Archiv der Kategorie: Protestantismus

Philosophy professor argues belief in Christian God means abandoning morality

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

A philosophy professor is visiting campuses giving guest lecturers that argue the God of Christianity represents immorality.


By Jacob Palmer|The College Fix

Dr. Garret Merriam, associate professor of philosophy at the University of Southern Indiana, is set to give a guest lecture titled, “If a God Exists, Then Anything is Permissible” at Boise State University next week. Merriam gave a lecture with the same title at Purdue on Feb. 26.

Promotional materials for both the event at Purdue and the talk at Boise State declared:

Dr. Garret Merriam Assistant Professor of Philosophy at the University of Southern Indiana, will be taking the famous line from Dostoevsky, “If there is no God, then anything is permissible,” and turning it on its head. He will be arguing that if God and all his trappings, as traditionally conceived of by mainstream Christianity, are real, then our traditional moral values are in deep trouble. In short, if we accept that God is real, then we have to abandon our basic moral ideas. Anything would be permissible.

An award-winning educator, Merriam’s YouTube page, which has more than 13,000 followers, includes videos that in his words “challenge the internal and external consistency of Christian theism.” Video titles include “Do Christians Really Believe What They Think” and “Why Aren’t There More One-Eyed Christians?”

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Bibelfilm ohne Botschaft – Ex nihilo nihil fit

Nicolas Cage wurde für seine Rolle als Rayford Steele für den Negativ-Preis „Goldene Himbeere” nominiert Foto: KSM Media

„Left Behind“, die jüngste Verfilmung des Bibel-Romans „Finale – Die letzten Tage der Erde“, wartet mit Hollywoodstar Nicolas Cage auf. Leider verstrickt sich das Drehbuch in Nebenhandlungen, anstatt den größeren theologischen Rahmen zu erklären.


Von Moritz Breckner|pro Medienmagazin

Bleiben die Kleider eines Menschen zurück, wenn er entrückt wird? Wer ist der Antichrist und wann findet die Schlacht von Harmagedon statt? Über Fragen wie diese diskutierten Leser der „Finale“-Romane, die zwischen 1995 und 2004 erschienen sind. Geschrieben wurden die Thriller, in denen die biblischen Prophezeihungen über die Endzeit mit fiktiven Personen durchgespielt werden, von den amerikanischen Eschatologie-Spezialisten Tim LaHaye und Jerry B. Jenkins.

Bereits drei Mal wurden einzelne Handlungsabschnitte der ursprünglich zwölf Bände, zu denen sich mittlerweile drei Prequels gesellt haben, mehr oder weniger unbemerkt verfilmt. Der nun erschienene Actionstreifen von Regisseur Vic Armstrong erregt schon durch den Hauptdarsteller Aufmerksamkeit: Oscar-Preisträger Nicolas Cage („Leaving Las Vegas“, „Family Man“) spielt die Romanfigur Rayford Steele. Cage, so munkeln Hollywood-Insider, habe das Engagement aufgrund seiner hohen Schulden annehmen müssen.

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Trennung von Kirche und Staat: SPD-Frauen rüsten zum Großangriff

jesus-spdDer Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen löst Empörung in der eigenen Partei aus. Grund ist die Forderung nach einer „modernen Demokratie“.


shz.de

Verbot religiöser Symbole wie Kruzifixe in Schulen, Rathäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden, Aufhebung des Tanzverbots an stillen Feiertagen wie Karfreitag, Ethik- statt Religionsunterricht an Schulen – die SPD-Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Schleswig-Holstein bläst zum Generalangriff auf die Kirchen.

Die Forderungen sind enthalten in einem Antrag der AsF für den Landesparteitag der Sozialdemokraten Mitte März in Neumünster. Moderne Demokratie müsse „in ihrem Kern laizistisch sein“, schreiben die Autorinnen. Dies bedeute, eine „vollständige Trennung von Staat und Kirche“, um so „keine Diskriminierung aufgrund von Weltanschauungen auszuüben“.

