Archiv der Kategorie: Protestantismus

Religion im Computerspiel: Ballern für die Sache Gottes

creenshot der Web 3D Simulation Second Life ( imago/Friedrich Stark)

Die Spieleindustrie macht jedes Jahr ein Vermögen – und erreicht Millionen Daddler mit ihren Botschaften. Das brachte einige Kirchenleute auf die Idee, am PC-Spiele-Boom teilhaben zu wollen. Doch das war gar nicht so einfach.


Von Peter Kaiser|Deutschlandradio Kultur

Eine perfekte Welt braucht keine Götter…

“Es gibt Spiele, wie Black and White zum Beispiel oder Populous. Da spielen Sie eine gottähnliche Gestalt. Sie sind quasi Gott, Sie haben Ihre Geschöpfe,  die haben Sie teilweise einfach geschaffen und denen gegenüber verhalten Sie sich. Gut oder böse.”

Michael Walthemathe ist akademischer Oberrat am Lehrstuhl für praktische Theologie der Rhein-Universität in Bochum.

…doch wenn die Menschen beten, wird ein Gott geboren, der die Ewigkeit verändern kann…

“Das ist ganz interessant, das verzerrt so ein bisschen die Gottesvorstellungen der etablierten Religionen.”

Dieser Gott bist du…. 

“Im Leben ist das letztendlich viel einfacher. Sie werden geboren, und da sind schon mal die Würfel gefallen. Westliche Hemisphäre, östliche Hemisphäre, Mann, Frau. Im Spiel ist das alles offen, ja.”

Natascha Adamowsky ist Kulturwissenschaftlerin an der Universität in Freiburg.

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Impfen aus Solidarität – aber Rücksicht auf Esos

todesspritze“Wir haben eine Mitverantwortung für die Gesellschaft”, sagt Cornelia Coenen-Marx. In der aktuellen Debatte um eine Impfpflicht hält die Referentin der EKD für sozial- und gesellschaftspolitische Fragen gesetzlichen Zwang aber nicht für den richtigen Weg. Bestehende Möglichkeiten zur Beratung und Kontrolle müssten ausgeschöpft werden.


evangelisch.de

Fast 500 Erkrankte seit Oktober – Berlin erlebt gerade die schlimmste Masernwelle seit Einführung der Meldepflicht 2001. Ein anderthalbjähriger Junge ist gestorben. Auch im Jahr 2013 stieg die Zahl der Fälle sprunghaft an. Dabei sollte diese ansteckende Krankheit in Deutschland eigentlich besiegt sein.

Viele fordern jetzt eine Impfpflicht, wie sie auch in anderen Ländern existiert. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagt, eine solche Verpflichtung sei angesichts der aktuellen Entwicklung kein Tabu. Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) und Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery springen ihm bei.

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Verfolgte Christen brauchen vor allem eins: Gebet

Emmanuel Franklyn Ogbunwezeh hat eine seiner Schwestern durch einen Anschlag in Nigeria verloren Foto: Beate Stuke/ERF Medien

Verfolgte Christen brauchen vor allem eins: Gebet. Das haben Christen, die wegen ihres Glaubens bedroht werden, bei einem Themenabend über Religionsfreiheit in Wetzlar erklärt.


pro Medienmagazin

Der Iraner Badei Pur berichtete, wie er in seinem Heimatland zum christlichen Glauben kam und deswegen gefoltert wurde. Ein Freund hatte ihm von Jesus erzählt und ihn ein halbes Jahr nach seiner Bekehrung mit in eine illegale Hauskirche genommen. Als diese von der Polizei durchsucht wurde, landete Pur im Gefängnis. „Den ganzen Tag hörte man die Schreie der Gefolterten, und dann kamen Wärter an meine Tür und sagten: ,Du bist der Nächste’“, erinnerte er sich. Pur wurde über zwei Wochen lang geschlagen und mit Zigaretten verbrannt. „Im Iran werden Christen wie Verbrecher behandelt, obwohl sie nichts verwerfliches getan haben“, sagte er vor gut 220 Besuchern im ERF-Funkhaus in Wetzlar. In diversen Regierungsbehörden und Geheimdiensten werde systematisch gegen die Christen im Iran vorgegangen. Über jahrelange Umwege gelangte Pur schließlich nach Deutschland.

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Evangelikale Christen: Kämpfer für Gott und gegen das schwule Europa

Ein orthodoxer Christ steht vor einem Gebäude im ukrainischen Donezk, das als Zentrale der prorussischen Separatisten dient. | © Brendan Hoffman/Getty Images

Der Krieg zwischen Separatisten und ukrainischem Militär hält an. In den putintreuen Bataillonen kämpfen auch evangelikale Christen – gegen den “schwulen Westen”.


