Archiv der Kategorie: Umwelt

Kometen-Kollision im Zeitraffer

“Rosettas Komet” 67P/Churyumov-Gerasimenko scheint aus einem “Kopf” und einem “Körper” zu bestehen. © ESA/Rosetta/ NAVCAM

Rosettas Komet ist kein Einzelfall: Kometenkerne mit “Kopf” und “Körper” könnten im frühen Sonnensystem sogar häufig gewesen sein, wie Computersimulationen belegen. Diese zusammengefügten Brocken zeigen auch, wie sich die Anfänge der heutigen Gesteinsplaneten bilden konnten. Denn in der Anfangszeit des Sonnensystems liefen Kollisionen zwischen solchen Brocken noch geradezu sanft ab, erklären Forscher im Fachmagazin “Science”.


scinexx

Der Rosetta-Komet 67P/Chruyumov-Gerasimenko hat eine eigenwillige Form: Er sieht aus, als sei er aus einem “Körper” und einem “Kopf” zusammengesetzt. Astronomen vermuten, dass tatsächlich zwei ursprünglich einzeln durch das All fliegende Brocken zusammenstießen und so den Kern des Kometen bildeten. Auch einige andere bislang von Raumsonden fotografierte Kometenkerne deuten auf eine ähnliche Geschichte hin, wie etwa die Kometen 103P/Hartley 2 and 19P/Borelly.

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“Schaumigkeit” der Raumzeit begrenzt

Wie “schaummig” ist die Raumzeit? © NASA/CXC/ M.Weiss

Weniger schaumig als gedacht: Sollte die Raumzeit im Universum tatsächlich auf kleinster Ebene gequantelt sein, dann ist dieser Quantenschaum feiner als es einige Modelle annehmen. Mit Hilfe von Beobachtungen ferner Objekte im Röntgen- und Gammastrahlenbereich haben Astrophysiker zwei Modelle der Raumzeit-Quantelung ausgeschlossen. Denn die Störeinflüsse des Quantenschaums auf das Licht sind deutlich geringer als von diesen vorhergesagt.


scinexx

Einigen Theorien nach ist die Raumzeit des Universums nicht kontinuierlich, sondern besteht aus winzigen, diskreten Grundeinheiten, dem sogenannten Quantenschaum. “Wenn man mit dem Flugzeug über den Ozean fliegt, sieht seine Oberfläche auch völlig glatt aus”, erklärt Studienleiter Eric Perlman vom Florida Institute of Technology in Melbourne. “Wenn man aber nahe genug heruntergeht, sieht man die Wellen und noch näher dran auch Schaum mit kleinen Bläschen, die kontinuierlich umherwabern.”

So könnte es auch mit der Raumzeit sein. Doch wenn es sie gibt, ist diese Quantelung des Raums viel zu winzig, um sich direkt nachweisen zu lassen, ihre Einheiten entsprechen gerade einmal der Plancklänge von 10 hoch minus 35 Metern. Wie dieser Quantenschaum daher aussieht und wie er sich verhält, ist bisher noch völlig unklar. Einige Modelle vergleichen ihn mit einer superfluiden Flüssigkeit, andere sehen in unserem Universum nur eine Art holografischer Projektion von winzigen zweidimensionalen Grundbausteinen.

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Philosophie-Festival phil.Cologne: Peter Singer empört über Ausladung

Peter Singer im März 2009, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Die diesjährige phil.Cologne hat ihren ersten Skandal: Der Veranstalter hat den Bioethiker Peter Singer wegen seiner radikalen Thesen wieder ausgeladen. Der Australier ist fassungslos. Die Festival-Leitung ringt um Erklärungen.


Von Michael Hesse|Kölner Stadt-Anzeiger

Der australische Philosoph Peter Singer hat verärgert auf die Ausladung von dem Philosophie-Festival phil.Cologne reagiert. „Wie können sie sich als Philosophie-Festival bezeichnen, wenn sie zu ängstlich sind, Fragen zu diskutieren, die einige Menschen stören?“, sagte Singer in einem Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „War das nicht immer die Rolle von Philosophen seit den Zeiten von Sokrates?“, fragte er. Der australische Denker hatte erst vor wenigen Tagen in der Berliner Urania einen Preis erhalten, den nach ihm benannten “Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung” eines neu gegründeten gleichnamigen Fördervereins.

