Das Flüchtlingslager von Samos ist humanitäres Notstandsgebiet

Ein behelfsmässiges Zelt auf der griechischen Insel Samos. Im windigen und nassen Wetter der kalten Jahreszeit bieten die Unterkünfte keinen ausreichenden Schutz. (Bild: Costas Baltas / Reuters)
Für Deutschland und andere Zielländer erfüllt das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei seinen Zweck. Auf griechischen Inseln wie Samos hat sich die Lage aber dramatisch verschärft. Die Verantwortung dafür liegt auch in Athen.

Volker Pabst | Neue Zürcher Zeitung

Jeden Morgen steigen die Bewohner des Flüchtlingslagers ob Samos zu Hunderten in den Hauptort der gleichnamigen griechischen Insel hinab, um der bedrückenden Enge des Camps zu entfliehen. Man erkennt die Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Kongo-Kinshasa an ihrem fremdländischen Aussehen – am Morgen nach dem ersten starken Herbstregen dieses Jahres aber auch an ihren Schuhen.

Anders als im beschaulichen Küstenort gibt es im steil an den Hang gebauten Lager keine befestigten Wege. Bei nassem Wetter verwandelt sich der festgetretene Boden in knöcheltiefen Schlamm, der nun in grossen Brocken getrocknet am Schuhwerk klebt.

Sechsfache Überbelegung

Jetzt, da die Sonne wieder scheint, legen Russel und Maxime ihre Matratze ans Freie zum Trocknen. Das einfache Igluzelt, das die beiden Männer aus Kamerun in einer unebenen Waldfläche neben dem Lager bewohnen, hielt dem Regen nicht stand. Ähnlich erging es den meisten anderen Bewohnern der Zeltstadt.

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Das Design-Argument – Eine Kritik Teil 1

Foto: Pixabay.com / Wokandapix
Warum sich in der Natur kein „intelligentes Design“ offenbart. Der Kern des Design-Arguments in der Biologie (WIDENMEYER & JUNKER 2016)

Von Martin Neukamm | RDF

Auf der Website des evangelikalen Vereins WORT UND WISSEN findet sich ein Grundsatzartikel über das Design-Argument in der Biologie. Letzteres nennt sich auch Intelligent Design, kurz: ID. Der Beitrag stammt von Markus WIDENMEYER und Reinhard JUNKER und dient Menschen als Handreichung, die „methodisch sauber“ für Schöpfung argumentieren wollen (WIDENMEYER & JUNKER 2016). Vollmundig heißt es, Kritiker würden am Kern des Design-Arguments „scheitern“. Entsprechend wird der Text beworben – als ein „must read“ für alle, die argumentativ „up to date“ sein möchten.

Der Leser erwartet also eine argumentativ gewichtige Abhandlung zum intelligenten Design. Doch die Erwartungen erfüllen sich nur teilweise. Tatsächlich unterscheidet sich die Argumentation der Autoren nicht wesentlich von vorangegangenen Publikationen. Gleichwohl lohnt sich die Detail-Analyse.

Zum einen stellt der Beitrag Design-Argumente kompakt statt bücherfüllend dar, was die Kritik erheblich erleichtert. Zum anderen arbeiten sich die Autoren erfreulicherweise wenig an biologischen Detailfragen ab. Dies kommt der Diskussion zugute, denn der Streit darüber, inwiefern die Evolutionstheorie diesen oder jenen Entwicklungsschritt zufriedenstellend erklärt, ist fruchtlos. Die Frage, ob die Fakten den Design-Ansatz erhärten, lässt sich nur auf dem Boden der Methodologie und Logik führen.

Es geht zuallererst um wissenschaftstheoretische Fragen: Ist Intelligent Design eine vernünftige Alternative zur (naturalistischen) Evolutionstheorie? Ist es rational begründet und durch Forschung zu untermauern? Sind die Einwände seiner Kritiker unzureichend, wie die Anhänger des intelligenten Designs behaupten? Um diese Fragen zu klären, widmen wir uns zunächst dem Kern der Argumentation nach WIDENMEYER & JUNKER (2016) und kritisieren ihn dann systematisch.

Der Kern des Design-Ansatzes

Als „Design-Ansatz“ bezeichnen die Autoren die These, bestimmte Naturgegenstände seien ursprünglich auf geistige Ursachen, das heißt auf Schöpfung, zurückführen (S. 2). Dieser Ansatz ist in logischer Hinsicht mit dem Design-Argument verknüpft – dem Rückgriff auf wissenschaftliche Befunde und logische Aspekte. Design-Argumente dienen dazu, den Design-Ansatz zu begründen (S. 1).

