Dienstwagen mit katholischer- und evangelischer Kohlendioxid-Emission

Bild: energiedialog-wasserburg.de
Bild: energiedialog-wasserburg.de

Fahrzeuge bei Protestanten haben insgesamt einen geringeren CO2-Ausstoß als bei Katholiken – Besonders klimaverträglich fahren Bischof Oster/Passau, die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche, Bosse und Erzbischof Schick/Bamberg

kath.net

Die deutschen Kirchenleiter sind umwelt- und klimafreundlicher unterwegs als in den vergangenen Jahren. Das ergab die sechste Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Wie sie am 6. Dezember in Berlin mitteilte, hat sich der durchschnittliche Kohlendioxidausstoß der Dienstwagen bei Protestanten seit 2011 von 169 auf 123 Gramm pro Kilometer und bei den Katholiken von 174 auf 129 Gramm pro Kilometer verringert. Im Vergleich zu 2015 habe es aber nur eine geringe Verbesserung gegeben, erklärte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Seine Organisation empfahl deswegen verstärkte Anstrengungen, sowohl den Ausstoß an Klimagasen deutlich zu senken als auch auf Dieselantriebe zu verzichten.

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Bishop claims to make men’s penises larger by massaging them with his hands

He was filmed grabbing men’s groins. (Picture: CEN)
He was filmed grabbing men’s groins. (Picture: CEN)
Ghanaian preacher Daniel Obinim has been filmed performing a ritual where he moves around a room full of men, grabbing them each by the crotch.

By Ashitha Nagesh | Church and State

In some cases, he will keep hold of their penises and give them a little shake.

Graciously, he also offers to massage women’s breasts in order to enlarge them too.

In a scene broadcast on his own channel, Obinim TV, the bishop says: ‘If you do not like the looks of any part of your body, come to me.

‘What do you want that I can’t offer? If you want big buttocks I can do it for you. If you want big breasts, I can help. If you have a small manhood, I can change them all when I come to the spiritual realm.’

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Israel weist hohe Vertreterin des Weltkirchenrates aus

Die Spannungen zwischen Israel und dem Weltkirchenrat haben sich verschärft. Die israelischen Sicherheitskräfte verweigerten der beigeordneten Generalsekretärin des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Isabel Apawo Phiri, am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv die Einreise.

evangelisch.de

Isabel Apawo Phiri sei festgenommen, verhört und schließlich ausgewiesen worden, teilte der ÖRK am Dienstag in Genf mit.

Es handele sich um eine beispiellose und antagonistische Aktion  Israels, erklärte ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit. Die Israelis diskriminierten die Theologin aus Malawi, die beim ÖRK das Gebiet Diakonie betreut. Die beigeordnete Generalsekretärin war zusammen mit einer ÖRK-Delegation angereist, um in Jerusalem an Beratungen eines ökumenischen Friedensprogramms teilzunehmen.

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Evangelikale streiten über Familienbild

Logo DEA
Logo DEA

Eine Musikempfehlung des Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Hartmut Steeb, sorgt für eine Kontroverse über das Familienbild innerhalb des Verbands evangelikaler Christen. Widerspruch kommt vom Allianz-Vorsitzenden Michael Diener.

evangelisch.de

Der Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb wurde mit einer Empfehlung für die neue Musikproduktion des Liedermachers und Pastors Jörg Swoboda auf der Online-Präsenz der Deutschen Evangelischen Allianz zitiert. Die CD trägt den Titel „Von Mann, Frau und Kind“. Steeb lobt den Interpreten unter anderem mit den Worten: „Er getraut sich, den Genderismus respektlos aufs Korn zu nehmen und das ins Auge fallende und trotzdem ignorierte Absurdistan der Gegenwart beim Namen zu nennen. Mit seinen Liedern setzt er der Befindlichkeitsduselei Fakten, biblische Lehre und Positionslichter entgegen.“

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Gysi will zu einer Luther-These predigen

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Prominente predigen von Januar bis Oktober 2017 in Speyer über reformatorische Grundfragen und ihre heutige Bedeutung.

evangelisch.de

Bei der Reihe „9,5 Thesen“ werde jeweils am zweiten Sonntag im Monat eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens im Gottesdienst der protestantischen Gedächtniskirche über Glaubens- und Gewissensfragen sowie das Verhältnis zu Freiheit, Leistung, Geld und Gott sprechen, teilte die pfälzische Landeskirche am Montag mit. Darunter sind der Linken-Politiker Gregor Gysi (7. Mai) zur These „Ich muss immer besser werden!?“ und die Kabarettistin Alice Hoffmann alias Vanessa Backes (9. Juli) zu „Nicht ohne Bibel!?“.

