The Earth’s Poles Have Lost Enough Ice to Cover Texas Four Times

Image: Antarctica, from NASA’s Operation IceBridge
Image: Antarctica, from NASA’s Operation IceBridge
As if 2016 wasn’t rough enough, climate scientists recently discovered parts of Antarctica have now melted. The polar continent’s ice shelf had been spared from rising global temperatures until this year.

By Meredith Rutland Bauer | MOTHERBOARD

Ice shelves in Antarctica had generally remained steady, and even grew, despite the steady collapse of ice up north in the Arctic. But this year, researchers recorded ice receding at both the northern and southern poles, according to the U.S. National Snow and Ice Data Center in Colorado.

In fact, the center recorded that the Arctic and Antarctic combined had shrunk 3.8 million square kilometers below the 1981-2010 average ice cover as of Dec. 4, which is enough ice to cover all of Texas four-and-a-half times.

Antarctica alone shrunk about 2 million square kilometers, according to data from the center, from its 1981-2010 average as of November—but the center’s research shows it could gain 0.4 percent of its mass back per decade from certain parts of the continent refreezing as usual. The Arctic shrunk about 2.3 million square kilometers during that time, and it’s on track to diminish 5 percent per decade.

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Erdrotation verändert sich – anders als gedacht

Erde vom Mond ausgesehen. Bild: NASA
Erde vom Mond ausgesehen. Bild: NASA
Planetare Überraschung: Unsere Erde rotiert immer langsamer, doch dieser Bremseffekt ist schwächer als bisher gedacht. Demnach verlängern sich unsere Tage pro Jahrhundert nur um 1,78 statt um 2,3 Millisekunden, wie eine Studie enthüllt. Diese Erkenntnis ist nicht nur wichtig für Astronomie und Weltzeit, sie spricht auch dafür, dass es Prozesse geben muss, die dem Bremseffekt des Mondes entgegenwirken, erklären die Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society A“.

scinexx

Unser 24-Stunden-Tag leitet sich aus der Erdrotation ab – eine Umdrehung entspricht einem Tag. Doch diese Rotation bleibt nicht immer gleich: Sie wird allmählich langsamer, zudem eiert die Erde dabei ein wenig. Ursache dafür sind vor allem die Gezeitenkräfte zwischen Erde und Mond. Dadurch benötigt die Erde im Laufe eines Jahrhunderts 2,3 Millisekunden länger für eine Umdrehung – so dachte man jedenfalls bisher.

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Außerirdisches Leben auf Braunen Zwergen?

In der Atmosphäre von Braunen Zwergen und Gasplaneten könnte es durchaus schwebende Mini-Aliens geben. © scinexx
In der Atmosphäre von Braunen Zwergen und Gasplaneten könnte es durchaus schwebende Mini-Aliens geben. © scinexx
Schwebende Heimat: In der Atmosphäre kühler Brauner Zwerge könnte es außerirdisches Leben geben. Denn in ihrer Gashülle gibt es eine habitable Zone mit Nährstoffen, milden Temperaturen und vielleicht sogar Wasserwolken, wie Forscher berichten. Ihre Simulation ergab: In dieser Zone könnten winzige schwebende Lebewesen vorkommen und auch lange genug überleben. Sogar unsere nächsten Nachbarn im All könnten demnach belebt sein.

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Braune Zwerge gelten als gescheiterte Sterne: Weil ihre Masse für eine Zündung der Kernfusion nicht ausreichte, sind sie oft nicht wärmer als ein Gasplanet. Allein in unserer kosmischen Nachbarschaft gibt es gleich mehrere solcher kühlen Braunen Zwerge, ein Zwergenpaar liegt nur 6,5 Lichtjahre von uns entfernt, ein weiterer Brauner Zwerg, WISE 0855-0714, hat sogar Minusgrade auf seiner Oberfläche und liegt 7,2 Lichtjahre entfernt.

