Das Design-Argument – Eine Kritik Teil 1

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Warum sich in der Natur kein „intelligentes Design“ offenbart. Der Kern des Design-Arguments in der Biologie (WIDENMEYER & JUNKER 2016)

Von Martin Neukamm | RDF

Auf der Website des evangelikalen Vereins WORT UND WISSEN findet sich ein Grundsatzartikel über das Design-Argument in der Biologie. Letzteres nennt sich auch Intelligent Design, kurz: ID. Der Beitrag stammt von Markus WIDENMEYER und Reinhard JUNKER und dient Menschen als Handreichung, die „methodisch sauber“ für Schöpfung argumentieren wollen (WIDENMEYER & JUNKER 2016). Vollmundig heißt es, Kritiker würden am Kern des Design-Arguments „scheitern“. Entsprechend wird der Text beworben – als ein „must read“ für alle, die argumentativ „up to date“ sein möchten.

Der Leser erwartet also eine argumentativ gewichtige Abhandlung zum intelligenten Design. Doch die Erwartungen erfüllen sich nur teilweise. Tatsächlich unterscheidet sich die Argumentation der Autoren nicht wesentlich von vorangegangenen Publikationen. Gleichwohl lohnt sich die Detail-Analyse.

Zum einen stellt der Beitrag Design-Argumente kompakt statt bücherfüllend dar, was die Kritik erheblich erleichtert. Zum anderen arbeiten sich die Autoren erfreulicherweise wenig an biologischen Detailfragen ab. Dies kommt der Diskussion zugute, denn der Streit darüber, inwiefern die Evolutionstheorie diesen oder jenen Entwicklungsschritt zufriedenstellend erklärt, ist fruchtlos. Die Frage, ob die Fakten den Design-Ansatz erhärten, lässt sich nur auf dem Boden der Methodologie und Logik führen.

Es geht zuallererst um wissenschaftstheoretische Fragen: Ist Intelligent Design eine vernünftige Alternative zur (naturalistischen) Evolutionstheorie? Ist es rational begründet und durch Forschung zu untermauern? Sind die Einwände seiner Kritiker unzureichend, wie die Anhänger des intelligenten Designs behaupten? Um diese Fragen zu klären, widmen wir uns zunächst dem Kern der Argumentation nach WIDENMEYER & JUNKER (2016) und kritisieren ihn dann systematisch.

Der Kern des Design-Ansatzes

Als „Design-Ansatz“ bezeichnen die Autoren die These, bestimmte Naturgegenstände seien ursprünglich auf geistige Ursachen, das heißt auf Schöpfung, zurückführen (S. 2). Dieser Ansatz ist in logischer Hinsicht mit dem Design-Argument verknüpft – dem Rückgriff auf wissenschaftliche Befunde und logische Aspekte. Design-Argumente dienen dazu, den Design-Ansatz zu begründen (S. 1).

Nach WIDENMEYER & JUNKER besteht die Begründung für „eine geistige Verursachung und damit für das Design-Argument“ aus zwei Komponenten. Erstens:

„1. Der Naturgegenstand zeigt definierte Kennzeichen von Planung bzw. Zielorientierung (Teleologie), die wir in anderen Fällen ganz entsprechend unseren sonstigen Design- Erfahrungen (Technik, Kunst) ausschließlich auf einen geistigen Urheber zurückführen (wir sprechen dann von ‚Design-Indizien‘ oder ‚Design-Merkmalen‘ wie z. B. funktionale Komplexität; s. u.)“ S. 1-2.

Insbesondere seien „geistig hervorgebrachte“(1) Gegenstände wie Computer „so gestaltet, dass ihre Teile in z. T. äußerst komplexen und vielschichtigen Zweck-Mittel- Beziehungen stehen.“ Die Teile, ihre Form und Anordnung, seien „nur in Bezug auf ihre Funktionen und letztlich das Ganze, den Zweck des Gegenstands, zu verstehen“.

