Schlagwort-Archive: Abtreibung

Zika-Länder: Frauen betteln um Abtreibungspillen

Baby mit Mikrozephalie (links) im Vergleich mit einem normalen Säugling. Foto: U.S. Centers for Disease Control and Prevention.
Das Zika-Virus, das sich derzeit in den Ländern Lateinamerikas ausbreitet, kann bei schwangeren Frauen dafür verantwortlich sein, dass Kinder mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt kommen und ihr Leben lang geistig schwer behindert bleiben oder bald sterben. Seit das ursprünglich afrikanische Virus – möglicherweise begünstigt durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 – den Atlantik überquerte, stiegt die Zahl der Mikrozephaliefälle in Brasilien um das 24-fache (vgl. WHO: Zika-Virus ist internationaler Notfall).

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

El Salvador hat seinen Bürgern deshalb geraten, mit Schwangerschaften bis zum übernächsten Jahr zu warten. Bis dahin hoffen die Behörden, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Viele Lateinamerikaner hören allerdings eher auf ihre Pfarrer als auf ihre Gesundheitsexperten. Und die predigen auf dem weitgehend katholischen Kontinent, was der Papst in Rom ihnen vorgibt: Dass nicht nur Abtreibung, sondern auch Verhütung abseits der sexuellen Abstinenz und der (eher unsicheren) Knaus-Ogino-Temperaturmessung Sünde ist und dafür sorgt, dass die Seele nach dem Tod nicht ewig an der Seite Gottes lebt, sondern der ewigen Verdammnis anheimfällt. Im Volksglauben entspricht dieses Seelenschicksal häufig einem Höllenglauben – ähnlich dem, den Salafisten predigen.

In zahlreichen lateinamerikanischen Ländern ist Abtreibung deshalb verboten – darunter auch in El Salvador. In anderen, wie beispielsweise in Kolumbien, sind die Schranken für eine medizinische Indikation sehr hoch. Der Aufruf der UN, dass diese Verbote nach dem Zika-Aufbruch überdacht werden sollten, hat daran bislang nichts geändert. Auch der Papst bekräftigte trotz des Zika-Ausbruchs noch einmal explizit das Abtreibungsverbot der Katholischen Kirche. Hinsichtlich des Verhütungsverbots deutete er zwar mehr Gesprächsbereitschaft an, hob es jedoch nicht auf.

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Papst hält Verhütung wegen Zika für akzeptabel

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hält den Gebrauch von Verhütungsmitteln angesichts der Zika-Seuche für moralisch prinzipiell verantwortbar.

kath.net

Papst Franziskus hält den Gebrauch von Verhütungsmitteln angesichts der Zika-Seuche für moralisch prinzipiell verantwortbar. Auf die Frage einer Journalistin auf dem Rückflug nach Rom nach einer einwöchigen Mexikoreise sagte der Papst am Donnerstag, es gebe bei diesem Thema einen grundsätzlichen Unterschied zur Abtreibung, denn diese sei immer ein «absolutes Übel». Verhütung hingegen könne in Ausnahmefällen erlaubt sein.

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Beatrix von Storch: Dodo des Monats Januar 2016

Dodo des Monats Januar 2016
Dodo des Monats Januar 2016

beatrix_storchAus Sicherheitsgründen müsse die Bundeskanzlerin, wenn sie dann nicht mehr im Amte sei, fliehen. Nach Chile, zu Margot Honecker, der ehemaligen Ministerin für Volksbildung der DDR und Witwe des Generalsekretärs. Da schaut die geborene Herzogin von Oldenburg in ihre Kristallkugel und orakelt die Zukunft von Merkel. Solch krude Vorstellungen liefert sie bei Anne Will in der ARD ab. Auf Nachfrage meint die Störchin, dass sie ein Gerücht gehört habe. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass sie auf der Kanzlerinnen-Toilette ein Mikro installiert habe. Merkel ist Feindbild, sie muss weg. Geht es nach Beatrix von Storch sollten ihre und die Vorstellungen der AfD Gänsehaut verursachen. Was sie bei der ARD abgeliefert hat mag dem einen als Stuss erscheinen, aber diesen Stuss hat sie im Kopf. Fundamentale Christin, mit Hang zum Extremismus, will sie dem Christentum wieder zu alter Größe verhelfen. Wer vermutet, dass dann der blaublütige Landadel wieder an den Hebeln der Macht sitzt, dürfte nicht falsch liegen.
Storch ist Opportunistin, durch und durch, alles was heute politisch, gesellschaftlich und kulturell am werkeln ist, ist schlecht. Familie, deutsche Werte, Kultur, auf der Grundlage des Christentums, will sie reaktionär restaurieren.
Frauenrechte?

