Bibel-Fundamentalismus: Konservative christliche Positionen sind nicht ‚rechtspopulistisch‘

Themenbild.
Michael Diener beim Evangelischen Kirchentag: In der pietistisch-evangelikalen Welt wird eine Homo-Ehe nicht akzeptiert werden, diese Position habe schon lange vor dem Aufkommen der Rechtspopulisten gegeben.

kath.net

Der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Michael Diener, hat sich dagegen gewandt, Positionen konservativer Christen als rechtspopulistisch zu bezeichnen. Dies berichtet der evangelische Nachrichtendienst „idea“. Diener nahm am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Genderversagen?“ teil. Er stellte bei der Veranstaltung klar, dass in der pietistisch-evangelikalen Welt eine Homo-Ehe nicht akzeptiert werde und dass es diese Position schon lange vor dem Aufkommen der Rechtspopulisten gegeben habe: „Konservative Christen geraten unter dieses Etikett. Das wird ihnen nicht gerecht und ist nicht hilfreich für die Diskussion.“

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Uni Siegen und ein Gebetsraum

Diese Raumteiler mit Decken dienten laut Rektorat dazu, den Raum in einen größeren, hellen Bereich für Männer und einen kleineren dunklen Bereich für Frauen aufzuteilen. Foto: TU Dortmund/Themenbild
Zum Ruhe finden, Innehalten, Meditieren und Beten sind sie gedacht: Räume der Stille an Hochschulen. Doch immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften, die sie nutzen wollen. An der Uni Siegen will man das anders machen. Aber wie?

Von Raimund Hellwig | evangelisch.de

Niemand weiß mehr so ganz genau, wo die Geschichte des Raums der Stille an der Universität Siegen beginnt: Vielleicht im Kopf von muslimischen Studierenden, die es leid waren, in einem abgelegenen Teil der Universitätsbibliothek zu beten, vielleicht auch im Kopf von Studierendenpfarrer Dietrich Hoof-Greve.  Man weiß aber ziemlich genau, wann die Diskussion um diesen Raum einen Knick bekam: Das war der Tag, an dem die Kollegen von der Universität in Dortmund unter reger Begleitung der nationalen Medien ihren Raum der Stille schlossen, weil „Nutzer den Raum wiederholt umgestaltet hatten, um eine Geschlechtertrennung vorzunehmen, was die TU Dortmund als staatliche, dem Grundgesetz verpflichtete Einrichtung nicht dulden darf.“ So stand es in einer kurzen Mitteilung auf der Homepage der TU Dortmund, verlinkt war an der Meldung ein offener Brief der Uni-Leitung. Tatsächlich hatten Muslime den Raum der Stille zu einem Gebetsraum mit Geschlechtertrennung umfunktioniert. Weibliche Besucherinnen des Raumes wurden am Eingang von männlichen Muslimen abgefangen und darauf hingewiesen, dass sie nur Zugang zu einem kleineren, abgegrenzten Raumteil hätten – der größere wiederum sei nur Männern vorbehalten. Daraufhin begann man in Siegen, über angebliche oder tatsächliche Raumbesetzungsstrategien der Muslime oder auch „Islamisten“ zu diskutieren.

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Wenn der Kirchenbetreuer ein Kinderschänder ist

In mehr als 100 Fällen soll ein 42-Jähriger zwei Jungen missbraucht haben. Erst viele Jahre später wandte sich einer der Jungen an die Polizei Quelle: pa/Bildagentur-online/www.bildagentur-online.com
Er lernte sie auf dem Flohmarkt kennen, lockte sie mit Spielzeug und der Tatsache, dass er Betreuer einer Jugendgruppe war: Ein Mann soll zwei Jungen in mehr als 100 Fällen sexuell missbraucht haben.

Von Martin Jenssen | DIE WELT

Es ist ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Mit Einfühlsamkeit, Spielzeug, Zugang zum Computer und leckerem Essen erschlich sich Helge B. (42) das Vertrauen von zwei Jungs im Kindesalter. Immer wieder lud er die Kinder in seine Wohnung ein. Er massierte ihren Nacken, streichelte ihren Bauch – bis es schließlich zu sexuellen Übergriffen kam.

Erst viele Jahre später wandte sich einer der Jungen an die Polizei. Und darum muss sich Helge B. seit Montag wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor der Jugendschutzkammer des Hamburger Landgerichts verantworten.

