Great Barrier Reef: Wassererwärmung macht männlichen Schildkröten den Garaus

(c) REUTERS (David Gray)
Die Grüne Meeresschildkröte könnte aufgrund der Erderwärmung bald aussterben. Die australische Regierung bietet Millionen zur Rettung der Korallen im Great Barrier Reef an.

Die Presse.com

Steigende Wassertemperaturen bedrohen im australischen Great Barrier Reef die Grüne Meeresschildkröte. Immer mehr Tiere der bekannten Schildkrötenart kommen weiblich zur Welt, heißt es in einer neuen Studie. Da das Geschlecht der Grünen Meeresschildkröte durch die Wassertemperatur bestimmt wird, sorgt der Klimawandel mit seinem Anstieg der Meerestemperaturen dafür, dass die Eier in wärmerem Wasser brüten – und dadurch schlüpften immer mehr weibliche Tiere.

Im Norden des Great Barrier Reefs würden kaum mehr männliche Schildkröten geboren, sagte der Chef der Nichtregierungsorganisation Worlwide Fund for Nature (WWF) in Australien, Demot O’Gorman. Das gefährde das Überleben der Population der bekannten Schildkrötenart.

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Warum Pflanzen blühen

Rot-gelbe Tulpen (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
Warum blüht es überall? Für den Naturforscher Charles Darwin war diese Frage ein „abscheuliches Mysterium“.

Dlf24

Ihm war unklar, warum 90 Prozent aller Pflanzen auf der Welt Blüten haben – von Tulpen, über Mandelbäume bis zum Weizen. Und warum Farne und Nadelbäume dagegen in der Minderheit sind.

Jetzt sagen Biologen aus den USA: Sie haben eine Antwort. Im Fachmagazin PLOS Biology schreiben sie, das liegt daran, dass Blütenpflanzen kleinere Genome haben. Kleineres Genom heißt kleinerer Zellkern – und das heißt: kleinere Zelle. Die Folge davon ist, dass die Zellen mehr Kohlendioxid aufnehmen können und Vorteile bei der Photosynthese haben. Blütenpflanzen haben also ihre Zellen geschrumpft und dadurch ihre Produktivität erhöht.

Die Forscher schreiben, dass aber noch viele Fragen offen sind – zum Beispiel: Warum sind Blütenpflanzen besser im Genome-Schrumpfen als andere Pflanzen? Und warum gibt es überhaupt noch Farne und Nadelbäume? Für künftige Darwins bleiben also noch ein paar Mysterien.

Riesen-Diamant gefunden – Größer als ein Golfball und nahezu unbezahlbar

Das ist der Riesen-Diamant – (c) AFP (HO)
Das Bergbauunternehmen Gem Diamonds hat in Lesotho einen Riesen-Diamanten gefunden. Der Stein sei von „außerordentlicher Qualität“, seine Größe liege etwa zwischen einem Golf- und einem Tennisball.

Die Presse.com

Er ist größer als ein Golfball und nahezu unbezahlbar: Ein 910 Karat schwerer Rohdiamant ist in einer Mine im afrikanischen Lesotho gefunden worden. Das an der Londoner Börse notierte Bergbauunternehmen Gem Diamonds berichtete am Montag, er sei vermutlich der fünftgrößte je gefundene Diamant.

Der Stein sei von „außerordentlicher Qualität“, seine Größe liege etwa zwischen einem Golf- und einem Tennisball. Der Rohdiamant stammt den Angaben nach aus einer Mine im Norden Lesothos – einem kleinen, bergigen und von Südafrika eingeschlossenen Königreich. Gem Diamonds hält 70 Prozent der Anteile der Mine in den Maluti-Bergen, Lesothos Regierung hält 30 Prozent. Die Aktie des Unternehmens stieg im frühen Handel um mehr als zehn Prozent.

