Gay atheist Polish Mayor is out to diminish power of Catholic Church

Image via YouTube
GIVEN that Poland is overwhelmingly Catholic, and thus fanatically homophobic, it must have come as a shock to many when, in 2011, atheist Robert Biedroń , was elected to the country’s Parliament, becoming the first openly gay official.

By Barry Duke | thefreethinker

The staunchly pro-EU politician made history again in 2014, after becoming the mayor of Slupsk, a town in Poland.

Now Biedroń, an LGBT activist, above, has the Catholic Church in his sights, having just announced plans on Sunday to establish a new political party – Wiosna – to diminish the Church’s influence in his country by placing tighter restrictions on it.

In launching Wiosna, Biedroń intends opposing the conservative Law and Justice party which supports the Catholic Church.

read more

Hat die Kirche Sonderrechte bei strafrechtlichen Ermittlungsverfahren?

Der Bund für Geistesfreiheit (BfG) Neuburg-Ingolstadt verschickte einen Brief an Johannes-Wilhelm Rörig, den Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Er kritisiert darin die schleppende Aufklärung des Missbrauchs.

Redaktion hpd.de

Der Bund für Geistesfreiheit Neuburg-Ingolstadt K. d. ö. R. versteht den sexuellen Missbrauch an Kindern in der katholischen Kirche nicht nur als Schaden, der an den Individuen verursacht wird, sondern erkennt darüber hinaus in der selektiv zurückhaltenden Anwendung rechststaatlicher Mittel zur Verfolgung dieser Taten einen Schaden an der Glaubwürdigkeit des Rechtsstaats.

Deshalb schrieb der Vorstand des BfG Neuburg-Ingolstadt am 4. Februar einen Brief an den Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig. In dem Schreiben heißt es: „die Kirche hat sich sexueller Verbrechen an Minderjährigen schuldig gemacht. In der breiten Öffentlichkeit werden diese Verbrechen als ‚Skandal‘ wahrgenommen und von Ihnen als ‚ungeheuerliches Unrecht‘ bezeichnet.“

weiterlesen

Aufgeklärt, voraufgeklärt, falsch aufgeklärt: Steven Pinker kontert ein Jahr nach dem Erscheinen seines Bestsellers «Aufklärung jetzt» seine heissesten Kritiker

Ohne die Aufklärung undenkbar: Freizeitsport für alle. (Felipe Dana / AP)
Obwohl alle von ihnen profitieren, stehen sie von allen Seiten unter Druck: Vernunft, Humanismus und Wissenschaft. Dabei kann kein Zweifel bestehen: Die Welt wird immer besser. Aber je besser die Welt, desto krasser die Nörgelei! Ein Argumentarium gegen die notorischen Kulturpessimisten.

Steven Pinker | Neue Zürcher Zeitung

Es ist kaum zu glauben, dass eine Verteidigung von Vernunft, Wissenschaft und Humanismus zu Kontroversen führen sollte, zumal wir in einer Zeit leben, in der diese Ideale jede Hilfe brauchen können. Aber ein Kollege sagte mir: «Du hast die Köpfe der Leute explodieren lassen.»

Mein Buch «Aufklärung jetzt» ist deshalb von Kritikern auf der Linken wie auf der Rechten attackiert worden. Sie gaben der Aufklärung die Schuld für Rassismus und Imperialismus, existenzielle Bedrohungen und epidemische Einsamkeit, Depressionen und Suizid. Sie mäkelten, die Daten, die den Fortschritt belegen, beruhten nur auf Rosinenpicken. Und sie höhnten, mit kaum verhüllter Schadenfreude, die Aufklärung sei eine Idee mit Verfallsdatum, sie habe im Zeitalter des autoritären Populismus, der sozialen Netzwerke und der künstlichen Intelligenz keine Zukunft.

Deshalb nehme ich Stellung zu den Kontroversen, die im Jahr seit der Veröffentlichung von «Aufklärung jetzt» ausgebrochen sind. Ich denke also über den Stand des Projekts der Aufklärung und auch über ihre Feinde nach.

weiterlesen

Steins Gesetz und die Mission der Wissenschaft

Foto: Pixabay.com / geralt
In der Scientific American Ausgabe vom April 2001 begann ich diese Kolumne mit einem Beitrag mit dem Titel „Bunte Kieselsteine und Darwins Diktum“, inspiriert von der Bemerkung des britischen Naturforschers, dass „jede Beobachtung für oder gegen eine Ansicht sein muss, wenn sie von Nutzen sein soll“.

Von Michael Shermer | RDF

Charles Darwin schrieb diesen Kommentar in einem Brief an die Kritiker, die ihm vorwarfen, in seinem Buch über den Ursprung der Arten von 1859 zu theoretisch zu sein. Sie bestanden darauf, dass er die Fakten einfach für sich sprechen lassen sollte. Darwin wusste, dass Wissenschaft eine sehr feine Mischung aus Tatsachen und Theorie ist. Zu diesen füge ich ein drittes Bein zum Schemel der Wissenschafts-Kommunikation hinzu. Wenn wir unsere Ideen nicht klar an andere weitergeben können, schlummern Tatsachen und Theorie vor sich hin.

