Spock und Hegel: „Philosophie in Star Trek“ von Jenaer Professor veröffentlicht

Spielzeugmodell des Raumschiffes Enterprise vor einem Bildnis des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Ein Philosoph der Universität Jena hat ein Buch zur „Philosophie in Star Trek“ veröffentlicht. Gemeinsam mit seiner Tochter spürt er dabei den Parallelen zwischen Star Trek und den Theorien berühmter Denker nach.

Thüringer Allgemeine

Zu vergeistigt, zu intellektuell – mit diesem Urteil lehnte der Fernsehsender NBC die Pilotfolge „Der Käfig“ der Serie „Star Trek“ 1965 ab. Erst nach einigen Veränderungen konnte das Raumschiff USS Enterprise ein Jahr später seinen Siegeszug durch die Popkultur antreten. Doch trotz der Zugeständnisse, die Grundidee änderte der Erfinder der Serie Gene Roddenberry nicht. Seine philosophischen, ethischen und politischen Ideen wollte der Amerikaner unterhaltsam verpackt den Zuschauern vermitteln, der Gesellschaft den Spiegel vorhalten und ihnen eine erstrebenswerte Utopie geben. Dank dieser Dimensionen ist Star Trek bis heute erfolgreich und so viel mehr als nur eine Fernsehserie.

Die Besatzung veranschaulicht die Idee des Universalismus

Zum 50. Jubiläum beschäftigt sich der Philosoph Prof. Dr. Klaus Vieweg von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in seinem neuen Buch „Die Philosophie in Star Trek“ mit dieser Metaebene, auf der sich die Enterprise bewegt. Gemeinsam mit seiner Tochter, der Illustratorin Olivia Vieweg, spürt er dabei den Parallelen zwischen dem Star-Trek-Universum und den Theorien berühmter Denker nach.

Das Cover des Buchs „Die Philosophie in Star Trek“ Foto: Vieweg

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Der Vatikan und die Juden

KZ Auschwitz, Einfahrt. Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
KZ Auschwitz, Einfahrt. Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
Als am 16. Oktober 1943, einem Sabbat, SS-Truppen das jüdische Ghetto in Rom räumten, wurde Papst Pius XII. umgehend informiert. Es gab diplomatische Bemühungen im Hintergrund, die Juden zu retten, aber keinen offiziellen Protest des Vatikans.

Von Gregor Maria Hoff | ZEIT ONLINE

Wenige Monate vorher hatte Pius XII. nach einem alliierten Bombenangriff das christliche Stadtviertel San Lorenzo besucht – bis an die Grenzen des jüdischen Ghettos kam er nicht. Vorsicht spielte eine Rolle, Angst um die Unantastbarkeit des Vatikanstaates. Der Papst wollte die letzten Einflussmöglichkeiten auch zugunsten der Juden nicht verlieren. Am Ende wurden 1016 römische Juden nach Auschwitz transportiert, nur 16 überlebten.

Ist es vorstellbar, dass ein Papst 1943 anklagend vor den Toren von Auschwitz erschienen wäre? Jeder Papst, der heute das Vernichtungslager betritt, weiß, dass er zu spät kommt. Zu spät für eine schwer zu fassende und bis heute nicht klar benannte Schuld, die traumatisch nachwirkt: für die Juden, für die jüdische Gemeinde Roms, aber auch für die Kirche. Weil das Schweigen Pius XII. sprachlos macht.

Auschwitz ist ein Ort, dem seit dem Besuch von Johannes Paul II. kein Papst mehr ausweichen kann. Hier sollte das „auserwählte Volk“ der Bibel ausgelöscht werden. Das öffentliche Schweigen Pius XII. hat daran nichts geändert. Jeder Christ, der an den menschgewordenen Gott glaubt, wird in Auschwitz mit der Vernichtung der Menschlichkeit konfrontiert, mit der Hölle auf Erden. Nach katholischer Lehre lässt sich die Kirche davon nicht überwältigen. Doch in Auschwitz muss sie sich auch der eigenen Schuld stellen.

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Bundesregierung hält Akten zur Diktatur in Argentinien unter Verschluss

Dokumente in Archiven von BND, Kanzleramt und Außenamt. Hunderte Akten über Rüstungsgeschäfte. Kritik von Opposition und Journalisten

Von Harald Neuber | TELEPOLIS

Wenige Wochen nach einer Reise von Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Argentinien setzt sich die Debatte über den Umgang der Bundesregierung mit der westdeutschen Politik während der Militärdiktatur in dem südamerikanischen Land (1976-1983) fort.

