Schlagwort-Archive: Alois Glück

Mitwirkung in Islamzentrum: Evangelikale Kritik am EKD-Ratsvorsitzenden

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm will im Kuratorium eines Islamzentrums mitwirken. Foto: ELKB/MCK
Evangelikale in ganz Deutschland haben mit Entsetzen, Unverständnis und bitterer Ironie auf die Zusage des EKD-Ratsvorsitzenden und bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm (München) reagiert, im Kuratorium des Münchner Islamzentrums mitzuwirken.


idea.de

Die Einrichtung soll „Muslimen bei der Ausübung ihrer Religion behilflich sein, ihr Glaubensbewusstsein und ihre Bereitschaft zum Dienst am Mitmenschen vertiefen, aber auch zum besseren Verständnis des Islam und der Muslime beitragen“, heißt es in der Selbstdarstellung. Grundlage des Zentrums sei das islamische Glaubenszeugnis „Kein Gott außer Allah und Muhammad ist Allahs Gesandte“. Für die römisch-katholische Kirche sitzt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (Traunwalchen/Oberbayern), im Kuratorium. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erklärten Bedford-Strohm und Glück, dass sie jene Kräfte im Islam stärken wollen, die die Werte des Grundgesetzes bejahen, und mit ihnen gemeinsam Wege in die Zukunft bauen. Der Initiator des Islamzentrums, Imam Benjamin Idriz (Penzberg/Oberbayern), habe mit vielen Beispielen bewiesen, dass er sich gegen einen radikalen Islam stelle. „Mit diesen Muslimen können wir gemeinsam eine friedliche Zukunft gestalten“, so die Kirchenvertreter. Zugleich betonen sie, als Christen keine Werbung für den Islam zu machen.

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“Homo-Ehe”: Evangelischer Ratsvorsitzender für Gleichstellung

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, spricht sich für eine Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe aus. “Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch kein bisschen geschmälert”, sagte er dem “Spiegel” (Samstag).


kathweb

Neben Bedford-Strohm sprachen sich weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft für eine Gleichstellung aus. Dazu gehören die Moderatoren Frank Plasberg, Anne Will und Maybrit Illner, Künstler wie der Regisseur Tom Tykwer und der Schauspieler Charlie Hübner. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) kritisierte eine Blockadehaltung des Koalitionspartners: “Die Union stellt gerade fest, dass die Menschen in Deutschland längst weiter sind als ihre eigene Beschlusslage.”

Vertreter der katholischen Kirche hatten sich zuvor gegen eine Gleichstellung ausgesprochen, so der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, und der Theologe Eberhard Schockenhoff.

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Bischofssynode-Fragebogen: Tiefe Kluft zwischen Kirche und Gläubigen?

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Wächst „Reformdruck auf Bischöfe“? – „Es gibt keinen vom katholischen Lehramt autonomen ‚Glaubenssinn der Gläubigen‘. Hinzu kommt, dass sich eine kleine Schar von Katholiken selbst zu ‚den Gläubigen‘ hochstilisiert.


Von Hubert Gindert|kath.net

„Tiefe Kluft zwischen Kirche und Gläubigen“, so lautet der Titel eines Presseberichtes (Augsburger Allgemeine Zeitung, AZ, 21.04.15), in dem die zweite „Familienumfrage“ des Vatikans vor der Synode der Bischöfe im Oktober 2015 in Rom kommentiert wurde. Der Untertitel dieses Pressebeitrages hieß: „Reformdruck auf Bischöfe wächst“.

