Archiv der Kategorie: Umwelt

“Essen ist einverleibtes Wissen”

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)

Bis auf wenige Ausnahmen haben die Philosophen eine Grundvoraussetzung ihres Denkens nicht mitreflektiert: die Ernährung. Sobald man diese mit auf die philosophische Rechnung setzt, entschlüsseln sich auch die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse, meint Harald Lemke, der dazu ein Buch geschrieben hat.


Von Reinhard Jellen|TELEPOLIS

Herr Lemke, Ihr neues Buch trägt den Untertitel “Philosophische Erkundungen”. Warum ist Essen denn ein philosophisches Thema?

Harald Lemke: Warum sollte es kein philosophisches Thema sein? Wenn man sich die Philosophiegeschichte ansieht, haben sich die Philosophen über wirklich alle möglichen Dinge Gedanken gemacht. Es stellt sich doch eher die Frage, wie es sein kann, dass man sich Philosoph nennen darf, ohne über das Essen nachzudenken.

Was ist Philosophie und was ihre genuinen Themen? Üblicherweise wird zwischen theoretischer und praktischer Philosophie unterschieden. Die theoretische Philosophie versteht sich als das Streben nach der Wahrheit, nach Erkenntnis und Wissen. Und ich denke, Essen ist einverleibtes Wissen. In allem, was wir essen, steckt sehr viel Wissen. Wir essen Wissen und sogar Unwissen. Dieser Zusammenhang macht das Essen zu einem zutiefst philosophischen Erkenntnisbereich.

Darüber hinaus beschäftigt sich praktische Philosophie um das gute Leben und eine der alltäglichsten Lebensaktivitäten des Menschen ist nun mal das Essen. So ist der Schritt zum Nachdenken über gutes Essen eigentlich zwingend. Ihre Frage ist aber auch berechtigt und zeigt ein großes Dilemma auf, denn aus der Philosophie heraus zu fragen, welche philosophische Relevanz das Essen besitzt, sagt auch einiges über das jeweilige Philosophieren aus. Es zeigt sich, dass sich die Philosophie bislang einer zentralen Thematik ihrer selbst verweigert hat.

“Selbst unter den gastrosophischen Vordenkern hat keiner das Essen zu einer eigenen philosophischen Theorie ausgearbeitet”

Geht es bei Aristoteles, Hegel, Schopenhauer wirklich nie auch um das Essen?

Harald Lemke: Die Beantwortung dieser Frage ist komplex, denn innerhalb des Kanons der philosophischen Meisterdenker vollzieht sich eine gegenläufige Bewegung. Es gibt einesteils von Platon bis Hegel eine Auseinandersetzung, die negativ verläuft. Bei Platon, Seneca und Augustin dreht sich viel um Essen, bei Kant vergleichsweise auch, Hegel drängt das Essen in seinem idealistischen System in den Kontext des Verdauungsprozesses ab, der aber bei ihm ein hochspekulativer Vorgang ist, weil durch den Stoffwechsel aus Materie tatsächlich menschlicher Geist wird und damit letztlich der Weltgeist samt Vernunft in die Welt kommt, was Hegel irgendwie erklären muss. Dieser rätselhafte und fundamentale Vorgang macht aber letztendlich nur eine Fußnote seines Systems aus.

Es gibt also (im großen Bogen betrachtet) eine negative und abwertende Beschäftigung mit dem Essen. In der Gegenwart feiert dieser platonische Kältestrom weiter seine Triumphe: Bei Habermas und Foucault beispielsweise kommt Essen überhaupt nicht vor. Ist es aber wirklich philosophischer, über Kommunikation nachzudenken oder über Sexualität zu reden? Dennoch gibt es auch einen kleinen Wärmestrom, der mit Epikur beginnt und über Rousseau, Marx, Nietzsche und Feuerbach verläuft. Das sind namhafte Philosophen, die sich der Thematik zuwenden. Doch selbst unter diesen gastrosophischen Vordenkern hat keiner das Essen zu einer eigenen philosophischen Theorie ausgearbeitet.

“Essen ist ein komplexer, kultureller Vorgang”

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Dark Matter Is Dark Even to Other Dark Matter

Image: NASA

Dark matter’s claim to fame is that it doesn’t interact very well with regular matter. Thanks to the electromagnetic force, we here in the world of normal matter get to experience photons and electrons as light and electricity, but dark matter misses out. This is the whole problem with directly detecting the stuff, which would seem to mostly just interact via gravity. As such, dark matter might be viewed as a ghost universe unto itself, mingling but never “touching.”


