Sonnenrotation beeinflusst irdische Blitze

Wie oft es bei uns blitzt, hängt auch von der Sonne und ihrer Aktivität ab. © Krivosheev/ iStock
Kosmischer Blitzmacher: Auch die Sonne hat einen Einfluss darauf, wie oft es auf der Erde gewittert und blitzt, wie eine neue Studie bestätigt. Demnach fördern nicht nur starke Sonnenstürme die irdische Blitzhäufigkeit, sondern auch die rund 27 Tage dauernde Rotation unseres Sterns führt zu messbaren Schwankungen. Enthüllt hat dies die Auswertung ungewöhnlicher Daten: historischen Tagebüchern aus dem Japan des 18. Jahrhunderts.

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Blitze entstehen, wenn sich Ladungsunterschiede in Gewitterwolken abrupt entladen. Die Folge ist eine elektrische Entladung, die als heller Blitz zu sehen ist. Dabei ist die Blitzhäufigkeit lokal durchaus unterschiedlich, weil sie durch das örtliche Klima, aber auch die Landschaftsformen beeinflusst wird. So liegen die irdischen Blitzhotspots in Afrika und Südamerika, in Deutschland blitzt es am Alpenrand am häufigsten.

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Mehr Blitze durch Schiffsabgase

Blitz hinter einem Flugzeugträger in der Straße von Malakka im Indischen Ozean. Über solchen vielbefahrenen Routen blitzt es doppelt so häufig wie anderswo überd em Meer. © AGU/ pxhere.com
Blitzende Spuren: Der Feinstaub aus Schiffsschornsteinen verstärkt Blitze und Gewitter. Dadurch blitzt es über vielbefahrenen Schifffahrtsrouten doppelt so häufig wie in angrenzenden Gebieten, wie eine Studie enthüllt. Der Grund dafür: Die Abgaspartikel fördern die Bildung kleiner Eiskristalle und verstärken damit die elektrische Spannung in der Gewitterwolke. Dieser Effekt der Feinstaub-Emissionen könnte – bisher unerkannt – auch über Land auftreten, wie die Forscher berichten.

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Ob Frachtschiffe, Kreuzfahrten oder Tanker: Der weltweite Schiffsverkehr nimmt zu. Allein auf der Ostsee sind täglich bis zu 2.000 Schiffe unterwegs, auf viel befahrenen Routen in Asien können es noch mehr sein. Eines der Probleme dabei: Die Schiffe fahren meist mit Schweröl und stoßen daher große Mengen Abgase und Feinstaubaus. Diese Nanopartikel jedoch haben beträchtliche negative Auswirkungen für Umwelt und Gesundheit.

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Mysteriöse Atemnot nach Gewitter fordert fünftes Todesopfer

 Nach einem schweren Gewitter in Melbourne mussten über 8500 Menschen in Krankenhäusern behandelt werden (Symbolfoto) © Silas Stein/DPA
Nach einem schweren Gewitter in Melbourne mussten über 8500 Menschen in Krankenhäusern behandelt werden (Symbolfoto) © Silas Stein/DPA
In Australien mussten mehr als 8500 Menschen nach einem Gewitter wegen Atemnot und Asthma behandelt werden. Nun hat das Phänomen namens „Thunderstorm Asthma“ den fünften Menschen das Leben gekostet. Weitere liegen auf Intensivstationen.

stern.de

Die rätselhaften Atemnotanfälle nach einem Gewitter in Australien haben ein fünftes Todesopfer gefordert. Das berichten die „Deutsche Welle“ und ABC. In Melbourne mussten Anfang der Woche über 8500 Menschen in Krankenhäusern behandelt werden. Die Patienten hatten über Atemnot geklagt, viele erlitten Asthmaanfälle. Vier Menschen waren bereits verstorben. Sechs weitere befinden sich laut ABC auf Intensivstationen, vier davon in kritischen Zuständen.

