Archiv der Kategorie: Naturalismus

Über die Schwierigkeit, Ethik naturwissenschaftlich zu begründen

Gemälde «Moses und die Zehn Gebote» von Philippe de Champaigne (1648). Foto: Wikimedia

In diesem Blog wurde die Religion als Basis für eine Ethik schon oft kritisiert. Dabei haben diese Kritiken unterschiedliche Stossrichtungen: dass Religion zwar eine Ethik biete, diese aber selber ethisch fragwürdig sei; dass sich religiöse Personen nicht an die eigene Ethik hielten; oder dass, weil Religion erkenntnismässig unhaltbar sei, auch jede darauf basierende Ethik zwangsläufig unhaltbar sein müsse.


Von Marcel Mertz|Hugo Stamm-Blog

Diese dritte Kritik soll im Folgenden der Ausgangspunkt dieser Abhandlung darstellen. Als Alternative zu einer religiösen Ethik wird im Blog oft ein Naturalismus angeboten: die Auffassung, dass es nur natürliche, keine übernatürlichen Dinge gibt (sog. ontologische Annahme), dass vor allem die Naturwissenschaften, wenigstens die empirischen Wissenschaften, diejenigen Instanzen sind, die bestimmen können, was es wie gibt (sog. erkenntnistheoretische Annahme) und dass es einen gangbaren Weg von empirischer Erkenntnis zu normativer Begründung gibt – also der Begründung von dem, was wir tun sollen, woran wir uns halten oder orientieren sollen usw. (sog. methodologische Annahme).

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This Mysterious Object Survived a Face-Off with a Black Hole

VLT images of G2 at peribothron. Credit: ESO/A. Eckart

Strange things are afoot at the Milky Way’s galactic center, and astronomers are watching the drama unfold.
New images released today by the European Southern Observatory reveal that against all odds, a gigantic dust cloud known as G2 has survived its closest approach with our galaxy’s supermassive black hole—which suggests it might be more than a simple dust cloud. These images were taken with the ESO’s Very Large Telescope (VLT) in Chile, and they provide the most detailed look at G2 ever produced.


By Becky Ferreira|MOTHERBOARD

t turns out that G2 has emerged from its encounter not only intact, but barely fazed.

This is definitely not what astronomers expected to happen. When G2 was first identified as a gas cloud in 2011, it was taken for granted that the galactic core would rip it to shreds when it reached peribothron—the term for an object’s closest approach with a black hole.

Multiple research teams were assembled to watch the carnage unfold over the summer of 2014. There were expectations of cosmic “fireworks” erupting as G2 was consumed by the ravenous core, and anticipation about capturing the first approach of what was considered a “doomed” gas cloud.

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Mars-Rover Curiosity findet “brauchbaren” Stickstoff

Aus Einzelbildern zusammengesetztes “Selfie” von Curiosity auf dem Mars. Die kleinen grauen Punkte unten links sind Probebohrungen im Marsboden. © NASA/JPL-Caltech/MSSS

Weiterer Lebensbaustein auf dem roten Planeten: Curiosity hat eine für Lebewesen nutzbare Form von Stickstoff auf dem Mars gefunden. Nitrate kommen im Gestein und im Staub des Mars offenbar großflächig verteilt vor. Der Fund stützt zwar die Annahme, dass der Mars in der Vergangenheit ein lebensfreundlicher Planet war – allerdings stammen die Stickstoffverbindungen höchstwahrscheinlich nicht aus biologischen Prozessen, erläutern Wissenschaftler in den “Proceedings of the National Academy”.


scinexx

Stickstoff ist ein entscheidendes Element für alle bekannten Lebewesen: Er dient als einer der Grundbausteine für größere Moleküle wie DNA und RNA, in denen unsere gesamte genetische Information gespeichert ist. Stickstoff ist außerdem Teil des Rückgrats der Proteine, die von Muskeln bis Haaren unseren Körper bilden und fast alle biochemischen Reaktionen darin regulieren.

Auf der Erde kommt Stickstoff reichlich in der Atmosphäre vor, und auch auf dem Mars ist das gasförmige Element häufig. Allerdings gibt es bei diesem Stickstoff für Lebewesen ein Problem: Im molekularen Stickstoff (N2) sind zwei Atome so stabil miteinander verbunden, dass sie kaum mit anderen Molekülen reagieren. Für biochemische Prozesse ist N2 damit praktisch unbrauchbar. Der Stickstoff muss erst in nutzbare Formen überführt werden.

