Luther darf nicht auf Messegelände des evangelischen Kirchentags

Bild: hpd.de/FB
Moses und Luther werden nicht auf das Messegelände beim evangelischen Kirchentag gelassen.

hpd.de/FB

Der Kirchentagsveranstalter blockierte den Zugang zum Gelände, obwohl eine Genehmigung für eine Versammlung vor dem Eingang vorlag.

Die Polizei hat ein berlinweites Platzverbot gegen die Luther-Figur erlassen. Der Anfangsverdacht der Volksverhetzung liege vor.

Facebook sperrt regelmäßig Seiten von Ex-Muslimen

Bild. mena-watch.com
„Facebook hat gestern den Zugang zu den öffentlich zugänglichen Seiten von ‚Ex-Muslims of North America‘ (mit 24.000 Followern) und ‚Atheist Republic‘ (mit 1.6 Mio Followern) – Gruppen, die sich für den Säkularismus einsetzen und ‚Apostaten‘ unterstützen, also Menschen, die den Islam ablegen und deswegen oft Verfolgung erleiden – zunächst restringiert und die Seiten dann geschlossen.

mena-watch

Am Montag berichtete der Präsident von ‚Ex-Muslims of North America‘ Muhammad Syed auf Twitter, dass die Facebookseite seiner Organisation und die von ‚Atheist Republic‘ nur noch begrenzt zugänglich seien. Am folgenden Morgen wurden sie geschlossen. Sie hätten gegen die von Facebook festgesetzten Regeln für Gruppen verstoßen. Um welche Verstöße es sich handeln soll, wurde nicht angegeben. Nachdem beide Gruppen Einspruch eingelegt hatten, erlangten sie am Dienstag wieder ungehinderten Zugang zu ihren Seiten. Syed nimmt an, die Seiten seien von muslimischen Fundamentalisten im Rahmen einer organisierten Kampagne angegriffen worden.

‚Ex-Muslims of North America‘ zufolge werden ähnliche Gruppen seit Jahren von Facebook behindert. Die Organisation hat einen Offenen Brief an den Sozialen-Media-Giganten geschrieben und ihn aufgefordert, die ‚intellektuelle Verfolgung‘ von atheistischen und ex-muslimischen Gruppen einzustellen und solche Gruppen vor organisierten Verleumdungskampagnen zu schützen.

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Berlin: „O Gott, überall Christen!“

Ende Mai ist Kirchentag in Berlin. Die Kirchen müssen sich dort in einem Umfeld behaupten, in dem ihre Stimme nur eine von vielen ist. In der Hauptstadt tummeln sich 250 Religionsgemeinschaften, dazu viele Atheisten.

Von Markus Geiler | RP ONLINE

„O Gott, überall Christen“, seufzt die Frau in der Berliner S-Bahn. Ihre Sitznachbarin nickt beifällig. „So viel Fromme in der ganzen Stadt, das ist nur schwer zum Aushalten. Aber das geht vorüber!“ Der Dialog zwischen den beiden Berlinerinnen an einem Freitagnachmittag im Berufsverkehr ist 27 Jahre her, könnte sich aber Ende Mai beim evangelischen Kirchentag in der Hauptstadt so wiederholen.

Im Frühjahr 1990 fand in West-Berlin der Katholikentag statt. Wenige Monate zuvor war die Mauer gefallen, die Stadt war dabei, sich neu zu finden und zu erfinden. West- wie Ost-Berliner genossen die neue Freiheit ohne Beschränkungen. Da war ein Katholikentag als kirchliches Großereignis eine Veranstaltung von vielen, von der man nur Notiz nahm, weil S-Bahnen, U-Bahnen und Busse Richtung Messegelände voller waren als sonst.

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Richard Dawkins über Stephen Fry, Blasphemie und das Gesetz

Foto: RTÉ
Gegen den britischen Schriftsteller und Schauspieler Stephen Fry wurden in Irland Ermittlungen wegen Blasphemie eingeleitet.

Von Richard Dawkins | Richard-Dawkins-Foundation

Die Ermittlungen bezogen sich dabei auf seine Äußerungen in einem Interview mit Gay Byrne. Inzwischen wurden die Ermittlungen eingestellt.

Richard Dawkins schrieb dazu folgende kurze Stellungnahme.

Sir, als eine Geste der Solidarität mit Stephen Fry, zitiere ich einen Satz aus meinem Buch „Der Gotteswahn“:

„Der Gott des Alten Testaments ist – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“

Jedes dieser Adjektive wird in Dan Barkers Buch „Gott: Die unangenehmste Figur in der gesamten Literatur“ reichlich belegt, mit vollständigen Bibelzitaten. Ich werde am 12. Juni einen öffentlichen Vortrag in der „National Concert Hall“ in Dublin halten, und werde daher für eine Verhaftung aufgrund einer Anklage wegen Blasphemie zur Verfügung stehen.

Ihr, etc.,

RICHARD DAWKINS,
New College, Oxford

Bewährungsstrafe für Pokemón-Spielen in Kirche

© Sokolovsky/Youtube Screenshot eines Videos, das Vlogger Ruslan Sokolovsky beim Pokémon-Go-Spielen in der Kathedrale in Jekaterinburg zeigt
Ein Handyspiel in einer Kirche? Nach russischer Lesart bedeutet das Schüren von Hass und Beleidigung religiöser Gefühle. Ein junger Russe musste deshalb vors Gericht.

