Aiman Mazyek: Dodo des Monats Mai 2017

Dodo des Monats Mai 2017 ©HFR

Der Ramadan ist unwichtig und nur für die Menschen von Bedeutung, die meinen, dass im „heißen Monat“, die erste Auflage des Korans vom Himmel Gottes herab gesandt wurde. Medienberater und Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek sieht Parallelen zum Weihnachtsfest. Der Wunsch, eine Brücke zum überbordenden Weihnachtsfest der Christenheit zu bauen ist verständlich, es ist der Versuch Ungläubige mit dem Gefühl der religiösen Solidarität zu kapern. Das hat was von religiösen Korpsgeist, wir alten Kämpfer Gottes, zumindest des Gottes Abrahams. Die Pfaffen nicken wohlgefällig und denken du armes Schwein, an unsere Geldtöpfe kommst du noch lange nicht.
Das Weihnachtsfest der Christenheit ist ein Sauf-und Fressgelage, Konsum über alles und wenn der Coca-Cola-Weihnachtsmann durchs Dorf fährt war es ein schönes. Verkitscht rieselt der Schnee auf deutsche Tannen, Glöckchen erklingen und die Tochter Zion macht auf das Tor weit. Nach erfolgreicher Besamung Marias durch Gott, bringt sie den Bengel eben in jener Weihnachtsnacht zur Welt. Gott gelingt das schier Unmögliche er wird Sohn und ist Vater zugleich. Wer den Christengott einen tricky dick nennt liegt nicht soweit daneben.
In Abhängigkeit von der Größe der Geldkatze der Eltern werden alle beschenkt. Das Weihnachtsfest in deutschen Stuben hat sich schon lange von seinen religiösen Inhalten verabschiedet, ob das Fest schön war wird im KaDeWe oder bei der Tafel um die Ecke entschieden. Die klingelnden Glöckchen sind denen der Kassen verdammt ähnlich.

Jetzt kommt der Gegensatz, Hunger von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Nach dem Gesetz wird Fasten als Enthaltung von bestimmten Tätigkeiten definiert: Verzehr von irdischen Substanzen und Speisen sowie Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit. Hört sich nicht nur Scheiße an, ist es auch. Mit diesem Wissen ist es leichter Muslime zu verstehen, die über den Fastentag intelligenz-und leistungsgemindert bis zum Sonnenuntergang kommen müssen. Dann ist Fastenbrechen angesagt, damit niemand mit Hungerödemen und halluzinierend göttliche Erscheinungen bekommt.

Mazyek kann sich gar nicht wünschen, dass der Fastenmonat die Bedeutung christlicher Feste erlangt. Jüngst wurden in Tunesien junge Männer zu Haftstrafen verurteilt, weil sie im Ramadan gegessen, getrunken und geraucht hatten. Es ist einfach unvorstellbar in der S-Bahn zu sitzen und die Gerüche der Imbissbuden und Schnellküchen nicht vernehmen zu können. Aber Mazyek schwebt genau das vor. Ramadan als gesetzlicher Feiertagsmonat, kollektives Zwangshungern, staatlich sanktioniert. In der Dunkelheit der Nacht wird aufgeholt was am Tage versäumt wurde. Bigott, der Glaube, die Rituale und Gott, ob nun Allah, Jesus, Shiva oder Thor, Kontrolle ist alles.
Wer sich am nicht-fasten-wollen stört hat Pech. Es gibt keine verbindlichen Gesetze im Lande die das untersagen. Der hungernde, verständnisvolle Muslim geht den Ungläubigen aus dem Weg. Wer Rücksicht auf sein Fasten fordert will kontrollieren, genau das ist freiwillig Hungernden zu versagen.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Immer dann, wenn die Wunder Gottes am größten waren, war es die Dummheit der Menschen auch.

 

Mathematik und Realität

Einige Geisteswissenschaftler, etwa der Anglist und Publizist Dietrich Schwanitz, haben die These vertreten, wonach mathematisches und naturwissenschaftliches Wissen nicht kulturrelevant sei und ihm daher auch keine allgemeinbildende Rolle zukomme.

Von Roland Pilous | Spektrum.de

Der Naturphilosoph Bernulf Kanitscheider sieht das ganz anders. Schuld an einer vermeintlichen Bedeutungslosigkeit mathematischen und naturwissenschaftlichen Wissens, schreibt er, sei dessen instrumentalistische Deutung. Ihr zufolge ist dieses Wissen ein Werkzeugkasten, dessen Relevanz sich in technischen Anwendungen erschöpft.

Kanitschneider hält dem die realistische Deutung entgegen: Wenn sich die Aussagen der Mathematik und Physik auf etwas real Existierendes beziehen und die Struktur der Welt beschreiben, dann haben sie eine entsprechend große Relevanz für die Allgemeinbildung und vielleicht sogar für die Sinngebung des Lebens. Kanitscheiders neues Buch bietet nicht etwa einen neutralen Überblick über philosophische Deutungen der Mathematik, wie man angesichts des Titels vermuten könnte. Vielmehr ist sein Hauptanliegen, die realistische Deutung der Mathematik und Physik zu stützen.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats Mai 2017

Dodo des Monats Mai 2017 ©HFR

Der evangelische Kirchentag im Monat hatte seine Schatten voraus geworfen. Gebündelte politische Religiotie bis hoch zur Kanzlerin war täglich zu lesen. Drohnen-König Obama, der mit seinen außergerichtlichen Exekutionen Rekorde brach, half ihr beim Wahlkampf. Bedford-Strohm und Käßmann lieferten den religiösen Mob dazu. Besoffen im Luther-Kult äußerte sich fast die gesamte Bundesregierung zum Judenhasser, Sexisten und Obrigkeitsapostel Luther. Egal, der fette Pfaffe hat sich durchaus ins Gedächtnis der Massen gebrannt. Die Diktatoren der jüngsten Vergangenheit hätten Tränen der Rührung in den Augen, vor soviel Kult.
Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07.06. 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt.

Viel Spaß!

  1.  Michael Diener, „Bibel-Fundamentalismus jenseits der Menschenwürde.“
  2.  Uni Siegen, „wer beten will sollte in seinen Tempel gehen und keine Uni damit belästigen.“
  3. Ahmed Mohammad al-Tayyeb, „verwirrte Sinne um Terror und Islam.“
  4.  Christian Schmidt, „Kirchen in der Politik verstecken die eigene Inkompetenz.“
  5.  Aiman Mazyek, „Ramadan ist wie Weihnachten, nur ohne Sättigungsgefühl.“
  6.  Claudia Janssen, „professoraler Unsinn zum Thema Menschenrechte.“
  7.  Angela Merkel, “ Beten in der Shopping-Mall.“
  8.  Heinrich Bedford-Strohm, „weiß nicht was Glaube für Berge versetzen kann.“
  9.  Uwe Junge, „der Vernichtungskrieg der Wehrmacht hat nichts mit Nationalsozialismus zu tun.“
  10.  Sigmar Gabriel, „sucht Frieden in heiligen Büchern.“
  11.  Markus Dröge, „je weniger Jesus-Fans ihm folgen, um so lauter wird er.“
  12.  Rainer Podeswa, „hat schmutzige Träume mit Hexen.“
  13.  Hedwig von Beverfoerde, „Bildungsresitenz im niederen Adel.
  14.  Michael Müller, „wird mutig, wenn er einen Kirchentag feiern kann.“
  15.  Gerhard L. Müller, „hat keine Ahnung von Religionsfreiheit.“
  16. Thomas de Maizière, „der religiöse Kitt hält die Gläubigen schön ruhig.“

