Weltgrößter Tyrannosaurus rex entdeckt – In Kanada gefundenes Fossil erweist sich als schwerster und größter Raubdinosaurier

Das Skelett des Tyrannosauriers „Scotty“: Er ist der größte und schwerste aller jemals entdeckten Raubdinosaurier dieser Art. © Amanda Kelley
Urzeitlicher Gigant: Ein in Kanada entdecktes Tyrannosaurus-Fossil ist der größte bekannte Vertreter dieser Art – und der massigste Raubdinosaurier, der jemals entdeckt wurde. Das Tier war zu Lebzeiten 13 Meter lang und wog knapp neun Tonnen, wie die Paläontologen berichten. Besonders auch: Der Tyrannosaurier war nach Dinomaßstäben schon ziemlich betagt als er starb und trug zu Lebzeiten offenbar zahlreiche Verletzungen davon.

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Der Tyrannosaurus rex – der „König der Schreckensechsen“ – war eines der größten Raubtiere der Erdgeschichte. Bis zu zwölf Meter lange Skelette haben Paläontologen von diesem zweibeinig laufenden Dinosaurier bisher gefunden. Dank seines einzigartigen Schädels, einer enormen Bisskraft und Zähnen scharf wie Steakmessern konnte der T. rex selbst große Beute überwältigen und deren Knochen knacken. Trotz seiner Masse war dieser Fleischfresser zudem erstaunlich wendig.

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Druck aus Brüssel: Schulze will Düngerecht verschärfen

Bild. tagesschau.de
Im Kampf gegen zu viel Nitrat im Grundwasser verlangt die EU von Deutschland strengere Auflagen fürs Düngen. Die Landwirte protestieren, Umweltministerin Schulze will, dass das Düngerecht schnell verschärft wird.

tagesschau.de

Bei der Düngung ihrer Felder müssen die Bauern in Deutschland künftig mit strengeren Vorgaben rechnen. Die Verschärfung des Düngerechts, die die Bundesregierung in den vergangenen Wochen vorgelegt hatte, ist der EU-Kommission allerdings noch zu lasch. Weitere Änderungen seien notwendig, bestätigte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. Die EU verlangt schon bis Ende März weitere Maßnahmen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dringt auf schnelles Handeln der Koalition.

„Sauberes Wasser ist hohes Gut“

Angesichts des erneuten Drucks aus Brüssel will Schulze, dass das Düngerecht schnell verschärft wird. Hintergrund ist die Nitratbelastung des Grundwassers. „Sauberes Wasser ist ein hohes Gut. Darum müssen wir dafür sorgen, dass die Überdüngung der Äcker aufhört“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Auch um teure Strafzahlungen an die EU zu vermeiden, muss die Bundesregierung das Düngerecht schnell weiter verbessern.“

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Achtbeinige Genies

Nicht identifizierte Springspinnenart (Eventuell eine nicht ausgewachsene Thiodina sylvana). Bild: USGS / CC-BY-2.0
Oktopoden und Spinnen faszinieren mit hoher Intelligenz, die aus völlig andersartigen Gehirnen entsteht

Konrad Lehmann | TELEPOLIS

Ob es an den Beinen liegt? Vermutlich nicht. Aber ein unbefangener Beobachter – etwa von einem fremden Planeten -, der ergründen wollte, welche Tiere besonders intelligent sind und warum, könnte allerlei Korrelationen aufstellen und zum Ergebnis kommen, dass, sobald man das Reich der Wirbeltiere verlässt, die Intelligenz ihr Maximum bei acht Beinen erreicht: Oktopoden und Spinnen.

