Erstes Geld vom Bund für Garnisonkirchen-Baustelle

Wegen Problemen bei der Gründung mit Bohrpfählen herrscht seit Wochen Stillstand auf der Baustelle der Garnisonkirche in Potsdam Quelle: Peter Degene
Das Vorhaben ist gewaltig und umstritten: Der Wiederaufbau des 90 Meter hohen Turms der Potsdamer Garnisonkirche stößt nach langem politischen Streit nun auf große technische Schwierigkeiten. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Doch der Bund gab bereits eine Menge Bundesmittel frei.

Märkische Allgemeine

Von den zwölf Millionen Euro Bundesmitteln für den Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms ist bereits ein Teilbetrag eingesetzt worden.

Aus dem Haus der Bundeskulturstaatsministerin sei bislang die Auszahlung von rund 1,92 Millionen Euro an die Stiftung Garnisonkirche Potsdam angeordnet worden, sagte ein Sprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Diese Mittel werden für bereits verausgabte Beträge gemäß Bauausgabebuch und aktuell fällige Zahlungen benötigt.“

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Paragraf 219a: Weitere Ärztinnen angezeigt

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Zwei weitere Ärztinnen sind in Hessen angezeigt worden, weil sie auf der Internetseite ihrer Praxis über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Die Strafanzeige sei im vergangenen August gestellt worden, sagte die Frauenärztin Nora Szasz, die mit einer Kollegin eine Praxis in Kassel betreibt, am Freitag in Gießen dem Evangelischen Pressedienst (epd).

evangelisch.de

Die Staatsanwaltschaft habe angeboten, das Verfahren einzustellen, wenn die Ärztinnen den Eintrag von der Internetseite nehmen. Das hätten sie abgelehnt, sagte Szasz. „Jetzt geht es darum, ob die Anklage erhoben wird. Wir haben noch keine Rückmeldung.“

Das Amtsgericht Gießen hatte im November die Gießener Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt, weil sie auf der Internetseite der Praxis über Schwangerschaftsabbrüche informiert und damit laut Gericht gegen den Strafgesetzbuch-Paragrafen 219a verstoßen hatte. Das Urteil sorgte bundesweit für Aufsehen. Hänel hat mittlerweile Berufung eingelegt.

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TV-Spot über die Potsdamer Garnisonkirche im ZDF

NS-Propagandakarte, Kunstverlag Wentz & Co. 1933
Der Spot soll am 18. Februar unmittelbar vor den 19-Uhr-Nachrichten erstmals ausgestrahlt werden

EKD

Für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche wird jetzt auch mit einem Spot im ZDF geworben. Der Film wurde im Januar in den Ausstellungsräumen am historischen Standort der 1945 zerstörten und 1968 abgerissenen Kirche und auf dem benachbarten Baufeld gedreht, wie die Garnisonkirchenstiftung in Potsdam mitteilte. Der Spot soll am 18. Februar unmittelbar vor den 19-Uhr-Nachrichten erstmals ausgestrahlt werden.

Die Arbeiten für den rund 40 Millionen Euro teuren Wiederaufbau des Kirchturms hatten Ende 2017 begonnen. Sie wurden jedoch wegen technischer Probleme kurz darauf unterbrochen. Die Baustelle liegt deshalb bereits seit einigen Wochen still.

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Hamburg: Fraktionsübergreifender Antrag für „Tag der Reformation“

Der „Tag der Reformation“ solle nicht als religiöser Feiertag aufgefasst werden

EKD

Für einen neuen Feiertag am 31. Oktober als „Tag der Reformation“ haben sich die Fraktionen von SPD, CDU und Grüne der Hamburgischen Bürgerschaft zusammengeschlossen: Sie formulierten einen gemeinsamen Antrag für die Bürgerschaftssitzung am 28. Februar. Auch die anderen Vorschläge seien sehr würdig, aber die Reformation habe für den Norden eine besondere Bedeutung, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. „Sie hat viele gesellschaftliche und soziale Reformen gebracht, etwa die Armenfürsorge.“ 66 Abgeordnete der Bürgerschaft haben den Antrag unterschrieben. Der Fraktionszwang wird für die Abstimmung aufgehoben.

