Archiv der Kategorie: Naturalismus

Asteroid Impacts 3.3 Billion Years Ago Caused Earth’s Oceans To Boil

Image Credit: NASA/Don Davis

Image Credit: NASA/Don Davis

Don’t complain too much when temperatures rise this summer, because it used to be worse. A lot worse.


By Ed Mazza|The Huffington Post

Some 3.3 billion years ago, monster asteroids — in some cases bigger than Rhode Island — repeatedly slammed into the Earth with impacts so violent that air temperatures soared to 932 degrees Fahrenheit for weeks at a time, according to a new study published in the journal Geology.

Temperatures rose to such extreme levels that the oceans literally boiled, causing sea levels to drop by about 330 feet.

Yet somehow, early life managed to survive.

These impacts would have a profound influence on any life trying to evolve into more complex, low-temperature organisms,” geologist Donald Lowe of Stanford University, who led the research, told Science News. “They’d keep getting whacked by these giant impactors and driven to extinction or near extinction.”

Lowe and study co-author Gary Byerly of Louisiana State University made the discovery while examining the Barberton Greenstone belt in South Africa, where ancient rock is exposed.

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Homosexualität: Schwule Fliegen machen Weibchen fruchtbarer

Bild:4ever. bearb.: bb

Bild:4ever. bearb.: bb

Untersuchungen an Taufliegen liefern Indizien dafür, dass Homosexualität tatsächlich einen langfristigen evolutionären Vorteil bietet.


Von Lars Fischer|Spektrum.de

Gleichgeschlechtliche Liebe ist im Tierreich so universell verbreitet, dass dieses Verhalten vermutlich einen deutlichen evolutionären Vorteil bietet. Aus Fortpflanzungssicht erscheint es allerdings erst einmal eher kontraproduktiv – deswegen suchen Forscherinnen und Forscher schon eine ganze Weile nach dem versteckten Gewinn der Homosexualität. Jessica Hoskins und zwei Kollegen von der University of St Andrews in Großbritannien fanden jetzt einen Hinweis darauf, dass Homosexualität und Fruchtbarkeit zusammenhängen. In Versuchen mit Fruchtfliegen entdeckte das Team, dass in Stammbäumen mit vielen homosexuellen Männchen der weibliche Nachwuchs fruchtbarer war – die Forscherin schließt daraus, dass die Männchen dort ein genetisches Merkmal tragen, über das beide Eigenschaften verknüpft sind und das so die fehlende Fortpflanzung ausgleicht. Ob das Merkmal auch für weibliche Homosexualität verantwortlich ist, geht aus der Studie nicht hervor.

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Forscher finden “Lucys” Nachbar

Kiefer des Australopithecus deyiremeda, entdeckt in der Afar-Region Äthiopiens © Yohannes Haile-Selassie

Der Menschen-Stammbaum wird verwirrender: Forscher haben in Äthiopien ein Vormenschen-Fossil entdeckt, das von keiner bisher bekannten Art stammt. Dieser Australopithecus deyiremeda getaufte Vormensch lebte vor rund 3,3 – 3,5 Millionen Jahren in der Afar-Region und war damit direkter Nachbar von “Lucy” und anderen Vertretern des Australopithecus afarensis. Warum damals mehrere Vormenschenarten in einem Gebiet lebten, ist bisher rätselhaft, wie die Forscher im Fachmagazin “Nature” berichten.


scinexx

Kaum eine Phase der Menschheitsgeschichte ist so rätselhaft wie die Zeit vor rund drei Millionen Jahren. Lange ging man davon aus, dass damals nur eine Vormenschenart existierte – der Australopithecus afarensis. Ihre berühmteste Vertreterin ist das Fossil Lucy, das 1974 in der Afar-Region Äthiopiens entdeckt wurde.

