Schlagwort-Archive: Einwanderer

Intergrationsbeauftragte Lüke: Flüchtlinge als Einwanderer sehen

Die Mehrsprachigkeit von Kindern nutzen, mehr Arbeitserlaubnisse erteilen, Jugendlichen eine Ausbildung erlauben: Die Aufnahme-Institutionen für Flüchtlinge müssen sich auf Flüchtlinge besser einstellen und sie wie Einwanderer behandeln, sagt die Berliner Integrationsbeauftragte Monika Lüke.


evangelisch.de

Die scheidende Berliner Integrationsbeauftragte Monika Lüke hat vom Berliner Senat eine Wende in der Integrationspolitik gefordert. Die meisten Flüchtlinge und Migranten, die in den kommenden Jahren nach Berlin kommen, würden wohl in der Stadt bleiben. “Darauf muss sich die Verwaltung einstellen”, sagte Lüke dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dies bedeute, “man muss von Anfang an auf die Menschen zugehen und sich um sie kümmern”.

Bis 2030 sei eine Nettozuwanderung aus dem Ausland nach Berlin von knapp 130.000 Menschen zu erwarten. “Da sind die Flüchtlinge noch nicht dabei”, betonte Lüke. “Das wird die Stadt verändern.”

CDU-Politiker warnen vor Zuwanderung “in unser Sozialsystem”

Rhizinus? (CC-by-nc-sa/3.0/de by Pantoffelpunk)

Rhizinus? (CC-by-nc-sa/3.0/de by Pantoffelpunk)

Aufgrund einer EU-Regelung könnten Einwanderer möglicherweise schon früher als nach einem Jahr Anspruch auf Hartz IV haben. CDU-Politiker sehen darin einen “Anreiz für Zuwanderung in unser Sozialsystem”.


evangelisch.de

CDU-Politiker warnen davor, dass großzügigere Hartz-IV-Leistungen in Deutschland für EU-Bürger Anreize zur Einwanderung schaffen. “Die hohen Sozialleistungen in Deutschland sind schon heute ein Anreiz für Zuwanderung in unser Sozialsystem. Dieser Anreiz darf nicht noch größer werden”, sagte Christian von Stetten (CDU), Chef des Parlamentskreises Mittelstand in der Unionsfraktion, der “Bild”-Zeitung (Samstagsausgabe).

Stetten reagierte auf ein Gutachten des EU-Generalanwalts Melchior Wathelet, wonach Deutschland die Vergabe von Hartz-IV-Leistungen an arbeitsuchende EU-Zuwanderer großzügiger regeln muss. Das Gutachten könnte wegweisend für ein anstehendes Urteil des Europäischen Gerichtshofes sein. Demnach solle es eine Einzelfallprüfung geben, wenn jemand länger als drei Monate im Land ist und während dieser Zeit schon gearbeitet habe. Bislang gilt in Deutschland für den dauerhaften Hartz-IV-Bezug eine Mindestgrenze von einem Jahr Beschäftigung (AZ: C-67/14).

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Kirche in Norwegen droht Millionenschaden

Bild: tilly

Bild: tilly

Es könnte ein richtig großer Betrugsskandal werden: In Norwegen sind der Bischof von Oslo, Bernt Eidsvig, sein Bistum und mehrere Mitarbeiter angeklagt worden. Der Vorwurf: Einwanderer aus mehrheitlich katholischen Ländern seien ohne ihr Wissen als Katholiken registriert worden, um auf diese Weise höhere Zuschüsse des Staates zu erhalten.


Von Benjamin Lassiwe|kath.net

In Norwegen gibt es keine Kirchensteuer – stattdessen erhalten Kirchen- und Weltanschauungsgemeinschaften Unterstützung vom Staat, deren Höhe sich an der Zahl der Mitglieder der jeweiligen Gemeinschaft bemisst.

