EX-MUSLIMIN WIRD CHRISTIN: «Selbst als egoistische Atheistin empfand ich Trauer bei der Abtreibung»

DERYA LITTLE MIT IHREM BUCH «FROM ISLAM TO CHRIST»
Nach zwei Abtreibungen wird aus der ehemaligen Muslimin und späteren Atheistin Derya Little eine Lebensschützerin und Christin. Einst war die gebürtige Türkin der Meinung, Zugang zu Geburtenkontrolle und Abtreibung würde Frauen «von der Tyrannei der Männer» befreien. Doch selbst als «egoistische Atheistin empfand ich Trauer bei der Abtreibung».

jesus.ch

Schon im Teenager-Alter beginnt die Muslimin Derya Little, ihren Glauben zu hinterfragen. Sie gerät auf Abwege, nimmt Drogen und gelangt zu einer rücksichtslosen Einstellung. Diese führt dazu, dass sie zweimal schwanger wird und sich in beiden Fällen für eine Abtreibung entscheidet. «Mein Atheismus erleichterte mich von den Gewissenslasten. Sex vor der Ehe war kein Problem, sondern ein Bedürfnis. Sexuelle Unterdrückung führt zu Aggression und Gewalt. Abtreibung war kein Mord für mich, da ich den Fötus als einen Zellklumpen sah.»

Tief berührt

Sie glaubte nicht, dass das ein Baby sei, sondern einfach ein Gewebehaufen, «der zur Bedrohung meines Lebensstils und meiner Zukunft werden könnte». Ihr Freund und sie hätten nicht einmal darüber diskutiert. Als der Urin-Test positiv wurde, wurde mit dem Gynäkologen ein Termin vereinbart und die Abtreibung durchgeführt.

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Wenn der Trumpismus über Trump siegt

Bild: FAZ.net
Roy Moore will Alabamas Senator in Washington werden. Der Erzkonservative sieht Amerika in einer Welle aus „Verbrechen, Korruption, Immoralität, Abtreibung, Sodomie und sexueller Perversion“ versinken.

Von Andreas Ross | Frankfurter Allgemeine

In dieser Woche hat der Trumpismus über Trump obsiegt. Die meisten republikanischen Wähler in Alabama ignorierten alle Aufrufe des Präsidenten, in der Vorwahl den amtierenden Senator Luther Strange zu unterstützen. Strange hatte vorläufig den Sitz von Jeff Sessions geerbt, als dieser Justizminister wurde. Gerade weil die Begeisterung für Trump in Alabama ungebrochen scheint, flogen die Herzen aber einem anderen Kandidaten zu. Viel feuriger als Strange gelobte der Richter Roy Moore, er werde treu zu Trump stehen und „Amerika wieder großartig machen“. Dafür muss er nach seinem Sieg in der innerparteilichen Stichwahl nur noch im Dezember einen Demokraten bezwingen. Was in Alabama als Formsache gilt.

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Wer bestimmt, was Kinder lernen?

© PICTURE-ALLIANCE Eltern bringen ihr Kind zur Schule – ab da entscheidet der Staat, was gelehrt wird.
Erziehungsrecht der Eltern und Erziehungsauftrag des Staates stehen gleichberechtigt nebeneinander. Aber was passiert, wenn die Schule etwas lehrt, das den Eltern missfällt – vor allem, wenn es um Sexualität und Religion geht?

Von Volker Kitz | Frankfurter Allgemeine

Im Kapitel „Begattung und Befruchtung“ lesen die Eltern: „Dabei führt der Mann das versteifte Glied in die Scheide der Frau ein.“ Ihre Tochter ist gerade in die fünfte Klasse gekommen und hat das neue Biologiebuch nach Hause gebracht. Die Eltern finden, für solche Sätze sei sie zu jung; in einem gerichtlichen Eilverfahren wollen sie ihr Kind vom Sexualkundeunterricht befreien lassen. In der Stuttgarter Innenstadt drängen Tausende, halten Transparente: „Aufklärung ab 4. Klasse – wie krank sind wir?“ Gegendemonstranten marschieren auf sie zu, brüllen: „Schützt eure Kinder vor euch selbst!“ Polizisten ziehen Sturmmasken übers Gesicht und Schlagstöcke aus dem Halter, in Hundertschaften bilden sie eine Kette zwischen den Gruppen, Farbbeutel, Tomaten klatschen auf, Knüppel sausen durch die Luft, und Menschen liegen am Boden.

