Gynäkologe Christian Fiala: „Die Familienpolitik ist zynisch bis bösartig“

foto: getty images/istockphoto martin-lang Kurze Nächte und das alltägliche Tohuwabohu: Die Pille ist zwar vergleichsweise günstig, Frauen mit Kindern und einem unregelmäßigen Alltag können aber schon mal auf sie vergessen.
Gynäkologe Fiala spricht darüber, warum kostenloser Zugang zu Verhütung nötig ist und ihm die Familienpolitik Österreichs peinlich ist

Interview Beate Hausbichler | dieStandard.at

Migrantinnen haben gegenüber in Österreich geborenen Frauen ein zweieinhalbmal größeres Risiko, ungewollt schwanger zu werden. Das vermeldete kürzlich das Gynmed-Ambulatorium in Wien, wo Frauen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen können und Verhütungsberatung angeboten wird. Deren Leiter Christian Fiala fordert schon lange eine Kehrtwende in der Österreichischen Familienpolitik um die hohe Abtreibungsrate zu senken.

STANDARD: Hat es Sie überrascht, dass Frauen mit Migrationshintergrund proportional öfter eine Abtreibung haben (DER STANDARD berichtete)?

Fiala: Nein. Im Gynmed-Ambulatorium in Salzburg, das zur Landesklinik gehört, gibt es dieselben Ergebnisse. Auch in den wenigen anderen Ländern, die das Geburtsland erheben, zeigt sich das gleiche Bild. Für uns Fachkräfte war das nicht überraschend, es erklärt sich auch ganz einfach.

STANDARD: Und zwar wie?

Fiala: Frauen aus anderen Ländern wurden auch dort sozialisiert, und sie bringen auch das gewohnte Verhütungsverhalten mit. Da sprechen wir von Ländern, in denen es ein eher schlechtes Verhütungsverhalten gibt wie in muslimisch geprägten Ländern oder ehemals kommunistischen Ländern, wo es also entweder einen starken religiösen Einfluss oder eine Mangelwirtschaft gab und damit wenig wirksame Verhütung. Wenn es für diese Menschen dann in Österreich zu wenig Beratung in deren Muttersprache gibt und diese nicht kultursensitiv ist, dann verhüten sie wie gewohnt. Die Deutschkurse sind derzeit in aller Munde, aber es muss auch um die Gesundheitsversorgung von Migrantinnen gehen.

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Saarland: Landtagsvizepräsident warnt vor Einfluss der Homosexuellen

Entschiedener Gegner der Ehe für alle: Günter Heinrich, Jahrgang 1957, ist seit 1999 Mitglied des Saarländischen Landtages (Bild: Saarländischer Landtag)
„In 20, 30 Jahren werden sie bestimmen, was Familienpolitik ist“, meinte der saarländische CDU-Politiker Günter Heinrich – die LSU fordert seinen Rücktritt.

QUEER.DE

Der Vizepräsident des Saarländischen Landtags Günter Heinrich (CDU) warnt davor, dass in Zukunft Homosexuelle zu großen Einfluss bekommen könnten: „In 20, 30 Jahren werden sie bestimmen, was Familienpolitik ist“, erklärte der 60-Jährige gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. „Das ist eine Gefahr, die ich sehe.“

Als Reaktion forderte die LSU Saar am Dienstag in einer Pressemitteilung den Rücktritt des Politikers. „Die Aussagen von Herrn Heinrich sind beschämend, absurd und homophob. Nach der Entscheidung für die Eheöffnung vor zu großem Einfluss von Homosexuellen zu warnen, entbehrt jeder Grundlage und lässt jedwedes Taktgefühl vermissen“, sagte der LSU-Landesvorsitzende Christian Düppre. „Wir erwarten eine öffentliche Entschuldigung und fordern Herrn Heinrich auf, sein Amt als Landtagsvizepräsident mit sofortiger Wirkung zur Verfügung zu stellen.“