Im Kern geht es dabei um die Mitschuld der damaligen westdeutschen Regierung an den Verbrechen der Militärjunta. Nun wurde bekannt: Die Bundesregierung hält nach wie vor zahlreiche Akten über die damalige Zeit unter Verschluss. Die Geheimhaltung betrifft vor allem den Bundesnachrichtendienst, der mutmaßlich über intensive Kontakte zu den Militärmachthabern verfügte.

Während seines Aufenthalts in Buenos Aires hatte Steinmeier unter anderem den sogenannten Park der Erinnerung besucht, der in Gedenken an die schätzungsweise 30.000 Opfer der Diktatur errichtet worden war. Dort mahnte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit Hinterbliebenen von Diktatur-Opfern, die „Grausamkeiten der Vergangenheit“ nicht zu vergessen. Dazu wolle auch das Auswärtige Amt in Deutschland mit der Aufklärung über die eigene Rolle und die der westdeutschen Botschaft beitragen. Die Forderung der Linken-Bundestagsabgeordneten Heike Hänsel nach einer Öffnung aller Archive wies er als unbegründet zurück: „Die Dokumente sind in den Archiven des Auswärtigen Amts seit vielen Jahren zugänglich. Wir verschließen uns diesen Fragen nicht.“

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Seit 14 Monaten Rekordtemperaturen

Jahr 2016 auf Rekordkurs. Bild: WMO
Die Energie- und Klimawochenschau: Der Klimafahrplan der EU, Subventionen für fossile Brennstoffe in Deutschland und Großbritannien und das schwindende Speicherpotential von Wäldern

Von Jutta Blume | TELEPOLIS

54 Grad Celsius sollen am vergangenen Donnerstag in Mitribah in Kuwait gemessen worden sein, 53,4 Grad im irakischen Basrah, so berichten Jeff Masters und Christopher C. Burt auf dem Blog Weatherunderground.com.

Damit hätte Mitribah die höchste Temperatur erreicht, die jemals außerhalb des Death Valley gemessen wurde. Die vorherigen Rekorde fallen ebenfalls in dieses Jahrzehnt und auf Asien: 53.6°C in Sulaibya, Kuwait im Jahr 2011, und 53.5°C in Mohenjodaro, Pakistan im Jahr 2010. Eine aus Israel im Jahr 1942 gemeldete Rekordtemperatur von 54 Grad Celsius bleibt hingegen strittig.

Auch global gesehen befindet sich das Jahr 2016 – wie auch die vergangenen Jahre – auf dem Rekordpfad. Die in der ersten Jahreshälfte gemessenen Temperaturen deuten der World Meteorological Organization zufolge darauf hin, dass es im laufenden Jahr zu einem neuen globalen Temperaturrekord kommen wird.

Die Durchschnittstemperatur der vergangenen sechs Monate war 1,3 Grad höher als in vorindustrieller Zeit. In den letzten Monaten und Jahren erfolgt der Temperaturanstieg dabei stetig. „Der Juni 2016 war der 14. aufeinander folgende Monat mit Rekordtemperaturen für Land und Ozeane. Es war der 378. aufeinander folgende Monat mit Temperaturen oberhalb des Durchschnitts des 20. Jahrhunderts. Die Durchschnittstemperatur des 20. Jahrhunderts wurde zum letzten Mal im Dezember 1984 unterschritten“, schreibt die WMO. Auch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre schnellte in die Höhe. Sie lag im ganzen ersten Halbjahr über 400 ppm und erreichte im Juni überraschend 407 ppm, das sind 4 ppm mehr als im Juni 2015.

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Rechtspopulismus und Islamismus: Analyse einer beunruhigenden Nähe

Scheinbar sind sie die ärgsten Gegner: Rechtspopulisten und Islamisten. Diplom-Psychologe und Rechtspsychologe Dr. Guido F. Gebauer hält diese Gegnerschaft aber nur für scheinbar. Hinter ihr verberge sich eine gefährliche Nähe, die nach seiner Überzeugung auf gemeinsamen Persönlichkeits-Strukturen beruht. In diesem Artikel diskutiert er diese Nähe und gibt vorläufige Antworten auf die Frage, wie sich die Gesellschaft am Besten vor Rechtspopulisten und Islamisten schützen kann.

