Urzeitlicher „Vampirhirsch“ in Süddeutschland entdeckt

So könnte der im Steinheimer Becken entdeckte Moschushirsch vor 15 Millionen Jahren ausgesehen haben. © Staatliches Museum für Naturkunde
Kleiner Hirsch mit langen Hauern: Im Meteoritenkrater von Steinheim haben Paläontologen ein besonderes Fossil entdeckt. Denn es stammt von einer bisher unbekannten Art von Moschushirschen – kleinen Huftieren, deren Männchen lange, spitze Eckzähne tragen. Das 15 Millionen Jahre alte Fossil belegt erstmals, dass damals in Mitteleuropa mindestens zwei Arten dieser auch als „Vampirhirsche“ bezeichneten Tierart gemeinsam lebten.

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Die heute nur noch in den Bergregionen Asiens vorkommenden Moschushirsche (Moschidae) ähneln auf den ersten Blick kleinen, geduckt laufenden Rehen. Doch schaut man näher hin, erkennt man bei den Männchen eine sonst nur von Fleischfressern wie den Säbelzahnkatzen bekannte Besonderheit: Ihre oberen Eckzähne sind stark verlängert und ragen weit aus dem Mund heraus. Sie dienen dem Imponieren von Rivalen und Weibchen und werden auch bei Konkurrenzkämpfen der Männchen eingesetzt.

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Sonne setzt Marsmond unter Strom

Die Nachtseite des Marsmonds Phobos wird durch den Sonnenwind elektrisdch aufgeladen. © NASA/GSFC, CI Lab
Achtung Stromschlag: Der Marsmond Phobos könnte buchstäblich elektrisierend sein, wie Forscher herausgefunden haben. Denn die Oberfläche des Mondes lädt sich durch den Sonnenwind und Sonnenstürme elektrisch auf. Auf der Nachtseite des Mondes kommt es dabei zu einer Ladungstrennung, die die sensible Elektronik zukünftiger Landesonden, aber auch die Schuhe und Anzüge von Astronauten unter Strom setzen könnte.

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Der Marsmond Phobos ist auf den ersten Blick eher unscheinbar: Er ist nur knapp 25 Kilometer groß, unregelmäßig geformt und ziemlich kahl. Auch eine Atmosphäre fehlt ihm. Dafür verblüfft er mit ungewöhnlicher Leichtigkeit, rätselhaften Gräben und Anzeichen für eine hohe Instabilität.

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Wie extreme Ungleichheit und extreme Wasserverschmutzung zusammenhängen

Das Flussbett des Yamuna bei Wazirabad. Foto: Gilbert Kolonko
Indien hat ein Problem, dass sich nicht durch das Versprechen einer Reinigung des „heiligen“ Ganges lösen lässt

Von Gilbert Kolonko | TELEPOLIS

Im nördlichen Teil Delhis, in Wazirabad, wird ein weiteres Prunkstück des wirtschaftlichen Aufschwungs gebaut, die 251 Meter lange Signature-Brücke. Eigentlich sollte sie schon zu den Commenwealth-Spielen 2010 fertig sein, nun spätestens im nächsten Jahr. Das vermüllte Flussbett des Yamuna-Flusses vor dem Stahlkoloss hat etwas Science-Fiction-artiges: Als einziges Lebewesen sieht man eine dürre Hündin.

22 Kilometer Flussabwärts am Okhla-Damm, haben sich nur ein paar verliebte Paare aus dem nahe gelegenen Vergnügungspark auf den Uferweg verirrt – es stinkt. Der schwarz gefärbte Yamuna, der hier Delhi verlässt, hat bei seinem Besuch in der Hauptstadt 80 Prozent der Verschmutzung abbekommen, die er auf seiner 1300 Kilometer langen Reise bis in den Ganges aufnehmen wird. Über 20 Abwasser Kanäle sorgen dafür, dass der Dreck von 24 Millionen Menschen, aus einem der am schnell wachsenden Ballungsräume der Erde, entsorgt wird. Meist ungeklärt.

