Archiv der Kategorie: Umwelt

Austern sind Norovirus-Reservoir

Rohe Austern gelten als Delikatesse, doch Vorsicht: Die Schalentiere sind ein Reservoir des unangenehmen Norovirus. © FreeImages.com / Simon Wong
Delikatessen als Infektionsrisiko: Wer rohe Austern liebt, kann sich leicht Noroviren einhandeln. Denn Schalentiere dienen dem Virus als Reservoir, wie chinesische Wissenschaftler herausgefunden haben. Fast alle von kontaminierten Austern ausgelösten Epidemien des Virus gehen demnach auf Virenstämme zurück, die ursprünglich aus dem Menschen stammen. Austern und auch andere Muscheln sollte man daher nur gut durchgegart verspeisen, raten die Forscher.

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Noroviren sind hartnäckig und unangenehm: Sie verursachen beim Patienten Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Außerdem sind sie äußerst ansteckend und können sich rasend schnell ausbreiten. Übertragen werden sie vor allem durch den Menschen: Ausscheidungen, ungewaschene Hände und kontaminierte Lebensmittel sind die häufigsten Ansteckungsrouten. Vor allem Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Pflegeheime sind durch Norovirus-Epidemien gefährdet.

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Exotischer Teilchenzustand gibt Rätsel auf

Blick in einen geöffnetten Magneten des COMPASS-Experiments am CERN © CERN
Physikalisches Rätsel: Forscher des CERN haben im Teilchenbeschleuniger ein unbekanntes Teilchen entdeckt. Noch ist unklar, ob es sich um eine exotische Kombination aus zwei Mesons oder ein Partikel aus vier Quarks handelt. Klar ist dagegen, dass bisherige theoretische Erklärungen das Verhalten dieses Teilchens nicht ausreichend beschreiben. Ein Physiker bezeichnete es daher als “neues Mitglied im Club der bisher unerklärten Zustände”.

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Quarks sind die fundamentalen Bausteine der Materie, aus ihnen bestehen alle Atomkerne und viele weitere Teilchen. Die sechs Quarksorten und ihre Antiteilchen verbinden sich dabei mit Vorliebe zu Zweier- oder Dreierpaaren: Die Neutronen und Protonen im Atomkern bestehen aus jeweils drei Quarks. Die Mesonen, instabile Zerfallsprodukte schwererer Teilchen, bestehen dagegen aus einem Quark und einem Antiquark.

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Plastikmüll bedroht bald alle Meeresvögel

Diese Plastikteile steckten im Verdauungstrakt eines toten Seevogels. © Britta Denise Hardesty
Tod durch Plastik – dieses Schicksal könnte bis 2050 fast allen Meeresvögeln drohen. Denn wie Forscher ausrechneten, werden 99 Prozent aller Seevogelarten dann mehr oder weniger regelmäßig Kunststoffpartikel oder -objekte verschlucken. Besonders stark betroffen sind schon heute Vogelarten im Pazifik und an der Grenze zum Südpolarmeer, wie die Forscher im Fachmagazin “Proceedings of the National Academy of Sciences” berichten.

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Schon jetzt verseucht unser Plastikmüll die Meere bis in die entlegensten Gebiete hinein: Selbst in der Tiefsee und in küstenfernen Gebieten der Ozeane haben Forscher Reste von Fischernetzen, Plastiktüten oder Mikroplastik-Partikel nachgewiesen. Mehr als fünf Billionen Kunststoffpartikel schwimmen weltweit in den Meeren.

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Fahndung auf der Autobahn: Tigermücke gesucht

Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopicta, syn. Aedes albopictus) Bild: wikimedia.org/PD
In Katalonien werden Autos durchsucht, um die Ausbreitung der gefährlichen Mücke zu verhindern, die schon in Deutschland angekommen ist

Von Ralf Streck|TELEPOLIS

Die gefährliche Tigermücke breitet sich über Spanien weiter nach Nordeuropa aus. Die Klimaveränderungen bereiten auch ihr den Weg. Als Transportmittel benutzen die Mücken auch das Auto, wie spanische Wissenschaftler vermuten. Die Mücken fahren scheinbar als blinde Passagiere mit, denn eigentlich bleibt sie während ihres Lebens innerhalb eines Umkreises von 500 Metern. In Spanien wurde die Mücke, die unter anderem sowohl den Dengue- als auch den Chikungunya-Virus übertragen kann, erstmals 2004 in der katalanischen Metropole Barcelona festgestellt.