Von Wolfgang Thielmann|ZEIT ONLINE

Hermann Hartfeld will den Namen des Mannes nicht sagen. Er war sein Student, als Hartfeld Anfang der Neunzigerjahre in Moskau am Seminar der Baptisten Theologie lehrte. Im Dezember traf Hartfeld, der russlanddeutsche Pastor, ihn im Donbass wieder, wo jetzt das Minsker Abkommen auf Messers Schneide steht. Da kämpfte sein früherer Student bei den prorussischen Separatisten. Eine Woche lang waren sie zusammen. Hartfelds Student sagte, dass er nicht bloß gegen die ukrainische Armee zu Felde zieht und für sein Vaterland, sondern für Gott und gegen das schwule, dekadente Europa. Er nannte es “Gayropa”.

Im Januar erhielt Hermann Hartfeld dann die Nachricht, dass sein früherer Student tot ist. Gefallen. Im Morgengrauen geriet er mit seinem Spähtrupp unter Granatbeschuss. Eine Granate traf ihn. 20 Kilometer vor Mariupol am Asowschen Meer wurde verscharrt, was von ihm übrig war. Der Vater dreier Kinder wurde 32 Jahre alt. Gefallen im Kampf zwischen Ansprüchen auf Macht und auf Wahrheit, in einer religiös überhöhten Schlacht um das Gute und das Richtige und das eindeutige Wort Gottes. Der baptistische Kämpfer fiel an einer Front, die den Kontinent zu spalten beginnt – politisch, religiös und auch im Alltag. Eine Grenze, die Hass wachsen lässt zwischen Völkern, Kirchen und Christen.

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A Most Unsettling Trend: Christians Rejoicing in ISIS

Image: Friendly Atheist

This is a guest post by Bo Gardiner, the nom de plume of a Virginia-based environmental professional, naturalist (in both senses of the word), writer and humanist activist. She blogs at Under the Greenwood Tree.

Charisma News is praising a video in which families of murdered Egyptian Christian Copts thank ISIS for making martyrs of their loved ones. In it, a smiling man named Beshir who just lost two brothers to ISIS chats with an audience and callers:

By Hemant Mehta|Friendly Atheist

Beshir: ISIS gave us more than we asked… ISIS strengthened our faith… I thank ISIS because they didn’t cut the audio when they screamed declaring their faith. Believe me when I tell you that the people here are happy and congratulating one another. They are not in a state of grief but congratulating one another for having so many from our village die as martyrs.

Caller: Today I was having a chat with my mother asking her what she would do if she an ISIS member on the street… She said she would invite him home because he helped us enter the kingdom of heaven.

Beshir: How beautiful!

Caller: I asked her what will you do if you see those ISIS members passing on the street and I told you ‘That’s the man who slayed your son.’ She said “I will ask for God to open his eyes and ask him into our house because he helped us enter the kingdom of God!

Meanwhile in the U.S., Franklin Graham, son of iconic evangelist Billy Graham, is finding a massive response among American Christians with the announcement that ISIS has triggered biblical Armageddon and the triumph of Christianity. One of his Facebook posts on the matter has already received nearly 150,000 likes and over 40,000 shares:

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Bitter Lakes – “McJihad” by US and Saudi Arabia

King Abdul Aziz al Saud and Franklin D. Roosevelt in 1945 on board the USS Quincy.

Adam Curties’ documentary “Bitter Lake” documents brilliantly the total failure of the US intervention and the arrogance of its Western stooges in Afghanistan. There are two bitter lakes in “Bitter Lake”:


By Ludwig Watzal|BETWEEN THE LINES

The first one is roughly the midpoint of the Suez Canal, where US President Franklin D. Roosevelt and King Abdul Aziz al Saud of Saudi Arabia forged an alliance in 1945, which becomes slowly but surely an unholy one. The content of the agreement between the two was simple: The US guarantee the survival of the Saudi regime, at any cost. In return, the Saudis facilitate American supremacy in the region.

The second “bitter lake” is situated behind the Kajaki dam on the Helmand river that US companies constructed during the cold war in order to drag the country into the Western sphere of influence. One consequence of the dam was the rise of the water table leading to salinization of the soil. One crop thrived in the saltier earth: opium poppy. The US Empire and its allies have invaded Afghanistan to fight “terror” and to stop the Taliban’s fight against opium cultivation. The US financial oligarchy in New York City had thereby lost every month about 300 million US dollars. Under Western occupation the opium production skyrocket.

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The full movie.

Vom Kreuz zum Davidstern

Eröffnung am Holocaust-Gedenktag. Seit dem 27. Januar haben die Juden in Cottbus wieder eine Synagoge. – Foto: dpa/Carstensen

In Cottbus wurde eine Kirche zur Synagoge – der ersten in Brandenburg. Dass damit ein Gotteshaus erhalten werden konnte, freut auch Christen.


Von Sandra Dassler|DER TAGESSPIEGEL

„Schabbat schalom.“ Olga Kluge nickt ihren Banknachbarn in der neuen Synagoge freundlich zu. Soeben ist der Gottesdienst zum Schabbatbeginn zu Ende gegangen, mehr als zwei Dutzend Gläubige nehmen nun an der U-förmigen Tafel Platz. Einer der Männer spricht den Segen über den Wein. Bevor Gleiches mit den geflochtenen Weißbroten, Challa oder Barches genannt, geschieht, waschen sich alle die Hände.