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Wie die katholische Kirche die Abtreibungsfrage beeinflusste

foto: istockphoto / getty images Dass Abtreibungskosten nicht von der Krankenkassa übernommen werden, führt der Gynäkologe Christian Fiala auf den Einfluss der Kirche zurück.
Die Kirche zählt heute zu den zentralen Lobbygruppen gegen liberalere Abtreibungsgesetze in Österreich. Historisch betrachtet wird ihr Einfluss aber überschätzt

Von Katharina Gruber | dieStandard.at

Die Frage, ob Abtreibung erlaubt sein soll oder nicht, war in der Geschichte weniger moralisch als von politischen und ökonomischen Interessen geleitet: Bereits Plato und Aristoteles sahen den Schwangerschaftsabbruch als ein nützliches bevölkerungspolitisches Instrument, um unerwünschtes Bevölkerungswachstum zu verhindern, heißt es im von Robert Jütte herausgegebenen Standardwerk „Geschichte der Abtreibung. Von der Antike bis zur Gegenwart“ aus dem Jahr 1993.

Ab der Neuzeit hielt man es in der Abtreibungsfrage allerdings anders als die alten Griechen und wollte das Bevölkerungswachstum ankurbeln. Die Kultur- und Sozialanthropologin Aurelia Weikert erklärt: „In der Frühzeit des Kapitalismus haben europäische Staaten erstmals versucht, mit bevölkerungssteigernden Maßnahmen einzugreifen, da es ein ökonomisches Interesse an Arbeitskräften gab.“

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„Minarette sind Herrschaftssymbole des Islam“

Frauke Petry (AfD) verteidigt Haltung zum Islam. (dpa-Bildfunk / EPA / Urs Flueeler)
Vor dem Parteitag der AfD hat die Vorstandssprecherin Frauke Petry die kritische Haltung zum Islam betont. Der Islam stelle in seinen wesentlichen Strömungen einen Herrschaftsanspruch, sagte sie im Deutschlandfunk. Zudem sprach sie über die Vorstellung der AfD von Familienpolitik sowie Unstimmigkeiten in der Parteiführung.

Frauke Petry im Gespräch mit Christoph Heinemann | Deutschlandfunk

Petry sprach nicht von einem Richtungsstreit in der AfD. Der Parteitag am Wochenende sei dazu da, inhaltlich zu diskutieren. Die Grundsatzfrage sei, wie viel Verantwortung der einzelne Bürger habe und wie viel der Staat. „Der Bürger wurde manchmal fast zum Schutzobjekt degradiert.“ Stattdessen sollte er in der Lage sein, eigenverantwortlich zu handeln.

Mit Blick auf den Islam sagte Petry, jeder Mensch dürfe seine Religion privat ausleben. „Muslime können selbstverständlich zu ihrem Gott beten“. Allerdings stelle der Islam „in seinen wesentlichen Strömungen“ einen Herrschaftsanspruch. Minarette seien ein Symbol dessen. „Anders als das goldene Kettchen am Hals mit einem Kreuz sind diese Symbole auch Zeichen dafür, dass der Islam versucht, sich in Europa vermehrt auszubreiten.“ Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hatte Petry eingeladen, an einer Vorstandssitzung teilzunehmen. Dazu sagte die AfD-Vorstandssprecherin, sie sei sich sicher, dass ein Termin vereinbart werden könne. „Miteinander zu reden ist wichtiger, als übereinander.“

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Dodo Herman muss wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Eva_HermanIhre Finanznot ist schon länger bekannt. Nun muss Eva Herman offenbar wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Einem Medienbericht zufolge wurde Strafbefehl gegen sie erhoben.

stern.de

Die ehemalige „Tagesschau“-Moderatorin Eva Herman muss offenbar wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Demnach wird das Amtsgericht Hamburg-Mitte am Donnerstagvormittag verhandeln.

Dem Bericht zufolge wird Herman vorgeworfen, für 2010 keine Einkommenssteuererkläung und für das von ihr betriebene Medienbüro keine Umsatzsteuererklärung abgegeben zu haben.

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Katholik Haseloff: Deutschland braucht mehr Kinder!

