Archiv der Kategorie: Umwelt

Wünschelrutengänger liegt verdächtig oft richtig

Foto: Getty Images/Dorling Kindersley Es gibt vier mögliche Erklärungen für das gute Ergebnis des Wünschelroutengängers im Test
Damit hat die Gesellschaft für die Untersuchung von Parawissenschaften nicht gerechnet: Ein Kandidat hätte ihren Test beinahe bestanden. Das Ergebnis erscheint den Wissenschaftlern suspekt.


Von Teresa Nauber|DIE WELT

Wasser oder kein Wasser – das war die Frage, die Bernd Textor beantworten sollte: mit seiner Wünschelrute. Seit mehr als zehn Jahren lädt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) Rutengänger und Hellseher ein, um ihre Fähigkeiten ernst zu nehmenden Tests zu unterziehen, eigentlich um zu beweisen, dass alles nur Hokuspokus ist. Bernd Textor sollte beantworten, ob durch einen Gartenschlauch Wasser floss oder Pressluft – und überraschte die Wissenschaftler. In 36 von 50 Fällen lag er richtig. Das ist deutlich mehr, als durch Zufall zu erwarten wäre.

Mit dem Versuchsaufbau gibt sich die Gesellschaft viel Mühe. Die Rutengänger sollen unter Bedingungen getestet werden, die hinterher tatsächlich darüber Aufschluss geben, ob paranormale Kräfte vorliegen könnten oder nicht. Bisher hat noch nie jemand den Test bestanden, indem er 40 von 50 Mal richtig lag. Aber ein so hoher Ergebnis wie Textor hat bisher niemand erzielt.

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Sternenwanderung in der Milchstraße entdeckt

Wanderung von Sternen in der Milchstraße © Dana Berry/SkyWorks Digital, Inc., SDSS Collaboration
Überraschender Ortswechsel: Die Position der Sterne in der Milchstraße ist nicht so stabil wie gedacht. Denn rund ein Drittel aller Sterne hat im Laufe ihres Lebens die galaktische Umlaufbahn dramatisch verändert. Sie stehen heute weit entfernt von ihrem ursprünglichen Entstehungsgebiet, wie eine Kartierung der Sternenchemie in unserer Galaxie ergab. Dies sei ein erster Beleg für eine solche stellare Migration in der gesamten Milchstraße, so die Forscher im Fachmagazin “The Astrophysical Journal”.


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Unsere Milchstraße ist ein durchaus dynamischer Ort: Das Schwarze Loch in ihrem Zentrum saugt Materie an, Sternenexplosionen lassen Sterne durch die Galaxie rasen und sowohl im Zentrum als auch in den Außenbereichen der Milchstraße entstehen neue Sterne in gewaltigen Gasnebeln. Die Grundstruktur der Galaxie und die relative Position eines Großteils ihrer Sterne galten aber bisher als relativ stabil.

Sternenchemie verrät Geburtsort

Doch Michael Hayden von der New Mexico State University in Las Cruces und seine Kollegen haben diese Annahme nun widerlegt. Für ihre Studie analysierten sie im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey (SDSS) die chemischen Zusammensetzung von fast 70.000 Roten Riesen in verschieden Gebieten der Milchstraße. Anhand der charakteristischen Spektrallinien im Licht dieser Sterne ermittelten sie den Anteil verschiedener schwerer Elemente.

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Was den Mensch zum Menschen macht

Wer sind wir, woher stammen wir und was ist unsere Bestimmung? Das fragen sich wohl alle Menschen irgendwann. Naturwissenschaftler enträtseln unsere stammesgeschichtliche Herkunft und unsere Physiologie, einschließlich der Vorgänge im Gehirn, immer weiter und entmystifizieren sie damit.