„Ich habe eine Therapie begonnen“

Vermummt durch ein tief ins Gesicht gezogenes blaues Basecap und einen schwarzen Schal erschien der Angeklagte im Gerichtssaal. Er legte, vorgetragen von seinem Rechtsanwalt, ein umfangreiches Geständnis ab. Das brachte ihm zumindest etwas Respekt ein. Die Vorsitzende Richterin: „Angeklagte geben lieber einen Raub zu als ein Sexualdelikt, vor allem wenn Kinder betroffen sind.“

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AfD-Vorsitzender: Käßmann keine „aufrichtige Christin“

Jörg Meuthen als aufrichtige Christin. Bild: bb

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen hat die evangelischen und katholischen Kirche für ihr Verhalten seiner Partei gegenüber scharf angegriffen.

evangelisch.de

Unmittelbar nach dem evangelischen Kirchentag mit der viel beachteten Diskussion mit einer AfD-Vertreterin haben führende Vertreter der Partei die Kirchen erneut scharf angegriffen. Der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen warf evangelischer und katholischer Kirche „Dialogverweigerung“ vor. „Gesprächsangebote lehnen sie kategorisch ab“, sagte er, räumte zugleich aber ein, dass es eine offizielle Anfrage der Parteispitze an die Kirchen für Gespräche, ob öffentlich oder informell, in der Form noch gar nicht gegeben hat.

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„Religion schließt Kompromisse aus“

Der Nahost-Experte Jörg Armbruster spricht in der Wallfahrtskirche in Klausen. TV-Foto: Christina Bents Foto: (g_pol3)
Der Nahost-Experte Jörg Armbruster sieht den christlichen Glauben in Syrien stark bedroht.

Von Christina Bents | volksfreund.de

Ein Hauch von Weltpolitik wehte durch die Wallfahrtskirche Klausen, als der Nahostexperte und Korrespondent der ARD vor dem Altar über die Zusammenhänge im Syrienkrieg sprach. 70 Besucher wollten hören, was er auf Einladung von Wallfahrtsrektor Pater Albert Seul zu sagen hatte. Zunächst ging er auf die aktuelle Situation ein. 400 000 Tote hat der Konflikt bereits gefordert, die meisten davon waren Zivilisten. Die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht, entweder innerhalb des Landes, in den angrenzenden Staaten oder sie kommen bis nach Europa. Er erklärt: „Jordanien und der Libanon haben hier Wahnsinniges geleistet. Jordanien, das selbst ein ganz armes Land ist, hat schon 1,3 Millionen Flüchtlinge aufgenommen und hat im vergangenen Jahr gesagt ‚Wir können nicht mehr’. Das hätte ich schon viel früher erwartet.“ Im Libanon ist inzwischen jeder vierte Bewohner des Landes ein Syrer.

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Regenbogenfahne nicht vor Bundesgebäuden

Die Bundesregierung sträubt sich weiter gegen Regenbogenfahnen vor Bundesbehörden. Der Grünen Abgeordnete Volker Beck hält das für „pickelhaubig, vorgestrig und provinziell“.

Von Tilmann Warnecke | DER TAGESSPIEGEL

Um das Hissen der Regenbogenfahne in der CSD-Saison vor Bundesministerien und Bundesbehörden gibt es immer wieder Streit. Man denke an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im vergangenen Jahr: Die durfte erst am Vorabend des Berliner Christopher Street Days die Fahne mit den Farben der homosexuellen Emanzipationsbewegung hissen – nachdem das zuvor die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, der das Gebäude gehört, verboten hatte.

Hintergrund des immer wiederkehrenden Theaters ist der Flaggenerlass des Innenministeriums. Der regelt detailliert, wie Dienstgebäude des Bundes flaggen dürfen. Die Regenbogenfahne ist dabei nicht vorgesehen. Einige SPD-geführte Ministerien – in der Vergangenheit etwa das Familien- oder Justizministerium – setzen sich inzwischen darüber hinweg, um ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu setzen. Unionsgeführte Ministerien dagegen bleiben in der Regel unbeflaggt.

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Kirchentag: Minderheiten-Party für 22 Millionen— Kirchen-Wahlkampf

22 Millionen Euro hat der Kirchentag gekostet, Besucher kommen immer weniger und nur 27,1 Prozent der Deutschen sind evangelisch, Tendenz fallend.