„Seit Jahrzehnten haben die Menschen Delhis den Yamuna Fluss als Mühlhalde benutzt, anstatt als Wasserquelle“, sagt Dr. Avinash Kumar, einer der Direktoren der NGO Wateraid zu mir. „Dafür hat sich der Mensch am Grundwasser vergriffen, doch dessen Spiegel sinkt dramatisch“, setzt er hinzu.

Wir sitzen in seinem Büro in Green Park, einer Gegend in der sich die obere Mitteklasse niedergelassen hat. Tennisplätze, Swimmingpools und großzügig angelegte Grünanlagen gehören dazu. „Auf 40 Meter (unter der Grundoberfläche) ist der Grundwasserspiegel in Süd-Delhi schon gesunken – und das, obwohl 75 Prozent des Wassers für Delhi mit Kanälen aus den umliegenden Regionen wie Haryana herangeschafft wird. Doch die wollen das kostbare Gut nicht weiter herschenken“, erklärt der Doktor.

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Glyphosat, angezählt

Glyphosat ist nicht der einzige Inhaltsstoff in Pflanzenschutzmitteln, der bedenklich ist. (Foto: Flickr/ Roundup, Monsanto by Mike Mozart CC BY 2.0)
Ein brisantes Thema der vergangenen Jahre könnte in der kommenden Woche ein Ende finden. In Brüssel stimmen die Staaten über die weitere Zulassung für das Herbizid ab. Bleibt Deutschland Enthaltungsweltmeister? Die Befürworter von Glyphosat in der EU werden weniger.

Von Jan Grossarth, Hendrik Kafsack | Frankfurter Allgemeine

Glyphosat ist wahrscheinlich krebserregend. Zumindest in hoher Dosierung für Mäuse. Für Verbraucher birgt es bei üblicher Verwendung kein Gesundheitsrisiko. Es erspart Landwirten den Pflug und es trägt dazu bei, Bodenerosion zu verhindern. Glyphosat trägt aber auch dazu bei, dass Landwirte Ackerbau mit Brachialmethode betreiben, dass sie nicht groß nachdenken müssen, was sie tun, denn das Mittel tötet jedes Unkraut. Glyphosat trägt dazu bei, dass der Strukturwandel sich beschleunigt. Glyphosat ist in den meisten Lebensmitteln nachzuweisen, die Getreide oder Milch enthalten. Aber in so geringen Mengen, dass Toxikologen zum Verzehr raten. Glyphosat, aus Flugzeugen über das Land versprüht, wird jedoch in Südamerika mit Krebserkrankungen und organischen Missbildungen bei Kindern in Verbindung gebracht.

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«Antilopen-Parfüm» hält Tsetse-Fliegen von Rindern fern

Ein Farmer in Kenia verwendet beim Pflüge neuartige Halsbänder mit dem Abwehrstoff des Wasserbocks. Foto: Dr. R. K. Saini © dpa-infocom GmbH
Ein «Antilopen-Parfüm» kann die gefährliche Tsetse-Fliege in Afrika von Rindern fernhalten. Das schreiben Wissenschaftler des Zentrums für Entwicklungsforschung der Uni Bonn im Fachblatt «PLOS Neglected Tropical Diseases».

stern.de

Ein «Antilopen-Parfüm» kann die gefährliche Tsetse-Fliege in Afrika von Rindern fernhalten. Das schreiben Wissenschaftler des Zentrums für Entwicklungsforschung der Uni Bonn im Fachblatt «PLOS Neglected Tropical Diseases».

Zusammen mit Kollegen aus Kenia und Großbritannien haben sie einen Duftstoff des Wasserbocks imitiert, den die Fliegen nicht mögen, wie die Uni Bonn am Freitag mitteilte.

„Vogel- und Insektensterben“: Die industrielle Landwirtschaft als Quelle des Übels?

Foto: Christian Fischer / CC BY-SA 3.0
Zwei Studien bekräftigen dringende Argumente für eine „Agrarwende“

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Zwei Studien bestärken die Befürworter einer „Agrarwende“ mit Material zu den Stichworten „Vogelsterben“ und „Insektensterben“, die sich, wie sich vor allem bei letzterem schon im Sommer gezeigt hat, gut für Dramatisierung und Polemik eignen.