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Kirchensteuer: Geldsegen für die Kirche

Bild: tilly
Die christlichen Kirchen in Deutschland verlieren jedes Jahr etwa 500.000 Mitglieder, verbuchen aber gleichzeitig Rekordsteuereinnahmen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Hält der Trend an, nehmen die Kirchen im Jahr 2023 mehr als 15 Milliarden Euro Steuern ein.

Tobias Hentze | Institut der deutschen Wirtschaft

Rund 12,6 Milliarden Euro Steuern verbuchten die Kirchen im aktuellen Jahr – neuer Rekord. Dabei verlieren die Kirchen jedes Jahr Mitglieder: Im Jahr 2004 waren es noch rund 51,6 Millionen, im vergangenen Jahr dagegen nur noch 44,9 Millionen. Viele Kirchenmitglieder sind sehr alt, es rücken kaum jüngere nach, zudem treten jedes Jahr hunderttausende Mitglieder aktiv aus.

Dass die Kirchen trotzdem Rekordeinnahmen verzeichnen, liegt an der guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland. Dadurch steigen die Einkommen. Da die Kirchensteuer auf die Einkommenssteuer fällig wird, müssen Kirchenmitglieder entsprechend mehr Kirchensteuer zahlen. In Baden-Württemberg und Bayern zahlen sie acht Prozent, im Rest des Landes neun Prozent auf die Einkommenssteuer. Im Schnitt muss ein Katholik in diesem Jahr 291 Euro abführen, ein Protestant 278 Euro.

Seit Jahren steigt der Durchschnittsbeitrag: Im kommenden Jahr müssen Kirchenmitglieder doppelt so viele Steuern zahlen wie 2004. Das liegt daran, dass es mehr Beschäftige als in früheren Jahren gibt und die Löhne gestiegen sind. Zudem verteilt sich die Kirchensteuer auf immer weniger Köpfe: Kirchenmitglieder werden im Schnitt immer älter, und viele von ihnen müssen oftmals kaum Kirchensteuer zahlen, weil ihr Einkommen im Ruhestand zu niedrig ist.

In den nächsten fünf Jahren dürfte der Trend weiter anhalten, zeigt die IW-Studie. Selbst wenn die Kirchen wie in den vergangenen Jahren weiterhin jedes Jahr 500.000 Mitglieder verlieren müssten, stiegen die Einnahmen weiter. Die katholische Kirche wird im Jahr 2023 ausgehend von der aktuellen Steuerschätzung voraussichtlich mehr als acht Milliarden Euro einnehmen, die evangelische Kirche kommt dann auf rund sieben Milliarden Euro.

„Dabei sind die Rekordzahlungen aus der Kirchensteuer längst nicht die einzige Einnahmequelle für die christlichen Kirchen in Deutschland“, sagt Studienautor und IW-Ökonom Tobias Hentze. Bei der evangelischen Kirche macht die Kirchensteuer gerade einmal 43 Prozent der Einnahmen aus. „Ein Großteil der kirchlichen Einnahmen besteht aus staatlichen Zuschüssen für Kindertageseinrichtungen sowie Elternbeiträgen, Mieteinnahmen und Spenden.“ Wie die Kirchen ihr Geld ausgeben, können sie frei entscheiden.

(Pressemitteilung)

EKD und Missbrauchsbeauftragter Rörig wollen Austausch vertiefen

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Unabhängige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, wollen ihre Zusammenarbeit bei Prävention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt vertiefen. Das bekräftigten beide bei einem gemeinsamen Austausch in der Sitzung des Rates der EKD am Freitag in Hannover.

evangelisch.de

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sagte laut Mitteilung vom Samstag, bei der Frage, welche Maßnahmen zur Verhinderung sexualisierter Gewalt am besten beitragen können, sei die Kirche „für den Rat des Unabhängigen Beauftagten sehr dankbar“. Rörig würdigte die von der EKD-Synode im November verabschiedeten Maßnahmen als „eine gute Basis um weiter voranzuschreiten“.

