New Look Inside Sun’s Atmosphere Yields Clues About Mysterious Solar Wind

Heavy data cleaning allowed scientists to study the sun’s corona, or outer atmosphere, in stunning detail. Credit: Craig DeForest, SwRI
Our sun is surrounded by a deep, million-degree atmosphere that affects everything in the solar system — but how, precisely, it does so is a mystery.

By Meghan Bartels | SPACE.com

The atmosphere, called the corona, produces the solar wind — a flood of charged particles that stream out of the sun and across the solar system. As the solar wind travels to Earth, it brings threats of radiation and magnetic interference.

Now, in a new study, researchers have finally managed to watch it being born in the sun’s outer corona. The images provide enough detail for researchers to be able to start piecing together why it flows in such complex ways. They have concluded that one likely explanation is that the turbulence is a legacy of where it comes from. [During Eclipses, Astronomers Try to Reveal the Secrets of the Solar Wind]

„Previous images showed the outer corona as a smooth structure, but in deep space, the solar wind is turbulent and gusty,“ co-author Craig DeForest, a solar physicist at the Southwest Research Institute in Texas, said in a university statement. „Using new techniques to improve image fidelity, we realized that the corona is not smooth, but structured and dynamic. Every structure that we thought we understood turns out to be made of smaller ones, and to be more dynamic than we thought.“

The research relied on data from STEREO, a NASA mission that has been orbiting the sun since 2006. It carries an instrument called a coronagraph, which uses a black disk to block out the bright surface of the sun. That lets scientists see what’s happening in the corona, which is much fainter than the surface and would otherwise be washed out by its light.

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Data from Weather-Tracking Satellite Helps Scientists Predict Cholera Outbreak

Extra-Tropical Cyclone Off the Coast of Japan, March 10, 2014 Credit: NASA/JAXA
Hurricanes are devastating for the populations they hit, not only because of the damage caused by winds but also because of the increased risk of diseases after the storm passes. To help people affected by these storms, researchers used data from NASA’s Global Precipitation Measurement (GPM) satellite to make predictions about cholera outbreaks.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

Cholera, according to the Mayo Clinic, is a bacterial disease that spreads through contaminated water or food. Symptoms of cholera can include nausea, vomiting, severe diarrhea, dehydration and even death if left untreated. There were more than 130,000 reported cases of cholera worldwide in 2016, according to the World Health Organization, but estimates of the true number of cholera cases are much higher – between 1.4 million to 4 million cases annually.

„In the countries less developed with infrastructure that is not the equivalent, let’s say, of Europe or the United States or Canada, then, the population that has to rely on river water or pond water is at risk for cholera,“ microbiologist Rita Colwell said in a new video from NASA’s Goddard Space Flight Center. She is a microbiologist and professor at the University of Maryland, College Park, and at Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health. [Photos: NASA’s Rain-Tracking GPM Satellite Mission in Pictures]

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„Wolkenfraß“ gibt Rätsel auf

Typisch für das neuentdeckte Phänomen: Der klare Himmel frisst sich schnell und fast geradeliniig in das Wolkenfeld vor. © North Carolina State University
Mysteriöser Wolkenschwund: Ein neu entdecktes Wetterphänomen vor der Südwestküste Afrikas gibt Forschern Rätsel auf. Dort kommt es immer wieder zu einem abrupten, verblüffend geradlinigen Wolkenschwund – wie abgeschnitten erscheint die Grenze dieser Auflösungszone. Der klare Himmel frisst sich dabei in einer hunderte Kilometer lange Linie nach Westen in die Wolkendecke vor. Was hinter diesem „Wolkenfraß“ steckt, darüber können die Wissenschaftler bisher nur spekulieren.

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Für die Westküste Afrikas, aber auch das subtropische Amerika sind sie typisch: ausgedehnte Felder tiefliegender Stratocumulus-Wolken, die das Meer in Küstennähe bedecken. „Diese großen, persistierenden Meereswolken werden oft die ‚Kühlschränke der Erde‘ genannt, weil sie viel Sonnenstrahlung ins All hinaus reflektieren“, erklären Sandra Yuter von der North Carolina State University und ihre Kollegen.

