Silent No More – Nicht länger schweigend

Bild. RDF
In den letzten Jahren ist viel über den Anstieg der „Keine“-Personen geschrieben worden, die bei Umfragen zur Religionszugehörigkeit das Kästchen für „keine“ ankreuzen.

Von Michael Shermer | Richard-Dawkins-Foundation

Eine Harris-Umfrage von 2250 amerikanischen Erwachsenen im Jahr 2013 ergab zum Beispiel, dass 23 Prozent aller Amerikaner die Religion aufgegeben haben. Eine Umfrage des Pew Research Center im Jahr 2015 ergab, dass 34 bis 36 Prozent der Millennials (die nach 1980 geborenen) „Keine“ sind, bestätigte damit die 23 Prozent Darstellung und ergänzte, dass dies ein dramatischer Anstieg seit 2007 war, als nur 16 Prozent der Amerikaner sagten, sie seien mit keiner Religion verbunden. In Rohzahlen bedeutet dies einen Anstieg von 36,6 Millionen auf 55,8 Millionen „Keine“. Obwohl sie weit hinter den 71 Prozent der Amerikaner zurückbleiben, die sich in der Pew-Umfrage als Christen identifizierten, sind sie immer noch ein bedeutende Wählergruppe, weit größer als Juden (4,7 Millionen), Muslime (2,2 Millionen) und Buddhisten (1,7 Millionen) zusammen (8,6 Millionen) und vergleichbar mit politisch mächtigen christlichen Sekten wie der Evangelikalen (25,4 Prozent) und Katholiken (20,8 Prozent).

Diese Verschiebung weg von der Dominanz einer bestimmten Religion ist gut für eine säkulare Gesellschaft, dessen Regierung so aufgebaut ist, dass sie Sammelbecken der Macht davon abhält, größer zu werden und auf das Privatleben der Menschen überzugreifen. Aber es ist wichtig zu beachten, dass diese „Keine“ nicht unbedingt Atheisten sind. Viele haben sich von den Mainstream-Religionen in spirituelle New-Age-Bewegungen verwandelt, wie eine Umfrage von 2017 zeigt, die einen Anstieg von 19 Prozent im Jahr 2012 auf 27 Prozent im Jahr 2017 bei denjenigen, die „spirituell, aber nicht religiös“ angaben, verzeichnet. Von dieser Gruppe bezeichneten nur 37 Prozent ihre religiöse Identität als atheistisch, agnostisch oder „nichts Besonderes“.

weiterlesen

Advertisements

Jenseits von Himmel und Hölle

Ägypten ist weit davon entfernt, eine gottlose Gesellschaft zu sein: Mitglieder einer Sufi-Bruderschaft gedenken Husseins, eines Enkels des Propheten Mohammed. (Bild: Amr Abdallah Dalsh / Reuters)
Wer in der arabischen Welt nicht an Gott glaubt, gilt wahlweise als Extremist oder als psychisch gestört. Auch in Ägypten steht Atheismus womöglich bald unter Strafe.

Daniel Steinvorth | Neue Zürcher Zeitung

Zweimal, sagt Ismail Mohamed, habe er echte Todesangst verspürt. Zweimal sei er nicht vorsichtig genug gewesen. Beim ersten Mal habe ihn ein Mann in ein Café in Alexandria eingeladen. «Der Typ schien eigentlich ganz freundlich zu sein. Er sagte, er hätte mich im Fernsehen gesehen. Er wollte mit mir über den Islam reden. Als ich aufstand und zur Toilette ging, richtete er eine Pistole auf mich.» Gott sei Dank, erzählt Mohamed, habe der Mann zu lange gezögert. «Seine Hand zitterte. Die Leute im Café konnten ihn deswegen überwältigen. Sie übergaben ihn der Polizei.»

Beim zweiten Mal habe er sich auf einer belebten Strasse in Kairo aufgehalten. Wieder sei er erkannt worden. «Ich hörte nur, wie jemand rief: ‹Der da, der glaubt nicht an Gott! Verprügelt ihn!› Plötzlich war ich von einer wütenden Menge umgeben. Alle redeten auf mich ein. Es war aussichtslos, mit den Leuten zu diskutieren. Einer zog ein Messer.» Gerade noch rechtzeitig sei Hilfe erschienen, die Polizei habe ihn auf die Wache genommen und verhört. Gott sei Dank sei er dort an keine Sadisten geraten und frei gelassen worden.

weiterlesen

Unterstützung für die Säkulare Flüchtlingshilfe

Förderung der Anliegen durch eine Spende, eine Fördermitgliedschaft oder Mitarbeit

Richard-Dawkins-Foundation

Mitglied werden, fördern oder spenden.

Wie kann man die Säkulare Flüchtlingshilfe unterstützen?

Fördermitglied werden

Am besten kann man als Fördermitglied helfen, mit einem frei wählbaren Jahresbeitrag. So kann die Säkulare Flüchtlingshilfe planen und informiert gelegentlich per Newsletter, wenn es gewünscht wird.

Ausdrucken, ausfüllen und per Post zusenden:
Fördermitgliedschaft und Lastschrift (PDF)

Mitglied werden

Eine einfache Mitgliedschaft (PDF) ist natürlich auch möglich. Auch hier informiert die Säkulare Flüchtlingshilfe auf Wunsch gelegentlich per Newsletter.

