„Atemnot“ im Sankt-Lorenz-Golf

Der Nordwest-Atlantik vor der Mündung des Sankt-Lorenz-Stroms verliert Sauerstoff. Schuld daran sind Klimawandel und und Meerströmungen.© Mariona Claret/ University of Washington Zoom Washington
Verlagerte Strömungen: Das Meeresgebiet an der Mündung des Sankt-Lorenz-Stroms in Kanada leidet unter zunehmender „Atemnot“. Der Sauerstoffgehalt des Meerwassers ist hier doppelt so schnell gesunken wie im Rest des Nordatlantiks. Der Grund dafür: Der kalte, sauerstoffreiche Labradorstrom hat sich durch den Klimawandel abgeschwächt, dafür dringt der warme Golfstrom immer weiter nach Norden vor, wie Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“ berichten.

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Der Sauerstoffschwund der Ozeane bereitet Forschern schon länger Sorgen, denn in vielen Meeresgebieten breiten sich sich sauerstoffarme „Todeszonen“ immer weiter aus – unter anderem im Indischen Ozean, im Schwarzen Meer, im Golf von Oman und vor der US-Küste, aber auch in der Ostsee und sogar auf dem offenen Atlantik. Als Ursachen dafür gelten die Erwärmung des Meerwassers durch den Klimawandel, aber auch der Einstrom von Nährstoffen.

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Feinstaub gelangt bis in die Plazenta

Ruß und Feinstaub aus der Luft gelangen über das Blut bis in die Plazenta von Schwangeren – und so auch in das ungeborene Kind. © janulla/ thinkstock
Belastung im Mutterleib: Erstmals haben Forscher nachgewiesen, dass Rußpartikel aus der Luft bis in die Plazenta von Schwangeren gelangen können. Das könnte erklären, wie und warum Feinstaub schon bei ungeborenen Kindern Gesundheitsschäden versuchen kann. Die Wissenschaftler wiesen die Schadstoffpartikel in Fresszellen des Mutterkuchens nach. Ihrer Ansicht liegt es nahe, dass der Ruß von dort auch in den Körper des Kindes gelangt.

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Feinstaub aus Ruß und anderen Partikeln ist längst ein weltweites Problem, dem bis zu 4,5 Millionen Menschen jährlich zum Opfer fallen könnten. Denn die winzigen Partikel dringen tief in die Lunge ein und können Krebs und Asthma, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Studien belegen zudem, dass selbst Ungeborene durch die Belastung der Mutter beeinträchtigt werden: Sie werden früher geboren und leiden später häufiger unter Atemwegsproblemen.

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Arktis: Weniger Meereis als im Vorjahr

Offenes Meer statt dickem Eis: Meereis nördlich von Grönland © Alfred-Wegener-Institut
Der Eisschwund hält an: Die Ausdehnung des arktischen Meereises ist erneut geschrumpft, wie aktuelle Satellitenmessungen belegen. Demnach ist die Eiskappe über dem Nordpol momentan nur noch 4,4 Millionen Quadratkilometer groß – das ist weniger als 2017 um die gleiche Zeit. Vor allem die Nordostpassage war in diesem Sommer nahezu eisfrei. Das Meereis-Minimum erreicht damit 2018 den sechstkleinsten Wert seit Beginn der Messungen, wie Eisforscher berichten.

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Alljährlich zum Sommerende im September erreicht das arktische Meereis seine kleinste Ausdehnung – und nahezu jedes Jahr bleibt weniger von der nordpolaren Eiskappe übrig. Kein Wunder: Der Klimawandel bringt immer neue Wärmerekorde und heizt gerade die Arktis überproportional stark auf. Als Folge beobachten Forscher sogar schon im Februar 2018 einen neuen Rekord-Eisschwund des arktischen Meereises.

