Es wird eine Welt geben, in der jeder an Gott glauben müssen soll

Ein in Ägypten diskutiertes Gesetz soll den Atheismus unter Strafe stellen. (Bild: Manu Brabo / AP)
Es gibt islamische Länder, die Atheismus unter Strafe stellen wollen. Und die Neurotheologie zeigt, wie sich religiöse Erfahrung nach Belieben herstellen lässt. Was folgt daraus? Ein rabenschwarzes Gedankenexperiment.

Slavoj Žižek | Neue Zürcher Zeitung

Blasphemie ist in Ägypten ein Verbrechen, das harsch bestraft wird. Es gehört längst zum Alltag, dass Leute wegen Gotteslästerung festgenommen werden. Doch nun sieht es so aus, als würde die Schraube nochmals angezogen. Allem Anschein nach arbeiten einige Vertreter des ägyptischen Parlaments seit Anfang Jahr an einem Gesetz, das den Atheismus unter Strafe stellt – es läuft unter dem Titel «Kriminalisierung des Atheismus». Schuldig ist, wer keinen Gott über sich erkennt.

Der einflussreiche ägyptische Kolumnist Khaled Salah lieferte eine Begründung für die Legitimität eines solchen Gesetzes. «Die Gefahren des Terrorismus» – so schreibt er – «sind bekannt, aber nicht viele wissen, dass Atheismus und Terror gleichermassen zerstörerisch sind. Der Atheismus schwächt die Identität der Menschen genauso. Er stellt überlieferte Glaubensformen, Kanons, religiöse Symbole, Weggefährten und Anhänger des Propheten infrage. Dies führt zuletzt zu einem Zusammenbruch ganzer Nationen und ihrer heiligen Glaubensinhalte.»

Für Salah ist es demnach nicht religiöser Fundamentalismus, der den Humus bildet, auf dem der Terror gedeiht (auch wenn dieser im Namen der Religion verübt wird). Er hält vielmehr den Atheismus für die eigentliche Bedrohung. Damit vollführt er einen echten intellektuellen Salto mortale.

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Austritt aus der Komfortzone absoluter Gewissheiten

Man mag sich zuweilen wundern, ob Donald Trump nicht ein makroskopisches Quantensystem darstellt. Sein intellektueller, emotionaler und allgemein geistiger Zustand ist objektiv nicht bestimmbar. Er lebt sozusagen in einer Superposition aus Dialogbereitschaft und sturer Wutpolitik, sozialen Versprechungen und knallhartem Reichen-Klientelen-Lobbyismus, Charmebemühungen und Rotzbengel-Auftritten.

Lars Jaeger | TELEPOLIS

Erst die konkrete Interaktion mit einem Gegenüber, sei es politischer Gegner, Partner oder die Presse, bringt einen bestimmten Zustand in seinem Verhalten hervor, und dies auf a priori nicht determinierte Weise. Vorher ist sein Zustand vergleichbar mit dem eines Elektrons vor der Messung: nicht nur unbekannt, sondern objektiv unbestimmt. Ihm kommt keinerlei eigene substantielle Realität zu. Mag diese Parallele zwischen Quantenphysik und dem heutigen Rechtpopulismus amerikanischer Prägung auch ein wenig zu sehr dem Wunsch nach satirischer Erfassung des Unfassbaren entspringen, so lassen sich auf einer tieferen Ebene durchaus Verbindungen beider herstellen, wie im Folgenden dargelegt werden soll.

Wir können unsere Epoche, die nicht ganz zufällig vor 100 Jahren mit dem Ende des 1. Weltkrieges ihren Anfang nahm, durch zahlreiche Prädikate beschreiben. Am stärksten geprägt wurde sie in materieller und lebensalltäglicher Hinsicht eindeutig vom technologischen Fortschritt. In geistiger, intellektueller und emotionaler Hinsicht kommt ihr allerdings eine noch eindeutigere Charakterisierung zu: der Verlust der Komfortzone absoluter Gewissheiten, seien diese von religiöser, philosophischer, psychologischer oder wissenschaftlicher Natur.

Bzgl. ersterer hatte dieser Prozess bereits 150 Jahre zuvor begonnen, in einer geistigen Epoche, die wir nicht ohne Grund die „Aufklärung“ nennen. Antriebfeder dieses epochemachenden Umbruchs war die wissenschaftliche Revolution des frühen 17. Jahrhunderts – nicht zuletzt wurde das Physikgenie Isaak Newton bereits früh als erster Held dieser Epoche gefeiert.

