Australien: Mensch gegen Riesenwombat

 Echsen, Wombats, tonnenschwere Kängurus: Durch Australien streiften einst riesenhafte Tiere. (Foto: Peter Trusler, Monash University)
Echsen, Wombats, tonnenschwere Kängurus: Durch Australien streiften einst riesenhafte Tiere. (Foto: Peter Trusler, Monash University)
Einst bewohnten gigantische Tiere den australischen Dschungel – wie viel Schuld tragen Jäger und Sammler an ihrem Verschwinden?

Von Ali Vahid Roodsari | Süddeutsche.de

Die Erde zittert, auf der Suche nach Nahrung marschiert ein zwei Tonnen schwerer Wombat durchs Gebüsch. Eine sieben Meter lange Eidechse kriecht aus Angst eilig davon. Eine Schildkröte, so groß wie ein Volkswagen, zieht zum Schutz den Kopf in den Panzer.

So ähnlich könnte eine Szene im australischen Dschungel vor rund 45 000 Jahren ausgesehen haben. Damals bevölkerten noch riesige Tiere – genannt Megafauna – den Kontinent. Irgendwann verschwanden aber die großen Verwandten der heutigen Echsen, Wombats und Schildkröten. Als Grund verdächtigten Forscher bisher den Klimawandel, aber eine neue Studie zeigt: Der Mensch ist wahrscheinlich schuld. (Nature Communications)

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Sonnensturm: Wie schlimm wären die Folgen?

Ein extrremer Sonnensturm trifft im Mittel alls 100 bsi 200 Jahre einmal die Erde © NASA
Ein extrremer Sonnensturm trifft im Mittel alle 100 bis 200 Jahre einmal die Erde
© NASA
Folgenreiches Blackout: Sollte ein starker Sonnensturm die Erde treffen, könnten die Folgen schlimmer sein als bisher gedacht. Allein in den USA könnten bis zu zwei Drittel der Bevölkerung von Ausfällen des Stromnetzes und der Telekommunikation betroffen sein, wie Forscher ermittelten. Die finanziellen Folgen für Wirtschaft und Infrastruktur beziffern sich auf acht bis gut 40 Milliarden US-Dollar – täglich.

scinexx

Ausbrüche gewaltiger Plasmawolken auf der Sonne sind nichts Ungewöhnliches. Die meisten dieser Sonnenstürme erreichen jedoch unsere Erde nicht oder werden von den magnetischen Schutzschilden unseres Planeten abgefangen. Doch fällt ein Sonnensturm besonders stark aus und ist er noch dazu unserem Magnetfeld entgegengesetzt gepolt, kann er zu einer echten Gefahr werden.

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Viel zu warm

Die US-Wetter- und Klimabehörde wählte dieses Bild zur Veranschaulichung der Erwärmung. Bild: NOAA
Die US-Wetter- und Klimabehörde wählte dieses Bild zur Veranschaulichung der Erwärmung. Bild: NOAA
Die Energie- und Klimawochenschau: Von globalen Temperaturrekorden, einer kälteempfindlichen Atomstromversorgung in Frankreich, Kohleausstiegsplänen in Deutschland, Quecksilber in Energiesparlampen und chinesischen Kraftwerksruinen

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Nun bestätigen es auch die US-Wissenschaftsbehörden NASA und NOAA sowie die Weltmeteorologieorganisation WMO, dass 2016 das bisher wärmste Jahr in der Geschichte der Temperaturaufzeichnungen war.

Wie kürzlich berichtet sind europäische Wissenschaftler mit anderen Datensätzen zum gleichen Schluss gekommen. Die WMO geht davon aus, dass 2016 bereits um 1,1 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau lag.

In den Daten des Goddard Institut for Space Studies der NASA ist 2016 das dritte Jahr in Folge, das einen neuen Temperaturrekord aufstellt. Das ist in der bis 1880 zurückreichenden Zeitreihe eine bisher einmalige Häufung von Rekorden. Dabei waren auch die Marken, um die die vorherigen Rekorde übertroffen worden sowohl 2015 als auch 2016 in der Summe besonders hoch.

Die globale Mitteltemperatur lag 2016 immerhin um eine Viertel Grad Celsius über der von 2014, die ihrerseits bis dahin ein Rekord gewesen war.