Insbesondere die geplanten Studien seien in dieser Hinsicht von großer Bedeutung, sagte Rörig. „Dabei ist es notwendig, dass die Kirchen mit dem Staat gemeinsam Standards für die Aufarbeitungsprozesse entwickeln.“ Daran müssten Betroffene beteiligt werden und ihre Rechte bei der Aufarbeitung geklärt sein.

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Polen und Ungarn blockieren „erfolgreich“ die „LGBTIQ-Rechte“ in der EU

Die Repräsentanten der beiden Länder legten gegen die Aufnahme des Akronyms „LGBTIQ“ in eine gemeinsame Erklärung der Minister für Arbeit und Soziales Veto ein.

kath.net

Polen und Ungarn haben die Aufnahme von „LGBTIQ-Rechten“ in eine gemeinsame Erklärung der Europäischen Union blockiert. Darüber berichtete „LifeSiteNews“. Die Repräsentanten der beiden Länder legten gegen die Aufnahme des Akronyms „LGBTIQ“ in eine gemeinsame Erklärung der Minister für Arbeit und Soziales, die „die Gleichstellung der Geschlechter im digitalen Zeitalter“ fördern soll, Veto ein. Damit verärgerten sie nach Darstellung von „LifeSiteNews“ andere EU-Mitgliedsstaaten. Zwar fügte dann Österreich dem Dokument in seiner jetzigen Funktion als Inhaber der Präsidentschaft des Europäischen Rates einen Hinweis auf „LGBTIQ“ hinzu. Dieser Zusatz wird jedoch nur als „Schlussfolgerungen des Präsidenten“ eingestuft, die nicht die rechtliche Bedeutung von formellen Schlussfolgerungen des Rates haben. Die offiziellen Schlussfolgerungen des EPSCO-Rates beziehen sich jetzt nur noch auf „Gleichstellung der Geschlechter, Jugend und Digitalisierung“.

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Niederlande: Kirche verhindert Abschiebung mit Non-Stop-Gottesdienst

Messfeier in der Bethel-Kirche in Den Haag – APA/AFP/ANP/KOEN VAN WEEL
In einer protestanischen Kirche werden seit 50 Tagen pausenlos Messen gefeiert. Weil laut niederländischem Recht die Polizei Kirchen während Gottesdiensten nicht zwangsweise betreten darf, wird seither eine dort lebende Familie aus Armenien beschützt.

Die Presse.com

Mit einem ununterbrochenen Gottesdienst verhindert eine niederländische Kirche seit 50 Tagen die Abschiebung einer armenischen Familie. Die Familie sei in ihrer Heimat Armenien nicht sicher, sagte Pfarrer Derk Stegemann von der Bethelkirche in Den Haag am Donnerstag. „Und den Kindern droht durch die Abschiebung schwerer Schaden.“

Nach niederländischem Recht darf die Polizei sich keinen Zutritt zu einer Kirche verschaffen, solange dort eine Messe gefeiert wird. Die Familie Tamrazyan – darunter Vater, Mutter und drei Kinder im Alter von 15, 19 und 21 Jahren – war vor etwa neun Jahren in die Niederlande gekommen. Ihr Asylantrag wurde diesen Sommer endgültig abgelehnt.

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De Chardin im xten Aufguss: Wenn Theologen über den Atheismus dilettieren

©Johannes Minkus
Ralf Frisch ist Professor für theologische Grund- und Gegenwartsfragen und Theologischer Referent der Landessynode der bayerischen Landeskirche. In seinem neuen Buch „Atheismus adieu“ beschäftigt er sich mit den „letzten Fragen“ der Menschheit. Ein Interview.

Von Timo Lechner | Sonntagsblatt

Herr Frisch, seit Jahrtausenden arbeiten sich Philosophen und Theologen an den „letzten Fragen“ der Menschheit ab. Warum war es für Sie anno 2018 an der Zeit, auch noch einen Beitrag dazu zu leisten?

