Archiv der Kategorie: Humanismus

Through Virtual Reality We’ll Become A More Empathetic Species

Through virtual reality, we have the potential in creating a machine that not only helps us submerge ourselves into the digital world, but equally a machine that allows us to “become more compassionate, we become more empathetic, and we become more connected. And ultimately, we become more human.” That is the dream of virtual reality film director Chris Milk. In his recent TED talk, Chris explains how we could achieve such a feat.


By B.J. Murphy|Serious Wonder

Virtual Reality is “not a video game peripheral. It connects humans to other humans in a profound way that I’ve never seen before in any other form of media. And it can change people’s perception of each other. And that’s how I think virtual reality has the potential to actually change the world.” – Chris Milk

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Medienschelte für bekannten Fernsehpfarrer

Wolfgang Wegerts Fernsehpredigten erreichen Woche für Woche zahlreiche Zuschauer. Nun steht er in der Kritik Foto: Gemeinde- und Missionswerk Arche / Screenshot: pro

Wolfgang Wegert vom Missionswerk Arche in Hamburg ist einer der bekanntesten TV-Pfarrer Deutschlands. Wegen einer Aussage über Opfer von Flugzeugabstürzen sprechen Medien nun von einer „Schock- und Skandalpredigt“.


pro Medienmagazin

„Wenn Menschen sterben, ob im Altersheim oder bei einem Flugzeugabsturz, sterben sie, weil sie schuldig sind.“ Wegen diesem Satz aus einer Predigt vom 19. April steht der 72-jährige Pastor Wolfgang Wegert vom Hamburger Gemeinde- und Missionswerk „Arche“ seit Freitag in der Kritik. „Eventuell muss das aus der Sendung noch herausgestrichen werden“, hatte Wegert noch unmittelbar nach dem nun kritisierten Satz ergänzt. Das ist offenbar nicht passiert. Aus dem Kontext der gesamten Predigt wird deutlich, dass Wegert sich nicht auf den Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich bezog, sondern das Konzept der Erbsünde aller Menschen zu erklären versuchte.

Fast 9.000 mal wurde bis Samstagmittag ein YouTube-Video mit einem Audiomitschnitt der betreffenden Predigtstelle angeklickt. Hochgeladen hat den Clip eine Gruppe namens „Atheist Media Blog“, der Titel führt in die Irre: „TV-Pastor Wegert: Germanwings-Opfer haben den Tod verdient.“ Das hat Wegert so nun freilich weder gesagt noch gemeint. Dennoch prangte am Samstag auf der Startseite von Bild.de: „Schock-Predigt in Hamburg: TV-Pfarrer bezeichnet Absturzopfer als schuldig“. Das bayerische Nachrichtenportal rosenheim24.de übernahm für seine Überschrift gar die Lesart der Atheisten auf YouTube: „TV-Pastor: Germanwings-Opfer verdienen den Tod“. Die Berliner Zeitung schreibt von einer „Skandalpredigt“.

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Once Again: Mental Illness Doesn’t Predict Future Violence

Symbolbild.

Symbolbild.

The joys of living with mental illness in America circa 2015: One half of the ideological spectrum ​thinks you’re a psychiatry dupe and really just need to chill out and brighten up (and spend more money at Whole Foods), while the other half thinks your name should be on a bunch of lists because, clearly, you the mental illness sufferer are a threat to aviation, schools, and whatever else because just look.


By Michael Byrne|MOTHERBOARD

Fuck. The joys of living with mental illness in America circa 2015: One half of the ideological spectrum ​thinks you’re a psychiatry dupe and really just need to chill out and brighten up (and spend more money at Whole Foods), while the other half thinks your name should be on a bunch of lists because, clearly, you the mental illness sufferer are a threat to aviation, schools, and whatever else because just look. Fuck.