Er verwies  darauf, dass er  innerhalb einer Woche eine Reihe von Ehrungen erhalten habe, unter anderem wurde ihm die Ehrendoktorwürde an der Universität in Athen und der Universität von Bukarest verliehen. Auch die New York Times hatte erst vor zwei Tagen ein Interview mit ihm veröffentlicht. „Sie sind weniger ängstlich, kontroverse Themen zu diskutieren als das internationale Philosophie-Festival in Köln“, sagte Singer dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Asteroid Impacts 3.3 Billion Years Ago Caused Earth’s Oceans To Boil

Image Credit: NASA/Don Davis

Image Credit: NASA/Don Davis

Don’t complain too much when temperatures rise this summer, because it used to be worse. A lot worse.


By Ed Mazza|The Huffington Post

Some 3.3 billion years ago, monster asteroids — in some cases bigger than Rhode Island — repeatedly slammed into the Earth with impacts so violent that air temperatures soared to 932 degrees Fahrenheit for weeks at a time, according to a new study published in the journal Geology.

Temperatures rose to such extreme levels that the oceans literally boiled, causing sea levels to drop by about 330 feet.

Yet somehow, early life managed to survive.

These impacts would have a profound influence on any life trying to evolve into more complex, low-temperature organisms,” geologist Donald Lowe of Stanford University, who led the research, told Science News. “They’d keep getting whacked by these giant impactors and driven to extinction or near extinction.”

Lowe and study co-author Gary Byerly of Louisiana State University made the discovery while examining the Barberton Greenstone belt in South Africa, where ancient rock is exposed.

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Kurienerzbischof Marcelo Sanchez Sorondo: (menschengemachter) Klimawandel schuld an Abtreibung

Marcelo Sánchez Sorondo, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Msgr. Marcelo Sánchez Sorondo, ein argentinischer Kurienerzbischof, ist Kanzler der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften. Die Akademie geriet jüngst wegen der Durchführung einer internationalen Konferenz zum Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung in die Kritik.


Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Kritisiert wurde vor allem die Anwesenheit von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, der von Papst Franziskus empfangen wurde und anschließend die Eröffnungsrede der Konferenz hielt, und von UNSDNS-Direktor Jeffrey Sachs (UN Sustainable Development Solutions Network), der Hauptreferent der Konferenz war. Beide sind bekannte Neo-Malthusianer, die es geradezu als Pflicht betrachten, die Weltbevölkerung zu dezimieren. Rund um die Konferenz und die angekündigte Öko-Enzyklika von Papst Franziskus wurden Fragen laut, ob sich die Katholische Kirche der Klimadoktrin, der Weltbevölkerungsdoktrin und der Abtreibungsdoktrin der UNO beugt.

In einem Interview der amerikanischen Internetseite C-Fam versuchte Erzbischof Sánchez Sorondo die Päpstliche Akademie gegen die Kritik an der Konferenz zu verteidigen. In Wirklichkeit bestätigte der ranghohe argentinische Kurienvertreter, daß Sorgen und Kritik durchaus berechtigt sind.

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Homosexualität: Schwule Fliegen machen Weibchen fruchtbarer

Bild:4ever. bearb.: bb

Bild:4ever. bearb.: bb

Untersuchungen an Taufliegen liefern Indizien dafür, dass Homosexualität tatsächlich einen langfristigen evolutionären Vorteil bietet.


Von Lars Fischer|Spektrum.de

Gleichgeschlechtliche Liebe ist im Tierreich so universell verbreitet, dass dieses Verhalten vermutlich einen deutlichen evolutionären Vorteil bietet. Aus Fortpflanzungssicht erscheint es allerdings erst einmal eher kontraproduktiv – deswegen suchen Forscherinnen und Forscher schon eine ganze Weile nach dem versteckten Gewinn der Homosexualität. Jessica Hoskins und zwei Kollegen von der University of St Andrews in Großbritannien fanden jetzt einen Hinweis darauf, dass Homosexualität und Fruchtbarkeit zusammenhängen. In Versuchen mit Fruchtfliegen entdeckte das Team, dass in Stammbäumen mit vielen homosexuellen Männchen der weibliche Nachwuchs fruchtbarer war – die Forscherin schließt daraus, dass die Männchen dort ein genetisches Merkmal tragen, über das beide Eigenschaften verknüpft sind und das so die fehlende Fortpflanzung ausgleicht. Ob das Merkmal auch für weibliche Homosexualität verantwortlich ist, geht aus der Studie nicht hervor.

