Schlagwort-Archive: Benedikt XVI.

Apostel Denunzianten

A. Paul Weber – Der Denunziant; Quelle: privat
Bischof Mogavero war von Benedikt XVI. nach finanziellen Unregelmäßigkeiten seines Amtes enthoben worden. Mogavero macht aber seinen Ökonomen für die Unregelmäßigkeiten verantwortlich und fühlt sich von bischöflichem Amtsbruder diffamiert.


kath.net

In Italien sorgt ein Streit zwischen zwei sizilianischen Bischöfen für Aufsehen. Nach Informationen der Zeitschrift «Panorama» soll der frühere Bischof von Trapani, Francesco Micciche (71), einen Amtsbruder wegen «Diffamierung» bei Papst Franziskus angezeigt haben.

Wie «Panorama» berichtet, handelt es sich um den Bischof von Mazara del Vallo, Domenico Mogavero (68), der 2011 eine vom Vatikan angeordnete Untersuchung des Finanzgebarens der Diözese Trapani leitete. Dabei wurden finanzielle Unregelmäßigkeiten in Millionenhöhe festgestellt. Benedikt XVI. (2005-2013) enthob Micciche daraufhin im Mai 2012 seines Amtes. Dieser wies die Vorwürfe zurück und machte seinen Ökonomen für die Unregelmäßigkeiten verantwortlich.

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Aus dem Leben eines Taugenichts

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
Benedikt XVI. ist laut Bischof Gänswein bei guter Gesundheit. Regelmäßigen Besuch empfange der emeritierte Papst aber nicht. Gerüchte über Strömungen im Vatikan gegen Franziskus bestritt Gänswein.


DIE WELT

Nach Angaben von Kurienerzbischof Georg Gänswein befindet sich der emeritierte Papst Benedikt XVI. in guter gesundheitlicher Verfassung. “Der Kopf ist glasklar. Die Beine machen da und dort etwas Schwierigkeiten. Beim Gehen nimmt er dann den Rollator, der etwas Stabilität gibt, und damit geht es ganz gut”, sagte Gänswein in einem am Ostersonntagabend ausgestrahlten Interview des österreichischen Senders ORF. Gänswein ist Präfekt des Päpstlichen Hauses und zugleich Privatsekretär von Benedikt XVI. Der emeritierte Papst wird am 16. April 88 Jahre alt.

Gänswein bekräftigte, dass Benedikt XVI. keine wissenschaftlichen Arbeiten mehr verfassen werde, “weil er dafür nicht mehr die Kraft hat und nicht mehr diesen inneren Schwung, den er bräuchte”. Benedikt XVI. führe aber eine große private Korrespondenz. “Er liest sehr viel, er betet sehr viel. Er hört Musik. Er spielt auch Klavier. Es wird ihm nicht langweilig. Ich glaube, er weiß mit der Zeit etwas Gutes anzufangen.”

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Martin Buber: Ein Mittler zwischen verhärteten Fronten

Auch zu Lebzeiten geehrt: Der Philosoph Martin Buber. (dpa / picture alliance / ANP)
Martin Buber ist einer der großen Denker des Judentums gewesen. Zu seinem 50. Todestag erscheint die Biografie, die der Theologe Karl-Josef Kuschel verfasst hat. Und er würdigt Buber als jemanden, dem es gelungen sei, den interreligiösen Dialog neu zu entfachen.


Karl-Josef Kuschel im Gespräch mit Maike Albath|Deutschlandradio Kultur

Er sei einer der ganzen großen Denker des Judentums deutscher Sprache gewesen, der es gerade zu seinem 50. Todestag verdient habe, an sein Vermächtnis zu erinnern, so begründet es Karl-Josef Kuschel, dass er eine Biografie über Martin Buber geschrieben hat.