Tatsächlich wird das wohl Zufall sein. Ein anderer Zusammenhang ist schlüssiger. Vegetarier müssen jetzt ganz tapfer sein, aber es ist so: Schaut man sich im Tierreich um, dann sind die Jäger meist heller als die Pflanzen- (und Plankton-)fresser. Zahnwale übertreffen die Bartenwale (von Seekühen ganz zu schweigen), Wölfe die Schafe, Würfelquallen die Ohrenquallen, Raben die Hühner. Das liegt einfach an den unterschiedlichen Anforderungen der Nahrungsgewinnung. Eine grüne Weide braucht man nicht zu umzingeln, Krill muss man nicht austricksen, an einen reifen Apfel muss man sich nicht anpirschen, und es ist auch nicht nötig, aufzupassen, dass der Grünkohl einen nicht sieht. Es ist die Jagd, die Strategiebildung, Vorausschau und Perspektivwechsel fordert.

Doch es sind die Achtbeiner unter den Jägern, die am meisten faszinieren. Sie gleichen Aliens, die mitten unter uns leben; unabhängig evolvierte Intelligenzen, deren letzter gemeinsamer Vorfahr mit uns vor rund 560 Millionen Jahren lebte – oder noch früher – und so einfach strukturiert war, dass ein Regenwurm im Vergleich dazu wie Einstein wirkt. Aus ein paar über den Körper verteilten Nervenbahnen und einem Augenfleck entstand mehrfach ein leistungsstarkes Gehirn, das seine Umwelt mit mehreren Sinnen erfassen, lernen, Pläne schmieden und erinnern kann.

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Kann die DNA erklären, warum Niederländer die größten Europäer sind?

ap photo / leo correa Kein Land der Welt hat größere Bewohner als die Niederlande. Das trifft auch zu, wenn man die Durchschnittsgrößen von Frauen (Rang 2 hinter Lettland) und Männern (Rang 1) addiert.
Die menschliche Körpergröße und ihre Unterschiede zwischen Nationen sind ein spannendes Thema, zumal für Populationsgenetiker. Denn an diesem Merkmal lassen sich die Einflüsse von Genen und Umwelt besonders gut studieren.

Klaus Taschwer | derStandard.at

Sind es eher genetische Faktoren und die Selektion, die dazu führten, dass etwa die niederländischen Männer, die vor 200 Jahren zu den kleinsten Europäern gehörten, mittlerweile mit 1,84 Metern die größten sind? Oder haben vor allem andere Faktoren wie eine bessere Ernährung zum Größenwachstum beigetragen?

Kleiner Beitrag vieler Gene

Schon vor über 100 Jahren war es Statistikern wie Ronald Fisher klar, dass eine Vielzahl von Genen einen jeweils kleinen Beitrag zur Körpergröße leisten dürften. Das wurde durch populationsgenetische Untersuchungen, zuletzt durch sogenannte genomweite Assoziationsstudien (GWAS) bestätigt. So kam eine 2014 im Fachblatt „Nature Genetics“ veröffentlichte GWAS mit Daten von mehr als 250.000 Individuen auf nicht weniger als 697 Genomvarianten, die 20 Prozent der Unterschiede erklären können.

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Here’s the Right Way to Nuke an Asteroid (Sorry, Bruce Willis)

An artist’s depiction of an asteroid. (Image: © NASA/JPL-Caltech)
If you want to use a nuclear weapon to save the world from an asteroid, don’t try to do it the way Bruce Willis did in „Armageddon,“ NASA’s planetary defense office would like to remind you.

By Meghan Bartels | SPACE.com

„If you’ve seen those movies, they’re completely bogus,“ Lindley Johnson, the planetary defense officer at NASA headquarters, said during a media session on asteroids and the art of protecting Earth from them held at the Lunar and Planetary Science Conference taking place here this week. „That’s not how we would use a nuclear explosive device to do this at all.“

But nuclear weapons are one of three techniques planetary defense experts have their eye on for nudging an asteroid off course if its orbit seems to be carrying it too close to Earth for comfort. Another method, impacting an asteroid, will be tested for the first time during the Double Asteroid Redirection Test, a NASA mission scheduled to launch in June 2021 and collide with an asteroid’s moon in October 2022.

