Schlagwort-Archive: Getreide

Als alle Gotteskrieger aus Europa kamen

Bei Kreuzzügen denken wir ans Heilige Land. Aus muslimischer Sicht war die Invasion der Franken im Nahen Osten nur ein Nebenschauplatz. Paul M. Cobb erzählt, warum der Verlust der islamischen Herrschaft in Spanien und Sizilien für die Zeitgenossen viel schwerer wog


Von Hannes Stein|DIE WELT

Auf islamischen Landkarten aus dem Mittelalter steht die Welt kopf: Der Süden befindet sich oben, der Norden unten. Das liegt daran, dass es im Norden nach Meinung der muslimischen Kartografen eigentlich nichts Interessantes gab. Im Norden lagen die Länder der Christen, die von den Rechtgläubigen samt und sonders “Franken” genannt wurden. Von diesen Ländern war bekannt, dass es dort nass und dunkel war. Außerdem wusste man, dass die Franken, auch die fränkischen Könige, einem diktatorischen Oberherrn gehorchten, der “il-baba” hieß: dem Papst also. Ihre Kultur war beklagenswert rückständig. So berichteten Reisende, dass die Franken sich nur zwei Mal im Jahr wuschen. Sie waren also schmutzig – und dumm obendrein. Kein Wunder, dass sie zu religiösem Fanatismus neigten, wobei ihre Religion den Muslimen im Grunde eher lachhaft als gefährlich erschien: Sie war intellektuell dürftig, und es ließen sich kaum Regeln für das tägliche Leben aus den christlichen Schriften ableiten.

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Warum Stalin die Biologie ändern ließ, “proletarische Biologie”

Nikolai Wawilow, Bild: wikipedia/public domain

Vor 125 Jahren wurde der russisch-sowjetische Genetiker und Pflanzenforscher Nikolai I. Wawilow geboren

Von Martin KochND

In Pawlowsk, unweit von St. Petersburg, befindet sich ein wahrer Schatz der Wissenschaft: die älteste und inzwischen drittgrößte Genbank der Welt. Sie umfasst über 330 000 Kulturpflanzensorten sowie deren Vorformen und wildwachsende Verwandte aus allen Regionen der Erde: Kartoffeln aus Chile, Bohnen aus Nordamerika, Getreide aus Äthiopien. Sowohl für die Züchtung neuer als auch für den Erhalt traditioneller Kulturpflanzen ist das in Pawlowsk gesammelte Saatgut von unschätzbarem Wert, wie folgendes Beispiel zeigt: Als Mitte der 1980er Jahre ein Fadenwurm über große Teile der US-amerikanischen Sojafelder herfiel, ließen sich nirgendwo Sojapflanzen auftreiben, die gegen den Parasiten resistent waren. Allein in Pawlowsk lagerte eine solche Sorte, die sowjetische Forscher ihren Kollegen aus den USA kostenlos zur Verfügung stellten – und das zur Hochzeit des Kalten Krieges!

Den Grundstein für die erste Genbank der UdSSR legte 1926 der Botaniker Nikolai Iwanowitsch Wawilow, der vor 125 Jahren, am 13. (25.) November 1887, als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers geboren wurde. Nachdem er von 1906 bis 1910 am Landwirtschaftlichen Institut seiner Heimatstadt Moskau studiert hatte, reiste er mehrmals ins westliche Ausland, um seine Kenntnisse auf dem Gebiet der Biologie zu vertiefen.

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Feinbilder: Rot-Grüne Kommunisten-Verschwörung

In dem in Bayern mit dem Fernsehpreis ausgezeichneten Film “Der Biospritskandal – Klimapolitik in der Sackgasse” kümmert sich Bärbel Höhn um einen Schimpansen, der durch die Brandrohdung riesiger Urwaldflächen in Borneo seinen Lebensraum verloren hat.

Von Marie Luise SchellenDie Freie Welt

Was die Grünen hier nie beachtet haben ist,  dass für die Anlage von  Palmenplantagen zur Palmöl-Biospritgewinnung  dieser Urwald, der auf einer  bis zu 20 Metern dicken Torfschicht steht,  durch die  Brandrohdung  für alle Zeiten vernichtet ist.  Hinzu kommt,  dass die Torfschicht  Unmengen an Treibhausgasen freisetzt,  die um ein vielfaches der  CO 2 Einsparung gegenüberstehen.  Professor Florian Siegert hat in diesem Film diese Schändung der Natur sehr eindringlich und erhellend geschildert. In Guatemala werden  große Flächen Ackerland für Palmenplantagen den Einheimischen Menschen weggenommen. Sie können ihre Getreide, Mais, Reis und Gemüse nicht mehr anbauen.

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