Archiv der Kategorie: Protestantismus

JK Rowling destroys Westboro Baptist Church with one simple tweet

J.K. Rowling (Shutterstock)

Harry Potter author J.K. Rowling slapped down the Westboro Baptist Church on Tuesday after the infamous religious group threatened to picket a fictional wedding, Gay Star News reports.


By Joan Shipps|Raw Story

After voters in Ireland approved a referendum to legalize same-sex marriage, Rowling joked that Hogwarts headmaster Albus Dumbledore and Lord of the Rings wizard Gandalf could finally get married. The Westboro Baptist Church tweeted its intention to picket the ceremony.

In response, Rowling retorted:

Twitter Screenshot: bb

Twitter Screenshot: bb

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Witze mit Auschwitz: Im Land der Missverständnisse

Noch so ein dauermissverstandener Autor: Martin Walser.

Warum Witze mit Auschwitz keine sind. Und warum man für sie in Deutschland dennoch jede Menge Follower bekommt.


Von Sonja Vogel|taz.de

„Vergasen sollte man diese Mistviecher. Wisst ihr noch, wie die Juden nach Auschwitz transportiert wurden? Man sollte die Zugführer alle dorthin bringen.“ So hatte in der vergangenen Woche Julien Sewering auf seinem YouTube-Kanal den Streik der GDL kommentiert. Für jene, die das überhaupt nicht lustig fanden, erklärte er: War nicht wortwörtlich so gemeint, sondern „schwarzer Humor“. Offensichtlich kommt eine ganze Generation ohne Humor aus, denn der Typ hat 1,2 Millionen AbonnentInnen.

Vor Jahren habe ich mal ein Praktikum bei einem Magazin gemacht. Dort gab es eine Regel: Auschwitz wird nicht getrennt. Heraus kommt nämlich ein Ausch-Witz – und der ist immer schlecht. Man tut gut daran, sich nach dieser Regel zu richten. Der Witz über Auschwitz nämlich, genauso wie das Wortspiel mit „Vergasen“ (etwa das NPD-Plakat „Gas geben“), ist ohne doppelten Boden, ohne subtile Verstellung: primitiv, brutal, antisemitisch. Nicht witzig. Simple as that.

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Argumente gegen Homo-Ehe sind lachhaft

cartoon-herzDie Iren haben mit ihrer Entscheidung, die Ehe für Homosexuelle zu öffnen, die Diskussion in Deutschland zu dem Thema befeuert. Doch die große Koalition will sich aus der Verantwortung stehlen. Ein Kommentar.


Von Björn Seeling|DER TAGESSPIEGEL

Eigentlich ist das, was hier jetzt folgt, völlig überflüssig. Denn es gibt kein einziges nachvollziehbares Argument, warum die Ehe nicht für Lesben und Schwule zu öffnen ist. Es wird niemandem etwas weggenommen, dafür aber vielen etwas gegeben. Das müssen sich wohl insgeheim auch CDU-Konservative eingestanden haben. Denn sie wehren sich, offenbar verwirrt durch die Entscheidung im katholischen Irland, mit dem lachhaften Argument gegen die Homo-Ehe, dass man sich an den Koalitionsvertrag der großen Koalition im Bund halten müsse: In dem sei nichts dazu vereinbart worden.

Peinlich ist, wie die SPD dagegenhält. Sie barmt, dass mit der CDU bei dem Thema nichts zu machen und bastelt pro forma ein bürokratisches Konstrukt, das die eingetragene Lebenspartnerschaft von einer Homo-Ehe light in eine Homo-Ehe medium wandeln soll, aber im Grunde die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften fortschreibt.

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Religiotie: Peter Singer, werden Sie ein ‘Prophet des Lebens’!

lebensschutz

Bundesverband Lebensrecht protestierte gegen Preisverleihung an Peter Singer. Statt Menschen mit Behinderungen implizit als „lebensunwertes Leben“ abzutun, soll der bekannte Bioethik-Professor das Lebensrecht uneingeschränkt akzeptieren.


kath.net

Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) protestierte am 26.05.2015 vor der Urania gegen Ethik und Äußerungen von Peter Singer anlässlich der Verleihung des Peter-Singer-Preises an ihn selbst. Für den Bundesverband Lebensrecht hat Gerhard Steier (Berlin) das öffentliche Angebot der Urania an alle Kritiker angenommen, eine Stellungnahme zu Beginn der Veranstaltung abzugeben.