Von dort aus breitet sie sich seither über die gesamte Mittelmeerküste aus. Der Nachweis gelang auch mit “Tigatrapp”. Mit der Handyanwendung konnten im ganzen Land Orte der Fortpflanzung festgestellt werden. Die Gesundheitsbehörde von Barcelona bläst längst zur Jagd auf die “mosquitos tigre”. Über das Projekt “Atrapaeltigre” (Fange die Tigermücke) werden auch die Daten der Handy-App ausgewertet. Die Wissenschaftler haben darüber hinaus auch festgestellt, dass bei der Ausbreitung der gefährlichen Tigermücke die Autobahn A-7 an der Mittelmeerküste eine enorme Bedeutung hat.

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Fehlgeleitete Galileo-Satelliten für Forschungsmission freigegeben

Galileo-Satellit. Bild: timeandnavigation.si.edu
Als im August 2014 bekannt wurde, dass die Galileo-Satelliten 5 und 6 nicht die vorgesehene Höhe erreichten, erkannte Claus Lämmerzahl, geschäftsführender Direktor des Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen, darin sofort einen möglichen Glücksfall für seine Forschungen zu Einsteins Relativitätstheorie. Inzwischen hat er vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Genehmigung und Unterstützung für sein „scientific recycling“-Projekt erhalten und beginnt im Oktober 2015 mit der wissenschaftlichen Auswertung der Galileo-Daten.

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Falsche Umlaufbahn

„Milena“ und „Doresa“ waren ursprünglich dafür konzipiert, die Erde in 23.000 Kilometern Höhe zu umkreisen und als Teil des europäischen GPS-Systems hochpräzise Navigationsdaten zu liefern. Aufgrund von eingefrorenen Treibstoffleitungen auf der russischen Trägerrakete SOJUS wurden die beiden Satelliten statt auf der geplanten Kreisbahn auf einer elliptischen Umlaufbahn ausgesetzt und sind folglich für diesen Zweck nicht mehr geeignet.

Da ihr Abstand zur Erde regelmäßig zwischen 17.500 und 25.000 Kilometern variiert, lassen sich die von den Satelliten gespeicherten Zeitdaten allerdings hervorragend zur Untersuchung der sogenannten gravitativen Rotverschiebung verwenden. Die Rotverschiebung ist eine der zentralen Vorhersagen der von Albert Einstein vor 100 Jahren aufgestellten Allgemeinen Relativitätstheorie. Sie besagt, dass Gravitation – in diesem Fall die Erdanziehungskraft – die Zeit beeinflusst. Das bedeutet, dass eine Uhr, die an der Spitze eines hohen Turms angebracht ist, aufgrund der dort schwächeren Gravitation schneller läuft als eine Uhr am Fuße desselben Turms.

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Gut 1.500 Minerale warten noch auf Entdeckung

Rhodochrosit ist ein ziemlich häufiges Karbonatmineral. © Robert Downs
Einzigartiger Reichtum: Forscher schätzen, dass es auf der Erde noch mindestens 1.500 unentdeckte Minerale gibt. Und das, obwohl schon rund 5.000 Mineralvarianten bekannt sind. Aber nicht nur das: Die mineralogische Vielfalt unseres Planeten könnte sogar einzigartig im Universum sein. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass genau dieser Bestand woanders vorkommt, ist verschwindend gering, wie die Wissenschaftler ausrechneten.

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Den Mineralreichtum unseres Planeten gab es nicht von Anfang an: Als unser Sonnensystem entstand, kreisten im Staub der Urwolke wahrscheinlich nur rund ein Dutzend verschiedener Minerale. Erst im Laufe der Erdgeschichte sorgten geologische Prozesse wie Vulkanismus und Plattentektonik, aber auch Wechselwirkungen von Wasser und Gestein dafür, dass sich die Elemente zu immer neuen kristallinen Verbindungen kombinierten.