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats Mai 2017“

Rundfunk Berlin-Brandenburg: Dodo des Monats März 2017

Dodo des Monats März 2017 ©HFR

„Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet umfassend und multimedial vom 36. Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg (24. bis 28. Mai 2017).Pressemitteilung des rbb“

10 Jahre Zwangsmission finden ein Ende. Es reicht, Übersättigung gebiert Ekel. Der evangelische Kirchentag, einer kleinen religiösen Minderheit in Berlin, soll der Abschluss sein. Frau Käßmann will in Rente gehen, wir wünschen ihr einen angenehmen Lebensabend, verbunden mit der Hoffnung, nie wieder etwas von ihr hören oder lesen zu müssen. Der immer greinende, moralinsaure Bescheidwisser Huber reicht der Stadt völlig.

Gegen aufkommende Übelkeit, oder andere Peinlichkeiten kann man sich einen Lutherbonbon gönnen, der fette Pfaffe lässt sich wohl ganz gut weglutschen.

Und schon an dem süß-sauren Zuckerklumpen kann man erkennen das Marketing alles ist. Pfäffinnen und Pfaffen müssen nicht um Geld betteln, fremdes Geld, Politiker jedweder Coleur geben reichlich und gern aus dem Staatssäckel. Millionen kommen zusammen, ob nun in Brandenburg die Landesregierung, der Berliner Senat oder in Sachsen-Anhalt. Anders-und Ungläubige finanzieren die Pfaffensause. Peinliche Scham kennt man nicht, Anspruchsdenken aus alten Zeiten und so untersetzt der Rundfunk Berlin-Brandenburg die Christensausse in Berlin und Brandenburg. Dank der üppig fließenden Rundfunkbeiträge kann man aus den vollen schöpfen. Multimedial ist man dabei, Dokumentaionen wurden produziert, Reportagen, Programmplanungen. Hassprediger Luther gibt den Hintergrund. Die Pfaffen, allen voran die EKD, also die Hauptabteilung Protestantismus beim Bundeskanzlerinnenamt, erhofft sich eine Rendite für die Investitionen. Mach Geld mit anderer Leute Geld. Man hofft natürlich auch Missionieren zu können, die eine oder andere abtrünnige Seele in Schafsherde eingliedern zu können.

Der Religionsspiegel der Stadt Berlin spricht von 16,1% Hauptabteilungschristen hinzu kämen rd. 2,9% Freikirchler, Bibelfundis u.a.  Die Reformationsparty ist eine von Oben verordnete Lustparty. Die mediale Aufmerksamkeit entspricht in keiner Weise den tatsächlichen Gegebenheiten. Der Widerspruch ist signifikant, wird aber von Politik und Christen-Bonzen gekonnt überspielt. Der Volksmund nennt das dann Fake News und weiß, hier wird er verarscht, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkstationen, hier der RBB, voran. Staatskirchenrundfunk, die rechtlich fixierten Normen sind geduldig, die Praxis eine andere. Vielleicht bräuchte es eine neue Reformation, eine Reformation die mit der unsäglichen Verflechtung von Politik und Kirchen Schluss macht und die weltanschaulich-religiöse Neutralität des Staates gewährleistet.

Die Protestanten sind, was Luther betrifft, mit sich im Reinen. Im Programm des RBB vermisse ich doch eine öffentliche Lesung aus der Luther-Schrift „Von den Juden und ihren Lügen.“ Das wäre eine ehrliche Grundlage um sich mit dem Fettwanst auseinandersetzen zu können.

„Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen.“zitiert nach Arnulf Zitelmann, 1997, „Widerrufen kann ich nicht. Die Lebensgeschichte des Marthin Luther“, Beltz&Gelberg, S. 111

Es finden sich noch viel mehr andere Zitate Luthers, Sexismus, Obrigkeitswahn und natürlich sein Judenhass.
Der RBB hilft eine feine Wolke guten Eindrucks zu verbreiten, die Lüge manifestiert sich medial. Aber schon der Thesenanschlag Luthers ist eine Lüge.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Gender Studies sind mehr Ideologie als Wissenschaft

Foto: Ruhr-Universität Bochum
Die erste Ausgabe des amerikanischen Magazins „National Geographic“ anno domini 2017 handelt nicht von exotischen Tieren, Ländern oder Völkern, wie es der naturverbundene Leser dieses Magazins erwarten würde. Nein, diesmal geht es nicht um Natur, sondern um die Verabschiedung aus derselben, um, so wird von den Vertreterinnen der Genderstudies behauptet, lupenreine Kultur: nämlich Gender.

Von Axel Meyer | Richard-Dawkins-Foundation

US-Cover zeigt ein neunjähriges Transgender-Mädchen, das “Gender Revolution” symbolisieren soll. Gender? In National Geographic? Chefredakteurin Susan Goldberg schreibt, sie wolle zeigen, „wie Menschen sich auf dem inzwischen breiten Gender-Spektrum einordnen”. Ein Kontinuum von Geschlechtlichkeit? Wirklich?

Die Ansichten über das Geschlecht, also das kulturelle, eben Gender genannt (und zu unterscheiden vom biologischen Geschlecht, Sex genannt), verschieben sich zurzeit schnell und radikal. Es gibt den Genderstudies zufolge nicht nur zwei Geschlechter, es gibt viele. Sie werden mittlerweile in über 50 verschiedene Kategorien eingeteilt, so viele bietet Facebook zumindest seinen Usern zur Selbstbeschreibung an.

Das Thema ist genau darum so heiß, weil es eben um Selbstwahrnehmung, also ums Selbstverständnis, also um Identität geht, versus objektiven naturwissenschaftlichen Kriterien. Die Genderlehre stützt sich auf die Selbstzuschreibung von Menschen: Wirklich ist das, was der einzelne für wirklich erklärt. Darüber hinaus verfügt sie – so die Meinung vieler Biologen – über kaum eine wissenschaftliche Evidenz. Von einer Ideologie zu sprechen, scheint daher legitim. Wer ihre Prämissen in Frage stellt, muss sich vorwerfen lassen, er nehme die Selbstzuschreibung der Menschen und also die Menschen selbst nicht ernst. Nun, er (meist der „Chauvinist“) wird wahlweise des Sexismus, des Rassismus oder der Ignoranz bezichtigt.

Der Genderismus wird seit zwanzig Jahren immer extensiver an westlichen Universitäten gelehrt, dem vermeintlichen Zentrum freien Denkens und Forschens. Der Anspruch ist ein offen normativer, sprich: die Eliten sollen den Gender-Diskurs verinnerlichen und so andere durch ihren Sprachgebrauch bekehren. Spätestens wenn alle Menschen genderlike reden, hat sich die Triftigkeit der Gender-Studies erwiesen: M2F, Polygender, Tman, Twoman, Two*person, Two-split person. Verstehen wir den Menschen wirklich besser, wenn wir ihm mehr als zwei Geschlechter zuordnen?

weiterlesen

Was ist „Richard Dawkins: Evolution“?

