Graue Mausmakis: Die kleinsten Primaten der Erde

Die Weibchen der Grauen Mausmakis leben in Gruppen, die Männchen sind hingegen Einzelgänger.Foto: imago/blickwinkel
Ihr Gehirn wiegt nur zwei Gramm, trotzdem sind Mausmakis ziemlich schlau. Mit den riesigen Knopfaugen erkennen sie Beute auch bei wenig Licht.

Von Marcel Kunzmann | DER TAGESSPIEGEL

Sie sind klein, flauschig – und ihre Körperteile sind für manch Überraschung gut. Im Halbdunkel des Nachttierhauses, versteckt zwischen dicken Ästen, leben die Mausmakis des Berliner Zoos. Während draußen die Sonne hoch am Himmel steht, turnt der Mausmaki munter durchs finstere Kellergehege, immer in dem Glauben, es sei gerade Nacht. Der umgedrehte Tag-Nacht-Zyklus ist vor allem im Interesse der Besucher, denn die kleinen Makis gehen erst nach Einbruch der Dunkelheit auf große Raubzüge: von Blütennektar über Insekten bis hin zu Fröschen steht allerlei auf dem Speiseplan der gefräßigen Äffchen.Mausmakis

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Vorhölle mit Vergnügungspark

Die nachgebaute Arche Noah in Grant County, Kentucky. bild: arkencounter
Im 27 Millionen Dollar teuren Kreationisten-Museum im US-Bundesstaat Kentucky erklären evangelikale Christen ihren Besuchern die Welt. Jetzt wurde in eine 100 Millionen Dollar teure Arche Noah investiert.

Von Sabine Mezler | General Anzeiger

Der Garten Eden liegt in Kentucky, die Arche Noah auch. Und beide haben dieses Jahr etwas zu feiern: das Paradies im Kreationisten-Museum sein zehnjähriges Bestehen, das biblische Schiff – ein 155 Meter langer, 100 Millionen Dollar teurer Nachbau der Arche – den Beginn des ersten richtigen Geschäftsjahres.

Geschaffen wurden beide Attraktionen, die gern auch als „Disneyland für Darwin-Gegner“ bezeichnet werden, von der AiG, der Evangelisten-Gemeinde „Answers in Genesis“ unter der Führung von Ken Ham. Wie der Name schon sagt, nimmt die Organisation die Bibel wörtlich und findet alle Antworten im ersten Buch Mose. Weshalb sie weder Kosten noch Mühen gescheut hat, um Orte entstehen zu lassen, in denen sie ihre Sicht auf die Welt vermitteln und die Menschen vor den vermeintlichen Irrlehren der Evolutionstheorie bewahren kann.

Am Anfang schuf Ham dazu 2007 das Kreationisten-Museum in Petersburg im US-Bundesstaat Kentucky, um (O-Ton) einen „Gegenpol zu den evolutionsgeschichtlichen Ausstellungen zu bilden, die den Geist gegen die Heilige Schrift und Jesus Christus, den Erschaffer des Universums, verdrehen“.

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Auf dem Weg zum künstlichen Leben

Hefepilze gehören ebenso wie der Mensch zu den eukaryontischen Lebewesen.Foto: Waltraud Grubitzsch/picture alliance/dpa
Forschern ist es gelungen, sechs der 16 Chromosomen der Bäckerhefe nachzubauen. Damit wollen sie testen, welche Bausteine der DNS verzichtbar sind – und so die Gentherapie verbessern.

Von Sascha Karberg | DER TAGESSPIEGEL

Mit Mycoplasma mycoides JCVI 1.0 ist es einem Team um Genomforscher Craig Venter schon 2010 gelungen: eine künstliche Variante eines Bakteriums im Labor zu konstruieren. Jetzt ist das „Synthetic Yeast Genome Project“, das„Synthetic Yeast Genome Project“, auf dem besten Weg, auch das Erbgut einer hoch entwickelten, komplexen Eukaryonten-Zelle zu synthetisieren – aus denen im Prinzip auch der Mensch zusammengesetzt ist.

Während Venter für seine erste künstliche Minizelle nur etwa eine Million DNS-Bausteine zusammenbasteln und in eine Mycoplasmazelle stecken musste, muss das Sc2.0-Konsortium insgesamt zwölf Millionen Bausteine rekonstruieren, die in 16 Chromosomen unterteilt sind. Das erste Chromosom der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae wurde schon 2014 von Jef Boeke vom Institut für Systemgenetik der New York University synthetisiert.

