Hat Trumps Wahlkampfmanager Manafort Assange besucht?

Julian Assange im April 2016 mit dem damaligen UN-Sonderbotschafter Maina Kiai in der ecuadorianischen Botschaft in London. Bild: Maina Kiai/CC BY-2.0
Über die vermeintliche Enthüllungsstory, die der Guardian verbreitet hat

Christian Bunke | TELEPOLIS

Es hätte der Nachrichtenknüller zum Ende des Jahres werden sollen. Zumindest schien alles dafür angerichtet, als die britische Tageszeitung „The Guardian“ sowohl in ihren Print-Publikationen als auch Online am 27. November 2018 mit einer großen Enthüllungsstory über den Wikileaks-Gründer Julian Assange aufwartete.

Bekanntlich sitzt Assange seit mehreren Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. In dieser Botschaft soll Assange in den Jahren 2013, 2015 und 2016 Donald Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort empfangen haben. Das ist die zentrale Unterstellung des von Luke Harding, Dan Collyns und Fernando Villavicencio veröffentlichten Artikels. Villavicencio taucht inzwischen nicht mehr als Autor auf, wie die Geschichte überhaupt inzwischen vielfach mutiert wurde.

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Verlässt Assange die Botschaft?

Seit sechs Jahren lebt Wikileaks-Gründer Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Das ist genug, sagt der Präsident seines Gastlandes: „Jetzt ist der Weg dafür bereitet, dass Assange die Botschaft verlässt.“

tagesschau.de

Endet die Zeit von Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London? Darauf deuten Aussagen von Präsident Leni Moreno hin.

Seine Regierung habe von Großbritannien hinreichende schriftliche Garantien erhalten, dass der Australier nicht an ein Land ausgeliefert werde, in dem ihm die Todesstrafe drohen könnte. „Jetzt ist der Weg dafür bereitet, dass Assange die Botschaft verlässt.“ Moreno sagte nicht, ob er Assange zwingen werde, die Botschaft zu verlassen. Assanges Rechtsberater seien dabei, die nächsten Schritte abzuwägen.

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NSA-Skandal: Assange bietet Abgeordneten ungeschwärzte Listen an

foto: flickr.com/wikileakstruck (CC-Lizenz) Wikileaks ist überall - und da lesen die Behörden natürlich gerne mit.
foto: flickr.com/wikileakstruck (CC-Lizenz)
Wikileaks ist überall – und da lesen die Behörden natürlich gerne mit.
„Ich würde mich freuen, wenn sie zu mir kämen“: Whistleblower Julian Assange will sich von Bundestagsabgeordneten zur NSA-Affäre befragen lassen und dabei auch die US-Listen mit überwachten deutschen Politikern übergeben.


stern.de

Der Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, bietet sich dem Bundestag als Zeuge zur Aufklärung der Spionageaktivität des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland an. „Ich würde mich freuen, wenn die Abgeordneten zu mir kämen, um ihre Fragen zu stellen“, zitiert der „Spiegel“ Assange. Er könne ihnen insbesondere über die US-Listen mit überwachten deutschen Politikern Auskünfte erteilen, auf denen auch Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestanden haben sollen. Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses würde er die unlängst von der Plattform veröffentlichten Listen auch ungeschwärzt übergeben, bot Assange an.

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