Sie eignen sich aber auch für ernstzunehmende politische Argumente. Die Frage wird sein, ob es die Grünen etwa in den Koalitionsverhandlungen schaffen, gute Konzepte in Richtung einer maßvolleren, ökologischeren Landwirtschaft aufzustellen.

Es gab eine Reihe von Beobachtungen, die aufgrund von weniger toten Insekten auf der Windschutzscheibe oder im Rotorblattgetriebe von Modellflugzeugen auf ein allgemeineres, größeres Schwund-Phänomen schlossen, und dies zum Beispiel im Sommer eine Debatte hineinbrachten, die um das Bienen- oder Schmetterlingssterben kreiste und auf Zusammenhänge mit der Landwirtschaft zielte.

„Bis zu 80 Prozent weniger Insekten“ wurde zu einem Wahlkampfthema der Grünen, wie dies Peter Mühlbauer an dieser Stelle im Juli beschrieb. Es war viel Polemik im Spiel und den Kritikern der Grünen fiel es leicht, auf die Unwissenschaftlichkeit oder methodischen Fehler hinter der Behauptung aufmerksam zu machen.

Die Grundlage für die Behauptung sei keineswegs eine neue deutschlandweite Studie“, wie von einem Kommunikationsexperten argumentiert wurde, sondern Beobachtungen eines „Vereins von Hobbyforschern in Krefeld“ an ganzen zwei Standorten im Krefelder Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch.

Die Polemik ist unübersehbar, der Schluss einfach: Da der „Hobby-Entomologie“ auf die Frage, ob sich die „beiden Messpunkte problemlos auf ganz Deutschland hochrechnen“ ließen, mit „natürlich nicht“ antwortete, war die Sache als aufgeblähtes Wahlkampfgerede ab getan. Die beeindruckende Zahl ist nicht belegt, schloss der Kommunikationsexperte Hasso Manfeld und riet in seinem Meedia-Beitrag dazu, besser zu recherchieren. Seine Referenz war ein Artikel der FAS über die Untersuchungen der Insektenforscher.

Inzwischen sieht die Wochentagsausgabe der Frankfurter Zeitung die Sache erheblich anders: „Das Insektensterben in Deutschland ist ganz offensichtlich nicht die Erfindung einzelner Insektenliebhaber oder Entomologen Vereine“, steht am Anfang eines Artikels, der die Studie unter Leitung von Caspar A. Hallmann von der Radboud-Universität zum Thema hat.

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The Puerto Rican Island the US Military Destroyed Has Been Forgotten After Hurricane Maria

Image: Dennis M. Rivera PichardoThe Washington Post via Getty Image
„Currently, people in Vieques are struggling to survive. That needs to be a priority.“

By Sarah Emerson | MOTHERBOARD

Vieques, a small and vibrant Puerto Rican island, was once described to me like this: „Puerto Rico is a colony of the United States,“ I was told. „Vieques is a colony of Puerto Rico.“

Technically, Vieques is a municipality, or locally governed unit of Puerto Rico. The scenic island, with its white beaches and aquamarine waters, is situated eight miles off the mainland. Tourists know Vieques for its „biobay,“ a stretch of coastline that glows with microscopic plankton each night. The island’s national wildlife refuge, which is home to 190 bird species, was visited by 70,000 people last year; a testament to its natural beauty.

But Vieques harbors another, toxic history; one that chronicles a struggle for Puerto Ricans‘ civil rights amid environmental exploitation. And now, after Hurricane Maria, the island is once again fighting to be heard.

„The damage they have caused to Vieques is irreparable. We deserve to, at least, work toward the development of our island: building schools, better roads, equipment, and medicine for our hospital, and to have dialysis and maternity services,“ Vicente Rosario, who was born and raised on Vieques, and has family there, told me.

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Möglicher Standort für Basis: Kilometerlange Höhle auf dem Mond gefunden

(Bild: JAXA)
Japanische Forscher haben dank einer inzwischen zerstörten Sonde eine bis zu 50 Kilometer lange Höhle auf dem Mond gefunden. In solch einer Höhle könnten Astronauten eine geschützte Basis errichten.

