Schlagwort-Archive: Charles Darwin

Trickfilm-Festival Stuttgart: Von Gott bleiben nur Dollarnoten

Ausschnitt aus „Chocolate Darwin“Foto: Festival

Gott, weiblich, im Raum schwebende ­Pyramide mit Auge der Vorhersehung, vertraut ihre Schöpfungsuhr ausgerechnet Charles Darwin an. Der aber hat schwache Nerven, vernichtet die Saurier, erschafft verrückte Affen und verschläft den Übergang in eine Geisterbahn­Moderne, in der Gott explodiert in einem Regen von Dollarnoten.


Von Bernd Haasis|Stuttgarter Nachrichten.de

„Chocolate Darwin“ heißt der wilde Wettbewerbsbeitrag der Ludwigsburger Animationsstudenten Patxi Aguirre und Kiana Nagshineh, der alle Stärken der Animation ausspielt: Darwin ist real, die Tiere sind Handpuppen, der gemalte, kommentierende Mond hat menschliche Augen.

Ein weiterer Wettbewerbshöhepunkt am Mittwoch: „The Bigger Picture“ von Daisy Jacobs (GB). Zwei zweidimensional gemalte Figuren bewegen sich da in einem realen 3-D-Setting. Der die Mutter versorgende, aber verachtete Sohn stellt sich vor, wie er mit dem – realen – Staubsauger Mobiliar samt Mama einfach wegsaugt.

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Phyletisches Museum – Petersdom der Evolution

Ernst Haeckel, Bild:Phyletisches Museum. barb.:bb

Ernst Haeckel, Bild:Phyletisches Museum. bearb.:bb

Im Foyer des Phyletischen Museums zu Jena begrüßt ein wuchtiges Männchen, dem man ob seines muskulösen Körperbaus und starker Behaarung in freier Wildbahn nicht begegnen möchte, hinter Glas.


Von Wolfgang Hirsch|Thüringische Landeszeitung

„Ja, aber!“ ruft Professor Martin Fischer – und zwar von der anderen Seite, „das ist kein gewöhnlicher Gorilla. Lesen Sie doch mal das Schild!“ Tatsächlich klärt sich prompt auf, dass Ernst Haeckels Tochter das stolze Tierpräparat anno 1909 in Hamburg erworben und dem Vater zum 75. Geburtstag geschenkt hat. Da wissen Kundige sofort, wo sie sind: in einem einzigartigen Museum, das die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten veranschaulicht, und zugleich an wissenschaftshistorischer Stätte.

Denn Ernst Haeckel (1834-1919) persönlich, die Nummer Zwei in seiner damals sehr jungen und heftig umstrittenen Disziplin nach Charles Darwin, hat das Haus den Jenaern gestiftet, um seine sensationelle Abstammungslehre in allgemeiner Anschaulichkeit zu etablieren. Fischer indes, Lehrstuhlinhaber für Spezielle Zoologie an der Universität Jena und zugleich Museumsdirektor, geht noch einen Schritt zurück: Er bittet wieder hinaus vor die Tür des schmucken Jugendstilbaus und deutet auf die Fußabdrücke im Zementbett eines flachen Brunnens: „Abgüsse aus Tansania“, liest er eine der Spuren. „etwa 3,5 Millionen Jahre alt.“ Die haben uns Ahnen namens Australopithecus hinterlassen, die lange vor jenem Homo sapiens auftraten, der sich mit seinem Kind gleich daneben verewigt hat.

Wie ungeheuerlich solche – durch Grabungsfunde und Gen-Analysen inzwischen längst bestätigten – Theorien zu Zeiten Darwins und Haeckels waren, weil sie eine wörtliche Auslegung der Schöpfungsgeschichte in der Bibel un­terlaufen, ahnen wir heute noch, wenn wir etwa mit evangelikalen Fundamentalisten darüber debattieren. Ernst Haeckel indes hielt sich selbst für eine Reinkarnation Goethes und verstieg sich derart in esoterische Weltanschauungen, dass er sich 1906 in Rom vom Monistenbund zum Gegenpapst krönen ließ. Das Jenaer Museum wäre somit gleichsam sein Pe­tersdom gewesen, erzählt Martin Fischer mit Schmunzeln.

