Noch viele „Nazi-Glocken“ in deutschen Kirchen

Themenbild. Hitlerglocke Herxheim am Berg. Bild: youtube/Screengrab: bb. Themenbild
In etwa zwei Dutzend deutschen Kirchen hängen nach einem Pressebericht noch heute Glocken mit Bezug zum Nationalsozialismus. Das habe eine Umfrage in den evangelischen Landeskirchen und der katholischen Kirche ergeben, berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ in seiner jüngsten Ausgabe.

evangelisch.de

Mindestens 21 Exemplare hängen demnach in evangelischen Kirchen, zwei weitere in einer katholischen Kirche im hessischen Amöneburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Auf den Glocken finden sich Hakenkreuze oder Inschriften, die auf Adolf Hitler oder Ereignisse wie den Anschluss des Saargebiets an das „Deutsche Reich“ verweisen. Einige wurden bereits stillgelegt, abgehängt oder ersetzt. In manchen Fällen ist noch keine Entscheidung gefallen. Manche Landeskirchen haben laut „Spiegel“ keine oder nur unvollständige Erkenntnisse über Inschriften und Symbole im Turmgeläut.

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Neue Kreuzritter: Wie die CSU das „C“ eigenwillig interpretiert

Mit Blick auf die Wählerstimmen hat die CSU das Christentum wiederentdeckt. © dpa
So demonstrativ christlich war die CSU wohl noch nie: Wurde das „C“ in ihrem Parteinamen ansonsten wenig betont, so vergeht nun kaum eine Rede führender Politiker der bayerischen Unions-Schwester ohne die Berufung auf die „christlich-jüdische Tradition“ des Landes.

Von Alexander Jungkunz | nordbayern.de

Als sich Markus Söder nun bei deren Tagung in Schwabach von der bayerischen Landessynode verabschiedete, der er als Protestant einige Jahre angehörte, da wiederholte der neue Ministerpräsident sein vehementes Plädoyer dafür, mehr Kreuze in öffentlichen Räumen aufzuhängen.

Worauf Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm antwortete: „Wir sind uns alle einig, dass es nicht ausreicht, dass Kreuze an der Wand hängen, sondern die Kreuze müssen auch im Herzen sein. Sie müssen, in dem was wir tun und sagen, zum Ausdruck kommen.“

Damit brachte der EKD-Ratsvorsitzende recht treffend jenes Unbehagen zum Ausdruck, das nicht wenige empfinden angesichts des neu entdeckten Vorzeigeglaubens der CSU. Denn was die Partei mit dem Verweis auf das „C“ durchaus auch bezweckt, ist durchschaubar: Wer derart massiv betont, wie sehr das Christentum zu Deutschland (oder Bayern) gehöre; wer dazu ergänzt, „der Islam“ gehöre nicht zu Deutschland, „egal in welcher Form“ (Alexander Dobrindt) – wer so agiert, der grenzt natürlich und gezielt andere aus.

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Reformierte Kirche beschließt nach EuGH-Urteil neues Arbeitsrecht

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum kirchlichen Arbeitsrecht gibt es Bewegung bei den evangelischen Kirchen. So darf die Evangelisch-reformierte Kirche künftig auch Menschen anderer Glaubensrichtungen sowie Konfessionslose einstellen.

evangelisch.de

Die im Kloster Möllenbeck bei Rinteln tagende Synode beschloss am Freitag einstimmig ein entsprechendes Gesetz. Auch in der pfälzischen Landeskirche könnte das Urteil künftig die Einstellungspraxis ändern. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte am Dienstag entschieden, dass beim Verlangen einer Kirchenmitgliedschaft als Voraussetzung für die Arbeit in einer kirchlichen Einrichtung „objektiv“ ein direkter Zusammenhang zwischen der Konfession und der Tätigkeit bestehen müsse. Dies müsse im Einzelfall zudem gerichtlich überprüfbar sein, urteilten die Richter in Luxemburg.