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Sixty Percent of the World’s Primates Are Threatened with Extinction

Kein Bankster! sieht nur so aus (CC-by-sa/2.0 von Wilfried Berns)
Kein Bankster! sieht nur so aus (CC-by-sa/2.0 von Wilfried Berns)

Primates are humans’ closest relatives, and according to a new study, we’re systematically wiping them off the face of the planet.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

The vast study, authored by 31 leading experts in primates and conservation, found that 60 percent of all non-human primate species are threatened with extinction due to destructive human activities. The most significant impact is habitat destruction caused by tearing down forests to expand farm fields, logging, and hunting. The researchers found that, without action to find more sustainable solutions, we’re at risk of losing more than half of our closest relatives within decades.

“It is daunting and, if you ask me, it’s hard to imagine we’re not going to witness the extinction of many taxa in the next 10 to 20 years,” said Eduardo Fernandez-Duque, an anthropologist at Yale University and one of the co-authors of the study, which was published Wednesday in Science Advances. “It’s going to happen.”

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Kolosse am Ende der Welt

Wie in einem „Star Wars“-Film. In diesen Modulen der Polarstation Halley VI leben britische Forscher mit ihrem Gerät.Foto: British Antarctic Survey/promo
Wie in einem „Star Wars“-Film. In diesen Modulen der Polarstation Halley VI leben britische Forscher mit ihrem Gerät.Foto: British Antarctic Survey/promo
In der Antarktis bricht eine riesige Eismasse ab. Forscher der britischen Polarstation Halley VI müssen umziehen. Das sieht aus wie in einem Star-Wars-Film.

Von Joachim Budde | DER TAGESSPIEGEL

Es ist Hochsommer in der Antarktis, aber so wie die Sonne mit jedem Kalendertag etwas Richtung Horizont sinkt, kommt für die Besatzung der britischen Antarktisstation Halley VI der Tag, an dem sie das ewige Eis verlassen. Denn in sechs Wochen beginnt der Winter und es legt sich für ein halbes Jahr Nacht über das Brunt-Schelfeis.

Jedes Jahr verlassen die meisten Forscher und Techniker die Station. Eigentlich sollte auch dieses Jahr eine Rumpfbesatzung von 16 Leuten den Winter über dort bleiben. Doch diesen März räumt die britische Polarforschungsgesellschaft British Antarctic Survey (BAS) die Station komplett. Der Grund: Das ewige Eis hat sich an dieser Stelle als vergänglicher entpuppt als angenommen. Große Risse haben die Verantwortlichen in Cambridge zu diesem Schritt veranlasst.

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Amerika: Besiedelung schon 10.000 Jahre früher?

Schnittspuren an einem Knochenstück aus einem rund 24.000 Jahre alten Pferdekiefer. Er wurde in Alaska entdeckt. © Bourgeon et al. / PLOS ONE, CC-by-sa 4.0
Schnittspuren an einem Knochenstück aus einem rund 24.000 Jahre alten Pferdekiefer. Er wurde in Alaska entdeckt. © Bourgeon et al. / PLOS ONE, CC-by-sa 4.0
Spannender Fund: Die Vorfahren der Indianer könnten Amerika fast zehntausend Jahre früher erreicht haben als bisher gedacht. Hinweise darauf liefern nun bis zu 24.000 Jahre alte Klingenspuren an Tierknochen. Diese wurden in einer Höhle im Norden Alaskas entdeckt – und damit auf Höhe der ehemaligen Landbrücke über die Beringstraße. Dort herrschte selbst während der Eiszeit ein milderes Klima, das den frühen Einwanderern das Überleben ermöglichte, wie die Forscher im Fachmagazin „PLoS ONE“ berichten.

scinexx

Klar ist: Die Vorfahren der amerikanischen Ureinwohner wanderten aus Asien nach Nordamerika ein – wahrscheinlich über die damals noch existierende Landbrücke über die Bering-See. Wann diese erste Besiedlung stattfand, ist jedoch strittig. Archäologische Funde in Florida und in Argentinien belegen, dass es schon vor mindestens 14.500 Jahren Menschen auf dem amerikanischen Kontinent gab. Doch der eisfreie Korridor von der Beringstraße ins Innere Nordamerikas war erst vor rund 12.500 Jahren passierbar. Möglicherweise zogen die ersten Indianervorfahren daher entlang der Westküste Amerikas nach Süden.

