Caffarra: Mit Abtreibung und ‚Homo-Ehe’ fordert Satan Gott heraus

Carlo Kardinal Caffarra (auf dem Weltjugendtag in Madrid 2011) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Abtreibung und Ehe betreffen zwei Säulen der göttlichen Schöpfung. Der Satan setze hier an, um eine ‚Gegen-Schöpfung’ zu konstruieren. Die Gläubigen seien aufgerufen, das Evangelium des Lebens und der Ehe zu verkünden.

kath.net

Der Satan schleudere Gott „die ultimative und schreckliche Herausforderung“ entgegen, indem er eine „Gegen-Schöpfung“ errichte, von der die Menschen glauben würden, sie sei besser als die Schöpfung Gottes. Mit diesen dramatischen Worten beschrieb Carlo Kardinal Caffarra, der emeritierte Erzbischof von Bologna, die gegenwärtige Situation.

Diese Konfrontation finde jetzt statt und betreffe in erster Linie die Familie und die Ehe, sagte Caffarra beim diesjährigen „Rome Life Forum“, das von der Familienorganisation „Voice of the Family“ in der italienischen Hauptstadt veranstaltet wurde.

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Katholikenrat fördert „Marsch für das Leben“ nicht

Bild: katholoisch de./©KNA
Der „Marsch für das Leben“ muss auf die Hilfe des Berliner Diözesanrats verzichten. Einem Antrag der Organisatoren zum Teilnahmeaufruf stimmt der Katholikenrat nicht zu. Das hat einen bestimmten Grund.

katholisch.de

Der diesjährige „Marsch für das Leben“ in der Hauptstadt findet ohne Rückhalt des Berliner Diözesanrats der Katholiken statt. Die höchste Laienvertretung im Erzbistum lehnte einen Antrag zur Unterstützung bei ihrer jüngsten Vollversammlung mit großer Mehrheit ab, wie der Ratsvorsitzende Bernd Streich am Mittwoch bestätigte. Der 13. Marsch dieser Art in Berlin ist für den 16. September geplant. Organisiert wird er von 13 deutschen Lebensschutzorganisationen.

Laut dem von Ratsmitgliedern eingebrachten Antrag sollte der Katholikenrat die Katholiken des Erzbistums zur Teilnahme an dem Marsch aufrufen. Die Kundgebung wendet sich unter anderem gegen Abtreibung und Euthanasie. Dagegen kam nach Angaben des Ratsvorsitzenden in der Aussprache vor der Abstimmung der Einwand, dass viele Befürworter des Marsches eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema des Lebensschutzes vermissen ließen.

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USA: Trump unterzeichnet Präsidialerlass zur Religionsfreiheit

Die Regierung Trump bekennt sich zum umfassenden Schutz der Religionsfreiheit. Das Dokument sieht Ausnahmeregelungen für ‚Obama-Care’ und den Schutz öffentlicher religiöser Stellungnahmen etwa gegen die ‚Homo-Ehe’ und Abtreibung vor.

kath.net

„Freiheit ist nicht ein Geschenk des Staates. Sie ist ein Geschenk Gottes“, sagte Donald Trump am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Präsidialerlasses zur Religionsfreiheit. „Wir sind angetreten, um die Rechte aller Amerikaner zu verteidigen“, fügte er hinzu.

In dem Erlass verpflichtet Trump seine Regierung, Ausnahmeregelungen für Arbeitgeber zu finden, die aus religiösen Gründen keine Verhütungsmittel in die Krankenversicherung ihrer Mitarbeiter aufnehmen wollen. Der Orden der „Religious Sisters of the Poor“ hat wegen dieser Regelung im Rahmen des „Affordable Care Act“ („Obama-Care“) einen Prozess vor dem Obersten Gerichtshof angestrengt. Vertreterinnen des Ordens waren zur Unterzeichnung des Erlasses in das Weiße Haus eingeladen.

