Schlagwort-Archive: Charles Darwin

Ben Carson: Der krude Möchtegern-Präsident

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Der Republikaner Ben Carson ist bekannt für seine sonderbaren Ansichten. So glaubt er, dass der Teufel Charles Darwin befohlen habe, die Evolutionstheorie zu entwickeln. Vielen konservativen Amerikanern gefällt das. Seine Konzeptlosigkeit ist kein Problem.

Von Damir Fras|Berliner Zeitung

Seine Theorien sind, sagen wir, gewöhnungsbedürftig bis wirr: Die Pyramiden in Ägypten seien keine Grabstätten für Pharaonen gewesen, sondern Getreidespeicher aus biblischer Zeit. Gefängnisse, sagt er, seien Anstalten, in denen Heterosexuelle schwul werden. Obamacare, das Millionen von Amerikanern zum ersten Mal in ihrem Leben finanziellen Schutz im Krankheitsfall bietet, sei das „Schlimmste, was diesem Land seit der Sklaverei passiert ist“. Der Teufel habe Charles Darwin befohlen, die Evolutionstheorie zu entwickeln. Und so weiter und so fort.

Kaum ein Thema, zu dem Ben Carson im Vorwahlkampf nicht mindestens einen Beitrag der schrillen Art geliefert hätte. Erstaunlicherweise hat ihm das bislang nicht geschadet. Im Gegenteil: Der Neurochirurg im Ruhestand steht zusammen mit dem Polterer Donald Trump an der Spitze der Riege der republikanischen Möchtegern-Präsidenten. Carson und Trump seien der Beleg dafür, dass politische Inhaltsleere im Amerika des Jahres 2015 kein Grund ist, im konservativ gesinnten Wahlvolk nicht beliebt zu sein, sagen Kritiker.

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Zum ehrlichen Unterricht gehört auch die Evolution

Kuckuck und Teichrohrsänger – Kinder fragen im Untericht von selbst, wieso Vögel verschiedene Schnabelformen haben. Anhand solcher Beispiele lässt sich die Evolution gut erklären. (Foto: dpa)
Mehr als 80 Wissenschaftler und Pädagogen fordern, das Thema Evolution in die Grundschullehrpläne aufzunehmen. Fragen an André Sebastiani, der mit seinen Schülerinnen und Schülern bereits über die Evolution spricht.

Von Markus C. Schulte von Drach|Süddeutsche.de

Mehr als 80 Wissenschaftler, Pädagogen und Philosophen haben eine Resolution verabschiedet, in der sie fordern, das Thema Evolution in die Grundschullehrpläne aufzunehmen. Auf einem Kongress in Gießen wurde dazu Lehrmaterial des Projekts Evokids vorgestellt, mit dem Lehrkräfte die Entstehung und Entwicklung des Lebens schon Kindern ab der 3. Klasse näherbringen könnten. André Sebastiani ist Grundschullehrer in Bremen. Er spricht bereits mit seinen Schülerinnen und Schülern über die Evolution.

SZ.de: Die Evolution steht nicht in den Lehrplänen für Grundschulen. Sie sprechen das Thema bei Ihren Schülerinnen und Schülern trotzdem an. Was für Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

André Sebastiani: Das Thema ist zwar nicht vorgesehen, aber hin und wieder gibt es die Gelegenheit, es anzusprechen. Im Sachunterricht behandeln wir zum Beispiel Singvögel und beobachten sie auch in der Nachbarschaft der Schule. Da entdecken die Kinder selbst Unterschiede zwischen den Arten – etwa die verschiedenen Schnabelformen – und fragen, wie das kommt.

Da denkt man natürlich gleich an den Klassiker von Charles Darwin: Die Galapagosfinken.

Genau. Es bietet sich natürlich an, ihnen etwas darüber zu sagen, dass die verschiedenen Vogelarten aus gemeinsamen Vorläufern entstanden sind. Ich habe meine Zweitklässler auch konkret gefragt, was sie darüber wissen, wie die Welt und das Leben entstanden sind. Und es hat sich herausgestellt: eine ganze Menge.