Verhandelt wurde lange

Die Stimmung ist feierlich, es ist ja auch erst der dritte Schabbat, den die jüdische Gemeinde von Cottbus in ihrer Synagoge begehen kann. Bis Herbst 2014 war das hier nämlich die christliche Schlosskirche.

Sie hatte seit Jahren keine Gemeinde mehr, ihre Finanzierung war schwierig. Zugleich suchten die 422 jüdischen Gläubigen dringend ein Gotteshaus. So wurde die Kirche nach längeren Verhandlungen zwischen jüdischer und evangelischer Gemeinde, Landesregierung und Stadtverwaltung verkauft und am 27. Januar als Synagoge geweiht. Sie ist die erste und bisher einzige in Brandenburg – auch Olga Kluge, die nie sonderlich religiös war, bezeichnet das als ein kleines Wunder.

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Juristin: “Gleichbehandlungsgesetze gehen schon jetzt zu weit”

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Die SPÖ setzt sich erneut für eine Ausweitung des gesetzlichen Diskriminierungsschutzes ein – Expertin warnt: Neue Verbote führten nicht zu mehr Gleichheit in der Gesellschaft – Privatautonomie sowie Religions- und Gewissensfreiheit stünden auf dem Spiel


kathweb

Gegen die von der SPÖ forcierte erneute Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes zur Ausweitung des Diskriminierungsschutzes außerhalb der Arbeitswelt formiert sich Widerstand. “Gleichbehandlungsgesetze gehen schon jetzt zu weit”, warnte die Juristin Gudrun Kugler am Wochenende in einem Gastkommentar in der “Presse” (Samstag-Ausgabe) vor einem drohenden Eingriff in die Freiheit von Menschen. Unter dem Vorwand, ein Problem zu lösen, werde “exzessive Gleichbehandlungspolitik selbst zum problematischen System von Privilegierung und Einschränkung”, kritisierte sie.

“Es geht um neue Verbote: Unternehmen, aber etwa auch private Vermieter sollen bei der Auswahl ihrer Kunden nicht unterscheiden dürfen, zumindest nicht aufgrund von Alter, sexueller Orientierung oder Religion”, schilderte Kugler ihre Sichtweise auf das sogenannte “levelling up”. Es gebe jedoch kein Recht auf Gleichbehandlung zwischen Privatpersonen, unterstrich die Juristin. “Stattdessen stehen echte Menschenrechte auf dem Spiel: die Privatautonomie und die Vertragsfreiheit als Ausfluss des Eigentumsrechtes, ebenso die Religions- und Gewissensfreiheit.”

Schon die geltenden Gleichbehandlungsgesetze führten zu weit, etwa wenn eine Skiregion ihre “Ladies Week” absagen müsse oder männliche Kindergärtner nicht bevorzugt aufgenommen werden dürfen, beschrieb Kugler. Eine “Gleichheitsreligion” würde zudem engagierte Christen in einen Gewissenskonflikt zwischen Beruf und Religion stürzen. “Bäcker, Floristen, Fotografen, Grafiker und Druckereien müssten entgegen ihrer Überzeugung etwa an Verpartnerungsfeiern mitwirken. Privatpensionen und Gästehäuser von Klöstern und Kirchen müssten schließen, wenn sie Doppelzimmer verheirateten Paaren vorbehalten möchten – so passiert in England.” Kugler dazu: “Ja, jeder nach seiner Façon. Aber das sollte auch Christen zugestanden werden.”

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“Religion kann anstößig sein”

Carlin_Religion

Der Historiker Thomas Großbölting erforscht das Verhältnis von Staat und Kirche. Ein Gespräch über das Kirchenasyl, laues Christentum und die Herausforderungen des Islam


WELT am Sonntag

Thomas Großbölting, Historiker der Uni Münster, muss nicht lange überlegen, wenn es darum geht, einen Ort für den Fototermin auszuwählen: die Lambertikirche. Dort hängen jene Käfige, in denen im 16. Jahrhundert exekutierte Wiedertäufer zur Schau gestellt wurden – drastische Erinnerung an einen Gottesstaat im Zeichen des Kreuzes.

Welt am Sonntag:

Derzeit befinden sich Kirchengemeinden mit dem Staat im Konflikt, weil sie Menschen Asyl gewähren, die von Rechts wegen abgeschoben werden sollten.

Thomas Großbölting:

Zwar sind es nur wenige Menschen, denen Kirchenasyl gewährt wird. Aber in ihrer symbolischen Dimension ist diese Diskussion hochinteressant. Der Streit um das Kirchenasyl bietet ein Beispiel dafür, dass Religion und Rechtsstaat nicht immer auf einer Linie sind und Religion auf diese Weise anstößig wird. Besonders interessant ist diese Konstellation, weil es hier die Religion der Mehrheitsgesellschaft ist, das Christentum nämlich, die sich mit der Rechtsstaatlichkeit anlegt.

