Britische Umfrage: 28% halten Jesus für einen Extremisten

democraticunderground.com

Die Umfrage zeige das Ausmaß der moralischen Verwirrung der Gegenwart. ‚Extremismus’ droht zum Kampfbegriff gegen unliebsame Ansichten und Glaubensinhalte zu werden, befürchtet die Evangelische Allianz in Großbritannien.

kath.net

28 Prozent der Briten halten Jesus Christus für einen „Extremisten“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes ComRes, die im Auftrag der Evangelische Allianz Großbritanniens durchgeführt worden ist, berichtet der Catholic Herald.

25 Prozent halten Martin Luther King für einen Extremisten, eben so viele sind der Ansicht, dies treffe auf Nelson Mandela zu. Bei Mahatma Gandhi sind es 20 Prozent, beim Dalai Lama 13 Prozent.

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Dalai Lama eröffnet neues Tibethaus für Deutschland

Foto: brightsblog
Der Dalai Lama eröffnet am 12. September das neue Tibethaus für Deutschland in Frankfurt am Main. Die ehemalige Villa der Goethe-Universität, einen Steinwurf vom Congress Center der Messe entfernt, wurde für drei Millionen Euro aus Vereinsmitteln, Zustiftungen und Spenden erworben, wie der Geschäftsführende Vorstand Puntsok Tsering am Mittwoch erklärte.

evangelisch.de

Auf 600 Quadratmetern Nutzfläche biete das Tibethaus 300 Veranstaltungen im Jahr zu Kultur, Meditation, Achtsamkeit und Stressbewältigung, dazu Gespräche mit Schulklassen und Wechselausstellungen.

Das Tibethaus ist nach den Worten von Tsering das einzige in Deutschland. Nur die Tibethäuser in Frankfurt und New York seien vom Mutterhaus in Neu Delhi anerkannt und stünden unter der Schirmherrschaft des Dalai Lamas. Die zehn in Frankfurt angestellten Mitarbeiter würden von 600 ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt.

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„Die Tibeter müssen sich von den alten Klischees lösen“

Der Dalai Lama im Mittelpunkt, rechts von ihm die US-Demokratin Nancy Pelosi zu Besuch in Dharamsala (AFP / Lobsang Wangyal)
Die „Tibet-Lüge“ hat der Journalist Oliver Schulz sein Buch genannt. „Der Zugang zu Tibet ist von vornerein von Missverständnissen geprägt gewesen“, sagte er im Dlf. Das halte bis heute an. Der Westen, aber auch der Dalai Lama seien gefangen in der großen Erzählung von Gewaltlosigkeit und Sanftmut.

Oliver Schulz im Gespräch mit Susanne Fritz | Deutschlandfunk

Susanne Fritz: Herr Schulz, Sie haben ein Buch über Tibet geschrieben mit dem Titel „Die Tibet-Lüge“, darin räumen Sie tüchtig auf mit dem Bild, das viele Menschen über Tibet haben. Worin bestehen die gängigen Klischees im Westen?

Schulz: Die gängigsten Klischees, was Tibet angeht, sind, dass es im alten Tibet soziale Gerechtigkeit gegeben hätte. Pazifismus ist ein gängiges Klischee, es wird davon ausgegangen, dass es eine nach außen hin friedliche Staatsform gewesen ist. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Standard-Klischee, was Tibet betrifft und ebenso wird im Westen davon ausgegangen, es hätte eine ökologisch gesinnte Gesellschaft gegeben.

Fritz: Woher stammen all diese Klischees, die wir im Westen von Tibet haben?

Schulz: Der Zugang zu Tibet ist von vornerein von Missverständnissen geprägt gewesen, wenn man so will. Die ersten, die nach Tibet kamen, waren die Jesuiten im 16. Jahrhundert. Sie sind damals davon ausgegangen, dass sie verstreute Christengemeinden dort finden würden. Auf diese folgten dann – vor allem wichtig, was die Verklärung angeht – die Literaten des 20. Jahrhunderts, die dort so etwas wie ein Paradies auf Erden verorteten. Der Begriff des Shangri-La ist in dieser Zeit entstanden. Es gab die Theosophen, das ist eine neo-religiöse Organisation gewesen, die ebenfalls im 20. Jahrhundert Tibet für sich entdeckte und das Land sozusagen als ein Hort universeller Weisheit darstellte. Dann folgten weitere: die Vertreter des New Age, Philosophen wie C.G. Jung und so weiter. Das setzt sich bis in die Gegenwart fort.