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Jeder vierte Blitzschlag endet tödlich

Blitzschlag: Die gewaltigen Entladungen stellen ein oft unterschätztes Risiko dar. © freeimages
Wie gefährlich sind Gewitter wirklich? Im Schnitt stirbt einer von vier vom Blitz getroffenen Menschen, geht aus einer neuen Statistik deutscher Wissenschaftler hervor. Auch für Überlebende besteht ein großes Risiko bleibender Schäden, von Verbrennungen und Lähmungen bis zu psychischen Störungen. Die Gefahr lasse sich deutlich vermindern, wenn man sich bei Gewitter an einige Sicherheitsratschläge hält, betonen die Forscher.


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Blitze sind unberechenbarer Naturgewalten: Sie sind nahezu unmöglich exakt vorherzusagen und führen eine gewaltige Energiemenge mit sich. Die Gefahr für Menschen bei Gewitter wird oft unterschätzt – „so wahrscheinlich, wie vom Blitz getroffen zu werden“ gilt als Vergleich für extrem unwahrscheinliche Unfälle. In Deutschland geschieht dies jedoch jedes Jahr schätzungsweise mehreren hundert Menschen. Allerdings ist unklar, für wie viele davon der Blitzschlag tödlich endet: „Für Überlebende gibt es aber in der Bundesrepublik keine statistische Erfassung“, bedauert Rechtsmediziner und Gewitterforscher Fred Zack von der Universität Rostock.

Bis zu acht Blitz-Tote pro Jahr

Stutzig gemacht hatte Zack zuerst, dass in der wissenschaftlichen Literatur die Angaben zum Risiko, bei einem erlittenen Blitzunfall zu sterben, von 10 bis 90 Prozent schwanken. Darum nahm er sich statistische Angaben aus Forschungsarbeiten aus aller Welt vor, um daraus verlässlichere Zahlen zu gewinnen. Demnach stirbt weltweit etwa eins von vier Opfern eines Blitzschlags. In Deutschland kamen so von 1998 bis 2013 jährlich bis zu acht Menschen bei schweren Gewittern ums Leben.

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Kosmische Teilchen durchleuchten Gewitter

Kosmischer Teilchenschauer (grafisch) bei einem Gewitter über dem LOFAR-Kern. © Radboud Universität
Vom Blitz getroffen: Die charakteristischen Radiosignale kosmischer Strahlung könnten helfen, Blitze und Gewitter besser zu verstehen. Denn Forschern ist es gelungen, aus diesem Rauschen wertvolle Informationen über das Innenleben der Gewitterwolken zu gewinnen. Damit wollen die Wissenschaftler den Ursprung von Blitzen erklären und auch die Wettervorhersage verbessern, schreiben sie im Fachmagazin „Physical Review Letters“.


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Blitze während eines Gewitters sind ein beeindruckendes Naturschauspiel – wie und vor allem wann sie entstehen ist jedoch in vieler Hinsicht noch unklar. Gewitterwolken zu erforschen ist schwierig: Flugzeuge, Ballons oder kleine Raketen können zwar in eine Wolke vorstoßen, sie erfassen dabei aber nur ihre direkte Umgebung. Außerdem beeinflussen die Fluggeräte selbst das elektrische Feld in der Wolke und können so die Messung verfälschen. Hinzu kommen aufgrund der hohen elektrischen Spannung besondere Ansprüche an die Messelektronik.

Hochenergetische Teilchen aus Sternenexplosionen

Energiereiche kosmische Teilchen könnten einen Ausweg liefern: Sie entstehen beispielsweise bei Sternenexplosionen und treffen andauernd auf die Erdatmosphäre. Beim Aufprall erzeugen die hochenergetischen Partikel einen ganzen Schauer von Elementarteilchen. Diese Teilchenschauer lassen sich durch typische Radiosignale nachweisen – und sie könnten auch Informationen über das elektrische Feld eines Gewitters liefern, weil diese das Verhalten der Teilchen beeinflussen.

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