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Unterwasser-Ausbruch der Superlative

Blick auf einen Unterwasser-Giganten: Der Havre-Vulkan liegt nordöstlich von Neuseeland und ist 2012 in einer heftigen Eruption ausgebrochen. © University of Tasmania/ WHOI
Mega-Eruption im Pazifik: Einer der größten Unterwasser-Ausbrüche der letzten 100 Jahre war noch dramatischer als bisher angenommen. Bei der Eruption des Havre-Vulkans im Jahr 2012 schleuderten seine 14 Schlote zusammen mehr Material aus als der Mount St.Helens., wie eine Expedition zur Untersee-Caldera nun enthüllt. Drei Viertel davon jedoch trieben als gigantisches Bimssteinfloß davon, wie die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

scinexx

Am 18. Juli 2012 bemerkten Passagiere eines Flugs über den Südwest-Pazifik unter sich etwas Ungewöhnliches: Auf der Meeresoberfläche schwamm ein gigantisches Floß aus Bimsstein – einem porösen, häufig bei Vulkanausbrüchen entstehenden Gestein. Da weit und breit kein Land in Sicht war, musste dieser Bimsstein vom Meeresgrund stammen – aus der Eruption eines Unterwasser-Vulkans.

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Weltklimarat: Politiker verhindern Erreichen von Pariser Klimaziel

foto: arnulf stoffel/dpa via ap Wird es wärmer, steigt der Wasserspiegel.
Der Weltklimarat (IPCC) hält nach einem Bericht der Berliner „tageszeitung“ (Montagsausgabe) das im Pariser Klimaabkommen anvisierte Ziel, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, für kaum noch einhaltbar.

derStandard.at

Das 1,5-Grad-Ziel war auf der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris auf Druck der besonders stark vom Klimawandel betroffenen Staaten in den Vertragstext eingefügt worden.

Dies sei „mit 66-prozentiger Wahrscheinlichkeit jenseits des Erreichbaren“, zitiert das Blatt aus einem bisher unveröffentlichten Entwurf der „Zusammenfassung für Entscheidungsfinder“ eines neuen Berichts der weltweit führenden Klimawissenschafter zu dem 1,5-Grad-Ziel. Dem Entwurf des IPCC-Berichts zufolge, der noch überarbeitet und im Herbst veröffentlicht werden soll, macht die aktuelle Politik der beteiligten Staaten diese Begrenzung jedoch praktisch unmöglich.

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This Is Why Understanding Space Is So Hard

The overwhelming success of Einstein’s theory was the final blow for Newton’s absolute space—but without absolute space, we continue to struggle to make sense of the forces evinced by Newton’s spinning bucket of water.. Photograph by Comstock / Getty Images
If all the matter in the universe suddenly disappeared, would space still exist? Isaac Newton thought so. Space, he imagined, was something like Star Trek’s holodeck, a 3-dimensional virtual-reality grid onto which simulated people and places and things are projected. As Newton put it in the early pages of his Principia: “Absolute space, of its own nature, without reference to anything external, always remains homogeneous and immovable.”1

By Dan Falk | NAUTILUS

This seems persuasive in everyday life. I’m walking east, you’re walking west, and the post office stays put: The frame of reference remains static. But Newton’s contemporary, the German mathematician and philosopher Gottfried Leibniz, balked at this idea of absolute space. Take away the various objects that make up the universe, he argued, and “space” no longer holds any meaning. Indeed, Leibniz’s case starts to look a lot stronger once you head out into space, where you can only note your distance from the sun and the various planets, objects that are all moving relative to one another. The only reasonable conclusion, Leibniz argued, is that space is “relational”: space simply is the set of ever-changing distances between you and those various objects (and their distances from one another), not an “absolute reality.” 2

Au contraire, responded Newton. The effects of absolute space are quite observable. And Sir Isaac had just the experiment to prove it: a spinning bucket of water. Simple as the experiment may sound, it set off a debate about the nature of space, time, motion, acceleration, and force that continues to this day.

Ever since the formation of the solar system, billions of years ago, Earth’s been spinning around with its equator “bulging out,” just like the water in the spinning bucket.

In the Principia, Newton asks us to imagine a bucket of water, suspended by its handle from a rope. Turning the bucket clockwise, the rope winds up. What happens when you let go? The bucket begins to spin counter-clockwise, slowly at first, then faster. But something else happens, too: As Newton writes, the surface of the water “will gradually recede from the middle and rise up the side of the vessel, assuming a concave shape.” For a while, the bucket and the water spin together. Eventually, the bucket slows and its spin reverses; the water slows too, gradually flattening again.

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1. Cohen, I.B. & Whitman, A. Isaac Newton / The Principia: Mathematical Principles of Natural Philosophy: A New Translation University of California Press, Berkeley CA (1999). All quotations from The Principia are from this edition.

2. Alexander, H.G. The Leibniz-Clarke Correspondence, Together With Extracts from Newton’s Principia and Opticks Manchester University Press, Manchester (1956).