Von nun an sollten die Phänomene und Entwicklungen in der Natur, und sogar der Mensch selbst, keiner übernatürlichen Erklärungen mehr bedürfen. Gott verlor seine Stellung als letzte und absolute Instanz der Wahrheit. Doch auch die historischen Anfänge der neuen Autorität im Tempel des Wissens, der Naturwissenschaften, liegen in der philosophischen Sehnsucht und Suche nach einer absoluten und letzten Wahrheit. Bereits bei den Vorsokratikern und spätestens mit Platon und Aristoteles waren die Grundlagen einer Metaphysik entstanden, die nach den letzten hinter den Phänomenen der Natur verborgenen absoluten Gründen und Zusammenhängen sucht. Die Naturwissenschaftler des 17. und 18. Jahrhunderts übernahmen diese bedenkenlos.

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Eine „Festung Europa“ wird Rechtspopulisten nicht stoppen

foto: afp/louisa gouliamaki Im Kampf gegen illiberale Kräfte wäre eine Abschottung von Migranten der falsche Weg, sagen Gegner einer „Festung Europa“.
Europa müsse erst zur Festung werden, damit Toleranz und Liberalismus auf dem Kontinent wieder eine Chance bekämen, schreibt STANDARD-Journalist Eric Frey. Diesem Gedankengang liegt allerdings ein Widerspruch zugrunde. Eine Replik

Peter Mayr, András Szigetvari | derStandard.at

Der Befund ist radikal, die Idee ist interessant. Zuerst muss Europa zur Festung werden, damit Toleranz, Liberalismus und Vielfalt wieder eine Chance bekommt, schreibt Kollege Eric Frey in seinem Plädoyer für ein Europa mit geschlossenen Außengrenzen. Denn die liberale Asylpolitik habe dazu geführt, dass die rechten und illiberalen Kräfte die Hoheit im Diskurs erringen konnten. Ohne das Reizthema Migration und Asyl gäbe es keinen Brexit, keinen Donald Trump im Weißen Haus, keine AfD im Deutschen Bundestag und keine FPÖ in der österreichischen Bundesregierung.

Müssen wir also zuerst Mauern hochziehen, das Mittelmeer abriegeln, Auffanglager weitab der europäischen Küsten einrichten, um zu einem moderaten Weg in der Politik zurückfinden zu können? Das mag sein. Doch gute Gründe sprechen dafür, dass die Preisgabe liberaler Prinzipien und Haltungen Europa noch weiter in die Hände von Nationalisten und Populisten treibt.

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Äthiopien: Auge um Auge, Dorf um Dorf

Augenheilrunde. Sofiya Mohammed ist eine „Ophtalmic Nurse“ und jeden Tag in einem anderen Dorf. Sie behandelt die Augenleiden von…Foto: CBM/argum/Thomas Einberger
In Äthiopien versuchen kleine Teams, Millionen Menschen vor Erblindung durch bakterielle Infektionen zu schützen. Es ist ein steiniger Weg.

Von Helena Wittlich | DER TAGESSPIEGEL

Es ist eng auf der Rückbank des weißen Pickups. Es ruckelt. Es ist stickig. Während der Wagen über die Feldwege holpert, stoßen bei jedem Schlagloch die Köpfe der neun Insassen an die Decke. Asphaltierte Straßen sind selten in Äthiopien. Zwar hat sich dort die ökonomische und soziale Situation in den vergangenen Jahrzehnten verbessert, doch nach wie vor gehört das Land zu den ärmsten der Welt.

Dorthin, wo die Wege schlecht sind, die Menschen keine Autos, keine Häuser, kaum medizinische Versorgung haben, steuert der Fahrer den Wagen. Die Insassen haben eine Mission – den Kampf gegen die Augenkrankheit Trachom. Sie kommt besonders häufig in den armen Regionen vor, wo es keinen Strom, kaum sauberes Wasser, keine Toiletten gibt.

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Hungerkatastrophe am Tschadsee möglich

In der Region um den Tschadsee in Zentralafrika bahnt sich laut einer Hilfsorganisation erneut eine Hungerkatastrophe an. In den angrenzenden Ländern Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun seien rund 500.000 Kinder vom Hungertod bedroht, wenn sie nicht umgehende Hilfe erhielten, warnte Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, am Sonntag. Das Hilfswerk unterstützt Flüchtlinge in der Grenzregion Diffa im Niger.

evangelisch.de

Nach einem Jahrzehnt des Terrors durch die Boko-Haram-Miliz seien in den Ländern der Tschadsee-Region 2,4 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Zahl der Hungernden steige jetzt auf fünf Millionen Menschen. „Der Hunger wird sich in den kommenden Monaten aufgrund der Trockenzeit verschärfen, doch die Krise ist menschengemacht“, betonte Yassin.