Bei Marsch für das Leben tritt die bigotte Christin für eine Willkommenskultur des un-und neugeborene Lebens ein. Ihre mehr als fragwürdige Moral kommt dann im folgenden zum Ausdruck

Bild: FB, stern.de
Bild: FB, stern.de

Aha, was nicht bei 5 auf den Bäumen ist wird erschossen, auch Kinder. Wo sie sich doch soviele, von christlicher Nächstenliebe geprägte Sorgen um das ungeborene Leben macht. Verlogen, wie die ganze Lebensschutz-Debatte.

Die Einschränkung, ihrereseits, etwas später, gut auf Kinder wird nicht geschossen, aber auf Frauen schon. Nach dem sich entwickelten Shit-Storm kamen peu-a-peu die Dementis. Das Neueste, sie sei beim schreiben  der inkriminierten  Sätze mit der Maus abgerutscht. Wenn ein Storch auf einer Maus ausrutscht! Wer wählt solche Leute eigentlich in Parlamente? Bei solchen Wählern muss man doch die Geschäftsfähigkeit in Frage stellen, zwecks Begutachtung beim Amtsarzt.

In Baden-Württemberg organisiert sie die Protestaktionen gegen den Bildungplan der Landesregierung. Die „Zivile Koalition“, ein Netzwerk, dem sie mit ihrem Mann vorsteht, ist für die Demonstrationen verantwortlich. Ebenso bei den „Demo für alle.“ Frontfrau Hedwig von Beverfoerde ist die Marionette der Störchin.
Homosexualität rüttelt an den Grundfesten christlichen Glaubens, um das zu vermitteln bedarf es keiner gebildeten Menschen.

Beatrix von Storch und die sie umgebenden Politiker, Claqueure, nationalsozialistisch imprägnierte Alternative wollen einen Großteil der Errungenschaften der Aufklärung abschaffen. Das gilt es zu verhindern.

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

‚Amnesty verabschiedet sich von den universellen Menschenrechten‘

Humanistische Alternative Bodensee
Humanistische Alternative Bodensee

Aktuelle Positionen von ‚Amnesty International‘ zu Abtreibung und zur Prostitution teile ich weder inhaltlich noch in der undemokratischen Art der Entscheidungsfindung.

Von Dennis Riehle (Humanistische Alternative Bodensee)|kath.net

Nicht nur intern haben in der jüngsten Vergangenheit zwei Positionierungen von „Amnesty International“ für großes Aufsehen gesorgt: Das oberste Sekretariat der Menschenrechtsorganisation hat eigenmächtig ein Dokument veröffentlicht, in welchem deutlich wird, dass Menschenrechte lediglich ab dem Zeitpunkt der Geburt gelten. Schon seit längerem hatte die oberste Führungsebene der Organisation deutlich gemacht, dass Rechte für einen Fötus nicht mit dem Selbstbestimmungsrecht der Frau vereinbar seien. Nun wurde diese Argumentation über die Köpfe der Mitglieder hinweg in Stein gemeißelt: Das Recht auf Abtreibung überwiege das Recht auf Leben für Ungeborene.

Inhaltlich kann ich dieser Darlegung nicht folgen, vor allem ist es aber die fehlende Auseinandersetzung in einem Verband mit weltweit Millionen von Mitgliedern, die mich an demokratischen Strukturen innerhalb von „Amnesty“ erheblich zweifeln lässt. Unter anderem war ich „Amnesty“ beigetreten, weil man dort den Einsatz für das Leben als unverrückbare Prämisse über alle Entscheidungen stellen wollte. Nicht nur gegen die Todesstrafe bei „Geborenen“ wandte man sich ursprünglich, sondern auch gegen das Einwirken auf entstehendes Leben. Ich weiß, dass auch in der Organisation vielfach kritisiert wurde, dass solch ein Standpunkt von religiösen Überzeugungen geprägt sei und mit dem Gedanken der Emanzipation und der Aufklärung, wonach die Frau eigenständig berechtigt sei, über ihren Körper – und damit über ein heranwachsendes Kind im Mutterleib – zu richten, nicht vereinbar sei. Doch gerade nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs über die Definition vom Beginn des menschlichen Lebens hatte man eigentlich damit gerechnet, dass sich „Amnesty“ der von den Richtern festgestellten Übereinkunft anschließt.