Was sich liest wie eine Geschichte, sind zwei Geschichten. Die Szenen spielen im selben Bundesland, aber in verschiedenen Jahrtausenden. Die Fünftklässlerin hatte im August 1974 ihren ersten Tag im Gymnasium in Baden-Württemberg. In Stuttgart fielen die Menschen in den vergangenen beiden Jahren übereinander her, da war das Mädchen von damals schon fünfzig. Erst kürzlich haben die Gegner der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ zu einem Symposium nach Wiesbaden eingeladen.

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Franziskus beruft Abtreibungsbefürworter an Akademie für das Leben

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Abtreibung sollte bis zu 18 Wochen nach der Empfängnis legal sein. Erst dann seien Gehirntätigkeit und damit Bewusstsein nachweisbar, sagt Nigel Biggar.

kath.net

Mit dem anglikanischen Geistlichen Nigel Biggar hat Papst Franziskus einen Wissenschaftler an die Päpstliche Akademie für das Leben berufen, der die Ansicht vertritt, Abtreibung solle bis 18 Wochen nach der Empfängnis legal sein.

Biggar ist Professor für Moral- und Pastoraltheologie an der Universität Oxford und leitet deren Zentrum für Theologie, Ethik und das öffentliche Leben. Er ist außerdem Kanoniker an der Christ Church Cathedral.

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Kirche und Medien: „Kirche muss auch bei Google stattfinden“

Religiöser Spam

Viele Menschen seien auf der Suche nach Sinnhaftigkeit und würden ihre Antworten bei Google suchen, sagt der Mediendirektor des Erzbistums Köln, Ansgar Mayer, im DLF. Es sei wichtig, dass Kirche im Internet präsent ist und damit den seelsorgerischen Auftrag der Kirche erfüllen kann.
Ansgar Mayer im Gespräch mit Stefan Koldehoff | Deutschlandfunk

Stefan Koldehoff: Manchmal führt guter Journalismus ja auch dazu, dass man sich von gut gepflegten Vorurteilen verabschieden muss. Mal sehen, ob das gelingt im Gespräch mit Ansgar Mayer, studierter Politikwissenschaftler, katholischer Theologe, früher beim FAZ-Business Radio, dann Leiter der Crossmedia-Abteilung bei Springer und bei „Computer Bild“ – und nun seit knapp anderthalb Jahren „Direktor für Medien und Kommunikation“ des Erzbistums Köln. Guten Tag Herr Mayer.

Ansgar Mayer: Schönen guten Tag Herr Koldehoff.

Koldehoff: Den Wechsel von „Computer Bild“ zum Erzbistum Köln – den müssen Sie uns bitte zuerst mal erklären.

Mayer: Es gibt die scherzhafte Variante, die lautet: nach knapp zehn Jahren Springer und BILD musste ich ein bisschen Buße tun, und es gibt die andere Variante, die da sagt: Auch das Erzbistum hier und namentlich Kardinal Woelki sind dabei, sowas wie die Digitalisierung sehr, sehr ernst zu nehmen und zu sagen, wir müssen in unseren Strukturen in irgendeiner Form darauf reagieren. Und das knüpfte daran an, dass ich zum einen katholische Wurzeln habe und immer wieder Schnittstellen zur katholischen Kirche und zum anderen bei Springer an verschiedenen Stationen dieses Thema Digitalisierung sowohl in seiner Außenwirkung als auch mit der Frage, was heißt das für unsere Workflows, für unsere Strukturen, ja ganz gut mitleben und Erfahrungen mitbringen konnte und die darf ich jetzt hier ‚bei Kirchens‘ einsetzen.

