Arktis: Schmelzwasser als CO2-Senke

Einmündung eines Gletscherflusses in den Lake Hazen in der kanadischen Hocharktis. Diese Gewässer nehmen überraschend viel CO2 aus der Luft auf. © Kyra A. St. Pierre

Überraschende Entdeckung: Das Schmelzwasser von Gletschern kann wie ein natürlicher CO2-Schlucker wirken – und dies erstaunlich effektiv. Denn die im Gletscherwasser gelösten Mineralien binden durch ihre Verwitterung viel CO2 und entziehen das Treibhausgas dadurch der Luft, wie Forscher ermittelt haben. Einige Schmelzwasserflüsse in der kanadischen Arktis binden sogar doppelt so viel CO2 pro Tag und Fläche wie der Amazonas-Regenwald.

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Die meisten Flüsse, Seen und vor allem Stauseen setzen mehr CO2 frei als sie aufnehmen. Ursache dafür ist ein hoher Gehalt an organischer Substanz und verrottendem Pflanzenmaterial. Schätzungen zufolge entspricht die CO2-Emission der weltweiten Binnengewässer etwa rund zehn Prozent des CO2-Ausstoßes durch fossile Brennstoffe.

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Bald tragbare Elektronik aus Nylon?

Nylon könnte in Zukunft einen wichtigen Baustein für flexible und transparente elektronische Schaltungen bilden. © MPI-P

Nach 40 Jahren endlich geschafft: Forscher haben erstmals ultradünne Nylonschichten mit elektronisch nutzbaren Eigenschaften erzeugt – sogenanntes ferroelektrisches Nylon. Diese nur wenige hundert Nanometer dicken Polymerschichten ermöglichen dünne, transparente Elektronik wie Transistoren, Dioden oder Mikrokondensatoren. Das neue Herstellungsverfahren für solche Nylon-Elektronik eröffnet nun konkrete Anwendungsmöglichkeiten.

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Der Trend geht zur tragbaren, flexiblen Elektronik – sei es in Form von biegsamen Displays, dehnbaren Solarzellen oder in Kleidung eingewebten Leuchtdioden. Auch flexible, als Pflaster tragbare Sensoren haben Forscher schon in verschiedenen Varianten entwickelt. Die meisten dieser elektronischen Helfer basieren auf Komponenten aus klassischen Materialien wie Metallelektroden, die zu extrem feinen Drähten verarbeitet sind.

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Mond heller als Sonne – im Gammabereich

Vom Mond ausgehende Gammastrahlung im Bereich oberhalb 30 Megaelektronenvolt – in diesem Energiebereich ist das lunare Gammaglühen sogar heller als das der Sonne. © NASA/DOE/Fermi LAT Collaboration

Unsichtbares Glühen: Der Mond leuchtet nicht nur im sichtbaren Licht, sondern gibt auch Gammastrahlung ab. In bestimmten Energiebereichen strahlt er dabei sogar heller als die Sonne, wie nun Messungen des Fermi-Weltraumteleskops der NASA belegen. Die energiereiche Strahlung entsteht durch das Auftreffen von kosmischer Strahlung und Sonnenwind auf der Mondoberfläche. Interessant auch: Im Gammalicht leuchtet der Mond selbst bei Neumond oder Halbmond in voller Pracht.

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Der Mond ist den Einflüssen des Alls vollkommen schutzlos ausgesetzt. Denn er besitzt weder eine Atmosphäre noch ein Magnetfeld und damit keine Schutzschilde, die Mikrometeoriten, den Sonnenwind und die kosmische Strahlung abfangen könnten. Als Folge wird die Mondoberfläche ständig von energiereichen Teilchen und Strahlung bombardiert. Dadurch werden elektrochemische Reaktionen im Regolith ausgelöst, die die Mondoberfläche verwittern lassen.

