Missbrauch: Verurteilter Priester muss vor Vatikan-Justiz

Der Priester John O’Reilly (2. v. l.) vor dem Gerichtsgebäude in Santiago de Chile. Reuters/Ivan Alvarado
Der irische Priester John O’Reilly, der in Chile wegen jahrelangen Missbrauchs eines damals siebenjährigen Mädchens zu vier Jahren Schutzaufsicht verurteilt worden war, muss sich nun auch im Vatikan einem Verfahren stellen.

religion.ORF.at

Das teilte der ultrakonservative katholische Orden Legionäre Christi am Montag mit. Wann der Prozess vor der Vatikan-Justiz beginnen soll und welche Höchststrafe droht, war zunächst unklar. O’Reilly vom Orden Legionäre Christi war im November 2014 schuldig gesprochen worden, ein Mädchen von 2010 bis 2012 missbraucht zu haben.

Vom Vorwurf, auch deren ältere Schwester sexuell belästigt zu haben, wurde er aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Für seine Taten nutzte O’Reilly seine Stellung als Kaplan und spiritueller Direktor in einer teuren, von Geistlichen betriebenen Schule von Santiago de Chile aus.

Staatsbürgerschaft entzogen

O’Reilly war bis zum Auffliegen des Skandals mit seiner Vergangenheit als TV-Pfarrer einer der einflussreichsten Priester Chiles mit besten Kontakten in Wirtschaft und Politik. 2008 gewährte ihm der Kongress die chilenische Staatsbürgerschaft. Diese wurde ihm im März 2015 entzogen.

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Zögerliche Aufklärung im Fall der Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile

Villa Baviera (Februar 2014) Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/Xarucoponce
Bundesregierung bleibt hinter Parlamentsantrag aus dem Jahr 2002 zurück. BND wusste schon 1966 von „KZ-ähnlichen Methoden“

Von Harald Neuber | TELEPOLIS

Trotz der teilweise Öffnung der Archive des Auswärtigen Amtes zur deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile und einem kritischen Umgang mit der eigenen Geschichte in Chile bleibt die Bundesregierung deutlich hinter einem Antrag des Bundestags aus dem Jahr 2002 zurück. Das geht aus den Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die Telepolis vorliegt.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte Ende April eine teilweise Öffnung der Archive zur Rolle der westdeutschen Diplomatie bei den Verbrechen in der Colonia Dignidad in Chile bekanntgegeben. Normalerweise betrage die Sperrfrist für Dokumente 30 Jahre, sagte Steinmeier bei einer Rede vor hunderten Gästen im Auswärtigen Amt. Er habe unter dem Eindruck der aktuellen Debatte aber entschieden, diese Frist um zehn Jahre zu verkürzen. „Damit machen wir die Akten der Jahre 1986 bis 1996 für Wissenschaftler und Medien zugänglich“, so der Minister. Der Vorstoß war nach Angaben von Mitarbeitern des Auswärtigen Amt intern sehr umstritten.

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Sekte Colonia Dignidad: Der Folterkeller hinter den sieben Bergen

© dpa Früher „Colonia Dignidad“, heute heißt die Siedlung in Chile „Villa Baviera“ und ist eine Touristenattraktion.
Bei Gaucks Besuch in Chile geht es auch um die „Colonia Dignidad“. Freigegebene Akten zeigen, wie deutsche Diplomaten jahrelang ihre schützende Hand über die Sekte hielten.

