Politologe Bielefeldt sieht Religionsfreiheit vielerorts verschlechtert

Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog(bb)
Mit Blick auf die Anschläge auf Kirchen und Hotels an Ostern in Sri Lanka hat der Politikwissenschaftler Heiner Bielefeldt eine Verschlechterung der Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt beklagt.

evangelisch.de

Dies treffe Christen, aber auch andere Glaubensgemeinschaften, sagte der Professor der Universität Erlangen am Mittwoch im WDR5-„Morgenecho“. „In absoluten Zahlen kann es durchaus sein, dass Christen die am stärksten verfolgte Gruppe sind“, erklärte er. Denn Christen seien mit Abstand die größte Religionsgruppe weltweit.

Sehr kleine Glaubensgruppen wie die Bahai würden aber proportional ähnlich oder vielleicht sogar stärker verfolgt. Dass sich die Gewalt auf Sri Lanka spezifisch gegen die dort kleine Gruppe der Christen richtete, sei jedoch in der Tat neu und unerwartet, sagte der Politologe, der von 2010 bis 2016 UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit war. Mehr als 70 Prozent der 22 Millionen Einwohner Sri Lankas sind Buddhisten, zwölf Prozent Hindus, zehn Prozent Muslime und gut sieben Prozent Christen.

weiterlesen

Sri Lanka: Anschläge auf Kirchen und Touristenhotels

Grafik: TP
Die koordinierten Anschläge sprechen dafür, dass eine Terrorgruppe aus dem Umkreis des IS dafür verantwortlich sein könnte

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Sri Lanka wurde am Sonntag von einer Anschlagsserie auf Christen und Touristen heimgesucht. Nach acht Bombenanschlägen auf vier Luxushotels, drei Kirchen, wo gerade die Ostermessen abgehalten wurden, und ein Gebäude. Vier Anschläe fanden in der Hauptstadt Colombo statt, in den Städten Negombo, Batticaloa und Kochchigade wurde jeweils eine Kirche das Ziel.

Bislang wird von über 200 Toten und mehrere hundert Verletzten ausgegangen. Mehr als 35 der Toten sollen ausländische Touristen sein. Die Regierung verhängte nach den beiden letzten Anschlägen, die Stunden nach den ersten erfolgten, für die Nacht eine 12-stündige Ausgangssperre, Facebook und Instagram wurden geschlossen, angeblich um die Verbreitung von Fake News zu unterbinden.

Nach Medienberichten wurden sieben Verdächtige festgenommen, andere sprechen von zwei Festnahmen nach einem Schusswechsel in Dematagoda. Noch aber gibt es über deren Motive, sofern sie tatsächlich Täter sind, keine Anhaltspunkte, noch hat sich auch niemand zu den Anschlägen bekannt. Christen, vornehmlich Katholiken, sind in Sri Lanka eine Minderheit (etwas mehr als 7 Prozent der Bevölkerung), meist sind es Tamilen oder Singhalesen. Letztere machen den Großteil der Bevölkerung aus und sind überwiegend Buddhisten. Die Tamilen sind mehrheitlich Hinduisten. Nach den Singhalesen und den Sri-Lanka-Tamilen besteht mit fast 10 Prozent die drittgrößte Bevölkerungsgruppe der Moors aus tamilisch-sprachigen Muslimen, die nur die Sprache mit den Tamilen gemeinsam haben.

weiterlesen

Ersetzen Protestanten katholische Kirche beim „House of One“?

Bild: bb
In Berlin soll ein gemeinsames Bet- und Lehrhaus für Juden, Christen und Muslime entstehen. Bislang ist die christliche Seite jedoch nur durch die evangelische Kirche vertreten – für das Erzbistum Berlin ist das okay.

DOMRADIO.DE

Das Erzbistum Berlin fühlt sich beim interreligiösen Bet- und Lehrhaus „House of One“ durch die evangelischen Christen gut vertreten. Sich selbst als Träger des Projekts zu beteiligen sei bisher nicht geplant, sagte Bistumssprecher Stefan Förner der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Montag in Berlin. Es liege aber eine Anfrage an Erzbischof Heiner Koch vor, Mitglied des Kuratoriums zu werden und auf diese Weise mitzuwirken.

