Achtbeinige Genies

Nicht identifizierte Springspinnenart (Eventuell eine nicht ausgewachsene Thiodina sylvana). Bild: USGS / CC-BY-2.0
Oktopoden und Spinnen faszinieren mit hoher Intelligenz, die aus völlig andersartigen Gehirnen entsteht

Konrad Lehmann | TELEPOLIS

Ob es an den Beinen liegt? Vermutlich nicht. Aber ein unbefangener Beobachter – etwa von einem fremden Planeten -, der ergründen wollte, welche Tiere besonders intelligent sind und warum, könnte allerlei Korrelationen aufstellen und zum Ergebnis kommen, dass, sobald man das Reich der Wirbeltiere verlässt, die Intelligenz ihr Maximum bei acht Beinen erreicht: Oktopoden und Spinnen.

Tatsächlich wird das wohl Zufall sein. Ein anderer Zusammenhang ist schlüssiger. Vegetarier müssen jetzt ganz tapfer sein, aber es ist so: Schaut man sich im Tierreich um, dann sind die Jäger meist heller als die Pflanzen- (und Plankton-)fresser. Zahnwale übertreffen die Bartenwale (von Seekühen ganz zu schweigen), Wölfe die Schafe, Würfelquallen die Ohrenquallen, Raben die Hühner. Das liegt einfach an den unterschiedlichen Anforderungen der Nahrungsgewinnung. Eine grüne Weide braucht man nicht zu umzingeln, Krill muss man nicht austricksen, an einen reifen Apfel muss man sich nicht anpirschen, und es ist auch nicht nötig, aufzupassen, dass der Grünkohl einen nicht sieht. Es ist die Jagd, die Strategiebildung, Vorausschau und Perspektivwechsel fordert.

Doch es sind die Achtbeiner unter den Jägern, die am meisten faszinieren. Sie gleichen Aliens, die mitten unter uns leben; unabhängig evolvierte Intelligenzen, deren letzter gemeinsamer Vorfahr mit uns vor rund 560 Millionen Jahren lebte – oder noch früher – und so einfach strukturiert war, dass ein Regenwurm im Vergleich dazu wie Einstein wirkt. Aus ein paar über den Körper verteilten Nervenbahnen und einem Augenfleck entstand mehrfach ein leistungsstarkes Gehirn, das seine Umwelt mit mehreren Sinnen erfassen, lernen, Pläne schmieden und erinnern kann.

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Philosoph Schmidt-Salomon: Mit Humanismus gegen moralischen Starrsinn

Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon plädiert für mehr Gelassenheit in aufgeheizten Zeiten. (picture alliance / dpa / M. C. Hurek)
Weltweit sind Fundamentalisten auf dem Vormarsch und auch hierzulande prägen oft unversöhnliche Gegensätze die Debatte. Was dagegen hilft? Moralische Gelassenheit und ein „evolutionärer Humanismus“, so der Philosoph Michael Schmidt-Salomon.

Moderation: Joachim Scholl | Deutschlandfunk Kultur

Entspannt euch!, rät Michael Schmidt-Salomon in seinem neuen Buch. Dahinter steckt aber kein Wellness-Ratgeber, sondern ein umfassendes Denkgebäude. Denn der Philosoph und Pädagoge ist schon lange überzeugt: Humanismus ist das beste Rezept gegen ein weltweites Problem der Gegenwart: gegen moralischen Dogmatismus. Bereits vor fünfzehn Jahren hat er mit seinem „Manifest des evolutionären Humanismus“ einen Bestseller gelandet. Einige seiner Thesen hat er nun zu einer „Philosophie der Gelassenheit“ weiter entwickelt.

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Personhood & Abortion Rights: How Science Might Inform this Contentious Issue

Image: Skeptic
Although it has been 45 years since Roe v. Wade was decided by the Supreme Court of the United States (SCOTUS), abortion continues to be a highly controversial and polarizing issue within the body politic.

By Gary Whittenberger | Skeptic

At the two ends of the continuum are the radical pro-life and radical pro-choice advocates. The radical pro-life position is that from the moment of conception the human organism is a person that should have full human rights, including the right to life, and these rights should be fiercely protected by the state. On the other side, the radical pro-choice position is that the pregnant woman already has full human rights, including the right to bodily autonomy, and that she can freely decide to end her pregnancy at any time she wishes for any reason at all. Many pro-lifers view the zygote—the one-celled human organism resulting from fertilization—as sacred, and believe that causing the death of the zygote, embryo, or fetus, either directly or indirectly, is murder. By contrast, the pro-choicers believe that the organism becomes a person only after it leaves the womb and becomes disconnected from the life support of the mother. The main purpose of this essay is to articulate a third position that falls between these two extremes. Call it the “pro-person” position. Although it leans more towards the pro-choice stance, it has a much stronger philosophical and scientific foundation.