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Evolutionstheologie: 7 Tage Schöpfung ins Genom gequetscht

Bild, theologie-naturwissenschaften.de
Bild, theologie-naturwissenschaften.de

Wie die planvolle Schöpfung eines gütigen Gottes mit den Zufällen der Evolution zu vereinbaren sei, ist die zentrale Fragestellung des vorliegenden Buches von Wolfgang Schreiner. Der Autor ist Professor für Medizinische Computerwissenschaften, also Naturwissenschaftler und zudem „praktizierender Christ“. Diese Wortwahl macht deutlich, aus welchem christlichen Milieu der Autor kommt und er kann daher recht treffend darstellen, welche Probleme sich für ein bestimmtes christliches Selbstverständnis aus der Konfrontation mit den Evolutionsprozessen ergeben, wenn man diese nicht kreationistisch weginterpretieren will. Insofern ist das vorliegende Buch ein sehr ehrliches Buch.

Von Dr. Andreas Losch | Dialog Theologie & Naturwissenschaften

Wenn die evolutionären Genomveränderungen, mit denen sich der erste Teil des Buches befasst, tatsächlich zufällig verlaufen, wäre der Mensch ein Zufallsprodukt, seine Besonderheit in der Natur in Frage gestellt. Wie könnte man dann noch von seiner absichtsvollen Erschaffung durch Gott reden? Und wie lassen sich die vielen negativen Genomveränderungen, die Leiden und Krankheit verursachen, mit der Vorstellung eines gütigen und planenden Gottes zusammendenken? Wäre ein solch „würfelnder“ Gott noch gerecht?

Der Autor möchte den naturwissenschaftlichen Fakten ebenso gerecht werden ebenso wie dem Wortlaut der Bibeltexte, wobei er sich dessen bewusst ist, dass deren spätere Rezeption und Interpretation durchaus zu hinterfragen ist (S. 53). Den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sind die ersten fünf Kapitel des Buches gewidmet, in denen anschaulich auf den Erkenntnisweg der Naturwissenschaften eingegangen und dann recht detailliert der Prozess der evolutionären Genomveränderungen geschildert wird.

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Wie entstand das Leben auf der Erde?

 Vor etwa vier Milliarden Jahren schlugen unzählige Meteoriten auf der Erdoberfläche ein. Die Entwicklung des Lebens hatte möglicherweise bereits zuvor begonnen. (Foto: Nasa/Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab)
Vor etwa vier Milliarden Jahren schlugen unzählige Meteoriten auf der Erdoberfläche ein. Die Entwicklung des Lebens hatte möglicherweise bereits zuvor begonnen. (Foto: Nasa/Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab)
Am Anfang war nur Sternenstaub – und dann rührte sich was. Wie aus toter Materie Leben entstehen konnte, gehört zu den großen Fragen der Menschheit. Ein paar Antworten haben Forscher bereits.

Von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche.de

Wer wir sind und woher wir kommen, fragen sich die Menschen seit Urzeiten. Früher suchten wir Antworten in der Religion. Heute wissen wir, dass die Erde und alles, was darauf zu finden ist, aus Sternenstaub besteht. Aber das große Rätsel bleibt immer noch ungelöst: Wie konnte sich aus einem Haufen toter Materie Leben entwickeln? Und wann?

Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen sind Naturwissenschaftler dem Pfad der Evolution durch die Zeit zurück gefolgt, bis in die früheste Geschichte unseres Planeten. Und heute wissen sie recht genau, wie jene Form irdischen Lebens ausgesehen haben muss, von der alle heutigen Lebewesen abstammen.

„Luca“ (Last Universal Common Ancestor) – so heißt dieser „älteste gemeinsame Vorfahre“. Er muss bereits vor etwa 3,6 Milliarden Jahren existiert haben, das hat eine genetische Analyse heute lebender Organismen ergeben. Luca bestand aus einer einzigen Zelle und mochte es heiß – gerne so um die 100 Grad Celsius.

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Die Suche nach dem Sinn des Kitzelns – Hihihihihihi

 Wahrscheinlich fällt dieser Affe vor Lachen bald vom Ast. Trotzdem scheint er das Kitzeln zu genießen. (Foto: Science Source/Getty Images)
Wahrscheinlich fällt dieser Affe vor Lachen bald vom Ast. Trotzdem scheint er das Kitzeln zu genießen. (Foto: Science Source/Getty Images)
Kitzeln ist schön und schrecklich zugleich. Das gilt nicht nur für den Menschen, sondern auch im Tierreich. Die Frage ist nur: Warum hat die Natur diese Spielerei überhaupt erfunden?