Ralf Frisch: Viele Menschen glauben, dass allein die Natur- und Humanwissenschaften Antworten auf die Frage geben können, was die Welt im Innersten zusammenhält: Elementarteilchen und blinder Zufall. Wer nicht davon überzeugt ist, dass alles, was ist, letztlich sinnlos ist, gilt als unwissenschaftlich. Weil ich das jedoch für Unsinn halte, habe ich mein Buch geschrieben. Ich bin davon überzeugt, dass wir weder das wahre Wesen des Menschen noch das wahre Wesen der Dinge aufspüren, wenn wir nur naturwissenschaftliche Netze in den Ozean des Seins auswerfen. Denn in diesen verfängt sich das Entscheidende gerade nicht.

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219a-Kompromiss: Katholische Kirche äußert sich zurückhaltend

Bild: © KNA/Harald Oppitz
Nach monatelangen Debatten um das geltende Werbeverbot für Abtreibungen hat die Bundesregierung am Mittwochabend einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Geplant ist, Paragraf 219a nicht abzuschaffen, sondern zu ergänzen. Die Reaktionen aus Kirche und Politik sind unterschiedlich.

katholisch.de

Der am Mittwochabend von der Bundesregierung vorgelegte Kompromissvorschlag für eine Lösung im Streit um das das geltende Werbeverbot für Abtreibung ist auf geteilte Reaktionen gestoßen. Die katholische Kirche äußerte sich zurückhaltend: „Die gestrige Erklärung der Partner der Großen Koalition ist sicher ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Lösung. Wir müssen nun erst einmal die genauen gesetzlichen Änderungsvorschläge abwarten“, sagte der Leiter des Katholischen Büros, Prälat Karl Jüsten, auf Anfrage.

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Ethikrat: Theologisches Schwurbeln um Klonfrau Eva?

Bild: Deutscher Ethikrat
Die Tübinger Theologieprofessorin Elisabeth Gräb-Schmidt ist in den Deutschen Ethikrat berufen worden. Die 62-Jährige wurde auf Vorschlag der Bundesregierung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) ernannt, wie der Ethikrat am Mittwoch in Berlin mitteilte.

evangelisch.de

Gräb-Schmidt ist Professorin für Systematische Theologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und sitzt seit 2013 im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf ethischen Fragestellungen etwa in der Gentechnologie.

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Werbung für Abtreibung soll verboten bleiben – §219a wird ergänzt

  • Das Werbeverbot für Abtreibungen soll prinzipiell bestehen bleiben, jedoch ergänzt werden.
  • Bundesärztekammer und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen Kontaktinformationen von Ärzten bereithalten, an die sich Frauen für einen Abbruch wenden können.
  • Darauf einigten sich die zuständigen Minister der großen Koalition in Berlin.

Von Kristiana Ludwig | Süddeutsche Zeitung

Im Streit um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche hat eine Ministerrunde um Justizministerin Katarina Barley (SPD) einen Kompromiss in Aussicht gestellt. In einem Papier, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, sagten sie zu, im kommenden Jahr ein Gesetz auszuformulieren, „dass und wie Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenhäuser über die Tatsache informieren können, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen“. Dafür soll der umstrittene Strafrechtsparagraf 219a lediglich ergänzt werden. „Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch darf es jedoch auch in Zukunft nicht geben“, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU).

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Einigung über 219a in der Koalition nicht in Sicht

Noch vor Weihnachten wollte sich die Koalition darauf einigen, ob und wie das Werbeverbot für Abtreibungen überarbeitet wird. Doch zu Beginn der letzten Sitzungswoche im Bundestag ist noch immer kein Kompromissvorschlag in Sicht.

evangelisch.de

In der großen Koalition ist eine Einigung im Streit über das Werbeverbot für Abtreibungen noch nicht in Sicht. SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles wies am Dienstag in Berlin darauf hin, dass die Regierung damit beauftragt worden sei, einen Kompromissvorschlag zu machen: „Und wir erwarten diese Woche diesen Vorschlag.“ Aus dem Justiz- und dem Familienministerium war am Dienstag lediglich zu erfahren, die Gespräche dauerten an und liefen konstruktiv. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion kündigte an, sich erst im kommenden Jahr wieder mit dem Thema beschäftigen. Derweil erhöhen Oppositionsparteien den Druck.