Most of us would agree that all persons should be assigned the full spectrum of human rights, e.g. rights to life, bodily autonomy, property, etc. But what is a person anyway? When does the human organism developing inside a woman become a person? Traditionally, the answer was left to theologians and religious leaders. The prevailing view during the time of Aristotle was that the human soul entered the forming body at 40 days in male embryos and at 90 days in female embryos.

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Almost a third of Brits STILL don’t believe Charles Darwin’s theory of evolution

A significant number of Brits do not believe humans evolved from apes as Charles Darwin theorised

By Ruki Sayid | Mirror

If Charles Darwin were still around, it really would make him go ape.

Almost 160 years after he defied the ignorance of his time by publishing the theory of evolution, explaining where humanity comes from, around 31% of us still do not believe it.

A poll to mark Darwin Day today found only 50% are “certain” his theory of natural selection, set out in 1859’s On the Origin of Species, is correct.

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Braucht die Naturforschung eine metaphysische Grundlage?

Martin Mahner Naturalismus Verlag: Alibri, Aschaffenburg 2018 ISBN: 9783865692238 | Preis: 18,00 €

In der Regel kommen Forscher bei ihrer Arbeit ohne Philosophie zurecht. Ein neues Buch bringt nun eine »Metaphysik der Wissenschaft« ins Gespräch.

Von Michael Springer | Spektrum

Philosophen bezeichnen die gewöhnliche Einstellung der Naturwissenschaftler als Naturalismus. Damit ist die Überzeugung gemeint, dass es in der Welt mit rechten Dingen zugehe: Die Natur mag zwar immer wieder für Überraschungen gut sein, aber diese lassen sich stets als Ergebnis gewisser regelhafter Zusammenhänge erklären. Für alles, was in der Welt vorgeht, existieren natürliche, das heißt mit den Mitteln der empirischen Forschung feststellbare Ursachen. Mit anderen Worten: Wunder, also diesen Rahmen sprengende »übernatürliche« Ursachen, gibt es nicht.

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Leben ist Evolution

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Drei Evolutionsforscher im Gespräch über Charles Darwin, die Evolution auf anderen Planeten und das Artensterben auf der Erde

Max-Planck-Gesellschaft

Mit dem am 12. Februar begangenen Darwin-Tag wird jedes Jahr dem Geburtstag des großen Naturforschers gedacht. Der britische Wissenschaftler hat im 19. Jahrhundert wesentliche Erkenntnisse über die Evolution gewonnen und damit das traditionelle Verständnis vom Leben auf der Erde und der Stellung des Menschen auf den Kopf gestellt. Für Diethard Tautz und Paul Rainey vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön sowie Ralf Sommer vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen hat Darwin das Fundament für die Erforschung der Evolution gelegt – ein Forschungsgebiet das nicht mehr nur in die Vergangenheit blickt, sondern auch immer mehr in die Zukunft.

Diethard Tautz: „Darwin war ein Revolutionär!“

Was war Ihrer Meinung nach die zentrale Erkenntnis Darwins?

Darwins große Leistung besteht darin, dass er die natürliche Selektion als treibende Kraft hinter der Evolution erkannt hat. Er hat die unglaubliche Vielfalt des Lebens auf der Erde dadurch erklärt, dass Individuen, die sich fortpflanzen und ihre Eigenschaften an Nachkommen weitergeben können, um knappe Ressourcen kämpfen. Dadurch passen sich die Individuen laufend an neue Umweltbedingungen an und bringen so die unterschiedlichsten Formen und Überlebensstrategien hervor. Ein verblüffend einfaches Prinzip für ein so ungeheuer vielfältiges Phänomen wie das Leben!

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Aufgeklärt, voraufgeklärt, falsch aufgeklärt: Steven Pinker kontert ein Jahr nach dem Erscheinen seines Bestsellers «Aufklärung jetzt» seine heissesten Kritiker

Ohne die Aufklärung undenkbar: Freizeitsport für alle. (Felipe Dana / AP)
Obwohl alle von ihnen profitieren, stehen sie von allen Seiten unter Druck: Vernunft, Humanismus und Wissenschaft. Dabei kann kein Zweifel bestehen: Die Welt wird immer besser. Aber je besser die Welt, desto krasser die Nörgelei! Ein Argumentarium gegen die notorischen Kulturpessimisten.

Steven Pinker | Neue Zürcher Zeitung

Es ist kaum zu glauben, dass eine Verteidigung von Vernunft, Wissenschaft und Humanismus zu Kontroversen führen sollte, zumal wir in einer Zeit leben, in der diese Ideale jede Hilfe brauchen können. Aber ein Kollege sagte mir: «Du hast die Köpfe der Leute explodieren lassen.»

