Schlagwort-Archive: Abtreibung

Dodo Laun: Lebensrecht um jeden Preis

weihbischof-andreas-launLaun kritisiert in „Profil“-Sommerinterview auch den Abtreibungsgrund „Behinderung“: „Ich wurde mit schwerer Hasenscharte und einem Wolfsrachen geboren… Auch hier gilt die genannte Logik: Darf man mich töten?“

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Dass der Islam eine missionierende Mission ist, nehme er den Muslimen nicht übel, „solange sie es ohne Gewalt tun. Aber sie haben es schon am Beginn getan, es steht im Koran, und heute haben wir die ISIS! Dankbar füge ich an: Es gibt auch anders denkende Muslime.“ Dies sagte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun (Foto) im Sommerinterview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin „Profil“. Manchen Strömungen müsse man allerdings schon in den Anfängen Widerstand leisten, erläuterte Laun und erinnerte: „Heute wird oft beklagt, dass man den Nationalsozialismus nicht schon früher als Teufelswerk erkannt hat. Mein Vater hatte einen jüdischen Freund, der immer gesagt hat: ‚Herr Laun, machen Sie sich doch keine Sorgen, das ist das Volk des Goethe, der Dichter und Denker.‘ Was dann herausgekommen ist, wissen wir ja.“

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Meves: Die Gesellschaft hat sexsüchtige Männer hervorgebracht

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Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin nimmt Anstoß an Phoenix-Sendung über Missbrauchsvorwürfe bei den Regensburger Domspatzen – Die Sendung habe unterstellt, dass die Ursache im Zölibat als einer unzumutbaren Lebensform liege


kath.net

Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen) nimmt Anstoß an der Sendung „Sünden der Sängerknaben“, die am 18. August im öffentlich-rechtlichen Dokumentations- und Ereigniskanal Phoenix (Bonn) ausgestrahlt wurde. Dabei ging es um sexuellen Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen. Mehrere Opfer, die einst Mitglieder dieses Knabenchores waren, seien „mit einer Schilderung der grausamen Vorgehensweisen ihrer Beaufsichtiger in allen Einzelheiten glaubwürdig in den Berichten ihrer lebenslänglichen Beschädigungen vorgeführt“ worden. Gleichzeitig habe die Sendung unterstellt, dass es in anderen katholischen Bistümern ähnlich aussehe wie in Regensburg und dass die Ursache im Zölibat als einer unzumutbaren Lebensform liege. Einer Institution wie der katholischen Kirche müsse man daher den Rücken kehren. Dem widerspricht die Katholikin Meves. Vielmehr habe die gesellschaftliche Entwicklung schon seit fünf Jahrzehnten den „Naturriesen Sexualität“ entfesselt und „eine gigantische Zahl von sexualsüchtigen Männern“ produziert. Man habe voraussehen können, dass zu deren Suchtverhalten auch „als das non plus ultra“ das missbrauchte Kind gehöre. Selbst das Priestertum habe sich davon nicht vollständig sauber halten lassen, beklagt Meves.

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Musliminnen bekommen mehr Kinder als Christinnen

Baby © Gonzalo Merat auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Ob und wie viele Kinder Frauen in Deutschland bekommen hängt einer aktuellen Studie zufolge von der Religions- und Konfessionszugehörigkeit ab. Es gebe deutliche Unterschiede zwischen katholischen, protestantischen sowie muslimischen Frauen.


MiGAZIN

Entscheidungen von Frauen darüber, wann sie ausziehen, heiraten oder Kinder bekommen wollen, hängen in Deutschland einer Untersuchung zufolge noch immer von der Religions- und Konfessionszugehörigkeit ab. Religionslose Frauen würden seltener heiraten und Kinder bekommen und Katholikinnen hätten eher drei oder vier Kinder als Protestantinnen, berichtet das GESIS-Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (Köln) in seinem aktuellen Informationsdienst. Frauen aus nicht-christlichen Religionen, meist Musliminnen, heirateten häufiger und hätten eine „ausgeprägte Neigung zum dritten und vierten Kind“.

