Graue Mausmakis: Die kleinsten Primaten der Erde

Die Weibchen der Grauen Mausmakis leben in Gruppen, die Männchen sind hingegen Einzelgänger.Foto: imago/blickwinkel
Ihr Gehirn wiegt nur zwei Gramm, trotzdem sind Mausmakis ziemlich schlau. Mit den riesigen Knopfaugen erkennen sie Beute auch bei wenig Licht.

Von Marcel Kunzmann | DER TAGESSPIEGEL

Sie sind klein, flauschig – und ihre Körperteile sind für manch Überraschung gut. Im Halbdunkel des Nachttierhauses, versteckt zwischen dicken Ästen, leben die Mausmakis des Berliner Zoos. Während draußen die Sonne hoch am Himmel steht, turnt der Mausmaki munter durchs finstere Kellergehege, immer in dem Glauben, es sei gerade Nacht. Der umgedrehte Tag-Nacht-Zyklus ist vor allem im Interesse der Besucher, denn die kleinen Makis gehen erst nach Einbruch der Dunkelheit auf große Raubzüge: von Blütennektar über Insekten bis hin zu Fröschen steht allerlei auf dem Speiseplan der gefräßigen Äffchen.Mausmakis

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Nassere Winter und trockenere Sommer

Überflutung an der Mulde am 4. Juni 2013. Der Klimawandel könnte die Hochwassersaison in Deutschland zunehmend in den Winter verschieben. © UFZ / André Künzelmann
Dürren im Sommer und Überschwemmungen im Winter: Wetterextreme in Folge des Klimawandels machen sich schon jetzt in Deutschland zunehmend bemerkbar. Wie sich Niederschläge und Pegelstände der Flüsse bis zum Jahr 2100 entwickeln werden, haben Forscher nun untersucht. Demnach werden sich die Extreme weiter verstärken – mit Folgen für Landwirtschaft, Binnenschifffahrt und Energieversorgung.

scinexx

Der Klimawandel sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Die Temperaturrekorde von 2016 könnten mit dem laufenden Jahr schon wieder gebrochen werden. Die Auswirkungen der Erderwärmung werden in Deutschland besonders in den Skigebieten bemerkt, die zunehmend mit Schneemangel zu kämpfen haben. Auch der Regen wird immer unberechenbarer und kommt vermehrt als Starkregen in Form von plötzlichen Schauern herunter, anstatt als länger andauernder, leichter Landregen.

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Bundestag beschließt Endlager-Gesetz

Bild: GNS Gorleben
Die Suche nach einem geeigneten Ort für radioaktiven Müll soll bis 2031 abgeschlossen sein. Bereits jetzt ist klar: Das Suchverfahren wird anstrengend und heikel.

evangelisch.de

Der Bundestag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen das Gesetz zur Suche nach einem Standort für radioaktiven Müll beschlossen. Die Linksfraktion lehnte die Vorlage ab. Die meisten Abgeordneten bekräftigten das Verfahren der „weißen Landkarte“. Dass der umstrittene Standort Gorleben nicht ausgenommen wurde, stieß jedoch auf scharfe Kritik.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte zum Auftakt der Debatte im Bundestag die Bedeutung des Gesetzes betont. „Es ist meine tiefe Überzeugung, dass nur mit festen Regeln und mit absoluter Transparenz eine ergebnisoffene und bundesweite Suche nach einem Endlagerstandort gelingen kann“, sagte Hendricks.

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Kehrt El Niño zurück?

Auswirkungen von El Niño, Dezember 2002, Ocean Beach, San Diego. Foto: PDPhoto.org / gemeinfrei
Schwere Niederschläge in Peru in sonst ariden Regionen zeugen von ungewöhnlichem Wetter. Meteorologen vermuten, dass es nach nur einem Jahr erneut zu einem El-Niño-Ereignis kommen könnte

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Verheerende Überschwemmungen haben in den letzten Wochen zahlreiche Todesopfer gefordert, wie neben viele anderen der britische Sender BBC berichtet. Die Fluten seien die schlimmsten im beinahe 30 Jahren und mehr als die Hälfte des sei betroffen. In über 800 kleineren und größeren Ortschaften sei der Notstand ausgerufen worden.