Von Tina Baier | Süddeutsche.de

Wenn Schimpansen gekitzelt werden, lachen sie wie Ernie aus der Sesamstraße. Gorillas reagieren mit Gezirpe, das fast so klingt wie Vogelgezwitscher. Bonobos keckern, und Orang-Utans grunzen. Dass nicht nur Menschen kitzlig sind, sondern auch Tiere, hat schon Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie, beobachtet. Doch bis heute ist Wissenschaftlern das merkwürdige Verhalten von Kitzelopfern – egal ob Mensch oder Tier – weitgehend unerklärlich.

Was soll das unkontrollierte Gelächter, bei dem sämtliche Körpermuskeln wackeln und ihre Spannung verlieren? Warum ist Kitzeln schön und schrecklich zugleich? Seltsamerweise machen Gekitzelte nämlich während sie lachen heftige Abwehrbewegungen und haben oft einen gequälten Gesichtsausdruck. Und warum funktioniert Kitzeln nur, wenn alle Beteiligten gute Laune haben? „The mind must be in a pleasurable condition“, schrieb Darwin in seinem 1872 veröffentlichten Buch „Der Ausdruck der Gemütsbewegungen beim Menschen und den Tieren„.

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Forscher wollen Mammut schon bald aufleben lassen

 Wenn es nach dem Wunsch einiger Wissenschaftler geht, soll das Wollhaarmammut schon bald zu neuem Leben erweckt werden (Symbolfoto) © Picture Alliance
Wenn es nach dem Wunsch einiger Wissenschaftler geht, soll das Wollhaarmammut schon bald zu neuem Leben erweckt werden (Symbolfoto) © Picture Alliance
Schon in zwei Jahren könnte es soweit sein: Der haarige, ausgestorbene Vorfahre der Elefanten, dass Wollhaarmammut, könnte auf die Erde zurückkehren. Möglich wird dies, durch eine Revolution in der Gentechnik.

Von Alexander Mayer-Thoene | stern.de

Vor 4000 Jahren verschwand das letzte Wollhaarmammut vom Angesicht der Erde. Heute geht man davon aus, dass die haarigen Vertreter der Elefanten-Familie mit den markanten Stoßzähnen einer Kombination aus Klimaveränderungen sowie der verstärkten Jagd durch Menschen zum Opfer fielen. Doch nun sieht es tatsächlich danach aus, als ob das Wollhaarmammut wiedergeboren werden könnte. Zweifelsfrei wäre dies eine wissenschaftliche Sensation – und auch ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte. Schließlich hat nie zuvor eine Spezies eine andere wieder zum Leben erweckt.

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Sarden sind genetisch sehr spezielle Inselbewohner

Sardinien, die italienische Insel der Hundertjährigen, dürfte bereits sehr lange von autochthoner Ethnie bewohnt sein

derStandard.at

Die zu Italien gehörige Insel Sardinien wird von gut einer Millionen einheimischer Menschen bewohnt, die für Genetiker vor allem aus einem Grund interessant sind: Der Anteil der Hundertjährigen ist unter den Sarden besonders hoch.

Anna Olivieri (Uni Pavia) ist zwar auch Genetikerin, sie wollte aber wissen, woher die Sarden genetisch überhaupt kommen. Sie analysierte deshalb 3491 mitochondriale Genome (Mitogenome) heute lebender Sarden und verglich sie mit 21 alten sardischen Mitogenomen und solchen von alten Nicht-Sarden (darunter Ötzi).

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Paleontologists Find Fossils of a Pregnant, 245-Million-Year-Old Sea Reptile

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
It’s the first time live birth has been observed in an archosauromorph, the reptilian parent group from which dinosaurs, birds, and crocodilians derive.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Some 245 million years ago, at the dawn of the Triassic period, a pregnant aquatic reptile from the genus Dinocephalosaurus perished in the seas covering what is now the Luoping region of southwest China. But as luck would have it, the expectant mother was fossilized in the seabed—along with her developing embryo.

This extraordinary specimen presents the first evidence of live birth observed in an archosauromorph, which is the reptilian parent group from which dinosaurs, birds, crocodilians, and marine animals like Dinocephalosaurus all derived. The find is described in new research published Tuesday in Nature Communications, led by Hefei University of Technology paleontologist Jun Liu.

