Erklärung der katholischen und evangelischen Kirche zur Entscheidung im Deutschen Bundestag

DerverzweifelteJesus„Eine Entscheidung für das Leben und für ein Sterben in Würde“

EKD

Anlässlich der heutigen Abstimmung im Deutschen Bundestag, der sich mehrheitlich für ein Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zur Selbsttötung ausgesprochen hat, erklären der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Irmgard Schwaetzer:
„Mit der heutigen Entscheidung für ein Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zur Selbsttötung haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ein starkes Zeichen für den Lebensschutz und damit für die Zukunft unserer Gesellschaft und ihren Zusammenhalt gesetzt: Das ist eine Entscheidung für das Leben und für ein Sterben in Würde. Das neue Gesetz schützt schwerkranke und ältere Menschen vor einem zunehmenden sozialen Druck, vorzeitig aus dem Leben zu scheiden. Auch Ärzte und Pflegekräfte werden vor der Erwartungshaltung geschützt, im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung Suizidassistenz zu leisten.

Das von Michael Brand, Kerstin Griese und vielen weiteren Abgeordneten aus allen Fraktionen eingebrachte Gesetz begegnet diesen Gefahren wirksam und mit großer Sorgfalt. Es setzt klare rechtliche Rahmenbedingungen, achtet das persönliche Arzt-Patient-Verhältnis und stärkt die Selbstbestimmung der durch Krankheit geschwächten Menschen, indem diesen Menschen die solidarische Zuwendung bis zum letzten Atemzug garantiert wird. Wo das durch geschäftsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung sabotiert wird, ist auch die Anwendung des Strafrechts in engen Grenzen notwendig.

Wir danken allen, die in Politik, Zivilgesellschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften an dieser für unser Land guten Entscheidung mitgewirkt haben. Die Ernsthaftigkeit der geführten Debatte verdient großen Respekt.

Wir sind dankbar, dass gestern das Gesetz zur verbesserten Versorgung mit Hospizen und Palliativmedizin beschlossen worden ist. Dass es hier endlich deutliche Verbesserungen gibt, ist nicht zuletzt auch eine Frucht der Debatte um den assistierten Suizid.

Unsere gemeinsame Aufgabe wird es nun sein, sorgend an der Seite der schwerstkranken und sterbenden Menschen zu sein und den gestern beschlossenen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung entschieden mit Leben zu füllen.“

Hannover/Bremen, 6. November 2015

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt

Konvertierte Ex-Muslime kritisieren evangelische Mitwirkung in einem Islamzentrum

Dass der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Münchner Islamzentrum mitwirkt, kritisieren ehemalige Muslimen scharf.

idea.de

„Stellvertretend für alle Konvertiten sage ich, dass ein derartiges Anbiedern der Glaubwürdigkeit des Evangeliums schadet und für uns ein Schlag ins Gesicht ist“, erklärte der heutige christliche Missionar Nassim Ben Iman auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er sei „über das Verhalten des Landesbischofs sehr verwundert, enttäuscht und entsetzt“. Bedford-Strohm arbeite mit Vertretern einer Religion zusammen, die die Todesstrafe für den Abfall vom Islam vorsehe. Auch er selbst habe wiederholt Morddrohungen erhalten, berichtet Ben Iman, der seinen wirklichen Namen aus Sicherheitsgründen nicht preisgibt. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, für die das Islamzentrum in seinen Veröffentlichungen werbe, seien in Wirklichkeit mit dem Islam unvereinbar. Muslime dürften aber das „Taqiya“-Prinzip anwenden. Es erlaube ihnen, ihre Absichten zu verschleiern, wenn sie dadurch die Ausbreitung des Islams fördern könnten.