Well, a study out Friday from Northwestern University again confirms what shouldn’t need confirming: mental disorders do not predict violence. ​The NIH-funded report is published in the current Journal of American Academy of Child and Adolescent Psychiatry and is based on interviews with 1,659 youth who were at one time incarcerated at Chicago’s Cook County Juvenile Temporary Detention Center. Subjects were interviewed up to four times at intervals of three and five years post-incarceration.

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Dodo Müller: „Tötung unschuldiger Menschen im Mutter­schoß“

Gerhard L. Müller links im Bild

Gerhard L. Müller links im Bild

Politiker und Geistliche kritisieren die massenhafte Abtreibung von gesunden Embryonen bei Mehrlingsschwangerschaften in Deutschland, den sogenannten Fetozid.


FOCUS ONLINE

Laut FOCUS gehen Experten von mehreren Hundert Fällen im Jahr aus, genaue Zahlen existieren jedoch nicht. CDU-Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe forderte im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS „eine belastbare Meldepflicht“. Es müsse klar sein „dass Fetozide bei Mehrlingsschwangerschaften unter den Paragraphen 218 fallen, damit wenigstens eine Beratung der Frau stattfindet“.

Der Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Leiter der Abteilung für Öffentliche Verantwortung, Friedrich Hauschildt, sagte gegenüber FOCUS, die Reduktion durch Fetozid sei ein „schwerwiegendes ethisches Dilemma“. Wenn die Mehrlingsschwangerschaft durch künstliche Befruchtung zustande komme, werde „dieses Dilemma oft in Kauf genommen“, da in der Regel mehrere befruchtete Eizellen eingepflanzt würden. Hauschildt: „Die EKD steht deshalb und aus weiteren Gründen der künstlichen Befruchtung kritisch gegenüber.“

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Türkei empört über Gaucks Völkermord-Aussage

Joachim_Gauck Die Äußerungen des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck zum “Völkermord” an den Armeniern haben eine diplomatische Krise mit der Türkei ausgelöst. “Das türkische Volk wird dem deutschen Präsidenten Gauck seine Aussagen nicht vergessen und nicht verzeihen”, erklärte das Außenministerium in Ankara am späten Freitagabend.


derStandard.at

Gauck hatte die Massaker an bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg am Donnerstagabend erstmals klar als Völkermord bezeichnet. Das Staatsoberhaupt setzte sich damit über Bedenken hinweg, dass die Einordnung des damaligen Geschehens als Völkermord die Beziehungen zur Türkei beschädigen könnte.

Am Freitag schloss sich der Bundestag dieser Bewertung an. “Das, was mitten im Ersten Weltkrieg im Osmanischen Reich stattgefunden hat, unter den Augen der Weltöffentlichkeit, war ein Völkermord”, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Redner aller Fraktionen teilten diese Einschätzung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) meldeten sich nicht selbst zu Wort.

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TV-Pastor über Absturz-Opfer: “Menschen sterben, weil sie schuldig sind”

Bergungskräfte haben in den französischen Alpen den gesuchten Flugschreiber von Germanwings-Flug 4U9525 gefunden. Nun erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise auf die Absturzursache dpa/Yves Malenfer/Dicom/Ministere Interieur/HO

Ein TV-Pastor hat mit einer Predigt für Aufregung gesorgt. In dieser verhöhnt er vermeintlich die Opfer der Germanwings-Katastrophe. Menschen sterben, weil sie schuldig sind – so seine Aussage. Seine Gemeinde äußerte sich zu seinen umstrittenen Worten.


FOCUS ONLINE

“Wenn Menschen sterben, ob in einem Altersheim oder bei einem Flugzeugabsturz, sterben sie, weil sie schuldig sind.“ Mit diesem Satz hat der Hamburger TV-Pastor Wolfgang Wegert rund einen Monat nach dem tragischen Absturz der Germanwings-Maschine für Aufregung gesorgt.