Von Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag. In 107 Wochen findet der 37. statt, in Dortmund. Dann ist einer Präsident, der bisher immer und überall auf Relevanz geachtet hat: Hans Leyendecker. Der journalistische Chefaufklärer der Republik kann sehr hilfreich sein; denn die Zahl der Besucher bei diesem Kirchentag blieb hinter den Hoffnungen zurück. Und nachdem nur 27, 1 Prozent der Deutschen evangelisch sind, diese Zahl noch weiter sinken wird, ist es umso nötiger aufzuklären, was Akzeptanz bei den Gläubigen findet.

Zumal dieses Treffen rund 22 Millionen Euro gekostet hat und der Staat sich daran beteiligt.

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„Mit Militär besiegt man keine Ideologie“

Blick auf das eingestürzte Minarett (2013)der Großen Umayyaden-Moschee in Aleppo. Bild wikimedia.org/CC-BY-3.0/Gabriele Fangi, Wissam Wahbeh
Seit 2011 tobt in Syrien ein brutaler, blutiger Bürgerkrieg, der auf allen Seiten hohe Opfer gefordert hat: Den Vereinten Nationen zufolge starben mindestens 400.000 Menschen. Fünf Millionen flüchteten außer Landes, sechs Millionen wurden zu Flüchtlingen im eigenen Land. Die Hälfte der Bevölkerung lebt heute nicht mehr dort, wo sie noch zu Beginn des Konflikts gelebt hat. Nichts ist mehr, wie es mal war in Syrien – und ob es jemals wieder so werden wird, ist mehr als fraglich.

Von Lena Ohm | evangelisch.de

Hoch oben in der Kuppel des Berliner Doms thront eine lichtdurchflutete Friedenstaube. Sie soll den Gläubigen symbolisieren, dass der Heilige Geist mit ihnen ist. Fast alle Plätze des Doms sind besetzt, einige neugierige Zuhörer warten vor den Eingängen, um der Diskussion zu lauschen, die unter den wachsamen Augen der Friedenstaube stattfinden soll. „Der Zerfall des Nahen Ostens – Wo sind Ansätze der Stabilisierung“, lautet der Titel der Veranstaltung – eine Frage, die in Berlin wenige Kilometer weiter entfernt garantiert auch schon hunderte Male diskutiert worden ist und auf die bisher zumindest noch keine praktikable Antwort gefunden wurde. Einen Antwortversuch unternehmen im Berliner Dom drei hochangesehene Männer: Da ist zum einen Staffan de Mistura, der Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien, dann der syrische Journalist, Anwalt und Menschenrechtsaktivist Mazen Darwish und der Direktor Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes.

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Gläserne Wände für Nicht-Gläubige

Eine Jugendfeier des Humanistischen Verbands im Friedrichstadtpalast. Der Verband fordert mehr nicht-christliche Seelsorge in…Foto: imago stock&people
Werden nicht-religiöse Menschen in Deutschland diskriminiert? Ja, sagt der Humanistische Verband – und verweist auf die Staatsförderung der christlichen Kirchen in der Bildung. Andere widersprechen. Eine Diskussion auf dem Kirchentag.

Von Adelheid Müller-Lissner | DER TAGESSPIEGEL

„Höre des Herrn Wort“, so steht es über der Eingangstür zur Sophienkirche in Berlin-Mitte. In der Reihe „Streitzeit“ des Kirchentages wurde an diesem heiligen Ort nun auch das Wort eines dezidiert atheistischen Verbandes gehört. Der Humanistische Verband Deutschlands beklagt in seiner Schrift „Gläserne Wände“ die Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland. „Menschen, für die Religion keine Rolle spielt, sind nicht nichts“, sagte auf dem Podium Vorstand Michael Bauer.

Neben christlicher Seelsorge müsse in Krisensituationen, in Krankenhäusern oder Haftanstalten deshalb auch humanistische Seelsorge angeboten werden. In die Schulzimmer staatlicher Lehranstalten gehörten entweder gar keine Kreuze – die es trotz des „Kruzifix-Beschlusses“ des Bundesverfassungsgerichts von 1995 immer noch gibt – oder aber Symbole aller dort vertretenen Weltanschauungen. Das werde möglicherweise recht bunt, aber „entweder alle rein oder alle raus! Warum macht der Staat sich gemein mit nur einer Religion?“

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Die Renaissance des evangelischen Nationalismus

Riesengarde unter Friedrich Wilhelm I. Über den Bäumen ist der Glockenturm der Garnisonskirche zu Potsdam sichtbar.
Bild: Richard Knötel, Preussens Heer in Wort und Bild. Glogau Verlag