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Ein Stück Wissenschaftsgeschichte auf 4.000 Metern Seehöhe

Das Original hat der Zeit bislang ganz gut getrotzt.
Foto: Anna Nöbauer/Universität Bamberg

Die Hütte, von der Alexander von Humboldt einst zu einer Vulkanbesteigung aufbrach, steht immer noch und wurde nun 3-D-vermessen

DERSTANDARD

Der deutsche Entdecker und Universalgelehrte Alexander von Humboldt (1769 – 1859) ist der sogenannte Jahresregent 2019. Anlässlich seines 250. Geburtstags haben sich deutsche Forscher auch einer ganz speziellen Hinterlassenschaft von Humboldts gewidmet, wie die Universität Bamberg berichtet: nämlich jener Berghütte in Ecuador, von der aus der Naturforscher Anfang des 19. Jahrhunderts auf seiner Reise durch Südamerika und die „Allee der Vulkane“ zu einer Besteigung des Vulkans Antisana aufbrach.

„Die Berghütte gehört zu den wenigen authentischen Zeugnissen, die von Humboldts Anwesenheit in Südamerika geblieben sind“, sagt Projektleiter Tobias Arera-Rütenik. Sein Team hat die auf 4.000 Metern Seehöhe gelegene Hütte im Juni 2019 mit digitalen Denkmaltechnologien erfasst und ein 3-D-Modell von ihr erstellt.

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Bericht: Viele Atomkraftwerke in der EU sollen ohne gültige Genehmigung laufen

AKW Grohnde (Bild: dpa)

Laut einem Spiegel-Bericht fehlt mindestens 18 Atomreaktoren in der EU die Umweltverträglichkeitsprüfung. Durch Klagen drohe ihnen die Stilllegung.

Von Tilman Wittenhorst | heise online

Innerhalb der Europäischen Union sollen mindestens 18 Atomkraftwerke ohne die erforderlichen Genehmigungen in Betrieb sein, berichtet der Spiegel. Nach Recherchen der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, die dem Magazin vorliegen, sollen erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) durch die Zulassungsbehörde unterblieben sein.

Eine grenzüberschreitende UVP soll laut dem Bericht bei mindestens 18 Atomkraftwerken innerhalb der EU sowie bei mindestens einem Dutzen weiteren Anlagen in EU-Nachbarstaaten, etwa der Ukraine, fehlen. Ende Juli hatte der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die Laufzeitverlängerungen für die belgischen Atomreaktoren Doel 1 und 2 ohne eine grenzüberschreitende UVP erteilt worden waren und damit gegen EU-Recht verstoßen. Durch das belgische Gesetz über die Laufzeitverlängerung war der Betrieb der beiden Anlagen von 2015 auf 2025 ausgedehnt worden; dagegen hatten Umweltverbände geklagt.

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Erster Ring nur aus Kohlenstoff

Ein Ring aus reinem Kohlenstoff: Diese Formvariante haben Chemiker nun erstmals erzeugt. © IBM Research

Nach mehr als 50 Jahren endlich geglückt: Chemiker haben erstmals einen Ring nur aus Kohlenstoffatomen erzeugt – ein lange gesuchtes Molekül. Denn diese Cyclocarbone ließen sich bisher nie untersuchen oder gar herstellen. Ihre Struktur blieb daher rätselhaft. Der nun erzeugte Ring aus 18 Kohlenstoffatomen löst dieses Rätsel, denn er enthüllt, dass die Atome im Ring durch abwechselnde Einfach- und Dreifachbindungen miteinander verknüpft sind, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten.

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Kohlenstoff ist ein extrem vielseitiges Element. Denn er ist nicht nur Bestandteil aller organischen Moleküle vom Methangas bis zur DNA, sondern kann selbst in Reinform viele verschiedene Strukturen bilden. Die Spanne reicht von Graphit und dem einschichtigen „Wundermaterial“ Graphen über den Diamant bis hin zu komplexen Fullerenen – fußballähnlichen Molekülen aus 60 Kohlenstoffatomen. Letztere kommen sogar im Weltall vor.