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Hamed Abdel-Samad: Integration? Wohin?

In diesem Teil unseres Gesprächs mit Hamed Abdel-Samad anlässlich seines jüngsten Buches „Integration – Protokoll eines Scheiterns“ geht es um die Illusion, dass man sich nur am Grundgesetz orientieren müsse, und schon könnten sich Migranten integrieren.

Peter Grimm | Achgut.com

Doch statt von Zuwanderern zu fordern, die hiesigen Regeln zu respektieren, verhandeln wir die Grundrechte mit konservativen Islamverbänden. Die fordern unter Verweis auf die Religionsfreiheit von der Gesellschaft die Akzeptanz der Beschneidung vieler anderer Grundrechte, wenn sie nach den Regeln Allahs und seines Propheten geboten ist. Und deutsche Regierungen und Behörden gehen darauf auch noch ein.

Keiner wagt auszusprechen, dass es – so man tatsächlich einen gesellschaftlichen Zusammenhalt statt auseinanderdriftender Parallelgesellschaften haben will – eigentlich um Assimilation gehen muss. Da kommt allerdings auch ein spezielles deutsches Problem hinzu: Wohin sollen sich denn Zuwanderer integrieren? Wie sollen sie sich denn positiv zu Deutschland bekennen, wenn selbiges unter Deutschen offenbar als anrüchig gilt?

Staatsleistungen an die Kirchen – wer zahlt was?

© Bild: Gina Sanders/Fotolia.com
Die Humanistische Union meldete einen neuen „Rekordwert“ an Staatsleistungen für die beiden großen Kirchen und forderte einen Stopp der Zahlungen. Ganz so einfach ist die Sache dann aber doch nicht.

Joachim Heinz | katholisch.de

Die Zahl machte vor rund zwei Wochen die Runde. Die beiden großen Kirchen in Deutschland, meldete die Humanistische Union, könnten für das laufende Jahr mit rund 538 Millionen Euro sogenannter Staatsleistungen rechnen. Dabei handelt es sich um Zuwendungen für Erfüllung kirchlicher Aufgaben und Deckung des kirchlichen Bedarfs, die bereits vor Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung von 1919 gezahlt wurden. Die Humanistische Union forderte Bund und Länder auf, „endlich“ in Verhandlungen über eine Regelung zur Ablösung und damit Aufhebung der Dotationen einzutreten. Es handle sich um ein „seit 99 Jahren uneingelöstes Versprechen“.

Tatsache ist, dass die Weimarer Reichsverfassung in Artikel 138 bestimmte, eine Ablösung herbeizuführen. Und dass das Grundgesetz in Artikel 140 diese Verpflichtung übernahm. Dann aber wird es schnell kompliziert.

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EU: Migration kein rein deutsches Problem

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani warnt vor einer national ausgerichteten Flüchtlingspolitik. Migration sei „kein rein deutsches Problem“, sagte Tajani den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) vor dem Hintergrund des Asylstreits zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU). Italien und Griechenland stünden genauso unter Druck. „Es kann jetzt nicht um nationale Lösungen gehen“, sagte der EU-Parlamentspräsident. „Wir brauchen eine europäische Strategie.“

evangelisch.de

Der Umgang mit der Zuwanderungsfrage dürfe nicht zur Zerstörung der Europäischen Union führen, betonte Tajani. „Handelt jeder Mitgliedstaat nur nach eigenen Interessen, wird die Gemeinschaft auseinanderbrechen“, warnte er. Es müsse eine europäische Lösung gefunden werden, ohne auf die nächsten Regionalwahlen zu schielen, sagte Tajani mit Blick auf die bayerische Landtagswahl im Herbst. Europas Stabilität hänge von Deutschlands Stabilität ab.

Der EU-Parlamentspräsident sprach sich dagegen aus, Asylbewerber an den EU-Binnengrenzen zurückzuweisen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind – dies will Seehofer. Die Lösung liege außerhalb, nicht innerhalb der EU, unterstrich Tajani.

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Migrationsfreundlicher Kurs der Kirche verliert an Zustimmung

Image: Louis Berk/CC BY-ND 2.0
Europa redet über Migration. Deutschland redet über die Ausrichtung der Flüchtlingspolitik. Auch die Kirchen mischen sich ein. Doch werden ihre Standpunkte in der hitzig geführten Debatte überhaupt noch wahrgenommen?

