Gesundheitsrisiko Aschekreuz: Erzbistum Freiburg reagiert

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Nach dem Auftragen des Aschekreuzes am Aschermittwoch hatten einige Gläubige schwere Verätzungen. Der Grund: Der Asche wurde Wasser beigemischt. Das ist im Erzbistum Freiburg nun verboten.

katholisch.de

Für das traditionelle Aschekreuz, das Priester den Gottesdienstbesuchern am Aschermittwoch auf die Stirn streichen, gilt: je feuchter die Asche, umso besser haftet das Kreuz. Deshalb werden der Asche mancherorts größere Mengen Wasser beigemischt. Mit dieser Praxis ist nun zumindest im Erzbistum Freiburg Schluss.

Gesundheitsgefährdende Folgen

Das Erzbistum verbot das Vermischen von Asche und Wasser mit sofortiger Wirkung, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heißt. Begründet wurde dieser Schritt mit „möglichen, teilweise erheblich gesundheitsgefährdenden Folgen durch den Kontakt einer Mischung aus Asche und Wasser mit menschlicher Haut“.

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Katholische Kirche warnt davor, die „stillen Tage“ auszuhöhlen

 Besonders geschützt ist in Bayern der Karfreitag. (Foto: Stephan Rumpf)
Besonders geschützt ist in Bayern der Karfreitag. (Foto: Stephan Rumpf)
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Tanzverbot an „stillen Tagen“ hoffen Münchner Club-Betreiber auf Erleichterungen.
Die katholische Kirche mahnt dagegen zu Zurückhaltung.

Von Jakob Wetzel, Veronika Wulf | Süddeutsche.de

Steht das strikte Tanzverbot an den „stillen Tagen“ nun vor dem Ende? Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hoffen Münchner Club-Betreiber zumindest auf spürbare Erleichterungen. Die Richter hatten entschieden, dass Ausnahmen nicht pauschal per Gesetz ausgeschlossen werden dürfen.

Das Gericht habe damit klar Position bezogen, sagt Alexander Wolfrum, der Vorsitzende des Verbands der Münchner Kulturveranstalter. „Wir rechnen damit, dass Veranstalter jetzt Ausnahmeanträge für viele Tage stellen werden.“ Und die Verwaltung müsse sich künftig an den Spruch des Gerichts halten. Die katholische Kirche dagegen mahnt zu Zurückhaltung.

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Was an Karfreitag und Ostern verboten ist – und was nicht

Tanzen gehen? An den stillen Feiertagen ist das verboten. (Foto: dpa)
Bayern und Baden-Württemberg nehmen die „stillen Feiertage“ besonders streng – aber auch in Berlin gibt es ein Tanzverbot. Auch manche Filme dürfen nicht gezeigt werden.

Von Elisa Britzelmeier|Süddeutsche.de

Wer danach sucht, wo man an den Feiertagen in München so hingehen kann, wird wohl schneller bei Gottesdiensten landen als im Club. Denn Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag sind in Bayern als „stille Feiertage“ besonders geschützt – und damit gilt das viel diskutierte Tanzverbot. Genauer gesagt: Nur Veranstaltungen mit „ernstem Charakter“ sind erlaubt. Und weiter heißt es im bayerischen Feiertagsgesetz: „Am Karfreitag sind außerdem in Räumen mit Schankbetrieb musikalische Darbietungen jeder Art verboten.“

Für jedes Bundesland gelten andere Regeln. In Bayern, wo man es mit den stillen Feiertagen besonders streng nimmt, beginnt der angeordnete Schutz am Karfreitag um Mitternacht. Wer tanzen gehen will, muss bis Ostersonntag warten. Schon seit Jahren halten das viele für nicht mehr zeitgemäß in einer säkularen und nicht mehr rein christlich geprägten Gesellschaft.

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Mitten in Bayern: Stille als Spaßverderber

jesus_schaukel

Jugendliche haben so ihre Probleme mit den „stillen Tagen“. Karfreitag wird halt in einem katholischen Alpendorf ernsthafter begangen als in einem Multi-Kulti-Stadtteil von Berlin. Aber auch früher ging es nicht nur ruhig zu.