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Evangelischer Pfarrer möchte Prostituierte für Asylbewerber

DerverzweifelteJesusKein Aprilscherz. Ein evangelischer Pfarrer möchte jetzt einen Unterstützerkreis wie “Freie Liebe für freie Menschen” gründen und damit Prostituierte für Asylanten bezahlen.


kath.net

Pfarrer Ulrich Wagner, ein pensionierter evangelischer Pfarrer, hat bei einer bei einer Diskussion der CSU in Siegertsbrunn zum Thema Asyl angeregt, Asylbewerbern die Dienste von Prostituierten zur Verfügung zu stellen. In einem Interview mit dem “Münchner Merkur” legt der Priester nach meint: “Diese Männer haben ein sexuelles Bedürfnis. Da machen wir aber die Augen zu, soweit denkt niemand. Der Bedarf ist doch da. In unserer Gesellschaft haben wir doch auch Prostitution, das soll doch ein anerkannter Beruf sein, die Zeitungen und das Internet sind voll mit Anzeigen. Wenn’s aber um Asylbewerber geht, geben wir ihnen zu essen, zu trinken und sagen: Das Problem ist gelöst. Ist es aber nicht.” Wer dies zahlen sollte, ist für Wagner ein Nebenthema. Vielleicht finde sich auch da ein Unterstützerkreis wie „Freie Liebe für freie Menschen“: “Ich bin ohne Scheu. Vielleicht erklärt sich auch ein Bordellbesitzer bereit, ein gutes Werk zu tun. Am Vormittag ist da ja eh nicht viel los, vermute ich.”

Käßmann wirbt auf Tourismusmesse für Reformationsjubiläum

Margot-KässmannDer 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther (1483-1546) im Jahr 2017 solle zu einem internationalen Ereignis mit ökumenischer Dimension werden, sagte Margot Käßmann, Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum in Berlin. Dazu würden auch zahlreiche Gäste aus dem europäischen Ausland und den USA erwartet.


evangelisch.de

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) warb für die Landesausstellung seines Bundeslandes, die in diesem Jahr den Maler Lucas Cranach der Jüngere (1515-1586) in den Mittelpunkt stellt. Sie ist vom 26. Juni bis 1. November in Wittenberg und weiteren Standorten in Dessau und Wörlitz zu sehen. Es handele sich um die weltweit erste Ausstellung, die ausschließlich dem Cranach-Sohn gewidmet ist, sagte Dorgerloh: “Wer da nicht kommt, der verpasst wirklich etwas”, ergänzte der SPD-Politiker. Präsentiert werden den Angaben zufolge die wichtigsten Kunstwerke der deutschen Renaissance. Das diesjährige Themenjahr der Lutherdekade zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum steht unter dem Motto “Reformation – Bild und Bibel”.

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Gerichtspräsident mahnt: An Öffnung der Kirchen führt kein Weg vorbei

Eine Kirche in Frankfurt © friedenspanzer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Arbeitsrechtler rät den Kirchen, die Loyalitätsanforderungen an ihre Beschäftigen abzustufen. Auch andersgläubige und nichtreligiöse Menschen sollten in kirchlichen Einrichtungen arbeiten können. Das sei nicht nur eine juristische Frage.


MiGAZIN

In einer religiös vielfältigen Gesellschaft müssen die christlichen Kirchen nach Auffassung des Gerichtspräsidenten Wilhelm Mestwerdt künftig auch Andersgläubige oder Menschen ohne Konfession beschäftigen. Rechtlich seien sie nach höchstrichterlichen Urteilen vom Herbst vergangenen Jahres dazu zwar nicht verpflichtet, dennoch gehe an einer “Öffnung der Kirchen kein Weg vorbei”, sagte der Präsident des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen am Dienstag auf einer Tagung zum kirchlichen Arbeitsrecht in Eichstätt. Der Richter am Kirchengerichtshof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bekräftigte: “Kirche muss in der Mitte unserer Gesellschaft stehen. Sonst gerät sie aufs Abstellgleis.”