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Radikaler Erzpriester Tschaplin: Putins Gotteskrieger

Erzpriester Wsewolod Tschaplin hetzt gegen Homosexuelle und Abtreibung. Damit ist er in Russland zum Medienstar geworden. Sein Wort hat Gewicht, auch im Kreml. Nun wirbt der Kirchenmann öffentlich für einen baldigen Krieg.


Von Pavel Lokshin|SpON

Wsewolod Tschaplin (links auf dem Bild) am 9. September 2012 vor der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Ob TV-Sendungen, Radio-Shows oder Zeitungsinterview: Kein Geistlicher ist in Russland so präsent wie Erzpriester Wsewolod Tschaplin. Der 47-Jährige kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Moskauer Patriarchats. Und er sucht selbst gern und oft die Öffentlichkeit. Mit strengem Bariton kanzelt er in Talkshows Atheisten und Kirchenkritiker ab. In seiner Radiosendung wettert er gegen Abtreibungen. Vergewaltigungen hält er für die Folge “unkeuscher” Kleidung der Opfer. Den Kreationismus preist er und empfiehlt ihn als Schulstoff. Tschaplin steht damit für den konservativen gesellschaftlichen Kurs, den der Kreml seit Wladimir Putins Rückkehr 2012 verfolgt. Interims-Präsident Dmitrij Medwedew (2008 bis 2012) sprach in seiner Zeit als Kreml-Chef noch von Modernisierung, Innovation und gesellschaftlicher Offenheit. Er hofierte Moskaus Bürgertum und ließ sich bei einem Besuch in Kalifornien vom damaligen Apple-Chef Steve Jobs ein iPhone schenken.

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Wsewolod Tschaplin: Orthodoxer Erzpriester im göttlichen Kriegswahn

DBK und ZDK: Wo man kein Geld anlegen sollte

Nicht durch Geldanlage unterstützen: Abtreibung, Embryonale Stammzellforschung, Menschenrechtsverletzungen, ausbeuterisches Umweltverhalten etc. – Marx: Kirchlichen Einrichtungen sollten ihre Investments an kirchlichen Wertvorstellungen orientieren


kath.net

Bild: tilly
Bild: tilly

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben die Orientierungshilfe „Ethisch-nachhaltig investieren“ herausgebracht. Sie soll Finanzverantwortliche in kirchlichen Einrichtungen unterstützen, ihre Gelder nach ethischen Maßstäben anzulegen. So soll nicht in Unternehmen investiert werden, die etwa Abtreibung und Embryonale Stammzellforschung unterstützen, das Arbeitsrecht verletzen oder Tierversuche durchführen, die über medizinisch-wissenschaftliche Anforderungen hinausgehen. Korruption, Menschenrechtsverletzungen oder ein ausbeuterisches Umweltverhalten könnten Gründe sein, das Geld nicht in manchen Entwicklungs- und Schwellenländern anzulegen.

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Jesus würde Car-Sharing mögen

Bild bearb. BB
Bild bearb. BB
Die Umweltenzyklika „Laudato Si“ vertritt eine Theologie der Schöpfung in franziskanischem Geist. Mit seinem Aufruf zur Rettung der Erde trifft der Papst jedoch nicht überall auf Zustimmung.


Von Patrick Bahners|Frankfurter Allgemeine

In den Vereinigten Staaten gibt es Christen, die sich dadurch zu erkennen geben, dass sie auf ihrem Auto einen Aufkleber mit den Buchstaben WWJD anbringen. Soll heißen: „What would Jesus do?“ Der Slogan verbreitete sich zunächst auf Armbändern. Während jeder alltäglichen Verrichtung, bei der kleinsten Handbewegung soll die Frage ins Blickfeld geraten. Das Bemühen um ein persönliches Verhältnis zu Jesus Christus ist der ursprüngliche Impuls der evangelikalen Frömmigkeit. Klebt man sich den Spruch hinten aufs Auto, ändert die Frage ihren Adressaten. Das Missionarische der Losung mag der Autofahrer, der hinter dem Dauerfragesteller im Stau steht, als Zudringlichkeit empfinden.