Seine Predigt mit dem Titel „Wenn es Gott gereut“ hielt der Pfarrer vor laufenden Kameras. Viele verstanden seine Äußerung vor dem Hintergrund der Tragödie um Flug 4U9525 als unpassende Anspielung. 150 Menschen waren an Bord der Germanwings-Maschine ums Leben gekommen. Darunter auch mehrere Babys und Kinder.

„Es tut Pastor W. Wegert sehr leid”

Auf der Homepage der reformierten Freikirche „Arche“ bezieht die Gemeinde zu der Predigt Stellung: „Leider wurde die Erwähnung ‚Flugzeugabsturz‘ von Medienvertretern so gedeutet, als ob Pastor W. Wegert sich speziell auf die Germanwings Katastrophe fokussiert und gesagt hätte, die Absturzopfer seien an ihrem Tod selbst Schuld und dass er sie und ihre Angehörigen auf diese Weise hätte verhöhnen wollen“, heißt es dort.

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Seenotrettung: Es fehlt am politischen Willen

Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus "Report Mainz"

Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus “Report Mainz”

Schiffe und Experten sind im Mittelmeer genug vorhanden – doch auf dem EU-Gipfel fehlt der politische Wille, die Seenotretter einzusetzen


Von Dr. Hermannus Pfeiffer|evangelisch.de

Die EU verdreifacht ihre Gelder zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Das beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Sondergipfel in Brüssel. “Wenn das Geld nicht ausreichen sollte, müssen wir eben noch einmal darüber reden”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dabei fehlt es weniger am Geld, als am politischen Willen, die vorhandenen Rettungsmittel einzusetzen.

UN-Organisationen kritisierten den Zehn-Punkte-Plan der EU als unzureichend; Amnesty International sprach von einer Mission, “die das Gesicht wahrt, aber nicht Menschenleben rettet”. Auch der Reederverband VDR zweifelt: Die angekündigten Maßnahmen für die Seenotrettung “können nur ein Anfang sein”.

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Joss Whedon: Politicians Who Deny Climate Change ‘Deny Basic Scientific Truth’

Avengers’ writer and director Joss Whedon is quite familiar with dystopian futures. CREDIT: Photo by Jordan Strauss/Invision/AP

If there’s anything to be gleaned about Joss Whedon’s worldview from his hit show Firefly, it might be that he’s pessimistic about the future of politics.


By Emily Atkin|CLIMATEPROGRESS

“Nothing will change in the future,” Whedon, who also wrote and directed the enormously successful Avengers movie, once said about the dystopian universe depicted in Firefly. “Technology will advance, but we will still have the same political, moral, and ethical problems as today.”

On Wednesday — Earth Day — Whedon revealed that he thinks one of those political problems of today is climate change. In a series of tweets, the Buffy the Vampire Slayer creator chastised U.S. politicians who don’t accept climate science, saying they are denying “basic scientific truth.”

“The climate IS changing — if we can’t, that makes us dumber than weather #ClimateChangeIsReal,” he tweeted. “Policy makers who deny basic scientific truth should also be denied penicillin, horseless carriages, [and] air time on the magic box of shadows,” read a subsequent tweet.

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„Es gibt eine moralische Mitschuld“

Flüchtlinge, die am 12. April mit ihrem Boot auf dem Mittelmeer gekentert sind. Foto: dpa

Der Philosoph Oliviero Angeli über die Flüchtlingstragödie, Einwanderung und Pegida


Saarbrücker Zeitung

Europa ringt um Antworten auf die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer, in Deutschland tobt eine zunehmend schärfer geführte Einwanderungsdebatte. Jenseits von TV-Talkshows beschäftigen sich auch Philosophen mit dem Thema. Was kann die Philosophie zur Debatte beitragen? Eine Menge, sagt Oliviero Angeli. Im Gespräch mit SZ-Redakteur Johannes Kloth spricht der gebürtige Italiener, der nach einer Station in Saarbrücken nun in Dresden Politische Philosophie lehrt, vom „Recht auf Einwanderung“.