Von Melinda Baranyai|Spektrum.de

Gerd Rudolf Wie Menschen sind  Verlag: Schattauer, Köln 2015 ISBN: 9783794531271 24,99 €
Gerd Rudolf
Wie Menschen sind
Verlag: Schattauer, Köln 2015
ISBN: 9783794531271
24,99 €

Philosophen, Soziologen und Anthropologen dagegen orientieren sich mehr am direkten Erleben des Individuums und an seinen unmittelbaren Umweltfaktoren, um die Eigenarten unseres Daseins zu erklären. Dazwischen steht die moderne Psychologie: Sie versucht, die Befunde der Neurowissenschaft in therapeutische Konzepte zu integrieren, um Menschen mit Sinnkrisen und psychischen Störungen behandelnd und beratend zu unterstützen.

Aus dieser Zwischenperspektive heraus schreibt Gerd Rudolf. Mit seiner langjährigen Erfahrung als tiefenpsychologischer Psychotherapeut versucht er, im vorliegenden Werk verschiedene Perspektiven der philosophischen Anthropologie – etwa Theorien über die individuelle Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung – mit eigenen Überlegungen bezüglich des Menschseins zu verknüpfen. Dabei zitiert er nicht nur große Denker sämtlicher Epochen, sondern auch Künstler und Forscher, und trägt somit sehr heterogenes Material zusammen.

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Der Piton de la Fournaise und Maria

Ausbruch am 26. Februar 2005. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Samuel Hoarau
Der Piton de la Fournaise auf La Reunion zählt zu den aktivsten
Vulkanen der Welt. Nun warnen Experten vor einem besonders heftigen Ausbruch. Bislang kamen nie Menschen zu Schaden. Die Anwohner vertrauen auf Maria.


kath.net

Die Menschen von La Reunion leben mit ihrem Vulkan. Der Piton de la Fournaise in dem französischen Überseeterritorium im Indischen Ozean beweist derzeit wieder, dass er zu den aktivsten der Erde gehört. Immer wieder gerieten schon Siedlungen der dünn besiedelten Umgegend in den Lavastrom. Beim spektakulären Ausbruch vom April 2007 brach gar der Hauptkrater des Vulkans ein; der Boden sank um 300 Meter ab. Nun warnen Seismik-Experten vor einer unmittelbar bevorstehenden, noch heftigeren Eruption. Die Polizei evakuierte alle Wanderer aus der Region.

Im ostafrikanischen La Reunion, rund 10.000 Kilometer südöstlich von Paris, vertrauen die Menschen in solchen Fällen auf die Gottesmutter. Alle paar Kilometer gibt es ein Marienheiligtum. Und mit den meisten verbinden sich ein Bericht oder eine Legende von einer Rettung, einer Heilung oder einem anderen Wunder.

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Astronomen finden erdnächste Supererde

So könnte die nahe Supererde HD 219134b aussehen © NASA/JPL-Caltech
Nur einen Katzensprung – astronomisch gesehen – ist die nächste Supererde von uns entfernt. Der Exoplanet HD 219134 liegt 21 Lichtjahre weit weg und ist nur 1,6 mal so groß wie die Erde. Damit bietet diese Supererde einzigartige Chancen, solche Gesteinsplaneten näher zu erforschen. Astronomen bezeichnen ihn sogar als “Rosetta-Stein für die Supererden-Forschung”.


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Supererden sind zwar etwas größer als die Erde, bestehen aber ebenfalls größtenteils aus Gestein. Das bedeutet, sie würden Organismen eine feste Oberfläche zum Leben bieten. Bisher allerdings liegen die meisten dieser Gesteinsplaneten zu weit weg, um sie näher studieren zu können. Immerhin relativ nah liegt die Supererde 55 Cancri e. Der nächste bekannte Exoplanet, GJ674b, ist zwar nur 14,8 Lichtjahre entfernt, seine Zusammensetzung ist aber unbekannt.

