Wer Sterbefasten unterstützt, leistet womöglich Beihilfe zur Selbsttötung

Zwischen Erhängen und dem Verzicht auf Essen und Trinken gibt es durchaus Parallelen, weshalb viele das Sterbefasten als Suizid ansehen. Entsprechend ordnet ein Expertenteam ärztliche Maßnahmen in bestimmten Fällen als Beihilfe dazu ein. Rechtlich befinden sich Kollegen nur dem Anschein nach auf der sicheren Seite.

Dr. Elisabeth Nolde | MEDICAL TRIBUNE

Der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit ist für unheilbar erkrankte Menschen eine Option, das Leben selbstbestimmt enden zu lassen. Studiendaten zufolge wird die Prävalenz des sogenannten Sterbefastens offenbar unterschätzt. Der Sterbeprozess gilt dabei allgemein als friedlich. Dennoch können Symptome auftreten, die eine medizinische Unterstützung erfordern, dazu zählen z.B. Durst, Schmerzen, Angst, Schlaflosigkeit und Delir.

Einige internationale Fachgesellschaften verurteilen einerseits das assistierte Sterben, befürworten andererseits aber zunehmend das Sterbefasten einschließlich medizinischer Hilfe. Und die westliche Rechtsprechung, auch in Deutschland, scheint diese Unterstützung zu dulden, schreiben Professor Dr. Dr. Ralf J. Jox, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Ludwig-Maximilians-Universität München, und Kollegen.

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Wenn wir im falschen Leben stecken

Der IQ der Mutter hat Auswirkungen auf die Intelligenz ihrer Kinder.
Verwirklichung. Die Kinder kluger Eltern sind nicht automatisch auch klug. Genau das wird von ihnen aber erwartet. Und zwingt sie in ein Leben fern ihrer Grundbedürfnisse und Kompetenzen.

Von Andrea Lehky | Die Presse.com

Mama und Papa haben es weit gebracht. Sie haben studiert und ihre eigenen Eltern karrieretechnisch weit hinter sich gelassen. Dasselbe erwarten sie von ihren Kindern. Weil, so die Logik, jede Generation klüger ist als die vorhergehende.

So wird es das nicht spielen, widerspricht der Schweizer Kinderpsychologe Remo H. Largo. Zwar wurden die Menschen in unserer westlichen Welt über die vergangenen Generationen immer intelligenter, im Schnitt um drei bis fünf IQ-Punkte pro Jahrzehnt. Das hatte aber keine genetische Gründe. Es lag an der kontinuierlich besseren Ernährung und Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Jetzt sind auch die untersten Schichten so gut versorgt, dass keine Steigerung mehr möglich ist.

Für Ausreißerbegabungen geht es nun wieder bergab. Als Beweis führt Largo das Gesetz von Galton an, benannt nach dem 1911 verstorbenen Briten Sir Francis Galton, Cousin von Charles Darwin und Mitbegründer der Genetik. Diesem Gesetz zufolge tendiert jedes Merkmal zur „Regression zur Mitte“. Begabte Eltern haben damit nicht notwendigerweise auch begabte Kinder.

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