Deutsche Post soll Kundendaten an FDP und CDU verkauft haben – was steckt dahinter?

Wie die „BamS“ berichtet, verkauft die Deutsche Post seit 2005 persönliche Daten an Parteien zu Wahlkampfzwecken (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Es geht offenbar um „mehr als eine Milliarde Einzelinformationen“: Die Deutsche Post soll einem Medienbericht zufolge persönliche Daten anonymisiert an FDP und CDU verkauft haben. Darunter befinden sich demnach etwa Angaben zu Kaufkraft und Familienstruktur.

stern.de

Nach dem Datenskandal bei Facebook gibt es einem Medienbericht zufolge ähnliche Vorwürfe gegen die Deutsche Post. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtete, verkauft der ehemalige Staatskonzern über seine Tochter Deutsche Post Direkt GmbH seit 2005 Daten an Parteien zu Wahlkampfzwecken. Im Bundestagswahlkampf 2017 hätten CDU und FDP jeweils einen fünfstelligen Betrag für straßengenaue Analysen gezahlt.

Beide Parteien bestätigten auf Anfrage der „BamS“ entsprechende Verträge, die Post wollte sich nicht dazu äußern. Wie die Zeitung unter Berufung auf vertrauliche Papiere schreibt, werden bei den Geschäften zwar persönliche Daten anonymisiert. Durch die Vielzahl von Einzelinformationen und deren Kombinationen seien aber Aussagen zur „Parteiaffinität“ für einzelne Gebäude mit mindestens sechs Haushalten möglich.

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Urin könnte biologisches Alter anzeigen

Das biologische Alter aus dem Urin ablesen: Ein neuer Test könnte das möglich machen © bluecinema / iStock
Urin als Anzeiger: Forscher haben eine Methode gefunden, um das biologische Alter anhand eines Urintests zu bestimmen. Denn wie sie feststellten, nimmt mit dem Alter eine Substanz im Urin zu, die den oxidativen Schaden in Zellen anzeigt. Ein Urintest auf Basis dieses Biomarkers könnte das wahre Alter besser verraten als das chronologische Alter und dabei helfen, altersbedingte Krankheiten besser zu erkennen und zu behandeln, so die Wissenschaftler.

scinexx

Das Alter des Menschen lässt sich mit zweierlei Maß messen: Chronologisch – nach Geburtsjahr – und biologisch – nach angesammelten Schäden in den Zellen. Die Rate der Zellschäden kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein und von Genen, Lebensstil und Umwelt abhängen. So bleiben viele Menschen ihr ganzes langes Leben lang fit, während andere früh erkranken und sterben.

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Forscher entwickeln Verteilungsalgorithmus für Flüchtlinge

Durch das neue System könnten Flüchtlinge leichter Arbeit finden Quelle: dpa/Andreas Arnold
Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, um Flüchtlinge in einem Land besser zu verteilen. So würden sie leichter Arbeit finden. In den USA und der Schweiz funktioniert das. In Deutschland gibt es eine Hürde.

DIE WELT

Nach Ansicht von Forschern der Stanford University und der Technischen Hochschule Zürich können mathematische Algorithmen dazu beitragen, Flüchtlinge so in einem Land zu verteilen, dass diese besser Arbeit finden. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. „Unser Algorithmus ist der erste, der zeigt, dass über die datenbasierte Verteilung von Flüchtlingen die Ergebnisse verbessert werden können“, sagte Jens Hainmüller, einer der Forscher.

Für ihre Tests hatten die Wissenschaftler die Daten von mehr als 33.000 Flüchtlingen ausgewertet, die von 2011 bis 2016 in die USA gekommen waren – unter anderem Alter, Geschlecht, Ausbildung, Sprachkenntnisse, Ankunftszeit und den Ort, an den sie geschickt wurden.