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R.M. Woelki wühlt gerne in den Gebärmüttern

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Kölner Kardinal Woelki: „Als Christen wehren wir uns dagegen, dass in unserem Land diese hunderttausendfache Abtreibung als die Normalität einer liberalen, humanen und aufgeklärten Gesellschaft ausgegeben wird.“

kath.net

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich am 28. Dezember, am Tag der unschuldigen Kinder, bei einer Predigt im Kölner Dom klar gegen Abtreibung ausgesprochen. Woelki meinte wörtlich: „Das Leben eines Menschen ist vom ersten Moment seiner Existenz an bis zum letzten Augenblick ein heiliges Gut. Daher hat niemand das Recht, über menschliches Leben zu verfügen, auch nicht in den ersten zwölf Wochen.“

Der Kölner Erzbischof kritisierte die hohe Zahl der Abtreibung in Deutschalnd, wo es mehr als 100 000 Tötungen im Mutterleib pro Jahr geben soll. „Als Christen wehren wir uns dagegen, dass in unserem Land diese hunderttausendfache Abtreibung als die Normalität einer liberalen, humanen und aufgeklärten Gesellschaft ausgegeben wird.“

USA: Konservative Christen werden für ihre Stimmen belohnt

Donald Trump © Gage Skidmore @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Donald Trump © Gage Skidmore @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Wählerstimmen weißer Evangelikaler und konservativer Christen für Trump zahlen sich offenbar aus. Der designierte Präsident besetzt seine Kabinettssessel mit Milliardären und Generälen – und mit Verbündeten der rechtschristlichen Bewegung.
 

Von Konrad Ege | MiGAZIN

Vier Fünftel der weißen Evangelikalen gaben bei der US-Präsidentschaftswahl Donald Trump ihre Stimme. Insgesamt stellten sie am 8. November rund ein Viertel der Urnengänger. Weiße Evangelikale sind seit 40 Jahren ein solider republikanischer Wählerblock. Doch insgesamt hätten die Republikaner wohl mehr von dieser Allianz profitiert als die Christen, sagt David Gushee, Professor für Christliche Ethik an der Mercer Universität im Bundesstaat Georgia. Deren konservative Werte etwa bei den Themen Familie, Abtreibung und Homosexualität wurden in der Politik nicht immer umgesetzt. Das könnte sich ändern: Ausgerechnet der als nicht besonders religiös geltende Trump belohnt die rechten Christen – mit seiner Kabinettsbesetzung.

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Ex-Feministin: ‚Ich habe einen großen Fehler gemacht’

Sara Winter, Bild. wikimedia.org/CC BY 2.0/Geraldo Magela/Agência Senado
Sara Winter, Bild. wikimedia.org/CC BY 2.0/Geraldo Magela/Agência Senado
Die Geburt ihres Kindes habe ihrem Leben neuen Sinn gegeben. Sie bedauert, Teil der radikalfeministischen Bewegung ‚Femen’ gewesen zu sein.

kath.net

Sara Winter hat vor drei Jahren den brasilianischen Zweig der radikalfeministischen „Femen“-Bewegung mitbegründet. Sie hat sich mit aggressivem Aktionismus für Abtreibung, Feminismus und mehr Rechte für LGBT-Personen eingesetzt. Seit sie selbst ein Kind hat, hat sich ihre Einstellung grundlegend geändert. Ihr Engagement in der „Femen“-Bewegung bezeichnet sie jetzt als „großen Fehler“ und bittet alle um Vergebung, die sie mit ihren Aktionen gekränkt oder verletzt hat.

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Frankreich verbietet Webseiten mit pro-life-Inhalten

Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD
Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe von 30.000 Euro.

Von Mathias von Gersdorff | kath.net

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Eine entsprechende Gesetzvorlage der sozialistischen Regierung fand eine Mehrheit im Parlament.