Die ersten Händler der Menschheit

Moderne Nomaden: Angehörige des Tuareg-Volks in Mali (Foto: Getty Images)
  • Lange Zeit wurden Nomaden als erste Fernhändler der Menschheit angesehen.
  • Doch einige Archäologen bestreiten diese Theorie. Sie vermuten, dass der Handel schon in der Bronzezeit in den Händen von Kaufleuten war.
  • Die Funde verraten viel über den Aufstieg der ersten Städte in Mesopotamien.

Von Andrew Lawler | Süddeutsche Zeitung

Vor nahezu 4000 Jahren erwachte König Zimri-Lim im Königspalast der mesopotamischen Stadt Mari aus einem Albtraum. In diesem hatten Nomaden aus der umliegenden Wüste seine geliebte Frau gefangen. Zimri-Lims Angst, in einem antiken Keilschrifttext verewigt, zeige die Rolle der Nomaden im frühen städtischen Leben, vermuten Archäologen seit Langem. Diese mobilen Plünderer, mächtig genug, um den Schlaf der Herrscher zu stören, wurden allenfalls geduldet, weil sie exotische Güter von weit entfernten Orten heranschafften. Als Viehzüchter reisten sie Hunderte Kilometer weit auf der Suche nach Weideland. Lange Zeit wurden sie als Architekten der Fernhandelsnetze angesehen, die den Aufstieg der modernen Zivilisation im heutigen Irak um 3000 v.u.Z. unterstützten.

Da die Spuren dieser Hirten heute kaum sichtbar sind, stützten sich Forscher stark auf den Vergleich mit modernen Nomaden im Nahen Osten des 20. Jahrhunderts. Doch nun kommen Methoden hinzu, die Hinweise entschlüsseln, die von alten Nomaden hinterlassen wurden. Aufgrund von Daten aus Tiermist, Knochen, Zahnstein und Pflanzenresten schließen Forscher, dass die antiken Hirten hauptsächlich in der Nähe von Stadtgebieten lebten, statt zwischen weit entfernten Orten zu wandern.

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Hunderte fliehen vor brodelndem Vulkan auf den Philippinen

Archivaufnahme des Vulkans Mayon – (c) REUTERS (Erik de Castro)
Der Vulkan Mayon hat eine 2500 Meter hohe Aschesäule ausgestoßen. Einwohner der umliegenden Dörfer suchten Unterschlupf in öffentlichen Schulen.

Die Presse.com

Auf den Philippinen hat der Vulkan Mayon eine 2500 Meter hohe Aschesäule ausgestoßen. Mehr als 200 Menschen aus Dörfern am Fuße des Vulkans flohen vor dem Ascheregen, wie ein Sprecher der Provinzpolizei am Samstag sagte. Das Ausmaß könne wegen dichter Wolken um den Mayon nicht eingeschätzt werden, teilte die örtliche Katastrophenschutzbehörde mit.

Der 2472 Meter hohe Vulkan in der Provinz Albay 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila ist der aktivste in dem Inselstaat im Südosten Asiens. Seit 1616 brach er rund 50 Mal aus.

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This Asteroid Hunter Is Tasked With Saving Earth from Killer Impacts

Rei Watanabe. Image MOTHERBOARD
Lindley Johnson is NASA’s Planetary Defense Officer and in many ways, the fate of the Earth rests in his hands. But he’s not stressed about it.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

Every day, Earth is pummeled by thousands of pieces of space rock. Most burn up on their descent to Earth, occasionally creating a brilliant cosmic firework display such as the annual Perseids meteor shower, but on rare occasions, a piece of an asteroid will be large enough to survive passage through the atmosphere. Examples include the 2013 meteor that dramatically exploded over the Russian city of Chelyabinsk, or the 1908 Tunguska event that wiped out 800 square miles of Siberian forest.

Although these types of events are exceedingly rare—to say nothing of epoch-defining collisions like the one thought to have wiped out the dinosaurs—NASA wants to make sure we’re ready should astronomers ever discover a killer asteroid on a collision course with Earth.

Enter Lindley Johnson, a former member of the Air Force’s space surveillance team and, for several years, the sole member of NASA’s Near Earth Object Observation program, which is responsible for tracking and cataloging large asteroids in our solar system.

