Elfriede Jelinek: „Religiöser Fanatismus zieht Sadisten an“

REUTERS
Fundamentalismus würde einen Raum schaffen, in dem Sadisten ihren Trieben freien Lauf lassen können, sagt die Literaturnobelpreisträgerin. Terrorismus könne nur mit Freiheit bekämpft werden.

Die Presse.com

Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, deren Stück „Wut“ am kommenden Dienstag im Rahmen des Theaterfestivals der Biennale von Venedig gezeigt wird, ist der Ansicht, dass religiöser Fanatismus Sadisten anlockt. „Fundamentalisten sind engstirnig, verdorrt und bösartig, wie es Sadisten sind“, so Jelinek im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ am Donnerstag.

„Es ist wahrscheinlich, dass religiöser Fundamentalismus Sadisten anzieht, indem er ihnen einen Raum gibt, in dem sie ihren Trieben freien Lauf lassen können“, so Jelinek. Wut gegen den islamischen Terrorismus sei sinnlos, Terrorismus könne nur mit Freiheit bekämpft werden. „Wir können all das tun was wir wollen, solange wir nicht die Freiheit der anderen beschränken. Islamische Fundamentalisten dürfen nur das tun, von dem sie glauben, Gott verlange es von ihnen“, sagte die Schriftstellerin.

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Steinmeier unterzeichnet Gesetz zur Ehe für alle

Frank-Walter Steinmeier 2014.

Die Ehe für alle kann kommen. Der Bundespräsident hat das Gesetz zur Gleichstellung unterschrieben.

DER TAGESSPIEGEL

Die Ehe für alle kann in Kraft treten: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das entsprechende Gesetz am Donnerstag unterzeichnet. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts am Freitag in Berlin mit. Zuletzt war spekuliert worden, dass der Bundespräsident abwartet, weil es verfassungsrechtliche Bedenken gab.

Wird das Gesetz noch im Juli im Bundesgesetzblatt verkündet, könnten ab Oktober vor den Standesämtern Homo-Ehen geschlossen werden

Sektenexperte: Tausende Angebote für den Umstieg in die Parallelwelten

Bild: Die Tagespost/Symbolbild
Sektenexperte warnt, dass immer mehr Österreicher sich in Parallelwelten zurückziehen. Es entstünden zunehmend mehr kleine sektenartige, fundamentalistische religiöse und politisch radikale Gruppen

Von Walter Müller | derStandard.at

Es sei zuletzt etwas ruhiger geworden um die Sektenszene in Österreich, wohl auch, weil sie sich in „ein wild wucherndes Feld mit tausenden Angeboten“ aufgesplittet habe, sagt der steirische Sektenexperte Roman Schweidlenka. Es entstünden immer mehr kleine Gruppen, die Sektenmerkmale aufwiesen, das gelte für die breit gefächerte Esoterikabteilung ebenso wie für fundamentalistische religiöse, aber auch radikale politische Gruppen.

Schweidlenka ortet ein immer stärkeres Abgleiten in Parallelwelten, „die sich abkapseln und die mit dem Rest der Gesellschaft nichts mehr zu tun haben wollen“, sagte der Sektenfachmann am Donnerstag bei der Präsentation des steirischen „ESO“(Esoterik, Sekten und Okkultismus)-Jahresberichts in Graz.

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Straffreiheit für knutschende Teenies

Da war das Sexualstrafrecht noch nicht geändert: Demonstranten fordern 2016 vor dem Berliner Landgericht in Moabit eine Reform. (Foto: Christian Mang/imago)
  • An diesem Mittwoch legt eine Kommission ihren Abschlussbericht vor, die 2015 beauftragt worden war, das Sexualstrafrecht grundlegend zu überarbeiten.
  • Das 1400 Seiten starke Werk, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, greift weit über die „Nein heißt Nein“-Reform hinaus.
  • Auch an die eilig verabschiedete „Nein heißt Nein“-Regelung sollte der Gesetzgeber den Experten zufolge noch einmal Hand anlegen.
  • Differenzierte Vorschläge legen sie für den Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern vor.

