Archiv der Kategorie: Naturalismus

The Humanness of Death

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Image: ​Richard Cassan/Flickr

I’ve got some bad news: You’re going to die. Well, probably; thanks to the new wave of immortality innovation, you might not.


By Ryan Haupt|MOTHERBOARD

So what happens if we ditch our biological bodies for technological ones that don’t face the limitations of organic DNA and death? Technological evolution has the potential to decouple us from death and other basic biological constraints, which would allow us to move forward with the group instead of waiting to become obsolete and, well, dead. This is probably a good thing, but also a potentially terrible thing too.

If you have offspring, that offspring isn’t you. They have some of your DNA and some of your partner’s in a new combination that adds variation to the population at large. This is how evolution works—it’s not like X-Men or Pokemon, where an individual can evolve in their own lifetime. Evolution acts on the population, not the person.

I think this is the greatest tragedy of evolution. It doesn’t happen to each of us; it happens to all of us. And the only way for the whole to progress is for you, me, and everyone else to eventually be left behind.

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Aubrey de Grey argues that aging is a disease that can be cured, which relies on the technological form of evolution, not the biological one.

Neil deGrasse Tyson: Politicians Denying Science Is ‘Beginning Of The End Of An Informed Democracy’

CREDIT: National Geographic Channels/Scott Gries

What will you be doing on Monday, 4/20, at 11 p.m.?
Perhaps watching the premiere of acclaimed astrophysicist and author Neil deGrasse Tyson’s new show StarTalk. Tyson, who may be best known for hosting the reboot of Carl Sagan’s Cosmos series in 2014, will now be appearing weekly on the National Geographic Channel in what may be the first late-night science talk show.


By Ari Phillips|CLIMATEPROGRESS

Along with a trusty cast of comedians and science-minded folks like Bill Nye, Tyson hopes the adaptation of his popular podcast to a broadcast format will make getting a regular dose of science as pain-free as possible. He thinks that by embedding it between pop culture discussions and entertaining asides, the science will go down easy, and even leave you wanting more. And he’s right.

The first episode features an interview with George Takei, who requires no introduction to any Star Trek fans: he played Hikaru Sulu, helmsman of the USS Enterprise. Takei has also become known for his activism surrounding human rights. Other guests this season include President Jimmy Carter, director Christopher Nolan, evolutionary biologist Richard Dawkins, astronaut Chris Hadfield, and Ariana Huffington.

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Immer mehr Morde an Umweltschützern

klimawandelWeltweit würden fast doppelt so viele Umweltschützer wie Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet, vor allem in Süd- und Mittelamerika und Asien.


Die Presse

Im Konflikt um landwirtschaftliche Flächen, Energieprojekte und Bergbauvorhaben werden Umweltschützer immer häufiger zu Opfern von Gewalt. Im vergangenen Jahr seien mindestens 116 Naturschützer getötet worden, teilte die Organisation Global Witness am Montag mit. Das waren 20 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor.

Bereits zwischen 2007 und 2011 habe sich die Zahl der Morde an Umweltschützern verdreifacht, schrieben die Experten von Global Witness. Damit seien sie die wohl am stärksten gefährdete Aktivistengruppe. Weltweit würden fast doppelt so viele Umweltschützer wie Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet.

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Überraschung im Mikrobiom der Yanomami

Die Yanomami leben weitgehend isoliert von der westlichen Zivilisation © Cmacauley/ CC-by-sa 3.0

Vielfältig und resistent: Die Bakterien im Körper der Yanomami sind so artenreich wie bei keinem zuvor analysierten Menschen – ein Hinweis darauf, wie stark unsere westliche Lebensweise unsere mikrobiellen Mitbewohner verändert hat. Überraschend auch: Das isolierte Amazonasvolk trägt bakterielle Resistenzen selbst gegen modernste synthetische Antibiotika, obwohl sie nie in Kontakt mit der modernen Medizin waren, wie Forscher im Fachmagazin “Science Advances” berichten.


scinexx

Jeder von uns trägt mehr Mikroben im Körper als eigene Zellen. Die meisten dieser Mitbewohner sind nicht nur harmlos, sie sind auch essenziell für unsere Gesundheit. Sie beeinflussen unser Immunsystem, helfen bei der Verdauung und beeinflussen vermutlich sogar, was wir essen. Auch für die Weitergabe von Resistenzen an Krankheitserreger spielt die Darmflora eine wichtige Rolle.

