Humanisten feierten die Sonnenwende

Klaus Hofmann von der Isenburger Humanistischen Gemeinschaft. Bild: FNP
Die Humanistische Gemeinschaft Neu-Isenburg – vormals Freireligiöse Gemeinde – hatte ihre Mitglieder zur Sonnwendfeier in ihre Räume in der Ludwigstraße 68 eingeladen. Anlässlich der Umbenennung der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen in „Freie Humanisten Hessen“ hatte auch die Gemeinde in Neu-Isenburg ihren Namen geändert.

Frankfurter Neue Presse

Diese Änderung hatte die ehemalige Neu-Isenburger Gemeindevorsteherin Ortrun Lenz, die auch Mitglied im Vorstand der Landesgemeinschaft war, mit angeregt. „Ich bete nichts und niemanden an, ich glaube an kein Leben nach dem Tode, empfinde mein Dasein als einmaliges Ereignis“, verwies Ortrun Lenz auf das störende „Freireligiös“ im Namen, das mit der Namensänderung nun wegfiel.

Während die Gemeinde zu ihrer Entstehungszeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine „christliche Splittergruppe“ gewesen ist, verbindet sie heute nichts mehr mit dem Christentum. Doch noch immer ist der Gemeinschaft eine humanistische Orientierung wichtig. Hier geht es ihr in erster Linie um Toleranz, Kunst und Kultur, die einzigartige Diesseitigkeit des Lebens und den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und den Mitlebewesen. Klaus Hofmann, Vorsteher der Humanistischen Gemeinschaft Neu-Isenburg und Vizepräsident der Landesgemeinschaft Hessen betonte: „Für uns steht dies mehr unter Weltanschauung als unter einer religiösen Ausrichtung.“

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Bedrohliche Atheisten und katholische Aliens

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Religionssoziologe Detlef Pollack, Sprecher des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität Münster, sprach mit hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg über das Image von Atheisten und darüber, wie sie es verbessern können.

Von Daniela Wakonigg | hpd.de

Detlef Pollack ist Professor für Religionssoziologie und Sprecher des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ an der Universität Münster. Der studierte evangelische Theologe versteht sich hinsichtlich seiner soziologischen Forschungen als methodologischer Agnostiker.

hpd: Herr Pollack, bei der Vorstellung Ihrer jüngsten Umfrage zum Thema „Fundamentalismus, Gewaltakzeptanz, Religiosität“ war unter anderem zu erfahren, dass 49 Prozent der Menschen in Westdeutschland den Islam als Bedrohung wahrnehmen. Was angesichts der aktuellen medialen Debatten wenig verwunderlich ist. Ziemlich überraschend fand ich allerdings, dass der Atheismus in Westdeutschland auf Platz Zwei des Bedrohungs-Rankings steht. 36 Prozent der Menschen in Westdeutschland nehmen den Atheismus als Bedrohung wahr, in Ostdeutschland sind es 16 Prozent. Woher stammen diese Zahlen?

Prof. Detlef Pollack: Aus dem Religionsmonitor 2012 der Bertelsmann Stiftung. Darin wurde –nach Ost und West differenziert – gefragt, inwieweit verschiedene Religionsgemeinschaften und eben auch Atheisten als Bedrohung oder Bereicherung empfunden werden. 49 Prozent Ostdeutschen empfinden den Atheismus übrigens auch als Bereicherung – allerdings nur 34 Prozent der Westdeutschen. Das Christentum hat da ein deutlich besseres Image. Das bewerten 76 Prozent in Westdeutschland und 64 Prozent in Ostdeutschland als Bereicherung.

Das finde ich sehr interessant, weil es darauf hinweist, dass es selbst im Osten Deutschlands, wo die Konfessionslosen ja 75 Prozent stellen, eine latente kulturelle Prägung durch das Christentum gibt.

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Morddrohungen gegen „Charlie Hebdo“

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Die Redaktion von „Charlie Hebdo“ hat erneut Morddrohungen erhalten und Anzeige erstattet. Die Mitteilungen seien „sehr bedrohlich“, so die Pariser Staatsanwaltschaft.

Frankfurter Rundschau

Wegen neuer Morddrohungen gegen die Redaktion von „Charlie Hebdo“ hat die Pariser Staatsanwaltschaft nach einem Bericht der Zeitung „Le Parisien“ ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Es habe als „sehr bedrohlich“ eingestufte Mitteilungen an die französische Satirezeitschrift gegeben, berichtete das Blatt unter Berufung auf Ermittler. Die Leitung von „Charlie Hebdo“ kommentierte die Informationen nicht, von Seiten der Staatsanwaltschaft in Paris gab es dazu am Mittwoch zunächst keine Stellungnahme.