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„Antisemitismus ist Gotteslästerung“

links: Bildnis von Gewalt gegen Juden entstanden 1250 ;rechts: „Von den Juden und ihren Lügen“: mit dieser Schrift begann Martin Luthers Serie judenfeindlicher Schriften von 1543. Bild: zu-Daily.de
Auf seiner heutigen Tagung in Hannover hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die jüngsten antisemitischen Vorfälle und Übergriffe in Deutschland scharf verurteilt. Gleichzeitig ruft er dazu auf, gemeinsam gegen Antisemitismus in Deutschland einzutreten:

EKD

„Fast täglich gibt es Berichte über Anfeindungen und Übergriffe gegen Juden in Deutschland. Das erfüllt uns mit großer Sorge und Scham. Wenn Jüdinnen und Juden in Deutschland Gewalt und Beschimpfungen ausgesetzt sind und sich nicht mehr sicher fühlen, können wir das unter keinen Umständen hinnehmen. Nie wieder darf sich Antisemitismus in Deutschland ausbreiten oder gar salonfähig werden.

Als Christinnen und Christen stehen wir uneingeschränkt an der Seite unserer jüdischen Geschwister. Aus theologischer Überzeugung sowie aus historischer Verantwortung für jahrhundertelanges kirchliches Versagen, sagt die Evangelische Kirche in Deutschland klar und unmissverständlich: Christlicher Glaube und Judenfeindschaft schließen einander aus. Antisemitismus ist Gotteslästerung.“

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Gekreuzigter Osterhase: Medienverbund legt Programmbeschwerde ein

Ist das noch Satire? In der „heute-show“ vom 6. April der Osterhase ans Kreuz genagelt.Scrrenshot: Tsp
Der Christliche Medienverbund KEP hat eine Programmbeschwerde gegen die ZDF-Satiresendung „heute-show“ eingelegt. Im Zentrum der Kritik stehen mehrere Bilder, auf denen unter anderem ein Osterhase am Kreuz zu sehen ist.

DOMRADIO.DE

Dies verstoße gegen den Programmgrundsatz, die sittlichen und religiösen Überzeugungen in der Bevölkerung zu achten, sagte KEP-Geschäftsführer Christoph Irion. Der Beitrag mache „den zentralen Glaubensinhalt des Christentums buchstäblich zur Lachnummer“.

Neben dem Christlichen Medienverbund, einem Zusammenschluss christlich-konservativer Medienvertreter mit Sitz in Wetzlar, sind beim ZDF-Fernsehrat nach Angaben des Mainzer Gremienbüros noch mindestens fünf weitere Programmbeschwerden von Privatpersonen eingegangen. Auch die Staatsanwaltschaft Mainz befasst sich bereits mit der Osterhasen-Satire. Nach mehreren Strafanzeigen wegen Verunglimpfung religiöser Bekenntnisse prüft die Ermittlungsbehörde nun, ob sie ein Verfahren gegen die Verantwortlichen einleitet.

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„Auch eine heterosexuelle Beziehung ist nicht frei von Sünde“

Künftig können auch in der bayerischen evangelischen Landeskirche homosexuelle Paare offiziell gesegnet werden. Das hat das evangelische Kirchenparlament am späten Mittwochabend bei seiner Frühjahrstagung in Schwabach beschlossen.

Christiane Ried | evangelisch.de

Der Lesbisch-Schwule Konvent in der Landeskirche begrüßt die Entscheidung der Synode. Nun gebe es endlich Rechtssicherheit, sagt eine der Sprecherinnen, die Nürnberger Pfarrerin Silvia Jühne (50), im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Frau Jühne, was bedeutet der Beschluss der Landessynode für die Homosexuellen in Bayern?

Silvia Jühne: Ich bin sehr froh über diesen Schritt. Der Beschluss ist ein wichtiges Signal an Homosexuelle, gerade auch an die, die in der evangelischen Kirche verwurzelt sind. Und endlich gibt es für die Segen-spendenden Pfarrerinnen und Pfarrer Rechtssicherheit. Unter der Hand hat es solche Segnungen im Gottesdienst bereits gegeben, im seelsorgerlichen Bereich waren sie ja sogar offiziell möglich. Jedenfalls war das immer eine schwierige Gratwanderung. Die Geistlichen haben sich untereinander ausgetauscht, wie man solche Segnungen gestalten könnte. Es herrschte großer Beratungsbedarf. Mit dem Synodenbeschluss wird nun eine offizielle liturgische Handreichung erarbeitet. Ich hoffe, dass wir auch als direkt Betroffene an deren Erstellung mitarbeiten können. Die Arbeitsgruppe, die den Bericht für die Synode vorgelegt hat, hat uns ja leider nicht miteinbezogen.