Von Friedrich Schmidt | Frankfurter Allgemeine

Ruslan Sokolowskij, ein russischer Videoblogger, der sich in einer Kirche dem Online-Spiel „Pokémon Go“ gewidmet hatte, ist zu einer Strafe von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, deren Vollzug das Gericht in der Stadt Jekaterinburg zur Bewährung aussetzte. Der bekannte Blogger darf demnach keine Massenveranstaltungen besuchen und muss insgesamt neun Filme von seinen Online-Auftritten löschen. Das Gericht befand Sokolowskij für schuldig, in drei Tatbestände erfüllt zu haben: Schüren von Hass und Feindschaft; Beleidigung religiöser Gefühle; widerrechtlicher Handel mit technischen Geräten.

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Soziologin: Konfessionslose sind oft nicht strikt atheistisch

Die meisten Konfessionslosen in Europa sind nach Ansicht der britischen Religionssoziologin Linda Woodhead nicht strikt atheistisch eingestellt. „Die Gruppe derjenigen, die keiner organisierten Religion angehören, wächst zwar in vielen europäischen Ländern“, sagte die Hans-Blumenberg-Gastprofessorin am Montagabend am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster. Damit gehe jedoch nicht eine genauso stark wachsende Ablehnung von Glauben und Spiritualität einher.

kathpress

So folgten nur 13 Prozent der Konfessionslosen in Großbritannien dem „Neuen Atheismus“ des Evolutionsbiologen Richard Dawkins, so die Professorin. Auch zeigten nur 42 Prozent der konfessionslosen Briten die Überzeugung, es gebe keinen Gott. Gut 16 Prozent von ihnen halten die Existenz Gottes oder einer höheren Macht sogar für sicher oder wahrscheinlich, sagte Woodhead.

„An die Stelle kirchlicher Bindung treten mehr und mehr individualistische und synkretistische Religionsformen“, erläuterte die Religionssoziologin. Rund ein Viertel der Konfessionslosen pflege im privaten Bereich eigene spirituelle Praktiken. „Wer sich heute in England oder Deutschland beerdigen lassen will, bekommt viele christlich-säkulare Mischformen geboten.“ Dies sei inzwischen „normal“.

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Katrin Göring-Eckardt: Dodo des Monats April 2017

Dodo des Monats April 2017 ©HFR

KGE macht Marmelade, Erdbeeren und Rhabarber gemischt, letzterer verschwindet, ist also nicht mehr sichtbar, so wie der von ihr geliebte Gott. Kochen und etwas Farbe lassen den Göttlichen im Dampf unsichtbar werden. Dumme Erläuterungen für ein Kind. Indoktrination nennt man das wohl.
Mit KGE begibt man sich in die Niederungen spiritueller Rauschzustände die wir eigentlich nur von Frau Käßmann kennen. Beiden gemeinsam, die Liebe zu Martin Luther, dem Helden freiheitlichen Denkens. Und schon sind wir beim Lug und Trug mit dem das geschichtliche Abbild Luthers geschmiert wird. Aus einem Brief, mit den Thesen, an seinen Bischof, wird der Thesenanschlag, aus dem Mönch ein judenhassender Theologe, ein Frauenverächter gewürzt mit blanken Sexismus, was Pseudo-Feministinnen wie KGE nicht davon abhält ihren kruden Thesen von Luther und den Frauen im Kitsch einer Tschibo-Werbung anzupreisen.

„Darum hat die Maid ihr Punzlein, daß es dem Mann ein Heilmittel bringe.“ zitiert nach: „Luther heute: Ein trefflich Wort“, Verlag Neues Leben, S. 33

Wenn Gott wie Rhabarber ist spielen solche frauenfeindlichen Sprüche natürlich keine Rolle. Kritik darf nicht formuliert werden, sie und ihre Luther-Paladine von der Hauptabteilung Kirche im Bundeskanzleramt  sofort in Abwehrhysterie verfallen. Die von Luther geforderte Freiheit des Glaubens wird ganz dreist sozial transformiert und religiös okkupiert.

„Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen.“ zitiert nach Arnulf Zitelmann, 1997, „Widerrufen kann ich nicht. Die Lebensgeschichte des Marthin Luther“, Beltz&Gelberg, S. 111

Der göttliche Rhabarber bedarf der Pflege, er kann verunkrauten und von Parasiten befallen werden. Im alten China nutzte man die Pflanze als sanftes Abführmittel. Gott garantiert seiner geschöpften Kreatur die Darmentleerung. Unstrittig ist, das diese durchaus göttlichen Charakters sein kann. Die Erleichterung ist menschlich spürbar, dank KGE göttlich. Luther lästerte seinerzeit über Äußerungen des Papstes „er habe gepforzet.“ Unbekannt ist ob der Papst dies mittels Rhabarber erreichte.