Von Martin Holland | heise.de

Die japanische Weltraumbehörde JAXA hat eine mutmaßlich bis zu 50 Kilometer lange Höhle auf dem Mond gefunden. Wie die Forscher nun mitteilten, wären solche Höhlen von großem Wert nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für eine mögliche Kolonisierung des Mondes. Unter der Oberfläche des Mondes könnten nicht nur Gesteinsproben gefunden werden, die von äußeren Einflüssen relativ unberührt werden. Astronauten könnten dort eine Basis bauen, die vor Strahlung, Mikrometeoriten und den immensen Temperaturunterschieden geschützt wäre. Die Höhle liegt im Gebiet der sogenannten Marius-Hügel und wurde nun in Daten der Selene-Mission vom Bodenradar an Bord der Sonde Kaguya gefunden.

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Europa: Säbelzahnkatzen noch vor 28.000 Jahren

Dieses Kiefer einer Säbelzahnkatze wurde in der Nordsee gefunden – und ist erst 28.000 Jahre alt. © Natural History Museum Rotterdam
Spannender Fund: Noch vor 28.000 Jahren könnten unsere Vorfahren in Europa Säbelzahnkatzen gejagt haben – oder von ihnen gefressen worden sein. Denn die eiszeitlichen Raubkatzen starben bei uns gut 200.000 Jahre später aus als bisher angenommen. Das bestätigen nun Analysen eines vor der holländischen Nordseeküste gefundenen Fossils. Warum die Säbelzahnkatzen in Europa ausstarben und wann genau, ist damit wieder offen.

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Mächtige, ungewöhnlich starke Pranken, dolchartige Eckzähne und ein tödlicher Biss: Säbelzahnkatzen gehörten zu den furchterregendsten Raubtieren der Eiszeit. Während jedoch die Gattung Smilodon auf dem nordamerikanischen Kontinent noch bis zum Ende der Eiszeit vor rund 12.000 Jahren überlebte, starben die Homotherium-Säbelzahnkatzen Europas schon hunderttausende Jahre früher aus – so dachte man jedenfalls bisher.

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Luftverschmutzung tötet jährlich Millionen Menschen

APA/AFP/WANG ZHAO
Alleine 2015 starben neun Millionen Menschen durch verpestete Luft. Besonders betroffen sind Schwellenländer.

Die Presse.com

Weltweit sterben einer internationalen Studie zufolge Millionen Menschen wegen Umweltverschmutzung. Für das Jahr 2015 zählten die Forscher etwa neun Millionen Todesfälle wegen Schadstoffen in der Luft, im Wasser oder im Boden. Die wichtigsten Todesursachen waren dabei Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenkrebs.

Fast alle der Todesfälle seien in armen oder aufstrebenden Ländern zu verzeichnen, fanden die Wissenschafter heraus. Vor allem in den Ländern, in denen die Industrie rapide ausgebaut werde, seien die Auswirkungen zu spüren. Auf diese Länder, darunter Indien, Pakistan, China, Bangladesch oder Madagaskar, entfalle ungefähr ein Viertel der Toten.

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Evolution : „Der Mensch als solcher wird zwangsläufig verschwinden“

Auch der Homo sapiens entwickelt sich weiter. © Mads Perch/Getty Images, Montage ZEIT ONLINE
Seit Jahrmillionen entwickelt sich Leben auf der Erde. Kreucht es andernorts auch? Ein Gespräch über irdische Evolution – und das Ende der Menschheit

Von Alina Schadwinkel | ZEIT ONLINE

Die Evolution kennt kein Halten. Seit mehr als vier Milliarden Jahren gibt es auf der Erde Leben und von der ersten Sekunde an hat es sich rasant entwickelt – darauf deuten Fossilienfunde bislang hin. Von plumpen Einzellern ging es über Bakterien und Viren zu größeren Organismen, zu Pflanzen und noch komplizierteren Lebewesen wie Tier und Mensch. Da stellen sich unseren Lesern die Fragen: Wieso kam es überhaupt zu dieser Entwicklung? Woher hat die Evolution ihre Motivation? Und wenn es auf der Erde möglich war, muss es dann nicht irgendwo anders im Universum weitere Lebensformen geben? Mit Forschern haben wir im Liveblog Antworten auf diese Fragen gesucht.