Nach WIDENMEYER & JUNKER besteht die Begründung für „eine geistige Verursachung und damit für das Design-Argument“ aus zwei Komponenten. Erstens:

„1. Der Naturgegenstand zeigt definierte Kennzeichen von Planung bzw. Zielorientierung (Teleologie), die wir in anderen Fällen ganz entsprechend unseren sonstigen Design- Erfahrungen (Technik, Kunst) ausschließlich auf einen geistigen Urheber zurückführen (wir sprechen dann von ‚Design-Indizien‘ oder ‚Design-Merkmalen‘ wie z. B. funktionale Komplexität; s. u.)“ S. 1-2.

Insbesondere seien „geistig hervorgebrachte“(1) Gegenstände wie Computer „so gestaltet, dass ihre Teile in z. T. äußerst komplexen und vielschichtigen Zweck-Mittel- Beziehungen stehen.“ Die Teile, ihre Form und Anordnung, seien „nur in Bezug auf ihre Funktionen und letztlich das Ganze, den Zweck des Gegenstands, zu verstehen“.

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Welthungerhilfe warnt vor neuer Migrationswelle

Themenbild. Flüchtlingslager Zaatari, Jordanien.
Bild: AP AFP Pool watson.ch
Alle zehn Minuten stirbt im Jemen laut Unicef ein Kind an vermeidbaren Krankheiten oder Mangelernährung. Die Hungerkrise im Nahen Osten könnte eine neue Migrationswelle hervorrufen. Davor warnt die Welthungerhilfe.

DOMRADIO.DE

Die Deutsche Welthungerhilfe warnt vor einer neuen Migrationswelle, weil Geld für die Flüchtlinge aus Syrien fehle. Zwar habe sich die Lage in den Lagern in der Türkei, in Jordanien und im Libanon seit 2015 verbessert, aber „es droht ein Rückfall. Die Programme der Vereinten Nationen sind dramatisch unterfinanziert. Für Syrien fehlen den UN 30 Prozent der Gelder“, sagte die neue Welthungerhilfe-Präsidentin Marlehn Thieme der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag): „Und eine Perspektive für die Flüchtlinge, in ihre Heimat zurückzukehren, fehlt noch immer.“

Zu wenig Maßnahmen zur Eindämmung der Konflikte

Laut Thieme sind allein in Syrien noch 13 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Weltweit litten heute 17 Millionen mehr Menschen Hunger als vor zwei Jahren. „Das ist unerträglich“, sagte Thieme. 40 Millionen Menschen seien in ihren Heimatregionen auf der Flucht.

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Volker Becks Mär vom antifreiheitlichen Säkularismus

Photographer Angelika KohlmeierEs gibt Politiker, die können es nicht lassen, ihr Halbwissen öffentlich zu machen. So auch Volker Beck (B90/Die Grünen), der sich einmal mehr in eine Debatte einmischte, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Materie zu haben.

Von Jan Weber | hpd.de

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Kölner Grünen-Politiker Volker Beck ungefragt zu Wort meldet und Dinge verkündet, die ebenso falsch wie unangebracht sind. Man erinnere sich: Als die Diskussion um die Beschneidung von unmündigen Jungen begann und noch kaum ein Argument ausgetauscht war, wedelte Volker Beck bereits mit der Antisemitismuskeule.

Nun hat sich Volker Beck wieder einmal mehr nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Als der Psychologe Ahmad Mansour bei Twitter auf ein ZEIT-Interview mit ihm zur neuen Islam-Initiative hinwies, antwortete Volker Beck: „Deshalb kann ich -bei aller Sympathie für Pluralität- die „Initiative Säkularer Islam“ nicht unterstützen: ‚Keine Kopftücher, keine Kreuze, keine Kippas‘ – das ist weder säkular noch neutral, es ist religionsfreiheitsfeindlich & richtet sich gegen das Grundgesetz.“ Damit zeigte er, wie wenig er von der Idee eines säkularen Staates begriffen hat und wie falsch er das Grundgesetz versteht.

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Presseerklärung zum Vorschlag der Minister*innen Barley, Seehofer, Giffey und Braun

Bild: Krisina Hänel
Presseerklärung zum sogenannten Kompromissvorschlag der Großen Koalition

Von Kristina Hänel, Gießen
Nora Szász, Kassel
Natascha Nicklaus, Kassel

Nach monatelangem Warten liegt nun ein Vorschlag zum Informationsverbot für Schwangerschaftsabbrüche vor. Unter der Überschrift Werbung wird im §219a StGB die sachliche Information seitens der durchführenden Ärztinnen und Ärzte verboten. Wir als von Strafverfahren betroffene Ärztinnen sind entsetzt.