Die Drohungen sollen auf der Facebook-Seite von „Charlie Hebdo“ sowie in einem Brief an die Redaktion formuliert worden sein. Die Redaktionsleitung habe deswegen Anzeige erstattet.

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Neues „kooperatives Verhältnis“ zwischen Staat und Kirche – brauchen wir das?

Satire-Cartoon: Staat und Kirche im Bett
Satire-Cartoon: Staat und Kirche im Bett
Das ist das Thema der Gegensprechanlage am 29.06.2016 zwischen 21 und 22 Uhr auf UKW 92.4 sowie über DAB+ und Livestream

LORA 92.4 Radio

Zu Gast im Studio ist Ulrike Gote von den Grünen, bayrische Landtags-Vizepräsidentin, u.a. hochschul-, medien- und religionspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, im Landeskomitee der Katholiken.

Mit ihr diskutiert Moderator Wolf Steigenberger,  Kurator der Giordano-Bruno-Stiftung und Verfechter der strikten Trennung von Staat und Kirche über folgende Themen:

  • Der Entwurf für das neue Positionspapier der Grünen mit Vorschlägen zum Verhältnis Staat/Kirche
  • Wollen wir die komplette, laizistische Trennung von Staat und Kirche? Also „Kein besonderes Recht für keine Kirche“?
  • Viele Rechte für alle Kirchen, also eine „privilegierte Partnerschaft“ für alle Kirchen?
  • Soll der Staat auch Islam- und jüdischen Religionsunterricht und für andere Glaubensgemeinschaften bezahlen? Und wo wäre die Grenze? Beim fliegenden Spaghetti-Monster?
  • Gehören die Kirchen in Ethik- und Rundfunk-Räte?
  • Brauchen die Kirchen ein besonderes Arbeitsrecht?

Im Gegensatz zur  Gegensprechanlage vor zwei Wochen  am 15.6. zum selben Thema (Studiogästin war u.a. Nicole Britz,  Landesvorsitzende der Piraten in Bayern) wird es diesmal aufgrund der sehr unterschiedlichen Positionen von Moderator und Studiogästin konträr zugehen. Wer sich zum Thema eine Meinung bilden möchte, wird hier die beiden Extreme der Argumentation finden, Spannung garantiert am Mittwoch 29.06.2016  zw. 21 und 22 Uhr

Die Aufzeichnung der Diskussion wird wiederholt am Do. um 4 und 10 Uhr sowie am Sonntag um 10 Uhr  über DAB+ und Internet

Frankreich: Wir müssen mehr Widerstand leisten

© dpa Damals sagten alle „Je suis Charlie“: Eine Demonstration nach den islamistischen Anschlägen im Januar 2015 in Paris.
Französische Intellektuelle rufen zum Widerstand gegen den radikalen Islam auf. Sie sind der Überzeugung: Staat und Gesellschaft müssen mehr tun, nicht nur in Frankreich.

Von Jürg Altwegg | Frankfurter Allgemeine

Französische Intellektuelle haben einen Aufruf gegen den Islamismus verfasst, sie rufen zu mehr kulturellem Widerstand auf. Der Anlass des Aufrufs sind die Prozesse, die in Kanada gegen die Essayistin Djemila Benhabib geführt werden. Diese kritisiert, dass eine private muslimische Schule in Montreal, die Kinder im Grundschulalter aufnimmt und vom kanadischen Staat finanziell unterstützt wird, das Kopftuch für obligatorisch erklärt. Nun wird sie von der Schule verklagt. Djemila Benhabib stand bereits 2012 vor Gericht, weil ihr eine muslimische Mutter vorwarf, die Fotos ihrer Kinder veröffentlicht zu haben: Die Bilder stammten von einem Koran-Rezitations-Wettbewerb in einer Moschee, die als Zentrum der Muslimbrüder gilt.

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UN-Berichterstatter Bielefeldt: Keine Religions- ohne Meinungsfreiheit

Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog
Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog
Der UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit Heiner Bielefeldt sieht einen engen Zusammenhang von Meinungs- und Religionsfreiheit.

kathpress

Wer autoritär ein Verbot von Religionskritik fordere, stelle das Menschenrecht der Religionsfreiheit auf den Kopf, schreibt der deutsche Menschenrechtsexperte in einem Gastbeitrag für die Juli-Ausgabe der „Herder Korrespondenz“. Er sehe derzeit insbesondere im Islam das „Missverständnis“, Religionen könnten als solche gegen als verletzend empfundene Karikaturen oder jede Kritik geschützt werden. Derzeit „mehrten sich die Anzeichen“, so Bielefeldt weiter, dass muslimische Organisationen, aber auch Russland versuchen wollten, den Kampf gegen Religionskritik und Blasphemie in die Gremien der Vereinten Nationen zu tragen.