Für gewöhnlich leiden viele der jetzt von Sturzfluten heimgesuchten Landstriche erheblich unter Trockenheit. Das hat damit zu tun, dass die Küstengewässer vor Peru eher kühl, dafür aber sehr nährstoffreich sind, weil dort Tiefenwasser aufquillt. Das beschert den Fischern reichlich Fänge, hat aber vergleichsweise geringe Verdunstung zur Folge. Daher ist die Luft, die Meerwinde an Land tragen eher trocken und Niederschläge folglich selten.

Alle paar Jahre kehren sich die Verhältnisse jedoch um. Dann nimmt das Aufquellen vor der Küste ab, die Fischschwärme bleiben aus und die Oberflächentemperatur des Meeres nimmt merklich zu. El Niño wird dieses Ereignis genannt, was der spanische Namen für das Christkind ist und darauf anspielt, dass das Phänomen in Peru meist in der Vorweihnachtszeit beginnt. Auf der anderen Seite des Pazifiks, in Australien, Indonesien und auf den Philippinen sorgt das gleiche Phänomen derweil für das Ausbleiben der Niederschläge.

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Überraschung in der Namibwüste

Sonnenuntergang in der Namibwüste – einer der trockendsten Wüsten der Erde. © Lixin Wang/ Purdue University
Verblüffende Entdeckung: Entgegen gängiger Lehrmeinung ist der Ozean nicht die Hauptquelle für den berühmten Nebel der Namibwüste. Stattdessen stammt mehr als die Hälfte des Wassers in Nebel und Tau aus dem Boden und dem Grundwasser, wie eine Studie enthüllt. Sie zeigt auch: Die vom Küstennebel versorgte Fläche der Namib schrumpft – und das hat Folgen für Flora und Fauna der Küstenwüste, so die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“.

scinexx

Die Wüste Namib ist nicht nur eine der ältesten und größten Sandwüsten der Erde. Sie gilt auch als Paradebeispiel für eine Küstenwüste: Der kalte Benguelastrom vor der Südwestküste Afrikas verhindert die Bildung von Regenwolken und macht das Küstengebiet dadurch extrem trocken und regenarm.

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Strom aus dem Vulkan

(Bild: Iceland Drilling)
Forscher wollen aus der Hitze von Vulkanen Strom gewinnen. Bei einem Projekt in Island melden sie nun erste Erfolge – und wecken die Hoffnung auf eine nie versiegende Energiequelle.

Von Ben Schwan | heise online

Genau 4659 Meter erreichte die Bohrung des Iceland Deep Drilling Project (IDDP) Anfang 2017. Damit stießen die Ingenieure so tief vor wie kein Erdwärmeprojekt vor ihnen. Vor allem aber bohrten sie auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands Vulkangestein an. Damit wecken sie die Hoffnung auf eine reichhaltige und über sehr lange Zeit ergiebige Energiequelle, berichtet Technology Review in seiner April-Ausgabe (am Kiosk oder online zu bestellen).

Überkritisches Wasser

Am Grund des Lochs haben die Ingenieure im Porenwasser des Gesteins eine Temperatur von 427 Grad Celsius bei einem Druck von 340 Bar gemessen. Unter diesen Bedingungen ist Wasser überkritisch, also weder flüssig noch gasförmig. Es enthält enorm viel Energie. Allein aus der Bohrung in Reykjanes ließen sich 50 Megawatt Leistung gewinnen, genug zur Versorgung von 50000 Einfamilienhäusern.

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Rosetta-Mission: Staub-Lawinen auf Kometen Tschuri

© ESA/Rosetta/NavCam
CC BY-SA
Die Rosetta-Mission ist beendet, die Sonde sendet keine Bilder. Doch nun gibt es erste Auswertungen von der Oberfläche des Kometen Tschuri. Die Landschaft verändert sich.

Von Rainer Kayser | DER TAGESSPIEGEL

Am 10. Juli 2015 kollabierte auf der Oberfläche des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko – kurz Tschuri – eine Felswand und löste so einen Staub-Ausbruch aus. Das zeigen hochaufgelöste Bilder der Raumsonde Rosetta, die ein internationales Forscherteam jetzt präsentiert. Es sei das erste Mal, dass ein direkter Zusammenhang zwischen einem solchen Staub-Ausbruch und einem Erosions-Ereignis auf einem Kometen dokumentiert werden konnte, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“. Im Fachblatt „Science“ berichtet das Rosetta-Team außerdem über die Beobachtung weiterer Veränderungen auf der Oberfläche von Tschuri.