As NASA’s Planetary Defense Officer, Johnson is responsible for the fate of human civilization, at least as far as asteroids are concerned. But Johnson said this large responsibility doesn’t keep him up at night.

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Eishöhlen auf dem Mond entdeckt?

Neuentdeckte Lavahöhlen auf dem Mond könnten Astronauten Schutz bieten und zugleich Wassereis zur Verfügung stellen. © NASA/ Ames
Perfekte Kombination: Ein Planetenforscher hat erstmals Lavahöhlen auch im Polargebiet des Mondes entdeckt – und damit vielleicht optimale Orte für eine Mondstation. Denn diese unterirdischen Kavernen könnten Wassereis enthalten und so Astronauten mit Wasser versorgen. Gleichzeitig gibt es an der Oberfläche genügend Licht für Solarenergie und eine direkte Funkstrecke zur Erde. Indizien für die Existenz der Lavahöhlen sind mehrere bis 30 Meter große Löcher in der Mondoberfläche.

scinexx

Der Mond ist nicht so trocken wie es scheint: Das Mondgestein enthält gebundenes Wasser und in vielen schattigen Kratern am Mond-Nordpol könnte es sogar meterdicke Eisschichten geben. „Die Präsenz von Wasser auf dem Mond bedeutet nicht nur, dass man damit künftige Astronauten mit Trinkwasser versorgen könnte, es wäre auch ein Rohstoff für Raketentreibstoff“, erklärt Pascal Lee vom Ames Research Center der NASA und vom SETI-Institut.

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Fukushima: Mehr als eine Million Tonnen mit Tritium belastetes Wasser soll ins Meer abgeleitet werden

Blick in die Zerstörungen im Reaktor 3, in dem 2011 eine Kernschmelze stattfand. Bild: Tepco
Die japanische Atomaufsichtsbehörde erklärt, dass schnell eine Entscheidung über das in hunderten Tanks gesammelte Wasser getroffen werden müsse und dass von Tritium keine Gefahr ausgehe

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Fast sieben Jahre liegt die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima zurück. Das Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami führte zum Ausfall der meisten Generatoren, in drei der Reaktoren trat nach Explosionen eine Kernschmelze ein. Der von der Kernschmelze betroffene Reaktor 3 in Reaktor 3 enthielt gefährliche Mischoxid-Brennelemente aus Uran- und Plutoniumdioxid. Erst im Juli des letzten Jahres war es nach mehreren gescheiterten Versuchen gelungen, mit dem Roboter Mini-Manbo ins Innere eines Reaktors zu blicken und so zu sehen, wie groß der Schaden ist.

Es handelte sich um Reaktor 3. Die Bilder des Roboters zeigten, dass der Reaktorbehälter, wie vermutet, durchgebrochen war und die geschmolzenen Brennstäbe auf dem Boden darunter wie Lava wieder erstarrten. Ähnliche Bilder erhielt man dann aus den beiden anderen Reaktoren. Nach sechs Jahren also fand die erste Analyse des Schadens statt, also nur der erste Schritt zur Bewältigung der Katastrophe.

Während noch unklar ist, was mit den drei zerstörten Reaktoren und dem hochradioaktiven Material geschehen soll, rückt allmählich das Ende einer Maßnahme heran, das sich schon lange ankündigte. Das Wasser, das man zur Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken verwendet, täglich bis zu 200 Tonnen, verdampft nur zum Teil.

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Warum ist das Sonnensystem so unordentlich?

Um den Stern Kepler-11 kreisen 6 Planeten. Bild: NASA / Tim Pyle
Astronomen stellten bei Exoplaneten-Systemen fest, dass sie im Unterschied zum Sonnensystem sehr geordnet sind: Die Planeten sind ähnlich groß und in einem regelmäßigen Abstand

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Seit der Entdeckung der ersten Exoplaneten wird es erst einmal möglich, den normalen Aufbau von Multiplaneten-Systeme feststellen und mit unserem Sonnensystem vergleichen zu können. Astrophysiker um Lauren Weiss von der Université de Montréal haben mit dem Weltraumteleskop Kepler der Nasa entdeckte Planeten näher inspiziert und Messungen des Planetenradius, der Halbachsen der Ellipsen, der Helligkeit des Sterns und dessen Masse zum Vergleich benutzt. Während die Exo-Planetensysteme ziemlich geordnet erscheinen, ist das Sonnensystem eher chaotisch.