Der jüdische Religionsphilosoph wurde 1878 in Wien geboren und starb 1965 in Jerusalem – wuchs aber bei den Großeltern im galizischen Lemberg auf. Seine theologische Programmatik entwickelte er aus den Erzählungen der osteuropäischen Chassidim – und das zu einer Zeit, in der das Ostjudentum intellektuell verachtet worden war. Aus diesen Quellen habe er die Erneuerung des Judentums vorangetrieben, resümiert der Professor für katholische Theologie, der lange Jahre Ko-Direktor des Instituts für ökumenische und interreligiöse Forschung an der Universität Tübingen war.

Und Buber sei auch dadurch zu einer epochalen Figur geworden, weil im Verhältnis von Juden und Christen vorgedacht hätte, was heute noch das Niveau des Dialogs ausmache: einzigartige Versuche, die lange verhärteten Fronten des Antijudaismus wie der Polemik gegenüber dem Christentum zu überwinden. Dialog habe für den jüdischen Gelehrten auf Begegnung beruht, auf Tiefenerfahrungen, die existenziell verändern und geistig erweitern würden, nicht aber auf “Vergegnungen”, bei denen sich verschiedene Religionen träfen, sich aber nichts zu sagen hätten.

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Georg Ratzinger: Mein Bruder ist kein Gegenpapst

Bild: Religion Poisons Everything
Bild: Religion Poisons Everything
Bruder von Benedikt XVI. verteidigte Papst Franziskus gegen Kritiker. Zwar sei der Stil von Franziskus «etwas ungewöhnlich». Aber es sei «seine Überzeugung, und es ist im Einklang mit seiner Aufgabe». Diese Meinung teile auch Benedikt XVI.


kath.net

Der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI., Georg Ratzinger, hat Papst Franziskus gegen Kritiker verteidigt. Zwar sei der Stil «etwas ungewöhnlich», sagte der 91-Jährige der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). Aber es sei «seine Überzeugung, und es ist im Einklang mit seiner Aufgabe». Diese Meinung teile auch Benedikt XVI. Das Verhältnis zwischen seinem Bruder und Franziskus sei «sehr freundlich, kollegial und priesterlich.»

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Ansprache von Papst Franz an die Abgeordneten des Europäischen Parlament

Bild bearb. BB
Bild bearb. BB

Straßburg
25. November 2014
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Herr Präsident, meine Damen und Herren Vizepräsidenten,
verehrte Europaabgeordnete
und alle, die in den verschiedenen Arbeitsbereichen dieser Einrichtung tätig sind,
liebe Freunde,
ich danke Ihnen für die Einladung, vor dieser Institution, die für das Leben der Europäischen Union grundlegend ist, das Wort zu ergreifen, und für die Gelegenheit, die Sie mir bieten, mich über Sie an die über fünfhundert Millionen Bürger zu wenden, die Sie in den 28 Mitgliedsstaaten vertreten. Meinen besonderen Dank möchte ich Ihnen, Herr Parlamentspräsident, ausdrücken für die freundlichen Worte, mit denen Sie mich im Namen aller Mitglieder der Versammlung willkommen geheißen haben.

Mein Besuch findet in einem zeitlichen Abstand von mehr als einem Vierteljahrhundert nach dem von Papst Johannes Paul II. statt. Vieles hat sich seit jenen Tagen in Europa und in der ganzen Welt verändert. Es existieren nicht mehr die gegensätzlichen Blöcke, die damals den Kontinent in zwei Teile teilten, und langsam erfüllt sich der Wunsch, dass „Europa sich souverän freie Institutionen gibt und eines Tages sich in die Dimensionen entfalten kann, die die Geografie und mehr noch die Geschichte ihm gegeben haben“. (Johannes Paul II., Ansprache an das Europaparlament, 11. Oktober 1988, 5.)
Neben einer weiträumigeren Europäischen Union gibt es auch eine Welt, die komplexer geworden und stark in Bewegung ist. Eine Welt, die immer stärker vernetzt und global und daher auch immer weniger „eurozentrisch“ ist. Einer ausgedehnteren, einflussreicheren Union scheint sich jedoch das Bild eines etwas gealterten und erdrückten Europas zuzugesellen, das dazu neigt, sich in einem Kontext, der es oft nüchtern, misstrauisch und manchmal sogar argwöhnisch betrachtet, weniger als Protagonist zu fühlen.
Indem ich mich heute an Sie wende, möchte ich aufgrund meiner Berufung zum Hirten an alle europäischen Bürger eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung richten.