Spenden

Sollte es nur ein einmaliger Betrag sein, dann kann man die Säkulare Flüchtlingshilfe natürlich auch per Überweisung fördern:

Säkulare Flüchtlingshilfe e.V. – Atheisten helfen
IBAN: DE70 3705 0198 1933 9865 13
BIC: COLSDE33XXX
Am besten Name und Adresse angeben, damit eine Spendenquittung verschickt werden kann!

Oder die Unterstützung eines der Projekte auf betterplace.org.

Wie kann man sich einbringen?

Wer mehr als ein Fördermitglied sein und aktiv helfen möchte, jeder hat Fähigkeiten, die die Säkulare Flüchtlingshilfe gut gebrauchen kann.

Man kann im direkten Kontakt mit Flüchtlingen stehen und ihnen bei Behördengängen und im Alltag helfen.

Man kann Flüchtlingen beim Deutsch lernen helfen.

Wer fließend Arabisch oder Farsi spricht, kann bei der Übersetzung von Artikeln auf der Website der Säkulare Flüchtlingshilfe helfen.

Wer gute juristische Kenntnisse hat, kann Flüchtlinge und dem Verein in rechtlichen Fragen unterstützen.

Wer eine psychologische Ausbildung hat, kann die Säkulare Flüchtlingshilfe bei Einzelfragen oder bei der Suche nach den richtigen Therapieplätzen helfen.

Wer sich bereits in einem anderen Projekt für Flüchtlinge engagiert, kann seine Unterstützung anbieten.

Wer gerne schreibt, kann Artikel über die bewegenden Geschichten von Flüchtlingen für den Blog der Säkularen Flüchtlingshilfe erstellen.

Wer gerne Fotos oder Videos macht, Erfahrung mit der Bearbeitung von Bild- und Tonmaterial hat, IT-technisch versiert ist und sich mit Aufbau und Design von Websites auskennt, kann seine Erfahrung einbringen.

Man kann Flüchtlingen Nachhilfe geben, etwa auf den Gebieten Mathematik, Physik oder Chemie.

Wer ein Zimmer frei hat oder anderen Wohnraum, kann diesen temporär einzelnen Flüchtlingen zur Verfügung stellen kannst (i.d.R. für 3–7 Tage).

Wer organisatorisches Talent hat, kann gerne bei der Vereinsarbeit helfen.

Fast alles kann helfen. Kontakt: info@atheist-refugees.com

Rana Ahmad: „Frauen dürfen hier nicht träumen“ – es ist noch viel schlimmer

Rana Ahmad bei der Buchvorstellung am Stiftungssitz der Giordano-Bruno-Stiftung. Foto: ©Udo Unger
Rana Ahmad floh unter Einsatz ihres Lebens nach Europa, weil sie es in Saudi-Arabien nicht mehr aushielt. In einer beklemmenden, äußerst lesenswerten Biographie erzählt sie ihre Geschichte. Es offenbart sich ein bisher kaum bekannter Blick auf Alltag und Gefühlswelt einer mutigen Frau im fundamentalistischsten Staat der Welt.

Von Gisa Bodenstein | hpd.de

Es ist schon viel geschrieben worden über Saudi-Arabien. Die meisten wissen inzwischen, dass Frauen dort bis jetzt nicht Auto fahren durften und Menschen zu Körperstrafen verurteilt werden, die zum Teil öffentlich vollstreckt werden. Es ist ein Blick von außen, den man so meistens erhält, ein unpersönlicher, sachlicher. Aus den Medien erfährt man selten etwas über die Menschen und ihren Alltag. Deshalb ist das Buch „Frauen dürfen hier nicht träumen – Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit“, das Rana Ahmad mit Unterstützung der Journalistin Sarah Borufka geschrieben hat, etwas Besonderes. Ahmad, die 2015 während der großen Flüchtlingswelle nach Deutschland kam, kann beide Perspektiven vergleichen. Sie kennt sowohl unsere Lebensweise – und schätzt sie wahrscheinlich mehr, als jeder, für den sie seit seiner Geburt selbstverständlich ist – als auch den Lebensalltag in Saudi-Arabien. Sie schafft es so, in ihren detailreichen Schilderungen genau die Aspekte herauszustellen, bei denen die kulturelle Diskrepanz am deutlichsten zu Tage tritt. Und man stellt fest: Das Leben dort – vor allem als Frau – ist noch viel schlimmer, als man angenommen hatte.

weiterlesen

Irak: Justiz erlässt Haftbefehl gegen Atheisten

Bild: mena-watch

„Der Justizbehörde des in der Provinz Dhi Qar gelegenen Bezirks Garraf zufolge ist gegen vier des Atheismus beschuldigte Iraker Haftbefehl erlassen worden.

mena-watch

Die Bekanntgabe dieses Sachverhalts hat in den regulären und sozialen Medien etliche Reaktionen hervorgerufen. Manche meinen, diese Art der Verfolgung verstoße gegen die Rechte des irakischen Volks, dessen Verfassung ihre Religions- und Meinungsfreiheit garantiere. Andere argumentieren, die Kampagne sei teilweise politisch motiviert.