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Abtreibungen sind des Teufels – glauben fromme Christen

Priester der stockkonservativen Piusbruderschaft in Ecône VS (2014). Bild: KEYSTONE
Sie kamen immer am Freitag, dem 13. Die Frommen der Piusbruderschaft, der erzkonservativen katholischen Sekte, einer Priestervereinigung mit Zehntausenden von Anhängern. Ihr Treffpunkt war die Kapelle des Lausanner Universitätsspitals. Dort beteten sie zu Gott, er möge den Gynäkologen das Handwerk bei Abtreibungen legen.

Von Hugo Stamm | Sektenblog/watson.ch

Nun hat die Spitalleitung reagiert, und die radikalen Abtreibungsgegner aus dem «Tempel» geworfen. Wie einst Jesus die Pharisäer.

Für christliche Fundis aller Couleur ist Abtreibung Mord. Nicht alle mögen es in der Öffentlichkeit so radikal formulieren, die meisten empfinden es aber so. Die Frommen verschiedener freikirchlicher Denominationen, katholische Traditionalisten und christliche Sekten.

Für sie sind Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, des Teufels. Für manche gar Massenmörder. Gott hat es gegeben – das Leben –, Gott wird es nehmen, glauben sie. Betroffene Ärzte greifen in ihren Augen in Gottes Schöpfung ein und verstossen – angeblich – gegen das wohl wichtigste Gebot: Du sollst nicht töten.

Weltfremde christliche Fundis

Nun ist für die katholischen Priester der Piusbrüder fertig mit Beten im Lausanner Spital. Das ist gut so. Ein wichtiges Signal. Es zeigt den Fundis, dass sie religiöse Prämissen nicht über das säkulare Leben stellen können. Und dass unser Alltag so weit wie möglich nach Vernunftskriterien organisiert wird und nicht nach verqueren Glaubensgrundsätzen.

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Caffarra: Mit Abtreibung und ‚Homo-Ehe’ fordert Satan Gott heraus

Carlo Kardinal Caffarra (auf dem Weltjugendtag in Madrid 2011) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Abtreibung und Ehe betreffen zwei Säulen der göttlichen Schöpfung. Der Satan setze hier an, um eine ‚Gegen-Schöpfung’ zu konstruieren. Die Gläubigen seien aufgerufen, das Evangelium des Lebens und der Ehe zu verkünden.

kath.net

Der Satan schleudere Gott „die ultimative und schreckliche Herausforderung“ entgegen, indem er eine „Gegen-Schöpfung“ errichte, von der die Menschen glauben würden, sie sei besser als die Schöpfung Gottes. Mit diesen dramatischen Worten beschrieb Carlo Kardinal Caffarra, der emeritierte Erzbischof von Bologna, die gegenwärtige Situation.

Diese Konfrontation finde jetzt statt und betreffe in erster Linie die Familie und die Ehe, sagte Caffarra beim diesjährigen „Rome Life Forum“, das von der Familienorganisation „Voice of the Family“ in der italienischen Hauptstadt veranstaltet wurde.

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Katholikenrat fördert „Marsch für das Leben“ nicht

Bild: katholoisch de./©KNA
Der „Marsch für das Leben“ muss auf die Hilfe des Berliner Diözesanrats verzichten. Einem Antrag der Organisatoren zum Teilnahmeaufruf stimmt der Katholikenrat nicht zu. Das hat einen bestimmten Grund.

katholisch.de

Der diesjährige „Marsch für das Leben“ in der Hauptstadt findet ohne Rückhalt des Berliner Diözesanrats der Katholiken statt. Die höchste Laienvertretung im Erzbistum lehnte einen Antrag zur Unterstützung bei ihrer jüngsten Vollversammlung mit großer Mehrheit ab, wie der Ratsvorsitzende Bernd Streich am Mittwoch bestätigte. Der 13. Marsch dieser Art in Berlin ist für den 16. September geplant. Organisiert wird er von 13 deutschen Lebensschutzorganisationen.