Isoliertes Amazonasvolk

Bei jedem von uns ist das Mikrobiom durch typische Einflüsse der Zivilisation wie industriell hergestellte Lebensmittel und die Einnahme von Antibiotika und anderen Medikamenten geprägt. “Aber wie stark sich das menschliche Mikrobiom durch unseren westlichen Lebensstil verändert hat, war bisher unbekannt”, erklären Jose Clemente von der Icahn School of Medicine am Mount Sinai Hospital in New York und seine Kollegen. Um das herauszufinden, haben sie nun erstmals das Mikrobiom der Yanomami analysiert.

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Isaac Asimov: “Kreativität braucht Isolation”

(Rowena Morrill / Wikipedia / GNU FDL)

In einem bisher unveröffentlichten Essay von 1959 beschreibt der berühmte Science-Fiction-Autor Isaac Asimov, wie sich Kreativität anregen lässt.


Von Issac Asimov|Technology Review

1959 wurde der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov von seinem Freund Arthur Obermayer als externer Berater zu einem Projekt der US-Regierung eingeladen. Es ging darum, kreative Konzepte für ein Raketenabwehrsystem zu entwickeln. Asimov kam zu einigen Sitzungen, entschied sich dann aber gegen eine Mitarbeit, weil er keinen Zugriff auf geheime Informationen haben wollte – das hätte seine Redefreiheit eingeschränkt. Vor seinem Abschied schrieb er als einzigen offiziellen Beitrag diese Abhandlung. Sie blieb unveröffentlicht, bis Obermayer sie vor Kurzem beim Aufräumen alter Akten wiederentdeckte.

Worin auch immer der Prozess der Kreativität genau bestehen mag, er ist in allen Bereichen im Wesentlichen derselbe. Ob also eine neue Kunstform, ein neues Gerät oder ein neues wissenschaftliches Prinzip erschaffen wird, immer sind ähnliche Faktoren im Spiel.

Um das Phänomen zu verstehen, kann man sich anschauen, wie die großen Ideen der Vergangenheit entstanden sind. Leider aber ist den Erschaffenden selbst niemals klar, mit welcher Methode sie vorgegangen sind.

Was aber, wenn zwei Personen gleichzeitig und unabhängig voneinander auf dieselbe bahnbrechende Idee kommen? Ihre Gemeinsamkeiten könnten sehr erhellend sein. Nehmen wir die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion, unabhängig voneinander erdacht von Charles Darwin und Alfred Wallace.

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Dunkle Materie womöglich doch nicht so “dunkel” wie gedacht

foto: eso/r. massey Diese “Hubble”-Aufnahme zeigt den Galaxienhaufen Abell 3827. Die bläulichen Strukturen, die die zentralen Galaxien des Clusters umgeben, sind Gravitationslinsenabbilder einer weiter entfernten Hintergrundgalaxie. Die Verteilung der Dunklen Materie ist mit blauen Konturen nachgezeichnet. Der Klumpen Dunkler Materie, der zur Galaxie links gehört, hat sich gegenüber der Position der Galaxie signifikant verschoben, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen bislang unbekannter Art der Dunklen Materie mit sich selbst stattfinden könnten.

Astronomen finden Hinweis darauf, dass Dunkle Materie mit sich selbst wechselwirkt


derStandard.at

Sie macht den überwiegenden Teil der Masse im Universum aus, und doch ist Dunkle Materie unsichtbar und allenfalls durch ihre gravitative Wirkungen nachzuweisen – zumindest war dies die bislang gängige Annahme. Nun aber haben britische Astrophysiker bei einer Kollision von vier Galaxien Hinweise darauf entdeckt, dass Dunkle-Materie-Teilchen einander auch durch eine andere schwachen Kraft beeinflusst.