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Genom-Editierung mit Hindernissen

Anopheles albimanus. Bild: CDC.gov
Anopheles albimanus. Bild: CDC.gov
Die Evolution kann dem Einsatz von Gene Drives im Großmaßstab einen Strich durch die Rechnung machen – noch

Von Bernd Schröder | TELEPOLIS

Wie Nature berichtet, vollenden Forscher im mittelitalienischen Terni gerade den Bau der weltweit wahrscheinlich ausgeklügelsten Mückenkäfige. Die im Rahmen des Target Malaria-Projekts entstehenden jeweils 150 Kubikmeter großen Gehege sollen die Lebensräume simulieren, in denen die Anopheles-Mücken Afrikas gedeihen. Durch das Studium der Insekten unter naturnahen Bedingungen wollen die Wissenschaftler besser verstehen, wie die Malaria-Überträger ausgemerzt werden können. Gene Drives sollen das Mittel der Wahl sein. Diese Technologie sorgt für eine beschleunigte Ausbreitung von Genen in Populationen von Organismen.

Der als kostengünstig, vielseitig und äußerst effizient geltende Gen-Editor CRISPR/Cas9 hat in nur wenigen Jahren die Fähigkeit von Wissenschaftlern revolutioniert, maßgeschneiderte Änderungen am Erbmaterial von Organismen vorzunehmen. Die Technologie kann verwendet werden, um eine Mutation von einem Chromosom in ein anderes zu kopieren.

Die alten Regeln der genetischen Vererbung und natürlichen Auslese werden mit der neuen Technologie ausgehebelt. Die meisten Gene haben eine 50%-ige Chance, über geschlechtliche Fortpflanzung an die Nachkommen weitergegeben zu werden. Gene Drives können hier manipulierend eingreifen, in dem ein Gen bevorzugt an die Nachkommen weitergegeben wird, bis – zumindest theoretisch – die gesamte Population Träger dieses Gens ist.

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Lässt sich Evolution beobachten?

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Charles Darwin beschrieb im 19. Jahrhundert, wie sich Arten entwickeln und wie neue Arten entstehen. Seine Evolutionstheorie gilt heute als wissenschaftlich bewiesen – zumindest in weiten Teilen der Welt. In der Türkei soll Darwins Evolutionslehre nun aus den Lehrplänen fliegen und auch in Trumps Amerika gibt es vielfältige Bemühungen, Gott an die Stelle der Evolution zu setzen. Aber lässt sich Evolution nicht auch beobachten? Diese Frage versucht Thomas Prinzler zu beantworten.

INFOradiorbb

Jetzt gerät also auch noch die Evolution in den Fokus der Potentaten. Ministerpräsident Erdogan will eine islamische Türkei und sein Bildungsminister Ismet Yilmaz lässt schon mal die Lehrpläne korrigieren. Für gute Muslime ist Gott der Schöpfer und der Mensch kann nicht vom Affen abstammen. Dabei zeigen seit Jahren archäologische Funde nicht nur in Afrika  und paläogenetische Untersuchungen, wie sich Arten verändern und neu bilden.

Und vor wenigen Jahren waren es Berliner Forscher vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, die die Geburt einer neuen Elefantenart beobachteten, wie sich Elefanten in Thailand in zwei Arten aufspalten.

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Why Do Birds Have Such Crazy Beaks?

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
A citizen science project measured over 2,000 bird beaks to help figure out why they’re so crazy looking.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

When Charles Darwin made his now infamous trip to the Galapagos Islands in the early 19th century, he made a trivial observation that would nevertheless end up profoundly changing our understanding of the natural world. He noticed that the beak shapes of birds differed drastically from island to island. For example, cactus finches had longer, pointed beaks than ground finches, and warbler finches had thinner and more pointed beaks than both. The question, of course, was what led to this variation and pondering this question would eventually lead Darwin to the theory of evolution for which he is now famous.

Yet 180-odd years after Darwin circumnavigated the globe on the HMS Beagle, researchers are still investigating how bird beaks came to be so diverse. Most recently, researchers at the University of Sheffield have enlisted the public’s help in measuring 3D scans of bird beaks from over 2,000 species kept in London’s Natural History Museum and the Manchester Museum. Based on this crowdsourced data, the researchers hoped to discover how bird beaks evolved over time.