Laut dem von Ratsmitgliedern eingebrachten Antrag sollte der Katholikenrat die Katholiken des Erzbistums zur Teilnahme an dem Marsch aufrufen. Die Kundgebung wendet sich unter anderem gegen Abtreibung und Euthanasie. Dagegen kam nach Angaben des Ratsvorsitzenden in der Aussprache vor der Abstimmung der Einwand, dass viele Befürworter des Marsches eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema des Lebensschutzes vermissen ließen.

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USA: Trump unterzeichnet Präsidialerlass zur Religionsfreiheit

Die Regierung Trump bekennt sich zum umfassenden Schutz der Religionsfreiheit. Das Dokument sieht Ausnahmeregelungen für ‚Obama-Care’ und den Schutz öffentlicher religiöser Stellungnahmen etwa gegen die ‚Homo-Ehe’ und Abtreibung vor.

kath.net

„Freiheit ist nicht ein Geschenk des Staates. Sie ist ein Geschenk Gottes“, sagte Donald Trump am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Präsidialerlasses zur Religionsfreiheit. „Wir sind angetreten, um die Rechte aller Amerikaner zu verteidigen“, fügte er hinzu.

In dem Erlass verpflichtet Trump seine Regierung, Ausnahmeregelungen für Arbeitgeber zu finden, die aus religiösen Gründen keine Verhütungsmittel in die Krankenversicherung ihrer Mitarbeiter aufnehmen wollen. Der Orden der „Religious Sisters of the Poor“ hat wegen dieser Regelung im Rahmen des „Affordable Care Act“ („Obama-Care“) einen Prozess vor dem Obersten Gerichtshof angestrengt. Vertreterinnen des Ordens waren zur Unterzeichnung des Erlasses in das Weiße Haus eingeladen.

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R.M. Woelki wühlt gerne in den Gebärmüttern

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Kölner Kardinal Woelki: „Als Christen wehren wir uns dagegen, dass in unserem Land diese hunderttausendfache Abtreibung als die Normalität einer liberalen, humanen und aufgeklärten Gesellschaft ausgegeben wird.“

kath.net

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich am 28. Dezember, am Tag der unschuldigen Kinder, bei einer Predigt im Kölner Dom klar gegen Abtreibung ausgesprochen. Woelki meinte wörtlich: „Das Leben eines Menschen ist vom ersten Moment seiner Existenz an bis zum letzten Augenblick ein heiliges Gut. Daher hat niemand das Recht, über menschliches Leben zu verfügen, auch nicht in den ersten zwölf Wochen.“

Der Kölner Erzbischof kritisierte die hohe Zahl der Abtreibung in Deutschalnd, wo es mehr als 100 000 Tötungen im Mutterleib pro Jahr geben soll. „Als Christen wehren wir uns dagegen, dass in unserem Land diese hunderttausendfache Abtreibung als die Normalität einer liberalen, humanen und aufgeklärten Gesellschaft ausgegeben wird.“

USA: Konservative Christen werden für ihre Stimmen belohnt

Donald Trump © Gage Skidmore @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Donald Trump © Gage Skidmore @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Wählerstimmen weißer Evangelikaler und konservativer Christen für Trump zahlen sich offenbar aus. Der designierte Präsident besetzt seine Kabinettssessel mit Milliardären und Generälen – und mit Verbündeten der rechtschristlichen Bewegung.
 

Von Konrad Ege | MiGAZIN

Vier Fünftel der weißen Evangelikalen gaben bei der US-Präsidentschaftswahl Donald Trump ihre Stimme. Insgesamt stellten sie am 8. November rund ein Viertel der Urnengänger. Weiße Evangelikale sind seit 40 Jahren ein solider republikanischer Wählerblock. Doch insgesamt hätten die Republikaner wohl mehr von dieser Allianz profitiert als die Christen, sagt David Gushee, Professor für Christliche Ethik an der Mercer Universität im Bundesstaat Georgia. Deren konservative Werte etwa bei den Themen Familie, Abtreibung und Homosexualität wurden in der Politik nicht immer umgesetzt. Das könnte sich ändern: Ausgerechnet der als nicht besonders religiös geltende Trump belohnt die rechten Christen – mit seiner Kabinettsbesetzung.