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Australien: Bienen und Wespen gleich tödlich wie Schlangen

Schlangenbisse sind durchschnittlich aber tödlicher als Bienenstiche. – (c) APA/AFP/GEORGES GOBET (GEORGES GOB
Schlangenbisse sind durchschnittlich aber tödlicher als Bienenstiche. – (c) APA/AFP/GEORGES GOBET (GEORGES GOB
Bienen und Wespen sorgen in Australien bei weitem für die meisten tierbedingten Krankenhaus-Einweisungen. Etwas anders sieht das in der Todesfälle-Statistik aus.

Die Presse.com

Wer an giftige Tiere in Australien denkt, dem kommen wohl als erstes Schlangen und Spinnen in den Sinn. Doch einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Universität Melbourne zufolge sind Bienen und Wespen für die meisten Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit giftigen Tieren verantwortlich.

Aus verschiedenen Datenquellen wurden Todesfälle in den Jahren 2000 bis 2013 sowie Krankenhaus-Einweisungen von 2001 bis 2013 betrachtet. Demnach wurden von insgesamt 42.000 erfassten Patienten 33 Prozent wegen Bienen- oder Wespenstichen behandelt. 30 Prozent wurden mit Spinnenbissen eingewiesen und nur 15 Prozent mit Schlangenbissen.

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Genetically Modified Mosquitoes Show Resistance to Dengue

A female Aedes aegyti mosquito filled with human blood. Image: U.S. Department of Agriculture/Flickr
A female Aedes aegyti mosquito filled with human blood. Image: U.S. Department of Agriculture/Flickr
Researchers have found a way to reduce how effectively mosquitoes can transmit dengue fever, at least in the lab—and their work could be a step toward stopping the spread of the disease, which infects about 390 million people every year and can, in rare cases, be deadly.

By Meredith Rutland Bauer | MOTHERBOARD

The dengue virus is spread by the Aedes aegypti mosquito when the insect takes a bloodmeal from an infected human host. The virus goes through several phases and eventually infects the mosquito’s salivary glands, which means the next person it bites will be exposed.

A recent study in PLOS Neglected Tropical Diseases looks at genetically modified mosquitoes that were designed to be resistant to the dengue virus—and it seems that these researchers’ methods worked.

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Feinstaub weckt schlafende Viren

Autoabgase setzen verschwindend kleine Partikel frei - und diese können Viren in der Lunge reaktivieren. © Yocamon/ thinkstock
Autoabgase setzen verschwindend kleine Partikel frei – und diese können Viren in der Lunge reaktivieren. © Yocamon/ thinkstock
Wecker für Viren: Feinstaub kann in der Lunge schlafende Herpesviren aktivieren. Darauf deuten nun Experimente mit Mäusen und menschlichen Zellen hin. Demnach wird eine latente Infektion durch eine entsprechende Belastung mit Nanopartikeln wieder akut. Offenbar verändert das Einatmen der kleinen Staubteilchen das Immunsystem so, dass für ruhende Viren optimale Bedingungen herrschen. Die Folge: Sie werden aktiv und vermehren sich.

scinexx

Luftschadstoffe gehören zu den größten Umweltrisiken für unsere Gesundheit. Insbesondere der sogenannte Feinstaub ist heute in fast jeder Großstadt allgegenwärtig. Gerade diese verschwindend kleinen Partikel aus Verkehrsabgasen, Schiffschornsteinen oder anderen Verbrennungsprozessen sind jedoch gefährlich: Unter anderem können sie tief in die Lunge eindringen und dort Krebs, Fibrosen und die Lungenkrankheit COPD verursachen.

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Naturforschung: 200 Jahre Senckenberg

Präparator Christian Kopp 1934 mit einem Elchkopf. Foto: Senckenberg
Präparator Christian Kopp 1934 mit einem Elchkopf. Foto: Senckenberg
Konzerte, Partys, Wettbewerbe, Ausstellungen – mit großem Programm geht die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in ihr Jubiläumsjahr. Von der Stadt gibt es dazu ein symbolisches Präsent: Die U-Bahnstation Bockenheimer Warte erhält zusätzlich den Namen Senckenberg.

Von Thomas Stillbauer | Frankfurter Rundschau

Im kommenden November jährt sich zum 200. Mal der Gründungstag. Was bis dahin geplant ist, und auch, was die Wissenschaftler schon erreicht haben, darüber gaben sie am Montag Auskunft im Naturmuseum.