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Viele der angeblich Minderjährigen als volljährig eingestuft

Eine große Mehrheit der Deutschen würde obligatorische Alterstests für minderjährige Flüchtlinge befürworten. Das ergab der aktuelle WELT-Trend. Demnach stimmten 78 Prozent auf die Frage, ob es Alterstests geben sollte, mit Ja. Quelle: WELT
Seit dem Fall Kandel gibt es vermehrt Zweifel am angegebenen Alter von jungen Flüchtlingen. Reichen die Regeln? Ein Test in einem Bundesland zeigte, dass die Hälfte von angezweifelten Altersangaben tatsächlich nicht stimmte.

DIE WELT

Der Fall sorgt bundesweit für Entsetzen: Ende Dezember wird eine 15-Jährige im rheinland-pfälzischen Kandel bei einer Messerattacke so schwer verletzt, dass sie stirbt. Mutmaßlicher Täter ist der Ex-Freund, ein nach offiziellen Angaben gleichaltriger Flüchtling aus Afghanistan, der allein nach Deutschland gekommen ist. Doch am Alter gibt es Zweifel. Mehrere Politiker fordern nun obligatorische Tests bei Flüchtlingen, wenn deren Alter nicht mit Dokumenten nachgewiesen werden kann. Das Thema ist komplex.

Der Städte- und Gemeindebund fordert einheitliche, bundesweite Regelungen zur Altersfeststellung von Flüchtlingen. „Wir wollen diesen Flickenteppich der Länder nicht“, sagte der Beigeordnete des Städte- und Gemeindebundes, Uwe Lübking. Der Bund sei in der Pflicht. „Wir erwarten, dass eine Verteilung von jungen Flüchtlingen auf die Kommunen erst dann stattfindet, wenn ihre Identität geklärt ist – auch das Alter.“

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Autoritäre Einstellungen bei Schülern

Bild: RDF
Als eine der ersten empirischen deutschsprachigen Studien in diesem Bereich wurden im Rahmen einer Masterarbeit autoritäre Einstellungen von 668 SchülerInnen mit besonderer Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit gemessen.

Von Felix Kruppa | Richard-Dawkins-Foundation

Der Fragebogen ermittelte Einstellungen zu den Themen Minderheitenfeindlichkeit, der Bedeutsamkeit der eigenen Weltanschauung, Einstellungen zur Erziehung, Demokratie sowie Rollenbildern und Sexualität. Während die Einstellungen von SchülerInnen christlichen Glaubens und jenen ohne Religionszugehörigkeit oft nur marginal voneinander abwichen, erwiesen sich die muslimischen SchülerInnen in fast allen Bereichen als autoritärer.

Der Text kann auch unter folgendem Link als PDF-Datei heruntergeladen werden: Felix Kruppa – Autoritäre Einstellungen bei Schülerinnen und Schülern mit besonderer Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit (Diskussionspapier)

Die komplette Masterarbeit, die u.a. alle Studienergebnisse enthält, versende ich gerne auf Anfrage.

Einleitung

Die Studie zur „Autoritären Persönlichkeit“ von Adorno, Frenkel-Brunswik, Levinson & Sanford (1950) war der Beginn für die wissenschaftliche Suche nach den Erklärungsansätzen und Ursprüngen von faschistischen und antidemokratischen Einstellungen, sowie Vorurteilen und Diskriminierung. Grundlage dieser autoritären Persönlichkeit sind u.a. negative Intergruppeneinstellungen, die spätestens durch den starken Anstieg der Zuwanderung nach Deutschland seit dem Jahr 2015 wieder in Erscheinung treten. Die eigene Identität wird verstärkt ex negativo zu anderen (Gruppen-)Identitäten gebildet und findet in ihnen ihren vermeintlichen Konterpart. Bestrebungen zur Abgrenzung der eigenen Gruppenidentität und dem Versuch der Herausstellung ihrer Überlegenheit gegenüber anderen Gruppen bei gleichzeitiger Besinnung auf traditionelle, oft reaktionäre Wertegefüge, sind allerdings nicht nur einer nach rechts rückenden Mehrheitsgesellschaft zuzuschreiben.