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Experten bestätigen Wunder – Mutter Teresa wird heiliggesprochen

Die katholische Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa auf einem Bild aus dem Jahr 1995. (Foto: dpa)
  • Mutter Teresa soll dem Bericht einer katholischen Tageszeitung zufolge im kommenden Jahr heiliggesprochen werden.
  • Experten haben demnach die Heilung eines schwer kranken Brasilianers als Wunder anerkannt.

Süddeutsche.de

Heiligsprechung im heiligen Jahr

Im kommenden Jahr soll es soweit sein, berichtet die katholische Tageszeitung Avvenire, dann soll die 1997 verstorbene Mutter Teresa von Kalkutta heiliggesprochen werden.

Dem Bericht zufolge haben Experten der zuständigen Vatikanbehörde die medizinisch nicht erklärbare Heilung eines Hirntumors bei einem brasilianischen Mann als Wunder bestätigt. Die Missionarin und Ordensgründerin hatte für den Mann Fürsprache gehalten. Damit ist der Weg für die Heiligsprechung frei.

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Papst verurteilt Abtreibung und Sterbehilfe

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Ansprache vor Kongress der italienischen Lebenshilfezentren in Rom.

kath.net

Papst Franziskus hat erneut Abtreibung und Sterbehilfe verurteilt. Das Leben müsse von „der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende“ geschützt werden, sagte er am Freitag im Vatikan. Zugleich rief er zur „Förderung und Verteidigung“ der Familie auf. Sie sei die „erste Ressource der Gesellschaft“. Viele Familien seien jedoch durch Armut, Krankheit und Arbeitslosigkeit geschwächt.
Franziskus äußerte sich vor Mitarbeitern von italienischen Lebenshilfezentren, die sich zu ihrem 35. nationalen Kongress in Rom trafen. „Ich ermutige euch, eure wichtige Arbeit für das Leben fortzusetzen“, so der Papst.

Wenn Frauen für Fehlgeburten lebenslänglich kriegen

Foto: Alejandro Moreno de Carlos/Stocksy
In vielen Teilen der Welt ist Abtreibung verboten. In El Salvador ist das Verbot so extrem, dass selbst Frauen, die eine Fehlgeburt erleiden, wegen Mordes lebenslängliche Haftstrafen bekommen können.

Von Lindsay Schrupp|VICE

Vergangene Woche erhielt John Kerry einen Brief von 55 Kongressabgeordneten, in dem sie ihn dazu aufriefen, sich der Verletzung der Menschenrechte von Frauen in El Salvador anzunehmen. Unter dem drakonischen Gesetz des Landes sind zahllose Frauen zu Haftstrafen verurteilt worden—manche davon jahrzehntelang. Darunter sind Frauen, die gynäkologische Notfälle wie Fehl- und Totgeburten erlitten hatten.

„Sie werden dafür verfolgt, dass sie nicht perfekte Schwangerschaften oder perfekte Babys hatten, und das ist absolut ungeheuerlich“, sagte Paula Avila-Guillen, eine Beraterin für Interessenvertretung bei der internationalen Frauenrechtsorganisation Center for Reproductive Rights. „Das ist eine der gröbsten Menschenrechtsverletzungen, die uns in dieser Region bekannt sind.“

Sie werden dafür verfolgt, dass sie nicht perfekte Schwangerschaften oder perfekte Babys hatten, und das ist absolut ungeheuerlich.