Nach dem gegenwärtigen Verständnis befinden sich alle Galaxien innerhalb von Klumpen Dunkler Materie. Ohne die anziehende und somit zusammenhaltende Wirkung der Schwerkraft der Dunklen Materie würden Galaxien wie die Milchstraße auseinandergerissen, während sie rotieren. Um dies zu verhindern, müssen 85 Prozent der Masse des Universums als Dunkle Materie existieren. Dennoch bleibt deren wahre Natur ein Geheimnis.

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The Disturbing Truth Behind Your Swim With The Dolphins

Courtney Vail/WDC

Throngs of Americans are heading south to the Caribbean right now, for the balmy sunshine, intoxicating evening breeze, turquoise waters … and the opportunity to swim with dolphins. But despite their popularity, swim-with-the-dolphin programs have a dark underbelly, and those on the inside are starting to speak out against them.


By Christina M. Russo|The Dodo

Swim-with-the-dolphin (SWTD) programs can be found all over the world, but they’ve become exceptionally popular in the Caribbean in the past decade or so. A former dolphin trainer, who spoke on the condition of anonymity, told The Dodo that these programs are inherently problematic — and cetaceans simply do not belong in captivity.

“Dolphins are beautiful and amazing creatures in their natural habitat,” says the former trainer, who requested anonymity because he still works in the Caribbean hotel industry. “But stick them in a cage, and you watch them change.”

One trainer’s story

Born and raised in the Bahamas, the trainer says he was employed at two swim-with-the-dolphin facilities in the Caribbean, and his concerns grew over his tenure. The dolphins’ holding pens were not only excessively shallow, but also far too small. At one facility, he says, more than 40 dolphins were caged in three compact cells.

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Auf der Suche nach letzten Antworten

Rolf Heilmann Auch Physiker kochen nur mit Wasser  Verlag: Herbig, München 2015 ISBN: 9783776627572 20,00 €

Rolf Heilmann
Auch Physiker kochen nur mit Wasser
Verlag: Herbig, München 2015
ISBN: 9783776627572
20,00 €

“Wo die Wissenschaft an ihre Grenzen gerät” – der Untertitel trifft den Inhalt des Buchs sehr gut. Autor Bernd Heilmann verficht darin den Standpunkt, die Physik sei nicht der Weisheit letzter Schluss. Was in seinem Fall einiges Gewicht hat, denn Heilmann ist selbst Physiker, entwickelte Lasersysteme für Satelliten am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und lehrt heute Physik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München.


Von Frank Schubert|Spektrum.de

Auf die Frage, warum Gegenstände nach unten fallen, würden die meisten physikalisch korrekt mit der Gravitationskraft antworten, führt Heilmann beispielhaft an. Doch schon bei der simplen Nachfrage, warum es die Schwerkraft denn gebe, müsse auch ein gestandener Physiker die Segel streichen. Im Prinzip, schreibt der Autor, können alle Warum-Frageketten von Naturwissenschaftlern nicht abschließend beantwortet werden. Schon nach zwei- oder dreimaligem Nachhaken stießen wir an die Grenzen des Verstehbaren.

Gleichgültig gegenüber dem Unfassbaren

Eine Gewissheit über die ersten beziehungsweise letzten Ursachen könne die Naturwissenschaft nicht geben, betont der Physiker. Uns bleibe, über die Welt zu staunen, doch das hätten wir weitgehend verlernt. So nähmen wir ziemlich unbekümmert hin, dass wir auf einer riesigen rotierenden Kugel leben, die durchs leere All rast. Eigentlich sei das ungeheuerlich, doch man habe uns beigebracht, nicht weiter darüber nachzudenken.

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Antibiotic-Resistant Bacteria Were Around a Long Time Before Our Antibiotics

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Image: CDC

Long before techno-humans had whipped up their first batches of penicillin, antibiotic resistance was already under development within the human gut. This is the implication, anyway, of recently discovered antibiotic resistance genes within the bacterial flora of a South American tribe that, until 2009, had never had contact with the outside world, let alone its antibiotics.