Reiner Haseloff (2012), Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0/MartinRulsch
Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt verlangt Kurswechsel in Familienpolitik: „Die Politik muss endlich anerkennen, dass das Thema Familie das existenzielle Problem unserer Nation ist.“


kath.net

Stärkere Anreize der Politik, damit in Deutschland mehr Kinder geboren werden, fordert der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU). Man brauche eine Geburtenquote pro Frau von 2,1 oder 2,2 Kindern anstelle der bisherigen 1,4. „Es geht um das Überleben unserer Gesellschaft“, sagte der Katholik der Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin). Haseloff: „Die Politik muss endlich anerkennen, dass das Thema Familie das existenzielle Problem unserer Nation ist.“ Deutschland sei der am höchsten entwickelte Sozialstaat der Welt: „ Aber das nützt uns nichts, wenn die Demografie am Ende langfristig alle Errungenschaften zunichtemacht.“ Die bisherigen familienpolitischen Leistungen in Höhe von über 200 Milliarden Euro jährlich entfalteten „keine klare Wirkung pro Kind“. Sie seien lediglich ein Nachteilsausgleich. Der CDU-Politiker: „Unter rein ökonomischen Gesichtspunkten ist die Gründung einer Familie nicht attraktiv. Jeder Lebensentwurf ohne Kinder ermöglicht einen höheren Lebensstandard, eine höhere Rente und mehr Freiheit.“ Andererseits dürften nicht nur finanzielle Aspekte eine Rolle spielen: „Das Glück, Kinder zu haben, ist sowieso unbezahlbar.“ Der 61-Jährige sagte, er erlebe seine eigene Familie – er hat zwei Kinder und vier Enkelkinder – „als einen wunderbaren stabilen Schutz- und Lebensraum“.

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Papst Franz spaltet die Kirche

Bild bearb. BB
Bild bearb. BB
Die anfängliche Begeisterung für Papst Franziskus ist dahin. Und auch innerhalb des Vatikans spaltet der Papst seine Kardinäle in zwei Lager und schafft sich so mächtige Feinde.


Von Julius Müller-Meiningen|Augsburger Allgemeine

Lassen ihn jetzt sogar die Gläubigen im Stich? Es wird Frühling in Rom, der Petersplatz liegt noch etwas kühl da, die Sonne kann sich nicht recht entscheiden, in welches Licht sie den Vatikan an diesem Mittwochvormittag im März rücken will. Glanz oder doch gräuliche Töne? Wilhelm und Marion Fertig aus Hünfeld bei Fulda lehnen am Barockbrunnen von Carlo Fontana und blicken auf den weißen Punkt namens Papst Franziskus unter der Fassade des Petersdoms. Von dort muss die Sicht zwar besser, aber auch nicht gerade erbaulich sein.
Euphorie für Papst Franziskus lässt nach

Der Platz ist bei dieser Generalaudienz nicht einmal zur Hälfte gefüllt. Gejubelt wird auch nicht mehr so laut wie noch vor Monaten. Am 13. März vor zwei Jahren wählten die Kardinäle den Argentinier Jorge Mario Bergoglio zum 266. Nachfolger Petri, der die Welt sogleich mit seinen Gesten beeindruckte. Aber jetzt wirkt es schon manchmal so, als habe der Herbst seines Pontifikats begonnen. „Die Euphorie hat sich gelegt“, sagt Wilhelm Fertig und bekreuzigt sich, als der Papst den Segen spendet

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„Wir sind Kirche“ macht Druck auf Bischöfe

Bild: wir-sind-kirche.at
Vor der Frühjahrskonferenz drängt die kritische Plattform „Wir sind Kirche“ die heimischen Bischöfe zu „kühnen Vorschlägen“ in der Familienpolitik.


Die Presse

Die kritische Plattform „Wir sind Kirche“ drängt die Bischöfe zum Auftakt von deren Frühjahrskonferenz zu „kühnen Vorschlägen“ etwa in der Familienpolitik. Schließlich habe auch der Papst dazu aufgefordert. Da solche Vorschläge bisher aber ausgeblieben seien, gebe es weiter ungebremste Austrittszahlen und Resignation.