DOMRADIO.DE

Ein Morgen in Brüssel, der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) hat zu einer Konferenz eingeladen: „Vergessen an den Toren Europas“. Im Publikum sitzen Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Freiwillige, Flüchtlinge und eine Handvoll Journalisten.

„Drei Jahre sind vergangen, und die Situation an Europas Außengrenzen hat sich nicht verändert“, beginnt JRS-Europadirektor Jose Ignacio Garcia. Und noch etwas habe sich nicht verändert: Die Forderung des JRS nach mehr legalen Wegen in die EU für Menschen in Not.

Innerdeutsche Debatte zur Migrationspolitik

Derweil tobt in Deutschland eine hitzige Debatte zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Migrationspolitik. Seehofer will bereits in anderen EU-Ländern registrierte Asylbewerber an der Grenze abweisen. Merkel will sich indes für eine europaweite Lösung einsetzen.

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Todesstrafe: Was die Henkersmahlzeit mit Ehrenmorden gemein hat

„Wie ängstet sich die Brust der Menge für den Übeltäter“, erkannte Goethe – Darstellung einer Exekution aus dem 19. Jahrhundert Quelle: UIG via Getty Images/Christophel Fine Art
Noch immer werden jährlich Tausende zum Tode verurteilt. Seit Urzeiten kommen dabei Rituale zum Einsatz, um die Zustimmung des Opfers zu erlangen: durch ein gutes Mahl oder einen „Gnadenschuss“.

Von Berthold Seewald | DIE WELT

Die Todesstrafe ist so alt wie die menschliche Zivilisation. Aber ihr Fortschritt reichte bislang nicht aus, jene endgültig zu bannen. Nach der Todesstrafen-Statistik von Amnesty International sind es nach der Gesetzesänderung in Nauru und Benin inzwischen 141 Staaten, die das Todesurteil in Gesetz und Praxis abgeschafft haben. Auch sei die Zahl der vollstreckten Urteile von 1634 in 2015 auf 1032 gesunken, heißt es. Dafür aber stieg die Gesamtzahl der Todesurteile von 1990 auf 3117. Doch was so absolut klingt, sind höchstens Näherungswerte. Allein für China dürften in der Statistik Tausende Fälle fehlen.

Erst im Februar 2017 wurde bekannt, dass in Vietnam in den vergangenen drei Jahren mindestens 429 Menschen hingerichtet wurden, wesentlich mehr als bislang angenommen. Und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Wiedereinführung der Todesstrafe zum Programm erhoben, womit er in der islamischen Welt im Übrigen nicht allein steht. Iran (567), Saudi-Arabien (154), Irak (88) und Pakistan (87) stehen für 87 Prozent aller bekannt gewordenen Hinrichtungen.

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Australien will Beichtgeheimnis bei Missbrauch kippen: Kinderschutz, Kirchenrecht und Kommissionen

Bild: Wiki Commons/Andreas Praefcke

Können Priester dazu verpflichtet werden das Beichtgeheimnis zu brechen, um Missbrauchsfälle aufzuklären? Diese Frage treibt derzeit Gesellschaft und Kirche in Australien um, denn hier kollidieren Kirchenrecht und politischer Wille.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Mehrere australische Bundesstaaten wollen katholische Priester per Gesetz dazu verpflichten, Fälle sexueller Übergriffe zu melden, die ihnen in einer Beichtsituation mitgeteilt wurden. Es ist kein Zufall, dass der Streit in Australien um das Beichtgeheimnis ausgerechnet in dieser Zeit entbrannt ist, sondern eine Folge des dortigen Missbrauchsskandals. Was genau war denn der Auslöser?

Anian Christoph Wimmer (Deutschland-Korrespondent der Catholic News Agency): Eine massive Welle von Missbräuchen hat das Land dermaßen erschüttert, dass die damalige Premierministerin Julia Gillard im Jahr 2013 eine „Royal Commission“ eingerichtet hat. Das ist eine Kommission mit höchstrichterlichen Möglichkeiten. Die hat vier Jahre lang untersucht, wie in allen staatlichen, gesellschaftlichen und  kirchlichen Institutionen, in Sportvereinen oder beim Militär sexueller Missbrauch möglich war und stattgefunden hat. Die Kommission hat zigtausende Anrufe behandelt und tausende Zeugenaussagen gehört. Sie hat am Schluss einen ganzen Katalog von Maßnahmen vorgeschlagen.