Die junge Erde – sie war völlig anders als der blaue Planet, den wir heute kennen. Es seien extreme Zeiten mit hohen Temperaturen gewesen, die die Entwicklung von Leben begünstigt hätten, erklärte die Biologin Anna Müllner. Sie ist eine von drei Bloggerinnen der Wissenschaftsplattform SciLogs, die sich am zweiten Tag unserer Serie Die großen Fragen an die Wissenschaft gestellt hat. Auch die Zoologin Bettina Wurche und die Planetenforscherin Ludmila Carone haben versucht, Antworten auf die Fragen unserer Leser zu finden.

Charles Darwins Theorien haben bis heute Bestand

Müllner führte zu Beginn der Diskussion weiter aus: „Die Teilchen, aus denen wir bestehen, sind sehr komplex und die Begebenheiten damals haben beschleunigt, dass diese Komplexität bestehen konnte – einfach weil alles so hoch herging“. Es sei ein bisschen, als wäre unsere Erde damals in der Pubertät gewesen. „Da sind ja auch Jugendliche gerne sehr kreativ.“

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In Deutschland gibt es ein „regelrechtes Vogelsterben“

Vor allem Allerweltsvögel wie der Star sind vom Vogelsterben betroffen Quelle: dpa/London News Pictures via ZUMA/Keith Morris
Der Naturschutzbund spricht von einem regelrechten Vogelsterben. Vor allem die „Allerweltsvögel“ kämpfen um ihr Überleben. Einen Schuldigen hat der Nabu auch schon gefunden.

DIE WELT

In dieser Woche warnten Forscher bereits davor, dass es in Deutschland immer weniger Insekten gebe. Nun weisen Naturschützer auf einem Rückgang der Vögel hin.

Denn nach Berechnungen des Naturschutzbundes (Nabu) geht die Zahl der Vögel in Deutschland deutlich zurück. Binnen zwölf Jahren seien 12,7 Millionen Brutpaare verloren gegangen, erklärte Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Das sei ein Minus von 15 Prozent.

Lachmann wertete den Angaben zufolge Bestandsdaten der Jahre 1998 bis 2009 aus, die die Bundesregierung 2013 an die EU meldete. Bislang hätten jedoch die Entwicklungen bei einzelnen Arten im Fokus gestanden – und nicht die Summe. Neuere Zahlen werden erst 2019 erwartet.

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Brachten Vulkane Kleopatras Reich zu Fall?

Diese Katakomben in Alxandria zeugen von der Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten. Doch ihr Reich könnte immer wieder durch die Klimafolgen von Vulkanausbrüchen geschwächt worden sein. © Asiatologist/ CC-by-sa 4.0
Fatale Fernwirkung: Gehäufte Vulkanausbrüche könnten das ägyptische Reich der Ptolemäer empfindlich geschwächt haben – und förderten vielleicht sogar Kleopatras endgültige Niederlage. Denn die Eruptionen schwächten den Monsun und damit die Niederschläge, die die jährlichen Nilfluten in Ägypten speisten. Das ptolemäische Ägypten erlebte immer dann besonders häufig Revolten und Kriegsniederlagen, wenn die Nilfluten nach solchen Eruptionen ausblieben, wie Forscher berichten.

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Das Reich der Ptolemäer ist vor allem wegen Kleopatra bekannt – der letzten Königin Ägyptens vor der Eroberung durch die Römer im Jahr 31 vor Christus. Doch die Herrschaft der griechisch-makedonisch-stämmigen Ptolemäer über das Reich am Nil begann bereits fast 300 Jahre früher: Nach dem Tod Alexanders des Großen übernahmen sie die Herrschaft und machten Alexandria zu ihrer Hauptstadt.