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Neue Todeszone im Indischen Ozean

Schiffe auf dem Golf von Bengalen: Dass unter Wasser eine Todeszone liegt, sieht man dem Meer nicht an. © Shahidul Hasan Roman / CC-by-sa 3.0
Schiffe auf dem Golf von Bengalen: Dass unter Wasser eine Todeszone liegt, sieht man dem Meer nicht an. © Shahidul Hasan Roman / CC-by-sa 3.0
Kein Leben mehr: Im Golf von Bengalen haben Forscher eine neue „Todeszone“ entdeckt. In Wassertiefen unterhalb 100 Meter gibt es dort kaum mehr Sauerstoff im Wasser – und auch kein Leben. Nur noch winzige Reste des Atemgases verhindern, dass dort eine weitere Folge solcher Todeszonen auftritt: Die Freisetzung großer Mengen Stickstoffgases durch anaerobe Bakterien. „Der Golf steht an einem Kipppunkt“, warnen die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“.

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In immer mehr Meeresgebieten der Erde breiten sich sauerstoffarme Zonen aus – „Todeszonen“, in denen Meerestiere nicht mehr leben können. Solche Gebiete gibt es unter anderem im Schwarzen Meer, im Golf von Mexiko, mitten im Atlantik, aber auch in der Ostsee. Ursache des Sauerstoffmangels ist meist eine Kombination aus Überdüngung, geringem Wasseraustausch und Wärme.

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UN brauchen 2017 Rekordsumme für humanitäre Hilfe

Die Vereinten Nationen brauchen 2017 die Rekordsumme von 22,2 Milliarden US-Dollar, um Opfern von Konflikten und Naturkatastrophen zu helfen.

evangelisch.de

Mit dem Geld sollen dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente, Unterkünfte und andere Hilfsgüter für knapp 93 Millionen Menschen in 33 Ländern wie Syrien finanziert werden, wie der UN-Nothilfekoordinator, Stephen O’Brien, am Montag in Genf erklärte.

Die Welt sehe sich mit der größten humanitären Krise seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert, sagte O’Brien. Insgesamt erfassten die UN mehr als 128 Millionen Menschen, die von Kriegen, Konflikten, Vertreibungen und Naturkatastrophen betroffen sind. Die größte einzelne humanitäre Hilfsaktion für 2017 hätten die UN und ihre Partnerorganisationen für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien geplant.

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Treibhausgase: Das Schreckgespenst aus dem Stausee

foto: caro / picturedesk.com Forbach, Deutschland: Der Stausee der Schwarzenbachtalsperre. Bei Touristen überaus beliebt, ist der See auch ein Anschauungsbeispiel für Gärungsprozesse am Seegrund. Die dabei entstehenden Emmissionen wurden lange Zeit unterschätzt
foto: caro / picturedesk.com Forbach, Deutschland: Der Stausee der Schwarzenbachtalsperre. Bei Touristen überaus beliebt, ist der See auch ein Anschauungsbeispiel für Gärungsprozesse am Seegrund. Die dabei entstehenden Emmissionen wurden lange Zeit unterschätzt
Stauseen setzen deutlich mehr Treibhausgase frei als bisher angenommen. Relativiert dieser Ausstoß gar den Klimaschutzeffekt der Wasserkraft?

Von Kurt de Swaaf | derStandard.at

Man sieht es ihr nicht an. Die Schwarzenbach-Talsperre im Nordschwarzwald wirkt auf den ersten Blick wie eine Naturidylle, eingerahmt vom satten Grün am Rande eines Nationalparks. Vor allem im Sommer ist das Gewässer bei Touristen überaus beliebt. Im Nordwesten mündet der gleichnamige Bach ein. Das klare, kalte Wasser beherbergt so manche Forelle, aber nicht nur die Fische regen sich dort. Immer wieder steigen Gasbläschen an die Wasseroberfläche auf – wie in einem Mostfass. Am Grund des Sees geht offensichtlich etwas vor sich. Und das ist ein Problem.

Wasserkraft gilt meist als klimafreundlich, weil bei dieser Form der Stromerzeugung keine fossilen Brennstoffe verheizt werden. Ganz so einfach ist es aber nicht: Staubecken setzen sehr wohl Emissionen frei. Und diese wurden laut einer aktuell online im Fachmagazin BioScience veröffentlichten Analyse bisher deutlich unterschätzt: Die in den Stauseen entstehenden Treibhausgase relativieren die Kohlendioxid-Einsparungen der Wasserkraft sogar teilweise.