Das Gesetzesprojekt kommt aus dem Gleichstellungsministerium, welches unter der Leitung der Sozialistin Laurence Rossignol steht. Abtreibung sei ein Recht der Frau, und man dürfe keinen „moralischen Druck“ im Internet ausüben, so die Begründung des Gesetzes.

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Frankreich: Wenn Pfaffen von Demokratie reden ist Misstrauen notwendig

Ernsthaft besorgt: Frankreichs Bischöfe, hier Georges Pontier - AFP
Ernsthaft besorgt: Frankreichs Bischöfe, hier Georges Pontier – AFP
Gewisse Lebensschutz-Webseiten könnten in Frankreich bald illegal sein: Das französische Parlament berät am Donnerstag über einen Gesetzesvorschlag der sozialistischen Regierung.

Radio Vatikan

Danach soll es strafbar werden, Frauen via Internet von einer Abtreibung abhalten zu wollen. Fürs nicht-digitale, wirkliche Leben gibt es diesen Straftatbestand der Behinderung von Abtreibungen schon seit den 1990er-Jahren, er zielte auf Demonstranten vor Kliniken oder Arztpraxen. Die Regierung will ihn nun aufs World Wide Web ausweiten.

Dagegen erhebt sich Protest aus der Bischofskonferenz: „Eine wichtige Stellungnahme, mit der die Linke sicher nicht gerechnet hat“, so die Tageszeitung „Le Monde“ am Mittwoch. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georges Pontier, hat direkt an Präsident Francois Hollande geschrieben. Den Erzbischof von Marseille, sonst ein milder Mann, ärgert der kulturkämpferische Gestus der Linken. „Das ist wirklich der erste Punkt: Diese Banalisierung der Abtreibung in unserer heutigen Kultur ist nicht akzeptabel, weil doch jeder sehen kann, dass Abtreibung nichts Banales ist und eine tiefe Wunde hinterläßt.“

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Papst nennt Abtreibung ‚grauenhaftes Verbrechen‘

Kirche raus aus der Gebärmutter
Kirche raus aus den Gebärmüttern
Franziskus: Abtreibung ist eine „sehr schwerwiegende Sünde“ – Wer zu Prostituierten geht unterstützt Menschenhandel

kath.net

Papst Franziskus hat Abtreibung als „grauenhaftes Verbrechen“ bezeichnet. Es sei zu einer „Gewohnheit“ geworden, „Babys vor ihrer Geburt zu entfernen“, sagte Franziskus in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des italienischen Senders TV 2000. Ungeborene Kinder würden abgetrieben, „weil es einfacher ist“. Das sei eine „sehr schwerwiegende Sünde“, so der Papst.

Franziskus erläuterte, er habe an das Thema Abtreibung beim Besuch einer Neugeborenen-Station denken müssen, als er eine Frau getroffen habe, die um ihr verlorenes Kind weinte. „Sie hatte drei Kinder bekommen und weinte um das eine, das sie verloren hatte. Sie konnte sich nicht mit den zweien, die überlebt hatten, trösten.“ Der Papst hatte die Station eines römischen Krankenhauses im Rahmen seiner „Freitage der Barmherzigkeit“ Mitte September unangekündigt aufgesucht.

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Christliche Klinik streicht Abtreibungen – Konzession entziehen!

In Schaumburg haben sie gewonnen: Abtreibungsgegner. Foto: Florian Schuh/DPA
In Schaumburg haben sie gewonnen: Abtreibungsgegner. Foto: Florian Schuh/DPA
Im Kreis Schaumburg können ungewollt schwanger gewordene Frauen nicht mehr abtreiben. Der Betreiber des Kreisklinikums lehnt das ab.
 