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Massaker an US-Schule: Fatalistischer Trump

Marjory Stoneman Douglas High School, 2008. Bild: Formulanone / gemeinfrei
Parkland, Florida: 17 Tote durch einen „gestörten Jungen“ mit einem Gewehr. Der Präsident reagiert schablonenhaft. Nur keine Diskussion über Gewaltkultur und Waffen in den USA

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Die US-Webseite Gun Violence Archive (GVA) weist für das laufende, noch ziemlich junge Jahr 2018 am 15. Februar kaum glaubliche 1.826 Tote durch Feuerwaffen in den USA aus.

Gezählt werden in den ersten sechseinhalb Wochen dieses Jahres bislang 3.142 Verletzte und 6.572 Vorfälle mit Schusswaffen. Beim Begriff „Mass Shooting“ steht die Zahl 30. Auf der dazu verlinkten Liste ist das Massaker an der Douglas High School in Parkland/Florida mit bislang 17 Toten das aktuellste und bislang schlimmste Mass Shooting-Ereignis 2018.

Das erste ist eine Schießerei in einem Restaurant mit Bar in Hattiesburg/Mississippi am 5. Januar. 6 Personen wurden bei einer Schießerei verletzt, keiner tödlich, der Verdächtige konnte fliehen (und offensichtlich vierzehn Tage später festgenommen). Auch das ist ein Mass Shooting.

Rechnet man die Zahlen zusammen, so kommt man auf 58 Tote und 124 Verletzte. Eine Schießerei an einer Schule in Kentucky am 23. Januar fällt mit 14 Verletzten und zwei Toten ins Auge. (Allerdings variiert die Zahl der Verletzten in den Berichten über das „Marshall County High School shooting“. Manche schreiben von 17 Toten. ) Auch in deutschen Medien wurde über den Schusswaffenangriff eines15-jährigen Schülers an der High School berichtet, bei dem er zwei Gleichaltrige erschoss.

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Söder: Wer in Bayern leben will, muss sich anpassen

Screenshot FB
Künftiger bayrischer Ministerpräsident fordert Kreuze in allen öffentlichen Gebäuden – „Wer glaubt, dass der Islam oder sogar die Scharia zu unserm Land gehört, da kann ich nur sagen: Diese haben kulturgeschichtlich nichts mit Bayern zu tun“

kath.net

„Wer glaubt, dass der Islam oder sogar die Scharia zu unserm Land gehört, da kann ich nur sagen: Diese haben kulturgeschichtlich nichts mit Bayern zu tun, liebe Freunde. Das ist nun einmal so, ganz objektiv beschrieben.“ Das sagte der künftige bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Hauptredner beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau. Das berichtete das Portal „inFranken.de“. Wer in Bayern leben wolle, muss sich letztlich den hiesigen Werten und Bräuchen anpassen, nicht umgekehrt. Gleichzeitig bekannte sich Söder zur Religionsfreiheit.

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Jens Spahn: „Die CDU ist die Partei der Leitkultur“ – was für ein Albtraum

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn am Mittwoch in Fellbach bei einer Veranstaltung zum „politischen Aschermittwoch“ Bild: dpa
In Trachtenjanker präsentiert sich Jens Spahn beim Politischen Aschermittwoch als Hoffnungsträger der Konservativen. Das Denken der Achtundsechziger und Multikulti seien durch. Dem Publikum gefällt das.

Von Rüdiger Soldt | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Kundgebung zum politischen Aschermittwoch in der alten Fellbacher Kelterhalle gibt es seit 16 Jahren. Meistens ist sie als etwas unbeholfene, schlechte Kopie des politischen Festspiels wahrgenommen worden, das von der CSU alljährlich in Passau zur Aufführung gebracht wird. Die führenden Politiker der Südwest-CDU holen ihre Trachtenjanker aus dem Schrank und versuchen es mit Festzeltbier, Weißwurst und Kampfrhetorik.

In diesem Jahr allerdings, die Halle ist rappelvoll, hat der Landesverband bei Trollinger und Maultauschen mit Spätzle wirklich etwas zu bieten. Denn die politische Lage ist so ernst wie selten.

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Gauck: Kirchen sollen innere Einheit Deutschlands mitgestalten – die können noch nicht einmal ihre eigene Einheit gestalten

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck sieht die Kirchen bei der weiteren Entwicklung Deutschland in einer wichtigen Rolle

EKD

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hat die Kirchen dazu aufgerufen, den weiteren Prozess zur inneren Einheit Deutschlands mitzugestalten. „Unterschiede werden dabei bleiben, ganz deutlich auch im religiösen Leben“, sagte Gauck beim Jahresempfang der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

Der Weg vom „Untertanen“ in einer Diktatur zum selbstbewusst handelnden Bürger sei lang, und unterschiedliche Prägungen überdauerten Generationen.

