Weltraumteilchen stören unsere Elektronik

Die sekundären Teilchenschauer der kosmischen Strahlung können Bit-
Die sekundären Teilchenschauer der kosmischen Strahlung können Bit-„Mutationen“ im Computercode verursachen © NASA
Kosmische Störer: Wenn unser Rechner oder das Smartphone abstürzt, dann könnte der Grund im Weltraum liegen. Denn energiereiche Teilchen der kosmischen Strahlung können hier auf der Erde Fehler in elektronischen Geräten verursachen, wie eine Studie belegt. Die Teilchentreffer lassen einzelne Bits „umkippen“ und stören so die Funktion vor allem von miniaturisierten Transistoren.

scinexx

Dank des Erdmagnetfelds und weiterer Schutzschilde unseres Planeten sind wir vor dem größten Teil der kosmischen Strahlung abgeschirmt. Doch einige der kosmischen Teilchen gelangen dennoch in die Erdatmosphäre, kollidieren mit Gasmolekülen und erzeugen eine ganze Kaskade energiereicher Sekundärteilchen – darunter Neutronen, Myonen, Alphateilchen und sogar Higgs-Bosonen.

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Nobody Is Sure What Caused a Mysterious Radiation Spike Across Europe

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
Some speculate a Russian nuclear test in the Arctic, but experts say a pharmaceutical facility could be responsible.

By Ben Sullivan | MOTHERBOARD

Nuclear scientists are struggling to determine the source of small amounts of nuclear radiation that bloomed over Europe throughout January.

France’s IRSN institute, the public body for radiological and nuclear risks, announced in a statement on February 13 that Iodine-131, a radionuclide of human origin, was detected in trace amounts at ground-level atmosphere in continental Europe. First detected in the second week of January over northern Norway, Iodine-131 presence was then detected over Finland, Poland, Germany, Czech Republic, France, and Spain. However, the levels have since returned to normal and scientists have yet to determine the source of the radiation.

Norway’s Radiation protection Authority (NRPA), which first detected the Iodine-131 over its northern Russian border, told Motherboard over the phone today that the levels present essentially no risk to human health. „I can assure you that the levels are low,“ said a press a spokesperson.

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Mehr Frühgeburten durch Feinstaub

Feinstaub schadet nicht nur direkt, er beeintächtigt offenbar auch Ungeborene im Mutterleib. © thinkstock
Feinstaub schadet nicht nur direkt, er beeintächtigt offenbar auch Ungeborene im Mutterleib. © thinkstock
Feinstaub schadet sogar ungeborenen Kindern: Sind schwangere Frauen erhöhten Belastungen mit den Mikropartikeln ausgesetzt, steigt ihr Risiko für eine Frühgeburt. Weltweit gingen allein im Jahr 2010 mindestens 2,7 Millionen Frühgeburten auf das Konto der Luftverschmutzung, wie Forscher ermittelt haben. Das entspricht 18 Prozent aller zu früh geborenen Kinder. Ein Großteil dieser Fälle stammt aus Asien.

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Dass Feinstaub ungesund ist, ist nicht neu: Studien belegen, dass die Verschmutzung der Luft mit den winzigen Schwebpartikeln das Lungenkrebs-Risiko fördert, Viren aktiviert und sogar dem Gehirn schaden kann. Nach Schätzungen von Forschern gehen weltweit 3,5 Millionen Todesfälle jährlich auf das Konto erhöhter Feinstaub-Belastungen.

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US-Wissenschaftler wagen den Aufstand gegen Trump

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Ein „Haufen Nerds“: Am Wochenende demonstrierten hunderte Wissenschaftler gegen die Politik von Donald Trump. (Foto: dpa)
Die Trump-Regierung hält nicht viel von unabhängiger Forschung. US-Wissenschaftler leisten nun Widerstand, vor Gericht und auf der Straße. Doch der Gegner ist mächtig.

Von Christopher Schrader | Süddeutsche.de

Wow, ich habe noch nie solch einen Haufen Nerds gesehen“, ruft Geoffrey Supran, Spitzenforscher am Massachusetts Institute of Technology, ins Mikrofon. Hunderte Wissenschaftler auf dem Copley Square in Boston quittieren das mit Jubel. Die Menge schwenkt Plakate und skandiert: „Stand up for science!„. Die Forscher sind entsetzt über die neue Regierung von Präsident Donald Trump, die auf breiter Front wissenschaftsfeindliche Positionen vertritt.