Aus der Religionsfreiheit als Freiheitsrecht der Menschen in den vielfältigen Fragen religiösen Glaubens und religiöser Praxis dürfe kein autoritativer „Ehrschutz“ für bestimmte Religionen werden. Strafrechtlich bewehrte Blasphemieverbote schränkten nicht nur die Meinungsfreiheit unverhältnismäßig ein, sondern bedrohten typischerweise auch religiöse Minderheiten, warnt Bielefeldt. Dies lasse sich an Beispielen aus aller Welt demonstrieren. Religionsfreiheit sei überdies „kein Privileg der Frommen“. Es komme letztlich auch Religionskritikern, Dissidenten und Skeptikern zugute.

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Is Facebook deleting Atheist Pages? Yes – thanks to harassment campaigns by some Muslim Groups

Image Credit: inquisitr.com
Facebook has been deleting some atheist pages, leading to heavy criticism of the social media giant and energizing atheists in the North Africa and Middle East region to rally against censorship, the News Hub is reporting.

By Aaron Homer | INQUISITR.com

In February 2016, Facebook deleted 10 Arabic-language Facebook groups devoted to atheism, and this was followed by the closure of six more atheist Facebook groups in April. The closure leaves approximately 100,000 members of those groups in the heavily-Muslim North Africa and the Middle East without a place to commune with one another on the social media giant.

Interestingly, Facebook has closed the groups not because of interference from any governments in the region, but because of managed campaigns by Islamist groups to convince the social media giant to censor the pages on the basis that they violate so-called “community standards.”

Facebook generally doesn’t police its content for violations of the so-called “community standards,” which, of course, will vary from place to place and culture to culture. Instead, the company relies on user-generated reports of violations. Theoretically, if a post or group gets enough reports of violations, the social media giant will shut the offending content down and delete it.

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Unicef warnt vor Tod von 69 Millionen Kindern bis 2030

Nigerianische Mädchen in einer Unicef-Schule im Tschad – sie flohen vor der islamistischen Terrormiliz Boko Haram. (Foto: AP)
Die unter Fünfjährigen werden aus weitgehend vermeidbaren Gründen sterben, schätzt das Kinderhilfswerk. Erschütternd sind auch die Zahlen zu Kinderehen und Bildungsmangel.

Süddeutsche.de

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) hat in der Nacht zum Dienstag seinen Jahresbericht vorgestellt. Darin finden sich erschütternde Zahlen über das voraussichtliche Leben und Sterben von Kindern weltweit bis ins Jahr 2030 – auf Basis der jüngsten Entwicklungen und des erwarteten Bevölkerungswachstums. Zentrale Aussagen im Überblick:

  • 69 Millionen Kinder unter fünf Jahren werden nach Schätzungen von Unicef bis zum Jahr 2030 an weitgehend vermeidbaren Ursachen sterben.
  • 167 Millionen Kinder werden bis dahin zudem in Armut leben.
  • 750 Millionen Mädchen werden zwangsverheiratet worden sein.
  • Besonders prekär ist die Lage im Gebiet südlich der Sahara: Dort könnten bis 2030 schätzungsweise neun von zehn Kindern in extremer Armut leben.
  • In diesem Gebiet wird dem Bericht zufolge dann auch die Hälfte aller Kinder weltweit leben, die keinen Zugang zu Grundschulunterricht hat.
  • Derzeit besuchen weltweit etwa 124 Millionen Kinder keine Schulen der Primar- und unteren Sekundarstufe.

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Frontex: „Zentrale Mittelmeerroute so stark frequentiert wie noch nie“

Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
  • Die EU-Grenzschutzagentur Frontex schlägt Alarm: Wegen des Flüchtlingsdeals mit der Türkei wagen wieder mehr Menschen die Fahrt über das zentrale Mittelmeer.
  • Die Route sei „so stark frequentiert wie noch nie“ – zudem könnten in diesem Jahr etwa 300 000 Menschen aus Westafrika in die Maghreb-Staaten kommen und dann weiter reisen.
  • Ägypten wird demnach ein neues Zentrum für Schlepper.

Süddeutsche.de

Infolge des EU-Flüchtlingspaktes mit der Türkei wagen laut der EU-Grenzschutzagentur Frontex mehr Menschen denn je die lebensgefährliche Überfahrt über das zentrale Mittelmeer. „Mittlerweile kommen aus Libyen 13- bis 14-mal mehr Flüchtlinge nach Italien als Migranten aus der Türkei nach Griechenland“, sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri der Funke Mediengruppe. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte zwischen Libyen und Italien übersteige in diesem Jahr die Zahl aller anderen illegalen Grenzübertritte in die EU.