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Religion: Feigenblatt der Rechten?

Sie haben keine Macht und bestimmen dennoch die politische Agenda. Rechte Christen sorgen in Deutschland mit dafür, dass die gesellschaftliche Polarisierung zunimmt. Freiwillig und unfreiwillig.

Von Astrid Prange | Deutsche Welle

Christenverfolgung, Religionsfreiheit, Missionierung unter muslimischen Flüchtlingen und die Unterstützung Israels  – in Deutschland gelingt es ultrakonservativen Christen zunehmend, ihre Kernthemen in den öffentlichen Diskurs einzuspeisen.

Das Thema Christenverfolgung, einst ein Randthema, steht mittlerweile auf der politischen Agenda weit oben. Angesichts der von dem Hilfswerk „Open Doors“ dokumentierten Gewalt gegen christliche Flüchtlinge in Asylbewerberheimen lässt Bundesinnenminister Thomas de Maizière zum Beispiel seit 2017 „christenfeindliche Straftaten“ gesondert erfassen.

Vorbild Trump?

Die Publizistin Liane Bednarz sieht in der Annäherung zwischen rechtskonservativen Christen und politischen Rechten eine Gefahr für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wir gehen in dieselbe Richtung wie die USA“, erklärt die liberalkonservative Christin im DW-Gespräch. Die Evangelikalen in den USA, die mehrheitlich Präsident Donald Trump gewählt haben, hätten vielfach die gleichen Feindbilder wie die gen rechts gedrifteten Christen hierzulande: Islam, Gender, Homoehe und Abtreibung.

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Die Obergrenze für (tödlichen) Frauenhass ist erreicht

Grafik: TP
Selbst Kriminologe Christian Pfeiffer muss es inzwischen zugeben: Junge Männer, die aus muslimischen, muslimisch geprägten oder Ländern mit einer muslimischen Mehrheit einwanderten, sind ein Problem. Ein Problem in Sachen (Klein-)Kriminalität, aber auch in Bezug auf die öffentliche Sicherheit – vor allem die der Frauen. Selbstverständlich nicht jeder Einzelne, aber viele. Zu viele.

Von Birgit Gärtner | TELEPOLIS

Und fast immer handelt es sich um (junge) Männer aus dem fundamental-islamischen Milieu, aus den hier ansässigen Communities oder kürzlich als Asylsuchende nach Deutschland gekommen.

Die Verkündung dieser schlechten Nachricht endet für die Überbringerinnen – nicht nur, aber vor allem in linken und antifaschistischen Zusammenhängen – häufig wie einst in der Antike: Sie werden zwar nicht geköpft, aber geschmäht, beleidigt, beschimpft und diffamiert. Während die rechte Szene diese schlechten Nachrichten nur zu gern aufgreift.

Die Folge ist so simpel wie verheerend: Frauen fühlen sich mit ihren Ängsten allein gelassen, nicht nur das, sondern sie werden als „Rassistin“ beschimpft, so geschehen mit einigen der Opfer der Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16, die die ethnische Herkunft der Täter nicht verschwiegen, und werden anfällig für die Propaganda rechter Gruppierungen.

Aktuelles Beispiel dafür ist der für den 17.2.2018 angekündigte „Marsch der Frauen“ zum Kanzleramt, der von der AfDlerin Leyla Bilge organisiert wird und sich großen Zuspruchs auch von Feministinnen erfreut.

Leyla Bilge will die Kanzlerin auffordern, „sich gegen die sexuellen Übergriffe und Morde an Frauen, gegen Kinderehen, aber auch gegen Freiheitsberaubung, gegen Verhüllungszwang und gegen die Zwangsverstümmelung an wehrlosen Kindern einzusetzen. Wir sind hier in Deutschland im 21. Jahrhundert, es darf keinen Rückfall ins Mittelalter und schleichenden Einführung der Scharia geben..“

Das Kanzleramt ist zwar derzeit unbesetzt, die Bundesgeschäftsführerin, die da ansonsten residiert, ist verzweifelt damit beschäftigt, irgendwen zu finden, die oder der bereit wäre, das Land mit ihr zu regieren.

