Archiv der Kategorie: Protestantismus

“The Principle”: Wenn sich die Sonne um die Erde dreht

Bild: de.wallpaperpics.net

Ist die Erde der göttlich bestimmte Fixpunkt des Universums? Ein Dokumentarfilm aus den USA befeuert die längst widerlegte Theorie. Hinter dem Film stecken dubiose Gestalten, Mitwirkende distanzieren sich schon vor dem Start.

Von Marc PitzkeSpON

Kate Mulgrew ist eine Science-Fiction-Ikone. Von 1995 bis 2001 spielte sie Captain Kathryn Janeway in der TV-Kultserie “Star Trek: Raumschiff Voyager”. Als dessen Kommandeurin legte sie 70.000 Lichtjahre zurück und traf Aliens und Asteroiden. Seither hat die US-Schauspielerin zwar viele andere, anspruchsvollere Rollen gemeistert, zurzeit etwa in der Netflix-Hitshow “Orange Is the New Black”. Doch bis heute identifizieren die Fans sie mit “Voyager” – als Autorität für interstellare Belange, fiktive wie reale.

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Atheistische Aktion in Düsseldorf: Wenige verlassen die Kirche

Bild: wdr.de

34 traten am Gründonnerstag aus: 18 Personen aus der katholischen Kirche, 15 aus der evangelischen Kirche und eine Person aus dem Judentum – 21 ließen sich die Austrittsgebühr erstatten.

kath.net

Der Aufruf der atheistischen Initiative „Düsseldorfer Aufklärungsdienst“ zum kollektiven Kirchenaustritt am Gründonnerstag (17. April) ist auf geringe Resonanz gestoßen. Der stellvertretende Pressesprecher am Amtsgericht Düsseldorf, Richter Marcel Dué, sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Die Aktion hat sich auf jeden Fall nicht wahnsinnig ausgewirkt.“ Es habe an dem Tag 34 Austritte gegeben – 18 aus der katholischen und 15 aus der evangelischen Kirche sowie einen Austritt aus dem Judentum.

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Di Fabio warnt vor Erosion der Kirchen

Der Katholik Di Fabio leitet den wissenschaftlichen Beirat für das Reformationsjubiläum 2017 Foto: pro

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio betrachtet das Erbe der Reformation als Grundlage der heutigen Religionsfreiheit. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) warnt er vor einer Erosion des Religiösen.

pro Medienmagazin

Heute präsentiere mancher den Reformator Martin Luther als „Vordenker des Holocaust und Ahnherrn eines religiös motivierten Terrorismus“, schreibt der Katholik Di Fabio. Der Professor für öffentliches Recht ist seit Februar Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017. Er warnt in der FAZ vor einem allzu negativen Blick auf die Reformation: „Jedes Land für sich und der Westen als Kompass für die Welt ist gerade deswegen auf große Erzählungen seiner Herkunft und die Sichtbarmachung seiner Leitideen angewiesen, um nicht vor lauter indifferenter Offenheit und ökonomischem Pragmatismus die eigene Identität zu verlieren.“

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Neusser CDU zieht Islam-Logo zurück

Nach massiven Protesten wieder aus der Wahlwerbung der Neusser CDU verschwunden: der islamische Halbmond (Bild: blu-news.org)

Nach heftigen Protesten musste die Neusser CDU ihre Wahlwerbung mit dem islamischen Halbmond wieder zurückziehen. Yasar Caliks Ausrede sorgt im Internet für neue Wut.

blu NEWS

Am Ostersonntag wurde bekannt, dass bereits am Gründonnerstag aus dem Wahlkampf-Büro der Neusser CDU Stofftaschen verschenkt wurden, auf denen das für “Christlich” stehende “C” der CDU mit dem islamischen Halbmond versehen wurde (blu-NEWS berichtete). Damit sollte der Kommunal-Wahlkampf des türkischstämmigen Christdemokraten Yasar Calik gegen den ebenfalls türkischstämmigen Hakan Temel von der SPD beworben werden.

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Pat Robertson: Jesus said an asteroid could destroy Earth next week

rawstory.com

Televangelist Pat Robertson warned on Monday that Jesus had said that an asteroid would destroy the Earth — and it could happen as soon as next week.