Die Debatte um die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer läuft meist auf die Frage nach der moralischen Verantwortung Europas hinaus. Trägt die EU (Mit-)Schuld am Tod der Flüchtlinge?

Der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung wiegt schwer, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Tatsächlich könnte Europa mehr für die Rettung von Bootsflüchtlingen tun. Wer seine Mittel hier nicht ausschöpft, trägt eine moralische Mitschuld.

Sie haben sich mit dem Thema Migration aus rechtsphilosophischer Perspektive beschäftigt. Was kann die Philosophie überhaupt beitragen zu der Debatte?

Angeli: Eine Menge. Dass das bislang nur zögerlich geschah, hat einen einfachen Grund: Häufig endet die Debatte in pauschalen Vorwürfen. Wer sich für eine Beschränkung von Zuwanderung ausspricht, gilt als kaltherzig; ein Plädoyer für offene Grenzen hingegen wird schnell als realitätsfern abgetan. Daher sind Philosophen oft der Frage nach einem Recht auf Einwanderung ausgewichen. Dabei können wir die Debatte bereichern. Wir können die grundsätzlichen Interessen beider Seiten, der Aufnahmegesellschaft und der Einwanderer, deutlicher rausarbeiten, als es bisher geschah.

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Wie es sich anfühlt, unsichtbar zu sein

© Screenshot: YouTube / University of Rochester oe24.at

Unsichtbar sein klingt in manchen Situationen sehr verlockend. Aber hätte das auch tatsächlich Vorteile? Schwedische Forscher haben jetzt den Test gemacht.


Von Daniela Zeibig|Spektrum.de

Auch, wenn Forscher auf dem Gebiet der Tarnkappentechnik immer weiter Fortschritte machen: Bis es einen Unsichtbarkeitsumhang gibt, mit auch Menschen verschwinden können, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen. Wissenschaftler um Arvid Guterstam vom Karolinska-Institut in Stockholm hat das aber nicht davon abgehalten, schon mal zu testen, wie man sich als unsichtbarerer Mensch denn so fühlt. Dabei zeigte sich: Vor allem jene, die nicht gerne vor großem Publikum stehen, könnten davon profitieren.

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“In einem Konzentrationslager ist das nun mal so”

Blick von der “Rampe” zum Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.Bild: Michel Zacharz/CC-BY-SA-2.5

Angeklagter im Lübecker Auschwitz-Prozess sieht sich nur als pflichtbewusstes “Rädchen im Getriebe”


Von Birgit Gärtner|TELEPOLIS

Oskar Gröning ist fast 94 Jahre alt. Beheimatet im beschaulichen niedersächsischen Nienburg/Weser lebte er ein ebenso beschauliches Leben als Personalchef einer Glasfabrik und ehrenamtlicher Richter am dortigen Amtsgericht. Aber es gab ein Leben vor diesem beschaulichen Leben, eines als Mitglied der NSDAP und der SS, eines als “Sonderbeauftragter” der SS im Konzentrationslager Auschwitz, wo er über das den inhaftierten und ermordeten KZ-Insassen aus aller Welt geraubte Hab und Gut penibel Buch führte, und es bisweilen in den Tresor des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (WVHA) in Berlin schaffte. Für dieses Leben steht er nun in Lüneburg vor Gericht. Der Vorwurf: Beihilfe zu 300.000fachem Mord! Im Juli soll das Urteil verkündet werden.

Nein, persönlich gemordet hat Oskar Gröning vermutlich nicht. Aber er hat zugesehen und aktiv daran mitgewirkt, dass die Rädchen in Getriebe der Menschenvernichtungs-Fabrik Auschwitz nicht außer Takt kamen. Was er da sah und erlebte, hat ihm nicht alles gefallen, aber “in einem Konzentrationslager ist das nun mal so”, zitiert ihn der Spiegel. Wat mut dat mut.