Der oberste Richter in Garraf Dhidan al-Ekili teilte den örtlichen Zeitungen am 11. März mit, die Sicherheitskräfte hätten einen der vier Angeklagten verhaften können. Die drei anderen würden noch gesucht. Ekili erklärte, die vier Männer hätten sich strafbar gemacht, indem sie ‚bei gesellschaftlichen Veranstaltungen Seminare abgehalten haben, um die Vorstellung zu propagieren, das Gott nicht existiere, und den Atheismus zu verbreiten und zu popularisieren.’ Die örtliche Justizverwaltung habe die Geheimdienste gebeten, gegen das ‚Phänomen des Atheismus’ durchzugreifen. Das Vorgehen stehe mit dem irakischen Strafgesetzbuch im Einklang. Doch der Politikwissenschaftler und Rechtsexperte Ali Bajer al-Tamimi erklärte Al-Monitor gegenüber, dass ‚es keine Paragraphen im irakischen Strafgesetzbuch gibt, die den Atheismus direkt unter Strafe stellen, noch gibt es irgendwelche Sondergesetze, die eine Bestrafung von Atheisten vorsehen’. Allerdings ‚gibt es Paragraphen, die die Entwürdigung von Religionen unter Strafe stellen’. Die irakische Verfassung garantiert die ‚Glaubens- und Meinungsfreiheit’. (…)

weiterlesen

Was ist das überzeugendste Argument für den Atheismus?

Foto: pixabay.com / kalhh
Das hängt davon ab, wie man Gott definiert, d. h., welche Eigenschaften man ihm zuschreibt.

Von Volker Dittmar | Richard-Dawkins-Foundation

Gläubige weigern sich häufig, selbst anerkannte angenommene Eigenschaften als gegeben anzunehmen, sobald man sie mit einem Argument gegen diese Eigenschaft konfrontiert.

Beispiel: Als ich in einem katholischen Forum die Allmacht kritisierte und zeigte, dass es sich um eine selbstwidersprüchliche Eigenschaft handelt, kam sofort als Einwand: Wer behauptet denn, dass Gott allmächtig ist?

Allmacht ist die einzige göttliche Eigenschaft, die im Glaubensbekenntnis zweimal erwähnt wird. Wenn also jemand die Allmacht Gottes bestreitet, dürfte er eigentlich das allgemeine Glaubensbekenntnis nicht mehr aufsagen.

Man kann jedes Argument damit aushebeln, dass man die Logik nicht anerkennt, auf der es basiert. Wenn mir jemand erzählt, dass Gott „über” der Logik steht (das ist nicht einmal eine sinnvolle Behauptung), dann kann auch kein Argument gegen Gott funktionieren.

Gott wird als transzendent und supernaturalistisch bezeichnet. Beides sind Begriffe mit einem Sinngehalt von Null. Aber damit kann man Gott jedem Argument entziehen.

Man kann also nur fragen: Was ist das Argument, was Atheisten zum größten Teil überzeugt, dass es nicht sinnvoll ist, an Gott zu glauben?

Antwort: Das Theodizeeproblem von Epikur. Es gibt keine überzeugende Antwort auf dieses Problem, obwohl es vorchristlich ist. Georg Büchner bezeichnete das Argument als „den Fels des Atheismus”.

Epikur hat es so formuliert:

Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?

Ich formuliere das Problem inzwischen anders als Epikur es tat. Man kann nämlich die Allmacht Gottes bestreiten, dann ist das Problem gelöst, aber siehe Glaubensbekenntnis!

weiterlesen

Michael Schmidt-Salomon im Club Voltaire

Der Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon sprach im Club Voltaire über die Grenzen der Toleranz. ©Nina Saam

Eine offene Gesellschaft muss tolerant sein, aber auch klare Grenzen formulieren, um funktionieren zu können. Über die Grenzen der Toleranz und die Leitprinzipien einer offenen Gesellschaft sprach am Montag Michael Schmidt-Salomon im Club Voltaire.

Nina Saam | baden online

Vor zwei Jahren hat der aus Trier stammende Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon sein Buch »Die Grenzen der Toleranz – warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen« veröffentlicht, das angesichts der wachsenden Polarisierung und Abschottung einzelner Gruppen bis hin zu ganzen Gesellschaften aktueller denn je ist. Demagogen und Populisten schürten einen »Empörialismus«, in dem Stimmungsmache mehr zähle als rationale Argumente, so der Philosoph.