Seit nunmehr 214 aufeinanderfolgenden Monaten versuche ich, meine eigenen und die Gedanken anderer über die Tatsachen und Theorie der Wissenschaft so klar wie möglich zu vermitteln. Aber in Übereinstimmung mit (Herb) Steins Gesetz – Dinge, die nicht ewig weitergehen können, werden es auch nicht – endet diese Kolumne mit der Neugestaltung des Magazins. Eine notwendige Strategie in der Entwicklung dieses Nationalheiligtums, die auf 174 Jahre kontinuierlicher Veröffentlichung folgt. Ich fühle mich geehrt, einen flüchtigen Moment dieser langen Geschichte geteilt zu haben, den Redakteuren, Künstlern und Produktionstalenten für jeden Monat dankbar, in welchem ich meine Ansichten mit euch teilen durfte. Ich werde dies an anderer Stelle fortsetzen, bis meine eigene Beschäftigung in diesem provisorischen Proszenium (eine weitere Instanziierung von Steins Gesetz) viele Jahre in der Zukunft endet, so wie es die Natur und der Zufall will. Erlaubt mir daher, darüber nachzudenken, was meiner Meinung nach die Wissenschaft in das Projekt der Menschheit einbringt, von welchem wir alle ein Teil sind.

weiterlesen

Darf man über Religion lachen? – Ausschreibung zum Kunstpreis „Der Freche Mario 2019“

lllustration: Jacques Tilly
Seit dem 7. Januar 2019 läuft die inzwischen siebte Ausschreibung zum Kunstpreis Der Freche Mario. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis zeichnet Kunstwerke aus, die sich mit Glauben und Religion auseinandersetzen. Mit der alle zwei Jahre stattfindenden Ausschreibung möchten die Organisatoren des Kunstpreises, der Bund für Geistesfreiheit München (bfg München), die Kulturbühne Hinterhalt, die Galerie der Kirchenkritik, 84 GHz – Raum für Gestaltung und die Giordano Bruno Stiftung alle Künstler ermutigen, sich ohne Schere im Kopf mit den sog. ewig währenden religiösen Wahrheiten und Autoritäten satirisch-kritisch zu beschäftigen

Bund für Geistesfreiheit München

Darf man über Religion lachen? Nicht nur im Iran oder Saudi-Arabien kann das für Künstler und Kulturschaffende gefährlich werden. In vielen Ländern Europas gibt es noch immer „Blasphemiegesetze“, auch in Deutschland. Hierzulande müssen Kulturschaffende den „Gotteslästerungs-Paragrafen“ 166 StGB („Beschimpfung“ von Bekenntnissen, Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsgemeinschaften) fürchten. Die Forderung nach Abschaffung des § 166 ist deshalb eine Kernforderung der Organisatoren des Kunstpreises.

„Als humanistische Demokraten setzen wir uns dafür ein, dass Meinungs-, Presse-, Kunst- und Religionsfreiheit keine hohlen Floskeln sind, sondern geachtet und verteidigt werden. Schließlich sind diese Grundrechte mühsam genug durchgesetzt worden, insbesondere gegen die Vertreter der monotheistischen Religionen,“ sagt Assunta Tammelleo, stellvertretende Vorsitzende des bfg München.
Wie wichtig der weltweite Einsatz für Kunst- und Meinungsfreiheit ist, zeigt nicht zuletzt das tödliche Attentat auf die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015 in Paris.

weiterlesen

Dr. Michael Schmidt-Salomons Grußwort zur Eröffnung des „Evolutionsweges“

Bild: leimenblog.de
Ich freue mich sehr, ein Grußwort zur heutigen Eröffnung des Evolutionsweges in Leimen sprechen zu dürfen. Denn die Evolutionstheorie ist nicht nur der wichtigste Baustein des modernen Weltbildes, sie hilft uns auch zu begreifen, wer wir sind und woher wir stammen. Nicht zuletzt schärft sie unseren Blick für das, was wesentlich und was unwesentlich ist. Denn wer die Evolution wirklich verstanden hat, der begreift auch, dass Religionen, Nationen, Völker bloß vorrübergehende Konstrukte sind, die eine fundamentale Tatsache des Lebens tragischerweise oft verdecken, nämlich dass uns Menschen untereinander sehr viel mehr verbindet als trennt.

leimenblog.de

Zusammen mit allen anderen Lebensformen auf der Erde bilden wir eine einzigartige große Familie, deren Ursprünge in winzig kleinen Zellen liegen, welche vor Urzeiten auf der Erde entstanden sind. Und wer diese große Geschichte des Lebens erst einmal im Kopf hat, der wird sich von den kleinen hinterwäldlerischen Erzählungen religiöser Fundamentalisten oder chauvinistischer Nationalisten, die momentan leider weltweit auf dem Vormarsch sind, so schnell nicht mehr hinters Licht führen lassen.

