Drewermann: Wiedereintritt in Kirche unter keinen Umständen denkbar

Bild: © KNA: Katharina Ebel
„Er tut mir leid“: Eugen Drewermann hegt nach eigenen Worten keinen Groll gegen Benedikt XVI. Ein Wiedereintritt in die katholische Kirche sei für ihn jedoch unter keinen Umständen denkbar, so der Theologe.

katholisch.de

Der Theologe Eugen Drewermann sieht für sich keinen Weg mehr zurück in die katholische Kirche. Ein Wiedereintritt sei unter keinen Umständen denkbar, sagte Drewermann dem „Badischen Tagblatt“ (Samstag). „Jesus hat nicht einmal das Christentum gegründet und ganz sicher keine Kirche“, erklärte er.

Gegen Joseph Ratzinger, der vor seiner Zeit als Papst Benedikt XVI. (2005-2013) die vatikanische Glaubenskongregation geleitet hatte, hegt Drewermann nach eigenen Worten keinen Groll. „Er tut mir leid“, sagte der Publizist, dem 1991 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen worden war und der kurz darauf vom Priesteramt suspendiert wurde. Ratzinger stecke in der „Theologie eines Dogmatikers, aus der er nicht herauskommt – mit Zwang und Unfreiheit, Monopolisierung des Wahrheitsanspruchs Roms“.

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Apostel Wilmer: Machtmissbrauch steckt in DNA der Kirche

Bild: © Harald Oppitz/KNA]/caption]

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer geht in der Bewertung der Missbrauchskrise soweit wie kaum einer seiner Amtsbrüder. Er spricht von einer „Struktur des Bösen“, die Konsequenzen für die Theologie haben muss. Wer das laut Wilmer früh erkannt hat, ist der von der Kirche verstoßene Eugen Drewermann.

katholisch.de

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer geht nach dem Missbrauchsskandal hart mit den Strukturen der Kirche ins Gericht und fordert einen radikalen Wandel. „Ich glaube, der Missbrauch von Macht steckt in der DNA der Kirche“, sagt Wilmer am Freitag im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. Man könne das nicht mehr als peripher abtun, sondern müsse radikal umdenken. „Bisher aber fehlt es uns an jeglicher Idee, welche Konsequenzen das für die Theologie haben muss.“

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„Mit dieser Kirche will ich nicht leben“

Eugen Drewermann auf der Leipziger Buchmesse 2010. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de/ Amrei Marie
Eugen Drewermann auf der Leipziger Buchmesse 2010. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de/ Amrei Marie
Kirchenkritiker Drewermann füllt bei Kirchen- und Katholikentagen immer noch Säle. Vor 25 Jahren entzog Erzbischof Degenhardt ihm die Lehrbefugnis – damit wurde Drewermann bekannt. Heute sagt er, er habe nichts von seinem Widerspruch zurückzunehmen.
 

Von Anne Strotmann | evangelisch.de

Er war sich seiner Sache sicher und konnte von da an nicht mehr zurück: Als dem Theologen, Priester und Psychoanalytiker Eugen Drewermann am 8. Oktober 1991 die katholische Lehrbefugnis entzogen wurde, war das die erste Sanktion in einer langen, öffentlichen Auseinandersetzung.

Mit seinem Buch „Kleriker – Psychogramm eines Ideals“ hatte Drewermann sich spätestens 1989 bei der Amtskirche unbeliebt gemacht. Darin legte er aufgrund seiner Erfahrungen als Psychotherapeut dar, wie die Kirche ihre Priester krank mache. Auch mit der offiziellen katholischen Lehre geriet er in Dissens: An das leere Grab Jesu wolle er nicht glauben, auch nicht an die physikalische Himmelfahrt Jesu oder die biologisch verstandene Jungfrauengeburt.

Der Entzug der Lehrbefugnis war erst der Anfang: Im Januar 1992 entzog ihm der Paderborner Erzbischof Franz Josef Degenhardt auch die Predigterlaubnis. Unter diesen Bedingungen wollte Drewermann das Priesteramt nicht weiter ausüben, wie er sagt. Ein priesterlicher Mensch im Sinne Jesu zu sein, erklärte er in einem Offenen Brief, bedürfe ohnehin nicht der bischöflichen Genehmigungspflicht. Degenhardt suspendierte ihn.

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Atheist, Mönch und Großinquisitor: Dostojewski und sein Verständnis des Christentums

 Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Der russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881) fühlte sich besonders der Tradition des christlichen Mönchstums nahe, wie er es auch aus der orthodoxen Kirche seiner Heimat kannte. Die Zukunft des Christentums sah er nicht in kirchlichen Institutionen, sondern das Christentum war für ihn eine innere Haltung.