Die Demonstration in Boston ist nur der Vorläufer einer großen Kundgebung im April in Washington und anderen Städten, an der – so hoffen die Organisatoren – Hunderttausende teilnehmen werden, der Scientists‘ March, der Aufmarsch der Wissenschaftler. Welch bessere Gelegenheit, dafür zu werben, könnte es geben, als die soeben abgehaltene Jahrestagung der größten Forschervereinigung der USA, der AAAS. Mehr als 10 000 Wissenschaftler, Lehrer und Journalisten aus 60 Ländern besuchten die Konferenz.

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Wie entstand das Leben auf der Erde?

 Vor etwa vier Milliarden Jahren schlugen unzählige Meteoriten auf der Erdoberfläche ein. Die Entwicklung des Lebens hatte möglicherweise bereits zuvor begonnen. (Foto: Nasa/Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab)
Vor etwa vier Milliarden Jahren schlugen unzählige Meteoriten auf der Erdoberfläche ein. Die Entwicklung des Lebens hatte möglicherweise bereits zuvor begonnen. (Foto: Nasa/Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab)
Am Anfang war nur Sternenstaub – und dann rührte sich was. Wie aus toter Materie Leben entstehen konnte, gehört zu den großen Fragen der Menschheit. Ein paar Antworten haben Forscher bereits.

Von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche.de

Wer wir sind und woher wir kommen, fragen sich die Menschen seit Urzeiten. Früher suchten wir Antworten in der Religion. Heute wissen wir, dass die Erde und alles, was darauf zu finden ist, aus Sternenstaub besteht. Aber das große Rätsel bleibt immer noch ungelöst: Wie konnte sich aus einem Haufen toter Materie Leben entwickeln? Und wann?

Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen sind Naturwissenschaftler dem Pfad der Evolution durch die Zeit zurück gefolgt, bis in die früheste Geschichte unseres Planeten. Und heute wissen sie recht genau, wie jene Form irdischen Lebens ausgesehen haben muss, von der alle heutigen Lebewesen abstammen.

„Luca“ (Last Universal Common Ancestor) – so heißt dieser „älteste gemeinsame Vorfahre“. Er muss bereits vor etwa 3,6 Milliarden Jahren existiert haben, das hat eine genetische Analyse heute lebender Organismen ergeben. Luca bestand aus einer einzigen Zelle und mochte es heiß – gerne so um die 100 Grad Celsius.

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Chinas Atomträume

China topologisch (CC-by-sa/3.0 by Dubaduba, Wiki Commons)
China topologisch (CC-by-sa/3.0 by Dubaduba, Wiki Commons)
Keine Nation baut mehr Kernkraftwerke als China. Nun will das Land mit billigen und sichereren Meilern den Weltmarkt erobern. Kann es eine nukleare Renaissance auslösen?

Von Richard Martin | Technology Review

Noch ist das dreistöckige Gebäude auf dem Campus des Shanghai Institute of Applied Physics nur eine Hülle. Doch im Unterschied zu Europa wird es hier nicht um Solarmodule, Windkraftanlagen oder neuartige Stromspeicher gehen. Sondern um eine Technologie, die insbesondere in Europa als von gestern gilt – die Kernkraft. Das Gebäude in Lagerhausgröße soll die Chemielabore, die Büros und die Geräte und Prototypen für die Testläufe zum neuen nuklearen Zeitalter beherbergen.

Hier soll ein alter Traum der Kernenergie endlich Wirklichkeit werden: Flüssigsalzreaktoren, bei denen die Kernschmelze bereits konstruktionsbedingt deutlich unwahrscheinlicher ist als bei heutigen Modellen. Zudem sollen sie deutlich billiger sein. Und mit ihnen will China den Weltmarkt erobern.

Gemessen an den Erzeugungskapazitäten ist China schon jetzt eine Großmacht in der Atomenergie. 34 Kernkraftwerke stehen bereits. Nicht weniger als 30 neue konventionelle sollen in den kommenden Jahren hinzukommen. Deutlich interessanter aber ist, was darüber hinaus passiert: In den vergangenen fünf Jahren hat die chinesische Regierung bereits rund zwei Milliarden Renminbi (275 Millionen Euro) in die Forschung und Entwicklung von Flüssigsalzreaktoren investiert. In wenigen Jahren wollen die Forscher einen ersten experimentellen Meiler bauen. Innerhalb von 15 Jahren soll dann das weltweit erste kommerzielle Flüssigsalzkraftwerk laufen.