Ein gewichtiger Faktor für die Begründung und Genese autoritärer Einstellungen scheint auch die Religion zu sein. Homophobie, Judenfeindlichkeit oder die Ablehnung der Gleichberechtigung von Mann und Frau finden oft auch religiöse Anleihen. In Bezug auf den Islam führt die Besinnung auf die eine konservative muslimische Identität in vielen Fällen dazu, dass Prinzipien wie der Säkularismus, Religionskritik, aber auch die Akzeptanz von Homosexualität und die Gleichberechtigung von Männern und Frauen nicht als Selbstverständlichkeit aufgefasst werden. Konservative bis fundamentalistische Auslegungen des Korans gewinnen an Zuspruch und der islamische Glaube gewinnt auch generell für immer mehr Muslime an subjektiver Bedeutung.[1] Aber auch die Kirche unterstützt seit ihrer Gründung traditionelle Rollenbilder und leistet u.a. einen erheblichen Beitrag zur Abwertung von homosexuellen Menschen, die sich im Katechismus, aber auch den Aussagen hoher christlicher Würdenträger wie des Papstes widerspiegeln. Der Katechismus der katholischen Kirche bezeichnet die Homosexualität als „schlimme Abirrung“ und „Prüfung“, und „keinesfalls zu billigen“, weil sie gegen das „natürliche Gesetz [verstößt]“. Deswegen sei Homosexuellen mit „Mitgefühl“ zu begegnen.[2]

Die beschriebenen gesellschaftlichen Entwicklungen, die sich teilweise in Zonen diskursiver Immunität befinden, zeichnen sich oft schon in den Schulen ab. Schulklassen und die Einstellungen der SchülerInnen[3] werden zunehmend heterogener. Teilweise konfligierende Werte und Lebensmodelle sind für LehrerInnen eine besondere Herausforderung, weil sie nicht nur als Vermittlungsinstanz für Schulwissen, sondern auch als Erziehende einen großen Beitrag für die Wertebildung im Sinne einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft leisten. Schulen müssen insofern nicht nur als Spiegel für die Gesellschaft, sondern auch als wichtige Instanz ihrer Konstitution gesehen werden. Gerade deshalb ist ihre integrative Funktion und die Vermittlung demokratischer und aufklärerischer Grundprinzipien auch in Zeiten der zunehmenden Diversifizierung eine Aufgabe, die neben ihrer Qualifikationsfunktion höchste Priorität hat.

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Viele alte Menschen sind chronisch einsam

Bild: David Hodgson/CC BY-2.0
Eine britische Organisation spricht von einer „Einsamkeitsepidemie“, die mit der älter werdenden Gesellschaft schnell zunehme

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Im Alter verbreitet sich Einsamkeit besonders stark. Das ist bedingt durch die Lebensweise, etwa durch den Zerfall der Familien und das Leben als Single. In Großbritannien ist die 2011 gegründete Campaign to End Loneliness angetreten, um auf die Entwicklung hinzuweisen. Im Land sollen bereits 1,2 Millionen Rentner chronisch einsam sein. Eine halbe Million älterer Menschen soll mindestens 5-6 Tage in der Woche verbringen, ohne einen anderen Menschen zu sehen oder zu sprechen. 51 Prozent der Menschen über 75 Jahre leben allein. Zwei Fünftel der älteren Menschen (3,9 Millionen) sagen, der Fernseher sei ihre wichtigste Gesellschaft.

Nach einer Umfrage ist den Briten dieses Schicksal für das Alter auch bewusst, dass mit dem Herausfallen aus der Arbeitswelt die Einsamkeit wächst. 89 Prozent gehen davon aus, dass Einsamkeit im höheren Alter immer wahrscheinlicher wird, bei den Über-65-Jährigen sagen dies 93 Prozent.