Er bezog sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Oktober 2014. Danach dürfen katholische Arbeitgeber Mitarbeitern, die nach einer Scheidung wieder heiraten, kündigen. Karlsruhe hatte die Kündigung eines Chefarztes in einer katholischen Klinik nach dessen Wiederverheiratung für rechtens erklärt.

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Amerikaner taufen ihre Kinder online

Beten, beichten, taufen – geht heute alles online. Foto: dpa

In den USA ist es möglich, sein Kind online taufen zu lassen. Dafür verbindet man sich einfach über Skype mit der digitalen Kathedrale. Der Priester muss nur zuschauen und konzentriert die Ohren spitzen, ob man das Glaubensbekenntnis auch richtig aufsagt. Und das Weihwasser? Kommt aus der Spüle.


Von Franziska Knupper|Berliner Zeitung

Ein Moment beißender Qual. Als würde man wieder vor einem tiefen Abgrund stehen. Jedes Mal aufs Neue. Und niemals lernt man daraus; läuft immer mit dem gleichen Kopf gegen die gleiche Wand. Dabei hat doch schon Kurt Beck gesagt, dass dies eine schlechte Idee ist. Doch immer wieder entstehen bei Küchentischgesprächen und Parknachmittagen diese Ideen, die die Welt revolutionieren und den Geldbeutel ganz fix füllen sollen.

Online Kuss-Training gibt es schon

Studenten und Schüler, Senioren und Start-Upper: Sie alle diskutieren, fantasieren und träumen – nur damit das Internet ihnen später flüstert, dass bereits jemand diese Idee gehabt hat. Die Parkplatz-App! Gibt es schon. Die Melanom-App! Pah, Schnee von gestern. Online Kuss-Training! Pech gehabt, Keule.

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Hoffnung: Religion wird in Zukunft wichtiger

Der Religionswissenschaftler Prof. Georg Schmid. Foto: PR

Die Bedeutung von Religion wird in den nächsten Jahrzehnten weltweit zunehmen – allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Diese Einschätzung gibt der Religionswissenschaftler Prof. Georg Schmid (Rüti/Schweiz) im Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW/Berlin).


idea.de

Der Beitrag trägt den Titel „Die Zukunft der Kirchen und Religionen“. Wie Schmid schreibt, wird die Entkirchlichung in Mittel- und Westeuropa weiter fortschreiten. Vor allem die beiden großen Kirchen würden weiter Mitglieder verlieren. Ausnahmen bildeten lediglich einzelne attraktive Freikirchen. „Wahrscheinlich besteht weltweit ein Zusammenhang zwischen wachsendem Wohlstand und abflauender Religiosität“, so Schmid. Der Schwerpunkt des Christentums verschiebe sich immer offenkundiger in die außereuropäische Welt. In den sogenannten Schwellenländern zeige das Christentum vor allem in seinen evangelikal-charismatischen Ausprägungen eine in diesem Ausmaß noch nie dagewesene Anziehungskraft. Etwas überspitzt lasse sich sagen: „Der Westen wird ‚östlicher’ und säkularer, der Osten und der Süden werden christlicher.“ Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht abzusehen.

Keine Meinungsfreiheit für Christen?

justiz_grossMeinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Doch dürfen sich auch bekennende Christen auf ihre Meinungsfreiheit berufen? Die Entwicklung in Deutschland lässt Zweifel aufkommen. kath.net-Kommentar

Von Dr. Klaus Michael Alenfelder|kath.net

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Der freie Austausch von Meinungen und Gedanken ist Grundvoraussetzung jedes demokratischen Staates. Daher ist die Meinungsfreiheit in Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes ausdrücklich verankert. Gilt dies auch für bekennende Christen? Die Entwicklung in Deutschland lässt Zweifel aufkommen.

Da wird ein Christ politisch untragbar, weil er sich zum Lebensschutz bekannt hat (Markus Hollemann), gläubige Christen werden als „Fundamentalisten“ diffamiert und in die Nähe des Rechtsextremismus gerückt, statt sich sachlich mit ihrem Glauben und ihren Ansichten auseinanderzusetzen.