Mein Buch «Aufklärung jetzt» ist deshalb von Kritikern auf der Linken wie auf der Rechten attackiert worden. Sie gaben der Aufklärung die Schuld für Rassismus und Imperialismus, existenzielle Bedrohungen und epidemische Einsamkeit, Depressionen und Suizid. Sie mäkelten, die Daten, die den Fortschritt belegen, beruhten nur auf Rosinenpicken. Und sie höhnten, mit kaum verhüllter Schadenfreude, die Aufklärung sei eine Idee mit Verfallsdatum, sie habe im Zeitalter des autoritären Populismus, der sozialen Netzwerke und der künstlichen Intelligenz keine Zukunft.

Deshalb nehme ich Stellung zu den Kontroversen, die im Jahr seit der Veröffentlichung von «Aufklärung jetzt» ausgebrochen sind. Ich denke also über den Stand des Projekts der Aufklärung und auch über ihre Feinde nach.

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Dr. Michael Schmidt-Salomons Grußwort zur Eröffnung des „Evolutionsweges“

Bild: leimenblog.de
Ich freue mich sehr, ein Grußwort zur heutigen Eröffnung des Evolutionsweges in Leimen sprechen zu dürfen. Denn die Evolutionstheorie ist nicht nur der wichtigste Baustein des modernen Weltbildes, sie hilft uns auch zu begreifen, wer wir sind und woher wir stammen. Nicht zuletzt schärft sie unseren Blick für das, was wesentlich und was unwesentlich ist. Denn wer die Evolution wirklich verstanden hat, der begreift auch, dass Religionen, Nationen, Völker bloß vorrübergehende Konstrukte sind, die eine fundamentale Tatsache des Lebens tragischerweise oft verdecken, nämlich dass uns Menschen untereinander sehr viel mehr verbindet als trennt.

leimenblog.de

Zusammen mit allen anderen Lebensformen auf der Erde bilden wir eine einzigartige große Familie, deren Ursprünge in winzig kleinen Zellen liegen, welche vor Urzeiten auf der Erde entstanden sind. Und wer diese große Geschichte des Lebens erst einmal im Kopf hat, der wird sich von den kleinen hinterwäldlerischen Erzählungen religiöser Fundamentalisten oder chauvinistischer Nationalisten, die momentan leider weltweit auf dem Vormarsch sind, so schnell nicht mehr hinters Licht führen lassen.

Tatsächlich gibt es einen bemerkenswerten statistischen Zusammenhang zwischen der Evolutionsverleugnung auf der einen Seite und fundamentalistischen, nationalistischen, autoritären, antidemokratischen, patriarchalen Werten auf der anderen Seite. Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, dass diejenigen, die in ihrem Weltbild von festen, unverrückbaren, ewig gültigen Fundamenten ausgehen, sich mit der zentralen Aussage der Evolutionstheorie kaum anfreunden können, nämlich dass das einzig Beständige in dieser Welt der Wandel ist.

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A Pathway to Objective Morality: Why the Case for Scientific Humanism is Rational

In response to my January, 2019 column (“Stein’s Law and Science’s Mission: The Case for Scientific Humanism”), California State University historian Richard Weikart, who is also a Senior Fellow of the Discovery Institute’s Center for Science and Culture (an Intelligent Design creationism advocacy organization), has written a critique in which he claims “Michael Shermer once again confuses science with atheism, and inexplicably claims that science can support humanism.”

By Michael Shermer | Skeptic.com

He says that I try “to rewrite history by insisting that science is built on atheist assumptions.” Even though I never mention atheism, in the following passage from my column Weikart says “scientific naturalism as defined here is atheism.” Judge for yourself:

Modern science arose in the 16th and 17th centuries following the Scientific Revolution and the adoption of scientific naturalism, or the belief that the world is governed by natural laws and forces that are knowable, that all phenomena are part of nature and can be explained by natural causes, and that human cognitive, social, and moral phenomena are no less a part of that comprehensible world.

Atheism is simply the lack of belief in a God. Full stop. It is not a worldview, paradigm, or ideology. Most atheists, of course, embrace scientific naturalism as I’ve defined it, but so do many modern theists such as the renowned geneticist and Director of the National Institutes of Health, Francis Collins, whom Weikart says would not accept “this atheistic definition of science.” On the contrary, I know Dr. Collins and include our dialogue on this very topic in my book The Believing Brain (2011, Henry Holt) in which he reiterates his rejection of Intelligent Design creationism (his book The Language of God is one of the best refutations of all forms of creationism) and affirms his commitment to scientific naturalism without an underlying atheist assumption. On the evolution of the moral sense, for example, Collins told me “that wouldn’t rule out that God planned it, since for a theistic evolutionist like myself, evolution was God’s awesome plan for all creation. If God’s plan could give rise to toenails and temporal lobes, why not also a moral sense?” As Collins defined it in a 2006 article in Nature titled “Building Bridges”, theistic evolution is the position that “evolution is real, but that it was set in motion by God.”

