Chameleon Spit Is a Wonder of Physics

Chameleons may be the source material for many a stuffed toy and a series of really pretty strange beer commercials, but, make no mistake, when it comes to predatory behavior, they’re complete assassins. The chameleon tongue is a wonder of evolutionary engineering, enabling these old world lizards to hunt opportunistically—waiting, waiting, and then, zap. The tongue is deployed in a blur of slime, retrieving prey from up to a third of the chameleon’s body weight and from distances of over twice its body length. As such, the chameleon can essentially hunt without moving.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

How chameleons actually accomplish this remains something of a mystery. The „ballistic projection“ of the tongue is only part (a fascinating part) of the story—the chameleon still has to reel its prey back in to be chomped upon. It does this thanks to an extremely sticky tongue, obviously, but how this stickiness is actually implemented is of great interest to biologists and physicists. Now, according to a paper published Monday in Nature Physics by Pascal Damman and colleagues at the Université de Mons in Belgium, we may have some answers. It’s all in the spit.

More specifically, it’s all in the viscosity of the spit, which is about 400 times that of human spit. Given the right conditions, it can even behave more like an elastic solid than a proper liquid, however sticky. This is key.

read more

Welt im Wandel

Schulterblatt Brachiosaurus brancai, Naturkundemuseum Berlin
Schulterblatt Brachiosaurus brancai, Naturkundemuseum Berlin

Mit dem Studium der Natur verbanden noch im 18. Jahrhundert viele Gelehrte das Ziel, mehr über das Wirken Gottes beziehungsweise den göttlichen Schöpfungsplan zu erfahren. In der Anpassung von Arten an unterschiedliche Lebensbedingungen sahen die sogenannten Naturtheologen einen Beweis für ihre Auffassung, dass Gott jede Art zu einem bestimmten Zweck erschaffen habe. Das heutige Denken ist dagegen von den Vorstellungen geprägt, die im 19. Jahrhundert der britische Naturforscher Charles Darwin entwickelt hat. Das Leben in seiner jeweils aktuellen Erscheinungsform ist danach das Ergebnis zahlloser kleiner Veränderungen in Organismen, das heißt einer langen Entwicklungsgeschichte, der Evolution. Welche Veränderungen sich durchsetzen, hängt von der natürlichen Auslese ab, der Selektion. Darwins Überlegungen bedeuteten eine wissenschaftliche Revolution. Wichtige Vorarbeiten hatten aber bereits andere geleistet.

Von Jürgen Wendler | Weser Kurier

Dass Darwins Evolutionstheorie am Ende auf fruchtbaren Boden fallen konnte, hing auch mit den Erkenntnissen zusammen, die Forscher beim Studium von Fossilien gewonnen hatten. Der Ausdruck Fossil geht auf das Lateinische zurück, bedeutet so viel wie ausgegraben und bezeichnet versteinerte Überreste oder andere Zeugnisse – etwa Spuren – von Pflanzen und Tieren, die in früheren Phasen der Erdgeschichte gelebt haben. Die meisten Fossilien finden Forscher in Sedimentgesteinen. Solche Gesteine können zum Beispiel dadurch entstehen, dass sich Sand und anderes Material wie die Überreste von Lebewesen am Grund von Meeren ablagern. Die Wissenschaft von der Erforschung der Lebewesen vergangener Erdzeitalter wird als Paläontologie bezeichnet. Zu ihren Begründern gehört der Franzose Georges Cuvier (1769 bis 1832). Er erkannte, dass sich anhand verschiedener Schichten mit den darin enthaltenen Fossilien die Geschichte des Lebens nachzeichnen lässt. Auch die Tatsache, dass nicht nur neue Arten auftauchen, sondern immer wieder auch Arten aussterben, blieb Cuvier nicht verborgen. Die Veränderungen führte er allerdings nicht auf eine allmähliche Entwicklung zurück, sondern auf Naturkatastrophen wie Sturmfluten oder Dürren.

weiterlesen

Diese Bienen haben Männer abgeschafft – und leben gut damit

Apis mellifera capensis, die Kap-Honigbiene. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Discott
Männer? Völlig unnötig für eine isoliert lebende Honigbienen-Population aus Südafrika. Sie pflanzt sich jetzt asexuell fort.