By Michael Byrne|MOTHERBOARD

These findings come courtesy of researchers at Washington University St. Louis, led by pathologist Gautam Dantas, and are published in the current issue of Science Advances.

In question is a tribe of Yanomami Amerindians who’ve gone without outside contact for some 11,000 years, remaining in isolation thanks to a remote region of southern Venezuela known as the High Orinoco, a vast 80,000 square-kilometer tract of jungle marked by bottomless river valleys and soaring mountains. In 2008, the group’s village was spotted by a military helicopter and, in 2009, a Venezuelan Ministry of Health mission arrived at the site. To protect the privacy and security of the tribe, the location and name of the village are being kept secret. Only one of the two dozen or so authors behind the current paper actually visited the site.

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Die Jagd nach neuen Elementarteilchen

Bild aus der Bauzeit des LHC. ©CERN

Bild aus der Bauzeit des LHC.
©CERN

Der weltgrößte Beschleuniger am Cern in Genf jagt wieder nach neuen Elementarteilchen. Dieses Mal ist es eine Art Partnersuche. Denn Physiker gehen davon aus, dass jedes Standardteilchen ein Pendant besitzt. Das würde vieles erklären – auch die mysteriöse dunkle Materie im Universum.


Von Frank Grotelüschen|Berliner Zeitung

Der 4. Juli 2012 zählt zu den Sternstunden der Physik. Damals gab Cern-Direktor Rolf Heuer bekannt, der Large Hadron Collider (LHC) in Genf habe das ersehnte Higgs-Teilchen gefunden. Doch damit ist die Mission des weltweit größten Beschleunigers noch nicht beendet. Nach einem zweijährigen Umbau läuft der 27-Kilometer-Ring nun mit nahezu doppelter Energie wieder an. Den Wissenschaftlern soll er erneut Glücksmomente bescheren – wenn er eine höchst exotische, bislang unentdeckte Teilchengattung aufspürt: Susy-Teilchen könnten erklären, was hinter der rätselhaften dunklen Materie steckt, und warum die Milchstraße überhaupt zusammenhält.

Mit der Higgs-Entdeckung war das derzeitige Theoriegebäude der Physik, das Standardmodell, komplett. In diesem Puzzle bildete das Higgs den letzten noch fehlenden Baustein, denn es hilft den anderen Elementarteilchen dabei, zu ihrer Masse zu kommen. Damit hatte der LHC eines seiner beiden Ziele erreicht. Noch dazu erhielten Peter Higgs und François Englert, die den Higgs-Mechanismus in den 60er-Jahren ersonnen hatten, im Jahr 2013 den Nobelpreis für Physik. Das andere Ziel des LHC steht noch aus: der Vorstoß zu einer neuen, bislang hypothetischen Physik. Denn das Standardmodell ist nicht perfekt. Insbesondere vermag es nicht zu erklären, was hinter der ominösen dunklen Materie steckt, die es überall im Kosmos zu geben scheint, und die ganz offenbar die Galaxien zusammenhält wie ein unsichtbarer Klebstoff.

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Die Evolution wiederholt sich doch

Evo-Devo oder: Der gelenkte ZufallWieso suchen seit 250 Millionen Jahren immer wieder Landbewohner den Weg zurück ins Meer, und warum ähneln sie sich am Ende so sehr? Die Antwort auf diese Rätsel, behauptet eine aktuelle Studie, sei auch aktuell von Relevanz.


Von Frank Patalong|SpON

Die Evolution, wird oft behauptet, verläuft immer anders. Tatsächlich findet sie neue Lösungen, wenn das gebraucht wird. Doch gar nicht einmal so selten wählt sie auch bewährte Pfade, wenn sich das anbietet, wie eine aktuelle, im Fachblatt “Science” veröffentlichte Studie eindrucksvoll zeigt: Diese sogenannte konvergente Evolution, ist häufiger, als man vermutet. Entwicklungen laufen dabei unabhängig voneinander ab, finden aber mehr oder minder identischen Lösungen.