Mit seinem jüngsten Interview in der NZZ vom 24.05.2015 bestätigt der Bioethiker Peter Singer noch einmal die auch von Behindertenverbänden stark kritisierten Positionen zum Lebensrecht für Säuglinge und anderen Menschen, das er im Falle der Bewusstseinseinschränkung oder Behinderung in die Hände Dritter übereignet.

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Pietistische Mission nannte Juden zur NS-Zeit einen “Fluch”

Bild: wikimedia.org

Die evangelikale Liebenzeller Mission hatte laut neuen Forschungsergebnissen während des Nationalsozialismus einen rassistischen Umgang mit Juden, selbst wenn sie zum Christentum übergetreten waren.


evangelisch.de

So heißt es in einer 1934 veröffentlichten Stellungnahme der Missionsleitung, die Juden seien “für die anderen Völker der Erde ein Fluch”. Der evangelische Pfarrer und Dozent Helmuth Egelkraut legte am Dienstag im baden-württembergischen Bad Liebenzell das Ergebnis seiner Recherchen vor, die er im Auftrag der Liebenzeller Mission in den vergangenen zweieinhalb Jahren über die Geschichte des Werks unternommen hatte.

Egelkraut zufolge war die Mission stark einem preußischen und patriotischen Denken verhaftet. Deshalb habe sie die Machtübernahme Hitlers begrüßt. Gleichzeitig heißt es in der Stellungnahme der damaligen Leitung, man habe “Mäckerer” und “kritische Stimmen in unseren Versammlungen” gegen die Hitler-Regierung nicht geduldet.

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Jeb Bush’s Favorite Author Rejects Democracy, Says The Hyper-Rich Should Seize Power

Pre-Revolutionary kings would find a lot to like in Charles Murray’s new book against democracy CREDIT: public domain via Wikipedia

At the height of 2011’s debt ceiling crisis, then-Senate Minority Leader Mitch McConnell (R-KY) offered a candid explanation of why his party was willing to threaten permanent harm to the U.S. economy unless Congress agreed to change our founding document. “The Constitution must be amended to keep the government in check,” McConnell alleged. “We’ve tried persuasion. We’ve tried negotiations. We’ve tried elections. Nothing has worked.”


By Ian Millhiser|Think Progress

The amendment McConnell and his fellow Republicans sought was misleadingly named the “Balanced Budget Amendment” — a name that was misleading not because it was inaccurate, but because it was incomplete. The amendment wouldn’t have simply forced a balanced budget at the federal level, it would have forced spending cuts that were so severe that they would have cost 15 million people their jobs and caused “the economy to shrink by about 17 percent instead of growing by an expected 2 percent,” according to the Center for Budget and Policy Priorities. It was, in essence, an effort to permanently impose Tea Party economics on the nation, and to use a manufactured crisis to do so.

Few politicians are willing to admit what McConnell admitted when he confessed that elections have not “worked” to bring about the policy Republicans tried to impose on the nation in 2011. Elected officials, after all, only hold their jobs at the sufferance of the voters, and a politician who openly admits that they only believe in democracy insofar as it achieves their desired ends gives the middle finger to those voters and to the very process that allows those voters to have a say in how they are governed.

Charles Murray, an author who GOP presidential candidate Jeb Bush recently named first when he was asked which books have had a big impact upon him, is not an elected official, so he is free to rail against democracy to his heart’s content. And that is exactly what he does in his new book, By The People: Rebuilding Liberty Without Permission.