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Menschliche Intelligenz ist “kein Zufall”

intelligent_designWar die Entstehung von menschlichem Leben auf der Erde blanker Zufall oder etwas, das passieren musste? Darüber sind sich Evolutionsbiologen bis heute nicht einig. Der britische Forscher Simon Conway Morris glaubt nicht an eine zufällige Entwicklung von Intelligenz – und hält es für wahrscheinlich, dass sie sich auf anderen Planeten wiederholt hat.


Interview: Theresa Aigner|science.ORF.at

Warum haben wir dann aber noch keinerlei Beweise für die Existenz von außerirdischem Leben? Diese Fragen diskutiert der Paläobiologe von der Universität Cambridge heute an der Akademie der Wissenschaften in Wien – und vorab in einem science.ORF.at-Interview.

science.ORF.at: Die Entwicklung von intelligentem Leben auf der Erde war in Ihren Augen kein Produkt verschiedener Zufälle, sondern etwas, das passieren musste. Warum?

Simon Conway Morris: Das Leben auf der Erde hat sehr unterschiedliche Formen. Wir haben Bäume, Giraffen und Blauwale sowie tausende andere Pflanzen, Tiere und Pilze. Wenn man all das ein bisschen genauer betrachtet, zeigen sich immer wieder die gleichen biologischen Arrangements. Das nennt man “konvergente Evolution”.

Ein bekanntes Beispiel ist die Ähnlichkeit zwischen einem menschlichen Auge und dem eines Oktopus. Sie haben evolutionär zwar ganz unterschiedliche Ursprünge, dennoch sind sie sich sehr ähnlich. Konvergente Evolution bedeutet, dass sich Nervensysteme, Intelligenz oder die Fähigkeit Werkzeuge zu bauen, immer wieder an unterschiedlichen Stellen unabhängig voneinander entwickelt haben.

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Wissenschaft: Künstliche Hand mit Feingefühl

Ingenieurin Filomena Simone mit dem Prototyp der künstlichen Hand mit Muskeln aus Formgedächtnis-Draht. © Oliver Dietze

Nach dem Vorbild der Natur: Intelligente Drähte als Muskeln verleihen einer künstlichen Hand ein außerordentliches Feingefühl. Mit der von deutschen Ingenieuren entwickelten Technik sollen sowohl flexible und leichte Roboterhände als auch neuartige Prothesen möglich sein. Da die sogenannten Formgedächtnis-Drähte auch selbst wie Sensoren funktionieren, kann die künstliche Hand äußerst präzise Bewegungen ausführen.


scinexx

Die menschliche Hand ist das perfekte Werkzeug: Sie ist außerordentlich beweglich, vielseitig und anpassungsfähig. Das vollkommene Zusammenspiel von Muskeln, Bändern, Sehnen, Knochen und Nerven weckt unter Wissenschaftlern seit langem den Wunsch, ein flexibles Werkzeug nach diesem Vorbild zu schaffen. Künstliche Hände, wie etwa die von Robotern in Fertigungsstraßen, benötigen aber derzeit noch viel Technik im Hintergrung: Sie sind abhängig von Gerätschaften wie Elektromotoren oder Druckluft, sie sind oft schwer, laut und teuer. Außerdem sind sie oft vergleichsweise unflexibel, nur auf wenige Bewegungsabläufe zugeschnitten.

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As It Turns Out, We Really Are All Starstuff

image: io9: Hubble image of the Crab Nebula supernova remnant captured with the Wide Field and Planetary Camera 2. Credit: NASA, ESA, J. Hester and A. Loll (Arizona State University)

“The nitrogen in our DNA, the calcium in our teeth, the iron in our blood, the carbon in our apple pies were made in the interiors of collapsing stars,” Carl Sagan famously said in his 1980 series Cosmos. “We are made of starstuff.”


By Jason Mayor|io9

And even today, observations with NASA’s airborne SOFIA observatory are supporting this statement. Measurements taken of the dusty leftovers from an ancient supernova located near the center our galaxy – aka SNR Sagittarius A East – show enough “starstuff” to build our entire planet many thousands of times over.

“Our observations reveal a particular cloud produced by a supernova explosion 10,000 years ago contains enough dust to make 7,000 Earths,” said research leader Ryan Lau of Cornell University in Ithaca, New York – the same school, by the way, where Carl Sagan taught astronomy and space science.