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Künstliche Fotosynthese: „Ein neues Betriebssystem für lebende Zellen“

Lichtmaschine der Fotosynthese, verpackt in künstliche Zellen Quelle: Lichtmaschine der Fotosynthese, verpackt in künstliche Zellen
Im Reagenzglas ist die Umwandlung von Licht in chemische Energie bereits effizienter als die natürliche Fotosynthese. Jetzt wollen Forscher den künstlichen Stoffwechsel in eine lebende Zelle einbauen.

Von Norbert Lossau | DIE WELT

Pflanzen können Kohlendioxid aus der Luft fischen und daraus mithilfe von Sonnenlicht energiereiche Kohlenhydrate produzieren. Dieser wunderbare Prozess ist eine wichtige Voraussetzung für das Leben auf unserem Planeten. Jetzt wollen Max-Planck-Forscher gemeinsam mit dem US-Wissenschaftler Craig Venter eine künstliche, lebensfähige Zelle erschaffen, die Licht in chemische Energieträger umwandeln kann. Es geht also um die Nachahmung der Fotosynthese von Pflanzen – und die soll deutlich effizienter als das natürliche Vorbild sein. Im Reagenzglas funktioniert die künstliche Fotosynthese schon heute.

Bereits vor mehr als einhundert Jahren hatte der italienische Chemiker Giacomo Ciamician die Idee, die Fotosynthese der Pflanzen technisch nachzuahmen. Eine solche direkte Nutzung der Solarenergie habe viele Vorteile gegenüber der Verbrennung von Kohle, betonte damals Ciamician.

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Neandertaler waren doch Feuermacher

Feuerschlagen mit Feuerstein und Stahl. Unsere Vorfahren nutzten statt Stahl das eisenhaltige Mineral Pyrit. © DGerrie Photography/ iStock
Von wegen rückständig: Entgegen bisherigen Annahmen beherrschten schon die Neandertaler das Feuermachen. Sie nutzten ihre Faustkeile als Steinzeit-Feuerzeug, wie Analysen von 50.000 Jahren alten Steinwerkzeugen enthüllen. Forscher haben darauf Nutzungsspuren gefunden, die nur beim Feuerschlagen entstehen, wie sie im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten. Unsere eiszeitlichen Vettern standen demnach auch in dieser Technologie unseren Vorfahren in nichts nach.

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Schon vor mehr als 700.000 Jahren, vielleicht sogar schon vor einer Million Jahren könnten Frühmenschen das Feuer natürlicher Brände für ihre Zwecke genutzt haben. Archäologische Funde belegen zudem, dass die Neandertaler schon vor 170.000 Jahren Holzwerkzeuge im Feuer härteten.

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Die fünf grössten Fleisch- und Milchkonzerne der Welt verursachen zusammen mehr Treibhausgase als ExxonMobil, Shell oder BP

Vor allem in reichen Ländern wird zu viel Milch und Fleisch produziert, konsumiert und exportiert. (Bild: Regis Duvignau / Reuters)
Zwei NGOs zeigen auf, dass der Fleischkonsum in den reichen Ländern einen gewaltigen Anteil am Klimawandel hat. Ihre Empfehlungen für den Einzelnen sind aber alles andere als radikal.

Esther Widmann | Neue Zürcher Zeitung

Bei der Suche nach den Verantwortlichen für den Klimawandel gehören Ölkonzerne sprichwörtlich zu den üblichen Verdächtigen. Überraschender dürfte für viele deshalb sein: Die fünf grössten Fleisch- und Milchkonzerne der Welt sind zusammen für mehr Treibhausgase verantwortlich als Ölkonzerne wie ExxonMobil, Shell oder BP. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP), eine Non-Profit-Organisation mit Büros in Minneapolis und Genf, zusammen mit der NGO Grain durchgeführt hat. Beide Organisationen setzen sich für nachhaltige Landwirtschaft ein.

