Archiv der Kategorie: Humanismus

Charlie versus Mohammed – Kein Boxkampf

Bild. Charlie Hebdo
Bild. Charlie Hebdo

Nina H Scholz und Heiko Heinisch haben wieder ein bemerkenswertes und lesenswertes Buch geschrieben. Charlie versus Mohammed – Plädoyer für die Meinungsfreiheit.

Von Heinrich Schmitz|The European

Die beiden Autoren trauen sich was, muss man mittlerweile doch bei jeder Kritik, die auch nur ansatzweise mit dem Islam zu tun hat, damit rechnen, dass einen fundamentalistisch verbohrte Islamisten mindestens mal bedrohen. Oder auch, dass man Applaus von der völlig falschen Seite bekommt. Es ist schon deshalb bemerkenswert, dass die Autoren dieses wichtige Buch geschrieben haben und der Passagen-Verlag es veröffentlichten hat.

Die Autoren sind sich dieses Risikos durchaus bewusst. „Wer will ernsthaft noch bestreiten, dass es heute in Europa als mutig bezeichnet werden muss, gegen islamischen Fundamentalismus aufzutreten?“

Dabei ist diese kleine Buch, trotz des geringen Umfangs von gerade einmal 104 Seiten, mehr als lediglich ein Plädoyer für die Meinungsfreiheit. Die Autoren erklären wieder einmal recht eindrucksvoll – wie bereits in ihrem gemeinsamen Werk Europa, Menschenrechte und Islam – ein Kulturkampf? die historischen und theologischen Hintergründe der für Nichtmuslime häufig völlig unverständlichen fundamentalistischen Bildverbote und anderer vermeintlicher Essentials und die Gefahren für den modernen Rechtsstaat, die von einer scheintoleranten Rücksichtnahme auf einzelne Religionen, namentlich den Islam, ausgehen.

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Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?

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Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Von Immanuel Kant|DAS BLÄTTCHEN

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt gemeinhin von allen ferneren Versuchen ab.
Es ist also für jeden einzelnen Menschen schwer, sich aus der ihm beinahe zur Natur gewordenen Unmündigkeit herauszuarbeiten. Er hat sie sogar lieb gewonnen und ist vor der Hand wirklich unfähig, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, weil man ihn niemals den Versuch davon machen ließ. Satzungen und Formeln, diese mechanischen Werkzeuge eines vernünftigen Gebrauchs oder vielmehr Mißbrauchs seiner Naturgaben, sind die Fußschellen einer immerwährenden Unmündigkeit. Wer sie auch abwürfe, würde dennoch auch über den schmalsten Graben einen nur unsicheren Sprung tun, weil er zu dergleichen freier Bewegung nicht gewöhnt ist. Daher gibt es nur Wenige, denen es gelungen ist, durch eigene Bearbeitung ihres Geistes sich aus der Unmündigkeit heraus zu wickeln und dennoch einen sicheren Gang zu tun.
Daß aber ein Publikum sich selbst aufkläre, ist eher möglich; ja es ist, wenn man ihm nur Freiheit läßt, beinahe unausbleiblich. Denn da werden sich immer einige Selbstdenkende sogar unter den eingesetzten Vormündern des großen Haufens finden, welche, nachdem sie das Joch der Unmündigkeit selbst abgeworfen haben, den Geist einer vernünftigen Schätzung des eigenen Werts und des Berufs jedes Menschen selbst zu denken um sich verbreiten werden. Besonders ist hierbei: daß das Publikum, welches zuvor von ihnen unter dieses Joch gebracht worden, sie danach selbst zwingt darunter zu bleiben, wenn es von einigen seiner Vormünder, die selbst aller Aufklärung unfähig sind, dazu aufgewiegelt worden; so schädlich ist es Vorurteile zu pflanzen, weil sie sich zuletzt an denen selbst rächen, die oder deren Vorgänger ihre Urheber gewesen sind. Daher kann ein Publikum nur langsam zur Aufklärung gelangen. durch eine Revolution wird vielleicht wohl ein Abfall von persönlichem Despotismus und gewinnsüchtiger oder herrschsüchtiger Bedrückung, aber niemals wahre Reform der Denkungsart zustande kommen; sondern neue Vorurteile werden ebensowohl als die alten zum Leitbande des gedankenlosen großen Haufens dienen.
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Beatrix von Storch: Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