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Studie: Jeder Fünfte könnte unerkannt krankheitsrelevante Gen-Mutation in sich tragen

(Bild: MIKI Yoshihito / Flickr / cc-by-2.0)
In den USA wurde erstmals das komplette Genom von anscheinend gesunden Personen sequenziert. Wie sich dabei zeigte, liegen relativ häufig genetische Variationen vor, die eine Erbkrankheit erwarten lassen würden.

Von Sascha Mattke | heise online

Mediziner in den USA haben erstmals in einer randomisierten Studie das komplette Genom von Personen sequenzieren lassen, bei denen keine Anzeichen für Krankheiten zu erkennen waren. Das wichtigste Ergebnis des MedSeq-Projekts: Jeder fünfte Proband trug eine Mutation in sich, die eine seltene Erbkrankheit auslösen kann, obwohl er keinerlei Symptome zeigte. Das berichtet Technology Review online in „Was heißt „gesund“?

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Diese Religion haben die Menschen heute – und diese 2060

Das Jahr 2060: 9,6 Milliarden Menschen werden dann schätzungsweise auf der Welt leben – 32 Prozent mehr als noch 2015. Fliegende Autos, Roboter, künstliche Intelligenz, immer höher werdenden Wolkenkratzer – all das ist dann vielleicht schon keine Zukunftsmusik mehr. Bei all der Unsicherheit ist eines ziemlich sicher: Vieles wird sich in den kommenden Jahrzehnten verändern. Auch die religiöse Landschaft weltweit.

Von Lena Ohm | evangelisch.de

Das Christentum ist weltweit die Religion mit den meisten Anhängern: im Jahr 2015 waren fast ein Drittel der Weltbevölkerung (31 Prozent) Christen. Die Muslime machten in dem Jahr fast ein Viertel (24 Prozent) der Weltbevölkerung aus und diejenigen, die sich keiner Religion zugehörig fühlten, hatten einen Anteil von 16 Prozent. Hindus (15 Prozent) und Buddhisten (7 Prozent) folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Doch das wird sich ändern, prognostiziert das PEW Research Center, ein amerikanisches Meinungsforschungsinstitut, in seinem 2017 erschienenen „The Changing of the Global Landscape“ Report. So werden vorrausichtlich ab dem Jahr 2035 mehr muslimische als christliche Babys geboren werden – ein absolutes Novum. Das liegt dem PEW Research Center zufolge daran, dass die religiöse Gruppe der Muslime gleichzeitig die durchschnittlich jüngste und fruchtbarste Gläubigenschar umfasst. So kommt es, dass die Zahl der Muslime womöglich um 70 Prozent steigen wird, während die Zahl der Christen bei 34 Prozent nur knapp über dem allgemeinen, globalen Bevölkerungswachstum liegen könnte. Das liegt unter anderem an der Überalterung vieler westlicher, überwiegend christlich geprägter Gesellschaften: Christen haben einen überdurchschnittlichen hohen Anteil an der weltweiten Sterbestatistik (37 Prozent). In Deutschland starben zwischen 2010 und 2015 beispielsweise 1,4 Millionen mehr Christen als geboren wurden – eine Entwicklung, die sich so ähnlich in vielen anderen europäischen Ländern (24 von 42) derzeit und auch in Zukunft finden lassen wird.

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Kult um die Kuh

© Bernd Jonkmanns/laif Mythisches Schlachtverbot: Kuh auf einer Straße in Bombay.
Der Schutz von Rindern ist in Indien zu einem Politikum geworden. Das hat in den vergangenen Jahren schon Menschenleben gekostet. Hindus machen Stimmung gegen Muslime. Nur den Tieren hilft es nicht.