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Anzeige wegen Kriegsverbrechen gegen Erdogan

erdoganKriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Das werfen deutsche Prominente, Politiker und Aktivisten dem türkischen Präsidenten vor. Sie stellen Strafanzeige gegen ihn bei der Generalbundesanwaltschaft – auch gegen weitere türkische Politiker.

Von Patrick Gensing | tagesschau.de

Im Namen von Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Menschenrechtlern, Ärzten, Prominenten und Wissenschaftlern sowie Angehörigen von Opfern haben Rechtsanwälte den türkischen Präsidenten Recep Tayip Erdogan sowie weitere Politiker und Offizielle angezeigt. Der Vorwurf: Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den kurdischen Gebieten im Südosten der Türkei. Die Anzeige soll heute gemäß dem deutschen Völkerstrafgesetzbuch (VstGB) bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe eingereicht werden, kündigten die Anwälte an.

Die Rechtsanwältinnen Britta Eder und Petra Dervishaj erklärten gegenüber tagesschau.de, ihre Mandanten hielten es für „eine ethische Verpflichtung, die systematischen Kriegsverbrechen in der Türkei hier in der Bundesrepublik zur Anzeige zu bringen“ – so wie es gemäß dem Völkerstrafgesetzbuch möglich sei, dem das Weltrechtsprinzip zu Grunde liegt. „Zweck dieses Prinzips ist die Straflosigkeit von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern, unabhängig davon, wo der Tatort liegt“, so die Anwältinnen.

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Im 100-Einwohner-Ort Sumte ist die Krise ausgeblieben

Sumte © MiG
Der kleine niedersächsische Ort Sumte wurde im vergangenen Jahr zum Symbol der deutschen Flüchtlingspolitik. Sieben Flüchtlinge pro Einwohner – kann das gutgehen? Der prophezeite Knall ist ausgeblieben. Bisher wurden Probleme ganz pragmatisch gelöst.

Von Karen Miether | MiGAZIN

Kardo Dilan Ibrahim legt mit flinker Hand Brötchen in den Backofen, noch eins und noch eins. Doch so viele Abendessen wie im November, als der 17-Jährige aus dem Irak in der niedersächsischen Notunterkunft Sumte angekommen ist, werden längst nicht mehr gebraucht. 1.000 Flüchtlinge auf 102 Einwohner, mit dieser Aussicht machte der kleine Ort Sumte im Nordosten Niedersachsens im Herbst Schlagzeilen. Mehr als 700 Menschen lebten zu Hochzeiten tatsächlich vorübergehend in dem ehemaligen Bürokomplex, sagt Mitarbeiterin Daniela Hartwig. Jetzt sind es nicht einmal mehr 60.

Noch bevor im November die ersten Flüchtlinge eintrafen, berichteten etwa die New York Times oder der arabische Nachrichtensender Al Jazeera über das Dorf, in dem sie ein Symbol der deutschen Flüchtlingspolitik sahen. Bürgerversammlungen waren von Ängsten geprägt. Straßenlampen wurden installiert, der Ruf nach mehr Polizei wurde laut. „Aber durch die gute Zusammenarbeit konnten die meisten Probleme gelöst werden“, bilanziert Ortsvorsteher Christian Fabel. Nur auf eine vernünftige Internetverbindung warte der Ort bis heute.

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Umweltschützer – In höchster Gefahr

Berta Cáceres kämpfte gegen einen Staudamm, der den heiligen Fluss ihres Volkes, der Lenca, bedroht. Drei Mit-Kämper waren in den…Foto: Pedro Pardo/AFP
Die britische Organisation Global Witness dokumentiert Morde an Umweltschützern seit 2002. Nie wurden mehr getötet als 2015. Die meisten in Brasilien, den Philippinen, aber auch im Kongo leben vor allem Ranger gefährlich.

