Archiv der Kategorie: Naturalismus

Entengleiches Quaken aus antarktischem Ozean enträtselt

glacier, sea 196490Mission Possible: Das Geheimnis um ein seltsames Geräusch im Südpolarmeer wurde nach jahrzehntelangem Rätseln gelüftet. Urheber des Schnarrens sind keine Enten, sondern antarktische Zwergwale.

Von Sandra GandréSpektrum.de

In den 1960ern vernahmen amerikanische U-Boot-Insassen im antarktischen Weddell-Meer und entlang der Westaustralischen Küste zum ersten Mal mysteriöse Schnarrlaute aus der Tiefe. Militärs tauften das pulsierende, tief-ertönende Geräusch auf Grund seiner quakähnlichen Klangeigenschaft “Bio-duck”, konnten jedoch bisher dessen Ursprung nicht entlarven. Jetzt hat eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern antarktische Zwergwale als Verursacher der sonderbaren Töne identifiziert.

“Es ist ein Signal, das zwischen 50 und 300 Hertz klingt und sich alle drei bis vier Sekunden wiederholt”, so Nicholas Gales, wissenschaftlicher Leiter der Australian Antarctic Division in Tasmanien. Das ungewöhnliche Geräusch vernahmen Ohrenzeugen hauptsächlich im antarktischen Winter. Da dies die Hauptwandersaison von südlichen Zwergwalen der Gattung Balaenoptera bonaerensis ist, spekulierte man bereits, dass das auffällige Meeresquaken von den Tieren stamme.

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Neil deGrasse Tyson Said Earth Is 4.5 Billion Years Old on TV: Creationists’ Heads Explode

TheCreation_399Each week’s episode of Tyson’s “Cosmos” drives creationists to the brink of insanity.

By Dan Arel - AlterNet

It did not take long for the creationists to take issue with Neil DeGrasse Tyson and the latest episode of Cosmos on Fox. Why you ask? Well, because Tyson dared to declare the age of the earth to be 4.5 billion years old.

Answers in Genesis (AiG), the organization run by “young Earth” creationist Ken Ham, known for his recent debate against Bill Nye on the topic of evolution has now taken issue with episode 7 of Cosmosas the show taught us just how scientist Claire Patterson discovered the true age of this very planet.

AiG takes issue because early on Tyson declared that the true age of the earth couldn’t be found without a reliable historical record. The Bible was once believed to be this historical record, but as Tyson explains, it is no longer. Now we can look to the rocks themselves to find our answer.

Right away AiG on its website attacks science as unreliable because this particular episode discusses how scientific bias can be used for good and bad. The episode itself shows how good data always wins over bad and highlights just why science works, through peer-review.

AiG misses this point entirely and now believes, as it always has, that science is flawed and biased. Ironic from a site that states its mission is to prove its conclusion, almost the total definition of bias.

Now, AiG claims:

How ironic that the Cosmos writers shine light on how scientists’ biases affect how they interpret the same data! Bias doesn’t just come from a desire for money, prestige, or power. Bias also comes from a scientist’s worldview.

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„Heute können wir Tierversuche noch nicht ersetzen”

Bild: animalequality.de

Bild: animalequality.de

Jährlich sterben mehrere Millionen Tiere in Deutschland für Forschungszwecke. Zum Internationalen Tag des Versuchstiers gehen Tierschützer auf die Barrikaden. Doch derzeit, glauben Forscher, kann keine Methode Tierversuche ersetzen.

FOCUS ONLINE

Jedes Jahr müssen an Millionen von Tieren leiden, weil Forscher neue Medikamente oder Behandlungsmethoden an ihnen testen. Nach Daten des Bundesverbraucherministeriums waren es 2012 in Deutschland mehr als drei Millionen Fische, Vögel und Vierbeiner. Anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April prangern Tierschützer mit bundesweiten Aktionen die ethisch umstrittenen Versuche an . Die Situation verbessert sich laut dem Deutschen Tierschutzbund nicht und das, obwohl es laut Thomas Schröder, dem Präsidenten des Deutschen Tierschutzbunds mittlerweile viele verlässliche tierversuchsfreie Forschungsmethoden gebe.