Von Till Fähnders | Frankfurter Allgemeine

Zeigt eine Kuh ihren Personalausweis: Was wie ein schlechter Witz beginnt, könnte in Indien bald schon Realität werden. Denn dort erwägt die Regierung, Kühe in Zukunft mit eigenen Identitätsnachweisen auszustatten. Sie sollen ähnlich wie beim Personalausweis für Menschen Informationen über Alter, Geschlecht, Größe, Farbe, Hornkrümmung und Schwanzform enthalten – und sind damit dann eben doch nicht ganz wie beim Menschen. Aber vor allem soll jede Kuh, und davon gibt es in Indien eine ganze Menge, eine eigene Nummer bekommen, mit der sie sich eindeutig identifizieren lässt. Die Nummer soll mit einem Clip am Ohr befestigt werden.

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Wer anderen hilft, lebt länger

Wer sich im Alter um andere kümmert - beispielsweise um den Enkel oder das Nachbarskind, der lebt im Durchschnitt länger. © Ingram Publishing/ thinkstock
Wer sich im Alter um andere kümmert – beispielsweise um den Enkel oder das Nachbarskind, der lebt im Durchschnitt länger. © Ingram Publishing/ thinkstock
Engagement lohnt sich: Wer im Alter andern hilft, tut auch sich selbst etwas Gutes. Denn das Engagement für andere kann lebensverlängernd wirken. Senioren, die sich ehrenamtlich um andere kümmern oder einfach um die eigenen Enkel, leben im Durchschnitt länger, wie eine Studie jetzt ergeben hat. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der positive Effekt solcher Aufgaben auf die geistige und körperliche Fitness.

scinexx

Soziales Verhalten und die Kooperation mit anderen sind tief in uns verankert. So zeigen Studien, dass Egoisten eher unglücklicher sind als Menschen, die anderen helfen und schon Dreijährige sich für andere einsetzen. Gerade im Alter fördern zudem soziale Kontakte die geistige Fitness und die psychische Gesundheit.

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Die biologische Uhr tickt – unabhängig vom Lebensstil

Proteinuhr
Proteinuhr

Wer genetisch Pech hat, stirbt noch früher, wenn die Hypothese einer epigenetischen Uhr zutrifft

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Es ist ein schwerer Schlag für die Anti-Aging-Community, die davon ausgeht, dass sich die Lebenszeit durch gesundes Leben und Einhalten bestimmter Regeln verlängern lässt. Wie auch zunehmend in Bezug auf Krankheiten und überhaupt den Lebenserfolg, soll jeder selbst verantwortlich dafür sein, wie lange und wie gesund er lebt. Der Körper ist eine Maschine, die gut gepflegt und ausgelastet werden muss.

Die puritanisch getragene Hoffnung, mit Sport, Diät und anderen Mitteln, die Zeit, Geld und Beharrlichkeit erfordern, das Leben verlängern zu können, ist besonders ausgeprägt in Kalifornien, wo auch der Transhumanismus entstanden ist. Just in Kalifornien, an der University of California, Los Angeles, haben nun Forscher herausgefunden, dass der Lebensstil zumindest bei einer Bevölkerungsgruppe nicht viel zur Lebenserwartung beiträgt, es also möglicherweise nicht so wichtig ist, ob man sich hedonistisch dem Faulenzen und der Völlerei hingibt oder seinem Körper nur bestimmte Lebensmittel einflößt und ihn möglichst viel und anstrengend in Bewegung hält.

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Studie: Europäer nehmen lieber christliche Asylwerber auf

Studie in 15 EU-Ländern: Abneigung gegenüber Muslimen sei in allen untersuchten Ländern deutlich erkennbar – Verfolgte sind eher willkommen als reine Wirtschaftsflüchtlinge

kath.net

Die Europäer wollen eher qualifizierte, politisch verfolgte und christliche Asylsuchende aufnehmen. Dies geht aus einer internationale Studie hervor, in 15 europäischen Staaten durchgeführt wurde, wie die Tageszeitung „Die Presse“ berichtet. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass in den Augen der europäischen Öffentlichkeit nicht alle Flüchtlinge gleich sind“, sagt einer der Studienautoren, Dominik Hangartner. Die Befragten ziehen jüngere Asylsuchende mit besseren beruflichen Qualifikationen und besseren Kenntnissen der Landessprache vor.

