Saudi-Arabien: Oberste religiöse Instanz frischt Fatwa gegen Pokémon auf

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Noch ist Pokémon Go in Saudi-Arabien offiziell noch gar nicht zu haben, doch vorsichtshalber hat die oberste religiöse Instanz des Landes eine 15 Jahre alte Fatwa zu dem Vorgänger des Smartphone-Spiels wieder aufgelegt.

FOCUS ONLINE

Der Ständige Ausschuss für Forschung und Fatwas stellte das islamische Rechtsgutachten von 2001 am Mittwoch auf seine Website, nachdem es nach eigenen Angaben wegen des Spiels zahlreiche Anfragen erhalten hatte.

In der Fatwa wird Pokémon mit einem Glücksspiel verglichen. Weiter heißt es, die Figuren schienen auf der Evolutionslehre von Charles Darwin zu basieren – beides wird vom Islam abgelehnt.

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Think Through Christopher Hitchens’ ‘Deathbed Conversion’

Christopher HitchensLarry Taunton’s recollections of Christopher Hitchens’ struggles with Christianity are not the unprovable fancies of a manipulative evangelist making up a story to appease insecure evangelicals.

By Jake Meador | the FEDERALIST

In a recent essay for the New Yorker, Lawrence Krauss bemoaned the common habit among some conservative Christians of conjuring up fanciful deathbed conversion narratives about prominent non-Christians. He specifically mentions the well-known tale of evangelist Elizabeth Cotton, who made up such a story about Charles Darwin. She claimed that he told her from his deathbed that he wished to “recant the doctrine of evolution in exchange for Christian salvation.”

Krauss’s odd phrasing aside, he points to a problem that really does exist in pockets of conservative Christianity. In addition to the stories of Darwin, other conservative Christians have made up similar tales about other prominent enemies of the faith—Voltaire and Thomas Paine, most notably. Making up a conversion story about a famous person is obviously a horrible thing to do. At its root it is lying about a person’s views of God, which is horrifying enough, but it also implies a certain distressing insecurity in the believer. Krauss is right to condemn this sort of thing.

What is curious about Krauss’s piece, however, is how he framed the criticism: He begins the essay by referencing a recent book by prominent evangelical apologist Larry Taunton called “The Faith of Christopher Hitchens,” in which the author describes his relationship with Hitchens and the famous atheist’s odd relationship to faith in his final years. Unfortunately, it seems Krauss did not read beyond the title page of Taunton’s book. Indeed, if he had he would’ve found the following excerpt written by Taunton in the book’s final chapter:

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Wie die Evolution Männer und Frauen dirigiert

Leichte Beute. Die Existenz des Pfaus widerspricht auf den ersten Blick den Gesetzen der Evolution.Foto: picture alliance / dpa
Charles Darwin erkannte, worauf die Geschlechterunterschiede beruhen. Seine Theorie hat sich bestätigt, trotz Kritik aus der Genderforschung.

Ein Kommentar von Hartmut Wewetzer | DER TAGESSPIEGEL

Warum unterscheiden sich Mann und Frau? Wer dieser Frage nachgeht und sie nicht gleich als „falsch“ einstuft, weil die Geschlechter angeblich nur sozial erwünschte Rollen spielen und alle Unterschiede (bis auf die biologischen) gesellschaftlich bedingt sind, der stößt auf die Theorie der sexuellen Auslese. Sie geht auf Charles Darwin zurück, den Begründer der Evolutionstheorie. Darwin bereitete der prächtige Pfauenschwanz Kopfzerbrechen. Der konnte eigentlich unmöglich die Überlebenschancen vergrößern. Er verbrauchte Ressourcen, machte die Tiere unbeweglich und auffällig und so zu einer leichten Beute. Der Pfauenschwanz verstieß gegen elementare Regeln der von Darwin formulierten Theorie der natürlichen Auslese – die Natur müsste den Blender längst ausgemustert haben.