So wie beim Myoglobin, das mit Lungen atmendenden Wirbeltieren lange Aufenthalte unter Wasser erlaubt: Es bindet Sauerstoff und gibt ihn sukzessive an das Muskelgewebe ab.

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How Octopuses Move So Weirdly

Octopus vulgaris, the same kind as used in the study. Image: Morton Brekkevold/flickr

With their bulbous, squishy heads and eight super-bendy arms, octopuses are really radical-looking invertebrates. They also have a mouth attached to the centre point of their arms, and a killer underwater crawl. But what lets the octopus move so fluidly, when it’s got no backbone to keep everything together?


By Emiko Jozuka|MOTHERBOARD

It’s a question that’s intrigued scientists from the ​Octopus Group at The Hebrew University of Jerusalem. Set on solving the mystery through a frame-by-frame analysis of a video capturing an octopus in motion, they recently​ published their find​ings in the journal Current Biology.

“Octopuses use unique locomotion strategies that are different from those found in other animals,” said Binyamin Hochner of The Hebrew University of Jerusalem in a press statement. He pointed out that this was thanks to an evolution in their soft molluscan bodies, which enabled an “efficient locomotion control” even though they had no “rigid skeleton.”

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Forscher wollen das erste künstliche Lebewesen erschaffen

Im Kieler Wirkstoff-Zentrum werden Substanzen aus marinen Mikroorganismen untersucht und patentiert Sieg/Nölting, IFM-GEOMAR

Sie sollen Treibstoff produzieren, Krankheiten heilen oder Umweltgifte entschärfen. Synthetische Lebewesen sollen viele Probleme des 21. Jahrhunderts lösen. Bei ihrer Entwicklung entfernen sich Forscher von der universellen Sprache des Lebens. Das bietet Chancen und birgt Risiken.


FOCUS ONLINE

  • Wissenschaftler wollen Lebewesen synthetisch herstellen.
  • Bei den künstlich veränderten Lebewesen handelt es sich um Mikroorganismen.
  • Die Forscher wollen durch ihre Forschung Lebewesen von den „Fesseln der Evolution“ befreien.

Der Golem, Frankensteins Monster oder die Dinosaurier aus “Jurassic Park”: Leben künstlich zu erschaffen, fasziniert Menschen seit jeher – bis vor kurzem meist nur als Fiktion. Doch inzwischen streben Forscher gezielt die Herstellung neuartiger Organismen an und wetteifern darum, wer das erste synthetische Lebewesen erschafft.

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Axel Meyer: Charles Darwin war noch nie so aktuell

meyer_evoRund 120 Besucher lockte Axel Meyer ins Café Vogelhaus. Die Aussagen des bekannten Evolutionsbiologen polarisierten.


Von Selma Badawi|Südkurier

Er will, dass Wissenschaft endlich ausgesprochen wird. Dass politische Debatten mit Forschungserkenntnissen untermauert werden. Er ist der Meinung: „Es ist immer besser zu wissen, als nicht zu wissen.“ Evolutionsbiologe Axel Meyer sorgte bei „Ausgesprochen: Wissenschaft“ für ein komplett gefülltes Voglhaus. In der 47. Auflage der Veranstaltungsreihe von Uni, HTWG und SÜDKURIER teilte der Professor an der Universität Konstanz seine strikten Ansichten mit dem Publikum. Im Gespräch mit Jörg-Peter Rau machte er seinen Standpunkt in bioethischen Fragen klar und gab den Zuhörern einen Einblick in die bahnbrechenden Möglichkeiten, die die Wissenschaft uns in Zukunft eröffnen kann.

Auf sein im Juni erscheinendes Buch „Adams Apfel und Evas Erbe“, das sich mit der Macht der Gene beschäftigt, nahm Meyer immer wieder Bezug. So manche Antwort, die er dem Lokalchef des SÜDKURIER gab, löste ein Raunen in den Besucherreihen aus. Hin und wieder begleiteten auch ein schockierter Ausruf und ein kritisches Kopfschütteln die Unterhaltung.

