Archiv der Kategorie: Protestantismus

Pat Robertson: ‘Was the co-pilot a Muslim? Why did he want to kill all those people?’

pat-robertson-prophetChristian televangelist Pat Robertson suggested on Thursday that the co-pilot’s decision to crash Germanwings Flight 9525 could be explained if he was a Muslim.


By Dave Edwards|Raw Story

French prosecutors concluded on Thursday that co-pilot Andreas Lubitz had locked the pilot out of the cockpit, and then deliberately crashed the plane into the French Alps, killing 150 people.

“What happened to that plane that crashed into the French Alps?” Robertson asked on Thursday’s edition of The 700 Club. “Well, they’ve begun to find out. The pilot went to the lavatory and was soon locked out of the cockpit. He pounded on the door, begging to come in. But the door was not opened.”

“The co-pilot then takes the plane, pushes it into a dive and crashes it. The passengers are screaming as the plane went down. The pilot is yelling.”

“What a terrible tragedy,” the TV preacher continued. “Was that co-pilot a Muslim? Was he suicidal? What was it about him?”

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Canadian Christians: We’re Under Attack Because We Can’t Always Discriminate Against Gay People!

Christians in Canada, apparently, Image: Friendly Atheist

A group of Christian leaders in Canada are furious because they believe the government (and everyone else) is persecuting them:


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

The group, including Charles McVety, president of the Institute for Canadian Values, pointed to a number of recent events they said equate to an attack on the Christian faith and impinge on Christians’ ability to practice their faith.

Well… this should be interesting.

What are their examples?

A refusal by three provincial bar associations to accredit any potential law school graduate of Trinity Western University, which prohibits sexual intimacy outside heterosexual marriage among its students.

I’ve written about this before. In general, I don’t think the students should be punished for attending an anti-gay school because they’ll ultimately have to practice (and follow) secular law. If they can show they understand that law, I don’t see why their religious beliefs matter unless they’re discriminating against their clients, which is a completely different issue.

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praybox.net: Teens beten für Teens

Auf der neuen Webseite sollen Teenager Gebetsanliegen miteinander teilen Foto: SCM Bundes-Verlag

Egal ob Mathearbeit, Liebeskummer oder eine Erkältung: Für alles kann gebetet werden, auch online. Auf praybox.net sollen Jugendliche ihre Sorgen anonym teilen und füreinander beten können.


pro Medienmagazin

Bereits 2013 startete die Onlineplattform amen.de des SCM Bundes-Verlags. Hier haben Menschen die Möglichkeit, füreinander zu beten. Mit der Praybox wird es bald eine weitere Gebetsplattform des Verlags geben: Im Gegensatz zu amen.de ist die Praybox nur für Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren gedacht. Über den heimischen PC oder die dazugehörige Smartphone-App können Gebetsanliegen miteinander geteilt werden.

Zudem sollen Beter die Möglichkeit haben, Ermutigungen zu Gebetsanliegen zu schreiben. Wer ein Anliegen mitgeteilt hat, kann Updates zum aktuellen Stand geben. Bei schwerwiegenderen Fällen wird außerdem das Praybox-Team seelsorgerlich reagieren.

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Sündenbock Islam

Gebet-islam

Gerne werden die Muslime für den Antisemitismus in Deutschland verantwortlich gemacht. Das ist falsch und hilft niemandem weiter.


Von Ercan Karakoyun|The European

70 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen. Noch immer müssen jüdische Einrichtungen und Synagogen bewacht werden. Sicherheitsvorkehrungen sind noch immer notwendig. Das hat vor allem einen Grund: Der Antisemitismus in Deutschland nimmt nicht ab, sondern zu. Laut den Zahlen der Amadeu-Antonio-Stiftung wurden 2013 in Deutschland 788 antisemitisch motivierte Straftaten registriert. 2014 hingegen waren es 864.