Und es muss ja schließlich alles seine Ordnung haben. Deshalb, so berichtet er freimütig vor Gericht, wurde in Auschwitz Birkenau auch darauf geachtet, dass bei Ankunft der mit Todeskandidaten überfüllten Waggons alles ruhig und gesittet zuging und sie hübsch der Reihe nach “versorgt” wurden. Für die meisten Betroffenen bedeutete dieses “versorgt” werden, dass sie umstandslos ins Gas geschickt wurden.

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Das Recht zur Beleidigung verteidigen

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Es ist fast zehn Jahre her, dass eine dänische Zeitung Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlichte und damit eine Welle von muslimischen Protesten auf der ganzen Welt auslöste.


Von Ayaan Hirsi Ali|The Huffington Post

Ebenso wurde die Kluft in Europa sichtbar zwischen jenen, die an freie Meinungsäußerung glauben und jenen, die um des lieben Friedens Willen religiöse Fanatiker beschwichtigen. Ziemlich genau zu dieser Zeit kam ich nach Berlin, um das Recht zur Beleidigung zu verteidigen. Leider ist dieses Recht heute weniger sicher als 2005.

Man denke nur an das Massaker an den Charlie Hebdo-Mitarbeitern in Paris am 7. Januar und die brutale Erschießung von Menschen im jüdischen Feinkostgeschäft am selben Tag. Und dann sind da die befremdlichen Kommentare des amerikanischen Karikaturisten Garry Trudeau in einer Rede vor zehn Tagen, in welcher er „die Absolutisten der Redefreiheit” dafür verdammte, dass sie nicht „Urteilsvermögen und gesunden Menschenverstand” benutzten.

Durch das Veröffentlichen von „geschmacklosen und vulgären Zeichnungen, die eher an Graffiti als Karikaturen erinnern”, so Traudeau, „sei Charlie im Bereich der Volksverhetzung gelandet”. Er kritisierte sogar die französischen Behörden dafür, dass sie Muslime verhaftet hätten, die „unüberlegterweise von der Redefreiheit Gebrauch gemacht und die Attacken gutgeheißen hätten”. Hätte er lieber gesehen, dass Stéphane Charbonnier, der Herausgeber von Charlie Hebdo, verhaftet wird?

Rufmord mit System

Ich bin ein Absolutist der Redefreiheit. Es ist vielleicht die größte Tragödie der westlichen Zivilisation heute, dass Redefreiheit nicht mehr selbstverständlich ist. Sie ist ein Privileg jener mit bewaffnetem Sicherheitspersonal.

Jenen, die die Debatte über den Islam – jene Dinge, die explizit im Namen Mohammeds und gemäß den Anweisungen des Korans geschehen – verstummen lassen wollen, wird nicht nur körperlicher Mord angedroht, sondern auch Rufmord mit System.

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“Hubble” – das scharfe Auge im All

Astronauten der letzten Reparaturmission haben dieses Bild von Hubble im Mai 2009 aufgenommen. Seitdem war kein Mensch mehr bei dem Weltraumteleskop. Foto: NASA/REUTERS

Es ist seit knapp 25 Jahren im All unterwegs und hat den Blick der Menschheit auf das Universum verändert: Das Hubble-Weltraumteleskop wird 25 und kommt langsam in die Jahre. Doch Ersatz ist bereits in Planung.


Von Tanja Banner|Frankfurter Rundschau

Es ist seit knapp 25 Jahren im All unterwegs und hat den Blick der Menschheit auf das Universum verändert: Das Weltraumteleskop Hubble. Am 24. April 1990 startete das Space Shuttle “Discovery” (STS-31) mit Hubble ins All, am 25. April 1990 wurde es in einer Erdumlaufbahn ausgesetzt und blickt seitdem in die Tiefen des Weltalls. In einer Höhe von etwa 550 Kilometern umkreist Hubble den blauen Planeten mit einer Geschwindigkeit von gut 28.100 Kilometern pro Stunde und blickt tief hinein ins Universum, ohne störende Wolken oder die Erdatmosphäre, die die Sicht beeinträchtigen würde. Sterne, Planeten, Galaxien – kaum etwas ist vor dem scharfen Auge Hubbles sicher.