Bild: RDF
Die Kickstarter-Kampagne für „Richard Dawkins: Evolution“ hat am 10. März 2017 begonnen.

Von Rich Stanton | Richard-Dawkins-Foundation

Ich hatte das Glück, mit beiden zusammen zu sitzen, Professor Dawkins und dem Entwickler des Spiels, Gordon Ross, um herauszufinden, was sie tun.

Das Ziel des Spiels ist bescheiden, 50000 Pfund Sterling, aber der Ehrgeiz grandios. Ich begann also mit der Frage, wie ein einzelner Mann, wenn auch mit Hilfe freier Mitarbeiter, etwas in dieser Größenordnung schaffen kann.

„Ursprünglich hatte ich ein probabilistisches Modell vor Augen, ein System etwa so, wie ich mir vorstelle, wie ‚No Man’s Sky‘ funktioniert, prozedural. Aber in unserem Fall haben wir dann doch… wissen Sie, interessanterweise erwähnte Richard sein Buch ‚Climbing Mount Improbable‘. Es ergab sich, dass die Technologie, die wir nutzen, von einem Unternehmen namens ‚Improbable‘ stammt.“

„Die Tests letzte Woche zum Beispiel, Richard würde es bestätigen, die früheren Prototypen, die wir auf dem Desktop laufen hatten, mit einer Population von etwa fünfhundert – wir landeten bei korallenartigen Wesen, fliegenden Kreaturen, allem möglichen, nur von diesem einfachen Startpunkt aus. Und sie evolvierten. So wie wir es bis jetzt machten, evolvierten sie in drei Stunden oder so. Aber jetzt haben wir eine Population von dreißigtausend, die in der ‚Cloud‘ läuft; sie spalten sich ab, migrieren, wandern über große Distanzen, werden isoliert, all diese Dinge. Interessante Effekte zeigen sich, wenn der Populations-Maßstab größer wird.“

Eines frage ich mich – wie wird die Evolution beobachtet? Vermutlich sitzt ihr nicht herum und seht zu, wie Wesen sich paaren und graduell sich verändernden Nachwuchs aufziehen?

„Stell dir ein Massen-Online-Gemeinschaftsspiel vor. Du läufst herum als diese kleinen Roboter, die selbst tatsächlich nicht evolvieren; es ist eher, wie auf einer Safari zu sein, oder Charles Darwin, der Proben sammelt. Wenn du etwas siehst, das dir gefällt, klonst du eine Kopie davon und behältst sie in der Stasis, ‚eingefroren‘.“

weiterlesen

 

Wahl Dodo des Monats März 2017

Dodo des Monats März 2017 ©HFR

Der Monat März war bestimmt durch das Toben des Osmanischen AKP-Mobs in Europa. Psychotisch zu nennende Verbalinjurien mit nur einem Zweck, den Status des illegalen Dikators in legal zu verwandeln. Die Niederlande, Deutschland, Österreich, alles Nazis oder zu mindestens Nazi-Methoden anwendend. Wer solche Politiker an der Macht hat und deren Auffassung von Politik nicht vertritt kann eigentlich nur noch abhauen oder aber akzeptieren, dass er von Idioten regiert wird.
Die Kriechspur verlassend kommen die Vorbereitungen zum Reformationsjubiläum, eingebunden im Kirchentag der Evangelischen Kirche in die heiße Phase. Den Fettwanst Luther kann man jetzt schon fast überall sehen, spuckt man aus, trifft man ihn. Die Hauptabteilung Kirchen beim Bundeskanzlerinnenamt bietet dem Volk panem et circensis. Der Juden-und Frauenhasser repräsentiert wie kein zweiter den gebückten Gang der Obrigkeitshörigkeit. Die Fete um Luther wird nur möglich, weil man das Schlechte, Widerwärtige ausblendet und sich  auf das Gute konzentriert. Ein Politiker mit solchen Aussagen, wie Luther sie getätigt hat, muss sich um seine politische Zukunft keine Sorgen mehr machen.

Die Wahl ist bis zum 07.04. 2017, 18:00 Uhr befristet. Am folgenden Tag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

  1.  Samir Bouaissa, „in der Schule wird gebetet, gelernt nur in Ausnahmefällen.“
  2.  Hans Michael Heinig, „beklagt die verschwindende Märchendeutung an Universitäten.“
  3.  Techniker Krankenkasse, „Geld fürs Zuckerkügelchen.“
  4.   Jörg Kruttschnitt, „Kirchenrecht gegen Arbeitnehmerrechte.“
  5.  Helmut Kukacka, „träumt den Traum vom Kreuzestod.“
  6.  Franziskus-Krankenhaus Berlin, „Kirchenkonzern mit Profitmaximierung.“
  7.  Heiner Koch, „eloquente Homophobie.“
  8.  Heinrich Bedford-Strohm, „sollte politische Vorschläge in seiner SPD einbringen.“
  9.  Oberlandesgericht Düsseldorf, „Synagogen abfackeln ist Israelprotest, nicht Antisemitismus.“
  10.  Friedrich Schorlemmer, „Luther der Held der DDR.“
  11.  Feridun Zaimoglu, „mädchenhafte Luthersicht.“
  12.  Benjamin Hasslhorn, “ will zum Kern des Luthertums zurück.“
  13.  Rundfunk Berlin-Brandenburg(rbb), „teurer Religions-Spam im Funk.“
  14.  Ekkehart Vetter, „Heilungsgebete gegen Homosexualität.“
  15.  Michael Müller, „Instrumentalisierung der Terroropfer mit Islam.
  16.  Martina Münch, „säkularisiertes Kloster zurück an die Kirche, wer bezahlt den Scheiß?“
  17. Thomas Hartung, „wenn Frauen masturbieren...“

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats März 2017“

Glaubenssache – Existenz nach dem Tod

Eigentlich logisch: Zumindest im Christentum können gläubige Menschen auf eine Existenz nach dem Tode hoffen. Das sollte ihnen die Angst vor dem Sterben nehmen. Doch so einfach ist das nicht, wie Studien zeigen. Und warum eigentlich sind auch Atheisten relativ furchtlos?

Von Christian Weber | Süddeutsche.de

Warum haben Hunde und Kaninchen eigentlich keine Religion? Okay, vielleicht, weil sie kognitiv etwas herausgefordert wären, sich einen unfehlbaren Papst und einen Gott auszudenken. Doch es gibt einen weiteren Grund: Ihnen fehlt das Bewusstsein ihrer eigenen Sterblichkeit, sie bellen und springen herum bis sie irgendwann einfach tot umfallen. Anders aber der Mensch: Er weiß, dass er eines Tages sterben wird, und das macht ihm Angst. Um diese Angst zu dämpfen, erfindet er sich eine Religion und glaubt an das ewige Leben, am besten in einem Paradies. So zumindest vermutet es die sogenannte Terror-Management-Theorie (TMT), die Sozialpsychologen in den 80er Jahren entwickelt haben, aber in Ansätzen bereits von Denkern wie Lucretius Carus bis Ludwig Feuerbach vertreten wurde. Es ist eine elegante Theorie, die nur einen Nachteil hat: Sie ist empirisch nie so richtig sauber belegt worden. Zwar gibt es viele Studien, doch zeigen sie sehr widersprüchliche Ergebnisse.

weiterlesen

Wenn die Blume des Obskurantismus blüht

Symbolbild. Bild: hippo by swatts

Vor ein paar Wochen wurde auf der Webseite Dialog Theologie und Naturwissenschaften, der evangelischen Akademie im Rheinland, ein Leitartikel von Michael Blume unter der Überschrift: „Vertragen sich Religion und Evolution“, veröffentlicht.