Eine davon ist, dass das sakramentale Siegel des Beichtgeheimnisses bei Missbrauch gebrochen werden muss, wie übrigens auch das Schweigeprivileg der Ärzte oder anderer Berufsgruppen. Auch die können sich nicht mehr darauf berufen und dürfen nicht mehr schweigen. Sie müssen – und so ist die Empfehlung, die jetzt umgesetzt werden soll – Missbrauchsfälle der Polizei melden.

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Luigi-Tartufari International Prize für Axel Meyer – Herzlichen Glückwunsch

Prof. Axel Meyer, PH.D., Professor für Zoologie und Evolutionsbiologie an der Universität Konstanz.
Bild: ebenda
Der Konstanzer Biologe Prof. Dr. Axel Meyer erhält den Luigi-Tartufari International Prize der italienischen Nationalakademie

Julia Wandt Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Konstanz

Gerade kehrte er von einem Sabbatical am Radcliffe Institute for Advanced Study an der Harvard University nach Konstanz zurück. Nun wird der Zoologe und Evolutionsbiologe Prof. Dr. Axel Meyer am 22. Juni 2018 in Rom mit dem Luigi-Tartufari International Prize der italienischen Academia Nazionale dei Lincei ausgezeichnet. Eines der ersten Mitglieder dieser Akademie war der italienische Universalgelehrte Galileo Galilei. Axel Meyer wird er für seine Forschung in den Bereichen Molekular-, Zell und Evolutionsbiologie verliehen. Die italienische Nationalakademie ehrt den Konstanzer Biologen für sein wissenschaftliches Gesamtwerk, für das er bereits vielfach ausgezeichnet wurde.

Axel Meyer zählt zu den weltweit führenden und meistzitierten Experten auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie. Er hat mehrere Jahrzehnte lang gültige Lehrbuchdogmen widerlegt und leistete Pionierarbeit in der Verwendung genetischer Daten in der Evolutionsbiologie. Durch empirische Daten widerlegte das Labor von Axel Meyer das Dogma, dass Artentstehung nur durch geographische Barrieren stattfinden kann. In den Kraterseen Nicaraguas konnte er außerdem zeigen, dass sich die Evolution bei bestimmten Fischarten unabhängig voneinander wiederholt hat. Für dieses Projekt erhielt er einen ERC Advanced Grant des European Research Council (ERC), verbunden mit einer Förderung von 2,5 Millionen Euro.

Durch Verwendung genetischer Daten wurden in der Evolutionsbiologie vergleichende Analysen mit bahnbrechenden Ergebnissen möglich. So konnte Axel Meyer mit genomischen Daten zeigen, dass in den Vorfahren aller Fische eine Verdopplung des gesamten Genoms stattfand und so Fische zunächst doppelt so viele Gene hatten wie Landwirbeltiere, wie zum Beispiel Amphibien, Vögel, Reptilien und Säugetiere – einschließlich dem Menschen. Auf der Grundlage des bislang größten und informationsreichsten Datensatzes, der je analysiert wurde, war er jüngst an der Lösung des Rätsels um die entwicklungsgeschichtlichen Beziehungen zwischen Wirbeltieren beteiligt. Es konnte gezeigt werden, dass Lungenfische näher mit den Menschen verwandt sind als der Quastenflosser oder dass Schildkröten näher mit Vögeln und Krokodilen verwandt sind als mit Eidechsen und Schlangen. Die derzeitige Forschung der Arbeitsgruppe von Axel Meyer versucht eine Brücke zwischen dem äußeren Erscheinungsbild von Arten und deren genetischen Grundlagen zu schlagen, um besser zu verstehen, welche genetischen Unterschiede für Anpassungen und Artunterschiede verantwortlich sind.

Axel Meyer hat in Marburg, Kiel, Miami, Berkeley und Harvard studiert und wurde im Alter von 28 Jahren zum Assistenzprofessor an der State University in New York berufen und dort mit 33 Jahren Associate Professor mit Tenure-Track. Er erhielt Rufe von weltweit führenden Universitäten, bevor er den Ruf auf die Professur in Konstanz als Nachfolger von Hubert Markl im Alter von 36 Jahren annahm. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen – darunter die Carus-Medaille der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (2009), den Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2000) und ein Guggenheim Fellowship (1996). Den EMBO-Preis der European Molecular Biology Organisation für Kommunikation in den Lebenswissenschaften erhielt er für seine Bemühungen um die verständliche öffentliche Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Inhalte (2007). In allen drei genannten wissenschaftlichen Gesellschaften ist Axel Meyer Mitglied. Das Magazin Cicero nahm ihn in seine Liste von 2007 der 500 wichtigsten Intellektuellen Deutschlands auf.