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Abwasser als Ressource

Der 22. März ist „Tag des Wassers“. © UNESCO
Noch immer werden täglich Unmengen Abwasser achtlos in die Umwelt entlassen. Dabei könnte ein Großteil dieses Wassers nach Aufbereitung wiederverwendet werden. Ob zur Bewässerung von Äckern, als Kühlwasser in Fabriken oder sogar als Trinkwasser – der UN- Wasserbericht zum Weltwassertag ruft zu verantwortlicherem Umgang mit der Ressource Abwasser auf.

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Die Erdoberfläche ist zu 72 Prozent mit Wasser bedeckt. Doch nur 0,3 Prozent davon steht uns als Trinkwasser zur Verfügung. Dennoch nutzt die Menschheit die wertvolle Ressource bisher verschwenderisch: Abwasser wird vielerorts nicht gereinigt und wiederverwertet, sondern ungeklärt in die Gewässer geleitet. Und selbst bei uns gelangen trotz Abwasserreinigung Mikroplastik, Kontrastmittel und Arzneimittelrückstände in die Gewässer.

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Global-2000-Report zeigt Krebsgefahr durch Glyphosat auf

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
„Glyphosat und Krebs – Gekaufte Wissenschaft“ weist auf wissenschaftliche Mängel bei Studien hin, welchen die EU folgt

derStandard.at

Am Donnerstag veröffentlicht Global 2000 den rund hundert Seiten umfassenden Report „Glyphosat und Krebs – Gekaufte Wissenschaft“, der unter anderem aufzeigen soll, wie der US-Saatgutriese Monsanto aktiv daran beteiligt war, dass das Herbizid weiter verwendet werden darf.

Der gemeinsam mit Peter Clausing und Claire Robinson verfasste Report enthält zum Teil bekannte Argumente der Glyphosat-Gegner, jedoch hat die Thematik einerseits durch die dieses Jahr auslaufende Zulassung des Herbizids und zuletzt auch durch in den USA publik gewordene E-Mails von Monsanto aktuell wieder an Brisanz gewonnen. Diese „legen den Verdacht nahe, dass Monsanto offenbar versucht hat, auf Studien einzelner Forscher Einfluss zu nehmen“, schrieb dazu die „Süddeutschen Zeitung“ vergangenen Mittwoch.

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Amazonas ist neun Millionen Jahre alt

Der Amazonas wurde erst vor neun Millionen Jahren zu dem Flussgiganten, der er heute ist. © NASA
Vom Fluss zum transkontinentalen Strom: Forscher haben erstmals das Alter des Amazons genauer bestimmt. Demnach entstand der gewaltige Strom vor rund neun Millionen Jahren. Erst zu diesem Zeitpunkt verlagerten sich seine Quellen in die Andenregion und machten aus einem lokalen Gewässer einen quer durch Südamerika reichenden Flussgiganten. Die Belege dafür liefern Sedimentbohrkerne aus der Amazonasmündung.

scinexx

Der Amazonas ist mit Abstand der wasserreichste Fluss der Erde – er liefert ein Fünftel des gesamten in die Ozeane strömenden Süßwassers. Mit der Entstehung dieses gewaltigen Stroms begann für Südamerikas Natur eine ganz neue Epoche. Denn seither bildet der Amazonas sowohl eine Verbindung als auch eine Barriere quer durch den Kontinent.

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Alarmierende Wetterdaten aus der Arktis

Die Eisdecke auf dem Arktischen Ozean am Nordpol, aufgenommen am 16. August 2015. Foto: Ulf Mauder (dpa)
Klimaforscher melden alarmierende Wetterdaten aus der Arktis: Auf dem Höhepunkt des Winters gab es in der Arktis Tage mit Temperaturen fast am Schmelzpunkt. Auch andere Wetterextreme bereiten Sorgen.