Tatsächlich gibt es einen bemerkenswerten statistischen Zusammenhang zwischen der Evolutionsverleugnung auf der einen Seite und fundamentalistischen, nationalistischen, autoritären, antidemokratischen, patriarchalen Werten auf der anderen Seite. Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, dass diejenigen, die in ihrem Weltbild von festen, unverrückbaren, ewig gültigen Fundamenten ausgehen, sich mit der zentralen Aussage der Evolutionstheorie kaum anfreunden können, nämlich dass das einzig Beständige in dieser Welt der Wandel ist.

weiterlesen

„Religiöse Generation“: Warum ist Erdogans Ziel fehlgeschlagen?

Foto: shutterstock.com
Die Ergebnisse der jüngsten KONDA-Untersuchung zur gesellschaftlichen Veränderung der Türkei waren überraschend. Doch was sind eigentliche Gründe für diese Veränderung und was bedeuten sie? Ein Erklärungsansatz.

dtj – Deutsch Türkisches Journal

Das Ziel des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatte ein klares Ziel: Er wollte, dass eine konservative Generation unter seiner Amtszeit entsteht, „die die Werte und Prinzipien ihrer Nation beschützen“, sagte Erdogan 2012. Eine jüngste Untersuchung des Forschungsinstituts KONDA sind für dieses Ziel des Präsidenten keine guten Neuigkeiten. Nach der Studie, die den Wandel der türkischen Gesellschaft in den letzten 10 Jahren untersucht und dabei auch die Frage beantwortet, wie sich die türkische Gesellschaft im Bezug auf das Verhältnis zur Religion verändert hat. Das DTJ berichtete.

„Diyanet als wichtiger Akteur“
Laut den Ergebnissen der bezeichnen sich Menschen in der Türkei als weniger gläubig als im Vergleich zu vor zehn Jahren. Im Gegenzug dazu ist auch die Zahl jener um drei Prozent angestiegen, die sich als Atheisten bezeichnen. Doch woran liegt diese Veränderung eigentlich? Ein erster Erklärungsversuch kommt von den Atheisten. Die ehemalige Vorsitzende des Atheismus-Vereins der Türkei, Zehra Pala, sagte in einem Gespräch mit dem türkischen Exil-Medium Ahval, dass die türkische Religionsbehörde Diyanet zu den wichtigsten Akteuren dieser Veränderung zählt. Pala dazu: „Wir brauchen den Atheismus nicht zu verbreiten, es gibt doch die Diyanet.“

weiterlesen

A Pathway to Objective Morality: Why the Case for Scientific Humanism is Rational

In response to my January, 2019 column (“Stein’s Law and Science’s Mission: The Case for Scientific Humanism”), California State University historian Richard Weikart, who is also a Senior Fellow of the Discovery Institute’s Center for Science and Culture (an Intelligent Design creationism advocacy organization), has written a critique in which he claims “Michael Shermer once again confuses science with atheism, and inexplicably claims that science can support humanism.”

By Michael Shermer | Skeptic.com

He says that I try “to rewrite history by insisting that science is built on atheist assumptions.” Even though I never mention atheism, in the following passage from my column Weikart says “scientific naturalism as defined here is atheism.” Judge for yourself:

Modern science arose in the 16th and 17th centuries following the Scientific Revolution and the adoption of scientific naturalism, or the belief that the world is governed by natural laws and forces that are knowable, that all phenomena are part of nature and can be explained by natural causes, and that human cognitive, social, and moral phenomena are no less a part of that comprehensible world.

Atheism is simply the lack of belief in a God. Full stop. It is not a worldview, paradigm, or ideology. Most atheists, of course, embrace scientific naturalism as I’ve defined it, but so do many modern theists such as the renowned geneticist and Director of the National Institutes of Health, Francis Collins, whom Weikart says would not accept “this atheistic definition of science.” On the contrary, I know Dr. Collins and include our dialogue on this very topic in my book The Believing Brain (2011, Henry Holt) in which he reiterates his rejection of Intelligent Design creationism (his book The Language of God is one of the best refutations of all forms of creationism) and affirms his commitment to scientific naturalism without an underlying atheist assumption. On the evolution of the moral sense, for example, Collins told me “that wouldn’t rule out that God planned it, since for a theistic evolutionist like myself, evolution was God’s awesome plan for all creation. If God’s plan could give rise to toenails and temporal lobes, why not also a moral sense?” As Collins defined it in a 2006 article in Nature titled “Building Bridges”, theistic evolution is the position that “evolution is real, but that it was set in motion by God.”

read more

Ist der Intelligenzquotient ein pseudowissenschaftlicher Schwindel? Nassim Taleb geht auf Konfrontation mit Steven Pinker und anderen Helden des Dark Web

Auf Twitter zettelt der libanesisch-amerikanische Philosoph Nassim Nicholas Taleb eine Debatte an, die es in sich hat. Sie ist nicht nur rau und roh, sondern auch substanziell.