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Plantu: Französischer Papst-Karikaturist freigesprochen

Die Überschrift lautet: Pädophilie: Der Papst nimmt Stellung – der Junge sagt: “Hört auf euch ficken zu lassen, geht lieber am Sonntag wählen! (Es handelte sich damals um Regionalwahlen in Frankreich)
Urteil: Keine Aufstachelung zu Hass. Ein Pariser Strafgericht urteilte, die Darstellung ziele nicht darauf, die Katholiken oder Kleriker generell zu brandmarken.

kath.net

Der wegen einer Papst-Karikatur angeklagte französische Zeichner Plantu ist vom Vorwurf der Aufstachelung zu Hass freigesprochen worden. Ein Strafgericht in Paris urteilte am Dienstag laut französischen Medienberichten, die Darstellung ziele nicht darauf, die Katholiken oder Kleriker generell zu brandmarken. Der Karikaturist habe lediglich auf die seiner Meinung nach unangemessene Reaktion der Kirche auf Missbrauchsvorwürfe hingewiesen.

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George Weigel: Rechtfertigung für Papst Benedikts Regensburger Rede

George Weigel Blog, Screenshot: BB
George Weigel Blog, Screenshot: BB
Benedikt XVI. habe in seiner Regensburger Rede zwei Schlüsselfragen angesprochen: Kann der Islam Argumente für religiöse Toleranz und für die Trennung von Politik und Religion finden? Diese Themen seien heute höchst aktuell, schreibt George Weigel.

kath.net

In seiner „Regensburger Rede“ hat Papst Benedikt XVI. zwei Schlüsselfragen angesprochen, deren Antworten den „Bürgerkrieg innerhalb des Islam“ ebenso entscheidend beeinflussen werden wie die weltweiten Bedrohungsszenarien. Das schreibt der Theologe und Papst-Biograph George Weigel auf dem Blog First Things.

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Zur Erinnerung. Am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung.

Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung.

B16

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

B16 selbst zitiert den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350-1425), der während eines Gesprächs mit islamischen Gelehrten, diese Aussagen getroffen haben soll.

Papst Franziskus traut Paare mit Kindern

Bild: youtube
Bild: youtube
Erstmals leitete der Papst eine Hochzeitsmesse im Petersdom. Zugelassen waren auch Paare, von denen ein Partner schon verheiratet war.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat erstmals eine Hochzeitszeremonie im Petersdom geleitet und dabei auch Paare mit bereits vorhandenen Kindern getraut. Zu den 20 Paaren, die für die Trauung am Sonntag ausgesucht wurden, gehörten auch welche, die schon zusammenleben. “Das sind Paare wie alle anderen”, erklärte die Diözese Rom zur Auswahl. Zugelassen wurden auch Hochzeitspaare, von denen ein Partner schon einmal verheiratet war und dessen Ehe annulliert wurde.

Anfang Oktober will eine Bischofssynode in Rom über die Lehren der katholischen Kirche zu Familie und Sexualmoral beraten. Dabei zeichnet sich ab, dass einige Regeln auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Päpstliche Trauungen sind im Vatikan selten. Johannes Paul II. hatte in seiner Amtszeit zwei Hochzeitsfeiern zelebriert, Benedikt XVI. gar keine.