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The Future of the Dalai Lama, As Explained by John Oliver

For those of you who pride yourself on understanding the various religions of the world, how much do you really know about the Dalai Lama and Tibetan Buddhism?

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

More importantly, how much do you know about what will happen after the current Dalai Lama dies? John Oliver explained the controversy on Last Week Tonight. 

As far as religious controversies go, this one seems unique… until you realize that mixing the spiritual with the political is hardly new. But at least the Dalai Lama’s laugh leaves me feeling a hell of a lot better than the cackles we typically hear from the Religious Right.

Die Top-Tweets von Papst und Dalai Lama

TwitterBird

Über den Kurznachrichtendienst Twitter kann man offenbar die Geschicke der Welt lenken – zumindest der designierte US-Präsident Donald Trump nutzt die 140-Zeichen-Botschaften dazu. Auch religiöse Persönlichkeiten erreichen über Twitter Millionen Menschen. Sie setzen zumeist auf religiöse Erbauung – werden aber auch politisch.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

Über den Kurznachrichtendienst Twitter können Politiker und Popstars direkt zu ihren Anhängern sprechen. Auch religiöse Persönlichkeiten nutzen das. Der Dalai Lama etwa hat bei Twitter über 13 Millionen Follower – also Nutzer, die seine Nachrichten abonniert haben.

Damit hat der Dalai Lama nur sechs Millionen weniger Follower als Donald Trump mit fast 19 Millionen Abonnenten. Der prominente buddhistische Mönch schreibt alle ein bis zwei Wochen etwas – auf Englisch. Sein erfolgreichster Tweet im Jahr 2016 lautet:

„Wir wissen, dass jeder, der geboren wird, sterben muss. Aber wichtig ist: Noch während wir am Leben sind, müssen wir unserem Leben einen Sinn geben.“

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Endless Absurdities of Religion

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know (Image: Joachim Fenkes / Flickr)
Pentecostalism—in which worshippers compulsively spout incomprehensible sounds called “the unknown tongue” (glossolalia)—has become a major world religion. An estimated three hundred million North Americans and Southern Hemisphere residents now attend churches where glossolalia occurs. This faith is surging, while most other branches of Christianity fade.

By James A. Haught | CHURCH and STATE

Santeria worshippers sacrifice thousands of dogs, pigs, goats, chickens, and the like to a variety of deities that are partly Catholic saints and partly African jungle gods. Bodies of the unlucky animals are dumped into waterways. Miami police patrol boats fish out the carcasses. Santeria (“way of the saints”) is somewhat similar to voodoo, but it arose among Spanish slaves instead of French ones.

Many millions of Hindus pray over models of Shiva’s penis. They make pilgrimages to a Himalayan cave where a penis-like ice stalagmite rises in winter. In San Francisco’s Golden Gate Park, many worshippers pray at a phallic-looking traffic barrier.

About five thousand fervent young Muslims have detonated themselves as human bombs in “martyrdom operations” to kill tens of thousands of “infidels.” The phenomenon peaked on September 11, 2001, when nineteen suicide volunteers hijacked four airliners and crashed them like projectiles to kill nearly three thousand Americans. The year 2007 had more than five hundred suicide attacks worldwide—well above one per day.

Another exception to Christian decline is the steady rise of Mormons. Latter-day Saints say an angel named Moroni revealed buried golden plates in New York State and gave Joseph Smith magical stones enabling him to translate the writing on those plates. The plates and stones cannot be examined as evidence today, because Moroni allegedly took them back to heaven.

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Buddhismus: Wiedergeburt ist eine späte Erfindung

Die Alternative. Aber der Buddhismus steckt auch voller Dogmen.Foto: dpa
Der britische Lehrer und Autor Stephen Batchelor versucht, den Buddhismus zu reformieren – auch für Ungläubige.
 

Von Daniel Herbstreit | DER TAGESSPIEGEL

Katholikentag? Islam-Debatte? Was ist eigentlich mit dem Buddhismus? Auf den ersten Blick scheint er viel besser in die moderne Welt zu passen als etwa das Christentum oder der Islam. Fürs Meditieren muss man nicht an einen allmächtigen Gott glauben, und oberste buddhistische Repräsentanten wie der Dalai Lama arbeiten mit Naturwissenschaftlern zusammen, statt sich hinter antiquierten Dogmen zu verschanzen. Doch dabei übersieht man leicht, dass auch die buddhistische Überlieferung voller Wahrheitsansprüche steckt, die heute kein vernünftiger Mensch mehr hinnehmen will, zum Beispiel die Lehren von Karma und Wiedergeburt. Und nicht nur in Asien, auch in Europa sind viele buddhistische Organisationen ähnlich konservativ und dogmatisch verkrustet wie der Vatikan.