Blume versucht Schnittmengen von Theologie und Evolutionstheorie auszuloten. Dem Prozess der Evolution ist das völlig egal, vollzieht er sich doch seit hunderten von Millionen Jahren ohne uns. Die Erst-Beschreibung des Prozesses, den Versuch Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, zu interpretieren ist Darwins Werk. Seine Fixierung der Evolutionstheorien.

Charles Darwins Buch Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl ist wohl unstrittig das machtvollste Denkgebilde der letzten 200 Jahre. Die von ihm entwickelten Evolutionstheorien, Entwicklung der Organismen von der einfachen Zelle zum komplexen Organismus und die natürliche Auslese rissen einen Krater in die Gedankenwelt göttlicher Schöpfung. Das imago dei und heute lebende Affen haben gemeinsame Vorfahren. Die metaphorische Schöpfungsgeschichte der Bibel ein Märchen. Der gläubige Darwin wusste die Bedeutung dessen richtig einzuschätzen, er fühlte den scheinbare Mord, seiner Ehefrau musste er wiederholt bestätigen, dass die gewonnenen Erkenntnisse nicht auf die Menschen zutrafen. Auch wenn er in späteren Lebensjahren eine agnostische Position einnahm, Gott wurde von ihm nicht in Frage gestellt. Man könnte es durchaus Darwins Dilemma nennen. Gefangen im Glauben an den Gott der Bibel und den Schöpfungsberichten zeigen die Fakten eine andere Geschichte auf. Die Entwicklung des Lebens, vollzogen durch eine Maschine namens Evolution. Die Evolution ist, wer einigermaßen rational Denken kann, ein Faktum. In den Naturkundemuseen unserer Welt sind Millionen Tatsachen gesammelt und anschaulich, bildend dargestellt. Wir können durch Jahrmillionen der Entwicklungsgeschichte des Lebens wandern. Lücken sind benannt, was wir nicht Wissen als Nichtwissen dargestellt. Verblödete Zeitgenossen argumentieren dergestalt, dass der Teufel all diese gesammelten Fossilien(Fakten) versteckte, um die Sinne der Menschen zu verwirren. Die Erde 6.000 Jahre alt sei und der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Das sind die harten Fälle religiöser Verwirrung.

Unerheblich, welche mentalen Übungen religiöse Menschen unternehmen müssen, um anzuerkennen, dass ihre Weltsicht nicht stimmig mit den Fakten darstellbar ist. Wie religiöse Wissenschaftler evolutionstheoretische Fakten mit ihrem Weltbild in Übereinklang bringen ist deren Problem und muss uns nicht interessieren.

Die Darwinsche Kränkung wirkt fort, das Dilemma ebenso. Frömmler wie Michael Blume versuchen es mit einer Minimax-Strategie. Wenn ich schon nicht gewinnen kann, mach den Gegner, Anti-Theisten, Atheisten, Brights, was auch immer, bei sich jeder bietenden Gelegenheit fertig. Kinder handeln so, derartige Szenarien finden wir im Sandkasten unserer Kindheit, wir können darüber Lachen, Blume nicht. Man möchte meinen den „Leidartikel“ für die Plattform Dialog & Naturwissenschaften hat ein Fellow des Discovery Institutes geschrieben.

Blume kritisiert alles was mit evolutionär attributiert ist. Da es in seinen Argumentation-Rahmen passt erfindet er den Begriff der evolutionären Religionskritik. Nochmal, Darwin ist für ihn gut, da er Gott nicht in Frage gestellt hat. Nun verteidigt er, mit frömmelnder Obskuranz, Darwin gegen die Ungläubigen. Das er sozialdarwinistisch argumentiert ficht ihn nicht an, Minimax-Strategie. Eine saubere Trennung, nämlich den Unterschied von Darwinismus, der aus Darwins Idee eine Ideologie macht und Sozialdarwinismus darzustellen nimmt er nicht vor.

Religionskritiker erhoben dabei den Anspruch, durch die Wissenschaften seien Religionen „widerlegt“ worden und nicht wenige beriefen sich auch gleich auf die Evolutionstheorie, um sozialdarwinistische, rassistische und eugenische Menschenverachtung salonfähig zu machen.Leitartikel von Michael Blume: Vertragen sich Religion und Evolution?

Großzügig unterschlägt er, in bester Manier eines Propagandisten, die Verwerfungen seines Gottesglaubens, historisch allemal.

Blume lässt seinen Geist fließen. Richard Dawkins verzeiht er den Begriff des Gotteswahns nicht. Er findet eloquente Begründungen für das Zusammengehen von Evolutionstheorie und Religion. Dawkins hat ihn zutiefst gekränkt. Er will nicht gotteswahnsinnig sein und schon gar nicht als solcher verstanden werden. Den Argumenten, derer sich Dawkins bedient geht er aus dem Weg, stattdessen formuliert er, durchaus neurotisch, eine evolutionäre Religionskritik, die ebenso evolutionär entstanden ist wie die Religion.
Methodisch ist es nicht neu, was Blume zu bieten hat. Er nimmt Anleihen in der New Age Esoterik. Der „evolutionäre“ Theismus Teilhard de Chardins hat es ihm angetan, jener Jesuit, der selbst am Massensterben einen Anlass zur Freude sah. Das Universum sei ein selbst denkendes Objekt. Es entwickelt sich zum Omega-Punkt, an dem die gesamte Schöpfung, einschließlich der Menschheit, eins mit der Gottheit werden würde. Unweigerlich stellt sich die Frage, ob am LHC in Genf nicht Bruchstücke exotischer Materie entkommen sind, die mit dem ein oder anderen Religioten in Berührung kamen.

Blume mischt schlechte Geschichte mit fragwürdiger Wissenschaft. Mit seiner Argumentation, dass Wissenschaft für die Vertrauensverluste verantwortlich sei, die sich in Fake News, Verschwörungstheorien und sogenannten postfaktischen Wissen niederschlagen. Seine eigenen, religiös begründeten Weltsichten bezieht er nicht ein. Blume kennt den Plan Gottes und er lässt die armen dummen Menschen teilhaben an seinem Wissen. Die bösen Atheisten, wie Dawkins et al sind in seinem Plan nicht enthalten.

Immanuel Velikovski, Rael, Graham Hancock, Erich von Däniken, Zecharia Sitchin und Michael Drosnin haben in unterschiedlichen Themenbereichen kreationistische Hypothesen formuliert. Blumes Argumentation kommt ca. 20 Jahre zu spät, was ihn nicht daran hindert seine krude Pseudowissenschaft unters Volk zu bringen.

Formulierte Dawkins sinngemäß: „Meme sind kulturelle Information die durch Imitation weitergegeben werden.“ So nennt Blume Meme „virusartige“ Gebilde.