Von Guido F. Gebauer | menschenrechte.eu

Wer warnt in Deutschland eindringlicher als Pegida und AfD vor dem Islam? Stellen sich nicht auch in Frankreich, den Niederlanden, England und Schweden Rechtspopulisten an die Spitze der anti-islamischen Bewegung? Will der soeben in den USA gekürte US-amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump nicht gar seine angestrebte Präsidentschaft nicht ganz unter das Banner des Kampfes gegen den Islam stellen?
Ist es also nur eine unbedeutende Randnotiz, dass der AfD Abgeordnete Gehlmann im Landesparlament von Sachsen-Anhalt, als es um Ausgrenzung und Verfolgung Homosexueller in den muslimischen Maghrebstaaten ging, gemäß Protokoll äußerte: Das sollten wir in Deutschland auch machen!?
Ich halte dies nicht für eine Randnotiz, sondern ein zentrales Merkmal. Bei näherer Betrachtung lässt es nach meiner Überzeugung die scheinbare Distanz zwischen Rechtspopulisten und Islamisten zusammenbrechen. Psychologisch sichtbar wird ein Abgrund von Nähe.
Rechtspopulisten und Islamisten weisen Gemeinsamkeiten auf

Die Begriffe Rechtspopulismus und Islamismus werden hier nicht als Synonyme für Rechtsterrorismus oder islamischem Terrorismus verwandt, die nach Ansicht des Autors vielmehr gesteigerte Formen von Rechtspopulismus und Islamismus darstellen.

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Gravitationslinse: Das galaktische Horus-Auge

© National Astronomical Observatory of Japan (Ausschnitt)
© National Astronomical Observatory of Japan
(Ausschnitt)
Wie „ein Sechser im Lotto“, sagen die Entdecker: Das Subaru-Teleskop fotografierte eine extrem seltene Doppelgravitationslinse.

Von Jan Dönges | spektrum.de

Als Gravitationslinse bezeichnen Astronomen ein Phänomen, bei dem die Masse eines großen Vordergrundobjekts – beispielsweise einer Galaxie – das Licht eines weit dahinter befindlichen Objekts ablenkt. Durch diesen Linseneffekt wird das entfernte Objekt stark ringförmig verzerrt, aber gleichzeitig auch stark vergrößert. Bei dieser Struktur, die die Entdecker jetzt wegen seiner Ähnlichkeit zum altägyptischen Symbol das „Auge des Horus“ tauften, findet sich jedoch eine entscheidende Besonderheit: Hier lenkt die Vordergrundgalaxie (gelb) das Licht von gleich zwei entfernten Welteninseln ab. Sie erscheinen in der Aufnahme als doppelter Ring. Dass die drei Objekte sich in direkter Sichtlinie zur Erde befinden, ist ein extrem seltenes Phänomen.

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Die Niederlage emanzipatorischer Bewegungen

In einer Welt von faschistischen Einzeltätern werden die strafende Polizei und die heilende Psychiatrie wieder zu vermeintlichen Rettern

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

Im Interesse der Sicherung ihrer Pfründe unterlassen die christlichen Großkirchen nicht jede Kritik am Islam. Sie sind sogar beriet, ihm Terrain – geistliches, ideologisches, materielles zu überlassen. Dazu passt, dass der Ramadan, der islamische Fastenmonat, in Deutschland mittlerweile wie ein nationales Ereignis zelebriert wird, bei dem sich sogar der Bundespräsident medienwirksam in Szene setzt. Fast könnte man meinen, die „Unterwerfung“ (was „Islam“ auf deutsch heißt), die der französische Schriftsteller Michel Houellebecq in seinem gleichnamigen Roman fiktonal-dystopisch thematisiert, sei bereits im Gange.

Eine solche Islamkritik ist in Deutschland an vielen Stellen zu lesen. Erstaunlich ist eher die Quelle des Textes, aus dem dieser Abschnitt stammt. Verfasst hat ihn Ingolf Bossenz, Experte für Religion der Tageszeitung Neues Deutschland, die sich ganz klar gegen Rassismus und Rechtspopulismus positioniert.

Auch in der Wochenzeitung Jungle World, die sich gegen jegliche Form von Rassismus einsetzt, waren in einem Interview mit dem Vorstandsmitglied der NGO Eziden weltweit, Mizgin Saka, eher ungewohnte Töne für die Zeitung zu lesen:

Die Lage in deutschen Flüchtlingsheimen beschäftigt uns sehr und ich höre oft von Übergriffen muslimischer Geflüchteter auf religiöse Minderheiten. Letztes Jahr gab es einen solchen Fall in Bielefeld, wo es Messerattacken gegen einen yezidischen Flüchtling gab, weil er während des Ramadan nicht fasten wollte. Das ist kein Einzelfall, sondern steht für die bedrohliche Lage religiöser Minderheiten in deutschen Flüchtlingsheimen.

Beinahe ohne Ausnahme gingen alle Übergriffe von radikalen Muslimen aus, die ihre Opfer als „Ungläubige“ betiteln und als Rechtfertigung für diese diskriminierende Gewalt ihren Glauben heranziehen.Wir bemerken einen drastischen Anstieg dieser Gewalttaten – und auch die momentane Flüchtlingssituation in Europa und im Nahen Osten deutet nicht darauf hin, dass mit einem Rückgang zu rechnen ist.