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51% der US-Amerikaner zweifeln am Urknall

Fotomontage: brightsblog

Fotomontage: brightsblog

“Werte übertrumpfen Wissenschaft.” Eine Umfrage bestätigt das Primat der politischen und religiösen Anschauung bei der öffentlichen Einschätzung von Wissenschaft.

Von Thomas PanyTELEPOLIS

Von ExxonMobil und den Milliardärsbrüdern Koch, lange Zeit identifizierbare Geldgeber für Studien, die Skeptikern der anthropogenen globalen Erwärmung Argumente lieferten, erfuhr man Ende letzten Jahres, dass sie weniger sichtbare Mittel für sogenannte “Countermovement Organisationen” bereitstellen. Dafür sollen sich “Klimaskeptiker-Finanzhilfen” aus Organisationen mit obskuren Namen wie Donors Trust oder Donors Capital erheblich erhöht haben. Deren Geldgeber sind schwer oder gar nicht zu ermitteln.

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“Glaube und Evolution” : Onlinebefragung über die Einstellung zur Evolutionstheorie

evolvefishlogo.gifDie Doktorandin Anna Beniermann beschäftigt sich am Institut für Biologiedidaktik der Universität Gießen mit dem Thema “Glaube und Evolution”.

jesus.de

Dafür hat sie eine Umfrage erstellt, die etwa 15-20 Minuten Zeit in Anspruch nimmt und sich mit den unterschiedlichen Meinungen zu dem Thema „Glaube und Evolution“ beschäftigt. Die Untersuchung findet im Rahmen einer Promotion statt und die Ergebnisse werden vollkommen anonym zu Forschungszwecken verwendet. Es gibt sogar die Möglichkeit, am Ende eine E-mail-Adresse zu hinterlegen um über die Ergebnisse der Studie informiert zu werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Anmerkungen oder Kommentare abzugeben.

Hier geht’s zu der Umfrage: https://opinio.hrz.uni-giessen.de/limesurvey/index.php?sid=41987&lang=de 

Elektrosmog: 7 Fragen zu Funkstrahlen

power lines 200064Die Strahlung von Mobilfunkmasten, Handys und anderen Quellen ist Vielen unheimlich. Müssen wir uns Sorgen machen? Macht Elektrosmog krank? Ein Überblick über die wichtigsten Fakten.

von Jan OsterkampSpektrum.de

Schaden Funkstrahlen der Gesundheit?

Strahlung kann Zellen, Erbgut oder Gewebe schädigen – wie stark, hängt dabei aber ganz wesentlich davon ab, wieviel Energie die “Strahlen” transportieren. Sie ergibt sich aus der Wellenlänge oder Frequenz der elektromagnetischen Wellen, die auf die biologische Strukturen einwirken. Infrarotstrahlen (Wellenlängen von 780 Nanometern bis 1 Millimeter) werden dabei von uns als angenehm warm empfunden, das kurzwelligere, also energiereichere UV-B-Licht dagegen (Wellenlänge 280 bis 315 Nanometer) verbrennt die Haut und sollte besser durch Sonnencremes blockiert werden. Hochenergetische Wellen wie die radioaktiver Gammastrahler (unter 50 Picometern Wellenlänge) zerstören biologische Moleküle wie etwa die DNA gründlich, sie ionisieren Atome in einzelne Kernen und Elektronen. Und die Handystrahlen – oder genauer, all die elektromagnetischen Wellen aus WLAN-Stationen, Bluetoothempfänger, Mobilfunkmasten oder dem Handy an unserem Ohr?

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NASA chief touts deep space exploration: We can only survive if we are a multi-planet species

[Image via NASA/Paul E. Alers]

NASA administrator Charles Bolden said Tuesday that humanity faced certain extinction unless it developed the technology to colonize other planets.

By Eric W. Dolan – The Raw Story

“We today are Earth-reliant,” he said at the Humans to Mars Summit 2014, held at George Washington University in Washington. “We are dependent on being on this planet. We are not a multi-planet species yet. I don’t know whether Buzz [Aldrin] is going to talk about it later, but Buzz and I agree on a number of things — one of them is that only multi-planet species survive for long periods of time.”

“Here in the Western world, we think very short-sighted. We think about the time in which we are going to be on this Earth, or in which are kids or grandkids are going to be on this Earth. Many other civilizations think much longer than that, and we need to start thinking that way.”

He warned the Sun — like all stars — had a finite lifespan.