Pay no attention to the title. Government “by the people” is the last thing Murray cares to see. Murray admits that the kind of government he seeks, a libertarian fantasy where much of our nation’s regulatory and welfare state has been dismantled, is “beyond the reach of the electoral process and the legislative process.” He also thinks it beyond the branch of government that is appointed by elected officials. The Supreme Court, Murray claims, “destroyed” constitutional “limits on the federal government’s spending authority” when it upheld Social Security in 1937. Since then, the federal government has violated a “tacit compact” establishing that it would not “unilaterally impose a position on the moral disputes that divided America” (Murray traces the voiding of this compact to 1964, the year that Congress banned whites-only lunch counters).

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Bericht: Islamophobie behindert Gleichstellung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung wünscht sich mehr Rechte für Muslime in Deutschland Foto: Weinstein/Fotolia

In einem Gutachten zur Lage des Islam in Deutschland stellt die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung fest: Vorbehalte gegenüber Muslimen erschweren eine gleichberechtigte Religionsausübung, wie sie das Grundgesetz fordert.


pro Medienmagazin

Die Stiftung beklagt in ihrem Papier, das am Dienstag in Berlin vorgstellt wurde, eine „auf hohem Niveau stagnierende Islamfeindlichkeit sowie eine weit verbreitete Islamskepsis in der Bevölkerung“. Das Gutachten warnt vor einer „politischen Instrumentalisierung der Islamdebatte wie in anderen europäischen Ländern“. Wer den Islam in Deutschland mit anderen Religionen gleichstellen wolle, wie es das Grundgesetz verlange, müsse sich mit diesen neuen Bewegungen auseinandersetzen. Gemeint ist hier offenbar unter anderem die Entstehung der Alternative für Deutschland (AfD).

Das Gutachten will zeigen, wo religionspolitischer Handlungsbedarf besteht, um den Islam in Deutschland etwa mit dem Christentum gleichzustellen.

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Jüdische Theologie an einer staatlichen Universität

Der Rabbiner und Professor für jüdische Religionsphilosophie, Walter Homolka (Martin Schutt, dpa)

Bisher gab es an deutschen Universitäten nur die kulturwissenschaftlich ausgerichtete Judaistik oder die außeruniversitären Rabbinerseminare. Erst seit etwas mehr als einem Jahr bietet die Universität Potsdam auch das Studienfach Jüdische Theologie an, das gleichberechtigt neben der evangelischen und katholischen Theologie steht.


Von Michael Hollenbach|Deutschlandfunk

Die treibende Kraft hinter der Gründung der “Jüdischen Theologie, der School of Jewish Theology”, ist der Rabbiner und Professor für jüdische Religionsphilosophie, Walter Homolka. Für ihn war es ein Kampf um die Gleichberechtigung der jüdischen mit der christlichen Theologie an den Universitäten:

“Das hat einen geschichtlichen Hintergrund. Diese Gleichberechtigung hat Abraham Geiger schon 1836 eingefordert […] und daraus ergab sich das Bild, dass sich durch die Gleichberechtigung der geistlichen Ausbildung eine tiefe Wunde, die es seit 200 Jahren gab in der Emanzipationsgeschichte des Judentums in Deutschland, geschlossen werden konnte.”

Der Vordenker des Reformjudentums, Abraham Geiger, notierte schon 1830:

“Wenn doch einst ein jüdisches Seminar an einer Universität errichtet würde, wo Exegese, Homiletik und noch Talmud und jüdische Geschichte in echt religiösem Geiste vorgetragen würden; es wäre die fruchtbarste und belehrendste Anstalt!”

Die Wissenschaft vom Judentum

Fast 200 Jahre hat es gedauert, bis Abraham Geigers Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Sein Wunsch, dass jüdische Theologie in Eigenverantwortung der Religion wissenschaftlich an einer staatlichen Hochschule gelehrt und geforscht wird – so wie es für die katholische und evangelische Theologie seit Jahrhunderten der Fall ist. Lange Zeit wurde die Wissenschaft vom Judentum nur aus nicht-jüdischer Perspektive unterrichtet, erläutert Walter Homolka:

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Berlin: Imame mit dem Segen des Senats

Geistlicher Beistand. Im Berliner Islamforum hat der Senat das geplante Zentrum bereits vorgestellt und erfahren, dass Verbände und Gemeinden Interesse an „Berliner“ Seelsorgern… – Foto: picture alliance / dpa

Jetzt sollen auch Berliner Universitäten islamische Seelsorger ausbilden. Wie schwierig die Gründung eines Instituts für islamische Theologie werden könnte, zeigen Erfahrungen anderer Bundesländer.