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Korallenriff-Paradoxon gelöst

Steinkorallen-Fragmente für Inkubationsexperimente zur Kohlenstoff- und Stickstoff-Fixierung © Malik Naumann
Wimmelnde Lebensgemeinschaften im nährstoffarmen Wasser – wie ist das möglich? In Korallenriffen liefern Mikroorganismen eine Lösung für dieses Paradoxon, haben Meeresbiologen herausgefunden: Bakterien fixieren so effizient den raren Stickstoff für die Korallen, dass diese mit weiterer Hilfe von Mikroalgen das ganze Jahr hindurch wachsen können – selbst wenn die Nährstoffe besonders knapp werden. Die Studie in den “Proceedings of the Royal Society B” verdeutlicht, wie stark solche wichtigen Wachstumsprozesse miteinander verknüpft sein können.

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Tropische Korallenriffe sind die artenreichsten Lebensräume auf unserem Planeten: Neben den Korallen, die die Riffe wachsen lassen, leben dort auch unzählige Fische, Krebse und Weichtiere. Doch dieses wimmelnde Leben stellt Wissenschaftler vor ein Rätsel: Die Meeresgebiete, in denen die tropischen Riffe beheimatet sind, sind extrem arm an Nährstoffen. Besonders der lebenswichtige Stickstoff ist dort ein absolutes Mangelelement. Schon Charles Darwin formulierte 1842 dieses sogenannte Riff-Paradoxon. Wie also ernähren sich die blühenden Lebensgemeinschaften am Riff in diesen kargen Regionen?

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Wenn Evolution den Turbogang einlegt

Einige Rotkehl-Anolis entwickelten innerhalb weniger Jahre klebrigere Füße, um sich gegen Konkurrenten durchzusetzen (Foto: Tim Gage / Flickr / CC by SA)
Die Evolution arbeitet viel schneller, als Charles Darwin glaubte. Einige Arten haben sich in kürzester Zeit rasant verändert.

Von Tina Baier|Süddeutsche.de

Charles Darwin würde staunen. Der Begründer der Evolutionstheorie war überzeugt, dass die Wechselwirkung von Mutation und Selektion ein langsamer Prozess ist, der Jahrtausende oder sogar Jahrmillionen dauert. Dabei kann Evolution auch schnell ablaufen, wie jetzt wieder eine Untersuchung britischer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Biology Letters (online) zeigt.

Die Forscher der Oxford University analysierten das Erbgut in den Mitochondrien einer Gruppe Hühner, die alle dieselben gemeinsamen Vorfahren haben. Zu ihrer Überraschung stellten sie fest, dass sich dort in den vergangenen 50 Jahren zwei Mutationen ereignet hatten. “Bisher galt als sicher, dass sich das mitochondriale Erbgut in einer Million Jahre um höchstens zwei Prozent verändert”, schreiben die Forscher. Ihre Entdeckung belege, dass es 15-mal so schnell geht.

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Satan ‘encouraged’ Charles Darwin to conceive evolution theory — Ben Carson

©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
For Republican presidential candidate Ben Carson, the theory of evolution espoused by geologist Charles Darwin was not driven by science. It was “encouraged” by Satan himself.

By Andre Mitchell|ChristianToday

Reviving a speech he made before the 2011 Celebration of Creation conference at Australia’s Avondale College, the retired neurosurgeon pointed out that unlike some scientists, Darwin did not believe in God.

“A lot of people believe in God, but I personally believe that this theory that Darwin came up with was something that was encouraged by the adversary [Satan],” Carson said in his speech, as quoted by CNS News.

“And it has become what is scientifically politically correct. Amazingly, there are a significant number of scientists who do not believe it but they’re afraid to say anything,” he added.

Carson said not all scientific theories are evil. In fact, he praised Albert Einstein’s theory as a “relatively modern science concept.”

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Sachbuch “Die 4. Revolution: “Das digitale Menschenbild

Ein Magnet im Zeigefinger – schon jetzt optimieren Menschen ihren Körper mit Implantaten. (picture alliance / dpa / Ole Spata)
Nach Kopernikus, Darwin und Freud sieht Luciano Floridi die Menschheit auf dem Wege zu einem neuen philosophischen Selbstverständnis. “Die 4. Revolution” sei angebrochen, so der Titel seines Buchs, in dem er eine “Onlife”-Zukunft vorhersagt. Aber ist diese Erkenntnis wirklich neu?