beatrix_storchAus Sicherheitsgründen müsse die Bundeskanzlerin, wenn sie dann nicht mehr im Amte sei, fliehen. Nach Chile, zu Margot Honecker, der ehemaligen Ministerin für Volksbildung der DDR und Witwe des Generalsekretärs. Da schaut die geborene Herzogin von Oldenburg in ihre Kristallkugel und orakelt die Zukunft von Merkel. Solch krude Vorstellungen liefert sie bei Anne Will in der ARD ab. Auf Nachfrage meint die Störchin, dass sie ein Gerücht gehört habe. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie auf der Kanzlerinnen-Toilette ein Mikro installiert habe. Merkel ist Feindbild, sie muss weg. Geht es nach Beatrix von Storch sollten ihre und die Vorstellungen der AfD Gänsehaut verursachen. Was sie bei der ARD abgeliefert hat mag dem einen als Stuss erscheinen, aber diesen Stuss hat sie im Kopf. Fundamentale Christin, mit Hang zum Extremismus, will sie dem Christentum wieder zu alter Größe verhelfen. Wer vermutet, dass dann der blaublütige Landadel wieder an den Hebeln der Macht sitzt, dürfte nicht falsch liegen.
Storch ist Opportunistin, durch und durch, alles was heute politisch, gesellschaftlich und kulturell am werkeln ist, ist schlecht. Familie, deutsche Werte, Kultur, auf der Grundlage des Christentums, will sie reaktionär restaurieren.
Frauenrechte?

Bei Marsch für das Leben tritt die bigotte Christin für eine Willkommenskultur des un-und neugeborene Lebens ein. Ihre mehr als fragwürdige Moral kommt dann im folgenden zum Ausdruck

Bild: FB, stern.de
Bild: FB, stern.de

Aha, was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, auch Kinder. Wo sie sich doch soviele, von christlicher Nächstenliebe geprägte Sorgen um das ungeborene Leben macht. Verlogen, wie die ganze Lebensschutz-Debatte.

Die Einschränkung, ihrereseits, etwas später, gut auf Kinder wird nicht geschossen, aber auf Frauen schon. Nach dem sich entwickelten Shit-Storm kamen peu-a-peu die Dementis. Das Neueste, sie sei beim schreiben  der inkriminierten  Sätze mit der Maus abgerutscht. Wenn ein Storch auf einer Maus ausrutscht! Wer wählt solche Leute eigentlich in Parlamente? Bei solchen Wählern muss man doch die Geschäftsfähigkeit in Frage stellen, zwecks Begutachtung beim Amtsarzt.

In Baden-Württemberg organisiert sie die Protestaktionen gegen den Bildungplan der Landesregierung. Die “Zivile Koalition”, ein Netzwerk, dem sie mit ihrem Mann vorsteht, ist für die Demonstrationen verantwortlich. Ebenso bei den “Demo für alle.” Frontfrau Hedwig von Beverfoerde ist die Marionette der Störchin.
Homosexualität rüttelt an den Grundfesten christlichen Glaubens, um das zu vermitteln bedarf es keiner gebildeten Menschen.

Beatrix von Storch und die sie umgebenden Politiker, Claqueure, nationalsozialistisch imprägnierte Alternative wollen einen Großteil der Errungenschaften der Aufklärung abschaffen. Das gilt es zu verhindern.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

Beschneidungen von Frauen und Mädchen: Keine Frage einer bestimmten Religion

Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)
Weltweit sind laut einem Unicef-Bericht 200 Millionen Mädchen und Frauen Opfer von Genitalverstümmelungen. Auch in Deutschland gibt es Fälle. Mit einer bestimmten Religion haben die Beschneidungen nichts zu tun, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung.

Renate Bähr im Gespräch mit Axel Flemming|Deutschlandradio Kultur

Beschneidungen von Frauen und Mädchen können nach Ansicht der Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr, nicht mit einer bestimmten Religion in Verbindung gebracht werden. Die Hälfte der Fälle weltweit komme in Äthiopien, Ägypten und Indonesien vor, sagte Bähr am Samstag im Deutschlandradio Kultur. “Sie sehen, das ist sowohl ein christlich geprägtes Land wie Äthiopien, als aber auch ein eindeutig islamisches Land. Womit auch klar ist: Man kann es einer Religion direkt nicht zuordnen.” Die Beschneidungen von Frauen und Mädchen seien “ein Ausdruck von patriarchalischen Strukturen”.

In Kenia deutlich zurückgegangen

Bähr erklärte, es handele sich bei Genitalverstümmelungen um ein weltweites Phänomen. Schwerpunkte seien Afrika und Teile Asiens. Durch Zuzug gebe es aber auch Fälle in Europa. “Wir haben gerade auch in Deutschland immer noch die Fälle von Beschneidungen – auch von illegalen Beschneidungen von Mädchen –, weil diese Traditionen werden natürlich auch hierhin transportiert und importiert”, so Bähr.