Dies werde „wohlwollend“ geprüft, so Förner. Das Erzbistum engagiere sich bereits in zahlreichen interreligiösen Projekten und werde diese auch fortführen. Bisherige Träger sind die evangelische Kirchengemeinde Sankt Petri-Sankt Marien, die Jüdische Gemeinde zu Berlin im Verbund mit dem Abraham Geiger Kolleg und der muslimische Verein „Forum Dialog“. Die Grundsteinlegung auf dem Petri-Platz in Berlin-Mitte ist für April 2020 geplant.

weiterlesen

Kauder: Christen und Muslime können nicht gemeinsam zu Gott beten

Es ist unmöglich, dass Christen und Muslime gemeinsam zu Gott beten, „denn es gibt nur einen Gott. Wir reden zu einem Vatergott und nicht zu einem unbekannten Wesen.“ Davon ist der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, überzeugt.

idea.de

Es werde weiterhin einen Wettbewerb zwischen Islam und Christentum geben, sagte er am 1. März auf dem Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF) in Karlsruhe: „Wenn unsere Glaubenskraft immer weiter nachlässt, wird das nicht zur Stärkung des Christentums beitragen.“ Ihn beschäftige, dass von Jahr zu Jahr immer weniger Christen in die Kirche gingen. Er sei dankbar für jeden, der täglich versuche, nach den Worten Jesu sein Unternehmen zu führen. Aber auch darüber hinaus sollten Christen von Jesus reden. Wenn er etwa mit Muslimen spreche, rede er nicht von deren Religion, sondern warum er vom Christentum so begeistert sei. Kauder zitierte den Satz Jesu: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich“ (Johannes 14,6). Dadurch sei die Vater-Kind-Beziehung im Christentum entstanden, die es in keiner anderen Religion gebe. Es zeichne zudem Christen aus, keine Angst vor der Zukunft zu haben, weil sie wüssten, dass sie fest in Gottes Hand geborgen seien.

weiterlesen

Vatikan: Keine Maschine kann menschliche Beziehungen ersetzen

Photograph: Solent News/Rex
Der Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Vincenzo Paglia, sieht den Einsatz von Robotern kritisch. Es bestehe das Risiko, dass die Maschine den Mensch lenke, statt umgekehrt.

DOMRADIO.DE

Keine Maschine könne jemals menschliche Beziehungen ersetzen, etwa zwischen Arzt und Patient, mahnte der Akademie-Vorsitzende im Gespräch mit dem „Corriere della Sera“. „Heute brauchen wir einen neuen Pakt zwischen Mensch und Technik“, forderte er.

Bei dem Thema komme es auf eine „ethische Antwort für die Zukunft“ an, sagte der Erzbischof. Hier sollten auch die Religionen, etwa Christen, Juden, Hindus und Muslime zusammenarbeiten, und eine „ethische Allianz“ bilden. Paglia äußerte sich bei der am Montag begonnenen Jahreshauptversammlung der Akademie. Sie steht unter dem Titel „Roboethik. Menschen, Maschinen und Gesundheit“ und tagt bis Mittwoch. Auch eine Audienz der Teilnehmer bei Papst Franziskus ist vorgesehen.

weiterlesen

Sunnitischer Großmufti untersagt Teilnahme an Christenfeiern

Nicht überall religiöses Tauwetter: Menschenrechtler verurteilen Aussagen des sunnitischen Großmuftis Sheikh Abdul Mahdi al-Sumaidaie im Irak, wonach Muslime nicht an christlichen Weihnachts- und Neujahrsfeiern teilnehmen dürfen.

DOMRADIO.DE

“Die gute Tradition des friedlichen Miteinanders von Muslimen und Christen darf von radikalen muslimischen Predigern nicht zerschlagen werden“, sagte der Irak-Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Kamal Sido, am Donnerstag in Göttingen.

Es dürfe kein Hass von religiösen Würdenträgern gepredigt werden, sondern Toleranz, Gleichberechtigung und der Appell für ein friedliches Miteinander.

weiterlesen

Islamkritik als legitimer Akt der Selbstverteidigung

Foto: Pixabay.com / kalhh
Religiöse Verfolgung hört mit der Flucht in das westliche Land der Freiheit nicht auf

Von Kacem El Ghazzali | RDF

„Wären sie von der Strafe für den Glaubensabfall befreit worden, gäbe es den Islam heute nicht mehr.“
Yusuf al-Qaradawi, islamischer Theologe und Vorsitzender der Internationalen Union muslimischer Gelehrter, über Apostaten

Es gibt keinen islamischen Staat und auch keine islamische ‚Republik‘, die Gedanken- und Glaubensfreiheit garantierte. Religiöse Minderheiten in muslimischen Mehrheitsgesellschaften wie etwa Christen leiden unter gesellschaftlicher Unterdrückung. Auch Apostaten sehen sich oft gnadenloser Repression ausgeliefert, da das Verlassen der Religion als unverzeihbares Tabu gilt. Unter Verfolgung und Gesetzen, die nicht nur den Glaubensabfall, sondern auch jede Religionskritik kriminalisieren, leiden religiöse Minderheiten, ex-muslimische Individuen und säkulare muslimische Liberale gleichermaßen.

