Sure 109: „Der Islam kennt keine religiöse Toleranz“

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Muslimische Gläubige verweisen oft auf Vers sechs aus Sure 109, um die Toleranz im Islam gegenüber anderen Religionen zu untermauern: „Ihr habt eure Religion und ich habe meine!“ Die Bedeutung dieser Worte sei aber eine andere, erklärt der Arabist Otto Jastrow: Der Islam kenne keine religiöse Toleranz, sie sei ein Wunschbild des Westens.

Von Prof. Dr. Otto Jastrow | Deutschlandfunk

 

„Sprich: Oh ihr Ungläubigen!
Ich verehre nicht, was ihr verehrt,
Noch verehrt ihr, was ich verehre.
Und ich werde nicht verehren, was ihr verehrt,
Noch werdet ihr verehren, was ich verehre.
Ihr habt eure Religion und ich habe meine!“

In dieser Sure, die mit der Aufforderung „Sprich“ beginnt, legt Gott seinem Propheten Mohammed die Worte in den Mund, die er an seine mekkanischen Landsleute richten soll. Ihnen wird überdeutlich klargemacht, dass Mohammed einen anderen Glauben hat als sie. Der letzte Vers leitet daraus die Forderung ab: „Ihr habt eure Religion und ich habe meine!“.

Gerne wird Sure 109 herangezogen, um die religiöse Toleranz des Islams zu belegen. Es geht hier jedoch nicht um Religionsfreiheit im Allgemeinen, sondern lediglich um Mohammeds eigene Religion.

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„Sie kotzen mich an“

Themenbild.
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Vor zwei Wochen erklärte Redaktionsleiterin Christiane Florin im Editorial, warum sie eine Anzeige des katholischen Hilfswerks Kirche in Not abgelehnt hat. Hauptargument: In der Anzeige lautete ein Punkt „Gegen den Strom von Meinungsdiktatur und Political Correctness“. „Meinungsdiktatur“ sei keine Kritik an der Demokratie, sondern Diffamierung. Auch in der Kirche gehe offenbar Pegida-Vokabular um, hieß es im Editorial. Danach erreichten die Redaktion so viele Zuschriften wie noch nie in den vier Jahren von Christ&Welt in der ZEIT. Uns hat überrascht, mit welchen Worten Christentum und Abendland verteidigt werden. Aber urteilen Sie selbst


Christ & Welt Ausgabe 3/2015

„Na, du linke Abfickhure, magst du es nicht, wenn Menschen eine andere Meinung haben als du?“ – Andreas Papke

„Ihren Artikel kann ich nur als richtigen Bullshit – oder Cowshit bezeichnen. Es wird Zeit, dass noch mehr Leute diese Printmedien abbestellen und Onlinemedien wie Ihre Seite ignorieren. Sie sind das Beispiel für diese Lügenpresse, die sich nicht an der Realität und am Glauben orientiert, sondern am Mainstream. Sie wollen keine Diskussion und keinen Dialog, Sie wollen Ihre Ideologie (da haben Sie Ihre Nähe zum Islam) verbreiten. Das ist Ihre Vorstellung von Pluralität und ganz echt, in Saudi-Arabien mit einer Burka wären Sie sehr willkommen mit Ihrer Propaganda. Die Bibel sollten Sie aber nicht mitnehmen. Das würde dem dortigen Pluralitätsverständnis widersprechen. Es kotzt mich nur noch an. Nach islamischem Verständnis sind Sie nicht nur eine Kafir-Frau, sondern Sie sind eine Dhimmi, die ja keine Störung ihres Wohlfühlchristseins brauchen kann.“ – Horst Bornschein-Grolms

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Naher Osten: Auch Christen aßen kein Schweinefleisch

Bild: kochatelier.de
Muslime und Christen im Nahen Osten haben nach Erkenntnissen des französischen Historikers Bernard Heyberger über Jahrhunderte ähnliche Bräuche und Rituale gepflegt.

religion.ORF.at

„Christen aßen kein Schweinefleisch und Muslime färbten in der Karwoche Eier“, zitiert die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA aus einer Vorlesung Heybergers zur Mittelalter- und Frühneuzeitforschung an der Universität Münster. „Anhänger der verschiedenen Religionen verehrten zuweilen dieselben Heiligen, besuchten dieselben Wallfahrtsorte oder folgten denselben Hochzeits- und Trauerritualen.“ Erst in der Neuzeit hätten die orientalischen Christen ein konfessionelles Bewusstsein entwickelt und sich von den Muslimen abgegrenzt.

„Die konfessionelle Abgrenzung der orientalischen Christen begann im 18. Jahrhundert unter dem Einfluss von Missionaren, die sich am abendländischen Christentum orientierten“, erläuterte Heyberger. Mit der Bildung der Nationalstaaten im Vorderen Orient im 20. Jahrhundert habe die Abgrenzung zugenommen. „Nationalstaaten gerieten in Konkurrenz und bekämpften ethnische, konfessionelle und sprachliche Vielfalt – bis hin zu Völkermorden und ethnischen Reinigungen.“

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