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Das Gender-Paradoxon 2016 von U. Kutschera vor der Auslieferung

Bild: RDF
Da in den letzten Wochen immer wieder Anfragen bzgl. des Fachbuchs „U. Kutschera: Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. LIT-Verlag, Berlin“ eingegangen sind, folgt hier die gewünschte Information.

Von Ulrich Kutschera|Richard Dawkins-Foundation

Entgegen der ersten Ankündigung hat die Monographie, als Ergänzungsband zum UTB-Lehrbuch „Evolutionsbiologie“ Die Gott-lose Evolution und ihre Antriebskräfte, ca. 445 Druckseiten mit 75 Originalabbildungen und wird daher zum Preis von 24,90 € Ende Februar erhältlich sein. Obwohl im UTB-Standardwerk der Mensch, von der ersten bis letzten Druckseite, immer wieder als Biospezies behandelt wird, konnten dort aus Platzgründen zahlreiche humanbiologische Aspekte nicht berücksichtigt werden (vorgegebene Seitenzahl durch den Verlag). Daher folgen im „Gender-Paradoxon“ mehrere Kapitel, z. B. zur „Frau als primärem Geschlecht“, zu dem „neuen evolutionsbiologischen Menschenbild (Ganzkörper-XY- bzw. -XX-Modell)“ sowie ausführliche Darlegungen zur „Homosexualität bei Tieren, Pflanzen und Menschen“. Während im UTB-Lehrbuch der Kreationismus ausführlich thematisiert und als Pseudowissenschaft widerlegt worden ist, sind im Ergänzungsband, neben biowissenschaftlichen Abhandlungen zu „Sex und Gender“, die Thesen der Gender-Ideologen ausführlich dargelegt und ad absurdum geführt. Grundlegende Begriffe, wie z. B. „Heteronormalität“, „Biophobie“, „homoerotische Handlungen“, „Moneyismus“ (als Synonym für die Gender-Irrlehre) werden eingeführt.

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Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen wenden sich gegen Asylpaket II

Kirchen, Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen greifen das Asylpaket II scharf an. Die Koalition verspiele mit einem populistischen Abschreckungskurs Chancen für eine Integration der Flüchtlinge und nehme neue Flucht-Dramen in Kauf.

evangelisch.de

Kirchen, Menschenrechtsorganisationen und die Opposition wenden sich gegen die geplante Verschärfung des Asylrechts. Nach der Verabschiedung des Asylpakets II im Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin warnten die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie, die Einschränkung des Familiennachzugs werde die Integration von Flüchtlingen erschweren und noch mehr Flucht-Dramen nach sich ziehen.

Lilie: Nur Verschärfungen und Integrationshemmnisse

Den Nachzug von Ehegatten und Kindern zu Bürgerkriegsflüchtlingen in Deutschland für zwei Jahre auszusetzen sei “das falsche Mittel, um die Herausforderungen der Flüchtlingspolitik zu bewältigen”, erklärte der Generalsekretär des katholischen Caritasverbandes, Georg Cremer. Es bestehe die Gefahr, dass sich noch mehr Frauen und Kinder auf lebensgefährliche Fluchtwege begäben.

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»Man irrt sich empor«

Gerhard Vollmer. Bild: TUni Braunschweig

Der Welterklärung »aus der Natur« und der Kritik am Glauben stellte sich der Arbeitskreis Naturwissenschaft und Glaube bei einem Symposium im Januar.

Von Klaus Bratengeier|Evangelisch-methodistische Kirche

Mitte Januar traf sich der Arbeitskreis »Naturwissenschaft und Glaube« (AKNG) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zu einem Symposium über das Thema »Naturalismus, Atheismus und christlicher Glaube« in Würzburg. Dabei stand der Naturalismus, eine unter vielen Naturwissenschaftlern verbreitete Denkart, im Mittelpunkt der Diskussion.