SpON

Eine Gruppe Honigbienen aus Südafrika, die Kapbienen, hat die Fortpflanzung mit Männern abgeschafft. Wissenschaftler haben nun das Genom der Tiere untersucht und mit dem von Honigbienen verglichen, die noch Männchen für die Fortpflanzung brauchen. So wollten sie herausfinden, was das reine Frauenvolk genetisch von den anderen Bienen unterscheidet, wie sie im Fachmagazin „Plos Genetics“ berichten.

Die allermeisten Tiere pflanzen sich sexuell fort – es braucht Männchen und Weibchen, um Nachwuchs zu bekommen und um die Art am Leben zu erhalten. Auch Honigbienen machen das normalerweise so: Die Königin lässt ihre Eier von einer männlichen Biene befruchten, bevor sie sie ablegt. Nur die Kapbienen, eine besondere Population Honigbienen, die isoliert im Süden des Kap von Afrika lebt, halten es anders mit der Fortpflanzung.

weiterlesen

Rassismus – Evolution – Schöpfung. Ein Streitgespräch

Video Nr. 1 aus der neuen Serie: „Evolution und Gesellschaft – Glaube contra Wissen im 21. Jahrhundert“ des AK Evolutionsbiologie in Zusammenarbeit mit der Richard Dawkins Foundation.

AK Evolutionsbiologie | Richard Dawkins-Foundation

Video-Serie Nr. 4: Evolution und Gesellschaft – Glaube contra Wissen im 21. Jahrhundert

Nachdem von 2010 bis 2012 zehn Videoproduktionen in der Serie „Tatsache Evolution. Was Darwin nicht wissen konnte“ veröffentlicht worden sind und die Nachfolgereihe „Design-Fehler in der Natur. Wallace und die Gott-lose Evolution“ Ende 2014 abgeschlossen war, startet das Kasseler Evolutionsbiologen-Team eine neue Reihe. Während im Rahmen der Serie Nr. 3 „Evolution ist überall“ inhaltlich zusammenhanglose Lehrfilme veröffentlicht werden, hat die im Juni 2016 eröffnete Reihe Nr. 4 wieder ein inhaltliches Konzept. Unter dem Titel „Evolution und Gesellschaft – Glaube contra Wissen im 21. Jahrhundert“ werden politisch relevante Themengebiete, wie z. B. der Rassismus, die Gender-Ideologie usw. thematisiert. Die Serie wird vom Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie in Zusammenarbeit mit der Richard Dawkins Foundation für Vernunft und Wissenschaft (RDF) organisiert und produziert.

Video Nr. 1: Rassismus – Evolution – Schöpfung. Ein Streitgespräch

Vor 150 Jahren hat der Jenaer Evolutionsforscher Ernst Haeckel (1834–1919) sein Hauptwerk mit dem Titel „Generelle Morphologie der Organismen“ publiziert. Neben der Einführung grundlegender Begriffe und Konzepte, wie z. B. Ökologie, Ontogenie, Phylogenie, Drei Organismenreiche, das Biogenetische Gesetz usw. hat Haeckel (1866) die biblische Vorstellung einer göttlichen Schöpfung als „Irrtum“ zurückgewiesen. Der Zoologe hat dargelegt, dass der Mensch, gemäß der Darwin-Wallace’schen Deszendenztheorie, von „affenartigen Säugetieren“ abstammt. Da Ernst Haeckel von „Rassen“ und „Arten“ spricht, und in späteren Schriften die Verwandtschaftsbeziehungen ethnischer Menschengruppen behandelt, wird der Zoologe noch heute mit dem politischen Begriff „Rassismus“ in Verbindung gebracht.
In dem aufgezeichneten Streitgespräch zwischen dem Evolutionsbiologen Prof. Dr. Ulrich Kutschera und dem katholischen Theologen Prof. Dr. Thomas Schärtl werden die folgenden Haeckel‘schen Themen diskutiert:

weiterlesen

Vorsicht vor dem genetischen Turbo

Wunderwaffe gegen Malaria? Die neue Methode könnte zur Ausrottung der Anopheles-Mücke benutzt werden. Foto: Sumuay-Fotolia
US-Forscher haben einen Bericht über die Technik des Gene Drive verfasst – eine gentechnologische Methode, die alle bisherigen Verfahren in den Schatten stellt.

Von Nik Walter | Tages Anzeiger

«Gene Drive». Diese Bezeichnung für eine neue Methode der Gentechnologie sollte man sich unbedingt merken. Denn Gene Drive, auf Deutsch etwa «genetischer Antrieb», ist mit nichts zu vergleichen, was die Gentechnik bislang zustande gebracht hat. Die Technologie birgt das Potenzial, dass der Mensch gezielt in Ökosysteme eingreifen, ganze Arten (und nicht nur Individuen) genetisch verändern und Schädlinge flächendeckend ausrotten kann.

Die Aussichten sind einerseits verlockend. Denn mit Gene Drive könnten dereinst Populationen von Anopheles-Mücken dazu gebracht werden, keine Malaria-Parasiten mehr zu übertragen, oder man könnte die Mücken, die jährlich für den Tod von 500 000 Menschen verantwortlich sind, sogar ganz ausrotten. Auch den Zika und Dengue übertragenden Tigermücken oder schädlichen invasiven Arten wie etwa der Aga-Kröte in Australien könnte die Technologie den Garaus machen. Die Gene-Drive-Technik könnte aber auch beim Artenschutz zum Einsatz kommen, etwa indem sie hilft, bedrohte Arten von potenziell tödlichen Erregern oder Parasiten zu befreien.

weiterlesen

Physicists confirm there’s a second layer of information hidden in our DNA

Space-filling model animation of B-DNA. Image: wikimedia.org/PD

Theoretical physicists have confirmed that it’s not just the information coded into our DNA that shapes who we are – it’s also the way DNA folds itself that controls which genes are expressed inside our bodies.

By Fiona MacDonald | science alert

That’s something biologists have known for years, and they’ve even been able to figure out some of the proteins responsible for folding up DNA. But now a group of physicists have been able to demonstrate for the first time through simulations how this hidden information controls our evolution.

Let’s back up for a second here, because although it’s not necessarily news to many scientists, this second level of DNA information might not be something you’re familiar with.

As you probably learnt in high school, Watson and Crick discovered in 1953 that the DNA code that determines who we are is made up of a sequence of the letters G, A, C, and T.

The order of these letters determines which proteins are made in our cells. So, if you have brown eyes, it’s because your DNA contains a particular series of letters that encodes for a protein that makes the dark pigment inside your iris.

But that’s not the whole story, because all the cells in your body start out with the exact same DNA code, but every organ has a very different function – your stomach cells don’t need to produce the brown eye protein, but they do need to produce digestive enzymes. So how does that work?

read more

„Hobbit“-Menschen stammen vermutlich vom Homo erectus ab

So könnte er ausgesehen haben. Diese Nachbildung eines Homo floresiensis ist im National History Museum in Washington zu sehen….Foto: Alamy Stock Photo
Die Zwerg-Menschen von der Insel Flores stammen nicht vom modernen Menschen ab. Sie lebten seit mindestens 700.000 Jahren dort – viel länger als bisher gedacht.