Das entspricht also einem Anstieg von etwa zehn Prozent. Zu den Vorfällen gehören Pöbeleien, E-Mails mit judenfeindlichen Inhalten, Hakenkreuz-Schmierereien und judenfeindliche Beiträge in Social-Media-Netzwerken. Zudem wurden 25 Gewalttaten sowie 128 Propagandadelikte registriert. Hinzu kommt, dass viele Straftaten nicht angezeigt werden, da es kaum Hoffnung auf Aufklärung gibt. Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, macht dafür vor allem die Muslime in Deutschland verantwortlich.

Laut Kriminalstatistik liegt er mit dieser Behauptung jedoch falsch. 95 Prozent der Straftaten stammen von Nicht-Muslimen. Von Muslimen geht also nicht mehr Gewalt aus als von Nicht-Muslimen. Der Antisemitismus ist und bleibt daher vor allem ein Problem der Mitte der Gesellschaft. Die Diskussion darüber findet nicht statt, da das Augenmerk auf die Muslime gelegt wird. Das ist fatal.

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Der Spion, der aus der Kirche kam

Das Erbe der Spione: Akten von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit Bild: dpa

Im März 1990 flog in Oldenburg ein Stasi-Spitzel, der erste westdeutsche Kirchen-Spion, auf. Der Fall machte bundesweit Schlagzeilen. Noch heute lebt er in Oldenburg.


Von Karsten Krogmann|NWZ-Online

Er legte seine Jacke auf den Stacheldraht, so wie sie es ihm gezeigt hatten. Dann kletterte er über die Grenze, der Trick mit der Jacke funktionierte: Er verletzte sich nicht. Er rannte los, hinter ihm fielen wie verabredet die Schüsse.

Herr S. war jetzt im Westen. Es war der 12. August 1966, später Nachmittag; er war 22 Jahre alt.

23 Jahre und sieben Monate später stellen sich zwei Beamte des Landeskriminalamtes bei der Oldenburgischen Landeskirche vor. Sie haben einen Durchsuchungsbeschluss für ein Büro im Landesjugendpfarramt dabei. Den Jugendbildungsreferenten S., 46 Jahre alt, nehmen sie fest. Der Vorwurf: Verdacht auf geheimdienstliche Tätigkeit gegen die Bundesrepublik Deutschland.

S. ist der erste Stasi-Spion im Dienst der Kirche, der in der Bundesrepublik enttarnt wird. Der Fall macht deutschlandweit Schlagzeilen.

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Von NATO-Journalisten und mordenden Soldaten

Konstantin Wecker liefert in seinem Buch keine befriedigenden Antworten – da hilft auch die Kirchentags-Halskette im Stile Claudia Roths nicht Foto: Gütersloher Verlagshaus

Die Welterklärer Margot Käßmann und Konstantin Wecker haben ein Buch über Pazifismus herausgegeben. Es bietet eine Mischung aus Realitätsleugnung, Selbstgerechtigkeit und Lügenpresse-Verschwörungstheorie.


Von Moritz Breckner|pro Medienmagazin

„Der Pazifismus“, schrieb einst Henryk M. Broder, „ist eine moralische Position, die sich in etwa so lange aushalten lässt, wie der Lotussitz auf einer Kreissäge.“ Damit wäre zu diesem Thema eigentlich alles gesagt, gäbe es nicht Realitätsleugner wie Margot Käßmann und Konstantin Wecker, die sich seit Jahren in der argumenteresistenten Parallelwelt des Pazifismus in ihrer Selbstgerechtigkeit sonnen.

„Entrüstet euch“ heißt ein von beiden im April erscheinendes Buch. Es enthält ein Gesprächsprotokoll zwischen Käßmann und Wecker, ein Lyrik-Archiv zum Thema Frieden und neue, teils für das Buch entstandene „Texte zum Frieden“. Zu letzteren gehört der 20-seitige Abdruck einer Rede, die der katholische Theologe und Kirchenkritiker Eugen Drewermann im Dezember bei einer Kundgebung vor dem Sitz des Bundespräsidenten hielt. Die Friedensdemonstranten seien zwar viele, heißt es da, aber: „Gewiss, die Mainstream-Medien werden uns marginalisieren und bagatellisieren, aber was will man auch von eingekauftem NATO-Journalismus schon erwarten?“ Nein, nicht Udo Ulfkotte, sondern die Luther-Botschafterin der EKD, ziert hier das Cover.