Marc Neumann | Neue Zürcher Zeitung

Wenn Nassim Nicholas Taleb vom Leder zieht, kracht es – wie eben gerade: Auf Twitter feuerte er in einem Paper auf Medium.com Salve um Salve auf die psychometrische Intelligenzforschung ab. Ein pseudowissenschaftlicher Schwindel sei der Intelligenzquotient, IQ-Messungen seien lediglich für einige willkürlich isolierte mentale Fähigkeiten, und erst noch nur im künstlichen Testumfeld, aussagefähig.

In der realen Welt taugen IQ-Zahlen wenig, schreibt Taleb. Bestenfalls erhielten Intelligenztests begrenzte Gültigkeit, wenn man IQ als «Funktionärs-Quotient» oder «Verkaufsperson-Quotient» verstehe. Weswegen diese noch am relativ erfolgreichsten zur Rekrutierung von Angestellten im Militär oder bei grossen Unternehmen eingesetzt würden.

weiterlesen

Zahl der Atheisten in Erdogans Türkei steigt

Immer mehr Menschen in der Türkei wenden der Religion den Rücken zu. Aber auch Gläubige interpretieren den religiösen Alltag unterschiedlich. Viele Beobachter sehen das als Reaktion auf Erdogans religiöse Politik.

Deutsche Welle

„In der Türkei gibt es einen Religionszwang“, schimpft Ahmet Balyamez. „Das stört immer mehr Menschen. Sie fragen: Ist das der wahre Islam? Wenn wir uns die Politik anschauen, die die Machthaber verfolgen, dann sehen wir, dass sie der ersten Epoche des Islams nacheifern. Was wir derzeit erleben, ist also der Islam in seiner ursprünglichen Form.“

weiterlesen

God, Heaven, and Evil: A Renewed Defense of Atheism

credit: Skeptic.com
After EgyptAir Flight 804 crashed on May 19, 2016, I asked the same question that many others undoubtedly asked as well: How could God let this happen? Of course, this plane crash is just one relatively small tragedy in the whole scheme of things.

By Ken Levy | Skeptic

When we add in all of the other tragedies—all the violence, pain, suffering, and premature death that occur on this planet—the same question becomes correspondingly more difficult to answer.

This is the problem of evil, an argument that is typically used in support of atheism. If God were omnibenevolent, He would want to minimize such evils as violence, pain, suffering, and premature death; if God were omniscient, He would know everything that is happening in the universe; and if God were omnipotent, He would be able to act on His omnibenevolence and omniscience to prevent most or all evil from occurring. Yet all of this evil still occurs. Therefore God—an omniscient, omnipotent, and omnibenevolent being—probably does not exist. If a higher intelligence exists at all, it probably lacks at least one of these three qualities.

Theists, or believers, generally respond to this argument by proposing two reasons to believe that God’s existence is perfectly compatible with all of the evil that we observe and experience:

  1. Despite His omnipotence, God simply could not have created a world that lacked evil. If there is to be good, there must also be evil. The existence of evil makes good possible.
  2. Evil contributes to a much greater or higher good. For example, suffering builds moral character or brings victims much closer to God or to each other.

Believers always have at least these fallback answers at their disposal to allay any theological doubts. But the very fact that these two hypotheses can be applied no matter the kind or degree of evil in question should make us suspicious. Quite simply, they prove too much. They commit theists to the incredible position that God’s existence should not be doubted even if the degree of evil in the world far outweighs the good. Atheists are right to respond to this theistic “spin”: if God exists no matter how much evil there is, then what good is He in the first place? Better, it would seem, to have much less evil and no God than much more evil and God.

Believers typically supplement (2) above with the “free will defense”: God preferred to create a world in which humans have free will and therefore the capacity to perform evil acts rather than a world in which they lack free will. He preferred this world, a world in which humans are free to do wrong, because it is far more valuable, both in itself and to humans themselves, than a world in which they are forced always to be good. Humans who consciously make the choice to follow God’s commands—notably the moral laws embodied in the believer’s holy text, such as the Ten Commandments—experience and exhibit a much more profound knowledge of, and love for, God than humans who follow them out of either primitive fear or blind compulsion, or don’t follow them at all.

read more

Der Ursprung des Wortes „Mem“

Was haben LOLcats mit Evolutionsbiologie zu tun?