Am 01. Januar 1722 wurde die Hof-und Garnisonskirche zu Potsdam durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen eingeweiht. Am folgenden Tag gründete er die dazugehörige Pfarrei(Parochie). Während die Hofgemeinde zur reformierten Kirche gehörte war die Militärgemeinde lutherisch. Durch die Vereinigung beider Konfessionen und der Zivil-und Militärgemeinde entstand eine Simultankirche. Die Zivilgemeinde bestand ursprünglich aus den reformierten Mitgliedern des Königshauses, der bisherigen Schlossgemeinde, also sehr zivil.
Potsdam selbst war zu diesem Zeitpunkt Garnisonsstadt. Die Elite-Regimenter des Heeres waren hier stationiert, die Garde, also jene Einheiten die dem König direkt unterstanden bzw. der Monarch ein spezielle Beziehung pflegte. Alles andere war Linie.
Alle Militärgottesdienste fanden nun in der Garnisonskirche statt. Von 1746 bis 1861 war das Amt des Feldpropstes mit dem des Potsdamer Garnisonspredigers verbunden. Der Feldpropst war oberster Militärgeistlicher, dem sämtliche Feldprediger und Militärpfarrer unterstellt waren. In preußischer Tradition ist der heutige hauptamtliche Militärbischof Rink in dieser Position.
Die Garnisonskirche Potsdam war eine Keimzelle der opportunistischen Feigheit und des staatsideologischen Missbrauchs der evangelischen Kirche in Deutschland.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Kirche zum Walhalla des preußischen Absolutismus. Eine Kanonenkugel mit preußischem Adler krönte den Abschluß des Kirchenturms. Zeughaus für gottgefälligen Militarismus. Die Kriege die Preußen focht sind bekannt, später die ganz großen Kriege die zum Kaiserreich und seiner Abschaffung führten. Die Garnisonskirche, das Grabmal der Weimarer Republik.

Die Kanonenkugel könnte man heute durch eine abgereicherte Kernwaffe ersetzen. Die Anbetung erinnert dann an den Film „Planet der Affen.“

Warum spricht niemand über die in dieser Kirche abgehaltenen Kriegspredigten? Sie waren Mittel zur Teilnahme der evangelischen Kirche an jeden stattfindenden Krieg. Während Könige und Kaiser militärisch mobil machten sorgten die Pfarrer für die „geistliche“ Mobilmachung der Massen. Warum sprechen die Hubers, Dröges, Stolpes und Schwaetzers nicht über die antisemitischen Predigten des Hofpredigers Johannes Vogel, die Fahnenweihen des Kyffhäuserbundes, die Heldengedenkgottesdienste im Zweiten Weltkrieg? Geschichtsrevisionismus zum Preis eines Turms, den man errichten will, wohl wissend dass man einen Grabstein der Demokratie, der Menschenrechte und des Friedens baut. Die Garnisonskirche in Potsdam war ein deutliches Zeichen der Kooperation von Thron und Kirche. Der Thron wurde durch die Politik ersetzt, die aus den gleichen Motiven heraus wilhelmische Prachtbauten restaurieren lässt.
Bedford-Strohm der sich wohlgefällig mit den „Mächtigen“ dieser Zeit ablichten lässt bietet die Militärseelsorger der Bundeswehr als Mediationsgehilfen gegen rechtsextreme Netzwerke an. Ihm ist klar, dass die Militärseelsorger Angestellte des Staates sind, in der Bundeswehr, vom Staat bezahlt werden, bis hin zum Militärbischof Rink, für den man erst eine hauptamtliche Planstelle schaffen musste, mit anderen Worten, seine Bezahlung war abzusichern. Wenn es das Problem des Rechtsextremismus in der Bundeswehr gibt, sind die Militärseelsorger Teil dieses Problems und völlig ungeeignet den Knoten der Tradition, seiner Pflege zu zerschlagen. Bedford-Strohms Hilfestellung ist keine, erstens unterstehen ihm die Militärseelsorger nicht und zweitens hängt er selbst unkritisch in Schlingen seiner Kirche.

Die privilegierte Zivilgemeinde will diese Kirche auch, den Geldgebern  gereicht es zur Ehre den Tempel des Militarismus, Rassismus zu ermöglichen. Der Adel des Königshauses wurde lediglich durch den Geldadel ersetzt.

Wen Markus Dröge gegen den Nationalismus wettert sollte er bei sich anfangen. Der Bau der Garnisonskirche zu Potsdam, die Errichtung des Turmes ist nichts anderes als die Rekonstruktion, die Wiedergeburt des Nationalismus.