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Abgasmessung beim Hinterherfahren

Die Abgas-Emissionen eines einzelnen Fahrzeugs lassen sich im Straßenverkehr nur schwierig direkt messen. © FreeImages.com / Vince Petaccio
Wie stark verschmutzt ein einzelnes Auto die Luft im Stadtverkehr? Dank eines neuen Messgeräts müssen Umweltphysiker einem Fahrzeug nur noch hinterher fahren, um diese Frage zu beantworten. Das spektroskopische Messinstrument liefert verlässliche Abgaswerte bei alltäglichem Fahrverhalten im Straßenverkehr. Die Hauptverursacher von hoher Schadstoffbelastung sollen mit solchen mobilen Messungen zuverlässiger ermittelt werden als mit bisherigen Modellrechnungen.

scinexx

Die Abgas-Skandale der vergangenen Monate haben gezeigt, wie unzuverlässig an Autos gemessene Abgaswerte sein können: Entweder die Werte sind unter Laborbedingungen völlig anders als im Straßenverkehr, oder sie lassen sich unter realistischen Bedingungen nur schwer messen. Dabei sind die ausgestoßenen Schadstoffe ein großes Problem für Gesundheit und Umwelt. Besonders die Stickoxidemissionen (NOx) tragen wesentlich zur schlechten Luftqualität in Städten bei.

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Brustkrebs: Höheres Risiko nach falschpositiver Mammografie

Mammografie-Aufnahme einer Brust – ob hier Brustkrebs oder eine Vorstufe vorliegt, ist oft schwer zu erkennen. © Willbrasil21/ thinkstock
Falschdiagnose mit richtigem Kern? An einem irrtümlich positiven Befund bei der Mammografie kann doch etwas dran sein, wie eine US-Studie nun nahelegt. Demnach erkranken Frauen, bei denen aufgrund der Röntgenbilder zunächst irrtümlich Brustkrebs diagnostiziert wurde, in den zehn Jahren danach häufiger an Brustkrebs. Die Forscher vermuten deshalb, dass das falschpositive Mammografie-Bild schon Strukturen zeigen könnte, die eine Art Voranzeiger für das erhöhte Krebsrisiko sind.

scinexx

Die regelmäßige Röntgen-Untersuchung der Brust durch Mammografie soll Brustkrebs schon in einem frühen Stadium finden und damit die Überlebenschance der betroffenen Frauen erhöhen. Dass dies funktioniert, belegen Daten unter anderem aus den Niederlanden, wo Todesfälle durch Brustkrebs nach 20 Jahren solcher Reihenuntersuchungen deutlich zurückgegangen sind. Doch es gibt eine Kehrseite: Zum einen bekommen Frauen durch regelmäßige Mammografie eine erhöhte Dosis Röntgenstrahlen. Zum anderen aber kann ein positives Ergebnis völlig unnötig Angst auslösen.

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Genitaluntersuchung bei Flüchtlingen

Minderjährig oder volljährig? Um diese Frage zu beantworten, lässt Hamburg im Zweifelsfall Genitalien und Brustdrüsen begutachten. Foto: dpa
Ist der Flüchtling wirklich so alt wie er behauptet? Hamburg will nun mit Untersuchungen von Genitalien und Brustdrüsen für Klarheit sorgen.


Frankfurter Rundschau

Zur genaueren Altersbestimmung junger Flüchtlinge lässt Hamburg im Zweifelsfall Genitalien und Brustdrüsen begutachten. Die Untersuchung solle klären, ob die Flüchtlinge wie behauptet minderjährig seien, heißt es in der Antwort des Senats auf eine Anfrage der FDP.

Der Test sei freiwillig. Können die Zweifel durch die Untersuchung nicht ausgeräumt werden, wird die Person als volljährig eingestuft und kommt in eine Unterkunft für Erwachsene. Minderjährige werden dagegen von der Jugendhilfe betreut, dürfen zur Schule gehen und sind vor Abschiebung geschützt.