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Skurril: Higgs-Daten als Heavy Metal-Song

Teilchenspuren als Gitarren-Riffs: Ein Physiker des CERN hat seine eigene Version der Daten zur Entdeckung des Higgs-Bosons ins Netz gestellt. Er setzte dafür die im Teilchenbeschleuniger registrierten Massenwerte bestimmter Detektorkanäle in Noten um und machte daraus Musik. Wie das klingt, spielt er in diesem Video gemeinsam mit einem Kollegen vor.


scinexx

Die Idee, physikalische Daten und speziell die Detektor-Daten der Higgs-Entdeckung in ‘Musik umzusetzen ist nicht neu: Schon im Oktober 2014 hatten Physiker des CERN auf dieser Basis das Stück LHC Chamber Music komponiert und als Video veröffentlicht. Für dieses diente ein Diagramm aus dem ATLAS-Detektor als Grundlage.

CMS-Diagramme als Gitarren-Melodien

In der Version von Piotr Traczyk von der CMS-Kollaboration am CERN geht es nun allerdings weit weniger klassisch zu. Aber auch er nutzt Daten, die ursprünglich am 4. Juli 2012 bei der Bekanntgabe der Higgs-Entdeckung vorgestellt wurden: Die im Detektor CMS ermittelten Häufigkeiten bestimmter Zerfallsprodukte im sogenannten Gamma-Gamma und 4-Lepton-Kanal. Den einzelnen Werten ordnet er Noten aus der chromatischen Tonleiter zu, leere Stellen ergeben Pausen. “Der Rhythmus und die harmonische Struktur lassen sich so aus den Daten ableiten”, erklärt Traczyk.

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Geist schärfte sich früh: An Steinen

Pfeilspitzen, Bild: horsa122.de

Viel früher als bisher gedacht wurden Werkzeuge hergestellt: vor 3,3 Mio. Jahren. Damit wurden auch die Grundlagen der Sprache gelegt, Experimente zeigen es.


Von Jürgen Langenbach|Die Presse

In einem stimmten Charles Darwin und Friedrich Engels, der in seinem Lesehunger auch die Evolutionstheorie verschlungen hatte, völlig überein: Engels nannte es 1876 bündig den „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“; Darwin formulierte 1871 im „Descent of Man“ präziser: „Aus einem Feuerstein auch nur das einfachste Werkzeug zu schlagen, braucht eine perfekte Hand“, und „die Struktur der Hand mag in dieser Hinsicht mit der des Vokalorgans“ verglichen werden; dazu passt dann wieder ein Vermutung Engels': „Beim Herstellen von Werkzeugen hatten sie einander etwas zu sagen.“

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The Earth Has An Eerie Hum, And Now We Know What’s Causing It

Erde vom Mond ausgesehen. Bild: NASA

Erde vom Mond ausgesehen. Bild: NASA

Scientists have long known that Earth produces an eerie low-frequency hum that’s inaudible to humans but detectable with seismic instruments. But as for what’s causing this “microseismic” activity, scientists have never been sure.


By Jacqueline Howard|The Huffington Post

Until now.

A new study published online Feb. 10, 2015 in the journal Geophysical Research Letters indicates that the hum is largely due to ocean waves that cause our planet to vibrate subtly — or “ring,” as the researchers put it.

We have made a big step in explaining this,” Dr. Fabrice Ardhuin, a senior research scientist at the National Center for Scientific Research in Brest, France and the study’s lead author, said in a written statement. “Now we know where this ringing comes from and the next question is: what can we do with it.”

Catching the culprit. With the help of computer models of the ocean, winds, and seafloor, the scientists were able to pinpoint the exact kind of ocean waves that cause the hum and how, Live Science reported.