Von Roland Knauer | DER TAGESSPIEGEL

Der Fund war eine Sensation. 2003 entdeckten Forscher um den Australier Mike Morwood in der Liang Bua-Höhle auf der indonesischen Insel Flores Knochen, die von einem Zwergenmenschen stammen. Etwa einen Meter groß war er, der „Flores“-Mensch – oder „Hobbit“, wie er auch genannt wird. Vor 18 000 Jahren lebte er dort, nahmen Forscher zunächst an. Einer aktuellen Untersuchung zufolge waren es wohl mindestens 60 000 Jahre. Zwei der größten Fragen konnten die Wissenschaftler bisher aber nicht beantworten: Warum waren die Hobbit-Mensch so klein, und wo kamen sie her?

weiterlesen

Saurier gegen Säugetiere: Der lange Anlauf zur Weltkatastrophe

Bild: Public Domain
Bild: Public Domain

Ein kosmischer Einschlag besiegelte das Schicksal der Dinosaurier und schaffte Platz für Säugetiere – richtig? Nein, behaupten nun zwei Evolutionsforscher: Der Wachwechsel war längst im Gange.

Von Frank Patalong | SpON

Es ist Bild, das so fest in unseren Köpfen verankert ist, dass man es sich plastisch vorstellen kann: Als sich der Rauch endlich verzieht, reckt sich eine kleine, rosa Schnüffelnase mit zitternden Barthaaren kundschaftend aus einem Erdloch. Von Disney verfilmt, zöge sodann eine kleine Tierfamilie von hamsterhafter Niedlichkeit vorsichtig hinaus in die Welt, vorbei an einem noch dampfenden Fleischberg, der eben noch ein furchterregender T-Rex war.

Das Ende der Herrschaft der Dinosaurier und der bescheidene Beginn der Säuger-Vorherrschaft ist so etwas wie ein moderner Schöpfungsmythos. Große Veränderungen oder Erkenntnisse verbinden wir eben gern mit Geschichten. Ereignisse sind für uns besser vorstellbar als Prozesse.

weiterlesen

Tanzende Haare als Elektrosensoren

männliche Baumhummel (Bombus hypnorum). Bidl: wikimedia.org/CC BY-SA 2.5

Vibrierender Pelz: Forscher haben erstmals herausgefunden, wie Hummeln die schwachen elektrischen Felder von nektarreichen Blüten erkennen. Fliegen sie durch ein elektrisches Feld, beginnen die feinen Haare ihres Pelzes zu vibrieren. Die Bewegung der Haare wiederum regt Nerven an der Basis der Haare zum Feuern an – je stärker das Feld, desto schneller die Signale. Ähnliche Haarsensoren könnten auch anderen Insekten einen Elektrosinn verleihen.

scinexx

Hummeln finden ihre Blüten nicht nur über Duft oder Farbe – auch elektrische Felder verraten ihnen, wo ein lohnender Nektarvorrat lockt. Untersuchungen zeigen, dass viele nektargefüllte Blüten eine leicht negative Ladung erzeugen. Hummeln erkennen dies und fliegen solche Blüten deutlich häufiger an als weniger stark geladene Blütenstände. Doch womit die pummeligen Bienen diese elektrischen Felder erkennen, blieb bisher unklar.

weiterlesen

So sieht es im Inneren der Homo naledi-Höhle aus

Die Rekonstruktion zeigt die Struktur des verwinkelten Rising Star-Höhlensystems in Südafrika © University of the Witwatersrand
Einblicke in die letzte Ruhestätte von Homo naledi: Paläontologen haben mithilfe aufwendiger digitaler Verfahren das südafrikanische Höhlensystem kartiert, in dem vor kurzem eine neue Menschenart entdeckt wurde. Die dreidimensionale Karte offenbart erstmals die Struktur der nur schwer zugänglichen Höhle sowie die genaue Lage der Fossilien. Die Forscher erhoffen sich von ihr nun neue Erkenntnisse über den spektakulären Fundort.
 

scinexx

Der umfangreichste Fund frühmenschlicher Fossilien, den Forscher je auf dem afrikanischen Kontinent entdeckt haben, hat dem Stammbaum des Menschen im vergangenen Jahr einen neuen Ast beschert: den Homo naledi. Bereits 2013 waren Paläontologen um Lee Berger von der Universität Witwatersrand in Südafrika auf die Skelette von mindestens 15 Hominiden dieser bis dahin noch unbekannten Menschenart gestoßen.