Rätsel um Lucys Zeitgenossen

Doch 2012 wurden ebenfalls in der Afar-Region 3,4 Millionen Jahre alte Fußknochen gefunden, die sich von denen dieses Vormenschen unterschieden. Auch im Tschad stießen Forscher auf Fossilien, die zwar zur Gattung Australopithecus, aber zu einer anderen Art gehören mussten. Und vor wenigen Wochen stellten Paläontologen fest, dass auch das berühmte Fossil “Little Foot” aus Südafrika keineswegs ein Nachfahre von Lucy und Co war, sondern ebenfalls ihr Zeitgenosse.

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Ältester Mord der Menschheit entdeckt

Lage, Einschlagswinkel und Form der Schäden sprechen für vorsätzliche Schläge © Sala et al./ PLoS ONE, doi: 10.1371/journal.pone.0126589.g004

Mord in der Vorzeit: Forscher haben den bisher ältesten Mord der Menschheit aufgeklärt: Zwei Verletzungen an einem 430.000 Jahre alten Neandertaler-Schädel deuten darauf hin, dass dieser vorsätzlich angegriffen und durch Schläge mit einem stumpfen Gegenstand ermordet wurde. Das in Nordspanien entdeckte Fossil ist damit der älteste Beleg für Mord und Totschlag in der Menschheitsgeschichte, wie die Forscher im Fachmagazin “PloS ONE” berichten.


scinexx

Mord und Totschlag sind keine Erfindung der Neuzeit – ganz im Gegenteil. Schon vor rund 50.000 Jahren tötete einer unserer Vorfahren einen Neandertaler mit einem Wurfspeer, wie Ausgrabungen im Irak vor einigen Jahren zeigten. Und auch die berühmte Eismumie “Ötzi” wurde vor rund 5.000 Jahren Opfer eines Angriffs durch einen Mitmenschen.

Ein noch erheblich älteres Zeugnis zwischenmenschlicher Gewalt haben nun Nohemi Sala von der Universität Madrid und ihre Kollegen in Nordspanien entdeckt. Im Höhlensystem Sima de los Huesos stießen sie auf die Skelette von mindestens 28 Neandertalern. Diese müssen vor rund 430.000 Jahren durch den einzigen Zugang der Höhle, einen kleinen, senkrechten Schornstein im Fels, in die Kaverne hinabgeworfen worden sein – möglicherweise als eine Form der Bestattung.

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If You’ve Wondered Why So Many Politicians Deny Climate Change, Science Has Your Answer

Sen. James Inhofe, R-Okla., one of the Senate’s most high-profile deniers of climate science. CREDIT: AP Photo/J. Scott Applewhite

Scientists have known for a long time what’s causing current climate change. What’s been less clear is why so many U.S. politicians aren’t listening.
Sure, there’s been falsely balanced media coverage of climate science. And there are both financial and ideological incentives to deny that carbon emissions are causing the phenomenon.


By Emily Atkin|ClimateProgress

But according to new research published in Nature Climate Change, there’s at least one statistically proven reason why more than 56 percent of Congressional Republicans deny climate change: echo chambers.

The term “echo chambers” traditionally refers to situations where people surround themselves with information they want to hear, and block out the rest. We’ve known for a while that these present themselves in climate politics; A 2014 study suggested that the reason Americans haven’t fully accepted the scientific consensus on climate change is because of echo chambers like Fox News, where conservative viewers are “exposed only to content consistent with their opinions, while shielded from dissenting views.”

The study published Monday, however, looked at how echo chambers specifically affected members of Congress and the people who influenced them during the 2010 debate over cap-and-trade. And what it found was that the presence of echo chambers only impeded scientific debate when they appeared on the side that denied the science of human-caused climate change. That’s because those echo chambers relied on significantly fewer pieces of peer-reviewed science to make their claims that carbon emissions were not worth limiting.