Womit wir beim eigentlichen Kern des Problems wären: Deutschland befindet sich gegenwärtig in der vermutlich größten politischen Krise seit Gründung der Bundesrepublik, das Parteiensystem hat abgewirtschaftet, die Parteien, insbesondere die SPD, wurden in diesem Prozess zerrieben, die parlamentarische Demokratie ist am Ende. Da es keine fortschrittlichen oder gar linken, z. B. basisdemokratischen Gegenentwürfe gibt, füllt die AfD dieses Machtvakuum.

Während die Linke/LINKE auf die AfD starrt wie das Kaninchen auf die Schlange. In der jüngeren Vergangenheit waren linke und fortschrittliche Organisationen und deren Protagonistinnen und Wortführer damit beschäftigt, einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung unaufhörlich als „Rassistinnen“ oder gar „Nazis“ zu beschimpfen, sich über deren ökonomischen Probleme und Ängste lustig zu machen und keine Gelegenheit auszulassen, der AfD Aufmerksamkeit zu bescheren.

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Ralf Meister: Fleischproduktion so nicht zukunftsfähig

Themenbild. Bild: 4ever.eu
Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat zu Beginn der Fastenzeit zu einem bewussteren Umgang mit Fleisch aufgerufen.

evangelisch.de

„Die Art und Menge der Fleischproduktion ist so nicht zukunftsfähig“, sagte der evangelische Theologe der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch). „Wir werden die wachsende Weltbevölkerung mit dieser Form der Fleischerzeugung nicht satt bekommen, ohne das Ökosystem der Erde massiv zu schädigen.“

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Fundament für Garnisonkirche verzögert sich: Probleme beim Turmbau

Laut Eschenburg sind seit Baustart im vergangenen Herbst verstärkt Spenden für den Wiederaufbau eingegangen © Foto: dpa
Der Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche ist im ersten Bauabschnitt ins Stocken geraten.

Von Ulrich Thiessen | Märkische Oderzeitung

Der Versuch, für die Gründung 38 Bohrungen 38 Meter tief ins Erdreich zu treiben und mit Beton zu füllen, hat nicht funktioniert, erklärte Wieland Eschenburg, Vorstand der Stiftung Garnisonkirche gegenüber dieser Zeitung.

Nun sollen andere Bohrverfahren zum Einsatz kommen. Eschenburg betonte, dass sich noch nicht absehen lässt, welche Auswirkungen der Rückschlag bei der Gründung haben wird. Im Frühjahr sollte auf den Pfählen die Fundamentplatte gegossen werden. Die Fertigstellung des Turmes war für 2020 geplant.

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Was ein Bischof der SPD rät – und warum er das lassen sollte

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Wie kommt der EKD-Vorsitzende Bedford-Strohm auf die Idee, er müsse Sozialdemokraten eine Empfehlung zum Mitgliedervotum geben? Es ist nicht Aufgabe der Kirche, politische Handlungsanweisungen zu formulieren.

Von Rainer Haubrich | DIE WELT

Warum sollen Geistliche nicht bei Facebook sein? Die frohe Botschaft kann man über ganz unterschiedliche Kanäle verkünden, von der Kanzel oder in sozialen Netzwerken. Sogar Papst Franziskus twittert.

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, ist bei Facebook, wo er wichtige Botschaften postet. Jüngst etwa einen Schnappschuss: „Günther und Marga Beckstein als Hippies – super Verkleidung beim Fasching in Veitshöchheim. Gleich geht’s los, live im Fernsehen.“

Oder ein Lob für die Einigung von Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag. Es gehe jetzt „um Verantwortung für das ganze Land, für Europa und, gerade im Hinblick auf die uns so wichtigen globalen Gerechtigkeitsfragen, auch für die Welt“, erklärt er.

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Markus Dröge: Flüchtlinge „als gleichwertiges Gegenüber“ akzeptieren

Markus Dröge 2013, Bild: wikipedia.org/ CC BY-SA 3.0 – A. Savin
Markus Dröge äußerte sich im RBB zu einer Werbekampagne für Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt

EKD

Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge hat dazu aufgerufen, Asylsuchende nicht nur als Hilfebedürftige wahrzunehmen. Flüchtlinge dürften „nicht auf die Opferrolle reduziert“, sondern müssten „als gleichwertiges Gegenüber“ akzeptiert werden, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am 10. Februar im RBB-Rundfunk. Dem trage auch eine aktuelle Werbekampagne für die Einstellung von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt Rechnung.