Dank Luther wissen wir auch dass Frauen unter einem Mangel an Verstand leiden

der Weiber Regiment von Anfang der Welt nie nichts Guts ausgerichtet hat, wie man pflegt zu sagen: Weiber Regiment nimmt selten ein gut End! Da Gott Adam zum Herrn über alle Kreaturen gesetzt hatte, da stund es Alles noch wohl und recht, und Alles ward auf das Beste regieret; aber da das Weib kam und wollte die Hand auch mit im Sode haben und klug sein, da fiel es Alles dahin und ward eine wüste Unordnung. … Wenn Weiber beredt sind, ist das an ihnen nicht zu loben, es paßt besser zu ihnen, daß sie stammeln und gut reden können. Das ziert sie viel besser.“ zitiert nach Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 45f

Luther forderte darüber hinaus die Todesstrafe für Ehebruch, ist die Frau zickig und verweigert den ehelichen Beischlaf, so kann sich der Herr der Schöpfung eines anderen Weybes bedienen.

Wo nun eyns sich sperret und nicht wil, da nympt und raubet es seynen leyb, den es geben hatt dem andern, das ist den eygentlich widder die ehe unnd die die ehe zuryssen. Darumb muß die weltliche ubirkeyt das weyb zwingen oder umb bringen. Wo sie das nicht thutt, muß der man dencken, seyn weyb sey yhm genomen von raubern und umb bracht und nach eyner andern trachten.“ zitiert in Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 56

Soviel zur Freiheit der Christenfrau ala Martin Luther. Vielleicht sind ja in den süß-sauren Lutherbonbons, die man gut marktwirtschaftlich zum Kirchentag unter die Jecken werfen will, durchaus mit göttlichen Rhabarber gefüllt. In diesem Falle sollte die Stadt Berlin noch ein paar zusätzliche Dixie-Klos anmieten.

In dem Sinne, jederzeit eine gute Verrichtung, dank göttlichen Rhabarbers. Die Zeit sollte KGE für eine Lutherlektüre nutzen.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

 

Comedian Stephen Fry Is Being Investigated for Violating Ireland’s Blasphemy Law After Mocking God

In February of 2015, comedian Stephen Fry sat down for an interview with host Gay Byrne for (Irish) RTÉ One’s The Meaning of Life.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

BYRNE: … Suppose it’s all true, and you walk up to the Pearly Gates, and you are confronted by God. What will Stephen Fry say to Him, Her, or It?

FRY: … I’ll say, “Bone cancer in children? What’s that about? How dare you! How dare you create a world in which there is such misery that is not our fault? It’s not right. It’s utterly, utterly evil.” Why should I respect a capricious, mean-minded, stupid God who creates a world which is so full of injustice and pain? That’s what I would say.

BYRNE: And you think you’re going to get in?

FRY: No, but I wouldn’t want to. I wouldn’t want to get in on His terms. They’re wrong. Now, if I died and it was Pluto, Hades, and if it was the 12 Greek gods, then I would have more truck with it. Because the [Greeks] were — they didn’t pretend not to be human in their appetites, and in their capriciousness, and in their unreasonableness. They didn’t present themselves as being all-seeing, all-wise, all-kind, all-beneficent. Because the God who created this universe, if it was created by God, is quite clearly a maniac. An utter maniac. Totally selfish. We have to spend our life on our knees, thanking Him? What kind of God would do that?

Yes, the world is very splendid, but it also has in it insects whose whole life-cycle is to burrow into the eyes of children and make them blind. That eat outwards from the eyes. Why? Why did he do that to us? He could easily have made a creation in which that didn’t exist. It is simply not acceptable.

… Atheism is not just about not believing there’s a God, but on the assumption that, [if] there is one, what kind of God is He? It’s perfectly apparent: He is monstrous, utterly monstrous, and deserves no respect whatsoever. The moment you banish him, your life becomes simpler, purer, cleaner, and more worth living, in my opinion.

BYRNE: That sure is the longest answer to that question that I’ve ever got in this entire series.

Because this was state-run TV in Ireland, where a blasphemy law is still on the books, Fry is now being investigated over whether his comments violated the rules based on a complaint by a citizen.

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Genau betrachtet: Wenn Gott existiert, will er den Atheismus

Brauchen wir Gott überhaupt – oder er uns?! Wenn Gott existiert, dann will er den Atheismus. Ein Kommentar zum Religionsphilosophie-Seminar an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen.

Von Ruben Wolff | Geislinger Zeitung

Geislinger HfWU-Studenten diskutieren mit dem Philosoph Anton Schmitt über Ethik und Gott. Schmitt hat vollkommen recht, wenn er sagt, dass wir Gott nicht für die Ethik brauchen. Meine Frage ist: Ob wir Gott überhaupt brauchen – und er uns?! Um die Spekulation auf die Spitze zu treiben: Wenn Gott existiert, dann will er den Atheismus.

Gläubige verlangen teilweise recht viel von Atheisten, sehr viel mehr als ihnen klar zu sein scheint. Arthur Schopenhauer hatte es einst so treffend formuliert: „Da haben sie denn sich auf die Behauptung geworfen, das Dasein Gottes sei zwar keines Beweises fähig, bedürfe aber auch desselben nicht: denn es verstünde sich von selbst.“

Natürlich versteht es sich nicht von selbst. Die Existenz Gottes einfach so anzunehmen, kann kein Atheist.