Von Wolfgang Janisch | Süddeutsche.de

Dieses Mal sollte es wirklich ein Stück Rechtspolitik vom alten Schlag werden. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte im Frühjahr 2015 eine Kommission aus etwa zwei Dutzend Fachleuten einberufen, die mit langem Atem das unübersichtlich gewordene Sexualstrafrecht grundlegend überarbeiten sollte. Gibt es noch Strafbarkeitslücken? Oder auch Paragrafen, in denen ein veralteter Sittenkodex mitschwingt? Sind Kinder ausreichend gegen bedrohliche Entwicklungen im Internet geschützt?

Dann kam die Silvesternacht von Köln, und im Jahr 2016 ging alles ganz schnell. Im Juli verabschiedete der Bundestag eine Reform des Vergewaltigungsparagrafen – „Nein heißt Nein“ stand mit einem Mal im Gesetz. Da hatte die Kommission gerade ein Viertel ihrer 28 Sitzungen hinter sich.

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Kein Mensch ist so selbstlos

80 Menschen taten sich zusammen, um eine Familie zu retten. Foto: Rosalind Beckton
Was bringt Menschen dazu, anderen zu helfen? Nicht alle sind so altruistisch, wie sie tun. Nicht mal Mutter Teresa.

Von Jean-Martin Büttner | Tages Anzeiger

Die Bilder gingen um die Welt, die Fernsehstationen brachten Wackelfilme vom Ereignis, interviewten die Mutter, die Kinder, die Rettenden. Wer noch an das Gute in den Menschen glauben möchte und einen alltäglichen Beleg dafür sucht, dem wird die Menschenkette am Strand von Panama-City in Florida in Erinnerung bleiben. 80 Badende formten eine Menschenkette, um eine neunköpfige Familie zu retten, die von der Strömung abgetrieben worden war, verzweifelt um Hilfe rief und ohne den kollektiven Einsatz wohl ertrunken wäre. Sogar Nichtschwimmer gingen ins Wasser und reihten sich in die Kette.

Die Aktion von Florida lässt sich als alltäglicher Ausdruck von Altruismus verstehen: eine Hilfe ohne die Erwartung einer Gegenleistung, also selbstlos. Diese Hilfe kann eine Geste sein: Ein Mann hilft einer gestürzten Frau beim Aufstehen, ein Kind teilt seinen Zmittag mit einem anderen, eine Frau hilft einem Blinden über die Strasse. Die Hilfe kann bis zur Gefährdung des eigenen Lebens reichen.

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Ex-Muslims at the Pride in London: „Allah is gay“

Bild: ex-muslim.org.uk
CEMB was at Pride in London in full force highlighting the plight of LGBT in countries under Islamic rule with bodypainting by the award-winning Victoria Gugenheim.

Ex-Muslim.org.uk

Whilst a few were not pleased to see apostates in Pride, we were met with overwhelming and heart-warming support and solidarity. For all of those who participated, it was an unforgettable moment in the struggle for freedom of conscience, expression and the fight for LGBT rights in countries under Islamic rule.

Maryam Namazie, Spokesperson for CEMB, said: “In a world where apostasy, blasphemy and ‘immorality’ are punishable by death in many Islamic states, and religiously non-prescribed sex and women’s bodies are so despised, it becomes all the more important to celebrate them and show very clearly that people have a right to think, live and love as they choose without state or group intervention and persecution. Of course some were and will be offended by our message as we are offended by Islam and religion but offence can never be a reason to silence and threaten nor is blasphemy and offence more important than murder.”

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Über falsch verstandenen Lifestyle-Feminismus

Bild: heise.de/tp
Seit einiger Zeit sind in vielen Magazinen Porträts junger Start Up-Gründerinnen, Freiberuflerinnen und Frauen in Führungspositionen zu sehen. Sie stehen für die Vision einer neuen modernen Frau, die alles machen kann, was sie will. Fälschlicherweise meinen einige, dass es sich hierbei um eine neue Form des Feminismus handeln würde.