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Toter Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Magen gefunden

Der junge Schnabelwal ist bei weitem nicht das erste marine Plastik-Opfer.

Neue Zürcher Zeitung

Ein junger Wal mit rund 40 Kilogramm Plastikmüll im Magen ist verendet an der Küste der Philippinen entdeckt worden. Der junge männliche Cuvier-Schnabelwal habe unter anderem 16 Reissäcke aus Kunststoff, vier Säcke aus dem Bananenanbau und etliche Plastik-Einkaufssäcke verschluckt, berichteten Meeresbiologen in Davao über den Fund vom Samstag.

Schulstreiks: Die Jugend will Taten sehen

Schülerstreik in Wellington (Neuseeland), 15. März 2019. Bild: David Tong / CC BY-SA 4.0
In weit über 100 Ländern beteiligten sich Schüler und zum Teil auch Erwachsene an einem globalen Aktions- und Schulstreiktag für effektiven Klimaschutz

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Der globale Schulstreik für mehr Klimaschutz, dessen Aktionen am Freitagnachmittag (MEZ) in den beiden Amerikas noch andauerten oder noch beginnen sollten, scheint ein voller Erfolg zu werden. Allein in Deutschland wurde in über 222 Städten demonstriert.

An die 300.000 Menschen sollen sich beteiligt haben. 5.000 zum Beispiel in Kiel, 1.000 in Recklinghausen, 25.000 in Berlin 5.000 in Bonn, 7.000 in Düsseldorf, 3000 in Kassel, 3.000 im verregneten Aachen, 700 in Erfurt (alle Angaben hier und in weiteren jeweils nach Angaben der Veranstalter, wenn nicht anders vermerkt.)

Aus einer internationalen Zusammenstellung geht hervor, dass in 125 Ländern und Territorien Aktionen stattfanden oder in den nächsten Stunden noch stattfinden werden, darunter auch eine vor einer Forschungsstation in der Antarktis.

Der Anfang wurde in Neuseeland gemacht, wo in etwa 30 Städten Schüler auf die Straße gingen. Eine Erklärung von über 1.000 Wissenschaftlern und Lehrern hatte sie darin bestärkt. Im benachbarten Australien beteiligten sich insgesamt 150.000 Menschen an den Klimaprotesten, davon allein 20.000 in Melbourne. 30.000 waren es in Sydney schätzt der Guardian. Auch in Hongkong gab es eine kleine Klimademonstration, Ebenso in Japan, auf Taiwan und in einigen chinesischen Städten auf dem Festland.

Neben Deutschland gab es auch in Italien, den USA und Frankreich in über 200 Städten Aktionen, die meisten mit fast 250 in Italien. Im deutlich dünner besiedelten Schweden (rund zehn Millionen Einwohner) wurden allerdings auch beachtliche 178 Schulstreiks angemeldet. Aus dem spanischen Madrid Spanien sind auf Twitter Bilder dicht besuchter Plätze zu finden, ebenso aus Portugal.

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Glyphosat: Unterschätzte Phosphorschleuder – Herbizid setzt ähnlich viel Phosphor frei wie Tenside – und fördert so die Überdüngung

Glyphosat enthält rund 18 Massenprozent Phosphor – genau das wird inzwischen um Problem. © designer491/ thinkstock
Überdüngung: Das umstrittene Herbizid Glyphosat hat eine bisher unterschätzte Umweltwirkung – es setzt bei seinem Abbau Phosphor in Wasser und Boden frei. Dies kann zur Überdüngung von Gewässern führen. Eine aktuelle Studie enthüllt: Durch den rapiden Anstieg der Glyphosateinsatzes gelangen inzwischen jährlich 151,3 Millionen Kilogramm Phosphor aus dem Herbizid in die Umwelt – ähnlich viel wie durch Tenside. Dieser bisher unterschätzte Aspekt müsse dringend in die Diskussionen mit einbezogen werden, warnen die Forscher.