By Michael Byrne|MOTHERBOARD

New observations courtesy of NASA’s Hubble Space Telescope and Chandra X-ray Observatory offer an interesting twist to our (typical) conceptualization of dark matter. It seems that it doesn’t even interact with itself, at least in terms of exchanging momentum. This is to say that if you fire a dark matter cannonball at a dark matter wall, the ball will just sail on through. It’s not the most unexpected thing, but it allows physicists to now add new additional constraints to dark matter models, offering a clearer picture of what the stuff even is (or should be).

The new NASA results are published in the current issue of Science. They’re based on observations of colliding galactic clusters, where enormous amounts of dark matter are found mingling with individual galaxies, stars, and huge clouds of gas. These clusters offer a natural laboratory for astronomers to study interactions between dark matter and regular matter via gravitational lensing, which is the main way that dark matter makes itself visible.

“Specifically, what these collisions reveal is dark matter’s interaction “cross-section,” which is a measurement of attenuation, or how much resistance a material puts up against another material (how easily the cannonball travels through the wall). The astronomers were able to come up with a self-interaction cross-section for galactic dark matter by tracing the behavior of 72 different galactic clusters, which are visible to Hubble and Chandra from many different angles and at different times.

The basic idea is that as a galaxy cluster collides with another galaxy cluster, their respective constituent stars shouldn’t slow down very much as gas clouds offer low resistance to stars, while the stars themselves are spaced so far apart that collisions would be rare enough to not offer much of a barrier. (The star component of galactic clusters would have a very small interaction cross-section.) Meanwhile, dueling colliding gas clouds would interact, basically grinding to a halt (a very large interaction cross-section).

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IIi Pfeifhase: Der Teddybär-Hase lebt noch

© Li Weidong/Spektrum.de

© Li Weidong/Spektrum.de

Ihre Heimat sind die rauen und entlegenen Berge des Tian Shan im Westen Chinas. Dort haben nur etwa 1000 Ili-Pfeifhasen überlebt, wie Biologen nun warnen.


Von Daniel Lingenhöhl|Spektrum.de

Sie sind klein, gelten aktuell als das „süßeste“ Tier der Erde und sind sehr selten – kein Wunder, dass sich die Ili-Pfeifhasen (Ochotona iliensis) fast 20 Jahre den Nachforschungen der Menschen entziehen konnten. Die gute Nachricht: Sie leben noch und konnten nun erstmals auch wieder durch ihren ursprünglichen Entdecker Li Weidong vom Xinjiang Institute for Ecology and Geography in freier Natur beobachtet werden. Der Biologe hatte die Art erst 1983 entdeckt und beschrieben; seitdem gelang nur die Sichtung von insgesamt 29 Tieren – die letzte davon Mitte der 1990er Jahre.

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Nasa schickt gigantischen Forschungsballon um die Erde

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat in Neuseeland einen riesigen Forschungsballon in die Atmosphäre steigen lassen. dpa/FOCUS ONLINE

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat in Neuseeland einen riesigen Forschungsballon in die Atmosphäre steigen lassen. Er soll in Rekordzeit die Erde umrunden – die bisherige Bestmarke liegt bei 54 Tagen.


FOCUS ONLINE

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat in Neuseeland einen riesigen Forschungsballon in die Atmosphäre steigen lassen. In einer Höhe von rund 33 Kilometern soll das mit Helium gefüllte Fluggerät die Erde umrunden, wie die Nasa am Freitag mitteilte. Ziel ist es, die bisherige Rekord-Flugdauer von 54 Tagen für einen solchen Ballon zu übertreffen. Die Wissenschaftler wollten beweisen, dass Riesenballons sogar 100 Tage lang im Einsatz sein können, sagte die Verantwortliche des Nasa-Ballon-Programms, Debbie Fairbrother.

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Die Raumsonde Gaia – beispiellos und beispielhaft

Die Raumsonde Gaia, derzeit im Lagrange-Punkt 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Bild: Esa/Heise.de

Das vielleicht wichtigste Teleskop im Weltraum wird bald erste Ergebnisse liefern. Die Menge und Qualität von Sternpositionen bis weit in die Milchstraße, aber auch darüber hinaus, verspricht einzigartig zu sein. Aber auch methodisch könnte die Raumsonde zeigen, wie gute Wissenschaft funktioniert.