Von Marina Ahne | TELEPOLIS

Doch blickt man hinter die z. T. tatsächlich beeindruckenden Geschichten dieser Frauen, erfährt man, dass sich die meisten mitnichten als „Feministinnen“ bezeichnen würden – aus den verschiedensten Gründen. Zu grau, zu verhüllt, zu lesbisch, zu männerfeindlich; der Feminismus hat viele Imageprobleme. Dennoch wird er diesen Frauen zugeschrieben, wenn auch in einer soften, vermeintlich „erträglicheren“ Version.

Da gibt es zum Beispiel bauchfreie Shirts mit dem Aufdruck „Fem-Power“ oder ähnlicher Bekennerschrift, denn inzwischen sind auch die großen Marken auf den Modefeminismus aufmerksam geworden und schwimmen ganz oben auf der Welle mit. Diese „neue Form“ des Feminismus ist viel schöner, bunter, schriller, freizügiger und für viele auch alltagstauglicher. Feminismus zum Anziehen (und auch wieder Ausziehen). Damit erspart man sich auch gleich die Debatte über Frauenrechte, denn die Trägerinnen der Fem-Mode sind – nach eigenen Angaben – schon befreit genug. Der Lifestyle-Feminismus suggeriert jungen Frauen, dass sie alles ausprobieren, sein und machen können und auch machen sollten.

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Impfpässe könnten als Ausweise in Afrika dienen

Impfpässe könnten nach Einschätzung von Medizinern in Entwicklungsländern bald Ausweisdokumente ersetzen. „Nehmen wir Malawi: 95 Prozent aller Kinder bekommen dort einen Impfpass ausgestellt, viel mehr als Geburtsurkunden“, sagte der Geschäftsführer der globalen Impfallianz (Gavi), Seth Berkley, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Genf.

evangelisch.de

Derzeit seien Bürger in vielen Entwicklungsländern nicht erfasst und könnten deshalb kein Land kaufen, keinen Pass erhalten und nicht wählen gehen. Würden Impfpässe digital erfasst, könnte dies schnell geändert werden. Die Impfallianz Gavi wird von Staaten, Unternehmen und privaten Gebern wie der „Bill und Melinda Gates“-Stiftung finanziert. Sie hat einen Jahresetat von 1,6 Milliarden Euro.

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Erzähltes Anthropozän

Im Wort „Anthropozän“ steckt bereits eine neue begriffliche Metapher, um die globale ökologische Veränderung durch den Menschen zum Ausdruck zu bringen: „das „Menschenneue“ bzw. etwas anders ausgedrückt, „das menschengemachte Neue„.

Von Reinhold Leinfelder | Der Anthropozäniker

Grober Plastikmüll am Ufer des Roten Meeres (nahe Safaga, Ägypten) Bild: wikimedia.org/Vberger/PD

Dies ist ganz nahe am wissenschaftlichen Befund und könnte daher auch die Grundlage für ein Großnarrativ Anthropozän sein. Die v.a. aus den Kultur- oder Sozialwissenschaften vorgeschlagenen möglichen Alternativbegriffe wie Kapitalozän, Pyrozän, Plastozän oder Homogenozän fokussieren zwar ebenfalls auf wichtige Ursachen oder Befunde, sind aber als Narrativ-Überschrift nicht umfassend genug.