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If You’ve Wondered Why So Many Politicians Deny Climate Change, Science Has Your Answer

Sen. James Inhofe, R-Okla., one of the Senate’s most high-profile deniers of climate science. CREDIT: AP Photo/J. Scott Applewhite

Scientists have known for a long time what’s causing current climate change. What’s been less clear is why so many U.S. politicians aren’t listening.
Sure, there’s been falsely balanced media coverage of climate science. And there are both financial and ideological incentives to deny that carbon emissions are causing the phenomenon.


By Emily Atkin|ClimateProgress

But according to new research published in Nature Climate Change, there’s at least one statistically proven reason why more than 56 percent of Congressional Republicans deny climate change: echo chambers.

The term “echo chambers” traditionally refers to situations where people surround themselves with information they want to hear, and block out the rest. We’ve known for a while that these present themselves in climate politics; A 2014 study suggested that the reason Americans haven’t fully accepted the scientific consensus on climate change is because of echo chambers like Fox News, where conservative viewers are “exposed only to content consistent with their opinions, while shielded from dissenting views.”

The study published Monday, however, looked at how echo chambers specifically affected members of Congress and the people who influenced them during the 2010 debate over cap-and-trade. And what it found was that the presence of echo chambers only impeded scientific debate when they appeared on the side that denied the science of human-caused climate change. That’s because those echo chambers relied on significantly fewer pieces of peer-reviewed science to make their claims that carbon emissions were not worth limiting.

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Das Dach der Welt verliert sein Eis

Blick auf Mount Everest und Co vom Dubh Kosi Becken aus © Patrick Wagnon

Himalaya ohne Schnee? Die Gletscher rund um den höchsten Berg der Welt könnten schon bald drastisch schrumpfen: Bis 2050 droht eine Halbierung des Eisvolumens in der Mount Everest-Region, bis 2100 könnte sogar fast alles Eis verschwinden, wie Forscher im Fachjournal “Cryosphere” berichten. Für die Bewohner Nepals und anderer angrenzender Gebiete wäre dies fatal, denn ihre Wasserversorgung hängt größtenteils von den Himalaya-Gletschern ab.


scinexx

Die Gletscher des Himalaya sind das größte irdische Eisreservoir außerhalb der Polargebiete. Ihr Eis spielt daher für den Wasserhaushalt der Region, aber auch für das Klima Asiens eine wichtige Rolle. Wie sich der Klimawandel auf diese Region auswirkt, ist aber bisher nur in Teilen klar. “Die meisten Regionen zeigen in den letzten Jahren deutliche Gletscherrückgänge”, berichten Joseph Shea vom International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) in Kathmandu und seine Kollegen. Es gibt aber auch Ausnahmen, darunter der Karakorum und das Pamirgebirge.

Dach der Welt im Computermodell

Wie sensibel die Himalaya-Region rund um den Mount Everest reagiert, haben Shea und seine Kollegen nun ermittelt. Sie untersuchten das Gebiet des sogenannten Dudh Kosi-Beckens. Dieses umfasst nicht nur die Gipfel des Mount Everest, des Nuptse, Makalu und anderer Gebirgsriesen, es enthält auch gut 400 Quadratkilometer Eisfläche. “Diese Region gilt als potenziell sensibel gegenüber der globalen Erwärmung”, erklären die Forscher. Aber weil 80 Prozent der Gletscher im Dubh Kosi-Becken oberhalb von 5.000 Metern liegen, sind Messdaten rar.

