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AfD-Politikerin von Storch: Weniger Staat heißt mehr Familie – Bullshistic

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Die EU-Abgeordnete Beatrix von Storch (AfD) bezieht im kath.net-Exklusivinterview Stellung zu aktuellen, teils hochumstrittenen Fragen unserer Gesellschaft.


Von Michael Hageböck|kath.net

Die EU-Abgeordnete Beatrix von Storch engagiert sich gegen Christenverfolgung, setzt sich für Familie und das Lebensrecht ein. Aber auch wirtschafts- und bildungspolitisch vertritt die Bürgerrechtlerin bemerkenswerte Standpunkte. Michael Hageböck interviewte die AfD-Politikerin exklusiv für kath.net.

kath.net: 2014 nahmen Sie am „Marsch für das Leben“ in Berlin teil. Haben Sie sich bereits davor für den Lebensschutz engagiert?

von Storch: Ich bin schon seit einigen Jahren bei dem Marsch für das Leben dabei und trete für den Lebensschutz ein. Als überzeugter Christ ist es mir ein Bedürfnis, mich gerade auch für die Schwächsten unserer Gesellschaft einzusetzen. Für diejenigen, die noch keine Stimme, aber genau so wie wir ein Recht auf Leben haben. 100.000 Abtreibungen im Jahr! Man könnte verrückt werden bei dem Gedanken, wie viele tolle, einzigartige Menschen nie das Licht der Welt erblicken durften.

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Zwingen Sie Ihre religiösen Ansichten nicht Ihren Kindern auf

dawkins

Letzte Woche wurde in der Islington Gazette berichtet, dass der lokale Regierungsrat des Londoner Stadtteil Islington Schweinefleisch-Produkte aus dem Essen der Grundschule verbannt hat.


Von Richard Dawkins|RDF

Das Gerücht eines völligen Verbots wurde seitdem bestritten, und die Wahrheit ist unklar. Es gäbe in der Tat ein gutes Argument für ein Verbot, aus humanitären Gründen. Es gibt nach wie vor überzeugende Beweise dafür, dass Schweine ein Level von Intelligenz und Bewusstsein haben, welches mit unseren geliebten Haustieren vergleichbar ist. Aber solche humanen Überlegungen wurden hier nicht aufgeführt. „Durch den Verzicht auf Schweinefleisch auf der Speisekarte in unseren Schulen können wir Kosten senken und Lebensmittelabfälle reduzieren, um das Budget für das Schulessen unter finanziell schwierigen Umständen maximal zu verwerten“, wurde Stadtrat Joe Caluori, exekutives Mitglied des Rates für Kinder und Familien, in der Gazette zitiert.

Der eigentliche Grund wurde von einem anderen Sprecher des Rates verdeutlicht, wie in der Gazette zitiert und in der The Independent, eine von Großbritanniens renommiertesten nationalen Zeitungen wiedergegeben wurde: „Kleine Kinder, einige nicht älter als vier Jahre alt, mit verschiedenen religiösen und ethnischen Hintergründen können nicht wissen, welche Lebensmittel Schweinefleisch enthalten oder nicht die Bedeutung erkennen, dies aufgrund ihrer Kultur oder ihres Glaubens zu meiden.“

Was auch immer wahr oder falsch an dem ursprünglichen Bericht über das Verbot ist, es steht etwas in diesem Zitat, was heraus sticht und einem ins Auge springt. „Ihr“ Glaube? Der „Glaube“ von vierjährigen Kindern? Kam es den Sprechern nicht in den Sinn, dass Kinder, die zu jung sind, die Bedeutung „ihres“ Glaubens zu erkennen, auch zu jung sein könnten um denselben Glauben ursprünglich zu besitzen? Wie kann der „Glaube“ für ein vierjährigen Kindes „wichtig“ sein, wenn es nicht einmal weiß, was sein Glaube ist?