Von Dagmar Dehmer | DER TAGESSPIEGEL

Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) Global Witness seit 2002 in jährlichen Berichten, in denen die Morde an Umweltschützern dokumentiert werden. Die Organisation stützt sich dabei auf öffentlich zugängliche Quellen und geht deshalb davon aus, dass sie nur einen Bruchteil der tatsächlichen Fälle aufarbeiten kann. Als Beispiel benennt die Organisation die Proteste von Angehörigen des Oromo-Volkes in Äthiopien, das einem Staudammprojekt weichen soll. Bis zu 200 Oromo sollen bei Protesten erschossen worden sein. Allerdings sah sich Global Witness nicht in der Lage, dafür genügend Beweise zu finden, was kein Wunder ist, weil die äthiopische Regierung Berichte über die Proteste unterdrückt. Von Pressefreiheit kann in Äthiopien keine Rede sein, und auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch konnte nur Zeugenaussagen von geflüchteten Oromo dokumentieren.
Im aktuellen Bericht zählt Global Witness 185 Morde im Jahr 2015. Brasilien führt diese Liste mit 50 Morden an. Meistens sind es Angehörige von Minderheitenvölkern, die im Amazonas-Regenwald leben – und dort mit Mienenkonzernen, Holzfällern oder Milizen von Agrarkonzernen in Konflikt geraten. Nummer zwei sind die Philippinen, wo es ebenfalls vor allem um Landkonflikte mit Bergbauunternehmen geht. Auch dort sind Angehörige von Minderheitenvölkern überproportional auf der Todesliste zu finden.

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Abschieberausch: Kranke Mutter abgeschoben, 13-Jähriger bleibt alleine zurück

Frau in Handschellen © Stefano Ember @ shutterstock
Ein unfassbares Drama spielte sich im sächsischen Grimma ab. Eine Mutter wurde ins Ausland abgeschoben, ohne ihren 13-jährigen Sohn, der zufällig nicht in der Wohnung war. Weder Jugendamt noch ander Stellen nehmen ihn in Obhut.

MiGAZIN

Die Flüchtlingssituation führt immer häufiger dazu, dass sich mitten in Deutschland unvorstellbare Familiendramen abspielen – entgegen nationalen und internationalen Gesetzen. Kritiker sprechen inzwischen von einem Abschieberausch, wie ein aktueller Fall aus dem sächsischen Grimma im Landkreis Leipzig zeigt.

Am 5. April werden auf Anordnung der Ausländerbehörde eine asylsuchende Mutter und ihr 16-jähriger Sohn nach Polen zurückgeschoben und an der Grenze sich selbst überlassen. Weil im Moment des Polizeizugriffs der 13-jährige Sohn nicht anwesend war, wird er von den Beamten zurückgelassen.

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Hannah Arendt: Was es heißt, fremd zu sein

Hannah Arendt. Foto: imago stock&people
Hannah Arendt zu lesen, macht es leichter, die Gegenwart zu verstehen. Jetzt in einer Sonderausgabe des „Philosophie Magazins“ abgedruckt: Der Text „Wir Flüchtlinge“. Sein erster Satz: „Vor allem mögen wir es nicht, wenn man uns ‚Flüchtlinge‘ nennt.“

Von Dirk Pilz | Frankfurter Rundschau

Sie gilt noch immer als Außenseiterin, dabei gehört sie längst zu den zentralen Figuren des 20. Jahrhunderts. Und hat wie wenige sonst gezeigt, dass es keine Philosophie gibt, die nicht politisch wäre, will sie nicht „weltlos“ sein. Sie hat aber auch beschrieben, wie gefährlich die Verwandtschaft von Philosophie und Politik, von Denken und Handeln ist.

Hannah Arendt hat in ihren Schriften immer die umstrittenen Fragen der Gegenwart verhandelt, weil sie nie den Kontakt zu den harten Fakten verloren hat. Es sind Fragen nach der Rolle der Arbeit in der Moderne (die Erfüllung verspricht, aber gerade nicht erfüllend ist), nach der Charakteristik totaler Herrschaft, nach dem Bösen, den Menschenrechten, dem Einzelnen in der Masse und der Frau in einer männerdominierten (Geistes-)Geschichte.

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Christen, Muslime und die Religionskritik: So schnell wird Gott nicht zornig

Die einen lachen, die anderen kommen ins Nachdenken, andere fühlen sich persönlich getroffen. Was darf Religionskritik? (imago stock&people)
Einst haben sich Muslime auch über ihre eigene Religion lustig gemacht. Doch das ist lange her. Aus dem dicken Fell ist eine dünne Haut geworden. Die Folge: Wer Religionen kritisiert, muss mit Anfeindungen rechnen – bis hin zu Gewalt. Weniger gewalttätig, aber doch erregt – so reagieren immer wieder auch Christen auf Kritik und Spott.

Von Burkhard Schäfers | Deutschlandfunk

Gott verspotten – das machen Menschen, seit es Menschen gibt:

„Du, der Du alle Geheimnisse kennst, kannst Du nicht einmal einen Esel von einer Kuh unterscheiden?“

Gott verspotten – das machen Menschen auch in Regionen und in Religionen und in Zeiten, wo wir es nicht vermuten würden.