Von Johanna Mayer | RDF

Erste bekannte Verwendung: 1976

Wortherkunft: Ein Evolutionsbiologe vermischte das altgriechische Wort mimeme (nachahmen) mit dem englischen Wort gene, um die Voraussetzungen für LOLcats, Success Kid, Rick Rolling und so viel mehr zu schaffen.

Ein mundgerechtes Stück Kultur

„Ein Großteil dessen, was am Menschen ungewöhnlich ist, lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen“, schreibt der Evolutionsbiologe Richard Dawkins in seinem 1976 erschienenen Buch Das egoistische Gen. „Kultur.“

Aber was hat Kultur mit Evolutionsbiologie zu tun? Wie Gene, so argumentiert er, bringt die kulturelle Vererbung einen Pfad zur Evolution hervor.

„Ich meine, dass auf diesem unserem Planeten kürzlich eine neue Art von Replikator aufgetreten ist“, schreibt Dawkins. „Er starrt uns ins Gesicht. Zwar ist er noch jung, treibt noch unbeholfen in seiner Ursuppe herum, aber er ruft bereits evolutionären Wandel hervor, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die das gute alte Gen weit in den Schatten stellt. Das neue Urmeer ist die ‚Suppe‘ der menschlichen Kultur.“

weiterlesen

Warum Asia Bibi für ihren Glauben sterben sollte

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Der Christengott liebt das Blut seiner Anhängerschar. Das monetäre Opfer, Geldzahlungen, in Deutschland Kirchensteuer genannt, reicht ihm nicht. Er braucht Tote, die für den Glauben an ihn gestorben sind, ermordet wurden, gefoltert, was auch immer. Stuss dieser Art versucht der absolutistische Kirchenfürst aus Rom der Allgemeinheit zu vermitteln. So twittert er, zwischen den Feiertagen:

„Die Kirche wächst durch das Blut der Märtyrer, der Männer und Frauen, die ihr Leben für Jesus hingeben. Heute gibt es viele von ihnen, auch wenn sie keine Nachricht wert sind.“

Nehmen wir als Beispiel die Katholikin Asia Bibi, wegen Blasphemie gegen den islamischen Gott zum Tode verurteilt, Jahre in Haft zugebracht, steht nun für die römische Spukgestalt die Gefahr, dass sie mit dem Leben davon kommt und schon ist sie für die Weltkirche der Katholen nicht mehr wertvoll. Asia Bibi, von einem frommen, islamischen Extremismus auf der Straße geschlachtet, in der Wohnung oder im Gefängnis. Der vatikanische Geisterbeschwörer würde um ihre Seele beten, nicht um ihr Leben, da ist sie, den Worten nach, wertlos. Nur Blut, von frommen Katholiken hilft der Kirche im Wachstum.
Das vom Papst zitierte von einem islamistischen Mufti, Ayatollah geäußert und die westliche Welt würde kollektiv Aufschreien. Die islamistischen Verbände in Deutschland entschuldigen sich reihenweise um dann zum Althergebrachten zurück zu kehren.
Dass, vom römischen Franz geäußerte ist schlichtweg idiotisch zu nennen, inhuman und zeigt ein äußerst fragwürdiges Menschenbild. Was die politischen Gottesmägde und -knechte nicht davon abhält ihm metaphorisch die Füße zu küssen. Keine Kritik am Ewiggestrigen, feuchten Auges blickte man die letzten Tage nach Rom, sehend, den Kitsch, die esoterische Geisterbeschwörung, den Obskurantismus des Todes, weil dieser die Kirche wachsen ließe.

Also, Asia Bibi, geh sterben, kirchengefällig, oder lebe menschlich. Letzteres ist eine gute Alternative.

Bild: Twitter @Pontifex_de. Screenshot: bb

Neuer Arbeitskreis in Tübingen gegründet: Für eine säkulare SPD

Bild: bb
Trennung von Staat und Religion: In Tübingen wurde ein neuer Arbeitskreis gegründet

Reutlinger General-Anzeiger

Gegen die Diskriminierung von Atheisten. Für die klare Trennung von Kirche und Staat. Rückbesinnung auf die Tradition des Humanismus. Diese Forderungen wurden bei einem Treffen von Sozialdemokraten laut, die einen Arbeitskreis Säkulare Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gegründet haben.
Besonders in islamisch geprägten Ländern werden Atheisten ebenso wie Christen einer zunehmenden staatlichen Verfolgung ausgesetzt, hat Dorothea Rössner erkannt, die sich seit Langem schon für die Freilassung von Raif Badawi in Saudi-Arabien engagiert.

weiterlesen

Carsten Frerk: Moscheesteuer ist Schnapsidee

Ein Mann betet in einer Moschee. (dpa)
Ist eine Moscheesteuer für Muslime – wie derzeit diskutiert – wirklich eine gute Lösung, um eine Radikalisierung zu verhindern? Der Journalist und Kirchenkritiker Carsten Frerk hält eine solche Steuer für „eine Schnapsidee“.