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Ozon: Was wäre wenn…

Entwicklung des antarktischen Ozonlochs von 1957 bis 2001 © RedAndr/ CC-by-sa 3.0

Ein Ozonloch über dem Nordpol, UV-Alarm in unseren Breiten und viermal so viel Hautkrebs: Wenn es 1987 das Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht nicht gegeben hätte, wäre all dies heute Realität. Das belegt eine ungewöhnliche “Was wäre wenn”-Studie von Klimaforschern im Fachmagazin “Nature Communications”. Ihre Simulation belegt, dass das Verbot vieler ozonzerstörender Substanzen sich bereits messbar positiv auf die Ozonschicht ausgewirkt hat.


scinexx

Die irdische Ozonschicht ist unser wichtigster Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. Doch anthropogene Emissionen chlorhaltiger Treibgase und anderer Halogenkohlenwasserstoffe setzte in der Ozonschicht eine zerstörerische Kettenreaktion in Gang, die über der Antarktis ein Ozonloch verursachte und die Ozonschicht auch in anderen Regionen ausdünnte. Um dem Einhalt zu gebieten, beschloss die internationale Staatengemeinschaft 1987 im Montreal-Protokoll, chlor- und bromhaltige ozonabbauende Substanzen zu verbieten oder ihre Produktion zumindest stark zu reduzieren.

Was wäre wenn…?

Allerdings war damals schon klar, dass sich die Ozonschicht wegen der Langlebigkeit der Chlorverbindungen nur mit großer Verzögerung erholen wird. So hat sich das antarktische Ozonloch zwar seither bereits verkleinert, im Winter 2011 riss aber dafür ein Ozonloch über dem Nordpol auf, ausgelöst durch eine ungewöhnliche Kälte. Studien zeigen zudem, dass die irdische Ozonschicht noch immer um rund vier Prozent unter dem langjährigen Mittel liegt.

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Das Dach der Welt verliert sein Eis

Blick auf Mount Everest und Co vom Dubh Kosi Becken aus © Patrick Wagnon

Himalaya ohne Schnee? Die Gletscher rund um den höchsten Berg der Welt könnten schon bald drastisch schrumpfen: Bis 2050 droht eine Halbierung des Eisvolumens in der Mount Everest-Region, bis 2100 könnte sogar fast alles Eis verschwinden, wie Forscher im Fachjournal “Cryosphere” berichten. Für die Bewohner Nepals und anderer angrenzender Gebiete wäre dies fatal, denn ihre Wasserversorgung hängt größtenteils von den Himalaya-Gletschern ab.


scinexx

Die Gletscher des Himalaya sind das größte irdische Eisreservoir außerhalb der Polargebiete. Ihr Eis spielt daher für den Wasserhaushalt der Region, aber auch für das Klima Asiens eine wichtige Rolle. Wie sich der Klimawandel auf diese Region auswirkt, ist aber bisher nur in Teilen klar. “Die meisten Regionen zeigen in den letzten Jahren deutliche Gletscherrückgänge”, berichten Joseph Shea vom International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) in Kathmandu und seine Kollegen. Es gibt aber auch Ausnahmen, darunter der Karakorum und das Pamirgebirge.

Dach der Welt im Computermodell

Wie sensibel die Himalaya-Region rund um den Mount Everest reagiert, haben Shea und seine Kollegen nun ermittelt. Sie untersuchten das Gebiet des sogenannten Dudh Kosi-Beckens. Dieses umfasst nicht nur die Gipfel des Mount Everest, des Nuptse, Makalu und anderer Gebirgsriesen, es enthält auch gut 400 Quadratkilometer Eisfläche. “Diese Region gilt als potenziell sensibel gegenüber der globalen Erwärmung”, erklären die Forscher. Aber weil 80 Prozent der Gletscher im Dubh Kosi-Becken oberhalb von 5.000 Metern liegen, sind Messdaten rar.

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Dänemark: Moderator tötet Kaninchen während Radiosendung

Das Kaninchen Allan wurde während der Live-Sendung getötet. / Bild: (c) Screenshot/Facebook-Seite von Radio24syv

Der Sender wollte mit der Aktion auf die grausamen Methoden der Agrarwirtschaft aufmerksam machen. Im Studio kam es zu einem Tumult.