Der neue Stil der Amtsführung, mit dem Papst Franziskus begeistert und irritiert, hat viel mit dem evangelikalen Habitus gemein: das Spontane, das Direkte, aber auch eine Hartnäckigkeit, die sich nicht scheut, dem säkularen Gegenüber auf die Nerven zu fallen. Mit Jorge Mario Bergoglio haben sich auch die Koordinaten der Ökumene verschoben: In Lateinamerika sind die Pfingstkirchen der wichtigste Partner und Konkurrent der Katholiken. Evangelikale Christen stellen in den Vereinigten Staaten das Fußvolk des konservativen Flügels der Republikanischen Partei. Der evangelische Antikatholizismus ist als politische Kraft fast ausgestorben. Evangelikale und Katholiken bekämpfen gemeinsam den Liberalismus, der Abtreibung und Homosexuellenehe legalisiert.

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Diese Stellen der Enzyklika gefallen den Grünen nicht

Franziskus’ Umwelt-Enzyklika positioniert sich gegen Abtreibung. Ist dieser Abschnitt im Lob der Umweltschützer inbegriffen? Foto: Trevor Bair / Flickr | CC BY-NC-SA 2.0
Für seine Enzyklika zum Umweltschutz bekommt der Papst Applaus von Links. Doch diejenigen, die ihm nun zustimmen, haben offenbar nicht das ganze Papier gelesen.


Von Moritz Breckner|pro Medienmagazin

Die Reaktionen aus Politik und Medien auf die am Donnerstag veröffentlichte Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus zum Thema Umweltschutz und Erderwärmung sind durchweg wohlwollend. „Papst Franziskus wird zum Grünen“, titelt die Süddeutsche Zeitung. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter bescheinigt dem Papst, mit „bestechender Logik“ einen „eindringlichen Weckruf zur richtigen Zeit“ geleistet zu haben, und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärt: „Die klare Sprache dieser Enzyklika und die Tiefe der Gedanken bieten Anstöße, die weit über die katholische Welt hinaus Wirkung entfalten werden.“

Hofreiter und Hendricks beziehen sich auf die vieldiskutierten Aussagen des Papstes zum Umweltschutz, die beiden täten aber gut daran, die Enzyklika als Ganzes zu lesen. Dort heißt es nämlich beispielsweise unter Punkt 120: „Da alles in Beziehung steht, ist die Verteidigung der Natur auch nicht mit der Rechtfertigung der Abtreibung vereinbar.“ Und weiter: „Ein erzieherischer Weg, die Schwachen anzunehmen, die uns umgeben und die uns manchmal lästig oder ungelegen sind, scheint nicht machbar, wenn man nicht einen menschlichen Embryo schützt, selbst wenn seine Geburt Grund für Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten sein sollte.“ Klare Worte also gegen die oftmals von linken Parteien als Menschenrecht propagierte Praxis der Abtreibung.

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Erstmals Exorzismus über ganz Mexiko

Bild: Bill Flavell, FB
Bild: Bill Flavell, FB
Zwei Erzbischöfe, ein Exorzist und weitere Priester haben über ganz Mexiko einen großen Exorzismus gebetet. Gewaltverbrechen, Drogenkartelle, Prostitution und Abtreibung machen es den Dämonen leicht Menschen zu verführen.


kath.net

Zwei Erzbischöfe, ein Exorzist und etliche weitere Priester haben über Mexiko einen „Exorcismo Magno“, einen „großen Exorzismus“, durchgeführt. Das Ritual wurde am 20. Mai 2015 in der Kathedrale von San Luis Potosi zelebriert, berichtet die Catholic News Agency (CNA).