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Bremen: Olaf Latzel, Abtreibungen und der Holocaust

Pastor Latzel fühlt sich missverstanden. Foto: dpa

Die Affäre um den strenggläubigen evangelischen Pastor Olaf Latzel, der in einer Predigt andere Glaubensrichtungen beschimpft hatte, weitet sich aus: Nach Darstellung von Eltern soll der Bremer bereits vor Jahren auf einem Kindergartenfest Abtreibung als Mord hingestellt haben.


Von Eckhard Stengel|Frankfurter Rundschau

Publik wurde der frühere Vorfall durch einen Leserbrief, den ein Vater jetzt in der Bremen-Ausgabe der „tageszeitung“ (taz) veröffentlichte. Auf Nachfrage der FR sagte der 49-jährige Physikprofessor, bei einem Kindergartenfest einer christlichen Elterninitiative habe Latzel über Abtreibung gesprochen, und zwar in dem Sinne, dass es sich dabei um Mord handele. Die rund 50 Kinder hätten diese Aussage nachsprechen sollen, damit auch ihre anwesenden Eltern es noch einmal aus ihrem Mund zu hören bekämen.

Die Mutter eines anderen Kindes bestätigte diesen Vorwurf weitgehend. Sie könne zwar nicht beschwören, dass Latzel das Wort „Mord“ verwendet habe, sagte die 47-jährige Beamtin aus der Bremer Senatsverwaltung zur FR – „aber etwas in der Art“. Mehrfach habe er die Kinder aufgefordert, dies wie eine Art Refrain zu wiederholen.

Der Pastor selbst sagte der FR, er habe vor den Eltern und Kindern davon gesprochen, „dass Abtreibung nicht in Ordnung ist“. Er lasse auch gerne Kinder etwas nachsprechen, aber er schließe aus, dass die Kleinen damals Aussagen zur Abtreibung wiederholen sollten.

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Bedford-Strohm: Trennung in “Evangelikale“ und “politische Christen” bringt nicht weiter

jesus

Die EKD kann vom Arbeitskreis Bekennender Christen (ABC) in Bayern lernen, wie man öffentlich mutig von Jesus Christus spricht. Das sagte der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm (München), am 7. Februar beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen dieses theologisch konservativen Zusammenschlusses in Nürnberg.


jesus.de

Wenn wir öffentlich reden, muss man merken, dass es kein gesellschaftlicher Kommentar ist, sondern dass eine geistliche Bedrängnis dahintersteht”, erklärte er: “Da können sie uns Beine machen.” Auf die Frage, was ihn am ABC störe, antwortete Bedford-Strohm, für ihn sei dann eine Grenze erreicht, wenn Christen anderen ihren Glauben absprächen: “Das nervt mich!” Er wünsche sich, dass das Schubladendenken innerhalb der evangelischen Kirche überwunden werde. Eine Trennung in “Evangelikale” und „Politische“ bringe nicht weiter. Ziel müsse vielmehr sein, dass sich alle Christen “demütig auf Christus ausrichten”.

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Beichte: Das ungeliebte Sakrament

geschlossener Beichtstuhl in der Mannheimer Jesuitenkirche. Bild: wikimedia.org/PD

Für Katholiken ist die Beichte eines der sieben Sakramente. Doch immer mehr Gläubige in Deutschland finden diese Praxis nicht mehr zeitgemäß. In Polen dagegen beichtet noch jeder Fünfte regelmäßig.


Von Marta Kupiec|Deutschlandradio Kultur

Vitus Seibel ist Jesuit. Zu Beginn seiner priesterlichen Laufbahn verbrachte er zwei Stunden täglich im Beichtstuhl der St. Michael-Kirche in München. Heute findet die Beichte einmal die Woche statt, Beichtstühle werden in manchen Kirchen als Abstellkammer zweckentfremdet, die Zahl der Beichtwilligen sinkt – sagt der 70-Jährige.

“Das hängt sicherlich mit der allgemeinen Säkularisierung zusammen und damit, dass ein Sünden-Bewusstsein sich geändert hat und vieles nicht mehr als Sünde angesehen wird, oder dass es viele Möglichkeiten der Sündenvergebung gibt, indem ich etwas bereue in der Heiligen Messe. Aber der allgemeine Trend ist: es geht ganz gut auch ohne die Beichte.”