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Zentralkomitee der Katholiken fordert mehr Freiräume in der Kirche

zdk Familie, Partnerschaft, Homosexuelle – das sind heiße Eisen in der Kirche. Viele Gläubige wünschen sich eine Abkehr der Bischöfe von starren Moralvorgaben. Der Dachverband der 24 Millionen Katholiken in Deutschland hat den Glauben an Reformen noch nicht verloren.

Lausitzer Rundschau

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) erwartet von der Bischofssynode in Rom eine grundlegende Öffnung der Kirche für mehr regionale Spielräume. «Ich hoffe sehr, dass es über die Themen hinaus, die unmittelbarerer Gegenstand der Synode sind, eine Entwicklung gibt zu mehr pastoralen Freiräumen», sagte der scheidende Präsident des Dachverbands katholischer Laien, Alois Glück in München. Die Situation in Deutschland erfordere zum Teil andere Antworten als in anderen Weltregionen.

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Kirchen weiten Hilfe für Flüchtlinge aus

Matratzen für junge Asylbewerber liegen in der Pfarrei St. Otto in Cadolzburg (Bayern). /Illustration Foto: Daniel Karmann
Die Kirchen in Deutschland haben ihre Hilfe für Flüchtlinge deutlich ausgebaut. Viele katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen haben – zum Teil millionenschwere – Sonderetats für die Betreuung der Asylsuchenden eingerichtet.

shz.de

Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Hunderte Unterkünfte wurden zusätzlich bereitgestellt, etwa in Pfarrhäusern, Klöstern, Priesterseminaren, Kinder- und Jugendheimen. Allein in und um Köln sind mehr als 130 Immobilien der katholischen Kirche von Asylbewerbern bewohnt. Der evangelische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, stellt einen Teil seiner Dienstwohnung für Flüchtlinge zur Verfügung.

Zehntausende Ehrenamtliche in den Gemeinden kümmern sich um die Neuankömmlinge. Die Palette der Angebote ist groß: Deutschkurse, Begegnungs-Cafés, gemeinsames Kochen, Musikprojekte, Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung, psychologische Hilfen, Geld für den Besuch einer Fahrschule, Einführungen ins Fahren mit Bus und Bahn. Ehrenamtliche begleiten die Flüchtlinge bei Behördengängen, zum Arzt, in Schützenvereine und Chöre. Einige Bistümer wie Paderborn übernehmen Kosten für Rechtsanwälte und Dolmetscher. Andere wie Magdeburg beteiligen sich an Flugkosten für das Zusammenführen von Familien. Auch die Ehrenamtlichen selbst erhalten Schulungsangebote.

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Evangelikale gegen christliche „Islamversteher“

Heinrich Bedford-Strohm, bayerischer Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). – Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Wer sich Muslimen anbiedere, verrate den eigenen Glauben, sagen deutsche Evangelikale. Sie kritisieren das Engagement führender Vertreter der evangelischen Kirche für deren Kooperation mit Muslimen in München.


Von Claudia Keller|DER TAGESSPIEGEL

Wer als Christ mit Muslimen kooperieren will, muss mittlerweile mit einem Shitstorm aus der eigenen Kirche rechnen. Diese Erfahrung macht gerade Heinrich Bedford-Strohm, der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Bedford-Strohm hat sich bereit erklärt, im Kuratorium des geplanten „Münchner Forums für Islam“ (MFI) mitzuwirken, und wird dafür von evangelikalen Christen aus ganz Deutschland heftig kritisiert und diffamiert. Ranghohe evangelikale Geistliche weisen auf die „Unvereinbarkeit von Islam und Christentum“ hin und werfen Bedford-Strohm vor, sich den Muslimen „anzubiedern“ und den eigenen Glauben zu verraten.