Die Presse

Die Tötung eines Kaninchens während einer Radio-Sendung hat in Dänemark für Aufsehen gesorgt. Der Sender Radio24syv rechtfertigte die Aktion am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter: “Wir haben es nicht um der Unterhaltung willen getan.” Tausende Tiere würden täglich getötet, damit Menschen sie essen könnten. Es gehe darum, auf die grausamen Methoden der Agrarwirtschaft aufmerksam zu machen.

Moderator Asger Juhl, hatte das junge Kaninchen namens Allan am Montag während der Sendung mit mehreren Schlägen mit einer Luftpumpe auf den Kopf getötet. Damit habe die “Heuchelei” der Dänen beim Tierschutz entlarvt werden sollen, twitterte der Sender.

Im Studio kam es zu einem Tumult, als Reality-Showstar und Tierrechteaktivistin Linse Kessler versuchte, das Kaninchen zu retten und Juhl durch das Studio jagte, bevor sie es verlassen musste. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb Kessler, sie hätte das Tier fassen und Juhl entwinden können, habe aber gefürchtet, dass es dadurch noch größeren Schaden erlitten hätte.

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Überraschende Polarlichter auf dem Mars

So grünlich könnten die Polarlichter auch auf dem Mars leuchten © NASA/ James Spann

Grünliche Schleier am Marshimmel: Die NASA-Sonde MAVEN hat erstmals auch auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten Polarlichter entdeckt. Das Überraschende daran: Sie treten damit auch dort auf, wo der Mars gar kein Magnetfeld besitzt und sind damit viel weiter verbreitet als bisher angenommen. Das bisher im UV-Bereich nachgewiesene Himmelsphänomen würde Astronauten auf dem Mars vermutlich als grünliches Leuchten erscheinen, so die Forscher.


scinexx

Polarlichter auf der Erde entstehen überall dort, wo die energiereichen Partikel des Sonnenwinds auf die geladenen Teilchen der oberen Atmosphäre treffen. Dies geschieht vor allem in den Polarregionen, wo die Feldlinien des schützenden Magnetfelds nahezu senkrecht zur Erde stehen. Die Sonnenwindteilchen werden entlang dieser Linien in Richtung Erdoberfläche geleitet.

Auroren außerhalb der “Magnetpilze”

Auf dem Mars gibt es aber kein planetares Magnetfeld, der “Schutzkäfig” fehlt daher. Stattdessen gibt es vor allem auf der Südhalbkugel einige lokale Magnetfelder, die pilzförmig aus dem Untergrund in die Höhe ragen. Sie sind die Relikte eines einst vollständigeren Felds, das schon vor Milliarden Jahren verschwand. Vor rund zehn Jahren entdeckte die ESA-Raumsonde Mars Express an diesen “Magnetpilzen” die ersten marsianischen Polarlichter.

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Atheistenpreis für “Bad Religion”-Sänger Greg Graffin

Bad Religion

Promovierter Evolutionsbiologe ist er, aber auch eine Punkrock-Ikone. Jetzt erhielt „Bad Religion“-Sänger Greg Graffin in Köln den Atheistenpreis.


Von Thomas Mader|WAZ

Eine Punkrock-Ikone stellt man sich, nun ja, unfrisierter vor. Ordentliche schlohweiße Haare (mit 50 Jahren), ein unscheinbares Hemd und Wanderturnschuhe – äußerlich entspricht der Amerikaner Greg Graffin eher dem Klischee seiner anderen Profession: Der „Bad Religion“-Sänger ist auch promovierter Evolutionsbiologe. In Köln verlieh ihm am Samstag der „Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten“ seinen Preis „Sapio“ – weil Graffin es sich zur Mission gemacht hat, für Selbstbestimmung und gegen Denkverbote einzutreten.
Punk für eine bessere Gesellschaft

In seinem neuen Buch „Population Wars“ (etwa „Kriege der Völker“) zum Beispiel, das im September erscheint, will Graffin zeigen, dass es nicht um Sieg oder Ausrottung geht, wenn Bakterien oder Tiere sich bekämpfen, dass das Bild vom Krieg als Treiber der Evolution falsch ist.