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Sachsen: Linke fordern Abschaffung der Sargpflicht

Gelassen hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens auf die Ankündigung der Partei Die Linke reagiert, sich für eine Abschaffung der Sargpflicht im Freistaat stark zu machen.

kath.net

Auf den kirchlichen Friedhöfen der sächsischen Landeskirche habe die Bestattung im Sarg ohnehin nur noch einen Anteil von durchschnittlich 15 Prozent, sagte Holger Enke vom Landeskirchenamt auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er ist zuständig für das Friedhofswesen. Allerdings sei die Erhaltung eines Luftraumes, wie sie ein Sarg biete, eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die sterblichen Überreste zu Erde würden. Deshalb wäre bei einer tatsächlichen Abschaffung der Sargpflicht gegebenenfalls sicherlich das Gesundheitsamt einzubeziehen, so Enke. Konkrete Auswirkungen für kirchliche Friedhöfe erwarte er jedoch nicht.

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Donald Trump’s Secretary of Education Pick Said the Goal of Reform Was to “Advance God’s Kingdom”

Image: screengrab Youtube/Friendly Atheist
Image: screengrab Youtube/Friendly Atheist
We already know Donald Trump‘s nominee for the Secretary of Education, Betsy DeVos is a disaster for church/state separation. Her support for vouchers decimates public school systems while giving taxpayer money to private, often religious, schools.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

And that’s just the beginning of her allegiance to the Christian Right.

We already know her family has given a lot of money to Religious Right organizations like Focus on the Family and the Family Research Council. We’re now learning that her goal in the world of education is to “advance God’s Kingdom,” according to comments she made several years ago at a gathering of Christian leaders.

In the interview, an audio recording, which was obtained by POLITICO, the couple is candid about how their Christian faith drives their efforts to reform American education.

School choice, they say, leads to “greater Kingdom gain.” The two also lament that public schools have “displaced” the Church as the center of communities, and they cite school choice as a way to reverse that troubling trend.

“Our desire is to be in that Shephelah, and to confront the culture in which we all live today in ways that will continue to help advance God’s Kingdom, but not to stay in our own faith territory,” she said.

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Bischof Meister: Kirche soll mit AfD-Anhängern ins Gespräch kommen

Luther_Zitat

„Die überwältigende Mehrheit der Gesellschaft steht ohne Wenn und Aber zur Demokratie“, sagte Meister.

evangelisch.de

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat davor gewarnt, die Wahlerfolge der AfD zu dramatisieren. „Die überwältigende Mehrheit der Gesellschaft steht ohne Wenn und Aber zur Demokratie“, sagte Meister der hannoverschen „Neuen Presse“, die einmalig am Sonntag erschien. Dennoch sei es wichtig, mit Anhängern von Pegida und AfD ins Gespräch zu kommen und über Verunsicherung und Fremdenfeindlichkeit zu sprechen, betonte Meister.

Dazu plane die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers Gesprächsangebote auf Wochenmärkten. „Es ist ein Versuch, den Gesprächsfaden mit Menschen wiederaufzunehmen, die sich von diesem Staat und auch von uns als Kirche weit entfernt haben.“

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Volker Kauder, der Großscheich und das Nein zur Aufklärung

 Der Unionspolitiker Volker Kauder diskutiert des öfteren mit Ahmed el-Tayeb, einem der wichtigsten islamischen Rechtsgelehrten mit Sitz in Kairo Quelle: pa/dpa/AP
Der Unionspolitiker Volker Kauder diskutiert des öfteren mit Ahmed el-Tayeb, einem der wichtigsten islamischen Rechtsgelehrten mit Sitz in Kairo Quelle: pa/dpa/AP
Dem engagierten Christen sagte der Islam-Gelehrte, Aufklärung sei mit Islam nicht vereinbar, denn die Religion müsse herrschen. Warum schweigt der Unionsfraktionsvorsitzende hierzu?