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When to Nuke an Asteroid That’s Heading Toward Earth (and When Not to)

A NASA animation of a gravity tractor. Image: ​NASA

The best way to protect Earth against asteroids is to be prepared. That’s why scientists at the fourth International Academy of Astronautics (IAA) Planetary Defe​nse Conference this week are taking part in a simulated asteroid attack to discuss the best methods to take on incoming asteroids.


By Emiko Jozuka|MOTHERBOARD

Methods up for discussion include the gravity tra​ctor and the ion ​beam shepherd, which would both deflect an asteroid out of Earth’s way, as well as the more contentious and high-impact method of nuclear explosives.

“The gravity tractor and the ion beam shepherd are the subtle, slow-moving methods,” co-chairman of the conference Richard Tremayne-Smith told me over the phone. He explained that these were the best methods if you wanted to make adjustments to an asteroid’s flight path, and had a period of around ten to 20 years to do that in.

The gravity tractor is like a spacecraft, which flies next to the asteroid it wants to nudge off course for several months or years. It gradually pulls the asteroid out of the orbit it was in by a slight gravitational pull. The ion beam shepherd generates a beam of quasi neutral plasma from its engine, and uses the momentum of ​impin​ging propellant ions rather than gravity to deflect the asteroid away from Earth.

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Deutlicher Vogelschwund in Fukushima

Rauchschwalben waren um Fukushima einst häufig, heute gibt es sie dort kaum noch © Lip Kee/ CC-by-sa 2.0

Kein Zwitschern mehr: Vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima zeigen sich deutliche Folgen in der Vogelwelt der Region. Die Zahl der Singvögel im Sperrgebiet ist stark geschrumpft, einige einst häufige Arten sind fast ganz verschwunden. Der Rückgang ist klar dosisabhängig und hat sich trotz sinkender Radioaktivität in den letzten Jahren sogar noch verstärkt, wie die Forscher im Fachmagazin “Journal of Ornithology” berichten.


scinexx

Atomkatastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima hinterlassen ihre Folgen nicht nur bei den Bewohnern der betroffenen Regionen, auch die Natur verändert sich. Wie vor allem Tiere mit den erhöhten Strahlendosen zurechtkommen, ist bisher nur in Teilen untersucht. So scheinen sich einige Vögel im Sperrgebiet von Tschernobyl inzwischen an die Radioaktivität angepasst zu haben. Ob dies aber grundsätzlich gilt und wie Vogelpopulationen in den ersten Jahren nach einer solchen Verseuchung reagieren, war bisher unklar.

Um das zu ändern, haben Tim Mousseau von der University of South Carolina und seine Kollegen seit dem Atomunglück von Fukushima im April 2011 jedes Jahr im dortigen Sperrgebiet eine Reihe von Vogelzählungen durchgeführt. Zusätzlich analysierten sie Blutproben einiger Vogelarten, um festzustellen, welche physiologischen Folgen die erhöhte Strahlung für die Tiere hatte. Jetzt haben sie ihr erstes Fazit in mehreren Publikationen veröffentlicht.

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DARPA Cortical Modem connects brain directly to computer for ‘electronic telepathy and telekinesis’

DARPA’s cortical modem implant could restore sight loss and provide eyes with a heads-up display(Getty Images)

A brain-computer interface has been developed by the US Defence Research Projects Agency (DARPA) that is capable of laying a heads-up display over a user’s natural vision.


By Anthony Cuthbertson|International Business Times

The “cortical modem” also holds the potential to cure sight loss and enable “electronic telepathy and telekinesis” according to noted futurist Peter Rothman, writing for H+ Magazine.

While still a long way from production, the direct neural interface (DNI) chip would be shaped like a coin, around 1cm wide, and could conceivably cost as little as $10 (£6.50).

As outlined at the Biology is Technology conference in Silicon Valley last week, the interface provides a direct link between the brain and an external device or software through manipulation of the visual cortex.

Phillip Alvelda, chief of DARPA’s Biological Technologies, told the conference how the device could replace all virtual reality glasses, such as the Oculus Rift, by bypassing the visual sensory system entirely.

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