Von Matthias Rüb | Frankfurter Allgemeine

Am 17. November 1987 schreibt Dieter Haller, Leiter der Rechts- und Konsularabteilung der deutschen Botschaft in Santiago de Chile, an das Auswärtige Amt in Bonn. Thema seines Drahtberichts sind Dokumente von Hugo Baar und des Ehepaars Georg und Lotti Irene Packmor, denen im Dezember 1984 beziehungsweise im Februar 1985 die Flucht aus der deutschen Sektensiedlung „Colonia Dignidad“ im Süden Chiles gelungen war. „Diese Aufzeichnungen“, so Haller in seinem geheimen Drahtbericht an den Vortragenden Legationsrat Günter Wasserberg im Bonner Amt, „erhellen die Rolle von Paul Schäfer, der die Siedlungsgemeinschaft in brutaler und gleichzeitig sublimer Weise führt und kontrolliert und dabei ein inneres Regime errichtet hat, das in vieler Hinsicht an ein Arbeits- und Konzentrationslager erinnert.“

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Ozean vor Chile: Algenblüte tötet seit Monaten massenweise Meerestiere

Algen in der Nordsee: Zwischen Dänemark und Großbritannien bilden sie einen riesigen Teppich. Bild. NASA
Algen in der Nordsee: Zwischen Dänemark und Großbritannien bilden sie einen riesigen Teppich. Themenbild. NASA
Es ist ein Alptraum für die Fischern im Süden Chiles. Anfang des Jahres verendeten rund 40 000 Tonnen Lachse in den Fischfarmen der Region Los Lagos. Was steckt dahinter?

Von Kerstin Viering | Badische Zeitung

Zwischen Dezember und Februar wurden auf der Insel Santa Maria Tausende tote Tintenfische angespült, Wochen später verwandelten 8000 Tonnen verwesende Sardinen die Strände um die Mündung des Flusses Queule in einen Fisch-Friedhof. Es folgten Zehntausende von toten Macha-Muscheln auf der Insel Chiloé. Und auch Wale und Robben bleiben nicht verschont.

Seit Monaten leidet das Meeresleben der Region unter einem Massensterben, das auch für die Fischer zur Katastrophe wird. Ausgelöst wird es durch winzige, aber umso gefährlichere Giftmischer, deren Zahl in diesem Jahr explodiert ist: Milliarden Algen der Art Pseudochattonella verruculosa überziehen das Wasser mit einem roten Teppich.

Es ist nicht der erste Fall, in dem giftige Algenblüten zum Problem für Mensch und Tier geworden sind. Rund um die Welt treten solche Phänomene immer wieder auf. Derzeit kennen Experten ungefähr 100 Algenarten, die toxische Verbindungen produzieren können. Damit sind die Giftmischer eine verschwindend kleine Minderheit unter den mehr als 10 000 Algenspezies der Weltmeere. Ihr Arsenal aber hat es in sich. Denn es enthält hochwirksame Nervengifte, die sich in der Nahrungskette anreichern.

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Steinmeier gibt Akten über Sekte „Colonia Dignidad“ frei

Colonia Dignidad heute. / Bild: (c) AFP (Claudio Reyer)
Das Material wäre noch bis zu zehn Jahre unter Verschluss geblieben. Die deutsche Diplomatie habe zu wenig für die Opfer getan, sagt Steinmeier.

Die Presse.com

Das deutsche Auswärtige Amt gibt seine Akten über die berüchtigte frühere Deutschen-Siedlung „Colonia Dignidad“ in Chile vorzeitig für die Öffentlichkeit frei. Dies kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstagabend in Berlin an. Normalerweise wäre das Material noch bis zu zehn Jahre unter Verschluss geblieben. Zugleich gab Steinmeier zu, dass die deutsche Diplomatie zu wenig unternommen habe, um den Opfern der „Colonia Dignidad“ zu helfen.

Die etwa 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago gelegene Siedlung war Anfang der 1960er-Jahre von deutschen Auswanderern gegründet worden. Ihr Anführer Paul Schäfer schuf dort eine Art Sekte. Ohne seine Erlaubnis durfte niemand das mit Stacheldraht abgeriegelte Gelände verlassen. Während der chilenischen Militärdiktatur (1973-1990) wurde dort auch gefoltert.