Von Henryk M. Broder | DIE WELT

Vor Kurzem saß Volker Kauder, der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, wieder einmal in einer Talkshow. Das Thema war: „Der Sprung ins Dunkle: Was bringt die Ära Trump?“

Nach einem kurzen Einspieler über Trump und seine Ministerkandidaten ergriff Kauder das Wort und sagte, es habe ihm die Sprache verschlagen, dies könne nicht „unsere Art der Auseinandersetzung sein“.

Man müsse abwarten und schauen, „ob es sich tatsächlich so fortsetzt oder ob die im Amt doch eine gewisse Vernunft dann zeigen“; man werde mit der US-Administration jedenfalls „reden müssen“.

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Katholische Kirche warnt davor, die „stillen Tage“ auszuhöhlen

 Besonders geschützt ist in Bayern der Karfreitag. (Foto: Stephan Rumpf)
Besonders geschützt ist in Bayern der Karfreitag. (Foto: Stephan Rumpf)
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Tanzverbot an „stillen Tagen“ hoffen Münchner Club-Betreiber auf Erleichterungen.
Die katholische Kirche mahnt dagegen zu Zurückhaltung.

Von Jakob Wetzel, Veronika Wulf | Süddeutsche.de

Steht das strikte Tanzverbot an den „stillen Tagen“ nun vor dem Ende? Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hoffen Münchner Club-Betreiber zumindest auf spürbare Erleichterungen. Die Richter hatten entschieden, dass Ausnahmen nicht pauschal per Gesetz ausgeschlossen werden dürfen.

Das Gericht habe damit klar Position bezogen, sagt Alexander Wolfrum, der Vorsitzende des Verbands der Münchner Kulturveranstalter. „Wir rechnen damit, dass Veranstalter jetzt Ausnahmeanträge für viele Tage stellen werden.“ Und die Verwaltung müsse sich künftig an den Spruch des Gerichts halten. Die katholische Kirche dagegen mahnt zu Zurückhaltung.

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Theologieprofessor Peter Stuhlmacher kritisiert Nein zur Judenmission

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Scharfe Kritik am Nein zur Judenmission der EKD-Synode hat der Theologieprofessor Peter Stuhlmacher (Tübingen) geübt. Das Kirchenparlament hatte am 9. November einstimmig eine entsprechende Kundgebung verabschiedet.

kath.net

Darin heißt es, Christen seien ungeachtet ihrer Sendung in die Welt nicht berufen, Israel davon zu überzeugen, dass der Weg zu Gottes Heil nur über den Juden Jesus Christus führe: „Alle Bemühungen, Juden zum Religionswechsel zu bewegen, widersprechen dem Bekenntnis zur Treue Gottes und der Erwählung Israels.“

Stuhlmacher äußerte sich bei der Verleihung des Johann-Tobias-Beck-Preises des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) in Tübingen an die Schweizer Pfarrerin und Privatdozentin Hanna Stettler. Wie er in seiner Laudatio sagte, hat die EKD-Synode pünktlich zu Beginn des 500-jährigen Reformationsjubiläums „öffentlich unter Beweis gestellt, dass unsere evangelische Kirche den reformatorischen Grundsatz sola sciptura (allein die Schrift) preisgibt, wenn es um Konformität mit dem kulturpolitischen Mainstream geht“.

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Pat Robertson: Single Mothers Should Be Forced To Get Married Or They Will Go To Hell

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Pat Robertson has attacked single mothers, warning that they’ll go to hell if they aren’t forced to get married.

By Stephen D. Foster Jr. | Church and State

During his 700 Club show, Robertson took a question from a father who has been actively trying to force his daughter to marry the father of her child, even though she has been through two divorces and doesn’t want to marry for a third time.