Wir fühlen uns im Stich gelassen – die Bundesregierung muss endlich konsequenter und umsichtiger vorgehen. Oftmals sind Sicherheitspersonal oder Dolmetscher Komplizen dieser Attacken – die Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollmechanismen müssen verbessert werden. Nicht nur Yeziden, sondern auch Juden und Christen sind durch islamistische Attacken bedroht sind.

  Saka spitzt ihre Kritik sogar noch zu:

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We’ll Never Hear From the Philae Comet Lander Again, Sob

© ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA
© ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA
The past couple of years have been a rollercoaster of emotions for fans of the European Space Agency’s comet-chasing Rosetta mission, and Wednesday brings a final blow to those still desperately holding hope that comet lander Philae might be revived: ESA is turning off the system on the Rosetta orbiter that allows it to communicate with Philae.

By Victoria Turk | MOTHERBOARD

Chances were already very slim, but this means there will be no way for Philae to regain contact with Rosetta.

After getting unprecedentedly close to a comet in August 2014, the Rosetta orbiter launched the smaller Philae spacecraft onto its surface. The landing didn’t go entirely smoothly, and while Philae was able to communicate a bunch of science data at first, it went silent a few days later, making contact only briefly in July 2015 for the last time.

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The New European Fascists

Government leaders in Poland are promoting a neofascist ideology. (Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)
Jaroslaw Kurski and Piotr Stasinski embody the hope that once was Poland. They struggled against the Communist regime for years in the underground press and as Solidarity members. They built Gazeta Wyborcza, now one of the most influential newspapers in the country, after the 1989 fall of communism. They helped usher in a period of democracy and open debate, one that included cultural space for historians such as Jan Gross, a Polish-born American who courageously confronted the taboo topic of Polish complicity in the Nazi extermination of nearly all of Poland’s 3 million Jews.

By Chris Hedges | truthdig

And then neoliberalism, imposed by global capitalism and international banks, began to spread its poison. Legions of unemployed or underemployed were cast adrift. Two million Poles, many of them young people desperate for jobs, have left to work abroad. Governmental austerity programs devastated cultural institutions, including public schools, the arts and public broadcasting. And finally, following a familiar death spiral, the October 2015 elections brought to power the nationalists and demagogues of the right-wing Law and Justice Party (PiS). There is no left-wing party represented in the parliament.

Not much of Poland’s promise remains. PiS is rapidly rolling back constitutional rights. It blocks state media coverage of the fading political opposition, especially the Committee for the Defense of Democracy (KOD), which has held a series of protest demonstrations. PiS shamelessly uses the airwaves and the schools for rabid nationalist propaganda. The public broadcasting system—in which the party purged more than 100 staff members—twisted President Barack Obama’s recent criticism of the Polish government’s assault on the judiciary into praise for Polish democracy. And the ruling party has forced state institutions to cancel subscriptions to Gazeta Wyborcza and pressured distributors throughout the country not to display or sell copies of the newspaper.

“There is no longer genuine parliamentary debate,” Stasinski said when I met with him and Kurski at the Gazeta Wyborcza offices in Warsaw. “There are no longer checks and balances of power. The parliamentary system is dysfunctional. The Constitutional Court and judiciary are paralyzed. New laws passed by the parliament cannot be challenged or changed. The government is supposed to publish sentences of the Constitutional Court in The Journal of Laws [Dziennik Ustaw] for them to become legally effective. This is required by the Constitution. But the government, by not printing them, paralyzes the Constitutional Court, which has been reduced to announcing its sentences on the internet without any legal effect. It is a very dangerous time.”

“We operate under two systems of law,” said Kurski. “One is constitutional and legal. The other is unconstitutional and illegal. The problem is that the illegal and unconstitutional system runs the country.”

Jaroslaw Kaczynski, the founder and head of the ruling party, governs Poland like a private fiefdom. Prime Minister Beata Szydlo and President Andrzej Duda are political puppets. Kaczynski, reclusive and morbid, is referred to with fear or reverence as “the Chairman.” His words, and his obsessions, are law.

And it is not only Poland that is in trouble. Europe, especially EU countries on the fringes of the union, is devolving into proto-fascism. The Hungarian strongman Prime Minister Viktor Orban has destroyed his country’s democracy. Neofascist groups are gaining strength in France, the United Kingdom, Austria, Denmark, Sweden and Greece.

These movements are rabidly xenophobic, racist, Islamophobic and homophobic, and they demonize immigrants and brand internal dissent as treason. When they take control they rely on ruthless internal security and surveillance systems—Poland has established 11 intelligence agencies—to crush dissent. They seek their identity in a terrifying new nationalism, often, as in Poland, coupled with a right-wing Catholicism. They preach hatred of the outsider and glorification of obedient and “true” patriots. This lurch to the right will be augmented in Poland later this year with the establishment of an armed militia of more than 30,000 whose loyalty, it seems certain, will be to the ruling party.