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Warum der weltgrößte Schlammvulkan weiterspeit

Schlammvulkan Lusi auf Java speit zehntausende Kubikmeter Schlamm täglich und hat bereits 60.000 Menschen vertrieben. © American Geophysical Union
Nicht zu stoppen: Der Schlammvulkan „Lusi“ auf Java ist seit elf Jahren unaufhörlich aktiv – jeden Tag stößt er zehntausende Kubikmeter Schlamm aus. Warum diese Eruption nicht aufhört, haben Forscher jetzt herausgefunden. Demnach ist der Schlammvulkan über unterirdische Gänge mit einem nahen Vulkankomplex verbunden. Über diese strömen Magma und heißes Wasser ins schlammige Sediment des Lusi und halten die Eruption in Gang – wahrscheinlich noch über Jahre hinaus.

scinexx

Es begann am 29. Mai 2006: In der Nähe einer Testbohrung im Osten Javas schoss plötzlich eine 50 Meter hohe Schlammfontäne aus dem Boden – und hörte seither nicht mehr auf. Täglich speit der Schlammvulkan rund 80.000 Kubikmeter sauerstoffarmes, organisches Sediment, das alles Leben im nahen Umkreis erstickt und Teile umliegender Orte unter einer 40 Meter dicken Schicht begraben hat. Alle Versuche, die Eruption zu stoppen oder wenigstens einzudämmen waren bisher vergeblich.

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Zahl der Pest-Erkrankten in Madagaskar steigt rasant

In Madagaskars Hauptstadt Antananarivo werden Straßen und Privathäuser desinfiziert, nachdem dort ein Mann an Lungenpest gestorben ist © Laetitia Bezain/DPA
Kleine Ausbrüche der Pest sind in Madagaskar nicht ungewöhnlich, doch die aktuelle Epidemie ist weitaus bedrohlicher. Zahlreiche Menschen sind an der leicht übertragbaren Lungenpest erkrankt. Die Zahl der Betroffenen steigt sprunghaft.

stern.de

Die Pest breitet sich in Madagaskar rasant aus: Waren vor einer Woche noch 350 Pest-Erkrankungen und 40 Todesfälle bekannt, hat sich die Zahl nun bereits verdoppelt. Den Behörden zufolge sind mittlerweile 805 Menschen erkrankt, von denen knapp 600 an der hochgefährlichen und leicht übertragbaren Lungenpest leiden. Mindestens 74 Menschen seien an den Folgen der Infektion gestorben, erklärte die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag.

Pest breitet sich in Städten aus

Die Epidemie in dem Inselstaat vor der Südostküste Afrikas hatte Anfang September begonnen. Kleinere Ausbrüche der Beulenpest sind in Madagaskar nicht ungewöhnlich. Die gegenwärtige Epidemie ist jedoch bedeutend heftiger und die Mehrheit der Erkrankungen sind Fälle der leicht übertragbaren Lungenpest.

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Astronomers Are ‚Racing Against Time‘ as Humanity Clogs the Air With Radio Signals

The CHIME telescope. Image: Andre Renard/Dunlap Institute, University of Toronto
Interference is playing havoc with radio telescopes.

By Jacob Dubé | MOTHERBOARD

In a remote valley in the British Columbia interior, a massive telescope called the Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment (CHIME) is scouring the skies for traces of dark energy, a mysterious force that drives the expansion of the universe but has never been directly detected. As if hunting for dark energy isn’t challenging enough, radio astronomers fear it might not be long before proliferating tech like smartphones and space satellites make these kinds of studies—and even the ongoing search for aliens—impossible, due to radio interference.

According to Mark Halpern, principal investigator at CHIME and astronomy professor at the University of British Columbia, the growing number of communications satellites in space as well as technologies on the ground that emit radio waves are interfering with CHIME’s data-collecting, and could potentially do more damage in the future. If radio astronomers aren’t able to do their research, it could prevent us from making future discoveries about our universe.

„I feel like we’re racing against time to get CHIME done while we still can,“ Halpern said.

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Grönland: Eisschmelze macht das Meer süßer

Die Küste Nordost-Grönlands: Selbst hier wird das Meerwasser durch die Eisschmelze immer salzärmer. © Jerzy Strzelecki/ CC-by-sa 3.0
Bedenklicher Trend: Das Meer rund um Grönland wird immer süßer. Selbst im kalten Nordosten der Insel ist der Salzgehalt der Küstengewässer bereits signifikant gesunken, wie Langzeitmessungen jetzt belegen. Das Besorgniserregende daran: Das salzarme Meerwasser strömt an Grönlands Küsten entlang nach Süden und beeinflusst dort die Funktion der nordatlantischen Umwälzpumpe – den Prozess, der den für Europas Klima so wichtigen Nordatlantikstrom antreibt.