„Wenn eine Population sich erst mal etabliert hat, ist sie nur sehr schwer auszulöschen. Viel öfter enden Konflikte mit Assimilation.“ Und wären Kriege, wie Menschen sie führen, nicht vermeidbar, wenn wir einen neuen Blick darauf gewännen?

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So begründet Peter Singer Tötung behinderter Babys

Foto: Wikipedia/Joel Travis Sage/ CC BY 3.0 Der australische Philosoph Peter Singer kämpft für die Rechte von Tieren. Hoch umstritten ist er, weil er die Tötung behinderter Säuglinge nicht zwangsläufig als “Unrecht” betrachtet

Gegen eine Preisverleihung für den Tierrechtler Peter Singer heute in Berlin gibt es Widerstand. Ihm wird geistige Nähe zu Nazis attestiert. Seine Schriften zeigen: Der Vorwurf ist schwer zu halten.


Von Ulli Kulke|DIE WELT

Peter Singer könnte ein Star sein in der politisch korrekten Welt. Der australische Philosoph ist einer der weltweit bekanntesten Tierrechtler, der Affen auf eine Stufe mit Menschen stellt, Leib und Leben von beiden denselben Schutz zukommen lassen will. Singer spricht sich aber auch für die Aufnahme von viel mehr Flüchtlingen in den reichen Ländern aus, selbst wenn es dort für die Menschen dann ungemütlicher wird. Er plädiert für weniger Kino- oder Restaurantbesuche, um mehr an die Dritte Welt spenden zu können. Aus alldem fügt sich sein Gesamtkonzept des Utilitarismus – das Bemühen, den Nutzen für alle Lebewesen gleichzustellen und ihn zu mehren, ohne Unterschiede zwischen Ethnien, aber eben auch nicht zwischen Arten, zwischen Tier und Mensch.

So weit, so gut. Da sollte der Beifall eigentlich groß sein in der Szene, wenn der Philosoph an diesem Dienstag in der Berliner Wissenschaftsarena Urania einen Preis bekommt für sein Engagement, insbesondere für das “Great Ape Project” (Projekt für große Affen), das unter dem Motto “Menschenrechte für Menschenaffen” steht. Der Name der Auszeichnung: Peter-Singer-Preis, gestiftet vom Förderverein des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung e.V.

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Waldrapp in Palmyra: IS-Einmarsch bedroht auch seltene Vogelart

Waldrapp-Jungvogel (Geronticus eremita). Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0

Angesichts der vielen Gräueltaten der Terrormiliz ist es nur eine Randnotiz, für Naturschützer dürfte es dennoch eine traurige Nachricht sein: Die Eroberung der Oasenstadt Palmyra durch den IS könnte auch das Ende der letzten Waldrappe Syriens bedeuten.


SpON

Der “Islamische Staat” (IS) hat vor wenigen Tagen Palmyra besetzt. Meldungen zufolge werden Anhänger von Dikator Assad systematisch aufgespürt und ermordet.

Den Ruinen der antiken Oasenstadt, die zum Weltkulturerbe zählen, droht die Zerstörung.

Ein Bericht der britischen BBC zeigt also bei weitem nicht das drängendste Problem in der besetzten syrischen Stadt auf, es ist jedoch ein weiteres Beispiel für die Zerstörung, die der IS über Syrien bringt.

Die letzten Waldrappe Syriens brüteten nahe Palmyra. Drei Vögel wurden laut dem Bericht in Gefangenschaft gehalten. Nachdem ihre Betreuer wegen der Kämpfe geflohen sind, weiß man nicht, was aus ihnen geworden ist. Wo sich ein bestimmtes Waldrapp-Weibchen aufhält, ist auch unbekannt: Es geht um den einzigen Vogel, der die Reiseroute vom Brutquartier in Syrien zum Winterquartier in Äthiopien zuverlässig kennt und daher enorm wichtig ist, um die Zugvogel-Population zu erhalten.