Von Claudia Keller|DER TAGESSPIEGEL

Sie suchen neue Zugänge zum Koran, erproben feministische Perspektiven, erforschen vergessene Auslegungen der heiligen Schriften. Bei alldem sind die gut 1500 Studenten der islamischen Theologie in Deutschland Pioniere. Erst seit gut drei Jahren reifen an den Universitäten Münster/Osnabrück, Frankfurt/Gießen, Tübingen, Erlangen-Nürnberg, Hamburg und Paderborn Islamgelehrte heran, die Muslime in Deutschland begleiten sollen: als Religionslehrer in den Schulen, als Imame und Seelsorger in Moscheen und Krankenhäusern, in Jugend- und Seniorenzentren.

Auch der Berliner Senat will das Fach in der Berliner Hochschullandschaft etablieren. Obwohl es hier keinen regulären Religionsunterricht gibt, wachse der Bedarf an qualifizierten muslimischen Religionslehrern, Seelsorgern und wissenschaftlichem Nachwuchs, sagt der Berliner Staatssekretär für Wissenschaft, Steffen Krach. Das geplante Zentrum soll mit drei bis vier Professoren für die unterschiedlichen Ausbildungsprofile beginnen, womöglich bereits zum Wintersemester 2017/18.

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CDU-Konservative wehren sich gegen Homo-Ehe

Homo_KauderDie Union ist bei der Homo-Ehe tief gespalten. Die Konservativen pochen auf den Koalitionsvertrag. Andere fürchten, man könne von der Rechtsprechung überholt werden und machen Druck auf die Kanzlerin.


stern.de

Mit Verweis auf den Koalitionsvertrag hat der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl Forderungen auch aus der eigenen Partei nach einer Gleichstellung Homosexueller abgelehnt. “Wir sollten uns an unsere Verabredungen halten”, sagte Strobl der “Frankfurter Rundschau”.

Der CDU-Landesvorsitzende aus Baden-Württemberg bezeichnete den Ruf der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes, Christine Lüders, nach einer fraktionsübergreifenden Bundestagsinitiative als falschen Weg. Das Parlament müsse berechenbar bleiben und dürfe nicht mit Zufallsmehrheiten operieren, argumentierte Strobl.

Nach dem Ja der katholisch geprägten Iren für die völlige Gleichstellung homosexueller Paare mit der klassischen Ehe von Mann und Frau melden sich auch in der Union die Befürworter einer Reform zu Wort. “Die Öffnung der Ehe hätte natürlich für viele gleichgeschlechtliche Liebende und weit darüber hinaus einen ungeheuren Symbolcharakter”, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann der “Tageszeitung”. Am Ende werde man angesichts der bewussten Trennung von Kirche und Staat in Deutschland zu keinem anderen Ergebnis kommen als die Iren bei ihrem Referendum.

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Creationist: If evolution is true, then it wasn’t wrong for Josh Duggar to molest his sisters

Eric Hovind (Facebook)

A creationism activist suggested Josh Duggar be punished for molesting his sleeping sisters and their friends by being paid to campaign against LGBT people marrying one another.


By Travis Gettys|Raw Story

That’s exactly what the 27-year-old Duggar was doing until Thursday, when he resigned his position with the Family Research Council after admitting to “inexcusable behavior” as a teenager.

“Since Josh molested girls, which could damage their trust of men, which could damage their future marriage, which could damage their future family, we should make Josh Duggar work the rest of his life to help families stay together and help them recognize how twisted the world is and how God offers instruction on how to live righteously!” said Hovind, who is affiliated with the Olive Baptist Church in Pensacola, Florida.

“He should be forced to push faith, family and freedom in the public showing the Christian worldview has the answers,” Hovind continued. “We should force him to get a job at the Family Research Counsel (whose) mission is ‘to advance faith, family and freedom in public policy and the culture from a Christian worldview.’ That would be a great punishment!”