Von Alexander Unzicker|TELEPOLIS

Auch in der Astronomie ist das Einfachste oft das Beste. Das Beobachten der Sternparallaxe, eine kleine Winkelverschiebung der Position durch Änderung des Beobachterstandpunkts, ist die verlässlichste Entfernungsmessung der Astronomie. Was das menschliche Auge intuitiv beim Stereosehen verarbeitet, hat die Raumsonde Gaia (Ursprung: Globales Astrometrisches Interferometer für die Astrophysik) zu technischer Perfektion gebracht – wobei sie als “Augenabstand” den Durchmesser der Erdbahn verwendet.

Natürlich muss man für große Distanzen im Kosmos auf andere Methoden zurückgreifen, zum Beispiel um uns die typischerweise Milliarden Lichtjahre Entfernung der Galaxien erkennen zu lassen. Jedoch sind alle anderen Methoden von Annahmen abhängig, die sich in der Geschichte der Astronomie oft schon als dramatisch falsch herausgestellt haben – so unterschätzte Edwin Hubble, der Pionier der Kosmologie, die Größe des Universums fast um den Faktor zehn.

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“Grüner” Straßenbelag soll Asphalt umweltfreundlicher machen

Bild: 4ever.eu

Bild: 4ever.eu

Ein Abfallprodukt der Papierherstellung könnte den Straßenasphalt umweltfreundlicher machen: Der Holzbestandteil soll den Einsatz von Bitumen reduzieren.


Von Jan Dönges|Spektrum.de

Jedes Jahr fallen weltweit rund 50 Millionen Tonnen Lignin an. Der Stoff wird bei der Papierproduktion aus dem Holz abgetrennt und dann meist zur Energiegewinnung verbrannt. Niederländische Forscher um Ted Slaghek von der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) experimentieren nun mit einer alternativen Verwendung für das Lignin: Sie schlagen vor, es dem Bitumen beizumischen, einem der Hauptbestandteile von Asphalt.

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Eine Alternative zum konventionellen Stromnetz?

Das Stromnetz in Deutschland soll für die zukünftigen Anforderungen ausgerüstet werden. © Pixabay.com/Nikiko

Damit die zuverlässige Stromversorgung in Deutschland auch in Zukunft gewährleistet werden kann, ist ein Ausbau des Stromnetzes notwendig. Nur so gelangt der Strom, der zukünftig immer mehr aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, selbst von den entlegensten Offshore-Windparks und Photovoltaik-Dächern zeitnah zu den Verbrauchern. Langfristig könnte sich allerdings auch noch die Möglichkeit der kabellosen Stromversorgung ergeben. Bisherige Forschungen dazu sind bereits sehr erfolgreich.


scinexx

In den vergangenen Jahren ist der Strom durch den für die Energiewende notwendigen Ausbau des deutschen Stromnetzes immer teurer geworden. Im Rahmen des geplanten Netzausbaus sollen bis 2023 gemäß dem Netzentwicklungsplan 2.650 Kilometer neue Stromtrassen verlegt und 2.800 Kilometer Trassen verbessert werden. Diese Maßnahmen für die zukünftige Stromversorgung kosten insgesamt 21 Milliarden Euro. Die EEG-Umlage trägt bis jetzt maßgeblich zu diesen erhöhten Strompreisen bei. So kostete die EEG-Umlage Anfang 2014 noch 6,240 Cent pro Kilowattstunde. 2015 soll sie erstmals nach langer Zeit immerhin um 0,07 Cent auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde sinken.

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Genetik: Der Genschatz der Isländer

Island. Bild: ©Alex Akesson.

Island. Bild: ©Alex Akesson.

Island ist eine wahre Fundgrube für Genetiker: Eine homogene Gruppe, lange von der Außenwelt abgeschottet. Die Entschlüsselung des isländischen Genoms soll helfen, Risiken früh zu erkennen und neue Heilmethoden zu finden.


Moderator Dominik Schottner|DRadio Wissen

Die Isländer sind ein überschaubares Volk. Auf einer Fläche so groß wie Bayern, leben rund 300.000 Menschen. Nicht mehr als in Bielefeld, Augsburg oder Chemnitz. Rund sechs Jahrhunderte lang blieben die Isländer unter sich. Das führte dazu, dass die Menschen nah miteinander verwandt sind und der Genpool recht homogen ist.