Papst: “Wenn die Kräfte schwinden trete ich zurück”

Papst Franziskus (Bild: AP)
Papst Franziskus (Bild: AP)
Papst äußert sich bei “fliegender Pressekonferenz” auf Rückflug aus Seoul auch über mögliche weitere Reiseziele sowie die geplante Umwelt-Enzyklika – Franziskus: Wenn die Kräfte schwinden, trete ich zurück wie Benedikt XVI.

kathweb

Papst Franziskus will die Vereinten Nationen in New York besuchen. Ein solcher Besuch lasse sich “vielleicht” mit einer zum Reise katholischen Weltfamilientag in Philadelphia im September 2015 verbinden, die er unternehmen wolle, sagte er am Montag vor mitreisenden Journalisten auf dem Flug von Seoul nach Rom. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon habe ihn dazu eingeladen, erinnerte Franziskus, der bei der “fliegenden Pressekonferenz” auch zu möglichen weiteren Reisezielen und dem Stand der Arbeiten an der geplanten Umwelt-Enzyklika Stellung nahm. Erneut bekundete er auch seine Absicht im Fall nachlassender Kräfte wie sein Vorgänger Benedikt XVI. als Papst zurückzutreten.

Die USA-Reise Franziskus’ zum 8. katholischen Weltfamilientag, der vom 22. bis 27. September 2015 stattfindet, war bislang noch nicht offiziell bestätigt, galt aber als sehr wahrscheinlich. Franziskus erwägt nach eigenem Bekunden zudem einen Besuch des US-amerikanischen Parlaments in Washington. Hierzu liege eine Einladung von Präsident Barack Obama vor. “Vielleicht machen wir die drei Städte zusammen”, sagte er bei der “fliegenden Pressekonferenz”. Weiter deutete er an, dass er hierbei auch einen Abstecher zum Marienwallfahrtort Guadalupe in Mexiko unternehmen könnte.

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Evolution in der Grundschule? – Unbedingt!

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Kinder hören in Grundschulen von Gottes Schöpfung, Evolution steht nicht in den Lehrplänen. Unser Autor hat den katholischen Theologen Michael Hauber gefragt: Sollte Evolution schon vor der fünften Klasse im Unterricht besprochen werden?

Von Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

SZ.de: Kinder bekommen im Religionsunterricht an Grundschulen die Schöpfungsgeschichte beigebracht. Das habe ich in einem Artikel behauptet und wurde dafür von einigen Theologinnen und Theologen kritisiert – unter anderem von Ihnen, Herr Hauber. Stimmt das denn nicht?

Michael Hauber: Es entsteht der Eindruck, es würde dort ausschließlich das sogenannte Sechs-Tage-Werk gelehrt. Schon in der Bibel gibt es aber eine zweite, etwas andere Schöpfungserzählung, die auf die Zeitangaben verzichtet. Selbst dort wird also nicht suggeriert, die Welt sei in sechs Tagen erschaffen worden. Und im Religionsunterricht geschieht das auch nicht.

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Vatikan: Exorbitanter Bescheidenheits-Anfall

Porzellanfigur Villeroy & Boch, Bild: Ebay.
Der Papst zeigt sich erneut bescheiden: Franziskus hat mit der langjährigen Tradition gebrochen, für den Vatikan ein Kaffee- und Tafelservice der Firma Villeroy & Boch anzunehmen.

religion ORF.at

Das derzeitige Oberhaupt der katholischen Kirche habe kein Geschirr gewollt, sagte Wendelin von Boch-Galhau (71), Aufsichtsratschef des Keramikkonzerns, der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe). „Ich denke, das hängt mit der großen Bescheidenheit zusammen, mit der dieser Papst ausgestattet ist, und mir ist das durchaus sympathisch.“ Bei den bisherigen Geschenken an Päpste habe es sich stets um Knochenporzellan gehandelt, „feinste Qualität mit dem jeweiligen päpstlichen Wappen“.

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Papst Franz: „Wer nicht zu Gott betet, betet den Teufel an“

Verehrungswürdige Puppe.
Verehrungswürdige Puppe.
Der Vatikan hat die „Internationale Vereinigung der Exorzisten“ offiziell anerkannt. Schon unter Papst Franziskus’ Vorgänger Benedikt XVI. hatte die katholische Kirche wieder deutlich mehr Teufelsaustreiber zugelassen.