Und damit meint der Jesuit in erster Linie das allgemeine Schuldbekenntnis zu Beginn der Messliturgie – für viele ein angst- und scheufreier Ersatz für das persönliche Gespräch mit einem Priester, der stellvertretend für Gott die Sünden vergeben kann. Der Berliner Franziskaner, Clemens Wagner, sieht noch eine weitere Tendenz.

“Ich erlebe, dass mir viele sagen: ‘Das mache ich mit meinem Gott aus.’ Ich antworte dann immer: ‘Wenn Ihnen Gott antwortet, dann haben Sie Glück, weil er mir so bis jetzt so noch nicht geantwortet, wie wenn ich im Beichtgespräch bin.'”

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Glasgower Abtreibungskonflikt: Katholische Hebammen unterlagen

justiz_gross

Nach Auffassung des Obersten Gerichts können moralische oder religiöse Einwände nur gegen die direkte Mitwirkung an einer Abtreibung geltend gemacht werden.


kathweb

Zwei katholische Hebammen sind in einem Streit um das Verweigerungsrecht bei Abtreibungen vor dem Obersten Gerichtshof in London gescheitert. Die beiden Frauen hatten darauf bestanden, Arbeitskolleginnen nicht einmal indirekt bei Schwangerschaftsabbrüchen zu unterstützen. Nach dem Urteil des Obersten Gerichts ist dies jedoch nicht durch das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen gedeckt, wie der Sender BBC am Mittwoch meldete.

Nach einhelliger Auffassung der fünf Richter können demnach moralische oder religiöse Einwände nur gegen die direkte Mitwirkung an einer Abtreibung geltend gemacht werden. Das Verweigerungsrecht lasse sich nicht auf Verwaltungs- oder Aufsichtsfunktionen oder andere Dienstleistungen wie Catering oder Reinigung ausdehnen.

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Gericht in Israel: Eltern hätten behindertes Kind abtreiben sollen

justiz_grossKrankenkasse will nicht für die Pflege aufkommen

kath.net

In Israel hat sich ein Ehepaar gegen eine Abtreibung entschieden und muss nun alle Aufwendungen für die Pflege des gelähmten Kind aus eigener Tasche bezahlen. Das berichten israelische Medien. Danach hat der Hohe Gerichtshof am 5. November in Jerusalem entschieden, dass das Ehepaar der Empfehlung eines Arztes zur Abtreibung hätte folgen müssen. Er hatte bei einer Vorsorgeuntersuchung eine Behinderung festgestellt. Das Ehepaar hatte zusätzlich einen inzwischen verstorbenen Rabbiner um Rat gebeten. Er lehnte eine Abtreibung ab.

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USA: Wahlsieg der Dummheit

Bild. pro Medienmagazin

Bei den Kongresswahlen in den USA haben die Republikaner die Mehrheit im Senat erobert. Viele Kandiaten, die Abtreibung ablehnen und für christliche Überzeugungen warben, konnten Mehrheiten für sich gewinnen. Die jüngste von ihnen ist eine 18-jährige Studentin.

pro Medienmagazin

Die demokratische Politikerin Wendy Davis wurde 2013 weltberühmt: In bunten Turnschuhen hielt sie im Senat von Texas eine elfstündige Rede, um gegen die Einschränkung des Abtreibungsrechts zu protestieren. Am Dienstag wollte sie sich zur Gouverneurin von Texas wählen lassen, scheiterte aber an ihrem republikanischen Konkurrenten Greg Abbott. Der Katholik lehnt Abtreibung auch im Falle von Inzest oder Vergewaltigung ab.

In Kansas konnte sich der ebenfalls katholische Gouverneur Sam Brownback (Republikaner) im Amt halten, obwohl er unter Kollegen der eigenen Partei wegen radikaler Steuersenkungen umstritten ist. Brownback ist erklärter Gegner von Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe. Im Nahostkonflikt positionierte sich Brownback als Unterstützer Israels, der eine Ein-Staaten-Lösung vorsieht, in der die Palästinenser nach Jordanien umsiedeln sollen.

