlieues antreffen: Hier wachsen Kinder aus muslimischen Familien auf, die praktisch nichts über die philosophischen Grundlagen des Islams wissen. Sie gehen selten in die Moschee. Die Schule jedoch vermittelt kein Wissen über den Islam. Diese Lücke wollen wir füllen. Außerdem sollen sich die Jugendlichen persönlich ausdrücken, und zwar in einer Form, die sie mögen, nämlich Rap und Slam.“

Von Roger Letsch | Achgut.com

Nun ist gegen Rap und Slam als Ausdrucksformen nichts einzuwenden, aber warum müssen die Jugendlichen das im Zusammenhang mit ihrer Religion erfahren – und was geht dies den laizistischen französischen Staat an, dass er diese Art der Selbstfindung zum Nachhilfeunterricht in Koranfragen umdeklariert? Kaum zu glauben, dass in christlichen Gegenden Frankreichs oder Deutschlands Jugendliche aufwachsen, die noch nie von den philosophischen Lehren der frühen Kirchenväter Augustinus oder Benedikt von Nursia gehört haben und in einem Streitgespräch über die Thesen eines Thomas von Aquin jämmerlich versagen würden. Welche philosophischen Grundlagen müssen eigentlich Atheisten auf Verlangen aufsagen, um ihre Eignung als Bürger Frankreichs unter Beweis zu stellen? Es ist absurd.

Warum nicht die Religion einfach mal beiseite lassen?

Das christlich/abendländische Wissensfundament in Frankreich oder auch Deutschland ist im Durchschnitt nicht dicker als eine Hostie, warum wird dort nicht mit ordentlich Staatskohle Abhilfe geschaffen? Die Sektiererei in den Banlieues, ihre Absonderung vom Rest der französischen Gesellschaft wird durch die Betonung des genuin muslimischen nur noch verstärkt. Man belästigt die Jugendlichen mit ausgewählten Aspekten ihrer Religion, anstatt sie zu ermuntern, diese Religion einfach mal beiseite zu lassen, um endlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Wer nun glaubt, das sei ein französisches Problem, der schaue auf die Arbeit der Islam-Verbände in Deutschland, ihre Forderungen und ihre Wortmeldungen. Sylvie Forestier von „Slam unterm Halbmond“ beklagt, dass es „Immer mehr private Koranschulen“ gäbe und “…Frankreich Stellen und Geld für Sozialarbeiter, Erzieher und Vereine zusammenstreiche“. Privates Engagement und private Finanzierung ist in Frankreich für alle anderen Religionen eine Selbstverständlichkeit. Was ist anders am Islam, dass man ihn staatlich anleiten und in die richtige Richtung drücken muss?

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Spitzentreffen von Kirche und Regierung in Schwerin

Bild: tilly
Bild: tilly
Wenige Tage nach dem Flüchtlingsgipfel in Berlin steht das Thema auch im Mittelpunkt eines Treffens der Landesregierung mit führenden Vertretern der Nordkirche am Montag in Schwerin. Viele Kirchgemeinden im Land und auch Sozialdienste der evangelischen Kirche engagieren sich seit Monaten stark in der Flüchtlingsbetreuung.
 

SVZ.de

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hatte in der Vergangenheit mehrfach das Engagement der Gläubigen gewürdigt, zuletzt im März bei Gesprächen mit Vertretern der Katholischen Kirche. Die Hilfe sei von tiefer Menschlichkeit und großer Solidarität geprägt. Bei der Integration der Flüchtlinge komme den Kirchen eine wichtige Rolle zu, sagte Sellering.

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“Muslime und Christen begründen Homophobie mit ihrer Religion”

Jouanna Houssoun leitet das Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule in Berlin (LSVD)
“Homophobie wird von Muslimen oft mit ihrer Religion begründet”, sagt Jouanna Hassoun. Das sei ähnlich wie bei fundamentalen Christen. Die Leiterin des Zentrums für Migranten, Lesben und Schwule in Berlin hilft Geflüchteten, die wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert und geschlagen werden.
 

Jouanna Hassoun im Gespräch mit Andre Zantow | Deutschlandradio Kultur

Deutschlandradio Kultur: Zu Gast ist in dieser Woche eine Frau, die neben Schauspielerin Iris Berben und Regisseur Wim Wenders im vergangenen Jahr eine besondere Auszeichnung erhalten hat, den Verdienstorden des Landes Berlin – für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement in der Integrations- und Flüchtlingsarbeit: Jouanna Hassoun.