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Greg Graffin

Bad Religion

Der Gründer der Punkband „Bad Religion“ hatte nie etwas gegen Gott. Und auch jetzt als Evolutionsbiologe wartet er auf Beweise für die Existenz Gottes.

Von Jan Stremmel | Süddeutsche.de

Als ich meine Band Bad Religion gründete, waren die USA in einer ganz ähnlichen Situation wie heute. Es war 1980, Ronald Reagan kandidierte gerade bei der Wahl zum Präsidenten. Hinter sich versammelte er die denkbar schlimmsten Spinner aus dem ultrarechten Lager, bis hin zu den komplett verrückten evangelikalen Fernsehpredigern. Die verdienten damals Millionen damit, ihren Glauben als den einzig wahren zu verkaufen und nebenbei gutgläubigen Rentnern ihre Altersversorgung abzuschwatzen. Diese Koalition der Erzkonservativen gewann damals die Wahl – und wir gründeten eine Punkband mit dem durchgestrichenen Kreuz als Logo. Wir waren 15, und es war eine naheliegende Provokation.

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Urzeitliches „Schildkrötenschwein“ entdeckt

So könnte der Bulbasaurus ausgesehen haben. Seine Schnauze ähnelte dem Schnabel einer Schildkröte, hatte aber große Eckzähne. © Matt Celeskey
So könnte der Bulbasaurus ausgesehen haben. Seine Schnauze ähnelte dem Schnabel einer Schildkröte, hatte aber große Eckzähne. © Matt Celeskey
Skurriler Fund: In Südafrika haben Paläontologen ein ungewöhnliches Fossil entdeckt. Sein Kopf ähnelt dem einer riesigen Schildkröte mit gewaltigen Hauern. Trotz dieses furchterregenden Aussehens war das rund 250 Millionen Jahre alte Reptil jedoch ein Pflanzenfresser und gehört zu frühen Vorfahren der Säugetiere. Die neu entdeckte Art, Bulbasaurus phylloxyron, füllt nun eine entscheidende Lücke in der Evolution dieser Tiergruppe.

scinexx

Im Perm, vor rund 260 Millionen Jahren entwickelten sich Reptilien, die in manchem erstaunlich säugetierähnlich waren: Die Beine der Therapsiden waren nicht mehr seitlich abgespreizt wie bei frühen Echsen, am Hals und im Lendenbereich besaßen sie keine Rippen mehr. Einige von ihnen trugen schon ein Fell und bauten sogar komplexe Wohnhöhlen wie heute die Erdmännchen. Tatsächlich entwickelten sich aus den Nachfahren dieser Tiergruppe später die Säugetiere.

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Unser ältester Ururahn war ein Winzling

So könnte der Ur-Deuterostome Saccorhytus coronarius zu Lebzeiten ausgesehen haben. © S Conway Morris / Jian Han
So könnte der Ur-Deuterostome Saccorhytus coronarius zu Lebzeiten ausgesehen haben. © S Conway Morris / Jian Han
Urahn einer gewaltigen Sippe: In China haben Paläontologen den möglicherweise ältesten Vorfahren aller Deuterostomen entdeckt, der großen Tiergruppe, zu der alle Wirbeltiere, Manteltiere und Stachelhäuter gehören. Das winzige Wesen besitzt einen sackartigen Körper und einen auffallend großen, dehnbaren Mund, aber keinen Anus. Es lebte wahrscheinlich zwischen Sandkörnern am Meeresgrund, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Ob Wirbeltiere, Seeigel oder Manteltiere: So unterschiedlich diese Tiergruppen auch sind, sie alle gehören zu den Deuterostoma – dem Überstamm im Tierreich, der letztlich auch uns Menschen hervorbrachte. Allen Deuterostomen ist gemeinsam, dass ihr Rückenmark an der Körperrückseite liegt und dass ihr Mund sich im Embryo aus einer anderen Zellregion bildet als beispielsweise bei den Arthropoden.