Von Manuel Gogos|Deutschlandfunk

Dostojewski war ins sibirische Ostrog deportiert worden. Auf dem Weg dorthin schenkt ihm eine politische Mitgefangene eine Bibel – er wird sie sein Leben bei sich führen.

In der Verbannung lebt Dostojewski unter Säufern, Wüstlingen und Mördern. Und nie zuvor ist er auch einfachen russischen Menschen so nahe gewesen.

Anfangs ist es die Hölle für ihn. Durch diese Begegnungen lernt er die Welt noch einmal ganz neu kennen. Und an einem Ostermorgen erinnert er sich an ein Ereignis seiner Kindheit.

Eugen Drewermann:

„Er erinnert sich an den Bauern Marai, ein Kindheitserlebnis, er ist voller Angst, gelaufen durch ein Sonnenblumenfeld, weil er gehört hat, dass ein Wolf käme, und er rennt um sein Leben in die Arme des Bauern Marai, und der mit seinen erdverschmierten Fingern, malt ein Kreuz auf die Stirn des kleinen Dostojewski.“

Dostojewski als christlicher Schriftsteller

Es ist dieses Erlebnis, das nach Eugen Drewermann als die eigentliche Geburtsstunde von Dostojewski als Schriftsteller bezeichnet werden muss, auch wenn er bereits vor seiner Zeit in der Verbannung publizistisch tätig gewesen war.

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„Wer für den Frieden ist, ist gegen Gewalt“

Eugen Drewermann bei seiner Rede während der Friedenswinter-Kundgebung. Screenshot dieses YouTube-Videos
Eugen Drewermann über die Ukraine-Krise, Pazifismus und die Diskussion um den „Friedenswinter.“
Soll man hingehen oder nicht? Der Aufruf zu den bundesweiten „Friedenswinter“-Demo, ein Zusammenschluss der klassischen linken Friedensbewegung und der Montagsmahnwachen, hatte viele ratlos gemacht.


Von Stefan Mey|TELEPOLIS

Die einen warnten vor einer rechten Unterwanderung einer linken Bewegung. Sie bemängelten eine wirkliche Abgrenzung nach rechts und sahen sich im Anschluss auch bestätigt. Die anderen sagten: wir alle wollen Frieden und fanden den sich auch auf der Demo bestätigt. Auch Telepolis-Autoren kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen (Pro: „Grüß Gott, Herr Gauck“ und contra: Friedenscocktail aus Berlin)

Der katholische Kirchenrebell und Pazifist Eugen Drewermann hatte sich von den Diskussionen im Vorfeld nicht beirren lassen. Er war einer der Hauptredner auf der Berliner Ausgabe der Friedenswinter-Demo am Wochenende. Wortgewaltig hat er eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise angemahnt, die Nato als Kriegsarmee kritisiert und vor der Kulisse des Bundespräsidialamts den Theologen Gauck als Kriegstreiber gegeißelt.

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Stift Melk: Katholisch Petzen

Stift Melk, Bild: wikimedia.org/ Cc-by-sa-3.0
Eugen Drewermann hat auf Einladung des Abtes die Jahresexerzitien für die Mönche des Stiftes Melk gehalten. Gläubige haben dies bei Kardinal Gerhard Ludwig Müller angezeigt.

kath.net

Die Affäre um Eugen Drewermanns Auftritt bei den Jahresexerzitien der Benediktiner des Stiftes Melk hat zu einer Anzeige bei der Glaubenskongregation geführt. Gläubige haben Kardinal Gerhard Ludwig Müller, den Vorsitzenden der Glaubenskongregation, in einem Brief über die von Eugen Drewermann auf Einladung von Abt Gerhard Wilfinger gehaltenen Jahresexerzitien informiert. kath.net hat berichtet.

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Kirchentag Mensch und Tier: Dodo Nina darf nicht dabei sein(PETA)

Nina Hagen, Bild: wdr.de
Nina Hagen, Bild: wdr.de
Die evangelische Kirche in Dortmund lädt vom 22. bis 24. August zu einem regionalen Kirchentag „Mensch und Tier“ ein. Eröffnet wird das Treffen mit einem Auftritt der Band „Extrabreit“, wie die Veranstalter am Mittwoch in Dortmund mitteilten.

evangelisch.de

Ursprünglich sollte Nina Hagen zum Auftakt ein Gospelkonzert geben, doch sie wurde wegen ihrer Unterstützung der umstrittenen Tierschutzorganisation Peta wieder ausgeladen.

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Bild: NinaHagen/Facebook
Bild: NinaHagen/Facebook

Drewermann glaubt nicht an radikale Änderungen durch den Papst

Brillanter Erzähler: Eugen Drewermann am Donnerstag im Martin-Luther-Forum an der Bülser Straße.Foto: LVS
Streitbarer Theologe lässt im Dialog mit Heinrich Peuckmann im Martin Luther Forum auch sehr private Momente zu. Trauma des Vaters und der Familie durch Grubenunglück sichtlich bewegt geschildert.