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Isaac Asimov: “Kreativität braucht Isolation”

(Rowena Morrill / Wikipedia / GNU FDL)

In einem bisher unveröffentlichten Essay von 1959 beschreibt der berühmte Science-Fiction-Autor Isaac Asimov, wie sich Kreativität anregen lässt.


Von Issac Asimov|Technology Review

1959 wurde der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov von seinem Freund Arthur Obermayer als externer Berater zu einem Projekt der US-Regierung eingeladen. Es ging darum, kreative Konzepte für ein Raketenabwehrsystem zu entwickeln. Asimov kam zu einigen Sitzungen, entschied sich dann aber gegen eine Mitarbeit, weil er keinen Zugriff auf geheime Informationen haben wollte – das hätte seine Redefreiheit eingeschränkt. Vor seinem Abschied schrieb er als einzigen offiziellen Beitrag diese Abhandlung. Sie blieb unveröffentlicht, bis Obermayer sie vor Kurzem beim Aufräumen alter Akten wiederentdeckte.

Worin auch immer der Prozess der Kreativität genau bestehen mag, er ist in allen Bereichen im Wesentlichen derselbe. Ob also eine neue Kunstform, ein neues Gerät oder ein neues wissenschaftliches Prinzip erschaffen wird, immer sind ähnliche Faktoren im Spiel.

Um das Phänomen zu verstehen, kann man sich anschauen, wie die großen Ideen der Vergangenheit entstanden sind. Leider aber ist den Erschaffenden selbst niemals klar, mit welcher Methode sie vorgegangen sind.

Was aber, wenn zwei Personen gleichzeitig und unabhängig voneinander auf dieselbe bahnbrechende Idee kommen? Ihre Gemeinsamkeiten könnten sehr erhellend sein. Nehmen wir die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion, unabhängig voneinander erdacht von Charles Darwin und Alfred Wallace.

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Geist schärfte sich früh: An Steinen

Pfeilspitzen, Bild: horsa122.de

Viel früher als bisher gedacht wurden Werkzeuge hergestellt: vor 3,3 Mio. Jahren. Damit wurden auch die Grundlagen der Sprache gelegt, Experimente zeigen es.


Von Jürgen Langenbach|Die Presse

In einem stimmten Charles Darwin und Friedrich Engels, der in seinem Lesehunger auch die Evolutionstheorie verschlungen hatte, völlig überein: Engels nannte es 1876 bündig den „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“; Darwin formulierte 1871 im „Descent of Man“ präziser: „Aus einem Feuerstein auch nur das einfachste Werkzeug zu schlagen, braucht eine perfekte Hand“, und „die Struktur der Hand mag in dieser Hinsicht mit der des Vokalorgans“ verglichen werden; dazu passt dann wieder ein Vermutung Engels': „Beim Herstellen von Werkzeugen hatten sie einander etwas zu sagen.“

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Letter: Creationists spread lie about Darwin

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

A classic strategy is to destroy the messenger when you can’t destroy the message. A recent letter attempted this by comparing Charles Darwin to Abraham Lincoln. The writer claimed that Darwin thought “uncivilized” people deserved to be exterminated while Lincoln supported them. This is a standard creationist lie that will not die.


Knoxville News Sentinel

Both Darwin and Lincoln were men of their times. Both thought some races were inferior to theirs. Darwin’s evolution studies showed him that the ability to change with changing environment was the key to survival. He forecast that aboriginal people and great apes would become extinct. He was nearly right. Only a maturing sense of human rights saved many of these people. The future of gorillas and orangutans is still in doubt. In other words, he used science to predict the future. He did not advocate such destruction.

Lincoln, on the other hand, said in his debates with Stephen Douglas that although the slaves should be freed they should not be allowed to marry whites or hold public office. He was actually claiming that blacks should be treated as second-class citizens. It is Lincoln’s kind of thinking that led to Jim Crow and encouraged Hitler to exterminate Jews as second-class-citizens.

Perhaps next time the writer will investigate creationist claims rather than passing on debunked arguments as if they were new.