“If you are a Pole, you should be Catholic,” said Stasinski. “I’m not. So for some, I’m not a Pole.”

Poland, like Hungary, Slovakia and the Czech Republic, has rejected the European Union’s call for its nations to accept refugees fleeing the chaos in the Middle East. The ruling party in Poland employs rhetoric to describe Muslim immigrants that echoes prewar Polish anti-Semitism. Immigrants are condemned as diseased, painted as rapists and excoriated for supposedly having barbaric religious practices. When Gross, who teaches at Princeton University, decried the hate campaign against immigrants and made the links with anti-Semitism, reminding Poles that they killed more Jews than they killed Germans during the war, PiS began legal proceedings to challenge Gross’ assertions and called for his Polish Order of Merit to be revoked.

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Nach Münchner McDonalds-Massaker

Nachdem sich am Freitag der 19-Jährige Deutsch-Iraner Ali S. in einem McDonalds-Schnellrestaurant in München-Moosach mit einem Amoklauf mutmaßlich für jahrelanges Mobbing rächte, diskutieren Politiker in Deutschland nicht über dieses an Schulen verbreitete Problem, sondern über „Killerspiele“. Anlass dafür ist, dass Ali S. das Spiel Counter Strike spielte – wie Millionen andere Jugendliche und Heranwachsende, aus denen keine Massenmörder werden, wie unter anderem die seit 16 Jahren rückläufige Mordrate in Deutschland belegt.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Trotzdem klagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Sonntag über das seinem Eindruck nach „unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet“, dem er eine schädliche Wirkung gerade auf die Entwicklung auch junger Menschen“ unterstellte. Auch Volker Kauder, der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, forderte im Zusammenhang mit dem Münchner McDonalds-Massaker „dass in unserer Gesellschaft mehr [über Computerspiele] diskutiert [wird], als bisher“.

Würde de Maizière Meldungen zu wissenschaftlichen Publikationen verfolgen, dann müsse er womöglich an seinem gestern geäußerten Glauben zweifeln: In einer unlängst erschienenen Studie der vor allem für seine medizinische Fakultät weltweit berühmten Johns Hopkins University in der ansonsten eher für Gewalt berüchtigten US-Mordhauptstadt Baltimore kommen die Forscher nach einer Langzeitbeobachtung von 5.400 Probanden im Alter zwischen acht und 15 Jahren nämlich zum gegenteiligen Ergebnis.

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Antisemitismus 2016: Das neue Unbehagen in jüdischen Gemeinden

Schild „Nie wieder“ (picture alliance / dpa / Maja Hitij)
Fast ein dreiviertel Jahrhundert nach Auschwitz könnte man meinen, alles sei gesagt über den Antisemitismus. Eine internationale Tagung in Berlin scheint das Gegenteil zu beweisen. Demnach gibt es immer wieder neue Erscheinungsformen des Antisemitismus.

Von Thomas Klatt | Deutschlandfunk

„Also den mittelalterlichen religiösen Antijudaismus, wonach die Juden das Volk der Gottesmörder sind, das ist eigentlich nicht mehr ernst zu nehmen. Das erlebt man auch in stark christlich-religiösen Kreisen eigentlich nicht mehr.“

Antisemitismusforscher Olaf Glöckner vom Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam weiß um das Auf und Ab antisemitischer Argumentationsmuster. Der christliche Antijudaismus tritt kaum noch in Erscheinung, sicherlich auch das Ergebnis einer „Theologie nach Auschwitz“. Juden werden nicht mehr als vermeintliche Christusmörder verachtet. Das Judentum gilt heute als unumstößliche Wurzel des christlichen Glaubens. –  Auch der nationalsozialistische Antisemitismus begegnet einem heute kaum noch. Olaf Glöckner:

„Rasse-Antisemitismus, also eine Form von Vernichtungsantisemitismus a la Adolf Hitler ist im Großen und Ganzen auch out. Diese Form von Antisemitismus mögen vielleicht Neonazis nach wie vor im stillen Kämmerlein pflegen, aber man weiß, dass das öffentlich radikal sanktioniert ist.“

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Lügenpresse? Wieso Lügenpresse?!?

Bild: heise.de
Kommt der Journalismus beim Thema Flüchtlingspolitik seiner demokratischen Aufgabe nach? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts, das derzeit an der Hamburg Media School durchgeführt und von der Otto Brenner Stiftung der IG Metall gefördert wird. Auf der Jahrestagung des Netzwerks Recherche stellte der Projektleiter Michael Haller Anfang Juli erste Ergebnisse der Inhaltsanalyse vor.