Von Tobias Nagorny|Deutschlandradio Kultur

Welches Selbstbild hat der Mensch im digitalen Informationszeitalter? Um diese Frage zu beantworten, holt der renommierte italienische Informationstheoretiker Luciano Floridi historisch ziemlich weit aus. Ein spannendes und verkopftes Unterfangen.

Das philosophische Selbstverständnis des Menschen hat sich in den vergangenen Jahrhunderten bereits dreimal revolutioniert. Unsere frommen Ansichten über die zentrale Stellung der Erde im Universum wurden von Nikolaus Kopernikus gehörig korrigiert. Der Mensch zog sich, ein wenig bescheidener, zumindest auf seine zentrale Stellung auf der Erde zurück: Als biblische “Krone der Schöpfung”. Doch mit Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie wurde auch dieses Weltbild wissenschaftlich widerlegt.

Es blieb noch die beherrschende Stellung im Raum unseres Denkens und unseres Bewusstseins. Doch auch die Formel “Ich denke, also bin ich” vom französischen Philosophen René Descartes wurde mit der Entdeckung des Unbewussten von Sigmund Freud zertrümmert.

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Von Adam und Eva, Affen und Dinos

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Stammt der Mensch vom Affen ab? Für Anhänger der Evolutionslehre ist das keine Frage – alles eine Sache der biologischen Entwicklung. Doch für Kreationisten hat Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen. Was stimmt?

Von Markus Brauer|STUTTGARTER NACHRICHTEN.DE

Die ersten Ur-Menschen lebten vor mehreren Millionen Jahren. Andere Ahnen von uns entwickelten sich zu den heutigen Menschenaffen. „Der Mensch stammt tatsächlich von Affen ab. Aber nicht von heute lebenden Affen, sondern von Affen, die unsere gemeinsame Vorfahren sind“, erklärt Bärbel Auffermann, stellvertretende Direktorin des Neanderthal Museums (www.neanderthal.de) im nordrhein-westfälischen Mettmann bei Düsseldorf.

Früher dachte man, Gott hätte den Menschen in nur einem einzigen Tag erschaffen und Adam und Eva seien die Stammeltern der gesamten Menschheit. Heute wissen wir, dass unsere Vorfahren ganz anders aussahen als wir heute. Sie waren am ganzen Körper dicht behaart, hatten eine breiten Mund und wulstige Knochen über den Augen. Bis zum heutigen Menschen war es ein sehr langer Entwicklungsweg.

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Douchebaggery in Zambia: Expel Evolution Theory From Schools

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The evolution theory must be expelled from every Zambian school because it has proved to be scientifically questionable and at the same time a tool for the repression of the black race.

By Charles Kachikoti|allAfrica

Charles Darwin presented his theory of evolution by natural selection in his 1859 book On the Origin of Species which draw from decades of scientific probe into evolution ideas going back through the ages.

The theory said in various species, only some of the offspring could possibly survive; and for this reason, in generations to come, offspring better adapted to survive and reproduce would replace those that could not survive.

Such ‘replacement’ he called ’natural selection.’ The theory also said individuals or organisms existed with different form and structure, different physical qualities and different behaviour. Such diverse traits determined different rates of survival and reproduction; and such traits could be passed from generation to generation.

Evolutionism was a common 19th century belief that organisms improve themselves from within, through change that has been inherited over time, and such organisms become increasingly complex as they evolve. Today, the belief has spawned ideas such as cultural evolution, social evolution, political evolution, economic evolution, technological evolution and others which attempt to explain human development.

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Darwin Day: Federal prisons agree to recognize humanism as a religion

Inmate Jason Michael Holden and the American Humanist Association filed the lawsuit last year, saying he and other inmates were prohibited from forming a study group at a federal prison in Sheridan, Oregon
  •  Federal prisoners who identify as humanist can now celebrate Darwin Day after Inmate Jason Michael Holden filed a lawsuit last year
  • Humanist inmates can now request access to study materials, observance of holy days, and time and space for religious activities
  • Humanism is similar to atheism though rather than simply rejecting belief in a god, humanists advocate rational thinking

By Mail Online

Federal prisoners who identify as humanist can now celebrate Darwin Day and get accommodations typically afforded to those inmates who believe in a deity.

The federal Bureau of Prisons agreed in the settlement of a lawsuit to add a section on humanism to its manual on inmate beliefs and practices.

Officials in the prison system will also consider requests from humanist inmates for access to study materials, observance of holy days, and time and space for religious activities.