Bei genauerem Hinsehen erweist sich der als Kompromiss ausgegebene Vorschlag als Null-Nummer. Der §219a bleibt komplett bestehen incl. seiner Strafandrohung von zwei Jahren Gefängnis. Die restlichen Vorschläge, die die Situation verbessern sollen, sind flankierende Maßnahmen, die bereits jetzt möglich sind.

Weitere Ausführungen sind Willenserklärungen, z.B. sollen Information seitens staatlicher oder staatlich beauftragter Stellen zum Schwangerschaftsabbruch zur Verfügung gestellt werden. Das war auch bisher möglich, der Staat hat aber seine Aufgabe, für ein flächendeckendes Netz ambulanter und stationärer Einrichtungen zu sorgen, nicht wahrgenommen, sondern die Frauen noch den Seiten der Abtreibungsgegner ausgeliefert, auf denen sie bei der Suche nach Adressen gelandet sind.

Aus diesem Grund haben wir bereits vor einem Jahr angeregt, dass Listen mit Adressen veröffentlicht werden, die den Frauen zugänglich gemacht werden. Diese Listen werden aber niemals vollständig sein, zu viele Ärztinnen und Ärzte haben Angst, an den Pranger gestellt zu werden. Sie können auch nicht die medizinisch ausführlichen Informationen ersetzen, die heutzutage auf ärztlichen Websites Standard sind.

Aber zum Schwangerschaftsabbruch werden auch Ärztinnen und Ärzte in Zukunft nicht informieren dürfen, sie dürfen dann lediglich auf die staatlichen Stellen verweisen. Am Ende des Papieres wird noch vorgeschlagen, eine Studie zu den seelischen Folgen des Schwangerschaftsabbruchs durchzuführen. Die Kommission hätte gut daran getan, sich mit der einschlägigen Fachliteratur zu befassen, u.a. hat die BZGA im Jahr 2017 selbst eine große Studie herausgebracht, die sich u.a. mit den psychischen Folgen befasst hat. Hier ist reine Argumentation der sogenannten Abtreibungsgegner in das Papier geraten, die immer wieder vom Post-Abortion-Syndrom sprechen, einer Krankheitsentität, die es wissenschaftlich erwiesen nicht gibt.

Wir sind empört, dass aus politischem Machtkalkül und aus Angst vor Rechts Frauenrechte so verraten und wir Ärztinnen weiterhin kriminalisiert werden. Informationsrechte sind Menschheitsrechte. Das gilt auch für Frauen.

Nora Szász, Natascha Nicklaus, Kristina Hänel

Evolutionspsychologe Steven Pinker erhält »Human Roots Award«

Am 9. November 2018 verlieh das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS des RGZM zum zweiten Mal den »Human Roots Award« für herausragende wissenschaftliche Leistungen und ihren Einfluss auf die Archäologie der Menschwerdung. Der diesjährige Preisträger ist Harvard-Professor Steven Pinker. Er ist einer der einflussreichsten Vertreter der evolutionären Psychologie, der sich als Kolumnist und Sachbuchautor auch an ein breites Publikum wendet. Für seine Forschungen zur Verhaltensentwicklung bekam er vom Vorjahrespreisträger und diesjährigem Schirmherrn Richard Dawkins die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung überreicht.

Christina Nitzsche Stabsstelle Medien
Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Univ.-Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Leiterin von MONREPOS, begrüßte die mehr als einhundert Gäste, die zur Verleihung erschienen waren. Mit dem Human Roots Award wolle die Institution des Leibniz-Forschungsinstituts für Archäologie eine Brücke zwischen den Menschen heute und unserer Verhaltensentwicklung in der Vergangenheit schlagen, mit dem Ziel, deren humanistische Agenda des »Menschbleibens« in der Zukunft zu fördern. „Und gerade darin liegt die entscheidende Bedeutung der pleistozänen Archäologie“, führte Gaudzinski-Windheuser fort. „Denn wir Archäologinnen und Archäologen sind Verwalter materieller Archive, die sich über die letzten drei Millionen Jahre menschlichen Verhaltens gebildet haben.“ So sei die pleistozäne Archäologie ein Teil des interdisziplinären Orchesters von Disziplinen, die sich der Erforschung des Menschen widmeten.