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Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel: 8,6 Milliarden Kilogramm des Wirkstoffs wurden seit 1974 auf Felder gesprüht – meist kombiniert mit dem Anbau von Raps, Soja oder Mais, die gentechnisch gegen das Mittel resistent gemacht wurden. Gleichzeitig ist Glyphosat stark umstritten, weil einige Institutionen wie die WHO das Mittel für krebserregend halten, andere, wie die EU-Behörden ECHA und EFSA dagegen nicht.

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1,3 Milliarden Volt in einer Gewitterwolke – Elektrische Energie in Gewitter ist zehnmal höher als gedacht

Bei einem heftigen Gewitter haben Forscher für die elektrische Spannung in der wolke 1,3 Milliarden Volt ermittelt – zehnmal mehr als je zuvor gemessen. © mdesigner125/ iStock
Extrem geladen: Gewitterwolken erzeugen mehr elektrische Energie als gedacht. Bei einem besonders heftigen Gewitter haben Forscher jetzt Spannungswerte von 1,3 Milliarden Volt ermittelt – das ist zehnmal mehr als bisher durch Ballonmessungen nachgewiesen. Die elektrische Leistung erreichte sogar zwei Gigawatt – das ist der erste Nachweis so hoher Energien in einer Gewitterwolke. Diese enormen Energien könnten erklären, warum einige Gewitter sogar Gammastrahlen und Antimaterie produzieren.

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In einer Gewitterwolke entstehen mit der Zeit starke Ladungsunterschiede, die sich in Donner und Blitzen entladen. Diese können Stromstärken von mehreren zehntausend Ampere erreichen und in Sekundenbruchteilen die umgebende Luft bis auf 30.000 Grad aufheizen. Doch die enormen Energien des Gewitters setzen auch Reaktionen in Gang, die weit exotischere Folgen haben: Es werden energiereiche Gammastrahlen und sogar Antimaterie in Form von Positronen produziert.

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Die Weltmeere schwächeln nicht bei der Aufnahme von Kohlendioxid

Mit einer Messrosette erfassten die Forscher Eigenschaften des Meerwassers. Daraus berechneten sie die CO2-Aufnahme. (Bild: Nicolas Gruber / ETH Zürich)
Mit einer Messrosette erfassten die Forscher Eigenschaften des Meerwassers. Daraus berechneten sie die CO2-Aufnahme. (Bild: Nicolas Gruber / ETH Zürich)

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Jahr für Jahr steigt der Anteil des Treibhausgases Kohlendioxid in der Luft aufgrund von Emissionen durch den Menschen an. Der Gehalt hat seit Beginn der Industrialisierung schon um mehr als 45 Prozent zugenommen. Hätten die Ozeane nicht im ganzen Zeitraum massenhaft Kohlendioxid (CO2) aufgenommen, wäre der Anstieg sogar noch viel stärker ausgefallen. 

Mit kletternder Temperatur, so befürchten Klimaforscher, könnte die Fähigkeit der Ozeane, CO2 zu speichern, in Zukunft zurückgehen. Bis anhin macht sich dieser Effekt aber noch kaum bemerkbar. Vielmehr ist die CO2-Aufnahme durch das Meerwasser im gleichen Masse gestiegen wie der menschengemachte Ausstoss. Das berichtet jetzt ein Team um Nicolas Gruber von der ETH Zürich im Wissenschaftsmagazin «Science».

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Uno-Umweltbericht: «Entweder wir verbessern den Umweltschutz drastisch, oder Millionen von Menschen werden bis Mitte des Jahrhunderts vorzeitig sterben»

Um die Umwelt des Planeten Erde steht es einem Uno-Bericht zufolge so schlecht, dass die Gesundheit der Menschen zunehmend bedroht wird.