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Der radioaktive Staub einer Supernova rieselt auf die Erde nieder

Die mit dem Hubble-Teleskop gemachte Aufnahme zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Nebel, der bei einer Supernovaexplosion ausgestossen wird. (Bild: Nasa / ESA / Hubble Heritage Team)

Vor zwei bis drei Millionen Jahren explodierte in der Nähe der Sonne ein Stern. Bis heute gelangt Asche des Sterns zur Erde. Das belegen Funde eines Eisen-Isotops am Südpol.

Thorsten Dambeck | Neue Zürcher Zeitung

Die nähere Umgebung des Sonnensystems beherbergt nicht nur Nachbarsterne und deren Planeten. Sie ist zudem angefüllt mit den Wolken des interstellaren Mediums. Diese enthalten Staubpartikel, die in das Sonnensystem eindringen und Informationen über Sterne mit sich tragen, die längst vergangen sind. Die Signatur einer Supernova, die einst vor unserer kosmischen Haustür explodierte, haben Physiker nun im Eis der Antarktis aufgespürt.

Der Fund gelang einem deutsch-österreichischen Team um Dominik Koll von der Technischen Universität München. Die Forscher hatten rund 500 Kilogramm Schnee von der deutschen Kohen-Station erhalten. Diese liegt im antarktischen Binnenland, einige hundert Kilometer vom Meer entfernt. Gekühlt und in Styroporboxen verpackt gelangte die eisige Fracht nach München. Aus dem Schmelzwasser wurden die winzigen interstellaren Staubpartikel herausgefiltert. Weitere Präparationsschritte erfolgten am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und am Wiener Atominstitut.

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Neue Bilder des Jupiters zwingen Astronomen zum Umdenken

Eine künstlerische Illustration der Kollision zwischen dem jungen Jupiter und einem grossen Planeten-Embryo. (Bild: Astrobiology Center, Japan)

Daten der Juno-Mission zum Planeten Jupiter deuten darauf hin, dass der Kern des Gasriesen nicht kompakt und scharf umrissen ist, wie bisher angenommen, sondern eher «unscharf». Ein internationales Forschungsteam mit Zürcher Beteiligung führt dies auf einen gewaltigen Einschlag zurück.

Neue Zürcher Zeitung

Die Juno-Sonde der amerikanischen Raumfahrtagentur Nasa schoss nicht nur atemberaubende Bilder des Jupiters, sie lieferte auch unerwartete Messwerte über den Gasriesen. Forschende mussten ihre Annahmen über die Beschaffenheit des Planetenkerns daraufhin revidieren. «Anstelle eines kleinen, kompakten Kerns, den wir bisher angenommen hatten, ist der Jupiterkern eher ‹unscharf›», erklärte Ravit Helled von der Universität Zürich laut einer Mitteilung des National Centre of Competence in Research PlanetS in Bern.

Neben Gestein und Eis besteht der Kern demnach auch aus Wasserstoff und Helium, und es gibt keinen scharfen Übergang zwischen Planetenkern und -mantel, sondern einen graduellen. Forschende um Helled sind mit Kollegen aus China und Japan der Frage nachgegangen, wie es dazu kam. Von ihren Ergebnissen berichten sie in der Fachzeitschrift «Nature».

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Fluoreszenz als Indiz für außerirdisches Leben?

Die Biofluoreszenz von außerirdischen Lebensformen könnte ihre Präsenz auf nahen Erdzwillingen verraten. © Cornell University

Leuchtsignal des Lebens: Ein subtiles Aufleuchten könnte verraten, ob es auf den erdähnlichen Exoplaneten in unserer Nachbarschaft außerirdisches Leben gibt. Denn die Alien-Organismen könnten sich durch Fluoreszenz gegen die harschen UV-Flares ihrer Sterne schützen – und diese Fluoreszenz wäre für künftige Teleskope sichtbar, wie nun Astronomen ermittelt haben. Auf die Idee zu ihrer Studie kamen sie, weil auch viele irdische Organismen diese Biofluoreszenz zeigen.