Man muss sich das vor Augen halten, wenn man das Außergewöhnliche von Stephen Batchelor verstehen will. Seit den 90er Jahren treibt der Brite das Projekt eines nichtreligiösen Buddhismus so eloquent und entschieden voran wie kein Zweiter – als einer der prominentesten Lehrer für Achtsamkeits- und Zen-Meditation weltweit, vor allem aber als Autor. „Buddhismus für Ungläubige“ heißt sein erfolgreichstes Buch, in dem er seine säkulare Interpretation des Dharma, also der buddhistischen Lehre, für ein breites Publikum zusammenfasste. Dabei gelang Batchelor, was sich auf christlicher Seite zurzeit offenbar niemand so recht zutraut: ein praktikabler, zugleich intellektuell überzeugender Kompromiss zwischen Religion und Atheismus.

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Gott ist tot – es leben die Götter!

Uriella und ihr Ehemann Icordo bei einer Veranstaltung ihrer Sekte Fiat Lux im Jahr 1992. Bild: KEYSTONE
Die Kirchen leeren sich, Zulauf haben dafür esoterische und spirituelle Heilsbringer.

Von Hugo Stamm|watson/Sektenblog

Die christlichen Landeskirchen stecken in einer tiefen Krise. Die Austrittswelle lässt die Steuereinnahmen schrumpfen, die katholische Kirche hat Nachwuchsprobleme und muss Pfarrer bis ins hohe Alter auf die Kanzel schicken.

Dort predigen sie vor einem kleinen, überalterten Publikum und kämpfen gegen den schlechten Ruf ihrer Kirche, die mit ihren Skandalen jahrelang für unrühmliche Schlagzeilen sorgte. Ein entspanntes Arbeitsleben sieht anders aus.

Die Krise macht auch vor dem Glauben nicht Halt. Es gibt heute bereits Pfarrer, die offen dazu stehen, dass sie nicht an Gott glauben.

Die Karteileichen der Kirchen

Gott ist zwar noch nicht tot, wie Friedrich Nietzsche in seiner fundamentalen Kritik an den Religionen schon vor fast 150 Jahren erklärte, doch er liegt auf dem Krankenbett.

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Dalai Lama: „Meine Nachfolgerin sollte sehr, sehr hübsch sein“

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens NagelsKann der nächste Dalai Lama auch eine Frau sein? Natürlich, sagt das Oberhaupt der buddhistischen Tibeter. Aber nur, wenn sie auch attraktiv sei – sonst sei sie zu nichts zu gebrauchen.

SpON

Der Dalai Lama hat dem britischen Sender BBC ein Interview gegeben, in dem es eigentlich um Flüchtlinge ging. Doch als der Moderator Clive Myrie ihn fragte, ob der nächste Dalai Lama auch eine Frau sein könnte, gab der 80-Jährige eine verwirrende Antwort: „Wenn meine Nachfolgerin eine Frau wird, dann sollte ihr Gesicht sehr, sehr hübsch sein.“

Eine Frau als 15. Reinkarnation, das könne sich der oberste tibetische Mönch sehr gut vorstellen, sagte er. Schließlich seien Frauen viel besser darin, Liebe und Mitgefühl zu zeigen.

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Abschied vom Homo Oeconomicus

Ein Broker an der New Yorker Börse | © Spencer Platt/Getty Images
Läuft nicht so gut mit dem Kapitalismus. Etwa weil er den Menschen völlig falsch einschätzt? Wir müssen auf unsere soziale Seite hören, sagt die Forscherin Tania Singer.


Von Annika Reich|ZEIT ONLINE

Das Leben im Spätkapitalismus ist nicht unbedingt das glücklichste, wie wir gerade überall auf der Welt beobachten. Könnte es sein, dass unser Wirtschaftssystem auf einer grundsätzlich falschen Annahme über den Menschen basiert? Dass es nämlich diesen sogenannten Homo Oeconomicus gar nicht gibt? Diese These vertritt Tania Singer. Sie ist Psychologin und Professorin für Soziale Neurowissenschaften, leitet das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und war die erste Lehrstuhlinhaberin für Neuroökonomie in Zürich. Sie ist aber vor allem eine der wichtigsten säkularen Ethikerinnen unserer Zeit. Ihre gesamte Arbeit ist auf das Ziel ausgerichtet, dass wir Menschen unser Mitgefühl aktivieren, damit unser Alltag, aber auch die Weltwirtschaft und die internationale Politik stärker von prosozialem Verhalten bestimmt werden können.