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Ayaan Hirsi Ali über den Kampf gegen den politischen Islam

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Was geschieht, wenn wir uns von Angst, wirrem Denken, Ignoranz und Political Correctness leiten lassen bei der Begegnung mit einer Bedrohung unserer verfassungsmäßigen Freiheiten?

Von Jeffrey Tayler | Richard-Dawkins-Foundation

In den Vereinigten Staaten ruht das Vermögen, unsere Rechte auf Freiheit und das Streben nach Glück zu genießen, im Wesentlichen auf dem Schutz, den der erste Verfassungszusatz („First Amendment“) der Redefreiheit zukommen lässt, einschließlich ihrer logischen Konsequenz, die Religion unserer Wahl auszuüben, oder natürlich, sich zu keiner Religion zu bekennen. Daraus folgt, dass wir gleichermaßen diesen Teil der Verfassung energisch verteidigen und seine Infragestellung harscher Kritik unterwerfen sollten. Wenn wir einer Bedrohung der Redefreiheit ausweichen oder sie verschleiern, ob nun aus Angst, einen ungebührlichen Eindruck zu hinterlassen oder gar in Kenntnis realer Konsequenzen, riskieren wir, unsere Redefreiheit zu verlieren und alles, was wir an der Demokratie wertschätzen.

Sprache besteht aus Wörtern; Wörter, und wie wir sie verwenden, beides spielt eine Rolle. Entsprechend zeichnet sich in den Annalen selbstzerstörerischer politischer Dummheiten der Begriff der Obama-Administration für islamischen Terrorismus – „gewalttätiger Extremismus“ – aus als ungewöhnlich verdunkelnd, semantisch unseriös und feige. (Die Wendung schließt andere Arten terroristischer Glaubenslehren ein, aber jedermann begreift, welche spezielle gemeint ist.) Entstanden, als IS-inspirierte Angriffe die USA zu treffen begannen, übergeht die Formulierung unverblümt die motivierende Ideologie des „Islamischen Staates“ und gibt vor, Extremismus könne ohne Wurzeln, als grundloses, freischwebendes Phänomen existieren. Der Begriff war so offenkundig zum Zweck ersonnen, eine Erwähnung des Islam zu vermeiden, dass der republikanische Kandidat Donald J. Trump während seiner Präsidentschaftskampagne vielen wagemutig erschien, nur weil er von „islamischem Terrorismus“ sprach.

Dennoch – dass die abgestandene Phrase „gewalttätiger Extremismus“ geprägt werden würde, es war zu erwarten. Präsident Obamas wiederholte Erklärungen, der fragliche Glaube habe nichts zu tun mit all den Bombenattentaten, Enthauptungen und dem Schwingen von Macheten, begleitet vom Ruf „Allahu Akbar“, wirkten im besten Falle feige und im schlimmsten, als mache er sich mitschuldig. Hillary Clinton folgte Obamas thematischem Vorbild bis hin zu einer historischen Wahlniederlage.

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Wahl Dodo des Monats April 2017

Dodo des Monats April 2017 ©HFR

Bestimmend im Monat April, Tod und Auferstehung der Spukgestalt namens Jesus. Des menschgewordenen Gottes, der einst sein Ebenbild aus Staub formte um dann später, bei seiner Selbsterzeigung eine Jungfrau benötigte. Also, er hat diese Frau befruchtet, dazu benötigte er einen engelhaften Besamer, um dann selbst völlig ungöttlich geboren zu werden. Jahre später lässt er sich vom weltlichen Pöbel umbringen, als Sohn eines Gottes der er selbst ist, unter Mitnahme aller Sünden und dem Müll seines Leibes verschwindet er wieder gen Himmel und stellt sein Bodenpersonal sündenfrei.

Die Todesstunde wird gefeiert, still unter Zwang, es ist die karfreitägliche Geisterstunde, von 24:00 auf 15:00 vor verlegt. Diesem Stuss muss sich weltlich alles unterordnen. Die Apologeten gehören ausgelacht und in ihren Tempeln für die Dauer der Todesfeier eingeschlossen. Krudes Zeug im Monat gab es reichlich. seht selbst.

Die Wahl ist bis zum 07. Mai 2017 18:00 Uhr befristet. Viel Spaß!

  1.  Willi Steul, „katholischer Erklärer des Korans.“
  2.  Alexander Van der Bellen, „demnächst mit Kopftuch?“
  3.  Monika Grütters, „Steuergelder für fragwürdige Party.“
  4.  Papst Franz, „liebt Blutzeugen, also tote Katholiken.“
  5.  Stefan Theo Reichel, „Widerstand gegen staatliche Maßnahmen.
  6.  Christina Aus der Au, „Mit Obama Kirchentagswahlkampf für Merkel.“
  7.  Gottfried Locher, „Zwangsmission in Berlin.“
  8.  Margot Käßmann, „Luther-hörige Theologin.“
  9.  Markus Dröge, „Bigottes zum völkischen Denken.“
  10.  Heinrich Bedford-Strohm, „karfreitäglicher Geisterbeschwörer.“
  11.  Bernd Althusmann, „fordert Respekt für seinen Geist.“
  12.  Gregor Gysi, „Welt ohne kirchliche -Moralinstanzen unvorstellbar.“
  13.  Uwe Köster, „Polizeiseelsorger sieht Fußball zu Ostern als Gefahr.“
  14.  Reinhard Marx, „Skrupelloser Erzapostel in Sachen Geld, Steuern, Soziales.“
  15.  Ralf Meister, „mag Kontrolle für anders Denkende.“
  16.  Rauf Ceylan, „Staatsknete für Moschee-Imame.“
  17.  Katrin Göring-Eckardt, „Gott ist wie ein Abführmittel.“

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Sohn eines Predigers

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Können Sie sich vorstellen, was es heißt, von den fundamentalistischen Eltern zu Hause beschult und dann zu Liberty „Universität“ geschickt zu werden, um Ihre Ausbildung abzurunden?