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Überraschende Polarlichter auf dem Mars

So grünlich könnten die Polarlichter auch auf dem Mars leuchten © NASA/ James Spann

Grünliche Schleier am Marshimmel: Die NASA-Sonde MAVEN hat erstmals auch auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten Polarlichter entdeckt. Das Überraschende daran: Sie treten damit auch dort auf, wo der Mars gar kein Magnetfeld besitzt und sind damit viel weiter verbreitet als bisher angenommen. Das bisher im UV-Bereich nachgewiesene Himmelsphänomen würde Astronauten auf dem Mars vermutlich als grünliches Leuchten erscheinen, so die Forscher.


scinexx

Polarlichter auf der Erde entstehen überall dort, wo die energiereichen Partikel des Sonnenwinds auf die geladenen Teilchen der oberen Atmosphäre treffen. Dies geschieht vor allem in den Polarregionen, wo die Feldlinien des schützenden Magnetfelds nahezu senkrecht zur Erde stehen. Die Sonnenwindteilchen werden entlang dieser Linien in Richtung Erdoberfläche geleitet.

Auroren außerhalb der “Magnetpilze”

Auf dem Mars gibt es aber kein planetares Magnetfeld, der “Schutzkäfig” fehlt daher. Stattdessen gibt es vor allem auf der Südhalbkugel einige lokale Magnetfelder, die pilzförmig aus dem Untergrund in die Höhe ragen. Sie sind die Relikte eines einst vollständigeren Felds, das schon vor Milliarden Jahren verschwand. Vor rund zehn Jahren entdeckte die ESA-Raumsonde Mars Express an diesen “Magnetpilzen” die ersten marsianischen Polarlichter.

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Waldrapp in Palmyra: IS-Einmarsch bedroht auch seltene Vogelart

Waldrapp-Jungvogel (Geronticus eremita). Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0

Angesichts der vielen Gräueltaten der Terrormiliz ist es nur eine Randnotiz, für Naturschützer dürfte es dennoch eine traurige Nachricht sein: Die Eroberung der Oasenstadt Palmyra durch den IS könnte auch das Ende der letzten Waldrappe Syriens bedeuten.


SpON

Der “Islamische Staat” (IS) hat vor wenigen Tagen Palmyra besetzt. Meldungen zufolge werden Anhänger von Dikator Assad systematisch aufgespürt und ermordet.

Den Ruinen der antiken Oasenstadt, die zum Weltkulturerbe zählen, droht die Zerstörung.

Ein Bericht der britischen BBC zeigt also bei weitem nicht das drängendste Problem in der besetzten syrischen Stadt auf, es ist jedoch ein weiteres Beispiel für die Zerstörung, die der IS über Syrien bringt.

Die letzten Waldrappe Syriens brüteten nahe Palmyra. Drei Vögel wurden laut dem Bericht in Gefangenschaft gehalten. Nachdem ihre Betreuer wegen der Kämpfe geflohen sind, weiß man nicht, was aus ihnen geworden ist. Wo sich ein bestimmtes Waldrapp-Weibchen aufhält, ist auch unbekannt: Es geht um den einzigen Vogel, der die Reiseroute vom Brutquartier in Syrien zum Winterquartier in Äthiopien zuverlässig kennt und daher enorm wichtig ist, um die Zugvogel-Population zu erhalten.

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Aufruf: Gegen die Hexenjagd auf Peter Singer!

Wir wollen hier Peter Singers Ethik nicht im Einzelnen verteidigen – Kritik daran finden wir legitim – den Aufruf des Aktionsbündnisses ‚Kein Forum für Peter Singer‘ halten wir jedoch für niveaulos und inakzeptabel.

Die Hexenjagd auf Peter Singer ist nicht progressiv!