weiterlesen

Aminosäure auf Rosettas Komet entdeckt

© ESA/Rosetta/NavCam CC BY-SA
© ESA/Rosetta/NavCam
CC BY-SA
Eisiger Lebensbringer: Die Raumsonde Rosetta hat erstmals eine Aminosäure auf einem Kometen nachgewiesen. Ihr Massenspektrometer detektierte die Aminosäure Glycin, sowie den DNA-Baustein Phosphor in der Gas- und Staubhülle des Kometen Churyumov-Gerasimenko. Dies liefert weitere Indizien dafür, dass Kometen der jungen Erde einst als Lieferanten für organische Moleküle gedient haben könnte, so die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“.

scinexx

Schon seit längerem mehren sich die Indizien dafür, dass Kometen der jungen Erde wichtige Lebensbausteine und möglicherweise auch einen Teil ihres Wassers brachten. Messdaten zeigen, dass die eisigen Brocken DNA-Bausteine und weitere komplexe organische Moleküle wie Zucker und die Vorstufen von Aminosäuren enthalten können.

weiterlesen

176.500 Jahre alte Kreise, tief in der Dunkelheit

Genaue Vermessung der aus Tropfstein erbauten Kreise in der Bruniquel-Höhle. Foto: Etienne FABRE - SSAC
Genaue Vermessung der aus Tropfstein erbauten Kreise in der Bruniquel-Höhle. Foto: Etienne FABRE – SSAC
Es wird immer deutlicher, dass der Neandertaler viel mehr Fähigkeiten hatte, als ihm die Experten lange zutrauten. Er war kein tumber, affenähnlicher Primitivling, der seine Keule schwang, sondern ein anderer Mensch, der feine Werkzeuge schuf, höchst erfolgreich jagte, Kleidung und Schmuck trug. Längst ist klar, dass sich Neandertaler und Neandertalerinnen über Sprache verständigten. Dennoch halten gängige Modelle bisher an der Vorstellung der Überlegenheit des anatomisch modernen Mensch fest und schreiben jeden Fund künstlerischer Artefakte automatisch dem Homo sapiens zu.
 

Von Andrea Naica-Loebell | TELEPOLIS

Symbolisches Denken wird dem Homo neanderthalensis generell abgesprochen, seine Unterlegenheit soll sich nach Meinung vieler Anthropologen vor allem in einer minderwertigen sozialen Organisation manifestiert haben, was letztlich zu seinem Verschwinden führte.

Ein Bild, das immer mehr Risse bekommt. Jetzt zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass die Neandertaler vor 176.000 Jahren aus Tropfsteinbruchstücken mehrere kreisförmige Strukturen sehr tief in einer Höhle errichteten.

Im Südwesten Frankreichs, im Departement Tarn-et-Garonne, hoch über dem Fluss Aveyron befindet sich die Bruniquel-Höhle, die seit dem Pleistozän durch einen Felssturz verschlossen war, bis sich 1990 Höhlenforscher einen Zugang frei gruben. Die Speläologen fanden eine faszinierende Unterwelt voller Tropfsteine und einen unterirdischen See, schon im früheren Eingangsbereich Spuren von Höhlenbären, Fußabdrücke und Klauenritzungen und ganz tief im Innern der lang gezogenen Höhle eine Halle mit seltsamen Kreis-Formationen auf dem Boden.

weiterlesen

Horizontaler Gentransfer bei Stabschrecken

Kaum zu erkennen ist diese zweigähnliche malaysische Stabschrecke (Phobaeticus serratipes). © Christoph Seiler
Überraschende Übernahme: Im Erbgut von Stabschrecken haben Forscher die Bauanleitung für ein Enzym entdeckt, das normalerweise nur Bakterien besitzen. Sie vermuten daher, dass das Insekt diese Gene einst von seinen Darmbakterien übernommen und ins eigene Genom eingebaut haben muss. Ein solcher horizontaler Gentransfer galt bisher im Tierreich als extrem selten – könnte aber in der Evolution eine größere Rolle gespielt haben als bisher angenommen.