Das komplexe Konzept des Anthropozäns in ein Narrativ, also eine wertebasierte und ggf. mutmachende Erzählung umzusetzen, ist nicht ganz einfach, sollte aber die Mühe lohnen. Narrative dürfen allerdings nicht dazu dienen, unzulässig zu vereinfachen oder gar zu populisieren anstatt zu popularisieren. Tatsächlich wird das Anthropozän-Konzept oft stark vereinfacht bzw. auf nur einige Aspekte reduziert und sehr einseitig dargestellt: Ist der Name geeignet? Ist das Anthropozän gut oder schlecht? Techokratisch oder bewahrend? Schön oder hässlich? etc. (siehe auch unten). Gerade die großen aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen sind besonders komplex und erfordern auch komplexe Analysen sowie komplexe Lösungsansätze. Hier können vielleicht in ein Großnarrativ eingebundene Metaphern helfen, Komplexes zu veranschaulichen. So etwa das Mobile-Beispiel zur Veranschaulichung der Resilienz von Korallenriffen: Ein gut ausbalanciertes Mobile kann Störungen (stärkerer Luftzug) wegstecken, wird allerdings einige Zeit kräftig herumpendeln, bis es sich wieder ausbalanciert hat. Kommen die Luftzüge allerdings laufend, oder gibt es eine sehr starke Störung (z.B. starkes Zerren oder gar Abreißen eines dieser ausbalancierten Mobile-Teile) wird sich das Mobile verheddern und funktioniert nicht mehr.

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Standesämter bekommen bundesweit Anfragen zur „Ehe für alle“

Bild: bpb.de
Der Bundestagsbeschluss zur „Ehe für alle“ führt in den Standesämtern vieler deutscher Großstädte bereits jetzt zu vielen Anfragen.

evangelisch.de

Schon vor dem Inkrafttreten der „Ehe für alle“ melden sich bundesweit Interessierte bei den Standesämtern. Wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) ergab, liegen in vielen deutschen Großstädten Anfragen von schwulen und lesbischen Paaren vor, die eine Ehe eingehen oder ihre eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln wollen. Der Bundestag hatte am 30. Juni ein Gesetz beschlossen, nach dem die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird. Den Bundesrat passierte das Gesetz eine Woche später.

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Eine Feministin sieht anders aus

FOTO: AFP PHOTO SAUL LOEB
Konservative Politikerinnen schaden feministischen Interessen, statt sie zu fördern. Ihr naives Verständnis von Feminismus dient nur einigen wenigen. Ein Kommentar.

Von Antonia Zimmermann | DER TAGESSPIEGEL

Wer heute seine „Girl Power“ in die Welt tragen will, muss sich lediglich zwischen gelben oder rosa Socken entscheiden. Feministische Kleidung liegt aktuell voll im Trend. Theresa May, die britische Premierministerin, trug auch einmal so ein T-Shirt. 2006 war das, lange bevor das modern wurde. Doch schaut man nach einem Jahr Amtszeit auf Mays Bilanz in Sachen Frauenrechte, wird deutlich, dass die Kluft zwischen Shirt und Haltung, zwischen der Symbolkraft einer weiblichen Regierungschefin und dem politischen Ertrag für die Frauen, größer kaum sein könnte. An Theresa May zeigt sich, wie schlecht der Feminismus oft in den Händen konservativer Politikerinnen aufgehoben ist – und warum man nicht allein damit zufrieden sein kann, dass immer mehr Frauen politische Spitzenämter bekleiden.

„This is what a feminist looks like“ lautete die hoffnungsstiftende Aussage des T-Shirts, in dem sie sich fotografieren ließ. Als eine Reporterin der US Vogue sie im März dieses Jahres darauf ansprach, lachte sie verlegen und witzelte, sie wisse gar nicht so recht, ob sie sich noch als Feministin bezeichnen würde. Was hat sich getan? Oder eher: Hat sich überhaupt etwas getan?

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Saarland: Landtagsvizepräsident warnt vor Einfluss der Homosexuellen

Entschiedener Gegner der Ehe für alle: Günter Heinrich, Jahrgang 1957, ist seit 1999 Mitglied des Saarländischen Landtages (Bild: Saarländischer Landtag)
„In 20, 30 Jahren werden sie bestimmen, was Familienpolitik ist“, meinte der saarländische CDU-Politiker Günter Heinrich – die LSU fordert seinen Rücktritt.