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Die meisten Pflanzen tun es, einige Haie und andere Meeresfische und auch Korallen: Sie fluoreszieren. Dieses subtile Leuchten entsteht, weil diese Organismen chemische Verbindungen in sich tragen, die die energiereiche Strahlung des einfallenden Sonnenlichts aufnehmen und dabei angeregt werden. Wenn die angeregten Atome in ihren Grundzustand zurückfallen, geben sie die überschüssige Energie als langwelligeres sichtbares oder infrarotes Licht ab.

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So könnte man außerirdisches Leben mittels Fluoreszenz aufspüren.© Cornell University

Virtuelle Realität lindert Schmerzen

VR-Technologien können nicht nur unterhalten – sondern auch Schmerzen lindern. © Sasha Suzi/ thinkstock

Statt Schmerzmittel? VR-Technologien helfen offenbar selbst bei starken Schmerzen. Wie eine Studie nahelegt, lindert das Eintauchen in virtuelle Welten die Beschwerden von Schmerzpatienten deutlich – und wirkt besser als andere Ablenkungsmaßnahmen. Interessanterweise hält der schmerzlindernde Effekt dabei bis zu 72 Stunden lang an. Damit könnte die VR-Therapie vielleicht sogar eine Alternative zur Einnahme von Schmerzmitteln sein.

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In der Computerspiel-Branche ist die virtuelle Realität (VR) schon länger Trend. Doch zunehmend zeichnet sich ab, dass die Technologie auch Potenzial für die Medizin hat. Das Eintauchen in realitätsnahe, computergenerierte Welten kann Menschen zum Beispiel beim Überwinden von Ängsten und Traumata helfen. Auch Schmerzpatienten scheinen von virtuellen Therapien zu profitieren, wie erste Studien nahelegen. Forscher vermuten, dass die Erlebnisse in der anderen Realität Betroffene so sehr ablenken, dass sie ihre Schmerzen weniger stark wahrnehmen.

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Europa: Windkraft-Potenzial größer als gedacht

Selbst an Land gibt es in Europa noch viel ungenutztes Potenzial für die Windenergie, wie nun eine Studie zeigt. © Dar1930 / iStock

100-mal mehr als jetzt: Europa könnte 52 Terawatt an Windenergie allein durch Anlagen auf dem Land erzeugen – das entspricht einem Megawatt Strom pro 16 Einwohner. Denn einer neuen Studie zufolge eignen sich rund 46 Prozent der europäischen Landflächen für die Windkraft. Besonders großes Potenzial haben demnach die Türkei, der Balkan, Russland und Norwegen, aber auch weite Teile Westeuropas. Insgesamt wäre Platz für elf Millionen weitere Windräder, wie die Forscher berichten.

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Der Wind liefert theoretisch genügend Energie, um die gesamte Menschheit mit Strom zu versorgen. Die Windkraft gilt daher als wichtiger Baustein der erneuerbaren Energieversorgung. Bisher decken Windanlagen an Land und auf See rund zwölf Prozent des Strombedarfs in Europa. Die Tendenz ist – auch dank fallender Preise für Anlagen – jedoch steigend.

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Australien: Riesiges Vulkangebiet entdeckt

Vor 160 bis 180 Millionen Jahren verwandelten mehr als 100 Vulkane das Zentrum Australiens in ein Lava- und Feuermeer. © Vershinin M/ iStock

Doppelt so groß wie Mallorca: Im Zentrum von Australien haben Forscher ein enormes Vulkangebiet entdeckt – es erstreckt sich über 7.500 Quadratkilometer. Versteckt unter dicken Sedimentschichten liegen dort mehr als 100 Vulkane aus dem Jurazeitalter vor 160 bis 180 Millionen Jahren. Das Ungewöhnliche daran: Diese Vulkane entwickelten sich in der Mitte einer Erdplatte statt an ihren Rändern, wie sonst meist der Fall.

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Das Cooper-Eromanga-Becken im Zentrum Australiens ist vor allem für seinen Reichtum an Erdöl und Erdgas bekannt. Das 1.250 Meter unter der Erdoberfläche liegende Vorkommen wird bereits seit Anfang der 1960er Jahre erkundet und ausgebeutet. Doch diese Senke hat noch mehr zu bieten: 2010 entdeckten Geologen dort den rund 80 Kilometer großen Krater eines Einschlags vor rund 300 Millionen Jahren. Zudem ist der Granit im Untergrund dieser Senke so heiß, dass dort Tests für ein Geothermieprojekt stattfinden.