Sie meinen im Unterschied zum Islam als Religion einer Minderheit?

Richtig. Wenn wir über das Burka-Verbot oder das Schächten von Tieren diskutieren, reden wir gerne von der Unvereinbarkeit mit christlich-abendländischer Kultur. Doch der Streit ums Kirchenasyl zeigt, dass es auch zwischen christlicher Religion und unserem Staat knirschen kann. Die Spannung zwischen Staat und Religionsgemeinschaft ist also kein spezifisches Phänomen des Islam.

Sie haben das Verhältnis von Staat und Religion in der Bundesrepublik untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Politik es versäumt habe, die Gesellschaft auf eine religiöse Vielfalt im Land vorzubereiten.

Insbesondere die beiden großen Volksparteien ruhen sich auf dem aus, was man in der Nachkriegszeit als sogenannte “hinkende Trennung” von Staat und Kirche etabliert hat. Beide haben sich darin bequem eingerichtet.

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USA in Afghanistan: 3426 Dollar für ein Menschenleben

Für Kinder, die in Afghanistan bei einer US-Operation sterben, zahlen die Vereinigten Staaten den Hinterbliebenen in der Regel weniger Entschädigung als für einen getöteten Erwachsenen. (Foto: Reuters)

  • Die US-Regierung hat für den Tod von Zivilisten in Afghanistan im Schnitt 3426 Dollar Entschädigung gezahlt. Das zeigt eine Recherche der Website The Intercept.
  • Sachschäden wurden teilweise höher entschädigt als der Verlust von Menschenleben.
  • Wie und auf welcher Grundlage Entschädigungs- und sogenannte “Kondolenzzahlungen” entrichtet wurden, ist kaum erfassbar.
  • Einen Leitfaden für Entschädigungszahlungen hat das US-Verteidigungsministerium bis heute nicht umgesetzt.


Von Matthias Fiedler|Süddeutsche.de

1799 Dollar für acht getötete Schafe

20 000 Dollar für ein abgebranntes Haus; 14 756 Dollar für einen zerstörten Lastwagen; 1799 Dollar für acht getötete Schafe. Aber was ist den USA im Afghanistan-Krieg ein Menschenleben wert? Im Schnitt etwa 3426 Dollar. So viel zahlten die Vereinigten Staaten den Hinterbliebenen, deren Angehörige im Gefecht versehentlich getötet worden. Das geht aus Recherchen der Website The Intercept hervor, die die Daten unter dem sogenannten “Freedom of Information Act” von der US-Regierung verlangt hat.

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Wahl Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015

Dodo des Monats Februar 2015

Der Monat Januar war reichlich versorgt mit jeder Menge Blödsinn.
Seit Monaten zieht die Thematik Sterbehilfe durch die Medien, Islamismus, Terror und enorme Mengen christlicher Arroganz, verbunden mit dem Anspruch für Alle und Jeden zu reden. Viel Stuss aus Rom, dort wo die römische Spukgestalt schaltet und waltet, Abreibungen sind der Grund für die Wirtschaftskrise, würdevolles Schlagen von Kindern, die Burka aus Fleisch und aus der evangelikalen Ecke kamen die Bibeldeutungen des einzigen und wahren Christen, Olaf Latzel. Nebenbei bemerkt, aus solchen Leuten hatte sich vor Jahren mal die SA rekrutiert.
  1. Gabriele Heinisch-Hosek(SPÖ), tritt für gendergerechte Steinigungen ein. Darf man die an ihr ausprobieren?
  2. Fred Breinersdorfer, fordert die Kirchen zu mehr Subversion auf um an noch mehr öffentliche Gelder zu kommen.
  3. Deutsche Forschungsgemeinschaft, gibt öffentliche Gelder für unwissenschaftliche Protestantismus-Forschung aus.
  4. Thomas de Maizièr, dem der christliche Glaube ein Schatz ist. Erinnert an Gollum.
  5. Olaf Scholz, suhlt sich gern im evangelikalen, rechtkonservativen Christenkreisen.
  6. Stephan Weil, findet das Niedersachsen-Konkordat ganz toll. Andere Ideen hat er nicht.
  7. Frank Ochmann, journalistische Meisterleistung für das Kirchenasyl.
  8. ComECE, zölibatere Altmännerriege gibt sich Gebärmutter-Mitspracherecht.
  9. Manfred Lütz, will Christentum Atheisten-gerecht erläutert haben.
  10. Frauke Petry, paranoide Vorstellungen über Medien-Manipulation.
  11. Deutschlandradio, mit öffentlichen Geldern zur Koranschule.
  12. Hans-Josef Becker, will die Menschen christlich zu Tode quälen.
  13. Norbert Trelle, will unbedingt am Kirchenasyl festhalten.
  14. Rainer Maria Woelki, gegen Fußball-WM zum Advent.
  15. Beatrix von Storch, weniger Staat, mehr Familie, neoliberales Mantra.
  16. Reinhard Marx verteidigt Kirchenasyl.
  17. Bernd Lucke, Bildungspläne sind ihm ein Gräuel.
  18. Heinz Josef Algermissen, generelles Verbot von Sterbehilfe. Pfäffische Arroganz pur.
  19. Angela Merkel, fährt zum römischen Orakel und bezahlt es.
  20. Jens Spahn, verdummbibelter Christdemokrat.
  21. Deutsche Welle, Glaubensangebote im Äther.
  22. Andreas Kern, polit.-christliche Agitprop.
  23. John Lennox, dilettiert über Atheismus.
  24. Matthias Matussek, dauerbeleidigter Verwandlungskünstler