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Tabak-Studie: Raucher sind billiger

Rauchen kostet Frauen im Schnitt sieben Lebensjahre. Foto: REUTERS
Rein finanziell betrachtet profitiert die Gesellschaft vom Rauchen – zu diesem Schluss kommen zwei Wissenschafter. Die Mehrausgaben wegen des Rauchens seien deutlich kleiner als die „Einsparungen“ durch verkürzte Leben.

Von Timot Szent-Ivanyi|Frankfurter Rundschau

Raucher sind bedauernswerte Zeitgenossen. Sie sind Gefangene ihrer Sucht, haben gelbe Zähne, sind häufiger krank und sterben früher. Zudem wird ihnen – untermauert durch zahlreiche Studien – immer wieder der Vorwurf gemacht, durch ihre ungesunde Lebensweise die Sozialsysteme zu schädigen. Aber stimmt das überhaupt? Zwei Wissenschaftler haben für Deutschland alle Be- und Entlastungen bestimmt und zusammengerechnet, die durch Raucher entstehen. Das Ergebnis: Rein finanziell betrachtet profitiere die Gesellschaft enorm vom Rauchen.

Ausgangspunkt der Untersuchung von Florian Steidl und Berthold Wigger vom Karlsruher Institut für Technologie war die Frage, ob die Tabaksteuer mit Einnahmen von rund 14 Milliarden Euro jährlich die Kosten, die durch Raucher entstehen, tatsächlich deckt. Ausgehend von dem Basisjahr 2011 bestimmten die Autoren die bis zum Tode aller Altersgruppen entstehenden Kostenunterschiede zwischen der rauchenden und der nichtrauchenden Bevölkerung.

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Spitzbergen: Die nördlichste Kirche der Welt

Die Svalbard Kirke am Rande von Longyearbyen auf Spitzbergen (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
In Longyearbyen auf Spitzbergen hat sich eine verschworene Gemeinschaft aus Seeleuten, Wissenschaftlern, Minenarbeitern, Verwaltungsangestellten und Künstlern aus aller Herren Länder zusammengefunden. Hier steht auch die nördlichste Kirche der Welt, sie ist offen für alle christlichen Konfessionen.
 

Von Harald Brandt|Deutschlandfunk

78°13’32” Nord. Longyearbyen, Spitzbergen. Die Norweger nennen die Inselgruppe in der nördlichen Barentssee Svalbard, “kühle Küste”.

In der kleinen Kirche im ältesten Ortsteil von Longyearbyen hat Pfarrer Leif Magne Helgesen gerade ein Kind getauft und zum Abschluss des Gottesdiensts singt er mit den beiden anderen Mitgliedern des Svalbard Kirkes Trio ein Lied. Danach gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal, der sich wie ein gemütliches Wohnzimmer direkt an den Kirchenraum anschließt. Die Kirche ist immer offen, auch wer um drei Uhr morgens hier beten, meditieren oder einfach nur in Ruhe am Kamin sitzen und ein Buch lesen will, kann das tun.

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Gelée Royale: Was Bienen zu Königinnen macht

Herrscherin. Eine Brutwabe mit mehreren Bienen und ihrer Königin, die mit einem roten Punkt markiert ist. – Foto: dpa
Arbeiterin oder Königin? Darüber entscheidet das Futter. Eine Spezialdiät verhindert die “chemische Kastration”, haben Biologen festgestellt.

Von Sascha Karberg|DER TAGESSPIEGEL

Ob aus einer Bienenlarve eine gewöhnliche Arbeiterin oder eine Königin wird, entscheidet das Futter: Königinnen werden mit einem Sekret namens „Gelee Royal“, Arbeiterinnen hingegen zusätzlich mit Honig und Pollen aufgezogen. Forscher der Universität von Illinois in Urbana-Champaign haben nun den Stoff gefunden, der den entscheidenden Unterschied in den Diäten macht: p-Coumarsäure. Diesen pflanzlichen Sekundarstoff fand das Team um Wenfu Mao in großen Mengen im Pollen, jedoch nicht im Gelée Royale. Larven, die für eine Karriere als Königin vorgesehen sind, werden offenbar gezielt vor dieser Säure geschützt.