Die hohe Zahl an Gewaltverbrechen, die Präsenz von Drogenkartellen, Prostitution und Abtreibung im Land seien die wichtigsten Motive für den „Exorcismo Magno“ gewesen. Je mehr Sünden in einem Land begangen würden desto leichter sei es für die Dämonen, die Menschen in Versuchung zu führen, sagt P. José Antonio Fortea, der an dem Exorzismus mitgewirkt hat.

Das erstmals für das ganze Land abgehaltene Ritual werde Mexiko nicht über Nacht von seinen vielfältigen Problemen befreien, ergänzt er. Er erwartet sich aber positive Auswirkungen. Mit einem Exorzismus könnten nicht alle Dämonen aus dem Land vertrieben werden, erläutert er.

Theologisches Kunststück Sex zu verheiligen und zu bebeten – KathPorn

agorio_sex_ritesEs ist ja wirklich nervig. Ständig sind es die Christen, die irgendein Problem mit dem Sex haben. Homosexualität, Sex ohne Ehe, Seitensprung, Abtreibung, Porno, Prostitution. Total leibfeindlich. Oder?

Von Dr. theol. Johannes Hartl|kath.net

„Sex ist doch schließlich nichts Schmutziges oder Verbotenes“. Es war mit dem Selbstverständnis der Befreiung aus Unterdrückung, dass die sexuelle Revolution in den 60er Jahren verkündete, die Zeit der spießbürgerlichen Befangenheit sei vorbei. Stattdessen: das blühende Leben einer selbstbestimmten und selbstbewussten Jugend, die sich nicht mehr für ihre sexuellen Wünsche schämt.

Und natürlich war schon klar, aus welcher Ecke die Bedenken kommen und wer moralische Zeigefinger erheben würde: die Ewig-Gestrigen von der Kirche. Die haben irgendwie Angst vor Sex. Wahrscheinlich sind sie so verklemmt, weil sie entweder von bigotten Nonnen erzogen wurden oder als zölibatär Lebende ein Leben lang ihre doktrinär verordnete Triebunterdrückung durch zwanghaftes Sich-Empören nach Außen kompensieren müssen.

Es ist ja wirklich nervig. Ständig sind es die Christen, die irgendein Problem mit dem Sex haben. Homosexualität, Sex ohne Ehe, Seitensprung, Abtreibung, Pornographie, Prostitution: überall schreien sie Zeter und Mordio. Der Papst ist sogar gegen die Kondome. Total leibfeindlich. Und das alles, weil sie nicht erkennen, dass Sex normal ist und nichts Böses, oder?

Szenenwechsel. „Sex ist einfach etwas, was mein Körper braucht“, sagt mir ein junger Mann. Tiere leben auch ihre Triebe aus. „Es ist doch nur Sex“, sagt mir eine junge Frau, die gerade eine Affäre mit einem verheirateten Mann begonnen hat, und „die ersten zehn Male zählen sowieso nicht“. Es ist also „nur Sex“. Die sexuelle Befreiung brachte eine größere Verfügbarkeit von Sex mit sich. Es ist leichter, Sex zu haben, wenn, wie und sooft man das will, als früher. Und bedeutend einfacher, dabei zuzusehen. Damit einher geht eine gewisse Normalisierung. „Sex ist wie Schlittschuhlaufen: irgendwann wird’s langweilig“ sagt das 15-jährige Partygirl zu einem meiner Freunde. Es ist also „nur Sex“. Die amerikanische Umgangssprache geht sogar noch weiter: „I don’t give a fuck“ bedeutet „es ist mir absolut gleichgültig“, „es ist mir garnichts wert“. Sex zu haben: das normalste von der Welt. Und das Banalste von der Welt. Oder?