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In der Antarktis droht riesige Eisplatte zu zerbrechen

© AFP Eine Luftaufnahme der Nasa, die den Riss in der Antarktis am 1. Dezember zeigt
© AFP Eine Luftaufnahme der Nasa, die den Riss in der Antarktis am 1. Dezember zeigt
Eine der größten Eisplatten in der Antarktis droht bald abzubrechen. Der Riss wird rasant größer, wie neue Fotos der Nasa belegen. Dann könnte ein riesiger neuer Eisberg entstehen.

Frankfurter Allgemeine

Im Nordwesten der Antarktis könnte die viertgrößte Eisschelfplatte bald zerbrechen. Ein bereits vorhandener Riss im Larsen C-Eisschelf wächst rasant an, wie Wissenschaftler in den vergangenen Monaten beobachtet haben. Der Riss wird weiterhin schnell größer, wie ein Luftbild der Nasa vom 1. Dezember belegt, das jetzt veröffentlicht wurde.

Larsen C ist mit 48.600 Quadratkilometern halb so groß wie Island. Die Nasa schätzt aufgrund des aktuellen Bildes, dass der Riss 113 Kilometer lang, mehr als 91 Meter breit und rund 530 Meter tief ist. Sollte die Eisschelfplatte zerbrechen, würde sich ein riesiger Eisberg bilden, dessen Fläche Wissenschaftler auf 6000 Quadratkilometer (ungefähr so groß wie Zypern) schätzen.

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Amnesty: Kinderarbeit bei Palmöl-Zulieferer von Nestlé, Unilever, Colgate und Kellogg’s

Amnesty International deckt menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit auf Ölpalmplantagen in Indonesien auf. Palmöl des betroffenen Agrarunternehmens steckt in Produkten neun großer Konzerne, darunter Nestlé, Unilever, Colgate und Kellogg’s.

Von Anica Beuerbach | greenpeace magazine

Die Arbeitsbedingungen auf den indonesischen Plantagen des weltgrößten Palmöl-Produzenten Wilmar mit Sitz in Singapur verstoßen gegen die Menschenrechte, heißt es in einem heute veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Wilmar ist Zulieferer für neun führende Hersteller von Lebensmitteln und Haushaltsprodukten sowie Palmöl-Raffinerien: Afamsa, Archer Daniels Midland, Colgate-Palmolive, Elevance, Kellogg’s, Nestlé, Procter & Gamble, Reckitt Benckiser und Unilever.

„Unternehmensriesen wie Colgate, Nestlé und Unilever versichern uns Verbrauchern, dass ihre Produkte ‚Nachhaltiges Palmöl’ enthalten, aber unsere Recherchen zeigen, dass das Palmöl alles ist, nur das nicht“, erklärte Meghna Abraham, Leiterin der Untersuchungen bei Amnesty International.

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30 Billionen Tonnen Technik: Ausmaß und Diversität der Technosphäre

Abb. 1: Mit den von uns produzierten Technomaterialien könnten wir die Erde nicht nur komplett in Plastik- oder Alufolie einwicheln, sondern tatsächlich 50 Kilogramm Material auf jedem Quadratmeter dieser Erde platzieren. (Abb. von Univ. Leicester zur Verfügung gestellt)
Abb. 1: Mit den von uns produzierten Technomaterialien könnten wir die Erde nicht nur komplett in Plastik- oder Alufolie einwicheln, sondern tatsächlich 50 Kilogramm Material auf jedem Quadratmeter dieser Erde platzieren. (Abb. von Univ. Leicester zur Verfügung gestellt)
Vor wenigen Tagen erschien unsere neue Arbeit „Scale and diversity of the physical technosphere: A geological perspective“ vorab als online-first Publikation im Wissenschaftsjournal The Anthropocene Review. Die 25 Autoren, darunter auch ich, sind überwiegend Mitglieder der „Working Group on the ‚Anthropocene‘ der Internationalen Stratigraphischen Kommission. Die Mehrheit der Autoren sind Geologen (darunter die „Lead Autoren“ der Universität Leicester), aber auch Erdsystemwissenschaftler, Archäologen, Umwelthistoriker und andere sind dabei.