Die Wahl ist bis zum 07. März 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag, hier auf dem Blog, gewürdigt.

Viel Spaß.

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Judge in Robbery Case Orders Retrial After Key Witness, a Muslim, Swore Oath on a Bible

Image: Friendly Atheist

Last August, Michael John Davies went to Victoria Kebab House near Liverpool, where he allegedly tried to rob the place with a hammer as his weapon. (He denies it.) There’s a trial underway to determine his guilt but they’re going to have to start over with a new jury due to a snafu that occurred after store manager Kerim Kurt, a witness, began giving testimony:


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

Recorder Patrick Thompson told the jury: “You will notice the witness isn’t in court. The difficulty that arose and I will be very straight about this, is you have heard evidence from the witness on oath, just like you all swore an oath.

“Unfortunately it was sworn on the Bible and he just informed us he is a Muslim, which means I can’t accept his evidence and neither can you, because it was sworn on the wrong holy book. We have to start the case again.”

Mr Recorder Thompson said if the trial restarted, it would not be expected to finish this week.

Discharging the jury, the judge added: “It is probably best a fresh jury who doesn’t think we’re all totally incompetent hears this case.

He swore to tell the truth on the wrong work of fiction, so they can’t guarantee that his testimony’s solid…?

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Göttlicher Größenwahn: Kirchen gegen Katar-WM in der Weihnachtszeit

Dem Fußballweltverband die Rote Karte zeigen


EKBBO

. Die kirchliche Kritik an den FIFA-Plänen, die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar in die Trauer-, Advents- und Weihnachtszeit zu verlegen, reißt nicht ab. “Es ist an der Zeit, dem Fußballweltverband die Rote Karte zu zeigen”, erklärte der Görlitzer Generalsuperintendent der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Martin Herche, am Donnerstag. Es sei nicht akzeptabel, dass “die einen still an den Gräbern ihrer Lieben stehen” und sich andere womöglich zur gleichen Zeit lautstark über ein entscheidendes WM-Tor begeisterten, kritisierte Herche.

Auch die einmalige Atmosphäre des Görlitzer Christkindlmarktes sei durch die WM bedroht, wenn dort statt Liedern des Bach-Chores das nächste Spiel im Public Viewing angesagt werde, kritisierte Herche. Die Besinnlichkeit der Adventszeit und die Vorfreude auf Weihnachten dürften nicht “vom emotionalen Auf und Ab eines kollektiven Fußballtaumels” überlagert werden. “Es ist an der Zeit, dass die weltweite Gemeinschaft der Kirchen aller Konfessionen und auf allen Kontinenten sich dafür gegenüber der FIFA stark macht”, forderte Herche. Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sollte damit beginnen.

Prominente Unterstützung für Evangelikale: Mit Plastik-Embryonen gegen Werteverfall

Lässt sich von evangelikalen Führungskräften inspirieren: Thomas de Maizière. Bild: dpa

Im CCH findet der “Kongress christlicher Führungskräfte” statt. Innenminister Thomas de Maizière und Bürgermeister Olaf Scholz waren dabei.


Von Andreas Speit|taz.de

Großer Applaus für Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Congress Centrum Hamburg. Auf dem „Kongress christlicher Führungskräfte“, dessen Schirmherr Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) ist, macht der CDU-Politiker am Freitag überdeutlich, wie bedeutend das „C“ für ihn ist.

„Meine politische Überzeugung und mein Handeln sind vom christlichen Menschenbild geleitet“, sagt er auf der Bühne, an deren Hintergrund das Kongressmotto hängt: „Mit Werten in Führung gehen.“

Von Donnerstag bis Samstag würden an die 3.200 Besucher erwartet, sagt Matthias Pankau, Pressesprecher des Kongresses, der vor allem von der Evangelischen Nachrichtenagentur „Idea e. V.“ ausgerichtet wird. Seit 1970 berichtet der Verein mit Sitz in Wetzlar überwiegend über die evangelikale Bewegung.