Der „Tag von Potsdam“ war kein Ausrutscher. Er war die logische Konsequenz einer Kirche die in ihrer Gründung zu finden ist. Ludendorff stellte bereits 1919 klar, in eben dieser Kirche, wohin die Reise gehen soll.

Am 21. März 1933 predigte der Generalsuperintendent der Kurmark Otto Dibelius in der Garnisonskirche. Göring meinte dazu:“Das war die beste Predigt, die ich in meinem Leben gehört habe!“ Dibelius selbst notierte:

„Als das letzte Wort gesprochen ist, tritt Hitler von dem Pult zurück. Der Reichspräsident tut einen Schritt nach vorn und streckt ihm die Hand entgegen. Hitler ergreift sie und beugt sich tief, wie zum Kuss, über die Hand des greisen Feldmarschalls. Es ist eine Huldigung in Dank und Liebe, die jeden ergriffen hat, der sie mit ansah.“

Mit einem freudigen „Ja“ war die Kirche an diesem unsäglichen Meilenstein deutscher Geschichte beteiligt, mit allem, was noch folgen sollte. „Ja“ zu den Konzentrationslagern, ja zu Terror, Diktatur, zu Mord, Totschlag, Holocaust und Weltkrieg.

Im Kirchenschiff und auf den Emporen sind ausschließlich Braunhemden zu sehen: Fast 3000 Parteigenossen haben sich am 19. August 1933 in der Potsdamer Garnisonkirche versammelt, um der Fahnenweihe der NSDAP beizuwohnen. Das traditionsreiche Gebäude – es ist bis auf den letzten Platz besetzt – verleiht der Veranstaltung einen geschichtsträchtigen Rahmen. Oben, an den Pfeilern des Kirchenschiffes, hängen die Fahnen der alten kaiserlichen Armee. Unten, im Altarraum, stehen die Fahnenträger der NSDAP mit ihren Hakenkreuzflaggen.

Zum Auftakt erklingt das Lied Ich hab mich ergeben, das Nationalisten aller Richtungen schon im 19. Jahrhundert sangen. Es folgt das in der SA beliebte Thüringische Schulgebet  des Nazi-Dichters Arno Kühn. Dann spricht Pfarrer Curt Koblanck. Mit markigen Worten erinnert er daran, wie treu die Gemeinde zu den Fahnen der preußischen Armee gehalten habe. Die gleiche Treue verdiene nun der »Führer«. Hart hallen die Worte Koblancks durch die Kirche: »Wer leben will, der kämpfe, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht!« Zum Schluss deklamiert er: »Niemals hat ein Volk sich seinen Raum erworben ohne Kampf. Das ist das alte Gesetz, das durch die ganze Weltgeschichte hindurchgeht: Kampf!«

Die Veranstaltung ist, wie viele weitere NS-Versammlungen in der Garnisonkirche, gut dokumentiert, allen voran der »Tag von Potsdam« am 21. März 1933, als Adolf Hitler und Paul von Hindenburg das Bündnis zwischen den nationalsozialistischen und den deutschnationalen Kräften besiegelten. Wer in die Akten schaut, wird auch darüber hinaus reichlich fündig. Doch nicht jeder will hinsehen.Der Geist von Potsdam. Christen brauchen keine Garnisonskirche

Reuelos schreibt Dibelius in seinen Memoiren 1961: Auch wenn Hitler »das nicht war, was wir uns gewünscht hätten – er war zum mindesten ein energischer Mann, der mit den Kommunisten wohl fertig werden konnte«

Und alle, die sich heute so vehement für den Bau des Kriegstempels einsetzen, Markus Dröge, Wolfgang Huber, Irmgard Schwaetzer und Manfred Stolpe, die bekannten und unbekannten Geldgeber befinden sich in dieser Tradition. Nicht verwunderlich wäre, wenn bei der Einweihung des Turmes ein Musikkorps der Bundeswehr die Preußen-Märsche zünftig aufspielen würde.
Wer meint diesen Turm in der Mitte der Gesellschaft platzieren zu können irrt, Symbolkirche war sie immer, eine Begegnungsstätte für den Frieden verbietet schon der Name, wer meint, eine Garnison sei friedlich umzudeuten, glaubt auch dass man für die Jungfräulichkeit vögeln kann.

Wer eine Friedenskirche will baut eine Friedenskirche, wer eine Versöhnungsstätte will baut eben diese. Wer eine Garnisonskirche will baut sie aus den o.g. Gründen.