Bislang gingen die Messungen mit einer großen Unsicherheit einher. Auf der Grundlage des California Kepler Survey (CKS) konnten die Daten für 909 Exo-Planeten, die 355 Sterne umkreisen, präzisiert werden, allerdings bleibt eine Unsicherheit bis zu 10 Prozent etwa für den Sternradius. Das Ergebnis ist, wie die Wissenschaftler im Astronomical Journal berichten, dass in einem multiplanetaren System die Planeten bestimmte Größenverhältnisse besitzen. So ist jeder Planet im Vergleich mit einer Zufallsauswahl ähnlich groß wie sein Nachbarplanet. Daher könne man aus der Größe eines Planeten auf die Größen der anderen Planeten schließen.

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Bauernverband fordert, 70 Prozent der Wildschweine zu töten

70 Prozent des Wildschweinbestandes sollten getötet werden, fordert der Bauernverband. (Foto: dpa)
  • In Osteuropa breitet sich die Afrikanische Schweinepest aus, ein Übertritt nach Deutschland soll unbedingt verhindert werden.
  • Der Bauernverband fordert, 70 Prozent aller Wildschweine in Deutschland präventiv zu töten, um zu verhindern, dass sie die Krankheit einschleppen.
  • Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich, für Schweine aber tödlich.

Süddeutsche Zeitung

Zur Vorbeugung der sich in Osteuropa ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest fordert der Bauernverband, 70 Prozent aller Wildschweine in Deutschland präventiv zu erschießen. Das sagte Vizepräsident Werner Schwarz der Rheinischen Post. Auch die Tötung von Muttertieren und Frischlingen müsse erlaubt werden, um zu verhindern, dass die Wildschweine ihre domestizierten Artgenossen anstecken.

Schwarz sagte, dass der Anbau von Mais für Biogasanlagen dazu geführt habe, dass Wildschweine mehr Nahrung und Verstecke finden. Das Tierleid bei einer Jagd sei aber deutlich geringer als durch die Pest. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) stimmte dem zu. „Eine intelligente Reduzierung des Wildschweinbestandes spielt eine zentrale Rolle bei der Prävention“, sagte er. Dafür müssten auch die Schonzeiten aufgehoben werden.

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Der Ozean, der Professor und die Yacht

Der Bau der Yacht schlägt mit 3,5 Millionen Euro zu Buche © Claus Reissig
Ozeane erforschen ist teuer, Forschungsschiffe sind rar. Als Alternative wird in Greifswald eine 22 Meter lange Forschungsyacht gebaut.

Von Claus Reissig | Frankfurter Allgemeine

Man muss eine Weile mit Professor Haug aus Mainz gesprochen haben, bis man versteht, dass eine wie ein Forschungsschiff aussehende Yacht kein Privatvergnügen ist. Die Explorer 72, die gerade bei Michael Schmidt Yachtbau in Greifswald entsteht, hat einen ernsten Auftrag. Sie soll tun, wozu große Forschungsschiffe vom Schlage einer „Meteor“, „Sonne“ oder „Polarstern“ nicht in der Lage sind, nämlich in bestimmten Meeresregionen Langzeitbeobachtungen mit einem vergleichsweise niedrigen Budget vornehmen.

Gerald Haug ist Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und einer von vier Direktoren am Max-Planck-Institut für Chemie, Abteilung Klimageochemie, und forscht dort unter anderem an den Zusammenhängen des Klimawandels. Die „Eugen Seibold“, wie die Forschungsyacht einmal nach einem deutschen Meeresforscher heißen wird, soll dabei helfen. Und sie soll nicht weniger als das grünste Forschungsschiff der Welt werden: „Im Gegensatz zu den Stahl-Forschungsschiffen verunreinigt eine Kunststoffyacht nicht das zu beprobende Wasser zum Beispiel durch Rost“, sagt Haug. Mit elektrischen Antrieben kann die Yacht zudem bis zu neun Stunden emissionsfrei fahren, „so sind wir auch in der Lage, unverschmutzte Proben aus der Atmosphäre zu nehmen“. Ein Vorteil der Yacht, den dieselbetriebene Forschungsschiffe nicht haben.

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Over 15,000 Scientists Just Issued a ‘Second Notice’ to Humanity. Can We Listen Now?

Reassessing warning issued 25 years ago, the “second notice” to humanity warns of “widespread misery and catastrophic biodiversity loss” unless business-as-usual is upended.