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Jagd auf „Planet 9“ – jetzt zum Mitmachen

Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planet IX, Bild: Credit California Institute of Techonology
Planetenjagd für Alle: Bei der Suche nach dem mysteriösen Planet 9 am Rand unseres Sonnensystems kann nun jeder mitmachen. Denn die NASA hat ein Citizen-Science Projekt lanciert, bei dem Laien in den Aufnahmen des Weltraumteleskops WISE nach Indizien für den Planeten, aber auch nahe Braune Zwerge suchen sollen. Wer den Planeten findet, dem ist auf jeden Fall einiger Ruhm sicher.

scinexx

Vor gut einem Jahr sorgte die Meldung eines möglichen neunten Planeten im Sonnensystem für eine Sensation. Demnach könnte es weit jenseits des Neptun noch einen weiteren, neptungroßen Planeten in einer stark exzentrischen Umlaufbahn geben. Bisher schließen Astronomen nur aus den Bewegungen anderer Himmelskörper im Kuipergürtel auf die Existenz von „Planet 9“, ob es ihn wirklich gibt, bleibt offen.

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Twitter Has Made Our Alien Contact Protocols Obsolete

Image: BBC Screengrab bb.
Image: BBC Screengrab bb.
Social media will make an alien encounter much more complicated.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

In 1990, the International Academy of Astronautics published a special issue of their journal , Acta Astronautica, dedicated to the problem of what to do in the event that the Search for Extraterrestrial Intelligence (SETI) detected an alien signal. These „post-detection protocols“ as outlined in the IAA’s Declaration of Principles in 1989 were inspired by increasingly rapid technological advances in the SETI field that made the likelihood of detecting a signal more likely than at any other point in the search’s 30 year history.

But the one technological development that its collaborators couldn’t have anticipated was the rise of social media, which could seriously complicate the ability of government and private research institutions to control the social consequences resulting from the detection of an extraterrestrial message.

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Was, wenn wir kein Fleisch mehr essen würden?

Themenbild. Bild: 4ever.eu
Themenbild. Bild: 4ever.eu
Um unser Essen wird zunehmend wie über Religion diskutiert: fleischlastig, vegetarisch oder doch gleich vegan? Doch was würde das für uns und die Erde bedeuten?

Von Vince Ebert | Spektrum.de

Das Thema Ernährung ist ja in den letzten Jahren zu einer fast schon religiösen Bewegung geworden. Ich kenne Leute, die halten das Jüngste Gericht für eine Kochshow. Viele Veganer und Vegetarier verurteilen mit teilweise missionarischem Eifer die von ihnen verachteten Fleischesser: „Jaja, du zahlst zwar 20 Euro für ein Stück Bio-Rinderfilet – aber ich möchte nicht wissen, wie wenig von dem Geld bei dem Tier selbst ankommt …“

Aber Scherz beiseite. Tatsächlich sind ihre Anliegen im Kern durchaus berechtigt. Seit Jahren nimmt in wohlhabenden Gesellschaften der Fleischkonsum dramatische Ausmaße an. Die exzessive Viehzucht belastet in vielerlei Hinsicht die Natur, von der ethischen Komponente der Massentierhaltung gar nicht erst zu sprechen. Und gleichzeitig ist klar, dass wir uns inzwischen ohne gesundheitliche Einschränkungen fleischlos ernähren könnten.

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NASA Satellite Spots Mile-Long Iceberg Breaking Off of Antarctic Glacier

Photo Credits: Before NASA Earth Observatory
Photo Credits: Before NASA Earth Observatory
A massive, 1-mile-long (1.6 kilometers) chunk of ice has broken off Antarctica’s fast-changing Pine Island Glacier, and NASA satellites captured the dramatic event as the icy surface cracked and ripped apart.

By Kacey Deamer | LIVE SCIENCE

The Pine Island Glacier is one of the largest glaciers within the West Antarctic Ice Sheet, accounting for about 20 percent of the ice sheet’s total ice flow to the ocean, according to NASA scientists. The immense glacier is also one of the least stable, and in recent years, the ice sheet has been quickly retreating and losing massive amounts of ice. Previously, icebergs the size of cities have broken off of the Pine Island Glacier. [Photo Gallery: Antarctica’s Pine Island Glacier Cracks]

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Umweltministerin verbietet Fleisch und Fisch für ihre Gäste

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
Das Ministerium von Barbara Hendricks serviert seinen Gästen seit Februar nur noch vegetarische Speisen. Die Behörde müsse schließlich Vorbild sein. Ernährungsminister Schmidt kritisiert die Regelung.