Erstmals hatten norwegische Medien im Herbst 2014 über den Verdacht berichtet: Es war die Pressesprecherin des Humanistischen Verbands Norwegen, die aus Polen stammende Agnieszka Bryn, die zufällig herausfand, dass sie von der katholischen Kirche als Mitglied angegeben worden war. Seitdem kamen immer mehr Fälle ans Tageslicht. Zuletzt sagte die Leiterin einer Buddhisten-Gemeinde in Oslo der Boulevardzeitung «VG», mehrere ihrer Gemeindeglieder, die teils schon seit vielen Jahren praktizierende Buddhisten seien, würden von der katholischen Kirche als Mitglieder geführt.

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Hochqualifizierte Einwanderer: “Sie können als Putzfrau arbeiten, Ärztin geht nicht”

Ärztin oder Putzfrau? © Todd Baker << technowannabe auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Während die Politik händeringend nach Lösungen für den Fachkräftemangel sucht, bleiben Potenziale von Einwanderern ungenutzt. Nicht selten aus rassistischen Gründen. Das belegt eine aktuelle Studie der Universität Duisburg-Essen.


MiGAZIN

Das Potenzial von hochqualifizierten Zuwanderern wird einer Studie zufolge zu wenig genutzt. Häufig arbeiten eingewanderte Akademiker in Jobs, die nicht ihren Qualifikationen entsprechen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Dafür wertete die Duisburger Soziologieprofessorin Anja Weiß gemeinsam mit kanadischen Wissenschaftlern Interviews mit über 200 gut ausgebildeten Einwanderern in Deutschland, Kanada und der Türkei aus.

Die Interviews zeigen den Angaben zufolge, dass eingewanderte Akademiker meist rechtlich nicht als Hochqualifizierte, sondern als Flüchtlinge, Ehepartner oder Studenten behandelt werden. Ausländerrechtliche Ausnahmeregelungen für Hochqualifizierte würden in der Praxis oft nicht umgesetzt.

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Einwanderung in Deutschland: Die Evangelisierung!

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB

Bild: pegida/FB, Screenshot:BB

Noch nie kamen so viele Einwanderer nach Deutschland wie heute. Die meisten von ihnen stammen aus christlich geprägten Ländern.


Von Ralph Bollmann|Frankfurter Allgemeine

An diesem Montag wollen sie in Dresden wieder demonstrieren, gegen eine „Islamisierung des Abendlands“. Dass ausgerechnet in der sächsischen Hauptstadt kaum Muslime leben, wurde gegen das Unterfangen schon oft eingewandt. Was bislang jedoch unterging: Die Einwanderung nach Deutschland insgesamt ist seit einigen Jahren so christlich-abendländisch geprägt wie seit langen Zeiten nicht mehr – von einer „Islamisierung“ kann mit Blick auf die Zahlen keine Rede sein.

Zuletzt feierte sich Deutschland als das zweitbeliebteste Einwanderungsland der Welt, nach den Vereinigten Staaten. Dabei ist die Bundesrepublik keineswegs bei Einwanderern aus aller Welt populär, sondern vor allem bei anderen Europäern. Aus katholisch geprägten Ländern wie Polen, Italien oder Spanien kommen die Leute ins Land, ebenso aus Regionen mit orthodoxer Tradition wie Rumänien, Bulgarien oder Griechenland. Die Türken, größte Bevölkerungsgruppe mit muslimischem Hintergrund, wandern eher ab.

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Ku-Klux-Klan lockt neue Mitglieder mit Süßigkeiten

Die Mitglieder der Ku-Klux-Klans aus Virigina gehen mit seltsamen Methoden auf Mitgliederfang.© Jim Lo Scalzo/EPA

Sie verteilen Süßigkeiten und skandieren Parolen gegen Einwanderer. Der Ku-Klux-Klan kämpft mit kuriosen Methoden gegen Mitgliederschwund

Von Katharina Blaßstern.de

Rund 100 Mitglieder des rassistischen Geheimbundes protestierten in der Stadt Troy im Bundestaat North Carolina gegen Einwanderer. Vor dem Gerichtsgebäude in Troy skandierten sie Parolen gegen “Mischlinge”, während auf der anderen Straßenseite die Verfechter der Zuwanderer Gospellieder sangen. Der Kampf der Weltanschauungen artete in ein stundenlanges “Schrei-Duell” aus, berichten Reporter des Fernsehsenders Fox. Ein Eingreifen der Polizei verhinderte eine Schlägerei.