Von Dietmar Jazbinsek | TELEPOLIS

Insgesamt wurden rund 34.000 Presseberichte aus den Jahren 2009 bis 2015 auf ihre Aussagetendenz hin untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: 82% der Berichte vermittelten ein positives Bild von der „Willkommenskultur“, 12% fielen neutral aus und nur 6% der Artikel übten Kritik. Für das Jahr 2015 konstatiert das Hamburger Forscherteam eine abrupte Änderung der Tonlage: Bis zum August wurde die „Pro-Euphorie“ in der Presse als gesellschaftlicher Konsens ausgegeben, nach Angela Merkels einsamer Entscheidung für eine Grenzöffnung nahm der Dissens über die unkontrollierte Zuwanderung mehr und mehr Raum ein. Doch auch in dieser Phase kam der Journalismus seiner demokratischen Aufgabe, Distanz gegenüber den Regierenden zu wahren, nicht nach, sondern stellte sich in den Dienst der regierungsamtlichen Flüchtlingspolitik. Die Kritiker wurden nun nicht mehr marginalisiert, sondern als „rechtsnational affiziert“ verunglimpft, so Haller.

Jeder Flüchtling eine Bereicherung

Es gibt viele Gründe, Merkels Dekret „Wir schaffen das“ in Zweifel zu ziehen, und es gibt einige wenige Journalisten, die diesen Gegenargumenten seit Beginn der Flüchtlingskrise öffentlich Gehör verschaffen – Roland Tichy zum Beispiel, oder Harald Martenstein im Tagesspiegel, Frank A. Meyer im Cicero und Dirk Schümer in der Welt. Doch von den Kritikern der Willkommenskultur ist allem Anschein nach niemand zu Deutschlands wichtigstem Medienkongress eingeladen worden.

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We Can Feed More People on an Omnivore Diet than a Vegan One, Study Shows

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
Vegans love to extol the benefits of their diet, and from environmental impact to animal welfare, there are many. But when it comes to helping feed our expanding global population using the land we’ve got here in the US, a vegan diet isn’t the best option, according to a new study from US researchers.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

In fact, continuing to eat some meat would allow American farmlands to feed more people overall, than if everyone switched over to veganism.

Figuring out how to feed an exploding global population without converting ever more swaths of land to agriculture is an ongoing challenge. The UN’s Food and Agriculture Organization estimates we need to increase food production globally by 60 percent over the next 35 years to meet demand. How America uses its farmland affects not only how secure food is in the US, but it could also impact the availability of food worldwide.

In this context, researchers compared 10 different diets, based on how efficiently they use America’s farmland. The “baseline” diet was modeled off what the average American eats, according to the Department of Agriculture. They compared this to other diets, in which various percentages were either “healthy omnivorous”—calories came from all sources, including meat, plants, eggs and dairy—or vegetarian, which included milk and eggs, but no meat. Three strictly vegetarian diets were also included in the study (egg and dairy, just dairy, and vegan).

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Was einen Terroranschlag von einem Amoklauf unterscheidet

Einschusslöcher in der Scheibe eines Autohauses. Hier endete 2009 der Amoklauf von Winnenden, bei dem ein 17-Jähriger 15 Menschen tötete. (Foto: dpa)
Wenn ein Muslim Zivilisten ermordet oder verletzt und dabei „Allahu Akbar“ ruft, dann ist er Terrorist. Oder vielleicht schwer gestört? So ganz einfach lässt sich das nicht unterscheiden.

Analyse von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche.de

Terroranschlag oder Amoklauf, Massenmord, School Shooting, Attentat, Anschlag oder Rache – die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, wie schwierig es inzwischen ist, die richtigen Begriffe für verschiedene Taten zu finden.

Als eine Gruppe von Al-Qaida-Mitgliedern 2001 vier Passagierflugzeuge entführte und in die Türme des World Trade Centers und ins Pentagon steuerte – eine weitere Maschine stürzte in Pennsylvania ab -, war die Sache klar: Terror. Genauso war es bei fast allen großen Anschlägen davor und für lange Zeit danach. In der Regel standen dahinter Mitglieder von organisierten Gruppen mit einer extremistischen politischen oder religiösen Agenda.

Schwieriger wird es dagegen, wenn einzelne Personen, die nicht Mitglieder einer Terrororganisation oder -gruppe zu sein scheinen (sogenannte Lone Actors oder Lone Wolves), Anschläge oder Attentate verüben. Die französischen Behörden etwa haben nur vage Verbindungen zwischen dem Massenmörder von Nizza, Mohamed Lahouaiej Bouhlel, und dem sogenannten „Islamischen Staat“ gefunden. Der 32-Jährige war offenbar labil, aggressiv, eine gestörte Persönlichkeit. Er hatte sich innerhalb kurzer Zeit radikalisiert und wurde von der Terrororganisation erst im Nachhinein als „Soldat des Islamischen Staates“ bezeichnet.