Dabei lief zu Beginn nicht alles glatt: Ursprünglich sollte das Teleskop im Oktober 1986 von einem Space Shuttle ins All transportiert werden. Doch das “Challenger”-Unglück, bei dem im Januar 1986 sieben Astronauten ums Leben kamen, veränderte die Planung. Erst vier Jahre später, im April 1990 startete die Hubble-Mission. Das Space Shuttle “Discovery” brachte Hubble in seine Umlaufbahn. Kaum dort angekommen, sorgte jedoch ein Fehler im Hauptspiegel des Teleskops für Ärger: Die Bilder, die das Teleskop lieferte, waren nicht zu gebrauchen, eine teure Reparaturmission wurde notwendig.

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Das Prinzip der Gleichwertigkeit aller Menschen

Katarzyna Plucinska © privat, bearb. MiG

Die Menschenwürde lässt sich aus der kantischen Ansicht über die Selbstzwecklichkeit des Menschen ableiten. Das Prinzip der Gleichwertigkeit aller Menschen wird zur moralischen Verpflichtung jedes Einzelnen, die Würde anderer zu achten und zu schützen. Die menschliche Wertigkeit scheint jedoch schwer greifbar zu sein, solange sie nicht legitimiert ist.


Von Katarzyna Plucinska|MiGAZIN

Als eine universelle und kulturübergreifende Verschriftlichung den jedem Menschen zukommenden Rechten wurde z.B. die UN-Menschenrechtscharta ins Leben gerufen. Dokumente wie dieses sollten zur Normalisierung und Humanisierung in der Welt beitragen. Insbesondere die Ereignisse der letzten Tage zeigen aber, dass selbst das Abendland von diesem Soll-Zustand weit weg ist.

Migrationsversuche, wie die aus dem Mittelmeer, weisen ein geradezu erschreckendes Ausmaß an Inhumanität auf. Hunderte von Menschen versuchen in unwürdigen Bedingungen und um jeden Preis nach Europa zu gelangen. Im Angesicht der letzten Tragödie, in der nach Berichten etwa 900 Migranten ums Leben kamen, stellt sich die Frage nach der Rolle der EU und ihrer Flüchtlingspolitik.

Das Mittelmeer kann man heutzutage schon als Massengrab bezeichnen. Massiv überlastete Boote schaffen oft nicht den Weg nach Europa: Entweder werden sie durch Küstenwachboote gerettet oder sie gehen zusammen mit ihren Passagieren unter. Die Seenotrettung wurde bis Ende Oktober 2014 dem italienischen Mare Nostrum überlassen, danach begann die EU-Operation Triton, deren Hauptaufgabe nicht die Rettung von Flüchtlingen ist, sondern die Sicherung der EU-Außengrenzen.

Das Mittelmeer wird zwar weiterhin überwacht, nur das Einsatzgebiet hat sich enorm verkleinert. Im Gegensatz zu Mare Nostrum, das noch das Gebiet bis zur afrikanischen Küste bewachte, patrouillieren die Triton-Boote nur bis 30 Seemeilen vor der italienischen Küste und vor Lampedusa.

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Kein türkischer Honig mehr für Österreich?

erdogan-sultanAnkara erwägt wirtschaftliche Strafmaßnahmen als Reaktion auf Nationalratserklärung. Außenamt versucht, die Wogen zu glätten. Minister Kurz telefonierte mit türkischem Amtskollegen.