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Russland: Weiter Rätselraten über Explosion bei einem Raketenantriebstest

RT schreibt, es sei nicht bekannt, welcher Raketentyp getestet wurde. Zur Illustrierung des Artikels wurde ein erfolgreicherer Test der neuen Interkontinentalrakete Samat verwendet. Bild: Sputnik / Russian Defence Ministry

Es herrscht Informationschaos, angeblich soll es sich um einen Test der in Entwicklung befindlichen Skyfall-Rakete mit Nuklearantrieb handeln, von Novaja Gaseta als „fliegendes Tschernobyl“ bezeichnet

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Explosion auf dem militärischen Testgelände der Marine in Archelansk ist nun dank Donald Trump auf der höchsten politischen Ebene angekommen. Russland hatte bestätigt, dass ein neuartiges Flüssigkeitsraketentriebwerk am 8. August beim Testen mit einer Isotopenquelle explodiert war und dabei 5 Mitarbeiter von Rosatom und des Russischen Nuklearzentrums getötet wurden. Das sei, merkte Novaya Gazeta an, nur eine Umschreibung eines fliegenden Atomreaktors.

Auf die Messung einer kurzzeitigen Erhöhung der Radioaktivität auf bis zu 2 Mikrosievert in der 20 km entfernten Stadt Severodvinsk, die die Messergebnisse wieder auf der Website entfernte, wurde erst einmal nicht eingegangen. Es wurde taktiert und die Öffentlichkeit nur schrittweise informiert, was allerdings bei einem geheimen Waffenprogramm nicht nur in Russland so praktiziert wird. Staatliche Medien berichteten später, dass nicht nur russische Messstation, sondern auch solche etwa in Finnland oder der EU keine erhöhten Werte feststellen konnten (Die Explosion bei einem Raketentest in Nordrussland bleibt mysteriös).

Von Anfang wurde vornehmlich in westlichen Medien spekuliert, dass hier ein von Wladimir Putin angekündigter neuer Marschflugkörper mit Nuklearantrieb getestet worden sein könnte. Russische Experten gingen hingegen eher davon aus, dass möglicherweise bei der Explosion durch die Beschädigung eines Geräts geringe Mengen an Radioaktivität freigesetzt worden sein könnten. Auffällig war, dass vor dem Test eine ein Monat lange Sperrung der Bucht angeordnet worden war, in der auf einem Schiff die Explosion geschah. Auf Videos hatte man auch sehen können, dass Personal in Schutzanzügen die bei der Explosion Verletzten nach Moskau gebracht haben.

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Tod einer Erdplatte

Die Juan-de-Fuca-Platte gibt wichtige Einblicke darin, wie Ozeanplatten „sterben“. Denn schon jetzt kündigt ein gewaltiges Loch ihr kommendes Ende an. © USGS/ NASA

Wie Erdplatten sterben: Vor der US-Westküste werden Geologen zurzeit Zeugen beim „Tod“ einer tektonischen Platte. Die ozeanische Juan-de-Fuca-Platte hat bereits ein gewaltiges Loch entwickelt – eine Vorstufe ihres endgültigen Zerbrechens, wie die Forscher berichten. Ursache des nahen Endes ist die Subduktion dieser langen, aber schmalen Platte unter den amerikanischen Kontinent. In einigen Millionen Jahren könnte dieser Prozess die gesamte Juan-de-Fuca-Platte geschluckt haben.

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Die Erdkruste ist ein dynamisches System: An den mittelozeanischen Rücken wird ständig neue Kruste gebildet, an den Subduktionszonen der Kontinentränder wird diese ozeanische Kruste in die Tiefe gedrückt und wieder aufgeschmolzen. Gleichzeitig führt die Kontinentdrift aber auch immer wieder dazu, dass Bildungsrücken und Subduktionszonen sich einander annähern. Die zwischen ihnen liegende ozeanische Platte wird dadurch immer kleiner.