Von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder | Der Anthropozäniker

Wir versuchten erstmalig, die Masse und Vielfalt aller vom Menschen produzierten technischen Dinge, vom Bleistift bis zum Atomkraftwerk quantitativ abzuschätzen, um daraus ein weiteres Kriterium für den Eingriff des Menschen ins Erdsystem zu erhalten. Unter den in der Arbeit angegebenen Prämissen und Vorbehalten kamen wir auf ein Gesamtgewicht aller von Menschen gemachten Dinge von rund 30 Billionen Tonnen. Dies entspricht einer Belastung von 50 Kilogramm pro Quadratmeter Erdoberfläche. Zu dieser Technosphäre zählen wir, alles was von Menschenhand gemacht ist, beispielsweise Gebäude und Straßen, aber auch Dinge des täglichen Lebens wie Smartphones und Computer und nicht zuletzt Müll.

Tab. 1: Ungefähre Masse der Hauptmaterialien der physischen Technosphäre (1 Tt entspricht 10hoch12 metrischen Tonnen, d.h. 1 Billion Tonnen. Aus Zalasiewicz et al. 2016

Tab. 1: Ungefähre Masse der Hauptmaterialien der physischen Technosphäre (1 Tt entspricht 10hoch12 metrischen Tonnen, d.h. 1 Billion Tonnen. Aus Zalasiewicz et al. 2016

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Neue Fahndung nach Gravitationswellen

© Caltech Zwei Schwarze Löcher verschmelzen - und senden Gravitationswellen aus
© Caltech Zwei Schwarze Löcher verschmelzen – und senden Gravitationswellen aus
Bereit für neue Raumzeit-Rippel: Die beiden Gravitationswellen-Detektoren des LIGO-Observatoriums haben ihre neue Laufzeit begonnen. Dank verbesserter Laser, neuer Optik und Elektronik können sie jetzt noch weiter ins Weltall hinaus lauschen. Astrophysiker hoffen, dass dadurch in den nächsten Monaten gleich mehrere Gravitationswellen-Ereignisse detektiert werden können.

scinexx

Der erste Nachweis von Gravitationswellen im Februar 2016 war eine weltweite Sensation. Erstmals war es gelungen, die feinen Erschütterungen der Raumzeit einzufangen, die schon Albert Einstein vor gut hundert Jahren vorhergesagt hatte. Verursacht wurden die registrierten Gravitationswellen durch die Verschmelzung zweier schwarzer Löcher. Einige Monate später gelang ein zweites Mal ein solcher Nachweis.

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Technosphäre der Erde wiegt 30 Milliarden Tonnen

© ESA/NASA Lichter der Technosphäre: In vielen Ballungsräumen, hier in Frankreich und Großbritannien, wird es nachts nicht mehr dunkel.
© ESA/NASA Lichter der Technosphäre: In vielen Ballungsräumen, hier in Frankreich und Großbritannien, wird es nachts nicht mehr dunkel.
Schwere Last: Unser Planet ist von einer Hülle menschengemachter Strukturen umgeben. Wie viel diese „Technosphäre“ wiegt, haben nun Geologen erstmals ausgerechnet. Ihr Ergebnis: Die gesamte Technosphäre der Erde hat eine Masse von 30 Milliarden Tonnen. Gleichmäßig verteilt entspräche dies einer Last von 50 Kilogramm auf jedem Quadratmeter der Erdoberfläche. Die Vielfalt der menschengemachten Objekte übertrifft bereits die heutige biologische Artenvielfalt, wie die Forscher berichten.

scinexx

Längst haben wir Menschen unseren Planeten nachhaltig und messbar geprägt. Wir verändern chemische und biologische Kreisläufe, manipulieren das Klima und bauen ganze Landschaften um. In vielen Flüssen, Seen und Meeresgebieten schwimmen schon mehr Mikroplastik-Partikel als Organismen und unser Müll füllt gewaltige Deponien.