Eric Hovind — son of imprisoned creationist theme park operator Kent Hovind – said Duggar was the victim of a double standard by the media, which he said praised sins such as lust, abortion, and homosexuality but condemned “confession, judgment, and forgiveness.”

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Bedford-Strohm wurde vom heiligen Geist verlassen

DerverzweifelteJesus

Die Bedeutung der Kirchen hängt nach den Worten des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm nicht von den Mitgliederzahlen ab.


evangelisch.de

Angesichts mancher Verfallsdiagnosen könne man fast schon den Eindruck gewinnen, bei der Kirche handle es sich um eine allmählich verschwindende Minderheit, sagte Bedford-Strohm am Pfingstmontag beim bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg bei Gerolfingen: “Aber das ist Unsinn.” Anders als früher sei heute niemand mehr Mitglied der Kirchen, “weil es zum guten Ton gehört” oder ein Austritt gar soziale Sanktionen zur Folge hätte. Sie seien überzeugte Mitglieder, betonte der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Bedford-Strohm rief die rund 10.000 Kirchentagsbesucher auf dem Hesselberg dazu auf, den Heiligen Geist in sich wirken zu lassen und mit der Kraft daraus “die Kirche neu zu bauen, lebendige Steine zu werden”. Er forderte dazu auf, “die jungen Leute viel mehr zu beteiligen”, auf ihre Ideen zu hören und sie zum Mitmachen zu bewegen. “Lasst uns wieder radikaler auf Christus hören”, sagte der Landesbischof und zeigte sich zuversichtlich: “Ich mache mir keine Sorgen um die Zukunft der Kirche.” Die beiden großen Kirchen würden in Deutschland künftig vielleicht etwas weniger Mitglieder als die heute rund 50 Millionen haben: “Aber die Kraft des heiligen Geistes kann niemand brechen”, betonte der EKD-Ratschef.

Bullshistic: Gesellschaft kommt mit Freiheit nicht zurecht

Image. Sam Harris The Blog

Image. Sam Harris The Blog

Die Gesellschaft hat im Zuge der Aufklärung Befreiung erreicht, kommt damit aber nicht zurecht. Diese Ansicht vertrat der Philosoph Prof. Wilhelm Schmid (Berlin) beim 8. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge.


kath.net

Dieser findet vom 20. bis 23. Mai in Würzburg zum Thema „Das gute Leben“ statt. Schmid zufolge will das „moderne Erlösungsprojekt“ von allem Bösen befreien. So habe sich der Mensch von einer normativen Religion (gemeint ist das Christentum) gelöst, die versucht habe, ihn „auf den einzigen richtigen Weg zu predigen und manchmal auch zu prügeln“.

Der Mensch sei heute frei, sich von allen belastenden Beziehungen zu lösen. So sei es heute nicht mehr sozial geächtet, den Ehepartner loszuwerden. Beziehungen litten darunter, dass die Partner einerseits Bindung und andererseits völlige Freiheit wollten. Beides zugleich sei jedoch nicht möglich. Schmid: „Wir sind immer noch davon benebelt, frei zu werden, wissen aber nicht wozu.“ Schmid beobachtet bei vielen Menschen Orientierungslosigkeit: „Da ist keine Spur, kein Weg, keine Straße – wir müssen diesen Weg erst selber finden.“

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Muslimische Konvertiten fühlen sich in Freikirchen wohler

Der Islamwissenschaftler Dr. Jörn Thielmann, Geschäftsführer des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa. Foto: PR

Muslime, die in Deutschland zum Christentum übertreten, fühlen sich in Freikirchen wohler als in Kirchengemeinden. Freikirchliche Gemeinden seien oft attraktiver, „weil sie in ihrer Religiosität verbindlicher sind“, sagte der Islamwissenschaftler Jörn Thielmann, Geschäftsführer des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa, der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).