Die österreichischen Bischöfe sollten sich nach Vorstellung von „Wir sind Kirche“ entschieden dafür einsetzen, dass bei der Ordentlichen Bischofssynode im Herbst 2015 noch sehr viel mehr „Laien“, die über sehr unterschiedliche Familienerfahrungen verfügten, rede- und stimmberechtigt teilnehmen könnten.

Gefordert sei jedenfalls ein neues Verständnis der Sexualität sowie eine Anerkennung der verantworteten Gewissensentscheidung in Fragen der Empfängnisregelung. Zudem dürften geschiedene Wiederverheiratete nicht weiter von den Sakramenten ausgeschlossen bleiben. Nötig sei überdies ein Ende jeglicher Diskriminierung von Frauen inner- und außerhalb der Kirche. Priestern müsse endlich das Recht auf Familienleben eingeräumt werden. Schließlich will „Wir sind Kirche“ eine Entdiskriminierung von Homosexuellen.

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KAS kritisiert ewiggestrige Familienpolitik der CDU

Laut der KAS-Studie gelten für 82 Prozent der Befragten alleinerziehende Mütter als Familie Foto: johnhope14 / flickr | CC-BY 2.0
Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) kritisiert in einer Studie die Familienpolitik der CDU. Sie fordert eine Neuausrichtung, die unterschiedliche Lebensmodelle akzeptiere und nicht wie die CDU bestimmte Leitbilder vorgebe.

pro Medienmagazin

Die aktuelle Familienpolitik müsse die Realität stärker abbilden und daher auch mehrere Lebensformen akzeptieren, heißt es in der Studie „Familienleitbilder in Deutschland“, die die CDU-nahe Stiftung am Montag veröffentlicht hat. Sie kommt zwar zu dem Ergebnis, dass ein Ehepaar mit Kind zu 100 Prozent zu den Grundvorstellungen der Familie gehört, aber auch ein unverheiratetes Paar wird von 97 Prozent der Befragten als Familie angesehen.

Laut KAS habe sich das Spektrum von Familienformen inzwischen erweitert: Für rund 88 Prozent der Befragten gelten homosexuelle Paare als Familie. Etwa 85 Prozent zählen Patchwork-Konstellationen zur Kategorie Familie. Auch alleinerziehende Mütter werden von 82 Prozent als Familie anerkannt.

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Pfarrer protestiert gegen NPD-Kondom

Brief des Anstoßes: Pfarrer Kurt Johann protestiert gegen die rechtsradikale Botschaft Foto: Kurt Johann, Facebook
Protest mit Breitenwirkung: Von den „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) hat der Pfarrer Kurt Johann per Post ein Kondom „für Ausländer und ausgewählte Deutsche“ erhalten. Auf Facebook sagt er den Rechtsradikalen den Kampf an – und erhält überwältigende Unterstützung.

pro Medienmagazin

In dem Brief vom 17. Mai wirft die JN, die Jugendorganisation der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), dem Pfarrer vor, als Entscheidungsträger die „multikulturelle Gesellschaft in Deutschland“ zu fördern und damit „nicht dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen“. Ausländer belasteten die Sozialsysteme, die Familienpolitik führe zu einer „demografischen Katastrophe unseres Volkes“. „Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, setzen wir mit dem JN-Kondom ein politisches Zeichen gegen die Missstände, die unser Land und unser Volk belasten.“

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N. Lammert über die Verflechtung von Politik und Kirche

Norbert Lammert brachte seine Meinung klar zum Ausdruck – das kam beim Publikum an. Fotos: Böhm
Dr. Norbert Lammert sprach in der Kirche über die Verflechtungen von Religion und Politik – seine Ansichten zur Familienpolitik sind konservativ.