Al Westerfield, Crossville

Scientists finally solve the mystery of the animal Darwin called ‘the strangest’

Macrauchenia, a humpless camel with an extended snout, is actually related to modern horses. (Illustration by Peter Schouten from the forthcoming book “Biggest, Fiercest, Strangest” W. Norton Publishers (in production))

When the father of evolution found the first fossilized example of what would become the genus Toxodon in South America, he called it the “strangest animal ever discovered.” Charles Darwin’s find had the curved tooth of a rodent, but also seemed to share features with hippos and sloths, among other things. To hedge their bets, he and his colleagues suggested that it could presumably be a relative of any number of these animals.


By Rachel Feltman|The Washington Post

In a new study published Wednesday in Nature, the secrets of the group that included this and another of Darwin’s strange finds are finally revealed.

According to analysis of the protein in the bones of Toxodon and Macrauchenia bones, these strange creatures — one a bit like a toothy hippo, the other something of an elephant-nosed, flat-backed camel — are most closely related to Perissodactyla, a group of animals that includes horses, tapirs, and rhinos.

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13. März 1925 – Verbot der Evolutionslehre in Tennessee: Schöpfungsglaube per Gesetz

Die Stammesgeschichte des Menschen nach Charles Darwin

Mensch und Affe haben gemeinsame Vorfahren – sagt Charles Darwin in seiner 1871 veröffentlichten Evolutionstheorie. In den frommen US-Südstaaten gilt das allerdings als Blasphemie. Der Mensch sei schließlich Gottes Schöpfung.


WDR

Deshalb soll Darwins Lehre an Schulen gesetzlich verboten werden. Entsprechende Initiativen in Kentucky und Florida scheitern jedoch knapp. Darum nimmt John Washington Butler die Angelegenheit in die Hand. Der Weizen- und Tabakfarmer bewirbt sich erfolgreich um einen Sitz im Kongress des Staates Tennessee und verfasst einen Gesetzestext, der ihn landeweit bekannt macht.

Mit großer Mehrheit verabschiedet der Kongress in Tennessee am 13. März 1925 das Verbot, “irgendeine Theorie zu unterrichten, welche die göttliche Schöpfung des Menschen leugnet, wie sie in der Bibel gelehrt wird, und stattdessen unterrichtet, dass der Mensch von einer niedrigeren Tierart abstammt.” Jeder Verstoß dagegen soll mit einer Geldstrafe zwischen 100 und 500 Dollar geahndet werden. Gegen diese neue Regelung gibt es allerdings Widerstand. Die US-Bürgerrechtsunion will gegen dieses Gesetz klagen und sucht per Anzeige einen Musterfall.

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“Der Fisch in uns”, 3sat: Unterhaltsame Wissenschaft

Eine Computeranimation: Neil Shubin am Strand mit drei alten Spezies. Wissenschaftler untersuchen die Folgen, die unsere Abstammung von diesen Tieren auf unser Leben hat. Foto: ZDF und Mike Coles; Tangled Bank Studios

Ein US-Wissenschaftler reist um die Welt, um die menschliche Entwicklung zu erkunden. Die digitale Filmtechnik hilft ihm, sie vor der Kamera zu erklären.


Von Daland Segler|Frankfurter Rundschau

Dass wir aus dem Wasser kommen, wissen wir. Aber wie sind wir da bloß herausgekommen? Schon Charles Darwin versuchte, diese Frage zu beantworten, aber der Vater der Evolutionsforschung hatte weder die Kenntnisse noch die Mittel, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Heute, fast 200 Jahre später, stehen den Wissenschaftlern ungleich mehr Forschungsergebnisse und vor allem -Möglichkeiten zur Verfügung. So darf der amerikanische Paläontologe Neil Shubin denn auch um die ganze Welt reisen, um seine Untersuchungen voranzutreiben. Und das demonstriert er in seiner dreiteiligen Dokumentation über die menschliche Entwicklung ausgiebig – und etwas zu sehr ichbezogen: kaum eine Sequenz, in der Shubin sich nicht ins Bild rückt.

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Darwin-Tag: “die Alternativen zur Evolutionstheorie” – kognitive Dissonanzen

kreationismusAm 12. Februar ist Darwin-Tag. Am Geburtstag des Begründers der Evolutionstheorie gedenken Forscher weltweit der wissenschaftlichen Arbeit Charles Darwins. Seine Lehre hat viele Zweifel und Gegenströmungen überdauert. Trotzdem existieren alternative Auffassungen mit teilweise kruden, aber auch erstaunlichen Ideen.