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Dalai Lama: Pekings Furcht vor einem Halbgott

Der Dalai Lama wird 80. Peking schenkt sich alle Glückwünsche. Dort wartet man schon auf seine Wiedergeburt und will einen neuen Dalai Lama unter Chinas Fittiche nehmen


Von Johnny Erling|derStandard.at

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens NagelsIm zweiten Stock des Pekinger Außenministeriums, wo Pressekonferenzen abgehalten werden, liegen im Vorraum Broschüren zum Mitnehmen aus. Darunter passt ein in mehrere Sprachen übersetztes Buch nicht recht ins politische Sortiment. Unter dem Titel „Die Reinkarnation des Dalai Lama“ erklärt der Tibetologe Chen Qingying die religiösen Rituale, nach denen seit 500 Jahren die Wiedergeburt des geistlichen Oberhaupts der Buddhisten in Tibet vonstattenging. Er nennt 14 Reinkarnationen bis zum heutigen, 14. Dalai Lama und Friedensnobelpreisträger. Am 6. Juli wird dieser 80 Jahre alt.

Das Buch ist wichtig, weil Chen herausfand, dass die Zentralregierung schon bei der Wiedergeburt des fünften Dalai Lama (1617 bis 1682) die Genehmigungsaufsicht führte. Der Kaiserhof erteilte seinen Segen. In Erbfolge meldete nun ausgerechnet Chinas atheistische Partei ihren Anspruch an, bei Reinkarnationen das letzte Wort zu haben.

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Hunderte Buddhisten protestieren in England gegen den Dalai Lama

Konflikt mit Shugden-Gemeinde sorgt seit Jahren für Streit


DIE WELT

Statue von Dorje Shugden, Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0/JoeMabel

Mehrere hundert Buddhisten haben am Montag im südenglischen Aldershot gegen den Dalai Lama protestiert. Die Anhänger der Shugden-Gemeinde warfen dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter religiöse Verfolgung vor. „Dalai Lama, hör auf zu lügen!“, riefen sie, als der Tibeter eintraf, um das erste buddhistische Gemeindezentrum in Großbritannien einzuweihen. Die Anhänger des Dalai Lama hielten eine Gegendemonstration ab.

Dalai Lama: Ethik wichtiger als Religion

Der Dalai Lama mit Herausgeber Franz Alt. Bild:orf.at
„Ethik ist wichtiger als Religion“: Das ist die Kernbotschaft eines neuen Buches mit Aussagen des Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter äußert darin revolutionär anmutende Thesen.


Von Johanna Grillmayer|religion.ORF.at

„Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten“: Mit diesen Worten kommentierte der Dalai Lama, der mit weltlichem Namen Tenzin Gyatso heißt, im Jänner dieses Jahres die islamistischen Terroranschläge auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt in Paris.

„Gewaltpotenzial“ aller Religionen

In dem von dem deutschen Journalisten Franz Alt zusammengestellten, Anfang Juni publizierten Buch „Der Appell des Dalai Lama an die Welt. Ethik ist wichtiger als Religion“ vertritt der Dalai Lama nun die Ansicht, dass „alle Religionen und alle Heiligen Schriften ein Gewaltpotenzial“ in sich bergen.

Der schmale Band besteht im Wesentlichen aus einem langen Interview des ehemaligen deutschen TV-Journalisten Alt mit dem Dalai Lama sowie einem „Appell“ des geistlichen Oberhaupts der Tibeter. Religion werde – auch von religiösen Führern – oft „missbraucht und instrumentalisiert, um politische oder wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, argumentiert der Dalai Lama in seinem Aufruf „für eine säkulare Ethik und Frieden“.

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Myanmar: Gefängnis wegen Beleidigung des Buddhismus

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
Der burmesische Autor Htin Lin Oo ist wegen Beleidigung des Buddhismus zu zwei Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt worden. Die Verurteilung erfolgte aufgrund einer Rede im Oktober 2014, in der er den Rassismus seiner Landleute gegenüber der muslimische Minderheit der Rohingya kritisiert hatte. Dabei war er vor allem auf radikale Gruppen eingegangen, die den Buddhismmus als Feigenblatt für Vorurteile und Diskriminierung nutzen.