QUEER.DE

Der Vizepräsident des Saarländischen Landtags Günter Heinrich (CDU) warnt davor, dass in Zukunft Homosexuelle zu großen Einfluss bekommen könnten: „In 20, 30 Jahren werden sie bestimmen, was Familienpolitik ist“, erklärte der 60-Jährige gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. „Das ist eine Gefahr, die ich sehe.“

Als Reaktion forderte die LSU Saar am Dienstag in einer Pressemitteilung den Rücktritt des Politikers. „Die Aussagen von Herrn Heinrich sind beschämend, absurd und homophob. Nach der Entscheidung für die Eheöffnung vor zu großem Einfluss von Homosexuellen zu warnen, entbehrt jeder Grundlage und lässt jedwedes Taktgefühl vermissen“, sagte der LSU-Landesvorsitzende Christian Düppre. „Wir erwarten eine öffentliche Entschuldigung und fordern Herrn Heinrich auf, sein Amt als Landtagsvizepräsident mit sofortiger Wirkung zur Verfügung zu stellen.“

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Hamas, Islamic Jihad lavish praise on ‘heroic’ Temple Mount shooting

Israeli police prevent Muslims from entering the al-Aqsa compound following a terror attack on July 14, 2017. (Screen capture: Twitter video)
Fatah calls police response ‘an attempt to exploit what happened to carry out an Israeli plan prepared in advance’

By Dov Lieber and TIMES OF ISRAEL STAFF

Palestinian terror groups praised the deadly shooting attack at Jerusalem’s Temple Mount on Friday, while Palestinian social media was rife with accolades for the killers.

Two Israeli police officers were killed and a third was wounded in the shooting attack, carried out by three Arab Israelis, just outside the Temple Mount complex in Jerusalem’s Old City. According to police, the attackers came from the Temple Mount shortly after 7:00 in the morning. They walked toward the Lions Gate exit, then opened fire at the Israelis.

After the shooting, the terrorists fled toward the Temple Mount and police gave chase. The officers then opened fire, shooting the terrorists dead inside the complex.

Sami Abu Zouhri, a senior spokesman for the Hamas terror group, said in a statement on Twitter that “the Jerusalem operation is a natural response to Israeli terrorism and the desecration of the Al-Aqsa Mosque,” and insisted that it proves “that the intifada continues and our people are united behind the resistance.”

The Islamic Jihad terror group also praised the “heroic attack.”

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20 Options on God (Find Yours Here)

Featured image ‘Confusion’ by lisa-skorpion via Flickr

There are at least twenty distinct options on God, found throughout history and afoot right now.
We can say there is considerable ‘variety’ in the approach to God as long as we admit that ‘variety’ is just a pretty word for disagreement.

By J. H. McKenna, Ph.D | HUMANIST Plus

What does disagreement show?

Theological disagreement shows us that humanity has never ever agreed about Who or What or Whether God is. Your own view of God (find it in the list below) will always be a minority opinion, outnumbered by all the other opinions combined.

Here are the twenty:

Polytheists say there are many Gods, as many as you like, into the millions if you prefer, perhaps billions, one for every pair of human eyes. You may worship and adore all the Gods.

Henotheists admit many Gods too, but you may only have time to devote yourself to one, and that’s okay because these are not self-doubting, jealous Gods.

Kat-henotheists also acknowledge many Gods, but you should dedicate yourself to a single God at a time, moving from one God to another God at different phases of your life, perhaps the phases offered in As You Like It by Shakespeare’s intellectualist idler, Jaques, who espies seven stages of life, beginning with infancy and ending in the second childishness of old-aged senility—‘sans teeth, sans eyes, sans taste, sans everything.’  There are Gods aplenty for each stage.

Trinitarians affirm one God but this God is to be worshiped and adored in three persons: Father, Son (Jesus), and Holy Ghost. To other monotheists like Jews, Muslims, Sikhs, Baha’is and Caodais, and to polytheists and atheists too, Trinitarian math is elusive (1+1+1=1?) and susceptible to being labelled a petite polytheism of three distinct Gods. Trinitarians vigorously defend the oneness of three.

Dualists acknowledge two Gods, one very very Good and the other one very very Evil. The need for two rests upon the world’s oscillation between beauty and ugliness, delight and dread, kindness and cruelty, irises and ebola viruses. In a family of Dualists you may hear the following dialogue:  Child:  ‘Mommy, did our good, loving and compassionate God create the talon, the fang and the claw?’  Mom:  ‘No, sweetie, the other God, the God of cruelty, made those.’ As if you needed to be told, you should adore the very very Good God.