Carsten Frerk im Gespräch mit Ute Welty | Deutschlandfunk Kultur

Ute Welty: Die Radikalisierung in deutschen Moscheen verhindern – das ist die Idee hinter einer Moscheesteuer. Milliarden sollen in den vergangenen Jahren vor allem von Saudi-Arabien investiert worden sein, um die Verbreitung eines fundamentalistischen Islams zu bewerben. Als Vorbild für die Moscheesteuer wird immer wieder die Kirchensteuer genannt. Aber taugt die tatsächlich als Vorbild? Damit hat sich Carsten Frerk beschäftigt. Er ist Politologe, Journalist, Kirchenkritiker, und seine Erkenntnisse hat er unter anderem zusammengefasst im „Violettbuch Kirchenfinanzen“. Carsten Frerk ist an diesem Samstag zu Gast in „Studio 9“. Guten Morgen!

Carsten Frerk: Guten Morgen!

Welty: Halten Sie es für eine gute Idee, islamische Gemeinden nach dem Vorbild der christlichen Kirchen finanzieren zu wollen?

Frerk: Es ist, auf die deutsche Situation bezogen – ich sag es mal einfach so, es ist ja früher Morgen – eine Schnapsidee. Das ganze deutsche Kirchensteuersystem beruht auf einer jahrhundertelangen Entwicklung von Staat und Kirche in Deutschland, und ich denke, der Islam ist gegen diese Idee einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, was ja Voraussetzung wäre für so eine Art Steuer absolut renitent.

weiterlesen

Sünde, Schuld und Vergebung im Atheismus: Gewissen statt Gott

Wenn es um Schuld und Sünde geht, sollte man meinen, dass die Atheisten und Konfessionslosen es leichter haben im Leben. Ohne den ganzen religiösen Ballast, den Gläubige vermeintlich zu tragen haben. (imago stock&people)
Für religiöse Menschen kommen Ge- und Verbote letztlich von Gott. Wer nicht an eine höhere Macht glaubt, handelt Regeln des Zusammenlebens aus und begründet sie. Atheisten kritisieren, dass Religionen Menschen Schuldgefühle einreden und ganze Gruppen als Sünder stigmatisieren.

Von Mechthild Klein | Deutschlandfunk

Wenn es um Schuld und Sünde geht – sollte man meinen, dass die Atheisten und Konfessionslosen es leichter haben im Leben. Ohne den ganzen religiösen Ballast.

Daniela Wakonigg: „Für viele Menschen mag das beängstigend sein. Weil sie keine Instanz haben, die ihnen Regeln vorgibt. Ich als nichtreligiöser Mensch weiß, wir können uns diese Regeln nur selber schaffen. Indem wir zusammenarbeiten, indem wir uns verständigen auf Regeln und die sind natürlich verhandelbar.“

Daniela Wakonigg ist Sprecherin des Internationalen Bunds für Konfessionslose und Atheisten (IBKA). Sie kennt das Objekt, das sie kritisiert. Denn sie hat katholische Theologie studiert. Heute arbeitet sie als Journalistin. Der Bund für Konfessionslose hat sich der konsequenten Trennung von Staat und Religionsgemeinschaften verschrieben auf der Grundlage der Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte.

weiterlesen

Atheismus ist lebensgefährlich

Islamisten in Bangladesch verbrennen die Puppe eines Bloggers während eines Generalstreiks im Februar 2014
Sie glauben nicht an Gott und wollen frei von religiösen Vorschriften leben: atheistische Asylbewerber. Nicht nur in ihrer Heimat werden sie bedroht und ermordet. Auch hierzulande sind sie vor Verfolgung nicht sicher.

Astrid Prange | Deutsche Welle

In Bangladesch stand sein Name auf der Todesliste. Nachdem fünf seiner Freunde und Mitstreiter ermordet worden waren, warnten die Behörden den Blogger: „Wir können nichts mehr für Dich tun.“ 2015 musste Mahmudul Haque Munshi sein Land verlassen.

Er floh zunächst nach Nepal, dann nach Sri Lanka, und dann nach Deutschland. Als er schließlich in einem Auffanglager für Flüchtlinge in Detmold eintraf, traute er seinen Augen nicht: Einige der Bewohner stammten ebenfalls aus Bangladesch und waren auf ihn alles andere als gut zu sprechen.