Vielfalt der Meinungen

Dabei sei eine gewisse Streitkultur in offenen Gesellschaften durchaus erwünscht: »Die Vielfalt der Meinungen ist der Nährboden des zivilisatorischen Fortschritts«, so Schmidt-Salomon. »Gesellschaften, die jeden Widerspruch im Keim ersticken, verharren im kulturellen Stillstand.« Doch einen zivilisierten Widerstreit könne es nicht ohne klare Spielregeln geben, die von allen Beteiligten Toleranz abverlangten. Doch was muss toleriert und was darf nicht mehr toleriert werden? Und was muss man akzeptieren, also nicht nur dulden, sondern gutheißen?

weiterlesen

Jens Spahn: Dodo des Monats März 2018

Dodo des Monats März 2018 ©HFR

Jens Spahn hat das Rennen um die kotztütenblaue Dronte souverän gewonnen. Der neue deutsche Politharte, der sich gern als Universalpolitiker darstellt, spricht über alles und über jeden. Morgens, beim hochfahren der Rechner kommt unweigerlich die Frage in den Sinn, was hat die Spahnplatte aus dem Dorf Ottensen wieder an Neuigkeiten produziert. Bei Spahn gibts Spoiler-Alarm. Armut, Hartz IV, sichere Aussengrenzen, Frontex, Recht und Ordnung und dem Familiennachzug von Flüchtlingen, alles Themen, die vom Bundesgesundheitsminister nebenbei abgehandelt werden. Pflegenotstand, Ärztemangel und Zweiklassenmedizin sind nicht seine Themen, da könnte Versagen öffentlich werden. Und so kam es wie es kommen musste, die ersten Wochen als Minister der neuen Bundesregierung kann man mit dem Titel, „aus dem Leben eines Taugenichts“ versehen. Sieht man ihn in den Medien fällt spontan Großmaul ein. Generator unablässiger Dampfplauderei und leerer Worthülsen, eingebettet in die Arroganz eines Höflings der Kanzlerin, der sich auf die Stirn geschrieben hat, dereinst den Posten zu übernehmen. Populistische Profilierung des Erbschleichers der Kanzlerin. Populismus ist in, auch christdemokratisch und so werden die Grenzen des Pseudokonservatismus der CDU verschoben, die Richtung ist klar.

Geht es um den § 219a StGB wird Spahn auch schon mal demagogisch. Wobei ich ja der persönlichen Aufassung bin, wenn es um Frauenrechte geht, sollten Männer sich nicht in die erste Reihe drängeln und schon gar nicht mit erhobenen Zeigefinger.

„Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos.“Jens Spahn

Was für ein Vergleich, Tierrechte und Abtreibungen. Da weiß man sofort wo Spahn Frauen verortet.
Es geht beim § 219a StGB um Werbung, richtig, aber nicht um die Werbung die allabendlich in die Wohnzimmer des Kleinbürgers tröpfelt. Es geht nicht um Dichtedarstellungen von Tampons und Binden, bei denen der Nachweis, mittels Ersatzflüssigkeiten, optisch dargestellt wird.
Genau diesen Eindruck wollen Spahn und Co vermitteln. Es wird der Eindruck vermittelt als wäre ganz paternalistisch die Frau nicht geschäftsfähig, wenn es um ihren Körper geht.
Es geht um Information, das Recht der Frauen über ihren Körper, ihre Gesundheit und mögliche Karriere zu bestimmen. Diese Fach-und Sachinformationen können betroffene Frauen nur von der Fachfrau/mann bekommen. Die eigentliche Schwangerschaftsunterbrechung ist nicht Gegenstand des § 219a. Schaut man sich die Geschichte der besagten Rechtsnorm an, landet man im Deutschland der NS-Zeit.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum Dodo. Ich bin der Überzeugung, dass es nicht bei dem einen bleibt.

 

Fröhlicher Papst der Ungläubigen

Julien Offray de La Mettrie 1750, in einem Stich von Georg Friedrich Schmidt. | Bild: Alamy
Atheistisch werde die Menschheit glücklich, schrieb der Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie. Eine neue Biografie weist auf die Sprengkraft dieses Enfant terrible hin, der Menschen als Naturmaschinen sah.

Hansruedi Kugler | Luzerner Zeitung

Das Bild zeigt ihn als fröhlichen Philosophen mit lausbübischem Grinsen. So sah sich Julien Offray de La Mettrie selbst am liebsten: Als lustigen Kerl, vielleicht getarnt als Narr. Tarnung war im 18. Jahrhundert überlebensnotwendig. Die scharfzüngige Kritik am Feudalismus, an verknöcherter Wissenschaft und an der allmächtigen Kirche musste anonym erscheinen. Ihre Autoren flüchteten zuhauf ins Exil – in die liberalen Niederlande und zu Friedrich II. nach Potsdam. Der bekannteste Flüchtling hiess Voltaire. La Mettrie, gehasster Rivale, radikaler Materialist und Atheist, wurde Leibarzt des Preussenkönigs, ging nach seinem Tod 1751 aber vergessen, nicht zuletzt, weil ihn seine Philosophenkollegen als sittenlosen Querulanten verleumdeten. Das einzige überlieferte Bild bekam von Zeitgenossen den Beinamen «der lachende Demokrit». Das hat La Mettrie wohl gefallen. Schliesslich reiht er sich in die Galerie der Nachfahren des griechischen Denkers Demokrit ein, der die Welt als Ansammlung von Atomen im leeren Raum beschrieb.

weiterlesen

Der Abfall des Katholizismus vom Christentum

Das Neue Augusteum am Augustusplatz ist seit Sommer 2012 das Hauptgebäude der Universität Leipzig. Es beherbergt das Audimax mit 800 Sitzplätzen. Rechts daneben das Neue Paulinum.
Horst Junginger, Professor für Religionskritik, kritisiert Karlheinz Deschners Ansicht, die katholische Kirche würde das vom Christentum eigentlich Gemeinte verfälschen und stuft diese Meinung als „wissenschaftlich unsinnig und historisch vollkommen daneben“ ein. Man sähe an diesem Beispiel aber auch, wie notwendig es sei, „seine Quellen kritisch zu hinterfragen und den Stellenwert der darauf aufbauenden Interpretation an diese Prüfung zu koppeln“.