Von Gerald Jatzek|Wiener Zeitung

„Buddha war kein Burmese, kein Shan oder Karen – wenn ihr extreme Nationalisten sein wollt und eure Rasse so verteidigen wollt, dann sagt nicht, ihr seid gläubige Buddhisten“, hatte Htin Lin Oo gesagt. Nach seiner Verhaftung im Dezember 2014 lehnte das Gericht mehrmals eine Freilassung auf Kaution ab. Auch die Tatsache, dass er sich im Jänner bei buddhistischen Mönchen entschuldigte, falls er ihre Gefühle verletzt habe, rettete ihn nicht vor einer Anklage wegen Verletzung religiöser Gefühle. Afgrund des Verfahrens verlor er auch den Posten als Sprecher der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von Aung San Suu Kyi.

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Dalai Lama darf in den Römer

Foto: brightsblog
Foto: brightsblog
Der Dalai Lama, der religiöse Führer der Tibeter, wird zum ersten Mal offiziell im Römer empfangen, dem Allerheiligsten der Stadt. Auf China wird dabei keine Rücksicht genommen.


Von Claus-Jürgen Göpfert|Frankfurter Rundschau

Für den Dalai Lama und die Stadt Frankfurt ist es ein schönes Zusammentreffen. Der religiöse Führer feiert am 6. Juli seinen 80. Geburtstag. Und am 13. Juli wird ihn die Kommune zum ersten Mal offiziell im Römer empfangen, dem Allerheiligsten der Stadt.

Bisher waren die Auftritte des Dalai Lama in Frankfurt eine eher verdruckste Angelegenheit – mit Rücksicht auf die Kontakte zur Volksrepublik China, für die Seine Heiligkeit das Feindbild par excellence ist. Im vergangenen Jahr zum Beispiel, genauer am 15. Mai 2014, wurde der Dalai Lama lediglich in der Paulskirche begrüßt. Und protokollarisch war die Begleitung des Gastes eher niedrigrangig, sie erfolgte nämlich durch Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU).

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Jüdisch-messianische Gemeinden: Wir betreiben keine Judenmission

Leuchter, der Davidstern und der Fisch. Messianische Juden
Leuchter, der Davidstern und der Fisch. Messianische Juden
Rund 100.000 Teilnehmer werden zum Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart erwartet. Doch eine Gruppe darf nicht mitwirken: die etwa 1.500 messianischen Juden in Deutschland, die an Jesus Christus als den dem Volk Israel verheißenen Messias glauben.


kath.net

Sie verfolgen nach Ansicht des Kirchentagspräsidiums judenmissionarische Absichten, was den jüdisch-christlichen Dialog infrage stelle. Der Leiter der messianisch-jüdischen Gemeinde „Schma Israel“ (Höre Israel), Pastor Anatoli Uschomirski (Stuttgart), kritisiert den Ausschluss in einem Beitrag für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Nach seinen Worten wird religiöse Toleranz beim Kirchentag großgeschrieben. So sei der Dalai Lama – er ist Oberhaupt des tibetischen Buddhismus – bei einem früheren Protestantentreffen (2003 in Berlin) als „geistlicher Star“ gefeiert worden. Muslimische Gruppen und Vereine hätten einen Platz beim „Markt der Möglichkeiten“ des Treffens. „Nur wir dürfen nicht teilnehmen“, so Uschomirski. Die messianischen Gemeinden fühlten sich durch den Ausschluss gekränkt: „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir unsere Bewegung nicht präsentieren können, obwohl Jesus selber Jude war. Er wusste sich zunächst zu seinem eigenen Volk gesandt, damit Juden ihn vor allen anderen Völkern bezeugen können.“ Das hätten die ersten jesusgläubigen Juden aufrichtig getan: „Doch nach 2.000 Jahren werden ihre Nachfolger von der EKD und ihrem Kirchentag abgelehnt.“ Uschomirski betont ferner, dass jüdisch-messianische Gemeinden keine Judenmission betreiben: „Wir wollen nicht Juden zu Christen machen, sondern in Demut und Liebe dem jüdischen Volk den jüdischen Messias verkünden und Juden ermutigen, gleichzeitig ihre jüdische Identität zu leben.“

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John Cleese: „Muslime haben das Recht, ausgelacht zu werden“

John Cleese, Bild: rebellesociety.com
Muslime auszulachen ist in Ordnung: So sieht es Monty-Python-Mitglied John Cleese im SPIEGEL-Gespräch. Über den Propheten habe er sich allerdings nie lustig gemacht.