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Nepal: Monströse Welle

Bodenveränderung nach Erdbeben: Blau zeigt Senkung, Rot Hebung. NASA/ ESA/ DLR/ JPL

Bodenveränderung nach Erdbeben: Blau zeigt Senkung, Rot Hebung. NASA/ ESA/ DLR/ JPL

Das schwere Erdbeben in Nepal hat das Land gewellt: Der Süden beulte aus, der Norden dellte ein. Die Veränderung des Bodens verrät einen monströsen Ruck in der Tiefe.


SpON

Die Haut, so sagt man, sei der Spiegel der Seele. Genauso zeigt das Geschehen auf dem Erdboden, was im Inneren des Planeten vorgeht. Daten des Radarsatelliten “Sentinel-1″ dokumentieren die gewaltigen Veränderungen des Bodens in Nepal nach dem schweren Erdbeben am 25. April. Die Bilder verraten kolossale Vorgänge in der Tiefe.

Das Beben war eines der schrecklichsten der vergangenen Jahrzehnte. Tausende Menschen starben unter Trümmern in Kathmandu und Umgebung, Abertausende wurden verletzt, noch mehr verloren ihre Wohnung. Mitte Mai suchte ein zweites starkes Beben die Region heim, wieder gab es viele Opfer, obwohl das Beben fünfmal schwächer war als das erste.

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Wanka gegen Gentechnik-Verbot auf deutschen Äckern

Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat sich gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland ausgesprochen.


evangelisch.de

“Es ist doch absurd: In der Medizin ist Gentechnik völlig akzeptiert”, sagte Wanka der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Bei Pflanzen und Nahrungsmitteln gelte sie als verpönt.

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist in Deutschland seit Jahren umstritten. Nach Plänen der EU-Kommission soll ein Verbot in einzelnen Mitgliedstaaten künftig möglich sein. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat bereits einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, um in Deutschland flächendeckend den Anbau genetisch veränderter Pflanzen untersagen zu können

Schrödingers Kätzchen wächst

Bild:scinexx

Mit Hilfe “gequetschter” Quantenzustände konnten Physiker ein Kalziumatom an zwei verschiedenen Orten zugleich erscheinen lassen – mit überraschend großem Abstand.


Von Dirk Eidemüller|Spektrum.de

Das Gedankenexperiment von Schrödingers Katze ist eines der berühmtesten Beispiele für die Eigentümlichkeiten der Quantenphysik. Erwin Schrödinger, der für seine Arbeiten zur quantenmechanischen Wellenfunktion den Nobelpreis für Physik im Jahr 1933 erhielt, entwarf dieses Gedankenexperiment, um die nicht nur seiner Meinung nach äußerst seltsamen Konsequenzen dieser Theorie zu illustrieren.

Mit dem Beispiel eines bemitleidenswerten Kätzchens wollte Schrödinger die Eigenschaft von Quantensystemen verdeutlichen, sich gleichzeitig in zwei verschiedenen Zuständen befinden zu können. Nach seinem Gedankenexperiment ist eine Katze in einer undurchdringlichen Kiste eingesperrt, zusammen mit einer “Höllenmaschine”, die aus einem radioaktiven Teilchen und einem Mechanismus mit giftigem Gas besteht. Zerfällt das Atom in einer bestimmten Zeit, so löst das den Mechanismus aus, der die Katze tötet. Sonst bleibt sie am Leben.

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Astronomer Royal Martin Rees: How soon will robots take over the world?

‘We’re witnessing a momentous speed-up in artificial intelligence’: Nexi, a robot designed to express emotion Photo: David L Ryan/The Boston Globe via Getty Images

An explosion in artificial intelligence has sent us hurtling towards a post-human future, warns Martin Rees


By Martin Rees|The Telegraph

In Davos a few years ago, I met a well-known Indian tycoon. Knowing I had the title Astronomer Royal, he asked: “Do you do the Queen’s horoscopes?” I responded, with a straight face: “If she wanted one, I’m the person she’d ask.” He then seemed eager to hear my predictions. I told him that markets would fluctuate and that there would be trouble in the Middle East. He paid rapt attention to these insights. But I then came clean. I said I was just an astronomer, not an astrologer. He immediately lost all interest in my predictions. And rightly so: scientists are rotten forecasters – worse, often, than writers of science fiction.