Dieser Aufruf versucht Peter Singers Beitrag zum (Präferenz-)Utilitarismus und zur Tierethik mit dem Vorwurf der Behindertenfeindlichkeit komplett zu negieren, rückt ihn dabei in die Nähe von Naziverbrechern und fordert schließlich, ihm das Recht auf Redefreiheit und auf die Verbreitung (offenbar aller) seiner Ideen zu entziehen (Zitat: Leute wie Peter Singer „sollten ihre Ideen nicht öffentlich verbreiten können“.) Es wird unterstellt, Singer würde Positionen vertreten, die inhaltlich in der Nähe der „Ideologie und Praxis […] des Nationalsozialismus“ anzusiedeln wären. Eine Unterstützerin des Peter-Singer-Bashings fordert: „Der Typ gehört an die wand und weg knallen. Fertig“. Wir halten das alles für reichlich überzogen. Ob man Singer einen Preis für sein Engagement für Tierleidverminderung verleihen sollte, darüber kann man streiten, aber eine emotionalisierte Hexenjagd zu veranstalten halten wir nicht für progressiv und auch nicht für links. Wir finden es ist durchaus rechtfertigbar, Veranstaltungen mit rein hetzerischer Absicht zu stören und zu verhindern – Peter Singer ist aber kein Nazi, sondern ein analytischer Moralphilosoph. Der analytischen Moralphilosophie geht es aber eben nicht einfach um politische Bekenntnisse, sondern sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch selbstverständliche Dinge zu hinterfragen. In einer Gesellschaft, die dies nicht aushält und die nicht akzeptieren kann, dass Andersdenkende ihre Meinung äußern dürfen, wollen wir nicht leben. Stattdessen muss eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Singers Ethik stattfinden, die mehr zu bieten hat, als dekontextualisierte Zitate, die vermeintlich für sich selbst sprechen. Dabei den Problemhintergrund, vor dem Singer schreibt, überhaupt nicht zu berücksichtigen, sondern mit Sätzen wie: „Wir haben ja nichts gegen Tierschutz, aber…“ abzutun, scheint uns methodisch fraglich.

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Nepal: Monströse Welle

Bodenveränderung nach Erdbeben: Blau zeigt Senkung, Rot Hebung. NASA/ ESA/ DLR/ JPL

Bodenveränderung nach Erdbeben: Blau zeigt Senkung, Rot Hebung. NASA/ ESA/ DLR/ JPL

Das schwere Erdbeben in Nepal hat das Land gewellt: Der Süden beulte aus, der Norden dellte ein. Die Veränderung des Bodens verrät einen monströsen Ruck in der Tiefe.


SpON

Die Haut, so sagt man, sei der Spiegel der Seele. Genauso zeigt das Geschehen auf dem Erdboden, was im Inneren des Planeten vorgeht. Daten des Radarsatelliten “Sentinel-1″ dokumentieren die gewaltigen Veränderungen des Bodens in Nepal nach dem schweren Erdbeben am 25. April. Die Bilder verraten kolossale Vorgänge in der Tiefe.

Das Beben war eines der schrecklichsten der vergangenen Jahrzehnte. Tausende Menschen starben unter Trümmern in Kathmandu und Umgebung, Abertausende wurden verletzt, noch mehr verloren ihre Wohnung. Mitte Mai suchte ein zweites starkes Beben die Region heim, wieder gab es viele Opfer, obwohl das Beben fünfmal schwächer war als das erste.

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The Search for Perfect Gravity

gravity

Bild: youtube/Screengrab

No matter which place space colonisation will target first – the Moon, Mars or a captive asteroid – there’s one, complex issue NASA and private contractors will have to tackle and solve first: gravity. Without a G-environment compatible with human physiology, no adventure into space is going to be of long duration.


By Stephen P. Bianchini|Serious Wonder
According to NASA, humans can withstand higher gravity than Earth, up to 4 g, while lower gravity is more problematic. Gravity itself is essential for human body – to keep muscles functioning, for example. They can vanish at a rate as high as 5% a week, as according to available data. If we look for habitats in the outer space near us, Venus is the only place with conditions close to Earth’s gravity (=0.9; too bad that the rest of the planet is so unwelcoming). Mars is the second best, with 0.38, and this is why actual planning for a Mars Colony is on the way. (The rest of the candidates are less interesting: Moon = 0.17, Titan = 0.14, Europa = 0.13, Ceres = 0.028.)  

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Wanka gegen Gentechnik-Verbot auf deutschen Äckern

Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat sich gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland ausgesprochen.


evangelisch.de

“Es ist doch absurd: In der Medizin ist Gentechnik völlig akzeptiert”, sagte Wanka der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Bei Pflanzen und Nahrungsmitteln gelte sie als verpönt.