Von Rolf Bergmeier | hpd.de

Nun, wenden wir uns den Quellen und den historisch-wissenschaftlich, wenngleich gerne unterdrückten Belegen zu, die für die „unsinnige Auffassung“ von der Verfälschung des Christentums durch den Katholizismus grundlegend sind. Lassen wir aus Zeitgründen weg, dass die katholische Kirche nicht im Jahre 1 entstand, sondern am 28. Februar 380, als der römische Kaiser Theodosius in seinem Erlass Cunctos populos und in weiteren Erlassen alle nicht-katholischen Varianten für wahrhaft toll und wahnsinnig erklärt, den heidnischen Staatskult verbietet und die Nichtbefolgung der Erlasse mit harten Strafen bis zur Todesstrafe bedroht.

Lassen wir dies und den Codex Justinianus nebst sechzig anti-jüdischen, anti-heidnischen und anti-häretischen Erlassen weg, die wahrhaftig kein Beleg für die urchristliche „Feindesliebe“ sind. Beachten wir nicht, dass im Jahre 385 in Trier die ersten Todesurteile gegen häretische Bischöfe exekutiert werden, die an ein Ur-Christentum glauben wollten, aber nicht an die katholische Kirche. Beachten wir die anti-christliche Rechtfertigung der Gewalt durch Augustinus nicht: „Wenn deshalb die Kirche (…) jene in ihren Schoß einzutreten zwingt, die sie auf den Wegen und an den Hecken findet, das heißt unter den Schismen und Häresien, so sollen sich jene nicht beklagen, dass man sie gezwungen hat.“1 Wenig später schreibt Gregor I.: „Wenn ihr feststellt, dass sie (die Nichtkatholiken) nicht gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern, so befehlen wir, dass ihr sie mit größtem Eifer verfolgt. Sind sie unfrei, so züchtigt sie mit Prügeln und Folter, um sie zur Besserung zu zwingen. Sind sie aber freie Menschen, so sollen sie durch strengste Kerkerhaft zur Einsicht gebracht werden, (…) damit jene, die sich weigern, die Worte der Erlösung anzunehmen, welche sie aus den Gefahren des Todes erretten können, durch körperliche Qual dem erwünschten gesunden Glauben zugeführt werden.“2

weiterlesen

Dawkins: «Rückgang von Christentum ist nicht zu feiern»

Richard Dawkins, Screengrab
Reporte zeichneten kürzlich das Bild eines rückläufigen Christentums in Europa. Doch der – das Bild sei erlaubt – Atheisten-Papst Richard Dawkins lädt nicht zur Champagner-Sause. Im Gegenteil. Ausgerechnet dem Apostel unter den Atheisten treibt der angebliche Rückgang der Christenheit die Sorgenfalten auf die Stirn.

jesus.ch

Er gehört zu den wichtigsten Stimmen des Atheismus: Richard Dawkins. Als kürzlich durch den Blätterwald rauschte, dass das Christentum in Europa «am Sterben» sei, griff Dawkins nicht zu einem eigens dafür kaltgestellten Edel-Champagner aus dem Jahre 33 (dem Auferstehungsjahr Christi), um sich mit einem Seufzer «endlich» zurückzulehnen und «Halleluja» auf atheistisch zu sagen.

Dawkins warnt vielmehr davor, ein allfälliges Entschwinden des Christentums zu feiern. Denn es handle sich dabei um einen «relativ harmlosen Glauben», verglichen mit anderen.

Dawkins zitiert Katholik

«Bevor wir uns am Todeskampf der relativ harmlosen christlichen Religion erfreuen, sollten wir den Reim von Hilaire Belloc nicht vergessen: ‚Always keep a-hold of nurse For fear of finding something worse.’» Oder übersetzt: «Halte immer eine Krankenschwester bereit, aus Angst, etwas Schlimmeres könnte sonst eintreten.» So zitiert Dawkins den katholischen Dichter vor seinen 2,74 Millionen Twitter-Nachfolgern.