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Söder: In jeder Behörde Bayerns soll ein Kreuz hängen – Gotteswahn

Screenshot FB
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in jeder Behörde des Freistaats ein sichtbares Kreuz anbringen lassen. Es sei das grundlegende Zeichen der kulturellen Identität und Symbol für Menschenwürde, Nächstenliebe und Toleranz, so Söder.

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Das sagte der CSU-Politiker am Mittwoch bei seiner ersten Regierungserklärung vor dem Bayerischen Landtag in München. Die christlich-abendländische Prägung Bayerns sei der Humus einer vitalen Gesellschaft.

Konter von der Opposition

Als Reaktion auf die Ankündigung Söders schrieb die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze, auf Twitter: „Ich bin fest davon überzeugt, dass man ein größeres Zeichen setzt, wenn man Nächstenliebe konkret lebt, anstatt in jeder Behörde ein sichtbares Kreuz anbringen lässt.“

Kanzlerin Merkel diskutiert bei Katholikentag über Frieden

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht den Katholikentag in Münster. Sie will am 11. Mai auf einem Podium zum Thema „Friedenssuche – der vornehmste Auftrag der Politik“ diskutieren, wie ein Sprecher des Katholikentags auf Anfrage sagte.

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Mit Merkel zusammen sitze der ehemalige Direktor des internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm (SIPRI), Tilman Brück, auf dem Podium. Weitere Teilnehmer stünden noch nicht fest.

Weitere Politiker kommen

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und mehrere Mitglieder des neuen Bundeskabinetts haben ihr Kommen zugesagt. Darunter sind Innenminister Horst Seehofer (CSU), Julia Klöckner (Landwirtschaft) und Jens Spahn (Gesundheit) von der CDU sowie Hubertus Heil (Arbeit und Soziales) und Franziska Giffey (Familie) von der SPD.

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Bundestagsfraktionen haben Religionssprecher gewählt: Beauftragte für Kirche und Religion

Bild: bb
Nun ist die Liste vollständig: Am Dienstag wählte auch die SPD ihren Religionsbeauftragten. Damit haben alle Bundestagsfraktionen ihre Sprecher benannt. Fünf von ihnen sind neu im Amt – und keiner davon ist katholisch.

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Fast sieben Monate nach der Bundestagswahl haben nun alle Fraktionen im Bundestag ihre Sprecher für Religionsfragen. Als letzte ernannte die SPD am Dienstag den 44-jährigen Lars Castellucci. Er ist evangelisch – wie die Religionssprecher von Union, FDP, Grünen und AfD.

Lars Castellucci (SPD) und Hermann Gröhe (Union)

Der gebürtige Heidelberger tritt die Nachfolge von Kerstin Griese an, die als Staatssekretärin ins Bundesarbeitsministerium wechselte. Wie Griese ist auch Castellucci aktiver Protestant und seit zwei Jahren Mitglied in der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er schrieb seine Dissertation zum Thema soziale Ausgrenzung in Deutschland. Zugleich engagiert er sich sozial und gründete zusammen mit anderen in Wiesloch die Tafel für Bedürftige.

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Kirche muss Anforderungen an Bewerber stärker begründen

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Kirchenrechtler Hans Michael Heinig sieht die Kirche nach dem EuGH-Urteil zum Arbeitsrecht stärker in der Pflicht

EKD

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Bevorzugung konfessionell gebundener Bewerber bei kirchlichen Arbeitgebern fordert nach Ansicht des Kirchenrechtlers Hans Michael Heinig vor allem die Kirchen selbst zum Handeln auf. „Die Gerichte in Deutschland werden intensiver als bislang prüfen, ob im konkreten Fall die Anforderung der Religionszugehörigkeit gerechtfertigt ist“, sagte der Göttinger Jura-Professor dem Evangelischen Pressedienst. Die Kirche werde ihre Anforderungen an Bewerber bezogen auf Einrichtung und konkreten Arbeitsplatz künftig stärker begründen oder auf das Erfordernis einer Religionszugehörigkeit für manche Bereiche ganz verzichten müssen, sagte er.