Der christliche Glaube selbst, wie jede Religion, ist ein erfolgreiches Mem. Das bekommt Frömmler Blume nicht in den Kopf. Wenn Gene die Grundbausteine des Lebens sind, sind Meme die Grundbausteine der Kultur. Das war Dawkins Anliegen.  Dass Meme in ihre deskriptiven Begrifflichkeit kritikwürdig sind ist unbestritten.

Blume spricht vom Vertrauensverlust der Wissenschaft, es sind Leute wie er, die Resultate, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Technik sozial interpretieren, dabei völlig außer acht lassen, dass die Naturwissenschaften ein Werkzeug sind um unsere Realität zu erkennen und zu beschreiben. Es ist Sache der Politik aus den Erkenntnissen, wenn notwendig, Gesellschaftsrelevantes umzusetzen. Dass das Anwenden wissenschaftlicher Erkenntnis politisch unerwünscht ist sieht man anhand der Klimapolitik der aktuellen US-Regierung.

Blume unterteilt Menschen in Gruppen von Gläubigen, die eine hohe Reproduktionsrate haben, dass Kinder erst durch Indoktrination zu Gläubigen gemacht werden verschweigt er geflissentlich. Hohe Reproduktionsraten, bei Religiösen, sichern diesen einen evolutionären Überlebensvorteil. Er schwadroniert vom Tod des Atheismus. Atheistische Gesellschaften haben keinen Bestand. Da Atheisten eine niedrigere Reproduktionsrate haben. Was wäre denn, wenn Kindstaufen erst ab der Volljährigkeit möglich wären? Und Eltern ihren Zöglingen die Wahl, das Ob und Wenn einer religiösen Weltsicht überließen. Es gibt nicht wenige, auch Gläubige, die von einer Zwangstaufe reden, da man sich als Kleinkind gegen die Wahl der Eltern nicht wehren könne. Vor allem hat dies nichts mit Evolution zu tun, sondern ist eine sozio-kulturelle Angelegnheit. Signifikant, Blume weiß nicht was Evolution ist. Wenn dem so wäre, warum müssen Kinder getauft werden? Warum muss ein großer Zauber veranstaltet werden, um Kinder christlich, islamisch, jüdisch usw. werden zu lassen? Warum lässt der allmächtige Zausel im Himmel sein Volk nicht gläubig auf die Welt kommen? Man sollte Blume ein Labor geben und ihn ein paar Jahre Gene sequenzieren lassen, vielleicht findet er ja das Gottesgen. Gekennzeichnet mit C-E/K, I, J, H, B usw.

Der Höhepunkt Blumescher Religionssudelei findet sich am Ende. Theologie als Hüter der Wahrheitsfrage(n).

Schon jetzt gehören kirchliche Akademien, Institute und Bildungswerke zu den letzten Orten außerhalb der Hochschulen, an denen überhaupt noch Wahrheitsfragen im weltanschaulichen und interdisziplinären Dialog bearbeitet werden.ebenda

Und hier lässt er die Katze aus dem Sack der ewiggültigen Wahrheiten. Um die geht es ihm. Dass das Evolutionäre keine schlussendlichen Wahrheiten kennt übersteigt seinen Horizont und damit führt er seinen ganzen Leidartikel ad absurdum. Esoterisch-religiöser Stuss, New-Age-Esoterik mit kreationistischer Attitüde.

Er versucht den Eindruck zu erwecken, dass er an einer Theologie für Alle arbeitet. Sichtbar vermeidet Blume Attribute wie christlich oder islamisch. Vom Kreationismus scheint er sich zu distanzieren, dem Grunde nach ist er selbst ein Anhänger diese obskuranten Weltsicht.  Wir sind gespannt, wenn er den ersten Artikel bei Wort&Wissen veröffentlicht und die ganzheitliche Suche nach der Arche befördert.

„Je größer der Dachschaden um so schöner der Aufblick zum Himmel.“(Karlheinz Deschner)

Vielleicht entdeckt Michael Blume die Problematik der „evolutionären Homöopathie“ für sich, vielleicht gelingt es ihm das Gedächtnis des Wassers vom Anbeginn bis heute zu entschlüsseln und theologisch zu deuten, den Omega-Punkt dürfte er eh nicht erleben.

 

Stellen Sie sich vor, es gäbe kein Universum

Andromeda Galaxie(M31) Bild: nasa/PD
Stellen Sie sich das Nichts vor! Los geht’s! Was sehen Sie? Ich sehe vor mir einen dunklen leeren Raum ohne Galaxien, Sterne und Planeten. Aber da wäre nicht nur keine Materie, da wäre auch weder Raum noch Zeit. Nicht einmal Dunkelheit. Und kein bewusstes Leben, welches das Nichts betrachten könnte. Einfach… nichts. Stellen Sie sich das vor! Es geht nicht.

Von Michael Shermer | Richard-Dawkins-Foundation

Hier stellen wir uns die ultimative Frage: Warum gibt es überhaupt irgendetwas? Ich habe einige Antworten aus mehreren Quellen zusammengestellt, einschließlich eines 2013 erschienenen Buches von John Leslie und Robert Lawrence Kuhn, mit dem Titel The Mystery of Existence [Das Geheimnis der Existenz] (Wiley-Blackwell) und des Buches von Lawrence M. Krauss The Greatest Story Ever Told—So Far [Die größte Geschichte, die jemals erzählt wurde – bis jetzt] (Atria Books) von 2017.

Ein Nichts ergibt keinen Sinn. Es ist unmöglich, sich ein Nichts vorzustellen – nicht nur keinen Raum, keine Zeit, Materie, Energie, kein Licht, keine Dunkelheit, keine bewussten Wesen, um das Nichts wahrzunehmen, sondern nicht einmal das Nichts als solches. So gesehen ist die Frage im eigentlichen Wortsinn un(vor)stellbar.

Das Nichts ist etwas.

Es ist ein logischer Irrtum, über „Nichts“ zu sprechen als wäre es ein „Etwas“, das aufhört, zu existieren. Hier stoßen wir auf das Problem, zu definieren, was wir mit „Nichts“ meinen, und auf die Beschränkungen, welche die Sprache dem Problem auferlegt. Der bloße Vorgang des Sprechens über „Nichts“ macht es zu einem „Etwas“. Andernfalls – worüber sprechen wir überhaupt?

weiterlesen

Zehntausende Kurden trotzen Erdogan

Die zentrale Kundgebung zum kurdischen Neujahrsfest Newroz in Frankfurt teht im Schatten der im April geplanten Volksabstimmung in der Türkei. Foto: RALPH ORLOWSKI (X00960)
Rund 30.000 Kurden sind in Frankfurt auf die Straße gegangen. Es bleibt friedlich. Das Zeigen von verbotenen Fahnen und Symbolen wird wohl aber Konsequenzen haben.

Von Danijel Majic | Frankfurter Rundschau

Anlässlich des Neujahrsfestes Newroz haben Polizeiangaben zufolge am Samstag rund 30.000 Kurden in der Frankfurter Innenstadt demonstriert (lesen Sie hier das Minutenprotokoll).