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Kohlekommission: Angedeuteter Kompromiss schlägt hohe Wellen

Ein riesiger Schaufelradbagger baut Kohle im Tagebau ab. Foto: dpa
Der über einen Medienbericht angedeutete Kompromiss der Kohlekommission zum Ausstieg aus der Braunkohle hat in Ostdeutschland viel Kritik hervorgerufen.

Kölner Stadt-Anzeiger

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) forderte Aufklärung zur Arbeit der Kohlekommission. Das Gremium sei obsolet, wenn es Vorfestlegungen gebe, sagte der Regierungschef am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Die Arbeit der Kommission hat nur einen Sinn, wenn sie an Fakten orientiert ist und ergebnisoffen.“

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) lehnt derzeit eine Diskussion über konkrete Daten für den Kohleausstieg strikt ab. „Wir sind überhaupt nicht bereit, über Ausstiegsdaten zu reden, solange nicht klar ist, wie das Gesamtkonzept aussieht“, sagte Haseloff der dpa.

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Jedes Jahr sterben Millionen Vögel durch Stromleitungen und Windkraftanlagen

Vögeln können sowohl Stromleitungen wie auch Windturbinen gefährlich werden. (Jean-Christophe Bott / Keystone)
Die Verluste durch Stromschläge und Kollisionen lassen sich mindern. Und gerade Offshore-Anlagen können sogar als neue Habitate dienen – allerdings mit noch unbekannten Folgen für die Ökosysteme.

Katharina Dellai-Schöbi | Neue Zürcher Zeitung

Zoé wurde nur ein halbes Jahr alt. Die in Rheinfelden geborene Störchin wurde 2016 in Marokko unter einem Freileitungsmast gefunden. Tod durch Stromschlag, vermutet man bei der Gesellschaft Storch Schweiz. Ein Schicksal, das auch den unzähligen anderen Zugvögeln droht, die zurzeit wieder unterwegs in ihre Winterquartiere sind. Strommasten und Freileitungen dienen ihnen als Schlafplätze, als Warten – oder werden zur tödlichen Falle. Auch bei Windturbinen kommt es häufig zum sogenannten Vogelschlag. Weltweit dürften so jedes Jahr Millionen von Vögeln wegen Stromleitungen und Windkraftanlagen verenden. Verschiedene Massnahmen können hier aber die Verluste verringern. Und insbesondere Offshore-Windparks könnten für manche Arten sogar auch Vorteile haben.

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Nach dem Juncker-Deal mit Donald Trump: Schleusen auf für Fracking-Gas

Flüssigerdgastank in Massachusetts. Bild: Fletcher6 / CC BY-SA 3.0
Die Bundesregierung unterstützt den Bau von LNG-Terminals in Deutschland und Kanada. Die sind weder klimapolitisch noch wirtschaftlich sinnvoll, aber nützlich im Handelskrieg mit der Trump-Regierung

Malte Daniljuk | TELEPOLIS

Bei seiner Rede zur Lage der Union versuchte Jean-Claude Juncker am Mittwoch alle negativen Entwicklungen der letzten Jahre auszublenden. Der Kommissionspräsident richtete sich in dieser Funktion ein letztes Mal an das Europäische Parlament. Währenddessen tagen in Brüssel die Experten und versuchen im Hintergrund, die grundsätzlichen transatlantischen Differenzen beizulegen.

Nach Junckers Besuch in Washington bleiben der EU nur 120 Tage, um etwa die von Trump angedrohten Auto-Strafzölle abzuwenden.

Ende Juli hatte Jean-Claude Juncker in den USA zugesagt, dass die EU-Staaten demnächst mehr verflüssigtes Erdgas (LNG) aus Nordamerika einführen werde. Brisant ist diese Zusage vor allem deshalb, weil in den USA vor allem mithilfe von Fracking gefördert wird.

Wissenschaftler sind sich einig, dass die klimaschädlichen Emissionen bei der Fracking-Förderung und der LNG-Verflüssigung deutlich über denen der konventionellen Förderung und dem Pipeline-Transport liegen. Zu diesem Ergebnis kommen nicht zuletzt die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages.