Demnach emittieren die Fleisch- und Milchproduzenten JBS, Tyson, Cargill, Dairy Farmers of America sowie Fonterra zusammen 578,3 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr und liegen damit – wenn auch knapp – vor dem grössten Ölkonzern der Welt, ExxonMobil mit 577 Millionen Tonnen. (Allerdings ändert das nichts daran, dass ExxonMobil, Shell und BP zusammen 1,5 Milliarden Tonnen und damit so viel klimaschädliche Emissionen verursachen wie Japan.)

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Sonnenrotation beeinflusst irdische Blitze

Wie oft es bei uns blitzt, hängt auch von der Sonne und ihrer Aktivität ab. © Krivosheev/ iStock
Kosmischer Blitzmacher: Auch die Sonne hat einen Einfluss darauf, wie oft es auf der Erde gewittert und blitzt, wie eine neue Studie bestätigt. Demnach fördern nicht nur starke Sonnenstürme die irdische Blitzhäufigkeit, sondern auch die rund 27 Tage dauernde Rotation unseres Sterns führt zu messbaren Schwankungen. Enthüllt hat dies die Auswertung ungewöhnlicher Daten: historischen Tagebüchern aus dem Japan des 18. Jahrhunderts.

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Blitze entstehen, wenn sich Ladungsunterschiede in Gewitterwolken abrupt entladen. Die Folge ist eine elektrische Entladung, die als heller Blitz zu sehen ist. Dabei ist die Blitzhäufigkeit lokal durchaus unterschiedlich, weil sie durch das örtliche Klima, aber auch die Landschaftsformen beeinflusst wird. So liegen die irdischen Blitzhotspots in Afrika und Südamerika, in Deutschland blitzt es am Alpenrand am häufigsten.

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Diesel-Skandal: 20 Milliarden Euro Bußgelder gefordert

Bild: Robert-Lehmann/DUH
Noch immer bleibt der Einsatz von Betrugssoftware in Diesel-Pkw in Deutschland weitgehend ungesühnt. Umweltschützer wollen sich nicht damit abfinden

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Seit nun mehr annähernd vier Jahren schwappt der Diesel-Betrug-Skandal durch die Medien, mal auf größere, mal auf geringere öffentliche Aufmerksamkeit treffend (hier eine Chronologie der Ereignisse). Aber mit richtig schmerzhaften Konsequenzen müssen die beteiligten Konzerne hierzulande bisher kaum rechnen.

Wohl gab es die eine oder andere Festnahme – überwiegend in der zweiten und dritten Reihe – und auch ein paar Bußgelder, aber von jenen gut 25 Milliarden Euro, die die bewusst irreführende Manipulation der Emissionswerte auf dem Teststand VW in den USA gekostet haben, ist man hierzulande weit entfernt. Daran zeigt sich unter anderem mal wieder, wie wichtig auch in den Zeiten der Globalisierung die Mutterländer für die Konzerne sind, die bei Bedarf die schützende Hand über sie halten.

Die Frage ist indes, ob sich geprellte Käufer und unter den Stickoxidbelastungen leidende Bürger dies von ihren Regierungen bieten lassen. Die Deutsche Umwelthilfe, die aus dem konservativen und rechtsextremen Lager immer wieder wegen ihrer beharrlichen Aufklärungsarbeit und ihrer Klagen gegen untätige Behörden angegangen wird, ist nicht bereit, die Sache auf sich sitzen zu lassen.

Nach ihrer Ansicht muss Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, „endlich geltendes Recht durchsetzen und Bußgelder in der nach EU-Recht geforderten Höhe gegen die betrügerischen Autokonzerne zu verhängen“.

Bei etwa vier Millionen hierzulande zugelassenen Diesel-Pkw seien „betrügerische Abschalteinrichtungen amtlich nachgewiesen“. Die DUH geht davon aus, dass in nächster Zeit noch weitere Euro-5- und -6-Diesel-Pkw-Modelle mit Betrugssoftware hinzu kommen und es in Deutschland insgesamt um elf Millionen Pkw geht.

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Nordatlantik: Streit um die Umwälzpumpe

Die nordatlantische Umwälzströmung ist ein entscheidender Akteur im Klimaystem. © Peter Hermes Furian/ iStock
Umstrittene Strömung: Eine neue Studie zur nordatlantischen Umwälzströmung liefert Zündstoff. Denn sie widerspricht den gängigen Theorien zur Klimawirkung dieser Strömungspumpe. Demnach ist nicht der Klimawandel an der Abschwächung dieser Umwälzpumpe schuld, sondern umgekehrt die Umwälzpumpe an der aktuellen Erwärmung des Klimas, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Dem allerdings widersprechen einige renommierte Klimaforscher vehement.

