„Der Fehler der Kirche ist die Annahme, dass Europa christlich ist“

Kruzifix Saal 600

Der Fundamentalismusforscher Olivier Roy spricht im Interview mit der FR über die Kruzifix-Offensive nicht nur in Bayern.

Von Michael Hesse | Frankfurter Rundschau

Professor Roy, in Italien und Deutschland wird über Kruzifixe im öffentlichen Raum lebhaft debattiert. Man will, so die Befürworter, die jeweilige Identität stärken. War und ist Europa überhaupt christlich?
Früher war Europa christlich, die meisten Menschen praktizierten den Glauben und waren vor allem Gläubige. Natürlich gab es die Reformation, die dann zwei Christenheiten hervorbrachte. Europa war also lange Zeit christlich in religiöser Hinsicht. Seit den 60er Jahren haben die säkularen Werte wie sexuelle Befreiung, Abtreibung, Homo-Ehe die christlichen Werte säkularisiert. Noch zu Beginn der 60er gab es keine großen Unterschiede zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen in Bezug etwa auf Geschlechtergleichheit, also dass Männer mehr Macht haben sollten als Frauen und diese zuallererst Mütter seien und für den Haushalt zu sorgen hätten. Diese Werte wurden allgemein geteilt. Gleiches gilt für das Bild der Familie oder dass sexuelle Freiheiten kontrolliert werden sollten. Erst seit den 60ern haben wir eine wachsende Kluft.

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Christliche Krankenhäuser pochen auf angemessene Finanzierung

Bild: tilly
Rund 500 christliche Krankenhäuser in Deutschland fordern Bund und Länder zu einer verlässlichen und angemessenen Krankenhaus-Finanzierung auf. Es bestehe großer Handlungsbedarf.

DOMRADIO.DE

Angesichts der Herausforderungen durch schwerst mehrfach erkrankte Patienten, mehr Bürokratie und Investitionsstaus der Bundesländer, müsse dringend gehandelt werden, erklärten der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) zur 4. Jahrestagung der Initiative „Christliche Krankenhäuser in Deutschland“ am Donnerstag in Berlin.

Auch für den Umbau der Pflegeausbildung und in der Notfallversorgung brauche es eine ausreichende Finanzierung und planbare Handlungsspielräume. „Die Krankenhäuser sichern im ambulanten Bereich rund um die Uhr die Notfallversorgung, obwohl dies für sie ein defizitäres Geschäft und die Belastung extrem hoch ist“, sagte der stellvertretende kkvd-Vorsitzende Ingo Morell.

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Was die Verwüstungen lehrten

Magdeburg vor dem Fall. Im Mai 1631 wurde die Stadt von den kaiserlichen Heeren belagert und schließlich zerstört. Das grausige…Foto: picture alliance / akg-images
Das Trauma des Dreißigjährigen Krieges grub sich tief in die Psyche der Deutschen. Analyse und Ausblick und ein Hinweis auf den Nahen Osten.

Von Herfried Münkler | DER TAGESSPIEGEL

Legt man die relativen Verluste zugrunde, so hat der Dreißigjährige Krieg stärker in die demographische Entwicklung Deutschlands eingegriffen als die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts zusammen: Am Ende des Krieges war die Bevölkerungszahl in den Gebieten, die das heutige Deutschland ausmachen, um ein Drittel zurückgegangen, viele kleinere Städte waren entvölkert, ganze Dörfer verschwunden, zuvor blühende Landschaften auf Jahrzehnte hin verwüstet. Dieser Krieg hatte in der Psyche der Menschen ein tiefes Trauma hinterlassen. Es war dies freilich kein Trauma „der Deutschen“, denn die hatten, von einer schmalen Schicht abgesehen, noch kein nationales Kollektivbewusstsein. Das Trauma bezog sich vielmehr auf Dörfer, Städte und landesherrschaftliche Gebiete. Man betete zu Gott, dass sich derlei nicht wiederholen möge. Das Politische lag auf einer Ebene jenseits dieser Traumatisierungen: Schon bald nach Friedensschluss dachte man an einigen Höfen nämlich erneut über Krieg nach – freilich über einen, der schnell geführt und nach einer großen Entscheidungsschlacht wieder beendet wurde.