weiterlesen

Wahl Dodo des Monats März 2018

Dodo des Monats März 2018 ©HFR

Der Monat März war von zwei grundlegenden Themen bestimmt, alles andere ging im Raunen, ob der Islam zu Deutschland gehöre und die Streichung des § 219a StGB, Werbung für Abtreibung, unter.
Medien, Politik, Kirchen scheinen nur ein Thema zu kennen, Islam und des politischer Ableger Islamismus. Man möchte Mohammed ins Grab kotzen. Tag für Tag, 24 Stunden, wird man mit der Thematik guter oder böser Islam regelrecht besoffen gemacht. Leute es reicht, zur Islam Suada gesellen sich noch die Vertreter der Kirchen, die auf irgendeine Art und Weise immer ihren religiösen Senf dazu geben müssen und die Polit-Christen der Bundesregierung, Bundestag und Länder. Wer noch nicht negativ zum Islam eingestellt ist, wird es, die Diskussionen sind Herpes verursachend.
Anschließend tobt sich der religiöse Mob der Republik zum Thema § 219a StGB aus. Werbung, Abtreibung zu guter Familienzeit im Früh-Abend-Programm von ARD und ZDF, grünblaue Flüssigkeiten, kleine Aspikklumpen, Ersatzflüssigkeiten wird am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Das ist der Eindruck den Jens Spahn und Co vermitteln, Spahns Plattitüden lassen den morgendlichen Kaffee ausflocken, sofern er wieder Stimmenfang in eigener Sache betrieben hat. Es geht um Frauenrechte und nicht um Binden-oder Tamponwerbung, es geht um Information, Aufklärung, es geht um Hilfe für betroffene Frauen.
Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07.04. 2018, 18:00 Uhr befristet. Der Gewinner wird am Folgetag hier gewürdigt werden.

  1.  Annegret Kramp-Karrenbauer, „glückliche Sklavin ihres Geschlechts.“
  2.  Gemeinderat Herxheim am Berg, „nie hat Hitlers Glocke schöner geklungen.
  3.  Horst Seehofer „erschreckende Unkenntnis des Grundgesetzes.“
  4.  Jens Spahn, „junger Ewiggestriger.“
  5.  Margot Käßmann, „mit christlichen Alleinvertretungsanspruch.“
  6.  Deutscher Kulturrat, „Mission in der Öffentlichkeit.“
  7.  Gregor Gysi, „möchte seine Politik mit den Kirchen abstimmen.“
  8.  Karsten Hilse, „die Irrungen und Wirrungen eines Geschichtenerzählers.“
  9.  Ursula von der Leyen, „ hat sich in die Taliban verliebt.“
  10.  Institut für Freiwillige Selbstkontrolle, „mediale Inquisition.“
  11.  Annette Widmann-Mauz, „noch so ein Fall des Unwissens übers Grundgesetz.
  12.  Deutsche Bischofskonferenz, „mit der Zuchtrute gegen die Ungläubigen.“
  13.  Heinrich Bedford-Strohm, „Gesinnungsbruder von Jens Spahn.“
  14.  Reinhard Marx, „Muslime nicht auf Religion reduzieren, gilt das auch für Katholiken?
  15.  Ludwig Schick, „das Kreuz als Hinrichtungswerkzeug ist seine Kultur.“

Weiterlesen „Wahl Dodo des Monats März 2018“

»Ohne Religion wären wir besser dran«

Bild: Leipziger Blatt
Am christlichen Karfreitag laden Atheisten zum Tanzen ein. Gespräch mit Philipp Möller

Interview: Gitta Düperthal | jW

Leipziger Atheisten machen am Karfreitag Party. Auch in anderen Städten heißt es: Schluss mit dem Tanzverbot! Ein weltanschaulich neutraler Staat darf seine Bürger nicht zur »Jesus starb für unsere Sünden«-Trauer verpflichten. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2016 gilt: Der Tanz am »stillen Freitag« muss Ausdruck einer klaren weltanschaulichen Abgrenzung gegenüber dem Christentum sein. Wie finden Sie das?

Ich halte das für einen guten Anfang, aber noch keine zufriedenstellende Lösung. Es kann nicht sein, dass wir uns in einem säkularen Staat gegen eine irrationale Weltanschauung richten müssen, nur um unser Recht wahrnehmen zu dürfen, Tanzen zu gehen. Das muss unabhängig davon möglich sein.

Sie sind Autor des Buches »Gottlos glücklich: Warum wir ohne Religion besser dran wären«. Bei der »Heidenspaß-Party« in Leipzig erklären Sie dies den Gästen.

Ohne Religion wären wir besser dran, weil wir uns dann von einer Ideologie freimachen, die darauf beruht, die Welt nicht verstehen zu wollen. Wir würden uns von Lobbyisten lossagen, die ihr Recht auf religiöses Pathos über das Selbstbestimmungsrecht der Individuen stellen. Das wäre ein zivilisatorischer Fortschritt. In Geschichte und Gegenwart beruhten und beruhen auch Kriege darauf, dass die einen sich als »die Guten« mit dem vermeintlich richtigen Gottglauben definieren und die anderen als »die Bösen« abqualifizieren. Freilich folgen Kriege territorialen und ökonomischen Interessen. Die Religion aber lässt sich als Brandbeschleuniger instrumentalisieren, um den Gegner zu enthumanisieren: Er glaubt nicht an den richtigen Gott, hat es deshalb nicht verdient, wie ein Mensch behandelt zu werden.

weiterlesen

Warum Atheisten am Karfreitag tanzen sollten!

Jeder ein Kreuz. Screenshot: Youtube
Wussten Sie schon, dass Sie am Karfreitag (und anderen christlichen Feiertagen) angeblich keine Tanz- oder Sportveranstaltung ausrichten dürfen? Und auch keine „anderen öffentlichen Vergnügungen, die dem ernsten Charakter dieser Tage zuwiderlaufen“. So steht es in § 6 des Gesetzes über Sonn- und Feiertage im Freistaat Sachsen.