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Ernst Haeckel als Erzieher

Zeichnung von E. Haeckel
Biologiedidaktiker der Uni Jena geben Reprint der Dodel-Schrift „Ernst Haeckel als Erzieher“ mit heraus

Stephan Laudien Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ernst Haeckel (1834-1919) zählt zu den bedeutendsten Gelehrten, die die Universität Jena hervorbrachte. Insbesondere seine Beschreibungen und Darstellungen von Radiolarien und Quallen machten ihn weit über die Saalestadt hinaus bekannt. Hinzu kam sein vehementes Eintreten für die von Charles Darwin entwickelten Evolutionstheorien.

Der „deutsche Darwin“, dessen 100. Todestag im nächsten Jahr ansteht, setzte auch Maßstäbe in der Lehre: Sage und schreibe 96 Semester lang stand Haeckel vor seinen Studenten am Pult. Ein Zeitgenosse Haeckels, Arnold Dodel, gab 1906 die Schrift „Ernst Haeckel als Erzieher“ heraus. Jetzt erscheint ein Reprint dieses Buches, angereichert durch ein Vorwort und einen Kommentar von Wissenschaftlern der Universität Jena.

„Dodel beschreibt Ernst Haeckel als innovativ, mutig, humoristisch, liebevoll und kompetent“, sagt Dr. Karl Porges. Der Biologiedidaktiker von der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) nennt zudem die ausgeprägte Fehlerkultur Haeckels, die den Beifall Dodels fand. Der kritische Umgang mit dem eigenen Werk werde beispielsweise sichtbar an den zahlreichen verbesserten Neuauflagen der Werke Haeckels.

Prof. Dr. Uwe Hoßfeld, der Leiter der AG Biologiedidaktik, ergänzt: „Das sind Attribute, die bis heute einen guten Pädagogen auszeichnen!“ Schon deshalb könne Arnold Dodels Schrift von 1906 als durchaus noch zeitgemäß angesehen werden. Dodels lange vergessene Schrift werfe zudem ein Schlaglicht auf den Menschen Ernst Haeckel, der sonst meist hinter dem Gelehrten verschwinde. Dabei, so Karl Porges, schilderte Arnold Dodel Haeckel kaum aus eigenem Erleben. „Arnold Dodel und Ernst Haeckel waren Kollegen und sie stimmten in vielen Ansichten überein.“ So gehörte Dodel zu den Erstunterzeichnern der Gründung des Deutschen Monistenbundes in Jena 1906, die Haeckel initiiert hatte.

Der Schweizer Botaniker Arnold Dodel (1843-1908) stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Der Sohn eines Bauern wurde zunächst Lehrer, studierte danach und lehrte schließlich Botanik in Zürich. Seinen Beruf als Lehrer habe er nie aus den Augen verloren, sagt Dr. Porges. Auch hier lohne ein Blick nach Jena, gehörte die Stadt an der Saale doch zu den Hochburgen pädagogischer Reformbestrebungen.

Das Buch „Ernst Haeckel als Erzieher“ erscheint zur Ausstellung „100 Jahre Ernst Haeckel. Meilensteine der Evolutionsforschung“, die im Museum für Naturkunde Gera (Nicolaiberg 3) noch bis zum 2. Juni 2019 zu sehen ist. Es kann über das Museum bestellt werden, Telefon 0365 / 52003, E-Mail museum.fuer.naturkunde[at]gera.de. Museumsdirektor Dr. Thomas Hoppe war ebenfalls an der Herausgabe beteiligt.


Bibliographische Angaben:
Arnold Dodel: „Ernst Haeckel als Erzieher“, Reprint der Ausgabe von 1906, Gera 2018, 66 Seiten, 9,95 Euro, ISBN: 978-3-00-061230-5.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

apl. Prof. Dr. Uwe Hoßfeld
Arbeitsgruppe Biologiedidaktik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Am Steiger 3 (Bienenhaus), 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949491
E-Mail: uwe.hossfeld[at]uni-jena.de

God, Heaven, and Evil: A Renewed Defense of Atheism

credit: Skeptic.com
After EgyptAir Flight 804 crashed on May 19, 2016, I asked the same question that many others undoubtedly asked as well: How could God let this happen? Of course, this plane crash is just one relatively small tragedy in the whole scheme of things.