Es entsteht der Eindruck, Meinungsfreiheit und Fairness gelten für bekennende Christen nicht mehr.

Immer häufiger werden Christen angegriffen, die ihren Glauben außerhalb der eigenen vier Wände bekennen. Dabei werden vier Methoden angewandt:

  1. Lächerlich machen, verleumden und mundtot machen
  2. Straftaten und Gewalt
  3. Verlust der Arbeit – Vernichten der finanziellen Grundlagen
  4. Verbannen aus Politik und Öffentlichkeit

Ziel ist es, bekennende Christen aus der Öffentlichkeit zu verjagen und sie in die innere Emigration zu zwingen. Im Einzelnen:

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Facebook: Eine Freundschaftsanfrage vom Islamischen Staat

Facebook Welt 2010

Facebook Welt 2010

Ein paar unbedachte Facebook-Likes, etwas Pech beim Algorithmus – und schon können junge Menschen in die Fänge der Terrororganisation IS geraten. Die automatischen Empfehlungsmaschinen der sozialen Medien vernetzen Nutzer mit Anwerbern des Dschihadismus


Von Cathleen Berger, Lea Gimpel|Cicero

Kurz vor Weihnachten war es soweit: Tunesien, das Land, in dem der Arabische Frühling 2010 begonnen hatte, wählte einen neuen Präsidenten. Was nach den Protesten im Iran 2009 als die nächste Twitterrevolution in den ausländischen Medien hochgejubelt wurde, fand mit der Wahl von Präsident Béji Caïd Essebsi ein gutes Ende. Damit hat Tunesien auch die letzte Stufe der Demokratisierung erfolgreich genommen, lobten Medien hierzulande.

Seitdem haben Proteste wie im Gezi Park in Istanbul oder die Regenschirm-Revolution von Hongkong das Bild der sozialen Medien gestärkt: Sie erscheinen als Treiber von Freiheit und selbstorganisierter Demokratie – auch gegen den Willen der jeweiligen Regierung.

Doch die Rolle der sozialen Medien ist widersprüchlicher denn je. Weder können sie aus sich heraus mehr Demokratie schaffen, wie begeisterte Technikenthusiasten anführen. Noch sind sie ein Spiegelbild unserer realen Welt, wie Unternehmen wie Facebook und Twitter gerne behaupten. Ganz im Gegenteil: Sie sind darauf programmiert, unsere Aufmerksamkeit nach bestimmten Mustern zu steuern. Sie führen ein verdecktes Eigenleben.

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Tagung widmet sich religiösen Atheisten

HP der Sunday Assembly, Screenshot: BB

HP der Sunday Assembly, Screenshot: BB

Religiösen Atheisten widmet sich eine Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar von Freitag, dem 17. bis Sonntag, 19. April 2015. Auch wenn Atheismus keine neue Erscheinung ist, so scheint sich doch ein Trend zu einer „Religion für Atheisten“ abzuzeichnen, wie sie sich gegenwärtig beispielsweise in der Sunday Assembly formiert.


Deutschland Today

Diese in Großbritannien entstandene Bewegung versteht sich als „religionsneutrale Kirche“ ohne Gott und hat nach 18 Monaten bereits über 50 Gemeinden weltweit. Sie ist ein Beispiel für das Bedürfnis nach neuen spirituellen Ausdrucksformen. Daneben lässt sich auch in Kunst, Literatur und Philosophie ein Ringen um zeitgemäße Formen von Spiritualität vor dem Hintergrund einer atheistischen Weltsicht wahrnehmen. Die Tagung will dieses Phänomen mit einem interdisziplinären Zugang beleuchten und einen Überblick über humanistische und atheistische Organisationen geben. Dabei stellt sich auch die Frage nach dem Gottesbegriff und einer Dialogmöglichkeit mit der christlichen Theologie. Anmeldungen bis zum 10. April bei der Evangelischen Akademie Hofgeismar, unter Tel. 05671/8810 und unter http://www.akademie-hofgeismar.de.