By David EdwardsThe Raw Story

On Tuesday, three former NASA astronauts are expected to present their findings that the Earth had experienced far more impacts from large asteroids than previously thought.

For Robertson, the news was just the latest reason to hype his book, The End of the Age, which asserts that the End Times predicted in Revelation will be brought on by a meteor.

“I wrote a book!” Robertson advised viewers. “It deals with an asteroid hitting the Earth. I don’t see anything else that fulfills the prophetic words of Jesus Christ other than an asteroid strike.”

“There isn’t anything that will cause the seas to roil, that will, you know, cause the skies to darken, the moon and the sun not to give their light, the nations terrified on Earth of what’s happening. There isn’t anything that’s going to do that.”

He continued: “We’re big enough to draw some of them in. And as somebody said, it’s ‘blind luck.’ Well, it’s the mercy of the Lord. But if that mercy ever got lifted, whew.”

Robertson advised his viewers to “read what Jesus said” about “nobody living on the face of the Earth.”

“That’s what Jesus himself said!” he advised. “So, hey, just get ready. Get right. And stay right with the Lord.”

“It could be next week, it could be 1,000 years from now. But nevertheless, we want to be ready whenever the Lord says, ‘I’m wrapping it up, and it’s time to come home.’”

Bedient alle Klischees: ARD-Doku „Sexualität in den Weltreligionen“

Muslima Hülya lebt streng nach dem Islam. Die einzigen Männer in ihrem Leben sind ihre Brüder Foto: NDR/Bildersturm Filmproduktion

Wie leben Menschen die erste, erfüllte und verbotene Liebe in Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus? Das will die ARD-Dokumentation „Glaube, Liebe, Lust – Sexualität in den Weltreligionen“ beantworten. Es gelingt den Machern nur in Ansätzen. Beim Zuschauer kommen Klischees an. Eine TV-Kritk von Swanhild Zacharias.

pro Medienmagazin

Hülya lebt in Istanbul und ist überzeugte Muslima. „Der Glaube lehrt uns, sich in vielen Dingen zu beherrschen“, sagt die Protagonistin des ersten Teils der ARD-Doku, die den klingenden Titel „Erste Liebe“ trägt. Sie hält sich streng an die islamischen Regeln, denn: „Ich muss mich ernsthaft um das Jenseits bemühen.“ Sex vor der Ehe ist für sie undenkbar. Bei der 17-jährigen Elena aus Berlin dagegen, Protestantin und in der örtlichen Kirchengemeinde aktiv, gehört Sex vor der Ehe zum Leben dazu. Ihr erstes Mal hatte sie mit einem guten Freund, „weil der Erfahrung hatte“. Sie bezeichnet sich als gläubige Christin, will sich in Sachen Beziehungen aber nicht zu viel „vorschreiben“ lassen.

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Kann man auch an eine Politik glauben, statt an einen Gott?

Bild: heise.de

Ja, natürlich, kann man. – Aber – ist das dann eigentlich auch eine Religion?

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Kann eine Politik Religion sein?

Ja, eine Politik bzw. ein politisches Konzept oder eine politische Richtung kann auch Religion sein. So sieht es jedenfalls der russische Philosophieprofessor Michail Ryklin. Er schrieb ein Buch darüber: Kommunismus als Religion.

Darin beschreibt und erklärt er die Faszination des Kommunismus für die westliche “Intelligenzija”, etwa Walter Benjamin, André Gide, Lion Feuchtwanger, Bert Brecht, und andere. Zwar sei die Partei, die in Russland mit dem Oktoberumsturz an die Macht kam, eine “Partei von Atheisten” gewesen[1] und der Atheist Lenin habe “den Glauben an Gott für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der revolutionären Partei”[2] und jeden Nicht-Materialisten für einen potenziellen Feind gehalten.[3]Aber jenseits des Theismus, so Lenin, habe es auch keine Religion gegeben.

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Ostern: Eine intellektuelle Zumutung

frohe_osternOstern ist das aktuellste aller christlichen Feste. Denn der Glaube an die übernatürliche Auferstehung stellt eine grundsätzliche Frage: Wie kann ich an meinen alten Überzeugungen festhalten, wenn sich die äußeren Umstände ändern?