Entwicklung menschlicher Verhaltensmuster verstehen

Dr. Lutz Kindler, Archäologe in MONREPOS, fasste in seiner Laudatio Pinkers Werk zusammen: Steven Pinkers preisgekrönten Bücher über Wahrnehmung und Denken in unserem Gehirn, den Sprachinstinkt, die menschliche Natur und nicht zuletzt über die Rolle der Gewalt in der Menschheitsgeschichte seien allesamt Bestseller der wissenschaftlichen Literatur. „Sein Ausblick auf unsere Zukunft basiert auf Wissenschaft und Geschichte, Statistik und Humanismus“, erklärte Kindler. „Je besser wir den langen Prozess des Werdens zu den Menschen verstehen, die wir heute sind, desto besser wird es uns gelingen, auch in Zukunft diese Menschen zu bleiben.“ Dabei betont er, dass die Archäologie dazu einen wesentlichen Beitrag zu diesem Verständnis leisten könne. Denn nur die Archäologie beschäftige sich mit der materiellen Aufzeichnung menschlichen Verhaltens in der langen Evolutionsgeschichte des Menschen. „Um das ‚Wann‘, ‚Warum‘ und ‚Wie‘ unserer Verhaltensentwicklung zu verstehen, ist die Archäologie ein wichtiger fächerübergreifender Beitrag zum Verständnis zum heutigen Verhalten. Steven Pinker ist ein Augen- und Türöffner für das interdisziplinäres Denken und Arbeiten! 2014 war er uns bei der Konzeption unserer neuen Ausstellung eine große Inspiration.“

»Statistiken sprechen für gesunden Optimismus«

Schirmherr des Human Roots Awards 2018 war der englische Evolutionsbiologe und Preisträger 2017 Professor Richard Dawkins. „Ich betrachte Steven Pinker als unseren führenden Intellektuellen, der in der Öffentlichkeit steht. Wenn der Literatur-Nobelpreis an einen Wissenschaftler vergeben würde – und das sollte er –, dann wäre er der Hauptanwärter“ würdigte Dawkins Pinker vor der Preisübergabe. „Ich freue mich sehr, ihm hier in MONREPOS den »Human Roots Award« überreichen zu können“.

In seiner Dankesrede stellte Pinker die Thesen seines jüngsten Buches »Aufklärung jetzt!« vor, in dem er Entwicklungen vergangener Jahrhunderte im Vergleich zu heute untersucht. Mit anschaulichen Grafiken verdeutlichte er dem Publikum, dass es den Menschen rein statistisch gesehen immer besser gehe. Sie wären gesünder, würden älter und dank Demokratie und globaler Wirtschaft gebe es weniger Kriege. „Leider verkaufen sich schlechte Nachrichten besser als gute und so sehen wir in den Medien viel Negativität. Dies führt dazu, dass wir denken, es gehe uns schlechter, als es tatsächlich der Fall ist.“ So plädiert Pinker darauf, sich auf Vernunft und die Werte der Aufklärung zu besinnen und sich so der derzeit grassierenden Negativität und dem Populismus entgegenzustellen.

Im Anschluss wurde erst im Saal, dann auf der Feier angeregt diskutiert. Zudem trafen sich am Morgen nach der Preisverleihung zehn Expertinnen und Experten, um sich mit Pinker im Zuge eine Frühstücksdebatte zum Thema „Gewalt und Krieg“ aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen auszutauschen.

Der Human Roots Award

Im Jahr 2017 rief das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS den »Human Roots Award« ins Leben. Der internationale Archäologiepreis versteht sich als Brückenschlag zwischen den Wissenschaften. Er soll den interdisziplinären wissenschaftlichen Dialog fördern, um die archäologische Sichtweise auf die »Menschwerdung« mit der humanistischen Agenda des »Menschseins« zu verknüpfen. Der Preis ehrt Archäologen oder Forscher anderer wissenschaftlicher Disziplinen für bahnbrechende Beiträge zum Verständnis der menschlichen Verhaltensevolution.

Pressematerialien

Download: Pressemitteilung, Bildunterschriften und Pressebilder (ZIP-Datei):
https://cloud.rgzm.de/index.php/s/GdE2G1IUiB1Qsb6

Koordination

Univ.-Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Dr. Olaf Jöris; Dr. Lutz Kindler

Christina von Dreien, Lolita der Eso-Szene

Screenshot: Youtube Christina von Dreien, der junge Shootingstar der Eso-Szene.
Damit ihre Mutter Bücher verkauft, muss die 17-jährige bei alten Männern auf der Couch sitzen und Banalitäten wiederkäuen

Christian Kreil | Blog – derStandard.at

Wo ist die Fürsorge, wenn man sie braucht? Die muss es doch auch in der Schweiz geben? Das ist man versucht zu fragen, wenn man die Auftritte von Christina Meier aka Christina von Dreien erlebt. Die 17-jährige Schweizerin mimt seit gut einem Jahr den Jungstar der Spiritualität. Die interessierte Szene ist hin und weg von der Weisheit des Mädchens, den seherischen Fähigkeiten, dem Kontakt zum Jenseits. Wer genauer hinsieht, erlebt einen Teenager, der knallhart zu einer Lolita der Schwurbelei getrimmt wurde.