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Überlegungen zur Frage „Staat ohne Gott?“: Verfassungsrechtler diskutieren

Wie neutral muss ein Staat in Bezug auf Weltanschauungen heute sein? Und passt da am Ende noch Gott in die Präambel der Verfassung? Darüber tauschten sich nun in Bayern zwei Verfassungsrechtler aus – kontrovers und teilweise klärend.

DOMRADIO.DE

„Der säkulare Staat“ – so wollte Horst Dreier sein aktuelles Buch nennen, in dem der Würzburger Verfassungsrechtler eine streitbare Analyse über Religion in der säkularen Moderne abliefert.

„Viel zu langweilig“, habe das Urteil des Verlags gelautet. Am Ende kam der Titel „Staat ohne Gott“ heraus. Für den setzte sich der Jurist noch einmal hin und schrieb eine einordnende Einleitung für seine Thesen. Denn eine „Streitschrift für einen kämpferischen Atheismus“ sollte es bewusst nicht sein, wie er am Montagabend in München versicherte.

Wachsendes Neutralitätsgebot?

Die Katholische Akademie in Bayern hatte den Titel, wenngleich mit einem Fragezeichen versehen, aufgegriffen und ihn zum Anlass für ein Streitgespräch mit dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof genommen. Heraus kam ein zivilisiertes Fachgespräch auf hohem Niveau, bei dem beide Seiten durchaus Einschätzungen teilten, Gegensätze benannten und diese teilweise klären konnten.

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Der Christengott kann seine Tempel nicht schützen – Eintrittskarten sollen es lösen

Bild. 4ever.eu
Zu einer Essener Kirche gibt es an Heiligabend ausschließlich per Eintrittskarte Zutritt. Grund sind bestimmte Fragen der Sicherheit. Doch nicht alle Gemeindemitglieder sind mit dieser Regelung einverstanden.

katholisch.de

Die stark besuchten Heiligabend-Gottesdienste einer evangelischen Kirchengemeinde in Essen können in diesem Jahr nur mit einer kostenlosen Eintrittskarte besucht werden. Grund seien Sicherheitsbestimmungen, nach denen niemand im Gottesdienst stehen dürfe, sagte Christiane Imhof, die stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums der Gemeinde in Essen-Haarzopf, am Montag. Anlass für die Regelung seien „unschöne Diskussionen“ im vergangenen Jahr am Eingang gewesen, als zu viele Menschen in die Kirche wollten. „Es entstand eine erhebliche Missstimmung am Heiligabend.“

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Werbeverbot(Informationsverbot) für Abtreibung: Gewissensentscheidung statt Kompromiss?

Bild: tagesschau.de
Der Streit um Werbeverbot für Abtreibungen schwelt in der Großen Koalition. Vor allem SPD-Chefin Nahles steht parteiintern unter Druck. Eine neue Forderung aus ihrer Fraktion macht es für sie kaum leichter.

tagesschau.de

SPD-Chefin Andrea Nahles bekommt in der Debatte um den Paragrafen 219a immer stärkeren Druck aus den eigenen Reihen zu spüren. Der Paragraf verbietet die Werbung für Abtreibung und ist seit längerem Streitpunkt zwischen den Koalitionsparteien.

In dieser Woche wollen Union und SPD versuchen, endlich einen Kompromiss zu finden. Doch noch stehen die Zeichen nicht auf Einigung. Am Sonntagabend sprachen die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Nahles in einem Telefonat miteinander – offenbar ohne Ergebnis zum Werbeverbot.

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Kritik der türkischen HDP „: Maas billigt Erdogans Unterdrückung“

Bild: tagesschau.de
Erdogan lässt sich in seine Politik nicht reinreden: Oppositionelle sperrt er weg, EU-Urteile ignoriert er. Trotzdem schweigen Deutschland und die EU, kritisiert der HDP-Abgeordnete Sancar.

Von Oliver Mayer-Rüth | tagesschau.de

Die HDP ist unter Druck. Seit mehr als zwei Jahren geht der türkische Staat mit großer Härte gegen Funktionäre, gewählte Volksvertreter und Abgeordnete der Partei vor. Unzählige HDP-Politiker sitzen im Gefängnis.