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Mitwirkung in Islamzentrum: Evangelikale Kritik am EKD-Ratsvorsitzenden

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm will im Kuratorium eines Islamzentrums mitwirken. Foto: ELKB/MCK
Evangelikale in ganz Deutschland haben mit Entsetzen, Unverständnis und bitterer Ironie auf die Zusage des EKD-Ratsvorsitzenden und bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm (München) reagiert, im Kuratorium des Münchner Islamzentrums mitzuwirken.


idea.de

Die Einrichtung soll „Muslimen bei der Ausübung ihrer Religion behilflich sein, ihr Glaubensbewusstsein und ihre Bereitschaft zum Dienst am Mitmenschen vertiefen, aber auch zum besseren Verständnis des Islam und der Muslime beitragen“, heißt es in der Selbstdarstellung. Grundlage des Zentrums sei das islamische Glaubenszeugnis „Kein Gott außer Allah und Muhammad ist Allahs Gesandte“. Für die römisch-katholische Kirche sitzt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (Traunwalchen/Oberbayern), im Kuratorium. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erklärten Bedford-Strohm und Glück, dass sie jene Kräfte im Islam stärken wollen, die die Werte des Grundgesetzes bejahen, und mit ihnen gemeinsam Wege in die Zukunft bauen. Der Initiator des Islamzentrums, Imam Benjamin Idriz (Penzberg/Oberbayern), habe mit vielen Beispielen bewiesen, dass er sich gegen einen radikalen Islam stelle. „Mit diesen Muslimen können wir gemeinsam eine friedliche Zukunft gestalten“, so die Kirchenvertreter. Zugleich betonen sie, als Christen keine Werbung für den Islam zu machen.

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„Homo-Ehe“: Evangelischer Ratsvorsitzender für Gleichstellung

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, spricht sich für eine Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe aus. „Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch kein bisschen geschmälert“, sagte er dem „Spiegel“ (Samstag).


kathweb

Neben Bedford-Strohm sprachen sich weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft für eine Gleichstellung aus. Dazu gehören die Moderatoren Frank Plasberg, Anne Will und Maybrit Illner, Künstler wie der Regisseur Tom Tykwer und der Schauspieler Charlie Hübner. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) kritisierte eine Blockadehaltung des Koalitionspartners: „Die Union stellt gerade fest, dass die Menschen in Deutschland längst weiter sind als ihre eigene Beschlusslage.“

Vertreter der katholischen Kirche hatten sich zuvor gegen eine Gleichstellung ausgesprochen, so der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, und der Theologe Eberhard Schockenhoff.

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Bischofssynode-Fragebogen: Tiefe Kluft zwischen Kirche und Gläubigen?

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Wächst „Reformdruck auf Bischöfe“? – „Es gibt keinen vom katholischen Lehramt autonomen ‚Glaubenssinn der Gläubigen‘. Hinzu kommt, dass sich eine kleine Schar von Katholiken selbst zu ‚den Gläubigen‘ hochstilisiert.


Von Hubert Gindert|kath.net

„Tiefe Kluft zwischen Kirche und Gläubigen“, so lautet der Titel eines Presseberichtes (Augsburger Allgemeine Zeitung, AZ, 21.04.15), in dem die zweite „Familienumfrage“ des Vatikans vor der Synode der Bischöfe im Oktober 2015 in Rom kommentiert wurde. Der Untertitel dieses Pressebeitrages hieß: „Reformdruck auf Bischöfe wächst“.