Von Alexander GrauCicero

Ostern ist ein eigenartiges Fest. Für den modernen, aufgeklärten Menschen stellt es unter den bedeutenden Festen des Kirchenjahres sicher die größte intellektuelle Zumutung dar. Dass Jesus von Nazareth geboren wurde – gut, das ist unbestreitbar. Dass er gekreuzigt wurde – auch das gilt als historisch gesichert. Dass er aber – „am dritten Tage“ – auferstanden sein soll von den Toten, das ist starker Tobak und löst auch bei vielen engagierten Kirchenmitgliedern leichte Beklemmungen aus.

Dieses Unbehagen ist vielleicht der Grund dafür, dass wir die religiösen Wurzeln dieses Festes systematisch verdrängen. Machen wir uns nichts vor: Nicht wenige Menschen unseres angeblich so christlichen Abendlandes wissen überhaupt nicht mehr, weshalb wir überhaupt Ostern feiern. Die Zahlen der Umfrageergebnisse schwanken dabei zwischen 22 (TNS Emnid 2014) und 47 Prozent (Polis 2003).

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„Ja, Kirche nervt!“

Pastor Martin Vetter: “Es ist tatsächlich große Kunst, die alten Inhalte auf heutige Erfahrungen zu übertragen.” Foto: Emse

Immer mehr Menschen geht die Kirche auf den Geist. Pastor Martin Vetter findet das gut.

Flensburger Tageblatt

Die Kirche verliert stetig Mitglieder. Woran liegt das?
Das hat unterschiedliche Gründe. Bei jüngeren Leuten liegt es sicher daran, dass sie nicht mehr so intensiv religiös aufwachsen wie einst die ältere Generation – die noch viel in der Kirche ist. Hinzu kommt, dass die mittlere Generation oft sehr im Beruf eingebunden ist, vielleicht noch ein Hobby pflegt und das Wochenende zum Ausschlafen braucht. Bei den Schülern haben sich die Schulzeiten verändert. Das sind strukturelle Punkte, die Bindung abschwächen. Übrigens haben alle traditionellen Institutionen wie Parteien, Sportvereine oder Gewerkschaften rücklaufende Mitgliederzahlen.

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“Servicekirche für die individuelle Religion”

HSV-Fan-Friedhof, Bild: abendblatt.de

Kirche zur Taufe, Beerdigung auf dem Friedhof des Lieblingsvereins. Spiritualität brauchen alle, glaubt Theologe Wilhelm Gräb. Die Kirchen sollten die Religion freigeben.

Ein Interview von Friederike SchröterZEIT ONLINE

ZEIT ONLINE: Als Fan von FC Schalke 04 oder dem HSV kann man sich seit einigen Jahren auf speziellen Fan-Friedhöfen bestatten lassen, seit Kurzem gibt es in Berlin einen Friedhof nur für Lesben. Was hat das noch mit Religion zu tun?

Wilhelm Gräb: Enorm viel. Da will sich eine Gemeinschaft auf engem Raum verbunden wissen, noch über den Tod hinaus. Eine Gruppe von Menschen, die zusammen die gleiche Lebensform oder einen bestimmten Lebensinhalt geteilt hat. Wir Menschen suchen die Gemeinschaft, wir können ohne Beziehungen, Kooperation und Kommunikation nicht leben. Das gilt auch in der heutigen sogenannten individualisierten Gesellschaft.

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Kauder fordert von Türkei mehr Religionsfreiheit

Homo_KauderDie Türkei muss aus Sicht von Unionsfraktionschef Volker Kauder insbesondere Christen mehr Religionsfreiheit gewähren.

Süddeutsche.de

So wie Muslime in Deutschland Moscheen errichten, müssten Christen in der Türkei ihre Kirchen bauen dürfen, sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post». Die Türkei sei von der europäischen Wertegemeinschaft noch weit entfernt, solange sie sich weigerte, Religionsfreiheit zu garantieren. Die Europäische Union müsse in diesem Punkt gegenüber Ankara noch deutlicher werden.