Von Christian Flierl|Web.de

Der bekannteste Gegenentwurf zur Evolutionstheorie ist der Kreationismus. Die Anhänger dieser Lehre stützen sich auf die Berichte im biblischen Buch Genesis. Sie glauben wortwörtlich an die göttliche Schöpfung in sechs Tagen, die Erschaffung der Frau aus einer Rippe Adams und ein Alter der Erde von ein paar tausend Jahren. Die Existenz von Dinosauriern, die die Bibel nicht erwähnt, erklären sich die Kreationisten so: Gott habe ihre Knochen vergraben, um uns Menschen im Glauben zu testen. Dinos hätte es demnach also nie gegeben.

Für die meisten Europäer hören sich diese Thesen abstrus und widersprüchlich an. In den USA glauben laut einer Umfrage des Gallup-Instituts aus dem Jahr 2014 jedoch 42 Prozent der Bevölkerung an die Schöpfung – das sind fast 134 Millionen Menschen.

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Lawrence Krauss’s Letter to the Editor

Lawrence Krauss, Image: RDF

On Dec. 26, 2014 an opinion piece appeared in the Wall Street Journal titled “Science Increasingly makes the case for God.” Lawrence Krauss responded with the following letter disputing its specious science claims. Unfortunately the editors of the WSJ failed to print his response. Since then, the opinion piece has gained traction on right-wing and religious websites, spreading inaccuracies and misinformation. Lawrence’s letter corrects the record.


By Lawrence Krauss|Richard Dawkins-Foundation

To the editor:

I was rather surprised to read the unfortunate oped piece “Science Increasingly makes the case for God”, written not by a scientist but a religious writer with an agenda.  The piece was rife with inappropriate scientific misrepresentations.  For example:

  1. We currently DO NOT know the factors that allow the evolution of life in the Universe.  We know the many factors that were important here on Earth, but we do not know what set of other factors might allow a different evolutionary history elsewhere.  The mistake made by the author is akin to saying that if one looks at all the factors in my life that led directly to my sitting at my computer to write this, one would obtain a probability so small as to conclude that it is impossible that anyone else could ever sit down to compose a letter to the WSJ.
  2. We have discovered many more planets around stars in our galaxy than we previously imagined, and many more forms of life existing in extreme environments in our planet than were known when early estimates of the frequency of life in the universe were first made.  If anything, the odds have increased, not decreased.
  3. The Universe would certainly continue to exist even if the strength of the four known forces was different.  It is true that if the forces had vastly different strengths (nowhere near as tiny as the fine-scale variation asserted by the writer) then life as we know it would probably not evolved.  This is more likely an example of life being fine-tuned for the universe in which it evolved, rather than the other way around.
  4. My ASU colleague Paul Davies may have said that “the appearance of design is overwhelming”, but his statement should not be misinterpreted.  The appearance of design of life on Earth is also overwhelming, but we now understand, thanks to Charles Darwin that the appearance of design is not the same as design, it is in fact a remnant of the remarkable efficiency of natural selection.

Religious arguments for the existence of God thinly veiled as scientific arguments do a disservice to both science and religion, and by allowing a Christian apologist to masquerade as a scientist WSJ did a disservice to its readers.


Lawrence M. Krauss is Professor in the School of Earth and Space Exploration and Directors of the Origins Project at Arizona State University, and the author most recently A Universe from Nothing: Why there is something rather than nothing.

Schönborn, der Kreationisten-Verschnitt

Christoph Kardinal Schönborn bei der Barbarafeier in Matzen (9. Dezember 2007) Bild:wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ManuelaGößnitzer

Kardinal diskutierte mit Physiker Zeiliger über Zukunft Europas, über Wissenschaft und Glaube und das Fortpflanzungsmedizingesetz.


kathweb

Ein Bekenntnis zu Europa und zur Europäischen Union hat der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn abgelegt. “Europa ist für mich Zuhause”, so der in Böhmen geborene und in Österreich aufgewachsene Kardinal, der seine Studienjahre in Deutschland und Frankreich verbrachte, am Mittwochabend im Rahmen eines Gesprächs unter dem Titel “Europa und Christentum – welche Zukunft?”. Zu dieser Ethik-Gesprächsreihe hatte die Alumni-Vereinigung der Altschüler des Kollegium Kalksburg auch den Wiener Physiker Prof. Anton Zeilinger, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, eingeladen. Die Europäische Union sei trotz des derzeit von Problemen geprägten europäischen Einigungsprozesses “von allen schlechten Lösungen bei weitem noch die beste”, so Schönborn.