Der „Fragenkatalog“ wurde auf den Internetseiten (der) Deutschen Bischofskonferenz und der Diözesen veröffentlicht, um den Gläubigen und den Gemeinden die Möglichkeit zu geben, sich gegenüber ihrem Bistum zu äußern. Aus der Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz, 20.4.2015): Auch das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK), die Deutsche Ordensoberenkonferenz (DOK) und der Katholisch-Theologische Fakultätentag wurden um Stellungnahme gebeten. Wie schon im vergangenen Jahr hat die Befragung bei den Gläubigen ein sehr positives Echo gefunden. Allerdings wurde von vielen beklagt, dass die Fragen oft in einer schwer verständlichen Fachsprache formuliert werden und der Katalog mit 46 Fragen sehr umfangreich war… Die Rückmeldungen zeigen, dass das Leitbild von Ehe und Familie weiterhin breite Zustimmung unter den Gläubigen findet. Allerdings erwarten die meisten ein größeres Verständnis der kirchlich Verantwortlichen für Lebensformen, die diesem Leitbild nicht vollkommen entsprechen. So wurden die meisten Kommentare zu den Fragen gegeben, die den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen mit Paaren, die in einer nur zivilen Ehe oder ohne Trauschein zusammenleben, und mit homosexuellen Lebensgemeinschaften betreffen. Hier erwartet ein Großteil der Gläubigen eine Weiterentwicklung der kirchlichen Lehre und eine größere Offenheit gegenüber der heutigen Lebenswirklichkeit“.

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Deutschland: Katholikenkomitee zufrieden mit Dialogprozess

zdk

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat den 2011 begonnenen Dialogprozess zwischen katholischen Laien und Bischöfen in Deutschland gelobt. Über Reformen in der Kirche werde nun offen und kontrovers diskutiert, ohne dass es zu persönlichen Spannungen komme, sagte Glück am Samstag im Gespräch mit „Radio Vatikan“: „Vor vier Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.“ Glück hält sich derzeit zu Informations- und Konsultationsgesprächen mit vatikanischen Behörden in Rom auf.


kathweb

Deutlich vorangekommen sei die Debatte beim Thema Frauen in der Kirche. Sie hätten inzwischen einen neuen Stellenwert gewonnen: „Es kommen immer mehr Frauen in die Diözesanleitung, in wichtige Aufgaben“, so Glück. Insgesamt gibt es nach seinen Worten in vielen Diözesen eine neue Offenheit zwischen Laien und Amtskirche.

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„Im Namen Gottes darf nicht getötet werden“ – religiotische Träumerein

„Wer einen Menschen tötet, tötet die Menschlichkeit“ / Bild: (c) REUTERS (STRINGER/MEXICO)
Vertreter des Christen- und Judentums sowie des Islam haben in Deutschland ein gemeinsames Manifest gegen Gewalt veröffentlicht.


Die Presse.com

In einem gemeinsamen Manifest haben Vertreter der drei großen Religionen Deutschlands den Anschlag von Paris verurteilt und vor Racheakten gewarnt. „Im Namen Gottes darf nicht getötet werden“, schrieben ranghohe Vertreter von Katholiken, Evangelischer Kirche sowie Juden und Muslimen in ihrer Erklärung in der „Bild“-Zeitung. „Bibel, Tora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses.“

Unterzeichner sind Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken, der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber, Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Münchens und Oberbayerns Charlotte Knobloch und der frühere Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer.

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ZdK-Präsident Glück: Glaube kann nicht länger Gehorsamsglaube sein

jesus_schaukelDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat keine Angst vor einem Umbruch in der katholischen Kirche.

evangelisch.de

„Immer schon hat die Kirche Veränderungen erlebt, auch solche, die sie kräftig durchgerüttelt haben“, sagte Glück am Donnerstagabend in Köln. Für den ZdK-Präsidenten steht fest, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche und dessen Aufarbeitung zu einer größeren Offenheit in der katholischen Kirche beigetragen hat.

„Für die Kirche ist Glaubwürdigkeit unerlässlich, um dem Wort Gottes Gehör zu verschaffen“, sagte Glück vor rund 120 Zuhörern. Das heißt seiner Ansicht nach auch, dass der Glaube „nicht mehr länger Gehorsamsglaube“ sein könne. Glaube müsse sich entwickeln aus Erfahrung zu einem Verantwortungsglauben, sagte Glück in seinem Vortrag zum Thema „Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?“

ZdK: Deutschland befindet sich zunehmend in einer „Schicksalsgemeinschaft“

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, hat Bundespräsident Joachim Gauck in der Debatte um mehr deutsches Engagement in internationalen Konflikten verteidigt.

evangelisch.de

„Ich halte es für absolut richtig und wichtig, dass der Bundespräsident darauf hinweist, dass wir international mehr Verantwortung übernehmen müssen“, sagte Glück dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montagsausgabe).