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Pietisten und ein Dodo feiern Christustag

800px-Peter_Hahne1Peter Hahne: Verdrängen des christlichen Glaubens habe zu Dammbruch bei ethischen Grundfragen geführt, etwa bei Sterbehilfe, Abtreibung und Embryonenforschung – Rottenburger kath. Weihbischof Renz nannte den Christustag eine „wunderbare Initiative“

kath.net

Der Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart war am Fronleichnamstag (4. Juni) nicht das einzige große Christentreffen in Baden-Württemberg. An zwei württembergischen und fünf badischen Orten feierten mehr als 13.000 Pietisten und andere theologisch konservative Kirchenmitglieder ihren traditionellen „Christustag“. Dazu hatten sie das Motto „Gottes Wort macht klug“ gewählt, um – wie es im Einladungsprospekt hieß – dem eher offenen Leitwort des Kirchentags „… damit wir klug werden“ ein biblisches Profil zu geben. Die zahlenmäßig größte Veranstaltung mit etwa 10.000 Teilnehmern fand in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Dafür war die Christusbewegung „Lebendige Gemeinde“ eine Kooperation mit dem bis zum 7. Juni dauernden Kirchentag eingegangen, der die Halle an den übrigen Tagen für sein eigenes Programm benutzt. Triebkraft für die Zusammenarbeit war der württembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart).

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WBC: Gott hasst Deutschland

Bild: Wikimedia Commons
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Homosexualität, Abtreibung und das Oktoberfest: Die Gründe, warum Gott Deutschland hasst, sind nach Ansicht der amerikanischen Glaubensgemeinschaft Westboro Baptist Church vielfältig. Dabei ist die Gottlosigkeit vor allem auf den Massenmord im Zweiten Weltkrieg zurückzuführen.

FOCUS ONLINE

Die Westboro Baptist Church ist eine konfessionslose Kirchengemeinde im US-Bundesstaat Kansas, die einigen wirren Theorien anhängt. Ihrer Meinung nach ist beispielsweise alles Übel auf der Welt mit der Existenz von Homosexualität zu begründen. Auf ihrer Internetseite hat die Gruppe alle Länder aufgelistet, die Gott hasst – inklusive Begründung. Deutschland ist auch dabei – was deshalb kein Kunststück ist, weil Gott laut den Anhängern der Westboro Baptist Church alle Länder hasst.

Dennoch wollen wir natürlich wissen, was Gott speziell gegen Deutschland hat. Die Baptisten finden dafür sieben Gründe.

  1. Kriminalität/Genozid: “Wofür ist Deutschland denn sonst bekannt außer für den Mord an Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg”, fragt die Kirchengemeinde. Der Perverse Adolf Hitler wurde an die Macht gebracht und überzeugte die Leute, seinen Plan auszuführen, eine ganze Rasse auszulöschen. Die Mitglieder des Westboro Baptist Church haben dazu eine klare Meinung: “Ihr Deutschen seid alle getränkt im Blut der Toten!”

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Papst verteidigt erneut “Klapse auf den Hintern” – kognitive Dissonanzen

Bild bearb. BB
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Franziskus versteht die Aufregung über maßvolle Züchtigung nicht. Die legale Tötung Ungeborener sei viel schlimmer.


Von Julius Müller-Meiningen|RP-Online

Papst Franziskus hat seine umstrittene Haltung zur Kinderzüchtigung bekräftigt. “Ich sage immer: Man soll ein Kind nicht ins Gesicht schlagen, weil das Gesicht heilig ist. Aber zwei oder drei Klapse auf den Hintern schaden nicht”, sagte der Papst in einem Interview mit der argentinischen Zeitung “La Voz del Pueblo”, das bereits am vergangenen Sonntag veröffentlicht wurde.

Als er diese Haltung schon einmal bei einer Generalaudienz bekannt habe, hätten ihn einige Länder kritisiert, in denen strenge Gesetze zum Schutz Minderjähriger gelten, fügte Franziskus hinzu. Der Papst könne so etwas nicht sagen. “Kurioserweise haben diese Länder, die sogar Vater oder Mutter bestrafen, wenn sie ihre Kinder schlagen, Gesetze, die es erlauben, Kinder vor ihrer Geburt zu töten.” Das seien die “Widersprüche unserer Zeit”, so Franziskus.