Irans Führer beschimpft Saudis als „Idioten“

Ajatollah Ali Chamenei während einer Rede in der Stadt Maschad im Iran. (Foto: dpa)
  • Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat die USA für den Waffendeal mit Saudi-Arabien scharf kritisiert.
  • Die Saudis hatten zuvor Waffen in dreistelliger Milliardenhöhe bei US-Firmen bestellt.
  • Der Deal war während des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Riad am vergangenen Wochenende besiegelt worden.

Süddeutsche.de

Irans oberster Führer hat die Monarchen in Saudi-Arabien als „Milchkühe für die Amerikaner“ bezeichnet. „Diese Idioten glauben, dass sie mit Geld die Freundschaft der Gegner des Islams gewinnen können“, sagte Ajatollah Ali Chamenei laut Nachrichtenagentur Fars.

Er bezog sich damit auf die Waffenbestellungen der Saudis bei US-Firmen in dreistelliger Milliardenhöhe, die während des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Riad am vergangenen Wochenende besiegelt wurden.

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Reformationsjubiläum 2017: Mit dem Segen des Staates

Kirche und Staat haben sich in Deutschland zusammengetan, um im grossen Stil Luthers und der Reformation zu gedenken. Das weckt Argwohn und Kritik. Die Feiern sollen zeigen, dass das unbegründet ist

Von Markus Ackeret | Neue Zürcher Zeitung

Der 31. Oktober wird 2017 zum ersten Mal in ganz Deutschland ein offizieller Feiertag sein. Das hatte die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) angeregt, und der Bundestag und die Bundesländer waren dem Vorschlag gefolgt. Was die einen freut und anderen gleichgültig ist, gibt manchen Anlass zu Sorge und Skepsis.

Der letzte Tag im Oktober ist in den fünf ostdeutschen Bundesländern seit 1990 ein gesetzlicher Feiertag, in Baden-Württemberg zumindest ein schulfreier Tag. Mit ihm wird der Anbringung von Martin Luthers 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg 1517 gedacht, des symbolischen Beginns der Reformation. Der Reformationstag ist also ein Feiertag mit einer konfessionellen Grundlage. Wenn er in diesem Jahr des Reformationsjubiläums mit Billigung der Politik in ganz Deutschland begangen wird, sagt das etwas aus über das Verhältnis von Staat und Kirche.

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Käßmann erwägt rechtliche Schritte gegen falsche Zitate ihrer AfD-Kritik

Die verkürzte Wiedergabe von Margot Käßmanns Aussage auf dem Kirchentag zur AfD lässt die Theologin erwägen, rechtlich dagegen vorzugehen.

evangelisch.de

Nach einer falschen Darstellung ihrer Aussagen über die AfD in sozialen Netzwerken erwägt die prominente evangelische Theologin Margot Käßmann rechtliche Schritte. Es gebe Inhalte, die einfach gelöscht werden sollten, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst (epd) und berief sich auf einen kürzlich gehörten Experten. „Manche Inhalte sollte man demnach aber auch rechtlich verfolgen“, sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ergänzte: „Das überlege ich mir in diesem Fall.“

Käßmann hatte am Donnerstag in einer Bibelarbeit beim Kirchentag in Berlin die Forderung der AfD nach einer höheren Geburtenrate kritisiert. Sie sagte, diese entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten“: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern“ – und setzte mit Blick auf die AfD nach: „Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“ Im Kurznachrichtendienst Twitter wurden vielfach nur die beiden letzten Sätze ohne den Zusammenhang zum Arierparagrafen zitiert und dadurch der Eindruck erweckt, Käßmann habe alle Bürger mit deutschen Ahnen zu Neonazis erklärt. Unter anderem stieg die kürzlich aus der CDU ausgetretene Politikerin Erika Steinbach in die Empörungswelle ein und postete ein Bild, auf dem von „linksfaschistischen Ergüssen“ die Rede war.

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Treffen in Eisleben/ Ministerpräsidenten betonen / Aktualität der Ideen der Reformation

Die Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, Sachsens, Stanislaw Tillich, und Brandenburgs, Dr. Dietmar Woidke, haben sich anlässlich des Reformationsjubiläums in Lutherstadt Eisleben getroffen. Die drei Ministerpräsidenten hatten zunächst die St. Andreaskirche besucht und waren anschließend zu einem kurzen Gedankenaustausch zusammengekommen.