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Ex-Feministin: ‚Ich habe einen großen Fehler gemacht’

Sara Winter, Bild. wikimedia.org/CC BY 2.0/Geraldo Magela/Agência Senado
Sara Winter, Bild. wikimedia.org/CC BY 2.0/Geraldo Magela/Agência Senado
Die Geburt ihres Kindes habe ihrem Leben neuen Sinn gegeben. Sie bedauert, Teil der radikalfeministischen Bewegung ‚Femen’ gewesen zu sein.

kath.net

Sara Winter hat vor drei Jahren den brasilianischen Zweig der radikalfeministischen „Femen“-Bewegung mitbegründet. Sie hat sich mit aggressivem Aktionismus für Abtreibung, Feminismus und mehr Rechte für LGBT-Personen eingesetzt. Seit sie selbst ein Kind hat, hat sich ihre Einstellung grundlegend geändert. Ihr Engagement in der „Femen“-Bewegung bezeichnet sie jetzt als „großen Fehler“ und bittet alle um Vergebung, die sie mit ihren Aktionen gekränkt oder verletzt hat.

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Frankreich verbietet Webseiten mit pro-life-Inhalten

Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD
Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe von 30.000 Euro.

Von Mathias von Gersdorff | kath.net

Internetseiten, die Frauen von einer Abtreibung abhalten wollen, sind von nun an in Frankreich verboten. Eine entsprechende Gesetzvorlage der sozialistischen Regierung fand eine Mehrheit im Parlament.

Das Gesetzesprojekt kommt aus dem Gleichstellungsministerium, welches unter der Leitung der Sozialistin Laurence Rossignol steht. Abtreibung sei ein Recht der Frau, und man dürfe keinen „moralischen Druck“ im Internet ausüben, so die Begründung des Gesetzes.

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Frankreich: Wenn Pfaffen von Demokratie reden ist Misstrauen notwendig

Ernsthaft besorgt: Frankreichs Bischöfe, hier Georges Pontier - AFP
Ernsthaft besorgt: Frankreichs Bischöfe, hier Georges Pontier – AFP
Gewisse Lebensschutz-Webseiten könnten in Frankreich bald illegal sein: Das französische Parlament berät am Donnerstag über einen Gesetzesvorschlag der sozialistischen Regierung.

Radio Vatikan

Danach soll es strafbar werden, Frauen via Internet von einer Abtreibung abhalten zu wollen. Fürs nicht-digitale, wirkliche Leben gibt es diesen Straftatbestand der Behinderung von Abtreibungen schon seit den 1990er-Jahren, er zielte auf Demonstranten vor Kliniken oder Arztpraxen. Die Regierung will ihn nun aufs World Wide Web ausweiten.

Dagegen erhebt sich Protest aus der Bischofskonferenz: „Eine wichtige Stellungnahme, mit der die Linke sicher nicht gerechnet hat“, so die Tageszeitung „Le Monde“ am Mittwoch. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georges Pontier, hat direkt an Präsident Francois Hollande geschrieben. Den Erzbischof von Marseille, sonst ein milder Mann, ärgert der kulturkämpferische Gestus der Linken. „Das ist wirklich der erste Punkt: Diese Banalisierung der Abtreibung in unserer heutigen Kultur ist nicht akzeptabel, weil doch jeder sehen kann, dass Abtreibung nichts Banales ist und eine tiefe Wunde hinterläßt.“

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Papst nennt Abtreibung ‚grauenhaftes Verbrechen‘

Kirche raus aus der Gebärmutter
Kirche raus aus den Gebärmüttern
Franziskus: Abtreibung ist eine „sehr schwerwiegende Sünde“ – Wer zu Prostituierten geht unterstützt Menschenhandel

kath.net

Papst Franziskus hat Abtreibung als „grauenhaftes Verbrechen“ bezeichnet. Es sei zu einer „Gewohnheit“ geworden, „Babys vor ihrer Geburt zu entfernen“, sagte Franziskus in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des italienischen Senders TV 2000. Ungeborene Kinder würden abgetrieben, „weil es einfacher ist“. Das sei eine „sehr schwerwiegende Sünde“, so der Papst.