Ein würdiger Auftakt braucht einen würdigen Ehrengast. Zum offiziellen Start ins Senckenberg-Jubiläumsjahr sind am Montag gleich zwei gekommen: Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) – und Johann Christian Senckenberg höchstpersönlich. Na gut, fast persönlich. Der Uni-Dozent und Biologe Helmut Wicht, erfahrener Senckenberg-Mime, ist wieder mal ins Kostüm aus der Zeit des großen Naturwissenschaftlers, Stifters und Namenspatrons (1707–1772) geschlüpft.

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Oslo verbietet wegen Smog Gebrauch von Diesel-Fahrzeugen

– (c) imago/MiS
– (c) imago/MiS
Das Verbot für Diesel-Fahrzeuge soll zunächst bis Donnerstag gelten. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von umgerechnet knapp 170 Euro.

Die Presse.com

In der norwegischen Hauptstadt Oslo gilt wegen der aktuellen Smog-Belastung ab Dienstag ein Verbot für den Gebrauch von Diesel-Fahrzeugen. Die grüne Stadträtin Lan Marie Nguyen Berg sagte am Montag zur Begründung, Kinder, Senioren und Menschen mit Atemwegserkrankungen könne nicht zugemutet werden, dass sie „zu Hause eingesperrt“ seien, weil die Luft draußen „zu gefährlich zum Atmen“ sei.

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What the Heck Is This Giant Bow-Shaped Structure in Venus’s Skies?

Image: ©Planet-C/nakamura.masato@me.com
Image: ©Planet-C/nakamura.masato@me.com
It’s no secret that Venus, Earth’s nearest planetary neighbor, has a penchant for mysterious behavior. But the emergence of a colossal bow-shaped structure in the planet’s upper atmosphere, captured by the Japanese Akatsuki orbiter, is pretty weird even for Venus.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Stretching across 10,000 kilometers (6,214 miles), the phenomenon was spotted by the Akatsuki no sooner than it inserted itself into orbit at the planet, on December 7, 2015. The spacecraft monitored the structure until December 12, but then had to shift focus to calibrating its orbit, attitude, and telecommunication equipment. By the time it reopened its eyes to the planet on January 15, 2016, the bow shape was gone. Classic Venus.

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Fische gefangen in rätselhafter Eisformation

 Wie von einer bösen Eishexe verzaubert: Tote Fische im Eis eines Sees in South Dakota Quelle: Kelly Preheim/Screenshot Die Welt /Screenshot Die Welt
Wie von einer bösen Eishexe verzaubert: Tote Fische im Eis eines Sees in South Dakota Quelle: Kelly Preheim/Screenshot Die Welt /Screenshot Die Welt
Es ist ein Foto, das viele Fragen aufwirft: Tiefgekühlt in einem riesigen Eisblock stecken mehrere Fische. Hat etwa ein frostiger Wind eine Welle mit den springenden Seebewohnern in ein eisiges Grab verwandelt?

DIE WELT

Es sieht aus, als hätte eine blitzschnelle Kältewelle die Fische beim Sprung schockgefrostet. Doch was das bizarre Tierfoto auf den ersten Eindruck vermittelt, wird so wohl nicht zum Massensterben der Fische geführt haben.

Die Erzieherin Kelly Preheim hatte die Aufnahme bereits im März 2015 am Lake Andes im US-Bundesstaat South Dakota gemacht. Sie stellte das Foto dem Naturschutzreservat zur Verfügung, das das Bild kürzlich auf sein Facebook-Konto hochlud.

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Schlangen: Rasanter Todes-Biss

Temporeicher Angriff: Schlange beißen oft so schnell zu, dass ihre Beute kaum eine Chance hat. Forschern ist es nun zum ersten Mal gelungen, diese rasanten Angriffe mit Highspeed-Kameras in der freien Natur zu filmen. Ihre Aufnahmen von Klapperschlangen bei der Jagd auf Kängururatten zeigen: Die Vipern sind mitunter noch schneller als gedacht – aber trotzdem nicht immer erfolgreich.

scinexx

Im Tierreich kommt es oft auf das richtige Timing an. Wer als Jäger Erfolg haben will, muss seiner Beute möglichst unbemerkt auflauern und dann im perfekten Moment zuschlagen. Je schneller der Angriff, desto schlechter stehen dabei meist die Überlebenschancen für die Beute. Denn Zeit zu reagieren bleibt dann kaum noch.