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Wo die Nächstenliebe endet

Viele Christen mit Rechtsdrall verdrehten das Christentum in ein antimuslimisches Abwehrbollwerk, kommentiert die Juristin Liane Bednarz in der „TAZ“. (picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)
Die „TAZ“ fragt, wie das Christentum für die Politik instrumentalisiert wird – und findet Berührungspunkte zwischen Christen und Rechten. Ebenfalls in Berührung mit rechten Positionen wurde Rüdiger Safranski gebracht, zu Unrecht meint die „FAZ“.

Von Adelheid Wedel | Deutschlandfunk Kultur

„Die Abwehr der Migration macht zivilisatorische Fortschritte zunichte.“ Mit dieser genauen Beobachtung lässt sich ein Artikel in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG zusammenfassen. Gustav Seibt klingt desillusioniert, wenn er zu dem Schluss kommt: „Wieder einmal wirken ein paar Jahrhunderte wie ausgelöscht. Offenbar kann man alles zurückdrehen.“

Grausamkeit an der mexikanischen Grenze

Es geht ihm um das Maß an Grausamkeit, aufgerührt durch eine Meldung, dass amerikanische Behörden an der mexikanischen Grenze Kinder von ihren Eltern trennen lassen, wenn diese die Grenze illegal überschritten haben. „Zwischen Mitte April und Ende Mai wurden rund 2000 Kinder von ihren Familien getrennt.“ Solches Verhalten mobilisiere „ein Maximum an Ängsten. Die Grausamkeit soll hier einen unmittelbaren Zweck erfüllen, die Abschreckung“, meint der Autor.

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Kretschmann mit deutlichen Worten zu Kreuzerlass und AfD: „Es besteht keine Staatskirche“

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich skeptisch zum Kreuzerlass in Bayern geäußert. „So etwas würde ich nicht machen“, sagte Kretschmann dem Magazin „zeitzeichen“.

DOMRADIO.DE

„Wir werden dadurch nicht christlicher, indem wir dies wie in Bayern machen.“ Nur die Christen und nicht der Staat könnten den christlichen Glauben bewahren und lebendig halten. „Der Staat kann ihnen nur den Raum dafür geben, das ist der Kern der Religionsfreiheit. Und das geht nur, wenn der Staat neutral ist», fügte der katholische Grünen-Politiker hinzu.

„Es besteht keine Staatskirche“, unterstrich Kretschmann: „Wir machen gegenüber Muslimen ja immer die Ansage, die Religionsfreiheit gibt es nur innerhalb der Verfassungsordnung. Nicht auf, neben oder hinter ihr. Das gilt auch für uns.“

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Reformationstag neuer Feiertag in Niedersachsen

Die katholische Kirche in Niedersachsen hätte einen anderen Feiertag bevorzugt. Doch nun ist klar: Es wird der Reformationstag. Damit hat sich der Landtag auch gegen einen Vorschlag der Grünen entschieden.

katholisch.de

Der Reformationstag am 31. Oktober ist neuer gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen. Mit einer deutlichen Mehrheit vor allem aus der Regierungskoalition von SPD und CDU verabschiedete der Landtag am Dienstag in Hannover ein entsprechendes Gesetz. Bei der Abstimmung waren alle 137 Abgeordneten des Parlaments anwesend. Sie fand namentlich statt. Für den Vorschlag der Regierung stimmten 100 Abgeordnete, 20 stimmten dagegen, 17 enthielten sich. Die Fraktionen von SPD und CDU hatten angekündigt, für die Abstimmung die Fraktionsdisziplin aufzuheben.

Abgelehnt wurden alle weiteren Alternativen: Die Grünen-Fraktion hatte sich für die Einführung des Frauentags am 8. März und des Europatags am 9. Mai ausgesprochen. Auch für den von einer Gruppe von 13 CDU- und einem SPD-Abgeordneten vorgeschlagenen Buß- und Bettag fand sich keine Mehrheit. Auch der Vorstoß von elf Abgeordneten von SPD und Grünen, den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai zum Feiertag zu machen, lief ins Leere.