By Andrea Germanos | Church and State

Yikes.

Over 15,000 scientists hailing from more than 180 countries just issued a dire warning to humanity:

“Time is running out” to stop business as usual, as threats from rising greenhouse gases to biodiversity loss are pushing the biosphere to the brink.

The new warning was published Monday in the international journal BioScience, and marks an update to the “World Scientists’ Warning to Humanity” issued by nearly 1,700 leading scientists 25 years ago.

The 1992 plea, which said Earth was on track to be “irretrievably mutilated” baring “fundamental change,” however, was largely unheeded.

“Some people might be tempted to dismiss this evidence and think we are just being alarmist,” said William Ripple, distinguished professor in the College of Forestry at Oregon State University, and lead author of the new warning. “Scientists are in the business of analyzing data and looking at the long-term consequences. Those who signed this second warning aren’t just raising a false alarm. They are acknowledging the obvious signs that we are heading down an unsustainable path.”

The new statement—a “Second Notice” to humanity—does acknowledge that there have been some positive steps forward, such as the drop in ozone depleters and advancements in reducing hunger since the 1992 warning. But, by and large, humanity has done a horrible job of making progress. In fact, key environmental threats that demanded urgent attention a quarter of a century ago are even worse now.

Among the “especially troubling” trends, they write, are rising greenhouse gas emissions, deforestation, agricultural production, and the sixth mass extinction event underway.

Taking a numerical look at how some of the threats have grown since 1992, the scientists note that there’s been a 26.1 percent loss in fresh water available per capita; a 75.3 percent increase in the number of “dead zones”;  a 62.1 percent increase in CO2 emissions per year; and 35.5 percent rise in the human population.

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Wildschweine dürfen ganzjährig bejagt werden

Eine Bache und ihre Frischlinge suhlen sich in Bielefeld. Foto: dpa
Aus Angst vor einer Ausbreitung der Schweinepest sollen die Wildschweinbestände drastisch reduziert werden.

Frankfurter Rundschau

Die Sorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest treibt auch die Behörden in Rheinland-Pfalz um. Allerdings ist eine Aufhebung der Schonzeit, wie sie derzeit in Hamburg angeordnet wird, nicht notwendig. Nach Auskunft von Josephine Keller, Sprecherin des Mainzer Forstministeriums, darf Schwarzwild im Rheinland-Pfalz bereits seit 2013 ganzjährig bejagt werden. Ausgenommen davon sind nur Bachen, die abhängige Frischlinge führen.

Seit August vergangenen Jahres sei es Jägern zudem erlaubt, bei der Nachtjagd künstliche Lichtquellen einzusetzen. Es dürften jedoch nur Taschenlampen oder Handscheinwerfer eingesetzt werden, die nicht fest mit der Waffe verbunden seien.

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Frauen werden unabhängig vom Lebensstil älter als Männer

Nikolai Tschechow: Die junge Witwe (um 1885).
Forschungsergebnis der Biostatistikerin Virginia Zarulli wirft auch Fragen zur Rentengerechtigkeit auf

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Dass Frauen eine längere Lebenserwartung haben als Männer, ist schon lange bekannt. Bislang wurde das regelmäßig mit Unterschieden im Lebensstil erklärt: Damit, dass Frauen weniger Tabak rauchten, der über Lungenkrebs, COPD und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen frühen Tod fördert. Damit, dass sie durchschnittlich weniger Alkohol in ungesunden Mengen trinken, die die Lebenserwartung via Leberschäden et cetera ebenfalls verkürzen. Und damit, dass sie in früheren Jahrzehnten weniger beruflichen Gefahren und Belastungen ausgesetzt gewesen sein könnten als Männer und nicht so risikobereit Auto fuhren.

Andere Faktoren, die die Lebenserwartung massiv beeinflussen, sind Gewalt und Drogenmissbrauch (vgl. Gewalt und Drogenmissbrauch), Einkommen und Vermögen (vgl. Die reichen Alten werden immer reicher), der Wohnort (vgl. USA: Landkreise mit einer Lebenserwartung wie im Sudan und Trump gewann in den Counties, in denen die Lebenserwartung unterdurchschnittlich stieg) und die Ernährung (vgl. Hochrisikofaktor: Schlechte Ernährung).