Zugleich prognostizierte Heinig geringe Auswirkungen des Urteils: An der Einstellungspraxis werde sich erst einmal nicht viel ändern. „Eine Grundloyalität zum Arbeitgeber darf nämlich weiter verlangt werden“, sagte er.

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EKD-Experte: Menschen driften weiter in Säkularität ab

Die Gesellschaft wird nach Überzeugung des Kirchenexperten Hans-Hermann Pompe weiter in die Säkularität abdriften. Im katholisch geprägten München sei bereits heute weniger als die Hälfte der Bevölkerung katholisch oder evangelisch, sagte der Leiter des Zentrums für Mission in der Region der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag vor der in Schwabach tagenden Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

evangelisch.de

Im evangelisch geprägten Nürnberg seien nur noch rund 50 Prozent katholisch oder evangelisch. Ein ähnliches Bild biete sich auch in den anderen deutschen Großstädten. Man sei auf dem Weg von einer Mehrheitskirche hin zu einer Minderheitskirche.

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Laut Forschern sei in Bezug auf die Kirchen die Gruppe der Distanzierten am größten, sagte Pompe weiter.

Luxemburger Urteil könnte atheistischen Bewerbern den Rücken stärken

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Kita, Klinik, Altenheim – zahlreiche solcher Einrichtungen gehören in Deutschland zur evangelischen Diakonie oder katholischen Caritas. Sie haben Hunderttausende Stellen zu vergeben. Bislang ist für Bewerber die Kirchenmitgliedschaft oft ein Vorteil und manchmal ein Muss. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Dienstag könnte die rechtliche Basis verändern und beispielsweise Muslimen oder Atheisten den Rücken stärken. (C-414/16)

Phillipp Saure | evangelisch.de

In Luxemburg ging es um den Fall von Vera Egenberger. Die konfessionslose Berlinerin hatte sich 2012 erfolglos beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung beworben. Daraufhin klagte sie auf rund 10.000 Euro Entschädigung. In der Stellenanzeige hatte es geheißen, dass die Mitgliedschaft in einer von mehreren christlichen Kirchen vorausgesetzt wird. Bei der befristeten Tätigkeit ging es um die Erstellung eines Berichts zur UN-Antirassismuskonvention.

Egenberger findet nicht, dass der Glaube bei Stellenbesetzungen nie eine Rolle spielen dürfe. Bei Seelsorge oder Leitungsaufgaben sei die Religionszugehörigkeit „nachvollziehbar, sinnvoll und akzeptabel“, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst (epd). In ihrer Klage, mit der sie auch für andere Nichtchristen eine Lanze brechen wollte, ging es aber um Stellen, bei denen die Konfession aus ihrer Sicht irrelevant ist.

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Kirchliche Arbeitgeber dürfen Religionszugehörigkeit nicht in jedem Fall fordern

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Nicht bei der Besetzung jeder Stelle dürfen kirchliche Arbeitgeber eine Religionszugehörigkeit fordern. Dies hat nach dpa-Angaben der Europäische Gerichtshof in Luxemburg zu einem Fall aus Deutschland entschieden.

Frank Nicolai | hpd.de

Nach Angaben des Tagesspiegel ging es in dem Fall vor dem Europäischen Gerichtshof um eine konfessionsfreie Frau, die sich im Jahr 2012 bei der Diakonie auf eine zeitlich befristete Stelle bewarb.

Da sie nicht der Kirche angehörte wurde die Frau – trotz fachlicher und beruflicher Qualifizierung – nicht zu einem Vorstellungsgespräch geladen. Dagegen klagte die Frau wegen religiöser Diskriminierung auf eine Entschädigung von 10.000 Euro. In Folge dessen ersuchte das Bundesarbeitsgericht den EuGH um Auslegung der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie.

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Evangelische Landessynode gegen geschlechtergerechte Sprache

Nach kontroversen Diskussionen hat die in Drübeck (Sachsen-Anhalt) versammelte Landesynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) eine Umarbeitung der Kirchenverfassung in eine geschlechtergerechte Sprache knapp abgelehnt.

kath.net

Für das Gesetz wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig gewesen. Dies wären von den am Wochenende von den Synodalen in der Tagungsstätte Kloster Drübeck abgegebenen und gültigen 70 Stimmen genau 47 gewesen. Da aber nur 46 Synodale dafür stimmten, scheiterte das Vorhaben. 22 Synodale stimmten mit Nein, zwei enthielten sich, wie der deutsche Evangelische Pressedienst (epd) am Montag berichtet.