Die Partei selbst sagt, sie setze sich insbesondere für die Belange der kurdischen Minderheit ein. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, seine AKP, die mit Erdogan verbündete nationalistische Partei MHP und die türkische Justiz werfen der HDP vor, der politische Arm der als Terrororganisation eingestuften PKK zu sein. Zwar findet in regierungsnahen Medien eine permanente Kriminalisierung der prokurdischen Partei statt, verbieten will Erdogan die HDP jedoch nicht.

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Kristina Hänel und die pränatalen Fruchtwasserträume eines Lebensrechtlers

Bild: © Fotolia.com/nataliaderiabina Symbolbild
Einem Embryo fehle die Empfindung und das Gehirn eines bereits geborenen Menschen: Daher könne sie ihm nicht die gleiche Würde zusprechen, sagt die wegen Werbung für Abtreibung verurteilte Ärztin Kristina Hänel. Ein Lebensrechtler hält dagegen.

katholisch.de

Die verurteilte Ärztin Kristina Hänel will nach eigenen Worten einem Embryo „nicht die gleiche Würde zusprechen wie einem bereits geborenen Menschen“. Er habe „nicht die Empfindung und nicht das Gehirn dazu“, sagte Hänel in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.). Auf die Frage, wann aus ihrer Sicht das Menschsein beginne, sagte sie: „Für mich ist er mit der Geburt ein Mensch.“ Die Menschwerdung passiere in der Schwangerschaft.

Dagegen betonte der Lebensrechtler Paul Cullen in dem Streitgespräch, das menschliche Leben beginne mit der Befruchtung der weiblichen Eizelle: „Der Mensch ist von Anfang an ein Mensch.“ Entweder hätten alle gleiche Rechte „oder keiner hat so richtig welche“.

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‘Wo Religionsfreiheit eingeschränkt ist, werden auch andere Rechte unterdrückt

„Kirche in Not“ hat Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2018“ vorgestellt.

kath.net

61 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit nicht respektiert wird. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Religionsfreiheit weltweit 2018“, die das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ Deutschland am 28. November bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main vorgestellt hat.

196 Länder im Hinblick auf Religionsfreiheit untersucht

Der Bericht, an dem über 40 internationale Autoren mitgewirkt haben und der zum 14. Mail erscheint, nimmt die Situation in 196 Ländern in den Blick, analysiert die Rechtslage und dokumentiert Verstöße gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit – für Christen wie für alle anderen Religionen. Die Ergebnisse seien ernüchternd, erklärte Maria Lozano, Pressebeauftragte von „Kirche in Not“ International und Mitglied im Redaktionsteam des Berichts: „In 38 Ländern kommt es zu schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit und in 18 dieser Länder hat sich die Lage seit 2016 nochmals verschlechtert.“

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Online Christian “School” Offers Apocalypse Doctorate for $2,240

Image: Friendly Atheist
We found it: the least useful degree anyone could possibly get.
The online-only Luder-Wycliffe School of Eschatology is now offering a doctorate in End Times Prophecy (a.k.a. the “Apocalypse Degree”)
Because getting a masters in bullshit is for losers.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

No Seminary in the world offers the Doctor of Eschatology except Luder-Wycliffe Theological Seminary. We are it! We have made history with this degree program, and now it is offered exclusively by us. This degree program is extremely comprehensive and rigorous…but worth every minute of study. You the student will be of the very first in the entire world to earn this prestigious degree.

Before you spend $2,240 on the degree, consider the following:

  • If the world ends, your degree will be useless.
  • If the world does not end, your degree will be useless.
  • What the hell does a doctoral thesis look like in this program considering the entire field is about evidence-free speculation?
  • The school has no accreditation from a credible source. Will your course credits transfer anywhere else? The schools says that’s “quite unpredictable.”
  • It feels safe to assume that the thesis will have to be written in ALL CAPS.
  • The testimonials on the school’s website consist of one guy (“Peter Packer”) who has no picture and says the same vague thing every time you scroll through the list.
  • There’s nothing you’ll get from a doctorate in this subject that you won’t get by reading a Left Behind book and buying a bucket of whatever glop Jim Bakker is selling.