Ein Team um die an der University of Southern Denmark (SDU) forschende Biostatistikerin Virginia Zarulli hat nun untersucht, ob Frauen auch in Situationen länger leben, in denen es solche Lebensstilunterschiede nicht gibt. Für ihre in PNAS veröffentlichte Studie mit dem Titel Women live longer than men even during severe famines and epidemics hat sie sich nicht nur Zahlen aus homogenen Gemeinschaften wie Klöstern, sondern auch Extremsituationen wie Hungersnöte auf Geschlechterunterschiede beim Sterben hin angesehen:

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Backcountry Skiing Is Hurting Canada’s Endangered Caribou

Woodland caribou in Gaspesie National Park, Quebec. Image: Getty Images/Philippe Henry
Gaspésie National Park in Quebec is well-known for its beautiful views of the mountains and diverse wildlife. Skiers and hikers might even catch a glimpse of the iconic woodland caribou, featured prominently on Canada’s 25-cent coins. But it turns out that what may seem like harmless encounters with wildlife are actually a catalyst for caribou endangerment.

By Lisa Cumming | MOTHERBOARD

A recent paper in the journal Biological Conservation studied the response of Atlantic-Gaspésie mountain caribou (an endangered population of woodland caribou) to backcountry skiers in the Gaspésie. It suggests that even a relatively subtle human activity, like skiing, can contribute to the mass decline of these animals. In fact, this herd of caribou could vanish from the area within two decades if it isn’t properly protected, lead author Martin-Hugues St-Laurent told me.

While caribou are under threat across Canada, this specific herd is the only population that exists south of the St. Lawrence River, according to St-Laurent, a professor of animal ecology at the Université du Québec à Rimouski. In the past 30 years, the population has shrunk 63 percent because of increased predation by coyotes and black bears. St-Laurent estimates there are only around 70 individuals left.

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Skandinavier haben doppelte Wurzeln

Knochen von einem der steinzeitlichen Skandinavier, deren DNA analysiert wurde. © Beate Kjørslevik
Doppelte Einwanderung: Als die Gletscher der Eiszeit aus Skandinavien verschwanden, wanderten gleich zwei verschiedene Völker dorthin ein. Eine Gruppe kam aus dem Süden und damit aus Mitteleuropa, eine zweite kam nur wenig später aus dem Nordosten nach Skandinavien, wie Genanalysen nun enthüllen. Erst vor Ort mischten sich beide Gruppen und schufen die Basis für die Jäger-und-Sammler-Kulturen dieser Region.

scinexx

Skandinavien war nach der letzten Eiszeit eine der letzten Regionen Europas, aus denen sich die Gletscher zurückzogen. Dadurch konnte Pflanzen, Tiere und Menschen dieses Gebiet erst relativ spät wieder besiedeln. Archäologische Funde legen nahe, dass in Skandinavien erst vor rund 11.700 Jahren wieder Menschen lebten. Woher diese frühen Jäger und Sammler damals jedoch stammten und über welche Routen sie Skandinavien wiederbesiedelten, blieb bisher strittig.

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Klimawandel-Ignoranz – die Wut des Harald Lesch

Der Astrophysiker und Moderator kritisiert in Tutzing die Abkehr von Klimazielen bei den Sondierungsgesprächen. Bei manchen Aussagen könnten ihm die „Lynchdrüsen“ schwellen.

Von Manuela Warkocz | Süddeutsche Zeitung

Mit diesem Gastredner bewiesen die Grünen-Kreisvorsitzenden Kerstin Täubner-Benicke und Bernd Pfitzner ein glückliches Händchen. Der Andrang zum Neujahrsempfang der Grünen mit Harald Lesch im Tutzinger Schloss war am Montagabend enorm. Über 200 angemeldete Zuhörer, darunter viele Nicht-Grüne, wollten im Gartensaal den bekannten Astrophysiker und Moderator der von 1998 bis 2007 ausgestrahlten Wissenschaftsreihe Alpha-Centauri erleben. 20 weiteren Interessenten hatte der Kreisverband am selben Tag absagen müssen. Als Gastgeber begrüßte der Tutzinger Kreisrat und Bürgermeisterkandidat Pfitzner unter anderem die Direktorin der örtlichen Akademie für Politische Bildung, Ursula Münch, und die zum Monatsende scheidende evangelische Pfarrerin Ulrike Wilhelm – großes, bedauerndes „Ohh“ des Publikums.

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