Nevertheless, 12 years ago, I wrote a book that I entitled Our Final Century? My publisher deleted the question-mark. The American publishers changed the title to Our Final Hour – Americans seek instant (dis)gratification. My theme was this: our Earth is 45 million centuries old, but this century is special. It’s the first when one species – ours – can determine the biosphere’s fate.

In the years since, a few forecasts have somewhat firmed up: the world is becoming more crowded – and warmer. There will be about 2 billion more people in 2050, and their collective “footprint” will threaten our finite planet’s ecology unless we can achieve more efficient use of energy and land. But we can’t predict the path of future technology that far ahead. Today’s smartphones would have seemed magic even 20 years ago, so in looking several decades ahead we must keep our minds open to breakthroughs that may now seem like science fiction. These will offer great hopes, but also great fears.

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Biowissenschaftler kritisiert Vorherrschaft der Gender-Studien

Hans Peter Klein, Professor für Didaktik der Biowissenschaften, kritisiert die Vorherrschaft der sogenannten „Gender Studien“. Foto: PR

Scharfe Kritik an einer zunehmenden Vorherrschaft der sogenannten „Gender Studien“ in Schule und Wissenschaft übt der Professor für Didaktik der Biowissenschaften Hans Peter Klein (Frankfurt am Main). Wie er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt, haben die Propagandisten des „Gender Mainstreaming“ Fachbereiche an Universitäten und Schulfächer fest im Griff. Wer dagegen aufbegehre, werde als „reaktionär“ abgestempelt; dabei hielten die gender-orientierten Lehrpläne wissenschaftlichen Ansprüchen nicht stand.


idea.de

Die feministisch geprägten Gender Studien lehren, dass die Geschlechterverhältnisse weder naturgegeben, noch unveränderlich, sondern sozial und kulturgeprägt seien. Klein verweist unter anderem auf die Diskussion um den baden-württembergischen Bildungsplanentwurf, der vorsieht, in allen Schulen und Fächern „gendersensibel“ zu unterrichten. Bereits Achtklässler sollten sich Klarheit darüber verschaffen, ob sie wirklich heterosexuell sein wollen. Laut Klein steht die Gender-Lehre aber „im eklatanten Widerspruch zu den Erkenntnissen der Biologie“.

Gender-Erziehungsprogramm ohne demokratische Legitimation

Inzwischen seien an den deutschen Universitäten fast 200 Professuren für Gender-Studien eingerichtet worden. Durch öffentliche Proteste seien ihre Repräsentanten nicht von ihrem Weg abzubringen. Klein: „Sie wollen, dass alle Menschen so denken wie sie, weil sie sich im Besitz der Wahrheit wähnen, die alle anderen missachten oder nicht zur Kenntnis nehmen wollen.“ Dieses Erziehungsprogramm habe keine demokratische Legitimation: „Es ist erstaunlich wie Minoritäten – offenbar mit politischer Unterstützung – der Mehrheit ihre Vorstellungen mit fast religiösem Eifer diktieren können.“ Sie schafften ein Klima, in dem Andersdenkende durch Verdächtigungen und Anschuldigungen eingeschüchtert und verängstigt würden. Klein: „Wer dagegen aufbegehrt, muss mit der Diffamierung und Diskreditierung der eigenen Person oder der Zensur kritischer Beiträge rechnen.“

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This rich Texas jackass murdered a black rhino and now he thinks he’s the fucking saint of conservation

Corey Knowlton – Facebook

Knowlton — the son of Texas oil executive Lary Knowlton (that would be this cartoon of a man here)– is the one who dropped a cool $350,000 at an auction last year so he could kill a rare and endangered black rhino. Why did he want to kill a rhino? Because he’s an asshole like his dad who has enough money to be able to travel around the world and practice the manly art of serial animal killing for fun.