Von Hans Kratzer|Süddeutsche.de

Viele Jugendliche halten den Karfreitag für den schlimmsten Tag des Jahres. Nicht wegen der Kreuzigung Christi, von der Feierwütige eh keine Notiz nehmen. Vielmehr fühlen sie sich in ihrer Existenz bedroht, weil Tanz und Discomusik an diesem Tag verboten sind. Das hat der Staat so verfügt. Doch wie soll man dieses Gesetz all den jungen Leuten erklären, die Ostern nicht mehr von Weihnachten unterscheiden können, aber am Karfreitag in der Disco ihren Spaß haben wollen?

Schon schleichen sich Politiker ans junge Wahlvolk heran, darunter auch Heuchler, die von ihrer Ministrantenzeit schwärmen, aber ihre Kirche seitdem nicht mehr betreten haben. Es raunzt die Landesregierung in Baden-Württemberg gegen das Tanzverbot, die Jungliberalen liebäugeln am Karfreitag mit einer Spaßoffensive und selbst der aufgeklärte Deutsche Städte- und Gemeindebund will am Karfreitag nicht mehr nur Passionsmusik hören.

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Wann entstand Ostern?

frohe_osternTheologisch gesehen entstand das Christentum erst wegen der Ereignisse in der Karwoche. Sie beendet die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat, erinnert an Leid und Schmerz der letzten Tage Jesu und führt zur Erlösung aus dem irdischen Menschsein und zum ewigen Leben – die Basis der größten Weltreligion.


kurier.at

Anfangs wurde die Ostergeschichte an nur einem Tag gefeiert. Erst im dritten Jahrhundert entstand die Idee einer einwöchigen Vorbereitung, bald darauf wurden drei heilige Tage (triduum paschale) eingeführt: Gründonnerstag bis Ostersonntag bilden seitdem den Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres. In der Messfeier zum Letzten Abendmahl am Gründonnerstag Abend wird kein Schlusssegen gesprochen, Karfreitag und Karsamstag sind die einzigen Tage im Jahr, an denen keine Messe gelesen wird. Die Glocken fliegen symbolisch nach Rom, statt des Läutens setzte sich der Brauch des Ratschens durch. Erst in der Osternacht endet der Gottesdienst wieder mit Schlusssegen und ordentlicher Entlassung.

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Fürstlicher Blödsinn zum Aschermittwoch

Gebhard Fürst 2008, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0
Bischof Fürst fragt am Aschermittwoch der Künstler: Hat der „mainstream der alles beherrschenden political correctness nicht bereits unwiederbringlich das Interesse an den letzten Fragen verloren“?


kath.net

Kunst kann nach Überzeugung von Bischof Gebhard Fürst bei der Antwort auf „die letzten Fragen“ als Brücke dienen. „Kunst kann Gott hörbar, sichtbar und berührbar machen – vorausgesetzt, Künstler und Betrachter geben ihm Raum und öffnen sich für diese Fragen“, sagte er in seiner Predigt zum traditionellen Aschermittwoch der Künstler in Stuttgart-Hohenheim. Damit sei Kunst die Brücke zwischen den Wirklichkeiten und Wahrheiten, ebenso, wie die Menschen selbst.

Mit Blick auf die Folgen der im französischen Satiremagazin Charlie Hebdo veröffentlichten Karikaturen müsse man sich allerdings neu mit der Frage auseinandersetzen, was Kunst auslösen könne. „Zugleich konfrontieren uns jene schrecklichen Taten mit den letzten Fragen. Nach dem, was im Menschen ist, angesichts des Bösen, das aus ihm heraus bricht“, sagte Bischof Fürst.

Gebhard Fürst formulierte die Sorge, ob der „mainstream der alles beherrschenden political correctness nicht bereits unwiederbringlich das Interesse an den letzten Fragen verloren hat“ und stellte die Frage, ob Kunst oder Religion hier wachrütteln könnten.

Körperwelten öffnet – Kirchen protestieren

Exponate im „Menschenmuseum“: Gunther von Hagens will den Besuchern den Spiegel vorhalten. Durch seine Plastinate sollen sie sich selbst kennenlernen Foto: pro
Ausgerechnet am Aschermittwoch öffnet das erste Museum des Leichenplastinators Gunther von Hagens in Berlin. Die Kirchen protestieren und wollen für die Seelen der ausgestellten Toten beten.


pro Medienmagazin

Ein Mann springt mit seinem Skateboard in die Luft, mit einer Hand stützt er sich ab, mit der anderen hält er das Brett. Ein Turner stützt sich auf zwei in der Luft hängende Ringe, alle Muskeln angespannt schwebt er im Raum, die Beine kerzengerade nach vorne ausgestreckt. Eine Frau tanzt, an ihrem Rücken spreizen sich Flügel aus Sehnen und Haut. Der Boarder, der Turner, die Tänzerin: Sie alle sind tote Menschen, aufbereitet und in Szene gesetzt. Ab Mittwoch sind sie im „Menschenmuseum“ in Berlin zu sehen, der ersten Dauerausstellung des „Körperwelten“-Erfinders Gunther von Hagens.