Monotheists declare there has only ever been one good God to worship and adore. Several distinct and opposing monotheistic religions claim this God and define him in many different ways, with many different hues.

Dystheists say there’s one God who is not really all that good, given conspicuous evidence from our bloody red in tooth and claw, predator-prey natural world. Adore with caution.

Pantheists state that God is identical to the many things of the physical, material world, and when you adore the many things of the material world you adore God.

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Erste Zwischenbilanz zur „vertraulichen Geburt“

Bei der „vertraulichen Geburt“ können Frauen ihr Kind im Krankenhaus oder bei einer Hebamme zur Welt bringen und trotzdem vorerst anonym bleiben. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Die „vertrauliche Geburt“ soll schwangeren Frauen eine Alternative zur Babyklappe zu bieten. Im Mai 2014 ist diese Möglichkeit eingeführt worden – und seitdem mehr als vielfach genutzt worden.

Von Axel Hofmann | Frankfurter Rundschau

Als Alternative zur Babyklappe war vor gut drei Jahren in Deutschland die „ vertrauliche Geburt “ eingeführt worden. Hier wichtige Informationen dazu:

Welchen Sinn soll die „vertrauliche Geburt“ haben?

Überforderung, Vergewaltigung, gewalttätige Väter – es gibt verschiedene Gründe, warum Frauen ihr Baby weggeben und unerkannt bleiben wollen. In solchen Fällen ist die Babyklappe eine mögliche Option, aber keine unproblematische: Die Frauen bringen ihr Kind nämlich alleine zur Welt, ohne medizinische Betreuung. Zudem wird den Kindern damit jede Möglichkeit genommen, jemals etwas über ihre Herkunft zu erfahren. Bei der „ vertraulichen Geburt “ haben sie nach ihrem 16. Geburtstag das Recht, den Namen der leiblichen Mutter zu erfahren.

Wird diese Regelung von den Schwangeren angenommen?

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Luxemburg schafft Religionsunterricht ab

Themenbild.

Luxemburg schafft den konfessionellen Religionsunterricht in den Schulen ab. Ab dem kommenden Schuljahr wird es nach dem Wegfall an den weiterführenden Schulen auch in Grundschulen keinen entsprechenden Unterricht mehr geben.

domradio.de

Dort werde ein neutraler Werteunterricht angeboten, wie das Parlament des Großherzogtums am Dienstagabend nach einer intensiven Debatte entschied. An den weiterführenden Schulen hatte das neue, für alle Kinder verpflichtende Fach „Leben und Gesellschaft“ bereits im vergangenen Sommer den Religionsunterricht ersetzt.

Wahl des Fachs entfällt

Die bisher beim Erzbistum angestellten Religionslehrer konnten sich in den vergangenen Monaten mit Weiterbildungskursen für das neue Fach qualifizieren. Sie erhielten zudem die Möglichkeit, vom Bildungsministerium als Lehrer für das neue Fach übernommen zu werden. Jahrzehntelang hatten Schüler im Großherzogtum zwischen dem Religions- und einem konfessionslosen Moralunterricht wählen können.

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Über 54.000 Migranten haben Deutschland 2016 freiwillig verlassen

Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer, die Deutschland den Rücken gekehrt haben, ist stark angestiegen. Jeder Dritte ging nach Albanien, gefolgt von Serbien, Irak und Kosovo.

MiGAZIN

Mehr als 54.000 Migranten haben Deutschland im vergangenen Jahr freiwillig den Rücken gekehrt. Damit sei die Zahl der Teilnehmer am Rückkehr- und Reintegrationsprogramm der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Deutschland gegenüber dem Jahr zuvor um mehr als die Hälfte gestiegen, sagte ein IOM-Sprecher am Dienstag in Genf.