„Neulich habe ich auf meiner Facebook-Seite an einem einzigen Tag 4500 Todesdrohungen bekommen“, sagt er. Damit nicht genug: Munshis Name steht mittlerweile auf einer sogenannten „Global Hit List“, auf der die Namen von geflüchteten Bengalen im Ausland verzeichnet sind, die umgebracht werden sollen.

weiterlesen

Evolutionspsychologe Steven Pinker erhält »Human Roots Award«

Am 9. November 2018 verlieh das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS des RGZM zum zweiten Mal den »Human Roots Award« für herausragende wissenschaftliche Leistungen und ihren Einfluss auf die Archäologie der Menschwerdung. Der diesjährige Preisträger ist Harvard-Professor Steven Pinker. Er ist einer der einflussreichsten Vertreter der evolutionären Psychologie, der sich als Kolumnist und Sachbuchautor auch an ein breites Publikum wendet. Für seine Forschungen zur Verhaltensentwicklung bekam er vom Vorjahrespreisträger und diesjährigem Schirmherrn Richard Dawkins die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung überreicht.

Christina Nitzsche Stabsstelle Medien
Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

Univ.-Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Leiterin von MONREPOS, begrüßte die mehr als einhundert Gäste, die zur Verleihung erschienen waren. Mit dem Human Roots Award wolle die Institution des Leibniz-Forschungsinstituts für Archäologie eine Brücke zwischen den Menschen heute und unserer Verhaltensentwicklung in der Vergangenheit schlagen, mit dem Ziel, deren humanistische Agenda des »Menschbleibens« in der Zukunft zu fördern. „Und gerade darin liegt die entscheidende Bedeutung der pleistozänen Archäologie“, führte Gaudzinski-Windheuser fort. „Denn wir Archäologinnen und Archäologen sind Verwalter materieller Archive, die sich über die letzten drei Millionen Jahre menschlichen Verhaltens gebildet haben.“ So sei die pleistozäne Archäologie ein Teil des interdisziplinären Orchesters von Disziplinen, die sich der Erforschung des Menschen widmeten.

Entwicklung menschlicher Verhaltensmuster verstehen

Dr. Lutz Kindler, Archäologe in MONREPOS, fasste in seiner Laudatio Pinkers Werk zusammen: Steven Pinkers preisgekrönten Bücher über Wahrnehmung und Denken in unserem Gehirn, den Sprachinstinkt, die menschliche Natur und nicht zuletzt über die Rolle der Gewalt in der Menschheitsgeschichte seien allesamt Bestseller der wissenschaftlichen Literatur. „Sein Ausblick auf unsere Zukunft basiert auf Wissenschaft und Geschichte, Statistik und Humanismus“, erklärte Kindler. „Je besser wir den langen Prozess des Werdens zu den Menschen verstehen, die wir heute sind, desto besser wird es uns gelingen, auch in Zukunft diese Menschen zu bleiben.“ Dabei betont er, dass die Archäologie dazu einen wesentlichen Beitrag zu diesem Verständnis leisten könne. Denn nur die Archäologie beschäftige sich mit der materiellen Aufzeichnung menschlichen Verhaltens in der langen Evolutionsgeschichte des Menschen. „Um das ‚Wann‘, ‚Warum‘ und ‚Wie‘ unserer Verhaltensentwicklung zu verstehen, ist die Archäologie ein wichtiger fächerübergreifender Beitrag zum Verständnis zum heutigen Verhalten. Steven Pinker ist ein Augen- und Türöffner für das interdisziplinäres Denken und Arbeiten! 2014 war er uns bei der Konzeption unserer neuen Ausstellung eine große Inspiration.“

»Statistiken sprechen für gesunden Optimismus«

Schirmherr des Human Roots Awards 2018 war der englische Evolutionsbiologe und Preisträger 2017 Professor Richard Dawkins. „Ich betrachte Steven Pinker als unseren führenden Intellektuellen, der in der Öffentlichkeit steht. Wenn der Literatur-Nobelpreis an einen Wissenschaftler vergeben würde – und das sollte er –, dann wäre er der Hauptanwärter“ würdigte Dawkins Pinker vor der Preisübergabe. „Ich freue mich sehr, ihm hier in MONREPOS den »Human Roots Award« überreichen zu können“.

In seiner Dankesrede stellte Pinker die Thesen seines jüngsten Buches »Aufklärung jetzt!« vor, in dem er Entwicklungen vergangener Jahrhunderte im Vergleich zu heute untersucht. Mit anschaulichen Grafiken verdeutlichte er dem Publikum, dass es den Menschen rein statistisch gesehen immer besser gehe. Sie wären gesünder, würden älter und dank Demokratie und globaler Wirtschaft gebe es weniger Kriege. „Leider verkaufen sich schlechte Nachrichten besser als gute und so sehen wir in den Medien viel Negativität. Dies führt dazu, dass wir denken, es gehe uns schlechter, als es tatsächlich der Fall ist.“ So plädiert Pinker darauf, sich auf Vernunft und die Werte der Aufklärung zu besinnen und sich so der derzeit grassierenden Negativität und dem Populismus entgegenzustellen.

Im Anschluss wurde erst im Saal, dann auf der Feier angeregt diskutiert. Zudem trafen sich am Morgen nach der Preisverleihung zehn Expertinnen und Experten, um sich mit Pinker im Zuge eine Frühstücksdebatte zum Thema „Gewalt und Krieg“ aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen auszutauschen.