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Fish Are Having a Real Hard Time in Space

Fish traveling aboard the International Space Station in 2014 experienced a near-immediate reduction in bone density upon encountering the microgravity environment of orbit. This is according to research published recently in Scientific Reports by a team of biologists at Tokyo Institute of Technology who conducted remote imaging experiments on newly-hatched medaka fish launched into space.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

The general findings are concerning but not all that surprising. The dramatic effects of microgravity on bone density have been observed in human astronauts aboard the ISS, where bone deterioration begins after about 20 days in orbit in a process resembling the sort of osteoporosis more often associated with old age. The mechanisms behind this, however, are still being explored, both for the sake of long-term space travel and for treating osteoporosis here on Earth’s surface. And so we have medaka fish, whose process of skeletogenesis is similar to our own.

„Under microgravity, there are several changes in the animal body, such as fluid shift, increase in blood pressure, and dizziness,“ Akira Kudo, the study’s lead author, and colleagues explain. „In particular, bone mineral density is decreased under microgravity; but it is unclear how osteoblasts or osteoclasts respond early in orbit.“

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Mit Spürhunden gegen eingeschleppte Schädlinge

foto: bwl Die Hündin Joy im Einsatz: Der asiatische Laubholz-Bockkäfer nistet sich unter der Baumrinde ein. Trainierte Hunde riechen einen Befall viel früher, als ihn der Mensch sieht.
foto: bwl Die Hündin Joy im Einsatz: Der asiatische Laubholz-Bockkäfer nistet sich unter der Baumrinde ein. Trainierte Hunde riechen einen Befall viel früher, als ihn der Mensch sieht.

Es sind zwei Schädlinge, auf die Förster derzeit in Österreich besonderes Augenmerk legen müssen: ein Pilz und ein Käfer. Beide haben sie idyllische Namen, sind aber gefährlich für den heimischen Baumbestand.

Von Johanna Ruzicka | derStandard.at

Das Falsche Weiße Stängelbecherchen ist Grund dafür, dass Teile der Donauauen derzeit gesperrt werden müssen, so beispielsweise die Au bei Korneuburg. Der Pilz greift nämlich den unteren Teil der dort häufigen Eschen an. Wenn die Bäume mal innerlich von dem Pilz zerfressen sind, können sie ohne große Vorwarnung umfallen. Bei Stämmen, die gut und gerne 70 Zentimeter Durchmesser haben können, ist dies für erholungssuchende Spaziergänger äußerst gefährlich. Laub- und Obstbäume betroffen Der asiatische Laubholz-Bockkäfer, von Forstleuten schon flott ALB abgekürzt, ist ein Import aus China und befällt alle möglichen Laubbäume, auch Obstgehölze. Gefährlich ist er besonders für den Ahorn.

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Zwei-Klassen-Fleisch an der Ladentheke

© dpa Alle Fleischprodukte sollen demnächst ein Tierschutzlabel verpasst bekommen.
© dpa Alle Fleischprodukte sollen demnächst ein Tierschutzlabel verpasst bekommen.
Dass sich die Bedingungen der Tierhaltung verbessern müssen, darüber sind sich alle einig. Aber wie? Landwirtschaftsminister Schmidt hat jetzt Details vorgestellt: Bald wird Fleisch in zwei Klassen eingeteilt.

Frankfurter Allgemeine

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat erstmals Einzelheiten des geplanten Tierschutzlabels für Fleischprodukte genannt. „Es wird voraussichtlich zwei Stufen geben, Standard und Premium“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Dafür würden jeweils Anforderungen an die artgerechte Haltung definiert, in Bezug auf Platz, Spielmaterial, Stroh oder Raufutter. „Das soll an jeder Ladentheke zu haben sein“, fügte Schmidt hinzu.

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Diese Norweger haben ihr Traumhaus unter eine Käseglocke gestellt

 Auch in den langen Wintern bietet das Haus ein kuscheliges Klima. © Vimeo
Auch in den langen Wintern bietet das Haus ein kuscheliges Klima. © Vimeo
Natürliche Baustoffe, gesundes Raumklima und gute Wärmedämmung passen doch zusammen. Die Energiewende der Hjertefølger ermöglicht ein Klima wie am Mittelmeer auch am Polarkreis.

Von Gernot Kramper | stern.de

Deutschland will den Energieverbrauch der Häuser durch immer mehr Dämmung und dem Einsatz luftdichter Folien in den Griff bekommen. Die Firma Solardome geht einen ganz anderen Weg: Sie isoliert jedes Haus in jedem beliebigen Baustil, indem einfach eine Art riesiger Käseglocke – der Solardome – über das Gebäude gestülpt wird.