Ersetzt die Kirchensteuer durch eine Religionssteuer – Post eines Ahnungslosen

Bild: tilly

Bild: tilly

Unser Kirchensteuermodell war rechtlich schon immer fragwürdig. Zeit, daran etwas zu ändern. Wer einen deutschen Islam will, muss dafür auch deutsches Geld ausgeben.


Von Jochen Bittner|ZEIT ONLINE

Einen Islam, der rein faktisch zu Deutschland gehört, gibt es gratis. Entsprechend armselig ist bloß oft die Qualität der Lehre. Wer es zulässt, dass der saudische oder türkische Staat Imame in Deutschland finanziert, die weder Deutsch sprechen noch kritisch-aufgeklärt denken, darf sich nicht wundern, wenn die Glaubenspraxis vieler Muslime mit einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung weiterhin schwer vereinbar bleibt. Ein anderer Islam, einer, der auch normativ zu Deutschland gehörte, würde eine paar Euros kosten. Aber es wäre eine lohnende Investition.

Wie wichtig der Zusammenhang zwischen Geld und zeitgemäßer Religionsinterpretation ist, zeigt sich am Streit um das neue österreichische Islamgesetz. Es sieht eine Menge Rechte für Muslime vor (die staatliche Beachtung islamischer Feiertage und Speisegebote, Anspruch auf Seelsorge in Krankenhäusern oder beim Militär), aber auch eine Reihe von Pflichten und Einschränkungen. Die einschneidendste von ihnen ist das Verbot für islamische Gemeinschaften, künftig Geld aus dem Ausland anzunehmen. Diese Restriktion hat gute Gründe, wie Ednan Aslan hier vor ein paar Tagen darlegte, der Leiter der Islamischen Religionspädagogik und des Instituts für Islamische Studien an der Universität Wien: “Der in Österreich praktizierte Islam ist ein Islam türkischer, arabischer, pakistanischer oder tschetschenischer Prägung, nicht aber einer, der Elemente der Aufklärung auch nur ansatzweise aufgenommen hätte.”

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Todesstrafe: Schwerstmögliche Strafe in Zahlen

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Während die meisten Staaten die Todesstrafe abgeschafft haben, halten einige weiterhin daran fest. Darunter befindet sich auch ein Land in Europa


Von Michael Bauer|derStandard.at

Die Todesstrafe als schwerstmögliche Strafe war bis Mitte des 19. Jahrhunderts in allen Staaten verbreitet. Als erster Staat schaffte San Marino 1848 die Todesstrafe ab, Österreich zog 1950 nach. 58 Staaten exekutieren sie heute noch, 34 Länder haben de jure noch die Todesstrafe, sie wird aber nicht mehr exekutiert. Als einziges europäisches Land führt Weißrussland die Todesstrafe durch, 2014 wurden mindestens 3 Menschen hingerichtet. Als einziges Mitglied der OECD führte die USA Hinrichtungen durch.

Genaue Zahlen zu Hinrichtungen sind schwer zu bekommen. Wissenschaftler und Aktivisten sind hier auf Medienberichte und Angaben von Regierungen angewiesen. Einige Staaten wie China oder Nordkorea behandeln die Todesstrafe als Staatsgeheimnis. So kann, obwohl bekannt ist, dass diese Staaten regelmäßig Menschen hinrichten, keine genaue Zahl ermittelt werden. Aus dem letzten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur Todesstrafe im Jahr 2013 (Zahlen zum Jahr 2014 werden Anfang April bekannt gegeben) geht hervor: 22 Staaten führten Hinrichtungen durch. In 57 Staaten wurden Menschen zur Todesstrafe verurteilt.