Darwins geniale Lösung: Der Pfau vermehrte sich nicht trotz, sondern wegen seines Federschmucks. Die Theorie der sexuellen Auslese (Selektion) war geboren. Je makelloser der Radschlag, umso größer die Erfolgschancen bei den Pfauenweibchen. Im Zentrum des Gedankengebäudes steht die fundamentale Ungleichheit der Keimdrüsen. Sie produzieren bei weiblichen Tieren die großen, wenigen Eizellen und bei männlichen die kleinen, vielen Spermien. Ein Unterschied mit Folgen. „Billige“ Spermien werben um „kostbare“ Eizellen. Männchen investieren in die Balz und konkurrieren untereinander, Weibchen kümmern sich um die Brutpflege. Männchen mit mehr Partnerinnen haben mehr Nachkommen, bei Weibchen gilt das nicht.

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Darwins Streiter

Darwin statt Kreuz. Die Bücher von Richard Dawkins (75) kreisen um die Ideen des Begründers der Evolutionstheorie.Foto: Aus dem Buch
Biologe, Autor und Atheist: Der streitbare und umstrittene Richard Dawkins hat seine Memoiren vorgelegt.

Von Hartmut Wewetzer | DER TAGESSPIEGEL

1976 brachte ein junger Wissenschaftler von der Universität Oxford die Welt der Biologie in Unordnung. Seine Name: Richard Dawkins. Mit seinem ersten Buch, dem er den provokanten Titel „Das egoistische Gen“ gab, löste der 35-Jährige ein bis heute nachhallendes geistiges Beben aus. Und bis heute ist Dawkins jemand, der keine lauwarmen Reaktionen zulässt. Man kann ihn lieben oder hassen, ist für oder gegen ihn – gleichgültig lässt er kaum jemanden. „Man kann mir vieles vorwerfen, aber nicht, dass ich ein Langweiler bin“, hat Dawkins dazu mit dem ihm eigenen Sarkasmus bemerkt. Pünktlich zu seinem 75. Geburtstag ist nun seine Autobiografie unter dem Titel „Die Poesie der Naturwissenschaften“ auf Deutsch erschienen.

„Das egoistische Gen“ ist eigentlich eine Abrechnung mit der Idee der Gruppenselektion. Also der Vorstellung, dass die Ebene der Gruppe eine wichtige Bühne ist, auf der sich die Evolution, die Entwicklung der Lebewesen, abspielt. Die natürliche Auslese (Selektion), der Motor der Evolution, begünstigt demnach Gruppen von Organismen. Der Einzelne tritt hinter dem Kollektiv zurück.

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Richard Dawkins: „Die Poesie der Naturwissenschaften“: Ein moderner Darwin blickt zurück

Cover_DawkinsRichard Dawkins passte die Evolutionstheorie an die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts an. Seine Autobiografie entführt den Leser in die Denkweise des streitbaren Atheisten. Auf eine Abrechnung mit seinen zahlreichen Kritikern verzichtet er aber.

Von Michael Lange|Deutschlandradio Kultur

Für die einen ist der Biologe Richard Dawkins der einzig legitime Nachfolger von Charles Darwin, denn er passte die Evolutionstheorie an die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts an. Für andere ist er ein gottloser Polemiker, der sich selbst zu wichtig nimmt. Seine Autobiografie illustriert beide Seiten dieser Persönlichkeit mit Anekdoten zum Schmunzeln und Stoff zum Nachdenken.

In England ist Richard Dawkins als Evolutionstheoretiker, Welterklärer und als streitbarer Atheist bekannt. Seine Bücher sind Bestseller, und auch im britischen Fernsehen taucht er immer wieder auf. Kennzeichnend für ihn sind seine klare Sprache und seine ungewöhnlichen Gedanken. Im Alter von fast 75 Jahren blickt er nun zurück, gewährt Einblick in das Leben seiner Eltern und Verwandten, erzählt von seiner Jugendzeit in Afrika, entwirft ein Bild des spätkolonialen Englands mit seiner Klassengesellschaft und erklärt so nebenbei auch noch die Vererbungslehre. Das hat Charme.

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Richard Dawkins: Arbeiter in Darwins Weinberg

Richard Dawkins, Screengrab
Richard Dawkins, Screengrab
„Charles Darwin ist mein größter Held der Wissenschaft… Die gesamte moderne Biologie ist mehr oder weniger eine Reihe von Fußnoten zu Darwin.