By Ken Levy | Skeptic

When we add in all of the other tragedies—all the violence, pain, suffering, and premature death that occur on this planet—the same question becomes correspondingly more difficult to answer.

This is the problem of evil, an argument that is typically used in support of atheism. If God were omnibenevolent, He would want to minimize such evils as violence, pain, suffering, and premature death; if God were omniscient, He would know everything that is happening in the universe; and if God were omnipotent, He would be able to act on His omnibenevolence and omniscience to prevent most or all evil from occurring. Yet all of this evil still occurs. Therefore God—an omniscient, omnipotent, and omnibenevolent being—probably does not exist. If a higher intelligence exists at all, it probably lacks at least one of these three qualities.

Theists, or believers, generally respond to this argument by proposing two reasons to believe that God’s existence is perfectly compatible with all of the evil that we observe and experience:

  1. Despite His omnipotence, God simply could not have created a world that lacked evil. If there is to be good, there must also be evil. The existence of evil makes good possible.
  2. Evil contributes to a much greater or higher good. For example, suffering builds moral character or brings victims much closer to God or to each other.

Believers always have at least these fallback answers at their disposal to allay any theological doubts. But the very fact that these two hypotheses can be applied no matter the kind or degree of evil in question should make us suspicious. Quite simply, they prove too much. They commit theists to the incredible position that God’s existence should not be doubted even if the degree of evil in the world far outweighs the good. Atheists are right to respond to this theistic “spin”: if God exists no matter how much evil there is, then what good is He in the first place? Better, it would seem, to have much less evil and no God than much more evil and God.

Believers typically supplement (2) above with the “free will defense”: God preferred to create a world in which humans have free will and therefore the capacity to perform evil acts rather than a world in which they lack free will. He preferred this world, a world in which humans are free to do wrong, because it is far more valuable, both in itself and to humans themselves, than a world in which they are forced always to be good. Humans who consciously make the choice to follow God’s commands—notably the moral laws embodied in the believer’s holy text, such as the Ten Commandments—experience and exhibit a much more profound knowledge of, and love for, God than humans who follow them out of either primitive fear or blind compulsion, or don’t follow them at all.

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250 Jahre Alexander von Humboldt: Leitfigur einer neuen Weltbetrachtung

Humboldt hatte gewaltigen Einfluss auf Dichter und Wissenschaftler in den USA. Seine Büste steht heute am Central Park. Foto: Alamy Stock Photo
Eine Wissenschaft, die mit den Menschen kommuniziert

Von Rüdiger Schaper | DER TAGESSPIEGEL

Humboldt bringt Natur- und Geisteswissenschaft auf exemplarische Weise zusammen. Das entwickelt heute eine starke Anziehungskraft. Es inspiriert Künstler ebenso wie Wissenschaftler. Die Dschungel- und Hightech-Fotografien von Thomas Struth haben etwas Humboldtisches. Es geht ihm, wie er im ersten Band des „Kosmos“ schreibt, um die „tiefere Einsicht in das Wirken der physischen Kräfte“ – und darum, wie sie zusammenhängen. Schließlich: „Alles ist Wechselwirkung“. Er verbindet Emotion und Analyse.

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Der Ursprung des Wortes „Mem“

Was haben LOLcats mit Evolutionsbiologie zu tun?

Von Johanna Mayer | RDF

Erste bekannte Verwendung: 1976

Wortherkunft: Ein Evolutionsbiologe vermischte das altgriechische Wort mimeme (nachahmen) mit dem englischen Wort gene, um die Voraussetzungen für LOLcats, Success Kid, Rick Rolling und so viel mehr zu schaffen.

Ein mundgerechtes Stück Kultur

„Ein Großteil dessen, was am Menschen ungewöhnlich ist, lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen“, schreibt der Evolutionsbiologe Richard Dawkins in seinem 1976 erschienenen Buch Das egoistische Gen. „Kultur.“

Aber was hat Kultur mit Evolutionsbiologie zu tun? Wie Gene, so argumentiert er, bringt die kulturelle Vererbung einen Pfad zur Evolution hervor.