Die Accademia dei Lincei wurde 1603 in Rom gegründet. Ihr Engagement für die Naturwissenschaften und ihr wissenschaftlicher Ansatz auf der Grundlage der neuen experimentellen Methoden machten sie zur weltweit ersten wissenschaftlichen Akademie. Der Internationale Prof. Luigi Tartufari-Preis wird in den vier Disziplinen Mathematik, Astronomie, Physik und Chemie sowie Molekular-, Zell- und Evolutionsbiologie an italienische und internationale Forscherinnen und Forscher vergeben. Als höchste kulturelle Institution Italiens ist die heutige italienische Nationalakademie offizielle Wissenschafts- und Kulturberaterin des italienischen Staatspräsidenten.

Faktenübersicht:
• Luigi-Tartufari International Prize für den Konstanzer Evolutionsbiologen Prof. Dr. Axel Meyer
• Forschungspreis der italienischen Nationalakademie Academia Nazionale dei Lincei zeichnet das Gesamtwerk des Konstanzer Biologen aus
• Pionierarbeit durch den Einsatz genetischer und genomischer Daten.

Hinweis an die Redaktionen:
Fotos können im Folgenden heruntergeladen werden:
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Bildunterschrift:
Prof. Dr. Axel Meyer
Bild: Marco Schilling

https://cms.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2018/Bilder/Mit_Daten_gegen_…
Bildunterschrift: (v.l.) Andreas Härer, Dr. Julián Torres-Dowdall, Prof. Dr. Axel Meyer und Dr. Melisa Olave.
Bild: Ricardo Rayo

Kontakt:
Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon: + 49 7531 88-3603
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Religiöse Symbole: Der Staat muss schon den Anschein von Befangenheit vermeiden

Der Kanton Basel-Stadt verbietet dem Gerichtspersonal seit Ende Mai, religiöse Symbole zur Schau zu tragen. Das ist ein Eingriff in die Religionsfreiheit. Aber er ist gerechtfertigt.

Lucy Keller | Neue Zürcher Zeitung

Die Thematik der religiösen (zumeist: muslimischen) Symbole wird kontrovers und sehr oft emotional diskutiert. Wenn bei diesem Thema auf den Grundsatz der religiösen Neutralität des Staates zurückgegriffen wird, sei daran erinnert, dass die Schweiz nicht dieselbe strikte laizistische Tradition kennt wie etwa Frankreich.

Kopftuch, Kippa, Kreuze

In jedem Fall, so auch im Fall des Gerichtsrats von Basel-Stadt, der seinem Gerichtspersonal das Tragen von Kopftuch, Kippa, Kreuzen oder ähnlichen Symbolen in öffentlichen Gerichtsverhandlungen untersagt, erlaubt das Recht, die sich stellenden Fragen zu strukturieren und eine Lösung bereitzuhalten. Für die rechtliche Beurteilung des Falls insbesondere massgeblich sind die Grundrechte der Religionsfreiheit (aus der auch der Grundsatz der religiösen Neutralität des Staates fliesst) und der Grundsatz der Unabhängigkeit der Gerichte.

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Religiöse kapern Berliner Humboldt-Uni

Bild: bb

Die katholische Theologie bekommt ein eigenes Zentralinstitut an der Berliner Humboldt-Universität. Neben der bereits bestehenden Guardini-Stiftungsprofessur für Religionsphilosophie und theologische Ideengeschichte werden fünf weitere Professuren angesiedelt (zwei W3-Stellen, 3 W1-Juniorprofessuren).

hpd.de

Der Berliner Tagesspiegel berichtete unlängst von einer Abnickstimmung im Akademischen Senat der Universität. Bei der vorherigen Sitzung sei die dort erfolgte Präsentation des Instituts-Konzepts auch gar nicht erst auf der Tagesordnung erschienen, ganz so, als ob die Angelegenheit möglichst im Verborgenen erledigt werden sollte. Verwundern kann das nicht, denn angesichts der großen Mehrheit kirchen- und religionsferner Menschen in Berlin ist die demokratische Legitimität theologischer Institute mindestens fragwürdig.

Zum Wintersemester 2019/20 startet wahrscheinlich auch die Islam-Theologie an der Humboldt-Universität. Neben den 4 geplanten W3-Professuren hat die Universität zwei weitere Forschungsprofessuren beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt. Anfangs hatte sich offensichtlich keine Berliner Universität für ein solches Institut bewerben wollen. Immer wieder ist zu hören oder zu lesen, dass die Humboldt-Universität sich schließlich vom Senat überreden ließ. So machtlos sich Berliner Politikerinnen mit Hinweis auf die Hochschulautonomie gerne geben, wenn es um die Einrichtung eines Instituts für Humanistik geht, sind sie dann anscheinend doch nicht. Dass die Gründung des Instituts als „Islamischer Friedensschluss“ bezeichnet wurde, mag Demokratinnen und Demokraten zusätzlich irritieren. Im Beirat des Instituts sind nur konservative Muslim-Verbände vertreten, die auch nur einen minimalen Teil der Muslime repräsentieren.