Von Wolfgang Taus|Wiener Zeitung

Keiner könnte etwas Besseres tun, als seinem Beispiel folgen“, so der britische Evolutionsbiologe und fast schon „militante Atheist“ – seit seinem 2006 erschienen Bestseller „Der Gotteswahn“, Richard Dawkins, in seiner jetzt auf Deutsch erschienen Autobiografie, die aus zwei Teilen besteht – gemäß zweier separaten Bände im englischen Original, die hier ungekürzt in einem Band erscheinen.

Dawkins, Jahrgang 1941, gehört zu jener Gruppe sogenannter neuer Atheisten, die aus der naturwissenschaftlichen Forschung und Beweislage heraus gegen jegliche theistische Glaubensvorstellungen Stellung beziehen.

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Düsseldorf: Grundschüler lernen die Evolution

Jungen und Mädchen der Theodor-Heuss-Schule vor dem Wandbild zur Evolutionsgeschichte. Foto: Hans-Jürgen Bauer
Sämtliche Grundschulen erhalten Bücher und DVDs des Projekts „Evokids“. Die religionskritische, nicht unumstrittene Giordano-Bruno-Stiftung und Jacques Tilly gehören zu den Ideengebern. Für die Stadt ist das kein Problem.

Von Beate Werthschulte|RP ONLINE

Mit der Evolution beschäftigen sich Schüler und Lehrer der Theodor-Heuss-Schule bereits seit sechs Jahren. Sie laufen im wahrsten Sinne des Wortes täglich an ihr vorbei. Denn damals haben Schulkinder und ein Team rund um Künstler Jacques Tilly das mit 50 Metern längste Wandbild Düsseldorfs gemalt: Es zeigt die gesamte, auf den Erkenntnissen des englischen Wissenschaftlers Charles Darwin fußende Lehre von der Entwicklung des Lebens und der Arten. Das, was an der Wand hängt, soll nun Unterrichtsthema in allen Düsseldorfer Grundschulen werden.

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Evolutionäre Idiotie und Antisemitismus

Dr Seyfi Şahin. Bild: youtube.
Dr Seyfi Şahin. Bild: youtube.

Einige Kreationisten meinen ja, dass der Teufel Fossilien vergraben und versteckt hat, um die Menschen zu verwirren. Andere wiederum suchen ihren imaginären Freund auf dem Genom, Bakterien, Mikroben, was auch immer, fündig geworden ist noch keiner. Und wenn man meint, alles Verrückte im wesentlichen zu kennen, kommt einer um die Ecke und setzt der Idiotie die Krone auf. Dr Seyfi Şahin ist so einer. Präsidentschaftskandidat der MHP(Milliyetçi Hareket Partisi), 2012, in der Türkei. Der türkische Nazi erklärt seinen Mitmenschen die Evolutionstheorie von Charles Darwin.
Lassen wir ihn zu Wort kommen.
Seyfi Şahin:

Darwin war Jude. Er glaubte und lebte entsprechend seiner Religion, so wurde er auch beerdigt. Sein wirkliches Ziel waren die Muslime.

Diese profunden Kenntnisse über Darwin bringt er hier zum Ausdruck.

Weiter führt er aus:

Ich glaube, dass heute, in den Wäldern Nordafrikas, lebende Schimpansen und Gorillas, von Gott verfluchte Juden sind. Sie sind pervertierte, mutierte Menschen. Das zu denken ist wesentlich stärker und wissenschaftlicher als die Theorie von Darwin.

Zum Abschluss führt er aus:

dass Gott all jene, die ihm nicht gefolgt sind, als Affen, Schweine und Teufelsanbeter auf der Welt verstreut hat.[…] Gut dass wir Muslime sind und
Hirn, Religion und Gott haben.

Dieser Mann gibt auf seiner Facebook-Seite an, dass er Mediziner ist und an der Universität in Ankara studiert hat. Da wird einem Angst und bange.

Ich glaube es war Richard Dawkins, der sich zur Widerlegung der Evolutionstheorie, wie folgt geäußert hat: Natürlich kann die Evolutionstheorie widerlegt werden, wenn, dann wird sie von Wissenschaftlern widerlegt und nicht von Idioten.

Passend zur evolutionären Idiotie, gepaart mit Antisemitismus bleibt nur noch zu sagen, als Mensch zu blöde, für einen Affen zu wenig Sprungkraft.