“My daughter has been living with a man for 3 years and has a baby with him,” viewer Mark wrote in an email. “She has told her kids that they are married but she won’t marry him because she has had 2 husbands already.”

This didn’t sit well with Robertson, who believes that all women should be forced to marry, have babies, and cook and clean. Without even having met the man’s daughter, Robertson assumed that her relationship issues are due to a bad upbringing and that she must be rebellious instead of being submissive to the man in her life.

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Dodo Huber verteidigt Wohnsitzzwang für Flüchtlinge

Quelle:dradio.de
Quelle:dradio.de
Der evangelische Altbischof Wolfgang Huber hat die sogenannte Wohnsitzauflage für Flüchtlinge verteidigt. Er sei der Meinung, dass „sinnvolle Wohnsitzauflagen akzeptiert werden müssen, in denen berücksichtigt wird, wo Menschen Hilfe zuteilwerden kann“, sagte der frühere Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag in Berlin.

evangelisch.de

Huber widersprach Kritik auch aus der eigenen Kirche, dies verstoße gegen das Menschenrecht auf Niederlassungsfreiheit: „Auch dem Gast, dem ich Hospitalität gewähre, sage ich, in welchem Zimmer in meiner Wohnung er übernachten kann“, sagte Huber.

Für eine gelingende Integration müssten nicht nur staatliche Angebote gesteuert werden, sondern auch die Flüchtlingsbewegungen selbst, sagte Huber. Es gehe um eine gerechte Verteilung in Europa, genauso aber auch innerhalb Deutschlands. Bewältigt werden könne das Problem nur, wenn es räumlich so verteilt werde, dass alle partizipieren, erklärte der Theologe.

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Streit um Playmobil-Luther

Bild: mdr.de
Bild: mdr.de
Ist die Figur des Reformators Martin Luther als Playmobil-Männchen antijudaistisch? Das zum Reformationsjubiläum 2017 geschaffene Spielzeug hat Widerspruch in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hervorgerufen.

evangelisch.de

Das Männchen in einem schwarzen Talar hält in der rechten Hand eine weiße Feder hoch, in der linken ein aufgeschlagenes Buch. Auf der linken Buchseite steht: „Bücher des Alten Testaments ENDE“, auf der rechten Seite: „Das Neue Testament übersetzt von Doktor Martin Luther“. An dem Wort „Ende“ entzündet sich der Streit.

Gerade habe die EKHN-Synode die Neubestimmung des Verhältnisses zum Judentum und „die bleibende Erwählung der Juden und Gottes Bund mit ihnen“ bestärkt, sagte die Synodale und Lahnsteiner Pfarrerin Yvonne Fischer. „Da finde ich es irritierend und ungeschickt, dass die Figur doch irgendwie das ‚Ende des Alten Testaments‘ proklamiert.“ Dies sei genau die theologische Richtung, die seit jeher die Überbietung des Alten Testaments durch das neue lehre – was die EKHN mit der Erweiterung ihres Grundartikels vor 25 Jahren zurückweise. „Warum die evangelische Kirche nicht darauf hinweist, das begreife ich nicht“, sagte Fischer.

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Kirchen beklagen Beschimpfungen und Gewalt gegen Geistliche

Evangelische und katholische Kirche beklagen zunehmende Anfeindungen und Gewalt gegen Pfarrer und leitende Geistliche.

evangelisch.de

Der katholische Bamberger Erzbischof Ludwig Schick berichtete in der am Donnerstagabend ausgestrahlten ARD-Sendung „Panorama“ von Todesdrohungen gegen seine Person, nachdem die rechtspopulistische AfD Aussagen von ihm zu einem möglichen muslimischen Bundespräsidenten verfälscht wiedergegeben habe. Die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, sagte, in den vergangenen anderthalb Jahren hätten sich Beschimpfungen gegen Pfarrer dermaßen gesteigert, wie sie es bislang nie erlebt habe.