scinexx

Viele Pflanzenfresser – von der Kuh bis zur Termite – sind für die Verdauung harten Pflanzenmaterials auf die Mithilfe von Bakterien angewiesen. Denn die Mikroben verfügen über Enzyme, die das schwer abbaubare Pflanzenmaterial zersetzen können, beispielsweise Pektinasen, die die stabilen Zucker in den Zellwänden der Pflanzen zerlegen. „Um derartige Symbionten beherbergen zu können, haben Pflanzenfresser in der Regel Blindsäcke und ähnliche Erweiterungen im Magen-Darm-Trakt entwickelt“, erklärt Sven Bradler von der Universität Göttingen.

weiterlesen

Die Gender-Ideologie als Gesellschaftskrebs

Bild: RDF
Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ (bpb) wird vom Steuerzahler unterhalten und sollte eigentlich objektive Sachinformationen an ihre Leserschaft, bevorzugt Schüler und junge Studenten, vermitteln.

Von Ulrich Kutschera | Richard Dawkins-Foundation

Mit dem Winter 2015/16-Heft Nr. 57 des bpb-Magazins ›Fluter‹ hat dieses Journal aber leider seine Kompetenz überschritten und dazu beigetragen, dass die widersinnige Gender-Ideologie ein weiteres Mal unkritisch-naiv unter das Schülervolk gebracht worden ist.

Bereits im Editorial schreibt der Herausgeber, dass die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen, mit den entsprechenden Geschlechterrollen, nicht naturgegeben, sondern nur eine „machtvolle Erzählung“ seien. Diese, von Evolutionsbiologen wie Charles Darwin offengelegte „vermeintlich natürliche Ordnung der Geschlechter“ sei in der Regel von Menschen konstruiert und mit gesellschaftlicher Macht verbunden. Weiterhin sei das Geschlecht leider „heteronormativ gedacht“: Homosexuelle und Transgender seien früher ignoriert und ausgeschlossen worden, wird behauptet. Nach Verweisen auf die Gleichberechtigung als Verfassungsgut, den Feminismus und die Geschlechtergerechtigkeit wird dem Leser „viel Spaß“ gewünscht.

Als erstes Highlight der Fluter-Gender- Story folgt ein Gespräch mit der Geschlechter- Forscherin Sabine Hark. Hier offenbart sich diese Ideologin in geradezu peinlicher Offenheit. Die Frage, was sie in ihrem Job als bekannteste Gender-Forscherin Deutschlands tagtäglich zu tun hat, antwortete die Sozialwissenschaftlerin wie folgt: »Ich vermittle den Studierenden, dass Geschlecht eine Kategorie ist, mit der wir die Gesellschaft ordnen. Wir haben alle eine Vorstellung von Geschlecht, davon, wie Frauen und Männer so sind, aber wo kommt das Wissen her? Was sind die historischen Kontexte? Welche sozialen und ökonomischen Konsequenzen hat das? Darum geht es in der Geschlechterforschung.«

weiterlesen

Ken Ham Really Doesn’t Understand Science

Ken Ham, Quelle: Answers Outreach
Ken Ham, Quelle: Answers Outreach
In 2014, popular science communicator Bill Nye “debated” creationist Ken Ham in a live webcast on YouTube. The event went pretty much as expected; Nye presented levelheaded evidence that science works, that evolution is real, and the Universe is very old, while Ham used bad logic, cherry-picking, and blatant twisting of scientific claims.

By Phil Plait | slate.com

At the time (and still today) I think Nye made the right decision to participate in the event. Ham runs the Answers in Genesis ministry, and also the Creation Museum in Kentucky, and is well-known for his outrageous statements. It might seem silly to elevate the debate by paying any attention at all to Ham, but that ignores the fact that polls consistently show that half of the American population believes in some form of creationism.