DIE WELT

Nicht Fisch, nicht Fleisch: Gäste des Bundesumweltministeriums (BMUB) werden auf Anweisung von Ministerin Barbara Hendricks (SPD) seit Anfang Februar nur noch vegetarisch verköstigt. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Demnach erhielten die Abteilungsleiter per E-Mail eine entsprechende Aufforderung. „Dienstleister/Caterer, die Veranstaltungen des BMUB beliefern, … verwenden weder Fisch oder Fischprodukte noch Fleisch oder aus Fleisch hergestellte Produkte“, zitierte die Zeitung.

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Wie christlich investiert die Kirche?

Bild: tilly
Bild: tilly
Investiert die Kirche ihr milliardenschweres Vermögen in Kohlefirmen oder Ölkonzernen so klimafreundlich, wie Papst Franziskus dies seit Jahren fordert? Das wollte das Recherchenetzwerk Correctiv wissen, erhielt aber keine Antwort. Nun hat Correctiv das mitgliederstarke Erzbistum Köln stellvertretend auf Auskunft verklagt.

KLIMARETTER.INFO

Umwelt- und Klimaschutz gehört zu den wichtigsten Anliegen von Papst Franziskus. In seiner Umweltenzyklika vom Juni 2015 fordert er unter anderem den Ausbau der erneuerbaren Energien. Regierungen und Bürger rief er dazu auf, umweltschädliche Produkte zu boykottieren, um dem Klimawandel entgegenzutreten.

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Pakistan: Das Leugnen wird weitergehen – auch in Europa

Die Anhänger des Sufismus sind den Wahhabis zu kauzig, zu lustig und zu tolerant. Bild: heise.de/TP
Die Anhänger des Sufismus sind den Wahhabis zu kauzig, zu lustig und zu tolerant. Bild: heise.de/TP
In Pakistan kamen bei einem Selbstmordanschlag wieder mehr als 80 Menschen ums Leben, darunter 20 Kinder – Gilbert Kolonko sieht die eigentliche Verantwortung dafür bei Politikern und Generälen

Von Gilbert Kolonko | TELEPOLIS

Vor drei Monaten traf es den Sufischrein von Bilawal Shah Norani, auch dort wartete der Attentäter bis das sufistische Dharmal Ritual begann, und riss dann 52 Menschen mit in den Tod. Davor waren es Anwälte in Quetta. Anfang der Woche eine Demonstration im Herzen von Lahore. Und nun den berühmtesten Schrein Pakistans, den des roten Sufis in Lal Shahbaz Qalandar in der südlichen Region Sindh. Jedes Jahr ist er das Pilgerziel von Millionen Pakistanern. Sie zeigen damit auch, dass es weiterhin der tolerante Sufismus ist, der die meisten Muslime Pakistans prägt.

Premiere Minister Nawaz Sharif, der gerade wegen der Panama-Offshore Konten vor Gericht steht, und die pakistanischen Generäle gaben sofort die üblichen Kondolenz Sätze von sich, dazu, dass man alles tun werde, um den Terror zu besiegen. Bei einer ausgerufenen Fahndung wurden landesweit 25 „Verdächtige“ erschossen.

Die Brutstätten des Terrors in Pakistan und die Umstände die ihnen immer wieder Rekruten zutreiben, sind jedoch weiterhin unangetastet: Die kostenlosen Religionsschulen und die materielle Armut eines großen Teil der Bevölkerung – dazu das staatliche Versagen auch den Ärmsten eine anständige kostenlose Schulbildung zu ermöglichen.

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Forscher wollen Mammut schon bald aufleben lassen

 Wenn es nach dem Wunsch einiger Wissenschaftler geht, soll das Wollhaarmammut schon bald zu neuem Leben erweckt werden (Symbolfoto) © Picture Alliance
Wenn es nach dem Wunsch einiger Wissenschaftler geht, soll das Wollhaarmammut schon bald zu neuem Leben erweckt werden (Symbolfoto) © Picture Alliance
Schon in zwei Jahren könnte es soweit sein: Der haarige, ausgestorbene Vorfahre der Elefanten, dass Wollhaarmammut, könnte auf die Erde zurückkehren. Möglich wird dies, durch eine Revolution in der Gentechnik.