Obgleich die Bestrafung derjenigen, die keiner Religion mehr angehören wollen, gemäß den vier wichtigsten islamischen Rechtsschulen die Todesstrafe ist, und es 13 muslimische Länder gibt, in denen Glaubensabfall und Religionskritik mit dem Tode bestraft werden, sind die Chancen von Ex-Muslimen aus muslimischen Ländern auf ein Bleiberecht in Europa sehr gering; der Austritt aus dem Islam oder der Wechsel zu einer anderen Religion ist meist kein hinreichender Grund für politisches Asyl. Der Asylbewerber muss beweisen, dass er in seinem Herkunftsland unter islamischer Herrschaft einer direkten Gefahr ausgesetzt ist. Und die meisten derjenigen, denen in Europa schließlich doch politisches Asyl gewährt wird, sind meist nicht nur Ex-Muslime, sondern auch politische Aktivisten, Schriftsteller oder Blogger, die entweder direkt mit dem Tod bedroht oder wegen Blasphemie zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

weiterlesen

Der Islam als „Waffe“ gegen den politischen Gegner

Erdoğan macht das Rabia-Zeichen. Foto Public Domain
Seit den 1970ern wird der Begriff „Islamismus“ in den Sozialwissenschaften vermehrt verwendet. Es ist ein Sammelbegriff unter dem die verschiedensten Richtungen und Bewegungen des fundamentalistischen, politischen Islam zusammengefasst sind.

Kamal Sido | TELEPOLIS

Alle Ausprägungen des politischen Islams, sowohl im Sunnitentum als auch im Schiitentum, verbindet das Streben, im Namen Allahs eine rein religiös legitimierte Gesellschafts- und Staatsordnung weltweit („Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde“, Koran 57/2) zu errichten.

Der politische Islam richtet sich in der Regel gegen die Grundsätze der Trennung von Staat und Religion, gegen die Prinzipien von Individualität, Pluralismus und Volkssouveränität, gegen Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter. Auch wenn Islamismus in Gruppierungen, die ihre Ziele mit friedlichen Mitteln durchsetzen wollen, und radikale Strömungen, die Gewalt als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele propagieren und praktizieren, unterschieden wird, wollen alle Strömungen die Bestimmungen der Scharia, des islamischen Rechts, auf Erden durchsetzen.

weiterlesen

Islamwissenschaftler fordert Gebrauchsanleitung für den Koran

Koran essen
Der Münsteraner Religionsphilosoph Ahmad Milad Karimi hat dazu aufgerufen, Muslime in Deutschland mit einer „Gebrauchsanleitung“ für den Koran auszustatten. „Ich kann mich nicht an den Koran halten, sondern nur an ein Verständnis des Korans“, sagte er am Montag bei einer Tagung in Mainz.

evangelisch.de

Die heilige Schrift der Muslime enthalte viele, wörtlich verstanden widersprüchliche Aussagen. Dies mache auch extremistische Lesarten möglich: „Selbstverständlich hat jede Schandtat, die im Namen des Islam verübt wird, etwas mit dem Islam zu tun.“ Muslime bräuchten daher genauso wie Christen, Juden, Buddhisten und Hindus auch Interpretationshilfen.

Theologen und Moscheevereine sollten zu einem modernen Verständnis des Korans beitragen, sagte Karimi, der als stellvertretender Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster lehrt.

weiterlesen

Wie hält es der säkulare Staat eigentlich mit der Religion?