Seit 20 Jahren konserviert von Hagens Leichen. Das von ihm erfundene Verfahren nennt er „Plastination“. Es erlaubt ihm, aus den Verstorbenen Exponate zu machen und sie in Positionen zu zeigen, die sie zu Lebzeiten vielleicht gar nicht eingenommen haben. Der tote Körper soll so zur Kunst werden und zugleich jedem Einblick in biologische Abläufe geben. 40 Millionen Menschen in 23 Ländern haben die „Körperwelten“-Wanderausstellung bereits gesehen. Im Betonfuß des Fernsehturms am Berliner Alexanderplatz hat Kuratorin Angelina Whalley, zugleich Ehefrau des „Plastinators“, nun dauerhaft Ausstellungsobjekte arrangiert. Zu sehen sind ganze Körper, aber auch einzelne Organe und sogar Föten in den unterschiedlichen Schwangerschaftswochen.

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Bayern verkürzt stille Feiertage

bayern_VGHDie sogenannten stillen Feiertage in Bayern werden um zwei Stunden kürzer.

evangelisch.de

Der Landtag in München stimmte am Dienstagabend einem Gesetz zu, das den Feiertagsschutz neu regelt. Er beginnt nun erst um zwei Uhr morgens statt wie bisher um Mitternacht. Die alte Regelung bleibt jedoch an Karfreitag und Karsamstag gültig. Im Gesetzentwurf begründete Innenminister Joachim Hermann (CSU) die Änderung mit dem „heutigen Ausgehverhalten vieler Menschen“.

Stille Feiertage in Bayern sind Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag und -samstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag sowie Buß- und Bettag. An ihnen sind Tanzveranstaltungen verboten. Der Heilige Abend gilt ab 14 Uhr als stiller Tag. Gegner des neuen Gesetz hatten in den vergangenen zwei Wochen im Internet rund 1.800 Unterschriften gesammelt. Auch der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hatte die Verkürzung immer wieder abgelehnt.

Eine ähnliche Änderung gab es im Februar in Bremen: Das Land verkürzte den Schutz der stillen Feiertage Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.

„Saludos Amigos!“

Mit diesen Worten begrüßte der damalige Ministerpräsident von Bayern, beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau, sein Auditorium. Max Streibl stolperte über seine privat-freundschaftlichen Beziehungen und musste zurücktreten. Das war 1993.

Mit christlich-sozialer Nächstenliebe, denke an dich und deine Nächsten, geh beichten, dann ist die Welt wieder in Ordnung, greift man ganz locker und frei von Scham in die Fleischtöpfe der Gesellschaft. Ob nun guttierte Promotionen, die kleinen und großen Jobs für die Ehefrau, Kinder, Kindeskinder, Urenkel, Freunde, Verwandte, Bekannte, christ-soziales Engagement ist schamlos.

Der Filz im bayrischen Landtag sagt sehr viel über die politische Kultur im blau-weißen Freistaat aus, Postengemauschel wie in einer Bananenrepublik. Politik als mediales Trägermittel der Bereicherung politischer Subjekte. Wer die Gesellschaft bescheißt hat Mitleid mit Steuerbetrügern, mit Gottes Segen.

Die zweite Reihe der Politik in Bavaria steht nicht besser da. Ran an die Fleischtöpfe und fressen was die erste Reihe an Resten übrig gelassen hat, es wird die SPD genauso treffen wie die Grünen. Eine Hand wäscht des anderen Fuß.

Politik ist dann Nebensache. Das schlechte öffentliche Meinungsbild über Politiker wird eh von Atheisten, Linken und Revoluzzern in die Welt gebracht.

Unmoral ist die Moral derer, die sich amüsieren.(A.Bierce) Christliche Moral, Nächstenliebe, haben einen ganz konkreten Stellenwert, der sich, ganz bayrisch natürlich, in Euro ausdrücken lässt. Mia san Mia. Aber klar doch, bis ans Ende aller Tage.

Karfreitag: Tanzen in Bremen?