Harald Martenstein: „Dann schreibe ich ‚Nazi-Mörderinnen‘ „

Harald Martenstein / Bild: Die Presse
Der Journalist und Romancier Harald Martenstein will sich nicht zum Binnen-I zwingen lassen, eher wechselte er den Beruf. Ein Gespräch über die Aggressivität der „Lordsiegelbewahrer der politischen Korrektheit“.


Von Norbert Mayer|Die Presse

Die österreichische Bundeshymne ist unlängst umgeschrieben worden, wegen der Gleichberechtigung. Statt „Heimat bist du großer Söhne“ heißt es nun „Heimat großer Töchter und Söhne“. Was halten Sie davon?

Harald Martenstein: Das klingt nicht. Vielleicht sollte man einen ganz neuen Text schreiben. Ich bin immer skeptisch, wenn die Geschichte im Nachhinein umgeschrieben werden soll. Kürzlich habe ich über einen ähnlichen Streit in Berlin geschrieben. Die Mohrenstraße sollte umbenannt werden, „Mohr“ sei ein herabsetzender Begriff für schwarze Menschen. Da kenne ich aber noch schlimmere Straßennamen.

Nennen Sie ein konkretes Beispiel.

Karl-Marx-Straße. Es gibt von Marx extrem antisemitische Aussagen. Seinen Konkurrenten Ferdinand Lassalle hat er einen „jüdischen Nigger“ genannt. Ich glaube nicht, dass man das in puncto Rassismus toppen kann. Niemand hat bis jetzt aber die Umbenennung der Karl-Marx-Straße gefordert, vor allem nicht die Linkspartei, die eigentlich im antifaschistischen Kampf ganz vorn steht. Antisemitismus war zu den Zeiten von Marx Mainstream. Bis auf ein paar tapfere Außenseiter haben alle so gedacht. Ich glaube nicht, dass man an die Menschen des 19. die Maßstäbe des 21. Jahrhunderts anlegen kann.

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Juristin: „Gleichbehandlungsgesetze gehen schon jetzt zu weit“

justiz_gross

Die SPÖ setzt sich erneut für eine Ausweitung des gesetzlichen Diskriminierungsschutzes ein – Expertin warnt: Neue Verbote führten nicht zu mehr Gleichheit in der Gesellschaft – Privatautonomie sowie Religions- und Gewissensfreiheit stünden auf dem Spiel


kathweb

Gegen die von der SPÖ forcierte erneute Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes zur Ausweitung des Diskriminierungsschutzes außerhalb der Arbeitswelt formiert sich Widerstand. „Gleichbehandlungsgesetze gehen schon jetzt zu weit“, warnte die Juristin Gudrun Kugler am Wochenende in einem Gastkommentar in der „Presse“ (Samstag-Ausgabe) vor einem drohenden Eingriff in die Freiheit von Menschen. Unter dem Vorwand, ein Problem zu lösen, werde „exzessive Gleichbehandlungspolitik selbst zum problematischen System von Privilegierung und Einschränkung“, kritisierte sie.

„Es geht um neue Verbote: Unternehmen, aber etwa auch private Vermieter sollen bei der Auswahl ihrer Kunden nicht unterscheiden dürfen, zumindest nicht aufgrund von Alter, sexueller Orientierung oder Religion“, schilderte Kugler ihre Sichtweise auf das sogenannte „levelling up“. Es gebe jedoch kein Recht auf Gleichbehandlung zwischen Privatpersonen, unterstrich die Juristin. „Stattdessen stehen echte Menschenrechte auf dem Spiel: die Privatautonomie und die Vertragsfreiheit als Ausfluss des Eigentumsrechtes, ebenso die Religions- und Gewissensfreiheit.“