Auf dem Sofa in einer esoterischen TV-Sendung

Der Teenager verbringt ihre Freizeit seit gut einem Jahr auf einem Sofa im Studios des privaten Senders „Schweiz 5“ und lässt sich vom 62-jährigen Deutschen Norbert Brakenwagen in der Esoterikschiene „time to be“ interviewen. Das ergibt kein schönes Bild. Ein Schweizer Blatt beschreibt Brakenwagen als „eine Mischung aus Verpackungskünstler, billigem Jakob und Phrasendrescher.“

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Werbeverbot(Informationsverbot) für Abtreibung: Gewissensentscheidung statt Kompromiss?

Bild: tagesschau.de
Der Streit um Werbeverbot für Abtreibungen schwelt in der Großen Koalition. Vor allem SPD-Chefin Nahles steht parteiintern unter Druck. Eine neue Forderung aus ihrer Fraktion macht es für sie kaum leichter.

tagesschau.de

SPD-Chefin Andrea Nahles bekommt in der Debatte um den Paragrafen 219a immer stärkeren Druck aus den eigenen Reihen zu spüren. Der Paragraf verbietet die Werbung für Abtreibung und ist seit längerem Streitpunkt zwischen den Koalitionsparteien.

In dieser Woche wollen Union und SPD versuchen, endlich einen Kompromiss zu finden. Doch noch stehen die Zeichen nicht auf Einigung. Am Sonntagabend sprachen die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Nahles in einem Telefonat miteinander – offenbar ohne Ergebnis zum Werbeverbot.

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„Religionen führen keine Kriege“

Heute vor 70 Jahren wurde die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ verkündet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, heißt es darin. Die Religions- und Weltanschauungsfreiheit spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Lena Ohm | evangelisch.de

„Ich bin Christin und ich glaube an einen Gott, und jeder sollte die Freiheit haben, an den Gott zu glauben, an den er glauben möchte. Ich verstehe nicht, warum Menschen die Religion nutzen, um Böses zu tun“, schrieb die pakistanische Christin Asia Bibi im Gefängnis. Sie wurde 2010 wegen Blasphemie zum Tode verurteilt und acht Jahre später dann doch freigesprochen. Islamistische Demonstranten legten daraufhin das Land drei Tage lang mit Randalen, Plünderungen und Blockaden lahm.

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Kristina Hänel und die pränatalen Fruchtwasserträume eines Lebensrechtlers

Bild: © Fotolia.com/nataliaderiabina Symbolbild
Einem Embryo fehle die Empfindung und das Gehirn eines bereits geborenen Menschen: Daher könne sie ihm nicht die gleiche Würde zusprechen, sagt die wegen Werbung für Abtreibung verurteilte Ärztin Kristina Hänel. Ein Lebensrechtler hält dagegen.

katholisch.de

Die verurteilte Ärztin Kristina Hänel will nach eigenen Worten einem Embryo „nicht die gleiche Würde zusprechen wie einem bereits geborenen Menschen“. Er habe „nicht die Empfindung und nicht das Gehirn dazu“, sagte Hänel in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.). Auf die Frage, wann aus ihrer Sicht das Menschsein beginne, sagte sie: „Für mich ist er mit der Geburt ein Mensch.“ Die Menschwerdung passiere in der Schwangerschaft.

Dagegen betonte der Lebensrechtler Paul Cullen in dem Streitgespräch, das menschliche Leben beginne mit der Befruchtung der weiblichen Eizelle: „Der Mensch ist von Anfang an ein Mensch.“ Entweder hätten alle gleiche Rechte „oder keiner hat so richtig welche“.

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Hilfe für Obdachlose reicht nicht aus

Bild: tagesschau.de
Für Menschen auf der Straße ist diese Jahreszeit hart und gefährlich. In diesem Jahr starben bereits acht Menschen wegen der Kälte. Städte bieten Notunterkünfte an, doch die Hilfe wird dem Bedarf nicht gerecht.

tagesschau.de

Seit mehreren Wochen bieten vor allem Großstädte bundesweit Nothilfe für die Menschen an, die im Winter auf der Straße leben. Tausende zusätzliche Betten werden bereitgestellt – und doch genügt das nicht, kritisiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W).

Keine Großstadt bietet genug zusätzliche Unterkünfte an, um der Zahl an Menschen ohne Dach über dem Kopf gerecht zu werden. Bundesweit machen laut BAG W etwa 52.000 Menschen Platte. „Platte machen“, das bedeutet, komplett auf der Straße zu leben, unter Brücken, in leerstehenden Häusern. Hinzu kommen aber noch Tausende sogenannte Wohnungslose: Menschen, die keine durch ein Mietverhältnis gesicherte Wohnung haben und oft in wechselnden Unterkünften unterkommen, die von der Öffentlichkeit gestellt werden, oder bei Freunden und Familienmitgliedern. Die BAG W geht hier von rund 860.000 Betroffenen aus.