Deutschland befinde sich weltweit zunehmend in einer „Schicksalsgemeinschaft“ und sei deswegen von Konflikten in der Welt immer mehr selbst betroffen. „In dem Zusammenhang können militärische Einsätze zum Schutze von Menschen auch die Teilnahme der Bundesrepublik erfordern“, sagte Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

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Katholikentag: Polit-religiöses Herzi-Jesulein-Treffen

Von links: Alois Glücks Ehefrau Katharina, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, Bundespräsident Joachim Gauck, der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Foto: epd
Der Katholikentag in Regensburg soll Brücken bauen. Papst Franziskus illustriert das Motto mit einem Hinweis auf den Fall der Berliner Mauer. Bischof Rudolf Voderholzer nennt den Schwangerschaftsabbruch ein „Massaker im Mutterleib“. Bundespräsident Gauck findet, die Christen müssen mit einer Stimme sprechen.

Von Joachim Frank—Frankfurter Rundschau

ZdK-Präsident beklagt autoritäres Gebaren junger Priester

Katholischer Pfarrer in einer Messe, dts
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, beklagt eine Neigung zu autoritärem Denken und Auftreten bei jungen katholischen Priestern. Wir haben die hochproblematische Entwicklung, dass sich vom Priesteramt immer mehr auch junge Männer angezogen fühlen, die ins überhöhte Selbstverständnis des Würdenträgers zurückfallen und klerikal-autoritäre Verhaltensmuster leben, sagte Glück im Interview mit der Welt (Donnerstagausgabe).

UNTERNEHMEN-HEUTE.de

Manche, so Glück, brächten es zum Beispiel fertig, Frauen aus den Altarräumen zu verweisen. Glück kritisierte in diesem Zusammenhang die priesterzentrierte Richtung innerhalb der katholischen Kirche. Diese nehme es in Kauf, dass wir immer weniger Menschen erreichen, was in jener Richtung aber keine kritische Selbstreflexion auslöse, sondern oft eine selbstgerechte Haltung nach dem Motto, dass alles nur am Zeitgeist liege. Glück weiter: Es gibt in unserer Kirche gefährliche Selbstschutzreflexe.

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Kastler: “ Ja zum Kreuz – nein zu Schulz!“

EuropaEuropawahl: Empörte Reaktionen erntete der SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz für seine Äußerung gegen das Kreuz – Bayerns Vizepräsidentin Aigner: Es ist „ein Unding, das Kreuz gleichzusetzen mit rückwärtsgewandten, extrem konservativen Bewegungen“

kath.net

„Maßlos enttäuscht“ zeigte sich Martin Kastler, Nürnberger CSU-Europaabgeordneter über die Äußerungen des SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Martin Schulz, bezüglich des Kreuzes im öffentlichen Raum: „Da zeigt der SPD-Politiker Schulz wieder mal sein wahres Gesicht – ich traue ihm und seinen SPD-Genossen europapolitisch keinen Millimeter – auch aus Erfahrung!“ Dies gab der Europaabgeordnete in einer Presseaussendung bekannt.

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Religiöse Symbole: Katholiken-Komitee widerspricht SPD-Spitzenkandidat

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Kreuze oder andere religiöse Symbole an öffentliche Wände? Darüber streiten sich der EU-Spitzenkandidat der Sozialdemokratien, Martin Schulz, und Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

evangelisch.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, wendet sich gegen die Forderung des SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Martin Schulz, religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Dies sei ein gravierender Angriff auf die Tradition und Rechtsordnung in Deutschland, sagte Glück am Freitag in Bonn. „Religion ist aber keine Privatsache“, ergänzte der Repräsentant der katholischen Laienorganisation.