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Zahl der Flüchtenden steigt auf Rekordniveau

Das Palong-Khali-Flüchtlingscamp in Myanmar ist noch immer Ziel Hunderter Rohingyas – und das jeden Tag. (Foto: UNHCR/Andrew McConnell)
  • 68,5 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht – so viele wie noch nie.
  • Deutschland liegt auf Platz sechs der Liste der Hauptaufnahmeländer von Flüchtlingen.
  • Die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge ist deutlich gesunken.

Von Matthias Kolb | Süddeutsche Zeitung

Zum fünften Mal in Folge ist die Zahl der Flüchtlinge in aller Welt auf ein Rekordniveau gestiegen. Wegen Krieg, Gewalt und Verfolgungen befanden sich 2017 insgesamt 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, meldet das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in seinem am Dienstag vorgelegten „Global Trends“-Bericht. Migranten, die aus ökonomischen Gründen ihre Heimat verlassen, werden in diesem Report nicht berücksichtigt.

Im Jahr 2017 ist die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland erneut deutlich gesunken, auf nunmehr 186 644 Personen. Im Jahr zuvor waren es noch 280 000. Im Jahr 2015 suchten fünf Mal so viele Männer und Frauen in der Bundesrepublik Schutz.

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Deutscher Humanistentag: Ohne Konfession, aber nicht ohne Glauben

In vielen Ländern werden Atheisten für Aktionen wie dieser am Brandenburger Tor verfolgt und inhaftiert. (dpa / picture alliance / Klaus-Dietmar Gabbert)
In Deutschland ist der Humanistische Verband die Organisation mit den meisten Mitgliedern. Demnächst begehen die Konfessionsfreien ihren Humanistentag. Dieses Treffen ist mehr als nur ein Kirchentag ohne Gott, sagt Verbandsmitglied Michael Bauer.

Michael Bauer im Gespräch mit Kirsten Dietrich | Deutschlandfunk Kultur

Kirsten Dietrich: Der Katholikentag ist gerade vorbei, da steht schon das nächste Treffen ins Haus: der Deutsche Humanistentag in Nürnberg am kommenden Wochenende. Nicht ganz so groß, nicht ganz so fromm vor allem, denn beim Humanistentag treffen sich konfessionsfreie und nichtreligiöse Menschen, solche, die in ihrer Weltanschauung und bei ihren Werten den Menschen sehr bewusst ins Zentrum stellen – deswegen auch die Selbstbezeichnung als Humanisten.

Im deutschen Grundgesetz werden Religionen und Weltanschauungen ja sehr bewusst nebeneinander gestellt, und unter den nichtreligiösen Weltanschauungen ist der Humanistische Verband Deutschland, HVD, die Organisation mit den meisten Mitgliedern – gut 20.000 – und einem interessanten Herangehen an das Leben ohne Religion: Der HVD sucht nämlich nach eigenen Formen, auch Ritualen, um seine Überzeugungen auszudrücken.

Eine Form davon ist eben der Humanistentag in Nürnberg.  Und was da gelebt und diskutiert wird, darüber habe ich vor dieser Sendung mit Michael Bauer gesprochen. Michael Bauer ist Vorstand des Humanistischen Verbandes in Bayern und als solcher auch Geschäftsführer des Humanistentages. Ich habe ihn gefragt, wie ich mir diesen Humanistentag vorstellen kann: als Kirchentag – nur ohne Gott?

„Nur einfach ohne Gott – das ist zu kurz gedacht“

Michael Bauer: Wenn man so will, kann man sich das schon so vorstellen. Also es ist auch ein Festival mit Kultur und mit Musik und mit Treffen von interessanten Menschen, mit Come-Togethers. Also man kann auch Freunde treffen, man trifft einfach Gleichgesinnte. Also das vereint sozusagen dann schon mit Kirchentagen oder dem Katholikentag. Nur einfach ohne Gott ist mir ein bisschen kurz, weil es geht ja um den Humanismus und nicht gegen Gott. Also das ist ja ein Unterschied, ob man für etwas ist, nämlich für Humanismus, oder gegen etwas, und wir sind für etwas, nämlich für den Humanismus.