Gerhard Vollmer, emeritierter Professor für Philosophie an der Technischen Universität Braunschweig präsentierte als renommierter Philosoph und Physiker den Naturalismus als Programm zur Durchdringung der Welt. Dieser beschränke sich auf möglichst wenige Annahmen, wobei der Rückgriff auf Übernatürliches völlig vermieden werde. Der Rückgriff auf das Übernatürliche würde nämlich nicht wirklich etwas erklären, sondern stehe weiterer Forschung sogar im Wege. Wenn »Gott« als Erklärung zugelassen würde, bräuchte nicht mehr weitergedacht zu werden. Gerade mit diesem sparsamen Konzept habe die Forschung die Welt in so hohem Ausmaß erfassen können, wie es heutiger Stand der Wissenschaft sei. Andererseits sei man bei der Bildung von Theorien sehr selbstkritisch: »Man irrt sich empor«, denke bei der Bildung einer Hypothesen sogar mit, wie sie sich prüfen oder widerlegen lasse. Gottesvorstellungen und insbesondere Dogmen aller Art stehe er daher ablehnend gegenüber.

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Richard Dawkins in Hamburg – Ticketverkauf

Am 19. März 2016 stellt Richard Dawkins seine Autobiographie „Die Poesie der Naturwissenschaften“ im Rahmen eines RDF Talks in Hamburg vor.

Richard Dawkins-Foundation

Richard Dawkins wird im Rahmen der Veröffentlichung seines neuen Buches, der Autobiographie „Die Poesie der Naturwissenschaften“ (Erscheinungsdatum: 14. März 2016), nach Deutschland kommen. Die RDF veranstaltet zu diesem Anlass einen RDF Talk mit Richard Dawkins in Hamburg.

RDF Talk mit Richard Dawkins
„Die Poesie der Naturwissenschaften“
19. März 2016 um 18:00 Uhr in Hamburg
Freie Akademie der Künste in Hamburg

Hier geht es zum Ticketverkauf.

The Netherlands just made the Church of the Flying Spaghetti Monster an official religion

Image via Reddit
The Church of the Flying Spaghetti Monster is now an official religion in the Netherlands and members worldwide are celebrating with a bowl of pasta.

By James Forsythe|DEADState

According to the Inquisitr, the Church of the Flying Spaghetti Monster, or Pastafarianism, is a social movement that emerged in 2005 and quickly went on to become an internet phenomenon.

Not strictly a religion, the torchbearers of the movement encourages a light-hearted view on dogma. The group is known for its opposition to the teaching of creationism and intelligent design in public schools.

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Homöopathiekritiker starten Informations-Netzwerk

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Bild: DAZ.de
Eine Initiative will in den nächsten Monaten ein Homöopathie-Netzwerk gründen und eine Informationskampagne starten, um kritische Einordnungen der Homöopathie zu bündeln. Geleitet wird es von der ehemaligen Alternativmedizinerin Natalie Grams. Sie will auch den Begriff „Pseudomedizin“ prägen – und sich für eine Änderung des Arzneimittelgesetzes einsetzen.

Von Hinnerk Feldwisch-Drentrup|DAZ.de

Als eine Gruppe von gut 30 Homöopathiekritikern am Sonntag zur Pressekonferenz nach Freiburg geladen hat, warteten auf die Journalisten weder Kulis, Imagebroschüren noch ein Buffet – sondern eine Packung  „Dubium C30 – enthält nur Zucker, kein Arzneimittel“. Bernd Harder, Pressesprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), zerstreute mögliche Hoffnungen auf Geschenke direkt und nutzte die Gelegenheit, auf das rein ehrenamtliche und pharmafreie Engagement hinzuweisen. Zwei Tage lang hatten sich Interessierte zuvor getroffen, um eine Strategie zum Umgang mit Globuli und Co zu entwickeln. Da die Alternativmedizin laut Harder bisher weitestgehend unbeobachtet vor sich hin arbeite, will die Gruppe der Homöopathiekritiker Widersprüche und leere Versprechen öffentlich machen. Und – als ein Ergebnis des Treffens – zukünftig nur noch von Pseudomedizin sprechen.

„Wir wissen natürlich ganz genau, dass auch in der evidenzbasierten Medizin und in unserem Gesundheitssystem vieles im Argen liegt“, sagte er, „aber das macht Homöopathie nicht wirksamer“. Die Alternative könne nur bessere Medizin sein, keine Pseudomedizin. Die Gruppe will nun Informationen für Patienten aufbereiten, damit jeder die Möglichkeit hat, sich aufgeklärt selbst zu entscheiden. Und es soll ein Homöopathie-Netzwerk gegründet werden, welches die Aktivitäten koordiniert.

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„Der IS braucht keinen Grund, um uns zu töten!“

Foto: Krudewig/Stadt
Der Zeichner und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly (Mitglied des Kuratoriums der Giordano-Bruno-Stiftung) wurde am vergangenen Donnerstag für seine kulturellen Verdienste mit dem Jan-Wellem-Ring der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet.