Von Katrin BöhmMittelbayrische

Er ist kein Pfarrer und durfte am Mittwoch doch in einer Kirche sprechen. Und den Applaus, den Professor Dr. Norbert Lammert für seine Rede erhielt, hat sich wohl schon so mancher Pfarrer gewünscht – der Bundestagspräsident war am Mittwoch auf Einladung von MdB Alois Karl im Landkreis unterwegs. Zur Mittagszeit sprach er in der Wallfahrtskirche am Habsberg über Politik und Religion. Dass Wallfahrtsrektor Dr. Andreas Thiermeyer ihm und seinem Gefolge „Kirchenasyl etwas anderer Art“ (Alois Karl) gewährte, lag am Wetter und der Anzahl der Zuhörer: In den ursprünglich vorgesehenen Meditationsraum St. Franziskus im Diözesanhaus hätten nicht alle Gäste hineingepasst, außerdem staute sich die Luft dort schon nach wenigen Minuten.

In der angenehm kühlen Kirche nebenan brachte der CDU-Politiker Lammert, der sich selbst als „bekennenden Christen“ bezeichnet, seinen aufatmenden Zuhörern seine Sichtweise über die Verflechtung von Religion und Politik näher – wie eng und kompliziert die Verbindung der beiden sei, zeige das Beispiel der Reformation. Seiner Ansicht nach habe das christliche Ethos nicht an Relevanz eingebüßt – auch wenn die Kirchenbindung zurückgehe – im Gegenteil. „Die Religiosität nimmt zu.“ Außerdem seien viele politische Entscheidungen ohne moralischen Hintergrund nicht möglich.

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Dodo Herman scheitert am Bundesverfassungsgericht

Eva Herman
Keine Chance beim höchsten deutschen Gericht: Eva Herman muss mit dem Artikel des „Hamburger Abendblatts“ leben. Foto: Thomas Holbach / Wikipedia

Ex-„Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman ist im Streit um ihre Äußerungen zur Familienpolitik der NS-Zeit auch vor dem höchsten deutschen Gericht gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht verweigerte am Dienstag die Annahme ihrer Verfassungsbeschwerde.

pro Medienmagazin

Hermann geht seit 2007 vergeblich gegen einen Artikel im „Hamburger Abendblatt“ vor, weil sie sich darin falsch wiedergegeben sieht. Das Blatt hatte damals berichtet, Herman habe während der Vorstellung ihres Buches „Das Prinzip Arche Noah. Warum wir die Familie retten müssen“ einen „Schlenker zum Dritten Reich“ gemacht. „Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter“, gab das „Hamburger Abendblatt“ Hermans angebliche Äußerungen wieder. Wortwörtlich hatte Herman gesagt: „Es war ’ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft.“

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USA: Die 10 gefährlichsten Organisationen der religiösen Rechten

Bild: Alternet

Die religiöse Rechte ist stärker als je zuvor,massive Einnahmen und eine Vielzahl von Basisgruppen bilden die Grundlage ihre rechten Ideologie, um die Trennung von Staat und Kirche aufzuheben.

Von Simon BrownAlternet

Unter den bekannten Gefahren, gegen die Trennung von Staat und Kirche gerichtet, ist die Bewegung der religiösen Rechten die Nummer 1. Diese Ansammlung von Organisationen ist nicht nur gut organisiert, finanziert und vernetzt, sie benutzen ihre massiven finanziellen Einnahmen und ihre Basis-Gruppen um die Trennung von Staat und Kirche bundesweit zu untergraben.

Mitarbeiter von Americans Unite haben die Bewegung sorgfältig untersucht und 10 Organisationen ausgemacht, die die stärkste Herausforderung für das Prinzip der Staat-Kirche-Trennung darstellen. Die meisten dieser Organisationen sind steuerfrei nach § 501 (c) (3) der Abgabenordnung, nach § 501 (c) (4) der Abgabenordnung enthalten die finanziellen Daten aber auch Verbindungen zu Lobby-Organisationen, die parallel zu den religiösen Gruppierungen existieren und in ihrem Sinne tätig sind. Die Zahlen stammen aus offiziellen IRS-Unterlagen(Bundessteuerbehörde der USA)  und  anderen zuverlässigen Quellen.
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Die unchristliche Sozialdemokratisierung und Vergrünung der CDU

Quelle: jfnet.files.wordpress.com

„Die CDU ist eine Ausstiegspartei geworden“
„Schluss mit dem Ausverkauf“ heißt das Buch, in dem vier überzeugte Konservative mit der „Sozialdemokratisierung und Vergrünung“ der CDU abrechnen. Die „Welt am Sonntag“ hat Auszüge veröffentlicht. Einer der Vorwürfe: Angela Merkel setze die Gruppen „Christdemokraten für das Leben“ und „Lesben und Schwule in der Union“ gleich.