We ignore this at our own peril.

Debating creationists is slippery. When your opponent doesn’t have to adhere to facts or logic, it’s tricky to find traction. My friend Zach Weinersmith once wrote that it’s not that most creationists are anti-evolution, it’s that they’re anti-some distorted version of it told to them by their pastors.

He’s completely correct. That became even clearer to me when, shortly after the debate, BuzzFeed posted an article called “22 Messages From Creationists to People Who Believe in Evolution”. It was clear from the questions asked that the creationists involved had no idea about how evolution—even science itself—worked. The questions were universally based on false premises, a distortion of the science that made it actually pretty easy to answer those supposedly “gotcha” queries.

read more

Erwartungen beeinflussen Schmerzempfinden

Wie sehr schmerzt es? Je nach Erwartung bewerten Männer Schmerzen anders © thinkstock/ DAJ
Schmerzlindernde Wirkung: Werden Männer mit der Information versorgt, dass sie Schmerzen besser ertragen können als Frauen, wirkt sich das prompt aus – sie bewerten Hitzereize dann als weniger unangenehm. Umgekehrt funktioniert der Effekt aber auch, wie ein Experiment zeigt: Wer denkt, Frauen hätten eine höhere Schmerztoleranz, kann Schmerzen weniger gut aushalten als ohne diese Erwartung.

scinexx

Unsere eigenen Erwartungen sind machtvolle Manipulateure: Sie beeinflussen, wie wir andere Menschen wahrnehmen, wirken sich auf unsere Leistungen aus – und sind der Grund dafür, dass es den Placebo-Effekt gibt. „Der Placebo-Effekt funktioniert gerade bei der Behandlung von Schmerzen oft sehr gut“, sagen Wissenschaftler um Katharina Schwarz von der Universität Würzburg.

weiterlesen

Bei der Darmflora mischen auch die Gene mit

Welche Bakterien sich in unserem Darm besonders wohlfühlen, das entscheiden auch die Gene mit. © thinkstock
Vererbte Bakteriengesellschaft: Nicht nur die Ernährung und andere Umweltfaktoren bestimmen, welche Mikroben sich in unserem Darm besonders wohlfühlen. Auch die Gene spielen eine Rolle dabei, wie Forscher berichten. Sie konnten zeigen: Bestimmte genetische Unterschiede zwischen zweieiigen Zwillingen spiegeln sich in der Darmflora der Geschwister wider.

scinexx

Die Bakterienlandschaft im Darm ist bei jedem Menschen verschieden. Im Laufe unseres Lebens bestimmen unter anderem unsere Ernährung und unsere Umwelt, welche Mikroben sich im Darm ansiedeln. Der Grundstein für die Darmflora wird jedoch bereits bei der Geburt gelegt: Die ersten Bakterienspezies, die den Darm eines Neugeborenen besiedeln, stammen aus dem Geburtskanal der Mutter – sie vererbt damit einen Teil ihres Mikrobioms an das Kind.

weiterlesen

Wie die Evolution Männer und Frauen dirigiert

Leichte Beute. Die Existenz des Pfaus widerspricht auf den ersten Blick den Gesetzen der Evolution.Foto: picture alliance / dpa
Charles Darwin erkannte, worauf die Geschlechterunterschiede beruhen. Seine Theorie hat sich bestätigt, trotz Kritik aus der Genderforschung.

Ein Kommentar von Hartmut Wewetzer | DER TAGESSPIEGEL

Warum unterscheiden sich Mann und Frau? Wer dieser Frage nachgeht und sie nicht gleich als „falsch“ einstuft, weil die Geschlechter angeblich nur sozial erwünschte Rollen spielen und alle Unterschiede (bis auf die biologischen) gesellschaftlich bedingt sind, der stößt auf die Theorie der sexuellen Auslese. Sie geht auf Charles Darwin zurück, den Begründer der Evolutionstheorie. Darwin bereitete der prächtige Pfauenschwanz Kopfzerbrechen. Der konnte eigentlich unmöglich die Überlebenschancen vergrößern. Er verbrauchte Ressourcen, machte die Tiere unbeweglich und auffällig und so zu einer leichten Beute. Der Pfauenschwanz verstieß gegen elementare Regeln der von Darwin formulierten Theorie der natürlichen Auslese – die Natur müsste den Blender längst ausgemustert haben.