Die Presse

Der Streit zwischen der Türkei und Österreich über die Anerkennung des Genozids an den Armeniern eskaliert weiter. Wie „Die Presse“ erfahren hat, sondiert die türkische Regierung wirtschaftliche und andere Strafmaßnahmen. Das Außenministerium in Wien stellt sich bereits auf Sanktionen ein. 650 österreichische Unternehmen sind derzeit in der Türkei aktiv. Betroffen sein könnten auch Ausgrabungen in der antiken Stadt Ephesos im Westen des Landes, die durch die türkische Antikenverwaltung jedes Jahr neu genehmigt werden müssen.

Da der Nationalrat die Massenmorde von 1915 als Völkermord eingestuft hatte, berief Ankara am Mittwoch seinen Botschafter in Wien, Mehmet Hasan Gögüs, zu Gesprächen ein. In einer Stellungnahme der türkischen Regierung hieß es zudem, die Erklärung des Parlaments werde die Beziehungen „dauerhaft beschädigen“. Die Ereignisse so zu verdrehen sei „nichts weniger als ein Massaker des Rechts“.

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EU-Flüchtlingsgipfel: Humanitäre Fassade und vergiftete Angebote

Cameron vor den Kameras. Bild: EU

EU-Flüchtlingsgipfel: Künftig sollen in Europa Menschenleben wieder “an erster Stelle” stehen, forderte Kanzlerin Merkel. Die Beschlüsse sagen anderes: Es geht vor allem um Abschottung und Militarisierung des Mittelmeers


Von Eric Bonse|TELEPOLIS

Der Gipfel begann mit einem Paukenschlag. Gleich zwei EU-Chefs – der britische Premier David Cameron und Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande – schoben die Verantwortung für das Massensterben im Mittelmeer anderen zu. Sein Land sei durchaus bereit zu helfen, setzte Cameron an. London werde das Flaggschiff “HMS Bulwark” bereitstellen, dazu drei Hubschrauber und zwei Boote des Grenzschutzes.

“Als das Land in Europa mit dem größten Verteidigungshaushalt können wir einen wirklichen Beitrag leisten”, brüstete sich Cameron. Allerdings unter einer entscheidenden Bedingung: Die aufgefischten Flüchtlinge dürften nicht in Großbritannien landen, sondern müssten in Italien bleiben. Der Wahlkampf in UK stand ganz offensichtlich Pate bei diesem vergifteten Angebot.

Hollande war nicht ganz so plump. Auch sein Land sei bereit zu helfen. Allerdings müsse die Weltgemeinschaft endlich begreifen, dass am Südrand des Mittelmeers ein nicht regierbares Land existiere – nämlich Libyen. Ohne diese Erkenntnis werde die Hilfe zur Rettung der Flüchtlinge oder gegen Schlepper nichts bringen, sagte Hollande beim Aufmarsch ins Brüsseler Ratsgebäude.

Niemand habe sich bei der westlichen Militärintervention im Jahr 2011 Gedanken gemacht, was aus Libyen werde, setzte Hollande nach. “Es geht also darum, die Fehler der Vergangenheit zu beseitigen”, betonte der Sozialist. Auch das war ein wahlkampfbedingter Seitenhieb – auf seinen konservativen Rivalen Nicolas Sarkozy, der bei der Präsidentschaftswahl 2017 erneut antreten will.

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Forscher manipulieren Genom menschlicher Embryonen

Bild: merakname.com

Bild: merakname.com

Mitten in die Debatte um die ethischen Aspekte dieser Forschung platzt die Nachricht: Der erste Test einer neuen Hightech-Methode ist bereits erfolgt – mit durchwachsenem Ergebnis.


Von David Cyranoski, Sara Reardon|Spektrum.de

Lange hatte es nur Gerüchte gegeben, nun ist die Bestätigung offiziell: Ein Team chinesischer Forscher experimentiert mit der gezielten Veränderung von Genen in menschlichen Embryos. Das geht aus einer gerade erschienenen Veröffentlichung der Wissenschaftler hervor.