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Unterwanderung der Kirchen: „Christen mit Rechtsdrall“

Das Kreuz mit den Religionen
Wo treffen sich Rechte und Christen? Liane Bednarz über Islamfeindlichkeit, den sogenannten Genderwahn und den Einfluss konservativer Christen auf CDU und AfD.

Patricia Hecht | taz.de

taz: Frau Bednarz, Sie bezeichnen rechte Christen als „Angstprediger“. Um wen geht es?

Liane Bednarz: Gemeint ist ein Teil des konservativen Milieus beider Konfessionen, das sich momentan zunehmend von genuin konservativen Haltungen verabschiedet und rechte Feindbilder übernimmt. Inhaltlich geht es besonders um die angebliche Islamisierung und den sogenannten Genderwahn. Über diese beiden Themen reden gen rechts gedriftete Christen Bedrohungsszenarien herbei und verstärken damit den Einfluss rechter Populisten.

Wie groß ist das Spektrum, von dem Sie sprechen?

Es geht schätzungsweise um 20 bis 30 Prozent innerhalb des konservativ-christlichen Mi­lieus in Deutschland. In Zahlen ist das schwer auszudrücken. Die Relevanz begründet sich aber auch dadurch, dass Vertreter und Kampagnen sehr aktiv und laut sind und darüber auch in Unionskreise eindringen.

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Antrag geplant? Linke will Legalisierung von Abtreibungen

© Bild: picture alliance/PhotoAlto/Frederic Cirou
Noch ist nicht einmal die Debatte um das Werbeverbot beendet, da will die Linke schon einen Schritt weitergehen: Abtreibungen haben im Strafgesetzbuch nichts zu suchen, sagt deren frauenpolitische Sprecherin.

katholisch.de

Die Linksfraktion will nach der Sommerpause offenbar einen Antrag in den Bundestag einbringen, der eine Legalisierung von Abtreibungen vorsieht. Die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Cornelia Möhring, sagte der „Tageszeitung“ (Dienstag), langfristig müsse klar werden, dass das gesamte Thema Schwangerschaftsabbruch nichts im Strafgesetzbuch zu suchen habe. Auch Gesine Agena, die frauenpolitische Sprecherin der Grünen, sagte der Zeitung, der Paragraf 218 sei „frauenfeindlich“. Die Entscheidung über Schwangerschaftsabbrüche solle allein bei der Frau liegen: „Sie hat das Recht, über ihren Körper selbst zu entscheiden.“

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Todesanzeigen verraten: Gläubige leben länger

Bild: KNA©
Todesanzeigen und Nachrufe verraten viel über das Leben der Menschen. Forscher in den USA haben sich das zunutze gemacht. Mit ihrer außergewöhnlichen Studie haben sie vor allem eine Frage verfolgt.

katholisch.de

Wissenschaftler in den USA haben gläubigen Menschen anhand der Auswertung ihrer Todesanzeigen eine längere Lebenszeit nachgewiesen. Laut dem Team der Ohio State University lebten religiöse Personen in bestimmten Fällen fast zehn Jahre länger als Religionslose, berichtet die Universität auf ihrer Homepage. Die Studie der Psychologen erschien in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Social Psychological and Personality Science“.

Anders als in früheren Studien zur Lebenserwartung religiöser Menschen, die sich auf die Selbstauskunft der Probanden stützen, hatten die Forscher in Ohio Todesanzeigen und Nachrufe in Zeitungen ausgewertet. In zwei Proben wurden über 1.500 Beispiele nach Hinweisen zum religiösen Leben der Verstorbenen untersucht. Dabei registrierten die Wissenschaftler neben der religiösen Zugehörigkeit auch das Geschlecht, den Lebensstand sowie Erwähnungen sozialer und ehrenamtlicher Aktivitäten.