Gehört der Islam zu Deutschland? Sollten in Amtsgebäuden Kreuze hängen? Das Grundgesetz verpflichtet den Staat zur Neutralität in Religionsfragen. Der Staatsrechtler Horst Dreier erklärt, was es eigentlich heißt, diese Forderung ernst zu nehmen.
BR24

Horst Dreier ist Professor für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Würzburg. Sein Buch „Staat ohne Gott“ versteht sich nicht als Streitschrift, wohl aber als „streitbare Analyse“. Es geht dem Juristen nicht um ein Plädoyer für eine Welt ohne Gott, eine Gesellschaft ohne Gott oder gar einen Menschen ohne Gott, sondern darum, sich auf die Grundsätze eines säkularen Staatswesens zu besinnen. Gerade in einer aufgeheizten Debatte um einen „zugewanderten“ Islam und eine „christliche Leitkultur“ in Deutschland. Jochen Rack hat mit Horst Dreier gesprochen.

Jochen Rack: Herr Dreier, im Titel Ihres Buches, „Staat ohne Gott“, liegt schon der Hinweis darauf, dass die deutsche Verfassung, das Grundgesetz, den Staat zur Neutralität in Glaubensfragen verpflichtet. Was war der Anlass für Sie, dieses sogenannte Neutralitätsgebot noch einmal in Erinnerung zu rufen?

Horst Dreier: Wir haben seit vielen Jahren eine Situation, in der die Religion in vielen Facetten gewissermaßen wieder auf die Tagesordnung gesetzt worden ist. Und ich denke, dass die Konflikte, die uns in Religionsfragen in den letzten Jahren beschäftigen, mithilfe des Neutralitätsgebots wenn nicht schon komplett gelöst, so doch einer Lösung zugeführt werden können.

weiterlesen

Hamburger Theaterstück sorgt für Wirbel unter Christen

Nicole Heesters auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele. Sie spielt die Maria, die nicht begreifen kann, dass ihr Sohn sterben musste.
Dieses Hamburger Theaterstück sorgt für Wirbel: „Marias Testament“ in den Kammerspielen – nach dem Roman von Colm Tóibín. Im Frühjahr hatte es Premiere, jetzt wird es wiederaufgenommen. Das Theater wird übel beschimpft, bekommt Briefe mit Droh-Charakter.

Von Peter Helling | NDR.de

„Es stimmt mich eher traurig, ich fühle uns missverstanden“, sagt Nicole Heesters ernst. Sie spielt in dem Stück die Maria. „Nichts ist mir ferner, als jemanden in seiner Begeisterung für diese Person zu kränken“, fügt sie hinzu. Doch genau das ist passiert – ihre Maria ist eine normale Mutter, die nicht begreifen kann, warum ihr Sohn am Kreuz sterben musste, sogar seine Wunder wie die Heilung von Kranken und die Auferweckung von Toten infrage stellt. Dies sorgt jetzt für Aufregung. Dramaturgin Anja del Caro hält einige der Briefe in der Hand, die ihr Theater bekommen hat. „Man fordert uns auf, das Stück umgehend vom Spielplan zu nehmen“, sagt sie. „Man stellt uns auf die Seite Satans, es geht bis hin zu Drohungen.“

weiterlesen

Nigeria: 55 Tote bei Kämpfen zwischen Muslimen und Christen

Bild: © natanaelginting/Fotolia.com
Wieder ist es in Nigeria zu Gewalt zwischen Muslimen und Christen gekommen. Aus einer „Meinungsverschiedenheit“ wurde schnell ein religiös aufgeladener Konflikt, so die Regierung zu den Todesfällen. Dabei ging es zunächst um einen einfachen Gegenstand.

katholisch.de

Bei blutigen Zusammenstößen zwischen Muslimen und Christen sind in Nigeria 55 Menschen ums Leben gekommen. Den Kämpfen sei ein Streit um eine Schubkarre vorausgegangen, sagte am Sonntag ein Regierungsvertreter aus der Ortschaft Kasuwan Magani im Bundesstaat Kaduna, der nicht namentlich genannt werden wollte. „Aus der Meinungsverschiedenheit wurde wegen jahrelanger Spannungen schnell ein religiöser Konflikt zwischen Christen und Muslimen.

weiterlesen

Die Angst vor der Offensive auf Idlib

Bild: tagesschau.de
Kommt es zur Schlacht um die syrische Provinz Idlib, könnten darunter auch Christen in der Nachbarprovinz leiden. Sie werden seit Jahren aus Idlib beschossen und fürchten nun neue Angriffe.