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Scientists Want to Mine Our Poop for Gold

CC BY-NC-SA 2.0, HSY Viikinmäki underground waste-water processing plant

CC BY-NC-SA 2.0, HSY Viikinmäki underground waste-water processing plant

Every year, Americans are flushing a fortune down the toilet. Literally. More than 7 million tons of biosolids—treated sewage sludge—pass through US wastewater facilities annually. Contained within our shit are surprisingly large quantities of silver, gold, and platinum.


By Maddie Stone|MOTHERBOARD

But our days of wasting human waste may be numbered, if Kathleen Smith of the US Geological Survey has anything to say about it. She’s leading a new research program that’s examining the feasibility of extracting precious metals from sewage. As Smith will explain Tuesday at a press conference at the annual meeting of the American Chemical Society, recovering metals from waste could reduce the need for environmentally-destructive mining programs, and make biosolids a safer source of fertilizer to boot.

“There are metals everywhere,” Smith said in a statement. “If you can get rid of some of the nuisance metals that currently limit how much of these biosolids we can use on fields and forests, and at the same time recover valuable metals and other elements, that’s a win-win.”

At treatment plants, raw sewage is processed by a series of physical, biological and chemical processes and transformed into treated water and biosolids. Roughly 60 percent of biosolids are applied as fertilizer to fields and forests. The rest are either incinerated or buried. While biosolids are routinely screened for hazardous heavy metals including lead, arsenic, and cadmium, few studies have tested our waste for anything as valuable as, say, gold or platinum.

But that’s starting to change. Earlier this year, a study led by Paul Westerhoff at Arizona State University profiled over 50 metals in biosolid samples from 94 wastewater treatment plants across the US. Most samples were substantially enriched in rare and precious platinum-group metals, silver, and gold. Extrapolating from their data, the authors worked out that the waste produced annually by a million Americans could contain as much as 13 million dollars worth of metals. That’s over four billion dollars worth of gold coming out of our collective arses every year.​

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Universe may be on the brink of collapse (on the cosmological timescale)

This is the “South Pillar” region of the star-forming region called the Carina Nebula. Like cracking open a watermelon and finding its seeds, the infrared telescope “busted open” this murky cloud to reveal star embryos tucked inside finger-like pillars of thick dust. Credit: NASA

Physicists have proposed a mechanism for “cosmological collapse” that predicts that the universe will soon stop expanding and collapse in on itself, obliterating all matter as we know it. Their calculations suggest that the collapse is “imminent”—on the order of a few tens of billions of years or so—which may not keep most people up at night, but for the physicists it’s still much too soon.


By Lisa Zyga|PHYS.ORG

In a paper published in Physical Review Letters, physicists Nemanja Kaloper at the University of California, Davis; and Antonio Padilla at the University of Nottingham have proposed the cosmological mechanism and analyzed its implications, which include an explanation of dark energy.

“The fact that we are seeing dark energy now could be taken as an indication of impending doom, and we are trying to look at the data to put some figures on the end date,” Padilla told Phys.org. “Early indications suggest the collapse will kick in in a few tens of billions of years, but we have yet to properly verify this.”

The main point of the paper is not so much when exactly the universe will end, but that the mechanism may help resolve some of the unanswered questions in physics. In particular, why is the universe expanding at an accelerating rate, and what is the causing this acceleration? These questions are related to the cosmological constant problem, which is that the predicted density of the universe causing the expansion is much larger than what is observed.

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Springflut am Mont-Saint-Michel: Tausende bestaunen Jahrhundert-Naturschauspiel

Der Klosterberg Mont-Saint-Michel© Damien Meyer/AFP

Am Mont-Saint-Michel in Frankreich beobachten Tausende Touristen die sogenannte Jahrhundert-Flut. Der Klosterberg ist vom Wasser umringt. Grund des Spektakels ist eine besondere Gestirn-Konstellation.


Von Hanns-Jochen Kaffsack|stern.de

Die Bahnen und Kräfte von Sonne und Mond sorgen derzeit für ein Naturereignis nach dem anderen: Am Tag nach der von Millionen Menschen bewunderten Sonnenfinsternis strömten die Massen in Nordfrankreich zu dem weltweit bekannten Klosterberg Mont-Saint-Michel, um das Schauspiel einer “Jahrhundert-Tide” zu bestaunen. Sie kamen bereits am frühen Samstagmorgen auf ihre Kosten: Die Flut schnitt den hoch aus dem Meerwasser ragenden Felsen ganz vom Festland ab, zeigten TV-Bilder. Stehen Sonne, Mond und Erde in einer Linie, verstärken sich die Gezeiten.

