Meeressaurier-Fossil in Niedersachsen entdeckt

So könnte der acht Meter lange Plesiosaurier Lagenanectes richterae zu Lebzeiten ausgesehen haben. © Joschua Knüppe
Spektakulärer Fund: In einer alten Tongrube in Niedersachen haben Fossiliensammler die Relikte eines 130 Millionen Jahre alten Meeressauriers entdeckt. Der acht Meter lange Plesiosaurier besaß einen extrem langen Hals und zu Paddeln umgewandelte Beine. Er lebte wahrscheinlich räuberisch und bewohnte das flache Kreidezeitmeer, dass zu jener Zeit die Region im heutigen Norden Deutschlands bedeckte.

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Wenn es um Fundorte von Saurierfossilien geht, gilt Deutschland landläufig nicht gerade als Eldorado – doch das täuscht. Auch hierzulande lebten vor Millionen von Jahren sowohl Dinos als auch Meeressaurier. So wurden in Münchehagen bei Hannover gleich mehrere Dinosaurierfährten entdeckt, im westfälischen Höxter fanden Paläontologen das fast vollständige Skelett eines vier Meter langen Plesiosauriers.

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Aufregung um Vorstoß für neue Sanktionen gegen Russland

Bild: heise.de/tp
Deutsche und österreichische Bundesregierungen reagieren reichlich verschnupft auf Vorhaben des US-Senats, russische Erdgasprojekte und deren westeuropäische Partner mit Sanktionen ins Visier zu nehmen

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Streit zwischen Berlin und Washington. Der US-Senat hat am Donnerstag mit großer Mehrheit (98 zu zwei) einem Gesetz zugestimmt, das die Sanktionen gegen Russland verschärft und zugleich die Möglichkeiten des US-Präsidenten einschränkt, diese aufzuheben, berichtet die Zeitung Independent. Damit es in Kraft treten kann, bedarf es auch der Zustimmung des Repräsentantenhauses. Die Sanktionen sind als Strafe für die unterstellte Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf 2016 gedacht.

Das Gesetz ziele vor allem auf russische Erdgasprojekte, schreibt das Blatt. Es werde nicht erwartet, dass die zweite Parlamentskammer ohne wesentliche Änderungen zustimme, um dem Präsidenten entgegenzukommen.

Einer der beiden Senatoren, die widersprachen, war Bernie Sanders (Democrats). Nach einem Bericht der Washingtoner Zeitung The Hill habe er insbesondere Einwände gegen neue Sanktionen gegen den Iran, mit denen die Vorlage verknüpft war. Dem Bericht nach ist die Unterstützung im Repräsentantenhaus bestenfalls lauwarm.

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Lebt da was?

Image credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
Sonnenuntergang auf dem Mars. Image credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
Mit den Fortschritten bei Robotik und Biotechnologie stellt sich eine uralte Frage neu: Was ist Leben? Die Antwort ist entscheidend für die Suche nach Lebensspuren im All.

Von Birgit Herden | Technology Review

Kein Leben. Nur wüste Leere, zerfurchter grauer Fels unter einem strahlend blauen Erdenhimmel. Jean-Pierre de Vera steht in einem namenlosen Tal nahe dem Südpol, dick verpackt im Polaranzug, um ihn herum grenzenlose Weite. Viele Wochen hat der Biologe gebraucht, um hierher zu gelangen, hat sich mit den Kollegen durch Treibeis und Schneestürme gekämpft. Bei in diesem Teil der Welt sommerlichen 15 Grad unter null wandert er nun durch eine Landschaft aus erodiertem Tiefengestein, die Geologen als „Mars-Analog“ bezeichnen.

Und es scheint, als hätte hier am Ende der Welt das irdische Leben kapituliert. Erst als der Helikopter den Biologen ein zweites Mal in der eisigen Wüste absetzt, gelingt ihm die ersehnte Entdeckung: ein winziger gelber Fleck, mit dem bloßen Auge kaum auszumachen. Dann noch ein Fleck, und dann ein grünen Schleier. „Als mein Auge erst einmal geschult war, konnte ich plötzlich überall Flechten und Bakterien nachweisen“, erzählt de Vera, inzwischen von der Ganovex-11-Expedition zurückgekehrt.

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Nächtlicher Atombomben-Test in Nordkorea

Lage der Atombomben-Explosion (Stern) und umliegende Messstationen des internationalen Überwachungsnetzes. © BGR
Verstoß gegen das Kernwaffen-Testverbot: Nordkorea hat heute Nacht höchstwahrscheinlich eine Atombombe getestet. Die unterirdische Explosion der Kernwaffe wurde vom internationalen Überwachungsnetz registriert – sie verursachte einen deutlichen und charakteristischen Ausschlag der Seismometer. Nordkorea gehört zu den drei Atommächten, die das Teststopp-Abkommen bisher nicht unterzeichnet haben.

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Noch in den 1960er Jahren waren Kernwaffentests häufig. Die von diesen Explosionen in die Atmosphäre gelangten Radionuklide sind teilweise bis heute nachweisbar. 1996 dann einigten sich die Atommächte auf ein Abkommen zum Stopp aller Kernwaffentests (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty). Dieses verbietet die Durchführung von Atomtests unter der Erde, unter Wasser und in der Atmosphäre.

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