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US-Justizminister: Gesetze müssen befolgt werden, „weil Gott sie zum Zweck der Ordnung erlassen hat“

Der Kongress hat nicht die von Trump gewünschte Mauer gebilligt, sondern nur weitere Zäune, was mit ein Grund für die Verschärfung der Abschreckung ist. Bild: CPB.gov
Immigrationsdebatte in den USA bringt Trump-Regierung unter Druck, seitdem Kinder von Eltern getrennt werden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Zur Abschreckung von Zuwanderern hat die Trump-Regierung Mitte April eine Null-Toleranz-Politik eingeführt. Wer ohne gültige Papiere über die Grenze in die USA gelangt, wird inhaftiert und strafrechtlich verfolgt und möglichst schnell abgeschoben. Ein Nebeneffekt ist, dass deswegen minderjährige Kinder von ihren Eltern getrennt und anderweitig untergebracht werden müssen, weil diese nach US-Gesetz nicht mit ihren Eltern in Untersuchungshaft genommen werden können.

Abgelehnt wird die Praxis von Menschenrechtsgruppen, Kirchenvertretern, der Opposition, auch innerhalb der republikanischen Partei. Auch Laura Bush, Gattin von George W. Bush, verurteilte in der Washington Post das Zerreißen der Familien. Kritik wird von der US-Regierung, die die Mauer an der Grenze weiter baut, nach demselben Schema begegnet, mit dem auch hier die Anti-Migrations-Politiker argumentieren, die die Grenzen abdichten wollen: Es werde ja nur geltendes Gesetz durchgesetzt.

Justizminister Jeff Session überschlug sich dabei und verwies ausgerechnet auf eine Passage in der Bibel. Er berief sich auf Römer 13 von Apostel Paulus, um zu begründen, warum Menschen, die die amerikanische Gesetzgebung verletzen, strafrechtlich verfolgt werden müsse. Nach Römer 13 müssten die Gesetze der Regierung befolgt werden, „weil Gott sie zum Zweck der Ordnung erlassen hat. Ordentliche und rechtmäßige Prozesse sind in sich selbst gut und beschützen die Schwachen und Gesetzestreuen.“

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Polenz: Abschottung nicht mit christlicher Verantwortung vereinbar

Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz hält eine Abschottung in der Flüchtlingspolitik nicht mit christlicher Verantwortung vereinbar. Das „C“ für „christlich“ in den Parteinamen von CDU und CSU dürfe nicht allein beim Schutz des ungeborenen Lebens und der Stammzellforschung ernst genommen werden, sagte Polenz dem Internetportal „Kirche + Leben“ der gleichnamigen Wochenzeitung im Bistum Münster.

evangelisch.de

Es sei ebenso eine Verpflichtung, wenn es um die weltweite Gerechtigkeit und den Beistand für Menschen in Not gehe. Der CDU-Politiker aus Münster würdigte die Integrationsarbeit der bayerischen Landesregierung als „vorbildlich“. Daher sei er erstaunt, warum die CSU diesen Erfolg nicht stärker in den Vordergrund stelle, sagte Polenz. Stattdessen werde gerade in Berlin der Eindruck erweckt, dass es in der Flüchtlingspolitik eine „Tür-zu-Position“ gebe.

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Zurückweisung nur bei Einreiseverbot

Kleiner Kompromiss: CDU und CSU haben ihren Asylstreit vertagt. Innenminister Seehofer will Kanzlerin Merkel noch zwei Wochen Zeit geben, droht aber weiter mit einem Alleingang, sollte sie auf europäischer Ebene nicht genug erreichen.

evangelisch.de

Im heftigen Ringen um einen Kompromiss in der Asylpolitik haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine Einigung gefunden – zumindest für die nächsten knapp zwei Wochen. Bei zeitgleichen Pressekonferenz in Berlin und München verkündeten die CDU-Vorsitzende Merkel und CSU-Chef Seehofer am Montag, dass an der deutschen Grenze künftig zurückgewiesen wird, wer bereits nach einer Asylprüfung in Deutschland in ein anderes EU-Land zurückgeschickt worden war und daher ein Einreiseverbot hat.

Bis zum EU-Gipfel am 28. und 29. Juni will Merkel zudem weiter bilaterale Lösungen mit anderen EU-Staaten verhandeln. Sollte nach dem EU-Gipfel kein europäisches Ergebnis vorliegen, will Seehofer seinen Plan für Zurückweisungen weiterer Gruppen umsetzen. Dann könnte neuer Streit drohen.