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Nuclear Reactor for Mars Outpost Could Be Ready to Fly by 2022

Artist’s illustration of a fission power system on the surface of Mars using four 10-kilowatt units. (Image: © NASA)

A new type of nuclear reactor designed to power crewed outposts on the moon and Mars could be ready for its first in-space trial just a few years from now, project team members said.

By Mike Wall | SPACE.com

A flight test is the next big step for the Kilopower experimental fission reactor, which aced a series of critical ground tests from November 2017 through March 2018. No off-Earth demonstration is on the books yet, but Kilopower should be ready to go by 2022 or so if need be, said Patrick McClure, Kilopower project lead at the Department of Energy’s (DOE) Los Alamos National Laboratory in New Mexico.

„I think we could do this in three years and be ready for flight,“ McClure said late last month during a presentation with NASA’s Future In-Space Operations working group. 

„I think three years is a very doable time frame,“ he added, stressing that this is his opinion, not necessarily that of NASA, which is developing the Kilopower project along with the DOE.

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Ist Dunkle Materie älter als der Kosmos?

Wenn die Dunkle Materie durch ein Skalarfeld entstand, könnte sie beim Urknall noch vor dem Ende der kosmischen Inflation entstanden sein. © titoOnz/ iStock

Kühne Theorie: Die rätselhafte Dunkle Materie könnte älter sein als das Universum selbst. Denn einem neuen Modell zufolge entstanden die Teilchen der Dunklen Materie schon während der kosmischen Inflation – und damit nach einigen Definitionen sogar vor dem eigentlichen Urknall. Möglich wird dies, wenn man von Skalarteilchen ähnlich dem Higgs-Boson als den Bausteinen der Dunklen Materie ausgeht. Eine entsprechende Gleichung haben nun Forscher formuliert.

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Die Dunkle Materie ist eines der größten Rätsel der Kosmologie. Denn obwohl sie in der Milchstraße und allen anderen Galaxien, als intergalaktischer Strom und sogar in unserem Sonnensystem vorkommt, ist ihre wahre Natur unbekannt. Trotz intensiver Suche haben Forscher bisher kein Elementarteilchen nachweisen können, das diese exotische Materieform hervorbringen könnte. Von Kandidaten wie WIMPs, SIMPs oder Axionen fehlt bislang jede Spur.

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Something Just Smacked Jupiter and Here’s the Photo to Prove It

An image of Jupiter appears to capture the flash of an asteroid striking the gas giant on Aug. 7, 2019. (Image credit: Ethan Chappel/CC BY)

A photograph captured by amateur astronomer Ethan Chappel appears to show an asteroid slamming into the gas giant Jupiter on Wednesday (Aug. 7). So far, astronomers are still waiting to see whether anyone else spotted the sudden flash, which was located over the planet’s South Equatorial Belt.

By Meghan Bartels | SPACE.com

„Today has felt completely unreal to me,“ Chappel wrote on Twitter. „Hoping someone else also recorded the impact to seal the deal.“ Chappel and fellow astrophotographer George Chappel post amazing views of the night sky at their website Chappel Astro.

There’s plenty of precedent for such impacts at Jupiter: The planet’s massive gravity tugs asteroids and other space debris toward itself. One group of astronomers has estimated an object 16.5 feet to 65 feet (5 to 20 meters) across slams into the planet between one and five times a month.

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Is Physical Law an Alien Intelligence?

Illustration by Tianhua Mao/NAUTILUS

Alien life could be so advanced it becomes indistinguishable from physics.

By Caleb Scharf | NAUTILUS

Perhaps Arthur C. Clarke was being uncharacteristically unambitious. He once pointed out that any sufficiently advanced technology is going to be indistinguishable from magic. If you dropped in on a bunch of Paleolithic farmers with your iPhone and a pair of sneakers, you’d undoubtedly seem pretty magical. But the contrast is only middling: The farmers would still recognize you as basically like them, and before long they’d be taking selfies. But what if life has moved so far on that it doesn’t just appear magical, but appears like physics?