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Mars-Experiment: Sechs Menschen leben ein Jahr in Isolation

Bild: (c) University of Hawaii
Drei Männer und drei Frauen ließen sich unter einer Kuppel im US-Bundesstaat Hawaii einschließen.

Die Presse

Ein Jahr lang Wohnen auf engem Raum, wenig Kontakt zur Außenwelt und Dosenessen – dafür haben sich sechs Menschen aus den USA, Deutschland und Frankreich zur Vorbereitung einer bemannten Mars-Mission entschlossen. Die Teilnehmer, drei Männer und drei Frauen, ließen sich am Freitag um 15.00 Uhr Ortszeit (Samstag 03.00 Uhr MESZ) unter einer Kuppel im US-Bundesstaat Hawaii einschließen.

Ziel des Experiments der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist es, abgeschieden von der Außenwelt die Bedingungen einer Mars-Mission zu simulieren.

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Thousands of walruses again forced ashore by melting Arctic sea ice are still all the proof we need that the planet is in crisis

In this aerial photo taken on Sept. 23, 2014 and released by NOAA, some 1500 walrus are gather on the northwest coast of Alaska. Pacific walrus looking for places to rest in the absence of sea ice are coming to shore in record numbers, according to NOAA. (AP Photo/NOAA, Corey Accardo)
This year’s Alaska haul-out is the earliest on record
 

By Lindsay Abrams|Salon

They’re back.

In what just might become one of our loudest, annual reminders that climate change is still happening, and at a frightening pace, thousands of walruses have once again gathered ashore in Alaska because they have nowhere else to go.

The haul out, a result of extreme loss of ice in the Chukchi sea, on which the animals would typically rest and feed, made headlines last year when the National Oceanic and Atmospheric Administration released photos of a record 35,000 animals gathered ashore. This year, they were spotted by photographer Gary Braasch on August 23, making this, the U.S. Geological Survey confirmed, the earliest haul-out on record. (While haul-outs may have occurred in the past, the agency only began tracking them in 2007; they didn’t occur in 2008 or 2012.)

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Verstoß gegen das Standardmodell?

Leptonen-Spuren im LHCb-Detektor am CERN © CERN/ LHCb Collaboration
Zum zweiten Mal haben Physiker Hinweise auf einen Verstoß gegen das Standardmodell gefunden. Bei Kollisionen im Teilchenbeschleuniger LHC zerfielen zwei verschiedene Sorten von Leptonen nicht mit der gleichen Rate, obwohl die sogenannte Leptonen-Universalität des Standardmodells dies fordert. Noch reicht die Signifikanz der Abweichungen nicht für einen sicheren Beweis aus, aber den gleichen Effekt hat zuvor bereits ein US-Beschleuniger bei anderen Kollisionen gezeigt.

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Die Elektronen unserer Atome, aber auch kurzlebige Teilchen wie die Tau-Leptonen und die Myonen, gehören zu den Leptonen – Elementarteilchen, die wie Quarks und Bosonen die Grundbausteine der Materie bilden. Nach dem Standardmodell der Teilchenphysik müssten alle Leptonen auf die gleiche Weise mit den Grundkräften des Universums interagieren. Man bezeichnet dies auch als Lepton-Universalität.

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Zitronensäure schützt vor Noroviren

(Photos by Clark / Flickr / cc-by-nc-2.0)

Citrat bindet die ansteckenden Viren und verhindert die weitere Infektion. Das könnte die Zitrone als geeignetes Desinfektionsmittel prädestinieren.

Von Jennifer Lepies|Technology Review

Durch Zufall entdeckte Grant Hansman, dass Zitronensäure aus dem Chemikalienhandel Noroviren binden kann. Der Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg fragte sich: Kann das Hausmittel Infektionen vielleicht auch mit dem extrem ansteckenden Durchfall-Erreger verhindern? In einer neuen Veröffentlichung im Fachmagazin Virology erklären die Forscher um Hansman nun, dass genau dies der Fall ist: Die Säure der Zitrusfrucht reduziert die Infektionsfähigkeit der Viren. Sie könnte somit als gut verträgliches Desinfektionsmittel in Frage kommen.

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Wie sähe ein Tsunami im Mittelmeer aus?