Die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Demonstranten zogen in zwei Zügen von der Bockenheimer Warte und dem Opernplatz aus los, ehe sich beide Züge am Platz der Republik vereinigten.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats Februar 2017

Dodo des Monats Februar 2017 ©HFR
Dodo des Monats Februar 2017 ©HFR

Ohne Religion scheint es im säkularen Gemeinwesen Deutschlands nicht zu laufen. Statt weniger Kirchen, weniger Moscheen entscheiden sich selbst Ungläubige für Religion statt dagegen. Künstliche Konstrukte, nicht belegbar, Worthülsen wie das Abendland, christlich noch dazu, die ganz Eifrigen beschwören das Judentum, welches ihre Altvorderen in die Öfen von Auschwitz getrieben haben. Religion sei Kultur, dämlich grinsend in die Masse, werden solche Sätze erbrochen. Kultur ist eine Hure, die sich mit allem und jeden ins Bett gelegt hat und es fröhlich noch immer tut. Das macht ihre Vielfältigkeit, ihre Kreativität aus. Religion ist eine Untermenge, jener Bereich der privilegiertes Wissen vortäuscht und Wege zur Unsterblichkeit aufzeigen will, aber nur für diejenigen, die zum Klub gehören. Polit-Tourismus zum Vatikan, evangelische Bischöfe sitzen schmachtend an den Tischen der Macht und entscheiden über das Wohl und Wehe von Menschen, mit denen sie nicht zu tun haben. Religionssklavische Politik macht es möglich.

Die Wahl zum Dodo des Monats ist bis zum 07. März, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am folgenden Tag gewürdigt werden. Viel Spaß?

  1.  Regierungskoordinatoren Österreich, „zum Kreuz kriechende Sissies.“
  2.  Gerhard L. Müller, „gottverlassene Ahnungslosigkeit.“
  3.  Christoph Meyns, „religiöse Gefühle gehören beachtet.“
  4.  Markus Söder, „Gottesknecht braucht die Kirche nicht.“
  5.  Volker Kauder, „sorgt sich um die Christen in der Türkei.“
  6.  Michael Hüther, „Die EU fußt auf dem Christentum.“
  7.  Markus Dröge „Instrumentalisierung eines Terror-Aktes.“
  8.  Sigurd Rink „Beamter der Bundeswehr mit christlicher Attitüde.“
  9.  Jann Jakobs „Staatsknete für Gebete.“
  10.  Devid Striesow, „Religion als Pflichtschulfach.“
  11.  Binali Yildirim „Osmanen-Verschnitt in Oberhausen.“
  12.  Zita Schwyter „Zimbo als Heilpraktikerin?“
  13.  Christoph Markschies, „will seine Märchenkunde an der HU verstärkt wissen.“
  14.  Dirk Behrendt, „vorwärts in die Vergangenheit.
  15.  Josef Kraus, „christliche Homophobie-Pflege.“
  16.  André Poggenburg, „SA im Parlament.“
  17.  Johannes Singhammer, „zum Beten nach Washington.“
  18.  Gundrun Kugler, „das Kreuz sei ein säkulares Symbol.“

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats Februar 2017“

So unterdrücken Religionen die Sexualität ihrer Gläubigen und fördern Missbräuche

 Priester bei der Kommunion mit Kindern auf einem polnischen Gemälde von 1881. Bild: wikipedia
Priester bei der Kommunion mit Kindern auf einem polnischen Gemälde von 1881. Bild: wikipedia
Sexualität mit religiösen oder moralischen Geboten zu unterdrücken, ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Von Hugo Stamm | watson.ch

Glaube und Sexualität – eine explosive Mischung. Die meisten Glaubensgemeinschaften wollen die sexuellen Regungen und Bedürfnisse ihrer Gläubigen mit moralischen Dogmen zähmen – und scheitern dabei grandios.

Anschauungsunterricht liefern die Vorfälle mit Muslimen, die ihre Hände nicht im Zaum halten können. Wer die Mentalität in manchen muslimischen – vor allem arabischen Ländern kennt – ist wenig überrascht. Dort wird die Sexualität aus religiösen Gründen derart radikal unterdrückt, dass sich die Frauen verhüllen müssen, um nicht Freiwild zu werden. Die Männer wissen nur zu gut, weshalb sie ihre Frauen nicht in engen Jeans und wallenden Haaren auf die Strasse lassen.

weiterlesen

Atheism or Non-Theism?

Excerpt from The Secular Outlook: In Defense of Moral and Political Secularism, by Paul Cliteur (Wiley-Blackwell, 2010). Reprinted with permission from the author.

By Paul Cliteur | Church and State

From Chapter 1: Atheism, Agnosticism, and Theism

Atheism or Non-Theism?

In other words, atheism seems to be superior to agnosticism. Does that mean that atheism is the best position? In a certain sense it is. Atheism in the sense defined before is highly defensible. The only problem is, hardly anybody follows the semantic convention that I, following Nagel and others, have proposed. In popular parlance atheism is associated with all kinds of negative ideas and attitudes, especially due to the way it can be defended (and undoubtedly has been defended). Atheists have a reputation for being arrogant, militant, missionary, zealous, and also impolite if not rude. For that very reason George Jacob Holyoake coined the word “secularism.”

George Jacob Holyoake (1817-1906) is most famous nowadays for his trial on the grounds of “blasphemy.”[183] During one of his lectures in Cheltenham he was confronted with a question from the audience about man’s duty to God. Holyoake’s response was that England was too poor to have a God. So it would not be a bad idea to put Him on “half pay.” For this remark he was convicted of blasphemy and sentenced to six months in jail. After his release he returned to Cheltenham. There he reiterated the exact words that had gotten him into trouble the first time.

Less well known is the fact that Holyoake coined the word “secularism.” He did this because he was convinced that “atheism” was in bad repute. He defined secularism as concern with the problems of this world. He summarized his position in the following words:

(1) Secularism maintains the sufficiency of Secular reason for guidance in human duties. (2) The adequacy of the Utilitarian rule which makes the good of others, the law of duty. (3) That the duty nearest at hand and most reliable in results is the use of material means, tempered by human sympathy for the attainment of social improvement. (4) The sinlessness of well-informed sincerity. (5) That the sign and condition of such sincerity are – Freethought – expository speech – the practice of personal conviction within the limits of neither outraging nor harming others.[184]

Holyoake may have been a learned man but he did not possess the gift of making snappy phrases. Nevertheless, in one respect he was right: the concept of “atheism” is hopelessly tainted with negative images, and any author who wants to put this epithet on the banner advertising his lifestyle is confronted with almost insurmountable difficulties. He is constantly obliged to explain his use of the term “atheism” while his audience reacts by saying: “All right, but is not atheism also …?” And then the whole litany against atheism starts all over again: isn’t it a bit arrogant to pretend to know that God does not exist? (Answer: the atheist does not proclaim that God does not exist, he affirms that the reasons to believe in his existence are inadequate.) Why are people not allowed to believe in God? (Answer: atheists are not against free speech or against freedom of conscience or freedom of religion; they only claim the right to disagree with anyone who affirms the existence of God.) Isn’t atheism a bit arrogant? (Answer: atheism is no more arrogant than agnosticism or theism. The “arrogance” is not in the position itself, but in the way that people hold their opinions: that is, if people are dogmatic or not willing to discuss their views. Atheists are usually fond of discussions.)[185]

read more

Gregor Gysi: Dodo des Monats Januar 2017

Dodo des Monats Januar 2017 ©HFR
Dodo des Monats Januar 2017 ©HFR

Gregor Gysi. Bild: FBEs wäre ein schöner Tag, wenn eine Politiker, Atheist, Humanist, was auch immer, den Arsch in der Hose hätte und völlig unbekümmert negative Religionsfreiheit in einer Kirche „predigen“ würde. Gregor Gysi ist von solchen Höhepunkten weit entfernt. Der Prototyp eines regressiven Linken.