idea.de

Thielmann weiter: „Diese Gemeinden sind fürsorglicher, kuscheliger und zeigen mehr Begeisterung für Neuzugänge.“ Auf diese Weise böten die Freikirchen den Migranten auch ein soziales Zuhause. Jedes Jahr lassen sich in Deutschland nach Schätzungen mehrere Hundert Muslime taufen. Genaue Angaben gibt es nicht, denn die Taufregister werden unter Verschluss gehalten. Thielmann: „Die großen Kirchen sind sehr zurückhaltend beim Thema Konvertiten, weil sie den Dialog mit dem Islam nicht gefährden wollen.“

Viele Muslime haben Angst vor Gott

Nach Ansicht des Islamwissenschaftlers fühlen sich Muslime grundsätzlich zum christlichen Glauben hingezogen, weil sie ihn als weniger einschränkend erleben: „Im Islam spielt die Angst in der Gottesbeziehung eine große Rolle.“ Besonders viele Konvertiten kämen aus dem Iran und Afghanistan, wo der Glaube sehr stark politisiert werde. Wer das ablehne, aber dennoch nach Religiosität sucht, komme oft schon im Heimatland mit der Bibel in Berührung und fliehe aus diesem Grund. Andere entwickelten erst in Deutschland Interesse für das Christentum.

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‚Christen in der AfD‘ rücken von Parteisprecher Lucke ab

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Unter den „Christen in der AfD“ ist die Begeisterung für die von Parteisprecher Bernd Lucke gestartete Initiative „Weckruf 2015“ verhalten. Am 18. Mai hatte Lucke den Verein gegründet, zu dessen Mitstreitern mehrere Europaabgeordnete und Landesvorsitzende der Partei zählen, darunter Ulrike Trebesius, Bernd Kölmel und Hans-Olaf Henkel.


kath.net

Zweck der gegründeten Initiative sei es, wirtschaftsliberale AfD-Mitglieder zu sammeln und so den national-konservativen in der Partei entgegenzutreten. Lucke betonte, dass die Aktion weder der Gründung einer neuen Partei diene, noch eine Einladung zum Parteiaustritt darstelle. Der Bundesvorstand der Partei hat in einem Beschluss vom 22. Mai den „Weckruf 2015“ missbilligt.

Schultner: Weckruf führt zur Spaltung der Partei

„Ich kenne niemanden aus den „Christen in der AfD“, der sich dem „Weckruf“ anschließen möchte“, sagte die Bundeskoordinatorin der Vereinigung, Anette Schultner (Hameln), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Auch glaubt sie nicht, dass es sich dabei nur um eine – wie Lucke versichert hat – innerparteiliche Sammlungsbewegung handelt. Dies sei allein deswegen schon falsch, weil der Initiative auch Nichtmitglieder der AfD beitreten dürften. „Dem Aufruf Luckes an AfD-Mitglieder, nicht die Partei zu verlassen, schließen wir uns selbstverständlich gerne an. Aber in der Praxis forciert der Weckruf 2015 leider die Möglichkeit einer Abspaltung aus der Partei; deswegen werden wir ihn als ‚Christen in der AfD’ nicht unterstützen.“

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Wie die Philosophie “weißgewaschen” wurde

Scan aus dem Buch “My bondage and my freedom” des Schrifstellers und Abolitionisten Frederick Douglass

Vor 200 Jahren wurde am Wiener Kongress der Sklavenhandel abgeschafft. Das lag weniger an der Philosophie der Aufklärung und mehr an politisch-ökonomischem Kalkül. Denn die “großen, weißen Aufklärer” kümmerten sich wenig um die schwarze Sklaverei. Das hat Folgen bis heute: Der Kanon der Philosophie wurde “weißgewaschen”.


Von Aaron Salzer|science.ORF.at

Dies meint der Philosoph Nathaniel Adam Tobias Coleman vom University College London im Gespräch mit science.ORF.at. Bei Coleman berühren sich wissenschaftliches Interesse und biografischer Hintergrund. Er streicht seinen Namen durch, weil sich dahinter die Geschichte der Sklaverei verbirgt. In dem Namen sei die historische Hoffnung weißer Sklavenhalter eingeschrieben, ihren Sklavenbestand beständig zu erweitern.