„Du Geheimniswisser, zehn Tage hast Du gebraucht, nur um diesen Flicken zusammen zu nähen? Sind die anständigen Kleider in Deinem Schatzhaus etwa alle verbrannt, dass Du all diese Lumpen zusammenflicken musstest?“

Heißt es in Erzählungen von Fariduddin Attar, einem islamischen Mystiker. Attar verspottet Gott – scharf und bitterböse. Und das im 12. und 13. Jahrhundert in Persien. Gott verspotten – dabei ist Attar nicht allein. Dem persischen Dichter Omar Chajjam, der einige Jahrzehnte früher lebte, werden folgende Worte zugeschrieben:

„Du sagst, in den Flüssen wird Wein fließen – ist denn das Paradies eine Kneipe?“
„Ist das Paradies etwa ein wunderbares Bordell?“

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Princeton-Historiker Grafton zur Gelehrsamkeit des Humanismus

Für die 5. Dagmar-Westberg-Vorlesung konnte in diesem Sommersemester der Historiker Anthony T. Grafton, Henry Putnam Professor of History an der Princeton University, gewonnen werden. Der renommierte amerikanische Wissenschaftler hält in der letzten Juni-Woche drei öffentliche Vorträge an der Goethe-Universität zum Thema „Early Christianity in Early Modern Europe: Religion and Scholarship“ und ein Kolloquium zum Thema „Christianity, Antiquarianism and the Sense of the Past“.

Ulrike Jaspers Public Relations und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert entstand in Europa eine neue faszinierende Welt humanistischer Gelehrsamkeit. Diese Epoche, die der Historiker in den Blick nimmt, ist entscheidend in der Geschichte der Geisteswissenschaften. In seinen Vorträgen geht Grafton der Frage nach, in welchem Maße die Forschung dieser Zeit durch theologische Prämissen geprägt war. Anhand dreier Fallstudien, die Teil eines umfassenderen Projekts sind, interpretiert er die Entwicklung der frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit zum Frühen Christentum und zieht daraus vorläufige Schlussfolgerungen für die Charakterisierung des Verhältnisses von Religion und Wissenschaft in dieser Epoche.

In dieser Zeit der christlichen Renaissance sammelten Bibliografen die verstreuten Texte der Kirchenväter und andere frühchristliche Dokumente. Gelehrte edierten die Schriften aus der Feder von Tertullian, Augustin und Hieronymus, kommentierten sie kritisch und machten deutlich, dass die Kirchenväter keine Heiligen waren, denen vollkommene Autorität zukam, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, die häufig in theologische Streitigkeiten verstrickt waren. Historiker dieser Epoche schufen neue Archive kirchlicher Dokumente und verfassten auf dieser Grundlage ausführliche, einander vielfach widerstreitende geschichtliche Darstellungen der Ursprünge und der frühen Entwicklung des Christentums. Ihr Werk offenbarte eine bis dahin vergessene Welt des kulturellen Austauschs und der institutionellen Improvisation.

Anthony Grafton entwickelt in seinen wissenschaftsgeschichtlichen Vorträgen eine vollkommen neue Sicht auf die humanistische Gelehrsamkeit. Rückblickend erscheint der Humanismus vielfach als eine säkulare Bewegung. Es stellt sich jedoch heraus, dass sich die Gelehrten dieser Zeit mit überraschender Intensität der philologischen und historischen Erforschung der Kirchengeschichte widmeten und dabei höchst innovative Forschungsmethoden entwickelten. In der Frühen Neuzeit erforschten Gelehrte die Geschichte der Frühen Kirche, um ihre Vision einer modernen Kirche aufzuzeigen und zu verteidigen. Ihre wissenschaftlichen Entscheidungen wurden in einem hohen Maße von bestehenden religiösen Bindungen und von dem Empfinden bestimmt, dass es sich bei ihren Forschungen selbst um einen religiösen Akt handelte.

Termine und Themen im Einzelnen
27.6. (Montag), Beginn 18 Uhr, Campus Westend, Festsaal Casino: „Judaizing the Last Supper“

28.6. (Dienstag), Beginn 18 Uhr, Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 3: „Reading the Witnesses“

29.6. (Mittwoch), Beginn 18 Uhr, Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 3: „Finding the First Christians“

30.6. (Donnerstag) Beginn 18 Uhr, Campus Westend, IG-Farben-Haus, Raum IG 311: Dialog der Historiker Prof. Anthony F. Grafton und Prof. David B. Ruderman (University of Pennsylvania) über „Cross-Cultural Dialogues in Early Modern Europe“ .