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Suche nach der Weltformel: Wie Physiker das Universum erklären wollen

Bild aus der Bauzeit des LHC. ©CERN

Bild aus der Bauzeit des LHC.
©CERN

Ein Teilchenbeschleuniger mit 27 Kilometer Umfang: Mit dem Large Hadron Collider am Forschungszentrum CERN in Genf begeben sich Tausende Physiker auf die Suche nach der Weltformel – und wollen so das Universum erklären.


Von Frank Grotelüschen|Deutschlandradio Kultur

Ein riesiger Teilchenbeschleuniger mit 27 Kilometer Umfang: mit dem Large Hadron Collider am Forschungszentrum CERN in Genf begeben sich Tausende Physiker auf die Suche nach der Weltformel – und wollen so das Universum erklären.

“In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.”

Griechenland, das Jahr 400 v. Chr.. Demokrit, einer der legendären Naturphilosophen der Antike, sinniert über die Grundfragen des Seins: Aus was ist die Welt gemacht? Wie sehen die Grundelemente des Universums aus?

“Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter. In Wirklichkeit gibt es nur Atome und leeren Raum.”

“Atomos” – das Unteilbare. Demokrit denkt sich die Welt aufgebaut aus kleinsten Bausteinen – elementar, also nicht weiter teilbar. Ein Gedanke, der die Marschroute vorgeben soll für Generationen von Gelehrten und Forschern. Im Jahr 2012 n. Chr., hat der Marsch einen wichtigen Meilenstein erreicht.

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UNESCO-Weltnaturerbe akut bedroht

Das Great Barrier Reef – einzigartiges Weltnaturerbe in akuter Gefahr © Sarah Ackerman / CC-by-sa 2.0

Forscher schlagen Alarm: Drei der wichtigsten UNESCO Weltnaturerbe-Stätten stehen kurz vor dem Kollaps. Ohne verstärkte Maßnahmen drohen dem Great Barrier Reef, dem Amazonaswald und den Doñana-Feuchtgebieten in Südspanien das Ende. Das aber hätte Folgen für die gesamte Menschheit, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin “Science” betonen. Denn diese Ökosysteme haben globale Bedeutung – und müssen daher unbedingt erhalten werden.


scinexx

Dass die UNESCO neben dem Weltkulturerbe auch ein Naturerbe benennt, hat seinen Grund. Denn es gibt Ökosysteme, die weltweit einzigartig und für die gesamt Welt unersetzlich sind. In besonderem Maße gilt dies für Lebensräume, die weit über die Region hinaus wichtige Funktionen erfüllen. Zu diesen gehören unter anderem der Amazonas-Regenwald – die grüne Lunge des Planeten – und das größte Korallenriff der Erde, das Great Barrier Reef vor Australien. Auch die weniger bekannten Doñana-Feuchtgebiete in Andalusien sind eines dieser überregional bedeutenden Systeme, denn hier überwintern alljährlich eine halbe Million europäischer Vögel.

Es ist fünf vor zwölf

Doch dieses Welterbe ist in akuter Gefahr, wie Marten Scheffer von der Universität Wageningen und seine Kollegen betonen. Denn neben globalen Problemen wie dem Klimawandel und der damit zusammenhängenden Meeresversauerung hapert es bei diesen Welterbestätten auch an lokalen Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen. “Schlechtes lokales Management aber macht ein Ökosystem weniger tolerant gegenüber dem Klimawandel und verringert seine Kapazität, effektiv zu funktionieren”, warnt Scheffer.

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Umweltbeauftragte der EKD fordern bundesweites Anbauverbot für Gentechnik

Foto: Getty Images/iStockphoto/RGtimeline

Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) hat zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen einen offenen Brief unterschrieben, der die Agrarminister der Bundesländer auffordert, sich für ein bundesweites Gentechnikanbauverbot auszusprechen.


evangelisch.de

Bundesweite, vom Bund erlassene Anbauverbote seien nötig, um die gentechnikfreie konventionelle und ökologische Lebensmittelerzeugung und damit auch die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger langfristig sicher zu stellen, so die Beteiligten in ihrem Brief.