Quelle: brightsblog
Quelle: brightsblog

Wer darf an „stillen Feiertagen“ was? Mit dem herannahenden Osterfest beginnt die Debatte, ob an Karfreitag in deutschen Diskos getanzt werden darf. In diesem Jahr ist Bremen der Vorreiter. Die dortige rot-grüne Regierung will das Tanzverbot – nicht nur – an Karfreitag lockern. Kritik kommt von Christen, Gewerkschaften und den eigenen Parteimitgliedern.

pro Medienmagazin

Ein entsprechender Antrag im Bremer Landesparlament soll den religiösen Einfluss einschränken. Angestrebt wird eine Regelung ähnlich wie in Berlin. Dort muss an kirchlichen Feiertagen von sechs bis 21 Uhr Ruhe sein, am Totensonntag und Volkstrauertag jeweils von sechs bis 17 Uhr. Die Antragssteller begründeten ihr Anliegen damit, dass sie in Berlin von „keiner gesellschaftlichen Gruppe mehr ernsthaft in Frage gestellt“ wird.

Laut der Tageszeitung „taz“ ist vor allem Bremens SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen, ein überzeugter Protestant, von dem Vorstoß nicht begeistert. Ein Bremer Student hatte im März 2011 eine öffentliche Petition gegen das Tanzverbot an Feiertagen gestartet. Jetzt scheint er ein erstes Etappenziel zu erreichen. Laut Informationen der „taz“ sollen 2018 die Verbote der Bremer Feiertagsgesetze ganz fallen.

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Gottesstaat Bayern: Zocken an „stillen Tagen“ verboten

bayern_VGHDeus lo vult könnte man sagen. Er will es aber nicht, jedenfalls sind seine Intentionen diesbezüglich nicht bekannt. Das Bodenpersonal des Allmächtigen kennt aber die Wünsche und Befindlichkeiten und setzt sie durch. Es geht um den Fakt, ob das Verbot zum Betrieb von Spielhallen mit verfassungsrechtlich gewährleisteter Berufsfreiheit vereinbar ist.

Wie aus der Überschrift ersichtlich ist es das offensichtlich. Aschermittwoch, Gründonnerstag und Karsamstag darf in Bayern nicht gezockt werden. Obwohl ich noch nie eine Spielhalle von Innen gesehen habe ist es doch signifikant zu erkennen, wie weitreichend Einschnitte aus religiöser Bevormundung gehen.

Aschermittwoch, das Ende der Narrenzeit, Ruhe ist angesagt. Nach Tagen des gottgefälligen Saufens und der Heiterkeit, fährt der gute Christ nach Bad Pyrmont zum entschlacken. Hat er doch reichlich Giftstoffe aufnehmen können. Natürlich ist Entschlacken ohne Gottes-Segen oder seiner Knechte einfach nur profan und eines Christen, auch saufenden, unwürdig. Ein Christ geht dann nicht ins Spiel-Casino und zockt sich seinen Brägen frei. In andächtiger Art und Weise hat er Gott zu danken, dass seine Leber noch mitspült und die Ehefrau die karnevalistischen Seitensprünge nicht mitbekommen hat. Ab Aschermittwoch wird gefastet, das Fressen und Saufen, die Völlerei schlechthin ist bis Ostern passè. Zocken nun auch, wie uns der bayrische Verwaltungsgerichtshof wissen lässt.
Am fünften Tag der Karwoche, Gründonnerstag, gedenken die Christen des letzten Abendmahles von Jesus und seinen 12 Aposteln. Da ist kollektive Trauer angesagt und besonders grünes Gemüse (Grünkohl, Salate, Nesseln, junge Triebe) und grüne Kräuter sind zur Ernährung empfohlen. Der Verwaltungsgerichtshof hat das bisher noch nicht geregelt. Die Christen dürfen mit Sicherheit hoffen, es wird kommen. Keine fetten Haxen, Weißwurst, so etwas gehört juristisch, will sagen verwaltungsrechtlich geregelt. Freudenschreie von Gewinnern an Spielautomaten sind obsolet.

Karfreitag dann der Tag der Tage. Da wird der Todesstunde des Gottessohnes gedacht, da ist man nicht fröhlich, lebenslustig, da sagt der gute Christ, Scheiße warum lebe ich und Christus nicht. Um die Christenheit nun nicht ganz in depressive Stimmungen verfallen zu lassen, zur Verhinderung des kollektiven Suizids, vermittelt man die frohe Botschaft für den Ostersonntag. Still sind da nur noch die Biergärten, ansonsten ist wieder christliche Völlerei angesagt, der Gottessohn fährt ja bald in den Himmel. Wie schön. Bleibt die Frage, wann die Richter des Verwaltungsgerichtshofes nach Oben fahren? Es wäre nicht schlecht. Die rechtliche Bevormundung von Menschen hätte, zumindestens vorübergehend, ein Ende.