Von Maximilian Steinhaus | LEIPZIGER INTERNET ZEITUNG

In den anderen Bundesländern existieren ähnliche Regelungen. Wenn Sie jetzt überlegen, ob deshalb das vergnügliche Ostereiersuchen stets erst am Ostersonntag und nicht schon am Karfreitag stattfindet – dies kann ich Ihnen leider auch nicht beantworten, denn um die Osterbräuche ranken sich viele Erklärungsversuche. Fest steht jedoch, dass das Christentum sich ein einst heidnisches Frühlingsfest einverleibt hat und dass die Mehrheit der Sachsen es (inzwischen wieder) als volkstümliches Familienfest feiert. Ostern begeht der überwiegende Teil unserer Gesellschaft, weil es ein gesetzlicher Feiertag ist.

Die Mehrheit feiert das Erwachen des Frühlings und nicht die angebliche Wiederauferstehung eines Drittels des behaupteten dreifaltigen Gottes. Daran ändert auch nicht, dass die Kirchenbänke ausnahmsweise mal wieder für ein paar Stunden voll sind.
Wenn man schon – wie unser neuer Heimat- Horst – von einer „christlichen Prägung Deutschlands“ sprechen will, dann sollte man auch die gewandelten Realitäten berücksichtigen: Über 70 Prozent der Sachsen sind konfessionsfrei und viele davon wollen sich nicht die kollektive „Jesus starb für unsere Sünden“-Trauer aufzwingen lassen.

weiterlesen

Kostenlose Downloads in islamischen Ländern

Richard Dawkins, Screengrab
Richard Dawkins wird in islamischen Ländern bald kostenlose Downloads seiner Bücher anbieten

Von Hemant Mehta | Richard-Dawkins-Foundation

Richard Dawkins´ Der Gotteswahn ist mit über 3 Millionen verkauften Exemplaren seit seiner Veröffentlichung vor über 10 Jahren, wohl das populärste atheistische Buch aller Zeiten. (Ich sage „wohl“, da die Bibel ganz oben stehen müsste, wenn es darum geht, Menschen vom Glauben wegzuführen.)

Eine der überraschendsten Umstände ist jedoch, dass die arabische Übersetzung um ein Mehrfaches (kostenlos) als PDF Datei heruntergeladen wurde. Ungefähr 13 Millionen Mal, wiewohl es nicht einfach ist, die Dateien zu verfolgen, daher sollte man die Anzahl mit Vorsicht genießen. Dennoch lesen Menschen in Ländern mit muslimischer Mehrheit das Buch und das ist keine Kleinigkeit.

Das Center for Inquiry, welches sich mit der Richard Dawkins Foundation zusammengeschlossen hat, plant nun die Verbreitung von Dawkins´ Arbeit in Ländern, in denen es nicht gern gesehen wird, zu vereinfachen, indem einige seiner Bücher kostenlos zugänglich gemacht werden.

„Ich schöpfe daraus eine enorme Ermutigung“, sagte er und fügte hinzu, dass er ähnliche Geschichten über die Anzahl der PDF Dateien, die im Iran heruntergeladen wurden, gehört hat.

weiterlesen

Ein Atheist beim Papst

© Bild: Bild: Raphael Hünerfauth
Sandro Bucher ist bekennender Atheist und wurde vom Vatikan zur Jugend-Vorsynode in Rom eingeladen. Der 25-jährige, der vor neun Jahren aus der Kirche austrat, fühlte sich erst fehl am Platze. Doch das änderte sich schnell.

Madeleine Spendier | katholisch.de

Zur Jugend-Vorsynode, die heute in Rom zuende ging, waren nicht nur katholische Jugendliche eingeladen. Auch Vertreter anderer Religionen und Atheisten konnten mitdiskutieren. Einer von ihnen war Sandro Bucher, der mit 16 Jahren aus der Kirche austrat. Im katholisch.de-Interview erzählt der Schweizer, wie er sich dabei fühlte.

Frage: Herr Bucher, Sie waren unsicher, ob Sie an der Vorsynode teilnehmen sollten?

Bucher: Nein, aber als ich im Collegio Maria Mater Ecclesiae in Rom ankam, dachte ich zuerst, ich wäre im falschen Film. Mönche und Priester irrten durch die Halle, eine Messe wurde im Nebenraum abgehalten und fromme Gesänge drangen in mein Ohr. Ich war unsicher, ob mich hier überhaupt einer hören wollte. Aber diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt: Ich wurde sehr freundlich empfangen. Bei den Diskussionen herrschte ein offenes Klima. Keiner hatte ein Problem mit mir, weil ich nicht an Gott glaube. Ich fühlte mich rasch akzeptiert. Ich wurde andauernd gebeten, meine Meinung zu den verschiedenen Themen zu sagen. Einige haben mir rückgemeldet, dass sie von meinen Wortbeiträgen sogar profitiert hätten.

Frage: Sind Sie getauft?