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Der Nordatlantik ist eine Schlüsselregion für die globalen Meeresströmungen, aber auch für das Klima Europas. Denn hier liegt eine der großen Umwälzpumpen der Ozeane: Vor Grönland sinkt warmes, salziges Wasser in die Tiefe und strömt dann abgekühlt in der Tiefe nach Süden. An der Meeresoberfläche zieht dies warmes Wasser aus den Tropen nach.

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Klimawandel bedroht Internet

Ein Großteil der Internet-Infrastruktur liegt nahe der küstennahen Ballungsräume – das könnte Probleme geben. © imaginima/ iStock
Schleichende Gefahr: Der steigende Meeresspiegel gefährdet auch das Internet, wie eine US-Studie enthüllt. Denn gerade in Küstennähe liegen besonders viele Datenleitungen und Knotenpunkte – und diese sind oft nicht wasserdicht. Schon in 15 Jahren könnte daher ein großer Teil dieser Internet-Infrastruktur dem steigenden Meer zum Opfer fallen. Besonders betroffen wären unter anderem US-Zentren wie New York, Miami und Seattle, so die Wissenschaftler.

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Glasfaserleitungen und ihre Knotenpunkte bilden heute das Rückgrat des weltweiten Internets. Sie verbinden Kontinente, sorgen aber auch für die Datenübertragung zwischen Städten und innerhalb von Ballungsräumen. Weil die meisten großen Ballungsräume in Küstennähe liegen und dort auch die transozeanischen Seekabel ankommen, ist gerade dort auch besonders viel Netz-Infrastruktur konzentriert. Allein in den USA sind tausende Kilometer Glasfaserkabel in den Küstenregionen verlegt.

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Ägypten: Vergoldete Mumienmaske entdeckt

Gesicht aus Silber und Gold, Augen aus Onyx: Ausschnitt der in Sakkara entdeckten Totenmaske © Universität Tübingen / Ramadan B. Hussein
Spektakulärer Fund: Bei Ausgrabungen südlich von Kairo haben Archäologen eine Mumienmaske aus Silber, Gold und Edelsteinen entdeckt – eine absolute Rarität. Der Fund stammt aus der Zeit um 664 bis 604 vor Christus und wurde in der Nekropole von Sakkara entdeckt, wie die Forscher berichten. Die wertvolle Totenmaske lag in einem Holzsarg auf dem Gesicht einer Priestermumie, die in dieser Anlage gefunden worden war.

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Die Nekropole von Sakkara liegt rund 20 Kilometer südlich von Kairo am westlichen Nilufer. Die Totenstadt gehört zu den größten und am längsten genutzten des alten Ägypten: Schon vor rund 5.000 Jahren wurden hier Tote in speziellen Grabbauten, den sogenannte Mastabas, bestattet. Später diente die Anlage auch als Ruhestätte für mehrere Pharaonen, darunter Haremhab und Djoser. Im Neuen Reich unter Amenophis III begrub man hier viele hohe Beamte und Würdenträger.

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Der Kalikokrebs, eine „Killermaschine“ für die deutsche Natur

Der Kalikokrebs, der ursprünglich in den USA beheimatet ist, verbreitet sich rasant – und bedroht die deutsche Tierwelt Quelle: dpa/Karsten Grabow
Einst war er in Nordamerika zu Hause, doch nun frisst der Kalikokrebs deutsche Gewässer leer. Einheimische Amphibien und Wasserinsekten fallen ihm zum Opfer. Die Art bedroht die Tierwelt. Denn er vermehrt sich explosionsartig.

DIE WELT

Der nach Deutschland eingeschleppte Kalikokrebs hat sich rasch ausgebreitet. Er wurde vermutlich 1993 in der Nähe von Baden-Baden ausgesetzt und ist nach Expertenangaben inzwischen in den Gewässern entlang des gesamten Oberrheins zu finden.