Von Richard Dawkins | Richard-Dawkins-Foundation

Können Sie sich vorstellen, in einer Welt zu leben, in der das alleinige Argument für oder gegen eine Sichtweise ein Bibelzitat ist? Und das einzige Gegenargument ist ein anderes Bibelzitat? Wie fühlt es sich an, so gehirngewaschen zu werden, dass „Jedes Wort in der Bibel ist wörtlich zu verstehen“ in Ihrem Kopf genauso einen axiomatischen Status wie „die Parallelen überschneiden sich nicht“ hat? So gehirngewaschen zu sein, dass es Ihnen nicht in den Kopf kommt zu fragen, wer eigentlich die Bibel geschrieben hat und welches Fachwissen die Verfasser hatten, um das zu behaupten, was sie niedergeschrieben haben? So gehirngewaschen zu sein, dass Sie nicht mal für einen Augenblick über Millionen andere Menschen auf der Welt nachdenken, die andere heilige Bücher haben und an diese mit denselben (fehlenden) Begründungen genauso stark glauben? Können Sie sich vorstellen eine Kindheit in einer unerschütterlichen Überzeugung zu verbringen, dass Ihr geliebter Großvater auf einem Spieß in der ewigen Hölle geröstet wird (neben den Katholiken), und dass Sie sich auf dem gleichen Weg befinden werden, wenn Sie nicht aufpassen?

So verlief das frühe Leben von Timothy Short und ich beende diese Lektüre, erfüllt von Bewunderung für seinen intellektuellen Mut, sich von diesem vergifteten Unsinn loszulösen und ein Atheist zu werden. Ein glücklicher und erfüllter Atheist, der niemals aufgehört hat, seine fundamentalistischen Eltern zu lieben und sogar eine Zuneigung für Jerry Falwell, den berüchtigten Begründer der Liberty, aufrechterhält. Seine Autobiografie ist eine faszinierende Lektüre, weil der Autor seinen Leser tief in die Gedankenwelt eines fundamentalistischen Wahnsinnigen hineinführt, und das Gefühl vermittelt, in eine seltsame, fremde Welt hineinzutreten, wo Vernunft verpönt, Beweise gefürchtet und Wissenschaft tatkräftig verunglimpft werden. Auch fesselnd ist die Insider-Geschichte der Liberty „Universität“ mit ihrer unheimlich repressiven Prüderie und ihrem institutionalisierten System der Überwachung des Privatlebens der Studenten.

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Atheisten verspotten Christen mit „Heidenspaß-Partys“

Ausnahmen vom Tanzverbot sind nach dem Gerichtsentscheid möglich, wenn eine Veranstaltung Ausdruck einer Abgrenzung gegenüber dem Christentum ist. Foto: picture-alliance/dpa
Atheisten in Bayern veranstalten am Karfreitag – an diesem Tag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu – „Heidenspaß-Partys“ mit Tanz in München und Regensburg.

idea.de

Im Freistaat gilt zwar ein Tanzverbot an „stillen Tagen“ – darunter Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag –, aber das Bundesverfassungsgericht hatte im November entschieden, dass es in Bayern insbesondere am Karfreitag Ausnahmen von der Pflicht zur Stille geben muss. Das Gericht gab damit einer Beschwerde des „Bundes für Geistesfreiheit München“ statt. Ausnahmen vom Tanzverbot sind demnach möglich, wenn eine Veranstaltung Ausdruck einer Abgrenzung gegenüber dem Christentum ist.

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Wir brauchen eine neue Partei – „Die Europäer“

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Es ist noch gerade noch vorstellbar, dass der Brexit sich eines Tages als eine gute Sache herausstellt. Ich bezweifle es ernsthaft, bin aber nicht zu einem Urteil befähigt. Das genau ist mein Punkt. Ich war für das Referendum nicht qualifiziert.

Von Richard Dawkins | Richard-Dawkins-Foundation

Genauso wenig wie Sie, es sei denn, Sie haben einen Doktortitel in Ökonomie oder sind Experte auf einem relevanten Gebiet, etwa Geschichtswissenschaft. Es ist grotesk, wie David Cameron unsere Zukunft verspielte mit dem armselig beschränkten Ziel, den zu Ukip neigenden Flügel seiner Partei zum Schweigen zu bringen, und sie in die Hände eines Gesindels ignoranter Wähler legte, wie ich einer bin.