Bucher: Ja, ich bin getauft, ich habe auch an der Erstkommunion teilgenommen. Aber als ich 16 Jahre alt wurde, bin ich aus der Kirche ausgetreten. Mein Vater ist katholisch, meine Mutter ist evangelisch-reformiert. In meiner Kindheit habe ich den katholischen Glauben nie hinterfragt. Als ich es aber in der Jugend tat, habe ich gemerkt, dass der Atheismus der richtige Weg für mich ist. Heute würde ich mich als Humanist bezeichnen. Ich glaube, dass ethische Werte und Menschenrechte dazu da sind, um die Welt besser zu machen.

weiterlesen

Richard Dawkins Will Soon Offer Free Downloads of His Books in Islamic Nations

Richard Dawkins, Screengrab
Richard Dawkins‘ The God Delusion is arguably the most popular atheist book of all time, selling about three million copies since its release over a decade ago. (I say “arguably” since, if we’re talking about books that led people away from religion, the Bible’s gotta be right up there.)

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

But one of the more surprising aspects of the book’s success is that an Arabic translation of the book has been downloaded (for free) many, many more times online — approximately 13 million times, though it’s not easy to track the files so take that number with a huge grain of salt. (Update: Dawkins tells me the correct number is 13 million, not 30 million as media outlets are reporting. I’ve corrected that in the previous sentence.)

Still, people who live in Muslim-majority nations are reading the book, and that’s no small thing.

The Center for Inquiry, which recently merged with the Richard Dawkins Foundation for Reason and Science, now plans to facilitate the spread of Dawkins’ work in nations where it may not be welcome by making several of his books available for free to anyone who wants them.

read more

Stephan Hawking wird in London neben Newton und Darwin bestattet

Stephen Hawking findet seine letzte Ruhe neben Newton und Darwin.Foto: Lucas Jackson, Reuters
Hawking war einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Gegenwart. Jetzt findet er seine letzte Ruhe an der Seite von einigen der bedeutendsten Wissenschaftler.

DER TAGESSPIEGEL

Der Astrophysiker Stephen Hawking wird in der Londoner Westminster Abbey bestattet. Seine Asche werde in der Nähe des Grabs des Gelehrten Isaac Newton beigesetzt, teilte am Dienstag Dekan John Hall mit. Dies sei im Rahmen eines Gottesdienstes später im Jahr geplant. Das Genie Hawking war am vergangenen Mittwoch im Alter von 76 Jahren in Cambridge gestorben.

Newton wurde 1727 in der Kirche beigesetzt. Dort in der Nähe ist auch das Grab des Naturforschers Charles Darwin (1809-1882). Hawking wurde 1979 Professor für Mathematik in Cambridge. Er hatte dort mehr als 30 Jahre lang den renommierten Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne – und stand damit in Newtons Nachfolge.

weiterlesen

Stephen Hawking’s Final Paper Proposes Way to Detect the ‚Multiverse‘

Stephen Hawking delivers a speech titled „Why We Should Go to Space“ during a lecture honoring NASA’s 50th anniversary in 2008. Hawking died at age 76 on March 14, 2018. Credit: Paul E. Alers/NASA
Stephen Hawking’s final research paper could help astronomers find evidence that our universe is just one among many in a larger „multiverse,“ according to media reports.

By Mike Wall | SPACE.com

The famed cosmologist, who died last week at the age of 76, is lead author of a study called „A Smooth Exit from Eternal Inflation?“ which was originally submitted to an unnamed journal last July. On March 4 — just 10 days before Hawking’s death — his co-author, Thomas Hertog, a professor of theoretical physics at KU Leuven University in Belgium, submitted a revised version of the manuscript for further review, according to British newspaper The Sunday Times.

The inflation referenced in the paper’s title is the incredible expansion of space-time theorized to have occurred in the first few moments after the Big Bang, which created the universe. Many physicists believe that this dramatic ballooning wasn’t limited to our neck of the cosmic woods but rather happened repeatedly, spawning multiple universes — perhaps an infinite number of them.

„A consequence of inflation is that there should be a multitude of universes, but we have never been able to measure this,“ Carlos Frenk, a professor of cosmology at Durham University in England who’s not involved in the new study, told The Sunday Times.

read more

«Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen»

Wie schon viele Denker und Philosophen in früheren Zeiten war auch Napoleon ein Atheist.

Hugo Stamm | watson.ch/blog

Viele Gläubige reagieren ungläubig, wenn ihr Gott oder ihre Heilslehre kritisiert oder in Frage gestellt werden. Egal, ob sie an Jesus als Sohn Gottes, an Allah, Krishna, Buddha oder sonst einen Religionsführer oder spirituellen Meister glauben. Es scheint, als mache für Strenggläubige ein Leben ohne religiösen Inhalt keinen Sinn.

Ihre heftigen Reaktionen auf Kritik nähren die Vermutung, dass skeptische Fragen für sie eine existenzielle Bedrohung darstellen. Oder einen Angriff auf ihren Glauben. Kritiker werden von ihnen gern auch als moralisch bedenklich eingestuft, weil sie glauben, dass nur der Glaube an einen Gott Menschen zu wertvollen und verantwortungsbewussten Wesen machen könne.

Fromme Christen beispielsweise sehen oft den Satan am Werk, wenn Skeptiker kritische Fragen stellen. Oder gar atheistische Positionen vertreten.

weiterlesen