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Das Leben ist der Güter höchstes nicht

John Wayne, The Shootist, 1976

John Wayne, The Shootist, 1976

Eine zornige Untersuchung: Was wirklich hinter dem Widerstand gegen die Sterbehilfe steckt. Haltet euch aus unserem Leben heraus, ihr Lebensschützer!

Von Wolfgang BroscheThe European

Der kühne Freitod von Udo Reiter erinnerte mich in seiner lakonischen Konsequenz an einen berühmten Film, den Schwanengesang eines Stars und eines Genres.

Don Siegels „The Shootist“ ist sicher nicht der größte aller Western, aber der erschütterndste. John Wayne, die reaktionäre, raue und zärtliche alte Kanaille, trat mit diesem Film von der Leinwand ab. Er hätte es besser nicht tun können als in der Rolle eines alten Gunman, der seit Wochen von Unterleibsschmerzen geplagt wird. Der Arzt, den er aufsucht, kann ihm nur hilflos die Diagnose Krebs mitteilen und drückt ihm dann ein Fläschchen Laudanum in die Hand. „Hätte ich“, raunt der Arzt, „Ihren Mut, dann wüsste ich, was ich täte, um den mörderischen Schmerzen und dem Verrecken zu entgehen!“

Schnell spricht sich herum, dass der einst gefürchtete Shootist ein todkranker Mann ist. Die Geier warten schon: jüngere Gunmen versammeln sich in der Stadt und warten auf ihre Chance. Wayne schaut sich ein paar Tage in der herbstlichen Stadt um, macht eine letzte Bekanntschaft mit einer stolzen und klugen Witwe, hilft ihr, ihren Sohn wie ein Vater auf den richtigen Lebensweg zu bringen, trinkt die letzten Schlucke Laudanum, die schließlich nicht mehr helfen und bestellt die lauernden Aasgeier in den Saloon.

Es sei sein Geburtstag, sagt er dem Barkeeper, der ihm den letzten Whisky einschenkt, den wolle er feiern. Und er feiert ihn auf seine Art, erledigt die schießwütigen Rotzlöffel, die seine Nachfolge antreten wollen, nebenbei noch ein paar tolldreiste Gangster und wird selbst tödlich getroffen. Noch einmal hat er als Towntamer die Stadt gerettet und ist dabei auf seine Weise gegangen. Das war sein Tod, der Tod als Gunman, der seine Zeit gehabt hat!

John Wayne selbst hatte nicht das Glück, so zu sterben wie in diesem Film. Einmal schon, in den 60ern, hatte er den Krebs besiegt. Ein Jahr nach „The Shootist“ kam er zurück, der Krebs. Man behandelte den Duke zu Tode, schnitt hier und da was weg und der große starke Mann verreckte zwischen Amputationen und Morphium. „Feo, fuerte y formal“ steht auf Waynes Grabstein – er war stolz, er war stark, er hatte Würde … bei all dem Reaktionären, das seine Filme auch hatten, immer ging es in ihnen um die Würde des Individuums. Darum sei ihm dieses Epitaph gegönnt.

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Von wegen Humanismus

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

In Alexander Görlachs Text zur Abtreibung ist viel von Menschlichkeit die Rede. Warum klingt dieser dann so kalt und unempathisch?

Von Julia KorbikThe European

Alexander Görlach ist gegen Abtreibung und sieht die humanistische Gesellschaft in Gefahr, weil ungeborenes Leben als untergeordnet betrachtet wird: „Keine Gemeinschaft wird sich darüber definieren können, wie sie am besten die Geburt des Nachwuchses verhindert.“

Aus Görlachs Text spricht eine gewisse Hilflosigkeit angesichts der Tatsache, dass Frauen schwanger werden und darauf basierend Entscheidungen treffen können, für die sie den an der Zeugung beteiligten Mann nicht um Rat bzw. Erlaubnis fragen müssen. Görlach findet es nicht richtig, dass Frauen über das ungeborene „Leben“ (wenn man es so nennen will) in ihrem Bauch entscheiden dürfen: „Wir befinden uns in einem erbärmlichen Abwärtsstrudel, in dem Menschen sich selbst und mit sich alle anderen als Ware betrachten, mit der man, von Fall zu Fall, nach Belieben verfahren kann.“

Um es ganz klar zu sagen: Wenn eine Frau abtreibt, tut sie das in den meisten Fällen, weil sie gute Gründe hat – und nicht mal eben so, zumal es sich um einen medizinischen Eingriff handelt. In Deutschland sinkt die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche seit 2004 kontinuierlich. 2013 waren es mit 102.800 Abtreibungen 3,8 Prozent weniger als 2012.