Von Daniel Hechler | tagesschau.de

Sie beten um Frieden und Vergebung. Trotz allem, was war. Etwa 150 orthodoxe Christen sind zum Gottesdienst zusammengekommen. Kein Platz ist frei geblieben. In der kleinen Kirche herrscht feierliche Stimmung mit reichlich Weihrauch und vielen Kerzen. 23.000 Christen leben in Mhardeh, einem beschaulichen Ort wenige Kilometer südlich der Provinz Idlib Idlib. Sie eint der Wille, überleben zu wollen. „Der Frieden muss eine Chance bekommen in Idlib“, sagt Majed Naser nach dem Gottesdienst. „Wir sind doch freundschaftlich verbunden, in Liebe.“ Erstaunliche Worte nach traumatischen Erlebnissen.

weiterlesen

Vatikan: Welt muss Christen in Nahost besser schützen – Gott ist das egal

Der Vatikan hat mehr Schutz für Christen im Nahen Osten gefordert. „Die internationale Gemeinschaft hat bei dieser Aufgabe versagt“, sagte der Außenbeauftragte des Heiligen Stuhls, Erzbischof Paul Gallagher, bei der UN-Vollversammlung.

DOMRADIO.DE

Die seit Jahren auftretende Gewalt durch extremistische Muslime und die staatliche Diskriminierung gegen Christen seien keine religiöse Angelegenheit, so der Geistliche. Vielmehr gehe es um grundlegende Menschenrechte.

Staaten müssten Bürger schützen

Die „abscheulichen Verbrechen“ gegen Christen verlangten nicht nur eine Antwort von Christen und anderen Gläubigen, so Gallagher. Auch staatliche Autoritäten seien gefordert. Deren erste Pflicht sei es, alle Bürger ihres Landes zu schützen, ungeachtet von Religion und Volkszugehörigkeit. Besonders gelte dies für Minderheiten, die nicht nur bedroht seien durch Gewaltakte von Teilen der Mehrheit.

weiterlesen

Papst an Mafiosi: Euer Leben ist Gotteslästerung – priesterlicher Kindesmissbrauch auch

„Wer Mafioso ist, lebt nicht als Christ, denn mit seinem Leben lästert er Gott“: Mit scharfen Worten hat der Papst auf Sizilien die Mafia kritisiert und ihre Mitglieder zur Umkehr aufgerufen.

katholisch.de

Bei seiner Tagesreise nach Sizilien hat Papst Franziskus die Mafia scharf kritisiert und ihre Mitglieder zur Umkehr aufgerufen. „Wer Mafioso ist, lebt nicht als Christ, denn mit seinem Leben lästert er Gott“, sagte er bei einer Messe zu Ehren des Anti-Mafia-Priesters Pino Puglisi am Samstag in Palermo. „Den Mafiosi sage ich: Ändert euch, Brüder und Schwestern! Bekehrt euch zum wahren Gott. Sonst werdet ihr euer eigenes Leben verlieren und eure schlimmste Niederlage erleiden“, so Franziskus in seiner mehrfach von Applaus unterbrochenen Predigt.

weiterlesen

Berlin: Ex-Salafist wegen Hetze verurteilt

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Weil er in einer Chatgruppe gegen Christen und nichtsalafistische Muslime gehetzt hat, wurde ein 32-Jähriger in Berlin verurteilt.

Von Kerstin Gehrke | Potsdamer Neueste Nachrichten

Als Islamisten in Berlin kostenlos Koran-Exemplare an Passanten verteilten, war auch Hawar Z. dabei. Das „Lies“-Projekt der inzwischen verbotenen Vereinigung „Die wahre Religion“ sei für ihn nicht politisch gewesen, sagte der 32-Jährige am Donnerstag vor dem Amtsgericht Tiergarten. Dort ging es aber nicht um die Koran-Verteilung. Es ging um Volksverhetzung. Mit Schmähungen wie „schlimmer als Tiere“ und „Handlanger des Satans“ habe der Angeklagte in einer Chatgruppe gegen Christen und auch nichtsalafistische Muslime gehetzt, war das Gericht schließlich überzeugt und verhängte 4800 Euro Strafe.

weiterlesen

Christen Fremden gegenüber ablehnender als Nicht-Christen

Die Bibel © MattLake @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Christen stehen Andersgläubigen und Fremden ablehnender gegenüber als Nicht-Christen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung in 15 westeuropäischen Staaten. Entsprechend sind praktizierenden Christen eher gegen Einwanderung als Konfessionslose.