(Pascha aus Neukölln, danke für die Übersetzung.)

Ben Carson: Der krude Möchtegern-Präsident

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Der Republikaner Ben Carson ist bekannt für seine sonderbaren Ansichten. So glaubt er, dass der Teufel Charles Darwin befohlen habe, die Evolutionstheorie zu entwickeln. Vielen konservativen Amerikanern gefällt das. Seine Konzeptlosigkeit ist kein Problem.

Von Damir Fras|Berliner Zeitung

Seine Theorien sind, sagen wir, gewöhnungsbedürftig bis wirr: Die Pyramiden in Ägypten seien keine Grabstätten für Pharaonen gewesen, sondern Getreidespeicher aus biblischer Zeit. Gefängnisse, sagt er, seien Anstalten, in denen Heterosexuelle schwul werden. Obamacare, das Millionen von Amerikanern zum ersten Mal in ihrem Leben finanziellen Schutz im Krankheitsfall bietet, sei das „Schlimmste, was diesem Land seit der Sklaverei passiert ist“. Der Teufel habe Charles Darwin befohlen, die Evolutionstheorie zu entwickeln. Und so weiter und so fort.

Kaum ein Thema, zu dem Ben Carson im Vorwahlkampf nicht mindestens einen Beitrag der schrillen Art geliefert hätte. Erstaunlicherweise hat ihm das bislang nicht geschadet. Im Gegenteil: Der Neurochirurg im Ruhestand steht zusammen mit dem Polterer Donald Trump an der Spitze der Riege der republikanischen Möchtegern-Präsidenten. Carson und Trump seien der Beleg dafür, dass politische Inhaltsleere im Amerika des Jahres 2015 kein Grund ist, im konservativ gesinnten Wahlvolk nicht beliebt zu sein, sagen Kritiker.

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Zum ehrlichen Unterricht gehört auch die Evolution

Kuckuck und Teichrohrsänger – Kinder fragen im Untericht von selbst, wieso Vögel verschiedene Schnabelformen haben. Anhand solcher Beispiele lässt sich die Evolution gut erklären. (Foto: dpa)
Mehr als 80 Wissenschaftler und Pädagogen fordern, das Thema Evolution in die Grundschullehrpläne aufzunehmen. Fragen an André Sebastiani, der mit seinen Schülerinnen und Schülern bereits über die Evolution spricht.

Von Markus C. Schulte von Drach|Süddeutsche.de

Mehr als 80 Wissenschaftler, Pädagogen und Philosophen haben eine Resolution verabschiedet, in der sie fordern, das Thema Evolution in die Grundschullehrpläne aufzunehmen. Auf einem Kongress in Gießen wurde dazu Lehrmaterial des Projekts Evokids vorgestellt, mit dem Lehrkräfte die Entstehung und Entwicklung des Lebens schon Kindern ab der 3. Klasse näherbringen könnten. André Sebastiani ist Grundschullehrer in Bremen. Er spricht bereits mit seinen Schülerinnen und Schülern über die Evolution.

SZ.de: Die Evolution steht nicht in den Lehrplänen für Grundschulen. Sie sprechen das Thema bei Ihren Schülerinnen und Schülern trotzdem an. Was für Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

André Sebastiani: Das Thema ist zwar nicht vorgesehen, aber hin und wieder gibt es die Gelegenheit, es anzusprechen. Im Sachunterricht behandeln wir zum Beispiel Singvögel und beobachten sie auch in der Nachbarschaft der Schule. Da entdecken die Kinder selbst Unterschiede zwischen den Arten – etwa die verschiedenen Schnabelformen – und fragen, wie das kommt.

Da denkt man natürlich gleich an den Klassiker von Charles Darwin: Die Galapagosfinken.

Genau. Es bietet sich natürlich an, ihnen etwas darüber zu sagen, dass die verschiedenen Vogelarten aus gemeinsamen Vorläufern entstanden sind. Ich habe meine Zweitklässler auch konkret gefragt, was sie darüber wissen, wie die Welt und das Leben entstanden sind. Und es hat sich herausgestellt: eine ganze Menge.