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Atheisten rüsten zum Suizid

Gibt es ein Recht auf einen pünktlichen Tod? Bild: Cicero/picture alliance

Ein Lobbybündnis wirbt für die Sterbehilfe. Es sind die gleichen, die früher für die Abtreibung mobil machten: Atheisten. Daran wird deutlich, dass es beim begleiteten Suizid weniger um den Tod als um die Gottesfrage geht.

Von Alexander KisslerCicero

Der brachiale Selbstmord des Udo Reiter war der Auftakt zu einem heißen Herbst des Sterbens. Genauer: der Sterbehilfe, denn um diese wird im November der Deutsche Bundestag ringen. Soll wie bisher alle „Suizidbeihilfe“ straffrei bleiben? Generell oder nur dann, wenn Ärzte sich ihrer ausnahmsweise annehmen? Mit welchen Regularien müssen „Sterbehilfe-Vereine“ rechnen, mit Verbot oder Minderem? Ohne Fraktionszwang wollen die Volksvertreter in diesen schwierigen Fragen ihrem Gewissen folgen.

Seit Anfang dieser Woche machen die Befürworter passiver und indirekter Sterbehilfe mobil. Das „Recht der Ärzte, (…) Suizidwilligen zu helfen,“ stehe unter dem Schutz der Verfassung und dürfe nicht eingeschränkt werden. Auf Bussen und an Bahnstationen wirbt ein „Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende“ für die Losung „Mein Ende gehört mir“ – ein Slogan, so direkt wie einst das Motto der Abtreibungsverbotsgegner.

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Die Mär von der christlichen Ehe

Bild: Erzbistum Köln

Zu einem Plädoyer für die Zulassung zivilrechtlich Wiederverheirateter zur Eucharistie.

Von Martin Grichtingkath.net

Die nahende Bischofssynode 2014 und 2015 über “Die pastoralen Herausforderungen im Hinblick auf die Familie im Kontext der Evangelisierung” hat erwartungsgemäß zu einer Fülle von Publikationen geführt. In der Reihe “Quaestiones disputatae” (Nr. 264) geben Markus Graulich und Martin Seidnader in diesem Kontext einen Sammelband heraus, der dem “kirchlichen Handeln angesichts von Scheidung und Wiederheirat” gewidmet ist, wie es im Untertitel heißt. Der Titel des Werkes “Zwischen Jesu Wort und Norm” lässt erahnen, dass ein Zwiespalt zwischen Jesu Willen und dem kirchlichen Lehramt postuliert wird, der nach einer “neuen” Lösung ruft. Zumindest diese Erwartung wird bei der Lektüre des Werkes nicht enttäuscht, das philosophische, systematisch-theologische, kanonistische, exegetische und pastoraltheologische Beiträge versammelt.

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Teures ZDF, das ziemt sich nicht! Jesus beleidigt

Screengrab youtube

Screengrab youtube

Die Satire-Sendung „heute-show“ zog Christen beim „Marsch für das Leben“ durch den Kakao. Kein Ruhmesblatt für einen gebührenfinanzierten Sender, meint idea-Redaktionsleiter Wolfgang Polzer.

kath.net

Satire darf alles, sagt man. Mag sein, aber es ziemt sich nicht alles. Für einen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ziemt es sich jedenfalls nicht, Bürger, die für die Schwächsten auf die Straße gehen, durch den Kakao zu ziehen. So geschehen in der „heute-show“ des ZDF (26. September, 22.30 Uhr), die die 5.000 Teilnehmer des „Marsches für das Leben“ der Lächerlichkeit preisgab. Schließlich demonstrierten dort 5.000 Gebührenzahler für jene Mitmenschen, die sich selbst nicht gegen die Bedrohung ihres Lebens wehren können: die von Abtreibung bedrohten ungeborenen Kinder und die Senioren, denen die Sterbehilfe winkt. Noch dazu mussten sich die Christen, die sich für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie engagieren, in ihrem Glauben provozieren lassen, während die linksgerichteten und teilweise gewaltbereiten Störer des Marsches ungeschoren davon kamen.