„Ich wage mal eine grobe Schätzung: In 80 Prozent der Auengewässer findet sich der Kaliko“, sagt Andreas Stephan, der gemeinsam mit seinem Kollegen Alexander Herrmann an der Pädagogischen Hochschule (PH) Karlsruhe ein Forschungsprojekt zu dem nordamerikanischen Flusskrebs betreut. Das gefräßige Tier bedrohe Amphibien und Insekten, etwa Libellen, massiv. Es nimmt ihren Lebensraum in Beschlag und hat großen Appetit.

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Älteste Menschenspuren Asiens entdeckt

Dieses Steinwerkzeug ist einer der bis zu 2,12 Millionen Jahre alten Funde aus Shangchen in China. © Zhaoyu Zhu
Überraschender Fund: Die ersten Frühmenschen könnten Afrika deutlich früher verlassen haben als bisher gedacht. Indizien dafür liefern 2,12 Millionen Jahre alte Steinwerkzeuge, die in Zentralchina entdeckt wurden. Sie sind älter als alle zuvor in Asien entdeckten Menschenspuren, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature“ berichten. Sollte sich dies bestätigen, muss der zeitliche Ablauf der Menschheitsgeschichte möglicherweise neu überdacht werden.

scinexx

Wann verließen die ersten Frühmenschen Afrika? Bisher gibt es auf diese Frage keine eindeutige Antwort. Klar scheint nur, dass Vertreter der Gattung Homo – vermutlich der Homo erectus – wahrscheinlich die ersten waren, die von Afrika aus andere Kontinente besiedelten. Dafür sprechen vor allem Funde von 1,5 bis 1,7 Millionen Jahre alten Homo erectus-Relikten auf Java und in China. Als bisher älteste nichtafrikanische Relikte der Gattung Homo aber gelten 1,85 Millionen Jahre alte Schädel und Knochen, die in Dmanissi in Georgien gefunden wurden.

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Quantenkosmologie: „Vielleicht waren die Philosophen zu höflich“

Die Kindheit des Universums: Die Karte zeigt kosmische Hintergrundstrahlung, die entstand, als das All erst 380.000 Jahre alt war. Bild: AP
Der Stringtheoretiker Robert Brandenberger setzt große Hoffnungen in einen Dialog zwischen theoretischen Physikern und Philosophen. Wir haben ihn nach seinen konkreten Erwartungen gefragt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Professor Brandenberger, Ihren Vortrag hier auf dem Workshop zur Philosophie der Kosmologie haben Sie mit der Aussage begonnen, dass Sie von den Philosophen etwas lernen wollen. Was genau?

Als naive Wissenschaftler, als naive Kosmologen führen wir verschiedene Berechnungen durch. Und wir behaupten, dass wir über Theorien verfügen, die mit den Beobachtungen übereinstimmen. Wir vergleichen gemittelte theoretische Werte mit räumlich gemittelten Himmelsbeobachtungen. Aber ist das so in Ordnung?

Die Philosophen sollen Ihnen also sagen, wie eine gute wissenschaftliche Theorie aussehen soll?

Nein, ich wüsste gerne, was wir darüber hinaus tun sollten, um zu demonstrieren, dass die Theorie mit den Beobachtungen in Einklang steht.

Aber was können Philosophen dazu sagen?

Vielleicht sagt der Philosoph: Ihr habt eure Arbeit getan, und jetzt müssen wir sie interpretieren. Das ist eine Antwort. Aber vielleicht wird der Philosoph auch sagen: Damit wir über diese Fragen auf einer philosophisch soliden Basis diskutieren können, benötigen wir mehr Informationen. Und das könnte uns dazu bringen, zusätzliche Berechnungen anzustellen.

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Gingen schon die Römer auf Walfang?