Frankfurter Rundschau

Klimaforscher haben nach dem neuen Wärmerekord im Jahr 2016 im gerade auf der Nordhalbkugel zu Ende gegangenen Winter weitere alarmierende Wetterdaten aufgezeichnet. Mindestens drei Mal sei es in der Arktis zu so etwas wie Hitzewellen gekommen, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf. Mächtige atlantische Stürme hätten warme, feuchte Luft in die Arktis gebracht. Auf dem Höhepunkt des Winters und der eigentlichen Gefrierperiode habe es Tage mit Temperaturen fast am Schmelzpunkt gegeben. Das habe den polaren Jetstream – einen der Windströme, die sich in großer Höhe um den Planeten ziehen – und damit das Wetter global beeinflusst.

weiterelsen

Filme von US-Atomwaffentests veröffentlicht

The „Baker“ explosion, part of Operation Crossroads, a nuclear weapon test by the United States military at Bikini Atoll, Micronesia, on 25 July 1946. United States Department of Defense/PD
Aus dem „Giftschrank“ geholt: 750 Filmaufnahmen von US-Kernwaffentests sind jetzt erstmals öffentlich zugänglich – und können teilweise auf Youtube betrachtet werden. Nach rund 50 Jahren wurde die Geheimhaltung für die aus der Zeit von 1945 bis 1962 stammenden Filme aufgehoben. Anlass dafür ist die Digitalisierung und Neuanalyse der rund 10.000 bei US-Kernwaffentests aufgenommenen Videos. Sie enthüllt auch, dass viele Filme damals falsch ausgewertet worden sind.

scinexx

Zwischen 1945 und 1962 führten allein die USA 210 atmosphärische Kernwaffentests durch -zunächst in der Wüste von New Mexico, später unter anderem auf dem Bikini-Atoll im Pazifik. Die Explosionen der Atom- und Wasserstoffbomben hinterließen ein bis heute strahlendes Erbe. Denn die freigesetzten radioaktiven Nuklide dieser Tests sind bis heute in der Atmosphäre nachweisbar und viele der ehemaligen Testgebiete im Pazifik sind bis heute unbewohnbar.

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Überraschung im Strahlengürtel

© NASA/GSFC, Tom Bridgman Die Van-Allen-Gürtel schützen uns vor Sonnenstürmen und kosmischer Strahlung – sind aber längst noch nicht komplett erforscht.
Fehlende Elektronen: NASA-Raumsonden haben überraschende Daten aus dem inneren Strahlengürtel der Erde geliefert. Demnach gibt es dort entgegen gängiger Lehrmeinung gar keine ultraschnellen, energiereichen Elektronen. Stattdessen sorgten bisher offenbar Störeffekte der dominierenden Protonen für diesen Eindruck. Die neuen Messdaten zeigen zudem erstmals genauer, wie lange die bei Sonnenstürmen eindringenden Teilchen im inneren Van-Allen-Gürtel überleben.

scinexx

Die Van-Allen-Gürtel sind ein wichtiger Teil des planetaren Schutzschilds unserer Erde. Denn sie fangen einen Großteil der harten Strahlung und der energiereichen geladenen Teilchen aus dem Weltraum ab. Gleichzeitig sorgen diese Schutzschilde immer wieder für Überraschungen. So entdeckten Forscher vorübergehend einen dritten Ring, eine zuvor unbekannte Plasmabarriere und seltsame Zebrastreifen.

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Ein neuseeländischer Fluss besitzt jetzt die gleichen Rechte wie ein Mensch

Der Whanganui River, auch Te Awa Tupua genannt | Foto: mtrappitt | Flickr | CC BY-SA 2.0 Bild: VICE.com
Der Whanganui-Volksstamm hat 140 Jahre lang dafür gekämpft, den Te Awa Tupua als einen seiner Vorfahren ansehen zu lassen. Nun haben die Mitglieder Recht bekommen.

Von Brian Moylan | VICE.com

Vergangenen Mittwoch wurde in Neuseeland ein 140 Jahre andauernder Rechtsstreit beigelegt. Das Ergebnis: Ein Fluss besitzt nun Menschenrechte. Das berichtet der Guardian.

Der Fall wurde vom Whanganui-Volksstamm vorgebracht. Dessen Mitglieder haben seit 14 Jahrzehnten versucht, den als Te Awa Tupua bekannten Fluss offiziell als ihren Vorfahren anerkennen zu lassen. Jetzt hat ein Gericht dem Stamm Recht gegeben. Der neue Status des Flusses bedeutet, dass man ein Mitglied der Whanganui angreift, wenn man dem Gewässer Schaden zufügt.