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Anmerkung: K.Wecker trägt eine Chakren-Kette, die mit seiner buddhistischen Weltsicht einhergeht. Einseitig gebildete Bibel-Christen wissen das nicht.

Ohne Orient kein Oxident

Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans

Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans

Der Islam war schon immer Teil der europäischen Kultur. Beide sind durch eine lange gemeinsame Entwicklung verbunden.


Von Muhammad Sameer Murtaza|The European

Der Islam gehört nicht zu Europa! Das zumindest legte Ulrich Greiner in der ZEIT nahe und ergänzte noch, dass man sich dies auch nicht wünschen solle.

Greiners Artikel ist Ausdruck für die Schwierigkeit des Abendlandes mit seinem eigenen noch nicht überwundenen Essentialismus. Indem die “westliche Welt” die Vernunft und die Freiheit für sich in Anspruch nimmt, kann in der allgemeinen Wahrnehmung der Islam hierzu keinen Beitrag geleistet haben. Das imaginäre Bild des Islam ist das einer antimodernen Gegenkultur zum Westen. Diese Sichtweise führte dazu, dass der Einfluss islamischer Philosophen und Wissenschaftler mitsamt ihrem Wirken weitestgehend im europäischen Bildungswissen verdrängt wurden. Wo dies nicht möglich war, latinisierte man die muslimischen Namen.

Wer heute eine Apotheke mit dem weitverbreiteten Namen Avicenna betritt, wird wohl kaum vermuten, dass sich dahinter der Name des muslimischen Philosophen und Arzt Ibn Sina verbirgt. Ihm verdanken wir die Erfindung der Arznei in Tablettenform und sein Kanon der Medizin war bis in das 17. Jahrhundert Pflichtlektüre in der Ärzteausbildung Europas.

Es gibt genügend Stützen für die Annahme, dass die Renaissance und die frühe Form der europäischen Aufklärung durch die islamische Philosophie und die islamischen Bildungseinrichtungen in Europa mit angestoßen wurden. Doch wie konnte es passieren, dass 700 Jahre Islam in Südwesteuropa und 500 Jahre Islam auf dem Balkan im kollektiven Gedächtnis Europas verdrängt wurden?

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Luthers Antijudaismus war kein Randthema

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Kirchenhistorikerin Prof. Dorothea Wendebourg bezeichnet Luthers Antisemitismus als eine belastende Hypothek für die lutherischen Kirchen.


kath.net

Der Antijudaismus Martin Luthers (1483-1546) ist nicht lediglich ein „Randthema“ in der Theologie des Reformators gewesen. Zu diesem Ergebnis ist die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gekommen. Sie tagte vom 14. bis 17. März in Meißen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die theologische und politische Relevanz von Luthers Schriften über die Juden. Nach Ansicht der Kirchenhistorikerin Prof. Dorothea Wendebourg (Berlin) stellen sie eine belastende „Hypothek“ für die heutigen lutherischen Kirchen dar. Sie müssten sich daher kritisch mit Luthers Äußerungen zu den Juden auseinandersetzen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel: „Wir wehren uns gegen undifferenzierte Kritik“

Kundgebung gegen Antisemitismus in Berlin im September 2014,picture alliance

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung weist Vorwürfe von sich, Organisationen zu unterstützen, die zum Boykott Israels aufrufen. Der Politologe Gerald Steinberg hatte zuvor NGOS und politischen Stiftungen aus Deutschland vorgeworfen, sie würden durch ihre Arbeit Antisemitismus fördern