“Es gab ein riesiges Experiment von Inzucht auf der Insel. Das hatte keine schlimmen Folgen, aber vergleichsweise sind die Isländer viel enger miteinander verwandt als hier in Deutschland.”

Michael Lange, Wissenschaftsjournalist

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This Mysterious Object Survived a Face-Off with a Black Hole

VLT images of G2 at peribothron. Credit: ESO/A. Eckart

Strange things are afoot at the Milky Way’s galactic center, and astronomers are watching the drama unfold.
New images released today by the European Southern Observatory reveal that against all odds, a gigantic dust cloud known as G2 has survived its closest approach with our galaxy’s supermassive black hole—which suggests it might be more than a simple dust cloud. These images were taken with the ESO’s Very Large Telescope (VLT) in Chile, and they provide the most detailed look at G2 ever produced.


By Becky Ferreira|MOTHERBOARD

t turns out that G2 has emerged from its encounter not only intact, but barely fazed.

This is definitely not what astronomers expected to happen. When G2 was first identified as a gas cloud in 2011, it was taken for granted that the galactic core would rip it to shreds when it reached peribothron—the term for an object’s closest approach with a black hole.

Multiple research teams were assembled to watch the carnage unfold over the summer of 2014. There were expectations of cosmic “fireworks” erupting as G2 was consumed by the ravenous core, and anticipation about capturing the first approach of what was considered a “doomed” gas cloud.

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Mars-Rover Curiosity findet “brauchbaren” Stickstoff

Aus Einzelbildern zusammengesetztes “Selfie” von Curiosity auf dem Mars. Die kleinen grauen Punkte unten links sind Probebohrungen im Marsboden. © NASA/JPL-Caltech/MSSS

Weiterer Lebensbaustein auf dem roten Planeten: Curiosity hat eine für Lebewesen nutzbare Form von Stickstoff auf dem Mars gefunden. Nitrate kommen im Gestein und im Staub des Mars offenbar großflächig verteilt vor. Der Fund stützt zwar die Annahme, dass der Mars in der Vergangenheit ein lebensfreundlicher Planet war – allerdings stammen die Stickstoffverbindungen höchstwahrscheinlich nicht aus biologischen Prozessen, erläutern Wissenschaftler in den “Proceedings of the National Academy”.


scinexx

Stickstoff ist ein entscheidendes Element für alle bekannten Lebewesen: Er dient als einer der Grundbausteine für größere Moleküle wie DNA und RNA, in denen unsere gesamte genetische Information gespeichert ist. Stickstoff ist außerdem Teil des Rückgrats der Proteine, die von Muskeln bis Haaren unseren Körper bilden und fast alle biochemischen Reaktionen darin regulieren.

Auf der Erde kommt Stickstoff reichlich in der Atmosphäre vor, und auch auf dem Mars ist das gasförmige Element häufig. Allerdings gibt es bei diesem Stickstoff für Lebewesen ein Problem: Im molekularen Stickstoff (N2) sind zwei Atome so stabil miteinander verbunden, dass sie kaum mit anderen Molekülen reagieren. Für biochemische Prozesse ist N2 damit praktisch unbrauchbar. Der Stickstoff muss erst in nutzbare Formen überführt werden.

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Pestizid Glyphosat: krebserregend oder nicht?

Glyphosat wird auch auf rund einem Drittel der deutschen Äcker eingesetzt © thinkstock

Besorgniserregend oder übertrieben? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Herbizid Glyphosat als “krebserregend bei Menschen” eingestuft. Das aber würde bedeuten, dass das weltweit am häufigsten eingesetzt Pestizid gesundheitsschädlich ist. Ob die WHO damit zu weit vorgeprescht ist oder ob Grund zur Sorge besteht, darüber wird nun heftig diskutiert. Auch Forscher sind geteilter Meinung.


scinexx

Dass wir unsere intensive, durch Spritzmittel auf Ertrag getrimmte Landwirtschaft mit Risiken für Umwelt und Gesundheit erkaufen, ist nicht neu: So dürfen drei Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide in der EU nur noch sehr eingeschränkt verwendet werden, weil sie Bienen schädigen und Mitschuld am Bienensterben haben könnten. Auch der Rückgang vieler Vogelarten könnte laut Studien auf die Neonicotinoide zurückzuführen sein. Bei dem Pestizid Methoxychlor gibt es zudem Hinweise auf generationsübergreifende Gesundheitsschäden.