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„Gott macht Müll“—Altmänner-Riege will Gebärmütter kontrollieren

In den Redebeiträgen betonten die Redner, dass jeder Mensch “Gottes erste Wahl” ist Foto: Friederike Lübke

Etwa 5.000 Menschen haben bei dem „Marsch für das Leben“ in Berlin gegen Abtreibung und Euthanasie demonstriert. Gegendemonstranten störten die Veranstaltung mit Lärm und Sprechchören gegen den christlichen Glauben.

pro Medienmagazin

Grün ist die Farbe des Morgens. Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin haben sich mehrere hundert Teilnehmer für den „Marsch für das Leben“ versammelt. Jugendliche, Familien mit kleinen Kindern, Geistliche und Menschen mit Behinderungen halten grüne Luftballons und grüne Plakate in die Luft, auf denen Sprüchen stehen wie „Inklusion statt Selektion“ oder „Abtreibung ist Unrecht“. Der Regen hat gerade erst nachgelassen, die Luft ist schwül. Neben der Bühne warten Polizisten.

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Dröger Rückzug

Distanziert sich vom „Marsch des Lebens“: Der Berliner Bischof Markus Dröge Foto: Andreas Schoelzel

Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge hat seine Unterstützung für den „Marsch des Lebens“ zurückgezogen. Damit folgt er der Bitte seiner Kirchenleitung, die eine „inhaltliche Differenz“ zum Veranstalter sieht.

pro Medienmagazin

Mit dem „Marsch des Lebens“ protestieren die Teilnehmer gegen Abtreibung und Sterbehilfe. Zu der Demonstration am Samstag in Berlin hat der Bundesverband Lebensrecht eingeladen. Kirchenvertreter, darunter Papst Franziskus, und Politiker wie der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder unterstützen die Veranstaltung, die um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt beginnt.

Auch Dröge hatte sich im vergangenen Jahr noch beteiligt.

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Der sächsische Biblebelt und die AfD

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Die Wahlen in Sachsen stehen vor der Tür und die Frage lautet nicht, ob die CDU regiert, sondern, wie sie es dabei mit der AfD hält. Denn diese könnte der sächsischen Union eine sichere Wähler_innenbasis entreißen.

Von Göttinger Demokratie-ForschungCicero

Die Beschlusslage scheint eindeutig. Nach der Europawahl ließ Angela Merkel die Union in einer Selbstverpflichtung erklären, man werde nicht mit der AfD koalieren, auch nicht in irgendeiner Art und Weise kooperieren. Für die kommenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gilt indes schon wieder die Sprachregelung, dass jeder Landesverband selbst entscheiden möge, mit wem er sondiere, mit wem er Koalitionsgespräche führe und letztlich auch, mit wem er ein Regierungsbündnis für die kommenden Jahre eingehe.

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Religiotie: ‚Geschmacklos und pervers’ – scharfe Kritik an Richard Dawkins

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat die Abtreibung von Kindern mit Down Syndrom als ‚moralische Pflicht’ bezeichnet. Behindertenverbände und Lebensschützer lassen kein gutes Haar an dieser Aussage – Mit der Stellungnahme von 1000plus

kath.net

Vertreter von Behindertenverbänden und Lebensschützer haben Richard Dawkins scharf kritisiert. Der britische Evolutionsbiologe hatte behauptet, Eltern hätten die moralische Verantwortung, Babys mit Down-Syndrom abtreiben zu lassen.