Simulation der Flutwellen eines Tsunamis nach einem Erdbeben südwestlich von Kreta. © Samaras et al., Ocean Science, 2015 (CC-by-sa 3.0)
Land unter am Mittelmeer? Ein Computermodell zeigt, welche Folgen ein Tsunami in den Erdbebenregionen des Mittelmeeres haben würde. Die Küsten von Sizilien und Kreta sind demnach im Falle eines Seebebens von Überflutungen bedroht. Das Modell soll zukünftig bei der Vorbereitung auf katastrophale Tsunamis nach starken Erdbeben helfen, schreiben die Forscher im Fachjournal “Ocean Science”.
 

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Der Mittelmeerraum ist Erdbebenregion: Vor allem auf Sizilien und den griechischen Inseln bebt der Untergrund häufiger. Ursache ist der langsame Zusammenprall zweier großer tektonischer Platten: Die Afrikanische Platte schiebt sich stetig unter die Eurasische Platte. Im Mittelmeer entsteht dabei ein ganzes Netz von Verwerfungen und Grenzen, die noch nicht vollständig bekannt sind. Klar ist aber, dass es gelegentlich rumpelt – und manchmal kommt es auch zu ausgeprägten Starkbeben.

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NASA Is Fully Prepared to Watch the Oceans Swallow Earth

Scientists study melting ice sheets. Image: NASA/Goddard
Scientists study melting ice sheets. Image: NASA/Goddard
At this point, there is unanimous scientific consensus that sea levels are globally rising as a result of climate change. But how fast are oceans advancing? How much damage can rising sea levels do? And most importantly, what can we do to slow this literal tide?

By Becky Ferreira|MOTHERBOARD

This week NASA addressed its approach to these questions, with particular emphasis on monitoring and responding to Earth’s rising oceans. Here’s the rundown of what the panelists said.

Sea levels are currently rising more rapidly than they were 50 years ago, at about three millimeters a year on average.

Michael Freilich, director of NASA’s Earth Science Division, pointed out that this trend has already disrupted millions of people, and will continue to pose significant problems for low-lying cities like Miami, San Francisco, and Tokyo.

A few millimeters may not seem like a lot, but when you consider the sheer volume of new water it represents around the world, the effects quickly add up. For example, rising seas have already intensified coastal flooding in the United States, and will wipe out entire island nations over the coming decades.

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Das Hologramm auf dem Ereignishorizont

Schwarzes Loch: Gibt es doch eine Wiederkehr für eingesaugte Information? © Alain r/ CC-by-sa 2.5
Schwarzes Loch mit Wiederkehr? Nach Ansicht des Physikers Stephen Hawking kann Information aus einem Schwarzen Loch doch wieder zurückkommen – weil sie gar nicht vollständig in dessen Innerem verschwindet. Stattdessen bleibt am Ereignishorizont eine Art zweidimensionales Hologramm zurück, so die neue Theorie des Physikers. Mit der Hawking-Strahlung gelangt die Information dann wieder ins All – wenn auch in unleserlicher Form.
 

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Schwarze Löcher galten bisher als Ort ohne Wiederkehr: Haben Licht, Materie oder Information einmal den Ereignishorizont passiert, sind sie unwiderbringlich verloren. Diese gängige Annahme der klassischen Physik widerspricht jedoch der Quantenmechanik, nach der Information nie gänzlich verloren gehen kann. Wie sich beides vereinbaren lässt, darüber diskutieren Physiker daher schon seit Jahrzehnten.

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Nasa warnt vor extremem Anstieg des Meeresspiegels

klimawandel

Ein Szenario wie im Katastrophenfilm: Neuen Nasa-Daten zufolge sollen im kommenden Jahrhundert Florida, Tokio und Singapur im Meer versinken. Grund ist der Klimawandel – der schon jetzt messbar sei.

DIE WELT

Ein Anstieg des Meeresspiegels um mindestens einen Meter ist neuen Forschungsdaten zufolge in den kommenden 100 bis 200 Jahren unvermeidlich. Damit drohten niedrig gelegene Landstriche, darunter ganze Inselstaaten und Großstädte wie Tokio und Singapur, zu versinken, sagte der Leiter der Abteilung für Erderforschung der US-Weltraumbehörde Nasa, Michael Freilich, am Mittwoch in Miami.