Jouanna Hassoun: Vielen Dank für die Einladung.

Deutschlandradio Kultur: Frau Hassoun, Sie sind erst Anfang 30 und haben doch schon so viel erlebt und geleistet. Aktuell leiten Sie die Berliner Einrichtung “MILES”, die sich speziell um Flüchtlinge kümmert, die schwul, lesbisch, bi- oder transsexuell sind. Warum braucht es so ein spezielles Zentrum?

Jouanna Hassoun: Weil wir kulturspezifisch arbeiten und uns mit den Sorgen der Menschen direkt befassen. Ich habe den Vorteil, dass ich arabischsprachig bin und auch zwei meiner Mitarbeiter Arabisch sprechen können. Deshalb kommen sie auch zu uns, weil wir sie verstehen. Es gibt zwar viele, die auch englisch sprechen, aber die Muttersprache ist nochmal, wenn man gerade in ein neues Land ankommt, entscheidend.

In den letzten Monaten war eine große Herausforderung für uns, sie in sichere Unterkünfte unterzubringen, wenn sie zum Beispiel Gewalt ausgesetzt worden sind oder Gewalt ausgesetzt waren.

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Gemeinwohl und Seelenheil sind zweierlei

Kuba ist zwar kein demokratischer Rechtsstaat, die Gefahr einer Verschmelzung von Politik und Religion besteht aber gewiss nicht – auch wenn die im Bild festgehaltene Begegnung des kubanischen Präsidenten Raúl Castro mit Papst Franziskus in Holguín im September 2015 es einen Augenblick lang suggerieren mag. (Bild: Tony Gentile / Reuters)
Für die Trennung von Religion und Politik in liberalen Demokratien gibt es verschiedene Modelle. Der Politikwissenschafter Ahmet Cavuldak zeichnet sie in einer Studie historisch und systematisch nach

Von Hans Maier | Neue Zürcher Zeitung

Staat und Kirche bilden keine Einheit, Religion wird nicht politisiert und Politik nicht «vergeistlicht» – das unterscheidet den Westen von den Gottesstaaten und Sakralreichen, die sich in der heutigen Welt ausbreiten. Seit Zaccaria Giacomettis Klassiker, den «Quellen zur Geschichte der Trennung von Staat und Kirche» (1926), hat sich kaum mehr ein Autor die systematische Darstellung der Trennungssysteme der modernen westlichen Staaten zugetraut. Der Politikwissenschafter Ahmet Cavuldak, Schüler von Peter Graf Kielmansegg und Herfried Münkler in Berlin, wagt es nun in einer neuen Studie. Er kommt mit seiner opulenten Dissertation schon im Umfang nahe an die siebenhundertdreissig Seiten des verdienten Zürcher Rechtsgelehrten heran.

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Was Petry von den Schweizer Rechten lernen will

Screenshot BB
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Die Schweizer SVP gilt für Frauke Petry als Vorbild. Trotz harter politischer Linie gewann die Partei 30 Prozent der Wähler für sich. Ein Instrument der Schweiz möchte die AfD-Chefin importieren.

DIE WELT

Das Wohlfühlland der Alternative für Deutschland (AfD) liegt quasi gleich um die Ecke. Einmal durchs grün-schwarze Baden-Württemberg hindurch und schon ist man in der Schweiz. Die Eidgenossenschaft bietet Zuversicht, denn sie beweist: Eine Partei, die den Islam dämonisiert, ein Verbot von Minaretten durchsetzt, die EU verteufelt und die Reduzierung der Einwanderung erzwingt, kann zur wählerstärksten politischen Kraft werden und die Regierungspolitik am Kabinettstisch beeinflussen.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry war am Samstag als Hauptrednerin der diesjährigen Mitgliederversammlung der “Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz” (AUNS) geladen. Die einflussreiche Vereinigung wird maßgeblich von der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) getragen. Gründungspräsident der AUNS war 1986 der Milliardär Christoph Blocher, der bis heute als “Übervater” maßgeblichen Einfluss auf die SVP ausübt.

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Schöpfung: Wieviel Evolution darfs denn sein?