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Korallenriff-Paradoxon gelöst

Steinkorallen-Fragmente für Inkubationsexperimente zur Kohlenstoff- und Stickstoff-Fixierung © Malik Naumann
Wimmelnde Lebensgemeinschaften im nährstoffarmen Wasser – wie ist das möglich? In Korallenriffen liefern Mikroorganismen eine Lösung für dieses Paradoxon, haben Meeresbiologen herausgefunden: Bakterien fixieren so effizient den raren Stickstoff für die Korallen, dass diese mit weiterer Hilfe von Mikroalgen das ganze Jahr hindurch wachsen können – selbst wenn die Nährstoffe besonders knapp werden. Die Studie in den „Proceedings of the Royal Society B“ verdeutlicht, wie stark solche wichtigen Wachstumsprozesse miteinander verknüpft sein können.

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Tropische Korallenriffe sind die artenreichsten Lebensräume auf unserem Planeten: Neben den Korallen, die die Riffe wachsen lassen, leben dort auch unzählige Fische, Krebse und Weichtiere. Doch dieses wimmelnde Leben stellt Wissenschaftler vor ein Rätsel: Die Meeresgebiete, in denen die tropischen Riffe beheimatet sind, sind extrem arm an Nährstoffen. Besonders der lebenswichtige Stickstoff ist dort ein absolutes Mangelelement. Schon Charles Darwin formulierte 1842 dieses sogenannte Riff-Paradoxon. Wie also ernähren sich die blühenden Lebensgemeinschaften am Riff in diesen kargen Regionen?

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Wenn Evolution den Turbogang einlegt

Einige Rotkehl-Anolis entwickelten innerhalb weniger Jahre klebrigere Füße, um sich gegen Konkurrenten durchzusetzen (Foto: Tim Gage / Flickr / CC by SA)
Die Evolution arbeitet viel schneller, als Charles Darwin glaubte. Einige Arten haben sich in kürzester Zeit rasant verändert.

Von Tina Baier|Süddeutsche.de

Charles Darwin würde staunen. Der Begründer der Evolutionstheorie war überzeugt, dass die Wechselwirkung von Mutation und Selektion ein langsamer Prozess ist, der Jahrtausende oder sogar Jahrmillionen dauert. Dabei kann Evolution auch schnell ablaufen, wie jetzt wieder eine Untersuchung britischer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Biology Letters (online) zeigt.

Die Forscher der Oxford University analysierten das Erbgut in den Mitochondrien einer Gruppe Hühner, die alle dieselben gemeinsamen Vorfahren haben. Zu ihrer Überraschung stellten sie fest, dass sich dort in den vergangenen 50 Jahren zwei Mutationen ereignet hatten. „Bisher galt als sicher, dass sich das mitochondriale Erbgut in einer Million Jahre um höchstens zwei Prozent verändert“, schreiben die Forscher. Ihre Entdeckung belege, dass es 15-mal so schnell geht.

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Satan ‚encouraged‘ Charles Darwin to conceive evolution theory — Ben Carson

©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
For Republican presidential candidate Ben Carson, the theory of evolution espoused by geologist Charles Darwin was not driven by science. It was „encouraged“ by Satan himself.

By Andre Mitchell|ChristianToday

Reviving a speech he made before the 2011 Celebration of Creation conference at Australia’s Avondale College, the retired neurosurgeon pointed out that unlike some scientists, Darwin did not believe in God.

„A lot of people believe in God, but I personally believe that this theory that Darwin came up with was something that was encouraged by the adversary [Satan],“ Carson said in his speech, as quoted by CNS News.

„And it has become what is scientifically politically correct. Amazingly, there are a significant number of scientists who do not believe it but they’re afraid to say anything,“ he added.

Carson said not all scientific theories are evil. In fact, he praised Albert Einstein’s theory as a „relatively modern science concept.“

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Sachbuch „Die 4. Revolution: „Das digitale Menschenbild

Ein Magnet im Zeigefinger – schon jetzt optimieren Menschen ihren Körper mit Implantaten. (picture alliance / dpa / Ole Spata)
Nach Kopernikus, Darwin und Freud sieht Luciano Floridi die Menschheit auf dem Wege zu einem neuen philosophischen Selbstverständnis. „Die 4. Revolution“ sei angebrochen, so der Titel seines Buchs, in dem er eine „Onlife“-Zukunft vorhersagt. Aber ist diese Erkenntnis wirklich neu?