Inmate Jason Michael Holden and the American Humanist Association filed the lawsuit last year, saying Holden and other humanist prisoners were prohibited from forming a study group at a federal prison in Sheridan, Oregon. 

The settlement was reached earlier this month, and the association announced the settlement in a news release issued on Monday.

Humanism is similar to atheism. But rather than simply reject belief in a god, humanists advocate rational thinking.

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Wie der Pavianhintern die Sexualtheorien Darwins inspirierte

Entspannt lässt sich ein Pavian im Tierpark Hellabrunn in München von einem Artgenossen entlausen. (picture-alliance / dpa / Frank Leonhardt )
Für den Evolutionsforscher Charles Darwin war die Haut des Menschen ein riesiges Sexualorgan. Ausgangspunkt für diese Theorie seien die pinken Affenhintern der Paviane gewesen, sagt der Literaturwissenschaftler Winfried Menninghaus.


Winfried Menninghaus im Gespräch mit Gesa Ufer|Deutschlandradio Kultur

“Darwin hat sich gefragt: Warum ist der Mensch der einzige größere Primat, ohne Fell?” – so Winfried Menninghaus, Leiter des Max-Planck-Instituts in Frankfurt am Main im Deutschlandradio Kultur. “Und das ist tatsächlich ein Skandal in der Naturgeschichte.” Schließlich gebe nur es wenige andere Lebewesen, die dieses Merkmal der nackten Haut teilten. Der britische Naturforscher Charles Darwin (1809-1882) sei der Frage nachgegangen, welche Vorläufer es gegeben habe.

Unser Körper als riesiges Sexualorgan

Seine “phantastische witzige Idee”, die Darwin damals kaum zu äußern gewagt habe, war es, die stark hervorgehobenen, nackten analen-genitalen Stellen der Affen zur Erklärung hinzuzuziehen. “Denken Sie an den Pavian, denken Sie an diese sehr indezente Ästhetik”, sagte Menninghaus.

“Darwin dachte in der Tat, die nackte Haut war der Sitz der sexuellen Attraktivität und wir Menschen waren so verrückt, dass wir davon immer mehr haben wollten.”

Deshalb habe der Mensch immer mehr Nacktheit gewählt, bis der ganze Körper auf einmal nackt gewesen sei. Zu dieser Hypothese von Darwin gehöre, dass “unser ganzer Körper ein riesiges Sexualorgan” sei wie diese “pinken Affenhinterteile.”

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Das amerikanische Schöpfungs-Paradox

©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
Glauben sehr viele Menschen, dass ein Gott die Menschen geschaffen hat, ist das ein recht verlässliches Anzeichen für Armut. Studien zeigen, dass der so genannte Kreationismus und wirtschaftliche Schwäche oft gemeinsam auftreten. Nur auf ein Land der Welt trifft das nicht zu: die USA. Warum?


Von Rico Grimm|Krautreporter

Es war 1925, da war der englische Forscher Charles Darwin längst ein gefeierter Held der Naturwissenschaft, berühmt für seine „Evolutionstheorie“, begraben neben Königen in der Londoner Westminster Abbey. In diesem Jahr trat das Parlament des amerikanischen Bundesstaates Tennessee zusammen, um seinen Lehrern zu verbieten, etwas anderes als die biblische Schöpfungsgeschichte des Menschen zu unterrichten. Und sie setzten dieses Gesetz auch durch!

Während der Schriftsteller F. Scott Fitzgerald seinen „Großen Gatsby“ schrieb, die Fords in Detroit an einem Nachfolger für ihr berühmtes erstes Auto-Modell tüftelten und die Wall Street zum mächtigen Zentrum des neuen kapitalistischen Zeitalters aufstieg, zitierten die Autoritäten Tennessees den Lehrer John Scopes vor Gericht, um ihn mit einer Geldstrafe von 100 Dollar zu belegen, weil er lehrte, was bewiesen war: dass der Mensch vom Affen abstammt.

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Glenn Beck Considers Boycott Of Disney Over Charles Darwin Film

Glenn Beck, erstwhile mouthpiece for Rupert Murdoch’s Fox News, suggested listeners of his radio show should consider boycotting Disney. The author and media personality, who masquerades a daily offering of religion and conspiracy theory as traditional conservatism, had previously stated his opposition to boycotts for reasons of free speech. However Beck appears to have performed a volte-face when it comes to the House of the Mouse.