Richard Dawkins-Foundation

In seiner Dankesrede rief Tilly, der im vergangenen Jahr u.a. durch seinen “Charlie-Hebdo-Wagen” für Schlagzeilen sorgte, dazu auf, die offene Gesellschaft mit noch mehr Mut, Menschlichkeit und Humor zu verteidigen. Wir dokumentieren nachfolgend Auszüge aus dieser Rede, die, wie gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon erklärte, “die Haltung der Giordano-Bruno-Stiftung zur Debatte um Islamismus und Fremdenfeindlichkeit auf den Punkt brachte und die fundamentalen Unterschiede verdeutlichte, die zwischen rationaler Aufklärung und reaktionärer Propaganda bestehen”.

(…) Das seit Monaten omnipräsente Flüchtlingsthema hat zu einer extremen Polarisierung geführt. Wir müssen erleben, wie sich breite Teile der Gesellschaft vom demokratischen Konsens verabschieden. Im Umfeld von AfD und Pegida wird offen das “System” infrage gestellt, die Medien werden als “Lügenpresse” diffamiert, paranoide Weltbilder und Verschwörungstheorien vergiften das gesellschaftliche Klima, ganze Bevölkerungsteile katapultieren sich selbst in ein wahnwitziges Paralleluniversum ohne jeden Realitätsbezug.

Sehr anschaulich bewies das vor wenigen Tagen die AfD-Politikerin Beatrix von Storch, als sie davon faselte, dass unsere Kanzlerin demnächst nach Südamerika ins Exil vertrieben werden wird, genau wie das Ehepaar Honecker. Und der große Held dieser Freunde der wahren Meinungs- und Pressefreiheit ist – ausgerechnet – der russische Autokrat Wladimir Putin.

Dagegen wäre prinzipiell nichts einzuwenden. Eine konstruktive Streitkultur ist das Lebenselixier jedes demokratischen Willensbildungsprozesses. Schlimm ist aber, mit welchem Hass, mit welchem Mangel an Maß, Besonnenheit und Menschlichkeit dieser Kampf geführt wird. Die Lynchstimmung, die den Medien und der Politik gerade in großen Teilen des deutschen Ostens entgegenschlägt, ist alarmierend. Vor wenigen Monaten konnte man diese Leute noch als Spinner belächeln. Doch die Silvesternacht in Köln und die damit einhergehenden kläglichen Vertuschungsversuche haben jetzt mitgeholfen, aus einer Minderheitenposition ein schnell wachsendes Massenphänomen zu machen. Die AfD liegt in aktuellen Umfragen bundesweit bei unglaublichen 13 Prozent.

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Nach dem “Marsch für das Leben” wird scharf geschossen

beatrix_storchDer deutsche Landadel macht mobil. Einige der Exponenten wollen sehr wahrscheinlich ihre alten Rechte wiederhaben. Vetreterinnen finden wir in der Alternative für Deutschland(AfD) oder in der christlich-fundamentalistischen Bewegung “Marsch für das Leben.” Sexuelle Bildung ist Sünde. Man kämpft um die Rechte des Blastula-Keims, unter dem Deckmantel der Sorge um das ungeborene Leben.
Die geborene Herzogin von Oldenburg, gemeinhin als Beatrix von Storch bekannt, tritt dort vehement in Erscheinung. Im Zuge der Flüchtlingspolitik zeigt die Streiterin für das ungeborene Leben nun ihr wahres Gesicht. Die deutsche Grenze ist zu schützen, notfalls unter dem Einsatz von Schusswaffen, gegen Kinder? Ja, auch gegen Kinder. Alles was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, steht dann noch jemand auf seinen Beinen kommt das Bajonett zum Einsatz. Gedanken, wie auf der einen Seite Lebensschutz und auf der anderen die Zerstörung in Übereinklang zu bringen sind macht sich die Anwältin nicht. Gut christliche Bigotterie.
Nach der Aufregung im Netz bleibt die Frage unbeantwortet ob sie auch auf Störche schießen lassen würde. Kinder möchte sie ausklammern, Frauen nicht, also, Feuer frei auf schwangere Frauen, durchaus im Bereich des möglichen. Ist die Mutter tot, kann das ungeborene Leben durch Beten gerettet werden.

Wer heute auf Flüchtlinge schießen lassen will, schießt morgen auf Menschen die für die Rechte der Frauen eintreten, auch auf das Recht zur Abtreibung. Das sollte jedem klar sein, das christliche Menschenbild der Störchin lässt das zu.