Der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem, Michael Borchard, und der Präsident des NGO Monitor, Gerald Steinberg, haben sich bislang nicht persönlich über ihre Differenzen ausgetauscht. Bei Cicero stellt sich Borchard erstmals mittelbar den Vorwürfen des israelischen Forschers

Herr Borchard, Sie wehren sich gegen den Vorwurf des Think Tanks „NGO Monitor“, die Konrad-Adenauer-Stiftung unterstütze durch ihre Förderpraxis im Nahen Osten mittelbar Antisemitismus.
Das ist in der Tat ein absurder Vorwurf. Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt sich seit vielen Jahren für eine tragfähige Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt ein, und das auf der Basis von Dialog, Toleranz und Verständigung und sie wendet sich strikt gegen Antisemitismus. Der NGO Monitor bezieht sich offensichtlich auf einen Vorfall aus dem Jahre 2013: Ein Praktikant der Organisation Miftah, die zu den moderaten palästinensischen zivilgesellschaftlichen Kräften gehört, hat einen Beitrag auf der Webseite dieser Organisation eingestellt…

…von „kulturellem Genozid“, „Kriegsverbrechen“ und „Apartheid“ soll da die Rede gewesen sein…
… der sich mit der Ritualmordlegende befasste und ohne Zweifel antisemitisch war. Nach der Veröffentlichung des Beitrags hat sich Miftah nicht nur von dem Beitrag distanziert, sondern den Beitrag auch sofort aus dem Netz genommen. Da für uns jede Form von Antisemitismus untragbar ist, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung in den palästinensischen Gebieten die Zusammenarbeit mit Miftah auch nicht fortgesetzt. Diesen Gang der Dinge verschweigt der NGO Monitor gelegentlich.

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Obama hat “ernsthafte Differenzen” mit Netanjahu

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90) bearb.:BB

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
bearb.:BB

US-Präsident Barack Obama sieht weiter tiefgreifende Meinungsunterschiede mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Es gebe “ernsthafte Differenzen” hinsichtlich der Gründung eines Palästinenserstaats, sagte Obama am Dienstag bei einer Pressekonferenz.


derStandard.at

“Wir glauben, dass zwei Staaten der beste Weg für Israels Sicherheit, für die palästinensischen Ansprüche und für die regionale Stabilität sind.” Netanjahu verfolge dagegen einen anderen Ansatz.

Obama bestritt, dass ein gestörtes persönliches Verhältnis zu Netanjahu der Grund für die jüngsten Verstimmungen sei. “In dieser Frage geht es nicht um die Beziehungen zwischen Spitzenpolitikern”, sagte er, sein Umgang mit Netanjahu sei “sachlich”. Das Problem könne nicht gelöst werden, indem er und Netanjahu sich “zusammensetzen und ‘Kumbaya’ singen”.

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Phil Robertson, ‘Duck Dynasty’ Star, Delivers Speech About Atheist Family Getting Raped And Killed

NATIONAL HARBOR, MD – FEBRUARY 27: Phil Robertson of A&E’s Duck Dynasty (Photo by Kris Connor/Getty Images) | Kris Connor via Getty Images

Phil Robertson of “Duck Dynasty” fame hasn’t gone anywhere, and now he’s delivered a tirade against atheists.
Robertson was the keynote speaker at the Vero Beach Prayer Breakfast in Florida, where hundreds of attendees paid up to $100 a plate to hear him speak.


By Chris Jancelewicz|Huffington Post Canada

The “Duck Dynasty” dad posited a gruesome hypothetical situation in which an atheist family’s home is broken into.

The story is meant to illustrate the importance of following God’s laws, and here is Robertson’s take on it:

“I’ll make a bet with you. Two guys break into an atheist’s home. He has a little atheist wife and two little atheist daughters. Two guys break into his home and tie him up in a chair and gag him. And then they take his two daughters in front of him and rape both of them and then shoot them and they take his wife and then decapitate her head off in front of him. And then they can look at him and say, ‘Isn’t it great that I don’t have to worry about being judged? Isn’t it great that there’s nothing wrong with this? There’s no right or wrong, now is it dude?’