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Kirchentag will kurzfristig über mögliche AfD-Einladung entscheiden

Der evangelische Kirchentag will kurzfristig entscheiden, ob zu Veranstaltungen des Christentreffens in einem Jahr in Dortmund AfD-Politiker eingeladen werden.

Julia Lauer, Karsten Frerichs | evangelisch.de

„Dazu stehen wir weiterhin“, sagte Kirchentagsgeneralsekretärin Julia Helmke dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Aber wir beobachten, wie sich die Partei, die seit dem vergangenen Jahr auch im Bundestag sitzt, verändert“, sagte sie: „Und wir überlegen: Was heißt das für den Kirchentag im nächsten Jahr in Dortmund?“

Helmke sagte, dem Kirchentag sei „sehr bewusst, dass in Dortmund Themen aufgegriffen werden sollten, die für viele Menschen eine Rolle spielen“. „Wir halten uns offen, mit bestimmten Veranstaltungen auf aktuelle Fragestellungen zu reagieren“, fügte Helmke hinzu, die vor einem Jahr das Amt der Generalsekretärin übernommen hat.

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Right-wing evangelicals are to blame for the sharp decline in Christians: survey

Evangelical Christian girl (Photo: Screen capture of Jesus Camp)
If there’s one thing the Millennial Generation is known for, it’s their love of everyone regardless of their differences. Perhaps that is why they see the turn Christianity has taken to intolerance and has become far too conservative.

Sarah K. Burris | RAWSTORY

A poll from the Public Religion Research Institute revealed that the recent decline in people describing themselves as a particular religion, the Daily Beast cited.

The generation born between 1980 and 2000 is the most diverse generation in history and was raised during the rise of the LGBT rights movement and strive for equality. So, seeing anti-choice, anti-LGBT white evangelicals co-opting Christianity and supporting President Donald Trump to the tune of 75 percent, isn’t exactly good for the religion’s branding.

According to surveys by the Pew Foundation, 23 percent of Generation X (born before millennials in 1965-1980) claim no religious affiliation. That number shoots up to 34 percent of older millennials (born between 1981-1989). It’s even higher, 36 percent for younger millennials (born between 1990 and 1996). The Washington Post conducted their own survey in 2017 that had similar results.

The shift didn’t happen with Trump, however. There was a time that former President Bill Clinton had a strong relationship with the late Rev. Billy Graham, whose son Franklin Graham has taken his father’s somewhat compassionate conservatism and turned it into rants about morality while justifying Trump’s adultery.

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Wie politisch muss Kirche sein?

Bild: rbb/Ulrike Bieritz
Die Diskussion um die Politik in der Kirche ist fast so alt wie die Kirche selbst. Und aktuell sehr präsent: Denn einerseits laufen der Kirche die Mitglieder weg, andererseits kommt der Kirche in Zeiten der Flüchtlingskrise eine große integrative Bedeutung zu. Der evangelische Christ Klaus-Rüdiger Mai hat eine Streitschrift mit dem Titel „Geht der Kirche der Glauben aus?“ geschrieben. Seine Thesen findet der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche, Johann-Hinrich Claussen, „hochagressiv“. Ulrike Bieritz ist mit beiden im Streitgespräch.

inforadiorbb

Claus-Rüdiger Mai ist nicht zufrieden mit der gegenwärtigen Lage der Kirche in Deutschland. Zumindest nicht so zufrieden, wie er es sich wünschen würde. Er sieht, wie um ihn herum viele Menschen aus der Kirche austreten. „Freunde und Bekannte haben die Kirche verlassen, weil sie das Gefühl haben, dass sie sich zu stark ideologisiert und politisiert“, beschreibt er Ulrike Bieritz seinen Unmut. Seiner Meinung nach befindet sich die Kirche in einer Krise, weil sie sich zu sehr einmischt, vor allem parteipolitisch würde er mehr Zurückhaltung befürworten.