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Necla Kelek: “Religiöse Symbole gehören nicht in den öffentlichen Raum”

Themenbild

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Islamkritikerin Necla Kelek fordert ein generelles Burka-Verbot in Deutschland und tritt für mehr Säkularität ein


Von Kathrin Frank|Rhein-Neckar-Zeitung

Necla Kelek (57) wurde in Istanbul geboren und kam im Alter von zehn Jahren nach Deutschland. Die promovierte Soziologin arbeitet als freie Autorin und war bis 2004 Mitglied der Deutschen Islamkonferenz.

Sie bezeichnen sich als Muslimin, tragen aber kein Kopftuch. Wie geht das?

Das geht, weil ich muslimisch sozialisiert bin, aber in einem Land, das die Säkularität sehr hoch gehalten hat – die Türkei. Dort waren Politik und Religion getrennt und es war gesetzlich festgeschrieben, dass die Frauen das Recht haben, ohne Kopftuch auf die Straße zugehen. Ich wurde so erzogen, dass Religion im Privaten gelebt und nicht in die Öffentlichkeit getragen wird. Durch meinen Glauben an die Säkularität bin ich überzeugt, kein Kopftuch tragen zu müssen.

Schreibt der Islam überhaupt das Tragen eines Kopftuchs vor?

Der Islam im Zeitkontext des siebten und achten Jahrhunderts schreibt das schon vor. Aber nur, damit die Frau als ehrbare Frau vor den Blicken der Männer und vor Übergriffen geschützt ist. Ich interpretiere das so, dass wir in unserer heutigen Zeit dank der weltlichen Gesetze inzwischen auf das Kopftuch verzichten können. Denn wir haben ja Gesetze, die die Frau schützen. Sie haben die religiösen Gesetze überholt.

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Film-Produzent betet – religiöser Exhibitionismus

Nico Hofmann ist Produzent und Vorsitzender der Geschäftsführung von UFA Fiction. Der 55-Jährige verantwortet neben vielen anderen Filme wie „Stauffenberg“, „Der Medicus“, „Dschungelkind“ oder „Die Flucht“ Foto: Wikipedia

Eine ganze Wand voll Auszeichnungen ziert das Büro von Erfolgs-Produzent Nico Hofmann. Bei einem Besuch in Babelsberg hat pro mit ihm darüber gesprochen, wie sein christliches Weltbild seine Filme beeinflusst und warum er beim Weihnachts-Krippenspiel fast eingegriffen hätte.


pro Medienmagazin

pro: Herr Hofmann, welche Filme schauen Sie sich gerne an?

Nico Hofmann: Ich schaue mir vieles an. Ich kann mir gar nicht erlauben, das nicht zu tun. Das hat zum einen mit meiner generellen Neugierde und zum anderen mit Konkurrenzbeobachtung zu tun.

Und gibt es irgendetwas, das Ihnen besonders gut gefällt?

Ich bin ein sehr großer Fan von tollen Schauspielern wie Iris Berben, Nadja Uhl oder Matthias Brandt. Überhaupt ist deutsches Fernsehen besser, als es gemeinhin geschrieben wird. Ich entdecke jede Woche eine Perle.

Sie haben Ihr Büro mit Ihren Auszeichnungen dekoriert, darunter drei Bambis. Was bedeuten Ihnen die Preise?

Ich bin stolz auf diese Anerkennungen meiner Arbeit. Von ganz besonderer Bedeutung ist der International Emmy, den wir für „Unsere Mütter, unsere Väter“ gewonnen haben, direkt zwei Wochen nach der Bambi-Verleihung. Wir haben ein extrem erfolgreiches Jahr hinter uns.

Wenn Sie einen Film produzieren, inwiefern spielt dann Ihr christlicher Glaube eine Rolle?

Ich lege ein gewisses Menschenbild zugrunde, das mit meiner christlichen Verantwortung zu tun hat. Wenn ich Filme gestalte, gibt es für mich geschmackliche Grenzen, auch im Gewaltbereich, Grenzen in der Darstellung von Menschen im Film. Wir haben zum Beispiel bei „Nackt unter Wölfen“ mit dem Jugendschutz des MDR viele differenzierte Diskussionen über Gewaltszenen im Konzentrationslager Buchenwald geführt: Was kann man zeigen, ohne dass es voyeuristisch wird? Das war eine ganz essentielle Debatte, in der es durchaus um ein christliches Menschenbild ging und um die Frage: Warum macht man einen solchen Film? Von daher taucht der Glaube in meinem Berufsbild immer wieder auf.