Darwins geniale Lösung: Der Pfau vermehrte sich nicht trotz, sondern wegen seines Federschmucks. Die Theorie der sexuellen Auslese (Selektion) war geboren. Je makelloser der Radschlag, umso größer die Erfolgschancen bei den Pfauenweibchen. Im Zentrum des Gedankengebäudes steht die fundamentale Ungleichheit der Keimdrüsen. Sie produzieren bei weiblichen Tieren die großen, wenigen Eizellen und bei männlichen die kleinen, vielen Spermien. Ein Unterschied mit Folgen. „Billige“ Spermien werben um „kostbare“ Eizellen. Männchen investieren in die Balz und konkurrieren untereinander, Weibchen kümmern sich um die Brutpflege. Männchen mit mehr Partnerinnen haben mehr Nachkommen, bei Weibchen gilt das nicht.

weiterlesen

Meeresssaurier mit bizarrem Hammerkopf entdeckt

Auf den ersten Blick sieht Atopodentatus nicht ungewöhnlich aus, doch sein Kopf und seine Lebensweise sind es. © Y. Chen/ IVPP
Hammerkopf und Meißelzähne: Paläontologen haben in China 240 Millionen Jahre alte Fossilien eines bizarren Meeresreptils entdeckt. Sein Maul war ähnlich breit ausgezogen wie der Kopf eines Hammerhais und trug vorne einen ganzen Kamm aus meißelartige Zähnen. Räuberisch war dieser Meeressaurier aber nicht – im Gegenteil: Er weidete mit dem Zahnkamm Algen vom Meeresgrund ab und ist damit der älteste bekannte Pflanzenfresser unter den Meeressauriern.

scinexx

Vor rund 240 Millionen Jahren waren Reptilien die Herrscher der Ozeane. Mehrere Meter lange Ichthyosaurier jagten im Urzeitmeer nach Beute, halbaquatische Nothosaurier glitten elegant durch flache Küstengewässer und der acht Meter lange Thalattoarchon saurophagis schreckte sogar vor Angriffen auf gleichgroße Meeressaurier nicht zurück.

weiterlesen

David Attenborough: Er macht uns Staunen über die Wunder der Welt

© dpa Kesser Käfer? Nicht ganz. Der Baumhummer, mit dem Sir David Attenborough gerade Bekanntschaft schließt, gehört zur Ordnung der Gespensterschrecken.
Für die Briten ist er ein nationaler Schatz, mit seinen Beiträgen in der BBC setzt er Maßstäbe. Nun wird der Naturfilmer David Attenborough neunzig. Er gibt ein Beispiel für ein gelungenes Leben.

Von Gina Thomas | Frankfurter Allgemeine

Wenn es heute noch jemanden gibt, der das Gründungsideal der BBC verkörpert – nämlich zu bilden, zu unterhalten und zu informieren –, dann ist es David Attenborough. Sechs Jahrzehnte lang hat er es verstanden, seine Passion für die Natur in ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Fernsehsendungen zu vermitteln. Seine Dokumentationen über die Rätsel der Organismen unseres Planeten sind Maßstab und Vorbild für das Genre des Naturfilms. Durch ihn haben Zuschauer dank Zeitrafferaufnahme oder dem 3D-Film nicht nur die Evolutionsgeschichte als wundersames Spektakel erlebt. Ohne belehrend oder salbadernd zu sein, hat Attenborough mit sachlicher Begeisterung das Bewusstsein für das prekäre Gleichgewicht zwischen dem Menschen und seiner Umwelt geweckt.

weiterlesen