Von Jörg BremerFrankfurter Allgemeine

Der Vatikan hat die „Internationale Vereinigung der Exorzisten“ (Aie) offiziell anerkannt und ihre Statuten gebilligt. Das berichtete am Donnerstag die päpstliche Tageszeitung „L`Osservatore“. Der derzeitige Chef der Organisation, der italienische Ordensgeistliche Francesco Bamonte, sagte in einer ersten Reaktion,  er hoffe, dass nun mehr Priester der „oft ausgeblendeten oder unterschätzten dramatischen Situation“ jener Beachtung schenkten, die „vom Teufel besessen“ seien.

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Bild: Bill Flavell, FB
Bild: Bill Flavell, FB

Missionsbischof Kräutler: Um Priesterberufungen beten? „Da mache ich nicht mit“

Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info
Erwin Kräutler, Bild: katholisches.info
Für den linksfreundlichen österreichischen Missionsbischof Erwin Kräutler ist Beten um Priesterberufungen Schnee von gestern. Das sei das „Konzept“ von Benedikt XVI. gewesen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Kräutler beharrt in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse auf „regionale Lösungen der Zölibatsfrage“. Solchen gegenüber habe sich Papst Franziskus, von dem Kräutler am vergangenen 4. April im Vatikan empfangen worden war, „sehr offen“ gezeigt. Der Papst wünsche sich „Vorschläge“ zur Zölibatsfrage.

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Wenn das katholische Gehirn ins Kondom rutscht

Bild: abendzeitung-münchen.de
Benedikt XVI. wurde von der halben Welt beschimpft, als er 2009 während seines Afrika-Besuchs sagte: „Kondome lösen nicht die Probleme Afrikas“, sie seien keine geeignete Form der Aids-Bekämpfung. Nun bestätigte die US-Gesundheitsbehörde, daß der Papst recht hatte: Kondome taugen nicht.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Jahrzehntelang wurde in den USA und im Gefolge ebenso in Europa wie in den Ländern der Dritten Welt Kondom-Propaganda betrieben, entweder von NGO’s oder durch Regierungen oder beiden zusammen. Wer Widerspruch anmeldete und Kritik wagte, wurde als „Massenmörder“ beschimpft, an erster Stelle Papst Benedikt XVI. Dem dumm dreist Aids-Tote angelastet wurden. Im Internet finden sich noch tonnenweise ebenso geistlose wie verächtliche Beschimpfungstiraden und blasphemische Darstellungen der Kondom-Propagandisten gegen Johannes Paul II. und Benedikt XVI. oder auch die Gottesmutter Maria (siehe Bild). Von den unzähligen respektlosen und geschmacklosen Karikaturen gegen die beiden Päpste ganz zu schweigen. Und nun ist alles anders.

Die dem US-Gesundheitsministerium unterstehenden Centers for Disease Control and Prevention (CDC), in ihrer heutigen Form vom US-Kongreß 1992 errichtet, gaben das Scheitern der jahrzehntelangen Kondom-Politik bekannt. Der Grund? Weil Kondome nicht sicher sind. Welche Konsequenzen daraus gezogen werden? Mitnichten jene, die vernünftigerweise zu erwarten wären. Mit ziemlicher Sicherheit wird sich auch niemand bei Papst Benedikt XVI. und der Katholischen Kirche entschuldigen. Soviel Redlichkeit dürfte den Barrikadenkämpfern für freien Sex, Verhütung und Abtreibung eher fehlen.

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Der Neokatechumenale Weg – Kikos Weg

Kiko Argüello beim Weltjugendtagsvortreffen 2005 in Amsterdam, Bild: wikimedia.org/public domain
Der Neokatechumenale Weg ist eine der mächtigsten Bewegungen des Katholizismus. Aussteiger werfen ihm und seinem Gründer Kiko Argüello sektiererische Tendenzen vor.