Neue Zürcher Zeitung

«Entweder wir verbessern den Umweltschutz drastisch, oder Millionen von Menschen werden in Städten und Regionen in Asien, dem Nahen Osten und in Afrika bis Mitte des Jahrhunderts vorzeitig sterben», heisst es in einer am Mittwoch in Nairobi veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen.

Der Bericht nennt dafür etliche Beispiele: Etwa würden bis 2050 voraussichtlich gegen Antibiotika resistente Infektionen weltweit die grösste Todesursache sein. Um dies zu vermeiden, müssten viel mehr Menschen Zugang zu günstigen Technologien zur Abwasserreinigung bekommen. Die Nutzung von Antibiotika müsse bei Menschen und in der Landwirtschaft viel stärker kontrolliert werden.

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Surprise! Dust Ring Discovered in Mercury’s Orbit

Artist’s illustration showing several dust rings circling the sun, formed by the gravitational tugs of orbiting planets. Recently, scientists discovered a dust ring at Mercury’s orbit and concluded that Venus‘ ring likely originates from a group of as-yet-undiscovered co-orbital asteroids. (Image: © Mary Pat Hrybyk-Keith/NASA’s Goddard Space Flight Center)

Two dusty discoveries may shake up our understanding of the inner solar system.

By Mike Wall | SPACE.com

Mercury shares its supertight orbit with a big ring of wandering dust, a recent study suggests. And a cloud of as-yet-undiscovered asteroids likely gave rise to a similar halo in Venus‘ neighborhood, another new paper concludes.

„It’s not every day you get to discover something new in the inner solar system,“ Marc Kuchner, a co-author of the Venus study and an astrophysicist at NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, said in a statement. „This is right in our neighborhood.“

A ring very close to the sun

Both Earth and Venus have collected co-orbiting dust rings, as the planets have shepherded the particles with powerful gravitational tugs. Mercury’s path, however, was thought to be free of such a feature.

„People thought that Mercury, unlike Earth or Venus, is too small and too close to the sun to capture a dust ring,“ Guillermo Stenborg, a solar scientist at the Naval Research Laboratory in Washington, D.C., said in the same statement. „They expected that the solar wind and magnetic forces from the sun would blow any excess dust at Mercury’s orbit away.“

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Dr. Frans de Waal — When Animals Weep (and laugh, love, fight, are afraid, get angry, seek revenge, and other human-like emotions)

Based on his latest book — Mama’s Last Hug: Animal Emotions and What They Tell Us about Ourselves — the legendary biologist and primatologist Frans de Waal continues his empirical and theoretical work on animal societies, politics, intelligence, sentience, consciousness and, now, feelings and emotions.

SCIENCE SALON # 57 | Skeptic

In this conversation Dr. de Waal and Dr. Shermer discuss:

  • the difference between feelings and emotions
  • the problem of “other minds” (how do we know what other people, much less animals, are thinking and feeling?)
  • why it took a century since Darwin’s book on the evolution of animal and human emotions before scientists took up the mantle
  • the push back from social scientists that Paul Ekman and other scientists, including de Waal, got for suggesting emotions evolved
  • A.I. and emotions (can we program feelings into robots?)
  • the six different emotions and why there are very probably more
  • the nature/nurture debate in the study of emotions
  • primate politics in U.S. elections: a biologist analyzes the Trump-Clinton debate #2
  • is Trump an alpha male or a bully?
  • the difference between sentience and consciousness
  • animal rights and the future of factory farming.

Schwere Strahlendusche traf Erde – Sonnensturm um 660 v. u. Z. war zehnfach stärker als alle heute gemessenen

Solare Plasmaausbrüche können Millarden energiereiche Partikel ins All schleudern. Ein besonders schwerer Sonnensturm dieser Art traf offenbar auch 660 v. u. Z. die Erde. © NASA/GSFC, SDO

Kosmischer Volltreffer: Im Jahr 660 v. u. Z. wurde die Erde von einem extrem starken Sonnensturm getroffen, wie Bohrkern-Analysen enthüllen. Der Einstrom energiereicher Partikel war bei diesem Sonnensturm zehnfach stärker als bei allen bisher gemessenen Ereignissen der Neuzeit. Dies spreche dafür, dass die Gefahr durch solche solaren Stürme bisher unterschätzt worden sei, warnen die Wissenschaftler.