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Trump: Not sure Israel truly wants peace, settlements ‘complicate’ peacemaking

US President Donald Trump speaks to the press in the Oval Office of the White House in Washington, DC, February 9, 2018. SAUL LOEB/AFP)
US president tells Israel Hayom both sides would be ‚foolish‘ to not seize unique opportunity for deal; Palestinians are not seeking accord

By AFP and TOI staff | The Times of Israel

US President Donald Trump said in an interview published on Sunday that he is “not necessarily sure” Israel is genuinely seeking to reach a peace agreement with the Palestinians.

Trump has previously denounced the Palestinians for what he sees as their unwillingness to negotiate, but he has largely refrained from criticizing Israel.

Speaking to the freebie daily Israel Hayom, Trump noted that while US-Israel relations were “great,” peace with the Palestinians would make them “a lot better.”

“Right now, I would say the Palestinians are not looking to make peace. They are not looking to make peace,” Trump said in the interview with the right-wing paper. “And I am not necessarily sure that Israel is looking to make peace. So we are just going to have to see what happens.”

Trump also expressed concerns about Israeli settlement building, although his administration has been far less critical of settlements than that of his predecessor Barack Obama.

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Unterkomplexe Kreationisten und ihr Baukasten der Schöpfung

Bild: AG EvoBio

Es ist eine beliebte Strategie der Evolutionsgegner, biologische Merkmale ins Auge zu fassen und zu behaupten, diese seien zu komplex, als dass ihre Entstehung durch Evolution erklärbar sei. Beispielsweise würden die erstaunlichsten Leistungen der Tarnung und Mimikry zu viele aufeinander abgestimmte Anpassungen gleichzeitig benötigen, als dass sie bei verschiedenen Organismengruppen (Taxa) schrittweise und mehrmals unabhängig (konvergent bzw. parallel) evolviert sein könnten. In diese Richtung argumentiert beispielsweise Reinhard JUNKER von der Studiengemeinschaft WORT UND WISSEN, auf dessen Beitrag im Rahmen dieses Artikels eingegangen werden soll.

Von Martin Neukamm, Hans Zauner | AG EvoBio

Tarnung und Mimikry im Ameisennest

Um sich vor Räubern oder Angreifern zu schützen, verfügt die Tierwelt über ein Arsenal von Tarnvorrichtungen. Eine dieser Einrichtungen wird mit dem Begriff Mimese umschrieben. Darunter versteht man das Phänomen, dass sich das betreffende Tier optisch derart seiner Umgebung angepasst hat, dass es mit dem Wahrnehmungs-Hintergrund seiner Feinde verschmilzt und nicht mehr als Beute oder Eindringling wahrgenommen werden kann.

Zu den erstaunlichsten Beispielen mimetischer Anpassung zählen die so genannten „myrmecophilen“ Tiere. Das sind vorrangig Käfer bestimmter Entwicklungslinien, die als „Untermieter“ die Nester von Ameisen und Termiten bevölkern. Ein Ameisennest ist eine schwierige ökologische Nische, denn die Ameisen haben ja zunächst einmal nichts davon, wenn Käfer ihren Bau besiedeln. Ameisen sind äußerst wehrhafte Tiere und befördern unerwünschte Gäste rasch aus ihrem Bau oder bringen sie um. Eine Möglichkeit, sich dagegen zur Wehr zu setzen, besteht darin, sich evolutiv ein ameisenähnliches Aussehen zuzulegen. Die Käfer mischen sich unter die Ameisenmenge und werden in Ruhe gelassen. In manchen Nestern gibt es sogar Vertreter mehrerer Käfergattungen, die jeweils so aussehen wie ihre gastgebenden Ameisen – obwohl andere Mitglieder dieser Gattungen eher wenig Ähnlichkeit miteinander haben.