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Asiatische Tigermücke überwintert erstmals bei uns

Die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus beim Blutsaugen © CDC
Vom Sonderfall zum Dauergast: Die ersten Asiatischen Tigermücken haben es geschafft, bei uns heimisch zu werden. In Süddeutschland hat die eingeschleppte Mückenart erstmals überwintert und sich vor Ort vermehrt. Dies könnte auf eine dauerhafte Ansiedlung hindeuten, meinen Forscher. Die als Überträger des Denguefiebers und anderer Krankheiten bekannte Mücke wurde bisher nur vereinzelt einschleppt, könnte sich aber dank des Klimawandels bald schon in größerer Zahl bei uns halten.


scinexx

Vorausgesagt ist es schon länger: Schon vor drei Jahren warnten Forscher, dass sich die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) bald auch in Deutschland dauerhaft ansiedeln könnte. Denn dank des Klimawandels werden die Winter milder, so dass die ursprünglich aus den Tropen stammende und damit kälteempfindliche Mücke hier überwintern kann. Bisher wurde die Tigermücke meist nur vereinzelt aus dem Süden eingeschleppt, konnte sich aber nicht halten.

Das jedoch hat sich nun geändert. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte bereits im letzten Herbst zum ersten Mal eine Vermehrung der invasiven Stechmückenart in Deutschland festgestellt. Vor wenigen Wochen wurden nun erneut Eier, Larven, Puppen und ausgewachsene Exemplare der Asiatischen Tigermücke im Osten Freiburgs gefunden.

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Neuer Anlauf: Test mit gentechnisch veränderten Olivenfliegen in Spanien

Die britische Firma Oxitec hat in Spanien erneut einen Freilandversuch mit gentechnisch veränderten Olivenfliegen beantragt. Ein spezielles Genkonstrukt soll die Vermehrung der Schädlinge unterbinden und so die Population drastisch reduzieren. Dieses Konzept wird bereits bei anderen schädlichen Insekten angewandt, etwa bei der Tickermücke, welche die Erreger des Dengue-Fiebers überträgt. Wenn die spanischen Behörden den Antrag genehmigen, wäre es der erste Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Tieren in Europa. – Die Fliege führt derzeit zu erheblichen Ertragsverlusten im Olivenanbau und wird intensiv mit Insektiziden bekämpft.


transGen.de

Die Olivenfliege ist der am meisten gefürchtete Schädling im Olivenanbau. Sie legt ihre Eier in die reifenden Früchte. Die Maden fressen das Fruchtfleisch der Oliven. Lorraine Graney, Bartlett Tree Experts, Bugwood.org

Im Olivenanbau in den Mittelmeerländern müssen regelmäßig große Mengen InsektizideInsektizide gesprüht werden, hauptsächlich zur Bekämpfung der Olivenfliege. Diese Fliege legt ihre Eier auf oder in den Oliven ab und die Larven ernähren sich von dem Fruchtfleisch. Dadurch werden erhebliche Ertragsausfälle verursacht.

Eine Alternative zum teilweise massiven Insektizideinsatz wurde von der britischen Firma Oxitec entwickelt. Sie hat männliche Olivenfliegen gentechnisch so verändert, dass sie ein Gen tragen, das bei weiblichen Fliegen zum Tod führt. Es ist mit einer DNADNA-Sequenz gekoppelt, die bewirkt, dass es nur in weiblichen Organismen abgelesen wird. Dort sorgt es dafür, dass sich ein bestimmtes ProteinProtein im Körper ansammelt, das in zu hohen Mengen tödlich wirkt.

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Forschungssonde “Philae”: Erste Blicke auf den Kometen Tschuri

Photo credit: ESA/ATG. Artist's impression of Philae
Photo credit: ESA/ATG. Artist’s impression of Philae
Steinharte Kruste, seltsame Schleifspuren, ein wahrer Baukasten organischer Verbindungen: Die Sonde „Philae“ enthüllt überraschende Geheimnisse des Himmelskörpers Tschuri.


Von Roland Knauer, Ralf Nestler|DER TAGESSPIEGEL

Was hätte alles schiefgehen können. Nach zehn Jahren Anflug landete im November 2014 erstmals eine Forschungssonde mehr oder weniger sanft auf einem Kometen, um ihn genau zu erkunden. Bereits die ersten Bilder überraschten: „67/P Tschurjumow-Gerassimenko“ entsprach so gar nicht dem Bild, das Forscher vor ihrem inneren Auge hatten. Der drei mal fünf Kilometer große Körper erinnerte an eine Badeente, deren Oberfläche mit Bergen, Kratern und Ebenen ausgesprochen abwechslungsreich ist. Rund 60 Stunden arbeitete die Landeeinheit namens Philae ihr Forschungsprogramm ab, bevor ihr der Saft ausging. In einer Sammlung von sieben Artikeln im Fachmagazin „Science“ stellen die beteiligten Wissenschaftler nun eine Fülle neuer Erkenntnisse vor. Wieder gibt es einige Überraschungen, etwa Funde organischer Moleküle, die prinzipiell als Grundbausteine für Leben gelten, oder neue Erkenntnisse zur steinharten Oberfläche.