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Starke Sonnenstürme sind eine potenzielle Gefahr für Satelliten, Kommunikationssystem und die Stromnetze der Erde. Denn der Einstrom energiereicher geladener Teilchen durchdringt dabei selbst das schützende Erdmagnetfeld und erreicht sogar die Erdoberfläche. 1972 sorgte ein solcher Sonnensturm für weltweite Störungen der Elektronik und Telekommunikation. 1967 lösten Störungen durch einen solaren Strahlenausbruch sogar fast einen Atomkrieg aus.

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Manche Bienen-Väter beteiligen sich an der Brutpflege

Ein Weibchen kommt beim Nest an. (Bild: Michael Mikát)

Zumindest von Honigbienen kennt man es ganz anders. Aber bei einer Keulhornbienen-Art machen sich die Männchen mit mehr als ihrem Samen nützlich, wie Forscher berichten.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Bei Vögeln ist es üblich, dass sich beide Elternteile zusammen um den Nachwuchs kümmern. Bei anderen Wirbeltieren ist eine solche gemeinsame elterliche Pflege zwar unüblicher, aber nicht selten, und selbst bei Gliedertieren kommt sie vor. Bei Bienen allerdings kannte man diese sogenannte biparentale Brutpflege bis anhin nicht. Bei den Honigbienen etwa können sie quasi nur eines: sich fortpflanzen. Abgesehen davon tragen sie nichts zum Wohl des Stockes bei, sie müssen sogar gefüttert werden.

Doch es geht auch nützlicher, selbst bei Bienen: Bei der nicht staatenbildenden Keulhornbienen-Art Ceratina nigrolabiata passt ein Männchen auf das Nest auf, während das Weibchen nach Futter sucht, wie Forscher der Charles University in Prag nun in der Fachzeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciences» berichten. Das Männchen verwehrt beispielsweise Ameisen, die der Brut gefährlich werden könnten, den Eintritt ins Nest oder wirft Eindringlinge hinaus, wie die Wissenschafter bei Experimenten herausfanden.

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This Is Where Your Childhood Memories Went – Your brain needs to forget in order to grow

Image: Illustration by Gérard DuBois/NAUTILUS

We called them fairy rocks. They were just colorful specks of gravel—the kind you might buy for a fish tank—mixed into my preschool’s playground sand pit. But my classmates and I endowed them with magical properties, hunted them like treasure, and carefully sorted them into piles of sapphire, emerald, and ruby.

By Ferris Jabr | NAUTILUS

Sifting the sand for those mystical gems is one of my earliest memories. I was no older than 3 at the time. My memory of kindergarten has likewise been reduced to isolated moments: tracing letters on tan paper with pink dashed lines; watching a movie about ocean creatures; my teacher slicing up a giant roll of parchment so we could all finger-paint self-portraits.

When I try to recall my life before my fifth birthday, I can summon only these glimmers—these match strikes in the dark. Yet I know I must have thought and felt and learned so much. Where did all those years go?

Psychologists have named this dramatic forgetting “childhood amnesia.” On average, people’s memories stretch no farther than age three and a half. Everything before then is a dark abyss. “This is a phenomenon of longstanding focus,” says Patricia Bauer of Emory University, a leading expert on memory development. “It demands our attention because it’s a paradox: Very young children show evidence of memory for events in their lives, yet as adults we have relatively few of these memories.”

In the last few years, scientists have finally started to unravel precisely what is happening in the brain around the time that we forsake recollection of our earliest years. “What we are adding to the story now is the biological basis,” says Paul Frankland, a neuroscientist at the Hospital for Sick Children in Toronto. This new science suggests that as a necessary part of the passage into adulthood, the brain must let go of much of our childhood.