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist in Deutschland seit Jahren umstritten. Nach Plänen der EU-Kommission soll ein Verbot in einzelnen Mitgliedstaaten künftig möglich sein. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat bereits einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, um in Deutschland flächendeckend den Anbau genetisch veränderter Pflanzen untersagen zu können

Ölförderanlage in Golf von Mexiko in Brand geraten

foto: reuters/liam mcdonnell/u.s. coast guard Auf der brennenden Ölplattform befinden sich mehr als 600.000 Liter Rohöl.

Im Golf von Mexiko ist am Freitag eine Ölförderanlage in Brand geraten. Wie die US-Küstenwache mitteilte, wurden 28 Menschen in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde demnach niemand, die Produktion wurde gestoppt.


derStandard.at

Der Küstenwache zufolge wurden Einsatzschiffe zum Unglücksort entsandt. Demnach befanden sich in Tanks auf der Plattform schätzungsweise mehr als 600.000 Liter Rohöl.

Über mögliche Belastungen für die Umwelt wurde zunächst nichts bekannt. Am 20. April 2010 war im Golf von Mexiko die Plattform “Deepwater Horizon” des Konzerns BP explodiert. Elf Arbeiter kamen ums Leben, hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Staaten wurden verseucht sowie Fischfang und Tourismus schwer geschädigt.

Astronomer Royal Martin Rees: How soon will robots take over the world?

‘We’re witnessing a momentous speed-up in artificial intelligence’: Nexi, a robot designed to express emotion Photo: David L Ryan/The Boston Globe via Getty Images

An explosion in artificial intelligence has sent us hurtling towards a post-human future, warns Martin Rees


By Martin Rees|The Telegraph

In Davos a few years ago, I met a well-known Indian tycoon. Knowing I had the title Astronomer Royal, he asked: “Do you do the Queen’s horoscopes?” I responded, with a straight face: “If she wanted one, I’m the person she’d ask.” He then seemed eager to hear my predictions. I told him that markets would fluctuate and that there would be trouble in the Middle East. He paid rapt attention to these insights. But I then came clean. I said I was just an astronomer, not an astrologer. He immediately lost all interest in my predictions. And rightly so: scientists are rotten forecasters – worse, often, than writers of science fiction.

Nevertheless, 12 years ago, I wrote a book that I entitled Our Final Century? My publisher deleted the question-mark. The American publishers changed the title to Our Final Hour – Americans seek instant (dis)gratification. My theme was this: our Earth is 45 million centuries old, but this century is special. It’s the first when one species – ours – can determine the biosphere’s fate.

In the years since, a few forecasts have somewhat firmed up: the world is becoming more crowded – and warmer. There will be about 2 billion more people in 2050, and their collective “footprint” will threaten our finite planet’s ecology unless we can achieve more efficient use of energy and land. But we can’t predict the path of future technology that far ahead. Today’s smartphones would have seemed magic even 20 years ago, so in looking several decades ahead we must keep our minds open to breakthroughs that may now seem like science fiction. These will offer great hopes, but also great fears.

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Oktopus “sieht” auch mit der Haut

An Tieren wie diesem frisch geschlüpften Kalifornischen Zweipunktkraken entdeckten Meeresbiologen die lichtempfindliche Haut. © UCSB

Sehen ohne Augen: Oktopusse nehmen auch mit der Haut Licht wahr und reagieren darauf. US-Biologen haben herausgefunden, dass die Tiere dazu dieselben Pigmente verwenden, die auch im Auge vorkommen. Wie die Tiere diesen Mechanismus in ihre beeindruckende Fähigkeit zur Tarnung integrieren, beschreiben die Forscher im “Journal of Experimental Biology”.


scinexx

Der Oktopus hat eine einzigartige Fähigkeit: Er kann nicht nur die Farbe und das Muster seiner Haut verändern, sondern auch deren Textur. Einerseits passen die Tiere sich so perfekt ihrer Umgebung an um sich zu tarnen. Die hochintelligenten Kopffüßer kommunizieren jedoch auch untereinander über diese Farbwechsel. Ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit erhalten die Oktopusse durch sogenannte Chromatophore. Diese pigmentierten Organe in der Haut reagieren auf Signale aus Augen und Gehirn des Tieres und dehnen sich aus oder ziehen sich zusammen, um das Erscheinungsbild der Haut zu verändern.