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Riesiges CO2-Reservoir unter der Wüste entdeckt

Wasserstelle am Rand des Tarimbeckens © Yan Li
CO2-Pool unter dem Sand: Wüsten spielen offenbar eine größere Rolle im globalen Kohlenstoff-Kreislauf als gedacht. Denn das Grundwasser tief unter ihrer Oberfläche könnte mehr CO2 speichern als alle Landpflanzen zusammengenommen. Wie Forscher im Fachmagazin “Geophysical Research Letters” berichten, enthält das Aquifer unter der Taklamakan in China überraschend CO2-reiches Grundwasser.


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Im Kohlenstoff-Kreislauf der Erde gibt es gleich mehrere große Senken – Puffer, die CO2 aufnehmen und für kürzere oder längere Zeit aus dem Verkehr ziehen. Zu diesen gehört neben den Ozeanen vor allem die Pflanzenwelt. Doch schon lange ist klar, dass noch mindestens eine große Senke in der Gleichung fehlt, denn nicht alles geschluckte CO2 lässt sich mit den bereits bekannten Puffern im Klimasystem erklären.

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Erste Aurora jenseits des Sonnensystems

So könnte das Polarlicht des Braunen Zwergs LSR J1835+3259 von Nahem aussehen © Chuck Carter and Gregg Hallinan/ Caltech
Leuchtende Schleier: Zum ersten Mal haben Astromomen ein Polarlicht auf einem Himmelskörper jenseits unseres Sonnensystems entdeckt – auf einem 18 Lichtjahre entfernten Braunen Zwerg. Erzeugt werden diese Auroren wahrscheinlich ähnlich wie auf dem Gasriesen Jupiter. Das wiederum bestätigt, das Braune Zwerge in mancher Hinsicht eher großen Planeten ähneln als kleinen Sternen, so die Forscher im Fachmagazin “Nature”.


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Die Erde hat sie, der Saturn, der Jupiter und sogar unser Nachbar Mars: Das faszinierende Phänomen der Polarlichter kann man in unserer kosmischen Nachbarschaft gleich bei mehreren Planeten betrachten. Während die Auroren in unserem Sonnensystem jedoch recht gut untersucht sind, blieb unklar, ob es solche Polarlichter auch auf Objekten außerhalb unseres Sonnensystems gibt – und in welcher Form.

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CERN-Chef: “Extra-Dimensionen wären eine Möglichkeit”

Nachdem das Higgs-Boson endeckt ist, nehmen die Forscher des Kernforschungszentrums CERN in Genf die nächsten Ziele ins Visier. Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer im Interview.


Von Markus Keßler|futurezone.at

Künstlerische Darstellung eines Schwarzen Lochs aus der “Nähe” Bild: NASA, ESA, STScI-RCC14-41a

Die Entdeckung des Higgs-Bosons war eines der großen Ziele, die Europäische Organisation für Kernforschung mit dem Large Hadron Collider (LHC) erreichen wollte. Nachdem diese Aufgabe erfolgreich bewältigt und das Standardmodell der Elementarteilchenphysik vervollständigt ist, wenden sich die Physiker am Teilchenbeschleuniger in der Schweiz jetzt neuen Herausforderungen zu und suchen nach einer “neuen Physik”. Die futurezone hat den CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer am Rande einer Hochenergiephysikkonferenz in Wien zum Kurzinterview getroffen.

futurezone: Die Supersymmetrie (SUSY), die schwerere Partner für Elementarteilchen postuliert, ist ein Kandidat für eine Erweiterung des Standardmodells. Nach den bisherigen LHC-Ergebnissen gibt es keine Hinweise auf die massereicheren Partnerteilchen. Gibt es vielleicht keine neue Physik mehr zu entdecken?
Rolf-Dieter Heuer: Es gibt mehrere SUSY-Modelle. Die einfachsten davon sind mittlerweile in Schwierigkeiten, es gibt aber noch vielversprechende Kandidaten. Wir wollen zwar immer elegante Theorien, aber das heißt nicht, dass SUSY nicht existiert.