TBOGG|Raw Story

Take a brief perusal of his Facebook photos and you will see Corey showing off a sampling of his kills in his wonderfully appointed trophy room (below) that is a subtle reminder that all of the money in the world — to say nothing of artfully-placed indirect lighting — can’t create the illusion of good taste.

Facebook- Corey Knowlton Tacky Collection

Despite attempts since last year to stop the hunt for the black rhino, the hunt went forward, the rhino was killed, and CNN was there to document it with the kind of breathless spin that most Texas families pay big bucks for when their entitled children make asses of themselves.

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Surprise: BP’s Record-Breaking Oil Spill Decimated Dolphins

A dolphin that died off the Louisiana coast in 2012. Image: Louisiana Department of Wildlife and Fisheries

A dolphin that died off the Louisiana coast in 2012. Image: Louisiana Department of Wildlife and Fisheries

Dolphins have been dying off at unprecedented rates in the Gulf of Mexico over the last five years, and a new study helps confirm what researchers suspected: the 2010 Deepwater Horizon oil spill is to blame.


By Kari Paul|MOTHERBOARD

After the 2010 disaster, which was the largest marine-based oil spill in US history, scientists documented the highest number of dead bottlenose dolphin strandings on record in the northern Gulf of Mexico, with more than 1,300 washed ashore as of May 2015.

Scientists have been investigating the unusual mortality event over the last five years to see if it can be tied to the spill. Previous research showed dolphins in heavily affected areas showed signs of adrenal and lung disease, and the most recent study, published today in PLoS One, found exposure to oil was the most significant cause for these diseases and death.

“There is no feasible alternative that could reasonably explain the timing, location, and nature of the increase in deaths,” Dr. Stephanie Venn-Watson, veterinary epidemiologist at the National Marine Mammal Foundation and the study’s lead author, said of the oil spill.

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Älteste Steinwerkzeuge der Menschheit entdeckt

Eines der 3,3 Millionee Jahre alten Steinwerkzeuge – auf den ersten Blick ein ganz normaler Stein. © MPK-WTAP

Überraschender Fund: Am Turkanasee in Kenia haben Forscher die bisher ältesten menschengemachten Steinwerkzeuge entdeckt: Sie sind rund 3,3 Millionen Jahre alt – und entstanden damit schon vor Auftreten des Homo habilis, der bisher als der erste Werkzeugmacher galt. Wer allerdings diese primitiven Faustkeile schuf, ist bisher ein Rätsel, wie Forscher im Fachmagazin “Nature” berichten.


scinexx

Bisher galt der Homo habilis, der “geschickte Mensch”, als der erste Werkzeugmacher unter unseren Vorfahren. Denn die bisher ältesten Steinklingen und Faustkeile stammen aus der Zeit vor rund 2,3 bis 2,6 Millionen Jahren und wurden zusammen mit Homo habilis Fossilien in der Olduvai-Schlucht in Tansania gefunden. Frühere Vormenschen, so glaubte man, hätten noch nicht die erforderliche mentale Kapazität und Auge-Hand-Koordination besessen, um gezielt verschiedenen Werkzeuge herzustellen.

Zufallsfund beim Umweg

“Man ging davon aus, dass nur unsere direkten Vorfahren den kognitiven Sprung machten und lernten, Steine so gegeneinander zu schlagen, dass scharfe Klingen entstanden”, erklären Sonia Harmand von der Stony Brook University in New York und ihre Kollegen. “Dies galt als das Fundament für unseren evolutionären Erfolg.” Andererseits aber erforderten die Olduwan-Werkzeuge bereits ziemlich viel Übung und Geschick – ein Indiz dafür, dass sie vielleicht doch nicht die ersten Versuche unserer Vorfahren mit dieser Technologie darstellen.

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