By Paul Vale|The Huffington Post

Last week Disney announced they are moving forward with a film about Charles Darwin, the renowned nineteenth-century scientist. The movie is to focus on the English naturalist’s voyage on the HMS Beagle — the trip on which Darwin visited the Galapagos Islands, leading to his refining of the idea of natural selection.

“Creation,” a previous biopic about Darwin, starring Paul Bettany and Jennifer Connelly, struggled to find a distributor in the US because, according to producer Jeremy Thomas, “There’s still a great belief that He [God] made the world in six days.”

Beck’s recent comments flowed from a discussion on boycotts and whether or not they work. “Boycotts work and we [social conservatives]… do nothing,” said the 51-year-old former alcoholic. He then added: “They’re doing a new movie, kind of an Indiana Jones swashbuckling spirit of a five-year voyage in 1831 on ship HMS Beagle to the coastline of South America to find and follow the man who made discoveries that made him one of the most influential figures in human history.”

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Greg Graffin: Darwin und Kriege statt Punkrock

Bad Religion

Mit „Population Wars“ veröffentlicht Bad Religion-Frontmann Greg Graffin am 15. September diesen Jahres sein erstes Buch. In dem untersucht er, wie die Evolutionstheorie von Charles Darwin in den letzten Jahrzehnten als Begründung für Kriege herangezogen und so verhindert wurde, dass sich die Menschheit um dringendere Probleme kümmert. Das Buch, das auf 2500 Exemplare limitiert ist, umfasst außerdem eine Single mit vier Akustik-Songs.


Rockszene.de

Dass der Sänger einer Punkrockband ein Buch über die Evolutionstheorie Darwins ein Buch schreibt, wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas sonderbar. Bei genauerer Betrachtung ist es dies aber ganz und gar nicht, schließlich ist Greg Graffin nicht nur Frontmann von Bad Religion sondern auch promovierter Evolutionsbiologe.

Zusammen mit „Population Wars“ veröffentlicht Graffin eine Single, die vier Akustik-Songs von Bad Religion enthält. Diese vier Songs sind jene, die den 50-Jährigen während des Schreibens seines Buches am meisten inspiriert haben.

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Stephen Gaghan und Disney planen Abenteuerfilm über Charles Darwin

Von Syriana bis Gold – Stephen Gaghan fügt seinen Filmen gern eine Prise Abenteuer hinzu. Und wessen Leben war wohl abenteuerlicher als das von Charles Darwin?


kino-zeit.de

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Wie Deadline berichtet, schloss der Regisseur und Drehbuchautor kürzlich einen Deal mit Disney ab: gemeinsam will man einen Abenteuerfilm auf die große Leinwand bringen, der sich mit dem Erdenker der Evolutionstheorie auseinandersetzt. Gaghan soll dazu das Drehbuch verfassen und schließlich auch Regie führen. Plot-Details lassen des frühen Stadium des Projekts wegen natürlich noch auf sich warten. Zum Thema könnte aber beispielsweise die fünfjährige Reise auf der HMS Beagle werden, die Darwin 1831 zu Beginn seiner Karriere unternahm. Damals sollte die Küste Südamerikas kartografiert werden und seine Entdeckungen sollten maßgeblich seine späteren Theorien beeinflussen.

Gregor Mendel: Der berühmteste Erbsenzähler der Geschichte

Gregor Mendel, Bild: wikimedia.org/PD
Ausgerechnet im Kloster erforschte Gregor Mendel den grundlegenden Ablauf der Vererbung. Den wissenschaftlichen Erfolg seiner Arbeit konnte der Geistliche allerdings nie miterleben. Heute macht man sich sein Wissen vor allem in der Pflanzenzucht zu Nutze.


Von Lara Schwenner|FOCUS ONLINE

  • In unzähligen Experimenten im Klostergarten gelang es Mendel, die Übertragung der Gene nachzuweisen.
  • Weil ihm seine Eltern kein Studium finanzieren konnten, schloss er sich den Augustinerorden an.
  • Wissenschaftliche Bedeutung erlangten Mendels Erkenntnisse erst nach seinem Tod

Nahrungsknappheit ist in weiten Teilen der westlichen Welt ein Fremdwort. Die meisten Menschen sind es gewohnt, ausreichend Lebensmittel zur Verfügung zu haben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Pflanzen heute nicht mehr reinerbig, sondern als Hybride gezüchtet werden. Diese sind vitaler und leistungsfähiger. Im Fall von Getreidearten wie zum Beispiel Mais kann das zur Verdopplung der Ernteerträge führen.