Haut “sieht” Helligkeit, aber keine Kontraste

Meeresbiologen um Desmond Ramirez von der University of California in Santa Barbara (UCSB) haben nun entdeckt, dass der Oktopus nicht völlig auf seine Augen angewiesen ist: Richteten die Biologen einen weißen Lichtstrahl auf die Haut eines Oktopus, so dehnten sich die Chromatophore an der beleuchteten Stelle aus und wechselten die Farbe. Ging das Licht aus, so nahmen sie wieder die ursprüngliche Erscheinung an.

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This rich Texas jackass murdered a black rhino and now he thinks he’s the fucking saint of conservation

Corey Knowlton – Facebook

Knowlton — the son of Texas oil executive Lary Knowlton (that would be this cartoon of a man here)– is the one who dropped a cool $350,000 at an auction last year so he could kill a rare and endangered black rhino. Why did he want to kill a rhino? Because he’s an asshole like his dad who has enough money to be able to travel around the world and practice the manly art of serial animal killing for fun.


TBOGG|Raw Story

Take a brief perusal of his Facebook photos and you will see Corey showing off a sampling of his kills in his wonderfully appointed trophy room (below) that is a subtle reminder that all of the money in the world — to say nothing of artfully-placed indirect lighting — can’t create the illusion of good taste.

Facebook- Corey Knowlton Tacky Collection

Despite attempts since last year to stop the hunt for the black rhino, the hunt went forward, the rhino was killed, and CNN was there to document it with the kind of breathless spin that most Texas families pay big bucks for when their entitled children make asses of themselves.

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Surprise: BP’s Record-Breaking Oil Spill Decimated Dolphins

A dolphin that died off the Louisiana coast in 2012. Image: Louisiana Department of Wildlife and Fisheries

A dolphin that died off the Louisiana coast in 2012. Image: Louisiana Department of Wildlife and Fisheries

Dolphins have been dying off at unprecedented rates in the Gulf of Mexico over the last five years, and a new study helps confirm what researchers suspected: the 2010 Deepwater Horizon oil spill is to blame.


By Kari Paul|MOTHERBOARD

After the 2010 disaster, which was the largest marine-based oil spill in US history, scientists documented the highest number of dead bottlenose dolphin strandings on record in the northern Gulf of Mexico, with more than 1,300 washed ashore as of May 2015.

Scientists have been investigating the unusual mortality event over the last five years to see if it can be tied to the spill. Previous research showed dolphins in heavily affected areas showed signs of adrenal and lung disease, and the most recent study, published today in PLoS One, found exposure to oil was the most significant cause for these diseases and death.

“There is no feasible alternative that could reasonably explain the timing, location, and nature of the increase in deaths,” Dr. Stephanie Venn-Watson, veterinary epidemiologist at the National Marine Mammal Foundation and the study’s lead author, said of the oil spill.

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13 Teraelektronenvolt: LHC – Teilchenbeschleuniger schafft Weltrekord

Bild aus der Bauzeit des LHC. ©CERN

Bild aus der Bauzeit des LHC.
©CERN

13 Teraelektronenvolt – noch nie sind bei einem Experiment Teilchen mit solcher Wucht aufeinandergeprallt wie jetzt am Europäischen Kernforschungszentrum Cern.


SpON

Sechs Wochen nach dem Neustart prallen im größten Teilchenbeschleuniger der Welt Protonen mit bislang unerreichter Energie aufeinander. In der Nacht zum Donnerstag erreichte der Large Hadron Collider (LHC) in Genf den Rekordwert von 13 Teraelektronenvolt (TeV) – nahezu doppelt so viel wie bisher.

Allerdings handelte es sich zunächst um Testkollisionen und noch nicht um Experimente zur Suche nach unbekannten Elementarteilchen, wie das Europäische Kernforschungszentrum (Cern) am Donnerstag mitteilte.

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