Then you take a sharp knife and take his manhood and hold it in front of him and say, ‘Wouldn’t it be something if this [sic] was something wrong with this? But you’re the one who says there is no God, there’s no right, there’s no wrong, so we’re just having fun. We’re sick in the head, have a nice day.’

If it happened to them, they probably would say, ‘Something about this just ain’t right.'”

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„Viele schalten ab, wenn sie Jesus hören“

Nora Steen spricht regelmäßig vor zwei Millionen TV-Zuschauern über den Glauben Foto: privat

Die Hildesheimer Pastorin Nora Steen predigt beim kommenden Evangelischen Kirchentag im Abschlussgottesdienst. Bekannt wurde sie als Sprecherin des „Wort zum Sonntag“. pro hat sie gefragt, wie sie das Evangelium ins Fernsehen bringt.


pro Medienmagazin

pro: Frau Steen, das Wort zum Sonntag erreicht wöchentlich 2 Millionen Menschen. Könnte man sagen, es ist die größte Missionsplattform, die die Kirche hat?

Nora Steen: Nein, ich bin der festen Überzeugung, dass die Gemeinden vor Ort zusammen die größte Missionsplattform sind. Da beten Christen gemeinsam, da tauschen sie sich über das aus, was sie bewegt, da feiern sie Abendmahl, da passiert das allermeiste. Das Wort Mission wird heute in bestimmten Kreisen nicht so gerne in den Mund genommen. Dennoch finde ich, dass Mission die Kernaufgabe der Kirche heute ist. Jesus hat uns die Verkündigung des Evangeliums schließlich aufgetragen. Das Wort zum Sonntag ist allerdings nicht in erster Linie an Menschen gerichtet, die in sowieso die Kirche gehen. Die Zuschauer bleiben zum Großteil nach den Tagesthemen daran hängen, oder, weil sie die nachfolgenden Sendungen sehen wollen. Deshalb müssen wir auf unser Vokabular achten, und darauf, was wir sagen. Ich frage mich immer beim Schreiben der Worte: Was lassen die Menschen an sich heran? Wie kann ich sie erreichen?

2013 hat der Christliche Medienverbund KEP Sie dafür kritisiert, dass Sie in einem Wort zum Sonntag zur Weihnachtszeit nicht von Jesus gesprochen haben. So verkomme die Festzeit zu „Wellness- und Gourmetwochen“, hieß es damals in einem öffentlichen Brief. Ist Jesus zu selten Thema im Wort zum Sonntag?

Misst sich die Verkündigung daran, wie oft ich „Jesus“ sage? Ich habe nach einem Türöffner gesucht, einem Aufhänger, damit die Menschen mir zuhören. Der Schlüssel war für mich das Adventsgefühl: Kerzenduft und so weiter. Deshalb habe ich darüber gesprochen. Ich habe danach viele Zuschriften bekommen von Menschen, die daran anknüpfen konnten. Deshalb hat mich die harte Kritik überrascht. Es stimmt natürlich, dass ich Jesus nicht erwähnt habe. Aber für mich ist das nicht der alleinige Gradmesser einer guten Predigt.

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Kirchenvertreter unterstützen Pläne zur Klimaabgabe

klimawandelKirchenvertreter haben Union und SPD aufgefordert, den geplanten Klimabeitrag für Kohlekraftwerke nicht zu blockieren.


evangelisch.de

Ohne ein wirksames und ambitioniertes Klimaschutzinstrument zur Minderung der CO2-Emissionen im Stromsektor werde die Energiewende scheitern, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme kirchlicher Organisationen der Klima-Allianz Deutschland.