MiGAZIN

Christen in Westeuropa stehen einer Studie zufolge Andersgläubigen und Fremden ablehnender gegenüber als Nicht-Christen. Personen, die sich als Christen definierten, hätten „eher als Konfessionslose negative Ansichten über Einwanderer, Muslime und Juden“, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Erhebung der US-Forschungseinrichtung Pew Research Center in Washington. Für die Studie mit dem Titel „Christ sein in Westeuropa“ führte das Institut mehr als 24.000 Telefoninterviews in 15 westeuropäischen Staaten.

Mit Blick auf den Islam sind demnach im Mittel der 15 Länder 49 Prozent der praktizierenden Christen, 45 Prozent der nicht-praktizierenden Christen und 32 Prozent der Konfessionslosen der Ansicht, der Islam sei nicht mit ihrer nationalen Kultur und ihren Werten vereinbar. In Deutschland vertreten diese Auffassung laut Studie 55 Prozent der praktizierenden Christen, 45 Prozent der nicht-praktizierenden Christen und 32 Prozent der Konfessionslosen.

weiterlesen

China: Regierung verbietet Kindern Gottesdienste

©KNA
China geht weiter streng gegen Christen vor: Nachdem bereits der Verkauf von Bibeln verboten wurde, folgt nun der nächste Schritt. Beamte der Religionsbehörde kontrollieren dazu sogar Gottesdienste.

katholisch.de

China droht, Kirchen zu schließen, wenn Minderjährige Gottesdienste besuchen. Das Hongkonger katholische Nachrichtenportal ucanews berichtet von wachsenden Repressionen gegen die christliche Minderheit in der Provinz Henan. Sowohl die „Katholisch-Patriotische Vereinigung“ als auch die Religionsbehörden der Provinz hätten eine Warnung veröffentlicht, in denen sie Christen auffordern, die Gesetze zur Regulierung der Religionsausübung zu beachten. Darin heißt es, dass bisher nur „Propaganda“ und Erziehung streng reguliert worden wären, nun gebe es aber eine „rote Linie“, die Christen ernstnehmen müssen, ansonsten drohe eine Schließung von Einrichtungen und strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen.

weiterlesen

Der Heilige von nebenan

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Für Christen solle es ebenso wichtig sein, Armen, Kranken und Alten zu helfen, wie gegen die Abtreibung zu kämpfen, fordert Papst Franziskus.

Andrea Spalinger | Neue Zürcher Zeitung

Papst Franziskus hat am Montag ein neues Lehrschreiben zum Thema Heiligkeit veröffentlicht, in dem er die Christen dazu aufruft, auch in einer Welt voller säkularer Ablenkungen und Materialismus zu versuchen, Gutes zu tun. «Um heilig zu sein, muss man nicht Bischof, Priester, Ordensmann oder Ordensfrau sein», schreibt Franziskus. «Wir sind alle berufen, heilig zu sein, indem wir Liebe leben und im täglichen Tun unser persönliches Zeugnis ablegen.» Franziskus spricht in diesem Zusammenhang vom «Heiligen von nebenan» oder auch von einer «Mittelschicht der Heiligen».

«Der weibliche Genius»

Dabei kommt das Oberhaupt der katholischen Kirche auch auf die Frauen zu sprechen. «Der weibliche Genius manifestiert sich auch in weiblichen Stilen der Heiligkeit, die unentbehrlich sind, um die Heiligkeit Gottes in dieser Welt zu widerspiegeln», schreibt Franziskus mit Verweis unter anderem auf bekannte Heilige wie Hildegard von Bingen, aber auch auf «so viele unbekannte oder vergessene Frauen».

weiterlesen

Religionsvertreter gegen mögliches Beschneidungsverbot in Island

Christen, Juden und Muslime in Europa kritisieren das in Island diskutierte Verbot der Beschneidung von Jungen.

evangelisch.de

Das Verbot würde die Religionsfreiheit verletzen und signalisieren, dass Juden und Muslime in dem Land unwillkommen seien, hieß es in einer am Donnerstag in Brüssel und Sankt Gallen veröffentlichten Erklärung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), der sich Vertreter des Judentums und des Islams anschlossen.

In der jüdischen, islamischen und in gewissen christlichen Traditionen, beispielsweise in der Eritreischen und Äthiopischen Orthodoxen Kirche, sei die Beschneidung von Jungen „ein grundlegendes Merkmal der Religionspraxis“, urteilen KEK und CCEE. Die männliche Beschneidung dürfe dabei „nicht mit der grausamen Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung verwechselt werden“, welche den Körper, die Rechte und Würde der Frauen verletze.

weiterlesen