“Weiße Menschen haben quasi Sklaven gezüchtet. Sie haben den Nachwuchs ihrer afrikanischen Sklavinnen Namen gegeben. Also eine Art Emblem, um ihren Besitzanspruch geltend zu machen. Heute besitzt diesen Nachwuchs zwar niemand mehr. Aber die Hoffnung auf den Besitzanspruch lebt in den Namen weiter.”

“Afrikaner sind Philosophen”

Im Rahmen des Wiener Kongresses wurden 1814/15 die Herrschaftsverhältnisse und Grenzen Europas neu geordnet. Dabei wurde auch der Handel mit Sklaven weltweit verboten. Umgesetzt wurde das allerdings erst schleppend in den Jahrzehnten danach: 1888 beendete Brasilien als letztes den Sklavenhandel.

Großbritannien war jenes Land, welches am Wiener Kongress von den anderen Teilnehmern forderte, den Sklavenhandel abzuschaffen – so wie es das Empire bereits 1807 getan hatte. Nach dem Beschluss hätten sich die Großmächte selbst auf die Schulter geklopft und dies als plötzliche Einsicht in die Prinzipien von Humanität und universeller Moral beschrieben, sagt Coleman. Dabei stellten sie sich nicht mehr als Sklavenhalter dar, sondern als Emanzipatoren.

Das und anderes entlarvt sich bei genauerer Betrachtung als “Weißwaschung” der Geschichte: Neben der beschönigenden emanzipatorischen Darstellung gebe es auch die Vorstellung, dass “große weiße Männer” einmal Argumente lieferten, um die Sklaverei zu rechtfertigen und dann ihre Meinung änderten und aufforderten, Afrikanern zu helfen und zu sagen: Sklaverei sei verkehrt.

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USA: Skandal um konservative christliche Reality-TV-Familie

Josh Duggar, Image: Friendly Atheist

Ein Missbrauchsfall hat die Medien- und Politikkarriere einer fundamentalistischen Großfamilie aus dem US-Bundesstaat Arkansas offenbar aus den Gleisen geworfen.


evangelisch.de

Der Kabelsender TLC hat die seit 2008 laufende Reality-Show über das Ehepaar Michelle und Jim Bob Duggar und deren 19 Kinder aus dem Programm genommen. TLC sei “tief traurig” angesichts der “herzzerbrechenden Situation”, heißt es auf der Webseite des Senders.

Die Duggars mit ihren “altmodischen” Lebensrichtlinien galten vielen konservativen Amerikanern offenbar als Modell für Familienwerte. Groß war der Schock, als das Magazin “In Touch Weekly” diese Woche Polizeidokumente über Ermittlungen im Jahr 2006 gegen den ältesten Sohn, Josh Duggar (27), veröffentlichte. Als Teenager habe Duggar laut Zeugenaussagen 2002 und 2003 fünf Mädchen wiederholt unsittlich angefasst. Vater Jim Bob habe das gewusst, sei aber nicht zur Polizei gegangen.

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Wer fragt und sucht, der glaubt schon

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

7,3 Milliarden Menschen leben auf der Erde. Die meisten von ihnen gehören einer Religion an. Doch auch wer sich als areligiös bezeichnet, glaubt an irgendetwas. Ohne Glaube geht’s nicht.


Von Markus Bauer|Stuttgarter Nachrichten.de

„Wir sind eine Gang, eine jesusmäßige Familie. Uns verbindet die erlebte Liebe unseres genialen Gottes. Er demonstriert an einem Haufen völlig unterschiedlicher Freaks, dass er durch Ergänzung Einheit in gigantischer Vielfalt schaffen kann.“ Dieses Glaubensbekenntnis stammt von den Jesus Freaks, einer 1991 in Hamburg gegründeten christlichen Glaubensbewegung mit rund 2000 Mitgliedern. Sie wollen „Freaks, Punks, Hippies und Szeneleuten“ eine spirituelle Heimat bieten, in der sie „sich wohlfühlen“.