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Magnetfeld: Trigger für Umpolung gefunden?

Feldlinien des Erdmagnetfelds im Modell © Gary Glatzmaier/ Los Alamos National Laboratory
Störstelle im Erdmagnetfeld: Unter Südafrika könnte ein entscheidender Störfaktor für das irdische Magnetfeld liegen. Denn dort gibt es eine geologische Anomalie, die immer wieder für eine Abschwächung der magnetischen Feldstärken sorgt, wie Forscher im Fachmagazin “Nature Communications” berichten. Diese Störzone könnte sogar der Auslöser für die periodischen Umpolungen des Erdmagnetfelds sein.


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Aus Nord wird Süd und umgekehrt: Schon mehrfach in der Erdgeschichte hat sich die Polung des Erdmagnetfelds komplett umgekehrt. In dieser Umbruchsphase ist das irdische Magnetfeld zeitweilig sehr schwach und chaotisch, es können sich vorübergehend Regionen abweichender Polung und sogar zusätzliche Pole bilden. Die letzte große Polumkehr liegt knapp 800.000 Jahre zurück und eine weitere könnte sich bereits anbahnen.

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Egoismus kann tödlich für eine Population sein

Gemeinsam sind wir stark – dieser Ansatz gilt auch in der Evolution. Denn wenn einzelne Mitglieder einer kleinen Populationen kooperieren und so die Ressourcen in ihrem Lebensraum effizienter Ausnutzen, können sie das Überleben der ganzen Population sichern. Im Gegensatz dazu kann Eigennutz tödlich sein und zum Aussterben einer Population führen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie haben nun ein mathematisches Modell entwickelt, mit dem man diese Zusammenhänge genauer als bisher simulieren kann.


Max-Planck-Gesellchaft

Das Modell basiert auf der sogenannten Spieltheorie. Mit ihr kann zum Beispiel untersucht werden, wie sich Menschen verhalten, wenn ihnen ein Gewinn winkt. In einem solchen Szenario können meist unterschiedliche Strategien gewählt werden: man maximiert den eigenen Gewinn auf Kosten aller Mitspieler, oder man erhöht den Gewinn aller Spieler, indem man kooperiert, gibt dadurch aber die Chance auf den eigenen Maximalgewinn auf.

Auch in der Natur gibt es solche Strategien, bei der sich ein bestimmtes Merkmal durchsetzt, das zwar für ein Individuum einen Nachteil bringen kann, für die gesamte Gruppe aber vorteilhaft ist. Die Dynamik solcher Strategien können dementsprechend mit der Evolutionären Spieltheorie beschrieben werden.

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T. rex besaß Zähne wie Steakmesser

Furchteinflößendes Gebiss: Tyrannosaurus rex © David Monniaux/ CC-by-sa 3.0
Von wegen schwacher Biss: Tyrannosaurus rex und andere Raubsaurier konnten problemlos selbst Knochen kacken. Denn ihre Zahnspitzen besaßen eine eingekerbte, besonders scharfe und stabile Schneide. Wie scharfe Steakmesser erleichterte diese den Urzeit-Räubern das Durchtrennen von Fleisch und Knochen. Das ermöglichte es ihnen, selbst große Beute zu erlegen, wie Forscher im Fachmagazin “Scientific Reports” berichten.


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Der gewaltige Tyrannosaurus rex ist geradezu eine Ikone der Dinosaurier-Ära und gilt als größter Fleischfresser der Kreidezeit. Wie effektiv er aber jagte, ist umstritten. So bescheinigen einige Forscher dem T. rex sogar den stärksten Biss im Tierreich, während andere davon ausgehen, dass die Beißkraft des Urzeitriesen gerade einmal ausreichte, um Jungtiere und Aas zu fressen.