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Pentagon bestätigt Einsatz von Uran-Munition in Syrien

A-10-Bomber, die oft mit Uran-Munition beladen werden, angeblich nur gegengepanzerte Ziele. Bild: USAF/heise.de/tp
A-10-Bomber, die oft mit Uran-Munition beladen werden, angeblich nur gegengepanzerte Ziele. Bild: USAF/heise.de/tp
Wieder einmal hatten die USA, die Irak mit tonnenweise Uran-Munition bombardiert hatte, mit Israel, Frankreich und Großbritannien vor einem Monat gegen eine UN-Resolution über Uran-Munition gestimmt – Deutschland enthielt sich

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Das Pentagon hat Vermutungen bestätigt, dass auch im Anti-IS-Krieg bei Bombardierungen Uran-Munition verwendet worden war. Eingeräumt wird vom Centcom allerdings nur, dass dies lediglich zweimal am 18. und 23. November 2015 geschehen sei. Dabei seien 5100 30mm-Munition von einem Jagdbomber des Typs A-10 Thunderbolt II eingesetzt worden, was einer Menge von 1524 kg an abgereichertem Uran entspricht. Nach dem Pentagon sei dies wegen der „Art der Ziele“ notwendig gewesen. Welche es gewesen sind, wurde nicht mitgeteilt. Dass generell keine Uran-Munition in diesem Gebiet eingesetzt wird, sei ein Fehler in der Berichterstattung gewesen.

Bereits im Februar 2015 war behauptet worden, dass das Pentagon bei Angriffen auf Raqqa Uran-Munition und Phosphor verwendet habe. Im Mai 2016 hatte ein Verbindungsoffizier der USAF der Kongressabgeordneten Martha McSally auf eine Anfrage berichtet, dass an den beiden Tagen im November 6479 Schuss „Combat Mix“ in Syrien abgefeuert worden, was bedeute, 5100 Schuss Uran-Munition.

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Kommerzialisierung des Weltraums

Der Multidome: Konzept einer Mondstation. Bild: ESA/heise.de/tp
Der Multidome: Konzept einer Mondstation. Bild: ESA/heise.de/tp
Beim zweiten Preis der X-Prize Foundation geht es um eine Mondlandung und letztlich auch um ein interplanetares Schürfrecht auf Weltbesitz

Von Susanne Päch | TELEPOLIS

Der zweite Preis der X-Prize Foundation, der Google Lunar X-Prize, geht in die entscheidende Phase. Der von Google finanzierte Preis in Höhe von 30 Millionen Dollar stellt folgende Aufgaben: Bis Ende 2017 muss das teilnehmende Team in privater Mission einen Rover zum Mond schießen und landen, der von dort HD-Videos zur Erde überträgt und mindestens fünfhundert Meter weit gefahren sein muss.

Siebzehn Teams aus der ganzen Welt haben sich dafür beworben, nicht alle mit einer echten Erfolgschance. Mit dabei im Wettrennen zum Mond: die PT Scientists, ein inzwischen von Audi mit Geld und Knowhow aufgepumptes Unternehmen. Gerade hat das Team seine Startbuchung mit der Spaceflight Inc. für Ende 2017 offiziell bekannt gegeben. Die Reportage des Wissenschaftssenders Hyperraum.tv stellt das Unternehmen, den Preis und einige Mitbewerber vor.

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Glyphosat: Von Ängsten und Wahrheiten

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)

Schon seit Monaten streitet die EU über die Risiken des Pflanzenschutzmittels. Kritiker halten das Mittel für krebserregend und fordern ein Verbot. Aber sind die Alternativen wirklich besser?

Von Katja Scherer | Technology Review

Mit manchen Sätzen macht man sich derzeit nicht viele Freunde. „Wer Glyphosat verbieten will, sollte sich vorher auch die Auswirkungen der Alternativen anschauen“, ist so einer – selbst wenn man wie Christoph Schäfers der Parteinahme für Monsanto unverdächtig ist. Dabei spricht der Ökotoxikologe vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie nur aus, was in der derzeitigen Debatte um das Pflanzenschutzmittel viel zu kurz kommt: Wenn Glyphosat vom Markt verschwindet, was ist damit wirklich gewonnen?