Von Raoul LöbbertZEIT ONLINE

Die Ära Meisner in Köln endet mit einem Satz, der zum Skandal wird. “Eine Familie von euch”, sagt der Kölner Kardinal am 24. Januar bei einer Veranstaltung des Neokatechumenalen Wegs, “ersetzt mir drei muslimische.” Der Satz schafft es bis ins ZDF-“heute journal”. Der Zentralrat der Muslime vergleicht Meisner mit Sarrazin. Selbst die Bundesregierung distanziert sich von der “persönlichen Meinung eines katholischen Würdenträgers”, die bis heute als Videoschnipsel durchs Netz geistert. Doch wen hat Meisner mit “euch” genau gemeint? Wer oder was ist der Neokatechumenale Weg?

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Die spirituellen Fallschirmjäger des Vatikan

Kloster Thalbach, Bregenz, Bild: wikimedia.org
Eine Frau sucht im Kloster des Ordens “Das Werk” Geborgenheit. Sie findet sektenartige Strukturen, wird sexuell missbraucht und ein Opfer religiösen Fundamentalismus.

Von Kai Biermann – ZEIT ONLINE

Manche reisen nach dem Abitur in die Welt, manche suchen sich eine Lehrstelle, viele studieren. Klara geht ins Kloster. Es ist das Jahr 2003. Der Krieg im Irak hat gerade begonnen, in Österreich regiert zum zweiten Mal die FPÖ mit, Arnold Schwarzenegger wird Gouverneur in Kalifornien. Für Klara ist das alles fernes Rauschen. Viel lauter ist eine Stimme in ihr, die sagt, sie sei berufen. Klara ist neunzehn Jahre alt.

Sie ist in Süddeutschland aufgewachsen, mit sechs Geschwistern und der Überzeugung, dass die Kirche Halt und Trost gibt. “Seit ich sechzehn war, wollte ich Nonne werden”, sagt sie. Heute will sie davon erzählen, um andere zu warnen. Es war ein Wunsch, an dem sie fast zugrunde ging.

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Vatikan-Korrespondent nennt Benedikt XVI. ‘Ratte’

the_tabletDie linkskatholische Zeitschrift “The Tablet” hat ihren Rom-Korrespondenten wegen einer abfälligen Bemerkung über Benedikt XVI. auf Facebook vorläufig beurlaubt

kath.net

Die katholische Zeitschrift «The Tablet» hat ihren Rom-Korrespondenten wegen einer abfälligen Bemerkung über Benedikt XVI. auf Facebook vorläufig beurlaubt. Das bestätigte die Chefredakteurin der in London erscheinenden internationalen Wochenschrift, Catherine Pepinster, am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Eine Untersuchung sei im Gang. Die Herausgeber und die Redaktion des «Tablet» distanzierten sich von den Äußerungen Mickens’, erklärte Pepinster. «The Tablet» gilt als linksorientiert und Gruppen wie «Wir sind Kirche» nahestehend.

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Joachim Meisner: Der selbsternannte „Wachhund Gottes“

meisner_400q Joachim Meisner, der ebenso einflussreiche wie umstrittene Kölner Erzbischof und Kardinal, geht in den Ruhestand.

Von Gerhard KieferBadische Zeitung

Joachim Meisner kann spalten und versöhnen, umgänglicher sein als mancher Dorfpfarrer und sein Publikum doch wieder vor den Kopf stoßen – so poliert der Kölner Kardinal seit langem sein Image als Polarisierer. Mittlerweile ist Meisner in so viele Fettnäpfchen getreten, dass manche ihn den “Steinbrück der deutschen Bischöfe” nennen. Doch der Erzbischof ist, wie immer man zu ihm steht, eine prägende Persönlichkeit des deutschen Episkopats. Am Sonntag nimmt der 80-jährige “Wachhund Gottes” (Meisner über Meisner) im Kölner Dom Abschied von der größten und reichsten der 27 deutschen Diözesen, die er 25 Jahre souverän bis autoritär geleitet hat. Unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. galt er gar als einer der einflussreichsten Kardinäle der Weltkirche.