Der „Fragenkatalog“ wurde auf den Internetseiten (der) Deutschen Bischofskonferenz und der Diözesen veröffentlicht, um den Gläubigen und den Gemeinden die Möglichkeit zu geben, sich gegenüber ihrem Bistum zu äußern. Aus der Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz, 20.4.2015): Auch das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK), die Deutsche Ordensoberenkonferenz (DOK) und der Katholisch-Theologische Fakultätentag wurden um Stellungnahme gebeten. Wie schon im vergangenen Jahr hat die Befragung bei den Gläubigen ein sehr positives Echo gefunden. Allerdings wurde von vielen beklagt, dass die Fragen oft in einer schwer verständlichen Fachsprache formuliert werden und der Katalog mit 46 Fragen sehr umfangreich war… Die Rückmeldungen zeigen, dass das Leitbild von Ehe und Familie weiterhin breite Zustimmung unter den Gläubigen findet. Allerdings erwarten die meisten ein größeres Verständnis der kirchlich Verantwortlichen für Lebensformen, die diesem Leitbild nicht vollkommen entsprechen. So wurden die meisten Kommentare zu den Fragen gegeben, die den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen mit Paaren, die in einer nur zivilen Ehe oder ohne Trauschein zusammenleben, und mit homosexuellen Lebensgemeinschaften betreffen. Hier erwartet ein Großteil der Gläubigen eine Weiterentwicklung der kirchlichen Lehre und eine größere Offenheit gegenüber der heutigen Lebenswirklichkeit“.

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Deutschland: Katholikenkomitee zufrieden mit Dialogprozess

zdk

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat den 2011 begonnenen Dialogprozess zwischen katholischen Laien und Bischöfen in Deutschland gelobt. Über Reformen in der Kirche werde nun offen und kontrovers diskutiert, ohne dass es zu persönlichen Spannungen komme, sagte Glück am Samstag im Gespräch mit “Radio Vatikan”: “Vor vier Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.” Glück hält sich derzeit zu Informations- und Konsultationsgesprächen mit vatikanischen Behörden in Rom auf.


kathweb

Deutlich vorangekommen sei die Debatte beim Thema Frauen in der Kirche. Sie hätten inzwischen einen neuen Stellenwert gewonnen: “Es kommen immer mehr Frauen in die Diözesanleitung, in wichtige Aufgaben”, so Glück. Insgesamt gibt es nach seinen Worten in vielen Diözesen eine neue Offenheit zwischen Laien und Amtskirche.

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“Im Namen Gottes darf nicht getötet werden” – religiotische Träumerein

“Wer einen Menschen tötet, tötet die Menschlichkeit” / Bild: (c) REUTERS (STRINGER/MEXICO)
Vertreter des Christen- und Judentums sowie des Islam haben in Deutschland ein gemeinsames Manifest gegen Gewalt veröffentlicht.


Die Presse.com

In einem gemeinsamen Manifest haben Vertreter der drei großen Religionen Deutschlands den Anschlag von Paris verurteilt und vor Racheakten gewarnt. “Im Namen Gottes darf nicht getötet werden”, schrieben ranghohe Vertreter von Katholiken, Evangelischer Kirche sowie Juden und Muslimen in ihrer Erklärung in der “Bild”-Zeitung. “Bibel, Tora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses.”

Unterzeichner sind Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken, der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber, Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Münchens und Oberbayerns Charlotte Knobloch und der frühere Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer.

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ZdK-Präsident Glück: Glaube kann nicht länger Gehorsamsglaube sein

jesus_schaukelDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat keine Angst vor einem Umbruch in der katholischen Kirche.

evangelisch.de

“Immer schon hat die Kirche Veränderungen erlebt, auch solche, die sie kräftig durchgerüttelt haben”, sagte Glück am Donnerstagabend in Köln. Für den ZdK-Präsidenten steht fest, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche und dessen Aufarbeitung zu einer größeren Offenheit in der katholischen Kirche beigetragen hat.

“Für die Kirche ist Glaubwürdigkeit unerlässlich, um dem Wort Gottes Gehör zu verschaffen”, sagte Glück vor rund 120 Zuhörern. Das heißt seiner Ansicht nach auch, dass der Glaube “nicht mehr länger Gehorsamsglaube” sein könne. Glaube müsse sich entwickeln aus Erfahrung zu einem Verantwortungsglauben, sagte Glück in seinem Vortrag zum Thema “Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?”

ZdK: Deutschland befindet sich zunehmend in einer “Schicksalsgemeinschaft”

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, hat Bundespräsident Joachim Gauck in der Debatte um mehr deutsches Engagement in internationalen Konflikten verteidigt.

evangelisch.de

“Ich halte es für absolut richtig und wichtig, dass der Bundespräsident darauf hinweist, dass wir international mehr Verantwortung übernehmen müssen”, sagte Glück dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Montagsausgabe).