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Sektensiedlung „Colonia Dignidad“: Ehemalige Bewohner wollen Chile und Deutschland verklagen

Das brutale Leben in der berüchtigten Sektensiedlung Colonia Dignidad wird im Kinofilm „Colonia“ thematisiert. Darin spielt Mikael Nyquist Sektenführer Paul Schäfer, Emma Watson eine deutsche Stewardess © Majestic/Ricardo Vaz Palma/DPA
Sexueller Missbrauch, harte Strafen, Psychoterror: In der 1961 vom Deutschen Paul Schäfer gegründeten „Colonia Dignidad“ galt ein brutales System der Unterdrückung. Ehemalige Bewohner der Sektensiedlung wollen nun Gerechtigkeit und streben Sammelklagen an.

stern.de

Es ist 18 Jahre her, seit Winfried Hempel aus der berüchtigten Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile entkam. Albträume hat er noch heute. „Ich kann an diesem Ort immer noch das Leid der Menschen riechen“, sagt der 38-Jährige über den Ort seiner Kindheit. Die von deutschen Auswanderern gegründete Kolonie sei „eine der schlimmsten Sekten in der Geschichte der Menschheit“ gewesen.

Heute ist Hempel Rechtsanwalt und arbeitet im Namen von 120 ehemaligen Koloniebewohnern an zwei Sammelklagen gegen Chile und Deutschland. Er wirft beiden Staaten vor, die Schreckensherrschaft von Sektenchef Paul Schäfer und den sexuellen Missbrauch von Kindern jahrelang zugelassen zu haben. Von Chile verlangt er Entschädigungszahlungen in Höhe von einer Million Dollar pro Kläger. Der Bundesrepublik wirft er vor, den deutschen Staatsbürgern nicht zu Hilfe gekommen zu sein.

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Chiles Atacama-Wüste erblüht in unglaublich schöner Pracht

Buntes Treiben: Derzeit zeigt sich die Atacama-Wüste von ihrer schönsten Seite © Mario Ruiz/ DPA
Gemeinhin werden Wüsten mit ausgedörrten Weiten in Verbindung gebracht. Doch Vorsicht: Farbenfroh wie selten präsentiert sich aktuell die Atacama-Wüste – und straft so alle Unwissenden in eindrucksvoller Manier Lügen.

stern.de

Chiles Atacama-Wüste, bekannt als das trockenste Wüstengebiet der Welt, erblüht in diesen Tagen in ungeahnter Pracht: Auf den weiten Hängen der Wüstenlandschaft im Norden Chile stehen abertausende gelbe, rote, purpurne und weiße Blüten von Arten, die zumeist nur hier beheimatet sind. Blautöpfchen (Nolana paradoxa), rote Löwentatzen (Bomarea ovallei), gelbe Kordilleren-Añañucas (Rhodophiala rhodolirion) und Guanakopfoten (Calandrinia longiscapa) profitieren von den für die Region ungewöhnlichen Regenfällen der vergangenen Monate.

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Mr. President und El Presidente

Orlando Letelier, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Freigegebenes Dokument belegt Kenntnis der CIA, dass Pinochet das Bombenattentat in Washington DC von 1976 befohlen hatte.

Von Markus Kompa|TELEPOLIS

Am 21.09.1976 explodierte in Washington DC eine Autobombe und riss den chilenischen Diplomat und Politiker Orlando Letelier del Sola und dessen Mitarbeiterin mit US-Staatsbürgerschaft in den Tod. Sozialist Letelier wurde Opfer einer Serie an in verschiedenen Ländern durchgeführten Attentaten auf politische Gegner der Militärjunta, die sich am 11. September 1973 blutig an die Macht geputscht hatte. Partner des Coup d’État von 1973 war die CIA gewesen, welche die Welt vor dem Grundübel des Kommunismus bewahren wollte. Einen Anschlag des chilenischen Geheimdienstes DINA ausgerechnet auf dem Boden der USA hatte Letelier für unwahrscheinlich gehalten, da ein solches die Gastgeber kompromittierte.

Als Organisator des Mordes, eigentlich aber als Bauernopfer, wurde 1978 in den USA der vormalige CIA-Agent Michael Townley verurteilt. Während des Anschlags, der in der Terror-Folklore der USA nur eine geringe Bedeutung erfährt, wurde die CIA von Erdölunternehmer George Herbert Walker Bush geleitet. Der fanatische Kommunistenhasser Ronald Reagan ließ noch Mitte 1980 wissen, „es sei eine gute Sache, dass Letelier abgemurkst wurde“.