Obwohl das Christentum nicht in Europa entstanden sei, habe es den Kontinent doch maßgeblich geprägt. Es dürfe ruhig gesagt werden, dass Europa christliche Wurzeln hat, so der Kardinal. Das Christentum habe anfangs einen “Stachel des Widerspruchs” in die damalige Weltmacht Rom eingebracht, es sei gleichsam “antikulturell” in das römische Reich eingedrungen. Derzeit gebe es wie am Ende der Antike eine Völkerwanderung, die wegen des Wohlstandsgefälles auf der Welt wohl lange nicht aufzuhalten sei, sagte Schönborn. Die Immigration aus Asien und Afrika werde anhalten, “solange es uns in Europa so gut geht”. Was das für Europa in den kommenden Jahrzehnten bedeuten werde, könne noch nicht abgeschätzt werden.

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Did US Experts Just Resolve ‘Darwin’s Dilemma’?

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Charles Darwin worried about a possible hole in his theory of evolution, but some American scientists may just have plugged it.

By Matt Cantor|Newser

For about a billion years after the dawn of life on Earth, organisms didn’t evolve all that much. Then about 600 million years ago came the “Cambrian explosion.” Everything changed relatively quickly, with all kinds of plants and animals emerging—which doesn’t quite seem to fit with Darwin’s theory of slow change, hence “Darwin’s dilemma.” Now, within a few days of each other, two new studies have appeared that could explain the shift, ABC News reports. One, by scientists at Yale and the Georgia Institute of Technology, suggests that oxygen levels may have been far less plentiful in the atmosphere prior to the Cambrian explosion than experts had thought.

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Gene oder Lebewesen – wer bringt hier wen hervor?

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Bibeltreue Christen dementieren sie und amerikanische Schulen verbieten Bücher mit ihr – die Evolutionstheorie ist ein umstrittenes Thema unter Gläubigen und Wissenschaftlern. Natur hat jetzt zwei Aufsätze veröffentlicht, die die Urknall-Theorie erschüttern.

Von Ernst Peter FischerFOCUS ONLINE

In der Fachwelt wird derzeit eine Debatte über die Frage geführt, ob die Theorie der Evolution neu konzipiert werden muss. Ist ein Umdenken der Biologen erforderlich oder kann alles im alten Rahmen bleiben und hat Charles Darwin eigentlich schon alles gewusst?

Die Evolution ist natürlich mehr als irgendeine Idee der Wissenschaft. Sie ist die Basis, auf der das Leben und seine von ihm hervorgebrachten Gestalten verstanden werden, und so lohnt ein Blick auf die gelehrte Diskussion. Dafür gibt es sogar einen noch wichtigeren Grund.

Die Frage, ob die Theorie der Evolution überdacht und neu gefasst werden muss, werden bibeltreue Gegner des biologischen Gedankens gerne hören. Aber sie sollen sich nicht zu früh freuen. Denn was derzeit in der Fachwelt zu dem großen Gedanken von Charles Darwin erörtert wird, könnte zuletzt die Position der Wissenschaft stärken – jedenfalls nach Überzeugung des Berichterstatters.

Naturkundemuseum in Dessau: Entdecker Darwin auf der Spur

charles_darwin_nkmbDie Sonderausstellung im Naturkundemuseum in Dessau widmet sich Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie. Fledermäuse bilden einen besonderen Schwerpunkt der Schau.

Von Danny GitterMitteldeutsche Zeitung

Wenn einer eine Reise tut, hat er danach viel zu erzählen. Ein britischer ehemaliger Medizin- und Theologiestudent hatte 1859 von seiner fünfjährigen Weltreise, die er Jahre zuvor auf dem Vermessungsschiff „Beagle“ machte, so viel zu erzählen, dass es die Welt fast auf den Kopf stellen sollte.

„Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“, so die deutsche Übersetzung des Weltbestsellers von Charles Darwin revolutionierte die Biologie. Seitdem gilt er als Begründer der modernen Evolutionstheorie, die die Jahrtausende alte Vorstellungen von der Unveränderlichkeit der Lebewesen grundlegend widerlegte. Über 150 Jahre später, wo Darwin längst Teil des wissenschaftlichen Mainstreams ist, seine Theorien längst mit neuen Erkenntnissen weiterentwickelt wurden, widmet sich eine Sonderausstellung im Dessauer Museum für Naturkunde und Vorgeschichte dem britischen Naturforscher. „Charles Darwin – Artenvielfalt durch Evolution“ wurde am Sonntag offiziell eröffnet und ist noch bis zum 6. April 2015 in den Räumen des Museums zu sehen.

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Pilgerreise auf dem Darwin-Pfad

Ioan Hefin spricht, verkleidet als Naturforscher Alfred Russel Wallace, zu seinen Anhängern. | © Urs Willmann

Evolution: In London spazierten Naturfreunde 3,8 Milliarden Jahre in die Vergangenheit – zum Ursprung des Lebens

Von Urs WillmannZEIT ONLINE

Meine bisher längste Wanderung ließ sich in Stunden bemessen. Für die heutige sind größere Dimensionen nötig. Ich habe mir 3,8 Milliarden Jahre vorgenommen. Das könnte sich hinziehen. Ich hoffe, die eingepackten Double-Chocolate-Cookies und die Nüsse und Rosinen reichen bis ins Ziel: zum Anfang des Lebens.

Knapp hundert Leute stehen mit mir vor dem Klinkerbau der Chingford Railway Station im Norden Londons. Gemeinsam wollen wir uns auf den menschlichen Zweig des Ancestor’s Trail begeben. Dies ist keine Wanderung im herkömmlichen Sinn, es ist eine Pilgerreise. Aber auch innerhalb der Kategorie Pilgerreise ist es kein gewöhnliches Unternehmen. Es fehlt das religiöse Element, komplett.

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The uses and abuses of Charles Darwin

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Darwin-Büste, Naturkundemuseum Berlin, Bild: BB

I’m at the Cambridge University college that Charles Darwin attended before heading off on a ship to change the world’s views about the origin of the species, particularly the evolution of humans.

By Douglas ToddThe Vancouver Sun

Darwin’s theories have been used and abused for many things in the past century or two — to promote racism and defeat racism, promote competition and encourage cooperation, to treat humans as objects and see them as special, to believe humans are machines and to say they have free choice, to attack religion and advance religion (particularly through a movement sometimes known as ‘theistic evolution”).

A conference at Christ’s College in Cambridge, organized by The Faraday Institute for Science and Religion and sponsored by the Templeton Foundation, is actually titled “The uses and abuses of biology.” But quite a bit of it focuses on that revolutionary scientific figure, Darwin (less so on the so-called co-founder of evolution, Alfred Russell Wallace, who was Welsh and had a much less privileged education.)

There are paintings and sculptures of Darwin around the elegant, gated campus, along with paintings of other Christ’s College students, such as the poet John Milton, author of Paradise Lost (written in 1667). The former Archbishop of Canterbury, Rowan Williams, also went here. I’d be lying if I didn’t say I’m impressed by the history. Of course it’s easy to historically impress someone who lives in a province where the earliest standing building is only about 120 years old.)

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Islamic State Bans Darwin’s Evolution from School Curriculum in Mosul

foto: ap/militant video Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe "Islamischer Staat"

foto: ap/militant video
Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe “Islamischer Staat”

The Islamic State’s aversion to other religions and ideologies is well-known, and it is on display once again, with the jihadist outfit vowing to keep Charles Darwin’s evolution theory out of textbooks in Iraqi schools.

By Mugdha VariyarInternational Business Times

The Islamic State has issued new rules to schools, which it has publicised through bulletins in mosques and markets in Mosul, a part of which reads – “good news of the establishment of the Islamic State Education Diwan by the caliph who seeks to eliminate ignorance, to spread religious sciences and to fight the decayed curriculum.”