Von André Zuschlag | taz.de

Wenn kein medizinischer Notfall vorliegt, können Frauen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg bald nicht mehr abtreiben. Dort wird gerade ein Klinikum gebaut, das die bisherigen drei kleineren Krankenhäuser im Landkreis ersetzen soll. Betreiber des neuen Klinikums ist der Agaplesion-Konzern, der sich als gemeinnützige Aktiengesellschaft auf sein christliches Leitbild beruft und deshalb bei sozialer Indikation keine Abtreibungen durchführen will. In Einzelfällen erkennt die Klinik auch eine seelische Gefährdung als Grund an. Die übrigen Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind und deshalb abtreiben möchten, sollen sich jedoch ein anderes Krankenhaus suchen.

In zwei der drei Krankenhäuser in Schaumburg waren Abtreibungen bisher möglich, da der Landkreis der Betreiber war, beziehungsweise momentan noch ist. Im dritten Krankenhaus war dies nicht möglich, da es ebenfalls ein christliches Krankenhaus ist. Betreiber auch hier: der Agaplesion-Konzern. Zudem gibt es im Landkreis keine Arztpraxen, die eine ambulante Abtreibung anbieten. Den Bau des Klinikums, der im kommenden März abgeschlossen sein soll, hatte der Landkreis mit 95 Millionen Euro mitfinanziert.

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Rund 4.500 Abtreibungsgegner demonstrieren in Berlin

Bild: Twitter @AxelStein8
Bild: Twitter @AxelStein8
An der Gegenveranstaltungen nahmen insgesamt rund 1.500 Menschen teil. Sie warfen den Abtreibungsgegnern und „selbst ernannten Lebensschützern“ religiösen Fundamentalismus vor.

evangelisch.de

Rund 4.500 christliche Abtreibungsgegner und sogenannte Lebensschützer haben am Samstag in Berlin gegen Abtreibung, pränatale Diagnostik und Sterbehilfe demonstriert. Im Laufe des Demonstrationszuges habe die Teilnehmerzahlen zugenommen, erklärte ein Polizeisprecher auf epd-Anfrage. Unter dem Motto „Kein Kind ist unzumutbar“ forderten die Demonstranten ein bedingungsloses Lebensrecht. Der umstrittene Marsch wurde vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisiert. Vom Veranstalter waren zuvor rund 7.000 Teilnehmer erwartet worden.

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Abtreibungsgegner marschieren durch Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Am Sonnabend wurde viel demonstriert. Vor allem die sogenannten Lebensschützer, die gegen Abtreibung protestieren, polarisieren – sogar die Kirchen.

Von Sandra Dassler | DER TAGESSPIEGEL

Es ist der Sonnabend der Demonstrationen in Berlin und mancher Tourist findet sich nicht mehr zurecht. „Wofür demonstrieren diese Menschen?“, will ein junger Japaner vor dem Reichstag wissen. „Für das Leben“, antwortet ein kunterbunt gekleideter Mann. Es klingt zynisch.

„Schönen Gruß ins Mittelalter“

Der Japaner versteht gar nichts. „Die hinter der Polizeiabsperrung stehen, sind gegen Abtreibung“, erklärt der bunt Gekleidete. „Und die davor sind dafür?“, fragt der Japaner: „Zumindest sind wir alle hier dafür, dass Frauen selbst bestimmen können, ob sie ein Kind bekommen oder nicht“, sagt der Mann. Und ruft den Demonstranten hinter der Absperrung zu: „Schönen Gruß ins Mittelalter“. Eine junge Frau versteckt sich unter ihrem Regenschirm. „Mein Körper gehört nicht Deutschland“ steht darauf.

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Die Ewiggestrigen: Mit Papstgruß beim „Marsch für das Leben“

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Der Berliner katholische Erzbischof Heiner Koch wird am kommenden Samstag, den 17. September am neunten „Marsch für das Leben“ in Berlin teilnehmen. Auch Papst Franziskus werde Grüße übermitteln, teilte die Erzdiözese Berlin auf ihrer Facebookseite mit. Bei dem Marsch wollen die Teilnehmer für das Lebensrecht jedes Menschen und gegen Abtreibung und Sterbehilfe demonstrieren.
 