Kirstin Brink von der University of Toronto Missisauga und ihre Kollegen haben nun Beißkraft und Beutefang des T. rex und einiger seiner Zeitgenossen auf andere Weise untersucht: Sie analysierten die Struktur der Zähne dieser Urzeit-Räuber mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskops und speziellen Röntgenstrahlen. Dazu fertigten sie Dünnschnitt-Präparate der Zähne von acht verschiedenen Raubsaurier-Arten an, darunter Tyrannosaurus rex, Allosaurus, Gorgosaurus und dem sehr frühen Raubsaurier Coelophysis.

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Rätsel der synchronen Pendeluhren gelöst

Wenn zwei Pendel nebeneinander hängen, schwingen sie irgendwann im Gleichtakt. © Brian Donaldson / thinkstock
Geheimnisvoller Gleichtakt: Forscher haben das gut 350 Jahre alte Rätsel der synchronen Pendel gelöst. Demnach sorgen weder Zufall noch geisterhafte Kräfte dafür, dass nebeneinander aufgehängte Pendeluhren nach einer Weile im Gleichtakt schwingen. Stattdessen beeinflussen sich die Uhren gegenseitig durch für uns unhörbare Schallimpulse, wie die Forscher im Fachmagazin “Scientific Reports” berichten.


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Darüber rätselte schon der holländische Physiker Christiaan Huygens: Vor gut 350 Jahren hatte er eine spezielle Box mit zwei Pendeluhren konstruiert, die auf Schiffen die genaue Zeit anzeigen sollten. Zwei Uhren deshalb, damit mindestens eine weiterlief, falls eine kaputtging. Doch beim Beobachten der nebeneinander an einem Holzbalken aufgehängten Uhren fiel ihm etwas Seltsames auf: Egal in welcher Position die Pendel starteten, spätestens nach einer halben Stunde schwangen sie komplett synchron – entweder genau in Phase oder entgegengesetzt.

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Pluto: Fließende Gletscher und organische Wolken

Wirbelförmige Muster im exotischen Eis des Pluto deuten auf fließende Gletscher hin. © NASA/JHUAPL/SwRI
Pluto liefert weitere Überraschungen: Neueste Daten der Raumsonde New Horizons enthüllen, dass es auf dem Zwergplaneten fließende Gletscher gibt. Exotisches Eis aus Stickstoff, Methan und Kohlenmonoxid strömt im Inneren der herzförmigen Ebene umher – und wird möglicherweise sogar bis in die Polregionen transportiert. Überraschend auch: Die Atmosphäre des Pluto enthält einen rötlichen Nebel aus Kohlenwasserstoffen.


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Nach Aufnahmen eines Eisgebirges, einer Ebene mit Eisschollen und einer erstaunlich jungen, aktiven Oberfläche hat die NASA-Raumsonde New Horizons nun weitere erstaunliche Daten von ihrem Vorbeiflug am Pluto geliefert. Im westlichen Teil der herzförmigen Tombaugh-Ebene enthüllten die Bilder Hinweise auf strömende Gletscher und weiter im Süden ein weiteres Gebirge.

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Kannibalismus bei fataler Arktis-Expedition

Gräber einiger Mitglieder der Franklin-Expedition auf der Beechey Insel in der kanadischen Arktis. © Ansgar Walk / CC-by-sa 2.5
Gruselige Funde: Die letzten lebenden Mitglieder der 1845 gestarteten Franklin-Expedition wurden aus Verzweiflung zu Kannibalen. Sie verzehrten nicht nur das Fleisch ihrer toten Kameraden, wie Schnittspuren an Knochen belegen. Sie kochten deren Knochen sogar und zerschlugen sie, um an das Mark im Inneren zu kommen. Das zeigen Analysen einiger in der kanadischen Arktis gefundenen Überreste der Männer.


scinexx

Als der britische Polarforscher und Offizier John Franklin im Jahr 1845 mit zwei Schiffen in die Arktis aufbrach, hatte er ein ehrgeiziges Ziel: Er wollte der erste sein, der die sagenumwobene Nordwestpassage durchsegelte. Doch Franklins Expedition endete in einer Katastrophe: Die Schiffe steckten im Eis fest, Franklin und 128 Mann Besatzung kamen um, als sie über das Eis zurück in die Zivilisation gelangen wollten. Eines der Schiffe, das Wrack der HMS Erebus, wurde erst im Herbst 2014 entdeckt.