Deutschland befinde sich weltweit zunehmend in einer “Schicksalsgemeinschaft” und sei deswegen von Konflikten in der Welt immer mehr selbst betroffen. “In dem Zusammenhang können militärische Einsätze zum Schutze von Menschen auch die Teilnahme der Bundesrepublik erfordern”, sagte Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

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Katholikentag: Polit-religiöses Herzi-Jesulein-Treffen

Von links: Alois Glücks Ehefrau Katharina, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, Bundespräsident Joachim Gauck, der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Foto: epd
Der Katholikentag in Regensburg soll Brücken bauen. Papst Franziskus illustriert das Motto mit einem Hinweis auf den Fall der Berliner Mauer. Bischof Rudolf Voderholzer nennt den Schwangerschaftsabbruch ein “Massaker im Mutterleib”. Bundespräsident Gauck findet, die Christen müssen mit einer Stimme sprechen.

Von Joachim Frank—Frankfurter Rundschau

ZdK-Präsident beklagt autoritäres Gebaren junger Priester

Katholischer Pfarrer in einer Messe, dts
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, beklagt eine Neigung zu autoritärem Denken und Auftreten bei jungen katholischen Priestern. Wir haben die hochproblematische Entwicklung, dass sich vom Priesteramt immer mehr auch junge Männer angezogen fühlen, die ins überhöhte Selbstverständnis des Würdenträgers zurückfallen und klerikal-autoritäre Verhaltensmuster leben, sagte Glück im Interview mit der Welt (Donnerstagausgabe).

UNTERNEHMEN-HEUTE.de

Manche, so Glück, brächten es zum Beispiel fertig, Frauen aus den Altarräumen zu verweisen. Glück kritisierte in diesem Zusammenhang die priesterzentrierte Richtung innerhalb der katholischen Kirche. Diese nehme es in Kauf, dass wir immer weniger Menschen erreichen, was in jener Richtung aber keine kritische Selbstreflexion auslöse, sondern oft eine selbstgerechte Haltung nach dem Motto, dass alles nur am Zeitgeist liege. Glück weiter: Es gibt in unserer Kirche gefährliche Selbstschutzreflexe.

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Kastler: ” Ja zum Kreuz – nein zu Schulz!”

EuropaEuropawahl: Empörte Reaktionen erntete der SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz für seine Äußerung gegen das Kreuz – Bayerns Vizepräsidentin Aigner: Es ist „ein Unding, das Kreuz gleichzusetzen mit rückwärtsgewandten, extrem konservativen Bewegungen“

kath.net

„Maßlos enttäuscht“ zeigte sich Martin Kastler, Nürnberger CSU-Europaabgeordneter über die Äußerungen des SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Martin Schulz, bezüglich des Kreuzes im öffentlichen Raum: „Da zeigt der SPD-Politiker Schulz wieder mal sein wahres Gesicht – ich traue ihm und seinen SPD-Genossen europapolitisch keinen Millimeter – auch aus Erfahrung!“ Dies gab der Europaabgeordnete in einer Presseaussendung bekannt.

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Religiöse Symbole: Katholiken-Komitee widerspricht SPD-Spitzenkandidat

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Kreuze oder andere religiöse Symbole an öffentliche Wände? Darüber streiten sich der EU-Spitzenkandidat der Sozialdemokratien, Martin Schulz, und Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

evangelisch.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, wendet sich gegen die Forderung des SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Martin Schulz, religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Dies sei ein gravierender Angriff auf die Tradition und Rechtsordnung in Deutschland, sagte Glück am Freitag in Bonn. “Religion ist aber keine Privatsache”, ergänzte der Repräsentant der katholischen Laienorganisation.

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Dodo Laun: Homosexuelle sind eher Kinderschänder

weihbischof-andreas-launEin katholischer Bischof aus Österreich packt wieder mal das Klischee vom schmutzigen Schwulen aus, der es auf die Kleinsten abgesehen hat.