Von Marcus EsserWAZ

Dass Gefühle und Seele bei Eugen Drewermanns tiefenpsychologischer Bibelauslegung eine wichtige Rolle spielen, ist hinlänglich bekannt. Familiäre Intimitäten aus seiner eigenen Biografie trägt der streitbare Theologe indes kaum in die Öffentlichkeit.

So war es ein wohl seltener Moment, den Dialogpartner Heinrich Peuckmann im Martin-Luther-Forum herbeiführte: Der Gladbecker ging auf die gemeinsamen Wurzeln der Podiumspartner, den Geburtsort Bergkamen ein und weckte so sichtlich sehr private Emotionen bei Drewermann.

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Konstantin Wecker: „Jesu Aussagen sind revolutionär“

Foto: wecker-foto / Thomas Karsten »Wir kommen ohne Spiritualität nicht aus und können ohne sie keine gerechtere Gesellschaft schaffen«: der Liedermacher Konstantin Wecker.
Jesus hält er für eine überragende geschichtliche Persönlichkeit, aus der katholischen Kirche ist er ausgetreten. Der Liedermacher Konstantin Wecker ist jedoch über den Buddhismus zum Christentum zurückgekehrt. Im schweizerischen Luzern sollte er ein modernes Passionsspiel aufführen, doch die katholische Kirche sagte das Projekt kurzerhand ab.

Sonntagsblatt

  Sie wollten mit einer katholischen Gemeinde in Luzern ein Passionsspiel aufführen, nun wurde das Projekt offenbar auf Druck von konservativen Katholiken wegen »finanzieller Probleme« abgesagt. War das der alleinige Grund?

Wecker: Ich will mich da nicht auf Verschwörungstheorien einlassen: Ich weiß nicht, ob das der einzige Grund ist oder nicht. Mir war von Anfang an klar, dass es konservative Kirchenkreise gibt, die schon beim Namen Konstantin Wecker zusammenzucken wie vor dem Leibhaftigen.

  Sie sind als Kirchenkritiker bekannt. Was Sie aber nicht abgehalten hat, voll Elan an dem Projekt »Passionsspiel« zu arbeiten.

Wecker: Das machte es für mich gerade spannend. Ja, ich bin ein Kirchenkritiker, bin aus der Kirche ausgetreten. Ich bin aber keiner, der lästert, hetzt oder religiöse Gefühle verspottet.

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Kirchenkritiker Drewermann verteidigt Limburger Bischof

Eugen Drewermann, 2010. Bild: wikipedia
Der Theologe und suspendierte Pfarrer Eugen Drewermann aus Paderborn nimmt den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst in Schutz.

nw-news.de

„Ich finde es nicht richtig, dass ein Mann, der mit dem Rücken zur Wand steht, skandalisiert wird für ein Problem, das nicht personell, sondern strukturell ist“, sagte Drewermann der Neuen Westfälischen.  „Die katholische Kirche hat enorme Rücklagen und ist der größte Großgrundbesitzer in Deutschland. Das ist der eigentliche Skandal, nicht der Limburger Bischof.“
Dessen 31 Millionen teurer Bischofssitz falle vor allem darum so auf, weil Tebartz-van Elsts Vorgänger ein äußerst bescheidener Mann war. „Franz Kamphaus führte ein karges Leben. In Köln und München leben die Bischöfe schon auf einem so großen Fuß, da muss sich Limburg erst einmal hin hocharbeiten.“

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Kurt Flasch: „Lasst alle Dogmen fahren“ – Warum ich kein Christ bin

Glaube steht gegen Vernunft: Kurt Flasch schlägt die christlichen Traditionalisten mit ihren eigenen Waffen

Von Matthias KamannDIE WELT

Der neuen Rechtgläubigkeit hätte nichts Schlimmeres passieren können als dieses Buch. Niemand hätte die christliche Traditionalistenfraktion um Joseph Ratzinger überzeugender abfertigen können als Kurt Flasch. Denn dieser hochgelehrte Philosoph und Historiker nimmt die Neodogmatiker beim Wort. Das setzt sie schachmatt: dass Flasch ihren Argumentationen folgt.

Flasch folgt ihnen schon dort, wo er ein Wischiwaschi-Christentum zurückweist. Er spottet über Eugen Drewermann und Anselm Grün, die „auf den Wiesen der Seelenkunde grasen“. Wenig hält Flasch auch von jenen, die den biblischen Schwulenhass durch Metaphorisierung entschärfen wollen. Wer die Bibel nur bildlich verstehen und damit ins Sanfte transferieren wolle, so Flasch, „kommt mir vor wie ein freundlicher und sensibler junger Mann, der aus Familiengründen in einen Anglerverein geraten ist, der dann aber seine Sympathie für die Fische entdeckt und vorschlägt, der Anglerverein soll sich in Zukunft mit dem Häkeln von Tischdecken statt mit dem Töten von Fischen beschäftigen“.