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Kirchgängerin in der Slowakei von Blitz erschlagen

Nach dem Gottesdienst ist im Osten der Slowakei eine Gläubige von einem Blitz tödlich verletzt worden.


evangelisch.de

Blitze zwischen Wolken und Erdboden. Bild: wikimedia.org/PD

Die 39 Jahre alte Frau sei sofort tot gewesen. Sieben Menschen seien schwer verletzt worden, einer davon lebensgefährlich, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Samstag nach Angaben der Agentur TASR. Unter den Verletzten war auch ein 13 Jahre alter Junge, der mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht worden sei. Der Blitz war in eine alte Linde am Eingang der St.-Anna-Kirche in der Gemeinde Kluknava eingeschlagen, als sich dort viele Menschen versammelt hatten. Ein Augenzeuge berichtete, dass das Unwetter plötzlich aufgezogen sei.

Mechanismus zur Regulierung der Zellgröße entschlüsselt

Krebszellen. Bild:  National Cancer Institute/PD
Krebszellen. Bild: National Cancer Institute/PD
Wiener Genetiker entdecken Proteinkomplex, der das Zellwachstum steuert


derStandard.at

Jede Zelle des menschlichen Körpers muss eine ganz bestimmte Größe haben, um richtig zu funktionieren. Nun haben Forscher rund um Markus Hengstschläger vom Institut für Medizinische Genetik der MedUni einen neuen Mechanismus entdeckt, der die Zellgröße reguliert.

Die Daten der Arbeitsgruppe weisen darauf hin, dass ein Proteinkomplex mit der Bezeichnung eIF3 ein entscheidender Regulator der Zellgröße ist. eIF3 interagiert mit dem Zellwachstumsfaktor mTOR und dem der S6Kinase-Enzym und ist andererseits ein wichtiger Initiator der allgemeinen Proteinsynthese von Zellen.

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Blutiges Walmassaker

Bild: Sea Shepherd Deutschland/Facebook
Bild: Sea Shepherd Deutschland/Facebook
Die Organisation Sea Shephered macht mit einem Video auf das rituelle Abschlachten auf den Faröer-Inseln aufmerksam, 7 Aktivisten wurden festgenommen


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Bislang wusste man vor allem von Japan, dass dort nicht nur weiterhin Walfang betrieben wird, sondern dass es auch Schlachtfeste gibt, auf denen Delfine und kleinere Wale an die Küste getrieben werden, um dort in einem blutigen Spektakel massakriert zu werden (“Das ist ein Teil unserer Kultur”). Es sei ein alter Brauch, dies einmal jährlich zu machen und die Meeressäugetiere mit Messern abzuschlachten, wobei sich das Meer rot färbt.

Einen ähnlichen Brauch gibt es auch immer noch auf den Färöer-Inseln, wo jedes Jahr im Rahmen des Grindadráp Hunderte von Grindwalen mit kleinen Motorbooten in Buchten getrieben und dort getötet werden. Im Unterschied zu den Japanern gehen die Bewohner der zu Dänemark gehörenden Inseln “humaner” vor. Seit 30 Jahren werden keine Speere und Harpunen mehr eingesetzt. Die Tiere, die dem Strand nicht nah genug kommen, werden mit einem stumpfen Fanghaken, der in ihr Blasloch gesteckt wird, an Land gezogen. Dort werden die Wale getötet, indem ihnen das Rückenmark und die Halsschlagader durchtrennt werden. Das ist sicher dann ein schneller Tod, trotzdem bleibt es ein blutiges Schlachtfest, wie es allerdings alltäglich in den Schlachthöfen auch stattfindet.

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Wal_Schlachten

de omnibus dubitandum

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