“If this species is to survive indefinitely we need to become a multi-planet species,” he continued. “One reason we need to go to Mars is so we can learn a little about living on another planet, so that when Mikaley my granddaughter is ready to move out of the solar system we will know a lot more about living away from this planet than we know today. Mars is a stepping stone in the approach to other solar systems and other galaxies and things that people have always dreamed of but frequently don’t talk about.”

The NASA chief said a manned mission to Mars was possible if Congress restored the space agency’s budget. NASA plans to send a manned spacecraft to an asteroid by 2025 and then travel to the red planet in the 2030s.

Biologische Komplexität: Evolution ohne Selektion

Bild: Max-Planck-science-gallery.de

Nach Ansicht mancher Forscher können auch ohne Selektionskräfte komplexere biologische Strukturen und Lebewesen entstehen – quasi als Nebeneffekt von zunächst unbedeutenden Fehlentwicklungen.

Von Carl ZimmerSpektrum.de

Als Charles Darwin (1809 – 1882) die Grundidee seiner Evolutionstheorie skizzierte, war er noch keine 30 Jahre alt. An die Öffentlichkeit trat er damit erst 1858, und im Jahr darauf erschien sein berühmtes Buch “On the Origin of Species by Means of Natural Selection” (Über den Ursprung der Arten).

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Britische Intellektuelle: Großbritannien kein christliches Land

Großbritanniens Premier David Cameron hat das Land, das er regiert, als christlich bezeichnet – und damit den Widerspruch von 50 britischen Intellektuellen herausgefordert. Sie sagen, Cameron würde damit die Spaltung der Gesellschaft schüren.

Mehr als 50 britische Intellektuelle haben Premierminister David Cameron wegen dessen Aussage, das Königreich sei ein christliches Land, kritisiert. In einem offenen Brief, der am Montag in der britischen Zeitung “Daily Telegraph” veröffentlicht wurde, werfen sie ihm vor, mit dieser Haltung “Entfremdung” zu schüren. Zu den Unterzeichnern des Briefes zählen die Bestseller-Autoren Sir Terry Prachett und Ken Follett, der Chemie-Nobelpreisträger Harold Kroto sowie weitere Wissenschaftler, Journalisten, Akademiker und Philosophen. Einer der Hauptunterzeichner ist Jim Al-Khalili, Präsident der Britischen Humanistischen Vereinigung.

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Dem Ursprung des Sternenstaubs auf der Spur

NASA photo showing shock wave from star known as Kappa Cassiopeiae / Bild: Reuters

Wenn es im All staubt, entstehen Winde. Astrophysiker der Universität Wien haben ein neues Modell entwickelt, um Sternenstaub zu erforschen.

Von Alice GrancyDie Presse

Wir alle sind aus Sternenstaub, heißt es. Tatsächlich stammen wesentliche Elemente des menschlichen Körpers aus dem Inneren von Sternen. Sternenstaub ist insgesamt wichtiger Bestandteil der Materie unseres Sonnensystems. Ein Blick in den Sternenhimmel ist aber nicht nur ein Blick in die Entstehungsgeschichte des Menschen und der Erde. Kosmischer Staub ist zentral für die Evolution des Universums: Er ist für den Massenverlust sonnenähnlicher Sterne bedeutsam und damit für deren weitere Entwicklung.

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Menschenaffen: Unsere haarigen Vettern

Martha Robbins, Christophe Boesch Menschenaffen Aus dem Englischen von Eva Schweikart Verlag: Hirzel, Stuttgart 2013 ISBN: 9783777622323 24,90 €

“Ich war verschwitzt, dreckig, nass und völlig außer Atem. Das Frühstück aus Bohnen und Kartoffeln lag noch schwer im Magen, obwohl wir bereits zwei Stunden unterwegs waren. Wie auf einer Achterbahn ging es in einem fort bergauf und bergab in den sich scheinbar endlos hinziehenden Hügeln des Bwindi-Impenetrable-Nationalparks in Uganda.”