Kolloquium „Christianity, Antiquarianism and the Sense of the Past“ zu den Vorlesungen: 30.6. von 10 bis14 Uhr, Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg v.d. Höhe (Anmeldung unter c.wiese@em.uni-frankfurt.de)

Zur Person des Vortragenden
Nach seinem Studium am University College London (bei dem berühmten Althistoriker Arnaldo Momigliano) und an der University of Chicago, wo Grafton 1975 auch promovierte, lehrte der Historiker für kurze Zeit am Department of History der Cornell University. Noch im selben Jahr erhielt er einen Ruf an die Princeton University, an der er bis heute wirkt. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Kulturgeschichte der Renaissance, der Geschichte des Buches und seiner Leser, der Geschichte der Gelehrsamkeit in Westeuropa von der Antike bis ins 19. Jahrhundert sowie der Wissenschaftsgeschichte von der Antike bis zur Renaissance.

Zu seinen zahlreichen Büchern zählt eine profunde Studie der Gelehrsamkeit des herausragenden Philologen der Spätrenaissance, Joseph Justus Scaliger, eine Darstellung der Bedeutung des Bildungsprogramms der Renaissance (From Humanism to the Humanities, 1986) sowie Studien zu dem Astrologen Girolamo Cardano (1999) und zu dem Humanisten Leon Battista Alberti (2000). Sein originellstes und zugleich zugänglichstes Werk ist The Footnote: A curious history (1997; in der deutschen Übersetzung: Die tragischen Ursprünge der deutschen Fußnote), eine Fallstudie zur Geschichte der Geschichtsschreibung von unten.
Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter ein Guggenheim Fellowship (1989), den Los Angeles Times Book Prize (1993), den Balzan Prize for History of Humanities (2002) sowie den Mellon Foundation’s Distinguished Achievement Award (2003). Er ist zudem Mitglied der American Philosophical Society and the British Academy.

Zur Dagmar-Westberg-Vorlesung
Die Gastprofessur ist nach dem Vorbild amerikanischer Lectures konzipiert. Sie wird aus einem Stiftungsfonds finanziert, den die Mäzenin Dagmar Westberg zur Verfügung gestellt hat. Nach dem Willen der Stifterin soll das Geld ausschließlich für die Geisteswissenschaften verwendet werden. So kann die Goethe-Universität jährlich eine/n weltweit renommierte/n Forscher/in nach Frankfurt einladen. In den vergangenen drei vergangenen Jahren fiel die Wahl auf den Germanisten Peter Strohschneider, der nun DFG-Präsident ist, die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum, den deutsch-amerikanischen Archäologen Lothar von Falkenhausen und den Berliner Theologen Christoph Markschies. Der Stiftungsfonds für die Gastvorlesung ist nicht das einzige Engagement der Stifterin an der Goethe-Universität: Dagmar Westberg, mittlerweile 101 Jahre alt, engagiert sich in erheblicher Größenordnung für das Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg und finanziert seit 2010 auch einen Preis für die wissenschaftliche Beschäftigung mit der britischen Literatur, Kultur und Geschichte an der Universität Frankfurt.

Informationen: Prof. Dr. Christian Wiese, Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Fachbereich Evangelische Theologie, Tel. (069) 798-33313, c.wiese@em.uni-frankfurt.de



Jo Cox: Worüber niemand spricht

Jo Cox in front of the Palace of Westminster, c. 2015. Bild: wikimedia.org/Fair use

Die ermordete britische Parlamentarierin war Feministin; die Person, die ihr das Leben nahm, ein Mann.

Von Birgit Gärtner | TELEPOLIS

Helen Joanne Cox, geborene Leadbeater, war Ehefrau, Mutter von zwei Kindern (3 und 5), Sozialistin und Feministin, setzte sich aktiv für Flüchtlinge, für eine multikulturelle Gesellschaft und den Verbleib Großbritanniens in der EU ein. Sie war Tochter einer Schulsekretärin und eines Fabrikarbeiters, die erste ihrer Familie, die einen Uniabschluss machte. Neben ihrer Abgeordnetentätigkeit war sie die Vorsitzende des Frauennetzwerks der Labour-Party.

Der Mörder: ein Rechter

Der mutmaßliche Mörder Thomas M. hatte nachweislich psychische Probleme und interessierte sich für die rechtsextreme Szene. Nicht nur die britische Neonazi-Partei „Britain First“ fand sein Augenmerk, sondern auch die US-amerikanische Neonazi-Organisation „National Alliance“ (NA), der er dem Spiegel zufolge zwischen 1999 bis 2003 mehr als 620 US-$ überwiesen hat.