„Bei allen Diskussionen um Pegida und die islamistischen Extremisten“, sagt de Maizière, „glaube ich nicht, dass davon eine Gefahr für das Christentum ausgeht.“ Die Gefahr gehe eher vom Christentum selbst aus – wenn es nicht offen gelebt würde. Christliches Profil sollte im Alltag gezeigt werden. „Es gibt aber keine direkte Ableitung aus der Bibel für die Politik.“

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Lobbyisten für den Atheismus

Haben der Kirche im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt: Kerstin und David Lohmer. Foto: Andreas Dyck

Wenn Kerstin Lohmer über ihre Zeit in der Kirche nachdenkt, dann sind es keineswegs nur negative Gedanken, die ihr durch den Kopf gehen. Ihre Kommunion, die Firmung, jahrelang war sie Messdienerin, ihre Mutter Organistin und Chorleiterin.


Von Celina de Cuveland und Bernd Eyermann|Generalanzeiger Bonn

“Ich bin eng mit der Kirche aufgewachsen und habe die schöne Seite des Gemeindelebens erlebt”, sagt die 30-Jährige aus Siegburg. Auch ihr Mann David erinnert sich “an das volle Programm Kirche”. Als Kind habe er all das “gern mitgemacht und nicht hinterfragt”. Doch das ist lange her. Vor gut einem Jahr sind die Lohmers aus der katholischen Kirche ausgetreten.

Warum? Zum einen seien sie nicht gläubig, zum anderen habe es “mehrere Vorfälle im privaten Bereich gegeben”, bei denen sich die Kirche sehr unchristlich verhalten habe, sagt der 33-Jährige. “Das war sehr erschreckend, von der Kirche hätte ich da etwas anderes erwartet.” So sei zum Beispiel eine Erzieherin in einem kirchlichen Kindergarten schwer krank geworden, doch statt sie zu unterstützen, hätte der Träger gewollt, dass sie nicht länger in der Einrichtung arbeite.

Seine Frau Kerstin berichtet, dass selbst ihre Mutter in der Heimatpfarrei bei Krefeld “Unannehmlichkeiten” bekommen habe, nachdem ihr Kirchenaustritt bekannt geworden sei. Die Lohmers haben sich inzwischen dem Bund der Konfessionslosen und Atheisten angeschlossen. Ihr Ziel: eine Lobby für den Atheismus zu schaffen. Noch immer hätten Menschen in der Gesellschaft Nachteile, wenn sie nicht Mitglied einer Kirche seien. So etwa könnten deren Kinder nicht alle Tagesstätten besuchen.

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Die lange Tradition US-amerikanischer Folter und westliche Werte

Aufgenommen 1901 auf den Philippinen. Bild: DOD/heise.de

Die Kulturwissenschaftlerin Katrin Dauenhauer hat über Folter in US-amerikanischen militärischen Einsätzen promoviert. Im Fokus ihrer Forschungsarbeit liegt der inneramerikanische Diskurs zwischen den Jahren 1899 und 2008 anhand des Philippinisch-Amerikanischen Krieges (PAK), des Vietnamkrieges und des Krieges gegen den Irak. Mit dieser Langfristperspektive werden einige Mythen in den Folterdebatten deutlich und können künftig dekonstruiert werden.


Von Sascha Pommrenke|TELEPOLIS

Wie sind Sie zu dem Thema Folter und des Diskurses darüber gekommen?

Katrin Dauenhauer: 2004 wurden die Bilder von Abu Ghraib veröffentlicht und für mich war neben der offensichtlichen Grenzüberschreitung, die diese Bilder zeigten, auch ihr Aufbau, die Selbstinszenierung der Täter, die erzwungene Inszenierung der Gefangenen interessant. Abu Ghraib war deshalb wichtig, weil es politisch und kulturell von Bedeutung war. Die durch Abu Ghraib ausgelöste Folterdebatte in den USA rückte auch das Waterboarding in den Fokus der Öffentlichkeit. Ich bin dann über die Frage, ob es Waterboarding schon vorher gab, auf den PAK gestoßen und auch auf Vietnam.

Waterboarding steht wie keine andere Foltermethode für die “Auswüchse” des “War on Terror”. Allerdings handelt es sich dabei keineswegs um “Fehlentwicklungen” nach dem 11. September. Vielmehr hat dieses Vorgehen eine traurige Tradition.

Katrin Dauenhauer: Ja, in der Tat gab es das Waterboarding schon früher, auch wenn es während des PAK und während des Vietnamkrieges nicht unter dem Begriff “Waterboarding” bekannt war. Während des PAK wurde die Methode “water cure”, Wasserheilung, genannt. In der wissenschaftlichen Literatur wird darauf hingewiesen, dass die US-Amerikaner die Methode von den Spaniern, also der Vorgängerkolonialmacht, übernommen haben.

Während des Vietnamkrieges wurde die Methode des Waterboarding ebenfalls eingesetzt, hier wird sie mit dem Begriff “water torture” beschrieben. Meine Recherchen gingen hier von einem Bild in der Washington Post aus. Allerdings gab es während des Vietnamkrieges keine vergleichbar ausgedehnte Debatte zur Wasserfolter wie während des PAK und des Irak-Krieges. Ich habe mir das letztlich so erklärt, dass die Brutalität des Krieges an sich diskutiert wurde und so die Wasserfolter als nur eine Ausprägung dieser Brutalität in den Hintergrund trat. Zum Beispiel wurde das Massaker von My Lai sehr ausführlich diskutiert.