SpON

Der Islam ist nach Ansicht des britischen Komikers und Autors John Cleese ein gutes Thema für die Satire.

Cleese, 75, und die übrigen Mitglieder der legendären Gruppe Monty Python hatten in den Achtzigerjahren mit der Religionssatire „Das Leben des Brian“ Kontroversen unter Christen ausgelöst.

In einem SPIEGEL-Gespräch anlässlich seiner Autobiografie, die am Montag auf Deutsch erscheinen wird, sagte Cleese: „Muslime, die bei uns leben, sind Teil unserer Gesellschaft. Sie haben das Recht, ausgelacht zu werden.“ (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Chinas KP fordert Wiedergeburt des Dalai Lama

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens Nagels

Offiziell lehnt die chinesische Führung den Dalai Lama als geistiges Oberhaupt der Tibeter ab und betrachtet ihn als aufrührerischen Separatisten. Nun aber bestehen hohe Funktionäre auf seine Neu-Inkarnation.


Von Felix Lee|Die Presse

Eigentlich sollte Chinas herrschende Kommunistische Partei sich um religiöse Belange gar nicht kümmern. Schließlich hält sie es offiziell wie einst Karl Marx: „Religion ist das Opium des Volkes.“ Doch geht es um die Nachfolge des Dalai Lama, des geistigen Oberhaupts des tibetischen Buddhismus, maßt sie sich plötzlich an, auch das Jenseits kontrollieren zu können.

Abgeordnete des bis gestern, Sonntag, tagenden jährlichen Volkskongresses, Chinas Scheinparlament, haben sich auf höchst eigentümliche Weise über den Dalai Lama geäußert. „Ob er die Wiedergeburt beenden will oder nicht, liegt nicht in seiner Hand“, sagte Padma Choling, Vorsitzender des Tibeter Regionalkongresses. Deren Mitglieder sind der chinesischen Führung in Peking treu ergeben.

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Dalai Lama und Tibet streiten um Wiedergeburt

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens Nagels

Tibetischer Parlamentschef: „Das hat nicht der Dalai Lama zu entscheiden“


derStandard.at

Die chinesischen Kommunisten wollen die buddhistische Tradition der Wiedergeburt des Dalai Lamas bewahren. Der Vorsitzende des regionalen Parlaments von Tibet, Padma Choling, kritisierte den im indischen Exil lebenden 14. Dalai Lama am Montag in Peking für seine Äußerungen, dass es nach seinem Tod vielleicht keine Reinkarnation geben werde.

„Das hat nicht der Dalai Lama zu entscheiden“, sagte der hohe tibetische Parlamentsvertreter am Rande der Jahrestagung des Volkskongresses. Religion und Geschichte müssten respektiert werden.

Das religiöse Oberhaupt der Tibeter hatte zuletzt erläutert, dass es nach seiner Auffassung nicht unbedingt einen weiteren Dalai Lama geben müsse. Der 79-jährige Tenzin Gyatso sagte, dass er seine politische Macht schon 2011 freiwillig abgegeben habe und die fast 500 Jahre alte Institution damit auch enden könne. Möglicherweise will der 14. Dalai Lama damit den chinesischen Behörden zuvorkommen, die nach seinem Tod in China ein Kind nach den üblichen Riten als seine Wiedergeburt suchen und unter ihrer Kontrolle großziehen werden.

Dalai Lama: «Kinder sollen Ethik lernen, nicht Religion»

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens Nagels

Der Dalai Lama weilt zum zweiten Mal in Basel. Dutzende Anhänger, aber auch Kritiker, haben sich versammelt.


20min online.ch

Der Dalai Lama hat am Samstag in Basel eine Medienkonferenz abgehalten. Kriege im Namen der Religion seien schwer zu ertragen, sagte er. Jungen Menschen fehle heute teilweise das Mitgefühl – und Kinder sollten früh Moral und Ethik statt Religionen lernen.
Das geistliche Oberhaupt der Tibeter weilt zum zweiten Mal in Basel. Für die buddhistischen Rituale in der St. Jakobshalle vom Wochenende hatten sich rund 7600 Personen angemeldet. Vor seinem Hotel an der Schifflände versammelten sich am Samstag wie bereits am Vorabend bei seiner Ankunft einige Dutzend Anhänger mit Fahnen und Trommeln.

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