Von Alexander Mayer-Thoene | stern.de

Vor 4000 Jahren verschwand das letzte Wollhaarmammut vom Angesicht der Erde. Heute geht man davon aus, dass die haarigen Vertreter der Elefanten-Familie mit den markanten Stoßzähnen einer Kombination aus Klimaveränderungen sowie der verstärkten Jagd durch Menschen zum Opfer fielen. Doch nun sieht es tatsächlich danach aus, als ob das Wollhaarmammut wiedergeboren werden könnte. Zweifelsfrei wäre dies eine wissenschaftliche Sensation – und auch ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte. Schließlich hat nie zuvor eine Spezies eine andere wieder zum Leben erweckt.

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Pannenserie in Fukushima: Erkundungsroboter in Reaktor 2 blieb stecken

Roboter Sasori (Skorpion). Bild: Tepco
Roboter Sasori (Skorpion). Bild: Tepco
Der Roboter konnte nicht mehr geborgen werden, mit einem anderen Roboter soll im März Reaktor 1 erkundet werden, wo es auch eine Kernschmelze gab

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Eigentlich ist Japan ein Land, das führend in der Robotertechnik ist. Der Staat unterstützt die Entwicklung massiv, zumal Roboter in der noch weitgehend abgeschlossenen und sich gegen Zuwanderung sträubenden vergreisenden Gesellschaft Arbeiten in der Dienstleistungsbranche wie bei der Kranken-und Altenpflege ausführen sollen, für die ohne Einwanderung Personal fehlt (Obergrenze: Japan nimmt bis 2021 höchstens 300 syrische Flüchtlinge auf). Allerdings ist der Einsatz von Robotern im havarierten AKW Fukushima schleppend und von Pannen begleitet.

Am 30. Januar waren nicht mittels eines Roboters, sondern mit einer an einer Teleskopstange befestigen Kamera erste Aufnahmen aus dem Inneren des Sicherheitsbehälters von Reaktor 2 gemacht worden, wo sich wie in Reaktor 1 und 3 eine Kernschmelze ereignet hat. Festgestellt wurde dabei erstmals nach 6 Jahren, dass das radioaktive Material aus dem Druckbehälter durchgebrochen ist, vermutlich ein Loch in dem darunter befindliche Gitter für Wartungsarbeiten durchgefressen hat und auf den Boden des Sicherheitsbehälters gefallen ist.

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Lan-Party für die Wissenschaft: Aktivisten sichern Klimadaten vor Trump

Die amerikanische Weltraumorganisation Nasa forscht auch zu Klimaphänomenen wie El Niño. Foto: dpa
Die amerikanische Weltraumorganisation Nasa forscht auch zu Klimaphänomenen wie El Niño. Foto: dpa
Alles sichern, bevor es verschwindet. Das war bis jetzt die Maxime der Studenten, Hacker und Wissenschaftler, die in den letzten Wochen Klimadaten von US-Regierungsseiten gespeichert haben. Ihr nächstes Ziel: Sie wollen vorgenommene Änderungen analysieren und ihr Netzwerk dezentraler ausbreiten.

Von Hanna Gieffers | Greenpeace Magazin

Renee Bell wird seinen Samstag vor dem Laptop verbringen. Zusammen mit 260 anderen Studenten und Mitarbeitern des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Der Mathematikstudent und seine Mitstreiter werden Webseiten speichern, deren Änderungen verfolgen, Leitfäden schreiben. „Viele Wissenschaftler, die vorher nichts mit Umweltfragen zu tun hatten, engagieren sich plötzlich“, sagt Bell. „Auch mir war die Sache zu wichtig ist, um nichts zu tun.“

Was wie eine riesige Lan-Party aussehen wird, ist ein Kampf gegen das Vergessen – und das Löschen von wissenschaftlichen Daten. Allein dieses Wochenende finden in vier US-Städten solche Treffen statt. Dahinter stecken die Organisation „Environmental Data & Governance Initiative“ ( EDGI) und die Plattform „DataRefuge“. Sie helfen, die Ereignisse zu strukturieren und stellen lokalen Aktivisten Software zur Verfügung. Ziel ist es, ein umfassendes Archiv aller Umwelt- und Klimadaten der staatlichen Internetseiten aufzubauen. Neuerdings nutzen die Aktivisten auch Programme, mit denen sie Änderungen auf Webseiten nachvollziehen können. Außerdem wollen sie Leute darin schulen, von überall aus Internetseiten zu durchsuchen, auch wenn das oft eine mühevolle Sisyphusarbeit ist.

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Warum Schlangenbisse immer noch tödlich enden

Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Millionen Menschen kämpfen jährlich mit den schweren Folgen eines Schlangenbisses. Oft fehlt das Gegengift, weil sich für Pharmafirmen die Produktion nicht lohnt.