„Ich meine, dass auf diesem unserem Planeten kürzlich eine neue Art von Replikator aufgetreten ist“, schreibt Dawkins. „Er starrt uns ins Gesicht. Zwar ist er noch jung, treibt noch unbeholfen in seiner Ursuppe herum, aber er ruft bereits evolutionären Wandel hervor, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die das gute alte Gen weit in den Schatten stellt. Das neue Urmeer ist die ‚Suppe‘ der menschlichen Kultur.“

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Sir Martin Rees — On the Future: Prospects for Humanity

SCIENCE SALON # 48 | Skeptic.com

In this wide-ranging dialogue Michael Shermer talks to Martin Rees about: his early education and how he got interested in astronomy and cosmology • how the Big Bang theory won out over the Steady State theory • origin of life, SETI, and the search for a second genesis • Fermi Paradox (if life is abundant in the universe…where is everyone?) • space exploration (human or robotic or both?) • future of humanity as sentient A.I. (to the stars…inside computers!) • limits of scientific knowledge (are we nearing the “end of science”? No says Dr. Rees!) • threats and challenges facing humanity (nuclear weapons, climate change, overpopulation, sustainable energy sources, artificial intelligence, income inequality, political instability, and others) • role of religion in modern society (why Dr. Rees is an atheist but not a “new atheist”) • do we need to replace religion with a secular equivalent?

Sir Martin Rees is a leading astrophysicist as well as a senior figure in UK science and a public intellectual in England and America. He has conducted influential theoretical work on subjects as diverse as black hole formation and extragalactic radio sources, and in the 1960s his research provided key evidence to contradict the Steady State theory of the evolution of the Universe. Dr. Rees was also one of the first to predict the uneven distribution of matter in the Universe, and proposed observational tests to determine the clustering of stars and galaxies. Much of his most valuable research has focused on the end of the so-called cosmic dark ages —a period shortly after the Big Bang when the Universe was as yet without light sources.

As Astronomer Royal and a Past President of the Royal Society, Martin is a prominent scientific spokesperson and the author of seven books of popular science. After receiving a knighthood in 1992 for his services to science, he was elevated to the title of Baron Rees of Ludlow in 2005. His latest book is On the Future: Prospects for Humanity.

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Das Design-Argument – Eine Kritik Teil 2

Foto: Pixabay.com / kellepics
Warum sich in der Natur kein „intelligentes Design“ offenbart

Von Martin Neukamm | RDF

Ein methodologischer Vergleich zwischen ID und der Archäologie

Das intelligente Design steht in der Biologie vor einem grundsätzlichen Problem: Es erklärt nichts, sondern verlagert „die eigentliche Erklärung lediglich einen Schritt nach hinten“ (MAHNER 2007, S. 350). Zwar würde ein intelligenter Designer gegebenenfalls erklären, wie die ersten Lebewesen auf die Erde kamen.

Doch die grundsätzlichere Frage, wie Leben (und sei es in Gestalt des Designers) entsteht, lässt er unbeantwortet. Außerdem kann ID keine potenziellen Designer vorweisen.

Gelegentlich kontern Design-Protagonisten mit Beispielen aus der Archäologie. So lesen wir beim DISCOVERY INSTITUTE (2012), unser Wissen über intelligente Ursachen erlaube Rückschlüsse auf Design, ohne Identität oder Herkunft der Designer zu kennen. Nach Meinung der Autoren verkörpere die Archäologie „Intelligent Design in Action“. Zum Beispiel sind moderne Technologien in der Lage, antike Verfahren zur Herstellung von Artefakten wie Tontafeln und Steinwerkzeugen zu rekonstruieren.

Dies wirft zwei fundamentale Fragen auf: Ist es unsinnig, Mechanismen und natürliche Erklärungen einzufordern, wo „geistige Entstehungsursachen“ gefragt sind? Und: Zeigt die Archäologie, dass spezifisches Wissen über Designer und ihre Methoden entbehrlich ist, um den Schluss auf Design zu ziehen?

Betrachten wir die methodologische Situation, stellen wir fest, dass dem nicht so ist:

  1. Die Archäologie befasst sich mit menschlichem Design. Das heißt, sie kennt die potenziellen Urheber archäologischer Zeugnisse und kann deren Existenz und Aktivität unabhängig von der Objektebene nachweisen.
  2. Die Archäologie bringt die menschlichen Zeugnisse mit bekannten (oder erforschbaren) Techniken in Verbindung. Sie kann Design-Modelle entwickeln, die konkrete Fertigungs-Mechanismen (bestimmte Schlagtechniken) beinhalten. In diesem Sinn liefert sie echte, mechanismische Erklärungen.
  3. Die experimentelle Archäologie erforscht den Ursprung von Tontafeln und Steinwerkzeugen. Ihr gelingt dies, indem sie die Fertigungs-Möglichkeiten und Grenzen ihrer Urheber nachvollzieht.
  4. Nur mithilfe dieses Wissens lassen sich Design-Vorstellungen rechtfertigen. Ohne dieses können wir nicht prüfen, ob bestimmte Schlagmerkmale an Steinen mit den Fertigkeiten des Urmenschen erklärbar sind.