Das wichtigste Ziel sei es, „Leiden zu vermeiden, wo immer es möglich ist“, ließ Dawkins über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ verlauten. Eltern, deren ungeborene Kinder mit Down-Syndrom diagnostiziert würden, sollten diese daher abtreiben lassen. Eine andere Entscheidung sei, schrieb Dawkins wörtlich, „unmoralisch“.

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Dodo Laun: Sexua-Therapeut honoris causa—”ungewollt schwanger”

weihbischof-andreas-launDieser Begriff ist nicht ganz so unschuldig, wie er zunächst klingt. Denn das bereits existierende Kind wird sprachlich ausgeblendet.

Von Andreas Launkath.net

Ungewollt schwanger, eigentlich gut zu verstehen, man weiß, was gemeint ist. Und doch, der Begriff ist nicht ganz so unschuldig wie er klingt. Wenn sich jemand beim Skifahren den Fuß bricht, sagt kein Mensch, der Verunglückte habe sich „ungewollt den Fuß gebrochen“. Warum sagt man das nicht? Weil klar ist, dass kein Mensch skifährt, um sich den Fuß zu brechen. Beim sexuellen Verkehr ist es anders: Verheiratete Frauen und Männer verkehren sexuell nicht in jedem Fall, aber oft auch, um schwanger zu werden.

Dann wäre es ohnehin besser von „guter Hoffnung“ oder, wunderbar altmodisch, „sie ist gesegneten Leibes“ zu sprechen. So ist Schwangerschaft oft Freude, herrliche Überraschung oder vielleicht ungewollt, aber wenn sie eintritt, ist sie doch Freude, weil mit ihr ein Kind ins Dasein getreten ist. In anderen Fällen ungelegen oder sogar wirklich ein Unglück. Wie ein gebrochener Fuß? Vielleicht auch ein wenig, aber das zu denken oder gar auszusprechen schämen sich mindestens die meisten Eltern: „Unser Kind ein Unglück? Nein, eigentlich nicht, eine Freude, obwohl damals…“

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Das seltsame Schweigen eines redseligen Papstes

Verehrungswürdige Puppe.

Verehrungswürdige Puppe.

Weder ein Wort für die von Islamisten entführten nigerianischen Schülerinnen noch ein Wort für die in Pakistan wegen angeblicher Beleidigung des Islams zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi. Dazu die verweigerten Audienzen für den bis vor kurzem amtierenden Präsident der Vatikanbank IOR Ernst von Freyberg und den ehemaligen Präsidenten der Vatikanbank IOR Gotti-Tedeschi, der verjagt worden war, weil er aufräumen wollte. Mit diesen Worten leitet der bekannte Vatikanist Sandro Magister einen Artikel zum „Schweigen“ von Papst Franziskus ein.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Zu nennen wäre auch der Mini-Empfang für Ludovine de la Rochère, der Vorsitzenden der französischen Bürgerrechtsbewegung Manif pour tous am vergangenen 12. Juni, die im Kampf gegen die sozialistische Gesellschaftspolitik zu den nicht verhandelbaren Werten Millionen Franzosen auf die Straße brachte und Anstoß zu ähnlichen Organisationen und Bewegungen in anderen Ländern war. Ludovine de la Rochère durfte an einer morgendlichen Heiligen Messe des Papstes in Santa Marta teilnehmen und im Anschluß daran, neben anderen Anwesenden, fünf Minuten mit dem Papst sprechen.

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Polen: Abtreibung verweigert – Krankenhauschef entlassen

kirche_polenWeil er einer Frau aus religiösen Gründen die Abtreibung ihres schwer behinderten Fötus verweigerte, ist der Chef eines öffentlichen Krankenhauses in Polen entlassen worden.

hna.de

“Ein Arzt kann eine Abtreibung aus Gewissensgründen ablehnen, ein öffentliches Krankenhaus kann dies aber nicht tun”, sagte ein Sprecher der Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz Waltz am Donnerstag. Die Kündigung sei aber noch nicht wirksam, da sich der Professor noch im Urlaub befinde.

Die Frau war schließlich an eine andere Klinik überwiesen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie die 24-Wochenfrist für einen legalen Schwangerschaftsabbruch aber bereits um fünf Tage überschritten.

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