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 22.10.2012
– 22 B 10.2398

Törichte Pfaffenargumente zum „stillen“ Feiertag

Karfreitag: Der mögliche Kreuzestod eines möglichen Menschen Jesus. ©dapd

Während die Christen am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu gedenken wollen, rufen Gegner der staatlich verordneten Feiertagsruhe zu bundesweiten Tanz-Flasmobs auf. Bischöfe werben dagegen dafür, den Tag für Einkehr und Besinnung zu nutzen.

domradio.de

Auch in diesem Jahr wird um die Stille am Karfreitag gestritten. Die Piratenpartei in Frankfurt und Gießen rief zu „Tanzflashmobs“ an dem Feiertage auf. Unterdessen haben das Regierungspräsidium Gießen und die Stadt Frankfurt am Main die Tanz-Demonstrationen untersagt. Unter anderem auch für Köln und Hannover kursieren Aufrufe zur Demonstration im Internet. Die Protestaktionen richten sich gegen das Feiertagsgesetz, was unter anderem den Diskothekenbetrieb über die Osterfeiertage einschränkt. Auch bei den Schaustellern regte sich Kritik an der gesetzlich geregelten Ruhe.

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Für den Vatikan kein Missbrauch

Foto: kurier.at

Rom hat entschieden, dass es nach den Missbrauchsvorwürfen in St. Jakob am Thurn kein kirchenrechtliches Verfahren gibt.

KURIER.at

Nach schwerwiegenden Missbrauchsvorwürfen hatte der ehemalige Domprediger und Pfarrprovisor von St. Jakob am Thurn, Peter Hofer, im März 2011 alle Funktionen zurückgelegt. Im Vatikan hat man jetzt entschieden, dass nichts vorliegt, was ein kirchenrechtliches Verfahren rechtfertigt. Ab Aschermittwoch wird Hofer wieder predigen. „In der Pfarre freut man sich“, sagt Bürgermeister Helmut Klose.

„Meiner Klientin wird diese Entscheidung nahegehen. Sie ist noch gläubig. Aber es bestätigt ihr, dass die Kirche auf die eigenen Leute schaut“, sagt Anwalt Nikolaus Bauer, der jetzt die nächsten zivilrechtlichen Schritte mit der Frau besprechen wird. Laut Bauer hatte die Glaubenskongregation, von der die Akten für den Vatikan zusammengestellt wurden, nie Kontakt zur Betroffenen aufgenommen. Die Salzburgerin gibt an, in den 1980er-Jahren im Alter zwischen 16 und 20 Jahren mehrfach von Hofer vergewaltigt worden zu sein. Der Pfarrer gibt eine sexuelle Beziehung zu. Diese soll aber freiwillig mit der bereits Volljährigen gewesen sein. Die Klasnic-Kommission sieht die Situation anders und erkannte die Salzburgerin als Opfer an.

Rammstein: Kein Konzert in München zum Totensonntag

Quelle: rockturk.com

Die Band „Rammstein“ darf nicht am 20. November in München auftreten. Die Stadt möchte den „ernsten Charakter“ des Feiertages Totensonntag wahren.

pro Medienmagazin

Das teilte die Konzertagentur MCT am Freitag mit. Das bayerische Feiertagsgesetz sehe vor, dass am Totensonntag der ernste Charakter gewahrt werden müsse, sagte Wilfried Blume-Beyerle vom Kreisverwaltungsreferat laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.). Das sei bei Rammstein nicht der Fall, die Band sei „riesig laut“, und auch die Texte seien für den Totensonntag nicht angemessen.

Die Agentur kritisierte die Entscheidung auf ihrer Internetseite. „Es erscheint absolut willkürlich, warum ein Rammstein-Konzert verboten wird, wohingegen Dutzende andere Konzerte am Totensonntag stattfinden dürfen“, hieß es in einer Mitteilung. In den vergangenen Jahren hätten rund 130 Konzerte unterschiedlichster Musikrichtungen an den sogenannten stillen Tagen wie Aschermittwoch, Karfreitag, Allerheiligen oder Totensonntag stattgefunden.

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