Ich habe versucht zu erklären, weshalb Religion und Kirchen in unserer Gesellschaft so wichtig sind. Ich habe – obwohl ich selbst nicht an Gott glaube – versucht, der Gemeinde zu erklären, dass ich eine gottlose Gesellschaft ganz furchtbar fände. Und zwar schon aus folgenden Gründen: Erstens sind die Religions- und Kirchengemeinschaft Bestandteil unserer Kultur, und zweitens sind zurzeit nur die Kirchen- und Religionsgemeinschaften in der Lage, allgemeinverbindliche Moralnormen aufzustellen.
Gregor Gysi

Ich weiß ja nicht, was Gregor Gysi im Kopf hat als Atheist. Es muss furchtbar sein, damit er dieses Grauen im Zaume halten kann braucht er christliche Moral. Man sagt ja nicht umsonst, was ich denk und tu, trau ich anderen zu.
Darüber hinaus bleibt festzustellen, er findet einen absolutisch-feudal regierenden Kirchenfürsten, genannt der Pappa, Spukgestalt von Rom, annehmbar. Dessen Moral sich herleitet aus dem Naturrecht, eigentlich müsste Gysi als Rechtsanwalt beim Thema Naturrecht in schallendes Gelächter ausbrechen, aber das ficht ihn nicht an. D.h. eben jene katholische Kirche begründet mit dem Naturrecht die Nichtanerkennung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, sowohl von der UNO als auch von der EU. Tausende katholische Priester haben sich jahrzehntelang durch ganze Generationen von Kindern gevögelt, mit der ach so feinen Moral ihrer Kirche. Es wurde vertuscht, verheimlicht, gelogen und weltliche Gerichtsbarkeit umgangen.
Frauen wird die Gleichberechtigung versagt, das grundlegende Recht auf Selbstbestimmung nicht anerkannt. Die Benutzung von Kondomen untersagt, dann mit der Nonchalance eines Gnadenaktes unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Homosexuellen wird aus gleichen Gründen die Anerkennung als menschliches Wesen verneint. Die „unantastbare“ Menschenwürde wird tagtäglich mit feinziselierten Wortungetümen eben jenen Menschen genommen.
Wessen Moral Herr Gysi? Es kann nicht ihr ernst sein mit dieser bigotten Weltsicht der Kirchen übereinstimmen zu wollen.

Bei den Protestanten ist es nicht besser, der Vorteil, sie haben den römischen Mummenschanz der Antike abgelegt, aber ansonsten ist Bigotterie vorherrschend.
Auch hier ist der Wunsch nach Regulierung des Menschen ausgeprägt, Homophobie ebenso vorhanden wie die Entmündigung der Frauen. Allein die im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland stattfindenden Lebensrecht-und Bildungsdemonstrationen sind der Versuch einen evangelikalen Gottesstaat zu errichten. Konservative Christen entsagen ihren politischen Urgründen und landen bei der Alternative für Deutschland.
Allein Luther müsste Gysi ein sozialer Gegner sein.

„Wer den Müntzer gesehen hat, der hat den Teufel gesehen in seinem höchsten Grimm. … Nach der Rückkehr von einer Reise ins thüringische Aufstandsgebiet legte Luther nach und rief in einer Erweiterung der zweiten Auflage seiner Bauernschrift in vollkommen maßlosen zutiefst erschreckenden Worten die Obrigkeiten dazu auf, die Aufständischen ohne Gnade und Erbarmen wie „tolle Hunde“ niederzumetzeln. Denn wer sie nicht schlage, werde von ihnen geschlagen und das ganze Land dazu. Die Niederwerfung des Aufstands geriet zum Gottesdienst. „Solche wunderlichen Zeiten sind jetzt, dass ein Fürst den Himmel mit Blutvergießen verdienen kann, besser als andere mit Beten“. Veit-Jakobus Dieterich: „Martin Luther“, dtv, S. 85ff)

500 Jahre Reformation, wer gegen die Obrigkeit ist, wird dahingemetzelt. Eigentlich die Leute, die zur Klientel der Partei Die Linke gehören.

„Christen verzichten darauf, sich gegen die Obrigkeit zu empören.“ Martin Luther: Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können, 1526

Valium für den Pöbel, damit er weiter in seiner sozialen Hängematte verdämmern kann.
Der Antisemitismus ist ebenso ein gut christliches Ding. Von Anbeginn bis Auschwitz, ohne Christentum kein Holocaust.

Kirchliche Moralnormen gelten für Anhänger der Kirchen. Für alle anderen gelten die Gesetze des weltlichen Staates, sie sind dort auch besser aufgehoben. Objektive moralische Werte, ob nun christlich, jüdisch, islamisch, existieren nicht. Der imaginäre Freund entzieht sich seit seiner menschlichen Geburt jedweder Einflussnahme. Das heißt aber auch, Moral die nicht mehr den Lebensumständen der Menschen entspricht wird abgeschafft. So sollte es sein, praktisch ist es anders. Politiker wie Gregor Gysi sorgen dafür, dass die ach so allgemeinverbindlichen Moralnormen, verbindlich werden. Anstelle des mittelalterlichen Throns sind die Politiker getreten, die kirchlich-religiöse Politik möglich machen. Neu ist, dass sich Atheisten den Pfaffen andienen. Hat bei den Sozialdemokraten 94 Jahre gebraucht, bis zum Godesberger Programm, da haben dann Johannes Rau, Gustav Heinemann und Erhard Eppler den Gotteswahn, von der Gesamtdeutschen Volkspartei, in die SPD gebracht.

Vorgelesen hat Gregor Gysi aus dem Römer, Kapitel 12, 17-21.

Haltet euch nicht selbst für klug.ebenda

Paulus‘ Römerbrief ist auch jenes Machwerk, welches gern herangezogen wird um gut christliche Homophobie zu pflegen.

Jede andere Institution, ob nun katholische- oder evangelische Kirche, hätte man bei den begangenen Verbrechen verboten, enteignet und abgeschafft. Dass dem nicht so ist, ist der Politik geschuldet, es klüngelt sich halt gut. Politiker gehen dann eben gern auf Stimmenfang, dass christliche Wahlvolk wird es danken.

Hüten wir uns vor Politikern, die Religion, egal in welcher Form, zur Maxime ihres Handelns machen.

Unmoral ist die Moral derer die sich amüsieren.Ambrose Bierce

Atheisten sind unmoralisch, Feinde der Gesellschaft, die sich der Kontrolle des Jesusklubs entziehen. Neu ist das nicht, eben regressiv.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch, vielleicht bringen die Kirchen ja ein paar Stimmen im Bundestagswahlkampf. Der Zweck heiligt die Mittel.