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„An einer demokratiefreien Zone wird bereits gearbeitet“

Christian Nürnberger. Foto: © Kay Blaschke.
In seinem Buch Die verkaufte Demokratie legt der Journalist Christian Nürnberger die Zusammenhänge dar, wie die zivilisatorischen Errungenschaften der Nachkriegszeit, von willfährigen Politikern unterstützt, Stück für Stück dem Markt geopfert werden. Dabei setzt sich der SPD-Politiker und Ehemann der Fernsehmoderatorin Petra Gerster auch mit der Frage auseinander, wie die verloren gegangene Macht von den Bürgern wieder zurückerobert werden könnte.


Von Reinhard Jellen|TELEPOLIS

Herr Nürnberger, wenn wir in Sachen marktkonformer Demokratie nach vorne in das Land Chile im Jahr 1973 blicken: Wie viel Demokratie können sich unsere Märkte heutzutage noch leisten?

Christian Nürnberger: : Immer weniger. Nehmen Sie nur Facebook, Google und das ganze Big-Data-Business als Beispiel. Deren Geschäftsgrundlage beruht auf der fortgesetzten Aushebelung unseres Grundrechts auf informationeller Selbstbestimmung. Wenn die EU es wagte, diesen Konzernen samt aller Trittbrettfahrer die Datenspionage zu untersagen, wäre nicht nur ein Milliardengeschäft kaputt, sondern wären auch Hunderttausende von Arbeitsplätzen weg. Das wagt kein Politiker. Ein Merkmal unserer Zeit ist ja, dass diejenigen, die wir per Stimmzettel mit Macht ausstatten, von dieser Macht kaum noch Gebrauch machen, und wenn sie es aber doch versuchen sollten, scheitern, weil sie es mit Kräften zu tun bekommen, die mächtiger und stärker sind als sie.

Und das Merkwürdige ist, dass diese Ungeheuerlichkeit noch kein einziges Mal Thema einer Talkshow war, obwohl das Faktum seit 1998 allen bekannt sein könnte. Damals hat auf einer Party in einem der höchsten Hochhäuser Deutschlands der damalige Dresdner-Bank-Vorstand Ernst-Moritz Lipp mit Blick auf rund 500 feiernde Finanzstrategen und Topleuten aus der Wirtschaft gesagt: „Deutschland ist ein Supertanker, aber im Führerhäuschen sitzt nicht der Bundeskanzler, sondern da sitzen die Leute, die hier auf dem Podium sind!“

Wie das? Hatte es 1998 bei uns einen Putsch gegeben wie in Chile 1973?

Christian Nürnberger: Eben nicht. Was damals in Chile passierte, war ein brutaler Militärputsch, über den der dann regierende Diktator Pinochet gesagt hatte, die Demokratie müsse gelegentlich in Blut gebadet werden, damit sie fortbestehen kann. Was wir dagegen bei uns seit rund einem Vierteljahrhundert beobachten, ist eine schleichende Entdemokratisierung, hinter der nicht ein benennbarer Putschist und auch keine CIA steckt, sondern ein historisches Ereignis: der Fall der Mauer, der Zusammenbruch des Kommunismus.

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Vulkan Calbuco in Chile ausgebrochen

Der Vulkan Calbuco in Chile ist ausgebrochen | AP
Im Süden Chiles ist der Vulkan Calbuco ausgebrochen. Nach mehreren Explosionen bildete sich am Mittwoch eine 15 Kilometer hohe Rauch- und Aschewolke, die noch in 20 Kilometern Entfernung zu sehen war, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete. Innenminister Rodrigo Peñalillo ordnete eine Evakuierungszone von 20 Kilometern um den Krater an.