BUNDESPRESSEPORTAL

Woidke hatte als Student im Luther-Festjahr 1983 im Auftrag der Evangelischen Kirche Besucher durch die St. Andreaskirche geführt. Von ihm ging die Idee zu dem Besuch und dem Treffen der Ministerpräsidenten aus. Ministerpräsident Haseloff erklärte: „Eisleben ist Geburts- und Sterbeort Luthers, von Wittenberg nahm mit dem Thesenanschlag die Reformation ihren Anfangspunkt. Sachsen-Anhalt hat sich als Lutherland gut auf das Jubiläum und die vielen Gäste vorbereitet. Wir erinnern in diesem Jahr aber nicht nur an ein Ereignis, das die Welt prägte und veränderte, wir zeigen auch, dass die Reformation und ihre Ideen lebendig sind. Der Glaube verbindet die Menschen, doch er muss in jeder Generation neu entdeckt und gelebt werden. In diesem Sinne feiern wir das Reformationsjubiläum zukunftsorientiert, weltoffen und ökumenisch.“

Ministerpräsident Tillich betonte: „Die christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft gestalten auch über Kirche und Religion hinaus die Leitlinien für unser Leben und Handeln. Das zeigt sich auch zum Reformationsjubiläum oder zum Kirchentag. Dazu gehört das christliche Menschenbild genauso wie die Werte von Toleranz bis hin zum demokratischen und eigenverantwortlichen Miteinander. Dabei sollten wir immer das Verbindende suchen. Daran erinnern uns auch die katholischen und evangelischen Predigten in der Eislebener Kirche – ebenso wie die gemeinsame Nutzung des Bautzner Doms durch Katholiken und Protestanten. Es ist gut, dass die Kirchen die Ökumene gerade auch im Lutherjahr betonen.“

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Kreuz auf Berliner Schloss: Ein Symbol der Staatsgewalt

Die Revolution ist tot. Beerdigung der Märzgefallenen in Berlin, Gemälde von Adolph Menzel.Foto: mauritius images/United Archives
Streit um Kreuz und Humboldt-Forum: Es geht dabei auch um die Niederschlagung der demokratischen Bewegung von 1848.

Von Christian Schröder | DER TAGESSPIEGEL

„Fortschrittsschweinehunde!“ Mit diesem Schimpfwort empörte sich Friedrich Engels über die Klassenfeinde, die den Tod von Ferdinand Lassalle begrüßen würden. Der Gründervater der SPD hatte damit begonnen, eine schlagkräftige Vertretung der deutschen Arbeiterschaft aufzubauen, starb aber 1864 nach einem Duell. Für Friedrich Engels und Karl Marx war Lasalle der „einzige Kerl in Deutschland“. Allerdings vergaßen die beiden Cheftheoretiker des Kommunismus in ihrem Londoner Exil, dass sie selbst Lassalle noch kurz zuvor verdammt und verspottet hatten. Marx, der seine Rolle als Anführer gefährdet sah, keinerlei ideologische Abweichung duldete und selber einer jüdischen Familie entstammte, belegte den charismatischen Parteiengründer mit antisemitischen Flüchen wie „kraushaariger Nigger-Jude“, „Baron Itzig“ oder „Ephraim Gescheit“.

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Agrar-Minister Schmidt: „Ich befürworte die politische Einmischung der Kirchen“

Christian Schmidt (CSU): „Die Kirche sollte wieder mehr Orientierung geben“ Quelle: dpa
Agrarminister Christian Schmidt sieht die Kirchen als Verbündete im Kampf gegen Populisten. Sie sollten sich mehr um Menschen in ländlichen Regionen kümmern. Auch für die Bauern könnten sie etwas tun.

Von Claudia Ehrenstein | DIE WELT

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fordert von den Kirchen mehr Engagement im ländlichen Raum. „Ich kann an die Kirchen nur appellieren, sich nicht auf die Städte zu fokussieren, sondern sich gerade auch auf Regionen zu konzentrieren, wo das Potenzial für Populisten besonders groß ist“, sagte Schmidt WELT AM SONNTAG.

Gerade in ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts und Mecklenburg-Vorpommerns hatte die rechtspopulistische AfD bei den zurückliegenden Landtagswahlen einen besonders hohen Stimmenanteil erzielt. Schmidt sagte: „Ich befürworte die politische Einmischung der Kirchen.“

Der Minister verwies darauf, dass Schule, Gasthaus und Kirche in ländlichen Regionen früher bestimmende Elemente mit wichtigen sozialen Funktionen gewesen seien. Doch die Kirchen ziehen sich zunehmend aus der Fläche zurück.