In dem Sinne, Feuer frei! Auf Menschenrechte, 300 Jahre Aufklärung. Das ist die gesellschaftliche Alternative Deutschlands.

Wahl Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

Neues Jahr, neue Dummheiten, Obskurantismus und Religiotie. So wie das alte Jahr endete startete das neue furios. Flüchtlinge, Streiterein der Polit-Christen, Hiobsbotschaften aus der katholischen Kirche, die nicht viel macht um die Problematik des sexuellen Missbrauch aufzuklären, die Evangelen streiten sich um ihr sexuelles Weltbild und die Bibelauslegung. Zeit zu überlegen ob man Kirchennachrichten nicht der Obhut der freiwilligen Selbstkontrolle überantwortet und altersgerecht attributiert. Noch vor Jesus kommt Sex, egal ob hetero oder homo, Christen landen immer im Bett, auch fremden, da wollen sie mitreden.

Hier sind nun die Kandidaten des Monats Januar 2016:

  1.  Ulrich Lilie, “hat Schwierigkeiten zwischen Religion und Kultur zu unterscheiden.”
  2.  Papst Franz, “schwadroniert über Bio-Ethik.”
  3.  Dominikus Schwaderlapp, “Ökumene und Homosexualität.”
  4.  Frauke Petry, “an deutschen Grenzen soll wieder geschossen werden.”
  5.  Norbert Trelle, “sexueller Missbrauch im Jesus-Keks-Mantel.”
  6.  Kita Bleckede, “unsere tägliche Ration Rassismus.”
  7.  Die Linke/Landesverband Rheinland-Pfalz, “mit der römischen Spukgestalt in den Landtag.
  8.  Sigmar Gabriel, “Türkei ist sicheres Herkunftsland.”
  9.  Beatrix von Storch, “flüchtet Angela Merkel zu Margot Honecker.
  10.  Heinz Josef Algermissen, “mit göttlichem Afterdienst gegen Charlie Hebdo.
  11.  Sami Abu-Yusuf, “ hat feuchte Träume aus dem Koran.”
  12.  Gothart Magaard, “Karfreitag Geiselhaft für alle.”
  13.  Garnisonskirchenstiftung, “schwört auf den Geist von Postdam.”
  14.  Khola Maryam Hübsch, “findet Mohammeds Feminismus umwerfend.
  15.  Open Doors,  “wir machen Christenverfolgung, egal wie.”
  16.  Georg Ratzinger ” hat keine Probleme mit sexuellem Missbrauch.”
  17.  Ulrich Nitschke, “mehr Religion in die Entwicklungshilfe.”

Die Wahl ist bis zum 07. Feburar, 18:00 Uhr, befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Viel Spaß!

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Ist das Gehirn fremdgesteuert? Endlich befreit!

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Entscheidet unser Gehirn unbewusst, ist der freie Wille eine Illusion? Nach Jahrzehnten haben Berliner Hirnforscher die berühmte These mit einem raffinierten Spiel gegen den Computer widerlegt.

Von Joachim Müller-Jung|Frankfurter Allgemeine

Es war – und ist – eine der radikalsten Thesen, mit denen Hirnforscher die Öffentlichkeit konfrontierten: Lange bevor wir uns bewusst entscheiden, etwas zu tun, hat das Gehirn die Entscheidung unbewusst längst vorweggenommen. Der freie Wille des Menschen, bloß Einbildung? Die Versuche des amerikanischen Hirnphysiologen Benjamin Libet hatten das nahegelegt. Gut eine Sekunde, bevor Probanden sich bewusst entschlossen, ihre Hand zu bewegen, war in den Hirnstromkurven das „Bereitschaftspotential“ dafür schon zu finden. Dreieinhalb Jahrzehnte lang haben die einen, meist Hirnforscher, alles versucht, um Politik, Philosophie und die Architekten und Hüter des Rechtsstaates, die sich mit der Schuldfähigkeit von Straftätern auseinanderzusetzen haben, wachzurütteln und die Folgen dieser Erkenntnis zu bedenken. Alle anderen wehrten sich mit Händen und Füßen und noch mehr Worten dagegen, sich den Kopf waschen zu lassen mit wissenschaftlichem Material, das gegen den gesunden Menschenverstand und die eigene Erfahrung verstößt.