Kuschelig warm am Polarkreis

Seit 2013 gibt es ein bewohntes Musterhaus in Norwegen. Die Familie Hjertefølger lebt auf der Sandhornøya-Insel im Norden Norwegens. Das Eiland liegt in etwa auf dem halben Weg zwischen Trondheim und Hammerfest – eine wirklich entlegene Insel mit rauem Klima. Dort wollten die Hjertefølger ihre Vision eines nachhaltigen Lebens verwirklichen.

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Superresistenter Keim tötet Patientin

Bild: geralt/Pixabay (CC0)
Bild: geralt/Pixabay (CC0)
In den Vereinigten Staaten starb eine Patientin an einem superresistenten Bakterium. Keines der 26 zugelassenen Antibiotika zeigte noch eine Wirkung.

Von Daniel Lingenhöhl | Spektrum.de

Seit Jahren warnen Mediziner, dass die Welt auf eine Antibiotikakrise zusteuert, weil Bakterien zunehmend resistent gegen die gebräuchlichen Medikamente werden. In Nevada starb nun eine über 70 Jahre alte Frau an einer Infektion mit Klebsiella pneumoniae, gegen das keines der 26 in den USA zugelassenen Antibiotika mehr wirkte. Die Patientin hatte den Keim offensichtlich aus Indien eingeschleppt, wo sie wegen einer akuten und schweren Entzündung nach einem Oberschenkelbruch längere Zeit im Krankenhaus liegen musste. Im August 2016 wurde sie nach Reno verlegt, wo man sie sofort auf einer Isolierstation unterbrachte. Dort starb sie schließlich an der Infektion, nachdem selbst Reserveantibiotika wie Colistin nicht mehr anschlugen – diese Mittel dürfen nur mit strenger Indikation eingesetzt werden und gelten als letzte Notfallmaßnahme gegen ansonsten resistente Bakterien. Selbst Antibiotika aus der Klasse der Carbapeneme erwiesen sich also als wirkungslos, was die Mediziner am US-Seuchenzentrum CDC alarmiert.

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Asyl ist kein Gruppenrecht

© Fotolia / Traumbild
© Fotolia / Traumbild
Nach den Angaben des UNHCR gab es 2015 58 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind. Im Jahr 2016 ist die Zahl sprunghaft auf 65 Millionen angestiegen. In der ersten Oktoberwoche 2016 hat Amnesty International einen Anklagebericht gegen «reiche Länder» veröffentlicht, die nicht bereit sind, diese Flüchtlinge unbegrenzt aufzunehmen. Meine Reaktion darauf ist: Das ist der reine Wahnsinn.

Von Bassam Tibi | The European

Die grosse Völkerwanderung

Die EU hat für die Flüchtlingskrise ausser frommen Sprüchen keine Strategie zu bieten. Mit Gesinnungsterror wird jede freie Diskussion über das Thema unterdrückt.

Seit Beginn dieses Jahrhunderts und extrem seit der sogenannten Flüchtlingskrise von 2015/2016 befindet sich Westeuropa vor einer existenziellen Herausforderung durch eine demografische Explosion. Diese findet ausserhalb der europäischen Grenzen statt, trifft Europa aber ins Knochenmark dadurch, dass sie in sein Territorium eindringt. Die Bevölkerung der Region des Nahen Ostens und Nordafrikas hat sich in den wenigen vergangenen Jahrzehnten beinahe verdoppelt. Diese demografische Explosion wird unglücklicherweise von wirtschaftlicher Stagnation aller Länder der Region sowie durch einen politischen Rückfall in mittelalterlich-despotische Herrschaftsstrukturen begleitet. Die verzweifelten Nahost-Muslime suchen nach einem «Outlet» und glauben, dies in Europa zu finden; sie kommen zu Millionen und Europa ist auf diese demografische Lawine nicht vorbereitet.

In dieser Atmosphäre fand der Arabische Frühling statt und bot einen Hoffnungsschimmer für Freiheit, Demokratie und Entwicklung. Statt­dessen erfolgte Staatszerfall, woraus innere Kriege in Libyen, Syrien, Irak und Jemen resultierten, deren Ende nicht in Sicht ist. In den nächsten Jahren werden weitere nahöstliche Staaten folgen, vorrangig die Türkei und möglicherweise Ägypten und Algerien. Zur Globalisierung unserer Zeit gehört der Missstand, dass andere Staaten die Zeche für diese Fehlentwicklung im Nahen Osten zu zahlen haben, konkret ist hier Westeuropa angesprochen.

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