Schon die geltenden Gleichbehandlungsgesetze führten zu weit, etwa wenn eine Skiregion ihre „Ladies Week“ absagen müsse oder männliche Kindergärtner nicht bevorzugt aufgenommen werden dürfen, beschrieb Kugler. Eine „Gleichheitsreligion“ würde zudem engagierte Christen in einen Gewissenskonflikt zwischen Beruf und Religion stürzen. „Bäcker, Floristen, Fotografen, Grafiker und Druckereien müssten entgegen ihrer Überzeugung etwa an Verpartnerungsfeiern mitwirken. Privatpensionen und Gästehäuser von Klöstern und Kirchen müssten schließen, wenn sie Doppelzimmer verheirateten Paaren vorbehalten möchten – so passiert in England.“ Kugler dazu: „Ja, jeder nach seiner Façon. Aber das sollte auch Christen zugestanden werden.“

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Umfrage: Deutliche Mehrheit der Deutschen für aktive Sterbehilfe

Bild: letzte-hilfe.de
Bild: letzte-hilfe.de
Zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge für die Erlaubnis aktiver Sterbehilfe bei unheilbar schwerstkranken Menschen.

evangelisch.de

Rund 60 Prozent befürworten die Zulassung privater Sterbehilfe-Organisationen wie in der Schweiz, wie das Institut für Demoskopie in Allensbach am Bodensee am Montag mitteilte. Lediglich jeder fünfte Befragte tritt dafür ein, Sterbehilfe-Organisationen zu verbieten, wie dies von Politikern aus CDU/CSU, SPD und Grünen gefordert wird.

Die Akzeptanz der aktiven Sterbehilfe, die als Tötung auf Verlangen in Deutschland verboten ist, sei größer geworden, folgert das Allensbach-Institut aus der Erhebung. Im Jahr 2008 sprachen sich erst 58 Prozent für die Zulassung aktiver Sterbehilfe aus. Die Zustimmung zu aktiver Sterbehilfe geht der Umfrage zufolge quer durch alle Bevölkerungsschichten, weitestgehend unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildung oder Konfession.

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Deutschland: Drittel lebt ohne Gottesglauben

Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Knapp 30 Prozent aller Deutschen glauben nicht an Gott. Das hat eine Umfrage des Instituts TNS Emnid ergeben. Offenbar hat die religiöse Überzeugung zudem nur wenig mit Alter und Bildungsgrad zu tun.

pro Medienmagazin

Der atheistisch orientierte Humanistische Verband Deutschlands (HVD) ließ Emnid im März über 1.000 Menschen ab 14 Jahren in Deutschland zu ihrer religiösen Orientierung befragen. Wie der Verband am Freitag mitteilte, stimmten 29 Prozent der Aussage zu „Ich führe ein selbstbestimmtes Leben, das auf ethischen und moralischen Grundüberzeugungen beruht und frei ist von Religion und Glauben an einen Gott“. Weitere 35 Prozent gaben an, diese Aussage treffe „eher“ auf sie zu. „Eher nicht“ damit identifizieren konnten sich 19 Prozent. Weitere 15 Prozent gaben an, die Aussage treffe „überhaupt nicht“ auf sie zu. Insgesamt stehen also rund zwei Drittel der Deutschen religiösen Überzeugungen ganz oder eher kritisch gegenüber, ein Drittel ist dafür offen oder gar gläubig.

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Elefanten können menschliche Stimmen unterscheiden

Afrikanische Elefanten, Bild. wikimedia.org
Ruft dort ein Mann, eine Frau oder ein Kind? Ein Massai-Krieger oder ein Kamba-Bauer? Afrikanische Elefanten erkennen das schon am Klang der menschlichen Stimme, fanden Wissenschaftler heraus.

Von Jacqueline GoebelDIE WELT

Elefanten können das Geschlecht, das Alter und sogar die Ethnie eines Menschen nur anhand der Stimme erkennen. Bei Stimmen von männlichen Kriegern reagieren sie eingeschüchtert: Die Elefantenfamilien rücken zum Schutz enger zusammen und ziehen sich häufig zurück.

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