In der Anmoderation berichtete Moderatorin Anja Reschke von einem Gespräch mit einem Landesbischof, dessen Auto und Carport vor zwei Jahren angezündet worden seien, nachdem er Muslimen einen Festgruß zum Ramadan geschickt habe. Die Täter seien nie ermittelt worden, ein Zusammenhang zwischen dem Ramadan-Gruß mit dem Anschlag daher unklar. Der Bischof habe lange überlegt, offen über den Vorfall zu sprechen, den Fernsehjournalisten dann aber abgesagt. „Letztendlich aus Sorge, dass es dann wieder schlimmer werden könnte“, sagte Reschke.

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Atheisten kippen strenge Karfreitags-Verbote

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden.Foto: dpa
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden.Foto: dpa
Ein Freigeister-Bund hat in Bayern ein ganz großes Fass aufgemacht. Vor dem Bundesverfassungsgericht hat er durchgesetzt, dass am Karfreitag Musik gespielt werden darf.

Von Jost Müller-Neuhof | DER TAGESSPIEGEL

Wer sich als Durchschnittsberliner in das bayerische Feiertagsgesetz einliest, wird meinen, dass es kein Vorrecht afghanischer Taliban sein muss, bei öffentlichen Tanzvergnügen auf die Spaßbremse zu treten. An „stillen Tagen“ wie etwa zu Ostern, Heiligabend oder am Aschermittwoch, so wird in Bayern dekretiert, sind „Unterhaltungsveranstaltungen“ nur erlaubt, wenn der „ernste Charakter“ der Tage gewahrt werde. Die Gemeinden dürfen Ausnahmegenehmigungen erteilen, kein Pardon gibt es jedoch für den Karfreitag, an dem „in Räumen mit Schankbetrieb musikalische Darbietungen jeder Art verboten“ sind. Der Tag wird von allen Ausnahmen ausgenommen.

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Donald Trump ernennt aktiven Lebensschützer zum Gesundheitsminister

Tom Price, Bild: wikimedia.org/Pd
Tom Price, Bild: wikimedia.org/Pd

Designierter US-Präsident traf wichtige Personalentscheidung: der überzeugte Lebensschützer Tom Price wird Gesundheitsminister – Obama-Care wird rückgängig gemacht – Der Abtreibungsorganisation Planned Parenthood soll das Geld gestrichen werden

kath.net

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag den Lebensschützer Tom Price zum neuen Gesundheitsminister ernannt. Die Ernennung gilt als klare Kursänderung und als Absage an die umstrittene Obamacare-Gesundheitsreform, die Trump zum Großteil rückgängig machen möchte. Außerdem soll die finanzielle Unterstützung der Pro-Abtreibungsorganisation Planned Parenthood eingestellt werden. Price, der derzeit noch Kongressabgeordneten aus Georgia ist, gilt daher als einer der wichtigsten Ernennungen von Trump bisher. Der neue Gesundheitsminister nahm bereits mehrfach am bekannten „Marsch für das Leben“ in Washington DC. teil. In einer Rede beim 43. Marsch für das Leben erklärte er, dass es das Wertvollste sei, „die Heiligkeit des Lebens zu verteidigen“. Trump zeigte sich von der Ernennung überzeugt: „Price ist die ideale Wahl für diesen Posten. Er wird daran mitarbeiten Obamacare zu ersetzen und leistbare Gesundheitsvorsorge für alle Amerikaner zu ermöglichen.“

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„Abscheu vor dem Islam“

„Wir erleben einen weltweiten Siegeszug der Ignoranz“, sagt US-Dramatiker Ayad Akhtar.© Robert Newald

US-Star-Autor Ayad Akhtar über sein Erfolgsstück „Geächtet“ und warum Muslime in Europa unter Druck geraten.

Von Petra Paterno | Wiener Zeitung

„Geächtet“ ist derzeit so etwas wie das Stück der Stunde: Mit beachtlicher Komplexität werden darin während einer eskalierenden Dinner-Party der Islam und der Blick des Westens auf den Islam kritisiert. Die Dialoge sind geschult an Yasmina Reza und Edward Albee: boulevardesk, aber pointiert.