Somit räumen wir explizit ein, dass designbasierte Ansätze im Rahmen der Naturwissenschaften Erklärungskraft entfalten (vgl. KOJONEN 2016, S. 86f). Doch aufgrund der Allgemeinheit des Design-Ansatzes in der Biologie ist diesem kein Erfolg beschieden.

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Yes, there is a war between science and religion

Science and religion are not only in conflict – even at “war” – but also represent incompatible ways of viewing the world.

The Conversation | Alternet

As the West becomes more and more secular, and the discoveries of evolutionary biology and cosmology shrink the boundaries of faith, the claims that science and religion are compatible grow louder. If you’re a believer who doesn’t want to seem anti-science, what can you do? You must argue that your faith – or any faith – is perfectly compatible with science.

And so one sees claim after claim from believers, religious scientists, prestigious science organizations and even atheists asserting not only that science and religion are compatible, but also that they can actually help each other. This claim is called “accommodationism.”

But I argue that this is misguided: that science and religion are not only in conflict – even at “war” – but also represent incompatible ways of viewing the world.
Opposing methods for discerning truth The scientific method relies on observing, testing and replication to learn about the world.

My argument runs like this. I’ll construe “science” as the set of tools we use to find truth about the universe, with the understanding that these truths are provisional rather than absolute. These tools include observing nature, framing and testing hypotheses, trying your hardest to prove that your hypothesis is wrong to test your confidence that it’s right, doing experiments and above all replicating your and others’ results to increase confidence in your inference.

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Das Design-Argument – Eine Kritik Teil 1

Foto: Pixabay.com / Wokandapix
Warum sich in der Natur kein „intelligentes Design“ offenbart. Der Kern des Design-Arguments in der Biologie (WIDENMEYER & JUNKER 2016)

Von Martin Neukamm | RDF

Auf der Website des evangelikalen Vereins WORT UND WISSEN findet sich ein Grundsatzartikel über das Design-Argument in der Biologie. Letzteres nennt sich auch Intelligent Design, kurz: ID. Der Beitrag stammt von Markus WIDENMEYER und Reinhard JUNKER und dient Menschen als Handreichung, die „methodisch sauber“ für Schöpfung argumentieren wollen (WIDENMEYER & JUNKER 2016). Vollmundig heißt es, Kritiker würden am Kern des Design-Arguments „scheitern“. Entsprechend wird der Text beworben – als ein „must read“ für alle, die argumentativ „up to date“ sein möchten.

Der Leser erwartet also eine argumentativ gewichtige Abhandlung zum intelligenten Design. Doch die Erwartungen erfüllen sich nur teilweise. Tatsächlich unterscheidet sich die Argumentation der Autoren nicht wesentlich von vorangegangenen Publikationen. Gleichwohl lohnt sich die Detail-Analyse.

Zum einen stellt der Beitrag Design-Argumente kompakt statt bücherfüllend dar, was die Kritik erheblich erleichtert. Zum anderen arbeiten sich die Autoren erfreulicherweise wenig an biologischen Detailfragen ab. Dies kommt der Diskussion zugute, denn der Streit darüber, inwiefern die Evolutionstheorie diesen oder jenen Entwicklungsschritt zufriedenstellend erklärt, ist fruchtlos. Die Frage, ob die Fakten den Design-Ansatz erhärten, lässt sich nur auf dem Boden der Methodologie und Logik führen.

Es geht zuallererst um wissenschaftstheoretische Fragen: Ist Intelligent Design eine vernünftige Alternative zur (naturalistischen) Evolutionstheorie? Ist es rational begründet und durch Forschung zu untermauern? Sind die Einwände seiner Kritiker unzureichend, wie die Anhänger des intelligenten Designs behaupten? Um diese Fragen zu klären, widmen wir uns zunächst dem Kern der Argumentation nach WIDENMEYER & JUNKER (2016) und kritisieren ihn dann systematisch.

Der Kern des Design-Ansatzes

Als „Design-Ansatz“ bezeichnen die Autoren die These, bestimmte Naturgegenstände seien ursprünglich auf geistige Ursachen, das heißt auf Schöpfung, zurückführen (S. 2). Dieser Ansatz ist in logischer Hinsicht mit dem Design-Argument verknüpft – dem Rückgriff auf wissenschaftliche Befunde und logische Aspekte. Design-Argumente dienen dazu, den Design-Ansatz zu begründen (S. 1).

Nach WIDENMEYER & JUNKER besteht die Begründung für „eine geistige Verursachung und damit für das Design-Argument“ aus zwei Komponenten. Erstens:

„1. Der Naturgegenstand zeigt definierte Kennzeichen von Planung bzw. Zielorientierung (Teleologie), die wir in anderen Fällen ganz entsprechend unseren sonstigen Design- Erfahrungen (Technik, Kunst) ausschließlich auf einen geistigen Urheber zurückführen (wir sprechen dann von ‚Design-Indizien‘ oder ‚Design-Merkmalen‘ wie z. B. funktionale Komplexität; s. u.)“ S. 1-2.