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Apostel Turkson: Kampf gegen Abtreibung wichtiger als Klimaschutz

Peter Turkson, 2014. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Kurienkardinal differenziert die Kategorien für diese verschiedenen Fragen.

kath.net

Themen wie Abtreibung und Todesstrafe haben für die katholische Kirche Vorrang vor dem Klimaschutz: Das sagte der Präsident des Päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden, Kardinal Peter Turkson, laut einem Bericht der britischen Tageszeitung «The Guardian» (Freitag). Der Kurienkardinal meldete sich während der USA-Reise von Papst Franziskus zu Wort.

Er würde ethische und ökologische Fragen «nicht auf dieselbe Stufe stellen», sagte Turkson demnach. Themen wie Abtreibung bildeten eine «eigene Kategorie». Die Umweltenzyklika «Laudato si» sei zudem keineswegs als Aufforderung an die Menschen zu verstehen, ihre Kohle-, Öl- und Gasvorräte loszuwerden. Sie rege nur zu einem vernünftigen Umgang mit den Ressourcen an, so der Kardinal.

Humanist kritisiert Fundamentalismusvorwurf an Marsch für das Leben

Humanistische Alternative Bodensee
Humanistische Alternative Bodensee

Humanist kritisiert: Die Zuschreibung des ‚Fundamentalismus‘ an die Mitwirkenden am Marsch für das Leben, an dem gegen Sterbehilfe und Abtreibung protestiert wird, ist „völlig haltlos. Wer seine Werte friedlich verteidigt, hat das Anrecht

kath.net

Anlässlich des „Marsches für das Leben“ in Berlin haben zahlreiche säkulare Verbände, aber auch Gewerkschaften und Verbände zum Protest aufgerufen. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Zwischenfälle gegeben, weil vor allem linke Demonstranten übergriffig wurden und die Veranstaltung vornehmlich christlich orientierter Organisatoren störten. Auch 2015 kursierten bereits im Vorfeld Aufrufe in sozialen Netzwerken und in Veröffentlichungen, die eine Blockade des Marsches forderten.

Der Sprecher der „Humanistischen Alternative Bodensee“ (HABO), Dennis Riehle, verurteilt diese Aufforderungen: „Es ist legitim, eine andere Meinung als die der Teilnehmenden des ‚Marsches für das Leben‘ zu haben – und diesen auch auf die Straße zu tragen. Die Erfahrungen zeigen aber, dass die geplanten Aktionen gegen die Kundgebung von aufgehetzten Stimmungen getrieben sind, aus denen leicht auch Aggression werden kann. Das ist nicht zu tolerieren. Im Übrigen ist die Zuschreibung des ‚Fundamentalismus‘ an die Mitwirkenden am Demonstrationszug, an dem gegen Sterbehilfe und Abtreibung protestiert wird, völlig haltlos. Wer seine Werte friedlich verteidigt, hat das Anrecht hierzu – und es gibt keinen Grund dafür, diesen Anspruch in Frage zu stellen“.

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Demonstration „Marsch für das Leben“: 5000 Abtreibungsgegner ziehen am Sonnabend durch Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Am Sonnabend werden rund 5000 Abtreibungsgegner und 3000 Gegendemonstranten vor dem Bundeskanzleramt in Berlin erwartet. Der Demonstrationszug der Abtreibungsgegner läuft unter dem Motto „Marsch für das Leben“.

Berliner Zeitung

Rund 5000 Teilnehmer werden an diesem Samstag (12.00 Uhr) bei einer Demonstration gegen Abtreibungen vor dem Bundeskanzleramt erwartet. Zu zwei Gegendemonstration wurden insgesamt knapp 3000 Menschen angemeldet, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Mehrere vor allem christliche Gruppen riefen zu dem „Marsch für das Leben“ mit dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!“ auf. Ziel der Demonstration ist der Lustgarten. Dagegen protestieren wollen linke Gruppen etwa mit einem Aufmarsch unter dem Motto „Mein Körper, meine Verantwortung, meine Entscheidung“ vom Pariser Platz bis zum Gendarmenmarkt.