Ganz konkret falle Mai das auf, wenn er die einzelnen Milieus in der Kirche betrachte. Es habe sich ein rot-grünes Milieu entwickelt, dem viele Äußerungen entspringen. Zwar findet er eine starke Linke in der Kirche auch wichtig, befürchtet jedoch, dass dieser Zweig in der Kirche die Konservativen verdrängt: „Es hat was zu tun glaube ich mit den Illusionen, in denen man aufgewachsen ist. Dann vertritt man diese Meinung und hat die Kirche an dem Punkt auch gespalten, wo es Menschen gibt die anderer Meinung sind. Die werden dann scheel angeguckt.“

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USA: Stellvertreter-Kampf der Milliardäre

Sie gehören zu den großzügigsten Spendern: Sheldon Adelson (l.) und Charles Koch (r.) sind überzeugte Konservative, während Tom Steyer (M.) die Amtsenthebung von Donald Trump fordert. (Foto: AFP/Imago/Imago)
  • Vor der US-Kongresswahl im November werden Amerikas Superreiche als konkurrierende Großspender aktiv.
  • Der Einfluss über undurchsichtige Wahlvereine ist für Konservative und Liberale nur eine von vielen Varianten, die eigene Ideologie politisch durchzusetzen.
  • Auch Spenden für gemeinnützige Projekte können politische Wege abkürzen und Tatsachen schaffen – etwa im Bildungsbereich.

Von Johannes Kuhn | Süddeutsche Zeitung

Bis zu 400 Millionen US-Dollar. Diese Summe will der konservative Großindustrielle Charles Koch bis November in den politischen Betrieb einspeisen, um zur anstehenden Kongresswahl die konservative Botschaft unters Volk zu bringen.

Diese Botschaft lautet: Die umstrittenen Steuersenkungen der Republikaner sind eine gute Sache, aber nur der Anfang. Nun brauchen die USA weitere Deregulierung und müssen staatliche Dienstleistungen privatisieren. Dies, gemischt mit Diffamierung von Demokraten als Sozialisten und sonstigen Kulturkampf-Zutaten, soll die republikanische Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat retten. Dies würde auch die Zeichen für die Wiederwahl eines konservativen Kandidaten 2020 setzen.

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And the winner is: Donald Trump

Donald Trump am „Flag Day“ (14. Juni) , an dem er die „große amerikanische Flagge“ feierte. BIld: Weißes Haus
Aktuell wird kaum beachtet, dass es Trump gelingt, eine neue Weltordnung zu etablieren, die sich auf bilaterale Abkommen konzentriert. Donald Trump schätzt schnelle Deals mit Diktatoren, weil er selbst entsprechende autoritäre Ambitionen hat

Frank Jödicke | TELEPOLIS

„Die Ausländer wollen uns ficken und es ist unsere Aufgabe sie zuerst zu ficken.“ Diese wohlformulierte Maxime stammt ausnahmsweise einmal nicht von Trump und seinem Umfeld, sondern vom Finanzminister Richard Nixons, John Connally Jr.

So viel übrigens zur neuen Vulgarität unter Trump. Die ist überhaupt nicht neu, denn Leute in solchen Positionen reden einfach zuweilen so. Teils weil sie es können, denn wer sollte es ihnen verbieten? (Ein Aspekt der von jenen bürgerlichen Kommentatoren die so gerne auf Anstandsregeln pochen, übersehen wird.) Teils weil es ihrer Natur entspricht.

Der schweizerische Psychoanalytiker Arno Gruen hat diese besonderen Defizite einer Herrschaftselite sorgsam diagnostiziert. Deprimierend ist seine Erkenntnis, dass jene, die ihre Verletzungen nicht in eigenes Dominanzstreben verwandeln können, dieses auf die sie Regierenden übertragen. Von letzteren also Dominanz erwarten und diese durch Zustimmung an der Wahlurne belohnen. Kurzum, ob Nixon oder Trump, pathologisches Dominanzstreben, Menschenverachtung, die sich bereits in der Wortwahl zeigt und skrupellose Rücksichtslosigkeit sind keine Karrierehindernisse. Auch hier erweist sich Trump nicht als neuartiges Phänomen.