Im Vorfeld hatten Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen über 320.000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt, die ein einheitliches Anbauverbot fordern.

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Artensterben: Diese 15 haben die geringsten Chancen

Ein Frosch der in Brasilien vorkommenden besonders bedrohten Art Physalaemus soaresi. © Ivan Sazima

Die letzten ihrer Art? Für eine Maus in Kamerun, einen Salamander in der Türkei und eine Lerche in Somalia wird die Zeit knapp. Denn sie gehören zu den 15 bedrohtesten Tierarten der Erde. Sie stehen ganz am Ende einer Liste Tierarten, die sich einem internationalen Forscherteam zufolge aber mit sofortigen Schutzmaßnahmen noch retten lassen könnten. Die Wissenschaftler nennen im Magazin “Current Biology” auch die Kosten für den nötigen Schutz – sie fallen vergleichsweise niedrig aus.


scinexx

Tausende von Tierarten weltweit sind vom Aussterben bedroht – Schuld daran ist in den meisten Fällen der Mensch. Maßnahmen zum Artenschutz gibt es zwar mehr und mehr, sie können aber bislang kaum mithalten, um ein drohendes Massenaussterben abzuwenden. Nach den im Rahmen der UN-Biodiversitäts-Konvention im Jahr 2010 beschlossenen Zielen soll der Artenschutz deshalb bis 2020 deutlich ansteigen: Natürliche Lebensräume sollen besser geschützt, die Überfischung der Ozeane gestoppt und große Flächen der Erde unter Naturschutz gestellt werden.

Wissenschaftler unter der Leitung von Dalia Conde von der Süddänischen Universität in Odense haben nun untersucht, wie hoch der Aufwand und die Kosten wären, um besonders bedrohte Tierarten zu retten. Dabei konzentrierten sie sich auf Arten, die nach Angaben der Schutzorganisation “Alliance for Zero Extinction” (AZE) nur noch an jeweils einem einzigen Ort auf der Erde existieren. Auch das bereits existierende Fachwissen und die Schwierigkeit, eine Art in Zoos zu erhalten, bezogen die Forscher mit ein. Das Ergebnis ist eine Liste von 841 Tierarten, bei denen Aussicht auf Rettung besteht – ein “conservation opportunity index”.

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Centaurs have been trashing the Earth for Eons, Study says

Centaurs, Image: NASA/JPL-Caltech

Left Asteroids, right Comets, Centaurs, Image: NASA/JPL-Caltech

While humans are often (and justifiably) painted as the biggest threat to life on Earth​centaurs may have us beat by a longshot. No, we’re not talking about mythical human-horse hybrids here, but rather, a collection of wayward space rocks careening about the boondocks of our solar system. According to one astronomer,these centaurs have been showering their garbage down on us and wreaking havoc for eons.


By Maddie Stone|MOTHERBOARD

“I’d expect giant centaur comets and their associated bombardment episodes to have occurred all the way back to the early days of the solar system,” William Napier, a professor of astronomy at the University of Buckingham, told me in an email.

That belief—highly controversial in the astronomical community—is espoused Napier’s newest paper, which appears this week in Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Napier postulates that mass extinctions throughout geologic history are the result of giant, centaurian comets hurling themselves into our planet’s orbit, shattering apart, and raining death upon our biosphere for thousands of years. Neat.

It’s no secret that massive impacts can spell disaster for life on Earth. We’ve all heard of the infamous collision that probably ended the reign of the dinosaurs some 65 million years ago. The idea of a life-ending space rock captivates us, as evidenced by the popularity of disaster movies such as Deep Impact and Armageddon. But the K-T boundary aside, no other mass extinction event has been strongly tied to a single, monster impact.

While massive collisions may be rare, some astronomers, including Napier, hold that “episodes of bombardment” caused by a large comet or asteroid breaking up in Earth’s vicinity are much more frequent. But where such cosmic shrapnel bombs might originate isn’t clear. Two likely suspects—the Oort cloud and the main asteroid belt— don’t appear to be slinging enough space debris our way to fit the bill.

Another possible perpetrator is the centaur population—a bizarre clan of comet-asteroid hybrids that whiz around the outer solar system between Jupiter and Neptune. These conglomerates of rocks and ice are known for their erratic orbits, and for occasionally getting thrust into our neighborhood. Indeed, the first centaur ever discovered, Chiron, is a 233 kilometer behemoth that’s thought to have crossed our path several times over the last hundred thousand years. If a comet like Chiron were to break up in the inner solar system, the fallout on Earth could be disastrous.