Liebe, Friede und Jesus Christus

„Love, Peace and Jesus Christ“ (Liebe, Frieden und Jesus Christus) ist die Botschaft aller christlichen Gemeinschaften. Mit fast 2,3 Milliarden Anhängern ist das Christentum vor dem Islam (1,6 Milliarden) und dem Hinduismus (900 Millionen) die am weitesten verbreitete Religion. Der Glaube an Jesus eint schätzungsweise 30 000 christliche Kirchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kleine Gruppen wie die Kirche der Jünger Christi (700 Mitglieder), die Alt- Katholische­ Kirche der Mariaviten in Polen (29 000) oder die Christliche Kirche von Pasundan (33 000) gehören genauso dazu wie große Bekenntnisgemeinschaften – etwa die Evangelische Kirche in Deutschland (26 Millionen) oder die Römisch-Katholische Kirche (rund 1,2 Milliarden Anhänger).

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PM thanks Obama for blocking UN nuclear disarmament move

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90) bearb.:BB

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
bearb.:BB

Netanyahu calls Kerry to convey gratitude after US rejects NPT document setting deadline for Mideast nuke conference


By AP and Times of Israel staff

Prime Minister Benjamin Netanyahu thanked US President Barack Obama on Saturday for blocking a UN move aimed at forcing Israel to come clean on its nuclear capabilities en route to a Middle East zone free of nuclear weapons.

Netanyahu spoke with US Secretary of State John Kerry and asked him to convey his gratitude to Obama for the stance the US took at the United Nations review conference for the Non-Proliferation Treaty in New York. The US late Friday rejected the New York meeting’s final document, as did the UK and Canada.

Israel is not a party to the treaty and has never publicly declared what is widely considered to be an extensive nuclear weapons program. The UN meeting had been set to convene a conference by next March, and appoint a special emissary, that might have forced Israel to acknowledge its nuclear program.

Netanyahu, who had been in contact with the US in the course of the UN meeting, also thanked Britain and Canada for their opposition to the final document, the Prime Minister’s Office said in a statement.

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Kirchen im Strudel von Nettoverlust und Irrelevanz

ehem. Dominikanerkirche in Maastricht, jetzt Buchhandlung und Kaffeehaus

ehem. Dominikanerkirche in Maastricht, jetzt Buchhandlung und Kaffeehaus

Eine neue Studie zeigt, dass der Niedergang des Christentums durch Predigten oder feurige Bekenntnisse nicht zu bremsen ist. Religion ist für den Alltag vieler Menschen einfach nicht mehr relevant.


Von Matthias Kamann|DIE WELT

An den Predigern liegt es nicht. Dass in Westeuropa das Christentum an Bedeutung verliert, dass es 2014 allein in Deutschland nach vorläufigen Schätzungen mehr als 400.000 Kirchenaustritte gab und immer weniger Neugeborene getauft werden, lässt sich nicht mit der kirchlichen Verkündigung erklären.

Vielmehr hat es außerkirchliche Gründe: “Die christlichen Kirchen in Deutschland scheinen kaum noch einen Einfluss auf ihre eigene Entwicklung nehmen zu können und äußeren Faktoren ausgesetzt zu sein, denen sie wenig entgegenzusetzen haben.”

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Auswertung internationaler Erhebungen zur Lage des Christentums. Nach Ansicht der Autoren, Detlef Pollack und Gergely Rosta vom Exzellenzcluster Religion und Politik an der Universität Münster, ist auch das geringe Interesse der verbliebenen Kirchenmitglieder nicht mit dem Verhalten der Pfarrer oder Bischöfe zu erklären. “Der Grund, warum die Menschen nicht stärker am kirchlichen Leben teilnehmen, ist nicht der, dass sie an der Kirche so viel stört. Vielmehr ist ihnen das Engagement in der Kirche nicht so wichtig.”

Nicht Ärger über Botschaften oder Stellungnahmen der Kirchen lasse das Interesse schwinden. Sondern dass der Glaube kaum noch Relevanz für das Alltagsleben und die Grundhaltungen der Menschen habe. In ausdifferenzierten Gesellschaften, so die Studie mit dem Titel “Religion und Moderne” (Campus-Verlag), gebe es einfach zu viele andere Möglichkeiten zur Betätigung und zur Lebensgestaltung.

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