Pro-Medienmagazin

„Ich bin seit Langem ein Anhänger der Kanzlerin. Sie ist eine außerordentlich intelligente, kenntnisreiche und obendrein fleißige Regierungschefin“, schreibt der Historiker Arnulf Baring. Seit ihren „anmaßenden Äußerungen über Thilo Sarrazin“ würde er aber mit zunehmender Geschwindigkeit von Merkel abrücken. Das Bekenntnis zur Wehrpflicht, über Jahrzehnte ein Markenzeichen der CDU, sei achtlos fallengelassen worden. „Völlig entgeistert war ich bei Merkels abrupter Wende in der Atompolitik“, so Baring. Noch kurz zuvor hätte sich die Bundeskanzlerin klar zur Kernkraft als Brückentechnologie bekannt. Über Angela Merkel schreibt er weiter: „Weil die DDR eine von ihr nicht zu beeinflussende fixe Größe war, musste sie immer darauf achten, Schritt für Schritt weiterzukommen, ohne politisch anzuecken. Diese inhaltsarme, aber höchst effiziente Form, sich den Weg durch alle Schwierigkeiten zu bahnen, kennzeichnet sie. Das ist ihre Stärke und Schwäche zugleich.“

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Eva Herman und die Wertschätzung der Mutter in der NS-Zeit

Streitpunkt: die Rolle der Mutter im Dritten Reich. Ex-Tagesschau-Sprecherin Eva Herman fühlte sich von einer Zeitung falsch zitiert, klagte vor Gericht – und verlor nun.

ZEIT ONLINE

Im Streit um Äußerungen zu Familienpolitik und NS-Zeit hat die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman vor dem Bundesgerichtshof (BGH) eine Niederlage erlitten. Herman hatte gegen einen Bericht im Hamburger Abendblatt geklagt, weil sie sich darin falsch zitiert sah. Die Zeitung hatte geschrieben, Herman habe die „Wertschätzung der Mutter“ im Dritten Reich als „sehr gut“ dargestellt.

Der BGH wies die Klage Hermans nun zurück. Die Zeitung habe Hermans Äußerungen „weder unrichtig noch verfälscht oder entstellt wiedergegeben“, hieß es zur Begründung. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte nach den Äußerungen die langjährige Zusammenarbeit mit der Moderatorin beendet.

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Baden-Württemberg: Gleichstellung sexueller Identitäten brüskiert Fundi-Christen

Quelle: idea.de

Der Vorrang für die Ehe wird abgeschafft
Stuttgart (idea) – Der Vorrang der Ehe vor anderen Partnerschaftsformen soll in Baden-Württemberg abgeschafft werden. Das sieht der 85-seitige Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der SPD vor. Das am 27. April der Öffentlichkeit vorgestellte Papier mit dem Titel „Der Wechsel beginnt“ bildet die Grundlage für die künftige grün-rote Landesregierung unter der Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Die Koalitionäre wollen „verändern, wo es notwendig ist, manches anders und vieles besser machen“.

Idea.de

Zu den radikalsten Vorstellungen von einem „weltoffenen Baden-Württemberg“ gehört die „Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern“. Dadurch werde das Land „ein neues, tolerantes Gesicht“ erhalten. Wörtlich heißt es: „Mit dem Credo ,Gleiche Pflichten – gleiche Rechte’ werden wir im gesamten Landesrecht dafür sorgen, dass die eingetragene Lebenspartnerschaft im vollen Umfang mit der Ehe gleichgestellt wird.“ Die Schulen sollen dazu angehalten werden, „dass in den Bildungsstandards sowie in der Lehrerbildung die Vermittlung unterschiedlicher sexueller Identitäten verankert wird“.

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