Franziskus erläuterte, er habe an das Thema Abtreibung beim Besuch einer Neugeborenen-Station denken müssen, als er eine Frau getroffen habe, die um ihr verlorenes Kind weinte. „Sie hatte drei Kinder bekommen und weinte um das eine, das sie verloren hatte. Sie konnte sich nicht mit den zweien, die überlebt hatten, trösten.“ Der Papst hatte die Station eines römischen Krankenhauses im Rahmen seiner „Freitage der Barmherzigkeit“ Mitte September unangekündigt aufgesucht.

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Christliche Klinik streicht Abtreibungen – Konzession entziehen!

In Schaumburg haben sie gewonnen: Abtreibungsgegner. Foto: Florian Schuh/DPA
In Schaumburg haben sie gewonnen: Abtreibungsgegner. Foto: Florian Schuh/DPA
Im Kreis Schaumburg können ungewollt schwanger gewordene Frauen nicht mehr abtreiben. Der Betreiber des Kreisklinikums lehnt das ab.
 

Von André Zuschlag | taz.de

Wenn kein medizinischer Notfall vorliegt, können Frauen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg bald nicht mehr abtreiben. Dort wird gerade ein Klinikum gebaut, das die bisherigen drei kleineren Krankenhäuser im Landkreis ersetzen soll. Betreiber des neuen Klinikums ist der Agaplesion-Konzern, der sich als gemeinnützige Aktiengesellschaft auf sein christliches Leitbild beruft und deshalb bei sozialer Indikation keine Abtreibungen durchführen will. In Einzelfällen erkennt die Klinik auch eine seelische Gefährdung als Grund an. Die übrigen Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind und deshalb abtreiben möchten, sollen sich jedoch ein anderes Krankenhaus suchen.

In zwei der drei Krankenhäuser in Schaumburg waren Abtreibungen bisher möglich, da der Landkreis der Betreiber war, beziehungsweise momentan noch ist. Im dritten Krankenhaus war dies nicht möglich, da es ebenfalls ein christliches Krankenhaus ist. Betreiber auch hier: der Agaplesion-Konzern. Zudem gibt es im Landkreis keine Arztpraxen, die eine ambulante Abtreibung anbieten. Den Bau des Klinikums, der im kommenden März abgeschlossen sein soll, hatte der Landkreis mit 95 Millionen Euro mitfinanziert.

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Rund 4.500 Abtreibungsgegner demonstrieren in Berlin

Bild: Twitter @AxelStein8
Bild: Twitter @AxelStein8
An der Gegenveranstaltungen nahmen insgesamt rund 1.500 Menschen teil. Sie warfen den Abtreibungsgegnern und „selbst ernannten Lebensschützern“ religiösen Fundamentalismus vor.

evangelisch.de

Rund 4.500 christliche Abtreibungsgegner und sogenannte Lebensschützer haben am Samstag in Berlin gegen Abtreibung, pränatale Diagnostik und Sterbehilfe demonstriert. Im Laufe des Demonstrationszuges habe die Teilnehmerzahlen zugenommen, erklärte ein Polizeisprecher auf epd-Anfrage. Unter dem Motto „Kein Kind ist unzumutbar“ forderten die Demonstranten ein bedingungsloses Lebensrecht. Der umstrittene Marsch wurde vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisiert. Vom Veranstalter waren zuvor rund 7.000 Teilnehmer erwartet worden.