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Dieser Vortrag war eine intellektuelle Herausforderung: Den Tag mit einigen erbaulichen Gedanken über Religion und die Entstehung der Welt langsam ausklingen zu lassen, war nicht möglich. Dafür gab es umso mehr zu erfahren.

SBÜ |Onetz

Mit Professor Dr. Wolfgang Schoberth hatte der Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing einen bekannten Geisteswissenschaftler geladen, der religiöse und philosophische Gedanken auf einem sehr hohen Niveau vortrug. Wer die gedanklichen Reise zu Evolution und Schöpfung dennoch mitmachte, wurde belohnt.

Schoberth ist Theologe, Philosoph und Soziologe an der Universität in Erlangen. So beleuchtet er die biblische Schöpfungsgeschichte und die naturwissenschaftlichen Evolutionstheorien aus verschiedensten Blickwinkeln. Mit Verweis auf die naturwissenschaftlichen Erklärungen der Entstehung von Erde und Weltraum stellte er die Frage: “Hat sich die biblische Vorstellung, dass Gott die Quelle allen Ursprungs ist, erledigt?” Ähnlich auch die Frage: “Wo ist noch Raum für einen aktiv handelnden Gott?”

Glaube an Gott obsiegt

Dass beim Theologen Schoberth am Ende der Glaube an Gott als Schöpfer der Welt obsiegt, überrascht zwar nicht. In seinen Überlegungen, auf dem Weg dahin, liegt jedoch der eigentliche Erkenntniswert. Erster zentraler Gedanke zur Frage, ob Schöpfungsglaube oder Evolutionstheorie die Entstehung unseres Universums erklärt, lautet: “Solange die beiden Sichtweisen innerhalb eigener Logik- und Systemgrenze bleiben, gibt es keinen Konflikt.”

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Puerto Rico Will Begin Cracking Down on Churches That Violate Non-Profit Rules

Bild: tilly
Bild: tilly
In the U.S., we have a problem where the IRS never seems to investigate churches even when their pastors endorse political candidates from the pulpit, blatantly violation the rules by which all non-profits must abide. More broadly, churches are getting away with breaking the rules.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

They may be cracking down on those very problems starting this May in Puerto Rico.

According to the group Ateístas de Puerto Rico, Secretary of the Treasury Juan Zaragoza says his department will soon begin auditing churches that, like other non-profits, receive broad tax exemptions. They’re specifically looking for places that operate as non-profit churches, but really do plenty of for-profit work without paying taxes on that income:

The problem is that there are churches that are family businesses and where people are making a profit. You can have a church for profit, like any other, just like a shoe store. You can operate a church as a for-profit entity, and every year you should file returns with your profits and pay”, he said.

“The message we’re sending here is that we have a responsibility and will oversee all groups. This is not an attempt to demonize anyone. On the contrary, we are not giving privilege to anyone, which is entirely something else.

What happens is that there are sectors who have enjoyed privileges for inaction and (when) the Department of the Treasury gets up and takes action against them, they have a normal defense reaction, saying ‘why are they pointing at me?’ The thing is I cannot favor anyone.

I oversee everyone”, said the official.

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Thüringen: Landtag lehnt Antrag zum Schutz christlicher Flüchtlinge ab

Auch die CDU stimmte mit großer Mehrheit gegen den Vorstoß der AfD-Fraktion.
 

kath.net

Der Thüringer Landtag hat am 22. April einen Antrag zum Schutz christlicher Flüchtlinge vor religiös motivierten Übergriffen abgelehnt. Die rot-rot-grüne Regierungskoalition stimmte ebenso wie die CDU gegen den von der „Alternative für Deutschland“ (AfD) eingebrachten Vorstoß mit dem Titel „Religionsfreiheit schützen – Übergriffe auf christliche Asylbewerber verhindern“.
Darin hatte die Fraktion die Landesregierung aufgefordert, „Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung salafistischer Propaganda in den Landeserstaufnahmestellen und Asylbewerberunterkünften zu verhindern“. Ferner solle sie „Fluchträume zum Schutz vor Übergriffen“ einrichten und festgestellte Straftaten konsequent verfolgen. Zur Begründung hieß es, insbesondere zum Christentum übergetretene Muslime seien Diskriminierungen und Übergriffen ausgesetzt.

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