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Svante Pääbo: „Wir können uns nur mit dem Neandertaler vergleichen“

 Vater der Paläogenetik: Svante Pääbo wurde 1955 in Stockholm geboren. In Uppsala studierte er Ägyptologie, Wissenschaftsgeschichte, Russisch und später Medizin. Er untersuchte die Gene ägyptischer Mumien und war der Erste, der DNA-Sequenzen des Neandertalers analysierte. Als Begründer der Paläogenetik trug er maßgeblich zum Verständnis des menschlichen Stammbaums bei. Für seine Forschung wurde er mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Leibniz-Preis und dem hoch dotierten Breakthrough-Preis. Heute ist er Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. © Jörg Gläscher
Vater der Paläogenetik: Svante Pääbo wurde 1955 in Stockholm geboren. In Uppsala studierte er Ägyptologie, Wissenschaftsgeschichte, Russisch und später Medizin. Er untersuchte die Gene ägyptischer Mumien und war der Erste, der DNA-Sequenzen des Neandertalers analysierte. Als Begründer der Paläogenetik trug er maßgeblich zum Verständnis des menschlichen Stammbaums bei. Für seine Forschung wurde er mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Leibniz-Preis und dem hoch dotierten Breakthrough-Preis. Heute ist er Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. © Jörg Gläscher
Er entschlüsselte das Erbgut des Neandertalers: Der Ausnahmeforscher Svante Pääbo über die mühsame Arbeit mit alter DNA, seinen Sauberkeitsfimmel und die Frage, was uns als Menschen ausmacht.

Von Nicole Heißmann | stern.de

Herr Professor Pääbo, bekommen Sie noch viel Post von Neandertalern?

Mir schreiben andauernd Leute, die glauben, dass sie die lebenden Nachfahren sind. Allerdings sind es nicht mehr so viele wie 2010, als wir das Neandertaler-Genom veröffentlichten.

Damals erschien in der Fachzeitschrift „Science“ Ihre Rohfassung des Neandertaler-Gencodes. Eine wissenschaftliche Sensation. Zum ersten Mal konnte man die Gene des modernen Menschen mit denen des Neandertalers vergleichen und sehen: Da gibt es Überschneidungen. Die hatten offenbar Sex miteinander.

Jedenfalls gab es eine Menge Berichterstattung und einen regelrechten Neandertaler-Hype. Wir konnten uns vor Anfragen kaum retten.

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Auch Mohammed war ein Nacktaffe

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Die Evolutionstheorie von Charles Darwin könnte in der Türkei aus den gymnasialen Lehrplänen gestrichen werden, kündigt Bildungsminister Ismet Yilmaz von der AKP an. Ein Plan, der Kritiker der islamisch-konservativen Regierung von Recep Tayyip Erdoğan mit Sorge erfüllt.

Von Bernhard Ichner | kurier.at

Sieht es doch so aus, als ob die türkische Mehrheitspartei sukzessive die religiösen Inhalte in den Bildungseinrichtungen stärkt – etwa indem sie den Kreationismus unterstützt. Dessen Anhänger (wie es sie unter Muslimen ebenso gibt, wie unter Christen) lehnen die Evolutionstheorie ab und vertreten die Ansicht, dass alles Leben von Gott erschaffen wurde. Aber was glauben die Türken in Österreich? Und wie gehen Islamlehrer oder Imame bei uns mit dem Thema um? Der KURIER fragte nach.

Die Antworten sind vielfältig. „Ich glaube nicht an die Evolution. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mensch und Affe einen gemeinsamen Ursprung haben“, sagt etwa Limousinenfahrer Harun Göksu. Der 33-Jährige entstammt einer religiösen Familie und besuchte ein theologisches Gymnasium in der Türkei.

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Das wahre Monster aus Transsilvanien

Bild: bbcplanetdinosaur.wikia.com
Bild: bbcplanetdinosaur.wikia.com
Hatzegopteryx gehört zu den gewaltigsten Tieren, die in der Erdgeschichte die Lüfte erobert haben. Ein Fund aus Rumänien zeigt, dass sie locker ponygroße Beute schlagen konnten.

Von Daniel Lingenhöhl | Spektrum.de

Mit einer Spannweite von rund zwölf Metern und einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm gehört Hatzegopteryx zu den größten Flugsauriern der Kreidezeit. Doch während viele seiner Verwandten Fisch und allenfalls kleine Landtiere erbeuten konnte, erlegte dieser Pterosaurier womöglich sogar Arten, die so groß wie Ponys oder kleinere Pferde werden konnten. Das legen zumindest Fossilien nahe, die Darren Naish von der University of Southampton und Mark Witton von der Portsmouth University untersuchen konnten und die aus dem heutigen Transsilvanien stammen. Die Überreste deuten an, dass sich Hatzegopteryx gehörig von anderen Flugsauriern unterschied.

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