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Friedensorganisationen protestieren gegen Atomwaffen

B-61 Bomben. Bild: DoD
Friedensorganisationen haben Abzug von US-Atomwaffen gefordert, die am Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel lagern sollen.

evangelisch.de

Die Nato-Nuklearstrategie in Europa mit der Stationierung von US-Waffen und der Bereitstellung von atomwaffenfähigen Trägersystemen stehe dem Atomwaffenverbotsvertrag entgegen, erklärte Willem Staes von Pax Christi Flandern am Sonntag in Büchel. „Sie ist gefährlich, teuer und ihr fehlt die militärische Glaubwürdigkeit.“

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Symposium über Schönheit und Wahrheit – Zu schön, um nicht wahr zu sein?

Raffaels Fresko „Schule von Athen“, in dessen Zentrum die Philosophen Platon und Aristoteles stehen (imago/Imagebroker)
Das Gute, Schöne, Wahre: Wie passen diese Begriffe zusammen, wie verhalten sie sich zueinander? Platon stellte als erster diese Fragen, die heute noch Generationen von Philosophen beschäftigen. Das Einstein Forum in Potsdam hat nun ein Symposium zum Thema: „Schönheit und Wahrheit“ veranstaltet

Von Cornelius Wüllenkemper | Deutschlandfunk

Auch das Potsdamer Symposium wagte sich, wie Platon sagte, auf die „hohe See des Schönen“. Gibt es reine Schönheit? Und wenn ja, wo finden wir sie? Der Experimentalphysiker Thomas Naumann vom Europäischen Zentrum für Kernforschung etwa widersprach der idealistischen Idee einer zweckfreien Schönheit.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Wissenschaftler sich von Kriterien von Schönheit haben leiten lassen, versucht haben möglichst einfache, ästhetische und harmonische Formeln zu finden, und das hat auch häufig geklappt. Wenn ich mich auf die Wissenschaft beschränke ist es so, dass Schönheit auch heißt Funktionalität. Die Formeln müssen funktionieren, sie müssen passen auf die Wirklichkeit.“

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Beschneidung erst ab 18 Jahren: Juden und Moslems schockiert

Dänemark ist ein zunehmend säkulares Land. 48 Prozent der Bevölkerung sind nicht gläubig. ©pixabay
Dänemarks Parlament muss über ein Verbot von Beschneidungen Unmündiger abstimmen. Das Kindsrecht komme vor der Religion.

Tobias Tscherrig | infosperber.ch

In einer Petition fordern Teile der Bevölkerung von Dänemark die Einführung eines Verbots von Beschneidungen bei Minderjährigen. Es ist ein Antrag, auf den die Parlamentsabgeordneten lieber verzichten würden. Bei der Thematik prallen fundamentale Rechtsauffassungen aufeinander: Es geht um ein weitgehend tabuisiertes Menschenrecht gegen Religion.

So wirft die Idee, das Beschneiden von Minderjährigen zu verbieten, unbequeme Fragen in Bezug auf die Menschenrechte und auf die Religionsfreiheit auf.

Kinderrecht versus religiöses Erziehungsrecht

Ein Beispiel für die tabuisierten Kinderrechte liefert die «UN-Konvention über die Rechte des Kindes». Hier ist klar vermerkt, dass die Vertragsstaaten jedem Kind, das sich in ihrer Hoheitsgewalt befindet, seine Rechte zukommen lassen muss. Und das unabhängig von der Religion und unabhängig vom Status der Eltern oder des Vormundes.

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Österreich: Evangelische Kirche pocht auf Menschenrechte

Die Bundesregierung solle ihre Verpflichtungen aus der Genfer Flüchtlingskonvention heraus ernst nehmen, heißt es in einer Resolution der Generalsynode.

Die Presse.com

Die Evangelischen Kirchen in Österreich haben den Staat in einer Resolution an seine „Pflicht und Verantwortung, das Menschenrecht auf Asyl zu wahren“, erinnert. Verabschiedet wurde diese laut einer Aussendung von der Generalsynode am Freitagabend. „Die österreichische Bundesregierung soll die Verpflichtungen, die ihr aus der Genfer Flüchtlingskonvention erwachsen, ernst nehmen“, heißt es darin.

Respekt vor Arbeit von Helfern gefordert

Schutzsuchende gastlich aufzunehmen gehöre zum Grundauftrag der christlichen Gemeinde. Daher werden, so die Generalsynode, die Evangelischen Kirchen und ihre Gemeinden weiterhin einen „aktiven und positiven Beitrag“ zu Unterstützung Asylsuchender leisten.

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