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How Imagination Will Save Our Cities

Painting by Alexis Rockman

Scientists might need to take a cue from artists to adapt our cities for climate change.

By Paul Dobraszczyk | NAUTILUS

In Kim Stanley Robinson’s 2017 science-fiction novel New York 2140, the city of the future has become a vertical super-Venice, after being flooded by rising seas caused by global warming melting the Arctic ice caps.1 While the lower stories of many of Manhattan’s skyscrapers have been overtaken by the sea, residents continue to live in those above, accessing them via boathouses and pontoons. A tangle of sky-bridges connect the lofty heights of many of these skyscrapers, the streets beneath now canals traversed by countless boats and gondolas. Ruins litter the intertidal zone, inhabited by the desperate and the poor; while airships agglomerate above the buildings into sky villages. Robinson’s imagined New York of the future hasn’t succumbed to the ravaging effects of climate change; rather, it has adapted to the changes by radically reshaping its built environment.

Despite the fact that climate change is already affecting vulnerable cities like New York—principally featuring an increased incidence and severity of urban flooding—it remains a phenomenon that is dominated by future predictions. Even by the cautious estimates of the most recent report by the Intergovernmental Panel on Climate Change in 2014, cities are in for a rough ride in the next century. By 2100 the rise in global temperatures is almost certain to exceed 2 degrees Celsius (3.6 degrees Fahrenheit) above pre-industrial levels, and, alarmingly, already reached that level for a short time in early 2016. Sea levels will rise by anything up to a meter, or more if current predictions prove to be over-optimistic (and New York 2140 is based on an estimated rise of 15 meters, or 49 1/4 feet, over the next 100 years). At the same time, the oceans will also warm and become more acidic; and the turbulence of the atmosphere will intensify, leading to more extreme weather events and a greater risk of flooding.2 Cities are especially vulnerable to the effects of climate change, particularly coastal or tidal-river-based conurbations—including 22 of the world’s major cities according to the Stern Review of 2006.3

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Hund reißt zehn Schafe

Tiere sind in einem Stall bei Mössingen angefallen und getötet worden. Ein Gentest der FVA Freiburg schließt einen Wolf als Täter aus.

Von PETRA WALHEIM | Schwäbisches Tagblatt

Jedes neue gerissene Schaf feuert die Diskussion um den Wolf im Land weiter an. Was kaum zur Sprache kommt ist, dass viel mehr Schafe von Hunden gerissen werden als von Wölfen. In einem Fall bei Mössingen (Kreis Tübingen) hat ein Hund oder haben mehrere Hunde an zwei Tagen neun Schafe gerissen, ein zehntes musste getötet werden, weil es schwer verletzt war. Dass es ein Hund war, der die Schafe angefallen hat, hat die genetische Untersuchung von Riss-Proben ergeben.

Die Hundeattacken erfolgten am 31. Januar und 4. Februar, sind erst jetzt bekannt geworden. Jürgen Schneider wurde von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg als Wildtierbeauftragter und Revierförster in diesem Gebiet dazu gerufen und beauftragt, für die genetische Untersuchung Riss-Proben zu entnehmen.

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«Der Klimawandel hat längst begonnen: Es wird schlimmer werden; das ist schon festgeschrieben»

Plastik in den Meeren ist eine Bedrohung für Tiere und Menschen. (Bild: Wael Hamzeh / Epa)

Manchmal hänge es von einem einzigen Regierungschef ab, ob eine Region unter Schutz gestellt werde oder nicht, sagt John Hocevar. Der Meeresbiologe leitet die Ozean-Kampagnen bei Greenpeace USA.

Anja Jardine | Neue Zürcher Zeitung

Herr Hocevar, Ihr Beruf ist die Rettung der Meere. Zurzeit gilt Ihr Kampf dem Plastikabfall. Was genau ist Ihr Ziel?