Radio Vatikan

Im vergangenen Jahr fand die Demonstration unter starkem Polizeischutz statt. Anlass war eine Gegendemonstration, zu der zuvor ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ aufgerufen hatte. Im Verlauf der Kundgebung war es zu tumultartigen Zwischenfällen durch Gegendemonstranten gekommen. Diese hatten den Marsch mit Geschrei, Trillerpfeifen und Sitzblockaden gestört. Auch in diesem Jahr sind wieder Gegendemonstrationen geplant.  

Machthungrige Föten, der «Dude» als Prophet und Sex mit der Hohepriesterin: Die 13 durchgeknalltesten Religionen

Der Mensch als Negativposten. Bild: Youtube
Das Internet ist voll von Listen mit bizarren Religionen. Auffällig ist, dass die etablierten Religionen darin meist nicht vorkommen. Dabei sind für nüchterne Agnostiker im Grunde alle Religionen bizarr.
 

Von Daniel Huber | watson.ch

Doch die etablierten Religionen haben den Vorteil, dass sie schon lange da sind. Und sie zählen ihre Gläubigen nach Millionen, wenn nicht Milliarden. Deshalb beschäftigen wir uns hier nicht mit ihnen, sondern mit ein paar eher jungen Religionen, denen man von weitem ansieht, dass sie gaga sind. Hier 13 Beispiele:

«Rette den Planet, bring dich um!»

Die 1992 von Chris Korda gegründete Church of Euthanasia ist nicht gerade das, was man einen menschenfreundlichen Verein nennen könnte. Die Religion, deren erklärtes Ziel die freiwillige Bevölkerungsabnahme zur «Wiederherstellung der Balance zwischen den Menschen und den anderen Spezies auf der Erde» ist, hat die in manchen fundamentalistisch-ökologischen Kreisen anzutreffende Menschenfeindlichkeit auf die Spitze getrieben. Wenn Menschen in grosser Zahl sterben, jubeln die Euthanasier. Die Anschläge vom 11. September 2001 feierte die «Church» mit einem Videoclip, in dem sie die Schreckensbilder mit Hardcore-Pornographie mixte.

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US-Bibel-Fundis: Alles soll so bleiben, wie es war

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Sie sind gegen die Moderne, gegen Abtreibung und gegen die Evolution. Aber für Waffen, Nation und Kultur. Die christlichen Fundamentalisten in den USA greifen massiv in den Wahlkampf ein. Das hat bei den Evangelikalen Tradition.

Von Arndt Peltner | Deutschlandradio Kultur

Radiosendung:
I think it’s important for us to realize, going back in our history. We were founded as a Judeo-Christian nation. This nation was built on the truth claims of the Judeo-Christian tradition, built on the laws of nature and nature’s god. And therefore I think as Americans, the only way we can properly view this thing is through the lense of scripture, use the same platform, the same truth-foundation that the founders used when they established the political experiment we call the United States.“

Die Sendung heißt „Focal Point“, Moderator ist Bryan Fischer, täglich ausgestrahlt auf dem christlich-konservativen Radionetzwerk „American Family Radio“. Die Programme von AFR werden in den USA über nahezu 200 Stationen im ganzen Land verbreitet. Fischer ist bekannt für seine radikale Sicht der Dinge. Und die ist gegen Abtreibung, Homosexualität, ein staatliches Gesundheitssystem und vor allem gegen Muslime. Seine Verbalattacken haben so weit geführt, dass „American Family Radio“ auf der Liste der Hassgruppen des „Southern Poverty Law Centers“ aufgeführt wurde. AFR musste sich von Fischer distanzieren, aber senden darf er weiter. So umschrieb Fischer Muslime als „Parasiten“, die einen „Dämon“ anbeteten.