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Kirchenvertreter unterstützen Pläne zur Klimaabgabe

klimawandelKirchenvertreter haben Union und SPD aufgefordert, den geplanten Klimabeitrag für Kohlekraftwerke nicht zu blockieren.


evangelisch.de

Ohne ein wirksames und ambitioniertes Klimaschutzinstrument zur Minderung der CO2-Emissionen im Stromsektor werde die Energiewende scheitern, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme kirchlicher Organisationen der Klima-Allianz Deutschland.

Der Appell bezieht sich auf ein vom Bundeswirtschaftsministerium erstelltes Eckpunktepapier zum Strommarkt. Demnach sollen die ältesten und ineffizientesten Kohlekraftwerke künftig einen Klimaschutzbeitrag zahlen. Ihr Betrieb wird schrittweise verteuert, um die Überkapazitäten und Klimagase aus der Verstromung von Kohle zu senken. Gegner des Papiers aus der Union rechnen mit hohen wirtschaftlichen Einbußen für die Betreiber und Arbeitsplatzverlusten. Klimaschützern zufolge wird Deutschland sein Ziel von 40 Prozent CO2-Reduktion bis 2020 ohne weitere Maßnahmen verfehlen.

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Ken Ham: Climate Change Would Be “Startling” if Earth Were Millions of Years Old, But It’s Not, So Don’t Worry!

God did it.

It’s always unnerving to hear Ken Ham admit the reality of climate change. But then he keeps talking and everything goes back to normal.


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

In his latest brain dropping, he goes after his critics:

creationists do not deny climate change! And at Answers in Genesis we don’t shy away from using the term “climate change.” Climate change is an observable process that we see happening around us. We can measure the temperature in the present and see that it changes from year to year (this is observational science). So we don’t reject the fact that climates do indeed change. What we do reject are the worldview-based assumptions behind the radical claims of climate change alarmists. You see, what you believe about the severity and causes of climate change has a lot to do with what you believe about the history of Earth.

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As It Turns Out, We Really Are All Starstuff

image: io9: Hubble image of the Crab Nebula supernova remnant captured with the Wide Field and Planetary Camera 2. Credit: NASA, ESA, J. Hester and A. Loll (Arizona State University)

“The nitrogen in our DNA, the calcium in our teeth, the iron in our blood, the carbon in our apple pies were made in the interiors of collapsing stars,” Carl Sagan famously said in his 1980 series Cosmos. “We are made of starstuff.”


By Jason Mayor|io9

And even today, observations with NASA’s airborne SOFIA observatory are supporting this statement. Measurements taken of the dusty leftovers from an ancient supernova located near the center our galaxy – aka SNR Sagittarius A East – show enough “starstuff” to build our entire planet many thousands of times over.

“Our observations reveal a particular cloud produced by a supernova explosion 10,000 years ago contains enough dust to make 7,000 Earths,” said research leader Ryan Lau of Cornell University in Ithaca, New York – the same school, by the way, where Carl Sagan taught astronomy and space science.

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Scientists Want to Mine Our Poop for Gold

CC BY-NC-SA 2.0, HSY Viikinmäki underground waste-water processing plant

CC BY-NC-SA 2.0, HSY Viikinmäki underground waste-water processing plant

Every year, Americans are flushing a fortune down the toilet. Literally. More than 7 million tons of biosolids—treated sewage sludge—pass through US wastewater facilities annually. Contained within our shit are surprisingly large quantities of silver, gold, and platinum.


By Maddie Stone|MOTHERBOARD

But our days of wasting human waste may be numbered, if Kathleen Smith of the US Geological Survey has anything to say about it. She’s leading a new research program that’s examining the feasibility of extracting precious metals from sewage. As Smith will explain Tuesday at a press conference at the annual meeting of the American Chemical Society, recovering metals from waste could reduce the need for environmentally-destructive mining programs, and make biosolids a safer source of fertilizer to boot.

“There are metals everywhere,” Smith said in a statement. “If you can get rid of some of the nuisance metals that currently limit how much of these biosolids we can use on fields and forests, and at the same time recover valuable metals and other elements, that’s a win-win.”