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Evangelikale in Brasilien: Rinder, Bibel und Gewehrkugeln

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Evangelikale Politiker wollen traditionelle Familienwerte in Brasilien stärken. Gemeinsam mit der Null-Toleranz-Fraktion und den Agrariern nutzen die Religiösen den Rechtsruck im Parlament.


Von Andreas Behn|evangelisch.de

Parlamentspräsident Eduardo Cunha nimmt kein Blatt vor den Mund. Die “Schwulen-Ideologie“ müsse in Brasilien zurückgedrängt und traditionelle Familienwerte endlich wieder aufgewertet werden. Der stramm rechte Politiker nutzt seine Machtposition, um seit Jahresbeginn eine moralische Wende in Brasilien einzuleiten. Abtreibung soll grundsätzlich verboten werden, ein neues Statut soll ausschließlich die Beziehung von Mann und Frau als Familie definieren. Was andere als Komik bezeichnen würden, will Cunha allen Ernstes in Gesetzesform gießen: Eine sogenannte “Hetero-Phobie“ soll unter Strafe gestellt und ein “Tag des Hetero-Stolzes” ähnlichen Initiativen der Schwulenbewegung entgegengestellt werden.

Cunha, aktives Mitglied der Pfingstkirche “Assembleia de Deus”, symbolisiert den Rechtsruck im brasilianischen Kongress und den zunehmenden Einfluss evangelikaler Politiker. Obwohl er der PMDB, einer Koalitionspartei der Regierung angehört, betreibt er offen Oppositionspolitik gegen die Mitte-Links-Präsidentin Dilma Rousseff. Im vergangenen Oktober war Rousseff für eine zweite Amtszeit gewählt worden, doch machen ihr die Dissidenten an der eigenen Basis das Regieren schwer.

Die parteiübergreifende Fraktion der Evangelikalen stellt mittlerweile 75 Abgeordnete, das sind fast 15 Prozent der Parlamentssitze. Um Mehrheiten für konservative Gesetzesvorlagen zu zimmern, haben sich die Religiösen mit anderen Gruppen zusammengetan, die ebenfalls durch den Rechtsruck bei den Kongresswahlen Ende vergangenen Jahres gestärkt wurden. Zum einen die “Null-Toleranz-Fraktion”, die vor allem aus ehemaligen Polizisten und Soldaten besteht. Zum anderen die Agrarfraktion, die die Interessen der Großgrundbesitzer vertritt – gegen Kleinbauern und Indigene, die um ihre Landtitel kämpfen.

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Die Jesus-Revolution

Dieses Buch wird aufwühlen und spalten. Shane Claiborne und Tony Campolo, Repräsentanten zweier verschiedener Generationen der amerikanischen linksevangelikalen Szene, der sogenannten „red letter christians“, veröffentlichen im Rahmen eines Dialogs eine Art christliches Manifest und nehmen Stellung zu wichtigen Themen, die gerade auch evangelikale Christen hierzulande beschäftigen.


jesus.de

Wichtiges Anliegen der „red letter christians“ ist es hierbei, typische evangelikale Einstellungen anhand dessen zu beurteilen, was Jesus gesagt und getan hat (die Worte von Jesus werden insbesondere in englischsprachigen Bibeln gerne rot geschrieben, daher auch der Name der Bewegung).

Viele heiße Eisen werden dabei angepackt: Hölle, Islam, Abtreibung, Rolle der Frau, Homosexualität oder Nahostkonflikt, nur um einige zu nennen. Die Autoren kommen dabei zu überraschenden Einsichten und Ergebnissen, die im evangelikalen Spektrum nicht immer vorherrschend sind. Oftmals hat man dabei gewisse Aha-Erlebnisse und stellt erschrocken fest, wie weit sich diese Szene eigentlich von dem entfernt hat, was Jesus gesagt und getan hat. Viele evangelikale Mittelstandsgemeinden haben oft nur wenig mit den vielen unterschiedlichen Menschen zu tun, die damals mit Jesus gegangen sind und die überproportional aus den unteren Schichten kamen.