It’s a fictional degree from a fictional school for a fictional topic.

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Evangelische Kirche: Tumult statt Konsens

Im Gespräch bleiben, auch wenn die Auffassungen weit auseinandergehen – das fällt auch der Kirchengemeinde in Hegnach schwer (imago/Ikon Images)
Mehr Bibeltreue und weniger Gender-Debatten, fordern konservativ-evangelikale Christen. Liberale Gläubige sehen darin eine Nähe zu populistischen Positionen. Vielerorts gibt es Spannungen um den rechten Protestantismus – in einer schwäbischen Gemeinde ist ein offener Konflikt ausgebrochen.

Von Uschi Götz | Deutschlandfunk

„Das, was mir zugetragen wurde, ist, dass Leute aufgestanden sind, dass geschrien wurde, dass einige von den Unterzeichnern auch den Raum verlassen haben. Dabei ist es zu den persönlichen Verletzungen gekommen.“ Dekan Timmo Hertneck erzählt ruhig, versucht beiden Seiten in seiner Beschreibung gerecht zu werden. Öffentlich wollen die wenigstens etwas sagen, die Sache ist heikel. Der Versuch, einen Streit zwischen zwei kirchlichen Strömungen im Waiblinger Teilort Hegnach mittels Schlichtung beizulegen, endete im Oktober in einem Tumult.

Das Kirchenjahr ist zu Ende, die Gemeinde gespalten wie nie zuvor. Langjährige Kirchenmitarbeiter haben gekündigt, Eltern lassen ihre Kinder woanders konfirmieren, auch von Kirchenaustritten ist die Rede. Bibeltreue Protestanten haben sich mit liberalen Christen überworfen, im Mittelpunkt steht dabei ein evangelischer Pfarrer, der 2016 in die rund 4500 Einwohner zählende Gemeinde nordöstlich von Stuttgart kam.

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Bryan Fischer: Dinosaurs Went Extinct – Because Plants Died Out After Noah’s Flood

During the „Focal Point“ show, Bryan Fischer, the American Family Association’s radio host, gave listener’s an education on how dinosaurs went extinct. Fischer asserted that “you had little tiny dinosaurs on the Ark,” but they didn’t survive after the flood receded because all of the vegetation had been destroyed.

By Atheist Republic

US-Bischöfe können Mörder nicht vor elektrischem Stuhl retten: Zunehmendes Tempo bei Hinrichtungen

Themenbild.

Eine „wachsende Missachtung menschlichen Lebens“: Die Bischöfe der drei katholischen Diözesen im Bundesstaat Tennessee haben sich erfolglos gegen die Hinrichtung von David Miller gestemmt.

DOMRADIO.DE

Die Bischöfe Richard Stika und Mark Spalding sowie Erzbischof Joseph Kurtz hatten an die Justiz appelliert, den geständigen Mörder nicht auf dem elektrischen Stuhl hinzurichten. Sie forderten eine „schwere Strafe“, nicht aber die Tötung des 61-Jährigen.

Kein Weg zur Gerechtigkeit

Miller hatte im Mai 1981 eine 23-jährige geistig behinderte Frau ermordet und saß seitdem in der Todeszelle. Das Todesurteil wurde am späten Donnerstagabend (Ortszeit) in einem Hochsicherheitstrakt in Nashville vollstreckt.

Die Todesstrafe sei kein Weg zur Gerechtigkeit. Vielmehr trage sie zu einer „wachsenden Missachtung menschlichen Lebens bei“, heißt es in der Erklärung der Bischöfe. Darin sprechen sie auch das zunehmende Tempo bei Hinrichtungen in Tennessee an. Bis 2020 sollen dort demnach sechs weitere Todesurteile vollstreckt werden. Miller war der zweite Straftäter, der binnen weniger Wochen hingerichtet wurde.