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Kirchenkonzerne fordern Handgeld für mittellose Abgeschobene

Bild: tilly
Bild: tilly
Die kirchlichen Hilfswerke Caritas und Diakonie fordern eine verbindliche Handgeldregelung für Menschen, die aus Hessen abgeschoben werden.

evangelisch.de

Viele Betroffene “sind verzweifelt und wissen nicht, wie sie nach Hause kommen sollen. Sie stehen in ihrer Heimat vor dem Nichts”, sagte Irene Derwein, Leiterin des Arbeitsbereichs Kirche am Flughafen, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie ist für die Abschiebebeobachtung am Frankfurter Flughafen verantwortlich.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen sei festgeschrieben, dass es eine verbindliche Regelung für Hessen geben solle: “Abgeschobene sollen in begründeten Fällen ein Handgeld erhalten, um die ersten Schritte am neuen Aufenthaltsort zu erleichtern”, haben die beiden hessischen Regierungsparteien vereinbart. “Bisher sehen wir keine Anzeichen dafür, dass es bald passiert”, sagte die Pfarrerin. Etwa 30 Prozent der Abgeschobenen seien mittellos und benötigten dringend etwas Geld. Die Abschiebebeobachtung könne aber nur etwa zehn Prozent der gescheiterten Asylbewerber mit kirchlichen Spenden weiterhelfen.

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Jüdisches Museum: „Es gibt ein Unwohlsein“

„Museen sind in erster Linie Gedächtnisorganisationen“, so Mirjam Wenzel. Foto: christoph boeckheler*
Mirjam Wenzel, die neue Leiterin des Jüdischen Museums in Frankfurt, spricht im Interview mit der FR über Antisemitismus und die Aufgaben von Museen als Gedächtnisorganisation.

Von Claus-Jürgen Göpfert|Frankfurter Rundschau

Frau Wenzel, Sie sind seit dem 1. Januar Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt. Sie vermeiden aber das Wort Museum und sprechen stattdessen von einem Zentrum der jüdischen Kultur und Geschichte.
In der ersten Presseerklärung nach meiner Wahl zur Direktorin durch den Magistrat habe ich den Ausdruck „Zentrum für jüdische Kultur in Geschichte und Gegenwart“ verwendet, um das Zusammenspiel der beiden grundlegend neu gestalteten Häuser, des Museums Judengasse und des um einen Neubau erweiterten Jüdischen Museums, mit den zukünftigen Online-Aktivitäten zu betonen. Ich möchte gerne das zukünftige neue Jüdische Museum von Vorstellungen befreien, die mit dem pejorativen Ausdruck des Musealen verbunden sind. Ich verstehe das Museum als einen sozialen Ort, an dem man sich von den gezeigten Dingen inspirieren lässt, miteinander diskutiert und zum Nachdenken angeregt wird.

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Migrationsforscher Collier für Kurswechsel in Flüchtlingspolitik

Deutschland gefalle sich « in der Retterrolle», habe aber keinen einzigen Syrer gerettet. «Im Gegenteil: Deutschland hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen.»

kath.net

Der britische Migrationsforscher Paul Collier hat eine neue europäische Kommunikation in der Flüchtlingskrise gefordert. Die Europäische Union (EU) sei für die Aufnahme von Flüchtlingen nicht zuständig, sagte er der «Welt» (Freitag). Die Politik müsse deutlich machen, dass «Wohlstandsmigranten» etwa aus Mali oder Niger sich «gar nicht erst auf den Weg zu machen brauchen.» Auch Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien hätten «keinen Anspruch auf einen Platz im europäischen Wohlstands-Himmel.»
Harsche Kritik übte der in Oxford lehrende Ökonom an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie habe «aus Flüchtlingen erst Migranten gemacht», so Collier.

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Balkanroute: Mazedonien schließt Grenze zu Griechenland

Flüchtlinge warten in langen Reihen auf den Grenzübertritt von Griechenland nach Mazedonien. (Foto: AFP)
Der Weg über die Balkanroute ist damit für Flüchtlinge versperrt – sie müssen in Griechenland bleiben oder alternative Wege finden.

Süddeutsche.de

Die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien ist offenbar für Flüchtinge geschlossen. Das berichtet Spiegel online. Die Polizei im griechischen Grenzort Idomeni habe dies bestätigt. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen vermeldete per Twitter, dass die Grenze “temporär” geschlossen sei.

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Für Europa ist Deutschland ein moralischer Parvenü

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Dass die Deutschen den Hang zum moralischen Größenwahn haben, wussten schon die großen Soziologen – von Max Weber über Norbert Elias bis Helmuth Plessner. Wie kommen wir aus der Exaltiertheit heraus?