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Obama: Kirchen sollen sich in Debatte über Armut einmischen

Obama Hope
Obama Hope
Kirchen und religiöse Verbände in den USA sollten sich nach Ansicht von Präsident Barack Obama stärker in die politische Debatte über Armut und Einkommensverteilung einmischen.


evangelisch.de

Die Gesellschaft könne die Armut verringern, “wenn wir wirklich etwas tun wollen”, sagte Obama am Dienstag (Ortszeit) bei einer Konferenz in der katholischen Georgetown-Universität in Washington. In den Kirchengemeinden habe das Thema Armut oft einen geringeren Stellenwert als etwa Abtreibung, erklärte der US-Präsident.

Obama verwies darauf, dass Programme gegen Armut in den 60er Jahren die Armutsquote in den USA stark gesenkt hätten. Die Schaffung von Arbeitsplätzen sei das beste Mittel im Kampf gegen Armut. Zudem müsse man in das Bildungswesen investieren und die Infrastruktur verbessern. Zugleich lobte Obama in seiner Rede vor Vertretern katholischer und protestantischer Verbände Papst Franziskus, der immer wieder betone, wie wichtig im Christentum der Kampf gegen Armut sei.

Religiotie von Schönborn: Abtreibung ist schweres Unrecht

Heftige Kritik an der Abtreibung und dem Fehlen von “flankierenden Maßnahmen”, die schon vor 40 Jahren bei der Einführung der Fristenlösung versprochen wurden, hat Kardinal Christoph Schönborn geübt. “Bei der Abtreibung geht es um die Tötung eines menschlichen Wesens und damit um schweres Unrecht”, so der Kardinal wörtlich in einem schriftlichen Statement gegenüber “profil”, das das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe verwendete und das auch “Kathpress” vorliegt.


kathweb

Seit dem Inkrafttreten der Fristenregelung vor 40 Jahren sei das Bewusstsein für das Unrecht der Abtreibung dramatisch verloren gegangen, so der Kardinal Die derzeitige Gesetzeslage sei daher für Christen “keine akzeptable Lösung, auch wenn sie damit leben müssen”. Das Recht auf Leben sei das grundlegendste Menschenrecht, betont Schönborn.

Das schriftliche Statement des Kardinals im Wortlaut: “Bei der Abtreibung geht es um die Tötung eines menschlichen Wesens und damit um schweres Unrecht. Seit dem Inkrafttreten der Fristenregelung vor 40 Jahren ist das Bewusstsein für dieses Unrecht dramatisch verloren gegangen. Die derzeitige Gesetzeslage ist daher für Christen keine akzeptable Lösung, auch wenn sie damit leben müssen. Das Recht auf Leben ist das grundlegendste Menschenrecht.

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Dodo Müller: „Tötung unschuldiger Menschen im Mutter­schoß“

Gerhard L. Müller links im Bild
Gerhard L. Müller links im Bild
Politiker und Geistliche kritisieren die massenhafte Abtreibung von gesunden Embryonen bei Mehrlingsschwangerschaften in Deutschland, den sogenannten Fetozid.


FOCUS ONLINE

Laut FOCUS gehen Experten von mehreren Hundert Fällen im Jahr aus, genaue Zahlen existieren jedoch nicht. CDU-Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe forderte im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS „eine belastbare Meldepflicht“. Es müsse klar sein „dass Fetozide bei Mehrlingsschwangerschaften unter den Paragraphen 218 fallen, damit wenigstens eine Beratung der Frau stattfindet“.

Der Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Leiter der Abteilung für Öffentliche Verantwortung, Friedrich Hauschildt, sagte gegenüber FOCUS, die Reduktion durch Fetozid sei ein „schwerwiegendes ethisches Dilemma“. Wenn die Mehrlingsschwangerschaft durch künstliche Befruchtung zustande komme, werde „dieses Dilemma oft in Kauf genommen“, da in der Regel mehrere befruchtete Eizellen eingepflanzt würden. Hauschildt: „Die EKD steht deshalb und aus weiteren Gründen der künstlichen Befruchtung kritisch gegenüber.“

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Infolge einer Abtreibung stirbt alle elf Minuten eine Frau

Jedes Jahr sterben 47.000 Frauen weltweit an den Folgen einer Abtreibung. Das ergibt im Schnitt alle elf Minuten ein ausgelöschtes Leben. Dabei wären fast alle diese Tode vermeidbar.