At treatment plants, raw sewage is processed by a series of physical, biological and chemical processes and transformed into treated water and biosolids. Roughly 60 percent of biosolids are applied as fertilizer to fields and forests. The rest are either incinerated or buried. While biosolids are routinely screened for hazardous heavy metals including lead, arsenic, and cadmium, few studies have tested our waste for anything as valuable as, say, gold or platinum.

But that’s starting to change. Earlier this year, a study led by Paul Westerhoff at Arizona State University profiled over 50 metals in biosolid samples from 94 wastewater treatment plants across the US. Most samples were substantially enriched in rare and precious platinum-group metals, silver, and gold. Extrapolating from their data, the authors worked out that the waste produced annually by a million Americans could contain as much as 13 million dollars worth of metals. That’s over four billion dollars worth of gold coming out of our collective arses every year.​

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Neandertaler: Vulkanausbruch als Todesstoß?

Noch heute gibt es zahlreiche Gasaustritte in den Phlegräischen Feldern © Mentnafunangann / CC-by-sa 4.0

Beschleunigte eine Katastrophe das Ende? Der Ausbruch eines Supervulkans in Italien könnte den letzten Neandertalern den Todesstoß versetzt haben. Denn die Eruption vor 40.000 Jahren verteilte nicht nur Asche über weite Teile Europas, sie führte auch zu einer Klimaabkühlung um mehrere Grad, wie Forscher herausfanden. Dieser vulkanische Winter könnte das Aussterben der Neandertaler beschleunigt haben, wie Forscher im Fachmagazin “Geology” berichten.


scinexx

Mindestens 250.000 Jahre lang trotzten die Neandertaler erfolgreich allen Unbilden seiner Umwelt. Doch vor rund 35.000 Jahren war ihre Ära in Europa endgültig vorbei – die Neandertaler waren ausgestorben. Warum dies geschah und warum stattdessen unser Vorfahre, der Homo sapiens, überlebte, bleibt bis heute unklar. Eine Rolle gespielt haben könnten Klimawechsel, soziale Faktoren oder auch ein größerer Fortpflanzungserfolg des Homo sapiens.

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Nährstoffmythos: Über die Sinnlosigkeit von Vitamintabletten

Foto: Getty Images Vitaminpillen muss fast niemand für seine Gesundheit schlucken. Der Körper kann sich aus der Nahrung versorgen – und viele Vitamine selbst recyceln

Eine rote Pille für den Muskelaufbau, eine blaue mit Antioxidantien. Nicht nur unter Sportlern sind Vitaminpräparate beliebt. Dabei sind die meisten sinnlos – und einige können sogar schaden.


Von Jörg Zittlau|DIE WELT

“Fit in den Frühling”, “Mit Vitaminen gegen die Frühjahrsmüdigkeit” – wenn der Winter sich verabschiedet, hört man, dass die Zeit für eine Extraportion Vitamine gekommen ist. Um die im Winter geleerten Speicher wieder aufzufüllen, um sich vor der intensiveren Sonnenstrahlung zu schützen, um in Sport und Beruf belastbarer zu sein.

In Deutschland geben die Menschen in einem Jahr 1,2 Milliarden Euro für Vitaminpräparate aus. Doch wissenschaftliche Daten sprechen gegen den Sinn dieser Investition – und mitunter ist sie sogar gefährlich.

Eine rote Pille für den Muskelaufbau, eine blaue für die Regeneration. Gerade unter Sportlern sind Vitaminpräparate beliebt. Sie erhoffen sich von den antioxidativen Vitaminen C und E, dass sie als sogenannte Radikalfänger die Muskeln vor Sauerstoffradikalen schützen und so die Trainingsergebnisse verbessern. Doch eine Studie der Sporthochschule Oslo zeigt, dass die Einahme dieser Vitamine auch zum Gegenteil führen kann.

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Das Höllenloch von Jharia Kohlefeuer in Indien: Inferno vor der Haustür

Themenbild.

Themenbild.

Seit fast hundert Jahren brennt im indischen Jharia ein Feuer unter der Erde; langsam frisst es sich durch den Boden – eine ökologische Katastrophe. Reisejournalist Johnny Haglund dokumentiert das Leben der Menschen am Höllenschlund.