Greg Graffin

Bad Religion

Der Gründer der Punkband „Bad Religion“ hatte nie etwas gegen Gott. Und auch jetzt als Evolutionsbiologe wartet er auf Beweise für die Existenz Gottes.

Von Jan Stremmel | Süddeutsche.de

Als ich meine Band Bad Religion gründete, waren die USA in einer ganz ähnlichen Situation wie heute. Es war 1980, Ronald Reagan kandidierte gerade bei der Wahl zum Präsidenten. Hinter sich versammelte er die denkbar schlimmsten Spinner aus dem ultrarechten Lager, bis hin zu den komplett verrückten evangelikalen Fernsehpredigern. Die verdienten damals Millionen damit, ihren Glauben als den einzig wahren zu verkaufen und nebenbei gutgläubigen Rentnern ihre Altersversorgung abzuschwatzen. Diese Koalition der Erzkonservativen gewann damals die Wahl – und wir gründeten eine Punkband mit dem durchgestrichenen Kreuz als Logo. Wir waren 15, und es war eine naheliegende Provokation.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats Januar 2017

Dodo des Monats Januar 2017 ©HFR
Dodo des Monats Januar 2017 ©HFR

Der Höhepunkt des Monats war die Amtseinführung, des neuen Präsidenten der USA, Donald Trump. Die Frommen jubeln und die erbosten gehen auf die Straße. Christen schicken Christen nach Syrien zurück, während sich hier die Pfaffen um die Nächstenliebe verdient machen.
Es ist völlig belanglos, ob Christen oder Muslime als Schutzsuchende kommen. Es sind Menschen. Alle anderen Attribute sind unwichtig, weil sie Menschen aus-und abgrenzen. Einem säkularen Gemeinwesen interessiert die Religiosität seiner Bürger nicht. Gültig für alle Beteiligten, wenn Pfaffen und Vorbeter nicht den Anspruch erheben würden Menschen nach ihrer Religion zu bestimmen.
Der DiTIB kann ohne seine Vorbeter in der Türkei nicht leben, die zahlen ja schließlich auch das Orchester, die Schwarzkittel der Kirchen versuchen die Frömmigkeit der Muslime fürs Herz-Jesulein-Wellness-Image zu nutzen. Der andere kann sich verbindliche Moral ohne Kirchen nicht vorstellen, da ist die Aufklärung vorbeigerutscht. Nazisprache, Mumien als Körperteilspender die man durch die Straßen tragen kann. Politik die sich zur Religions-Hure ins Bett legt.

Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07. Februar 18:00 Uhr befristet. Am folgenden Tag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

  1.  Rudolf Vorderholzer, „kann nur religiös denken, alles andere ist kognitive Dissonanz.“
  2.  DiTiB, „kann ohne Türkei nicht religiös leben.“
  3.  Klett-Verlag, „Antisemitismus im Schulbuch.“
  4.  Jürgen Vorndran, „Mumienknochen abgesägt für Toten-Kult.“
  5.  Hans Zollner, „sexueller Missbrauch und Glaubensverluste.“
  6.  Ismet Yilmaz, „will Mohammed vor den Nacktaffen retten.“
  7.  Sigmar Gabriel, „hat als Außenminister das Problem Böhmermann übernommen.“
  8.  Björn Höcke, „Lehrer mit Nazi-Attitüde.“
  9.  Gregor Gysi, „Beispiel für Versagen der Aufklärung.“
  10.  Margot Käßmann, „will bestimmen, wann und ob sich Staat und Kirchen trennen.“
  11.  Volker Beck, „hat noch nicht begriffen, dass Kopftuch et al nichts mit Religion zu tun haben.“
  12.  Ekkhart Vetter, “ will seine Homophobie respektiert wissen.“

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats Januar 2017“

Zum Affen gemacht: Wie eine atheistische Stiftung Stimmung gegen Muslime macht

Themenbild.
Themenbild.

Die Mehrheit der zukünftigen Lehrer muslimischen Glaubens lehnt die Evolutionstheorie ab. Das zumindest behauptet die religionskritische Giordano-Bruno-Stiftung. Doch die Studie, die das beweisen soll, genügt selbst keinen wissenschaftlichen Standards.

Von Fabian Köhler | IslamiQ

Wächst an unseren Universitäten eine Generation muslimischer Kreationisten im Lehrergewand heran? Lehren muslimische Pädagogen demnächst, die Entstehung des Menschen durch Lehm und Rippe anstatt durch Mutation und Selektion? Lernen unsere Kinder im Biologieunterricht bald die koranische Schöpfungsgeschichte anstatt der Mendelschen Gesetze?

Diesen Eindruck kann bekommen, wer dieser Tage auf islamfeindlichen Seiten in Sozialen Netzwerken unterwegs ist. Auslöser ist eine Meldung der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung (GBS). „Mehrheit der muslimischen Lehramtsstudenten bestreitet die Evolution“, schrieb diese vergangene Woche auf ihrer Website und viele Medien schrieben ab. Einer Befragung unter Lehramtsstudenten zufolge sollen 60 Prozent der zukünftigen Lehrer muslimischen Glaubens bestreiten, dass der heutige Mensch aus affenartigen Vorfahren hervorgegangen ist“. Sogar 70 Prozent der muslimischen Lehramtsstudenten würden die  Evolutionstheorie gleich ganz ablehnen.

Von einer „bildungspolitischen Katastrophe“ spricht der Vorsitzende der GBS Michael Schmidt-Salomon auf der Website der Stiftung: Wer die Evolutionstheorie ablehne, habe „keinen universitären Abschluss verdient“, schreibt der Philosoph dort und fordert, muslimische Lehramtsstudenten nicht weiter „auf wehrlose Kinder loszulassen“. [https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/muslime-evolution].

weiterlesen

Naturforschung: 200 Jahre Senckenberg

Präparator Christian Kopp 1934 mit einem Elchkopf. Foto: Senckenberg
Präparator Christian Kopp 1934 mit einem Elchkopf. Foto: Senckenberg
Konzerte, Partys, Wettbewerbe, Ausstellungen – mit großem Programm geht die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in ihr Jubiläumsjahr. Von der Stadt gibt es dazu ein symbolisches Präsent: Die U-Bahnstation Bockenheimer Warte erhält zusätzlich den Namen Senckenberg.

Von Thomas Stillbauer | Frankfurter Rundschau

Im kommenden November jährt sich zum 200. Mal der Gründungstag. Was bis dahin geplant ist, und auch, was die Wissenschaftler schon erreicht haben, darüber gaben sie am Montag Auskunft im Naturmuseum.

Ein würdiger Auftakt braucht einen würdigen Ehrengast. Zum offiziellen Start ins Senckenberg-Jubiläumsjahr sind am Montag gleich zwei gekommen: Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) – und Johann Christian Senckenberg höchstpersönlich. Na gut, fast persönlich. Der Uni-Dozent und Biologe Helmut Wicht, erfahrener Senckenberg-Mime, ist wieder mal ins Kostüm aus der Zeit des großen Naturwissenschaftlers, Stifters und Namenspatrons (1707–1772) geschlüpft.

weiterlesen