Verarbeiteten die Römer in ihren Fischfabriken auch Wale? © gemeinfrei
Jagd auf Meeressäuger: Schon die Römer könnten industriellen Walfang betrieben haben. Darauf deuten 2.000 Jahre alte Knochen zweier Walarten hin, die Forscher in den Ruinen römischer Fischfabriken gefunden haben. Sie belegen, dass der Grauwal und der Atlantische Nordkaper einst auch im Mittelmeer verbreitet waren – dann aber von dort verschwanden.

scinexx

Zunächst war der Mensch hinter ihrem Tran her, aus dem sich Seifen, Lampenöl und Margarine herstellen ließen, später jagte er die Wale auch für ihr Fleisch: Jahrhunderte des Walfangs haben viele Arten dieser Meeressäuger an den Rand des Aussterbens gebracht. Im Atlantik fielen etwa der Nordkaper und der Grauwal den Harpunen zum Opfer. So existieren dort heute nur noch drastisch reduzierte Restbestände der einstigen Nordkaper-Populationen und der Grauwal ist sogar ganz verschwunden. Er ist inzwischen nur noch im Pazifik heimisch.

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Forscher entdecken neuartige Wespe mit Riesenstachel

Quelle: Kari Kaunisto / University of Turku
Er ist fast halb so lang wie ihr Körper! Mit vier Millimetern hat diese Schlupfwespe einen ungewöhnlich langen und zudem auch dicken Stachel. Damit überrascht die neu entdeckte Art selbst Biologen. Zum Glück lebt sie weit weg.

Von Julia Haase | DIE WELT

Entdeckt hat die Schlupfwespenart mit dem schönen Namen Clistopyga crassicaudata und dem langen Stachel ein internationales Team von Biologen aus Finnland, Spanien, Kolumbien und Venezuela im südamerikanischen Amazonasgebiet.

Die Forscher um Professor Ilari Sääksjärvi von der Universität Turku in Finnland haben insgesamt sieben neue Arten der bereits bekannten, aber sehr seltenen Gattung Clistopyga ausfindig machen können. Bisher waren drei Gruppen von Arten bekannt. Die neu entdeckten Arten ordnen die Forscher nun einer vierten Gruppe zu, die sie Clistopyga isayae nennen.

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Die giftige Seite des Mondes

Von Mondstaub bwedeckt: Apollo-Astronaut Eugene Cernan nach einem Mondpsaziergang. © NASA
Staubige Bedrohung: Der feine Staub des Mondes könnte künftigen Mond-Astronauten gefährlich werden. Denn er kann tief in die Lungen eindringen und schwere Zell- und DNA-Schäden verursachen, wie eine Studie belegt. Das Problem: Die winzigen, scharfkantigen Partikel kleben an Raumanzügen und Geräten und werden daher unweigerlich auch in das Innere von Mondbasen und Landefähren geschleppt – wie schon die Apollo-Astronauten feststellen mussten.

scinexx

Schon bei der ersten Mondlandung berichteten die Astronauten der Apollo 11 über den feinen, klebrigen Mondstaub. Er setzte sich an ihren Raumanzügen fest, überzog alle Geräte und bald auch das Innere der Landefähre. Das aber blieb nicht ohne Folgen: Alle zwölf Astronauten der Mondmissionen litten unter Symptomen, die Apollo-17-Astronaut Harrison Schmitt als „lunaren Heuschnupfen“ umschrieb: Niesen, eine verstopfte Nase, ein kratziger Hals und tränende, juckende Augen.

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Erdgas aus der Kläranlage

Die neue Pilotanlage produziert synthetisches Erdgas aus Wasserstoff und CO2 – die Energie dafür liefert Strom aus Wind und Sonne. © Germanovich/ iStock
Puffer im Energiesystem: Ein Spanien erzeugt eine Pilotanlage künftig Erdgas aus Windstrom, Wasser und Klärschlamm. Damit dient sie einerseits als Speicher für überschüssige Windenergie und nimmt andererseits klimaschädliches CO2 aus der Kläranlage auf. Möglich wird dies durch eine besonders kompakte Anlage, die das synthetische Erdgas mittels Power-to-Gas-Verfahren produziert.

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Mit der vermehrten Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne wächst der Bedarf an neuen, effektiven Energiespeichern. Denn die Einspeisung aus solchen erneuerbaren Energien schwankt, so dass zeitweilig Überschüsse entstehen, zu anderen Zeiten dagegen Mangel herrscht. Ausgleich könnten batterieähnliche Stromspeicher bieten, aber auch Verfahren, die überschüssigen Strom in Wasserstoff oder andere Brennstoffe umwandeln. Diese können dann bei Bedarf wieder in Wärme und Strom umgewandelt werden.