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Irland: Katholiban schmettern Abtreibungsinitiative ab

Premier Enda Kenny – AFP
Das irische Parlament erlaubt keine Abtreibung im Fall einer schweren Deformation des Fötus. Einer entsprechenden Gesetzesvorlage erteilten die Abgeordneten am Donnerstag mit 95 zu 45 Stimmen eine Absage. Sie folgten damit einer Empfehlung von Ministerpräsident Enda Kenny. Drei Minister hatten dagegen die Gesetzesvorlage unterstützt.

Radio Vatikan

Abtreibung ist in der Irischen Republik illegal – auch nach einer Vergewaltigung oder bei Risiken für die Gesundheit der Mutter. Nur im Fall, dass das Leben der Mutter in Gefahr ist, lässt das Gesetz eine Abtreibung zu. Die Verfassung spricht ungeborenen Kindern ein Recht auf Leben zu, das dem der Mutter entspricht. Auf Abtreibung steht in Irland eine Haftstafe von 14 Jahren.

Abtreibungsbefürworter wollen das Gesetz liberalisieren. Sie planen dazu das Abhalten einer Volksabstimmung. Über dieses Thema muss das Parlament in nächster Zeit beraten.

 

Religiöse Rechte erwärmt sich für Trump

© Bild: picture alliance / AP Photo
Es sollte so etwas wie ein Kennenlern-Treffen für konservative Evangelikale mit dem designierten Präsidentschaftskandidaten der Republikaner sein. Um ihm einen weiten Weg zu ersparen, lud die Gruppe „United in Purpose“ in die Nachbarschaft Trumps am Times Square ein. Nicht gerade ein typischer Versammlungsort strenggläubiger Protestanten, die sich eher im Bibelgürtel der USA zu Hause fühlen.

Von Thomas Spang | katholisch.de

So bekamen die rund 1.000 Teilnehmer der Versammlung ganz nebenbei einen Eindruck vom Umfeld, aus dem Donald Trump stammt. Franklin Graham, Sohn des Erweckungspredigers Billy Graham, sprach die Vorbehalte einiger Konservativer direkt an, als er sich zu den persönlichen Schwächen des bereits zweimal geschiedenen Immobilien-Tycoons äußerte.

„Niemand von uns ist perfekt“, warb der Pastor um Nachsicht für die wenig vorbildliche Lebensweise des Kandidaten. „Es gibt nur einen, der es ist: unser Herr Jesus Christus. Aber der tritt nicht für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten an.“

Harte Linie gegen Abtreibung und LGBTI-Rechte

Wichtiger scheint Graham und anderen Führern der religiösen Rechten, die das Treffen organisiert haben, dass Trump ihnen verspricht, was sie hören wollen: steuerliche Vorteile für Kirchen, die Möglichkeit, von der Kanzel aus für politische Inhalte zu werben, und eine harte Linie gegen Abtreibung und LGBTI-Rechte (Homo-, Bi-, Trans-, und Intersexuelle).

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Demonstration von Atheisten und Religionsskeptikern in Washington

Die atheistische Bedrohung
Die atheistische Bedrohung

Nicht-religiöse Menschen wollen sich in der US-Politik mehr Gehör verschaffen: Mehrere tausend Atheisten, Agnostiker und Religionsskeptiker haben am Samstag (Ortszeit) an einer „Kundgebung für Vernunft“ vor dem Lincoln-Denkmal in Washington teilgenommen. Sie forderten, rationales Denken müsse „religionsmotivierte Ideologie“ ersetzen.

evangelisch.de

„Wir werden nicht mehr schweigen, unsere Bewegung wächst“, sagte Koordinatorin Lyz Liddell. Es gebe Millionen Atheisten in den USA, betonte Robyn Blumner vom Freidenkerverband „Center for Inquiry“.

Bei Streitfragen wie Rechte für Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen (LGBT), Abtreibung, Religionsfreiheit und Klimawandel habe Religion ungebührlichen Einfluss, hieß es. Blumner sagte, Politiker ignorierten die Forderungen nach einer Trennung von Religion und Staat, weil Freidenker und Atheisten „nicht laut genug“ aufträten. Die LGBT-Bewegung habe gezeigt, dass „coming out“ der erste Schritt sei, anerkannt zu werden.