The Huffington Post

Staatschefin Michelle Bachelet will am Donnerstag die betroffene Region besuchen. Es könne im Umkreis des Vulkans zu einem Ascheteppich von bis zu einem Meter Dicke kommen, erklärte die Präsidentin.

4.500 Menschen evakuiert

Im benachbarten Argentinien wurde der Flughafen von San Carlos de Bariloche vorläufig geschlossen. In naheliegenden Villa La Angostura fiel bereits am Mittwochabend (Ortszeit) die erste Asche des rund 100 Kilometer entfernten Calbuco.

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Vatikan plant strengere Regeln gegen Vertuschung von Missbrauch

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Der Vatikan bereitet strengere Regeln für den Umgang mit Bischöfen vor. Sie sollen Kindesmissbrauch durch Priester nicht mehr vertuschen können.


Blick.ch

Sein Vorhaben diskutierte Papst Franziskus gestern mit Kardinälen in seinem Beraterstab. Demnach beanstandeten die Kardinäle, dass die bisherigen Regeln «nicht genügen klar» seien. Dies teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am späten Abend bei einer Pressekonferenz mit.

Opferverbände werfen dem Vatikan vor, nicht genügend gegen Bischöfe zu unternehmen, die Kindesmissbrauch durch Geistliche ignorieren. So wurden Priester, die sich an Kindern vergingen, bisher einfach in andere Gegenden oder auf andere Posten versetzt.

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America’s Addiction to Torture

Masked Guantánamo protesters kneel during the Democratic National Convention August 25, 2008, in Denver. (Photo via Shutterstock)
The United States is addicted to torture. Not only does this savage addiction run through its history like an overheated electric current, but it has become intensified as part of a broader national psychosis of fear, war and violence. A post 9/11 obsession with security and revenge has buttressed a militarized culture in which violence becomes a first principle, an essential need, whether in the guise of a national sport, mode of entertainment or celebrated ideal.


By Henry A. Giroux|Truthout

Foreign and domestic violence now mediate everyday relations and the United States‘ connection to the larger world. As such, terror, fear, war and torture, become normalized, and the work of dehumanization takes its toll on the US public as more and more people not only become numb to the horror of torture but begin to live in a state of moral stupor, a coma that relegates morality to the dustbin of history. How else to explain recent polls indicating that 58 percent of the US public believe that torture under certain circumstances can be justified, and that 59 percent think that the CIA’s brutal torture methods produced crucial information that helped prevent future attacks?

There is more at stake here than manufactured ignorance and an unconscionable flight from the truth. There is also a dangerous escape from justice, morality and the most basic principles central to a democratic society. The celebration of brutality, spectacles of violence and the affirmation of torture suggests that in a market-driven society with its unchecked individualism, sheer Darwinism and refusal to think about social costs or, for that matter, any notion of the public good, the addiction to cruelty, violence and torture becomes less difficult and almost too easy. In the age of disposability and despicable gaps in wealth, income and power, modern terror becomes normalized and points to the onslaught of a mode of totalitarianism that is more than an ephemeral moment in history. Violence is no longer marginal to American life; it is the foundation that now drives it. As Lawrence Wittner recently observed:

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Mega-Vulkan kurz vor dem Ausbruch?

Sieht idyllisch aus: die Laguna del Maule in Chile. Doch darunter verbirgt sich ein aktiver Vulkan. © David Tenenbaum/ University of Wisconsin-Madison
Droht ein Ausbruch? Seit sieben Jahren hebt sich der Untergrund über dem Vulkankomplex Laguna del Maule in Chile so stark wie nirgendwo sonst auf der Erde. Geologen sehen darin ein klares Zeichen für einströmendes Magma. Mit Hilfe von Seismometern und anderen Instrumenten halten sie den Mega-Vulkan nun unter strenger Beobachtung. Denn wenn er ausbricht, wäre die Eruption extrem explosiv, wie sie im Fachmagazin „GSA Today“ berichten.


scinexx

Die Laguna de Maule in den chilenischen Anden sieht auf den ersten Blick harmlos aus: Ein Bergsee umgeben von Gipfeln. Doch unter dem See verbirgt sich ein enorm aktives Vulkanfeld: In den letzten 25.000 Jahren ist dieser Vulkan schon 26 Mal ausgebrochen. „Einige dieser Eruptionen waren mehr als 100 Mal stärker als der des Mount St. Helens“, erklärt Brad Singer von der University of Wisconsin-Madison. Er leitet eine internationale Forschergruppe, die diesen Vulkan von nun an genau überwachen soll.