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Fast 6000 Tuberkulosefälle in Deutschland im Jahr 2016

Bei der Zahl der Tuberkulosefälle in Deutschland geht der Trend nach oben. Im Jahr 2016 registrierte das Robert Koch-Institut 5915 Erkrankungen.

Frankfurter Rundschau

2015 waren es 5852, teilte das Institut zum Welttuberkulosetag am 24. März mit. Damit sind die Zahlen nach einem Tiefststand im Jahr 2012 deutlich angestiegen. „Es gibt einen Zusammenhang mit der aktuellen Zuwanderung“, sagte RKI-Infektionsforscherin Lena Fiebig. „Migration ist aber nicht die Ursache von Tuberkulose, das Bakterium ist es“, ergänzte sie. Es sei ungleich in der Welt verteilt, komme aber auch in Deutschland vor.

The First Spacewalker Cheated Death And Crash-Landed In a Forest Full of Wolves

Voskhod 2 commemorative stamp. Image: Russian Federation
March 18, 1965 was an ordinary Thursday for the majority of people located on planet Earth. But for 30-year-old cosmonaut Alexey Leonov, one of two people who happened to be off-world at the time, it was all about making history and cheating death.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Exactly 52 years ago this Saturday, Leonov and mission commander Pavel Belyayev blasted into space aboard the Soviet spacecraft Voskhod („Sunrise“) 2. Several crews, both Russian and American, had already orbited Earth, so Voskhod 2 had been tasked with pushing the boundaries of human spaceflight to the next level—a spacewalk, or EVA (extravehicular activity). His audacious mission has since been commemorated with books, stamps, pop culture homages, and an upcoming feature-length film.

About ninety minutes after lift-off, Leonov made his way into the ship’s Volga inflatable airlock, secured a 5.35-meter (17.6 foot) tether around his torso, opened the hatch, and ventured out into the unknown with only a spacesuit to protect him. It was the first time any human had left the safety of a spacecraft and free-floated in orbit. A Volga-mounted camera that Leonov had set up on his way out captured the extraordinary moment.

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Philosophie: „Wir kommen nicht hinterher“

Artist’s render of the TRAPPIST-1 system. Image: ESO/M.Kornmesser Themenbild
Der Philosoph Thomas Leinkauf über das beunruhigende Leben an der Schwelle zu einer neuen Zeit und die Arbeit „am offenen, pulsierenden Herzen des Wissens“.

Von Arno Widmann | Frankfurter Rundschau

Herr Leinkauf, wann haben Sie zuletzt ein Buch gelesen, das zweitausend Seiten Umfang hat?
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das zweitausend Seiten Umfang hat.

Warum muten Sie uns das zu?
Als ich anfing, das Projekt zu realisieren, war mir nicht klar, dass es einmal diesen Umfang haben würde. Aber das Buch ist so konstruiert, dass man es nicht von der ersten bis zur letzten Seite lesen muss. Querverweise und Indizes gestatten auch eine Benutzung, die auf ein bestimmtes Problem konzentriert ist oder bestimmte Begriffe in ihrem jeweiligen Kontext diskutiert sehen möchte.

Man diskutiert immer wieder bei Figuren jener Zeit – nehmen Sie zum Beispiel Nicolaus Cusanus oder Martin Luther – darüber, ob sie noch Repräsentanten des Mittelalters oder schon der Neuzeit seien.

Es geht Ihnen aber doch gerade ums Ganze der Renaissancephilosophie, nicht um eine Addition der einzelnen Disziplinen.
Man diskutiert immer wieder bei Figuren jener Zeit – nehmen Sie zum Beispiel Nicolaus Cusanus oder Martin Luther – darüber, ob sie noch Repräsentanten des Mittelalters oder schon der Neuzeit seien. Das scheint mir die Situation der Renaissance völlig zu verkennen. Sie markiert eine Schwelle, einen Übergang von einem in einen anderen Raum. Ihre Protagonisten sind in beiden Räumen und somit in keinem von beiden ganz.

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„Glyphosat vergiftet die Wissenschaft“

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
Der Streit über Glyphosat geht in eine neue Runde. Wirtschaftsprofessor Christian Kreiß hält den Fall für ein Musterbeispiel, wie Konzerne Studien manipulieren und Forscher kaufen.