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Benedikt XVI.: Amtsverzicht war gültig – Ende des „Verwirrspiels“ oder neue Medienente?

Bild: br.de
Der Vatikanist Andrea Tornielli veröffentlichte zwei Sätze von Papst Benedikt XVI., die angeblich aus einem Antwortschreiben desselben an ihn stammen würden. Darin erklärt er, sein Amtsverzicht sei „gültig“, es habe dafür keinen anderen Grund gegeben als sein Alter. „Spekulationen“ dazu seien „absurd“. Ebenso bestätigte er die Echtheit von ihm zugeschriebenen Sätzen, die ausgerechnet der häretische Theologe Hans Küng verbreitete.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Gibt es in der Kirche zwei Päpste? Benedikt XVI. unterzeichnet als Papst und verwendet Papier mit dem Briefkopf „emeritierter Papst“. Franziskus bezeichnet sich als „Bischof von Rom“ und unterzeichnet nur mit „Franciscus“. Der traditionsverbundene Blog „Chiesa e post concilio“ sieht hinter dem angeblichen Brief Benedikts XVI. ein durchsichtiges Manöver der regierenden Kirchenleitung, verbreitete Zweifel und ein Unbehagen im gläubigen Volk zum Schweigen zu bringen. Tornielli hat das angebliche „Schreiben“ nicht abgedruckt. Vor allem kommt es nicht ihm zu, an Stelle des Heiligen Stuhls zu dementieren oder richtigzustellen. Schon gar nicht Dinge von solcher Tragweite. Vor allem aber ist Tornielli nicht mit den Acta Apostolica Sedis zu verwechseln. Kurzum, die Meldung erinnert an eine andere Medienente im vergangenen Sommer, als ein „großer Unbekanter“ von einem angeblichen Besuch bei Benedikt XVI. berichtete und davon, daß dieser gesagt habe, der Heilige Geist habe ihm zum Rücktritt geraten (siehe eigenen Bericht Benedikts Rücktritt: „Gott hat es mir gesagt“? – Medienente des „großen Unbekannten“). Tornielli sei in dieser Aktion nur ausführendes, wahrscheinlich selbst mißbrauchtes Organ anderer, so „Chiesa e post concilio“. Wir dokumentieren den Kommentar als Beitrag zur aktuellen Diskussion in der Kirche.

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Tornielli zitiert einige Sätze Benedikts XVI., die zu „einem Brief“ werden

von Chiesa e post concilio

Die Nachricht hat bereits die Runde um die Welt gemacht. Tornielli veröffentlicht einen „Brief“ von Benedikt XVI., in dem der „emeritierte Papst“ seinen Amtsverzicht für gültig erklärt und bestätigt, daß es keinen anderen Grund dafür gibt als das „vorgerückte Alter“. Zudem bestätigt er, Hans Küng (!) die vielzitierten Worte über die „Identität der Sichtweise“ zwischen ihm und Franziskus geschrieben zu haben, und seinen Willen bis zum Ende seiner Tage nichts anderes als ein „Beter“ sein zu wollen.

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Vatikan: Franziskus-Artikel vom Rolling-Stone-Musikmagazin zu oberflächlich

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©Rolling Stone
Lombardi: Um das Positive des neuen Papstes herauszustreichen, meine der Autor, das Pontifikat seines Vorgängers Benedikt XVI. besonders schlechtmachen zu müssen. Dies geschehe mit überraschender Grobheit

kath.net

Vatikansprecher Federico Lombardi hat die Titelgeschichte des US-Musikmagazins «Rolling Stone» über Papst Franziskus als «oberflächlich» kritisiert. Um das Positive des neuen Papstes herauszustreichen, meine der Autor, das Pontifikat seines Vorgängers Benedikt XVI. besonders schlechtmachen zu müssen, sagte Lombardi am Mittwoch. Dies geschehe mit überraschender Grobheit.

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