Der Appell bezieht sich auf ein vom Bundeswirtschaftsministerium erstelltes Eckpunktepapier zum Strommarkt. Demnach sollen die ältesten und ineffizientesten Kohlekraftwerke künftig einen Klimaschutzbeitrag zahlen. Ihr Betrieb wird schrittweise verteuert, um die Überkapazitäten und Klimagase aus der Verstromung von Kohle zu senken. Gegner des Papiers aus der Union rechnen mit hohen wirtschaftlichen Einbußen für die Betreiber und Arbeitsplatzverlusten. Klimaschützern zufolge wird Deutschland sein Ziel von 40 Prozent CO2-Reduktion bis 2020 ohne weitere Maßnahmen verfehlen.

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Psycho-Gruppe vs Psycho-Gruppe: Geradezu von biblischer Lächerlichkeit

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Der Mannheimer Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat einen Eilentscheid des Stuttgarter Verwaltungsgerichts aufgehoben. Die Weltanschauungsbeauftragte der Kirche darf Jutta Dierks, die in Böblingen eine psychologische Lehr- und Beratungsstelle betreibt, „Meisterin einer Psychogruppe“ nennen.


Von Gerlinde Wicke-Naber|Stuttgarter Nachrichten.de

Nach Ansicht des VGH greife dies nicht unverhältnismäßig in die Persönlichkeitsrechte von Dierks sowie der der ehemaligen Böblinger Grundschulrektorin Katrin Rombold ein, urteilte das Gericht und hob den Eilbeschluss des Stuttgarter Verwaltungsgerichts vom November auf. Dieser hatte der Kirche untersagt, die Gruppe um Dierks als Psychogruppe zu bezeichnen.

„Wir sehen die Arbeit unserer Weltanschauungsstelle durch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs betätigt. Das Urteil spricht für sich“, sagt Dan Peter von der evangelischen Landeskirche. Mehr will die Kirche dazu nicht sagen. Helge Reich, der Anwalt der Böblinger Beraterin Jutta Dierks, erklärt hingegen: „Wir halten die Entscheidung für falsch. Insbesondere sehen wir die vom Bundesgerichtshof in solchen Fällen geforderten Sorgfaltspflichten als nicht eingehalten an. Damit hat sich der Verwaltungsgerichtshof nicht hinreichend auseinandergesetzt.“

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Infolge einer Abtreibung stirbt alle elf Minuten eine Frau

Jedes Jahr sterben 47.000 Frauen weltweit an den Folgen einer Abtreibung. Das ergibt im Schnitt alle elf Minuten ein ausgelöschtes Leben. Dabei wären fast alle diese Tode vermeidbar.


Von Kathrin Witsch|Huffington Post

Diese Schätzung hat das “Guttmacher Institute” veröffentlicht, eine Non-Profit-Organisation, deren Daten auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbreitet werden. Demnach gab es 2008 (das sind die neuesten verfügbaren Angaben) etwa 44 Millionen Abtreibungen weltweit, die meisten davon in Entwicklungsländern.

Abtreibung als Straftat

Jede Frau hat das Recht auf Selbstbestimmung. Fast alle Industrieländer haben zwischen 1950 und 1985 aus Gründen der Menschenrechte und Sicherheit ihre Abtreibungsgesetze liberalisiert. Da wirkt umso tragischer, dass die meisten Frauen nach einer Abtreibung in jenen Ländern sterben, wo es aufgrund der strikten Gesetzeslage keine andere Möglichkeit als eine illegale Abtreibung gibt, in Brasilien, Afghanistan, Chile und Nigeria etwa.

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“Haus der Religionen”: Noch nicht gebaut, schon streitet man um seinen Gott

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Der Bau eines „Hauses der Religionen“ in Berlin, in dem Judentum, Christentum und Islam unter einem Dach zusammenkommen, hat zu seiner Kontroverse unter theologisch konservativen Christen geführt.


kath.net

Der Bremer Pastor Jens Motschmann hält dieses „Haus des Einen“ für eine gute Idee, „wenn man die großen Unterschiede anerkennt, keine Religionsvermischung betreibt und getrennt betet“. Das Haus könne eine Hilfe sein, um Andersgläubigen freundlich und höflich zu begegnen, schrieb er in einem Kommentar für die Evangelische Nachrichtenagentur idea.