Insbesondere seien „geistig hervorgebrachte“(1) Gegenstände wie Computer „so gestaltet, dass ihre Teile in z. T. äußerst komplexen und vielschichtigen Zweck-Mittel- Beziehungen stehen.“ Die Teile, ihre Form und Anordnung, seien „nur in Bezug auf ihre Funktionen und letztlich das Ganze, den Zweck des Gegenstands, zu verstehen“.

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Neil deGrasse Tyson Responds to Sexual Misconduct Allegations in Lengthy Post

On a day when the allegations of sexual misconduct against him went well beyond one blog, Neil deGrasse Tyson responded tonight by offering his version of the stories against him because he “cannot continue to stay silent.”

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

He said two of the accusations were gestures that were misinterpreted while the most serious allegation (of rape) was not true. He also welcomed further investigation of his conduct.

He concluded his lengthy post with this:

I’m the accused, so why believe anything I say? Why believe me at all?

That brings us back to the value of an independent investigation, which FOX/NatGeo (the networks on which Cosmos and StarTalk air) announced that they will conduct. I welcome this.

Accusations can damage a reputation and a marriage. Sometimes irreversibly. I see myself as loving husband and as a public servant — a scientist and educator who serves at the will of the public. I am grateful for the support I’ve received from those who continue to respect and value me and my work.

Without going into detail about the specifics, which you can read in summary here, the question I think the rest of us ought to be asking ourselves is where we go from here.

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Darwin neu übersetzt: Eine Frage des Überlebens

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Mit seinem „Ursprung der Arten“ erschütterte Charles Darwin vor bald 150 Jahren unser Weltbild. Jetzt liegt das Buch in neuer Übersetzung vor.

Ulli Kulke | Berliner Morgenpost

Ein Begriff ist es vor allem, den wir mit Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie, verbinden. Dabei stammt er nicht einmal von ihm. Im englischen Original lautet er „Survival of the fittest“. Übersetzt heißt es: „Das Überleben des …“ – ja, wessen Überleben eigentlich? So klar ist das nicht in der deutschen Sprache. Etwa des Stärksten, des Gesündesten, des Klügsten? Eine Überlebensfrage, bei der es um mehr geht als um Wortklauberei.

Wir lesen den Begriff in Darwins berühmtesten Buch, in dem er uns – nach jahrelanger Forschungsweltreise – die Systematik erklärt, in der sich das Leben entwickelt, auf Basis welcher Naturgesetze sich Tier- und Pflanzenarten ausgebildet haben. Insbesondere aber, wie sie sich stets wandelnden Bedingungen anpassten, durch Änderung ihrer Merkmale über unzählige Generationen – oder ausstarben, das Überleben nicht schafften. „On the Origin of Species“, lautet sein Titel, in der deutsche Ausgabe „Die Entstehung der Arten“ – oder jetzt, seit November 2018, „Der Ursprung der Arten“. Wir sehen auch hier: Es ist sprachlich manches interpretierbar, derzeit einiges im Fluss bei dem Buch, das in seiner weltweiten Wirkmacht gerade noch von der Bibel oder dem Koran übertroffen wird, „Das Kapital“ von Karl Marx aber abhängt. Sprache ist im Wandel, wenn ein solches Jahrhundertbuch einer Neuübersetzung unterzogen wird, wie es bei Darwin jetzt der Fall ist.

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Why the singular of “data” is not “anecdote”

This column was first published in the November 2018 issue of Scientific American.

For a documentary on horror movies that seem cursed, I was recently asked to explain the allegedly spooky coincidences associated with some famous films.

By Michael Shermer

Months after the release of Poltergeist, for example, its 22-year-old star, Dominique Dunne, was murdered by her abusive ex-boyfriend; Julian Beck, who played the preacher “beast,” succumbed to stomach cancer before Poltergeist II’ s release; and 12-year-old Heather O’Rourke died months before the release of what would be her last starring role in Poltergeist III.

The Exorcist star Linda Blair hurt her back when she was thrown around on her bed when a piece of rigging broke; Ellen Burstyn was injured on set when flung to the ground; and actors Jack MacGowran and Vasiliki Maliaros both died while the film was in postproduction (their characters died in the film).

When Gregory Peck was on his way to London to make The Omen, his plane was struck by lightning, as was producer Mace Neufeld’s plane a few weeks later; Peck avoided aerial disaster again when he canceled another flight at the last moment (that plane crashed, killing everyone onboard); and two weeks after filming, an animal handler who worked on the set was eaten alive by a lion.

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