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Steinmeier befürchtet „Zersetzung der Demokratie“ durch Fake News

„Alternative Fakten“ sind nach Ansicht von Bundespräsident Steinmeier kein flottes Label, sondern ein Risiko für das Gemeinwesen. Er warb auf dem evangelischen Kirchentag für mehr Mut zur Vernunft.

evangelisch.de

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht angesichts einer Zunahme von Fake News, Hass und Hetze im Internet die Demokratie gefährdet. „Die Zersetzung der Vernunft ist der Anfang der Zersetzung der Demokratie“, sagte er am Samstag auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Mancherorts werde Wahrheit nicht nur absichtlich gefälscht, sondern scheine gar nicht mehr zu zählen. Schon eine Stunde im Netz genüge, „um einen nachdenklichen Leser zur schieren Verzweiflung zu bringen“.

Zwar verschaffe das Internet Zugang zu einer nie gekannten Fülle von Informationen, sagte der Bundespräsident in einer Veranstaltung zum Thema „Ist die Vernunft noch zu retten?“ Dieser „Dauerregen an Informationen“ dürfe aber nicht mit Wissen und Weisheit verwechselt werden. Gefühlte Wahrheiten drohten dauerhaft an die Stelle von überprüfbaren Fakten zu treten. „Häme, Hass und Härten werden aber langfristig an unserer Gesellschaft nicht spurlos vorbeigehen“, erklärte er. „Wir können auch in der digitalisierten Welt nicht auf Vernunft verzichten.“

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Heiner Bielefeldt: Religionsfeindlichkeit nimmt zu

Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog
Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, Heiner Bielefeldt, hat eine zunehmende Religionsfeindlichkeit in Deutschland beklagt. Sie äußere sich in aggressivem Tonfall bei genereller Religionskritik, aber auch in zunehmender Islamfeindlichkeit.

domradio.de

Das sagte Bielefeldt am Freitag auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Die Religionsfeindlichkeit äußere sich im Gestus der Aufklärung, aber ohne Substanz und „mit erhobenem Zeigefinger“. Im Zusammenhang mit der Debatte über rituelle Beschneidungen, ausgelöst durch ein Gerichtsurteil vor fünf Jahren, sei die Religionskritik aggressiver und verächtlicher worden, sagte der Erlanger Professor für Menschenrechte. Religionen dürften kritisiert werden, aber mit Respekt vor den Menschen, fügte Bielefeld hinzu. Religionsfreiheit sei Teil der Menschenrechte und nicht „Einflugschneise für die Gegenaufklärung“.

Glaubensfrage

Bielefeldt war von 2010 bis 2016 Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats für Religionsfreiheit. Die Kirchentagsveranstaltung zu Religion- und Islamfeindlichkeit in Deutschland stand unter der Überschrift „Wie hältst du es mit der Religion?“.

Der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge rief bei der Veranstaltung die Religionsgemeinschaften auf, auch gemeinsam in der Gesellschaft öffentlich aufzutreten und Zeichen zu setzen. Als Beispiel nannte er das in Berlin geplante „House of One“ der drei abrahamitischen Religionen und Überlegungen zu einem Campus der Religionen an der Humboldt Universität. Zugleich dürften Probleme innerhalb von Religionsgemeinschaften aber nicht klein geredet werden, sagte Dröge.

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CDU-Politiker: Kirchen sollen sich auf Kernthemen konzentrieren

Der CDU-Politiker Spahn hat die Kirchen in Deutschland kritisiert: «An zu vielen Stellen machen die Kirchen nicht mehr das, wofür sie da sind. Sie sollten sich mehr auf ihre Kernthemen konzentrieren.»

kath.net

Der CDU-Politiker Jens Spahn hat die Kirchen in Deutschland kritisiert, weil sich diese zu sehr in Tagespolitik einmischen. „An zu vielen Stellen machen die Kirchen nicht mehr das, wofür sie da sind. Sie sollten sich mehr auf ihre Kernthemen konzentrieren – also Seelsorge, Glaubensvermittlung oder auch das Karitative. Stattdessen mischen sie sich jedoch zu sehr in die Tagespolitik ein und machen sich so nur zu einem von vielen Interessenvertretern“, erklärt Spahn im Interview mit der „Heilbronner Stimme“, der den Kirchen dann vorwirft, dass oft auch der Bezug zur Realität fehle. „Ex-Bundespräsident Gauck sagte auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise: ‚Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind begrenzt’. Diese ehrliche Klarheit vermisse ich leider zu oft bei Predigten und öffentlichen Äußerungen von Vertretern meiner Kirche“, meint Spahn.