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Reformationstag: Sachsens Ministerpräsident warnt vor neuem Feiertag

Norddeutsche Bundesländer schauen neidisch auf die Feiertage im Süden. Doch Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hält nichts von Plänen, den Reformationstag auch im Norden als Feiertag zu etablieren.

SpON

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor einem neuen Feiertag im Norden. Der CDU-Politiker sieht die von norddeutschen Bundesländern geplante Umwandlung des Reformationstags am 31. Oktober in einen arbeitsfreien Feiertag skeptisch. „So schön neue Feiertage für den einzelnen Arbeitnehmer kurzfristig auch sind, gesetzliche Feiertage verteuern die Arbeit in Deutschland“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung„.

 

Politologe: Bei kirchennahen Christen kommt AfD kaum an

© Bild: picture alliance/dpa-Zentralbild/Sascha Steinach
Gerade einmal drei bis vier Prozent der kirchennahen Christen würden die AfD wählen, sagt der katholische Politikwissenschaftler Andreas Püttmann. Es sind nicht die einzigen Zahlen, die er vorstellt.

katholisch.de

Nach Untersuchungen des katholischen Politikwissenschaftlers und Publizisten Andreas Püttmann zusammen mit dem Allensbach-Institut sind kirchennahe Christen weit unterdurchschnittlich bei den Wählern der AfD vertreten. „Nach der jüngsten Allensbacher Zählung der Sonntagsfrage kommt die AfD bei den kirchennahen Christen nur auf 3 bis 4 Prozent, bei kirchenfernen auf 16 und bei denen ohne christliche Konfession auf 23“, sagte Püttmann im Interview der „tageszeitung“ (Montag).

Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeige, dass unter kirchennahen wie unter kirchenfernen Christen „deutlich weniger“ Katholiken zu den AfD-Anhängern zählten als Protestanten, ergänzte Püttmann im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Allerdings sei die Zahl der Befragten relativ niedrig gewesen, so dass Abweichungen von bis zu zwei Prozentpunkten möglich seien.

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Dröge gegen Diamantenanfertigung aus Totenasche: Kommerzielle Verwertung von Toten? Bullshistic

Bild: 4ever.eu
Die Asche eines Verstorbenen gepresst als Diamant, sogar am Ring tragbar? Darüber denkt das Bundesland Brandenburg derzeit nach und hat Pläne für eine Legalisierung vorgelegt. Dem evangelischen Bischof Markus Dröge missfällt das.

DOMRADIO.DE

„Es mag zunächst nachvollziehbar sein, dass man ein Stück des geliebten Menschen nah bei sich behalten möchte“, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz dem epd. „Aber es bedeutet, dass man das, was vom Körper des Verstorbenen übrig bleibt, aufteilt und für sich behält. Er wird zur Sache.“

Dröge mahnte Änderungen bei der geplanten Neufassung des Brandenburger Bestattungsrechts an. „Beim Thema Bestattung von Fehlgeborenen und bei der Ascheentnahme haben wir aus grundlegenden ethischen Überlegungen heraus klare Auffassungen, die sich nicht mit dem Gesetzesentwurf decken“, sagte Dröge dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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«Der Gedanke an Muslime lässt mich schaudern»

Ein ultrachristliches Mädchen-Duo verbreitet Schminktipps, Homophobie und Fremdenhass im Internet. Das alles im Namen Gottes.

TiLLATE

Die Chancen stehen gut, dass du irgendwann in letzter Zeit über die Videos von «Girl Defined» gestolpert bist. Vielleicht durch deine merkwürdige Vorliebe für gottesfürchtige Schminktutorials und Anleitungen zum Gründen eines eigenen Predigtdienstes für christliche Mädchen. Oder du kennst Bethany Baird und Kristen Clark als Mittelpunkt eines seit gefühlten Ewigkeiten andauernden Shitstorms, der die jungen Frauen seit dem Start ihrer Youtube-Karriere vor rund zwei Jahren begleitet.