SpON

Jharia – Wie genau das Feuer entstand, wissen sie im indischen Jharia nicht mehr. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Kohleminen nicht richtig verschlossen wurden, damals, 1916. Seither brennt in der Stadt im Westen Indiens das Feuer. Verschluckte Hunderte Gebäude, verkohlte die Erde, vertrieb Menschen aus ihren Häusern, fraß sich mit der Zeit durch 41 Millionen Tonnen Kohle.

In vielen Ländern brennt es unterirdisch, vor allem Indien, China, Indonesien, Südafrika und die USA sind betroffen. Meist haben sich Kohleflöze entzündet. Die Brände lassen sich nur sehr schwer löschen.

In Jharia brennen mittlerweile 70 Feuer, die Gegend sieht aus, wie der brennende Eingang zur Unterwelt, wie das fiktive Schattenreich Mordor aus “Der Herr der Ringe”. Die Menschen in Jharia haben gelernt, mit den Flammen zu leben – auch wenn sie schädlich sind.

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Klima: Schwindsüchtiges Meereis

Abweichung der Durchschnittsemperatur für Dezember bis Februar von den langjährigen entsprechenden lokalen Mittelwerten.

Das Eis auf dem Arktischen Ozean und den benachbarten Meeren scheint in diesem Winter sein Maximum bereits am 28. Februar erreicht zu haben, berichtet das US-amerikanische National Snow and Ice Data Center. Das wäre nicht nur außerordentlich früh – normaler Weise wird der Höhepunkt irgendwann Mitte März oder in dessen zweiter Hälfte erreicht. Die Ausdehnung des Meereises ist auch so niedrig wie nie zuvor zu dieser Jahreszeit seit Beginn der regelmäßigen Satellitenmessungen Ende der 1970er Jahre.


Von Wolfgang Pomrehn|TELEPOLIS

Zur Zeit ist die Eisfläche fast 1,2 Millionen Quadratkilometer kleiner als der Mittelwert der Jahre 1979 bis 2008 für diese Zeit. Besonders in den Randmeeren gibt es viel zu wenig Eis. In der östlichen Ostsee zum Beispiel, wo sich das Eis in den letzten Jahren oft rar gemacht hat. Bei der NASA gibt es hier anschauliche Grafiken, die zeigen, wie wenig Eis zum Beispiel südlich der Beringstraße oder im Ochotskischen Meer zwischen Kamtschatka und Sibirien auf dem Wasser schwimmt. Damit startet das Meereis heuer vermutlich von einem sehr niedrigen Niveau in die jährliche Schmelzsaison, aber derzeit könnte ein größerer Kälteeinbruch in den entsprechenden Regionen das Eis noch einmal wachsen lassen.

Das Meereis in den Polarregionen unterliegt regelmäßigen Schwankungen. Auf den offenen Ozeanen der Südhalbkugel verschwindet es im dortigen Sommer meist nahezu vollständig, auf dem arktischen Ozean im hohen Norden überstehen hingegen bisher einige Millionen Quadratkilometer die rund um die Sommersonnenwende für einige Monate nicht untergehende Sonne. In den letzten Jahrzehnten – besonders ab Beginn des Jahrtausends – hat das mehrjährige Eis jedoch erheblich abgenommen und der Trend zeigt eindeutig weiter nach untern.

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Springflut am Mont-Saint-Michel: Tausende bestaunen Jahrhundert-Naturschauspiel

Der Klosterberg Mont-Saint-Michel© Damien Meyer/AFP

Am Mont-Saint-Michel in Frankreich beobachten Tausende Touristen die sogenannte Jahrhundert-Flut. Der Klosterberg ist vom Wasser umringt. Grund des Spektakels ist eine besondere Gestirn-Konstellation.


Von Hanns-Jochen Kaffsack|stern.de

Die Bahnen und Kräfte von Sonne und Mond sorgen derzeit für ein Naturereignis nach dem anderen: Am Tag nach der von Millionen Menschen bewunderten Sonnenfinsternis strömten die Massen in Nordfrankreich zu dem weltweit bekannten Klosterberg Mont-Saint-Michel, um das Schauspiel einer “Jahrhundert-Tide” zu bestaunen. Sie kamen bereits am frühen Samstagmorgen auf ihre Kosten: Die Flut schnitt den hoch aus dem Meerwasser ragenden Felsen ganz vom Festland ab, zeigten TV-Bilder. Stehen Sonne, Mond und Erde in einer Linie, verstärken sich die Gezeiten.

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