Von Elke Bodderas | DIE WELT

Ghostwriting, bezahlte Studien, gekaufte Forscher: Wissenschaft ist offenbar nicht so neutral und unabhängig, wie man denkt. Das zeigt der aktuelle Fall Monsanto. In Deutschland sind vor allem Pharmakonzerne dafür berüchtigt, Einfluss auf Forscher und Studien zu nehmen. Der Wirtschaftsprofessor Christian Kreiß kennt die Praktiken, er lehrt Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen, hat zum Thema manipulierte Studien geforscht und ein Buch („Gekaufte Forschung. Wissenschaft im Dienst der Konzerne“, Europaverlag) über Forscher im Dienste der Konzerne geschrieben.

Die Welt: Die Europäische Chemikalienagentur in Helsinki kommt zu dem Ergebnis, dass Glyphosat nicht krebserregend wirkt. Was halten Sie davon?

Christian Kreiß: Das überrascht und widerspricht dem Urteil der Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation, IARC, die das Mittel sehr wohl als krebserregend einstuft. Wenn man sich den Fall genauer anschaut, sieht man allerdings, woran man ist: Das Unkrautmittel vergiftet die Wissenschaft. Das positive Ergebnis kommt dadurch zustande, dass erstens Studien des Herstellers Monsanto berücksichtigt wurden und dass zweitens der Wirkstoff Glyphosat in den Versuchen stark in Reinform statt in den handelsüblichen Zusammensetzungen verwendet wurde.

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Deutsche Städte wollen mit Seilbahnen ihre Verkehrs-Probleme lösen

Ihrer Zeit voraus: Schon 1957 beging die Rheinseilbahn in Köln ihre Jungfernfahrt. Sie war damit die erste Kabinenbahn Europas. Heute könnten ihr viele andere Seilbahnen folgen. Foto: dpa
Mit der Seilbahn zur Arbeit gondeln? Solche Projekte werden immer häufiger diskutiert – als umweltfreundliche Ergänzung im öffentlichen Nahverkehr.

Von Anika von Greve-Dierfeld | greenpeace magazin

Wer in Berlin, Konstanz oder Stuttgart lebt, hat in einigen Jahren vielleicht eine dauerhafte Alternative für die Fahrt zum Bahnhof, in die Innenstadt oder zwischen Stadtteilen. „Luftseilbahnen sind technisch ausgereifte Systeme“, sagt die Forscherin Maike Puhe vom Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). „Jeder kennt sie und in Städten würde das technisch gesehen auch funktionieren.“

Puhe leitet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verkehrswesen (IfV) ein Forschungsprojekt zur „Praxis urbaner Luftseilbahnen“. „Die Akzeptanz solcher Projekte nimmt deutlich an Fahrt auf“, erklärt sie. Stadt- und Verkehrsplaner legten seit einigen Jahren öfter Vorschläge für Seilbahnen als öffentliches Verkehrmittel auf den Tisch.

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Moderne Krankheiten: Zivilisationskrankheiten und ihre Ursachen

Ist Heuschnupfen eine Zivilisationskrankheit? Auffällig ist, dass über sechzig Prozent aller Patienten in Städten leben. © thinkstock.com, DZM
Die moderne Welt hält viele Annehmlichkeiten bereit, kann aber auch Ursache für Krankheiten sein. Lesen Sie mehr zu Zivilisationskrankheiten!

scinexx

Zivilisationskrankheiten: Krankheiten der Moderne

Bequemlichkeit, ein großes Angebot an Nahrungsmitteln und eine gute medizinische Versorgung – die moderne Lebensführung bringt viele Vorteile mit sich. Gleichzeitig kann sie aber auch Ursache verschiedener Krankheiten sein: gemeint sind sogenannte Zivilisationskrankheiten. Welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle? Und was sind Beispiele für moderne Zivilisationskrankheiten?

Was sind Zivilisationskrankheiten?

Sogenannte Zivilisationskrankheiten sind Erkrankungen, die in der modernen Zeit gehäuft auftreten. Als Hauptursache für ihr vermehrtes Auftreten gelten die heutigen Lebensumstände. Zwar haben Fortschritte in Forschung und Medizin die Lebensqualität verbessert und dazu beigetragen, dass sich viele Krankheiten besser behandeln lassen, jedoch kann die moderne Lebensweise auch Ursache für Krankheiten sein. Insbesondere folgende Faktoren können die Gesundheit negativ beeinflussen:

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