Von Tobias Nagorny|Deutschlandradio Kultur

Welches Selbstbild hat der Mensch im digitalen Informationszeitalter? Um diese Frage zu beantworten, holt der renommierte italienische Informationstheoretiker Luciano Floridi historisch ziemlich weit aus. Ein spannendes und verkopftes Unterfangen.

Das philosophische Selbstverständnis des Menschen hat sich in den vergangenen Jahrhunderten bereits dreimal revolutioniert. Unsere frommen Ansichten über die zentrale Stellung der Erde im Universum wurden von Nikolaus Kopernikus gehörig korrigiert. Der Mensch zog sich, ein wenig bescheidener, zumindest auf seine zentrale Stellung auf der Erde zurück: Als biblische „Krone der Schöpfung“. Doch mit Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie wurde auch dieses Weltbild wissenschaftlich widerlegt.

Es blieb noch die beherrschende Stellung im Raum unseres Denkens und unseres Bewusstseins. Doch auch die Formel „Ich denke, also bin ich“ vom französischen Philosophen René Descartes wurde mit der Entdeckung des Unbewussten von Sigmund Freud zertrümmert.

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Von Adam und Eva, Affen und Dinos

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Stammt der Mensch vom Affen ab? Für Anhänger der Evolutionslehre ist das keine Frage – alles eine Sache der biologischen Entwicklung. Doch für Kreationisten hat Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen. Was stimmt?

Von Markus Brauer|STUTTGARTER NACHRICHTEN.DE

Die ersten Ur-Menschen lebten vor mehreren Millionen Jahren. Andere Ahnen von uns entwickelten sich zu den heutigen Menschenaffen. „Der Mensch stammt tatsächlich von Affen ab. Aber nicht von heute lebenden Affen, sondern von Affen, die unsere gemeinsame Vorfahren sind“, erklärt Bärbel Auffermann, stellvertretende Direktorin des Neanderthal Museums (www.neanderthal.de) im nordrhein-westfälischen Mettmann bei Düsseldorf.

Früher dachte man, Gott hätte den Menschen in nur einem einzigen Tag erschaffen und Adam und Eva seien die Stammeltern der gesamten Menschheit. Heute wissen wir, dass unsere Vorfahren ganz anders aussahen als wir heute. Sie waren am ganzen Körper dicht behaart, hatten eine breiten Mund und wulstige Knochen über den Augen. Bis zum heutigen Menschen war es ein sehr langer Entwicklungsweg.

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Douchebaggery in Zambia: Expel Evolution Theory From Schools

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The evolution theory must be expelled from every Zambian school because it has proved to be scientifically questionable and at the same time a tool for the repression of the black race.

By Charles Kachikoti|allAfrica

Charles Darwin presented his theory of evolution by natural selection in his 1859 book On the Origin of Species which draw from decades of scientific probe into evolution ideas going back through the ages.

The theory said in various species, only some of the offspring could possibly survive; and for this reason, in generations to come, offspring better adapted to survive and reproduce would replace those that could not survive.

Such ‚replacement‘ he called ’natural selection.‘ The theory also said individuals or organisms existed with different form and structure, different physical qualities and different behaviour. Such diverse traits determined different rates of survival and reproduction; and such traits could be passed from generation to generation.

Evolutionism was a common 19th century belief that organisms improve themselves from within, through change that has been inherited over time, and such organisms become increasingly complex as they evolve. Today, the belief has spawned ideas such as cultural evolution, social evolution, political evolution, economic evolution, technological evolution and others which attempt to explain human development.

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Darwin Day: Federal prisons agree to recognize humanism as a religion

Inmate Jason Michael Holden and the American Humanist Association filed the lawsuit last year, saying he and other inmates were prohibited from forming a study group at a federal prison in Sheridan, Oregon
  •  Federal prisoners who identify as humanist can now celebrate Darwin Day after Inmate Jason Michael Holden filed a lawsuit last year
  • Humanist inmates can now request access to study materials, observance of holy days, and time and space for religious activities
  • Humanism is similar to atheism though rather than simply rejecting belief in a god, humanists advocate rational thinking

By Mail Online

Federal prisoners who identify as humanist can now celebrate Darwin Day and get accommodations typically afforded to those inmates who believe in a deity.