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Trickfilm-Festival Stuttgart: Von Gott bleiben nur Dollarnoten

Ausschnitt aus „Chocolate Darwin“Foto: Festival
Gott, weiblich, im Raum schwebende ­Pyramide mit Auge der Vorhersehung, vertraut ihre Schöpfungsuhr ausgerechnet Charles Darwin an. Der aber hat schwache Nerven, vernichtet die Saurier, erschafft verrückte Affen und verschläft den Übergang in eine Geisterbahn­Moderne, in der Gott explodiert in einem Regen von Dollarnoten.


Von Bernd Haasis|Stuttgarter Nachrichten.de

„Chocolate Darwin“ heißt der wilde Wettbewerbsbeitrag der Ludwigsburger Animationsstudenten Patxi Aguirre und Kiana Nagshineh, der alle Stärken der Animation ausspielt: Darwin ist real, die Tiere sind Handpuppen, der gemalte, kommentierende Mond hat menschliche Augen.

Ein weiterer Wettbewerbshöhepunkt am Mittwoch: „The Bigger Picture“ von Daisy Jacobs (GB). Zwei zweidimensional gemalte Figuren bewegen sich da in einem realen 3-D-Setting. Der die Mutter versorgende, aber verachtete Sohn stellt sich vor, wie er mit dem – realen – Staubsauger Mobiliar samt Mama einfach wegsaugt.

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Phyletisches Museum – Petersdom der Evolution

Ernst Haeckel, Bild:Phyletisches Museum. barb.:bb
Ernst Haeckel, Bild:Phyletisches Museum. bearb.:bb
Im Foyer des Phyletischen Museums zu Jena begrüßt ein wuchtiges Männchen, dem man ob seines muskulösen Körperbaus und starker Behaarung in freier Wildbahn nicht begegnen möchte, hinter Glas.


Von Wolfgang Hirsch|Thüringische Landeszeitung

„Ja, aber!“ ruft Professor Martin Fischer – und zwar von der anderen Seite, „das ist kein gewöhnlicher Gorilla. Lesen Sie doch mal das Schild!“ Tatsächlich klärt sich prompt auf, dass Ernst Haeckels Tochter das stolze Tierpräparat anno 1909 in Hamburg erworben und dem Vater zum 75. Geburtstag geschenkt hat. Da wissen Kundige sofort, wo sie sind: in einem einzigartigen Museum, das die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten veranschaulicht, und zugleich an wissenschaftshistorischer Stätte.

Denn Ernst Haeckel (1834-1919) persönlich, die Nummer Zwei in seiner damals sehr jungen und heftig umstrittenen Disziplin nach Charles Darwin, hat das Haus den Jenaern gestiftet, um seine sensationelle Abstammungslehre in allgemeiner Anschaulichkeit zu etablieren. Fischer indes, Lehrstuhlinhaber für Spezielle Zoologie an der Universität Jena und zugleich Museumsdirektor, geht noch einen Schritt zurück: Er bittet wieder hinaus vor die Tür des schmucken Jugendstilbaus und deutet auf die Fußabdrücke im Zementbett eines flachen Brunnens: „Abgüsse aus Tansania“, liest er eine der Spuren. „etwa 3,5 Millionen Jahre alt.“ Die haben uns Ahnen namens Australopithecus hinterlassen, die lange vor jenem Homo sapiens auftraten, der sich mit seinem Kind gleich daneben verewigt hat.

Wie ungeheuerlich solche – durch Grabungsfunde und Gen-Analysen inzwischen längst bestätigten – Theorien zu Zeiten Darwins und Haeckels waren, weil sie eine wörtliche Auslegung der Schöpfungsgeschichte in der Bibel un­terlaufen, ahnen wir heute noch, wenn wir etwa mit evangelikalen Fundamentalisten darüber debattieren. Ernst Haeckel indes hielt sich selbst für eine Reinkarnation Goethes und verstieg sich derart in esoterische Weltanschauungen, dass er sich 1906 in Rom vom Monistenbund zum Gegenpapst krönen ließ. Das Jenaer Museum wäre somit gleichsam sein Pe­tersdom gewesen, erzählt Martin Fischer mit Schmunzeln.