Der Trump-Juncker-Plan widerspricht also direkt den in Paris festgelegten Klimazielen der EU. Schon in den vergangenen Jahren nahm der Import von Fracking-Gas aus den USA nach Europa erkennbar zu.

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Brandenburg will zurück in die Vergangenheit: Braunkohlemann als Wirtschaftsminister

Aktivisten von Ende Gelände außerhalb (vorne) und innerhalb des Geländes der RWE Power AG (hinten) im November 2017. Bild: Ende Gelände / CC BY-SA 2.0
Die Energie- und Klimawochenschau: Klimawandel bedeutet mehr Hunger. Die Regierung steht auf der falschen Seite; RWE verteidigt sein Recht auf Luftverschmutzung und Klimazerstörung

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Die Weltorganisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO hat einen neuen Report veröffentlicht. Im dritten Jahr in Folge sei die Zahl der hungernden Menschen angestiegen. 821 Millionen Menschen, etwa 10,9 Prozent der Weltbevölkerung, waren 2017 unterernährt. Im Vorjahr waren es noch 804 Millionen. Gegenüber dem Tiefstand von 2014 war das eine Zunahme von rund 37 Millionen Menschen.

Als Ursachen für diesen Anstieg listet die FAO kriegerische Konflikte, ökonomische Krisen und inzwischen auch Wetterextreme auf. Die britische Zeitung Guardian zitiert in diesem Zusammenhang UN-Ökonomen, die von einem „frühen Warnruf“ sprechen. Durch Wetterextreme verursachter Hunger sei auch in Ländern zu beobachten, in denen es keine sonstigen Krisen gäbe.

„Alarmierend an unserer Analyse ist, dass jetzt auch Klimavariabilität und -extreme zum Anstieg des Hungers beitragen“, gibt das Blatt die Einschätzung der Herausgeberin des Berichts, Cindy Holleman, wieder. Gemeint sei nicht nur Hunger im Zusammenhang mit Notfällen, sondern auch der chronische Hunger.

Die Anstrengungen, die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelversorgern robuster und weniger anfällig für die zunehmenden Wetterkapriolen zu machen, müssten daher verstärkt werden.

Wir stehen am Beginn einer sehr ernsten Situation. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Hunger in der Welt bis 2030 zu beenden. Doch das werden wir nur erreichen, wenn wir die neuen Herausforderungen angehen und diese neuen Herausforderungen heißen Klimavariabilität und -extreme.

Cindy Hollemann, FAO

Hunger sei vor allem in Ländern häufig, wo ein hoher Anteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhänge und diese besonders anfällig für Temperaturschwankungen und schwere Dürren ist. Probleme seien im letzten Jahr steigende Temperaturen in Agrarregionen gewesen, die die Erträge beeinträchtigten. Auch haben sich Niederschlagsmuster verschoben und in den letzten 20 Jahren habe sich die Zahl der Wetterkatastrophen wie Stürme, Überschwemmungen und Dürren verdoppelt.

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Kommt der nächste El Niño?

Noch Ende dieses Jahres könnte dem Pazifikraum ein neuer El Niño bevorstehen. © NASA/SVS
Wärmeschub im Pazifik: Schon gegen Ende dieses Jahres könnte dem Pazifikraum der nächste El Niño bevorstehen. Die World Meteorological Organization (WMO) prognostiziert mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit den Beginn dieses Klimaereignisses noch in den nächsten Monaten. Zwar werde dieser El Niño wohl nicht ganz so stark ausfallen wie der von 2015/2016, dennoch sei mit schwerwiegenden Folgen zu rechnen, berichten die Forscher.

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Der El Nino ist, gemeinsam mit seiner „kalten Schwester“ La Nina, ein alle paar Jahre wiederkehrendes Klimaphänomen im Pazifik. Bei einem El Nino erwärmt sich die Meeresoberfläche im äquatorialen Pazifik stärker als normal, gleichzeitig schwächen sich die Passatwinde ab. Als Folge wird die normalerweise kalte Meeresströmung vor der Westküste Mittel- und Südamerikas blockiert und großräumige Luftströmungen ändern sich – mit Folgen für das Klima weltweit.