Wir wollen Einwegplastik aus der Welt schaffen. Mit der wachsenden Weltbevölkerung hat die Verschmutzung eine Grössenordnung erreicht, die uns zwingt zu handeln. Das Gute bei dieser Kampagne ist, dass alle das Problem begreifen – Verbraucher, Politiker und Wirtschaftsführer. Gespräche mit den CEO über Plastik gehören zu den befriedigendsten Dingen, die ich in letzter Zeit gemacht habe. Sie sagen: «Wir wissen, dass wir etwas ändern müssen. Es geht auch um unser Business-Modell.» Es ist kein Problem, aus dem wir uns herausrezyklieren können. Und Kehrichtverbrennung – wie es zum Beispiel die Schweiz tut – verursacht andere umweltschädliche Emissionen. Unser Hauptproblem ist die Wegwerfkultur. Wir müssen den Konsum reduzieren.

Plastik ist nicht das einzige Problem der Meere. Welches sind die bedrohlichsten?

Klimaerwärmung, Übersäuerung und Überfischung, das sind die Hauptprobleme unserer Ozeane. Klimaerwärmung und Übersäuerung werden in den nächsten Jahren alles übertrumpfen, aber auch Plastik ist eine echte Bedrohung für das Ökosystem geworden. Es ist nicht nur so, dass Seevögel, Wale oder Schildkröten daran ersticken, sondern auch das für unsere Augen unsichtbare Mikroplastik ist ein Riesenproblem.

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Ackerland im Ausverkauf

Feld bei Dienstedt (Thüringen). Foto: Michael Sander / CC BY-SA 3.0

In Ostdeutschland kaufen Investoren große landwirtschaftliche Flächen. Wie kann eine gerechte Verteilung von Ackerböden aussehen?

Susanne Aigner | TELEPOLIS

Rund 70 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland gehören nicht mehr den Bauern, die sie bewirtschaften. Wie weit der Ausverkauf bereits fortgeschritten ist, zeigt eine im November 2017 veröffentlichte Studie am Thünen-Forschungsinstitut.

Der Wissenschaftler Andreas Tietz untersuchte 853 Unternehmen in fünf ostdeutschen Bundesländern daraufhin, wie sich deren Eigentümer-Struktur seit 2007 verändert hat. So waren Anfang 2017 bei jedem dritten Agrarbetrieb ortsfremde, überregional aktive Investoren die Mehrheitseigentümer.

Am höchsten war die Quote mit 41 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern, am zweithöchsten in Brandenburg mit 36 Prozent. Im betrachteten Zeitraum sind in 155 Fällen die Kapitalmehrheiten auf neue Eigentümer übergegangen, wobei zu knapp drei Viertel aller Fälle die Käufer überregional aktive Investoren waren. Jeweils die Hälfte der Fläche entfiel auf landwirtschaftsnahe Investoren, die andere Hälfte auf Investoren aus anderen Wirtschaftsbereichen.

Während sich die Bodenpreise im Westen in den letzten Jahren verdoppelten, haben sie sich im Osten seit 2007 sogar verdreifacht. In Brandenburg zum Beispiel sind die Böden zumeist sandig und wenig ertragreich. Dennoch liegen die Hektar-Preise zwischen 15.000 und 18.000 Euro. Das rechnet sich vor allem für riesige Agrargesellschaften mit tausenden Hektar Land.

Dem Grundstückverkehrsgesetz zufolge müsste der Kauf von Landwirtschaftsflächen eigentlich behördlich genehmigt werden. Damit die örtliche Landwirtschaft weiter bestehen kann, erhalten Bauern aus der Region ein Vorkaufsrecht – normalerweise. Mittlerweile geht das meiste Land allerdings über so genannte Share Deals weg: Anstatt die Ackerfläche direkt zu kaufen, übernimmt der Investor mehrheitlich die Anteile der Agrargesellschaft, der das Land gehört.

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