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Protest: „Religionsfreie Zone“ gegen Katholikentag

„Religionsfreie Zone“ aus Protest gegen Katholikentag. ©DAPD

Dem optimistischen Slogan „Den Aufbruch wagen“ des Katholikentages in Mannheim stellen die Gegner das spöttische „Endlich mal den Austritt wagen“ entgegen.

WELT ONLINE

Mit der Aktion „Religionsfreie Zone“ wollen Atheisten und Kirchenkritiker vom 16. bis 20. Mai ein Alternativprogramm zum fünftägigen Katholikentag bieten. Mit Vorträgen, Lesungen und Kabarett soll beispielsweise auf die „religiöse Bevormundung“ in der Gesellschaft hinwiesen werden.

„Wir wollen hier nicht die Party verderben“, versichert Johann Schäfer, einer der Organisatoren. „Vielmehr wollen wir der politisch unterrepräsentierten Gruppe der konfessionslosen Bevölkerung Gehör verschaffen.“ Der 29 Jahre alte Klarinettist gehört zu den „Säkularen Humanisten Rhein-Neckar“, einem Verein, der mit der kirchenkritischen Giordano-Bruno-Stiftung zusammenarbeitet und etwa 40 Mitglieder hat.

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Dodo Jürgen Fliege:“Die Kirche steht da wie der Ochs vorm Berg“

Pfarrer Jürgen Fliege auf der Terrasse seines Hauses in Tutzing (Bayern) beim Interview mit dem epd. Er fordert die Kirche auf, die Menschen mehr zu lieben als die Liturgie. Foto: epd-bild/Michael McKee

Der TV-Moderator und evangelische Theologe Jürgen Fliege liegt nach wie vor mit seiner Kirche über Kreuz. Diese „labert Gott die Ohren voll“, beklagt er kurz vor seinem 65. Geburtstag. Austreten wolle er dennoch nicht: „Einmal Pfarrer, immer Pfarrer.“

Christiane Ried und Stephan Cezanneevangelisch.de

Herr Fliege, Sie sind evangelischer Pfarrer, TV-Moderator, Kirchenkritiker und beschäftigen sich mit alternativen Heilweisen. Wo ist der rote Faden in Ihrer Biografie?

Jürgen Fliege: Ich wollte immer ein Jesus-Mann sein, ein Bruder. Ich bin in einer Kirche aufgewachsen, die mir nicht fromm genug und geschwisterlich genug ist, und die all meine Reformversuche vom ersten Tag an nicht mochte.

Außerdem hasse ich Hierarchien, vor allem, wenn sie auf Macht begründet sind. Ich kann Menschen nicht danach beurteilen, ob sie mir unterstellt oder überstellt sind und sortiere sie auch nicht danach, ob sie kirchlich sind oder nicht. Religion ist Heimat und nicht Wahrheit.

Und dann empfinde ich mich in der pietistischen Tradition als Beter. Ich lehre Menschen, wie Beten geht. Die Kirche betet nicht wie Jesus. Sie nimmt seinen Kurs nicht zur Kenntnis. Sie labert Gott die Ohren voll.

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Vom Elend der deutschen Talk-Shows

Quelle:israel.network
Quelle:israel.network

Theologen, Priester, Medizinmänner, Psychotherapeuten, Druiden, „Experten“ und Eso-Spinner

vonhaeften – Israel.network

Am 17.Dezember 2008 konnte man bei „hart aber fair“ den katholischen Theologen und Chefarzt Manfred Lütz als harten Kritiker der alternativen Medizin erleben. Lütz nahm kein Blatt vor den Mund, als es darum ging, den anwesenden Quacksalbern Barbara Rütting, Jürgen Fliege und der „Geistheilerin“ Dorothea Fuckert die Meinung zu sagen. Daß einer, der sich „katholischer Theologe“ nennt, als gefragter Talk-Show-Gast keine Gelegenheit ausläßt, um gegen Esoteriker und Sektenmitglieder vom Leder zu ziehen, läßt uns hoffen: vielleicht gibt es ja doch noch eines Tages eine Päpstin, die auf Afrikabesuchen in der Bevölkerung kostenlose Kondome verteilt. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, und das liegt paradoxerweise an solchen Leuten wie Manfred Lütz, diesem sympathischen Schnellsprecher, der mit Büchern wie „Das Leben kann so leicht sein. Lustvoll genießen statt zwanghaft gesund “ den Eindruck macht, als strebe er eine Doppelmitgliedschaft bei der Humanistischen Union und der katholischen Kirche an.

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