Im Land der unbegrenzten religiösen Möglichkeiten

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Barack Obama empfängt ihn schon auf dem Flughafen, Tickets werden auf dem Schwarzmarkt gehandelt: Der Besuch von Papst Franziskus in den USA

DER TAGESSPIEGEL

Der Papst ist in den USA eine Art Superstar: Franziskus kommt vom 23. bis 27. September nach Washington, Philadelphia und New York. Das Internetauktionshaus Ebay bietet Schwarzmarkt-Tickets für einen Platz entlang der Papamobil-Prozession durch den Central Park in New York zu 150 Dollar an. Rund 30.000 Tickets sind von der Stadt New York verlost worden. Eintrittskarten für die päpstliche Ansprache in der Independence Hall in Philadelphia sind für 400 Dollar zu ergattern.

US-Politiker schätzen die Nähe der Päpste. Johannes Paul II. (1920-2005) besuchte sieben Mal die Vereinigten Staaten und traf die Präsidenten Jimmy Carter, Ronald Reagan und Bill Clinton. Der weniger reisefreudige Benedikt XVI. wurde bei seinem einzigen USA-Besuch 2008 von Präsident George W. Bush am Flughafen abgeholt.

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‚Christen in der AfD‘: Am ‚Marsch für das Leben‘ teilnehmen

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)
Scharfe Kritik an Blockadeappell der Partei „Die Linke”

kath.net

Die Christen in der Alternative für Deutschland (AfD) haben zur Teilnahme am „Marsch für das Leben“ aufgerufen, der am 19. September in Berlin stattfinden wird. Er wendet sich gegen Abtreibung und Euthanasie. „Die ungeborenen Kinder haben noch keine Stimme. Hier sind wir Christen besonders gefordert, ein Zeichen zu setzen“, sagte die Bundeskoordinatorin Anette Schultner (Hameln).

Scharf verurteilte sie einen Aufruf der sozialistischen Partei „Die Linke“, die Demonstration zu blockieren. Niemand solle sich von dem „undemokratischen und lebensfeindlichen Blockadeaufruf der SED-Nachfolgepartei“ abschrecken lassen. Am 10. Oktober veranstalten die „Christen in der AfD“ eine Bundesversammlung in Darmstadt, um sich deutschlandweit zu organisieren. Die Partei liegt laut der neuesten Umfrage von INSA (Erfurt) bei 5,5 Prozent.

Religiot Chaput: Abtreibung ist eine ‚einzigartig böse Tat’

Charles Joseph Chaput, Archbishop of Philadelphia. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0/HazteOir.org
Abtreibung ist nicht mit anderen Verstößen gegen die Menschenwürde gleichzusetzen, weil sie das Grundrecht auf Leben missachte. Ohne dieses Recht hätten alle anderen Menschenrechte keine Grundlage, schreibt Erzbischof Charles Chaput.

kath.net

Charles Chaput, der Erzbischof von Philadelphia, hat die Abtreibung als „einzigartig böse Tat“ verurteilt, die nicht mit anderen Sünden gleichzusetzen sei. Sie Abtreibung widerspreche dem ersten Grundrecht des Menschen – dem Recht auf Leben. Ohne dieses Recht würden alle anderen Menschenrechte ihre Grundlage verlieren, weil sie einen lebenden Menschen voraussetzen, schreibt er in seiner Kolumne in der Onlineausgabe der Bistumszeitung OnlinePhilly.com.

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Ehenannullierung: Vatikan-Berater kritisiert Bestimmungen

Bild: youtube
Bild: youtube

Im Vatikan regt sich Kritik an dem von Papst Franziskus verfügten erleichterten Verfahren zur Annullierung kirchlich geschlossener Ehen.

Neue Zürcher Zeitung

Der Kirchenrechtler und Berater des Apostolischen Gerichtshofs, Edward Peters, kritisierte am Mittwoch, einige der vom Papst aufgeführten Gründe, aus denen eine Ehe für ungültig erklärt werden kann, brächten möglicherweise auch glücklich verheiratete Paare ins Grübeln, ob ihre Ehe überhaupt Bestand habe.

So gebe es sicher viele Paare, wo die Frau eine Abtreibung hatte, oder einer der Partner Kinder aus einer früheren Beziehung verheimlicht habe, schrieb Peters in seinem Blog. Genau dies seien aber Punkte, aus denen nach den neuen Bestimmungen eine katholische Ehe für ungültig erklärt werden könne. Peters zog zudem die Fachkenntnis der Bischöfe in Zweifel, die künftig viele Eheannullierungsverfahren entscheiden sollen.