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Bullshistic: Kreationist Lennox über Atheismus

John Lennox: „Die Medien wollen, dass wir uns alle zum Atheismus bekennen“ Foto: pro/Zacharias

Jeder Mensch will etwas anbeten. Die Frage ist nur, was. Das hat der Mathematik-Professor John Lennox am Samstag in Hamburg erklärt. Sein Vortrag beendete den diesjährigen Kongress christlicher Führungskräfte.


pro Medienmagazin

Der in Oxford lehrende Lennox erklärte: „Man kann ohne absolute Werte nicht leben.“ Deshalb suchten auch Nichtchristen nach Dingen, die sie anbeten könnten. „Aber unser absoluter Wert ist Gott“, sagte Lennox zu den Zuhörern im Hamburger Kongresszentrum. „Den Glauben benutzen wir jeden Tag“, sagte er. Auch Atheisten glaubten, nämlich an die Nichtexistenz Gottes: „Sie sehen aber nicht ein, dass ihre Weltanschauung genauso ein Glaubenssystem ist.“

Christen fühlten sich in Zeiten eines wachsenden Atheismus zunehmend eingeschüchtert. „Glaube, das ist heute Privatsache und darf im öffentlichen Raum nicht erwähnt werden.“ Atheismus hingegen gelte nicht als Privatsache. Es koste etwas, heute offen über die eigenen christlichen Überzeugungen zu sprechen. „Die Medien wollen, dass wir uns alle zum Atheismus bekennen“, sagte Lennox. Christen rief er zum Bekenntnis auf: „Auf Gott vertrauen und das Gehirn benutzen – das ist christlich.“ Der Atheismus ist für ihn „ein Märchen für diejenigen, die vor dem Licht Angst haben“.

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Religion und Krieg: “Kriegstreibende Aussagen verurteilen”

religion_warDer Religionswissenschaftler Hartmut Zinser untersucht in seiner neuen Studie die Kriegspotenziale der Religionen. Er fordert eine Entpolitisierung der Religion und spricht sich dafür aus, dass die Glaubensrichtungen mit ihrer Geschichte selbst ins Gericht gehen und kriegstreibende Aussagen verurteilen.


Hartmund Zinser im Gespräch mit Andreas Main|Deutschlandradio Kultur

Andreas Main: Hartmut Zinser, Sie sprechen von einem “Kriegspotenzial der Religionen”. Was macht Religionen potenziell zu Kriegstreibern?

Hartmut Zinser: Religionen geben Antwort auf die Frage, wie soll sich leben, was darf ich tun, was darf ich nicht tun und was kann ich erhoffen. Die Antworten unterscheiden sich. Damit entstehen Differenzen. Ferner – Religionen bilden moralische und solidarische Gemeinschaften mit bestimmten Regeln wie etwa: “Du sollst nicht töten!”, “Du sollst nicht lügen!”, “Du sollst nicht rauben und stehlen!”. Aber diese Regeln gelten in der Regel nur für die Religionsgemeinschaft selbst. Nur wenige Religionen haben daraus universale Lehren gemacht. Dadurch wird ein Innen und Außen bestimmt – nämlich die, die zur Religion dazugehören und solche, die nicht dazugehören. Für die, die nicht dazugehören, gelten die moralischen Einschränkungen nicht, so dass man über auch durchaus mal herfallen kann, einen Kopf kürzer schlagen kann oder sie ausrauben kann. Und das haben leider auch alle Religionen gemacht. Oder genauer sollte ich sagen: Das haben Kriegsführer mit allen Religionen gemacht und mit Unterstützung aller Religionen.

Main: Es gibt also das Wir – und es gibt die anderen. Welche Religionen haben das größte Kriegspotenzial, welche sind am wenigsten bellizistisch?

Zinser: Das ist eine sehr schwierige Frage, die ich eigentlich auch gar nicht richtig beantworten kann. Christentum und Buddhismus lehren grundsätzlich Gewaltlosigkeit und Friedfertigkeit, haben aber im langen Verlauf ihrer Geschichte Kriege nicht vermeiden können – und zwar in unterschiedlicher Form. Zunächst, sie behaupten immer, sie verteidigen sich. Dann gab es Missionskriege – nicht so selten, wie man das sich wünschen würde. Zumindest wurde von den staatlichen Instanzen, den Königen, verlangt, dass sie die Mission schützen sollten. Denn die Menschen sollten erdulden müssen, dass sie missioniert werden. Dann gab es aber auch – und da wird es nun richtig verheerend – die Kreuzzüge, die Sie schon genannt haben, in denen die Beteiligung am Krieg, das Morden und Töten – und ich sage es ganz bestimmt und so prononciert – zu einer religiösen Handlung wurde, mit der man Ablass und das ewige Leben und Himmelreich erwirbt. Andere Religionen, wie zum Beispiel die antiken römischen und griechischen Religionen kannten Kriegsgötter, unter deren Schutz der Krieg gestellt war. Athene in Griechenland und Mars in Rom und viele andere mehr, oder Murugan in Indien. Und sie haben also kein ausgebildetes Kriegsrecht entfaltet, sondern Kriege wurden als Normalität betrachtet. Er gehörte einfach zum Leben dazu, und man musste sich damit einrichten und hat sich damit eingerichtet. Dann gibt es noch Religionen, die durchaus Beschränkungen haben für das Kriegführen – wie der Islam, zugleich aber doch eine umfangreiche Lehre über das Töten im Krieg entfaltet und entwickelt haben. Jetzt kommt der entscheidende Punkt. Wenn es durch die Geschichte geht, sind diese Lehren auch immer wieder in allen Religionen angewandt worden. Es ist dann nur eine Frage der Situation und der Zeit, wann und ob eine Gruppe meint, jetzt zu den Waffen greifen zu müssen und religiös rechtfertigt, dass sie Krieg führen darf und kann.