Mehr als jeder dritte Rückkehrer aus Deutschland, insgesamt 16.831, kam aus Albanien, gefolgt von Serbien (6.138), dem Irak (5.657), dem Kosovo (5.397) und Mazedonien (4.576).

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Wie die Documenta das Publikum bevormundet

In Piotr Uklańskis saalhoher Porträtgalerie „Real Nazis“ von 2017 taucht auch der Documenta-Künstler Joseph Beuys (untere Reihe, 7. v. r.) auf. (Foto: Nils Klinger)
In Kassel pflegen Künstler wie Kuratoren einen politischen Anklagemodus, der vereinfacht statt aufzuklären. Die Schau ist viel zu parteiisch.

Von Kia Vahland | Süddeutsche.de

Der Ich-Erzähler aus Peter Weiss‘ „Ästhetik des Widerstands“ sinniert über den Pergamonaltar und seine eigene Situation als Kommunist im Berlin des Jahres 1937: „Immer hatten sich die Oberen die Rechte geholt, und immer hatten sie auf ihrer Hegemonie bestanden, bis andere Mächtige zur Ablösung kamen, und wir hatten es nie weitergebracht, als nachzugeben und uns zu fügen“. Daraus entfaltet sich eine klassenkämpferische Sicht auf Werke der klassischen Kunst, auf Gericault, Goya und Bruegel. Hoffnungsträger der jungen Kommunisten ist der mythische Herakles, dem sie zutrauen, doch noch die Verhältnisse umzustürzen.

Die Kunst wird zum Instrument später Gerechtigkeit: Dieser Gedanke ist in diesem Sommer wieder en vogue, denn die Documenta verschreibt sich der politischen Aktion. Doch in Kassel ist wenig zu spüren von dem Selbstzweifel, den bei Peter Weiss der Erzähler formuliert, der hadert mit sich und dem, was das wäre, eine sich in qualvollen Suchbewegungen erst formierende „Ästhetik des Widerstands“.

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‘God, The Official Autobiography of The Hidden Years’

‘God, The Official Autobiography of The Hidden Years’ was originally etched into a smooth patch of Arizona cliffs with a scrupulous and lush hand. The handwriting was none other than that of the Deity, who decided in some antique moment to record God’s earliest recollections.

By J. H. McKenna | HUMANIST Plus

Here then are the opening lines of God’s autobiography:

First  Memory
My genuine earliest memory is the awakening of my senses all at once. I saw blackness. I smelled burning orbs. I tasted the honeycombed luxury of my tongue. I felt the delicate surface of my being. I heard a vast stillness. My interior life commenced with my sensual arousal. And by interior life I mean my intellectual life.

First  Thought
My first thought, so far as memory permits, was as follows. I thought taste supersedes smell, smell supersedes touch, touch supersedes vision, and vision supersedes hearing. I have since reevaluated these in almost reverse order.

First  Word
I was immediately aware that I was using words to think these thoughts (though the origins of words in me is as mysterious to me as my coming to be). The first word I recall saying aloud was GOSTOSO. How I was able to utilize the Portuguese word for  TASTY  I’ll never know. My facility with language is inscrutable, even to me. Note too that the language you are reading me in right now is not my first.

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Biologistischer Populismus

Ulrich Kutschera, 2010, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Vor 12 Jahren verweigerte Ulrich Kutschera dem Ministerpräsidenten von Thüringen die Gefolgschaft. In der Staatskanzlei sollte der umstrittene Münchner Mikrobiologe Siegfried Scherer über die Evolution und den Schöpfungsakt Gottes diskutieren. Kutscheras Rückzug war eine schallende Ohrfeige für Dieter Althaus(CDU), welcher damals in den Höhen des Intelligent Design schwebte und wohl eine Kooperation anstrebte. Althaus ist Geschichte und Kutschera veröffentlicht heute Interviews auf eben jenen Plattformen, die der Weltsicht des Kreationismus und Intelligent Design frönen. Zur Prominenz-Liste seiner Veröffentlichungen kann er nun kath.net hinzufügen.
Am 05. Juli 2017 veröffentlich die Plattform ein Interview mit Prof. Dr. Ulrich Kutschera.
Inhaltlich wird der Versuch unternommen, die Entscheidung des Bundestages zur „Ehe für alle“, biologistisch zu kontern, während Kutschera Politikern Naivität im Umgang mit biologischen Begriffen vorwirft, enthüllt er sein äußerst fragwürdiges Menschenbild.