After all, if the cosmos holds other life, and if some of that life has evolved beyond our own waypoints of complexity and technology, we should be considering some very extreme possibilities. Today’s futurists and believers in a machine “singularity” predict that life and its technological baggage might end up so beyond our ken that we wouldn’t even realize we were staring at it. That’s quite a claim, yet it would neatly explain why we have yet to see advanced intelligence in the cosmos around us, despite the sheer number of planets it could have arisen on—the so-called Fermi Paradox.

For example, if machines continue to grow exponentially in speed and sophistication, they will one day be able to decode the staggering complexity of the living world, from its atoms and molecules all the way up to entire planetary biomes. Presumably life doesn’t have to be made of atoms and molecules, but could be assembled from any set of building blocks with the requisite complexity. If so, a civilization could then transcribe itself and its entire physical realm into new forms. Indeed, perhaps our universe is one of the new forms into which some other civilization transcribed its world.

These possibilities might seem wholly untestable, because part of the conceit is that sufficiently advanced life will not just be unrecognizable as such, but will blend completely into the fabric of what we’ve thought of as nature. But viewed through the warped bottom of a beer glass, we can pick out a few cosmic phenomena that—at crazy as it sounds—might fit the requirements.

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Scanner „Jetson“ entwickelt: Pentagon will Menschen per Laser erkennen

Bild: tagesschau.de

Der Herzrhythmus eines Menschen ist so einzigartig wie sein Fingerabdruck. Das macht sich die US-Regierung zunutze. Ein neuer Laserscanner soll Verdächtige auch aus großer Entfernung identifizieren.

Von Arthur Landwehr | tagesschau.de

200 Meter entfernt steht ein Mensch. Ein Strahl aus Laserlicht in der Größe einer Euromünze wird auf ihn gerichtet. 30 Sekunden später weiß man, wer dieser Mensch ist. Genauso, als hätte man die Fingerabdrücke genommen, eine Gesichtserkennungssoftware arbeiten lassen oder die Augen gescannt.

Pentagon ließ Laserscanner entwickeln

Das ist keine Science Fiction, sondern genau die Funktion eines Laserscanners mit dem Namen „Jetson“, den das US-Verteidigungsministerium hat entwickeln lassen. Künftige Einsatzgebiete sind vielfältig. Aber Terrorismusbekämpfung steht ganz oben auf der Liste.

Genutzt werden könnte die Technik immer dann, wenn man einen Menschen zweifelsfrei identifizieren will und man zum Beispiel das Gesicht nicht sehen kann, weil es dunkel ist oder der Mensch eine Maske trägt. Oder eben weil er weit entfernt ist.

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Planetenleichen als Ausblick auf das Schicksal der Erde

Rote Riesen sind ein relativ kurzes, aber umso auffälligeres Stadium im Leben eines Sterns. Dieser hier mit der schwer von der Zunge gehenden Bezeichnung π1 Gruis ist etwa 530 Lichtjahre von uns entfernt und nähert sich dem Ende seiner aktuellen Existenzform. Foto: APA/AFP/European Southern Observatory

Wenn sie schon längst kein Leben mehr tragen kann, wird die Erde zerstört werden – Forscher suchen nun nach vergleichbaren Fällen im All

DERSTANDARD

Werfen wir einen Blick auf die unvermeidliche Zukunft von Sonne und Erde: In je nach Berechnung fünf bis sieben Milliarden Jahren hat die Sonne den Wasserstoff in ihrem Kern aufgebraucht und tritt in eine neue Phase ihrer Existenz ein. Sie bläht sich zu einem Roten Riesen auf, dessen Oberfläche dann zwischen den heutigen Bahnen von Venus und Erde liegen wird.

Merkur und Venus werden dabei von der Sonne verschlungen werden – bei der Erde wiederum waren sich Wissenschafter lange Zeit nicht einig, ob sie der Zerstörung vielleicht noch knapp entgehen könnte. In jüngster Zeit wurde aber die Ansicht gestärkt, dass auch die Erde dabei zerstört werden wird.

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