Die zwei Blondinen predigen sich mit ihrem bizarren Mix aus fresher Millennial-Attitude und zutiefst christlich-konservativen Ansichten nicht nur in die Herzen ihrer 120’000 bibeltreuen Abonnenten, sondern auch in die Vorhölle des Internets, wo sie gnadenlos gedis(s)likt und zu Memes verarbeitet werden. Vor allem ihr Video namens «How to Wear Makeup in a God Honoring Way» (dt. etwa: «Wie man sich gottesfürchtig schminkt») scheint die Twitter-Gemeinde zu triggern.

Das Christentum ist verkommen

«Ich habe mich endlich dazu überwunden, mir dieses Video anzusehen und musste erfahren, dass es sich nicht um Satire handelt. Meine Ohren bluten jetzt», schreibt etwa User «bXbyme». Sein Kollege «PoliticalAtheist» präzisiert: «Nach etwa 30 Sekunden wurde mir schlecht. Das ist es, wozu das Christentum heutzutage verkommen ist? Soziale Überheblichkeit, perfekte Haare, perfekte Zähne, perfekte Kleider. Das gesamte Wirken und Werken von Christus steht im Gegensatz zu dem Lifestyle, den die beiden propagieren.»

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Kirchenasyl: Kirchen fordern Ende von Ermittlungen

© Bild: dpa/Armin Weigel
Die juristische Bewertung des Kirchenasyls für Flüchtlinge in Deutschland ist umstritten. Immer wieder gibt es in Bayern Strafverfahren gegen Beteiligte. Flüchtlingshelfer fordern ein Ende der Ermittlungen.

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Kirchliche Flüchtlingshelfer haben von der bayerischen Justiz ein Ende der juristischen Verfolgung des Kirchenasyls gefordert. Dies geht aus einer am Samstag einstimmig verabschiedeten Erklärung der etwa 140 Teilnehmer eines Studientags für Flüchtlingsarbeit und Kirchenasyl in Nürnberg hervor. Darin heißt es, die Justiz im Freistaat werde aufgefordert, „keine Strafverfahren bei Kirchenasylen einzuleiten, sowie alle Verfahren gegen Haupt- und Ehrenamtliche, sowie gegen Geflüchtete umgehend und ohne Auflagen einzustellen“.

Hintergrund sind Strafverfahren gegen Flüchtlinge, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Ordensleute in Bayern, denen im Fall des Kirchenasyls unerlaubter Aufenthalt beziehungsweise Beihilfe dazu vorgeworfen wird. Im Frühjahr 2017 war bekanntgeworden, dass die drei bayerischen Generalstaatsanwaltschaften im Herbst 2016 ein schärferes Vorgehen verabredet hatten. Die meisten Verfahren wurden bisher wegen Geringfügigkeit eingestellt.

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Wait For It…The First ‚April 23rd Doomsday‘ Was Predicted in 1843

The latest doomsday prediction points to April 23, 2018, as the end. But it’s totally bogus. Credit: iStock/Getty Images Plus
Call it the recycled doomsday: A new prediction for the end of the world sets the apocalypse date as Monday, April 23, based on a mishmash of old numerology, re-readings of the biblical Book of Revelation and rehashed conspiracy theories about a rogue „Planet X.“

By Stephanie Pappas | SPACE.com

Even the calendar date of the prediction, April 23, hearkens back to one of the most famous failed apocalypse predictors of all time, William Miller. A Baptist preacher whose followers would eventually form the Seventh-day Adventist Church, Miller predicted multiple doomsday dates in the mid-1800s, including one on April 23, 1843. He was most famous for a later prediction of Oct. 22, 1844, a date that would live on in infamy as „The Great Disappointment“ when Jesus Christ did not appear to kick off the end of the world. [End of the World? Top 10 Doomsday Threats]

The latest doomsday predictor with a slippery grasp on dates is David Meade, who previously claimed that a rare alignment of stars on Sept. 23, 2017, heralded the end. Meade said that the star alignment would precede the passage by Earth of a rogue planet called Planet X, which would cause all sorts of geological trials and tribulations, culminating in the eventual return of Jesus per the Book of Revelation.

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