Nach katholischem Verständnis ist eine Ehescheidung ausgeschlossen.

Ist die katholische Kirche mittlerweile ein reines Satireprojekt?

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Abtreibung ist eine unverzeihliche Sünde, zumindest im Katholizismus. Nicht mal durch erbittertes Beichten konnten sich Frauen bisher die Absolution Gottes erhoffen; eine Sache, die Papst Franziskus, der für Vatikanverhältnisse sowieso ziemlich weltoffen und proaktiv agiert, nun ändern möchte.

Von Lisa Ludwig|Vice.com

Alle Priester sollen die Erlaubnis erhalten, reuige Christinnen von ihrer ehemals unverzeihlichen Sünde freizusprechen—allerdings nur zwischen dem 8. Dezember 2015 und dem 20. November 2016, dem „heiligen Jahr“, dem „Jubiläum der Barmherzigkeit“. Solltet ihr, liebe Frauen, also ungestraft abtreiben wollen, legt eure ungewollten Schwangerschaften und Vergewaltigungen doch einfach in dieses Zeitfenster.

Lassen wir kurz die wirklich offensichtlichen Fragen beiseite wie „Warum beginnt das Jahr der Barmherzigkeit Anfang Dezember?“ oder „Mit wem genau muss Papst Franziskus sich kurzschließen, um so was beschließen zu können?“ (wahrscheinlich Gott). Fragen wir uns: Gibt es auf Seiten der Kirche irgendjemanden—und sei es die heilige Putzkraft im Petersdom—, der ab und an innehält und sagt: Moment mal, das ergibt doch jetzt gar keinen Sinn?

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Dodo Laun: Lebensrecht um jeden Preis

weihbischof-andreas-launLaun kritisiert in „Profil“-Sommerinterview auch den Abtreibungsgrund „Behinderung“: „Ich wurde mit schwerer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren… Auch hier gilt die genannte Logik: Darf man mich töten?“

kath.net

Dass der Islam eine missionierende Mission ist, nehme er den Muslimen nicht übel, „solange sie es ohne Gewalt tun. Aber sie haben es schon am Beginn getan, es steht im Koran, und heute haben wir die ISIS! Dankbar füge ich an: Es gibt auch anders denkende Muslime.“ Dies sagte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (Foto) im Sommerinterview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin „Profil“. Manchen Strömungen müsse man allerdings schon in den Anfängen Widerstand leisten, erläuterte Laun und erinnerte: „Heute wird oft beklagt, dass man den Nationalsozialismus nicht schon früher als Teufelswerk erkannt hat. Mein Vater hatte einen jüdischen Freund, der immer gesagt hat: ‚Herr Laun, machen Sie sich doch keine Sorgen, das ist das Volk des Goethe, der Dichter und Denker.‘ Was dann herausgekommen ist, wissen wir ja.“

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Meves: Die Gesellschaft hat sexsüchtige Männer hervorgebracht

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Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin nimmt Anstoß an Phoenix-Sendung über Missbrauchsvorwürfe bei den Regensburger Domspatzen – Die Sendung habe unterstellt, dass die Ursache im Zölibat als einer unzumutbaren Lebensform liege


kath.net

Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen) nimmt Anstoß an der Sendung „Sünden der Sängerknaben“, die am 18. August im öffentlich-rechtlichen Dokumentations- und Ereigniskanal Phoenix (Bonn) ausgestrahlt wurde. Dabei ging es um sexuellen Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen. Mehrere Opfer, die einst Mitglieder dieses Knabenchores waren, seien „mit einer Schilderung der grausamen Vorgehensweisen ihrer Beaufsichtiger in allen Einzelheiten glaubwürdig in den Berichten ihrer lebenslänglichen Beschädigungen vorgeführt“ worden. Gleichzeitig habe die Sendung unterstellt, dass es in anderen katholischen Bistümern ähnlich aussehe wie in Regensburg und dass die Ursache im Zölibat als einer unzumutbaren Lebensform liege. Einer Institution wie der katholischen Kirche müsse man daher den Rücken kehren. Dem widerspricht die Katholikin Meves. Vielmehr habe die gesellschaftliche Entwicklung schon seit fünf Jahrzehnten den „Naturriesen Sexualität“ entfesselt und „eine gigantische Zahl von sexualsüchtigen Männern“ produziert. Man habe voraussehen können, dass zu deren Suchtverhalten auch „als das non plus ultra“ das missbrauchte Kind gehöre. Selbst das Priestertum habe sich davon nicht vollständig sauber halten lassen, beklagt Meves.