The federal Bureau of Prisons agreed in the settlement of a lawsuit to add a section on humanism to its manual on inmate beliefs and practices.

Officials in the prison system will also consider requests from humanist inmates for access to study materials, observance of holy days, and time and space for religious activities.

Inmate Jason Michael Holden and the American Humanist Association filed the lawsuit last year, saying Holden and other humanist prisoners were prohibited from forming a study group at a federal prison in Sheridan, Oregon. 

The settlement was reached earlier this month, and the association announced the settlement in a news release issued on Monday.

Humanism is similar to atheism. But rather than simply reject belief in a god, humanists advocate rational thinking.

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Wie der Pavianhintern die Sexualtheorien Darwins inspirierte

Entspannt lässt sich ein Pavian im Tierpark Hellabrunn in München von einem Artgenossen entlausen. (picture-alliance / dpa / Frank Leonhardt )
Für den Evolutionsforscher Charles Darwin war die Haut des Menschen ein riesiges Sexualorgan. Ausgangspunkt für diese Theorie seien die pinken Affenhintern der Paviane gewesen, sagt der Literaturwissenschaftler Winfried Menninghaus.


Winfried Menninghaus im Gespräch mit Gesa Ufer|Deutschlandradio Kultur

„Darwin hat sich gefragt: Warum ist der Mensch der einzige größere Primat, ohne Fell?“ – so Winfried Menninghaus, Leiter des Max-Planck-Instituts in Frankfurt am Main im Deutschlandradio Kultur. „Und das ist tatsächlich ein Skandal in der Naturgeschichte.“ Schließlich gebe nur es wenige andere Lebewesen, die dieses Merkmal der nackten Haut teilten. Der britische Naturforscher Charles Darwin (1809-1882) sei der Frage nachgegangen, welche Vorläufer es gegeben habe.

Unser Körper als riesiges Sexualorgan

Seine „phantastische witzige Idee“, die Darwin damals kaum zu äußern gewagt habe, war es, die stark hervorgehobenen, nackten analen-genitalen Stellen der Affen zur Erklärung hinzuzuziehen. „Denken Sie an den Pavian, denken Sie an diese sehr indezente Ästhetik“, sagte Menninghaus.

„Darwin dachte in der Tat, die nackte Haut war der Sitz der sexuellen Attraktivität und wir Menschen waren so verrückt, dass wir davon immer mehr haben wollten.“

Deshalb habe der Mensch immer mehr Nacktheit gewählt, bis der ganze Körper auf einmal nackt gewesen sei. Zu dieser Hypothese von Darwin gehöre, dass „unser ganzer Körper ein riesiges Sexualorgan“ sei wie diese „pinken Affenhinterteile.“

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Das amerikanische Schöpfungs-Paradox

©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at
Glauben sehr viele Menschen, dass ein Gott die Menschen geschaffen hat, ist das ein recht verlässliches Anzeichen für Armut. Studien zeigen, dass der so genannte Kreationismus und wirtschaftliche Schwäche oft gemeinsam auftreten. Nur auf ein Land der Welt trifft das nicht zu: die USA. Warum?


Von Rico Grimm|Krautreporter

Es war 1925, da war der englische Forscher Charles Darwin längst ein gefeierter Held der Naturwissenschaft, berühmt für seine „Evolutionstheorie“, begraben neben Königen in der Londoner Westminster Abbey. In diesem Jahr trat das Parlament des amerikanischen Bundesstaates Tennessee zusammen, um seinen Lehrern zu verbieten, etwas anderes als die biblische Schöpfungsgeschichte des Menschen zu unterrichten. Und sie setzten dieses Gesetz auch durch!

Während der Schriftsteller F. Scott Fitzgerald seinen „Großen Gatsby“ schrieb, die Fords in Detroit an einem Nachfolger für ihr berühmtes erstes Auto-Modell tüftelten und die Wall Street zum mächtigen Zentrum des neuen kapitalistischen Zeitalters aufstieg, zitierten die Autoritäten Tennessees den Lehrer John Scopes vor Gericht, um ihn mit einer Geldstrafe von 100 Dollar zu belegen, weil er lehrte, was bewiesen war: dass der Mensch vom Affen abstammt.

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