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Studie: Fundamentalismus unter Europas Muslimen weit verbreitet

Gebet-islam

Für zwei Drittel der Befragen sind religiöse Gesetze wichtiger als staatliche. 45 Prozent trauen keinen Juden. Auch Christen wurden befragt.

Die Presse.com

Religiöser Fundamentalismus ist einer aktuellen Studie zufolge unter Muslimen in Westeuropa kein Randphänomen. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von Einwanderern und Einheimischen in sechs europäischen Ländern – darunter Österreich – hervor, deren Auswertung das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) am Montag vorstellte.

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Heinz Buschkowskys Religions-Bullshistic – christlich-jüdische Traditionen

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister hatte mit seinem Buch “Neukölln ist überall” einen enormen Erfolg. Foto: pro

“Nicht ‘die Einwanderer’ sind das Problem, sondern die soziale Schwäche vieler Einwanderer.” Das erklärte der Bezirksbürgermeister für Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, beim “Kongress christlicher Führungskräfte”. Der Politiker plädierte auch für eine Kindergartenpflicht.

pro Medienmagazin

Buschkowsky führte an, dass es millionenfach gelungene Integration in Deutschland gebe. Allerdings sei die Integrationspolitik in den vergangenen Jahrzehnten konzeptionslos gewesen, anders als beispielsweise in den USA, Kanada und Australien: “Dort fragt man Einwanderer danach, was sie zur Gesellschaft beitragen wollen und ob sie ein Teil der Gemeinschaft werden wollen.” Dies sei in Deutschland verpönt. Dabei sei das eigentliche Problem nicht die Einwanderung, sonder die soziale Schwäche vieler Einwanderer auch in der zweiten und dritten Generation.

Einwanderer aus anderen Kulturkreisen müssten sich bewusst für die freiheitliche Gesellschaft entscheiden: “Wir leben hier nun mal anders als im Südsudan oder in Somalia. Wir haben christlich-jüdische Traditionen, und ich trete dafür ein, dass das auch so bleibt.” Neukölln solle nicht nur geografisch, sondern auch in den Köpfen der Menschen mitten in Europa liegen.

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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Taxifahrer, Gott und der gruppenbezogene Unterschied

„Die vielen Erfolgreichen wenden sich ab, wenn sie wieder über ihre Religion definiert werden” - schreibt Armin Laschet

Schwaben sind klüger, Katholiken sind dümmer, und alle Einwanderer sind Muslime, wenn sie aus Afrika kommen: Thilo Sarrazin denkt sich „gruppenbezogene Unterschiede“ aus, die Migrationsforschung überflüssig machen.

Von Armin LaschetFAZ.NET

Thilo Sarrazin ist wieder da. Diesmal als gefühlter BBC-Reporter, der über den „wahren Frontverlauf“ der „Integrationsfront“ berichtet und für sich und Necla Kelek in Anspruch nimmt, von dem Migrationsforscher Klaus Bade und dessen Kollegen der „Integrationskraftzersetzung“ angeklagt zu werden. „Wollen sich, um im Bilde zu bleiben, Klaus Bade und Kollegen wirklich in die Rolle des ,Reichsfunks‘ begeben, der in kühnen Bildern Probleme kleinredete und die baldige Wende des Kriegsglücks beschwor?“ So fragte Sarrazin am 7. Juli an dieser Stelle. Warum greift der inzwischen schiedsgerichtlich bestätigte Sozialdemokrat Sarrazin stets auf Sprachbilder aus der Zeit des Dritten Reiches zurück, um für seine Thesen zu werben? Integrationspolitik ist kein Krieg mit Frontverläufen, sondern ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit nach fünfzig Jahren „defensiver Erkenntnisverweigerung“ (Bade).

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NRW: Katholische Apartheid

Wie katholische Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen Integration kanalisieren.