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New Zealand’s oldest oak tree dies at Waimate North

New Zealand’s oldest oak tree came crashing down on Sunday in a paddock at Waimate North. Photo / Peter de Graaf
New Zealand’s oldest oak tree has died at the grand old age of 194.

Peter de Graaf | nzherald

The old oak, in Northland, survived fire, witnessed the emergence of one of New Zealand’s first mission stations and the country’s first European-style farm, lived through the Northern Wars, and was admired by the naturalist Charles Darwin.

Last Sunday, however, a gust of wind proved too much for the venerable old oak, which came crashing down in a paddock at Waimate North, 15km north east of Kaikohe.

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Kühe übertragen Krankenhauskeime

Kühe sind offenbar eine wichtige Quelle gefährlicher MRSA-Stämme. © Universität Helsinki
Risiko Rind: Kühe können offenbar resistente MRSA-Bakterien übertragen. Wie Genanalysen zeigen, befallen die Erreger seit Jahrtausenden nicht nur Menschen, sondern auch Nutztiere – und springen immer wieder zwischen unterschiedlichen Wirten hin und her. Bei solchen Wirtswechseln können die Bakterien durch genetische Veränderungen neue Antibiotikaresistenzen erwerben. Das Ergebnis sind besonders gefährliche „Superkeime“.

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Viele bakterielle Erreger lassen sich von Antibiotika nicht mehr beeindrucken – sie sind gegen die gängigen Mittel resistent. Ein besonders gefürchteter Vertreter solcher antibiotikaresistenten Bakterien ist der methicillin-resistente Staphylococcus aureus, kurz MRSA. Das Bakterium ist vor allem als Krankenhauskeim berüchtigt. „Es verbreitet sich in Kliniken auf der ganzen Welt“, sagt Jukka Corander von der Universität Helsinki. Daneben taucht der Keim jedoch auch im Alltagsleben auf. Er kann sich prinzipiell in jedem Haushalt einnisten und auch unsere Nutz- und Haustiere befallen.

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Die Blattlaus ist ökologisch wichtiger als der Hirsch

Insekten wie diese Gartenhummel sind Teil eines intakten Wiesen-Ökosystems. (Bild: Imago)
Ohne grössere Tiere wie Hirsch oder Murmeltier kommt das Ökosystem von Wiesen ganz gut zurecht. Aber ohne kleine, wirbellose Tiere wie Insekten wird das System sehr instabil, wie eine Studie der Forschungsanstalt WSL zeigt.

Neue Zürcher Zeitung

Wenn Tiere aussterben, verschwinden zuerst die grösseren und zum Schluss die kleinsten. Diesen Umstand hat ein Experiment der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) im Schweizerischen Nationalpark nachgestellt. Ziel war es, herauszufinden, welche Rolle die Tiere verschiedener Grösse für das Funktionieren des Ökosystems Wiese spielen.

Von 2009 bis 2013 stellten die Forscher um Anita Risch in dem Gebiet Zäune auf, um Tiere der Grösse nach von der Wiese auszuschliessen, wie die WSL am Montag mitteilte: Ganz aussen stand der weitmaschigste Zaun, der nur die grossen Säugetiere wie Hirsche fernhielt. Weiter innen wurden die Zäune immer engmaschiger und hielten auch kleinere Säuger wie Murmeltiere, Hasen und Mäuse zurück. Ganz innen kamen auch wirbellose Tiere wie Schnecken, Heuschrecken und Blattläuse nicht mehr durch.