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Abtreibungsgegner marschieren durch Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Am Sonnabend wurde viel demonstriert. Vor allem die sogenannten Lebensschützer, die gegen Abtreibung protestieren, polarisieren – sogar die Kirchen.

Von Sandra Dassler | DER TAGESSPIEGEL

Es ist der Sonnabend der Demonstrationen in Berlin und mancher Tourist findet sich nicht mehr zurecht. „Wofür demonstrieren diese Menschen?“, will ein junger Japaner vor dem Reichstag wissen. „Für das Leben“, antwortet ein kunterbunt gekleideter Mann. Es klingt zynisch.

„Schönen Gruß ins Mittelalter“

Der Japaner versteht gar nichts. „Die hinter der Polizeiabsperrung stehen, sind gegen Abtreibung“, erklärt der bunt Gekleidete. „Und die davor sind dafür?“, fragt der Japaner: „Zumindest sind wir alle hier dafür, dass Frauen selbst bestimmen können, ob sie ein Kind bekommen oder nicht“, sagt der Mann. Und ruft den Demonstranten hinter der Absperrung zu: „Schönen Gruß ins Mittelalter“. Eine junge Frau versteckt sich unter ihrem Regenschirm. „Mein Körper gehört nicht Deutschland“ steht darauf.

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Die Ewiggestrigen: Mit Papstgruß beim „Marsch für das Leben“

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Der Berliner katholische Erzbischof Heiner Koch wird am kommenden Samstag, den 17. September am neunten „Marsch für das Leben“ in Berlin teilnehmen. Auch Papst Franziskus werde Grüße übermitteln, teilte die Erzdiözese Berlin auf ihrer Facebookseite mit. Bei dem Marsch wollen die Teilnehmer für das Lebensrecht jedes Menschen und gegen Abtreibung und Sterbehilfe demonstrieren.
 

Radio Vatikan

Im vergangenen Jahr fand die Demonstration unter starkem Polizeischutz statt. Anlass war eine Gegendemonstration, zu der zuvor ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ aufgerufen hatte. Im Verlauf der Kundgebung war es zu tumultartigen Zwischenfällen durch Gegendemonstranten gekommen. Diese hatten den Marsch mit Geschrei, Trillerpfeifen und Sitzblockaden gestört. Auch in diesem Jahr sind wieder Gegendemonstrationen geplant.  

Machthungrige Föten, der «Dude» als Prophet und Sex mit der Hohepriesterin: Die 13 durchgeknalltesten Religionen

Der Mensch als Negativposten. Bild: Youtube
Das Internet ist voll von Listen mit bizarren Religionen. Auffällig ist, dass die etablierten Religionen darin meist nicht vorkommen. Dabei sind für nüchterne Agnostiker im Grunde alle Religionen bizarr.
 

Von Daniel Huber | watson.ch

Doch die etablierten Religionen haben den Vorteil, dass sie schon lange da sind. Und sie zählen ihre Gläubigen nach Millionen, wenn nicht Milliarden. Deshalb beschäftigen wir uns hier nicht mit ihnen, sondern mit ein paar eher jungen Religionen, denen man von weitem ansieht, dass sie gaga sind. Hier 13 Beispiele:

«Rette den Planet, bring dich um!»

Die 1992 von Chris Korda gegründete Church of Euthanasia ist nicht gerade das, was man einen menschenfreundlichen Verein nennen könnte. Die Religion, deren erklärtes Ziel die freiwillige Bevölkerungsabnahme zur «Wiederherstellung der Balance zwischen den Menschen und den anderen Spezies auf der Erde» ist, hat die in manchen fundamentalistisch-ökologischen Kreisen anzutreffende Menschenfeindlichkeit auf die Spitze getrieben. Wenn Menschen in grosser Zahl sterben, jubeln die Euthanasier. Die Anschläge vom 11. September 2001 feierte die «Church» mit einem Videoclip, in dem sie die Schreckensbilder mit Hardcore-Pornographie mixte.

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