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Priester in Chile wegen Kindesmissbrauchs verurteilt

missbrauch_katholEin Priester des katholischen Ordens „Legionäre Christi“ ist in Chile wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

evangelisch.de

Das Gericht in Santiago de Chile entschied jedoch, dass der Geistliche John Joseph O’Reilly (68) die Strafe unter Aufsicht in Freiheit verbüßen kann. Mit der am Dienstag (Ortszeit) verkündeten Strafe blieben die Richter weit unter der Forderung der Staatsanwalt. Diese hatte eine zehnjährige Gefängnisstrafe gefordert, wie die Tageszeitung „La Nación“ berichtete.

O’Reilly war bereits Mitte Oktober vom Gericht wegen wiederholtem Missbrauch eines fünfjährigen Mädchens schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß war bisher noch offen. Der bis zuletzt hoch angesehenen O’Reilly kam 1984 von Irland nach Chile und erhielt 2008 die chilenische Staatsbürgerschaft. Gegen das Urteil kann der Geistliche innerhalb von zehn Tagen noch Berufung einlegen.

Der Ordensgemeinschaft „Legionäre Christi“ gehören nach eigenen Angaben weltweit etwa 900 Priester und rund 2.500 Seminaristen an. Ihr Gründer Marcial Maciel wurde nach einer kirchlichen Untersuchung im Jahr 2006 wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs zu einem zurückgezogenen Leben verpflichtet. Zwei Jahre später starb Maciel im Alter von 87 Jahren.

Chile züchtet Cannabis zu medizinischen Zwecken

Bürgermeister Rodolfo Carter (rechts) und Mitarbeiter der Daya-Stiftung bei der Einweihung der Cannabis-Plantage Quelle: laflorida.cl
Die Behörden in Chile haben eine Sondererlaubnis für den Anbau von 425 Hanfpflanzen zu medizinischen Zwecken vergeben. Die Samen wurden vergangene Woche im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in der Gemeinde La Florida im Süden Santiagos gesät.

Von Birte Kelleramerika21

Ab Mai kommenden Jahres sollen mithilfe des extrahierten Hanföls 200 Krebspatienten behandelt werden, die unter chronischen Schmerzen leiden.

Das Pilotprojekt wurde von Rodolfo Carter, dem Bürgermeister der Gemeinde La Florida und der Daya-Stiftung initiiert, die sich für die medizinische Nutzung der Marihuanapflanze engagiert. “Dies ist die erste autorisierte medizinische Züchtung in Lateinamerika. Mit der Linderung der Schmerzen vieler Leidender schreiben wir Geschichte“, so Ana María Gazmuri, Präsidentin der Daya-Stiftung.

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Vatikan ermittelt gegen Priester in Chile

Von links nach rechts: José Aldunate, Felipe Berríos, Mariano Puga Quelle: site.adital.com.br
Befürwortung gleichgeschlechtlicher Ehe und Kirchenkritik sorgen in Chile für Aufregung. „Kongregation für die Glaubenslehre“ ermittelt.

Von Hans Weberamerika21

Aufgrund von Kritiken an der Kirche werden die chilenischen Priester Felipe Berríos, José Aldunate und Mariano Puga derzeit durch die „Kongregation für die Glaubenslehre“ untersucht. Dieses Vatikanorgan hat die Ermittlungen aufgenommen, nachdem der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Santiago, Kardinal Ricardo Ezzati, eine Sammlung kritischer Äußerungen der Geistlichen an die Kongregation weitergeleitet hatte.