Schools will now have to substitute references to ‘Iraq’ or ‘Syria’ with ‘Islamic State’, and teachers along with students will be segregated on the basis of gender.

While the theory of evolution was reportedly never taught in Iraqi schools, the IS has explicitly banned it, an attitude also often associated with far-right Christian propagandists.

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Charles Darwin’s evolutionary reading: HMS Beagle’s library goes online

HMS Beagle in the Straits of Magellan, Image: wikimedia.org/PD

The Beagle’s library of more than 400 books has been reconstructed and made freely available in digital form.

By Nishad Karimtheguardian

The lost collection of books that kept Charles Darwin company aboard HMS Beagle and provided inspiration for his later works on evolution has been made publicly available for the first time today.

Hundreds of titles that filled the shelves of the ship’s library on Darwin’s five-year circumnavigation of the globe in the 1830s have been brought together and made freely available through the Darwin Online Beagle Library project.

Led by John van Wyhe, a historian of science at the National University of Singapore, a research team compiled digital copies of what they believe to be the complete set of 404 books, including thousands of stunning illustrations, that accompanied Darwin aboard HMS Beagle.

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Domestikation: Die Ursache der Haustierdegeneration

Bild: facebook

Bild: facebook

Zahme Tiere haben einen besonderen Entwicklungsdefekt. Der macht Haustiere auf verblüffende Weise auch noch niedlich und in vieler Hinsicht gleich.

Von Jan OsterkampSpektrum.de

Es ist eines der ältesten Rätsel der Vererbungslehre und hat schon Charles Darwin beschäftigt: Beim Züchten von Haustieren aus Wildtieren werden alle möglichen Spezies nicht nur zahmer, sie erwerben zudem nach und nach auch einen immer gleichen Mix typischer Haustiermerkmale. Denn egal ob die durch Zuchtwahl auf Milchleistung optimierte Kuh, ob der Hund, der einst ein Wolf war oder Hausschwein und Schaf: Alle diese und weitere Haustiere zeigen übereinstimmend äußere, verhaltensbiologische und physiologische Merkmalsabweichungen gegenüber ihrer Wildform. Dazu zählen sehr unterschiedliche Dinge: Etwa ein häufigeres Vorkommen von Schlappohren und einer Kindchenschema-Physiognomie, längeren Jugendzeiten, Veränderungen von Hirnchemie und Hormonen, gefleckte Körperfarben und ein insgesamt kleineres Hirn neben weiteren, sehr diversen und speziellen Eigenheiten. Woher, fragte sich schon Darwin, kommt diese auffallende Parallele bei so unterschiedlichen Arten?

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Alfred Russel Wallace: “Abenteuer am Amazonas und am Rio Negro”

Ausflugsschiffe am Zusammenfluss von Rio Negro (dunkel, rechts) und Amazonas (links, milchig braun), Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0

Er drang in Urwälder vor, die kein Europäer vorher gesehen hatte, und betrat damit auch wissenschaftlich Neuland. Parallel zu Charles Darwin entwickelte Alfred Russel Wallace eine Theorie zur Entstehung der Arten. Auf einer Expedition an den Amazonas und den Rio Negro fand er erste Indizien dafür.

Von Frank KasparDeutschlandradio Kultur

Alfred Russel Wallace ist fünfundzwanzig Jahre alt, gelernter Landvermesser und naturkundlicher Autodidakt, als er mit Henry Walter Bates im Frühjahr 1848 nach Südamerika reist. Die beiden jungen Männer sammeln Insekten, schießen im Auftrag eines Naturalienhändlers seltene Vögel und Vierbeiner. Aber Wallace verfolgt darüber hinaus ein eigenes Forschungsprogramm: Anhand von Naturbeobachtungen möchte er das Prinzip erkennen, “welches die unendlich vielfältigen Formen tierischen Lebens hervorbringt.”

Anders als Charles Darwin, der während seiner Reise mit dem Forschungsschiff “Beagle” eher zufällig auf die Bausteine der später von ihm ausgearbeiteten Evolutionstheorie stieß, brach Wallace schon mit den richtigen Fragen auf: Er war bereits bei seiner Amazonas-Expedition ein “überzeugter Evolutionist auf der Suche nach weiteren Fakten”, betont der Herausgeber Matthias Glaubrecht im Nachwort.

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