Von Andreas JahnSpektrum.de

Hautnah lässt uns Martha Robbins an ihrer Feldforschung teilnehmen. Genau das ist die Intention des Buchs “Menschenaffen”, das die Verhaltensforscherin vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie zusammen mit ihrem Kollegen Christophe Boesch herausgegeben hat. In elf Kapiteln beschreiben zehn Primatenforscher, was sie erlebten, während sie in den Regenwäldern Afrikas nach Schimpansen, Bonobos und Gorillas suchten. Aus ihren gesammelten Tagebucheinträgen ist ein spannendes Dokument geworden, das die “Begegnungen mit unseren nächsten Verwandten” wiedergibt.

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Babys schreien, damit Eltern keine Geschwister zeugen

Bild: swissmom.ch

Ganz schön schlau: Babys wecken ihre Eltern nachts, damit sie keinen weiteren Nachwuchs – und damit mögliche Konkurrenten – zeugen. Eine ausgetüftelte Strategie, die den lieben Kleinen die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Eltern einbringen soll.

Kölner Stadt-Anzeiger

Was wäre das für eine Idylle, könnten frischgebackene Eltern einfach mal durchschlafen. Das Glück über das Neugeborene wäre wahrscheinlich gleich dreimal so hoch. Doch dass Babys nachts so oft schreien, hat womöglich einen triftigen evolutionären Grund: Sie wollen verhindern, dass ihre Eltern weiteren Nachwuchs – und damit mögliche Konkurrenten – zeugen.

Mütterliche Müdigkeit als Strategie des Babys

So argumentiert jedenfalls der Harvard-Professor David Haig, der seine Forschungsergebnisse kürzlich im Oxford-Fachjournal „Evolution, Medicine, and Public Health“ veröffentlicht hat. Für seinen Artikel hat er zahlreiche Studien zum Thema analysiert.

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Evolution: Robo-Mäuse entwickeln mehrere Paarungsstrategien

Roboter sind zum Studium der Evolution geeignet. © oist.jp

Forscher der Neural Computation Unit am Okinawa Institute of Science and Technology haben mithilfe von nagerartigen Robotern und Computersimulationen die Entwicklung von Paarungsstrategien untersucht.

computerwelt.at

Obwohl man erwarten könnte, dass sich gerade bei Maschinen eine einzelne, objektiv beste Strategie durchsetzt, haben gerade Gruppen der “Cyber Rodents”, die sich sehr erfolgreich virtuell vermehrt haben, oft mehrere verschiedene Ansätze genutzt – ähnlich dem, was aus der Natur bekannt ist. Das Team um Projektleiter Stefan Elfwing sieht in den Ergebnissen auch einen Beleg, dass Roboter wirklich zum Studium der Evolution geeignet sind.

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Funny or Die’s ‘Creationist Cosmos’: God created everything — except for gay people

Creationists who believe God created the entire universe in six days about 6,000 years ago have been aghast at the reboot of Carl Sagan’s legendary “Cosmos” series.

By Eric W. DolanThe Raw Story

Some creationists have demanded their views receive equal airtime on the show to provide balance. Others have complained that astrophysicist and host Neil deGrasse Tyson was promoting “blind faith” in science. Evangelist Ray Comfort was particularly upset that Tyson believed the theory of evolution was scientific, but the Bible was not.

“[The Bible] gives us the basis for all creation, and it passes the scientific method,” Comfort explained. “It’s observable – Genesis – and testable. Evolution is not. You can’t observe something 60 million years old, but you can observe what Genesis says.”

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Nieder mit dem Osterhasen – es lebe das Bilby!

Bilby, Bild: wikimedia.org

Australien sucht ein neues Mottotier für Ostern, weil der Hase ein europäischer Import ist. Das heimische Bilby soll den Osterhasen ersetzen. Und das langnasige Tier hat gute Chancen.

Von Michael Lenzevangelisch.de

Bitsy ist ein besserwisserisches Bilby. Sie lebt an einem Billabong (Wasserloch) im staubigen australischen Outback. Bitsy könnte eine so nette Zeitgenossin sein, wäre sie bloß nicht so dominant. Immer will sie der Boss sein, drängt jedem unerbetene Ratschläge auf. Die Possums raunzt Bitsy an, sie sollten ihre Babys bitte in einem Beutel statt auf dem Rücken tragen. Fledermäuse, findet sie, sollten gefälligst Federn haben und Kakadus lieber singen als kreischen. Dann aber wundert sich Bitsy mit völligem Unverständnis, warum sich die Dinge nicht so ändern, wie sie es gerne hätte.

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