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Pflanzen können Metalle aus verseuchten Böden ziehen

Viel verseuchtes Gelände: Bergbauregion in Neukaledonien Foto: Privat / Neubauer (1)
Claude Grison ist eine gefragte Forscherin. Die französische Chemikerin kennt sich aus mit Pflanzen, die besonders viele Schwermetalle aufnehmen. In verseuchten Böden bewirken sie einiges.

Badische Zeitung

An der Wand stehen Plastikboxen voller getrockneter Blätter oder Pulvertütchen. Beschriftet sind die Behälter mit Pflanzen- und Ländernamen wie Neukaledonien, Gabun, China, Kreta. Aufgeklebte Fotos von den Blüten lassen erahnen, wie schön diese Pflanzen aussahen, bevor sie getrocknet ihre weite Reise zu Claude Grison angetreten haben.

Die französische Chemikerin steht im weißen Kittel in ihrem Labor im Norden von Montpellier. Sie nimmt einige der getrockneten Blätter in die Hand und schwärmt von ihnen.

„Diese Pflanzen sind wirklich außergewöhnlich“, sagt die 56-Jährige. Denn sie sind hart im Nehmen. Sie wuchsen auf belasteten Bergbauhalden, alten Industriebrachen, in verseuchten Gruben. An Stellen in aller Welt, von denen man dachte, dass dort nie mehr etwas sprießen würde. Wenn Grison diese Pflanzen bei ihren lateinischen Namen nennt, klingt das fast so, als würde sie einen Zauberspruch aufsagen: „Grevillea exul exul“ oder „Sedum plumbizincicola“ etwa.

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Confessions of a Former Apocalypse Survival Guide Writer

Covers from several survival and prep guides available on Amazon.
The first time I bid on a freelance job to ghostwrite a doomsday survival guide, I was only asked one question: Did I have experience writing for middle-aged Republican men? I told the client that I had experience writing for a wide variety of ages and political affiliations, which was noncommittal enough to be true.

By Christopher Moyer | MOTHERBOARD

The client said, “Sounds good, bro.”

We were off to the races.

It was 2009, and a surprisingly high number of people thought society might collapse in 2012, on or around December 21, in accordance with a supposed doomsday prediction in the Mayan long count calendar. (Unsurprisingly, this was not a view held by many scholars of Mesoamerican culture.) The film 2012, which concerns itself with the same subject matter, came out the same year. This was to be the basis for our apocalypse guide, my first. I’d just quit my full-time job and wanted to try my hand at ghostwriting, and this particular job listing was right at the top of the search results on a freelancing website. It certainly sounded more entertaining than most of the other job listings.

I didn’t know anything about the client, let’s call him Dimitri, other than that he lived in Florida, and that he had about $600 for me if I could pump out 100 pages on how to survive the end of the world. The only way to make a living on writing projects at these prices is to do them quickly. In some cases, freelancers are asked to “spin” extant books—that is, to essentially copy the structure and content of those books but to make them new enough to reasonably (and legally) market them as new products. This is related to, but still distinct from the practice of article spinning, in which the same human-written article is quickly reorganized and reworded to create one or more additional “new” articles. (This is often done by software that has a built-in spintax that replaces keywords in the text with synonyms.)

I had no particular survival expertise, but I could regurgitate reliable reference materials as well as anyone else.

I set to work. My plan was to keep the fringe thinking to a minimum and just provide basic entry-level survival information: ways to purify and store water, what foods worked well for stockpiling, signaling and first aid techniques, methods of cooking without electricity, and so forth. I had no particular survival expertise, but I could regurgitate reliable reference materials as well as anyone else.

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Die Stunde der Irren

Die jüngsten Anschläge haben immer weniger mit dem Islam und immer mehr mit psychischer Krankheit zu tun.

Von Peter Michael Lingens | profil.at

„Wegen euch bin ich gemobbt worden. Jetzt musste ich eine Waffe kaufen, um euch alle abzuknallen. Ich war in stationärer Behandlung.“ Das ist die Quintessenz des Gespräches, das jener 18 jährige Deutsch-Iraner, der nach menschlichem Ermessen in München zehn Menschen und dann sich selbst erschoss, mit einem Mann führte, der ihn vom Schießen abhalten wollte.

Ein psychisch offenkundig Schwerkranker vermochte eine Millionenstadt für Stunden lahm zu legen – uns es wird nicht die letzte Stadt sein.