QUEER.DE

In einem Beitrag für das Nachrichtenportal kath.net beschuldigt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun Schwule und Lesben, eher Kinder zu missbrauchen als Heterosexuelle. “Die Gefahr des Missbrauchs ist bei homosexuellen Menschen höher als bei Heterosexuellen”, so Laun. Daher dürften gleichgeschlechtliche Paare nicht das Recht erhalten, Kinder zu adoptieren.

Der 71-Jährige begründet seinen Vorwurf damit, dass Homosexualität an sich eine “Unordnung” sei. Damit “ist zu erwarten, dass sich diese auch in einer anderen Richtung manifestieren kann, nicht muss, aber eben kann!” Dies sei “kein pauschales moralisches Urteil über alle Homosexuelle”, sondern sage etwas über “die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs” aus.

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Katholiken ignorieren Sexualmoral der Kirche

konklaveDie Katholiken in Deutschland leben nicht nach der Lehre ihrer Kirche. Das ist nach SPIEGEL-Informationen das Teilergebnis einer Umfrage, die der Vatikan in Auftrag gegeben hat. Laien-Vertreter appellieren an die Bischöfe, alle Zahlen offenzulegen.

SpON

Der Vatikan hat eine Umfrage zum Themenkomplex Familie und Sexualmoral durchführen lassen. Nun liegen Ergebnisse vor – nur was soll mit ihnen geschehen? Laien-Vertreter verlangen Transparenz von den deutschen Bischöfen. “Wir fordern die Bischöfe auf, die Ergebnisse der Umfrage ungeschminkt und ungeschönt nach Rom zu geben, aber auch in Deutschland zu veröffentlichen”, sagt der Bundesvorsitzende der Basis-Bewegung “Wir sind Kirche”, Christian Weisner, dem SPIEGEL – “so schwer es den Bischöfen auch fallen mag”. (Lesen Sie die ganze Geschichte hier im neuen SPIEGEL.)

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Katholische Kirche: Mut zur Steißlage

Alois Glück, Bild: wikipedia
Der Vorsitzende der katholischen Laien, Alois Glück, sieht ein Klima des Pessimismus in der Kirche. Zur Überwindung setzt er auf den Papst – für Glück ein “Pionier der angstfreien Kommunikation”.

Von Thomas SchmidDIE WELT

Die Welt: Herr Glück, Sie sind wieder zum Vorsitzenden des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken gewählt worden. Wird Sie der noch immer neue Papst bei Ihrer Arbeit beflügeln?

Alois Glück: Der neue Papst hat in unserer Kirche viele Kräfte freigesetzt. Er ist ein Pionier der angstfreien Kommunikation in der Kirche. Wenn ich das sage, ist das einerseits eine traurige Situationsbeschreibung. Wie steht es um die Kirche, wenn angstfreie Kommunikation als etwas Neues begrüßt werden muss. Andererseits geht von dieser Haltung des Papstes eine große Ermutigung an alle Gläubigen aus.

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Katholiken protestieren gegen Freigabe der „Pille danach“

pille_danachDer Bundesrat will die „Pille danach“ rezeptfrei in Apotheken verkaufen lassen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken warnt vor einer „falschen Entwicklung“.

Frankfurter Allgemeine

Der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, warnt vor einer Freigabe der „Pille danach“. Dieses Medikament rezeptfrei abzugeben, wie es der Bundesrat am Freitag gefordert hatte, sei „nicht im Sinne eines qualitativen Gesundheitsschutzes“, sagte Glück dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ich halte das für eine falsche Entwicklung, zumal es auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist.“

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Katholiken lassen Sakramente für Wiederverheiratete zu

Foto: Getty Images/iStockphoto/zimmytws
Wiederverheiratete Katholiken dürfen nun zumindest in der Diözese Freiburg wieder am katholischen Leben teilnehmen.
Katholiken, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben, fühlen sich von der Kirche oft ausgeschlossen. Die neue Ehe gilt als Sünde. Nun reicht die katholische Kirche Betroffenen die Hand: Die Diözese Freiburg gibt Wiederverheirateten Zugang zu Sakramenten und kirchlichen Ämtern.

evangelisch.de

Nach jahrelanger Diskussion will sich die katholische Kirche in Deutschland um Wiederverheiratete bemühen. Die Diözese Freiburg veröffentliche eine entsprechende Handreichung für Seelsorger, wie das Seelsorgeamt der Diözese am Montag der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Sie werde diese Woche versandt und habe deutschlandweit Signalcharakter. Freiburg ist die zweitgrößte der 27 deutschen Diözesen.