Seit seiner Uraufführung 2012 in Chicago erlebte das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Stück einen beispiellosen Siegeszug: In den USA zählt es zu den meistgespielten Werken, auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen war es bereits zu sehen. Am Samstag, den 26.November, kommt „Geächtet“ nun am Wiener Burgtheater heraus. Während der Endproben sprach die „Wiener Zeitung“ mit dem US-pakistanischen Broadway-Star Ayad Akhtar, 46.

Wiener Zeitung„:In Ihrem Stück „Geächtet“ prallen gängige Vorurteile in einem vermeintlich weltoffenen Milieu aufeinander. Warum amüsieren wir uns über eigentlich überkommene Klischees?

Ayad Akhtar: Das weiß ich auch nicht. Tatsache ist, dass das Publikum in die Handlung eintaucht und am Ende häufig irritiert ist. Das Stück löst die Widersprüche nämlich nicht auf, vielmehr zeigt es Dynamiken, wie ethnische Minderheiten im Westen wahrgenommen werden. Manche Zuschauer sehen danach ihre Vorurteile bestätigt, andere nehmen es zum Anlass, ihre Vorurteile zu überdenken.

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„Leider gibt es noch keine Barbie, die den Beruf einer Pfarrerin oder Rabbinerin ausübt“

Barbie_Madonna
Barbie als Madonna. Themenbild.
Der Celler evangelisch-reformierte Pastor Andreas Flick gestaltet am Sonntag (4. Dezember) im Celler Bomann-Museum einen ganz besonderen Adventsgottesdienst und predigt über die Barbie-Puppe.

Von Karen Miether | evangelisch.de

Das Bomann-Museum präsentiert noch bis zum 17. April in einer Sonderausstellung unter dem Titel „Busy Girl“ die Barbie-Puppe als Vorbild für Karrierefrauen und zeigt eine Vielzahl an Puppen, Sammlerstücken, Barbie-Häusern und Zubehör der vergangenen Jahrzehnte. Wie er versuchen will, zusammen mit Pastor Peter Söllner von der freikirchlichen evangelisch-lutherischen Concordia-Gemeinde in dem Gottesdienst Barbie und Bibel zusammenzubringen, erläutert Flick im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Würden Sie Barbie-Puppen verschenken?

Andreas Flick: Meines Erachtens kann man als Eltern oder Großeltern durchaus Barbie-Puppen verschenken, wenn sich das der Nachwuchs wünscht. Bezüglich ihrer Berufswahl war Barbie mitunter recht emanzipiert und ihrer Zeit oft weit voraus. Barbie arbeitet bei McDonald’s, als Astronautin, als Ärztin, Politikerin oder im Show-Business. Doch leider gibt es bislang noch keine Barbie, die den Beruf einer Pfarrerin oder Rabbinerin ausübt. Das ist dann doch wieder typisch Amerika. Barbie hat keine Religion. Und doch: Weihnachten feiert sie auch.

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Tanzverbot an Karfreitag in Bayern ist verfassungswidrig

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Da Leben des Brian, Screengrab Youtube/BB
Das Bundesverfassungsgericht kippt die derzeit bestehende Regelung im Freistaat, wonach am Karfreitag generelles Tanz- und Musikverbot herrscht.
 

Süddeutsche.de

Der ausnahmslose Schutz des Karfreitags in Bayern verstößt gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht mit einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss festgestellt. Die Karlsruher Richter gaben damit einer Verfassungsbeschwerde des Bundes für Geistesfreiheit statt.

Die anerkannte Weltanschauungsgemeinschaft vertritt die Interessen konfessionsloser Menschen und will die strikte Trennung von Kirche und Staat. Um die bayerische Regelung gerichtlich prüfen zu lassen, hatte die Gruppierung am Karfreitag 2007 eine Veranstaltung in einem Münchner Theater organisiert. Die zum Abschluss geplante „Heidenspaß-Party“ wurde – wie abzusehen war – untersagt.

Zu Unrecht, sagt nun das Bundesverfassungsgericht. Zwar darf der Karfreitag als „stiller Tag“ laut Beschluss besonders geschützt werden. Jede Befreiungsmöglichkeit von vorneherein auszuschließen sei aber unverhältnismäßig.