Auf Sozialen Netzwerken wird behauptet, es gebe Fotos, auf denen er bei Aufmärschen von „Britain First“ zu sehen sei. Weiter heißt es im Spiegel-Bericht, M. habe „Neonazi-Magazine abonniert sowie Gebrauchsanleitungen für den Eigenbau von Schusswaffen und Sprengsätzen gekauft, etwa ein Buch mit einer Anleitung zur Konstruktion einer .38-Kaliber-Pistole aus haushaltsüblichen Materialien“ .

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„Säbelrasseln“ gegen Russland: Herr Steinmeier, danke für dieses klare Wort

Frank-Walter Steinmeier warnt vor „Säbelrasseln und Kriegsgeheul“ gegen Russland / picture alliance
Außenminister Frank-Walter Steinmeier wird nach seiner Warnung vor einem „Säbelrasseln und Kriegsgeheul“ gegenüber Russland heftig kritisiert. Dabei ist sein Satz nicht nur richtig, sondern auch überfällig. Ein Gastbeitrag von Frank Elbe, Ex-Botschafter in Polen und Redenschreiber Genschers
 

Von Frank Elbe | Cicero

Säbelrasseln! Das Wort ist endlich einmal ausgesprochen worden. Nicht von irgendjemandem, sondern von dem für die deutsche Sicherheitspolitik zuständigen Mitglied der Bundesregierung. Außenminister Steinmeier mahnt in der Krise mit Russland ungewöhnlich klar den Primat der Politik gegenüber dem Militär – und möglicherweise auch gegenüber der Verteidigungsministerin an. Der Bild am Sonntag sagte er: „Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt.“

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Welthumanistentag: Religionsfrei – und schulfrei

Menschen feiern den Welthumanistentag (Christoph Eckelt)
Am 21. Juni ist Welthumanistentag, in Berlin ein anerkannter Feiertag. Erstmals können sich Schülerinnen und Schüler, die daran teilnehmen wollen, vom Unterricht befreien lassen. Der Beschluss ist zwar schon älter, aber die Kirchen tun sich noch immer schwer mit der Feiertagskonkurrenz

Von Claudia van Laak | Deutschlandfunk

Caroline Sattler hat morgen frei. Die 15jährige Schülerin aus Berlin ist in einer nicht-kirchlichen Familie aufgewachsen und Mitglied im Humanistischen Verband. Deshalb reicht ein kurzer Brief an die Schulleitung: Am sogenannten Welthumanistentag kann sie den Unterricht schwänzen. „Den Feiertag nutzt man ja halt, um die Interessen der eigenen Weltanschauung mal zu feiern. So. Ich weiß nicht, warum es da keine Gleichbehandlung geben sollte. Weil, Weltanschauung ist eben Weltanschauung, egal in welche Richtung“, sagt sie.

So sieht es auch der Berliner Senat. Egal ob Weltanschauung oder Religion, ob Islam, Juden- oder Christentum – für die rot-schwarze Landesregierung scheint alles gleich wichtig zu sein. Dem SPD-Bildungsstaatssekretär Mark Rackles ist diese Gleichbehandlung ein besonderes Anliegen: „Es geht ja nicht um irgendeinen Gedenktag, irgendeinen Tag X, der ADAC wird jetzt nicht kommen können.  Das ist auch nicht etwas, was so in das persönliche Leben so stark eingreift. Quantitativ sind die Buddhisten, die Juden, die Hinduisten auch nicht große Gruppen, verglichen mit den großen Kirchengemeinschaften in Berlin. Wir reden jetzt nicht über groß oder klein. Sondern es geht um ein persönliches Bekenntnis. Und wenn es glaubwürdig unterlegt wird, ist der Staat gut beraten, wenn er sagt, wir behandeln Euch gleich.“

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Vereinte Nationen: Niemals gab es mehr Flüchtlinge

Sie flohen vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung: Nie zuvor waren so viele Menschen auf der Flucht. Besonders viele kommen aus Syrien, Afghanistan und Somalia.

evangelisch.de

Die Zahl der Menschen auf der Flucht hat laut den Vereinten Nationen einen Höchststand erreicht. Mehr als 65 Millionen Frauen, Männer und Kinder waren Ende 2015 vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung geflohen, wie das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf anlässlich des Weltflüchtlingstages am Montag mitteilte.

UN-Hochkommissar: Fluchtursachen bekämpfen

Im Vergleich zu Ende 2014 sei die Zahl der Menschen auf der Flucht um fast sechs Millionen gestiegen. Das UNHCR erklärte den Anstieg mit den vielen anhaltenden Konflikten wie in Syrien und Afghanistan. Die Vereinten Nationen begehen den 20. Juni alljährlich als Gedenktag für Flüchtlinge weltweit.

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