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Zufall oder Zwang: Der Streit um das Wesen der Evolution

Dem Einschlag eines Asteroiden wird nicht nur die Verantwortung für das Ende der Dinosaurier zugeschrieben, er formte auch den 180 Kilometer weiten Chicxulub-Krater (imago / Leemage)
Es ist eine der größten Fragen der Biologie: Ist das Auftreten des Menschen ein unwahrscheinlicher Zufall in der Evolution? Oder musste es auf die eine oder andere Weise zwangsläufig auf die Entwicklung der menschlichen Spezies hinauslaufen?

Von Dagmar Röhrlich | Deutschlandfunk

Harry Whittington war fassungslos. Der Cambridge-Forscher hatte 1972 in einem Vortrag ein Fossil aus einer berühmten Fundstätte in den kanadischen Rocky Mountains vorgestellt, den Burgess-Shales. Die Schiefer sind mehr als 500 Millionen Jahre alt und stammen aus der Zeit der Kambrischen Explosion. Damals tauchten große Tiere scheinbar aus dem Nichts auf. Und eines war Opabinia, dessen Rekonstruktion das Publikum gerade mit einem Lachkrampf bedacht hatte. Denn Opabinia hatte fünf Augen auf dem Kopf und einen Rüssel mit Greifzange an der Spitze.

„Als in den 70er- und 80er-Jahren die ersten Rekonstruktionen der Fossilien aus den Burgess-Shales vorgestellt wurden, schienen die Körperpläne der Tiere vollkommen anders zu sein als alles, was wir kennen.“

Die Tiere erschienen fremdartig, erinnert sich Simon Conway Morris von der University of Cambridge. Und auch er war der Überzeugung, dass es von ihnen keinerlei Nachfahren gebe. Und dieser Gedanke war der Grundstein für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung, die bis heute nachhallt:

„Stephen Jay Gould hat aus dieser Überzeugung dann die berühmte Frage entwickelt: Wenn wir zur Lebenswelt der Burgess Shales zurückkehrten und von da an das Band des Lebens neu abspielen könnten: Würde es sich zu den Formen entwickeln, die wir heute sehen? Würde es Menschen geben? Für ihn – und damals auch für mich – lautete die Antwort: Nein. Der Mensch wäre sozusagen ein Unfall in der Geschichte.“

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Wetterdienst fordert Konsequenzen: Rekordsommer 2018 sei nur der Anfang

Trockenfutter. Die Dürre in diesem Sommer hat auch Viehzüchter in Bedrängnis gebracht.Foto: Jan Woitas/ZB/dpa
Nicht nur wärmere Durchschnittstemperaturen, sondern auch häufigere Extremwetterereignisse – der Deutsche Wetterdienst drängt zu raschen Maßnahmen.

DER TAGESSPIEGEL

Nach einem Sommer mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen und deutlich zu wenig Niederschlägen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Bedeutung von Maßnahmen zur Klimaanpassung hervorgehoben. „Der diesjährige Sommer war mit seiner ausgesprochen intensiven Trockenheit und lang anhaltenden Hitze außergewöhnlich“, sagte DWD-Vizepräsident Paul Becker. „Wir erwarten aber in der Zukunft eine Zunahme von solchen extremen Perioden mit all ihren Konsequenzen für unsere Gesellschaft.“ Dies erfordere intensivere Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen.

Geeignete Anpassungsmaßnahmen werden erforscht

Der Klimawandel bedeute „nicht nur eine Erhöhung der mittleren Temperaturen, sondern auch die Zunahme von Extremereignissen“, betonte Becker. In diesem Sommer war das etwa die anhaltende Dürre in vielen Teilen Deutschlands, die zu Schäden und Ernteeinbußen in der Landwirtschaft führte. Zudem gab es lokale Unwetter mit Starkregen, die Zerstörungen anrichteten.