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Die Gletscher Grönlands sind das zweitgrößte Wassereis-Reservoir der Erde – doch dieses schrumpft rapide. Grönland verliert jedes Jahr das Fünffache des Bodensees an Schmelzwasser, wahrscheinlich sogar noch deutlich mehr, wie Eismessungen belegen.

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This Is What Nuclear Weapons Leave in Their Wake

Concrete structures are pictured approximately 650 feet away from the site of the first Soviet nuclear test at the Semipalatinsk Test Site, south of Kurchatov, in Kazakhstan. PHOTOGRAPH BY PHIL HATCHER-MOORE
A remote area of Kazakhstan was once home to nearly a quarter of the world’s nuclear testing. The impact on its inhabitants has been devastating.

By Alexandra Genova | National Geographic

Decay and desolation scar the landscape of a remote corner of the Kazakh Steppe. Unnatural lakes formed by nuclear bomb explosions pockmark the once flat terrain, broken up only by empty shells of buildings. It appears uninhabitable. And yet, ghosts – living and dead – haunt the land, still burdened by the effects a nuclear testing program that stopped nearly 30 years ago.

The site, known as the Polygon, was home to nearly a quarter of the world’s nuclear tests during the Cold War. The zone was chosen for being unoccupied, but several small agricultural villages dot its perimeter. Though some residents were bussed out during the test period, most remained. The damage that continues today is visceral.

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Berik Syzdykov, 38, sits at the kitchen table in the apartment he shares with his mother in Semey, Kazakhstan. Berik was born with birth defects after his pregnant mother was exposed to radiation from a nuclear test blast conducted by the Soviet Union in the Semipalatinsk test site in Kazakhstan. He is blind, and has had several operations to reduce the swelling in his face. PHOTOGRAPH BY PHIL HATCHER-MOORE

Blutdruckmittel gefährdet Trinkwasser-Qualität

Sauberer Durstlöscher? Bestimmte Blutdrucksenker gefährden unsere Trinkwasserressourcen. © Rebepoi/ freeimages
Blutdrucksenker im Wasser: Seit einigen Jahren werden in Berliner Gewässern große Mengen blutdrucksenkender Medikamente gefunden. Das Problem: Die Blutdruckmittel vom Typ der Sartane sind nur schlecht abbaubar und gefährden daher die Qualität der Trinkwasserressourcen – wahrscheinlich nicht nur in Berlin, warnen Experten. Sie plädieren dafür, dass Ärzte mehr ökologisch unproblematische Medikamente verschreiben sollen.

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Ob Antibaby-Pille, Kontrastmittel oder Psychopharmaka: Immer mehr Rückstände von Arzneimitteln oder in der Medizin verwendeten Chemikalien gelangen mit unserem Abwasser in Flüsse und Seen, weil die Kläranlagen diese Wirkstoffe nicht vollständig entfernen können. Diese Belastung stellt nicht nur ein potenzielles Risiko für die im Wasser lebenden Tiere dar.

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Buschbrände: „Größte Tragödie, die Kalifornien je erlebt hat“

In Sonoma stehen ganze Hügel in Flammen – imago/ZUMA Press
40 Tote, mehr als 5.700 zerstörte Gebäude und eine verkohlte Fläche von der Größe New York Citys – das ist die vorläufige Bilanz der Buschbrände in Kalifornien. Es könnte noch schlimmer kommen.

Die Presse.com

Schon eine Woche wüten die Buschbrände in Nordkalifornien – und noch immer können die Behörden keine Entwarnung geben. Im Gegenteil: Starke Winde fachten die Feuer am Wochenende stellenweise weiter an. 40 Tote, mehr als 5.700 zerstörte Gebäude und eine verkohlte Fläche von der Größe New York Citys – das ist die vorläufige Bilanz der Buschbrände in Kalifornien. Es könnte noch schlimmer kommen.

Am Rande des Winzerortes Sonoma standen am Samstag ganze Hügel in Flammen, immer mehr Häuser brannten ab. Zuvor hatten die Behörden die Zahl der zerstörten Gebäude bei den jüngsten Bränden in dem Westküstenstaat mit mehr als 5.700 beziffert. Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 40 gestiegen – und sie wird voraussichtlich weiter steigen.

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