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Einbildung der Dauerbeleidigten: Medien kämpfen mit harten Bandagen gegen Christen

Bild: SpON

Bild: SpON

Matussek: „Art von Zensur“ bei Lebensschutzthemen oder Homosexualität.


kath.net

In den Medien wird oft mit harten Bandagen gegen Christen gekämpft. Diese Meinung vertrat der Publizist Matthias Matussek (Berlin) am 26. Februar in Hamburg auf dem Kongress christlicher Führungskräfte. Die Entwicklung sei ernst. In vielen Talkshows würden Christen oft negativ dargestellt. Christliche Abtreibungsgegner würden in die rechte Ecke gedrängt. Matussek: „Es geht um den Schutz von Leben. Was hat das mit links oder rechts zu tun?“ Eine Gefahr für die Meinungsfreiheit drohe in Deutschland nicht vom Islamismus oder Terrorismus, sondern „aus der Mitte der Redaktionen“. Es gebe „eine Art von Zensur“ bei Themen wie Lebensschutz oder Homosexualität.

Neue Aufgabe: Einordnen und kommentieren

Ferner sagte Matussek, dass sinkende Auflagezahlen das „große Jammertal“ der Redaktionen seien. Keiner wisse, ob Zeitungen überleben werden. Ein Beispiel sei die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Da kann man zusehen beim Schrumpfen.“ Gut gemachter Journalismus habe aber auch in Zukunft Chancen. Die Medien hätten allerdings eine neue Rolle. Es gehe nicht mehr darum, Nachrichten zu verbreiten, sondern sie zu sortieren, einzuordnen und zu kommentieren. Ein weiterer Trend sei, dass bei vielen Medien der Onlineauftritt Vorrang habe. Um dort Klicks zu bekommen, würden viele Themen in den Überschriften zugespitzt und angeschärft.

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De Maizière: Christlicher Glaube ein „wertvoller Schatz“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sprach beim Kongress christlicher Führungskräfte über seinen eigenen christlichen Maßstäbe für politisches Handeln Foto: pro / Lutz

Beim Kongress Christlicher Führungskräfte in Hamburg hat Bundesinneminister Thomas de Maizière über wertebasiertes Handeln in der Politik gesprochen. Er stellte seine eigenen, christlich geprägten Maßstäbe für seine Arbeit als Politiker vor.


pro Medienmagazin

Die Bedingungen für politisches und unternehmerisches Handeln befänden sich im Wandel, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Aufgabe von Führungskräften sei es, diesen Wandel mitzugestalten. Es gehe darum, ihn zu analysieren und Entscheidungen zu treffen, sich selbst zu reflektieren und die weitere Zukunft im Blick zu haben. „Dabei ist es ist gut und wichtig, einen inneren Kompass zu haben“, sagte der Protestant.

Dieser Kompass könne eine Orientierung an christlichen Grundwerten sein. Wertebasierte Unternehmensführung sei derzeit hochaktuell. „Nie zuvor gab es so viele Reden in der Wirtschaft darüber wie heute.“ Die Schwierigkeit sei, sich auf gemeinsame Werte zu einigen, da jeder andere Werte als wichtig empfinde. „Ich hab großen Respekt vor allen, auch vor Ihnen, die den Versuch unternehmen, verbindliche Werte zu proklamieren“, sagte de Maizière. Für nicht-christliche Unternehmen sei die Einigung auf ein wertebasiertes Leitbild noch eine größere Herausforderung.

Über seinen persönlichen Glauben sagte er: „Christsein und Politik sind für mich keine identischen Welten, aber auch keine getrennten. Sie gehören zusammen und sind aufeinander bezogen. Der christliche Glaube prägt mein Leben, und die Politik gehört zu meinem Leben.“ Seine persönlichen Handlungen seien vom christlichen Menschenbild geleitet. Aus der Bibel lasse sich aber nicht direkt eine christliche Politik ableiten. Er orientiere sich vor allem an den drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe, sagte er.

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