Ich wählte – unter Protest, denn man hätte mich niemals dazu einladen sollen, aber ich wählte. Getreu dem Grundsatz der Vorsorge wußte ich genug, um zu begreifen, dass eine solch signifikante, komplexe und verwickelte Änderung wie der Brexit hieße, einen tollpatschigen Elefanten durch Hunderte, über Jahrzehnte hinweg sorgfältig ausgestattete Porzellanläden zu jagen: Finanzielle Vereinbarungen, Partnerschaften der verarbeitenden Industrie, internationale Stipendien, Forschungszuschüsse, kulturelle und bildungserzieherische Beziehungen.

Ich stimmte für „Remain“, den Verbleib in der Union; unkundig der Details, konnte ich doch sehen, dass die Argumente für „Leave“, den Ausstieg, von Bauchgefühl geleitet waren, emotional und oftmals ausgesprochen xenophob. Und ich konnte die Argumente der Remainers als in erster Linie rational und evidenzbasiert erkennen. Sie wurden als „Projekt Angst“ verspottet, als Panikmache und Pessimismus, aber Angst kann rational sein. Die Angst eines von einem Eisbären Verfolgten unterscheidet sich fundamental von der Angst eines anderen, der meint, ein Gespenst gesehen zu haben. Die Kunst ist, berechtigte Angst von irrationaler Angst zu unterscheiden. Jene, die „Projekt Angst“ verachteten, machten nicht die geringsten Anstalten eines Versuchs.

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Rundfunk Berlin-Brandenburg: Dodo des Monats März 2017

Dodo des Monats März 2017 ©HFR

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet umfassend und multimedial vom 36. Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg (24. bis 28. Mai 2017).Pressemitteilung des rbb

10 Jahre Zwangsmission finden ein Ende. Es reicht, Übersättigung gebiert Ekel. Der evangelische Kirchentag, einer kleinen religiösen Minderheit in Berlin, soll der Abschluss sein. Frau Käßmann will in Rente gehen, wir wünschen ihr einen angenehmen Lebensabend, verbunden mit der Hoffnung, nie wieder etwas von ihr hören oder lesen zu müssen. Der immer greinende, moralinsaure Bescheidwisser Huber reicht der Stadt völlig.

Gegen aufkommende Übelkeit, oder andere Peinlichkeiten kann man sich einen Lutherbonbon gönnen, der fette Pfaffe lässt sich wohl ganz gut weglutschen.

Und schon an dem süß-sauren Zuckerklumpen kann man erkennen das Marketing alles ist. Pfäffinnen und Pfaffen müssen nicht um Geld betteln, fremdes Geld, Politiker jedweder Coleur geben reichlich und gern aus dem Staatssäckel. Millionen kommen zusammen, ob nun in Brandenburg die Landesregierung, der Berliner Senat oder in Sachsen-Anhalt. Anders-und Ungläubige finanzieren die Pfaffensause. Peinliche Scham kennt man nicht, Anspruchsdenken aus alten Zeiten und so untersetzt der Rundfunk Berlin-Brandenburg die Christensausse in Berlin und Brandenburg. Dank der üppig fließenden Rundfunkbeiträge kann man aus den vollen schöpfen. Multimedial ist man dabei, Dokumentaionen wurden produziert, Reportagen, Programmplanungen. Hassprediger Luther gibt den Hintergrund. Die Pfaffen, allen voran die EKD, also die Hauptabteilung Protestantismus beim Bundeskanzlerinnenamt, erhofft sich eine Rendite für die Investitionen. Mach Geld mit anderer Leute Geld. Man hofft natürlich auch Missionieren zu können, die eine oder andere abtrünnige Seele in Schafsherde eingliedern zu können.

Der Religionsspiegel der Stadt Berlin spricht von 16,1% Hauptabteilungschristen hinzu kämen rd. 2,9% Freikirchler, Bibelfundis u.a.  Die Reformationsparty ist eine von Oben verordnete Lustparty. Die mediale Aufmerksamkeit entspricht in keiner Weise den tatsächlichen Gegebenheiten. Der Widerspruch ist signifikant, wird aber von Politik und Christen-Bonzen gekonnt überspielt. Der Volksmund nennt das dann Fake News und weiß, hier wird er verarscht, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkstationen, hier der RBB, voran. Staatskirchenrundfunk, die rechtlich fixierten Normen sind geduldig, die Praxis eine andere. Vielleicht bräuchte es eine neue Reformation, eine Reformation die mit der unsäglichen Verflechtung von Politik und Kirchen Schluss macht und die weltanschaulich-religiöse Neutralität des Staates gewährleistet.

Die Protestanten sind, was Luther betrifft, mit sich im Reinen. Im Programm des RBB vermisse ich doch eine öffentliche Lesung aus der Luther-Schrift „Von den Juden und ihren Lügen.“ Das wäre eine ehrliche Grundlage um sich mit dem Fettwanst auseinandersetzen zu können.

„Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen.“zitiert nach Arnulf Zitelmann, 1997, „Widerrufen kann ich nicht. Die Lebensgeschichte des Marthin Luther“, Beltz&Gelberg, S. 111

Es finden sich noch viel mehr andere Zitate Luthers, Sexismus, Obrigkeitswahn und natürlich sein Judenhass.
Der RBB hilft eine feine Wolke guten Eindrucks zu verbreiten, die Lüge manifestiert sich medial. Aber schon der Thesenanschlag Luthers ist eine Lüge.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

Vom Glauben der Ungläubigen

Eine Gläubige in Colombo wartet auf Papst Franziskus bei dessen Besuch in Sri Lanka. (Bild: Alessandra Tarantino / AP)
Die Kirchen schrumpfen, die Zahl der Nicht-Religiösen wächst, die Atheisten organisieren sich. Und doch geht das Gespenst des Christentums um. Oder war es gar nie weg?