„Unsere naiven Politiker benutzen Begriffe aus der Biologie, ohne zu wissen, was diese überhaupt bedeuten.“Dr. Ulrich Kutschera

Man könnte wohlmeinend feststellen, naiver Evolutionsbiologe mit rudimentären Kenntnissen der Politik, Soziologie, Kultur ist „mausgerutscht.“

Die wichtigste Aufgabe von Staatsführern besteht darin, die ihnen anvertraute Population aufrecht zu erhalten; daher ist die Ehe zwischen einem Mann (Spermien-Produzent) und einer Frau (Eizellen-Bereitstellerin mit Gebärfähigkeit) vom Grundgesetz unter besonderen Schutz gestellt.
[…]
Der Staat hat nichts davon, wenn er sterile Homo-Pärchen privilegiert, denn die Rente dieser Menschen muss von den Kindern aus fertilen Mann-Frau-Ehen aufgebracht werden – eine Ungerechtigkeit ersten Ranges.
[…]
Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen.
[…]
Warum sollte ein 40jähriger Homo-Mann nicht z. B. den 15jährigen Adoptivling begehren, da zu diesem Kind überhaupt keine direkte erbliche Verwandtschaft besteht? Eine instinktive Inzucht-Abscheu existiert hier nicht. Betrachten wir ein Homo-Männerpaar mit Adoptivsohn im Detail. Mit 95 %iger Wahrscheinlichkeit ist der adoptierte Jüngling heteronormal veranlagt und daher mit einer erblich fixierten (instinktiven) Homophobie ausgestattet. Wie soll er dieses evolutionäre Erbe, verbunden mit einer massiven emotionalen Abscheu dessen, was er täglich mit ansehen muss, überwinden?
ebenda

Der Mensch ist mehr als nur ein trockennasiger Nacktaffe. Ein wesentliches Kriterium ist unsere Kultur, die uns letztlich dazu gebracht hat, nicht unter allen Umständen einem evolutionärem Selektionsdruck zu unterliegen. Die Ehe für alle ist keine Privilegierung Homosexueller, das Privileg Heterosexueller wird abgeschafft und die grundgesetzliche Norm, dass alle Menschen gleich sind gleichberechtigt durchgesetzt. Kutschera reduziert Homosexualität alleinig auf den sexuellen Aspekt, da er aber nicht soziologisch, kulturell argumentiert entgeht ihm dieser Punkt.

Zum Schluß seines Interviews lässt er die Katze aus dem Sack:

Mutige Personen, die ihre Ansicht darlegen und sachlich begründen, sind unerwünscht, z. B. wie die am „schwarzen Freitag“ vom Bundestagspräsidenten gleich einer Aussätzigen abqualifizierte ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach (https://philosophia-perennis.com/2017/07/02/offener-brief-lammert/).ebenda

Hier wird deutlich wohin die Reise geht. Die Verlinkung Philosophie-Perennis.com führt uns auf die Seite von David Berger, schwuler Ex-Kirchenlehrer, der sich zwischenzeitlich tränenreich beim emeritus pappa für seine bösen Worte entschuldigt hat. Neuerdings sind Anzeichen zu erkennen die auf einen Erlöserwahn hindeuten. Seine Klagen über mangelnde Meinungsfreiheit sind ohne Zweifel Blödsinn, letztlich vertritt er einen gepflegten Narzissmus.
Alternativen für Evolutionsbiologie sind deutlich erkennbar.

Die Tatsache, dass Sex mehr als nur der Fortpflanzung dient, ganz einfach Spaß macht, wird wohl nur von einer Institution vehement bestritten, der katholischen Kirche. Bonobos regulieren ihre Konflikte mittels Sex, vielleicht…