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How to See the Bright Green Comet 21P in Binoculars on Monday

Look up with binoculars early tomorrow morning (Sept. 10) to spot Comet 21P/Giacobini-Zinner whizzing across the sky. Here, astrophotographer Alexander Vasenin caught a photo of the comet from Moscow Oblast, Russia, on Aug. 18, 2018. Credit: Alexander Vasenin/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0
Want to see a comet whizzing by Earth? A great chance to catch one of these celestial visitors is overnight tonight, when Comet 21P/Giacobini-Zinner will be best visible in binoculars or a telescope.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

The comet, also known as „21P,“ will make its closest approach to Earth at around 2:30 a.m. EDT Monday (630 GMT). The bright-green comet should reach a visual magnitude of 6.5 to 7, according to EarthSky.org. This makes 21P almost bright enough to see with the naked eye — but not quite. [Bright Comets of 2018: When, Where and How to See Them]

To find Comet 21P in the night sky, look east and find the constellation Auriga sometime between midnight and dawn local time. The comet will still be visible even after tomorrow, but it will fade over the coming days. Its exact location from moment to moment is available in NASA’s ephemeris calculator.

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Krebserkrankung durch Fukushima-GAU: Erster offizieller Todesfall

Der Mann war an dem japanischen Unglücksreaktor im Einsatz, er starb an Lungenkrebs infolge der radioaktiven Strahlung

derStandard.at

In Japan ist erstmals ein Todesfall in Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima und einer davon ausgelösten Krebserkrankung bestätigt worden. Ein früherer Mitarbeiter sei beim Einsatz an dem Unglücksreaktor radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen und habe dadurch Lungenkrebs entwickelt, berichteten japanische Medien am Donnerstag unter Berufung auf Behördenangaben.

Der Mann sei von März bis Dezember 2011 an der Unglücksstelle im Einsatz gewesen und dort vor allem für Strahlenmessung zuständig gewesen. Nach Angaben der Agentur Jiji hatte die Regierung bereits in vier Fällen Schmerzensgeld für Krebserkrankungen nach der Fukushima-Katastrophe gezahlt. Das sei nun der erste bestätigte Todesfall.

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Größtes Krater-Streufeld der Erde entdeckt

Kraterfeld auf schiefer Ebene: Das neuentdeckte Krater-Streufeld liegt am Hang eines Berges in den Rocky Mountains. © Kenkmann et al./ Scientific Reports, CC-by-sa 4.0
Spannender Fund: In den Rocky Mountains haben Forscher das größte und älteste Krater-Streufeld der Erde entdeckt. Trümmer eines vor rund 280 Millionen Jahren in der Luft zerplatzten Eisenmeteoroids haben dort mindestens 40 nahe beieinander liegende Krater hinterlassen. Das elliptische Einschlags-Areal erstreckt sich über mindestens 7,5 Kilometer Länge, viele weitere Krater des Streufelds könnte noch unter überdeckenden Ablagerungen verborgen liegen, wie die Forscher berichten.

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Das dickste Eis der Arktis ist dieses Jahr erstmals gebrochen

Dieses Symbolbild zeigt einjähriges Eis in der Arktis, das durch den Einfluss von Winden aufgebrochen ist. (Bild: Konrad Steffen / WSL / ETH)
Dieses Jahr stiegen die Temperaturen in der Arktis auf ungewöhnliche Werte. Erstmals ist nun vor der Nordküste Grönlands das mehrjährige Meereis an seiner dicksten Stelle gebrochen.

Neue Zürcher Zeitung

Das letzte mehrjährige Meereis der Arktis bröckelt. Ein Riss lief diesen Juli an der Nordküste Grönlands durch das Eis und öffnete sich zu einer breiten Rinne offenen Wassers. Dort, wo eine Luftströmung namens Beaufortwirbel das Meereis zusammendrückt, ist die Eisschicht eigentlich besonders dick: durchschnittlich 4 Meter, an manchen Stellen sogar bis zu 20 Meter – nahezu undurchdringlich für Eisbrecher.