Von Urs Hafner | Neue Zürcher Zeitung

An Weihnachten jubiliert der Christ und leidet der Atheist. Auf Schritt und Tritt stösst er auf den Gottessohn in der Krippe. Ostern sind besser: Da geht auch die Atheistin Eier suchen, isst Schokoladenhasen und freut sich an Fruchtbarkeit und Frühlingserwachen. Das heidnische Kirchenfest bietet allen einen spirituellen Mehrwert. Und der Atheist bemerkt einmal mehr, dass auch die Christin die komplexe Bibelgeschichte nicht kapiert, die in die pfingstliche «Ausgiessung des Heiligen Geistes» mündet.

Ist die westliche Kultur noch christlich geprägt oder nicht mehr, steuern wir auf einen gottlosen Zustand zu? Dies vermutet die sogenannte Säkularisierungstheorie der Religionssoziologie: Seit dem Mittelalter emanzipiere sich die Gesellschaft zunehmend von der Kontrolle durch die Kirchen und von der Religion. In der Tat ist die christliche Religion, die noch vor ein paar hundert Jahren die europäische Welt fast lückenlos umspannte und das Denken durchdrang, in der Moderne in einen Sonderbereich abgedrängt worden – neben den Bereichen Recht, Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft.

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Gender Studies sind mehr Ideologie als Wissenschaft

Foto: Ruhr-Universität Bochum
Die erste Ausgabe des amerikanischen Magazins „National Geographic“ anno domini 2017 handelt nicht von exotischen Tieren, Ländern oder Völkern, wie es der naturverbundene Leser dieses Magazins erwarten würde. Nein, diesmal geht es nicht um Natur, sondern um die Verabschiedung aus derselben, um, so wird von den Vertreterinnen der Genderstudies behauptet, lupenreine Kultur: nämlich Gender.

Von Axel Meyer | Richard-Dawkins-Foundation

US-Cover zeigt ein neunjähriges Transgender-Mädchen, das “Gender Revolution” symbolisieren soll. Gender? In National Geographic? Chefredakteurin Susan Goldberg schreibt, sie wolle zeigen, „wie Menschen sich auf dem inzwischen breiten Gender-Spektrum einordnen”. Ein Kontinuum von Geschlechtlichkeit? Wirklich?

Die Ansichten über das Geschlecht, also das kulturelle, eben Gender genannt (und zu unterscheiden vom biologischen Geschlecht, Sex genannt), verschieben sich zurzeit schnell und radikal. Es gibt den Genderstudies zufolge nicht nur zwei Geschlechter, es gibt viele. Sie werden mittlerweile in über 50 verschiedene Kategorien eingeteilt, so viele bietet Facebook zumindest seinen Usern zur Selbstbeschreibung an.

Das Thema ist genau darum so heiß, weil es eben um Selbstwahrnehmung, also ums Selbstverständnis, also um Identität geht, versus objektiven naturwissenschaftlichen Kriterien. Die Genderlehre stützt sich auf die Selbstzuschreibung von Menschen: Wirklich ist das, was der einzelne für wirklich erklärt. Darüber hinaus verfügt sie – so die Meinung vieler Biologen – über kaum eine wissenschaftliche Evidenz. Von einer Ideologie zu sprechen, scheint daher legitim. Wer ihre Prämissen in Frage stellt, muss sich vorwerfen lassen, er nehme die Selbstzuschreibung der Menschen und also die Menschen selbst nicht ernst. Nun, er (meist der „Chauvinist“) wird wahlweise des Sexismus, des Rassismus oder der Ignoranz bezichtigt.

Der Genderismus wird seit zwanzig Jahren immer extensiver an westlichen Universitäten gelehrt, dem vermeintlichen Zentrum freien Denkens und Forschens. Der Anspruch ist ein offen normativer, sprich: die Eliten sollen den Gender-Diskurs verinnerlichen und so andere durch ihren Sprachgebrauch bekehren. Spätestens wenn alle Menschen genderlike reden, hat sich die Triftigkeit der Gender-Studies erwiesen: M2F, Polygender, Tman, Twoman, Two*person, Two-split person. Verstehen wir den Menschen wirklich besser, wenn wir ihm mehr als zwei Geschlechter zuordnen?

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Was ist „Richard Dawkins: Evolution“?

Bild: RDF
Die Kickstarter-Kampagne für „Richard Dawkins: Evolution“ hat am 10. März 2017 begonnen.

Von Rich Stanton | Richard-Dawkins-Foundation

Ich hatte das Glück, mit beiden zusammen zu sitzen, Professor Dawkins und dem Entwickler des Spiels, Gordon Ross, um herauszufinden, was sie tun.