Stattdessen dominieren Bilder von grünen, jungen Maispflanzen die Debatte. Sie wachsen auf Feldern, die bis zum Horizont reichen, Kleinflugzeuge besprühen sie, als dichter weißer Nebel regnet das Pflanzengift auf die grünen Triebe herab. Den gentechnisch veränderten Maispflanzen kann das Glyphosat nichts anhaben. Die Unkräuter, die zwischen ihnen sprießen, sterben dagegen in den nächsten Tagen ab.

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There’s Enough Ice Water On Mars to Fill Lake Superior

Image: European Space Agency/Wikimedia
There’s a lot more ice on Mars than we previously thought—enough to fill Lake Superior—which is very good news for Elon Musk.

By Meredith Rutland Bauer | MOTHERBOARD

A huge swath of Mars’ Utopia Planitia region is covered with a sheet of ice, according to a study published Monday in Geophysical Research Letters by University of Texas at Austin. The ice measures at 260 feet by 560 feet, and is between 50 percent and 85 percent ice—the rest is dust or rocks.

NASA confirmed the existence of ice on Mars last year, and this study shows how the expanse of that ice shelf. The discovery is significant as a potential source of water for future Mars explorers, as well as for scientists’ search for life on the red planet.

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Epochenwende – Das Ende des liberalen Zeitalters

Tempel des Konsums: Shopping-Center in Moskau / picture alliance
Tempel des Konsums: Shopping-Center in Moskau / picture alliance
Obwohl Selbstentfaltung heute groß geschrieben wird, sind Freiheit und Autonomie zu Auslaufmodellen geworden. Das Freiheitsversprechen der Marktwirtschaft hat sich ins Gegenteil verkehrt

Von Alexander Grau | Cicero

Das liberale Zeitalter scheint sich seinem Ende zuzuneigen: In den USA zieht bald Donald Trump ins Weiße Haus ein, in Großbritannien organisiert Theresa May den Brexit, in Ungarn regiert Viktor Orban, in Russland Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan in der Türkei – und im angeblichen Mutterland der Liberté, der Freiheit, wird es Marine Le Pen aller Wahrscheinlichkeit nach zumindest in die Stichwahl zur Präsidentschaft schaffen. Auch anderswo bestimmen antiliberale Gruppierungen von links und rechts innerpolitische Diskurse.

Nein, es steht offensichtlich nicht gut um den Liberalismus, um die Idee von Freiheit, Autonomie und Selbstverantwortung. Wohin man auch schaut: Allüberall greift die Sehnsucht nach Abschottung um sich, nach Begrenzung und Restriktion. Wir scheinen, vor einem Zeitalter antiliberaler Restauration zu stehen.

Doch dieser Diagnose liegt ein handfester Denkfehler zugrunde. Schließlich kann eine liberale Epoche nur dort zu Ende gehen, wo es sie einmal gegeben hat.

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Great Barrier Reef: Schlimmste je erfasste Korallenbleiche

Viele Korallen im Great Barrier Reef sind abgestorben. Foto: AFP/TORY CHASE / ARC CENTRE OF EXCELLENCE FOR CORAL REEF STUDIES
Viele Korallen im Great Barrier Reef sind abgestorben. Foto: AFP/TORY CHASE / ARC CENTRE OF EXCELLENCE FOR CORAL REEF STUDIES
Das größte Korallenriff der Welt verliert seine lebensspendenden Algen. Das Wetterphänomen El Niño ist zum Teil daran Schuld, dass das Great Barrier Reef leidet. Die Hauptursache sehen Experten aber an anderer Stelle.

Frankfurter Rundschau

Das Great Barrier Reef in Australien hat in diesem Jahr die schlimmste je erfasste Korallenbleiche zu verkraften. In einer 700 Quadratkilometer großen Region im nördlichen Teil des mehr als 2300 Kilometer langen Riffs seien zwei Drittel der Korallen abgestorben, manche Korallenbänke hätten gar keine lebenden Korallen mehr, bilanzierten Wissenschaftler der James-Cook-Universität am Dienstag.

Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet: Bei zu hohen Wassertemperaturen stoßen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

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Tödliche Gene

Anopheles gambiae beim Stich. Bild: wikimedia.org/PD/James D. Gathany
Anopheles gambiae beim Stich. Bild: wikimedia.org/PD/James D. Gathany

Mithilfe der Gentechnik können die Menschen erstmals die Malariamücke ausrotten. Aber dürfen wir das auch?