«Seit ich in den 1970er Jahren angefangen habe, Meereis zu erforschen, sehe ich das zum ersten Mal», sagt Konrad Steffen, Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

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Mikroplastic befindet sich bereits in allen Bereichen der Umwelt – nicht nur im Wasser

In Deutschland gelangen laut einer Untersuchung pro Jahr rund 330 000 Tonnen sogenanntes Mikroplastic in die Umwelt. Das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen hat für 51 Quellen die freigesetzten Mengen errechnet.

Neue Zürcher Zeitung

Der grösste Verursacher ist demnach der Abrieb von Autoreifen. Rund ein Drittel der Mikroplastic-Emissionen entfallen gemäss der Studie darauf. Weitere Hauptquellen seien die Abfallentsorgung, der Abrieb von Fahrbahndecken oder Freisetzungen auf Baustellen. «Wir können davon ausgehen, dass sich Mikroplastic bereits in allen Bereichen der Umwelt befindet», sagte die Ko-Autorin der Studie, Leandra Hamann.

Als Mikroplastic werden Plasticpartikel bezeichnet, die fünf Millimeter und kleiner sind.

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Hier wurde Wissen aus 200 Jahren an einem Tag vernichtet

Das Skelett des 13 Meter langen Maxakalisaurus topai war in dem Museum beherbergt Quelle: AFP/Getty Images
Es ist ein Super-GAU für die weltweite Forschung: In Rio de Janeiro hat ein Feuer das Museu Nacional niedergebrannt. 20 Millionen Objekte gingen verloren, ihr Wert ist unschätzbar. Dabei hätte der Schaden verhindert werden können.

Von Caroline Ring | DIE WELT

Am Tag danach sieht es fast friedlich aus. Der Rauch von vergangener Nacht hat sich verzogen, der Himmel strahlt wieder blau über dem Königspalast von Rio de Janeiro. Noch im Juni hatte das Haus sein 200-jähriges Jubiläum gefeiert. Nun ist das alte Gebäude nur noch eine Ruine. Ein verheerendes Feuer hat es in der Nacht zu Montag innerhalb weniger Stunden vollkommen zerstört.

Noch kilometerweit waren die meterhohen Flammen über der Stadt zu sehen gewesen. 80 Feuerwehrleute versuchten, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Vergeblich. Sie waren um 19.30 Uhr zu dem Gebäude gerufen worden, nur vier Sicherheitsleute hatten zu der Zeit noch in dem Haus Dienst. Sie konnten sich in Sicherheit bringen, und auch sonst kam kein Mensch bei dem Feuer zu schaden.

Doch an die 20 Millionen wissenschaftliche Objekte sind nun für immer verloren. Das Nationalmuseum von Brasilien beherbergte die älteste und eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Sammlungen des Landes, darunter einmalige naturwissenschaftliche und kulturhistorische Objekte. Besonders wichtig sind die 12.000 Jahre alten und damit ältesten menschlichen Fossilien Südamerikas, genannt „Luzia“.

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Wärmedepot im Randmeer der Arktis entdeckt

Schmilzt das Meereis der Arktis, so wird weniger Wärmestrahlung reflektiert – und die Erderwärmung beschleunigt sich Quelle: Getty Images/Westend61
Immer mehr warmes Wasser strömt in die zentrale Arktis. Noch ist es in einer tiefen Wasserschicht gefangen. Wird es frei, könnte das verheerend für das nordische Meereis werden.

Von Anja Garms | DIE WELT

Das Wasser der Arktis wird wärmer – und das Eis schmilzt immer schneller. Nun haben Wissenschaftler eine schlechte Nachricht: Sie konnten zeigen, dass es in den Tiefen des zentralen Nordmeeres ein Wärmedepot gibt. Das könnte künftig fatal werden.

Aber zunächst zu den Fakten: Mary-Louise Timmermans von der Yale University hat zusammen mit ihren Kollegen eine Studie im Journal „Science Advances“ veröffentlicht. Die Forscher haben das Kanadische Becken im Zentrum der Arktis untersucht. Über diesem Tiefseebecken liegt der Beaufortwirbel, eine windgetriebene Meeresströmung.

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