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Update:

Vatikan: Dokument über wiederverheiratete Geschiedene hat “keinen Einfluss”

Der Vatikan hat zurückhaltend auf den geänderten Umgang der Erzdiözese Freiburg mit wiederverheirateten Geschiedenen reagiert. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat es begrüßt, dass wiederverheirateten Geschiedenen im Erzbistum Freiburg die Heilige Kommunion ermöglicht werden soll.

evangelisch.de

Das Dokument, das diesen Personenkreis zu Sakramenten wie der Kommunion und der Beichte zulasse, gehe nicht auf den Diözesanadministrator Erzbischof Robert Zollitsch zurück, betonte der stellvertretende Vatikansprecher Ciro Benedettini der römischen Tageszeitung “La Repubblica” vom Dienstag zufolge.

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A. Glück: Was auf Dauer mit der Tradition begründet wird, hat keinen Bestand

Der Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (Bild: AP Archiv)
Im Interview der Woche spricht Alois Glück über die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Ämtern der katholischen Kirche und den Umgang mit Homosexuellen. Er schaut auf die ersten 100 Tage von Papst Franziskus im Amt und das Verhältnis des Heiligen Vaters zur Kurie.

Alois Glück im Gespräch mit Matthias GierthDeutschlandfunk

Matthias Gierth: Herr Glück, vor 100 Tagen ist Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt worden. Welches waren für Sie die herausragenden Momente dieser ersten Zeit?

Alois Glück: Wie sehr dieser Papst auf die Menschen wirkt, was es für eine Botschaft ist und wie die Menschen darauf reagieren in so einer großen Zahl – auf die Zuwendung dieses Papstes zu den Menschen. Es sind vor allem seine Gesten, so wie sie sie erleben in diesem Amt – so menschennah, so wirklichkeitsnah. Und das gibt vielen Menschen Hoffnung. Er setzt Kräfte frei in unserer Kirche, die auch genau in diesem Sinne sich angesprochen fühlen und auch pastoral und Seelsorge und Glaube verstehen. Auf der anderen Seite will ich gleich hinzufügen: Es hat in sich natürlich auch die Gefahr einer Übererwartung, dass dieser Papst alles richtet. Aber ich finde, es ist geradezu phänomenal. Das geht an bei dem, was ich in Gesprächen erlebe von Menschen, ja, die sich mehr oder minder oft schon enttäuscht abgewandt haben und es geht bis zu diesem unglaublichen Zuspruch beim Angelus auf dem Petersplatz, der regelmäßig jetzt zu klein ist.

Gierth: Aber wie ist das zu erklären, dass er zu einem solchen Hoffnungsträger in der katholischen Kirche in so kurzer Zeit geworden ist – mithilfe einiger Gesten der Bescheidenheit.

Glück: Wobei natürlich die Menschen spüren: Diese Gesten sind eben nicht nur Gesten, sondern es ist sein Wesen, es ist sein Glaube, es ist seine Theologie. Nun ja, und letztlich ist es wohl eine starke Reaktion, weil viele Menschen Kirche anders erlebt haben. Und jetzt kommt da jemand, der so ganz anders erlebt wird: Der Papst, der Seelsorger ist von seinem Verständnis und von seiner Art her.