Nach allem, was bisher bekannt ist, hat diese Tat überhaupt nichts mit dem Islam zu tun. Und selbst wenn sich herausstellen sollte, dass auch dieser Täter irgendwann ein Video des IS angeschaut hat, wäre der Zusammenhang ein sekundärer.

Hier brechen sich Aggressionen Bahn, die höchstens am Rande mit Religion wohl aber mit den verschiedensten psychischen Störungen verbunden sind.

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Elf Millionen Jahre altes Robbenskelett entdeckt

Die rund elf Millionen Jahre alten Knochen eines Robbenskeletts wurden an der Ausgrabungsstelle präsentiert.Foto: dpa
Diese Kiesgrube ist für Fossiliensammler buchstäblich eine Fundgrube. Jetzt wurde ein etwa elf Millionen Jahre altes Robben-Skelett entdeckt.

DER TAGESSPIEGEL

Eine Gruppe von Hobby-Paläontologen hat ein schätzungsweise elf Millionen Jahre altes Robbenskelett in einer Kiesgrube nördlich von Hamburg ausgegraben. Der Fund in Groß Pampau sei eine kleine Sensation, sagte Grabungsleiter Gerhard Höpfner am Samstag bei der Vorstellung des Fundes. Weltweit gebe es bisher kaum vergleichbare Funde aus dieser Zeit. Seit 1984 haben die engagierten Freizeit-Forscher in der Grube bereits zehn Skelette von Walen und Haien gefunden. Die Tiere schwammen nach ihren Erkenntnisse vor rund elf Millionen Jahren in der Ur-Nordsee, die damals weite Teile Norddeutschlands bedeckte.

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Wechseljahre sind Lebensphase und keine Krankheit

Sie wurden gepriesen, verteufelt, teilweise wieder rehabilitiert: Noch immer scheuen sich viele Frauen vor Hormonen in der Lebensmitte. Experten streiten über Vor- und Nachteile.

Von Juliette Irmer  | Spektrum.de

Frauen in den 1990er Jahren hatten es in den Wechseljahren leicht: Bei der ersten Hitzewallung gingen sie zum Frauenarzt und bekamen Hormone verschrieben. Kein Zaudern, kein Zweifeln, sondern die Zuversicht, von nun an gesünder und angenehmer durch diese Lebensphase zu gehen. Hormone versprachen glatte Haut, volles Haar, guten Schlaf, keine Hitzewallungen und ein geringeres Risiko für Herzinfarkt, Alzheimer und Knochenschwund. „Ab 40 haben viele Frauen aktiv danach gefragt“, erinnert sich Antje Huster-Sinemillioglu, niedergelassene Frauenärztin in Dortmund und Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF). Kein Wunder also, dass Hormone damals zu den meistverkauften Medikamenten gehörten.

2002 wendete sich das Blatt radikal. Damals wurden die Ergebnisse der „Women’s Health Initiative“ (WHI)-Studie bekannt: Die Hormonersatztherapie erhöhe das Risiko für Brustkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombose. So sehr, dass die Studie mit mehr als 16 000 Teilnehmerinnen nach fünf Jahren vorzeitig abgebrochen wurde. Die anschließende öffentliche Diskussion hatte drastische Folgen: Frauen brachen die Therapie ab, die Hormonverschreibungen gingen je nach Land um 50 bis 70 Prozent zurück, die Therapie-Leitlinien für Frauenärzte wurden weltweit geändert.

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Key Dark Matter Detection Experiment Again Comes Up Empty-Handed

Image: LUX
After 20-month search period, a key dark matter detection experiment has officially come up empty-handed, casting doubt on the existence of weakly interacting massive particles (WIMPS), which have been far and away the leading explanation for one of the biggest mysteries in astrophysics. This is according to new results from South Dakota’s Large Underground Xenon (LUX) detector presented Thursday at the Identification of Dark Matter Conference (IDM 2016) in Sheffield, England.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

“With this final result from the 2014-2016 search, the scientists of the LUX Collaboration have pushed the sensitivity of the instrument to a final performance level that is four times better than the original project goals,“ offered Rick Gaitskell, professor of physics at Brown University and co-spokesperson for the LUX experiment, in a statement. „It would have been marvelous if the improved sensitivity had also delivered a clear dark matter signal. However, what we have observed is consistent with background alone.”

To be clear, this doesn’t say anything about the existence of dark matter itself, just one of many possible explanations for dark matter. And, given that dark matter accounts for some 85 percent of all of the mass in the universe and is responsible for guiding and nurturing the development of galaxies, this is an explanation that’s ultimately at the very heart of how the universe wound up as we see it today. Far from a cosmic curiosity, dark matter and its surrounding mystery explains why we’re even here.

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