Das Ziel des Spiels ist bescheiden, 50000 Pfund Sterling, aber der Ehrgeiz grandios. Ich begann also mit der Frage, wie ein einzelner Mann, wenn auch mit Hilfe freier Mitarbeiter, etwas in dieser Größenordnung schaffen kann.

„Ursprünglich hatte ich ein probabilistisches Modell vor Augen, ein System etwa so, wie ich mir vorstelle, wie ‚No Man’s Sky‘ funktioniert, prozedural. Aber in unserem Fall haben wir dann doch… wissen Sie, interessanterweise erwähnte Richard sein Buch ‚Climbing Mount Improbable‘. Es ergab sich, dass die Technologie, die wir nutzen, von einem Unternehmen namens ‚Improbable‘ stammt.“

„Die Tests letzte Woche zum Beispiel, Richard würde es bestätigen, die früheren Prototypen, die wir auf dem Desktop laufen hatten, mit einer Population von etwa fünfhundert – wir landeten bei korallenartigen Wesen, fliegenden Kreaturen, allem möglichen, nur von diesem einfachen Startpunkt aus. Und sie evolvierten. So wie wir es bis jetzt machten, evolvierten sie in drei Stunden oder so. Aber jetzt haben wir eine Population von dreißigtausend, die in der ‚Cloud‘ läuft; sie spalten sich ab, migrieren, wandern über große Distanzen, werden isoliert, all diese Dinge. Interessante Effekte zeigen sich, wenn der Populations-Maßstab größer wird.“

Eines frage ich mich – wie wird die Evolution beobachtet? Vermutlich sitzt ihr nicht herum und seht zu, wie Wesen sich paaren und graduell sich verändernden Nachwuchs aufziehen?

„Stell dir ein Massen-Online-Gemeinschaftsspiel vor. Du läufst herum als diese kleinen Roboter, die selbst tatsächlich nicht evolvieren; es ist eher, wie auf einer Safari zu sein, oder Charles Darwin, der Proben sammelt. Wenn du etwas siehst, das dir gefällt, klonst du eine Kopie davon und behältst sie in der Stasis, ‚eingefroren‘.“

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Wahl Dodo des Monats März 2017

Dodo des Monats März 2017 ©HFR

Der Monat März war bestimmt durch das Toben des Osmanischen AKP-Mobs in Europa. Psychotisch zu nennende Verbalinjurien mit nur einem Zweck, den Status des illegalen Dikators in legal zu verwandeln. Die Niederlande, Deutschland, Österreich, alles Nazis oder zu mindestens Nazi-Methoden anwendend. Wer solche Politiker an der Macht hat und deren Auffassung von Politik nicht vertritt kann eigentlich nur noch abhauen oder aber akzeptieren, dass er von Idioten regiert wird.
Die Kriechspur verlassend kommen die Vorbereitungen zum Reformationsjubiläum, eingebunden im Kirchentag der Evangelischen Kirche in die heiße Phase. Den Fettwanst Luther kann man jetzt schon fast überall sehen, spuckt man aus, trifft man ihn. Die Hauptabteilung Kirchen beim Bundeskanzlerinnenamt bietet dem Volk panem et circensis. Der Juden-und Frauenhasser repräsentiert wie kein zweiter den gebückten Gang der Obrigkeitshörigkeit. Die Fete um Luther wird nur möglich, weil man das Schlechte, Widerwärtige ausblendet und sich  auf das Gute konzentriert. Ein Politiker mit solchen Aussagen, wie Luther sie getätigt hat, muss sich um seine politische Zukunft keine Sorgen mehr machen.

Die Wahl ist bis zum 07.04. 2017, 18:00 Uhr befristet. Am folgenden Tag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß!

  1.  Samir Bouaissa, „in der Schule wird gebetet, gelernt nur in Ausnahmefällen.“
  2.  Hans Michael Heinig, „beklagt die verschwindende Märchendeutung an Universitäten.“
  3.  Techniker Krankenkasse, „Geld fürs Zuckerkügelchen.“
  4.   Jörg Kruttschnitt, „Kirchenrecht gegen Arbeitnehmerrechte.“
  5.  Helmut Kukacka, „träumt den Traum vom Kreuzestod.“
  6.  Franziskus-Krankenhaus Berlin, „Kirchenkonzern mit Profitmaximierung.“
  7.  Heiner Koch, „eloquente Homophobie.“
  8.  Heinrich Bedford-Strohm, „sollte politische Vorschläge in seiner SPD einbringen.“
  9.  Oberlandesgericht Düsseldorf, „Synagogen abfackeln ist Israelprotest, nicht Antisemitismus.“
  10.  Friedrich Schorlemmer, „Luther der Held der DDR.“
  11.  Feridun Zaimoglu, „mädchenhafte Luthersicht.“
  12.  Benjamin Hasslhorn, “ will zum Kern des Luthertums zurück.“
  13.  Rundfunk Berlin-Brandenburg(rbb), „teurer Religions-Spam im Funk.“
  14.  Ekkehart Vetter, „Heilungsgebete gegen Homosexualität.“
  15.  Michael Müller, „Instrumentalisierung der Terroropfer mit Islam.
  16.  Martina Münch, „säkularisiertes Kloster zurück an die Kirche, wer bezahlt den Scheiß?“
  17. Thomas Hartung, „wenn Frauen masturbieren...“

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