Ein ähnlicher Tarnmechanismus ist die so genannte Mimikry, wonach die Tiere optisch und in ihrem Verhalten giftige, wehrhafte oder ungenießbare Tierarten nachahmen oder ihren Feinden kooperatives Verhalten signalisieren. Man kennt zum Beispiel Kurzflügler, die im Ameisenbau chemische Signale freisetzen, die sie davor schützen, gefressen zu werden. Sie bieten den Ameisen Sekrete an, die dazu führen, dass sie sogar von ihnen in ihr Nest eingetragen werden.

Unlängst wurde darüber berichtet, dass 140 Tiere aus ganz verschiedenen Gliederfüßer-Gattungen (Ameisen, Käfer, Wespen, Spinnen, Wanzen) sehr ähnliche ameisenartige Gestalten – mit Warn-Elementen an Räuber – herausbildeten. Manche dieser Arten sind tatsächlich ungenießbar, andere sprangen quasi auf den Zug auf, sind aber eigentlich ungiftig.

Dass es neben optischer Mimikry, die auch Nichtfachleute als Anpassung der Gestalt wahrnehmen, noch andere Wege der Mimikry gibt, zeigen die Ameisengrillen mit dem suggestiven Namen Myrmecophilidae („Ameisenfreunde“). Diese Gruppe umfasst 71 Arten in fünf Gattungen mit einer einzigen Art in Europa. Es sind sehr kleine Heuschrecken, die gar nicht ameisenähnlich aussehen, dennoch als Kleptoparasiten in den Nestern verschiedener Ameisen- und sogar Termitenarten leben. In der Auswahl ihrer Wirte sind sie wenig wählerisch und wohl nicht spezifisch. Sie scheinen Pheromone (Lock- und Signalstoffe) der Ameisen auf ihrer Cuticula (Außenhaut) aufzunehmen und so den Nestgeruch anzunehmen. Daneben sind sie extrem beweglich und entkommen immer wieder den zu beobachtenden Angriffen ihrer Wirte durch schnelles Ausweichen. Allerdings wurden auch Tötungen beobachtet – also eine nicht ungefährliche Lebensweise, die genau das zeigt, was aus Sicht der Evolutionsbiologie zu erwarten ist: Zum einen gibt es viel mehr als nur einen Weg. Zum anderen sind die Anpassungen der sich im Wettbewerb befindenden Organismen auf beiden Seiten alles andere als perfekt.

Konvergenzen, Parallelismen

All diese Tarnvorrichtungen haben eines gemeinsam: Die betreffenden Tiere entwickelten vielfach unabhängig voneinander ganz ähnliche Merkmale, sie haben sie also nicht von ihrem gemeinsamen Vorfahren geerbt. Dieses Phänomen bezeichnet man in der Biologie allgemein als Konvergenz oder als Parallelismus (Parallelentwicklung). Von letzterem sprechen Biologen insbesondere dann, wenn die unabhängig erworbenen Merkmale bei relativ nahe verwandten Arten in geographisch getrennten Regionen auftreten.

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Wiedertäufer in Münster: „Regelloser Geschlechtsverkehr in unersättlichem Wechsel“

So stellten sich die Zeitgenossen das Treiben in Münster vor – Zeichnung von Virgil Solis (1514-1562) Quelle: picture-alliance / akg-images
Das „Tausendjährige Reich“ der Wiedertäufer in Münster 1534/35 zeichnete sich durch Gütergemeinschaft und Polygamie aus. Dahinter stand nicht nur Terror, sondern tatsächlich so etwas wie Zustimmung.

Von Berthold Seewald | DIE WELT

Auch in Münster feiert man Karneval. Aus rheinischer Perspektive handelt es sich allerdings eher um eine gedämpft wirkende Angelegenheit, die weniger auf der Straße als am überdachten Thresen zelebriert wird. Das mag damit zusammenhängen, dass der traditionelle Rosenmontagsumzug auch über den Prinzipalmarkt zieht, die erste Adresse der Stadt. Von dort hat man einen guten Blick auf die Lambertikirche und die drei Käfige, die an ihrem Turm hängen. Heute sind sie leer, aber im 16. Jahrhundert verrotteten dort die Knochen der Führer eines Regimes, das als erstes „Tausendjähriges Reich“ in Deutschland für Schrecken gesorgt hatte: das „Königreich Sion“ der Wiedertäufer.