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Wahl Dodo des Monats März 2013

Dodo des Monat Februar 2013
Dodo des Monat Februar 2013

Die Zumutungen des Monats März, im religiösen Sinne, waren für säkulare, ungläubige Geister besonders hart. Die Impertinenz religiöser, insbesonderer katholischer Medieninhalte war bedrückend. Hier nun einige der bedeutensten religiotischen Leistungen der vergangenen vier Wochen:

  1. Wolfgang Huber, “Huber kritisiert Gegner des Tanzverbots an Karfreitag.”
  2. Joachim Meisner, “Dodo-Meisner im österlichen Selbstmitleid.”
  3. ZDF, “Zentrales Deutsches Kirchenfernsehen.”
  4. Robert Zollitsch, “Kein weiter so, wie bisher – natürlich nicht für seine Kirche.”
  5. Thomas Nonte, “Gott hat Freude am Sport und etwas Doping?
  6. Deutsche Evangelische Allianz, “Evangelikale laufen Sturm gegen Grüne.”
  7. Brigitte Hahn, “Expertin der Katholen-Sekte warnt vor Satanisten-Sekte.”
  8. Aiman Mazyek, “...über religiöse und atheistische Fundamentalisten.”
  9. Alois Glück, “Deutsche Katholiken protestieren gegen Papst-Artikel “Alter Sack” in der “taz”.”
  10. Landtag Brandenburg, “Theologen-Ausbildung für das “Fliegende Spaghetti-Monster” demnächst in Brandenburg.”
  11. Ilse Aigner, “Linke und Grüne kritisieren Kruzifix im Bundesverbraucherministerium.
  12. Thomas Söding, “Weil die Bibel existiert muss Jesus gelebt haben!.”
  13. Katherina Reiche, “Volladoptionsrecht: „Sie verhalten sich da verfassungswidrig”.”
  14. Horst Seehofer, “(Hete) und katholische Treue in der Ehe.”

Die Wahl ist bis zum 07. April 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08. April 2013, hier auf dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt.

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Katholische Wahrheit: Lügen, tricksen, verschleiern, bescheißen

Nach dem Abbruch der Missbrauchsaufklärung durch die katholische Kirche hagelt es Kritik (Bild: AP)

Die Katholische Kirche will nicht schuld sein, und die Wissenschaftler des Kriminologischen Instituts Niedersachsen wollen es auch nicht: Nach dem Aus für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche werden weitere Details bekannt. Juristischem Druck der Kirche will sich der Kriminologe Christian Pfeiffer nicht beugen.

dradio.de

Inzwischen wurden weitere Details zu dem Streit zwischen der Kirche und dem Institutsleiter Christian Pfeiffer bekannt. Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, räumte im Deutschlandfunk ein, es habe Differenzen über die Auswertung von Tonband-Interviews gegeben. Hier gehe es um delikate Daten, die einen besonderen Schutz von Persönlichkeitsrechten erforderten. Von Kontrolle oder Zensur könne jedoch nicht die Rede sein. Auch den Verwurf, die katholische Kirche habe brisante Akten vernichtet, bestreitet er.

Pfeiffer dagegen bekräftigte seine Vorwürfe. Und er denkt auch nicht daran, sich an eine Unterlassungserklärung der Bischöfe zu halten. Diese sei rechtlich ungültig, sagte Pfeiffer dem Evangelischen Pressedienst. Die Kirche will es dem Kriminologen damit untersagen, wegen der aufgekündigten Zusammenarbeit von Zensur zu sprechen.

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Katholische Kirche geht juristisch gegen Pfeiffer vor(ARD)

Kirche geht gegen Pfeiffer vor(ZEIT ONLINE)

Eklatantes Systemversagen

A.Glück: Katholische Kirche ist nicht auf dem Rückzug

Alois Glück (© dr )

ZdK-Präsident Alois Glück spürt in der katholischen Kirche eine positive Eigendynamik. Im Vergleich zu den Erschütterungen nach dem Missbrauchsskandal gebe es nun eine wesentlich offenere Gesprächskultur.

domradio.de

KNA: Herr Glück, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat mit seiner jüngsten Entscheidung Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt – eine Niederlage für die Kirchen?
Glück: Insgesamt haben die Richter den sogenannten Dritten Weg, also die arbeitsrechtliche Sonderstellung der Kirchen, bestätigt. Gleichzeitig wurde ein Akzent gesetzt im Hinblick auf die Rechte der Mitarbeiter, indem Streiks als letzte Möglichkeit akzeptiert werden. Was das im Einzelnen aber zu bedeuten hat, lässt sich erst nach der Lektüre der schriftlichen Urteilsbegründung sagen.

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