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Neue Schau im Berliner Dom – “Du sollst dir (k)ein Bild machen”

Bild: rbb,inforadio

Kein neobarocker Prunk mehr im Zentrum des Berliner Doms, sondern glatte Wände und ungewöhnliche Skultpuren. In der gegenwärtigen Ausstellung geht es bis Pfingsten um das Bilderverbot in Religionen und um die Wiederkehr des Phänomens Bildersturms. Die Bandbreite der insgesamt 70 Kunstwerke ist groß.


Von Sigrid Hoff|rbb Kultur

Im Dom, Berlins imposantester Kirche, werden Gottesdienste gefeiert. Orgelmusik erklingt, alles läuft wie gewohnt. Die Tauf- und Traukirche südlich des Hauptraums jedoch bietet einen überraschenden Anblick: Die reich dekorierten Wände sind hinter sechs Meter hohen, grauen Einbauten verschwunden. Gleich gegenüber vom Eingang begrüßt eine lilafarbene Neonskulptur den Besucher: “Du sollst dir kein Bild machen”, das zweite Gebot, steht dort in hebräischer Schrift.

Auf der linken Seite, wo normalerweise der Altar zu sehen ist, zeigt ein kleines Fenster in der dunklen Wand eine aufgeschlagene alte Bibel mit Goldschnitt. Daneben ist ein 30 mal 30 Zentimeter großes Kunstwerk von Luciano Fontana aus dem Jahr 1968 in die Wand eingelassen: ein rosaroter Kunststoff mit einem tiefen Schnitt in der Mitte. Er klafft wie eine Wunde auseinander, aber er weckt auch sexuelle Assoziationen.

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Judentum: „Erwählung heißt nicht Erhöhung über andere Völker“

Bild:DTN

Am Donnerstag wird der Journalist Dr. Dirk Pilz in der Evangelischen Akademie Berlin eine Abendveranstaltung zum Thema Judentum moderieren. Dabei wird er auch das Projekt „House of One“ noch einmal vorstellen.


Von Süleyman Bağ|Deutsch Türkisches Journal

In Berlin entsteht ein weltweit einzigartiges Haus, das von Juden, Christen und Muslimen gemeinsam finanziert und getragen wird. Noch bevor das Haus steht, setzt sich „House of One“ auch mit kritischen Fragen, die an die monotheistischen Religionen gestellt werden, auseinander. Am morgigen Donnerstag wird in diesem Zusammenhang der Frage nachgegangen, was ein „auserwähltes Volk“ ausmacht und wie dieser Begriff zu verstehen ist.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Journalisten Dirk Pilz. Im DTJ-Interview erzählt Pilz, warum er sich bei dem Projekt engagiert und worüber am Donnerstagabend diskutiert werden wird.

Herr Pilz, was ist ein auserwähltes Volk?

Die Frage nach Auserwählung ist das große Thema der hebräischen Bibel – es gibt darauf keine Antwort, die sich in einfache Formeln packen lässt. Im Buch Exodus steht der Imperativ Gottes: „Ihr sollt mir sein ein priesterliches Reich und ein heilig Volk.“

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Aufschrei der Fundamentalisten: Alles radikale Christen?

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Olaf Scholz, Bild:NDR, Screengrab: BB

Als auf den Pegida-Demonstrationen in Dresden immer wieder der Ruf „Lügenpresse!“ erschallte, nahm ich meine Kollegen in Schutz. Natürlich gibt es viel Einseitigkeit, ist doch die „große Mehrheit deutscher Medien grün-rot“ (so eine Focus-Analyse). Aber „Lügenpresse“? Doch inzwischen haben wir Verantwortlichen vom Kongress christlicher Führungskräfte unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Was sich der NDR im Internet und in seiner Fernsehsendung Hamburg Journal leistete, war eine böswillige Verleumdung von Christen.