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Die Pornografisierung als globale Waffe

Grafik: TP
Das sich vor allen Augen ereignende globale 24/7-Gemetzel der X-Rated-Industrie liegt außerhalb des moralischen Radars

Wolf Reiser | TELEPOLIS

Gruppenvergewaltigungen, serielle Lustmorde, Missbrauchsskandale in Kirchen, olympischen Sportverbänden und UNO-Camps, Genderirrsinn und eine global-moralische Implosion werden illustriert von den zuckenden Hardcore-Bilderfluten der US-Pornoindustrie. Ziel dieser ist von Milliardenprofiten abgesehen auch die systematische Zerstörung von Menschen und ihren Beziehungen.

Im schmerzverzerrten Gesicht der jungen Frau der Versuch eines Lächelns. Die eingeschnürten Siliconbrüste ihres tätowierten Körpers sind violett verfärbt. Jemand tritt gegen das rotierende mit Latex überzogene Rundbett. Nun sieht man drei stattliche Penisse in ihrem Anus. Dazu Grunzen, Stöhnen und ein rabiater Metallica-Sound. Grob wird nun der von Schminkspuren versudelte Kopf in ein randvolles Urinal getaucht. Während sie sich erbricht, spritzt das gesichtslose Darsteller-Trio eine Menge Ejakulat über den ermatteten Frauenleib. Während das Display den nächsten Clip ankündigt – noch härter, noch gnadenloser – leckt sich Busty Foxx die aufgespritzten Lippen und schaut geheimnislos wie ein hypnotisiertes Schlachtvieh ihrem weltweiten Kundenstamm in die Augen.

Max Hardcore, ein hochdekorierter US-Pornostar liefert den sozio-ästhetischen Unterbau: „Ich denke mal, Frauen verstehen ihr Leben heute viel besser und sind sich auch ihres wahren Zwecks bewusster denn je. Dieser Zweck ist es, das Auffangbecken der Liebe zu sein und damit meine ich konkret Fickpuppen.“

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Umfrage unter Juden – Angst vor wachsendem Antisemitismus

Bild: bb
89 Prozent der Juden in Europa haben laut einer Umfrage den Eindruck, dass Antisemitismus seit 2013 zugenommen hat. Viele berichten von Belästigungen oder Übergriffen. Die EU will nun Maßnahmen ergreifen.

tagesschau.de

Ein Großteil der Juden in Europa ist einem Medienbericht zufolge besorgt über einen wachsenden Antisemitismus. Die „Bild“-Zeitung berichtet über eine neue Umfrage der Europäischen Grundrechte-Agentur FRA, in der 89 Prozent der befragten Juden aus zwölf EU-Ländern erklärt hätten, dass der Antisemitismus in ihrem Land seit 2013 zugenommen habe.

85 Prozent der Befragten sehen Antisemitismus demnach als derzeit größtes Problem in ihren Ländern an. 38 Prozent trügen sich mit dem Gedanken, auszuwandern. 28 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr antisemitisch belästigt oder angegriffen worden zu sein. An der Umfrage nahmen 16.395 Menschen aus zwölf EU-Ländern teil, die insgesamt 96 Prozent der jüdischen Bevölkerung in der Europäischen Union abdeckten. Eine erste FRA-Studie zum Antisemitismus in Europa war 2013 veröffentlicht worden.

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In der Schule des Unglaubens

Die Aufklärung glaubte an die Macht der Pädagogik. Darum setzte Diderot alles daran, seine Zeit vom Atheismus zu überzeu… Foto: IN
Diderot-Dialog erstmals in deutscher Sprache: Elegant geschriebene Kritik am Christentum.