Der Antichrist

Bild: lustipics.de

Ingolf Bossenz über das Brauchtum zu Ostern und was der Osterhase damit zu tun hat

Von Ingolf Bossenz - ND

Ostern – ein Fest, zwei Protagonisten: Der eine steht am Morgen auf, um für die Jüngeren Eier zu verstecken. Der andere aufersteht am Morgen, worauf die Jünger ziemlich rumeiern. Ein vertrackter säkular-sakraler Dualismus, vor dessen dialektisch-zwingender Logik die Wahrheit nackt und unerbittlich Farbe (in diesem Fall Eierfarbe) bekennen muss: Der Osterhase (der – siehe Bild – durchaus auch eine Häsin sein kann) ist der direkte Gegenspieler von Jesus. Der Antichrist in persona sozusagen. Allerdings hat er weder Hörner noch Pferdefuß, sondern wuschelige Löffel und einen putzigen Stummelschwanz. Weshalb die Kirchen auch nichts unversucht lassen, die Mümmelmänner und -frauen heidnisch-ruchlosem Brauchtum zu entreißen und in eigener Sache religiös-ideologisch zu instrumentalisieren.

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Wenn der leidende Gott nicht Gott sein kann

Foto: Getty Images/iStockphoto/Jarin

An Karfreitag haben wir das Bild des leidenden Gottessohnes vor Augen. “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” ruft er am Kreuz. Ja, warum hilft ihm Gott nicht – er ist doch allmächtig! Ist er das wirklich? Ingo Baldermann findet in der Hebräischen Bibel kein einziges Wort von der angeblichen Allmacht Gottes. Zum Glück nicht. Denn nur mit einem menschlichen Gott können wir in einen Dialog treten.

Von Ingo Baldermannevangelisch.de

Die Hebräische Bibel kennt ein Wort für das Beste, was sich von einem Menschen sagen lässt: tamim, das meint Schönheit und Güte, Offenheit und vollkommene Redlichkeit. Die Bibel scheut sich, dies von Gott selbst als Person zu sagen, aber von seinen Worten und Werken gilt es: sie sind verlässlich, durchsichtig bis auf den Grund, vollendet schön in jeder Einzelheit.

In der Bergpredigt spricht Jesus so von Gott selbst, aber was wird daraus in den Übersetzungen? “Ihr sollt vollkommen sein wie euer Vater im Himmel vollkommen ist” (Matthäus 5,48) – wie soll uns denn das  gelingen? Die griechische Übersetzung im Neuen Testament konfrontiert uns unversehens mit dem abstrakten Vollkommenheitsideal der Philosophen: Natürlich denken sie ihren Gott als einen absolut Vollkommenen: Er weiß alles, kann alles und ist frei von allen Leidenschaften, unverletzlich, unberührbar – nur: in dieser Vollkommenheit ist nichts Menschliches mehr.

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Tanzverbot: Es geht ums Prinzip

Mini-Demo: Piraten gegen das Tanzverbot. Foto: Monika Müller

Kaum jemand kommt am Karfreitag zur Demonstration gegen das Tanzverbot. Offenbar sehen viele Frankfurter keine Notwendigkeit mehr im Protest gegen die kirchlich motivierte Einschränkung.

Von Alicia LindhoffFrankfurter Rundschau

Um 14 Uhr war die Demonstration gegen das Tanzverbot angekündigt. Um 14.10 Uhr stehen am Karfreitag noch immer nur zehn Menschen neben dem weißen Brunnen in der Mitte der Zeil, der als Treffpunkt dienen sollte.

Alle zehn gehören zum Umfeld der Frankfurter Piratenpartei, die zum Protestzug aufgerufen hatte. Überrascht sind sie über die – freundlich ausgedrückt – geringe Resonanz nicht. Zum einen sei die Organisation nicht gut gelaufen und die Ankündigung erst einen Tag vor der geplanten Demo verschickt worden, sagt Pressesprecher Christian Hufgard.

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Creationist Carl Kerby insists dinosaurs were on Noah’s Ark: They took the younger ones

Image: rawstory.com

One of the founding border members of the Creationist organization Answers in Genesis believes that dinosaurs accompanied Noah on his Ark as the entire world was flooded by God.

By Eric W. DolanThe Raw Story

Speaking to Bryan Fischer of the American Family Association on Thursday, Carl Kerby insisted it wasn’t infeasible for the giant reptilian creatures to have been on Noah’s Ark.

The self-described “creation scientist” said he had debunked the notion that two of every animal could not have possibly fit on Noah’s Ark. The Bible states that the boat was about 450 feet long, 75 feet wide and 50 feet high, Kerby explained.

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