Von Helmut Matthies|kath.net

Christliche Fundamentalisten?

Da fand vom 26. bis 28. Februar in Hamburg die größte Tagung zum Thema „Werte“ in Europa statt: der 9. Kongress christlicher Führungskräfte unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt, Olaf Scholz (SPD). Und wie lautet die Schlagzeile des NDR? „Scholz unterstützt Kongress radikaler Christen.“ Als sich im Internet darüber ein Sturm der Entrüstung erhob, erklärte die Redaktion im Internet: „‚Radikal’ in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Gläubigen zum christlich-fundamentalistischen Spektrum gezählt werden können.“ Damit macht die Redaktion alles noch schlimmer, denn kaum ein Begriff ist durch die islamischen Terrorakte so disqualifiziert wie der, fundamentalistisch zu sein, wird er doch gleichgesetzt mit Gewalt und Fanatismus. Und so etwas sollte Scholz, der grandiose Wahlsieger der Bürgerschaftswahl, unterstützt haben?

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“Gott schickt keine Attentäter los”

Screengrab: bb

Screengrab: bb

In einer Diskussionsrunde traf der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde, Yitzhak Hoenig, in der Synagoge auf drei Pfarrer und den muslimischen Vorsitzenden des Integrationsrates. Thema: Was hilft gegen Extremismus und Rassismus?


Von Dirk Richerdt|RP ONLINE

Es war der Vertreter des Islam, der den Blick auf den Kern des Selbstverständnisses der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam lenkte: “Der eine sagt Allah, also ,der Gott’, andere nennen ihn Gott oder Herr. Es ist doch ein und derselbe Gott”, stellte Yilmaz Karaca, der türkische Vorsitzende des Integrationsrates, klar. Wenn man Theologen oder “normale” Bürger fragt, zeigt sich, dass manche dazu noch gern ein seltsames Sackgassen-Denken pflegen: Einerseits sind Gläubige, ob sie nun im Gebet ,Adonai’, ,Allah-u-akbar’ oder ,Herr’ ausrufen, der Überzeugung, es gebe nur einen Gott. Dennoch hängen einige der abstrusen Vorstellung an, der anders genannte Gott sei auf keinen Fall auch der eigene. Wer denn dann?

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Meuchelmord an Humanismus und Aufklärung

Eines der Opfer – zwar erstochen, aber schon vorher dem Tode nah. Foto: Pete CC-BY-3.0

Der französische Autor und Profi-Provokateur Michel Houellebecq meinte in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» dass der Humanismus und die Aufklärung tot seien. Im Angesicht von Islamismus und Nationalismus, die immer bestimmender werden, keine absurde Idee. Nur, wer ist der Mörder?


Von Patrick Etschmayer|news.ch

Die Mordopfer wurden gemeuchelt und sie liegen mit mehreren Messerstichen im Rücken auf dem Boden. Die Frage ist – wer war der Täter? Waren es die jubelnden Islamisten, die dort drüben gerade darüber streiten, ob sie von ihnen entführte Christen enthaupten oder verbrennen sollen? Oder waren es die besorgten national gesinnten Bürger dort hinten, von denen sich einige nach dem Marsch zum Schutz des Abendlandes vor dem Islamismus mit Brandsätzen zu einem Flüchtlingsheim aufmachen? Oder sind es jene populistischen Politiker, welche, obwohl selbst mit fetten Bankkontos ausgestattet, das Übel für alles immer ennet der Grenze verorten, egal in welchem Land sie auch sein mögen und dies von jedem erreichbaren Podest, Balkon oder von jeder Bühne in die Welt hinaus krakeelen? Oder sind es gar jene ultra-konservativen, klandestinen und tief-katholischen Vereinigungen, welche die Wiedererrichtung von Monarchien anstreben?

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