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Sea Surface Temperatures Warmer than Average in Pacific

llustration: NOAA Climate.Gov

PACIFIC OCEAN — It’s a double-whammy kind of year for the Pacific.


The Daily Catch

An unusually warm winter in Alaska failed to chill ocean waters. Then this winter’s El Niño is keeping tropical ocean temperatures high. Combine these and scientists are recording ocean temperatures up to 7 degrees Fahrenheit warmer than average off the coasts of Oregon and Washington.

“This is a situation with how the climate is going, or the weather is going, that we just haven’t really seen before and don’t know where it’s headed,” says National Oceanic and Atmospheric Administration fisheries biologist Chris Harvey.

Harvey is a lead scientist on the California Current Integrated Ecosystem Assessment, which was recently presented to Northwest fisheries managers.

This map shows sea surface temperatures off the West Coast. The darker the red, the farther the temperatures are above average.

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Urzeit-Krokodil als Schreckensechse

Knapp drei Meter lang und auf den Hinterbeinen laufend: Carnufex war ziemlich furchteinflößend © Jorge Gonzales

Das überrascht selbst die Paläontologen: Vor rund 230 Millionen Jahren war nicht ein Dinosaurier, sondern ein auf zwei Beinen rennender Krokodilvorfahre der Top-Prädator in Nordamerika. Das in North Carolina entdeckte Fossil dieses Ur-Krokodils ist das größte und älteste der gesamten Tiergruppe, wie die Forscher im Fachmagazin “Current Biology” berichten.


scinexx

Vor 231 Millionen Jahren herrschte in weiten Teilen der Erde ein tropisch-warmes Klima, der Riesenkontinent Pangäa begann damals gerade, auseinanderzubrechen. In der Tierwelt profitierten besonders viele große Raubtiere von den wechselnden Bedingungen der Späten Trias. Auf der Südhalbkugel begannen damals erste Dinosaurier ihren Siegeszug. Doch in der Landmasse, aus der später Nordamerika entstand, waren andere die Herrscher, wie der neue Fossilfund nun zeigt.

Lindsay Zanno von der North Caroline State University und ihre Kollegen entdeckten das Fossil in der Pekin-Formation in North Carolina. Es besteht aus den Fragmenten eines Schädels, der Wirbelsäule und der vorderen Oberschenkel. Zunächst war aus den Bruchstücken kaum erkennbar, um was es sich dabei handelte, deshalb nutzen die Forscher Computerscans, um die Knochen zu analysieren und zu einem Modell des Tieres zusammenzufügen.

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Springflut nach der Sonnenfinsternis: Am Atlantik droht eine “Jahrhundertflut”

Von der Springflut bedroht: Mont Saint-Michel an der französischen Normandie-Küste. – Foto: AFP

Nach der Sonnenfinsternis ist vor der Flut: An der Klosterinsel Mont Saint-Michel in der Normandie zum Beispiel wird ein Tidenhub von 14,5 Metern erwartet. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut rund um diese Weltkulturerbe-Insel wird somit höher als ein vierstöckiges Gebäude sein.


DER TAGESSPIEGEL

Es wird als “Jahrhundertereignis” angekündigt, auch wenn sich das Phänomen alle 18 Jahre wiederholt – doch spektakulär wird die Flut am Samstag an der Nordwestküste Frankreichs und anderen Orten der Welt allemal: Ein Tidenhub von 14,5 Metern wird etwa an der Klosterinsel Mont Saint-Michel in der Normandie erwartet. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut rund um diese Weltkulturerbe-Insel wird somit höher als ein vierstöckiges Gebäude sein.

Auch in Großbritannien, Kanada und Australien wird eine besonders hohe, sogenannte Springflut erwartet, was mit der Himmelskonstellation an dem Tag zusammenhängt.

Der stärkste Tidenhub weltweit mit bis zu 16 Metern wird in der Bucht von Fundy an der kanadischen Atlantikküste zu bestaunen sein. In Großbritannien soll das Wasser vor allem im Kanal von Bristol um mehr als 14 Meter steigen.