Von Antonio Regalado | Technology Review

Malaria tötet eine halbe Million Menschen jedes Jahr, vor allem Kinder im tropischen Afrika. Die Ausrottung der Seuche würde in den nächsten 15 Jahren schätzungsweise mehr als 100 Milliarden Dollar kosten. Man bräuchte Moskitonetze für jedermann, Zehntausende Kisten voller AntiMalaria-Medikamente und zig Millionen Liter Insektizide. Warum nicht stattdessen nur einen Kübel voller genveränderter Moskitos?

Am Imperial College in London herrschen in einem Raum hinter schweren Stahltüren feuchtwarme 30 Grad. In kleinen Gazekäfigen hängen die Stechinsekten, ein Warnschild weist sie als „Gene Drive“-Moskitos aus. Der rätselhafte Begriff heißt so viel wie „Genantrieb“ und bezeichnet eine Methode, durch die Gene dazu gebracht werden, sich deutlich stärker zu verbreiten als normal.

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Wien plagen übel riechende Wanzen

Archivbild: Eine Marmorierte Baumwanze / Bild: (c) imago/blickwinkel (imago stock&people)
Archivbild: Eine Marmorierte Baumwanze / Bild: (c) imago/blickwinkel (imago stock&people)
Die Marmorierte Baumwanze aus Ostasien macht sich massiv in der Hauptstadt breit, sitzt in Schwärmen auf Fassaden und dringt in Wohnungen ein. Man kann sie aber abwehren.
 

Von Anna Thalhammer | Die Presse

Sie sonnen sich auf Balkonen, sitzen in Hauseingängen herum, dringen in Wohnungen ein, wo sie sich ein warmes Plätzchen suchen – und einen unangenehmen Geruch verbreiten. Wien kämpft derzeit mit einer Wanzenplage.

Bei der Stadt Wien gehen Hunderte Anrufe ein, weil sich Bürger über die neuen ungebetenen Gäste beschweren. „Wir haben eine neue Wanzengattung, die dieses Jahr erstmals massiv auftritt“, sagt Alexander Lorber, Chef für Pflanzenschutz bei der MA 42. Es handelt sich hierbei um Halyomorpha halys – die Marmorierte Baumwanze. Die zwölf bis 17 Millimeter langen Tiere sind grau bis braun marmoriert und haben am Seitenrand des Hinterleibes schwarz-weiß gemusterte Flecken. Sie haben einen transparenten Flügelteil mit Streifen, die Unterseite ist gelb gefärbt, die Mundteile sind als Stechrüssel ausgebildet.

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Warum Eis auch bei Minusgraden immer nass ist

© Murata et al./ PNAS, Mal wie ein Spiegelei, mal wie ein klassischer Tropfen: Die quaisflüssige Schicht auf dem Eis ist verschieden und nicht vollständig.
© Murata et al./ PNAS, Mal wie ein Spiegelei, mal wie ein klassischer Tropfen: Die quaisflüssige Schicht auf dem Eis ist verschieden und nicht vollständig.
Rätsel gelöst: Nach gut 170 Jahren haben Forscher ein rätselhaftes Phänomen des Wassereises aufgeklärt. Denn Eis ist immer nass – selbst bei Minusgraden bildet sich eine hauchdünne Schicht aus flüssigem Wasser. Die neuen Analysen enthüllen, dass diese Nässeschicht entgegen bisheriger Theorie nicht im Gleichgewicht ist, sondern vor allem beim Sublimieren und Verdampfen auftritt.

scinexx

Eigentlich scheint die Sache klar: Wird Wasser bis unter den Gefrierpunkt abgekühlt, dann kristallisiert es aus und wird zu Eis. Aber in der Praxis ist das das Ganze weitaus komplizierter. Denn je nach Druck und den im Wasser gelösten Substanzen kann Wasser bis weit unter den Gefrierpunkt hinaus flüssig bleiben. Forschern ist es sogar schon gelungen, hochreines Wasser bei extrem hohem Druck bis minus 130 Grad flüssig zu halten.

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