Bibelfundamentalisten wollen Schutz der Religionsfreiheit in China forcieren – Gute Reise

Die Deutsche Evangelische Allianz fordert einen Abschiebestopp für christliche Flüchtlinge in Staaten, die Christen verfolgen.

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Die Außenpolitik Deutschlands müsse das Thema Religionsfreiheit zu einem Hauptthema in den politischen Kontakten machen, erklärte die biblisch-orientierte Glaubensbewegung mit Sitz im thüringischen Bad Blankenburg anlässlich des in der vergangenen Woche veröffentlichten „Weltverfolgungsindex“ von Open Doors. Die Verfolgung von Christen sei „eine nicht hinnehmbare Menschenrechtsverletzung, die thematisiert werden muss, auch im Bereich zwischenstaatlicher Hilfen“.

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So begleiten die Kirchen Konvertiten beim BAMF

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Bei zum Christentum konvertierten Flüchtlingen überprüft das BAMF, ob ihre Taufe asyltaktisch motiviert sein könnte. Zur Anhörung dürfen eigentlich Seelsorger mit. In der katholischen Kirche klappt das, andere Konfessionen hatten in der Vergangenheit Probleme.

Agathe Lukassek | katholisch.de

Konvertieren manche muslimische Flüchtlinge in Deutschland zum Christentum, um ihre Bleibeperspektive zu verbessern? Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat die Aufgabe, das zu überprüfen. Die Kirchen halten es für sinnvoll, dass in solchen Fällen ein Seelsorger bei der Anhörung des Asylbewerbers anwesend ist. In der Praxis klappte das bisher nicht immer.

Anders als in Teilen der evangelischen Kirche hat die katholische Kirche in Deutschland nach eigenen Angaben keine Schwierigkeiten. Aus den Diözesen sei der Deutschen Bischofskonferenz kein Fall bekannt, in dem eine Begleitperson der Kirche bei einer Anhörung abgelehnt worden wäre, erklärte deren Sprecher Matthias Kopp am Montag gegenüber katholisch.de. Der evangelikale Dachverband „Netzwerk-M“ hatte berichtet, dass in der Vergangenheit manche Pastoren zugelassen worden seien, andere nicht.

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BAMF: Konvertiten dürfen mit Pastor zu Anhörung gehen

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Das BAMF unterzieht konvertierte Flüchtlinge einer Glaubensprüfung. Ein christlicher Dachverband wollte, dass sie bei ihrer Anhörung Unterstützung erhalten. Nun bekamen sie eine Antwort vom BAMF.

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Zum Christentum konvertierte Flüchtlinge dürfen nach Angaben der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ bei Anhörungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Geistlichen mitbringen. Ihr Pastor oder ein anderer Gemeindemitarbeiter dürfe als geistlicher Beistand dabei sein, heißt es demnach in einem Schreiben des BAMF an den christlichen Dachverband „Netzwerk-M“ in Kassel. Da dessen missionarisch tätige Mitgliedswerke zum Teil mit Flüchtlingen arbeiteten, hatte der Verband Gespräche mit dem Bundesinnenministerium und dem BAMF geführt.

Im Frühjahr hatten Vertreter der evangelischen Kirche und der Grünen die Praxis des Bundesamts kritisiert, den Glauben von ehemals muslimischen Flüchtlingen zu überprüfen, die zum Christentum übertreten. Das christliche Hilfswerk Open Doors forderte einen Abschiebeschutz für Konvertiten, da ihnen in ihrem Heimatland der Tod drohe. In islamisch geprägten Herkunftsländern steht der Abfall vom Islam unter Strafe.

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Nicht nur der Islamismus bedroht das Christentum

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Ermordet, vertrieben, in den Untergrund gezwungen: 2015 ist die Lage der Christen dramatisch. In Syrien und Irak werden sie terrorisiert. Auch in anderen Ländern droht den Christen die Auslöschung.

Von Paul Nehf|DIE WELT

Wenn die Christen in Syrien und im Irak in diesem Jahr Weihnachten feiern, ist es ein Fest unter Extrembedingungen. Familienmitglieder werden vermisst, weil sie entweder tot sind oder fliehen mussten und womöglich in irgendeinem Zelt hausen. Gottesdienste werden in behelfsmäßigen Kirchen in ärmlichen Flüchtlingscamps gefeiert. Dort, wo die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) herrscht, werden Christen ganz heimlich zu Hause zusammenkommen und es kaum wagen, ein Lied anzustimmen.