Es war im Februar des Jahres 1534, als ein gewisser Jan Mathys in die Stadt einzog. Zwar waren die Bewohner der Bischofsstadt in den vorangegangenen Jahren Anhänger Luthers geworden. Aber die uralten Traditionen, den Beginn der vorösterlichen Fastenzeit mit allerlei Schabernack zu feiern, wird vielen noch im Bewusstsein gewesen sein. Doch die Monate, die folgten, sollten alles in den Schatten stellen, was bis dahin erdacht worden war, um böse Geister zu vertreiben. Denn aus Spaß wurde blutiger, tödlicher Ernst.

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In drei eisernen Käfigen am Turm von St. Lamberti Münster, verrotteten die Knochen der Anführer. Bild: bb

Trotz Tausender Todesopfer: Evangelikale in den USA predigen Glaube statt Medizin

Die Grippewelle hat allein in Texas schon 2300 Tote gefordert. Da wirken Empfehlungen einer evangelikalen Predigerin besonders zynisch: Statt einer Impfung empfiehlt sie den festen Glauben an Gott.

Badische Zeitung

Die USA erleben eine der schlimmsten Grippewellen seit Jahren. Bis Januar waren daran allein in Texas schon mehr als 2 300 Menschen gestorben. Laut der texanischen Gesundheitsbehörde gab es seit dem Ausbruch der Schweinegrippe 2009 nicht mehr so viele stationäre Einweisungen aufgrund von Grippe. Vor diesem Hintergrund sorgt ein Video der TV-Evangelistin Gloria Copeland für Empörung. Statt einer Impfung könne auch ein fester Glaube an Gott vor Grippe schützen, erklärte sie in einem Filmbeitrag auf Facebook.

Grippeimpfungen seien überflüssig, predigt die 75-jährige TV-Evangelistin einer Megakirche. Schließlich habe Jesus selbst die Menschen gegen Grippe geimpft:

„Durch seine Wunden sind wir geheilt“, sagt sie in dem Video. Copeland glaubt daher auch gar nicht an die aktuelle Grippewelle. Sie meint: „Es gibt eine Entenzeit, eine Wildzeit – aber keine Grippezeit.“Gloria Copeland

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Reiki und Jesus – Bullshit und Bullshistic

Jessica Smith. Bild: jesus.ch
Die Möglichkeit, andere durch Reiki zu heilen, klingt eigentlich durchweg positiv. Doch die ehemalige Reiki-Meisterin Jessica Smith warnt inzwischen vor Reiki-Praktiken. Sie sagt: Die Mächte und Energien, die hinter Reiki stehen, sind nicht so harmlos wie sie klingen.

jesus.ch

Reiki ist eine esoterische Technik, bei der Menschen durch Auflegen der Hände geheilt werden sollen. Der Reiki-Meister arbeitet dabei nicht mit seiner eigenen Energie. Sein Körper dient vielmehr als Kanal für die Energien und Mächte der geistlichen Welt. Diese Reiki-Energien sollen dann zum Zwecke der Heilung gezielt auf bestimmte Körperteile übertragen werden.

Es gibt verschiedene Stufen von Reiki. Jeder Reiki-Grad wird durch spezielle Schulungen und Handauflegung erreicht. Damit man von den Reiki-Energien oder Mächten erfüllt wird, muss man sie gezielt einladen. Während der Initiierungen werden die Energien von einem Reiki-Lehrer auf den Lernenden durch Handauflegung und andere spirituelle Riten übertragen.

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#MeToo erreicht das Weiße Haus, Trump nicht erfreut

foto: reuters/jonathan ernst Donald Trump verteidigt seinen Ex-Stabssekretär Rob Porter.
US-Präsident zu Rücktritt von Porter und Sorensen nach Gewaltvorwürfen: „Leben werden zertrümmert“

dieStandard.at

Nach dem Rücktritt von zwei hochrangigen Mitarbeitern des Weißen Hauses wegen Vorwürfen der häuslichen Gewalt hat US-Präsident Donald Trump eine „Vorverurteilung“ der beiden Männer angeprangert. „Das Leben von Menschen wird zertrümmert durch eine bloße Anschuldigung“, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. „Manche sind wahr und manche falsch. Manche sind alt und manche sind neu.“

Es gebe aber „keine Erholung für jemanden, der fälschlicherweise beschuldigt wurde – das Leben und die Karriere sind dahin“, warnte der US-Präsident in seinem Tweet. „Gibt es so etwas wie Rechtsstaatlichkeit nicht mehr?“, fügte Trump hinzu

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