Der Human Roots Award

Im Jahr 2017 rief das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS den »Human Roots Award« ins Leben. Der internationale Archäologiepreis versteht sich als Brückenschlag zwischen den Wissenschaften. Er soll den interdisziplinären wissenschaftlichen Dialog fördern, um die archäologische Sichtweise auf die »Menschwerdung« mit der humanistischen Agenda des »Menschseins« zu verknüpfen. Der Preis ehrt Archäologen oder Forscher anderer wissenschaftlicher Disziplinen für bahnbrechende Beiträge zum Verständnis der menschlichen Verhaltensevolution.

Pressematerialien

Download: Pressemitteilung, Bildunterschriften und Pressebilder (ZIP-Datei):
https://cloud.rgzm.de/index.php/s/GdE2G1IUiB1Qsb6

Koordination

Univ.-Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser, Dr. Olaf Jöris; Dr. Lutz Kindler

Answering the Hard Question

Image credit: skeptic.com
“You’re an Atheist?! How Do You Find Meaning and Morality in Life if There Is No God?”

By Ralph Lewis | Skeptic.com

As a psychiatrist working with people facing many kinds of adversity, sometimes people ask about my own religious beliefs. In those cases where it is appropriate for me to provide a frank and direct answer to this question, it is not uncommon for some, especially religious believers, to respond with the question “You’re an atheist?! How do you find meaning and morality in life if there is no God?” What follows is my answer, addressed to a religious believer.

The age-old assumption that there must be some sort of higher purpose to life fits with an intuitive human tendency to think that “everything happens for a reason” (and it’s all about us). This assumption has powerful potential to affect motivation— positively or negatively. The belief that life has inherent purpose is a double-edged sword: It can be reassuring and comforting, but can also lead to bitter anguish and feelings of abandonment when suffering cruel adversity (“Why me?!”). In contrast, the realization that life is fundamentally random is anxiety provoking, but liberates people from destructive unfounded self-blame, and the realization that meaning is something we make for ourselves can be empowering.

I see how the human tendency to think that events have inherent purpose and to think that such purpose refers to oneself (“everything happens for a reason and it’s all about me!”) becomes magnified ad absurdum in psychiatric disorders: as paranoid delusions in psychosis, grandiosity in mania, and irrational magical thinking in obsessive-compulsive disorder. Many aspects of human nature, and our many cognitive biases, are writ large in mental disorders, exposing the flaws in these intuitions more plainly. Interestingly, there are evolutionary reasons why we all have this tendency to mistakenly overidentify pattern and purpose.

read more

Islamkritik als legitimer Akt der Selbstverteidigung

Foto: Pixabay.com / kalhh
Religiöse Verfolgung hört mit der Flucht in das westliche Land der Freiheit nicht auf

Von Kacem El Ghazzali | RDF

„Wären sie von der Strafe für den Glaubensabfall befreit worden, gäbe es den Islam heute nicht mehr.“
Yusuf al-Qaradawi, islamischer Theologe und Vorsitzender der Internationalen Union muslimischer Gelehrter, über Apostaten

Es gibt keinen islamischen Staat und auch keine islamische ‚Republik‘, die Gedanken- und Glaubensfreiheit garantierte. Religiöse Minderheiten in muslimischen Mehrheitsgesellschaften wie etwa Christen leiden unter gesellschaftlicher Unterdrückung. Auch Apostaten sehen sich oft gnadenloser Repression ausgeliefert, da das Verlassen der Religion als unverzeihbares Tabu gilt. Unter Verfolgung und Gesetzen, die nicht nur den Glaubensabfall, sondern auch jede Religionskritik kriminalisieren, leiden religiöse Minderheiten, ex-muslimische Individuen und säkulare muslimische Liberale gleichermaßen.

Obgleich die Bestrafung derjenigen, die keiner Religion mehr angehören wollen, gemäß den vier wichtigsten islamischen Rechtsschulen die Todesstrafe ist, und es 13 muslimische Länder gibt, in denen Glaubensabfall und Religionskritik mit dem Tode bestraft werden, sind die Chancen von Ex-Muslimen aus muslimischen Ländern auf ein Bleiberecht in Europa sehr gering; der Austritt aus dem Islam oder der Wechsel zu einer anderen Religion ist meist kein hinreichender Grund für politisches Asyl. Der Asylbewerber muss beweisen, dass er in seinem Herkunftsland unter islamischer Herrschaft einer direkten Gefahr ausgesetzt ist. Und die meisten derjenigen, denen in Europa schließlich doch politisches Asyl gewährt wird, sind meist nicht nur Ex-Muslime, sondern auch politische Aktivisten, Schriftsteller oder Blogger, die entweder direkt mit dem Tod bedroht oder wegen Blasphemie zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

weiterlesen