Von Urs Buhlmann | Die Tagespost

Als unschuldiges, hübsch in hellblau eingebundenes Heftchen – ja, es gibt noch Fadenheftung – kommt der schmale Band daher, doch der Inhalt hat es in sich. Denis Diderot (1713–1784), uns als Enzyklopädie-Mitbegründer und Heros der französischen Aufklärung vor der Großen Revolution bekannt, ist auch selber literarisch hervorgetreten, verstand sich wohl in erster Linie als moralphilosophisch geprägter Schriftsteller. Ein lebender deutscher Kollege von ihm, Hans Magnus Enzensberger, der sich schon mehrfach mit Diderot beschäftigt hat und der der vorliegenden Ausgabe ein kleines Nachwort spendiert hat, fungiert als Übersetzer und Herausgeber der zum ersten Mal auf Deutsch zugänglichen Salon-Unterhaltung zwischen der frommen Frau eines französischen Militärs und dem Philosophen Crudeli, bekannt als Mann ohne Glauben. Das kleine Stück – es war wohl ursprünglich für das Theater gedacht – stammt aus dem Jahr 1774 und ist eine leichtfüßige Unterhaltung über die Beziehung von Glauben und Moral, in der Diderot (der sich natürlich hinter Crudeli verbirgt) mit Scharfsinn und Witz der gottesfürchtigen Marschallin vor Augen führen will, dass nicht an Gott glauben muss, wer als anständiger Mensch leben will.

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Israel, die Orthodoxie oder das Nichts: Gibt es für die jüdische Diaspora nur noch diese Alternativen?

Die orthodoxe Lubawitsch-Bewegung an der Rue des Rosiers Synagoge betet gemeinsam zum Auftakt von Rosh Hashana. (Bild: A. Abbas / Magnum)
Die innerjüdische Spaltung führt zur Distanzierung von Israel; ein weltweit zunehmender Antizionismus hingegen befördert den jüdischen Exodus. Hinzu kommt die allgemeine Verweltlichung moderner Gesellschaften. Jüdische Identität könne in diesem Kontext nur im kulturell-historischen Versuch überleben, meint der Historiker Michael Wolffsohn.

Michael Wolffsohn | Neue Zürcher Zeitung

Warum «die» Juden? Warum sind sie weltweit ein Dauerthema? Es sind heute doch nur rund 14,5 Millionen beziehungsweise 0,2 Prozent der Menschheit. Ich sehe vor allem zwei Gründe: Der erste ist religiös, der zweite wegen Israel weltpolitisch und weltwirtschaftlich.

Solange und wenn Christen und Muslime religiös oder gar fundamentalistisch sind, können sie Juden gegenüber zumindest nicht indifferent sein. Christentum und Islam sind ohne theologische und geografische Bezüge zum Judentum undenkbar. Knapp die Hälfte der Menschheit sind Christen und Muslime. Ergo beschäftigt sie Jüdisches auf die eine oder andere Weise.

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„Der Rechtsdrift ist massiv, abgestimmt und stetig voranschreitend „

Grafik:TP
Ein Gespräch mit dem Zentrum für Politische Schönheit über dessen umstrittene jüngste Aktion, die „Normalisierung“ des Rechtsextremismus und Perspektiven antifaschistisch-demokratischen Widerstandes.

Tomasz Konicz | TELEPOLIS

Mittels eines fingierten „Denunziationsportals“, bei dem angeblich Rechtsextremisten identifiziert werden sollten, die an den Ausschreitungen in Chemnitz beteiligt waren, hat das Künstlerkollektiv Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) die rechtsextreme Szene, die Polizei und die Landesregierung Sachsens in helle Aufregung versetzt. Die Webpräsenz, die tatsächlich als ein „Honeypot“ fungierte, bei dem Rechtsextreme ihre eigenen Identitäten durch Selbstsuche preisgaben, stellt den jüngsten Coup des ZPS dar, das schon mit dem Teilnachbau des Holocaustmahnmals vor dem Haus des Rechtsextremisten Björn Höcke für Schlagzeilen sorgte.

Bei Ihrer aktuellen politischen Kunstaktion gehen Sie offensiv daran, mutmaßliche Rechtsextremisten, die sich an den pogromartigen Ausschreitungen und Hetzjagten in Chemnitz beteiligt haben, an den Pranger zu stellen. Dieses Vorgehen ist ja – vorsichtig formuliert – nicht nur auf einhellige Zustimmung gestoßen. Können Sie unseren Lesern die Grundzüge ihrer Aktion skizzieren? Wie gehen Sie vor?

ZPS: Wir haben drei Millionen Bilder von über 7.000 Verdächtigen ausgewertet, um den Rechtsextremismus 2018 systematisch zu identifizieren. Auf der Website http://www.soko-chemnitz.de wird nun eine Datenbank zur Verfügung gestellt mit weit über 2.000 Beteiligten aus dem Spektrum der rechtsextremen Szene.
So bieten wir nicht zuletzt auch Unternehmen die Gelegenheit, Haltung zu zeigen und sich darüber zu informieren, ob die eigenen Angestellten an den Ausschreitungen von Chemnitz beteiligt waren. Jedes einzelne Unternehmen kann aktiv an einem positiven Bild der Region mitarbeiten. Das Grundgesetz wird auch von der deutschen Wirtschaft geschützt.