Für das christliche Hilfswerk Open Doors, das sich für verfolgte Christen einsetzt, ist der Exodus der Christen aus Syrien und dem Irak das bestimmende Thema 2015 gewesen. Der Erzbischof der irakisch-kurdischen Stadt Mossul habe neulich darauf hingewiesen, dass in seiner vom IS beherrschten Stadt zum ersten Mal seit 1600 Jahren kein christlicher Gottesdienst mehr abgehalten werde, berichtet Open-Doors-Analyst Thomas Müller. „Da geht eine Epoche zu Ende.“

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Christen werden zur Zielscheibe

Christen in Niger waren vergangenes Wochenende die Zielscheibe muslimischer Aggressionen gegen die Mohammed-Karikaturen des französischen Magazins Charlie Hebdo Foto: flickr | Joris-Jan van den Boom | CC BY 2.0
Christen in muslimischen Ländern müssen dafür bezahlen, wenn in westlichen Demokratien religiöse Gefühle von Muslimen verletzt werden. Das zeigen die jüngsten Angriffe auf Kirchen in Niger.


pro Medienmagazin

Das französische Satiremagazin Charlie Hebdo druckt Mohammed-Karikaturen, Christen in Niger müssen deswegen um ihr Leben fürchten: Nach dem muslimischen Freitagsgebet vergangene Woche brach in dem westafrikanischen Land die Gewalt los. In den zwei größten Städten, Zinder und der Hauptstadt Niamey, zogen radikale Muslime durch die Straßen und zündeten über 70 Kirchen, Wohnhäuser sowie Restaurants und Bars von Christen an. Auch ein französisches Kulturzentrum wurde angegriffen. Mindestens zehn Menschen starben wegen der Unruhen am Wochenende.

Eine Mitarbeiterin des christlichen Missions- und Hilfswerkes „DMG interpersonal“ habe in Niamey gesehen, wie junge Menschen skandierend durch die Stadt zogen, sagte Andrew Howes, DMG-Personalleiter für Afrika. Es habe den Anschein, dass vorwiegend junge Männer nach dem Freitagsgebet in der Moschee auf die Straße geschickt worden seien. Dabei seien Christen zur Zielscheibe für die Empörung gegen den Westen geworden. „Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Christen im Niger ihren muslimischen Nachbarn selbst ein Ärgernis sind“, sagte Howes gegenüber pro. „Die Angreifer sahen in ihnen ein Bild für westliche Einflüsse.“ In der früheren französischen Kolonie Niger sind 98 Prozent der Bevölkerung Muslime. Die kleine christliche Minderheit werde jedoch normalerweise sehr geschätzt, sagte Howes, insbesondere für medizinische und landwirtschaftliche Projekte, die sie betrieben, wie beispielsweise das größte Krankenhaus im Land. „Die aktuellen Anschläge kamen ziemlich überraschend und lassen sich nicht durch die Verhältnisse vor Ort erklären.“

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China will eigene Version der christlichen Theologie entwickeln

Ostersonntag in der Da Nanmuo Kirche in Xinjan.Foto: dpa/epa Michael Reynolds
„Die Entwicklung der christlichen Theologie muss Chinas nationalen Bedingungen Rechnung tragen und mit Chinas Kultur zusammenpassen“, zitierten mehrere Staatsmedien am Donnerstag den Direktor von Chinas Behörde für Religionsangelegenheiten, Wang Zuoan. Christliche Theologie müsse mit Chinas sozialistischem Weg kompatibel werden.

Von Stephan Scheuerevangelisch.de

Wang Zuoan verwies darauf, dass bereits im vergangenen Jahr eine fünfjährige Kampagne angestoßen worden sei, christliche Theologie in China zu verbreiten. Dabei gehe es nicht um das Missionieren, sondern darum, „positives und richtiges theologisches Denken“ zu unterstützen, schrieben Staatsmedien.

Immer mehr Menschen bekennen sich in China zum christlichen Glauben. Besonders evangelische Religionsgemeinschaften registrierten einen großen Zulauf. Behörden schätzen die Zahl der Protestanten im Land auf 23 bis 40 Millionen Menschen. Jedes Jahr ließen sich rund 500.000 Menschen taufen.

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