“Mehr als 150 Millionen Menschen, die meisten von ihnen in Asien, leben maximal einen Meter oberhalb des gegenwärtigen Meeresspiegels”, führte der Wissenschaftler aus.

Freilich stellte neue Satellitendaten zu der Entwicklung des Meeresspiegels vor. Die Nasa und die französische Weltraumbehörde CNES hatten 1992 mit den Messungen aus dem All begonnen.

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The Nations That Will Be Hardest Hit By Water Shortages by 2040

Water access is going to be one of the most pressing issues of the 21st century. As climate change dries out the already dry areas and makes the wet ones wetter, we’re poised to see some radical civilizational shifts.

By Brian Merchant|MOTHERBOARD

For one, a number of densely populated areas will come under serious water stress—which analysts fear will lead to strife, thirst, and even violent conflict. With that in mind, the World Resource Institute has assembled a new report projecting which nations are most likely to be hardest hit by water stress in coming decades.

The nations most likely to be hit by severe and continuous water shortages by 2040 include Bahrain (which will be the single most water-stressed), Israel, Palestine, Spain, and Chile.

“Fourteen of the 33 likely most water stressed countries in 2040 are in the Middle East,” according to WRI’s analysis, “including nine considered extremely highly stressed with a score of 5.0 out of 5.0: Bahrain, Kuwait, Palestine, Qatar, United Arab Emirates, Israel, Saudi Arabia, Oman and Lebanon.”

WRI says that the region is probably the “least water-secure in the world” and currently relies largely on groundwater withdrawals and desalinated seawater to quench its population’s thirst. The Institute says the Middle East faces “exceptional water-related challenges for the foreseeable future.” Saudi Arabia, for instance, is currently planning on surviving nearly entirely on imported water by just next year.

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Zwergplanet Ceres: Pyramidenförmiger Berg gesichtet

Zwergplanet Ceres: Bilder der Raumsonde “Dawn” von dem pyramidenförmigen Berg. / Bild: (c) Imago (ZUMA Press)
Die Raumsonde “Dawn” liefert mit ihren Bildern neue Details von der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres und lässt Wissenschafter rätseln.

Die Presse

“Einiges, was wir sehen, haben wir so noch nirgendwo sonst im Sonnensystem entdeckt”, erklärte Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Fragen wirft beispielsweise ein pyramidenförmiger Berg auf.

Unklar sei unter anderem, woher seine hellen Streifen stammen, so die Forscher. Die Raumsonde “Dawn” sei mittlerweile nur noch 1470 Kilometer von der Oberfläche von Ceres entfernt, erklärte das DLR. Damit ist die Raumsonde nun deutlich näher an dem Zwergplaneten dran, als noch im vorhergehenden Beobachtungsorbit von 4400 Kilometern.

Die Bilder zeigen daher neue Details. Die Mission steht unter Leitung der US-Weltraumbehörde NASA.

Mysteriöses “Sprite”-Phänomen eingefangen

Rotes Sprite über einem Gewitter, im Vordergrund die Lichter der texanischen Großstadt Dallas © NASA/JSC
Rätselhafte Leuchterscheinungen: Astronauten der Internationalen Raumstation ISS haben eines der noch immer mysteriösen Phänomene unserer Atmosphäre eingefangen – Sprites. Diese rötlichen, Dutzende Kilometer großen Lichtbüschel flackern in rund 80 Kilometer Höhe auf, erscheinen aber nur über starken Gewittern. Warum sie nur manchmal entstehen und was in ihnen vorgeht, ist bis heute ungeklärt.

scinexx

Sie sind ein ebenso seltenes wie schwer einzufangendes Phänomen: “Sprites” oder Koboldblitze ereignen sich in 80 bis 100 Kilometern Höhe oberhalb von Gewitterwolken. Wenn es unten blitzt, finden oben, in der Mesosphäre, unter bestimmten Bedingungen ebenfalls starke Entladungen statt. Dann flackert für maximal 20 Millisekunden ein meist rötliches Leuchten auf. Doch warum sie entstehen und was ihre Form bestimmt, ist bisher rätselhaft.

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