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Trump ist der bessere Präsidentschaftskandidat

trump

Der Republikaner Donald Trump ist im Vergleich zur Demokratin Hillary Clinton der bessere Kandidat für das Amt des US-Präsidenten. Diese Überzeugung äußerte der leitende Pastor der Megakirche „First Baptist Church“ in Dallas (US-Bundesstaat Texas), Robert Jeffress, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

idea.de

Seine Gemeinde hat 12.000 Mitglieder und gehört zum Bund der Südlichen Baptisten. Jeffress war zu Gast bei einer Predigerkonferenz (25.–28. Mai) meist russlanddeutscher Gemeinden in Lemgo. Trump hat nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP die nötige Zahl an Delegierten für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei erreicht. Jeffress sagte, dass er mit Trump häufig über die Themen gesprochen habe, die die Evangelikalen bewegten. Der Milliardär habe sich zwar früher für Abtreibung ausgesprochen. Jeffress ist aber überzeugt, dass Trump sich gewandelt habe und nun ein klarer Gegner sei. Clinton hingegen verteidige das Recht auf Abtreibung vehement. Wie er weiter sagte, hätte er sich lieber beispielsweise den theologisch konservativen baptistischen Senator Ted Cruz (Texas) als republikanischen Präsidentschaftsbewerber gewünscht. Aber das Land habe sich zu sehr nach links bewegt, so dass Cruz für die breite Mehrheit nicht mehr wählbar sei: „Es ist tragisch, aber wahr.“

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Zika-Länder: Frauen betteln um Abtreibungspillen

Baby mit Mikrozephalie (links) im Vergleich mit einem normalen Säugling. Foto: U.S. Centers for Disease Control and Prevention.
Das Zika-Virus, das sich derzeit in den Ländern Lateinamerikas ausbreitet, kann bei schwangeren Frauen dafür verantwortlich sein, dass Kinder mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt kommen und ihr Leben lang geistig schwer behindert bleiben oder bald sterben. Seit das ursprünglich afrikanische Virus – möglicherweise begünstigt durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 – den Atlantik überquerte, stiegt die Zahl der Mikrozephaliefälle in Brasilien um das 24-fache (vgl. WHO: Zika-Virus ist internationaler Notfall).

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

El Salvador hat seinen Bürgern deshalb geraten, mit Schwangerschaften bis zum übernächsten Jahr zu warten. Bis dahin hoffen die Behörden, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Viele Lateinamerikaner hören allerdings eher auf ihre Pfarrer als auf ihre Gesundheitsexperten. Und die predigen auf dem weitgehend katholischen Kontinent, was der Papst in Rom ihnen vorgibt: Dass nicht nur Abtreibung, sondern auch Verhütung abseits der sexuellen Abstinenz und der (eher unsicheren) Knaus-Ogino-Temperaturmessung Sünde ist und dafür sorgt, dass die Seele nach dem Tod nicht ewig an der Seite Gottes lebt, sondern der ewigen Verdammnis anheimfällt. Im Volksglauben entspricht dieses Seelenschicksal häufig einem Höllenglauben – ähnlich dem, den Salafisten predigen.

In zahlreichen lateinamerikanischen Ländern ist Abtreibung deshalb verboten – darunter auch in El Salvador. In anderen, wie beispielsweise in Kolumbien, sind die Schranken für eine medizinische Indikation sehr hoch. Der Aufruf der UN, dass diese Verbote nach dem Zika-Aufbruch überdacht werden sollten, hat daran bislang nichts geändert. Auch der Papst bekräftigte trotz des Zika-Ausbruchs noch einmal explizit das Abtreibungsverbot der Katholischen Kirche. Hinsichtlich des Verhütungsverbots deutete er zwar mehr Gesprächsbereitschaft an, hob es jedoch nicht auf.

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