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Vögel futtern Unmengen an Insekten

Proteinreiches Futter: Für diesen jungen Haussperling gibt es Käferlarven. © Maurice Baker
Gefräßige Piepmätze: Alle Vögel der Welt zusammen vertilgen jährlich die enorme Menge von 400 bis 500 Millionen Tonnen Insekten. Damit fressen die gefiederten Tiere ähnlich viel wie die gesamte Menschheit pro Jahr an Fleisch und Fisch konsumiert. Nur Spinnen haben einen noch größeren Hunger auf Käfer und Co, wie Forscher berichten. Den Vögeln komme damit eine wichtige Bedeutung in der Schädlingsbekämpfung zu.

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Von Beeren, über Obst, bis hin zu Sämereien und Gräsern: Auf dem Speiseplan vieler Vögel steht durchaus vegetarische Kost. Doch hin und wieder muss es auch einmal Fleisch sein – zum Beispiel in Form von Insekten. Fliegen, Käfer, Ameisen und Motten stellen für die gefiederten Tiere eine wichtige Proteinquelle dar. Sie müssen sich besonders während der Brutzeit vor gefräßigen Schnäbeln in Acht nehmen. Denn dann sind die Elternvögel auf der Suche nach energiereicher Nahrung für ihren hungrigen Nachwuchs.

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Pakistan: Islamisten und Kapitalisten contra Wissenschaft

Allein durch das Karakorum-Gebirge hätte Pakistan ausreichend Schmelzwasser, aber Planlosigkeit und Verschwendung machen aus Reichtum Mangel. Foto: Gilbert Kolonko
Korruption, Vernachlässigung der Bildung, ungerechte Wohlstandsverteilung und Missachtung der Wissenschaft sind die Hauptgründe für die Wasserkrise in Pakistan

Gilbert Kolonko | TELEPOLIS

Der Wetterdienst in Pakistan schreckte Anfang Juni zumindest einige Menschen im Land auf: Die derzeitige Dürre könne bis zu 100 Millionen Pakistaner betreffen. Im Winter sei kaum Schnee im Himalaya gefallen, und in den Monaten zwischen Januar und Mai habe es 44 Prozent weniger Niederschlag gegeben als in den Jahren zuvor. Das führte dazu, dass die Vormonsun Ernte zu großen Teilen ausgefallen sei, so die Behörde.

Auf die Wasserkatastrophe machen jedoch seit mehr als einem Jahrzehnt Wissenschaftler aus dem In- und Ausland aufmerksam. Der Autor Anatol Lieven schrieb dazu schon im Jahr 2007, dass der Wassermangel für Pakistan eine größere Gefahr darstelle als die Taliban.

Vergangenen Monat wurde zumindest auch dem Obersten Gerichts in Pakistan die Gefahr bewusst: „Die aktuellen Wahlen sind wichtig, aber das Wasserproblem anzugehen ist wichtiger“, sagte Richter Sardar Tariq. Der Richter wies auch darauf hin, dass die aktuelle Regierung und ihre Vorgängerin für das Wasserproblem verantwortlich sind. Da auch die Weltbank zu dem Schluss kam, Pakistan verfahre nach dem Prinzip: bauen, vernachlässigen, wieder aufbauen.

Dabei ignorieren die Verantwortlichen alle wissenschaftlichen Fakten und strapazieren die Infrastruktur des Landes, bis sie zusammenbricht, lohnt sich einen Blick auf die Regierungsverantwortlichen seit 1988: Da wäre der Industrielle Nawaz Scharif (bis auf 18 Millionen Dollar hat er seine Vermögenswerten Familienmitgliedern überschrieben), der das Land mit seiner Familienpartei, der Muslim-Liga, seit 1990 drei Mal regierte. Ländereien, Offshorekonten und Grundbesitz in Dubai und London gehören der Familie. In London halten sich die Sharifs beinahe öfters auf als im eigenen Land.

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