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Isaac Asimov: “Kreativität braucht Isolation”

(Rowena Morrill / Wikipedia / GNU FDL)
In einem bisher unveröffentlichten Essay von 1959 beschreibt der berühmte Science-Fiction-Autor Isaac Asimov, wie sich Kreativität anregen lässt.


Von Issac Asimov|Technology Review

1959 wurde der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov von seinem Freund Arthur Obermayer als externer Berater zu einem Projekt der US-Regierung eingeladen. Es ging darum, kreative Konzepte für ein Raketenabwehrsystem zu entwickeln. Asimov kam zu einigen Sitzungen, entschied sich dann aber gegen eine Mitarbeit, weil er keinen Zugriff auf geheime Informationen haben wollte – das hätte seine Redefreiheit eingeschränkt. Vor seinem Abschied schrieb er als einzigen offiziellen Beitrag diese Abhandlung. Sie blieb unveröffentlicht, bis Obermayer sie vor Kurzem beim Aufräumen alter Akten wiederentdeckte.

Worin auch immer der Prozess der Kreativität genau bestehen mag, er ist in allen Bereichen im Wesentlichen derselbe. Ob also eine neue Kunstform, ein neues Gerät oder ein neues wissenschaftliches Prinzip erschaffen wird, immer sind ähnliche Faktoren im Spiel.

Um das Phänomen zu verstehen, kann man sich anschauen, wie die großen Ideen der Vergangenheit entstanden sind. Leider aber ist den Erschaffenden selbst niemals klar, mit welcher Methode sie vorgegangen sind.

Was aber, wenn zwei Personen gleichzeitig und unabhängig voneinander auf dieselbe bahnbrechende Idee kommen? Ihre Gemeinsamkeiten könnten sehr erhellend sein. Nehmen wir die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion, unabhängig voneinander erdacht von Charles Darwin und Alfred Wallace.

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Geist schärfte sich früh: An Steinen

Pfeilspitzen, Bild: horsa122.de
Viel früher als bisher gedacht wurden Werkzeuge hergestellt: vor 3,3 Mio. Jahren. Damit wurden auch die Grundlagen der Sprache gelegt, Experimente zeigen es.


Von Jürgen Langenbach|Die Presse

In einem stimmten Charles Darwin und Friedrich Engels, der in seinem Lesehunger auch die Evolutionstheorie verschlungen hatte, völlig überein: Engels nannte es 1876 bündig den „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“; Darwin formulierte 1871 im „Descent of Man“ präziser: „Aus einem Feuerstein auch nur das einfachste Werkzeug zu schlagen, braucht eine perfekte Hand“, und „die Struktur der Hand mag in dieser Hinsicht mit der des Vokalorgans“ verglichen werden; dazu passt dann wieder ein Vermutung Engels’: „Beim Herstellen von Werkzeugen hatten sie einander etwas zu sagen.“

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Letter: Creationists spread lie about Darwin

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
A classic strategy is to destroy the messenger when you can’t destroy the message. A recent letter attempted this by comparing Charles Darwin to Abraham Lincoln. The writer claimed that Darwin thought “uncivilized” people deserved to be exterminated while Lincoln supported them. This is a standard creationist lie that will not die.


Knoxville News Sentinel

Both Darwin and Lincoln were men of their times. Both thought some races were inferior to theirs. Darwin’s evolution studies showed him that the ability to change with changing environment was the key to survival. He forecast that aboriginal people and great apes would become extinct. He was nearly right. Only a maturing sense of human rights saved many of these people. The future of gorillas and orangutans is still in doubt. In other words, he used science to predict the future. He did not advocate such destruction.

Lincoln, on the other hand, said in his debates with Stephen Douglas that although the slaves should be freed they should not be allowed to marry whites or hold public office. He was actually claiming that blacks should be treated as second-class citizens. It is Lincoln’s kind of thinking that led to Jim Crow and encouraged Hitler to exterminate Jews as second-class-citizens.

Perhaps next time the writer will investigate creationist claims rather than passing on debunked arguments as if they were new.

Al Westerfield, Crossville