Rüß: „Haus der Religionen“ ist ein Zeichen für Religionsvermischung

Anderer Auffassung ist der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg). Ebenfalls gegenüber idea verwies er darauf, dass ein solches Haus als Zeichen für Religionsvermischung verstanden werden könnte. Der von Motschmann gewünschte Dialog könne auch in kirchlichen oder neutralen Räumen stattfinden. Allein die Existenz eines solchen Hauses bestätige, so Rüß, „die weitverbreitete landläufige Meinung: Letztlich glauben doch alle Religionen an einen Gott, eben nur in unterschiedlicher Weise“. Zwar spreche sich Motschmann ausdrücklich gegen Religionsvermischung aus, doch zugleich trete er laut Rüß für sie ein: „Denn das ‚Haus des Einen’ meint mit dem Einen nicht den Dreieinigen Gott und schon gar nicht Christus.“

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Neubibel: Gottes Wort im App Store – iCross

Screenshot: bb

Screenshot: bb

Eine Mobile App bietet jetzt gutes Design für ein Buch, das es schon länger auf dem Markt gibt: die Bibel


Von Harald Taglinger|TELEPOLIS

Höret, Brüder, die frohe Kunde, und es begab sich also im Jahre des Herren 2015, dass die Heilige Schrift endlich als Mobile App für uns Brüder und Schwestern des Herrn verfügbar sei.

Genau genommen ist sie das schon länger. Aber nun haben sich Ex-Apple Designer Kory Westerhold und der Design Director von Yahoo, Aaron Martin, der Bibel angenommen. Und zwar ihrem Neudesign. Sie neu zu schreiben, das hatten sie dann doch nicht vor.

Klare Typographie, die nichts zwischen den Leser und den Bibeltext stellen wollte, war ihre Absicht. Herausgekommen ist die sauber gesetzte und modern aussehende Mobile Bible, die man wahlweise auch mit fast einem Dutzend digitaler Schmutzeinbände personalisieren kann.

Hol Dir das neu gesetzte Wort Gottes, das chic “NEUBIBLE” getauft wurde, noch heute aus dem Store. 1.99 USD soll Dir Dein Seelenheil schon wert sein. Wenn nicht: Das Minimal Pack gibt es auch für 0.99 USD.

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Utah: Von der “sauberen” Giftspritze zurück zum blutigen Erschießungskommando

Im Bundesstaat kann wieder die Todesstrafe durch Erschießen vollzogen werden, sie gilt als weniger grausam als die Giftspritze und andere Hinrichtungsarten
Die Supermacht, die weiterhin darauf besteht, dass die Todesstrafe als Abschreckung praktiziert wird, hat bekanntlich Schwierigkeiten, die Todeskandidaten auf “humane” Weise ums Leben zu bringen. Seit den 1980er Jahren ist die Todesgiftspritze die häufigste Hinrichtungsart in den 32 Bundesstaaten, in denen die Todesstrafe nach der Abschaffung wieder eingeführt wurde. Aber nachdem die EU 2011 Sondergenehmigungen für den Export entsprechender chemischer Substanzen verlangt, um zu verhindern, dass sie zur Todesstrafe verwendet werden, die in der EU gegen die Menschenrechte verstößt, kamen die Gefängnisse in den USA in Schwierigkeiten, den Giftmix zu erhalten.


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Das Barbiturat Thiopental wurde bis 2010 in den USA bei der Hinrichtung in einer Dreierkombination als Anästhetikum eingesetzt, getötet wurde hingegen mit Kaliumchlorid. Die US-Firma, die Thiopental herstellte, lieferte aufgrund des internationalen Drucks nicht mehr. Stattdessen wurde Pentobarbital verwendet. Seit 2010 haben mehrere Bundesstaaten, weil die Todesmittel knapp wurden, auf die Injektion nur eines Mittels umgestellt, meist Pentobarbital, das mittlerweile in 14 Bundesstaaten alleine oder in Kombination eingesetzt wird, aber auch Midazolam. Da die dänische Firma Lundbeck aufgrund der EU-Exportbeschränkungen Thiopental nicht mehr in die USA verkaufte, kam es zu Engpässen und wurde der Giftmix teilweise aus Apotheken bezogen, ohne dass er getestet worden war und ohne dass die chemischen Substanzen bekannt waren.