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Dodo Laun: Homosexuelle sind eher Kinderschänder

weihbischof-andreas-launEin katholischer Bischof aus Österreich packt wieder mal das Klischee vom schmutzigen Schwulen aus, der es auf die Kleinsten abgesehen hat.

QUEER.DE

In einem Beitrag für das Nachrichtenportal kath.net beschuldigt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun Schwule und Lesben, eher Kinder zu missbrauchen als Heterosexuelle. „Die Gefahr des Missbrauchs ist bei homosexuellen Menschen höher als bei Heterosexuellen“, so Laun. Daher dürften gleichgeschlechtliche Paare nicht das Recht erhalten, Kinder zu adoptieren.

Der 71-Jährige begründet seinen Vorwurf damit, dass Homosexualität an sich eine „Unordnung“ sei. Damit „ist zu erwarten, dass sich diese auch in einer anderen Richtung manifestieren kann, nicht muss, aber eben kann!“ Dies sei „kein pauschales moralisches Urteil über alle Homosexuelle“, sondern sage etwas über „die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs“ aus.

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Katholiken ignorieren Sexualmoral der Kirche

konklaveDie Katholiken in Deutschland leben nicht nach der Lehre ihrer Kirche. Das ist nach SPIEGEL-Informationen das Teilergebnis einer Umfrage, die der Vatikan in Auftrag gegeben hat. Laien-Vertreter appellieren an die Bischöfe, alle Zahlen offenzulegen.

SpON

Der Vatikan hat eine Umfrage zum Themenkomplex Familie und Sexualmoral durchführen lassen. Nun liegen Ergebnisse vor – nur was soll mit ihnen geschehen? Laien-Vertreter verlangen Transparenz von den deutschen Bischöfen. „Wir fordern die Bischöfe auf, die Ergebnisse der Umfrage ungeschminkt und ungeschönt nach Rom zu geben, aber auch in Deutschland zu veröffentlichen“, sagt der Bundesvorsitzende der Basis-Bewegung „Wir sind Kirche“, Christian Weisner, dem SPIEGEL – „so schwer es den Bischöfen auch fallen mag“. (Lesen Sie die ganze Geschichte hier im neuen SPIEGEL.)

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Katholische Kirche: Mut zur Steißlage

Alois Glück, Bild: wikipedia
Der Vorsitzende der katholischen Laien, Alois Glück, sieht ein Klima des Pessimismus in der Kirche. Zur Überwindung setzt er auf den Papst – für Glück ein „Pionier der angstfreien Kommunikation“.

Von Thomas SchmidDIE WELT

Die Welt: Herr Glück, Sie sind wieder zum Vorsitzenden des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken gewählt worden. Wird Sie der noch immer neue Papst bei Ihrer Arbeit beflügeln?

Alois Glück: Der neue Papst hat in unserer Kirche viele Kräfte freigesetzt. Er ist ein Pionier der angstfreien Kommunikation in der Kirche. Wenn ich das sage, ist das einerseits eine traurige Situationsbeschreibung. Wie steht es um die Kirche, wenn angstfreie Kommunikation als etwas Neues begrüßt werden muss. Andererseits geht von dieser Haltung des Papstes eine große Ermutigung an alle Gläubigen aus.

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Katholiken protestieren gegen Freigabe der „Pille danach“

pille_danachDer Bundesrat will die „Pille danach“ rezeptfrei in Apotheken verkaufen lassen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken warnt vor einer „falschen Entwicklung“.

Frankfurter Allgemeine

Der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, warnt vor einer Freigabe der „Pille danach“. Dieses Medikament rezeptfrei abzugeben, wie es der Bundesrat am Freitag gefordert hatte, sei „nicht im Sinne eines qualitativen Gesundheitsschutzes“, sagte Glück dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ich halte das für eine falsche Entwicklung, zumal es auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist.“

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