Die Studie im Fachmagazin “Protein & Cell” ist die weltweit erste Publikation über solche Experimente an menschlichen Embryonen. Erst vergangenen Monat hatten hochrangige Wissenschaftler eine Debatte über die ethischen Aspekte derartiger Forschungen angeregt.

Leiter der Studie war Junjiu Huang, der an der Universität Sun Yat-sen in Guangzhou an der Funktion von Genen forscht. Ethische Bedenken versuchten die Forscher zu zerstreuen, indem sie ausschließlich nicht lebensfähige Embryonen nutzten, die im Rahmen von künstlichen Befruchtungen entstanden waren.

Konkret versuchten die Wissenschaftler, das Gen zu verändern, das die manchmal tödliche Blutkrankheit β-Thalassämie auslöst. Dazu nutzten sie ein neuartiges Genmanipulationswerkzeug namens CRISPR/Cas9. Ihre Tests hätten nun gezeigt, dass dem medizinischen Einsatz dieser Technik erhebliche Hindernisse entgegenstehen, erklären die Wissenschaftler.

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Scientology, Netzfrauen, Spirit of Health: Wenn Blödmannsgehilfen aktiv werden

Aus aktuellem Anlass stellen wir heute mal die Doku

Die Spitzel von Scientology: Der Sektengeheimdienst OSA”

vor, die im Februar bei Phoenix wiederholt worden ist.

Darin sieht man so schön, wie Sekten-Honks sich breitbrüstig und schmalhirnig vor Kritikern aufpumpen, diese fotografieren oder in absurde Diskussionen verwickeln.

Von Bernd Harder|GWUP–Die Skeptiker

Ach so – was genau ist der aktuelle Anlass?

Das überlassen wir der Phantasie von diversen “Netzfrauen” und MMS-Fans, die zurzeit um Psiram und den Deutschen Konsumentenbund herumschleichen.

Macht Euch doch nicht lächerlich, oder wollt Ihr ausgelacht werden, so wie diese Scientologen-Blödmannsgehilfen?

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Another Compilation of Richard Dawkins’ Best Arguments and Comebacks

dawkins

By Hemant Mehta|Friendly Atheist

Here’s another compilation of Richard Dawkins‘ best arguments and comebacks.

Ärger um Islamisten-Kongress in Berlin

Anhänger der Hamas treffen sich am Samstag in Berlin (Symbolbild) Foto: rainwiz / flickr | CC BY-NC-SA 2.0

In Berlin treffen sich am Samstag Tausende Islamisten zur „13. Konferenz der Palästinenser in Europa“. Bürger und Politiker wollen Widerstand leisten. pro beantwortet die wichtigsten Fragen zu der anti-israelischen Veranstaltung.


pro Medienmagazin

Wer veranstaltet die Konferenz?

Laut dem Berliner Tagesspiegel sind die „Palästinensische Gemeinschaft Deutschlands“ (PGD) und das in London ansässige „Palestinian Return Centre“ (PRC) die Veranstalter. Erstere gilt laut Aussage der Berliner Senatsverwaltung vom Herbst 2014 als Organisation von Hamas-Anhängern. Das PRC, in Israel verboten, wird vom Verfassungsschutz ebenfalls als Tarnorganisation der Hamas eingestuft.

Wer oder was ist die Hamas?

Hamas bedeutet „Begeisterung“, „Kampfgeist“ oder „Eifer“. Die radikal-islamische Organisation wurde 1987 im Gazastreifen zugelassen, wo die Mitglieder unter dem Namen Al-Mudschamma al-Islami zunächst Sozialarbeit unter muslimischen Fundamentalisten machten. Sie ist eine Tochterorganisation der in Ägypten inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft und wird unter anderem von der Europäischen Union als terroristische Vereinigung definiert.

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