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Scientists finally solve the mystery of the animal Darwin called ‘the strangest’

Macrauchenia, a humpless camel with an extended snout, is actually related to modern horses. (Illustration by Peter Schouten from the forthcoming book “Biggest, Fiercest, Strangest” W. Norton Publishers (in production))

When the father of evolution found the first fossilized example of what would become the genus Toxodon in South America, he called it the “strangest animal ever discovered.” Charles Darwin’s find had the curved tooth of a rodent, but also seemed to share features with hippos and sloths, among other things. To hedge their bets, he and his colleagues suggested that it could presumably be a relative of any number of these animals.


By Rachel Feltman|The Washington Post

In a new study published Wednesday in Nature, the secrets of the group that included this and another of Darwin’s strange finds are finally revealed.

According to analysis of the protein in the bones of Toxodon and Macrauchenia bones, these strange creatures — one a bit like a toothy hippo, the other something of an elephant-nosed, flat-backed camel — are most closely related to Perissodactyla, a group of animals that includes horses, tapirs, and rhinos.

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Forscher aus den Reihen der Kirche

Pierre Teilhard de Chardin(Jesuit) bei einer Grabung in der Höhle von Castillo, 1913. Bild: wikimedia.org/PD

Die katholische Kirche gilt gemeinhin eher als wissenschaftsfeindlich. Doch waren die Jesuiten eigentlich der Wissenschaft zugeneigt. Aufpassen mussten sie allerdings, wenn ihre Erkenntnisse die Grundlehren der Kirche infrage stellten.


Von Roland D. Gerste|Neue Zürcher Zeitung

Im Jahr 1633 stand einer der berühmtesten Wissenschafter der europäischen Geschichte vor den Schranken der Inquisition. Galileo Galilei hatte sich in seinem bedeutenden Werk zugunsten der heliozentrischen Auffassung vom Universum ausgesprochen, nach der die Sonne im Zentrum steht und von den Planeten umkreist wird. Die Kirche beharrte indes auf dem mehr als 1500 Jahre alten ptolemäischen Weltbild, mit der Erde im Zentrum, die von Sonne, Mond und Planeten umkreist wird. Dies ist 382 Jahre her, doch das Bild einer wissenschaftsfeindlichen katholischen Kirche hat sich bis heute gehalten.

Galilei musste abschwören, damit ihm der Tod auf dem Scheiterhaufen erspart blieb. Er wurde zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt, die in Hausarrest abgemildert wurde. Erst im Jahr 1992 wurde Galilei von der Kirche rehabilitiert. Mit dieser unrühmlichen Unterwerfung des Wissenschafters und dem jahrhundertelangen starren Festhalten an dem astronomischen Verdikt beschnitt sich die katholische Kirche in ihrer eigenen naturwissenschaftlichen Forschungskompetenz und geriet in den bis heute fortdauernden Geruch der Wissenschaftsfeindlichkeit, so urteilt Alexander Brüggemann von der Katholischen Nachrichten-Agentur in Bonn.

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Milchstraße: Milliarden lebensfreundlicher Planeten?

Der lebensfeundliche Erdzwilling Kepler 186f – nur einer von Milliarden in der Milchstraße? © NASA Ames/ SETI Institute/ JPL-Caltech

Die Chance für außerirdisches Leben steigt: Allein in unserer Milchstraße könnte es Milliarden lebensfreundlicher Erdzwillinge geben. Denn im Durchschnitt liegen zwei Planeten jedes Planetensystems in der habitablen Zone, wie dänische Astronomen ausgerechnet haben. Für ihre Kalkulation nutzten sie eine Formel, die schon vor gut 230 Jahren dabei half, den Uranus zu entdecken. Sie könnte nun dazu beitragen, weitere Erdzwillinge zu finden.


scinexx

Das NASA-Weltraumteleskop Kepler ist einer der erfolgreichsten Planetenjäger überhaupt: Rund 1.000 Exoplaneten hat das Teleskop bisher aufgespürt, 3.000 weitere Sichtungen gelten als Planetenkandidaten. Allerdings: Längst nicht alle dieser Exoplaneten sind auch lebensfreundlich. Zwar gibt es einige Supererden und Erdzwillinge, viele sind jedoch heiße Gaswelten, die ihren Stern weit innerhalb der habitablen Zone umkreisen – der Zone, in der die Temperatur gerade richtig ist, um flüssiges Wasser und lebensfreundliche Bedingungen zu bieten.

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