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Musliminnen bekommen mehr Kinder als Christinnen

Baby © Gonzalo Merat auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Ob und wie viele Kinder Frauen in Deutschland bekommen hängt einer aktuellen Studie zufolge von der Religions- und Konfessionszugehörigkeit ab. Es gebe deutliche Unterschiede zwischen katholischen, protestantischen sowie muslimischen Frauen.


MiGAZIN

Entscheidungen von Frauen darüber, wann sie ausziehen, heiraten oder Kinder bekommen wollen, hängen in Deutschland einer Untersuchung zufolge noch immer von der Religions- und Konfessionszugehörigkeit ab. Religionslose Frauen würden seltener heiraten und Kinder bekommen und Katholikinnen hätten eher drei oder vier Kinder als Protestantinnen, berichtet das GESIS-Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (Köln) in seinem aktuellen Informationsdienst. Frauen aus nicht-christlichen Religionen, meist Musliminnen, heirateten häufiger und hätten eine „ausgeprägte Neigung zum dritten und vierten Kind“.

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Radikaler Erzpriester Tschaplin: Putins Gotteskrieger

Erzpriester Wsewolod Tschaplin hetzt gegen Homosexuelle und Abtreibung. Damit ist er in Russland zum Medienstar geworden. Sein Wort hat Gewicht, auch im Kreml. Nun wirbt der Kirchenmann öffentlich für einen baldigen Krieg.


Von Pavel Lokshin|SpON

Wsewolod Tschaplin (links auf dem Bild) am 9. September 2012 vor der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Ob TV-Sendungen, Radio-Shows oder Zeitungsinterview: Kein Geistlicher ist in Russland so präsent wie Erzpriester Wsewolod Tschaplin. Der 47-Jährige kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Moskauer Patriarchats. Und er sucht selbst gern und oft die Öffentlichkeit. Mit strengem Bariton kanzelt er in Talkshows Atheisten und Kirchenkritiker ab. In seiner Radiosendung wettert er gegen Abtreibungen. Vergewaltigungen hält er für die Folge „unkeuscher“ Kleidung der Opfer. Den Kreationismus preist er und empfiehlt ihn als Schulstoff. Tschaplin steht damit für den konservativen gesellschaftlichen Kurs, den der Kreml seit Wladimir Putins Rückkehr 2012 verfolgt. Interims-Präsident Dmitrij Medwedew (2008 bis 2012) sprach in seiner Zeit als Kreml-Chef noch von Modernisierung, Innovation und gesellschaftlicher Offenheit. Er hofierte Moskaus Bürgertum und ließ sich bei einem Besuch in Kalifornien vom damaligen Apple-Chef Steve Jobs ein iPhone schenken.

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Wsewolod Tschaplin: Orthodoxer Erzpriester im göttlichen Kriegswahn

DBK und ZDK: Wo man kein Geld anlegen sollte

Nicht durch Geldanlage unterstützen: Abtreibung, Embryonale Stammzellforschung, Menschenrechtsverletzungen, ausbeuterisches Umweltverhalten etc. – Marx: Kirchlichen Einrichtungen sollten ihre Investments an kirchlichen Wertvorstellungen orientieren


kath.net

Bild: tilly
Bild: tilly

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben die Orientierungshilfe „Ethisch-nachhaltig investieren“ herausgebracht. Sie soll Finanzverantwortliche in kirchlichen Einrichtungen unterstützen, ihre Gelder nach ethischen Maßstäben anzulegen. So soll nicht in Unternehmen investiert werden, die etwa Abtreibung und Embryonale Stammzellforschung unterstützen, das Arbeitsrecht verletzen oder Tierversuche durchführen, die über medizinisch-wissenschaftliche Anforderungen hinausgehen. Korruption, Menschenrechtsverletzungen oder ein ausbeuterisches Umweltverhalten könnten Gründe sein, das Geld nicht in manchen Entwicklungs- und Schwellenländern anzulegen.

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