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Sieben Jahre lang plante eine Prinzessin aus Dubai ihre Flucht aus dem goldenen Käfig

Prinzessin Latifas Flucht ist gescheitert. Mit einem Video macht sie auf ihr Schicksal aufmerksam. (Bild: Youtube)
Sheikha Latifa wollte nicht länger in völliger Unfreiheit und Bevormundung leben. Ein Fluchtversuch der Tochter des Herrschers von Dubai scheiterte im Februar, seither gibt es keine Spur von ihr. Nun erinnert die BBC an das Schicksal der jungen Frau.

Daniel Steinvorth | Neue Zürcher Zeitung

Ihr letztes Lebenszeichen ist ein Youtube-Video. Aufgenommen wurde es offenbar in einem Hotelzimmer. Man sieht eine hübsche junge Frau vor zugezogenen Gardinen in einer Zimmerecke sitzen. Sie wirkt ein wenig nervös, spricht aber ruhig, ist ungeschminkt und trägt ihre Haare offen. «Wenn ihr das Video seht, bedeutet das nichts Gutes für mich», sagt sie in gutem Englisch.

Sie: Das ist Sheikha Latifa bint Mohammed bin Rachid al-Maktum, die Tochter des Herrschers von Dubai, Mohammed bin Rashid al-Maktum. Eine von mindestens 30 Kindern des Emirs, der gleichzeitig Regierungschef und damit zweitmächtigster Mann der Vereinigten Arabischen Emirate ist. Veröffentlicht wurde ihr mutmassliches Abschiedsvideo am 11. März diesen Jahres, gut eine Woche nachdem die Prinzessin bei einem spektakulären Fluchtversuch vor der indischen Küste gescheitert war.

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Barbarei mit kirchlichem Segen

Gewalttätiges Christentum: Nominierung eines protestantischen Bischofs in Nazi-Deutschland 1933. Foto: Gamma-Keystone, Getty
Der Erste Weltkrieg gilt als «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts». Damit meinte der Erfinder des Begriffs, der US-amerikanische Diplomat George F. Kennan, dass insbesondere der Zweite Weltkrieg, die Shoa und der Gulag ohne den Ersten Weltkrieg nicht denkbar gewesen wären.

Von Josef Lang | blogbazonline.ch

Die vier grössten Verbrechen des 20. Jahrhunderts haben zwischen 1914 und 1945 etwa 100 Millionen Menschen das Leben gekostet. In diese Zeit fielen zusätzlich der Völkermord an den Armeniern, die japanischen Massaker in Asien, Mussolinis Kriegsverbrechen in Abessinien und diejenigen Francos in Spanien.

Der britische Historiker Eric Hobsbawn nannte deshalb die drei Jahrzehnte das «Zeitalter der Katastrophen». Ihnen folgten in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weitere Katastrophen wie der «Grosse Sprung nach vorn» in China, der Krieg der USA in Vietnam, die Ermordung einer halben Million Linker in Indonesien, die «Killing Fields» in Kambodscha, die Sowjet-Intervention in Afghanistan oder der Völkermord in Ruanda.

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Verurteilter Sexualmörder – Deutsche Sicherungsverwahrung rechtens

Bild: tagesschau.de
Der Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) hat die deutsche Sicherungsverwahrung eines verurteilten Sexualmörders abgesegnet. Damit ist der Mann, der seine Menschenrechte verletzt sah, in Straßburg endgültig gescheitert.

tagesschau.de

Das deutsche System zur Sicherungsverwahrung hat sich erneut vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) bewährt: Die Straßburger Richter billigten die Sicherungsverwahrung eines verurteilten Sexualstraftäters, der dagegen vorgegangen war. Die deutschen Gerichte hätten mittels Expertengutachten hinreichend dargelegt, dass der Mann an sexuellem Sadismus leide und in Freiheit weitere Straftaten begehen könnte, argumentierte das Gericht. Seine Sicherungsverwahrung sei daher nicht willkürlich gewesen und habe nicht gegen das Recht auf Freiheit verstoßen.

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EU-Kommissar: Wer Migrationspakt ablehnt, hat ihn nicht studiert

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos hat alle EU-Länder zur Annahme des UN-Migrationspakts aufgefordert. „Wer den Migrationspakt ablehnt, hat ihn nicht ausreichend studiert“, sagte Avramopoulos der „Welt“ (Online).

evangelisch.de

Bei dem Pakt gehe es nicht darum, die Zahl der nach Europa kommenden Migranten zu erhöhen, erklärte er. „Das Gegenteil ist der Fall.“ Ziel sei die Förderung der sicheren und geordneten Migration sowie die Verringerung des Menschenschmuggels. Dafür bedürfe es der Zusammenarbeit.

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