Im Januar 2014 ist der verurteilte Mörder Dennis McGuire einen qualvollen Tod gestorben, 15 oder 25 Minuten lang soll es gedauert haben. Ausprobiert wurde an ihm eine neue, nicht getestete Giftmischung aus Midazolam und Hydromorphon. Im Februar starb Clayton Lockett erst 40 Minuten nach Verabreichung der Injektion. Seitdem wurden einige Exekutionen verschoben, bis geeignete Mittel gefunden werden. Die Bundestaaten beschlossen unterschiedliche Mischungen und Mengen, Tennessee und sechs weitere Bundesstaaten führten 2014 den elektrischen Stuhl als Alternative ein, falls der Todeskandidat lieber elektrisch als chemisch umkommen will. Im Juli 2014 wurde in Arizona dem Todeskandidaten Joseph Wood erneut Midazolam und Hydromorphon verabreicht, der erneut einen qualvollen Tod starb. Dieses Mal dauerte es an die zwei Stunden.

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Ken Ham: Climate Change Would Be “Startling” if Earth Were Millions of Years Old, But It’s Not, So Don’t Worry!

God did it.

It’s always unnerving to hear Ken Ham admit the reality of climate change. But then he keeps talking and everything goes back to normal.


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

In his latest brain dropping, he goes after his critics:

creationists do not deny climate change! And at Answers in Genesis we don’t shy away from using the term “climate change.” Climate change is an observable process that we see happening around us. We can measure the temperature in the present and see that it changes from year to year (this is observational science). So we don’t reject the fact that climates do indeed change. What we do reject are the worldview-based assumptions behind the radical claims of climate change alarmists. You see, what you believe about the severity and causes of climate change has a lot to do with what you believe about the history of Earth.

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House of None – wenn man nicht weiß was Atheismus ist

© KuehnMalvezzi

Ein Haus für den einen Gott – in der Welthauptstadt des Atheismus denkt man nicht nur beim Flughafen und bei Olympia überdimensioniert.


Von Alexander Görlach|The European

Im Herzen Berlins, an einer Stelle, auf der früher mal die Sankt Petri Kirche stand, soll ein Tempel der monotheistischen Religionen errichtet werden, das „House of One“. In guter lessingscher Tradition folgt man in der aufgeklärten Stadt der Preußen der Idee, dass Religion der sittlichen und moralischen Bildung diene und nicht der dogmatischen Haarspalterei. Das macht das neue Projekt so sachlich und so erfrischend zugleich. Die evangelische Kirche fühlt sich aufgrund ihrer überkommenen Rolle der preußischen Kirche dazu ermutigt, zu diesem Projekt aufzurufen und einzuladen. Die Juden sind mit Begeisterung dabei. Nur bei den Muslimen ist es bislang noch schwierig.

Gemeinsam mit den anderen? Die Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Muslime ihre Religion als den anderen überlegen sieht. Das ist nicht nur Hoffart angesichts der Tatsache, dass wir über Gott letztendlich nicht Bescheid wissen können, sondern Zunder in unserer Gesellschaft, der bereits schwelt. Denn wenn ich meine Identität mittels meiner Religion stärke und mich mit ihr über meine Mitmenschen erhebe, dann werde ich niemals vollends Regeln akzeptieren können, die nicht von meiner Religion zumindest nicht missbilligt werden. Nun, Umfragen. Es kommt darauf an, wie gefragt wird. Und eine Antwort auf diese Frage schließt eine gegenläufige Antwort auf eine andere Frage nicht aus.

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