Wer diesem Primat der Dominanz verhaftet ist, versucht eine Weltordnung zu errichten, die im Kern faschistoid ist und die überall den Kampf aller gegen alle sieht. Innerhalb einer solchen Weltsicht ist der entscheidende Spieler der jeweils stärkste. Laut Donald Trumps „Analyse“ sind dies immer noch die USA und da könnte er durchaus Recht haben. Folglich soll eine Ordnung errichtet werden, die einzig aus bilateralen Abkommen mit den USA bestehen.

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Österreich: Evangelische Kirche pocht auf Menschenrechte

Die Bundesregierung solle ihre Verpflichtungen aus der Genfer Flüchtlingskonvention heraus ernst nehmen, heißt es in einer Resolution der Generalsynode.

Die Presse.com

Die Evangelischen Kirchen in Österreich haben den Staat in einer Resolution an seine „Pflicht und Verantwortung, das Menschenrecht auf Asyl zu wahren“, erinnert. Verabschiedet wurde diese laut einer Aussendung von der Generalsynode am Freitagabend. „Die österreichische Bundesregierung soll die Verpflichtungen, die ihr aus der Genfer Flüchtlingskonvention erwachsen, ernst nehmen“, heißt es darin.

Respekt vor Arbeit von Helfern gefordert

Schutzsuchende gastlich aufzunehmen gehöre zum Grundauftrag der christlichen Gemeinde. Daher werden, so die Generalsynode, die Evangelischen Kirchen und ihre Gemeinden weiterhin einen „aktiven und positiven Beitrag“ zu Unterstützung Asylsuchender leisten.

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Wie Deutschland juristisch auf „politischen Islam“ reagieren könnte

Österreich will mit Moscheeschließungen und der Ausweisung von Imamen gegen den „politischen Islam“ vorgehen. Der türkische Präsident spricht von einem „Kreuzzug“ und kündigt Konsequenzen an. Könnte Ähnliches in Deutschland passieren?

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Österreich hatte jüngst die Ausweisung von bis zu 40 Imamen und die Schließung von sieben Moscheen angekündigt. „Parallelgesellschaften, politischer Islam und Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz“, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Reaktion des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan folgte prompt. Er kündigte eine nicht näher beschriebene Antwort der Türkei an. „Ich fürchte, dass die Schritte des österreichischen Bundeskanzlers die Welt zu einem neuen Kreuzzug führen.“

Kurz sprach von einer Maßnahme „gegen den politischen Islam“. Wie sieht das denn aus? Darf eine Religion nicht politisch sein?

Josef Isensee (Staatsrechtler und Staatsphilosoph): Eine Religion darf politisch sein. Es ist aber so, dass sie keinen Freibrief hat, sich in allen Lebensbereichen zu engagieren und gleichzeitig das Grundrecht der Religionsfreiheit auszuüben. Sie kann über die Religionsfreiheit hinaus wirken. Das garantieren ihr auch noch andere Grundrechte. Innerhalb der Religionsfreiheit hat sie auch in gewissem Umfang die Möglichkeit, zu bestimmen, was religiös motiviert ist und was nicht. Aber diese Selbstdefinition ist nicht unbegrenzt. Sie kann nicht jede Ihrer Aktivitäten religiös deklarieren. Die Religionsfreiheit hat auch ihre thematischen Grenzen.

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Friedhöfe der Zukunft brauchen Internet und GPS

Kostenloses WLAN auf dem Friedhof und Begegnungscafès: Weil auf Friedhöfen immer weniger Menschen beerdigt werden, müssten sich die Betreiber Experten zufolge auf Digitalisierung einlassen und den Besuchern Kommunikationsmöglichkeiten sowie Kultur bieten.

evangelisch.de

Reiner Sörries, Experte für Sepulkralkultur, forderte am Freitag in Nürnberg beim „Friedhofskulturkongress“, der Friedhof der Zukunft sollte etwa eine Gräbersuche per GPS anbieten oder Drohnen einsetzen, um entfernt wohnenden Verwandte einen Blick auf das Grab der Großeltern zu ermöglichen. Ein QR-Code auf dem Grabstein oder Videoübertragungen von Beerdigungen seien keine Zukunftsmusik mehr.

Viele Menschen entschieden sich heute aus Kostengründen nicht mehr für ein Grab auf dem Friedhof, betonte Sörries.

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