Von Wolf Lepenies|DIE WELT

Es wird Zeit, die klassischen Texte der Soziologie wieder zu lesen. Sie spiegeln ihren Entstehungszusammenhang wider – und wirken zugleich, als seien sie mit Blick auf die Gegenwart geschrieben. Max Webers Vortrag “Politik als Beruf” durchzittert der Schock des verlorenen Ersten Weltkriegs, Helmuth Plessner ahnt Mitte der Zwanzigerjahre das Schicksal der Weimarer Republik voraus und im “Prozess der Zivilisation” entwirft Norbert Elias am Beginn des Zweiten Weltkriegs ein Gegenbild zum unvorstellbaren Zivilisationsbruch der Nazis.

Und doch wirken Max Webers Zurückschrecken vor den fatalen Folgen schrankenloser Gesinnungsethik, Helmuth Plessners Warnung vor der “tragischen Verwechslung von Gemeinschaftsmoral und Politik” sowie die Mahnung von Norbert Elias, deutsche “Kultur” nicht gegen westliche “Zivilisation” auszuspielen, in der gegenwärtigen Politikkrise aktuell.

Die Lektüre der “Klassiker” liefert der Politik keine Rezepte. Sie kann aber helfen, Haltungen zu korrigieren und Einstellungen zu überprüfen, die einer Realpolitik im Wege stehen.

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Religiöser Wahn und induziertes Irrsein

jesus_guillotineWährend die Deutschen mit fliegenden Fahnen, hysterievollen Hosen und mit menschenverachtendem Eifer jubelnd dem Vierten Reich entgegenrennen, vollgepumpt mit dem Adrenalin des Hasses und der Dummheit, scheint es Wichtigeres zu geben als sich mit aberwitzigen Streitereien von dramatisch unterdurchschnittlich intelligenten Glaubensgemeinschaften wie den Evangelikalen unter Ulrich Parzany zu beschäftigen.

Von Wolfgang Brosche|DIE KOLUMNISTEN

Aber nein doch, sage ich – denn bei solchen Figuren und Gruppen liegt ein tonnenschwerer Grund für unsere politische Situation, die so sehr auf Dummheit und Angst gegründet ist.

Ein ewiger Feldzug wider der Vernunft

Es ist eine triste Tatsache, daß die Aufklärung längst ins Kriechen gekommen ist – denn die Religionsgemeinschaften jeder Couleur haben es geschafft, sie zu hintergehen und zu unterlaufen. Sie lassen sich die Verbreitung ihrer Dummheiten staatlich alimentieren. Ihr ewiger Feldzug gegen die Vernunft zeigt sich nicht nur in den mörderischen Ungeheuerlichkeiten, die der Islam und seine Vertreter veranstalten, sondern auch in der angeblich „abendländischen“ Gegnerschaft (siehe PEGIDA, PiS oder den Front National) mit den erbittertsten Barbarismen. Religionen sind noch immer – und können es auch nicht anders sein – die mächtigsten Gegner des Denkens, der Intelligenz, der Kritik, des Hinterfragens, der menschlichen Selbstbestimmung und (Lebens)-Lust und der Vernunft.

Wer sich auf ein höheres unbezweifelbares und nicht kritisierbares Wesen beruft, um sein Handeln und Leben zu begründen und zu rechtfertigen, der ist zu jeder Unmenschlichkeit fähig im Namen seines Gotteswahnes. Von wegen, daß unsere westlichen Gesellschaften säkularisiert seien – sie sind es nicht! Der gesamte Alltag ist religiösem Wahn unterworfen, die gesamte Ethik kriecht bei uns den christlichen Absurditäten und woanders denen des Islams nach. Unser Umgang mit Recht, Medizin, Sexualität und Politik ist jenen phantastischen Widersprüchen von Schuld und Sühne, Gottesbefehlen und Lebensfeindlichkeit unterworfen, wie sie nur die Religionen hervorbringen können.

Die tierprimitive Angst vor dem Tod, dem Blitz und dem eigenen Körper hat die Religionen hervorgebracht, die dann wiederum patriarchale penile Herrschaftsphantasien legitimieren sollten, Hierarchien der Unterdrückung und der Ignoranz.

Tierprimitive Angst vor Tod, Blitz und Körper

Obwohl die Religionen jeden menschlichen, wissenschaftlichen und politischen Fortschritt behindern, beteiligen wir Religionsvertreter in Ethikausschüssen, fragen Kardinal Marx wenn es um Genetik, Fortpflanzung und Menschenrechte geht – der dazu ebenso wenig Substanzielles beizutragen hat wie etwa ein evangelikaler Führer vom Schlage eines Ulrich Parzany.

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