Von Kathrin Witsch|Huffington Post

Diese Schätzung hat das “Guttmacher Institute” veröffentlicht, eine Non-Profit-Organisation, deren Daten auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbreitet werden. Demnach gab es 2008 (das sind die neuesten verfügbaren Angaben) etwa 44 Millionen Abtreibungen weltweit, die meisten davon in Entwicklungsländern.

Abtreibung als Straftat

Jede Frau hat das Recht auf Selbstbestimmung. Fast alle Industrieländer haben zwischen 1950 und 1985 aus Gründen der Menschenrechte und Sicherheit ihre Abtreibungsgesetze liberalisiert. Da wirkt umso tragischer, dass die meisten Frauen nach einer Abtreibung in jenen Ländern sterben, wo es aufgrund der strikten Gesetzeslage keine andere Möglichkeit als eine illegale Abtreibung gibt, in Brasilien, Afghanistan, Chile und Nigeria etwa.

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Embryo als Projektionsfläche

Plakate von Abtreibungsgegnern an einer Hauswand in Warschau. Foto: © Silke Gondolf
Eine Dokumentation der Abtreibungspolitik in Polen, Deutschland und Frankreich offenbart, wie problematisch die Situation 45 Jahre nach den Protesten der Frauenbewegung ist – mit negativer Tendenz.


Von Franziska Schuster|Frankfurter Rundschau

Dieser Film stellt keine Fragen. »Ein Menschenrecht« steht im Titel ohne nachgestelltes Fragezeichen, und die Programmierung als Teil des Themenabends »Mein Bauch gehört mir« schafft einen argumentativen Ausgangspunkt, der nicht zur Disposition gestellt wird. Die Entscheidung, nicht in die Grundsatzdiskussion über das Für und Wider von Schwangerschaftsabbrüchen einzusteigen, ist nicht nur pragmatisch – weil 52 Minuten nun einmal wenig Zeit für Exkurse lassen – sondern sie unterstreicht die klare Haltung des Films zu seinem Thema: Das Recht auf Abtreibung ist unveräußerlicher Teil des Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren eigenen Körper.

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Würden Verfassungsrichter auch Nudisten schützen?

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Aus dem Kopftuch-Urteil spricht eine Naivität, wie man sie sonst nur in Positionspapieren von Anthroposophen findet. Das Oberste Gericht hat eine ideologisch aufgeladene Entscheidung getroffen.


Von Henryk M. Broder|DIE WELT

Wenn es um Glauben und Religion geht, mutiert jeder Unsinn zum Sinn. Religionsfreiheit zum Beispiel wird als die Freiheit verstanden, sich seine Religion aussuchen zu dürfen, so wie man in einem Sportverein seiner Wahl Mitglied wird oder selber bestimmt, wie man sich ernähren möchte: fleischig, vegetarisch oder vegan.

Aber Religionsfreiheit ist mehr. Sie bedeutet auch, keine Religion zu haben und von religiösen Zwängen verschont zu bleiben. So, wie das Wahlrecht auch die Möglichkeit einer Wahlenthaltung bietet. Dass sich gläubige Menschen in Gotteshäusern versammeln, dient nicht nur dem Wunsch, gemeinsam zu beten.

Es ist auch eine Art von Rücksichtnahme gegenüber der Öffentlichkeit. Beim Beten beobachtet zu werden oder betende Menschen zu beobachten, kann so peinlich sein, wie einem Paar beim Sex zuzusehen, das vergessen hat, die Gardinen zuzuziehen. Exhibitionisten und Voyeure mögen so etwas stimulierend finden, die meisten törnt es eher ab.

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