Von Nicole Simon | Potsdamer Neueste Nachrichten

Wenn der Regen kommt, ist es besonders schlimm. Mit den Wolkengüssen kriecht eine tödliche Gefahr hervor. Der Regen drängt Kobras, Vipern und Mambas aus ihren Verstecken. Jedes Jahr werden rund fünf Millionen Menschen von Schlangen gebissen, rund 100 000 von ihnen sterben. Mehr als dreimal so viele verlieren Gliedmaßen, werden entstellt oder entwickeln andere schwere Behinderungen.

Die meisten Opfer leben in Afrika und Südostasien. Es sind Menschen in ländlichen Gebieten und mittellose Kleinbauern, die ihre Felder noch mit einfachsten Mitteln bewirtschaften. Wer den ganzen Tag mit bloßen Händen Unkraut jätet, mit nackten Füßen das Vieh auf die Felder führt oder Getreide erntet, ist den Tieren schutzlos ausgeliefert. Je ärmer eine Bevölkerung ist, umso wahrscheinlicher wird das tödliche Aufeinandertreffen. Rund ein Viertel der Toten sind Kinder. In den kleinen Körpern ist der Schaden, der das Gift anrichtet, besonders groß.

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Alpen: Bald kein Schnee mehr?

Wird Wintersport in den Alpen künftig noch möglich sein? Und wenn ja, wo? © Ingram Publishing/ thinkstock
Wird Wintersport in den Alpen künftig noch möglich sein? Und wenn ja, wo? © Ingram Publishing/ thinkstock
Schlechte Aussichten für Wintersportler: In Zukunft wird die Schneesaison in den Alpen immer kürzer und spärlicher ausfallen. Skigebiete unterhalb von 1.000 Metern werden bis 2100 so gut wie keinen Schnee mehr haben, in Lagen um 1.500 verkürzt sich die Skisaison um gut ein Vierteljahr, wie eine neue Prognose enthüllt. Selbst effektiver Klimaschutz kann den Schneeverlust nur noch teilweise aufhalten, wie die Forscher berichten.

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In diesem Jahr haben Wintersportler Glück: Kälte und reichlich Schnee im Januar haben in vielen Skigebieten der Alpen für gute Bedingungen gesorgt. Aber wie lange wird dies angesichts des sich ändernden Klimas noch möglich sein? Schon jetzt schrumpfen die Alpengletscher rapide, weil dieses Gebirge zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen gehört.

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Statistik der Woche: Atomkraft in der Nachbarschaft

Bis 2022 will Deutschland den Atomausstieg schaffen. Doch Atomkraftwerke sind damit immer noch greifbar – zumindest geografisch, wie unsere Infografik zeigt.

Von Mathias Brandt | Technology Review

In Deutschland sind derzeit noch sieben Atomkraftwerke (AKW) mit insgesamt acht Reaktoren am Netz. Der unter dem Eindruck der Reaktor-Katastrophe von Fukushima beschlossene Atomausstieg sieht vor, dass bis 2022 alle Meiler stillgelegt werden – als letzte Emsland, Isar und Neckarwestheim.

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Insektizide machen Wespen geruchsblind

Die Wespe Nasonia vitripennis parasitiert Fliegenpuppen - und ist daher sehr nützlich. © Joachim Ruther
Die Wespe Nasonia vitripennis parasitiert Fliegenpuppen – und ist daher sehr nützlich. © Joachim Ruther
Sensible Nützlinge: Insektizide schaden nicht nur Bienen und anderen Bestäuberinsekten, auch wertvolle Helfer im Pflanzenschutz leiden. Ein Experiment belegt, dass schon kleinste Mengen eines Neonicotinoids die Wahrnehmung von parasitischer Wespen stört. Als Folge finden sie weder ihre Paarungspartner noch die Fliegen, in die sie ihre Eier ablegen, wie die Forscher im Fachmagazin Scientific Reports“ berichten.

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Neonicotinoide sind schon seit längerem in der Diskussion, drei dieser Insektizide dürfen seit 2013 in der EU nur noch eingeschränkt verwendet werden. Denn es mehren sich die Hinweise darauf, dass diese Substanzen trotz gegenteiliger Beteuerungen der Hersteller Bienen und anderen wichtigen Bestäuberinsekten schaden. So beeinträchtigen sie die Orientierung der Tiere, wirken auf Hummeln wie eine Droge und könnten sogar Mitschuld am Schwund der Singvögel sein.

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