In den vergangenen fünf Monaten hatten Berríos, Aldonante und Puga Interviews gegeben, in denen sie die Rolle des Klerus bezüglich der Bildungsreform der Regierung Bachelet sowie seine Weigerung, über Schwangerschaftsabbruch zu diskutieren und die Haltung gegenüber der Ehe homosexueller Paare in Frage stellten.

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Indien: Delfine als nicht-menschliche Personen anerkannt

Indien hat Delfine letzte Woche offiziell als nicht-menschliche Personen anerkannt, deren Rechte auf Leben und Freiheit respektiert werden müssen.

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Indien ist das vierte Land der Welt, das das Fangen und den Import von Walen und Delfinen für kommerzielle Unterhaltung verbietet – nach Costa Rica, Ungarn und Chile. Auslöser für diesen Schritt waren Proteste gegen Delfinarien in Kerala.

Delfine haben ein ähnliches Maß an Selbstbewusstsein wie Menschen. Sie können ihr eigenes Spiegelbild erkennen, Werkzeuge benutzen und sie verstehen abstrakte Konzepte. Sie haben sogar eigene Kommunikationsformen: An individuellen Pfeifgeräuschen können sie Freunde und Familienmitglieder erkennen – ähnlich wie Menschen Namen verwenden.

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Dolphins gain unprecedented protection in India

Vatikan-Kenner zweifeln an Existenz von Schwulen-Lobby

Bild: AP
Bild: AP
Gibt es ein Netzwerk von Homosexuellen im Vatikan? Eine Aussage von Franziskus legt nahe, dass der Papst selbst von der Gruppe weiß. Kleruskenner sind skeptisch.

Von Annette LangerSpON

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Bei einer Privataudienz mit lateinamerikanischen Ordensleuten soll Papst Franziskus erstmals die Existenz eines homosexuellen Netzwerks im Vatikan bestätigt haben. Die katholische Webseite „Reflexión y Liberación“ in Chile veröffentlichte eine heimlich weitergereichte Mitschrift der Unterhaltung vom 6. Juni.

Darin wird der Pontifex folgendermaßen zitiert: „Es ist die Rede von einer Gay-Lobby, und es ist wahr, sie ist da … wir müssen sehen, was wir tun können.“

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Vatikan: Tagung über Sternenhaufen Cygnus OB2

Bild:vanderbilt.edu
Cygnus OB2, ein Sternenhaufen mit 200.000facher Leuchtkraft der Sonne und 4.700 Lichtjahre von der Erde entfernt, steht im Mittelpunkt einer wissenschaftlichen Tagung der vatikanischen Sternwarte. Von Mittwoch bis Freitag diskutieren 24 Astronomen aus Europa, den USA und Chile am Sitz der Forschungseinrichtung in Castel Gandolfo neue Erkenntnisse über die im Sternbild „Schwan“ gelegene Formation.

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Entstehung, Geschichte und Zusammensetzung von Cygnus OB2 könnten wichtige Einsichten zum Verständnis solcher Sternenhaufen in der Milchstrasse und anderen Galaxien liefern, heisst es in einem Beitrag des „Osservatore Romano“ (Dienstag). Neben Cygnus OB2 geht es auch um den Sternenhaufen Cygnus X, in dessen Inneren Cygnus OB2 liegt.

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Menschenopfer in Chile: Sektenmitglieder sollen Baby verbrannt haben

mexiko-lexikon.de
Ermittler in Chile werfen vier Personen ein grausames Verbrechen vor: Die Sektenmitglieder sollen in einem Endzeitritual ein drei Tage altes Baby bei lebendigem Leib verbrannt haben. Unter den Verdächtigen ist auch die Mutter. Sie soll das Menschenopfer befürwortet haben.

SpON

Die Polizei in Chile hat vier Personen festgenommen, die in einem Sektenritual ein Baby bei lebendigem Leib verbrannt haben sollen. Der Sektenführer war offenbar davon überzeugt, das Ende der Welt stehe bevor und das Mädchen sei der Antichrist.

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